Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Frequenzkamm ebnet den Weg für kompakte Hochpräzisions-Photonik

    Frequenzkamm ebnet den Weg für kompakte Hochpräzisions-Photonik

    Frequenzkämme sind essenzielle Werkzeuge der modernen Optik. Sie ermöglichen hochpräzise Messungen und finden Anwendung in der Telekommunikation, Umweltüberwachung und sogar der Astrophysik. Doch bislang waren kompakte, energieeffiziente Lösungen schwer realisierbar.

    Das neue, von einem internationalen Forschungsteam entwickelte elektrooptische Kammgenerator-Design revolutioniert diese Technologie. Mit mehr als 2000 Kammlinien auf einer Fläche von nur 1 cm² bietet es eine bisher unerreichte Präzision und Kompaktheit.

    Lithiumtantalat als Schlüsselkomponente
    Im Zentrum der Entwicklung steht Lithiumtantalat (LTO), ein Material, das eine 17-mal geringere Doppelbrechung als Lithiumniobat aufweist. Diese Eigenschaft reduziert Interferenzen zwischen Lichtwellen, was eine gleichmäßige und stabile Kamm-Erzeugung ermöglicht.

    Durch die Kombination von Mikrowellen- und optischen Schaltkreisen auf einer einzigen Plattform konnte das Team eine integrierte Dreifachresonanz-Architektur entwickeln, in der drei Felder – zwei optische und eine Mikrowelle – harmonisch in Resonanz stehen.

    Energieeffizienz und Vielseitigkeit
    Ein entscheidender Fortschritt ist der deutlich reduzierte Energiebedarf: Das neue Design benötigt fast 20-mal weniger Mikrowellenleistung als frühere Modelle. Zudem ermöglicht die kompakte Bauweise eine praktische Integration in photonische Systeme, die zuvor auf sperrige und energieintensive Lösungen angewiesen waren.

    Potenzielle Anwendungen in Hochtechnologiebranchen

    • Robotik: Hochpräzise Laser-Messungen für autonome Systeme
    • Spektroskopie und Sensorik: Genaue Gasdetektion und Umweltanalysen
    • Telekommunikation: Effizientere optische Netzwerke mit geringerem Energieverbrauch

    Ein Meilenstein für die Photonik
    Das neue Design zeigt das Potenzial der Co-Integration von Mikrowellen- und photonischer Technik für zukünftige Anwendungen. Durch die Kombination von hoher Präzision, geringem Energieverbrauch und kompaktem Design könnte diese Entwicklung einen Wendepunkt für optische Technologien darstellen.

  • Geothermiepaneele in Tiefgarage liefern Wärme für Wohnkomplex

    Geothermiepaneele in Tiefgarage liefern Wärme für Wohnkomplex

    Die Tiefgarage im Komplex Margencel in Aigle produziert künftig saubere Wärme. Wie der Geothermieanbieter Enerdrape und das Immobilienunternehmen Next Immobiliermitteilen, haben sie eine Anlage in Betrieb genommen, die künftig 85 Megawattstunden Wärme pro Jahr produzieren soll. Damit können rund 50 Wohnungen mit einer Fläche von 90 Quadratmetern mit Wärme und Warmwasser versorgt werden.

    Enerdrape hat dafür 332 seiner Geothermiepaneele installiert. Die Paneele des 2021 gegründeten Jungunternehmens mit Sitz in Renens werden im Untergrund von Gebäuden installiert. Sie nehmen dort die Energie auf, die über eine Wärmepumpe in die Gebäude geführt und dort für die Heizung und Kühlung genutzt wird.

    Der Komplex Margencel umfasst fünf Gebäude mit 5300 Quadratmetern Gewerbefläche und 103 Wohnungen. «Dieses Projekt ist Teil unserer Strategie, unseren CO2-Ausstoss zu verringern und umweltfreundliche Technologien zu verwenden», wird Next Immobilier-CEO Benjamin Favre in der Mitteilung zitiert.

    Enerdrape und Next Immobilier wollen die Lösung nun auch in anderen Liegenschaften des Immobilienunternehmens mit Sitz in Lausanne installieren. «Gemeinsam legen wird die Grundlagen, um diese Initiative auch in anderen Arealen umzusetzen und damit zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen», wird Enerdrape-CEO Margaux Peltier zitiert.

  • Basel investiert in nachhaltige Wärmeinfrastruktur

    Basel investiert in nachhaltige Wärmeinfrastruktur

    IWB und das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt gehen den Bau einer neuen Fernwärmeleitung im Bachletten-Quartier an. Am 3. Februar soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, informieren die beiden Partner in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Arbeiten sind in fünf Etappen gegliedert, die von der Paulusgasse über die Arnold-Böcklin-Strasse und die Therwilerstrasse bis zum Rütimeyerplatz führen.

    Im Zuge der Einrichtung der neuen Wärmeleitung will der Kanton auch die Strom- und Wasserleitungen der betroffenen Strassen erneuern. Zudem ist geplant, «die Strassenoberfläche teilweise zu begrünen und zu entsiegeln», heisst es in der Mitteilung. Dafür sollen Bäume in kleine Mulden gepflanzt und Parkplätze mit Rasenfugensteinen angelegt werden, damit Wasser in den Untergrund gelangen kann. Die Umgestaltung der Oberfläche ist derzeit allerdings noch vom Ausgang hängiger Einsprachen abhängig.

    Bis 2031 soll IWB auch in weiteren Strassen des Bachletten-Quartiers Fernwärmeleitungen verlegen und die Werksleitungen erneuern. Der Anfang wird dabei voraussichtlich ab dem vierten Quartal dieses Jahres im Perimeter Kluser- und Marschalkenstrasse sowie im Bernerring gemacht.

  • Einfamilienhaus wird mit Bitcoin Mining geheizt

    Einfamilienhaus wird mit Bitcoin Mining geheizt

    Der erste RY3T ONE heizt ein komplettes Einfamilienhaus. Das hat die Firma RY3T aus dem Kanton St.Gallen jetzt mitgeteilt. Dabei handelt es sich um eine Serverheizung, die die Abwärme aus dem Bitcoin Mining nutzt. Sie wurde von einem Installationspartner samt Boiler und Pufferspeicher installiert.

    «Die Relevanz von Bitcoin nimmt täglich zu», so RY3T auf seiner Internetseite. «Damit Millionen von Menschen Zugang zu einem sicheren Zahlungssystem haben, braucht es Bitcoin Mining», heisst es dort weiter. «Die daraus entstehende Abwärme nutzen wir, um dein Zuhause zu heizen.»

    Solche Serverheizungen können laut RY3T ökologischer sein als Wärmepumpen. Erstens machten sie die Abwärme von Computern zu einer Ressource, statt sie einfach nur in die Luft zu entlassen. Zweitens seien Wärmepumpen zwar effizienter als Serverheizungen, doch verbrauchten sie anders als diese keinen zusätzlichen Strom, um Wärme zu erzeugen. Und drittens nutzten Serverheizungen vorhandene Technologie und bräuchten im Gegensatz zu Wärmepumpen keine zusätzlichen Komponenten und Kühlmittel.

    Einige der ersten RY3T ONEs werden zunächst als ergänzendes Heizsystem installiert. «Der Grund: Die Kunden möchten das Gerät erst einmal kennenlernen und die Wärme des Bitcoin Mining erleben.» Eine spätere Aufrüstung zur primären Heizquelle sei jedoch möglich. Die Installation selbst gestalte sich ähnlich der einer Wärmepumpe. In den auf die Erstinstallation folgenden Wochen werden den Angaben zufolge insgesamt zehn weitere Geräte in Privathäusern aufgestellt und angeschlossen.

  • Photovoltaikanlage auf dem kybunpark-Stadiondach wird vergrössert

    Photovoltaikanlage auf dem kybunpark-Stadiondach wird vergrössert

    Die St.Galler Stadtwerke (SGSW) haben ihre Photovoltaikanlage auf dem Dach des Fussballstadions kybunpark, Heimstätte des FC Gallen 1879, ausgebaut, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Ein Grossteil der lokal erzeugten Solarenergie – etwa 440’000 Kilowattstunden – wird für Veranstaltungen im Stadion genutzt. Die symbolische Einweihung der Anlage fand beim Heimspiel des FC St.Gallen 1879 gegen FC Lausanne-Sport am 26. Januar statt.

    Das Dach ist nun vollständig mit Solarmodulen belegt. Durch die zusätzliche Kapazität von 572 Kilowatt Spitzenleistung wird eine um 560’000 Kilowattstunden höhere Strommenge ermöglicht. Die Gesamtleistung der Anlage betrage neu 1’205 Kilowatt in Spitzenzeiten und erhöhe die jährliche Stromproduktion auf mehr als 1 Million Kilowattstunden. Damit könnten 288 Vier-Personen-Haushalte ihren jährlichen Strombedarf decken.

    Durch diese zwischen September 2024 und Januar 2025 von SGSW, Stadion St.Gallen AG und FC St.Gallen Event AG gemeinsam umgesetzte Kapazitätserweiterung behalte die Anlage ihren Status als «grösste Solaranlage auf einem Dach» im Stadtgebiet bei. Die bisherige Photovoltaikanlage galt bei Inbetriebnahme im Jahr 2015 mit einer Spitzenleistung von 633 Kilowatt und einer Produktion von 520’000 Kilowattstunden pro Jahr als die grösste.

  • Neue Rechenzentrum in Genf speist Abwärme ins Fernwärmenetz ein

    Neue Rechenzentrum in Genf speist Abwärme ins Fernwärmenetz ein

    INFOMANIAK, europaweit tätiger Cloud-Anbieter und Entwickler von Webtechnologien, hat im Beisein von Behördenvertretern und Projektpartnern ein neues Rechenzentrum am Unternehmensstandort Genf eingeweiht. Gemäss einer Medienmitteilung kann der von den dort 10’000 unterirdisch installierten Servern verbrauchte Strom per Fernwärmenetz als Heizenergie nochmals verwendet werden. Obgleich es sich um eine energieintensive Anlage handele, gilt das Rechenzentrum damit als «aktiver Akteur der Energierückgewinnung».

    Bereits im November 2024 wurde damit begonnen, den in diesem Rechenzentrum verbrauchten Strom zu 100 Prozent in Wärme umzuwandeln und in das kantonale Fernwärmenetz einzuspeisen. Aktuell nutze der Serverpark 25 Prozent seiner Kapazität, bis 2028 soll die Anlage mit voller Leistung laufen. Für das Fernwärmenetz wird dann eine Leistung von 1,7 Megawatt erwartet. «Mit so viel Energie können jährlich 6000 Minergie-A-Haushalte beheizt werden oder 20’000 Personen täglich fünf Minuten lang duschen», heisst es in der Mitteilung.

    Das neue Datacenter soll den bisherigen Verlust der Abwärme mit einem neuen Funktionsprinzip ändern. Es gibt die aus Strom gewonnene Wärme mit einer Temperatur von 40 bis 45 Grad an einen Luft-Wasser-Wärmetauscher ab, der einen Warmwasserkreislauf erwärmt. Wärmepumpen ermöglichen im Anschluss eine Erhöhung der Wassertemperatur, um die Abwärme in das Fernwärmenetz zu leiten.

    Zur positiven Klimawirkung trage zudem die Lage unter einem Wohngebiet bei. Dadurch seien keine Auswirkungen im Stadtbild zu befürchten. So würden mehrere bedeutende Herausforderungen der Cloud-Branche gelöst und Schritte für mehr technologische Unabhängigkeit in Europa getan, heisst es.

  • Disentis/Mustér bekommt Grossanlage für Photovoltaik

    Disentis/Mustér bekommt Grossanlage für Photovoltaik

    Die Axpo Solutions AG aus Baden und die Bergbahnen Disentis AG wollen auf dem Gebiet der Bündner Gemeinde Disentis/Mustér eine Photovoltaikgrossanlage mit einer Leistung von über 10 Megawatt Peak realisieren. Für Erstellung und Betrieb der Anlage gründen die beiden Partnerunternehmen derzeit die Kraftwerksgesellschaft Ovra Solara Magriel AG mit Sitz in Disentis/Mustér. Das auf Artikel 71a des Energiegesetzes, dem sogenannten Solarexpress, basierende Projekt hat nun die Zustimmung der Regierung des Kantons Graubünden erhalten, informiert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Das Stimmvolk von Disentis/Mustér hatte dem Plan bereits 2023 grünes Licht gegeben.

    Die Anlage soll auf einem bereits touristisch genutzten Gebiet in etwa 2100 Meter Höhe über Meer errichtet werden. Geplant sind 20’750 Solarpaneele auf einer Fläche von rund 13,5 Hektaren. Die Betreiber erwarten eine jährliche Stromproduktion von rund 14,6 Gigawattstunden, von denen etwa 5,4 Gigawattstunden im Winter anfallen.

  • Effiziente Kühlung für Rechenzentren und mehr

    Effiziente Kühlung für Rechenzentren und mehr

    Bislang war der Einsatz von Ionenwind begrenzt, da die Luftströmung zu schwach war. Das Unternehmen entwickelte nun neuartige Nadelelektroden und optimierte die Gehäuseform nach dem Coandă-Effekt, um den Luftstrom effizient zu verstärken. Diese Kombination erlaubt eine bis zu dreifache Luftgeschwindigkeit bei gleichzeitig reduziertem Energiebedarf.

    Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
    Neben der Kühlung von Datenzentren sieht das Start-up grosses Potenzial in anderen Industrien, etwa bei Trocknungssystemen und Luftreinigungsverfahren. Die Technologie ermöglicht Luftbewegung mit minimalem Druckunterschied und könnte langfristig herkömmliche Lüfter ersetzen.

    Auf dem Weg zur Marktreife
    Das Start-up erhielt bereits mehrere Auszeichnungen und wird von Venture Kick, der Gerbert Rüf Stiftung und dem Schweizerischen Nationalfonds gefördert. Während der eigene Produktionsaufbau vorangetrieben wird, prüft das Unternehmen auch ein Lizenzmodell. Die Technologie könnte einen entscheidenden Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs in verschiedenen Sektoren leisten.

  • 850’000 Euro Kapital für nichtfossile Wärme in der Industrie

    850’000 Euro Kapital für nichtfossile Wärme in der Industrie

    SolidWatts hat eine Pre-Seed-Investitionsrunde mit 850’000 Euro abgeschlossen. Wie die 2022 von ehemaligen Mitarbeitern des CERN gegründete Ausgliederung des Genfer Nuklearforschungszentrums in einer Mitteilung informiert, wurde die Runde von der Athener Risikokapitalgesellschaft Evercurious angeführt. Beteiligt haben sich auch der Basler Start-up-Förderer Kickfund und Angel-Investoren.

    SolidWatts stellt mit dielektrischer Erwärmung, die auch als Mikrowellen-, Radiofrequenz- oder Hochfrequenzerwärmung bekannt ist, nichtfossile Wärme für industrielle Prozesse zur Verfügung. Dabei wird in einem Werkstoff Wärme durch ein elektromagnetisches Wechselfeld erzeugt.

    Laut Unternehmensangaben ist dies «eine unglaublich effiziente Methode, um Wärme für industrielle Prozesse wie Trocknen, Aushärten, Schweissen, Formen und die chemische Umwandlung von Materialien zu erzeugen». Die unternehmenseigene Solid-State-Power-Amplifier-Technologie erreichte «bisher unübertroffene Leistungs- und Effizienzniveaus». Das CERN verfügt über die weltweit grösste und leistungsstärkste Installation eines solchen Festkörper-Leistungsverstärkers.

    Wie SolidWatts-CEO und -Mitgründer Dr. Markus Aicheler in der Mitteilung ausführt, wird das frische Kapital aus der Investitionsrunde es SolidWatts ermöglichen, «die Entwicklung und den Einsatz unserer Technologie zu beschleunigen und der Industrie dabei zu helfen, ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen deutlich zu reduzieren und die CO2-Emissionen drastisch zu senken». Dabei will das Unternehmen für seine Produkte Megawatt-Leistungsstufen erreichen.

  • KI bietet Unternehmen Chancen beim Klimaschutz

    KI bietet Unternehmen Chancen beim Klimaschutz

    Die Künstliche Intelligenz bietet zahlreiche Instrumente, mit denen Unternehmen ihren Klimaschutz verbessern und ihr Geschäft an den Klimawandel anpassen können. Das zeigt ein Whitepaper, das der Verband swisscleantech mit der Beratungsfirma Accenture erarbeitet hat. Das Papier bietet sowohl eine praxisorientierte Methodik für die Analyse der eigenen Massnahmen durch die Unternehmen als auch auch einen detaillierten Marktüberblick.

    Vertreter von Unternehmen, die in der Schweiz tätig sind, zeigen auf, welche KI-Instrumente sie bereits nutzen. So setzt Swisscom die Lösung von 42hacks mit Sitz in Trogen AR ein, um die Mobilität ihrer Mitarbeitenden dank der KI-gestützten Analyse ihrer Mobilfunkdaten zu optimieren. Die Algorithmen von viboo aus Dübendorf ZH erlauben die intelligente Steuerung von Thermostaten und Heizungen.

    Siemens hat den 2023 fertiggestellten Campus von Siemens Smart Infrastructure in Zug zu einem klimaneutralen Vorzeigeprojekt für Nachhaltigkeit von Gebäuden gemacht. Im Zentrum steht dabei die digitale Gebäudeplattform Building X, die Teil von Siemens Xcelerator ist.

    Auch Google und SAP gehen im Whitepaper auf ihre KI-gestützten Massnahmen zum Klimaschutz ein.

    Die breite Anwendung von KI wird den Energiebedarf der Rechenzentren erhöhen. Ihr Anteil am weltweiten Stromverbrauch könnte bis 2030 von derzeit 1 bis 2 Prozent auf 10 Prozent steigen. Das Whitepaper zeigt auch, wie ihre Energieeffizienz erhöht werden kann. «Der steigende Stromverbrauch kann über den Einsatz von KI und weitere Effizienzmassnahmen bereits teilweise abgefedert werden,» wird swisscleantech-Co-Geschäftsführer Michael Mandl in einer Mitteilung zum Whitepaper zitiert. «Dafür benötigt es aber weitere regulatorische und politische Bemühungen.»

    Generell betont swisscleantech die Chancen von KI. «Unsere Analyse hat gezeigt, dass KI bereits heute ein enormes Potenzial bietet, um Unternehmen bei der Erreichung ihrer Klimaziele zu unterstützen», so Co-Präsident Fabian Etter.

  • Erneuerbare halten bei Strom und Wärme einen hohen Anteil

    Erneuerbare halten bei Strom und Wärme einen hohen Anteil

    Die Umstellung der Schweizer Energieversorgung auf erneuerbare Quellen kommt nur langsam voran. Das zeigt die siebte Benchmarkstudie des Bundesamtes für Energie (BfE), an der diesmal 111 Energieversorger aus der ganzen Schweiz teilgenommen haben.

    Danach stagniert der Anteil der Erneuerbaren im Vergleich zur sechsten Studie 2021/22 bei den teilnehmenden Versorgern beim Strom bei etwas über 80 Prozent, bei der Wärme leicht darunter, beim Gas bei knapp 10 Prozent. Vier Versorger haben die Ziele beim Strom bereits mit über 90 Prozent erfüllt, darunter Energie Wasser Bern (ewb) und die Services Industriels de Genève mit 95 Prozent und Eniwa in Aarau und EWZ in Zürich mit 94 Prozent. Bei der Wärme liegen EWZ mit 95 Prozent und Energie Uster und Eniwa mit je 92 Prozent Zielerfüllung vorn. Bei der Gasversorgung liegen nur ewb mit 88 Prozent und Technische Betriebe Glarus mit 84 Prozent über 80 Prozent Zielerfüllung.

    Die Digitalisierung bildet namentlich für kleine Versorger eine grosse Herausforderung. Ein Viertel von ihnen hat dafür nicht mal eine Strategie. Die knappe Hälfte hat eine Strategie, aber keine konkreten Ziele.

    Auch bei Massnahmen zur Energieeffizienz harzt es. Erst 45 Prozent der teilnehmenden Stromversorger haben bereits eine Strategie mit quantifizierten Zielen.

    Das Benchmarking selbst hat laut einer Mitteilung des BfE zur Studie mit Webinars, Veranstaltungen und Informationsmaterial einen Beitrag zum Wissenstransfer in der Branche geleistet.

  • Forschung an Beton als Kohlenstoffspeicher

    Forschung an Beton als Kohlenstoffspeicher

    Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) wollen mit der Arbeitsgruppe Mining the Atmosphere überschüssiges Kohlendioxid in grossen Mengen aus der Atmosphäre entfernen. Laut einer Mitteilung könnten so 5 bis 10 Milliarden Tonnen Kohlenstoff jährlich als Betonzuschlagstoffe genutzt werden. Dies sei genug, um nach der Energiewende das überschüssige CO2 innerhalb von 100 Jahren dauerhaft zu speichern und so die Atmosphäre wieder auf ein klimaverträgliches Niveau zu bringen. Dabei handelt es sich um schätzungsweise 400 Milliarden Tonnen Kohlenstoff oder umgerechnet rund 1500 Milliarden Tonnen CO2.

    Für die Umsetzung wird jedoch überschüssige erneuerbare Energie benötigt. Nur so kann das Kohlendioxid zunächst in Methan oder Methanol umgewandelt werden, um es anschliessend zu Polymeren, Wasserstoff oder festem Kohlenstoff weiterzuverarbeiten «Diese Berechnungen basieren auf der Annahme, dass nach 2050 ausreichend erneuerbare Energie verfügbar ist», wird Pietro Lura, Leiter der Empa-Abteilung Beton und Asphalt, in der Mitteilung zitiert.

    Doch die weltweit benötigte Menge an Baumaterialien übersteigt den überschüssigen Kohlenstoff in der Atmosphäre bei weitem «Selbst wenn genügend erneuerbare Energie verfügbar ist, bleibt die zentrale Frage, wie diese riesigen Mengen Kohlenstoff langfristig gelagert werden können», erläutert Lura weiter. Einen Ansatz sehen die Forscher hier in der Herstellung von Siliziumkarbid, das als Füllstoff in Baumaterialien und die Herstellung von Asphalt genutzt werden kann. Dies soll den Kohlenstoff langfristig binden und mechanisch hervorragende Eigenschaften besitzen. Die Herstellung bezeichnet Lura allerdings als äusserst energieintensiv. Die Herstellung erfordert noch erhebliche Material- und Verarbeitungsforschung, um sie wirtschaftlich rentabel zu machen.

  • Meyer Burger trennt sich von Messtechnik-Tochter Pasan

    Meyer Burger trennt sich von Messtechnik-Tochter Pasan

    Meyer Burger steht vor grossen Herausforderungen und setzt auf eine umfassende Restrukturierung. Im Zuge dieser Massnahmen hat das Unternehmen seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Pasan SA mit Sitz in Neuenburg verkauft. Die Transaktion wurde am 27. Januar 2025 abgeschlossen.

    Keine Angaben zu Käufer und Kaufpreis
    Das Unternehmen gab keine Informationen über den Käufer oder die finanziellen Details bekannt. Es wurde lediglich bestätigt, dass der Verkauf Teil der laufenden Sanierungsmassnahmen ist.

    Ein Pionier der Solarmesstechnik
    Pasan ist auf hochpräzise Messtechnik spezialisiert, die bei der Produktion von Solarzellen und -modulen zum Einsatz kommt. Das Unternehmen wurde vor über 40 Jahren gegründet und zählt zu den Marktführern in diesem Bereich. In der Schweiz sind rund 30 Mitarbeitende und Auszubildende beschäftigt. Zusätzlich unterhält das Unternehmen ein Serviceteam in Shanghai, das internationale Kunden betreut.

    Blick in die Zukunft
    Mit dem Verkauf von Pasan fokussiert sich Meyer Burger weiter auf seine Kernstrategie. Die Branche beobachtet gespannt, welche weiteren Massnahmen das Unternehmen im Rahmen seiner Neuausrichtung ergreifen wird.

  • KI beschleunigt Perowskit-Solarzellen für den Massenmarkt

    KI beschleunigt Perowskit-Solarzellen für den Massenmarkt

    Perowskit-Solarzellen erreichen bereits Wirkungsgrade von über 26% und sind dabei leicht, flexibel und kostengünstig herstellbar. Sie gelten als vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Silizium-Modulen. Doch Herausforderungen wie Langzeitstabilität und Skalierbarkeit stehen der industriellen Nutzung noch im Weg.

    KI als Schlüssel zur Produktionsoptimierung
    Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erforscht, wie maschinelles Lernen den Herstellungsprozess von Perowskit-Zellen verbessern kann. Deep-Learning-Modelle analysieren Materialeigenschaften in Echtzeit und optimieren die Parameter für maximale Effizienz.

    Fehler erkennen, bevor sie entstehen
    Mithilfe von In-situ-Bildgebungstechniken überwacht KI die Dünnschichtbildung und erkennt Fehler frühzeitig. So können Prozessabweichungen sofort korrigiert und teure Ausschussproduktionen vermieden werden.

    Simulationen für maximale Effizienz
    Durch KI-gestützte Simulationen lassen sich Produktionsbedingungen präzise anpassen. Besonders die Steuerung der Vakuumabschreckzeit spielt eine entscheidende Rolle. Die KI optimiert diesen Prozess, um die bestmögliche Materialstruktur zu gewährleisten.

    Der Weg zur Marktreife
    Die KIT-Studie zeigt, dass KI ein entscheidender Treiber für die Weiterentwicklung der Perowskit-Photovoltaik ist. Die Technologie könnte den Solarenergiemarkt revolutionieren und mit KI schneller denn je industriell nutzbar werden.

  • Kraftwerk in Saas Almagell soll mit höherem Staudamm allen Strom im Winter erzeugen

    Kraftwerk in Saas Almagell soll mit höherem Staudamm allen Strom im Winter erzeugen

    Die Kraftwerke Mattmark AG haben laut einer Mitteilung die Machbarkeit der Erhöhung ihres Staudamms um 3 und 10 Meter prüfen lassen. Gemäss einer Vorstudie kann eine Erhöhung um 10 Meter die gesamte bisherige Stromproduktion von 60 Gigawattstunden in den Winter verlagern. Das Stauvolumen des Sees steigt dabei um 18 Prozent. Es braucht keine neuen Wasserfassungen oder Zuleitungen.  Die Investitionen betragen 83 Millionen Franken. Die Arbeiten würden vier Jahre in Anspruch nehmen.

    Mitaktionär Axpo aus Baden hat die Vorstudie im Auftrag des Betreiberunternehmens erarbeitet. Nun erarbeitet Axpo auch das technische Vorprojekt und den Umweltverträglichkeitsbericht. Parallel dazu sollen Vertreter von Anspruchsgruppen aus der Bevölkerung, dem Umweltschutz und dem Tourismus in Begleitgruppen einbezogen werden.

    An der Kraftwerke Mattmark AG sind ausser Axpo mit 38,88 Prozent auch die Axpo-Tochter CKW mit 27,78 Prozent, die BKW und die Stadt Sitten mit je 11,11 Prozent sowie die ewl und die Stadt Siders mit je 5,56 Prozent beteiligt. Der vollständige Betrieb des ab 1958 errichteten Kraftwerks im Saastal wurde 1969 aufgenommen.

    Derzeit werden rund 33 Gigawattstunden Strom im Winterhalbjahr und 28 Gigawattstunden im Sommerhalbjahr erzeugt.

  • Kooperation für nachhaltige Energieversorgung in Arlesheim, Münchenstein und Reinach

    Kooperation für nachhaltige Energieversorgung in Arlesheim, Münchenstein und Reinach

    Primeo Energie und uptownBasel vertiefen ihre Zusammenarbeit. Die beiden Baselbieter Unternehmen haben Ende Dezember 2024 «zwei bedeutende Verträge» unterzeichnet, erläutert Primeo Energie in einer Mitteilung. Sie dienen unter anderem dem Ziel, die auf dem Areal des Kompetenzzentrums für die Industrie 4.0 in Arlesheim anfallende Abwärme zum Beheizen tausender Wohnungen in den umliegenden Gemeinden Arlesheim, Münchenstein und Reinach zu nutzen.

    Dafür stellt uptownBasel Partner Primeo Energie langfristig das Gebäude 4 zur Verfügung. Hier wird der Energieversorger mit Sitz in Münchenstein die Übergabezentrale für die Abwärme des Kompetenzzentrums einrichten. Im zweiten Vertrag geht es um das Arealnetz. Danach ist Primeo Energie sowohl für die Betriebsführung als auch für die Instandhaltung des Netzes auf dem 75’000 Quadratmeter grossen Areal des Kompetenzzentrums zuständig. Bestandteil des Arealnetzes bilden unter anderem Hoch- und Mittelspannungsleitungen für die Energieversorgung des Areals und seiner neun Gebäude.

  • Neues Energiezentrum für das Limmattal

    Neues Energiezentrum für das Limmattal

    Ein Team um das Architekturbüro Penzel Valier AG aus Zürich hat den Studienauftrag für das Limmattaler Energiezentrum (LEZ) von Limeco gewonnen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das von Limeco als Generationenprojekt bezeichnete Vorhaben umfasst den Neubau der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) und die Erweiterung der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Dietikon. Limeco wird dort aus Abfall und Wasser CO2-neutrale Energie für das Limmattal produzieren.

    Der Studienauftrag zielte laut Limeco darauf ab, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, bei dem sich das LEZ in die Umgebung einfügt und die verschiedenen Ansprüche der umliegenden Gebiete berücksichtigt werden. Gleichzeitig soll das Projekt einfach aus- und umgebaut werden können.

    Das Siegerprojekt «vermittelt erfolgreich zwischen dem Gewerbegebiet Silbern und der Auenlandschaft», wird Stefano Kunz, Präsident des Verwaltungsrats von Limeco und Vorsitzender im Beurteilungsgremium, in der Mitteilung zitiert. Es vereine «schlüssig und stringent die gesellschaftlichen, örtlichen und betrieblichen Anforderungen» und schaffe so einen grossen Mehrwert.

    Die KVA erreicht bis 2034 das Ende ihrer Lebensdauer und muss daher neu gebaut werden. Die ARA soll bis 2050 erweitert werden. Limeco setzt sich eigenen Angaben zufolge bei der Planung des Projekts für einen Dialog mit ihren Trägergemeinden, der Bevölkerung, dem Kanton sowie Natur- und Umweltschutzorganisationen ein. Das Ergebnis des 2020 gestarteten Mitwirkungsprozesses ist in zwei Weissbüchern dokumentiert. Es sei als Grundlage in den Studienauftrag eingeflossen.

    Die Projektentwürfe der insgesamt sechs Teams, die sich um den Studienauftrag bemüht haben, werden am 18. und 19. Januar sowie am 1. Februar in der Heimstrasse 46, 8953 Dietikon, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

  • Innovative Windturbine geht in Testphase

    Innovative Windturbine geht in Testphase

    VentoStream stellt derzeit die Beta-Version des ersten hochskalierten Prototypen seiner neuartigen Windenergieanlagen fertig und plant für dieses Jahr eine Testphase. Das 2023 gegründete Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, die auf fast zwölf Jahren der Entwicklung basiert. VentoStream bezeichnet seine Anlagen als «innovatives Produkt zur Stromproduktion aus Wind ohne Nebenwirkungen».

    Laut Firmenangaben eliminieren die VentoStream-Turbinen viele Nachteile konventioneller Propeller-Windkraftanlagen: Sie sind kleiner und leichter, lassen sich daher einfacher transportieren und installieren. Zudem beeinträchtigen sie das Landschaftsbild deutlich weniger und sie sind geräuscharm. «Sie entkräftigen damit praktisch alle Gründe für Einsprachen gegen Windparks», so VentoStream. Dazu bestehen sie hauptsächlich aus wiederverwertbarem Aluminium und Kupfer. Dagegen sind die Flügel herkömmlicher Windräder nicht rezyklierbar.

    Die VentoStream-Technologie basiert auf der klassischen Strömungslehre, Aerodynamik und moderner Turbinentechnologie. Sie besteht aus unterschiedlichen Systemeinheiten, die im Zusammenspiel erheblich mehr Leistung erzeugen sollen als konventionelle Propellerwindkraftanlagen. Als mögliche Nutzer nennt VentoStream Unternehmen, die eigenen Strom erzeugen möchten, Elektrizitätswerke, die öffentliche Hand, Bergbahnen und Pistenbetreiber, Eisenbahn und Solargesellschaften.

    Im Sommer 2025 soll die zweistufige Testphase beginnen. Die ersten Tests werden Unternehmensangaben zufolge an einem Standort im Baselbiet durchgeführt. Dabei soll die Funktionalität optimiert und die Leistungskennlinie validiert werden. «Im zweiten Schritt», so CEO Manuel Bernsau, «möchten wir die Windturbine an einem hochalpinen Standort testen».

  • Schweizer Energiepreis würdigt Innovationen in Technologie und Nachhaltigkeit

    Schweizer Energiepreis würdigt Innovationen in Technologie und Nachhaltigkeit

    Das BFE zeichnet am Abend des 9. Januar im Kongresszentrum Kursaal in Bern die siegreichen Projekte des Energiepreises Watt d’Or 2025 aus. Der Watt d’Orist nicht dotiert. In dem bereits zum 18. Mal durchgeführten Wettbewerb werden Trophäen in Form einer Schneekugel in den Kategorien Energietechnologien, Erneuerbare Energien, energieeffiziente Mobilität sowie Gebäude und Raum vergeben. Zudem würdigt das BFE in diesem Jahr vier Projekte mit einem Sonderpreis, informiert das BFE in einer entsprechenden Mitteilung.

    In der Kategorie Energietechnologien trug die von der Hochschule Luzern und der Matica AG aus Kaltenbach TG entwickelte Sorptionsspeicher-Wärmepumpe SeasON den Sieg davon. Die Schneekugel in der Kategorie Erneuerbare Energien ging an die Agri-Photovoltaikanlage der ewb bei der Lubera AG in Buchs SG, die das Sonnenlicht sowohl zum Pflanzenwachstum als auch zur Stromproduktion nutzen kann. Die Kategorie Energieeffiziente Mobilität konnte der Elektropower-Tunnel der Galliker Transport AG in Altishofen LU für sich entscheiden. Er wurde in Zusammenarbeit mit der Fent AG aus Seon AG, der Thomas Lüem Partner AG aus Baar ZG und der CKW AG aus Luzern entwickelt. Der Mini-Wärmeverbund des Basler Energieunternehmens IWB bekam dem Watt d’Or für die Kategorie Gebäude und Raum.

    Vier Projekte der Genossenschaft Elektra in Jegenstorf BE, der Freiburger Groupe E, dem Tessiner Verteilnetzbetreiber Azienda Elettrica di Massagno sowie der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich wurden mit einem Spezialpreis der Jury zu innovativen Netztarifen bedacht. Insgesamt hatten sich 40 Projekte für den diesjährigen Watt d’Or beworben.

  • Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Agile Wind Power hat mit dem erfolgreichen Aufbau einer Testanlage in der Nähe von Zürich laut eigenen Angaben einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung seiner neuartigen vertikalen 1-Megawatt-Windturbinen erreicht. Die 23 Meter hohe Testanlage dient vor allem der Erprobung und Optimierung der Technologie unter realen Wetter- und Lastbedingungen. Seit Oktober 2024 werden Testläufe und Messungen durchgeführt. Im Februar 2025 startet der automatische Betrieb.

    «Mit ihrer Kombination aus Forschung, Demonstration und Optimierung bildet die Testanlage die Basis für eine neue Generation von Windturbinen», so das in Dübendorf bei Zürich beheimatete Unternehmen. Es will mit dieser Technologie «einen erheblichen Beitrag zur dezentralen, umweltschonenden Energieversorgung leisten – insbesondere in Regionen, in denen herkömmliche Windkraftanlagen aus Akzeptanz- oder Umweltgründen nicht realisierbar sind».

    Die Rotoren der Anlage von Agile Wind Power drehen sich um den Mast statt wie bei herkömmlichen Windanlagen um eine Nabe. Bei einer Höhe der Vertical Sky-Turbine in der Version A40 von bis zu 130 Metern und einer Rotorlänge von maximal 65 Metern beträgt der Durchmesser der Anlage dennoch nur 40 Meter. Zudem sollen die Rotoren besonders leise sein.

    Nicht zuletzt dient die Testanlage auch zu Demonstrationszwecken. Laut Agile Wind Power wird sie «als Schlüsselinstrument zur Kommunikation der Vorzüge der Technologie genutzt» und soll damit «wesentlich zur Markteinführung 1-MW-Turbinen» für Gewerbe und Industrie beitragen.

    Seine neuartigen Windturbinen stellt Agile Wind Power vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Das Unternehmen ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Erweiterung der Stromversorgung in Graubünden

    Erweiterung der Stromversorgung in Graubünden

    Die Bündner Repower AG hat eine Erweiterung ihres Verbreitungsgebiets angekündigt. Wie der Stromproduzent, Verteilnetzbetreiber und Energiehändler mit Sitz in Poschiavo per Medienmitteilung bekanntgibt, werden ab 2027 zusätzliche Gemeinden in der Region Misox und im Calancatal ihren Strom von Repower beziehen.

    Gemäss der Erweiterungspläne werden Buseno und Cama sowie die Elektrizitätsgesellschaft Media Mesolcina Energia, welche die Gemeinden Grono, Lostallo und Soazza beliefert, von der Repower-Tochter Moesano SA mit Sitz in Grono versorgt.

    Hintergrund sind die hohen Stromtarife in der Moesa. Laut Mitteilung zählen sie zu den höchsten in Graubünden. Der Zeitpunkt für die Umstellung sei an die Energielieferverträge gekoppelt, welche erst per Ende 2027 enden. Repower sieht eine Kostenminimierung in den genannten Gemeinden bereits ab 2026 über eine Unterstützung des Strombezugs in Höhe von 5 Rappen/Kilowattstunde vor.

    «Da Repower den Strom, den sie liefert, in den eigenen Kraftwerken produziert, bilden die Gestehungskosten die Grundlage für den Energietarif», heisst es. Den Strombeziehenden sichere es einen «langfristig stabilen Strompreis, der nicht den volatilen Märkten ausgesetzt ist».

  • Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Das auf Textiltechnologien und Synbiotika spezialisierte Unternehmen HeiQ mit Sitz in Schlieren wird seine wärmedämmende Beschichtung Xpectra auf der Messe BAU 2025 vom 13. bis 17. Januar in München präsentieren. Laut einer Mitteilung steigert diese transparente wärmereflektierende Beschichtung für Wände die Energieeffizienz in Gebäuden.

    Die als Sprühlösung angebotene Beschichtung verbessere den Wärmedurchgangskoeffizient um bis zu 25 Prozent, heisst es weiter. Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient und gibt den Wärmestrom durch ein Bauteil abhängig vom Temperaturgefälle zwischen warmer und kalter Seite an.

    Zu der Beschichtung heisst es vom Schlieremer Unternehmen, HeiQ Xpectra biete der Bauindustrie grosse Vorteile in der Wärmedämmtechnik. Ziel sei es, durch eine kosteneffiziente, einfache Wandbeschichtung eine hervorragende Dämmwirkung zu erzielen. Dies werde es Häusern ermöglichen, einen reduzierten Energieverbrauch zu erreichen, der die strengen Anforderungen der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden erfülle und dazu beitrage, dass Gebäude in der EU bis 2050 klimaneutral werden.

    Neben Wandbeschichtungen kann HeiQ Xpectra nach Firmenangaben auch für transparente Heizungen, Signaturmanagement, gedruckte Elektronik und mehr verwendet werden. HeiQ Xpectra könne somit zahlreiche Branchen verändern.

    HeiQ ist eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat seinen Sitz im IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum und ist Mitglied von Start Smart Schlieren.

  • KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    SmartHelio hat eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte prädiktive Diagnoselösung für Photovoltaikanlagen entwickelt und Anfang 2024 auf den Markt gebracht. Sie trägt den Namen Autopilot. Seither konnte diese Plattform für Steuerung, Betrieb und Wartung von Solarkraftwerken laut Hersteller die Effizienz von 218 solcher Anlagen mit mehr als 2 Gigawatt-Peak optimieren. Deren Leistung habe um durchschnittlich 8 Prozent angehoben werden können.

    Den Angaben zufolge liefert das Plug-in-System mit mehr als 50 proprietären Algorithmen ab dem ersten Tag eine 95-prozentige Genauigkeit bei der Erkennung von Fehlern, bevor sie sich auf die Leistung auswirken. Im Durchschnitt werden laut SmartHelio durch den One-Time-Diagnostikprozess behebbare Energieverluste von bis zu 7 Prozent identifiziert. Die Datenqualität werde um über 98 Prozent verbessert.

    Die Lebensdauer erhöhe sich um acht Jahre, die Solarenergieproduktion um 10 Prozent und die Kapitalrendite um bis zu 600 Prozent. Vor allem reduziere Autopilot die Diagnosezeiten erheblich, so CEO und Gründer Govinda Upadhyay: «Von 358 Stunden auf nur 3 Stunden – so hilft uns die Technologie, die Diagnose neu zu definieren und den Betreibern von Solaranlagen Zeit zu sparen.» Das Unternehmen plant, die Anwendungsgebiete auf Batteriespeicher und den Energiehandel auszudehnen und so die Energiewende weltweit voranzutreiben.

    SmartHelio ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne mit Sitz im Kanton Waadt und betreibt eine Aussenstelle im indischen Uttar Pradesh. Seine Technologie stellt das 2019 gegründete Unternehmen vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Es ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Pilzbatterien die Energiequelle

    Pilzbatterien die Energiequelle

    Die Komponenten der Pilzbatterie werden mittels 3D-Druck gefertigt. Hierbei werden die Pilzzellen direkt in die Drucktinte eingearbeitet. Diese besondere Tinte, auf Cellulose-Basis entwickelt, unterstützt das Wachstum der Pilze und ist gleichzeitig elektrisch leitfähig. Der Herstellungsprozess stellt hohe Anforderungen. Die Tinte muss biologisch abbaubar, leicht extrudierbar und nährstoffreich sein, ohne die empfindlichen Pilzzellen zu schädigen.

    Einsatzmöglichkeiten und Potenziale
    Die Pilzbatterie erzeugt zwar nur geringe Strommengen, doch sie reicht aus, um Sensoren in der Landwirtschaft oder Umweltforschung über mehrere Tage zu betreiben. Durch einfache Zugabe von Wasser und Nährstoffen kann die Batterie am Einsatzort aktiviert werden. Nach der Nutzung zersetzen sich die Materialien durch die Pilze selbstständig.

    Herausforderungen und Zukunftspläne
    Die Arbeit mit lebenden Materialien erfordert interdisziplinäres Wissen aus Mikrobiologie, Materialwissenschaft und Elektrotechnik. Die Forschenden planen, die Leistung und Lebensdauer der Pilzbatterie zu verbessern und weitere Pilzarten als Stromlieferanten zu erforschen. Das Ziel ist die Entwicklung einer noch effizienteren, nachhaltigen Energiequelle.

    Grüne Biotechnologie mit Holz und Pilzen
    Holz, ein nachwachsender Rohstoff, wird von Empa ebenfalls für innovative Anwendungen genutzt. Neben der Pilzbatterie entstehen hier Umweltsensoren und grüne Elektronik aus Cellulose-Fasern. Diese Projekte fördern eine nachhaltige Nutzung von Holz und Pilzen in der Materialwissenschaft und tragen zur Energiewende bei.

  • Eine Erfolgsgeschichte der Balkonkraftwerke in Deutschland

    Eine Erfolgsgeschichte der Balkonkraftwerke in Deutschland

    Im Jahr 2024 erlebte Deutschland eine beeindruckende Verdopplung der Balkonkraftwerke. Laut Bundesnetzagentur sind mittlerweile über 780’000 Anlagen registriert, mit einer kombinierten Leistung von fast 0,7 Gigawatt. Die Rekordzahlen aus dem Vorjahr von über 430’000 neue Geräte, könnten durch Nachmeldungen noch steigen. Prognosen zufolge könnte das millionste Balkonkraftwerk bereits im ersten Halbjahr 2025 installiert werden.

    Gesetzgebung und Technik fördern die Entwicklung
    Der Boom wird massgeblich durch eine verbesserte Gesetzgebung unterstützt. Seit Herbst 2023 sind Vermieter und Wohnungseigentümer verpflichtet, die Installation von Balkonkraftwerken grundsätzlich zu genehmigen. Gleichzeitig haben sinkende Preise und eine grössere Auswahl an leistungsstarken Modellen den Zugang zur eigenen Solarenergie erheblich erleichtert. Dadurch wird es für immer mehr Menschen attraktiv, ihren eigenen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

    Stabilität trotz politischer Unsicherheiten
    Selbst ein möglicher Regierungswechsel nach der Bundestagswahl dürfte den Trend nicht stoppen. Laut Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, besteht parteiübergreifender Konsens, die Rahmenbedingungen für Balkonkraftwerke weiter zu verbessern. Entbürokratisierung und Kostensenkungen bleiben zentrale Ziele, um Mietern und Wohnungseigentümern eine aktive Rolle in der Energiewende zu ermöglichen.

    Deutschland als internationales Vorbild
    Mit über 780’000 Anlagen ist Deutschland Leitmarkt für Balkonkraftwerke. Das deutsche Modell zieht internationale Aufmerksamkeit auf sich, da regulatorische und technische Standards hier die sichere Nutzung fördern. Diese Erfolgsgeschichte könnte anderen Ländern als Inspiration dienen, ihre eigenen Rahmenbedingungen für die Energiewende zu schaffen.

    Regionale Unterschiede im Ausbau
    Ein Blick auf die Bundesländer zeigt grosse Unterschiede in der Verteilung. Nordrhein-Westfalen führt mit 157’000 Anlagen, gefolgt von Bayern mit 119’000. Niedersachsen und Baden-Württemberg verzeichnen jeweils rund 103’000 Balkonkraftwerke. Am unteren Ende der Skala stehen die Stadtstaaten Bremen und Hamburg sowie das Saarland mit jeweils weniger als 10’000 Anlagen.

  • Klimaneutrale Industrie – Vision 2026

    Klimaneutrale Industrie – Vision 2026

    Der 2022 gegründete Verein zur Dekarbonisierung der Industrie setzt sich zum Ziel, Emissionen durch innovative Technologie auf ein Minimum zu senken. An vorderster Front steht das Verfahren der Methan-Pyrolyse, das durch die Abspaltung von Wasserstoff aus Methan eine emissionsfreie Energienutzung ermöglicht. Der verbleibende Kohlenstoff wird als Ressource genutzt, etwa als Humus in der Landwirtschaft oder als Baustoff, wodurch der Kohlenstoff langfristig gebunden wird.

    Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik
    Ohne die Zusammenarbeit von 16 führenden Unternehmen, der Empa und der Politik des Kantons Zug wäre das Projekt kaum realisierbar. Gemeinsam leisten sie einen Beitrag zur Entwicklung und Skalierung des Pyrolyse-Verfahrens, das bis 2026 von der Labor- auf die Industriegrösse hochskaliert werden soll. Die Partner stellen finanzielle Mittel von über 8 Millionen CHF bereit und setzen damit ein starkes Zeichen für die Dekarbonisierung der Industrie.

    Methan-Pyrolyse Reduktion von CO2-Emissionen
    Der Verein konzentriert sich auf die Methan-Pyrolyse, ein Verfahren, das den CO2-Ausstoss bei der Nutzung von Erdgas minimiert. Anstelle der traditionellen Verbrennung wird Wasserstoff aus Methan gewonnen, während der Kohlenstoff in fester Form vorliegt und so keine Emissionen verursacht. Diese Technologie könnte pro erzeugter Kilowattstunde bis zu 270 g CO2 einsparen und ist damit ein potenzieller Schlüssel für die Netto-Null-Ziele bis 2050.

    Nachhaltiges Ökosystem ohne Abfall
    Der Verein arbeitet daran, ein Ökosystem zu schaffen, das alle Komponenten des Verfahrens optimal nutzt. Durch den Kreislaufgedanken sollen nicht nur Wasserstoff, sondern auch Kohlenstoff und Abwärme effizient weiterverwendet werden, um Abfälle zu vermeiden. Diese ganzheitliche Strategie schafft ein Modell, das sich ideal in eine klimafreundliche Zukunft einfügt.

    Mitgliedschaft im Verein zur Dekarbonisierung der Industrie
    Unternehmen, die sich für die klimaneutrale Zukunft der Industrie engagieren und von den Erkenntnissen des Vereins profitieren möchten, können Mitglied werden. Der Verein ist steuerbefreit und Spenden sind im Kanton Zug abzugsfähig. Mitglieder gewinnen Zugang zu fortschrittlichem Wissen und unterstützen eine Initiative, die den Grundstein für eine emissionsfreie
    Industrie legt.

  • Neues Unternehmen stärkt lokale Stromversorgung in Buttisholz und Umgebung

    Neues Unternehmen stärkt lokale Stromversorgung in Buttisholz und Umgebung

    (CONNECT) Die Dorfstrom AG mit Sitz in Buttisholz hat am 1. Januar 2025 ihre Tätigkeit aufgenommen. Der Handelsregistereintrag war laut einer Mitteilung am 3. Dezember 2024 erfolgt. Das neue Unternehmen wolle Impulse für die lokale Energieversorgung in Buttisholz und anderen Gemeinden setzen, heisst es in der Mitteilung.

    Über das Projekt und die geplante Kooperation von lokalen Energieproduzenten und einer Plattform für die Zusammenarbeit informiert eine eigene Internetseite, die mit Beginn der Geschäftstätigkeit freigeschaltet worden ist. «Die Webseite ist ein zentraler Anlaufpunkt, um die Menschen in Buttisholz und darüber hinaus über unsere Ziele und Angebote zu informieren», wird Oscar Küng zitiert, Verwaltungsratspräsident der Dorfstrom AG.

    Mit dem Eintrag ins Handelsregister sei ein wichtiger Meilenstein erreicht, um die lokale Stromversorgung neu zu denken und die Energiewende in Buttisholz aktiv voranzutreiben, heisst es von der Dorfstrom AG. Die Firma setzt einen Schwerpunkt in der Förderung von virtuellen Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (vZEV) und die Entwicklung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften (LEGs). Damit soll lokal produzierter  Strom direkt in der jeweiligen Gemeinde genutzt werden. Das stärke die lokale Wertschöpfung und verringere die Abhängigkeit von grossen Energieversorgern.

    Die Dorfstrom AG organisiert den lokalen Stromhandel, um eine effiziente Verteilung sicherzustellen und bringt Produzenten und Abnehmer zusammen. Sie will erneuerbare Energieanlagen planen, bauen und betreiben, von Solaranlagen über Biogasanlagen bis zu lokalen Windkraftprojekten. Auch soll der Strom gespeichert werden, um Schwankungen auszugleichen und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Dorfstrom AG will lokale Energieprojekte durch Investitionen und Partnerschaften unterstützen.

  • Planung für neues Energiezentrum in Dietikon schreitet voran

    Planung für neues Energiezentrum in Dietikon schreitet voran

    Das Limmattaler Regiowerk Limeco mit Sitz in Dietikon stellt sechs Entwürfe für das neue Energiezentrum vor. Laut einer Ankündigung findet dazu eine öffentliche Ausstellung am Wochenende des 18. und 19. Januar von 14 bis 17 Uhr am Limeco-Sitz in Dietikon statt. Sie ist auch am Samstag, 1. Februar, noch einmal geöffnet. Gezeigt werden die «zukunftsweisenden Entwürfe» für die neue Kehrichtverwertungsanlage (KVA) und Abwasserreinigungsanlage (ARA).

    Sechs Teams aus den Fachdisziplinen Architektur, Landschaftsarchitektur und Bauingenieurwesen hatten Entwürfe entwickelt. Diese basieren auf Erkenntnissen aus der Testplanung und rund 250 Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Ein Gremium habe das Siegerprojekt gewählt, welches den Auftrag für die Projektierung und Realisierung der neuen KVA und ARA erhält, heisst es weiter.

    Die Abwasserreinigungsanlage und die Kehrichtverwertungsanlage von Limeco in Dietikon müssen bis 2034 und in einem zweiten Schritt bis 2050 erweitert beziehungsweise erneuert werden. KVA und ARA liegen nah beisammen in Dietikon und funktionieren im Verbund. Dadurch werde gesichert, dass zum richtigen Zeitpunkt die richtige Menge der richtigen Energie in der richtigen Qualität am richtigen Ort zur Verfügung steht, heisst es von Limeco zu dem Projekt.

  • Sieben Unternehmen gründen gemeinsame Agentur für nachhaltige Wärmeversorgung in der Ostschweiz

    Sieben Unternehmen gründen gemeinsame Agentur für nachhaltige Wärmeversorgung in der Ostschweiz

    Sieben Energiedienstleister aus der Ostschweiz haben laut einer Medienmitteilung die Wärme Netz Ostschweiz AG (WNO) gegründet. Beteiligt sind die EKT Holding AG, Gemeinde Uzwil, Ortsgemeinde Wil, St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG, Schmid AG energy solutions, Technischen Betriebe Flawil und Technische Betriebe Wil.

    Ziel der neuen Gesellschaft ist es, innovative und klimafreundliche Wärme-Verbundlösungen in den Ostschweizer Kantonen Thurgau, St.Gallen, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden sowie in angrenzenden Regionen zu entwickeln und zu betreiben. Als überregionaler Energiedienstleister unterstützt die WNO laut der Mitteilung Gemeinden sowie Privat- und Geschäftskunden dabei, auf eine nachhaltige Wärmeversorgung umzusteigen. Die jeweiligen Standortgemeinden sowie regionale Unternehmen werden beim Aufbau und Betrieb der Wärmenetze eingebunden.

    «Die Gründung der WNO ist ein entscheidender Schritt hin zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung in der Ostschweiz. Gemeinsam treiben wir die Energiewende voran, stärken unsere Region und setzen innovative Technologien ein», wird Marco Huwiler zitiert, Verwaltungsrat der WNO und Geschäftsleiter der Technischen Betriebe Wil.

    Bis Mitte 2025 liegt der Fokus laut der Mitteilung auf der Konstituierung, also Personalaufbau, Erarbeitung der Geschäftsgrundlagen und Finanzierungslösungen sowie Gespräche mit Gemeinden und möglichen Aktionären. Mitte nächsten Jahres soll die erste Projektentwicklung in einer Gemeinde starten.

    Der Wärmebereich macht rund 50 Prozent des Energieverbrauchs in der Schweiz aus und verursacht über 35 Prozent der Treibhausgasemissionen, heisst es weiter. Die WNO will fossile Brennstoffe durch erneuerbare Wärmelösungen ersetzen.

  • Neue Technologien zur Geothermienutzung in der Schweiz entwickelt

    Neue Technologien zur Geothermienutzung in der Schweiz entwickelt

    Forschende der ETH vollen Energie aus dem Untergrund zur Erzeugung von Strom und Wärme nutzbar machen. Gleich mehrere Forschungsgruppen der Hochschule erkunden Möglichkeiten der Geothermie, informiert die ETH in einer Mitteilung. Ihr zufolge ist die Schweiz technisch, regulatorisch und hinsichtlich der Akzeptanz der Bevölkerung besser auf die Nutzung von Geothermie vorbereitet als noch vor einigen Jahren.

    Eine Gruppe um Stefan Wiemer, Professor am Departement Erd- und Planetenwissenschaften der ETH und Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes, forscht im BedrettoLab an der Minimierung von Erdbebenrisiken bei sogenannten Enhanced Geothermal Systems. Ein sensorgestütztes System überwacht die Erzeugung der nötigen künstlichen Risse, in denen sich Wasser erwärmt. Die im BedrettoLab gewonnenen Erkenntnisse werden bei der Planung des Geothermie-Pilotkraftwerks in Haute-Sorne JU genutzt.

    Die Gruppe von Martin Saar, Professor für Geothermische Energie und Geofluide im Departement der Erd- und Planetenwissenschaften an der ETH, erkundet die Möglichkeiten von geschlossenen Rohkreisläufen, in denen CO2 zirkuliert. Diese sogenannten deep closed-loop Advanced Geothermal Systems könnten «eine klimafreundliche Alternative zu CO₂-intensiven Reservegaskraftwerken sein», erläutert Saar in der Mitteilung. Die Gruppe hat sich zudem bereits sogenannte CO2-Plume Geothermal Systeme patentieren lassen. Hier wird die dauerhafte Speicherung von CO2 in Gestein mit dessen Nutzung zur Produktion von Wärme und Strom verbunden. Darüber wird die Speicherung von Prozess- und Sommerwärme von Gebäuden im Gestein untersucht, die im Winter zum Heizen genutzt werden kann.