Kategorie: propTech

propTech – Immobiliennews zu digitalen Lösungen, Innovationen & Technologien für die Schweizer Immobilienbranche.

  • Ein globales Zentrum für Künstliche Intelligenz

    Ein globales Zentrum für Künstliche Intelligenz

    Ein wesentlicher Baustein dieser Initiative ist der neue Alpen-Supercomputer, der im Februar 2024 im Swiss National Supercomputing Centre in Lugano in Betrieb genommen wurde. Mit über 10’000 Grafikprozessoren zählt er zu den leistungsstärksten Computern weltweit und bietet Schweizer Wissenschaftlern eine Infrastruktur, die bislang nur den grössten Technologieunternehmen zur Verfügung stand.

    KI-Entwicklung mit Fokus auf spezialisierte Branchen
    Statt allgemeine KI-Modelle zu entwickeln, konzentriert sich die Schweiz auf branchenspezifische Lösungen, insbesondere in den Bereichen Robotik, Medizin, Klimawissenschaften und Diagnostik. Bereits jetzt wurde an der EPF Lausanne ein medizinisches KI-Modell veröffentlicht, das speziell auf den Gesundheitssektor zugeschnitten ist.

    Offene und transparente KI-Modelle
    Die Organisation setzt bewusst auf Transparenz und Open Source. Im Gegensatz zu den proprietären Modellen grosser Konzerne sollen die neuen grossen Sprachmodelle der Schweiz für alle nachvollziehbar sein. Das betrifft sowohl die verwendeten Daten als auch die Trainingsmethoden und Ergebnisse.

    Forschung für digitale Souveränität
    Der ETH-Vizepräsident für Forschung, Christian Wolfrum, betont die Bedeutung für die digitale Unabhängigkeit der Schweiz: «Die Wissenschaft muss eine Vorreiterrolle übernehmen, um KI nicht allein den multinationalen Konzernen zu überlassen. Nur so können wir unabhängige Forschung und digitale Souveränität garantieren.»

    Grosses Rechenvolumen für ambitionierte Ziele
    Innerhalb der nächsten 12 Monate ist geplant zehn Millionen GPU-Stunden auf dem Alpen-Supercomputer zu nutzen. Dies entspricht einer enormen Rechenleistung, denn mit einem GPU müsste das gleiche Volumen über 1’100 Jahre durchgehend arbeiten. Damit setzt die Schweiz neue Massstäbe in der KI-Forschung.

    KI für Industrie und Verwaltung
    Die Initiative soll nicht nur der Wissenschaft, sondern auch Schweizer Unternehmen, Start-ups und öffentlichen Verwaltungen zugutekommen. Swisscom-CTO Gerd Niehage sieht die Initiative als wichtigen Baustein für die digitale Zukunft der Schweiz: «Sie beschleunigt die digitale Transformation und schafft neue Fähigkeiten, die unser Land braucht, um eine führende Rolle im Bereich generativer KI einzunehmen.»

    Internationale Zusammenarbeit und Netzwerkbildung
    Um ihre Forschung weiter voranzutreiben, arbeiten die ETH Zürich und die EPFL eng mit dem Swiss Data Science Center sowie rund einem Dutzend weiterer Schweizer Universitäten und Forschungsinstitute zusammen. Zudem ist die Initiative Teil des europäischen Netzwerks KI-Exzellenz, das etwa 40 führende KI-Forschungsstandorte in Europa umfasst.

    Die Initiative setzt damit ein klares Zeichen. Die Schweiz positioniert sich als weltweit führende Drehscheibe für die Entwicklung transparenter und verantwortungsbewusster
    KI-Technologien.

  • Prof. Nora Dainton übernimmt Leitung Instituts Digitales Bauen FHNW

    Prof. Nora Dainton übernimmt Leitung Instituts Digitales Bauen FHNW

    Mit der interimistischen Institutsleitung übernimmt Prof. Nora Dainton eine doppelte Verantwortung. Sie führt das Institut Digitales Bauen und bleibt zugleich Studiengangleiterin des MSc in Virtual Design and Construction. Diese Kombination ermöglicht eine enge Verzahnung von Forschung, Lehre und strategischer Entwicklung. „Ich freue mich, die Zukunft des digitalen Bauens gemeinsam mit unseren Studierenden und Fachkollegen aktiv mitzugestalten“, betont sie.

    Seit 2021 ist Prof. Dainton am Institut tätig und prägt dort die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Masterprogramms VDC. Einem Studiengang, der digitale Prozesse im Bau- und Immobilienwesen in den Mittelpunkt stellt.

    Brücke zwischen Forschung und Praxis
    Ein zentrales Anliegen von Prof. Dainton ist die angewandte Forschung in enger Zusammenarbeit mit Praxispartnern. Als Bindeglied zwischen Industrie, Lehre und Forschung will sie den digitalen Wandel im Bauwesen aktiv begleiten. Im Fokus stehen dabei neue Planungs- und Bauprozesse, innovative Organisationsformen und digitale Werkzeuge, die Effizienz, Nachhaltigkeit und Qualität im Bauprozess steigern.

    Ihre institutsübergreifende Rolle innerhalb der Hochschule ermöglicht es ihr, auch auf strategischer Ebene zur Weiterentwicklung der Fachbereiche und zur Hochschulentwicklung beizutragen.

    Stabsübergabe mit Perspektive
    Prof. Dainton folgt auf Prof. Manfred Huber, der das Institut Digitales Bauen über acht Jahre hinweg mit grossem Engagement aufgebaut und geprägt hat. Ab August 2025 wird Prof. Huber als Direktor des Departements Technik & Architektur der Hochschule Luzern eine neue Führungsaufgabe übernehmen.

    Der Übergang markiert einen neuen Abschnitt für das Institut, das sich als Impulsgeber regional, national und international für die digitale Transformation im Bauwesen positioniert.

  • Zug als globales Zentrum für Blockchain-Technologie

    Zug als globales Zentrum für Blockchain-Technologie

    Mit einem finanziellen Engagement von rund 40 Millionen Franken unterstützt der Kanton Zug den Aufbau der «Blockchain Zug – Joint Research Initiative». Dieses innovative Kooperationsprojekt zwischen der Universität Luzern und der Hochschule Luzern soll das Crypto Valley zum internationalen Zentrum der Blockchain-Forschung entwickeln. Der Kantonsrat gab im Februar 2024 grünes Licht für das Vorhaben.

    Neues Forschungsinstitut an der Universität Luzern
    Ein zentraler Bestandteil der Initiative ist die Gründung eines Zuger Instituts für Blockchain-Forschung an der Universität Luzern. Mit neun neuen Lehrstühlen wird ein interdisziplinäres Forschungsumfeld geschaffen, das sich mit den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten der Blockchain-Technologie auseinandersetzt. Die HSLU bringt ihre Expertise aus den Bereichen Informatik, Finance und Technik ein und schafft so eine einzigartige Synergie zwischen technologischer Innovation und humanwissenschaftlicher Perspektive.

    Leuchtturmprojekt mit internationaler Strahlkraft
    Ziel der Initiative ist es, Zug als globales Zentrum für Blockchain-Forschung zu etablieren. Finanzdirektor Heinz Tännler betont die Bedeutung dieses Vorhabens: «Blockchain hat das Potenzial, viele Bereiche unseres Lebens zu transformieren. Mit dieser Initiative stellen wir sicher, dass wir an der Spitze dieser Entwicklung stehen.» Dies ist nicht nur eine Investition in die Zukunftstechnologie, sondern auch eine strategische Massnahme zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Zug.

    Technologie trifft Gesellschaft
    Anders als viele reine Technologieforschungen verfolgt die «Blockchain Zug – Joint Research Initiative» einen breiten Ansatz. Neben den technischen Grundlagen werden auch die Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft untersucht. Dies unterstreicht den einzigartigen Charakter des Projekts, das nicht nur Innovationen vorantreiben, sondern auch gesellschaftliche Transformationen verstehen und gestalten will.

    Langfristige Perspektive und nachhaltige Finanzierung
    Die Initiative ist langfristig angelegt. Nach der fünfjährigen Anschubfinanzierung durch den Kanton Zug soll das Forschungsnetzwerk auf nachhaltige Finanzierungsgrundlagen gestellt werden. Eine externe Evaluation nach drei Jahren wird über den weiteren Weg entscheiden.

  • ETH Zürich liefert Schlüssel zur Energiewende im Stromnetz

    ETH Zürich liefert Schlüssel zur Energiewende im Stromnetz

    Europas Stromnetz basiert auf Wechselstrom  und einem präzisen Rhythmus, der bislang von Grosskraftwerken mit schweren Turbinen vorgegeben wurde. Mit dem Ausstieg aus Kohle und Atomkraft verschwinden diese Taktgeber zusehends. Was nach einer technischen Randnotiz klingt, ist in Wahrheit eine zentrale Herausforderung der Energiewende. Ohne stabile Frequenz drohen Stromausfälle und Systeminstabilität.

    Weil Wind- und Solaranlagen Gleichstrom liefern, braucht es Wechselrichter, die diesen in netzkompatiblen Wechselstrom umwandeln. Bislang folgen diese passiv dem bestehenden Takt. Doch mit dem Wegfall der traditionellen Kraftwerke braucht es einen Paradigmenwechsel. Wechselrichter müssen künftig selbst netzbildend agieren, eine Herausforderung, der sich die ETH Zürich erfolgreich gestellt hat.

    Algorithmus statt Abschaltung
    Unter der Leitung von Prof. Florian Dörfler hat ein Forschungsteam der ETH Zürich eine revolutionäre Steuerung für Wechselrichter entwickelt. Diese verhindert, dass sich Anlagen bei Netzfehlern wie Spannungseinbrüchen automatisch abschalten. Stattdessen bleiben sie am Netz, stabilisieren aktiv die Frequenz und begrenzen dabei selbständig ihre Stromabgabe. Ein Schutzmechanismus, der Überlastungen vermeidet und zugleich das Netz stützt.

    Die Lösung ist rein softwarebasiert und damit direkt industrietauglich. Erste Praxistests im Labor verliefen erfolgreich. Die neuen Algorithmen sind zum Patent angemeldet und könnten zeitnah in industrielle Steuerungssysteme integriert werden.

    Fahrplan für die Energiewende
    Der innovative Ansatz der ETH hat das Potenzial, das Rückgrat der zukünftigen Stromversorgung zu werden. Dezentral, flexibel, stabil, ein Stromnetz, das nicht mehr von wenigen zentralen Grosskraftwerken, sondern von tausenden intelligent gesteuerten Solar- und Windkraftwerken getragen wird.

    Industriepartner sind eingeladen, gemeinsam mit ETH-Studierenden an der Umsetzung zu arbeiten, etwa über Masterarbeiten in Unternehmen. Damit entsteht ein direkter Wissenstransfer von der Forschung in die Industrie und letztlich in die Stromnetze Europas.

    Der Beitrag zur Energiewende ist erheblich. Die Lösung erhöht die Netzsicherheit, senkt das Risiko von Blackouts und macht den Übergang zu erneuerbaren Energien technisch realisierbar. Ein zentraler Baustein für eine resiliente, nachhaltige Energiezukunft.

  • Ressourceneffizient bauen mit Holz

    Ressourceneffizient bauen mit Holz

    Die manuelle Herstellung von Holzschindeln im Alpenraum hat Forschende der Empa und der ETH Zürich zu einem neuartigen Ansatz inspiriert. Sie entwickelten ein Verfahren, bei dem Holzstäbe aus gespaltenem Holz zu Werkstoffplatten verarbeitet werden. Im Gegensatz zur herkömmlichen Verarbeitung kann dabei auch Laubholz niedriger Qualität verwendet werden. Ziel ist es, Platten mit mechanischen Eigenschaften herzustellen, die denen von Massivholz nahekommen.

    Energie- und Materialeffizienz durch spanlose Verarbeitung
    In der traditionellen Schindelproduktion werden Holzstämme entlang der Faser gespalten. Ein Verfahren mit minimalem Energieaufwand und praktisch ohne Abfall. Dieses Prinzip wird nun auf industrielle Anwendungen übertragen. Durch einen zweistufigen Spaltprozess und eine neu entwickelte Vorrichtung mit mehrschneidigem Spaltkopf können mehrere Holzstäbe gleichzeitig produziert werden, auch aus Laubholzarten, die bislang überwiegend verbrannt wurden.

    Künstliche Intelligenz für die Holzsortierung
    Ein zentrales Element des neuen Verfahrens ist der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Bewertung der Holzstäbe. Eine Linienkamera erfasst hochauflösende Bilder jedes Stabs, die von einem neuronalen Netzwerk analysiert werden. So lassen sich wichtige Eigenschaften wie Steifigkeit unabhängig von Holzart, Form oder Grösse ermitteln. Diese datenbasierte Selektion soll künftig eine gezielte Anordnung der Stäbe ermöglichen, um die mechanischen Eigenschaften der Platten weiter zu optimieren.

    Platten für tragende Bauteile mit Potenzial
    Bereits ohne Sortierung zeigen die ersten Demonstratoren eine hohe Ressourceneffizienz und gute mechanische Eigenschaften. Die Forschenden sehen in dem Verfahren grosses Potenzial für tragende Bauteile im Bauwesen. Herausforderungen bestehen derzeit noch bei der Verklebung, der Skalierung und der Vorhersagbarkeit der Materialeigenschaften. Dennoch bietet das Verfahren eine aussichtsreiche Perspektive für den Einsatz von Holz in einer sich wandelnden Bauwirtschaft.

    Forschung wird strategisch gebündelt
    Das Projekt ist Teil der Initiative «Mainstreaming Wood Construction», die den verstärkten Einsatz von Holz im Bau fördert. Im Zuge dessen ist ein neues Forschungszentrum geplant. Das «Center for Wood Materials and Structures» soll die Kompetenzen von Empa und ETH Zürich bündeln und neue Impulse für die Holzverarbeitung entlang der gesamten Wertschöpfungskette setzen.

  • DC-Technologie als Schlüssel zur Energiewende

    DC-Technologie als Schlüssel zur Energiewende

    Gleichstrom gewinnt an strategischer Bedeutung. Der OVE DC Day 2025, veranstaltet in Kooperation mit der Technologieplattform Smart Grids Austria, brachte rund 80 internationale Experten zusammen. Zentrale Themen waren unter anderem sogenannte DC-Microgrids, lokale Energienetze, die erneuerbare Energien, Speicher und Verbraucher auf Gleichstrombasis vernetzen.

    Diese Systeme ermöglichen eine deutlich effizientere Energieverteilung, etwa in Gebäuden, Rechenzentren, der Industrie und in autarken Inselnetzen. Auch in der Elektromobilität zeigt sich ihr Potenzial, etwa durch die direkte Kopplung von Ladeinfrastruktur mit erneuerbarer Stromerzeugung.

    Standardisierung und Sicherheit im Fokus
    Neben konkreten Anwendungsfeldern wurden auch technische und normative Aspekte diskutiert. Die Vortragenden präsentierten Erfahrungen aus laufenden DC-Pilotprojekten, neue regulatorische Rahmenbedingungen und Fortschritte in der Normung. Besonders betont wurde, dass parallel laufende Projekte essenziell sind, um belastbare Standards für die DC-Technologie zu schaffen.

    Impulse aus der Industrie
    Mit Keynotes von Yannick Neyret (Schneider Electric) und Friederich Kupzog (AIT) sowie Fachbeiträgen namhafter Unternehmen bot der DC Day einen hochkarätigen Überblick über aktuelle Entwicklungen. Im Zentrum standen praxisnahe Erkenntnisse aus der Industrie sowie der gezielte Austausch unter Experten. Eine ideale Grundlage für beschleunigten Wissenstransfer.

    Gleichstrom als Beschleuniger der Energiewende
    Ein Höhepunkt war die Podiumsdiskussion mit führenden Köpfen der Branche, darunter Vertreter von Siemens, Eaton, AIT, Schneider Electric und dem Fraunhofer Institut. Unter der Moderation von Karl-Heinz Mayer (Eaton) wurde deutlich, DC-Systeme sind bereit für den breiten Einsatz. Vorausgesetzt, Normung und Sicherheit entwickeln sich zeitgleich mit der Technologie.

  • Immobilienmonitor schafft Markttransparenz im Kanton Freiburg

    Immobilienmonitor schafft Markttransparenz im Kanton Freiburg

    Der Immobilienmonitor Freiburg ist ein wegweisendes Beispiel dafür, wie datenbasierte Analysen den Mietwohnungsmarkt transparenter und steuerbarer machen. In den Städten Freiburg, Bulle und Estavayer ermöglicht das neue Monitoring-System erstmals detaillierte Einblicke in Verfügbarkeit, Mietpreisentwicklung und Fluktuationsraten. Differenziert nach Wohnungstyp und Quartier.

    Erarbeitet wird der Monitor von der Hochschule für Wirtschaft Freiburg, was eine unabhängige wissenschaftliche Fundierung garantiert. Damit entsteht ein Instrument, das Investoren, Planungsbehörden, Standortförderer und Immobilienentwickler gleichermassen nutzen können, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

    Partnerschaftlich zur Datenqualität
    Die Stärke des Immobilienmonitors liegt in seiner öffentlich-privaten Trägerschaft. 18 Akteure der regionalen Immobilienwirtschaft haben sich unter dem Motto «Mehr Wissen, besser agieren» zusammengeschlossen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, Marktdaten direkt aus der Vermietungspraxis zu erheben. Ein Novum in dieser Detailliertheit.

    Die Ergebnisse werden quartalsweise aktualisiert und öffentlich zugänglich gemacht. Ihre flexible Aufbereitung erlaubt individuelle Analysen für verschiedenste Nutzergruppen. Dieses Vorgehen schafft nicht nur Transparenz, sondern fördert Vertrauen, Standortentwicklung und zukunftsgerichtete Investitionen.

    Wohnungsmarkt im Wandel erkennen
    Seit dem zweiten Quartal 2022 zeigt der Monitor einen Rückgang der Verfügbarkeit von Mietwohnungen in allen drei Pilotregionen. Besonders auffällig sind Unterschiede je nach Wohnungsgrösse und Quartier. Während in Freiburg kleinere Wohnungen noch relativ gut verfügbar sind, wird es bei grösseren Objekten enger, insbesondere im Quartier Schönberg. In Bulle wiederum liegen die Mieten bei grösseren Wohnungen über dem Niveau von Freiburg, begleitet von höheren Fluktuationsraten.

    Diese detaillierte Datentiefe ermöglicht es, nicht nur aktuelle Entwicklungen nachzuvollziehen, sondern auch künftige Trends frühzeitig zu erkennen. Ein entscheidender Vorteil für Akteure, die in einem sich wandelnden Markt agieren.

    Modell für die Schweiz
    Mit Unterstützung des Bundesamts für Wohnungswesen zeigt das Projekt, wie regionale Märkte datenbasiert analysiert und transparent gestaltet werden können. Ein auf dem Projekt basierender Leitfaden steht bereits zur Verfügung und bietet anderen Regionen eine strukturierte Vorlage zur Nachahmung.

    Der Immobilienmonitor Freiburg ist damit mehr als ein technisches Werkzeug, er ist ein strategisches Instrument für nachhaltige Standortentwicklung und professionelles Immobilienmanagement in der Schweiz.

  • Jetzt bewerben: Wer gewinnt den Real Estate Award 2025?

    Jetzt bewerben: Wer gewinnt den Real Estate Award 2025?

    Der Real Estate Award ist mehr als eine Auszeichnung – er ist ein Spiegel der Innovationskraft in der Schweizer Immobilien- und Bauwelt. Seit Jahren steht er für Qualität, Weitblick und Pioniergeist. Wer sich bewirbt, wird Teil einer Community, die bereit ist, neue Wege zu gehen, bestehende Denkmuster aufzubrechen und die Branche aktiv mitzugestalten.

    Jedes Jahr werden herausragende Projekte ins Rampenlicht gerückt – egal ob Start-up oder Grossunternehmen, ob ausgereifte Idee oder fertiges Gebäude. Der Award bietet nicht nur Anerkennung, sondern auch eine nationale Bühne für zukunftsweisende Ideen und Lösungen, die wirklich etwas bewegen.

    Warum eine Bewerbung jetzt Sinn macht
    Ein Platz unter den Nominierten oder gar ein Gewinn bringt enorme Sichtbarkeit, sowohl innerhalb der Branche als auch darüber hinaus. Alle Finalistinnen und Finalisten werden im Rahmen der grossen Award Verleihung am 2. Oktober 2025 vor Medien, Fachpublikum und Entscheidungsträgern präsentiert.

    Neben der Präsenz in relevanten Medien erhalten Teilnehmende Zugang zu einem exklusiven Netzwerk aus Expertinnen, Investoren, Vordenkern und führenden Köpfen der Immobilienwelt. Der Award bietet Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und Strahlkraft – und das nicht nur für Gewinnerinnen und Gewinner.

    Bereits die Teilnahme signalisiert Innovationsfähigkeit und Relevanz. Sie ist ein starkes Statement und eine Chance, das eigene Projekt auf die grosse Bühne zu heben – vor den richtigen Augen.

    Moderne Kategorien
    2025 wird der Real Estate Award wieder in fünf Kategorien vergeben:

    1. Digital
      Für Projekte, Tools oder Plattformen, die mit digitalen Mitteln echte Fortschritte für die Branche erzielen.
    2. Vermarktung
      Für innovative Vermarktungsstrategien und Konzepte, die Zielgruppen effektiv und kreativ erreichen.
    3. Nachhaltigkeit
      Für Lösungen, die ökologische, soziale oder ökonomische Nachhaltigkeit messbar und zukunftsfähig umsetzen.
    4. Projektentwicklung & Innovation
      Für visionäre Projekte, die neue Wege in der Planung, Realisierung oder Nutzung von Immobilien beschreiten.
    5. Immobilien Persönlichkeit des Jahres
      Die Jury kürt eine Person aus er Branche, die mit ihrem Wirken die Bau- und Immobilienwirtschaft der Schweiz prägt. Für diese Kategorie kann man sich nicht bewerben.

    Jede Bewerbung wird von einer unabhängigen Fachjury mit Expertise und Branchenkenntnis bewertet. Die Finalisten werden öffentlich vorgestellt und zur Preisverleihung eingeladen. Die Gewinner erhalten nicht nur eine Trophäe – sondern ein Qualitätssiegel mit Strahlkraft.

    Ein Event mit Wirkung
    Der Höhepunkt des Wettbewerbs ist die feierliche Preisverleihung am 2. Oktober 2025. Die Real Estate Award Verleihung bringt das Who’s Who der Schweizer Immobilienbranche zusammen – ein Abend voller Inspiration, Austausch und Anerkennung. Neben der feierlichen Ehrung der Gewinner erwartet die Gäste ein hochwertiges Rahmenprogramm, Networking auf Augenhöhe und beste Unterhaltung.

    Ein Abend, der in Erinnerung bleibt und neue Türen öffnet.

    Jetzt bewerben – noch bis 30. April 2025
    Der Bewerbungsprozess ist einfach und vollständig digital. Ob Einzelperson, Start-up, KMU oder Grossunternehmen – erlaubt ist, was überzeugt. Ein gutes Projekt ist oft nur ein paar Klicks vom Scheinwerferlicht entfernt.

    Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2025. Also jetzt handeln, einreichen und Teil von etwas Grossem werden.

  • Der 104. immoTable im Zeichen von Energie, Standortattraktivität und Innovation

    Der 104. immoTable im Zeichen von Energie, Standortattraktivität und Innovation

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    Weichenstellungen für starke Standorte
    Samuel Mösle, Co-Leiter der kantonalen Wirtschaftsförderung Zürich, eröffnete mit einem umfassenden Lagebild. Er skizzierte die aktuellen Herausforderungen im globalen Kontext und betonte die Rolle der Bauwirtschaft für die Weiterentwicklung des Standorts Zürich. Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die Sicherung von bezahlbarem Wohnraum spielen dabei eine zentrale Rolle. Ziel ist es, den Kanton Zürich als innovativen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum weiter zu profilieren.

    Björn Slawik und Frank Koster vom ewz präsentierten die Perspektiven einer dezentralen und nachhaltigen Energiewelt. Im Fokus standen die dynamische Entwicklung des Schweizer Solarmarktes und neue regulatorische Rahmenbedingungen ab 2026. Mit der Einführung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften, etwa durch das Konzept ewz.solarquartier, wird der Eigenverbrauch von Solarstrom auf Quartiersebene gestärkt. Ziel ist es, Überschüsse effizient zu nutzen und den Solarzubau marktorientiert zu fördern.

    Jan Frenzel von SMG veranschaulichte, wie KI-gestützte Systeme die Welt des Customer Relationship Managements revolutionieren. Neben dem Vergleich von CRM- und ERP-Systemen beleuchtete er das Potenzial von SaaS-Lösungen zur Automatisierung von Geschäftsprozessen. Mit intelligenten Tools lassen sich Kundenbedürfnisse künftig noch präziser erkennen – ein Schlüsselfaktor für die Positionierung am Markt.

    Standortentwicklung und Zukunftstrends
    Unter dem Titel «Wie bleiben Standorte attraktiv?» diskutierten Beat Bachmann (Kanton Zug), Jakob Bächtold (House of Winterthur), Marc Lyon (Implenia Schweiz AG) und Albert Schweizer (Stadt Schlieren) über die Zukunftsfähigkeit von Standorten. Die Themen reichten von demografischem Wandel über neue Wohn- und Arbeitsformen bis hin zur Frage, wie Innovation und Nachhaltigkeit konkret in die Arealentwicklung einfliessen können. Die Diskussion zeigte, erfolgreiche Standorte müssen heute mehr bieten als nur Infrastruktur. Sie brauchen Identität, Vernetzung und Zukunftsvisionen.

    Ausblick auf den Real Estate Award 2025
    Mara Schlumpf informierte über den kommenden Real Estate Award, der am 2. Oktober 2025 im Trafo Baden stattfindet. In fünf Kategorien werden herausragende Projekte und Persönlichkeiten der Immobilien- und Bauwirtschaft ausgezeichnet. Der Event verspricht nicht nur eine Gala mit Netzwerkcharakter, sondern auch exklusive Sichtbarkeit für Innovation und Qualität in der Branche.

  • Hören Sie, wie Quantenatome miteinander sprechen

    Hören Sie, wie Quantenatome miteinander sprechen

    In den Laboren der EPFL in Lausanne entsteht derzeit ein wissenschaftlicher Meilenstein. Ein akustisches System, das es erlaubt, Quantenphänomene auf einer hörbaren, makroskopischen Ebene zu simulieren. Entwickelt wurde es vom Doktoranden Mathieu Padlewski gemeinsam mit den Forschern Hervé Lissek und Romain Fleury. Ziel ist es, die hochkomplexen Zustände kondensierter Materie zugänglich zu machen, nicht über Elektronen, sondern über Schallwellen.

    Metamaterial als Forschungsplattform
    Das System basiert auf einem sogenannten akustischen Metamaterial, einer künstlichen Struktur, die sich aus 16 miteinander verbundenen Würfeln zusammensetzt. Über integrierte Lautsprecher und Mikrofone erzeugen und messen die Forschenden gezielt Schallwellen. Diese «akustischen Atome» lassen sich flexibel konfigurieren, um verschiedenste physikalische Phänomene zu modellieren, auch solche, die jenseits der klassischen Festkörperphysik liegen.

    Schrödingers Katze wird hörbar
    Im Gegensatz zu realen Quantenwellen, die durch jede Messung zerstört werden, können akustische Wellen direkt beobachtet und analysiert werden. Dadurch wird das Quantenkonzept der Überlagerung, symbolisiert durch Schrödingers Katze, im Klang erfahrbar. So wie eine Stimme gleichzeitig aus Grundfrequenz und Oberschwingungen besteht, kann das EPFL-System viele «akustische Zustände» gleichzeitig hör- und messbar machen.

    Von der Physik zur Anwendung
    Die potenziellen Anwendungsfelder reichen von der Entwicklung neuartiger Energieleitsysteme bis zur medizinischen Diagnostik. Das Metamaterial könnte, ähnlich dem menschlichen Innenohr, auf bestimmte Frequenzen abgestimmt werden. Ein möglicher Weg zur Erforschung von Hörstörungen wie Tinnitus. Noch ambitionierter ist das Fernziel eines «akustischen Analogcomputers», der inspiriert vom Quantencomputing , Informationen in überlagerten Zuständen verarbeiten könnte, ohne deren Zerfall zu riskieren.

    Standort Schweiz als Innovationsmotor
    Diese Forschung verdeutlicht die Rolle der Schweiz als führender Standort für disruptive Wissenschaft. Die Verbindung von Grundlagenphysik, Technik und Anwendungsvisionen zeigt eindrücklich, welches Potenzial in interdisziplinärer Forschung steckt. Für Investorinnen, Entwickler und Innovationsförderer ergeben sich neue Möglichkeiten, akustische Technologien als skalierbare Alternativen im Bereich Computing, Sensorik und Materialtechnik zu etablieren.

  • Neue Impulse durch Properstar

    Neue Impulse durch Properstar

    Digitale Vermittlung und kosteneffiziente Prozesse gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sonja Honauer, Director DACH bei Properstar, treibt den Ausbau digitaler Strukturen voran und analysiert, wie digitale Werkzeuge die Markttransparenz verbessern können.

    Kundenzentrierte Philosophie
    Das Unternehmenr setzt auf Einfachheit und Kosteneffizienz im Sinne der Kundschaft. Mit globalen Erfahrungen aus über 50 Ländern bietet das Unternehmen ein Immobilienportal an, das sich durch Tiefstpreis-Garantien auszeichnet. Transparente Preise und einfache Prozesse stehen im Vordergrund, ohne unnötigen Schnickschnack oder überteuerte Zusatzprodukte.

    Erfolgsmodell aus der Vergangenheit
    Gérard Paratte, Eigentümer von Properstar, hat bereits mit Immostreet gezeigt, wie erfolgreich faire und klare Preismodelle sein können. Diese Philosophie setzt er nun mit Properstar fort. Maximale Effizienz bei minimalen Kosten für die Kundschaft. Das macht Properstar zu einem flexiblen und verlässlichen Partner für die Immobilienbranche.

    Zukunftsorientierte Vision
    „Die Digitalisierung hat den Immobilienmarkt revolutioniert, aber gerade in der Schweiz gibt es noch viel Potenzial“, sagt Honauer. Mit ihrer neuen Aufgabe will sie bewährte Strukturen hinterfragen und innovative, kundenfreundliche Lösungen etablieren und ist bereit, den Immobilienmarkt in der Deutschschweiz nachhaltig zu verändern.

  • Landwirtschaftliche Reststoffe effizient verwerten

    Landwirtschaftliche Reststoffe effizient verwerten

    Die Renergon International AG will neue Massstäbe für die dezentrale Energiegewinnung setzen. Dazu hat die auf Technologien zur Erzeugung von sauberer Energie, organischem Dünger und Kompost aus organischen Abfällen und Reststoffen spezialisierte Firma aus Lengwil eine Mini-Biogasanlage mit Brennstoffzelle entwickelt. Die RSD XS „wurde speziell für landwirtschaftliche Betriebe in der Schweiz entwickelt und bietet maximale Effizienz auf minimaler Fläche“, schreibt Renergon in einer Mitteilung zur Produktlancierung.

    Das Herzstück der Anlage bildet ein 2-Fermenter-System. Hier können jährlich 2800 bis 3500 Tonnen Festmist vergärt werden. Das dabei erzeugte Biogas wird in der Brennstoffzelle mit einem Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent verwertet. Dabei wird neben grünem Strom auch Prozesswärme für den Betrieb erzeugt.

    Jede der beiden Fermenterboxen ist 15 Meter lang, 5,5 Meter breit und 4,5 Meter hoch. Sie beherbergen ein Gasspeicherdach sowie einen Technik- und einen Perkolatkeller. Insgesamt benötigt die Anlage eine Fläche zwischen 750 und 1000 Quadratmeter.

  • Modulares Aufstiegssystem für anspruchsvolle Infrastrukturen

    Modulares Aufstiegssystem für anspruchsvolle Infrastrukturen

    Ein Expertenteam der HighStep Systems AG hat die Installation eines HighStep-Steigschutzsystems in Baku an einem Flaggenmast begleitet. Dabei handele es sich um den höchsten Flaggenmast Europas mit einer Höhe von 162 Metern, heisst es in einem Projektbeschrieb des Unternehmens mit Hauptsitz in Dietikon ZH. Nun ermögliche ein HighStep Lift einen gesicherten und komfortablen Aufstieg, selbst bei schwierigen Umweltbedingungen wie etwa starken Winden. Dieses Projekt markiere ein weiteres Kapitel in der Mission des Unternehmens, vertikale Infrastrukturen sicherer zu machen – unabhängig von Standort, Witterung oder Höhe.

    „Die Kräfte, die an einem solchen Bauwerk wirken, sind gewaltig“, wird erklärt. „Starkwinde in Höhenlagen, Materialspannungen, Temperaturunterschiede und die enorme Masse der Flagge selbst – all das macht den Mast zu einem der anspruchsvollsten Einsatzorte für jede Art von Höhenzugang.“ Anders als bei klassischen Leitersystemen, seien Mitarbeitende mithilfe eines HighStep-Systems jedoch stets gesichert und mobil.

    Das HighStep-System ist modular aufgebaut und besteht aus zwei Komponenten: zum einen aus einer Aluminiumschiene als Systemträger und zum anderen aus einem Steiggerät in den Varianten HighStep Easy und HighStep Lift. Letzterer ist portabel und kommt in Baku zum Einsatz.

    Weltweit sind nach Angaben des Unternehmens mehrere Tausend seiner Anlagen in Betrieb, vornehmlich in Europa, aber auch in asiatischen Ländern wie China und Indien. In der Anwendung liegt der Fokus auf Strommasten, Windkraftanlagen, Sendetürmen wie auch Industrieanlagen.

  • ETH setzt neue Massstäbe Digitale Baukunst

    ETH setzt neue Massstäbe Digitale Baukunst

    Der Turm Tor Alva, entworfen vom ETH-Team um Benjamin Dillenburger und Architekt Michael Hansmeyer, stellt nicht nur einen technologischen, sondern auch einen gestalterischen Meilenstein dar. Über vier Stockwerke hinweg verästeln sich die skulpturalen Betonsäulen zu einer futuristischen Kuppel. Gedruckt wird mit einem robotergestützten System, das Schicht für Schicht aus Feinkornbeton eine einzigartige Architektur schafft – präzise, effizient und gestalterisch wegweisend.

    Forschung trifft Realität
    Was in der Forschungshalle mit Gelbwesten und Steuergeräten beginnt, soll in Mulegns Marktreife beweisen. Der erste reguläre Produktionstag markiert den Übergang von Theorie zur Praxis. Das ETH-Team, unterstützt von Bauingenieuren und Robotik-Spezialisten, testet hier nicht nur neue Materialien und Bauprozesse, es setzt Standards für die Bauwelt von morgen.

    Ein Dorf als Zukunftslabor
    Mulegns, einst Zentrum des Handwerks, heute kaum bewohnt, wird zum Symbol für Wandel. Die Stiftung Nova Fundaziun Origen und die ETH Zürich schaffen hier mehr als nur ein Bauwerk. Sie kombinieren digitale Baukunst mit kultureller Wiederbelebung. In der Turmkuppel sollen künftig Veranstaltungen stattfinden, die Besuchende aus der ganzen Welt anlocken. Der Turm wird zum Leuchtturm für Regionen, die mit Abwanderung kämpfen, ein visionäres Modell für nachhaltige Standortentwicklung.

    Weitere Informationen zum Tor Alva: www.tor-alva.ch

  • Digitale Karte für Speicherlösungen aus erneuerbarer Energie

    Digitale Karte für Speicherlösungen aus erneuerbarer Energie

    Das Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN) möchte Informationen über laufende und geplante Power-to-X (PtX)-Projekte leichter zugänglich machen. Deshalb arbeitet das Netzwerk nun mit der Koalition für grüne Energie und Speicherung (CGES) zusammen. Die CGES wurde 2023 von den Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL) zusammen mit dem Paul Scherrer Institut (PSI) und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ins Leben gerufen, um mit der Industrie skalierbare Lösungen für ein klimaneutrales und unabhängiges Energiesystem zu entwickeln.

    Das SPIN führt seit eineinhalb Jahren eine umfassende Liste von PtX-Projekten in der Schweiz. Sie zeigt, wo und von wem an der Umwandlung von erneuerbaren Energien in speicherbare Energieträger wie Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe oder Methan gearbeitet wird. Diese Datenbank soll einen Überblick schaffen und dabei helfen, Akteure aus Forschung, Industrie, Politik und Verwaltung miteinander zu vernetzen.

    Im Rahmen der nun vereinbarten Kooperation von SPIN und CGES soll ein interaktiver PtX-Tracker entwickelt werden. Dafür wird SPIN die Daten zur Verfügung stellen und CGES die Projekte auf einer digitalen Karte visualisieren. Beide versprechen sich davon neben einer erhöhten Sichtbarkeit auch eine Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Initiativen und Interessengruppen. Zudem soll sie Entscheidungsträgerinnen und -träger bei der Anpassung von Rechtsrahmen unterstützen. Investierenden soll sie ermöglichen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen.

    Diese Plattform werde auch die Öffentlichkeit für die Bedeutung vpn PtX sensibilisieren, so das SPIN. Die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit werden voraussichtlich im Sommer 2025 vorgestellt.

  • Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Die internationale Jury des SET Award 2025 hat Cowa Thermal Solutions zum Gewinner in der Kategorie Clean Energy & Storage gekürt. Der SET Award fördert innovative Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft und beschleunigt so die Energiewende.

    Der Wettbewerb wird von der Deutschen Energie-Agentur in Kooperation mit dem World Energy Council weltweit ausgeschrieben und veranstaltet. Unterstützt wird er vom deutschen Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Der Award zeichnet Innovationen aus, die die globale Energiewende vorantreiben. Die Verleihung fand im Rahmen des SET Tech Festivals 2025 in Berlin statt.

    Wie die Veranstalter in einer Mitteilung herausstellen, entwickelt Cowa „kompakte Wärmespeicher mit Phasenwechselmaterialien, die fünfmal kleiner sind als wasserbasierte Systeme. Mit dem Ziel, den wachsenden europäischen Wärmepumpenmarkt zu bedienen, verbessert Cowa die Integration erneuerbarer Energien und die städtische Energieeffizienz.“

    Cowa-CEO Simon Maranda bezeichnet diese Auszeichnung in einem Communiqué seines 2019 gegründeten und im Technopark Luzern ansässigen Unternehmens als „eine grosse Anerkennung für unsere Arbeit und unser Engagement für innovative Energiespeicherlösungen. Unsere kompakten thermischen Wärmespeicher sind eine ideale Lösung zur Integration erneuerbarer Heizsysteme, insbesondere Wärmepumpen, in urbanen Gebäuden mit geringen Platzverhältnissen. Wir sind stolz darauf, diese Technologie weiter voranzutreiben und die Energiewende aktiv mitzugestalten.“

    Auch in diesem Jahr wurden wegweisende Start-ups in fünf Kategorien ausgezeichnet: Saubere Energie und Speicherung, Mobilität & Transport, Industrie, Gebäude & Bauwesen sowie Zugang zu hochwertiger Energie & SDG-7. Die Sieger aller fünf Kategorien stellten ihre Lösungen im Anschluss auch beim Berlin Energy Transition Dialogue vor.

  • Neues Rechenzentrum stärkt digitale Infrastruktur in Winterthur

    Neues Rechenzentrum stärkt digitale Infrastruktur in Winterthur

    Der Rechenzentrenbetreiber NorthC Schweiz AG hat am 20. März sein neues Rechenzentrum in Winterthur eingeweiht. Das neue Rechenzentrum befindet sich auf einer Fläche von rund 1100 Quadratmeter im Turm Areal. Es soll eine zentrale Rolle als Knotenpunkt für die regionale Datenkommunikation spielen, so heisst es in einer Medienmitteilung.

    Das Rechenzentrum bietet KMU und grossen Unternehmen in der Region individuelle Colocation-Lösungen, sichere und direkte Cloud-Verbindungen sowie garantierte Bandbreiten und Geschwindigkeiten für geschäftliche Anwendungen. Durch die Anbindung an die Rechenzentren in Münchenstein BL und Biel sollen zuverlässige Verbindungen zu einer Vielzahl von Cloud- und IT-Dienstleistern gewährleistet werden.

    Das Rechenzentrum verfügt über eine derzeitige Leistungskapazität von 1,8 Megawatt und wird vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben. NorthC plant laut der Mitteilung mit seiner 2030 Strategie, Projekte zu initiieren, mit denen die entstehende Abwärme in Winterthur zukünftig sinnvoll genutzt werden kann.

    NorthC setzt laut Patrik Hofer auf regionale Rechenzentren mit internationaler Reichweite. „Mit unserem regionalen Ansatz können wir massgeschneiderte Lösungen für die Region Winterthur anbieten, die den hohen Ansprüchen an Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit gerecht werden“, wird der Managing Director Schweiz bei NorthC in der Medienmitteilung zitiert.

    In Winterthur sind nach Ralph Peterli, Geschäftsführer der Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur, bereits viele führende Technologieunternehmen ansässig. „Es ist gut zu wissen, dass mit NorthC ein regionales Unternehmen stabile und sichere IT-Infrastrukturen auf Stadtgebiet anbietet“, äusserte sich Peterli der Medienmitteilung zufolge.

    NorthC Schweiz hat seinen Sitz in Biel und ist ein Tochterunternehmen der NorthC Group mit Sitz in Oude Meer in den Niederlanden.

  • Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) will laut einer Medienmitteilung mit einem neuen Service den Ausbau von Fernwärme beschleunigen. Mit wärmecheck.ch liege ein Angebot vor, welches Haus­be­sit­ze­rin­nen, Haus­be­sit­zern und Un­ter­neh­men rasch die Frage beantwortet, ob ihre Immobilie an ein Fernwärmenetz der EBL angeschlossen werden kann.

    wär­me­check.ch sei über den Brow­ser in­tui­tiv be­dien­bar und voll­stän­dig in­ter­ak­tiv. Nutzende können den Angaben zufolge am Desktop oder per Smartphone auf ei­ner di­gi­ta­len Kar­te sämtliche Adres­sen, die in Wär­me­ver­sor­gungs­ge­bie­ten der EBL liegen, an­­steu­ern. Damit seien zu je­dem Ob­jekt die pas­sen­den In­for­ma­tio­nen aus öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Da­ten verfügbar. Eine Registrierung sei nicht nötig.

    Besteht eine Anschlussmöglichkeit, erstellt wärmecheck.ch schnell und un­kom­pli­ziert eine un­ver­bind­li­che Mo­dell­rech­nung oder bietet Kontakt zu einer An­sprech­per­son der EBL für eine persönliche Ab­klä­rung. Ist zum Zeit­punkt der An­fra­ge ein Anschluss nicht mög­lich, bekommen Interessierte Al­ter­na­ti­ven aufgezeigt und eine Übersicht über relevante In­for­ma­ti­ons­platt­for­men.

    Hintergrund der Massnahme ist das Ziel von EBL, mehr Fern­wär­me­ver­bün­de zu schaffen. Wie EBL schreibt, müs­sten dafür In­for­ma­tio­nen zum An­schluss an die Fern­wär­me oder zu al­ter­na­ti­ven Heiz­mög­lich­kei­ten für Interessierte auf ein­fa­chem Wege zugänglich sein.

    Die Resonanz auf wärmecheck.ch soll es dem Energieversorger ermöglichen, gezielt auf die Nach­fra­ge der Be­völ­ke­rung und dem Ge­wer­be ein­zu­ge­hen, be­ste­hen­de Wär­me­ver­bün­de zu ver­dich­ten und die Er­schlies­sung wei­te­rer Ge­bie­te zu prü­fen.

  • 3D-Datenplattform optimiert Verkehrs- und Infrastrukturprojekte

    3D-Datenplattform optimiert Verkehrs- und Infrastrukturprojekte

    Die in Baden ansässige iNovitas AG und die Geoinfra Ingenieure AG mit Sitz in Wetzikon haben einen digitalen Zwilling des Strassennetzes im Zürcher Oberland geschaffen. Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorgeht, sollen etwa 800 Kilometer der Strassen in der hochauflösenden infra3D-Datenplattform zur Verfügung stehen. Interessierte Nutzergruppen können die Daten ab sofort lizensieren und für ihre Planungs- und Entscheidungsfindungen einsetzen, heisst es in der Mitteilung.

    Die beiden Unternehmen haben das Strassennetz der Gemeinden Bäretswil, Bauma, Bubikon, Dürnten, Fehraltorf, Fischenthal, Gossau, Greifensee, Grüningen, Hittnau, Hombrechtikon, Männedorf, Mönchaltorf, Oetwil a.S., Russikon, Rüti, Seegräben, Stäfa, Uetikon a. S, Wald, Wetzikon, Wila und Wildberg digitalisiert. Die Region Zürcher Oberland erhält mit dem Projekt eine präzise und aktuelle Basis für Verkehrs-, Stadt- und Raumplanungen. Damit können datenbasierte Simulationen verbessert und Begehungen vor Ort reduziert werden.

    „Daten sind die Grundlage für fundierte Entscheidungen“, wird Hannes Eugster, CEO und Gründer der iNovitas AG, in der Mitteilung zitiert. „Mit der digitalen Erfassung der Region Zürich Oberland stellen wir eine präzise und sofort verfügbare Datenbasis bereit, die von verschiedensten Akteuren genutzt werden kann – sei es für Verkehrsplanung, Infrastrukturprojekte oder Stadtentwicklung“.

    Patrick König, Mitglied der Geschäftsleitung der Geoinfra Ingenieure AG, betont die Bedeutung des digitalen Projekts: „Der Zugang zu georeferenzierten, hochauflösenden 3D-Daten bedeutet einen Paradigmenwechsel für die Infrastrukturplanung. Unsere Zusammenarbeit mit iNovitas ermöglicht es, dass Verwaltungen und Unternehmen in der Region Zürich Oberland von einer datengetriebenen, effizienten und nachhaltigen Planung profitieren“.

  • Fotoanalyse soll Zustand von Infrastrukturen effizient erfassen

    Fotoanalyse soll Zustand von Infrastrukturen effizient erfassen

    Straintest zählt erste Grossunternehmen zu seiner Kundschaft: die SBB und seit Kurzem auch das Bundesamt für Rüstung armasuisse. In Pilotprojekten loten sie laut einem Bericht von startupticker.ch mit dem im August 2024 gegründeten Zürcher Start-up aus, welchen Nutzen sie aus dessen Technologie zur einfachen Messung und Beobachtung von Rissen in Fassaden und Infrastrukturbauten wie Brücken ziehen können.

    Anders als bei zeit- und energieintensiven Sensormethoden genügt bei Straintest ein Foto, das auch mit einer Smartphone-Kamera aufgenommen werden kann. Dafür wird links und rechts des Risses als Referenzpunkt je ein Metallplättchen angebracht. Die Bilder werden auf die Plattform von Straintest geladen. Dort erfasst und misst die Software sogar feinste Haarrisse und gibt automatisiert einen Bericht aus.

    «Unsere Lösung eignet sich insbesondere für kurze Einsätze etwa an Häusern neben einer Baustelle oder zur Überwachung über längere Zeit, wenn nur wenige Datenpunkte – etwa einmal im Monat – gefragt sind», wird Straintest-Mitgründer Matteo Pariset in dem Bericht zitiert. In solchen Fällen kann es sich lohnen, auf aufwändiger zu installierende Sensormethoden zu verzichten, die konstante Stromzufuhr und Batteriewechsel benötigen. Das bisher ausschliesslich aus eigenen Mitteln finanzierte Proptech-Start-up möchte nun geeignete Vertriebspartner gewinnen und sich dann wieder stärker auf die Weiterentwicklung des Produkts konzentrieren.

  • Life Sciences beflügeln gesamte Basel Area

    Life Sciences beflügeln gesamte Basel Area

    2024 entschieden sich 36 internationale Unternehmen für eine Ansiedlung in der Basel Area, davon 26 aus der Life Sciences-Branche. Diese Entwicklung unterstreicht die herausragende Rolle des Clusters als Wachstums- und Innovationsmotor. Immer mehr Firmen wählen Standorte in Basel-Landschaft und Jura, was zur regionalen Diversifizierung beiträgt und die Wirtschaftsstruktur insgesamt resilienter macht.
    Mit Flächen wie dem Switzerland Innovation Park Basel Area in Allschwil, dem Novartis Campus und dem Standort Jura entstehen hochattraktive Ökosysteme für Biotech-, Medtech- und Healthtech-Unternehmen.

    Starkes internationales Interesse
    Insgesamt kamen die 2024 neu angesiedelten Firmen aus 16 Ländern. Hauptsächlich aus Europa, aber auch aus Amerika und Asien. Diese Internationalität stärkt nicht nur das Know-how der Region, sondern erhöht auch deren globale Sichtbarkeit.

    Die strategische Ausrichtung von Basel Area Business & Innovation zeigt Wirkung. Im europäischen Vergleich kleinerer Städte belegt die Region laut fDi Intelligence den Spitzenplatz bei der Standortpromotion. Ein klares Zeichen für die Qualität und Reichweite der regionalen Strategie.

    Startups sichern künftige Wachstumsimpulse
    Auch im Startup-Bereich konnte die Region punkten. Obwohl die Zahl der unterstützten Gründungen mit 67 leicht rückläufig war, liegt sie im langjährigen Mittel. Beeindruckend sind vor allem die Kapitalzuflüsse. 478 Millionen Franken flossen 2024 in Startups der beiden Programme BaseLaunch und DayOne, ein starkes Signal für Innovationskraft und Investorenzugang.

    Laut Rückmeldungen der neu angesiedelten Firmen sollen in den kommenden fünf Jahren über 700 neue Arbeitsplätze entstehen. Auch das ein klares Bekenntnis zur Region mit langfristigem Unternehmensstandort.

  • Digitale Grundstücksinformationen im Aufbruch

    Digitale Grundstücksinformationen im Aufbruch

    Der ÖREB-Kataster ist längst ein zentrales Werkzeug für die Raumplanung und Projektentwicklung in der Schweiz. Er gibt interaktiv Auskunft über öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen, von Bauzonen bis zu Schutzgebieten. Nun will der Bundesrat die gesetzlichen Grundlagen dafür modernisieren. Die Regeln zur Aufnahme von Informationen in den Kataster sollen vereinfacht, Zuständigkeiten geklärt und Doppelspurigkeiten mit dem Grundbuch reduziert werden.

    Ein zentrales Ziel ist es, die Rechtssicherheit zu erhöhen. So wird etwa die bisherige Annahme gestrichen, dass der Katasterinhalt als allgemein bekannt gilt. Dies ist ein wichtiger Schritt zur besseren Abgrenzung von Verantwortung und Haftung.

    Zukunftsmodell Nationales Grundstücksinformationsportal
    Neu soll der Kataster auch generell-abstrakte und behördenverbindliche Anordnungen wie Bau- und Abstandslinien enthalten. Diese spielen eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung von Nutzungspotenzialen, etwa bei Arealentwicklungen oder Neubauprojekten in der Nähe von Strassen und Gewässern.

    Künftig sollen alle Informationen aus dem ÖREB-Kataster zentral über ein nationales Portal zugänglich gemacht werden. Eine enorme Erleichterung für alle Akteure, die mit Grundstücken arbeiten. Damit erhalten Investoren, Behörden, Planungsbüros und Projektentwickler auf einen Klick transparente Daten zur Eigentums- und Nutzungsstruktur.

    Weichenstellung bis Sommer
    Die Vernehmlassung zur Gesetzesänderung läuft bis zum 30. Juni 2025. Damit ist nun der Weg offen für ein Grundstücksinformationssystem, das den digitalen Anforderungen der modernen Raum- und Standortentwicklung gerecht wird. Der Bund setzt damit ein starkes Signal für Planungsvereinfachung, Investitionssicherheit und datenbasierte Standortförderung.

  • Digitalisierung und KI als Antwort auf Fachkräftemangel und Klimaziele

    Digitalisierung und KI als Antwort auf Fachkräftemangel und Klimaziele

    Das Baugewerbe braucht als Reaktion auf die zunehmende Komplexität und Datendichte sowohl Digitalisierung als auch KI. Wie es in einer Mitteilung der HSLU zum Seminar ihres Instituts für Gebäudetechnik und Energie (IGE) weiter heisst, benötige man beides jedoch auch zugunsten einer Steigerung der Effizienz in Zeiten des Fachkräftemangels, abnehmender Produktivität und einer dringend nötigen Senkung der Treibhausgase bei Gebäuden.

    Diese alljährliche IGE-Veranstaltung richtet sich an Fachleute für Energie, Gebäude- und Bautechnik sowie Architektur. In diesem Jahr zählte sie 110 Teilnehmende.

    Mehrere Referierende beleuchteten die neuesten Entwicklungen der KI für die Baubranche. So sprach Bruno Michel von IBM Research über «Künstliche Dummheit», wenn generative KI mit schlechten Trainingsdaten aus dem Internet falsche Informationen generiere. Dass fehlende Trainingsdaten für die Baubranche ein grosses Problem darstellen, hielt auch Jörn Plönnings von der Universität Rostock fest. Doch sei KI weder Fluch noch Segen, sondern angesichts der zunehmenden Komplexität und Datenflut schlicht eine Notwendigkeit.

    Über Intelligente Mobilität, die etwa verdichtetes Bauen oder weniger Parkplätze im Quartier ermöglicht, referierten Marcel Imfeld von Schindler Aufzüge und Roman Steffen von Trafiko. Auch das automatisierte Monitoring von Gebäuden wurde in diversen Referaten behandelt.

    Die HSLU stellte ihr Projekt Lightscore vor, das eine evidenzbasierte integrative Lichtbewertung auf den Weg bringen will. Ausserdem arbeitet sie an einer neuen SIA-Norm für die Energieeffizienz von Rechenzentren. Und schliesslich berichtete Roger Buser von der HSLU mit Bildern über seine Reise mit dem emissionsfreien Solarfahrzeug Solar Butterfly aus Ozean-PET durch Indien, wo er zahlreichen innovativen Lösungen gegen den Klimawandel begegnete.

  • Gebäude tragen zur Netzstabilität bei

    Gebäude tragen zur Netzstabilität bei

    Die Transformation des Energiesektors bringt Herausforderungen mit sich. Erneuerbare Energien wie Photovoltaik liefern nicht konstant Strom, sondern unterliegen Wetterbedingungen und Tageszeiten. Die Stromversorgung muss daher flexibler werden, um Produktionsspitzen zu nutzen und Engpässe auszugleichen. Genau hier setzen automatisierte Gebäudesysteme an. Sie steuern Verbrauch und Einspeisung intelligent und entlasten das Netz.

    Vorausschauende Steuerung für maximale Effizienz
    Ein innovativer Algorithmus der Empa analysiert die Energieverfügbarkeit und das Nutzerverhalten, um den Energieverbrauch optimal zu steuern. So wird etwa überschüssige Solarenergie bevorzugt genutzt oder gespeichert, anstatt das Netz zu überlasten. Gleichzeitig bleibt der Komfort erhalten. Warmwasser oder Heizung stehen genau dann zur Verfügung, wenn sie benötigt werden.

    Erfolgreicher Praxistest im NEST-Gebäude
    In einem Pilotprojekt im NEST-Gebäude der Empa wurde der Algorithmus unter realen Bedingungen getestet. Dabei kamen eine Photovoltaik-Anlage, Batteriespeicher, eine Wärmepumpe und eine Ladestation für Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Die Ergebnisse zeigen, die CO2-Emissionen konnten um mehr als 10 Prozent gesenkt werden, ohne den Nutzerkomfort zu beeinträchtigen. Zudem konnte das Gebäude eigenständig mit dem Netz kommunizieren, um Lastspitzen abzufangen.

    Digitalisierung als Voraussetzung für skalierbare Lösungen
    Die Studie belegt, dass intelligente Energiesteuerung ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Energiezukunft ist. Damit solche Lösungen flächendeckend eingesetzt werden können, ist eine konsequente Digitalisierung erforderlich. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die IT-Infrastruktur nachhaltig bleibt. Empa-Forscher untersuchen daher bereits Möglichkeiten, alte Smartphones als Steuerungseinheiten für die Gebäudeautomation einzusetzen.

    Die Zukunft der Energieversorgung liegt in der Vernetzung intelligenter Systeme. Durch vorausschauendes Management können Gebäude nicht nur ihren eigenen Energiebedarf decken, sondern aktiv zur Netzstabilität beitragen.

  • Empa eröffnet Quantenlabor

    Empa eröffnet Quantenlabor

    Das neue Empa-Labor «CarboQuant» hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Quantentechnologien auf Basis von Kohlenstoff zu entwickeln. Mit der Eröffnung des High-Tech-Labors am 30. Januar 2025 wurde ein erster Meilenstein erreicht. Die Forschung konzentriert sich auf Nano-Graphene und Kohlenstoff-Nanobänder, die erst vor wenigen Jahren synthetisiert wurden. Diese besonderen Moleküle könnten den Schlüssel zu neuartigen Sensoren, Kommunikationstechnologien oder Komponenten für Quantencomputer liefern.

    Modernste Technologie im Einsatz
    Das Herzstück des Labors bilden zwei hochmoderne Rastertunnelmikroskope. Diese Geräte ermöglichen es den Forschenden, nicht nur einzelne Atome sichtbar zu machen, sondern auch deren Quantenzustände zu steuern. Durch die Nutzung hochfrequenter Mikrowellenstrahlung können die Spins von Elektronen manipuliert werden. Eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung von Quantencomputern.

    Der Schlüssel zur Quantenwelt
    Der Spin, eine quantenmechanische Eigenschaft von Elektronen, kann zwei Grundzustände annehmen, «up» und «down». Im Gegensatz zu klassischen Bits, die entweder 1 oder 0 sind, können Quantenbits durch Überlagerung beide Zustände gleichzeitig einnehmen. Diese Vieldeutigkeit macht Quantencomputer so leistungsfähig und vielseitig.

    Expertise und Zukunftsvision
    Das «CarboQuant»-Team, unter der Leitung von Roman Fasel und Yujeong Bae, bewegt sich an der Spitze der wissenschaftlichen Forschung. Bae, eine der wenigen Expertinnen weltweit auf diesem Gebiet, wird die neue Forschungsgruppe für Quantenmagnetismus leiten. Ziel ist es, die Quantenkontrolle erstmals an Nano-Graphenen zu demonstrieren und langfristig quantenbasierte Geräte zu entwickeln, die bei Raumtemperatur funktionieren.

    Ausblick und Ziele
    Das Projekt läuft bis 2032 und wird von der Werner Siemens-Stiftung unterstützt. Die Forschenden arbeiten daran, eine Materialplattform für kohlenstoffbasierte Quantenmaterialien zu schaffen. Mit der Eröffnung des neuen Labors sind sie diesem Ziel ein gutes Stück nähergekommen. Die Vision, sichere, leistungsfähige und nachhaltige Quantentechnologien, die unseren Alltag revolutionieren könnten.

  • Kooperation bei Optimierung von Rechenzentren

    Kooperation bei Optimierung von Rechenzentren

    Die BKW und das Jungunternehmen K51 aus Eschenz spannen in einem innovativen Projekt für Rechenzentren zusammen. K51 platziert Server und Rechenzentren an Orten wie Gewächshäusern, damit die Abwärme aus der Rechenleistung zum Heizen eingesetzt werden kann. «Wir liefern fossilfreie Wärme frei Haus und nutzen Rechenleistung als innovativen Brennstoff», wird Benoît Stroelin, Co-Gründer und CEO von K51, in einer Mitteilung der BKW zitiert. «Unser Ziel ist es, die Energieverschwendung im High Performance Computing (HPC) massgeblich zu reduzieren und so einen relevanten Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten.»

    In Zusammenarbeit mit der BKW hat das erste reguläre Rechenzentrum von K51 einen massgeschneiderten Bezugsvertrag für Strom bekommen. Dabei wird der Betrieb der Anlage über eine tägliche Spotpreisprognose von BKW Energy gesteuert, so dass die Rechenleistungen in den jeweils günstigsten Stunden durchgeführt werden.

    Darüber hinaus bindet die BKW die Rechenzentren von K51 an den Regelenergiemarkt an. Auf diese Weise kann die Berner Energieversorgerin die einzelnen Rechenzentren zum Erhalt der Netzstabilität bei Bedarf an- oder abschalten. «K51 erfüllt punkto Systemsteuerung und Flexibilität genau die Anforderungen, welche es für ein solches Modell braucht», wird Thomas Egli, Leiter Business Enabling bei BKW Energy, in der Mitteilung zitiert. «Wir arbeiten eng zusammen, um zusätzliches Potential beispielsweise bei der Ausgleichsenergie realisieren zu können.»

  • KI, Cybersicherheit und Open Source

    KI, Cybersicherheit und Open Source

    Die aktualisierte Strategie «Digitale Schweiz»   des Bundesrates setzt klare Ziele für die digitale Transformation des Landes. Sie ist verbindlich für die Bundesverwaltung und dient Kantonen, Gemeinden, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft als Orientierung. Ziel ist es, dass die gesamte Bevölkerung von einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Digitalisierung profitiert.

    Fokusthemen der Strategie
    Der Bundesrat will die Regulierung von KI-Systemen vorantreiben und deren Einsatz in der Bundesverwaltung fördern. Dabei sollen Grundrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geschützt sowie Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden.

    Die Stärkung der Cybersicherheit ist ein zentrales Anliegen. Massnahmen zur Sensibilisierung und Umsetzung von Schutzmassnahmen sollen die Handlungsfähigkeit in Krisensituationen sicherstellen. Neue Strukturen sollen auch Kantone und Gemeinden unterstützen.

    Die Förderung von Open-Source-Software in der Bundesverwaltung soll Transparenz, Innovation und Unabhängigkeit gewährleisten. Die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Open-Source-Communities wird intensiviert, um den Wissensaustausch zu fördern.

    Vision und Ziele
    Die Strategie zielt darauf ab, digitale Angebote zum Nutzen aller Menschen in der Schweiz zu priorisieren. Sie soll die Chancen der digitalen Transformation gezielt nutzen, sodass langfristig alle davon profitieren. Die Schweiz strebt an, eines der digital wettbewerbsfähigsten und innovativsten Länder Europas zu sein.

    Umsetzung und Dialog
    Der Bundesrat plant Beiratssitzungen mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Behörden und Zivilgesellschaft, um den Dialog und die Weiterentwicklung der Strategie zu fördern. Diese Zusammenarbeit soll sicherstellen, dass die digitale Transformation im gemeinsamen Interesse gestaltet wird.

    Internationale Relevanz
    Die in der Schweizer Digitalstrategie genannten Fokusthemen sind auch international relevant. Länder wie Deutschland müssen sich ebenfalls mit KI, Cybersicherheit und Open Source auseinandersetzen, um langfristig handlungsfähig zu bleiben.

  • Forschung an Erhalt von Brücken mittels Künstlicher Intelligenz

    Forschung an Erhalt von Brücken mittels Künstlicher Intelligenz

    Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) forschen an Möglichkeiten, wie mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) Wartung, Reparatur oder auch die Konstruktion von Eisenbahnbrücken optimiert werden können. In Zusammenarbeit mit der SBB erstellen die Forschenden des Instituts für Baustatik und Konstruktion KI-Modelle von Stahlbetonbrücken, heisst es in einer Mitteilung. Mithilfe grosser Datensätze sollen die Programme im maschinellen Lernen Aussagen über die Haltbarkeit und Lebensdauer der Brücken bieten und einschätzen, welches Bauwerk statisch in kritischem Zustand wäre.

    «Auch in der Schweiz nähert sich ein beträchtlicher Anteil der Infrastrukturbauten dem Ende der geplanten Nutzungsdauer und muss überprüft und gegebenenfalls verstärkt werden», wird Sophia Kuhn, Doktorandin und Mitglied der Forschungsgruppe, in der Mitteilung zitiert. «Wir entwickeln ein Werkzeug, das dazu beiträgt, Brücken möglichst lange in Betrieb zu halten und damit Ressourcen zu schonen, ohne dabei unverhältnismässige Risiken von Unfällen einzugehen.»

    Die Modelle geben nicht nur Auskunft zur strukturellen Sicherheit, sondern liefern auch genauere Angaben als herkömmliche Datenerfassung zur Stabilitätsanalyse. Dies soll den Ingenieuren sowohl Zeit als auch Ressourcen in der Wartung der Brücken einsparen.

    In einem weiteren Schritt sollen die vom Forschungsteam entwickelten KI-Assistenten auch bei den Entwürfen neuer Brücken helfen.

  • Regulierung von Künstlicher Intelligenz in der Schweiz

    Regulierung von Künstlicher Intelligenz in der Schweiz

    Künstliche Intelligenz durchdringt zunehmend alle Lebensbereiche. Von der Wirtschaft über die Wissenschaft bis hin zur Verwaltung. Während KI enorme Chancen eröffnet, bringt sie auch Herausforderungen mit sich. Wie kann Fairness, Transparenz und Sicherheit gewährleistet werden? Welche Regeln braucht es für die Nutzung von KI-Systemen? Und wie bleibt die Schweiz international wettbewerbsfähig?

    Das Bundesamt für Kommunikation hat in der „Auslegeordnung KI“ verschiedene regulatorische Optionen analysiert. Der Bundesrat folgte dieser Analyse und entschied für einen sektoriellen Regulierungsansatz, der bestehende Gesetze gezielt ergänzt und branchenspezifische Vorgaben schafft.

    Sektorale Regulierung statt umfassendem KI-Gesetz
    Der Bundesrat verfolgt einen differenzierten Regulierungsansatz, indem er auf bestehende Gesetze aufbaut und diese spezifisch für verschiedene Branchen anpasst. Gleichzeitig wird die KI-Konvention des Europarats ratifiziert, um übergeordnete ethische und rechtliche Standards sicherzustellen.

    Laut Franziska Barmettler, Geschäftsleiterin von digitalswitzerland, ist dieser Mittelweg zielführend. „Eine zu starre Regulierung könnte Innovationen bremsen. Der Bundesrat hat einen klugen Weg gewählt, der sowohl die Chancen als auch die Risiken von KI berücksichtigt“. Sie betont zudem die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, um KI verantwortungsvoll zu nutzen und zu gestalten.

    Was bedeutet der Entscheid für die Schweiz?
    Der sektorale Regulierungsansatz ermöglicht branchenspezifische Regeln für unterschiedliche Anwendungsgebiete, etwa im Finanzwesen, Gesundheitswesen oder Verkehr. Zudem wird sichergestellt, dass die Schweizer Regulierung mit europäischen und globalen Standards kompatibel bleibt.

    Dennoch gibt es Herausforderungen. Bis Ende 2026 müssen die neuen Regeln konkretisiert werden, um klare Leitlinien für Unternehmen und Institutionen zu schaffen. Offene Fragen zur Datenethik, Transparenz und internationalen Wettbewerbsfähigkeit müssen dabei gelöst werden. Entscheidend wird sein, dass die Schweiz eine Balance zwischen Regulierung und Innovationsfreiheit findet.

    Die Schweiz im globalen Wettbewerb
    Die internationale KI-Entwicklung wird zunehmend von einem Wettlauf zwischen den USA, China und der EU bestimmt. Während die EU auf detaillierte Vorschriften setzt, verfolgen die USA einen liberaleren Ansatz. Die Schweiz muss sich strategisch positionieren. Wie bleibt sie technologisch anschlussfähig? Welche Auswirkungen haben globale Handelskonflikte auf KI-Entwicklungen? 

    Der Bund setzt auf eine digitale Geostrategie, um die Schweiz als innovationsfreundlichen, aber zugleich verlässlichen Standort im globalen Wettbewerb zu positionieren. Gleichzeitig muss die Regierung auf Forderungen von Branchenverbänden und Unternehmen eingehen, um eine praxisnahe Regulierung sicherzustellen.

    Die Entscheidung des Bundesrates, auf ein sektorielles Modell zu setzen, entspricht der Schweizer Rechtstradition der Technologieneutralität und prinzipienbasierten Regulierung. So können Vorschriften flexibel auf spezifische Branchen zugeschnitten werden.

    Einschätzung zur KI-Strategie des Bundesrates
    Der Schutz der Grundrechte bildet die Grundlage für das Vertrauen in Künstliche Intelligenz. Durch die Ratifizierung der KI-Konvention des Europarats wird sichergestellt, dass die Rechte der Bürgerinnen und Bürger gewahrt bleiben und gleichzeitig das Vertrauen in den Einsatz von KI-Technologien gestärkt wird.

    Die Regulierung folgt einem technologieneutralen Ansatz, der nicht auf bestimmte Technologien beschränkt ist, sondern sich an übergeordneten Prinzipien orientiert. Dadurch bleibt die Regulierung zukunftsoffen, sodass neue technologische Entwicklungen nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Dies trägt dazu bei, Innovationshemmnisse zu vermeiden und Fortschritt zu ermöglichen.

    Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität durch branchenspezifische Regelungen. KI-Anwendungen werden je nach Einsatzgebiet unterschiedlich reguliert, um den spezifischen Anforderungen verschiedener Branchen gerecht zu werden. Während der Einsatz von Gesichtserkennungssoftware zur Überwachung am Arbeitsplatz als kritisch angesehen wird, könnte dieselbe Technologie im medizinischen Bereich, beispielsweise zur Diagnose von Depressionen, wertvolle Erkenntnisse liefern.

    Umsetzung bis 2026
    Die kommenden Jahre werden massgeblich dafür sein, die Regulierung von Künstlicher Intelligenz in der Schweiz konkret auszugestalten. Bis spätestens Ende 2026 soll die Umsetzung der KI-Konvention abgeschlossen sein. Dabei sind drei zentrale Aspekte zu berücksichtigen.

    Erstens müssen die Prinzipien der Konvention effizient und praktikabel in bestehende Gesetze integriert werden, um eine reibungslose Anwendung sicherzustellen. Zweitens ist eine aktive Mitgestaltung der Wirtschaft erforderlich, sodass Unternehmen in die Entwicklung nicht-rechtlich bindender Massnahmen eingebunden werden. Drittens müssen die Schweizer Regelungen mit europäischen und globalen Standards kompatibel sein, um den internationalen Marktzugang für Schweizer Unternehmen nicht zu gefährden.

    Mit der Entscheidung für eine sektorielle KI-Regulierung verfolgt der Bundesrat eine pragmatische und innovationsfreundliche Strategie, die einerseits Unternehmen Rechtssicherheit bietet und andererseits die Grundrechte schützt sowie eine nachhaltige technologische Entwicklung fördert.

    Die konkrete Umsetzung wird entscheidend sein. Eine zu strenge Regulierung könnte Innovationen ausbremsen, während eine zu lasche Regulierung das Vertrauen in KI-Technologien untergraben könnte.

    Neben technologischen und wirtschaftlichen Aspekten spielt auch die gesellschaftliche Dimension eine wichtige Rolle. Hochschulen, Unternehmen und öffentliche Institutionen müssen gemeinsam daran arbeiten, KI-Kompetenzen zu vermitteln und ethische Standards zu etablieren.

    Die Schweiz hat nun die Chance, sich als führender KI-Standort langfristig zu positionieren – mit einem regulatorischen Rahmen, der Innovationen ermöglicht und gleichzeitig das Vertrauen der Gesellschaft in KI stärkt.

  • Kristalle als Datenspeicher der Zukunft

    Kristalle als Datenspeicher der Zukunft

    Seit der Erfindung der Lochkarten hat sich die Datenspeicherung rasant weiterentwickelt. Von magnetischen Festplatten über USB-Sticks bis hin zu Cloud-Speichern. Doch die physikalischen Grenzen klassischer Speichermedien setzen der Kapazität enge Schranken. Ein Forscherteam der University of Chicago hat nun eine innovative Methode entwickelt, die das Speichern von Daten auf atomarer Ebene ermöglicht.

    Wie Kristalldefekte als Speichermedium genutzt werden
    Das Team um Tian Zhong, Assistenzprofessor an der Pritzker School of Molecular Engineering, nutzt gezielt Defekte in der Kristallstruktur, um digitale Daten zu speichern. Dabei ersetzen einzelne fehlende Atome die klassischen Speicherzellen. „Jede Speicherzelle besteht aus einem einzigen Defekt – einem fehlenden Atom“, erklärt Zhong. Diese Technik ermöglicht es, Terabytes an Daten in einem winzigen Kristall von nur einem Millimeter Größe zu speichern.

    Optische Kontrolle durch Seltene Erden
    Der Prozess basiert auf den einzigartigen optischen Eigenschaften von Praseodym-Ionen, eingebettet in einen Yttriumoxid-Kristall. Durch den gezielten Einsatz von UV-Licht lassen sich Elektronen freisetzen und in den Defekten speichern. Je nachdem, ob sich ein Elektron in einer Lücke befindet oder nicht, entsteht eine binäre Information – ähnlich der klassischen Einsen und Nullen in digitalen Speichern.

    Dank dieser Methode können Milliarden von Speicherzellen auf minimalem Raum untergebracht werden. Das bedeutet eine Speicherdichte, die herkömmliche Technologien weit übertrifft und völlig neue Möglichkeiten für die Mikroelektronik und optische Datenspeicherung eröffnet.

    Energieeffizient und platzsparend: Die Zukunft der Datenspeicherung
    Neben der enormen Speicherkapazität bietet diese neue Technologie weitere entscheidende Vorteile.

    • Platzsparend: Die winzigen Kristalle benötigen nur einen Bruchteil des Raums herkömmlicher Speichermedien.
    • Energieeffizient: Da keine mechanischen Komponenten erforderlich sind, wird weniger Energie verbraucht.
    • Langlebig: Kristalle sind widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse und könnten Daten über lange Zeiträume sicher speichern.

    Zhong sieht in der Methode einen Paradigmenwechsel: „Wir entwickeln eine neue Generation mikroelektronischer Speichergeräte, eine quantuminspirierte Technologie, die das Speichern und Abrufen von Daten auf eine völlig neue Stufe hebt.“

    Mit diesem Durchbruch könnte eine neue Ära der hochdichten, effizienten und skalierbaren Datenspeicherung beginnen und Kristalle könnten künftig als eines der wichtigsten Speichermedien in der digitalen Welt dienen.