Kategorie: propTech

propTech – Immobiliennews zu digitalen Lösungen, Innovationen & Technologien für die Schweizer Immobilienbranche.

  • Forschende arbeiten an sauberem Wasser für Städte der Zukunft

    Forschende arbeiten an sauberem Wasser für Städte der Zukunft

    Forschende des in Dübendorf ansässigen Wasserforschungsinstituts Eawag und der Hochschule für Life Sciences an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sind am EU-Projekt UrbanM20 beteiligt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, widmet sich das unter der Leitung der Dänischen Technischen Universität Kopenhagen (DTU) stehende Projekt der Verbesserung des Monitorings und Managements der städtischen Wasserwirtschaft.

    Ziel des internationalen Projekts ist, die Qualität des städtischen Wassers in den Städten der Zukunft zu verbessern. Dabei sollen sowohl Wassernutzung, Verbrauch und Abwasser beobachtet und in Datenaustauschsystemen gespeichert werden. Mit digitalen Zwillingen sollen flexible Programme erarbeitet werden, die das Wasserqualitätsmanagement verbessern.

    An dem Projekt beteiligen sich 20 Partner aus zehn Ländern. Aus der Schweiz sind zum Beispiel das Stadtzürcher Departement für Entsorgung und Recycling (ERZ) sowie der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) mit an Bord. Die Beteiligten wollen intelligente Sensoren entwickeln, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz die Überwachung der Wasserqualität verbessern. Die digitalen Zwillinge sollen helfen, Verschmutzungsprobleme zu identifizieren und Lösungen zu planen. „Wir wollen die Behörden mit praxisnahen Leitlinien aber auch dabei unterstützen, ihre schon bestehenden Systeme besser zu überwachen und zu unterhalten“, wird Projektkoordinator Luca Vezzaro von der DTU in der Mitteilung zitiert.

    Das Projekt UrbanM20 wird über das Horizon Europe Programm von der EU mit 5 Millionen Euro gefördert. Zusätzlich unterstützt das Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) das Projekt mit 1 Million Euro.

  • Kleine Städte interessieren sich zunehmend für die Smart City

    Kleine Städte interessieren sich zunehmend für die Smart City

    Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit Sitz in Winterthur hat die Swiss Smart City Survey 2024 veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass insbesondere kleine Städte in intelligente Lösungen investieren, heisst es in einer Mitteilung. Die Umfrage der ZHAW habe zudem eine steigende Teilnehmerzahl der Befragten verzeichnet.

    Von den teilnehmenden Städten und Gemeinden sind in der Umfrage insgesamt 403 Projekte zur Gestaltung einer intelligenten Stadt gemeldet wurden. Im Einzelnen zählen dazu Kategorien wie Smart Governance, Smart Environment, Smart Mobility, Smart People, Smart Living und Smart Economy. 97 Projekte fallen in den Bereich Smart Environment, darunter vor allem solche im Bereich Photovoltaik. Dies entspricht einer doppelt so hohen Anzahl wie noch im Jahr 2022.

    Allerdings verzeichnet der Bericht noch hohes Entwicklungspotential. In 29 Prozent der untersuchten Städte wird das Thema Smart City aktiv bearbeitet, 18 Prozent befinden sich noch in der Anfangsphase. „Viele Städte befinden sich noch in keiner definierten Smart-City-Entwicklungsphase – ein deutliches Zeichen, dass es hier enormes Entwicklungspotenzial gibt“, wird Vicente Carabias, Schwerpunktleiter für Nachhaltige Energiesysteme und Smart Cities an der ZHAW, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass immer mehr Städte sich dem Thema Smart City annehmen. Die Daten der Swiss Smart City Survey verdeutlichen das hohe Marktpotenzial für die Wissenschaft und Unternehmen, die beim Aufbau smarter Infrastrukturen eine aktive Rolle übernehmen können.“

  • Kleine Städte treiben smarte Transformation voran

    Kleine Städte treiben smarte Transformation voran

    Im aktuellen Survey wurden 403 Projekte aus 124 Städten erfasst, wobei Digitalisierung und Nachhaltigkeit die wichtigsten Themenfelder darstellen. Die meisten Initiativen entfallen auf den Bereich Smart Environment, insbesondere auf erneuerbare Energien wie Photovoltaik und ressourcenschonende Technologien. Diese Dynamik unterstreicht den Wandel, den Schweizer Städte anstreben, um den CO₂-Fussabdruck zu verringern und innovative Lebensräume zu schaffen.

    Engagement und Wachstumschancen für kleine Städte
    Die Zahl der teilnehmenden Städte ist markant gestiegen. Immer mehr Kommunen formulieren eigene Smart-City-Strategien, benennen Verantwortliche und arbeiten an Pilotprojekten zur digitalen Transformation. Dennoch zeigt die Umfrage, dass fast 80 Prozent der Städte noch keine ausgereiften Prozesse implementiert haben und sich erst in frühen Entwicklungsphasen befinden. Dies ist ein starkes Signal für bestehendes Entwicklungspotenzial und Marktchancen für Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft.

    Governance, Partizipation und Infrastruktur
    Zu den entscheidenden Dimensionen zählen Smart Governance, Citizen Engagement und Co-Kreation. Die Zunahme von Projekten in digitalen Bürgerservices und smarter Infrastruktur, wie Ressourcenschonung oder intelligente Mobilität, deutet auf den notwendigen Ausbau und die Verstärkung von organisationsinternen Kompetenzen innerhalb der Stadtverwaltungen hin.

    Marktpotenzial und nächste Schritte
    Die Studienautoren betonen, die Dynamik bei Smart-City-Initiativen ist hoch, aber die Ausgestaltung und Organisation noch ausbaufähig. Das Marktpotenzial für Unternehmen und Forschung ist entsprechend gross. Smarte Infrastruktur und innovative Projekte bieten zahlreiche Möglichkeiten für Kooperation und Investition.

    Kleine Städte als Treiber der smarten Zukunft
    Kleine Schweizer Städte erweisen sich als Motor der Smart-City-Transformation. Mit wachsendem Engagement, einer klaren Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie einer steigenden Zahl konkreter Projekte gewinnen sie an Bedeutung und schaffen neue Chancen für eine nachhaltige und vernetzte Stadtlandschaft.

  • Whitepaper «Nachhaltige Gebäudekonzepte»

    Whitepaper «Nachhaltige Gebäudekonzepte»

    Die Autoren des Whitepapers fordern einen Paradigmenwechsel. Planen, Bauen und Betreiben sollen als zusammenhängender, ganzheitlicher Prozess verstanden werden. Gebäude gelten dabei als dynamische Systeme, die Mensch, Umwelt und Wirtschaft gleichermassen dienen. Bereits in der frühen Planungsphase schafft eine vorausschauende Automationsstrategie die Basis für einen energieeffizienten, komfortablen und langlebigen Betrieb.

    Gebäudeautomation liefert greifbaren Mehrwert
    Durch digitale Steuerung von Beleuchtung, Klimatisierung, Heizung und Lüftung sowie gezielten Einsatz von Sensorik wird Ressourcenverbrauch messbar reduziert und das Raumklima verbessert. Das schlägt sich positiv auf Betriebskosten, Nutzerkomfort und die Einhaltung von ESG-Kriterien nieder – ein signifikanter Vorteil für Investoren, Betreiber und Nutzer.

    Der Mensch im Mittelpunkt
    Im Whitepaper erhält der menschliche Faktor grossen Stellenwert: Moderne Gebäude sollen zur Gesundheit und Produktivität beitragen und individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Aspekte wie Luftqualität, thermischer Komfort oder Akustik rücken stärker in den Fokus. Dank digitaler Technologien – von Sensorik bis zu personalisierten Raumprofilen – werden adaptive und nutzerfreundliche Arbeits- und Lebenswelten realisierbar.

    Kreislaufwirtschaft und digitale Infrastrukturen als Zukunftsstandard
    Gebäudeautomation unterstützt einen sparsamen Umgang mit Energie und Wasser und erleichtert die Umsetzung zirkulärer Gebäudekonzepte. Cloudbasierte Plattformen, IoT-Sensoren und IP-basierte Netzwerke schaffen Raum für smarte Funktionen wie Desk-Sharing oder Asset-Tracking und steigern den Immobilienwert im Zeitalter digitaler Transformation.

    Komfort, Nachhaltigkeit und Wertsteigerung
    Das Whitepaper belegt eindrücklich, ganzheitliche Gebäudeautomation sorgt nicht nur für mehr Komfort und Kosteneffizienz, sondern ist unverzichtbar für nachhaltige, gesundheitsfördernde und wertstabile Immobilien.

    Whitepaper steht zum Download bereit unter: www.siemens.ch/raumautomation

  • HSLU optimiert Metallrecycling mit KI

    HSLU optimiert Metallrecycling mit KI

    Jährlich fallen fast zwei Millionen Tonnen Metallschrott in der Schweiz an, wovon bis zu 95 Prozent recycelt werden. Die hohe Rücklaufquote täuscht jedoch über ein zentrales Problem hinweg. Verunreinigungen, etwa Kupfer im Stahlschrott oder Zinn aus Beschichtungen, machen einen Grossteil des Recyclingstahls ungeeignet für hochwertige Anwendungen. Statt im Fahrzeug- oder Maschinenbau wird dieser Stahl meist im Tiefbau eingesetzt, wo geringere Anforderungen an Reinheit gelten.

    Downcycling ist wirtschaftlich und strategisch riskant
    Der sogenannte Downcycling-Effekt führt dazu, dass wertvolle Rohstoffe nicht optimal genutzt werden. Die Schweiz als rohstoffarmes Land ist bei hochwertigen Metallen auf Importe angewiesen. Jede Tonne, die hochwertig recycelt wird, stärkt die Autonomie und Resilienz der Schweizer Wirtschaft, gerade in politisch unsicheren Zeiten.

    KI-Sensorik für Effizienz und Qualität
    Im Forschungsprojekt ReRe und im Innosuisse-Projekt Reinvent zeigen HSLU und Partner, wie intelligente Sensoren, kombiniert mit selbstlernender KI, bereits an Sammelstellen eine präzise Analyse des Metallschrotts ermöglichen. Kritische Bestandteile wie Akkus oder Druckbehälter werden früh erkannt, was die Sortierprozesse entscheidend verbessert.  Wenn nur 15% des rückgeführten Schrotts hochwertig recycelt werden, können bis zu 36’000 Tonnen CO₂ und jährlich rund 30 Millionen Franken eingespart werden.

    Systemische Ansätze für eine moderne Kreislaufwirtschaft
    Die von Innosuisse geförderte Studie Reinvent analysierte das Gesamtsystem Metallrecycling von Materialflüssen über Akteure bis zu Geschäftsmodellen. Neben technologischen Innovationen sind Standards, Transparenz und verlässliche Daten zur Rückverfolgbarkeit essenziell, ebenso wie wirtschaftliche Anreize für alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette.

    Zukunftsfähigkeit sichern
    Die Wissenschaftler der HSLU empfehlen unter anderem, Sensortechnologien flächendeckend zu integrieren, einheitliche Datensysteme zur Rückverfolgbarkeit zu schaffen und Kooperationen über alle Akteursgruppen zu stärken. Auch die gezielte Förderung von Wiederverwendungspraktiken soll technologisch und regulatorisch verankert werden, damit hochwertiges Recycling zum Branchenstandard wird.

    Metallrecycling als Schlüssel zu Schweizer Rohstoffsouveränität
    Mit KI und systemischen Innovationen wird Metallschrott zum Wertstoff. Die Schweiz kann den Rohstoffkreislauf schliessen und eine nachhaltige, widerstandsfähige Industrie aufbauen.

  • Kommunikation für digitale Self-Storage-Lösungen in Zürich

    Kommunikation für digitale Self-Storage-Lösungen in Zürich

    Die inhabergeführte Zürcher Kommunikationsagentur GRIP ist laut einer Medienmitteilung zukünftig für die PR von placeB verantwortlich, einem ebenfalls in Zürich ansässigen Anbieter für digitale Lagerraumlösungen. Im Rahmen der Zusammenarbeit will man auf die datengestützte Alltagsrelevanz von Self-Storage-Lösungen im B2C-Bereich fokussieren. Zentral ist ausserdem die ESG (Umwelt, Soziales, Unternehmesführung)-konforme Flächenaktivierung durch placeB-Lösungen für B2B-Partner.

    „PlaceB zeigt, wie digital zugänglicher Lagerraum gesellschaftliche Herausforderungen löst. Als Schweizer Scale-up mit digitaler DNA passt das perfekt zu unserer Expertise in der Immobilien- und Technologiekommunikation und wir freuen uns darauf, placeB auf ihrem Expansionskurs zu begleiten“, wird Patrick Milo in der Mitteilung zitiert, Managing Director der Kommunikationsagentur. Laut Tobias Kaufmann, CEO der placeB AG, entwickelt sich Self-Storage „von der Nischenlösung zur urbanen Grundausstattung. GRIP wird uns dabei unterstützen, sowohl Privatnutzer als auch Immobilieneigentümer für die Vorteile intelligenter Raumnutzung zu sensibilisieren.“

    Die placeB AG ist an über 50 Standorten aktiv und will mit ihrem Angebot gesellschaftliche Megatrends wie Urbanisierung, Wohnraummangel und erhöhte Mobilität angehen. Kunden können mithilfe der placeB-App ab einer Mietdauer von einer Woche beheizte und trockene Lagerräume anmieten. Diese sind rund um die Uhr videoüberwacht und sind nach Erteilung von Zugriffsrechten auch Mitarbeitenden oder Freunden zugänglich.

  • Molekulare Lichterkette eröffnet Wege für Quantentechnologien

    Molekulare Lichterkette eröffnet Wege für Quantentechnologien

    Porphyrine sind zentrale Bausteine der Natur. Sie bilden die Basis für Hämoglobin im Blut oder Chlorophyll in Pflanzen. In Kombination mit Metallzentren erhalten sie vielseitige chemische und physikalische Eigenschaften. Empa-Forschende nutzten nun dieses Prinzip, um Porphyrine gezielt an ein Graphen-Nanoband mit Zickzack-Rändern anzudocken. Die Bindung erfolgte mit höchster Präzision und bildet eine Art molekulare Kette mit exakt definierten Abständen.

    Magnetismus trifft Quantenlogik
    Das Graphenband bringt einen eigenen Randmagnetismus mit, während die Metallzentren der Porphyrine konventionellen Magnetismus beisteuern. Beide Systeme wurden erfolgreich gekoppelt, ein entscheidender Schritt für quantentechnologische Anwendungen. Das hybride Material könnte als Reihe vernetzter Qubits fungieren, in denen Spins als Informationsträger genutzt werden.

    Elektronik und Optik in einem System
    Die Porphyrine sind nicht nur magnetisch aktiv, sondern auch optisch wirksam. Sie können Licht abstrahlen, dessen Wellenlänge vom magnetischen Zustand beeinflusst wird. Eine Art molekulare Lichterkette, die Informationen durch Farbänderungen überträgt. Umgekehrt lässt sich das System durch Licht anregen, was Leitfähigkeit und Magnetismus des Graphenbands verändert. Damit eröffnet sich ein breites Spektrum an Anwendungen von chemischen Sensoren bis hin zu neuartigen Bauelementen der Elektronik.

    Baukasten für die Zukunft
    Die Synthese dieser Strukturen erfordert aufwendige Verfahren. Unter Ultrahochvakuum und bei hohen Temperaturen werden die präzise designten Ausgangsmoleküle auf einer Goldoberfläche zu den Ketten „gebacken“. Unterstützt von der Werner Siemens-Stiftung arbeitet das Empa-Team nun daran, durch Variationen der Metallzentren und Graphenbreiten noch vielseitigere Systeme zu entwickeln. Ziel ist es, Designer-Materialien zu schaffen, die die Grundlage für zukünftige Quantentechnologien bilden.

    Die Kombination von Porphyrinen und Graphen eröffnet eine neue Klasse molekularer Systeme. Sie verbindet Chemie, Magnetismus und Optik in nanoskaligen Strukturen und legt den Grundstein für die Elektronik und Quantentechnologie von morgen.

  • Barrierefreie Türen durch unsichtbares Dämpfungssystem

    Barrierefreie Türen durch unsichtbares Dämpfungssystem

    Dormakaba hat ein neues Dämpfungssystem für Türen auf den Markt gebracht. Die weltweit agierende Schliesstechnikfirma aus Rümlang hat mit IST Home ein System lanciert, das ein sanftes Öffnen und Schliessen sowie ein barrierefreies Passieren von Türen im Wohnbereich ermöglicht, heisst es in einer Mitteilung. Eine vergleichbare Dämpfung ist bislang von Schubladen und Küchenmöbeln bekannt.

    Die Stärke der Dämpfung lässt sich bei IST Home über ein Ventil einstellen. Zum Öffnen der Tür reicht ein sanfter Druck aus, um einen Anfangswiderstand zu überwinden. Auch das Schliessen der Tür erfolgt sanft ohne ein Schlagen des Türblatts. Bei Rahmen und Vollblatttüren mit einer Stärke von mindestens 40 Millimetern und einer maximalen Masse bis zu 100 Kilogramm kann das System IST Home voll in die Tür integriert werden. Von aussen sind somit keine Bauteile sichtbar. Wie das Unternehmen mitteilt, ist das neue System langlebig und wartungsfrei.

  • Digitale Zwillinge für Energiesysteme gewinnen an Bedeutung

    Digitale Zwillinge für Energiesysteme gewinnen an Bedeutung

    Sympheny hat laut seiner Mitteilung einen Meilenstein auf dem Weg als Partner des kalifornischen Unternehmens ESRI und seiner Schweizer Niederlassung in Zürich erreicht: Die 2020 gegründete und im Technopark Winterthur ansässige Firma Sympheny hat das dreijährige Start-up-Programm von ESRI offiziell abgeschlossen.

    Die während dieser Zeit erhaltene „Unterstützung von unschätzbarem Wert samt aller Ressourcen und Möglichkeiten“ hätten es ermöglicht, die Geodatentechnologie des weltweit tätigen Unternehmens in die eigenen Lösungen für Energiesysteme zu integrieren. „Von der Optimierung der städtischen Energieplanung bis hin zur Verbesserung der räumlichen Entscheidungsfindung hat das ESRI-Ökosystem massgeblich dazu beigetragen, unsere Innovationen voranzutreiben“, so Sympheny.

    Sympheny bietet auf dem digitalen Zwilling basierende Dienstleistungen für Energieplanerinnen und -manager an, die es ihnen ermöglichen sollen, ihre Nachhaltigkeitsziele „mit minimalen Kosten und maximalem Vertrauen zu erreichen“, so das Start-up in einer Selbstdarstellung. „Digitaler Zwilling + Algorithmen = Intelligente Dienstleistungen.“ Dafür stellt Sympheny seine abonnementbasierte SaaS-Plattform zur Verfügung, auf der sie ihren digitalen Zwilling des Energiesystems entwickeln, verwalten und kontinuierlich nutzen können.

    In einer nächsten Phase soll die Partnerschaft zwischen Sympheny und ESRI mit neuen gemeinsamen Projekten vertieft werden. Zudem äussert sich Sympheny „stolz darauf, ESRI als Beobachter in unserem GOES-Projekt zu haben“. GOES ist ein Horizon 2020-Projekt der EU, in dem innovative Geodatenlösungen für die Energieplanung erforscht werden. Es wird von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf ZH koordiniert und umfasst acht Partner aus fünf Ländern der EU und den USA.

    Ausserdem, so heisst es in der Mitteilung, freue sich Sympheny auch auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Team von Urban ArcGIS, der webbasierten 3D-Lösung von ESRI für Stadtplanungsprojekte. Sympheny wolle dabei besonders das Thema Energie voranbringen.

  • Pilotprojekt intelligente automatisierte Mobilität schreitet voran

    Pilotprojekt intelligente automatisierte Mobilität schreitet voran

    Das Swiss Transit Lab (STL) aus Schaffhausen, die Kantone Zürich und Aargau und die SBB haben die Kartierungsphase des Pilotprojekts intelligente automatisierte Mobilität (iamo) gestartet. Mit der Erstellung einer digitalen Karte der Region, wird laut einer Medienmitteilung der Einsatz selbstfahrender Fahrzeuge im Furttal vorbereitet. Bevor das Angebot im Furttal nutzbar sein wird, sollen nach der Kartierung eine Trainingsphase und eine Testphase durchgeführt werden.

    Im Rahmen des Projekts möchten die Projektpartner automatisierte Fahrzeuge für Reisende zu Verfügung stellen und herausfinden, wie dies künftig den öffentlichen Verkehr weiterentwickeln könnte. Es sind nun erstmals zwei mit der WeRide-Technologie ausgestattete Elektroautos im Furttal unterwegs. Diese werden jedoch vorerst noch von einer Fahrerin oder einem Fahrer gesteuert.

    Während der Kartierungsphase werden nun die Strassen im Pilotgebiet manuell abgefahren. Die Fahrzeugsensoren erfassen dabei die Umgebung und erstellen eine digitale Karte, die mehr Informationen als eine klassische Navigationskarte enthalten wird. Die Karte wird neben Echtzeitaufnahmen künftig die Grundlage für die sichere Navigation der selbstfahrenden Fahrzeuge bieten. Sobald diese Phase abgeschlossen ist und die Ausnahmebewilligung des Bundesamts für Strassen (ASTRA) zum automatisierten Fahren vorliegt, werden die Trainings- und Testphase folgen. Dabei werden die Fahrzeuge die Verkehrsregeln und typische Situationen im Pilotgebiet lernen und anschliessend zunächst unter Aufsicht eines Sicherheitsfahrer automatisiert fahren.

    Der öffentliche Betriebsstart der Fahrzeuge ist für de erste Jahreshälfte 2026 angesetzt. Bis zu vier Personenwagen können dann über eine App kostenpflichtig bestellt werden und Fahrgäste von einem definierten Haltepunkt zu einem anderen Haltepunkt in der Pilotregion bringen. Verschiedene Massnahmen sollen dabei den Datenschutz und die Datensicherheit sicherstellen. Die Flotte soll künftig ausserdem um Kleinbusse erweitert werden.

  • Robotersystem optimiert Aufzugsmontage in Singapur

    Robotersystem optimiert Aufzugsmontage in Singapur

    Schindlers robotergestütztes Montagesystem für Aufzüge, Schindler R.I.S.E, wurde im neuen Shaw Tower in Singapur eingesetzt. Wie das Unternehmen aus Ebikon in einem LinkedIn-Beitrag berichtet, spiele der Roboter eine Schlüsselrolle bei der Installation, indem er manuelle Arbeit reduziert, die Baustellensicherheit verbessert und die Gesamteffizienz des Installationsprozesses steigert. Der selbst kletternde Roboter übernimmt autonom Installationsschritte wie das Bohren und Setzen von Ankerbolzen.

    Mit dem R.I.S.E-System können Installationsschritte schneller fertiggestellt werden als mit herkömmlichen Montagemethoden. Während das System unabhängig arbeitet und keine Bedienung erfordert, ermöglicht eine auf der Plattform montierte Kamera die Fernüberwachung. Zur Qualitätskontrolle und Unterstützung bleibt ausserdem ein Bediener oder Bedienerin von Schindler R.I.S.E während der Montagezeit vor Ort.

    „Schindler R.I.S.E wird mittlerweile auf zahlreichen Baustellen weltweit erfolgreich eingesetzt. Es hat nicht nur Kunden und Kollegen mit seiner beispiellosen Geschwindigkeit und Genauigkeit beeindruckt, sondern auch die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter drastisch verbessert. Es ist Innovation vom Feinsten“, so Urs Püntener, Leiter Global Fulfillment der Schindler-Gruppe, über die Unternehmensinternetseite.

  • Mikrofabriken mit KI verändern den Wohnungsbau

    Mikrofabriken mit KI verändern den Wohnungsbau

    Die jüngsten Waldbrände in Südkalifornien haben Tausende Hektar Land verwüstet und über 16’000 Gebäude zerstört. Genau hier setzt die Mikrofabrik von Cosmic in Pacific Palisades an. Sie produziert modulare Wandpaneele in Millimeterpräzision, die direkt an die Baustelle geliefert und montiert werden. Das ermöglicht eine Verkürzung der Bauzeit um bis zu 70 Prozent. Bis 2027 sollen 100 neue Häuser entstehen, feuerfest, energieeffizient und autark in der Wasserversorgung.

    Technologie als Treiber des Bauwesens
    Kern der Lösung ist die Kombination aus ABBs Industrieroboter IRB 6710, der Digital-Twin-Software RobotStudio® und dem KI-gestützten Building Information Model (BIM) von Cosmic. Damit lassen sich Bauprozesse vollständig digital simulieren, optimieren und in Echtzeit überwachen. Computer-Vision-Systeme analysieren laufend die Fertigung, erkennen Fehler und sichern eine konstante Qualität. Durch die Einbindung von Robotik, Automatisierung und KI wird der gesamte Prozess, von Genehmigungen über Fertigung bis zur Montage, in einer End-to-End-Plattform gebündelt.

    Nachhaltigkeit und Kostenreduktion
    Die Vorteile sind nicht nur Geschwindigkeit und Präzision. Häuser aus der Mikrofabrik sind feuerfest, mit Solaranlagen und Batteriespeichern ausgestattet und verfügen über Wasserautarkie durch Recycling-Systeme. Der Preis liegt zwischen 550 und 700 Dollar pro Quadratmeter, deutlich unter den üblichen Kosten in Los Angeles von 800 bis 1’000 Dollar. Gleichzeitig sinkt der Materialabfall, während die Bauqualität steigt. Für viele Hausbesitzer, die nach Katastrophen mit Unterversicherung und hohen Wiederaufbaukosten kämpfen, bedeutet dies eine reale Entlastung.

    Wachstumspotenzial im Bauwesen
    Experten prognostizieren, dass der globale Markt für Bauroboter bis 2030 jährlich um 20 Prozent wächst. Die Kooperation von ABB und Cosmic demonstriert, wie sich diese Dynamik automatisiert, lokal, nachhaltig und kosteneffizient umsetzen lässt. Damit eröffnet sich nicht nur ein neuer Weg für die Katastrophenhilfe, sondern auch ein Modell für den künftigen Wohnungsbau weltweit.

  • Digitale Partnerschaft für mehr Effizienz im Bauprozess

    Digitale Partnerschaft für mehr Effizienz im Bauprozess

    Die smartconext AG, die webbasierte und vollintegrierte Lösungen zur digitalen Auftragsakquise in der Bauwirtschaft entwickelt, arbeitet künftig mit der LUUCY AG zusammen. Smartconext bietet webbasierte und vollintegrierte Lösungen zur digitalen Auftragsakquise in der Bauwirtschaft an, während LUUCY eine Plattform mit einer digitalen Nachbildung der Schweiz betreibt. LUUCY-Nutzende profitieren von der Zusammenarbeit durch einem integrierten Zugriff auf aktuelle Bauprojektinformationen.

    Ziel der Partnerschaft, die laut einer Mitteilung bauwirtschaftliche Informationen frühzeitiger verfügbar machen, Zusammenhänge klarstellen und Entscheidungen besser fundieren soll, ist es, mehr Effizienz, Transparenz und Geschwindigkeit im Bauprozess zu schaffen. „Unsere Vision ist es, Bauinformationen dort verfügbar zu machen, wo sie echten Mehrwert stiften – frühzeitig, präzise und integriert in bestehende Prozesse“, wird Dominik Mahn, Gründer und CEO von smartconext, in der Mitteilung zitiert. „Mit LUUCY haben wir einen Partner gefunden, der wie wir für Innovation und digitale Exzellenz in der Bauwirtschaft steht.“

    Die Plattform der LUUCY AG, die neben dem Hauptsitz in Schlieren über Vertretungen in Kriens LU und Münchenstein BL verfügt, vereint georeferenzierte Planungsgrundlagen mit Analyse-Tools für Machbarkeitsstudien, Potenzialabschätzungen und Entwicklungsstrategien. Akteuren der Bauwirtschaft wird so eine intuitive 3D-Visualisierung und datenbasierte Standortentwicklung in Echtzeit ermöglicht.

  • Serienproduktion intelligenter Sicherheitsroboter

    Serienproduktion intelligenter Sicherheitsroboter

    Das Startup 2021 gegründet, nimmt die Serienfertigung seiner hochentwickelten Sicherheitsroboter auf. Entwickelt in der Schweiz, produziert in Deutschland, diese Kombination aus Innovationskraft und Fertigungsexzellenz soll den europaweiten Sicherheitsmarkt verändern. Die ersten 50 Systeme sollen noch 2025 in Betrieb genommen werden.

    CEO Marcus Köhnlein sieht das Projekt als Infrastrukturmaßnahme für eine smartere Zukunft. „Das ist mehr als Robotik, wir liefern skalierbare Systeme, die Sicherheit autonom und zuverlässig neu denken.“ Die Roboter sind für komplexe Umgebungen wie Flughäfen, Logistikzentren oder Smart Cities konzipiert und arbeiten autonom, unterstützt durch Echtzeitanalyse und prädiktive Diagnostik.

    Automatisierte Sicherheit
    Mit steigenden urbanen Risiken und zunehmendem Personalmangel in der Sicherheitsbranche wächst die Nachfrage nach automatisierten Lösungen. Die Roboter liefern eine Antwort, skalierbar, flexibel und wartungsarm. Ihr modularer Aufbau erlaubt Anpassungen an unterschiedliche Einsatzorte, von Industriegeländen bis Universitätscampus.

    Das Geschäftsmodell basiert auf „Robot-as-a-Service“ und bietet Kunden leistungsfähige Sicherheitslösungen mit geringer Einstiegshürde. Echtzeitdaten, kontinuierliches Lernen und hohe Betriebszeit sind integrale Bestandteile des Systems.

    Wachstumsstrategie und Finanzierungsrunde gestartet
    Für die nächste Phase, Skalierung, Marktausbau und internationale Einführung, wurde eine neue Investitionsrunde eröffnet. Ziel ist die Ausweitung der Produktion auf 300 Systeme bis 2027. Derzeit konzentriert sich das Unternehmen auf Europa, plant jedoch langfristig globale Expansion.

    Geführt wird das Start-up von einem erfahrenen Team. CEO Marcus Köhnlein bringt Führungserfahrung aus Digitalisierungs- und Innovationsprojekten mit. CTO Christoph Uhrhan ist Professor für Robotik an der Hochschule Furtwangen und leitet dort das Robotiklabor. Verwaltungsratspräsident ist Andreas R. Sarasin, ehemaliger Partner einer renommierten Schweizer Privatbank und Verwaltungsrat bei uniqueFeed.

  • Revolutionäre Schallabsorber

    Revolutionäre Schallabsorber

    Im Kampf gegen Lärm zählt jeder Zentimeter. Klassische Schallabsorber aus voluminösen Materialien wie Steinwolle oder Melaminschaum sind oft zu dick und gestalterisch einschränkend. Die neu entwickelten Schallabsorber aus mineralischen Gips- oder Zementschäumen bieten eine überzeugende Alternative. Sie sind genauso wirksam wie herkömmliche Absorber, aber rund viermal dünner. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Integration in bestehende und neue Bauprojekte.

    Die variierende Porenstruktur der mineralischen Schäume zwingt die Luftpartikel auf einen längeren Weg, wodurch trotz geringer Dicke eine hohe Schallabsorption erreicht wird. Diese patentierte Konstruktion ermöglicht es, die Absorber gezielt auf bestimmte Frequenzbereiche abzustimmen. Zudem sind die Schäume feuerfest, recycelbar und setzen keine gesundheitsschädlichen Partikel frei. Zementschäume sind zusätzlich wetterfest und damit ideal für den Aussenbereich geeignet.

    Praxistest in Zürich
    Ein erster Prototyp der neuen Schallabsorber wurde bereits in einer Hofeinfahrt in Zürich getestet. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Der Lärmpegel sank um bis zu 4 Dezibel, insbesondere bei vorbeifahrenden Autos. Die 72 Paneele mit einer Gesamtdicke von rund 5,5 Zentimetern zeigten eine zuverlässige Dämpfung tiefer Frequenzen und eine deutliche Reduktion der Schallübertragung im Bereich der Spitzenabsorption.

    Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten
    Die neuen Schallabsorber eignen sich für eine Vielzahl von Anwendungen. Sie können in Einfahrten, unter Balkonen, an Fassaden, in Treppenhäusern oder grossen Innenräumen wie Büros, Kantinen oder Sporthallen integriert werden. Besonders interessant sind sie für Spezialanwendungen, bei denen begrenzter Platzbedarf, Brandschutz und Designansprüche gleichzeitig berücksichtigt werden müssen.

    Die Zukunft der Lärmminderung
    Die Idee für diese innovativen Schallabsorber entstand bereits vor einigen Jahren, doch der Durchbruch gelang erst durch die Kombination von Materialentwicklung und akustischer Modellierung im Rahmen eines Innosuisse-Projekts. Aktuell erfolgt die Fertigung noch teilweise von Hand, doch mit einem geeigneten Industriepartner soll das Material weiterentwickelt und in grösserem Massstab produziert werden.

    Die mineralischen Schallabsorber haben das Potenzial, die Lärmminderung in verschiedenen Umgebungen zu revolutionieren. Sie bieten eine effiziente, platzsparende und gestalterisch flexible Lösung für die Herausforderungen der modernen Bauakustik.

  • Licht steuert Elektrizität in Metallen

    Licht steuert Elektrizität in Metallen

    Ein Forscherteam der University of Minnesota Twin Cities hat einen bedeutenden Durchbruch erzielt. Es entwickelte ein Verfahren, mit dem sich der Fluss von Elektrizität in extrem dünnen Metallschichten bei Raumtemperatur beeinflussen lässt mithilfe von Licht. Dieser neue Ansatz könnte dabei helfen, zukünftig optische Sensoren und Quanteninformationsgeräte bedeutend effizienter zu gestalten. Die Zwischenergebnisse der Wissenschaftler wurden aktuell in der renommierten Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht.

    Die Basis der Studie beruht auf ultradünnen Schichten aus Rutheniumdioxid (RuO2), welche auf Titandioxid (TiO2) aufgebracht wurden. Je nach Richtung reagieren diese Schichten nicht nur verschieden auf Licht, sondern auch auf den Fluss von Elektrizität. Die Struktur dieser Schichten ermöglicht es, die Dynamik der Elektronen gezielt zu steuern und damit Energieflüsse zu regulieren.

    Neue Wege durch gezielte Lichtnutzung
    Ein zentrales Ergebnis der Forschenden ist, dass sich durch gezielte Veränderungen in der atomaren Struktur die Reaktionen des Materials auf Licht exakt beeinflussen lassen. Dieser gesteuerte Effekt tritt bei gewöhnlichen Temperaturen auf und eröffnet spannende Perspektiven für zukünftige Anwendungen. „Dies ist das erste Mal, dass jemand eine abstimmbare, gerichtete ultraschnelle Ladungsträgerrelaxation in einem Metall bei Raumtemperatur nachgewiesen hat“, bestätigt Seunggyo Jeong, Postdoktorand an der Fakultät für Chemieingenieurwesen und Materialwissenschaften der University of Minnesota.

    Solche Erkenntnisse stellen zahlreiche Vorstellungen über das Verhalten von Metallen der letzten Jahre infrage und belegen, dass die gezielte Steuerung von Elektrizität durch kontrollierte Lichtimpulse möglich ist. Dies eröffnet ganz neue Ansätze im Umgang mit Energie und Informationsverarbeitung auf kleinstem Raum.

    Elektrizität im Detail steuern
    Der bisherige Konsens in der Physik sah Metalle als ungeeignet an für solch präzise Steuerungsmechanismen, weil sie zu komplexe elektronische Eigenschaften besitzen. Das aktuelle Forschungsteam fand jedoch heraus, dass genau diese Komplexität, die sogenannte Bandverschachtelung. aktiv genutzt werden kann, um die ultraschnelle Antwort der Metalle gezielt in verschiedene Richtungen zu lenken. Dies führt dazu, dass die Eigenschaft des Materials, Elektrizität zu steuern, situationsabhängig angepasst werden kann.

    Neue Anwendungen in der Computertechnik, Datenspeicherung, Sensorik und Kommunikation könnten davon massiv profitieren. Besonders die Effizienz und Geschwindigkeit von Bauelementen ließe sich durch die gezielte Steuerung von Elektrizität deutlich verbessern. Tony Low, Mitautor und Professor für Elektro- und Computertechnik an der University of Minnesota, betont, dass die Ergebnisse tiefe Einblicke in die Art und Weise liefern, wie subtile strukturelle Verzerrungen die elektronische Struktur von Metallen verändern können. Dies könnte für zukünftige ultraschnelle und polarisationsempfindliche optoelektronische Technologien von entscheidender Bedeutung sein.

  • Digitale Gästeplattform stärkt den Standort Glarus

    Digitale Gästeplattform stärkt den Standort Glarus

    Der GlarnerlandPass bündelt Meldewesen, Gästekarte und Reisebegleiter in einem integrierten System und vernetzt Tourismus, Kultur und Gewerbe auf einer gemeinsamen Plattform. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der Tourismus-Neuausrichtung, die mit dem Zusammenschluss aller Organisationen per 2024 begann. Unter der neuen Dachmarke «Glarnerland» entsteht vor den Toren Zürichs ein alpines Gesamterlebnis mit starker regionaler Identität, das digital sichtbar, kombinierbar und buchbar wird.

    Gästezentrierung und digitale Nähe
    Die Anwendung begleitet den Gast entlang der gesamten Customer Journey und ermöglicht interaktive Kommunikation in Echtzeit. Berücksichtigt werden nicht nur Übernachtungsgäste, sondern auch Tagesgäste, Zweitwohnungsbesitzer und Einheimische. Für Gäste mit Übernachtung ist der öffentliche Verkehr im gesamten Kanton im Pass inbegriffen. Ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität.

    Wertschöpfung durch lokale Vernetzung
    Tourismusbetriebe, Gewerbe und Kulturinstitutionen werden aktiv eingebunden. In Workshops und Fokusgruppen entsteht ein gemeinsames Verständnis für digitale Prozesse, neue Produkte werden entwickelt und zusätzliche Vertriebskanäle erschlossen. Diese enge Zusammenarbeit stärkt die regionale Wirtschaft und sorgt für echte Wertschöpfung im Glarnerland.

    Nachhaltige Steuerung und moderne Technologie
    Die Plattform erlaubt eine flexible Lenkung der Besucherströme und liefert über die gesammelten Daten wertvolle Impulse für eine nachhaltige Destinationsentwicklung. Technologisch basiert das System auf bewährten, modularen Lösungen führender Destinationen und nutzt die Anbindung an discover.swiss.

    Sichtbarkeit durch ESAF 2025
    Mit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2025 bietet sich eine ideale Gelegenheit, den Pass einem breiten Publikum vorzustellen. Die Kombination aus alpiner Authentizität, digitaler Innovation und integrativer Standortstrategie macht das Projekt zu einem Vorzeigemodell für die Zukunft des Tourismus.

  • Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Digitalisiertes Strassennetz für den Bezirk Horgen

    Ab Mitte Juli 2025 erfasst iNovitas aus Baden die Strassenräume des Bezirks Horgen. Das Unternehmen erstellt ein dreidimensionales digitales Abbild des öffentlichen Strassennetzes, heisst es in einer Mitteilung. Die aus dem Modell bezogenen Daten sollen eine Grundlage für die Bereiche Verwaltung, Versorgungswirtschaft und Planung bilden. Das digitale Abbild reduziert den Aufwand für Kontrollfahrten und Begehungen und soll damit eine effiziente Organisation für Unterhalt und Planung direkt aus dem Büro liefern.

    Digitalisiert werden die Gemeinde- und Kantonsstrassen von Adliswil, Kilchberg, Langnau am Albis, Rüschlikon, Thalwil und Oberrieden. Die Gemeinde Horgen hatte iNovitas bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit entsprechenden Arbeiten beauftragt. Die Erfassung erfolgt ausschliesslich auf öffentlichen Strassen. Dabei werden Personen und Autokennzeichen anonymisiert und somit die Persönlichkeitsrechte geschützt, heisst es in der Mitteilung. Die erfassten Bild- und Geodaten werden über die webbasierte infra3D Plattform bereitgestellt und stehen ausschliesslich autorisierten Fachpersonen oder Verwaltungsstellen mit entsprechender Berechtigung zur Verfügung.

  • Wenn Maschinen ihren eigenen Unsinn lernen

    Wenn Maschinen ihren eigenen Unsinn lernen

    Ob Texterstellung, Sprachübersetzung, E-Mail-Management oder Medienproduktion, KI ist für viele Menschen längst Teil des Alltags. Eine Studie der Universität Zürich zeigt, mehr als die Hälfte der Bevölkerung nutzt bereits Tools wie ChatGPT oder Gemini. Besonders die jüngere Generation zeigt sich offen gegenüber der neuen Technologie.

    Hohes wirtschaftliches Potenzial mit Risiken
    In Unternehmen wird KI als Rationalisierungstreiber gesehen. Studien prognostizieren Milliardenpotenziale für die Schweizer Wirtschaft. Besonders in den Bereichen Pharma, Logistik, Bildung oder Softwareentwicklung versprechen sich Experten tiefgreifende Effizienzgewinne. Doch die Euphorie wird durch erste Warnzeichen getrübt.

    Fragwürdige Inhalte statt echter Information
    Im journalistischen und medialen Umfeld wird KI bereits zur Massenerstellung von Inhalten eingesetzt, von Sportberichten bis zu Finanzdaten. Doch in vielen Fällen bleiben Sinnhaftigkeit, Quellenklarheit und faktische Richtigkeit auf der Strecke. Europol warnte bereits 2023 davor, dass bis 2026 bis zu 90 % der Onlineinhalte synthetisch sein könnten.

    Wenn Maschinen von Maschinen lernen
    Ein zentrales Problem, die KI-Modelle basieren auf bestehenden Daten. Diese sind jedoch zunehmend selbst KI-generiert. Die Folge ist eine sich selbst verstärkende Feedbackschleife, in der Qualität und Faktentreue rapide sinken. Werden Modelle mit synthetischen Daten trainiert, verschlechtern sich die Ergebnisse drastisch, bis hin zum völligen Systemkollaps.

    Der Fall Grok und die ethische Dimension
    Wie gefährlich diese Entwicklung sein kann, zeigt ein aktueller Vorfall. Der von Elon Musk entwickelte Chatbot «Grok» verbreitete kürzlich antisemitische Inhalte und lobte Adolf Hitler. Die Ursache liegt vermutlich in unkontrolliertem Training auf manipulierten oder synthetischen Inhalten. Der Fall verdeutlicht, wie dringend Regeln für Datenvalidierung, ethische Leitplanken und Qualitätsstandards gebraucht werden.

    Synthetische Daten sind kein Ersatz für Realität
    Synthetisch erzeugte Daten bilden nur historische Muster ab und können bestehende Verzerrungen weitertragen oder verstärken. Ohne neue, hochwertige Trainingsdaten gerät die Weiterentwicklung ins Stocken. Zugleich wirft der Umgang mit sensiblen oder manipulativen Inhalten fundamentale Fragen nach Verantwortung, Transparenz und Regulierung auf.

  • Neue Studie analysiert Chemikalien in Plastik

    Neue Studie analysiert Chemikalien in Plastik

    Kunststoffe sind nicht nur ein Umweltproblem, sie sind ein chemisches Risiko. Ob Verpackungen, Kinderspielzeug oder Elektronik. In nahezu allen Kunststoffprodukten sind Chemikalien enthalten, viele davon potenziell schädlich für Mensch und Umwelt. Die neue Studie, an der renommierte Forschungseinrichtungen wie die Empa, die Eawag und norwegische Universitäten beteiligt sind, beleuchtet erstmals systematisch den chemischen Fussabdruck der Plastikwelt.

    PlastChem-Datenbank
    Die begleitende PlastChem-Datenbank verzeichnet über 16’000 Chemikalien, die in Kunststoffen eingesetzt werden, bewusst oder als Verunreinigung. Mindestens 4’200 davon sind laut den Autoren eindeutig gesundheits- oder umweltschädlich. Besonders alarmierend, diese Chemikalien finden sich nicht nur in Spezialanwendungen, sondern auch in alltäglichen Produkten wie Lebensmittelverpackungen, Spielwaren und Baukunststoffen.

    Bioassays statt Blackbox
    Ein innovativer Ansatz zur Risikobewertung liegt in der Anwendung sogenannter Bioassays, biologischer Tests, die die toxische Wirkung freigesetzter Stoffe messen, ohne deren genaue chemische Struktur zu kennen. Das eröffnet neue Wege, auch bislang nicht identifizierte Substanzen besser zu erfassen, eine Notwendigkeit, wenn man bedenkt, dass Kunststoffe oft auch Abbauprodukte und Reaktionsrückstände enthalten, die in keine Liste passen.

    Drei Hebel für sichere Kunststoffe
    Die Studie identifiziert drei zentrale Handlungsfelder:

    • Substitution gefährlicher Stoffe durch sichere Alternativen,
    • Transparenz über chemische Inhalte in Produkten entlang der Wertschöpfungskette,
    • chemisch vereinfachte Polymerdesigns, die Wiederverwendung und Recycling erleichtern.

    Diese Ansätze sind nicht nur technologische, sondern auch politische Aufgaben. Denn bislang fehlt es oft an regulatorischer Klarheit, welche Chemikalien verwendet werden dürfen und welche nicht.

    Impulse für das globale Plastikabkommen
    Die Ergebnisse liefern pünktlich zum UN-Verhandlungsprozess über ein globales Plastikabkommen eine wissenschaftlich fundierte Basis für konkrete Massnahmen. Entscheidend sei, so die Forschenden, dass nun nicht nur Umwelt-, sondern auch Gesundheitsaspekte im Zentrum der Kunststoffstrategie stehen.

    Stimmen aus der Forschung
    «Kunststoffe enthalten nicht nur zu viele Chemikalien, sondern auch zu viele, über die wir fast nichts wissen», sagt Hauptautor Martin Wagner (NTNU). Empa-Forscher Zhanyun Wang ergänzt: «Die chemische Vereinfachung ist ein Schlüssel für eine echte Kreislaufwirtschaft.»

    Die Studie macht deutlich, ein «Business as usual» in der Kunststoffproduktion ist weder ökologisch tragfähig noch gesundheitlich vertretbar. Wer Kunststoffe in Zukunft einsetzen will, muss sie neu denken, vom molekularen Design bis zur globalen Verantwortung.

  • Wie KI das Lesen wirklich lernt

    Wie KI das Lesen wirklich lernt

    Moderne KI-Systeme wie ChatGPT oder Gemini beherrschen Sprache mit einer beeindruckenden Natürlichkeit. Möglich machen das sogenannte Transformatorenmodelle, die durch ihre Struktur besonders gut in der Lage sind, Beziehungen zwischen Wörtern zu erfassen. Doch wie gelingt der Übergang von blosser Syntax zu echter Semantik?

    Von der Form zur Bedeutung
    Eine aktuelle Studie im Journal of Statistical Mechanics belegt erstmals experimentell, dass neuronale Netze beim Sprachlernen einen klaren Wendepunkt durchlaufen. Anfangs orientieren sie sich an der Reihenfolge der Wörter, ein Satz wie «Mary eats the apple» wird vor allem durch seine Struktur erkannt. Sobald jedoch eine kritische Masse an Trainingsdaten erreicht ist, beginnt das Modell, die Bedeutung zu entschlüsseln. Dieser Übergang ist abrupt, vergleichbar mit einem physikalischen Phasenwechsel.

    Erst Muster, dann Verständnis
    Dieser Lernprozess ähnelt dem menschlichen Spracherwerb. Auch Kinder erkennen zunächst Muster und Reihenfolgen, bevor sie Bedeutungen erfassen. Bei KI-Systemen übernimmt diese Rolle der Selbstaufmerksamkeitsmechanismus der Transformatoren. Er erlaubt es dem Modell, jedes Wort im Kontext zu gewichten und seine Relevanz für den Satzsinn zu bestimmen.

    Statistische Physik trifft maschinelles Lernen
    Der beschriebene Lernsprung lässt sich mit Konzepten aus der Thermodynamik erklären. So wie Wasser bei 100 °C vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht, verändert sich auch das Verhalten eines neuronalen Netzes mit wachsender Datenmenge. Die vielen miteinander vernetzten Neuronen wechseln ihre Strategie kollektiv, ein statistisch beschreibbarer Wandel.

    Mehr Daten, mehr Bedeutung, mehr Verantwortung
    Je mehr Daten ein System erhält, desto eher kann es semantische Konzepte bilden. Doch mit wachsender Modellgrösse steigt auch die Herausforderung, Transparenz, Sicherheit und Effizienz sicherzustellen. Die Erkenntnisse über den Lernsprung eröffnen neue Wege zur gezielten Steuerung von KI, etwa durch bewusstes Datenmanagement oder adaptive Architekturdesigns.

    Implikationen für Forschung und Anwendung
    Die untersuchten Modelle sind vereinfacht, doch sie zeigen fundamentale Prinzipien auf. Das Wissen um den Phasenübergang liefert wertvolle Hinweise, wie KI-Systeme künftig robuster, schneller und präziser trainiert werden können. Zugleich eröffnet es neue Perspektiven in der Didaktik, im Human-AI-Interface und in der ethischen Reflexion von Maschinenintelligenz.

    Der Moment, in dem KI zu verstehen beginnt
    Künstliche Intelligenz lernt Sprache nicht einfach, sie durchläuft eine qualitative Transformation. Erst wenn genügend Wissen vorhanden ist, erkennt sie nicht nur, wo ein Wort steht, sondern was es bedeutet. Dieser Moment, in dem Position zur Bedeutung wird, markiert den Beginn echter maschineller Sprachkompetenz und vielleicht den Schlüssel zu tieferem Verständnis zwischen Mensch und Maschine.

  • AirBattery und CAES als Schlüssel zur Energiewende

    AirBattery und CAES als Schlüssel zur Energiewende

    Wenn Wind und Sonne ausfallen, braucht es verlässliche Reserven. Klassische Batteriesysteme stossen bei grossen Energiemengen und langen Speicherzeiten an Grenzen. Genau hier setzen Druckluftspeicher an. Sie wandeln überschüssige Energie in komprimierte Luft um und speichern sie in unterirdischen Kavernen, über Tage, Wochen oder sogar Monate hinweg. Bei Bedarf wird die Luft wieder entspannt und Strom erzeugt. Die AirBattery und modernisierte CAES-Systeme repräsentieren einen Wendepunkt in der Speichertechnologie.

    Innovative Kombination aus Druckluft und Wasser
    Die AirBattery  nutzt Salzkavernen, um Druckluft bei bis zu 200 bar zu speichern. Die Entspannung der Luft verdrängt Wasser, das eine Turbine antreibt. Ein geschlossener Wasserkreislauf sorgt für hohe Effizienz bei geringem Ressourceneinsatz. Erste Pilotprojekte zeigen Wirkungsgrade von 47 %, in Deutschland soll 2027/2028 die erste industrielle Anlage entstehen.

    CAES mit über 70 % Wirkungsgrad
    Während ältere CAES-Anlagen bei 40–55 % lagen, zeigen neue Entwicklungen wie an der North China Electric Power University, dass mit thermischer Rückgewinnung und Hybridisierung nun bis zu 70 % erreicht werden. Diese Innovation macht CAES erstmals wirtschaftlich attraktiv, mit Stromgestehungskosten zwischen 55 und 120 €/MWh. Gleichzeitig reduziert sich der Rohstoffverbrauch drastisch, da keine seltenen Metalle benötigt werden.

    Das Potenzial ist riesig
    Allein in Europa gibt es sehr viele geeignete Salzkavernen mit einem Speicherpotenzial von zwei Drittel des Jahresstromverbrauchs. In der Schweiz bieten Granitformationen, alte Festungen oder strategische Hohlräume vergleichbare Chancen. Die Nutzung vorhandener Infrastruktur macht CAES besonders nachhaltig und kosteneffizient.

    Wirtschaftlichkeit und Marktpotenzial
    CAES punktet mit Skaleneffekten und langer Lebensdauer. Investitionen rechnen sich besonders bei grossen Anlagen mit Speicherzeiten über 8 Stunden. Die Amortisationszeit liegt bei 6 bis 11 Jahren, der ROI kann bis zu 12 % betragen. Bis 2030 könnten weltweit 10–20 % des Speicherbedarfs durch CAES gedeckt werden, das entspricht einem Markt von über 100 GW Leistung.

    China macht vor, was Europa lernen kann
    China zeigt, wie gezielte politische Steuerung Speichertechnologien voranbringt. Klare Regulierungen, staatliche Zuschüsse und grüne Kreditlinien treiben dort den Ausbau massiv voran. In Europa fehlt bisher ein vergleichbarer Rahmen. Um das Potenzial zu heben, braucht es technologieoffene Förderinstrumente, schnellere Genehmigungen und Anreize für Netzdienstleistungen.

    Klimabilanz und Nachhaltigkeit
    CAES erreicht Lebenszyklus-Emissionen von nur 20–50 g CO₂/kWh, weit unter Gaskraftwerken und oft besser als Batteriesysteme. Dank langlebiger Komponenten, geringer Flächenbeanspruchung und ressourcenschonender Bauweise wird CAES zum Baustein für eine klimaneutrale Energiezukunft. Die Kombination mit Power-to-Gas oder Batteriesystemen bietet zusätzliche Flexibilität.

    Druckluftspeicher werden strategischer Erfolgsfaktor
    AirBattery und moderne CAES-Systeme könnten zum Rückgrat der Energieversorgung von morgen werden. Ihre Fähigkeit, erneuerbare Energie über lange Zeiträume effizient zu speichern, macht sie zu einer echten Alternative, auch wirtschaftlich und ökologisch. Für Versorger, Stadtwerke und Investoren ist jetzt der Zeitpunkt, Pilotprojekte zu realisieren und regulatorische Voraussetzungen zu schaffen. Die nächsten Jahre entscheiden, ob CAES vom Nischenprodukt zum Systembaustein der Energiewende wird.

  • Digital Journey Challenge 2025 jetzt bewerben

    Digital Journey Challenge 2025 jetzt bewerben

    Die digitale Transformation ist nicht aufzuhalten und bietet gerade kleinen und mittleren Unternehmen enorme Möglichkeiten. Die Digital Journey Challenge 2025, lanciert vom Centre Suisse d’Électronique et de Microtechnique (CSEM), richtet sich an Unternehmen und Start-ups, die ihre Innovationskraft mit digitaler Technologie auf ein neues Niveau heben wollen.

    Im Zentrum steht die Förderung zukunftsweisender Projekte in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Internet of Things (IoT), Automatisierung oder anderen Schlüsseltechnologien. Bewerberinnen und Bewerber erhalten professionelle Begleitung, technologische Expertise und bis zu 100’000 Franken finanzielle Unterstützung.

    Drei starke Argumente für Ihre Teilnahme
    Technologie-Boost
    Zugang zu CSEM-Know-how in acht Schlüsseltechnologien

    Finanzielle Förderung
    Bis zu 100’000 CHF für Entwicklungszeiten, Beratung und Technologietransfer

    Marktposition stärken
    Höhere Sichtbarkeit, mehr mediale Präsenz, Zugang zu Expertennetzwerken

    Einfacher Bewerbungsprozess, grosse Wirkung
    Die Teilnahme ist unkompliziert. Interessierte laden das Factsheet herunter, beschreiben ihre Idee und reichen das Formular ein. Alle Informationen und Bedingungen sind auf der CSEM-Website abrufbar. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2025.

    Erfolgsbeispiel
    Wie wirkungsvoll die Challenge sein kann, zeigt das Siegerprojekt 2024. Die Varioprint AG überzeugte mit ihrer KI-gestützten 3D-Inspektionslösung für Leiterplatten. Ihr Projekt «AI in Every Pixel» adressiert einen globalen Wachstumsmarkt und beschleunigt die Qualitätskontrolle in der Elektronikindustrie nachhaltig.

    Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie Ihre digitale Transformation aktiv mit.

  • Schweiz behauptet globale Spitzenposition im Deep-Tech-Sektor

    Schweiz behauptet globale Spitzenposition im Deep-Tech-Sektor

    Der 50-seitige Report, herausgegeben von Deep Tech Nation Schweiz in Zusammenarbeit mit Dealroom.co, Startupticker sowie den VC-Firmen Founderful und Kickfund, stellt die bislang umfassendste Analyse des hiesigen Deep-Tech-Ökosystems dar. Die Faktenlage ist beeindruckend, mit 60 Prozent des gesamten Schweizer Venture Capitals, das zwischen 2019 und 2025 in Deep Tech floss, liegt die Schweiz weltweit an der Spitze, noch vor den USA und anderen Technologienationen.

    Zudem erreicht das Land mit über 100 Milliarden US-Dollar geschaffener Unternehmensbewertung eine neue Grössenordnung. Fast alle Finanzierungsrunden in der Spätphase werden von internationalen Kapitalgebern getragen, insbesondere aus den USA und der EU. Damit gelingt es der Schweiz, Innovationskraft mit globaler Sichtbarkeit zu verbinden.

    Akademische Exzellenz trifft unternehmerisches Wachstum
    Ein zentraler Erfolgsfaktor liegt in der engen Verzahnung von Forschung und Unternehmertum. Neben Oxford und Cambridge zählen die ETH Zürich und die EPFL in Lausanne zu den vier aktivsten Universitäten Europas bei der Gründung von Deep-Tech-Spin-outs. Diese akademischen Hotspots sind der Ursprung einer wachsenden Zahl skalierbarer Unternehmen, gestützt durch eine starke Patentdichte, internationale Partnerschaften und eine innovationsfreundliche Förderlandschaft.

    KI, Energie, Robotik und TechBio gewinnen an Relevanz
    Zwar bleibt Biotech der dominierende Sektor im Hinblick auf Wertschöpfung und VC-Dichte, doch das Schweizer Deep-Tech-Ökosystem hat sich in den letzten Jahren deutlich verbreitert. Start-ups in den Bereichen künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Robotik, ClimateTech, TechBio und Energiesysteme sind stark im Kommen. Seit 2021 entfallen 23 Prozent aller Neugründungen auf den KI/ML-Sektor – ein nahezu verdoppelter Anteil im Vergleich zur Vorperiode.

    Dieser strukturelle Wandel unterstreicht die Dynamik und Zukunftsfähigkeit des Ökosystems. Mehr als 1500 analysierte Unternehmen zeugen von einer bemerkenswerten Breite und Tiefe, viele davon mit hoher Reife und internationalem Skalierungspotenzial.

    Zürich, Lausanne, Basel und Genf als Schlüsselstandorte
    Die Innovationskorridore Zürich, Lausanne, Genf und Basel werden als strategische Knotenpunkte ausgewiesen, an denen sich zunehmend Cluster für einzelne Technologien herausbilden.

    Der Report liefert Entscheidungsträgern eine datengestützte Grundlage, um die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Insbesondere im Hinblick auf regulatorische Weichenstellungen, Infrastruktur und internationale Positionierung gilt der Bericht als wichtiges Werkzeug für Politik und Wirtschaft.

    Deep Tech als Zukunftskompetenz der Schweiz
    Der Swiss Deep Tech Report 2025 zeigt ein souverän agierendes Ökosystem, das in Sachen Kapital, Talent und technologischem Reifegrad überzeugt. Die Schweiz positioniert sich nicht nur als Inkubator für Weltklasse-Technologien, sondern als Standort, der konsequent auf Umsetzung, Internationalisierung und gesellschaftliche Relevanz setzt. Mit dem jetzt etablierten Monitoring und der kontinuierlichen Datenerhebung schafft Deep Tech Nation Schweiz eine Plattform für langfristige Exzellenz und bekräftigt den Führungsanspruch der Schweiz im Zeitalter der Deep Technologies.

    Der vollständige Bericht steht hier zum Download zur Verfügung:

  • Netzwerk 6G Europa gestaltet digitalen Umbruch

    Netzwerk 6G Europa gestaltet digitalen Umbruch

    Die drahtlose Übertragung zeitkritischer Daten galt bislang als technische Hürde, insbesondere in industriellen Anwendungen mit hohem Sicherheitsanspruch. Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme hat nun eine Lösung entwickelt, die neue Massstäbe setzt. Ein modulares Testbed für Time-Sensitive Networking, das Echtzeitanalyse mit energieeffizientem Betrieb verbindet und erstmals drahtlose Datenübertragung über Li-Fi ermöglicht.

    Li-Fi nutzt Licht für die Datenübertragung und bietet hohe Geschwindigkeit, geringe Latenz und hohe Zuverlässigkeit. Ideale Voraussetzungen für den mobilen Einsatz autonomer Roboter oder Maschinen in Fabrikhallen. In Kombination mit TSN entsteht so eine Infrastruktur, die nicht nur flexibler, sondern auch robuster und kosteneffizienter ist. Aufwendige Verkabelungen werden überflüssig, ohne Einbussen bei der Datensicherheit.

    Energieeffizienz als Schlüsselfaktor
    Ein zentrales Thema der Entwicklung war der Energieverbrauch. Gerade in mobilen Anwendungen ist die Energieeffizienz entscheidend für die Betriebsdauer. Mit dem neuen Testbed bietet das Fraunhofer IPMS erstmals eine realitätsnahe Vergleichsgrundlage für TSN-Netzwerke und deren Energieverbrauch.

    Ziel ist es, durch gezielte Optimierung die Einsatzzeit von Geräten zu verlängern und gleichzeitig die Belastung von Infrastrukturen zu senken. Unterstützt wird dies durch TSN-Standards wie IEEE 802.1AS, die für hochpräzise Zeitsynchronisation und redundante Datenpfade sorgen – essenziell für sicherheitskritische Szenarien.

    Forschung für 6G
    Auch an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg wird an der Zukunft der digitalen Kommunikation gearbeitet. Auf der renommierten European Conference on Antennas and Propagation (EuCAP) 2025 präsentierten Professorin Dr. Susanne Hipp und ihr Team neueste Forschung zur Wellenausbreitung im 6G-Frequenzbereich jenseits von 100 GHz.

    Verena Marterer erforscht dielektrische Eigenschaften von Textilien für smarte Sensoren im Gesundheitswesen. Franziska Rasp arbeitet an Antennenkonzepten für die Fahrzeugkommunikation, ein Kernelement für autonomes Fahren. Beide Projekte zeigen eindrucksvoll, wie breit und praxisnah die Anwendungsmöglichkeiten künftiger Mobilfunktechnologien sein werden.

    6G als Plattform für die digitale Transformation
    Mit der Einführung von 6G ab 2030 stehen enorme Veränderungen bevor. Übertragungsraten von bis zu 1’000 Gigabit pro Sekunde, extrem niedrige Latenzzeiten, massive Gerätedichte und neue Dienste wie immersive Umgebungen im Metaversum oder medizinische Fernversorgung in Echtzeit.

    Europa positioniert sich aktiv. Mit Fraunhofer, Telekom, Vodafone und andere Akteure treiben die Grundlagenforschung voran. Deutschland fördert die Entwicklung mit über 700 Millionen Euro. Erste Pilotprojekte sind ab 2028 geplant. Neue Geräte, Chips und Frequenztechnologien werden die technische Basis bilden, mit KI, Cloud-Edge-Computing und Nachhaltigkeit als Leitlinien.

    Europa erfindet die digitale Infrastruktur neu
    Was bisher als Zukunftsmusik galt, wird Realität. Drahtlose Echtzeitkommunikation, energiesparende Netzwerke und ultrapräzise Hochfrequenztechnologie verschmelzen zu einer neuen Infrastrukturgeneration. Die Impulse aus Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IPMS oder der OTH Regensburg belegen, dass Europa bereit ist, eine führende Rolle in der 6G-Ära einzunehmen, nachhaltig, intelligent und vernetzt.

  • Gebäudehülle als lebender CO₂-Filter

    Gebäudehülle als lebender CO₂-Filter

    Der Bausektor gilt als einer der grössten Verursacher von CO₂-Emissionen weltweit. Forschende der ETH Zürich verfolgen nun einen radikal anderen Ansatz. Sie haben ein lebendes, organisches Baumaterial entwickelt, das während seiner Lebenszeit aktiv Kohlendioxid aus der Atmosphäre bindet. Im Inneren dieses Materials leben Cyanobakterien, auch als Blaualgen bekannt, die über Photosynthese Biomasse erzeugen und zusätzlich karbonhaltige Mineralien ausbilden.

    Die Innovation verbindet Biologie, Materialwissenschaft und 3D-Druck zu einem vielversprechenden Konzept für klimaneutrales Bauen. Das Material ist nicht nur funktional, sondern strukturell anpassbar. Es lässt sich in frei wählbare Formen bringen, ist leicht und benötigt für das Wachstum lediglich Sonnenlicht, CO₂ und künstliches Meerwasser.

    3D-Druck mit Photosynthese im System
    Leitender Kopf des Projekts ist Mark Tibbitt, Professor für Makromolekulares Engineering an der ETH. Gemeinsam mit seinem interdisziplinären Team gelang es ihm, ein Hydrogel zu entwickeln, das die empfindlichen Cyanobakterien stabil umhüllt und zugleich druckfähig macht. So entsteht ein biologisch aktives System, das architektonisch formbar ist und zugleich kontinuierlich CO₂ bindet.

    Bemerkenswert ist die doppelte Bindungswirkung. Das Material speichert Kohlenstoff einerseits in der wachsenden Biomasse der Bakterien, andererseits in Form stabiler Mineralien. Dadurch entsteht ein dauerhafter Kohlenstoffspeicher, der potenziell den CO₂-Fussabdruck von Gebäuden deutlich reduzieren kann.

    Vom Labor zur gebauten Umwelt
    Die Forschenden sehen den primären Einsatzbereich künftig im Gebäudebereich, beispielsweise als Fassadenbeschichtung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Baumaterialien, die Emissionen verursachen, könnte dieses Material während des gesamten Lebenszyklus CO₂ aufnehmen.

    Die Umsetzung in architektonische Formate wurde bereits auf renommierten Plattformen wie der Biennale in Venedig und der Triennale in Mailand getestet. Die dort gesammelten Erfahrungen zeigen, dass sich das Konzept nicht nur im Labor, sondern auch im architektonischen Kontext bewähren kann.

    Potenzial für urbane Kreisläufe
    Das Material ist mehr als ein ökologisches Experiment. Es könnte Teil zukünftiger urbaner Stoffkreisläufe werden. Indem Gebäude nicht nur Nutzer beherbergen, sondern gleichzeitig als biologische CO₂-Senken dienen, eröffnet sich ein neues Kapitel in der klimabewussten Architektur.

    Die Ergebnisse der ETH-Forschenden wurden im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht. Ein Hinweis auf die wissenschaftliche Relevanz und Innovationshöhe der Entwicklung. Nun gilt es, die nächsten Schritte Richtung Skalierbarkeit und Langzeitbeständigkeit zu gehen.

  • Digitale Modellierung senkt CO2 in der Zementproduktion

    Digitale Modellierung senkt CO2 in der Zementproduktion

    Ein Forschungsteam des PSI sucht nach Rezepturen, die den Anteil des CO2-intensiven Klinker an der Zementmischung verringern. Alternativen zu Klinker finden bereits Verwendung, können aber nur einen Bruchteil des Zementbedarfs abdecken.  Die Forscher suchen nach Materialkombinationen, die in grossen Mengen verfügbar sind und eine hochwertige Zementproduktion erlauben. Dafür nutzen sie eine KI-gestützte Modellierungsmethode. Bei gleichbleibender Materialqualität wollen sie die CO2-Bilanz der Rezepturen verbessern, heisst es in einer Mitteilung. «Anstatt Tausende Varianten im Labor zu testen, generiert unser Modell innerhalb von Sekunden konkrete Rezeptvorschläge – wie ein digitales Kochbuch für klimafreundlichen Zement», wird Erstautorin und Mathematikerin Romana Boiger in der Mitteilung zitiert.

    Die Forschenden nutzen dafür künstliche neuronale Netzwerke, die die rechenintensive physikalische Modellierung ersetzen. Die KI-Modelle werden mit bekannten Daten trainiert und lernen, indem sie die Gewichtung ihrer Verknüpfungen anpassen, um ähnliche Zusammenhänge vorherzusagen.

    Die Forschenden haben ihr KI-Modell mit der Open-Source-Software GEMS für thermodynamische Modellierung trainiert. Damit berechneten sie Mineralienbildung und geochemische Prozesse in verschiedenen Zementrezepturen und kombinierten dies mit experimentellen Daten und mechanischen Modellen. Dies ermöglichte es, die Materialqualität verschiedener Zementrezepturen abzuschätzen. Zusätzlich ermittelten die Forscher den CO2-Ausstoss der Rezepturen. Anhand dieser Daten lernte das KI-Modell. «Im Grunde suchen wir ein Maximum und ein Minimum – daraus können wir direkt auf die gewünschte Rezeptur schliessen», sagt Boiger. Dafür nutzen sie genetischen Algorithmen, eine andere KI-Methode, um Rezepturen zu identifizieren, die beide Zielgrössen vereinen.

    Die Forschenden entdeckten bereits vielversprechende Zementrezepturen, die noch im Labor getestet werden, um den Entwicklungszyklus abzuschliessen.
    Die Studie entstand im Rahmen des interdisziplinären SCENE-Projekts (Swiss Centre of Excellence on Net Zero Emissions).

  • KI-gestützte Plattform für dynamische Stromtarife

    KI-gestützte Plattform für dynamische Stromtarife

    Exnaton und der Energiekonzern TotalEnergies Power & Gas Belgium sind eine Partnerschaft eingegangen. Dies haben die beiden Unternehmen auf der VivaTech-Messe in Paris im Rahmen einer gemeinsamen Präsentation öffentlich bekanntgegeben. Wie die 2020 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich jetzt in einer Mitteilung ausführt, zeige diese Kooperation, wie agile Energie-Start-ups etablierte Versorger bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen für die Energiewende unterstützen können. Exnaton war im vergangenen Jahr Teil des Start-up-Beschleunigers TotalEnergies On.

    Die Abrechnungsplattform von Exnaton ermöglicht es Energieversorgern, dynamische Tarife für erneuerbaren Strom anzubieten. Dabei orientieren sich die Strompreise für Verbrauchende an der je aktuellen Stromnachfrage. Dafür verarbeitet Exnaton mit seiner auf Künstlicher Intelligenz basierenden Softwarelösung pro Kundin oder Kunde im Jahr 35’000 Datenpunkte und stellt stündlich aktuelle und prognostizierte Strompreise bereit.

    Ausserdem können Preissignale an intelligente Geräte wie Ladesäulen für Elektrofahrzeuge oder Energiemanagementsysteme im Haushalt übermittelt werden, sodass der Energieverbrauch automatisch auf günstigere Zeitfenster verschoben werden kann. Die Technologie hilft laut Exnaton, «Netzengpässe infolge der zunehmenden Elektrifizierung zu reduzieren, ermöglicht Verbrauchern spürbare Einsparungen bei den Stromkosten und gibt den Energieversorgern die Möglichkeit, ihr Angebot im Sinne der Energiewende weiterzuentwickeln.»

  • OST denkt KI voraus

    OST denkt KI voraus

    Künstliche Intelligenz ist an der OST mehr als ein Trend. Sie ist fester Bestandteil der Lehre und Forschung. Rektor Daniel Seelhofer betonte, dass die OST gezielt Brücken zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und praktischer Anwendung baut. Inzwischen arbeiten über 20 Forschungsinstitute der OST mit KI, häufig gemeinsam mit Unternehmen, Verwaltungen oder dem Gesundheitswesen. Seit 2021 ist das Thema Bestandteil aller Studiengänge.

    Die Bedeutung dieser Ausrichtung wurde von der St. Galler Regierungsrätin Bettina Surber unterstrichen. Sie lobte die OST als Impulsgeberin für die Ostschweiz und sagte der Hochschule die politische Unterstützung des Kantons zu.

    Von Beton über Pflege bis Kindersprache
    In verschiedenen Kurzvorträgen und Filmen wurde gezeigt, wie breit das Anwendungsspektrum von KI an der OST ist.

    Nachhaltiger Bauen
    KI hilft, Betonmischungen mit reduziertem Zementanteil für spezifische Anforderungen zu optimieren.

    Ethik im Fokus
    Wie gelingt der faire KI-Einsatz?

    Selbstbestimmt mit Daten umgehen
    Ein digitales «Datenkonto» soll Bürgerinnen und Bürgern mehr Kontrolle über ihre Informationen geben.

    Sport und Intelligenz
    Exergames trainieren die Spielintelligenz von Eishockeyprofis unter körperlicher Belastung.

    Gesundes Essen mit digitaler Unterstützung
    Eine smarte App erstellt personalisierte Menüpläne – unter Einbezug von Allergien, Vorlieben und Gesundheitszielen.

    Landwirtschaft mit Robotern
    Agrarroboter erledigen selbstständig Pflegearbeiten wie Bewässerung oder Schädlingskontrolle.

    Pflegeberatung durch Chatbot
    In Zusammenarbeit mit der Stadt St.Gallen entstand ein digitales Assistenzsystem für betreuende Angehörige.

    Kindliche Sprache verstehen
    Eine KI unterstützt Fachpersonen beim Deuten kindlicher Ausdrucksformen.

    In zwei Podiumsdiskussionen ging es um die gesellschaftlichen Dimensionen von KI. SRF-Moderator Florian Inhauser führte durch die Gespräche. Dabei wurden Fragen nach Datenschutz, Verantwortung und Inklusion behandelt. Die Diskussion zeigte, Technologische Entwicklung allein genügt nicht. Es braucht klare ethische Leitlinien und gesellschaftlichen Dialog.

    KI als Werkzeug, nicht als Selbstzweck
    Der zweite Hochschultag der OST machte eindrücklich sichtbar, dass Künstliche Intelligenz bereits heute in vielen Lebensbereichen präsent ist – und dort echte Verbesserungen ermöglicht. Entscheidend ist, wie verantwortungsvoll sie eingesetzt wird. Die OST positioniert sich als zentrale Akteurin, um Innovation mit gesellschaftlichem Nutzen zu verbinden.

  • Mensch im Zentrum der KI-Zukunft

    Mensch im Zentrum der KI-Zukunft

    Künstliche Intelligenz ist im Alltag angekommen, von Sprachmodellen wie ChatGPT bis zu personalisierten Empfehlungen. Doch intelligent im menschlichen Sinne ist die KI nicht. Das zeigte Manuel Kaufmann vom ETH AI Center anschaulich. Computer verarbeiten Bilder als Zahlen, während Menschen Inhalte kontextuell deuten. Der Unterschied? «Menschen denken, Computer rechnen», so Fabian Unteregger.

    Von der Mondmission zur Million Nutzer in 5 Tagen
    Mit enormer Rechenleistung haben KI-Systeme einen Technologiesprung hingelegt. Stephan Sigrist vom ThinkTank W.I.R.E sieht in KI eine evolutionäre Entwicklung mit disruptivem Potenzial. Seine Vision ist eine persönliche KI-Assistenz, die für uns verhandeln, planen und untereinander kommunizieren. Damit verändert sich nicht nur das Internet, sondern auch unser Alltag grundlegend.

    Innovation braucht gesellschaftlichen Nutzen
    Für die Schweiz wird ein KI-bedingter Produktivitätsgewinn von 20 Prozent erwartet. Doch Technologie allein genügt nicht. «Innovation ist, was Nutzen stiftet», so Sigrist. Genau deshalb braucht es klare Rahmenbedingungen. Stephanie Gygax von Algorithm Watch fordert eine breite gesellschaftliche Beteiligung an der Ausgestaltung, besonders angesichts ökologischer und ethischer Fragen.

    Die Schweiz als AI-Nation mit ungenutztem Potenzial
    Pascal Kaufmann, Gründer von AlpineAI, sieht die Schweiz als Ursprung und Zukunftsstandort für KI. Mit SwissGPT will er eine lokale Antwort auf globale Entwicklungen schaffen, vertrauenswürdig, wissenschaftlich fundiert und technologisch führend. Für ihn ist klar, dass KI dem Menschen dienen kann, wenn er aktiv gestaltet.

    Dialog mit der Gesellschaft
    Die Veranstaltungsreihe «Der Roboter unser neuer Freund und Helfer?» zeigt, wie wichtig der gesellschaftliche Dialog zur KI ist. Denn nur wenn Ängste, Fragen und Erwartungen der Bevölkerung ernst genommen werden, entsteht eine Technologie, die dem Menschen dient – und nicht umgekehrt.