Schlagwort: ErneuerbareEnergien

  • SENS eRecycling und Partner gleisen Entsorgung von Wärmepumpen auf

    SENS eRecycling und Partner gleisen Entsorgung von Wärmepumpen auf

    SENS eRecyling hat mit dem Hersteller- und Lieferantenverband der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik GebäudeKlima Schweiz sowie der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz eine nachhaltige Lösung für die Entsorgung von Wärmepumpen entwickelt. Ausgediente und an den Installateur beziehungsweise Hersteller oder Importeur zurückgegebene Wärmepumpen werden dabei von SENS eRecyling abgeholt und zu Verwertungsbetrieben gebracht, die über die erforderlichen Bewilligungen und eine SENS-Lizenz zur Verarbeitung solcher Geräte verfügen. Dort wird den Wärmepumpen das klimaschädliche Kältemittel entzogen und fachgerecht vernichtet. Rohstoffe wie Metalle und Kunststoffe werden wiederaufbereitet und in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt.

    Am 1. Juli soll der Startschuss für die neue Branchenlösung fallen, informiert SENS eRecycling in einer Mitteilung. Finanziert wird das Modell aus dem vorgezogenen Recyclingbeitrag, der beim Kauf einer Wärmepumpe anfällt. „Viele Hersteller und Importeure sehen in der neuen Branchenlösung eine Möglichkeit, ihre Rücknahmepflicht von ausgedienten Wärmepumpen auf effiziente und unkomplizierte Art wahrzunehmen“, wird SENS eRecycling- Geschäftsführer Pasqual Zopp in der Mitteilung zitiert.

    Nach Angaben von Konrad Imbach, Geschäftsleiter von GebäudeKlima Schweiz, kommen die Hersteller und Importeure von Wärmepumpen, die sich der Branchenlösung bereits angeschlossen haben, auf einen Marktanteil von 70 bis 80 Prozent. Stephan Peterhans, Geschäftsführer der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz ist davon überzeugt, dass sich auch fast alle der übrigen Betriebe der Branche bis Ende Jahr dazu entscheiden werden.

  • IWB übernimmt Kunz-Solartech

    IWB übernimmt Kunz-Solartech

    Der Basler Energieversorger IWB akquiriert die Aargauer Kunz-Solartech GmbH. Die Übernahme soll die Position von IWB auf dem Wachstumsmarkt der Photovoltaikanlagen stärken, erläutert der Energieversorger in einer entsprechenden Mitteilung. Über den Kaufpreis werden dort keine Angaben gemacht.

    IWB plant, die eigenen Produktionskapazitäten für Solarstrom bis 2023 auf mindestens 100 Megawatt Leistung auszubauen. Darüber hinaus realisiert das Unternehmen Photovoltaikanlagen für Privat- und Geschäftskunden. Unternehmenstochter Planeco ist dabei auf die Errichtung grosser und komplexer Solaranlagen spezialisiert. Die auf die Planung und Installation von Photovoltaikanlagen für Privatkunden und KMU fokussierte Kunz-Solartech GmbH soll das Angebot von IWB abrunden.

    „Es gibt noch viel zu viele Dächer ohne Photovoltaik und die Installationsfirmen sind voll ausgelastet“, wird Markus Balmer, Leiter Vertrieb von IWB, in der Mitteilung zitiert. Für Nico Knubel, Geschäftsführer von Kunz-Solartech wiederum ist IWB „ein grosser und etablierter Partner, der unseren Mitarbeitenden eine sichere Zukunftsperspektive bietet“. Unter dem Dach von IWB könne sein Unternehmen das Potenzial im wachsenden Solarmarkt noch besser nutzen und für seine Kundschaft viele weitere Anlagen realisieren.

  • Regio Energie Solothurn vergibt 2023 zwei Preise

    Regio Energie Solothurn vergibt 2023 zwei Preise

    Regio Energie Solothurn hat im Rahmen des alljährlich stattfindenden Energieforums nicht wie üblich nur einen Preis für Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit verliehen. In diesem Jahr wurden stattdessen laut einer Mitteilung zwei Organisationen ausgezeichnet: der Verein Restessbar Solothurn und die Stiftung Discherheim Solothurn.

    Der Verein Restessbar rettet Lebensmittel. Seit 2017 sammeln seine Mitglieder ehrenamtlich bei Partnerfirmen Früchte, Gemüse, Gebäck und Getränke ein, die sonst im Abfall landen würden. Danach werden sie sortiert und auf zwölf Touren pro Woche an rund 300 Personen verteilt. Damit werden jährlich rund 26 Tonnen noch konsumierbare Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt. Ausserdem betreibt der Verein Aufklärungsarbeit gegen Food Waste und unterstützt Schüler bei der Erarbeitung eines Kochbuchs.

    Im Discherheim werde „darauf geachtet, dass alles, was man tut, eine möglichst lange Wirkung hat“, so Regio Energie Solothurn. An den drei Standorten der Stiftung, die Menschen mit Beeinträchtigungen Wohn- und Arbeitsplätze bietet, gelte dies auch hinsichtlich Energieeffizienz und Ressourcenschonung, sowohl bei der Umrüstung der Heizquelle als auch der Flotte von sechs Fahrzeugen auf elektrische Antriebe. Der Strom dafür kommt aus einer eigenen Photovoltaikanlage. Zudem leisten Biotop, Hecken, Naturwiese, Insektenhotels und Vogelhäuser einen Beitrag zur Biodiversität.

  • IWB prüft alpine Solaranlage auf Melchsee-Frutt

    IWB prüft alpine Solaranlage auf Melchsee-Frutt

    IWB hat einen Zusammenarbeitsvertrag mit der Alpgenossenschaft Kerns ausserhalb der steinernen Brücke abgeschlossen. Dieser sieht laut einer Medienmitteilung vor, die Machbarkeit einer Solaranlage auf der Hochebene Melchsee-Frutt zu prüfen. Dabei soll ausser den technischen Einzelheiten auch analysiert werden, welche Auswirkungen eine Photovoltaikanlage auf die bisherige Bewirtschaftung und die Umwelt hätte.

    Die gute Erschliessung, die hohe Lage und der Schnee begünstigten die Stromproduktion gerade auch im Winter, heisst es in der Mitteilung. Die Anlage würde an das Elektrizitätswerk Obwalden angeschlossen.

    Die beiden Vertragspartner haben bereits mit der Gemeinde Kerns und dem Kanton Obwalden Gespräche aufgenommen. Auch weitere Interessenvertreter und Umweltorganisationen sollen in die Gespräche einbezogen werden.

    Markus Ettlin-Niederberger, Präsident der Alpgenossenschaft Kerns, begrüsst die Ausweitung des Vorhabens. „Wir können einen aktiven Beitrag zu einer erneuerbaren und sicheren Energieversorgung leisten und steigern erst noch die lokale Wertschöpfung“, wird er in der Mitteilung zitiert. Auch Pascal Semlitsch sieht im Projekt ein grosses Potenzial. „Melchsee-Frutt bietet sehr gute Voraussetzungen für eine alpine Solaranlage“, wird der Leiter Investments bei IWB zitiert. „Wir haben das Ziel, dass mehr erneuerbarer, einheimischer Solarstrom ganz lokal und umweltverträglich produziert werden kann.“

    IWB hat bereits an der Staumauer Muttsee im Kanton Glarus zusammen mit der Axpo eine alpine Solaranlage errichtet.

  • Haushalte fordern bezahlbaren Klimaschutz

    Haushalte fordern bezahlbaren Klimaschutz

    Die Schweiz will bis 2050 klimaneutral werden. Dieses Ziel wird von 77 Prozent der Bevölkerung unterstützt, erläutert Stiebel Eltron Schweiz in einer Mitteilung. Der Aargauer Haus- und Systemtechnikhersteller stützt sich dabei auf die Ergebnisse seines aktuellen Energie-Trendmonitors. Für ihn hat Stiebel Eltron Schweiz eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage bei 1000 Schweizerinnen und Schweizern durchführen lassen.

    Allerdings wollen 75 Prozent der Befragten für die Klimaneutralität nicht stärker zur Kasse gebeten werden. Insbesondere wird eine Unterstützung schwacher Haushalte bei den Kosten der Energiewende (85 Prozent der Befragten) und billigerer Strom für Wärmepumpen (86 Prozent) gefordert. „Die Konsumentinnen und Konsumenten dürfen mit den Kosten der privaten Energiewende nicht alleine gelassen werden“, wird Patrick Drack, Geschäftsführer von Stiebel Eltron Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    Im Zentrum der Massnahmen für die Klimaneutralität stehe der Ersatz von Öl-, Gas- und Elektroheizungen durch „saubere und effiziente Technik“, heisst es in der Mitteilung. Dafür sollen über die nächsten zehn Jahre hinweg Fördermittel in Höhe von jährlich insgesamt 200 Millionen Franken fliessen. „Mit erneuerbarer Technologie wie der Wärmepumpe leisten wir einen wichtigen Beitrag in Richtung Klimaneutralität“, meint Drack. In seinem Internetauftritt stellt das Unternehmen Informationen über aktuelle Förderprogramme für Wärmepumpen bereit.

  • AEW investiert in die Energienetzstabilität

    AEW investiert in die Energienetzstabilität

    Die AEW Energie AG hat gemeinsam mit Hitachi Energy ein Batteriespeicherprojekt auf den Weg gebracht. Im Oktober 2023 soll der Speicher auf dem AEW-Gelände in Baden-Dättwil AG in Betrieb gehen.

    Das Pilotprojekt ist vorgesehen für den Aufbau einer soliden Energieversorgung und soll Aufschluss geben über Energiesysteme der Zukunft. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor. Demnach haben sich die Unternehmen mit Studierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Windisch AG zusammengeschlossen. Im Rahmen eines Studierendenprojekts sei das Betriebskonzept für das Batterie-Energiespeichersystem (BESS) entstanden. Ziel seien intelligente Batteriespeicher und innovative Analyse-, Software- und Digitalfunktionen zur Deckung der Spitzenlast, heisst es. Eingesetzt wird der Speicher vorwiegend bei ausgeprägt hoher Nachfrage, etwa zur Mittagszeit.

    Die Energiedienstleisterin AEW reagiert damit auf den zunehmend dezentral organisierten Ausbau der nachhaltigen Energieversorgung. Bei der Entwicklung hin zu einem Energiemix muss der regenerativ erzeugte Strom auf Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Speicher und Elektromobilität verteilt werden. Der Speicher soll demnach zugleich den Wissensstand zum Betrieb von Batterietechnologien, zu Netzstabilität und Alterungsverhalten steigern.

    Hitachi stellt das Batteriesystem zur Verfügung. Es liefere 10 Megawattstunden an nutzbarer Kapazität und eine Leistung von 5,5 Megawatt. Mit einer komplett geladenen Batterie lasse sich der jährliche Energieverbrauch von zwei Vierpersonenhaushalte decken oder eine 11’000-Einwohnergemeinde für rund 45 bis 60 Minuten mit Strom versorgen. Laden lasse sich der Speicher in weniger als zwei Stunden.

  • Energie 360° startet nachhaltiges Projekt für Zürich-Lengg und Zollikon

    Energie 360° startet nachhaltiges Projekt für Zürich-Lengg und Zollikon

    Energie 360° startet am Montag, 17. April, die Bauarbeiten für einen neuen Energieverbund. Laut einer Medienmitteilung will die Energieversorgerin gemeinsam mit dem Gesundheitscluster Lengg und der Gemeinde Zollikon ab 2027 Kliniken sowie städtische Wohngebiete klimafreundlich mit Zürichsee-Wasser heizen und kühlen. Zollikon muss noch über einen Anschluss an den Verbund abstimmen.

    Über die Eignung des Planungsgebiets für eine solche Lösung heisst es in der Mitteilung, dass im Zürcher Quartier Lengg mehrere grosse Institute der Gesundheitsversorgung sowie Wohngebiete dicht beieinander liegen. Dies sei eine ideale Voraussetzung für einen Energieverbund, um die Kliniken, Institute und Wohnungen klimafreundlich zu heizen und zu kühlen. Das Wasser soll im Zürichsee bei Zollikon gefasst und über Trassen nach Lengg geführt werden.

    Neben dem Gesundheitscluster sowie zwei städtischen Wohngebieten mit rund 100 Wohnungen soll das Projekt nach Angaben des Energieunternehmens auch Startschuss für den Bau eines Fernwärmenetzes in Zollikon sein. Voraussichtlich ab 2027 soll dann in der Lengg und in Zollikon erstmals Wärme und Kälte geliefert werden können. Die Investitionssumme für den Energieverbund Lengg beläuft sich laut Energie 360° auf rund 90 Millionen Franken.

    Der Gesundheitscluster werde die grösste Spitallandschaft Europas, die klimaneutrale Energie nutze, heisst es weiter. Damit würden allein an den Kliniken bis zu 10‘000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart. Das entspreche den Abgasen beim Einsatz von rund 4 Millionen Litern fossilem Heizöl.

    Energie 360° hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Kundinnen und Kunden bis 2040 ausschliesslich erneuerbare Energie zu liefern.

  • Rücklaufquote von Solarmodulen liegt nahe bei 100 Prozent

    Rücklaufquote von Solarmodulen liegt nahe bei 100 Prozent

    In der Schweiz installierte Photovoltaikmodule werden nach Ablauf ihrer Lebensdauer fast alle der Wiederverwertung zugeführt, informiert SENS eRecycling in einer Mitteilung. Die privatwirtschaftlich organisierte Stiftung nimmt ihren Partnern bei Herstellern und Importeuren die damit verbundene Arbeit ab. Von diesem System profitieren nach Ansicht von SENS eRecycling Hersteller, Importeure, Hauseigentümer und Umwelt.

    Im Preis einer Solaranlage ist bereits eine vorgezogene Recyclinggebühr enthalten. Diese liegt derzeit bei 40 Franken pro Tonne, erläutert SENS eRecycling. Die Stiftung selbst wende jedoch aktuell rund 440 Franken pro Tonne für Rücknahme, Transport und Recycling auf. „Die Finanzierung des Systems geht nur deshalb auf, da die momentanen Mengen an installierten Photovoltaikanlagen die Menge an ausgedientem Material nach wie vor deutlich übersteigen und sich somit der Fonds von Jahr zu Jahr weiter anhäuft“, heisst es in der Mitteilung. Für 2035 rechnet SENS eRecycling damit, bereits 70’000 Tonnen Photovoltaikmodule entsorgen zu müssen.

    Die derzeit anfallenden Mengen sind nach Angaben der Stiftung zudem zu gering, als dass sich die Wiederverwertung für Entsorgungsbetriebe in der Schweiz selbst lohnt. Aktuell arbeitet SENS eRecycling daher mit der KWB Plan Real GmbH zusammen. Die deutsche Firma lässt die Module in einem Recyclingbetrieb nahe der Schweizer Grenze zerlegen. Metalle können vollständig wiederverwertet werden, das Glas wird zusammen mit dem Silizium zur Herstellung von Glaswolle genutzt. Auf diese Weise können aktuell rund drei Viertel der Rohstoffe wieder dem Kreislauf zugeführt werden, so SENS eRecycling.

  • Energie 360° beginnt mit Umbau seines Hauptsitzes

    Energie 360° beginnt mit Umbau seines Hauptsitzes

    Energie 360° kann mit dem Umbau seines Hauptsitzes in Zürich Altstetten beginnen. Der mehrheitlich von der Stadt Zürich gehaltene Energieversorger investiert knapp 28 Millionen Franken in die Umgestaltung und Erweiterung seiner Büroräume zu einer offenen Bürolandschaft, den Bau einer grossflächigen Photovoltaikanlage sowie die Optimierung der Haustechnik, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach hatte Energie 360° die Baubewilligung im Januar erhalten. Ab Ende März kann nun die Baustelle eingerichtet werden. Bis zum Spätherbst 2024 sollen die Renovierungsarbeiten beendet sein. In der Zwischenzeit verlegen die Mitarbeitenden ihre Arbeitsplätze in einen temporären Hauptsitz in Zürich Altstetten.

    Das Gebäude wird bereits jetzt vollständig mit erneuerbarer Energie versorgt und ist energetisch optimiert. Im Zuge des Umbaus erhält es weitere Solaranlagen nach einem Entwurf von Jessenvollenweider Architektur aus Basel. Das Büro ist den Angaben zufolge Pionier im Bereich Photovoltaikanlagen. Die Module sollen künftig rund die Hälfte des Strombedarfs von Energie 360° produzieren.

    „Die zusätzlichen Photovoltaikanlagen an der Fassade und die Erweiterung auf dem Dach machen den Hauptsitz zum grünen Kraftwerk mit Vorbildfunktion und starker Wirkung nach aussen“, wird Jörg Wild, CEO von Energie 360°, in der Medienmitteilung zitiert.

    Das Unternehmen will bis 2040 seinen Kunden und Kundinnen ausschliesslich erneuerbare Energie anbieten. Als nachhaltiger Energie- und Mobilitätsdienstleister hat es daher auch seinen eigenen Energieverbrauch im Blick.

  • Bundesrat erleichtert Bewilligung grosser Solaranlagen

    Bundesrat erleichtert Bewilligung grosser Solaranlagen

    Der Bundesrat hat am 17. März mehrere Änderungen bei Verordnungen im Energiebereich vorgenommen. Diese setzen laut einer Mitteilung die dringlichen Massnahmen zur kurzfristigen Bereitstellung einer sicheren Stromversorgung im Winter um, welche das Parlament 2022 beschlossen hat.

    Die Änderungen erleichtern die Bewilligung von grossen Photovoltaikanlagen. Die Baubewilligung selbst wird durch den Kanton erteilt und muss auch Auflagen für den Rückbau enthalten. Die Standortgemeinde und die Grundeigentümerschaft müssen zugestimmt haben. Der Bund wiederum bewilligt die elektrische Erschliessung.

    Die Grossanlagen können eine Einmalvergütung von bis zu 60 Prozent der anrechenbaren Investitionskosten erhalten. Dazu müssen sie bis Ende 2025 mindestens 10 Prozent der erwarteten Produktion der Anlage oder 10 Gigawattstunden eingespeist haben. Die gesamte Anlage muss bis Ende 2030 ans Netz gegangen sein.

    Die Erleichterungen gelten, bis diese neuen Grossanlagen insgesamt 2 Terawattstunden Strom erzeugen. Die Anlagen dürfen nicht auf Fruchtfolgeflächen errichtet werden.

  • Samedan soll Solarpionierdorf im Engadin werden

    Samedan soll Solarpionierdorf im Engadin werden

    Die Bündner Gemeinde Samedan soll ihren Strombedarf künftig aus Solarstrom decken. Dafür richten die auf Solarprojekte spezialisierte TNC Consulting AG und der gemeindeeigene Energieversorger Energia Samedan auf der Fläche zwischen dem Flughafen Samedan und dem Fluss Flaz eine Solaranlage mit einer Leistung von 30 Megawatt ein. Sie werde rund 150 Prozent der Energie produzieren, die Samedan inklusive seiner Industriebetriebe im Jahr benötigt, schreibt TNC Consulting in einer Mitteilung. Der überschüssige Strom soll ins regionale Stromnetz abgegeben werden.

    „Samedin wird Solarpionierdorf im Engadin“, prognostiziert TNC Consulting. Die geplante Anlage weist dafür eine ganze Reihe von Vorteilen auf. So wird aufgrund der günstigen Lage mit einem Winterstromanteil von mehr als 50 Prozent gerechnet. Der Aufbau der Panele wird durch die Nähe der Strasse und zur Rhätischen Bahn erleichtert. Zudem sind bereits vier mögliche Anschlusspunkte an das öffentliche Stromnetz vorhanden.

    Aufstellung und Anordnung der Solarpanele sollen garantieren, dass die Fläche weiterhin mehrfach genutzt werden kann. Dazu werden die Module vertikal im Abstand von sechs Metern aufgestellt, wobei die unteren von zwei übereinanderliegenden Panelen 90 Zentimeter Abstand zum Boden aufweisen. „Dank der ausgesprochen konstruktiven Zusammenarbeit seitens der Grundeigentümer und Pächter, der kommunalen und kantonalen Behörden, von weiteren Industriepartnern sowie von den Umweltorganisationen“ bestünden „gute Voraussetzungen“, dass die in Etappen ausbaubare Anlage zur Schliessung der Stromlücke im  Winter 2024/25 beiträgt, heisst es in der Mitteilung.

  • Stadt Luzern will vollständig mit Erneuerbaren heizen

    Stadt Luzern will vollständig mit Erneuerbaren heizen

    Der Luzerner Stadtrat beantragt für die Umstellung der Wärmeversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energie beim Grossen Stadtrat einen Sonderkredit von 5,05 Millionen Franken. Ausserdem wurde ein Nachtragskredit in Höhe von 194’000 Franken zum Budget 2023 beantragt. Damit soll laut einer Medienmitteilung die bis 2034 benötigte personelle Aufstockung bei der Dienstabteilung Immobilien finanziert werden.

    Zusätzliche Stellenprozente waren notwendig geworden, weil die Stadtluzerner Stimmbevölkerung im September 2022 die Klima- und Energiestrategie der Stadt gutgeheissen hatte. Darin ist festgehalten, dass die stadteigenen Gebäude und Anlagen des Verwaltungsvermögens wie Schulen oder Verwaltungsgebäude bis 2030 mit 100 Prozent erneuerbaren Energien versorgt werden müssen.

    Dank der Personalerhöhung in der Dienstabteilung Immobilien sollen die Umstellung auf erneuerbare Wärmeversorgung bis ins Jahr 2035 umgesetzt und die anstehenden Erneuerungen bei den Liegenschaften im Finanzvermögen bewältigt werden können. Insgesamt ist dies bei 39 Objekten vorgesehen.

    Mit der Umstellung der Liegenschaften des Finanzvermögens auf 100 Prozent erneuerbare Energie wolle der Stadtrat bei den eigenen Liegenschaften mit gutem Beispiel vorangehen, heisst es in der Mitteilung. Bei allfälligen Zwischenlösungen für Mieterinnen und Mieter werde die Stadt behilflich sein.

  • Stimmvolk billigt Kredit für Fernwärme in Chur

    Stimmvolk billigt Kredit für Fernwärme in Chur

    Die Churer Energieversorgerin Energie Wasser Chur (IBC) kann ihr Fernwärmenetz massiv ausbauen. Die Stimmbevölkerung hat einer entsprechenden kommunalen Vorlage zu 60,85 Prozent zugestimmt. Sie besagt, dass die Stadt sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren mit 80 Millionen Franken an den Gesamtkosten für den Ausbau des Wärmenetzes beteiligt. Diese belaufen sich auf 314 Millionen Franken.

    Der Gemeinderat unterstützt die Vorlage laut seiner Urnenbotschaft vom 12. März mit 17 Ja- zu 4 Nein-Stimmen. Nun fördert Chur das Generationenprojekt der IBC, die eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt im alleinigen Eigentum der Stadt ist, mit 60 Millionen Franken zur Erhöhung des Dotationskapitals und in Form eines Darlehens. Weitere 20 Millionen hält die Stadt für eine allenfalls zu beanspruchende Bürgschaft vor.

    Die Investition ist aus Sicht des Gemeinderates notwendig, um den Umbau in eine erneuerbare Wärmeversorgung innerhalb der Stadt gewährleisten zu können. „Gleichzeitig kann damit auch der Wegfall der bisherigen Wertschöpfung aus dem Gasverkauf aufgefangen und die Erlöse anderweitig gesteigert werden“, heisst es in der Botschaft weiter. „Die heute für den Kauf von Erdöl und Erdgas abfliessenden Gelder verbleiben zukünftig in der Region.“

    Den Angaben zufolge will IBC bei Finanzinstituten Kredite von insgesamt 160 Millionen Franken aufnehmen. Weiters werde mit einem Beitrag von Bund und Kanton von 56 Millionen Franken gerechnet. Aus Eigenmitteln wolle das Unternehmen 38 Millionen Franken investieren.

  • In den Walliser Alpen soll eine der grössten Solaranlagen entstehen

    In den Walliser Alpen soll eine der grössten Solaranlagen entstehen

    Die Gemeinde Grengiols und fünf Energieunternehmen planen die Einrichtung einer der grössten Solaranlagen in der Schweiz: Am Südhang des Walliser Saflischtals sollen 910’000 Solarmodule mit einer Leistung von insgesamt rund 440 Megawatt Peak installiert werden, informieren die Industriellen Werke Basel (IWB) in einer Mitteilung. Neben IWB sind die beiden Walliser Energieunternehmen Energie Brig-Aletsch-Goms (EnBAG) und Forces Motrices Valaisannes (FMV) sowie die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) und das Westschweizer Energieunternehmen Groupe E in das Projekt involviert. Eine Anfang Jahr abgeschlossene Machbarkeitsstudie hat das Potenzial von Grengiols-Solar bereits bestätigt.

    Die Anlage ist in einem Gebiet geplant, das jährlich rund 1500 Sonnenstunden und damit erheblich mehr Sonnenstunden als das Unterland aufweist. Die damit möglichen rund 600 Gigawattstunden Strom im Jahr fallen zu 42 Prozent im Winter an, schreibt IWB. Im Verbund mit dem von den Gommerkraftwerken (GKW) geplanten Speicherkraftwerk Chumensee könnten jährlich 1200 Gigawattstunden Strom „planbar und durch Speicherung jederzeit verfügbar“ erzeugt werden.

    Für die Realisierung der Anlage setzen die Projektpartner mehrere Jahre an. Bis Ende 2023 wollen sie den Umweltverträglichkeitsbericht und das Bauprojekt erstellt haben. Im Zusammenhang mit Letzterem sollen auch die Investitionskosten berechnet werden.

    Bereits Ende 2025 wollen die Partner Grengiols-Solar mit der vom Gesetz geforderten Leistung ans Netz anschliessen. Dabei wird der Strom anfangs über eine temporäre Freileitung an eine 65-Kilovolt-Leitung ins Rhonetal abgegeben.

  • Wallisellen steigt auf LED um

    Wallisellen steigt auf LED um

    Wallisellen setzt bei Licht im öffentlichen Raum zunehmend auf LED-Leuchten. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, betreibt das Versorgungsunternehmen die Werke im Auftrag der Stadt Wallisellen die Beleuchtung von öffentlichen Strassen und Plätzen mit energiesparenden LED-Lampen. Bereits heute sind 65 Prozent der Stadt im Kanton Zürich mit intelligenten LED-Lampen ausgerüstet. Diese lassen sich je nach Bedarf zu- oder abschalten sowie auch dimmen.

    „Mit LED lässt sich Strom sparen und die Lichtverschmutzung reduzieren“, begründet Philipp Maurer, Ressortvorsteher Tiefbau + Landschaft bei der Stadt Wallisellen, den Umbau. Die getroffenen Massnahmen seien ein Teil des Projekts „Mehr Nacht für Wallisellen“, heisst es in der Mitteilung.

    Die neuen LED-Leuchten benötigen im Vergleich zu ihren Vorläufern, den Natriumdampflampen, nur etwa die Hälfte der Elektroenergie. Diese grosse Einsparung wird zudem dadurch erzielt, dass die LED-Leuchten mit Sensoren ausgerüstet sind. Nähern sich Fahrzeuge oder Fussgänger, so wird das Licht über Bewegungsmelder hochgefahren. Zu Zeiten geringer Aktivitäten wird es um 50 Prozent reduziert.

    Bis Mitte 2023 soll die komplette Strassenbeleuchtung mit dem neuen System ausgerüstet sein. Den für den Betrieb erforderlichen Strom kauft die Stadt von lokalen Solarstromproduzenten.

  • AEW installiert Fernwärme am Mutschellen

    AEW installiert Fernwärme am Mutschellen

    Die Aargauer Energieversorgerin AEW Energie hat gemäss einer Medienmitteilung Pläne zum Bau einer Heizzentrale für das Mutschellengebiet auf dem Werkareal der Sika in Widen. Private und gemeindeeigene Abnehmer im Wärmeverbund rund um den Mutschellenpass sollen über ein Fernwärmenetz mit nachhaltiger Energie versorgt werden. Angeschlossen sind die Gemeinden Widen, Berikon AG und Rudolfstetten-Friedlisberg AG.

    Das Nahwärmekonzept sieht überwiegend regional gewachsenes Holz zur Gewinnung der Wärme vor. Die Installation einer modernen und emissionsarmen Anlagentechnik soll der Bildung einer Dampffahne vorbeugen.

    Mit der Sika Schweiz AG, der Anlagestiftung Turidomus und weiteren Eigentümern seien Absichtserklärungen unterzeichnet worden. Mittels einer Umfrage wird das Interesse seitens der Bevölkerung an einer Fernwärmelösung abgefragt.

  • Vaz/Obervaz nimmt faltbare Solaranlage über Kläranlage in Betrieb

    Vaz/Obervaz nimmt faltbare Solaranlage über Kläranlage in Betrieb

    Die Gemeinde Vaz/Obervaz hat ein Solarfaltdach des Unternehmens dhp technology aus Zizers über der Kläranlage ARA auf der Lenzerheide in Betrieb genommen. Damit kann fast die Hälfte des Strombedarfs der Kläranlage aus Sonnenenergie gedeckt werden, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach macht die faltbare Solaranlage in 1500 Metern Höhe insbesondere auch die Nutzung der Wintersonne möglich. Denn durch die Reflektion des Sonnenlichts im Schnee und die generell tiefen Temperaturen im Winter produziert die Solaranlage dort besonders effizient. Fällt Schnee, so fährt das Dach automatisch ein, sodass die Module nicht bedeckt werden. Auch bei Hagel und Sturm faltet sich das Dach mit Hilfe eines Meteo-Algorithmus‘ vollautomatisch zusammen.

    Zudem wird keine zusätzliche Fläche mit dem Faltdach überspannt, sondern die bereits durch die Kläranlage versiegelte Fläche genutzt. Gleichzeitig bleibt der Zugang zur Kläranlage für Bau- und Wartungsarbeiten gewährleistet.

    „Als Gemeinde, die vom Tourismus lebt, sind wir bestrebt, Umwelt und Landschaft zu schonen“, wird Andreas Hartmann, Bereichsleiter Energie und Projekte der Gemeinde, in der Medienmitteilung zitiert. Vaz/Obervaz ist überdies zu einer nachhaltigen Energiepolitik verpflichtet, weil sie das Energiestadt-Label trägt.

  • In Matten entsteht die erste Solargemeinschaft auf dem Bödeli

    In Matten entsteht die erste Solargemeinschaft auf dem Bödeli

    Rund 220 Personen haben sich zur IBI-Solargemeinschaft mit Standort in Matten zusammengefunden. Laut einer Medienmitteilung der Industrielle Betriebe Interlaken AG (IBI) wird die Grossanlage auf dem Dach des Pferdesportcenters mit 2390 Quadratmeter Solarpanels bestückt. Die Photovoltaikanlage erlaubt eine Produktion von 463’000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von bis zu 120 Haushalten.

    Die IBI habe auf dem Bödeli, dem Gebiet zwischen Thuner- und Brienzersee im Berner Oberland, ein grosses Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner an Solaranlagen, heisst es in der Medienmitteilung. Allerdings verfügten nicht alle interessierten Personen über eine Dachfläche, um eine eigene Photovoltaikanlage zu installieren. Die Lösung seien Solargemeinschaften, bei denen sich mehrere Personen an einer gemeinschaftlichen Anlage beteiligen.

    Eine solche Gemeinschaftsanlage entsteht jetzt auf dem Dach des grossen Zentrums für Pferdesport in Matten. Das Interesse sei so gross gewesen, dass schon 18 Tage nach Buchungsbeginn die Investition stand. Rund 220 Kundinnen und Kunden haben sich nach Angaben der IBI am Dach beteiligt, 40 Prozent davon mit einer Maximalfläche von 20 Quadratmetern. Die Beteiligung beträgt 250 Franken pro Quadratmeter Panelfläche. Dafür erhalten die Investoren eine Gutschrift von 100 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr über 20 Jahre. Das Risiko für den Betrieb der Anlage liegt zu 100 Prozent bei der IBI. Bei Betriebsausfällen, Schnee auf dem Dach oder Hagelschaden tragen die Kunden kein Risiko.

    Aktuell muss das Leitungsnetz in diesem Gebiet noch verstärkt und eventuell eine Trafostation gebaut werden. Die IBI plant laut der Mitteilung schon, noch 2023 eine zweite Solargemeinschaft auszuschreiben.

  • Standort beeinflusst Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen

    Standort beeinflusst Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen

    Die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage für Ein-​ und Mehrfamilienhäuser ist abhängig vom Wohnsitz und dem lokalen Stromnetzbetreiber. Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der Universität Bern haben einen Zusammenhang zwischen dem örtlichen Satz für selbst erzeugten Strom und dem Strompreis nachgewiesen.

    Für die vom Bundesamt für Energie in Auftrag gegebene Untersuchung Sweet Edge wurden laut einer Mitteilung zur Studie in 2067 Schweizer Städten und Gemeinden Daten zu Anschaffungskosten, Förderungen, Leistung, Höhe der Einspeisevergütung, Stromkostenersparnis durch den Eigenverbrauch und Steuersatz gesammelt.

    In Orten mit geringen Subventionen entstünden kleinere Anlagen mit einer geringeren Stromausbeute. „Je weniger der lokale Stromnetzbetreiber für den eingespeisten Solarstrom zahlt und je mehr er für den gelieferten Strom verlangt, desto eher passen Haushalte die Grösse ihrer Solaranlage auf den Eigenverbrauch an“, wird ETH-​Professor Tobias Schmidt in der Mitteilung zitiert.

    Der Studie zufolge ist eine Anlage nur für knapp jedes zweite Einfamilienhaus lohnenswert. Als profitabel stuften die Forschenden eine Anlage ein, wenn sie in 30 Jahren mehr als 3 Prozent Gewinn erzielt. Bei der Vergütung für selbst erzeugten Solarstrom ist das Forscherteam auf grosse lokale und kantonale Unterschiede gestossen, heisst es. Entsprechend schwanke das Verhältnis zwischen Anlagengrösse und Stromverbrauch. Als rentabler hätten sich Mehrfamilienhäuser mit grösseren Dachflächen erwiesen, bei denen sich eine Anlage fast immer rechne, insbesondere in Kombination mit einer Wärmepumpe.

  • Kanton Uri fördert energetische Sanierungen

    Kanton Uri fördert energetische Sanierungen

    Der Urner Regierungsrat hat laut einer Medienmitteilung das Förderprogramm Energie beschlossen. Mit 2,7 Millionen Franken fördert er somit die Wärmedämmung von Gebäudehüllen, den Umstieg von Öl- auf Elektroheizungen, den Einsatz von Solarenergie, die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Mehrfamilienhäusern sowie verschiedene Energie- und Sanierungsberatungen.

    Der Umstieg von einer Elektroheizung auf ein Heizsystem aus erneuerbaren Energiequellen erfordere die Installation von Radiatoren oder einer Bodenheizung, heisst es. Der Kanton Uri will mit einer erhöhten Bonuszahlung den Umstieg auf nachhaltige Heizungen ankurbeln. Bisher seien zusätzlich zu den Kosten des Heizungstauschs 10’000 Franken ausbezahlt worden. Dieser Bonus erhöht sich gemäss der Mitteilung zusätzlich um 40 Franken pro Quadratmeter, wobei ein Limit von 30’000 Franken festgesetzt wurde. Dies unterstütze eine sichere Versorgung mit Strom in den Wintermonaten.

    Mehr Geld ist auch für Projekte zur Isolation der Fassade in Kombination mit einer integrierten Stromproduktion vorgesehen. Auch sie liefern über den Winter wertvolle elektrische Energie, heisst es. Als integriert gelte eine Anlage, wenn sie einen Teil der Fassadenfunktion wie den Wetterschutz abdeckt und somit Bestandteil der Fassade ist. Der Förderbeitrag wurde verdoppelt auf 400 Franken pro Quadratmeter.

    Neben dem Kanton bieten verschiedene Anbieter im Bereich Gebäudetechnik und Gebäudehülle mit Fördergeldern im Energiesektor Anreize, um Sanierungen anzugehen und umzusetzen. Eine Übersicht bietet Energiefranken.

  • Convoltas übernimmt Melintec

    Convoltas übernimmt Melintec

    Volle Auftragsbücher, aber nicht ausreichend Fachpersonal, um die Projekte umzusetzen – gegen das Dilemma ist die im Kanton Zug ansässige convoltas AG mit dem Kauf von Melintec mit Sitz in Bremgarten vorgegangen. Der in einer Medienmitteilung zitierte Co-Gründer und convoltas-Geschäftsführer Enrico Anderes will mit der Übernahme der 13 Melintec-Mitarbeitenden dem „Fachkräftemangel schnell und effizient begegnen“.

    Anderes hält die vom Fachverband Swissolar für 2024 auf den Weg gebrachte Lehre für Solarteure für wichtig, weist aber auf deren Schwäche hin. Erst in drei bis vier Jahren stünden die Lernenden als künftige Solarmonteure und Solarinstallateure dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Convoltas benötigt die Fachkräfte früher und sieht in der Belegschaft von Melintec die Lösung. Die dort tätigen ausgebildeten Elektriker seien erfahren in der Projektleitung und qualifiziert für sämtliche Stromerarbeiten.

    Convoltas wurde 2019 mit dem Schwerpunkt auf Entwicklung, Bau und Betrieb von Photovoltaikgrossanlagen gegründet. Den Jahresumsatz im Jahr 2022 beziffert die Generalunternehmerin auf 11 Millionen Franken. Im selben Jahr wurden Projekte im Wert von mehr als 15 Millionen Franken verkauft. Das nächste Grossprojekt ist der Bau der leistungsstärksten Solaranlage im Kanton Zug in Rotkreuz.

    Melintec hat sich einen Namen gemacht mit der Beratung, Projektierung und Installation von Anlagen für Schwachstrom-, Starkstrom-, Energie-, Sicherheits- und Kommunikationsanlagen, Gebäudeleitsysteme und EDV-Netzwerke.

  • Fünf Winterthurer Schulhäuser bekommen Solaranlagen

    Fünf Winterthurer Schulhäuser bekommen Solaranlagen

    Die Stadt Winterthur hat beschlossen, auf den Dächern von fünf Schulhäusern in Winterthur Photovoltaikanlagen zu installieren, informiert die Stadtkanzlei in einer Mitteilung. Für Bau und Betrieb der Anlagen auf den Dächern der Schulhäuser Eichliacker, Guggenbühl, Neuwiesen und Talhof sowie der Mechatronik Schule in Winterthur ist der stadteigene Energieversorger Stadtwerk Winterthur zuständig. Die fünf neuen Photovoltaikanlagen sollen zusammen jährlich rund 186 Megawattstunden Solarstrom produzieren.

    Die Kosten des Projekts werden in der Mitteilung auf insgesamt 450’200 Franken veranschlagt. Die entsprechenden Mittel sollen dem Rahmenkredit in Höhe von 90 Millionen Franken entnommen werden, den die Winterthurer Stimmbevölkerung im September 2021 für Anlagen zur Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen bewilligt hat, erläutert die Stadtkanzlei. Sie weist zudem auf die Übereinstimmung des Projekts mit der Klima- und Energiepolitik der Stadt Winterthur im Allgemeinen und der in der aktuellen Legislaturperiode beschlossenen Förderung von erneuerbaren Energien hin.

  • Neue Einmalvergütung für Solaranlagen tritt in Kraft

    Neue Einmalvergütung für Solaranlagen tritt in Kraft

    Anfang Januar ist die Revision des Energiegesetzes in Kraft getreten. Sie sieht parallel zu den beiden bereits bestehenden Fördermodellen für kleine und grosse Photovoltaikanlagen unter anderem eine neue hohe Einmalvergütung für Photovoltaikanlagen vor, erläutert Swissolar in einer Mitteilung. Der Verband der Schweizer Solarenergiebranche schlüsselt dort die Voraussetzungen auf, unter denen Eigener bis zu 60 Prozent der Investitionskosten von Referenzanlagen erstattet bekommen können.

    Danach muss die neue Photovoltaikanlage eine Leistung von mindestens 2 und höchsten 150 Kilowatt aufweisen. Die von ihr erzeugte Energie darf zudem nicht zum Eigenverbrauch genutzt, sondern muss über mindestens 15 Jahre hinweg ins Netz eingespeist werden. Auch werden nur Anlagen mit einem Inbetriebnahmedatum ab Jahresbeginn 2023 gefördert.

    Für das laufende Jahr beläuft sich die hohe Einmalvergütung auf 450 Franken pro Kilowatt installierter Leistung, so Swissolar. Zudem ist die Förderung auf eine neue Photovoltaikanlage ohne Eigenverbrauch pro Jahr und Grundstück begrenzt. Ein allfälliger Neigungswinkelbonus kann jedoch zusätzlich beantragt werden.

  • Kanton Solothurn führt Solarpflicht für Neubauten ein

    Kanton Solothurn führt Solarpflicht für Neubauten ein

    Im Kanton Solothurn gilt ab dem 1. Januar 2023 eine Solarpflicht für Neubauten ab einer bestimmten Grösse. Laut Medienmitteilung des Kantons hat der Regierungsrat sowohl eine Arbeitshilfe für die Gemeinden als auch die Verordnung zu den Ausnahmen der Solarpflicht verabschiedet. Das Solothurner Parlament hat einen entsprechenden Antrag mit 55 zu 37 Stimmen angenommen. Darin heisst es laut Protokoll der 19. Kantonsratssitzung, der Regierungsrat werde beauftragt, die gesetzlichen Regelungen dahingehend anzupassen, dass neue Bauten so ausgerüstet werden, dass mindestens ein Teil der benötigten Elektrizität selbst erzeugt wird. Fördermassnahmen seien vorzusehen.

    Das Bundesparlament hatte im Oktober 2022 das Bundesgesetz über dringliche Massnahmen zur kurzfristigen Bereitstellung einer sicheren Stromversorgung im Winter beschlossen. Im eidgenössischen Energiegesetz wurden dazu verschiedene kurz- und mittelfristig angelegte Massnahmen zur Stromversorgung der Schweiz festgeschrieben. Für den Kanton Solothurn brachte dies eine Solarpflicht auf Neubauten mit einer anrechenbaren Gebäudefläche von über 300 Quadratmetern mit sich.

    Der Regierungsrat hat die Arbeitshilfe für Gemeinden verabschiedet, die die Solarpflicht auf Neubauten im Rahmen von Baubewilligungsverfahren umsetzen müssen. Und er hat eine Verordnung zu den Ausnahmen der Solarpflicht angenommen.

    Die örtlichen Baubehörden in den Gemeinden sollen ab sofort an drei Abenden in Online-Seminaren über die Umsetzung der Solarpflicht in der Praxis geschult werden.

  • Pensionskassen finanzieren Berner Windparks im Ausland

    Pensionskassen finanzieren Berner Windparks im Ausland

    Die BKW holt für den Ausbau ihres Portfolios an erneuerbaren Energien im Ausland zwei Pensionskassen an Bord. Die Pensionskasse Stadt Zürich beteiligt sich mit 41,5 Prozent und die Vorsorgestiftung Medpension mit 7,5 Prozent an neun Windparks des Berner Energieversorgers. Die Windparks in Frankreich, Italien haben laut einer BKW-Mitteilung eine installierte Leistung von 240 Megawatt und produzieren jährlich 650 Gigawattstunden Strom.

    Die BKW hat bereits im Oktober 2021 angekündigt, institutionellen Anlegern Minderheitsbeteiligungen an ihrem Portfolio von erneuerbaren Energien anzubieten. Sie will ihre installierte Kapazität an erneuerbaren Energien bis 2026 auf über 1 Gigawatt steigern.

    Der Energieversorger biete damit den Pensionskassen eine sinnvolle Investition. „Diese Transaktion zeigt, dass die Strategie der BKW in der Bewirtschaftung von nachhaltigen und hochwertigen Infrastrukturanlagen sehr gut zu einem diversifizierten Investitionsansatz von Schweizer Pensionskassen passt“, wird Margarita Aleksieva in der Mitteilung zitiert. „Dieses Portfolio wird weiterhin grünen Strom produzieren und zu den Zielen der Energiewende beitragen“, so die Leiterin Wind & Solar der BKW.

  • Insolight erhält 4,85 Millionen Franken Kapital

    Insolight erhält 4,85 Millionen Franken Kapital

    Mit seiner jüngsten Finanzierungsrunde in Höhe von 4,85 Millionen Franken will Insolight laut einer Medienmitteilung sein Geschäft ausbauen. In Planung sind nun grosse Photovoltaikanlagen für die Landwirtschaft, neue Zielkulturen und eine weltweite Erweiterung des Markts.

    Bisher hat das Lausanner Unternehmen in Versuchsanlagen nachgewiesen, dass es möglich ist, mit seinen Agro-Photovoltaikanlagen gleichzeitig Strom zu produzieren und darunter landwirtschaftliche Erzeugnisse effizient zu produzieren. Im Oktober 2021 startete Insolight gemeinsam mit dem Energieversorger Romande Energie auf dem Forschungsgelände von Agroscope, dem Kompetenzzentrums der Schweiz für landwirtschaftliche Forschung in Conthey VS, ein erfolgreiches Pilotprojekt.

    Im April dieses Jahres vermeldete Insolight ein gelungenes Experiment in Zusammenarbeit mit dem Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften: Das Frischgewicht der ersten Winterpflanzung von Feldsalat unter seinen speziellen Photovoltaikpaneelen lag um 15 Prozent höher als die des zu Vergleichszwecken herkömmlich angepflanzten Salats.

    Diese soeben abgeschlossene Finanzierungsrunde stärkt Insolights Angaben zufolge die Beteiligungsstruktur mit den Hauptinvestoren, dem Smart Energy Innovation Fund von Energie- und Mobilitätsanbieter Energie 360° und Demeter, dem europäischen Risikokapitalgeber für Agrartechnologie und Cleantech. Cyrille Cabaret von Demeter tritt dem Verwaltungsrat von Insolight bei. Insolight-CEO Laurent Coulot äussert sich erfreut, dass sein Unternehmen nun nicht nur Agritech- und Energiefachleute an Bord habe, sondern sein Netzwerk nun auch auf Frankreich und die DACH-Region ausdehne.

  • Landschaft und Energieanlagen müssen zusammenpassen

    Landschaft und Energieanlagen müssen zusammenpassen

    In den vergangenen vier Jahren ist die Zustimmung der Schweizer Bevölkerung zu Photovoltaik- und Windanlagen in Bergregionen, die schon über touristische Infrastruktur verfügen, massiv gestiegen. Eingriffe in das Landschaftsbild der unberührten Alpen und Voralpen werden dagegen weiterhin abgelehnt. Das zeigt die Wiederholung einer Umfrage, die die Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) schon 2018 durchgeführt hatte.

    „Touristisch geprägte Alpenlandschaften werden von der Bevölkerung mittlerweile – und da liegt die grösste Veränderung zu 2018 – für die Entwicklung von Energieinfrasrukturen gleichermassen deutlich bevorzugt wie Landschaften in den Siedlungsgebieten des Mittellands“, wird Boris Salak von der WSL in einer Medienmitteilung zur Umfrage zitiert. Bei Projekten in unberührten Berggebieten sei dagegen „nicht nur mit dem Widerstand seitens des Natur- und Landschaftsschutzes zu rechnen, sondern von grossen Teilen der Bevölkerung“, so Projektleiter Marcel Hunziker. Daran ändere sich auch nichts, wenn die befragten Personen den Ausbau der Erneuerbaren grundsätzlich befürworten.

    Um vermehrt Solarparks zu realisieren, sollten die demokratischen Mitsprachemöglichkeiten deutlich verbessert werden, meint Hunziker. „Dabei geht es darum, die Bevölkerung vermehrt mit positiven Deutungen zu überzeugen und sie so für die Energiewende bis hin zu Netto-Null zu gewinnen. Das wäre gesellschaftlich nachhaltiger und schliesslich effizienter, weil es von der Bevölkerung getragen würde.“

  • AMAG Oftringen deckt Strombedarf nachhaltig

    AMAG Oftringen deckt Strombedarf nachhaltig

    Die AMAG Gruppe hat am Standort Oftringen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 72 Kilowatt Peak in Betrieb genommen, informiert die im Automobilgeschäft tätige Firmengruppe mit Sitz in Cham in einer Mitteilung. Die auf den Dächern der AMAG Oftringen Audi und des AMAG Occasions Centers Oftringen installierten insgesamt 191 Solarpanele werden voraussichtlich rund 71’625 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen.

    „Den erzeugten Solarstrom setzen wir bei der AMAG Oftringen für den neuen Audi Showroom sowie im AMAG Occasions Center für den täglichen Bedarf ein“, wird Patrick Ramisberger in der Mitteilung zitiert. Überschüssiger Strom soll ins Netz eingespeist werden. „Wir freuen uns, dass die AMAG Oftringen den Strombedarf nun auf eine nachhaltige Weise deckt“, so der Geschäftsführer AMAG Oftringen.

    Die neue Photovoltaikanlage ist Teil der Strategie der AMAG Gruppe, bis 2025 als Unternehmen klimaneutral zu agieren. Dazu ist geplant, Flächen von insgesamt 75’000 Quadratmetern mit Solarpanelen zu bestücken. Dies werde ausreichen, um mehr als 20 Prozent des Strombedarfs der Gruppe zu decken, heisst es in der Mitteilung. Die erste Anlage wurde bereits 2008 in Betrieb genommen, bis heute wurden weitere Anlagen in Buchs SG, Wettswil ZH, Basel, Winterthur, Lupfig AG, Chur und Baden-Fislisbach AG und nun in Oftringen installiert.

  • Hausbesitzer wollen von Öl und Gas unabhängig werden

    Hausbesitzer wollen von Öl und Gas unabhängig werden

    Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung sucht nach Lösungen, die sie unabhängiger von fossilen Brennstoffen macht. Das zeigt die zwölfte Ausgabe des von Raiffeisen erstellten repräsentativen „Kundenbarometers erneuerbare Energien“.

    Demnach wollen 49 Prozent der befragten Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer in eine Solaranlage und 45 Prozent in eine Wärmepumpe investieren. Bei jenen, die noch kein Immobilieneigentum besitzen, dies aber in den kommenden fünf Jahren planen, ist die Zustimmung noch grösser: Über 80 Prozent würden eine Solaranlage und 70 Prozent eine Wärmepumpe installieren.

    Die Befragten gaben bei ihren Präferenzen zunächst Solaranlagen an (80 Prozent), gefolgt von Wärmepumpen (70 Prozent), Elektroautos (30 Prozent) und Batteriespeicher (20 Prozent). Fast 70 Prozent der Befragten benötigen für die Anschaffung eine Finanzierungslösung. Die Hälfte davon kann mit Eigenkapital von 50’000 Franken aufwarten.

    Insgesamt 81 Prozent der Befragten fordern eine stärkere finanzielle Förderung, 75 Prozent höhere steuerliche Anreize. 84 Prozent wünschen sich den schnelleren Ausbau von Wind- und Wasserkraftwerken. Für ein Verbot von Öl- und Gasheizungen sind 37 Prozent, dagegen 38 Prozent.

    Diese jährlich durchgeführte Umfrage wird durch Raiffeisen Schweiz, das vom Bundesrat lancierte Programm EnergieSchweiz und neu durch die AMAG-Gruppe unterstützt. Die wissenschaftliche Leitung obliegt dem Lehrstuhl Management neuer Energien der Universität St.Gallen.

  • Ramseier setzt in Sursee auf Photovoltaik

    Ramseier setzt in Sursee auf Photovoltaik

    Die Ramseier Suisse AG setzt an ihrem Hauptstandort in Sursee auf nachhaltige Energieversorgung und hat auf den Dächern der Abfüllhalle und des Hochregallagers eine Photovoltaikanlage installiert. Sie erzeugt laut Medienmitteilung rund 400 Megawattstunden Energie pro Jahr, was dem Energiebedarf von 90 Einfamilienhäusern entspricht.

    Auch die Anfang Jahr in Sursee in Betrieb genommene moderne PET-Abfülllinie werde damit noch nachhaltiger, heisst es in der Mitteilung. Die Investition in die PET-Anlage, die durch moderne Technologie den Wasser- und Dampfverbrauch bei der Getränkeproduktion reduziert, sei eine Massnahme der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens.

    Mit dem Solarstrom würden nun die natürlichen Ressourcen aus der Region genutzt und die Abhängigkeit des Unternehmens von fossilen Brennstoffen gemindert. „Wir nutzen die fortschreitende technologische Entwicklung, um unsere CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren“, wird Christoph Richli zitiert, CEO der Ramseier Suisse AG.

    „Im Vergleich zu 2013 konnten wir im Jahr 2021 1’950 Tonnen CO2 einsparen. Dies entspricht einer absoluten CO2-Einsparung von etwa 244 Erdumrundungen mit dem Auto“, so Richli weiter. Die Investitionen in einen nachhaltigen und energieeffizienten Standort gingen mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Agrargenossenschaft fenaco einher.

    Ramseier Suisse ist Produzentin von Erfrischungs-, Obst- und Fruchtsaftgetränken mit  Standorten in Sursee, Hochdorf LU und Elm GL. Sie führt die drei Traditionsmarken Ramseier, Sinalco und Elmer. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben in der ganzen Schweiz rund 250 Mitarbeitende und gehört zur fenaco.