Die geografische und demografische Struktur Zürichs trägt zu seinem einzigartigen Charakter bei. Mit seiner Gliederung in 12 Bezirke und 34 Quartiere, eingebettet zwischen dem Limmatufer und dem Uetliberg, bietet Zürich eine malerische Kulisse für seine über 428.700 Einwohner und 1,4 Millionen Menschen in der Gesamtagglomeration. Ein bemerkenswerter Anteil von 32 % der Bevölkerung, die aus 172 Nationen stammt, spiegelt die internationale Präsenz und Offenheit der Stadt wider.
Die wirtschaftliche Landschaft Zürichs ist geprägt von Vielfalt und Stärke. Der Finanzsektor, der ein Viertel der lokalen Wirtschaftsleistung repräsentiert, sowie die boomende Kreativwirtschaft mit 39.000 Arbeitsplätzen unterstreichen Zürichs Rolle als Wirtschaftsmotor. Mit einer hohen Tourismusrate, untermauert durch 3,4 Millionen jährliche Übernachtungen und einem bedeutenden Luft- und Schienenverkehrsknotenpunkt, ist Zürich auch ein zentraler Anziehungspunkt für internationale Besucher. Darüber hinaus bereichert eine vielseitige Kulturszene, mit Museen von Weltrang und einer historisch wertvollen Altstadt, das städtische Leben. Festivals, Kunst- und Musikevents sowie die natürlichen Erholungsgebiete am Zürichsee und auf dem Uetliberg bieten Bewohnern und Besuchern eine hohe Lebensqualität.
Zürich steht somit nicht nur für eine gelungene Verbindung von kultureller Vielfalt und wirtschaftlicher Dynamik, sondern auch für eine fortschrittliche Haltung gegenüber der Zukunft. Diese Stadt zeigt, wie moderne Urbanität im Einklang mit historischem Erbe und natürlicher Schönheit gestaltet werden kann, und setzt sich als massgebliches Beispiel für Innovation und Lebensqualität im globalen Kontext.
Grundlagen für eine lebendige Stadt
Die Stadtentwicklung Zürich ist eine Abteilung des Präsidialdepartements der Stadt Zürich und untersteht direkt der Stadtpräsidentin. Sie umfasst die fünf Bereiche und der Auftrag besteht darin, Grundlagen und Strategien für die sozialräumliche Stadtentwicklung bereitzustellen. Das Team beschäftigen sich mit einer Vielzahl von Themen und setzen sich für ein integriertes und nutzerorientiertes Verständnis von Stadtentwicklung und -planung ein. Dies sind zB. erstellen von Studien und Expertisen, führen von Impulsprojekte, Vertretung sozialräumliche Aspekte in Vorhaben unter Federführung Dritter. Die Stadtentwicklung übernimt auch Koordinations- und Sonderaufgaben. Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit ist die Beteiligung der Bevölkerung. So werden partizipative Prozesse und Workshops organisieren, um Ideen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in die Stadtentwicklung mit einzubeziehen. Dadurch schafft die Stadt Zürich eine breite Akzeptanz für etlichen Projekte und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl der Stadtgesellschaft. Zudem wird einen intensiven Austausch mit anderen städtischen Ämtern und externen Partnern gepflegen, um eine ganzheitliche und nachhaltige Stadtentwicklung zu gewährleisten. Zielsetzung ist es, Zürich als lebendige, vielfältige und lebenswerte Stadt weiterzuentwickeln.
Stärkung des Standortes für morgen
Die Wirtschaftsförderung fördert den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft und setzt sich für gute Rahmenbedingungen ein. Sie unterstützt Jungunternehmertum und Projekte, die die Zukunftsfähigkeit des Standorts stärken und ihn national sowie international sichtbar machen. Der nachhaltigen Stadtentwicklung misst die Wirtschaftsförderung einen hohen Stellenwert bei. Sie setzt sich dafür ein, dass die Wirtschaft stärker berücksichtigt und eingebunden wird, um die Nachhaltigkeitsziele der Stadt Zürich zu erreichen. Ein wichtiger Baustein für die Stärkung des Standortes für morgen ist die gezielte Förderung von Bildung und Innovation. Die Wirtschaftsförderung setzt sich dafür ein, dass Bildungsangebote eng mit den Bedürfnissen der Wirtschaft verknüpft werden, um qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft zu sichern. Zudem unterstützt sie Innovationsprojekte und Technologietransfer, um die regionale Wirtschaft voranzutreiben und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz trägt die Wirtschaftsförderung dazu bei, den Standort nachhaltig zu stärken und zukunftsfähig zu machen.
Schlüssel zur Förderung von Wachstum
Innovationen und Digitalisierung in Unternehmen werden von der Wirtschaftsförderung aktiv gefördern. Durch gezielte Förderprogramme und Beratungsleistungen werden Unternehmen dabei unterstützt, zukunftsorientierte Technologien einzusetzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Zusätzlich engagiert sich die Wirtschaftsförderung für die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen und die Ausbildung von Fachkräften. Sie arbeitet eng mit Bildungseinrichtungen und Unternehmen zusammen, um eine passgenaue Ausbildung von Nachwuchstalenten sicherzustellen und den Fachkräftemangel langfristig zu bekämpfen.
Impulse für die Zukunft
Ein wichtiger Aspekt der Wirtschaftsförderung ist die Förderung von Start-ups und innovativen Geschäftsideen. Durch gezielte Unterstützung und Beratung sollen junge Unternehmer ermutigt werden, ihre Ideen umzusetzen und zum wirtschaftlichen Erfolg zu führen. Die Wirtschaftsförderung organisiert regelmässig Veranstaltungen und Netzwerktreffen, um den Austausch zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups zu fördern und Synergien zu schaffen. So kann Zürich als innovativer und attraktiver Standort für Unternehmensgründungen weiter gestärkt werden.
Schlagwort: Innovation
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Das Herz der Schweiz pulsierend in Vielfalt und Innovation
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Glarner Kantonalbank sucht Projekte für Nachhaltigkeitspreis
Die Glarner Kantonalbank (GLKB) vergibt einmal pro Jahr den Glarner Nachhaltigkeitspreis. Die GLKB möchte damit Projekte und Initiativen von Glarnerinnen und Glarnern fördern, die zur nachhaltigen Entwicklung im Kanton beitragen. Der Preis ist mit 10´000 Franken dotiert. Wie die GLKB mitteilt, können Bewerbungen für die dritte Auflage des Preises ab jetzt und bis zum 30. Juni eingegeben werden.
Eingereicht werden können Projekte, die sich mit mindestens einer der drei Säulen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft auseinandersetzen. Unter Umwelt fallen die Reduktion von Treibhausgasen und erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Reduktion schädlicher Stoffe oder Biodiversität. Im Bereich Gesellschaft sollten sich die Projekte mit Fairness und Gerechtigkeit, sozialem Engagement oder der Förderung der Glarner Kultur befassen. Für die Wirtschaftsförderung sind Ideen gefragt, die zur Schaffung lokaler Arbeitsplätze beitragen oder nachhaltige Geschäftsmodelle mit Entwicklungspotenzial sowie innovative Technologien umfassen.
Teilnehmen können Privatpersonen und juristische Personen wie zum Beispiel Vereine. Auch Forschungsarbeiten und Anträge zu wissenschaftlichen Arbeiten sind zugelassen, sofern sie „eine deutliche Nachhaltigkeitswirkung auf den Kanton Glarus haben“ oder bei überregionaler Wirkung eine direkte Verbindung der designierten Preisgewinnerinnen und -gewinnern zum Kanton Glarus bestehe, heisst es in der Mitteilung.
Im vergangenen Jahr gewann der Wärmeverbund Obstalden den Preis. Der Wärmeverbund wird allein mit lokalen und erneuerbaren Energien gespiesen und sichert Arbeitsplätze. Das Projekt war aus insgesamt 21 Einsendungen ausgewählt worden.
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Schréder übernimmt 49 Prozent von Photinus
Schréder aus Brüssel steigt mit einem Anteil von 49 Prozent bei Photinus aus Dornbirn ein. Die beiden im Markt für Solarbeleuchtungen aktiven Unternehmen wollen ihre Kräfte bündeln, um nachhaltige Beleuchtungslösungen im Aussenbereich weltweit stärker zu etablieren. In diesem Bereich hat Phontinus bereits umfangreiche Erfahrungen mit energieautarken Solarbeleuchtungen für Kunden in einer ganzen Reihe von europäischen Ländern und im Nahen Osten gesammelt.
„Bei Schréder ist man der festen Überzeugung, dass Solarbeleuchtungslösungen Städte und Kommunen dabei unterstützen können, ihre CO2-Bilanz zu verbessern“, wird Schréder-CEO Werner De Wolf in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen zitiert. Für Photinus-CEO Martin Kessler stellt die Fusion mit Schréder „eine einzigartige Gelegenheit dar, unser internationales Vertriebsnetz zu erweitern und unser Ziel zu erreichen, zum weltweit führenden Anbieter von Solarbeleuchtungslösungen zu werden“. Gemeinsam wollen die Partnerunternehmen ein umfangreiches Portfolio anbieten, das unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Grösse und Leistung erfüllen kann.
„Photinus verfolgt bei der Entwicklung von Solarbeleuchtungsprodukten eine sehr interessante Strategie im Hinblick auf Innovation, Modularität und Flexibilität“, erläutert Philippe Felten, Chief Commercial Officer von Schréder. Konkret setze das österreichische Unternehmen auf einen engen Kundenfokus bei dem massgeschneiderte Lösungen im Vordergrund stehen. „Die Vertriebsstrategie von Photinus harmoniert dabei ideal mit der Vertriebskultur von Schréder“, so Felten.
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Wood City — ein Meilenstein für die Städte der Zukunft mit Holz
Die Renaissance des Holzbaus als Symbol für ökologisches Bauen
Im Zentrum von Stockholm Wood City steht die Entscheidung, Holz als primäres Baumaterial zu nutzen. Dieser Schritt reflektiert das wachsende Bewusstsein für umweltfreundliche Bauweisen und unterstreicht die vielen Vorteile, die Holzkonstruktionen mit sich bringen. Neben der ästhetischen Aufwertung des urbanen Raumes tragen Holzbauten zur Verbesserung der Luftqualität bei, fördern das Wohlbefinden, steigern die Arbeitsproduktivität und wirken als natürliche Kohlenstoffspeicher.«Stockholm Wood City ist ein Manifest unserer Vision für die Zukunft», erklärt Annica Ånäs, CEO von Atrium Ljungberg. «Das Projekt markiert nicht nur einen bedeutenden Fortschritt für unser Unternehmen, sondern setzt auch einen historischen Meilenstein für die Innovationskraft Schwedens.»
Innovation und Nachhaltigkeit als Leitprinzipien
Stockholm Wood City geht über die blosse Verwendung von Holz als Baumaterial hinaus und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in puncto Nachhaltigkeit. Das Projekt integriert fortschrittliche Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und fördert den schonenden Umgang mit Ressourcen durch die Eigenproduktion und gemeinschaftliche Nutzung von Energie sowie den Einsatz ressourceneffizienter Bautechniken.Als Leuchtturmprojekt für zukunftsorientierte Stadtentwicklung wird Stockholm Wood City nicht nur das Stadtbild von Stockholm bereichern, sondern auch massgebliche Impulse für die Bauindustrie weltweit setzen. Mit seiner Fusion aus Innovation, Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsgeist bietet es eine inspirierende Blaupause für die Gestaltung zukünftiger urbaner Lebensräume.
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Life Sciences und ICT dominieren Ansiedlungen auch 2023
Die Standortpromotion von Bund, Regionen und Kantonen kann 2023 die Neuansiedlung von insgesamt 206 Firmen in der Schweiz verbuchen, informiert die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektorinnen und -direktoren (VDK) in einer Mitteilung. Sie erstellt einmal jährlich eine Statistik zu den Zahlen der Neuansiedlungen ausländischer Unternehmen in der Schweiz. Im Berichtsjahr wurden die Neuansiedlungen wie bereits in den Vorjahren von Unternehmen aus den Branchen Life Sciences und ICT dominiert. Vier von zehn Neuansiedlungen stammen aus den USA, Deutschland oder Frankreich.
Die 206 im vergangenen Jahr neu angesiedelten Unternehmen tragen zur Stärkung der kantonalen und regionalen Wertschöpfung bei. Bereits im ersten Betriebsjahr haben sie schweizweit 640 Stellen geschaffen. In den nächsten drei Jahren soll der Stellenzuwachs auf insgesamt über 2500 neue Arbeitsplätze steigen.
Die als Verbundsaufgabe von Bund und Kantonen angelegte nationale Standortpromotion hat die offizielle Schweizer Organisation für Exportförderung und Standortpromotion Switzerland Global Enterprise (S-GE) mit der nationalen Promotionstätigkeit beauftragt. In der Leistungsvereinbarung für 2024 bis 2027 zwischen Bund und Kantonen sowie S-GE wird die Fokussierung auf innovative und nachhaltige Industrien und Technologien verstärkt. Dabei geht Qualität vor Quantität. So sollen die angesiedelten Unternehmen „mit ihrem innovativen Knowhow in ihrem Netzwerk auch zur Stärkung der gesamten regionalen und lokalen Wertschöpfung sowie der KMU-Landschaft beitragen“, heisst es in der Mitteilung.
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4B investiert 35 Millionen Franken in Hochdorf
4B investiert am Firmensitz in Hochdorf rund 35 Millionen Franken in eine neue Zerspanungsanlage und vier neue Hallen. Zudem will der Luzerner Fenster- und Fassadenbauer sowohl auf den alten als auch auf den neuen Hallen Photovoltaikanlagen installieren. „Mit der beschlossenen Investition legen wir den Grundstein für eine neue Ära und weitere 125 erfolgreiche Jahre in Hochdorf und der Schweiz“, wird 4B-CEO Jean-Marc Devaud in einer entsprechenden Mitteilung des Unternehmens zitiert.
Die Bauarbeiten für die vier neuen Hallen sind am 27. März mit dem Spatenstich eingeleitet worden. Sie sollen bis Anfang 2025 beendet sein. Die ersten Photovoltaikanlagen werden noch in diesem Jahr auf den bereits bestehenden Hallen installiert. Nach Abschluss der Montagearbeiten auch auf den neuen Hallen, will 4B in Hochdorf jährlich rund 3 Gigawattstunden Strom aus Solarenergie produzieren. Sie reichen aus, um den gesamten Stromverbrauch des Unternehmens in Hochdorf zu decken. Zudem nutzt 4B die in der Produktion anfallenden Holzreste zur Wärmegewinnung im eigenen Heizkraftwerk.
„Mit den vier neuen Hallen und der neuen Zerspanungsanlage schaffen wir die Grundlage für die langfristige Optimierung unserer Produktionsprozesse“, erläutert Devaud. Dabei plant 4B auch derzeit ausgelagerte Produktionsprozesse wieder nach Hochdorf zurückzubringen. „Weiter wird die Flexibilität geschaffen, um für die Zukunft gerüstet zu sein“, so der Unternehmenschef.
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Innovationspark Zürich bekommt erste Neubauten
Die erste Entwicklungsetappe des Innovationsparks Zürich auf dem Flugplatzareal in Dübendorf nimmt Gestalt an, informiert der Betreiber in einer Mitteilung. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für insgesamt sieben Neubauten auf dem Vorfeld des Areals beginnen. Die Projekte wurden aus insgesamt 28 eingereichten Vorschlägen ausgewählt, die im vergangenen Jahr bei einem global ausgeschriebenen Architekturwettbewerb eingereicht worden waren.
Die nun ausgewählten Projekte wurden von den Architekturbüros E2A, Roger Boltshauser, Mulder Zonderland und TEN aus Zürich sowie von Muoto aus Paris und 3XN aus Kopenhagen entwickelt. Nach jetzigem Planungsstand soll die Gesamtgeschossfläche zu rund 24 Prozent auf Büro- und zu 8 Prozent auf Laborflächen sowie zu 12 Prozent auf Produktionsflächen etwa für die Fertigung von Prototypen aufgeteilt werden. Weitere 36 Prozent sind als flexible Flächen für verschiedenen Nutzungen geplant. Darüber hinaus sollen Bereiche für Versorgung, Dienstleistung und forschungsnahes Wohnen entstehen. Auch Angebote für Gastronomie, Freizeit und Einkauf sind geplant.
Mit der eigenen Bebauung will der Innovationspark Zürich ein Beispiel für innovative urbane Entwicklung und Nachhaltigkeit geben. „Entsprechend werden spezielle Gebäudetypologien entwickelt, die durch ihre Flexibilität und Modularität über lange Zeiträume nachhaltig nutzbar sind und durch den Einsatz neuer Technologien einen deutlich reduzierten ökologischen Fussabdruck aufweisen“, heisst es dazu in der Mitteilung. Dafür sind unter anderem die Einrichtung eines Anergienetzes sowie grosse Solaranlagen auf Dächern und an Fassaden geplant.
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Grain Technology Center von Bühler steht vor Fertigstellung
Das neue Grain Innovation Center (GIC) der Bühler Group am Hauptsitz in Uzwil ist fast fertig. Wie das in der St.GallenBodenseeArea ansässige Technologieunternehmen mitteilt, hat das Bauprojekt die letzte Bauphase erreicht. Etwas mehr als 18 Monate nach dem Start der Bauarbeiten habe die Installation aller Maschinen und Systeme begonnen. Für die Bühler AG bedeute die Modernisierung einen «Meilenstein auf dem Weg für Innovationen in der Getreideverarbeitung», heisst es.
Das neue GIC löst gemäss Mitteilung nach fast 75 Jahren die Vorgängeranlage ab, weil diese der sich wandelnden Marktdynamik in der getreideverarbeitenden Industrie und in der Entwicklung künftiger Lebensmittel nicht mehr entsprochen habe. Entstehen wird jetzt ein fünfstöckiges Mehrzweckzentrum auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern, das für Tests und Forschung an neuen Produkten genutzt werden kann. Hier könnten wichtige Fragen geklärt werden, «etwa wie lokale Rohstoffe verwendet, wie die Produktivität gesteigert, die Sicherheit erhöht und die Anforderungen an gesündere und neue Produkte erfüllt werden können», heisst es.
Im neuen Grain Technology Center verbinden sich Bühlers Vergangenheit und Erfahrung in der Müllerei mit modernster Technologie. «Durch die Integration des GIC in das Netzwerk der Anwendungs- und Trainingszentren von Bühler profitieren die Kundinnen und Kunden in Uzwil von einer idealen Einrichtung, die es ihnen ermöglicht, aus Herausforderungen Chancen zu entwickeln», wird Christian Geser, Projektleiter Grains & Food bei Bühler, zitiert. Das bauliche Konzept beziehe auch die Milling Academy von Bühler und die Schule für Futtermitteltechnik direkt neben dem GIC mit ein.
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Aarau als zukünftiger Cleantech-Vorreiter
Am 18. März 2024 führte die AEW Energie AG in Partnerschaft mit der Stadt Aarau und weiteren wichtigen Akteuren einen Co-Creation-Workshop durch, der als Plattform für die Entwicklung nachhaltiger Technologien diente. Diese Initiative, die in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Aarau und dem Hightech Zentrum Aargau sowie Unternehmen wie der Jura Management AG und Swisscleantech durchgeführt wurde, unterstreicht das gemeinsame Ziel, Aarau in einen innovativen Cleantech-Standort umzuwandeln. Der Workshop konzentrierte sich auf die Förderung von Technologien zur CO2-Reduktion und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen.
Der Aarauer Stadtpräsident Dr. Hanspeter Hilfiker und Marc Ritter, betonten die Bedeutung nachhaltiger Innovationen und die Rolle Aaraus als Vorreiter in diesem Bereich. Der Fokus lag dabei auf der Entwicklung von Cleantech-Lösungen, insbesondere im Hinblick auf Carbon Capture and Storage und die Förderung erneuerbarer Energiequellen. Dieser Ansatz spiegelt das Engagement der AEW wider, CO2-Neutralität zu erreichen und nachhaltige Praktiken zu fördern, die sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile bieten.
Die Zusammenarbeit im Rahmen des Workshops demonstriert das Potenzial kollektiver Anstrengungen zur Lösung komplexer Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit. Die dabei entstandenen Ideen sollen als Grundlage für zukünftige Pilotprojekte dienen, die Aarau nicht nur als innovativen, sondern auch als attraktiven Wirtschaftsstandort für Unternehmen und Start-ups weiter stärken. Dieser Ansatz unterstreicht das Bestreben, branchenübergreifende Kooperationen zu fördern und innovative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln.
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Nüssli feiert Richtfest für Achtfachsporthalle
Die in der St.GallenBodenseeArea ansässige Nüssli Schweiz AG hat in der deutschen Stadt Monheim am Rhein Richtfest bei der ersten in Europa erbauten Achtfachsporthalle gefeiert. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, wurde die Richtkrone am 26. Februar 2024 aufgerichtet. Nüssli hat im November 2022 den Generalauftrag für den Bau des Sportzentrums erhalten. 2023 wurde mit dem Bau begonnen und nach den Sommerferien 2024 soll das auf zwei Ebenen mit je vier Turnhallen funktionierende Gebäude dem Sportbetrieb übergeben werden.
„Das Tempo ist beeindruckend. Wir liegen mit den Arbeiten an diesem Grossbauprojekt tatsächlich immer noch so dicht im von Beginn an ambitionierten Zeitplan, dass wir die Halle wohl bereits im Oktober in Betrieb nehmen können“, wird Daniel Zimmermann, Bürgermeister von Monheim, in der Mitteilung zitiert. „Dass hier die grösste Sporthalle Europas entsteht, wird man ihr am Ende von aussen gar nicht ansehen, weil wir für den Bau auch in das Gelände reingehen.“
Nach Unternehmensangaben wird die neue Monheimer Sportanlage über 4400 Quadratmeter reine Sportfläche in den acht Hallen des Unter- und Erdgeschosses verfügen. In oberen Etagen werden weitere Gymnastikräume erbaut. Umkleiden, Technik und Wirtschaftsräume werden auf weiteren 3000 Quadratmetern errichtet. Die einzelnen Hallen auf jeder Etage können bei Bedarf auch zu Grosshallen zusammengelegt werden. Ausfahrbare Tribünen können 500 Zuschauern im Untergeschoss sowie 100 Zuschauern im Erdgeschoss Platz bieten.
Eine innovative Stahlkonstruktion sowie das Verwenden vorgefertigter Bauteile ermöglichten eine kurze Bauzeit. Zudem führen die verwendeten hochwertigen Baustoffe – darunter Holzbauteile für 600 Wand-, Decken-, Dach- und Fassadenteile – zu dauerhaftem Bestand, heisst es in der Mitteilung.
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Venture Kick fördert Deckenbauer Rematter mit 150‘000 Franken
Rematter bietet vorfabrizierte Holz-Lehm-Deckenelemente an. Für die Weiterentwicklung erhält das Start-up mit Sitz in Zug eine Förderung von 150‘000 Franken von Venture Kick. Mit den Elementen von Rematter können laut Medienmitteilung Bauherren, Architekten und Ingenieure nachhaltige Bauvorschriften mühelos einhalten, ohne auf die Leistung und den Preis traditioneller Decken verzichten zu müssen.
Der Bausektor, der für 50 Prozent des weltweiten Ressourcenverbrauchs und 37 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich ist, sei in hohem Masse auf nicht nachhaltigen Stahlbeton angewiesen, heisst es in der Mitteilung. Die Decken, die bis zu 65 Prozent der Baumasse ausmachen, seien ein Hauptverursacher. Rematter biete zirkuläre Alternativen in Form von Holz-Lehm-Elementen an. Sie reduzieren CO2-Ausstoss um 80 Prozent und den Energiebedarf um 60 Prozent.
Rematter bediene mit seinem Decken-Angebot sowohl den Wohnungsmarkt als auch Büro- und Schulgebäude. Das Jungunternehmen biete Bauherren, Architekten und Ingenieuren kostenlose tragwerksplanerische Unterstützung an, heisst es in der Mitteilung von Venture Kick. Der Wohnungsmarkt in europäischen Ländern habe ein jährliches Volumen von 33 Milliarden Franken. Das Start-up will die 150‘000 Franken verwenden, um die robotergestützte Produktion der Rematter-Holz-Lehm-Deckenelemente weiter zu automatisieren.
Zu den Gründern und Verwaltungsräten des 2022 gegründeten Unternehmens gehören CEO Götz Hilber, der technische Leiter (CTO) Tobias Bonwetsch und Nico Ros als Mitglied des Verwaltungsrats.
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Innovatives Ausbildungszentrum für den Bevölkerungsschutz Chur
Das neue Ausbildungszentrum in Meiersboda, gelegen in der Gemeinde Churwalden nahe Chur, markiert einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung des Bevölkerungsschutzes in der Region. Angesichts des schlechten Zustands des bisherigen, rund 50 Jahre alten Gebäudes, hat die Regierung beschlossen, einen vollständigen Neubau zu errichten. Dieser Entschluss folgte nach eingehenden Analysen und Nachhaltigkeitsberechnungen, die einen Neubau gegenüber einer Renovierung als deutlich effizienter und kosteneffektiver auswiesen.
Der Projektvorschlag «ZicZAC», der aus einem Wettbewerb als Sieger hervorging, sieht einen dreigeschossigen Holzbau vor, der sich nahtlos in die natürliche Umgebung einfügt. Das Design überzeugt durch seine klare Struktur, natürliche Baumaterialien und ein zentrales Atrium, das für Lichtdurchflutung und Übersichtlichkeit sorgt. Der Bau entspricht dem Minergie-P-Eco® Standard und integriert eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 100 Kilowatt Peak auf dem Dach.
Das neue Zentrum wird nicht nur als Ausbildungsstätte dienen, sondern im Notfall auch als Einsatz- und Führungsstandort für den Kantonalen Führungsstab fungieren. Es bietet optimale Bedingungen für die Ausbildung und den Einsatz des Zivilschutzes sowie der Partnerorganisationen und trägt dazu bei, die Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit in Krisensituationen sicherzustellen.
Die Finanzierung des Projekts wird dem Grossen Rat zur Beratung vorgelegt und im Anschluss der Bündner Stimmbevölkerung zur Genehmigung präsentiert. Bei Zustimmung beginnen die Ausführungsplanungen im Herbst 2024, mit dem Baubeginn im Frühjahr 2025 und der geplanten Inbetriebnahme im Sommer 2027. Das Projekt unterstreicht das Engagement für einen effizienten, nachhaltigen Bevölkerungsschutz und setzt neue Maßstäbe für Ausbildungsinfrastrukturen in der Region.
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Start des Wettbewerbs für den «Aerogel Architecture Award 2024»
Der vierte «Aerogel Architecture Award» sucht nach inspirierenden Beispielen für den Einsatz von Aerogel in der Architektur und im Bauwesen. Der Wettbewerb, der in den Kategorien «Realisierte Lösungen» und «Studentische Entwürfe» stattfindet, bietet eine einzigartige Plattform, um innovative Ideen und Projekte vorzustellen und zu würdigen. Eine Fachjury wird aus allen Einreichungen die Finalisten auswählen, die am 12. Juli 2024 im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Empa-Campus in Dübendorf um den «Aerogel Architecture Award 2024» konkurrieren.
Teilnehmen können Architektur- und Bauingenieurbüros mit Projekten in den Bereichen Renovierung, Sanierung oder Neubau. Ebenso sind Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens aufgerufen, ihre Entwürfe und Vorschläge zur Verwendung von Aerogel einzureichen. Alle Projekte werden in einem Auswahlverfahren, das in Englisch stattfindet, begutachtet. Dabei werden realisierte Sanierungsprojekte für denkmalgeschützte Gebäude, die mit Aerogel-Dämmstoffen verbessert wurden, besonders empfohlen.
Der Preisverleihung am 12. Juli 2024 im NEST-Gebäude auf dem Empa-Campus Dübendorf wird ein öffentlicher Livestream zur Verfügung stehen. Die Gewinnerprojekte erhalten nicht nur Anerkennung und öffentliche Aufmerksamkeit, sondern werden auch in internationalen Fachzeitschriften und auf Online-Plattformen veröffentlicht.
Interessenten sind aufgefordert, ihre Projekte in Form einer ZIP- oder RAR-Datei bis zum Einsendeschluss einzureichen. Die Einreichungen sollen ein PDF-Poster im Format A1, JPEG-Bilder des Projekts, Details der Verwendung der Aerogel-Isolierung sowie ein Anmeldeformular mit einer detaillierten Beschreibung des Projekts beinhalten. Mit der Teilnahme am Wettbewerb erklären sich die Teilnehmenden mit der Veröffentlichung ihres Projekts einverstanden und bestätigen, dass sie die Rechte an Bildern, Grafiken und Zeichnungen ihrer Einreichungen respektieren.
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SVIT five Real Estate Symposium 2024: Innovative Wege in der Fachkräfterekrutierung
Der Fachkräftemangel stellt eine der grössten Herausforderungen in der Immobilienwirtschaft dar. Um diesem entgegenzuwirken, bringt das SVIT five Real Estate Symposium 2024 führende Experten zusammen, um neue Wege in der Rekrutierung zu diskutieren. Jan-Egbert Sturm, renommierter Professor für Angewandte Wirtschaftsforschung, wird seine Prognosen zur Branchenzukunft teilen. Markus Steckeisen, erfahrener Unternehmer und Studienleiter an der HWZ, sowie Yannick Blättler, Unternehmer und Kenner der Generation Z, werden ihre Perspektiven einbringen. Das Symposium dient als essentielle Informations- und Networking-Plattform für die Immobilienbranche, um innovative Lösungsansätze für den Fachkräftemangel zu entwickeln und umzusetzen. Mit diesem Fokus etabliert sich das jährliche Real Estate Symposium als ein Muss für Fachleute der Immobilienwirtschaft.
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AQUA4D bereitet seit 20 Jahren Wasser auf
Der Walliser Wasseraufbereitungsspezialist Planet Horizons Technologies stellt laut einer Medienmitteilung zum 20. Jahrestag der Einführung die siebte Produktgeneration seines Wassermanagements AQUA4D vor. AQUA4D wurde im September 2004 von dem Unternehmen mit Sitz im Ecoparc de Daval in Siders im Kanton Wallis erstmals vorgestellt. Die neueste Produktgeneration verkörpere das Ergebnis umfangreicher Forschung und Innovation, die auf die Optimierung des Wassermanagements in verschiedenen Sektoren abzielt, heisst es in der Mitteilung.
«Vom Daval Ecopark aus entwickeln, testen und montieren wir weiterhin unsere Produkte, die sich dem Schutz von Wasserleitungen in der Schweiz und der Optimierung der Bewässerung auf der ganzen Welt widmen», heisst es in der Mitteilung weiter. «Dank der hauseigenen Fertigung an unserem Schweizer Hauptsitz können wir unsere Produktionsprozesse vollständig kontrollieren und so optimale Qualität und Effizienz gewährleisten», wird Nicolas Masserey zitiert, Produktionsleiter bei AQUA4D.
Planet Horizons Technologies hat in der Schweiz mehr als 100 öffentliche Gebäude mit seiner nachhaltigen Wasseraufbereitung AQUA4D ausgerüstet. Mit der innovativen Technologie kann auch die Wasserqualität von Krankenhäusern und Schulen verbessert werden. Die Technologie nutzt Elektromagnetismus nach einer patentierten Methode, um Kalkablagerungen zu entfernen sowie vor Korrosion und Bakterien zu schützen. Das System kann vor allem in alten Gebäuden mit lang bestehenden Rohrleitungen und in Gebieten mit hohem Kalkanteil im Wasser eingesetzt werden. Dabei konnten nicht nur die Trinkwasserqualität verbessert, sondern auch Kosten für Unterhalt und Wartung gesenkt werden.
Mit der Erfahrung aus mehr als 5000 installierten Anlagen in 45 Ländern findet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auch in der Schweiz zunehmende Resonanz.
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Holcim kooperiert mit dem grössten Klima-Inkubator in Nordamerika
Holcim arbeitet neu mit Greentown Labs zusammen, um die Entwicklung neuer Klimatechnologien für nachhaltiges Bauen zu beschleunigen. Die Terawatt genannte Premium-Partnerschaft mit Greentown Labs verschafft Holcim laut seiner Medienmitteilung bevorzugten Zugang zu vielversprechenden Start-ups, die sich auf innovative und nachhaltige Gebäudelösungen konzentrieren. Dadurch wolle Holcim zu einem frühen Anwender von Spitzentechnologien zur Dekarbonisierung des Bauwesens werden.
Greentown Labs ist der grösste Inkubator für Klimatechnologie-Start-ups in Nordamerika. Das Gründerzentrum mit Standorten in Somerville im US-Bundesstaat Massachusetts und im texanischen Houston beherbergt mehr als 200 Jungunternehmen. Seit seiner Gründung im Jahr 2011 hat er über 525 Start-ups mit Laborräumen, gemeinsam genutzten Büros, Maschinen- und Werkzeugwerkstätten, Elektronik, Software- und Business-Ressourcen und einem grossen Netzwerk an Fachleuten unterstützt. Holcim tritt auch dem Greentown Industry Leadership Council bei, der Greentown strategisch berät, etwa bei der Verkürzung der Zeitspannen von der technologischen Entwicklung bis zur Marktreife.
«Die Kombination von Holcim MAQER Ventures, unserem Risikokapitalprogramm, mit Greentowns hervorragender Auswahl an erfolgreichen Climate-Tech-Start-ups wird als Katalysator dienen, um neu zu erfinden, wie die Welt für eine regenerative Zukunft baut», wird Holcims Nachhaltigkeitschef Nollaig Forrest zitiert. Über MAQER Ventures arbeitet Holcim eigenen Angaben zufolge mit Hunderten Start-ups in seinem offenen Innovationsökosystem zusammen und forscht in 15 Bereichen, von ultrahochfestem Beton bis zum 3D-Druck.
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Winterthurs Innovationslabor Grüze – Vorreiter für zirkuläres Bauen
Winterthur bereitet sich auf die Eröffnung des bahnbrechenden Innovationslabors im Stadtteil Neuhegi-Grüze vor. Dieses Gebäude, das im Frühjahr 2024 seine Pforten öffnen wird, ist nicht nur ein Zentrum für Informationsaustausch, Veranstaltungen und innovative Bauexperimente, sondern dient auch als gemütliches Kaffeehaus und Begegnungsort. Mit seinem Engagement für nachhaltiges Bauen und seiner vielseitigen Nutzung wird das Labor die Entwicklung des gesamten Stadtteils maßgeblich beeinflussen.
Im Zentrum des Projekts steht ein revolutionäres Konzept, das von der Stadt Winterthur, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Holcim entwickelt wurde. Es basiert auf dem Prinzip des „Leihens statt Besitzens“ von Bauteilen, wodurch eine nachhaltige Ressourcennutzung und eine signifikante CO₂-Einsparung erreicht wird. Die verwendeten CPC-Elemente, eine Innovation der ZHAW und der CPC AG, sind sowohl belastbar als auch filigran und ermöglichen eine Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks um bis zu vierfach sowie Materialeinsparungen von bis zu 75%.
Der Ansatz des Innovationslabors Grüze besteht darin, Bauteile als wiederverwendbare Ressourcen zu behandeln. Holcim übernimmt dabei die Verantwortung für die Demontage und Wiederaufbereitung der Bauelemente für den zukünftigen Einsatz. Dieses Konzept stellt eine Win-Win-Situation für Bauherren und die Umwelt dar, da der herkömmliche Gebäuderückbau entfällt.
Die innovative CPC-Technologie, entwickelt von der ZHAW und unterstützt von Holcim, markiert einen Wendepunkt im Hochbau. Sie ermöglicht eine effizientere Bauweise mit reduzierten Ressourcen und bietet neue gestalterische Freiheiten, insbesondere bei der Integration von Haustechnik.
Die erfolgreiche Umsetzung des Innovationslabors ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Partnern mit umfassender Fachexpertise. Martin Joos vom Tiefbauamt Winterthur hebt hervor, dass das Ziel von Anfang an war, Neues zu wagen und Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu stellen. Das Innovationslabor Grüze spiegelt den fortschrittlichen, aufgeschlossenen Geist des Stadtquartiers Neuhegi-Grüze wider, das als eines der wichtigsten Entwicklungsgebiete in Winterthur gilt.
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Ein erfolgreicher Treffpunkt der Baubranche
Die Swissbau 2024 zog in diesem Jahr mit ihrer beeindruckenden 85’000 m² großen Ausstellungsfläche 52’486 Besucherinnen und Besucher an. Die Messe bot eine einzigartige Gelegenheit für Fachleute aus der Bau- und Immobilienbranche, sich über aktuelle Innovationen und Trends zu informieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Im Fokus der Veranstaltung stand der Wissenstransfer, angereichert durch Diskussionen und praktische Demonstrationen auf den Plattformen Swissbau Focus und Lab.
Die Messe, die traditionell alle zwei Jahre stattfindet, war in diesem Jahr von einer besonderen Dynamik geprägt. Im Zentrum stand der persönliche Austausch, der angesichts der zunehmenden Digitalisierung und der Beliebtheit von Videokonferenzen eine neue Qualität erlangte. Unter dem Motto „Den Wandel gemeinsam gestalten“ bot die Swissbau vielfältige Plattformen für Produkterlebnisse, Informationsaustausch und Networking.
Erstmals entschieden sich die Veranstalter, die Messe auf vier Tage zu verkürzen und den wenig geschätzten Samstag aus dem Programm zu nehmen. Dieser Schritt wurde von Ausstellern und Besuchern positiv aufgenommen, da die Qualität der Gespräche und die Bereitschaft zur Auftragsvergabe gesteigert wurden. Die Messe zog Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen wie Architektur, Planungswesen, Immobilien und Handwerk an.
Rudolf Pfander, Messeleiter der Swissbau, unterstrich die Bedeutung der Messe als Plattform für neue Angebote und die Entwicklung innovativer Konzepte. Die diesjährige Messe beinhaltete neu geschaffene Marktplätze für Begegnungen und die Designbühne Swissbau Inside, die das Fachpublikum und private Bauinteressierte gleichermaßen begeisterten.
Die Leitthemen der Swissbau, wie Kreislaufwirtschaft, Energie, Digitalisierung und Lebensraum, spiegelten die aktuellen Herausforderungen der Branche wider. Die Kollaborations-Plattformen Swissbau Focus und Lab boten in intensiver Vorarbeit ein hochkarätiges Programm, das diese Themen adressierte.
Namhafte Partnerschaften mit Organisationen wie dem SIA, Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein sowie Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland zeigten die anhaltende Relevanz der Swissbau. Ebenso zufrieden zeigten sich die Themenpartner Hörmann, Laufen und Siemens mit dem Messeverlauf.
Die nächste Swissbau wird vom 20. bis 23. Januar 2026 stattfinden. Bis dahin bleibt die Swissbau-Website eine wichtige Informationsquelle für die Branche, mit Fachwissen, Standpunkten und Neuheiten aus der Bau- und Immobilienwelt.
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Winterthurer Innovationslabor Grüze öffnet im Mai
Im Mai 2024 wird in Winterthur an der St.Gallerstrasse das Innovationslabor Grüze eröffnet. Laut einer Medienmitteilung ist es als vielseitig nutzbarer Begegnungsort geplant, wo sich Besuchende über die Grossbaustelle Querung Grüze informieren können. Darüber hinaus soll der filigrane und zu allen Seiten hin offene Bau ein Ort für Diskussionen über Fragen der Stadtentwicklung, mögliche Zielkonflikte und die Auswirkungen des Klimawandels auf die städtische Bevölkerung werden.
Der rund 120 Quadratmeter grosse Pavillon mit Ausstellungsraum, Bühne und Café ist modular gebaut und kann modular erweitert werden. Die Statik wurde auf ein zweistöckiges, geschlossenes Gebäude ausgerichtet. Damit ist die Möglichkeit mitgedacht, dass das Innovationslabor mittelfristig zu einem Quartierzentrum mit erhöhtem Platzbedarf heranwachsen könnte. Vorerst ist es für eine Nutzungsdauer von zehn Jahren geplant.
Das Innovationslabor wurde vom Tiefbauamt Winterthur in Zusammenarbeit mit dem Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Holcim Schweiz entwickelt. Die extradünnen und wiederverwertbaren Betonplatten aus mit Carbonfaser verstärktem Beton (CPC) der CPC AG sparen den Angaben zufolge gegenüber herkömmlicher Betonbauweise bis zu 75 Prozent Material ein. Der CO2-Ausstoss soll um den Faktor zwei bis vier reduziert werden.
Die CPC-Betonelemente, die aus einem langjährigen Forschungsprojekt an der ZHAW hervorgingen, können mit wenig Aufwand in ihre Bestandteile zerlegt und anderswo wieder aufgebaut oder für ein anderes Bauwerk wiederverwendet werden. Holcim produziert sie und stellt sie leihweise zur Verfügung. Die vorgefertigten Elemente werden im Frühjahr innert weniger Tage zusammengefügt.
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Ecocycle-Technologie von Holcim erhält Auszeichnung
Holcims Ecocycle-Technologie ist laut einer Medienmitteilung zum «Leuchtturm der Kreislaufwirtschaft in der gebauten Umgebung» ernannt worden. Das wurde im Rahmen einer gemeinsamen Initiative der Beratungsgesellschaft McKinsey & Company und dem Weltwirtschaftsform auf dessen Jahrestagung in Davos bekanntgegeben. Die Auszeichnung würdigt bahnbrechende Lösungen, die einen neuartigen, einzigartigen Ansatz für die Kreislaufwirtschaft, nachgewiesene und erhebliche Auswirkungen von hohem Wert sowie eine signifikante Grösse und Reife aufweisen.
Holcim betreibt bereits über 100 seiner Ecocycle-Recyclingzentren. Nach eigenen Angaben haben sie im Jahr 2022 fast 7 Millionen Tonnen Bauschutt zu neuen Baulösungen rezykliert. Das entspreche über 1000 Lastwagenladungen pro Tag. Bis 2030 soll dieses Netz auf 150 Standorte ausgeweitet werden. Allein in Europa will der Konzern über 20 Millionen Tonnen Bauschutt wiederverwerten. Ecocycle ermögliche es, dass Beton, Zement und Zuschlagstoffe zwischen 10 und 100 Prozent rezyklierte Abbruchmaterialien enthalten, ohne Kompromisse bei der Leistung.
«Mit unserem fortschrittlichen Recycling von Abbruchmaterialien können wir den CO2-Fussabdruck von Zement bereits um bis zu 40 Prozent reduzieren», wird Holcims Nachhaltigkeitschef Nollaig Forrest zitiert. «Das ist erst der Anfang. Mit unseren Innovationen und Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Weiterentwicklung der Baustandards wollen wir den Übergang zum Kreislaufbau in allen Ballungszentren, in denen wir tätig sind, beschleunigen.»
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Implenia und Empa spannen für CO2-negative Baumaterialien zusammen
Implenia baut als Realisierungspartnerin der Empa die Beyond Zero Unit im NEST-Gebäude der Empa in Dübendorf, informiert die im Opfikoner Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Die neue Einheit soll der Erforschung von CO2-reduzierten und CO2-neutralen Baumaterialien dienen. Die Beyond Zero Unit wird der mittleren Ebene der Forschungs- und Innovationsplattform NEST eingegliedert.
«Wir freuen uns, dass Implenia als Partner die grossartige Forschungs- und Innovationsplattform NEST mit einer neuen Unit bereichern darf», wird Jens Vollmar, Head Division Buildings von Implenia, in der Mitteilung zitiert. «Als führender Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister ermöglichen wir so gemeinsam wichtige Erkenntnisse für ein künftiges, CO2-senkendes Bauen und Betreiben von Gebäuden und Infrastruktur.» Implenia will die aus der Beyond Zero Unit gewonnenen Erkenntnisse für eigene Entwicklungen und Planungen nutzen.
Die neue Einheit im NEST-Gebäude ist nicht die erste Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Forschungsanstalt. «Implenia hat wegweisende nachhaltige Bauten auf dem Empa Campus in Dübendorf realisiert, jüngst ein Labor- und Bürogebäude sowie das erste Parkhaus in Holz-Hybridbauweise in der Schweiz», erläutert Empa-Direktorin Tanja Zimmermann. «Dass Empa und Implenia mit der neuen Partnerschaft auch in der Forschung zu innovativen Baumaterialien zusammenspannen und auf unserer Plattform NEST die zukunftsträchtige Anwendung über einen längeren Zeitraum untersuchen, fördert den direkten Transfer nachhaltiger Innovation in die Praxis.»
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Innovation Park Innovaare ist bezugsbereit
Die Gesamtleisterin ERNE AG hat am 20. Dezember die Gebäude des Switzerland Innovation Parks Innovaare an die Investorin CPV/CAP Pensionskasse Coop und die Betreibergesellschaft innovAARE AG übergeben. Die Fertigstellung des Innovationsparks ist damit unter Einhaltung von Budget und Zeitplan erfolgt, informiert die innovAARE AG in einer Mitteilung. „Das Leuchtturmprojekt Park Innovaare ist ein Gemeinschaftsprojekt und bestätigt das Engagement aller beteiligten Partner im Kanton Aargau, in die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Firmen zu investieren“, wird Christian Brönnimann, Verwaltungsratspräsident der innovAARE AG, dort aus seiner Ansprache zur Eröffnung zitiert.
Die Umsetzung von Reinräumen und Laboren hätte praktisch alle vorstellbaren Herausforderungen mit sich gebracht, erläuterte Daniel Erne, Präsident des Verwaltungsrats der ERNE AG, in seinem Redebeitrag. Danilo Zampieri von der CPV/CAP Pensionskasse Coop wies auf die aus Holz und Solarpanelen bestehende Fassade der Gebäude hin.
Bereits im Januar 2024 sollen die vorübergehend beim benachbarten Paul Scherrer Institut (PSI) untergebrachten ersten Mieter sowie weitere Firmen in die Gebäude des Innovationsparks einziehen. Das PSI belegt rund zwei Drittel der Flächen. Die übrigen Flächen werden an Ansiedlungen aus den technischen Schwerpunktbereichen Photonics und Quantentechnologie, Life-Science, Advanced Manufacturing und Halbleitertechnologie sowie Energie und Umwelt vergeben. Mit einer bereits erreichten Auslastung von 85 Prozent sei der Innovationspark „auf sehr gutem Weg“, erklärt Brönnimann.
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Venture Kick fördert Planeto mit 150’000 Franken
Planeto erhält von Venture Kick 150’000 Franken, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Der Start-up-Förderer aus Schlieren würdigt damit die Entwicklung des Thermal Energy System Simulation Assistant (TESSA) durch das Unternehmen aus Plan-les-Ouates. TESSA soll die Installation von Systemen zur Übertragung von Fernwärme und -kälte erleichtern.
Fernwärme und -kälte sei ein guter Ansatz zur Reduzierung von CO2 beim Heizen und Kühlen von Gebäuden, heisst es in der Mitteilung. Die Installation entsprechender Anlagen sei jedoch anspruchsvoll. TESSA soll hier Abhilfe schaffen. Die Software erlaubt die Simulation entsprechender Systeme, berücksichtigt Geodaten und die Bauphysik. Dabei wird Künstliche Intelligenz eingesetzt.
Planeto will die frischen Mittel nutzen, um TESSA mit neuen Funktionen auszustatten, eine Strategie für die Vermarktung umzusetzen, die geschäftliche Entwicklung voranzutreiben und neue Mitarbeitende einzustellen.
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Das neuste Innovationszentrum im Alpenraum ab 2024
DnnoQube Switzerland nutzt die besondere Lage und Ressourcen von Graubünden, um Innovationen zu fördern, die sowohl lokal als auch global relevant sind. Der Hub wird voraussichtlich im April 2024 seine Türen öffnen. Alex Fries, CEO des Zentrums, betont die Bedeutung der lokalen Vorteile: «Es ist mehr als ein Innovations-Hub; es ist ein Beitrag, die Stärken von Graubünden global sichtbar zu machen.»
Intensives Förderprogramm
Das Zentrum bietet ein dreimonatiges, intensives Förderprogramm für Start-ups in der Frühphase. Die Teilnehmer erhalten Zugang zu einem weitreichenden Netzwerk und können ihre Produkte in Inkubatoren weltweit, von Dubai bis Silicon Valley, testen und verbessern.
Kollaboratives Ökosystem
Ein Hauptfokus liegt auf der Schaffung eines kollaborativen Umfelds. Partnerunternehmen haben die Möglichkeit, Innovationen voranzutreiben und von einem diversen Netzwerk von Experten und Innovatoren zu profitieren. Zudem werden Optionen für die Gründung von Spin-offs erörtert, um Innovationen intern zu fördern.
Die Macher des Projekts
Hinter InnoQube stehen bekannte Namen wie Alex Fries, Maren Lesche und Franco Quinter. Sie verbinden starke regionale Wurzeln mit globaler Erfahrung und Expertise. Franco Quinter, Verwaltungsratspräsident von InnoQube Switzerland: «Im Herzen der Alpen werden wir mit InnoQube Switzerland einen Ort schaffen, der Innovatoren aus der ganzen Welt zusammenbringt. Hier nutzen wir das einzigartige Potenzial von Graubünden, um die Zukunft der Innovation zu gestalten.»
InnoQube Switzerland verspricht, die Innovationslandschaft der Alpen zu revolutionieren und bietet eine einzigartige Plattform für die nächste Generation von Unternehmern und Innovatoren. -

InnHub La Punt – Wo Tradition und Fortschritt verschmelzen
Der InnHub La Punt ist ein Vorzeigeprojekt, das darauf abzielt, eine Plattform für Kreativität, Unternehmertum und Bildung in einem traditionellen alpinen Dorf zu schaffen. Der Standort wurde nicht zufällig gewählt: La Punt Chamues-ch, ein idyllisches Dorf im Oberengadin, bietet die perfekte Kulisse für die Verschmelzung von Innovation und Natur. Das Projekt wurde initiiert, um eine Brücke zwischen urbanem Denken und ländlicher Umgebung zu schlagen und somit das Beste aus beiden Welten zu vereinen.
Mit einer Fläche von über 4’000 Quadratmetern bietet der InnHub La Punt eine Vielzahl von Einrichtungen, darunter Workshop Räume, ein Auditorium, ein professionelles Sport-Trainingszentrum und Gastro-Angebote. Diese Infrastruktur soll Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammenbringen: Startups, etablierte Unternehmen, Kreative, Sportler und Bildungseinrichtungen. Das Ziel ist es, ein Ökosystem zu schaffen, in dem Ideen entstehen, entwickelt und umgesetzt werden können. Das breite Spektrum an verfügbaren Räumlichkeiten und Ressourcen unterstützt Unternehmen in jeder Entwicklungsphase und fördert die Zusammenarbeit über Disziplinen hinweg.
Neben den physischen Einrichtungen ist der InnHub La Punt auch bestrebt, ein intellektuelles Zentrum zu sein. Er veranstaltet regelmässig Seminare, Workshops und Vorträge zu einer Vielzahl von Themen, darunter Technologie, Nachhaltigkeit, Kunst und Kultur. Diese Veranstaltungen ziehen Experten und Interessenten aus der ganzen Welt an, was zu einem lebendigen Austausch von Wissen und Ideen führt. Darüber hinaus kooperiert der InnHub La Punt eng mit lokalen Schulen und Bildungseinrichtungen, um Bildungsprogramme zu entwickeln, die die nächste Generation von Innovatoren fördern.
Ein Schlüsselelement des InnHub-Konzepts ist die Betonung der Nachhaltigkeit. In einer Zeit, in der Umweltbewusstsein und verantwortungsbewusstes Wirtschaften immer wichtiger werden, setzt der InnHub La Punt ein Zeichen, indem es nachhaltige Praktiken in sein Design und seine Aktivitäten integriert. Das Gebäude selbst wird unter Berücksichtigung ökologischer Standards errichtet und viele der angebotenen Programme drehen sich um Themen wie erneuerbare Energien, umweltfreundliche Technologien und nachhaltiges Wachstum.
Die Zusammenarbeit zwischen der lokalen Gemeinschaft und dem InnHub La Punt ist ein weiteres bemerkenswertes Merkmal des Projekts. Anstatt eine isolierte Einrichtung zu sein, die von der Umgebung abgeschnitten ist, strebt der InnHub an, sich in die lokale Kultur und das Dorfleben zu integrieren. Dies zeigt sich in Partnerschaften mit örtlichen Unternehmen und der Gemeinde.
Die Vision besteht darin, dass der InnHub La Punt nicht nur ein Innovationszentrum ist, sondern auch ein Ort, der zur Stärkung der gesamten Gemeinschaft beiträgt, neue Formen des Tourismus katalysiert und das Angebot von Ganzjahresjobs fördert.
Insgesamt repräsentiert der InnHub La Punt eine inspirierende Verbindung zwischen Tradition und Innovation. Er zeigt, dass auch in den abgelegensten und traditionellsten Umgebungen Raum für Fortschritt und Wachstum ist. Indem er eine Plattform für Ideen, Zusammenarbeit und Bildung bietet, trägt der InnHub dazu bei, das Engadin als eine Region zu positionieren, die nicht nur von ihrer natürlichen Schönheit lebt, sondern auch von ihrer geistigen Vitalität. -

Gebäudehülle-Forum kommt in die Umwelt Arena
Gebäudehülle Schweiz lädt am 24. April 2024 zum Kader- und Unternehmerforum – rund um das Handwerk 2024 ein. Der ganztägige Anlass findet in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach statt. Das Forum steht laut einer Ankündigung unter dem Motto Gesund wachsen mit und dank der Energiewende.
«Wir stecken mitten in der Energiewende», heisst es in der Einladung des Verbands Schweizerischer Gebäudehüllen-Unternehmen. Diese stelle insbesondere Akteure der Baubranche vor diverse Herausforderungen. Volle Auftragsbücher, fehlende Fachkräfte, Zeitnot, starke Preisschwankungen auf allen Ebenen seien Schlagwörter, die beliebig erweitert werden können.
Das Kader- und Unternehmerforum liefere praxisorientierte Impulse in Form von Fachreferaten und einer Podiumsdiskussion. Dabei soll laut Einladung vermittelt werden, wie man ein Unternehmen weiterhin fit halten und erfolgreich am Markt positionieren kann.
Der Branchenverband Gebäudehülle Schweiz ist nach eigenen Angaben seit der Gründung 1907 Kompetenzzentrum der Gebäudehüllen-Branche. Gemeinsam mit weiteren Fachverbänden werden an den beiden Standorten bei Polybau in Uzwil und Polybat in Les Paccots FR Grund- und Weiterbildungen rund um das Berufsfeld Gebäudehülle angeboten, heisst es weiter. In Zusammenarbeit mit Produktherstellern, Spezialisten der Gebäudehülle, Wissenschaft, Forschung, Technik sowie Architektur und Planung werden innovative, zukunftsweisende Lösungen und Produkte entwickelt.
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Schweizer Premiere 100% recyceltes Aluminium für Green Metro Campus
Dies ist das dritte Projekt in Europa und eine Premiere für die Schweiz. Green hat sich mit Implenia, Ernst Schweizer und Hydro Building Systems zusammengetan, um diese innovative Lösung einzusetzen. Die Verwendung von recyceltem End-of-Life-Aluminium führt zu einer erheblichen Reduktion des CO2-Fussabdrucks um das 40-fache und es werden mehr als 167 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.
Das 100% recycelte Aluminium wird in den Fassadenelementen verwendet und reduziert den CO2-Fussabdruck im Vergleich zu Primäraluminium um das 40-fache, ohne dabei an Qualität einzubüssen. Roger Süess, CEO von Green, erklärt: «Wir erforschen kontinuierlich innovative Wege zur Verwendung neuer Werkstoffe und freuen uns, dass dies in Zusammenarbeit mit unseren Partnern gelungen ist.»
Aluminium gilt als ein zukunftsweisender Werkstoff für nachhaltiges Bauen aufgrund seiner Stärke, Leichtigkeit und Langlebigkeit. Es kann nahezu unbegrenzt recycelt werden, wobei nur 5% der Energie benötigt wird, die für die Herstellung von Primäraluminium erforderlich ist. Aufgrund dieser hervorragenden Recycling-Eigenschaften wird Aluminium bereits heute als wichtiger Bestandteil einer Kreislaufwirtschaft angesehen und seine Bedeutung in der Bauindustrie wird voraussichtlich weiter zunehmen.
Die Fassadenelemente für das neue Bürogebäude werden von der Ernst Schweizer AG hergestellt, während das Aluminium von der norwegischen Hydro-Gruppe produziert wird. Diese ist derzeit der einzige Hersteller, der hochwertiges 100% End-of-Life Aluminium ohne Zugabe von Primäraluminium und mit einem nahezu null CO2-Fussabdruck herstellen kann. Obwohl recyceltes End-of-Life-Aluminium derzeit in geringen Mengen verfügbar ist und mit höheren Kosten verbunden ist, setzen die vier Partner ein Zeichen, indem sie diesen vielversprechenden Werkstoff erstmalig in der Schweiz einsetzen.
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Die Hamilton Bonaduz AG investiert gezielt in ihre zukünftige Entwicklung
Die renommierten Domenig Architekten wurden erneut beauftragt, die Gestaltung und Umsetzung des Projekts zu übernehmen. Entlang der Autobahn A13 und in unmittelbarer Nähe zum bereits im Jahr 2018 in Betrieb genommenen Gebäude «1.0» sind die Bauaktivitäten in vollem Gange. Das neunstöckige Gebäude wird durch einen vierstöckigen Zwischentrakt mit dem bestehenden Komplex verbunden. Die herausragende Komponente dieses Neubaus ist das 40 Meter hohe Hochregallager, das Platz für insgesamt 12.000 Europaletten bietet. Das bereits bestehende vollautomatisierte, schienengeführte Transportsystem wird erweitert, und die Intralogistik wird nahtlos mit den bereits vorhandenen Systemen des Gebäudes «1.0» verknüpft.
Das moderne Erscheinungsbild dieses High-Tech-Gebäudes zeichnet sich durch intelligentes Glas aus, das mit einer Elektrochrom-Beschichtung versehen ist. Dieses Glas, zusammen mit Metall- und Photovoltaikpaneelen, unterstreicht die Vision der Marke Hamilton. Die innovative Glasfassade verdunkelt sich eigenständig bei direkter oder indirekter Sonneneinstrahlung und lässt im vollständig abgedunkelten Zustand lediglich 1% der Lichtenergie durch. Um eigenständig Strom zu erzeugen und zu nutzen, werden insgesamt 5.400 m² Photovoltaikpaneelen auf dem Dach und an der Fassade angebracht. Zudem werden die Wärmeenergie und Feuchtigkeit aus der Lüftung durch einen Wärmetauscher zurückgewonnen. Abgerundet wird das zeitgemässe Energiekonzept durch den Bezug von Heizwärme über eine Grundwasserwärmepumpe, die von einem Wärmeverbund in Domat/Ems betrieben wird. Das Gebäude wird die begehrte Minergie A-Zertifizierung erhalten.
Ganz im Sinne des Projekts «Hamilton 1.0» wird der Neubau von Anfang bis Ende mithilfe von Building Information Modeling (BIM) detailliert geplant. BIM ist eine ganzheitliche Arbeitsmethode für die integrierte Planung, Konstruktion und Verwaltung von Gebäuden. Dabei werden alle relevanten Daten digital modelliert, und sämtliche beteiligten Parteien arbeiten synchron mit denselben Informationen.
Bei «Hamilton 2.0 » wird der BIM-Prozess sogar in der Umsetzungsphase konsequent fortgeführt: Zum ersten Mal wird ausschliesslich mit dem digitalen 3D-BIM-Modell gearbeitet, wodurch herkömmliche Papierpläne auf der Baustelle obsolet werden. -

Das digitale Herz der Baubranche weiter gedacht bis Facility Management
Ein digitaler Zwilling, das BIM-Modell, welches den kompletten Lebenszyklus eines Gebäudes detailgetreu abbildet. Damit wird die Planung und Umsetzung von Bauvorhaben schneller, produktiver und effizienter. Und das Beste: Alle Beteiligten können jederzeit und überall auf dieses Modell zugreifen, wodurch es in nahezu allen Phasen des Projektlebenszyklus zur Anwendung kommt – von der Planung bis zur Wartung und Instandhaltung. Mit Herrn Samuel Klaus konnten wir ein Gespräch führen.
Herr Klaus, wie engagiert sich die Stadt Thun in der Digitalisierung der Bauwirtschaft?
Die Stadt Thun verfolgt seit 2020 eine Digitalisierungsstrategie, aus der das Amt für Stadtliegenschaften (AfS) eine BIM-Strategie entwickelt hat. Im Austausch mit Verbänden, Kantonen sowie Planern fördert das AfS die Umsetzung von BIM und unterstützt alle Prozessbeteiligten sowie KI-Startups. Offen für innovative Digitalisierungsideen, teilt das AfS sein Wissen in Projekten und informiert seine Partner an Informationsveranstaltungen, um gemeinsam erfolgreiche Projekte zu realisieren.
Welche Vorteile bietet BIM mit dem digitalen Zwilling für die Planungs- und Bauteams?
Der digitale Zwilling verbessert die Qualität in der Planungs- und Ausführungsphase durch die automatische Generierung von Checklisten und Prüfprotokollen. Er erleichtert Freigabeprozesse und ermöglicht eine frühzeitige Kostensicherheit sowie Kollisionsprüfungen. Das Common Data Environment reduziert den E-Mail-Verkehr und spart Zeit, während die Verknüpfung von Dokumenten mit dem Modell den Zugriff auf Informationen erleichtert. Im BIM-Prozess sind Informationen direkt mit dem Modell verknüpft, was eine effiziente Projektsteuerung ermöglicht.
Kann BIM dazu beitragen, Informationsverluste zu verhindern?
Die konsequente Anwendung von BIM über das Bauprojekt hinaus und die Einbindung des Facility Managements (FM) in die BIM-Strategie bringt Vorteile. Klare Prozesse für die Übergabe an CAFM. Der digitale Zwilling als Grundlage aller Prozesse verhindert Informationsverluste. Im AfS-Kontext können alle Abteilungen vom Portfoliomanagement über das FM bis hin zu den Projektbeteiligten auf die Datenbasis des digitalen Zwillings zugreifen.
Wie kann das Facility Management von BIM profitieren?
Das Facility Management (FM) profitiert von den strukturierten Informationen des digitalen Zwillings, insbesondere nach Abschluss der Bauarbeiten. Statt in vielen Ordnern zu suchen, sind alle Bauteilinformationen im digitalen Zwilling verknüpft, was ein schnelleres Verständnis und eine optimierte Instandhaltungsplanung ermöglicht.
Welche Auswirkungen hat die Nutzung von BIM auf die Effizienz von Reparatur- und Wartungsarbeiten im FM?
Durch die Integration von Building Information Modeling (BIM) und Digitalem Zwilling im Facility Management (FM) werden Reparatur- und Wartungsarbeiten effizienter. Der digitale Zwilling zentralisiert Gebäude- und Anlageninformationen, erleichtert die vorbeugende Instandhaltung und verbessert die Kommunikation. Dies optimiert den Ressourceneinsatz und unterstützt Compliance- und Nachhaltigkeitsstandards. Die Dokumentation der Wartungs- und Reparaturhistorie ermöglicht datenbasierte Entscheidungen, Kosteneinsparungen und verbesserte Wartungspläne, wodurch die Durchführung von Reparatur- und Wartungsarbeiten insgesamt effizienter, kostengünstiger und nachhaltiger wird.
Welche Vorteile bietet die digitale Gebäudeverwaltung durch BIM?
Der digitale Zwilling ermöglicht eine genauere Bewertung des Gebäudezustands und die Optimierung von Strategien. Zum ersten Mal kann der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes detailliert dargestellt werden, was das Verständnis für Herausforderungen wie Nachhaltigkeit verbessert. Der digitale Zwilling ermöglicht es, den CO2-Fussabdruck zu verfolgen, eine Materialdatenbank zu erstellen und proaktiv auf den Klimawandel zu reagieren. Er ermöglicht auch eine transparente Dokumentation des Ressourcenverbrauchs, fördert die Entwicklung nachhaltiger Betriebsstrategien und unterstützt die Identifikation von Optimierungspotenzialen für umweltfreundliche Prozesse und Materialien. -

ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau
Die Dozentur Bautechnologie und Konstruktion der ETH Zürich (BUK ETHZ) hat eine Kooperation mit der Klimastiftung Schweiz initiiert, um innovative, klimafreundliche Baustoffe und Baumethoden voranzutreiben. Diese Zusammenarbeit beinhaltet die Beurteilung von Förderanträgen sowie die Bekanntmachung und Markteinführung geförderter Innovationen.
Die Notwendigkeit, den Immobiliensektor an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen, treibt diese Initiative voran. Durch die Prüfung der Praktikabilität neuer Materialien und Methoden an Pilotprojekten und deren Demonstration will die BUK ETHZ das Risiko für Erstanwendungen im Baubereich mindern. Dabei wird die Klimastiftung finanzielle Unterstützung leisten, um die Markteinführung zu erleichtern.
Beispielhaft für die Art der geförderten Innovationen sind Spin-offs wie FenX, das mineralische Abfälle in nachhaltige Dämmstoffe umwandelt, und Oxara, das zementfreie Zusatzmittel und Bindemitteltechnologien für das Upcycling von Bauschutt entwickelt. Beide Projekte wurden bereits von der Klimastiftung unterstützt. Daniel Studer und Daniel Mettler von der BUK ETHZ betonen die Bedeutung dieser Kooperation für die Transformation der Baubranche.