Schlagwort: Energie

  • Klimafonds Stadtwerk Winterthur fördert zwei neue Projekte

    Klimafonds Stadtwerk Winterthur fördert zwei neue Projekte

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur fördert seit 2007 regionale und lokale Projekte zu nachhaltigem Umgang mit Energie und Klimaschutz. Neu werden dabei zwei Projekte mit insgesamt 100’000 Franken gefördert, informiert die Stadt Winterthur in einer Mitteilung. Bei beiden Projekten handelt es sich um Ausgründungen von Zürcher Hochschulen.

    Borobotics arbeitet an einer Effizienzsteigerung von Erdsondenbohrungen für Wärmepumpen. Das Bohrverfahren Grabowski der Ausgründung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften soll derartige Bohrungen vereinfachen und automatisieren. Zudem benötigt Grabowski weniger Platz und Energie als derzeit gängige Bohrgeräte. Der Förderbeitrag des Klimafonds in Höhe von 80’000 Franken wird in Entwicklung und Bau eines Prototypen fliessen.

    Die Zürich Soft Robotics GmbH verfolgt einen innovativen Ansatz für die Solarstromproduktion. Die Solarfassade Solskin der Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ist aus vielen kleinen und flexiblen Photovoltaikelementen zusammengesetzt. Sie können dem Sonnenstand folgen und beschatten im Zusammenspiel zudem den Gebäudeinnenraum. Auch die Zürich Soft Robotics GmbH wird den Förderbeitrag in Höhe von 20’000 Franken für den Bau einer Pilotanlage nutzen.

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur spielt seine Mittel über freiwillige Beiträge aus der Kundschaft des Stadtwerks Winterthur ein. Teilnehmende zahlen dafür einen Aufpreis von 2 Rappen auf jede bezogen Kilowattstunde Strom.

  • Neuer Campus von Empa und Eawag nimmt Gestalt an

    Neuer Campus von Empa und Eawag nimmt Gestalt an

    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, Eawag, erweitern auf dem Empa-Gelände in Dübendorf ihren Campus, der laut einer Medienmitteilung in Kürze unter dem Namen co-operate in Betrieb gehen soll. Architektur und Gestaltung der Erweiterung seien als „Wegweiser“ für klima- und umweltfreundliches Bauen konzipiert und zeigen Ansätze für weniger Ressourcenverbrauch und minimalen CO2-Ausstoss, für mehr Kreislaufwirtschaft durch weniger Materialverbrauch sowie zum Gewinnen und Einsparen von Energie, heisst es.

    In der Nähe des Eingangsbereichs zum Campus ist ein attraktives Gebäude errichtet worden. Die Konstruktion ist ein Holz-Beton-Parkhaus, welches von Implenia in Hybridbauweise umgesetzt wurde. Statt Betonrippendecken wurden auf einer Fläche von 9300 Quadratmeter Holzbalkendecken verwendet. Dadurch komme der Bau mit erheblich dünneren Betonschichten aus und senke den Verbrauch des „Klimasünders“ Zement.

    Beleuchtung, Elektrotrassen und Abwasserleitungen mussten laut Kevin Olas, Leiter des Immobilienbereichs der Empa, mit Rücksicht auf die Ästhetik der Hybridkonstruktion installiert werden. Zudem galt es, mit Blick auf den Klimawandel die Modulbauweise aus Fertigteilen anzuwenden. So liessen sich bei Bedarf Teile des Gebäudes beispielsweise in Werkstätten umwandeln.

    Neben Baustoffen Stahl, Beton oder Holzelemente seien auch menschliche „Rohstoffe“ wiederverwertbar: So eigne sich Urin durch die enthaltenen Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium als Rohstoff für die Düngerherstellung. Das im Laborgebäude eingebaute Urin-Sammelsystem NoMix-WCs schaffe den Rohstoff für das Recycling-Düngemittel Aurin. Dieses wird vom Eawag-Spin-Off Vuna vertrieben.

    Weitere Bausteine auf dem Campus seien Photovoltaik, Recycling-Asphalt sowie Asphaltverzicht bei der Landschaftsgestaltung, die auf eine Förderung der Biodiversität fokussiert und das Anpflanzen einer vielfältigen Flora vorsehe.

    Quelle: empa.ch

  • Energie 360° will Sommerstrom mit Methan im Untergrund speichern

    Energie 360° will Sommerstrom mit Methan im Untergrund speichern

    Die Energiedienstleisterin Energie 360° hat in einer neuen Studie die Geo-Methanisierung als Möglichkeit zur Speicherung überschüssigen Stroms im Sommer zur Verwendung bei Stromknappheit im Winter aufgezeigt. In der gemeinsam mit dem Energiespeicherunternehmen RAG Austria AG in Wien durchgeführten Studie geht es laut Medienmitteilung um die wirtschaftliche Nutzung dieser Methode.

    Bei der Geo-Methanisierung wird im Sommer überschüssige erneuerbare Energie, beispielsweise Solarstrom, in Wasserstoff (H2) umgewandelt. Dieser wird zusammen mit CO2, das etwa aus Biogasanlagen stammt, in einen natürlichen Untergrundspeicher eingebracht. In mehr als 1000 Metern Tiefe verbinden Mikroorganismen Wasserstoff und Kohlenstoff zu Methangas (CH4). Im Winter, wenn der Bedarf an Strom und Wärme hoch ist, lässt sich das erneuerbare Gas ausspeichern und vielseitig nutzen, heisst es zur technischen Erläuterung in der Mitteilung.

    Am Forschungsprojekt Underground Sun Conversion – Flexible Storage (USC-FlexStore) von Energie 360° und RAG Austria arbeiteten die Universität Bern, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und die OST – Ostschweizer Fachhochschule mit. Die gemeinsame Studie zeigt, dass eine Umsetzung möglich und wirtschaftlich interessant ist, wenn dabei bestehende Gasspeicher genutzt werden. Diese gibt es in den Nachbarländern der Schweiz, wie im österreichischen Pilsbach.

    „Das Potenzial ist enorm: Jährlich kann mit diesem Verfahren erneuerbare Energie von einigen Terawattstunden saisonal gespeichert werden. Damit wird die Winterstromlücke in der Schweiz substanziell entschärft“, wird Jörg Wild zitiert, CEO von Energie 360°. Voraussetzung sei, dass die Schweiz mit ihren Nachbarländern verbindliche Regelungen für den Bezug von erneuerbaren Gasen abschliesst.

  • Zürich Wind – Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie

    Zürich Wind – Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie

    Mit der Energiestrategie und Energieplanung 2022 hat der Zürcher Regierungsrat die Stossrichtung im Kanton Zürich festgelegt: weg von importierten, fossilen Energieträgern hin zu erneuerbarer, heimischer Energie. EKZ, ewz und Stadtwerk Winterthur beabsichtigen daher, gemeinsam Windprojekte an den vom Kanton Zürich definierten und im kantonalen Richtplan festgelegten Standorten umzusetzen. Die Regierungen der Städte Zürich und Winterthur haben eine entsprechende Zusammenarbeitsvereinbarung genehmigt. Michael Baumer, Stadtrat der Stadt Zürich: «Mit EKZ, ewz und Stadtwerk Winterthur haben sich drei starke Partner zusammengeschlossen, um die lokale Energieproduktion weiter auszubauen und die Bevölkerung in der Stadt und im Kanton Zürich mit noch mehr erneuerbarer Energie zu versorgen.» Der Winterthurer Stadtrat Stefan Fritschi ergänzt: «Mit Windprojekten im Kanton Zürich leisten wir gemeinsam einen wertvollen Beitrag an die erneuerbare Stromproduktion und an unsere klima- und energiepolitischen Ziele.» Mit Zürich Wind, der Zürcher Kooperation zur Nutzung der Zürcher Windenergie, soll die Entwicklung, aber auch die Finanzierung, der Bau und der Betrieb von Windkraftanlagen im Kanton Zürich sichergestellt werden. Windprojekte werden von der Bevölkerung nicht überall begrüsst. Gemäss Urs Rengel, CEO EKZ, sind sich die Partner dessen bewusst: «Zürich Wind setzt auf den Dialog und wird Windprojekte nur mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung realisieren.» Die drei Partner wollen mit Zürich Wind ein deutliches Zeichen für eine erneuerbare Stromversorgung im Kanton Zürich setzen.

    Der Kanton Zürich hat am 7. Oktober 2022 seine Pläne für die Evaluierung der Windenergiegebiete im kantonalen Richtplan vorgestellt. Windkraftanlagen sollen auch im Kanton Zürich einen Beitrag an die künftige Stromversorgung mit erneuerbaren Energien leisten. Die Versorgungssicherheit gewinnt immer mehr an Bedeutung und es sind insbesondere Lösungen für den Strombedarf im Winter zu finden. Windkraftanlagen sind besonders geeignet, einen Beitrag an die Versorgungssicherheit zu leisten, da die Stromproduktion wegen der Windverhältnisse vor allem im Winter anfällt, wenn die Produktion aus Fotovoltaikanlagen mangels optimaler Sonneneinstrahlung im Mitteland gering ist.

    Windpotenzial im Kanton Zürich
    Die Baudirektion des Kantons Zürich hat im Auftrag des Bundes einen Grundlagenbericht Windenergie zur Situation im Kanton Zürich erstellt und im letzten Herbst veröffentlicht. Der Bericht zeigt auf, dass es auch im Kanton Zürich möglich ist, Windenergie zu nutzen. Rund 50 Gebiete sind als Potenzialgebiete definiert. Ob in diesen Gebieten die Realisierung von Windkraftanlagen machbar ist und die Windausbeute wirtschaftlich ist, ist in spezifischen Projekten zu klären. Der Kanton hat das Ziel, die Richtplanung mit der Standortfestlegung bis Ende 2025 abzuschliessen.

     Quelle www.ewz.ch

  • «Charta kreislauforientiertes Bauen» zwölf Grosse machen vorwärts

    «Charta kreislauforientiertes Bauen» zwölf Grosse machen vorwärts

    Trotz grosser Fortschritte in den letzten Jahren: Immer noch gehen beim Bauen zu viele wertvolle, nichterneuerbare Rohstoffe unwiederbringlich verloren. Und vom Netto-Null-Ziel ist man noch weit entfernt. Der Bau und der Betrieb von Gebäuden und Infrastrukturen sind verantwortlich für rund 50 Prozent des Rohstoffbedarfs, einen Drittel der CO2-Emissionen und über 80 Prozent des Abfallaufkommens in der Schweiz. Soll die Bauwirtschaft nachhaltiger und zukunftsfähiger werden, muss der Verbrauch nicht erneuerbarer Rohstoffe beim Bauen abnehmen und die grauen Treibhausgasemissionen müssen sinken.

    Vor diesem Hintergrund machen sich zwölf der grössten öffentlichen und privaten Bauauftraggeber in der Schweiz auf den Weg Richtung Kreislaufwirtschaft. Sie zeichnen zusammen für rund 4 Milliarden Franken Hochbauinvestitionen pro Jahr verantwortlich. Mit dem Unterzeichnen der «Charta kreislauforientiertes Bauen» bekennen sie sich zu einer gemeinsamen Ambition, bis 2030 die Verwendung von nicht erneuerbaren Primärrohstoffen auf 50 Prozent der Gesamtmasse zu reduzieren, die grauen Treibhausgasemissionen zu erfassen und stark zu reduzieren sowie die Kreislauffähigkeit von Sanierungen und Neubauten zu messen und stark zu verbessern.

    Beim Bau und Unterhalt ihrer Liegenschaften sollen innovative Lösungen zur Erreichung dieser Ziele entwickelt werden: sanieren statt neu bauen, langfristig bauen, Materialeinsatz reduzieren, wiederverwenden. Dies haben die beteiligten Unternehmen heute mit der Unterzeichnung der Charta im NEST, dem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude der Empa/Eawag in Dübendorf, bekräftigt. Sie sind entschlossen, die Kreislaufwirtschaft in der Schweizer Bauwirtschaft entscheidende Schritte voranzubringen. Gemeinsam möchten sie lernen und laden weitere Bauherrschaften ein, der Charta beizutreten.

    Mit der Charta bekennt sich eine Reihe der bedeutendsten Schweizer Bauauftraggeber zur Kreislaufwirtschaft. Die Charta ist offen für weitere Partner. Die Charta-Partner wollen ihr Wissen und ihre Erfahrung bündeln, um die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft im Schweizer Bauwesen voranzutreiben im Bewusstsein ihrer grossen Verantwortung für ein nachhaltiges, klimafreundliches Bauen in der Schweiz.

     Im Vordergrund steht das auf Freiwilligkeit basierende, von Pioniergeist getriebene Zusammenwirken und Vernetzen und das gemeinsame Lernen mit dem Ziel, konkrete Schritte in Richtung kreislauforientiertes Bauen auszulösen.

    Gemeinsame Ambition ist es, bis 2030 die Verwendung von nicht erneuerbaren Primärrohstoffen auf 50 Prozent der Gesamtmasse zu reduzieren, den Ausstoss indirekter Treibhausgasemissionen zu erfassen und stark zu reduzieren sowie die Kreislauffähigkeit von Sanierungen und Neubauten zu erfassen und stark zu verbessern.  Die Erstunterzeichner der Charta sind: Allreal; AXA Investment Managers Schweiz AG,   Baudirektion Kanton Zürich, Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, Empa, Hochbaudepartement Stadt Zürich,    Post Immobilien Management und Services AG, Swiss Prime Site, Swiss Life Asset Management AG, UBS Fund Management (Switzerland) AG, Zug Estates und Zurich Invest AG.

  • Mineralölimporteure fördern Elektromobilität

    Mineralölimporteure fördern Elektromobilität

    Mitgliedsfirmen der Schweizer AVIA Vereinigung unabhängiger Schweizer Importeure und Anbieter von Energien setzen sich für nachhaltige Elektromobilität ein. Sie haben dafür am 29. Juni die AVIA VOLT Suisse AG mit Sitz in Luzern gegründet, informiert das neugegründete Unternehmen in einer Mitteilung. Ziel von AVIA VOLT Suisse ist es, Elektromobilität, Elektrizitätsproduktion und Energieoptimierung in Gebäuden voranzutreiben.

    „Mit der Gründung der AVIA VOLT Suisse AG machen wir das einzig Richtige für die Entwicklung der Elektromobilität: Wir bündeln die Kräfte und investieren gemeinsam in die Zukunft“, wird Martin Osterwalder, Verwaltungsratspräsident AVIA VOLT Suisse AG, in der Mitteilung zitiert. In einem ersten Schritt sollen AVIA-Shop-Tankstellen mit Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge ausgerüstet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt sind Ladestationen an weiteren AVIA-Tankstellen sowie bei Partnerfirmen und Kunden geplant.

    „Mit der AVIA VOLT Suisse AG sorgen wir schweizweit für ein breites und zuverlässiges Angebot für die E-Mobilität“, erklärt Alexander Streitzig, Geschäftsführer AVIA VOLT Suisse AG. „Das ist ein wichtiger Schritt Richtung CO2-reduzierte Mobilität der Zukunft.“ Neben der Förderung der Elektromobilität will sich die Neugründung auch beim Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen engagieren. Mitgliedsfirmen der AVIA Vereinigung sind zudem in der Produktion und im Vertrieb von grünem Wasserstoff aktiv.

  • Badens Wahrzeichen bekommen neue Beleuchtung  

    Badens Wahrzeichen bekommen neue Beleuchtung  

    Die Regionalwerke AG Baden (RWB) betreibt für die Stadt Baden die Anstrahlbeleuchtungen der historischen Gebäude. In den vergangenen beiden Jahren sind laut Medienmitteilung die Beleuchtungen des Stadtturms, der katholischen Kirche, des Stadthauses und des Landvogteischlosses erneuert worden. Als letztes Objekt steht die Erneuerung der Lichtbestrahlung des Stadtwahrzeichens Ruine Stein an. Diese hat am Montag, 26. Juni, begonnen und soll drei bis vier Wochen dauern. In dieser Zeit ist die Anstrahlbeleuchtung komplett ausser Betrieb.

    Wie bei den anderen Beleuchtungen wird auch die der Ruine Stein auf umweltfreundliche und ökonomische Weise erneuert, heisst es in der Mitteilung. Die bisherigen 46 Leuchten an 25 Standorten werden ersetzt. Neu kommen 36 moderne LED-Scheinwerfer und Projektoren an 18 verschiedenen Standorten zum Einsatz.

    Mit dieser Art der Bestrahlung soll die Ruine Stein mit möglichst wenig Lichtverschmutzung beleuchtet werden. Der Begriff Lichtverschmutzung bezeichnet die künstliche Aufhellung des Nachthimmels, heisst es zur Erklärung in der Mitteilung. Sie entstehe durch direkte, künstliche Lichtemissionen oder durch Kunstlicht, das an Luft- und Staubteilchen in der Atmosphäre gestreut wird und damit den Himmel aufhellt. Dabei spricht man von einer Lichtglocke.

    Durch das neue Konzept können sieben bisherige Leuchtstandorte aufgehoben werden. Und es lässt sich pro Jahr 90 Prozent Strom einsparen. Das entspricht laut der Mitteilung einer Einsparung von rund 4000 Franken an Energiekosten.

    Die Projektierung und die lichttechnischen Berechnungen werden von dem Fachunternehmen Priska Meier Lichtkonzepte aus Turgi AG ausgeführt. Auftraggeberin ist die Abteilung Infrastruktur der Stadt Baden. Die Leitung des Projektes liegt bei den Regionalwerken.

  • ebw agiert mit neuer Führung

    ebw agiert mit neuer Führung

    Der Verein Energie bewegt Winterthur hat an seiner Mitgliederversammlung 2023 seinen seit 2019 amtierenden Präsidenten Thomas Schumann verabschiedet. Zum Nachfolger des aus Altergründen abtretenden Schumann wurde einstimmig Stève Mérillat gewählt, informiert ebw in einer Mitteilung. Mérillat steht seit Anfang Juni auch dem auf intelligente Energietechnologien spezialisierten Technopark Winterthur vor.

    „Mir ist es ein grosses Anliegen, dass wir die Herausforderungen im Bereich Energie hier und heute anpacken“, wird der neue Präsident von ebw in der Mitteilung zitiert. „Als Leiter des Technoparks und neuer Präsident dieses regionalen Netzwerks bin ich überzeugt, dass wir gemeinsam eine positive Kraft bilden, um die Region nachhaltig voranzubringen.“

    Mit Stadtwerk-Direktor Marco Gabathuler und Roger Graber, Leiter Wirtschaftsförderung House of Winterthur, gaben zwei weitere Vorstandsmitglieder ihre Ämter auf. Als Nachfolgende zogen Stefan Brägger als neuer Vertreter von Stadtwerk Winterthur und Sven Corus, der seit 1. Februar bei House of Winterthur die Wirtschaftsförderung leitet, in den Vorstand von ebw ein. Beide wurden ebenfalls einstimmig in ihre neuen Ämter gewählt.

    Auch die Geschäftsführung von ebw wurde an der Mitgliederversammlung in neue Hände gelegt. Seit Vereinsgründung hatte Andreas Mächler von der Taktform AG zunächst im Team und zuletzt allein die operativen Geschäfts des Vereins geführt. Per 1. Juli werden nun David Peran und sein Team des Winterthurer Jungunternehmens Lumexus GmbH die Leitung der Geschäftsstelle von ebw übernehmen.

  • FRZ Flughafenregion Zürich lädt zum 9. Immobilien-Summit

    FRZ Flughafenregion Zürich lädt zum 9. Immobilien-Summit

    Die Wirtschafts- und Standortförderung FRZ Flughafenregion Zürich mit Sitz in Glattbrugg lädt zum 9. Immobilien-Summit nach Dübendorf ein. Am 4. Juli beschäftigen sich Referenten und Referentinnen der Bau- und Immobilienbranche mit neuartigen Formen der Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit, Energie und Mobilität, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach spricht Ursina Kubli, Leiterin Immobilien Analytics, bei der Zürcher Kantonalbank, ab 13.30 Uhr über die Entwicklung vom Überfluss zur Knappheit am Immobilienmarkt und wie sich die Nachfrage nach Büroflächen in Zeiten von Homeoffice gestaltet. Anschliessend zeigt Marco Faiss, Co-Gründer bei em2, neue Wege der Zusammenarbeit in Bauprojekten auf.

    Bernd Hofer, CEO von Freo Switzerland, und Sophie Stigliano, Director bei Urban Standards, beschäftigen sich in ihrem Referat „Green Only Development und den Hebel der Quartiersmobilität“ mit nachhaltigem Bauen und der Frage nach klimafreundlicher Mobilität als integralen Bestandteil.

    Nach einer Kaffeepause und Möglichkeiten zum Kontakte knüpfen geht es um 16.30 Uhr weiter mit dem zweiten Teil des Programmes. Darin spricht Hannes Pichler, Direktor Immobilien an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), über integrierte Projektabwicklung vor dem Hintergrund von Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung.

    Jens-Uwe Meyer, Managementvordenker, Buchautor und Digitalunternehmer, richtet mit dem letzten Referat des Tages „Reset! Strategien für das Jahrzehnt des radikalen Wandels“ den Blick auf die Zukunft. Der Abend schliesst mit einem Apéro riche sowie der Möglichkeit zum Netzwerken.

    Einlass in The Hall ist ab 11 Uhr. Die Anmeldung für die Teilnahme ist online möglich.

  • «NEST bietet die ideale Umgebung, um unsere Innovation weiterzuentwickeln»

    «NEST bietet die ideale Umgebung, um unsere Innovation weiterzuentwickeln»

    Gebäude sind für mehr als 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich. Ein Grossteil wird dabei für die Sicherstellung des Nutzerkomforts aufgewendet – also für die Heizung und die Kühlung. Gerade im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen im Energiemarkt stellt sich die grosse Frage, wie wir unseren Energieverbrauch künftig decken können. Es müssen Wege gefunden werden, neue Energiequellen zu erschliessen und gleichzeitig den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken. Einer davon könnte die bessere Nutzung der Fassadenflächen sein. 

    Das birgt durchaus Potenzial, da die Gebäudefassade nach wie vor mehrheitlich ungenutzt und gleichzeitig der zentrale Faktor ist, um Energie entweder ins Gebäude zu lassen oder diese drinnen zu behalten. Forschende der ETH Zürich haben deshalb im Rahmen der NEST-Unit HiLo eine Innovation entwickelt, mit der dieses Potenzial ausgeschöpft werden kann: eine adaptive Solarfassade, die nicht nur die Stromproduktion optimiert, sondern gleichzeitig auch den Energieverlust reduziert. An der eigentlichen Fassade angebracht, bildet diese eine Art zweite Haut für das Gebäude. Die Innovation trägt so auch den passenden Namen «Solskin». 

    Einfache Architektonische Einbettung 
    «Wir wollten eine Fassade entwickeln, die man sehr einfach an einem Gebäude installieren und optimal in die Architektur integrieren kann», erklärt Bratislav Svetozarevic die Idee hinter der Innovation. Er war von Anfang an massgeblich an der Entwicklung von «Solskin» beteiligt, zunächst 2014 als Doktorand in der «Architecture and Building Systems»-Gruppe von Arno Schlüter an der ETH Zürich und ab 2018 als Post Doc an der ETH und der Empa, wo er an verwandten Themen forschte. 

    «Solskin» besteht aus einer leichten Unterkonstruktion, die an der Fassade befestigt wird. Darauf montiert befinden sich kleine quadratische Dünnschicht-Solarpanels, die farblich an die bestehende Gebäudehülle angepasst werden können. So fügt sich die Solarfassade optimal in das jeweilige Gesamtbild des Gebäudes ein. Gleichzeitig lassen sich die Panels einzeln in alle Richtungen drehen. Denn hinter jedem Modul befindet sich eine Steuerungseinheit, die Svetozarevic und seine Kolleginnen und Kollegen im Laufe der Jahre entwickelt haben. Das Spezielle dabei: die Ausrichtung der Panels erfolgt mit Luftdruck. Die verwendeten Materialien sind sowohl robust wie auch flexibel, damit das System auch starken Windböen und Niederschlag standhält. 

    Realitätscheck 
    Die Idee der flexiblen Ausrichtung ist es, dass die Solarfassade dem Sonnenstand folgen kann und dadurch die Stromproduktion optimiert wird. Gleichzeitig dient «Solskin» auch dazu, das Gebäude im Sommer aktiv zu beschatten und so den Kühlbedarf zu reduzieren oder die Paneele zu öffnen und die Sonnenstrahlen in den Innenraum zu lassen und so im Winter Heizenergie zu sparen. 

    Die ersten Prototypentests an der ETH Zürich haben die Forschenden von der Anwendbarkeit der Innovation überzeugt. Doch würde die innovative Fassade auch an einem realen Gebäude funktionieren? Um die Antwort auf diese Frage zu finden, wurde «Solskin» an der Fassade der HiLo-Unit angebracht. «HiLo bot uns die Möglichkeit, unser System erstmals an einem belebten Gebäude zu installieren und zu testen. So waren wir in der Lage, die Nutzung und Akzeptanz der Nutzerinnen und Nutzer zu erfassen», erklärt Svetozarevic. Ein wichtiger Faktor, denn neben dem eigentlichen System haben die Forschenden auch einen Algorithmus entwickelt, der die Bedürfnisse der Personen, die in der HiLo-Unit arbeiten, erfasst und so neben der Optimierung der Produktion auch den Nutzerkomfort verbessern kann. Mithilfe der Daten aus dem Betrieb am NEST wird dieser nun weiterentwickelt. 

    Eine strahlende Zukunft 
    Die Ergebnisse der Prototypen und des Pilotprojekts am NEST zeigen eine klare Richtung: Mit «Solskin» lässt sich Energie einsparen – und zwar enorm. Während die Solarproduktion im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen um bis zu 40 Prozent gesteigert werden kann, ist bei der Heiz- und Kühlenergie im Vergleich zu einem konventionellen, nicht anpassungsfähigen Beschattungssystem eine Einsparung von bis zu 80 Prozent möglich. «Wir freuen uns, dass wir am NEST zeigen konnten, dass unser System funktioniert und welches Potenzial es aufweist», meint Svetozarevic strahlend. Von diesem Potenzial zeigten sich auch diverse Fachjurys überzeugt, die «Solksin» ausgezeichnet haben. Unter den Awards befindet sich auch der renommierte Watt d’Or, der vom Bundesamt für Energie jährlich verliehen wird. 

    Im nächsten Schritt geht es nun an die Kommerzialisierung. Zu diesem Zweck hat Bratislav Svetozarevic mit seinem Team 2022 das Spin-Off «Zurich Soft Robotics» gegründet und konnte bereits einen grösseren Auftrag an Land ziehen. Die Firma KELLER Druckmesstechnik AG in Winterthur möchte «Solskin» an ihrem neuen Produktionsgebäude anbringen – und zwar auf einer Gesamtfläche von 1’300m2. 

    Neben der Nutzung an neuen Gebäuden eignet sich die Innovation aber auch ideal für die Aufrüstung von älteren Bauten. Damit birgt «Solskin» grosses Potenzial den gesamten Gebäudepark energetisch zu optimieren und damit eine Antwort darauf zu geben, wie wir auch in Zukunft genügend Energie für den Betrieb unserer Gebäude generieren können.

  • Basler Hafenareal will Energie sparen

    Basler Hafenareal will Energie sparen

    Die Akteure auf dem Basler Hafenareal könnten ihre Energiekosten um 20 bis 25 Prozent senken, erklärt Industrielle Werke Basel (IWB) in einer Mitteilung. Der Energieversorger stützt sich dabei auf eine Analyse, die IWB gemeinsam mit den auf dem Hafenareal ansässigen Unternehmen Schweizerische Rheinhäfen, Rhenus Alpina AG und Ultra-Brag AG sowie dem Jungunternehmen Sympheny aus dem Technopark Winterthur erstellt hat. Im Ergebnis weist die Analyse ein weitreichendes Energiekonzept aus, das auf einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch setzt.

    „Die Planung für das Hafenareal war komplex, da es die zahlreichen elektrischen Verbraucher wie zum Beispiel Kräne und Gebäude zu berücksichtigen galt“, wird Bernd Weinmann, Senior Strategie Entwickler bei der IWB, in der Mitteilung zitiert. Hier kamen die Lösungen der Empa-Ausgründung Sympheny ins Spiel, mit denen belastbare Modelle erstellt und tragfähige Szenarien entwickelt wurden. „Damit ist das Konsortium in der Lage, objektivierte strategische Entscheidungen für die zukünftige Entwicklung des Hafengebiets zu treffen“, meint Weinmann.

    Zwei bereits im Einsatz befindliche Photovoltaikanlagen sollen durch eine dritte auf dem Dach von Terminal 4 ergänzt werden, erläutert Rhenus Alpina-CEO Andreas Stöckli. Letztendlich wollen die Partner im Hafen mehr Strom produzieren, als sie selbst benötigen. „Für uns war klar, dass wir darum ein Gesamtkonzept für das Hafenareal brauchen“, sagt Stöckli. „Durch IWB und Sympheny wurden wir in diesem komplexen Prozess sehr gut begleitet.“

  • Mettmenstetten wird als Energiestadt Gold ausgezeichnet

    Mettmenstetten wird als Energiestadt Gold ausgezeichnet

    Mettmenstetten darf sich als erste Gemeinde im Bezirk Affoltern Energiestadt Gold nennen. Die Zertifizierung überreichte der Zürcher Regierungsrat und Grüne-Baudirektor Martin Neukom einem Bericht im „Anzeiger aus dem Berzirk Affoltern“ zufolge beim Energietag in Mettmenstetten an Céline Lingua, Präsidentin der Sekundarschule Knonau-Maschwanden-Mettmenstetten, Melanie Vollenweider, Präsidentin der Primarschule Mettmenstetten, sowie Marcel Eicher, Gemeinderat in Mettmenstetten.

    Demnach hat die Dorfgemeinde zwar erst spät mit energiepolitischen Massnahmen angefangen. Die erste Zertifizierung durch den Trägerverein Energiestadt gab es im Jahr 2014. Seitdem hat Mettmenstetten aber einen „energiepolitischen Sprint eingelegt“, wird Bruno Bébié, Vorstandsmitglied und ehemaliger Energiebeauftragter der Stadt Zürich, in dem Medienbericht zitiert.

    Inzwischen liegt die Gemeinde auf Rang elf des kantonalen Energiestadt-Rankings. „Das zeugt von energiepolitischem Engagement“, sagte Bébié weiter.

    Grossen Anteil an der Zertifizierung haben die Primar- und die Sekundarschule. So ist die Sekundarschule Knonau-Maschwanden-Mettmenstetten inzwischen energieautark. Die Sek Mättmi, zu der ein Hallenbad gehört, erzeugt seit wenigen Jahren Wärme und Strom in einem integrierten Heizkraftwerk. Dieses wird mit Bio-Gas betrieben. Diese Hybridbox-Lösung senkt den CO2-Ausstoss gegenüber der vormaligen Ölheizung um 100 Prozent, wie es auf dem Blog der FDP Kanton Zürich heisst.

    Die Zertifizierung Energiestadt Gold des Trägervereins Energiestadt ist die höchste Auszeichnung für Städte und Gemeinden, die „sich kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, erneuerbare Energien und Klimaschutz engagieren und besonders hohe Anforderungen erfüllen“, heisst es auf der Internetseite des Trägervereins. Für das Gold-Label müssen sie ihre jeweiligen Handlungsspielräume zu mindestens 75 Prozent ausnutzen.

  • Verbünde sollen 45 Prozent der Wärme in Winterthur liefern

    Verbünde sollen 45 Prozent der Wärme in Winterthur liefern

    Die Stadt Winterthur kann 45 Prozent des städtischen Wärmebedarfs mit öffentlichen Wärmeverbünden abdecken. Die Energie der Kehrichtverbrennungsanlage des Stadtwerks könnte 33 Prozent des Wärmebedarfs in der Stadt decken, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Holz, Biogas und Abwärmenutzungen könnten weitere 10 Prozent stellen. Die neue Energiezentrale Schützenwiese könnte mit der Nutzung der Grundwasserwärme weitere 2 Prozent abdecken.

    Rund zwei Drittel der dafür nötigen städtischen Wärmenetze sind bereits realisiert. Für das restliche Drittel sind weitere Investitionen nötig. So muss das Stimmvolk dem Baukredit für den Ersatz der Verbrennungslinie 2 der Kehrichtverbrennungsanlage zustimmen. Diese soll ab 2028 Abwärmeenergie aus der Rauchgasreinigungsanlage gewinnen. Zusätzlich müssen rund 300 Millionen Franken in den Ausbau der städtischen Wärmenetze investiert werden. Dazu soll bis Ende 2024 eine Kreditvorlage ausgearbeitet werden, über die das Stimmvolk ebenfalls abstimmen wird. Diese Wärmenetze sollen Gebiete mit hoher Energiedichte mit Wärme versorgen.

    Rund 55 Prozent des städtischen Wärmebedarfs müssen über private Lösungen gedeckt werden, schätzt der Stadtrat. Eine weitere Studie soll untersuchen, wie Gebiete mit niedrigerer Energiedichte wirtschaftlich und ökologisch erschlossen werden können.

  • Regio Energie Solothurn vergibt 2023 zwei Preise

    Regio Energie Solothurn vergibt 2023 zwei Preise

    Regio Energie Solothurn hat im Rahmen des alljährlich stattfindenden Energieforums nicht wie üblich nur einen Preis für Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit verliehen. In diesem Jahr wurden stattdessen laut einer Mitteilung zwei Organisationen ausgezeichnet: der Verein Restessbar Solothurn und die Stiftung Discherheim Solothurn.

    Der Verein Restessbar rettet Lebensmittel. Seit 2017 sammeln seine Mitglieder ehrenamtlich bei Partnerfirmen Früchte, Gemüse, Gebäck und Getränke ein, die sonst im Abfall landen würden. Danach werden sie sortiert und auf zwölf Touren pro Woche an rund 300 Personen verteilt. Damit werden jährlich rund 26 Tonnen noch konsumierbare Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt. Ausserdem betreibt der Verein Aufklärungsarbeit gegen Food Waste und unterstützt Schüler bei der Erarbeitung eines Kochbuchs.

    Im Discherheim werde „darauf geachtet, dass alles, was man tut, eine möglichst lange Wirkung hat“, so Regio Energie Solothurn. An den drei Standorten der Stiftung, die Menschen mit Beeinträchtigungen Wohn- und Arbeitsplätze bietet, gelte dies auch hinsichtlich Energieeffizienz und Ressourcenschonung, sowohl bei der Umrüstung der Heizquelle als auch der Flotte von sechs Fahrzeugen auf elektrische Antriebe. Der Strom dafür kommt aus einer eigenen Photovoltaikanlage. Zudem leisten Biotop, Hecken, Naturwiese, Insektenhotels und Vogelhäuser einen Beitrag zur Biodiversität.

  • AMAG lanciert Lademöglichkeit für Kurzparkierende

    AMAG lanciert Lademöglichkeit für Kurzparkierende

    Die AMAG Gruppe erweitert das Angebot ihrer Ladehäuser auf Lademöglichkeiten für Kurzparkierende. Im vergangenen Sommer hatte die Automobilhandelsgruppe aus Cham die Parkhäuser Utoquai, Kongress und Messe in Zürich teilweise in Ladehäuser umfunktioniert. Zunächst wurden die Parkplätze mit Lademöglichkeit dabei ausschliesslich auf Monatsbasis vermietet. Der Fokus der ersten Phase habe auf Ladelösungen für Mieterinnen und Mieter sowie auf Stockwerkeigentümerinnen und -eigentümer gestanden, informiert AMAG in einer Mitteilung.

    Nun wird das Angebot auf eine stunden- oder tageweise Nutzung ausgedehnt. Im Ladehaus Utoquai ist die neue Nutzungsart bereits möglich, das Ladehaus Messe zieht am 16. Mai nach. Kurzparkierende müssen bei der Einfahrt ins Ladehaus ein Parkticket ziehen. Der Ladeprozess selbst wird mit einer Ladekarte oder dem Scannen des QR-Codes auf der Ladestation in einer Lade-App aktiviert. Alternativ ist auch die Hinterlegung der Kreditkartenangaben möglich. Der Preis richtet sich nach dem entsprechenden Ladekartenanbieter oder Betreiber.

  • Magog vertreibt Solarmodule von Meyer Burger

    Magog vertreibt Solarmodule von Meyer Burger

    Die Meyer Burger Technology AG und die Schiefergruben Magog GmbH & Co. KG haben einen Kooperationsvertrag über den Vertrieb des neuen Produkts Meyer Burger Slate abgeschlossen. Dabei handelt es sich um eine denkmalschutzgerechte Produktvariante, die für schiefergedeckte Häuser gedacht ist. Meyer Burger wird Magog ab August damit beliefern.

    Dieser kleinformatige, einheitlich schiefergraue Solardachziegel passt sich „harmonisch in Schieferdächer ein und macht die Energiewende somit auch für denkmalgeschützte Häuser möglich“, wird der zuständige Bereichsleiter Frank Hötzsch in einer Medienmitteilung zitiert. „Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit Magog, einem ausgewiesenen Experten im Bereich der Schieferanwendungen.“

    „Der neue Meyer Burger Slate – Magog Schiefer Edition zeichnet sich durch einen hohen Energieertrag aus“, so Georg Guntermann, geschäftsführender Gesellschafter von Magog. Ausserdem sei er für Dachdecker einfach zu montieren und zu warten. Durch die Verwendung von blendfreiem, strukturiertem Solarglas könne er unauffällig baulich integriert werden. Erste Pilotprojekte sollen den Angaben zufolge in Kürze finalisiert sein.

  • Gebäude werden zu Energie-Hubs

    Gebäude werden zu Energie-Hubs

    Gebäude sollen zur Umsetzung der Energiestrategie 2025 des Bundes beitragen. Die Kantone unterstützen dies durch Vorschriften und die Förderung von klimaschonenden Technologien. Ziel ist es, die Gebäude in Energie-Hubs zu verwandeln, erläutert die EnDK in einer Mitteilung. Um diese Entwicklung zu veranschaulichen, hat die EnDK die neue Plattform energiehub-gebäude.ch lanciert. Hier werden die gesetzlichen Grundlagen und der Stand der Umsetzung der kantonalen Gebäudepolitik vorgestellt sowie Praxisbeispiele gegeben.

    Die Energiefachstellenkonferenz der Kantone hat zudem die Auswirkungen der kantonalen Vorgaben zum Heizungsersatz anhand fünf ausgewählter Kantone analysieren lassen. Mit der Ausarbeitung einer entsprechenden Studie wurde die EBP Schweiz AG betraut, informiert die EnDK in einer Mitteilung auf energiehub-gebäude.ch. Die Ergebnisse zeigten, dass die CO2-Emissionen von Gebäuden seit 1990 stetig abgenommen haben. Dabei haben die in den Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich 2014 definierten Anforderungen im Bereich Heizungsersatz den Ausschlag gegeben. Dort wird für Wohnbauten ein Anteil zwischen 10 und 100 Prozent erneuerbarer Energien beim Heizungsersatz vorgeschrieben.

    „Im Durchschnitt der fünf Kantone führten die Vorschriften dazu, dass 90 Prozent der neuen Heizungen in Wohnbauten mit erneuerbarer Energie oder Abwärme betrieben werden“, heisst es in der Mitteilung. Als erschwerende Faktoren werden die Verfügbarkeit von Gas und eine dichte Bebauung im städtischen Umfeld genannt. Trotz einer starken Förderung spielen finanzielle Gründe zudem weiterhin eine Rolle beim Verbleib von fossilen Heizungen.

  • Emost AG erhält den Innovationspreis Zurzibiet

    Emost AG erhält den Innovationspreis Zurzibiet

    Das Wirtschaftsforum Zurzibiet (WFZ) mit Sitz in Klingnau hat die Dietiker emost AG mit dem diesjährigen Innovationspreis Zurzibiet ausgezeichnet. Laut einer Medienmitteilung wurde der Preis für den mobilen Batteriespeicher Butler s zugesprochen. Der umweltfreundliche Stromgenerator ohne CO2-Ausstoss ist als Ersatz für die herkömmlichen Dieselgeneratoren an Baustellen entwickelt worden. Die Technologie namens emost (electric mobile storage/Deutsch: elektrischer mobiler Speicher) kann aber auch bei Veranstaltungen oder in Notfällen eingesetzt werden.

    Entwickelt wurde das fahrbare Gerät, für dessen Einsatz es keiner besonderen Genehmigung bedarf, gemeinsam mit einem Team des Energieversorgers Axpo in Baden AG. Entwicklungsort war Döttingen AG im Zurzibiet. Der Preis wurde am 25. April im Kulturhaus Rain in Kleindöttingen AG dem Siegerprojekt übergeben. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben.

    Zu dem prämierten Gerät heisst es auf der Internetseite des Herstellers, der emost Butler s sei für Einsatz bei Bauunternehmen im Tief- und Strassenbau sowie Gartenbau konzipiert. Ebenso für die Verwendung bei Blaulichtorganisationen, im Transportsektor, bei Ladestationen für E-Autos, bei Festivals, Messen, Food-Trucks und zur unterbrechungsfreien Notstromversorgung. Das Gerät sei wirtschaftlicher als Dieselgeneratoren. Da es keine Abgase gebe, sei es auch für geschlossene Räume geeignet. Und der Butler s sei leise und ermögliche so den Einsatz auf Nachtbaustellen.

  • Warmer Winter senkt Stromverbrauch

    Warmer Winter senkt Stromverbrauch

    Die Schweiz hat 2022 insgesamt 61,3 Terawattstunden Strom benötigt, informiert das Bundesamt für Energie in einer Mitteilung. Nach Abzug von Übertragungs- und Wärmeverlusten ergibt sich ein Stromendverbrauch von 57,0 Terawattstunden. Im Jahresvergleich fiel der Stromendverbrauch damit um 1,9 Prozent oder 1,1 Terawattstunden geringer als 2021 aus.

    Zur Senkung des Stromverbrauchs hat vor allem der warme Winter 2022/23 beigetragen. Darüber hinaus wirkten auch Effizienzsteigerungen und Stromsparappelle verbrauchssenkend. Die positive Wirtschaftsentwicklung und eine leichte Steigerung der Bevölkerung wirkten hingegen verbrauchssteigernd.

    Die inländische Elektrizitätserzeugung belief sich 2022 auf 63,5 Terawattstunden gegenüber 64,2 Terawattstunden im Jahr zuvor. Nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen ergibt sich 2022 eine Nettoerzeugung von 57,9 Terawattstunden. Der Löwenanteil von 52,8 Prozent wurde dabei von den Wasserkraftanlagen geleistet. Kernkraftwerke trugen 36,4 Prozent, die konventionell-thermischen Kraftwerke und die Anlagen für Erneuerbare zusammen 10,8 Prozent bei.

    Den Importen von Strom im Umfang von 33,1 Terawattstunden standen im Berichtsjahr Exporte von 29,7 Terawattstunden gegenüber. Trotz des Importüberschusses von 3,4 Terawattstunden konnte im Stromhandel jedoch ein kleiner positiver Aussenhandelssaldo von 71 Millionen Franken verbucht werden.

  • Haushalte fordern bezahlbaren Klimaschutz

    Haushalte fordern bezahlbaren Klimaschutz

    Die Schweiz will bis 2050 klimaneutral werden. Dieses Ziel wird von 77 Prozent der Bevölkerung unterstützt, erläutert Stiebel Eltron Schweiz in einer Mitteilung. Der Aargauer Haus- und Systemtechnikhersteller stützt sich dabei auf die Ergebnisse seines aktuellen Energie-Trendmonitors. Für ihn hat Stiebel Eltron Schweiz eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage bei 1000 Schweizerinnen und Schweizern durchführen lassen.

    Allerdings wollen 75 Prozent der Befragten für die Klimaneutralität nicht stärker zur Kasse gebeten werden. Insbesondere wird eine Unterstützung schwacher Haushalte bei den Kosten der Energiewende (85 Prozent der Befragten) und billigerer Strom für Wärmepumpen (86 Prozent) gefordert. „Die Konsumentinnen und Konsumenten dürfen mit den Kosten der privaten Energiewende nicht alleine gelassen werden“, wird Patrick Drack, Geschäftsführer von Stiebel Eltron Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    Im Zentrum der Massnahmen für die Klimaneutralität stehe der Ersatz von Öl-, Gas- und Elektroheizungen durch „saubere und effiziente Technik“, heisst es in der Mitteilung. Dafür sollen über die nächsten zehn Jahre hinweg Fördermittel in Höhe von jährlich insgesamt 200 Millionen Franken fliessen. „Mit erneuerbarer Technologie wie der Wärmepumpe leisten wir einen wichtigen Beitrag in Richtung Klimaneutralität“, meint Drack. In seinem Internetauftritt stellt das Unternehmen Informationen über aktuelle Förderprogramme für Wärmepumpen bereit.

  • Neue Wärmezentrale in Emmen geht in Betrieb

    Neue Wärmezentrale in Emmen geht in Betrieb

    Energie Wasser Luzern (ewl) hat am Dienstag, 4. April, in Emmen ihre neue Wärmezentrale eröffnet. Sie ist am Standort des Rüstungsbetriebs RUAG untergebracht. Laut einer Medienmitteilung rechnet der Versorger ewl im Endausbau mit einem jährlichen Wärmeabsatz von circa 22 Gigawattstunden. Dies entspreche dem Wärmebedarf von rund 2200 Vierpersonenhaushalten. Dadurch werden in der Region jährlich insgesamt circa 4600 Tonnen CO2 eingespart, heisst es in der Mitteilung von ewl.

    Die Eröffnung der Wärmezentrale Emmen Dorf wurde von der Fernwärme Luzern AG, einer Tochtergesellschaft von ewl Luzern, zusammen mit der Baurechtsgeberin RUAG Real Estate und Vertretern der Gemeinde Emmen durchgeführt. Sie wird als ein wichtiger Meilenstein im regionalen Fernwärmeausbau bezeichnet. Insgesamt investiere die Fernwärme Luzern AG für den Ausbau des Fernwärmenetzes in Emmen Dorf rund 31 Millionen Franken, wobei rund 8 Millionen Franken in die neue Zentrale inklusive Gebäude und Anlagen flossen.

    „Das Baurecht an die Fernwärme Luzern AG und die Fertigstellung dieser Wärmezentrale sind die Voraussetzung für den grossen ökologischen Schritt der RUAG – nämlich den Anschluss an den Fernwärmeverbund ab der Heizperiode 2023/24. Für RUAG ergibt sich damit eine Reduktion von rund 2000 Tonnen CO2 jährlich“, wird  Matthias Hauswirth, Chief Real Estate Officer von RUAG, zitiert.

    Nach dem Baustart im Februar 2022 hätten Lieferschwierigkeiten im Zuge des Ukrainekrieges zu Verzögerungen und Unsicherheiten geführt, heisst es von ewl-Verwaltungsratspräsident Patrik Rust in einer Mitteilung. Dass die Fertigstellung termingerecht erfolgen konnte, sei dem grossen Einsatz, der guten Zusammenarbeit und dem konstruktiven Austausch zwischen Planungsteam, Baufirmen und RUAG Real Estate als Baurechtgeberin zu verdanken.

  • Greenpower: Einzigartiges Energie-Ökosystem in Dagmersellen

    Greenpower: Einzigartiges Energie-Ökosystem in Dagmersellen

    In Dagmersellen soll in den nächsten Jahren ein schweizweit einzigartiges Energie-Ökosystem entstehen. Das Transportunternehmen Galliker, die Milchverarbeiterin Emmi, die Indu- striegase-Produzentin PanGas und die Energieversorgerin CKW haben Ende 2022 eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.

    Das Projekt ist für die Partner ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Energiestrategie-Ziele der beteiligten Unternehmen und der Schweiz. «Zusammen wollen wir die Energiewende vorantreiben und mit dem geplanten Energie-Ökosystem einen signifikanten Beitrag zur Dekarbonisierung und Diversifizierung der Energieversorgung leisten», erklärt Martin Schwab, CEO von CKW.

    Am Anfang des Energie-Ökosystems steht ein von CKW betriebenes Holzheizkraftwerk zur Produktion von Wärme und Strom. PanGas wird einen Teil des Stroms für die Herstellung von Wasserstoff zur Versorgung der LKW-Flotte von Galliker verwenden. Zusätzlich gewinnt PanGas aus dem Verbrennungsprozess grünes CO2; beispielsweise für den Einsatz in der Nahrungsmittelindustrie.

    «Bei PanGas beschäftigen wir uns seit jeher mit Wasserstoff. Es freut uns sehr, dass wir mit diesem Projekt massgeblich zur CO2-Reduktion beitragen können und dem Schweizer Dekarbonisierungsziel ein grosses Stück näherkommen», so Roger Britschgi, Managing Director PanGas.

    Mit der erneuerbaren Energie aus dem Holzheizkraftwerk deckt Emmi einen Teil der am Produktionsstandort Dagmersellen benötigten Wärmeenergie für die Produktion von Frischkäsespezialitäten wie Mozzarella oder Ricotta sowie Milchpulver ab. Mit Blick auf die Kreislaufschliessung liefert Emmi zudem demineralisiertes Wasser aus der Produktion von Milchprodukten für die Wasserstoff-Herstellung.

    Das Energie-Ökosystem soll als geschlossener Kreislauf funktionieren.

    «Dieses im Verbund mit drei regional verankerten nationalen Partnern konzipierte einzigartige Energie-Ökosystem ermöglicht eine nachhaltigere Produktion unserer Milchprodukte und verringert unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen», so Marc Heim, Leiter Emmi Schweiz.

    Das Holzheizkraftwerk wird im Vollausbau Strom und Wärme produzieren. Gut einen Drittel der Wärme nutzt Emmi. Weitere mögliche Wärme-Abnehmer sind die örtliche Industrie sowie Wärmeverbunde in den umliegenden Dörfern. Das Holzheizkraftwerk soll soweit möglich mit regionalen Waldhackschnitzeln und Altholz betrieben werden. Dafür sind bis zu 200’000 Tonnen Holz pro Jahr notwendig.

    Die vier Unternehmen planen, insgesamt rund 200 Mio. Franken in die Produktion, die Verteilung und die Nutzung der erneuerbaren Energien zu investieren. Bis das Energie-Ökosystem gebaut werden kann, braucht es weitere Planungs- und Bewilligungsschritte. In der Detailplanung soll die gesamte Wertschöpfungskette organisiert werden. Bevor Baugesuche eingereicht werden können, muss auch die Zonenplanung der Gemeinde Dagmersellen angepasst werden.

    Die Bevölkerung wird regelmässig über den Projektstand informiert. Die aktuelle Planung rechnet mit einer Inbetriebnahme frühestens im Jahre 2027.

  • Kommission des Kantonsrats stimmt Verlängerung der Flughafenpisten zu

    Kommission des Kantonsrats stimmt Verlängerung der Flughafenpisten zu

    Die Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt des Kantonsrats Zürich spricht sich mit acht zu sieben Stimmen für die geplante Verlängerung der Pisten 28 und 32 am Flughafen Zürich aus, informiert der Kantonsrat Zürich in einer Mitteilung. Nach Ansicht der acht Kommissionsmitglieder aus SVP, FDP, Mitte und EVP wird eine Verlängerung der beiden Pisten ausschliesslich zur Konsolidierung des Flugbetriebs in den Spitzenzeiten und bei schlechten Wetterbedingungen führen. In der Mitteilung wird hier unter anderem grössere Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit angeführt.

    Die Minderheit aus SP, GLP und Grüne fürchtet dagegen, dass eine Verlängerung der Pisten auch für einen Ausbau der Kapazitäten am Flughafen Zürich genutzt wird. Sie lehnen jedoch jegliches Wachstum am Flughafen „aufgrund der drängenden Klimaprobleme“ ab, heisst es in der Mitteilung.

    Der Flughafen nimmt die Entscheidung „erfreut zur Kenntnis“, wie er in einer Mitteilung schreibt. Die Verlängerung der Pisten sei eine wichtige Massnahme, um die Sicherheitsmarge zu erhöhen und den Betrieb zu stabilisieren. Sie führten nicht zu einer Erhöhung der Kapazität. Es bestehe kein Zusammenhang zwischen der Länge der Pisten und der Zahl der landenden und startenden Flugzeuge.

    Auch die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst den Kommissionsentscheid. Das bestehende System habe sich als „zu wenig stabil“ erwiesen. Vermehrte Verspätungen gefährdeten „die Funktion des Flughafens Zürich als einziges interkontinentales Luftverkehrsdrehkreuz der Schweiz“, schreibt die ZHK in einem Kommentar. „Die bereits vom Bund geforderten Pistenverlängerungen ermöglichen es dem Flughafen, bei allen Wetterlagen zuverlässig und stabil zu funktionieren.“

    Im nächsten Schritt muss der Kantonsrat entscheiden. Das Vorhaben untersteht dem fakultativen Referendum.

  • Energie 360° erhöht Anteil erneuerbarer Energie auf 23,4 Prozent

    Energie 360° erhöht Anteil erneuerbarer Energie auf 23,4 Prozent

    Der Energieversorger Energie 360° hat trotz erheblich höherer Nettoerlöse 2022 von plus 56,8 Prozent weniger Reingewinn als im Vorjahr erwirtschaftet. Das mehrheitlich von der Stadt Zürich gehaltene Unternehmen erzielte im per 30. September 2022 abgeschlossenen Geschäftsjahr nur einen Reingewinn von 54,1 Millionen Franken gegenüber 61,9 Millionen Franken im Vorjahr, heisst es in einer Medienmitteilung. Der Grund seien stark gestiegene Kosten bei der Energiebeschaffung.

    Den Anteil an erneuerbarer Energie am Direktabsatz steigerte Energie 360° indessen deutlich auf 23,4 Prozent. Damit liegt der Anteil über dem Soll und nähert sich dem Zwischenziel von 30 Prozent bis 2025. Insgesamt wurden 1223 Gigawattstunden Gas aus erneuerbaren Quellen erzeugt, ein Plus von 2,9 Prozent. Der gesamte Absatz von Gas dagegen sank von insgesamt 5468 auf 5219 Gigawattstunden, ein Rückgang um 4,5 Prozent.

    Der gesamte Absatz an Biogas betrug einschliesslich Wiederverkäufen sogar 1288 Gigawattstunden. Das entspricht einem Anstieg um 11 Prozent. Den Anteil an der klimafreundlichen Energiequelle will Energie 360° in ihrem Standardprodukt weiter erhöhen. Dies soll durch den Bau neuer Anlagen und neue Technologien erreicht werden.

    Bis 2040 will der schweizweit tätige Energieversorger zu 100 Prozent erneuerbare Energie liefern. Der Fokus liegt dabei auf lokal verfügbaren Lösungen. Daher plant das Unternehmen allein in der Stadt Zürich den Bau von sieben neuen Energieverbünden.

    Die Generalversammlung hat eine verringerte Dividendenausschüttung von 11,7 Millionen Franken beschlossen. Sie trägt den Angaben zufolge einem höheren Investitionsbedarf zur Transformation der Firma Rechnung. Die Eigenkapitalquote liegt bei 85,1 Prozent.

  • Sommerzeit wirkt sich positiv auf Energiebilanz von Bürogebäuden aus

    Sommerzeit wirkt sich positiv auf Energiebilanz von Bürogebäuden aus

    Forschende des Urban Energy Systems-Labs der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) mit Sitz in Dübendorf haben den Einfluss der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit auf die benötigte Heiz- und Kühlenergie von Bürogebäuden untersucht. Dabei sind sie zu dem Schluss gekommen, dass sich das Vorstellen der Uhren um eine Stunde positiv auf die Energiebilanz auswirkt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach simulierten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die aufgewendete Heiz- und Kühlenergie mit und ohne Sommerzeit für verschiedene Klimaregionen basierend auf Daten von verschiedenen Bürogebäuden in 15 amerikanischen Städten. Um den Einfluss des Klimawandels mit einzubeziehen, berücksichtigten sie nicht nur das aktuelle Klima, sondern auch künftige Klimaszenarien bis 2050.

    Dabei konnten sie über alle Klimaszenarien und -zonen hinweg eine Energieersparnis feststellen. Die höchstmögliche Ersparnis lag bei 3 Prozent. „Da im Sommer viel mehr Kühl- als Heizenergie verbraucht wird, hat die Zeitumstellung gesamthaft gesehen einen positiven Einfluss auf die Energiebilanz eines Gebäudes“, wird Massimo Fiorentini, einer der vier Studienautoren, zitiert.

    Deshalb sollten politische Entscheidungsträger bei der Debatte um eine Abschaffung der Zeitumstellung nicht, wie bisher, nur die Stromersparnis, sondern auch das Einsparpotenzial bei Energie in Bürogebäuden während der Sommerzeit im Blick haben.

    Die Umstellung der Uhren sehen die Forschenden dennoch nur als eine von vielen Möglichkeiten zur Senkung des Energieverbrauchs an. Auch die Verbesserung des Gebäudebestandes, Verhaltensänderungen und eine generelle Anpassung der Arbeitszeit seien wichtige Bausteine im Klimaschutz.

  • Beim Duschen Energie und CO2 einsparen

    Beim Duschen Energie und CO2 einsparen

    Warmes Wasser braucht in etwa so viel Energie wie das Heizen. Allein fürs Duschen wird bis zu 80 Prozent des gesamten Warmwassers benötigt. Doch während seit Jahren Entwicklungen im Fokus stehen, um effizienter und energiesparender zu heizen, fließt noch immer viel warmes Wasser einfach ungenutzt in den Abfluss. Doch das muss nicht sein! Die neue Kaldewi Duschrinne nutzt die Wärme des abfließenden Duschwassers, um damit das kalte Frischwasser auf dem Weg zur Duscharmatur vorzuwärmen. Ein in den Abfluss integrierter Wärmetauscher sorgt so für eine effiziente Wärmerückgewinnung. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit muss für eine angenehm warme Duschtemperatur deutlich weniger Heißwasser zugemischt werden. Das spart viel Energie, senkt spürbar die Kosten und verringert den CO2-Fußabdruck.

    Die neuen Duschrinnen wurden vom international renommierten Studio Aisslinger gestaltet und erfüllen höchste Designansprüche. Eine patentierte Handhabung zum einfachen Öffnen und Schließen der Abdeckung, große Flexibilität bei der Rinnenpositionierung sowie die große Maßvielfalt sind weitere überzeugende Argumente. Und mit exklusiven Farben und Oberflächen wird die Marken-Rinne zu einem wahren Schmuckstück im Bad.

  • Schaffhausen sucht Betreiber für Wärmeverbünde

    Schaffhausen sucht Betreiber für Wärmeverbünde

    Die Stack Infrastructure Switzerland SA errichtet in Beringen bis 2025 ein grosses Rechenzentrum. Das Schweizer Tochterunternehmen des global tätigen Spezialisten für grosse Datenzentren will dabei eine möglichst hohe Energieeffizienz erreichen. Das Ingenieurunternehmen Amstein + Walthert hat nun im Auftrag des Schaffhauser Baudepartements eine Machbarkeitsstudie für die Verwendung der Abwärme für Wärmeverbünde angefertigt.

    Der Energiebedarf des Rechenzentrums beträgt im Endausbau laut der Studie 30 Megawatt, die thermische Abwärmeleistung 9 bis 15 Megawatt, die Abwärmemenge mindestens 79 Gigawattstunden im Jahr. Davon können maximal 26 Gigawattstunden für thermische Netze genutzt werden.

    Die Machbarkeitsstudie kommt zum Schluss, dass die Wärmeenergie des Rechenzentrums zum einen für die Erweiterung eines bestehenden Wärmeverbunds in Beringen und für drei neue Verbünde genutzt werden kann. Der Kanton, die Stadt Schaffhausen, die Gemeinde Beringen und Stack hoffen nun, dass Unternehmen Interesse am Aufbau und am Betrieb solcher Wärmeverbünde zeigen. Die kantonale Wirtschaftsförderung tritt dabei laut einer Mitteilung der kantonalen Energiefachstelle als Ansprechpartnerin für Interessenten auf.

  • AEW installiert Fernwärme am Mutschellen

    AEW installiert Fernwärme am Mutschellen

    Die Aargauer Energieversorgerin AEW Energie hat gemäss einer Medienmitteilung Pläne zum Bau einer Heizzentrale für das Mutschellengebiet auf dem Werkareal der Sika in Widen. Private und gemeindeeigene Abnehmer im Wärmeverbund rund um den Mutschellenpass sollen über ein Fernwärmenetz mit nachhaltiger Energie versorgt werden. Angeschlossen sind die Gemeinden Widen, Berikon AG und Rudolfstetten-Friedlisberg AG.

    Das Nahwärmekonzept sieht überwiegend regional gewachsenes Holz zur Gewinnung der Wärme vor. Die Installation einer modernen und emissionsarmen Anlagentechnik soll der Bildung einer Dampffahne vorbeugen.

    Mit der Sika Schweiz AG, der Anlagestiftung Turidomus und weiteren Eigentümern seien Absichtserklärungen unterzeichnet worden. Mittels einer Umfrage wird das Interesse seitens der Bevölkerung an einer Fernwärmelösung abgefragt.

  • Hotmobil und mobiheat fusionieren zu ENERENT

    Hotmobil und mobiheat fusionieren zu ENERENT

    Die Schweizer Zweigniederlassung der Hotmobil Deutschland GmbH und die mobiheat Schweiz GmbH schliessen sich zusammen. Die beiden Anbieter für mobile Heiz-, Kälte- und Dampfzentralen sind per Jahresanfang in der ENERENT Schweiz GmbH aufgegangen, informiert das neu gegründete Unternehmen für mobile Energie in einer Mitteilung. Im Vorfeld der Fusion hatte Mainova, der Frankfurter Mutterkonzern von Hotmobil, bereits die Mehrheit an der mobiheat GmbH übernommen.

    ENERENT hat seinen Sitz in Dietlikon und verfügt über eine Serviceniederlassung in Thayngen. „Wir haben mit dem Zusammenschluss die Möglichkeit, gezielt jeden Bedarf abzudecken“,wird Thomas Brukner, Geschäftsführer der ENERENT Schweiz GmbH, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Kunden profitieren in Zukunft vom grössten Mietanlagen-Park in den Bereichen mobile Heizung, mobile Kälte und mobiler Dampf.“

    Die Markennamen Hotmobil und mobiheat werden auch unter dem Dach von ENERENT weitergeführt. Die von ENERENT vertriebenen mobilen Heiz-, Kälte- und Dampfzentralen können wahlweise gemietet oder käuflich erworben werden.

  • Camille Bauer und Fichtner wollen Verteilnetze digitalisieren

    Camille Bauer und Fichtner wollen Verteilnetze digitalisieren

    Die Camille Bauer Metrawatt AG und Fichtner IT Consulting spannen für die Entwicklung eines digitalen Netzmanagements im Niederspannungsbereich zusammen. Dafür wollen die beiden Partnerunternehmen „hochwertige und grundlegende Messdaten mit einem intelligenten digitalen Grid Management“ kombinieren, erläutert Camille Bauer in einer entsprechenden Mitteilung. Das von dem Aargauer Spezialisten für Messtechnik gemeinsam mit dem IT-Kompetenzzentrum der Fichtner-Gruppe entwickelte Konzept für einen digitalen Betrieb bestehender Netze soll „einen teuren Ausbau mit viel wertvollen Ressourcen“ vermeiden helfen.

    Die beiden Partnerunternehmen schlagen ein Vorgehen in vier Schritten vor. Dabei sollen zunächst durch sicheres Messen Echtzeitdaten der Netze erhoben werden. Aus diesen wird dann in einem zweiten Schritt ein vollständiges digitales Abbild des Netzes erstellt. Der dritte Schritt sieht die Erstellung eines Netzcockpits vor. Hier werden Messwerte und Netzsituation in einer interaktiven Visualisierung dargestellt. Im letzten Schritt sollen spezifisch für die jeweiligen Fachabteilungen Analysen, Prognosen und Automatisierungen erarbeitet werden.

    Mit diesem schrittweisen Vorgehen und der Beachtung von Skalierbarkeit wollen Camille Bauer und Fichtner den Angaben zufolge sicherstellen, dass ihr Konzept das Budget der Kunden nicht überstrapaziert. Zudem werde frühzeitig ein produktiver Nutzen erzeugt. Als weiteren Vorteil führen die Partnerunternehmen die Möglichkeit an, je nach künftigen Bedürfnissen einen weiteren Ausbau realisieren zu können.