Kategorie: Bauwirtschaft

Bauwirtschaft – Immobiliennews zu Baukosten, Projekten, Materialien & Entwicklungen in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft.

  • Ausbau des Unternehmensstandorts für zukünftiges Wachstum

    Ausbau des Unternehmensstandorts für zukünftiges Wachstum

    Das in der Gebäudetechnik und Energieberatung angesiedelte Unternehmen HKG aus Aarau bezieht in Baden neue Räumlichkeiten. Vom 1. März 2026 an wird es an seinem Standort in der Täfernstrasse 14a im Badener Stadtteils Dättwil tätig sein. Aktuell ist HKG noch auf der Suche nach zusätzlichen Mitarbeitenden für den neuen Standort, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dort werden die neuen Büros als „topmoderner Arbeitsplatz mit Licht, Raum und Atmosphäre zum Wohlfühlen“ sowie als „Workplace der Zukunft“ mit Dachterrasse, Fokuszonen und moderner Infrastruktur beschrieben.

    Die 1978 gegründete Herzog Kull Group Holding operiert in verschiedenen Feldern der Elektrotechnik. Dazu gehören Elektroengineering, Gebäudeautomation, Gebäudeinformatik und Sicherheit ebenso wie Beratung, Energie, Digitalisierung und die Gesamtplanung. Während die Herzog Kull Group Holding ihren Sitz in Rotkreuz hat, sind zur Gruppe gehörende Firmen wie HKG Engineering und HKG Consulting in Aarau ansässig.

  • Bellinzona transformiert

    Bellinzona transformiert

    Die historischen SBB-Werkstätten, Herzstück der Tessiner Industriegeschichte, machen Platz für ein Quartier, das als Modell für nachhaltige Stadtentwicklung, innovative Nutzungsmischung und hochqualitative Lebensräume fungiert. Die politische, wirtschaftliche und städtebauliche Bedeutung des Projekts reicht weit über die Grenzen von Bellinzona hinaus.

    Historische Kontinuität
    Die SBB-Officine prägten mehr als ein Jahrhundert den Stadtkern und sorgten für tausende von Arbeitsplätzen sowie eine eigenständige industrielle Identität. Mit der Standortverlagerung und dem Ersatzneubau der SBB-Industrieanlagen in Arbedo-Castione bis 2028 entsteht in zentralster Lage von Bellinzona eine seltene Entwicklungschance. Über 100’000 Quadratmeter werden für eine umfassende städtebauliche Neuordnung frei, mit einer Balance zwischen Tradition, Innovation und strategischer Stadtentwicklung.

    Partizipativer Leitprozess
    Die Umgestaltung des Geländes setzt ganz auf partizipative Verfahren. Der Entwicklungsprozess begann mit einem internationalen städtebaulichen Wettbewerb. Fünf europäische Planungsteams traten gegeneinander an, schlussendlich überzeugte das Projekt „Porta del Ticino – Urban Living Lab“ durch seinen Mut zu Grünraum, Multifunktionalität und attraktiver Dichte. Öffentliche Konsultationen und ein breit angelegter Einwohnerdialog sicherten breite Akzeptanz und politische Rückendeckung. Eine repräsentative Umfrage ergab, dass 65 Prozent der Bevölkerung das siegreiche Leitbild unterstützen. Insbesondere jüngere Generationen formulieren hohe Erwartungen an Innovation und Lebensqualität.

    Urbane Struktur, Mischung und Entwicklungsphasen
    Das Masterplan-Konzept sieht eine klare lineare Dreigliederung des Areals vor. Zwei Randzonen bündeln Wohnungen, auch Genossenschaften, Verwaltungs- und Forschungsnutzungen, Hochschulen, Gewerbe und Hotelangebote. Im Zentrum entsteht mit der grosszügigen Almenda ein öffentlicher Grün- und Begegnungsraum, der als sozialer, kultureller und ökologischer Fokus dient. Der Umsetzungszeitraum für die Realisierung des Quartiers erstreckt sich über Jahre, um Schritt für Schritt lebendige, resiliente Wohn-, Arbeits- und Forschungslandschaften aufzubauen. Dies garantiert eine flexible Steuerung der Marktdynamik und vermeidet Leerstände oder exzessive Immobilienrenditeorientierung.

    Die markante „Kathedrale“, ein denkmalgeschütztes Gebäude von 1919, bleibt als kultureller Magnet bestehen und wird als Begegnungs- und Veranstaltungsort transformiert. Eine würdige Perspektive für ein Wahrzeichen industrieller Arbeitskultur.

    Ein Reallabor des Urbanen Wandels
    Der Bebauungsplan verpflichtet zu höchsten Nachhaltigkeitsstandards, mit der angestrebten Erreichung des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) . Fossile Heizträger sind ausgeschlossen, flächendeckende Photovoltaik und Begrünung, Regenwassernutzung im Sinn der „Schwammstadt“, energieeffiziente Fernwärme und aktive Förderung von Elektromobilität sind integrale Bestandteile. Ein Energieplan unterstützt die Zielsetzung, einen Grossteil des Quartierstrombedarfs vor Ort zu decken. Breite Grünzüge, Biodiversität, urbanes Gärtnern, ressourcenschonende Bauweise und emissionsarme Mobilität runden das ökologische Profil ab.

    Besonderes Augenmerk liegt auf generationenübergreifenden Wohnmodellen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Startup-Förderung und dem neuen Innovationspark, der Bellinzona

    Modellcharakter und regionale Strahlkraft
    Das Projekt verbindet soziokulturelle Werte, nachhaltige Infrastruktur, unternehmerische Innovationen und ambitionierte Wohn- und Lebensqualitäten zu einem neuen urbanen „Motor“ der Region. Mit der Kombination aus partizipativer Governance, vielseitigen Nutzungsangeboten und resilienten Freiräumen setzt Bellinzona beispielhaft Massstäbe für die Schweizer und europäische Stadtentwicklung der nächsten Jahrzehnte.

  • Schwimmsportzentrum Tenero

    Schwimmsportzentrum Tenero

    Die Zeit der alten Schwimmanlagen im Jugend- und Leistungssportzentrum CST ist vorbei. Die Bedürfnisse von Nachwuchs und Elite im Wassersport steigen kontinuierlich. Mit der 2021 von den eidgenössischen Räten bewilligten Investition von 91,8 Millionen Franken setzt die Schweiz ein Zeichen für Spitzenförderung und nachhaltige Entwicklung. Der Ersatzneubau soll das CST als zentrales Kompetenzzentrum für Schwimmen, Artistic Swimming, Wasserball, Wasserspringen sowie Ski-Freestyle auf ein neues Level heben.

    Modernes Konzept
    Eine reine Sanierung der veralteten Anlagen erwies sich als unwirtschaftlich und nicht zukunftssicher. Die Planung setzt daher auf einen vollständigen Neubau in zwei Bauetappen. Zuerst entsteht eine multifunktionale Schwimmhalle, die mit Olympiabecken samt Hubboden, Whirlpools, Eisbad und umfassendem Diagnostik-Bereich neue Trainingsstandards definiert. Nach deren Eröffnung folgt die Erneuerung der Aussenanlage inklusive modernem Trainingsbecken und Landebereich für Ski-Freestyle. Die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen, bis dahin bleibt der Betrieb für Athletinnen und Athleten gesichert.

    Fokus auf nachhaltige und vielseitige Infrastruktur
    Das Bundesamt für Bauten und Logistik legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit im Bau. Das Schwimmsportzentrum entsteht nach SNBS und MINERGIE-ECO Richtlinien, optimiert auf Lebenszykluskosten und Energieeffizienz. Die Architektur von Studio Burkhardt und Stücheli Pestalozzi Schiratzki besticht durch Transparenz, Grosszügigkeit und Einbettung in die Parklandschaft. Auch Kunst und Materialästhetik sind Teil des Neubaus, denn ein sensibles Kunst-am-Bau-Konzept schafft Identität für den Ort.

    Ein Meilenstein für den Schweizer Sport und die Region
    Mit der Grundsteinlegung und prominenten Gästen wie Olympiamedaillengewinner Noè Ponti verspricht das Projekt nicht nur internationale Trainingsstandards, sondern auch innovative Veranstaltungs- und Ausbildungsmöglichkeiten im Wassersport. Das CST bleibt ein Vorreiter in der Nachwuchsförderung und wird zur Drehscheibe für generationsübergreifende Sportentwicklung in der Schweiz.

  • Modernisierung der Trinkwasserversorgung im Kopfholz

    Modernisierung der Trinkwasserversorgung im Kopfholz

    Das in Schlieren ansässige Bauunternehmen STRABAG hat im Auftrag der Gemeinden Horgen, Thalwil, Rüschlikon und Kilchberg mit dem Rückbau und Neubau des Reservoirs Kopfholz begonnen. Das Modernisierungsprojekt soll laut einer Mitteilung von STRABAG die dortige Trinkwasserversorgung bis ins Jahr 2050 sichern. Um die Versorgung mit Wasser durchgängig sicherzustellen, seien für den geplanten Ersatzneubau drei Bauetappen vorgesehen. Die erste Bauetappe soll bis Februar 2026 realisiert werden, als Projektabschluss wird März 2027 angegeben.

    Die Gemeinden betreiben laut der Mitteilung seit 1905 eine gemeinsame Wasserversorgung. Die Verbindung wird mit dem Projekt fortgesetzt, das aus Sicht der Gemeinden „ein starkes Zeichen für eine nachhaltige, sichere und zukunftsorientierte Wasserversorgung“ setzt. Für Rüschlikon wird mit einem Zuwachs an Speicherkapazität von 1000 auf 1600 Kubikmeter gerechnet, in Kilchberg von 1500 auf 2800 Kubikmeter.

    Als besondere Herausforderung für die ausführenden Teams der vier Bauherrschaften wird in der Mitteilung auf das Bauen im laufenden Betrieb hingewiesen. „Das Reservoir versorgt mehr als 6000 Haushalte mit Trinkwasser, die Versorgung muss zu jeder Zeit sichergestellt sein“, wird Beat Spörndli Bauführer, Tiefbau und Strassenbau Nord-Ost, zitiert. Betont werden auch „hohe Anforderungen an Koordination und Hygiene auf der Baustelle“. Voraussetzung sei neben der Einhaltung von SIA-Normen (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein) die Verwendung eines speziellen Trinkwasserbetons. Weil der Bau dem Lebensmittelgesetz unterliege, müsse eine keimfreie Wasserlagerung sichergestellt sein. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden ermögliche koordinierte Planung, halte Eingriffe ins Waldgebiet gering und stosse Synergien bei Ausschreibungen und Bauabläufen an.

  • Elektroinstallationen im historischen Bahnhof mit moderner Technik vereint

    Elektroinstallationen im historischen Bahnhof mit moderner Technik vereint

    Die Ernst Selmoni AG zeichnet für die gesamte Elektroanlage in der neuen Migros-Filiale im historischen Badischen Bahnhof verantwortlich. Die Räume im ehemaligen Theater der Förnbacher Compagnie im südlichen Teil des Empfangsgebäudes sind wie das ganze Gebäude denkmalgeschützt. Der Badische Bahnhof, einer von sechs Bahnhöfen in Basel und heute der zweitgrösste, wurde in seiner heutigen Form 1913 in Betrieb genommen.

    Der Auftrag umfasste die vollständige Elektroinstallation, von der Energieversorgung über moderne Beleuchtung bis hin zu den technischen Anlagen, die einen reibungslosen Betrieb ermöglichen. „Besonders spannend“, so Selmoni in einer Unternehmensmitteilung, „war die Arbeit im denkmalgeschützten Gebäude. Die historische Substanz verlangte kreative Lösungen, sorgfältige Planung und eine enge Abstimmung mit den Behörden, damit Tradition und moderne Technik im Einklang stehen“.

    Christophe Hassler, Geschäftsbereichsleiter der Selmoni Installation AG, bezeichnet dieses Projekt als „eine spannende Herausforderung: moderne Elektroinstallationen in einem denkmalgeschützten Gebäude umzusetzen, ohne dessen historische Substanz zu beeinträchtigen. Mein Team hat mit grosser Sorgfalt und innovativen Lösungen bewiesen, dass Technik und Geschichte perfekt harmonieren können.“

    Selmoni wurde 1934 gegründet. Die rund 600 Mitarbeitenden bedienen Weltkonzerne ebenso wie Privatleute. Das Unternehmen setzt auf innovative Lösungen und die Digitalisierung am Bau. Neue Technologien wie Vorfertigung, Bohrroboter, Building Information Modeling und Hololens gehören bei Selmoni bereits zum Arbeitsalltag, um Bauprojekte schneller, sicherer und nachhaltiger zu machen.

    Selmoni ist beim Prix SVC Nordschweiz einer von fünf Finalisten. Dieser Preis des KMU-Netzwerks Swiss Venture Club (SVC) wird am 13. November vor rund 1000 Gästen im Congress Center Basel verliehen.

  • Zirkuläres Bauen als neuer Standard im Kanton Zürich

    Zirkuläres Bauen als neuer Standard im Kanton Zürich

    Das Immobilienamt und Hochbauamt des Kantons Zürich integriert mithilfe des Circular Hub als Plattform für Kreislaufwirtschaft systematisch die Prinzipien des zirkulären Bauens in seine Prozesse. Diese Initiative geht auf die 2024 veröffentlichte Kreislaufwirtschaftsstrategie zurück. Laut einer Mitteilung von Circular Hub wurde zu diesem Zweck das Format der Community of Practice mit dem Titel „KreislaufLAB –Planen und Bauen für Zürichs Zukunft“ etabliert. Ziel sei, das dazu notwendige Wissen nachhaltig in den vorhandenen Rollen des kantonalen Immobilienmanagements zu verankern. Circular Hub habe in enger Zusammenarbeit mit kantonalen Verantwortlichen die Konzeption, Moderation und Wirkungsmessung des Formats übernommen, heisst es im Projektbeschrieb. Zudem werde die interne Verankerung durch eine Kommunikationsstrategie unterstützt.

    Fachwissen und Praxisbeispiele sollen es erleichtern, zirkuläres Bauen zu planen und umzusetzen. Konkret spielten Themen wie Rückbau, Materialwahl und Lebenszyklusdenken eine zentrale Rolle. „So entsteht ein lebendiges Netzwerk, in dem Wissen geteilt und in konkreten Anwendungshilfen verankert wird. So kann Wirkung sichtbar werden“, beschreibt Circular Hub die Stossrichtung.

    Konkret handele es sich um fünf interaktive Workshops, bei denen Fachinputs, Paneldiskussionen und praxisnahe Gruppenarbeiten kombiniert würden. Im Ergebnis sollen praxistaugliche Tools und Anwendungshilfen entwickelt werden. Intern werde der Prozess unter anderem durch Bulletins und eine Abschlussveranstaltung flankiert. Letztlich soll eine Wirkungsmessung Aufschluss darüber geben, wie Kompetenzen entwickelt und die Kreislauf-Prinzipien verankert wurden.

  • Neues Kompetenzzentrum stärkt Logistik und Bodenlösungen in Oberhasli

    Neues Kompetenzzentrum stärkt Logistik und Bodenlösungen in Oberhasli

    Die SHARKGROUP AG, eine Spezialistin für Bodenlösungen aus Oberhasli, bezieht gemeinsam mit der Dietiker Planzer Transport AG ihr neues Kompetenzzentrum in Oberhasli. Wie Planzer in einem LinkedIn-Beitrag berichtet, werden die beiden Unternehmen nun unter einem Dach ihre Kompetenzen bündeln. Während Planzer die Logistik der SHARKGROUP auf den 4000 Quadratmetern Lagerfläche übernimmt, kann die SHARKGROUP mit dem neuen Standort ihr Wachstum voranbringen und ihr Angebot weiter ausbauen.

    Das Kompetenzzentrum hat eine Fläche von 10‘000 Quadratmetern und besitzt eine 3000 Quadratmeter grosse Solaranlage auf ihrem Dach. Sie ermöglicht den Unternehmen zudem kurze Wege und CO2-reduzierte Transporte und ist damit ein Schritt in Richtung nachhaltiger Logistik.

    Wie die SHARKGROUP in einer Mitteilung erklärt, kann das Unternehmen mit dem neuen Standort seine Präsenz in der Region Zürich weiter stärken und eine bessere Verfügbarkeit des Sortiments ermöglichen. Zudem schaffen die erweiterten Kapazitäten und Ausstellungsflächen mehr Raum für individuelle Betreuung und Dienstleistungen. „Wir sind stolz auf das Wachstum unserer Gruppe und darauf, unseren Kunden künftig noch mehr Nähe und Service bieten zu können“, so Geschäftsführer Moritz Mühlebach, Geschäftsführer der SHARKGROUP. „Dieses Projekt ist Ausdruck unseres unternehmerischen Weitblicks und unseres Anspruchs, die Branche aktiv mitzugestalten.“

  • Eröffnungsfeier: Innovationen im Ausbaugewerbe – Leuchtturmprojekt Globus Basel

    Eröffnungsfeier: Innovationen im Ausbaugewerbe – Leuchtturmprojekt Globus Basel

    Die Schweiz wird umgebaut um die Ziele von Energie, Klima, Kreislaufwirtschaft und Verdichtung zu erreichen. Die Ausbau- und Gebäudehüllebranche und ihre Berufe sind dabei entscheidend und machen den Gebäudepark fit. Mit 36 Mrd. Umsatz ist es die stärkste Branche in der Bauwirtschaft. Das möchte die Stammgruppe Ausbaugewerbe und Gebäudehülle von Bauenschweiz an der Eröffnung ins Zentrum rücken. Exemplarisch ist dies am totalsanierten Objekt Globus Basel sichtbar, der Ende 2025 eröffnet wird. Neben einem Blick auf das Vorhaben diskutieren die Gäste die Bedeutung des Ausbaugewerbes, die Weiterentwicklung der Fachkräfte und die Bedürfnisse der Unternehmerinnen und jungen Fachkräfte im Markt.

    Programm (Stand 23.10.2025)

    10.15 UhrEinstimmung mit Kurz-Clip zu GAG im Globus Basel
    10.17 UhrBegrüssung durch Moderatorin Sonja Hasler
    10.20 UhrGespräch mit Bauenschweiz Präsident Ständerat Hans Wicki und Stammgruppen Präsident Peter Meier
    10.30 UhrGrussbotschaft Regierungsrätin Esther Keller, Vorsteherin des Bau- und Verkehrsdepartement Kanton Basel-Stadt
    10.40 UhrModeriertes Gespräch mit Projektverantwortlichen «Globus Basel – von den städtebaulichen Herausforderungen zum Leuchtturmprojekt»
    Andrin Sennhauser, Confirm
    Jean-Luc von Aarburg, Miller & Maranta
    10.55 UhrPodiumsdiskussion mit Beat Hanselmann, Präsident Gebäudehüllenplaner, Nationalrätin Sandra Sollberger, Unternehmerin und Vorstandsmitglied SMGV und Schwestern-Duo Ladina und Alisa Oppliger, Gold und Silber Swisskills 2025 im Fassadenbau
    11.30 UhrApéro riche

    Weitere Informationen finden Sie hier:
    LINK

  • Einfacher bauen?

    Einfacher bauen?

    Die Motion des Ständerats Benedikt Würth (Mitte/SG) verlangt, dass der Bund künftig nur noch für Objekte von nationaler Bedeutung zuständig ist. Während der Schutz von Ortsbildern vollständig an die Kantone übergeht. Damit entfiele das nationale Inventar der schützenswerten Ortsbilder als gemeinsame Bewertungsgrundlage. Die Folge wären unterschiedliche kantonale Regelwerke, langwierige Umstellungen und mehr Rechtsstreitigkeiten.

    Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats hält den eingeschlagenen Weg des Bundesrats für zielführender. Die am Runden Tisch ISOS vereinbarten Massnahmen stärken Effizienz und Klarheit, ohne bewährte Standards aufzugeben.

    Reform statt Bruch
    Bereits beschlossen sind konkrete Vereinfachungen. Wie eine präzisere Anwendung des ISOS auf Bundesaufgaben, klarere Ermessensspielräume für Kantone und Gemeinden sowie Erleichterungen bei Projekten mit Photovoltaik. Diese Schritte verkürzen Verfahren, ohne an Qualität zu verlieren und wird unterstützt von Kantonen, Städten und Gemeinden.

    Das zentrale Problem liegt nicht im ISOS selbst, sondern in mangelnder Koordination und zu später Interessenabwägung. Wo diese frühzeitig erfolgt, lassen sich Konflikte vermeiden und Projekte beschleunigen.

    Bewährte Beispiele aus der Praxis
    Erfolgreiche Modelle existieren bereits. In Genf reduziert die Plattform „Patrimoine–Paysage–Territoire“ durch gemeinsame Projektentwicklung die Zahl der Einsprachen deutlich. Neuenburg zeigt, wie sich Verdichtung mit ISOS vereinbaren lässt, durch klare Zoneneinteilung und qualitätsvolle Planung. Diese Ansätze stärken Transparenz, Akzeptanz und Baukultur.

    Beschleunigen mit Substanz
    Anstatt Rechtsunsicherheit zu schaffen, sollte die laufende ISOS-Weiterentwicklung konsequent umgesetzt werden. Qualität und Planungssicherheit sind der Schlüssel für schnelleres, nachhaltiges Bauen, nicht föderale Flickenteppiche. Nur wer beides verbindet, erreicht das Ziel einfach bauen, ohne unsere gewachsene Baukultur zu gefährden.

  • Starke Holz-Präsenz beim ‹Swiss Arc Award› 2025

    Starke Holz-Präsenz beim ‹Swiss Arc Award› 2025

    Am 30. Oktober würdigte die Jury unter über 400 Einreichungen die besten Bauten des Jahres. Die Auszeichnung, vergeben im Trafo Baden vor über 500 Gästen aus Architektur und Bauwirtschaft, unterstreicht die gestalterische Vielfalt und technische Reife der Schweizer Planungskultur. Mit dem Lifetime Achievement Award wurden Kaschka Knapkiewicz und Axel Fickert geehrt, deren Werk die hiesige Architektur über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat.

    Nachhaltigkeit und Funktionalität
    Das Bürogebäude Hortus in Allschwil von Herzog & de Meuron überzeugte in der Kategorie «Arbeit, Produktion & Infrastruktur» durch konsekten Klimaschutz und Materialintelligenz. Ebenfalls von Herzog & de Meuron stammt das neue Universitäts-Kinderspital Zürich, Siegerprojekt in der Kategorie «Bildung & Gesundheit». Sein horizontaler Aufbau schafft helle, offene Wege und eine neue Typologie des Spitalbaus, die Funktionalität mit Menschlichkeit verbindet.

    Holz als gestalterisches Leitmotiv
    Im Bereich «Wohnen» gewann die Wohn- und Gewerbesiedlung Guggach in Zürich von Donet Schäfer Reimer Architekten. Mit klimaoptimiertem Beton und Holzbauelementen wird gezeigt, wie nachhaltige Baustoffe konstruktiv und ästhetisch zusammenspielen können. Den erstmals vergebenen Preis für Innenarchitektur erhielten Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler für den sensiblen Umbau eines Reihenhauses in Gockhausen. Holz durchzieht dort Oberflächen, Möbel und Konstruktion, als verbindendes Element und emotionaler Träger von Raumqualität.

    Publikumspreis für Mehrzweckbau im Lavaux
    Das Mehrzweckgebäude in Forel von Samir Alaoui Architectes gewann den Publikumspreis. Durch das Stapeln von Industrie- und Wohnnutzung entsteht eine architektonische Einheit mit hoher räumlicher Intelligenz. Die Holzkonstruktion unterstreicht auch hier, dass nachhaltiges Bauen und architektonische Ausdruckskraft kein Gegensatz sind.

    Der Swiss Arc Award 2025 bestätigt, Holz ist nicht nur Baustoff, sondern Ausdruck einer neuen Verantwortungskultur im Schweizer Bauwesen.

  • Swiss Logistics feiert Eröffnung von Campus Zofingen

    Swiss Logistics feiert Eröffnung von Campus Zofingen

    Die Schweizerische Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik gibt die feierliche Eröffnung ihres Swiss Logistics Campus in Zofingen bekannt. Das neue Ausbildungszentrum wurde am 25. Oktober mit einem Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht. „Es war ein Tag voller spannender Erlebnisse, inspirierender Begegnungen und herzlicher Gespräche“, schreibt Swiss Logistics in einer Mitteilung zur Eröffnung.

    Die Vereinigung will ihren neuen Campus als „Ort des Lernen, der Entwicklung und der Begegnung“ verstanden wissen. Im Ausbildungszentrum werden Grund- und Weiterbildung sowie Höhere Berufsbildung unter einem Dach vereint. Bei der Vermittlung von Bildung setzt Swiss Logistics auf moderne Lernformen und flexible Räume. Das Angebot der Vereinigung ist auf die zukünftigen Anforderungen der Branche ausgerichtet.

  • Neues Logistikzentrum sichert Arzneimittelversorgung in der Schweiz

    Neues Logistikzentrum sichert Arzneimittelversorgung in der Schweiz

    Die Spirig HealthCare AG hat in Wangen an der Aare ein neues Logistikzentrum eröffnet, informiert die auf Generika spezialisierte Arzneimittelfirma aus Egerkingen in einer Mitteilung. Hier sind auf 2600 Quadratmetern Fläche über 2000 Kommissionierplätze sowie Kühl- und Speziallager untergebracht. Über die Höhe der Investition, bei der bereits acht neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

    Mit dem neuen Logistikzentrum will Spirig HealthCare die eigenen Lagerkapazitäten erhöhen und den Vertrieb flexibilisieren. Über eine eigene Flotte können Medikamente im Bedarfsfall innerhalb weniger Stunden an jeden Ort in der Schweiz geliefert werden, schreibt das Unternehmen.

    „Die zuverlässige Grundversorgung mit wichtigen Arzneimitteln in der Schweiz ist unser zentraler Auftrag“, wird Hans-Peter Borger, General Manager von Spirig HealthCare, in der Mitteilung zitiert. „Mit gezielten Investitionen in eigene Lagerkapazitäten stellen wir sicher, dass wir diesem Anspruch gerecht werden können. Das neue Logistikzentrum steht für Flexibilität, Schnelligkeit und nachhaltige Distribution – und ist unser klares Bekenntnis zur Versorgungssicherheit.“

  • St. Gallen moderne Stadtentwicklung mit Doppelbahnhof

    St. Gallen moderne Stadtentwicklung mit Doppelbahnhof

    Das Entwicklungsleitbild wurde in einem breiten, kooperativen Prozess durch Stadtplanung, Grundeigentümerschaften und Quartierverein gemeinsam entwickelt. Vier Workshops zwischen Juni 2024 und Mai 2025 sorgten für breite Beteiligung und ermöglichten es, spezifische Chancen der neun Teilgebiete herauszuarbeiten.

    Potenziale und räumliche Schwerpunkte
    Der Strukturplan identifiziert neun Teilgebiete, von der Straubenzellstrasse bis Debrunner Ost, die individuell und nutzungsdurchmischt weiterentwickelt werden sollen. Das Gebiet bietet ein zusätzliches Geschossflächenpotenzial von rund 80’000 m², das gezielt für Wohn- und Arbeitsplätze genutzt werden kann. Vorgesehen ist eine bessere Verknüpfung der Quartiere, mehr Grün- und Freiräume sowie neue öffentliche Plätze.

    Bahnhof als Motor urbaner Entwicklung
    Die künftige Verschiebung des Bahnhofs Bruggen nach Osten und seine Fusion mit dem Bahnhof Haggen bilden einen Projektanlass. Sie eliminieren bestehende Barrieren und machen eine grossräumige Erschliessung möglich. Die geplanten Passerelle schafft neue Wegverbindungen und verbessert die Integration angrenzender Quartiere wie Lerchenfeld. Das Bahnhofsvorhaben beeinflusst die laufende Ortsplanungsrevision und dient als Hebel für nachhaltige, urbane Verdichtung.

    Zukunftsperspektiven und Planungssicherheit
    Mit dem Entwicklungsleitbild erhalten Stadt und Grundeigentümerschaften erstmals eine verbindliche Orientierung für bevorstehende Umsetzungsprojekte in einzelnen Arealen. Die nächsten Schritte betreffen die Projektierung des Bahnhofs inklusive Passerelle und die Überführung der Erkenntnisse in die Gesamtrevision der Ortsplanung.

    Dank vorausschauender Planung und integrativer Projektstruktur steht das Gebiet Bruggen-Haggen vor dem Sprung zum urbanen, gemischt genutzten Stadtteil, mit hoher Aufenthaltsqualität, besserer Erreichbarkeit und gezieltem Flächenwachstum.

  • Neues Wohnquartier bringt Dynamik nach Spreitenbach

    Neues Wohnquartier bringt Dynamik nach Spreitenbach

    Das Quartier Tivoli Garten belebt die Gemeinde Spreitenbach, heisst es in einer Mitteilung. Seit Mitte Juli können dort Menschen einziehen und bis Mitte September hätten bereits mehr als 500 Einwohnerinnen und Einwohner davon Gebrauch gemacht, so die Gemeinde unter Berufung auf die Zahlen von Einwohnerdiensten.

    Die grösste Gruppe stellen dabei die 226 Personen (45 Prozent), die aus dem Kanton Zürich in den Tivoli Garten gezogen sind. Es folgen 121 Personen (24 Prozent) aus dem Kanton Aargau, 89 Personen (18 Prozent), die innerhalb von Spreitenbach umgezogen sind, 49 Personen (10 Prozent) aus anderen Kantonen sowie 22 Personen (4 Prozent), die aus dem Ausland in den Tivoli Garten gezügelt sind.

    Der Tivoli Garten bietet auf einer Fläche von 15’000 Quadratmetern insgesamt 445 Mietwohnungen (1,5 bis 5,5 Zimmer) und kleine Gewerbeflächen. Ein Gemeinschaftsgarten mit Spielplatz dient als Begegnungsfläche für die Bewohnenden.

  • Weiterbildung für moderne Brandschutzkompetenzen

    Weiterbildung für moderne Brandschutzkompetenzen

    Die im Technopark Zürich ansässige AFC Akademie, nach Eigenangaben führend in der Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Brandschutz, Sicherheit und Gebäudetechnik, hat das Umschulungskonzept BSV 2026 entwickelt, das Fachleute laut einer Mitteilung auf die neuen Brandschutzvorschriften BSV 2026 vorbereitet.

    Im Modul A der Weiterbildung vermittelt die Akademie einen Überblick über zentrale Neuerungen der BSV 2026 auf der Stufe Brandschutzfachperson und übt das Erstellen von vorschriftsmässigen Plänen und Konzepten. Dagegen wird im Modul B, auf der Stufe Brandschutzexperte, die praxisnahe Anwendung der neuen Anforderungen und Dokumentationsmethoden gelehrt.

    Die neuen Brandschutzvorschriften BSV 2026 markieren laut AFC Akademie einen grundlegenden Wandel im Schweizer Brandschutz und steigern die Anforderungen deutlich. Risikobasierte Nachweise ersetzen dabei Standardlösungen und machen fundiertes Wissen über bauliche, technische und organisatorische Zusammenhänge unerlässlich. Da Brandschutz integraler Bestandteil von Architektur, Nutzung, Betrieb und Technik wird, müsse auf all diesen Ebenen zusammengespannt werden – interdisziplinäres Denken wird also entscheidend, so die Akademie. Künftig müsse ausserdem klar kommuniziert werden: konkrete Anforderungen an Dokumentation, Qualitätssicherung und Vollzug müssen Bauherrschaften, Behörden und Projektpartnern klar vermittelt werden.

    Die AFC Akademie bietet seit 2016 Ausbildungsprogramme für Brandschutz, nachhaltiges Bauen, Sicherheit und Gebäudetechnik an.

  • Kompakte Energiespeicher für zukunftsfähige Gebäudetechnik

    Kompakte Energiespeicher für zukunftsfähige Gebäudetechnik

    Die Cowa Thermal Solutions AG mit Sitz im Technopark Luzern in Root ist eine Grosshandelspartnerschaft mit dem Vertriebsunternehmen Meier Tobler aus Schwerzenbach ZH eingegangen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, will Cowa mit dieser Partnerschaft sein Marktsegment in der Schweiz deutlich ausbauen. Meier Tobler, Anbieter von Haustechnikprodukten aus den Bereichen Heizung, Lüftung Klima und Sanitär, wird Wärmespeicher von Cowa für den Einsatz in Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern sowie für die Integration in Wärmepumpen- und Photovoltaiksysteme vertreiben. Vor allem Handwerksbetrieben werde damit der Zugriff erleichtert.

    „Mit Meier Tobler haben wir den schweizweit stärksten Vertriebspartner gewonnen, der gleichzeitig unsere Vision einer kompakten und nachhaltigen Wärmespeicherung teilt“, wird André Waller, CRO der Cowa Thermal Solutions AG, in der Mitteilung zitiert. „Diese Partnerschaft ist ein Meilenstein für uns. Dadurch ermöglichen wir den Zugang zu zukunftsweisender Wärmespeicherung so einfach wie noch nie, direkt dort, wo Installateure ohnehin bestellen.“

    Zum Jahresende 2025 will Cowa einen neuen Latentwärmespeicher auf den Markt bringen. Das Produkt für Brauchwarmwasser soll einen Phase Change Material (PCM)-Schmelzpunkt von 48 Grad Celsius haben und damit eine hohe Energieeffizienz besitzen. Der Schmelzpunkt bei dieser „technologischen Weltneuheit“ würde um 10 Grad tiefer als bei bisherigen Systemen liegen, so Cowa. Dank des niedrigen Schmelzpunktes können nahezu alle gängigen Wärmepumpen für den Speicher verwendet werden.

  • Strategische Partnerschaft stärkt Gebäudetechnik und Energieplanung

    Strategische Partnerschaft stärkt Gebäudetechnik und Energieplanung

    Die AEW Energie AG steigt bei der Herzog Kull Group Holding AG (HKG) ein. Der Energieversorger aus Aarau werde 35 Prozent an der Zuger Gruppe für Gebäudetechnik und Elektrotechnik übernehmen, informiert AEW in einer Mitteilung. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen neue Geschäftsfelder aufbauen. Als Beispiele werden in der Mitteilung unter anderem Generalplanung für Arealkonzepte und standartisierte Gesamtlösungen für den Wohnungsbau genannt.

    Über den Kaufpreis für die Anteile haben die die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart. AEW und HKG haben bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Dabei stieg AEW Ende 2023 mit einem Anteil von 50 Prozent an der HKG-Tochter GA-Werkstatt.ch AG (GAW) ein. Die GAW soll noch in diesem Jahr mit der HKG-Tochter Energy-Group.ch AG zur Energy Group AG zusammengeführt werden.

    „Die Megatrends Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung werden auch künftig das Energiesystem prägen, und jedes Gebäude wird ein aktives Element darin sein“, wird AEW-CEO Marc Ritter in der Mitteilung zitiert. Sein Unternehmen will die eigenen Kompetenzen bei Planung, Engineering und Gebäudemanagement ausbauen, dabei aber weiterhin auf Tätigkeiten in der Ausführung verzichten. Im Zuge des Einstiegs bei HKG ziehen Ritter und AEW-Verwaltungsratspräsident Raffael Schubiger in den Verwaltungsrat der Herzog Kull Group Holding AG ein.

  • Ausbau des Angebots für moderne Gebäudehüllen

    Ausbau des Angebots für moderne Gebäudehüllen

    Die Pestalozzi Gruppe hat die Pestalozzi Alutechnik AG lanciert. Wie Pestalozzi in einem LinkedIn-Beitrag berichtet, wird das Tochterunternehmen als exklusiver Schweizer Vertriebspartner von Aluprof, einem zur Grupa Kęty SA aus dem polnischen Kenty (Kęty) gehörenden und in Europa tätigen Hersteller von Aluminiumsystemen, „eine breite Palette hochwertiger Aluminiumprodukte und innovativer Systemlösungen“ anbieten. Während das Unternehmen für Industrieprofile und Beratungen ab sofort verfügbar ist, sollen Aluminiumsysteme ab dem 9. März 2026 geliefert werden.

    Die Pestalozzi Alutechnik AG ist Ansprechpartner für Fenster und Türen, Fassaden und Brandschutz. Das Unternehmen bietet innovative Produkte sowie intelligente und modulare Systemlösungen für den Wohn- und Objektbau. Nach einer ausführlichen Beratung durch Experten werden Lösungen individuell und auf Kundenbedürfnisse abgestimmt entwickelt. Pestalozzi bietet dabei Unterstützung von der Planung und Systemwahl bis hin zur Auslieferung.

  • Ausbau im Bereich Wandlösungen

    Ausbau im Bereich Wandlösungen

    Die Holcim AG erwirbt die Xella International GmbH. Die europaweit tätige Gruppe mit Hauptsitz in Duisburg ist auf Baumaterialien, Dämmstoffe und Dienstleistungen für die Gebäudehülle spezialisiert. Mit der Übernahme will Holcim sein eigenes Portfolio mit dem komplementären Angebot von Xella erweitern, erläutert der Zuger Baustoffkonzern in einer entsprechenden Mitteilung.

    „Diese strategische Übernahme ist ein Meilenstein in unserer Vision, der führende Partner für nachhaltiges Bauen zu sein, und beschleunigt den Ausbau unseres wertschöpfungsstarken Bereichs Building Solutions im Einklang mit unserer Strategie NextGen Growth 2030“, wird Holcim-CEO Miljan Gutovic dort zitiert. „Durch die Ergänzung unseres Angebots im hoch attraktiven Markt für Wandlösungen mit einem Volumen von mehr als 12 Milliarden Euro wird uns Xella Cross-Selling- und Systemverkaufsmöglichkeiten eröffnen.“ Der Transaktionswert wird in der Mitteilung auf 1,85 Milliarden Euro beziffert. Die Übernahme soll im zweiten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden.

  • Zwischen Regulierung und Innovation

    Zwischen Regulierung und Innovation

    Was ist die grösste Herausforderung für die Schweizer Baubranche? 
    Die Bauwirtschaft steht vor zahlreichen Herausforderungen: Fachkräftemangel, zunehmende Regulierung, Klimaneutralität und digitale Transformation. Der SBV investiert daher aktiv in Nachwuchs, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft. Doch die grösste Herausforderung, welche für die Gesellschaft einschneidende Folgen hat, ist die Umsetzung des Raumplanungsgesetzes, sprich die bauliche Verdichtung. Diese ist alternativlos, wenn wir unseren Lebensraum schützen und gleichzeitig das Bevölkerungswachstum bewältigen wollen. Kantone und Gemeinden haben diesbezüglich weitgehend versagt. Wir kommen damit viel zu langsam voran. 

    Was sind aus Ihrer Sicht die Hauptgründe für den Fachkräftemangel im Bauwesen und wie kann die Branche für junge Menschen attraktiver gemacht werden? 
    Viele erfahrene Fachkräfte gehen bald in Pension, während nachrückende Jahrgänge fehlen. Zudem gilt die Arbeit auf dem Bau als fordernd und ist mit Vorurteilen behaftet. Dabei bietet das Bauhauptgewerbe sehr attraktive Arbeitsbedingungen: Rund 5000 Franken Einstieglohn und europaweit die höchsten Handwerkerlöhne, Frühpension ab 60 sowie sehr gute Karrierechancen. Um diese Stärken sichtbar zu machen, investieren wir in Berufsmarketing (bauberufe.ch) und entwickeln unser Aus- und Weiterbildungsprogramm stetig weiter. Das zeigt Wirkung: 2024 stieg die Zahl der Lernenden um 10 Prozent. 

    Mit welchen Strategien und Initiativen will der Baumeisterverband den Beitrag der Bauwirtschaft zu den Schweizer Klimazielen stärken und ausbauen? 
    Das Bauhauptgewerbe ist zentral für eine nachhaltige Schweiz und hat bereits in den letzten 30 Jahren den Pro-Kopf-Fussabdruck halbiert! Der SBV unterstützt seine Mitglieder dabei, Chancen der Nachhaltigkeit zu nutzen und Wissen aus Forschung in die Praxis zu bringen. Im Fokus steht die Kreislaufwirtschaft mit Lebenszyklus-Betrachtung. Beton ist Recycling-Weltmeister und kann mit CO₂-Speicherung wesentlich zur Klimaneutralität beitragen. Damit kreislauffähige Baustoffe und Bauweisen genutzt werden, müssen Bauherren entsprechend ausschreiben. Die SBV-Toolbox Nachhaltigkeit unterstützt dabei ökologische, wirtschaftliche und soziale Kriterien in Ausschreibungen zu integrieren. Wichtig bleiben beim Gebäudepark energetische Sanierungen sowie Ersatzneubauten, wo sinnvoll. 

    Wie digital ist die Baubranche und was sind die zukünftigen Trends der Bauindustrie im digitalen Zeitalter? 
    Die Bauwirtschaft ist digitaler, als oft vermutet; es gibt allerdings noch viel Potenzial. Viele Betriebe nutzen heute digitale Tools für Organisation und Baustellendokumentation. Ein zentraler Hebel ist Building Information Modeling (BIM): Modellbasierte Informationen lassen sich bereits in konkreten Use Cases auf der Baustelle nutzen. Zudem fordern immer mehr Bauherren modellgestützte Ausschreibungen. Weil dabei verbindliche Standards fehlen, entwickelt der SBV bauteilbasierte Kalkulationsgrundlagen. Ergänzend unterstützen wir Unternehmen mit dem digitalen KI-Assistenten Construix.ch, der rechtliche und normative Fragen sekundenschnell beantwortet. Das ist das neue Chat-GPT der Schweizer Baubranche, bald unverzichtbar für jeden Bauspezialisten. 

    Welche Chancen sehen Sie für das Bauwesen durch den verstärkten Einsatz von 3D-Drucktechnologien? 
    3D-Druck ist keine neue Technologie mehr. Wir verfolgen sie zwar aufmerksam, insbesondere mit Blick auf Nachhaltigkeit, Effizienz und Bauzeit. Allerdings ist sie derzeit nicht breit einsetzbar, da technische, regulatorische und wirtschaftliche Voraussetzungen fehlen. Einige SBV-Mitglieder erproben Pilotprojekte, doch viele stellen den praktischen Nutzen aktuell noch in Frage. Der SBV positioniert sich vermittelnd zwischen Hype und Realität und betrachtet 3D-Druck als eines unter zahlreichen Mittel zur Produktivitätssteigerung. Als Verband setzen wir bewusst auf Themen, die heute breite Wirkung entfalten, wie etwa BIM oder dem Einsatz von KI. Dort, wo der Hebel am grössten ist.

    Welche politischen Reformen sind aus Ihrer Sicht dringend, um die Planungs- und Bewilligungsprozesse zu forcieren? 
    Das ist für uns die Top-Priorität auf den Weg zur gelungenen Verdichtung! Wir brauchen dazu drei zentrale Reformen: Erstens schnellere Verfahren. Solaranlagen oder Wärmepumpen sollen z.Bsp. im Meldeverfahren laufen, digitale Prozesse konsequent umgesetzt werden. Zweitens müssen Einsprachen eingeschränkt werden. Heute blockieren zu viele querulatorische Fälle den Bau. Erlaubt sein sollen nur noch solche mit schützenswerten Eigeninteressen und Missbrauch soll mit Kostenauflagen verhindert werden. Drittens braucht es mehr Ausgewogenheit zwischen Wohnungsbau und Denkmalschutz: Innenverdichtung, Ersatzneubauten und eine Reduktion der Schutzinventare sind entscheidend, damit der Wohnungsbau nicht blockiert wird. Diese Reformen treiben wir, Hand in Hand mit unseren kantonalen Sektionen, auf alle drei föderalen Ebenen voran. 

    Wie bewertet die Branche die internationale politische Lage und welche Auswirkungen spüren Sie konkret? 
    Die globalen Unsicherheiten sind für die Schweizer Immobilienwirtschaft vor allem eine Chance. Die Schweiz als save haven zieht dadurch wohlhabende Ausländer ins Land, welche Immobilien und Infrastruktur nachfragen. Natürlich haben wir auch Risiken bei Lieferketten, steigende Material- und Energiekosten sowie mehr Regulierung, aber die Branche kann damit umgehen und ist daher krisenresistent. 

    Was motiviert Sie persönlich, sich so stark für die Weiterentwicklung der Schweizer Baubranche einzusetzen? 
    Ich lebe mit Überzeugung das Schweizer Milizsystem. Unsere Zivilgesellschaft benötigt pragmatische Praktiker an den Schalthebeln und keine Ideologen mit blossem theoretischem Wissen. Die Bauwirtschaft spielt eine zentrale Rolle für unsere gesellschaftliche Zukunft, das motiviert mich. Sie schafft Wohnraum, Infrastruktur und sichere Arbeitsplätze für viele Familien.

  • Zukunftsquartier mit Wohnen und Gewerbe in Döttingen

    Zukunftsquartier mit Wohnen und Gewerbe in Döttingen

    Die Ergebnisse des Studienauftrages Arealentwicklung Gewerbestrasse, Döttingen werden am 18. und 19. Oktober in Döttingen ausgestellt. Der siegreiche Beitrag stammt von fsp Architekten aus Spreitenbach, zusammen mit LAND Suisse aus Lugano sowie ASTOC Architects and Planners aus Köln. Bei dem Projekt DOT entsteht auf dem Areal von Birchmeier Hess Immobilien ein neues Quartier. Auf einer Fläche von 75’000 Quadratmetern sollen 550 Wohnungen entstehen, 15’000 Quadratmeter Fläche sind für Gewerbe vorgesehen, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist.

    „Mit der Transformation des Areals wird Industrie zur Nachbarschaft. Aus Hallen wird Heimat, aus Spuren Identität. Das industrielle Erbe wird verwandelt – nachhaltig, zukunftsfähig, durchmischt“, heisst es von Ivo Lenherr von fsp Architekten zum Projekt DOT. Die Jury begründete das einstimmige Votum für das Siegerprojekt unter anderem mit der „raffinierten städtebaulichen Strategie im Umgang mit den Vorgaben der Grund­eigentümerin, dem aktuellen Gebäudebestand sowie dem genehmigten Richtplan“. Das Projekt stelle „einen rück­sichtsvollen Umgang mit der Nachbarschaft sowie den öffentlichen Bedürfnissen dar und lässt für die zukünftigen Nutzerinnen und Bewohner einen stimmigen und reichhaltigen Wohn- und Arbeitsort erwarten.“

  • Investitionen stärken Vermarktungserfolg

    Investitionen stärken Vermarktungserfolg

    Mit gezielten Investitionen in Marketing, Cybersecurity und KI-Innovationen entwickelt das Unternehmen seine Plattformen kontinuierlich weiter und bietet Immobilienprofis damit zukunftsfähige Produkte und Services für einen digitalen Wettbewerbsvorsprung im Markt.

    Marketing-Power für maximale Reichweite
    Sichtbarkeit ist ein entscheidender Faktor in der Immobilienvermarktung. Deshalb investiert SMG Real Estate mit seinen Plattformmarken, zu denen ImmoScout24 und Homegate zählen, in Marketingaktivitäten, um Reichweite, Effizienz und Zielgruppenansprache fortlaufend zu verbessern. Ziel ist es, die relevantesten Interessentinnen und Interessenten direkt auf die Inserate zu führen, die Marktchancen der Business-Kunden zu stärken und die beiden Marken nachhaltig als Top Immobilienplattformen in der Schweiz zu positionieren.

    Dezidierte Marketing-Experten bei SMG Real Estate entwickeln dafür integrierte Strategien, die inspirierende und aufmerksamkeitsstarke Inhalte mit zielgruppenspezifisch ausgesteuerten Social-Media-Kampagnen verbinden. Mit interaktiven User-Engagement-Ansätzen werden Immobiliensuchende nachhaltig für  die Plattformmarken sensibilisiert. Dies stellt sicher, dass die Objekte der Immobilienprofis genau zur richtigen Zeit auf den reichweitenstärksten Kanälen präsent sind.

    Technologische Zuverlässigkeit ist zentrales Thema
    Um all dies sicherstellen zu können, ist die Performance ein zentrales Thema – schliesslich besuchen täglich Hunderttausende Schweizerinnen und Schweizer die Plattformen der SMG Real Estate und nutzen die tagesaktuellen Angebote für ihre Immobiliensuche. Ein Team von über 100 Tech-Spezialisten stellt dabei sicher, dass die benötigten Systeme leistungsstark, zuverlässig sowie auf dem neuesten Technologiestand funktionieren.

    Aber auch das Thema Sicherheit spielt eine wesentliche Rolle. Mit modernsten Schutzmechanismen und einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (MFA) sind Kundendaten zuverlässig geschützt. Investitionen in die Stabilität der Plattformen und strenge Sicherheitsvorgaben schaffen die Grundlage dafür, dass sich Immobilienprofis auf ihre Vermarktungsambitionen fokussieren können.

    Effizienz gewinnen mit Künstlicher Intelligenz
    Dabei werden Immobilienprofis durch innovative, KI-basierte Funktionen zusätzlich unterstützt, welche die Immobilienvermarktung auf ein neues Niveau heben. Sie ermöglichen, Inserate gezielter auszuspielen, optimale Zeitpunkte für die Ansprache zu identifizieren und mit Datenanalysen die Relevanz und Attraktivität der Angebote zu steigern. So wird Künstliche Intelligenz immer stärker zu einem wertvollen Tool, das den Arbeitsalltag der Vermarkter und Bewirtschafter messbar erleichtert – von der KI-gestützten Inseraterstellung, die bis zu 14 Minuten pro Inserat spart, bis hin zur intelligenten Steuerung der Inserate-Performance. Zusammenfassend verfolgen die umfangreichen Investitionen von SMG Real Estate in Technologie, Marketing und Sicherheit ein klares Ziel: Sie bieten Business-Kunden einen bestmöglichen Return on Investment und damit einen Wettbewerbsvorteil im hart umkämpften Immobilienmarkt. Denn nur wer sich nachhaltig im Markt positionieren und abheben kann, dem winken die bestmöglichen Vermarktungschancen.

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  • Präzisionsarbeit im Wasserkraftwerk Luterbach ausgezeichnet

    Präzisionsarbeit im Wasserkraftwerk Luterbach ausgezeichnet

    Die aus Stahl- und Metallbau sowie Kran- und andere Transporte spezialisierte Senn AG aus Oftringen hat im Rahmen der BSK-Jahreshauptversammlung am 12. Oktober den zweiten Platz für die Kranarbeit des Jahres 2025 unter 120 Tonnen belegt. Insgesamt war die Firma mit anspruchsvollen Projekten in mehreren Rubriken nominiert.

    Grundlage für die Auszeichnung ist laut einer Mitteilung die Revision des Wasserkraftwerks Luterbach SO, die Senn zusammen mit der ADEV durchgeführt hatte. Im Rahmen des Projekts galt es, einen 20-Tonnen Generator mit 3,5 Metern Höhe sowie ein 3,4 Meter grosses Turbinenrad aus dem Wasserkraftwerk auszubauen, zu transportieren, zu revidieren und schliesslich wieder einzubauen. Die Hebung des Generators und des Turbinenrades durch eine Dachöffnung im Kraftwerk erforderten dabei Millimeterarbeit der Kranführer. Anschliessend realisierte ein speziell konstruierter Stahlrahmen sowie eine massgeschneiderte Schwertransportlösung den reibungslosen Abtransport ins Revisionswerk.

    Das Luterbach-Projekt stehe dabei exemplarisch für die firmeneigene Kombination aus Ingenieurskunst, Präzision und Erfahrung im Schwertransport, die eine erfolgreiche Projektabwicklung ermöglicht, erklärt die Senn AG.

    Die Senn AG agiert in den Geschäftsfeldern Stahl- und Metallbau, Blech- und Edelstahlcenter, Notstromanlagen sowie Kran und Transport. Mit mehr als 200 Mitarbeitenden ist sie heute nach Eigenangaben eine der wichtigsten Arbeitgeberinnen im Bezirk Zofingen.

  • Strategische Expansion auf dem europäischen Türenmarkt

    Strategische Expansion auf dem europäischen Türenmarkt

    Die Arbonia AG verstärkt ihre Marktposition in Europa. Das auf Innentüren aus Holz, Glas und Metall spezialisierte Unternehmen aus Arbon hat mit Wirkung zum 15. Oktober den portugiesischen Türenhersteller Cicomol übernommen, informiert Arbonia in einer Mitteilung. Bereits am 9. Oktober hat Arbonia zudem die Übernahme der deutschen Spezialisten für Metall-Sonderzargen von Rüthener Zargenbau GmbH & CoKG abgeschlossen. Beide Unternehmen hatten im vergangenen Jahr zusammen einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro erwirtschaftet.

    Arbonia erwartet von der Übernahme der laut Mitteilung in Portugal marktführenden Cicomol SA eine stärkere Präsenz im Fachhandel Portugals sowie Vertriebssynergien in Spanien, Portugal und Frankreich. Die Akquisition von Rüthener Zargenbau wiederum soll eine Lücke im Portfolio von Arbonia schliessen. Das international tägige Unternehmen hat seine Metallzargen bisher weitgehend extern zugekauft. Beide Übernahmen werden sich laut Arbonia zudem als margenstärkend und wertsteigernd erweisen.

    Die Transaktionen schliessen die Übernahme der rund 130 Mitarbeitenden von Cicomol und der knapp 40 Mitarbeitenden von Rüthener Zargenbau ein. Auch das Management der beiden Firmen bleibt unverändert.

  • Lehm feiert sein Comeback

    Lehm feiert sein Comeback

    Lehm ist seit Jahrtausenden bewährt, besteht aus lokalem Ton, Schluff und Sand, ist ohne energieintensive Brennprozesse verwendbar und fast unbegrenzt verfügbar. Im Gegensatz zu Beton, dessen Herstellung mit dem Brennen von Kalkstein erhebliche CO₂-Emissionen verursacht, punktet Lehm mit minimalem Energieaufwand bei Gewinnung und Verarbeitung. Nach Abschätzung verschiedener Quellen fallen bei der Betonherstellung pro Tonne im Durchschnitt 800–900 kg CO₂ an, bei Lehm oft nur ein Zehntel davon und meist gar keine, sofern natürlich getrocknet wird.​

    Der Lehmpavillon in Horw
    Im Rahmen von «Think Earth» kooperieren die ETH Zürich, die HSLU und Industrieunternehmen, Lehm und Holz als Materialbasis in innovative Anwendung zu bringen. Ein Meilenstein ist der Lehmpavillon in Horw. Lehm- und Holzelemente werden mit recyceltem Oulesse, einem von Oxara entwickelten Mischabbruchstoff, in Hybridform kombiniert. Die Prototypen entstehen im engen Austausch mit Bauindustrie und Studierenden. Das Ziel ist modulare, vorfabrizierte Lehmbauteile mit zuverlässiger Festigkeit, vielseitig einsetzbar und rückbaubar, für mehrgeschossigen Wohnungsbau und flexible Architektur.​

    Vorteile, Herausforderungen und Kreislaufpotenzial
    Lehm ist nicht nur energiesparend, sondern auch speicherfähig für CO₂, insbesondere wenn organische Zuschläge beigegeben werden– so kann er sogar klimapositiv wirken.​ Lehmbaustoffe lassen sich bei Gebäude-Rückbau leicht trennen und wiederverwenden. Der Recyclingprozess ist nicht aufwendig und ermöglicht echte Kreislaufwirtschaft.

    Als Aushublehm oder als Nebenprodukt („Filterkuchen“) aus der Kies- und Aushubwäsche ist Lehm bereits heute regional im Überfluss vorhanden. Bislang scheitert eine breite Anwendung vor allem an fehlender Normierung und Marktreife. Daran arbeiten die Projektpartner von «Think Earth» nun intensiv.​

    Noch sind Lehmbau-Hybridlösungen kostenintensiver als konventioneller Betonbau, aber Fortschritte in der industriellen Fertigung, Materialmischung und Qualitätssicherung bringen sie zunehmend in Reichweite für die Masse.​

    Von der Nische zum Standard?
    Die Forscherinnen und Forscher um HSLU und ETH Zürich arbeiten an der Standardisierung und Normierung der neuen Lehm-Hybridbauelemente, sodass ein Markteintritt in den nächsten zehn Jahren realistisch wird. Die Industrie zeigt grosses Interesse. Insbesondere, weil «Abfall» beim Aushub zum zentralen Rohstoff wird. Mit Lehm, Holz und intelligenten Hybridtechnologien steht ein Bauprinzip bereit, das natürliche Ressourcen schont, Klimavorteile bietet und dennoch architektonische Vielfalt ermöglicht.​ Lehm erlebt ein Innovations- und Image-Revival. «Think Earth» und der Lehmpavillon zeigen, wie Forschung und Bauwirtschaft gemeinsam Lösungen für die Bauwende liefern. Kleiner ökologischer Fussabdruck, Kreislaufpotenzial und Wohngesundheit sind mehr als ein Trend – sie markieren den Weg zu urbaner Baukultur im 21. Jahrhundert.

  • Impulse für nachhaltige Arealentwicklung

    Impulse für nachhaltige Arealentwicklung

    Mit der Harmonisierung der Labels ist die Schweiz einen Schritt weiter. Minergie-Areal fokussieren auf Energieeffizienz, Komfort und klimafreundliche Mobilität und ist mit straffem Zertifizierungsprozess ideal für kleinere, überschaubare Areale. Sie setzt klare Vorgaben, etwa für Gebäudequalität und Monitoring. SNBS-Areal überzeugt bei grossen, komplexen Arealen ab 10’000 m² und deckt gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte gleichwertig ab. Mit 30 geprüften Kriterien und breiter Nachhaltigkeitsbetrachtung, gilt diese auch als Basis für ESG-Reporting und Sondernutzungsplanungen.​

    Das Beispiel Kraftwerk1 in Zürich
    Kraftwerk1 zeigt den Wert von Selbstorganisation, Vielfalt und Solidarität im urbanen Raum. Demokratie, autoarmes Wohnen, soziale Mietmodelle und flexible Räume sorgen für gelebte Nachhaltigkeit. Die genossenschaftliche Struktur verbindet individuelle Aneignung mit Quartierzusammenhalt und starker Umweltverantwortung.​

    Lebenszyklus, Kosten und Suffizienz als Hebel
    Langfristig sinken Kosten dort, wo Produktlebenszyklen verlängert, Recycling gefördert und Ressourcen optimal genutzt werden. Beat Salzmann verdeutlicht, wie Lebenszyklusmanagement und Kreislaufwirtschaft die finanzielle Planung beeinflussen. Nachhaltige Gebäude sind Investitionen in die Zukunft. Suffizienz, wie Boris Szélpal darlegt, bedeutet gezielte Reduktion und bewussten Umgang mit Material und Energie. Sie erweitert das Nachhaltigkeitsverständnis um den Aspekt des freiwilligen Verzichts, die Entwicklung resilienter Lebensräume und sozialer Strukturen.​

    Nachhaltige Arealentwicklung ist ein koordinierter Prozess. Standards schaffen Klarheit, Genossenschaften leben Werte und Suffizienz eröffnet den Weg zu resilienten Quartieren mit hoher Lebensqualität und geringer Umweltlast. Die Zukunft liegt in der Balance von Komfort und Nachsicht und in der Offenheit, neue Modelle konsequent weiterzuentwickeln.​

  • Energieautark für Bauwerke und 6G

    Energieautark für Bauwerke und 6G

    Die klassischen Sensorlösungen leiden an Schwerfälligkeit. Sie enthalten umweltschädliche Stoffe wie Blei oder seltene Erden, müssen aufwändig gewartet werden und verursachen oft Sondermüll durch Batterien. Die neuen Sensoren basieren auf bleifreiem Aluminiumnitrid und nutzen spezielle, mit dem 3D-Druck erzeugte Metamaterialien. Diese Fokus-Metamaterialien bündeln Schwingungsenergie, etwa Vibrationen aus dem Bahn- oder Strassenverkehr, exakt dorthin, wo sie auf dem Sensor gebraucht wird («Rainbow Trapping»). So wird Schwingungsenergie maximal effizient in Strom für den Sensor umgewandelt.​

    Das Resultat ist ein Prototyp mit nur 300 Mikrometern Länge, also kleiner als ein Fünfräppler, der seine Energie direkt aus der Umgebung gewinnt, vollkommen ohne Batterie funktioniert und in Echtzeit drahtlos Daten sendet.

    Von der Brücke bis zur 6G-Station
    Die potenziellen Anwendungen sind vielfältig. In der Bauwerksüberwachung erlauben die Sensoren ein kontinuierliches, wartungsfreies Monitoring von Brücken, Tunneln und Hochhäusern, gerade auch an Stellen, die bisher kaum erreichbar waren. Sie liefern kontinuierliche Daten zu Materialermüdung, Schwingungen oder etwaigen Schäden und bieten die Möglichkeit, kritische Infrastrukturen mit Frühwarnsystemen auszustatten. Beispielsweise zur Erkennung von Erdbebenbewegungen oder Geländeschäden.

    Ein weiteres Feld eröffnet sich mit der 6G-Technologie. Hochfrequente, energieautarke Mikrosensoren werden ein sehr dichtes Sensornetz ermöglichen, das für die nächste Generation digitaler Kommunikation essenziell ist. Die neue Technologie wird zum Schlüsselelement für echte Smart Cities.

    Nachhaltigkeit, Ethik und regulatorischer Mehrwert
    Durch den Verzicht auf Blei und seltene Erden wird nicht nur die Umwelt geschont. Die Innovation ist auch regulatorisch von Vorteil, da keine Sonderentsorgung notwendig ist und globale Lieferketten unabhängiger werden. Der Einsatz von frei verfügbaren Materialien steigert zudem die wirtschaftliche Machbarkeit und Skalierbarkeit solcher Lösungen.

    Interdisziplinäre Partnerschaft und Förderlandschaft
    Die Technologie ist das Ergebnis grosser kollektiver Forschungsleistung. Von der mathematischen Modellierung am Imperial College, der Materialforschung in Zürich und Mailand, bis hin zur industriellen Umsetzung durch die Projektpartner Multiwave und STMicroelectronics. Gefördert wurde das Projekt durch das EU-Programm Horizon 2020 und den EIC Pathfinder, die gezielt die Brücke von Grundlagenforschung zu konkreten Anwendungen schlagen.​ Damit gelangt die nachhaltige, mikroskalige Sensorik dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wird, auf Bauwerke, in entlegene Gebiete und in die Netzwerktechnik der Zukunft. Die Kombination aus Energieautarkie, robuster Materialwahl und integrierter Digitalisierung ist exemplarisch für eine Bau- und Infrastrukturbranche, die ökologische Transformation und technische Innovation vereint. Damit liefert das Projekt einen Baukasten für ein Internet der Dinge, das mit der Umwelt statt gegen sie arbeitet. Zukunftsweisend und sofort in der Praxis einsetzbar.​

  • Die Swissbau 2026 schafft neue Synergien

    Die Swissbau 2026 schafft neue Synergien

    Zusammenwirken war schon immer das bestimmende Thema der Swissbau: sich persönlich treffen, gemeinsam handeln, einander weiterbringen. Für die kommende Ausgabe im Januar 2026 setzt der Messeveranstalter verstärkt auf positive Synergien. Nicht nur in den Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus & Lab wird gemeinsame Entwicklung gelebt, auch die Ausstellungsflächen der Messe sind räumlich wie thematisch näher zusammengerückt. Deutlich wird dies vor allem in der neu inszenierten Halle 1.2, die dem gesamten Innenausbau eine atmosphärische Bühne bietet.

    Trendwelt Innenausbau für Designaffine
    Neu platziert in der Halle 1.2 trifft das Swissbau Publikum auf eine Erlebniswelt aus Badinnovationen, trendigen Oberflächen, stimmungsvollen Beleuchtungen und hochwertigen Objekteinrichtungen. Die gemeinsame Ebene für den Innenausbau bietet Raum für Entdeckungen und einen vertieften Austausch mit renommierten Herstellern und neuen Marken. Der Clou: Die neue Trendwelt in Halle 1.2 ist auch am Samstag geöffnet. Durch den Swissbau Focus mit Partnerlounges, Infopoints und Veranstaltungen führt der Wochenendbesuch über Rolltreppen direkt in die Trendwelt.

    Das Handwerk hautnah erleben
    Swissbau Blickfang in der im Erdgeschoss gelegenen Halle 1.0 sind zweifellos zwei reale Bauobjekte, die von verschiedenen Handwerksbetrieben erstellt und parallel ausgebaut werden. In einer Stahlhalle zeigen Metallbauer, Elektrikerinnen, Tor- und Türenbauer ihr Können. Im doppelstöckigen Wohnhaus lassen sich Holzbauer, Gipserinnen und Plattenleger bei der Arbeit beobachten. Beide Objekte werden nach der Swissbau auf der Baustelle fertiggestellt. Der «Treffpunkt Handwerk» hat aber noch mehr zu bieten: Neben spielerischen Aktionsflächen und einem Forum mit Praxisthemen präsentieren sich Handwerksbetriebe und themenspezifische Aussteller im Umfeld. Eine grosszügige BauBeiz lädt zum Fachsimpeln ein.

    Vom Austausch mit Experten profitieren
    Swissbau Focus in Halle 1.0 und Swissbau Lab in Halle 1.1 sind die besten Beispiele für einen interdisziplinären Dialog über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Trends der Branche.
    Führende Verbände, Institutionen und Hochschulen bringen sich auf der Veranstaltungsplattform Swissbau Focus mit ihren Positionen ein. Passende Produkte und marktreife Lösungen kann das Fachpublikum im Swissbau Lab entdecken und ausprobieren. Besucher profitieren zudem von einer vergrösserten Swissbau Werkstatt, um innovative Anwendungen in der Praxis unter die Lupe zu nehmen. Die Teilnahme am umfangreichen Programm im Swissbau Focus und Lab ist im Eintrittsticket enthalten. Event-Anmeldungen sind auf der Swissbau Website einfach auszuführen und sollten in keiner Messevorbereitung für einen optimalen Know-how-Gewinn fehlen.

    Ein bunter Marktplatz für Putz und Farbe
    Eine neugeborene Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV bietet in Halle 1.1 Einblicke in innovative Techniken, hochwertige Materialien und nachhaltige Lösungen des kreativen Fachbereichs. Mit seiner Präsenz an der Mehrbranchenmesse möchte sich der Verband verstärkt bei Architektinnen, Planern und anderen Bauprofis positionieren. Highlights des Themenbereichs sind die Objektausstellung des «Schweizer Preis für Putz und Farbe» mit Prämierung am 22. Januar im Swissbau Focus, Live-Trainings von zwei frischgekürten Schweizermeisterinnen für die WorldSkills in Shanghai, der Branchentreff «SMGV-Marktblitz Spezial» am 21. und 23. Januar und ein Maler-Gipser-Stübli zum persönlichen Austausch. Die SMGV Bildungszentren präsentieren mit Praxisbeispielen ihre vielfältigen Branchenbereiche. In der Maler-Gipser Werkstatt zeigen erfahrene Handwerker, wie Fassaden mit dekorativen Putzstrukturen gestaltet werden.

    Wertvolle Partnerschaften
    Bevor am Dienstagmorgen Aussteller und Partner das Kommando in den Hallen übernehmen und ihre Neuheiten enthüllen, wird die Swissbau von Bauenschweiz, dem Dachverband der Schweizer Bauwirtschaft, eröffnet. In Diskussion mit Personen aus Politik und Wirtschaft rückt die Stammgruppe Ausbaugewerbe und Gebäudehülle als umsatzstärkste Branche ihre Bedeutung, Bedürfnisse und Weiterentwicklung ins Zentrum der Eröffnungsfeier. Auch 2026 wird die anhaltende Relevanz der Swissbau durch namhafte Partnerschaften belegt. Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA, die Schweizer Marke LAUFEN sowie der neue Partner Abacus Business Solutions engagieren sich in grossem Umfang und bringen ihre fachspezifischen Expertisen in das Angebot der Messe ein.

    Swissbau unter neuer Führung
    Seit 25 Jahren leitet Rudolf Pfander die Geschicke der Swissbau und führte sie erfolgreich in die Neuzeit. Um nach der Ausgabe 2026 neue Aufgaben für MCH Exhibitions & Events zu übernehmen, übergab er im September die Nachfolge an seinen Stellvertreter Tobias Hofmeier. Der 36jährige Lörracher lenkte seit 2020 das Swissbau Projektmanagement sowie die erfolgreiche Entwicklung der Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus und Lab. Rudolf Pfander unterstreicht: «Tobias ist die perfekte Nachfolgelösung für die Swissbau. Er kennt die Bedürfnisse der Ausstellerinnen, Partner und Besucher ganz genau und weiss auch um die zukünftigen Entwicklungschancen der Fachmesse.»

    Swissbau 2026 – die führende Plattform der Bau- und Immobilienwirtschaft in der Schweiz

    Messedauer, Öffnungszeiten
    20.- 23./24. Januar 2026
    Dienstag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
    Samstag Zusatztag Innenausbau und Swissbau Focus, Halle 1.2 und Halle 1.0 Süd, 9 bis 16 Uhr

    Ticket kaufen oder Gutschein einlösen
    swissbau.ch/ticket

    Zu Veranstaltungen anmelden
    swissbau.ch/events

    Alle Informationen
    swissbau.ch

    Veranstalter
    MCH Exhibitions & Events GmbH, Swissbau, CH-4005 Basel

  • G15 Symposium: Fortschritt statt Vorschrift – Fesseln lösen, Zukunft gestalten

    G15 Symposium: Fortschritt statt Vorschrift – Fesseln lösen, Zukunft gestalten

    Die Schweiz gilt trotz ihrer vermeintlichen Resilienz nicht mehr als Insel, auf der globale Branchenimpulse wirkungslos bleiben. Themen wie Digitalisierung, Wohnraumverknappung und Klimadruck verschärfen den Handlungsdruck für Marktteilnehmer. Gleichzeitig bleibt die Regulierung ein zentrales Spannungsfeld. Wie viel staatlicher Eingriff ist angemessen, damit Innovation nicht zum Stillstand kommt, aber Fehlentwicklungen korrigiert werden? Genau diesem Wechselspiel widmet sich das Symposium der Group of Fifteen mit bieten Positionen und multiperspektivischen Beiträgen.​

    Positionen von Reputation bis Regulierung
    Das diesjährige Podium versammelt Experten verschiedenster Disziplinen. Prof. Dr. Christian A. Schaltegger widmet sich der Gratwanderung zwischen Image, Einfluss und Innovation. Für ihn ist ein vertrauensvolles Umfeld essentiell, damit die Branche nachhaltige und zukunftsgerichtete Investmentmodelle entwickeln kann.

    Prof. Dr. Christian Kraft beleuchtet mittels empirischer Beispiele, inwiefern der Einsatz von KI helfen kann, Investitionsentscheidungen trotz regulatorischer Unsicherheiten abzusichern. Seine Erfahrungen zeigen, dass datenbasierte Entscheidungshilfen immer wichtiger werden. Dabei jedoch sowohl neue Chancen als auch Risiken schaffen.

    Nutzungskonzepte und Partizipation als Hebel
    Dr. Sibylle Wälty von der ETH Zürich bringt mit dem 10-Minuten-Nachbarschaftsmodell eine neue stadtplanerische Perspektive ein. Sie zeigt, wie verdichtete, heterogene Quartiere urbane Qualitäten stärken und nachhaltigen Mehrwert erzielen. Der Aspekt der sozialen Akzeptanz und die frühzeitige Einbindung lokaler Akteure stehen dabei im Mittelpunkt.

    Rechtsexperte Dr. Wolfgang Müller schildert den oft unterschätzten Einfluss von Einsprechrechten und deren Wirkung auf Projektträgerschaft und Zeithorizonte, zwischen demokratischer Mitsprache und Innovationsbremse.

    Transformative Ansätze und Branchendialog
    Wichtig wird der Blick nach vorn. Paolo Di Stefano präsentiert praxistaugliche Strategien, damit Immobilienportfolios auch unter veränderten Rahmenbedingungen resilient bleiben. Im «Zukunftstalk» diskutieren Nationalrat Beat Walti und Regierungsrätin Esther Keller, wie die Branche in zehn Jahren aussehen könnte. Insbesondere, wie Gesetzgebung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Wandel ineinandergreifen sollten, um Fortschritt statt Stillstand zu ermöglichen.

    Plattform für Dialog und Transformation
    Die Group of Fifteen ist mehr als ein Branchennetzwerk. Sie bietet eine unabhängige Dialogplattform, die Fachleute aus Immobilien, Recht, Politik und Wissenschaft regelmässig zusammenbringt, um neue Denkansätze zu entwickeln. Die den Transformationsprozess der Branche konstruktiv unterstützen, Orientierung bieten und das Bewusstsein schärfen und dass letztlich die Zusammenarbeit, Offenheit und Engagement die Grundlage für echte Innovation bilden.

    Weitere Informationen finden Sie unter:
    https://group-of-fifteen.ch/

  • Arbeitszeiten als Schlüssel beim Bau in den Bergen

    Arbeitszeiten als Schlüssel beim Bau in den Bergen

    Erfahrene Praktiker aus verschiedenen Kantonen betonen, dass die Arbeit im Gebirge engem Zeitdruck unterliegt. Baumaschinen und Material müssen oft erst mühsam transportiert werden, während Strom- und Wasserversorgung sowie die Zufahrt eingeschränkt und witterungsanfällig sind. Starke Temperaturschwankungen, lange Anfahrtswege und periodische Baufreiheit im Winter verlangen nach flexiblen, projektbezogenen Zeitmodellen starre Arbeitszeitvorgaben sind hier praktisch nicht umsetzbar.​

    Planung, Stolz und AVOR
    Für die Unternehmen bedeutet dies eine sorgsame Arbeitsvorbereitung und laufende Flexibilität. Häufig organisieren Bauunternehmen für Bergprojekte spezielle Arbeitszeitkalender, die saisonal, wochenweise oder sogar tageszeitlich angepasst werden. Mit Zustimmung der lokalen Paritätischen Berufskommission kann im Bauhauptgewerbe von den normalen Wochenarbeitszeiten abgewichen werden, um auf geographische und klimatische Faktoren Rücksicht zu nehmen.​

    Der Bauarbeiterlohn folgt dabei den landesweiten Regelungen gemäss Gesamtarbeitsvertrag Bau. Immer wichtiger wird eine vorausschauende Ressourcenplanung. Manchmal hilft das Modell einer Viertagewoche oder längerer Schichten über den Sommer, um Engpässe auszugleichen und den Fachkräften attraktive Perspektiven im saisonalen Kontext zu bieten.​

    Besonderheiten und Motivation im Bergbau
    Erhöhte körperliche Belastungen durch die dünnere Höhenluft, anspruchsvolles Terrain und die autonomiebedürftige Logistik fordern Erfahrung und Pioniergeist und lassen die Motivation der Beschäftigten laut Aussagen von Branchenvertretern steigen. Die wechselvolle Kulisse der Berge, Teamgefühl und Stolz auf das Geleistete tragen zur besonderen Identität des „Bauens in der Champions League“ bei. Flexible Arbeitszeitmodelle, von vorausschauender Planung über lokal abgestimmte Zeitkonten bis hin zu temporären Personalkontrakten, sind unverzichtbar, um dem Bergbau ein professionelles, wirtschaftliches und sozial ausgewogenes Gesicht zu geben.​

    Wer in den Schweizer Bergen bauen will, muss flexibel kalkulieren, sich auf Wetter und Geografie einstellen und gemeinsam mit Planern, Behörden und der Belegschaft massgeschneiderte Zeitmodelle etablieren. Die Forderung nach Flexibilität ist somit keine Modeerscheinung, sondern eine Notwendigkeit für Baukultur und Wettbewerbsfähigkeit in der Schweiz.