Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Ausbau von 8000 Glasfaseranschlüssen bis 2026 geplant

    Ausbau von 8000 Glasfaseranschlüssen bis 2026 geplant

    Swiss Fibre Net und der lokale Energie- und Wasserversorger StWZ Energie stellen der Zofinger Bevölkerung laut einer Medienmitteilung bis Ende des Jahres knapp 5000 Glasfaseranschlüsse zur Verfügung. Bis Ende 2026 sollen es 8000 sein.

    Wie die beiden Unternehmen weiter mitteilen, werde das Glasfasernetz geöffnet, um die Versorgung der Kundschaft mit einer breiten Vielfalt an Telekomangeboten verschiedener Anbieter zu ermöglichen. „Dank der Zusammenarbeit mit Swiss Fibre Net können die mit StWZ-Glasfaser erschlossenen Zofingerinnen und Zofinger von den zusätzlichen Telekomangeboten von Sunrise und Salt profitieren“, so StWZ-Geschäftsführer Paul Marbach in einer Medienmitteilung. Die Angebote der beiden Telekomanbieter seien sofort verfügbar.

    Dass Kundinnen und Kunden aus diversen Telekomanbietern auswählen können, sei heutzutage ein Muss, so der CEO von Swiss Fibre Net, Andreas Waber: „Nur offene Netze garantieren einen kundenorientierten Wettbewerb. Deshalb engagieren wir uns in Zusammenarbeit mit Energieversorgern, Kabelnetzbetreibern und Gemeinden für den Grundsatz des offenen Glasfasernetzes.“

    Die Swiss Fibre Net AG ist ein Gemeinschaftsunternehmen lokaler Energieversorger und Kabelnetzbetreiber in der Schweiz. Sie verbindet die lokalen Glasfasernetze ihrer Netzpartner zum grossflächigen, homogenen und offenen Swiss Fibre Net und bietet dieses national tätigen Telekomanbietern zur Nutzung an.

  • Neue Agenda soll Zusammenarbeit im Limmattal stärken

    Neue Agenda soll Zusammenarbeit im Limmattal stärken

    An ihrer Generalversammlung vom 28. August 2025 hat sich die Limmatstadt AG zu ihrer Rolle als treibende Kraft der regionalen Entwicklung bekannt. Wie es auch in einer Medienmitteilung heisst, sei mit dem Abschluss des Prozesses für eine Neuausrichtung der künftige Auftrag für die regionale Standortförderung geschärft worden.

    In Zusammenarbeit mit den Akteurinnen und Akteuren der Region sei ein klares Zielbild definiert worden. Es kristallisiert sich in der Formulierung „Gemeinsam gestalten wir ein starkes Limmattal und schaffen Raum für mehr“. Durch die enge Zusammenarbeit und die konsequente Orientierung an den Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen könnten die Interessen gebündelt und Projekte initiiert und begleitet werden, die die erfolgreiche Entwicklung des Limmattals nachhaltig fördern sollen.

    Vor diesem Hintergrund übernehme die Limmatstadt AG eine aktivere Rolle. So würden nun die Entwicklung einer gemeinsamen regionalen und digitalen Agenda und das Projekt Kommunikationskanäle Limmattal gestartet. Beide sollen die Sichtbarkeit regionaler Angebote verstärken und die Zusammenarbeit im Limmattal weiter fördern.

    Im Rahmen dieser Neuausrichtung wurde auch der überarbeitete Markenauftritt „Limmattal. Raum für mehr.“ präsentiert. Er soll die Identität der Region als dynamischer Lebens- und Wirtschaftsraum stärken.

    Jasmina Ritz und Josef Bütler haben sich aus beruflichen Gründen aus dem Verwaltungsrat zurückgezogen. Neu gewählt wurde Roger Bachmann, der Stadtpräsident von Dietikon. Von seiner Expertise und regionalen Verbundenheit erwartet sich die Limmatstadt AG wertvolle Impulse.

  • Babyboomer werden keine Verkaufswelle beim Wohneigentum auslösen

    Babyboomer werden keine Verkaufswelle beim Wohneigentum auslösen

    Hoffnungen auf niedrigere Preise auf dem Markt für Wohneigentum durch den sogenannten Silver Tsunami der massenhaft ins Pensionsalter eintretenden Babyboomer werden sich nicht erfüllen. Zu diesem Ergebnis kommt die Immobilienstudie von Raiffeisen für das dritte Quartal 2025. Demnach wird die massive demografische Verschiebung, die durch den Ruhestand der zwischen 1955 und 1969 geborenen Babyboomer-Generation ausgelöst wird, nicht zu einem grösseren Angebot von Wohneigentum und in der Folge zu sinkenden Preisen führen.

    Der Hauptgrund dafür ist ihre äusserst geringe Wohnmobilität: Die Umzugsquote von Wohneigentümerinnen und -eigentümern im Rentenalter beträgt sowohl im Stockwerkeigentum als auch im Einfamilienhaus gerade einmal rund 1,5 Prozent. Dagegen ist die Umzugsquote von Pensionierten, die in Mietwohnungen leben, mit 4,1 Prozent fast dreimal so hoch.

    „Der ab 2023 beobachtete Anstieg der Leerstände im Wohneigentum ist kein Vorbote, dass die demografische Alterung zu einem strukturell höheren Leerstand beim Eigentum führt“, legt Raiffeisens Chefökonom Fredy Hasenmaile in einer Medienmitteilung dar. „Er ist in erster Linie durch die zwischenzeitlich höheren Zinsen und den damit vorübergehend wegfallenden Wohnkostenvorteil im Eigentum zu erklären.“

    Faktoren wie die grosse Angebotsknappheit, die tiefen Zinsen und die Zuwanderung haben laut Raiffeisen die Preisentwicklung bisher viel stärker geprägt als die Alterung der Gesellschaft. Auch auf dem Mietwohnungsmarkt übersteige die Nachfrage bei weitem das Angebot. Trotz der regen öffentlichen Debatte sei der Wohnungsbau nicht in Gang gekommen. Dementsprechend, so Hasenmaile, müsse „auch künftig mit einem spürbaren Anstieg der Angebotsmieten und rückläufigen Leerständen gerechnet werden“.

  • Forschende arbeiten an sauberem Wasser für Städte der Zukunft

    Forschende arbeiten an sauberem Wasser für Städte der Zukunft

    Forschende des in Dübendorf ansässigen Wasserforschungsinstituts Eawag und der Hochschule für Life Sciences an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sind am EU-Projekt UrbanM20 beteiligt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, widmet sich das unter der Leitung der Dänischen Technischen Universität Kopenhagen (DTU) stehende Projekt der Verbesserung des Monitorings und Managements der städtischen Wasserwirtschaft.

    Ziel des internationalen Projekts ist, die Qualität des städtischen Wassers in den Städten der Zukunft zu verbessern. Dabei sollen sowohl Wassernutzung, Verbrauch und Abwasser beobachtet und in Datenaustauschsystemen gespeichert werden. Mit digitalen Zwillingen sollen flexible Programme erarbeitet werden, die das Wasserqualitätsmanagement verbessern.

    An dem Projekt beteiligen sich 20 Partner aus zehn Ländern. Aus der Schweiz sind zum Beispiel das Stadtzürcher Departement für Entsorgung und Recycling (ERZ) sowie der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) mit an Bord. Die Beteiligten wollen intelligente Sensoren entwickeln, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz die Überwachung der Wasserqualität verbessern. Die digitalen Zwillinge sollen helfen, Verschmutzungsprobleme zu identifizieren und Lösungen zu planen. „Wir wollen die Behörden mit praxisnahen Leitlinien aber auch dabei unterstützen, ihre schon bestehenden Systeme besser zu überwachen und zu unterhalten“, wird Projektkoordinator Luca Vezzaro von der DTU in der Mitteilung zitiert.

    Das Projekt UrbanM20 wird über das Horizon Europe Programm von der EU mit 5 Millionen Euro gefördert. Zusätzlich unterstützt das Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) das Projekt mit 1 Million Euro.

  • Tagung zeigt Chancen und Herausforderungen der Zirkularität

    Tagung zeigt Chancen und Herausforderungen der Zirkularität

    Die Kästli Unternehmungen haben bereits zum vierten Mal ihre Kästli Fachtagung durchgeführt. Dabei diskutierten laut einer Mitteilung rund 100 Fachleute und Interessierte in der Kiesgrube Rubigen über Kreislaufwirtschaft im Bau.

    Die Bauwirtschaft verwerte bereits 70 Prozent ihrer jährlich rund 75 Millionen Tonnen Bauabfälle. Aber: „Zirkularität ist mehr als Recycling“, sagte Susanne Kytzia von der OST – Ostschweizer Fachhochschule laut der Mitteilung. Kreislaufwirtschaft müsse ein Gleichgewicht zwischen vielen verschiedenen Interessen herstellen. Viele kleine Entscheidungen könnten zusammen einen grossen Unterschied machen.

    Patric van der Haegen von Eberhard Unternehmungen verwies auf die hohen ökologischen und sozialen Kosten rein gewinngetriebenen Herangehens. „Umso wichtiger ist es, dass wir als Branche jetzt Verantwortung übernehmen und die Weichen neu stellen.“ Pascal Remund von Gastgeber Kästli forderte ein generationenübergreifendes Denken. „Wir müssen vorausschauend denken und handeln – im Interesse derjenigen, die nach uns kommen“, so der Vorsitzende der Geschäftsleitung des bald 140 Jahre alten Familienunternehmens.

    Michael Widmer, Geschäftsführer des Verbandes Baustoffkreislauf Schweiz (BKS), sieht dabei auch die Politik und die Verwaltung in der Pflicht, gerade bei der öffentlichen Beschaffung. Es brauche aber auch Mut aller Beteiligten in der Bauwirtschaft, so die Teilnehmenden. Das reiche von den Bauherrschaften, Planungsunternehmen und Bauunternehmen und beziehe auch die Wissenschaft mit ein. „Kreislaufwirtschaft ist kein Ziel, sondern ein Weg, auf dem wir ständig dazulernen“, so Pascal Remund. „Entscheidend ist, dass wir jetzt handeln – gemeinsam und mutig.“

  • Neue Solaranlage stärkt erneuerbare Energieproduktion im Alpenraum

    Neue Solaranlage stärkt erneuerbare Energieproduktion im Alpenraum

    Die Swisspower AG hat vom Kanton Graubünden die Bewilligung für den Bau der alpinen Photovoltaik-Grossanlage Alpin Parsenn erhalten. Wie es in einer Regierungsmitteilung heisst, ist der Bescheid mit Auflagen verbunden, die jedoch nicht näher benannt werden.

    Die Swisspower AG fungiert als Gesamtprojektleiterin. Sie vertritt Energie Wasser Bern (ewb), die Industriellen Werke Basel (IWB) und das Elektrizitätswerk Davos AG (EWD).

    Das Projekt, das bis vor Kurzem noch unter dem Namen Parsenn Solar lief, war am 17. Dezember 2023 vom Davoser Stimmvolk abgesegnet worden. Laut seiner Medienmitteilung vom November 2024 erwartete Swisspower den Erhalt der kantonalen Baubewilligung noch vor Ablauf des vergangenen Jahres; die laufenden Arbeiten seien vollständig auf den Baubeginn im Sommer 2025 ausgerichtet.

    Wie es jetzt vonseiten der Kantonsregierung heisst, wird die Solaranlage in 2500 Meter Höhe im infrastrukturell bereits erschlossenen Skigebiet Parsenn und auf knapp 14 Hektaren Fläche errichtet. Mit 1493 Modultischen soll sie jährlich rund 12,1 Gigawattstunden Strom produzieren. In der früheren Mitteilung war noch von mehr als 10 Gigawattstunden die Rede, die künftig rund 2200 Vierpersonenhaushalte versorgen sollen. Die logistische Erschliessung erfolgt über bestehende Zufahrtswege. Zusätzlich ist der Einsatz von Helikoptern und Schreitbaggern für eine minimalinvasive Montage vorgesehen.

    Swisspower mit Sitz in Zürich war im Jahr 2000 als Gemeinschaftsunternehmen von Schweizer Gemeinde- und Stadtwerken gegründet werden, die ihre Gebiete mit Elektrizität, Erdgas, Wärme und Trinkwasser versorgen. Die Allianz wird von 22 Aktionärspartnern aus der ganzen Schweiz getragen.

  • Kleine Städte interessieren sich zunehmend für die Smart City

    Kleine Städte interessieren sich zunehmend für die Smart City

    Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit Sitz in Winterthur hat die Swiss Smart City Survey 2024 veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass insbesondere kleine Städte in intelligente Lösungen investieren, heisst es in einer Mitteilung. Die Umfrage der ZHAW habe zudem eine steigende Teilnehmerzahl der Befragten verzeichnet.

    Von den teilnehmenden Städten und Gemeinden sind in der Umfrage insgesamt 403 Projekte zur Gestaltung einer intelligenten Stadt gemeldet wurden. Im Einzelnen zählen dazu Kategorien wie Smart Governance, Smart Environment, Smart Mobility, Smart People, Smart Living und Smart Economy. 97 Projekte fallen in den Bereich Smart Environment, darunter vor allem solche im Bereich Photovoltaik. Dies entspricht einer doppelt so hohen Anzahl wie noch im Jahr 2022.

    Allerdings verzeichnet der Bericht noch hohes Entwicklungspotential. In 29 Prozent der untersuchten Städte wird das Thema Smart City aktiv bearbeitet, 18 Prozent befinden sich noch in der Anfangsphase. „Viele Städte befinden sich noch in keiner definierten Smart-City-Entwicklungsphase – ein deutliches Zeichen, dass es hier enormes Entwicklungspotenzial gibt“, wird Vicente Carabias, Schwerpunktleiter für Nachhaltige Energiesysteme und Smart Cities an der ZHAW, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass immer mehr Städte sich dem Thema Smart City annehmen. Die Daten der Swiss Smart City Survey verdeutlichen das hohe Marktpotenzial für die Wissenschaft und Unternehmen, die beim Aufbau smarter Infrastrukturen eine aktive Rolle übernehmen können.“

  • Bauprojekt wird zum Lernlabor für Studierende und Forschende

    Bauprojekt wird zum Lernlabor für Studierende und Forschende

    Die beiden ETH-Departemente Architektur sowie Bau, Umwelt und Geomatik machen die Grundsanierung und den Ausbau des HIL-Gebäudes auf dem ETH-Campus Hönggerberg zu einem Forschungsprojekt. Anstatt die Bauplanung einem externen Planungsbüro zu übergeben, wird sie laut einem Bericht der ETH von einem internen Planungsteam unter Beteiligung von Professorenschaft, Mittelbau und Studierenden übernommen. Sie werden mit ihrem vielfältigen Baufachwissen im HIL Living Lab Eingriffe und Konstruktionen erforschen, um das nachhaltige, zirkuläre und ressourcenschonende Bauen im Bestand voranzubringen.

    Das HIL-Gebäude wurde 1972 bis 1976 errichtet und dient als Hauptgebäude der beiden Architektur- und Baudepartemente. Es verfügt über 800 Arbeitsplätze, 1600 Plätze in Hörsälen und Seminarräumen sowie grosse Zeichensäle und ist am Ende seines ersten Lebenszyklus angekommen. Insbesondere besteht den Angaben zufolge ein erheblicher Sanierungsbedarf bezüglich Brandschutz und Haustechnik. Zudem ist die markante Gebäudehülle unzureichend gedämmt.

    Ausserdem soll das Gebäude bis circa 2035 erheblich erweitert und aufgestockt werden, weil der Architekturstandort ONA aufgegeben und integriert werden soll. Daneben geht es bei dem Projekt um die zentrale Frage, wie in Zukunft im HIL gearbeitet, gelehrt und geforscht werden soll. Das Ziel soll ein modernes Raumangebot sein, das mit sogenannten hybriden Lehr- und Lernlandschaften stärker zu Interaktion und Kollaboration einlädt. Was das konkret bedeutet, wollen die Beteiligten noch definieren.

    „Das Living Lab ermöglicht es uns, Lehre und Forschung direkt in ein Bauprojekt einfliessen zu lassen“, wird Architekturprofessor Matthias Kohler auf der Internetseite des Projekts zitiert. Er hat es gemeinsam mit dem Direktor der ETH-Abteilung Immobilien, Hannes Pichler, initiiert. „Dass wir dabei an unserem eigenen ,Zuhause‘ forschen, macht es für uns umso spannender, weil wir so unsere Zukunft mitgestalten können.“

  • Kleine Städte treiben smarte Transformation voran

    Kleine Städte treiben smarte Transformation voran

    Im aktuellen Survey wurden 403 Projekte aus 124 Städten erfasst, wobei Digitalisierung und Nachhaltigkeit die wichtigsten Themenfelder darstellen. Die meisten Initiativen entfallen auf den Bereich Smart Environment, insbesondere auf erneuerbare Energien wie Photovoltaik und ressourcenschonende Technologien. Diese Dynamik unterstreicht den Wandel, den Schweizer Städte anstreben, um den CO₂-Fussabdruck zu verringern und innovative Lebensräume zu schaffen.

    Engagement und Wachstumschancen für kleine Städte
    Die Zahl der teilnehmenden Städte ist markant gestiegen. Immer mehr Kommunen formulieren eigene Smart-City-Strategien, benennen Verantwortliche und arbeiten an Pilotprojekten zur digitalen Transformation. Dennoch zeigt die Umfrage, dass fast 80 Prozent der Städte noch keine ausgereiften Prozesse implementiert haben und sich erst in frühen Entwicklungsphasen befinden. Dies ist ein starkes Signal für bestehendes Entwicklungspotenzial und Marktchancen für Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft.

    Governance, Partizipation und Infrastruktur
    Zu den entscheidenden Dimensionen zählen Smart Governance, Citizen Engagement und Co-Kreation. Die Zunahme von Projekten in digitalen Bürgerservices und smarter Infrastruktur, wie Ressourcenschonung oder intelligente Mobilität, deutet auf den notwendigen Ausbau und die Verstärkung von organisationsinternen Kompetenzen innerhalb der Stadtverwaltungen hin.

    Marktpotenzial und nächste Schritte
    Die Studienautoren betonen, die Dynamik bei Smart-City-Initiativen ist hoch, aber die Ausgestaltung und Organisation noch ausbaufähig. Das Marktpotenzial für Unternehmen und Forschung ist entsprechend gross. Smarte Infrastruktur und innovative Projekte bieten zahlreiche Möglichkeiten für Kooperation und Investition.

    Kleine Städte als Treiber der smarten Zukunft
    Kleine Schweizer Städte erweisen sich als Motor der Smart-City-Transformation. Mit wachsendem Engagement, einer klaren Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie einer steigenden Zahl konkreter Projekte gewinnen sie an Bedeutung und schaffen neue Chancen für eine nachhaltige und vernetzte Stadtlandschaft.

  • Informationsveranstaltung für Senioren auf der Wohnungssuche – Ein Kooperationsprojekt des SVIT Zürich mit der Stadt Uster für Bewohner der Stadt Uster

    Informationsveranstaltung für Senioren auf der Wohnungssuche – Ein Kooperationsprojekt des SVIT Zürich mit der Stadt Uster für Bewohner der Stadt Uster

    In einem Pilotprojekt hat sich der SVIT Zürich zusammen mit der Stadt Uster das Ziel gesetzt, im digitalen Zeitalter dieser Altersgruppe eine geeignete Unterstützung anbieten zu können. Im Zentrum steht eine enge Zusammenarbeit mit den Amtsstellen (z. B. Sozialdienste, Gesundheits- und Beratungsstellen) und dem Immobilienverband auf mehreren Ebenen:

    1. Informations- und Beratungsangebote
    Eine zentrale Anlaufstelle als Teil der «Fachstelle Alter» soll älteren Menschen unterstützen, sich über den aktuellen Wohnungsmarkt einen Überblick zu verschaffen und sich für Wohnungssuche «parat» zu machen.  Dabei gibt es einiges zu beachten, gerade, wenn wie so oft die letzte Wohnungssuche schon Jahrzehnte zurückliegt. Bei diesem Punkt kommt der SVIT Zürich ins Spiel und organisiert für Interessierte Seniorinnen und Senioren nützliche Informations- oder besser ausgedrückt «Aufklärungsveranstaltungen», welche auf die «Dos and Don’ts» der Wohnungssuche hinweisen. 

    Im «SVIT Zürich World-Cafe», werden die Besucher in 3 Gruppen an grossen Blocktischen eingeteilt. Bei Kaffee und Kuchen werden wichtige Schwerpunkte erläutert und besprochen. 

    • Ausfüllen eines Interessenformulars mit den nötigen Beilagen / Selektion der Mieter aus Sicht der Verwaltung 
    • Wie und wo suche ich nach geeigneten Wohnungen / Realitäts-Check der 

    gewünschten Wohnung (inkl. Suchprofil erstellen) 

    • Wo der Verband während der aktiven Suche unterstützen kann (Coaching) und 

    weshalb wir keine Wohnungen auf dem Präsentierteller anbieten können.  

    Die erste Veranstaltung dieser Art findet am 18. September 2025 im Gemeinderatssaal der Stadt Uster Stadt: 

    Infos unter:
    https://www.svit.ch/de/svit-zuerich/event/informationsveranstaltung-fuer-seniorinnen-und-senioren-auf-der-wohnungssuche

    2. Best Practice-Leitfaden für Senioren zum Vorgehen bei Vermietungsprozessen
    Vermietungsprozesse sind heute weitgehend standardisiert und auf Effizienz getrimmt. Grössere Liegenschaftsverwaltungen setzen stark auf Tempo und vergeben Wohnungen an den ersten Mieter, der passt. Kleinere Liegenschaftsverwaltungen und private Vermieter nehmen sich zwar manchmal mehr Zeit, aber auch sie wollen möglichst schnell vermieten. Wer seine Chancen bei der Wohnungssuche erhöhen möchte, muss sich sehr gut vorbereiten und bereit sein, schnell zu entscheiden. Die Vorbereitung lohnt sich, weil Wohnungsbewerbungen bei den meisten Verwaltungen ähnlich ablaufen.  

    In Kooperation mit der Stadt Uster (Fachstelle Alter) und dem SVIT Zürich entstand 

    Im Februar 2025 eine hilfreiche Anleitung speziell für Senioren: 

    Leitfaden unter:
    https://www.svit.ch/sites/default/files/2025-02/Wohnungssuche%20ohne%20Umwege.pdf

    3. Prävention und Langfristigkeit
    In einer geplanten Kampagne „Wohnen im Alter“ – sollen ältere Menschen ermutigt werden, rechtzeitig über einen Umzug nachzudenken, denn eine frühzeitige Planung erleichtert den Wohnsuchprozess für den Lebensabend enorm. 

  • Whitepaper «Nachhaltige Gebäudekonzepte»

    Whitepaper «Nachhaltige Gebäudekonzepte»

    Die Autoren des Whitepapers fordern einen Paradigmenwechsel. Planen, Bauen und Betreiben sollen als zusammenhängender, ganzheitlicher Prozess verstanden werden. Gebäude gelten dabei als dynamische Systeme, die Mensch, Umwelt und Wirtschaft gleichermassen dienen. Bereits in der frühen Planungsphase schafft eine vorausschauende Automationsstrategie die Basis für einen energieeffizienten, komfortablen und langlebigen Betrieb.

    Gebäudeautomation liefert greifbaren Mehrwert
    Durch digitale Steuerung von Beleuchtung, Klimatisierung, Heizung und Lüftung sowie gezielten Einsatz von Sensorik wird Ressourcenverbrauch messbar reduziert und das Raumklima verbessert. Das schlägt sich positiv auf Betriebskosten, Nutzerkomfort und die Einhaltung von ESG-Kriterien nieder – ein signifikanter Vorteil für Investoren, Betreiber und Nutzer.

    Der Mensch im Mittelpunkt
    Im Whitepaper erhält der menschliche Faktor grossen Stellenwert: Moderne Gebäude sollen zur Gesundheit und Produktivität beitragen und individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Aspekte wie Luftqualität, thermischer Komfort oder Akustik rücken stärker in den Fokus. Dank digitaler Technologien – von Sensorik bis zu personalisierten Raumprofilen – werden adaptive und nutzerfreundliche Arbeits- und Lebenswelten realisierbar.

    Kreislaufwirtschaft und digitale Infrastrukturen als Zukunftsstandard
    Gebäudeautomation unterstützt einen sparsamen Umgang mit Energie und Wasser und erleichtert die Umsetzung zirkulärer Gebäudekonzepte. Cloudbasierte Plattformen, IoT-Sensoren und IP-basierte Netzwerke schaffen Raum für smarte Funktionen wie Desk-Sharing oder Asset-Tracking und steigern den Immobilienwert im Zeitalter digitaler Transformation.

    Komfort, Nachhaltigkeit und Wertsteigerung
    Das Whitepaper belegt eindrücklich, ganzheitliche Gebäudeautomation sorgt nicht nur für mehr Komfort und Kosteneffizienz, sondern ist unverzichtbar für nachhaltige, gesundheitsfördernde und wertstabile Immobilien.

    Whitepaper steht zum Download bereit unter: www.siemens.ch/raumautomation

  • ETH-Spinoff lehrt der Baubranche das Sparen

    ETH-Spinoff lehrt der Baubranche das Sparen

    Auf dem Gelände des Innovation Park Zürich setzt das ETH Spinoff Zeichen. Ein dreieinhalb Tonnen schwerer Dumper wird bei Kunden-Demos mit dem eigens entwickelten Hybridantrieb vorgestellt. Die Baubranche steht angesichts von weltweit drei Gigatonnen CO₂-Emissionen ihrer Maschinen vor enormen Herausforderungen. Der Hybridantrieb ermöglicht eine Reduktion von 30 bis 50 Prozent beim Treibstoffverbrauch und den Emissionen. Eine Revolution für Baufirmen, die zunehmend strengeren Umweltauflagen gegenüberstehen.

    Effizienz und Entwicklung als Daueraufgabe
    Der Innovationsdruck ist hoch. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und zukünftige Anforderungen zu erfüllen, arbeitet das Team laufend an Weiterentwicklungen und optimiert die Technologie für verschiedene Einsatzzwecke. Die Zusammenarbeit mit Bau- und Maschinenunternehmen gewährleistet praxistaugliche Lösungen, während der Standort im IPZ-Pavillon ideale Bedingungen für Forschung und Entwicklung bietet.

    Vom Prototyp in die Serienfertigung
    Nach intensiver Zusammenarbeit mit Partnern steht die serielle Produktion kurz bevor. Damit wird der innovative Hybridantrieb bald breite Anwendung finden und markant zur Dekarbonisierung und Kostenreduktion im Baugewerbe beitragen. Die Technologie vereint Kraft und Flexibilität mit ökologischer Verantwortung. Ein Modell, das der Schweizer Bauindustrie neuen Schub gibt.

    Das Unternehmen zeigt eindrücklich, wie technologische Innovationen den Spagat zwischen Effizienz, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit meistern. Der Weg in die Zukunft des Bauens führt über intelligente Antriebe.

  • Die Schweiz braucht ein neues Bewusstsein für ihre Industrie

    Die Schweiz braucht ein neues Bewusstsein für ihre Industrie

    Mit einem Exportanteil von über 80 Prozent steuert die produzierende Industrie rund 18 Prozent direkt zum Schweizer Bruttoinlandprodukt bei. Mit den industrienahen Dienstleistungen steigt der Anteil auf mehr als 25 Prozent bzw. 230 Milliarden Franken jährlich. Die Industrie sorgt nicht nur für hohe Wertschöpfung und geringe Jugendarbeitslosigkeit, sondern finanziert direkt und indirekt Infrastruktur, Bildung und soziale Sicherheit.

    Globale Handelsbeziehungen sind unverzichtbar
    Aktuelle US-Strafzölle von 39 Prozent auf Schweizer Güter bedrohen den Export und damit fundamentale Pfeiler der Wirtschaftsleistung. Der Wohlstand und die Krisenresilienz der Schweiz basieren traditionell auf offenen, zuverlässigen und umfassenden Handelsbeziehungen, insbesondere zur EU als wichtigstem Absatzmarkt. Die rasche Ratifizierung der Bilateralen III und neuer Freihandelsabkommen ist zentral, um Barrieren abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

    Rahmenbedingungen weiterentwickeln
    Tiefe Arbeitslosigkeit und die anhaltende Stärke der Industrie beruhen auf Faktoren wie dem dualen Bildungssystem, einer schlanken Bürokratie, flexibler Kurzarbeit und einer liberalen Wirtschaftsordnung. Die Ausweitung der Kurzarbeitsbezugsdauer und der Erhalt des liberalen Arbeitsmarktes sind dabei zentrale Instrumente.

    Politischer Handlungsbedarf
    Die Industrie benötigt eine Politik, die ihre volkswirtschaftliche Bedeutung ernst nimmt. Das Modell «Exportnation Schweiz» bleibt erfolgreich, wenn Unternehmen innovative Wege gehen können und die Politik dafür konsequent die verlässlichen Rahmenbedingungen bereitstellt. Dies ohne Blockaden und mit klarem Fokus auf den Erhalt internationaler Wettbewerbsfähigkeit.

    Industriestärke politisch absichern
    Die Schweiz muss sich ihrer industriellen Stärken bewusst werden und diese mutig weiterentwickeln. Nur mit besserer Vernetzung, politischen Entscheidungswillen und optimalen Rahmenbedingungen ist der internationale Erfolg der Industrie nachhaltig gesichert.

  • HSLU optimiert Metallrecycling mit KI

    HSLU optimiert Metallrecycling mit KI

    Jährlich fallen fast zwei Millionen Tonnen Metallschrott in der Schweiz an, wovon bis zu 95 Prozent recycelt werden. Die hohe Rücklaufquote täuscht jedoch über ein zentrales Problem hinweg. Verunreinigungen, etwa Kupfer im Stahlschrott oder Zinn aus Beschichtungen, machen einen Grossteil des Recyclingstahls ungeeignet für hochwertige Anwendungen. Statt im Fahrzeug- oder Maschinenbau wird dieser Stahl meist im Tiefbau eingesetzt, wo geringere Anforderungen an Reinheit gelten.

    Downcycling ist wirtschaftlich und strategisch riskant
    Der sogenannte Downcycling-Effekt führt dazu, dass wertvolle Rohstoffe nicht optimal genutzt werden. Die Schweiz als rohstoffarmes Land ist bei hochwertigen Metallen auf Importe angewiesen. Jede Tonne, die hochwertig recycelt wird, stärkt die Autonomie und Resilienz der Schweizer Wirtschaft, gerade in politisch unsicheren Zeiten.

    KI-Sensorik für Effizienz und Qualität
    Im Forschungsprojekt ReRe und im Innosuisse-Projekt Reinvent zeigen HSLU und Partner, wie intelligente Sensoren, kombiniert mit selbstlernender KI, bereits an Sammelstellen eine präzise Analyse des Metallschrotts ermöglichen. Kritische Bestandteile wie Akkus oder Druckbehälter werden früh erkannt, was die Sortierprozesse entscheidend verbessert.  Wenn nur 15% des rückgeführten Schrotts hochwertig recycelt werden, können bis zu 36’000 Tonnen CO₂ und jährlich rund 30 Millionen Franken eingespart werden.

    Systemische Ansätze für eine moderne Kreislaufwirtschaft
    Die von Innosuisse geförderte Studie Reinvent analysierte das Gesamtsystem Metallrecycling von Materialflüssen über Akteure bis zu Geschäftsmodellen. Neben technologischen Innovationen sind Standards, Transparenz und verlässliche Daten zur Rückverfolgbarkeit essenziell, ebenso wie wirtschaftliche Anreize für alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette.

    Zukunftsfähigkeit sichern
    Die Wissenschaftler der HSLU empfehlen unter anderem, Sensortechnologien flächendeckend zu integrieren, einheitliche Datensysteme zur Rückverfolgbarkeit zu schaffen und Kooperationen über alle Akteursgruppen zu stärken. Auch die gezielte Förderung von Wiederverwendungspraktiken soll technologisch und regulatorisch verankert werden, damit hochwertiges Recycling zum Branchenstandard wird.

    Metallrecycling als Schlüssel zu Schweizer Rohstoffsouveränität
    Mit KI und systemischen Innovationen wird Metallschrott zum Wertstoff. Die Schweiz kann den Rohstoffkreislauf schliessen und eine nachhaltige, widerstandsfähige Industrie aufbauen.

  • Verdichtung und Wohnungsbau über Gleisanlagen

    Verdichtung und Wohnungsbau über Gleisanlagen

    Gerade in zentral gelegenen Bahnhofsgebieten schlummert ein enormes, bisher ungenutztes Potenzial. Die Überbauung von Gleisfeldern ist eine städtebauliche Entwicklungsstrategie, die weltweit bereits erfolgreich angewendet wird, etwa in Metropolen wie London, New York oder Wien. Auch in Schweizer Städten rückt diese Möglichkeit immer mehr ins Zentrum der Debatten um nachhaltige Verdichtung und innovative Stadtentwicklung.

    Politische Initiativen und Reaktionen
    Ständerat Josef Dittli hat einen Vorstoss eingereicht, der den Bundesrat auffordert, Konzepte und Prozesse zur Nutzung von Flächen über Gleisen zu prüfen. Dabei steht insbesondere die technische und rechtliche Machbarkeit sowie die nachhaltige Integration in die bestehende Stadtstruktur im Fokus. Der Bundesrat reagierte positiv und sieht in den Gleisflächen ein grosses Potenzial für den Wohnungsbau in zentralen Lagen. Die Beratung des Geschäfts erfolgt nun im Ständerat und verspricht neue Impulse für urbane Entwicklungsprojekte.

    Auch auf kantonaler Ebene, etwa in Zürich durch die FDP, werden ähnliche Initiativen vorangetrieben, mit dem Ziel, den Flächenbedarf im urbanen Raum besser zu nutzen und die Lebensqualität zu steigern.

    Chancen und Herausforderungen
    Die Realisierung solcher Bauprojekte erfordert innovative Verfahren und interdisziplinäre Zusammenarbeit von Behörden, Schienenverkehrsbetrieben, Bauunternehmen und Stadtplanern.

    Zentral sind dabei:

    • Sicherstellung der Funktionalität und Sicherheit des Bahnverkehrs
    • Nachhaltige und energieeffiziente Bauweise
    • Integration mit bestehenden Infrastrukturen und dem Stadtbild
    • Rechtsklare und transparente Prozesse für Planung und Baubewilligung

    Die Nutzung von Raum über Gleisfeldern bietet eine vielversprechende Antwort auf die Herausforderungen der urbanen Verdichtung und Wohnraumbeschaffung. Mit politischen Vorstössen auf verschiedenen Ebenen und der positiven Haltung des Bundesrats könnten diese Potenziale künftig sinnvoll erschlossen und zukunftsorientierte Stadtentwicklungsprojekte realisiert werden.

  • Bauwirtschaft im Zentrum des zukünftigen Hochwasserschutzes

    Bauwirtschaft im Zentrum des zukünftigen Hochwasserschutzes

    Mit steigenden Temperaturen nimmt die Intensität von Starkniederschlägen zu. Wärmere Luft speichert mehr Feuchtigkeit, die sich in kurzer Zeit entladen kann. Besonders lokale Gewitter lösen massive Oberflächenabflüsse aus, die nicht versickern oder von der Kanalisation aufgenommen werden können. Keller, Tiefgaragen und Strassen werden so regelmässig überflutet, auch weitab von Flüssen oder Seen.

    Bereits heute sind laut Analysen des Mobiliar Lab 62% aller Gebäude in der Schweiz potenziell betroffen. Zwei Drittel aller Überschwemmungsschäden der letzten zehn Jahre gehen auf Oberflächenabfluss zurück und der Trend zeigt weiter nach oben, insbesondere in urbanen Gebieten.

    Bauliche Massnahmen mit grossem Nutzen
    Der Schlüssel liegt in der Prävention. Objektschutzmassnahmen wie erhöhte Lichtschächte, abschüssige Rampen bei Tiefgarageneinfahrten, wasserresistente Baumaterialien oder gezielte Geländeanpassungen verhindern Schäden und bieten ein ausserordentlich gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Viele Kantone unterstützen solche Investitionen finanziell.

    Zusätzlich birgt die Gebäudetechnik erhebliches Potenzial. Intelligente Systeme könnten künftig Umweltdaten und punktgenaue Wetterprognosen nutzen, um mobile Schutzelemente automatisch zu aktivieren. Eine flexible Ergänzung, wo bauliche Dauerlösungen nicht umsetzbar sind.

    Bauwirtschaft als Schlüsselakteurin
    Die Bauwirtschaft ist an jedem Bauprojekt in der Schweiz beteiligt und damit unverzichtbar für die breite Umsetzung solcher Schutzmassnahmen. Nur durch die enge Zusammenarbeit von Planern, Architekten, Bauunternehmen und Gebäudetechnikern lassen sich dezentrale Lösungen im grossen Stil realisieren.

    Das Mobiliar Lab für Naturrisiken fordert deshalb die Bauwirtschaft auf, ihre Rolle aktiv wahrzunehmen. Nicht nur als Umsetzerin von Aufträgen, sondern als strategische Partnerin im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels. Mit Innovationskraft, praktischer Erfahrung und Verantwortung für die gebaute Umwelt kann die Branche wesentlich dazu beitragen, dass Hochwasserschäden auch in Zukunft versicherbar bleiben.

  • Auszahlungen von Fördermitteln für energetische Sanierungen stagniert 2024

    Auszahlungen von Fördermitteln für energetische Sanierungen stagniert 2024

    Das Schweizer Gebäudeprogramm des Bundes und der Kantone, das Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs oder des CO2-Ausstosses von Liegenschaften fördert, hat 2024 rund 528 Millionen Franken an Fördermitteln ausgeschüttet. Die Höhe der Auszahlungen bleibt laut einer Mitteilung auf dem Niveau des Rekordjahres 2023 und ist erstmals seit 2016 stagniert.

    Die Fördermittel für gebäudetechnische Anlagen stiegen 2024 um 5 Prozent auf rund 228 Millionen Franken (2023: 216 Millionen Franken) und ermöglichten den Austausch von 25’633 Öl-, Gas- oder Elektroheizungen, 84 Prozent davon durch klimafreundliche Wärmepumpen. 131 Millionen Franken wurden für Wärmedämmprojekte aufgewendet, 89 Millionen Franken für Systemrenovierungen und 23 Millionen Franken für Fernwärmprojekte.

    Energieeffiziente Neubauten nach Minergie-P oder GEAK-A/A-Standards erhielten im vergangenen Jahr 43 Millionen Franken, eine deutliche Steigerung von 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 17 Millionen Franken flossen in Informations- und Ausbildungsprojekte sowie Qualitätssicherung, zwei Drittel davon in die Erstellung von kantonalen Energieausweisen mit Beratungsbericht.

    Die Subventionsverpflichtungen aus dem Gebäudeprogramm beliefen sich 2024 auf rund 542,5 Millionen Franken, davon flossen mit 190 Millionen Franken der grösste Teil in Haustechnikprojekte und mit 123 Millionen Franken rund ein Viertel in Systemsanierungen.

    Dank der Fördermittel des Bundes und der Kantone wurden laut der Mitteilung 2024 Massnahmen umgesetzt, die längs ihrer Lebensdauer rund 12 Milliarden Kilowattstunden und 3,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Auch die Wirkung pro Förderfranken verbesserte sich von 152 Franken pro Tonne CO2 (2023) auf 147 Franken im Jahr 2024.

  • Kommunikation für digitale Self-Storage-Lösungen in Zürich

    Kommunikation für digitale Self-Storage-Lösungen in Zürich

    Die inhabergeführte Zürcher Kommunikationsagentur GRIP ist laut einer Medienmitteilung zukünftig für die PR von placeB verantwortlich, einem ebenfalls in Zürich ansässigen Anbieter für digitale Lagerraumlösungen. Im Rahmen der Zusammenarbeit will man auf die datengestützte Alltagsrelevanz von Self-Storage-Lösungen im B2C-Bereich fokussieren. Zentral ist ausserdem die ESG (Umwelt, Soziales, Unternehmesführung)-konforme Flächenaktivierung durch placeB-Lösungen für B2B-Partner.

    „PlaceB zeigt, wie digital zugänglicher Lagerraum gesellschaftliche Herausforderungen löst. Als Schweizer Scale-up mit digitaler DNA passt das perfekt zu unserer Expertise in der Immobilien- und Technologiekommunikation und wir freuen uns darauf, placeB auf ihrem Expansionskurs zu begleiten“, wird Patrick Milo in der Mitteilung zitiert, Managing Director der Kommunikationsagentur. Laut Tobias Kaufmann, CEO der placeB AG, entwickelt sich Self-Storage „von der Nischenlösung zur urbanen Grundausstattung. GRIP wird uns dabei unterstützen, sowohl Privatnutzer als auch Immobilieneigentümer für die Vorteile intelligenter Raumnutzung zu sensibilisieren.“

    Die placeB AG ist an über 50 Standorten aktiv und will mit ihrem Angebot gesellschaftliche Megatrends wie Urbanisierung, Wohnraummangel und erhöhte Mobilität angehen. Kunden können mithilfe der placeB-App ab einer Mietdauer von einer Woche beheizte und trockene Lagerräume anmieten. Diese sind rund um die Uhr videoüberwacht und sind nach Erteilung von Zugriffsrechten auch Mitarbeitenden oder Freunden zugänglich.

  • Schnellladung von Batterien erreicht neuen Meilenstein

    Schnellladung von Batterien erreicht neuen Meilenstein

    Die Designwerk Technologies AG mit Sitz in Winterthur hat in einem unter Realbedingungen abgehaltenen Test bei einer Schnellladung einer Lastwagenbatterie eine Ladeleistung von über 1 Megawatt erreicht. Mit diesem Erfolg wird die Schnellladung grosser Batterien für Elektrolastwagen Realität und die Hürde für den Langstreckenverkehr übersprungen, heisst es in einer Mitteilung.

    Der Test fand unter Realbedingungen auf dem Werkhof des Nationalstrassen-Gebiets VI in Oberbüren statt. Dabei wurde eine Spitzenleistung von 1140 Kilowatt erreicht. Das sind 8 Prozent mehr als die Vorgabe von 1050 Kilowatt. Der vollständige Ladevorgang einer 1000-Kilowatt-Batterie von 10 auf 80 Prozent dauerte 42 Minuten. Mit dieser Ladung kann ein 40-Tonner-Elektrolastwagen eine Strecke von mehr als 500 Kilometern bewältigen. Die erforderliche Ladezeit liegt im Zeitrahmen gesetzlich vorgeschriebener Pausen für den Fahrer.

    „Ein 40-Tonner lädt dank Mega Charging so schnell, wie ein Elektroauto – nur mit deutlich mehr Leistung“, wird Niels Ross, Projektleiter Ladetechnik von Designwerk, in der Mitteilung zitiert. „Das ist der Schlüssel, um den Schwerlastverkehr zu elektrifizieren.“

    Der Einsatz von Elektrolastwagen kann jährlich Tausende Tonnen CO2 einsparen. In der Schweiz sind die Zulassungen batterieelektrischer Trucks in den beiden ersten Quartalen 2025 um 41,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, so die Mitteilung.

  • Machbarkeitsstudie für regionalen Windpark gestartet

    Machbarkeitsstudie für regionalen Windpark gestartet

    Energieproduzent Axpo prüft gemeinsam mit den beiden Ortsgemeinden Rüthi und Sennwald und der Politischen Gemeinde Rüthi die Machbarkeit eines Windparks. Geplant sind laut einer Medienmitteilung drei Windenergieanlagen auf dem Boden von Rüthi, eine Anlage in Altstätten SG und drei Anlagen in Sennwald. Zusammen könnten sie pro Jahr rund 54 Gigawattstunden Strom erzeugen, auch im Winter. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 11’500 Haushalten.

    Am 25. August hat Axpo die Bevölkerung in Rüthi und am 26. August in Sennwald informiert. Fachleute von Kanton und Axpo beantworteten die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Ausserdem war das Axpo-Wind-Mobil für Erklärungen zur Technologie und einer 3D-Visualisierung des möglichen Windparks vor Ort.

    In der Mitteilung wird die Gemeindepräsidentin von Rüthi, Irene Schocher, zitiert, die die transparente Abklärung des Windpotenzials und die frühe Einbindung der Bevölkerung begrüsst: „Eine fundierte Entscheidungsgrundlage ist essenziell, um das Potenzial eines Windparks in unserer Region realistisch bewerten zu können.“ Die Ortsgemeinde Sennwald stehe hinter dem Projekt, so ihr Präsident Daniel Berger. Sie sehe „im geplanten Windpark eine Chance, die regionale Energieversorgung zu stärken und einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten.“

    Im Oktober 2025 wird ein Windmessmast aufgestellt, um über ein Jahr lang Daten zu Wind und Fledermausaktivitäten zu sammeln. Danach wird die Wirtschaftlichkeit des Projekts beurteilt und über die weitere Planung entschieden. Sollte es realisiert werden, können sich die Standortgemeinden und die lokale Bevölkerung an einer Projektgesellschaft beteiligen.

  • Neue Partnerschaft fördert dauerhafte Kohlenstoffentfernung

    Neue Partnerschaft fördert dauerhafte Kohlenstoffentfernung

    Das Berner ClimateTech-Unternehmen Neustark hat von der Swiss International Air Lines (Swiss) gemäss einer Medienmitteilung einen mehrjährigen Auftrag zur CO2-Entfernung (CDR) erhalten. Erstmals tun sich ein Vertreter der Luftfahrt und der Bauindustrie zusammen, um dauerhaft für einen geringeren Kohlenstoffausstoss zu arbeiten, heisst es dort weiter. Beide Sektoren gelten als emissionsreiche Industriezweige, die sich nach Aussage von Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von Neustark, schwer dekarbonisieren lassen.

    Für das als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) im Jahr 2019 gegründete Start-up ebne die Partnerschaft den Weg zu einem europaweiten Ausbau der Technologie zur Abscheidung, Speicherung und Beseitigung von Kohlenstoff. „Pioniere wie Swiss spielen eine entscheidende Rolle bei der weiteren Verbreitung unserer CO2-Entfernungstechnologie, sodass wir täglich exponentiell mehr Tonnen schwer vermeidbarer CO2-Emissionen dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen können“, wird Gutknecht zitiert.

    Die Lösung von Neustark basiert auf der Weiterverwertung von Beton aus abgerissenen Gebäuden und mineralischen Abfallstoffen. Die Technologie setze einen beschleunigten Mineralisierungsprozess in Gang, bei dem CO2 an die Poren und die Oberfläche des Granulats gebunden und somit dauerhaft aus der Luft entfernt wird. Das Abbruchgranulat kann dann in karbonisierter Form beim Bau von Strassen oder zur Herstellung von Recyclingbeton wiederverwendet werden.

    Die Partnerschaft wurde mit der Option, Volumen und Laufzeit zu erweitern, geschlossen und ist Teil einer dauerhaften Initiative zur CO2-Entfernung der Swiss. Die zur Lufthansa Group gehörende Fluglinie hat bereits Partnerschaften mit Schweizer Klimatechnologieunternehmen wie Climeworks und Synhelion, heisst es. „Die dauerhafte Entfernung von CO2 ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu Netto-Null in der Luftfahrt. Gemeinsam machen wir einen wichtigen Schritt zur Skalierung dieser Technologie“, wird CEO Jens Fehlinger zitiert.

  • Schweizer Küchenhersteller baut Präsenz in Deutschland aus

    Schweizer Küchenhersteller baut Präsenz in Deutschland aus

    Suter Inox will sich langfristig in Deutschland etablieren. Das auf Kücheneinbauten aus Edelstahl spezialisierte 78 Jahre alte Aargauer Familienunternehmen startet zur Küchenmeile 2025 offiziell in den deutschen Markt und wird dort nach zwei Jahren Präsenz auf einer Sonderfläche fester Aussteller. Die wichtigste europäische B2B-Fachmesse für Entscheiderinnen und Entscheider der Küchen- und Möbelbranche findet vom 20. bis 26. September 2025 in der nordrhein-westfälischen Stadt Löhne statt.

    Laut einer Medienmitteilung von Suter Inox zeigt sich das Unternehmen in der dortigen Architekturwerkstatt auf 150 Quadratmetern Präsentationsfläche. Marco Suter, der Präsident des Verwaltungsrats der Suter Inox AG, bezeichnet sie als „bedeutendes Forum für hochwertige Küchenarchitektur und kreative Materialinszenierungen. Als neuer Partner freuen wir uns, die Küche als ganzheitliches architektonisches Erlebnis mitzugestalten und uns in diesem inspirierenden Umfeld zu präsentieren.“

    Die Marketinggemeinschaft aus 24 Unternehmen, die gemeinsam rund 90 Prozent des deutschen Küchenmöbelumsatzes erwirtschaften und die Küchenmeile veranstaltet, erwartet auch in diesem Jahr 25’000 Fachbesucherinnen und -besucher, 40 Prozent davon aus dem Ausland.

    Parallel dazu zeigt das Unternehmen seine massgefertigten Arbeitsplatten, Spülen und Becken, Ab- und Überlauftechniken sowie Armaturen im nur wenige Minuten von der Messe entfernten BORA Flagship Store in Herford. Dieser wird den Angaben zufolge während der Küchenmeile gezielt besucht.

    „Deutschland ist ein anspruchsvoller, aber spannender Markt mit grossem Potenzial für unsere hochwertigen Edelstahlprodukte“, so Suter. „Unsere Präsenz in der Architekturwerkstatt und im BORA Flagship Store ist der Auftakt zu einem gezielten Ausbau unserer Marktaktivitäten. Wir freuen uns auf den Austausch mit Fachhändlern – und auf viele neue Partnerschaften.“

  • Holzhandelsunternehmen eröffnet modernen Standort in Obernau

    Holzhandelsunternehmen eröffnet modernen Standort in Obernau

    Die Herzog-Elmiger AG hat ihren neuen Standort in Obernau bei Kriens offiziell in Betrieb genommen. Zuvor hatte der Holzwerkstoffhandel seinen Sitz 65 Jahre lang an der Langsägestrasse in Kriens. Die Suche nach einem neuen Firmengelände war notwendig geworden, weil die Familie für das Autobahnprojekt Bypass Luzern vom Bundesamt für Strassen enteignet worden sei, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Zeitgleich mit der Neueröffnung beging das Familienunternehmen am 23. und 24. August 2025 auch sein 120-jähriges Jubiläum. Die Geschwister Melanie und Michael Herzog haben den Betrieb 2022 vom Vater André Herzog übernommen und führen ihn nun in fünfter Generation.

    Die Kundschaft, Partnerinnen und Partner, die Nachbarschaft und die Öffentlichkeit konnten sich den Angaben zufolge bei geführten Rundgängen Einblicke in den 10’190 Quadratmeter grossen Holzneubau der Firma und ihr Geschäft verschaffen – vom vollautomatisierten Flächenlager über das Furnierlager mit besonderen Hölzern und die neue Ausstellung bis hin zur Photovoltaikanlage auf dem Dach, die pro Jahr rund 336 Tonnen CO2 einspart.

    Besonders hätten die zwölf Meter hohe Halle, ihre Tragkonstruktion aus Schweizer Holz und der Blick in die Logistik beeindruckt, wo täglich bis zu 200 Tonnen Waren bewegt werden. Grosses Interesse hätten auch die Räume geweckt, die für die Mitarbeitenden geschaffen wurden: ein Aktivraum, ein mit einheimischem Arvenholz ausgestattetes Zimmer zur Erholung, eine Terrasse mit grossem Grill und eine Kaffeebar.

    „Mit diesem Neubau haben wir die Chance genutzt, unser Unternehmen zukunftsorientiert und nachhaltig weiterzuentwickeln“, wird Michael Herzog zitiert. „Hier haben wir Raum für Innovation und gleichzeitig eine starke Verbindung zu unserer Tradition.“

  • Basel testet CO2-freien Betrieb von Baustellen

    Basel testet CO2-freien Betrieb von Baustellen

    Auf der Basis eines Pilotversuchs analysiert das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt Möglichkeiten für die Elektrifizierung von Baustellen. In Kooperation mit der Hochschule Luzern, dem Planungsbüro EcoForce GmbH aus Schötz LU und Partnern wird an Grundlagen für den künftigen Einsatz von E-Baumaschinen gearbeitet, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung.

    In einem ersten Schritt wird seit Ende August und bis voraussichtlich Ende Oktober 2025 eine oberirdische Müllsammelstelle für Glas, Weissblech, Aluminium und Batterien im Spalenring durch eine unterirdische in der Hegenheimerstrasse ersetzt. Befinden sich Sammelcontainer unter der Erdoberfläche, seien sie „benutzer- und behindertenfreundlicher, verursachen weniger Lärm, fügen sich besser ins Stadtbild ein und müssen dank grösserem Fassungsvermögen seltener geleert werden“.

    Als Testumgebung dient den Angaben zufolge der Bau einer Wertstoffsammelstelle mit E-Baumaschinen. „Vom Bagger über den Radlader bis zum Dumper“ laufen die Maschinen rein elektrisch. Damit will das Bau- und Verkehrsdepartement Erkenntnisse über die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die Elektrifizierung von künftigen Tiefbauprojekten gewinnen.

    Um einen Vergleich mit herkömmlichen Baustellen zu ziehen, wird eine zweite unterirdische Wertstoffsammelstelle am St. Johann-Platz mit Dieselmaschinen errichtet. Von Interesse seien dabei der CO2-Ausstoss, Strombedarf und Lärmverursachung sowie Bedingungen an die Infrastruktur. Schritt zwei sehe vor, zusammen mit regionalen Baumeistern ein Konzept für notwendige Anpassungen bei der Umstellung auf Elektrobetrieb zu erstellen. Ab 2037 soll laut kantonaler Klimaschutzstrategie der Betrieb von Baustellen im Kanton Basel-Stadt CO2-neutral sein.

  • Geplante Börsennotierung soll Marktpräsenz stärken

    Geplante Börsennotierung soll Marktpräsenz stärken

    Die Fondsleitung der Swiss Prime Site Solutions AG (SSPS), ein Asset Manager für Immobilienlösungen aus Zug, prüft laut einer Medienmitteilung eine Kotierung des SPSS Investment Fund Commercial (SPSS IFC) an der SIX Swiss Exchange. Der SPSS IFC investiert laut eigener Angaben mit Fokus auf Gewerbeimmobilien an wirtschaftlich etablierten Lagen in der ganzen Schweiz. Das Unternehmen plant eine Umsetzung bis Ende 2025 und möchte so seine Marktpräsenz stärken, den Zugang für neue Investoren öffnen und die Liquidität des Fonds langfristig fördern. Begleitet wird die Kotierung von der Zürcher Kantonalbank als Sole Lead Managerin.

    Laut Mitteilung erfolgt die Kotierung vorbehaltlich der Marktbedingungen, der Genehmigung der Fondsvertragsänderungen durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) sowie der Genehmigung des Kotierungsgesuchs durch die SIX Swiss Exchange. Mit der genehmigten Fondsvertragsanpassung als Publikumsfonds wird der SPSS IFC für alle Anleger offenstehen. Bis dahin ist er ausschliesslich für qualifizierte Anleger zugänglich. An der SIX Swiss Exchange soll der Fonds zukünftig in die Indizes SXI Real Estate Broad und SXI Real Estate Funds Broad aufgenommen werden.

    Im Vorfeld der geplanten Kotierung konnte das Unternehmen bereits sein Portfolio ausbauen und sich so auf die Weiterentwicklung des Fonds vorbereiten. „Mit den Mitteln aus der letzten Kapitalerhöhung haben wir das Portfolio mit zwei attraktiven Light-Industrial-Liegenschaften optimal ausgebaut, die Eigenkapitalbasis nachhaltig gestärkt und das Produkt konsequent auf die Anforderungen einer Börsenkotierung ausgerichtet“, so Maximilian Hoffmann, CIO Funds bei SPSS.

  • Diskussion um Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von Atomkraft

    Diskussion um Versorgungssicherheit und Abhängigkeit von Atomkraft

    Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) modernisiert sein Speisewassersystem. Seit Ende Juni ist es deshalb vom Netz genommen. Die Wiederaufnahme der Stromproduktion verzögere sich nun um weitere sechs Monate, heisst es in einer Mitteilung

    Das KKG macht dafür die steigenden Sicherheitsanforderungen verantwortlich. Es brauche punktuelle Verstärkungen des Systems. Auch die Nachweisführung gegenüber den Behörden brauche mehr Zeit. Das KKG kann erst wieder angefahren werden, wenn das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) die Freigabe erteilt. Das KKG könne daher voraussichtlich Ende Februar 2026 wieder ans Netz gehen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Betreiber erwarten einen Produktionsausfall während dieser acht Monate in Höhe von fast 6 Terawattstunden und einen entgangenen Ertrag von 500 Millionen Franken, schreibt Alpiq in einer Mitteilung

    Alpiq ist mit 40 Prozent der grösste Einzelaktionär und erwartet einen Ertragsausfall von 200 Millionen Franken. Axpo ist mit 25 Prozent der zweitgrösste Aktionär, gefolgt von der Stadt Zürich mit 15 Prozent, der Axpo-Tochter CKW mit 12,5 Prozent und Energie Wasser Bern (ewb) mit 7,5 Prozent. Die Aktionäre müssen den fehlenden Strom nun obendrein am freien Markt beschaffen, um ihren Lieferverpflichtungen nachzukommen.

    Das KKG deckt gut ein Zehntel des Schweizer Stromverbrauchs. Kernkraftkritiker wie die Schweizerische Energie-Stiftung SES weisen auf die Risiken der zentralisierten Stromerzeugung hin. „Die Abhängigkeit von einzelnen Atomkraftwerken stellt für die sichere Stromversorgung ein Klumpenrisiko dar“, wird Geschäftsleiter Nils Epprecht in einer SES-Mitteilung zitiert. „Wir tun gut daran, unsere Stromproduktion so rasch wie möglich auf viele dezentrale, erneuerbare Anlagen zu verlagern.“

  • Neue Pflastersteine reduzieren CO2-Ausstoss im Bau

    Neue Pflastersteine reduzieren CO2-Ausstoss im Bau

    Das im Kanton Luzern ansässige Baustoffunternehmen CREABETON, eine Tochter der Müller-Steinag Baustoff AG, hat gemeinsam mit dem Start-up Oxara eine neue Serie zementfreier Pflastersteine entwickelt. Wie es in einer Mitteilung heisst, entwickeln die neuen Betonsteine eine um 30 Prozent geringere CO2-Emission als herkömmliche Pflastersteine.

    Das neue Produkt ist in drei Varianten erhältlich. Neben der Ausführung als Standardpflastersteine können auch wasserdurchlässige oder Rasenpflastersteine verlegt werden. Das Material nutzt anstelle herkömmlichen Zements das von Oxara, einer Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), entwickelte Oulesse-Bindemittel.

    „Mit diesen Produkten reagieren wir auf die wachsende Nachfrage nach klimafreundlichen Baulösungen“, wird Hendrix Müller, CEO der Müller-Steinag-Gruppe, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Zusammenarbeit mit Oxara ermöglicht es uns, unseren Kunden nachhaltigere Alternativen anzubieten – heute, nicht erst in einigen Jahren.“ Martin Bodmer, Leiter Operations bei Oxara, zeigt sich überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit CREABETON die nachhaltigen Entwicklungen seines Unternehmens skalieren kann.

  • Neuer Energiepark macht Energiewende erlebbar

    Neuer Energiepark macht Energiewende erlebbar

    Die Fachhochschule Graubünden (FHGR) hat auf dem Kuhrerhof und in der Rheinmühle in Chur den neuen Energiepark Grischa eingerichtet. Der Park soll als ein Erlebnis- und Forschungszentrum auf dem Gebiet der Energie- und Umweltforschung tätig sein, heisst es in einer Mitteilung.

    In ein landwirtschaftliches Umfeld eingebettet sollen hier Arbeiten zu Photovoltaik, Kleinwasserkraft, Holzvergasung, Windkraft und Biogas an einem Standort zusammentreffen. Ziel ist, einem breiten Publikum zu vermitteln, wie erneuerbare Energien erzeugt, gespeichert und genutzt werden können. „Im Energiepark Grischa wird die Energiewende vom abstrakten Konzept zur greifbaren Realität“, wird Steffi Giaracuni, Projektleiterin am Institut für Multimedia Production der FH Graubünden, in der Mitteilung zitiert. „Hier können Menschen sehen, hören und spüren, wie erneuerbare Energien entstehen – und wie wir sie gemeinsam in unseren Alltag integrieren können.“

    In einer ersten Umsetzungsphase werden Arbeiten zum Thema Holz, Wasser und Sonne vorgestellt, bis 2026 sollen Biogas, Windkraft und innovative digitale Vermittlungsinstrumente folgen.

    Das Projekt wird von der FH Graubünden, dem Bundesamt für Energie, der Stiftung Klima Grischa und weiteren regionalen Partnern getragen. Bereits am 28. August stellen sich Expertinnen und Experten aus Energiepolitik, Innovationsförderung, Stadtentwicklung, lokalen Energielösungen und Landwirtschaft in einem Wissenschaftscafé den Fragen der Bevölkerung zur Energiezukunft der Schweiz.

  • Modernisierung stärkt urbane Mobilität in Zürich

    Modernisierung stärkt urbane Mobilität in Zürich

    Die Standseilbahn Rigiblick wird aktuell noch modernisiert und soll im Herbst wieder den Betrieb aufnehmen. Neben den neuen Fahrzeugen, die von Verkehrsbetrieben Zürich, Garaventa, Milani Design und CWA gemeinsam entwickelt worden sind, werden dann auch neue Zugseile im Einsatz sein. Die in Romanshorn ansässige Fatzer AG hat die Hochleistungsseile hergestellt und angeliefert. Inzwischen sind sie auch montiert worden, wie aus einer Mitteilung der BRUGG Group hervorgeht, zu welcher Fatzer gehört.

    Die zwei 32 Millimeter starken Zugseile weisen jeweils 480 Meter Länge und ein Gewicht von 1,9 Tonnen auf. „Mit rund 160 Fahrten pro Tag und einer Fahrzeit ohne Halt von nur zwei Minuten ist die Beanspruchung der Seile hoch. Die hohe Beanspruchung erfordert höchste Materialqualität, um einen zuverlässigen Betrieb bei maximaler Sicherheit zu gewährleisten“, heisst es in der Mitteilung über die Zugseile des „Symbols für urbane Mobilität und Lebensqualität“, welches zudem Teil des kulturellen Erbes von Zürich sei.

    Das Performa-Seil von Fatzer ist speziell für urbane Anwendungen entwickelt worden. Bei dem Seil werden zwischen den Litzen Kunststoffprofile angebracht, wodurch eine „nahezu zylindrische Oberflächenstruktur“ entsteht. Dadurch können Vibrationen und Geräusche markant reduziert werden. Zusätzlich weist das Unternehmen auf die Langlebigkeit der Seile hin.

  • Schweizer Stromversorgung 2050 vor grossem Ausbau

    Schweizer Stromversorgung 2050 vor grossem Ausbau

    Die Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie treibt den Stromverbrauch von heute 56 auf rund 75 Terawattstunden pro Jahr. Gleichzeitig fallen 23 Terawattstunden aus Kernkraftwerken weg. Das Forschungsnetzwerk EDGE hat berechnet, dass die Schweiz ihr Ziel von 45 Terawattstunden aus neuen erneuerbaren Energien erreichen kann, allerdings nur mit einem starken Ausbau von Photovoltaik und Windkraft.

    Ausbau von Photovoltaik und Windenergie
    Die Photovoltaik müsste ihre Kapazität von heute 6,4 Gigawatt auf fast 27 Gigawatt vervierfachen. Bei der Windkraft wäre ein über 80-facher Ausbau nötig, von 0,1 auf 8,4 Gigawatt bis 2050. Besonders im Winter spielt Windenergie eine Schlüsselrolle. Ohne Subventionen sei dieser Zubau kaum realisierbar, betonen die Forschenden.

    Abhängigkeit vom europäischen Strommarkt
    Das Stromgesetz limitiert Winterimporte auf maximal 5 Terawattstunden. Eine strikte Umsetzung würde Investitionen und Kosten spürbar erhöhen. Mehr Wind- und Solarkraftwerke wären nötig, der Strompreis könnte sich verdoppeln. Eine Einschränkung des EU-Stromhandels um 70 Prozent würde zusätzliche Windkapazitäten erfordern und die Kosten weiter steigen lassen. EDGE-Forschende sehen den Zugang zum europäischen Strommarkt daher als entscheidend an.

    Investitionen fliessen ins Ausland
    Über die Hälfte der Schweizer Investitionen in erneuerbare Energieprojekte fliesst heute ins Ausland, vor allem nach Deutschland, Frankreich und Italien. In der Schweiz bleiben nur rund ein Prozent. Grund dafür sind beschränkte Realisierungsmöglichkeiten im Inland. Besonders Windenergieprojekte werden von Schweizer Investoren im Ausland finanziert.

    Kosten der Energiewende
    Die Transformation zu Netto-Null bringt steigende Preise für fossile Energieträger, Güter und Dienstleistungen. Für Schweizer Haushalte bedeutet das je nach Szenario jährliche Konsumeinbussen von 0,6 bis 1 Prozent. Werden Emissionen nicht im Ausland kompensiert, steigen die Belastungen zusätzlich. Gleichzeitig betonen die Forschenden, dass die Kosten eines ungebremsten Klimawandels deutlich höher wären.

    Die Schweiz kann ihre Energieziele bis 2050 erreichen, doch nur mit massivem Ausbau von Photovoltaik und Windenergie, enger europäischer Marktintegration und zielgerichteten Investitionen. Die Herausforderung bleibt, Versorgungssicherheit, Klimaziele und Kosten in Einklang zu bringen.