Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Solarenergie auf Schienen: neues Konzept

    Solarenergie auf Schienen: neues Konzept

    Sun-Ways will Gleisanlagen in Solarkraftwerke verwandeln. Dabei sollen Solarmodule so zwischen Gleisen verlegt werden, dass sie leicht wieder entfernt werden können, etwa für Gleisreparaturen. Nun hat das Bundesamt für Verkehr grünes Licht für das erste Pilotprojekt gegeben, wie das 2023 gegründete Start-up aus Ecublens mitteilt.

    Sun-Ways kann nun ab Frühjahr 2025 seine Anlagen auf einem Gleisstück von 100 Metern Länge in der Nähe des Bahnhofes von Buttes testen. Die 48 Solarmodule werden von Scheuchzer verlegt, einem Gleisbauer und Hersteller von Gleisbauanlagen mit Sitz in Bussigny VD.

    Die Installation und der Anschluss ans Netz werden von Viteos, einem Anbieter erneuerbarer Energien mit Sitz in Neuenburg, und DG Rail übernommen, einem Spezialisten für die Stromversorgung der Bahn. Die Anlage soll auf einer Fläche von 100 Quadratmetern bis zu 16‘000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen können. Die Partner des Pilotprojekts tragen die Kosten von 585‘000 Franken.

    Die Solaranlagen von Sun-Ways können dank einer Spezialentwicklung von Scheuchzer sowohl manuell als auch automatisiert auf dem Gleisbett zwischen den Gleisen verlegt und leicht wieder entfernt werden. Die Maschine von Scheuchzer kann inzwischen bis zu 1000 Quadratmeter Solarmodule am Tag verlegen. Sun-Ways rechnet allein in der Schweiz mit ihren 5000 Kilometern Gleisanlagen mit einem Potential von 1 Terawattstunde Strom im Jahr, genug für die Versorgung von 300‘000 Haushalten.

    Die Stadt Aigle VD hat bereits eine weitere Anlage genehmigt, die auf Privatgleisen auf einer Länge von 1500 Kilometern errichtet werden soll. Sun-Ways ist zudem bereits in Gesprächen mit den französischen Staatsbahnen SNCF, mit Partnern in Spanien, Rumänien und Südkorea über weitere Pilotprojekte.

  • Negativemissionen für eine klimaneutrale Zukunft

    Negativemissionen für eine klimaneutrale Zukunft

    Energie 360° öffnet den Markt für die dauerhafte CO2-Entfernung interessierten Unternehmen und Privatpersonen. Der Zürcher Energieversorger ermöglicht es ihnen laut einer Mitteilung nun, im Netz Zertifikate für Negativemissionen zu kaufen.

    Der physische Entzug von CO2 findet in der Pyrolyseanlage der Energie 360°-Tochter Bioenergie Frauenfeld statt. Dort wird mithilfe von erneuerbaren Energien das CO2 aus Restholz entzogen und als reiner Kohlenstoff gebunden. Dieser wird etwa einem Erdsubstrat beigemischt und kann so dauerhaft der Atmosphäre entzogen werden. Bioenergie Frauenfeld produziert rund 3500 Tonnen Pflanzenkohle im Jahr. Das entspricht über 10‘000 Tonnen gespeichertem CO2.

    Zu den ersten Kunden für die Zertifikate gehört die Zürcher Kantonalbank (ZKB). „Unser Ziel ist es, in unserem Betrieb bis 2030 Netto-Null zu erreichen“, wird ZKB-CEO Urs Baumann in der Mitteilung zitiert. „Um einen Teil unserer unvermeidbaren CO2-Emissionen dauerhaft aus der Atmosphäre zu entfernen, beziehen wir Negativemissions-Zertifikate aus der Anlage Bioenergie Frauenfeld von Energie 360°.“

    Energie 360° hat sich ausserdem im September an zwei deutschen Start-ups beteiligt, um mit ihnen Produkte für den Schweizer Markt zu entwickeln. Ucaneo Biotech in Berlin hat ein elektrochemisches Verfahren zur direkten Entfernung von CO2 aus der Luft entwickelt. Planeteers in Hamburg entfernt gespeichertes CO2 aus Meerwasser und kann so mineralisiertes Wasser herstellen und die Säurebindungsfähigkeit des Meeres verbessern.

  • Projektförderung von LadenPunkt – Jetzt bewerben!

    Projektförderung von LadenPunkt – Jetzt bewerben!

    Wie kann das Laden von E-Fahrzeugen netzschonend und effizient gestaltet werden? Die diesjährige Förderung sucht nach Projekten, die Lösungen für intelligentes Laden am Wohn- und Arbeitsort bieten – gerade dann, wenn das Netz nicht stark belastet ist.

    Welche Projekte werden gefördert?
    Im Jahr 2024 liegt der Schwerpunkt der Projektförderung auf dem Thema „Intelligentes Laden 2.0 am Wohn- und Arbeitsort“. Gesucht werden innovative Ansätze, die netzdienliches, erneuerbares und bedarfsorientiertes Laden in der Praxis testen.

    Gefördert werden Projekte, die beispielsweise eine neue Technologien erproben, Nutzerfreundliche Services wie datengestützte Ladepläne anbieten, Geschäftsmodelle entwickeln, z. B. dynamische Preisgestaltung oder Vernetzung von Gebäuden und Fahrzeugen.

    Wer kann teilnehmen?
    Die Projektförderung richtet sich an Unternehmen und Organisationen aus Bereichen wie Elektromobilität, Energieversorgung, Immobilien, Architektur und Arealentwicklung. Besonders willkommen sind Projektanträge von multidisziplinären Konsortien, die Partner aus verschiedenen Fachrichtungen vereinen.

    Ablauf und Förderhöhe
    Die Förderung erfolgt im Rahmen eines Wettbewerbs. Eine Fachjury wählt 5 bis 8 Projekte, die zwischen 30’000 CHF und 200’000 CHF erhalten, maximal jedoch 40 % der anrechenbaren Projektkosten.

    Das Team von LadenPunkt steht Ihnen gerne für ein unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von LadenPunkt.

    Eingabeschluss ist der 15. Dezember 2024

  • Energiestadt stärkt Klimapolitik mit neuen Zertifizierungsstandards

    Energiestadt stärkt Klimapolitik mit neuen Zertifizierungsstandards

    Der Trägerverein Energiestadt will seine 644 Gemeinden und Städte als Mitglieder künftig vor allem auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützen. In 30 Jahren Engagement habe vieles, was anfangs als fortschrittlich galt, zum Standard etabliert werden können, schreibt Energiestadt in einer entsprechenden Mitteilung. Um weiter als Schrittmacher zu agieren, sollen Zertifizierung und Unterstützung der Mitglieder konsequent auf das Netto-Null-Ziel ausgerichtet werden.

    Das Label Energiestadt zeichnet Städte und Gemeinden für eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik aus. Der Zertifizierungsprozess wird dabei künftig netto-null-relevante Strategien und Massnahmen besonders stark gewichten. Als Beispiele werde in der Mitteilung der Ausstieg aus Erdgas beim Heizen und die Förderung von Elektromobilität genannt. Für die höchste Auszeichnung als Gold-Stadt muss in Zukunft nachgewiesen werden, dass Strategien und Massnahmen konsequent verfolgt werden und mit dem Netto-Null-Ziel vereinbar sind. Gleichzeitig will Energiestadt den Zertifizierungprozess für kleinere Gemeinden vereinfachen.

    «Mit den neuen Instrumenten stärkt Energiestadt seine Rolle als führendes Kompetenzzentrum für lokale Energie- und Klimapolitik in der Schweiz», wird Maren Kornmann, Co-Geschäftsführerin von Energiestadt, in der Mitteilung zitiert. «So bietet Energiestadt als einzige Organisation ein umfassendes Paket für die Planung, Umsetzung und das Monitoring von Netto-Null-Massnahmen auf lokaler Ebene an.»

  • Solarpaneele für eine zukunftsfähige Energieversorgung

    Solarpaneele für eine zukunftsfähige Energieversorgung

    Die Lustenberger & Dürst SA hat zwei Massnahmen für eine nachhaltige Energieversorgung umgesetzt. Laut einer Medienmitteilung wurden am Hauptsitz in Hünenberg 903 Solarpaneele mit einer Leistung von gut 370 Kilowatt Peak auf verschiedenen Gebäudeteilen der Langrüti 4 in Betrieb genommen. Weitere Solarmodule wurden auf dem Dach und an Fassaden am Standort in der Langrüti 6 montiert, sie verfügen über eine Leistung von knapp 187 Kilowatt Peak.

    Die Gesamtkapazität beider Installationen werde bei 557 Kilowatt Peak liegen und die Basis für „eine maximale Energieausbeute“ schaffen und zur Deckung des eigenen Strombedarfs beitragen. Aktuell erzeugt Lustenberger & Dürst 60 Prozent des Jahresverbrauchs mit selbst produziertem Sonnenstrom.

    Der traditionelle Käsehersteller sieht Potenzial bei der Nachhaltigkeit. Nach den Worten von CEO Simon Grander wird sie „ein zentraler Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Welt“ sein. „Aus diesem Grund haben wir unsere Infrastruktur gezielt erneuert, damit wir in unseren Betriebsgebäuden keine fossilen Brennstoffe mehr benötigen“, wird er zitiert.

  • Nachhaltige Prozesse durch Pinch-Analyse und Wärmespeicherung

    Nachhaltige Prozesse durch Pinch-Analyse und Wärmespeicherung

    Die Hochschule Luzern (HSLU) hat die Software PinCH entwickelt, mit der sich industrielle Prozesse energieeffizienter und wirtschaftlicher gestalten lassen. In der neuesten Version PinCH 4.0 können laut einer Mitteilung der Hochschule auch Wärmespeicher mit offenem Kreislauf integriert werden. Mit einer Pinch-Analyse lässt sich systematisch aufzeigen, wie thermische Energieströme gekoppelt werden müssen, um eine hohe Energieeffizienz bei minimalen Gesamtkosten (bestehend aus Investitions- und Betriebskosten) zu erreichen.

    PinCH 4.0 ist bereits für die Analyse von Produktionsabläufen des Lebensmittelherstellers HACO in Gümligen BE eingesetzt worden. Die Analyse zeigte, dass der Einsatz von zur Prozessaufbereitung benötigtem Heisswasserdampf mit einem Wärmespeicher mit offenem Kreislauf um die Hälfte reduziert werden kann.

    „Wenn Prozessströme, wie zum Beispiel das Brauwasser in einer Brauerei oder das Prozesswasser bei der HACO AG, unmittelbar als Speichermedium genutzt werden, lassen sich Wärmeübertrager und Zwischenkreisläufe einsparen“, wird Donald Olsen, Projektleiter PinCH Software-Entwicklung an der HSLU, in der Mitteilung zitiert. „Ein solches Speichersystem mit offenem Kreislauf erhöht das Energiesparpotenzial, vereinfacht das System und senkt somit Energie- und Investitionskosten.“

  • Ausbau der Photovoltaikanlage in Schönenwerd

    Ausbau der Photovoltaikanlage in Schönenwerd

    Fashion Fish investiert in den Ausbau der Sonnenenergie und unternimmt damit den nächsten Schritt zu mehr Nachhaltigkeit. Wie das Outlet für Designerartikel aus Schönenwerd in einer Mitteilung informiert, umfasst die Erweiterung die Photovoltaikanlage (PV) auf den Dächern der sechsgeschossigen früheren Produktionsgebäude von Bally weitere 335 Solarmodule mit einer Leistung von 140 Kilowattpeak. Insgesamt wachse die mit PV-Modulen bestückte Fläche um 664 Quadratmeter, heisst es.

    Das Unternehmen unternimmt laut Mitteilung seit Jahren Schritte zu mehr nachhaltiger Energienutzung. Nach den Worten von Geschäftsführer Robert Meier erfolge die Heizenergiegewinnung über Fernwärme. Der Strombedarf werde seit 2020 über PV-Anlagen abgedeckt.

    Bereits die Installation der ersten Anlage auf den Sheddächern habe hohe Spitzenleistungen erzielt. Eine Anfang 2024 erfolgte Ausweitung in östliche und westliche Richtung habe zu einem Leistungsgleichgewicht über den Tag geführt. Bis Ende August habe die Energieproduktion mehr als 47 Megawattstunden Strom betragen.

    Mit der Investition soll erreicht werden, dass ein Grossteil der Geschäfte den Energiebedarf über Sonnenstrom deckt. Dies sei auch zum Vorteil für die Kundschaft, etwa durch Kühllüftungen in den Sommermonaten. „Durch die ergriffenen Massnahmen konnten wir in den letzten Jahren den CO2-Ausstoss von Fashion Fish drastisch senken und den Energieverbrauch unserer Klima- und Lüftungssysteme durch eigenen Solarstrom kompensieren“, wird Robert Meier zitiert. Die Entscheidung zur Vergrösserung der Anlage fällt auf das Jahr des 20. Firmenjubiläums.

  • Innovation in der CO2-Entfernung

    Innovation in der CO2-Entfernung

    Mit dem neuen Angebot wird die CO2-Entfernung für Unternehmen und Einzelpersonen greifbar. Dabei wird CO2 durch innovative Technologien der Atmosphäre entzogen und in der Schweiz dauerhaft gespeichert. Diese sogenannten Negativemissionen spielen eine entscheidende Rolle, um die ehrgeizigen Klimaziele der Schweiz zu erreichen, wie sie auch im Klima- und Innovationsgesetz festgelegt sind. Besonders für Unternehmen auf dem Weg zu Netto-Null, deren Emissionen nicht vollständig vermeidbar sind, bietet diese Lösung eine wirksame Kompensation.

    Nachhaltige Speicherung von CO2 durch Pflanzenkohle
    Das Unternehmen setzt bei der CO2-Entfernung auf ein umweltfreundliches Verfahren, das Restholz in der Pyrolyse-Anlage der Tochterfirma Bioenergie Frauenfeld verwendet. Durch die Umwandlung des Holzes entsteht Pflanzenkohle, die als natürlicher Speicher für CO2 dient. Eine einzige Tonne Pflanzenkohle speichert etwa drei Tonnen CO2, was zu einer erheblichen Reduktion der atmosphärischen CO2-Konzentration führt. Unternehmen wie die Zürcher Kantonalbank nutzen diese Technologie bereits, um einen Teil ihrer CO2-Emissionen dauerhaft zu binden.

    Partner für Innovation und Skalierbarkeit
    Neben der Pflanzenkohle setzt Energie 360° auf vielversprechende Partnerschaften und Start-ups, um die Skalierbarkeit der CO2-Entfernung voranzutreiben. Mit Ucaneo Biotech und Planeteers arbeiten sie an zukunftsweisenden Technologien wie der direkten CO2-Entfernung und der Kohlenstoffabscheidung. Diese Innovationen sollen bis 2026 für eine kostengünstige und großflächige CO2-Reduktion sorgen, die für die Erreichung der Klimaziele essenziell ist.

    Negativemissionstechnologien sind ein wesentlicher Bestandteil der Klimapolitik
    Negativemissionstechnologien werden von wissenschaftlichen und politischen Akteuren als Schlüssel zur Begrenzung der Erderwärmung anerkannt. Der dauerhafte Entzug von CO2 aus der Atmosphäre ist unerlässlich, um den globalen Temperaturanstieg auf ein kontrollierbares Mass zu begrenzen. In der Schweiz spielen diese Technologien eine zentrale Rolle in den Energieperspektiven 2050+ und im Klima- und Innovationsgesetz. Sie werden als essenzielle Instrumente angesehen, um bis 2050 eine klimaneutrale Zukunft zu erreichen.

  • Solartechnologie für die Landwirtschaft im Fokus

    Solartechnologie für die Landwirtschaft im Fokus

    Das international tätige Energieunternehmen Eaton und der ebenfalls in Lausanne ansässige Agrivoltaik-Spezialist Insolight haben eine strategische Zusammenarbeit zur optimalen Nutzung von Solarstrom in der Landwirtschaft vereinbart. Wie es in einer Mitteilung heisst, sollen dabei die Erfahrungen von Eaton in einem intelligenten Energiemanagement mit den Solartechnologien von Insolight gekoppelt werden. Insbesondere wird geprüft, ob die Photovoltaikanlagen von Insolight mit den Batteriespeichersystemen (BESS) und der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge von Eaton gekoppelt werden kann. Dabei plant Insolight, bis 2026 mehr als 100 Projekte mit einer Leistungsfähigkeit von 300 Megawattpeak zu installieren. Eaton seinerseits will die Projekte mit technischem Know-how und Produktschulungen unterstützen.

    Damit sollen seitens beider Unternehmen auch die beteiligten Landwirte bei der Integration, Inbetriebnahme und laufenden Wartung neuer nachhaltiger Energiesysteme unterstützt werden. Die Agrivoltaik-Anlagen von Insolight erzeugen dabei nicht nur Strom, der in den landwirtschaftlichen Betrieben genutzt werden kann, sondern sie bieten auch einen Schutz von Pflanzungen gegen Wind, Hagel und Starkregen.

    «Diese Zusammenarbeit mit Eaton stellt einen wichtigen Meilenstein in unserem Bestreben dar, innovative Agrivoltaik-Lösungen auf den Markt zu bringen», wird Luiggino Torrigiani, Leiter Marketing und Partnerschaften bei Insolight, in der Mitteilung zitiert. «Durch die Partnerschaft mit Insolight können wir unsere Fähigkeiten auf den Agrivoltaik-Sektor ausweiten, wo Energieeffizienz neben landwirtschaftlicher Produktivität einen echten Einfluss haben kann», ergänzt Anne Lillywhite, Senior Vice President und General Manager für Energiewende, Digital und Services bei Eaton.

  • Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch: Stadtzürcher Pläne

    Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch: Stadtzürcher Pläne

    Das Stadtzürcher Stimmvolk hat dem ewz-Rahmenkredit mit einer deutlichen Mehrheit von 82,0 Prozent und einer Ja-Mehrheit in allen Stadtkreisen deutlich zugestimmt. Damit kann der Stadtzürcher Energieversorger wie vom Stadtrat beantragt die erneuerbaren Energien weiter ausbauen. Der Rahmenkredit in Höhe von 300 Millionen Franken soll unter anderem den Ausbau von bestehenden Wasserkraftanlagen und die Rekonzessionierung von Wasserkraftwerken, alpine Photovoltaikanlagen sowie Windparks finanzieren. Er soll es auch ermöglichen, dass sich die Stadt an Unternehmen beteiligt, die Anlagen der erneuerbaren Energien planen, bauen oder betreiben.

    Ausdrücklich sollen die Mittel auch für Beteiligungen des Stadtzürcher Energieversorgers ewz am Ausbau erneuerbarer Energien im Ausland eingesetzt werden können. Derzeit bilden Frankreich, Deutschland, Norwegen und Schweden Schwerpunktländer des ewz-Engagements im Ausland.

    Es handelt sich um den vierten Rahmenkredit für den Ausbau erneuerbarer Energien seit 2008. Er soll es der ewz erlauben, wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Rahmenkredit ist vom Gemeinderat mit einer Mehrheit von 97 zu 14 Stimmen angenommen worden. Gegen ihn hat sich nur die SVP ausgesprochen.

  • Indiens Top-Messe für Umwelttechnologien

    Indiens Top-Messe für Umwelttechnologien

    In den letzten zehn Jahren hat sich die IFAT India zur wichtigsten Fachmesse des Landes für Umwelttechnologien und nachhaltige Lösungen entwickelt. Die Messe bringt Fachleute aus verschiedenen Bereichen wie Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling zusammen, um ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren. Die Veranstaltung fördert den Wissensaustausch, geschäftliche Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Industrievertretern, politischen Entscheidungsträgern und Umweltexperten. Aussteller aus aller Welt präsentieren ihre neuesten Technologien und Lösungen, um die spezifischen Umweltprobleme der Region anzugehen.

    Ein umfassendes Konferenzprogramm ergänzt die Messe, in dem Branchenexperten Einblicke und Erfahrungen zu aktuellen Umweltfragen und Trends teilen. Dies bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich mit wichtigen Akteuren, Innovatoren und Geschäftspartnern weltweit zu vernetzen. Im Fokus stehen dabei Themen wie Abwassersysteme, Abwasserbehandlung, nachhaltige Wasserversorgung sowie ganzheitliches Abfallmanagement und Recycling. Die IFAT India bietet praxisnahe Lösungen für die drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit.

    Die Messe spiegelt das Engagement der indischen Umweltpioniere wider, ihre Leidenschaft in umfassende und nachhaltige Lösungen umzusetzen. Die IFAT India arbeitet darauf hin, ein saubereres, grüneres und nachhaltigeres Land zu schaffen.

  • Energievertrag für nachhaltiges Quartier in Romont unterzeichnet

    Energievertrag für nachhaltiges Quartier in Romont unterzeichnet

    Die Energieversorgerin Groupe E mit Sitz in Granges-Paccot und die KAAB haben einen Energievertrag für das Quartier La Maillarde in Romont unterzeichnet. Mit einer Laufzeit von 40 Jahren umfasst der Vertrag laut einer Medienmitteilung die Wärmelieferung und Verwertung der internen Abwärme, die Bereitstellung einer Microgrid-Infrastruktur und die Installation von Solarmodulen. Groupe E liefert Energie im Auftrag der KAAB an den Standort und diese stellt Betrieb, Wartung und Finanzierung der Anlagen sicher.

    Die Wärmeversorgung erfolgt über das Fernwärmenetz der Gemeinde Romont. Das von Groupe E verwaltete Netz wird hauptsächlich durch Holzschnitzel aus der lokalen Forstwirtschaft sowie durch Abwärme der Röstanlagen im Nespresso-Werk gespeist. Für lange Kälteperioden ist eine mit Gas betriebene Zusatzheizung vorgesehen.

    Die Elektrik wird über ein quartiereigenes Microgrid gesteuert. Dieses wird von einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von einem Megawatt gespeist. Sie erzeugt jährlich rund eine Gigawattstunde Strom.

    Das im Eigentum der KAAB befindliche Quartier La Maillarde wurde bis 2016 durch das multinationale Unternehmen Tetra Pak genutzt. Ab 2025 wird sich Uhrenhersteller Rolex dort niederlassen und rund 250 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Das endgültige La Maillarde-Projekt sieht eine Fläche von 40‘000 Quadratmetern vor. Derzeit werden 19‘000 Quadratmeter genutzt.

  • Elektrifiziert Unternehmensflotte auch für Mitarbeiter 

    Elektrifiziert Unternehmensflotte auch für Mitarbeiter 

    Die weltweit erste industrielle Anlage zur Produktion von Solartreibstoffen ist inBetrieb. In Zusammenarbeit mit der Empa entwickelte das ETH-Spin-off ein innovatives Material für Hochtemperatur-Wärmespeicher, das es ermöglicht, die Anlage rund um die Uhr zu betreiben – auch ohne Sonnenlicht.

    Die Anlage, nutzt die Kraft der Sonne, um CO₂ und Wasser in synthetische Treibstoffe wie Kerosin, Benzin und Diesel umzuwandeln. Dieser geschlossene CO₂-Kreislauf ist ein zukunftsweisendes Modell, das den Weg für eine nachhaltige Energiewirtschaft ebnen könnte. Besonders beeindruckend ist die Energiequelle Sonne und dass der Betrieb auch nachts durch innovative Wärmespeichertechnologie aufrechterhalten wird.

    Wärmespeicherung bei 1200 Grad
    Der Schlüssel zu dieser Innovation liegt im Wärmespeicher der Anlage. Ein grosses Feld von Spiegeln konzentriert Sonnenlicht auf einen Punkt, wodurch Temperaturen von bis zu 1200 Grad Celsius erreicht werden. Diese Hitze treibt den chemischen Prozess an, der aus CO₂ und Wasser wieder Treibstoffe erzeugt. Überschüssige Wärme wird in speziell entwickelten Ziegeln gespeichert, die die Anlage auch in den Nachtstunden weiter betreiben.

    Die Herausforderung bei der Materialentwicklung bestand darin, Ziegel zu finden, die den extremen Temperaturen und der korrosiven Wasserdampfatmosphäre standhalten. In einem zweijährigen Projekt entwickelten Empa-Forschende in enger Zusammenarbeit mit Synhelion ein Keramikmaterial, das den hohen Ansprüchen gerecht wird und gleichzeitig kosteneffizient produziert werden kann.

    Von der Forschung zur Praxis
    Für die Forschenden der Empa war es eine einzigartige Erfahrung, ihre Forschung auf solch einer grossen Skala umgesetzt zu sehen. Das Material, das in einem eigens entwickelten Hochtemperatur-Rohrofen getestet wurde, widerstand den extremen Bedingungen und ist nun in der Anlage «DAWN» verbaut. Diese technologische Errungenschaft bietet nicht nur eine nachhaltige Lösung für die Treibstoffproduktion, sondern könnte auch zukünftig eine entscheidende Rolle in der Bau- und Immobilienbranche spielen.

    Die Zukunft im Blick
    Während die Anlage «DAWN» bereits in Betrieb ist, planen Synhelion und Empa weitere Schritte. Ab 2025 soll eine noch grössere Anlage in Spanien entstehen, die höhere Temperaturen und grössere Speicherkapazitäten nutzt, um die Effizienz der Treibstoffherstellung weiter zu steigern. Diese Entwicklung unterstreicht das Potenzial erneuerbarer Energien und zeigt, wie Innovationen die Energie- und Immobilienwirtschaft in eine nachhaltige Zukunft führen können.

  • Solartreibstoffe die Zukunft der Energie

    Solartreibstoffe die Zukunft der Energie

    Das Unternehmen macht einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität. Seit August 2024 stellt das Unternehmen seinen Mitarbeitenden eine komplett elektrifizierte Flotte zur Verfügung. Diese Flotte, die in Zusammenarbeit mit Urban Connect aufgebaut wurde, wird bis 2026 auf 46 Elektro-Autos sowie 23 E-Bikes und E-Scooter erweitert. Damit etabliert sich Wincasa in der geteilten Firmenmobilität und setzt ein klares Zeichen für umweltfreundliches Handeln.

    Digital buchbar und flexibel nutzbar
    Besonders hervorzuheben ist die einfache Handhabung des neuen Mobilitätskonzepts. Über eine App können die Fahrzeuge bequem und flexibel gebucht werden – sowohl für dienstliche als auch private Fahrten. Damit bietet Wincasa seinen Mitarbeitenden nicht nur eine nachhaltige, sondern auch eine flexible Mobilitätslösung, die über die üblichen Arbeitszeiten hinaus nutzbar ist.

    CO₂-Reduktion und volle Transparenz
    Mit der Umstellung auf eine elektrische Flotte verfolgt Wincasa klare Nachhaltigkeitsziele. Philipp Schoch, Leiter Bewirtschaftung bei Wincasa, betont: «Durch die Zusammenarbeit mit Urban Connect können wir unsere Ziele im Bereich der Mitarbeitermobilität erreichen, gleichzeitig die Flottenemissionen reduzieren und haben stets die volle Transparenz über unsere elektrifizierte Flotte.» Die Lösung überzeugt durch ihre Einfachheit und die positiven Erfahrungen, die bereits in der Pilotphase gesammelt wurden.

    Partnerschaft mit Urban Connect
    Urban Connect, der führende Anbieter betrieblicher Mobilitätslösungen in der Schweiz, ist der Schlüsselpartner bei diesem Projekt. «Wir freuen uns, durch diese Zusammenarbeit mit Wincasa die Mobilitätslandschaft der Schweiz weiter elektrifizieren, digitalisieren und optimieren zu können», so Judith Häberli, Mitgründerin von Urban Connect.

  • Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsbranche in Winterthur

    Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsbranche in Winterthur

    Die Eulachhallen haben das Swisstainable Level II – engaged erreicht. Die grösste Veranstaltungshalle in Winterthur ist damit nun auch offiziell Teil des Nachhaltigkeitsprogramms Swisstainable. Die Initiative für nachhaltiges Reisen von Schweiz Tourismus vergibt damit kein neues Zertifikat, sondern erkennt Betriebe an, die bereits über anerkannte Nachhaltigkeitsnachweise verfügen.

    Bei der Swisstainable-Strategie geht es um die nachhaltige Entwicklung des Tourismuslands Schweiz. Das Programm schafft Orientierung und Transparenz für Gäste, die nach nachhaltigen Angeboten suchen. Nun gehören auch die Eulachhallen zu den 2500 Tourismusbetrieben, die bereits Teil dieses Programms sind.

    Das Programm umfasst drei Stufen: Level I – committed, Level II – engaged und Level III – leading. «Mit Level II verpflichten wir uns, kontinuierlich Massnahmen zu ergreifen, um ressourcenschonend und umweltbewusst zu handeln», heisst es in einer Mitteilung der Eulachhallen.

    Konkret setzen die Betreiber auf Massnahmen in neun Handlungsfeldern, darunter Energieeffizienz, Wassernutzung, Abfallreduktion und Sensibilisierung. Dabei lassen sie sich von der Winterthurer Klimaschutzbewegung Myblueplanet begleiten. «Der Verein ist unser Sparringspartner», heisst es in der Mitteilung, «und hilft uns dabei, auf die richtigen Aktivitäten zu setzen».

  • EnBW kauft enersis zur Förderung digitaler Zwillinge im Energiebereich

    EnBW kauft enersis zur Förderung digitaler Zwillinge im Energiebereich

    Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) hat laut einer Medienmitteilung die beiden auf digitale Zwillinge im Energiebereich spezialisierten Schwesterfirmen enersis Suisse AG aus Bern und enersis Europe GmbH aus Kleinmachnow bei Berlin gekauft. EnBW stärke so die eigenen Technologie- und Digitalkompetenzen, insbesondere bezüglich digitalisierter Verteilnetze, sogenannter Smart Grids, heisst es in der Mitteilung. „Smart Grids haben wir frühzeitig als ein Innovationsfeld identifiziert, das für uns von strategischer Bedeutung ist“, wird der EnBW-Innovationschef Jürgen Stein zitiert.

    Für solche Smart Grids bietet enersis seiner Kundschaft digitale Zwillinge als Software-as-a-Service-Lösung an. Die EnBW bezeichnet diese als eine zentrale Kompetenz innerhalb des Innovationsfeldes Smart Grids. Denn mit solchen Zwillingen ist es möglich, ein digitales Abbild von Verteilnetzen zu schaffen, das in Echtzeit mit verschiedenen Energiedaten gespeist wird. Zusätzliche Herausforderungen kommen auf die Verteilnetze im Zuge der Energiewende zu, wenn zahlreiche kleine dezentrale Erzeugungsanlagen in das Niederspannungsnetz integriert werden. „Eine solche Anwendung hilft uns dabei, unsere Infrastruktur intelligenter auszubauen und zu betreiben“, so Stein.

    Enersis wird als hundertprozentige Tochter der EnBW eigenständig weitergeführt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Alle Mitarbeitenden von enersis werden übernommen, beide Standorte bleiben bestehen. Die Teams von EnBW und enersis werden in den nächsten Monaten gemeinsam an einer erfolgreichen Integration arbeiten.

  • Erfolgreiche Rückkehr der ineltec mit Fokus auf Innovation

    Erfolgreiche Rückkehr der ineltec mit Fokus auf Innovation

    Ein Neustart, der überzeugt
    Die Rückkehr der ineltec war ein voller Erfolg. Die Messe, die am 11. und 12. September 2024 in der Messe Zürich stattfand, verzeichnete regen Zulauf und begeisterte sowohl Aussteller als auch Fachbesucher. Mit einem klaren Fokus auf Effizienz und Innovationskraft präsentierte die Messe ihre Neuheiten auf kompakten, fokussierten Ständen, die den direkten Austausch zwischen Besuchern und Anbietern förderten.

    Enormes Besucherinteresse und spannende Innovationen
    Die ineltec überzeugte mit einem beeindruckenden Besucherandrang: Bereits am Eröffnungstag waren die Hallen dicht gefüllt. Fachkräfte aus der gesamten Schweiz drängten sich um die neuesten Entwicklungen und Produkte der Aussteller. Messeleiterin Noëlle Marti zeigte sich überwältigt von der Resonanz: «Das enorme Interesse und die positiven Rückmeldungen unserer Besucher übertreffen alle Erwartungen. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn sich unsere intensive Vorarbeit auf diese Weise auszahlt.»

    Breite und Tiefe des Angebots – für jeden das Richtige
    Mit einem klar strukturierten Messelayout und einer breiten Palette an Ausstellern bot die ineltec für jeden etwas: Ob es um Smart Building, Kreislaufwirtschaft, Elektromobilität oder innovative Technologien ging – das Fachpublikum konnte gezielt nach den für sie relevanten Themen suchen und fündig werden. Besonders geschätzt wurde die Übersichtlichkeit, die es den Besuchern ermöglichte, sich effizient durch die verschiedenen Messestände zu bewegen.

    Expertenwissen im Speakers Corner
    Ein Highlight der Messe war das umfangreiche Vortragsprogramm im Speakers Corner. Hier präsentierten Branchenexperten ihre neuesten Entwicklungen und Tools, unter anderem zu den Themen künstliche Intelligenz, elektrische Anlagen und Elektromobilität. Die moderierten Innovation Pitches, organisiert von Electrosuisse, prüften die vorgestellten Technologien auf ihre Praxistauglichkeit – eine wertvolle Wissensquelle für alle Teilnehmenden.

    Der Nachwuchs im Fokus
    Ein besonderes Augenmerk legte die ineltec auf die Förderung des Nachwuchses. Insgesamt 16 Ausbildungsklassen besuchten die Messe und erhielten in geführten Touren einen Einblick in die neuesten Entwicklungen der Branche sowie in mögliche Karrieremöglichkeiten. Die Nachwuchsförderung wurde von EIT.swiss unterstützt, die den Gewinnern eines Wettbewerbs hochwertige Messgeräte überreichte – ein Motivationsschub für die nächste Generation der Elektrobranche.

    Netzwerken und Interaktion auf höchstem Niveau
    Neben den fachlichen Highlights bot die Messe auch Raum für Unterhaltung und Interaktion. Auf dem zweiten Marktplatz konnten die Besucher an Virtual-Reality-Simulationen, Geschicklichkeitstests und interaktiven Vorführungen teilnehmen – eine ideale Gelegenheit, um sich mit Kollegen auszutauschen und dabei neue Technologien hautnah zu erleben.

    Ein starkes Netzwerk und unterstützende Partner
    EIT.swiss, die Berufsorganisation für die Elektrobranche, war ein starker Partner der Messe und trug massgeblich zu ihrem Erfolg bei. Direktor Simon Hämmerli zeigte sich begeistert: «Die ineltec hat erneut bewiesen, dass sie der perfekte Ort ist, um den Austausch und die Vernetzung innerhalb der Branche zu fördern. Die grosse Besucherzahl zeigt, dass das Interesse an der technologischen Entwicklung ungebrochen ist.»

    Die ineltec 2024 war ein voller Erfolg und hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Branche lebendig und zukunftsorientiert ist. Mit dem gelungenen Neustart freut sich die Elektrobranche bereits auf die nächste Ausgabe, die am 9. und 10. September 2026 stattfinden wird.

  • Drei innovative Startups, die die Zukunft von Energie und Technik gestalten

    Drei innovative Startups, die die Zukunft von Energie und Technik gestalten

    Digitalisierung von Elektroschaltplänen leicht gemacht
    Die Zukunft der Elektrodokumentation ist papierlos. cirQit ersetzt gedruckte Schaltpläne durch digitale Versionen, die per QR-Code direkt vor Ort abgerufen werden können. Änderungen können flexibel über Smartphone oder Tablet vorgenommen und automatisch im System hinterlegt werden. Mit seiner innovativen Lösung stellt das Unternehmen sicher, dass alle Beteiligten – von Planern bis hin zu Technikern – jederzeit Zugriff auf die aktuellsten Dokumentationen haben. Effizienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit stehen dabei im Zentrum.

    Intelligente Heizungssteuerung für maximale Effizienz
    Das Cleantech-Startup Yuon Control aus Burgdorf hat eine prädiktive Software zur Heizungssteuerung entwickelt, die die Effizienz von thermischen Netzen um bis zu 25% steigern kann. Durch die Optimierung der Wärmeerzeugung und der Speicherkapazitäten sowie die Glättung von Lastspitzen reduziert die Firma den CO2-Ausstoss und senkt gleichzeitig die Betriebskosten. Diese Lösung eignet sich sowohl für neue als auch für bestehende Fernwärmenetze und macht das Unternehmen zu einem Vorreiter für nachhaltige Energie in der Heizungsbranche.

    Automatisierung für die Solarenergie-Branche
    Mit SolarStream wird das Management von Solarprojekten deutlich einfacher und effizienter. Die End-to-End-Softwarelösung automatisiert den Datentransfer zwischen verschiedenen Systemen, vereinfacht das Projekt- und Dokumentenmanagement und spart wertvolle Zeit für Projektleiter und Solarteure. Das Unternehmen fördert den Ausbau von Solarenergie, indem es bestehende Softwarelösungen nahtlos integriert und so den Weg für eine grüne Zukunft ebnet.

  • Wirtschaft und Wissenschaft vereint für nachhaltige Mobilität und Energie

    Wirtschaft und Wissenschaft vereint für nachhaltige Mobilität und Energie

    Die Amag Group hat den Verein Zug Alliance gegründet. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, sind darin Wirtschaftsunternehmen, Forschungsinstitutionen sowie öffentlich-rechtlichen Körperschaften und Anstalten vereint. Ihr gemeinsames Ziel ist eine rasche Dekarbonisierung von Energie, Infrastruktur und Mobilität.

    Zur Zug Alliance gehören neben der Amag Group Siemens Schweiz und der Tech Cluster Zug ebenso sowie die Arealentwickler Cham Group und Zug Estates. Zudem haben sich die Zugerland Verkehrsbetriebe und der lokale Energieversorger WWZ angeschlossen. Unterstützung aus der Wissenschaft kommt von der Universität St.Gallen (HSG), der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Das Vorhaben wird laut Amag in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Zug umgesetzt.

    Die ersten drei Projekte stehen den Angaben zufolge bereits fest. Beim ersten geht es um Fortschritte beim bidirektionalen Laden auf den Stufen Vehicle-to-Building und Vehicle-to-Grid. Es wird auf dem Papieri Areal, im Volkswagen Showroom in Cham sowie auf dem Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Schluechthof umgesetzt.

    Das Projekt Virtuelles Kraftwerk Zug will die Energie-Resilienz im Kanton Zug stärken und dafür ein neuartiges Ökosystem schaffen. Unter schliesslich hat die Zug Alliance vom Kanton den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie zum autonomen Ridepooling in Zug erhalten. Ziel sei es, «eine Vorreiterrolle in der Schweiz beim automatisierten Fahren einnehmen zu können».

  • Zürcher Stromerzeuger bilden Netzelektriker gemeinsam aus  

    Zürcher Stromerzeuger bilden Netzelektriker gemeinsam aus  

    Die beiden Stromversorgunger Zürichs lancieren laut Medienmitteilung eine gemeinsame Ausbildungs- und Kommunikationskampagne. Sie wollen gemeinsam sie mehr Netzelektrikerinnen und -elektriker ausbilden. Dabei liege ein Fokus auf Quereinsteigenden, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung von EKZ und ewz.

    Statt sich die Fachkräfte gegenseitig abzuwerben, erarbeiteten die Stromversorger nun ein gemeinsames Ausbildungskonzept, das speziell auf Quereinsteigende zugeschnitten ist. Angesprochen werden Berufsleute, die bereits über eine abgeschlossene Ausbildung in Elektrotechnik oder einem anderen Handwerk verfügen. Am 13. November organisieren die beiden Energieunternehmen zu diesem Thema einen Infoabend.

    Das Programm wird von beiden Unternehmen gemeinsam getragen. Während der internen Ausbildungszeit erhalten die Mitarbeitenden bereits ein volles Gehalt. Sie sind entweder bei EKZ oder ewz angestellt und erhalten ihre praktische Ausbildung in der praktischen Tätigkeit, ergänzt durch Kurse im ewz-Ausbildungszentrum in Zürich-Schwamendingen. Nach rund einem Jahr Weiterbildungszeit erhalten die Absolvierenden dann ein internes Ausbildungszertifikat.

    Um Kandidaten für das Quereinsteigerprogramm zu erreichen, lancieren die Stromversorger die Kampagne Komm ins Team Power. Sie wendet sich mit Kurzvideos auf diversen Online-Kanälen an die Zielgruppe und führt sie auf ein spezielle Internetseite. Geplant sind auch Werbeaktionen an Sportveranstaltungen, die Aktivierung über Mitarbeitende der beiden Energieunternehmen und die Zusammenarbeit mit dem Verein netzelektriker-forum.

  • Klimafonds unterstützt nachhaltige Bau- und Heizprojekte in Winterthur

    Klimafonds unterstützt nachhaltige Bau- und Heizprojekte in Winterthur

    Der Klimafonds Stadtwerk Winterthur hat laut einer Medienmitteilung hat an zwei Firmen insgesamt 55’000 Franken an Fördergeldern vergeben. Bereits seit 2007 fördert dieser Fonds im Sinne der Energie- und Klimapolitik der Stadt Winterthur regionale und lokale Projekte zur CO2-Reduktion sowie rund um Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

    Die Roto Re-Use aus Winterthur erhält 35’000 Franken. Das in Gründung befindliche Unternehmen versteht sich als schweizweites Kompetenzzentrum für eine kreislaufgerechte Bauwirtschaft. Es entwickelt Workshops, in denen gezeigt wird, wie Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie konkret umgesetzt werden kann. Direkt auf der Baustelle sollen Fachpersonen lernen, wie Bauteile demontiert und wiederverwendet werden können und wie die Wiederverwendung geplant werden muss.

    Gerade die Bauindustrie weise ein hohes Potenzial für CO2-Einsparungen auf, so der Klimafonds und zitiert den Bericht Umwelt Schweiz 2022, wonach das Bauen für mehr als 80 Prozent des Abfalls verantwortlich ist. Zudem verursachen Baumaterialien rund 10 Prozent der Schweizer Treibhausgas-Emissionen.

    Die Firma Trinovent aus Oberengstringen erhält 20’000 Franken aus dem Klimafonds. Sie entwickelt eine Eisspeicherheizung für Einfamilienhäuser. Trinovent eine Eisspeicherheizung für Einfamilienhäuser. Dabei kombiniert das Unternehmen die bewährten Technologien der Luft- oder Wasser-Wärmepumpe mit der des Eisspeichers. Das Förderprojekt soll helfen, in Winterthur Kundschaft für das neue Heizsystem zu finden und den Prototyp in Richtung Serienmodell weiterzuentwickeln.

  • Neue Windenergieanlage am Flumserberg in Planung

    Neue Windenergieanlage am Flumserberg in Planung

    Axpo mit Sitz in Baden nimmt erste Abklärungen für einen möglichen Windpark auf dem Flumserberg im Kanton St. Gallen auf. Er könnte bis zu sechs Windenergieanlagen umfassen. In dieser Woche wird das Energieunternehmen laut seiner Medienmitteilung einen Windmessmast installieren. Damit sollen über ein Jahr hinweg Wind- und Fledermausdaten erfasst werden.

    Die gesammelten Daten sollen als Grundlage für die nächsten Projektschritte und die detaillierte Planung dienen. Für die Errichtung des Windmessmastes haben die Ortsgemeinde Flums-Dorf und die Alpkorporation Mols ihre Zustimmung erteilt. Der 120 Meter hohe Mast wird auf der Fläche Grappenchöpf aufgestellt, einem Standort, der laut Axpo ein vielversprechendes Windpotenzial bietet.

    Der produzierte Strom aus dem Windpark würde dem Verbrauch von über 10’000 Haushalten entsprechen. Er könnte den Angaben zufolge die Winterlücke füllen, weil zwei Drittel der Stromproduktion im Winter stattfinde. Wie Axpo weiter ausführt, würde ein Windpark auf dem Flumserberg nicht nur zur Reduktion von CO2-Emissionen beitragen und eine nachhaltige, erneuerbare Energiequelle nutzen, sondern auch wirtschaftliche Impulse für die Region setzen.

  • Fünf Kantone brechen Lanze für Windenergie

    Fünf Kantone brechen Lanze für Windenergie

    Regierungsvertretende der Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, St.Gallen, Thurgau und Zürich haben an einer gemeinsamen Medienkonferenz in Winterthur eine Lanze für die Windenergie gebrochen. Sie solle „zu einem Standbein unserer künftigen Versorgung mit heimischer Energie werden – speziell zur Deckung der Winterstromlücke“, heisst es in einer entsprechenden Mitteilung des Kantons Zürich zur Konferenz. Dazu wollen die fünf Nachbarkantone einen „neuen Pioniergeist“ schaffen.

    An der Medienkonferenz stellten die zuständigen Regierungsmitglieder die jeweiligen Ansätze ihrer Kantone vor. Dabei ging Dölf Biasotto aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden auf den rückbaubaren Einfluss der Windturbinen auf das Landschaftsbild ein. Im Kanton Appenzell Innerrhoden soll der Aufbau von Windrädern von einer weiteren Entwicklung der Landschaft begleitet werden. Im Kanton Zürich werden derzeit die planerischen Voraussetzungen für die Nutzung von Windenergie geschaffen.

    Die Repräsentatinnen und Repräsentanten der Kantone St.Gallen und Thurgau wiesen in ihren Beiträgen auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der betroffenen Bevölkerung hin. Im Kanton St.Gallen wurde dafür im Sondernutzungsplan festgeschrieben, dass sämtliche betroffenen Gemeinden und deren Bevölkerung bei Bewilligungsverfahren mitsprechen können. Im Kanton Thurgau wurde eine gesetzliche Grundlage für die lokale Mitwirkung vorbereitet. In einem laufenden Projekt in Thundorf TG wird die Stimmbevölkerung am 24. November über den Bau eines Windparks entscheiden.

  • Fernwärmeleitung zwischen Perlen und Cham wird erweitert

    Fernwärmeleitung zwischen Perlen und Cham wird erweitert

    Der Energieversorger WWZ aus Zug baut den Wärmeverbund Ennetsee weiter aus. Wie aus seiner Mitteilung hervorgeht, soll die Region Ennetsee über eine Fernwärmeleitung mit der Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage in Perlen versorgt werden. Dafür ist eine Erweiterung der Fernwärmeleitung von Rotkreuz bis nach Cham erforderlich.

    In einem weiteren Bauabschnitt wird die Leitung ab dem 7. Oktober in der Gemeinde Risch im Bereich der Holzhäuser Strasse verlegt. Bereits am 7. September beginnen dort Kanalisationsarbeiten. Diese wurden unter anderem erforderlich, weil es bei Starkregen in der Region zu wiederholten Überschwemmungen kam.

    Die Fernwärmeleitung wird während des Baus bereits vorgespannt. Das bedeutet, dass die Leitung schon vorgewärmt montiert und verschweisst wird. Ein solches Vorgehen verhindert das unkontrollierte Ausdehnen der Leitung unter Betriebslast.

    Während der Bauarbeiten ist in dem Bereich mit Verkehrsbehinderungen wie Strassensperrungen und Umleitungen zu rechnen. Die WWZ rechnet damit, die Fernwärmeleitung nach Cham bis zum Herbst 2026 fertigzustellen und in Betrieb zu nehmen.

  • Sinkende Strompreise 2025

    Sinkende Strompreise 2025

    Die Eidgenössische Elektrizitätskommission hat ihre Berechnungen für die Stromtarife 2025 veröffentlicht. Ein typischer Schweizer Haushalt mit einem Verbrauch von 4.500 kWh wird im kommenden Jahr 29 Rappen pro Kilowattstunde zahlen, was einer Reduktion von 3.14 Rp./kWh im Vergleich zu 2024 entspricht. Diese Preissenkung führt zu einer jährlichen Ersparnis von 141 Franken und senkt die Stromrechnung auf insgesamt 1.305 Franken.

    Die Reduktionen betreffen sowohl die Netzkosten als auch die Energietarife. Während die Netzkosten für einen typischen Haushalt um 4 Prozent von 12.71 Rp./kWh auf 12.18 Rp./kWh sinken, fallen die Energietarife um 12 Prozent auf 13.7 Rp./kWh. Unverändert bleiben die Abgaben an die Gemeinwesen (1 Rp./kWh) sowie der Netzzuschlag (2.3 Rp./kWh). Für kleine und mittlere Unternehmen zeichnen sich ähnliche Entlastungen ab.

    Schwankende Preise je nach Netzbetreiber
    Die Stromtarife variieren je nach Netzbetreiber stark. Dies liegt hauptsächlich an Unterschieden in der Eigenproduktion und den Beschaffungsstrategien. Einige Netzbetreiber, die stärker auf langfristige Beschaffung setzen, können kurzfristige Preisschwankungen besser ausgleichen, tragen aber über längere Zeit höhere Kosten. Die Unterschiede in den Energiebeschaffungsstrategien führen zu erheblichen Preisunterschieden zwischen den Regionen.

    Gründe für die Preissenkungen
    Die stabileren Stromgrosshandelspreise sind einer der Hauptgründe für die Entspannung der Tarife. Nach den erheblichen Preissteigerungen in den Jahren 2023 und 2024 notieren die Großhandelspreise derzeit bei etwa 90 EUR/MWh, was einen Rückgang gegenüber den 150 EUR/MWh des Vorjahres darstellt. Diese Marktentspannung wird sich nun schrittweise auf die Energietarife auswirken.

    Ein weiterer Faktor ist die Reduktion der Kosten für die Winterreserve. Während diese im Jahr 2024 noch bei 1.2 Rp./kWh lagen, sinken sie 2025 auf 0.23 Rp./kWh. Die Kapitalverzinsung für das Netz, der sogenannte WACC, ist ebenfalls leicht gesunken, was sich ebenfalls kostensenkend auswirkt.

    Beschaffungsstrategien und Eigenproduktion als Schlüssel
    Die Tarife in der Grundversorgung werden stark durch das Produktions- und Beschaffungsportfolio der Energieversorger beeinflusst. Eigenproduktion und der Zeitpunkt der Strombeschaffung sind dabei entscheidende Faktoren. Netzbetreiber, die ihre Beschaffungsstrategien über längere Zeiträume streuen, können Preisschwankungen am Grosshandelsmarkt besser abfedern. Die Höhe der Eigenproduktion beeinflusst dabei ebenfalls die Gestehungskosten, die teilweise unter den Marktpreisen lagen.

    Die Netzkosten bleiben jedoch aufgrund der hohen Marktpreise weiterhin relativ hoch, da sie auch von strompreisabhängigen Komponenten wie Wirkverlusten und Systemdienstleistungen (SDL) betroffen sind. Swissgrid stellt diese SDL für die kurzfristige Stabilität des Systems bereit und gibt die Kosten an die Netzbetreiber weiter, die diese wiederum den Endverbrauchern in Rechnung stellen.

    Transparenz für Verbraucher
    Die ElCom hat die Stromtarife 2025 für alle Gemeinden und Netzbetreiber veröffentlicht. Diese sind ab sofort auf der Webseite www.strompreis.elcom.admin.ch einsehbar und bieten Verbrauchern die Möglichkeit, die Tarife zu vergleichen und sich über die Entwicklung der Strompreise zu informieren.

  • IneltecSchweizer Elektrobranche feiert ein kraftvolles Comeback

    IneltecSchweizer Elektrobranche feiert ein kraftvolles Comeback

    Nach einem siebenjährigen Unterbruch öffnet die ineltec am 11. und 12. September ihre Tore und bietet der Schweizer Elektrobranche einen zentralen Treffpunkt. Die Hallen 1 und 2 der Messe Zürich erwarten 162 Ausstellerinnen sowie ein fachkundiges Publikum, das sich auf 11.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche über die neuesten Entwicklungen und Trends informieren kann.

    Noëlle Marti, die neue Leiterin der Elektromesse, zeigt sich begeistert über die Resonanz: «Alle Teilnehmenden können sich auf volle Hallen in der Messe Zürich freuen. Wir sind überwältigt von den vielen positiven Rückmeldungen und dem Ansturm auf die Tickets.» Die ineltec 2024 ist mehr als nur eine Messe – sie bietet eine Plattform für Wissenstransfer, Netzwerken und innovative Technologien.

    Innovation und Wissenstransfer im Fokus
    Die Neuausrichtung der ineltec zielt auf eine Konzentration des Wesentlichen. Innovation, Wissenstransfer und der direkte Austausch zwischen Menschen und Technologien. Im Gegensatz zu früheren Jahren wurde bewusst auf überdimensionierte Standflächen verzichtet, um die Veranstaltung kompakter und fokussierter zu gestalten. Das Motto «Zurück zu den Wurzeln, aber mit einem modernen Twist» beschreibt den Geist der diesjährigen Messe treffend.

    Von 9 bis 17 Uhr stehen an beiden Messetagen Vorträge, Innovationen und Workshops im Mittelpunkt. Der Speakers Corner wird zum Dreh- und Angelpunkt des fachlichen Austauschs. Nach Messeschluss laden After-Work-Events zum ungezwungenen Networking ein, bei denen sich die Teilnehmenden in entspannter Atmosphäre begegnen und den Tag Revue passieren lassen können.

    Vertiefende Veranstaltungen für Fachleute
    Die elf Veranstaltungen der Branchenverbände und Aussteller bieten detaillierte Einblicke in aktuelle Themen der Elektrobranche. Ob neue Planungstools, elektrische Anlagen, künstliche Intelligenz oder Elektromobilität – Fachleute können sich auf eine breite Palette an Innovationen und Trends freuen, die sie direkt in den Berufsalltag integrieren können.

    Besonderes Highlight
    Beim Startup Pitch am Mittwochnachmittag treffen innovative Jungunternehmen auf das Fachpublikum. Die Startup Academy Schweiz unterstützt die Unternehmen durch Mentoring und fördert den Austausch zwischen kreativen Köpfen und erfahrenen Branchenexpert.

    Nachwuchsförderung im Zentrum der ineltec
    Auch der Nachwuchs steht im Fokus der ineltec. Unter der Schirmherrschaft von EIT.swiss werden geführte Nachwuchstouren organisiert, bei denen Lernende spielerisch mit den Ausstellern in Kontakt kommen und Einblicke in die neuesten Technologien erhalten. Diese Initiative ermöglicht es jungen Talenten, erste wertvolle Verbindungen für ihre berufliche Zukunft zu knüpfen und den Grundstein für eine Karriere in der Elektrobranche zu legen.

    Die ineltec bietet nicht nur erfahrenen Fachkräften, sondern auch Berufsanfängern wertvolle Informationen und Orientierungshilfen. Auf der Website ineltec.ch finden alle Besucher gezielte Informationen zu 14 aktuellen Themen der Elektrobranche, Produktneuheiten, Unternehmensprofilen und Veranstaltungsangeboten.

  • Durchbruch in der Quantencomputing-Technologie

    Durchbruch in der Quantencomputing-Technologie

    Quantencomputer könnten in naher Zukunft unser Verständnis von Problemlösungen und Berechnungen grundlegend verändern. Allerdings steht die Technologie noch vor einer entscheidenden Hürde – der Fehleranfälligkeit der Quantenbits, die zentrale Bausteine des Quantencomputers darstellen. Google hat nun mit seinem jüngsten Erfolg bei der Quantenfehlerkorrektur einen bedeutenden Meilenstein erreicht.

    Die Forscher des Quantum Artificial Intelligence Lab von Google haben es geschafft, 97 fehleranfällige Quantenbits zu einem logischen Quantenbit zu kombinieren, das eine deutlich geringere Fehlerrate aufweist. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu fehlertoleranten Quantencomputern, die zukünftig komplexe Berechnungen durchführen könnten.

    Herausforderungen der Quantenfehlerkorrektur
    Die grösste Herausforderung für Quantencomputer ist die hohe Wahrscheinlichkeit von Fehlern bei Rechenoperationen. In aktuellen Systemen liegt die Fehlerwahrscheinlichkeit je nach Operation zwischen 0,01 und 1 Prozent. Da Quantencomputer potenziell tausende Rechenschritte benötigen, bedeutet dies, dass die Möglichkeit für Fehler exponentiell steigt. Ohne effektive Fehlerkorrektur wären die Vorteile der Quantenrechner in der Praxis kaum nutzbar.

    Die Google-Forscher entwickelten eine Methode, bei der Quanteninformationen über mehrere Quantenbits verteilt werden. Messbits sorgen dabei für die Stabilität der Zustände, ohne die Informationen direkt zu verändern. Dieser redundante Ansatz, der auch bei klassischen Computern genutzt wird, führte zur Bildung eines robusteren logischen Quantenbits.

    Ein entscheidender Fortschritt – aber noch nicht das Ziel
    Google konnte durch Senkung der Fehlerrate bei einem 97-Quantenbit-System auf die Hälfte der Fehler eines 49-Quantenbit-Systems unter eine kritische Fehlerschwelle gelangen. Diese Fortschritte werden von Experten hoch bewertet und lassen sich mit den wegweisenden Ergebnissen von 2019 vergleichen, als Google erstmals demonstrierte, dass Quantencomputer herkömmliche Computer in bestimmten Aufgaben übertreffen können.

    Trotz dieser vielversprechenden Entwicklung steht die Quantenforschung noch vor gewaltigen Herausforderungen. Der nächste Schritt besteht darin, grundlegende Rechenoperationen mit den stabilisierten logischen Quantenbits durchzuführen. Langfristig sollen diese stabilen Bits verwendet werden, um komplexe und fehlertolerante Berechnungen zu ermöglichen.

    Fehlertolerante Quantencomputer und ihre Anwendung
    Obwohl die bisherigen Fortschritte beeindruckend sind, bleibt noch ein langer Weg, bis Quantencomputer in der Lage sind, wirklich komplizierte Probleme zu lösen. Es wird geschätzt, dass rund 1457 physische Quantenbits benötigt werden, um eine Fehlerrate von 1 zu 1.000.000 zu erreichen – eine Mindestvoraussetzung für die Lösung einfacher Probleme.

    Für komplexe Herausforderungen wie das Brechen moderner Verschlüsselungsverfahren sind sogar tausende logische Quantenbits erforderlich. Daher sind weitere Fortschritte in der Quantenfehlerkorrektur und effizientere Algorithmen dringend notwendig, um die benötigte Anzahl an physischen Quantenbits zu reduzieren.

    Ein klarer Weg vor uns
    Die aktuellen Ergebnisse von Google und anderen Forschungsgruppen bilden eine solide Basis für die Entwicklung der Quantencomputer der Zukunft. Zwar bleiben viele technische Hürden bestehen, aber durch die jüngsten Fortschritte wird das Ziel eines leistungsfähigen, fehlertoleranten Quantencomputers greifbarer. Ob und wie sich die Technologie in der Praxis etablieren wird, bleibt abzuwarten, doch die Perspektive ist jetzt klarer als je zuvor.

  • Ausbau der Elektromobilität in der Schweiz

    Ausbau der Elektromobilität in der Schweiz

    Die Schweizerische Post und die fenaco Genossenschaft gehen laut einer Medienmitteilung ihre gemeinsamen Pläne für ein schweizweites Elektroschnellladenetz an. Bis Mitte 2025 sind 50 Standorte vorgesehen. Anschliessend soll die Kapazität schrittweise auf 300 Standorte mit 1500 Ladestationen erweitert werden.

    Private Fahrer von Elektrofahrzeugen sowie Elektro-Fuhrparks von Unternehmens werden diese Lademöglichkeiten unter anderem bei Postfilialen, Tankstellen von Agrola und Landi-Läden finden. An allen soll zu 100 Prozent heimischer Strom aus erneuerbaren Energiequellen fliessen, der mit gängigen Zahlungsmitteln wie Twint und Kreditkarte oder einer Kundenkarte bezahlt werden kann.

    Das Ziel soll über das Gemeinschaftsunternehmen PowerUp erreicht werden. Beide Partner haben daran einen je 50-prozentigen Anteil. Die Verträge seien unterschrieben und den Wettbewerbsbehörden zur Genehmigung vorgelegt worden, heisst es.

    Die Stärke von PowerUp sei die unmittelbare Nähe zu Arbeitsplätzen, Einkaufsgeschäften und Freizeitangeboten. Die Kombination mit Dienstleistungsangeboten gewährleiste eine sichere und gut gewartete Ladeinfrastruktur mit Ansprechpersonen vor Ort. PowerUp sehe zudem eine einfache Preisgestaltung ohne versteckte Kosten vor. In ihrem gemeinsamen Engagement für die Elektromobilität sehen die Partner einen Beitrag zur Roadmap Elektromobilität des Bundes.

  • Neuer Batteriespeicher für Gossau sichert Netzstabilität

    Neuer Batteriespeicher für Gossau sichert Netzstabilität

    Axpo hat auf dem Werkhofareal der Stadtwerke Gossau einen Batteriespeicher mit einer Leistung von 2,5 Megawatt installiert und in Betrieb gesetzt. Die Stadtwerke verfügten damit neu über den grössten Batteriespeicher in der Region, erläutert das Aargauer Energieunternehmen in einer entsprechenden Mitteilung. Ihr zufolge ist der Speicher auf die spezifischen Bedürfnisse der Gemeinde Gossau und die Netztopografie der Region zugeschnitten. Über den finanziellen Umfang des Projekts werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht.

    Die Stadtwerke Gossau wollen den Batteriespeicher für den Ausgleich von Bedarfsschwankungen und Leistungsspitzen einsetzen. Darüber hinaus soll er Blindleistung verarbeiten und zur Erhaltung der Netzspannung in der Region beitragen. Über Systemleistungen für die nationale Netzwerkgesellschaft Swissgrid unterstützt er zudem die Stabilisierung des Netzes in der Region.

    Der neue Batteriespeicher ist inselbetriebs- und schwarzstartfähig. Das bedeutet, dass er im Falle eines Stromausfalls die Stromversorgung für an den Inselbetrieb angeschlossene Einheiten autonom wiederherstellen kann. Relevante Betriebe für die Aufrechterhaltung der Versorgung von Gossau können sich dies zunutze machen. «Was 2019 mit einem parlamentarischen Vorstoss initiiert wurde, darf sich fünf Jahre später zeigen lassen», wird Claudia Martin, Stadträtin und Departementsvorsteherin Versorgung Sicherheit der Stadt Gossau in der Mitteilung zitiert. «Ein Energiespeicher, der die Versorgungssicherheit von Gossau gewährleistet.»

  • Fernwärme-Netzwerk im Kanton Aargau wächst

    Fernwärme-Netzwerk im Kanton Aargau wächst

    Die Regionalwerke AG Baden (RWB) hat laut einer Ad hoc-Mitteilung die Anteile der AEW Energie AG in Aarau an der Fernwärme Siggenthal AG (FWS) gekauft. Damit will die RWB ihr Engagement für eine nachhaltige Energieversorgung in der Region erweitern. Die AEW Energie ist im Kanton Aargau auf Solarstrom fokussiert. Über den Verkaufspreis wurde nichts bekannt.

    Die RWB arbeitet den Angaben zufolge seit vielen Jahren erfolgreich mit der FWS zusammen. Mit dem Erwerb des Anteils von 27,3 Prozent an der FWS soll die Partnerschaft vertieft werden. Die FWS mit Firmensitz in Nussbaumen sei stabil und finanziell unabhängig aufgestellt und habe sich seit der Gründung über die letzten Jahre sehr positiv entwickelt, heisst es weiter. Daher bezeichnet sie die RWB als ideale Partnerin.

    «Die Beteiligung an der Fernwärme Siggenthal AG passt optimal zu den Aktivitäten der RWB im Bereich der Fernwärme», wird Geschäftsführer Michael Sarbach zitiert. «Beide Unternehmen messen dem weiteren Ausbau der Fernwärme in der Region eine hohe Bedeutung zu.» FWS-Verwaltungsratspräsident Adrian Hitz verweist auf die bisherige gute Zusammenarbeit mit RWB: «Nachdem die AEW entschieden hat, die Aktien zu verkaufen, sind wir nun erleichtert, dass wir den künftigen Aktionär schon gut kennen, haben wir doch gemeinsam mit der Verbindungsleitung SIBANO schon ein sehr gutes Projekt entwickelt und realisiert.» SIBANO ist eine 3,3 Kilometer lange Fernwärme-Transportleitung von der KVA Turgi zur Heizzentrale Baden Nord.