Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Digitale Lösung macht Fortschritte bei Treibhausgasen sichtbar

    Digitale Lösung macht Fortschritte bei Treibhausgasen sichtbar

    Das Zürcher Unternehmen Integrale Planung GmbH (Intep) hat laut einer Mitteilung einen neuen Emission Tracker herausgebracht, der KMUs den Einstieg in die CO2-Bilanzierung deutlich vereinfachen soll. Das web-basierte Tool bereitet zudem die Ergebnisse visuell auf und ermöglicht einen mehrjährigen Vergleich. Auf diese Weise sollen Fortschritte klar sichtbar und messbar gemacht werden.

    Der Emission Tracker orientiert sich an dem Greenhouse Gas Protocol und deckt alle drei Scopes, inklusive der indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, ab. Die Emissionsfaktoren seien wissenschaftlich validiert und werden regelmässig aktualisiert. Aktivitäts- und Emissionsdaten, die Intep während seinen Projektarbeiten sammeln konnte, ermöglichen ausserdem eine vereinfachte Berechnungsmethodik mithilfe von Branchendurchschnitten.

    Die visuell aufbereiteten Ergebnisse bieten einen Überblick über die wichtigsten Emissionsquellen, von der Energieversorgung bis hin zu den Ausgaben und Investitionen. Ein PDF-Bericht kann zur Kommunikation verwendet werden und bietet gleichzeitig praktische Tipps zur Emissionsreduktion. Mit dem Emission Tracker Plus können Unternehmen zudem eine zusätzliche zweistündige, persönliche Beratung durch Expertinnen und Experten von Intep erhalten.

    „Gerade KMU fehlen oft die finanziellen Mittel, die passenden Werkzeuge und das nötige Know-how,“ erklärt Dr.-Ing. Lisa Winter, Geschäftsführerin bei Intep Berlin. „Mit dem Emission Tracker ermöglichen wir ihnen einen niederschwelligen Einstieg in die Treibhausgasbilanzierung“. Auch Verbände, Gemeinden oder Grossunternehmen können profitieren, indem sie im Rahmen der Emission Tracker Partnerschaft Lizenzen für ihr KMU-Netzwerk erwerben.

  • Autonome Shuttle-Busse erreichen neue Testphase am Flughafen

    Autonome Shuttle-Busse erreichen neue Testphase am Flughafen

    Das Pilotprojekt autonom fahrender Shuttle-Busse am Flughafen Zürich ist in eine neue Phase getreten. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, hat das Projekt die Automatisierungsstufe 3 erreicht. Das bedeutet, dass Mitarbeitende des Flughafens die Busse für ihren Arbeitsweg zwischen dem Flughafenkopf (Tor 101) und dem Werkhof (Tor 130) nutzen können. An Bord der Busse sind jeweils Sicherheitsfahrer, die im Problemfall eingreifen könnten. Bislang sind in einer ersten Testphase die Busse ohne Passagiere gefahren.

    Der jetzige Erfolg ist auf das Zusammenarbeiten mehrerer Abteilungen des Flughafens mit dem Technologiepartner WeRide zurückzuführen. Zur Vorbereitung gehörten der Aufbau einer neuen IT-Infrastruktur, Hunderte Testfahrten sowie eine Vielzahl technischer Überprüfungen. Neben Schulungen wurden zusätzlich regulatorische Anforderungen und technische Abläufe optimiert.

    In einer weiteren Phase werden Fahrten ohne Sicherheitsfahrer mit einem sogenannten Remote Cockpit durchgeführt. Sind diese Fahrten ohne Passagiere erfolgreich, könnten die Busse anschliessend auch ohne Fahrer autonom fahren. „Wir gehen davon aus, dass wir erste Tests mit Fernüberwachung und ohne Sicherheitsfahrer frühestens Ende des Jahres durchführen können“, wird Raphaël Glaesener, Senior Innovation Manager der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert. Bei Erfolg wäre der Flughafen Zürich der erste in Europa mit autonomen Fahrbetrieb innerhalb seines Geländes.

  • Leichter und stärker: Neue Generation von Netzwerkbogenbrücken

    Leichter und stärker: Neue Generation von Netzwerkbogenbrücken

    Eine neue Grenzbrücke überspannt seit dem vergangenen Jahr die Oder bei Küstrin. Sie wird von einem Netzwerkbogen mit 130 Meter Spannweite und 88 Carbon-Trägern gehalten. Wie aus einer nun veröffentlichten Mitteilung der Empa hervorgeht, sind diese Carbon-Spannseile von Carbo-Link, einer Empa-Ausgliederung aus Fehraltorf, entwickelt worden. Die Carbon-Träger bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK).

    Der neuartige Werkstoff ermöglicht nicht nur eine flexible Verarbeitung, sondern spart auch eine grosse Menge Kohlendioxid ein, die bei herkömmlichen Stahlkonstruktionen freigesetzt würde. Mit dem Verwenden der Carbon-Träger reduziert sich das Eigengewicht gegenüber sonst eingebauten Flachstahlhängern erheblich. Bei der Konstruktion wurden rund 500 Tonnen Stahl und 1350 Tonnen Stahlbeton eingespart.

    Ein wesentlicher Vorteil der neuen Tragseile liegt in ihrer hohen Zugfestigkeit und in einer geringeren Ermüdung als Stahl. Die Ermüdungsversuche führte grösstenteils ein Team der Empa-Abteilung Structural Engineering durch und bestätigte dabei die nötige Dauerfestigkeit des neuartigen CFK-Materials. „Damit haben wir die Basis geschaffen für eine neue Generation filigraner Netzwerkbogenbrücken mit Carbon-Hänger als tragende Elemente“, wird Giovanni Terrasi, Leiter der Empa-Abteilung Mechanical Systems Engineering, in der Mitteilung zitiert.

    Optisch bieten die neuen Materialien gestalterische Freiheiten, wie die Oderbrücke zeigt. Carbon-Träger sind bereits bei weiteren Brückenbauten eingesetzt worden, das Besondere an der Oderbrücke ist ihre erstmalige Verwendung für den schweren Gütereisenbahntransport. Züge können sie mit einer Geschwindigkeit von 120 Kilometern je Stunde passieren. Die Brücke ist sowohl mit dem Deutschen Brückenbaupreis als auch dem britischen Bridges International Award ausgezeichnet worden.

  • Schwindendes Interesse an Elektroautos in der Schweiz

    Schwindendes Interesse an Elektroautos in der Schweiz

    AXA Schweiz warnt auf Basis der Ergebnisse des dritten AXA Mobilitätstachos davor, dass ein schwindendes Interesse an Elektroautos die Mobilitätswende gefährden könnte. Laut einer Mitteilung des Versicherungsunternehmens mit Hauptsitz in Winterthur geben die Zahlen generell Anlass dazu, von einer Trendwende für den Automobilmarkt zu sprechen: Zwischen 2023 und 2025 ist der Anteil derjenigen, die einen Autokauf planen, um 12 Prozent auf 34 Prozent gestiegen. Gleichzeitig kommt nur für 24 Prozent ein Elektroauto in Frage; 2023 war dies für 34 Prozent eine Option. Die zugrundeliegende repräsentative Umfrage wurde im Mai 2025 in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Sotomo in Zürich durchgeführt.

    Elektromobilität wird gemäss der Studie heute von 30 Prozent der Befragten abgelehnt, 25 Prozent waren es 2023. Die wachsenden Vorbehalte beziehen sich auf die Reichweite, den Preis und die Lademöglichkeiten. Dabei bleibt laut der Mitteilung auch der Occasionsmarkt für E-Autos weiterhin hinter demjenigen für Verbrenner zurück. Gründe hierfür seien Bedenken in Bezug auf den Batteriezustand und die schnelle technologische Entwicklung. Parallel dazu ist das Ansehen von Elektroautos im vergangenen Jahr um 9 Prozent gesunken. „Trotz dieser offensichtlichen Durchsetzungsschwierigkeiten von Elektroautos befürwortet weiterhin nur eine Minderheit von 38 Prozent eine stärkere politische Förderung der Antriebstechnologie“, wird Sotomo-Leiter Michael Hermann zitiert.

    Unabhängig von der Antriebstechnologie beobachtet die AXA im Zuge des Aufschwungs für den Automobilmarkt, dass deutsche Fabrikate unangefochten an der Spitze stehen; chinesische, insbesondere BYD, holen auf. Elektroautos aus den USA verlieren an Beliebtheit.

    Abgefragt wurde auch, wie die Bevölkerung zum autonomen Fahren steht: Hier herrscht Skepsis, hauptsächlich wegen Sicherheitsbedenken und möglicher Cyberangriffe. Die Mehrheit der Autobesitzenden sorge sich um den Missbrauch ihrer Fahrzeugdaten, heisst es.

  • Erste Schnellladestation für Stromautos in Adelboden eröffnet

    Erste Schnellladestation für Stromautos in Adelboden eröffnet

    Adelboden hat jetzt seine erste Gleichstrom-Schnellladestation für Stromautos. Die Station bei der Licht- und Wasserwerk Adelboden AG (LWA) an der Dorfstrasse 36 bietet laut einer Mitteilung Leistungen von 50 bis 100 Kilowatt. Damit können Stromautos innert 30 bis 60 Minuten aufgeladen werden. Insgesamt bietet die LWA damit 20 öffentliche Ladepunkte an sechs Standorten in Adelboden an.

    Die LWA sieht in der Schnellladestation einen Meilenstein für die nachhaltige Mobilität Adelbodens. „Jede Ladepause ist eine Einladung, Adelbodens Dorfkern zu erkunden“, wird Pascal von Allmen, Geschäftsführer der LWA, in der Mitteilung zitiert. Davon profitieren nicht nur die Autofahrerinnen und -fahrer, sondern auch das lokale Gewerbe.

  • Investition in moderne Arbeitsplätze und Ausbildung

    Investition in moderne Arbeitsplätze und Ausbildung

    Die Ferrum Gruppe hat laut einer Mitteilung ihren neuen Erweiterungsbau ferruBase an ihrer Niederlassung in Schafisheim eingeweiht. Mit dem Neubau hat das Maschinenbauunternehmen eine vertikale Produktionsstruktur realisiert, die auf rund 14’000 Quadratfläche Nutzfläche Platz für 240 neue Büroarbeitsplätze, voll ausgestattete Produktionsräume und eine zukunftsorientierte Lehrwerkstatt schafft. Bei der Eröffnung konnten über 1000 Gäste teilnehmen und bei Expertenführungen Einblicke in das neue Gebäude erhalten.

    Das neue Gebäude verknüpft laut der Mitteilung moderne Produktionsprozesse mit ergonomischer Bürogestaltung und Lehrwerkstatt nahtlos miteinander. Bei den Führungen konnten Mitarbeitende, Angehörige und Gäste erste Einblicke in Architektur, Bauweise und den neuen Maschinenpark erhalten. Bei der Eröffnungsfeier stand zudem Verpflegung bereit und es wurde und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geboten.

    Der Neubau sei für Ferrum eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und soll langfristig Arbeitsplätze am Standort Aargau sichern. Gleichzeitig sei er auch ein Bekenntnis dafür, wie Tradition und moderne Technologie erfolgreich vereint werden können.

  • Architekturpreis prämiert herausragende Bauprojekte im Kanton Zürich

    Architekturpreis prämiert herausragende Bauprojekte im Kanton Zürich

    Die Stiftung für die Auszeichnung guter Bauten im Kanton Zürich hat um achten Mal den alle drei Jahre vergebenen Architektur Preis Kanton Zürich verliehen. Die Jury prämierte jeweils vier Projekte in den Kategorien Auszeichnung und Anerkennung, die durch gestalterische Qualität und ihren innovativen Umgang mit aktuellen Herausforderungen überzeugen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Stiftung wird von der Baudirektion des Kantons Zürich, der Zürcher Sektion des Bundes Schweizer Architektinnen und Architekten, dem Schweizerischen Werkbund und der Zürcher Kantonalbank getragen.

    In der Kategorie Auszeichnung wurden das  Zürcher Hochhausensemble Leutschenbach und die Gesamtinstandsetzung der Wohnsiedlung Im Birkenhof prämiert sowie die provisorischen Sportbauten im Kanton Zürich und das Schulhaus Wallrüti in Winterthur.

    Anerkannt wurden das Ensemble dreier Wohngebäude in Kleinandelfingen, der Erweiterungsneubau der Kantonsschule Limmattal in Urdorf, das Projekt Gemeinschaftliches Wohnen im Roten Kamm in Zürich und das Hobelwerk, Haus D in Winterthur. Die Swiss Life Arena in Zürich erhielt den Publikumspreis. Dieser wurde in einem Online-Voting vergeben, das von Mitte April bis Ende Mai lief.

    Die Stiftung prämierte ausserdem das Hobelwerk, Haus D in Winterthur mit dem Nachhaltigkeitspreis Der Grüne Leu. Dieser zeichnet Architekturschaffende aus, die sich der ökologischen Nachhaltigkeit gewidmet und dabei eine eigene Ästhetik und Architektursprache entwickelt haben.

    „Eine gute Architektur sorgt für Wohlbefinden, Effizienz und Werterhalt. Dabei trägt sie der Nachhaltigkeit in vielen Dimensionen Rechnung. Zum Beispiel im Erreichen der gesellschaftlichen Zielsetzung der Verdichtung unseres Siedlungsgebietes nach Innen mit gleichzeitiger Schaffung von wertvollen Erholungsräumen“, wird Heinz Stecher, Key Account Manager Bau/Immobilien der Zürcher Kantonalbank und Stiftungsrat, in der Mitteilung zitiert.

  • Sechs Innovation Awards für Bau- und Werkzeuglösungen

    Sechs Innovation Awards für Bau- und Werkzeuglösungen

    Hilti hat laut einer Mitteilung bei den Pro Tool Innovation Awards (PTIA) 2025 in den USA sechs Auszeichnungen für kürzlich eingeführte Produkte erhalten. Die international tätige Herstellerin und Zulieferin im Bau- und Werkzeugbereich hat ihren Hauptsitz in Schaan, Liechtenstein, und ist in über 120 Ländern aktiv. Am jährlich stattfindenden PTIA-Wettbewerb beteiligte sich Hilti durch seine nordamerikanische Zentrale im texanischen Plano. Insgesamt seien mehr als 400 Produktlösungen von über hundert Herstellern eingereicht worden, heisst es. Eine Jury aus Fachleuten bewertete unter anderem den Innovationsgrad, die Leistung sowie sicherheitsrelevante und ergonomische Aspekte. „Wir freuen uns über das hohe Innovationsniveau in diesem Jahr“, wird Clint DeBoer, General Manager der PTIA, in der Mitteilung zitiert.

    Hilti wurde für Produkte in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Bei den Beton- und Mauerkernbohrern setzte sich das neue Diamantbohrgerät DD 150-U-22 durch. Es funktioniert kabellos und ist ausgestattet mit einer Oszillierfunktion, mit deren Hilfe ein Bohrkern aus der Bohrkrone leicht zu entfernen ist. Durchgesetzt haben sich in weiteren Kategorien der Baustaubsauger VC 5, der Rotationslaser PR 400-22, der Benzintrennschleifer DSH 700-X, das neue Anker-System KCCM Kwik Cast Connect und ein Filtersystem für Sauger (VC-CB 20/40/150-X).

    An der Schweizer Innovationskonferenz Open-i im November spricht der CEO der Hilti Gruppe, Jahangir Doongaji, wie in seinem Unternehmen Forschung & Entwicklung (F&E) gewichtet und eingebettet wird. „Bei Hilti treiben wir Innovationen gezielt voran, damit unsere Kunden produktiver, sicherer und nachhaltiger bauen können“, so Doongaji im Vorfeld der Konferenz. In F&E- sowie Testzentren von Hilti arbeiten Fachleute an Lösungen für ausgewählte Bereiche wie Arbeitssicherheit, Produktivität und Technologieintegration.

    Open-i versteht sich als Schweizer Innovationsgemeinschaft und Dialogplattform für Wirtschaft und Wissenschaft. Sie bringt akademische und ökonomische Fachleute zusammen und will den Weg ebnen für Kooperationen, die die führende Rolle der Schweiz als innovativen und erfolgreichen Markt sichern. Veranstaltet wird Open-i von NZZConnect, einer Zweigniederlassung der NZZ mit Sitz in Bern. Die Konferenz findet am 27. November statt, Tickets sind ab sofort erhältlich.

  • Neuer Beton senkt CO2-Ausstoss im Bauwesen

    Neuer Beton senkt CO2-Ausstoss im Bauwesen

    Omya ist neuer Partner im NEST, dem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude von Empa und Eawag in Dübendorf. In der dort seit Anfang 2024 angesiedelten Unit Beyond.Zero wollen sie laut einer Mitteilung der Empa einen zementreduzierten Beton testen, den sie in einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickelt haben.

    Omya hatte seine Expertise als weltweit tätiger Spezialist für Industriematerialien beigesteuert. „Dass wir nun gemeinsam nachhaltige Baustoffe entwickeln und diese direkt im NEST unter realen Bedingungen testen können, beschleunigt den Transfer von Innovationen in eine klimaschonende Bauweise“, wird Empa-Direktorin Tanja Zimmermann zitiert.

    Dieser innovative Baustoff ersetzt bis zu 70 Prozent seines Klinkeranteils durch natürliche Mineralien. Wie die Empa ausführt, reduziert das seinen CO2-Fussabdruck deutlich. „Damit ein neuartiger Beton breite Akzeptanz findet, braucht es den Praxistest“, wird Empa-Forscher Mateusz Wyrzyklowski aus der Empa-Abteilung Beton und Asphalt zitiert. „Mit dem Einsatz in der NEST-Unit Beyond.Zero können wir unseren zementreduzierten Beton umfassend validieren: von der Verarbeitung bis zur Dauerhaftigkeit.“

    Das Ziel ist ein Baustoff, „der nicht nur die ökologischen Anforderungen erfüllt, sondern auch in Hinsicht auf Verarbeitbarkeit, mechanische Eigenschaften, Volumenbeständigkeit und Dauerhaftigkeit überzeugt“, so die Empa. Die Unit Beyond.Zero geht über das Netto-Null-Ziel am Bau hinaus. Sie verfolgt die Vision, dass Gebäude in Zukunft als Kohlenstoffsenken dienen können – also unter dem Strich eine negative CO2-Bilanz aufweisen werden. Bislang verursacht der Bausektor in der Schweiz rund 28 Prozent der CO2-Emissionen.

  • Chatbots jede dritte Antwort ist falsch

    Chatbots jede dritte Antwort ist falsch

    In der internationalen Newsguard-Analyse wurden zehn der meistgenutzten Chatbots, darunter ChatGPT, Gemini, Perplexity und Claude, auf ihre Antworten zu aktuellen Nachrichtenthemen getestet. Die Fehlerquote liegt bei durchschnittlich 35 Prozent, was nahezu eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Besonders betroffen sind Fragen zu Politik, Gesundheit und internationalen Ereignissen. Viele Systeme behandeln fragwürdige Quellen wie bewährte Nachrichtenmedien und geben Desinformation auch dann weiter, wenn sie gezielt zur Täuschung platziert wurde.

    Beispiele für propagierte Fake News
    Die Studie zeigt prominent, wie oft KI mit erfundenen Skandalen und politischen Zitaten manipuliert wird. So bestätigten sechs von zehn Systemen fälschlicherweise, Moldaus Parlamentspräsident habe sein Volk als «Schafherde» beleidigt. Dahinter steckt eine Fälschung samt KI-generierter Tonaufnahme und Fake News-Seite. In einem anderen Fall verbreitete ein Chatbot das Gerücht, der ukrainische Präsident besitze Immobilien im Wert von 1,2 Milliarden Dollar, eine frei erfundene Geschichte, gestützt auf eine angebliche Whistleblowerin, die nie existierte.

    Unterschiede zwischen den Modellen
    Während der KI-Assistent Claude mit einer Fehlerquote von lediglich 10 Prozent als verlässlichster Anbieter gilt, liegt Gemini bei rund 17 Prozent. Chatbots wie Perplexity, Grok, You.com, Mistral und Meta bewegen sich zwischen 33 und 57 Prozent Fehleranteil. Die Systeme antworten heute in fast allen Fällen sofort. Auch dann, wenn sie zu wenig validierte Informationen nutzen und Qualitätseinbussen in Kauf nehmen.

    Quellenlage und Auskunftsfreude
    Die gestiegene Fehlerquote hängt vor allem mit der Auskunftsbereitschaft der Modelle zusammen. Wo sie früher lieber gar nichts sagten, liefern sie nun stets eine Antwort. Auch auf unsichere oder manipulative Quellen. Insbesondere bei Nachrichten aus Regionen mit wenigen seriösen Websites oder bei politischen Kampagnen laufen Chatbots Gefahr, Propaganda-Netzwerke oder Social-Media-Desinformation unkritisch zu verstärken.

    Folgen für Informationssicherheit
    Die automatisierte, überzeugende Verbreitung von Falschinformationen durch KI-Chatbots erhöht die Risikodynamik in der Medienlandschaft. Faktenchecker warnen, dass Desinformation subtil in den Alltag sickert und das gesellschaftliche Bewusstsein prägt. Oft schwer erkennbar und damit umso folgenreicher! Die Qualitätssicherung bei KI-gestützten Auskunftssystemen wird damit zur zentralen Herausforderung für die digitale Informationszukunft.

  • Zukunftsweisende Ingenieurbaukunst

    Zukunftsweisende Ingenieurbaukunst

    Die Brücke ersetzt mit ihrer 266 Meter langen Gesamtkonstruktion ein veraltetes Bauwerk aus dem Jahr 1926, das den Anforderungen des modernen Eisenbahnverkehrs nicht mehr genügte. Zentrales Bauteil ist ein strahlend weisser Netzwerkbogen mit einer Spannweite von 130 Metern, der den Grenzfluss Oder stützungsfrei überspannt. Statt klassischer Flachstahlseile kommen 88 Carbon-Zugglieder aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff zum Einsatz. Diese Hänger wurden massgeblich am Empa-Institut in Dübendorf entwickelt, getestet und begutachtet. Sie ersetzen die mehrere Tonnen schweren Stahlsegmente und verringern dadurch das Gesamtgewicht der Tragkonstruktion erheblich. Ein Vorteil für Materialeffizienz und Gestaltungsspielraum.

    Wirtschaftliche und nachhaltige Vorteile
    Die innovative Brückentechnik ermöglichte es, rund 600 Tonnen Stahl und 1350 Tonnen Stahlbeton einzusparen. Im Bauprozess wurde eine projektspezifisch ausgearbeitete Gerüstlösung eingesetzt, um Montage und Verschweissung der Brückensegmente effizient zu gestalten. Dank der hohen Ermüdungs-, Zug- und Korrosionsfestigkeit der Carbonseile ist sowohl der Wartungsaufwand als auch die Lebensdauer der Brücke positiv beeinflusst. Eine Nachhaltigkeitsstudie belegt, dass der Einsatz von Carbon rund 20 Prozent weniger CO₂-Emissionen als eine herkömmliche Stahlkonstruktion verursacht.

    Internationale Ausstrahlung und Zukunftspotenzial
    Die Eisenbahnbrücke kann von Güter- und Personenzügen mit bis zu 120 km/h befahren werden und erfüllt höchste Sicherheitsstandards. Umfangreiche Tests durch die Empa bestätigten die Dauerfestigkeit des Materials unter realen Belastungen. Die Brücke wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bridges International Award und dem Deutschen Brückenbaupreis. Sie gilt als Vorreiter für den Einsatz von Hochleistungsverbundstoffen im Infrastrukturbau.

    Neue Ästhetik und symbolische Bedeutung
    Der markante, elegante Bogen schafft einen architektonischen Akzent im Grenzgebiet und unterstreicht die Verbindung zwischen den Ländern. Die Netzwerkbogenbrücke mit Carbonhängern steht zugleich für technische Innovationskraft und ökologische Verantwortung. Sie könnte künftig als Standard für vergleichbare Grossprojekte im europäischen Bahnverkehr dienen.

  • Wie das Basler Wolf-Areal zum Wohnquartier wird

    Wie das Basler Wolf-Areal zum Wohnquartier wird

    Mit der Verlagerung des Güterumschlags in das Hafengebiet wurde ein 16 Hektar grosses Areal nahe des Bahnhofs Basel SBB frei. Die SBB verfolgt hier seit Jahren die Vision eines gemischten Quartiers, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit verbindet. Der städtebauliche Richtplan basiert auf einem Entwurf von Christ & Gantenbein sowie EM2N. Zentrales Element ist ein grosser Hof, der sich von Ost nach West erstreckt, Lärm abschirmt und als begrünter Boulevard öffentliche und private Nutzungen verknüpft.

    Zwei Gesichter Projekt «Janus»
    Das Pariser Büro Experience zusammen mit M-AP Architekten aus Lausanne entschied den Wettbewerb für das Baufeld MF02 für sich. Ihr Projekt «Janus» reagiert auf die Kontraste zwischen Bahnseite und Innenhof mit zwei Architektursprachen.

    Zur Gleisseite spannt sich eine horizontale Bandfassade mit markanten Betonrahmen, die vorbeifahrenden Zügen ein kräftiges Bild vermittelt. Zum Hof hin tritt eine feingliedrige Fassade mit versetzten Balkonen und grünlich verzierten Flächen in Erscheinung.
    Die Bauweise folgt einem hybriden Ansatz aus Betonskelett und Holzbau. Die Grundrisse sind kompakt organisiert, mit klarer Trennung zwischen Schlafräumen, Nasszellen und grosszügigen Wohnbereichen. Kritisch wurde lediglich die geringe Privatsphäre der ebenerdigen Wohnungen bewertet.

    Lärmschutz als Gestaltungselement Projekt «Binaria»
    Das Projekt «Binaria» der Basler ARGE Parabase und Confirm setzte sich für das Baufeld MF03 durch. Es begegnet dem Strassenlärm mit einer robusten Nordfassade aus wiederverwendetem Trapezblech und hervortretenden Akustikelementen. Zur Hofseite öffnet sich dagegen eine transparente, durchgrünte Glasfassade mit Balkonen und Pflanztrögen.
    Besonders markant ist der mehrgeschossige Durchgang, der Hof und Strassenraum verbindet. Das kreisrunde Lüftungsgitter aus schallabsorbierenden Paneelen setzt hier ein starkes architektonisches Zeichen. Im Innern ermöglichen lineare Grundrisse flexible Wohnkonzepte von 2.5- bis 5.5-Zimmer-Wohnungen. Nachhaltigkeit prägen wiederverwendete Träger, Recycling-Beton und Re-Use-Holz.

    Pilotcharakter mit hohem Anspruch
    Beide Siegerprojekte verfolgen innovative Wege beim Lärmschutz, bei der Flexibilität der Wohnungsgrundrisse und beim Einsatz von Re-Use-Materialien. Die Dächer werden für Photovoltaik und Regenwassermanagement genutzt, die Fassaden teilweise bepflanzt oder mit integrierter Solartechnik versehen. Energiegewinnung erfolgt mit erneuerbaren Quellen, sommerlicher Wärmeschutz durch Beschattung und Verdunstung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem reversiblen Bauen. Konstruktionen sollen verschraubt statt verklebt werden, um spätere Umnutzungen oder Materialkreisläufe zu erleichtern.

    Meilensteine und Perspektiven
    In einer ersten Etappe werden die Neubauten im Westen des Areals realisiert, Baubeginn ist für 2028 vorgesehen. Eine zweite Etappe mit City-Logistik-Hub und zusätzlichen Nutzungen soll ab 2031 folgen. Bereits vor der Fertigstellung öffnet die SBB das Areal für Zwischennutzungen. Die denkmalgeschützte 2000 m² grosse Bahnhalle wird künftig etwa für Sportangebote genutzt. Das Wolf-Areal wird damit zu einem Pilotprojekt für urbanen Wohnungsbau, das Fragen nach Lärmschutz, Nachhaltigkeit und sozial durchmischtem Wohnen in grossem Massstab beantwortet. Für Basel ist dies nicht nur ein städtebauliches Experiment, sondern ein entscheidender Schritt hin zu mehr erschwinglichem Wohnraum und höherer urbaner Lebensqualität.

  • Strategischer Meilenstein für Zofingen

    Strategischer Meilenstein für Zofingen

    Das 27’636 Quadratmeter grosse Areal nahe dem Bahnhof Zofingen war bis 2024 Standort der traditionsreichen Druckerei Swissprinters. Nach der Schliessung verkaufte die Ringier Areal AG den westlichen Teil an Turidomus, während der östliche Abschnitt im Ringier-Besitz verbleibt. In den letzten Jahren hatte Ringier zusammen mit der Stadt Zofingen und dem Basler Architekturbüro Christ & Gantenbein bereits die strategische Grundlage zur Umnutzung erarbeitet. Darauf baut nun die Entwicklung auf.

    Vielfalt und Nachhaltigkeit im Zentrum
    Das «Areal West» ist ein Standort von strategischer Bedeutung. Die Lage vis-à-vis der Altstadt und direkt hinter dem Bahnhof bietet ideale Voraussetzungen für ein neues, urbanes Wohnquartier. Auf fünf Baufeldern sollen über 300 Wohnungen für unterschiedliche Lebensstile und Haushaltsgrössen entstehen. Von kompakten Apartments bis hin zu Familienwohnungen.

    Die Projektentwicklung orientiert sich am Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz. Vorgesehen sind ein klimafreundlich gestalteter Quartierplatz, grüne Freiflächen, die Hitzeinseln reduzieren, sowie Photovoltaikanlagen. Auch die Versorgung über Fernwärme ist eingeplant, um den CO₂-Fussabdruck des Quartiers von Beginn an niedrig zu halten.

    Studienauftrag zur Präzisierung
    Für 2026 ist ein Studienauftrag vorgesehen, um die stadträumliche Einbindung und die konkrete Ausgestaltung des Wohnungsangebots zu präzisieren. Ziel ist es, ein lebendiges Quartier zu schaffen, das nicht nur Wohnen, sondern auch Begegnung und Identität stiftet. Baustart könnte je nach Verfahren ab 2028 erfolgen, mit ersten Bezügen ab 2030.

    Erfahrung mit Transformationen
    Referenzprojekte wie der Ziegeleipark in Horw/Kriens, das Quartier Reitmen in Schlieren oder Zwhatt in Regensdorf zeigen, dass sich die Gruppe auf komplexe Transformationsprozesse versteht. Mit dem «Areal West» in Zofingen knüpft die Gruppe an diese Linie an. Mit dem Ziel, industrielle Vergangenheit in ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Quartier zu überführen.

  • Schweizer Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu

    Schweizer Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu

    Die aktuelle Situation erinnert an die Jahre 2014 bis 2016, als eine längere Phase massiver Angebotsknappheit herrschte. Heute ist klar, dass kein kurzfristiger Ausgleich zu erwarten ist. Der Wohnungsbau bleibt auch in den kommenden Jahren hinter dem Wachstum der Haushalte zurück. Damit gehört die Schweiz erneut zu den europäischen Ländern, in denen sich die Wohnraumfrage zu einem zentralen Standortthema entwickelt.

    Belastung für Haushalte mit tiefer Kaufkraft
    Besonders stark trifft es Haushalte im unteren Einkommenssegment und des unteren Mittelstands. Während bestehende Mietverträge für rund 80 Prozent dieser Haushalte noch erschwinglich sind, zeigt sich auf dem aktuellen Markt ein deutlich anderes Bild. Nur gut 40 Prozent der neu angebotenen Wohnungen liegen in einem preislichen Rahmen, den diese Gruppen tragen können. In Regionen wie St. Moritz sowie in den urbanen Zentren und Agglomerationen fehlen passende Angebote nahezu vollständig.

    Wohnkosten steigen spürbar
    Ein Szenario aus dem Monitor verdeutlicht die Problematik. Würden alle Haushalte mit tiefer bis mittlerer Kaufkraft umziehen, stiege die durchschnittliche Wohnkostenbelastung von 29,1 auf 35,7 Prozent des Einkommens. Damit würde Wohnen für breite Teile der Bevölkerung klar zu einer finanziellen Überlastung. Bereits jetzt ist der Anteil der Mieterhaushalte, die ihre Wohnkosten nicht mehr im Budget halten können, von 2,6 auf 2,8 Prozent gestiegen. Noch moderat, aber mit klarer Tendenz nach oben.

    Fehlanreize auf der Angebotsseite
    Der Druck auf den Markt wird zusätzlich durch Investitionsmuster verschärft. Viele Investoren setzen auf Ersatzneubauten oder umfassende Sanierungen. Das stützt zwar die Bauwirtschaft, trägt aber kaum zur dringend nötigen Erweiterung des Bestands bei. Neue, bezahlbare Wohnungen kommen damit kaum auf den Markt. Entsprechend öffnet sich die Schere weiter zwischen günstigen Bestandes-Mieten und hohen Angebotsmieten, was die Verknappung zementiert.

    Bedeutung für Politik und Wirtschaft
    Die neue Analyse des BWO rückt die Frage der Wohnkosten im Verhältnis zum Einkommen in den Vordergrund. Für die kommenden Jahre bleibt absehbar, ohne strukturelle Ausweitung des Wohnungsangebots wird die Kluft zwischen Nachfrage und Angebot weiter wachsen. Für Wirtschaft, Gesellschaft und Immobilienbranche gehören damit innovative Wohn- und Baukonzepte ebenso zu den Schlüsselthemen wie regulatorische Anreize, um bezahlbaren Wohnraum effektiv zu sichern.

  • Die Schweizermeister 2025 an den SwissSkills

    Die Schweizermeister 2025 an den SwissSkills

    Vom 17. bis 21. September verwandelte sich das BERNEXPO-Areal zum Zentrum der Schweizer Gebäudetechnik. 62 Teilnehmende aus allen Landesteilen stellten sich anspruchsvollen Wettbewerbsaufgaben unter realistischen Bedingungen. Die jungen Fachkräfte traten in den Disziplinen Heizungsinstallateur/-in, Sanitärinstallateur/-in, Spengler/-in, Lüftungsanlagenbauer/-in sowie in den drei Spezialisierungen der Gebäudetechnikplanung gegeneinander an.

    Die neuen Schweizermeister sind

    • Timo Bruggmann, Heizungsinstallateur (Rorschach SG)
    • Oliver Ihringer, Sanitärinstallateur (Winterthur ZH)
    • Tino Zimmermann, Spengler (Oberbalm BE)
    • Armin Gaiser, Lüftungsanlagenbauer (Erstfeld UR)
    • Camille Svitek, Gebäudetechnikplanerin Sanitär (Limpach BE)
    • Kilian Gendroz, Gebäudetechnikplaner Heizung (Cuarny VD)
    • Mirco Burri, Gebäudetechnikplaner Lüftung (St. Gallen SG)

    Innovation und Praxisorientierung im Mittelpunkt
    Die 35. Schweizer Meisterschaften der Gebäudetechnik standen erneut für praxisnahe Herausforderungen. Auf knapp 1900 Quadratmetern hatten die jungen Berufsleute Gelegenheit, ihre Leistungen vor grossem Publikum und unter Zeitdruck zu demonstrieren. Technisches Können, Kreativität und Teamwork standen gleichermassen im Fokus.  Fähigkeiten, die in einer zunehmend digitalisierten und nachhaltigen Bauwirtschaft an Bedeutung gewinnen.

    Erlebniswelt Gebäudetechnik begeistert das Publikum
    Neben dem Wettkampfgeschehen boten die SwissSkills 2025 in der Halle 19 ein breites Rahmenprogramm. Interaktive Zonen wie die «Try-a-Skill»-Area luden Besucher dazu ein, Technik selbst zu erleben und Berufe mit eigenen Händen zu entdecken. Der Berufsmessestand, spezielle Foxtrails und Erlebnisstationen förderten den Dialog zwischen Nachwuchs, Ausbildnern und Branchenvertretern. Der direkte Austausch und die Möglichkeit, gemeinsam Herausforderungen zu meistern, machen die Gebäudetechnik zum modernen Innovationsfeld.

    Bedeutung für Nachwuchsförderung und Branche
    Die erfolgreichen Schweizermeisterschaften illustrieren eindrücklich, wie attraktiv und zukunftswirksam die Gebäudetechnik für motivierte Lernende ist. Die prämierten Nachwuchstalente blicken mit ihren Fähigkeiten und ihrem Berufsstolz über den Tellerrand hinaus und schlagen die Brücke zu einer nachhaltigen und lebendigen Branche. Für Unternehmen, Bildungsinstitutionen und die Öffentlichkeit sind die SwissSkills ein wichtiger Impuls, um die Gebäudetechnik weiter als Schlüsselbereich der Schweizer Bau- und Energiewende zu etablieren.

  • Kreislaufwirtschaft strategischer Aufschwung

    Kreislaufwirtschaft strategischer Aufschwung

    Die Kreislaufwirtschaft entwickelt sich zu einem festen Bestandteil der Unternehmensstrategien in der Schweiz. Der Anteil der Firmen, die sie in ihrer Unternehmensstrategie verankert haben, stieg innerhalb von vier Jahren von 11 auf 27 Prozent. Besonders grosse Unternehmen zeigen hohe Dynamik. Bei Betrieben mit über 250 Mitarbeitenden ist die Verankerung bereits in mehr als der Hälfte der Fälle Realität. Mittlere Unternehmen folgen mit 39 Prozent, kleinere hingegen bleiben mit 23 Prozent deutlich zurück.

    Umsetzung bleibt fragmentiert
    Trotz klarer Fortschritte in der strategischen Wahrnehmung bleibt die operative Umsetzung verhalten. Nur 15 Prozent der Unternehmen erzielen mehr als zehn Prozent ihres Umsatzes mit zirkulären Produkten und das nach lediglich marginalem Anstieg seit 2020. Ähnlich zurückhaltend agieren die Firmen bei Investitionen. Lediglich sieben Prozent investieren mehr als zehn Prozent ihrer Mittel in Massnahmen der Kreislaufwirtschaft. Auch die Breite der Aktivitäten ist mit durchschnittlich wenigen Massnahmen begrenzt.

    Fokus auf Energie statt Wertschöpfungsketten
    Besonders häufig setzen Unternehmen Massnahmen rund um den Energieverbrauch oder den Umstieg auf erneuerbare Energien um. Deutlich seltener finden sich Aktivitäten entlang der Lieferketten oder beim Einsatz von Rohstoffen, obwohl gerade dort zentrale Hebel für Ressourceneffizienz liegen würden. Laut Studienautor Tobias Stucki wird damit viel Potenzial verschenkt, zumal aktuelle geopolitische Risiken die Abhängigkeit von Rohstoffen erneut in den Mittelpunkt rücken.

    Branchen- und Regionenvergleich
    Zwischen den Branchen zeigen sich markante Unterschiede. Besonders stark engagieren sich Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation, Elektronik und Medizinaltechnik. Bau, Immobilien und persönliche Dienstleistungen bleiben in frühen Phasen der Transformation. Auch regional zeichnet sich ein gemischtes Bild ab. In der strategischen Verankerung liegen die Zentralschweiz und die Ostschweiz an der Spitze, während das Tessin Schlusslicht bleibt. Bemerkenswert ist jedoch, dass Tessiner Unternehmen im Hinblick auf Umsatzanteile mit zirkulären Produkten deutlich überdurchschnittlich abschneiden.

    Politische und gesetzliche Rahmenbedingungen
    Die Politik hat die Rahmenbedingungen für die Kreislaufwirtschaft in den letzten Jahren entscheidend erweitert. Seit dem 1. Januar 2025 ist sie explizit im Umweltschutzgesetz verankert. Damit rückt die Ressourcenschonung in den Fokus über die Abfallbewirtschaftung hinaus. Kantone wie Zürich und Bern haben mit Volksentscheiden und Strategien die Weichen gestellt. Zürich verabschiedete eine umfassende Kreislaufwirtschaftsstrategie, Bern verankerte die Zielsetzung in Regierungsrichtlinien und einem neuen Sachplan Abfall. Auch weitere Kantone wie Basel-Stadt, Genf oder Waadt treiben eigene Initiativen voran.

    Kreislaufwirtschaft als Zukunftsfrage
    Die Studie verdeutlicht ganz klar, dass die strategische Relevanz der Kreislaufwirtschaft in der Schweiz zunimmt. Trotzdem bleibt die konsequente Umsetzung weitgehend auf erste Schritte beschränkt. Der Übergang zum zirkulären Wirtschaften erfordert massive Investitionen, tiefgreifende Umstellungen in Lieferketten sowie neue Formen der Kooperation. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die Kreislaufwirtschaft nicht als Lippenbekenntnis stehenbleibt, sondern zu einem zentralen Pfeiler für Klima, Ressourcen und Wettbewerbsfähigkeit wird.

  • Zwischen Vision und Realität

    Zwischen Vision und Realität

    Neom und insbesondere «The Line» waren konzipiert, um die Wirtschaft des Landes zu diversifizieren und eine globale Ikone moderner Stadtentwicklung zu schaffen. Die Stadt als 170 Kilometer lange, lineare Megastruktur ohne Autos, vollständig betrieben mit erneuerbaren Energien und urbanen Superlativen, versprach Innovation und weltweite Aufmerksamkeit. Bereits Ende 2024 wurde jedoch bekannt, dass «The Line» statt den ursprünglich vorgesehenen Ausmassen nur in einem 2,4 Kilometer langen Abschnitt verwirklicht wird. Der bisherige Fortschritt beschränkt sich auf Erschliessungen, Infrastruktur, erste Zonen sowie einzelne Demonstrationsanlagen. Vom geplanten Bauvolumen ist in der Wüste wenig sichtbar.

    Finanzielle und strukturelle Herausforderungen
    Der saudische Ölpreis reicht aktuell nicht mehr aus, um den Haushaltsbedarf zu decken und Megaprojekte im ursprünglich geplanten Umfang zu realisieren. Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete das Königreich ein Haushaltsdefizit von rund 25 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig stagnieren die ausländischen Direktinvestitionen, was die Verantwortung umso stärker auf den öffentlichen Investmentfonds PIF konzentriert, dessen Rücklagen und Gewinne in den letzten Jahren deutlich schrumpften. Auch Kostenexplosionen und operative Lücken im Projektmanagement brachten Zweifel am Gesamtprojekt. Interne Studien veranschlagen die Gesamtkosten für «The Line» inzwischen auf bis zu 8,8 Billionen US-Dollar, um ein Vielfaches mehr, als je zuvor angenommen.

    Spaltung und Umverteilung
    Mit dem Baustopp wurden nicht nur tausende Arbeitsplätze verlagert oder gestrichen, sondern wesentliche Teilprojekte neuen Strukturen zugeordnet. Der Bereich «Trojena», geplant als Winterresort und Standort der Asian Winter Games 2029, wurde unter Aufsicht des Sportministeriums gestellt. Das Industrieprojekt «Oxagon» wird neu der staatlichen Ölgesellschaft Aramco zugerechnet. Die Luxusinsel «Sindalah» untersteht seit 2024 dem Tourismuskonglomerat Red Sea Global. Die verbleibenden aktiven Teilprojekte schmelzen den Gesamtanteil von Neom am saudischen Staatsfonds auf nur noch sechs Prozent zusammen. Der massive Personalabbau und die Konsolidierung der Strategien unterstreichen die gravierenden Veränderungen.

    Folgen für Saudi-Arabiens Zukunftsstrategie
    Mit der Redimensionierung des Vorzeigeprojekts stehen zentrale Säulen der Vision 2030 infrage. Weder der geplante symbolische Sprung in eine hypermoderne Gesellschaft noch die wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Erdöl sind auf absehbare Zeit gesichert. Grossereignisse wie die Asian Winter Games 2029 oder die Fussball-WM 2034 geraten ins Wanken. Die Führung des Landes demonstriert mit ihrem Kurswechsel auch ein grösseres Bewusstsein für ökonomische Grenzen und Realitäten. Ein Einschnitt, der den Anspruch auf globale Führungsrollen im Städtebau und in der innovativen Staatsentwicklung nachhaltig relativiert.

  • Solarstrom wird in Kaltenbach erstmals saisonal gespeichert

    Solarstrom wird in Kaltenbach erstmals saisonal gespeichert

    Bei der Post im zur Gemeinde Wagenhausen gehörenden Dorf Kaltenbach kann überschüssiger Solarstrom aus den Sommermonaten künftig im Winter genutzt werden. Möglich wird dies durch eine SeasON-Demonstrationsanlage im Neubau der Zustellstelle der Post in Kaltenbach, informiert die Matica AG in einer Mitteilung. Das von ihr in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern entwickelte thermochemische Verfahren nutzt Natronlauge für die verlustfreie Speicherung von Strom und Abwärme.

    Beim Einspeichern des Stroms wird der Natronlauge Wasser entzogen und in einen separaten Tank überführt. Konzentrierte Lauge und separates Wasser lassen sich dann bei Raumtemperatur aufbewahren. Soll die gespeicherte Energie genutzt werden, wird die konzentrierte Lauge wieder mit dem abgeschiedenen Wasser verdünnt. Die dabei entstehende Mischungswärme wird von Kondensionswärme ergänzt. Sie wird erzeugt, indem das Wasser im geschlossenen System mit Hilfe von Niedertemperaturwärme eines Wärmetauschers verdampft wird.

    „Für uns und das Team der Hochschule Luzern ist die Umsetzung des Projekts in Kaltenbach ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Markteinführung unseres innovativen übersaisonalen Energiespeichers SeasON“, wird Matica-CEO Marc Lüthi in der Mitteilung zitiert. „Die Erfahrungen aus dem Bau der Anlage, ihrer Installation und der Analyse der Betriebsphase sind essenziell für die effiziente Weiterentwicklung unserer zukunftsweisenden Lösung.“

    Das Unternehmen mit Sitz in Wagenhausen hat 2024 eine erste Demonstrationsanlage in Frauenfeld installiert. Eine dritte Anlage ist für Frühjahr 2026 in einer Wohnsiedlung in Nordrhein-Westfalen geplant.

  • Investition stärkt Wirtschaftsstandort mit 60 neuen Arbeitsplätzen

    Investition stärkt Wirtschaftsstandort mit 60 neuen Arbeitsplätzen

    Die in Emmen ansässigen SME Technik AG hat den ersten Spatenstich zum Bau eines neuen Firmengebäudes gesetzt. Mit dem Bau der neuen Produktionsstätten will der Spezialist für CNC-Fertigung seinen Standort im Kanton Luzern stärken, heisst es in einer Mitteilung. Mit einer Investition von 7 Millionen Franken entsteht ein dreigeschossiges Arbeits- und Produktionsgebäude. Zudem werden 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.

    Das Gebäude mit einer 1200 Quadratmeter grossen Produktionsfläche und mit 1100 Quadratmetern Bürofläche soll vor allem die CNC-Fertigung von kleinen Teilen oder Serie für die Aviatik und die Bahn optimieren. In einem ersten Schritt werden dazu zwei neue CNC-Maschinen aufgestellt. Der Bezug ist für Frühling 2026 vorgesehen.

    Der von der Cerutti Partner Architekten AG aus Rothenburg geplante und ausgeführte Bau ist auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgelegt. Für einen ressourcenschonenden Betrieb wurden eine Solaranlage auf dem Dach sowie Luft-Wasserwärmepumpen installiert.

    „Mit dem neuen Gebäude schafft die SME Technik moderne Arbeitsplätze, die sowohl für bestehende als auch für zukünftige Mitarbeitende attraktiv sind“, wird Jan Kottucz, Investor, Inhaber und Verwaltungsratspräsident der SME Technik AG, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig können wir in den modernen Produktionshallen mit neuen Anlagen unseren Kunden CNC-Teile in höchster Präzision und nach Schweizer Qualitätsmassstäben anfertigen.“ Ramona Gut-Rogger, Gemeindepräsidentin von Emmen, sieht in der neuen Investition der SME Technik ein „starkes Signal für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts.“

  • Neue Dynamik für Eigenverbrauchsgemeinschaften

    Neue Dynamik für Eigenverbrauchsgemeinschaften

    Primeo Energie baut sein Geschäft für Energiegemeinschaften aus. Das Baselbieter Energieunternehmen übernimmt per Anfang 2026 die Abrechnungsleistungen für Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) von Energie Wasser Bern (ewb), Regio Energie Solothurn (RES) und AGROLA, informiert Primeo Energie in einer Mitteilung. Die drei Energieversorger werden ihrer Kundschaft weiterhin ZEV-Dienstleistungen vermitteln, diese jedoch von Prime Energie ausführen lassen.

    „Wir glauben an Energiegemeinschaften als wichtiges Element der Energietransformation“, wird Primeo Energie-CEO Cédric Christmann in der Mitteilung zitiert. „Umso mehr freut es mich, dass uns ewb, RES und AGROLA ihr Vertrauen schenken und uns ihre ZEV-Dienstleistungen übertragen.“ Mit der Übernahme dehnt sich das schweizweite Netz von Primeo Energie auf über 20’000 ZEV-Messpunkte aus. Der Wachstumskurs des Unternehmens im Bereich Energiegemeinschaften soll die Position von Primeo Energie, „als führender Anbieter von ZEV-Dienstleistungen“ stärken, heisst es in der Mitteilung.

  • Neue Fischaufstiegshilfe für die Aare in Thun gestartet

    Neue Fischaufstiegshilfe für die Aare in Thun gestartet

    Die Energie Thun AG hat mit einem Spatenstich am 1. September den Bau einer neuen Fischaufstiegshilfe in der Selve Thun die Aarewerke offiziell begonnen. Die Bauvorarbeiten hatten bereits im Januar 2025 gestartet. Die neue Fischaufstiegshilfe wird mit zwei Einstiegen eine verbesserte Fischwanderung ermöglichen. Die Inbetriebnahme ist für März 2028 vorgesehen. Finanziert wird das Projekt über den Netzzuschlagsfonds, der über einen Zuschlag auf den Strompreis gespiesen wird.

    Der Bau wurde nötig, weil die Stauung der Aare bei den Aaarewerken durch eine Klappenwehr die ungestörte Fischwanderung behindert. Aktuell gibt es im Unterwasser nur einen Einstieg beim wenig genutzten Kraftwerk 94.

    Energie Thun hat das Projektgesuch bereits 2013 eingereicht, nachdem im Rahmen der Rezertifizierung der Aarewerke mit dem Umweltlabel naturemade star die Notwendigkeit der Wiederherstellung der Fischgängigkeit erkannt worden war. Das Amt für Wasser und Abfall (AWA) genehmigte 2014 die vorzeitige Sanierung. Es folgten mehrere Jahre der Vorprüfung und der Ausarbeitung des Bauprojektes. Der Gesamtbauentscheid fiel 2022, die und Ausschreibungen erfolgten 2024.

    Der Auftrag ging an die IG ThunFisch erteilt worden, einen Zusammenschluss der IUB Engineering AG, Kissling + Zbinden AGsowie der Fachstelle Fischökologie der Kraftwerke Oberhasli AG. Der grösste Bauanteil der Fischtreppe wird durch die Frutiger AG realisiert, die besonders im Spezialtief- und  Wasserbau spezialisiert ist.

  • 170-Meter-Turm setzt Akzente im Quartier de l’Étoile

    170-Meter-Turm setzt Akzente im Quartier de l’Étoile

    Die Halter AG mit Sitz in Schlieren und die Fordinvest (Schweiz) Immobilien GmbH mit Sitz in Pfäffikon SZ realisieren in Genf den Tour de l’Étoile 3. Das Hochhaus wird sich laut einer Mitteilung im neuen Quartier de l’Étoile in Genf befinden und mehr als 300 Wohnungen, Räume für öffentliche Einrichtungen, Gastronomie, Geschäfte und Dienstleistungen sowie ein öffentlich zugängliches oberstes Geschoss bieten. Mit einer Höhe von 170 Metern und einer Fläche von über 50’000 Quadratmetern soll es künftig ein architektonisches Landmark von Genf bilden.

    Hintergrund des Projekts ist das Raumplanungsprojekt Praille-Acacias-Vernets (PAV) in Genf. Im Rahmen dessen sollen in den kommenden Jahren auf einer Fläche von mehr als 140 Hektaren neun neue Stadtquartiere mit über 12’000 Wohnungen, 6’000 Arbeitsplätzen, öffentlichen Einrichtungen sowie Frei- und Grünflächen entstehen. Nun hat die Unterzeichnung der Planungsvereinbarung mit der Fondation Praille-Acacias-Vernets und dem Kanton Genf den Weg für die Entwicklung zweier Hochhäuser bereitet.

    Der Tour de l’Étoile 3 soll zusammen mit dem von Rolex geplanten Hochhaus ein zentrales Element des Entwicklungsprojekts PAV bilden und zur sozialen und funktionalen Vielfalt des Stadtteils l’Étoile beitragen. Fordinvest hat den bestehenden Tour de l’Étoile bereits im Jahr 2000 erworben und die Entwicklung des neuen Hochhauses initiiert. Halter übernimmt als Gesamtleister die Verantwortung für die Realisierung des Tour de l’Étoile 3. Das Unternehmen ist zudem bereits mit einem realisierten Hochhausprojekt im Projekt PAV präsent und plant, 2026 ein weiteres zu bauen.

  • Strategischer Zugang zum deutschen Regelenergiemarkt

    Strategischer Zugang zum deutschen Regelenergiemarkt

    Die BKW unterstreicht ihre Wachstumsambitionen in Deutschland und übernimmt laut einer Mitteilung die Münchner Südvolt GmbH und ihre 20 Mitarbeitenden. Damit tritt der  Berner Energie- und Infrastrukturkonzern in den deutschen Markt für Regelenergie und Systemdienstleistungen ein. Südvolt ist ein Flexibilitätsanbieter mit Zugang zu allen vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern und damit zum Regelenergiemarkt.

    Das Unternehmen schaltet in seinem virtuellen Kraftwerk Energiegewinnungsanlagen und industrielle Verbraucher flexibel zusammen, um das Netz stabil zu halten. Sein Kundenportfolio umfasst Gross- und Industriekunden aus energieintensiven Sektoren sowie Stadtwerke.

    Wie die BKW in der Mitteilung betont, erfolge diese Übernahme im Rahmen ihrer Strategie Solutions 2030. Damit richtet sie sich darauf aus, durch Investitionen in Energiespeicher und Energieproduktion ihre nachhaltigen Energielösungen zu erweitern.

    Durch diese Akquise „sichern wir uns einen strategischen Zugang zu einem der wichtigsten Energie- und Flexibilitätsmärkte Europas“, wird Stefan Sewckow zitiert, Konzernleitungsmitglied und CCO Energy Markets der BKW. „Wir stärken unsere Position in der Vermarktung von Flexibilitäten und erweitern unser internationales Portfolio.“ Bereits heute deckt die BKW in Deutschland die gesamte Wertschöpfungskette für die Energiewende ab, von der Energieproduktion über Stromleitungsbau bis zur Gebäudeplanung und Projektsteuerung und plant den Angaben zufolge, auch in diesen Bereichen weiter zu wachsen.

  • Tradition trifft Innovation bei Fassadensanierung in Davos

    Tradition trifft Innovation bei Fassadensanierung in Davos

    Das 1900 als Luxus-Sanatorium eröffnete Hotel Schatzalp in Davos hat mit Unterstützung von Architekturforschenden der ETH Zürich eine neue Fassade erhalten. Gebaut wurde mit digitalen Hilfsmitteln. Den Auftrag zur Umsetzung erhielten gemäss einer Mitteilung der ETH das ansässige Holzbauunternehmen Künzli Davos AG und das auf Augmented-Reality-Technologie spezialisierte Instructive Construction AG (Incon.ai). Incon.ai ist eine Ausgründung der ETH und hat seinen Sitz im Technopark Zürich.

    Die Entwürfe für die Neuinterpretation hat ein Team um Silke Langenberg, Professorin für Konstruktionserbe und Denkmalpflege an der ETH Zürich, und die Architekturprofessoren Fabio Gramazio und Matthias Kohler am ETH-Departement Architektur entwickelt. Die Aufgabe an die Architekturforschenden war es, das Erscheinungsbild zu erhalten und digitale Technologien in traditionelles Handwerk und in Betriebsabläufe zu integrieren. „Basierend auf der Entwurfslogik des Alten haben wir die Balustraden neu interpretiert“, wird Fabio Gramazio zitiert.

    Matthias Kohler sieht darin eine „grundlegende Veränderung der Art und Weise, wie man baut“. Das Digitalmodell ersetze den Doppelmeter bei klassischen Konstruktionsverfahren. Das mittels Augmented Reality geschaffene Digitalmodell vereinfache die Planung für Handwerkerinnen und Handwerker und der Mensch bringe seine Fingerfertigkeiten und Intuition ein. Wie Kohler betont, behalte der Mensch unverändert die Kontrolle über den Prozess.

    Die Holzbalustraden an dem Gebäude waren in die Jahre gekommen und hätten heutige Sicherheitsstandards nicht mehr erfüllt, heisst es zur Begründung. Zudem sei das typische Erscheinungsbild der Schatzalp mit den geschlossen über die Südfassade angebrachten Loggien durch zahlreiche Veränderungen beeinträchtigt gewesen.

  • Photovoltaikanlage auf Firmendächern in Aarau

    Photovoltaikanlage auf Firmendächern in Aarau

    Die HKG Engineering AG installiert in den nächsten sechs Wochen eine Photovoltaikanlage auf Dächern ihrer eigenen Firmengebäude am Standort Aarau. Wie es in einer Mitteilung heisst, sind dort 184 Hocheffizienzmodulen geplant, die jährlich 93’000 Kilowattstunden Strom erzeugen sollen. 

    Die erzeugte Energie reicht aus, um den Eigenbedarf in den Büroräumlichkeiten und zum Laden der Elektrofahrzeuge zu decken. Zudem bringt die Anlage Entlastungen für die derzeit im Bau befindliche benachbarte Liegenschaft Aarhof.

    Mit der Investition setzt HKG ein klares Zeichen für nachhaltiges Handeln. So sollen die CO2-Emissionen im Gebäudebereich reduziert werden und die Abhängigkeit von externer Energie verringert werden.

  • Schweizer Gütermetro liegt auf Eis

    Schweizer Gütermetro liegt auf Eis

    Das unterirdische Gütertransportsystem Cargo sous terrain (CST) ist in seiner bisher geplanten Form gescheitert. Die private Cargo sous terrain AG schreibt in einer Mitteilung, die Umsetzung sei zum jetzigen Zeitpunkt betriebswirtschaftlich nicht vertretbar. Eine private Finanzierung der Bauphase brauche andere rechtliche Rahmenbedingungen. Zentral sei, die Metro in ein Gesamtlogistiksystem einzubetten und stabile Partnerschaften mit Bund, Kantonen und Städten zu schliessen. 

    Technisch und baulich ist laut CST der Nachweis einer Machbarkeit erbracht worden, heisst es. Die Pläne für das unterirdische Logistiksystem mit Feinverteilung in Städten wurden im Rahmen einer unabhängigen Überprüfung im Frühjahr 2025 bestätigt. Nun sei es an den Behörden, auf dieser Basis weiterzugehen.

    CST bleibt im Dialog, verschiebt aber den Fokus: Nun will das Unternehmen nationale und internationale Organisationen in Fragen der städtischen Logistik beraten. In diesem Rahmen muss CST Kosten reduzieren und auch zehn Stellen abbauen. Laut der Medienmitteilung bedauert CEO Christoph Späth diesen Schritt ausserordentlich. Mit der Restrukturierung stelle CST jedoch die Weichen für eine nachhaltige Zukunft. 

    „Aktuell haben wir nicht die Mittel, um die Organisation mit dem bisherigen Fokus weiterzuführen, und passen uns darum den Realitäten an“, wird Verwaltungsratspräsident Marco Rosso zitiert. Es werde Zeit brauchen, bis CST verkehrspolitisch stabil verankert sei und langfristige Investitionen mobilisieren könne. 

    Die Planungen für die Gütermetro hatten ein unterirdisches Netz von Genf bis St.Gallen und von Basel bis Luzern mit einer Abzweigung von Bern nach Thun vorgesehen. Die erste Teilstrecke der Gütermetro von Härkingen nach Zürich hätte ursprünglich 2031 in Betrieb gehen sollen.

  • Wärmeverbund Olten-Trimbach startet nach Zusage des Kantonsspitals

    Wärmeverbund Olten-Trimbach startet nach Zusage des Kantonsspitals

    Die Aare Energie AG (a.en) und die IWB gehen die Realisierung eines Wärmeverbunds im Grenzgebiet Hagmatt der Solothurner Gemeinden Olten und Trimbach an. Die Umsetzung der Pläne für den Entzug von Wärmeenergie aus dem Grundwasser hatten die Partnerfirmen von der Einbindung des Kantonsspitals Olten abhängig gemacht. Nun ist die Zusage dieses Schlüsselkunden erfolgt, informieren a.en und IWB in einer gemeinsamen Mitteilung.

    Bereits im nächsten Jahr wollen a.en und IWB mit den Bauarbeiten für den Wärmeverbund beginnen. Seine Netzlänge wird voraussichtlich 6 Kilometer betragen. Als Herzstück der Anlage wird in der Mitteilung eine neue Heizzentrale im Trinkwasserpumpwerk Dellen genannt. Hier sollen zwei Wärmepumpen mit einer Leistung von je rund 2,5 Megawatt dem Grundwasser Wärme entziehen.

    Die Bereitstellung von Wärme aus Grundwasser könne auch bei niedrigen Wassertemperaturen im Winter gewährleistet werden, heisst es in der Mitteilung Die jährliche Wärmeleistung der Anlage wird dort auf 20 Gigawattstunden beziffert. Interessierte, die bereits ein Richtangebot angefragt haben, sollen nun konkrete Angebote erhalten und Verträge abschliessen können. Mit den ersten Wärmelieferungen rechnen die Partner ab 2027.

  • Neuer Chef für das Berner Kongress- und Veranstaltungszentrum

    Neuer Chef für das Berner Kongress- und Veranstaltungszentrum

    Die Kursaal Bern AG bekommt einen neuen CEO: Per 1. April 2026 wird Jonas Scharf die Leitung des multifunktionalen Kongress- und Veranstaltungszentrums mit Casino, Gastronomie und Hotel übernehmen, informiert die Kursaal Bern AG in einer Mitteilung. Scharf übernimmt das Amt von Kevin Kunz, der nach zehn Jahren CEO in den Ruhestand tritt.

    Der designierte neue CEO verfügt laut Mitteilung „über fast drei Jahrzehnte Führungserfahrung im Messe-, Kongress- und Hospitality-Bereich“. Unter den Stationen der Karriere von Scharf wird dort seine Funktion als COO der MCH Exibitions & Event GmbH hervorgehoben. Darüber hinaus habe er das Congress Center Basel „zu einem international anerkannten Kongressstandort“ ausgebaut. In der Mitteilung werden Scharf zudem „unternehmerisches Denken“ sowie „Empathie und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Stakeholdern, Politik und Wirtschaft“ attestiert.

  • Wachstumskurs mit Büroeröffnung in Köln fortgesetzt

    Wachstumskurs mit Büroeröffnung in Köln fortgesetzt

    VELLOWS baut sein Netzwerk weiter aus. Das 2023 gegründete Beratungsunternehmen für Projekte und Organisationsentwicklung in der Bau- und Immobilienbranche betreibt laut einer Mitteilung seit dem 1. September 2025 einen neuen Standort in Köln. Wie es dort heisst, setze VELLOWS mit der Eröffnung des neuen Büros seinen Wachstumskurs konsequent fort. Seinen Sitz unterhält das Unternehmen in Hergiswil und operiert auch unter einer Zürcher Adresse sowie in Basel und Berlin.

    „Köln ist für uns ein zentraler Standort, sowohl im Hinblick auf unsere Kundenstruktur als auch auf unser Leistungsportfolio“, erklärt der neue Standortleiter Stephan Hintzen. Der Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt Bauingenieurwesen verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Projektmanagement, in der Bauherrenvertretung sowie in der Immobilienberatung.

    VELLOWS-Gründer Prof. Jürgen M. Volm spricht von einem erfahrenen und bestens vernetzten Kollegen: „Als Partner und Geschäftsführer wird er eine zentrale Rolle dabei spielen, unsere Marktpräsenz in Deutschland weiter auszubauen.“

  • Erfolg für Suissetec im Fall EKS

    Erfolg für Suissetec im Fall EKS

    Seit Jahren engagiert sich Suissetec für „gleich lange Spiesse“ zwischen klassischen Beratungs-, Planungs- und Installationsbetrieben und den zunehmend auch im Gebäudetechnikmarkt aktiven Energiedienstleistern. Im konkreten Fall nutzte EKS Kundendaten aus der Grundversorgung, also aus dem Monopolbereich, zur Bewerbung von Solaranlagen, einem Angebot im freien Markt. Dieser unzulässige Wettbewerbsvorteil verstösst gegen das Stromversorgungsgesetz.

    Nach einer Strafanzeige von Suissetec 2017 kam es am 31. März 2025 zur rechtskräftigen Verurteilung zweier ehemaliger EKS-Mitarbeitender. Vergleichbare Verfahren gegen Repower und Groupe e endeten ebenfalls mit Schuldsprüchen.

    Konsequente Trennung von Marktbereichen
    Das Urteil verdeutlicht: Der Monopolbereich der Energiegrundversorgung muss strikt von den kommerziellen Aktivitäten der Energiedienstleister, etwa in Gebäudetechnik oder Solaranlagen, getrennt bleiben. Unternehmen stehen in der Pflicht, organisatorische und technische Vorkehrungen zu treffen, damit es zu keiner Durchmischung kommt.

    Obwohl im konkreten Fall nur Mitarbeitende und nicht das Unternehmen selbst belangt wurden, unterstreicht das Gericht, dass sich auch Unternehmen strafbar machen können, wenn sie gegen ihre Fürsorgepflicht verstossen.

    Signalwirkung für die Branche
    Für Suissetec ist das dritte Urteil in dieser Sache ein Meilenstein. Direktor Christoph Schaer betont: «Der Fall EKS ist für uns nun abgeschlossen. Gleichzeitig erwarten wir, dass dieses Urteil die Basis für einen kompetitiven, aber fairen Wettbewerb zwischen allen Marktteilnehmenden darstellt.»

    Damit will der Verband nicht nur Missbräuche verhindern, sondern auch die Energiedienstleister, als wichtige Mitglieder von Suissetec, verstärkt für die Bedeutung sauberer Trennlinien sensibilisieren. Ziel ist ein konstruktives Miteinander im Markt, das fairen Wettbewerb mit klaren Regeln ermöglicht.