Kategorie: Energie

Energie – Aktuelle Immobiliennews zu Energie, erneuerbaren Konzepten, Effizienz & Energietrends in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Neuer Energieversorger für Uettligen

    Neuer Energieversorger für Uettligen

    CKW hat zum 27. August 2024 den Wärmeverbund Uettligen übernommen. Wie es in einer Mitteilung heisst, will der zur Axpo-Gruppe gehörende Zentralschweizer Energieversorger damit seine Strategie zur Dekarbonisierung ausweiten. Die Anlagen des Wärmeverbunds nördlich von Bern werden im Auftrag der CKW von der bisherigen Betreiberin und Hauptaktionärin a energie AG aus Schüpfen BE weiter unterhalten. Wegen einer Strategieanpassung von a energie  und dem anstehenden weiteren Ausbau des Wärmeverbunds war den Angaben zufolge aktiv nach einem Käufer für den Wärmeverbund gesucht worden.

    Die Akquise des Wärmeverbundes Uettligen reiht sich in das bereits bestehende CKW-Portfolio von Fernwärmeverbünden wie Schüpfheim LU und Meggen LU ein. Die CKW wird sich laut der Mitteilung auf die Modernisierung der Anlagen und einen Ausbau des Fernwärmenetzes konzentrieren.

    «CKW freut sich auf die Zusammenarbeit und ist stolz, den gut funktionierenden Wärmeverbund Uettligen weiterführen und weiterentwickeln zu dürfen», wird Rafael Mesey, Leiter Neue Energien bei CKW, zitiert. «Mit der CKW AG engagiert sich zukünftig eine zuverlässige und starke Partnerin für unsere Kundinnen und Kunden im Wärmeverbund», ergänzt der abtretende Verwaltungsratspräsident des Wärmeverbunds Uettligen, Christian Cappis.

  • Feuerwehren setzen auf klimafreundliches hydriertes Pflanzenöl

    Feuerwehren setzen auf klimafreundliches hydriertes Pflanzenöl

    Die GVZ testet in einem Pilotprojekt den Einsatz von hydriertem Pflanzenöl (Hydrotreated Vegetable Oil, HVO) als Kraftstoff für Feuerwehrfahrzeuge. «Ab heute betanken Schutz & Rettung Zürich, die Stützpunktfeuerwehren Kloten und Wallisellen, die Feuerwehr Männedorf-Uetikon sowie die Berufsfeuerwehr St.Gallen einen Teil ihrer Fahrzeuge mit HVO», informiert die GVZ in einer entsprechenden Mitteilung. Die fünf Feuerwehren sind für die Mitwirkung am Projekt besonders geeignet, da sie über eigene Betankungsanlagen verfügen.

    «Wir danken den fünf Feuerwehren für die Mitwirkung bei diesem vielversprechenden Projekt und freuen uns auf erste Resultate», wird Renato Mathys, Leiter Feuerwehr bei der GVZ, in der Mitteilung zitiert. «Unser Ziel ist es, einen Beitrag an die verbesserte Umweltbilanz von Feuerwehrfahrzeugen zu leisten.» Für das Pilotprojekt hat die GVZ insgesamt 28’000 Liter HVO beschafft. Sie trägt zudem die Differenz des Preises für den fossilfreien Brennstoff zum aktuellen Dieselpreis.

    Hydriertes Pflanzenöl hat laut Mitteilung eine bedeutend bessere Klimabilanz als Diesel und kann zudem mit einer hohen Energiedichte und Lagerstabilität punkten. Da der Biotreibstoff aus gebrauchten Speiseölen und -fetten hergestellt wird, geht seine Produktion auch nicht zu Lasten der Lebensmittelproduktion. Als weiteren Vorteil nennt die GVZ die unkomplizierte Verwendung: «Dieselmotoren müssen nicht kostspielig umgerüstet, sondern können nach demselben Plan betrieben und gewartet werden, wie im Betrieb mit Dieselkraftstoff.»

  • Energiegewinnung und Kühlung: Fassaden im Fokus der Forschung

    Energiegewinnung und Kühlung: Fassaden im Fokus der Forschung

    Forschende der HSLU haben im Projekt GreenPV das Potenzial für Begrünung und Solarpaneele an Gebäudefassaden ausgelotet. «Während auf Dächern die Vorteile von PV-Systemen und Begrünungen schon vermehrt genutzt werden, finden sie an Fassaden bisher weitestgehend keine Anwendung», wird HSLU-Forscherin Silvia Domingo in einer Mitteilung der Hochschule zum Projekt zitiert. Sie könnten jedoch unter anderem zur Schliessung der Lücke beim Winterstrom beitragen. Denn «der Energieertrag einer PV-Anlage ist an einer Südfassade im Winterhalbjahr aufgrund des jahreszeitlich bedingten tiefen Neigungswinkels der Sonne höher als auf einem Dach», erläutert Domingo.

    Begrünte Fassaden wiederum tragen neben ihrem Kühleffekt zur Biodiversität und zur Verminderung der Schallausbreitung bei. Zudem wird die Luftqualität durch die Bindung von Schadstoffen und die Produktion von Sauerstoff verbessert. Nach Ansicht der Forschenden der HSLU lassen sich Begrünung und Photovoltaik (PV) an Fassaden gut kombinieren. «PV kommt da zum Zug, wo eine hohe Energiegewinnung möglich ist, also an einer unbeschatteten Fassade in den oberen Stockwerken», meint Domingo. Begrünungen sollten hingegen an den unteren Stockwerken und in Innenhöfen eingerichtet werden.

    Als Hemmnisse für Bauherrschaften haben die Autorinnen und Autoren die Finanzierung sowie fehlende Richtlinien und Erfahrungen ausgemacht. Auch die Optik einer vollständig mit schwarzen Solarpaneelen verkleideten Fassade sei nicht jedermanns Geschmack. Deshalb hat die HSLU in einem weiteren Projekt bereits Alternativen bei Farben und Texturen getestet.

  • Erfolgreiche Bohrung bei Geothermieprojekt Haute-Sorne ist abgeschlossen

    Erfolgreiche Bohrung bei Geothermieprojekt Haute-Sorne ist abgeschlossen

    In Haute-Sorne läuft ein Pilotprojekt für tiefe Geothermie. Die Initiatoren Geo-Energie Suisse und Geo-Energie Jura vermelden die erste Erdbohrung. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wurde in weniger als drei Monaten der Untergrund in einer Tiefe von 4000 Metern ausgelotet. Die Bohrung verlief vollständig durch die Sedimente und drang tief in das kristalline Grundgebirge ein, heisst es.

    Damit liegen erdgeschichtliche Daten über den geologischen Untergrund im Schweizer Jurabogen zwischen Genf und Basel vor. „Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich um eine grosse Chance, die Kenntnisse über die Geologie des Jura deutlich zu verbessern. Bisher wurde der tiefe Untergrund auf nationaler Ebene nur sehr lokal so genau beschrieben.“

    Für das Projekt gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen für den Umweltschutz. Schäden sowie Wassereintritt während laufender Baustellenarbeiten seien ausgeblieben, die Lärmbelästigung sei in Grenzen gehalten worden.

    Der Schritt ebne aus Sicht von Geo-Energie Suisse und Geo-Energie Jura die innovativen Zukunftsperspektiven für eine nachhaltige Energieversorgung. So sollen die Daten erdgeschichtliche Erkenntnisse in Bezug auf die Nutzung der Geothermie zur Strom- und Wärmeerzeugung liefern. Der erste Erfolg wurde am 28. August 2024 gefeiert. Zu der Veranstaltung waren Mitarbeitende, operative, technische und wissenschaftliche Partner sowie Vertreter der Politik eingeladen.

    Während der Datenauswertung und der Planung des Projektfortgangs ruht der Standort. Anfang 2025 sollen Tests im Bohrloch und eine geophysikalische Kampagne erfolgen. Die Explorationsphase ist bis Ende 2025 angesetzt.

  • Gebäudeprogramm für energetische Sanierungen verzeichnet Rekordnachfrage

    Gebäudeprogramm für energetische Sanierungen verzeichnet Rekordnachfrage

    Für das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen wird ein Rekordjahr vermeldet. Laut einer Medienmitteilung sind im Jahr 2023 Förderungen in Höhe von 528 Millionen Franken ausbezahlt worden. Es sei der höchste Betrag seit Einführung des Programms im Jahr 2010. Gegenüber dem Vorjahr ergebe sich eine Steigerung um 25 Prozent.

    Die geförderten Massnahmen führten über ihre Lebensdauer zu einer Energiereduktion bei Gebäuden in Höhe von 11,2 Milliarden Kilowattstunden sowie zu 3,4 Millionen Tonnen weniger CO2-Ausstoss, heisst es.

    Gründe für die erhöhte Nachfrage seien die Themen Energieversorgungssicherheit und Energiesparen, die unverändert präsent sind für die Öffentlichkeit. Die Kantone hätten infolge steigender Energiekosten ihre Förderbudgets und teilweise Fördergelder erhöht und damit Anreize im Sanierungssektor geschaffen.

    Weiter heisst es, neben den Auszahlungen hätten auch die Verpflichtungen von Fördermitteln für energetische Massnahmen, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt und ausbezahlt werden, mit 587 Millionen Franken fast wieder den Höchstwert von 2022 in Höhe von 592 Millionen Franken erreicht.

    Der grösste Teil davon entfiel auf Sanierungsvorhaben für die Haustechnik. Die Förderfranken sollen in den nächsten Jahren für den Austausch von 26’500 Heizungen verwendet werden. Für Systemsanierungen seien 114 Millionen Franken vorgesehen.

    Ausser für die Klimaziele hatte das Gebäudeprogramm einen positiven Effekt auf Beschäftigung und Wertschöpfung. 3000 Vollzeitäquivalente und 150 Millionen Franken an zusätzlicher inländischer Wertschöpfung konnten damit generiert werden.

  • Kilchberg vergibt Auftrag für Seewasser-Wärmeverbund

    Kilchberg vergibt Auftrag für Seewasser-Wärmeverbund

    Die AEW Energie AG aus Aarau hat von der Gemeinde Kilchberg den Zuschlag für die Projektentwicklung des Seewasser-Wärmeverbunds Kilchberg bekommen, informiert AEW in einer Mitteilung. Der Auftrag wurde im Rahmen eines Submissionsverfahrens vergeben. Das Aargauer Energieunternehmen wird Bau, Betrieb und Finanzierung des Wärmeverbunds übernehmen.

    In einem ersten Schritt will AEW nun den bestehenden Projektumfang überprüfen und Schlüsselkunden kontaktieren. Darauf aufbauend soll die Wirtschaftlichkeitsberechnung erneut analysiert werden. Gleichzeitig will AEW Kundinnen und Kunden akquirieren. Erst im Anschluss wird das Unternehmen den definitiven Umsetzungsentscheid fällen.

    «Der finale Investitionsentscheid ist im Sommer 2025 zu erwarten», schreibt AEW. Läuft alles nach Plan, könnten erste Wärmelieferungen im Frühjahr 2027 erfolgen. Bis dahin wollen Gemeinde und Unternehmen die Bevölkerung über wichtige Projektschritte auf dem Laufenden halten.

  • Neuausrichtung bei Solarzellenproduktion

    Neuausrichtung bei Solarzellenproduktion

    Meyer Burger leitet umfassende Restrukturierungsschritte ein. Der noch im Frühling kommunizierte Plan, die gesamte Solarzellenfertigung mittelfristig in die USA zu verlegen, scheint vom Tisch. Nun werde unter anderem der Aufbau einer Solarzellenfertigung in Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado gestoppt, kündigt das Unternehmen in einer Ad hoc-Mitteilung an. Diese habe sich als derzeit nicht finanzierbar erwiesen.

    Noch im Juli war deren schnellstmögliche Eröffnung angekündigt worden. Dafür hatte sich Meyer Burger eine ehemalige Halbleiterfabrik als Standort gesichert und einen langfristigen Mietvertrag geschlossen. Produktionsmaschinen, die für die Erweiterung der Solarzellenfabrik am Standort Thalheim im sächsischen Bitterfeld-Wolfen vorgesehen waren, sollten nach Colorado Springs umgeleitet werden.

    Stattdessen fokussiert sich der grösste Schweizer Hersteller von Solarmodulen den Angaben zufolge nun auf den Betrieb des im Hochlauf befindlichen Werks in Goodyear im US-Bundesstaat Arizona mit einer Kapazität von 1,4 Gigawatt. Doch dessen geplante Erweiterung um 0,7 Gigawatt wird vorläufig ausgesetzt, bleibt aber eine Option.

    Der bestehende Zellproduktionsstandort Thalheim wird – anders als bisher geplant – weiterhin voll betrieben und soll auch zukünftig das Rückgrat der Solarzellenversorgung von Meyer Burger bilden. Wie es in der Mitteilung heisst, seien diese Solarzellen unter den derzeitigen Marktbedingungen die wirtschaftlichste Option für die Belieferung der Modulproduktion in Goodyear. Wegen des schlechten Betriebsergebnisses von 2023 hatte Meyer Burger im Januar 2024 die Schliessung des Werks im sächsischen Freiberg, die laut Meyer Burger grösste in Betrieb befindliche Solarmodulproduktion Europas mit rund 500 Beschäftigten, avisiert und Mitte März durchgeführt.

    Der Verwaltungsrat geht davon aus, dass im Zuge dieser Neuausrichtung sowohl der Finanzierungsbedarf des Unternehmens wie auch das mittelfristig angestrebte EBITDA-Niveau und der Verschuldungsgrad der Gruppe deutlich tiefer liegen als bisher erwartet. Das Gremium hat die Geschäftsleitung mit der Ausarbeitung eines umfassenden Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramms beauftragt.

    Verwaltungsratsmitglied Mark Kerekes hat seinen Rücktritt erklärt. Die Restrukturierung des Unternehmens erfordere eine Neuaufstellung im Verwaltungsrat.

  • Neues Whitepaper: «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen»

    Neues Whitepaper: «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen»

    Link zum Whitepaper

    Bis 2050 will die Schweiz das Netto-Null-Ziel erreichen. Es gilt daher, fossile Energien durch erneuerbare zu ersetzen. Allerdings ist der Ertrag der Anlagen von der Witterung sowie der Tages- und Jahreszeit abhängig. Um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen, braucht es Speicherlösungen. Diese verbessern zudem die CO2-Bilanz, weil weniger Öl und Gas für die Abdeckung von Spitzenlasten benötigt werden.

    Stromspeicher: Batterie bringt Flexibilität
    Batteriespeicher können überschüssigen Solarstrom lokal zwischenspeichern und später Verbraucher*innen im Haushalt, Elektroautos oder die Wärmepumpe versorgen. Dies steigert den Eigenverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen deutlich. Nebst den Betreibern profitiert auch das Stromnetz von Speichern. So muss etwa eine Solaranlage bei Überproduktion nicht wegen einer drohenden Netzüberlastung abgekoppelt werden. Übersteigt im umgekehrten Fall die Nachfrage das Angebot, lassen sich mit lokal gespeicherter Energie Lastspitzen decken, was das Netz stabilisiert und die Kosten senkt. Als Standard-Stromspeicher dient heute die Lithium-Ionen-Batterie, während sich Alternativen wie Natrium-Ionen-Batterien oder Salzbatterien noch nicht etabliert haben. Gleiches gilt für das bidirektionale Laden, bei dem die Batterie eines Elektrofahrzeugs als lokaler Stromspeicher genutzt wird.

    Wärmespeicher: Erdsonden und Behälter
    Eine Alternative zum Speichern von Solarstromüberschüssen bietet die Umwandlung in thermische Energie. Wärme lässt sich über Wochen oder Monate speichern und bei Bedarf wieder für die Beheizung und die Warmwasserversorgung nutzen. So ergänzen Wärmespeicher erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen oder thermische Netze. Einige Speichertypen kann man zudem im Sommer als Wärmesenke nutzen, um Gebäude mit wenig Energieaufwand zu kühlen. Die in der Schweiz gängigsten Speichertypen sind Erdsonden-Wärmespeicher und Behälter-Wärmespeicher. Eine interessante Variante, die weniger Platz benötigt, sind Eisspeicher.

    Wasserstoff und Methan: Saisonale Speicherung
    Überschüssiger Solarstrom kann auch durch Umwandlung in ein CO2-neutrales Gas wie Wasserstoff oder Methan («Power-to-Gas») saisonal gespeichert werden. Bei Bedarf lässt sich das Gas entweder zur Produktion von Wärme und Strom oder als Treibstoff für Fahrzeuge verwenden. Wasserstoff entsteht durch die Elektrolyse von Wasser, der Wirkungsgrad dieser Umwandlung liegt bei bis zu 80%. Eine weitere Verarbeitung zu Methan hat den Vorteil, dass dieses ins Erdgasnetz eingespeist werden kann und keine separate Infrastruktur benötigt. Der Gesamtwirkungsgrad hängt von den angewendeten Methoden ab, liegt aber heute im besten Fall bei 50 bis 70% und ist noch nicht wirtschaftlich.

    Ausführlichere Informationen sowie Beispiele aus der Praxis finden Sie im neuen ewz-Whitepaper «Energiespeicher für Immobilien: Erneuerbare Energien effizient nutzen».

  • Bevölkerung unterstützt nachhaltige Stromproduktion

    Bevölkerung unterstützt nachhaltige Stromproduktion

    Das Stimmvolk von Spiringen hat am 18. August der Solaranlage Sidenplangg mit 68,8 Prozent deutlich zugestimmt. Die Stimmbeteiligung betrug 55,3 Prozent. Das Stimmvolk nehme mit seiner Zustimmung eine grosse Chance wahr und zeige, dass es sich für eine nachhaltige Stromproduktion einsetze, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung.

    Auch EWA-energieUri ist über das Ja erfreut. Er sei «dankbar, dass sich die Bevölkerung von Spiringen so deutlich hinter unser Projekt stellt», wird Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Urner Energieerzeugers, in einer eigenen Mitteilung zitiert. Nun müsse die Korporation Uri als Grundeigentümerin dem Projekt zustimmen. Danach könne das Baugesuch eingereicht werden.

    Die Anlage soll im Schächental auf 12 Hektaren in einer Höhe von 1800 bis 2000 Metern über dem Meer in einem Gelände errichtet werden, das heute bereits für Lawinenverbauungen genutzt wird. Bei einer Leistung von 8 Megawatt sollen jährlich rund 12,5 Gigawattstunden erzeugt werden, davon bis zu 45 Prozent im Winter. Die Investitionen betragen rund 39 Millionen Franken. Der erste Teil der Anlage soll Ende 2025 ans Netz gehen.

    Ausser EWA-energieUri und der Gemeinde beteiligt sich auch die aventron AG, ein Gemeinschaftsunternehmen Schweizer Regionalwerke mit Sitz in Münchenstein BL, an dem Vorhaben.

  • Kanton Zürich will Solaranlagen auf grossen Dächern vorschreiben

    Kanton Zürich will Solaranlagen auf grossen Dächern vorschreiben

    «Für eine sichere Stromversorgung in der Schweiz und um das Ziel Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen, muss die Stromproduktion aus lokalen erneuerbaren Energien rasch und deutlich ausgebaut werden», leitet die Staatskanzlei des Kantons Zürich eine Mitteilung zu einer geplanten Teilrevision des Energiegesetzes ein. Konkret will der Kanton Zürich die Errichtung von Solaranlagen auf geeigneten Dächern ab 300 Quadratmetern Fläche verbindlich machen. Damit könnten rund 60 Prozent eines jährlichen Potenzials von insgesamt 6 Terawattstunden Solarstrom von Dächern ausgeschöpft werden, schätzt der Kanton.

    Die Installation von Solaranlagen auf grossen Dächern soll sowohl für Neubauten als auch für Bestandsbauten verbindlich sein. Bereits bestehende Gebäude dürfen dabei bei einer Dachsanierung, spätestens aber bis 2040 nachgerüstet werden. Die Vorgabe soll zudem nur dann greifen, «wenn die Solaranlage über die gesamte Lebensdauer wirtschaftlich ist». Die entsprechende Gesetzesvorlage wurde in die bis Ende November dauernde Vernehmlassung geschickt.

    Neben der Pflicht für Solaranlagen sieht die Teilrevision die Förderung von Technologien zur saisonalen Energiespeicherung vor. Sie soll aus einem von den Stromnetzbetreibern verwalteten Förderfonds erfolgen, der aus einer Abgabe von maximal 0,5 Rappen pro Kilowattstunde Strom geäufnet wird. Angedacht sind wettbewerbliche Ausschreibungen, von denen Projekte mit dem meisten Winterstrom pro Förderfranken profitieren, sowie die Unterstützung von noch in der Entwicklung befindlichen Technologien zur saisonalen Speicherung.

  • Schaffhausen lehnt neuen Axpo-Vertrag ab

    Schaffhausen lehnt neuen Axpo-Vertrag ab

    Eine Mehrheit von 53,4 Prozent des Schaffhauser Stimmvolks hat am 18. August die Ablösung des alten Gründungsvertrages der Nordostschweizer Kraftwerke (NOK) durch einen neuen Axpo-Aktionärsbindungsvertrag abgelehnt. Die Vorlage scheiterte in 16 der 26 Gemeinden, darunter auch in der Stadt Schaffhausen, Neuhausen, Beringen und Stein am Rhein.

    Damit stellt sich das Stimmvolk gegen seine Regierung und den Kantonsrat, der dem neuen Vertrag gemäss dem Abstimmungsmagazin im Januar mit 52 zu einer Stimme zugestimmt hat. Sie argumentierten damit, dass der alte NOK-Vertrag von 1914 nicht mehr zeitgemäss sei für einen international tätigen Konzern mit rund 7000 Mitarbeitenden.

    Die Gegner warnten vor einer möglichen Privatisierung des Energieerzeugers. Eine Mehrheit von fünf Vertragsparteien könnte über den Verkauf des Unternehmens entscheiden, soweit sie auch über eine Mehrheit der Aktienstimmen verfügten. Der Kanton Schaffhausen hält derzeit 7,9 Prozent.

    Für die Annahme des neuen Aktionärsbindungsvertrages braucht es die Zustimmung aller Aktionäre. Die übrigen Anteilseigner haben dem Vertragswerk bereits zugestimmt. Der Kanton Zürich und sein Kantonswerk EKZ sind mit 18,3 und 18,4 Prozent die grössten Aktionäre, gefolgt vom Aargau und seinem Kantonswerk AEW mit je 14 Prozent. St.Gallen und die beiden Appenzell sind über die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) mit 12,5 Prozent beteiligt, der Thurgau mit der EKT mit 12,3 Prozent, Glarus mit 1,7 und Zug mit 0,9 Prozent.

  • Grüner Wasserstoff: Studie identifiziert Kanada als Top-Standort

    Grüner Wasserstoff: Studie identifiziert Kanada als Top-Standort

    Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) haben sich der Frage gewidmet, wo Wasserstoff effizient und kostengünstig hergestellt werden kann, mit dem Ziel den Klimawandel zu stoppen und zukünftig keine neuen Treibhausgase mehr auszustossen. Laut einer Mitteilung haben die Forschenden geografische und ökonomische Daten und Prognosen zusammengestellt, um den Aufbau einer Wasserstoffökonomie zu beschreiben. Dafür haben sie vier Szenarien mit einem Wasserstoffbedarf zwischen 111 und 614 Megatonnen pro Jahr analysiert. Die Studie ist aktuell in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ zu lesen.

    Für die Herstellung von Wasserstoff gibt es verschiedene Technologien. Bei der sogenannten Polymerelektrolytmembran-Elektrolyse (PEM) wird der Wasserstoff in einem Elektrolyseur aus Wasser gewonnen. Der grosse Vorteil bei diesem Verfahren besteht darin, dass die Energie für die Umsetzung aus grünem Strom gewonnen werden kann. Zu lösen ist die Frage, wo der hohe Bedarf an Ökostrom am ehesten zu decken ist.

    „Wir haben dazu vor allem ökonomische Kriterien angelegt“, wird Tom Terlouw, Doktorand am PSI und Erstautor der Studie, in der Mitteilung zitiert. „Sprich, wo ist die Produktion am günstigsten?“ Dabei kristallisierten sich zwei Schwerpunkte heraus: Wo gibt es genug Wind oder Sonne, um den enormen Bedarf an Ökostrom zu decken? Und wo gibt es ausreichend freie Flächen, um die zur Produktion notwendigen Anlagen aufzustellen? Hier erwies sich Kanada als optimal. „Dort existieren viele freie Flächen, die sehr windig und daher ideal zum Aufstellen von Windturbinen sind“, ergänzt Terlouw. Weiterhin bieten sich die zentralen USA, Teile Australiens, die Sahara, Nordchina und Nordwesteuropa an. Mitteleuropäische Länder wie die Schweiz sind dagegen weniger geeignet, da dort weder freie Flächen noch ausreichende Sonneneinstrahlung vorhanden sind. Des Weiteren weisen die Forscher darauf hin, dass auch bei der Herstellung von grünem Wasserstoff noch Restemissionen an Treibhausgasen aus der Herstellung und dem Transport der benötigten Materialien entstehen. Um diese Restemissionen auszugleichen, müssten entsprechende Mengen Kohlendioxid aus der Atmosphäre gefiltert werden, heisst es in der Studie.

  • Grünes Licht für alpine Solaranlage

    Grünes Licht für alpine Solaranlage

    Der Bündner Energieversorger Repower, die Gemeinde Klosters und die Klosters-Madrisa Bergbahnen AG wollen gemeinsam eine alpine Solaranlage bei der Bergbahn errichten. Das Stimmvolk der Gemeinde Klosters hatte dem Vorhaben am 22. Oktober 2023 zugestimmt.

    Nun hat auch die Bündner Regierung laut einer Mitteilung den Bau der Anlage durch die Madrisa Solar AG bewilligt. Der Standort sei bereits durch die vorhandene touristische Infrastruktur gut erschlossen und an das Stromnetz angebunden.

    Die Anlage im Gebiet Züg soll auf einer Höhe von rund 2000 Metern und einer Fläche von 156‘821 Quadratmetern 25‘000 Solarmodule umfassen und eine Gesamtleistung von 10,8 Megawattpeak aufweisen. Die Stromproduktion dürfte über 15‘000 Megawattstunden aufweisen.

    Die Bergbahnen betreiben bereits fünf Solaranlagen mit einer Jahresleistung von 294 Megawattstunden. Diese decken bis zu 20 Prozent des eigenen Strombedarfs.

  • Einkaufsorganisation erzeugt eigenen Strom in St.Gallen

    Einkaufsorganisation erzeugt eigenen Strom in St.Gallen

    Die Einkaufsorganisation des Schweizerischen Auto- und Motorfahrzeuggewerbes (ESA) hat laut einer Medienmitteilung mit einer dritten Anlage ihr Netz zur eigenen Stromversorgung komplettiert. Am Donnerstag, 15. August, wurde am ESA-Standort in St.Gallen eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Vor vier Monaten startete die ESA an ihrem Sitz in Burgdorf und vor einem Monat in Giubiasco die ersten beiden Anlagen.

    Die Photovoltaikanlage in St.Gallen ist mit rund 1800 Modulen und rund 3500 Quadratmetern die momentan zweitgrösste Anlage der ESA. Die künftig erzeugte Strommenge wird in etwa den Jahresverbrauch von 150 Haushalten abdecken. Die Anlage in Burgdorf deckt 200 Haushalte ab, die in Giubiasco circa 25 Haushalte.

    Die Einkaufsorganisation ESA wurde 1930 gegründet. Als Genossenschaft gehört sie rund 7000 Mitinhabern aus dem Automobil- und Motorfahrzeuggewerbe. An elf schweizweiten Standorten sind rund 670 Mitarbeitende, davon rund 60 Lernende, im Einsatz.

  • Stillgelegte Bohrung in Trüllikon: Potenzial für CO2-Speicherung wird geprüft

    Stillgelegte Bohrung in Trüllikon: Potenzial für CO2-Speicherung wird geprüft

    Die stillgelegte Tiefenbohrung Trüllikon-1 geht laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) von der Nagra an swisstopo über. Das Bundesamt für Landestopographie will dort das Potenzial und die Herausforderungen einer Einspeisung von CO2 in den Untergrund untersuchen.

    Das Bohrloch war von der Nagra im Rahmen der Suche nach einem geeigneten Endlager für radioaktive Abfälle angelegt worden. Gemäss einer Untersuchung, die swisstopo 2023 gemeinsam mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und der Universität Bern durchgeführt hat, ist es in sehr gutem Zustand und für die sichere Durchführung eines CO2-Einspeisetests geeignet.

    Der Einspeisetest könnte im Rahmen eines Pilotprojekts von 2025 bis höchstens 2030 dauern. Laut dem BFE ist es aber noch offen, ob der Test durchgeführt wird. Das swisstopo stehe aber bereits mit dem Gemeinderat von Trüllikon und der Grundeigentümerschaft in Kontakt, heisst es in der Mitteilung. Das allfällige Pilotprojekt stelle zudem keine Vorentscheidung dar, ob in der Schweiz überhaupt CO2 im Untergrund gespeichert werden soll.

  • Thurgauer Agri-Photovoltaik und Energiespeicher Projekte erhalten Förderung

    Thurgauer Agri-Photovoltaik und Energiespeicher Projekte erhalten Förderung

    Vier Projekte erhalten Unterstützung durch die EKT Energiestiftung. Im Rahmen der zweiten Vergaberunde lagen dem Stiftungsrat laut einer Mitteilung 20 Gesuche zur Prüfung vor. Alle Projekte arbeiten an einer sicheren nachhaltigen Energieversorgung und an der Umsetzung der Klimaziele. Überzeugt hätten sie durch eine hohe Praxisorientierung und ihren Bezug zum Kanton Thurgau. Zudem seien es „gute Beispiele dafür, wie sowohl die Thurgauer Wirtschaft als auch die Thurgauer Landwirtschaft von der EKT profitieren können“, wird Stiftungsratspräsident Fabian Etter zitiert.

    Eines der Forschungsprojekte ist im Bereich Agri-Photovoltaik angesiedelt. Untersucht werden Wege zur Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen, sowohl zur Erzeugung von Kulturpflanzen als auch von Solarstrom. Eine Versuchsanlage mit halbtransparenten Photovoltaikmodulen des Landwirtschaftlichen Kompetenzzentrums Arenenberg soll Erkenntnisse zu Sorteneignung, Witterungsschutz, Bewässerung und Lichtmanagement liefern.

    Als weitere Projekte werden zwei Vorhaben rund um Energiespeicherung gefördert, da diese zentral beim Umbau der Energieversorgung sind. Das eine wird bei der Tierkörpersammelstelle in der Stadt Frauenfeld durchgeführt, die an dem Pilotprojekt beteiligt ist. Untersucht wird der Prototyp einer Sorptionswärmepumpe. Damit lasse sich während der Sommermonate die beim Kühlen entstehende Abwärme zusammen mit der elektrischen Energie der Photovoltaikanlage thermochemisch speichern. Beim zweiten Energiespeicherprojekt handele es sich um eine Vorstudie, die Chancen und Rahmenbedingungen beim Einsatz von modularen Sandbatterien als Wärmespeicher erforscht.

    Weitere innovative Ansätze für die Energiewende sieht die EKT Energiestiftung in dem Projekt Thurgauer Energienutzung aus dem Untergrund 2023. Die Fördersumme werde in Kombination mit einem Darlehen vergeben und soll Grundlagen und Planungsarbeiten unterstützen, welche zur Beantragung von Fördermitteln beim Kanton und beim Bund benötigt werden. Forschungsziel seien Erkenntnisse zur Nutzung von geothermischen Energiequellen.

  • Eindämmung von HFC-23-Emissionen

    Eindämmung von HFC-23-Emissionen

    Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) gehören zu den stärksten Treibhausgasen, und HFC-23 ist das potenteste unter ihnen. Ein Kilogramm HFC-23 verursacht in der Atmosphäre dieselbe Erwärmung wie 12.000 Kilogramm CO₂ und bleibt rund 200 Jahre in der Atmosphäre. Im Rahmen der Kigali-Änderung des Montreal-Protokolls haben sich über 150 Länder verpflichtet, die Emissionen von HFC-23 drastisch zu reduzieren. Hauptquellen dieses Gases sind die industrielle Produktion von Kühlmitteln und Polytetrafluorethen (PTFE), besser bekannt als Teflon.

    Seit 2020 sind Teflonhersteller verpflichtet, HFC-23 zu zerstören, bevor es in die Atmosphäre gelangen kann. Die gemeldeten Emissionen zeigen Fortschritte. 2020 sollen laut offiziellen Angaben weltweit nur noch 2.000 Tonnen HFC-23 freigesetzt worden sein. Tatsächliche Messungen deuten jedoch auf etwa 16.000 Tonnen hin, was eine erhebliche Diskrepanz aufzeigt.

    Neue Erkenntnisse durch Tracer-Gas-Messungen
    Um diese Differenz zu erklären, untersuchten Forschende der Empa, der University of Bristol und TNO die HFC-23-Emissionen einer Teflon-Fabrik in den Niederlanden. Ihre Ergebnisse, die im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlicht wurden, basieren auf einer innovativen Methode. Die Forschenden setzten ein Tracer-Gas frei, das nicht in der Atmosphäre vorkommt und schnell abgebaut wird. In 25 Kilometern Entfernung erfassten sie die Konzentrationen von HFC-23 und verglichen diese mit den Tracer-Werten. Auf diese Weise konnten sie die tatsächlichen Emissionen der Fabrik präzise berechnen.

    Die Ergebnisse zeigen, dass die Emissionen der Fabrik höher sind als die gemeldeten Zahlen, jedoch immer noch gering. „Die Massnahmen zur Eindämmung funktionieren gut, aber es gibt Optimierungspotenzial“, erklärt Martin Vollmer von der Empa. Co-Autor Kieran Stanley von der University of Bristol fasst zusammen: „Die Ergebnisse sind ermutigend und zeigen, dass Emissionen von HFC-23 mit den richtigen Massnahmen erheblich reduziert werden können.“

    Globale Herausforderungen bei der Reduktion von HFC-23
    Die Studie verdeutlicht, dass die Eindämmung von HFC-23 technisch möglich ist, jedoch nicht überall konsequent umgesetzt wird. „Die gemessenen hohen Emissionen in der Atmosphäre deuten darauf hin, dass die berichteten Massnahmen nicht immer der Realität entsprechen“, warnt Vollmer. Die Forschenden fordern unabhängige Überprüfungen der Emissionen aus der Produktion von Fluorpolymeren und Kühlmitteln, um die Lücken im Verständnis der Emissionsquellen zu schliessen und sicherzustellen, dass internationale Klimaabkommen eingehalten werden.

    Nächste Schritte in der Forschung
    Im Oktober 2024 soll in Seoul eine weitere Studie durchgeführt werden, um die Emissionen von halogenierten Substanzen in der südkoreanischen Hauptstadt zu messen. Diese Methode könnte auch bei der Überwachung anderer Treibhausgase nützlich sein. „Durch kontinuierliche Überwachung und präzise Messungen können wir die Emissionsquellen besser identifizieren und Massnahmen zur Emissionsminderung effektiver gestalten“, so Arnoud Frumau von TNO.

  • Innovationen für das Schweizer Energiesystem

    Innovationen für das Schweizer Energiesystem

    Das Konsortium RECIPE hat den Zuschlag in der 2023 ausgeschriebenen Runde des Förderprogramms SWiss Energy Research for the Energy Transition (SWEET) bekommen, informiert das Bundesamt für Energie (BFE) in einer Mitteilung. Die Ausschreibung trug den Titel Kritische Infrastrukturen, Klimawandel und Resilienz des Schweizer Energiesystems und wurde vom BFE in Zusammenarbeit mit dem National Centre for Climate Services (NCCS) lanciert. RECIPE setzt sich aus den Eidgenössische Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL), der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der Hochschule Luzern (HSLU) sowie den Wirtschaftspartnern Swisscom, Infras und Zoï zusammen. Die Federführung hat die ETH.

    Im Rahmen von SWEET wird RECIPE die Gefahren analysieren, die der Schweizer Energieinfrastruktur durch den Umbau des Energiesystems und dem Klimawandel drohen. Gleichzeitig sollen damit verbundene Risiken für Wirtschaft, Gesellschaft, Ressourcen und Ökosystem untersucht werden. Darauf basierend will RECIPE Massnahmen zur Erhöhung der Resilienz entwickeln und konkrete Empfehlungen für die Beteiligten ausarbeiten.

    SWEET wurde zur Förderung von Innovationen eingerichtet, die wesentlich zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 und der Erreichung der Schweizer Klimaziele beitragen können. Das bis 2032 laufende Programm wird vom BFE geleitet und führt rollend Ausschreibungen zu zentralen Themen von Energiestrategie und langfristiger Klimastrategie durch. Gefördert werden ausschliesslich Projekte von Konsortien. Im Fall von RECIPE übernimmt das Förderprogramm 8 Millionen Franken des Gesamtbudgets von 10,5 Millionen Franken.

  • Neue Pläne für Technologiezentrum in Laufenburg an

    Neue Pläne für Technologiezentrum in Laufenburg an

    Die FlexBase Group hat sich entschieden, ihr Baugesuch für ein Technologiezentrum auf dem ehemaligen Swissgrid-Gelände in Laufenburg zurückzuziehen. Insgesamt sollen dort laut einer Medienmitteilung um die 350 Arbeitsplätze entstehen. Allein bis Ende 2027 rechnet FlexBase mit 100 bis 150 Mitarbeitenden.

    Herzstück des Zentrums, das mit Universitäten und Unternehmen realisiert werden soll, ist mit mindestens 500 Megawatt einer der grössten Batteriegrossspeicher der Welt. Er soll in strategisch günstiger Position unmittelbar neben dem weltweit grössten Stromverbund, dem Stern von Laufenburg, errichtet werden und zur Versorgungssicherheit der Schweiz und Teilen Europas beitragen. Zusätzlich wird das Technologiezentrum ein Datencenter für Künstliche Intelligenz und einen Windkanal für Forschung und Entwicklung in der Sportbranche beherbergen.

    Wie es in der Mitteilung heisst, reicht das Unternehmen nun ein aktualisiertes Baugesuch ein. Den Angaben zufolge respektiert es nun die in der aktuellen Bau- und Nutzungsordnung definierte Maximalhöhe, «was für den Baubeginn ausreicht». Doch verlangt der Antragsteller angesichts der Bedeutung des Vorhabens eine Erhöhung der zulässigen Bauhöhe auf 30 Meter. In Absprache mit dem Stadtrat von Laufenburg diesbezüglich sei bereits eine mit der Gesamtrevision koordinierte Teiländerung der bestehenden Bau- und Nutzungsordnung für diesen Bauperimeter in Angriff genommen worden.

    «Trotz des notwendigen Schritts, unser Baugesuch zu aktualisieren, bleiben wir zuversichtlich, unser Projekt im vorgesehenen Zeitraum umzusetzen», so CEO und Mitgründer Marcel Aumer. Er gehe davon aus, dass die Gesamtrevision die Bedeutung solcher zukunftsweisender Projekte für die Region berücksichtigen werde.

  • Grössten Ladepark für E-Autos mit 18 neuen Schnellladestationen

    Grössten Ladepark für E-Autos mit 18 neuen Schnellladestationen

    Energie 360° hat im Einkaufszentrum Serfontana den grössten Ladepark für Elektroautos im Kanton Tessin eröffnet. Der Park umfasst insgesamt 38 Ladepunkte, von denen 18 neu hinzugefügte Schnellladepunkte sind. Diese ermöglichen es Elektromobilist*innen, ihre Fahrzeuge innerhalb von 20 bis 40 Minuten von 10% auf 80% aufzuladen, während sie einkaufen oder eine Pause einlegen. Mit diesem Ausbau setzt Energie 360° einen weiteren Meilenstein in der Förderung der Elektromobilität in der Region.

    Schnellladung mit Ökostrom
    Die neuen Schnellladestationen im Centro Shopping bieten eine beeindruckende Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt, angetrieben durch 100% Ökostrom. Jörg Wild, CEO und Leiter Mobilität bei Energie 360°, betont die Bedeutung dieser Erweiterung: «Unser Ziel ist es, die Elektromobilität in der ganzen Schweiz rasch voranzutreiben. Mit dem neuen Ladepark bieten wir unseren Kund*innen einen der grössten und leistungsfähigsten Ladeparks der Schweiz.»

    Über 300 Ladestandorte in der Schweiz
    Energie 360° betreibt bereits über 300 Ladestandorte in der gesamten Schweiz und plant, baut und unterhält diese in Zusammenarbeit mit Partnern wie Coop, SBB und der Swiss Finance & Property Group. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, nachhaltige Energie- und Mobilitätslösungen zu schaffen und die Elektromobilität flächendeckend verfügbar zu machen. Mit dem neuen Ladepark in Chiasso setzt Energie 360° ein klares Zeichen für die Zukunft der Mobilität und den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Schweiz.

  • Eine kosteneffiziente Alternative zu konventionellen Kraftwerken

    Eine kosteneffiziente Alternative zu konventionellen Kraftwerken

    Laut der Studie des Fraunhofer ISE sind PV-Freiflächenanlagen und Onshore-Windenergieanlagen derzeit die kostengünstigsten Technologien zur Stromerzeugung in Deutschland. Die Stromgestehungskosten für diese Anlagen liegen zwischen 4,1 und 9,2 Cent pro Kilowattstunde und unterbieten damit nicht nur andere erneuerbare Energien, sondern auch alle konventionellen Kraftwerkstypen.

    Batteriespeicher als wertvolle Ergänzung
    Photovoltaik-Batteriesysteme haben Stromgestehungskosten, die je nach Standort und Batteriesystem zwischen 6,0 und 22,5 Cent pro Kilowattstunde variieren. Dies zeigt das enorme Potenzial dieser Technologie, insbesondere in Kombination mit Freiflächen-PV-Anlagen und Windparks. Dr. Christoph Kost vom Fraunhofer ISE betont die Vorteile solcher Kombinationen: «Durch die Kombination können Netzkapazitäten besser ausgenutzt werden.»

    Kostensenkungen bis 2045 erwartet
    Die Studie gibt auch eine Prognose für die Kostenentwicklung bis 2045 ab. Kleine PV-Dachanlagen könnten dann Strom für 4,9 bis 10,4 Cent pro Kilowattstunde liefern, während PV-Freiflächenanlagen auf 3,1 bis 5,0 Cent pro Kilowattstunde kommen könnten. Auch für kleine PV-Batteriesysteme werden deutliche Kostensenkungen auf 7 bis 19 Cent pro Kilowattstunde erwartet, vorausgesetzt die Speicherpreise sinken wie prognostiziert.

    Flexible Kraftwerke bleiben notwendig
    Trotz der positiven Entwicklungen bei erneuerbaren Energien bleiben flexibel regelbare Kraftwerke als Back-up unverzichtbar. Biogas- und Biomassekraftwerke könnten diese Rolle teilweise übernehmen, jedoch zu deutlich höheren Kosten. So liegen die Stromgestehungskosten für Biogas zwischen 20,2 und 32,5 Cent pro Kilowattstunde und für Biomasseanlagen zwischen 11,5 und 23,5 Cent pro Kilowattstunde.

    Wasserstoffkraftwerke als Ergänzung
    Die Studie zeigt auch die Kosten für wasserstoffbetriebene Gas- und Dampfturbinenkraftwerke im Jahr 2030 auf: Sie betragen zwischen 23,6 und 43,3 Cent pro Kilowattstunde. Diese Kosten resultieren aus den hohen Ausgaben für CO2 und Wasserstoffbeschaffung. Paul Müller vom Fraunhofer ISE betont die Notwendigkeit dieser Technologien als Ergänzung: «Wir benötigen sie als wichtige Ergänzung. Allerdings wird ihr Betrieb auf das Nötigste beschränkt sein.»

    Die Ergebnisse der Fraunhofer-Studie verdeutlichen, dass Photovoltaik-Anlagen mit Batteriespeichern nicht nur eine kosteneffiziente, sondern auch eine zukunftssichere Alternative zu konventionellen Kraftwerken darstellen. Die erwarteten Kostensenkungen bis 2045 machen erneuerbare Energien zu einer immer attraktiveren Option für die Stromerzeugung.

  • StWZ Energie vermeldet Halbzeit beim Smart-Meter-Rollout

    StWZ Energie vermeldet Halbzeit beim Smart-Meter-Rollout

    Die StWZ Energie AG stellt in ihrem Versorgungsgebiet seit Anfang 2022 auf intelligente Stromzähler um. Nun hat die Aargauer Energieversorgerin mehr als 5700 Smart Meter installiert und damit die Hälfte ihrer Strombeziehenden in Zofingen und Strengelbach mit modernen Zählern ausgerüstet, informiert StWZ Energie in einer Mitteilung. Ein Gesetz sieht vor, dass bis 2027 mindestens 80 Prozent der Stromzähler in der Schweiz Smart Meter sein müssen.

    Die intelligenten Zähler dienen der Steigerung des Effizienz des Stromverbrauchs und erleichtern gleichzeitig den Abrechnungsprozess. Netzbetreibern wird es einfacher gemacht, Lastspitzen zu identifizieren und zu glätten. Kundinnen und Kunden profitieren von der elektronischen Messung der Verbrauchsdaten. Sie können jeweils am Folgetag auf dem StWZ-Kundenportal eingesehen werden. Damit könnten zum Beispiel „Stromfresser im eigenen Haushalt identifiziert werden“, schreibt StWZ Energie. Zudem entfällt das Ablesen vor Ort.

  • Energieversorger investiert in klimafreundliche Schaltanlagen und Erdbebensicherheit

    Energieversorger investiert in klimafreundliche Schaltanlagen und Erdbebensicherheit

    Die Basler Energieversorgerin IWB verstärkt laut einer Medienmitteilung den wichtigsten Knotenpunkt des Basler Stromnetzes im Unterwerk Volta. Dort werde eine der grössten Schaltanlagen eines Schweizer Verteilnetzes ersetzt, heisst es weiter. Bis 2029 werde IWB sämtliche elektrischen Anlagen im Unterwerk Volta erneuern und das Gebäude auch erdbebensicher machen. Die neuen Schaltanlagen werden mit einem klimafreundlichen Isoliergas betrieben und mit zusätzlichen Transformatoren werde das Stromnetz verstärkt. Mit der Investition in die Erneuerung des Gebäudes und der Anlagen leiste IWB einen wichtigen Beitrag zur hohen Zuverlässigkeit der Basler Stromversorgung, heisst es weiter.

    Das Unterwerk Volta ist das grösste von sieben Unterwerken von IWB und fast 100 Jahre alt. Es wurde 1932 in Betrieb genommen. Durch das Unterwerk fliesst täglich rund ein Fünftel des Stroms von Basel, im Durchschnitt 600‘000 Kilowattstunden.

    Aktuell wird eine neue Schaltanlage eingebaut. Sie ersetzt die Schaltanlage des 145-Kilovolt-Netzes, die aus dem Jahr 1976 stammt. Sie wird aus elf Schaltfeldern zusammengesetzt und im Endausbau 16 Meter lang sein. IWB wird danach auch die Schaltanlage des 12-Kilovolt-Netzes ersetzen. Sie wird aus 78 Schaltfeldern bestehen und rund 60 Meter lang sein. Es werden laut IWB die grössten Schaltanlagen sein, die je in einem Schweizer Versorgungsnetz eingebaut wurden. Beide Schaltanlagen werden zudem mit einem klimafreundlichen Isoliergas ausgestattet sein.

    Im Unterwerk Volta stehen drei Transformatoren, die im Rahmen des Projekts revidiert werden. Zudem wird IWB zwei zusätzliche Transformatoren installieren. Die Gesamterneuerung des Unterwerks erfolgt im laufenden Betrieb.

  • Photovoltaikleistung verzehnfacht in den letzten sieben Jahren

    Photovoltaikleistung verzehnfacht in den letzten sieben Jahren

    Thurplus zieht eine positive Bilanz des PV-Ausbaus der vergangenen sieben Jahre. Zwischen 2016 und 2023 konnte der städtische Energieversorger Frauenfelds die Leistung von 144 auf rund 1500 Kilowatt-Peak mehr als verzehnfachen. Allein 2023 seien über 700 Kilowatt-Peak hinzugebaut worden, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Gesamthaft produzieren diese Solaranlagen pro Jahr rund 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von etwa 330 Haushalten. In den Jahren von 2016 bis 2023 ist den Angaben zufolge auch die Zahl der Anteilseignerinnen und -eigner an den PV-Bürgerbeteiligungsmodellen von 50 auf 240 gestiegen.

    «Durch aktives Gestalten und die erfolgreiche Umsetzung vieler nachhaltiger PV-Projekte ist es Thurplus gelungen, diese Leistung zu erbringen», wird Fabrizio Hugentobler zitiert, Stadtrat und Vorsteher des Departements Thurplus, Freizeit und Sport. «Mit ihren Angeboten rund um Solarstrom, SolarInvest, PV-Contracting und weiteren Lösungen ist Thurplus gut aufgestellt.»

    Gemäss der städtischen PV-Strategie für Thurplus soll bis 2027 jährlich ein zusätzlicher Anteil von 5 Prozent am Gesamtstromverbrauch von etwa 150 Gigawattstunden zugebaut werden. Das entspricht pro Jahr einer installierten PV-Gesamtleistung von 8 Megawatt-Peak oder einer Stromproduktion von etwa 7,5 Gigawattstunden. Dafür sucht Thurplus geeignete Dächer von Firmen und Institutionen. «Gemeinsam wollen wir weiterkommen und unseren Beitrag dazu leisten, dass die PV-Ausbauziele gelingen», so Thurplus-Geschäftsleiter Peter Wieland.

  • Helion realisiert grosses Solarprojekt bei Tensol Rail

    Helion realisiert grosses Solarprojekt bei Tensol Rail

    Tensol Rail SA hat eine Photovoltaikanlage mit 3082,18 Kilowatt-Peak in Betrieb genommen. Installiert wurde sie vom Chamer Unternehmen Helion, das sich als Schweizer Marktführer für Photovoltaik, Wärmepumpen, Stromspeicher und Ladestationen für E-Autos bezeichnet. Der Auftrag war durch den Energie Pool Schweiz (EPS) erteilt worden.

    Laut einer Mitteilung von Helion handelt es sich bei dieser Anlage sowohl um eines der grössten Projekte des Unternehmens als auch um eines der grössten in der Region. Insgesamt wurden 8111 Module und 18 Wechselrichter auf zwei verschiedenen Trafostationen installiert. Dadurch werden den Angaben zufolge jährlich 350 Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Der gesamte Eigenstrom, der von der Photovoltaikanlage auf dem Dach von Tensol Rail erzeugt wird, wird für die interne Produktion benötigt.

    Die Geschäftsleitung des Tessiner Herstellers von Eisenbahnoberbaumaterial und von Zahnstangen für Zahnradbahnen hat sich den Angaben zufolge für diese umfangreiche Investition entschieden, weil sich die erhebliche Steigerung der Energiepreise im Jahr 2023 negativ auf die Geschäftsergebnisse ausgewirkt hat. CEO Roberto Ballina ist davon überzeugt, dass die neue Anlage schon bald Ergebnisse zeigen werde, „sicherlich dank der hervorragenden Arbeit von Helion und unserem Partner EPS. Wir sind sehr froh, in dieses Projekt investiert zu haben, das uns, so hoffen wir, eine vielversprechende Perspektive für die Zukunft bieten wird.“

  • Bosch stärkt Home Comfort durch Mega-Akquisition

    Bosch stärkt Home Comfort durch Mega-Akquisition

    Die Bosch-Gruppe hat mit der Übernahme des weltweiten Heizungs-, Lüftungs- und Klimalösungsgeschäfts von Johnson Controls sowie des Gemeinschaftsunternehmens Johnson Controls-Hitachi Air Conditioning einen bedeutenden Schritt zur Umsetzung ihrer Unternehmensstrategie 2030 gemacht. Die Akquisition, deren Abschluss in zwölf Monaten erwartet wird, umfasst 16 Produktions- und 12 Entwicklungsstandorte in über 30 Ländern. Der Kaufpreis beträgt acht Milliarden US-Dollar .

    Stärkung der Home Comfort Group
    Mit der Akquisition wird die Bosch Home Comfort Group ihren Umsatz von etwa fünf Milliarden Euro auf neun Milliarden Euro steigern und die Anzahl der Beschäftigten auf über 26.000 erhöhen. Diese Erweiterung ermöglicht es Bosch, erheblich von Skaleneffekten und einem komplementären Portfolio an der Schnittstelle von Heizen und Kühlen zu profitieren. „Die neuen Einheiten werden bei Bosch Teil des Kerngeschäfts und stärken unsere Position im Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungsmarkt weltweit“, betont Christian Fischer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

    Innovative und energieeffiziente Lösungen
    Die Übernahme unterstützt Bosch in seiner Mission, innovative und energieeffiziente Lösungen für den Klimaschutz und die Energiewende bereitzustellen. Der Fokus auf Wärmepumpen und Klimatisierungstechnik passt perfekt zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Frank Meyer, Geschäftsführer für den Unternehmensbereich Energy and Building Technology bei Bosch, erläutert: „Unser Ziel ist es, den Markt für Energie- und Gebäudetechnik aktiv mitzugestalten und eine globale Spitzenposition einzunehmen.“

    Globale Marktpräsenz ausbauen
    Durch die Akquisition stärkt Bosch seine Präsenz in den USA und Asien erheblich. In den USA liegt der Schwerpunkt auf Ducted-Lösungen, die eine zentrale Luftverteilung ermöglichen, während in Asien Ductless-Lösungen und VRF-Systeme bevorzugt werden. Diese Technologien bieten flexible und effiziente Heiz- und Kühloptionen für verschiedene Gebäudetypen, von kleinen Gewerberäumen bis hin zu grossen Projekten wie Hotels oder Krankenhäusern.

    Zukunftsaussichten und strategische Integration
    Mit der Akquisition positioniert sich Bosch optimal, um von den prognostizierten Wachstumschancen im globalen Markt für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungslösungen zu profitieren. Jan Brockmann, Vorsitzender des Bereichsvorstands der Bosch Home Comfort Group, sieht eine rosige Zukunft: „Die Nachfrage nach Klimatisierungslösungen wächst rasant. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren neuen Kolleginnen und Kollegen die Zukunft der Bosch Home Comfort Group zu gestalten.“

    Fokus auf Nachhaltigkeit und Komfort
    Bosch setzt mit dieser strategischen Akquisition ein klares Zeichen für die Zukunft. Durch die Integration energieeffizienter Technologien und die Erweiterung des Produktportfolios wird das Unternehmen seine Kunden weltweit noch besser unterstützen können. Die Investition in innovative Lösungen und die starke Marktpositionierung sollen nicht nur zur Energiewende beitragen, sondern auch den Komfort und die Lebensqualität vieler Menschen verbessern.

  • Weiterentwicklung der Fernwärmeleitung zwischen Konstanz und Kreuzlingen

    Weiterentwicklung der Fernwärmeleitung zwischen Konstanz und Kreuzlingen

    Im Sommer 2022 hatten Energie Kreuzlingen, KVA Thurgau und Stadtwerke Konstanz über ihre Pläne zum Bau einer grenzübergreifenden Fernwärmeleitung informiert. Nun geht das Projekt in die nächste Phase, informiert Stadtwerke Konstanz in einer Mitteilung. Die drei Partner haben sich darauf geeinigt, die Eckpunkte des Projekts zu definieren und ein Vorprojekt zu erarbeiten. Auf dessen Grundlage soll dann der Realisierungsentscheid gefällt werden.

    Die geplante Fernwärmeleitung soll von der künftigen Ersatz-Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in Weinfelden nach Kreuzlingen und weiter nach Konstanz verlaufen. In einer Absichtserklärung haben die Partner die Rollen und die Verteilung der Aufgaben bei der Planung festgelegt. Danach wird KVA Thurgau Finanzierung und Umsetzung der für die Projektierung nötigen Arbeiten übernehmen. Energie Kreuzlingen und Stadtwerke Konstanz steuern die technischen und planerischen Grundlagen bei.

    KVA Thurgau soll auf Grundlage der vorgegeben technischen und betrieblichen Parameter die bereits durchgeführte Machbarkeitsstudie aktualisieren und die Planung der Linienführung einleiten. Gleichzeitig wollen die Partner Gespräche mit potenziellen Partnern für die Finanzierung des Projekts führen. In einer zweiten Etappe sollen die Grundlagen für die Erwirkung eines Realisierungskredits entwickelt werden. Gemäss aktueller Planung könnte die Ersatz-KVA Ende 2031 erste Wärme liefern. Zu diesem Zeitpunkt soll möglichst auch die Fernwärmeleitung stehen.

  • Neue Ladestationen für Immobilienfonds

    Neue Ladestationen für Immobilienfonds

    Der von Swiss Prime Site Solutions aus Zug geleitete Immobilienfonds Akara Swiss Diversity Property PK (ADPK) investiert schweizweit in Bestandsliegenschaften und Entwicklungs- und Bauprojekte. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen die Mehrfamilienhäuser des Fonds mit einem neuen Ladekonzept für die Elektromobilität ausgerüstet werden. Die in Aarau ansässige AEW Energie AG hat für die Planung und den Betrieb der neuen Ladeinfrastruktur im Contracting-Modell die Verantwortung übernommen. Die Installationen vor Ort werden von regionalen Fachpartnern übernommen, heisst es in der Mitteilung. Dabei sollen die Ladestationen auf die verschiedenen Objekte und Bedürfnisse lokal abgestimmt werden. Erste Projekte sind bereits gestartet worden.

    «Wir sind stolz, mit der Fondsleitung des ADPK einen starken Partner an unserer Seite zu haben, der ebenso wie wir die Bedeutung nachhaltiger Mobilitätslösungen erkennt und fördert», wird Arian Rohs, Leiter Mobility Solutions der AEW Energie AG, in der Mitteilung zitiert. «Diese Kooperation ermöglicht es uns, unser Engagement für die Elektromobilität weiter auszubauen und einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen zu leisten.»

  • Markt für Sonnenenergie wächst 2023 um 51 Prozent

    Markt für Sonnenenergie wächst 2023 um 51 Prozent

    Im Jahr 2023 ist der Photovoltaikausbau in der Schweiz im vierten Jahr in Folge im Vergleich zum Vorjahr um über 40 Prozent gewachsen. Konkret betrug das Marktwachstum sogar 51 Prozent. Der neue Rekordwert von insgesamt 1641 Megawatt (MW) entspricht pro Kopf einer Fläche von 0,9 Quadratmetern. Die gesamte installierte Leistung lag zum Jahresende bei 6374 MW. Gemessen an der pro Kopf installierten Photovoltaikleistung liegt die Schweiz im weltweiten Vergleich an neunter Stelle. Das geht aus den Zahlen der vom Bundesamt für Energie veröffentlichten Statistik Sonnenenergie für das Jahr 2023 hervor, die Swissolar in einer Mitteilung zusammenfasst und kommentiert.

    Besonders markant war das Wachstum demnach bei Industrie und Gewerbe (+65 Prozent) und Mehrfamilienhäusern (+59 Prozent). Den Trend zu grösseren Anlagen beurteilt David Stickelberger, Leiter Markt und Politik des schweizerischen Fachverbands für Sonnenenergie, als „sehr positiv. Dächer werden vermehrt vollständig genutzt, damit sinkt der Preis pro produzierte Kilowattstunde weiter.“ Auch die Anzahl der neu installierten Batteriespeicher stieg gegenüber dem Vorjahr um 73 Prozent.

    Bezüglich des neuen Stromgesetzes schlägt Swissolar für dessen Ausgestaltung vor, dass lokale Elektrizitätsgemeinschaften einen höheren Rabatt auf das Netzentgelt erhalten. Zudem müsse die minimale Abnahmevergütung im Hinblick auf sinkende Strompreise mehr Planungssicherheit für Investoren schaffen. Und Netzbetreiber müssten mittels langjähriger Abnahmeverträge für einheimischen Strom aus neuen erneuerbaren Energien stärker in die Pflicht genommen werden.

    Auch die wieder sinkenden Strompreise und der Fachkräftemangel würden das Wachstum bremsen. Daher kämen die ab August 2024 startenden Berufslehren Solarinstallateur:in EFZ und Solarmonteur:in EBA zum richtigen Zeitpunkt.

  • Swisspower lanciert Plattform für lokale Stromgemeinschaften

    Swisspower lanciert Plattform für lokale Stromgemeinschaften

    Die Stadtwerke-Allianz Swisspower AG lanciert eine Plattform für lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG). „Mit dem Swisspower LEGhub bieten wir Stadtwerken und Energieversorgern eine elegante Lösung für die administrative Abwicklung von lokalen Elektrizitätsgemeinschaften, welche sonst viel Zeit und Ressourcen binden würde“, wird Orlando Gehrig in einer Medienmitteilung zitiert, Leiter Kooperationen & Innovation bei Swisspower. An dem Projekt beteiligen sich Energie Thun AG, Eniwa AG, IWB, Regio Energie Solothurn und das Stadtwerk Winterthur. Der LEGhub soll in die Systeme von Energieversorgern integriert werden. Die damit erzielte Automatisierung und Digitalisierung der Abläufe senke den zusätzlichen administrativen Aufwand der Energieversorger erheblich.

    Der LEGhub greife die Idee auf, Stromproduzenten sowie Verbraucherinnen und Verbraucher näher zusammenzubringen, um bei der gegenseitigen Stromversorgung zu kooperieren. „Der Swisspower LEGhub ist für uns als Stadtwerk Winterthur die ideale Lösung zur effizienten Abwicklung von LEG und zur einfachen Unterstützung unserer Kundschaft“, sagt Pascal Berchtold, Leiter Messwesen Services, Stadtwerk Winterthur.