Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Starkes Wachstum und Portfolioausbau im ersten Halbjahr

    Starkes Wachstum und Portfolioausbau im ersten Halbjahr

    Die Mobimo Holding AG blickt auf ein starkes erstes Halbjahr 2025 zurück. Konkret hat das Luzerner Immobilienunternehmen sein Betriebsergebnis auf Stufe EBIT inklusive Neubewertungen im Jahresvergleich von 83,3 Millionen auf 144,5 Millionen Franken gesteigert, informiert Mobimo in einer Mitteilung. Der Unternehmensgewinn inklusive Neubewertungen legte gleichzeitig von 65,6 Millionen auf 109,7 Millionen Franken zu.

    Als Treiber für die gute Entwicklung führt das Unternehmen den Erfolg aus Entwicklungen und Verkauf Promotion an. Er konnte gegenüber der Vorjahresperiode auf 24,9 Millionen gesteigert und damit fast verdoppelt werden. Neubewertungen spielten Mobimo eine Nettoaufwertung des Immobilienportfolios um 71,6 Millionen Franken ein. Der Ertrag aus Vermietung lag mit 72,6 Millionen Franken auf Vorjahresniveau.

    Der Wert des Immobilienportfolios betrug zum Stichtag per Ende Juni 3,9 Milliarden Franken, gegenüber 3,8 Milliarden per Ende 2024. Bei der Bilanzsumme konnte Mobimo zudem erstmals die Schwelle von 4 Milliarden Franken überschreiten. Im Juni wurde das Unternehmen in den Aktienindex der 600 grössten europäischen Unternehmen (STOXX Europe 600) aufgenommen.

    Mobimo will seine solide Finanzierungssituation für „einen substanziellen externen Wachstumsschritt“ nutzen: Am 7. August hat das Immobilienunternehmen den Vertrag für den Kauf des Portfolios der EMWE Immobilien AG aus Zürich unterzeichnet. Es setzt sich aus fünf Wohnliegenschaften mit einem jährlichen Mietertrag von rund 3 Millionen Franken und drei in Bau befindlichen Wohnliegenschaften zusammen.

  • Eigentumswohnungen zwischen Stadtleben und Natur

    Eigentumswohnungen zwischen Stadtleben und Natur

    „Urban Living trifft Natur“, leitet die Halter AG einen Beitrag auf LinkedIn über ein Neubauprojekt der Firma ein. Konkret realisiert die Schlieremer Immobilienentwicklerin an der Leimbachstrasse 28 bis 32 ein Gebäude mit 43 Eigentumswohnungen und rund 80 Quadratmeter Gewerbefläche. In den 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen sollen „naturverbundene Stadtmenschen“ ihr ideales Zuhause finden können, heisst es auf dem Internetportal des Projekts. Interessierte können sich dort in eine Liste eintragen lassen, über die noch vor dem anstehenden offiziellen Vermarktungsstart Informationen zum Projekt verschickt werden.

    Die insgesamt 43 Eigentumswohnungen, darunter Attika- und Gartenwohnungen, teilen sich auf 10 Wohnungen mit jeweils 2,5 Zimmern, 30 Wohnungen mit 3,5 Zimmern und drei Wohnungen mit 4,5 Zimmern auf. Als Pluspunkte des Projekts werden in der Beschreibung eine hervorragende Anbindung, vielfältige Infrastruktur und nahe gelegene Erholungsgebiete genannt. Die Bauarbeiten sollen im Frühling 2026 beginnen und zwei Jahre später abgeschlossen sein.

  • Digitale Betontechnologien stärken Zukunftsstrategie

    Digitale Betontechnologien stärken Zukunftsstrategie

    Sika hat im ersten Halbjahr 2025 weltweit Umsätze in Gesamthöhe von 5,68 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich wurde damit ein Wachstum von 1,6 Prozent in Lokalwährungen realisiert, informiert die Gruppe der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie in einer Mitteilung. Das organische Wachstum wird dort mit 0,6 Prozent angegeben, die übrigen 1,0 Prozent Wachstum wurden über Akquisitionen generiert. In Franken fiel der Umsatz hauptsächlich aufgrund des schwächeren Dollars um 2,7 Prozent geringer als im Vorjahressemester aus.

    Auch das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA wurde vom Fremdwährungseffekten beeinträchtigt. Es lag mit 1,07 Milliarden Franken um 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge konnte hingegen von 18,7 auf 18,9 Prozent gesteigert werden.

    „In einem herausfordernden Marktumfeld ist es uns wiederum gelungen, über dem Branchentrend zu wachsen und weitere Marktanteile zu gewinnen“, wird Sika-CEO Thomas Halser in der Mitteilung zitiert. Er sieht die Gruppe vor allem im Projekt- und Infrastrukturbereich gut aufgestellt. „Mit mehr als 1’000 Rechenzentren, die mit unseren Technologien bislang gebaut wurden, und einer starken Projekt-Pipeline“ habe sich Sika zudem „als bevorzugte Partnerin von Technologieführern etabliert“.

    Im Berichtsemester hat Sika insgesamt vier Unternehmen übernommen und sieben neue Werke eingeweiht. Die gezielten Investitionen sollen das zukünftige Wachstum der Gruppe stärken. Als strategisch wichtigen Schritt führt Sika in der Mitteilung dabei die im Juni getätigte Minderheitenbeteiligung an Giatec Scientific an. Das Unternehmen aus Ottawa in der kanadischen Provinz Ontario ist auf digitale Betontechnologien spezialisiert.

  • Preise für Wohneigentum steigen weiter an

    Preise für Wohneigentum steigen weiter an

    Laut Erhebungen von Moneypark und Pricehubble verteuerten sich Einfamilienhäuser im landesweiten Durchschnitt um 3,4 Prozent, Eigentumswohnungen um 2,4 Prozent. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Plus von 7,4 Prozent bei Häusern und 4,2 Prozent bei Wohnungen. Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. In der Westschweiz legten die Hauspreise um 3,6 Prozent zu, in der Deutschschweiz um 3,2 Prozent. Eigentumswohnungen verteuerten sich in beiden Landesteilen ähnlich, mit einem leichten Vorsprung der Westschweiz im Jahresvergleich.

    Hypotheken mit mittleren Laufzeiten im Trend
    Bei der Finanzierung bevorzugen Käufer zunehmend mittelfristige Hypotheken mit Laufzeiten von fünf bis neun Jahren. Gleichzeitig gewinnen Saron-Hypotheken an Beliebtheit. Insbesondere in der Deutschschweiz, wo ihr Anteil bei Neuabschlüssen 19 Prozent erreicht. In der Romandie liegt dieser Wert bei 7 Prozent. Für Ersthypotheken liegt der Saron-Anteil bei rund 10 Prozent, für Zweithypotheken bei über 20 Prozent. Diese Finanzierungslösung bietet Käufern Flexibilität und erlaubt es, vom aktuell tiefen Leitzins zu profitieren.

    Banken weiten Marktanteile aus
    Die steigende Nachfrage nach Saron-Hypotheken wirkt sich auch auf die Marktverteilung aus. Banken konnten ihren Anteil auf 67 Prozent erhöhen, ein Zuwachs von 12 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Versicherungen verlieren dagegen deutlich an Gewicht, ihr Marktanteil sank auf 19 Prozent. Pensionskassen legten zu und halten nun 14 Prozent Marktanteil, profitieren jedoch nicht vom Geschäft mit Saron-Hypotheken, das ausschliesslich Banken anbieten.

    Ausblick
    Mit anhaltend hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und einer wachsenden Präferenz für flexible Finanzierungsmodelle dürfte der Preisauftrieb bei Wohneigentum in den kommenden Quartalen anhalten. Gleichzeitig wird die Zinsentwicklung entscheidend dafür sein, ob Saron-Hypotheken ihren Aufwärtstrend fortsetzen können.

  • Visionärer Campusprojekt nimmt Gestalt an

    Visionärer Campusprojekt nimmt Gestalt an

    Im März hatten die Bauarbeiten für den Zugang zum InnHub La Punt begonnen. Am 9. Juli wurde nun ein neues Kapitel des Projekts für einen Innovationscampus in La Punt aufgeschlagen, informiert InnHub La Punt in einem Beitrag auf LinkedIn: „Der Baustart vom InnHub markiert den Übergang von der Vision zur Realität“.

    Der InnHub La Punt ist als Mischung aus Sport-, Gesundheits- und Bildungsangeboten sowie einer Reihe von Zweitwohnungen angelegt. Der Innovationscampus soll als Ort des Schaffens und des Austauschs für Einheimische, Gäste und Unternehmen dienen. Für den Entwurf des neuartigen Coworking-Spaces auf einer Gesamtfläche von 7700 Quadratmetern zeichnet der im Engadin wohnende, international bekannte britische Architekt Norman Foster verantwortlich. Er will mit der Verwendung lokalen Holzes, Granits und Kalkmörtels ein Beispiel für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft setzen.

    Die Bauarbeiten für den InnHub sollen Ende 2028 abgeschlossen sein. Ab dann will der Innovationscampus Unternehmen einen Rückzugs- und Inspirationsort im Engadin bieten. Wer nicht solange warten möchte, kann bereits jetzt die Dienste des InnHub PopUp in La Punt in Anspruch nehmen.

  • Infrastrukturplanung schützt Magadinoebene

    Infrastrukturplanung schützt Magadinoebene

    Zwischen Bellinzona und Locarno gelegen, ist die Magadinoebene seit Jahrzehnten stark vom Ausbau der Infrastruktur geprägt. Geplante Projekte, von der Modernisierung des Schienennetzes bis zur Neuordnung der Stromversorgung, erfordern eine enge Koordination, um Eingriffe in die wertvolle Landschaft zu minimieren. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des ARE und mit Beteiligung von Bundesämtern, dem Kanton Tessin und Swissgrid erarbeitete dafür verbindliche Leitlinien.

    Gebündelte Infrastruktur statt Einzelprojekte
    Ein zentrales Ergebnis ist die Entscheidung, die Hochspannungsfreileitung All’Acqua–Vallemaggia–Magadino im Bereich der Moorlandschaft unterirdisch zu verlegen. Das Unterwerk Magadino wird im Rahmen einer Sanierung verkleinert. Für den Doppelspurausbau der Bahn zwischen Contone und Tenero prüfen die SBB Möglichkeiten zur Bündelung mit neuen Stromleitungen. Auch die geplante Bahnverbindung zur direkten Anbindung von Gotthard- und Ceneri-Basistunnel, die die Magadinoebene quert, ist Teil der übergeordneten Planung.

    Strassenprojekt in die Gesamtstrategie integriert
    Für die stark belastete A13 zwischen Bellinzona-Sud und Locarno liegt die Zuständigkeit seit 2020 beim Bund. Die neue Linienführung wird im Sachplan Verkehr integriert und eng mit den übrigen Projekten abgestimmt. Parallel dazu läuft die strategische Überprüfung im Rahmen der Studie «Verkehr ‘45».

    Modell für nachhaltige Raumplanung
    Das Vorgehen in der Magadinoebene gilt als Vorzeigebeispiel, wie nationale Infrastrukturziele und Naturschutz in Einklang gebracht werden können. Durch die enge Abstimmung von Energie-, Bahn- und Strassenbauprojekten sollen Eingriffe minimiert, Synergien genutzt und die einmalige Landschaft langfristig geschützt werden.

  • Der Beruf als Standortförderer ist erklärungsbedürftig

    Der Beruf als Standortförderer ist erklärungsbedürftig

    Noch kann der Beruf als Standortförderin/Standortförderer nicht erlernt werden. Doch gibt es bereits seit Mitte der 80er Jahren auf lokaler Städte-, ja sogar Gemeindeebene die Anlauf- und Kontaktstellen für Wirtschafts- und Gewerbeanliegen, früher noch als Wirtschaftsförderung bezeichnet. In den 90er Jahren war die Region Winterthur als Pionierin bekannt, nicht zuletzt auch nach dem Niedergang der dortigen Industrie.

    So war ich ab 1998 als erster Standortförderer sowie Leiter Hochbau der Stadt Schlieren, neben der Städte Winterthur und Zürich, regelrecht allein im Wind unterwegs. Doch mein seit 1981 erworbener Immobilienrucksack und mein MAS Real Estate Management, den ich ebenfalls als einer der ersten absolviert habe, ermöglichten mir den Spagat im Nischensegment der Standortförderung. Zu den Klassikern im Job des Standortförderers/der Standortförderin gehören Firmenansiedlungen, Cluster- und Arealentwicklung, „One Stop Shopp“ durch die Verwaltung bei Baubewilligungen, Bestandespflege und Startupförderung sowie vieles mehr.

    In der Schweiz verfügt heute primär jeder der 26 Kantone über eine Standortförderung. Leider verfügen längst nicht alle der 172 Städte und Gemeinden mit mehr als 10’000 Einwohnern über eine Standortförderungsstelle, geschweige eine Wirtschaftsstrategie. Dort ist eine auf der Verwaltung intern bestimmt Person zuständig. In den meisten Fällen ist das der/die Stadtschreiber/in oder höchstenfalls der/die Stadt- oder Gemeindepräsident/in, dies mehr oder weniger freiwillig und nicht spezifisch dafür weitergebildet. Dies will aber auch heissen, dass ich diese Gemeindeführungsorgane sehr schätze, wie auch diejenigen der Stadt Schlieren, wo ich nun auf 28 Dienstjahre zurückblicken darf. Die Schlieremer Kennzahlen zeigen ein eigenes, von vielen Seiten anerkanntes, recht erfolgreiches Bild. Die Stadt hat bei den juristischen Personen seit 1998 um 100% von 650 auf 1‘388 zulegen können. Dies bedeutet auch eine Zunahme an Arbeitsplätzen von rund 12’000 auf 21’000. Die Einwohnerzahl ist von 12‘000 auf 20‘100 um 70% gestiegen. Dabei vertrete ich die 1:1 Situation (Einwohner im Verhältnis zu den Arbeitsplätzen) im Gegensatz zu anderen bekannten schweizerischen Grossstädten.

    Es würde mich freuen, wenn nach meiner Pensionierung mehr Immobilienfachleute den Beruf des/der Standortförderer/in wählen und sich dazu auch in Verbänden einbringen, ERFAS und Netzwerke pflegen. Was es braucht, ist Vertrauen in die örtlichen Standortförderungspersonen.

  • TourismusRegion Baden AG übernimmt Geschäftsführung von city com baden

    TourismusRegion Baden AG übernimmt Geschäftsführung von city com baden

    Die city com baden richtet ihre Geschäftsführung neu aus. Per Anfang August wird die TourismusRegion Baden AG (TRB) die operative Leitung der Vereinigung der Gewerbetreibenden und Detaillisten der Stadt Baden übernehmen, informiert city com baden in einer Mitteilung. Damit soll sichergestellt werden, „dass die zunehmenden Schnittmengen in den Bereichen Innenstadtentwicklung, Destinationsmarketing und Gewerbeförderung optimal genutzt werden“, heisst es dort weiter.

    Als Geschäftsführerin von city com baden wird Andrea Protmann aus dem Team der TRB fungieren. Sie soll den Mitgliedern von city com baden als zentrale Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen. Der Vorstand von city com baden kann sich durch die Abgabe der operativen Leitung künftig auf die gewerbliche und politische Interessenvertretung konzentrieren. Im Rahmen der Übergabe der Geschäftsführung tritt Alfredo Biffi als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der city com baden zurück.

    Über die verstärkte Zusammenarbeit mit der TRB will city com baden von Struktur, digitaler Kompetenz und Vernetzung der regionalen Destinationsorganisation profitieren. Bei der Verbindung zur regionalen Wirtschaft sieht die Vereinigung zahlreiche nutzbare Synergien. Zudem erhofft sich city com baden aus der Zusammenarbeit professionelle Betreuung und strategische Weiterentwicklung von Veranstaltungen, Kommunikation, Mitgliederbetreuung und City Card.

  • Holzgigant und Wahrzeichen des ESAF 2025

    Holzgigant und Wahrzeichen des ESAF 2025

    Die Idee entstand 2021 im „Säntis Innovations-Cluster Holz“. Aus der „Holzvision Max“ wurde ein Grossprojekt, an dem über 220 Firmen und Institutionen beteiligt sind, unterstützt von einem Patronatskomitee mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Tourismus und Sport. Rund 1000 Fachkräfte aus Waldwirtschaft, Holzindustrie, Holzbau und Schreinerei arbeiteten mit, darunter viele Lernende, die in überbetrieblichen Kursen einzelne Elemente fertigten. Das Holz,  vorwiegend Fichte und Tanne, stammt aus Schweizer Wäldern, im Rahmen regulärer Forstnutzung.

    Technik und Konstruktion
    Für die Stabilität sorgen Stützen und Fachwerke im Rumpf und in den Beinen. Das Gerippe ist teilweise mit Brettschindeln gedeckt, während die Wandelemente offen gestaltet sind. Allein 18’727 Schrauben wurden verbaut. Das Tragwerk besteht aus 40 Kubikmetern Brettschichtholz, ergänzt durch Rundholz aus dem Toggenburg. Das Projekt ist auf eine Lebensdauer von bis zu 25 Jahren ausgelegt.

    Finanzierung und Kooperation
    Die Gesamtkosten liegen bei rund 4 Millionen Franken. Dank der breiten Unterstützung aus der Branche, in Form von Materialspenden, Arbeitsleistung und finanzieller Beteiligung, ist das Projekt gesichert. Für die Nachnutzung wird ein Käufer gesucht. Der Restwert beträgt rund 1,3 Millionen Franken, hinzu kommen Kosten für Lagerung und Wiederaufbau.

    Touristische Perspektiven
    Nach dem ESAF könnte Muni Max in Tourismusdestinationen wie Elm, Braunwald oder Herisau aufgestellt werden. Geplant ist, ihn begehbar zu machen mit Treppen, Lift, Ausstellungsflächen und einer Aussichtsplattform. So soll er nicht nur als Symbol für Schweizer Holz und Handwerk, sondern auch als nachhaltiger Besuchermagnet dienen.

    Symbol für die Branche
    Muni Max ist mehr als ein Blickfang. Er zeigt, wie die Schweizer Holzwirtschaft Tradition und Innovation verbindet, die regionale Wertschöpfungskette stärkt und junge Fachkräfte in ein ambitioniertes Projekt einbindet. Am ESAF in Mollis wird er das eigentliche Stadion, mit 56’500 Plätzen das grösste temporäre Stadion der Welt, optisch überragen.

    Mit Muni Max hat die Schweizer Holzbranche ein Projekt geschaffen, das weit über den Anlass hinausstrahlt, ein starkes Zeichen für Handwerkskunst, Zusammenarbeit und die Zukunftsfähigkeit eines traditionsreichen Rohstoffs.

  • JuCoin eröffnet europäischen Hauptsitz in Baar

    JuCoin eröffnet europäischen Hauptsitz in Baar

    Bis Ende 2025 will JuCoin das derzeit neunköpfige Team in Baar auf 100 Mitarbeitende vergrössern, mit Platz für insgesamt bis zu 400 Beschäftigte. Der Fokus liegt auf der Rekrutierung lokaler Talente, um sowohl kulturelle Nähe als auch tiefes Marktverständnis sicherzustellen. Geführt wird der Standort von CEO Kenny Dan und COO Hugo Teo, die umfassende Erfahrung im Fintech- und Kryptowährungssektor einbringen.

    Regulatorische Weichenstellung
    Ein zentrales Ziel ist die Erlangung der MiCA-Lizenz, welche die Einhaltung der EU-Vorschriften gewährleistet und die legale Aufnahme von Kundinnen und Kunden in der gesamten Union ermöglicht. Damit will die Firma ein sicheres, regelkonformes und vertrauenswürdiges Handelsumfeld für den europäischen Markt schaffen.

    Breit aufgestelltes Ökosystem
    Mit dem neuen Standort bringt das Unternehmen sein umfangreiches Service- und Produktportfolio nach Europa. Dazu zählen die Blockchain-Infrastruktur JuChain, die soziale Plattform JuChat, die Entertainment-Plattform JuGame sowie die Hardware-Lösung JuOne. Weltweit ist das Unternehmen bereits in über 30 Ländern aktiv und betreut mehr als 12 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.

    Bedeutung für das Crypto Valley
    Die Ansiedlung unterstreicht die Rolle der Schweiz als globaler Innovationsstandort im Bereich Blockchain und Kryptowährungen. Baar erhält damit nicht nur einen neuen Arbeitgeber mit internationaler Strahlkraft, sondern auch einen Impuls für die Weiterentwicklung des Crypto Valley als führendes Kompetenzzentrum für digitale Finanztechnologien.

  • Europas grösstes Bauprojekt nimmt Gestalt an

    Europas grösstes Bauprojekt nimmt Gestalt an

    Auf dem stillgelegten Flughafengelände Hellinikon südlich von Athen entsteht das ehrgeizige Projekt Ellinikon. Hier baut Griechenland eine neue Stadt von Grund auf, die als Musterbeispiel für nachhaltige und digital vernetzte Stadtentwicklung dienen soll. In wenigen Jahren soll dieses Gebiet ein Lebensraum für über 10’000 Menschen, ein Arbeitsort für bis zu 80’000 Beschäftigte und ein Reiseziel für Millionen von Touristen werden. Das Ziel ist eine Stadt, die ökologisch, technologisch und sozial die Anforderungen des 21. Jahrhunderts erfüllt.

    Vom Geisterflughafen zum Hoffnungsträger
    Das Gelände des ehemaligen Hellenikon International Airport, einst das Tor zur Welt, war jahrzehntelang ungenutzt und marode. Mit der Schuldenkrise kam Bewegung in das Projekt. 2014 erhielt Lamda Development den Zuschlag, das Gelände für 915 Millionen Euro auf 99 Jahre zu pachten und zu entwickeln. Die Planung lag in den Händen renommierter Architekturbüros, darunter Foster + Partners aus London. Seit 2020 rollen die Bagger, und bis 2036 soll alles fertig sein.

    Eine Stadt der kurzen Wege
    Ellinikon ist als sogenannte „15-Minuten-Stadt“ konzipiert. Alles, was man zum Leben braucht, Schule, Arztpraxis, Lebensmittelgeschäft, Sportplatz oder Café, soll in 15 Minuten zu Fuss oder per Fahrrad erreichbar sein. Die Planer wollen so den motorisierten Individualverkehr deutlich reduzieren. Öffentlicher Nahverkehr, Mikromobilität mit E-Scootern, Bike-Sharing und ein modernes Fuss- und Radwegenetz ersetzen das klassische Auto.

    Europas grösster Küstenpark
    Mitten im neuen Stadtgebiet entsteht ein Park, der Massstäbe setzen soll. 2,6 Millionen Quadratmeter Grünfläche, mehr als der Londoner Hyde Park. Der Ellinikon Park bietet Platz für Spaziergänge, Sport, Kulturveranstaltungen und Naturbeobachtung. Etwa 80 % des verwendeten Wassers stammen aus natürlichen Quellen, die bereits auf dem Gelände vorhanden sind.

    Wiederverwenden statt verschwenden
    Bevor die Hochhäuser in den Himmel wachsen, wurde zuerst tief gegraben. Mehr als 300 Stahlbetonpfeiler mit einer Tiefe von bis zu 55 Metern stützen das Fundament des neuen Wahrzeichens des Riviera Towers. Der Beton der ehemaligen Landebahnen wird vor Ort recycelt und für Strassen und Hangsicherungen wiederverwendet. Ein zentrales Ziel des Projekts sind Netto-Null-Emissionen. Gebäude werden nach dem LEED-Standard zertifiziert.

    Das höchste Wohngebäude Griechenlands
    207 Meter hoch, 53 Etagen, 169 Wohnungen, der Riviera Tower wird das höchste Gebäude des Landes. Neben dem Riviera Tower entsteht ein weiteres Hochhaus, der Vouliagmenis Mixed Use Tower mit 150 Metern Höhe. Er bietet Büroflächen, ein Hotel für Geschäftsreisende und direkten Anschluss an zwei U-Bahn-Stationen.

    Smart City Ellinikon
    Ellinikon versteht sich als Smart City. Daten, Sensoren, Vernetzung und digitale Dienste spielen eine zentrale Rolle. Intelligente Strassenbeleuchtung, Sensoren für Luftqualität und Lärm, Apps für Navigation, Buchung und Zahlung sowie 5G- und Glasfasernetze für hohe Konnektivität sind nur einige Beispiele. Mit intelligenten Stromnetzen, energieeffizienter Architektur und Mikroklima-Analysen soll der Energieverbrauch optimiert werden.

    Soziales Engagement und Tourismus
    Ellinikon soll nicht nur schick, sondern auch sozial sein. Bereits 2023 wurde das erste fertiggestellte Gebäude übergeben, ein Zentrum für Menschen mit Behinderungen. Weitere öffentliche Einrichtungen sind in Planung, wie Kindergärten, Schulen, eine Klinik, Kulturzentren und Sportanlagen. Zwei grosse Einkaufszentren, die Vouliagmenis Mall und die Riviera Galleria, sollen internationales Publikum anziehen. Noch spektakulärer dürfte jedoch der Kasinokomplex werden, der gemeinsam mit Hard Rock International realisiert wird.

    Ökonomischer Schub für Griechenland
    Das Projekt soll langfristig 2,4 % zum Bruttoinlandsprodukt Griechenlands beitragen. 70’000 bis 80’000 direkt und indirekt neue Jobs sind geplant und der Tourismus soll jährlich um über eine Million zusätzliche Gäste wachsen. Die erwarteten Steuereinnahmen belaufen sich auf 14 Milliarden Euro über die Projektlaufzeit.

    Wie es weitergeht
    Die erste grosse Bauphase soll bis 2026/2027 abgeschlossen sein. Dann sollen zentrale Infrastruktureinrichtungen wie Verkehrswege, erste Wohngebäude, Grünflächen und Bildungseinrichtungen stehen. Bis 2036 folgt die vollständige Fertigstellung. Ellinikon soll nicht nur ein neues Stadtviertel Athens sein, sondern ein Aushängeschild dafür, wie urbane Entwicklung in Zukunft aussehen kann.

  • Beschränkung bei Einsprachen in Projekten

    Beschränkung bei Einsprachen in Projekten

    Angesichts der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage hat der Bundesrat die Höchstbezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung erneut auf 18 Monate verlängert. Unternehmen profitieren dadurch bis 31. Juli 2026 von mehr Flexibilität und Stabilität bei schwankender Auftragslage.

    Neue Anforderungen für smarte Geräte
    Ab sofort gelten striktere Sicherheitsanforderungen für drahtlose, internetfähige Geräte wie Smartphones, Smartwatches oder Babyphones. Ziel ist der Schutz personenbezogener Daten und die Verhinderung von Cyberangriffen. Die Geräte müssen sicherstellen, dass sie nicht für sogenannte DDoS-Angriffe missbraucht werden können. Grundlage ist die neue Verordnung des Bundesamts für Kommunikation über Fernmeldeanlagen.

    Weniger Einsprachen gegen kleinere Projekte
    Ein zentrales Element der Gesetzesänderungen betrifft den Wohnbau. Naturschutz-, Heimatschutz- und Denkmalpflegeorganisationen dürfen bei Projekten mit unter 400 m² Geschossfläche innerhalb von Bauzonen keine Beschwerde mehr einreichen, ausser es handelt sich um geschützte Ortsbilder oder Biotope. Der Entscheid soll den Wohnungsbau erleichtern und Verfahren beschleunigen.

    Richtpreise für Schweizer Holz erlaubt
    Durch eine Änderung des Waldgesetzes können Waldbesitzerinnen und -besitzer gemeinsam mit der nachgelagerten Branche künftig regionale oder nationale Richtpreise für Schweizer Rohholz veröffentlichen. Die Regelung soll mehr Markttransparenz schaffen und den Holzverkauf als Einnahmequelle für die nachhaltige Waldbewirtschaftung stärken.

    Sicherheit im Fokus
    Mehrere Änderungen im Luftfahrtbereich zielen auf eine erhöhte Betriebssicherheit und Unfallvermeidung ab, wie neue Anforderungen für absturzsichere Kraftstoffsysteme bei Helikoptern, ausgeweitete Informationspflichten zum Brandschutz bei Luftfracht, Êinführung einer neuen Privatpilotenlizenz für Tragschrauber und verschärfte Regeln für Luftfracht, -post und Sicherheitspersonal an Flughäfen

    Schweiz vertieft Zusammenarbeit mit EU
    Im Rahmen der Prümer Zusammenarbeit werden nun auch in der Schweiz automatisierte Abgleiche von Fingerabdruckdaten sowie der Zugriff auf Fahrzeug- und Halterdaten ermöglicht. Ziel ist ein effizienterer Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität und Terrorismus. Weitere Regelungen folgen 2027.

    Handyverbot an Schulen in Aargau und Nidwalden
    Die Kantone Aargau und Nidwalden setzen neue Richtlinien zum Umgang mit digitalen Geräten in der Schule um. Mobiltelefone dürfen nur noch zu Unterrichtszwecken oder in Notfällen genutzt werden. Damit reagieren die Behörden auf zunehmende Ablenkung und soziale Konflikte durch übermässige Handynutzung im Schulalltag.

    Reformen mit Wirkung auf Alltag und Wirtschaft
    Die neuen Bestimmungen spiegeln zentrale gesellschaftliche Themen wider, Arbeitskräftemangel, Digitalisierung, Wohnraumbedarf und Sicherheit. Ob in der Schule, im Unternehmen oder im privaten Wohnbau – die Gesetzesänderungen ab August 2025 markieren einen weiteren Schritt in Richtung Anpassung an aktuelle Herausforderungen.

  • Kapitalerhöhung bei drei Immobilienfonds geplant

    Kapitalerhöhung bei drei Immobilienfonds geplant

    Die Procimmo SA plant eine Kapitalerhöhungen ihrer Real Estate SICAV. Konkret sollen drei Teilvermögen der Investitionsgesellschaft mit variablem Kapital um insgesamt 170 Millionen Franken aufgestockt werden. Alle drei Kapitalerhöhungen sollen nach Veröffentlichung des Jahresergebnis von Procimmo am 30. September erfolgen.

    Die Fondsleitung des Teilvermögens Industrial hat dabei eine Kapitalerhöhung von rund 100 Millionen Franken geplant, informiert Procimmo in einer Mitteilung. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Industrial ist auf Immobilien für Industrie, Gewerbe und Logistik ausgerichtet. Derzeit wird dort ein Bruttovermögen von 2 Milliarden Franken gehalten.

    Die Fondsleitung des Teilvermögens Residential plant laut einer gesonderten Mitteilung eine Aufstockung um 30 Millionen Franken. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Residential hält aktuell ein Bruttovermögen von rund 505 Millionen Franken, von denen drei Viertel in Immobilien in Lausanne und Genf investiert sind.

    Für das Teilvermögen Residential PK hat die Fondsleitung eine Kapitalerhöhung um 40 Millionen Franken anvisiert, informiert Procimmo in einer dritten Mitteilung. Im Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Residential PK sind derzeit rund 520 Millionen Franken hauptsächlich in Wohnimmobilien in der Westschweiz investiert.

    Die 2007 gegründete Procimmo SA ist als Real Estate Asset Manager am Hauptsitz in Renens sowie in Zürich und Genf aktiv. Seit 2017 gehört das Unternehmen zur Procimmo Group AG. Die an der BX Swiss kotierte Unternehmensgruppe mit Sitz in Zug bietet Investment und Dienstleistungen im Immobilienbereich an.

  • Intelligente Mobilität für den öffentlichen Verkehr in Bogotá

    Intelligente Mobilität für den öffentlichen Verkehr in Bogotá

    Schindler liefert als alleiniger Anbieter Aufzüge und Fahrtreppen für die Linie 1 des neuen Hochbahnsystems in Bogotá. Die Metrolinie soll mit vollautomatischen, fahrerlosen Bahnsystemen einen modernen, zuverlässigen Nahverkehr in der kolumbianischen Hauptstadt ermöglichen. Die Schindler-Systeme werden daher auf die besonderen Anforderungen des öffentlichen Verkehrs zugeschnitten, informiert das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Aufzüge werden mit leicht zugänglichen Bedientasten ausgestattet, um barrierefreie Zugänge zu den Stationen zu ermöglichen.

    Das Schindler Technical Operations Center (TOC) in Medellín wird jeden Aufzug und jede Fahrtreppe rund um die Uhr fernüberwachen. Das Schindler ActionBoard liefert ausserdem Statusmeldungen aller Aufzüge und Fahrtreppen in Echtzeit und hilft, die Betriebszeit und die Fahrqualität für Passagiere zu optimieren.

    „Wir sind unglaublich stolz darauf, mit unseren Aufzügen und Fahrtreppen bei diesem historischen Projekt dabei zu sein“, wird Vikén Martarian in der Mitteilung zitiert, verantwortlich für die Region Amerika und Fahrtreppen. „Bogotá wird damit für die Menschen, die in der Hauptstadt leben, arbeiten und sie besuchen, zugänglicher. Dank unserer Aufzüge und Fahrtreppen werden sie sich in den Metrostationen einfacher und bequemer bewegen können.“

    Die Linie 1 der Bogotá Metro transportiert ab 2028 als erste Metrolinie der kolumbianischen Hauptstadt über 1 Million Passagiere täglich. Die Linie umfasst 16 Stationen auf einer Länge von 23,9 Kilometern.

  • Preise für Wohneigentum bleiben stabil

    Preise für Wohneigentum bleiben stabil

    „Wohneigentumspreise machen im Juli Ferien“, überschreibt ImmoScout24 eine Mitteilung zum aktuellen ImmoScout24-Kaufindex ein. Er wird monatlich von dem zur SMG Swiss Marketplace Group AG gehörenden Marktplatz für Immobilien in Zusammenarbeit mit dem auf Immobilien spezialisierten Beratungsunternehmen IAZI erhoben. Dem aktuellen Index zufolge verharrten die Preise für Einfamilienhäuser im Juli auf dem Stand vom Vormonat. Die Preise für Eigentumswohnungen legten lediglich um 0,1 Prozent zu.

    Den Fachleuten von ImmoScout24 und IAZI zufolge achten Kaufinteressierte bei der Wahl des Objekts neben Preis und Lage zunehmend auch auf die Energieeffizienz. „Wer auf eine nachhaltige Bauweise achtet oder in energetische Modernisierungen und Solaranlagen investiert, profitiert langfristig und sogar doppelt“, erläutert Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung. Neben tieferen Strom- und Heizkosten führt Waeber einen vergleichsweise stabilen Wert der Immobilien an: „Denn Marktdaten zeigen, dass energieeffiziente Häuser und Wohnungen weniger anfällig für Preisschwankungen sind“.

    Regional gesehen schwimmen bei den Einfamilienhäusern lediglich die Grossregion Zürich mit einem Plus von 1,2 Prozent und die Ostschweiz mit einem Minus von 0,9 im Monatsvergleich deutlich gegen den Trend. Bei den Eigentumswohnungen wird die Nordwestschweiz mit einem Plus von 2,3 Prozent als „Aussreisser nach oben“ genannt. Das grösste Minus wiesen die Preise für Eigentumswohnungen mit 1,1 Prozent in der Zentralschweiz auf.

    ImmoScout24 ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Neue Strategie zahlt sich aus – mehr Gewinn und grüner Umsatzanteil steigt

    Neue Strategie zahlt sich aus – mehr Gewinn und grüner Umsatzanteil steigt

    Holcim erzielte einen Halbjahresumsatz von 7,87 Milliarden Franken, ein Anstieg von 1,8 Prozent in lokaler Währung. Das Unternehmen vermeldet in einer Mitteilung einen überproportionalen Anstieg seines Recurring EBIT (wiederkehrender Betriebsgewinn) um 10,8 Prozent in lokaler Währung und 3 Prozent in Schweizer Franken auf 1,44 Milliarden Franken. Die Recurring EBIT-Marge verbessert sich so um 90 Basispunkte auf 18,3 Prozent. Der Gewinn pro Aktie stieg zudem um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,57 Franken vor Wertminderungen und Veräusserungen.

    Die Baustofffirma vermeldet ausserdem eine verstärkte Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen. Der Anteil des CO2-armen Betons ECOPact betrug im ersten Halbjahr 31 Prozent des Gesamtumsatzes mit Transportbeton, verglichen mit 25 Prozent im Vorjahr. Der nachhaltige ECOPlanet-Zement machte 35 Prozent des Zementumsatzes aus, verglichen mit 32 Prozent vor einem Jahr.

    „Ich danke allen unseren 48’000 Mitarbeitenden auf der ganzen Welt für ihren Beitrag zu unserem hervorragenden Halbjahresergebnis. Holcim ist der führende Partner für nachhaltiges Bauen, und wir erschliessen signifikante Geschäftschancen durch unsere neue Strategie ‚NextGen Growth 2030‘ – welche die Grundlage für eine neue Ära des Wachstums und der Wertschöpfung bildet“, wird CEO Miljan Gutovic zitiert.

    Holcim prognostiziert für das Gesamtjahr ein 3- bis 5-prozentiges Umsatzwachstum in lokaler Währung, ein 6- bis 10-prozentiges Wachstum des Recurring EBIT in lokaler Währung, eine Recurring EBIT-Marge von mehr als 18 Prozent, einen Free Cashflow vor Leasingverhältnissen von rund 2 Milliarden Franken und über 20 Prozent Zuwachs bei recycelten Bau- und Abbruchmaterialien.

  • Neue Grossaufträge für Hochbauprojekte in Bern und Zürich

    Neue Grossaufträge für Hochbauprojekte in Bern und Zürich

    „Implenia hat weitere grosse und anspruchsvolle Hochbau-Aufträge gewonnen“, informiert die Bau- und Immobilienfirma aus Opfikon in einer Mitteilung. Das Auftragsvolumen wird dort auf insgesamt über 400 Millionen Franken beziffert. Die beiden grössten Projekte betreffen einen Neubau für die Universität Bern und eine Wohnüberbauung im Zürcher Oberland.

    Der Kanton Bern hat Implenia mit den Baumeisterarbeiten für eine neues medizinisches Forschungs- und Ausbildungszentrum der Universität Bern beauftragt. Hier will die Universität fünf Institute ihrer Medizinischen Fakultät vereinen. Die Bauarbeiten sollen im Mai 2026 beginnen und im Juli 2028 abgeschlossen sein.

    In Oetwil am See im Zürcher Oberland wird Implenia als Totalunternehmerin für die Seraina Investment Foundation den Neubau Überbauung Schachenweid realisieren. Hier sind acht Mehrfamilienhäuser mit 90 Wohnungen im Stockwerkeigentum geplant. Der Beginn der Bauarbeiten ist für September 2025 vorgesehen. Im Oktober 2027 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein.

    Als weitere neue Aufträge zählt Implenia in der Mitteilung die Modernisierung und Umnutzung eines innerstädtischen Gebäudes, die Umnutzung eines alten Fabrikareals in der Westschweiz zu einem Stadtquartier und zwei Neubauprojekte von Schulhäusern in der Schweiz und in Deutschland auf. Die neuen Projekte „entsprechen der Strategie von Implenia mit Fokus auf spezialisierte Immobilien, die umfassende Expertise und langjährige Erfahrung voraussetzen“, schreibt Implenia.

  • Baustellensicherheit und Hochwasserschutz für Winterthurer Grossprojekt

    Baustellensicherheit und Hochwasserschutz für Winterthurer Grossprojekt

    Die outsec AG hat die Ausschreibung für die sicherheitsrelevante Begleitung beim Bau des neuen Campus T der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur gewonnen, informiert die Sicherheitsfirma aus Dietikon in einer Mitteilung. Ihr zufolge wird outsec in den nächsten vier Jahren für Baustellensicherheit und Hochwasserschutz zuständig sein. Die Sicherheitsfirma war bereits in der Planungsphase in die Schnittstellenkoordination des Projekts involviert.

    „Die Komplexität dieses Projekts liegt nicht nur in der Grösse oder den Bauphasen, sondern auch in der Nähe zu bestehenden Infrastrukturen und der Durchquerung durch ein fliessendes Gewässer“, wird Robin Hüttenmoser, operativer Leiter von outsec, in der Mitteilung zitiert. „Gerade in der Bauzeit muss der Hochwasserschutz jederzeit gewährleistet sein – hier leisten wir mit gezielter Überwachung und frühzeitiger Alarmierung einen wichtigen Beitrag.“

    Zu den Aufgaben von outsec gehören die Zutrittskontrolle, die Koordination von Anlieferungen und die Bereichskontrolle entlang der wechselnden Baustellenzonen. Für den Hochwasserschutz überwacht das Unternehmen die wasserführenden Systeme und ist auch für die Auslösung des Alarms im Falle von Hochwasser zuständig. „Die ZHAW bietet mit diesem Campus nicht nur Studierenden und Forschenden neue Perspektiven, sondern auch uns als Sicherheitsanbieter die Chance, unsere digitale und vernetzte Kompetenz unter Beweis zu stellen“, meint outsec-Geschäftsführer René Leuenberger. Das Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Dietikon über Standorte in Winterthur, Baden AG und Wallisellen ZH.

  • Alpines Solarprojekt über 2000 Meter gestartet

    Alpines Solarprojekt über 2000 Meter gestartet

    Die Axpo mit Sitz in Baden hat STRABAG mit der Umsetzung eines alpinen Solarprojekts neben dem Stausee Lai da Nalps oberhalb der Ortschaft Serdun in Graubünden beauftragt. Auf über 2000 Meter über Meer werden im Projekt NalpSolar rund 1500 Solartische und ein Technikzentrum installiert, informiert das Bauunternehmen aus Schlieren in einer Mitteilung. Die ersten 10 Prozent der Anlage sollen bereits in diesem Dezember in Betrieb gehen.

    „Die Bauarbeiten sind technisch anspruchsvoll, logistisch herausfordernd und ökologisch sensibel, aber vor allem ein Meilenstein für die Energiewende in der Schweiz“, schreibt STRABAG. So müssen die einzelnen Solartische und anderen Bauteile über eine schmale, einspurige Bergstrasse transportiert werden. Die normalerweise gesperrte Strasse wurde von der Axpo in den 1960er-Jahren als Zufahrtsstrasse für den Stausee eingerichtet.

    Da auf der Baustelle keine Lagermöglichkeiten bestehen, wird zudem jeweils nur das unmittelbar benötigte Material transportiert. „Die Logistik läuft inzwischen wie am Schnürchen“, erklärt Bauführer François Borner in der Mitteilung. „Statt stressig ist sie heute gut planbar.“ Als weitere Herausforderungen im Projekt führt STRABAG in der Mitteilung den unebenen Untergrund und die Achtung der Naturschutzzonen im Baugebiet an.

    Aufgrund der Höhenlage werde NalpSolar besonders im Winterhalbjahr viel Strom produzieren, erläutert STRABAG. Das Bauunternehmen strebt den Abschluss der Arbeiten für das Jahr 2028 an. Der Strom aus NalpSolar ist für die nächsten 20 Jahre für das Stromnetz der SBB reserviert.

  • 90 Jahre Innovation mit Schweizer Parketttradition

    90 Jahre Innovation mit Schweizer Parketttradition

    Der Parketthersteller Bauwerk blickt dieses Jahr auf sein 90-jähriges Bestehen zurück. Eigenen Angaben zufolge wurde begonnen mit der Einführung des ersten Dispersionsklebers zum Schutz gegen schädliche Dämpfe des damals verwendeten Bitumenklebers. Später folgte die Spezialisierung auf Parkettfussböden. Den Anstoss gab der Zürcher Ernst Göhner, der 1935 einen „aus Holzstücken zusammengesetzten Belag für Fussböden oder Wände“ zur Serienreife brachte. Daraus wurde das „industriell gefertigte Mosaik-Parkett oder Klötzli-Parkett“, welches bis heute im Sortiment von Bauwerk erhältlich ist.

    Seit Markteinführung des ersten 2-Schicht-Fertigparketts im Jahr 1976 hat sich der Hersteller zu einem weltweit tätigen Unternehmen der Holzbodenbranche mit 1600 Mitarbeitenden entwickelt. Allein in der Schweiz werden pro Jahr 2 Millionen Quadratmeter Parkett der Marken Bauwerk Parkett, BOEN und Somerset Hardwood Flooring verlegt.

    Mehr als 60 Prozent der Bodenbeläge werden am Firmensitz in St.Margrethen hergestellt. Seit Anfang der 1950er Jahre ist dort auch der Bereich Forschung und Entwicklung angesiedelt. Für Produktionsverfahren, Zusammensetzung, Gebrauch und die Wiederverwertung aller Komponenten sowie für den Umgang mit Ressourcen im Sinne der Kreislaufwirtschaft erhielt der Hersteller die Cradle-to-cradle-Zertifizierung. Parkett zu verwenden, sei per se umweltschonend und stehe für eine positive Ökobilanz. „Zudem ist jede Diele, die unsere Werke verlässt, ein Unikat – das perfekte Zusammenspiel von Schweizer Ingenieurskunst und der Kraft der Natur“, wird Patrick Hardy, seit 2022 CEO der Bauwerk Group, in der Mitteilung zitiert.

    Neben Beachtung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise engagiert sich das Unternehmen auch sozial. Mit der Aktion Parkettzauber wurden mehrere karitative Organisationen mit Parkettböden unterstützt – darunter eine Kindertagesstätte und eine sozialpädagogische Wohngruppe.

  • Vom Einkaufszentrum zur Immobilienplattform

    Vom Einkaufszentrum zur Immobilienplattform

    Die Shoppi Tivoli Management AG wurde in Tivoli Real Estate Management AG umfirmiert. Wie das Unternehmen mitteilt, sei die Namensänderung Ausdruck einer strategischen Erweiterung ihres Tätigkeitsfeldes. Neben der Verwaltung des Einkaufszentrums in Spreitenbach will das Unternehmen weitere Liegenschaften für Gewerbe und Wohnen im Limmattal betreuen.

    Das erste Projekt unter neuem Firmennamen ist die Bewirtschaftung des Wohnparks Tivoli Garten. In dem laut Unternehmensangaben „neuen lebendigen und bunten Quartier im Herzen des Limmattals“ wurden 445 Mietwohnungen mit mehr Einkaufsmöglichkeiten im angrenzenden Shoppi Tivoli sowie erweiterten Sport- und Freizeitangeboten geschaffen. Zu den Vorzügen gehören zudem der Anschluss an die City und kurze Wege in die Natur.

    Das Shoppi Tivoli gilt eigenen Angaben zufolge flächenmässig als das grösste Einkaufszentrum der Schweiz. „Mit Tivoli Real Estate Management AG behalten wir unsere Identität und Herkunft im Namen und machen zugleich sichtbar, dass wir uns breiter aufstellen, um weiterhin zuverlässig, kompetent und zukunftsorientiert für Kunden und Partner da zu sein“, heisst es in einer Mitteilung.

    Mieter und Lieferanten haben weiterhin dieselben Ansprechpersonen, auch Verträge und Prozesse bleiben bestehen. Auch die Büros bleiben weiterhin im Shopping-Center 9 in Spreitenbach.

  • Schlieren beteiligt Bevölkerung an Gesamtrevision von Bau- und Zonenordnung

    Schlieren beteiligt Bevölkerung an Gesamtrevision von Bau- und Zonenordnung

    Die Stadt Schlieren arbeitet an der Gesamtrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO), durch welche festgelegt wird, wie das Stadtgebiet weiterentwickelt wird. Die bisherige BZO stammt aus dem Jahr 1996, so dass inzwischen eine Überarbeitung notwendig geworden ist, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Bevölkerung soll sich aktiv in die Gesamtrevision einbringen, wofür auch eine Reihe von Veranstaltungen geplant ist.

    Am 23. August findet der erste von zwei Quartierspaziergängen statt, unter dem Motto „grüne Oasen“. Der Spaziergang am 3. September steht dann unter der Überschrift „Baukultur erleben“. Am 1. Oktober führt die Stadt Schlieren eine Informationsveranstaltung und Workshops als Zukunftswerkstatt durch, bevor zwischen dem 2. Oktober und dem 7. November die offizielle Online-Mitwirkung stattfindet, „bei der Rückmeldungen direkt in die Bearbeitung einfliessen können“, so die Stadt Schlieren. Zwei Quartierdialoge am 22. November und am 27. November sowie die öffentliche Auflage, geplant ab Ende Jahr, folgen. Unter zukunft-schlieren.ch wird die Stadt künftig weitere Informationen zur Gesamtrevision anbieten.

  • Holzernte in der Schweiz sinkt 2024 um 2 Prozent

    Holzernte in der Schweiz sinkt 2024 um 2 Prozent

    Im Jahr 2024 sind in der Schweiz 4,8 Millionen Kubikmeter Holz geerntet worden. Das entspricht einem Rückgang von rund 2 Prozent. Das geht aus einer Mitteilung der Bundesämter für Statistik und Umwelt hervor. Damit sank die Gesamternte im zweiten Jahr in Folge.

    Besonders ausgeprägt war die Reduktion bei Stückholz (-11 Prozent), gefolgt von Stamm- oder Sägeholz (-2 Prozent). Die starke Abnahme beim Stückholz geht vor allem auf Privatwälder zurück, die in allen Forstzonen geringer ausfiel, mit Ausnahme des Jurabogens und der Alpensüdseite. Die Forstzonen mit den stärksten Veränderungen waren das Mittelland (-94’000 Kubikmeter) und die Voralpen (-42’300 Kubikmeter).

    Der Kanton mit der grössten Holzerntemenge ist mit 0,89 Millionen Kubikmetern Bern. Dahinter folgen die Kantone Waadt, Zürich, Graubünden und Aargau. Ihre Erntemengen liegen zwischen 0,44 und 0,34 Millionen Kubikmetern. Zusammen lieferten sie im vergangenen Jahr 51 Prozent der gesamten Holzernte.

    Der Anteil von Energieholz in Form von Hackschnitzeln hat weiter zugenommen und beträgt nun 44 Prozent des gesamten Jahreseinschlags. Das entspricht 2,1 Millionen Kubikmetern. Der Anteil Energieholz an der gesamten Holzernte hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdoppelt.

    Die 638 Forstbetriebe verzeichneten 2024 Einnahmen von 622 Millionen Franken und Ausgaben von 651 Millionen Franken. Damit belief sich das Defizit gesamtschweizerisch auf 29 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr ist es um 9 Millionen Franken angestiegen. Einzig die Forstbetriebe in den Voralpen verzeichneten eine positive Bilanz.

  • Bühne frei für die besten Projekte der Branche

    Bühne frei für die besten Projekte der Branche

    Wenn sich am 2. Oktober 2025 die Türen des Trafo Baden öffnen, versammelt sich das Who’s who der Schweizer Immobilien-, Bau- und Finanzwelt zur Verleihung des Real Estate Award 2025. Neben der feierlichen Gala mit Dinner stehen inspirierende Impulse, Networking und der Austausch über die Zukunft der Branche im Zentrum.

    Ein besonderes Highlight ist der Unternehmer und Visionär Samih Sawiris, der beim Kamingespräch persönliche Einblicke gibt, ein Gespräch, das neue Perspektiven auf unternehmerisches Denken und Standortentwicklung verspricht.

    Vier Kategorien, zwölf Finalisten
    Mit dem Start des Ticketverkaufs wurde auch das öffentliche Online-Voting eröffnet. Bis zum 17. August 2025 kann täglich eine Stimme abgegeben werden  in vier zukunftsweisenden Kategorien mit je drei Finalisten.

    Digital: Evorest, Optiml, Quanthome

    Nachhaltigkeit: IAZI CIFI, Mobimo, Neustark

    Projektentwicklung & Innovation: Element, UmweltArena, Xania

    Vermarktung: Avendo, maison.work, tRaumplaner

    Die Siegerinnen und Sieger werden live am Galaabend ausgezeichnet und gemeinsam bestimmt von Jury und Publikum.

  • Serienproduktion intelligenter Sicherheitsroboter

    Serienproduktion intelligenter Sicherheitsroboter

    Das Startup 2021 gegründet, nimmt die Serienfertigung seiner hochentwickelten Sicherheitsroboter auf. Entwickelt in der Schweiz, produziert in Deutschland, diese Kombination aus Innovationskraft und Fertigungsexzellenz soll den europaweiten Sicherheitsmarkt verändern. Die ersten 50 Systeme sollen noch 2025 in Betrieb genommen werden.

    CEO Marcus Köhnlein sieht das Projekt als Infrastrukturmaßnahme für eine smartere Zukunft. „Das ist mehr als Robotik, wir liefern skalierbare Systeme, die Sicherheit autonom und zuverlässig neu denken.“ Die Roboter sind für komplexe Umgebungen wie Flughäfen, Logistikzentren oder Smart Cities konzipiert und arbeiten autonom, unterstützt durch Echtzeitanalyse und prädiktive Diagnostik.

    Automatisierte Sicherheit
    Mit steigenden urbanen Risiken und zunehmendem Personalmangel in der Sicherheitsbranche wächst die Nachfrage nach automatisierten Lösungen. Die Roboter liefern eine Antwort, skalierbar, flexibel und wartungsarm. Ihr modularer Aufbau erlaubt Anpassungen an unterschiedliche Einsatzorte, von Industriegeländen bis Universitätscampus.

    Das Geschäftsmodell basiert auf „Robot-as-a-Service“ und bietet Kunden leistungsfähige Sicherheitslösungen mit geringer Einstiegshürde. Echtzeitdaten, kontinuierliches Lernen und hohe Betriebszeit sind integrale Bestandteile des Systems.

    Wachstumsstrategie und Finanzierungsrunde gestartet
    Für die nächste Phase, Skalierung, Marktausbau und internationale Einführung, wurde eine neue Investitionsrunde eröffnet. Ziel ist die Ausweitung der Produktion auf 300 Systeme bis 2027. Derzeit konzentriert sich das Unternehmen auf Europa, plant jedoch langfristig globale Expansion.

    Geführt wird das Start-up von einem erfahrenen Team. CEO Marcus Köhnlein bringt Führungserfahrung aus Digitalisierungs- und Innovationsprojekten mit. CTO Christoph Uhrhan ist Professor für Robotik an der Hochschule Furtwangen und leitet dort das Robotiklabor. Verwaltungsratspräsident ist Andreas R. Sarasin, ehemaliger Partner einer renommierten Schweizer Privatbank und Verwaltungsrat bei uniqueFeed.

  • Standort Genf unter Druck

    Standort Genf unter Druck

    Genf gilt als Symbol für internationale Zusammenarbeit. 36’000 Arbeitsplätze in internationalen Organisationen, rund 250’000 Übernachtungen jährlich und ein starker lokaler Fussabdruck. Diese Zahlen verdeutlichen die Relevanz der internationalen Präsenz. Doch geopolitische Spannungen und der mögliche Rückzug von Grossakteuren wie den USA setzen dieses System unter Druck.

    Die Konsequenzen sind Haushaltskürzungen, Strukturveränderungen und Standortfragen, die weit über das politische Parkett hinausreichen. Auch Immobilienmärkte, lokale Dienstleister und die Stadtentwicklung sind unmittelbar betroffen. Was bislang als stabil galt, muss nun neu gedacht werden.

    Wenn Nachfrage neu verteilt wird
    Internationale Mitarbeitende prägen Genfs Wohnungsmarkt mit rund 9’500 bewohnten Einheiten, hoher Zahlungsbereitschaft und Fokus auf grosszügige, möblierte Wohnungen. Ein Rückgang von nur 20 % der Beschäftigten könnte die Angebotsquote spürbar erhöhen. Doch die Leerstandsquote dürfte kaum steigen. Die angespannte Wohnsituation sorgt dafür, dass frei werdende Wohnungen rasch durch lokale Haushalte belegt werden.

    Entscheidend wird sein, wie sich die Zusammensetzung des Angebots verändert, vor allem im hochpreisigen Segment. Der Markt könnte kurzfristig entspannter wirken, mittelfristig aber eine Verschiebung der Mietpreisdynamik erfahren.

    Stabilität auf dem Prüfstand
    Rund 650’000 m² Bürofläche sind heute durch internationale Organisationen belegt. Ein Rückgang um 20 % würde die Leerstandsquote auf über 10 % steigen lassen, mit besonders deutlichen Auswirkungen in Grand-Saconnex, Pregny-Chambésy und im Gebiet Jardin des Nations. Ein kompletter Rückzug würde über 140’000 m² leerstehende Flächen hinterlassen, eine Dimension, die etwa dem doppelten PAV-Projekt entspricht.

    Der Markt zeigt sich zwar bislang robust, doch der Rückgang internationaler Nachfrage könnte bestehende Ungleichgewichte verschärfen. Differenzierte Strategien für eine flexible, nutzerzentrierte Nutzung sind gefragt.

    Sichtbare, verletzliche Abhängigkeit
    Jährlich finden in Genf rund 2’500 Konferenzen statt. Der damit verbundene Tourismus stützt weite Teile des Hotelmarktes. Ein Wegfall dieser Veranstaltungen könnte die Auslastung der Hotels um bis zu 10 % reduzieren. Mit Dominoeffekten auf Zulieferer, Gastronomie und das internationale Renommee der Stadt.

    Gerade dieser Bereich zeigt, wie eng wirtschaftliche, städtebauliche und diplomatische Interessen verflochten sind und wie verletzlich dieser Knotenpunkt ist.

    Von der Gefahr zur Gelegenheit
    Der mögliche Rückzug internationaler Organisationen ist keine isolierte Krise, sondern Ausdruck eines globalen Strukturwandels. Die Herausforderung für Genf ist die Resilienz nicht nur als Widerstand, sondern als Wandel zu verstehen.

    Zukunftsstrategien für Genf
    Ein einzigartiges Ökosystem aus internationalen Organisationen, hoher Lebensqualität und institutioneller Stabilität spricht weiterhin für Genf. Gleichzeitig gilt es, strategisch auf Herausforderungen wie Bodenknappheit, hohe Grundstückspreise und hohe Lebenshaltungskosten zu reagieren.

    Transformation mit zwei Hebeln vorantreiben
    Neue Geschäftsmodelle entwickeln durch Diversifizierung von Finanzierung und Leistungen, hybride Formate, digitale Plattformen und lokal verankerte Partnerschaften.

    Immobilien intelligent und flexibel nutzen
    Unterausgelastete Flächen modular, nutzerzentriert und anpassungsfähig neu denken. Voraussetzung dafür ist nicht nur räumliche, sondern auch organisatorische Agilität.

    Synergien im Raum gezielt nutzen
    Wandel von klassischen Büros hin zu Orten des Wissens, der Begegnung und Innovation. Konferenz‑, Hotel- und Coworking-Infrastrukturen sollten stärker integriert geplant und genutzt werden.

    Planung flexibilisieren
    Stadtentwicklung muss reaktionsfähig und anpassbar sein. Mit visionären Konzepten, die Reversibilität und Nutzerorientierung ermöglichen, statt starrer Vorgaben.

  • Eine entscheidende Abstimmung für die Schweiz

    Eine entscheidende Abstimmung für die Schweiz

    Am 28. September 2025 stimmt das Schweizer Volk über die Abschaffung des Eigenmietwerts ab. Der Eigenmietwert ist ein fiktives Einkommen, das Eigentümer von selbstbewohnten Immobilien in ihrer Steuererklärung angeben müssen. Dieser Wert entspricht etwa 60 bis 70 Prozent der Miete, die für die Immobilie erzielt werden könnte. Die Abschaffung des Eigenmietwerts ist mit der Einführung einer neuen Objektsteuer auf Zweitliegenschaften verknüpft, um mögliche Steuerausfälle für die Kantone zu kompensieren.

    Verknüpfte Entscheidungen und kantonale Unterschiede
    Die Abstimmung über die Abschaffung des Eigenmietwerts ist eng mit der Einführung einer kantonalen Objektsteuer auf Zweitliegenschaften verbunden. Diese Steuer unterliegt dem obligatorischen Referendum, was bedeutet, dass der Eigenmietwert nur abgeschafft wird, wenn Volk und Stände die neue Steuer annehmen. Die Stimmresultate könnten stark zwischen den Kantonen variieren, da die Auswirkungen je nach Kanton sehr unterschiedlich sind.

    Der Zentralvorstand des Schweizerischen Baumeisterverbands hat die Stimmfreigabe erteilt, da sich die pro- und contra-Argumente aus landesweiter Perspektive das Gleichgewicht halten. Knapp 1.4 Millionen Haushalte in der Schweiz wären von der Abschaffung betroffen, was etwa einem Drittel aller Haushalte entspricht. Der Rückgang der Steuereinnahmen wird auf 1.7 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt1.

    Auswirkungen auf Sanierungen und Steuerabzüge
    Die Abschaffung des Eigenmietwerts würde auch bedeuten, dass Abzüge für Unterhaltskosten wie energetische Sanierungen bei selbstgenutztem Wohneigentum auf Bundesebene entfallen. Allerdings bleiben auf kantonaler Ebene Abzugsmöglichkeiten für Rückbaukosten bei Ersatzneubauten, Ausgaben für Denkmalpflege und Energiesparmassnahmen weiterhin zulässig. Es bleibt ungewiss, inwiefern die fehlende Abzugsfähigkeit tatsächlich zu einem Rückgang der Sanierungen führen wird, da die Steuerlast für Liegenschaftsbesitzer dank dem Wegfall des Eigenmietwerts ebenfalls sinken würde.

    Die Objektsteuer auf Zweitliegenschaften
    Die Einführung der Objektsteuer auf Zweitliegenschaften soll den Kantonen helfen, etwaige Steuerausfälle zu kompensieren. Jeder Kanton kann selbst entscheiden, ob er diese Steuer tatsächlich einführt und in welcher Höhe. Die Abschaffung des Eigenmietwerts wird seit Jahrzehnten politisch diskutiert und hat bisher jeden Angriff überstanden. 2017 hat das Parlament einen neuen Anlauf genommen, den Eigenmietwert abzuschaffen4.

    Ein heisser Abstimmungskampf
    Die Abstimmung über die Abschaffung des Eigenmietwerts und die Einführung der Objektsteuer auf Zweitliegenschaften wird voraussichtlich zu einem heissen Abstimmungskampf führen. Die Vorlage ist gekoppelt an das Bundesgesetz über den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung. Nur wenn die Verfassungsänderung in der Volksabstimmung von Volk und Ständen angenommen wird, kann die Vorlage für den Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung und damit die Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung in Kraft gesetzt werden.

    Der Hauseigentümerverband Schweiz hat bereits die Ja-Parole zur Abstimmungsvorlage beschlossen. Die Abschaffung der Eigenmietwertsteuer wird als überfällig betrachtet. Das Komitee „Eigenmietwert-Nein“ empfiehlt ebenfalls ein Ja zur Vorlage, um die Eigenmietwertbesteuerung abzuschaffen.

  • Revolutionäre Schallabsorber

    Revolutionäre Schallabsorber

    Im Kampf gegen Lärm zählt jeder Zentimeter. Klassische Schallabsorber aus voluminösen Materialien wie Steinwolle oder Melaminschaum sind oft zu dick und gestalterisch einschränkend. Die neu entwickelten Schallabsorber aus mineralischen Gips- oder Zementschäumen bieten eine überzeugende Alternative. Sie sind genauso wirksam wie herkömmliche Absorber, aber rund viermal dünner. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Integration in bestehende und neue Bauprojekte.

    Die variierende Porenstruktur der mineralischen Schäume zwingt die Luftpartikel auf einen längeren Weg, wodurch trotz geringer Dicke eine hohe Schallabsorption erreicht wird. Diese patentierte Konstruktion ermöglicht es, die Absorber gezielt auf bestimmte Frequenzbereiche abzustimmen. Zudem sind die Schäume feuerfest, recycelbar und setzen keine gesundheitsschädlichen Partikel frei. Zementschäume sind zusätzlich wetterfest und damit ideal für den Aussenbereich geeignet.

    Praxistest in Zürich
    Ein erster Prototyp der neuen Schallabsorber wurde bereits in einer Hofeinfahrt in Zürich getestet. Die Ergebnisse sind vielversprechend. Der Lärmpegel sank um bis zu 4 Dezibel, insbesondere bei vorbeifahrenden Autos. Die 72 Paneele mit einer Gesamtdicke von rund 5,5 Zentimetern zeigten eine zuverlässige Dämpfung tiefer Frequenzen und eine deutliche Reduktion der Schallübertragung im Bereich der Spitzenabsorption.

    Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten
    Die neuen Schallabsorber eignen sich für eine Vielzahl von Anwendungen. Sie können in Einfahrten, unter Balkonen, an Fassaden, in Treppenhäusern oder grossen Innenräumen wie Büros, Kantinen oder Sporthallen integriert werden. Besonders interessant sind sie für Spezialanwendungen, bei denen begrenzter Platzbedarf, Brandschutz und Designansprüche gleichzeitig berücksichtigt werden müssen.

    Die Zukunft der Lärmminderung
    Die Idee für diese innovativen Schallabsorber entstand bereits vor einigen Jahren, doch der Durchbruch gelang erst durch die Kombination von Materialentwicklung und akustischer Modellierung im Rahmen eines Innosuisse-Projekts. Aktuell erfolgt die Fertigung noch teilweise von Hand, doch mit einem geeigneten Industriepartner soll das Material weiterentwickelt und in grösserem Massstab produziert werden.

    Die mineralischen Schallabsorber haben das Potenzial, die Lärmminderung in verschiedenen Umgebungen zu revolutionieren. Sie bieten eine effiziente, platzsparende und gestalterisch flexible Lösung für die Herausforderungen der modernen Bauakustik.

  • Licht steuert Elektrizität in Metallen

    Licht steuert Elektrizität in Metallen

    Ein Forscherteam der University of Minnesota Twin Cities hat einen bedeutenden Durchbruch erzielt. Es entwickelte ein Verfahren, mit dem sich der Fluss von Elektrizität in extrem dünnen Metallschichten bei Raumtemperatur beeinflussen lässt mithilfe von Licht. Dieser neue Ansatz könnte dabei helfen, zukünftig optische Sensoren und Quanteninformationsgeräte bedeutend effizienter zu gestalten. Die Zwischenergebnisse der Wissenschaftler wurden aktuell in der renommierten Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht.

    Die Basis der Studie beruht auf ultradünnen Schichten aus Rutheniumdioxid (RuO2), welche auf Titandioxid (TiO2) aufgebracht wurden. Je nach Richtung reagieren diese Schichten nicht nur verschieden auf Licht, sondern auch auf den Fluss von Elektrizität. Die Struktur dieser Schichten ermöglicht es, die Dynamik der Elektronen gezielt zu steuern und damit Energieflüsse zu regulieren.

    Neue Wege durch gezielte Lichtnutzung
    Ein zentrales Ergebnis der Forschenden ist, dass sich durch gezielte Veränderungen in der atomaren Struktur die Reaktionen des Materials auf Licht exakt beeinflussen lassen. Dieser gesteuerte Effekt tritt bei gewöhnlichen Temperaturen auf und eröffnet spannende Perspektiven für zukünftige Anwendungen. „Dies ist das erste Mal, dass jemand eine abstimmbare, gerichtete ultraschnelle Ladungsträgerrelaxation in einem Metall bei Raumtemperatur nachgewiesen hat“, bestätigt Seunggyo Jeong, Postdoktorand an der Fakultät für Chemieingenieurwesen und Materialwissenschaften der University of Minnesota.

    Solche Erkenntnisse stellen zahlreiche Vorstellungen über das Verhalten von Metallen der letzten Jahre infrage und belegen, dass die gezielte Steuerung von Elektrizität durch kontrollierte Lichtimpulse möglich ist. Dies eröffnet ganz neue Ansätze im Umgang mit Energie und Informationsverarbeitung auf kleinstem Raum.

    Elektrizität im Detail steuern
    Der bisherige Konsens in der Physik sah Metalle als ungeeignet an für solch präzise Steuerungsmechanismen, weil sie zu komplexe elektronische Eigenschaften besitzen. Das aktuelle Forschungsteam fand jedoch heraus, dass genau diese Komplexität, die sogenannte Bandverschachtelung. aktiv genutzt werden kann, um die ultraschnelle Antwort der Metalle gezielt in verschiedene Richtungen zu lenken. Dies führt dazu, dass die Eigenschaft des Materials, Elektrizität zu steuern, situationsabhängig angepasst werden kann.

    Neue Anwendungen in der Computertechnik, Datenspeicherung, Sensorik und Kommunikation könnten davon massiv profitieren. Besonders die Effizienz und Geschwindigkeit von Bauelementen ließe sich durch die gezielte Steuerung von Elektrizität deutlich verbessern. Tony Low, Mitautor und Professor für Elektro- und Computertechnik an der University of Minnesota, betont, dass die Ergebnisse tiefe Einblicke in die Art und Weise liefern, wie subtile strukturelle Verzerrungen die elektronische Struktur von Metallen verändern können. Dies könnte für zukünftige ultraschnelle und polarisationsempfindliche optoelektronische Technologien von entscheidender Bedeutung sein.

  • Effizient kühlen mit der Fussbodenheizung

    Effizient kühlen mit der Fussbodenheizung

    In gut gedämmten Neubauten und energetisch sanierten Altbauten steigt das Interesse an alternativen Kühlmethoden. Eine Fussbodenheizung kann nicht nur für wohlige Wärme im Winter sorgen, sondern auch im Sommer zum angenehmen Raumklima beitragen, vorausgesetzt, sie ist an eine dafür geeignete Wärmepumpe angeschlossen. Damit eröffnet sich eine effizient, geräuschlos und klimafreundlich doppelte Nutzung bestehender Technik.

    Technik, die beides kann
    Nur wassergeführte Systeme sind für das Kühlen geeignet. Über das im Boden verlegte Rohrsystem strömt im Sommer kühles Wasser, gesteuert durch eine Pumpe und eine smarte Regelung. Entscheidend ist die Kombination mit einer reversiblen Wärmepumpe, die den Kühlmodus technisch unterstützt. Der Unterschied zwischen Heiz- und Kühlbetrieb liegt vor allem in der Wassertemperatur. Statt 35 bis 40 °C werden 16 bis 20 °C durch das System gepumpt.

    Aktiv oder passiv – zwei Wege zur Abkühlung
    Passives Kühlen nutzt die Temperaturdifferenz zum Erdreich oder Grundwasser, ohne dass der Verdichter aktiv ist. Das spart Energie, reicht aber bei starker Hitze oft nur für eine leichte Temperatursenkung.

    Aktives Kühlen hingegen arbeitet mit voller Pumpenleistung. Räume lassen sich deutlich stärker abkühlen, allerdings mit höherem Strombedarf.
    Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen eignen sich für beide Varianten. Luft/Wasser-Systeme sind ausschliesslich für die aktive Kühlung konzipiert.

    Technik und Planung müssen zusammenpassen
    Die erreichbare Temperaturabsenkung liegt zwischen 2 und 5 °C. Bei aktiven Lösungen sind auch Werte um 20 bis 22 °C realistisch. Eine zu tiefe Vorlauftemperatur kann Kondenswasser verursachen. Daher braucht es Systeme mit Taupunktüberwachung, die bei kritischen Werten automatisch gegensteuern.

    Grenzen kennen, Potenziale nutzen
    Fussbodenheizungen reagieren träge, das Kühlen braucht daher vorausschauende Steuerung. Wer heute neu baut oder saniert, kann jedoch mit guter Planung und geeigneter Technik auf ein einziges System setzen, das ganzjährig für Komfort sorgt, ohne zusätzliche Klimaanlage.

    Die erreichbare Temperaturabsenkung hängt von der Bauweise, Dämmung und Auslegung des Systems ab. In gut gedämmten Neubauten oder sanierten Objekten sind auch bei heissen Aussentemperaturen Raumkühlungen auf 22 °C oder darunter möglich. Besonders Schlafräume, Büros oder stark aufgeheizte Wohnbereiche profitieren von der gleichmässigen, stillen Kühlung.