Kategorie: Mobilität

Mobilität – Immobiliennews zu Verkehr, Arealentwicklung, Mobilitätskonzepten & deren Einfluss auf Immobilien in der Schweiz.

  • Städte warnen vor technokratischer Verkehrspolitik

    Städte warnen vor technokratischer Verkehrspolitik

    Der Schweizerische Städteverband anerkennt den Versuch, nach den politischen Turbulenzen rund um den Autobahnausbau und die Finanzengpässe bei der Bahn eine koordinierte Planung vorzulegen. Gleichzeitig kritisiert er den engen Kreis der Beteiligten. Städte und Gemeinden seien zwar in der Begleitgruppe vertreten gewesen, aber zu wenig in die inhaltliche Ausgestaltung eingebunden, obwohl sie die Konsequenzen von Infrastrukturentscheiden unmittelbar tragen.

    Die Resultate überraschen. Aufschiebungen wichtiger öV‑Projekte in Basel und die Depriorisierung des Bypass Bern Ost widersprechen aus Sicht vieler Städte den raumplanerischen Prioritäten. So überlagert die Logik kurzfristiger Kapazitätserweiterungen teilweise die langfristigen Prinzipien nachhaltiger Entwicklung.

    Paradigmenwechsel gefordert
    Ein wesentlicher Punkt der ETH‑Analyse, dass neue Infrastrukturen allein kaum zusätzlichen Nutzen bringen, blieb im öffentlichen Diskurs bisher weitgehend unbeachtet. Entscheidend sei die intelligente Nutzung bestehender Systeme durch Digitalisierung, betriebliche Optimierung und multimodale Verknüpfung.

    Für den Städteverband ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag. Eine Verkehrspolitik der Zukunft müsse Lenkungs‑ und Preisinstrumente wie Mobility Pricing, Anreizsysteme für effiziente Nutzung und eine konsequente Kostenwahrheit stärker in den Vordergrund rücken. «Verkehr 45» liefere dafür kaum Grundlagen.

    Zielbild statt Etappendenken
    Der Verband warnt davor, dass politische Beschlüsse allein auf dem ETH‑Gutachten basieren. Stattdessen solle die Diskussion über Mobilität und Raum 2050 auf einer breiten, interdisziplinären Basis geführt werden. Dies unter Einbindung von Kantonen, Städten, Gemeinden und der Fachwissenschaft. Nur so lasse sich verhindern, dass bestehende Hierarchien zwischen Strassen‑ und Schienenprojekten verfestigt werden.

    Finanzierung mit offenen Flanken
    Auch finanziell zeichnet der Bericht ein Spannungsfeld. Der Bahninfrastrukturfonds reicht für die geplanten Ausbauten nicht aus. Der Städteverband begrüsst die Variante mit zusätzlichen 24 Milliarden Franken, warnt jedoch vor Sparmassnahmen bei BIF und NAF. Ohne verlässliche Finanzierung drohe ein strategischer Stillstand im Bahnausbau.

    Breite Debatte statt Schnellverfahren
    Die von Bundesrat Rösti angestrebte Vernehmlassungsvorlage bis Januar 2026 wird von den Städten als zu ambitioniert beurteilt. Ein ernsthafter Einbezug der betroffenen Agglomerationen innerhalb weniger Wochen sei kaum realistisch.

    Der Bericht «Verkehr 45» kann zwar als Etappensprung für die nationale Infrastrukturplanung gelten, doch nur, wenn nun eine offene, wissenschaftlich fundierte und kommunal verankerte Debatte über Mobilität, Raum und Klimaziele folgt.

  • Grünes Licht für Bahnausbau zwischen Zürich und Winterthur

    Grünes Licht für Bahnausbau zwischen Zürich und Winterthur

    Das Bundesamt für Verkehr hat laut einer Mitteilung die Planbewilligung für den Ausbau der Verbindung zwischen Zürich und Winterthur erteilt. Dafür soll ein neun Kilometer langer doppelspuriger Tunnel gebaut werden, der im Süden mit zwei Zulaufstrecken von Bassersdorf und Dietlikon erreicht wird. Im Norden endet er in Tössmühle in Winterthur. Gleichzeitig sollen die Bahnhöfe in Winterthur-Töss, Dietlikon, Bassersdorf und Wallisellen um- und ausgebaut werden.

    Der Ausbau erweitert den heutigen Engpass durch Effretikon und Kemptthal durchgängig auf vier Spuren. Damit können die Reisezeiten verkürzt und das Angebot namentlich an Regionalverbindungen ausgebaut werden.

    Die Kosten werden auf 3,3 Milliarden Franken in Preisen von 2014 veranschlagt. Der Ausbau ist Teil des Bahnausbauschrittes 2035, den das Bundesparlament 2019 beschlossen hat.

    Die Plangenehmigung kann innerhalb von 30 Tagen an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden. Andernfalls kann die SBB das definitive Ausbauprogramm festlegen und Anfang 2026 mit den Vorarbeiten beginnen.

  • Bundesrat plant nächsten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

    Bundesrat plant nächsten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

    Der Bundesrat gleist den nächsten Ausbau von Bahn, Strasse und Agglomerationsverkehr auf. Er hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) beauftragt, bis Ende Juni 2026 eine Vernehmlassungsvorlage für einen ersten Ausbauschritt 2027 zu erarbeiten, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Das UVEK wird sich dabei auf ein vom Bundesrat in Auftrag gegebenes Gutachten der ETH stützen. In diesem legt die Hochschule dar, welche Projekte in den kommenden 20 Jahren aus fachlicher Sicht vordringlich zu verwirklichen sind.

    Bereits bis Ende Januar 2026 soll das UVEK zudem auf Grundlage des Gutachtens einen Vorschlag erarbeiten, welche Projekte für die Verkehrsinfrastruktur bis 2045 umgesetzt werden sollten. Im Bahnbereich müssen dabei zusätzliche Einnahmen generiert werden. Beim Ausbau der Strasse sowie im Programm Agglomerationsverkehr wird der bestehende finanzielle Rahmen beibehalten.

    „Mit der Priorisierung durch die ETH Zürich und der anschliessenden politischen Entscheidung durch den Bundesrat soll eine geordnete, finanzierbare und gesamtheitlich abgestimmte Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 sichergestellt werden“, heisst es in der Mitteilung. Der Bundesrat hält bei der Festlegung der Ausbauschritte an einem gestaffelten Ausbau fest. Der Vernehmlassungsvorschlag für den ersten Ausbauschritt 2027 soll alle geplanten Massnahmen für Bahn, Strasse und Agglomerationsverkehr bündeln. Zeitgleich mit seiner Vorstellung will der Bundesrat einen Ausblick auf die weiteren Ausbauschritte 2031 und 2035 geben.

  • Fünf Mobilitätstrends bewegen die Immobilienbranche

    Fünf Mobilitätstrends bewegen die Immobilienbranche

    Parken war lange ein Randthema. Heute gilt es als Schlüssel zur Wertoptimierung von Immobilien. Denn Aussenflächen, einst reine Infrastruktur, werden mit digitaler Technologie zu strategischen Ertragsfaktoren. “Parkraum ist nicht länger ein notwendiges Übel, sondern ein Bestandteil der Wertschöpfungskette”, sagt Jakob Bodenmüller, CEO von Wemolo. Sein Unternehmen betreibt europaweit über 3’500 Standorte mit täglich 2,5 Millionen Parkvorgängen und sieht eine Branche, die sich neu erfindet.

    1. Free-Flow-Technologie, der Abschied von der Schranke
    Kameras statt Schranken mit Kennzeichenerkennung ermöglicht Parkplatzmanagement ohne physische Barrieren, Ticketverlust oder Wartungsaufwand. Nutzerfahrzeuge werden digital identifiziert, berechtigte Nutzer parken automatisch. So lassen sich Betriebskosten um bis zu 60 Prozent senken, während die Kundenerfahrung steigt.

    Vor allem Mixed-Use-Quartiere profitieren. Einzelhändler, Dienstleister und Bewohner können Flächen je nach Bedarf steuern, etwa zeitlich begrenzt oder kontingentbasiert. Fremdparker werden automatisch erkannt und sanktioniert. Laut Wemolo sinkt deren Anteil innerhalb der ersten Monate um bis zu 85 Prozent.

    2. Shared Parking die neue Erlösquellen durch Kooperation
    Was tagsüber Supermarkt ist, kann nachts Wohnquartier werden. Shared Parking nutzt freie Zeitfenster auf Privatflächen und öffnet sie kontrolliert für Dritte. Supermärkte, Bürogebäude oder Fachmarktzentren erzielen so Zusatzerlöse von bis zu 80 Euro pro Stellplatz und Monat ohne bauliche Investitionen.

    Für Städte ist das Modell ein Befreiungsschlag. Rund ein Drittel des innerstädtischen Verkehrs entsteht durch Parkplatzsuche. Wenn privater Parkraum digital steuerbar wird, kann Verkehrsaufkommen sinken und Flächeneffizienz steigen. “Wir orchestrieren statt zu öffnen und die Kontrolle bleibt stets beim Betreiber.”, betont Dominic Winkler

    3. E-Mobility als Geschäftsmodell
    Ladepunkte sind nicht nur regulatorische Pflicht, sondern Umsatztreiber. Wer lädt, bleibt länger, ein messbarer Vorteil für den Handel. Studien zeigen, jede zusätzliche Lade-Minute verlängert die Verweildauer und steigert den Umsatz um über ein Prozent.

    Mit der Verknüpfung von E-Mobility und Smart Parking lässt sich Ladeinfrastruktur dynamisch steuern, bepreisen oder als Premium-Service anbieten. Die Integration ins Parkraummanagement-System reduziert den Aufwand erheblich und stärkt gleichzeitig die ESG-Performance einer Immobilie.

    4. Parking Intelligence benutzt Daten als Steuerungsinstrument
    Aus Parkraumdaten wird Unternehmensintelligenz. Automatisch erfasste Kennzahlen geben Aufschluss über Auslastung, Verweildauer, Kundenfrequenzen und saisonale Muster. Facility- und Asset-Manager können auf dieser Basis Mietmodelle anpassen, Personalplanung optimieren oder gezielte Vermarktungsstrategien entwickeln.

    Parking Intelligence schafft erstmals ein datenbasiertes Fundament für Standortentscheidungen. Damit wird Parkraum zum Spiegel der tatsächlichen Asset-Performance und somit messbar, vergleichbar und steuerbar.

    5. KI-Flächenmonitoring, vom Parkplatz zum Portfolio-Sensor
    Die nächste Stufe der Digitalisierung liegt über dem Asphalt. 360-Grad-Kameras und KI-Analytik überwachen Außenflächen in Echtzeit, erkennen Müll, Vandalismus oder Schnee und melden automatisch Service-Tickets an Facility Manager.

    Dadurch sinken Kontrollaufwände drastisch, Wartungsverträge werden objektiv bewertet und Standards lassen sich zentral steuern. Gerade bei portfolioweiten Beständen mit Hunderten Standorten ein Vorteil. Erste Betreiber testen bereits, wie sich Monitoring-Daten zusätzlich zur Standortoptimierung nutzen lassen.

    Parkraum als neues Asset
    Die Zukunft der Immobilienwirtschaft liegt nicht mehr nur im Gebäude, sondern davor. Die Expo Real 2025 hat gezeigt, wer Parkraum digital denkt, verändert das Geschäftsmodell einer Immobilie.

    “Die Herausforderung ist nicht, Trends zu kennen, sondern sie umzusetzen”, sagt Bodenmüller. Parkraummanagement wird zur Schnittstelle von Mobilität, ESG und Wertschöpfung. Ein dynamischer Markt, in dem Stillstand endgültig der Vergangenheit angehört.

  • Lukmanierstrasse erhält neue Brücke bei Stgegia

    Lukmanierstrasse erhält neue Brücke bei Stgegia

    Das Tiefbauamt des Kantons Graubünden nimmt an der Lukmanierstrasse im Abschnitt Stgegia umfassende Strassenbauarbeiten vor. Dabei ist auch die Stgegia-Brücke am Lukmanierpass erneuert worden. Das Projekt wurde vom Bauunternehmen STRABAG aus Schlieren unter Leitung von Bauführerin Carina Bessel durchgeführt.

    Für die umfassende Erneuerung der sich direkt neben der Bogenstaumauer Santa Maria auf 1900 Metern Höhe befindlichen Brücke musste deren Fahrbahn für insgesamt drei Nächte vollständig gesperrt werden, informiert STRABAG in einer Mitteilung zum Projekt. Das Team des Schlieremer Bauunternehmens hat dabei zunächst eine Brückenseite entfernt und eine provisorische Hilfsbrücke eingerichtet. An der Baustelle arbeiteten Fachleute der drei STRABAG-Bereiche Spezialtiefbau, Holzbau und Ingenieurbau zusammen.

    Als besondere Herausforderung wird in der Mitteilung die Lage der Baustelle beschrieben. Neben engen Platzverhältnissen und steilen Abhängen werden dort hohe Temperaturschwankungen um bis zu 20 Grad Celsius innerhalb einer Schicht genannt. Allerdings habe die Baustelle „eine traumhafte Kulisse“ geboten, schreibt STRABAG. Zudem sei das Team regelmässig von einer neugierigen Ziegenherde besucht worden.

    „Ich bin sehr stolz auf das Team“, wird Bauführerin Carina Bessel in der Mitteilung zitiert. „Die Kolleg:innen haben unter anspruchsvollen Bedingungen Bemerkenswertes geleistet und das Projekt mit viel Einsatz vorangetrieben und ein Bauwerk geschaffen, das noch viele Jahre Bestand haben wird.“

  • Autonome Shuttle-Busse erreichen neue Testphase am Flughafen

    Autonome Shuttle-Busse erreichen neue Testphase am Flughafen

    Das Pilotprojekt autonom fahrender Shuttle-Busse am Flughafen Zürich ist in eine neue Phase getreten. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, hat das Projekt die Automatisierungsstufe 3 erreicht. Das bedeutet, dass Mitarbeitende des Flughafens die Busse für ihren Arbeitsweg zwischen dem Flughafenkopf (Tor 101) und dem Werkhof (Tor 130) nutzen können. An Bord der Busse sind jeweils Sicherheitsfahrer, die im Problemfall eingreifen könnten. Bislang sind in einer ersten Testphase die Busse ohne Passagiere gefahren.

    Der jetzige Erfolg ist auf das Zusammenarbeiten mehrerer Abteilungen des Flughafens mit dem Technologiepartner WeRide zurückzuführen. Zur Vorbereitung gehörten der Aufbau einer neuen IT-Infrastruktur, Hunderte Testfahrten sowie eine Vielzahl technischer Überprüfungen. Neben Schulungen wurden zusätzlich regulatorische Anforderungen und technische Abläufe optimiert.

    In einer weiteren Phase werden Fahrten ohne Sicherheitsfahrer mit einem sogenannten Remote Cockpit durchgeführt. Sind diese Fahrten ohne Passagiere erfolgreich, könnten die Busse anschliessend auch ohne Fahrer autonom fahren. „Wir gehen davon aus, dass wir erste Tests mit Fernüberwachung und ohne Sicherheitsfahrer frühestens Ende des Jahres durchführen können“, wird Raphaël Glaesener, Senior Innovation Manager der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert. Bei Erfolg wäre der Flughafen Zürich der erste in Europa mit autonomen Fahrbetrieb innerhalb seines Geländes.

  • Schwindendes Interesse an Elektroautos in der Schweiz

    Schwindendes Interesse an Elektroautos in der Schweiz

    AXA Schweiz warnt auf Basis der Ergebnisse des dritten AXA Mobilitätstachos davor, dass ein schwindendes Interesse an Elektroautos die Mobilitätswende gefährden könnte. Laut einer Mitteilung des Versicherungsunternehmens mit Hauptsitz in Winterthur geben die Zahlen generell Anlass dazu, von einer Trendwende für den Automobilmarkt zu sprechen: Zwischen 2023 und 2025 ist der Anteil derjenigen, die einen Autokauf planen, um 12 Prozent auf 34 Prozent gestiegen. Gleichzeitig kommt nur für 24 Prozent ein Elektroauto in Frage; 2023 war dies für 34 Prozent eine Option. Die zugrundeliegende repräsentative Umfrage wurde im Mai 2025 in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Sotomo in Zürich durchgeführt.

    Elektromobilität wird gemäss der Studie heute von 30 Prozent der Befragten abgelehnt, 25 Prozent waren es 2023. Die wachsenden Vorbehalte beziehen sich auf die Reichweite, den Preis und die Lademöglichkeiten. Dabei bleibt laut der Mitteilung auch der Occasionsmarkt für E-Autos weiterhin hinter demjenigen für Verbrenner zurück. Gründe hierfür seien Bedenken in Bezug auf den Batteriezustand und die schnelle technologische Entwicklung. Parallel dazu ist das Ansehen von Elektroautos im vergangenen Jahr um 9 Prozent gesunken. „Trotz dieser offensichtlichen Durchsetzungsschwierigkeiten von Elektroautos befürwortet weiterhin nur eine Minderheit von 38 Prozent eine stärkere politische Förderung der Antriebstechnologie“, wird Sotomo-Leiter Michael Hermann zitiert.

    Unabhängig von der Antriebstechnologie beobachtet die AXA im Zuge des Aufschwungs für den Automobilmarkt, dass deutsche Fabrikate unangefochten an der Spitze stehen; chinesische, insbesondere BYD, holen auf. Elektroautos aus den USA verlieren an Beliebtheit.

    Abgefragt wurde auch, wie die Bevölkerung zum autonomen Fahren steht: Hier herrscht Skepsis, hauptsächlich wegen Sicherheitsbedenken und möglicher Cyberangriffe. Die Mehrheit der Autobesitzenden sorge sich um den Missbrauch ihrer Fahrzeugdaten, heisst es.

  • Erste Schnellladestation für Stromautos in Adelboden eröffnet

    Erste Schnellladestation für Stromautos in Adelboden eröffnet

    Adelboden hat jetzt seine erste Gleichstrom-Schnellladestation für Stromautos. Die Station bei der Licht- und Wasserwerk Adelboden AG (LWA) an der Dorfstrasse 36 bietet laut einer Mitteilung Leistungen von 50 bis 100 Kilowatt. Damit können Stromautos innert 30 bis 60 Minuten aufgeladen werden. Insgesamt bietet die LWA damit 20 öffentliche Ladepunkte an sechs Standorten in Adelboden an.

    Die LWA sieht in der Schnellladestation einen Meilenstein für die nachhaltige Mobilität Adelbodens. „Jede Ladepause ist eine Einladung, Adelbodens Dorfkern zu erkunden“, wird Pascal von Allmen, Geschäftsführer der LWA, in der Mitteilung zitiert. Davon profitieren nicht nur die Autofahrerinnen und -fahrer, sondern auch das lokale Gewerbe.

  • Schweizer Gütermetro liegt auf Eis

    Schweizer Gütermetro liegt auf Eis

    Das unterirdische Gütertransportsystem Cargo sous terrain (CST) ist in seiner bisher geplanten Form gescheitert. Die private Cargo sous terrain AG schreibt in einer Mitteilung, die Umsetzung sei zum jetzigen Zeitpunkt betriebswirtschaftlich nicht vertretbar. Eine private Finanzierung der Bauphase brauche andere rechtliche Rahmenbedingungen. Zentral sei, die Metro in ein Gesamtlogistiksystem einzubetten und stabile Partnerschaften mit Bund, Kantonen und Städten zu schliessen. 

    Technisch und baulich ist laut CST der Nachweis einer Machbarkeit erbracht worden, heisst es. Die Pläne für das unterirdische Logistiksystem mit Feinverteilung in Städten wurden im Rahmen einer unabhängigen Überprüfung im Frühjahr 2025 bestätigt. Nun sei es an den Behörden, auf dieser Basis weiterzugehen.

    CST bleibt im Dialog, verschiebt aber den Fokus: Nun will das Unternehmen nationale und internationale Organisationen in Fragen der städtischen Logistik beraten. In diesem Rahmen muss CST Kosten reduzieren und auch zehn Stellen abbauen. Laut der Medienmitteilung bedauert CEO Christoph Späth diesen Schritt ausserordentlich. Mit der Restrukturierung stelle CST jedoch die Weichen für eine nachhaltige Zukunft. 

    „Aktuell haben wir nicht die Mittel, um die Organisation mit dem bisherigen Fokus weiterzuführen, und passen uns darum den Realitäten an“, wird Verwaltungsratspräsident Marco Rosso zitiert. Es werde Zeit brauchen, bis CST verkehrspolitisch stabil verankert sei und langfristige Investitionen mobilisieren könne. 

    Die Planungen für die Gütermetro hatten ein unterirdisches Netz von Genf bis St.Gallen und von Basel bis Luzern mit einer Abzweigung von Bern nach Thun vorgesehen. Die erste Teilstrecke der Gütermetro von Härkingen nach Zürich hätte ursprünglich 2031 in Betrieb gehen sollen.

  • Schnellladung von Batterien erreicht neuen Meilenstein

    Schnellladung von Batterien erreicht neuen Meilenstein

    Die Designwerk Technologies AG mit Sitz in Winterthur hat in einem unter Realbedingungen abgehaltenen Test bei einer Schnellladung einer Lastwagenbatterie eine Ladeleistung von über 1 Megawatt erreicht. Mit diesem Erfolg wird die Schnellladung grosser Batterien für Elektrolastwagen Realität und die Hürde für den Langstreckenverkehr übersprungen, heisst es in einer Mitteilung.

    Der Test fand unter Realbedingungen auf dem Werkhof des Nationalstrassen-Gebiets VI in Oberbüren statt. Dabei wurde eine Spitzenleistung von 1140 Kilowatt erreicht. Das sind 8 Prozent mehr als die Vorgabe von 1050 Kilowatt. Der vollständige Ladevorgang einer 1000-Kilowatt-Batterie von 10 auf 80 Prozent dauerte 42 Minuten. Mit dieser Ladung kann ein 40-Tonner-Elektrolastwagen eine Strecke von mehr als 500 Kilometern bewältigen. Die erforderliche Ladezeit liegt im Zeitrahmen gesetzlich vorgeschriebener Pausen für den Fahrer.

    „Ein 40-Tonner lädt dank Mega Charging so schnell, wie ein Elektroauto – nur mit deutlich mehr Leistung“, wird Niels Ross, Projektleiter Ladetechnik von Designwerk, in der Mitteilung zitiert. „Das ist der Schlüssel, um den Schwerlastverkehr zu elektrifizieren.“

    Der Einsatz von Elektrolastwagen kann jährlich Tausende Tonnen CO2 einsparen. In der Schweiz sind die Zulassungen batterieelektrischer Trucks in den beiden ersten Quartalen 2025 um 41,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, so die Mitteilung.

  • Modernisierung stärkt urbane Mobilität in Zürich

    Modernisierung stärkt urbane Mobilität in Zürich

    Die Standseilbahn Rigiblick wird aktuell noch modernisiert und soll im Herbst wieder den Betrieb aufnehmen. Neben den neuen Fahrzeugen, die von Verkehrsbetrieben Zürich, Garaventa, Milani Design und CWA gemeinsam entwickelt worden sind, werden dann auch neue Zugseile im Einsatz sein. Die in Romanshorn ansässige Fatzer AG hat die Hochleistungsseile hergestellt und angeliefert. Inzwischen sind sie auch montiert worden, wie aus einer Mitteilung der BRUGG Group hervorgeht, zu welcher Fatzer gehört.

    Die zwei 32 Millimeter starken Zugseile weisen jeweils 480 Meter Länge und ein Gewicht von 1,9 Tonnen auf. „Mit rund 160 Fahrten pro Tag und einer Fahrzeit ohne Halt von nur zwei Minuten ist die Beanspruchung der Seile hoch. Die hohe Beanspruchung erfordert höchste Materialqualität, um einen zuverlässigen Betrieb bei maximaler Sicherheit zu gewährleisten“, heisst es in der Mitteilung über die Zugseile des „Symbols für urbane Mobilität und Lebensqualität“, welches zudem Teil des kulturellen Erbes von Zürich sei.

    Das Performa-Seil von Fatzer ist speziell für urbane Anwendungen entwickelt worden. Bei dem Seil werden zwischen den Litzen Kunststoffprofile angebracht, wodurch eine „nahezu zylindrische Oberflächenstruktur“ entsteht. Dadurch können Vibrationen und Geräusche markant reduziert werden. Zusätzlich weist das Unternehmen auf die Langlebigkeit der Seile hin.

  • Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Der heutige Tower wurde 1985 gemeinsam mit dem Dock A in Betrieb genommen und hat nach fast 40 Jahren das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Der neue Tower entsteht nördlich des bestehenden Standorts und soll den Fluglotsinnen und -lotsen einen optimierten Überblick über den Boden- und Luftverkehr verschaffen. Funktionalität, Nachhaltigkeit und Arbeitsplatzqualität werden dabei auf ein neues Niveau gehoben.

    Teil eines Grossprojekts
    Der Neubau des Towers ist eng mit dem Ersatzneubau des Dock A verbunden. Beide Projekte wurden von der Flughafen Zürich AG 2023 eingereicht und in einem gemeinsamen Verfahren geprüft. Während der Tower nun in einem Teilentscheid genehmigt wurde, läuft das Verfahren für das neue Dock A weiter. Bis zu dessen Fertigstellung wird der Tower zunächst als eigenständiges Gebäude betrieben.

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Das Projekt wird vom Architekturbüro Bjarke Ingels Group geleitet und setzt auf eine Bauweise mit Holz als Hauptmaterial. Das Dach des neuen Docks wird vollständig mit Photovoltaik ausgestattet und soll bis zu zwei Drittel des Strombedarfs decken. Mit einem Investitionsvolumen von rund 700 Millionen Franken ist der Ersatzneubau Dock A eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre.

    Einsprachen und Ausblick
    Gegen das Vorhaben gingen mehrere Einsprachen ein, unter anderem von betroffenen Gemeinden. Laut UVEK führt der Bau selbst jedoch nicht zu zusätzlichem Fluglärm. Im Gegenteil, die Immissionen in der Umgebung könnten sogar sinken. Der Baustart des Towers ist für 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme des neuen Dock A wird nicht vor 2030 erwartet. Ein Drittel aller Passagiere am Flughafen Zürich nutzt das Dock A, seine Erneuerung gilt daher als zentral für den Flughafenbetrieb der Zukunft.

    Mit dem neuen Tower und Dock A setzt der Flughafen Zürich auf eine nachhaltige und funktionale Infrastruktur, die den steigenden Anforderungen an Luftverkehr und Umweltschutz gerecht wird. Das Projekt verbindet Hightech-Flugsicherung mit moderner Baukultur, ein starkes Signal für die Zukunft des Schweizer Luftverkehrs.

  • Gleisbau und Modernisierung am Bahnhof Speicher

    Gleisbau und Modernisierung am Bahnhof Speicher

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger AG bringt laut einer Mitteilung seine langjährige Erfahrung im Gleisbau in der Gemeinde Speicher ein. Dort laufen Bauarbeiten zum Bahnhofsumbau. Walo übernimmt die Schienen- und Weichenarbeiten zur Optimierung der Gleisanlagen für einen reibungslosen Bahnverkehr. Den Angaben zufolge trägt Walo dazu bei, „dass Bahnstrecken nachhaltig, sicher und zuverlässig bleiben, damit die Mobilität von heute und morgen gesichert ist“.

    Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte September 2025. Vorgesehen sind bis dahin auch die Schaffung komfortabler und barrierefreier Bahnsteige, neue Beläge und Entwässerungssysteme für mehr Sicherheit und Langlebigkeit. Auch die Beleuchtung und Ausstattung sollen modernisiert werden für ein angenehmes Bahnhofserlebnis.

    Die Gemeinde Speicher im Kanton Appenzell Ausserrhoden verfolgt Pläne für mehr Nachhaltigkeit. Dazu gehören der vermehrte Einsatz erneuerbarer Energien, energieeffizientes Bauen und umweltfreundliche Mobilität. Zudem zählt der Bahnhofsumbau zu den Nachhaltigkeitsprojekten in Speicher. Die Gemeinde strebt an, ihn mit LED-Beleuchtung, ökologischen Materialien und einem barrierefreien Zugang auszustatten. Ziel ist ein klimafreundlicher und moderner öffentlicher Nahverkehr.

  • Pilotprojekt intelligente automatisierte Mobilität schreitet voran

    Pilotprojekt intelligente automatisierte Mobilität schreitet voran

    Das Swiss Transit Lab (STL) aus Schaffhausen, die Kantone Zürich und Aargau und die SBB haben die Kartierungsphase des Pilotprojekts intelligente automatisierte Mobilität (iamo) gestartet. Mit der Erstellung einer digitalen Karte der Region, wird laut einer Medienmitteilung der Einsatz selbstfahrender Fahrzeuge im Furttal vorbereitet. Bevor das Angebot im Furttal nutzbar sein wird, sollen nach der Kartierung eine Trainingsphase und eine Testphase durchgeführt werden.

    Im Rahmen des Projekts möchten die Projektpartner automatisierte Fahrzeuge für Reisende zu Verfügung stellen und herausfinden, wie dies künftig den öffentlichen Verkehr weiterentwickeln könnte. Es sind nun erstmals zwei mit der WeRide-Technologie ausgestattete Elektroautos im Furttal unterwegs. Diese werden jedoch vorerst noch von einer Fahrerin oder einem Fahrer gesteuert.

    Während der Kartierungsphase werden nun die Strassen im Pilotgebiet manuell abgefahren. Die Fahrzeugsensoren erfassen dabei die Umgebung und erstellen eine digitale Karte, die mehr Informationen als eine klassische Navigationskarte enthalten wird. Die Karte wird neben Echtzeitaufnahmen künftig die Grundlage für die sichere Navigation der selbstfahrenden Fahrzeuge bieten. Sobald diese Phase abgeschlossen ist und die Ausnahmebewilligung des Bundesamts für Strassen (ASTRA) zum automatisierten Fahren vorliegt, werden die Trainings- und Testphase folgen. Dabei werden die Fahrzeuge die Verkehrsregeln und typische Situationen im Pilotgebiet lernen und anschliessend zunächst unter Aufsicht eines Sicherheitsfahrer automatisiert fahren.

    Der öffentliche Betriebsstart der Fahrzeuge ist für de erste Jahreshälfte 2026 angesetzt. Bis zu vier Personenwagen können dann über eine App kostenpflichtig bestellt werden und Fahrgäste von einem definierten Haltepunkt zu einem anderen Haltepunkt in der Pilotregion bringen. Verschiedene Massnahmen sollen dabei den Datenschutz und die Datensicherheit sicherstellen. Die Flotte soll künftig ausserdem um Kleinbusse erweitert werden.

  • Luzern baut öffentliches Netz von Ladestationen auf

    Luzern baut öffentliches Netz von Ladestationen auf

    In Luzern soll bis 2035 ein öffentliches Netz von rund 30 Ladestationen für E-Autos entstehen. Dabei soll laut einer Medienmitteilung der Fokus auf dem Laden im Quartier liegen. Dafür stellt die Stadt Drittanbietern gegen eine Konzessionsgebühr öffentlichen Grund und die Basisinfrastruktur inklusive Netzerschliessung zur Verfügung. Ihre Investition in Höhe von 960’000 Franken will sie durch die Konzessionsgebühren verursachergerecht refinanzieren.

    Bis ins Jahr 2040 sollen alle Fahrzeuge, die in der Stadt Luzern eingelöst sind, elektrisch oder erneuerbar angetrieben sein. Um dieses Ziel der Klima- und Energiestrategie zu erreichen, haben die Stadt Luzern und Energie Wasser Luzern (ewl) im April 2024 das Pilotprojekt Grüne Zonen lanciert. In diesem Rahmen wurden an der Berg- und der Eichmattstrasse die ersten öffentlichen Ladestationen erstellt. Die Erfahrungen des auf fünf Jahre angelegten Projekts bezeichnet die Stadt als „durchweg positiv“.

    Die Massnahmen sind Teil des Gesamtkonzepts für erneuerbare Antriebe in der Mobilität. Es wurde vom Zürcher Beratungs- und Ingenieurunternehmen EBP Schweiz im Auftrag der Stadt Luzern erarbeitet. Zum Umfang des Konzepts zählen auch Förderprogramme für Basis- und Ladeinfrastruktur, die aus dem Energiefonds der Stadt Luzern finanziert werden oder dass ab 2033 nur noch emissionsfreie Taxis Betriebsbewilligungen erhalten werden. Zudem sollen per 2040 Parkkarten für Dauerparkierung auf öffentlichem Grund nur noch für emissionsfreie Fahrzeuge erteilt werden.

  • Infrastrukturplanung schützt Magadinoebene

    Infrastrukturplanung schützt Magadinoebene

    Zwischen Bellinzona und Locarno gelegen, ist die Magadinoebene seit Jahrzehnten stark vom Ausbau der Infrastruktur geprägt. Geplante Projekte, von der Modernisierung des Schienennetzes bis zur Neuordnung der Stromversorgung, erfordern eine enge Koordination, um Eingriffe in die wertvolle Landschaft zu minimieren. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des ARE und mit Beteiligung von Bundesämtern, dem Kanton Tessin und Swissgrid erarbeitete dafür verbindliche Leitlinien.

    Gebündelte Infrastruktur statt Einzelprojekte
    Ein zentrales Ergebnis ist die Entscheidung, die Hochspannungsfreileitung All’Acqua–Vallemaggia–Magadino im Bereich der Moorlandschaft unterirdisch zu verlegen. Das Unterwerk Magadino wird im Rahmen einer Sanierung verkleinert. Für den Doppelspurausbau der Bahn zwischen Contone und Tenero prüfen die SBB Möglichkeiten zur Bündelung mit neuen Stromleitungen. Auch die geplante Bahnverbindung zur direkten Anbindung von Gotthard- und Ceneri-Basistunnel, die die Magadinoebene quert, ist Teil der übergeordneten Planung.

    Strassenprojekt in die Gesamtstrategie integriert
    Für die stark belastete A13 zwischen Bellinzona-Sud und Locarno liegt die Zuständigkeit seit 2020 beim Bund. Die neue Linienführung wird im Sachplan Verkehr integriert und eng mit den übrigen Projekten abgestimmt. Parallel dazu läuft die strategische Überprüfung im Rahmen der Studie «Verkehr ‘45».

    Modell für nachhaltige Raumplanung
    Das Vorgehen in der Magadinoebene gilt als Vorzeigebeispiel, wie nationale Infrastrukturziele und Naturschutz in Einklang gebracht werden können. Durch die enge Abstimmung von Energie-, Bahn- und Strassenbauprojekten sollen Eingriffe minimiert, Synergien genutzt und die einmalige Landschaft langfristig geschützt werden.

  • Intelligente Mobilität für den öffentlichen Verkehr in Bogotá

    Intelligente Mobilität für den öffentlichen Verkehr in Bogotá

    Schindler liefert als alleiniger Anbieter Aufzüge und Fahrtreppen für die Linie 1 des neuen Hochbahnsystems in Bogotá. Die Metrolinie soll mit vollautomatischen, fahrerlosen Bahnsystemen einen modernen, zuverlässigen Nahverkehr in der kolumbianischen Hauptstadt ermöglichen. Die Schindler-Systeme werden daher auf die besonderen Anforderungen des öffentlichen Verkehrs zugeschnitten, informiert das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Aufzüge werden mit leicht zugänglichen Bedientasten ausgestattet, um barrierefreie Zugänge zu den Stationen zu ermöglichen.

    Das Schindler Technical Operations Center (TOC) in Medellín wird jeden Aufzug und jede Fahrtreppe rund um die Uhr fernüberwachen. Das Schindler ActionBoard liefert ausserdem Statusmeldungen aller Aufzüge und Fahrtreppen in Echtzeit und hilft, die Betriebszeit und die Fahrqualität für Passagiere zu optimieren.

    „Wir sind unglaublich stolz darauf, mit unseren Aufzügen und Fahrtreppen bei diesem historischen Projekt dabei zu sein“, wird Vikén Martarian in der Mitteilung zitiert, verantwortlich für die Region Amerika und Fahrtreppen. „Bogotá wird damit für die Menschen, die in der Hauptstadt leben, arbeiten und sie besuchen, zugänglicher. Dank unserer Aufzüge und Fahrtreppen werden sie sich in den Metrostationen einfacher und bequemer bewegen können.“

    Die Linie 1 der Bogotá Metro transportiert ab 2028 als erste Metrolinie der kolumbianischen Hauptstadt über 1 Million Passagiere täglich. Die Linie umfasst 16 Stationen auf einer Länge von 23,9 Kilometern.

  • Schulwege werden mit Buntstift-Pfeiler sicherer

    Schulwege werden mit Buntstift-Pfeiler sicherer

    Habidom will Schulwege sicherer machen. Der 2001 gegründete Hersteller von Strassensignalen und -markierungen mit Sitz im nordportugiesischen Aveleda hat nun auch eine spezielle Markierung für Schulwege auf den Markt gebracht.

    Die Markierungen trennen die Strasse vom Trottoir wie normale Pfeiler ab. Sie haben aber die Gestalt von Buntstiften und stellen damit spielerisch den Bezug zur Schule her. Damit sollen sie Autofahrenden signalisieren, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf das Verhalten der Kinder in Strassennähe richten sollen.

    Die Pfeiler bestehen aus flexiblem Material, das im Fall eines Unfalls die Verletzungsgefahr für Kinder verringert. Habidoms Buntstifte für die Strasse werden bereits ausser in Portugal auch in Irland, Belgien, Kroatien und Österreich eingesetzt.

    Als erste Gemeinde der Schweiz hat laut einer Mitteilung des Unternehmens Milvignes die Buntstifte an seinen Schulwegen installiert, unter anderem in der Nähe von Schulen in Auvernier und Colombier und beim Bahnhof.

  • Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Ab Mitte Juli 2025 erfasst iNovitas aus Baden die Strassenräume des Bezirks Horgen. Das Unternehmen erstellt ein dreidimensionales digitales Abbild des öffentlichen Strassennetzes, heisst es in einer Mitteilung. Die aus dem Modell bezogenen Daten sollen eine Grundlage für die Bereiche Verwaltung, Versorgungswirtschaft und Planung bilden. Das digitale Abbild reduziert den Aufwand für Kontrollfahrten und Begehungen und soll damit eine effiziente Organisation für Unterhalt und Planung direkt aus dem Büro liefern.

    Digitalisiert werden die Gemeinde- und Kantonsstrassen von Adliswil, Kilchberg, Langnau am Albis, Rüschlikon, Thalwil und Oberrieden. Die Gemeinde Horgen hatte iNovitas bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit entsprechenden Arbeiten beauftragt. Die Erfassung erfolgt ausschliesslich auf öffentlichen Strassen. Dabei werden Personen und Autokennzeichen anonymisiert und somit die Persönlichkeitsrechte geschützt, heisst es in der Mitteilung. Die erfassten Bild- und Geodaten werden über die webbasierte infra3D Plattform bereitgestellt und stehen ausschliesslich autorisierten Fachpersonen oder Verwaltungsstellen mit entsprechender Berechtigung zur Verfügung.

  • Regierungsrat plant Infrastruktur-Schub im Glattal

    Regierungsrat plant Infrastruktur-Schub im Glattal

    Das Glattal zählt zu den dynamischsten Entwicklungsregionen im Kanton Zürich, strategisch gelegen zwischen Zürich, Winterthur und dem internationalen Flughafen. Der Regierungsrat beantragt nun dem Kantonsrat ein Gesamtpaket in Höhe von 543 Millionen Franken, um die Infrastruktur gezielt zu stärken. Geplant sind die Verlängerung der Glattalbahn ins Steinackergebiet, eine Velohauptverbindung Richtung Bassersdorf sowie Hochwasserschutzmassnahmen am Altbach.

    Mobilitäts- und Umweltschub für die Flughafenregion
    Die Kombination aus Bahnausbau, Veloinfrastruktur und Gewässerschutz adressiert gleich mehrere zentrale Ziele des kantonalen Richtplans. Die verlängerte Glattalbahn soll das Industriegebiet von Kloten besser anbinden, während die Velohauptverbindung eine umweltfreundliche Alternative für Pendler schafft. Zugleich schützt der geplante Hochwasserschutz die Bevölkerung und kritische Infrastrukturen wie den Flughafen vor Naturgefahren.

    Effiziente Umsetzung durch Synergien
    Die räumliche Nähe der drei Teilprojekte erfordert eine gemeinsame Planung und bietet damit ideale Voraussetzungen für eine effiziente Umsetzung. Durch gebündelte Bauphasen können Bauzeit, Kosten und Beeinträchtigungen reduziert werden. Der Baustart ist ab Mitte 2027 vorgesehen, die Bauzeit beträgt rund fünf Jahre.

    Kostenbeteiligung durch Bund und Gemeinden
    Obwohl das Projektvolumen 543 Millionen Franken umfasst, wird der Kanton voraussichtlich nur rund 290 Millionen Franken selbst tragen. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 40 % an Bahn und Veloweg, beim Hochwasserschutz liegt die Beteiligung zwischen 35 und 45 %. Auch Mehrwertbeiträge der Stadt Kloten und privater Investoren sind eingeplant.

    Klarer Entscheid trotz kommunaler Ablehnung
    Zwar wurden 2024 zwei kommunale Vorlagen zur Gebietsentwicklung im Steinackergebiet von der Klotener Bevölkerung abgelehnt, doch die Glattalbahn selbst war nicht Teil dieser Abstimmung. Nach einer umfassenden Überprüfung sieht der Regierungsrat das bestehende Projekt dennoch als die zweckmässigste Lösung, sowohl wirtschaftlich als auch verkehrs- und raumplanerisch.

  • Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Flugzeugbau-Hauptsitz wird umfassend modernisiert und verdichtet

    Der Flugzeugbauer Pilatus will seinen Hauptsitz in Stans modernisieren. Wie es in einer Mitteilung dazu heisst, sollen die teilweise stark veralteten und energetisch ineffizienten Gebäude umfassend rekonstruiert werden. Die Produktions- und Verwaltungsflächen werden darüber hinaus mit neuen Gebäuden verdichtet. Dabei wird die architektonische Struktur den landschaftlichen Bedingungen angepasst. In vertikaler Bauweise werden die Flächen besser ausgenutzt, ohne dass die Bauten Höhen von 32, 36 oder 56 Metern überschreiten.

    Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die Bauten den Prinzipien der Nachhaltigkeit folgen und den internationalen Standards (LEED) angepasst sein. Verwendet werden dabei rezyklierter Beton sowie einheimische Hölzer. Alle Bauten unterliegen hohen Energiestandards. Grossflächige Photovoltaikanlagen sollen die Eigenproduktion von Strom gewährleisten.

    Mit der umfassenden Renovierung bekennt sich Pilatus zum Standort Stans und zum Wohl seiner 2500 Mitarbeitenden. Deren umweltfreundliche Anreise zum Arbeitsplatz mit dem öffentlichen Verkehr wird mit finanziellen Unterstützungen bis zu 1000 Franken jährlich gefördert, heisst es in der Mitteilung.

    Am 26. November 2025 soll die Bevölkerung von Stans über eine Anpassung der Nutzungsplanung entscheiden können.

  • Grünes Licht für Cargo sous terrain

    Grünes Licht für Cargo sous terrain

    Mit dem Sachplan-Beschluss des Bundesrats wird das innovative Gütertransportsystem Cargo sous terrain erstmals offiziell raumplanerisch verankert. Das privat initiierte Projekt soll künftig Waren durch ein unterirdisches Tunnelsystem vom Mittelland bis in die Städte transportieren. Dies rund um die Uhr, emissionsarm und unabhängig vom Strassenverkehr.

    Die Grundlage bildet das Bundesgesetz über den unterirdischen Gütertransport (UGüTG), das bereits 2022 in Kraft trat. Es ermöglicht Unternehmen wie CST, solche Systeme unter klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen zu planen und umzusetzen.

    Erste Etappe zwischen Härkingen und Zürich definiert
    Im neu eingefügten Teil des Sachplans Verkehr legt der Bund nun den raumplanerischen Korridor für die erste Teilstrecke von Härkingen nach Zürich fest. Auch die geplanten Standorte für die Logistik-Hubs sind darin räumlich verortet. Der Plan schafft damit Planungs- und Rechtssicherheit für alle beteiligten Ebenen, vom Bund über die Kantone bis zu den Gemeinden.

    Kritische Punkte fliessen in Weiterentwicklung ein
    Im Rahmen einer Anhörung im ersten Halbjahr 2024 konnten betroffene Kantone und Gemeinden Stellung beziehen. Thematisiert wurden unter anderem die Auswirkungen auf das Grundwasser, das Verkehrsaufkommen an den Hubs und der Umgang mit dem Ausbruchmaterial aus dem Tunnelbau. Die Rückmeldungen werden in die Weiterentwicklung des Sachplans integriert. Widersprüche zu bestehenden Richtplänen bestehen laut Bund nicht.

    Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Baubewilligung
    Mit dem Eintrag in den Sachplan ist eine zentrale Voraussetzung für die spätere Baubewilligung erfüllt. Weitere Bewilligungs- und Genehmigungsverfahren stehen noch bevor, doch der aktuelle Entscheid stärkt die Umsetzungsfähigkeit des Gesamtprojekts erheblich.

    Weg frei für ein neues Logistikzeitalter
    Mit dem Sachplanbeschluss setzt der Bundesrat ein klares Zeichen für nachhaltige und innovative Infrastrukturentwicklung. Cargo sous terrain könnte langfristig den Güterverkehr in der Schweiz revolutionieren, unterirdisch, leise und flächenschonend. Der raumplanerische Rahmen steht, jetzt beginnt die nächste Etappe der Umsetzung.

  • Trèfle-Blanc das 400-Millionen-Projekt rollt an

    Trèfle-Blanc das 400-Millionen-Projekt rollt an

    Die Frage nach den tatsächlichen Kosten des Trèfle-Blanc-Projekts sorgte im Vorfeld für Spekulationen. Von 275 bis 400 Millionen Franken reichten die Schätzungen. Nun schafft die Genfer Regierung mit der Einreichung eines umfassenden Investitionsgesetzes Klarheit. Die anfängliche Diskrepanz resultiert nicht aus einer Planänderung oder dem «Salamitaktik», sondern aus der detaillierten Aufschlüsselung der verschiedenen Finanzierungsquellen und Projektphasen.

    Zunächst wird dem Grossen Rat ein Kredit von 275,5 Millionen Franken zur Genehmigung vorgelegt. Diese Summe deckt primär den Bau von zwei Eisbahnen (232 Millionen), ergänzt durch Kosten für Aussenanlagen (7,9 Millionen), den Tramanschluss (über 9 Millionen), Unvorhergesehenes (9,3 Millionen) und Teuerung (8,3 Millionen). Sollte dieser Kredit vom Parlament bewilligt werden, könnte er bei Bedarf noch einem Referendum unterliegen.

    Diese Summe repräsentiert jedoch nicht die Gesamtkosten für den Kanton, da bereits 17 Millionen Franken für Vorstudien aufgewendet wurden. Somit belaufen sich die bisherigen Gesamtkosten zu Lasten des Staates bereits auf 293 Millionen Franken.

    Warum es 400 Millionen sind
    Die Verwirrung um die 400 Millionen Franken löst sich auf, wenn der Park-and-Ride Parkplatz miteinbezogen wird. Dieser, dessen Bau noch vor der restlichen Infrastruktur beginnt, wird 928 Parkplätze für Autos und 244 für Motorräder bieten. Seine Kosten belaufen sich auf geschätzte 99 Millionen Franken, eine Summe, die nicht direkt vom Parlament beantragt wird. Die Finanzierung erfolgt über die Stiftung der Parkhäuser, eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt, die mit Zustimmung des Staates 75 Millionen Franken aufnehmen wird, während der Rest aus Eigenmitteln bestritten wird. Die Rückzahlung dieses Darlehens ist langfristig durch die Einnahmen aus dem P+R gesichert.

    Die Finanzierungsarchitektur
    Es ist unerlässlich, diese 99 Millionen Franken zu den Gesamtkosten des Trèfle-Blanc-Projekts hinzuzurechnen. Unabhängig von der genutzten Finanzierungsquelle handelt es sich um öffentliche Gelder, da die Stiftung der Parkhäuser Teil des öffentlichen Sektors ist, ähnlich wie die Genfer Versorgungsbetriebe oder die Universitätsspitäler Genf. Dies wird auch in den konsolidierten Jahresabschlüssen des Kantons Genf ersichtlich. Wie die Präsidialabteilung des Staatsrats bestätigt, ist alles miteinander verbunden. Ein erfolgreiches Referendum gegen den 275-Millionen-Kredit würde das gesamte Projekt, einschliesslich des P+R, zum Scheitern bringen.

    Die Transparenz in der Kostenaufschlüsselung des Projekts Trèfle-Blanc schafft nun die Grundlage für eine informierte Debatte und ebnet den Weg für die Realisierung dieses wichtigen Infrastrukturvorhabens, das Genf massgeblich prägen wird.

  • Neue Kabinen für Elsigenalpbahn

    Neue Kabinen für Elsigenalpbahn

    Die Elsigenalpbahnen AG hat am Wochenende mit einer Eröffnungsfeier ihre neue Kabinen eingeweiht, wie aus einer Medienmitteilung der Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kandersteg hervorgeht. Gästen wurden Gratisfahrten, Besichtigungen, Musik und eine Tombola geboten. Rund 900 Gäste wohnten der Einweihungsfeier am Wochenende des 14. und 15. Juni bei und konnten kostenlose Jungfernfahrten auf 1800 Meter über dem Meer durchführen. Zusätzlich wurden Besichtigungen im Maschinenraum und im Berghaus angeboten. Zudem zeigte eine Bilderauswahl die Geschichte und den Umbau der Infrastruktur der Bergbahn.

    Der Impuls für die neuen Kabinen ging von der notwendigen Konzessionserneuerung aus. Die AG hätte sowieso Arbeiten am Brandschutz und der Stahlkonstruktion der Stützen durchführen müssen. In einem Zug wurden dann auch die 40-jährigen Gondeln ersetzt. Die neuen Kabinen transportieren aufgrund ihres höheren Eigengewichts maximal 37, statt wie vorher 40 Gäste. Allerdings bieten sie mehr Platz, da im Innenraum die Zugstangen wegfallen. Personal in der Bergstation ist dank des automatisierten Betriebs, Kameras und einer Gegensprechanlage nicht mehr nötig.

    Mit der Einweihung der Elsigenalpbahn sind nun alle Alpbahnen in Adelboden, Kandersteg und Frutigen in die Sommersaison gestartet. Der Betelberg wird bereits bedient, der Stand-Xpress Metsch folgt am 25. Juni. Die Region Adelboden-Lenk-Kandersteg im Kanton Bern zählt als alpine Destination jährlich über 2 Millionen Logiernächte.

  • Basel SBB West setzt neue Massstäbe

    Basel SBB West setzt neue Massstäbe

    Das gemeinsame Projekt von SBB, Bund und Kanton Basel-Stadt zielt auf einen Ausbau des Bahnhofs Basel SBB mit höherer Kapazität und verbesserten Verbindungen in Richtung Westen. Kernstücke sind zwei Grossprojekte, die neue Margarethenbrücke und der Perronzugang Margarethen. Ein interdisziplinäres Gremium hat Ende Mai 2025 das überzeugendste Konzept im Rahmen eines Studienauftrags gekürt.

    Das Siegerprojekt des Zürcher Teams Penzel Valier bringt eine innovative architektonische Lösung. Ein leichtes, ausgedehntes Dach überspannt künftig Tramhaltestelle und Perrons. Es schafft nicht nur eine neue Bahnhofshalle mit hoher Aufenthaltsqualität, sondern bietet auch Platz für Begrünung und Photovoltaik.

    Verbindung von Funktion und Gestaltung
    Die neue Brücke und der Perronzugang fügen sich harmonisch in das städtische Umfeld ein. Dank schlanker Tragwerke können die Anschlüsse zu den umliegenden Quartieren tief gehalten werden. Die Halle SNCF, ein denkmalgeschütztes Element, bleibt erhalten und wird sorgfältig in das neue Gefüge integriert.

    Ein differenziertes Wärmemanagement und die geplante Flexibilität bei späteren Erweiterungen zeigen, das Projekt denkt in Etappen und bietet langfristige Perspektiven für die Mobilität der Region.

    Umsetzung in Etappen, mit Fokus auf Qualität
    Die neue Infrastruktur wird frühestens ab 2034 realisiert. Grund dafür ist die komplexe Ausgangslage. Neben dem laufenden Bahn- und Stadtverkehr sind auch denkmalpflegerische Auflagen und ein möglicher zukünftiger Tiefbahnhof zu berücksichtigen.

    Beide Teilprojekte, die Brücke und der Zugang, können unabhängig gebaut werden, doch Bund, Kanton und SBB streben eine gemeinsame Umsetzung an. Die voraussichtlichen Kosten liegen je Projekt im dreistelligen Millionenbereich. Während der Zugang Margarethen bereits finanziert ist, steht die Finanzierung der Brücke noch aus.

    Neue Mobilitätsdrehscheibe mit Symbolkraft
    Mit Basel SBB West entsteht nicht nur zusätzliche Bahninfrastruktur, das Projekt schafft neue Räume für Stadtentwicklung, nachhaltige Mobilität und Aufenthaltsqualität. Es ist ein Musterbeispiel für die Integration von Verkehr, Architektur und Städtebau in einem historischen Kontext. Die öffentliche Ausstellung des Siegerprojekts findet vom 19. bis 28. Juni 2025 statt, ein öffentlicher Infoanlass folgt am 25. Juni.

  • Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Der Bahnhofsplatz in Schlieren wurde in eine moderne Begegnungszone umgewandelt, die Raum für Erholung, Begegnung und sichtbare Mobilität schafft. Im Zentrum steht ein grosszügiger Platz mit einem markanten Baum als grünes Wahrzeichen. Vor der Stadtbibliothek lädt ein Brunnen mit Sitzbänken zum Verweilen ein und auch bei der SBB-Unterführung West sowie vor den Restaurants sind neue Aufenthaltsflächen entstanden.

    Ein zentrales Element ist der klare Vortritt für Fussgänger, durch die Begegnungszone. Trottoirs wurden überflüssig, der gesamte Raum gehört dem öffentlichen Leben. Fast 70 neue Veloabstellplätze fördern zudem den Umstieg vom Fahrrad auf den öffentlichen Verkehr.

    Grünflächen für das Stadtklima
    Mit der Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips wurde ein innovativer Ansatz zur Klimaanpassung gewählt. 1’200 m² wurden entsiegelt, um Regenwasser besser versickern zu lassen. Neu gepflanzte Bäume und rund 500 m² zusätzliche Grünflächen sorgen durch Schatten und Verdunstung für Abkühlung, besonders an heissen Sommertagen.

    Die Bepflanzung ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ästhetisch. Das Stadtbild wirkt lebendiger und einladender.

    Feierliche Eröffnung für die Bevölkerung
    Am Freitag und Samstag, 20. und 21. Juni 2025, wird die neue Begegnungszone mit einem zweitägigen Fest eingeweiht. Den Auftakt bildet eine offizielle Rede von Stadtrat Stefano Kunz am Freitag um 17.00 Uhr, begleitet von der Harmonie Schlieren. Anschliessend startet das Strassenfest mit kulinarischen Angeboten und Live-Musik, unter anderem vom Country-Künstler Tobey Lucas.

    Am Samstag geht es ab 11.00 Uhr weiter. Auf der Bühne beim Bahnhofsplatz treten lokale Musikerinnen und Musiker auf, darunter die Lehrerband der Musikschule Schlieren, Patrick Harbor, der Chor der Musikschule und Valerù mit ihrer Band.

    Während der Feierlichkeiten bleibt die Bahnhofstrasse für den Verkehr gesperrt. Die Stadt gehört an diesem Wochenende den Menschen.

    Ein Projekt mit Signalwirkung
    Die Begegnungszone ist ein Beispiel für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die Aufenthaltsqualität, Klimaresilienz und Mobilität vereint. Was 2021 durch eine Volksabstimmung auf den Weg gebracht wurde, steht nun für ein neues Kapitel der Stadtgestaltung in Schlieren.

  • Räte verlangen Recht auf Ladestationen in Wohnhäusern

    Räte verlangen Recht auf Ladestationen in Wohnhäusern

    Mit 24 zu 18 Stimmen hat der Ständerat am Mittwoch eine Motion von Nationalrat Jürg Grossen angenommen. Der Bundesrat soll verbindliche Vorgaben schaffen, damit der Zugang zu privaten Ladestationen in Miet- und Eigentumswohnungen gewährleistet ist. Die Langsamladestationen seien ein zentraler Hebel für die Mobilitäts- und Energiewende, argumentierten die Befürworter.

    Dekarbonisierung braucht Infrastruktur
    Flavia Wasserfallen betonte, dass fehlende Ladeinfrastruktur einer der Hauptgründe für stagnierende Verkaufszahlen bei Elektrofahrzeugen sei. «Autos müssen dort geladen werden, wo sie stehen», sagte sie. Auch Thierry Burkart plädierte für staatliche Rahmenbedingungen,  «Verbrenner hätten sich auch nie ohne Tankstellen durchgesetzt.»

    Eigentumsrecht versus Klimaziel
    Die Mehrheit der ständerätlichen Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie stellte sich gegen eine gesetzliche Pflicht. Sie warnte vor einem zu starken Eingriff in die Eigentumsgarantie und die Privatautonomie. Daniel Fässler argumentierte, der Markt solle bestimmen, wo welche Ladeinfrastruktur entsteht.

    Bundesrat in der Pflicht
    Auch der Bundesrat hatte sich gegen die Motion ausgesprochen. Im geltenden Miet- und Stockwerkeigentumsrecht sei die Situation unklar geregelt, so die Regierung. Dennoch muss sie nun Vorschläge zur Umsetzung der Forderung ausarbeiten.

    Vergangene Förderansätze gescheitert
    Im Rahmen der letzten Revision des CO₂-Gesetzes wollte der Bundesrat jährlich bis zu 30 Millionen Franken für Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern und auf öffentlichen Parkplätzen bereitstellen. Diese Massnahme scheiterte damals jedoch am Widerstand des Parlaments.

  • Stimmvolk stoppt Bahnhofprojekt Locarno

    Stimmvolk stoppt Bahnhofprojekt Locarno

    Die Vorlage zur Neugestaltung des Bahnhofs Locarno-Muralto wurde bei einer Stimmbeteiligung von 31 Prozent knapp abgelehnt. 33’723 Nein-Stimmen standen 33’621 Ja-Stimmen gegenüber. Damit wurde das Projekt mit einem hauchdünnen Vorsprung von 102 Stimmen gestoppt . Ein Resultat, das zeigt, wie umstritten städtebauliche Eingriffe auch bei regional bedeutsamen Infrastrukturprojekten sein können.

    Geplante Investitionen für mehr Übersicht und Mobilität
    Das Projekt hätte eine umfassende Aufwertung des Verkehrsknotens mit einem Gesamtvolumen von 16 Millionen Franken umfasst. Der Kanton Tessin hätte davon rund 7 Millionen Franken getragen. Geplant war eine stärkere Fokussierung auf den Fuss- und Veloverkehr sowie eine effizientere Organisation der Busperrons. Ziel war es, die multimodale Anbindung des Bahnhofs zu verbessern und den öffentlichen Verkehr übersichtlicher und zugänglicher zu gestalten.

    Widerstand aus dem Gewerbeumfeld
    Gegenwind erhielt das Projekt insbesondere von Geschäfts- und Gastronomiebetrieben rund um die Viale Cattori. Diese befürchteten, dass die erhöhte Busfrequenz, mehr als 250 Busse pro Tag, die Aufenthaltsqualität an der Seepromenade beeinträchtigen würde. Auch der Wegfall direkter Zufahrten für den motorisierten Individualverkehr zu Läden und Restaurants wurde als erheblicher Nachteil gewertet. Die Gegner argumentierten, dass dies die wirtschaftliche Attraktivität der Zone gefährden könnte.

    Infrastrukturprojekt mit lokalem Zielkonflikt
    Die Ablehnung der Bahnhof-Neugestaltung in Locarno zeigt exemplarisch die Spannungsfelder zwischen Mobilitätswende, Stadtentwicklung und lokalem Wirtschaftsinteresse. Trotz klarer verkehrlicher und gestalterischer Vorteile konnte sich das Projekt nicht durchsetze. Vor allem wegen der befürchteten Nachteile für den bestehenden Gewerbestandort. Für künftige Infrastrukturprojekte mit städtebaulicher Wirkung wird dies als Mahnung dienen, betroffene Interessengruppen frühzeitig und umfassend in den Dialog einzubinden.

  • Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Die DB InfraGO AG hat Implenia mit dem Bau des innerstädtischen Abschnitts der Nordmainischen S-Bahn in Frankfurt beauftragt. Konkret soll das Bau- und Immobilienunternehmen aus Opfikon für das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn den unterirdischen Abschnitt der S-Bahn von der Konstablerwache über die neue S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief) bis nach Fechenheim realisieren. Das Auftragsvolumen beziffert sich auf über 200 Millionen Euro, informiert Implenia in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der Auftrag umfasst die Startbaugrube Trog und die Baugrube für die unterirdische S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief), eine Reihe von Nebenbaugruben und Ingenieurbauwerke, sowie zwei etwa 1,2 Kilometer lange Tunnelröhren. Sie werden im maschinellen Vortrieb erstellt. Zudem wird Implenia umfangreiche Wasserhaltungsmassnahmen durchführen und eine Reihe Spezialtiefbauleistungen erbringen. Die Arbeiten sollen Anfang 2026 aufgenommen und bis 2031 abgeschlossen werden.

    «Der weitere Ausbau einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur ist zentral für die nachhaltige Entwicklung unserer Städte», wird Erwin Scherer, Head Division Civil Engineering von Implenia, in der Mitteilung zitiert. «Ich freue mich, dass Implenia mit seiner langjährigen Erfahrung und umfassenden Expertise zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in der dicht besiedelten Region Rhein-Main beitragen darf.»

  • Glarus erneuert den öffentlichen Verkehr

    Glarus erneuert den öffentlichen Verkehr

    Mit der Totalrevision des Gesetzes über den öffentlichen Verkehr (öVG) setzt der Kanton Glarus einen strategischen Meilenstein. Das neue Gesetz regelt Organisation, Planung und Finanzierung des öffentlichen Verkehrs umfassend neu. Ziel ist eine flächendeckende, nachfrageorientierte und rechtlich klare Mobilitätsinfrastruktur diese ist zentral für die wirtschaftliche Entwicklung und Attraktivität des Standorts Glarus.

    Das bisherige Gesetz aus dem Jahr 1996 war nicht mehr zeitgemäss. Geänderte Bundesvorgaben, neue Regelungen zur Abgeltung im regionalen Personenverkehr und technologische Entwicklungen erforderten eine grundlegende Überarbeitung. Der Regierungsrat hat daher frühzeitig die öV-Kommission einbezogen, deren Empfehlungen nun weitgehend umgesetzt wurden.

    Klare Zuständigkeiten, klare Perspektiven
    Eines der Hauptziele der Revision ist die Bereinigung der oft unklaren Zuständigkeitsverhältnisse. Neu sind sämtliche öV-Geschäfte klar einer zuständigen Behörde zugeordnet. Der Landrat erhält künftig umfassende Planungs- und Steuerungskompetenz über ein neues öV-Konzept, das als strategisches Leitdokument dient. Der Regierungsrat wiederum kann Anpassungen innerhalb seiner Finanzkompetenz beschliessen. Die öV-Kommission bleibt als beratendes Gremium bestehen.

    Die konkrete Bestellung von Verkehrsangeboten liegt künftig beim zuständigen Departement, das sich am verabschiedeten öV-Konzept orientieren muss. Die Neuordnung schafft Effizienz, Transparenz und eine moderne Governance-Struktur.

    Entlastung für Gemeinden und Investition in Mobilität
    Ein grundlegender Systemwechsel betrifft die Finanzierung. Der Kanton übernimmt neu sämtliche Kosten für den öffentlichen Verkehr, die nicht vom Bund getragen werden. Damit entfallen Mitfinanzierungen durch die Gemeinden, auch beim Orts- und Ausflugsverkehr. Das bedeutet eine jährliche Entlastung der Gemeindekassen.

    Gleichzeitig wird ein wichtiger verkehrs- und siedlungspolitischer Grundsatz gesetzlich verankert. Alle Ortschaften im Kanton sollen mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen bleiben. Zudem wird vom Grundsatz eines Halbstundentakts ausgegangen, mit der Möglichkeit, im öV-Konzept situativ Ausnahmen zu definieren.

    Verkehr neu denken – die Chancen für die Zukunft
    Das neue Gesetz trägt den wandelnden Mobilitätsbedürfnissen Rechnung. Neue Technologien, verändertes Freizeit- und Arbeitsverhalten sowie die Nachfrage verändern das Mobilitätsverhalten grundlegend. Auch wenn solche Angebote rechtlich noch nicht als öffentlicher Verkehr gelten, sieht das neue öVG Raum für innovative Entwicklungen und deren mögliche Integration in künftige Strategien.

    Besonders deutlich zeigt sich der Gestaltungswille bei der Erschliessung von Braunwald. Braunwald soll weiterhin mittels Standseilbahn zugänglich sein. Zwar ist dies noch keine Projektgenehmigung, doch die Richtung ist gesetzt – auch für den Tourismus ein starkes Zeichen.

    Das Gesetz tritt am 1. Januar 2026 in Kraft. Damit schlägt Glarus ein neues Kapitel in der Mobilitätspolitik auf. Klar strukturiert, nachhaltig finanziert und bereit für die Anforderungen der Zukunft.