Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Die internationale Jury des SET Award 2025 hat Cowa Thermal Solutions zum Gewinner in der Kategorie Clean Energy & Storage gekürt. Der SET Award fördert innovative Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft und beschleunigt so die Energiewende.

    Der Wettbewerb wird von der Deutschen Energie-Agentur in Kooperation mit dem World Energy Council weltweit ausgeschrieben und veranstaltet. Unterstützt wird er vom deutschen Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Der Award zeichnet Innovationen aus, die die globale Energiewende vorantreiben. Die Verleihung fand im Rahmen des SET Tech Festivals 2025 in Berlin statt.

    Wie die Veranstalter in einer Mitteilung herausstellen, entwickelt Cowa „kompakte Wärmespeicher mit Phasenwechselmaterialien, die fünfmal kleiner sind als wasserbasierte Systeme. Mit dem Ziel, den wachsenden europäischen Wärmepumpenmarkt zu bedienen, verbessert Cowa die Integration erneuerbarer Energien und die städtische Energieeffizienz.“

    Cowa-CEO Simon Maranda bezeichnet diese Auszeichnung in einem Communiqué seines 2019 gegründeten und im Technopark Luzern ansässigen Unternehmens als „eine grosse Anerkennung für unsere Arbeit und unser Engagement für innovative Energiespeicherlösungen. Unsere kompakten thermischen Wärmespeicher sind eine ideale Lösung zur Integration erneuerbarer Heizsysteme, insbesondere Wärmepumpen, in urbanen Gebäuden mit geringen Platzverhältnissen. Wir sind stolz darauf, diese Technologie weiter voranzutreiben und die Energiewende aktiv mitzugestalten.“

    Auch in diesem Jahr wurden wegweisende Start-ups in fünf Kategorien ausgezeichnet: Saubere Energie und Speicherung, Mobilität & Transport, Industrie, Gebäude & Bauwesen sowie Zugang zu hochwertiger Energie & SDG-7. Die Sieger aller fünf Kategorien stellten ihre Lösungen im Anschluss auch beim Berlin Energy Transition Dialogue vor.

  • Neues Rechenzentrum stärkt digitale Infrastruktur in Winterthur

    Neues Rechenzentrum stärkt digitale Infrastruktur in Winterthur

    Der Rechenzentrenbetreiber NorthC Schweiz AG hat am 20. März sein neues Rechenzentrum in Winterthur eingeweiht. Das neue Rechenzentrum befindet sich auf einer Fläche von rund 1100 Quadratmeter im Turm Areal. Es soll eine zentrale Rolle als Knotenpunkt für die regionale Datenkommunikation spielen, so heisst es in einer Medienmitteilung.

    Das Rechenzentrum bietet KMU und grossen Unternehmen in der Region individuelle Colocation-Lösungen, sichere und direkte Cloud-Verbindungen sowie garantierte Bandbreiten und Geschwindigkeiten für geschäftliche Anwendungen. Durch die Anbindung an die Rechenzentren in Münchenstein BL und Biel sollen zuverlässige Verbindungen zu einer Vielzahl von Cloud- und IT-Dienstleistern gewährleistet werden.

    Das Rechenzentrum verfügt über eine derzeitige Leistungskapazität von 1,8 Megawatt und wird vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben. NorthC plant laut der Mitteilung mit seiner 2030 Strategie, Projekte zu initiieren, mit denen die entstehende Abwärme in Winterthur zukünftig sinnvoll genutzt werden kann.

    NorthC setzt laut Patrik Hofer auf regionale Rechenzentren mit internationaler Reichweite. „Mit unserem regionalen Ansatz können wir massgeschneiderte Lösungen für die Region Winterthur anbieten, die den hohen Ansprüchen an Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit gerecht werden“, wird der Managing Director Schweiz bei NorthC in der Medienmitteilung zitiert.

    In Winterthur sind nach Ralph Peterli, Geschäftsführer der Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur, bereits viele führende Technologieunternehmen ansässig. „Es ist gut zu wissen, dass mit NorthC ein regionales Unternehmen stabile und sichere IT-Infrastrukturen auf Stadtgebiet anbietet“, äusserte sich Peterli der Medienmitteilung zufolge.

    NorthC Schweiz hat seinen Sitz in Biel und ist ein Tochterunternehmen der NorthC Group mit Sitz in Oude Meer in den Niederlanden.

  • Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) will laut einer Medienmitteilung mit einem neuen Service den Ausbau von Fernwärme beschleunigen. Mit wärmecheck.ch liege ein Angebot vor, welches Haus­be­sit­ze­rin­nen, Haus­be­sit­zern und Un­ter­neh­men rasch die Frage beantwortet, ob ihre Immobilie an ein Fernwärmenetz der EBL angeschlossen werden kann.

    wär­me­check.ch sei über den Brow­ser in­tui­tiv be­dien­bar und voll­stän­dig in­ter­ak­tiv. Nutzende können den Angaben zufolge am Desktop oder per Smartphone auf ei­ner di­gi­ta­len Kar­te sämtliche Adres­sen, die in Wär­me­ver­sor­gungs­ge­bie­ten der EBL liegen, an­­steu­ern. Damit seien zu je­dem Ob­jekt die pas­sen­den In­for­ma­tio­nen aus öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Da­ten verfügbar. Eine Registrierung sei nicht nötig.

    Besteht eine Anschlussmöglichkeit, erstellt wärmecheck.ch schnell und un­kom­pli­ziert eine un­ver­bind­li­che Mo­dell­rech­nung oder bietet Kontakt zu einer An­sprech­per­son der EBL für eine persönliche Ab­klä­rung. Ist zum Zeit­punkt der An­fra­ge ein Anschluss nicht mög­lich, bekommen Interessierte Al­ter­na­ti­ven aufgezeigt und eine Übersicht über relevante In­for­ma­ti­ons­platt­for­men.

    Hintergrund der Massnahme ist das Ziel von EBL, mehr Fern­wär­me­ver­bün­de zu schaffen. Wie EBL schreibt, müs­sten dafür In­for­ma­tio­nen zum An­schluss an die Fern­wär­me oder zu al­ter­na­ti­ven Heiz­mög­lich­kei­ten für Interessierte auf ein­fa­chem Wege zugänglich sein.

    Die Resonanz auf wärmecheck.ch soll es dem Energieversorger ermöglichen, gezielt auf die Nach­fra­ge der Be­völ­ke­rung und dem Ge­wer­be ein­zu­ge­hen, be­ste­hen­de Wär­me­ver­bün­de zu ver­dich­ten und die Er­schlies­sung wei­te­rer Ge­bie­te zu prü­fen.

  • Intelligentes Energiemanagement optimiert Stromverbrauch in Gebäuden

    Intelligentes Energiemanagement optimiert Stromverbrauch in Gebäuden

    Ein vorausschauender Kontrollalgorithmus der Empa optimiert das Energiemanagement in Gebäuden so, dass die Versorgungssicherheit im gesamten Energiesystem gewährleistet wird. Dabei kommunizieren automatisierte Gebäudesysteme direkt mit Energieanbietern und dem Stromnetz.

    Laut einem Bericht der Empa können automatisierte Systeme den Stromverbrauch dahingehend optimieren, dass sowohl Netzstabilität als auch Flexibilität der Verbrauchenden stets garantiert werden. Gleichzeitig werden Energieüberschüsse nicht zwangsläufig lokal gespeichert, sondern nach Möglichkeit ins Stromnetz eingespeist, so dass die Nachfrage jederzeit gedeckt werden kann.

    Beim Praxistest des Urban Energy Systems Lab der Empa in ihrem Dübendorfer Versuchsgebäude NEST standen die Reduktion der CO2-Emissionen, die Flexibilität der Energienachfrage und der Komfort der Bewohnenden im Fokus. Mittels des prädiktiven Kontrollalgorithmus gelang es dem Team, das Energiemanagement innerhalb des Gebäudes mit folgendem Setup zu optimieren: einer Photovoltaikanlage zur Stromproduktion, einem Batteriespeicher, einer Wärmepumpe sowie einer bidirektionalen Ladestation für E-Fahrzeuge.

    Das System senkte den CO2-Ausstoss des Gebäudes den Angaben zufolge um mehr als 10 Prozent. Das Gebäude war in der Lage, Verbrauch und Einspeisung von Strom vorausschauend zu kommunizieren. „Das Experiment hat also gezeigt, dass die flexible Verfügbarkeit erneuerbarer Energien nicht a priori ein Problem darstellt“, so die Empa.

    Doch für die grossangelegte Umsetzung dieser Ergebnisse müssten Gebäude künftig konsequent digitalisiert werden. Die Technologie der Wissenschaftlerin Federica Bellizio soll durch das Start-up Kuafu auf den Markt kommen. Dafür wurde sie erst kürzlich mit dem Stipendium Empa Entrepreneur Fellowship ausgezeichnet.

  • Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Das Energieunternehmen Energie Wasser Bern (ewb) und die Gemeinde Köniz wollen mit dem Energieverbund Bern-Wabern einen Beitrag zur CO2-Reduktion und zur Erreichung der klimapolitischen Ziele von Köniz und Bern leisten, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Verwaltungsrat von ewb hat den Bau des Wärmeverbunds Bern-Wabern am 7. März 2025 und getragen von einem per Umfrage ermittelten „grossen Interesse“ der Bevölkerung beschlossen. Der Bau der Produktionsanlagen soll 2027 starten. Ab 2028 sei mit der ersten Wärmelieferung zu rechnen.

    Das Wärmeproduktionskonzept sieht konkret vor, die Energie aus Überschusswasser der Pumpstation Schönau zur thermischen Nutzung zu verwenden. Die Produktionsanlagen werden in die bestehende Heizzentrale der Wohnüberbauung Morillon an der Bondelistrasse eingebaut, heisst es.

    Mit dem jetzt unterzeichneten Zusammenarbeitsvertrag geht die Wärme- und Kälteversorgung in Wabern in die Zuständigkeit der ewb, die auch verantwortlich ist für die operative und finanzielle Verantwortung beim Bau.

    Der Wärmeverbund könne helfen, die Energiewende und den Klimaschutz zu fördern. Durch das nachhaltige Energieprojekt werde ein Ersatz geschaffen für viele Öl- und Gasheizungen in Wabern und in den angrenzenden Quartieren von Bern. „Ein Wärmeverbund ist in dicht bebauten Gebieten oft die einzige Lösung, um die Gebäude CO2-frei und wirtschaftlich mit erneuerbarer Energie zu heizen“, wird der Könizer Gemeinderat Hansueli Pestalozzi zitiert.

  • Rheinwasser und Abwärme als Energiequelle für Wärmeverbund

    Rheinwasser und Abwärme als Energiequelle für Wärmeverbund

    Der Stromversorger AEW Energie AG mit Sitz in Aarau investiert laut Medienmitteilung über 8 Millionen Franken in den neuen Wärmeverbund Augst BL. Dieser soll die bestehende AEW Contracting-Anlage in Pratteln BL ersetzen, die auf Basis von Holzpellets und Öl betrieben wird.  Das Baugesuch für den Wärmeverbund, der mit 100 Prozent erneuerbarer Energie betrieben wird, wurde eingereicht. Die erste Wärmelieferung soll während der Heizperiode 2025/26 erfolgen.

    Die Wärmezentrale wird in der Maschinenhalle des Kraftwerks Augst errichtet und nutzt die Abwärme der Kraftwerksgeneratoren sowie Rheinwasser als Wärmequellen.  Die Abwärme der Generatoren wird heute ungenutzt in den Rhein abgeführt. Mit dieser Kombination könne eine zuverlässige und nachhaltige Wärmeversorgung gewährleistet werden, heisst es von AEW. Drei Wärmespeicher mit je 16‘000 Litern dienen dem Ausgleich von Schwankungen und der Sicherung einer konstanten Versorgung.

    Die Wärme wird über ein rund 1,3 Kilometer langes Fernwärmenetz an die angeschlossenen Gebäude verteilt. Insgesamt wird laut der Mitteilung eine thermische Leistung von 2 Megawatt bereitgestellt, mit einem geplanten jährlichen Wärmeabsatz im Endausbau von 4400 Megawattstunden. Verglichen mit fossilen Heizsystemen entspreche das einer Reduktion von rund 1200 Tonnen CO2 jährlich.

    AEW begann laut der Mitteilung Anfang der 1990er-Jahre mit dem Aufbau von Anlagen für die Wärmeversorgung. Der erste Wärmeverbund wurde vor 30 Jahren in der Gemeinde Möhlin in Betrieb genommen. Heute betreibt die AEW 75 Wärmeverbunde und Contracting-Anlagen für Wärme und Kühlung im Kanton Aargau sowie den angrenzenden Kantonen. Die aktuelle Produktionskapazität beträgt über 230 Gigawattstunden im Jahr und vermeidet den Ausstoss von rund 55‘000 Tonnen CO2 pro Jahr.

  • Gebäude tragen zur Netzstabilität bei

    Gebäude tragen zur Netzstabilität bei

    Die Transformation des Energiesektors bringt Herausforderungen mit sich. Erneuerbare Energien wie Photovoltaik liefern nicht konstant Strom, sondern unterliegen Wetterbedingungen und Tageszeiten. Die Stromversorgung muss daher flexibler werden, um Produktionsspitzen zu nutzen und Engpässe auszugleichen. Genau hier setzen automatisierte Gebäudesysteme an. Sie steuern Verbrauch und Einspeisung intelligent und entlasten das Netz.

    Vorausschauende Steuerung für maximale Effizienz
    Ein innovativer Algorithmus der Empa analysiert die Energieverfügbarkeit und das Nutzerverhalten, um den Energieverbrauch optimal zu steuern. So wird etwa überschüssige Solarenergie bevorzugt genutzt oder gespeichert, anstatt das Netz zu überlasten. Gleichzeitig bleibt der Komfort erhalten. Warmwasser oder Heizung stehen genau dann zur Verfügung, wenn sie benötigt werden.

    Erfolgreicher Praxistest im NEST-Gebäude
    In einem Pilotprojekt im NEST-Gebäude der Empa wurde der Algorithmus unter realen Bedingungen getestet. Dabei kamen eine Photovoltaik-Anlage, Batteriespeicher, eine Wärmepumpe und eine Ladestation für Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Die Ergebnisse zeigen, die CO2-Emissionen konnten um mehr als 10 Prozent gesenkt werden, ohne den Nutzerkomfort zu beeinträchtigen. Zudem konnte das Gebäude eigenständig mit dem Netz kommunizieren, um Lastspitzen abzufangen.

    Digitalisierung als Voraussetzung für skalierbare Lösungen
    Die Studie belegt, dass intelligente Energiesteuerung ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Energiezukunft ist. Damit solche Lösungen flächendeckend eingesetzt werden können, ist eine konsequente Digitalisierung erforderlich. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die IT-Infrastruktur nachhaltig bleibt. Empa-Forscher untersuchen daher bereits Möglichkeiten, alte Smartphones als Steuerungseinheiten für die Gebäudeautomation einzusetzen.

    Die Zukunft der Energieversorgung liegt in der Vernetzung intelligenter Systeme. Durch vorausschauendes Management können Gebäude nicht nur ihren eigenen Energiebedarf decken, sondern aktiv zur Netzstabilität beitragen.

  • Biogas aus Utzenstorf versorgt 400 Haushalte in Solothurner Gasnetz

    Biogas aus Utzenstorf versorgt 400 Haushalte in Solothurner Gasnetz

    Seit dem 6. März fliesst im Gasnetz von Regio Energie Solothurn auch Gas, das bei der Kompogas Utzenstorf AG produziert wird, informiert Regio Energie Solothurn in einer Mitteilung. Dafür hat der Regionalversorger eine 2,3 Kilometer lange Gasleitung zwischen Utzenstorf und Gerlafingen verlegen lassen. Mit dem zusätzlichen regionalen Biogas können rund 400 Einfamilienhäuser beheizt werden, heisst es in der Mitteilung.

    Die Kompogas Utzenstorf AG wandelt seit 2007 organische Abfälle über Trockengärung in Biogas um. Nach der Schliessung der Papierfabrik Utzenstorf 2017 habe das Gas aus technischen Gründen nicht mehr eingespeist werden können und wurde daher in einem Blockheizkraftwerk verstromt, erläutert Regio Energie Solothurn. Für die Einspeisung des Biogases in das Netz des Regionalversorgers hat die Kompogas Utzenstorf AG eine neue Aufbereitungsanlage gebaut. Das Unternehmen wird von der Axpo Biomasse AG, Regio Energie Solothurn, der Gast AG Utzenstorf und der Kikom GmbH Burgdorf gehalten.

  • Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat auf dem Dach ihrer Filiale in Arbon eine neue Photovoltaikanlage installiert. Wie es in einer Mitteilung heisst, ist die neue Anlage mit 500 Quadratmetern die grösste, die die Bank in Betrieb genommen hat. Sie soll jährlich etwa 105‘000 Kilowattstunden Strom liefern. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 21 Haushalten.

    Der auf dem Dach produzierte Strom soll in erster Linie für den Betrieb der Geschäftsstelle genutzt werden. Je nach Bedarf deckt er zwischen 25 und 40 Prozent des Energiebedarfs der Bankfiliale ab, heisst es in der Mitteilung. Des Weiteren versorgt die Solaranlage drei Ladestationen für E-Autos in der benachbarten Tiefgarage des Einkaufszentrums Novaseta. Überproduzierter Strom soll darüber hinaus in das öffentliche Netz eingespeist werden.

    Mit der neuen Anlage will die TKB ihr Engagement für nachhaltige und erneuerbare Energie unterstreichen und den CO2-Ausstoss vor Ort senken.

  • Gemeinde Thalwil setzt auf Fernwärme mit neuer Wärmeversorgung

    Gemeinde Thalwil setzt auf Fernwärme mit neuer Wärmeversorgung

    Um eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung der Bevölkerung zu ermöglichen, ist im Februar 2025 die Wärme Thalwil AG gegründet worden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist das Unternehmen Ergebnis der Zusammenarbeit der Gemeinde Thalwil mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ). An der gegründeten Gesellschaft sind Thalwil mit 49 Prozent und die EKZ mit 51 Prozent beteiligt. Der Gründung ist ein Bürgerentscheid vom September 2024 vorangegangen, an dem 79,8 Prozent der Stimmberechtigten für das neue Unternehmen gestimmt hatten.

    «Mit der Gründung der Wärme Thalwil AG setzen wir ein klares Zeichen für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Wärmeversorgung auf unserem Gemeindegebiet», wird Andy Fellmann, Gemeindeingenieur von Thalwil, in der Mitteilung zitiert. «Zudem können durch die Zusammenarbeit von Gemeinde und EKZ Synergien genutzt und die bereits bestehende Infrastruktur effizient weiterentwickelt werden.»

    Martin Nicklas, Verwaltungsratspräsident der Wärme Thalwil AG und Leiter Energielösungen und Energiecontracting bei EKZ, nennt als Ziel der Neugründung, 3000 Bürgerinnen und Bürger mit nachhaltiger Wärme zu versorgen. In einem nächsten Schritt soll ein zusätzlicher Wärmeverbund geschaffen werden, ein Entscheid darüber soll 2026 getroffen werden.

  • Was wirklich zählt bei Enthärtungsanlagen

    Was wirklich zählt bei Enthärtungsanlagen

    Kalk im Leitungswasser führt zu zahlreichen Problemen. Er verschlechtert die Energieeffizienz von Geräten, verkürzt die Lebensdauer von Sanitärinstallationen und erhöht den Verbrauch von Seifen und Waschmitteln. In vielen Regionen der Schweiz, insbesondere im Mittelland und im Jurabogen, ist das Wasser stark kalkhaltig, weshalb Hunderttausende Gebäude bereits mit Enthärtungsanlagen ausgestattet sind.

    Wie funktioniert die Wasserenthärtung?
    Bei der Wasserenthärtung werden Kalzium- und Magnesium-Ionen aus dem Wasser entfernt. Nur so lassen sich Kalkrückstände effektiv verhindern und der Verbrauch von Waschsubstanzen reduzieren. Es gibt verschiedene Verfahren, darunter physikalische Methoden, die den Kalk lediglich umwandeln, ohne ihn zu entfernen. Diese Methoden sind oft unwirksam und können die Erwartungen der Verbraucher nicht erfüllen.

    Ionen-Austausch-Verfahren
    Das Ionen-Austausch-Verfahren hat sich in der Gebäudetechnik bewährt. Es entfernt Kalk effizient aus dem Trinkwasser, indem das Wasser durch Behälter mit Ionen-Austauscher-Harz fliesst. Die Kalzium- und Magnesium-Ionen bleiben am Harz hängen und werden durch Natrium-Ionen ersetzt. Dieses Verfahren ist sicher und sparsam im Salzverbrauch, da moderne Anlagen den Salzbedarf minimieren.

    Physikalische Verfahren oft wirkungslos
    Physikalische Entkalkungsmethoden versuchen, den Kalk in eine Form umzuwandeln, die keine Ablagerungen bildet. Diese Verfahren enthärten das Wasser jedoch nicht wirklich. Untersuchungen haben gezeigt, dass solche Methoden oft nicht den gewünschten Effekt erzielen. Seriöse Anbieter können ihre Wirksamkeit mit einem Prüfzertifikat nach W512 des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches nachweisen.

    Auf etablierte Verfahren setzen
    Wer eine Enthärtungsanlage installieren möchte, sollte auf bewährte Verfahren wie den Ionen-Austausch setzen. Diese Technologie ist gut erforscht und bietet nachweisliche Ergebnisse. Physikalische Verfahren hingegen sind oft unwirksam und können die Erwartungen der Verbraucher enttäuschen. Es ist wichtig, die Wasserhärte vor und nach der Installation einer Anlage zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Enthärtung tatsächlich stattfindet.

  • Immer mehr Haushalte speichern Strom

    Immer mehr Haushalte speichern Strom

    Die Nachfrage nach Stromspeichern in Deutschland und der Schweiz wächst rapide. Immer mehr Haushalte mit Photovoltaikanlagen entscheiden sich für Batteriespeicher, um überschüssige Energie zu speichern. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft wurden 2024 rund 580’000 neue Heimspeicher installiert, was die Gesamtzahl auf etwa 1,8 Millionen erhöht.

    Ein Hauptgrund für diese Entwicklung ist die Möglichkeit, selbst erzeugten Solarstrom effizienter zu nutzen. Ohne Speicher wird nur etwa 20 % des erzeugten Stroms direkt verbraucht. Mit einem Batteriespeicher steigt der Eigenverbrauch auf bis zu 80 %, was die Stromkosten langfristig senkt.

    Wirtschaftliche und technische Aspekte
    Die Kosten für Batteriespeicher sind in den letzten zehn Jahren um 75 % gesunken. Eine typische Anlage mit 10 kWh Kapazität kostet zwischen 7’000 und 12’000 Euro. Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Grösse der Solaranlage, der Eigenverbrauchsquote und den Strompreisen ab. Förderprogramme können die Investition zusätzlich attraktiver machen.

    Ein Speicher amortisiert sich in der Regel nach 10 bis 15 Jahren. Moderne Lithium-Ionen-Akkus halten etwa 15 bis 20 Jahre, was die Investition langfristig rechtfertigt.

    Vorteile für Elektromobilität und Energiesystem
    Batteriespeicher unterstützen auch die Elektromobilität. E-Auto-Besitzer können ihre Fahrzeuge mit eigenem Solarstrom laden, was besonders nachts von Vorteil ist. Diese Flexibilität trägt zur Stabilisierung des Stromnetzes bei und fördert die Integration erneuerbarer Energien.

    Grosse Energieversorger erkennen das Potenzial von Heimspeichern zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und Stabilisierung der Energiepreise. Langfristig könnten sie auch netzdienlich eingesetzt werden, um Netzkosten zu senken.

    Kontinuierlicher Anstieg der Stromspeicher
    In der Schweiz steigt die Zahl der Haushalte mit Stromspeichern kontinuierlich. Ende 2023 lag die installierte Speicherkapazität bei 607’000 kWh, was ausreicht, um 65’000 Haushalte einen Tag lang mit Strom zu versorgen. Der Wunsch nach erhöhter Autarkie treibt diese Entwicklung an.

    Eine Investition in die Zukunft
    Batteriespeicher bieten zahlreiche Vorteile für Haushalte und das gesamte Energiesystem. Sie erhöhen den Eigenverbrauch von Solarstrom, senken die Stromkosten und unterstützen die Elektromobilität. Mit sinkenden Preisen und zunehmender Förderung wird die Investition in einen Batteriespeicher immer attraktiver.

  • Zukunft der Wasserstoffwirtschaft Schweiz

    Zukunft der Wasserstoffwirtschaft Schweiz

    Die Wasserstoffwirtschaft steht vor einem entscheidenden Wendepunkt. Um den Markthochlauf effizient zu gestalten, bedarf es einer starken Vernetzung zwischen Produzenten, Abnehmern und Transportdienstleistern. Hier setzt MatcH2 an, eine innovative digitale Plattform, die von Axpo initiiert und gefördert wird. Diese Plattform soll die verschiedenen Akteure im Wasserstoffmarkt zusammenbringen und somit einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten.

    Axpo als treibende Kraft
    Axpo hat sich zum Ziel gesetzt, die Wasserstoffwirtschaft in der Schweiz und Europa aktiv voranzutreiben. Mit dem Sponsoring von MatcH2 schafft Axpo ein Netzwerk, das Abnehmer, Produzentinnen und Transportdienstleister verbindet. Michael Limacher betont: «Wir zeigen das verfügbare Angebot an grünen Molekülen auf und stärken somit das Vertrauen potenzieller Abnehmer in eine verlässliche Versorgung.»

    Innovation durch Zusammenarbeit
    Die Idee entstand aus der Zusammenarbeit zwischen Axpo und dem Startup Hub Bluelion. Simon Weiher, hebt die Bedeutung von Open Innovation hervor: «Die Partnerschaft mit Bluelion hilft uns, die richtigen Startups für ausgewählte Herausforderungen zu finden. Es freut mich, dass dieser Ansatz auch bei diesem Vorhaben erfolgreich war.»

    Planungssicherheit für alle Beteiligten
    Damit der Markthochlauf gelingt, sind sowohl Produzentinnen als auch Abnehmer auf Planungssicherheit angewiesen. Die Plattform informiert Verbraucher über die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff in der Schweiz und bietet Produzenten eine Übersicht über den selbstdeklarierten Wasserstoffbedarf der Abnehmer. Dies schafft Planungssicherheit für Produktionsprojekte und ermöglicht eine koordinierte Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft.

    Vernetzung und gemeinsamer Markt
    Die Plattform fördert den Austausch im Wasserstoffmarkt und schliesst auch Dienstleister ein, die den Transport zwischen Produzenten und Verbrauchern sicherstellen. Luka Cuderman, betont: «MatcH2 ist keine Handels-, sondern eine Vernetzungsplattform.» Guy Bühler ergänzt: «Durch das Engagement verschiedener H2-Player unterstützt die Plattform aktiv die Entwicklung des Wasserstoffmarkts in der Schweiz.»

    Ein Schritt in Richtung Energiewende
    Mit MatcH2 schafft das Unternehmen eine solide Grundlage für Fortschritte rund um die Dekarbonisierung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Die Plattform zeigt eindrucksvoll, wie durch innovative Vernetzung und Zusammenarbeit die Zukunft der Wasserstoffwirtschaft gestaltet werden kann.

  • Goldfarbene Fassadenmodule in Schlieren setzen neue Solarstandards

    Goldfarbene Fassadenmodule in Schlieren setzen neue Solarstandards

    Die Megasol Energie AG mit Sitz in Deitingen hat ein neues farbiges Solarmodul auf den Markt gebracht. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, erbringen die Module mit ihrer neuen Farbgestaltung etwa 94 Prozent des Wirkungsgrades herkömmlicher schwarzer Photovoltaikmodule.

    Die Paneele unter dem Namen SOLARCOLOR Morpho sind für die Montage als Fassadenelemente hergestellt. So sind sie unter anderem an zwei Neubauten im Gebiet Lacheren in Schlieren montiert. Je nach Lichteinfall erzeugen die goldfarbenen Module ein lebendiges Farbenspiel, heisst es in der Mitteilung.

    Die beiden Gebäude in Lacheren umfassen 36 Wohnungen. Das Dach ist ebenfalls mit Photovoltaikmodulen gedeckt und erzeugen Spitzenwerte von 68 Kilowatt bei einem Jahresertrag von 59‘900 Kilowattstunden. Die Fassadenelemente erbringen Peaks von 17 Kilowatt und einen jährlichen Ertrag von etwa 16‘200 Kilowattstunden.

    Die Megasol Energie AG zählt zu den fünf nominierten Finalisten des vom Swiss Venture Club (SVC) gestifteten Prix SVC Espace Mittelland 2025, der am 12. März 2025 in Bern vergeben wird.

  • Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Seit dem 26. Februar werden die ersten 80 Liegenschaften im Zürcher Quartier Riesbach mit Wärme aus dem Energieverbund Tiefenbrunnen geheizt, informiert Energie 360° in einer Mitteilung. Bei der für 2032 angepeilten Fertigstellung des Energieverbunds soll die Zahl der mit Wärme aus dem Wasser des Zürichsees geheizten Liegenschaften auf etwa 400 angestiegen sein. In das Projekt hat Energie 360° rund 60 Millionen Franken investiert.

    «Wir haben mit der Inbetriebnahme der Hauptzentrale einen wichtigen Meilenstein erreicht und sind stolz auf den Beitrag zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung im Gebiet Tiefenbrunnen», wird Gesamtprojektleiter Andreas Abdon von Energie 360° in der Mitteilung zitiert. Für Dženan Draganović von Liegenschaften Stadt Zürich wiederum sind Energieverbünde wie der nun in Betrieb genommene entscheidend für das eigene Netto-Null-Ziel: «Wir haben uns vorgenommen, bis 2035 alle Liegenschaften ohne fossile Brennstoffe zu beheizen.»

    Im Endausbau kann der Energieverbund Tiefenbrunnen rund 5300 Einwohnende von Tiefenbrunnen mit erneuerbarer Wärme aus dem Zürichsee versorgen. Durch den Ersatz fossiler Heizungen können dabei 6500 Tonnen CO2 jährlich vermieden werden, schreibt Energie 360°.

  • Nachhaltige Energieversorgung für Frick

    Nachhaltige Energieversorgung für Frick

    Der in Basel ansässige Energieversorger IWB hat die Inbetriebnahme des Wärmeverbunds Frick bekannt gegeben. Nebst der neuen Heizzentrale mit zwei Holzkesseln und zwei Wärmespeichern ist ein Wärmenetz in Länge von 2,1 Kilometern in Betrieb genommen worden, heisst es in einer Mitteilung. Ab dem 4. März soll der Ausbau der letzten Abschnitte in der ersten Baustufe in Angriff genommen werden.

    Damit werden in einigen Quartieren von Frick Privathaushalte und Betriebe mit erneuerbarer Fernwärme versorgt. Die Befeuerung der Holzkessel wird mit regionalen Holzhackschnitzeln vorgenommen, die aus dem Forstbetrieb Thiersteinberg stammen.

    Aufgrund der grossen Nachfrage prüft die IWB bereits die Erweiterung des Versorgungsgebiets in den Ortsteilen Ob em Dorf und Chilmet. Sowohl die jetzigen als auch die künftigen Bauten sind mit einer Reihe von Verkehrseinschränkungen verbunden, welche von Gemeinde und Kanton je nach Bedarf angepasst werden. Die IWB lädt für den 5. April 2025 zu einem Tag der offenen Tür auf dem Areal der Heizzentrale ein.

  • Tiefbauarbeiten für Stromnetz am Bahnhof Stadelhofen gestartet

    Tiefbauarbeiten für Stromnetz am Bahnhof Stadelhofen gestartet

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger startet laut einer Mitteilung mit Tiefbauarbeiten an den Kabelanlagen des Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) direkt am Bahnhof Zürich-Stadelhofen. Walo hat einen von 2024 bis 2028 gehenden Jahresauftrag von ewz erhalten. Damit wirke Walo als eines von vier Unternehmen an wichtigen Infrastrukturprojekten mit, heisst es weiter. Noch im Februar starte Walo Bertschinger mit Tiefbauarbeiten an den Kabelanlagen von ewz direkt am Bahnhof Stadelhofen, heisst es weiter.

    ewz ist verantwortlich für den sicheren und effizienten Betrieb des Verteilnetzes in der Stadt Zürich und in Teilen des Kantons Graubünden, heisst von ewz. Eine moderne und intelligente Mess- und Netzinfrastruktur gewährleiste die Versorgungssicherheit in der Stadt Zürich. Langfristig unterstütze diese Infrastruktur das Zürcher Netto-Null-Ziel 2040 und die Erhaltung der Lebensqualität in der Stadt. Zugleich sei sie Voraussetzung für die weitere Vernetzung und Digitalisierung.

  • Dynamische Solarfassade optimiert Alpen-Chalet

    Dynamische Solarfassade optimiert Alpen-Chalet

    Zurich Soft Robotics (ZSR) hat ein Alpen-Chalet mit seiner dynamischen, intelligenten Solarfassade Solskin ausgerüstet. Dieser Auftrag in der St.Galler Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann ist die erste Anwendung für einen privaten Kunden. Laut einer Mitteilung der 2022 gegründeten Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) mit Sitz im Technopark Zürich sollte das dynamische Solarsystem an dem ehemaligen Skilifthäuschen die Energieausbeute und Ästhetik verbessern, den alpinen Charme der bestehenden Architektur erhalten und das natürliche Tageslicht optimieren.

    Solskin besteht aus zahlreichen kleinen und dünnen Photovoltaikpaneelen, die auf Aktoren montiert sind. Diese wiederum sitzen auf einem Metallträgernetz und werden einzeln durch Druckluft bewegt. Dadurch können die Paneele der Sonne folgen und den Ertrag an Solarstrom gemäss den Angaben gegenüber statischen Paneelen um bis zu 40 Prozent steigern.

    Gleichzeitig funktionieren diese Paneele auch als dynamisches Beschattungssystem. Die Software stellt die adaptive Solarfassade mithilfe von Künstlicher Intelligenz und selbstlernenden Algorithmen automatisch so ein, dass der Solarertrag, die Wärmereduzierung und das Tageslicht maximiert werden. «Neben anderen Vorteilen kann es je nach Projektdetails, Ausrichtung, Solskin-Oberfläche usw. den Bedarf an Kühlung und Heizung des dahinter liegenden Raums um bis zu 80 Prozent senken und so helfen, Betriebskosten zu sparen», wird Vesna Kosorić, Head of Sales and Architecture bei ZSR, in einem Bericht der ETH zitiert.

    «Zuerst war es ein Traum, dann ein Wagnis», zitiert ZSR in seiner Mitteilung Thomas Greber, den Besitzer des Chalets. «Gemeinsam haben wir mit dieser Fassade mehr erreicht als wir uns vorstellen konnten: eine sehr befriedigende Bauzeit und ein in allen Bereichen überzeugendes Ergebnis. Damit sind wir glücklich.»

  • Luzern setzt auf Energie aus dem See

    Luzern setzt auf Energie aus dem See

    Die Stadt Luzern und der örtliche Versorger energie wasser luzern (ewl) wollen gemeinsam Möglichkeiten schaffen, mit Energie aus dem Vierwaldstättersee einen Teil des Wärmebedarfs der Stadt zu decken. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen mit der Umstellung auf See-Energie die Treibhausgasemissionen aus Gas, Öl, Benzin, Diesel und Kerosin bis 2040 auf Null gesenkt werden.

    Um das Ziel zu erreichen, sind von den Partnern mögliche Standorte für grösstenteils unterirdische Energiezentralen in Betracht gezogen worden. Aus einer Auswahl von 100 möglichen Standorten haben sich im vorläufigen Verfahren fünf herauskristallisiert: Drei Standorte liegen am linken Seeufer, je einer am rechten Seeufer und im Versorgungsgebiet Würzenbach.

    Die Standorte haben sich nach einer umfangreichen Analyse als die geeignetsten gezeigt. Berücksichtigt wurden neben der Energieausbeute auch Eigentumsverhältnisse sowie Kriterien wie Naturschutz und gesellschaftliche Belastungen. Städtebauliche und Machbarkeitsstudien sollen bis Mitte 2025 vorliegen. Bei zu starken Interessenkonflikten werden Ausweichstandorte avisiert.

    «Es war deshalb zentral, städtische und kantonale Fachstellen sowie verschiedene Naturschutz- und Planerverbände bei der Suche nach geeigneten Standorten einzubeziehen», wird Martin Arnold, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Realisierung von ewl, in der Mitteilung zitiert. «So konnten wir die verschiedenen Interessen abholen und aufeinander abstimmen.»

  • Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Das Fleischverarbeitungsunternehmen Ernst Sutter AG aus Gossau betreibt sein Tessiner Logistikzentrum am Standort Bedano ohne Nutzung fossiler Energie. Die Stromversorgung aller notwendigen Anlagen wird zu 45 Prozent aus Solarenergie und zum Rest aus Wasserkraft gedeckt, heisst es in einer Mitteilung. Der Solarstrom entsteht durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Zentrums, auf dem die 271 Quadratmeter grosse Anlage jährlich 55‘000 Kilowattstunden Strom erzeugt.

    Das Heizungssystem wurde von Ölheizung auf Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage umgestellt. Die von den Kühlsystemen abgezogene Wärme wird zur Aufbereitung von Warmwasser verwendet.

    Mit den Firmenstandorten in Gossau und in Bazenheid SG ist Bedano jetzt der dritte Standort des Unternehmens, der fossilfrei mit Energie versorgt wird. «Wir setzen uns ambitionierte Ziele, um unseren ökologischen Fussabdruck kontinuierlich zu verringern und so zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen», wird Reto Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung, in der Mitteilung zitiert. «Der Ausbau erneuerbarer Energien an unseren Standorten spielt dabei eine zentrale Rolle.»

  • Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Die Energieunternehmen Primeo Energie aus Münchenstein und die StWZ Energie AG sind in den Planungen zum Fernwärmenetzwerk Fernwärme Unteres Wiggertal (FUWI). Gemäss einer Medienmitteilung sieht ihr Lösungsansatz vor, bereits bestehende Verbünde einzubringen.

    «Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. StWZ und Primeo sind überzeugt, dass sich das Fernwärmenetz im unteren Wiggertal am effektivsten umsetzen lässt, wenn wir unsere Kräfte in einer gemeinsamen Gesellschaft bündeln», wird Michael Schneider, Geschäftsführer der Primeo Wärme AG, zitiert. Als erstes soll das Fernwärmenetz in Oftringen und Zofingen ausgebaut werden und in dem Zuge die bestehenden Fernwärmenetze beider Gemeinden eingebunden werden. Als klimaneutraler Wärmeenergieersatz sollen die Holzverbrennung in den StWZ-Energiezentralen und Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) der Erzo (Entsorgung Region Zofingen) genutzt werden.

    Zu Beginn waren an dem Projekt neben der StWZ Energie AG Zofingen auch die EW Oftringen AG und EW Rothrist AG beteiligt. Entgegen der Planungen haben die beiden regionalen Energieversorger aus verschiedenen Gründen ihre Zusage zum Beitritt in die Gesellschaft vorerst zurückgezogen. Beide Unternehmen stehen laut Mitteilung aber hinter dem Vorhaben für CO2-neutrale Fernwärme. Eine Beteiligung zu einem späteren Zeitpunkt sei nicht ausgeschlossen.

    Offen ist zudem die Frage nach einer künftigen Aufstockung der Wärmeabnahme ab Sommer 2027. Für den Bau einer neuen KVA und das dafür benötigte zusätzliche Landstück soll das Oftringer Stimmvolk im November 2025 abstimmen.

  • Ausbau des Fernwärmenetzes in Ober- und Unterentfelden

    Ausbau des Fernwärmenetzes in Ober- und Unterentfelden

    Mit dem Wärmeverbund in Ober- und Unterentfelden wird die Eniwa AG den nächsten Verbund an ihr Netz anschliessen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Nun bekam der Energieversorger mit Sitz in Buchs die Bewilligung zum Bau einer Energiezentrale und den ersten Teil des Netzes. Ab 2026 soll Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs (KVA Buchs) CO2-neutrale Wärmeenergie an die ersten Kunden liefern.

    Die erste Etappe soll 2026 in Betrieb gehen. Sie ermöglicht laut Mitteilung das Einspeisen von Wärmeenergie für einen Bedarf in Höhe von 20’000 Megawattstunden. Für den Transport der Abwärme aus der Abfallverwertung nach Entfelden erweitert laut Mitteilung die Fewag das Leitungsnetz von Suhr bis zur Energiezentrale in Unterentfelden.

    Die Abwärme werde in Form von Heisswasser zur Energiezentrale gebracht und über das Verteilnetz mit 65 Grad Celsous in die Gebäude verteilt. Den damit eingeleiteten Kreislauf vergleicht Aleksandar Dunjic, Projektleiter Wärme/Kälte, am Beispiel einer Zentralheizung. Nach der Umwandlung in Wärmeenergie für Heizung und Warmwasseraufbereitung werde demnach das wieder abgekühlte Wasser zurück zur Wärmequelle befördert.

    Nach der ersten Realisierungsphase bis 2028 peilt Eniwa der Mitteilung zufolge eine Erhöhung der Energiemenge per Fernwärme auf 60’000 Megawattstunden durch eine Erweiterung des Netzes in Ober- und Unterentfelden an. «Die Wärmeverbundprojekte bieten den Kundinnen und Kunden langfristig eine hohe Versorgungssicherheit zu stabilen Preisen», wird CEO Hans-Kaspar Scherrer zitiert. Als Ausbauziele seien 12 Trassenkilometer in den nächsten 15 bis 20 Jahren vorgesehen.

  • Herausforderungen und Chancen bei Europas Batterieindustrie

    Herausforderungen und Chancen bei Europas Batterieindustrie

    Die weltweite Nachfrage nach Batterien wird sich bis 2030 voraussichtlich verdreifachen und zwischen 4,0 und 4,6 Terawattstunden erreichen. Bis 2040 könnte sie sich erneut verdoppeln. Der Markt wird derzeit von technologisch führenden Unternehmen aus Asien, insbesondere China, dominiert. Dort führen erhebliche Überkapazitäten zu global sinkenden Preisen, was europäischen Herstellern mit höheren Produktionskosten und Unsicherheiten im Hochlauf der Elektromobilität zusätzlichen Druck bereitet.

    Europäische Stärken
    Trotz dieser Herausforderungen besitzt Europa das Potenzial, eine bedeutende Rolle in der Batteriefertigung einzunehmen. Wettbewerbsvorteile liegen in innovativen Ansätzen, hochwertigen Produktionstechnologien und einem Fokus auf die ökologische Bilanz von Batterien. Um zu den asiatischen Marktführern aufzuschliessen, müssen westliche Hersteller kosteneffiziente Massenproduktionen aufbauen, intensive Forschung betreiben und enge Kooperationen eingehen, auch mit asiatischen Partnern.

    Marktvolatilität und Zukunftsszenarien
    Im Jahr 2024 hat die Volatilität im Batteriezellmarkt deutlich zugenommen. Hauptgründe sind die hinter den Erwartungen zurückbleibenden Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen sowie regulatorische Unsicherheiten in den USA und der Europäischen Union. Experten haben daher drei Szenarien für die zukünftige Nachfrage entwickelt.

    Positives Szenario: Schneller Fortschritt bei der Elektrifizierung führt bis 2030 zu einer Nachfrage von 4,6 TWh und bis 2040 zu 8,8 TWh.

    Basisszenario: Trotz temporärer Rückgänge bei den Elektroauto-Verkäufen werden Emissionsziele erreicht, was zu einer Nachfrage von 4,3 TWh im Jahr 2030 und 8,6 TWh im Jahr 2040 führt.

    Negatives Szenario: Signifikante Verzögerungen, etwa durch eine Verschiebung des Verbrenner-Verbots in der EU, resultieren in einer Nachfrage von 4,0 TWh im Jahr 2030 und 8,1 TWh im Jahr 2040.

    Diese Prognosen unterstreichen die Unsicherheiten und die Notwendigkeit flexibler Planungen für europäische Hersteller.

    Strategien für europäische Hersteller
    Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, sollten europäische Unternehmen folgende Ansätze verfolgen.

    Fokus auf Nachhaltigkeit: Reduktion der CO₂-Emissionen bei der Batteriezellproduktion auf 30 bis 40 Kilogramm pro Kilowattstunde durch Optimierung der Rohstoffbeschaffung und innovative Produktionsverfahren wie Trockenbeschichtung oder Lasertrocknung.

    Frühe Integration von Innovationen: Ausrichtung der Produktionspläne auf neue, kosteneffiziente Batterietypen für Klein- und Mittelklasse-Elektrofahrzeuge, um schneller in die Massenproduktion einzusteigen und von steigenden Volumen zu profitieren.

    Kooperationen stärken: Enge Zusammenarbeit mit anderen europäischen Herstellern sowie Partnerschaften mit führenden asiatischen Unternehmen, die in Forschung, Entwicklung und Industrialisierung voraus sind, um von deren Expertise zu profitieren.

    Durch die Umsetzung dieser Strategien können europäische Batteriehersteller ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und eine bedeutende Rolle im wachsenden globalen Batteriemarkt einnehmen.

  • Baselbieter Förderung bis 2030 soll weitergehen

    Baselbieter Förderung bis 2030 soll weitergehen

    Das Baselbieter Energiepaket hat sich als wirksames Instrument zur Unterstützung energetischer Sanierungen und zum Ausbau erneuerbarer Energien bewährt. Die bisherige Ausgabenbewilligung läuft Ende 2025 aus. Der Regierungsrat beantragt deshalb beim Landrat eine Verlängerung des Programms für die Jahre 2026 bis 2030 mit einem Fördervolumen von 51,25 Millionen Franken.

    Die künftige Ausgestaltung der Fördermassnahmen orientiert sich am Energieplanungsbericht 2022 und beinhaltet neben der Fortführung bewährter Programme auch neue Anreize. Dazu gehören die energetische Betriebsoptimierung bei Wohngebäuden, Förderbeiträge für den 1:1-Ersatz alter Heizsysteme, die Regeneration von Erdwärmesonden, Boni für kombinierte Dach- und Fassadensanierungen mit Photovoltaik sowie die Förderung von Ladeinfrastruktur in Mehrparteiengebäuden. Auch Gemeinden sollen bei der Zertifizierung als Energiestadt unterstützt werden.

    Positive Impulse für Wirtschaft und Klimaschutz
    Das Energiepaket verzeichnete in den vergangenen Jahren eine hohe Nachfrage, insbesondere nach dem Rekordjahr 2022. Die Fördermassnahmen setzen wirtschaftliche Impulse, von denen vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren.

    Ein interkantonaler Vergleich zeigt, dass das Baselbieter Energiepaket eine überdurchschnittliche Wirkung erzielt und einen wesentlichen Beitrag zur kantonalen Energie- und Klimapolitik leistet. Der Regierungsrat wird dem Landrat nach der Hälfte der Laufzeit Bericht über die Ausschöpfung der Mittel und die CO₂-Wirkung des Programms erstatten.

    Mit der geplanten Verlängerung bleibt das Baselbieter Energiepaket ein Schlüsselinstrument für den Klimaschutz und die nachhaltige Entwicklung im Kanton Basel-Landschaft.

  • Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Spätestens 2027 werde das Wasser der Saane 10 Prozent des Wärmebedarfs im Grossraum Freiburg decken, kündigt Groupe E in einer Mitteilung an. Die Energieversorgerin aus Granges-Paccot plant den Aufbau einer dreiteiligen Infrastruktur, um jährlich rund 60 Gigawattstunden erneuerbare Wärmeenergie zu erzeugen. Diese Menge reicht aus, um den Bedarf von rund 7500 Haushalten zu decken.

    Das Projekt PLACAD sieht die Erweiterung der bestehenden Heizzentrale auf dem ehemaligen Ritter-Areal vor. Künftig sollen hier drei Wasser-Wasser-Wärmepumpen arbeiten. Sie werden im Winter oder im Notfall von zwei Gasheizkesseln unterstützt.

    Die dazugehörige Pumpstation ist im Gebäude der Staumauer Magere Au geplant. Die Verbindung zwischen Heizzentrale und Pumpstation erfolgt über zwei jeweils 1,2 Kilometer lange, parallele Leitungen. Sie verlaufen durch den Perolles-Wald, unter den Tennisplätzen des Kollegiums Heilig Kreuz und über die Saane hinweg.

    Der Leitungsverlauf werde teilweise bestehenden Wegen folgen, dennoch anfallende Umweltauswirkungen sollen kompensiert werden, erläutert Groupe E. Dabei ist unter anderem die Erweiterung des Naturschutzgebiets Perolles-See um eine Altholzinsel geplant. Über allfällige Beeinträchtigungen der Freizeitaktivitäten des Perolles-Waldes wird Groupe E online informieren. Die entsprechende Internetseite gibt zudem Einblick in die Entwicklung des Projekts.

  • Neuer Energieverbund soll Netto-Null-Ziel der Stadt Wädenswil unterstützen

    Neuer Energieverbund soll Netto-Null-Ziel der Stadt Wädenswil unterstützen

    Energie 360° und die Stadt Wädenswil wollen mit einem Energieverbund zum Netto-Null-Ziel der Stadt beitragen. Konkret ist geplant, das Wasser des Zürichsees zur Erzeugung erneuerbarer Wärme zu nutzen, informiert der Zürcher Energieversorger in einer Mitteilung. Dazu wollen die beiden Partner den Energieverbund Wädenswil AG einrichten, an dem sich die Stadt Wädenswil mit 51 und Energie 360° mit 49 Prozent beteiligt.

    Am 9. Februar hat das Stimmvolk von Wädenswil den Plänen zur Gründung des Energieverbunds mit 66,04 Prozent grünes Licht gegeben, heisst es in der Mitteilung. «Die Stadt Wädenswil investiert in die Zukunft», wird Stadtpräsident Philipp Kutter dort zitiert. «Eine saubere Energieversorgung kommt allen zugute und reduziert unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.»

    Die Planungen umfassen zwei unterirdische Energiezentralen im neuen Gessner-Areal und beim Parkplatz Rietlau. In der zweiten Energiezentrale kommt auch überschüssige Abwärme aus der Abwasserreinigungsanlage Rietlau zum Einsatz. Zudem will Energie 360° seinen seit 2011 in Wädenswil betriebenen Wärmeverbund Untermosen in den neuen Verbund integrieren.

    «Die lokal verfügbare Energie aus dem Zürichsee für die Energieversorgung zu nutzen, ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll», meint Energie 360°-CEO Jörg Wild. Geht alles nach Plan, können erste Kundinnen und Kunden bereits 2026 erneuerbare Wärme aus dem Verbund beziehen. Im Endausbau soll der Verbund jährlich Emissionen im Umfang von rund 15’000 Tonnen CO2 vermeiden.

  • Neue Schnellladestationen für bessere Elektromobilität in der Westschweiz

    Neue Schnellladestationen für bessere Elektromobilität in der Westschweiz

    Der europaweit aktive Schnellladestationenspezialist Electra und der Immobilien-Asset Manager Procimmo aus Renens engagieren sich gemeinsam für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Westschweiz. Die beiden Unternehmen haben eine entsprechende Zusammenarbeit begonnen, informiert Electra in einer Mitteilung. Im ersten Schritt werden zwei Schnellladestationen in Aubonne VD und Gland VD installiert.

    Die Schnellladestation im Einkaufszentrum Outlet Aubonne wird vom Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Industrial umgesetzt. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Commercial PK ist für die Schnellladestation am Gland BackStage Pub in Gland zuständig. Seit Dezember 2024 sind bereits zwei erste Ladepunkte in Betrieb, noch in diesem Quartal sollen zwei weitere Ladepunkte folgen.

    Electra mit Sitz in Paris ist in der Schweiz durch die Electra Charging Switzerland AG in Zürich vertreten. Gemeinsam mit Procimmo «können wir die Westschweiz noch besser vernetzen und dadurch wichtige und zentrale Orte mit Ladestationen aufwerten», wird Alessandro Inderbitzin, General Manager Electra Schweiz & Österreich, in der Mitteilung zitiert. Procimmo-CEO Arno Kneubühler wiederum betrachtet die Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Schnellladestationen «als einen bedeutsamen Schritt, um unser Portfolio mit den starken Leistungen von Electra auszubauen und zu ergänzen». Mit ihrer Partnerschaft wollen die beiden Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach Schnellladestationen in der Schweiz reagieren. Für Procimmo stellt das Engagement zudem einen Beitrag für eine elektrifizierte Schweiz dar.

  • Nachhaltige Wärmeversorgung in Bülach geplant

    Nachhaltige Wärmeversorgung in Bülach geplant

    Energie 360° und die Stadt Bülach beginnen mit dem Aufbau eines Energieverbunds, für den ab 2026 die Energiezentrale gebaut wird. Gemäss einer Medienmitteilung des Energieunternehmens ist vorgesehen, die Abwärme aus der Abwasserreinigungsanlage Furt für Heizung und Warmwasser zu nutzen.

    Die Anlage biete Potenzial für bis zu 300 Liegenschaften. Damit könnten rund 2600 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Wie die Energiedienstleisterin mitteilt, sollen ab Herbst 2028 die Bülacher Stadtteile Hinterbirch und Grampen sowie das Stadtzentrum mit regional erzeugter und CO2-neutraler Wärme beliefert werden. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sowie Liegenschaftsverwaltungen könnten schon jetzt auf einer Online-Plattform Anschlussmöglichkeiten an den Energieverbund prüfen und Richtpreise berechnen.

    In Bülachs Grundwasserschutzzonen seien Erdsonden nicht zugelassen, der Energieverbund sei „ein zentraler Puzzlestein“ der städtischen Energie- und Klimastrategie, heisst es zur Begründung. „Der Energieverbund passt zu unseren Bestrebungen, der Stadt Bülach eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur zu sichern“, wird Stadträtin Andrea Spycher zitiert.

    Die Investitionssumme für den Energieverbund wird von Energie 360° getragen. Nach Angaben des Energieunternehmens könnte das Projekt auch der Start für ein künftiges Fernwärmenetz sein. Energie 360° prüfe derzeit Chancen, weitere nachhaltige Energiequellen zu nutzen mit dem Ziel einer grossflächigen Versorgung mit lokaler Fernwärme.

  • Kreislaufwirtschaft für Elektroautobatterien

    Kreislaufwirtschaft für Elektroautobatterien

    Der Kanton Solothurn und der Swiss Innovation Park Biel/Bienne (SIPBB) spannen im Bereich Kreislaufwirtschaft für die Elektromobilität zusammen. Wie es in einer Mitteilung heisst, lässt sich der SIPBB in diesem Rahmen mit der Tochterfirma Swiss Battery Technology Center Solothurn GmbH am Standort Biberist nieder, die ihre Tätigkeit 2026 aufnehmen wird.

    In dem Unternehmen sollen Rohstoffe aus Batterien mittels einer Kombination aus Automatisierung, Robotik, Künstlicher Intelligenz, Sicherheitstechnologien sowie chemischer und materialtechnologischer Verfahren zurückgewonnen werden. Eingesetzt werden dabei Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus der Tätigkeit des SIPBB, unterstützt vom Kanton Solothurn, der seit 2015 Mitaktionär des Innovationsparks ist.

    Die Swiss Battery Technology Center Solothurn GmbH soll künftig als Innovationsakteur mit am Standort Biberist bereits agierenden Firmen der Kreislaufwirtschaft wie Librec AG, Grensol sowie Libattion tätig sein.

    «Mit der Swiss Battery Technology Center Solothurn GmbH haben wir für den Standort Biberist einen weiteren wichtigen Partner gewinnen können, um in der Elektromobilität zu einem Werkplatz von europäischem Format zu werden», wird Monika Beck, Leiterin der kantonalen Standortförderung Solothurn, in der Mitteilung zitiert.

  • Skalierung für die Industrie mit Natrium-Ionen-Batterien

    Skalierung für die Industrie mit Natrium-Ionen-Batterien

    Die weltweite Nachfrage nach leistungsfähigen Batterien wächst stetig. Natrium-Ionen-Batterien bieten im Vergleich zu Lithium-Ionen-Technologien einige Vorteile. Sie sind günstiger, sicherer und basieren auf leichter zugänglichen Rohstoffen. Vor allem für stationäre Energiespeicher und kostensensitive Anwendungen könnte diese Technologie eine Schlüsselrolle spielen.

    Allerdings gibt es noch Herausforderungen. Natrium ist chemisch anders als Lithium, was zu einer geringeren Energiedichte und Lebensdauer führt. Zudem müssen skalierbare Produktionsprozesse entwickelt werden, um die Batterie konkurrenzfähig zu machen.

    Industrietransfer durch das Projekt SIB:DE FORSCHUNG
    Um diese Hürden zu überwinden, wurde das Projekt SIB:DE FORSCHUNG (Sodium-Ion-Battery Deutschland-Forschung) ins Leben gerufen. Das Karlsruher Institut für Technologie arbeitet gemeinsam mit 20 Partnern aus Wissenschaft und Industrie an der Weiterentwicklung dieser Batterietechnologie mit dem Ziel, sie für die Massenproduktion tauglich zu machen.

    Im Zentrum der Forschung stehen

    • Optimierung der Aktivmaterialien für höhere Leistungsfähigkeit
    • Entwicklung langlebiger Elektroden für eine stabile Batterieleistung
    • Industrielle Skalierung der Produktion auf grössere Mengen

    Material- und Elektrodenforschung am KIT
    Ein zentrales Anliegen der Forschung ist die Herstellung von Aktivmaterialien in skalierbaren Mengen. Professor Helmut Ehrenberg vom Institut für Angewandte Materialien des KIT erklärt: «Am KIT arbeiten wir an Herstellungsprozessen für besonders leistungsfähige Aktivmaterialien und demonstrieren deren Produktion im Kilogramm-Massstab. Dies ist ein entscheidender Schritt für das industrielle Roll-out der Natrium-Ionen-Technologie.»

    Zusätzlich entwickelt das Helmholtz-Institut Ulm Elektroden, die eine höhere Zyklenfestigkeit ermöglichen. Die Ergebnisse werden im BELLA-Forschungslabor, das gemeinsam von KIT und BASF betrieben wird, analysiert und validiert.

    Auf dem Weg zur Massenproduktion
    Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein, um Natrium-Ionen-Batterien industriell nutzbar zu machen. Die Kombination aus Materialforschung, Elektrodenentwicklung und Skalierungsstrategien soll es ermöglichen, die Technologie in den kommenden Jahren in die Produktion zu überführen.

    Mit einem erfolgreichen Durchbruch könnten Natrium-Ionen-Batterien eine kosteneffiziente Alternative zu Lithium-Technologien werden, mit grossem Potenzial für die Energiespeicherung der Zukunft.