Kategorie: Trends

Trends – Immobiliennews zu Innovationen, Marktentwicklungen & Zukunftsthemen der Schweizer Immobilienbranche.

  • Mobiliar und Raiffeisen lancieren Plattform für Wohneigentum

    Mobiliar und Raiffeisen lancieren Plattform für Wohneigentum

    Die Mobiliar und Raiffeisen haben Anfang Jahr das Gemeinschaftsunternehmen Liiva gegründet. Dieses geht nun mit einer gleichnamigen digitalen Wohneigentumsplattform an den Start. Nutzerinnen und Nutzer sollen bei allen Bedürfnissen rund um Wohneigentümer unterstützt werden, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

    Konkret bietet Liiva verschiedene digitale Werkzeuge an. So hilft sie etwa beim Wohnungskauf, indem sie passende Inserate der grössten Immobilienmarktplätze übersichtlich darstellt. Die Plattform bietet Wohneigentümerinnen und Wohneigentümern aber beispielsweise auch Unterstützung bei der Einschätzung des Marktwerts, bei der Beurteilung des aktuellen Gebäudezustands sowie bei Sanierungen. Bald sollen auch Funktionen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Immobilien aufgeschaltet werden.

    „Wir möchten die Kundennähe unserer Mutterhäuser digital spiegeln und sowohl bestehenden als auch künftigen Wohneigentümerinnen und Wohneigentümern das Leben spürbar vereinfachen“, lässt sich Phil Lojacono, CEO von Liiva, in der Mitteilung zitieren. Lojacono ist auch Gründer des Zürcher Fintech-Unternehmens Advanon, welches von CreditGate24 übernommen wurde.

    Die Mobiliar und Raiffeisen wollen mit Liiva den traditionellen Immobilienmarkt aufmischen und die Digitalisierung der Industrie vorantreiben, heisst es. Sie sind je zu je 50 Prozent an der in Zürich ansässigen Gemeinschaftsfirma beteiligt. Verwaltungsratspräsident ist Philipp Ries, der auch als Head of EMEA Assistant Distribution Partnership bei Google in Zürich tätig ist. Er ist ausserdem Verwaltungsratspräsident des Ferienanbieters Hapimag.

  • Hochschule Luzern widmet sich klimagerechtem Bauen

    Hochschule Luzern widmet sich klimagerechtem Bauen

    Die Studie „Bereit für den Klimawandel?“ der Hochschule Luzern (HSLU) will Bauherrinnen und Bauherren dafür sensibilisieren, klimagerecht zu bauen. Aber auch Käuferinnen und Mietern soll sie eine Hilfestellung zur Bewertung einer Immobilie geben.

    Die Studie legt nahe, dass dabei künftig nicht nur Wärme-, sondern auch Kühlkonzepte berücksichtigt werden müssen. „Noch immer richtet sich die Architektur der Schweiz zu sehr darauf, Wohnungen im Winter angenehm und energieeffizient zu machen“, wird Gianrico Settembrini vom Institut für Gebäudetechnik und Energie der Hochschule Luzern in einer Medienmitteilung zitiert. Entscheidend sei jedoch, dass Gebäude mit Klimadaten der Zukunft geplant würden und nicht wie heute mit solchen, die auf vergangenen Werten beruhen.

    Der Gebäudepark verbrauche rund 40 Prozent des Endenergiebedarfs der Schweiz, führt die HSLU weiter aus. Dieser müsse weiter gesenkt werden. Würde jedoch ein vermehrter Einsatz von Klimageräten nötig, drohe dieser Wert stattdessen noch zu steigen. „Der Einsatz von Kühl- oder Klimageräten soll vermieden werden, technische Lösungen dürfen erst zum Zug kommen, wenn die passiven Möglichkeiten ausgeschöpft sind“, so Adrian Grossenbacher vom Bundesamt für Energie. Es hat diese Studie finanziell unterstützt.

    Insgesamt identifizierte das Studienteam elf Parameter, die einen Einfluss auf den Energieverbrauch sowie die thermische und visuelle Behaglichkeit eines Wohnraums haben. Diese Parameter wie Eigenschaften der Fenster, Sonnenschutz- und Beschattungselemente wurden in einem für das Mittelland typischen Referenzgebäude in Basel-Binningen simuliert.

    Einen Leitfaden für Planende stellt die HSLU online zum Herunterladen bereit. Um den Niederschlag verfügbarer Erkenntnisse in der neuen Architektur zu beschleunigen, bringt die Hochschule im September mit dem dreitägigen Weiterbildungskurs „Bauen im Klimawandel – Wirksame Massnahmen für Bauherrschaften und Planende“ auch Fachleute auf den neuesten Stand.

  • Implenia schreibt wieder schwarze Zahlen

    Implenia schreibt wieder schwarze Zahlen

    Einer Mitteilung von Implenia zufolge hat die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Dietlikon im ersten Halbjahr 2021 Umsätze in Gesamthöhe von 1,88 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Rückgang um 2,2 Prozent. Als Hintergrund werden in der Mitteilung die Konzentration auf Projekte mit höheren Margen genannt. Trotz der strengeren Kriterien legte der Auftragsbestand von Implenia im Jahresvergleich um 7,3 Prozent auf 6,6 Milliarden Franken zu.

    Als Betriebsergebnis (EBIT) weist Implenia im Berichtssemester 40,0 Millionen Franken aus. Unter Ausklammerung des von der Ausgründung Ina Invest generierten Ergebnisbeitrags wurde im Vorjahreshalbjahr ein EBIT von 3,7 Millionen Franken realisiert. Im Gesamtjahr 2020 verbuchte Implenia einen Betriebsverlust von 146,8 Millionen Franken.

    Im Vorjahr hatte das Unternehmen einen umfassende Transformationsprozess eingeleitet. Dabei werden nicht zum Kerngeschäft gehörende oder unprofitable Geschäftsbereiche abgebaut und das Risikomanagement verbessert. Eine Reihe von Anpassungen im Portfolio hat Implenia bereits umgesetzt. In der Mitteilung werden hier unter anderem die Veräusserungen von Geschäftsbereichen in Deutschland, Österreich und Norwegen genannt.

    „Die ergriffenen operativen Massnahmen haben erste positive Auswirkungen auf die Ergebnisse“, wird André Wyss in der Mitteilung zitiert. Der Implenia-CEO sieht sein Unternehmen „gut aufgestellt, um ein integrierter, multinational führender Anbieter von Bau- und Immobiliendienstleistungen zu werden“. Für das gesamte laufende Jahr strebt Implenia ein EBIT von mehr als 100 Millionen Franken an.

  • Ökosysteme im Fokus

    Ökosysteme im Fokus

    Unter Ökosystem versteht man grundsätzlich das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Stakeholdern in einem definierten Bereich eines menschlichen Bedürfnisses – beispielsweise Mobilität, Gesundheit oder Wohnen. Der zunehmende Trend zu Ökosystemen zeichnet sich in unterschiedlichen Lebensbereichen ab. In Abhängigkeit ihrer Beziehung zum Endkonsumenten können die verschiedenen Player in einem Ökosystem drei unterschiedliche Rollen einnehmen: die des «Orchestrators», die des «Realisierers» oder jene des «Enablers».

    Der Orchestrator hat den direkten Kontakt zum Endkunden und übernimmt das Management des Customer Interface über eine digitale B2C-Plattform. Bekannte Beispiele sind hier etwa Amazon oder Airbnb. Diese Unternehmen sind vereinfacht gesagt dafür verantwortlich, die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und diese mit den richtigen Produkten und Services von Firmen zusammenzubringen. Letztere sind in diesem Kontext die Realisierer – im Ökosystem «Wohnen» etwa Anbieter für PropTech-Lösungen oder Versicherer und Banken selbst mit ihren jeweiligen Produkten und Services. Jene Unternehmen, die als Unterstützer für die beiden anderen Gruppen agieren, sind Enabler. Diese treten nicht direkt mit dem Endkonsumenten in Kontakt. Tatsächlich sind die meisten Unternehmen in einem Ökosystem Enabler – etwa Lieferanten von Produktkomponenten oder Software. Sie bilden sozusagen das Backbone des Ökosystems.

    Dieses Zusammenspiel ist essentiell im zunehmenden Kampf um Marktanteile. Deshalb beteiligen sich immer mehr Versicherungen und Banken auch direkt an PropTech-Unternehmen – unter anderem um mittels Digitalisierung ihrer eigenen Wertschöpfungskette ihr Angebot benutzerfreundlicher und kosteneffizienter anbieten zu können. Inwieweit Versicherer und Banken die Rolle der Orchestratoren in Zukunft ausfüllen wird sich zeigen. Sicher ist, dass sie sich über ein funktionierendes Ökosystem Kundenschnittstellen sichern können – denn viele Experten sind sich einig: In Zukunft wird der Fokus auf digitalen Ökosystemen liegen.

    Mehr Impulse zum Thema finden Sie hier: https://proptechmarket.net/impulse

  • Stadtansicht von Bern ist in 3D zugänglich

    Stadtansicht von Bern ist in 3D zugänglich

    Bern stellt die dreidimensionale Ansicht der gesamten Stadt öffentlich zur Verfügung. Bisher war sie ausschliesslich städtischen Dienststellen und weiteren Interessierten zugänglich. Für den Zugriff genügt ein Internet-Browser oder ein neueres Smartphone.

    Wie die Stadt Bern mitteilt, umfasst das Stadtmodell alle bestehenden und projektierten Gebäude der Stadt. Ausserdem stellt es die wichtigsten Brücken in detaillierter Ausgestaltung dar. Ebenso kann die Vegetation als 3D-Objekt oder als Punktwolke dazugeschaltet werden. Über frei verfügbare Daten des Bundesamts für Landestopografie wurden auch die Aussengemeinden ergänzt.

    Wie ein Video zeigt, lässt sich mit Zoomen, Schieben und Drehen etwa herausfinden, wie hoch das Berner Münster ist. Zudem wird sichtbar, welchen Schattenverlauf ein Gebäude an einem wolkenlosen Tag zeigt. Mit dem Bedienelement Messwerkzeuge lassen sich Distanzen und Gebäudehöhen aus dem Modell abgreifen. So ist etwa auch die Länge der Luftlinie zwischen zwei Ortsmarken bestimmbar. Über einen Link zum Stadtplan sind ausserdem viele weitere Informationen abrufbar.

    Fachleute aus Stadtplanung, Architektur und Landschaftsgestaltung können zudem Daten der amtlichen Vermessung für ihre Projekte zuschalten. Gegen eine Bearbeitungsgebühr bietet die Stadt Bern darüber hinaus an, die Daten nach Kundenwunsch aufzubereiten und abzugeben.

  • Neue Perowskit-Solarzellen bestehen Blei-Test

    Neue Perowskit-Solarzellen bestehen Blei-Test

    Eine Forschungsgruppe der Hochschule für Life Sciences (HLS) der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) gibt Entwarnung: Ihre Tests belegen, dass das in den neuartigen Perowskit-Solarzellen enthaltene Blei auch bei eventuellen Wetterschäden ebensowenig ausgewaschen wird wie alle anderen funktionellen Metalle. Die Zellen konnten Regenwasser- und Hageltests standhalten, ohne dass sich die Metallkonzentration im Regenwasser merklich erhöht hat.

    Voraussetzung für ein geringes Umweltrisiko ist, dass die Solarzellen nach kommerziellem Standard eingepackt sind. Doch „selbst mit schlechter Verpackung wurden über mehrere Monate nur 5 bis 10 Prozent des Gesamtbleigehalts im Regenwasser gemessen“, wird HLS-Doktorand Felix Schmidt in einem Bericht der FHNW zitiert. „Aktuell sehen wir wenig Grund zur Sorge, was die möglichen Umweltauswirkungen von Blei angeht.“ Jedoch müsse dieses sensible Thema bezüglich der gesellschaftlichen Akzeptanz dieser Technologie transparent kommuniziert werden.

    Perwoskit-Solarzellen gelten als die Zukunft der Photovoltaik. Enorme Fortschritte in der Forschung konnten ihren Wirkungsgrad in den vergangenen Jahren von zunächst 3 auf inzwischen fast 30 Prozent anheben. Damit liegt er knapp über dem der traditionellen Silizium-Zellen.

    Perowskit ist der Sammelbegriff für neuartige Materialen, deren Kristallstruktur dem ebenfalls Perowskit genannten natürlichen Mineral gleicht. Perowskite absorbieren Licht besonders effizient und leiten den gewonnenen Strom gut ab. Dabei sind sie sowohl kostengünstig als auch einfach in der Herstellung und Verarbeitung. In der Schweiz laufen unter anderem zwei Nationale Forschungsprogramme. Sie sollen die schnelle Einführung dieser disruptiven Technologie fördern.

    Nun müsse man sich Gedanken machen, „was mit den Solarzellen am Ende ihrer Lebensdauer passiert“, so Schmidt weiter. „Deshalb entwickeln wir aktuell Möglichkeiten, um Blei vollständig aus alten Zellen zu gewinnen und dieses wieder in neuen Zellen zu verwerten.“

  • Drohne erstellt digitalen Zwilling von Zürich

    Drohne erstellt digitalen Zwilling von Zürich

    Wingtra, eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), stellt spezielle Drohnen für Luftbildaufnahmen und die Fernerkundung her. Dabei kombiniert sie die positiven Eigenschaften von Multirotoren und Starrflüglern. Die Wingtra-Drohne startet und landet senkrecht wie ein Helikopter. Gleichzeitig fliegt sie aber effizient vorwärts wie ein Flugzeug. Dank ihrer hohen Traglast kann die Drohne zudem eine grosse Auswahl an Kameras tragen.

    Erst vor Kurzem hat Wingtra die WingtraOne GEN II auf den Markt gebracht. Diese Drohne ermöglicht eine neue, schräge Kamerakonfiguration für hochwertige 3D-Drohnenkartierungen. Um die Entwicklung gleich einzusetzen, hat Wingtra damit einen digitalen Zwilling der Stadt Zürich erstellt.

    Für die 3D-Kartierung der Stadt Zürich hat die Drohne einer Medienmitteilung zufolge lediglich sechs Flugstunden gebraucht. Ein Pixel im 3D-Modell entspricht dabei 3 Zentimeter an Informationen aus der realen Welt. Damit stelle es „einen völlig neuen Detailgrad“ dar.

    Laut Maximilian Boosfeld, Mitgründer und CEO von Wingtra, ist die neue Drohne „die perfekte Wahl für die Erfassung von Infrastruktur – von einer einzelnen Industrieanlage bis hin zu ganzen Städten“. Detaillierte 3D-Daten könnten etwa Stadtverwaltungen, Stadtplanern, Ingenieuren und Architekten helfen, die Lebensqualität in städtischen Räumen zu erhöhen, kritische Infrastrukturen zu planen und Veränderungen der Umwelt zu simulieren, hält das Unternehmen weiter fest.

  • Bund strebt Netto-Null auch für Bodenschutz an

    Bund strebt Netto-Null auch für Bodenschutz an

    Mit seiner Bodenstrategie Schweiz will der Bundesrat dem weiteren Verlust von Boden durch Bodentätigkeit, Erosion oder Schadstoffe entgegenwirken. Das Kernanliegen ist es, dass in der Schweiz bis 2050 netto kein Boden mehr verlorengeht. Das soeben vom Bundesamt für Raumentwicklung in der Reihe „Forum Raumentwicklung“ veröffentlichte Heft mit dem Titel „Mit dem Boden nachhaltig umgehen – die Verantwortung der Raumentwicklung“ zeigt auf, wie es gelingen kann, den Boden langfristig zu erhalten.

    Dass dies mit dem ebenfalls erklärten Netto-Null-Ziel für CO2-Emissionen einhergeht, sei kein Zufall, so Damian Jerjen, Direktor des Verbands für Raumplanung EspaceSuisse, in einer Medienmitteilung des Bundesamts für Raumentwicklung: „Die Raumplanung steht in der Verantwortung, ihre Instrumente für den Klimaschutz zu nutzen und so auch den Boden zu schützen.“ Denn diese müssten zum einen einen maximalen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zum anderen würden sie helfen, sich an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels anzupassen.

    In dem Heft fordert Adèle Thorens Goumaz, Ständerätin (Grüne/VD) und Expertin für Biodiversität, ein grösseres Fachwissen über die Bodenqualität zu entwickeln. Dabei stelle die dezentrale Entscheidungsstruktur ein Hindernis für ein nachhaltiges Bodenmanagement dar. In einem Interview schlägt sie vor, sich zunächst über die Landwirtschaft der Zukunft einig zu werden. „Erst dann sollten wir an der Raumplanung arbeiten, nicht umgekehrt.“

    Eine ebenfalls im Heft enthaltene Reportage schildert die Renaturierungsarbeiten nach Abschluss der Bauarbeiten am Ceneri-Basistunnel. Dort gelangen enorme Massen an Erde wieder in ihre ursprüngliche Parzelle zurück. Sie werden zu fruchtbarem Boden aufgebaut und können nach wenigen Jahren für den Gemüseanbau genutzt werden.

    Das Heft kann schriftlich und kostenpflichtig beim Berner Bundesamt für Bauten und Logistik bestellt werden. Um Audiobeiträge und Fotostrecken angereichert ist es auch online und gratis verfügbar.

  • Empa verstärkt Betonbauten

    Empa verstärkt Betonbauten

    In die Jahre gekommene Bauwerke aus Beton werden bereits seit langem mit kohlefaserverstärkten Kunststoffen (CFK) verstärkt, erläutert die Empa in einer Mitteilung. Forschende der Empa haben diese Technologie nun weiterentwickelt. Ihre CFK-Lamellen können der Durchbiegung von Betonbalken aktiv entgegenwirken.

    Dazu werden die Lamellen unter Zugspannung mit Epoxidharz an die Balken geklebt. Nach Aushärten der Verbindung wirkt die Zugspannung der Durchbiegung der Balken entgegen. Auch bei der Befestigung der Enden der Streifen haben die Forschenden das bisherige Verfahren verbessert. Anstelle verklebter und verschraubter Aluminiumplatten kommen eigens entwickelte Bügel aus CFK zum Einsatz.

    „Eine Lösung aus einem einzigen Material ist immer besser als aus zweien, die sich unterschiedlich verhalten“, wird Empa-Forscher Christoph Czaderski in der Mitteilung zitiert. „Gerade für die Verankerung haben wir im Labor viele Versuche gemacht.“ Der Mitteilung zufolge kann die neue Technologie die Belastungsfähigkeit einer Betonplatte gegenüber der klassischen Methode um 77 Prozent erhöhen.

    Im nächsten Schritt soll das Verfahren nun zur Marktreife gebracht werden. Dazu arbeitet die Empa mit S&P Clever Reinforcement Company in Seewen SZ als Industriepartner zusammen. Hier werde derzeit ein industrielles Verfahren für die bisher in Handarbeit hergestellten Bügel entwickelt, heisst es in der Mitteilung. Martin Hüppi hält das Verfahren „auch preislich für Bauherren vertretbar“. „Ich sehe dafür absolut einen Markt“, erklärt der Projektleiter von S&P in der Mitteilung.

  • Jaisli-Xamax baut in Bern unterirdisch

    Jaisli-Xamax baut in Bern unterirdisch

    Das Dietiker Elektrounternehmen Jaisli-Xamax AG hat in der neugestalteten Radio-Onkologie am Inselspital in Bern die Elektroarbeiten zum Anschliessen innovativer Röntgengeräte ausgeführt. Das Besondere an den Bauarbeiten war laut Medienmitteilung, dass der Neubau innerhalb der Berner Universitätsklinik, die zur Insel-Gruppe gehört, unterirdisch gelegen ist. Dort ist ein dreigeschossiges, unterirdisches Gebäude entstanden. Im sogenannten Zwischenbau, der von aussen nicht sichtbar ist, befinden sich Behandlungs- und Untersuchungsräume mit Wartezimmern sowie Technikräume des Tumorzentrums.

    Laut Medienmitteilung des Inselspitals ist in zwei Jahren Bauzeit auf drei Etagen, 20 Meter unter der Erde, ein hochmodernes Zentrum für die radioonkologische Behandlung von Krebspatienten in Betrieb genommen genommen worden. Drei Geräte der neuesten Generation stehen bereit, um Patientinnen und Patienten mit präziser Strahlentherapie zu behandeln.

    Die anspruchsvolle Aufgabe, diese Ethos-Geräte anzuschliessen, lag in den Händen von Jaisli-Xamax. Zu Spitzenzeiten waren dort 20 Mitarbeitende im Einsatz , davon drei Lernende. Bauleiter Eduard Harder wird zitiert, bei Jaisli-Xamax sei man stolz, „dass wir bei einem solch wichtigen und zukunftsweisenden Projekt unseren Beitrag leisten konnten“.

  • Holcim lanciert CO2-reduzierten Zement

    Holcim lanciert CO2-reduzierten Zement

    Holcim bringt mit ECOPlanet einen grünen Zement auf den Markt. Einer Medienmitteilung des Unternehmens zufolge verursacht dieser um 30 Prozent weniger CO2-Ausstoss als herkömmliche Produkte. Laut CEO Jan Jenisch wird damit der weltweit erste Zement angeboten, der zu 20 Prozent aus wiederverwerteten Bau- und Abbruchabfällen besteht. Neben der Verwendung von emissionsarmen Rohstoffen werde die CO2-Reduktion unter anderem durch die Dekarbonisierung des Produktionsprozesses erreicht.

    ECOPlanet ist bereits in der Schweiz sowie in Deutschland, Rumänien, Kanada, Spanien, Frankreich und Italien erhältlich. Im laufenden Jahr soll das Produkt in insgesamt 15 europäischen Ländern lanciert werden. Bis Ende 2022 will Holcim seine Marktpräsenz mit ECOPlanet verdoppeln.

    „Angesichts der steigenden Weltbevölkerung und der raschen Urbanisierung sind Lösungen wie ECOPlanet von entscheidender Bedeutung, um umweltfreundlichere Städte und eine intelligentere Infrastruktur zu schaffen und mit weniger Aufwand mehr zu bauen“, wird Jenisch in der Mitteilung zitiert.

  • Nidwalden erhält Anlage für Recycling-Baustoffe

    Nidwalden erhält Anlage für Recycling-Baustoffe

    Die ARGE EvoREC hat eine neue Recycling-Aufbereitungsanlage für Baustoffe in Oberdorf in Betrieb genommen. Diese soll Beton- und Mischabbruch aus der Region in hochwertige neue Baustoffe verwandeln, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Konkret soll beispielsweise Beton- und Mischgranulat in unterschiedlichen Korngrössen, Gesteinszusammensetzungen und mit verschiedenen Eigenschaften entstehen.

    ARGE EvoREC, eine Tochtergesellschaft der Zürcher Holcim Kies und Beton AG und der Nidwaldner Zimmermann Umweltlogistik AG, will mit der Anlage die Kreislaufwirtschaft im Bausektor fördern. Ein Grossteil der rezyklierten Gesteinskörnung wird direkt vor Ort im Holcim-Werk Aennerberg für die Produktion von Recycling-Beton verwendet. Damit werde der Stoffkreislauf geschlossen.

    Laut Reto Zimmermann, CEO der Zimmermann Umweltlogistik AG, ist die neue Anlage nicht nur ein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit, sondern auch zur Region. „Wir nehmen Beton- und Mischabbruch aus dem Markt Nidwalden entgegen und bereiten ihn zu Granulat für die lokale Produktion von Beton auf – mit dem wiederum neue, nachhaltige Bauwerke in der Region entstehen können“, wird er in der Mitteilung zitiert.

  • 5 gute Gründe für einen Tech-Check

    5 gute Gründe für einen Tech-Check

    Es gibt einige Gründe, warum es sich für ein Unternehmen in der Immobilienwirtschaft lohnt, sich mit neuen Technologien zu beschäftigen.

    Attraktivität für Mitarbeiter: High Potentials und gut ausgebildete Mitarbeiter wollen in Unternehmen arbeiten, welche agil und digital sind. Um beim künftigen «War for Talents» mithalten zu können ist eine digitale Unternehmens-DNA fast schon ein «Hygienefaktor».

    Schaffung von Effizienz und Transparenz: Mit neuen Lösungen – etwa im Bereich Artificial Intelligence und Data Analytics – können Ressourcen richtig gebündelt, Anlageentscheidungen fundiert getroffen oder Vermietungs- und Verkaufsprozesse schneller und kosteneffizienter abgewickelt werden.

    Minimierung von Risiken: Durch den gezielten Einsatz von Technologien können Daten generiert, strukturiert und analysiert werden, um so Entscheidungsgrundlagen zu verbessern und damit Risiken zu minimieren.

    Neue Optionen der Monetarisierung: Disruptive neue Technologien wie etwa die Blockchain-Technologie sind «Business Enablers» und fördern die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Ökosysteme und Kooperationen.

    Verbesserung der User Experience: Neue Technologien wie Virtual oder Augmented Reality ermöglichen ein ganz neues Nutzererlebnis. Diese Art von «Convenience» wird künftig Standard werden und der Kunde vermutlich nicht mehr darauf verzichten wollen.

    Einen Überblick über neue Technologien und PropTech-Lösungen finden Sie hier: https://hubs.li/H0RQjYL0

  • Per Mausklick zum Baugesuch

    Per Mausklick zum Baugesuch

    Seit rund drei Jahren ermöglicht der Kanton Aargau mit «eBau» das digitale Einreichen von Baugesuchen. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt setzt diesen Digitalisierungsschritt im Rahmen der eGov-Strategie von Bund und Kanton um. Die Vorteile liegen auf der Hand: «So kann der gesamte Baubewilligungsprozess vom Gesuchstellenden über die Gemeinde bis zum Kanton durchgehend elektronisch abgewickelt werden», erklärt Reto Käch, Leiter Support und Schulung eBau, vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Der Einsatz von solchen Online-Dienstleistungen ermögliche effiziente und weniger personalintensive Prozesse, eine schlankere Arbeitsorganisation, mehr Transparenz und eine bessere Vernetzung der Beteiligten.

    Stand heute sind insgesamt 22 Gemeinden an eBau Aargau angeschlossen. «Mit dem schrittweisen Roll-Out und den Schulungen machen wir die Gemeinden sukzessive mit dem digitalen Baubewilligungsprozess vertraut», sagt Käch. Das Fehlen der Mehrheit der insgesamt 213 Aargauer Gemeinden begründet der Supportleiter so: «50 Prozent arbeiten mit eigenen Bauverwaltungssoftwares. Diese Gemeinden müssen sich noch bis zum zweiten Quartal 2022 gedulden.» Ab dann sei der medienbruchfreie Anschluss via eigens initiierter eCH-Schnittstelle möglich. Die Umstellung auf die elektronische Bearbeitung von Baugesuchen lässt den Zahlen nach aber auch noch Gemeinden zögern, die die Voraussetzungen bereits erfüllen. «Möglicherweise haben die einen oder anderen in der Coronakrise andere Prioritäten. Manche tun sich vielleicht auch mit dem Ablösen von alten Prozessen schwer. Wir üben keinen Druck aus. Wir sind gerne bereit, interessierte Gemeinden diesbezüglich zu begleiten und zu schulen», sagt Käch.

    Die Rückmeldungen der Beteiligten, die mit eBau arbeiten, seien durchwegs positiv. «Vor allem der einfache Aufbau des Online-Formulars zur Eingabe des Gesuches überzeugt. Pflichtfelder verhindern, dass etwas bei der Eingabe vergessen geht. Der Zeitverlust wird deutlich reduziert», weiss Käch. Und auch die Gemeinden profitieren: «Im eGov-Bereich werden insbesondere die standardisierten Arbeitsprozesse geschätzt. Die aufeinanderfolgenden Arbeitsschritte führen sukzessive durch den Prozess. So können auch Verwaltungsangestellte ohne spezifische Branchenkenntnisse ein Baugesuch bearbeiten.» Weniger administrative Aufwände, eine bessere Datenqualität und das papierlose Arbeiten seien die grössten Trümpfe für die Verwaltungen.

    Ein Thema, das alle Kantone beschäftigt
    Gemeinden, die eBau einführen, arbeiten ab diesem Datum ausschliesslich elektronisch. «Nur noch wenige Antragsteller reichen die Gesuche in physischer Form ein», erklärt Käch. In so einem Fall würde das Gesuch anschliessend von der Verwaltung digitalisiert. eBau Aargau soll gemäss der eGov-Strategie einen Mehrwert für alle bringen und Kosten einsparen, da der Verwaltungsaufwand reduziert wird. Erste Kantone ermöglichen bereits die Online-Auflage eines publikationspflichtigen Projekts. Laut Käch nehme das geltende Gesetz in Bezug auf Digitalisierung keine Stellung. «Das Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRPG) des Kantons Aargau regelt lediglich, wann eine öffentliche Publikation erforderlich ist, wie lange und mit welchen Inhalten das Bauvorhaben öffentlich aufzulegen hat und wer in welchem Publikationsorgan darüber in Kenntnis zu setzen ist», erklärt der Schulungsleiter.

    Der Kanton Luzern zum Beispiel handhabt die digitale Auflage so: Die Gemeinden haben das Gesuchsformular mit sämtlichen Beilagen im Internet während der öffentlichen Auflage zur Einsicht bereitzustellen, wenn das Baugesuch elektronisch eingereicht wurde und die Gemeinde über die nötige Infrastruktur verfügt. «Wir leiten daraus ab, dass eine Online-Auflage möglich ist und es keine bundesrechtlichen Grundlagen gibt, die dagegen sprechen», schlussfolgert Käch. Im Sinne der Gleichbehandlung müssten in so einem Fall aber Bürgerinnen und Bürgern ohne Internetzugang die Möglichkeit haben, die Baugesuche im Gemeindebüro einzusehen.
    Der Kanton Aargau habe bei der elektronischen Einreichung von Baugesuchen nicht bewusst eine Vorreiterrolle eingenommen. «Heute befassen sich wohl sämtliche Kantone mit der Umsetzung einer Software, Webapplikation oder Plattform, die das elektronische Einreichen von Baugesuchen unterstützt», ist Käch überzeugt. Und ergänzt: «Es ist ein Zeichen der Zeit, dass man sich schweizweit mit diesem Thema auseinandersetzt.» Architekten, Vermessungs- und Ingenieurbüros sowie Fachplaner würden schon seit Jahrzehnten mit 2D-Zeichnungen, begehbaren 3D-Modellen, fotorealistischen Visualisierungen oder digitalen Gebäude- und Terrainmodellierungen arbeiten. «Mit dem elektronischen Baubewilligungsprozess wandelt sich das Grundverständnis von einer verwaltungsorientierten Dienstleistung zu einer kundenorientierten», sagt Käch.

    Wie wichtig die fortschreitende Digitalisierung sei, mache nicht zuletzt die Coronapandemie nochmals deutlich: «Auch auf Verwaltungen wurde während des Lockdowns ein Teil der Belegschaft ins Homeoffice geschickt. Eine Herausforderung war dabei nicht die Organisation rund um das Equipment, sondern die Tatsache, dass viele Dossiers in den Verwaltungen nur in physischer Form vorhanden sind», erklärt Käch. Die Kundinnen und Kunden wechselten ebenso vermehrt auf digitale Kanäle: «So könnten sich die Herausforderungen, die Covid-19 mit sich bringt, als Chance für eine dauerhaft erhöhte Akzeptanz einer digitalen Verwaltung erweisen.»

    Die Investitionskosten für die Entwicklung von eBau wurden vom Kanton übernommen. Für Gemeinden, die mit der digitalen Lösung arbeiten möchten, fallen keine Initialkosten an. Der Betrieb, die Datenarchivierung und der Support werden mit einer Jahrespauschale abgegolten. Die Gesamtkosten für die Anwendung schlagen im Jahr mit insgesamt 50’000 Franken zu Buche. Dieser Betrag wird auf die Anwender-Gemeinden aufgeteilt. Würden alle Aargauer Gemeinden eBau einsetzen, ergebe dies einen marginalen Beitrag pro Jahr und Gemeinde. Die ersten drei Betriebsjahre (2018–2020) wurden vom Kanton vorfinanziert.

  • Urban Land Institute hat neuen Vorsitzenden

    Urban Land Institute hat neuen Vorsitzenden

    Jürgen Marc Volm hat als neuer Vorsitzender des Urban Land Institute (ULI) Schweiz seine zweijährige Amtszeit angetreten. Er folgt auf Birgit Werner. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, hat sie die Mitgliederzahl steigern und die Aktivitäten deutlich erhöhen können.

    Sie erkennt an, dass sich Volms „Passion für Immobilien“ in seiner Karriere widerspiegle, „in der er akademisches Know-how mit dem erfolgreichen Aufbau eines Unternehmens verbunden hat. Er ist eine Bereicherung für uns, da wir weiter wachsen und Kontakte zu aktuellen und zukünftigen Branchenführern stärken möchten.“

    Neben seiner Tätigkeit als Partner und Vorstandsmitglied der im Technopark Zürich ansässigen pom+ Consulting AG ist Volm auch Programmleiter des Masterstudiengangs Internationales Projektmanagement an der Hochschule für Technik Stuttgart (HFT). Als Master of Engineering in International Project Management der HFT Stuttgart und Master of Business Administration der Liverpool John Moores-Universität verfüge der diplomierte Bauingenieur über ein umfangreiches betriebswirtschaftliches Wissen.

    Nach eigener Auskunft steht für ihn als Vorsitzender im Fokus, die Nachhaltigkeitsdebatte nach den sogenannten ESG (Environmental, Social, Governance)-Kriterien zu fördern, „insbesondere in Bezug auf die Bereiche Kreislaufwirtschaft und soziale Verantwortung“. Darüber hinaus wolle er den ULI UrbanPlan an Schweizer Schulen und Universitäten einführen. Dabei erhalten die Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse zur Stadterneuerung. Ausserdem plane er ein ULI NEXT-Programm. Es soll die kommende Generation von Führungskräften im Alter zwischen 35 und 45 Jahren in der DACH-Region miteinander verbinden.

    „Das ULI Schweiz hat sich in der DACH-Region schnell entwickelt“, so Marnix Galle, Vorsitzender des ULI Europe. „Und wir freuen uns auf die nächste Wachstumsphase unter Jürgens Leitung. Er wird die ULI-Plattform nutzen, um die Zukunft der gebauten Umwelt in den Schweizer Gemeinden mitzugestalten und eine neue Generation von Immobilienexperten zu inspirieren.“

  • Pestalozzi sieht den Bau als moderne und digitale Branche

    Pestalozzi sieht den Bau als moderne und digitale Branche

    Für die Pestalozzi Gruppe ist ein Unternehmensleitbild entwickelt worden. Im Interview mit dem „KMU Magazin“ nennt Matthias Pestalozzi die Schwerpunkte: Unternehmenskultur der Kontinuität, Entwicklung von Digitalisierung und Vernetzung sowie generationenübergreifende Unternehmensführung. Der Delegierte des Verwaltungsrats in der Geschäftsleitung des Unternehmens wird zitiert, dass der interessanteste und wichtigste Aspekt bei der Leitbild-Formulierung die breite Diskussion mit den Mitarbeitenden gewesen sei, die in Workshop-Teams daran gearbeitet haben. Pestalozzi: „ Zuletzt haben sich nicht viele Unterschiede zum alten Leitbild ergeben, es ist jedoch ausführlicher formuliert, vor allem das Thema: Wie arbeiten wir miteinander?“ Eine Folge sei, dass man im Unternehmen die Du-Kultur eingeführt habe.

    Pestalozzi, der in der neunten Generation das 1763 gegründete Familienunternehmen mitführt, betont in dem Interview die Bedeutung der Digitalisierung für das auf Handel mit allem was zum Bauen gehört spezialisierte Unternehmen. Digitalisierung und Vernetzung seien ein „Riesenthema, daran arbeiten wir laufend“. Wichtig sei die Digitalisierung im Kundenkontakt. Die Gruppe habe in den vergangenen Jahren viel in den E-Shop investiert, um digitale Bestellungen zu ermöglichen. Rund 40 Prozent der Bestellungen von Fertigprodukten laufen schon über den elektronischen Handel. Auch das digitale Marketing sei ausgebaut worden, mit Nutzung von Plattformen wie LinkedIn oder der Verbreitung eines Newsletters. Nach Aussage von Pestalozzi würden im Digitalbereich gerade von KMU Sicherheitsprobleme oft unterschätzt. Bei Pestalozzi würden deshalb die Mitarbeitenden laufend geschult.

    Mit dem in diesem Jahr zum 39. Mal für gute Lehrabschlüsse vergebenen Stiftepriis wolle die Pestalozzi Gruppe die Jugend zu Ausbildungen in der Bau- und Ausbaubranche motivieren. Dort sei es oft schwierig, Lehrlinge zu finden. Der Stiftepriis wird in den Branchen Gebäudehülle, Haustechnik, Metallbau und Metallverarbeitung vergeben.

  • Diese Visualisierungstrends wirbeln die Immobilienbranche auf

    Diese Visualisierungstrends wirbeln die Immobilienbranche auf

    Anwendungen und Tools wie 360°-Rundgänge, interaktives Design oder Virtual Reality (VR) sind nicht neu. Aber das, was zwei Schweizer und ein deutsches Start-up daraus gemacht haben, schon. So zum Beispiel das Zürcher Start-up Coding Mind AG mit ihrem Produkt «Remotely360°»: Die Gründer, Alexandros Tyropolis und Danijel Veljkovic, haben die 360°-Rundgänge revolutioniert: «Diese virtuellen Rundgänge gibt es seit rund 10 Jahren. Aber uns gingen die bestehenden Lösungen auf dem Markt nicht weit genug: Die Touren werden vor allem als Marketingtool wahrgenommen. Einmal ins Internet eingepflegt, überlässt man Mietinteressenten danach sich selbst. Aufkommende Fragen bleiben unbeantwortet – allfällige Missverständnisse können nicht geklärt werden», analysiert der CEO, Alexandros Tyropolis.

    Deshalb können sich bei der Lösung von Remotely360° die Vermarkter und die Interessenten digital im Objekt treffen: «Der Immobilienbewirtschafter erhält alle Informationen zum Objekt eingeblendet. Dank der Integration von Google Streetview und Google Maps kann zudem die Umgebung gezeigt werden», erklärt der CEO. Im Chat könnten weiterführende Unterlagen umgehend versendet werden. Der integrierte Grundriss zeige an, wo im Objekt man sich gerade aufhalte. Mit diesem Angebot gehört das Unternehmen zu den sogenannten First Movern: «Uns sind weltweit nur eine Handvoll Start-ups bekannt, die ähnliche Ideen verfolgen», sagt der Jungunternehmer. Insbesondere grosse Player im Bereich von 360°-Touren hätten es verschlafen, den Gedanken weiter zu spinnen und sich zu fragen, wie 360°-Touren im Prozess der Vermarktung tiefer greifen könnten. Zu den Kunden von Remotely360° zählen unter anderem Firmen wie die CBRE Group, Crédit Suisse und Swiss Finance & Property Funds AG.

    Um das Tool zu nutzen, ist in einem ersten Schritt die Digitalisierung der Immobilie notwendig. «Wir pflegen ein Netzwerk an Fotografen, die das Objekt bei Bedarf mit einer 360°-Kamera ablichten», erklärt Tyropolis. Der Kunde könne dies aber auch problemlos selber erledigen: «Unsere Lösung ist mit sämtlichem 360°-Kameras kompatibel.» Danach sei nur noch ein Internetbrowser erforderlich. Das Hosting der Touren ist kostenlos. Wer von weiterführenden Tools profitieren möchte, bezahlt Fr. 24.90 pro Objekt und Monat.
    Das Start-up wurde während der Coronapandemie gegründet. Ob diese dem Tool einen Schub verliehen hat, können die Macher deshalb nicht abschliessend beantworten. «Corona sensibilisiert definitiv und hat die Akzeptanz auch bei konservativeren Markteilnehmern erhöht», sagt Tyropolis. In Zukunft soll die innovative Lösung auch für weitere Anwendungen im Lebenszyklus einer Immobilien wie etwa Übergabeprotokolle genutzt werden können. «Die gleichzeitige Implementierung eines Handwerkerofferten-Tools ist in Planung. Ein Meilenstein wäre darüber hinaus die Verbindung von Visualisierung und Foto. Wir arbeiten daran, um Böden, Farben oder Ausstattung in die 360°-Tour zu integrieren», verrät Tyropolis die Zukunftspläne.

    Der Bau von Musterwohnungen erübrigt sich
    Auch das im 2017 gegründete Start-up «Hegias» mit Sitz in Zürich und Lugano will Bauplanern, Architekten, Vermarktern und Behörden das Leben erleichtern. Und zwar mit täuschend echten Rundgängen durch Immobilien, die sich oft noch in der Planungsphase befinden. Nicht selten lautet das erste Wort, dass die drei Gründer Patrik Marty, Tuan Nguyen und Andreas Schmeil, von ihren Kunden hören: «Wow!». Die drei Jungunternehmer setzen bei ihrer Lösung auf Virtual Reality (VR). «Uns fiel auf, dass die VR-Anwendungen von Agenturen statisch, teuer und schwierig mit anderen Interessengruppen zu teilen sind. Wir möchten VR demokratisieren und die Anwendung auch für kleinere Projekte wie zum Beispiel Einfamilienhäuser möglich machen», erklärt Marty, der die Funktion des CEO innehat. So entstand die Idee, eine Software zu entwickeln, mit der jeder ohne Erfahrung und Programmierungskenntnissen Inhalte in die VR bringen, in Echtzeit verändern und gemeinsam mit allen involvierten Personen begehen sowie besprechen kann.

    Hegias VR funktioniere einfach und intuitiv: «Unsere Lösung ist weltweit als erste komplett browser- und cloudbasiert; man zieht lediglich einen 3D-Plan in seinen Internetbrowser und wenige Minuten später kann man diesen begehen – mit oder ohne VR-Brille», erklärt der Jungunternehmer. Mithilfe sogenannter Bibliotheken können die Pläne anschliessend materialisiert und möbliert werden. Die Innovation soll Missverständnisse und Planungsfehler verhindern und den Bau von Musterwohnungen erübrigen. Für Bestandsbauten sind Zusatz-Services wie den Laserscan einer Immobilie und der anschliessenden Erstellung eines 3D-Modells erhältlich.

    Die Akzeptanz in der Immobilienbranche sei sehr gross: «Wir wagen sogar zu sagen, dass alle, die Hegias VR live erlebt haben, nie wieder bauen, ohne das Projekt vorher in der VR zu begehen», ist Marty überzeugt. Heute sei VR noch ein Wettbewerbsvorteil, in wenigen Jahren werde sie jedoch zum Standard werden. Die Lösung sei für die breite Masse und für die Kollaboration entwickelt worden. «Die Anwendung ist komplett automatisiert. Unsere Innovation ist damit deutlich günstiger als die VR-Angebote der Agenturen», sagt der CEO. Eine virtuelle Begehung eines Projekts koste je nach Abonnement und dessen Auslastung weniger als 200 Franken.

    Die Lösung ist bereits in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch) verfügbar. «Der Fokus wird in den kommenden zwei Jahren nebst der Schweiz auf Ländern liegen, die vermehrt Building Information Modeling (BIM) einsetzen. Sprich: Skandinavien, Grossbritannien, die Niederlande und die USA», verrät Marty. Die Pandemie habe den Digitalisierungsschub in der Branche beschleunigt: «Wir spüren, dass vermehrt Lösungen für dezentrale Besprechungen und Begehungen von Immobilienprojekten gesucht werden.» Marty fasst weitere Vorteile des Tools zusammen: «Wettbewerbe lassen sich rein digital durchführen. Auch können Einsprachen abgekürzt und am Ende des Tages kann schneller, effizienter, nachhaltiger und günstiger gebaut werden.»

    Das Potenzial der Anwendung sei noch lange nicht ausgeschöpft. Marty eröffnet: «In fünf Jahren ist auf unserer Plattform die Bestellung von Materialien und Möbeln per Mausklick möglich – selbstverständlich nachdem man sie sich in der virtuellen Realität in Ruhe in seinen eigenen vier Wänden angesehen hat.» Spätestens in zehn Jahren werde die VR fester Bestandteil unseres Lebens sein – davon ist der findige Unternehmer überzeugt.

    Immobilien- und Möbelanbieter sind erstmals direkt vernetzt
    «Täuschend echt» sind Attribute, die auf die Einrichtungslösung für Immobilienmakler vom deutschen Start-up MockUp Studio zutreffen. Monica Riad, Gründerin und CEO, hat ein Tool entwickelt, mit dem Wohnungen virtuell mit echten Möbeln eingerichtet, Böden verändert, Wandfarben ausprobiert werden können und Deko beliebig austauschbar ist. Das alles in naturgetreuer Qualität, die nicht von echten Fotos zu unterscheiden sei: «Vor allem für Neubauprojekte oder sanierungsbedürftige Wohnungen ist unsere Lösung interessant», erklärt die Geschäftsführerin. Das Tool ermöglicht das Hochladen von Grundrissen und Wohnungsbildern. Daraufhin wird die Wohnung automatisch digitalisiert und kann virtuell eingerichtet werden. «Von der digitalisierten Wohnung lassen sich unkompliziert 2D-Bilder oder auch 360°-Touren erstellen», sagt Riad, die MockUp Studio 2017 gegründet hat.

    Die Nutzer können verschiedene Einrichtungsstile ausprobieren und dank der Zusammenarbeit mit Möbelhändlern die Lieblingsstücke direkt in der Anwendung bestellen – ein absolutes Novum, wie Riad sagt: «Wir sind die Ersten, die Immobilien- und Möbelanbieter direkt verbinden – und das Ganze zu 70 Prozent automatisiert.» Um das Tool zu verwenden, werden lediglich Fotos der Wohnung benötigt – Smartphone-Qualität reicht aus. Die Lösung kostet ab 100 Euro pro Raum. Werden gleich mehrere Objekte digitalisiert, reduziere sich dieser Betrag bis auf 25 Euro. Der nächste Entwicklungsschritt steht kurz bevor: «Ende 2021 bieten wir das Tool auch für Endkunden an», gibt Riad bekannt.

    Die Digitalisierung ist aus der Immobilienbranche schon heute nicht mehr wegzudenken. Die vorgestellten Start-ups dürften mit ihren Ideen und Lösungen den Nerv der Zeit treffen – und die Branche in den kommenden Jahren vielleicht sogar international aufwirbeln.

    Zur Person
    Mario Facchinetti, Gründer von PropTechMarket, hat
    den Überblick im Innovations-
    Dschungel. Als Experte weiss er, worauf es bei der Evaluation und Implementierung von qualitätsgeprüften PropTech-Lösungen ankommt:
    www.proptechmarket.ch

    Marios Tipp
    Visualisierungslösungen machen Immobilien mobil. Das Angebot ist gross und schwer überschaubar. Dieses Frageraster hilft bei der Entscheidungsfindung.

    1. Handelt es sich um einen Neu- oder einen Bestandesbau?
    2. Welcher Qualitätsstufe wird das Objekt zugeteilt: High-End- oder Standardbau?
    3. Wer ist die Zielgruppe: Mieter oder Käufer? Wie steht es um die digitale Affinität?

    Für Neubauten eignen sich Lösungen im Bereich der virtuellen Realität, um Visionen erlebbar zu machen. Diese Technologie hat sich über die letzten Jahre stark entwickelt und wird massentauglich. Für Bestandsobjekte gehören 3D-Visualisierungen immer öfter zum Standard – die Realisierung ist unkompliziert und an die Qualitätsansprüche der Kundschaft anpassbar. Wer solche Touren einfach auf der Objektseite einbindet, hat noch lange nicht den maximalen Mehrwert aus den Modellen herausgeholt. Nebst digitalen Terminvereinbarungen und Besichtigungen über einen integriertem Live-Stream können mit dieser Lösung auch virtuelle Möblierungen unordentlicher oder leerstehender Objekte in 2- oder 3D gezeigt werden.

    Natürlich darf der Kunde bei der Vielzahl von Möglichkeiten nicht ausser Acht gelassen werden. Die Art der Objektvisualisierung sowie deren Einbindung in den Besichtigungsprozess ist an die Zielgruppe das entsprechende Medium (Online-Portale, Printinserate, Social Media, Webseite, Plakate, usw.) anzupassen.

  • HKG hat zu neuem Kongresshaus beigetragen

    HKG hat zu neuem Kongresshaus beigetragen

    Im Rahmen des Sanierungsprojektes Kongresshaus und Tonhalle Zürich ist modernste Technik verbaut worden, wie aus einer Mitteilung von HKG Engineering hervorgeht. Die Schlieremer Vertretung des Unternehmens war mit dem Elektroengineering betraut worden. Die Herausforderung bestand darin, Originales weitestgehend zu erhalten, während neue Teile und Ergänzungen an den Bestand angepasst werden sollten.

    Durch die Sanierung sind das 1939 eröffnete Kongresshaus und die Tonhalle Zürich nun bereit für die nächsten 50 Jahre. Dafür steht eine Fläche von 5300 Quadratmetern für Veranstaltungen zur Verfügung. In den Räumlichkeiten bietet sich Platz für 4500 Besucher. Durch das flexible Raumangebot können verschiedene Veranstaltungen wie Fachkongresse oder Tagungen durchgeführt werden. Laut HKG ist das Kongresszentrum zudem klimaneutral.

  • UBS und Baloise schaffen Ökosystem für Immobilien

    UBS und Baloise schaffen Ökosystem für Immobilien

    Die Grossbank UBS und der Basler Versicherer Baloise gehen eine strategische Partnerschaft ein. Gemäss fast gleichlautender Medienmitteilungen planen beide, ihre jeweiligen Lösungen und Dienstleistungen für Immobilienbesitzende zusammenzulegen.

    Aus den Hypothekenplattformen Atrium und key4 der UBS und Home von Baloise soll das gemeinsame Ökosystem Home & Living entstehen, das die Wohn- und Alltagsbedürfnisse ihrer Kundschaft breit abdeckt. Zudem beabsichtigen die Partner, bereits bestehende und etwaige Firmenbeteiligungen beider Unternehmen mit einzubeziehen. Darüber hinaus äussern sie auch die Absicht, auch die Angebote verschiedener Jungfirmen zu integrieren.

    „Die Baloise hat in den letzten Jahren stark in den Ausbau ihres Ökosystems Home investiert“, wird Yannick Hasler, Leiter Privatkundengeschäft Baloise Schweiz, zitiert. „Mit den Kooperationen sowie Beteiligungen an innovativen Schweizer Start-ups wie Houzy, Devis, MOVU, Bubble Box oder Batmaid wurde der Grundstein für ein Dienstleistungsnetzwerk gelegt, welches das alltägliche Leben unserer Kunden einfacher macht.“

    Die UBS habe in der Schweiz mit Atrium und key4 die Basis ihres Plattformgeschäfts gelegt, so Sabine Magri, COO der UBS Switzerland AG. „Der kontinuierliche Ausbau durch Partnerschaften mit und Beteiligungen an innovativen Jungunternehmen und Vermittlern ist zentral bei der Weiterentwicklung unseres Ökosystems. Die geplante strategische Partnerschaft mit Baloise ist komplementär, wir können uns hervorragend ergänzen.“

  • Greater Zurich Area als Innovationsort des Jahres nominiert

    Greater Zurich Area als Innovationsort des Jahres nominiert

    Das Portal Die Deutsche Wirtschaft will den Innovationsort das Jahres im Raum Schweiz, Deutschland und Österreich auszeichnen. Dafür wurden sechs Standorte nominiert. Es handelt es sich nicht um Städte, sondern beispielsweise um Universitäten, Wirtschaftsförderungen oder Regionen. Das Ziel sei es, „mustergültige Beispiele für neues Denken auf verschiedenen Feldern“ zu finden, heisst es auf der Internetseite des Portals.

    Auch die Greater Zurich Area ist unter den Nominierten. Sie tritt gegen KölnBusiness, Munich Urban Colab, Reutlingen INNOPORT, MCCI Innsbruck Die unternehmerische Hochschule sowie d.velelop Campus Münsterland an.

    Alle Interessierten können auf der Internetseite von Die Deutsche Wirtschaft für einen Standort abstimmen. Das Ergebnis der Abstimmung wird Ende Juli kommuniziert. Personen, die abstimmen, können Preise gewinnen.

  • Jaisli-Xamax schliesst Arbeiten in Biozentrum ab

    Jaisli-Xamax schliesst Arbeiten in Biozentrum ab

    Der Neubau des Biozentrums Basel steht vor der Fertigstellung. Dazu hat auch Jaisli-Xamax einen Beitrag geleistet, wie aus einer Mitteilung des Dietiker Elektrounternehmens hervorgeht. So hat Jaisli-Xamax neben den Elektroinstallationen auch Arbeiten an den Schaltgerätekombinationen übernommen. Die Grundbeleuchtung ist bereits fertig installiert. Aktuell arbeitet Jaisli-Xamax aber noch an der Spezialbeleuchtung. Denn für jeden Raum wird eine andere spezielle Beleuchtung installiert, um Forschungsarbeiten unter besonderen Lichtverhältnissen zu ermöglichen. Auch bei den restlichen Elektroarbeiten befindet sich Jaisli-Xamax auf der Zielgeraden.

    Bei dem Neubau der Universität Basel handelt es sich um ein Hochhaus mit 72 Metern Höhe. Die 16 Ober- und drei Untergeschosse verfügen insgesamt über eine Hauptnutzfläche von 23’000 Quadratmetern. Nach der Fertigstellung sollen dort 400 Forschende arbeiten und 900 Studierende ausgebildet werden. Die ersten Forschenden haben das Gebäude bereits bezogen.

  • Visualisierungslösungen: ein emotionaler Stimulus

    Visualisierungslösungen: ein emotionaler Stimulus

    Ob Vermietung oder Verkauf – die Nachfrage nach Visualisierungslösungen in der Immobilien- und Bauwirtschaft nimmt spürbar zu. Je nachdem ob es sich um ein Bestandsobjekt oder ein Neubauprojekt handelt, kommen unterschiedliche Lösungen zum Einsatz. Bei ersterem finden oftmals 360°-Touren Anwendung – zunehmend interaktiv, bei zweiterem vielfach Virtual Reality-Lösungen – angepasst an das Objekt und die Zielgruppe.

    Nicht jeder Käufer oder Mieter kann sich einen leeren Raum möbliert vorstellen. Hier helfen virtuelle Homestaging-Lösungen, um den Funken zum Überspringen zu bringen. Mit diesem Tool können auch preiswerte Eigentumswohnungen oder Mietobjekte optisch ansprechend gestaltet und so schneller vermittelt werden. Weiterführende Lösungen ermöglichen die virtuelle Begehung von Räumlichkeiten, welche erst entstehen sollen. Mittels Stand-Alone Virtual Reality-Brillen können etwa Planungsfehler virtuell gesehen und somit später vermieden werden. Zudem können geplante Gewerke gemeinsam – beispielsweise mit dem Bauherrn oder Architekten – begangen werden. Das «Eintauchen» und tatsächliche Erleben der Räumlichkeiten gibt Sicherheit und ein gutes Gefühl.

    Darüber hinaus gibt es auch virtuelle Gesamtlösungen am Markt, die verschiedene Phasen des Immobilienzyklus digital abbilden: von der skizzierten Projektvision und dem Prototyping bis hin zu Visualisierungskonzepten für Vermarktung und Bewirtschaftung.

    Einen Überblick über qualitätsgeprüfte Visualisierungslösungen finden Sie hier:
    https://proptechmarket.net/tools

  • Strabag agiert in Küsnacht vollständig digital

    Strabag agiert in Küsnacht vollständig digital

    Das Bauunternehmen Strabag Schweiz hat den Zuschlag für die Sanierungen eines Strassenabschnitts in schwierigem  Gelände der Gemeinde Küsnacht sowie die Erneuerung der Gas-, Wasser- und Elektroleitungen des örtlichen Stromversorgers Werke am Zürichsee AG erhalten. Laut Medienmitteilung wird das Projekt von der Planung über den Bau bis zur späteren Instandhaltung digital gesteuert. Dafür werde mit dem sogenannten Building Information Modelling (BIM) gearbeitet. Die Strabag AG hat den Zuschlag als Totalunternehmer erhalten. Der Baustart sei für Ende August vorgesehen und die Fertigstellung etwa im Oktober 2022, heisst es in der Mitteilung.

    Das Sanierungsvorhaben der Gemeinde Küsnacht am oberen Teil des Schiedhaldensteigs gilt als schwierig. Dort sind in sehr engem und steilem Verkehrsraum zum einen die Sanierungsarbeiten zu erledigen und zum anderen die Kanalisationsleitungen zu ersetzen.

    Zum Einsatz des BIM bei Projektierung und Realisierung der beiden Bauvorhaben wird BIM-Manager Stijepan Ljubicic von Strabag mit der Erläuterung zitiert, dass zum einen „die Baustelle komplett digital abgewickelt“ werde. Neben der Planung und Ausführung würden sämtliche Arbeiten digital dokumentiert und letztlich in einem sogenannten As-built Modell an die Bauherrschaft übergeben. Diese Daten böten viele Vorteile mit Blick auf Qualitätsmanagement, Betrieb und Unterhalt sowie als Planungsgrundlage für Folgeprojekte.

    Der Technische Bereichsleiter Verkehrswegebau Ost bei Strabag, Michael Graber, wird zitiert, dass ein Hauptkriterium der Vergabe die digitale Leistungsfähigkeit des Unternehmens gewesen sei. Durch den Zuschlag sehe man bei der Strabag die eigene Kompetenz und das Fachwissen im Bereich BIM bestätigt.

    Die Medienmitteilung nennt auch Fakten zum Bau. So werde der Aushub 1500 Kubikmeter ausmachen, es sollen 240 Meter Rohe verlegt werden. Der Strassenbau erfolge auf 750 Metern, wobei 500 Tonnen Walzasphalt verwendet würden.

  • SoTech Network

    SoTech Network

    Der Kanton Solothurn unterstützt das Projekt SoTech Network, die Netzwerk- und Weiterbildungsplattform für MINT-Berufe. Das Projekt wurde von der Standortförderung, der Solothurner Handelskammer und sovision espace Solothurn entwickelt und Anfang 2022 in die Testphase gehen. (siehe standortsolothurn.so.ch)

  • Houzy wächst rasant

    Houzy wächst rasant

    Houzy wächst weiter rasant. Wie das PropTech-Start-up gleichen Namens vermeldet, ist die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer der Plattform seit Anfang 2020 von 5000 auf 50’000 gestiegen. Dieses Wachstum sei auf das starke Bedürfnis der Wohneigentümerinnen und -eigentümer nach mehr Transparenz und fundierten Informationen rund um ihr Haus oder ihre Wohnung zurückzuführen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Daher habe Houzy im ersten Halbjahr 2021 einen schweizweiten Hypothekenvergleich integriert. Andere Funktionen wie der Pflanzenmanager, der Neophyten-Checker und der Solarrechner seien aktualisiert und erweitert worden. Gleichzeitig habe das Entwicklerteam alle Werkzeuge vereinfacht und verbessert, darunter auch die Erneuerungsfondsanalyse sowie den Heizungs- und Sanierungsrechner.

    Aus den vorliegenden Daten und Resultaten leite Houzy Empfehlungen für die Planung fälliger Sanierungsarbeiten ab oder erinnert daran, dass es Zeit ist, die Fenster zu wechseln. Ausserdem verfüge das Houzy-Netzwerk mittlerweile über mehr als 700 Handwerker. Zur Feier des Meilensteins lobt das Unternehmen im Rahmen eines Wettbewerbs 5000 Franken für ein Wohnprojekt aus.

  • Modell klärt Kreislauf von Baustoffen

    Modell klärt Kreislauf von Baustoffen

    Mit seiner Dissertation will Wirtschaftsingenieur Daniel Kliem an der OST – Ostschweizer Fachhochschule Grundlagen für die Wiederverwertung von Baustoffen schaffen, und zwar über Kantonsgrenzen hinweg. Wie es in einer Medienmitteilung dazu heisst, sei der „Kantönligeist“ im politischen Prozess hinderlich. Werde etwa in einem Kanton der Preis für das Abbauen von Kies und das Deponieren von Abbruch und Aushub angehoben, um Anreize für Recycling zu geben, verschiebe sich das Problem nur in andere Regionen: „Rückbaumaterial und Aushub würden dann in andere Kantone transportiert und neues Material würde dann von weiter weg hergefahren“, so Kliem.

    Nun will ein partizipativ entwickeltes Modell die Systemdynamik klären. An diesem vierjährigen Projekt sind neben drei OST-Instituten auch Fachleute der Universitäten St.Gallen und Bergen, des Zürcher Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft sowie der Energie und Ressourcenmanagement GmbH beteiligt. Trotz der komplexen Dynamiken habe es bereits ein umfassendes Problemverständnis geschaffen und umsetzbare Handlungsfelder identifizieren können. So müssten etwa die Prozesse und raumplanerischen Massnahmen neu definiert werden. Ausserdem seien bauintensive Kantone wie Zürich mit einzubeziehen und die Besteuerung von Ressourcen national zu regeln.

    „Die Erkenntnis, dass selbst Experten mit Modellen dazulernen, neue Perspektiven und Inputs gewinnen, war spannend“, wird Kliem zitiert. „Die naheliegende Massnahme, den Preis für Kies zu erhöhen, ist zwar gut und funktioniert. Wenn aber die Einzugsgebiete miteinbezogen werden, dient die Kooperation zwischen Kantonen als Schlüssel, um Mehrtransporten vorzubeugen.“

  • Credit Suisse sieht gute Chancen für Proptechs

    Credit Suisse sieht gute Chancen für Proptechs

    Die Corona-Pandemie hat auch die Proptech-Branche vor Herausforderungen gestellt, wie ein neuer Bericht der Credit Suisse zeigt. So ist global 25 Prozent weniger Risikokapital in entsprechende Start-ups geflossen. Allerdings hat die Zurückhaltung bei den Investitionen keine grossen Spuren in der Branche hinterlassen. So konnten knapp 80 Prozent der Proptechs in den vergangenen zwölf Monaten ihre Mitarbeiterzahl steigern. Nur 3 Prozent meldeten einen Rückgang in der Belegschaft. Zudem erwarten 87 Prozent einen weiteren Personalzuwachs in den nächsten zwölf Monaten.

    Weiter mussten nur rund 10 Prozent der Proptechs einen Rückschlag bei den Umsätzen hinnehmen. Dagegen konnten 80 Prozent ihre Umsätze während der Corona-Krise steigern. Im Jahr 2021 peilt die Branche laut dem Bericht eine Verdoppelung der Umsätze an. Auch in den Jahren 2022 und 2023 wird ein höheres Umsatzwachstum erwartet als im Jahr 2020.

    Die Credit Suisse geht in der Studie auch auf die Schweizer Proptech-Branche ein. Demnach hat die Zahl der in der Schweiz tätigen Proptechs auch im vergangenen Jahr zugenommen. Mit über 320 Firmen weise die Schweiz im internationalen Vergleich eine ausgesprochen hohe Dichte an Proptechs auf, heisst es.

    Die Bank weist allerdings auch darauf hin, dass viele Proptechs mit ähnlichen Geschäftsmodellen im Markt auftreten. Sie geht davon aus, dass es nicht allen Firmen gelingen wird, sich erfolgreich zu positionieren. Als die wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Poptechs sieht die Credit Suisse die Qualität des Führungsteams und die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.

  • PropTech: Die 3 wichtigsten Success Drivers

    PropTech: Die 3 wichtigsten Success Drivers

    Gemäss «Gartner Hype Cycle» unterliegt jede neue Technologie zuerst einmal hohen bzw. überzogenen Erwartungen. Nach einem «Zyklus der Enttäuschung» folgt eine «Phase der Erleuchtung», aus welcher anschliessend Lösungen auf einem realistisch steigendem Produktivitätsniveau entstehen. Data Science, Roboter und Drohnen, Virtual und Augmented Reality oder Artificial Intelligence sind nur einige dieser Basistechnologien. Die Blockchain reiht sich hier als eine der letzten technologischen Hype-Auslöser ein. Wir werden in den nächsten Jahren in diesen Bereichen vielversprechende Entwicklungen und Anwendungsfälle sehen.

    Die Herausforderung für ein PropTech-Unternehmen ist es, aus einer dieser Basistechnologien ein erfolgreiches Geschäftsmodell bzw. Produkt oder Service mit entsprechendem Problemlösungspotential und Skalierbarkeit zu entwickeln. In diesem Zusammenhang hört man oft Begriffe wie SaaS oder DSaaS. «Software as a Service» (SaaS) ist ein Cloud-Service Modell, bei dem sich Anwendungen und Daten in der Cloud und somit auf den Servern des PropTech-Anbieters befinden. Bei «Data Science as a Service» (DSaaS) werden die an die Cloud gelieferten Daten vom Anbieter aufbereitet, nach einem Algorithmus analysiert und dem Kunden als Erkenntnisse zurückgespielt.

    Dies ist aber nur eine Seite der Medaille. Die etablierten Firmen in der Immobilienbranche müssen den Mehrwert dieser Produkte und Services auch erkennen und dafür bereit sein zu bezahlen. Treiber für die Immobilienunternehmer wird hier sicherlich die Kosten- bzw. Effizienzseite sein, aber auch oder vor allem die Bedürfnisse ihrer Kunden. Wer sein Geschäftsmodell auf einen Megatrend ausrichtet – wie etwa Sustainability, Big Data oder Future Work – liegt hier grundsätzlich nicht falsch.

    Mehr zu erfolgreichen Geschäftsmodellen erfahren Sie hier:
    https://proptechmarket.net/loesungen

  • PropTech Trend bei Investoren angekommen

    PropTech Trend bei Investoren angekommen

    Derzeit fliesst viel Kapital in Startups. Im Jahr 2020 sind über 2 Mrd. Franken in Schweizer Startup-Unternehmen geflossen. Europaweit wurden zuletzt mehr als 500 Mio. Euro pro Jahr in Startups investiert, die sich der Digitalisierung der Immobilienwirtschaft widmen (Quelle: Swiss Venture Capital Report 2021, European PropTech Trends 2020). Neben den professionellen Venture Capital-Gesellschaften sind es zunehmend auch Corporate Investoren und Business Angels, die sich hier ein Stück vom (PropTech-)Kuchen abschneiden wollen. Dies ist einerseits der Situation auf den Finanzmärkten geschuldet – Stichwort Negativzinsen – aber andererseits sicher auch der digitalen Transformation und dem Bestreben von Firmen, entsprechendes Produkt-Know-how im Unternehmen zu sichern. 

    Aber wie definiert sich ein Startup eigentlich? Nicht jeder Jungunternehmer ist automatisch ein Startup-Entrepreneur. Gemäss Definition des Swiss Startup Radar müssen ein skalierbares Geschäftsmodell und ambitionierte Wachstumspläne vorliegen als auch internationale Absatzmärkte im Fokus stehen. Basis des Geschäftsmodells ist ein wissenschafts- und technologiebasierter Ansatz sowie ein Fokus auf Innovation. Last but not least: Die Geldgeber sind renditeorientiert, ihre Investitionen sollen sich rechnen. 

    Finanzierungen erfolgen grundsätzlich in verschiedenen Finanzierungsrunden. Je nach Entwicklungsstadium spricht man etwa von Seed-Investments, Series A und Series B Finanzierungsrunden für die frühen Phasen, Series C, D, E, etc. für die späteren Stages – bis irgendwann ein möglicher «Exit» folgt, zum Beispiel durch einen Börsengang oder den Verkauf an einen grossen Investor. Ein Exit ist sozusagen ein Indikator für die «Reife» eines Startup-Ökosystems und ist für die Eigendynamik des Systems wichtig: er bringt verkaufende (bisherige) Investoren und Gründer hervor, welche ihrerseits wieder in neue Startups reinvestieren oder erneut Startups gründen.  

    Mehr zu Innovationsstrategie und Startup-Finanzierung lesen Sie hier:
    https://proptechmarket.net/impulse

  • City Pop: Neue App für Microliving

    City Pop: Neue App für Microliving

    City Pop kombiniert das Bedürfnis nach Microliving-Wohnungen mit Social Living. Dadurch unterscheidet sich City Pop massgeblich von anderen Microliving-Anbietern. «Unsere App soll den Bedürfnissen unserer Gäste entsprechen und Anforderungen an nachhaltiges Wohnen erfüllen. Alle für den Alltag relevanten Services sind zentral an einem Ort abrufbar und einfach zu bedienen. Zudem wollen wir den Mieterinnen und Mietern eine unkomplizierte Plattform zur Verfügung stellen, auf der sie sich vernetzen und austauschen können. So soll eine echte Gemeinschaft entstehen, die neuen Mietern hilft, sich in der jeweiligen Stadt zu integrieren», erläutert Manuel Sassella, CEO von City Pop.

    Innovation und Flexibilität
    Die App ist das Herzstück von City Pop und Schlüssel zu den City Pop-Apartments und den damit verbundenen Dienstleistungen. Beispielsweise lässt sich die Wohnung vor der Buchung autonom besichtigen. Dafür kann über die App ein Zeitfenster reserviert werden, während dem der individuelle Zugang zum Apartment möglich ist. Buchung und Verwaltung des Mietvertrags für Wohnung, Nebenräume sowie Services laufen ebenfalls direkt über die App. Der Vertragsabschluss wird seitens City Pop in knapp 30 Minuten bestätigt und der virtuelle Hausschlüssel freigeschaltet. «Im letzten Jahr konzentrierten wir uns darauf, eine neue und schlankere Benutzeroberfläche zu schaffen – unter Verwendung solider, sicherer und skalierbarer Technologien. Ein brandneues, ansprechendes und interaktives Erlebnis, das sich den Bedürfnissen unserer Gäste anpasst und nicht umgekehrt. Innovation und maximale Flexibilität stehen im Vordergrund», so Alex Sassella, Chief Technology Officer von City Pop und verantwortlich für die Entwicklung der App. Die Erfahrungen und Bedürfnisse der Gäste werden über Feedbackfunktionen der App laufend in die Weiterentwicklung des gesamten City Pop Konzepts integriert und fliessen so auch in die zukünftige Gestaltung der Häuser und Apartments ein.

    Community-Gedanke im Vordergrund
    Neben den zusätzlichen Serviceleistungen wie Wäsche- und Reinigungsservice, Lieferservice oder Auto- und Bike-Sharing bietet die App auch den «Haus-Chat» – die Möglichkeit, unkompliziert mit Nachbarinnen und Nachbarn in Kontakt zu treten, sich zu verabreden und auszutauschen. Die Rubrik «Around you» zeigt an, welche Angebote und Aktivitäten es in der Umgebung gibt. Zum Social Living-Konzept von City Pop gehören nicht nur virtuelle, sondern auch physische Räume, die den Austausch fördern sollen wie Gemeinschaftsräume für Events und Coworking Spaces.

    City Pop national und international auf Expansionskurs
    City Pop ist der erste Anbieter in der Schweiz, der ein ganzheitliches Microliving-Konzept entwickelt hat, bei dem Wohnraum, innovative Technologie und Social Community-Gedanke Hand in Hand gehen. Die Umsetzung erfolgt auf nationaler und internationaler Ebene. In der Schweiz bietet das Schweizer Unternehmen Wohnungen in Zürich und Lugano an. Die Auslastung der Apartments beträgt im Schnitt über 98%. Weitere Projekte in Lausanne, Zürich, Genf und Basel sind im Bau und im Laufe der nächsten zwei Jahren bezugsbereit. Zusätzlich hat City Pop im letzten Jahr rund 1’300 Wohnungen in der Schweiz und in Europa übernommen, die aktuell gemäss dem City Pop-Konzept umgebaut werden. Darunter Städte wie Mailand, Amsterdam, Paris, London, Dublin, Berlin, Frankfurt und Prag. Das Ziel von City Pop ist es, bis 2025 15’000 Wohnungen in 57 europäischen Grossstädten zu betreiben.

    Weitere Informationen zum innovativen Wohnkonzept von City Pop unter: www.citypop.com
    Download App über Apple App Store und den Google Play Store