Schlagwort: Energie

  • «Ambassador House»: Mit Abwärme umweltfreundlich heizen

    «Ambassador House»: Mit Abwärme umweltfreundlich heizen

    Wirtschaftlichkeit und Ökologie im Einklang
    Einen zentralen Aspekt der Sanierung des imposanten Gebäudes stellte die Energieversorgung dar. In der Ausschreibung war ursprünglich eine Versorgung mit Fernwärme über einen Drittkontraktor vorgesehen, mit einem Deckungsgrad an fossilfreier Energie von 80 Prozent. Zur Ausführung kam aber eine Unternehmervariante mit dem Energiedienstleister ewz, die eine Versorgung mit 100 Prozent fossilfreier Energie ermöglicht. Seit über zehn Jahren nutzt ewz die Abwärme des SBB-Frequenzumformerwerks mit einer Temperatur von etwa 50 Grad Celsius für ein benachbartes Gebäude. «Der Generalunternehmer Halter AG ist mit ihrem Konzept der Energielösung für das «Ambassador House» auf uns zugekommen. Vom SBB-Umformerwerk hatten wir noch genügend Abwärme verfügbar, da hier das Potenzial noch nicht ausgeschöpft war. Deshalb konnten wir ihnen diese ökologischere Lösung zu wesentlich tieferen Betriebskosten anbieten», erklärt ewz-Projektleiter Pascal Leumann.

    Garantierte Energieversorgung
    Die Wärme wird vom Umformerwerk mit eigens dafür verlegten Fernwärmeleitungen in die Energiezentrale des Ambassador House transportiert. Die Energiezentrale ist mit zwei grossen Wärmepumpen / Kältemaschinen ausgerüstet, die mit dem natürlichen Kältemittel Ammoniak (NH3) arbeiten. Falls keine Abwärme vom SBB-Umformerwerk geliefert wird, werden die beiden Ammoniak-Kältemaschinen als Luft-Wasser-Wärmepumpen betrieben und stellen die Wärmeversorgung zu 100 % CO2-frei sicher. Gleichzeitig liefern die zwei Ammoniakkältemaschinen die benötigte Kälte zum Kühlen der Büroräumlichkeiten und Serverräume. Dank dem innovativen Energiekonzept lassen sich 680 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. ewz plante, finanzierte und baute die Energiezentrale und wird die Anlagen auch die nächsten 30 Jahre betreiben. ■

  • Energiedienst-Gruppe bleibt auf Wachstumskurs

    Energiedienst-Gruppe bleibt auf Wachstumskurs

    Einer Mitteilung der Energiedienst Holding AG zufolge hat die schweizerisch-deutsche Energiedienst-Gruppe im ersten Halbjahr 2020 einen Betriebsertrag in Höhe von 532 Millionen Euro realisiert. In der Vorjahresperiode waren 49 Millionen Euro weniger erwirtschaftet worden. Das Unternehmen führt das Wachstum vor allem auf höhere Preise im Vertriebsgeschäft und gestiegene Stromhandelsmengen zurück.

    Negative Effekte am Kapitalmarkt hätten das Betriebsergebnis (EBIT) im Jahresvergleich hingegen um 1 Millionen Euro auf 12 Millionen gedrückt, informiert Energiedienst in der Mitteilung weiter. Um nichtoperative Effekte bereinigt, sei das EBIT hingegen um 8 Millionen auf 24 Millionen Euro gestiegen. „Operativ steht die Energiedienst-Gruppe im ersten Halbjahr 2020 besser da als im Vorjahreszeitraum“, wird Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG, in der Mitteilung zitiert. „Die Pandemie geht aber auch an der Energiedienst-Gruppe nicht spurlos vorüber.“ Die Gruppe rechnet damit, ihr für das Gesamtjahr ursprünglich angestrebtes Betriebsergebnis in Höhe von 41 Millionen Euro nicht erreichen zu können.

    Beim Periodengewinn musste im Berichtshalbjahr im Jahresvergleich ein Rückgang um 6 Millionen auf 8 Millionen Euro hingenommen werden. Hintergrund ist laut Mitteilung eine negative Performance der Wertschriften des Unternehmens. Sie drückte das Finanzergebnis im Jahresvergleich um 5 Millionen Euro auf einen Verlust von 3 Millionen Euro.

    „Die Energiedienst-Gruppe ist als eines der ersten integrierten Energie-Unternehmen in Deutschland und der Schweiz seit Januar 2020 klimaneutral“, erläutert Reichert. Diese Klimaneutralität sei „das Fundament ihrer Geschäftsaktivitäten“, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge hat die Gruppe im Berichtshalbjahr „aufgrund der Klimaneutralität mehrere grosse Geschäftskunden“ gewinnen können.

  • Axpo-Präsident fordert gleitende Marktprämie

    Axpo-Präsident fordert gleitende Marktprämie

    Zwei führende Vertreter der Schweizer Energiewirtschaft gehen in einem gemeinsamen Gastkommentar für den „Tages-Anzeiger“ hart mit den Plänen des Bundesrates zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 ins Gericht. „Die Schweiz hat die falschen Instrumente für die Förderung der erneuerbaren Energien. Wir haben einen Vorschlag, wie man das ändern kann“, schreiben Thomas Sieber, Verwaltungsratspräsident des Energiekonzerns Axpo, und Gianni Operto, Präsident von AEE Suisse, der Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

    Der angesprochene Vorschlag lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Gleitende Marktprämie. Der Bundesrat schlägt für die Energiegesetzrevision ein Modell mit Investitionsbeiträgen vor. Die Beträge werden im Vornherein fix festgelegt. Problematisch ist aus Sicht der Autoren, dass es kaum möglich sein werde, die volkswirtschaftlich effizienteste Beitragshöhe zu ermitteln. Entweder gebe es eine nicht notwendige Überförderung oder es würden zu wenig Mittel veranschlagt, was zur Stilllegung nicht mehr rentierlicher Anlagen führe. Die gleitende Marktprämie, für die sich eine „breite Allianz der Schweizer Energiewirtschaft“ einsetze, werde in anderen Ländern schon erfolgreich angewandt. Dabei würden Produktionskapazitäten in einem Wettbewerb ausgeschrieben. „Den Interessenten mit den tiefsten Angeboten wird darauf über eine gewisse Laufzeit eine minimale Vergütung für den produzierten Strom zugesichert – aber nur, falls der Marktpreis diesen nicht abdeckt.“ Die gleitende Marktprämie fördere genau und nur so viel wie nötig. Sie ist deshalb keine Subvention, sondern das faire Preisschild einer zentralen Dienstleistung.

    Da sich derzeit der Ausbau von erneuerbaren Kapazitäten in der Schweiz für Stromversorger nicht lohne, investierten Schweizer Energieversorger und institutionelle Investoren im Ausland. Zum Ende 2019 habe sich der so finanzierte Ausbau von erneuerbaren Kapazitäten auf 11,5 Terawattstunden erhöht, knapp ein Fünftel der gesamtschweizerischen Jahresproduktion.

  • Axpo platziert grüne Anleihe über Loanboox

    Axpo platziert grüne Anleihe über Loanboox

    Axpo hat einen sogenannten Green Bond über die digitale Kapitalmarktplattform des Zürcher Fintechs Loanboox platziert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Die festverzinsliche Anleihe in Höhe von 133 Millionen Franken hat eine Laufzeit von sieben Jahren.

    Axpo will den Nettoerlös der Anleihe für Investitionen in erneuerbare Energien einsetzen. Das Unternehmen hebt dabei Windenergie- und Photovoltaikprojekte hervor. Insgesamt wolle Axpo mit dem Green Bond „ihre Stellung als grösste Schweizer Produzentin von erneuerbaren Energien“ stärken und den Kreis ihrer Investoren erweitern, heisst es.

    Den Angaben von Loanboox zufolge ist Axpo die erste Emittentin, die einen Green Bond vollständig digital über die Fremdkapitalmarktplattform platziert. „Diese erste Anleihe ist ein Beweis dafür, dass unser digitaler Prozess einen Mehrwert für alle Marktteilnehmer schafft“, sagt Philippe Cayrol, CEO von Loanboox. „Wir sind stolz und freuen uns, zusammen mit innovativen Kunden und Partnern neue Standards in Sachen Transparenz, Preisbildung und Zuteilung im Primärmarkt zu schaffen – in der Schweiz und Europa“, fügt er hinzu.

  • Hans Eberle AG produziert eigenen Öko-Strom

    Hans Eberle AG produziert eigenen Öko-Strom

    Rund 10 Prozent des Stromverbrauchs der Metallwarenfabrik Hans Eberle AG kommen seit diesem Sommer aus hauseigener Produktion. Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung des ebenfalls diesen Sommer fertiggestellten neuen Betriebsgebäudes werden laut Medienmitteilung des Unternehmens durch saubere Energie aus der neu installierten Wasserkraftschnecke im Ortsbach betrieben. Die früher eingesetzte Francis-Turbine sei nach über 100-jährigem Betrieb im Jahr 2014 „ausgestiegen“, wie das Unternehmen mittteilt. Mit dieser Investition will die Hans Eberle AG ihr Bekenntnis zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen unterstreichen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

    Die Hans Eberle AG nutzt zusammen mit anderen Genossenschaftern den Ennendaner Ortsbach, um eigenen Strom zu produzieren. Das Wasser wird aus der Linth in den Ortsbach geleitet und weist einen konstanten Durchfluss von drei Kubikmeter Wasser pro Sekunde auf, was zur Stromproduktion durchaus genügt. Nutzung der Wasserkraft des Ortsbachs hat in Ennenda Tradition, früher wurde sie in der Textilindustrie für das Weben von Stoffen genutzt.

  • Schwarm soll intelligente Ladestation ermöglichen

    Schwarm soll intelligente Ladestation ermöglichen

    Die Firma smart-me hat mit Pico eine neue Ladestation für Stromfahrzeuge entwickelt. Diese verbindet sich über das lokale WLAN oder per Mobilfunk mit der Cloud. Dadurch wird die Station intelligent und kann beispielsweise einfach mit einer Solaranlage gekoppelt werden, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der Betreiber kann selbst entscheiden, wann und zu welchem Preis Fahrzeuge an der Station geladen werden können.

    Insgesamt soll Pico die Installierung von Ladestationen attraktiver machen. Dadurch sollen auch bisher unerschlossene Räume eine Ladeinfrastruktur erhalten. Ausserdem seien Elektroautos gute Abnehmer von lokal produziertem Solarstrom, betont smart-me.

    Um die Massenproduktion der Ladestation zu finanzieren, hat smart-me am 8. Juli eine Schwarmfinanzierungskampagne auf Kickstarter gestartet. Dabei will das Unternehmen über 50’000 Franken einsammeln.

  • Meyer Burger will in Glarus Solarmodule herstellen

    Meyer Burger will in Glarus Solarmodule herstellen

    Der Thuner Anlagenbauer Meyer Burger will in Linthal GL eine Produktion von Solarpanelen aufbauen. Das geplante Werk soll eine Kapazität von 400 Megawatt aufweisen und über 100 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb beschäftigen, heisst es in einer Mitteilung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE).

    Das Projekt steht im Zusammenhang mit der geplanten Neuausrichtung von Meyer Burger. Das in Gwatt BE ansässige Unternehmen will künftig nicht mehr Maschinen zur Herstellung von Paneelen bauen und verkaufen, sondern selbst in die Panel-Produktion einsteigen.

    Das Hauptargument für eine Ansiedlung des Werks in Linthal ist ein Solar-Park-Projekt auf dem in 1860 Metern über dem Meer gelegenen Limmernsee in Glarus Süd. Dort soll eine schwimmende Photovoltaikanlage mit einer Kapazität von 250 Megawatt pro Jahr installiert werden. Der Solar-Park Limmern (SPL) auf dem Speichersee der Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL, Axpo) könnte 300 Gigawattstunden Strom erzeugen und damit den Bedarf von 75’000 bis 100’000 Vierpersonenhaushalten decken.

    Für Glarus sprechen auch noch weitere Vorteile. So sei nicht nur die günstige Energieversorgung durch die Technischen Betriebe Glarus Süd (tbgs) garantiert, sondern auch das Bauland verfügbar. Zudem sei der Kanton Glarus bereit, steuerliche Anreize zu setzen. Darüber hinaus profitiere das Werk auch vom effizienten Bewilligungsverfahren, dem Bahnanschluss für den Warentransport und dem interessanten Schweizer Markt.

  • Eishalle produziert Solarstrom

    Eishalle produziert Solarstrom

    Mit der Eishalle P1 auf der Hochebene St. Leonhard in Freiburg haben die Projektpartner laut einer Medienmitteilung „ein beispielhaftes Gesamtkonzept“ geschaffen. Solarmodule auf dem Dach produzieren seit März mit rund 700 Megawattstunden pro Jahr etwa den jährlichen Stromverbrauch von 200 Haushalten. 75 Prozent davon nutzt die Eislaufanlage selbst. Die Photovoltaikanlage wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Dieses Gemeinschaftsprojekt der Stadt Freiburg, der Immobiliengesellschaft L’Antre SA und der Groupe E habe Modellcharakter und füge sich optimal in Freiburgs Energiestrategie ein, heisst es in der Mitteilung. Die dort erzeugte erneuerbare Energie mache allein bereits knapp die Hälfte des Jahresziels für die Entwicklung von Solaranlagen im Gemeindegebiet aus.

    Das Gesamtkonzept sieht auch eine hohe Wärmerückgewinnung bei der Eisbereitung vor. Sie soll in der gesamten Sportstätte, auch im künftigen Schwimmbad, für Heizung und Warmwasser genutzt werden. Überschüssige Wärme wird in das Fernwärmenetz von Groupe E eingespeist. Deckt die Wärmemenge den Bedarf der vier Gebäudekomplexe punktuell nicht, schliesst das Fernwärmenetz Freiburg die Lücken.

  • EKZ und Primeo legen Vertrieb zusammen

    EKZ und Primeo legen Vertrieb zusammen

    EKZ und Primeo Energie legen Unternehmensteile zusammen, um eine gemeinsame Energievertriebsgesellschaft zu gründen, die Synergieeffekte schaffen soll. Die bisherigen Einzugs- und Sprachgebiete ergänzen sich, beide Unternehmen hätten ähnliche Strukturen und Produkte, heisst es in der Medienmitteilung der EKZ. Auch arbeiten EKZ und Primeo Energie schon zusammen, haben den Energie-Abrechner enersuisse gegründet.

    Die Gesellschaft wird ab 1. Januar 2021 mit zunächst 32 Mitarbeitenden beginnen, ein Hauptbüro in Zürich und einen sogenannten kleineren Tradingfloor in Münchenstein öffnen sowie schweizweit flexible Vertriebsbüros.

    An Primeo Energie AG ist EKZ mit 25 Prozent beteiligt. Die bestehenden Geschäftsfelder Netz, Wärme und erneuerbare Energien werden weiter von den beiden Partnerunternehmen selbst geführt. Als Ziel geben beide die Schaffung eines der modernsten Energieanbieters der Schweiz an, was durch den Aufbau digitalisierter Geschäftsprozesse erreicht werden soll. Als Leistungskatalog nennen die beiden Gründerfirmen: Handel mit Gas, Strom und Stromzertifikaten, Energie-Portfoliobewirtschaftung, Eigenverbrauchsgemeinschaften, MultiEnergie Billing, Systemdienstleistungen und Direktvermarktung.

  • NewGreen Tec bietet Wind-Solar-Anlagen fürs Dach

    NewGreen Tec bietet Wind-Solar-Anlagen fürs Dach

    Die hybriden Wind-Solar-Geräte der NewGreen Tec GmbH liefern ökologischen Strom sowohl an sonnigen Tagen wie auch bei Nacht, Schnee und Regen. Dazu werden geräuscharme Windturbinen mit Photovoltaikmodulen in einem Kleinkraftwerk vereint.

    Bei Wind erzeugen die Windräder mit neuartigen dualen Vertikalachsturbinen Strom. Sie sollen auch turbulente Windströmungen auf niedriger Höhe optimal nutzen. Die immer häufiger werdenden Winde und Stürme begünstigen diese Technologie, heisst es in einer Medienmitteilung des Unternehmens. Bei Sonnenschein übernehmen das die Photovoltaikmodule. Anders als grosse Photovoltaikanlagen eignen sie sich auch für kleinere Gebäude und Dachflächen. Damit werde fast jedes Gebäude zum ökologischen Kraftwerk, heisst es.

    Walter Schmid, „der bekannt Pionier für ökologische Bauten“, habe zwei dieser hybriden Wind-Solar-Kleinkraftwerke auf zwei neu erstellten Mehrfamilienhäusern installiert. „Das ist Kunst am Bau, die gleich noch saubere Energie erzeugt“, wird er in der Mitteilung zitiert. Diese Gebäude sollen überschüssigen Strom erzeugen, der in der Hochschule Rapperswil SG in eine Power-to-Gas-Anlage fliesst. Dort wird das erzeugte Gas in das Erdgasnetz eingespeist.

    NewGreen Tec ist im Innovationspark Zürich auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf ansässig.

  • Männedorf bekommt bewohntes Sonnenkraftwerk

    Männedorf bekommt bewohntes Sonnenkraftwerk

    Bei den zukunftsweisenden Mehrfamilienhäusern werde die Forderung der Klimajugend nach CO2-neutraler Energieproduktion bereits heute umgesetzt, schreibt die Stiftung Umwelt Arena Schweiz in einer Mitteilung. Sie realisiert die Wohnüberbauung in Männedorf  gemeinsam mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), der Hochschule für Technik in Rapperswil (HSR) und weiteren Partnern.

    Dabei bildeten die beiden Mehrfamilienhäuser mit Platz für 16 Familien „ein bewohntes Sonnenkraftwerk mit Anschluss ans Strom-und Gasnetz“, heisst es in der Mitteilung. Die Energie wird von Photovoltaikmodulen an den Fassaden und auf den Dächern, sowie von zwei Windrädern erzeugt. Überschüssige Energie wird in der Power-to-Methan-Pilotanlage der HSR in synthetisches Methan umgewandelt. Dieses Gas wird von der Wohnüberbauung bei Bedarf dann wieder zur Produktion von Strom oder Wärme genutzt.

    Technisch sei die Technologie zur Speicherung von erneuerbaren Energien in synthetischen Gasen bereits „marktreif und verfügbar“, schreibt die Umwelt Arena. „Leider sind es regulatorische und kostentreibende Rahmenbedingungen, die aktuell eine wirtschaftliche Nutzung nicht möglich machen.“ Hier sollten nach Ansicht der Umwelt Arena Politik und Investoren die notwendigen Bedingungen für den wirtschaftlichen Einsatz der Technologie schaffen.

    „Das Projekt Männedorf kann zu amortisierbaren Kosten für die Bauherrschaft realisiert werden und die Bewohner erhalten im Rahmen eines vorgegebenen Energiebudgets, Wärme und Strom zum Nulltarif“, erläutert die Umwelt Arena in der Mitteilung weiter. Für interessierte Bauherren hält sie weitere Information in einer Ausstellung in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach bereit.

  • EKS steigert Gewinn

    EKS steigert Gewinn

    Wegen der Corona-Krise musste die Generalversammlung der EKS AG in sehr kleinem Rahmen gehalten werden. Der stolzen Präsentation eines erfolgreichen Abschlusses des Geschäftsjahres 2019 mit einem guten Finanzergebnis durch den Verwaltungsrat tat dies keinen Abbruch. Mit 90 Millionen Franken erreiche laut Medienmitteilung die Konzerngesamtleistung wieder das Vorjahresniveau. Deutlich gestiegen ist laut Geschäftsbericht der Gewinn. Das Konzernergebnis stieg von 6,5 Millionen Franken im Jahr zuvor auf 10 Millionen Franken. An Dividenden werden 5,4 Millionen Franken ausgeschüttet (ein Plus gegenüber 5,1 Millionen im Vorjahr). Der Kanton Schaffhausen hält 75 Prozent der Aktien an der EKS AG und erhält rund 4 Millionen Franken an Dividenden. An die EKT Holding mit einem Anteil von 15 Prozent der Aktien gehen 0,8 Millionen Franken. An Ertragssteuern zahlt EKS 2,2 Millionen Franken an Kanton und Bund.

    Sämtliche Anträge des Verwaltungsrats wurden von der Generalversammlung genehmigt, die damit einer Empfehlung der Geschäftsprüfungskommission folgte. Für ein Jahr im Amt bestätigt wurde Martin Kessler als Präsident des Verwaltungsrats. Er wird zum Jahresbeginn 2021 als Regierungsvertreter dem Verwaltungsrat als einfaches Mitglied angehören. „Die EKS AG ist für den Kanton ein systemrelevantes und politisch wichtiges Unternehmen, weshalb es gute Gründe für den Verbleib des Bau- und Energiedirektors im Verwaltungsrat gibt“, sagt Vize-Präsident Hannes Germann zu der bald beginnenden Suche zur Besetzung der Position des Verwaltungsratspräsidenten.

  • Schaffhausen will mehr Sonnenstrom erzeugen

    Schaffhausen will mehr Sonnenstrom erzeugen

    Im Kanton Schaffhausen sollen bis 2035 jährlich knapp 100 Gigawattstunden Sonnenstrom produziert werden. Aktuell werden erst rund 14,5 Gigawattstunden erzeugt. Laut einem Bericht, den der Regierungsrat in Auftrag gegeben hat, könnten mit den aktuell bestehenden Solaranlagen bis zu 60 Gigawattstunden pro Jahr produziert werden. Auch mit einer besseren Ausschöpfung des Potenzials müssten also noch weitere Anlagen gebaut werden, um das gesetzte Ziel zu erreichen.

    Der Bericht untersucht auch, welche Massnahmen nötig wären, damit das Ziel bis 2035 erreicht werden kann. Der Regierungsrat will laut einer Medienmitteilung acht der im Bericht erwähnten Massnahmen Schritt für Schritt umsetzen. So sollen beispielsweise neue Solarstromanlagen, die keinen oder nur einen geringen Eigenverbrauch aufweisen, mit einem kantonalen Beitrag zusätzlich zur nationalen Einmalvergütung gefördert werden. Dafür ist eine jährliche Anschubfinanzierung bis Ende 2022 von 300’000 Franken vorgesehen.

    Zudem wird bis Ende 2020 untersucht, welche Dächer und Infrastrukturanlagen des Kantons sowie der Liegenschaften der kantonalen Pensionskasse sich für die Produktion von Solarstrom eignen. Anschliessend soll ein Konzept zur Realisierung von Anlagen auf den entsprechenden Dächern erstellt werden. Geplant ist es auch, Besitzer kleinerer Dachflächen mit Potenzialen unter 60 Kilowatt Peak Leistung verstärkt für das Thema Eigenverbrauch zu sensibilisieren.

    Der Regierungsrat hat eine entsprechende Vorlage zuhanden des Kantonsrates verabschiedet. ssp

  • ewz baut erste hochalpine Solar-Grossanlage

    ewz baut erste hochalpine Solar-Grossanlage

    Auf über 2100 Metern über Meer haben an der Albigna-Staumauer in der Gemeinde Vicosoprano die Arbeiten zur Schaffung der ersten hochalpinen Solaranlage im Grossformat begonnen, Laut einer Medienmittelung von ewz haben Mitarbeitende damit begonnen, zunächst die Kabelkanäle zu verlegen. Insgesamt werden sechs Kilometer Kabel verbaut. Dann folgt die Montage der 670 Meter langen Tragekonstruktion unterhalb der nach Süden gerichteten seeseitigen Mauerkrone, auf der 1200 Photovoltaikmodule angebracht werden. Die Bauphase soll Ende August abgeschlossen sein, im September soll die Anlage ans Netz gehen.

    „Auch für uns ist es eine nicht alltägliche Arbeit. Aber wir sind entsprechend vorbereitet und sicherheitstechnisch geschult worden“, sagt Willi Roganti, Leiter Betrieb und Instandhaltung Bergeller Kraftwerke bei ewz, der die Bauarbeiten führt.

    Mit einer Gesamtleistung von 410 Kilowatt Peak können pro Jahr rund 500 Megawattstunden Naturstrom produziert werden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von circa 210 städtischen Zürcher Haushalten. Hochalpine Solaranlagen ermöglichen bessere Ertragswerte als tiefergelegene. Grund sind die intensivere Sonneneinstrahlung sowie die reflektierende Schneedecke. Auch steigt die Effizienz von Photovoltaikanlagen mit sinkenden Aussen- und somit Modultemperaturen. Rund die Hälfte der Stromproduktion der Anlage wird im Winter anfallen.

  • Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Die Stadt Liestal will ihre sieben Wärmeverbünde sanieren und bis 2030 zu einem neuen Grosswärmeverbund zusammenschliessen. Wie die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) mitteilt, wird dazu in einem ersten Schritt die Heizzentrale Liestal für 42 Millionen Franken modernisiert. Sie soll ab 2023 zu 90 Prozent mit Holz aus der Region geheizt werden, je zur Hälfte mit Recyclingholz und Waldhackschnitzel. Bisher beträgt der Anteil erneuerbarer Energieträger 45 Prozent. Pro Jahr sollen so 24‘000 Tonnen CO2-Ausstoss eingespart werden.

    Ausserdem sollen drei weitere lokale Wärmeverbünde an das Netz der Heizzentrale angeschlossen und das Fernwärmenetz auf 31 Kilometer verlängert werden. Der Ausbau des Netzes soll in drei Etappen bis 2030 abgeschlossen werden.

    Der Kanton Basel-Landschaft will sukzessive die 48‘000 fossilen Heizungen im Kanton ersetzen. „Wir sind davon überzeugt, dass für eine nachhaltige Energieversorgung die Energie zunehmend aus erneuerbaren Ressourcen stammen muss“, wird EBL-CEO Tobias Andrist in der Mitteilung zitiert.

  • Meyer Burger wird zum Hersteller von Solartechnik

    Meyer Burger richtet sich strategisch neu aus, um sein geistiges Eigentum besser zu schützen. Der Verwaltungsrat des Maschinenbauers mit Sitz in der Gemeinde Thun hat laut einer Medienmitteilung entschieden, seine Fertigungsanlagen für Solarzellen und Solarmodule nur noch exklusiv zum eigenen Gebrauch herzustellen. Für eine eigene, gross skalierte Zell- und Modulproduktion wird Meyer Burger auf einer ausserordentlichen Generalversammlung am 10. Juli eine Kapitalerhöhung von 165 Millionen Franken beantragen.

    Ein Grossteil der heute weltweit produzierten Solarmodule basierten auf den Technologien von Meyer Burger. Dennoch habe das Unternehmen aus seiner Technologieführerschaft in den vergangenen Jahren keinen Gewinn erzielen konnte. Mit dem Verkauf seiner Maschinen habe Meyer Burger die proprietäre Technologie aus der Hand gegeben und die Realisierung des geschaffenen Mehrwerts weitestgehend seinen Kunden überlassen.

    „Der Wandel vom Maschinenanbieter zum vertikal integrierten Zell- und Modulhersteller ist der richtige und konsequente Schritt, um uns einen angemessenen Anteil am Wert zu sichern, den unsere global führende Technologie generiert“, erklärt Verwaltungsratspräsident Franz Richter. „Der nächste Technologieschritt ist vergleichbar mit dem Übergang von 4G auf 5G in der mobilen Kommunikation“, so CEO Gunter Erfurt. „Nur Meyer Burger hat die 5G-Technologie der PV-Industrie zur Marktreife geführt. Wir können mit unseren Produkten bereits in einem Jahr am Markt sein.“

    Meyer Burger will die Produktion im ersten Halbjahr 2021 starten. Aktuell lägen Kaufabsichtserklärungen von potenziellen Kunden aus Europa und den USA im Umfang von über 2 Gigawatt pro Jahr vor. Dieser zu erwartenden Nachfrage entsprechend sei beabsichtigt, durch Aufnahme von insgesamt rund 180 Millionen Franken Fremdkapital im Jahr 2021/22 die jährliche Kapazität bis 2022 auf 1,4 Gigawatt Zell- und 0,8 Gigawatt Modulproduktion auszuweiten. Meyer Burger erwartet auf dieser Basis innerhalb von drei Jahren einen jährlichen Umsatz von 400 bis 450 Millionen Franken und eine EBITDA-Marge von 25 bis 30 Prozent.

    Langfristig werde ein Ausbau auf mindestens 5 Gigawatt angestrebt. Bei entsprechender Nachfrage seien weitere Modulfertigungen im europäischen und amerikanischen Raum geplant, die aus zentraler Zellenfertigung beliefert werden können.

  • Glarus will Energiestadt werden

    Glarus will Energiestadt werden

    Der Gemeinderat von Glarus hat den ersten Schritt unternommen, um das Zertifikat Energiestadt zu erhalten. Er hat beim Trägerverein Energiestadt einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt. Damit will die Gemeinde die Energiestrategie 2050 des Bundes unterstützen und ihre Bürgerinnen und Bürger weiter sensibilisieren.

    Basis für diesen Antrag ist ein Energieplan, den die Gemeinde Anfang des vergangenen Jahres vorgelegt hat. Darin wurde untersucht, wo es Potenziale für die nachhaltige Nutzung von Energie gibt. Zudem soll der Verbrauch fossiler Energien reduziert werden. Schliesslich wurde geklärt, welche Investitionen in die Versorgungsinfrastruktur zielführend sind. Die Ergebnisse des Energieplans werden laut einer Medienmitteilung in die nächste Revision der Ortsplanung einfliessen.

    Gemäss dieser Erkenntnisse kann bei einer effizienteren Verwendung von Energie bis zum Jahr 2050 die gesamte Nachfrage durch lokale Erzeugung gedeckt werden. Ausserdem könne der Energiebedarf für Wärme durch Gebäudesanierungen und -optimierungen um mehr als die Hälfte reduziert werden.

    Die Gemeinde möchte durch den Zertifizierungsprozess für das Energie-Label von der fachlichen Beratung durch den Trägerverein Energiestadt profitieren. Im Zuge dieses Prozesses werden in einem Aktivitätenprogramm konkrete Massnahmen festgelegt. Dazu werden nach Angaben der Gemeinde Sanierungen gemeindeeigener Liegenschaften ebenso gehören wie die Förderung von Wärmeverbünden und eine öffentliche Beleuchtung mittels LED-Lampen. Werden mindestens 50 Prozent der Massnahmen umgesetzt, erhält die Gemeinde das Zertifikat Energiestadt.

  • Bevölkerung will Import-Energie senken

    Bevölkerung will Import-Energie senken

    Insgesamt 66 Prozent der Schweizer Bevölkerung möchten gern von Öl- und Gasimporten unabhängig sein. Zwei Drittel sprechen sich dafür aus, die inländische Stromproduktion mit Wind und Sonne deutlich zu erhöhen. Das sind Ergebnisse des Energie-Trendmonitors Schweiz 2020. Die repräsentative Befragung wurde vom Wärmepumpenspezialisten Stiebel Eltron in Auftrag gegeben.

    „Wie die Umfrage zeigt, möchte eine breite Mehrheit der Bevölkerung den Strombedarf des Landes stärker mit heimischen Energiequellen decken“, sagt der Geschäftsführer von Stiebel Eltron Schweiz, Paul Stalder. „Grüner Strom ist der Schlüssel für eine nachhaltige Energieversorgung in der Schweiz.“

    Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sei jedoch 43 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer nicht bekannt, dass eine Kopplung der Haustechnik mit der eigenen Stromversorgung möglich ist. Zudem sei sich knapp jeder Dritte nicht bewusst, dass die Wärmepumpe klimaschädliche fossile Brennstoffe wie Öl und Gas im Heizungskeller ersetzt und damit klimafreundlich arbeitet.

    „Die Ziele des Klimaabkommens von Paris lassen sich nur erreichen, wenn die Wärmeversorgung bis 2050 komplett auf grüne Technologie umgestellt wird“, so Stalder weiter. „Raumwärme sollte in der Schweiz also künftig ohne fossile Energieträger erzeugt werden.“ Zudem hätten Bund, Kantone und Gemeinden Förderprogramme für den Wechsel auf umweltfreundliches Heizen aufgelegt.

  • Zürichsee soll Zentrum von Thalwil heizen

    Zürichsee soll Zentrum von Thalwil heizen

    Der Zürichsee soll in Teilen von Thalwil künftig Öl und Gas als Energieträger ersetzen. Wie der Zürcher Energiedienstleister Energie 360° mitteilt, will er gemeinsam mit der Gemeinde einen Energieverbund realisieren. Dazu soll beim Schiffsanleger eine 30 Meter lange Rohrleitung in den See verlegt werden, mit der Seewasser in einen Wärmeaustauscher geführt wird. Die Energie wird dann mit Fernwärmeleitungen in das Zentrum der Gemeinde geführt.

    Der Energieverbund soll rund hundert Liegenschaften mit 13 Gigawattstunden Wärme und 0,5 Gigawattstunden Kälte im Jahr versorgen, darunter fünf Liegenschaften der Gemeinde. Damit können bestehende Öl- und Gasheizungen ersetzt und 2800 Tonnen CO2 eingespart werden. Zur Abdeckung von Leistungsspitzen in kalten Wintern dienen zwei Gaskessel in der Energiezentrale. Der Bau der Anlage soll im Frühjahr 2021 beginnen.

  • Die Schweiz hat vergleichsweise wenig Wind- und Solarstrom

    Die Schweiz hat vergleichsweise wenig Wind- und Solarstrom

    Die Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) hat in einer Kurzstudie nachgewiesen, dass die Schweiz im europäischen Vergleich der Pro-Kopf-Produktion von Sonnen- und Windenergie weit hinten liegt: Im Vergleich zur Gesamt-EU rangiert die Schweiz auf Position 24 von 29.  Nur Tschechien, Ungarn, Slowenien, die Slowakei und Lettland schneiden noch schlechter ab.

    Die Spitzenränge belegen Dänemark, Deutschland, Schweden und Irland. Diese Länder produzieren im Vergleich zur Schweiz ein Vielfaches an Windenergie. Dafür kann die Schweiz immerhin beim Ausbau der Sonnenenergie zulegen: Doch auch hier befindet sie sich auf sehr tiefem Niveau. Der Anteil Solarstrom am Schweizerischen Stromendverbrauch beträgt im Jahr 2019 knapp 4 Prozent, der Anteil Windstrom sogar nur 0.3 Prozent. Daraus folgt ein Gesamtanteil von 4.3 Prozent der neuen erneuerbaren Energien am Stromendverbrauch. In Dänemark sind es 50 Prozent und in Deutschland 33 Prozent.

    2019 wurden in der Schweiz keine neuen Windkraftanlagen in Betrieb genommen, es bleibt bei 36 grösseren Anlagen. Die fünf Anlagen des Windparks „San Gottardo“ werden voraussichtlich im Sommer 2020 ans Netz gehen und die Gesamtproduktion um rund 15 Prozent steigern.

    Gründe für das schlechte Abschneiden der Schweiz finden sich vor allem in der Schweizer Energiepolitik: Im Gegensatz zu EU-Staaten garantiere diese ungenügende Investitionssicherheit. Für ein rasches Voranschreiten der Energiewende sei eine neue Gestaltung des Strommarktes daher unumgänglich, ist in der Studie zu lesen. Laut SES sind die Klimaziele des Bundesrats in Gefahr. Um die Energiestrategie 2050 zu erfüllen, brauche es deshalb ein zweites Massnahmepaket.

  • COVID-19 bringt die Energiewende in Gefahr

    COVID-19 bringt die Energiewende in Gefahr

    Gemäss einem Bericht des Weltwirtschaftsforum (WEF) gefährdet die aktuelle Pandemie und deren ökonomischen Auswirkungen und Ausgleichszahlungen die kurzfristigen Energieziele. In der Studie «Fostering Effective Energy Transition 2020» bewertet der darin angelegte Energiewende-Index 2020 die aktuelle Leistung der Energiesysteme eines Landes. Von 115 bewerteten Ländern machen 94 seit dem Jahr 2015 Fortschritte. Die Schweiz wird bei den erreichten Fortschritten vom WEF nach Schweden als das zweiterfolgreichstes Land eingeordnet. Unter den ersten 10 sind Finnland, Frankreich und Grossbritannien daneben die einzigen G20-Länder.

    Die politischen Massnahmen, Fahrpläne und staatliche Rahmenbedingungen müssen jedoch gegenüber externen Schocks robuster gemacht werden. Denn die ökologische Nachhaltigkeit weist nach wie vor Schwächen auf. Das jüngste Beispiel dafür ist COVID-19. Unternehmen in allen Branchen wurden gezwungen, sich der Situation mit zeitweise Betriebsstilllegungen, Veränderungen der Nachfrage und neue Arbeitsweisen anzupassen. Von der Regierung wurden deshalb sogenannte Konjunkturpakete aufgelegt, um die Auswirkungen abzumildern. Wenn sie unter Berücksichtigung langfristiger Klimaziele umgesetzt würden, könnten sie den Übergang zu sauberer Energie vorantreiben.

    Die Diskrepanz zwischen dem wozu man sich verpflichtet hat und den tatsächlichen Ergebnissen, ist nach wie vor gross. Doch biete die Pandemie „eine Möglichkeit, unorthodoxe Eingriffe in die Energiemärkte und eine globale Zusammenarbeit in Betracht zu ziehen. Das könnte eine Erholung unterstützen und den Energiewandel beschleunigen, sobald die akute Krise abklingt“, sagt Roberto Bocca, Leiter Energie und Materialien beim WEF.

    Letztlich seien grössere Anstrengungen erforderlich, um sicherzustellen, dass die jüngste Dynamik nicht nur erhalten bleibe, sondern beschleunigt werde, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

  • Wettbewerb zum Stromsparen

    Wettbewerb zum Stromsparen

    2020 werden erstmals drei anstatt wie bis anhin zwei Projekteingaberunden durchgeführt. Dadurch entstehen für die Antragssteller eine zusätzliche Eingabemöglichkeit sowie kürzere Wartefristen zwischen Projekteingabe und Förderentscheid.

    Die Anträge für die 3. Projektrunde 2020 können noch bis am 4. September 2020 eingereicht werden. Für die Abwicklung ist die Firma CimArk SA in Sion im Auftrag des Bundesamts für Energie verantwortlich.

    Die erste Ausschreiberunde ist bereits abgeschlossen: Von 17 eingegangenen Projekten erhielten 11 mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis einen Zuschlag. Die bewilligte Fördersumme der ersten Runde beträgt 4 Mio. Franken. Die Ideen reichten von gewerblichen Gefrier- und Kühlgeräten in Kioskfilialen über die ernergetische Optimierung von Knet- und Rührwerken in einer Schokoladenfabrik bis hin zu Effizienzsteigerungen von elektrischen Antrieben und von Beleuchtungsanlagen.

    Erfolgreicher Wettbewerb

    Mit dem Wettbewerb unterstützt der Bund Projekte und Programme die möglichst kostengünstig zum sparsameren Stromverbrauch im Industrie- und Dienstleistungsbereich und in den Haushalten beitragen. Die Fördermittel werden über einen Zuschlag auf die Übertragungskosten der Hochspannungsnetze finanziert.


    Über die letzten zehn Jahre haben sich die Wettbewerblichen Ausschreibungen zu einem erfolgreichen Förderinstrument entwickelt: Über 600 Projekte und Programme mit einem Fördervolumen von rund 240 Mio. Franken konnten bis und mit 2019 unterstützt werden. Dadurch konnten rund 730 GWh Strom pro Jahr eingespart werden, was in etwa dem jährlichen Stromverbrauch von 160’000 Haushalten entspricht.

    Alleine im 2019 konnten zusätzliche 10 Programme und 47 Projekte mit 31 Mio. Franken gefördert werden, wobei das über das gesamte 2019 betrachtete Kosten-Nutzen-Verhältnis inkl. Vollzugskosten bei 2.7 Rp./kWh liegt.

  • Wasserkraft legt um 151 Gigawattstunden zu

    Wasserkraft legt um 151 Gigawattstunden zu

    Das Bundesamt für Energie (BEF) teilt in der Wasserkraft-Statistik 2019 mit, dass per Jahresbeginn 674 aktive Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils mehr als 300 Kilowatt gezählt wurden. Die Anzahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 Anlagen und die erwartete Energieproduktion aus Wasserkraft legte im selben Zeitraum um 118 Gigawattstunden auf 36’567 Gigawattstunden zu.

    Rund 57 Prozent des inländischen Stroms werden heute mit Wasserkraft erzeugt, dabei produziert der Kanton Wallis mit einer Produktionserwartung vom 9765 Gigawattstunden am meisten Strom. Darauf folgt Graubünden mit 7950 Gigawattstunden, Tessin mit 3566 Gigawattstunden und Bern mit 3336 Gigawattstunden.

    „Gemäss dem geltenden Energiegesetz soll die durchschnittliche jährliche Wasserkraftproduktion bis 2035 auf 37‘400 Gigawattstunden ansteigen“, informiert das BFE in der Mitteilung weiter. Um die Entwicklung zu verfolgen, setzt das BFE die Statistik zur Wasserkraft ein. Dabei wird von der zu erwartender Energieproduktion der grossen Kraftwerke der Verbrauch der Zubringerpumpen abgezogen. Dafür wird die effektive Produktion der kleineren Kraftwerke addiert. So wurde für das vergangene Jahr eine durchschnittliche inländische Produktion von 36’137 Gigawattstunden errechnet, was gegenüber 2018 einer Zunahme von 151 Gigawattstunden bedeutet.

  • Kanton Zürich will CO2-neutrale Gebäude

    Kanton Zürich will CO2-neutrale Gebäude

    Rund 40 Prozent des CO2-Ausstosses im Kanton Zürich gehen auf Gebäude zurück. Um dies zu ändern, hat der Regierungsrat entsprechende Änderungen, orientiert an den Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (muKEN 2014), im kantonalen Energiegesetz vorgeschlagen. Künftig sollen neue Gebäude CO2-neutral geheizt und gekühlt werden. Ausserdem ist vorgesehen, dass Neubauten einen Teil des benötigten Stroms durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder in der Fassade selbst erzeugen.

    Die Vorlage der Regierung sieht auch bei den Altbauten Massnahmen vor: Öl- und Gasheizungen sollen durch klimaneutrale Anlagen wie Wärmepumpen ersetzt werden. Laut einer Mitteilung der Regierung dürfen nur Öl- und Gasheizungen eingebaut werden, wenn die klimaneutrale Wärmeversorgung über die Lebensdauer über 5 Prozent mehr kosten würde.

    Förderbeiträge unterstützen den Ersatz fossiler Heizungen. Für die Jahre 2020 bis 2023 stehen insgesamt 180 Millionen Franken zur Verfügung. In diesem Zusammenhang bewilligte der Kantonsrat im März einen Rahmenkredit in Höhe von 33 Millionen Franken. Damit werden zusätzliche Mittel aus der CO2-Abgabe des Bundes verfügbar.

    Mit dem Ziel der Vorlage, den Energieverbrauch von Gebäuden niedrig zu halten, ist die Zürcher Handelskammer (ZHK) einverstanden. Jedoch kritisiert sie den Ansatz des Regierungsrates als planwirtschaftlich und zu teuer. „Zielführender wären marktwirtschaftliche Instrumente“, schreibt sie in einer Mitteilung. „Die ZHK ist erstaunt, dass der Regierungsrat seine Energiegesetz-Änderung als wirtschaftliches Impulsprogramm bezeichnet.“ Denn Subventionen müssten dem Wirtschaftskreislauf entzogen werden, die Förderung der einen Branche erfolge auf Kosten anderer Branchen. 

  • Kraftwerk Kleintal schützt Erdkröten

    Kraftwerk Kleintal schützt Erdkröten

    Laut Medienmitteilung konnte durch das Kraftwerk Kleintal einiges für den Amphibienschutz getan werden. Das Projekt wurde im 5,5 Kilometer langen Amphibienlaichgebiet zwischen Seedorf und Bauen am Westufer des Urnersees zum Schutz der Erdkröten umgesetzt. Sie haben nun verschiedene Möglichkeiten, auf den Wanderungen zu ihren Laichplätzen am See und zurück die Strasse gefahrlos zu überqueren.

    Die Finanzierung geht auf die besondere ökologische Zertifizierung dieses Wasserkraftwerks zurück. Im 2012 bekam es das Zertifikat „naturemade star“. Dies bedeutet, dass für jede Kilowattstunde des produzierte Stroms ein Rappen in einen Ökologie-Fonds fliesst. So konnte dieses Projekt finanziert werden.

    „Die Korporation Uri und der Kanton haben entlang der Bauerstrasse Land zur Verfügung gestellt, das für die Schutzmassnahmen gebraucht wurde“, erklärt Armin Schuler, Leiter Betrieb Kraftwerke von EWA. „Wir konnten so zusammen mit der Fachstelle Natur und Landschaft des Kantons Uri und in Abstimmung mit den Urner Umweltverbänden ein Projekt ausarbeiten, für das auch noch Mittel des Bundes ausgelöst werden konnten.“

  • Walliseller Solaranlage bricht Europa-Rekord

    Walliseller Solaranlage bricht Europa-Rekord

    Der Walliseller Gewerbepark «K3 Handwerkcity» hat die Fläche eines Fussballfeldes und wird von rund 2’100 Solarpanels eingekleidet. Die Solaranlage bricht mit einer installierten Leistung von 663 Kilowattpeak die jährlich etwa 400’000 Kilowattstunden erneuerbaren Strom erzeugt, den europäischer Rekord bei den Fassadenanlagen. Mit 3’900 Quadratmeter Solarfläche gehört «K3 Handwerkcity» zudem zu den grössten gebäudeintegrierten Solaranlagen der Welt. Die produzierte Energie wird hauptsächlich für den Eigenbedarf verwendet und entspricht in etwa dem jährlichen Strombedarf von 100 Haushalten.

    Wärme und Winterstrom
    Die Anlage prägt nicht nur die Bauform und Optik des Gebäudes, sondern ist auch das Herzstück einer neuartigen Gerätekombination zur Energiegewinnung und -bereitstellung.

    Der erwartende Strombedarf des Gewerbeparks kann so über das ganze Jahr vollständig abgedeckt werden. Der Solarstrom treibt zudem eine Wärmepumpe an, die für Wärme und Kälte sorgt. Ergänzend liefert ein hauseigenes, biogasbetriebenes Blockheizkraftwerk in der kalten Jahreszeit einerseits Wärme und andererseits wertvollen Winterstrom. Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt und sorgen für eine hohe Eigenständigkeit des Gewerbebaus.

    «Wir sehen erneuerbares Gas als Teil der Lösung der Energiezukunft», erklärt Markus Keller, Geschäftsführer von die werke, den Zweck des Blockheizkraftwerkes. «Mit diesem Versorgungskonzept übernimmt die K3 Handwerkcity eine Vorreiterrolle im Bereich der Energie-Innovationen.» Allein die Solaranlage spart gegenüber einer konventionellen Energieproduktion 140 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

    Meilenstein für die Schweizer Energiestrategie
    «Wir wollten einen innovativen und flexibel nutzbaren Gewerbepark – mit einem Maximum an Ökologie und Ökonomie», erläutert Dieter Stutz, Verwaltungsrat der Bauherrin K3 Immobilien AG. Die werke brachten daraufhin das innovative Energiekonzept ein, um einen wichtigen Meilenstein für die lokale Energiewende zu erreichen. Der Neubau illustriert, wie der neuste Stand der Solartechnik und -architektur ästhetische und ökonomische Anforderungen gleichermassen erfüllt. Für die Schweizer Energiestrategie soll das Walliseller Rekordprojekt bedeutsam sein.

  • Der Bundesrat ändert die Verordnung zum Mietrecht

    Der Bundesrat ändert die Verordnung zum Mietrecht

    Eine grosse Herausforderung und zugleich ein wichtiger Faktor um die Ziele der Energiestrategie 2050 und des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, sind die energetische Gebäudesanierungen im Mietbereich. Der neue Artikel 6c der Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen sieht vor, dass der Vermieter die Kosten eines Energiesparcontracting (ESC) unter bestimmten Voraussetzungen als Nebenkosten verrechnen darf.

    Das ESC ist ein Vertrag, mit dem sich ein Energiedienstleister (Energy Service Company, ESCO) gegenüber einem Eigentümer verpflichtet, den Energieverbrauch einer Liegenschaft durch geeignete technische und allenfalls bauliche Massnahmen zu senken. Die neue Verordnungsbestimmung erlaubt es, die ESC-Kosten als Nebenkosten unter bestimmten Voraussetzungen und für eine Zeitdauer von höchstens zehn Jahren weiterzugeben. Dies gilt sowohl für Wohn- als auch für Geschäftsliegenschaften.

    Die Voraussetzungen für die Weitergabe von ESC-Kosten stellen sicher, dass für die Mieter kein finanzieller Mehraufwand und keine grösseren Unterhaltsaufwendungen als Nebenkosten entstehen. Für die Vermieter bietet der ESC eine Steigerung des Gebäudewerts sowie eine Einsparung von Investitionskosten. Durch die Umsetzung von Energiesparmassnahmen kann ein positiver Effekt für die Umwelt und eine Verminderung des CO2-Ausstosses im Gebäudebereich erwartet werden.

    Die neue VMWG-Bestimmung wird am 1. Juni 2020 in Kraft treten. Veränderungen im Mietverhältnis, die sich daraus ergeben, müssen mit dem vom Kanton genehmigten Formular für einseitige Vertragsänderungen angezeigt werden.

  • Partners Group erwirbt Dresdner VSB Gruppe

    Partners Group erwirbt Dresdner VSB Gruppe

    Partners Group, der globale Manager für Privatmarktanlagen, besitzt neu dank einer 80-prozentigen Beteiligung die Mehrheit der VSB Gruppe. Die Akquisition tätigte die Firma mit Sitz in Baar/ZG im Auftrag ihrer Kunden. Bankenaufsichts- und Kartellbehörden haben der Transaktion zugestimmt. Der übrige Unternehmensanteil behält der Gründer Andreas Dorner. Die VSB Holding GmbH ist ein europaweit tätiger Entwickler, Eigentümer und Betreiber für Windenergie und Photovoltaik.

    „Angesichts des enormen Potenzials der erneuerbaren Energien waren wir auf der Suche nach einem gleichgesinnten Partner, um die nächste Phase unseres Wachstums zu beschleunigen. Mit der Partners Group haben wir einen Partner gefunden, der sowohl über bedeutende operative Ressourcen als auch eine Vielzahl an internationalen Erfahrungen im Bereich der Investitionen in erneuerbare Energien verfügt“, sagt Dorner.

    „VSB ist ein etablierter Player auf dem Energiemarkt, dessen führende Position wir weiter ausbauen wollen“, erklärt David Daum, Mitglied des Private Infrastructure Management Teams der Partners Group. Er ist überzeugt, dass die VSB Gruppe das Potenzial habe, eine der führenden europäischen Plattformen für erneuerbare Energien zu werden. “Wir werden eng mit dem Managementteam zusammenarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen“, so Daum.

  • Kraftwerk Pradella wird für 12,5 Millionen Franken saniert

    Kraftwerk Pradella wird für 12,5 Millionen Franken saniert

    1970 ging das Kraftwerk Pradella in Betrieb. Heute ist Pradella mit einer Gesamtleistung von 288 Megawatt und einer Stromproduktion von 1 Million Megawattstunden pro Jahr das wichtigste Kraftwerk der Engadiner Kraftwerke AG (EKW). Dafür werden jährlich rund 600 Millionen Kubikmeter Wasser des Inns und zweier Seitenflüsse turbiniert.

    Laut einer Mitteilung hat nun die Bünder Regierung grünes Licht für die Sanierung und Erneuerung des Kraftwerks und der drei Wasserfassungen auf dem Gebiet der Gemeinde S-chanf gegeben. Das Stauwehr Vallember soll zudem so umgebaut werden, dass Fische hindernisfrei auf- und absteigen können. 

    Die EKW investieren rund 12,5 Millionen Franken in das Projekt. Noch in diesem Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen und im Laufe des Jahres 2021 beendet sein.

  • Synthetisches Gas: Die Energielösung der Zukunft?

    Synthetisches Gas: Die Energielösung der Zukunft?

    Nachhaltigkeit wird ein immer wichtigeres Thema: So möchte man die vollständige Abkehr von fossilen Energieträgern. In der Schweiz ist in Sachen erneuerbarer Energie vor allem der Winter problematisch. Auch die Umstellung des Langstrecken-, Schwer- und Flugverkehrs auf erneuerbare Treibstoffe ist eine Herausforderung. Deshalb befasst sich ein Forschungsprojekt an der Empa mit der Herstellung von synthetischem Methan. Der Kanton Zürich unterstützt das Vorhaben mit insgesamt 500’000 Franken aus dem Rahmenkredit zur Unterstützung von Pilotprojekten im Energiebereich.

    Synthetisches Methan, ein wichtiger Meilenstein
    Hergestellt wird synthetisches Methan aus erneuerbarem Strom und Kohlendioxid (CO2). Über das Gasnetz kann es international transportiert werden, die Infrastruktur dazu ist bereits vorhanden, Ebenso die Handelsmechanismen, die Normen und das Expertenwissen. Damit ist es eine von wenigen Optionen für die Versorgung der Schweiz mit erneuerbarer Energie im Winterhalbjahr. In flüssiger Form könnte es eine Alternative zu Diesel für den Langstreckengüterverkehr bieten und als Grundlage für die Entwicklung von synthetischem Kerosin dienen. Zudem würde das synthetische Methan eine energetische Koppelung der Strom, Wärme- und Verkehrssektoren ermöglichen.

    «Es ist eine Schlüsselfrage für den Klimaschutz: Wie können wir die überschüssige Sonnenenergie vom Sommer ganzjährig nutzbar machen, um CO2-frei zu werden – gerade beim Verkehr», sagt der zuständige Regierungsrat Martin Neukom, Baudirektor des Kantons Zürich. Die Umwandlung von erneuerbarem Strom in synthetisches Methan ist zwar nicht neu, jedoch fehlen für die Einordnung und vergleichende Bewertung künftiger Energieversorgungs- und Mobilitätskonzepte noch verschiedene Grundlagen. Die Erarbeitung belastbarer energetischer und wirtschaftlicher Daten in diesem Umfeld sei deshalb auch ein Schwerpunkt des Vorhabens, betont Brigitte Buchmann, Mitglied der Empa-Direktion und strategisch verantwortlich für das Projekt.

    Empa-Tankstelle mit synthetischem Methan
    Das Projekt hat zum Ziel, «move», den Mobilitätsdemonstrator der Empa,  in dem bereits Projekte zur Elektro- und Wasserstoffmobilität laufen, bis 2021 mit einer Produktionsanlage für synthetisches Methan zu erweitern. So sollen an der angeschlossenen Tankstelle dann Lastwagen eines Projektpartners mit CO2-neutralem, synthetischem Methan betankt werden. Parallel dazu sollen Kostenstrukturen untersucht und Wirtschaftlichkeitsmodelle entwickelt werden. Diese sollen als Grundlage für Entscheidungsträger zur Ausgestaltung von Rahmenbedingungen der künftigen post-fossilen Mobilität dienen können.