Kategorie: Mobilität

Mobilität – Immobiliennews zu Verkehr, Arealentwicklung, Mobilitätskonzepten & deren Einfluss auf Immobilien in der Schweiz.

  • STRABAG baut Werkleitungen in Arbon

    STRABAG baut Werkleitungen in Arbon

    Das in Schlieren ansässige Bauunternehmen STRABAG AG baut laut einer Mitteilung neue unterirdische Leitungen in Arbon. Die Werkleitungen der Amriswiler- und Egnacherstrasse in Arbon befanden sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand, heisst es in der Firmenmitteilung. Diese Werkleitungen für Wasser, Elektrizität, Gas und die Datenkabel der Swisscom werden von Grund auf erneuert. Im Zuge der Arbeiten entstehe zudem ein neuer Regenabwasserkanal.

    Das Projekt zeichne sich durch die Zusammenarbeit von Gemeinde und Versorgungsunternehmen aus, heisst es von STRABAG. Die Baukosten werden gemeinsam getragen.

    Die letzte Sanierung der Werkleitungen liegt laut STRABAG Jahrzehnte zurück. Bei den Arbeiten seien deshalb Überraschungen programmiert gewesen. So mussten die Mitarbeitenden beispielsweise Starkstromleitungen händisch freilegen. Bei dem Vorgang hätte ein Fehler zur Stromabschaltung in der gesamten Umgebung geführt.

    Gleichzeitig galt es, Verkehrsfluss und die Interessen von Anwohnenden im Blick zu behalten. Besonders heikel war ein Knotenpunkt zu einem Landmaschinenpark, weil es dort keine Umleitungsmöglichkeit gab. Doch das Team von Ivo Schlappritzi fand eine Lösung und eine vollständige Sperrung konnte vermieden werden, ohne die Bauarbeiten zu verzögern.

    «Die Herausforderungen auf dieser Baustelle konnten wir dank sorgfältiger Planung und in enger Zusammenarbeit mit der Innoplan Bauingenieure AG erfolgreich meistern. Gemeinsam im Team haben wir dafür gesorgt, dass die neuen Werkleitungen planmässig im Herbst 2025 an die Gemeinde Arbon übergeben werden können», wird Schlappritzi zitiert, STRABAG-Bauführer für Tiefbau und Strassenbau im Bereich Mittelland.

    Innoplan Bauingenieure AG ist ein Ingenieursbüro für Hoch- und Tiefbau mit Sitz in Arbon.

  • Smart City Aarau Strategie 2034

    Smart City Aarau Strategie 2034

    Mit «Smart Aarau 2034» verfolgt die Stadt einen zukunftsorientierten Ansatz. Die Strategie setzt nicht auf technologische Impulse allein, sondern versteht Digitalisierung als Werkzeug, um komplexe Herausforderungen zu lösen. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Bevölkerung, die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und eine ressourcenschonende Umsetzung. Aarau orientiert sich an den bestehenden Entwicklungszielen der Stadt und integriert das smarte Denken in sämtlichen städtischen Vorhaben.

    Ein Methodengerüst für echten Fortschritt
    Der Strategiewechsel bedeutet auch ein Umdenken in der Umsetzung. Projekte sollen künftig nicht mehr im stillen Kämmerlein geplant, sondern im Dialog mit den Betroffenen entwickelt werden. Dabei unterstützt ein städtisches Team, das Mitarbeitende methodisch begleitet. Von der ersten Idee bis zum real getesteten Vorhaben. Die Erfahrungen aus der bisherigen Smart-City-Periode zeigen, dass dieser Ansatz Wirkung entfaltet, wenn er konsequent angewendet wird.

    Smart bedeutet vernetzt und nutzbar
    Die neue Strategie macht Schluss mit isolierten Innovationsinseln. Stattdessen sollen Projekte künftig systemisch gedacht und stadtweit vernetzt sein. Ziel ist eine Stadt, die ihre Ressourcen effizient einsetzt, auf Veränderungen reagieren kann und neue Lösungen einführt, wo sie tatsächlich gebraucht werden. Digitale Mittel kommen nur dann zum Einsatz, wenn sie zur Lebensqualität oder zur Effizienz beitragen.

    Wirksamkeit statt Symbolpolitik
    Aarau misst den Erfolg nicht an der Anzahl digitaler Projekte, sondern an deren Wirkung. Der neue strategische Rahmen setzt auf messbare Fortschritte. Dies in der Umsetzung, im Verhalten, im Bewusstsein und in der alltäglichen Nutzung. Damit wird das smarte Denken zur neuen Basis der Stadtentwicklung, nachvollziehbar, nutzerzentriert und klimaverträglich.

  • Raumkonzept Schweiz ohne Substanz

    Raumkonzept Schweiz ohne Substanz

    Mit der Überarbeitung des Raumkonzepts Schweiz sollte ein strategischer Kompass für die räumliche Entwicklung bis 2050 entstehen. Doch das im Dezember 2024 vorgelegte Dokument behandelt entscheidende Themen wie Verdichtung, Infrastruktur und Nutzungskonflikte unzureichend. Dabei ist die Nachfrage nach intelligent genutztem Raum, belastbare Infrastruktur und zukunftsfähigen Lösungen für wachsende Städte und Regionen dringend wie nie zuvor.

    Verdichtung bleibt ungelöst
    Die Darstellung einer fortgeschrittenen Innenentwicklung steht im Widerspruch zur Realität. Ersatzneubauten, ein zentrales Mittel für verdichtetes Bauen, sind weiterhin mit Unsicherheiten und Hürden behaftet. Es mangelt an einem pragmatischen Umsetzungskonzept, das klare Spielregeln schafft, Investitionen erleichtert und Standortentwicklung beschleunigt . Ein Versäumnis mit Folgen für den Wohnungsbau und die Wettbewerbsfähigkeit urbaner Räume.

    Verkehr wird blockiert statt ermöglicht
    Ein weiteres Defizit zeigt sich bei der Verkehrsinfrastruktur. Das Raumkonzept vernachlässigt den Bedarf an leistungsfähigen Verkehrswegen und fördert ein Gegeneinander von Strasse und Schiene. Für eine nachhaltige Standortentwicklung braucht es jedoch vernetzte Mobilitätsstrategien, die den wirtschaftlichen Anforderungen ebenso gerecht werden wie den gesellschaftlichen.

    Ohne politische Rückendeckung bleibt alles Theorie
    Neben inhaltlichen Schwächen fehlt dem Konzept eine klare politische Legitimation. Ohne breit abgestützte Governance-Strukturen bleibt das Papier wirkungslos. Der Schweizerische Baumeisterverband hat daher Änderungsanträge eingereicht und lehnt den Entwurf in seiner jetzigen Form ab.

    Fazit für die Immobilienwirtschaft
    Wer Standorte entwickeln und die Schweiz als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum mitgestalten will, braucht solide Rahmenbedingungen und eine realitätsnahe Planungspolitik. Das aktuelle Raumkonzept bietet beides nicht. Es ist Zeit für ein praxisorientiertes Leitbild, das Planungssicherheit schafft, Investitionen ermöglicht und die Standortattraktivität langfristig stärkt.

  • Zürich Stadelhofen liegt öffentlich auf

    Zürich Stadelhofen liegt öffentlich auf

    Zürich Stadelhofen ist mit täglich 80 000 Reisenden ein zentraler Verkehrsknoten in der Stadt. Doch die drei bestehenden Gleise sind überlastet und begrenzen das Wachstum der S-Bahn. Mit dem Bau eines vierten Gleises und einem zusätzlichen Tunnel in Richtung Tiefenbrunnen wird die Kapazität massiv gesteigert. Ein Ausbau, der weit über die Stadtgrenzen hinaus Wirkung entfaltet.

    Mehr Kapazität, bessere Verbindungen
    Der Ausbau soll bis zu 50 Prozent mehr Zugbewegungen ermöglichen. Er ebnet den Weg für den flächendeckenden Viertelstundentakt im gesamten Zürcher S-Bahn-Netz. Eine Verbesserung, von der neben der Stadt Zürich auch die 6 Nachbarkantone profitieren. Das Projekt betrifft mehrere Teilbereiche, darunter ein neuer Hauptzugang, verbesserte Passagen und ein zusätzlicher Perronzugang im Bereich Kreuzbühl-/Mühlebachstrasse.

    Zehn Jahre Bauzeit und 1,1 Milliarden Franken Investition
    Das Projekt wird rund zehn Jahre in Anspruch nehmen. Bei reibungslosem Ablauf ohne Einsprachen soll der Baustart in der zweiten Hälfte der 2020er-Jahre erfolgen, mit einer Inbetriebnahme in den 2030er-Jahren. Die geschätzten Kosten betragen rund 1,1 Milliarden Franken. Ein erheblicher, aber notwendiger Schritt für eine zukunftsfähige Mobilitätsinfrastruktur.

    Transparenz und Beteiligung – Projekt liegt öffentlich auf
    Vom 14. Mai bis 12. Juni 2025 liegt das Projekt in Zürich und Dübendorf öffentlich auf. In Zürich können die vollständigen Pläne eingesehen werden, in Dübendorf jene zum Zürichbergtunnel. Vor Ort stehen Fachpersonen der SBB bereit, um Fragen zu beantworten. Ein geplanter Grossausbau mit Raum für Dialog.

  • Übernahme stärkt Ladeinfrastruktur im E-Mobility-Markt

    Übernahme stärkt Ladeinfrastruktur im E-Mobility-Markt

    Die AVIA VOLT Suisse AG kauft den Ladeinfrastrukturanbieter Plug’N Roll und erweitert ihre Ladeinfrastruktur um 2345 Ladepunkte. Plug’N Roll-Kunden profitieren vom Zugang zu einem europaweiten Netzwerk aus über 850‘000 Ladepunkten. Die Bündner Repower AG, bisherige Eigentümerin von Plug’N Roll, richtet mit Repower E-Mobility ihren Fokus neu aus.

    AVIA VOLT prüft nun laut einer Mitteilung Verträge und Geschäftsprozesse von Plug’N Roll. Deren 24‘600 Kunden werden nahtlos in den AVIA-Verbund integriert.  Die Übernahme ermöglicht eine integrierte Abrechnung elektrischer und fossiler Energie für Plug’N Roll-Flottenbetreiber. Die Systemarchitektur von AVIA VOLT biete Kompatibilität mit den Soft- und Hardwarelösungen vieler Hersteller, heisst es in der Mitteilung.

    Die AVIA VOLT mit Sitz in Frauenfeld ist eine Tochter mehrerer Schweizer AVIA-Unternehmen. Sie sieht die Übernahme als wichtigen Schritt, um sich als führender Service-Anbieter im Bereich Elektromobilität zu etablieren. „Für uns bedeutet die Übernahme eine gezielte Stärkung unserer Position als Anbieterin für verlässliche Ladeinfrastruktur in der Schweiz“, wird Martin Osterwalder, Verwaltungsratspräsident von AVIA VOLT, zitiert.

    Plug’N Roll ist die E-Mobility Abteilung der Repower AG. Die E-Mobility Anbieterin entwickelt seit 2012 Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum, für Unternehmensflotten und für Immobilien. Bis Ende 2025 wird die Marke Plug’N Roll von AVIA VOLT genutzt. Drei Plug’N Roll-Mitarbeitende werden von AVIA VOLT übernommen.

  • Internationale Plattform für die Raumplanung

    Internationale Plattform für die Raumplanung

    Unter dem Motto «P:ITte alle umsteigen ‘Raum & Mobilität’ integriert» lud die Ostschweizer Fachhochschule vom 9. bis 13. April 2025 zum 76. Treffen ein. Rund 150 Studierende der Stadt-, Verkehrs- und Raumplanung folgten der Einladung nach Rapperswil-Jona. Das von engagierten Bachelor-Studierenden organisierte Treffen bot eine Plattform für den internationalen Austausch, für Networking und fachliche Diskussionen über die Zukunft der Raum- und Verkehrsplanung.

    Fachliche Impulse für die Verkehrswende
    Im Zentrum stand die Frage, wie Mobilität nachhaltig gestaltet und mit der Stadtentwicklung sinnvoll verzahnt werden kann. Anhand konkreter Beispiele aus der Region untersuchten die Teilnehmenden unter anderem die Bahnhofstrasse in Rapperswil und die Funktion von Verkehrsdrehscheiben wie dem Bahnhof Jona. Die interaktiven Workshops und Exkursionen machten deutlich, erfolgreiche Raumplanung erfordert integrierte Lösungen, die Siedlung und Verkehr als Einheit denken.

    Vernetzung über Landesgrenzen hinweg
    Das PlanerTreffen ist die wichtigste Konferenz der Studierenden für Stadt- und Raumplanung im deutschsprachigen Raum. In rotierender Organisation durch die Fachschaften bietet das Treffen fachliche Weiterbildung und auch wertvolle internationale Vernetzung. Das nächste Treffen wird an der TH Lübeck und der HCU Hamburg stattfinden und die Diskussion über zukunftsfähige Raumkonzepte fortsetzen.

  • Niederlande testen Recycling-Zug für nachhaltigen Strassenbau

    Niederlande testen Recycling-Zug für nachhaltigen Strassenbau

    Schotter, Sand, Kies und erdölbasiertes Bitumen in Asphaltstrassen sind die gleichen Stoffe, aus denen auch neue Strassen bestehen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Asphalt bereits erhitzt und verlegt wurde.

    Aus diesem Grund haben niederländische Beamte des Infrastrukturamtes Rijkswaterstaat in Utrecht, das zum Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft gehört, in den Asphalt-Recycling-Zug (ART oder Asphalt Recycling Train) investiert. Das ist eine fahrzeugähnliche Maschine, die alte Strassen vor Ort wiederverwendet, anstatt sie aufzureissen und zu entsorgen und dann neue Materialien zu verwenden und damit mehr Kohlenstoff zu emittieren. Damit wird an gleicher Stelle neuer Asphalt verlegt.

    „Mit dem ART können wir Strassen auf eine weitaus nachhaltigere Weise erneuern“, wird Fredy Sierra-Fernandez in einer Medienmitteilung zitiert, der den ART im Ministerium entwickelt. „Im Moment testen wir eine einzelne Maschine, um zu sehen, was sie in der Praxis leistet.“

    ART lockert die verschlissene Deckschicht von Strassen, erhitzt den alten Asphalt, nimmt das geschmolzene Material auf, rührt und mischt es und trägt dann den erneuerten Asphalt wieder auf die Strasse auf. Die Maschine verdichtet auch die Strasse, so dass eine glatte Oberfläche entsteht.

    Fernandez untersucht nun, wie sich die Strassen nach diesem Verfahren verhalten. Seit Juni und ab  Oktober letzten Jahres wird eine Provinzstrasse in Gelderland im Osten der Niederlande und ein Abschnitt der Autobahn A2 beobachtet, nachdem dort der ART eingesetzt wurde.

    Die Strasse in Gelderland ist in einem guten Zustand. Der Abschnitt der Autobahn A2 ist etwas stärker abgenutzt, aber immer noch ausreichend. „Wir werden so lange weitermachen, bis wir zu 100 Prozent zufrieden sind“, so Fernandez. Tests in anderen Regionen sind für April und Mai 2025 geplant.

    Die niederländische Regierung hofft, dass bis 2030 drei oder vier ARTs im ganzen Land in Betrieb sein werden, um eine Kreislaufwirtschaft für Asphalt zu schaffen.

    Der ART wurde mit dem InfraTech Innovatieprijs 2025 ausgezeichnet.

  • Mobiles Büro bringt Coworking aufs Land und ans Wasser

    Mobiles Büro bringt Coworking aufs Land und ans Wasser

    Der Coworking-Anbieter Westhive aus Zürich und AMAG setzen laut einer Medienmitteilung gemeinsam eine Idee für mobiles Arbeiten in modern ausgestatteten Oldtimer-Doppeldeckerbussen um. Diese wurden zu Expressbussen umgebaut und mittels Kaffeebar, WLAN und Stromanschlüssen in rollende Arbeitsplätze umfunktioniert.

    Interessierte können das fahrbare Büro über die Plattform Airbnb buchen. Das neuartige Angebot soll zunächst für die Schweiz gelten, später auch international ausgeweitet werden, als Teil des «globalen Live & Work Anywhere-Programms» von Airbnb.

    «Westhive Express bringt das Büro auf Rädern – mobil, flexibel und überall dort, wo bisher kein Coworking-Angebot existierte», heisst es. Nach den Worten von Andreas Widmer, Mitgründer von Westhive, steht die Arbeitsform für «Freiheit und Bewegung».

    Der Westhive Express schlage eine Brücke zwischen klassischer Mobilität und moderner Arbeitskultur mit einem Konzept, das an Cafés im Freien denken lässt. «Vor dem Bus laden kleine Tische mit Sonnenschirmen zur kreativen Pause im Grünen ein – sei es am Seeufer, bei einem Festival oder in einer ländlichen Gemeinde», heisst es.

    Für den in der Mitteilung zitierten Philipp Wetzel, Managing Director AMAG Corporate Development, Innovation & Venture LAB, verbinden sich Mobilität, Gastfreundschaft und produktives Arbeiten als «logische Weiterentwicklung des digitalen Lifestyles».

    Der erste Westhive-Expressbus wird laut Mitteilung in Kürze zu seiner Jungfernfahrt aufbrechen. Weitere mobile Einheiten seien in Planung.

  • Neue Grossaufträge stärken Infrastrukturprojekte im DACH-Raum

    Neue Grossaufträge stärken Infrastrukturprojekte im DACH-Raum

    Die Implenia AG wird in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich mehrere Aufträge in den Bereichen Datacenter, Energie- und Verkehrsinfrastruktur sowie Gesundheit durchführen. Das Gesamtvolumen der Projekte belaufe sich auf über 150 Millionen Franken, informiert die im Opfiker Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft in einer entsprechenden Mitteilung. Zudem entsprächen sie „der strategischen Ausrichtung der Gruppe auf grosse und anspruchsvolle Projekte sowie der sektorenorientierten Spezialisierung auf Bereiche mit hoher Nachfrage“.

    In Deutschland ist Implenia in den Neubau des Heidekreis-Klinikums in Bad Fallingbostel involviert. Hier wird Implenia Fassadenbau die Fassade beisteuern. In Österreich hat die Gruppe zusammen mit zwei Partnerfirmen das Hauptbaulos für das Wasserkraftwerk Imst-Haiming bekommen. Es umfasst unter anderem einen 14 Kilometer langen Triebwasserweg, die Kaverne und das Unterwasserbecken für das Kraftwerk am Inn.

    Die übrigen Aufträge betreffen Projekte in der Schweiz. So wird Implenia für den Datenzentren-Anbieter Green ein weiteres Hochleistungsrechenzentrum auf dem Metro-Campus Zürich West in Lupfig realisieren. In Basel ist Implenia Teil der ARGE USB K2, die vom Universitätsspital Basel mit den Baumeisterarbeiten für den Neubau es Klinikums 2 beauftragt wurde. Ebenfalls im Zusammenspiel mit Partnerfirmen wird Implenia eine neue Tramlinie im Kanton Genf realisieren. Für die SBB saniert die Gruppe den Hagenholztunnel im Kanton Zürich. Das Bundesamt für Strassen hat Implenia mit der Neugestaltung der Verzweigung Versoix in Bellevue GE betraut.

  • Zürich plant Mobilität der nächsten Generation

    Zürich plant Mobilität der nächsten Generation

    Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat die neuen Agglomerationsprogramme der fünften Generation verabschiedet. Sie sind ein zentrales Instrument, um das rasante Wachstum der Städte und Gemeinden mit einer leistungsfähigen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Verkehrsinfrastruktur zu begleiten. Die Programme ermöglichen es, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung besser zu koordinieren und schaffen die Voraussetzung dafür, dass sich der Bund mit einem Beitrag von 30 bis 50 Prozent an den Investitionskosten beteiligt.

    Die rund 350 vorgesehenen Massnahmen verteilen sich auf fünf Agglomerationsräume, in denen gezielt an einer verbesserten Mobilität gearbeitet wird. Im Raum Zürich-Glattal liegt der Fokus auf dem Ausbau von Umsteigebahnhöfen zu leistungsfähigen Verkehrsdrehscheiben und auf der Weiterentwicklung des Velonetzes gemäss kantonalem Veloplan und der Velostrategie der Stadt Zürich. In der Region Winterthur soll das Angebot im öffentlichen Verkehr sowie im Fuss- und Velobereich gestärkt werden, um das steigende Verkehrsaufkommen stadtverträglich aufzufangen. Zugleich wird die Elektrifizierung des Busverkehrs weiter vorangetrieben.

    Erstmals wird mit dem Programm «Unterland-Furttal» ein gemeinsamer Beitrag der Planungsregionen Zürcher Unterland und Furttal eingereicht. Hier stehen eine siedlungsverträgliche Gestaltung der Strassenräume und die Verbesserung der Lebensqualität im Zentrum. Im Zürcher Oberland wiederum geht es um die bessere Erreichbarkeit regionaler Zentren wie Uster, Wetzikon, Pfäffikon und Hinwil. Auch hier sollen Strassenräume gezielt aufgewertet, Knotenpunkte gestärkt und der öffentliche Verkehr elektrifiziert werden.

    Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Limmattal, wo der Kanton Zürich gemeinsam mit dem Kanton Aargau ein umfassendes Programm eingereicht hat. Im Fokus stehen dabei die Weiterentwicklung von Umsteigepunkten sowie die Elektrifizierung des öffentlichen Busverkehrs. Gleichzeitig sollen über zwanzig Massnahmen die Entwicklung hochwertiger Wohn- und Freiräume ermöglichen.

    Rückblick mit Wirkung
    Seit der ersten Einreichung im Jahr 2007 hat der Kanton Zürich mit seinen Agglomerationsprogrammen eindrückliche Resultate erzielt. Der Bund hat seither Beiträge von über 1,5 Milliarden Franken zugesprochen. Damit konnten nicht nur Grossprojekte wie das Tram Hardbrücke oder die Limmattalbahn realisiert werden, sondern auch zahlreiche kleinere Massnahmen zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sowie zur Aufwertung von Strassenräumen. Die Programme bauen auf zentralen kantonalen Planungsgrundlagen auf,  darunter das Gesamtverkehrskonzept 2018, das Konzept S-Bahn 2G sowie der Velonetzplan und der Massnahmenplan Fussverkehr.

    Gemeinsame Verantwortung für eine mobile Zukunft
    Die Erarbeitung der AP5 erfolgte in enger Abstimmung mit Gemeinden, Regionen und weiteren Partnern. Der Regierungsrat hat die Programme nun offiziell verabschiedet und die Trägerschaft übernommen. Mit der Einreichung beim Bund setzt Zürich ein starkes Zeichen für eine abgestimmte und zukunftsfähige Raum- und Verkehrsplanung – getragen von einem breiten Konsens und dem Willen, den Wandel aktiv zu gestalten.

  • SBB entwickelt Basel weiter

    SBB entwickelt Basel weiter

    Mit dem Projekt «Wolf Basel» verwandelt die SBB ein 160’000 Quadratmeter grosses Areal im Osten der Stadt in ein lebendiges, zukunftsfähiges Stadtquartier. Die Transformation steht exemplarisch für die intelligente Verdichtung urbaner Räume. Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Logistik sollen hier in neuer Form koexistieren  und dies ressourcenschonend, nachhaltig und integriert in die bestehende Stadtstruktur.

    Ab 2027 starten die Bauarbeiten im westlichen Teil des Areals. In zwei Wettbewerbsverfahren hat die SBB architektonische und funktionale Spitzenlösungen gesucht und gefunden. Die Jury, bestehend aus unabhängigen Fachpersonen sowie Vertreterinnen der Bauherrschaft und des Kantons Basel-Stadt, hat nun die Projekte «Janus» von ARGE Experience aus Paris mit M-AP Architekten aus Lausanne sowie «Binaria» von ARGE Parabase GmbH und Confirm AG aus Basel zur Umsetzung empfohlen. Die beiden zehngeschossigen Neubauten sollen rund 300 Wohnungen bieten und setzen Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit, Wohnqualität und architektonischer Einbettung.

    Nachhaltigkeit trifft urbane Innovation
    Die geplanten Wohnbauten spiegeln den Wandel im Städtebau. Die Wohnungen sind für unterschiedliche Lebensformen konzipiert, Gemeinschaftsräume in den Erdgeschosszonen fördern das soziale Miteinander. Die Dächer dienen nicht nur als Energiequelle durch Photovoltaik, sondern auch als Wasserspeicher und teilweise als begehbare Aufenthaltsflächen. Photovoltaikelemente an den Fassaden, Begrünungen, erneuerbare Heizsysteme und ausgeklügelte Systeme zur Kühlung im Sommer sind Teil eines umfassenden Energiekonzepts.

    Auch in der Bauweise setzt das Projekt neue Standards. Schraubverbindungen ersetzen Klebeverbindungen, modulare Strukturen ermöglichen eine spätere Umnutzung oder Demontage, so wird Design for Disassembly zur Realität. Damit zeigt sich Wolf Basel nicht nur als städtebauliches, sondern auch als technisches Zukunftsmodell.

    Identität entsteht im Dialog
    Noch vor Baubeginn wird das Areal für Zwischennutzungen, Experimente und Beteiligung geöffnet. Eine historische Bahnhalle dient seit Kurzem als temporäre Pickleball-Fläche und bringt Bewegung ins Zentrum des Entwicklungsgebiets. Darüber hinaus stehen diverse Räume für längerfristige Nutzungen in den Bereichen Kultur, Freizeit und Gastronomie zur Verfügung. Die SBB ruft dazu auf, kreative Ideen einzureichen und das künftige Quartier aktiv mitzugestalten.

    Die Öffnung ist mehr als eine Geste, sie ist Teil einer Strategie, bei der Stadtentwicklung als partizipativer Prozess verstanden wird. So entsteht früh eine emotionale Bindung an das Quartier und seine künftige Identität.

    Etappierter Aufbau mit Weitblick
    Der Baustart für Wolf Basel ist für 2027 geplant. In der ersten Phase entstehen die Wohngebäude im westlichen Teil des Areals, darunter ein Drittel im preisgünstigen Segment durch gemeinnützige Bauträger. Parallel dazu wird im mittleren Abschnitt der Urban Hub entwickelt, ein öffentlicher Raum mit Angeboten aus Gastronomie, Sport, Kultur und Dienstleistungen. In einer zweiten Phase, voraussichtlich ab 2031, folgen im östlichen Bereich Gewerbe- und Dienstleistungsbauten mit rund 1’000 Arbeitsplätzen.

    Das gesamte Projekt basiert auf dem rechtskräftigen Bebauungsplan vom 2. Mai 2023 und steht beispielhaft für die qualitätsvolle Entwicklung innerstädtischer Potenzialflächen in der Schweiz.

  • Flughafen plant Ausbau zur Verbesserung des Servicequalität

    Flughafen plant Ausbau zur Verbesserung des Servicequalität

    Der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg hat das Gewinnerprojekt und die Bauleitung für den An- und Ausbau seines Terminals ausgewählt. Laut einer Mitteilung hat er für das Projekt ein französisch-schweizerisches Team beauftragt, bestehend aus den Basler Unternehmen Vischer Architekten AG und Gruner AG sowie den französischen Unternehmen DRLW Architectes, Egis Bâtiment NordEst und LAP’S.

    Das Projekt Evolution Modulaire du Terminal beinhaltet die Renovierung sowie Erweiterung der öffentlich zugänglichen Infrastruktur des EuroAirports. Hauptziel des Projekts ist die Verbesserung der Servicequalität für die Passagiere. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Sicherheitskontrollen und die Wegführung der Passagiere. Das erste Modul Landside mit geplantem Baubeginn im Jahr 2027 wird einen Anbau an der Ostfassade des Terminals mit einer Fläche von rund 14‘000 Quadratmetern sowie die Renovierung des bestehenden Terminals mit einer Fläche von 15‘000 Quadratmetern umfassen.

    Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2030/31 angesetzt. Bis dahin will der Flughafen weitere Massnahmen umsetzen, die bis 2026 die Servicequalität verbessern sollen. Dazu gehören beispielsweise die bereits abgeschlossene Renovierung des Ankunftsbereichs oder die geplante Renovierung der Sanitäranlagen.

  • 3D-Datenplattform optimiert Verkehrs- und Infrastrukturprojekte

    3D-Datenplattform optimiert Verkehrs- und Infrastrukturprojekte

    Die in Baden ansässige iNovitas AG und die Geoinfra Ingenieure AG mit Sitz in Wetzikon haben einen digitalen Zwilling des Strassennetzes im Zürcher Oberland geschaffen. Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorgeht, sollen etwa 800 Kilometer der Strassen in der hochauflösenden infra3D-Datenplattform zur Verfügung stehen. Interessierte Nutzergruppen können die Daten ab sofort lizensieren und für ihre Planungs- und Entscheidungsfindungen einsetzen, heisst es in der Mitteilung.

    Die beiden Unternehmen haben das Strassennetz der Gemeinden Bäretswil, Bauma, Bubikon, Dürnten, Fehraltorf, Fischenthal, Gossau, Greifensee, Grüningen, Hittnau, Hombrechtikon, Männedorf, Mönchaltorf, Oetwil a.S., Russikon, Rüti, Seegräben, Stäfa, Uetikon a. S, Wald, Wetzikon, Wila und Wildberg digitalisiert. Die Region Zürcher Oberland erhält mit dem Projekt eine präzise und aktuelle Basis für Verkehrs-, Stadt- und Raumplanungen. Damit können datenbasierte Simulationen verbessert und Begehungen vor Ort reduziert werden.

    „Daten sind die Grundlage für fundierte Entscheidungen“, wird Hannes Eugster, CEO und Gründer der iNovitas AG, in der Mitteilung zitiert. „Mit der digitalen Erfassung der Region Zürich Oberland stellen wir eine präzise und sofort verfügbare Datenbasis bereit, die von verschiedensten Akteuren genutzt werden kann – sei es für Verkehrsplanung, Infrastrukturprojekte oder Stadtentwicklung“.

    Patrick König, Mitglied der Geschäftsleitung der Geoinfra Ingenieure AG, betont die Bedeutung des digitalen Projekts: „Der Zugang zu georeferenzierten, hochauflösenden 3D-Daten bedeutet einen Paradigmenwechsel für die Infrastrukturplanung. Unsere Zusammenarbeit mit iNovitas ermöglicht es, dass Verwaltungen und Unternehmen in der Region Zürich Oberland von einer datengetriebenen, effizienten und nachhaltigen Planung profitieren“.

  • Neue Bahnlinie in Schweden nimmt Form an

    Neue Bahnlinie in Schweden nimmt Form an

    Die Baudienstleisterin Implenia hat von der schwedischen Behörde für Verkehrsinfrastruktur (Trafikverket) den Auftrag für den ersten Bauabschnitt der neuen Bahnlinie East Link erhalten. Das Projekt hat laut einer Medienmitteilung einen Auftragswert von 130 Millionen Franken. Implenia wird bis 2031 den 8 Kilometer langen Streckenabschnitt Bibana Nyköping realisieren.

    Dabei handelt es sich um einen Abschnitt, welcher die Zentren Skavsta und Nyköping mit der Haupttrasse von East Link verbindet. East Link dient der Verbindung mehrere Küstenstädte in Ostschweden mit Stockholm. Zu dem Auftrag von Implenia gehören Brücken, Bahngleise, Sanierungen von Bestandsbauten sowie weitere Arbeiten.

    Nach den Worten von Erwin Scherer, Head Division Civil Engineering, leistet Implenia einen Beitrag, um «die Mobilitätsinfrastruktur in Ostschweden auf ein neues Level zu heben».

  • Umfahrung Cham-Hünenberg

    Umfahrung Cham-Hünenberg

    Die Umfahrung Cham–Hünenberg (UCH) ist mehr als nur eine neue Strasse. Sie ist das letzte grosse Puzzlestück in der Verkehrsplanung des Kantons Zug, das nicht nur dazu dient, den Transitverkehr zu bündeln, sondern auch, um das Zentrum von Cham vom Durchgangsverkehr zu befreien. Dieses anspruchsvolle Projekt, das von der Baudirektion des Kantons Zug in Zusammenarbeit mit den Ennetseegemeinden umgesetzt wird, zielt darauf ab, Lebens- und Wirtschaftsräume aufzuwerten und die Mobilität für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern.

    Bau und Standort
    Der Bau der UCH hat bereits begonnen und ist für eine Fertigstellung im Jahr 2027 geplant. Die Linienführung verläuft überwiegend parallel zur Autobahn A4, was einen minimalen Landverbrauch und eine effiziente Flächennutzung ermöglicht. Dieser Aspekt ist besonders wichtig, um die geplante Siedlungs- und Landschaftsentwicklung in den Ennetseegemeinden nicht zu gefährden.

    Tunnelarbeiten und Bauausführung
    Im März 2024 starteten die Hauptarbeiten am Strassentunnel Städtlerwald mit dem Bau der Pumpwerke und Absetzbecken. Die Tunnelbetriebszentrale wird ebenfalls errichtet, während parallel der Voreinschnitt für das Tunnelportal Stumpen realisiert wird. Der Tunnel selbst wird eine Gesamtlänge von 543 Metern aufweisen, wobei der Grossteil unterirdisch mit einer Teilschnittmaschine geschaffen wird.

    Fortschritt der Vorarbeiten
    Bereits seit 2022 fanden vorgezogene bauliche Massnahmen entlang der zukünftigen UCH-Trasse statt, die nun abgeschlossen sind. Die ersten Bodenarbeiten entlang des westlichen UCH-Perimeters und angrenzenden Nationalstrassen N4 sind bereits in vollem Gange. Angrenzende Waldgebiete wurden bereits gerodet, wobei die stehenden Baumstämme für spätere Projekte dem Wasserbau übergeben werden.

    Ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmer
    Die Umfahrung Cham–Hünenberg verspricht nicht nur Verbesserungen für den Strassenverkehr, sondern auch positive Effekte auf die Lebensqualität der Anwohner. Durch die Entlastung der Ortschaften von Cham und Hünenberg wird ein ruhigerer und sicherer Lebensraum geschaffen, der Raum für zusätzliche Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten bietet. Zudem fördert die verbesserte Verkehrsanbindung die Ansiedlung von Unternehmen in der Region, was wiederum den Wirtschaftsstandort Zug stärkt.

  • Forschung zur Mobilität von morgen an der UZH

    Forschung zur Mobilität von morgen an der UZH

    Mobilität ist ein grundlegendes gesellschaftliches Bedürfnis und unterliegt einem stetigen Wandel. Neue Technologien, alternative Verkehrsmittel und politische Regulierungen verändern die Art, wie sich Menschen fortbewegen. Während der öffentliche Verkehr intensiv untersucht wird, fehlt es bislang an umfassender Forschung zur individuellen Mobilität. Diese Lücke soll nun durch das neu gegründete Forschungszentrum an der UZH geschlossen werden.

    Forschung mit interdisziplinärem Ansatz
    Das «UZH Center for the Future of Personal Mobility» untersucht ökonomische, ökologische und soziale Aspekte der Mobilität. Im Fokus stehen Themen wie Klimapolitik, neue Antriebstechnologien, digitale Vernetzung sowie die Zukunft der Lade- und Betankungsinfrastruktur. Ebenso analysiert das Zentrum den Wandel im Fahrzeugbesitz und die Rolle autonomer Fahrzeuge, Sharing-Modelle und App-basierter Mobilitätsdienste.

    Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg
    Das Zentrum wird am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt und eng mit anderen Disziplinen kooperieren. Neben der Wirtschaftswissenschaft sind Geographie, Psychologie, Ethik und digitale Technologien in die Forschung eingebunden. Ziel ist eine ganzheitliche Analyse der Mobilität, die wissenschaftliche Erkenntnisse in praxisnahe Lösungen überführt.

    Struktur und Entwicklung des Forschungszentrums
    Kernstück des Zentrums ist ein Lehrstuhl mit dem Schwerpunkt «Personal Mobility Management and Innovation», dessen Besetzung für das zweite Quartal 2025 geplant ist. Ergänzt wird die Professur durch vier Doktorandenstellen sowie eine Postdoc-Stelle. Das Zentrum wird schrittweise aufgebaut und in die bestehenden Forschungsstrukturen der UZH integriert.

    Wissenschaftliche Grundlagen für die Mobilität der Zukunft
    Mit der Gründung des Forschungszentrums leistet die UZH einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung der Mobilität von morgen. Durch interdisziplinäre Forschung und enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis sollen innovative Lösungen entwickelt werden, die nachhaltige und effiziente Mobilitätsformen fördern.

  • Tunnel Rosengarten und Casinobrücke in Brugg werden saniert

    Tunnel Rosengarten und Casinobrücke in Brugg werden saniert

    Der Tunnel Rosengarten und die Casinobrücke in Brugg werden saniert. Die beiden Bauwerke sollen laut Medienmitteilung des Kantons Aargau so nachgerüstet werden, dass sie für die nächsten 50 Jahre genutzt werden können. Der Regierungsrat hat einen Kredit über 13,6 Millionen Franken für beide Bauvorhaben verabschiedet.

    Der Start der Instandsetzung wird frühestens 2027 sein. Zuvor müssen noch Projektauflage, Genehmigungsverfahren sowie Landerwerb, Submission und Arbeitsvergabe realisiert werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich ein Jahr. Die Mittlere Umfahrung Brugg mit dem 205 Meter langen Tunnel Rosengarten wurde 1981 eröffnet. Die Casinobrücke wurde 1980 erbaut und führt die K117 über die Aare.

    Die Tragstruktur des Tunnels ist laut Mitteilung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt intakt.  Der Tunnel müsse aber an aktuelle Sicherheitsanforderungen angepasst werden. Tunnelwände, Brand- und Umweltschutz sollen ebenso verbessert werden wie die Anlagen für die Tunnelsicherheit. Zudem wird die Zentrale beim Nordportal erweitert, die Betriebs- und Sicherheitsanlagen werden auf die aktuellen Normen angepasst.

    An der Casinobrücke hat der Brückenbelag seine Lebensdauer erreicht. Daher werden die Randsteine, die Abdichtung sowie der Gussasphaltbelag der Fahrbahn und des Trottoirs ersetzt, heisst es in der Mitteilung. Fehlstellen an Brückenkonstruktion, Widerlagerkästen und Pfeilern werden instandgesetzt. Der Korrosionsschutz werde unter anderem bei den Lagern, den Schachtrosten und den Geländern erneuert. Auch die Dehnprofile der Fahrbahnübergänge werden ersetzt.

    Die Kosten für die Instandsetzung des Tunnels Rosengarten und der Casinobrücke trägt der Kanton.

  • Erneuerung der Grütstrasse in Gossau für mehr Sicherheit und Lärmschutz

    Erneuerung der Grütstrasse in Gossau für mehr Sicherheit und Lärmschutz

    Das Schlieremer Bauunternehmen STRABAG saniert laut einer Mitteilung die Grütstrasse in Gossau. Die als wichtige Verkehrsverbindung bezeichnete Strasse weise Fahrbahnschäden auf. Um die Infrastruktur zu modernisieren und die Verkehrssicherheit zu verbessern, werde die Strasse nun erneuert. «Ein zentraler Bestandteil der Massnahmen ist die bauliche Umgestaltung zur Erhöhung der Sicherheit für Velofahrer:innen sowie Fussgänger:innen», heisst es weiter. Zudem soll mit neuenTempo-30-Zonen der Verkehrslärm reduziert werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.

    Neben der Sanierung des Strassenbelags umfasst das Projekt weitere umfangreiche Arbeiten. Der unter der Grütrasse verlaufende Gossauerbach wird auf hochwassersichere Art ausgebaut, heisst es weiter. Darüber hinaus erneuert STRABAG Mischwasserleitungen und Trinkwasserleitungen. Energie- und Schachtanlagen werden modernisiert und die für die Telekommunikation notwendige Infrastruktur erweitert.

    «Die Erneuerung bringt der Gossauer Bevölkerung sowie allen Verkehrsteilnehmenden eine höhere Verkehrssicherheit, eine moderne Infrastruktur und verbesserten Hochwasserschutz», wird Remo Hürlimann zitiert, Leiter der Bauabteilung der Gemeinde Gossau.

  • Immer mehr Haushalte speichern Strom

    Immer mehr Haushalte speichern Strom

    Die Nachfrage nach Stromspeichern in Deutschland und der Schweiz wächst rapide. Immer mehr Haushalte mit Photovoltaikanlagen entscheiden sich für Batteriespeicher, um überschüssige Energie zu speichern. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft wurden 2024 rund 580’000 neue Heimspeicher installiert, was die Gesamtzahl auf etwa 1,8 Millionen erhöht.

    Ein Hauptgrund für diese Entwicklung ist die Möglichkeit, selbst erzeugten Solarstrom effizienter zu nutzen. Ohne Speicher wird nur etwa 20 % des erzeugten Stroms direkt verbraucht. Mit einem Batteriespeicher steigt der Eigenverbrauch auf bis zu 80 %, was die Stromkosten langfristig senkt.

    Wirtschaftliche und technische Aspekte
    Die Kosten für Batteriespeicher sind in den letzten zehn Jahren um 75 % gesunken. Eine typische Anlage mit 10 kWh Kapazität kostet zwischen 7’000 und 12’000 Euro. Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Grösse der Solaranlage, der Eigenverbrauchsquote und den Strompreisen ab. Förderprogramme können die Investition zusätzlich attraktiver machen.

    Ein Speicher amortisiert sich in der Regel nach 10 bis 15 Jahren. Moderne Lithium-Ionen-Akkus halten etwa 15 bis 20 Jahre, was die Investition langfristig rechtfertigt.

    Vorteile für Elektromobilität und Energiesystem
    Batteriespeicher unterstützen auch die Elektromobilität. E-Auto-Besitzer können ihre Fahrzeuge mit eigenem Solarstrom laden, was besonders nachts von Vorteil ist. Diese Flexibilität trägt zur Stabilisierung des Stromnetzes bei und fördert die Integration erneuerbarer Energien.

    Grosse Energieversorger erkennen das Potenzial von Heimspeichern zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und Stabilisierung der Energiepreise. Langfristig könnten sie auch netzdienlich eingesetzt werden, um Netzkosten zu senken.

    Kontinuierlicher Anstieg der Stromspeicher
    In der Schweiz steigt die Zahl der Haushalte mit Stromspeichern kontinuierlich. Ende 2023 lag die installierte Speicherkapazität bei 607’000 kWh, was ausreicht, um 65’000 Haushalte einen Tag lang mit Strom zu versorgen. Der Wunsch nach erhöhter Autarkie treibt diese Entwicklung an.

    Eine Investition in die Zukunft
    Batteriespeicher bieten zahlreiche Vorteile für Haushalte und das gesamte Energiesystem. Sie erhöhen den Eigenverbrauch von Solarstrom, senken die Stromkosten und unterstützen die Elektromobilität. Mit sinkenden Preisen und zunehmender Förderung wird die Investition in einen Batteriespeicher immer attraktiver.

  • Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Die FRZ Flughafenregion Zürich verstärkt ihr Engagement für Nachhaltigkeit. Sie habe am 6. Februar einen Nachhaltigkeits-Fachbeirat gegründet, informiert das Wirtschaftsnetzwerk in einer entsprechenden Mitteilung. «Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen und die Gesellschaft», heisst es dort zu den Hintergründen der Entscheidung.

    Der neue Fachbeirat soll als «führendes Kompetenzzentrum» für nachhaltige Innovationen in der Region fungieren. Konkret hat er das Ziel, Unternehmen, Städten und Gemeinden bei der Einführung nachhaltiger Geschäftsmodelle zur Seite zu stehen. Dazu sollen Best Practices gefördert und Agierende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik miteinander in Verbindung gebracht werden.

    Zu den Aufgaben des neuen Fachbeirats wird auch die Vergabe des FRZ Excellence Awards gehören. Mit ihm werden jährlich herausragende Leistungen in Ökologie, sozialer Verantwortung und Innovation von Mitgliedsunternehmen der FRZ Flughafenregion Zürich gewürdigt.

    Dem Nachhaltigkeits-Fachbeirat gehören unter anderem Mario Angst von der Universität Zürich, Willi Gärtner von Planzer, Thomas Meier vom Swiss Safety Center und die ehemalige Geschäftsführerin der Greater Zurich Area, Sonja Wollkopf, an. Insgesamt sind im Fachbeirat vier Frauen und neun Männer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vertreten. Die vollständige Liste der Mitglieder inklusive Verlinkung auf ihre LinkedIn-Profile hält die FRZ Flughafenregion Zürich in der Mitteilung bereit.

  • Forschung an Erhalt von Brücken mittels Künstlicher Intelligenz

    Forschung an Erhalt von Brücken mittels Künstlicher Intelligenz

    Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) forschen an Möglichkeiten, wie mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) Wartung, Reparatur oder auch die Konstruktion von Eisenbahnbrücken optimiert werden können. In Zusammenarbeit mit der SBB erstellen die Forschenden des Instituts für Baustatik und Konstruktion KI-Modelle von Stahlbetonbrücken, heisst es in einer Mitteilung. Mithilfe grosser Datensätze sollen die Programme im maschinellen Lernen Aussagen über die Haltbarkeit und Lebensdauer der Brücken bieten und einschätzen, welches Bauwerk statisch in kritischem Zustand wäre.

    «Auch in der Schweiz nähert sich ein beträchtlicher Anteil der Infrastrukturbauten dem Ende der geplanten Nutzungsdauer und muss überprüft und gegebenenfalls verstärkt werden», wird Sophia Kuhn, Doktorandin und Mitglied der Forschungsgruppe, in der Mitteilung zitiert. «Wir entwickeln ein Werkzeug, das dazu beiträgt, Brücken möglichst lange in Betrieb zu halten und damit Ressourcen zu schonen, ohne dabei unverhältnismässige Risiken von Unfällen einzugehen.»

    Die Modelle geben nicht nur Auskunft zur strukturellen Sicherheit, sondern liefern auch genauere Angaben als herkömmliche Datenerfassung zur Stabilitätsanalyse. Dies soll den Ingenieuren sowohl Zeit als auch Ressourcen in der Wartung der Brücken einsparen.

    In einem weiteren Schritt sollen die vom Forschungsteam entwickelten KI-Assistenten auch bei den Entwürfen neuer Brücken helfen.

  • Schaffhausen als möglicher Standort für Serviceanlage

    Schaffhausen als möglicher Standort für Serviceanlage

    Mit dem Ausbau der Zürcher S-Bahn im Rahmen des Angebotsschritts 2035 steigt die Anzahl der verkehrenden Züge erheblich. Um die Wartung und Abstellung der Fahrzeuge sicherzustellen, benötigt die SBB zusätzliche Service- und Abstellkapazitäten. Die erste neue Serviceanlage soll in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre in Betrieb gehen, eine weitere wird mit dem nächsten Ausbauschritt bis 2050 erforderlich.

    In den vergangenen Monaten hat die SBB in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Verkehrsverbund, den betroffenen Kantonen, dem Bund und den möglichen Standortgemeinden verschiedene Flächen geprüft. Neben bahnbetrieblichen Anforderungen spielten dabei raumplanerische und ökologische Aspekte eine entscheidende Rolle.

    Schaffhausen als Standort mit Potenzial
    Die bisherigen Standortanalysen zeigen, dass das Umfeld des Bahnhofs Schaffhausen ein hohes betriebliches Potenzial für eine neue Serviceanlage bietet. Besonders die Flächen nördlich des Bahnhofs im Bereich der Güterhallen und des Gleisfelds werden vertieft geprüft. Da sich diese Grundstücke bereits im Eigentum der SBB befinden und bahnbetrieblich genutzt werden, wäre die Umsetzung an diesem Standort besonders effizient.

    Als Endpunkt mehrerer Linien der Zürcher S-Bahn bietet Schaffhausen einen strategisch günstigen Standort. Die Züge könnten mit kurzen Fahrwegen in die Serviceanlage einfahren, wodurch unnötige Leerfahrten vermieden und das bereits stark ausgelastete Bahnnetz entlastet würde. Zudem würde die Anlage rund 60 neue Arbeitsplätze in Schaffhausen schaffen.

    Einbindung in die Stadtentwicklung
    Laut Richtplan Siedlung der Stadt Schaffhausen wird das Güterhallenareal als potenzielles Transformationsgebiet betrachtet, das sich für eine Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe eignen könnte. Im Zuge einer Machbarkeitsstudie wird geprüft, ob sich die Serviceanlage mit einer Mehrfachnutzung kombinieren lässt. Zudem wird analysiert, wie die Vernetzung mit dem öffentlichen Raum und den umliegenden Quartieren gestaltet werden kann. Hierbei müssen auch die Vorgaben des städtischen Gesamtverkehrskonzepts 2019 berücksichtigt werden.

    Gemeinsame Machbarkeitsanalyse und weitere Schritte
    Auf Basis einer gemeinsamen Absichtserklärung prüft die SBB in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Kanton Schaffhausen im laufenden Jahr die potenziellen Areale und deren Machbarkeit. Dabei werden neben stadt- und verkehrsplanerischen Überlegungen auch Aspekte wie Denkmalpflege, Ortbildschutz und die Interessen der Anwohnenden berücksichtigt. Falls die Machbarkeit bestätigt wird, sollen die Ergebnisse in einem gemeinsam geführten Planungsprozess konkretisiert werden, der sowohl die Serviceanlage als auch die Entwicklung des Güterbahnhofareals umfasst.

    Weitere Planungen im Kanton Zürich
    Parallel zur Standortanalyse in Schaffhausen läuft der Evaluationsprozess für eine zweite Serviceanlage im Kanton Zürich, die bis 2050 realisiert werden soll. Ziel ist es, eine breit abgestützte und mit den betroffenen Gemeinden abgestimmte Lösung zu entwickeln. Zusätzlich prüft die SBB Möglichkeiten zur Optimierung und Erweiterung bestehender oder neuer Abstellanlagen im gesamten Netz der Zürcher S-Bahn.

    Mit der geplanten Serviceanlage könnte Schaffhausen einen wichtigen Beitrag zur Stabilität und Effizienz des S-Bahn-Systems leisten und gleichzeitig wirtschaftliche Impulse für die Region setzen.

  • Neue Schnellladestationen für bessere Elektromobilität in der Westschweiz

    Neue Schnellladestationen für bessere Elektromobilität in der Westschweiz

    Der europaweit aktive Schnellladestationenspezialist Electra und der Immobilien-Asset Manager Procimmo aus Renens engagieren sich gemeinsam für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Westschweiz. Die beiden Unternehmen haben eine entsprechende Zusammenarbeit begonnen, informiert Electra in einer Mitteilung. Im ersten Schritt werden zwei Schnellladestationen in Aubonne VD und Gland VD installiert.

    Die Schnellladestation im Einkaufszentrum Outlet Aubonne wird vom Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Industrial umgesetzt. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Commercial PK ist für die Schnellladestation am Gland BackStage Pub in Gland zuständig. Seit Dezember 2024 sind bereits zwei erste Ladepunkte in Betrieb, noch in diesem Quartal sollen zwei weitere Ladepunkte folgen.

    Electra mit Sitz in Paris ist in der Schweiz durch die Electra Charging Switzerland AG in Zürich vertreten. Gemeinsam mit Procimmo «können wir die Westschweiz noch besser vernetzen und dadurch wichtige und zentrale Orte mit Ladestationen aufwerten», wird Alessandro Inderbitzin, General Manager Electra Schweiz & Österreich, in der Mitteilung zitiert. Procimmo-CEO Arno Kneubühler wiederum betrachtet die Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Schnellladestationen «als einen bedeutsamen Schritt, um unser Portfolio mit den starken Leistungen von Electra auszubauen und zu ergänzen». Mit ihrer Partnerschaft wollen die beiden Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach Schnellladestationen in der Schweiz reagieren. Für Procimmo stellt das Engagement zudem einen Beitrag für eine elektrifizierte Schweiz dar.

  • Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Die Stadt Winterthur und die SBB haben bereits zwischen 2019 und 2021 das Ausbaukonzept «Bahnhof Winterthur 2045+» erarbeitet. Als bevorzugte Lösung wurde ein neuer Kopfbahnhof Vogelsang Nord identifiziert, der das steigende Passagieraufkommen bewältigen soll. Gleichzeitig sollen die Perrons der bestehenden sieben Durchgangsgleise verbreitert werden.

    Mit diesen Veränderungen muss auch der Stadtraum rund um den Bahnhof neu gedacht werden. Eine Testplanung soll die Potenziale und Herausforderungen untersuchen und eine Gesamtstrategie für das Bahnhofsumfeld entwickeln.

    Testplanung als Grundlage für einen neuen Masterplan
    Im Zentrum der Testplanung stehen die Bereiche Bahnhof- und St. Georgenplatz, die Rudolfstrasse und die südliche Bahnhofsunterführung. Ziel ist es, eine städtebauliche und verkehrliche Gesamtstrategie zu erarbeiten.

    • Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung im öffentlichen Raum
    • Neuorganisation der Bushaltestellen für eine bessere Verkehrsführung
    • Optimierung des Fuss- und Veloverkehrs
    • Einordnung der übrigen Verkehrsträger

    Das Areal des künftigen Kopfbahnhofs Vogelsang Nord ist von dieser Planung ausgenommen und wird separat behandelt.

    Beteiligung der Bevölkerung und Interessensgruppen
    Um eine breite Akzeptanz und Tragfähigkeit der Lösungen sicherzustellen, wird die Testplanung durch einen partizipativen Prozess begleitet. Rund 40 Quartierorganisationen, Interessenverbände, politische Vertreter:innen und Grundeigentümer werden aktiv in die Gestaltung und Diskussion der Zwischenergebnisse einbezogen.

    Für die breitere Bevölkerung sind ein elektronisches Mitwirkungsportal sowie Partizipationsveranstaltungen geplant. Bereits im Februar 2024 fand ein erster Echoraum zur Präzisierung des Planungsauftrags statt.


    Startschuss für die neue Planung 2025
    Der Stadtrat hat einen Kredit von 780’000 Franken für die Durchführung der Testplanung genehmigt. Die Planung startet 2025 und wird voraussichtlich bis 2026 dauern. Sie bildet die Grundlage für einen neuen Masterplan für den Stadtraum Bahnhof.

    Der erste Masterplan ist fast umgesetzt
    Bereits 2009 wurde ein erster Masterplan für den Winterthurer Hauptbahnhof entwickelt. Viele Maßnahmen daraus wurden realisiert, darunter die Neugestaltung des Busbahnhofs mit Pilzdach, die Personenunterführung Nord, neue Velostationen sowie das Verkehrskonzept Neuwiesen. Die letzten Arbeiten an der westlichen Bahnhofsseite sollen bis Sommer 2025 abgeschlossen sein.

    Mit der neuen Testplanung für den Stadtraum Bahnhof setzt Winterthur nun die Weichen für die nächsten Jahrzehnte. Mit dem Ziel, einen modernen, nachhaltigen und funktionalen Stadtraum zu schaffen.

  • Vorbereitungen für Hafenbahn-Verlegung in Basel starten

    Vorbereitungen für Hafenbahn-Verlegung in Basel starten

    Die Stadt Basel plant eine gross angelegte Transformation der Gebiete Klybeck und Westquai. Dort sollen Wohn- und Arbeitsflächen für rund 8’000 Menschen entstehen, ergänzt durch Grün- und Freiräume. Damit die Quartiere besser an den Rhein und die Wiese angebunden werden, muss die bestehende Hafenbahn weichen.

    Der Grosse Rat hat hierfür im Juni 2024 einen Kredit von 36 Millionen Franken bewilligt. Diese Mittel dienen der Verlagerung der Hafenbahn sowie weiterer Infrastruktureinrichtungen, darunter die Zollmessstation des Gasverbunds Mittelland AG (GVM).

    Ersatzbau der Zollmessstation als erster Schritt
    Als erstes wird die Zollmessstation, die das regionale Gasnetz speist, an einen neuen Standort in den Langen Erlen bei der Freiburgerstrasse verlegt. Die Bauarbeiten beginnen im März 2025 und sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Da der Bau einer Gashochdruckleitung im Siedlungsgebiet nicht zulässig ist, wurde dieser Standort als einzig bewilligungsfähige Lösung gewählt.

    Besondere Schutzmassnahmen gelten für den bestehenden Baumbestand sowie die Gewässerschutzzonen. Notwendige Baumfällungen werden durch Aufforstungen und Ersatzflächen kompensiert.

    Baustellenkoordination für minimale Beeinträchtigungen
    Parallel zum Bau der neuen Zollmessstation erfolgen weitere Grossprojekte in der Umgebung. Die Deutsche Bahn errichtet eine neue Wiesenbrücke, während das Tiefbauamt Basel-Stadt gemeinsam mit IWB die Freiburgerstrasse erneuert. Alle Arbeiten werden eng koordiniert, um Umleitungen für den Verkehr klar zu signalisieren und Beeinträchtigungen zu minimieren.

    Mit diesen Massnahmen setzt Basel-Stadt einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Stadtentwicklung und schafft die Grundlage für neue, lebenswerte Quartiere am Wasser.

  • Regierungsrat lehnt Flughafen-Nachtruhe-Initiative ab

    Regierungsrat lehnt Flughafen-Nachtruhe-Initiative ab

    Die Volksinitiative «Flughafen-Nachtruhe-Initiative» fordert eine gesetzlich festgelegte Nachtruhe von 23.00 bis 6.00 Uhr am Flughafen Zürich. Der Regierungsrat lehnt die Initiative ab, da sie gegen Bundesrecht verstösst und rechtliche Unsicherheiten schafft. Die Gesetzgebung über die Luftfahrt liegt in der alleinigen Kompetenz des Bundes, der eine Nachtflugordnung bereits abschliessend geregelt hat.

    Eine wortwörtliche Umsetzung der Initiative würde unerfüllbare Erwartungen wecken, ohne die tatsächliche Lärmbelastung spürbar zu reduzieren. Der Regierungsrat betont, dass bestehende Regelungen bereits den maximalen Spielraum des kantonalen Rechts ausschöpfen.

    Fokus auf reduzierte Flugbewegungen nach 23.00 Uhr
    Trotz Ablehnung der Initiative unterstützt der Regierungsrat Massnahmen zur Förderung der Nachtruhe. So sollen operationelle Verbesserungen und eine optimierte Flughafeninfrastruktur zur Reduktion von Flugbewegungen nach 23.00 Uhr beitragen. Die 2024 vom Zürcher Stimmvolk bewilligten Pistenverlängerungen sind ein zentraler Schritt, um die Pünktlichkeit und Effizienz des Flughafens zu steigern.

    Zudem wird die Lärmbelastung durch technologische Fortschritte weiter sinken. Neue, leisere Flugzeuge sollen den Schutz der Anwohner langfristig verbessern.

    Wirtschaftsstandort und internationale Anbindung sichern
    Der Flughafen Zürich ist für die wirtschaftliche Stärke des Kantons unverzichtbar. Als einziges interkontinentales Drehkreuz der Schweiz ermöglicht er tägliche Direktverbindungen zu internationalen Metropolen, die für Unternehmen und Bevölkerung gleichermassen essenziell sind.

    Die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens hängt dabei von seinen Betriebszeiten ab. In den letzten 20 Jahren wurden diese bereits um zwei Stunden reduziert. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh betont, dass die bestehende Regelung einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Lärmschutz und den Anforderungen von Wirtschaft und Reisenden darstellt.

    Mit dieser Haltung will der Regierungsrat sowohl die Lebensqualität der Anwohner sichern als auch die wirtschaftliche Zukunft des Kantons stärken.

  • Baustart für die Leistungssteigerung Bern West

    Baustart für die Leistungssteigerung Bern West

    Die SBB, in Kooperation mit der Stadt Bern und der BLS, startet eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Region, die «Leistungssteigerung Bern West». Ziel ist es, den Bahnknoten Bern flexibler, stabiler und leistungsfähiger zu machen. Das Grossprojekt umfasst fünf Teilprojekte, darunter den neuen Holligentunnel, den Bahnhof Europaplatz Nord und die Passerelle Steigerhubel.

    Ein Meilenstein für den Bahnknoten Bern
    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung des Regionalverkehrs. Durch den neuen Holligentunnel können Regionalzüge kreuzungsfrei verkehren, wodurch stabile und häufigere Verbindungen ermöglicht werden, wie der Viertelstundentakt zwischen Münsingen und Flamatt. Auch das urbane Quartier Europaplatz erhält durch den neuen Bahnhof und eine grössere Unterführung direkten Anschluss an den öffentlichen Verkehr.

    Herausforderungen für Reisende und Anwohnende
    Während der Bauzeit, die bis mindestens 2036 dauern wird, bleibt der Bahnbetrieb aufrechterhalten. Dennoch müssen sich Reisende auf Fahrplanänderungen und Ersatzbusse einstellen. Der Bahnhof Stöckacker wird im Dezember 2025 geschlossen und bis zur Eröffnung des Europaplatz Nord im Jahr 2027 durch die Tramlinie 8 kompensiert.

    Für Anwohnende bringen die Arbeiten Einschränkungen durch Baulärm, Staub und Logistikverkehr mit sich. Die Bauherren versichern jedoch, Emissionen so gering wie möglich zu halten und Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume durchzuführen.

    Nachhaltige Zukunft und Finanzierung
    Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 900 Millionen Franken und werden durch den Ausbauschritt 2025 des Bundes finanziert. Die neue Personenunterführung am Europaplatz Nord, ein Beitrag der Stadt Bern, wird durch einen Rahmenkredit von 60 Millionen Franken gedeckt.

    Mit der Fertigstellung der «Leistungssteigerung Bern West» wird Berns Bahninfrastruktur den Anforderungen einer modernen, nachhaltigen Mobilität gerecht – ein Gewinn für die gesamte Region.

  • Automatisierter öffentlicher Verkehr startet im Furttal

    Automatisierter öffentlicher Verkehr startet im Furttal

    Der Kanton Zürich und die SBB haben gemeinsam ein Pilotprojekt initiiert, das automatisierte Fahrzeuge als Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Verkehr einsetzt. Im Fokus steht die Erprobung automatisierter Mobilitätslösungen, die insbesondere in ländlichen Gebieten flexibel und kosteneffizient den Zugang zu S-Bahn-Haltestellen verbessern sollen.

    Pilotregion Furttal
    Das Furttal wurde aufgrund seiner idealen Siedlungsstruktur und des bestehenden ÖV-Netzes als Pilotregion ausgewählt. Die Bevölkerung soll von einem erweiterten Mobilitätsangebot profitieren, das in einem späteren Stadium Kleinbusse im Linienbetrieb oder On-Demand umfasst. Ziel ist es, praktische Erkenntnisse für künftige Geschäftsmodelle und Rahmenbedingungen zu gewinnen.

    Sicherheit und Innovation im Fokus
    Die automatisierten Fahrzeuge, die ab Frühling 2025 getestet werden, sind mit Sensoren ausgestattet und werden zentral überwacht. Sicherheit hat oberste Priorität: In der Testphase werden Sicherheitsfahrer die Fahrzeuge begleiten, bevor die Steuerung vollständig automatisiert wird.

    Nächste Schritte und Finanzierung
    In den kommenden Monaten wird die Technologie abschliessend kalibriert, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Die Bevölkerung des Furttals wird aktiv in das Projekt eingebunden und kann an einer Informationsveranstaltung im Januar erste Einblicke erhalten. Das Projekt wird vom Kanton Zürich mit 3,8 Millionen Franken und der SBB mit 5 Millionen Franken über fünf Jahre finanziert. Das Pilotprojekt ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines innovativen und nachhaltigen öffentlichen Verkehrs. Mit dem Fokus auf ländliche Regionen und neuen Mobilitätsformen setzt es Massstäbe für die Zukunft des ÖV in der Schweiz.

  • Schaffhausen erneuert seine Bahnhofstrasse

    Schaffhausen erneuert seine Bahnhofstrasse

    Die Bahnhofstrasse in Schaffhausen wird im Rahmen eines einjährigen Bauprojekts modernisiert. Ziel ist die Schaffung eines grosszügigen und übersichtlichen Strassenraums, der die Verkehrsführung optimiert und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöht.

    Optimierung der Verkehrsinfrastruktur
    Die Bahnhofstrasse ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Schaffhausen. Mit den Sanierungsmassnahmen wird der Strassenoberbau erneuert, um die Verkehrssicherheit zu verbessern und die öffentlichen Flächen effizienter zu nutzen. Gleichzeitig wird der Raum für Fussgänger und Fahrgäste vergrössert, was den Komfort beim Ein- und Aussteigen erhöht.

    Im Vorfeld der Sanierung wurden bereits Ladestationen für Elektrobusse installiert, um den öffentlichen Verkehr in Schaffhausen nachhaltiger zu gestalten. Mit den aktuellen Arbeiten wird die Bahnhofstrasse nicht nur funktional aufgewertet, sondern auch als einladender Ankunfts- und Begegnungsort neu positioniert.

    Barrierefreiheit und Anpassungen
    Ein zentrales Anliegen der Stadt ist die Barrierefreiheit. So werden die Bushaltestellen mit höheren Haltekanten ausgestattet, um einen barrierefreien Zugang für Menschen mit Behinderung zu gewährleisten. Diese Massnahmen wurden in enger Abstimmung mit Behindertenorganisationen entwickelt und sorgen dafür, dass die Bahnhofstrasse den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entspricht.

  • Gesamtverkehrskonzept 2040 für Raum Baden

    Gesamtverkehrskonzept 2040 für Raum Baden

    Nach einem intensiven Planungs- und Partizipationsprozess von 2022 bis 2024 hat die Behördendelegation ein Gesamtverkehrskonzept beschlossen, das die Mobilität in der Region Baden nachhaltig verbessern soll. Der Massnahmenfächer mit Zeithorizont 2040 sieht unter anderem den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit Busbevorzugung und optimierten Knotenpunkten vor.

    Für den Fuss- und Veloverkehr werden das Velonetz erweitert und zusätzliche Veloabstellplätze geschaffen. Im Bereich Strassennetz sind kurzfristige Massnahmen am Brückenkopf Ost sowie Verbesserungen entlang der Bruggerstrasse in Baden geplant. Gleichzeitig soll die Aufwertung von Ortsdurchfahrten und die Stärkung von Quartieren als „Stadt der kurzen Wege“ den Stadt- und Freiraum fördern. Zudem sollen durch ein gezieltes Mobilitätsmanagement die Verkehrsnachfrage durch Gemeinden und den Kanton besser gesteuert werden. Auch langfristige Optionen für die Zeit nach 2040 wurden berücksichtigt.

    Neben den kurzfristigen Massnahmen wurden auch Optionen für die Zeit nach 2040 diskutiert. Dazu gehören die Trasseesicherung für wichtige ÖV-Korridore und mögliche Massnahmen für den Brückenkopf Ost.

    Zentrumsentlastung als zentrale Komponente
    Die Variante „ZEL lang +“, eine Strassenentlastungsoption mit Umfahrung von Untersiggenthal, wurde ebenfalls als langfristige Option beschlossen. Die Umsetzung dieser Variante soll geprüft werden, sobald die Wirkungskontrolle der ersten Massnahmen Bedarf aufzeigt.

    Partizipation und breiter Konsens
    Das Konzept wurde in einem partizipativen Verfahren erarbeitet, das unter anderem Mobilitätskonferenzen, Online-Partizipationen und Begleitgruppensitzungen umfasste. Die breite Einbindung von Gemeinden, Fachleuten und der Bevölkerung führte zu einem konsensfähigen Massnahmenpaket, das nun schrittweise umgesetzt werden soll.

    Mit dem verabschiedeten Gesamtverkehrskonzept 2040 legt die Region Baden eine Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilitätsentwicklung. Die koordinierten Massnahmen fördern den öffentlichen Verkehr, den Langsamverkehr und die Lebensqualität der Bevölkerung und bieten eine klare Perspektive für die nächsten Jahrzehnte.