Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Laufenburg baut Windmühlen am Bahnhof

    Laufenburg baut Windmühlen am Bahnhof

    Das Areal Schützegärte liegt an einer städtebaulich heiklen Stelle. Drei Strassen fassen es ein, ringsum treffen Bautypologien aus verschiedenen Jahrzehnten aufeinander. Genau dieses Chaos ist das Thema. AWW Architekten AG macht das «Gegensätzliche und Bilaterale» zur Grundlage des Konzepts. Die Architektur entsteht aus dem Spannungsfeld des Ortes, nicht gegen ihn.

    Versetzt, gedreht, verankert
    Zwei identische, viergeschossige Gebäudekörper bilden das Ensemble. Sie stehen nicht parallel, sondern versetzt und gedreht zueinander im leicht abschüssigen Terrain. Diese Positionierung ist kein ästhetischer Einfall, sondern eine präzise Reaktion auf Kantenbildung und Raumfluss gegenüber den Nachbarbauten. Ein Ensemble, das sich einfügt und gleichzeitig eigenständig bleibt. Die Gesamtgeschossfläche beträgt rund 4’600 Quadratmeter, das Bauvolumen rund 13’800 Kubikmeter.

    Windmühle als Wohnmodell
    Das architektonische Konzept basiert auf einer kompakten vierspännigen «Windmühlen»-Gebäudeform mit zentralem Treppenhauskern. Die auskragenden Flügel prägen die Fassade und nehmen Bezug auf typische Erkerformen im Quartier. Jede Wohnung ist dreiseitig ausgerichtet. Herzstück sind die «Vierjahreszeiten-Zimmer» mit grosszügige Räume, die als Wintergarten, Studio oder Wohn- und Essbereich nutzbar sind. Zusammen mit Loggien entsteht ein flexibles Raumangebot für unterschiedlichste Lebensentwürfe.

    Grün, gemeinschaftlich, geerdet
    Der Freiraum zwischen den Häusern ist bewusst niederschwellig gehalten. Zugänglich von innen und von der Strasse. Eine Grünschicht aus heimischen Sträuchern und Stauden schützt die Erdgeschosswohnungen und verleiht der Siedlung Charakter. An einer Ecke öffnet sich das Areal zu einer wiesenartigen Situation mit Obstbäumen.Eine Referenz an die lokale Tradition siedlungsnaher Obstgärten. Das Projekt denkt Wohnen und Gemeinschaft als Einheit.

    Nächste Schritte offen
    Die Stadt Laufenburg war nicht am Planungsprozess beteiligt. Stadtschreiber Marco Waser bestätigt, dass die Bauverwaltung lediglich die baurechtlichen Rahmenbedingungen vorgängig klärte. Eine Beurteilung seitens der Stadt liegt bislang nicht vor. Die Grundeigentümerin Erne Immo AG hat sich zum Zeithorizont der Umsetzung noch nicht geäussert.

  • Zürich bleibt weltweite Nummer eins der smarten Städte

    Zürich bleibt weltweite Nummer eins der smarten Städte

    Zürich liegt auch in der siebten Ausgabe des IMD Smart City Index auf dem Spitzenplatz. Auf dem zweiten Rang wird Oslo notiert vor Genf, das laut einer Mitteilung auch in diesem Jahr Platz 3 belegt. Lausanne konnte sich gegenüber 2025 um drei Plätze verbessern und erreicht Rang 7. Für den Index wurden vom World Competitiveness Center (WCC) der IMD Business School Bürgerinnen und Bürger in insgesamt 148 Städten befragt.

    Wie der Index zeigte, schätzen die Bürger die Qualität ihrer Stadt auch nach deren politischer Transparenz sowie ihrer Möglichkeiten ein, sich zu beteiligen. „Smartness“ betrifft daher nicht nur die Einführung neuester Technologien, sondern auch eine stärkere Wahrnehmung einer guten Städteführung, der Realisierung digitaler Dienstleistungen. Dabei schneiden Städte, in denen die Menschen das Gefühl haben, gehört zu werden, deutlich besser ab, heisst es in der Mitteilung.

    „Die fortschrittlichsten städtischen Zentren, in denen sich die Bürger am glücklichsten fühlen, sind nicht unbedingt jene, die sich durch utopische Skylines, sichtbare Sensornetzwerke oder reine technologische Raffinesse auszeichnen“, wird Arturo Bris, Direktor des WCC, in der Mitteilung zitiert. „Sie zeichnen sich dadurch aus, wie effektiv sie Verwaltungsstrukturen, Nachhaltigkeitsprioritäten, Entscheidungen über öffentliche Investitionen und – was vielleicht am wichtigsten ist – das Vertrauen der Bürger aufeinander abstimmen.“

    Hinter Zürich, Oslo und Genf rangieren London, Kopenhagen und Dubai auf den Plätzen vier bis sechs. Hinter Lausanne komplettieren Canberra, Singapur und Abu Dhabi die Top 10.

  • Wasserkraftprojekt an der Grimsel geht in die Umsetzung

    Wasserkraftprojekt an der Grimsel geht in die Umsetzung

    Der Verwaltungsrat der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) mit Sitz in Innertkirchen hat laut einer Mitteilung der Investition von 300 Millionen Franken in den Bau des neuen Pumpspeicherwerkes Grimsel 4 zugestimmt. Die Anlage erlaubt es, das Wasser der beiden Speicherseen, des Räterichsboden- und des Grimselsees, für die Sicherung der Netzstabilität zu nutzen. Die Konzession und die Baubewilligung liegen bereits vor.

    Grimsel 4 besteht aus einer unterirdischen Kraftwerkszentrale zwischen den beiden Seen. Zwei reversible Pumpturbinen mit einer Ausbauwassermenge von je 35 Kubikmetern in der Sekunde und einer installierten Leistung von je 84 Megawatt pumpen das Wasser je nach Bedarf hoch in den Grimselsee oder turbinieren es beim Abfluss in den Räterichsbodensee. Der Wasserstollen zwischen den beiden Seen ist rund 1200 Meter lang und hat einen Durchmesser von 6 Metern. Der Erschliessungsstollen zur Kraftwerkszentrale hat eine Länge von rund 1800 Metern.

    Der Bau beginnt im Juni, sein Abschluss ist für Februar 2032 vorgesehen. Der Ausbruch für die Kraftwerkszentrale beginnt Anfang 2028.

    Die KWO wurde 1925 gegründet. Sie betreibt heute 13 Wasserkraftwerke und acht Speicherseen. Die BKW hält 50 Prozent des Unternehmens. Die Stadtwerke Basel (IWB), Bern (ewb) und Zürich (ewz) teilen sich die andere Hälfte zu gleichen Teilen.

  • Neue Partnerschaft treibt Innovation bei Wärmespeichern voran

    Neue Partnerschaft treibt Innovation bei Wärmespeichern voran

    Cowa Thermal Solutions hat seine weltweite Partnerschaft mit Innova bekanntgegeben. In deren Rahmen wird die nahe Turin beheimatete italienische Firma Innova die auf Phasenwechselmaterial (Phase Change Material, PCM) basierende Wärmespeichertechnologie von Cowa in ihre eigenen Wärmepumpensysteme integrieren. Wie es in einer Mitteilung der 2019 gegründeten und im Technopark Luzern ansässigen Ausgliederung der Hochschule Luzern heisst, ermöglicht diese Zusammenarbeit „eine neue Generation von Lösungen, die kompaktes Design, hohen Komfort und nachhaltige Technologie vereinen“.

    Diese Kooperation baut den Angaben zufolge auf technischen Validierungen und Bewertungen auf, die die Eignung von Cowas PCM für die Wärmepumpensysteme von Innova bestätigt haben. Die Tests zeigten Cowa zufolge die hohe Leistungsfähigkeit und Effizienz der integrierten Lösung.

    Innova zeichnet seinerseits für die Konzeption, Entwicklung und Fertigung der Systeme verantwortlich. Das Piemonteser Unternehmen ist auf moderne Lösungen für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Raumluftqualität spezialisiert und unterstützt seine weltweite Kundschaft beim Austausch fossiler Heizsysteme zugunsten nachhaltiger Alternativen.

  • Nachfolgeplanung bei regionalem Versorger gestartet

    Nachfolgeplanung bei regionalem Versorger gestartet

    An der Spitze der Industriellen Betriebe Interlaken AG kommt es zu einem Wechsel. CEO Helmut Perreten hat laut einer Mitteilung den Verwaltungsrat darüber informiert, dass er auf Mitte 2027 seine Funktion abgeben will. Er will anschliessend ausserhalb der Energiebranche tätig sein.

    Die Suche nach einer Nachfolgelösung wird in den kommenden Monaten eingeleitet. Die frühe Ankündigung des Wechsels erlaube eine sorgfältige und strukturierte Regelung der Nachfolge, heisst es in der Mitteilung. Der Verwaltungsrat bedaure und respektiere die Entscheidung.

    Perreten war seit 2015 CEO der IBI. Zuvor war der gelernte Mechaniker und Maschineningenieur Leiter der Region Oberland der BKW Energie AG und davor Geschäftsführer des Elektrizitätswerkes Grindelwald gewesen.

    IBI hat 2025 insgesamt 96 Millionen Kilowattstunden Strom, 35,9 Millionen Kilowattstunden Gas und 1,8 Millionen Kubikmeter Wasser verkauft.

  • Experimentierraum zeigt Zukunft des Handels

    Experimentierraum zeigt Zukunft des Handels

    Mit dem OF GOODS entsteht in Bern ein „neuer Ort für die Begegnung von Produktion, Handel und Publikum“, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Handelshaus öffnet am 10. April auf drei Etagen im Kaiserhaus. Die Initianten wollen dabei einen Experimentierraum erschaffen, um ein mögliches Handelshaus der Zukunft zu realisieren.

    Da sich Konsumierende zunehmend für die Herkunft von Materialien und auch für deren Kreisläufe interessieren, soll OF GOODS in diesen Bereich Kontext schaffen. Dazu tragen offene Werkstätten und kuratierte Ladengeschäfte ebenso zu bei wie begleitende Formate. So wird einerseits Handwerk sichtbar und andererseits lernen die Kundinnen und Kunden an einer Do-it-yourself-Station, wie sie Kleidungsstücke flicken oder Schuhe pflegen können.

    Zusätzlich werden in dem Handelshaus Workshops, Ausstellungen und weitere Veranstaltungen durchgeführt. Wechselnde Formate sollen dazu einladen, „Materialien, Prozesse und Ideen neu zu entdecken“.

    Bislang gehören mehr als 60 etablierte sowie unbekannte Marken, Ateliers und Manufakturen zu den Anbietern des OF GOODS, welches seine Eröffnung am 10. und 11. April feiert. Auch Gastronomiebetriebe wie die Brasserie Kaiser, Kaiser Deli und Hof-Bar sind Teil des Konzeptes.

  • Städtischer Energieversorger baut Infrastruktur und Fernwärme konsequent aus

    Städtischer Energieversorger baut Infrastruktur und Fernwärme konsequent aus

    Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich hat 2025 einen Umsatz von 1,44 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert ewz in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einer Steigerung um 11 Millionen Franken. Der Betriebsaufwand legte im selben Zeitraum um 64 Millionen auf 1,02 Milliarden Franken zu. Hier schlugen die Integration des Fernwärmenetzes von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ-Fernwärme) sowie zusätzliche Energiebeschaffung zu Buche. Als Gewinn wurden 303 Millionen Franken ausgewiesen gegenüber 391 Millionen Franken im Vorjahr.

    „Dieses gute Ergebnis ist vor allem zurückzuführen auf den Energieverkauf im freien Markt, einem Gewinn bei der Vermarktung der Windproduktion im Ausland und des gezielten Einsatzes der Mittel“, wird ewz-Direktor Benedikt Loepfe in der Mitteilung zitiert. „Die erfolgreiche Integration der Fernwärme mit über 100 zusätzlichen Mitarbeitenden beweist, die Anpassungsfähigkeit unserer Unternehmung eindrücklich.“

    Im Berichtsjahr hat ewz zudem 244 Millionen Franken in Netze, Kraftwerke und Beteiligungen investiert. Das sind 48 Millionen Franken mehr als im Vorjahr, schreibt der Energieversorger. „Der Kapitalbedarf wird in den nächsten zehn Jahren massiv steigen, damit die erforderlichen Investitionen von über 3 Milliarden Franken getätigt werden können“, erläutert Loepfe. „Die aktuell gute finanzielle Ausgangslage von ewz ermöglicht es, diese Investitionen in die Energiezukunft und Versorgungssicherheit in den kommenden Jahren mit eigenen Mitteln zu tätigen.“ Vom diesjährigen Gewinn werden 80 Millionen Franken an die Stadt überwiesen.

  • Winterthur setzt auf Solarstrom aus der Nachbarschaft

    Winterthur setzt auf Solarstrom aus der Nachbarschaft

    Seit Jahresbeginn gibt es in Winterthur die Möglichkeit, den eigenen Solarstrom in der Nachbarschaft zu verkaufen. Dazu muss die eigene Solaranlage in einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) des Stadtwerks Winterthur angemeldet werden. Aktuell stellt das Stadtwerk flächendeckend bereits 155 solcher LEG zur Verfügung, informiert die Stadtverwaltung Winterthur in einer Mitteilung. Damit haben rund sieben von zehn Haushalten in Winterthur die Möglichkeit, Solarstrom aus der Nachbarschaft zu beziehen.

    In den aktuell vorhandenen 155 LEG sind derzeit 535 von insgesamt 2500 im Stadtgebiet installierten Photovoltaik-Anlagen angemeldet. Wer seine eigene Anlage anmelden oder Strom aus einer LEG beziehen möchte, kann dies auf der Plattform leghub.ch tun. Auch die Gründung einer eigenen LEG ist über die Plattform möglich.

    Der Bund fördert den Bezug von Solarstrom aus der Nachbarschaft mit einem Rabatt auf den Strompreis-Bestandteil Netznutzung. Der Preis für LEG-Solarstrom fällt damit um bis zu 15 Prozent niedriger als der normale Strompreis aus. In der Mitteilung weist der Vorsteher des Winterthurer Departements für Technische Betriebe, Stefan Fritschi, auf einen weiteren Vorteil der Elektrizitätsgemeinschaften hin: „LEG ermöglichen auch Mieter:innen und Hausbesitzer:innen ohne eigene Anlage Zugang zu lokal produziertem Solarstrom“.

  • Neubauprojekt stärkt Forschungsstandort im Berner Oberland

    Neubauprojekt stärkt Forschungsstandort im Berner Oberland

    Die Kosten für den Neubau der Empa auf dem Baufeld B5 des Areals Thun Nord belaufen sich auf 47 Millionen Franken. Dafür liegt nun laut einer Mitteilung eine Finanzierungslösung auf dem Tisch. Danach wird das Projekt über eine neu zu gründende Arealentwicklungsgesellschaft finanziert, an der sich vier Partner beteiligen, schreibt die Stadt Thun in einer Mitteilung.

    Die Stadt Thun gewährt gemäss dem Vorschlag ein grundpfandgesichertes, zinsloses Darlehen von 16 Millionen Franken. Sie gewährt auch eine Bürgschaft für ein Darlehen, für das der Kanton Bern eine Absichtserklärung im Rahmen der Neuen Regionalpolitik in der Höhe von 10 Millionen Franken abgegeben hat. Die Empa investiert 16 Millionen Franken in Labore und die Technikzentrale. Die Halter AG als Entwicklungspartnerin des Baufeldes beteiligt sich mit 5 Millionen Franken. Die Arealentwicklungsgesellschaft soll nach Projektabschluss an Investoren übertragen werden.

    Der Thuner Stadtrat entscheidet an seiner Sitzung vom 30. April über den nun vorliegende Vorschlag. Die Baubewilligung für die erste Etappe auf dem Baufeld B5 liegt bereits vor. Der Baubeginn ist für Frühling 2027 vorgesehen, die Fertigstellung Ende 2029.

    „Die Stadt Thun hat ein grosses Interesse an der Realisierung des Neubaus“, wird Stadtpräsident Raphael Lanz in der Mitteilung zitiert. „Die Empa sichert langfristig hochqualifizierte Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung, generiert regionale Wertschöpfung und stärkt Thun als Technologie- und Innovationsstandort innerhalb des Kantons Bern“

    Die Empa ist seit 1994 mit einem Forschungsstandort in Thun präsent. Sie forscht hier im Bereich Hochtechnologie und Werkstoffen.

    In Thun Nord ein neuer Stadtteil entstehen. Neben dem ersten konkreten Vorhaben auf dem Baufeld B5 spielt dabei die geplante S-Bahn-Haltestelle Thun Nord eine zentrale Rolle. Das Gesamtpotenzial des Areals Thun Nord umfasst rund 6500 Arbeitsplätze.

  • Ehemaliges Industrieareal wird zum gemischten Quartier

    Ehemaliges Industrieareal wird zum gemischten Quartier

    Die Halter AG hat laut einer Mitteilung Aufrichte auf dem Aebiareal gefeiert. Das Bauunternehmen mit Sitz in Schlieren realisiert auf dem Areal bis Anfang 2027 weitläufige Gewerbe-, Büro- und Wohnflächen. Der Spatenstich fand im Februar 2025 statt. Die Firma Aebi hat bis 2010 auf dem Areal Landmaschinen produziert. Der Burgdorfer Stadtpräsident Stefan Berger sowie Marcel-Jann Blattert und Marc Weber von der Halter AG bedankten sich bei der Aufrichte für den Einsatz aller Beteiligten.

    Insgesamt entstehen auf dem Areal 26 Eigentums- und 79 Mietwohnungen sowie rund 3,625 Quadratmeter Nutzfläche für vielseitige Gewerbe-, Büro und Verkaufsflächen. Die Nutzflächen könne dabei teils gemietet, teils im Eigentum erworben werden. Laut Projektbeschreibung schaffen besonders die zentrale Lage am Bahnhof sowie die Nähe zu Bern (ideale Voraussetzungen für Unternehmen), die Wert auf Präsenz, Erreichbarkeit und ein lebendiges Umfeld legen.

    Die Halter AG ist eine schweizweit tätige Immobilien- und Baufirma. Das Unternehmen bearbeitet an sieben Standorten ein Bauvolumen von rund 800 Millionen Franken pro Jahr und zählt derzeit rund 320 Projekte in Entwicklung und Ausführung.

  • Start-up treibt Elektrifizierung industrieller Prozesse voran

    Start-up treibt Elektrifizierung industrieller Prozesse voran

    SolidWatts gibt den Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde bekannt. Dabei hat das Ende 2022 gegründete Waadtländer Start-up 1,8 Millionen Franken erhalten. Laut einer Mitteilung haben die bestehenden Investoren Evercurios VC (Athen), Kickfund (Basel) und Axel Carbon Capital (Mailand) ihr Engagement fortgesetzt. Neu gewonnen werden konnten Uni.Fund und Investing for Purpose, beide aus Athen, Loggerhead Ventures aus Thessaloniki und der britische Investor Almanac Ventures.

    Bei der Entwicklung seiner Festkörper-Hochfrequenzplattform hat sich SolidWatts-CTO und -Gründer Dr. Markus Aicheler, damals noch Postdoktorand am CERN, von der Pionierarbeit des Genfer Kernforschungszentrums in der Hochleistungsfestkörper (HF)-Technologie inspirieren lassen. Während das CERN diese Technologie für wissenschaftliche Anwendungen nutzt, erkannte der Wissenschaftler ihr Potenzial, fossile Brennstoffe in der Industrie zu ersetzen. HF ermöglicht dielektrische Hochleistungserwärmung „mit einer Effizienz und einem Umfang, die sie erstmals zu einem direkten Einsatz für herkömmliche, auf fossilen Brennstoffen basierende Verfahren machen“, so das von der Klimastiftung Schweiz unterstützte Start-up in der Mitteilung.

    „Diese Investition ist eine enorme Bestätigung unserer Mission, den Energieverbrauch der Industrie grundlegend zu verändern“, wird Aicheler zitiert. „Sie ermöglicht es uns, die HF-Technologie auf die Leistungs- und Effizienzniveaus zu bringen, die die Industrie tatsächlich benötigt.“ Die Anschubfinanzierung dient dem Ausbau der SolidWatts-Plattform auf höhere Leistungsstufen und der Durchführung von Pilotprojekten mit Industriepartnern und Kunden, die aktiv ihren Energieverbrauch und ihre Energiekosten durch die Elektrifizierung von Heizprozessen senken möchten.

    „SolidWatts gestaltet die Zukunft der industriellen Resilienz“, so George Georgiadis, Partner bei Evercurious VC und Vertreter der Investorengruppe. „Dessen Technologie steigert die Effizienz und bietet einen klaren Weg weg von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.“ Die Gruppe fördere „einen in Europa gegründeten und für die Welt gerüsteten Innovator“.

  • Stadt Biel sieht sich bei Klimazielen trotz Hürden auf Kurs

    Stadt Biel sieht sich bei Klimazielen trotz Hürden auf Kurs

    Angesichts der fortschreitenden Klimaerwärmung verfolgt die Stadt Biel seit 2020 eine umfassende Klimastrategie. Damals verabschiedete das Parlament das entsprechende Klimareglement. Nun zieht die Stadt erstmals in einem Berich Bilanz über die bisherigen Entwicklungen – mit datenbedingten Verzögerungen von rund zwei Jahren.

    Die zentrale Erkenntnis der Direktion für Bau, Energie und Umwelt: Biel befindet sich grundsätzlich auf Zielkurs. Die Treibhausgasemissionen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken und liegen aktuell leicht unter dem im Klimareglement festgelegten Absenkpfad. Laut Emissionsmonitoring beliefen sich die Emissionen im Jahr 2023 auf rund 174’000 Tonnen CO2-Äquivalente – ein Rückgang von etwa 34 Prozent gegenüber 2010. Gleichzeitig stieg der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch auf 39 Prozent.

    Mit Blick in die Zukunft wird jedoch betont, dass die weitere Reduktion anspruchsvoller wird. Besondere Herausforderungen bestehen bei städtischen Gebäuden sowie im Verkehrs- und Wärmesektor.

    Zudem gehen die Emissionen bei Verkehr und Wärme nur langsam zurück. Der Anteil an Elektrofahrzeugen ist mit 13 Prozent soll steigen. Weiterhin werden viele fossile Heizsysteme installiert, die aufgrund ihrer langen Lebensdauer die Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 gefährden.

    Vor diesem Hintergrund unterstreicht die Stadt die zentrale Rolle der Bevölkerung: Nur durch deren aktives Engagement und die Nutzung bestehender Förder- und Beratungsangebote können die Klimaziele erreicht werden, so der Tenor.

  • Robotik im Bau gewinnt an Bedeutung durch neue Investitionen

    Robotik im Bau gewinnt an Bedeutung durch neue Investitionen

    Der in Baar ansässige Spezialitätenkonzern Sika hat nach 2022 ein weiteres Mal in die Mesh AG investiert. Das Jungunternehmen Mesh ist auf robotische Baukonstruktion, Bewehrung und Schalung spezialisiert und hat laut einer Mitteilung von Sika eine Finanzierungsrunde über insgesamt 2,9 Millionen Euro abgeschlossen. Beteiligt haben sich neben Sika unter anderem auch ABB Robotics und die Shimizu Corporation aus Tokio.

    MESH wurde 2022 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gegründet. Mit Partnern wie Sika hat Mesh zwischen 2019 und 2021 das erste robotische Verfahren entwickelt, mit dem komplexe Formen ohne Schalung hergestellt werden können. „In der robotergestützten Produktion spielt es keine Rolle, ob etwas gerade oder gekrümmt ist: Komplexität ist gratis beziehungsweise verursacht keine Mehrkosten“, erklärt Mesh-CEO und Mitgründer Ammar Mirjan in einem von Sika veröffentlichten Interview. „Dadurch erhalten Architekten und Bauherrschaften neue gestalterische Freiheiten.“

    Bis heute wurden Sika zufolge in der Schweiz bereits über eine Million Bewehrungselemente mit der Mesh-Technologie verbaut. Unter anderem kamen diese Lösungen in anspruchsvollen Grossprojekten wie dem neuen Gotthard-Strassentunnel zum Einsatz.

    „Mit unserer Beteiligung an Mesh investieren wir in eine der weltweit innovativsten Technologien für die robotergestützte Fertigung in der industriellen Serienproduktion“, wird Sikas Head of Construction Ivo Schädler in der Mitteilung zitiert. „In Kombination mit unserer Materialexpertise schaffen wir neue Möglichkeiten für signifikante Steigerungen bei Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit im Bauwesen.“

    Nach den Worten von Ammar Mirjan markiert die Partnerschaft mit Sika und weiteren internationalen Branchenführern „für Mesh einen entscheidenden Wendepunkt auf dem Weg vom regionalen Innovator zum globalen Technologieanbieter“. Die Finanzierungsrunde bezeichnet er als einen zentralen Meilenstein, um Wachstum durch die Kombination von digitaler Fertigung mit fortschrittlichen Materiallösungen voranzutreiben „und gemeinsam neue Geschäftspotenziale in aller Welt zu erschliessen“.

  • Treuhandunternehmen erweitert Angebot mit Branchensoftware für Bau-KMU

    Treuhandunternehmen erweitert Angebot mit Branchensoftware für Bau-KMU

    Die Gewerbe-Treuhand AG mit Sitz in Luzern erweitert ihr Angebot von Branchensoftware. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, bietet das Unternehmen für KMU aus dem Baunebengewerbe die Software AbaBau von Abacus Business Solutions AG an.

    Das Unternehmen in Thalwil ZH ist eine Tochter der Abacus Research AG. Es entwickelt diese Spezialsoftware mit einem Expertenteam von 80 Mitarbeitenden.

    Die Gewerbe-Treuhand als Abacus-Partner organisiert nicht nur den Vertrieb der Bausoftware, sondern begleitet die nutzenden KMU auch bei der praxisorientierten und prozessoptimierenden Einführung und Umsetzung in der Praxis.

    Nutzende Unternehmen erhalten zudem die Möglichkeit, bei personellen Engpässen oder temporären Stellvertretungen für administrative Aufgaben ihren Treuhandpartner beizuziehen, heisst es in der Mitteilung.

    Die Gewerbe-Treuhand ist bereits 2019 Vertriebspartnerin der Abacus Research AG. Die neue Partnerschaft mit der Abacus Business Solutions baut auf dieser Zusammenarbeit auf.

  • Bewegliche Fassadenelemente ermöglichen höhere Energieproduktion im Industriebau

    Bewegliche Fassadenelemente ermöglichen höhere Energieproduktion im Industriebau

     Die Zurich Soft Robotics GmbH hat ihre Solskin-Technologie beim Gebäude KELLER Diamant der KELLER Pressure AG in Winterthur eingesetzt und damit ihr bisher grösstes Fassadenprojekt umgesetzt. Insgesamt wurden rund 3500 bewegliche Module installiert, die sich am Sonnenstand ausrichten. Wie Zurich Soft Robotics in einem Blogeintrag schreibt, könnte so die Energieerzeugung gegenüber statischen Standardlösungen um bis zu 40 Prozent gesteigert werden. Gleichzeitig sorgt Solskin für eine effektive Beschattung und erhält den natürlichen Lichteinfall.

    Ausgangspunkt des Projekts in Winterthur waren eine hohe Sonneneinstrahlung an der Südfassade sowie ein entsprechend erhöhter Kühlbedarf im Gebäude. Die adaptive Fassade soll den Energieverbrauch senken und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen verbessern.

    Die Installation erfolgte modular und vergleichsweise schnell: Einzelne Einheiten konnten innerhalb von weniger als einer Stunde montiert werden. Mit dem Projekt zeige das Unternehmen, dass sich die Technologie auch im industriellen Massstab umsetzen lasse.

    Die Zurich Soft Robotics GmbH wurde 2022 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) gegründet und hat ihren Sitz im Technopark Zürich.

  • Strategische Neuausrichtung mit Fokus auf Energie und Technologie

    Strategische Neuausrichtung mit Fokus auf Energie und Technologie

    Die BKW gibt einen Wechsel in ihrer Konzernleitung bekannt: Am 1. April dieses Jahres soll Margarita Aleksieva von Philipp Hänggi die Leitung des Geschäftsbereichs Energy Production übernehmen, informiert die Berner Energieversorgerin in einer Mitteilung. Gleichzeitig zieht Aleksieva in die Konzernleitung der BKW ein. Aktuell ist die designierte Geschäftsbereichsleiterin bei der BKW als Leiterin der Geschäftseinheit Wind & Solar aktiv.

    „Die erneuerbare Energieproduktion liegt mir sehr am Herzen“, wird Aleksieva in der Mitteilung zitiert. „Umso mehr freue ich mich, die Energiewende in der Konzernleitung der BKW aktiv mitgestalten zu dürfen.“ Vor ihrem Einstieg bei der BKW war Aleksieva laut Mitteilung „in verschiedenen Führungspositionen bei internationalen Energieunternehmen“ tätig, darunter Alpiq.

    Der 2014 zur BKW gestossene Philipp Hänggi zieht sich nach sechs Jahren Leitung des Geschäftsbereichs Energy Production aus der Konzernleitung zurück. Er will sich künftig auf strategische Aufgaben insbesondere bei Kernenergie und der Entsorgung radioaktive Abfälle konzentrieren und sich „vermehrt Themen der Künstlichen Intelligenz“ widmen, heisst es in der Mitteilung. Bereits während seiner Tätigkeit in der Konzernleitung hat Hänggi sich bei der Gestaltung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der BKW engagiert.

  • Grösste Solaranlage im Kanton Zürich geht in Betrieb

    Grösste Solaranlage im Kanton Zürich geht in Betrieb

    Auf den Dächern des Logistikzentrums Embraport ist die nach Angaben von EKZ grösste Solaranlage im Kanton Zürich in Betrieb gegangen. Auf rund 20’000 Quadratmeter Dachfläche produzieren 9500 Solarmodule seit Mitte März Strom mit einer Gesamtleistung von bis zu 4,5 Megawatt, informiert EKZ in einer Mitteilung. Jährlich soll die Anlage rund 4 Gigawattstunden Solarstrom produzieren.

    „Es macht uns stolz, dass wir hier brachliegende Dachflächen innerhalb von wenigen Monaten zur grössten Solaranlage im Kanton Zürich verwandelt haben“, wird Paul Sidler, Leiter Erneuerbare Energien bei EKZ, in der Mitteilung zitiert. „Damit stärken wir die Versorgungssicherheit mit lokalem, nachhaltigem Strom.“ EKZ hat die Anlage im Rahmen ihres Solar-Contracting-Modells realisiert. Dabei stellt die Zürcher Freilager AG als Eigentümerin und Betreiberin des Embraports lediglich die Dachflächen zur Verfügung. Für Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Unterhalt zeichnet EKZ verantwortlich.

    Rund die Hälfte des im Embraport produzierten Solarstrom soll direkt im Logistikzentrum selbst verbraucht werden. „Unsere Mieterinnen und Mieter profitieren von CO2-freier Energie, die sie zu attraktiven Konditionen beziehen und so ihre Geschäfte nachhaltiger gestalten können“, so Jean-Claude Maissen, CEO der Zürcher Freilager AG in der Mitteilung. Die andere Hälfte wird EKZ den eigenen Kundinnen und Kunden anbieten.

    Noch in diesem Jahr soll die Anlage zudem erweitert werden. Auf den aktuell auf dem Areal neu entstehenden Gebäuden will EKZ weitere Module mit einer Gesamtkapazität von rund 1 Megawatt installieren. Zudem ist eine Grossbatterie mit einer Kapazität von 2 Megawattstunden geplant.

  • Neuer CEO soll strategische Entwicklung vorantreiben

    Neuer CEO soll strategische Entwicklung vorantreiben

    Der Verwaltungsrat der Bündner Repower AG mit Sitz in Brusio hat Michael Roth zum neuen CEO ernannt. Er übernimmt die Funktion gemäss einer Mitteilung per 1. Juni 2026 und folgt auf Roland Leuenberger, der zum Energieproduzenten Axpo wechselt.

    Roth leitet seit 2022 den Geschäftsbereich Produktion & Netz bei Repower. Zuvor war der 51-Jährige neun Jahre Direktor der Engadiner Kraftwerke und davon zehn Jahre beim Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) tätig. „In den vergangenen Jahren hat er bei Repower Führungsstärke, strategisches Verständnis und hohe operative Kompetenz bewiesen”, so Barbara Janom Steiner, Präsidentin des Verwaltungsrates.

    Der designierte CEO lebt im Engadin, ist diplomierter Elektroingenieur ETH und verfügt über einen Master in Wirtschaftsrecht der Universität St.Gallen. „Ich freue mich darauf, Repower gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden in einer wichtigen Phase weiterzuentwickeln“, lässt er sich zitieren.

    Für die Leitung des Geschäftsbereichs Produktion & Netz wird eine Nachfolge gesucht, der Prozess ist bereits eingeleitet worden.

  • Aargau Verkehr setzt auf Eigenstrom für E-Busse

    Aargau Verkehr setzt auf Eigenstrom für E-Busse

    Die Aargau Verkehr AG (AVA) hat in Zusammenarbeit mit der Energiedienstleisterin AEW Energie AG (AEW) eine Photovoltaikanlage auf dem Gelände des Busdepots in Fahrwangen installiert. Die Anlage wurde laut einer Mitteilung im März in Betrieb genommen. Ab Oktober soll sie vollständig laufen und einen Teil des Ladestromes für die künftig hier stationierten Elektrobusse selbst produzieren.

    Die Investition in die Solaranlage selbst beträgt rund 100‘000 Franken. Die elektrische Erschliessung und der Netzanschluss für die Solaranlage und die Ladeinfrastruktur kosten weitere 60‘000 Franken.

    „Die Anlage ist ein wichtiger Schritt in Richtung Eigenstromversorgung,“ wird Mathias Grünenfelder in der Mitteilung zitiert. „Auch wenn wir den Solarstrom erst mit den neuen Fahrzeugen ab 2026 voll nutzen, war der Entscheid klar: Der Strombedarf steigt – und wir wollen ihn möglichst nachhaltig decken“, so der stellvertretende CEO und Leiter Grossprojekte der Aargau Verkehr AG.

  • Zürichsee soll Hochschulgebiet heizen

    Zürichsee soll Hochschulgebiet heizen

    Energie 360° wird den Energieverbund Hochschulgebiet realisieren. Ab 2037 sollen das Universitätsspital Zürich, die Universität Zürich, die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich sowie der Bahnhof Zürich Stadelhofen mit Energie aus dem Zürichsee geheizt und klimatisiert werden, informiert der Energieversorger aus Zürich in einer Mitteilung. Ihr zufolge investiert Energie 360° rund 40 Millionen Franken in den Energieverbund.

    Das Projekt sieht den Bau einer Seewasserzentrale im Gebiet Tiefenbrunnen vor. Der Baustart der Zentrale ist für Sommer 2034 vorgesehen. Von dort soll das Seewasser über den geplanten zweiten Riesbachtunnel der SBB zum Bahnhof Zürich Stadelhofen und zum Hochschulgebiet geleitet werden. Anschliessend fliesst das Wasser in die Limmat.

    „Der See als Energiequelle dient im Hochschulgebiet zur klimafreundlichen Klimatisierung und Beheizung“, wird Energie 360°-CEO Romeo Deplazes in der Mitteilung zitiert. „So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Stadt Zürich von fossil zu erneuerbar.“

  • Fernwärmeausbau stärkt Energieversorgung in Baden und Ennetbaden

    Fernwärmeausbau stärkt Energieversorgung in Baden und Ennetbaden

    Die Regionalwerke AG Baden gehen laut einer Mitteilung den Ausbau der Fernwärme an. Die Bauarbeiten sollen in den kommenden Monaten aufgenommen werden. Mit einer gezielten Erschliessung zwischen Sonnenbergstrasse, Postplatz und Schlösslistrasse werde ein weiterer Schritt zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung umgesetzt. Der Energieversorger und die Gemeinde wollen fossile Energieträger schrittweise ersetzen und die Energieeffizienz nachhaltig steigern, dadurch die lokale Infrastruktur stärken und Ennetbaden als zukunftsorientierten Wohnort attraktiver machen.

    In zwei Bauetappen soll der Anschluss der Gemeinde erfolgen. Die erste Phase ist vom 20. April bis 7. Juni geplant und betrifft die Schiefe Brücke und die Brückenköpfe in Baden und Ennetbaden. Der zweite Ausbauschritt, voraussichtlich vom 8. Juni bis 31. Oktober, verläuft entlang der Sonnenbergstrasse. Während der Bauzeit könne es zu temporären Änderungen bei der Verkehrsführung und Umleitungen im Busverkehr kommen.

    Für die Planung der Bauarbeiten und des Verkehrskonzeptes haben die Gemeinde Ennetbaden, die Regionalwerke AG Baden, die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen sowie Fachstellen der Stadt Baden und des Kantons Aargau zusammengearbeitet. Im kommenden Winter soll mit der Wärmeversorgung begonnen werden.

  • Outlet in Landquart wird deutlich erweitert

    Outlet in Landquart wird deutlich erweitert

    Die Walo Bertschinger AG aus Dietikon ist in der Erweiterung des Landquart Fashion Outlets involviert. Das Einkaufszentrum mit Dorfcharakter wird um 5000 Quadratmeter erweitert, auf denen 14 neue Geschäfte, ein neues Restaurant sowie ein vierstöckiges Parkhaus entstehen, heisst es in einer Mitteilung. Walo übernimmt dabei die diversen Pflästerungs- und Belagsarbeiten. Der neue Bereich des Fashion Outlets soll im April 2026 eröffnet werden.

    In der Tiefgarage und im Aussenbereich kommen laut Angaben von Walo insgesamt 12‘900 Quadratmeter Planie und 2600 Tonnen Belag zum Einsatz. Im Aussenbereich werden darüber hinaus 900 Meter an Berandungen gelegt sowie 67 Schachtdeckel versetzt. Die Bushaltestelle wird zudem auf einer Fläche von 630 Quadratmetern mit Schwerlaststeinen gepflastert.

    Zentrales Gestaltungselement sei die „hochwertige Pflästerung der Fussgängerzone im Mall-Bereich, welche das alpine Dorfdesign des Centers prägt“, heisst es in der Mitteilung von Walo. Dort legt das Unternehmen 150 Quadratmeter Reihenpflästerung, 200 Quadratmeter Einfassungsplatten aus Onsernone-Granit sowie 1500 Quadratmeter Porphyrplatten.

  • Neues Wohnkonzept verbindet Selbstständigkeit und Service

    Neues Wohnkonzept verbindet Selbstständigkeit und Service

    Die bonacasa AG verwirklicht eine ihrer Betriebslösungen für Wohngebäude erstmals in der Westschweiz, in Zusammenarbeit mit der Waadtländer Vorsorgestiftung vitems und dem Berner Totalunternehmer Losinger Marazzi. Die drei Partner haben in Crissier das Quartier Arbora mit 63 barrierefreien Wohnungen für ältere Menschen entwickelt, das derzeit gebaut und im September 2026 bezugsfertig sein wird.

    Laut einer Mitteilung von bonacasa war auf diesem Grundstück ursprünglich kein Wohnkomplex vorgesehen. Doch dank des Konzepts bonacasa living „konnte mit den Behörden und dem Eigentümer zusammen eine zufriedenstellende vertragliche Lösung gefunden werden“. Bonacasa living ist eine von fünf Betriebslösungen, die das Oensinger Unternehmen anbietet. Jede davon beinhaltet ein Basisangebot mit einer Rund-um-die-Uhr-Notruflösung, dem Zugang zu einer Servicezentrale und einer App.

    Darauf aufbauend können Angebote und Dienstleistungen aus den anderen vier Modulen wie eine Sozialconcierge vor Ort an allen Wochentagen, wöchentliche Animationen und Aktivitäten, Sport- und Gesundheitsangebote sowie Dienstleistungen à la carte ebenso hinzugebucht werden wie bauliche Anpassungen gemäss der sogenannten Smart Building Standards von bonacasa.

    Das neue bonacasa living-Konzept wird den Angaben zufolge bereits an anderen Standorten in der Schweiz umgesetzt und zeigt, dass altersgerechtes Wohnen nicht zwingend Pflegeinstitution bedeutet, sondern auch im normalen Wohnungsmarkt funktionieren kann. „Viele Menschen möchten auch im Alter selbstständig in ihrer eigenen Wohnung leben“, wird Verwaltungsratspräsident Ivo Bracher zitiert. „Unser Ansatz verbindet modernes Wohnen mit flexibel buchbaren Services und schafft damit eine Lösung, die sowohl für Bewohnerinnen und Bewohner als auch für Immobilienpartner und Gemeinden funktioniert.“

    Bonacasa ist einer von fünf Finalisten des in diesem Jahr erstmals ausgetragenen Prix SVC Aargau Solothurn. Damit erhält die neunte wichtige Wirtschaftsregion ihre eigene Preisverleihung. Die Auszeichnung verleiht das KMU-Netzwerk Swiss Venture Club (SVC) aus Stettlen BE am 6. April 2026 im Emil Frey Classic Center in Safenwil AG an herausragende und zukunftsgerichtete Unternehmen.

  • Fernwärmeprojekt stärkt Energieversorgung in Adligenswil

    Fernwärmeprojekt stärkt Energieversorgung in Adligenswil

    Die EBL Energie Rigi hat am 17. März den Spatenstich für den ersten Bauabschnitt des er­wei­ter­ten Wärmeverbundes gesetzt. Eine neue Hauptleitung verbindet künftig die En­er­gie­zen­tra­le Hal­ti­kon mit dem be­ste­hen­den Fern­wär­me­netz in Ad­li­gens­wil LU. Sie ermöglicht es, die veraltete Heizzentrale in Adligenswil zu ersetzen. Damit schafft die EBL Energie Rigi die Grundlage für eine langfristig zuverlässige, erneuerbare Wärmeversorgung in der Region, heisst es in einer Mitteilung. Gleichzeitig soll so die steigende Nachfrage nach neuen Fernwärmeanschlüssen in Adligenswil gedeckt und die Versorgungssicherheit für alle Kundinnen und Kunden langfristig gewährleistet werden. Die Bauzeit beträgt gemäss aktueller Planung rund zwei Jahre.

    Am Spatenstich nahmen unter anderem die Vizepräsidentin des Gemeinderats, Felicitas Marbach, sowie Mitglieder des Verwaltungsrats der EBL Fernwärme Rigi AG teil. „Der heutige Spatenstich ist weit mehr als der Auftakt zu einem Bauprojekt – er ist ein sichtbares Zeichen für eine gemeinsame Energiezukunft. Mit der neuen Hauptleitung zwischen Haltikon und Adligenswil schaffen wir die Grundlage für eine zuverlässige, erneuerbare und regional verankerte Wärmeversorgung“, sagte dabei laut Mitteilung Philipp Zgraggen, Geschäftsführer der EBL Energie Rigi.

    Die EBL Energie Rigi bündelt drei Tochtergesellschaften der EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) mit Sitz in Liestal ihre Kompetenzen: Die EBL Fernwärme Rigi AG versorgt Küssnacht am Rigi, Greppen und Adligenswil mit CO2-neutraler Fernwärme. Die EBL Energiezentrum Rigi AG produziert Strom und Wärme aus regionalem Alt- und Restholz. Die EBL Pellets Rigi AG stellt Holzpellets aus regionalem Restholz her.

  • Wechsel an der Spitze eines wichtigen Wirtschaftsnetzwerks

    Wechsel an der Spitze eines wichtigen Wirtschaftsnetzwerks

    Hansjörg Brunner tritt laut einer Mitteilung als Präsident des WirtschaftsPortalsOst (WPO) zurück. Der Inhaber und CEO der Fairdruck AG mit Sitz in Sirnach TG präsidierte den Standort- und Wirtschaftsverein des Grossraumes Wil seit dessen Gründung im Mai 2019. Brunner hatte zuvor sowohl den Gewerbeverein KMU Hinterthurgau als auch den Thurgauer Gewerbeverband präsidiert. Für die FDP sass er im Thurgauer Kantonsrat und im Nationalrat.

    Der Vorstand schlägt der Delegiertenversammlung vom 23. April Marc Flückiger als neuen Präsidenten vor. Der 44-Jährige ist im Thurgau aufgewachsen und lebt in Wil. Als gelernter Käser arbeitete er bei der Züger Frischkäse AG, zuletzt als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung. Seit 2014 ist er Mitinhaber und Geschäftsführer der SYGMA AG Liegenschaftenbetreuung in Wil mit rund 170 Mitarbeitenden. Er war für die FDP Mitglied des Wiler Stadtparlaments und gehört seit 2024 dem St.Galler Kantonsrat an.

    „Gerne würde ich als WPO-Präsident meine Erfahrung und mein Netzwerk aus Wirtschaft, Politik und Verbandsarbeit einbringen und mich mit voller Energie für unsere Region einsetzen“, wird Flückiger in der Mitteilung zitiert.

  • Schweizer Markt für Batteriespeicher wächst rasch

    Schweizer Markt für Batteriespeicher wächst rasch

    Der Zubau von Batteriespeichern beschleunigt sich. Das geht aus dem Batteriemonitor 2026 von Swissolar hervor. Danach waren Ende 2024 in der Schweiz 896 Speicher installiert. Der Fachverband für Solarenergie rechnet damit, dass 2025 insgesamt 555 weitere Speicher ans Netz gegangen sind. Damit dürften Ende 2025 bereits 1451 Speicher am Netz gewesen sein.

    Für das laufende Jahr rechnet Swissolar sogar mit einer Verdopplung des Zubaus auf 1010 neu installierte Speicher. Damit würde die Gesamtzahl der installierten Speicher auf 2461 steigen.

    Derzeit nimmt namentlich die Speicherkapazität hinter dem Netzanschlusspunkt zu, also bei Haushalten und in Landwirtschafts- und Gewerbebetrieben. Diese dürfte bis Ende 2026 auf 2,5 Gigawattstunden steigen. Ende 2025 waren es erst 1,5 Gigawattstunden.

    Auch der Zubau der Batteriespeicher im Stromnetz nimmt zu. Bereits jetzt haben Unternehmen für die Zeit bis 2030 einen Zubau von über 4 Gigawattstunden angekündigt.

    Matthias Egli verweist auf die Bedeutung für die Energiewende. „Batteriespeicher leisten einen wichtigen Beitrag zu einem Stromsystem mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien“, wird der Geschäftsführer von Swissolar in der Mitteilung zum Batteriemonitor zitiert. „Sie helfen, Solarstrom effizient zu nutzen, die Stromnetze zu entlasten und Gesamtkosten zu senken.“

  • Energiegeschäft bleibt stabil trotz strukturellem Wandel

    Energiegeschäft bleibt stabil trotz strukturellem Wandel

    Die Primeo Energie AG hat laut einer Mitteilung 2025 ein insgesamt gutes Ergebnis erzielt. Der Baselbieter Energieversorger mit Sitz in Münchenstein erzielte einen Umsatz von 1,8 Milliarden Franken. Das sind 392 Millionen weniger als im Vorjahr. Der Gewinn stieg von 91 Millionen auf 109 Millionen Franken.

    Zum Gewinnwachstum hat namentlich der Bereich Energielösungen beigetragen. In Frankreich konnte Primeo Energie 120‘000 neue private Kundinnen und Kunden gewinnen. Das Schweizer Stromgeschäft war erstmals seit Jahren wieder leicht profitabel.

    Im Bereich Netz und Dienstleistungen spürt Primeo Energie den Rückgang des Stromverbrauchs in der Industrie und in den privaten Haushalten sowie der zunehmenden dezentralen Eigenproduktion. Entsprechend wurde weniger Strom transportiert.

    Der Bereich Wärme und Industrielösungen wurde mit neuen und erweiterten Wärmeverbünden erweitert, etwa im Unteren Wiggertal, Muttenz, Aesch und im Birstal. Die milde Witterung drückte dagegen auf den Absatz.

    Der Bereich Produktion blieb dank der Diversifikation in Wasser, Sonne und Wind und die Verteilung auf sechs Länder stabil.

    Primeo Energie trennte sich 2025 von Aktivitäten ohne kritische Grösse oder geringer Profitabilität. Dazu gehörten Windenergieanlagen in Norwegen und die Strommobilitätssparte in der Schweiz.

    Im laufenden Jahr will das Unternehmen sein Stromgeschäft in der Schweiz und die Aktivitäten im Ausland ausbauen.

  • Grossaufträge stärken Hochbaugeschäft im In- und Ausland

    Grossaufträge stärken Hochbaugeschäft im In- und Ausland

    Der Immobilien- und Baudienstleister Implenia informiert in einer Mitteilung über den Eingang zahlreicher Hochbauaufträge in der Schweiz und in Deutschland. Diese haben ein Gesamtvolumen von 310 Millionen Franken und werden im Zeitraum von 2026 bis 2028 realisiert.

    In Vevey VD am Genfersee erstellt Implenia als Totalunternehmer für das neue Quartier Jardins en Ville 182 Eigentumswohnungen. Ergänzt wird das Projekt durch gewerbliche Nutzflächen, eine zweistöckige Parkgarage sowie eine zentrale Grünanlage. Die PEFC/FSC-zertifizierte Holzkonstruktion soll die Standards Minergie-Eco sowie CECB A/B erfüllen. Ebenfalls in der Schweiz realisiert Implenia in Payerne VD acht nach Minergie zertifizierte Mehrfamilienhäuser mit 107 klimafreundlich versorgten Wohnungen. Das Projekt wurde zuvor von Implenia entwickelt und anschliessend an Investoren verkauft.

    Auch in Deutschland schafft Implenia nachhaltigen Wohnraum: In Frankfurt entstehen „im ersten Klimaschutzquartier“ der Stadt zwölf energieeffiziente Wohnhäuser mit rund 160 Passivhaus-Wohneinheiten. In München baut das Unternehmen in einer Arbeitsgemeinschaft nach erfolgreicher Pre-Construction-Phase ein Mehrfamilienhaus mit 186 Wohnungen und ergänzenden gewerblichen Nutzungen. In Nürnberg werden in Holz-Hybridbauweise drei Gebäude mit 76 Mietwohnungen sowie Kita-, Gewerbe- und Tiefgaragenflächen realisiert. In Jena entsteht zudem ein weiteres Wohnquartier in Holzbauweise. In Mannheim errichtet Implenia schlüsselfertig eine Wohnanlage in Holz-Hybridbauweise am BUGA-Park mit insgesamt 225 Wohneinheiten.

    Weitere Aufträge betreffen die Justiz sowie Bildung, Forschung und Pharma: Für die Justizvollzugsanstalt in Siegburg baut Implenia Betriebs- und Produktionsgebäude. Zudem entsteht für die Hochschule Flensburg der erweiterte Rohbau eines Verwaltungsgebäudes in Holzbauweise. In der Deutschschweiz übernimmt Implenia zusätzliche Baumeisterarbeiten, darunter die Weiterentwicklung eines ehemaligen Industrieareals sowie Projekte für die Pharmaindustrie.

  • Sägemehl soll Feuer abhalten

    Sägemehl soll Feuer abhalten

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben ein Dämmmaterial aus Sägemehl entwickelt, das zum feuerfesten Innenausbau verwendet werden kann, heisst es in einer Mitteilung.

    Das Komposit besteht aus Sägemehl und dem Mineral Struvit, einem kristallinen, farblosen Ammoniummagnesiumphosphat. Die Forschenden hatten bei ihren Arbeiten die Schwierigkeit zu überwinden, die Materialien im Kristallisierungsprozess des Struvits mit den Sägemehlpartikeln zu verbinden. Dies gelang mittels eines Enzyms, das aus Wassermelonenkernen gewonnen wurde. Das kristallisierte Mineral füllt die Hohlräume des Sägemehls auf. Das so entstandene Material wird in Platten gepresst und bei Raumtemperatur getrocknet.

    Die Komposition zeigt nach ersten Tests ähnliche Brandschutzeigenschaften wie herkömmliche zementgebundene Spanplatten. Bei den Tests, die gemeinsam mit dem Polytechnikum Turin durchgeführt wurden, zeigte sich, dass die Struvit-Sägemehlplatten um eine dreimal verzögerte Zeit Feuer fangen als Fichtenholz. In dem Prozess jedoch bildet sich anorganisches Material, das ein Ausbreiten der Flammen eindämmt.

    Für eine Skalierung des Prozesses und einen Einsatz des neuen Materials ist es wichtig, die Herstellungskosten zu senken. Derzeit ist die Herstellung des Bindemittels aus dem Mineral teurer als Polymer-Bindemittel oder Zement. Dies könnte sich mit dem Erschliessen eines weiteren Kreislaufs ändern: Struvit fällt in grossen Mengen in Kläranlagen an. „Diese Ablagerungen könnten wir als Ausgangsmaterial für unseren Baustoff verwenden“, wird Ronny Kürsteiner, Forschender am Bereich holzbasierte Materialien an der ETH, in der Mitteilung zitiert.

    Die Studie ist im Fachjournal Chem Circularity publiziert.

  • Netzwerk Standort Schweiz wählt neue Mitglieder in den Vorstand

    Netzwerk Standort Schweiz wählt neue Mitglieder in den Vorstand

    Das Netzwerk Standort Schweiz hat laut einer Mitteilung seinen Vorstand erneuert. Neu wurden am 18. März Christina Doll und Andreas Zettel in das Gremium gewählt. Christina Doll ist seit 2025 Standortförderin der Stadt Schlieren. Sie hatte zuvor unter anderem während rund zehn Jahren die Flughafenregion Zürich mit aufgebaut. Andreas Zettel ist seit 2015 Leiter Unternehmensentwicklung und seit 2020 stellvertretender Leiter der Wirtschaftsförderung Luzern.

    Die beiden neuen Mitglieder treten an die Stelle von Albert Schweizer und Jasmina Ritz. Schweizer war der erste Standortförderer Schlierens und hat 1998 Netzwerk Standort Schweiz – damals noch die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement – mitbegründet. Seit 2007 gehörte er auch deren Vorstand an. Jasmina Ritz war erste Geschäftsführerin der Limmatstadt AG, der Kantonsgrenzen übergreifenden Standortförderin im Limmattal. Seit 2022 gehörte sie auch dem Vorstand von Netzwerk Standort Schweiz an. Seit Anfang März ist sie Geschäftsführerin von SwissFoundations, dem Verband der Schweizer Förderstiftungen.

    Die Frühjahrsveranstaltung von Netzwerk Standort Schweiz thematisierte auch den Wandel im Wettbewerb der Standorte. „Während sich grosse Wirtschaftsblöcke mit Zöllen, massiven Förderprogrammen und technologischen Wettläufen gegenseitig unter Druck setzen und militärische Konflikte neue Unsicherheiten schaffen, erreicht auch der Standortwettbewerb eine neue Phase“, wird Remo Daguati, Präsident von Netzwerk Standort Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    Vassiliki Riesen, Leiterin der Wirtschafts- und Standortförderung Köniz, zeigte die Folgen für die grösste Agglomerationsgemeinde der Schweiz auf. Sie zeigte auf, wie Standortförderungen auf unterschiedliche Anspruchsgruppen reagieren und gleichzeitig auch mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern in der Gemeinde und im Kanton zusammenarbeiten können.

    André Guedel, Director International Business Development bei KPMG, zeigte auf, wie der neue Wettbewerb sowohl über Steuern als auch über Subventionen den Standort Schweiz trifft, und wie Unternehmen darauf reagieren.

    Netzwerk Standort Schweiz ist der Dachverband der Standort- und Wirtschaftsförderungen. Seine derzeit rund 110 Mitglieder sind in der Standortförderung, dem Regionenmarketing, der Wirtschaftsförderung, der Arealentwicklung und der Raumplanung und der Immobilienwirtschaft tätig.