Schlagwort: ErneuerbareEnergien

  • ESB fördert Umstellung auf Solarwärme

    ESB fördert Umstellung auf Solarwärme

    ESB hat zum Monatsbeginn ein Programm zur Förderung neu erstellter thermischer Solaranlagen in Biel aufgelegt, informiert das Energieunternehmen in einer Mitteilung. Damit wolle ESB die Bieler Klimastrategie unterstützen, heisst es dort weiter. Insbesondere will ESB einen Beitrag zum Ziel der Stadt leisten, bis 2050 klimaneutral zu werden.

    Bei Neubauten gelte eine Kombination aus Gasheizung und Sonnenkollektoren als Standardlösung für die Vorgaben der kantonalen Energieverordnung, schreibt ESB. Die Sonnenkollektoren könnten dabei 60 bis 70 Prozent der Warmwasseraufbereitung und zusätzlich 20 Prozent der Heizenergie decken, schreibt ESB. Der grösste Energieverbrauch von Haushalten fällt laut Mitteilung in diesen beiden Bereichen an.

    Mit einer thermischen Solaranlage leisteten Immobilienbesitzende aber „nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, sondern kommen auch in den Genuss zahlreicher Vorteile“, argumentiert ESB. Als solche werden in der Mitteilung geringere Kosten für Heizmaterialien, Steuerabzug und Fördergelder sowie ein vergleichsweise geringer Aufwand für den Unterhalt der Anlage genannt.

    Das Förderprogramm von ESB sieht 250 Franken pro Quadratmeter Kollektorfläche bis zu einer Gesamtgrösse der Anlage von 50 Quadratmetern vor. Wer eine grössere Anlage installiert, kann ein Gesuch auf weitere Unterstützungsbeiträge einreichen. Detaillierte Informationen stellt ESB im Internet zur Verfügung.

  • Rheinfelden Solar nimmt dritte Anlage in Betrieb

    Rheinfelden Solar nimmt dritte Anlage in Betrieb

    Das Projekt Rheinfelden Solar wird in Kürze seine dritte Solaranlage in Betrieb nehmen, informiert AEW Energie in einer Mitteilung. Die Anlage mit einer Spitzenleistung von 110 Kilowatt wird im Zuge einer Dachsanierung auf dem Werkhof und Feuerwehrmagazin in Stein errichtet. Insgesamt werden hier 290 Module installiert.

    Im Projekt Rheinfelden Solar können Interessierte Solarenergie unterstützen, ohne eine eigene Solaranlage einrichten zu müssen. Stattdessen finanzieren sie eine von Rheinfelden Solar installierte Anlage über einen einmaligen Beitrag pro Modul. Im Gegenzug wird den Beteiligten der mit den von ihnen finanzierten Modulen produzierte Strom über 20 Jahre hinweg in der eigenen Stromrechnung gutgeschrieben.

    Die Module der Anlage in Stein werden zu den gleichen Konditionen wie die der erheblich grösseren zweiten Anlage von Rheinfelden Solar auf dem Dach des Swisslos-Logistikzentrums in Rheinfelden abgegeben. Interessierte können ab sofort online die gewünschte Anzahl von Modulen zum Preis von je 560 Franken bestellen, erläutert AEW Energie. Ab Jahresbeginn 2022 sollen ihnen jährlich 240 Kilowattstunden Strom pro erworbenen Modul auf der Stromrechnung gutgeschrieben werden.

  • Neue Perowskit-Solarzellen bestehen Blei-Test

    Neue Perowskit-Solarzellen bestehen Blei-Test

    Eine Forschungsgruppe der Hochschule für Life Sciences (HLS) der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) gibt Entwarnung: Ihre Tests belegen, dass das in den neuartigen Perowskit-Solarzellen enthaltene Blei auch bei eventuellen Wetterschäden ebensowenig ausgewaschen wird wie alle anderen funktionellen Metalle. Die Zellen konnten Regenwasser- und Hageltests standhalten, ohne dass sich die Metallkonzentration im Regenwasser merklich erhöht hat.

    Voraussetzung für ein geringes Umweltrisiko ist, dass die Solarzellen nach kommerziellem Standard eingepackt sind. Doch „selbst mit schlechter Verpackung wurden über mehrere Monate nur 5 bis 10 Prozent des Gesamtbleigehalts im Regenwasser gemessen“, wird HLS-Doktorand Felix Schmidt in einem Bericht der FHNW zitiert. „Aktuell sehen wir wenig Grund zur Sorge, was die möglichen Umweltauswirkungen von Blei angeht.“ Jedoch müsse dieses sensible Thema bezüglich der gesellschaftlichen Akzeptanz dieser Technologie transparent kommuniziert werden.

    Perwoskit-Solarzellen gelten als die Zukunft der Photovoltaik. Enorme Fortschritte in der Forschung konnten ihren Wirkungsgrad in den vergangenen Jahren von zunächst 3 auf inzwischen fast 30 Prozent anheben. Damit liegt er knapp über dem der traditionellen Silizium-Zellen.

    Perowskit ist der Sammelbegriff für neuartige Materialen, deren Kristallstruktur dem ebenfalls Perowskit genannten natürlichen Mineral gleicht. Perowskite absorbieren Licht besonders effizient und leiten den gewonnenen Strom gut ab. Dabei sind sie sowohl kostengünstig als auch einfach in der Herstellung und Verarbeitung. In der Schweiz laufen unter anderem zwei Nationale Forschungsprogramme. Sie sollen die schnelle Einführung dieser disruptiven Technologie fördern.

    Nun müsse man sich Gedanken machen, „was mit den Solarzellen am Ende ihrer Lebensdauer passiert“, so Schmidt weiter. „Deshalb entwickeln wir aktuell Möglichkeiten, um Blei vollständig aus alten Zellen zu gewinnen und dieses wieder in neuen Zellen zu verwerten.“

  • Emmi nutzt Solarenergie von Amstutz

    Emmi nutzt Solarenergie von Amstutz

    Emmi und die Amstutz Holzenergie AG weiten ihre Zusammenarbeit aus. Die am Emmi-Standort Emmen hergestellten Produkte wie Aktifit oder Luzerner Rahmkäse werden laut einer Medienmitteilung von Emmi künftig mit Solarstrom von den Dächern der benachbarten Amstutz AG produziert. Bereits seit zwölf Jahren stammen 80 Prozent der dort von Emmi benötigten Prozessenergie aus einer Holzschnitzelanlage auf dem Gelände von Amstutz. Sie speist über eine Fernleitung heissen Dampf in die Leitungen von Emmi ein.

    Die 1440 Photovoltaikmodule von Amstutz produzieren jährlich etwa 500’000 Kilowattstunden Strom. Rund 200’000 Kilowattstunden setzt Amstutz selbst ein, 300’000 werden an Emmi abgegeben. „Wir freuen uns, dass unsere Nachbarin Emmi seit zwölf Jahren auf umweltfreundlichen ,Holzdampf‘ unserer Firma setzt und wir nun mit Sonnenenergie von unseren Dächern die partnerschaftliche Zusammenarbeit für eine nachhaltige Energiezukunft verstärken können“, wird Geschäftsführer Albert Amstutz zitiert.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, werden die rund 25 Emmi-Betriebe in der Schweiz mit 100 Prozent Strom aus europäischer Wasserkraft versorgt. Künftig wolle das Unternehmen die Produktion von eigenem erneuerbarem Strom in den kommenden Jahren „deutlich“ steigern. So werde auch das Dach der aktuell im Bau befindlichen neuen Käserei in Emmen mit Photovoltaikelementen ausgestattet.

  • Meyer Burger will Solardachziegel aus der Nische führen

    Meyer Burger will Solardachziegel aus der Nische führen

    Das Solarunternehmen Meyer Burger will sein Produktportfolio um innovative Solardachziegel erweitern. Dazu erwirbt es eine bereits zugelassene und zertifizierte Lösung von einem deutschen Ingenieurdienstleister. Mit dem Kauf gehe sämtliches geistiges Eigentum und umfassendes Fachwissen in den Besitz von Meyer Burger über. Zum Kaufpreis werden keine Angaben gemacht.

    Mit dem Zukauf will Meyer Burger nicht nur seine eigene nachhaltige Geschäftsentwicklung sichern. Ein Ziel sei es auch, die Nachfrage im Markt nach innovativen Dachziegeln zu steigern. „Integrierte Solardachsysteme stellen heutzutage noch eine Marktnische dar. Mit unserer neuartigen Solarziegellösung planen wir, dachintegrierte Lösungen aus der Nische in einen grösseren Markt zu führen“, erklärt Gunter Erfurt, CEO von Meyer Burger, in einer Medienmitteilung.

    Meyer Burger will sein neues Solardach im zweiten Halbjahr 2022 auf den Markt bringen. Die Solarziegel sollen etwa bei privaten Dachanlagen mit kompletter Neu- oder Ersatzeindeckung, Objekten in Sanierungs- und Denkmalschutzgebieten, Häusern mit begrenzter Dachlast sowie ästhetisch besonders anspruchsvollen Dachinstallationen zum Einsatz kommen.

    Der Konzern will sein Solardach bereits vor der Lancierung an der Fachmesse Intersolar in München vorstellen.

  • Universität Zürich setzt auf Winterthurer Wasserstrom

    Universität Zürich setzt auf Winterthurer Wasserstrom

    Stadtwerk Winterthur hat die Universität Zürich (UZH) als Neukundin gewinnen können. In der entsprechenden Ausschreibung habe die UZH Strom aus erneuerbaren Energien vorausgesetzt und sich für Wasserstrom aus der Europäischen Union entschieden, erläutert die Stadtverwaltung Winterthur in einer Mitteilung. Das städtische Unternehmen wird der UZH von 2024 bis 2028 jährlich 69 Gigawattstunden Strom aus Wasserkraft liefern.

    Zudem hat Stadtwerk Winterthur zwei weitere Ausschreibungen von Altkunden für sich entscheiden können, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Danach wird zum einen die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) auch in den Jahren 2024 bis 2028 nachhaltigen Wasserstrom vom Stadtwerk Winterthur beziehen. Von den vertraglich vereinbarten jährlich 110 Gigawattstunden sollen 4 Gigawattstunden den strengen ökologischen Richtlinien von naturemade star genügen.

    Zum anderen wird auch das Kantonsspital Winterthur zwischen 2024 und 2026 weiterhin Strom aus Wasserkraft vom Stadtwerk Winterthur erhalten. Die entsprechende vertragliche Vereinbarung umfasse die Lieferung von jährlich rund 24 Gigawattstunden Strom, schreibt die Stadtverwaltung Winterthur.

  • Sonnenenergie ist um fast 50 Prozent gewachsen

    Sonnenenergie ist um fast 50 Prozent gewachsen

    Die Statistik Sonnenenergie 2020 des Schweizerischen Fachverbands für Sonnenenergie, Swissolar, belegt, dass der Photovoltaikzubau in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um 48 Prozent gestiegen ist. Damit ist ein Rekordwert von 493 Megawatt erreicht. Die Leistung von nahezu 3 Gigawatt deckte 4,7 Prozent des Strombedarfs im Land.

    Laut einer Medienmitteilung von Swissolar sind die Zuwächse bei Anlagen auf Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbauten sowie bei Photovoltaik (PV)-Anlagen über 100 Kilowatt besonders hoch. Die durchschnittliche Anlage war 24,5 Kilowatt gross. Im Vorjahr waren es noch 22,5 Kilowatt. Rund 15 Prozent der PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern werden mit einem Batteriespeicher kombiniert. Deren Verkaufszahl wuchs gegenüber dem Vorjahr um 65 Prozent.

    Weltweit wurden im vergangenen Jahr 18 Prozent mehr Gigawatt PV-Leistung installiert als im Vorjahr. Die jährliche Stromproduktion entspricht etwa der von 115 Atomkraftwerken (AKW) von der Grösse Gösgens. Sie deckte 3,7 Prozent des weltweiten Strombedarfs. Gemäss Swissolar-Statistik ist alle 20 Tage die Produktionskapazität eines AKW hinzugekommen.

    Der Verkauf von Kollektoranlagen zur Nutzung der Solarwärme ist um rund 18 Prozent gesunken. Gründe seien unter anderem in der Dominanz von Wärmepumpen im Neubau und bei Heizungssanierungen zu suchen.

    Für die Dekarbonisierung des Energiesystems und für den Ersatz von Atomkraft bedarf es laut Swissolar eines massiven Ausbaus der Solarenergie auf rund 50 Gigawatt, mit einer jährlichen Stromproduktion von 45 Terawattstunden. Dazu müsste die Schweiz jährlich etwa 1500 Megawatt zubauen. Das entspreche dem Dreifachen des jetzigen jährlichen Zubaus.

    Doch gemäss der bundesrätlichen Botschaft vom 18. Juni zum Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien solle dieser Zubau von 2023 bis 2035 lediglich bei 700 Megawatt pro Jahr liegen. Ausserdem enthalte die Gesetzesvorlage Elemente, die den weiteren Ausbau der Solarenergie gefährden.

    „Das Parlament muss hier rasch korrigieren“, fordert Swissolar. Als Wegweiser könne der Beschluss des österreichischen Parlaments dienen, bis 2030 eine hundertprozentig erneuerbare Stromversorgung zu erreichen. Ausserdem sei „auf unverantwortliche und den Volkswillen missachtende Bestrebungen zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten zu verzichten“. Nach dem knappen Nein zum CO2-Gesetz sei es nun an den Kantonen, den Ausstieg aus Öl und Gas in Gebäuden zu betreiben.

  • Swissolar fordert höheres Tempo beim Solarausbau

    Swissolar fordert höheres Tempo beim Solarausbau

    Der Zubau von Solaranlagen in der Schweiz war 2020 etwa 30 bis 39 Prozent höher als im Vorjahr und damit auf Rekordniveau. Das ist zumindest die Schätzung des Verbands Swissolar auf Basis von bereits verfügbaren Zahlen zur Statistik Sonnenenergie 2020, welche im Juli veröffentlicht wird.

    In einer Mitteilung anlässlich der Nationalen Photovoltaiktagung in Bern weist Swisssolar darauf hin, dass das Tempo beim Zubau weiter beschleunigt werden muss. Die Energieperspektiven 2050+ des Bundesrats rechnen mit einer jährlichen Solarstromproduktion von 34 Terawattstunden bis 2050. Swissolar würde sogar 45 Terawattstunde anstreben. Allerdings müsse der jährliche Zubau für beide Ziele im Vergleich zum Vorjahr um den Faktor drei bis vier gesteigert werden, so Swissolar.

    Für ein rascheres Tempo beim Zubau müssten laut Swissolar auch die Rahmenbedingungen optimiert werden. Der Einschätzung des Verbands zufolge werde der Ausbau von Photovoltaikanlagen in der Schweiz vorwiegend auf Dächern und an Fassaden von Gebäuden stattfinden. Eine Auswertung von Swissolar zeigt hier, dass kleinere und mittlere Anlagen von unter 150 Quadratmetern auf den Dächern von Ein- und Mehrfamilienhäusern fast die Hälfte des „einfach erschliessbaren“ Solarpotenzials bergen. Der Verband fordert daher, dass prioritär für diese Anlagen Investitionssicherheit geschaffen werden soll. Mittelfristig dürfte auch die Winterproduktion von Strom zunehmend wichtiger werden. Hier dürften laut dem Verband insbesondere alpine Solaranlagen eine wichtige Rolle spielen.

  • Immobilien der Armee verbrauchen ausschliesslich Erneuerbare Engergie

    Immobilien der Armee verbrauchen ausschliesslich Erneuerbare Engergie

    Die von der Armee genutzten Immobilien des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) verbrauchen ausschliesslich Strom, der aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Wasserkraft, erzeugt wird, informiert das VBS in einer Mitteilung zum aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Bundesamts für Rüstung (armasuisse). Ihr zufolge konnten auch die von den VBS-Immobilien verursachten CO2-Emissionen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesenkt werden. Konkret wurden im letzten Jahr 36’600 Tonnen CO2 ausgestossen.

    Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht zeige auf, „wie armasuisse Immobilien ressourcenintensive militärische Infrastrukturen nachhaltig baut und über den gesamten Lebensweg wirtschaftlich betreibt“, heisst es in der Mitteilung weiter. Darüber hinaus stelle der Bericht wichtige Kennzahlen zur Verfügung. Als Beispiel wird unter anderem der Anteil der auf lokale Zulieferer entfallenden Ausgaben für Planungs- und Bauleistungen genannt. Er wird in der Mitteilung auf 85 Prozent beziffert.

    Zusätzlich enthalte der Bericht ein Gespräch mit Divisionär Thomas Kaiser, wird in der Mitteilung weiter erläutert. In diesem stelle der Chef der Logistikbasis der Armee „seine Vision der nachhaltigen Zukunft für die Logistikbasis der Armee“ vor.

  • ewz rüstet 70 Aldi-Dächer mit Solarmodulen aus

    ewz rüstet 70 Aldi-Dächer mit Solarmodulen aus

    Rund 70 Filialen von Aldi Suisse können bereits jetzt oder in naher Zukunft selbstproduzierten Solarstrom verwenden. Laut einer Medienmitteilung von Aldi befindet sich „eines der grössten Sonnenenergieprojekte der Schweiz“ auf der Zielgeraden. Auf den etwa 70 Aldi-Suisse-Filialdächern werden dann insgesamt 45’000 Solarmodule verbaut worden sein. Installiert und betrieben werden die Photovoltaikanlagen von ewz.

    Der daraus generierte Strom von rund 14 Millionen Kilowattstunden entspreche etwa dem Jahresverbrauch von 5000 Haushalten. Gemeinsam mit der „grössten zusammenhängenden Solaranlage der Schweiz“ auf dem Dach des Aldi Suisse-Verteilzentrums in Perlen ZH würden dann insgesamt über 22 Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Damit könnten etwa 8400 Haushalte ein Jahr lang versorgt werden.

    Den Grossteil davon verbrauche Aldi Suisse etwa für Beleuchtung oder Kühlung der eigenen Filialbetriebe und für Elektroladestationen. Sie seien bislang an 10 Prozent der Standorte errichtet worden. Überschüsse würden von ewz ins Netz eingespeist. „Wir sind stolz“, so Aldi-Landesgeschäftsführer Jérôme Meyer, „dass wir mit Sonnenenergieprojekten wie diesem dazu beitragen, den unternehmenseigenen CO2-Fussabdruck weiter systematisch zu verringern“.

  • Abwärme aus Lebensmittelproduktion wird Meilen heizen

    Abwärme aus Lebensmittelproduktion wird Meilen heizen

    Seit Jahresbeginn werden die Süssigkeiten und Snacks der Delica AG in Meilen mit Energie produziert, die aus dem Wasser des Zürichsees gewonnen wird, erläutert Energie 360° in einer Mitteilung. Das Zürcher Energiedienstleistungsunternehmen hat dieses Projekt für die zur Migros gehörende Delica AG realisiert. „Damit ist ein grosser Schritt zur CO2-neutralen Produktion geschafft“, lässt sich Markus Müller, Verantwortlicher Energiemanagement der Delica AG in Meilen, in der Mitteilung zitieren.

    Die Abwärme des Produktionsprozesses soll zukünftig zum Heizen in Meilen genutzt werden. Dazu wird Energie 360° gemeinsam mit der Gemeinde Meilen einen Energieverbund realisieren. Hier könnten ab Herbst kommenden Jahres rund 100 Liegenschaften mit Heizenergie versorgt werden, erläutert das Energiedienstleistungsunternehmen. Sie würden zusammen jährlich rund 1,1 Millionen Liter Heizöl einsparen und somit bis zu 3000 Tonnen CO2-Ausstoss vermeiden.

    Interessierte können sich online über das Projekt informieren und eine Anschlussmöglichkeit prüfen, informiert Energie 360°. Das Unternehmen bietet dort auch einen Richtpreisrechner an, mit dem eine Richtpreisofferte eingeholt werden kann.

  • Holcim und AEW bauen grosse Solaranlage

    Holcim und AEW bauen grosse Solaranlage

    Holcim Schweiz und die AEW Energie sind mit dem Bau dreier Photovoltaikanlagen auf drei Dächern des Zementwerks Siggenthal befasst. Am Dienstag wurde laut einer gleichlautenden Medienmitteilung beider Unternehmen der letzte Bauabschnitt eingeläutet. Gemäss Vertrag errichtet, betreibt, unterhält und finanziert AEW Energie diese Anlage. Holcim stellt die Dächer zur Verfügung und nimmt den produzierten Strom ab.

    Für die AEW ist es das bisher grösste Solarenergieprojekt. Es soll jährlich bis zu 2,3 Gigawattstunden Strom produzieren. Damit könne ein mittelgrosses Elektroauto 75’000-mal aufgeladen werden und 375-mal die Erde umrunden, rechnet der CEO des Energieproduzenten, Hubert Zimmermann, vor. „Oder aber es können über 500 Haushalte während 365 Tagen mit erneuerbarem Strom versorgt werden.“

    Auch für Holcim ist die jetzt entstehende Anlage die bislang grösste in der Schweiz, so CEO Simon Kronenberg. Wie es in der Mitteilung heisst, will Holcim bis 2050 klimaneutrales und vollständig rezyklierbares Baumaterial produzieren. „Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die erneuerbaren Energien: Seit 2019 verwendet Holcim an allen Standorten 100 Prozent erneuerbare elektrische Energie, verfügt über zahlreiche Photovoltaikanlagen, und fördert den Bau von weiteren Anlagen wie hier in Siggenthal.“

    Dieses Projekt passe auch „perfekt“ in die Energie- und Klimastrategie des Kantons, so Landammann und Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, Stephan Attiger. „Die hier entstehende Photovoltaikanlage ist wirkungsvoll, preiswert und für alle Parteien ein Gewinn.“ mm

  • ESB fördert Umstellung auf Fernwärme

    ESB fördert Umstellung auf Fernwärme

    ESB hat zum Monatsbeginn ein Programm zur Förderung eines Anschlusses an Wärmeverbünde in Biel aufgelegt, informiert das Energieunternehmen in einer Mitteilung. Damit wolle ESB die Bieler Klimastrategie unterstützen, heisst es dort weiter. Insbesondere will ESB einen Beitrag zum Ziel der Stadt leisten, bis 2050 klimaneutral zu werden.

    Derzeit wird ein Grossteil der Gebäude in der Stadt Biel mit fossilen Energieträgern geheizt, schreibt ESB. In einer Umstellung auf Fernwärme liege daher „ein hohes Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasemissionen“. Um möglichst viele Immobilienbesitzende zu erreichen, wird die Förderung des Anschlusses an ein Fernwärmenetz unabhängig vom aktuellen Energieträger gewährt.

    Für einen Förderbeitrag zu den Anschlusskosten müssen die Antragsteller einige Voraussetzungen erfüllen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Zum einen muss sich die fragliche Immobilie auf dem Gebiet der Stadt Biel befinden und an einen Wärmeverbund angeschlossen werden, der zu mindestens 80 Prozent mit erneuerbaren Energien oder Abwärme betrieben wird. Zum anderen muss die Heizenergie aus dem Wärmeverbund bezogen werden, sobald sie zur Verfügung steht. Kalte Anschlüsse sind somit von der Förderung ausgeschlossen. Im Falle eines auch vom Kanton Bern geförderten Anschlusses wird der ESB-Förderbeitrag zudem um die kantonale Förderung gekürzt.

  • Nyon baut Fernwärmenetz

    Nyon baut Fernwärmenetz

    Die Nyoner Stadtwerke und Romande Energie gründen das Gemeinschaftsunternehmen thermorésÔ Nyon SA. Dieses soll in der Stadt am Genfersee ein Fernwärmenetz errichten, an das bis zu 130 Gebäude angeschlossen werden können, schreiben die Stadt und der Waadtländer Energieversorger in einer Mitteilung.

    Das Netz soll zu 85 Prozent mit Holzschnitzeln aus der Region beheizt werden. Nur zu Spitzenzeiten im Winter soll auch Erdgas oder Biogas eingesetzt werden. Die Initianten rechnen mit einer Verringerung des CO2-Ausstosses um mehr als 7000 Tonnen.

    Die Stadtwerke und Romande Energie arbeiten bereits jetzt im Rahmen des Projekts EnergeÔ zusammen. Dieses soll die Nutzung der Erdwärme aus mittlerer Tiefe vorantreiben. Diese Erdwärme soll künftig auch im neuen Fernwärmenetz genutzt werden können.

  • Photovoltaikausbau steckt in den Kinderschuhen

    Photovoltaikausbau steckt in den Kinderschuhen

    Die Photovoltaik müsse neben der Wasserkraft zum Stützpfeiler einer klimafreundlichen Energiezukunft werden, schreibt der Verband unabhängiger Energieerzeuger (VESE) in einer Mitteilung. Die Fachgruppe der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie hat eine Online-Karte entwickelt, auf der der Ausbaustand der Photovoltaik in den einzelnen Gemeinden, Bezirken oder Kantonen dargestellt wird. Die interaktive Karte zeigt zudem wahlweise auch den schweizweiten Stand oder die Ausbauten einzelner Elektrizitätswerke an.

    Durch die Karte werde ein sehr heterogenes Bild beim Stand der Photovoltaik sichtbar, erläutert VESE. Je nach Kanton falle die installierte Leistung pro Einwohner bis zum Fünffachen höher oder geringer aus. Den höchsten Ausbaustand können die Kantone Appenzell Innerrhoden und Jura mit mehr als 600 Watt Leistung pro Einwohner vorzeigen. Im Kanton Zürich dagegen wurden bisher dagegen nur 134 Watt Leistung pro Einwohner installiert.

    An mangelnden Flächen könne dies nicht liegen, erklärt VESE in der Mitteilung weiter. Selbst Spitzenreiter Appenzell Innerrhoden nutze sein Potenzial erst zu „verschwindend kleinen 5,2 Prozent“. Für VESE-Projektleiter Diego Fischer ist vielmehr die Photovoltaikpolitik verantwortlich. Sie sei „ein grosses Flickwerk, in welcher die heisse Kartoffel zwischen Bund, Kantonen, Gemeinden, den Elektrizitätswerken und den Investoren hin und her geschoben wird, und sich am Schluss alle wundern, wieso es nicht schneller vorwärts geht“.

    Um den Ausbau der Photovoltaik voranzutreiben, müssten Kantone und Gemeinden die ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente besser nutzen, meint Fischer. Konkret spricht der VESE-Projektleiter die Vergütung von eingespeistem Solarstrom und Subventionen zur Ergänzung von Einmalvergütungen an. Den Ausbau von Photovoltaik auch auf Dächern von Mietobjekten will Fischer durch Bauvorschriften steigern lassen.

  • Axpo will Wasserstoff produzieren

    Axpo will Wasserstoff produzieren

    Axpo will aus der Wasserkraft des Rheins künftig grünen Wasserstoff herstellen. Dafür soll bereits im Herbst 2022 eine Wasserstoffproduktionsanlage beim Kraftwerk Eglisau-Glattfelden in Betrieb genommen werden, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Diese soll jährlich 350 Tonnen Wasserstoff produzieren. Damit können den Angaben von Axpo zufolge über 1,5 Millionen Liter Diesel pro Jahr im Strassenverkehr eingespart werden.

    Die neue Wasserstoffproduktionsanlage wird eine Leistung von 2,5 Megawatt aufweisen. Sie kann aber auf 5 Megawatt erweitert werden. Ausserdem plant Axpo auch die Realisierung von weiteren Anlagen an anderen Standorten. Das Unternehmen hat für das Geschäftsfeld Wasserstoff bereits eine eigene Abteilung aufgebaut.

    Beim Transport des Wasserstoffs zu den Tankstellen arbeitet Axpo mit der in Opfikon ansässigen Hydrospider AG zusammen. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen von H2 EnergyAlpiq und der Linde GmbH. Sowohl Axpo als auch Hydrospider sehen grosses Potenzial für Wasserstoff im Bereich der Mobilität. Bereits heute würden mehr als 50 Lastwagen mit Brennstoffzellen in der Schweiz verkehren. Bis 2026 dürften es den Partnern zufolge mehr als 1600 sein.

    Axpo hatte bereits 2015 eine Wasserstoffproduktionsanlage beim gleichen Kraftwerk geplant. Damals wurde das Projekt aber nicht weiterverfolgt, weil das Absatzvolumen von Wasserstoff unter den Erwartungen des Unternehmens blieb. „Seither hat der Kampf gegen den Klimawandel deutlich an Bedeutung gewonnen und Wasserstoff hat sich als geeigneter Energieträger für die Dekarbonisierung von Mobilität und Industrie bestätigt“, wird Guy Bühler, Leiter des Bereichs Hydrogen bei Axpo, in der Mitteilung zitiert.

  • ewz beteiligt Bürger an weiteren Solaranlagen

    ewz beteiligt Bürger an weiteren Solaranlagen

    ewz bietet Personen, die sich aktiv an der Energiewende beteiligen möchten, die Möglichkeit, Beteiligungen an Photovoltaikanlagen zu erwerben. Diese Art der Schwarmfinanzierung ermöglicht den Bau neuer Anlagen, etwa auf Schuldächern. Dafür bietet ewz einer Medienmitteilung zufolge insgesamt 4000 Quadratmeter neuer Fläche an.

    Davon stehen 1100 Quadratmeter Photovoltaikfläche ab sofort auf dem städtischen Schulhaus Falletsche in Leimbach zur Verfügung. Die Schulhäuser Rebhügel in Wiedikon, Kolbenacker in Seebach und Mattenhof in Schwamendingen werden im Laufe des Jahres ans Netz gehen. Pro Haushalt können maximal zehn Quadratmeter Beteiligung à 250 Franken im Internet erworben werden. Im Gegenzug erhalten Kundinnen und Kunden pro Quadratmeter Beteiligung 80 Kilowattstunden nachhaltig produzierten Sonnenstrom aus Zürich auf ihrer Stromrechnung gutgeschrieben.

    Auch an der bereits fertiggestellten ersten hochalpinen Solargrossanlage der Schweiz an der ewz-Staumauer im Bündner Bergell seien noch die letzten Quadratmeter Beteiligung erhältlich. Weil in der Höhe der Ertrag mehr als doppelt so hoch ist wie im Unterland, liegen dort sowohl der Beteiligungspreis als auch die Gutschrift höher.

  • Karte hilft bei Umbau des Energiesystems

    Karte hilft bei Umbau des Energiesystems

    Erstmals kann der Fortschritt beim Ausbau erneuerbarer Energien öffentlich eingesehen und überprüft werden. Zu diesem Zweck stellt das Bundesamt für Energie (BFE) laut einer Medienmitteilung seine Geobasisdaten über alle rund 110’000 Stromproduktionsanlagen der Schweiz online zur Verfügung. Aktuell sind mehr als 100’000 davon Photovoltaikanlagen.

    Alle Anlagen werden im Internet auf einer interaktiven Karte transparent dargestellt und monatlich aktualisiert. Damit, so das BFE, könnten Gemeinde und Kantone den lokalen Zubau verfolgen und gegebenenfalls Massnahmen ergreifen, um ihn zu beschleunigen.

    Die Daten zeigen neben dem Standort der Anlage auch ihre Leistung in Kilowatt und das Datum der Inbetriebnahme. Aufgenommen werden alle Anlagen mit einer Leistung über 30 Kilovoltampere und Kleinanlagen mit mehr als 2 Kilowatt, die freiwillig registriert worden sind. Zudem enthält der Datenbestand Anlagen, die durch eine Einspeise- oder Einmalvergütung, Mehrkostenfinanzierung oder einen Investitionsbeitrag gefördert werden.

  • Hochalpine Solaranlage arbeitet hocheffizient

    Hochalpine Solaranlage arbeitet hocheffizient

    Die erste hochalpine Solargrossanlage ist im Sommer vergangenen Jahres auf der Albigna-Staumauer im Bündner Bergell eingerichtet worden. Auf einer Höhe von 2100 Metern über Meer wurden auf einer Länge von 670 Metern 1200 Photovoltaikpaneele in einem Anstellwinkel von 78 Grad installiert. Der steile Winkel diene der besseren Verarbeitung der Wintersonne und verhindere Schneeablagerungen auf den Modulen, erläutert das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) als Betreiber der Anlage in einer Mitteilung.

    In den ersten sechs Monaten nach Inbetriebnahme im September 2020 hat die hochalpine Anlage bereits 223 Megawattstunden Strom produziert, informiert ewz in der Mitteilung weiter. Damit habe sich die „hohe Erwartung“ erfüllt, nach der hochalpine Lagen deutlich bessere Produktionsbedingungen für Solarstrom aufweisen als das Mittelland. Die Wintermonate hätten zudem gezeigt, dass die Anlage auf der Albigna-Staumauer im Winter ebenso effizient arbeitet wie im Sommer. Zwischen Oktober und März liege die Effizienz einer hochalpinen Anlage damit um mehr als einen Viertel über der einer Flachdachanlage im Mittelland, schreibt ewz.

    Berechnungen zufolge wird die Anlage auf der Albigna-Staumauer bei einer Gesamtleistung von 410 Kilowatt jährlich rund 500 Megawattstunden Strom erzeugen. Kunden der ewz können über das Bürgerbeteiligungsmodell ewz.solarzüri in das Projekt einsteigen. Hier stehen die 2170 Quadratmeter der hochalpinen Anlage zum Preis von 560 Franken pro Quadratmeter zum Verkauf. Den Kaufenden werden dafür während 20 Jahren 180 Kilowattstunden Solarstrom jährlich gutgeschrieben.

  • Kraftwerk Schächen versorgt 3600 Haushalte

    Kraftwerk Schächen versorgt 3600 Haushalte

    Das Wasserkraftwerk Schächen hat in seinem ersten, nicht ganz vollen Betriebsjahr 14,8 Millionen Kilowattstunden Strom für die Versorgung von rund 3300 Haushalten produziert. Im Vollbetrieb werden es 3600 Haushalte sein. Das neue Kraftwerk leiste damit einen wichtigen Beitrag zur CO2-freien Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Quellen, betonte Verwaltungsratspräsident Werner Jauch auf der Generalversammlung der KW Schächen AG.

    Zudem hat er gemäss einer Medienmitteilung hervorgehoben, dass zwei der drei Maschinengruppen des im November 2019 in Betrieb genommenen Kraftwerks jeweils sechs Wochen vor dem Zeitplan ihre Arbeit aufnahmen. Das sei vor allem in Corona-Zeiten keine Selbstverständlichkeit gewesen. „Dadurch konnten wir das gute Wasserangebot im Winter und Frühling 2020 optimal nutzen.“

    Überhaupt seien die Bauarbeiten mitten im belebten Urner Talkessel „eine grosse Herausforderung“ gewesen, so Jauch: „Das Projekt erlebte in einem Planungs- und Bewilligungsmarathon von rund acht Jahren viele Höhen und Tiefen und auch die Bauphase gestaltete sich sehr anspruchsvoll.“ Es habe sich jedoch „auf jeden Fall gelohnt, beim KW Schächen alle Herausforderungen bis hin zur Corona-Pandemie anzunehmen und erfolgreich zu meistern“.

  • Genf baut Netz für Nutzung des Seewassers aus

    Genf baut Netz für Nutzung des Seewassers aus

    Die Genfer Stadtwerke SIG verlegen im Stadtteil La Jonction neue Fernwärmeleitungen. Bis 2025 sollen hier 90 Gebäude an das Fernwärmenetz Genilac angeschlossen werden, schreiben die SIG in einer Mitteilung. Davon werden 30 Gebäude von der Stadt und vom Kanton Genf genutzt. Genilac versorgt die angeschlossenen Gebäude vollständig mit Wärme und Kälte aus dem Genfersee. Die Erweiterung in La Jonction spart 10‘600 Tonnen CO2 ein.

    Insgesamt soll Genilac bis 2030 rund 1150 Gigawattstunden Kälte und 150 Gigawattstunden Wärme pro Jahr liefern. Bis 2050 soll Genilac helfen, den CO2-Ausstoss im Kanton um 70‘000 Tonnen zu senken. „Genilac ist eine wichtige Infrastruktur, mit welcher der CO2-Ausstoss im Kanton Genf reduziert und gegen die Klimaerwärmung vorgegangen werden soll“, wird SIG-Generaldirektor Christian Brunier in der Mitteilung zitiert.

  • ewz realisieren 100 klimaneutrale Immobilienprojekte

    ewz realisieren 100 klimaneutrale Immobilienprojekte

    Die ewz nimmt bis 2030 ein ehrgeiziges Ziel ins Visier: „Vereinzelte Projekte reichen nicht aus, um die nationalen Klimaziele zu erreichen“, wird ewz-Direktor Benedikt Loepfe in einer Medienmitteilung zitiert. Stattdessen begreife ewz das Vorzeigequartier Fischermätteli in Burgdorf BE, das sich derzeit im Bau befinde, „als Startpunkt für ein ambitioniertes Ziel: 100 Immobilienprojekte – 100% klimaneutral“.

    Weil durch Bau und Unterhalt von Gebäuden gut ein Drittel aller Schadstoffemissionen anfällt, zählten energieeffiziente Gebäude und eine klimaneutrale Energieversorgung zu den wichtigsten Hebeln für die Klimaziele der Schweiz, heisst es in der Mitteilung weiter. So führe etwa die Kombination von Wärmpumpe, Solarstrom, Speicher und Elektromobilität zu einer grösstmöglichen Eigenversorgung bei niedrigem Ressourcenverbrauch. Dabei werde konsequent auf lokale, erneuerbare Energiequellen gesetzt.

    „Mit der flächendeckenden Realisierung solcher klimaneutralen Immobilienprojekte – sowohl Neubauten als auch Sanierungen – leistet ewz einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und zur Energiewende“, so Loepfe. „Als eines der ersten Energieversorgungsunternehmen bekennt sich ewz damit zu einem wegweisenden Engagement für eine CO2-freie Schweiz.“

  • Kantonsspital Baden installiert Solarstromanlage

    Kantonsspital Baden installiert Solarstromanlage

    Das Kantonsspital Baden (KSB) setzt auf erneuerbare Energie und hat deshalb Solarstromanlagen zur Eigenversorgung anbringen lassen. Auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern sind auf den Dächern des Parkhauses und der Heizzentrale und auch an der Fassade des Heizungsgebäudes Solarpaneele installiert worden. Die neuen Solarstromerzeuger bringen laut Medienmitteilungdes KSB eine Leistung von zusammen 375 Megawattstunden an Strom. Das entspricht 3 Prozent des Strombedarfs des KSB. An das Netz zur Stromversorgung des Kantonsspitals sollen die neuen Solaranlagen Ende dieses Monats angeschlossen werden.

    Zu dem Solarprojekt wird Cristoffel Schwarz, der leitende Manager (COO) des KSB, zitiert: „Die Flächen auf dem Parkhaus P2 und dem Heizwerk sind für die Produktion von Solarstrom geradezu prädestiniert. Deshalb haben wir uns zu dieser Investition entschlossen. Das KSB wird somit selbst zu einem kleinen Kraftwerk.“

  • Schweizer Photovoltaik verzeichnet 2020 Rekordzubau

    Schweizer Photovoltaik verzeichnet 2020 Rekordzubau

    Die Photovoltaik in der Schweiz ist im vergangenen Jahr 2020 kräftig ausgebaut worden. Nach Einschätzung des Schweizerischen Fachverbands für Sonnenenergie war dies laut einer Medienmitteilung aber nicht genug, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Der Fachverband  Swissolar vertritt die Interessen von 740 Verbandsmitgliedern mit rund 6000 Arbeitsplätzen der Solarenergiebranche. In der Mitteilung von Swissolar wird die 2020 zusätzliche verbaute Photovoltaikkapazität auf eine Leistung von 430 bis 460 Megawatt geschätzt. Die endgültigen Jahreszahlen werden erst Mitte Jahr vorliegen.

    Die Neuninstallationen entsprechen einem Wachstum von 30 bis 39 Prozent gegenüber 2019. Die Anmeldezahlen bei der Zertifizierungs- und Förderstelle Pronovo lassen darauf schliessen, dass das Wachstum nicht nur bei kleinen Anlagen, sondern auch bei solchen über 100 Kilowatt Leistung stattfand, heisst es von Swissolar.

    Aus Sicht des Verbandes muss allerdings noch mehr getan werden. „Um den wegfallenden Atomstrom zu ersetzen und den zusätzlichen Strombedarf für die Elektrifizierung des Verkehrs und der Heizungen zu decken, muss der jährliche Zubau in den nächsten Jahren auf etwa 1500 Megawatt gesteigert werden – also auf das nahezu Vierfache des letzten Jahres“, wird Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger zitiert. Dies sehen auch die kürzlich veröffentlichten Energieperspektiven 2050+ des Bundesamtes für Energie vor.

    Um das zu erreichen, braucht es aus Sicht der Solarbranche eine Reihe von politischen Massnahmen. So sei eine stärkere Förderung von Anlagen ohne Eigenverbrauch notwendig. Das erfordere staatliche Anreize, damit Dächer von Ställen, Lagerhäusern, Parkplatzüberdachungen, Lärmschutzwände und weitere Infrastrukturen mit Solaranlagen ausgestattet werden. Oft sei das nicht der Fall, weil der Strom nicht an Ort und Stelle verbraucht werden kann. Weitere Massnahmen seien die Pflicht zur Eigenstromerzeugung bei Neubauten, der Abbau von Hürden bei der Erstellung von Freiflächenanlagen, die oft nur mit Schwierigkeiten eine Baubewilligung erhalten.

    Aus Sicht von Swissolar braucht es auch eine Förderung von Bund und Kantonen für Solarthermieanlagen. Der Beitrag der Solarwärme zur Energiewende werde noch unterschätzt.

  • Ausgezeichnete Designs schmücken Photovoltaikfassade des NEST

    Ausgezeichnete Designs schmücken Photovoltaikfassade des NEST

    Studierende der Hochschule Luzern haben aus Photovoltaikmodulen Designobjekte gemacht. Sie sollen an der Fassade des Forschungs- und Innovationsgebäude NEST auf dem Campus der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf montiert werden. In einem Wettbewerb waren Studierende der beiden Hochschul-Departemente Design und Kunst sowie Technik und Architektur der Hochschule Luzern (HSLU) aufgerufen, ihre Entwürfe zu präsentieren. Die Kunstwerke seien im Rahmen einer zweiwöchigen interdisziplinären Blockveranstaltung entstanden, heisst es in einer Medienmitteilung der Empa.

    Eine sechsköpfige Jury bestimmte den Entwurf mit dem Titel „Glasklar“ von Lynn Balli zum Sieger. Ihre acht Motive werden auf den Modulen zu sehen sein, die im Sommer 2021 an der Fassade des NEST installiert werden. Der Entwurf habe die Jury durch „das elegante Hervorheben der Dynamik von Glas und die gelungene Umsetzung mit acht Einzelkunstwerken“ überzeugt.

    Die Jury setzte sich aus leitenden Personen der Empa, der HSLU und der Firma Zug Estates zusammen. Den Publikumspreis gewann das Projekt „Vernetzt“ von Florence Schöb.

    NEST ist das gemeinsame Forschungs- und Innovationsgebäude von Empa und dem Wasserforschungsinstitut Eawag. In dem modularen Gebäude werden Bau- und Energietechniken sowie Materialien getestet. Damit soll ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und Energie gefördert werden.

  • Regionalwerke AG Baden realisiert Bauprojekt an der Limmat

    Regionalwerke AG Baden realisiert Bauprojekt an der Limmat

    Das Projekt der Überbauung Limmergy im Obersiggenthaler Ortsteil Rieden kommt voran. Für das von der Regionalwerke AG Baden lancierte Bauvorhaben ist auf Beschluss des Gemeinderats Obersiggenthal im Februar das Mitwirkungsverfahren durchgeführt worden. Das ist am Montag abgeschlossen worden, sodass die Planung weitergeführt werden kann.

    Entstehen soll laut Mitteilung der Regionalwerke Baden dort an einem Südhang mit Flussanbindung eine „smarte“ Bebauung. Jeder Buchstabe steht dabei für eine der fünf Intentionen, die das zukunftsgerichtete Projekt verfolgen soll: S steht für Sozial, M für Minimal, A für Automatisch, R für Regional und T für Typologie – was im Fachjargon die Architektur bedeutet.

    Das Projekt solle Pioniercharakter für eine moderne und nachhaltige Überbauung haben und das Ziel der Energiestrategie 2050 erfüllen, mit Reduktion des Energieverbrauchs pro Person und Jahr, heisst es in der Darstellung zum Vorhaben. Über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes solle der CO2-Verbrauch so weit wie möglich reduziert und somit dem Netto-Null-Ziel der Schweizer Klimapolitik Rechnung getragen werden. Photovoltaikdächer sollen mehr Strom produzieren als die 40 Haushalte im Projekt verbrauchen.

    Damit sollen auch die beiden Elektroautos aufgeladen werden, die den Mietern zur Verfügung stehen werden und über eine App zu buchen sind. Gemeinsamkeit wird ohnehin in Limmergy grossgeschrieben, wie aus der Unternehmensangaben hervorgeht. So wird es eine Gemeinschaftsküche, einen Gemeinschaftsgarten mit Grillstelle und eine Werklobby geben.

  • Schweizer Technologie betreut deutsche Mieterstromanlagen

    Schweizer Technologie betreut deutsche Mieterstromanlagen

    Mit Mieterstromanlagen könnten Hauseigentümer ihre Mieter mit günstigem Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgen und im Gegenzug ihre Anlagen schneller amortisieren, schreibt die Smart-red GmbH (smartRED) in einer Mitteilung. Die im deutschen Energiewirtschaftsgesetz spezifizierten Anforderungen an die Abrechnung des Mieterstroms hielten viele deutsche Hauseigentümer jedoch von der Einrichtung von Mieterstromanlagen ab, heisst es dort weiter. Hier hat das Gemeinschaftsunternehmen der Zuger smart-me AG und der deutschen Firma ABM-Mess Service Abhilfe geschaffen.

    Mit der Cloud-basierten Mieterstrom-Lösung von SmartRED könnten „aufwandslos automatisierte Rechnungen“ erstellt werden, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung. Dafür werden die Mieterstromanlagen über eine WiFi-Schnittstelle oder per Mobilfunk mit der Cloud verbunden. Die intelligenten Zähler stellen ihnen dann in Echtzeit Daten für die Steuerung und Optimierung der Anlage und die Erstellung der Abrechnung zur Verfügung.

    „Einer der wichtigsten Punkte bei Mieterstrom-Projekten ist die gesetzeskonforme Abrechnung“, wird Bernd Bosch, Geschäftsführer der Smart-Red GmbH, in der Mitteilung zitiert. „Ausserdem ist es wichtig, den administrativen Aufwand möglichst zu reduzieren.“ Beides soll das digitale Abrechnungswerkzeug von SmartRED ermöglichen.

  • Zielkonflikte bremsen Ausbau der Sonnenenergie

    Zielkonflikte bremsen Ausbau der Sonnenenergie

    Der Ausbau der inländischen Sonnenenergie auf Dächern und Fassaden kommt derzeit nicht schnell genug voran, um die klima- und energiepolitischen Ziele der Schweiz zu erreichen. Weil in der Schweiz zudem wenig Platz für grosse Photovoltaikanlagen auf Freiflächen ist, müsse Sonnenergie auch ausserhalb von Siedlungen geerntet werden, schreiben der Schweizerische Fachverband für Sonnenergie, Swissolar, und die Schweizerische Energiestiftung (SES) in einer gleichlautenden Medienmitteilung.

    „Das grösste Potenzial liegt auf Gebäuden“, wird David Stickelberger, Geschäftsleiter von Swissolar, dort zitiert. „Auf geeigneten Dächern und Fassaden könnten gemäss sonnendach.ch pro Jahr 10 Prozent mehr Strom produziert werden, als die Schweiz derzeit verbraucht.“ Dieses Potenzial angesichts des dringlichen Handlungsbedarfs rechtzeitig zu erschliessen, sei jedoch schwierig.

    Deshalb beleuchten die beiden Organisationen in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) drei Bereiche ausserhalb von Siedlungen, wo Photovoltaikinstallationen zwar möglich wären, doch durch raumplanerische Hindernisse häufig nicht realisiert werden können: auf Lärmschutzwänden, in der Landwirtschaftszone und im alpinen Raum.

    Diese Hindernisse müssten aus dem Weg geräumt werden, mahnt Felix Nipkow von der SES. Deshalb haben seine Stiftung und Swissolar die ZHAW beauftragt, mit juristischen Fachleuten Zielkonflikte bezüglich dieser drei Installationsräume exemplarisch abzuklären und Lösungen aufzuzeigen. Alle drei Berichte sind im Dike Verlag erschienen. Bei der SES können sie heruntergeladen oder in gedruckter Form bestellt werden.

  • Windenergieprojekt am Chroobach kommt voran

    Windenergieprojekt am Chroobach kommt voran

    Die Projektgemeinschaft Chroobach Windenergie besteht aus den beiden regionalen Energieversorgern Elektrizitätswerke des Kantons Schaffhausen AG (EKS) und SH POWER. Ihr Ziel ist es, das Potenzial für Windenergie am Chroobach auszunutzen. Insgesamt will sie dort 25 bis 27 Millionen Kilowattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr produzieren, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das ist in etwa doppelt so viel Strom, wie derzeit von der Bevölkerung des oberen Kantonsteils im Jahr verbraucht wird.

    Im Jahr 2019 hat der Bund den kantonalen Richtplan zur Windenergie gutgeheissen. Mit der Festsetzung des Windenergiegebietes auf dem Chroobach in der Gemeinde Hemishofen habe er damit eine wichtige Basis für das Projekt gelegt. Seither konnten die Planungsarbeiten den Angaben zufolge erfolgreich vorangetrieben werden. In einem nächsten Schritt soll nun die Teilrevision der Nutzungsplanung bei der Gemeinde Hemishofen beantragt werden. Die Projektgemeinschaft sei bereits für die Besprechung der nächsten Planungsschritte im Dialog mit der Gemeinde.

    Weiter will Projektgemeinschaft auch die lokale Bevölkerung am neuen Projekt teilhaben lassen. So soll sie sich mit einer Windaktie am Windpark beteiligen können. Weitere Details dazu will die Projektgemeinschaft „in Kürze“ veröffentlichen.

  • Schneider Electric beschafft Ökostrom für VELUX

    Schneider Electric beschafft Ökostrom für VELUX

    Die VELUX Gruppe und der Elektrotechnikkonzern Schneider Electric werden im Rahmen einer Partnerschaft Stromkaufvereinbarungen (Power Purchase Agreements, PPA) für erneuerbare Energien abschliessen. Dabei wird Schneider Electric die VELUX Gruppe laut einer Medienmitteilung bei der Beschaffung als Full-Service-Einkaufsberater unterstützen.

    Wie es dort weiter heisst, habe sich die VELUX Gruppe verpflichtet, ihr Ziel von 100 Prozent erneuerbarem Strom bis 2023 und Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen. Darüber hinaus arbeite das Unternehmen daran, die CO2-Emissionen in seiner gesamten Wertschöpfungskette bis 2030 zu halbieren. Gleichzeitig werde es den gesamten historischen CO2-Fussabdruck der Gruppe, der bis zu ihrer Gründung im Jahr 1941 zurückreicht, durch Waldschutzprojekte ausgleichen. Diese würden vom WWF identifiziert und verwaltet.

    Bei Abschluss von PPA verpflichtet sich ein Unternehmen, langfristig Strom zu einem vereinbarten Preis abzunehmen. Dies hilft den Betreibern von Wind- und Solaranlagen bei ihren Investitionen. Denn PPA können bei Banken und Versicherungen als Sicherheit hinterlegt werden.

    „Wir haben uns verpflichtet, zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen“, so Jörn Neubert, Senior Vice President of Supply der VELUX Gruppe. „Wir sind stolz darauf, zu den ersten Unternehmen der Welt zu gehören und das erste Unternehmen der Baubranche zu sein, das die Verantwortung für vergangene und künftige CO2-Emissionen übernimmt. Die Partnerschaft mit Schneider Electric ist ein wichtiger Teil davon.“