Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Aargauer Energie-Förderprogramm bis 2026 begrenzt

    Aargauer Energie-Förderprogramm bis 2026 begrenzt

    Das Aargauer Energie-Förderprogramm wird bis 2026 mit einem Bruttokredit von 97,2 Millionen Franken fortgeführt. Dieser Beschluss des Grossen Rats, der mit 89 zu 47 Stimmen verabschiedet wurde, weicht vom ursprünglichen Vorschlag des Regierungsrats ab. Die Regierung hatte eine Verlängerung bis 2028 und ein Gesamtbudget von 176,5 Millionen Franken vorgesehen. Der kürzere Zeitraum wurde aufgrund möglicher Sparmassnahmen des Bundes gewählt, die die kantonale Mitfinanzierung erschweren könnten.

    Kontroverse um die Fördermittel
    Während SP, Mitte, GLP und Grüne die Erhöhung des Kredits begrüssten, zeigten sich FDP und SVP skeptisch. Die FDP forderte ein Budget von 88,25 Millionen Franken, das die Hälfte der ursprünglich vorgeschlagenen Gesamtkosten für vier Jahre decken würde. Die SVP lehnte das Programm grundsätzlich ab und kritisierte staatliche Eingriffe.

    Schwerpunkte des Programms
    Das Förderprogramm unterstützt Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Gefördert werden unter anderem:

    • Verbesserungen der Gebäudehülle
    • Holzheizungen und Wärmepumpen
    • Anschlüsse an Wärmenetze
    • Solarthermische Anlagen
    • Projekte zur Entwicklung von Wärmenetzen

    Zudem stehen Mittel für Pilotprojekte zur Verfügung. Laut der kantonalen Botschaft haben frühere Programme gezeigt, dass die Energieeffizienz gesteigert und der CO₂-Ausstoss signifikant gesenkt werden konnten.

    Finanzierung aus CO₂-Abgaben
    Der grösste Teil der Fördermittel stammt aus Bundesbeiträgen, darunter aus der CO₂-Teilzweckbindung und dem Impulsprogramm des Bundes. Der Kanton selbst trägt rund 25 % der Gesamtkosten.

    Perspektiven für Hauseigentümer
    Die Begrenzung auf zwei Jahre wirft Fragen zur langfristigen Planung auf. Hauseigentümer und Bauherren betonten die Notwendigkeit von Kontinuität bei Förderprogrammen, um Investitionen in nachhaltige Gebäudetechnologien zu fördern.

    Das Energie-Förderprogramm des Kantons Aargau bleibt ein wichtiges Instrument zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz. Die begrenzte Laufzeit bis 2026 reflektiert jedoch die Unsicherheiten über die Bundesfinanzierung und stellt Planungsherausforderungen für die Zukunft dar.

  • Stickoxid-Reduktion bei Holzheizung

    Stickoxid-Reduktion bei Holzheizung

    Das Heizen mit Holz hat in den letzten Jahren an Akzeptanz verloren, da es neben Treibhausgasen auch Schadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide freisetzt. Insbesondere bei der Verbrennung von Holzabfällen mit hohem Stickstoffanteil, wie Spanplattenresten, entstehen hohe NOx-Werte. Forschende des Fraunhofer-Instituts haben eine Technologie entwickelt, die Stickoxide um bis zu 80 % reduziert und so die Umweltbelastung durch Holzheizungen senkt.

    Brennstoffstufung für saubere Verbrennung
    Im Mittelpunkt der neuen Methode steht das Prinzip der Brennstoffstufung. Hierbei wird der Brennstoff in zwei Zonen verbrannt.

    • In der Primärzone erfolgt die Hauptverbrennung von festen Holzresten.
    • Bei der Sekundärzone erzeugt ein zusätzlicher Brennstoff eine Reduktionszone, in der Stickoxide mithilfe chemischer Prozesse abgebaut werden.

    Derzeit wird Erdgas als Reduktionsbrennstoff genutzt, jedoch arbeiten die Forschenden an biogenen Alternativen wie Holzstaub, um fossile Brennstoffe langfristig zu ersetzen.

    Deutliche NOx-Reduktion in Tests
    Die Tests wurden in einer 250-kW-Feuerungsanlage durchgeführt, die Spanplattenreste verbrannte. Ohne Massnahmen lag der NOx-Ausstoss bei 1.955 mg/m³, konnte jedoch dank der Brennstoffstufung auf 361 mg/m³ gesenkt werden – deutlich unter dem Grenzwert von 370 mg der 44. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV). Diese Werte zeigen das Potenzial der neuen Technologie, die in mittelgrossen Feuerungsanlagen zwischen 100 kW und 2 MW eingesetzt werden kann.

    Nachrüstung und neue Standards
    Neben der Anwendung in neuen Anlagen bietet die Technologie auch eine flexible Nachrüstoption für bestehende Feuerungsanlagen. Damit eröffnet sie insbesondere der Holzverarbeitungsindustrie, die Holzabfälle effizient nutzen möchte, eine nachhaltige Perspektive. Zudem könnte die Technologie kleinere Biomasseanlagen auf zukünftige Grenzwerte vorbereiten, da in der 1. BImSchV bisher keine NOx-Grenzwerte für kleine Anlagen festgelegt sind.

    Marktreife und Weiterentwicklung
    Das Fraunhofer-Team arbeitet mit Industriepartnern daran, die Technologie weiter zu optimieren und marktreif zu machen. Ziel ist es, ein System zu entwickeln, das komplett ohne fossile Brennstoffe auskommt und die Effizienz der Emissionsreduktion weiter steigert.

    Die neue Technologie zur Stickoxidreduktion bei Holzverbrennung ist ein bedeutender Schritt für umweltfreundliche Heizlösungen. Mit ihrer Flexibilität für Nachrüstung und der Aussicht auf biogene Brennstoffe bietet sie eine zukunftsweisende Lösung für die Holzindustrie und Biomasseanlagen.

  • Gesetzesänderungen stärken Kreislaufwirtschaft in der Schweiz

    Gesetzesänderungen stärken Kreislaufwirtschaft in der Schweiz

    Mit den Änderungen im Umweltschutzgesetz, Energiegesetz und Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen werden wichtige Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gesetzlich verankert.

    Abfallhierarchie:
    Recycling erhält Vorrang vor der Verbrennung, um Materialkreisläufe zu schliessen.

    Graue Energie:
    Kantone sollen Grenzwerte für Neubauten und Renovationen definieren, um nachhaltige Bauweisen zu fördern.

    Vorbildfunktion:
    Der Bund setzt bei Bauprojekten und Beschaffungen auf ressourcenschonende Lösungen.

    Diese Massnahmen tragen nicht nur zur Ressourcenschonung bei, sondern schaffen auch Anreize für innovative Geschäftsfelder im Bereich nachhaltiger Produkte und Bauweisen.

    Engere Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Wirtschaft
    Die Gesetzesänderungen fordern eine stärkere Kooperation zwischen Bund, Kantonen und der Privatwirtschaft. Besonders im Bereich Verpackungen und Produkte erhält der Bundesrat Kompetenzen, Anforderungen zu definieren, die sich an den Entwicklungen der EU orientieren. Damit sollen Handelshemmnisse vermieden und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft gestärkt werden.

    Weitere Anpassungen in Planung
    Einige Regelungen, wie die nationale Littering-Busse und Ausnahmen vom Siedlungsabfallmonopol, benötigen zusätzliche Ausführungsbestimmungen. Die Vernehmlassung dazu ist für 2025 bzw. 2026 geplant. Bis dahin bleibt der Fokus auf der Umsetzung der Kernpunkte, um die Kreislaufwirtschaft in der Schweiz nachhaltig zu stärken.

    Stärkung der Nachhaltigkeit
    Die neuen Regelungen markieren einen wichtigen Schritt in Richtung einer ressourcenschonenden und wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Die Schweiz positioniert sich damit als Vorreiterin in der Kreislaufwirtschaft und schafft eine solide Basis für die Herausforderungen der Zukunft.

  • Uri und Tessin betreiben das Kraftwerk Lucendro künftig gemeinsam

    Uri und Tessin betreiben das Kraftwerk Lucendro künftig gemeinsam

    Das Kraftwerk Lucendro in der Gotthardregion auf dem Gebiet der Gemeinde Airolo wird künftig von den Kantonen Uri und Tessin gemeinsam betrieben. Das ist laut einer Mitteilung das Ergebnis einer Vereinbarung, die am 1. November erzielt worden ist. Die Einigung wurde dank einer seit 2022 laufenden Mediation des Bundesamtes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation erzielt. Gemäss der Vereinbarung sind beide Kantone zu je 50 Prozent an der künftigen Gesellschaft beteiligt, die ihren Sitz in Airolo haben wird. Uri erhält einen Mehrheitsanteil am Strom. Der technische Betrieb und der Unterhalt werden wie bisher durch die Azienda Elettrica Ticinese (AET) sichergestellt. Uri übernimmt die kaufmännische Geschäftsführung.

    Das Kraftwerk wurde 1942 bis 1948 durch die damalige Atel errichtet, die später in Alpiq aufging. 2013 entschieden die beiden Kantone, nach dem Heimfall die Konzession für die Alpiq nicht mehr zu verlängern. 2015 erwarb AET das Werk.

    Das Kraftwerk nutzt das Wasser der Gotthardreuss und des Ticino, das in den Stauseen Lucendro und Sella aufgefangen wird. Es produziert rund 103 Gigawattstunden im Jahr.

  • Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen in Italien

    Die Repower Gruppe baut ihr Portfolio in Italien deutlich aus. Dafür hat sie laut einer Unternehmensmitteilung die 35 Prozent der Anteile an Repower Renewable übernommen, die seit deren Gründung im Jahr 2018 bisher im Besitz der Londoner Investmentfirma Omnes Capital waren. Ebenfalls seit damals hält der Stromproduzent, Verteilnetzbetreiber und Energiehändler mit Sitz in Poschiavo die restlichen 65 Prozent. Damit kontrolliert die Repower Gruppe nun 100 Prozent von Repower Renewable.

    Damit ist Repower nun alleiniger Besitzer der italienischen Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke von Repower Renewable. Deren Gesamtleistung beläuft sich auf rund 120 Megawatt. Dazu kommt laut der Mitteilung «eine volle Pipeline» bereits genehmigter Kraftwerkprojekte mit einer Gesamtleistung von weiteren 150 Megawatt.

    Die Strategie von Repower sieht den Angaben zufolge den konsequenten Ausbau des Portfolios an erneuerbaren Energieanlagen in der Schweiz und in Italien vor. Die bisher 30’000 Kundinnen und Kunden in Italien sollen in Zukunft vollständig mit zertifizierter, erneuerbarer Energie versorgt werden.

  • Mehr Elektromotoren auf Baustellen erforscht

    Mehr Elektromotoren auf Baustellen erforscht

    Ein Forschenden-Team der Hochschule Luzern (HSLU) will in einem auf zwei Jahre angelegten Forschungsprojekt Möglichkeiten für mehr Elektromotoren auf Baustellen untersuchen. Laut einer Medienmitteilung sollen drei E-Pilotbaustellen in Luzern, Basel und Zürich eingerichtet werden. Das dort gemessene Einsparpotenzial soll mit Werten auf konventionellen Baustellen verglichen werden, die Maschinen und Fahrzeuge im Dieselbetrieb einsetzen.

    Von Interesse ist für die Forscherinnen und Forscher, wie reibungslos sich ein elektrisch betriebener Maschinen- und Fuhrpark in den Baustellenalltag integrieren lässt. Die Forschenden weisen auf das hohe Potenzial zur CO2-Reduzierung und Lärmminderung speziell auf Baustellen hin. Laut einer Vorstudie zeigten Städte als Auftraggeberinnen und Baufirmen grosses Interesse. Gerade im energieintensiven Gebäudesektor entstehen Schätzungen zufolge 25 Prozent der Treibhausgasemissionen. Auf Baumaschinen und Transportfahrzeuge entfallen über die Lebensdauer eines Gebäudes 2 Prozent.

    Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, unterstützt das Forschungsvorhaben mit rund 435’000 Franken. Weitere Unterstützung komme von verschiedenen Akteurinnen und Akteure der Baubranche. Eine neutrale Online-Plattform soll zur Drehscheibe für die Interessengruppen werden. Unter anderem können Baufirmen dort Elektromaschinen und Fahrzeuge ausleihen, womit auch kleineren und mittleren Baufirmen die klimaneutrale Baustellentechnik zur Verfügung stehe. Die Plattform soll zudem als Zugangsmöglichkeit zu partnerschaftlichen Finanzierungsmodellen bei Investitionen in elektrische Baumaschinen und Transportfahrzeuge dienen.

  • Energiestadt Gold für Zürich

    Energiestadt Gold für Zürich

    Die Stadt Zürich ist 2024 bereits zum sechsten Mal zur Energiestadt Gold gekürt worden, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Mit dem Label zeichnet der Trägerverein Energiestadt alle vier Jahre Städte und Gemeinden aus, die sich für ambitionierte Energie- und Klimaschutzziele engagieren. In der aktuellen Evaluierung hat die Stadt Zürich dabei ihr bisher bestes Ergebnis erreicht.

    Schweizweit tragen 109 Städte und Gemeinden das Label Energiestadt Gold. «Die Stadt Zürich dient als grösste Stadt der Schweiz als Vorbild für andere Energiestädte, die ebenfalls konsequent ihre ambitionierten energie- und klimapolitischen Ziele erreichen wollen», wird Katrin Bernath, Präsidentin des Trägervereins Energiestadt, in der Mitteilung aus ihrer Ansprache bei der Verleihung des Labels zitiert. Die Auszeichnung wurde von Stadtrat Michael Baumer entgegengenommen. «Die Bestnote für die Stadt Zürich zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg zu Netto-Null sind», so der Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich.

    Im aktuellen Re-Audit wurde unter den Energie- und Klimazielen der Stadt Zürich erstmals auch der Bereich Klimaanpassung erfasst. Hier konnte Zürich mit der Fachplanung Hitzeminderung und der Fachplanung Stadtbäume punkten. Zudem hat die Stadt ein Programm zur Stadtbegrünung lanciert. Hier wird die ökologisch wertvolle Aufwertung von Aussenräumen, Dachbegrünungen und Vertikalbegrünungen durch Beratungen unterstützt und finanziell gefördert.

  • Synergien für nachhaltige Bau- und Energielösungen

    Synergien für nachhaltige Bau- und Energielösungen

    Vom 14. bis 17. November 2024 erwartet die Besucherinnen und Besucher der Bernexpo ein einzigartiges Messeformat: Die Hausbau+Energie Messe und die Energy Future Days bündeln erneut ihre Kräfte, um das grösste Schweizer Event für Bauen, Sanieren und Energie zu präsentieren. Jährlich zieht dieser Event über 10’000 private Hauseigentümer, angehende Bauherrschaften, Architekten und Planer an und bietet ein vielfältiges Programm für Fachleute und Interessierte.

    Fachveranstaltungen und Innovationen für Energie und Bau
    Das diesjährige Schwerpunktthema liegt auf nachhaltiger Energieerzeugung und -nutzung. Ein breites Angebot an Fach- und Publikumsveranstaltungen bietet spannende Einblicke und wertvolle Informationen zu Themen wie Photovoltaik, Speichersysteme, Elektromobilität und Sanierungsprozesse. Speziell für Architekten steht das Forum Architektur unter dem Motto «Lebenswerte Wohn- und Arbeitsräume» im Fokus, welches innovative Lösungen für moderne Bauprojekte beleuchtet.

    Fachtag für Experten und Entscheidungsträger
    Der Donnerstag richtet sich gezielt an Fachleute aus der Bau- und Energiebranche. Architekten, Planer, Energiefachleute, Installateure sowie Entscheidungsträger aus der öffentlichen Hand und Investoren finden hier eine ideale Plattform für den fachlichen Austausch und die Vernetzung. Die Kombination aus Messe und Expertenforum schafft Synergien, die wegweisende Impulse für die Zukunft des Bauens und der Energieversorgung setzen.

    Neue Plattform für solare Energielösungen: «BärnSOLAR 24»
    Ein weiterer Höhepunkt ist die Einführung von «BärnSOLAR 24», einer Plattform, die sich ganz der Integration von Solarenergie in Bauprojekten widmet. Sie bietet Fachleuten zielgerichtete Antworten und individuelle Lösungen für die Nutzung von Solarenergie im Bau.

  • Erweiterung des Fernwärmenetzes in Kaiseraugst für bessere Wärmeversorgung

    Erweiterung des Fernwärmenetzes in Kaiseraugst für bessere Wärmeversorgung

    Die AEW Energie AG erschliesst ihr Wärmeverbundnetz in Kaiseraugst für neue Kundschaft. Dazu wird sie laut einer Mitteilung am 4. November mit den Bauarbeiten für zwei Nebenstränge des Projekts «Ast Dorf» beginnen.

    Diese beiden Nebenstränge befinden sich im Bereich Lindenweg 11 und 13 sowie zwischen der Dorfstrasse, bei der Liegenschaft Nr. 36 und dem Heidemurweg. Die Arbeiten hierfür werden einer Mitteilung zufolge voraussichtlich bis Weihnachten abgeschlossen sein.

    Mit den Arbeiten am Hauptstrang der Fernwärme und den anderen Gewerken entlang der Dorfstrasse und dem Lindenweg wird im Januar 2025 begonnen. Abzüglich des Kostenbeitrags der Gemeinde investiert AEW insgesamt rund 3,2 Millionen in die Erweiterung des Wärmeverbunds Kaiseraugst.

    Das Wärmeverbundnetz Kaiseraugst ist seit Oktober 2021 in Betrieb. Es ist eines der grösseren des Kantons Aargau. 2023 wurde im Industriegebiet, im Südosten und mit dem Ast zum Altersheim Rinau weitere Kundschaft erschlossen. Aktuell versorgt das Grossprojekt, dessen Erstellung über vier Jahre dauerte, über 1500 Haushalte und zahlreiche Industrie- und Gewerbekunden mit Wärme aus mindestens 80 Prozent erneuerbar erzeugter Energie.

  • Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Bielersee liefert Energie für Nidau und Biel

    Die Energieverbund Bielersee AG liefert laut einer Mitteilung erstmals Energie an Kundschaft in Nidau und Biel. Dazu wurde in den vergangenen Wochen der Zwischenkreis erstellt, der das Pumpwerk an der Dr. Schneiderstrasse mit der Energiezentrale im Alpha-Gebäude in Nidau verbindet.

    Das Seewasser gelangt über zwei Leitungen in 20 und 30 Metern Tiefe in das Pumpwerk. In der Energiezentrale wird über Wärmepumpen Warmwasser für Heizungen gewonnen, die an das Wärmenetz angeschlossen sind. Die Kälte wiederum wird über ein separates Netz ins Gebiet Robert-Walser-Platz beim Bahnhof Biel geleitet. Für kalte Tage steht ein Spitzenlastkessel bereit.

    Die Planungen für die Seewassernutzung reichen bis 2015 zurück. 2020 gründete Energie Service Biel/Bienne die Energieverbund Bielersee AG, an der inzwischen auch die Stadt und die Burgergemeinde Nidau beteiligt sind. Im März 2022 wurden die Seeleitungen verlegt, im darauffolgenden Mai der Rohbau des Pumpwerks fertiggestellt. Künftig sollen die Energiezentrale saniert und das Wärmenetz Richtung Ipsach erweitert werden.

  • Effiziente Beleuchtung und angenehme Atmosphäre im Kantonsspital St.Gallen

    Effiziente Beleuchtung und angenehme Atmosphäre im Kantonsspital St.Gallen

    Das Kantonsspital St.Gallen will sich mit dem kürzlich eröffneten Haus 7 A nicht nur mit einem prägnanten Gesicht präsentieren, sondern auch effiziente und kostengünstige Abläufe organisieren. Wie es in einer Mitteilung heisst, zielt die Gestaltung darauf ab, Patientinnen und Patienten im Genesungsprozess zu unterstützen und Mitarbeitenden eine effiziente und angenehme Arbeitsumwelt zu bieten. Dazu gehört auch die lichttechnische Gestaltung, bei der Leuchten des in Tuggen ansässigen Unternehmens Tulux zum Einsatz gekommen sind.

    Durchgangsbereiche sind mit 4000 Metern LED-Lichtband ausgerüstet worden. Behandlungs- und Untersuchungsräume werden wie auch andere Arbeitsräume von Doppelwannenleuchten erhellt, deren 30×30 Zentimeter grosse Module sich ergänzen lassen. Für wohnliche Atmosphäre in Warte- und Aufenthaltsbereichen kam die Deckenlampe SPIN 2 zum Einsatz. Im Restaurantbereich leuchten an Pendeln befestigte Kugellampen. Für Korridore und Aufenthaltsräume wurde dabei warmes Licht, für Arbeitsräume und medizinische Bereiche neutralweisses 4000K-Licht eingesetzt.

    «Die Zusammenarbeit mit Tulux an diesem Grossprojekt war top.» «Professionell und speditiv», wird die Kooperation in der Mitteilung bewertet.

  • Fernwärme und Nachhaltigkeit für den Metro Shop

    Fernwärme und Nachhaltigkeit für den Metro Shop

    Der Metro Shop in Baden ist laut einer Mitteilung an das Fernwärme- und Fernkältenetz angeschlossen worden. Mit seinem hohen Energiebedarf ist er mit einem jährlichen Verbrauch von rund 300‘000 Kilowattstunden einer der grösseren Abnehmer des Badener Energienetzes. Mit dem Anschluss ist es möglich, den CO2-Ausstoss um 50 Tonnen pro Jahr zu reduzieren, heisst es in der Mitteilung der Stadt.

    Die Stadt Baden verfolge das Ziel, ihre energiebedingten Treibhausgasemissionen bis spätestens 2050 auf Netto-Null zu senken. Dazu ist ein konsequenter Umstieg auf erneuerbare Energien geplant. In Zusammenarbeit mit der Regionalwerke AG Baden treibt die Stadt den raschen Ausbau von erneuerbarer Fernwärme- und Fernkälte voran, heisst es weiter. Der Ausbau schreite zügig voran. Fünf Objekte im Verwaltungsvermögen mit einem jährlichen Verbrauch von rund 1‘235‘000 Kilowattstunden und fünf Objekte im Finanzvermögen mit einem jährlichen Verbrauch von rund 320‘000 Kilowattstunden (kWh) seien bereits angeschlossen.

    Im Projekt Metro Shop gehörten die vielen Schnittstellen zur grössten Herausforderung, wird Sandro Valsecchi zitiert, Projektleiter Heizungsanlagen bei der Regionalwerke AG Baden. „Besonders anspruchsvoll war das Verlegen der Leitungen in den beiden Geschossen des Parkhaus Bahnhofs – und das während des laufenden Betriebs“, so Valsecchi.

    Der Anschluss des Metro Shop markiere den Abschluss eines entscheidenden Teilprojekts im Ausbau des Fernwärme- und Fernkältenetzes. Das Projekt werde in Zukunft in Zusammenarbeit mit der Regionalwerke AG Baden weitere Stadtgebiete erreichen.

  • Immobilienfonds und Solar-Contracting: Eine Antwort auf den spezifischen Bedarf von Immobilienbesitzern

    Immobilienfonds und Solar-Contracting: Eine Antwort auf den spezifischen Bedarf von Immobilienbesitzern

    Wie funktioniert das Solar-Contracting?
    Das Solar-Contracting basiert auf einem einfachen Prinzip: Wir richten unsere eigenen Photovoltaikpaneele am Standort Ihres Unternehmens ein. In diesem Rahmen übernehmen wir die vollständige Planung und Projektumsetzung, aber auch die Finanzierung und die Verwaltung der Anlage.

    Dieses Angebot ermöglicht nicht nur die Aufwertung Ihrer Liegenschaften, sondern erfüllt auch die gesetzlichen Anforderungen sowie die Erwartung Ihrer Anleger und Mieter. Zudem ermöglicht es die Einrichtung neue Mietflächen.

    Ihre ungenutzten Flächen als Kapitalanlage
    Als Eigentümer von Liegenschaften verfügen Sie wahrscheinlich über Flächen, die sich für die Einrichtung von Photovoltaikpaneelen eignen. Bei Romande Energie bieten wir die Einrichtung auf den folgenden Flächen an:

    • Auf einem Dach:
      Verwandeln Sie ungenutzte Fläche in ein Kraftwerk – ab 500 m2.
    • Auf einem Parkplatz:
      Nutzen Sie Ihre Parkplätze zur Erzeugung von Strom mit einem Solarcarport – ab 2’000 m2.
    • Auf der grünen Wiese:
      Richten Sie auf einem ungenutzten Grundstück eine bodenseitige Solaranlage ein – ab 2’000 m2.

    Stoneweg ein konkretes Beispiel

    Die Stoneweg-Gruppe, die sich auf Immobilieninvestition spezialisiert, hat sich an Romande Energie gewendet, um mehrere Gebäude mit Solarpaneelen auszustatten.

    «Wir haben mit Romande Energie mehrere Projekte umgesetzt und dabei stets die Zuverlässigkeit, sowie die Lösungen auf konkrete Herausforderungen sehr geschätzt.» Diana Oblak, Geschäftsführerin bei Stoneweg

    Hier geht es zum Interview

    Welche Vorteile bietet das Contracting?
    Das Contracting ermöglicht:

    • die Einrichtung neuer Mietbestände und damit die Steigerung Ihrer Renditen.
    • die Gewährleistung der Konformität Ihrer Liegenschaften.
    • die Wertsteigerung Ihrer Immobilien.
    • die Reduzierung der CO2-Emissionen Ihres Immobilienbestands.
    • Ihren Mietern den Bezug von sauberem und lokal erzeugtem Strom zu einem wettbewerbsfähigen Preis.
    • die Beteiligung an der Verringerung der Gefahr der Stromknappheit auf nationaler Ebene.
    • die Beteiligung an der Bekämpfung des Klimawandels.

    Zur Terminvereinbarung oder für weitergehende Informationen erreichen Sie uns:
    www.romande-energie.ch/solar
    0800 233 825 | solar@romande-energie.ch

  • Quantenverschränkung – Der ultraschnelle Tanz der Teilchen

    Quantenverschränkung – Der ultraschnelle Tanz der Teilchen

    Quantenverschränkung tritt auf, wenn zwei oder mehr Teilchen in einem Zustand bleiben, in dem der Zustand eines Teilchens untrennbar mit dem des anderen verknüpft ist. Selbst über große Entfernungen bleibt diese Verbindung bestehen, sodass eine Veränderung an einem Teilchen eine unmittelbare Rückwirkung auf das andere hat. Albert Einstein beschrieb diesen Effekt als „spukhafte Fernwirkung.“ Diese grundlegende Eigenschaft der Quantenphysik ist ein wichtiger Baustein für viele zukunftsweisende Anwendungen.

    Die Rolle der Zeit in der Quantenverschränkung
    Die Quantenverschränkung ist zwar extrem schnell, jedoch nicht augenblicklich. Mit hochpräzisen Messmethoden hat die TU Wien festgestellt, dass sich die Entstehung der Verschränkung über eine Zeitspanne von Attosekunden entfaltet. Die Forschung zeigt, dass Quantenprozesse zwar unmittelbar wirken, aber zeitlich messbar sind. Ein Laserpuls löst hierbei ein Elektron aus einem Atom heraus, wodurch ein weiteres Elektron in einen höheren Energiezustand versetzt wird – diese beiden Elektronen sind dann verschränkt.

    Messung von Attosekunden – Der Blick ins Unvorstellbare
    Die Zeitspanne, in der Quantenverschränkung abläuft, ist so kurz, dass sie in Attosekunden gemessen wird – einer Milliardstel einer Milliardstelsekunde. Diese Messungen wurden mithilfe fortschrittlicher Simulationen und ultrakurzer Laserpulse durchgeführt und ergaben, dass die „Geburtszeit“ der Elektronenverschränkung bei 232 Attosekunden liegt. Dieser Fortschritt erlaubt es Forschenden, die Dynamik dieser ultrakurzen Prozesse direkt zu beobachten und in Experimenten nachzustellen.

    Simulationen auf Attosekunden-Ebene – Ein Durchbruch in der Quantenforschung
    Durch die Kombination von Simulationen und Experimenten konnten Forschende der TU Wien den Ablauf der Quantenverschränkung präzise nachvollziehen. Die Ergebnisse, publiziert in der „Physical Review Letters,“ gelten als Meilenstein und schaffen neue Perspektiven für Anwendungen in der Quantenkryptographie und bei Quantencomputern, bei denen Verschränkung eine zentrale Rolle spielt. Die Möglichkeit, Quantenprozesse in Attosekunden zu analysieren, eröffnet neue Wege für die Weiterentwicklung von quantentechnologischen Systemen.

    Das Zeitverständnis in der Quantenphysik
    Die aktuelle Forschung zeigt, dass das klassische Verständnis von Zeit zur Beschreibung von Quanteneffekten nicht ausreicht. In der Quantenwelt entstehen und vergehen Zustände in winzigen Zeitspannen, die für uns kaum begreiflich sind. „Das Elektron springt nicht einfach aus dem Atom heraus, es ist eine Welle, die langsam aus dem Atom herausschwappt“, erklärt Prof. Iva Březinová von der TU Wien.

    Anwendungen der Quantenverschränkung – Eine Technologie für die Zukunft
    Die Quantenverschränkung ist weit mehr als ein faszinierendes Phänomen; sie bildet die Grundlage für revolutionäre Technologien wie Quantenkryptographie, die extrem sichere Kommunikationssysteme ermöglicht, und Quantencomputer, die potenziell komplexe Berechnungen schneller und effizienter als klassische Computer durchführen. Durch die Entschlüsselung der ultraschnellen Prozesse der Quantenverschränkung gewinnen Forschende Einblicke, die es ermöglichen, diese Technologien sicher und effizient zu gestalten.

    Die Erforschung der Quantenverschränkung auf der Attosekunden-Skala stellt einen Durchbruch in unserem Verständnis der Quantenphysik dar und bietet ein enormes Potenzial für die Technologien der Zukunft. Das präzise Verständnis dieser Prozesse erlaubt es, Anwendungen wie Quantenkryptographie und Quantencomputer weiterzuentwickeln und damit die Welt der Informationsverarbeitung und -sicherheit grundlegend zu verändern.

  • Neubau eröffnet auf dem Bildungscampus in Lostorf

    Neubau eröffnet auf dem Bildungscampus in Lostorf

    Der Schweizerisch-Liechtensteinische Gebäudetechnikverband suissetec erweitert und modernisiert gemäss einer Medienmitteilung seine Aus- und Weiterbildungsstätte in Lostorf. Bis Jahresanfang 2025 soll auf rund 1800 Quadratmetern ein Gebäude mit Werkstätten, Laboren, Schulungsräumen und Begegnungszonen entstehen. Am 16. November 2024 wird das neue Gebäude bei einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung präsentiert.

    Die Infrastruktur biete neue Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildungsqualität in Bauberufen, heisst es. In einem betonierten Rohbau an einer Aussenarbeitsstation könne wie auf einer echten Baustelle gelernt werden. Interdisziplinäre Werkstätten für Sanitär- und Heizungsinstallateure sowie die Integration von Bauwerksdatenmodellierungen in das didaktische Konzept hätten Vorbildfunktion. Für den Bau hat die zu Debrunner Acifer gehörende Müller Wüst AG ein digitales Fabrikationsmodell erstellt, welches auch zum Einsatz im Unterricht vorgesehen sei.

    Digitale Werkzeuge erlaubten flexible, hybride Lernformen. «Die Lernenden werden mit echten Materialien arbeiten, aber auch mit Virtual-Reality-Brillen digital üben», wird suissetec-Direktor Christoph Schaer zitiert.

    Der zweigeschossige Neubau ist der erste Teil einer mehrere Gebäude umfassenden Erweiterung. Ab 2026 sollen in drei Etappen die weiteren Bestandsgebäude saniert werden. Suissetec betreibt den Campus als eines von drei Bildungszentren eigenen Angaben zufolge als einen «Ort der Begegnung sowie der Aus- und Weiterbildung» für die Bauwirtschaft.

    Der Campus wurde 2023 als landesweit erstes Minergie-Areal zertifiziert. Das bedeutet, dass strenge energetische Kriterien erfüllt werden. Ziel ist die maximale Selbstversorgung mit erneuerbarer Energie, die ganzjährig auf dem Gelände selbst erzeugt wird.

  • Forschende entwickeln wirtschaftlich nutzbare Salzbatterien für sichere Energiespeicherung

    Forschende entwickeln wirtschaftlich nutzbare Salzbatterien für sichere Energiespeicherung

    Forschende des in Dübendorf ansässigen Labors für Materials for Energy Conversion der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) setzen ein vom Tessiner Salzbatteriehersteller Horien Salt Battery Solutions begonnenes Innosuisse-Projekt fort. Die Forschungszusammenarbeit verfolgt das Ziel, wirtschaftlich attraktive und nutzbare Salzbatterien zu entwickeln, heisst es in einer Mitteilung. Unter Salzbatterien versteht man solche Akkumulatoren, bei denen der Elektrolyt ein Feststoff ist, nämlich ein keramischer Ionenleiter auf Natriumaluminiumoxid-Basis. Die Kathode basiert dabei auf einem Granulat aus Kochsalz und Nickelpulver. Die Natriummetallanode entsteht erst beim Aufladen. Im Gegensatz zu gängigen Lithiumionen-Akkus sind Salzbatterien nicht brennbar. So sind sie in Einsatzgebieten vorstellbar, in denen Lithiumionen-Akkus nicht genehmigt sind, wie im Berg- und Tunnelbau oder auf Öl- oder Gasplattformen. Weitere Vorteile sind ihre Langlebigkeit sowie das deutlich günstigere Beschaffen der Ausgangsmaterialien. Die Rohstoffe sind im Unterschied zur Lithiumionen-Konkurrenz günstig und in grosser Menge verfügbar, heisst es in der Mitteilung.

    Ein Nachteil dieser Batterien ist ihre hohe Betriebstemperatur. Um einsatzbereit zu sein, benötigt eine Salzbatterie eine Temperatur von 300 Grad Celsius. Die Forschenden suchen nach Optionen, die Anwendungen wirtschaftlich zu gestalten. «Je nach Anwendung ist es wirtschaftlicher, eine Batterie warmzuhalten als sie zu kühlen», wird Empa-Forscherin Meike Heinz in der Mitteilung zitiert.

    Ein weiteres Bestreben ist, die Feststoffbatterien nickelfrei zu betreiben. Dabei soll das Kathodenmaterial Nickel durch andere Metalle, zum Beispiel Zink, substituiert werden. Ziel ist, Salzbatterien mit ihrer Sicherheit, ihrer langen Lebensdauer und dem Verzicht auf kritische Rohstoffe als langfristige stationäre Speicher zu etablieren.

  • Kanton Luzern stimmt über Ausbau der Erneuerbaren ab

    Kanton Luzern stimmt über Ausbau der Erneuerbaren ab

    Am 24. November entscheidet das Stimmvolk über eine Vorlage zur Änderung des Planungs- und Baugesetzes (PBG). Der Kanton Luzern erläutert in einer Mitteilung, dass die Änderung des PBG den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen soll. Verschiedene Massnahmen aus dem 2022 vom Parlament zustimmend zur Kenntnis genommenen Planungsbericht zur Klima- und Energiepolitik würden diese Änderungen am PBG erfordern. So sollen zum Beispiel künftig beim Bau von Parkplätzen direkt Ladestationen für Elektroautos eingeplant werden. Die SVP-Fraktion habe diese Änderungen abgelehnt, da ihrer Meinung nach die Produktion von erneuerbarem Strom freiwillig sein solle und «nicht durch Regulierungen erzwungen werden» soll. Die Fraktionen von Mitte, FDP, SP, Grünen und GLP haben dem Vorschlag des Regierungsrates hingegen zugestimmt. Auch der Kantonsrat hat mit 83 zu 27 Stimmen den Änderungen am PBG zugestimmt. Die Volksabstimmung am 24. November erfolgt nun, weil ein Komitee das Referendum ergriffen hat.

    Der Regierungsrat empfiehlt den Stimmberechtigten, die Änderungen anzunehmen. «Noch immer stecken wir zu viel Geld in den Import von fossilen Energieträgern aus dem Ausland. Mit einer Investition in unsere heimischen erneuerbaren Energien lösen wir uns aus der Abhängigkeit vom Ausland und generieren noch mehr Wertschöpfung hier vor Ort», wird der für die Gesetzesänderung zuständige Regierungsrat Fabian Peter in der Mitteilung zitiert.

  • Das Luzerner Wesemlin-Quartier macht’s vor, Energiewende gemeinsam meistern!

    Das Luzerner Wesemlin-Quartier macht’s vor, Energiewende gemeinsam meistern!

    Trotz vorhandener Technologien und Fördermassnahmen ist die Umstellung auf klimaneutrale Heizformen in der Schweiz noch immer eine Herausforderung. Vor allem hohe Investitionskosten und Unsicherheiten über die beste Technologie hemmen viele Eigentümer. Hier setzt das Luzerner Quartier Wesemlin an: In einem Kooperationsprojekt mit der HSLU sollen gemeinschaftliche, massgeschneiderte Heizlösungen entwickelt werden, die über Einzelaktionen hinausgehen und den gesamten Stadtteil in die Energiewende einbeziehen.

    Das QUBE-Projekt – Ein Modell für Veränderung
    Das Forschungsprojekt QUBE der HSLU und Innosuisse basiert auf der Annahme, dass gemeinschaftliche Heizlösungen mehr erreichen als isolierte Massnahmen. Das transdisziplinäre Team entwickelte eine Methode zur Begleitung solcher Veränderungsprozesse, die technische und soziale Faktoren gleichermassen berücksichtigt. Im Wesemlin-Quartier fand das Pilotprojekt eine perfekte Testumgebung: Anwohnerinnen und Anwohner, Behörden und Expertenteams arbeiteten zusammen, um klimaneutrale Energiequellen zu etablieren. «Nur durch die Einbindung aller Akteure können wir tragfähige und angepasste Lösungen für die lokale Energiewende finden», betont Prof. Alexa Bodammer von der HSLU.

    Gemeinschaftliches Know-how als Antriebskraft
    Anfangs ungewohnt, brachte der offene Austausch im Wesemlin-Quartier entscheidende Fortschritte. Die Anwohnerinnen und Anwohner konnten eigene Ideen, Erfahrungen und Bedenken einbringen, während das Forschungsteam die fachliche Moderation übernahm und technische Analysen einfliessen liess. Wirtschaftspartner und Behörden unterstützten die Planung, boten Daten an und halfen bei der Klärung von Fördermöglichkeiten. «Kooperative Projekte schaffen Lösungsmöglichkeiten, die durch Einzellösungen nie erreicht würden», erklärt Stefan Mennel vom Institut für Gebäudetechnik und Energie IGE.

    Energiewende als Gemeinschaftsaufgabe
    Das Projekt QUBE zeigt eindrücklich, dass technische Innovationen allein die Energiewende nicht bewerkstelligen können. Eine nachhaltige Veränderung gelingt nur, wenn die Anwohnerinnen und Anwohner mitgestalten und die Lösungen gesellschaftlich akzeptiert sind. Durch Workshops, Infoveranstaltungen und Netzwerktreffen wurden technische und soziale Kompetenzen gebündelt, um eine umsetzbare und akzeptierte Energiestrategie für das Wesemlin-Quartier zu entwickeln. «Diese gemeinschaftliche Herangehensweise wirkt als Multiplikator für den Wandel», so Bodammer.

    Wissensaufbau und Netzwerkbildung als Hebel für den Erfolg
    Die Zusammenarbeit mit Fachleuten und Behörden führte zu einem grossen Wissenszuwachs auf individueller Ebene. Heute sind die Quartierbewohnerinnen und -bewohner gut gerüstet für Gespräche mit technischen Anbietern und Energielieferanten. Für Daniel Bolliger, Anwohner und Forscher am iHomeLab der HSLU, zeigt das Projekt den Wert des gemeinsamen Engagements: «QUBE hat den Zugang zu relevanten Akteuren und Energieanbietern eröffnet – eine Chance, die Einzelpersonen sonst nicht bekommen hätten.»

    Ein Modell für die Zukunft
    Die im Rahmen von QUBE entwickelten Konzepte für die Quartier-Energiewende sind vielseitig einsetzbar. Die Methodik zur Begleitung und Moderation kooperativer Prozesse bietet eine Blaupause für ähnliche Projekte in anderen Quartieren und Städten. Laut Stefan Mennel ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Schlüssel: «Nur durch Disziplinen übergreifende, kooperative Zusammenarbeit lässt sich sicherstellen, dass alle Beteiligten richtig verstanden werden.» Dies gilt sowohl innerhalb des Projektteams als auch im Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers. Mit dem QUBE-Projekt wurde gezeigt, dass eine nachhaltige, gemeinschaftlich getragene Energiewende möglich ist – ein Modell für die Zukunft.

  • Die feuerfeste Zukunft der Energiespeicherung

    Die feuerfeste Zukunft der Energiespeicherung

    Die Salzbatterie, ein fester Bestandteil der frühen Elektromobilität, ist ein sicheres und langlebiges Speichermedium, das bei verschiedenen Anwendungen überzeugt. Im Gegensatz zu Lithiumionen-Batterien nutzt die Salzbatterie einen festen, keramischen Elektrolyten, der weder brennbar noch explosionsgefährdet ist. In der Schweiz arbeiten Forscherinnen und Forscher der Empa in Kooperation mit Industriepartnern daran, die Leistung und Effizienz dieser Technologie weiter zu verbessern.

    Vorteile gegenüber herkömmlichen Batterien
    Die Feststoffarchitektur und hohe Betriebstemperatur von rund 300°C machen die Salzbatterie besonders geeignet für extreme Einsatzgebiete wie den Tunnelbau oder Offshore-Anlagen, wo die Sicherheit oberste Priorität hat. Aufgrund der Temperaturresistenz und des wartungsarmen Aufbaus wird sie auch für die Notstromversorgung von Mobilfunkantennen genutzt, die selbst unter harten Bedingungen Jahrzehnte lang zuverlässig arbeiten müssen.

    Wirtschaftlichkeit und Herausforderungen
    Ein Nachteil der Salzbatterie ist ihre hohe Betriebstemperatur, die einen Grundverbrauch an Energie erfordert. Forscher von Empa wie Meike Heinz und Enea Svaluto-Ferro arbeiten daher an Zellstrukturen, die es der Batterie ermöglichen, sich im Einsatz selbst zu erhitzen und somit effizienter zu arbeiten. Trotz des zusätzlichen Energiebedarfs gilt die Salzbatterie in bestimmten Anwendungen als wirtschaftlich und stabiler als viele Alternativen.

    Ressourcenschonende Rohstoffe und Recyclingsysteme
    Ein weiterer Vorteil ist die Verfügbarkeit der benötigten Rohstoffe: Natrium und Aluminium sind preiswert und reichlich vorhanden, was die Batterieproduktion kostengünstig und nachhaltig macht. Der aktuelle Forschungsschwerpunkt bei Empa liegt auf der Reduktion des Nickelgehalts in den Zellen, um den ökologischen Fussabdruck weiter zu verringern. In zukünftigen Projekten könnte sogar Zink das Nickel ersetzen – eine Option, die den Zugang zu nachhaltigen Energiespeichern noch weiter verbessern könnte.

    Zukunftsperspektiven
    Mit fortschreitender Forschung könnte die Salzbatterie ihren Weg aus speziellen Einsatzfeldern hin zu breiten, stationären Anwendungen finden. Ihr Einsatz als langlebiger und sicherer Speicher für Wohngebiete oder Quartiere wird ernsthaft in Erwägung gezogen. Damit bietet sie eine innovative Alternative zu Lithiumionen-Batterien und zeigt, wie die Forschung an der Empa die Weichen für die Zukunft der Energiespeicherung stellen kann.

  • Solarpark-Projekt fünf Monate früher als geplant fertiggestellt

    Solarpark-Projekt fünf Monate früher als geplant fertiggestellt

    Nexans Schweiz hat fünf Monate früher als geplant seinen neuen Solarpark am Standort in Cortaillod in Betrieb genommen. Er besteht aus zehn einzelnen Anlagen, von denen jede auf einem anderen Dach installiert wurde. Diese unabhängigen Einheiten wurden dann zu einem übergeordneten System zusammengeschlossen. Dabei waren laut einer Mitteilung des Kabelherstellers Anpassungen an die architektonischen und strukturellen Besonderheiten erforderlich.

    Dieser Ansatz habe es ermöglicht, Eingriffe in die Produktionstätigkeit am Standort während der Installationsarbeiten vollständig zu vermeiden. «Das Ergebnis: eine zu 100 Prozent gelungene Inbetriebnahme, knapp fünf Monate früher als geplant.»

    Seit dem Sommer 2023 waren durch ein Spezialistenteam der Groupe E Greenwatt vom Standort Boudry NE «unter anspruchsvollen technischen Bedingungen» über 4000 Solarmodule mit einer Kapazität von je 430 Watt installiert worden. Insgesamt verfügt der Solarpark über eine Leistung von 1,7 Megawatt. Zusammen mit einer früher von Groupe E installierten 700 Kilowatt-Anlage erzielt Nexans nun eine auf über 90 Prozent geschätzte Eigenverbrauchsrate.

    «Diese strategische Partnerschaft unterstützt unser Ziel, unseren ökologischen Fussabdruck weiterhin zu verringern und unsere Tätigkeit nachhaltig zu entwickeln, und stärkt unsere Energieresilienz», wird Nexans Schweiz-CEO Marco Spinelli zitiert. «Auch ohne diese Anlagen verbraucht Nexans nur Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt, und zwar seit Jahresbeginn.»

  • Die Dekarbonisierung des Immobiliensektors erfordert einen neuen Ansatz

    Die Dekarbonisierung des Immobiliensektors erfordert einen neuen Ansatz

    Die Immobilieninvestmentgruppe Stoneweg begegnet diesen Herausforderungen proaktiv, insbesondere durch ihre Partnerschaft mit Romande Energie. Stoneweg hat beschlossen, auf mehreren ihrer Standorte in der Romandie und der Deutschschweiz Solarmodule im Rahmen des Contracting-Verfahrens installieren zu lassen.

    Die Energiestrategie von Stoneweg umfasst eine Reihe ambitionierter Renovierungsprojekte, die sich auf die Verbesserung der Isolierung, den Austausch veralteter Heizsysteme und die Integration erneuerbarer Energien konzentrieren. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen alle Dächer des Unternehmens mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Diese Entscheidung wird durch die steigenden Strompreise und den Wunsch motiviert, den Mietern Zugang zu erneuerbarer Energie zu einem vergünstigten Preis zu ermöglichen.

    Frédéric Noirot, Director of [glossary_exclude]Asset Management[/glossary_exclude] bei Stoneweg, erläutert die Vorteile des Projekts: «Unser Immobilienbestand umfasst auch ältere Industriegebäude. Das Contracting-Modell ermöglicht es uns, Photovoltaikanlagen zügig und ohne grosse Investitionskosten auf unseren Dächern zu installieren. Dadurch können wir zusätzliche Mittel in andere wesentliche Renovierungsmassnahmen investieren. Es ist eine klare Win-Win-Situation.»

    Im Rahmen des Solar-Energie-Contracting übernimmt Romande Energie die komplette Installation, Planung, [glossary_exclude]Finanzierung[/glossary_exclude] und [glossary_exclude]Verwaltung[/glossary_exclude] der Photovoltaikanlagen auf den Gebäuden der Kunden. Zudem wird die nicht vor Ort verbrauchte Energie von Romande Energie verwertet.

    Dieses [glossary_exclude]Modell[/glossary_exclude] bietet mehrere Vorteile: Es generiert zusätzliche Mieteinnahmen durch die optimierte Nutzung verfügbarer Flächen, verbessert das ESG-Rating der Immobilien und erhöht deren Attraktivität durch die Bereitstellung von Solarenergie für die Mieter.

    Die Kooperation zwischen Stoneweg und Romande Energie illustriert eindrucksvoll, wie Immobilienbesitzer den Wert ihrer Immobilien steigern und gleichzeitig zur Energiewende beitragen können. Durch den Einsatz grüner Technologien und die Etablierung strategischer Partnerschaften können sie nicht nur gesetzlichen Anforderungen und gesellschaftlichen Erwartungen gerecht werden, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt verbessern.

    Sehen Sie sich das vollständige Interview im Video an.

    Für weitere Informationen zum Solar-Energie-Contracting besuchen Sie die Webiste von Romande Energie.

  • Neue Technologie spart Strom und verbessert Energieinfrastruktur

    Neue Technologie spart Strom und verbessert Energieinfrastruktur

    Forschende der HSLU arbeiten an einer kostengünstigen Alternative zu Energiemanagementsystemen. Sogenannte Datenräume sollen den sicheren Datenaustausch zwischen Gebäuden und Energieversorgung übernehmen, erläutert die HSLU in einer Mitteilung. Das Team unter der Leitung von Christoph Imboden am Institut für Innovation und Technologiemanagement der HSLU arbeitet dabei mit dem Neuenburger Technologie-Innovationszentrum CSEM und der Privatwirtschaft zusammen und wird vom Bundesamt für Energie über das Programm EnergieSchweiz unterstützt.

    Den Einschätzungen der Forschenden zufolge liegt das Potenzial der Einsparungen durch Datenräume bei bis zu 5,32 Terawattstunden Strom jährlich. «Die Nutzbarkeit von vielen verschiedenen Messpunkten führt zu mehr Energieeffizienz, Flexibilität und überhaupt zu einer viel besseren Ausnutzung der Energieinfrastruktur», wird Imboden in der Mitteilung zitiert. Gleichzeitig benötigen die Datenräume im Gegensatz zu Energiemanagementsystemen keine zusätzliche Hardware. Auch müssen die Daten nicht zentral gespeichert werden. «Das führt zu grossen Kosteneinsparungen, einer Marktdynamisierung und auch zu einer Reduktion der Datenmenge, die transferiert und gespeichert werden muss», meint Imboden.

    Ein von den Forschenden aufgebauter erster Datenraum im Energiesektor erfüllt bereits auch die Anforderungen des Datenschutzes. Für eine Umsetzung im grossen Massstab muss die Technologie aber noch weiterentwickelt und an spezifische Schweizer Bedürfnisse angepasst werden.

  • Sursee macht Solaranlagen und Dachbegrünung zum Standard

    Sursee macht Solaranlagen und Dachbegrünung zum Standard

    Dächer von Neubauten oder bei Dachsanierungen in der Gemeinde Sursee sollen künftig grundsätzlich mit Solaranlagen ausgestattet werden. Für Flachdächer wird zudem eine Begrünung angestrebt. Dies hat der Gemeinderat von Sursee am 14. Oktober mit der grossmehrheitlichen Annahme eines Gegenvorschlags zur Gemeindeinitiative für eine unabhängige und ökologische Energieversorgung (Solar-Initiative) beschlossen. Das Initiativkomitee hatte die Solar-Initiative nach der Erarbeitung des Gegenvorschlags durch den Stadtrat zurückgezogen.

    Der Gegenvorschlag steht im Einklang mit dem neuen kantonalen Energiegesetz, das vorbehaltlich eines Referendums per 1. März 2025 in Kraft tritt. Neubauten müssen dann zu 60 Prozent mit Solaranlagen bestückt werden, bei Dachsanierungen gelten 30 Prozent. Werden die Vorgaben nicht erfüllt, ist eine Ersatzabgabe von 1000 Franken pro Kilowatt fällig. Abweichend vom kantonalen Gesetz soll diese Abgabe in Sursee nur möglich sein, wenn Bau und Betrieb der Solaranlage wirtschaftlich unzumutbar sind.

    Zur Begrünung von Dächern werden im neuen kantonalen Energiegesetz keine Vorgaben gemacht. Sursee will begrünte Dächer jedoch zur Verbesserung des Stadtklimas und als Ersatzlebensraum für Pflanzen und Tiere nutzen. Daher wird auf Flachdächern eine Kombination aus Begrünung und Solaranlagen als Standard angestrebt.

    Die in der Solar-Initiative geforderte Solarnutzung von Fassaden ist im Gegenvorschlag nicht vorgesehen. Hier wurden vom Stadtrat negative Auswirkungen auf das Ortsbild befürchtet. Zudem fällt das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Fassadenanlagen derzeit noch schlechter als das von Dachanlagen aus.

  • Zürcher Versorger bauen Smartmeter-Netz aus

    Zürcher Versorger bauen Smartmeter-Netz aus

    Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz), Energie 360° und die Wasserversorgung Zürich (WWZ) weiten laut einer Medienmitteilung die Ausstattung mit Smartmetern aus. Sie ersetzen analoge Zähler, die noch von Hand ausgelesen wurden. Dadurch könnten Verbrauchsdaten schneller erfasst und übermittelt werden. Indem Strom, Wasser und Gas digital ausgelesen werden, hätten Kunden mehr Transparenz über den Verbrauch. Für die Wasserversorgung entstehen zusätzliche Vorteile bei der Fehlersuche. Über digitale Wasserzähler seien eventuelle Leckagen und Rohrschäden rascher feststellbar.

    Seit August 2024 arbeitet die ewz an der Versorgung mit digitalen Zählgeräten, heisst es. Gasversorgerin Energie 360° sei seit April am Ausbau smarter Messsysteme beteiligt. Bis 2029 plant ewz den Austausch möglichst vieler konventioneller Zähler durch digitale Zähler. Rund 300’000 Smartmeter sollen in der Stadt Zürich verfügbar sein, weitere 4000  im Versorgungsgebiet der ewz in Graubünden. Die WVZ kündigt den Einbau von 33’000 intelligenten Wasserzählern bis 2036 an.

    „Mit dem Einbau intelligenter Zähler machen wir einen wichtigen nächsten Schritt zur Digitalisierung der Versorgungsnetze“, wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betrieb, zitiert.

    Die Smartmeter werden wie die Vorgänger weiterhin vorwiegend im Keller installiert.

  • Zug verabschiedet nachhaltige Energieziele

    Zug verabschiedet nachhaltige Energieziele

    Der Energiebedarf im Kanton Zug beträgt fast 3000 Gigawattstunden jährlich, wobei Gebäude und Mobilität den grössten Anteil ausmachen. Die neue Energie- und Klimastrategie (EKS) des Regierungsrats zielt darauf ab, den Energieverbrauch zu reduzieren und verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen. Zugleich will die Regierung die Versorgungssicherheit im Kanton stärken und die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Netto-Null senken. Mit klaren Zwischenzielen bis 2030 konkretisiert die Regierung den Weg zu diesen ehrgeizigen Zielen.

    Investitionen in Solarstrom und Energiespeicherung
    Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist die Steigerung der Produktion von Solarstrom im Kanton. Parallel dazu werden Investitionen in innovative Energiespeichertechnologien wie Wasserstoff geplant. „Durch enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und der Wissenschaft wollen wir die Energieinfrastruktur der Zukunft gestalten“, erklärt Baudirektor Florian Weber. Auch die Gebäude im Kanton sollen vermehrt als Energieproduzenten dienen und so zur Energiedrehscheibe werden.

    Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und Negativemissionstechnologien
    Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts KERB setzt der Kanton auf Massnahmen in der Landwirtschaft zur Reduktion des CO2-Ausstosses. Wälder und Moore spielen eine zentrale Rolle bei der CO2-Bindung. Für unvermeidbare Emissionen setzt der Kanton auf Negativemissionstechnologien, die CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen sollen. Eine Studie soll das Potenzial dieser Technologien im Kanton ermitteln.

    Anpassungen an den Klimawandel
    Neben der Reduktion von Emissionen bereitet sich der Kanton Zug auch auf die Auswirkungen des Klimawandels vor. Durch eine kantonale Naturgefahrenstrategie sollen klimabedingte Risiken wie Hitze und invasive Schädlinge minimiert werden. Zugleich wird in klimaangepasste Strassenbeläge und nachhaltige Forstbewirtschaftung investiert, um sowohl Schutz als auch Erholungsräume zu sichern.

  • Neue Netzplattform erleichtert Eigenverbrauch von Solarstrom und Batteriespeicherung

    Neue Netzplattform erleichtert Eigenverbrauch von Solarstrom und Batteriespeicherung

    Evaarist startet laut einer Mitteilung eine Netzplattform «zur Demokratisierung der Energieautarkie». Das Start-up mit Sitz in Sitten will mehr Besitzern von bestehenden Solaranlagen ermöglichen, ihre Solarproduktion stärker selbst zu verbrauchen. Evaarist bietet dazu neben der Plattform autarcie.ch zur Steuerung des Solarstroms vom Dach auch einfach zu installierende Batteriesätze an.

    «Die Energieautarkie ist unser Herzensanliegen», wird Loïc Viret zitiert. Er hat mit Julien Morard und Stéphane Curchod Evaarist 2023 gegründet. Das Ingenieurbüro ist auf erneuerbare Energien und Energieautarkie spezialisiert und hat im Rahmen des Espace Innothèque der Messe Foire du Valais 2024 die Plattform autarcie.ch lanciert, heisst es in der Mitteilung.

    Die Überlegungen von Evaarist basierten auf der Feststellung, dass fast 98 Prozent der rund 240‘000 bestehenden Solaranlagen in der Schweiz nicht mit Batterien ausgestattet sind. Evaarist bietet universell einsetzbare Batteriesysteme für Solardächer an. Parallel zum Stromnetz, den Solarmodulen und den vorhandenen Wechselrichtern wird ein Batteriesatz installiert. «Das wird es ermöglichen, zusätzliche Energie zu speichern und mit ihr zu arbeiten. Und vor allem kann der Autarkiegrad auf 65 bis 85 Prozent erhöht werden, während er ohne Batterien bei 20 bis 30 Prozent liegt», wird Viret zitiert.

    Weiter will Evaarist das Material direkt vom Hersteller zum Kunden bringen und die Installation wird weitgehend als «Do it yourself» durchgeführt. Dank einer Vereinbarung mit einem deutschen Importeur bietet autarcie.ch Batteriesätze ab 5800 Franken  für 10 Kilowattstunden an.

    Autarcie.ch ist kein Anti-Blackout-System. «Aber unsere Systeme können so ausgestattet werden, dass sie funktionieren, wenn das Netz ausfällt», wird Viret zitiert.

  • Innovative PV-Anlagenfinanzierung erleichtert den Einstieg in die Solarenergie

    Innovative PV-Anlagenfinanzierung erleichtert den Einstieg in die Solarenergie

    Mit dem Projekt clever4all will Energieversorger IBW in Wohlen seinen Kunden den Weg zur eigenen Photovoltaikanlage (PV) erleichtern. Schon ab 60 Franken pro Monat könne man zur eigenen PV-Anlage kommen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    «In den letzten Jahren haben wir von vielen unserer Kundinnen und Kunden gehört, dass sie gern ihren eigenen Strom produzieren möchten, aber nicht über die nötigen finanziellen Mittel für die Investition in eine Photovoltaikanlage verfügen», wird Peter Lehmann zitiert, Vorsitzender der IBW-Geschäftsleitung. Das neue Angebot sei «nach unserem Wissen» schweizweit einzigartig und richte sich an alle Besitzerinnen und Besitzer von Liegenschaften in Wohlen. Entwickelt wurde clever4all in Zusammenarbeit mit der Aargauischen Kantonalbank (AKB).

    IBW installiert die Anlagen beim Kunden, auf Wunsch gleich mit Batteriespeicher und Ladestation, und übernimmt die regelmässige Wartung. Der Kunde bezahlt lediglich eine monatliche Rate über eine selbst bestimmte Laufzeit, und nach Ablauf der Vertragsdauer geht die Anlage automatisch in den Besitz des Kunden über.

    Als Beispiel nennt Peter Lehmann eine Anlage mit einer Leistung von 10 Kilowatt, die pro Jahr rund 10‘000 Kilowattstunden Strom produziert. Die Anlagekosten betragen knapp 30‘000 Franken. In dem Beispiel leistet der Kunde eine Anzahlung in Höhe von 10 Prozent und wählt eine Vertragsdauer von 15 Jahren. Bei einem jährlichen Eigenverbrauch von rund 3500 Kilowattstunden betragen die monatlichen Kosten in diesem Fall nur 60 Franken, heisst es in dem Beispiel.

  • Erste Niederdruckturbine der Schweiz in Martigny-Bourg in Betrieb genommen

    Erste Niederdruckturbine der Schweiz in Martigny-Bourg in Betrieb genommen

    Die Forces Motrices de Martigny-Bourg (FMMB) haben die erste Niederdruckturbine der Schweiz in Betrieb genommen. Wie Alpiq in einer Mitteilung schreibt, können so im Unterwasserkanal des Flusskraftwerks an der Dranse pro Jahr 850‘000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Die bisherigen drei Produktionseinheiten des Kraftwerks erzeugen 89 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

    Die Niederdruckturbine kann je nach Durchfluss zwischen 1,25 und 10,2 Kubikmeter Wasser pro Sekunde turbinieren. Sie ist für eine Fallhöhe von bis zu 2,5 Metern ausgelegt. Sie stellt keine zusätzliche Belastung für die Umwelt dar und beeinträchtigt nicht die bestehende Stromproduktion. «Die Installation dieser neuen Niederdruckturbine ermöglicht es, die verfügbaren Wasserressourcen bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen», wird Kraftwerksleiter Georges-Alain Zuber in der Mitteilung zitiert.

    Die Planung der Anlage hat 2011 begonnen. Sie wird mit Mitteln aus der kostendeckenden Einspeisevergütung gefördert.

    Das Kraftwerk wurde 1908 als Stromerzeuger der Electro-Chimie de Paris errichtet. Heute sind an den FMMB die Gemeinden Bovernier mit 23,04 Prozent, Sembrancher mit 18,72 Prozent, Martigny mit 17,22 Prozent, Martigny-Combe mit 15,58 Prozent und Vollèges mit 1,64 Prozent sowie Alpiq mit 18 Prozent und der Walliser Energieversorger FMV mit 5,8 Prozent beteiligt.

  • Smarte Gebäude für die Zukunft

    Smarte Gebäude für die Zukunft

    Die Stadt Schaffhausen verfügt mit ihrer Smart-City-Strategie über ein umfassendes Innovationsprogramm. Im Rahmen des Projekts «Gebäude smart bewirtschaften» hat die sie gemeinsam mit Partnern wie der Firma VIBOO nach Lösungen gesucht, um ihre Gebäude optimal zu bewirtschaften. Die prädiktive Steuerungstechnologie von VIBOO, einem Spin-off der Empa, bietet eine zukunftsorientierte Antwort auf diese Herausforderung. Durch die Nutzung von Wetter- und Belegungsdaten kann das Heizsystem automatisch auf die optimalen Bedingungen eingestellt werden, um sowohl Energie zu sparen als auch den Komfort für die Nutzer zu erhöhen.

    Das Spin-off verwendet eine Kombination aus maschinellem Lernen und Bauphysik, um thermische Gebäudemodelle auf Basis von Messdaten zu erstellen. Diese Modelle werden in ein prädiktives Regelungssystem integriert, das das thermische Verhalten des Gebäudes unter Berücksichtigung der Wettervorhersage und der Nutzerpräferenzen vorhersagt. So wird der Energieeinsatz alle paar Minuten optimiert und an das Gebäude angepasst.

    Energieeinsparung in historischen Gebäuden
    Ein Pilotprojekt im denkmalgeschützten Schulhaus Bach zeigt das Potenzial dieser Technologie. Ziel ist es, den Heizenergieverbrauch um mindestens 20% zu senken und gleichzeitig den thermischen Komfort zu erhöhen. Das Schulgebäude, das aufgrund seines Alters energetische Defizite aufweist, eignet sich ideal für diese Art der smarten Gebäudebewirtschaftung. Erste Ergebnisse liegen bereits vor und weisen auf einen deutlich reduzierten Energieverbrauch hin. Sollte sich der Erfolg im weiteren Verlauf bestätigen, ist ein Rollout auf weitere Gebäude geplant.

    Einbindung in den Energiesektor der Zukunft
    Prädiktive Heizsysteme bieten nicht nur Vorteile in Bezug auf Energieeinsparung und Komfort, sondern sind auch bestens auf die zukünftigen Anforderungen des Energiemarktes vorbereitet. Die Technologie ist in der Lage, zeitabhängige Energiepreise zu nutzen und kann sich an Demand-Response-Programme anpassen, die in einer zunehmend dezentralen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien immer wichtiger werden.

    Das System strebt an, Gebäude vollständig in den Energiesektor zu integrieren, um Lastspitzen zu reduzieren und die Nutzung erneuerbarer Energien zu maximieren. Die Vision geht weit über die Energieeffizienz hinaus – Gebäude sollen in Zukunft aktiv am Energiemarkt teilnehmen und durch intelligente Vernetzung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes leisten.

    Validierte Einsparungen in unterschiedlichen Gebäudetypen
    Die Technologie wurde bereits erfolgreich in Wohn- und Gewerbegebäuden, Schulen und öffentlichen Gebäuden für den Heiz- und Kühlbetrieb getestet. Im Vergleich zu herkömmlichen Regelsystemen konnten Energieeinsparungen zwischen 20% und 40% erzielt werden. Diese Einsparungen gehen einher mit einer verbesserten Reaktionsfähigkeit auf Wetteränderungen, was den Komfort für die Gebäudenutzer zusätzlich erhöht.

    Die Stadt Schaffhausen steht mit diesem Projekt beispielhaft für den Einsatz von vorausschauender Technologien zur Verbesserung der Energieeffizienz. Sollten sich die positiven Ergebnisse im Schulhaus Bach bestätigen, könnte dies den Weg für eine umfassende Anwendung dieser zukunftsweisenden Technologie in weiteren Gebäuden der Stadt ebnen. Prädiktiven Heizsysteme bieten eine vielversprechende Lösung, um den Energieverbrauch in bestehenden Gebäuden deutlich zu senken und gleichzeitig den Komfort zu erhöhen – ein entscheidender Schritt auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft.

  • Fortschritte und Ausblick der kantonalen Klimastrategie

    Fortschritte und Ausblick der kantonalen Klimastrategie

    Zu den Erfolgen zählen die Einführung einer Beschaffungsrichtlinie für CO2-freie Fahrzeuge in der kantonalen Verwaltung sowie die Schaffung einer Rechtsgrundlage zur finanziellen Unterstützung von Hochwasserschutzmassnahmen. Zwei Massnahmen, die abgeschlossen wurden, während sich weitere 47 in der Umsetzung befinden. Neufahrzeuge der Verwaltung müssen nun über ein CO2-freies Antriebssystem verfügen, was einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimafreundlicheren Verwaltung darstellt. Zusätzlich wurde mit dem Wasserwirtschaftsgesetz die Grundlage geschaffen, Hochwasserschutzprojekte zu fördern, die für die Anpassung an den Klimawandel unerlässlich sind.

    Öffentlichkeitsarbeit als Schlüssel zur Sensibilisierung
    Ein weiterer zentraler Aspekt der Klimastrategie ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Jedes Jahr wird ein «Klimaspaziergang» zu einem klimarelevanten Thema organisiert, um den Bürgerinnen und Bürgern Projekte vorzustellen. Der diesjährige Fokus lag auf der energetischen Sanierung eines Mehrfamilienhauses, das von der Effizienzklasse G auf die Klasse B verbessert wurde. Dies zeigt, wie effektive Sanierungsmassnahmen dazu beitragen können, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen zu reduzieren.

    Herausforderungen im Bereich fossile Brennstoffe und erneuerbare Energien
    Die aktuellen Klimazahlen zeigen, dass der Anteil der Ölheizungen in Wohn- und Dienstleistungsgebäuden um 5 Prozent gesunken ist, während der Anteil an Wärmepumpen im gleichen Zeitraum um ebenso viel gestiegen ist. Dennoch bleibt der Anteil der Erdgasheizungen unverändert, was den klimapolitischen Zielen widerspricht. Um das Ziel einer klimafreundlichen Energieversorgung zu erreichen, muss der Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien beschleunigt werden.
    Positiv zu vermerken ist, dass die Elektrizitätsproduktion aus Photovoltaikanlagen im Kanton seit 2015 mehr als verdoppelt wurde. Dies zeigt, dass die Nutzung erneuerbarer Energien voranschreitet, auch wenn nach wie vor erhebliche Anstrengungen erforderlich sind, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen.

    Verbesserungspotenzial in der kantonalen Verwaltung
    Die kantonale Verwaltung hat sich das Ziel gesetzt, als Vorbild im Klimaschutz zu agieren. Trotz erster Fortschritte zeigt sich, dass der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser in kantonalen Gebäuden nur um 2 Prozent gesenkt werden konnte. Mehr als die Hälfte der Wärmeenergie wird weiterhin aus fossilen Brennstoffen gewonnen. Die CO2-Emissionen aus der Verbrennung dieser Brennstoffe sind seit 2016 nahezu unverändert geblieben, was auf zusätzlichen Handlungsbedarf hinweist.

    Anpassungen der energetischen Anforderungen und zukünftige Schritte
    Der Regierungsrat hat rasch umsetzbare Massnahmen in die Vernehmlassung gegeben, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu stärken. Diese betreffen unter anderem den Heizungsersatz und die Eigenstromerzeugung bei Neubauten. Ein Beispiel ist die Vorgabe, dass in kantonseigenen Gebäuden künftig bei einem Heizungsersatz immer ein System mit erneuerbaren Energien zum Einsatz kommen soll.
    Insgesamt zeigt sich, dass der Kanton Schaffhausen auf dem richtigen Weg ist, jedoch weiterhin gezielte Massnahmen erforderlich sind, um den Wandel hin zu einer klimaneutralen Zukunft zu beschleunigen.