Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Ständerat will Bau kleiner Windturbinen erleichtern

    Ständerat will Bau kleiner Windturbinen erleichtern

    Windturbinen mit einer Höhe von bis zu 30 Metern sollen künftig auch ausserhalb von Bauzonen gebaut werden können. Das hat der Ständerat am 18. Dezember mit einer Mehrheit von 26 gegen zwölf Stimmen ohne Enthaltungen beschlossen. Er folgt damit einer Standesinitiative Appenzell Ausserrhodens.

    Der Halbkanton hatte im Juni 2023 vorgeschlagen, den Bau von Solar- und Kleinwindanlagen zu erleichtern. Er begründete das mit seiner besonderen Bebauungsweise: «Der Kanton Appenzell Ausserrhoden ist als ländlicher Kanton mit ausgeprägter Streusiedlung speziell von der sehr restriktiven Bundesgesetzgebung betroffen», schreibt er in seiner Begründung. «Nebst den vielen Landwirtschaftsbetrieben wohnen auch sonst besonders viele Menschen in Häusern, die ausserhalb der Bauzonen stehen.» Der Kanton könne bis zu 15 Prozent seines Strombedarfs aus der Windkraft ziehen.

    Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerates hatte den Vorschlag mit dem Stichentscheid seines Präsidenten Beat Rieder (Mitte/VS) abgelehnt. Mathilde Crevoisier Crelier (SP/JU) als Sprecherin der Kommission begründete die Ablehnung mit dem geringen Ertrag kleiner Windanlagen. Dieser rechtfertigte die Eingriffe in die Landschaft nicht, anders als im Fall grosser Windanlagen, die bereits ausserhalb der Bauzonen errichtet werden können.

    Jakob Stark sprach sich im Namen der Kommissionsminderheit für die Initiative aus. «Man muss berücksichtigen, dass Kleinwindanlagen technisch grosse Fortschritte gemacht haben und in sehr unterschiedlicher Form daherkommen», sagte der Thurgauer SVP-Ständerat laut dem Wortprotokoll. «Sie können einen wertvollen Beitrag für die Stromversorgungssicherheit im Winter leisten.»

    Die Vorlage geht nun in den Nationalrat.

  • Energiegewinnung aus Tiefgaragen mit neuer Geothermie-Lösung

    Energiegewinnung aus Tiefgaragen mit neuer Geothermie-Lösung

    CIEC ist offizieller Anbieter der Enerdrape-Lösung zur Wärmegewinnung geworden. Die auf Wärmelösungen spezialisierte ENGIE-Tochter mit Sitz in Paris will die Geothermiepaneele des Waadtländer Start-ups zur Energiegewinnung in unterirdischen Infrastrukturen nutzen.

    Ein erstes Projekt soll nun im 11. Bezirk von Paris umgesetzt werden, teilt Enerdrape auf LinkedIn mit. Dort sollen 130 Paneele verlegt werden, die mit einer Leistung von 23 Kilowatt pro Jahr 40 Megawattstunden Wärmeenergie erzeugen sollen.

    Die Enerdrape-Paneele werden im Untergrund von Gebäuden installiert, etwa in Tiefgaragen. Dort nehmen sie die Energie des Untergrundes auf, die über eine Wärmepumpe in die Gebäude geführt und dort für die Heizung und Kühlung genutzt wird.

  • Neue Partnerschaft fördert Wasserstoff aus Holzabfällen

    Neue Partnerschaft fördert Wasserstoff aus Holzabfällen

    H2 Bois erhält einen neuen Minderheitsaktionär. Auf Januar 2025 steigt der Waadtländer Energieversorger Romande Energie laut einer Mitteilung mit einem Anteil von 33,7 Prozent ein. Die in der Holzwirtschaft tätige Groupe Corbat mit Sitz in Vendlincourt JU wird dann 50,3 Prozent und das Beratungsunternehmen Planair Vision SA mit Sitz in La Sagne NE 16 Prozent des 2021 von ihnen gegründeten Unternehmens halten.

    H2 Bois will 2025 eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff aus Holzabfällen bauen und 2026 in Betrieb nehmen. Bei der Herstellung entsteht auch Biokohle, welche das im Holz enthaltene CO2 zu einem Teil dauerhaft speichern kann. Im für 2030 geplanten Vollausbau sollen so aus 14‘000 Tonnen Holz und Holzabfällen insgesamt 450 Tonnen sauberer Wasserstoff hergestellt und 2500 Tonnen CO2 pro Jahr gespeichert werden können. H2 Bois nutzt eine Technologie der französischen Haffner Energy.

    Der Wasserstoff wird über eine 1,5 Kilometer lange Gasleitung in eine Industriezone im Ort transportiert. Dort wird er von Industrieunternehmen und über eine Tankstelle für die Mobilität genutzt. Die Biokohle wird in der Landwirtschaft verwendet.

    Für Romande Energie bildet die Beteiligung einen Schritt in Richtung einer dekarbonisierten Westschweiz. «Diese Beteiligung erlaubt uns, an einem kühnen Projekt mitzuarbeiten, das in der Nutzung einer innovativen Negativemissionstechnologie ein Pionier in der Schweiz ist», wird Jérémie Brillet in der Mitteilung zitiert, bei Romande Energie für den Bereich Wasserstoff zuständig.

    Benjamin Corbat, Generaldirektor der Groupe Corbat, begrüsst die Beteiligung von Romande Energie. «Wir freuen uns auf den Start der Produktion, aber auch darauf, neue Wege in der lokalen Holznutzung zu gehen.»

  • Rohstoffversorgung für die Energiewende sichern

    Rohstoffversorgung für die Energiewende sichern

    Mineralien und Metalle wie Kupfer, Lithium und Seltene Erden sind essenziell für Technologien der Energiewende, darunter Batterien, Elektromobilität und erneuerbare Energien. Die zunehmende Nachfrage trifft jedoch auf begrenzte Produktionsstandorte, wodurch geopolitische Spannungen und Exportbeschränkungen die Versorgung erschweren. Konsumentenländer reagieren mit industriepolitischen Massnahmen und internationalen Kooperationen, um Engpässe zu vermeiden.

    Die besondere Rolle der Schweiz
    Die Schweizer Industrie importiert hauptsächlich Halbfabrikate und Komponenten aus der EU, was die direkte Abhängigkeit von Rohstoffproduzenten reduziert. Dennoch ist auch die Schweiz nicht vor globalen Versorgungsrisiken gefeit. Der Bundesrat hat deshalb Massnahmen entwickelt, um eine stabile Rohstoffversorgung langfristig zu sichern.

    Handlungsoptionen für die Versorgungssicherheit
    Der Bericht des Bundesrats nennt zentrale Massnahmen. Die Aussenwirtschaftspolitik setzt auf den Ausbau bilateraler Handelsabkommen und einen verstärkten Dialog mit internationalen Partnern, insbesondere der EU. Gleichzeitig liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit durch die Diversifizierung von Bezugsquellen, die Förderung der Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Beschaffungspraktiken. Im Bereich Forschung und Innovation wird die Entwicklung neuer Recycling-Technologien und alternativer Materialien unterstützt.

    Darüber hinaus wird ein enger Dialog mit der Industrie empfohlen, um Versorgungsrisiken frühzeitig zu erkennen und gezielt zu steuern. Eine Vertiefung der Beziehungen zu politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Partnern soll die Grundlage für eine verlässliche Rohstoffversorgung bilden.

    Nachhaltige Bewirtschaftung und Kreislaufwirtschaft
    Eine zentrale Empfehlung des Berichts ist die Förderung einer nachhaltigen Nutzung von Mineralien und Metallen. Der Lebenszyklus der Rohstoffe soll stärker berücksichtigt werden, etwa durch Recycling und die Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Diese Ansätze tragen nicht nur zur Versorgungssicherheit bei, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

  • Innovative Steuerung für Fernwärmenetze

    Innovative Steuerung für Fernwärmenetze

    Die Energiewende bringt Herausforderungen für Fernwärmenetze, da die Einspeisung erneuerbarer Energien und die Dezentralisierung eine effiziente Steuerung komplexer macht. Mit der Simulationssoftware bietet das Fraunhofer-Institut ITWM eine Lösung, die Netze in Echtzeit überwachen, stabilisieren und optimieren kann.

    Digitaler Zwilling für präzise Steuerung
    Kern der Innovation ist ein Digitaler Zwilling, der physikalische Prozesse des Netzes nachbildet. Basisdaten wie Netzstruktur, Wetter- und Verbrauchsdaten fliessen in die Simulation ein, um Wärmeströme, Lastspitzen und kritische Betriebszustände frühzeitig zu erkennen. Stadtwerke profitieren von einem stabileren Netzbetrieb und können unnötige Energieverluste durch optimierte Vorlauftemperaturen reduzieren.

    Effizienzsteigerung bei Planung und Betrieb
    Die Software ermöglicht eine vorausschauende Planung neuer Netze. Szenarien wie die Platzierung von Energiequellen oder der Verbrauch zu unterschiedlichen Zeiten werden simuliert, um Ressourcen effizient zu nutzen. Materialeinsparungen durch kleinere Rohrquerschnitte und die präzise Nutzung erneuerbarer Energien senken Kosten und fördern eine klimaneutrale Wärmeversorgung.

    Zukunftsweisende Erweiterungen
    Neben der Optimierung der Benutzeroberfläche arbeiten die Forschenden daran, den Rechenkern der Software auch für andere Energienetze wie Strom und Gas nutzbar zu machen. Damit könnte «AD Net Heat» ein Vorbild für die Digitalisierung weiterer Infrastrukturprojekte werden.

  • Zug setzt neue Standards mit Circulago

    Zug setzt neue Standards mit Circulago

    Seit Oktober 2023 versorgt die Energiezentrale Unterfeld etappenweise mehrere Zuger Quartiere und Teile von Baar Süd mit klimafreundlicher Wärme und Kälte. Dank der Nutzung von Seewasser als Hauptenergiequelle erfüllt die Anlage die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlicher Energie. Mit ihrer modernen Technologie demonstriert die Zentrale, wie der Wärme- und Stromsektor intelligent verknüpft werden können. Dieses Modell zeigt die Zukunft der Energieversorgung und reduziert durch die zentrale Erzeugung den Bedarf an individuellen Heiz- und Kühlsystemen.

    Sektorkopplung als Schlüssel zur Energiewende
    Sektorkopplung vernetzt die Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr und trägt so zur Stabilität des Stromnetzes bei. In der Zentrale Unterfeld werden Technologien wie «Power-to-X»eingesetzt, um überschüssigen Strom effizient umzuwandeln und das Stromnetz zu entlasten. Diese innovative Herangehensweise spielt eine entscheidende Rolle für die Dekarbonisierung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele. Die Nähe zum Unterwerk Herti schafft zudem optimale Voraussetzungen für die Strom-Wärme-Kopplung und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen.

    Effiziente und platzsparende Lösung für die Region
    Der Energieverbund Circulago bietet eine platzsparende Lösung für die Energieversorgung in Zug, wo der Raum knapp und teuer ist. Durch die zentrale Erzeugung und Verteilung von Wärme und Kälte werden individuelle Heizsysteme überflüssig und die Effizienz bei der Energieverteilung zwischen Stadt Zug und Baar Süd wird gesteigert. Der Verbund senkt nicht nur die CO2-Emissionen erheblich, sondern gewährleistet auch langfristig stabile Preise und wirtschaftliche Planungssicherheit – ein entscheidender Vorteil für Investitionen in Neubauten oder beim Austausch bestehender Heizsysteme.

    Langfristige Vorteile für Gebäude und Industrie
    Circulago ermöglicht den Anschluss von Gebäuden und Industrieanlagen an ein Fernwärmesystem, das eine zuverlässige und emissionsarme Energiequelle bietet. Durch die Kombination moderner Speichertechnologien mit erneuerbaren Energien steigert der Verbund die Gesamtenergieeffizienz. Zudem entlastet die zentrale Wärmeversorgung Gebäude von Investitions- und Reinvestitionskosten, die bei individuellen Heizlösungen anfallen würden. Mit diesen Vorteilen schafft Circulago eine starke Basis für die wirtschaftliche Zukunft und die nachhaltige Energieversorgung in der Region.

  • Forschende analysieren Holznutzung in der Schweiz

    Forschende analysieren Holznutzung in der Schweiz

    Die Nutzung von Holz als einem der wichtigsten Rohstoffe auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft haben Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der in Birmensdorf ansässigen Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) untersucht. Die Analyse kommt laut einer Medienmitteilung zu dem Schluss, dass in der Schweiz noch erhebliches Potenzial bestehe, was die nachhaltige Holznutzung betrifft. So betrage die Recycling-Rate beim Holz gerade einmal knapp 8 Prozent, beim Papier sind es an die 70.  

    „Von den fünf bis sieben Millionen Kubikmetern Holz, die wir in der Schweiz jährlich ernten, werden rund 40 Prozent direkt energetisch genutzt – sprich verbrannt“, wird die Erstautorin der Studie, Nadia Malinverno aus dem Empa-Labor Technologie und Gesellschaft zitiert. Das sei keineswegs ideal, denn Holz werde vielseitig genutzt, als Rohholz, Schnittholz, Holzspäne, Holzfasern für die Papierindustrie und vieles mehr.

    Die Schweiz habe sich Netto-Null als Ziel bis 2050 gesetzt. Holz sei auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft einer der wichtigsten Rohstoffe. Es binde beim Wachstum CO2 aus der Atmosphäre und biete sowohl als Material als auch als Energieträger Alternativen zu fossilen Rohstoffen, heisst es in der Mitteilung, die gleichlautend von Empa und WSL veröffentlicht wurde. Viele Industriezweige wollen in Zukunft vermehrt auf Holz setzen, sei es im Bau, bei der Produktion von Textilien und sogar in Sektoren wie Elektronik oder Pharma und Chemie, heisst es weiter.

    Die Arbeiten wurden im Rahmen von SCENE(Swiss Center of Excellence on Net-Zero Emissions) durchgeführt, einer Initiative der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).

  • Fernwärmeprojekt in Bern nutzt Aare als Energiequelle

    Fernwärmeprojekt in Bern nutzt Aare als Energiequelle

    Energie Wasser Bern will den Nordosten von Bern mit klimafreundlicher Wärme versorgen. Dafür plant der Berner Energieversorger den Aufbau einer entsprechenden Wärmeproduktionsinfrastruktur, informiert ewb in einer Mitteilung. Als Wärmequelle soll dabei unter anderem das Wasser der Aare dienen.

    Konkret will ewb der Aare am westlichen Ufer auf Höhe der Engehalde Wasser entnehmen und in eine bereits bestehende Kaverne leiten. Hier soll dem Wasser Wärme entzogen werden, die im Anschluss zu einer neu zu bauenden Energiezentrale Aare Wyler auf der östlichen Seite des Flusses transportiert wird. Liegenschaften in an die Energiezentrale angrenzenden Quartieren könnten dann mit Fernwärme aus den Wärmepumpen der Energiezentrale beheizt werden. Darüber hinaus denkt ewb die Einrichtung einer zweiten, kleineren Energiezentrale Aare Engehalde auf der Westseite des Flusses an. Sie könnte das Gebiet Tiefenau mit Fernwärme versorgen.

    Das Unternehmen hat bereits ein Konzessionsgesuch für den Bau eines Fassungsbauwerks sowie die Entnahme und Rückgabe des Wassers aus der Aare beim Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern eingereicht, erläutert ewb. Das Unternehmen rechnet mit einem Entscheid im Frühjahr 2026. In der Zwischenzeit soll ein genauer Standort für die geplante Energiezentrale Aare Wyler gefunden werden.

  • Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Die EPFL und der Westschweizer Gasversorger Gaznat haben laut einer Mitteilung eine Rahmenvereinbarung über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Diese sieht drei Ausschreibungen für Projekte der Forschung und Entwicklung vor, die einen erheblichen Beitrag zu einer sauberen Gasversorgung leisten können. Die erste Ausschreibung ist für Anfang 2025 vorgesehen.

    Die Siegerprojekte werden von einem wissenschaftlichen Beirat ausgewählt, dem jeweils vier Vertreter beider Seiten angehören.  Dazu gehören der Gaznat-CEO Gilles Verdan, Wendy Lee Queen und Yasmine Calisesi vom EPFL Energy Center sowie EPFL-Vizepräsident Edouard Bugnion. Ein Programmmanager wird die Ausschreibungen koordinieren und die ausgewählten Projekte begleiten.

    Die EPFL und Gaznat haben im Rahmen von drei Ausschreibungen bereits 17 Projekte gemeinsam finanziert. Gaznat eröffnete 2023 sein Innovationslabor in Aigle.

    Gaznat mit Sitz in Lausanne beschafft und transportiert Gas für Partnerunternehmen in der Westschweiz. Das Unternehmen will sein Angebot bis 2050 klimaneutral gemacht haben. „Dank unserer Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit der EPFL kommen wir unserem Ziel der Klimaneutralität näher und können unsere Branche dekarbonisieren“, werden Gaznat-Verwaltungsratspräsident René Bautz und CEO Gilles Verdan in der Mitteilung zitiert.

  • Hybrides Kleinkraftwerk fördert grüne Energie in Graubünden

    Hybrides Kleinkraftwerk fördert grüne Energie in Graubünden

    Die NewGreenTec AG hat eines ihrer hybriden Wind-Solar-Kleinkraftwerke auf dem Dach des Plantahofs installiert. Dort wird es künftig zur nachhaltigen Stromversorgung der landwirtschaftlichen Ausbildungsstätte des Kantons Graubünden und der Ostschweiz beitragen. Wie das Jungunternehmen weiter mitteilt, soll es ausserdem Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ermöglichen, die Technologie aus erster Hand zu erleben und ihr Wissen über erneuerbare Energien zu erweitern.

    „Wir sind begeistert, mit diesem Projekt die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft in Graubünden zu fördern“, wird Frido Stutz, Geschäftsführer der NewGreenTec AG, in einer Unternehmensmitteilung zitiert. „Das Zusammenspiel von Wind- und Solarenergie ist ein zukunftsweisender Schritt hin zu einer umweltfreundlichen und stabilen Stromversorgung über den Tages- und Jahresverlauf.“

    Zudem erkennt NewGreenTec darin auch ein Symbol für die Potenziale einer nachhaltigen Zukunft: „Mit der Kraft von Wind und Sonne soll das Rheintal ein weiteres Beispiel für gelungene Innovation in der grünen Energieversorgung werden.“ Das erste Kleinkraftwerk der Firma auf einem Industriegebäude wurde im Januar 2023 in Betrieb genommen.

    Das hybride Gerät vereint Solarpanele, eine kleine Windturbine und Speichertechnologie in einem Gerät und wurde zusammen mit Schweizer Fachhochschulen entwickelt. Die Windturbinen, die sich um eine Vertikalachse drehen, sind unabhängig von der Windrichtung und nahezu geräuschlos.

  • Gletscherschmelze macht Platz für Wasserspeicher

    Gletscherschmelze macht Platz für Wasserspeicher

    Der Rückgang der Gletscher in den Alpen erhöht das Potenzial der Stromproduktion aus Wasserkraft und der Speicherung von Energie. Das zeigt der Bericht „Analyse des Wasserkraftpotenzials der Gletscherschmelze“, den der Bundesrat laut einer Mitteilung am 6. Dezember gutgeheissen hat.

    Laut dem Bericht führt der Rückgang der Gletscher zu einem zusätzlichen Potenzial von 1470 Gigawattstunden bei der Produktion von Strom. Davon stammten 340 Gigawattstunden aus dem Ausbau bestehender Anlagen, 1130 Gigawattstunden aus neuen Anlagen.

    Noch grösser ist mit 2430 Gigawattstunden das Potenzial bei der saisonalen Speicherung von Wasserkraft, die im Winter turbiniert werden könnte. Davon entfallen 1300 Gigawattstunden auf den Ausbau bestehender Speicher, 1130 Gigawattstunden auf Neubauten.

    Die Nutzung des Potenzials dürfte allerdings durch Konflikte mit anderen Interessen eingeschränkt werden. So würden potenzielle Neuanlagen mit einer Produktion von 540 Gigawattstunden in ausgeschiedenen Auengebieten liegen und damit nach heutigem Stand nicht genutzt werden können. Anlagen mit einer Jahresproduktion von 910 Gigawattstunden wiesen Konflikte mit Auengebieten auf, lägen aber nicht in solchen Ausschlussgebieten.

    Die Wirtschaftlichkeit von Speicherprojekten kann zu einem grossen Teil von bereits bestehenden Förderinstrumenten abgesichert werden. Allerdings könnten Erneuerungen und Erweiterungen gebremst werden, weil Konzessionen auslaufen. Die Betreiber müssten ihre Investitionen zuerst in Verhandlungen mit den Gemeinwesen absichern, bevor sie investieren.

    Der Bericht erfüllt das Postulat 21.3974 der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates vom 24. August 2021.

  • Solarstromprojekt in Frauenfeld gestartet

    Solarstromprojekt in Frauenfeld gestartet

    Thurplus produziert auf dem Dach von Signer Elektromotoren in Frauenfeld künftig Solarstrom. Der Frauenfelder Energieversorger hat dort laut einer Mitteilung Ende November eine Photovoltaikanlage mit 140 Modulen auf einer Fläche von 280 Quadratmetern in Betrieb genommen. Sie soll mit einer Leistung von 62 Kilowattstunden jährlich rund 62‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen.

    Thurplus hat die Anlage finanziert und mit regionalen Handwerkern gebaut und wird sie auch betreiben.
    Signer Elektromotoren stellt das Dach zur Verfügung und erhält den Solarstrom zu einem stark vergünstigten Tarif. „Wir haben schon lange darüber nachgedacht, eine Photovoltaikanlage zu realisieren“, wird Juniorchef Dominik Signer in der Mitteilung zitiert. „Die Zusammenarbeit mit Thurplus war sehr gut, und wir freuen uns, einen Beitrag zur Förderung der Solarenergie zu leisten.“

    Das 1967 gegründete Familienunternehmen repariert Elektromotoren und baut Sondermotoren.

    Thurplus sucht weitere Dachflächen für die Photovoltaik. „Solche gemeinsamen Projekte tragen zur Energiewende bei und zur Erreichung unserer städtischen Nachhaltigkeitsziele“, wird Fabrizio Hugentobler, Stadtrat und Departementsvorsteher Thurplus, Freizeit und Sport, in der Mitteilung zitiert. Frauenfeld will bis 2027 eine Leistung von 8000 Kilowattpeak hinzubauen.

  • Neue Solaranlage auf ehemaliger Deponie genehmigt

    Neue Solaranlage auf ehemaliger Deponie genehmigt

    Der Basler Energieversorger IWB hat die Baubewilligung für das Errichten einer Solaranlage auf der ehemaligen Kehrrichtdeponie Hinterm Chestel in Liesberg erhalten. Der Investitionsbescheid soll Anfang 2025 erfolgen, heisst es in einer Mitteilung. Nach zügigem Baubeginn soll bereits im Frühjahr 2026 der erste Solarstrom fliessen, der etwa 1000 Haushalte versorgen kann.

    Auf einer Fläche von 25‘000 Quadratmetern sollen 7600 Solarmodule verbaut werden. Das entspricht einer installierten Leistung von 3,4 Megawatt. Die Anlage wird in einer bestimmten Höhe installiert, so dass darunter weiter eine Grünflächenbewirtschaftung möglich ist. Dies soll auch der Biodiversität vor Ort dienlich sein.

    „Für uns ist wichtig, dass die Anlage naturverträglich umgesetzt wird. So haben wir bei der Planung in Koordination mit der KELSAG bewusst bestehende Naturobjekte integriert“, wird Daniel Neuenschwander, Projektleiter Photovoltaik Grossanlagen bei IWB, in der Mitteilung zitiert. Die KELSAG (Kehrichtbeseitigung Laufental-Schwarzbubenland AG) ist die Besitzerin der Deponie und stellt die Fläche bis zu 50 Jahre lang zur Verfügung.

    Des Weiteren wird Sorge für den Lebensraum verschiedener Tierarten getragen. „Wir haben bei diesem Projekt von Beginn weg Natur- und Umweltverbände eng involviert. Das war das Erfolgsrezept zu einem ausgewogenen Projekt: Anliegen der Stromproduktion und der Biodiversität werden gleichermassen berücksichtigt“, so Neuenschwander.

  • Biowasserstoff aus Holzabfällen

    Biowasserstoff aus Holzabfällen

    Holzabfälle, die bisher meist verbrannt oder kostenintensiv entsorgt werden mussten, werden zur wertvollen Ressource. Im Verbundprojekt H2Wood-BlackForest erforschen Fraunhofer-Forschende gemeinsam mit Partnern neue Verfahren zur Produktion von Biowasserstoff aus Rest- und Altholz. Der biotechnologische Ansatz nutzt wasserstoffproduzierende Bakterien und Mikroalgen, um das volle Potenzial der Holzabfälle auszuschöpfen.

    Ziel des Projekts ist die nachhaltige Energiegewinnung und die Reduktion von CO₂-Emissionen. Dabei spielt die Trennung von Holz in seine Bestandteile eine zentrale Rolle. Cellulose wird zu Zucker umgewandelt, der als Substrat für Bakterien dient. Der Prozess generiert Wasserstoff sowie CO₂, das in einem weiteren Schritt zur Produktion von Mikroalgen verwendet wird. Diese Algen erzeugen wiederum Pigmente, Stärke und Wasserstoff.

    Pilotanlage startet 2025
    Der Prozess ist modular aufgebaut und kombiniert innovative Technologien wie die Vorbehandlung von Holzabfällen mittels Trennung der Holzfasern von Lignin und Schadstoffen. Die Fermentation, indem Bakterien Zucker in Wasserstoff und CO₂ umwandeln und die Mikroalgenproduktion, in der CO₂ als Nahrung für Algen dient, die Pigmente und Biomasse erzeugen. „Durch die Nutzung von Holzabfällen schaffen wir einen geschlossenen, nachhaltigen Kreislauf“, erklärt Dr. Ursula Schliessmann, stellvertretende Institutsleiterin am Fraunhofer IGB. Die modulare Pilotanlage, die 2025 am Campus Schwarzwald in Betrieb gehen soll, bietet ideale Voraussetzungen, um neue Technologien zu erproben und weiterzuentwickeln.

    Wasserstoff-Roadmap für die Region Schwarzwald
    Parallel zum Forschungsprojekt analysieren die Partner das Wasserstoffpotenzial in der Region Schwarzwald. Die erarbeitete Wasserstoff-Roadmap zeigt, wie der regionale Bedarf an grünem Wasserstoff in den Bereichen Industrie, Verkehr sowie Gebäuden gedeckt werden kann. Sie formuliert klare Handlungsempfehlungen: Der Ausbau der regionalen Wasserstoffinfrastruktur, die gezielte Förderung von Forschung und Entwicklung sowie die Stärkung der Sektorkopplung sollen die Integration des Wasserstoffs in die Energiewende beschleunigen.

    „Die Region Schwarzwald verfügt über erhebliches Potenzial zur Wasserstoffproduktion“, erklärt Vladimir Jelschow vom Fraunhofer IPA. Dieses Potenzial könne jedoch nur durch technologische Weiterentwicklung und den gezielten Ausbau der Infrastruktur voll ausgeschöpft werden.

    Ein Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft
    Das Projekt H2Wood zeigt eindrucksvoll, wie innovative Verfahren die Ressource Holzabfall nachhaltig nutzbar machen. Die Produktion von Biowasserstoff stellt nicht nur eine Alternative zur Verbrennung dar, sondern treibt die Energiewende aktiv voran. Die modulare Pilotanlage und die Wasserstoff-Roadmap sind wichtige Bausteine für eine grüne, regionale Wasserstoffwirtschaft im Schwarzwald.

  • Solarenergie als treibende Kraft der Stromversorgung

    Solarenergie als treibende Kraft der Stromversorgung

    Swissolar sieht für Solaranlagen bis 2035 Potenzial für einen Anteil von 80 Prozent am landesweiten Stromausbau. Der jährliche Solarstromertrag könnte laut dem jetzt veröffentlichten ersten Solarmonitor Schweiz mehr als 28 Terawattstunden erreichen. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, liegen mit dem nun veröffentlichten Solarmonitor Schweiz erstmals aktuelle Zahlen und Fakten zur künftigen Entwicklung des Solarmarkts vor. Darin enthalten seien Prognosen für den Photovoltaikausbau bis ins Jahr 2035.

    Für das laufende Jahr trage Sonnenenergie mit 11 Prozent zur Stromerzeugung bei und sei „damit auf bestem Weg, neben der Wasserkraft die zweite tragende Säule der Schweizer Stromversorgung zu werden“. Voraussetzung seien „deutlich verbesserte Ausführungsbestimmungen“, heisst es. Das neue Stromgesetz habe zu Verunsicherungen geführt, was sich bremsend auf das Marktwachstum in den nächsten zwei Jahren auswirke. Danach sei mit neuen Wachstumsschüben zu rechnen.

    Der Solarmonitor gibt erstmals auch einen Überblick zu Branchenumsatz und Fachkräftesituation. Im laufenden Jahr erwirtschaftet die Branche demnach voraussichtlich 3,7 Milliarden Franken, in zehn Jahren könnten es 6 Milliarden sein. Im Rahmen einer Befragung ermittelte Swissolar Zahlen zur Personalsituation. Aktuell seien 11’000 Vollzeitäquivalente in der Solarbranche tätig. Um die Ausbauziele gemäss Stromgesetz zu erreichen, werden 19’000 Vollzeitbeschäftigte benötigt.

    Der Solarmonitor soll künftig jährlich in einer aktualisierten Version veröffentlicht werden.

  • Die Schweiz auf Kurs zu Netto-Null

    Die Schweiz auf Kurs zu Netto-Null

    Die Schweiz steht im internationalen Vergleich gut da. Die Kohlenstoffintensität ist die niedrigste aller OECD-Länder und die Stromerzeugung ist bereits weitgehend CO₂-frei. Zwischen 1990 und 2022 konnten die Emissionen um 24 % gesenkt werden. Ein beachtlicher Erfolg bei gleichzeitiger Verdoppelung der Wirtschaftskraft. Diese starke Ausgangsposition bietet der Schweiz die Chance, in grünen Technologien wie Kohlenstoffabscheidung oder kohlenstoffarmem Zement eine führende Rolle einzunehmen.

    Erneuerbare Energien und Energiespeicherung als Schlüssel
    Um die Dekarbonisierung fortzusetzen, muss die Stromerzeugungskapazität von aktuell 27 Gigawatt auf über 60 GW bis 2050 gesteigert werden. Dies ist besonders herausfordernd, da bis 2034 die vier verbleibenden Kernreaktoren abgeschaltet werden. Ein massiver Ausbau erneuerbarer Energien sowie innovative Lösungen für die Saisonabhängigkeit von Angebot und Nachfrage sind erforderlich. Auch die Erhöhung der Energiespeicherkapazitäten und ein effizientes Nachfragemanagement spielen dabei eine zentrale Rolle.

    Michael Baldinger, Chief Sustainability Officer bei UBS, erklärt: „Für Sektoren, die ihre Emissionen nicht vollständig eliminieren können, sind Technologien zur Kohlenstoffabscheidung entscheidend. Dies stellt die Schweiz vor technologische, logistische und finanzielle Herausforderungen, eröffnet aber zugleich Chancen in grünen Märkten.“

    Regulatorische Veränderungen als Weichensteller
    Die gesetzliche Grundlage für den Übergang wird durch bedeutende regulatorische Veränderungen im Jahr 2025 definiert. Dazu zählen das Elektrizitätsgesetz, das CO₂-Gesetz sowie das Klima- und Innovationsgesetz. Die Anpassung an EU-Vorgaben erhöht zudem die Zahl der berichtspflichtigen Schweizer Unternehmen von 300 auf 3’500. Diese Veränderungen erfordern gezielte Investitionen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Finanzsektor.

    Finanzsektor als Schlüsselakteur
    Nach Schätzungen der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBA) sind jährlich 13 Milliarden CHF erforderlich, um Netto-Null zu erreichen. Der Schweizer Finanzsektor spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Er bietet Finanzierungsmöglichkeiten wie Bankdarlehen, Anleihen und Blended Finance-Lösungen, die den Markteintritt neuer Technologien unterstützen. Zudem kann er Unternehmen bei der Transformation beraten und als Bindeglied zwischen Investoren und Unternehmen fungieren.

  • Thermochemischer Speicher optimiert Solarenergie-Nutzung

    Thermochemischer Speicher optimiert Solarenergie-Nutzung

    Die Hochschule Luzern und ihr Industriepartner Matica haben eine Technologie entwickelt, mit der überschüssiger Solarstrom im Sommer in einem thermochemischen Verfahren verlustfrei gespeichert und im Winter zum Heizen genutzt werden kann. Eine erste Pilotanlage ist nun bei der Tierkörpersammelstelle (TKS) in Frauenfeld in Betrieb gegangen, informiert Matica in einer Mitteilung. Das Unternehmen aus Wagenhausen ist auf den Bau von Spezialbehältern wie Wassererwärmer sowie Wärme- und Kältespeicher spezialisiert.

    Die SeasON-Demonstrationsanlage in Frauenfeld nutzt Natronlauge als Speicher. Die Lauge wird im Sommer über den überschüssigen Strom der Solaranlage der TKS konzentriert, das abgeschiedene Wasser in separaten Tanks bei Raumtemperatur gelagert. Im Winter wird die konzentrierte Lauge wieder mit dem abgeschiedenen Wasser verdünnt. Dieses wird dabei mit Niedertemperaturwärme aus einer Wärmepumpe verdampft. Sowohl diese Verdampfungsenergie als auch die bei Verdünnung der Lauge aus deren exothermer Reaktion entstehende Wärme kann zum Heizen genutzt werden. Der Speicherwirkungsgrad der Anlage wird in der Mitteilung auf bis zu 95 Prozent beziffert.

    „SeasON löst gleich mehrere Herausforderungen der Energiewende und fördert nachhaltig effizientes Energiemanagement“, wird Benjamin Fumey von der Hochschule Luzern in der Mitteilung zitiert. „In der Entwicklung von SeasON haben wir uns gegenseitig bedingt und gleichzeitig eine Win-Win-Situation zwischen Forschung und Praxis geschaffen“, meint Matica-CEO Marc Lüthi. Eine zweite Demonstrationsanlage wird derzeit in der neuen Zustellstelle der Post in Kaltenbach TG installiert.

  • Neue Generation des Gateways für effizientes Energiemanagement

    Neue Generation des Gateways für effizientes Energiemanagement

    Solar Manager hat eine neue Version seines Gateways für Solarstrom auf den Markt gebracht. Wie es in einer Mitteilung des in Muri und im deutschen Isernhagen ansässigen Spezialisten für Energiemanagement heisst, ist Solar Manager Connect 2 als Hutschienenversion leicht in bestehende Anlagen zu integrieren. Die Hardware kommt mit der ebenfalls neuen Solar Manager-Software auf den Markt. Der Gateway soll laut Firmenangaben mit über 500 Geräten unterschiedlicher Hersteller kompatibel sein.

    Connect 2 kann zur Steuerung eines Hausnetzwerkes (Home Energy Management System, HEMS) eingesetzt werden. Zu den Neuerungen zählen zwei integrierte Relaiseingänge zur Steuerung von Wallboxen und Wärmepumpen, zwei digitale Eingänge und ein analoger Ausgang sowie ein bereits im Vorgängermodell verbauter RS-485-Industriestandard zur Kommunikation mit Fremdgeräten. Des Weiteren ist ein integrierter EEBUS-Standard zur Kommunikation mit Netzbetreibern als Smart-Meter-Gateway eingebaut.

    „Unser Ziel war es, auch in zunehmend komplexen Energiesystemen die Installation so einfach wie möglich zu gestalten“, wird Andreas Kuhn, Gründer und CEO der Solar Manager AG, in der Mitteilung zitiert. „Das Feedback unserer Partner war entscheidend. Wir haben ihre Wünsche direkt in die Entwicklung des Solar Manager Connect 2 einfliessen lassen, damit Installateure auch weiterhin ihre Arbeit schnell und zuverlässig erledigen können.“

  • Erfolgreiche Finanzierung für intelligente Ladelösungen

    Erfolgreiche Finanzierung für intelligente Ladelösungen

    Die Sintio AG hat eine Seed-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen, informiert die 2020 gegründete Spezialistin für Ladelösungen in einem Beitrag auf LinkedIn. Dabei ist die Innovationsstiftung der Schwyzer Kantonalbank (SZKB) als Lead-Investorin bei Sintio eingestiegen. „Die Stiftung hat bereits zahlreiche Technologie-Startups in der Schweiz erfolgreich begleitet und wir freuen uns, dass sie ihr Knowhow und ihr Netzwerk als verlässlicher Partner in die Weiterentwicklung unseres Unternehmens einbringen wird“, schreibt das Jungunternehmen aus Freienbach im Beitrag.

    Sinito hat eine Software für den intelligenten Betrieb von Ladelösungen für E-Fahrzeuge entwickelt und 2022 an den Markt gebracht. „Die Sintio-Software ermöglicht die Messung, Steuerung und individuelle Abrechnung von Ladeenergie, was gerade für Liegenschaftsverwaltungen und Unternehmen mit Immobilienportfolios von grossem Nutzen ist“, schreibt die Innovationsstiftung der SZKB in einem eigenen Beitrag auf LinkedIn. Die Höhe der Investition der Stiftung und der insgesamt in der Finanzierungsrunde eingesammelten Mittel werden in den Beiträgen nicht kommuniziert.

  • Baubeginn für alpine Solaranlage in Klosters

    Baubeginn für alpine Solaranlage in Klosters

    Das alpine Solarkraftwerk Madrisa Solar kann gebaut werden. Die Madrisa Solar AG als Bauherrin hat laut einer Mitteilung den Bauentscheid gefällt. Die Anlage wird bei der Bergbahn Klosters-Madrisa auf einer Höhe von 2000 Metern über dem Meer errichtet.

    Die nach Süden ausgerichtete Anlage wird über eine Leistung von 12 Megawatt verfügen und soll pro Jahr 17 Gigawattstunden erzeugen, genug für die Versorgung von 3500 Haushalten. Der Strom wird von der EKZ mit Sitz in Dietikon ZH und von den Klosters-Madrisa Bergbahnen abgenommen. Ausser dem kantonalzürcher Energieversorger sind auch der Bündner Energieversorger Repower und die Gemeinde Klosters an der Madrisa Solar AG zu je einem Drittel beteiligt.

    „Für uns ist Madrisa Solar ein weiteres Engagement für die Energiewende“, wird Paul Sidler, Leiter erneuerbare Energien bei EKZ, in der Mitteilung zitiert. „Die alpine Solaranlage als Pionierprojekt stärkt künftig die Versorgungssicherheit im Winter.“

    „Ausschlaggebend für den positiven Entscheid waren der ideale Standort, die grosse Unterstützung der Gemeinde Klosters, die Partnerschaft mit EKZ sowie die gute Zusammenarbeit mit den kantonalen Amtsstellen und den Umweltschutzverbänden“, fügt Repower-CEO Roland Leuenberger hinzu.

    Klosters knüpft laut Gemeindepräsident Hansueli Roth an sein bisheriges Engagement an: „Klosters als Energiestadt will neben den bisherigen Wasserkraftnutzungen (seit über 100 Jahren) mit der Beteiligung an Madrisa Solar einen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien leisten und damit ihrer Mitverantwortung als Tourismusgemeinde mit hohem Winter-Energieverbrauch gerecht werden.“

  • Kerzers weiht Fernwärme ein

    Kerzers weiht Fernwärme ein

    Groupe E hat am 15. und 16. November ihre neue Fernwärmeanlage in Kerzers mit Tagen der offenen Tür eingeweiht. Die Anlage verfügt laut einer Mitteilung im Endausbau über eine Kapazität von 31 Megawatt und kann damit jährlich 61‘000 Megawattstunden Wärme erzeugen. Die Wärme soll an über 90 Haushalte, an Gemüsebauern, das Papiliorama und an öffentliche Gebäude geliefert werden.

    Die Anlage soll zu 90 Prozent mit Holzschnitzeln aus der Region geheizt werden. Damit können rund 9000 Tonnen CO2 eingespart werden.

    Es handelt sich um die drittgrösste Fernwärmeanlage des Freiburger Energieversorgers nach derjenigen in Freiburg und in der Region Entre-deux-Lacs.

  • Nachhaltige Stromerzeugung für den Kanton Aargau

    Nachhaltige Stromerzeugung für den Kanton Aargau

    Die Neuinstallation der Photovoltaikanlagen am Standort Buchenhof in Aarau durch die Abteilung Immobilien Aargau (IMAG) des Kantons Aargau soll einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Stromerzeugung des Kantons leisten, heisst es in einer Medienmitteilung. Angesichts des anstehenden Sanierungszyklus der Flachdächer des Verwaltungsstandorts hat die IMAG) ermittelt, dass Buchenhof gute Voraussetzungen für den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern bietet, heisst es weiter. Geprüft wurden neben dem baulichen Zustand auch das Potenzial für Massnahmen zur nachhaltigen Stromerzeugung.

    Der 2025 geplante Ausbau ist Teil der kantonalen Strategie energieAARGAU und trägt durch die definierte optimale Anzahl an Photovoltaikmodulen zur Einsparung des externen Energiebezugs bei. Durch den hohen Energiebedarf des kantonalen Rechenzentrums werde ein Eigenverbrauch des durch die Photovoltaikanlagen produzierten Stroms von 100 Prozent erreicht.

    „Dadurch, dass der Buchenhof zukünftig den durch die Photovoltaikanlage erzeugten Strom nutzen kann, können Kosten beim Energieeinkauf gesenkt werden. Zudem trägt die Anlage einen wichtigen Teil zur klimaneutralen Energieversorgung des Kantons bei“, wird Landammann und Vorsteher des Departements Finanzen und Ressourcen, Markus Dieth, zitiert.

    „Immobilien Aargau hat beim Ausbau der Photovoltaikanlagen auch die Biodiversität berücksichtigt“, so Regierungsrat Dieth weiter. Zum Erhalt der wilden Orchideen auf den Dächern sei die Anzahl der zu installierenden Photovoltaikmodule optimiert worden.

  • Intelligente Energiesysteme für Wohngebäude

    Intelligente Energiesysteme für Wohngebäude

    Lynus hat die Enerfin AG gegründet. Die neue Tochter soll das Mieterstrom-Contracting übernehmen, informiert das auf Energiesysteme für die optimale Nutzung erneuerbarer Energie spezialisierte Technologieunternehmen aus Tuggen in einer Mitteilung. Konkret wird Enerfin Mieterstromanlagen planen, finanzieren, einrichten und betreiben. Immobilieneigentümer werden am Gewinn beteiligt. Das neue Unternehmen hat bereits 300 Wohnimmobilien mit etwa 2400 Wohneinheiten im Portfolio.

    Enerfin setzt die Soft- und Hardware von Lynus zur Optimierung der Energiesysteme in Wohngebäuden ein. Die Software des Technologieunternehmens nutzt maschinelles Lernen, „um die Energieflüsse im Gebäude vorherzusagen und zu steuern – bis hin zur Anbindung an unser virtuelles Kraftwerk“, erläutert Paul Hauser, CEO von Enerfin und Lynus, in der Mitteilung. „So wird der erneuerbare Strom optimal genutzt.“

    Über die Anbindung der Energiesysteme der Immobilien an das virtuelle Kraftwerk von Lynus könnten die Eigner der Immobilien einen höheren Gewinn als bei herkömmlichen Mieterstrom-Contracting realisieren, schreibt Lynus. Hintergrund ist die Vermarktung der Flexibillität, die aus der mittels Machine Learning erstellten Prognose von Energieerzeugung und -verbrauch resultiert. „Enerfin verbindet Nutzen für Mieter und Vermieter mit Vorteilen intelligenter Mieterstrom-Lösungen für das Stromnetz und das Klima und macht das Ganze so einfach wie möglich für die Anwender auf Anbieter- und Verbraucherseite“, meint Hauser.

  • Ausbau von Energiespeichern für erneuerbare Quellen

    Ausbau von Energiespeichern für erneuerbare Quellen

    Primeo Energie will künftig über eine Tochtergesellschaft Grossbatterien in der ganzen Schweiz bauen und betreiben. Wie der Baselbieter Energieversorger mitteilt, hat er dafür gemeinsam mit dem Fonds Clean Energy Infrastructure Switzerland 3 (CEIS 3) die Primeo Battery AG ebenfalls mit Sitz in Münchenstein gegründet.

    Grossbatterien können wetterbedingte Schwankungen bei der Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen ausgleichen. Primeo Energie bringe dabei seine Expertise bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten der Energiewende und bei der Vermarktung von Grossbatterien ein, heisst es in der Mitteilung.

    CEIS 3 wurde von der Swiss Life Asset Management und der UBS gemeinsam lanciert und wendet sich ausschliesslich an institutionelle Anleger. Bei seinem Start im November 2022 verfügte er über 772 Millionen Franken von 38 Investoren.

  • Fernwärmenetz in Lachen erfolgreich erweitert

    Fernwärmenetz in Lachen erfolgreich erweitert

    Die Energie Ausserschwyz AG hat die Arbeiten zu Kernerneuerung und Ausbau des Fernwärmenetzes im Kern von Lachen abgeschlossen. „Wir sind sehr glücklich und stolz, dieses Etappenziel erreicht zu haben“, wird Philipp Züger, Leiter Fernwärmebau bei der Energie Ausserschwyz AG, in einer entsprechenden Mitteilung des Unternehmens zitiert. Aktuell hat das Fernwärmenetz der Energie Ausserschwyz AG eine Ausdehnung von über 26 Kilometern erreicht.

    Ab Herbst werden rund 40 Kundinnen und Kunden in Lachen Fernwärme aus dem Holzheizkraftwerk in Galgenen beziehen. In die Erweiterung des ab 2021 angelegten Netzes hat Energie Ausserschwyz in diesem Jahr rund 15 Millionen Franken investiert. Im kommenden Jahr sollen weitere Gebiete in Lachen angeschlossen werden. Konkret werden in der Mitteilung die Neuheimerstrasse, die Zürcherstrasse und der Säntisweg genannt. „Interessierte können sich gerne bei uns melden“, erläutert Züger. „Wir klären dann gerne ab, zu welchem Zeitpunkt ein Anschluss möglich ist.“

    Die Energie Ausserschwyz AG wurde 2020 gegründet, Hauptaktionärin ist die EW Höfe AG aus Freienbach SZ. Das Unternehmen vertreibt Wärme und Strom aus einem Holzheizkraftwerk und einer Biogasanlage im Energiezentrum in Galgenen.

  • Ausbau der Fernwärme in Münchenbuchsee

    Ausbau der Fernwärme in Münchenbuchsee

    Das Schlieremer Bauunternehmen STRABAG schafft mit Fernwärmeleitungen eine moderne Energieversorgung für die Gemeinde Münchenbuchsee. Laut einer Mitteilung verlegt STRABAG rund drei Kilometer neue Fernwärmeleitungen, um das Fernwärmenetz in der Gemeinde in Bern-Mittelland auszubauen. Die Arbeiten haben am 9. September begonnen und die erste von etwa 15 Etappen ist nach Angaben von STRABAG bereits abgeschlossen. Bis Ende Jahr werden zwei weitere Etappen folgen, heisst es in der Firmenmitteilung.

    Zum Ablauf der Arbeiten heisst es, da die Anwohnenden weiterhin Zugang zu ihren Wohnungen und Garagen benötigen, könne die Strasse nicht vollständig für die Bauarbeiten gesperrt werden. Für den Einbau der Fernwärmeleitungen werde knapp ein Viertel der Strasse geöffnet und die Leitungen verlegt. Nach jedem Bauabschnitt würden die Gräben vorübergehend wieder mit Erdmaterial aufgefüllt und ein provisorischer Belag aufgetragen. Im Laufe der nächsten Monate setze sich das Erdmaterial. Deshalb werde nach der Ausführung aller 15 Etappen der provisorische Belag erneut abgefräst und eine neue Asphaltschicht aufgebracht.

    Die Bauarbeiten werden vom STRABAG-Team des Verkehrswegebaus (VWB) in Bern voraussichtlich bis Dezember 2025 abgeschlossen, heisst es von STRABAG. «Wir liegen bisher gut in der Planung und sollten das Projekt rechtzeitig abschliessen», wird Lena Wagner zitiert, Bauführerin des VWB Bern.

  • Enerdrape gewinnt Nachhaltigkeitspreis von AMAG

    Enerdrape gewinnt Nachhaltigkeitspreis von AMAG

    Enerdrape hat eine Bestätigung für ihr Pilotprojekt zur Energieeffizienz in Gebäuden erhalten. Laut einer Medienmitteilung wurde das in Renens ansässige Jungunternehmen von der Autohändlerin AMAG Group für eine innovative Paneellösung zum Gewinner der ersten AMAG Sustainability Challenge ernannt.

    Die Fachjury war überzeugt von dem weltweit ersten, geothermischen Paneel, welches unterirdische Räume wie etwa Tiefgaragen oder Tunnel in erneuerbare Wärme- und Kältequellen verwandelt. Die dort entstehende Abwärme könne zum Beheizen und Klimatisieren der darüber liegenden Räume genutzt werden, ohne dass gebohrt werden muss und ohne direkten Kontakt mit dem Boden, heisst es in der Begründung.

    Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Start-ups 8inks und Exnaton. Weitere Finalisten waren CarDust und Grensol.

    Helmut Ruhl, CEO der AMAG Group, war voll des Lobes für die gezeigten Lösungen. „Auf unserem Weg, unser Geschäftsmodell bis 2040 zu dekarbonisieren, setzen wir auf Elektromobilität und Photovoltaik und auf Unternehmertum und Innovation. Dazu bedarf es neuer Technologien und Geschäftsmodelle. 2024 haben wir deshalb erstmalig die AMAG Sustainability Challenge durchgeführt. Von der Resonanz bin ich überwältigt und von den Ideen inspiriert und begeistert“, wird er zitiert.

    Für ihren Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstosses erhält Enerdrape 50’000 Franken aus dem AMAG Climate Fund sowie einen gebrandeten VW ID.3 für ein Jahr.

  • Zukunft der erneuerbaren Treibstoffe in der Schweiz

    Zukunft der erneuerbaren Treibstoffe in der Schweiz

    Die Schweiz ist bei der Nutzung von erneuerbaren Energien für die Herstellung von Treibstoffen im Vergleich zu Ländern wie Deutschland eine Nachzüglerin. Sie sei aber mit ihren Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die in diesem Bereich tätig sind, gut aufgestellt, den Rückstand aufzuholen. Das ist das Ergebnis der beiden Power-to-X-Tage im Schlieremer JED, die von Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN), Avenergy Suisse und Swissmem organisiert worden sind.  Rund 140 Vertretende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, darunter Bundesrat Guy Parmelin und die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh, sprachen über Möglichkeiten der Skalierung der Power-to-X-Produktion.

    Die Teilnehmenden wiesen darauf hin, dass der Aufbau von Power-to-X auf die Zusammenarbeit von Industrie, Finanzwirtschaft und Forschung angewiesen sei und die richtigen Rahmenbedingungen brauche. „Die Industrie kann einen Teil machen, aber der Marktlauf von neuen Technologien geht nicht ohne die Hochschulen und die Finanzwelt an Bord zuhaben“, hat etwa Patrik Meli, Co-Präsident von SPIN, gemäss einem Blogbeitrag zum ersten Tag der Veranstaltung gesagt.

    Markus Bareit, Projektleiter Wasserstoff beim Bundesamt für Energie, verwies auf die Wasserstoffstrategie für die Schweiz, welche der Bundesrat in den nächsten Wochen verabschieden wolle. Der Kanton Zürich wiederum plant ein Kompetenzzentrum für nachhaltige Flugtreibstoffe (Sustainable Aviation Fuel, SAF). Synhelion-Mitgründer Philipp Furler verwies darauf, dass der SAF-Anteil bis 2035 verfünfzigfacht werden solle. Auch regionale Initiativen sind Teil des Umbaus, etwa der Verein zur Dekarbonisierung der Industrie in Zug und der Wasserstoffbus, der seit März in Brugg AG fährt.

    Laut einer Mitteilung von SPIN sollen die Ergebnisse der Diskussionen in den nächsten Wochen aufbereitet und veröffentlicht werden.

  • Feldtest für vertikale Windturbine in Brütten gestartet

    Feldtest für vertikale Windturbine in Brütten gestartet

    Agile Wind Power testet laut einer Mitteilung seit Ende Oktober in Brütten eine verkleinerte Version seiner vertikalen Windturbine. Das Unternehmen mit Sitz in Dübendorf ZH will damit die Steuerungstechnologie im Feld überprüfen. Die Tests im Windkanal hatten positive Ergebnisse erbracht.

    Die Testanlage bildet für das Unternehmen einen Meilenstein. „Für das Vertrauen in die Entwicklung der Anlage ist das ein wichtiger Schritt“, sagt Laurenz Zellweger, für die Kommunikation bei Agile Wind Power zuständig. Die Rotoren einer Testanlage in Originalgrösse im deutschen Grevenbroich waren gerissen und und dann abgebrochen, laut Zellweger die Folge von Resonanzen im Rotor.

    Die Rotoren der Anlage von Agile Wind Power drehen sich um den Mast statt wie bei herkömmlichen Windanlagen um eine Narbe an der Spitze des Mastes. Bei einer Höhe des Turmes in der Version A40 von 133 Metern und einer Rotorlänge von 65 Metern beträgt der Durchmesser der Anlage dennoch nur 40 Meter.

    Agile Wind Power nennt seine neuartige Konstruktion Vertical Sky – senkrechter Himmel. Mit ihr sollen die Lautstärke der Anlage gesenkt, die Logistik für Aufbau und Unterhalt vereinfacht und die Betriebskosten verringert werden. Zudem liessen sich Standorte nutzen, die bisher nicht für die Windkraft geeignet sind.

    Der Feldversuch in Brütten soll etwa ein Jahr dauern.

  • Unterwasser-Kraftwerke auf dem Meeresgrund

    Unterwasser-Kraftwerke auf dem Meeresgrund

    Pumpspeicher-Kraftwerke sind eine bewährte Methode zur Energiespeicherung, stossen an Land jedoch an Grenzen. Das Projekt StEnSea überträgt dieses Prinzip auf den Meeresgrund, wo Platz und Bedingungen ideal für diese Technologie sind. Der Prototyp besteht aus einer hohlen Betonkugel, die durch Wasserzu- und -abfluss Strom speichert oder erzeugt.

    Feldversuch und Funktionsweise
    Im Bodensee wurde erfolgreich eine drei Meter grosse Kugel getestet. Nun soll eine 400-Tonnen-Betonkugel mit einem Durchmesser von neun Metern vor Long Beach, Kalifornien, verankert werden. Die Kugel wird leergepumpt, um Energie zu speichern, und erzeugt Strom, indem Wasser zurückströmt und eine Pumpturbine antreibt.

    Die Leistung des Prototyps liegt bei 0,5 MW, die Kapazität bei 0,4 MWh. Das Fraunhofer-Team plant, das System auf Kugeln mit einem Durchmesser von 30 Metern zu skalieren, die eine Leistung von 30 MW und eine Kapazität von 120 MWh erreichen können.

    Vorteile und Einsatzmöglichkeiten
    Wassertiefen von 600 bis 800 Metern sind für diese Speichertechnologie ideal. Hier ermöglichen Druck und Wandstärke kosteneffiziente Konstruktionen. Mögliche Standorte gibt es weltweit, beispielsweise vor Norwegen, Portugal oder der US-Küste. Die Technologie eignet sich auch für tiefe Seen oder geflutete Tagebaue.

    Das globale Speicherpotenzial wird auf 817.000 GWh geschätzt, was deutlich über der Kapazität konventioneller Pumpspeicher-Kraftwerke liegt. Anwendungen reichen von Arbitragegeschäften bis zur Stabilisierung von Stromnetzen durch Regelreserve.

    Wirtschaftlichkeit und Skalierung
    Mit Speicherkosten von rund 4,6 Cent pro Kilowattstunde und einer Lebensdauer der Betonkugel von bis zu 60 Jahren ist die Technologie kosteneffizient. Die Effizienz pro Speicherzyklus liegt bei 75 bis 80 Prozent. Ein Pilotpark mit sechs Kugeln könnte jährlich 520 Speicherzyklen erreichen.

    Perspektiven für die Energiewende
    Bernhard Ernst, Projektleiter am Fraunhofer IEE, betont die Bedeutung der StEnSea-Technologie: «Mit der globalen Energiewende steigt der Speicherbedarf enorm. Unsere Unterwasser-Kugelspeicher sind eine kostengünstige Lösung für kurze bis mittlere Speicherzeiträume.»

    Die StEnSea-Kugelspeicher bieten eine zukunftsweisende Technologie für die Energiespeicherung. Mit dem Testlauf vor der kalifornischen Küste macht das Fraunhofer-Team einen wichtigen Schritt hin zur Skalierung und Kommerzialisierung. Die Technologie hat das Potenzial, die Energiespeicherung weltweit nachhaltig zu revolutionieren.