Schlagwort: Innovation

  • «E-Ladestationen steigernden Wert einer Immobilie»

    «E-Ladestationen steigern
    den Wert einer Immobilie»

    Zur Person
    Marisa Timm setzt sich im Innovationsteam von Energie Zukunft Schweiz für die Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen ein. Sie berät zunehmend Immobilienbesitzende zu Fragen der Elektromobilität.

    Brauchen Immobilien Elektro-Ladestationen?
    Die Antwort ist einfach: Ja. Die Nachfrage nach Ladelösungen wird zunehmen. Nach Schätzungen des Verbands Swiss eMobility wird 2025 jeder zweite und bis 2035 fast jeder Neuwagen einen elektrischen Antrieb besitzen. Ladestationen steigern den Wert einer Immobilie. Sie sind eine langfristige Investition, die sich vollständig über die Parkplatzmiete amortisieren lässt.

    Welche Möglichkeiten gibt es zum Laden von Elektroautos?
    Es gibt zwei verschiedene Typen von Ladestationen. «Langsame» Stationen kommen zum Einsatz, wo das Auto über längere Zeit steht, etwa am Wohn- oder Arbeitsort oder der blauen Zone. «Schnelle» Stationen können eine Reichweite von 100 Kilometern in 6-30 Minuten laden.

    Welches Vorgehen empfiehlt sich für Ladestationen in Immobilien?
    Bei Immobilienportfolios oder Mehrparteiengebäuden lohnt es sich, von Anfang an ganzheitlich zu denkeniniert. Wenn Komponenten miteinander kompatibel sind und der Endausbau mitgedacht wird, spart das langfristig Kosten. Institutionellen Immobilienbesitzenden empfehlen wir, das Erarbeiten einer Strategie für den Ausbau der E-Mobilität.

    Wo liegt die Herausforderung des Ausbaus von Ladestationen mit mehreren Parteien?
    Je mehr Ladestationen es in einer Liegenschaft gibt, desto höher ist die potenzielle Belastung für die Hausanschlussleitungen. Um eine Überlastung des Hausanschlusses mit Folge eines Stromausfalls im Gebäude zu verhindern, kommt ein sogenanntes Lastmanagement zum Einsatz, das die Ladestationen in Abhängigkeit von den zu ladenden Autos und dem Stromverbrauch im Gebäude reguliert.

    Was gibt es beim Ausbau von Ladestationen für E-Autos sonst noch zu beachten?
    Es ist wichtig, die Bedürfnisse der Mieterinnen und Mieter zu kennen. Ausserdem müssen die Möglichkeiten des betroffenen Gebäudes berücksichtigt werden. Ein wichtiger Punkt, auf den wir bei der Beratung zum Ausbau von Ladestationen achten, ist das Synergiepotenzial im Gebäude: Können Elektroautos mittels Solarstrom vom Dach geladen werden?

    Welche Hilfsmittel gibt es für den Ausbau von Ladestationen?
    Wir haben eine Marktübersicht zu Energiemanagementsystemen erstellt, die die Funktionen verschiedener Anbieter vergleicht. Damit liefern wir eine Entscheidungsgrundlage bei der Suche nach einem System. Für den Ausbau liefert das anerkannte Merkblatt SIA 2060 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins klare Empfehlungen. Wir haben ein Pilotprojekt durchgeführt, um Bedürfnisse von Mietenden und Vermietenden besser zu verstehen. Darauf aufbauend erarbeiten wir mit Partnern weitere Hilfsmittel wie Merkblätter, die bald zur Verfügung stehen.

    Über Energie Zukunft Schweiz
    Die Energie Zukunft Schweiz AG (EZS) treibt nachhaltige Energieprojekte voran und begleitet professionelle Immobilienakteure dabei, ihr Netto-Null-Ziel praxisnah und rentabel zu erreichen. Die Expertinnen und Experten von EZS sind als neutrale Beratende insbesondere im Bereich Dekarbonisierung der Wärmeversorgung sowie Solarstrom Eigenverbrauch aktiv.

  • Schweizer Technologiepreiskürt intelligente Lösungfür Gebäudeautomation

    Schweizer Technologiepreis
    kürt intelligente Lösung
    für Gebäudeautomation

    Automationen in Gebäuden, sofern richtig geplant und eingesetzt, bringen einen grossen Mehrwert: Sie stellen den Komfort durch die korrekte Regelung der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und des CO2-Werts sicher und können mit passenden Komponenten der Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent reduzieren. Eine transparente und effektiv steuerbare Gebäudeautomation steigert den Wert eines Gebäudes.

    Warum muss Gebäudeautomation transparent sein? Weil wir sonst zwangsläufig von einer «Glaubensanlage» sprechen müssten. Einer Anlage, von der man glaubt, dass sie so betrieben wird, wie sie ursprünglich geplant wurde.

    Um den Forderungen nach Komfort, Gesundheit und Energieeffizienz Rechnung zu tragen, müssen «Wissensanlagen» von Bauherren gefordert, von Fachleuten geplant und in der Praxis umgesetzt werden. Anlagen, die mit intelligenten, kommunikativen Komponenten ausgerüstet sind, liefern Wissen über die effektiven Betriebsdaten, was die erstmalige richtige Einregulierung und später die Betriebsoptimierung ermöglicht.

    Ein Beispiel für automatisierte und sichtbare Energieeinsparung schaffte das Unternehmen Belimo mit dem Belimo Energy Valve, mit dem das Unternehmen den Swiss Technology Award 2021 in der Kategorie «Innovation Leaders» gewonnen hat.

    Das Gerät mit eingebautem Energiezähler ermöglicht das transparente Management thermischer Energie. Es misst und regelt mittels intelligenter Software den Wasserdurchfluss von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen und unterstützt die direkte Internet-of-Things-basierte Kostenabrechnung. Für Bauherren ist das Energy Valve besonders interessant, da es den richtigen Betrieb sicherstellt, gleichzeitig die Energiekosten minimiert und die Energieeffizienz von Gebäuden optimiert.

    Mit dem Swiss Technology Award werden jedes Jahr in drei Kategorien herausragende technologiebasierte Innovationen und Entwicklungen von Startups, Hoch- und Fachhochschulen sowie etablierten Unternehmen prämiert. Der Swiss Technology Award wurde 2008 von der Swiss Economic Forum AG übernommen und im Rahmen des Swiss Innovation Forum im Herbst 2021 zum 33. Mal vergeben.

    Das Belimo Energy Valve misst und regelt mittels intelligenter Software den Wasserdurchfluss von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen.
  • Switzerland Innovation Tech4Impact fördert sechs Start-ups

    Switzerland Innovation Tech4Impact fördert sechs Start-ups

    Das Programm Switzerland Innovation Tech4Impact ist in diesem Jahr zum dritten Mal durchgeführt worden. Dabei werden sechs auf Nachhaltigkeit fokussierte Jungunternehmen mit Fördergeld in der Höhe von je 85’000 Franken sowie Zugang zu einem Netzwerk an Industriepartnern unterstützt.

    Zu den Gewinnern gehören mit den Firmen Openversum und Aseptuva zwei Start-ups aus dem Kanton Zürich. Openversum aus der Stadt Zürich entwickelt neuartige Filter für Trinkwasser. Aseptuva aus Winterthur entwickelt ein Gerät, das die Haut dank speziellen UV-Strahlen vor Infektionen schützt. Damit will es das Risiko einer Spitalinfektion senken.

    Weiter hat die Firma Gaia Technologies aus Bern gewonnen. Das Start-up entwickelt eine neuartige Technologie für die Wiederverwertung von Agrarabfällen zu Biokomponenten und anderen Ressourcen. Diese sollen etwa bei Kosmetika oder im Lebensmittelbereich eingesetzt werden.

    Ausgezeichnet wurden auch die rematter AG aus Zug, die TOSA swisstech SA aus Courroux JU und ein Projekt an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).

    Rematter entwickelt wiederverwertbare Bodenplatten für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern. TOSA swisstech arbeitet an einem neuartigen Gerät, das Wasserstoff besonders effizient in Strom umwandelt. Beim EPFL-Projekt wird eine nanoporöse Membran auf Basis von Graphen entwickelt, die bei der Abscheidung von CO2 bei Verbrennungsprozessen eingesetzt werden soll.

    Switzerland Innovation Tech4Impact ist eine gemeinsame Initiative der in Bern ansässigen Switzerland Innovation sowie E4S Tech4Impact und collaboratio helvetica.

  • Viboo gewinnt Empa Innovation Award

    Viboo gewinnt Empa Innovation Award

    Mit dem Empa Innovation Award zeichnet die Empa seit 2006 alle zwei Jahre hauseigene Innovationen oder erfolgreiche Technologietransfers von Wissenschaft zu Wirtschaft aus. In diesem Jahr ging der mit 5000 Franken dotierte Preis an die Empa-Ausgründung viboo, informiert die Forschungsanstalt in einer Mitteilung. Das Jungunternehmen mit Sitz in Dübendorf hat einen selbstlernenden Algorithmus entwickelt, der Wetter- und Gebäudedaten nutzt, um den optimalen Energieeinsatz eines Gebäudes für mehrere Stunden im Voraus zu berechnen.

    Der von Felix Bünning und Benjamin Huber zusammen mit Empa-Senior Researcher Matthias Sulzer im Urban Energy System Lab der Empa entwickelte Algorithmus wurde bereits in Pilotversuchen im Innovationsgebäude NEST und einem Verwaltungsgebäude der Empa erprobt. Dabei habe sich gezeigt, dass mit dem Ansatz rund ein Viertel der Heizenergie eingespart werden kann, heisst es in der Mitteilung.

    Für die Anwendung müssen lediglich die analogen Thermostate durch intelligente Thermostate ersetzt werden. Hier arbeitet viboo bereits mit Danfoss zusammen und will für weitere Pilotprojekte auch andere Hersteller derartiger Thermostate wie ABB und Schneider Electric an Bord holen. Für die Auszeichnung will sich Huber mit einem Beitrag dafür revanchieren, „dass die Empa gut durch die kommende Heizperiode kommt“, wird der viboo-Mitgründer in der Mitteilung zitiert.

  • Kanton Zürich initiiert Pilotprojekt für Innovationspotenzial von KMU

    Kanton Zürich initiiert Pilotprojekt für Innovationspotenzial von KMU

    Der Kanton Zürich hat in einer Medienmitteilung das Pilotprogramm KMU und Innovation zur Stärkung der Innovationskraft in KMU angekündigt. Es wurde mit einer dreijähirgen Laufzeit von der kantonalen Standortförderung im Auftrag von Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh und im Verbund mit Netzwerk Standortförderung Kanton Zürich und der Zürcher Kantonalbank, der Zürcher Handelskammer (ZHK) und dem KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV) erarbeitet. Das Standortförderprogramm sieht vor, dass KMU von Fachpersonen insbesondere aus der Privatwirtschaft sowie von Spezialisten für Innovation bereits in der Frühphase von geplanten Innovationen eine Orientierungshilfe bekommen und Unterstützung, um nationale Fördermittel zu beantragen.

    Die Innovationskraft in Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern berge Verbesserungspotenzial und zeige gegenüber den sich durch Innovationsaktivitäten zeigenden Grossunternehmen und Start-ups eine rückläufige Tendenz. Als Gründe für den Rückstand werden fehlender Wissenszugang sowie geringe Ressourcen bei der Umsetzung geplanter Vorhaben genannt. Viele KMU hätten zudem Hemmungen, sich mit anderen Unternehmen und Hochschulen zusammenzuschliessen. Einer Untersuchung der Fachstelle Volkswirtschaft im Amt für Wirtschaft und Arbeit in der Volkswirtschaftsdirektion zufolge sei zudem bei der „Vernetzung sowie bei der Kollaboration zwischen KMU“ Luft nach oben. Die Corona-Krise habe die Innovationskraft zusätzlich geschwächt.

    Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh will erreichen, dass KMU bei ihren Innovationstätigkeiten einen Satz nach vorne machen und damit die Branchenvielfalt „gerade in Krisenzeiten“ gesichert wird. „Die Schweiz ist ein KMU-Land. Umso wichtiger ist es, dass unsere KMU weiterhin für Arbeits- und Ausbildungsplätze sorgen“, wird sie in der Medienmitteilung zitiert. heg

  • Houzy verdoppelt Nutzerzahl

    Houzy verdoppelt Nutzerzahl

    Houzy wächst rassant. Vor Kurzem habe sich der 100’000. Wohnungseigentümer auf der gleichnamigen Plattform des PropTech-Jungunternehmens aus Zürich registriert, schreibt Houzy in einer Mitteilung. Erst vor einem Jahr hatte das 2017 gegründete Start-up den Anstieg seiner Nutzer auf 50’000 vermeldet. Die Zahl der auf der Plattform digital erfassten Häuser und Wohnungen legte im selben Zeitraum von 70’000 auf 144’000 zu.

    Auf der Plattform Houzy werden Daten intelligent verknüpft und daraus Empfehlungen für Wohneigentümer abgeleitet. Beispielsweise kann dort errechnet werden, wann die Heizung saniert und wie viel Geld dafür auf die Seite gelegt werden soll. Auch eine Immobilienbewertung gehört zum Angebot von Houzy. Registrierten Nutzenden steht zudem eine kostenlose Beratung zur Verfügung.

    In den letzten Wochen habe das Unternehmen nun seine Plattform überarbeitet und neue digitale Werkzeuge integriert, erläutert Houzy. Konkret können Wohneigentümer nun die Nachfrage für ihre Immobilie prüfen, den entsprechenden Verkaufspreis optimieren und die Grundstücksgewinnsteuer für alle Schweizer Kantone berechnen. Als wichtigste Neuerung streicht Houzy die neue Immobiliensuchfunktion der Plattform heraus. Hier würden alles grossen Immobilienplattformen durchsucht und die Inserate „mit wertvollen Zusatzinformationen“ ergänzt. Als Beispiele für solche Zusatzinformationen werden in der Mitteilung eine neutrale Marktwertschätzung sowie Energieeffizienz, Energiespar- und Solarpotenzial und Sanierungsbedarf des Objekts genannt.

  • Siemens lanciert KI-basierte Suite für klimaneutrale Gebäude

    Siemens lanciert KI-basierte Suite für klimaneutrale Gebäude

    Siemens Smart Infrastructure bringt eine offene, interoperable und vollständig cloud-basierte Smart-Building-Suite auf den Markt, informiert die in Zug ansässige Siemens-Tochter in einer Mitteilung. Die verschiedenen Interessengruppen wie Gebäudenutzer, Immobilieninvestoren, Immobilienunternehmen und Facility-Manager können ihre Gebäudedaten aus unterschiedlichen Quellen auf Building X digital vereinen, heisst es dort weiter. Die Smart-Building-Suite kann die Software anderer Anbieter integrieren, verfügt über eine Reihe auf Künstlicher Intelligenz basierender Applikation und integrierte Cybersicherheit.

    „Wir können jetzt alle Daten, die von Systemen in intelligenten Gebäuden erzeugt werden, in einem einzigen Datenpool zusammenführen“, wird Matthias Rebellius in der Mitteilung zitiert. Damit liessen sich „intelligente Gebäude schneller realisieren“ womit die „Vision von autonomen, klimaneutralen Gebäuden“ näher rücke, so das Vorstandsmitglied der Siemens AG und CEO von Smart Infrastructure. „Building X schafft messbare datenbasierte Resultate in Bezug auf Effizienz, Leistung und Nutzererfahrung.“

    Derzeit stehen auf Building X ein Energiy Manager, ein Operations Manager, ein Security Manager und ein 360° Viewer bereit. Die Suite kann in Form von Software als Dienstleistung im Abonnement bezogen werden. Darüber hinaus bietet Siemens mit den Xcelerator Building Services ein auf Building X basierendes Programm an, bei dem Siemens die Verantwortung für das Erreichen von Kundenzielen übernimmt. Als Beispiele werden in der Mitteilung unter anderem die Senkung der Energiekosten und die Optimierung der Anlagen genannt.

  • Google eröffnet Innovationzentrum in Zürich

    Google eröffnet Innovationzentrum in Zürich

    Google hat seinen fertigen Campus Europaallee am 27. Juni offiziell eingeweiht, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Erste Teile des Campus hat Google bereits 2019 bezogen. Nun ist der aus mehreren Gebäuden bestehende Komplex fertiggestellt.

    Der kalifornische IT-Riese ist seit 2004 in Zürich präsent. Mittlerweile sind rund 5000 Personen aus mehr als 80 Nationen für Google in der Schweiz tätig. Ein Teil von ihnen ist auch auf dem zweiten Google-Standort auf dem Hürlimann-Areal untergebracht. 2023 will Google an der Müllerstrasse in Zürich ein weiteres Bürogebäude mit 15’000 Quadratmetern beziehen. Die Zürcher Niederlassung ist bereits jetzt das grösste Entwicklungszentrum des IT-Riesen ausserhalb der USA.

    Bei der Büroeröffnung war auch Bundespräsident Ignazio Cassis präsent. „Ich gratuliere Ihnen zur Eröffnung des Innovations-Centers aus zwei Gründen: Erstens: Weil Sie es tun und der Innovation einen so hohen Stellenwert beimessen. Und zweitens: Weil Sie es in der Schweiz tun“, sagt er laut Redetext. Dass Google in Zürich investiert, unterstreiche auch, dass sich der Standort von einer Bankenmetropole zu einem digitalen Hub entwickele.

    Google Schweiz ist unter anderem an der Entwicklung von Internetdiensten wie der Suche, Google Assistant, Google Maps, Gmail oder YouTube beteiligt. Zürich ist derzeit etwa der grösste Sitz des YouTube-Entwicklungsteams neben dem Hauptsitz im kalifornischen San Bruno. Ausserdem entstand beispielsweise Google Maps wesentlich in der Schweiz. Google arbeitet hier auch mit Partnern wie SBB oder PubliBike zusammen, um Mobilitätsdienstleistungen besser auf Google Maps abzubilden. Bis 2030 will Google nämlich alle seine Dienste CO2-frei betreiben. Google selbst arbeite bereits seit 2007 CO2-neutral.

    „In Zürich wird qualitativ hochwertige Arbeit geleistet, und das ist der Hauptgrund für das nachhaltige, organische Wachsen des Standorts. Gerade die Schweiz bietet bisher sehr gute Rahmenbedingungen“, wird Google-Technologiechef Urs Hölzle zitiert. Google wolle künftig weiter in Zürich wachsen.

  • Popety.io expandiert in die Deutschschweiz

    Popety.io expandiert in die Deutschschweiz

    Popety.io ist auf digitale Lösungen für die Akquisition von Immobilien spezialisiert. Konkret hat das PropTech mit Sitz in Plan-les-Ouates ein digitales Werkzeug für die Sammlung und Verarbeitung von Immobiliendaten entwickelt. Nach erfolgreicher Etablierung in der Westschweiz will Popety.io nun auch den Deutschschweizer Markt erschliessen. Dazu hat Popety.io bereits ein erstes Büro in Zürich eingerichtet.

    Die Gruppe Vaudoise Versicherungen unterstützt Popety.io bei seinen Expansionsplänen. „Popety.io revolutioniert mithilfe von künstlicher Intelligenz den Schweizer Immobilienmarkt“, wird Stefan Schürmann, Leiter Corporate Development und M&A bei der Vaudoise, in einer entsprechenden Mitteilung des Versicherungsunternehmens zitiert. „Wir beobachten Innovationen im Immobiliensektor genau und sind überzeugt vom Entwicklungspotenzial des Jungunternehmens im Deutschschweizer Markt.“

    Bereits vor zwei Jahren habe Popety.io den ersten Preis beim Real Estate & New Technology Award gewonnen, heisst es weiter in der Mitteilung. „Mit den Vaudoise Versicherungen können wir uns weiterentwickeln und an Glaubwürdigkeit gewinnen“, wird Popety.io-Gründer Thibault Clément dort zitiert. Das PropTech nimmt zudem am The Big Handshake teil. Der Kongress für Immobilienfachleute findet am 21. Juni in Schlieren ZH statt.

  • Miromico stellt 26’000 Klimasensoren für Ecco2 her

    Miromico stellt 26’000 Klimasensoren für Ecco2 her

    Ecco2 erhöht sein Produktionsvolumen von über 11’000 in den vergangenen zwei Jahren auf 26’000 Klimasensoren. Als Anbieter intelligenter Lösungen für Gebäude will das Unternehmen mit Sitz in Givisiez damit den Verbrauch von Heizeenergie senken. Hergestellt werden diese Sensoren von der Zürcher Hightech-Firma Miromico, die auf Entwicklungsdienstleistungen für integrierte Schaltungen, elektronische Systeme und das Internet der Dinge fokussiert ist. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, ist Miromico seit Jahren „der vertrauenswürdige Hardware-Hersteller“ von Ecco2.

    Mit dem vergrössterten Produktionsvolumen will Ecco2 laut seinem Head of Operations, Alain Wagnières, „ab 2023 Energieeinsparungen von bis zu 4’000’000 Quadratmeter beheizter Fläche in Angriff nehmen. Mit dieser Produktionsleistung kann Ecco2 seine Vision erfüllen, bis zum nächsten Winter jährlich 50’000’000 Kilowattstunden an Energie einzusparen.“

    In der Schweiz hat Ecco2 in diesem Jahr bei der Jahresveranstaltung der Immobilienfachleute, Rent Switzerland, den Prix d’Innovation in der Kategorie Digital gewonnen. Ausserdem wurde das Unternehmen mit dem Swisscom IoT Climate Award 2022 in Silber ausgezeichnet.

  • Flughafenregion Zürich – Digitalisierung und Entwicklung

    Flughafenregion Zürich – Digitalisierung und Entwicklung

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    Das Event wurde von Monika Schärer moderiert, welche die Gäste souverän durch den Nachmittag führte. Nach einer kurzen Begrüssung wurden Arun Banovi, Inhaber immo!nvest/immoTable und Christoph Lang, Geschäftsführer der FRZ Flughafenregion Zürich kurz über die Wirstchaftsregion und den Zusammenhang mit dem immo!nvest ausgefragt.

    Ergänzend dazu hielt Fabian Streiff von der Standortförderung Zürich das erste Referat und stellte die Region genauer vor. Draus ging hervor, dass der Kanton Zürich ein global bedeutender Hub für künstliche Intelligenz (KI) ist. Er stellte uns auch die Innovationhubs der Flughafenregion Zürich vor, dazu gehören das Digital Health Center (Bülach), The Circle (Kloten) und der Innovationspark Zürich (Dübenorf).

    Als zweiter Referent brachte uns Hans Egloff, Präsident der HEV Schweiz das Thema Digitalisierung in der Immobilienbranche näher. Mit verschiedenen Beispielen erklärte er die Chancen und die Risiken der Digitalisierung. Wie zum Beispiel, dass im elektronischen Grundbuch die AHV-Nummer als Personenidentifikator dient und dies ein grosser Kreis der Zugriffsberechtigten und somit auch ein grosses Missbrauchpotential mit sich bringt.

    Vor der Pause stellte und Tindaro Milone, Leiter Grossanlagen die EKZ vor und erzählte was im Energiebereich aktuell ist. So zum Beispiel die Ressourcenknappheit, der Klimawandel, die Politik und Kundenbedürfnisse. Anschliessend stellte er die Zukunft der Energie vor, es geht hauptsächlich darum zu Dekarbonisierung, zu Digitalisierung und zu Dezentralisierung. Natürlich ist die Nachhaltigkeit auch ein Thema das sehr aktuell ist und sie in Zukunft auch noch stark beschäftigen wird. Abgeschlossen hat er sein Referat mit dem Thema Stromspeicherung.

    Nach dem ersten Programmteil gab es eine Pause die bereits für die ersten Gespräche genutzt wurde. Dazu gab es kühle Getränke, erfrischende Früchte und feine Kuchen.

    Es folgte Dadvan Yousuf der uns seine Plattform „Dohrnii“ vorstellte, wo sich jedes spielerisch leicht Wisse über Kryptowährungen aneignen kann. Teil des Referats waren such der Dohrnii Markplace, der DHN Token und die Dohrnii DAO. Zum Schluss stellte er noch die Verbindung und Möglichkeiten zwischen Kryptowährungen und der Immobilienbranche her.

    Anschliessend kam Christoph Axmann, Chartered Surveyor MRICS bei Wüest Partner auf die Bühne. Mit Übersichten der Bevölkerungs- und Beschäftigungsentwicklung zeigte er die Nachfrage in der Region Glattal-Furttal auf. Dann zeigte er mit welchem Angebot Nachfragen gedeckt werden können. Daruter fallen die Investitionen, Mengen, das Angebot im Verhältnis zum Bestand und die Preise. Zum Schluss zeigte er das Entwicklungspotezial in der Flughafenregion auf.

    Als letzter Referent trat René Götz aus der Wirtschaftsförderung der Stadt Bülach hervor. Er stellte den Wirtschaftsstandort Bülach vor, zeigte die Positionierung, sprach über die Ziele und verfügbaren Entwicklungsflächen. Auch die Schlüsselbranchen der Region, die Flächenbedürnisse der Unternehmen sowie das Digital Health Center Bülach durften in der Präsentation nicht fehlen.

    Als krönender Abschluss kam die spannende Podiumsdiskussion mit Doris Meier (Gemeindepräsidentin Bassersdorf), Christoph Lang (Geschäftsführer der FRZ Flughafenregion Zürich), Fabian Streiff (Standortförderung Kanton Zürich) und Heinz Eberhard (Eberhard Unternehmungen).

    Beim Apéro mit köstlichen Häppchen und Glacé wurde fleissig Networking betrieben. Die Atmosphäre war sehr gut und gelassen. Vorallem als die Auslosung des Wettbewerbs anstand. Zu gewinnen gab es eine Reise zum Top of Europe – Jungfrau Joch mit Übernachtung und Dinner für 2 Personen. Gesponsort wurde dieser tolle Preis von eSMart, welche letztes Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feierten. Monika Schärer machte es spannend und übergab den Preis dem erfreuten Gewinner Markus Nussbaum.

    Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen Gästen und Referenten für den spannenden Nachmittag bedanken. Ein grosses Dankschön geht auch an die Eventalm für die tolle und flexible Organisation, die freundliche Bedienung und die guten Leckereien. Unsere Partner wollen wir aber auch nicht vergessen, ohne euch wäre so ein Anlass nicht möglich gewesen! Danke an EKZ, eternit, eSMART, Seitzmeir, Sunrise, SVIT Zürich, Rigips, PropTechMarket, Woonig und FRZ.

    Wir hoffen einige von Ihnen am 6. Oktober in Lausanne und am 24. November in Basel begrüssen zu dürfen. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen schönen Sommer!

  • Walo treibt Digitalisierung voran

    Walo treibt Digitalisierung voran

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger führt laut Mitteilung auf Facebook für alle 13 Geschäftsbereiche des Asphaltstrassenbaus den digitalen Bestell- und Lieferprozess mit Q Site ein. Von der Planung des Einbauablaufs über die Koordination der Mischgutbestellung mit dem Asphaltwerk bis hin zur Steuerung des Einbauprozesses werden die Mitarbeitenden von Walo künftig auf die Q Site-Software zurückgreifen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Softwareanwendung Q Site ist von Q Point in Langenthal BE entwickelt worden. Dabei gibt es mehrere Anwendungsfelder. Zu Q Asphalt heisst es auf der speziellen Internetseite von Q Point, das System biete sowohl im Büro als auch auf der Baustelle mit der Baustellen-App über den gesamten Zyklus eines Bauprojekts Unterstützung. Es liefere von der Planung über die Ausführung bis hin zur abschliessenden Dokumentation hilfreiche Kennzahlen, um einfacher, schneller und erfolgreicher zu bauen.

    Als Beispiel wird die Projektplanung angeführt. Nach Angaben von Q Point liefert das System automatisch ein fertig aufbereitetes Einbau- und Logistikkonzept inklusive vollständigem Mitarbeiter- und Geräteeinsatzplan sowie einer Berechnung der benötigten Lastwagen.

    Bei Walo Bertschinger geht man laut der Facebook-Meldung davon aus, dass mit diesem „Upgrade“ noch effizientere Arbeitsprozesse geschafft werden können.

  • digitalSTROM lanciert neues Produkt

    digitalSTROM lanciert neues Produkt

    Die digitalSTROM AG aus Schlieren lanciert ein neues Gerät zur komfortablen Bedienung von Schatteneinrichtungen. Mit der Schatten-Universalklemme GR-KL300 lassen sich laut Medienmitteilung elektrische Rollläden, Markisen, Jalousien und auch Vorhänge digital öffnen und schliessen. Dies geschieht über digitalSTROM-Kommandos. Diese können auch von einer Smartphone-App gegeben werden. So können gewünschte Beschattungspositionen aus der Ferne aufgerufen werden.

    Die verschiedenen Beschattungstypen, etwa die Höhe von Jalousien, sind laut der Produktbeschreibung frei mittels Software konfigurierbar. Über die Stromleitung im Haus können mehrere Installationen intelligent im digitalSTROM-System vernetzt werden. So ist die gemeinsame Steuerung mehrerer Beschattungsgeräte in einem Raum oder der gesamten Wohnung oder Haus möglich.

    Mit GR-KL300 kann das Öffnen und Schliessen über einen digitalSTROM-Taster gesteuert und nach Wunsch automatisiert werden. Je nach Tageszeit, Wetterlage oder als Anwesenheitssimulation kann eine bestimmte Einstellung gewählt werden.

    Der Antrieb der Jalousien oder der anderer Anlagen kann auch direkt über Taster ohne digitalSTROM bedient werden. Die Installation erkennt automatisch die jeweilige Lage der Beschattungseinrichtung. Und es gibt eine Abschaltung bei angezeigter Überlastung. Das neue Gerät ist nach Angaben von digitalSTROM ab dem 15. April im Handel.

  • Baumer baut in Frauenfeld für 20 Millionen Franken

    Baumer baut in Frauenfeld für 20 Millionen Franken

    Baumer wird seinen Standort Frauenfeld um Entwicklungszentrum erweitern. Für sein neues Innovation Center investiert das Unternehmen 20 Millionen Franken. Es wird auf 5000 Quadratmetern Platz für rund 120 Mitarbeitende bieten. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sollen die Teams im Spätsommer 2023 einziehen.

    Damit investiere Baumer nach dem 2018 eröffneten Neubau des High-Tech Center im süddeutschen Stockach zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre in seine Innovationskraft. Dafür sei die zentrale Lage zwischen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Exzellenzuniversität Konstanz und der OST – Ostschweizer Fachhochschule „optimal“. „Der Neubau ermöglicht uns den Ausbau der Entwicklungskapazitäten am Headquarter, um unsere Position als Innovationstreiber auszubauen“, wird Dr. Oliver Vietze zitiert, CEO des Unternehmens aus der St.GallenBodenseeArea.

    Bei Nachhaltigkeit und Energieeffizienz soll das Innovation Center ein Vorzeigeprojekt werden. Für die Stromerzeugung ist eine komplette Solargebäudehülle vorgesehen. Erdsonden und Wärmepumpe sollen das Gebäude temperieren. Weiteren CO2-neutralen Strom wird Baumer aus Schweizer Wasserkraft beziehen.

  • Zürich lanciert Plattform MeinQuartier.Zuerich für mehr Mitsprache

    Zürich lanciert Plattform MeinQuartier.Zuerich für mehr Mitsprache

    Die Stadt Zürich lanciert eine Online-Plattform zur stärkeren Vernetzung und Einbindung der Menschen in ihren Quartieren. Auf MeinQuartier.Zuerich sollen die Bewohner Informationen aus und über ihre Stadtteile erhalten und mit Vereinen und Gemeinschaftszentren sowie Nachbarn in Kontakt treten können, heisst es in einer Medienmitteilung.

    MeinQuartier.Zuerich basiert auf der quelloffenen Software Decidim, die bereits verschiedene Städte weltweit einsetzen. Hierzulande verwenden Genf, Lausanne und Luzern die Open Source Software. Die Kosten für Aufbau und Betrieb von MeinQuartier.Zuerich belaufen sich für die Stadt Zürich auf rund 175’000 Franken bis zum Ende der Pilotphase Ende 2023.

    Die Quartierplattform ist das Ergebnis eines Mitwirkungsprozesses zwischen der Stadtentwicklung und den Stadtteilen aus dem Jahr 2019. Daraus ging eine digitale Plattform für die Quartiere „als ein wichtiges Anliegen aus diesem Prozess hervor“, heisst es in der Medienmitteilung. Sie umfasst unter anderem Funktionen wie das Publizieren von Informationen, Veranstaltungen und Blogeinträgen sowie das Durchführen von Umfragen.

    Eingebunden in den Entstehungsprozess waren vier Quartiervereine, die Zürcher Gemeinschaftszentren sowie weitere Organisationen. „Der Kontakt zur Bevölkerung ist für uns sehr wichtig. Wir erhoffen uns, dass wir unsere Arbeit mit digitalen Umfragen und Ideensammlungen noch besser und vor allem breiter im Quartier abstützen können“, wird Balz Bürgisser, Präsident des Quartiervereins Witikon in der Medienmitteilung zitiert.

    Vereine und Organisationen können sich über ein Formular auf der Internetseite anmelden und an einer Infoveranstaltung am 29. März teilnehmen.

  • Betterhomes tritt SwissPropTech ein

    Betterhomes tritt SwissPropTech ein

    SwissPropTech hat ein neues Mitglied. Zum Jahresanfang 2022 hat sich Betterhomes dem Innovationsnetzwerk der Schweizer Immobilien- und Baubranche angeschlossen, informiert das Maklerunternehmen aus Zürich in einer Mitteilung. Im Rahmen seiner Mitgliedschaft will Betterhomes Wissen weitergeben und eine geplante Expansion vorantreiben. Bisher ist Betterhomes mit seiner Technologieplattform für Makler- und Kundensoftware in der Schweiz, Deutschland und Österreich aktiv.

    „Wir verfolgen das ehrgeizige Ziel, in den nächsten acht Jahren 30 Länder in Europa zu erschliessen“, wird Betterhomes-CEO Cyrill Lanz in der Mitteilung zitiert. „Zu den grössten Herausforderungen dabei zähle ich nicht so sehr die Technologie, sondern vielmehr das organische Wachstum im Vertrieb und die kulturellen Unterschiede in den verschiedenen Ländern.“ Derzeit bereitet das Unternehmen zudem einen neuen Webauftritt und ein neues Learning Management System für seine Technologie-Plattform Betternet 3.0 vor.

    Für SwissPropTech ist der Eintritt von Betterhomes „ein starkes Signal für unsere Branche“, erläutert Lars Sommerer, Managing Director von SwissPropTech, in der Mitteilung. „Ein digitaler ‚Immobilienfairmittler‘ der ersten Stunde anerkennt die Wichtigkeit von Innovation und Digitalisierung und möchte seine Erfahrungen und Expertise nun auch weitergeben.“

  • Standortförderung in der Schweiz – hybride Fachtagung und Awards

    Standortförderung in der Schweiz – hybride Fachtagung und Awards

    Mit der Veranstaltungsreihe «SVSM Dialog» vermittelt die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM Fachwissen und vernetzt Standortmanager*innen, Wirtschaftsförderer*innen, Immobilien-Fachleute, Raumplaner*innen und weitere Interessierte. An der kommenden Frühlingsveranstaltung, die am 31. März 2022 von 15 bis 18.30 Uhr stattfindet, bieten praxisbezogene Referate aus dem Oberwallis, der Stadt Baden und der Region Wil fachlich wertvolle Inputs für die tägliche Arbeit. Drei spannende Referent*innen zeigen am «SVSM Dialog Standortmanagement» anhand von Fallbeispielen Lösungsansätze und Strategien für die Praxis auf und diskutieren über aktuelle Herausforderungen: Thomas Lütolf, Leiter Standortförderung Stadt Baden, stellt die regionalwirtschaftliche Vision Stadtquartier Baden Nord vor. Anne Rombach-Jung, Geschäftsführerin REGIO WIL, spricht über die Zukunft von WILWEST und Esther Schlumpf, Projektleiterin beim Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis, befasst sich mit der Frage, ob Governance ein Erfolgsfaktor für die Regionalentwicklung sein kann.

    Mit dabei – vor Ort oder via Live-Streaming
    Der «SVSM Dialog Standortmanagement» wird als Hybrid-Anlass durchgeführt: Die Teilnehmenden besuchen den Anlass entweder vor Ort im einzigartigen Ambiente des Gartensaals der Villa Boveri in Baden oder schliessen sich dem Anlass virtuell an – der gesamte Anlass wird live gestreamt und bietet dank einer speziellen Event-Plattform auch virtuell Teilnehmenden die Möglichkeit zur Interaktion. Alle Teilnehmenden erhalten nach der Online-Registration einen persönlichen Teilnahmelink, mit dem sie sich über einen Browser in den Event einloggen können. Der Anlass ist für Mitglieder der SVSM kostenlos. Nicht-Mitglieder bezahlen einen Unkostenbeitrag von CHF 50. Sollte während oder nach dem Event eine Anmeldung für eine Mitgliedschaft erfolgen, wird dieser Betrag zurückerstattet.

    Anmeldung und detailliertes Programm:
    https://svsm-standortmanagement.ch/anlaesse

    SVSM Awards für innovative Projekte
    Neben den hybriden Fachtagungen sind die «SVSM Awards» ein weiterer Schwerpunkt der SVSM. Diese werden 2022 nach einer pandemiebedingten zweijährigen Pause wieder vergeben. Die Awards richten sich an kleine wie grosse Projekte – von lokal bis national. Die «SVSM Awards» möchten die Vielfalt und Qualität sowie die Innovationskraft von Projekten aus dem ganzen Land sichtbar machen und damit die Stellung der entsprechenden Organisationen und Initiativen stärken. Die «SVSM Awards» sind damit sowohl Ansporn als auch Belohnung für Akteure im Tätigkeitsbereich der Standort- und der Wirtschaftsförderung. Ausgezeichnet werden Projekte mit einem besonders hohen Grad an Innovationskraft. Mögliche Beispiele sind Standortstrategien, Arealentwicklungen und entsprechende Positionierungen, Projekte zur Förderung von Innovation und Wirtschaftscluster, Projekte zur Etablierung oder Stärkung von Standortmarken, Promotionsaktivitäten und Kampagnen, Veranstaltungen, die einen Standort stärken, oder Organisationsentwicklung und Kooperationsmodelle. Die Bewerbung für die Awards erfolgt über ein Online-Formular. Eine Jury von Fachpersonen wählt aus allen Einsendungen die nominierten Projekte aus. Die Nominierten haben anschliessend in einer virtuellen Sitzung die Möglichkeit, ihr Projekt der Jury zu präsentieren. Die Bekanntgabe der Siegerprojekte sowie die Vergabe der Awards findet im Rahmen des «SVSM Dialog Wirtschaftsförderung» vom 2. November 2022 statt.

    Weitere Informationen und Online-Bewerbung:
    https://svsm-standortmanagement.ch/awards

    Der Dachverband für Standortförderungen
    Die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM ist ein 1998 gegründeter Fachverband. Sie ermöglicht den interdisziplinären Informations- und Erfahrungsaustausch, verknüpft Lehre, Forschung und Praxis, fördert die Professionalisierung im Standortmanagement und ist Ansprechpartner für Fragen zum Standortmanagement. Die SVSM zählt aktuell rund 80 Mitglieder aus den Bereichen Standort- und Wirtschaftsförderung, c, Immobilien sowie Aus- und Weiterbildung. Zwei Mal jährlich organisiert die SVSM die hybride Fachtagung „SVSM Dialog“; im Frühling mit Fokus auf Themen der Standortförderung, im Herbst mit Fokus Wirtschaftsförderung. Nach einer pandemiebedingten Pause vergibt der Fachverband dieses Jahr auch wieder die „SVSM Awards“ für innovative Projekte im Bereich Standortmanagement und Wirtschaftsförderung. Anfang Oktober organisiert die SVSM – ebenfalls nach einer zweijährigen Pause – wiederum den beliebten geführten Besuchstag an Europas grösste Messe für Standorte und Immobilien, die Expo Real in München.

    Weitere Informationen zur SVSM:
    https://svsm-standortmanagement.ch

  • Schindler setzt Installationsroboter erstmals in Asien ein

    Schindler setzt Installationsroboter erstmals in Asien ein

    Aufzugbauer Schindler bringt seinen Installationsroboter R.I.S.E. jetzt auch im Asien-Pazifik-Raum zum Einsatz. In Schanghai bohrte er unzählige Löcher für die Installation von fünf Fahrstühlen in einem der grössten Geschäftskomplexe der Innenstadt. Auch im Singapurer Wohnbauprojekt Avenue South Residence nahm R.I.S.E. Monteuren diesen Teil der Arbeiten ab. Dort wurden laut einer Medienmitteilung weitere zehn Fahrstühle installiert.

    „Mit Schindler R.I.S.E. machen wir Hochbaustellen sicherer und effizienter“, so Schindlers COO Paolo Compagna. „Der Roboter übernimmt das Bohren von Tausenden Ankerbolzen, die für die Installation von Aufzügen erforderlich sind und trägt so zu mehr Arbeitssicherheit bei. Monteure können ihre Zeit so für anspruchsvollere Tätigkeiten nutzen.“ Dies garantiere eine schnellere und effizientere Projektabwicklung, „was in einer Zeit, in der weltweit viele mit Verzögerungen auf Baustellen konfrontiert sind, noch wichtiger geworden ist“.

    Schindler verweist darauf, dass es diese „bahnbrechende“ Innovation in der Kategorie Innovation Leaders in die engere Auswahl für den Swiss Technology Award geschafft habe. Er gilt als der bedeutendste Innovations- und Technologiepreis der Schweiz.

  • Neue Apps bieten 3D-Ansichten von Zürich

    Neue Apps bieten 3D-Ansichten von Zürich

    Die Stadt Zürich macht ein 3D-Stadtmodell der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Dafür sind laut einer Medienmitteilung zwei Anwendungen entwickelt worden. Die App Zürich virtuell erlaubt den Angaben zufolge frei wählbare Ansichten von Gebäuden, Bäumen, Wäldern und Brücken. Die App Zürich 4D thematisiert die bauliche Entwicklung in Raum und Zeit. Dort sollen sich aktuelle Hochbauprojekte, Gestaltungspläne und abgeschlossene Architekturwettbewerbe visualisieren lassen. Beide Apps stehen der Bevölkerung, auch etwa Schulen, als offene Daten frei zur Verfügung.

    Vorrangig richten sie sich laut Stadt an Planende sowie an Fachleute aus Architektur und Ingenieurswesen. Für sie werden Funktionen wie das Messen von Gebäudehöhen oder Schattenwürfen von professionellem Interesse sein. Auch die Dokumentation von Immobilien sei damit möglich.

    Wie die Stadt Zürich weiter mitteilt, werden die zugrundeliegenden Technologien innerhalb der Verwaltung bereits zur Visualisierung von Lärmsimulationen, im Rahmen von Architekturwettbewerben und zur integralen Darstellung von Tief- und Hochbauprojekten genutzt.

    Wie die Stadt Zürich weiter mitteilt, seien die beiden Apps im Rahmen des Strategieschwerpunkts Digitale Stadt des Stadtrats entstanden. Sie seien Teil des sogenannten Digitalen Zwillings, der digitalen Repräsentation der Stadt Zürich.

  • Brivo integriert Alarmmanagement von Sitasys

    Brivo integriert Alarmmanagement von Sitasys

    Brivo, Inc. aus dem US-Bundesstaat Maryland ist eine Partnerschaft mit der Sitasys AG aus Solothurn eingegangen. Der nordamerikanische Erfinder der cloud-basierten Zugangskontrolle und der sogenannten Smart Spaces-Technologie integriert das ebenfalls cloud-basierte Alarmmanagement evalink talos von Sitasys in seine Plattform. Diese Integration ist auf evalink marketplace verfügbar.

    „Für Kunden, die Wert auf eine zentrale Überwachung legen, freuen wir uns über die Partnerschaft mit der evalink-Technologie der Sitasys AG“, wird Brivo-Gründer und CEO Steve Van Till in einer Medienmitteilung zitiert. Damit könnten Sicherheitsfachleute den Zugang, Alarme und Videoüberwachung einfacher verwalten und Zeit sparen, „ganz ohne Leistungseinbussen“.

    Die Brivo-Integration vereint den Angaben zufolge Alarmzentralen, Tracking-Systeme, Kameras und Zutrittskontrolle in einer einheitlichen Sicherheitsplattform namens Brivo Access. Sie nutzt Analysen, Business Intelligence und Maschinelles Lernen, „um umsetzbare Erkenntnisse aus Big Data zu generieren“.

    „Wir sind davon überzeugt, dass die Integration von Brivo mit unserer evalink-Technologie unser Gesamtangebot stärkt und einen Mehrwert für unsere gemeinsamen Kunden schafft“, so Peter Monte, CEO und Gründer der Sitasys AG. „Die Integration von Cloud-Systemen erleichtert es den Nutzern, in verschiedenen Tools innerhalb einer Plattform und damit effizienter zu arbeiten.“

  • Synhelion und Cemex produzieren ersten Solarbeton

    Synhelion und Cemex produzieren ersten Solarbeton

    Synhelion und die mexikanische Cemex, im Jahr 2020 fünftgrösster Zementhersteller der Welt, haben den ersten Solarklinker der Welt produziert. Wie beide Unternehmen in einer gleichlautenden Medienmitteilung schreiben, sei diese „revolutionäre Innovation“ ein „erster Schritt zur Entwicklung vollständig solarbetriebener Zementwerke“. Dr. Gianluca Ambrosetti, CEO und Mitgründer von Synhelion, zeigt sich stolz, „gemeinsam mit Cemex eine konkrete, industriell relevante Anwendung unserer vollständig erneuerbaren Hochtemperatur-Solarwärme zu demonstrieren“.

    Synhelion ist 2016 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hervorgegangen. Die Technologie des Unternehmens will mit Solarkraftstoffen alle Arten von fossilen Brennstoffen ersetzen. Den Angaben zufolge wandelt sie konzentrierte Sonnenwärme in „die heisseste auf dem Markt erhältliche Prozesswärme“ um. Cemex will bis 2050 weltweit CO2-neutralen Beton liefern. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist CEMEX Ventures und sein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Brügg BE.

    Die Forschungsteams beider Unternehmen installierten auf dem Gelände des Imdea Energieforschungsinstituts der Madrider Regionalregierung eine Pilotanlage. Dort lieferte der Solar-Receiver von Synhelion mit konzentriertem Sonnenlicht „rekordverdächtige“ Temperaturen von über 1500 Grad. Damit wird ein gasförmiges Wärmeträgermedium erhitzt. So konnte die für das Zusammenschmelzen von Kalkstein, Ton und anderen Materialien erforderliche Hitze bereitgestellt werden.

    Der so gewonnene Klinker wurde zur Herstellung von Zement verwendet und anschliessend zu Beton weiterverarbeitet. In der nächsten Phase ihres gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekts wollen Synhelion und Cemex auf eine Pilotanlage in industriellem Massstab hinarbeiten.

  • Fünf Start-ups beziehen Büro Züri Innovationspark

    Fünf Start-ups beziehen Büro Züri Innovationspark

    Das Büro Züri Innovationspark ist offiziell eröffnet, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Fünf Start-ups haben die insgesamt 170 Quadratmeter im umgebauten Feuerwehrhaus des ehemaligen Flughafens Dübendorf bezogen. Sie waren im vergangenen Sommer unter zehn Kandidaten per öffentlicher Abstimmung ausgewählt worden.

    Der moderne Bau bietet 16 flexible Arbeitsplätze, Besprechungsräume, eine Küche und grosszügige Infrastruktur. Mit ihrem Einzug ins Dübendorfer Büro Züri werden die Teams auch Teil des Ökosystems im Switzerland Innovation Park Zurich, so die Zürcher Kantonalbank. Die Zürcher Kantonalbank, Mitgründerin des Innovationsparks Zürich, stellt diesen Raum für eine innovative und kollaborative Arbeitsgemeinschaft kostenfrei zur Verfügung. Das Bankhaus bezeichnet das Büro Züri, von dem es in der Zürcher Bahnhofstrasse eine weitere Ausgabe gibt, in einer Mitteilung als sein „Geschenk“ an die Bevölkerung.

    Zu den fünf Start-ups des Büro Züri Innovationspark zählen das Medtech aiEndoscopic und die Datenaufbereitungsplattform für Künstliche Intelligenz, Lightly. Ebenso ist Soma Rem vor Ort, das mit Virtueller und Erweiterter Realität Menschen mit Körperwahrnehmungsstörungen hilft. TerraRad Tech überträgt Weltraum-Fernerkundungstechnologie auf die Landwirtschaft. Und Tethys Robotics entwickelt Unterwasserroboter.

  • Swisscom übernimmt Mehrheit an E-Government-Spezialisten

    Swisscom übernimmt Mehrheit an E-Government-Spezialisten

    Swisscom gibt den Kauf der Zürcher Innovative Web Gruppe bekannt. Mit der Übernahme will das Telekomunternehmen laut einer Mitteilung seine Aktivitäten in den Bereichen Weblösungen und E-Government für öffentliche Verwaltungen und Gemeinden ausbauen. Die Innovative Web Gruppe bleibt rechtlich eigenständig. Für Kunden und Mitarbeitende ergeben sich demnach durch die Übernahme keine Veränderungen. Über die Unternehmensbewertung wurde Stillschweigen vereinbart.

    Die im Jahr 2000 gegründete Innovative Web Gruppe ist gut positioniert auf dem Segment von E-Government-Lösungen für Schweizer Gemeinden und Städte, Kantone, Stadtwerke, Schulen und andere verwaltungsnahe Organisationen. Vom Kauf der Unternehmensgruppe verspricht sich Swisscom neues Wachstumspotenzial für ihr Geschäftsfeld „Gemeinden und Vereine“, das überwiegend von der Tochter Swisscom Directories AG mit der Gemeindeplattform Localcities bearbeitet wird.

    Localcities stellt Informationen und Auskünfte rund um das behördliche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben in der Gemeinde zur Verfügung. Im Verbund mit der Innovative Web soll der Grundstein gelegt werden, um „technische Module wechselseitig zu nutzen und neue, innovative Lösungen für fast jedes Bedürfnis der rund 2’200 Schweizer Gemeinden zu entwickeln, ganz unabhängig von der Grösse der Gemeinde“, wird Stefano Santinelli, CEO Swisscom Directories AG, zitiert.

  • BEKB, ewb und GVB lancieren Plattform myky

    BEKB, ewb und GVB lancieren Plattform myky

    Die drei Berner Unternehmen BEKB, ewb und GVB haben die Internetseite myky lanciert. Ihr Ziel ist es, auf der Plattform Expertenwissen und Dienstleistungen für Eigenheimbesitzer aus einer Hand zu bieten, heisst es in einer Medienmitteilung. Myky stehe für my key, mein Schlüssel.

    Zunächst biete die Plattform einen interaktiven Sanierungsplaner. Dieser solle dabei helfen, sinnvolle Sanierungsmassnahmen ausfindig zu machen und umzusetzen. „Kundinnen und Kunden haben jederzeit die Übersicht über den energetischen Zustand ihres Eigenheims und können die Sanierungsmassnahmen ganzheitlich und kostenoptimierend planen“, heisst es in der Medienmitteilung.

    Bei der Weiterentwicklung der Plattform hoffen die Initiatoren auf die rege Beteiligung der Nutzer. Gewünscht ist, dass sich Hauseigentümer, Investoren und Unternehmen untereinander vernetzen und sich „mit eigenen Inputs, Fragen und Aufforderungen aktiv an der Entwicklung des Eigenheim-Universums beteiligen“.

    Für die Unternehmen solle myky die Möglichkeit bieten, Kundenbeziehungen zu pflegen. „Das Projekt myky hilft uns beispielsweise dabei, die Eigentümerinnen und Eigentümer auf dem Weg zum nachhaltig sanierten Eigenheim in allen finanziellen Fragen und darüber hinaus zu begleiten“, wird Armin Brun, CEO der BEKB in der Medienmitteilung zitiert.

  • Digitalswitzerland zeigt Start-ups den Schweizer Markt

    Digitalswitzerland zeigt Start-ups den Schweizer Markt

    Die Standortinitiative Digitalswitzerland will vielversprechende Jungfirmen in die Schweiz locken. Dafür hat sie das Swiss Market Entry Program lanciert, welches dieses Jahr bereits zum vierten Mal in Zusammenarbeit mit der europäischen Innovationsplattform Kickstart durchgeführt wurde.

    Im Rahmen des Programms erhalten Start-ups, die im Ausland bereits erfolgreich sind, einen Einblick in das Schweizer Ökosystem. Dabei werden Treffen mit führenden Unternehmen, öffentlichen Institutionen und Innovationsprogrammen organisiert. Das Ziel ist es, Unternehmen für einen möglichen Markteintritt in die Schweiz zu motivieren und sie dabei zu unterstützen.

    In diesem Jahr haben einer Mitteilung zufolge 25 Start-ups aus 16 Ländern am Swiss Market Entry Program teilgenommen. Sie stammen nicht nur aus europäischen Ländern, sondern etwa auch aus den USA und aus Israel. Mit CarbonClick hat zudem auch eine Firma aus Neuseeland teilgenommen. Sie unterstützt Unternehmen beim Klimaschutz, indem sie ihnen Kohlenstoffkompensationen ermöglicht.

    Die 25 Start-ups wurden am 6. Dezember in der Schweiz empfangen. Das Programm fand im Kraftwerk statt, einem ehemaligen Elektrizitätswerk, das in einen Raum für Innovation in Zürich umgewandelt wurde.

  • So war das (PropTech-)Jahr…

    So war das (PropTech-)Jahr…

    Das Geld scheint im Moment förmlich auf der Strasse zu liegen. Es wurden eine Reihe namhafter Finanzierungsrunden geschlossen und zahlreiche Seed-Fundings lukriert. Neben den professionellen Venture Capital-Gesellschaften waren es zunehmend auch Corporates, die sich hier ein Stück vom (PropTech-)Kuchen abschneiden wollen – unter anderem um sich entsprechendes Produkt-Know-how und Digitalkompetenz im Unternehmen zu sichern.

    Immer mehr Versicherungen und Banken nutzten die vergangenen zwölf Monate, um ihr eigenes Ökosystem „Wohnen“ aufzubauen. Was im «Corona-Jahr» 2020 geplant und konzipiert wurde, kam in 2021 zur Umsetzung – mit dem Ziel die eigene Marktposition etwa im Hypothekargeschäft, in der Immobilienvermarktung oder im Bereich Versicherungslösungen zu stärken.

    Die Mobiliar machte mit ihren Unternehmungen in Richtung Ökosystem am meisten von sich reden. Das Versicherungsunternehmen hat u.a. gemeinsam mit Raiffeisen das Joint Venture Liiva ins Leben gerufen, um mit dieser Plattform ihren Kunden Zugang zum Ökosystem Wohnen zu eröffnen und eine durchgängige Wertschöpfungskette aufzubauen. Aber auch die Credit Suisse, der Hypothekenspezialist Moneypark und das auf Daten spezialisierte PropTech Pricehubble verkündeten vor Kurzem ihre Partnerschaft, mit dem Ziel eine Service- und Informationsplattform für Eigenheimbesitzer zu schaffen. Und auch für die Kantonalbanken, schon länger mit der Plattform newhome.ch am Markt, gehören Immobilien zum Kerngeschäft. Mit einer wesentlichen Beteiligung dreier Kantonalbanken am PropTech-Unternehmen emonitor, führend in der Digitalisierung von Vermietungs- und Vermarktungsprozessen, ist auch hier ein weiterer Schritt Richtung Ökosystem Wohnen gesetzt.

    Das vergangene Jahr war auch geprägt von Fusionen und Zusammenschlüssen von bestehenden Geschäftsmodellen – etwa dem Portal- und Lösungsanbieter Flatfox und der Bewirtschaftungslösung Aroov. Richtig «eingeschlagen» hat die Mitteilung des Zusammenschlusses mehrerer Immobilienportale wie homegate.ch und ImmoScout24 unter der Marke Swiss Marketplace Group (SMG), einem gemeinsamen Joint Venture von TX Group, Ringier, die Mobiliar und General Atlantic.

    Es bleibt also spannend, wie es im neuen Jahr weitergeht und welche konkreten Erfolge wir beobachten werden. Die Basis ist vielfach geschaffen, aber auch auf Ebene Organisation, Neustrukturierung und Governance gibt es sicher noch Einiges zu tun. Und auch das Thema Nachhaltigkeit wird im neuen Jahr vermutlich noch öfter genannt werden…

    Mehr Impulse finden Sie bei PropTechMarket: https://proptechmarket.net/impulse

  • Abacus präsentiert neuste Generation von Business Software

    Abacus präsentiert neuste Generation von Business Software

    Claudio Hintermann, CEO der Abacus Research AG, präsentierte an der gestrigen 27. Abacus Partner Conference die fünfte Generation der Abacus Business Software «Abacus DEEP». Die Konferenz stand unter dem Motto «Welcome to the future». Ziel der neuen Software-Generation ist eine sichere und digitale ERP-Plattform, welche eine autonome Echtzeit-Buchhaltung ohne Papier ermöglicht. Dies bedeutet, dass Buchungsprozesse nur noch digital abgewickelt werden und Informationen den Kunden unmittelbar zur Verfügung stehen.

    Deepbox als universale, digitale Drehscheibe
    Dank der nahtlosen Integration verschiedenster Deep-Technologien können Kreditoren- und Debitorenbelege sowie deren Zahlungen neu autonom verarbeitet werden. Eine wichtige Funktion für den Austausch der Daten übernimmt dabei deepbox, eine Art elektronische Postbox, welche Dokumente, Informationen und Zahlungen zwischen Kunden, Lieferanten, Treuhändern, Banken, Versicherungen, Verwaltungen, aber auch Geräten respektive Liegenschaften und der Abacus Business Software als auch AbaNinja austauscht. Dank «Abacus DEEP», mit Technologien aus dem Hause der Tochterfirma DeepCloud AG, können sämtliche bisher manuell durchgeführten Buchungsprozesse eliminiert werden.

    Direkte Verbuchung in Echtzeit
    Ein weiterer wichtiger Baustein der neuen Generation von Business Software ist die vollständige Integration der Prozesse mit der Neo-Bank YAPEAL. Spesen oder Zahlungen lassen sich in Echtzeit und vollständig autonom verbuchen. Dank diesen wegweisenden Innovationen stärkt Abacus seine Stellung als führender Schweizer Hersteller von Business-Software für KMU und Öffentliche Verwaltungen. Auf grosses Interesse bei den über 700 Teilnehmenden der Konferenz stiessen auch die zentralen funktionalen Neuerungen, wie z.B. die Finanz- und Investitionsplanung sowie die Weiterentwicklungen in den Anwendungsbereichen AbaTreuhand, Servicemanagement, Instandhaltung, AbaUnit für die Zeit- und Leistungserfassung, MyAbacus «for mobile», die Anbindung an UKA Connect von HRM Systems für die Krankheit- und Unfallmeldungen, AbaClik mit erleichtertem Freigabeprozess sowie AbaClock mit Gesichtserkennung. Zukünftig können Drittsoftware über REST-API noch einfacher an das Abacus angeschlossen werden.

    Schweizer Innovationskraft dank Markt und Wettbewerb
    Abacus ist es gelungen, in den letzten Jahren immer wieder neue Impulse zu setzen. Die Lancierung der fünften Generation ist ein Beispiel, dass privatrechtlich organisierte Schweizer Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts leisten können. Dazu Claudio Hintermann, CEO von Abacus: «Abacus kann auch 36 Jahre nach der Gründung den Kunden eine Business Software anbieten, welche sowohl funktional als auch technologisch auf höchstem Niveau ist. Wir sind stolz darauf, aufzeigen zu können, dass es uns gelingt, auch ohne Subventionen und Querfinanzierungen immer wieder in die Zukunft zu investieren und unsere führende Position unter Bewies zu stellen. Davon profitieren die über 60’000 Kunden, die über 600 Mitarbeitenden aber auch der Werkplatz Schweiz.

  • «Der Switzerland Innovation Park Ost hat eine Ausstrahlung weit über die Kantonsgrenzen hinweg»

    «Der Switzerland Innovation Park Ost hat eine Ausstrahlung weit über die Kantonsgrenzen hinweg»

    Zur Person
    Beat Tinner ist seit 2020 Mitglied der St. Galler Kantonsregierung und steht dem Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen vor. Er absolvierte eine kaufmännische Ausbildung beim Schweizerischen Bankverein (heute UBS) und danach einen Sprachaufenthalt in der Westschweiz. Er wurde 1997 im Alter von 26 Jahren Gemeindepräsident von Wartau und bekleidete das Amt bis 2020. Von 2000 bis 2020 war er Mitglied des Kantonsrats und davon die letzten vier Jahre Fraktionschef der FDP.

    Herr Regierungsrat Tinner, wie kann man die St. Galler Wirtschaft am treffendsten porträtieren?
    Wir sind primär ein Industriestandort, der sich ausgehend von der Textil- und Maschinenindustrie inzwischen erfolgreich im Hochtechnologiebereich etabliert hat. Dies verdanken wir besonders der Innovations- und Tatkraft vieler Unternehmer, die sich wie Bühler Group, Leica Geosystems oder SFS Group vom KMU zum Konzern entwickelt haben. Wir haben eine starke Bildungstradition: vom dualen Bildungsweg ausgehend über die regional verankerte, interkantonale Fachhochschule Ost bis zur internationalen Spitzenuniversität HSG. Die Wirtschaftsstruktur ist regional zwar recht heterogen, dafür sind wir breit diversifiziert und somit krisenresistenter. Dies alles, kombiniert mit einem technologie- und wirtschaftsfreundlichen Umfeld, bildet unseren einzigartigen Charakter.

    Wie meistert die St. Galler Wirtschaft die gegenwärtige Pandemie?
    Dank der wirtschaftlich bedeutenden, wiedererstarkenden Exportwirtschaft, der stabilen Bauwirtschaft und erneuter Konsumfreude ist wieder Optimismus zu spüren. Die nicht direkt betroffenen Branchen sind stabil durch die Krise gekommen. Dabei hat sicher auch das Instrument der Kurzarbeit mitgeholfen. Es wird jetzt wieder investiert und gebaut. Ausserdem konnten wir die schwerwiegenden Härtefälle mit Bundes- und Kantonsmitteln überbrücken.

    Ein von Ihnen erklärtes Ziel in der Pandemiezeit ist die Wiederbelebung und Stärkung der St. Galler Unternehmen. Welche Massnahmen haben Sie getroffen?
    Die aktuellen kantonalen Massnahmen umfassen die Unterstützung in Härtefällen, einen Schutzschirm für Sportanlässe sowie eine Unterstützung der Seilbahnunternehmen und Tourismusdestinationen. Die ersten beiden Instrumente werden vom Bund mitfinanziert, das dritte vom Kanton. Die Unterstützungsvorlage ist am 26. September vom St. Galler Stimmvolk gutgeheissen worden. Letztes Jahr wurden bereits Covid-Kredite bereitgestellt. Uns ist es gelungen, die direkt betroffenen Unternehmen wo nötig zu stützen, auch dank engem Dialog zwischen Kanton, Bund und Wirtschaft. Eine allgemeine Strukturbereinigung können und wollen wir mit den Massnahmen jedoch nicht aufhalten.

    Welche Vorzüge hat der Kanton St. Gallen als Standort für Unternehmen?
    Der Kanton liegt anteilsmässig beim Maschinenbau, der Präzisionstechnik, Elektronik und den optischen Technologien sowie bei unternehmensbezogenen IT-Dienstleistungen signifikant über dem Schweizer Mittelwert. In diesen Technologieschwerpunkten gibt es viele, gut ausgebildete Fachkräfte und bestens funktionierende Netzwerke. Im Vergleich zu anderen Landesregionen ist hier Bauland zu erschwinglichen Preisen erhältlich, und die Mieten sind moderat. Generell sind die Rahmenbedingungen sehr unternehmerfreundlich, beispielsweise durch schlanke Bewilligungsprozesse und kurze Wege. Einfach gesagt: Wer in St. Gallen etwas umsetzen will, ist willkommen und kommt mit seinen Projekten schneller und meist günstiger ans Ziel als anderswo.

    Wo muss sich der Kanton noch verbessern, wenn er für ansiedlungswillige Unternehmen attraktiver werden will?
    Bei der Unternehmensbesteuerung gibt es sicher noch ein paar Punkte zu verbessern. Bei der Infrastruktur haben wir im öffentlichen Verkehr einen Quantensprung mit der schnellen Bahnverbindung nach München gemacht, bezüglich Strasse fehlt bislang noch eine internationale Hochleistungsverbindung im Osten. Die Umsetzung der neuen Bau- und Planungsgesetzgebung ergab einen Moment lang eine gewisse Planungsunsicherheit, was mit einer weiteren Revision des Gesetzes abgefedert werden kann. Der Vollzug spielt sich jedoch inzwischen ein und bietet erneut verlässliche Rahmenbedingungen.

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    Der Park Ost soll
    international wahrgenommen werden
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    Welches sind die Schwerpunkte der Standortförderung im Kanton St. Gallen?
    Innovation und Start-ups sind ein wesentlicher Schwerpunkt, was sich beispielsweise mit der erfolgreichen Bewerbung bei Switzerland Innovation zeigt. Bezüglich Promotion sind wir mit unseren Nachbarkantonen Thurgau, Appenzell und mit der St. Gallen-Bodensee-Area unterwegs. Momentan sind wir durch Corona etwas eingeschränkt – wir hoffen aber, dass die stark auf persönlichen Kontakten beruhende Promotion bald wieder in Schwung kommt. Punkto Bereitstellung von Immobilien und der Arealentwicklung nehmen wir eine aktive Rolle ein; wir initiieren und begleiten als Kanton selber Entwicklungen, das heisst: Wir unterstützen Gemeinden bei überkommunalen Arealentwicklungen und vermitteln Immobilienangebote an Interessenten.

    Welche Vorhaben in Sachen Verkehr und Mobilität stehen ganz oben auf Ihrer Agenda?
    Ein Doppelspurausbau im Rheintal, der ab 2024 einen Halbstundentakt zwischen Chur und St. Gallen erlaubt, der laufende Doppelspurausbau für die S-Bahn nach Rapperswil sowie Kapazitätssteigerungen Richtung Zürich durch den Ausbau am Bahnknoten Wil. Zudem arbeiten wir bereits an den Ausbauschritten für kommende Generationen. Eine Trambahn in St. Gallen soll vertiefter geprüft werden, ebenso eine Anbindung zu Cargo sous Terrain.
    Welche gelungenen Mobilitäts-Projekte würden Sie als Ihre bisherigen «ÖV-Meilensteine» bezeichnen?
    Im Juni konnte ich den Doppelspurausbau mit dem neuen Bahnhof Rorschach einweihen. Dies ist ein Teil der laufend verbesserten Eurocity-Verbindung zwischen Zürich, St. Gallen und München. Der Spatenstich zum vorher erwähnten Doppelspurausbau nach Rapperswil ist im September erfolgt. Allein diese Beispiele zeigen, dass bezüglich Infrastruktur einiges läuft.

    Das Vorantreiben von Innovationen ist Ihnen ein grosses Anliegen. Wie wichtig ist die kürzlich erfolgte Gründung des Innovationsparks Ost?
    Die Gründung der «Switzerland Innovation Park Ost AG», wie es jetzt offiziell heisst, ist der Schlüssel. Damit können wir einerseits die Ostschweizer Innovationsnetzwerke nachhaltig festigen und uns gleichzeitig mit dem Thema auf der internationalen Landkarte positionieren. Wir sind überaus glücklich, dass die Ostschweiz nun auch Teil dieses Schweizer Netzwerks ist. Bereits bei der Erarbeitung des Bewerbungsdossiers sind die Akteure von Forschung, Wirtschaft und der öffentlichen Hand in eine sehr konstruktive Zusammenarbeit getreten. Jetzt ist es entscheidend, dass die konkrete Manifestation der Infrastruktur gelingt. Ich bin zuversichtlich, dass wir dies schaffen, weil wir auf einem lebendigen Innovations- und Unternehmensstandort bei der Empa St. Gallen aufbauen können.

    Was ist der aktuelle Stand des Campus-Projekts Buchs?
    Buchs ist als Standort der Ostschweizer Fachhochschule, der Berufsschule und des Forschungs- und Innovationszentrums Rheintal RhySearch bereits gut aufgestellt. Aus diesem Grund, und da auch Baulandreserven vorhanden sind, ist der Campus Buchs zum Aussenstandort des Park Ost deklariert worden. Aktuell sind mehrere Projekte für die Aufwertung des Campus in Arbeit, unter anderem ein Motel für Studenten, Dozenten und Arbeitskräfte. In Kürze wird für die Brusa Elektronik AG ein Neubau eröffnet. Dieser Neubau ist als privatwirtschaftlich finanziertes Projekt gelungen, das dennoch zum Campus Buchs gerechnet wird. Der Brusa Neubau stellt ein Element im Konzept des «Zentrums Präzisionsindustrie» dar, wofür weitere baureife Flächen beim Campus verfügbar sind.

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    Co-Working-Spaces haben von der Pandemie profitiert
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    Welche Bedeutung haben die beiden Projekte für die Region und den Kanton St. Gallen?
    Der Park Ost hat eine Ausstrahlung weit über die Kantonsgrenzen hinweg und soll schliesslich auch international wahrgenommen werden. Die in der Ostschweiz und Liechtenstein bereits gelebte Innovationskultur wird damit klar sichtbar. Der Campus Buchs ist für das industriell geprägte Alpenrheintal ein Nukleus für Innovation, Bildung und Technologie.

    Welche weiteren wichtigen Projekte in Sachen Innovation und Forschung stehen in naher Zukunft an?
    Priorität hat momentan sicher die Umsetzung des Park Ost. Aus den Netzwerken der Empa, HSG, Kantonsspital sowie der Industrie gilt es konkrete Angebote und Innovationsprojekte zu kreieren. Besonders innovative Kooperationsformen werden angeregt und bei Bedarf unterstützt. Im Erstkontakt mit den KMU spielt dabei das Innovations-Netzwerk Ostschweiz INOS mit seinen regionalen Kontaktstellen eine wichtige Rolle.

    Das Thema Co-Working-Spaces ist auch im Kanton St. Gallen von grosser Bedeutung. Wie sind die neu gegründeten Co-Working-Spaces durch die Krisenzeit gekommen?
    Nach den mir vorliegenden Informationen gab es zwar im Lockdown einige Leerstände und Einbussen. Die Büros, auch die neu gegründeten, haben jedoch insgesamt von der Situation profitiert: Einige sind vom Homeoffice in das Co-Working ausgewichen und haben jetzt Gefallen an der neuartigen Arbeitsform gefunden.

    Welche Entwicklung erwarten Sie in diesem Bereich?
    Aufgrund der Flexibilisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt entspricht diese Arbeitsform zunehmend einem Bedürfnis. Zukunftsfähig erscheint mir besonders das Modell, wenn beispielsweise in Inkubatoren wie dem Startfeld eine innovative Atmosphäre durch ähnlich interessierte Arbeitskräfte, Start-ups und Freiberufliche entsteht.

    Mit dem «Energiekonzept 2021–2030» stehen bis 2030 rund 150 Millionen Franken für energetische Investitionen zur Verfügung. Welche Punkte sind für Eigentümer von Wohn- und Geschäftsliegenschaften die wichtigsten?
    Zusätzlich zur bisherigen Förderung von energetischen Sanierungen werden die Beratungsangebote ausgeweitet, beispielsweise die finanzielle Unterstützung für die Betriebsoptimierung von Mehrfamilienhäusern und Dienstleistungsbauten. Weitere Zusätze sind die Produktion und Nutzung erneuerbarer Energien, etwa durch eigene Solarmodule sowie der sommerliche Wärmeschutz.

  • CondenZero gewinnt Swiss Innovation Challenge

    CondenZero gewinnt Swiss Innovation Challenge

    Die Swiss Innovation Challenge ist entschieden, die drei Gewinner kommen aus Zürich: Am Donnerstag wurde der Hauptpreis in Höhe von 20’000 Franken an condenZero verliehen. Die Ausgliederung der Universität Zürich (UZH) erhielt diese Auszeichnung virtuell bei einer Übertragung der Verleihungszeremonie aus dem Haus der Wirtschaft in Pratteln. Dabei wurde laut einer Medienmitteilung auch eine Grussbotschaft von Bundesrat Guy Parmelin zugespielt.

    Die Physiker von condenZero entwickeln und produzieren wissenschaftliche Probenhalter, die bei tiefen Temperaturen um etwa minus 270 Grad arbeiten. Das neuartige Kühlprinzip wurde ursprünglich am Schweizer Freie-Elektronen-Laser des Paul Scherrer Instituts entwickelt. In der Startphase konzentriere sich das Team darauf, die neue Technologie auf dem Markt der Kryo-Elektronenmikroskopie einzuführen. Die condenZero-Technologie kann kryogene Temperaturen bis zu 24 Stunden lang halten. Bei den aktuellen Kryo-Mikroskopielösungen ist dies nur für 15 Minuten möglich. CondenZero ist auch in der letzten Runde des Start-up-CERN BIC-Inkubators.

    Platz 2 und der Sonderpreis Life Sciences in Höhe von 5000 Franken gehen an MyLeg. Dabei handelt es sich um ein „einzigartiges“ Gerät, das sensorische Informationen über Berührung und Bewegung einer Beinprothese wiederherstellt. Dies geschieht durch nicht-invasive elektrische Stimulation. Das Gerät muss nicht operativ eingesetzt und kann zu jeder bestehenden Prothese hinzugefügt werden.

    Platz 3 und der Sonderpreis Bau wurden Oxara zuerkannt. Die Ausgründung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich wandelt mit selbstentwickelten und patentierten mineralischen Additiven Bauabfälle in nachhaltige und bezahlbare Baustoffe um und fördert so die Kreislaufwirtschaft. Das Ziel des Unternehmens sei, „den immensen Fussabdruck“ konventioneller Baustoffe deutlich zu verringern.

  • Schneller lernen als der Wandel

    Schneller lernen als der Wandel

    Im Gegensatz zu früheren, eher linearen Revolutionen schreitet der digitale Wandel exponentiell voran. Das heisst, lange Zeit bemerkt man nichts, und auf einmal ist die Veränderung da. Diese Entwicklung gilt es im Gegensatz etwa zur Film-, Musik- oder Autoindustrie nicht zu verschlafen, welche von Netflix, Spotify oder Tesla überrascht wurde. «Und genau darum lohnt es sich ganz besonders, in Innovationen zu investieren und am Ball zu bleiben», sagte Mario Facchinetti in seinem Referat am diesjährigen Swiss ImmoTable in der Bauarena in ZH-Volketswil. Der Name seiner Firma PropTechMarket steht denn auch für technologiegetriebene, neue Innovationen (engl.: Property Technology), die für die Immobilienwirtschaft laufend an Bedeutung gewinnen.

    Technologien sollen dort eingesetzt werden, wo sie dem Menschen überlegen sind. Oft genug erfolgt der Wandel schleichend: «Vor zehn Jahren hätte wohl kein Taxifahrer erwartet, dass ihm eine Tech-Firma aus San Francisco mit dem Namen Uber jemals zur Konkurrenz werden könnte. Oder ganz einfach gesagt: Lange Zeit geschieht nichts bemerkenswertes, wobei sich viele neue Firmen in eine Startposition bringen, Daten und Erfahrungen sammeln», so Facchinetti. Bislang sei es keiner Firma gelungen, die Immobilienwirtschaft auf den Kopf zu stellen. Viele Firmen arbeiteten aber an dieser Vision. Nun geht es darum, schneller Erfahrungen aufzubauen als der digitale Wandel voranschreitet.

    Neue Technologien revolutionieren den Markt: «Es lässt sich erahnen, dass wir in Zukunft andere Fähigkeiten brauchen als dies heute der Fall ist», sagt Facchinetti. «Viele Studiengänge sind hoffnungslos veraltet. Und bald stellt sich die Frage, ob man lieber den Studienabsolventen mit dem Masterabschluss einstellt oder den Querdenker mit viel praktischem Knowhow.» Mit der Investition in Innovation verschafft man sich die Zeit, um auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Weltweit sind aktuell rund 7000 neue Firmen am Werk, die einen Teil des Immobilienkuchens für sich gewinnen möchten. Und im Gegensatz zu vor fünf Jahren erhalten diese jungen Wilden auch immer häufiger Risikokapital von Investoren, um in der Branche mit kompetitiven Preisen Fuss zu fassen.