Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Haus der Zukunft sichert sich weitere Mieter in Winterthur

    Haus der Zukunft sichert sich weitere Mieter in Winterthur

    Das Projekt Green Spin will die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Dafür wird in Winterthur das Haus der Zukunft mit 100 Prozent Nachhaltigkeit und 100 Prozent Arbeitsqualität gebaut, heisst es auf dem Internetauftritt von Green Spin. Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich hat das Projekt nun seine bereits zweite Ankermieterin gefunden, informiert Green Spin in einer Mitteilung.

    «Green Spin bietet den perfekten Rahmen für innovative Bildungsansätze», wird Peter Felix von Felix Partner Architektur Design, die das Projekt initiiert und entwickelt hat, dort zitiert. «Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich gewinnen wir einen weiteren Mieter, der unser Konzept von Offenheit, Vernetzung und zukunftsweisender Entwicklung ideal ergänzt.» Derzeit ist die Stiftung an vier Standorten in Zürich, Winterthur, Fahrweid im Limmattal und Stäfa aktiv.

    Green Spin hat im vergangenen Jahr seine Baugenehmigung erhalten, der Baustart soll noch in diesem Jahr erfolgen. Der Bezug kann voraussichtlich 2027 erfolgen. Neben der Stiftung hat sich bereits der Freizeitsportanbieter Padelta Räumlichkeiten im Green Spin reserviert.

    Green Spin soll jungen und etablierten Unternehmen ein ideales Umfeld bieten. Das Gebäude ist im modularen Holzbau angelegt und wird über eine Photovoltaikfassade und Windkraft für die eigene Energieversorgung verfügen. Das Projekt sieht neben hellen Arbeitswelten Orte der Begegnung wie einen Dachgarten, einen Hofwald und Marktgassen vor.

  • Zukunftsweisender Arbeits- und Bildungsstandort entsteht in Winterthur

    Zukunftsweisender Arbeits- und Bildungsstandort entsteht in Winterthur

    Das Projekt Green Spin will die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Dafür wird in Winterthur das Haus der Zukunft mit 100 Prozent Nachhaltigkeit und 100 Prozent Arbeitsqualität gebaut, heisst es auf dem Internetauftritt von Green Spin. Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich hat das Projekt nun seine bereits zweite Ankermieterin gefunden, informiert Green Spin in einer Mitteilung.

    «Green Spin bietet den perfekten Rahmen für innovative Bildungsansätze», wird Peter Felix von Felix Partner Architektur Design, die das Projekt initiiert und entwickelt hat, dort zitiert. «Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich gewinnen wir einen weiteren Mieter, der unser Konzept von Offenheit, Vernetzung und zukunftsweisender Entwicklung ideal ergänzt.» Derzeit ist die Stiftung an vier Standorten in Zürich, Winterthur, Fahrweid im Limmattal und Stäfa aktiv.

    Green Spin hat im vergangenen Jahr seine Baugenehmigung erhalten, der Baustart soll noch in diesem Jahr erfolgen. Der Bezug kann voraussichtlich 2027 erfolgen. Neben der Stiftung hat sich bereits der Freizeitsportanbieter Padelta Räumlichkeiten im Green Spin reserviert.

    Green Spin soll jungen und etablierten Unternehmen ein ideales Umfeld bieten. Das Gebäude ist im modularen Holzbau angelegt und wird über eine Photovoltaikfassade und Windkraft für die eigene Energieversorgung verfügen. Das Projekt sieht neben hellen Arbeitswelten Orte der Begegnung wie einen Dachgarten, einen Hofwald und Marktgassen vor.

  • Glarus Nord mobilisiert Bauland – Chancen für Investoren und Entwickler

    Glarus Nord mobilisiert Bauland – Chancen für Investoren und Entwickler

    Die Gemeinde Glarus Nord hat den Startschuss für eine umfassende Mobilisierung gemeindeeigener Flächen gegeben. Im Fokus stehen dabei Areale in Filzbach und Oberurnen. Diese Initiative folgt den neu definierten Richtlinien zur Vergabe von Bauland und Liegenschaften und unterstreicht das Engagement der Gemeinde für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Entwicklung.

    Attraktive Flächen im Angebot
    Konkret werden in Filzbach drei Baulandparzellen in der Wohnzone zum Verkauf ausgeschrieben. In Oberurnen wird die 5’084 m² grosse Schranerwiese in der Arbeitszone im Baurecht vergeben. Diese Flächen bieten vielfältige Möglichkeiten für Wohnbauprojekte sowie gewerbliche Nutzungen und sind somit für ein breites Spektrum an Investoren und Entwicklern von Interesse.

    Transparenter und strukturierter Prozess
    Das Ausschreibungsverfahren ist klar definiert und transparent. Interessenten finden alle relevanten Unterlagen auf der Gemeindehomepage (www.glarus-nord.ch) sowie im Amtsblatt des Kantons Glarus. Für die Bewerbung steht ein Anmeldeformular zur Verfügung, welches eine faire und objektive Auswertung anhand der festgelegten Vergabekriterien gewährleistet.
    Der Anmeldeschluss ist der 30. Mai um 16.00 Uhr.

    Zukunftsorientierte Entwicklung im Fokus
    Die Mobilisierung der Bauzonenflächen ist ein zentraler Baustein der neuen Nutzungsplanung von Glarus Nord. Die Gemeinde setzt damit die Vorgaben des Raumplanungsgesetzes konsequent um und schafft die Voraussetzungen für eine geordnete und zukunftsorientierte Entwicklung. Durch die kontinuierliche Ausschreibung gemeindeeigener Flächen wird ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Standorts und zur Schaffung von attraktivem Wohn- und Arbeitsraum geleistet.

  • Gesamtsanierung der Kantonsschule Zug

    Gesamtsanierung der Kantonsschule Zug

    Die Kantonsschule Zug, ein Meisterwerk der Nachkriegsmoderne, wurde zwischen 1971 und 1975 vom renommierten Architekturbüro Leo Hafner und Alfons Wiederkehr entworfen. Die Aussenraumgestaltung von Fred Eicher ist ebenfalls ein integraler Bestandteil dieses architektonischen Erbes. Angesichts der fortschreitenden baulichen Alterung besteht ein dringender Bedarf an umfassenden Sanierungsmassnahmen. Diese umfassen die Ertüchtigung der Tragstruktur, den Austausch der Gebäudehülle sowie der Haustechnik und des Innenausbaus. Besonders der Fokus auf die Anpassung der Raumstruktur ist entscheidend, um Lernbedingungen zu gewährleisten.

    Sanierungskonzept und gezielte Erweiterung
    Das Sanierungskonzept, das in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung entwickelt wurde, bietet eine ausgewogene Lösung zwischen den Bedürfnissen flexibler Unterrichtsformen und den bestehenden räumlichen Gegebenheiten. Durch geschickte Raumrochaden und Anpassungen wird das Raumangebot gezielt erweitert. Geplante Massnahmen beinhalten einen neuen Verbindungstrakt und eine Aufstockung des Trakts 7, um den Herausforderungen moderner Bildungsansprüche gerecht zu werden.

    Prinzipien der Nachhaltigkeit
    Die Entscheidung für eine Gesamtinstandsetzung basiert auf den finanziellen, ökologischen und terminlichen Vorteilen. Die Baudirektion des Kantons Zug verfolgt damit ihre klare Immobilienstrategie. Neubauprojekte sollen nur dann in Betracht gezogen werden, wenn eine Optimierung der bestehenden Bauten nicht mehr möglich ist.

    Projektwettbewerb und nächste Schritte
    Der nächste Meilenstein im Sanierungsprozess ist der Projektwettbewerb im selektiven Verfahren, der Mitte 2024 ausgeschrieben wurde und sich an Generalplaner-Teams richtet. Ziel ist es, die besten Lösungen für eine Instandsetzung zu finden, die den Erhalt der ursprünglichen Architektur respektiert und gleichzeitig die Anforderungen eines modernen Bildungsbetriebs erfüllt. Die Baudirektion des Kantons Zug betont, dass der Wettbewerb eine entscheidende Phase in der Umsetzung des Projekts darstellt und eine qualitätsvolle Sanierung sicherstellen soll.

  • Umfahrung Cham-Hünenberg

    Umfahrung Cham-Hünenberg

    Die Umfahrung Cham–Hünenberg (UCH) ist mehr als nur eine neue Strasse. Sie ist das letzte grosse Puzzlestück in der Verkehrsplanung des Kantons Zug, das nicht nur dazu dient, den Transitverkehr zu bündeln, sondern auch, um das Zentrum von Cham vom Durchgangsverkehr zu befreien. Dieses anspruchsvolle Projekt, das von der Baudirektion des Kantons Zug in Zusammenarbeit mit den Ennetseegemeinden umgesetzt wird, zielt darauf ab, Lebens- und Wirtschaftsräume aufzuwerten und die Mobilität für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern.

    Bau und Standort
    Der Bau der UCH hat bereits begonnen und ist für eine Fertigstellung im Jahr 2027 geplant. Die Linienführung verläuft überwiegend parallel zur Autobahn A4, was einen minimalen Landverbrauch und eine effiziente Flächennutzung ermöglicht. Dieser Aspekt ist besonders wichtig, um die geplante Siedlungs- und Landschaftsentwicklung in den Ennetseegemeinden nicht zu gefährden.

    Tunnelarbeiten und Bauausführung
    Im März 2024 starteten die Hauptarbeiten am Strassentunnel Städtlerwald mit dem Bau der Pumpwerke und Absetzbecken. Die Tunnelbetriebszentrale wird ebenfalls errichtet, während parallel der Voreinschnitt für das Tunnelportal Stumpen realisiert wird. Der Tunnel selbst wird eine Gesamtlänge von 543 Metern aufweisen, wobei der Grossteil unterirdisch mit einer Teilschnittmaschine geschaffen wird.

    Fortschritt der Vorarbeiten
    Bereits seit 2022 fanden vorgezogene bauliche Massnahmen entlang der zukünftigen UCH-Trasse statt, die nun abgeschlossen sind. Die ersten Bodenarbeiten entlang des westlichen UCH-Perimeters und angrenzenden Nationalstrassen N4 sind bereits in vollem Gange. Angrenzende Waldgebiete wurden bereits gerodet, wobei die stehenden Baumstämme für spätere Projekte dem Wasserbau übergeben werden.

    Ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmer
    Die Umfahrung Cham–Hünenberg verspricht nicht nur Verbesserungen für den Strassenverkehr, sondern auch positive Effekte auf die Lebensqualität der Anwohner. Durch die Entlastung der Ortschaften von Cham und Hünenberg wird ein ruhigerer und sicherer Lebensraum geschaffen, der Raum für zusätzliche Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten bietet. Zudem fördert die verbesserte Verkehrsanbindung die Ansiedlung von Unternehmen in der Region, was wiederum den Wirtschaftsstandort Zug stärkt.

  • Zentralschweizer Wirtschaft bleibt zuversichtlich

    Zentralschweizer Wirtschaft bleibt zuversichtlich

    Die wirtschaftliche Stimmung in der Zentralschweiz bleibt weitgehend optimistisch. Laut der aktuellen Ausgabe des «Finanzmonitor Zentralschweiz 2025», einer jährlichen Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen Zug der Hochschule Luzern und der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz, bewerten fast 65 Prozent der befragten Unternehmen ihre wirtschaftliche Lage als gut. Dies zeigt eine insgesamt stabile Entwicklung trotz leicht eingetrübter Erwartungen im Vergleich zum Vorjahr.

    Expansion und Fachkräftemangel im Fokus
    Rund 60 Prozent der Unternehmen planen eine Expansion, was auf einen anhaltenden Wachstumswillen hinweist. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel eine zentrale Herausforderung für die Wirtschaft. Unternehmen sehen sich zunehmend mit Schwierigkeiten konfrontiert, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen.

    Internationale Unsicherheiten beeinflussen exportorientierte Firmen
    Während kleine und mittelständische Unternehmen eine stabile Geschäftslage verzeichnen, sind grössere exportorientierte Firmen stärker von globalen Entwicklungen betroffen. Insbesondere Unsicherheiten in den USA, Frankreich und Deutschland wirken sich auf die Planungen aus. Zudem rücken protektionistische Massnahmen der neuen US-Regierung verstärkt in den Fokus der wirtschaftlichen Bedenken.

    Wechselkursrisiken verlieren an Bedeutung
    Der starke Schweizer Franken wird im Vergleich zum Vorjahr seltener als Problem wahrgenommen. Trotz einer erwarteten weiteren Aufwertung gegenüber dem Euro scheint die Sorge um Wechselkursschwankungen an Bedeutung zu verlieren.

    Weniger Freiwilligkeit, geringerer Aufwand
    Ein weiteres Thema des Finanzmonitors ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Zahl der freiwillig aktiven Unternehmen ist rückläufig, jedoch zeigt sich, dass der tatsächliche Aufwand für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts geringer ausfällt als von vielen Firmen zunächst befürchtet.

    Stabilität mit wachsenden Herausforderungen
    Die Zentralschweizer Wirtschaft bleibt optimistisch, sieht sich aber mit strukturellen und internationalen Herausforderungen konfrontiert. Wachstumsperspektiven sind vorhanden, doch Themen wie Fachkräftemangel, globale Unsicherheiten und regulatorische Anforderungen beeinflussen die zukünftige Entwicklung massgeblich.

  • Gebäude tragen zur Netzstabilität bei

    Gebäude tragen zur Netzstabilität bei

    Die Transformation des Energiesektors bringt Herausforderungen mit sich. Erneuerbare Energien wie Photovoltaik liefern nicht konstant Strom, sondern unterliegen Wetterbedingungen und Tageszeiten. Die Stromversorgung muss daher flexibler werden, um Produktionsspitzen zu nutzen und Engpässe auszugleichen. Genau hier setzen automatisierte Gebäudesysteme an. Sie steuern Verbrauch und Einspeisung intelligent und entlasten das Netz.

    Vorausschauende Steuerung für maximale Effizienz
    Ein innovativer Algorithmus der Empa analysiert die Energieverfügbarkeit und das Nutzerverhalten, um den Energieverbrauch optimal zu steuern. So wird etwa überschüssige Solarenergie bevorzugt genutzt oder gespeichert, anstatt das Netz zu überlasten. Gleichzeitig bleibt der Komfort erhalten. Warmwasser oder Heizung stehen genau dann zur Verfügung, wenn sie benötigt werden.

    Erfolgreicher Praxistest im NEST-Gebäude
    In einem Pilotprojekt im NEST-Gebäude der Empa wurde der Algorithmus unter realen Bedingungen getestet. Dabei kamen eine Photovoltaik-Anlage, Batteriespeicher, eine Wärmepumpe und eine Ladestation für Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Die Ergebnisse zeigen, die CO2-Emissionen konnten um mehr als 10 Prozent gesenkt werden, ohne den Nutzerkomfort zu beeinträchtigen. Zudem konnte das Gebäude eigenständig mit dem Netz kommunizieren, um Lastspitzen abzufangen.

    Digitalisierung als Voraussetzung für skalierbare Lösungen
    Die Studie belegt, dass intelligente Energiesteuerung ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Energiezukunft ist. Damit solche Lösungen flächendeckend eingesetzt werden können, ist eine konsequente Digitalisierung erforderlich. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die IT-Infrastruktur nachhaltig bleibt. Empa-Forscher untersuchen daher bereits Möglichkeiten, alte Smartphones als Steuerungseinheiten für die Gebäudeautomation einzusetzen.

    Die Zukunft der Energieversorgung liegt in der Vernetzung intelligenter Systeme. Durch vorausschauendes Management können Gebäude nicht nur ihren eigenen Energiebedarf decken, sondern aktiv zur Netzstabilität beitragen.

  • Regierungsrat verkürzt Fristen im Baubewilligungsverfahren?

    Regierungsrat verkürzt Fristen im Baubewilligungsverfahren?

    Der Zürcher Regierungsrat möchte das Baubewilligungsverfahren optimieren und hat eine Verkürzung der Behandlungsfrist von vier auf drei Monate vorgeschlagen. Diese Massnahme soll den Genehmigungsprozess effizienter gestalten und die Planungsunsicherheit für Bauherren reduzieren. Ein zentraler Faktor für diese Beschleunigung ist die Digitalisierung der Abläufe, die den administrativen Aufwand verringern soll.

    Politischer Hintergrund der Gesetzesänderung
    Die Initiative zur Fristverkürzung geht auf eine Motion von FDP, SVP und GLP zurück, die im Februar 2023 vom Kantonsrat mit 96 zu 73 Stimmen überwiesen wurde. Der Regierungsrat sieht darin eine Chance, die Bearbeitungszeiten zu optimieren, ohne dabei die Qualität der Prüfverfahren zu gefährden.

    Verzicht auf Verkürzung der Vorprüfungsfrist
    Anders als in der Motion gefordert, wird die Vorprüfungsfrist nicht von drei auf zwei Wochen reduziert. Der Regierungsrat folgt damit den Rückmeldungen aus der Vernehmlassung, wonach eine zu kurze Vorprüfung das Verfahren insgesamt verlangsamen könnte, anstatt es zu beschleunigen. Eine sorgfältige Vorprüfung wird als entscheidend für eine reibungslose Abwicklung der Baugesuche angesehen.

    Effizientere Verfahren für eine dynamische Bauwirtschaft
    Mit der geplanten Gesetzesänderung soll das Bauen im Kanton Zürich effizienter und planbarer werden. Die digitale Transformation der Bewilligungsverfahren könnte nicht nur Zeit sparen, sondern auch den Bürokratieaufwand minimieren. Nun liegt es am Kantonsrat, über die vorgeschlagene Anpassung des Planungs- und Baugesetzes zu entscheiden.

  • Forschung zur Mobilität von morgen an der UZH

    Forschung zur Mobilität von morgen an der UZH

    Mobilität ist ein grundlegendes gesellschaftliches Bedürfnis und unterliegt einem stetigen Wandel. Neue Technologien, alternative Verkehrsmittel und politische Regulierungen verändern die Art, wie sich Menschen fortbewegen. Während der öffentliche Verkehr intensiv untersucht wird, fehlt es bislang an umfassender Forschung zur individuellen Mobilität. Diese Lücke soll nun durch das neu gegründete Forschungszentrum an der UZH geschlossen werden.

    Forschung mit interdisziplinärem Ansatz
    Das «UZH Center for the Future of Personal Mobility» untersucht ökonomische, ökologische und soziale Aspekte der Mobilität. Im Fokus stehen Themen wie Klimapolitik, neue Antriebstechnologien, digitale Vernetzung sowie die Zukunft der Lade- und Betankungsinfrastruktur. Ebenso analysiert das Zentrum den Wandel im Fahrzeugbesitz und die Rolle autonomer Fahrzeuge, Sharing-Modelle und App-basierter Mobilitätsdienste.

    Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg
    Das Zentrum wird am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt und eng mit anderen Disziplinen kooperieren. Neben der Wirtschaftswissenschaft sind Geographie, Psychologie, Ethik und digitale Technologien in die Forschung eingebunden. Ziel ist eine ganzheitliche Analyse der Mobilität, die wissenschaftliche Erkenntnisse in praxisnahe Lösungen überführt.

    Struktur und Entwicklung des Forschungszentrums
    Kernstück des Zentrums ist ein Lehrstuhl mit dem Schwerpunkt «Personal Mobility Management and Innovation», dessen Besetzung für das zweite Quartal 2025 geplant ist. Ergänzt wird die Professur durch vier Doktorandenstellen sowie eine Postdoc-Stelle. Das Zentrum wird schrittweise aufgebaut und in die bestehenden Forschungsstrukturen der UZH integriert.

    Wissenschaftliche Grundlagen für die Mobilität der Zukunft
    Mit der Gründung des Forschungszentrums leistet die UZH einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung der Mobilität von morgen. Durch interdisziplinäre Forschung und enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis sollen innovative Lösungen entwickelt werden, die nachhaltige und effiziente Mobilitätsformen fördern.

  • Digital Real Estate Index im Sinkflug

    Digital Real Estate Index im Sinkflug

    Zum zweiten Mal in Folge verzeichnet die Bau- und Immobilienwirtschaft einen Rückgang in ihrem digitalen Reifegrad. Der Digital Real Estate Index 2025, erhoben von der pom+Consulting AG, sank um 0,6 Punkte auf 4,0 von 10 Punkten. Besonders betroffen sind Planer, Bauunternehmen, Eigentümer und Investoren, während sich Bewirtschafter und Facility-Management-Dienstleister leicht verbessern konnten.

    Der Negativtrend zieht sich durch alle Unternehmensgrössen. Kleinstunternehmen sind mit einem Rückgang von -1,1 Punkten am stärksten betroffen, während mittelgrosse Unternehmen mit -0,3 Punkten vergleichsweise stabil bleiben. Grosse Firmen verzeichnen ebenfalls eine deutliche Abnahme von -0,7 Punkten.

    Investitionen sinken – Zurückhaltung dominiert
    Die Zurückhaltung zeigt sich auch bei den Investitionen: Jedes fünfte Unternehmen investiert weniger als 1 % seines Umsatzes in digitale Transformation. Zudem nimmt der Anteil der Unternehmen, die mehr als 5 % ihres Budgets für Digitalisierung aufwenden, seit zwei Jahren kontinuierlich ab.

    Wachsende Skepsis gegenüber digitalem Fortschritt
    Die Branche blickt zunehmend kritisch auf die digitale Entwicklung. Mehr als ein Drittel der befragten Fach- und Führungskräfte sieht die Digitalisierung stagnieren oder sogar rückläufig, besonders unter Technologieanbietern. Noch 2024 waren 80 % dieser Unternehmen überzeugt, dass die Digitalisierung zunimmt – heute sind es nur noch 29 %.

    Als zentrale Hürden für den Fortschritt gelten

    • Hohe Integrationskosten und technische Hürden
    • Mangelhafte Datenqualität
    • Fehlendes Change Management, das die Einführung neuer Technologien ausbremst

    Trotz dieser Herausforderungen gewinnt vernetzte Gebäudetechnik an Bedeutung, insbesondere in Kombination mit nachhaltigem Energiemanagement, AI-gestützten Analysen und prädiktiver Wartung.

    Künstliche Intelligenz als Zukunftstreiber?
    Ein Hoffnungsschimmer in der Digitalisierung ist Künstliche Intelligenz. 75 % der Befragten sehen AI als wertvolle Technologie mit hohem Potenzial, doch nur 16 % nutzen sie bereits aktiv. 30 % der Unternehmen befinden sich in der Aufbauphase, was auf eine bevorstehende Dynamik hindeutet.

    Neben AI bleibt auch Building Information Modeling ein zentraler Treiber der Transformation. Zudem gewinnen Data Analytics sowie Sensors & Actuators zunehmend an Bedeutung und unterstützen datenbasierte Entscheidungen im Immobilienmanagement.

    Digitalisierung bleibt herausfordernd
    Die Bau- und Immobilienbranche steht vor einem digitalen Wendepunkt: Während Skepsis und Investitionszurückhaltung den Fortschritt bremsen, könnte Künstliche Intelligenz neue Impulse setzen. Entscheidend wird sein, ob Unternehmen bereit sind, die bestehenden Herausforderungen aktiv anzugehen und in die digitale Zukunft zu investieren.

  • Unternehmen aus Rapperswil BE gewinnt renommierten Wirtschaftspreis

    Unternehmen aus Rapperswil BE gewinnt renommierten Wirtschaftspreis

    Gasser Ceramic hat den diesjährige Prix SVC Espace Mittelland gewonnen. Das in Rapperswil im Berner Seeland ansässige Familienunternehmen stellt Ziegel für Dächer und Fassaden sowie Backsteine und in Dachziegel integrierte Photovoltaiksysteme her. Mit rund 200 Mitarbeitenden, zehn Produktionslinien und sechs Brennöfen an vier Standorten ist die Siegerfirma laut einer Mitteilung des Swiss Venture Club (SVC) einer der führenden Schweizer Betriebe in diesem Bereich.

    «An Gassers kommt keiner vorbei», wird Jurypräsident Jürg Schwarzenbach in einer Mitteilung aus seiner Laudatio zitiert. «Während dem Jurybesuchstag spürten wir die Begeisterung für die Produkte und den Stolz der Mitarbeitenden, für das Traditionsunternehmen tätig zu sein.»

    Auf Platz 2 folgt die Platit AG aus Selzach. Die Firma stellt Hightech-Anlagen für die PVD-Beschichtung her. Mit ihren Maschinen werden Fünfliber und Goldmedaillen geprägt sowie Hüftgelenke und Zifferblätter von Luxusuhren beschichtet. Weltweit sind über 650 Beschichtungssysteme von Platit installiert. Zudem unterhält das Unternehmen Niederlassungen in Europa, Amerika und Asien.

    Der dritte Platz ging an die Schwob AG aus Burgdorf. Das Traditionsunternehmen entwickelt und fertigt mit rund 240 Mitarbeitenden in seiner eigenen Jacquard-Weberei hochwertige Tisch- und Bettwäsche für Hotellerie, Gastronomie, Kliniken und Residenzen. Für deren Reinigung verfügt Schwob über fünf eigene und 30 lokale Partnerwäschereien. Schwob exportiert an Einrichtungen rund um den Globus. Megasol Energie aus Deitingen SO, Entwickler von Solarmodulen und Montagesystemen, und Olwo, Produktions-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen der Holzbranche aus Worb BE, wurden mit einem Diplomrang ausgezeichnet.

    Die Preisverleihung fand vor 1300 Gästen im Kursaal Bern statt. «Der Prix SVC ist weit mehr als eine Auszeichnung», wird der Präsident des SVC-Organisationskomitees, Reto Portmann, zitiert. «Diese renommierte Veranstaltung symbolisiert Unternehmergeist, Innovationskraft und den Mut, den es braucht, um in unserer dynamischen und wettbewerbsorientierten Welt erfolgreich zu sein.»

  • Immobilienunternehmen in Zug mit Rekordgewinn

    Immobilienunternehmen in Zug mit Rekordgewinn

    Die Fundamenta Real Estate AG hat im Geschäftsjahr 2024 mit 21,7 Millionen Franken den höchsten Reingewinn ohne Neubewertung in ihrer Geschichte verbucht, informiert die Zuger Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Gegenüber 2023 fiel der Gewinn um 6,9 Prozent höher aus. Die Marge auf das Betriebsergebnis (EBIT-Marge) konnte gleichzeitig von 50,8 auf 62,9 Prozent gesteigert werden.

    Fundamenta Real Estate führt die Entwicklung «auf einen konsequent umgesetzten, ganzheitlichen Managementansatz» zurück. «Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Ertragsstärke in einem herausfordernden Marktumfeld unter Beweis gestellt und sehen die aktuellen Entwicklungen als eine Chance, unser Wachstum gezielt voranzutreiben», wird Andreas Spahni, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats der Fundamenta Real Estate AG, in der Mitteilung zitiert. Die Anteilseignenden sollen mit einer um 5 Rappen erhöhten Dividende von 0,60 Franken pro Aktie am Erfolg 2024 beteiligt werden.

    Zum guten Ergebnis haben gestiegene Mieterträge bei gesunkenem Betriebsaufwand beigetragen. Konkret fielen die Mieterträge mit 41,9 Millionen Franken um 2,0 Prozent höher als im Vorjahr aus. Der Betriebsaufwand ging gleichzeitig um 0,4 Prozent auf 12,2 Millionen Franken zurück. Darüber hinaus hat das Unternehmen im Berichtsjahr vier Liegenschaften mit einen Erfolg von 4,8 Millionen Franken veräussern können.

    Die Neubewertungen resultierten nach einem Verlust im Vorjahr im Berichtsjahr in einem Erfolg von 10,9 Millionen Franken. Der ausgewiesene ordentliche Reingewinn zog damit im Jahresvergleich von 8,3 Millionen auf 30,5 Millionen Franken an. Der Wert des Immobilienportfolios fiel zum Stichtag Ende 2024 mit 1,22 Milliarden Franken um 1,5 Prozent höher als zum Vorjahresende aus.

  • Tag der offenen Tür bei Holzbauunternehmen in Uetendorf

    Tag der offenen Tür bei Holzbauunternehmen in Uetendorf

    Holzbau Graber lädt laut einer Mitteilung am Samstag, 15. März 2025, zu einem Tag der offenen Tür in sein neues Gebäude an der Gewerbestrasse 7 in Uetendorf ein. Von 10 bis 16 Uhr erhält die Bevölkerung die Möglichkeit zum Besuch des neuen Firmensitzes. Besucher können sich über alle Facetten des Holzbaubetriebs informieren. Das Leistungsspektrum von Graber Holzbau GmbH beinhaltet Zimmerei, Bedachungen, Solartechnik und Innenausbau. Ein Schwerpunkt bildet der Bau von Holzhäusern.

    Das inhabergeführte Unternehmen beschäftigt 20 Mitarbeitende. Am neuen Standort will das KMU weiter wachsen und zusätzliche Arbeitsstellen schaffen. Dafür waren laut Mitteilung die bisherigen Standorte in Heimberg BE und Horrenbach BE zu klein geworden.

    Durch den Umzug nach Uetendorf befinden sich die Arbeiten und Prozesse auf demselben Firmengelände. Nach den Worten von Inhaber und Geschäftsführer Johann Graber ermögliche die Zusammenlegung weiteres Wachstum. Die Produktionshalle biete genügend Platz für effizientes Arbeiten, und Anfahrtswege für Lieferanten werden kürzer. Für einen zentralen Standort sprechen auch zahlreiche organisatorische Fortschritte, heisst es.

    Beim Tag der offenen Tür besteht Gelegenheit, für fachliche Gespräche und gemütliches Beisammensein. Zudem sind laut eigener Angaben eine Betriebsführung und ein Auftritt von Musiker Roberto Brigante geplant.

  • Bernapark stärkt Unterstützung für KMU

    Bernapark stärkt Unterstützung für KMU

    Das Zentrum für Innovation und Digitalisierung (ZID) der ZID Bernapark AG stellt sich neu auf. Ursprünglich als Impulsgeber für Early-Stage-Start-ups gegründet, soll der Handlungsradius künftig KMU und Jungunternehmen aller Stadien umfassen, informiert das ZID in einer Mitteilung. «Die neue Strategie ist ein wichtiger Schritt für das ZID», wird Hans-Ulrich Müller, Präsident des Verwaltungsrates der ZID Bernapark AG, dort zitiert. «Sie schafft die Basis für nachhaltiges Wachstum und stärkt unsere Position als Innovationshub für KMU im Espace Mittelland.»

    Die Angebote des ZID sind darauf ausgelegt, praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen in Unternehmen zu bieten. Inhaltlich wird der Schwerpunkt dabei auf Künstliche Intelligenz, digitale Transformation und Nachfolgeregelung gelegt. Im ersten Schritt der Transformation werden die beiden Formate KMU Update und KMU Upgrade eingeführt. Dabei bietet KMU Update kostenlose Netzwerkformate wie Skill Share Lunches und Input-Workshops an. KMU Upgrade ist als kostenpflichtiges Format für konkrete Umsetzungen angelegt.

    Anfang Jahr hat zudem der Swiss Venture Club seine Geschäftsstelle ins ZID verlegt. Damit erweitere das ZID «den Zugang zu einem der grössten KMU-Netzwerke der Schweiz», heisst es in der Mitteilung. «Wir schaffen eine Plattform, die KMU und Jungunternehmen nicht nur vernetzt, sondern ihnen auch konkrete Werkzeuge zur digitalen Transformation in die Hand gibt», erläutert Martin Hofer, Interim Geschäftsführer des ZID. «Unsere Programme sind darauf ausgelegt, Innovationen praxisnah und effizient umzusetzen.»

  • Kanton Luzern plant Investitonen in Lebens- und Wirtschaftsstandort

    Kanton Luzern plant Investitonen in Lebens- und Wirtschaftsstandort

    Der Kanton Luzern plant eine Investitionsoffensive zur Standortförderung. Aufgrund internationaler steuerlicher Entwicklungen wie der OECD-Mindestbesteuerung verliere der Kanton «seinen Wettbewerbsvorteil der tiefen Unternehmensgewinnsteuern für grosse internationale Unternehmen», erläutert die kantonale Staatskanzlei in einer Mitteilung. Konkret besteht die Befürchtung, dass betroffene Unternehmen abwandern oder ihre Investitionen im Kanton einschränken. Hier will der Regierungsrat mit gezielten Investitionen in den Lebens- und Wirtschaftsstandort gegensteuern.

    Eine vom Regierungsrat am 10.März in die Vernehmlassung gegebene Vorlage sieht vor, ab 2026 jährlich 300 Millionen Franken in ein breites Massnahmenpaket zu investieren. «Dem Kanton Luzern geht es gut, wir haben damit die Möglichkeit, in unseren Lebens- und Wirtschaftsraum zu investieren und auch langfristig attraktiv zu bleiben», wird Fabian Peter, Vorsteher des kantonalen Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, in der Mitteilung zitiert. «Das ist das Ziel dieser Vorlage.»

    Zwei Drittel der Mittel dienen der Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Schwerpunkte machen dabei Innovationsförderung sowie Verbesserungen der Rahmenbedingungen bei Digitalisierung, Verfügbarkeit von Wirtschaftsflächen und kundenorientierter Verwaltung aus. Von den übrigen 100 Millionen Franken zu Gunsten der Luzerner Bevölkerung ist der Löwenanteil von 70 Millionen Franken für eine Senkung des Steuerfusses für natürliche Personen vorgesehen.

  • Tunnel Rosengarten und Casinobrücke in Brugg werden saniert

    Tunnel Rosengarten und Casinobrücke in Brugg werden saniert

    Der Tunnel Rosengarten und die Casinobrücke in Brugg werden saniert. Die beiden Bauwerke sollen laut Medienmitteilung des Kantons Aargau so nachgerüstet werden, dass sie für die nächsten 50 Jahre genutzt werden können. Der Regierungsrat hat einen Kredit über 13,6 Millionen Franken für beide Bauvorhaben verabschiedet.

    Der Start der Instandsetzung wird frühestens 2027 sein. Zuvor müssen noch Projektauflage, Genehmigungsverfahren sowie Landerwerb, Submission und Arbeitsvergabe realisiert werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich ein Jahr. Die Mittlere Umfahrung Brugg mit dem 205 Meter langen Tunnel Rosengarten wurde 1981 eröffnet. Die Casinobrücke wurde 1980 erbaut und führt die K117 über die Aare.

    Die Tragstruktur des Tunnels ist laut Mitteilung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt intakt.  Der Tunnel müsse aber an aktuelle Sicherheitsanforderungen angepasst werden. Tunnelwände, Brand- und Umweltschutz sollen ebenso verbessert werden wie die Anlagen für die Tunnelsicherheit. Zudem wird die Zentrale beim Nordportal erweitert, die Betriebs- und Sicherheitsanlagen werden auf die aktuellen Normen angepasst.

    An der Casinobrücke hat der Brückenbelag seine Lebensdauer erreicht. Daher werden die Randsteine, die Abdichtung sowie der Gussasphaltbelag der Fahrbahn und des Trottoirs ersetzt, heisst es in der Mitteilung. Fehlstellen an Brückenkonstruktion, Widerlagerkästen und Pfeilern werden instandgesetzt. Der Korrosionsschutz werde unter anderem bei den Lagern, den Schachtrosten und den Geländern erneuert. Auch die Dehnprofile der Fahrbahnübergänge werden ersetzt.

    Die Kosten für die Instandsetzung des Tunnels Rosengarten und der Casinobrücke trägt der Kanton.

  • Biogas aus Utzenstorf versorgt 400 Haushalte in Solothurner Gasnetz

    Biogas aus Utzenstorf versorgt 400 Haushalte in Solothurner Gasnetz

    Seit dem 6. März fliesst im Gasnetz von Regio Energie Solothurn auch Gas, das bei der Kompogas Utzenstorf AG produziert wird, informiert Regio Energie Solothurn in einer Mitteilung. Dafür hat der Regionalversorger eine 2,3 Kilometer lange Gasleitung zwischen Utzenstorf und Gerlafingen verlegen lassen. Mit dem zusätzlichen regionalen Biogas können rund 400 Einfamilienhäuser beheizt werden, heisst es in der Mitteilung.

    Die Kompogas Utzenstorf AG wandelt seit 2007 organische Abfälle über Trockengärung in Biogas um. Nach der Schliessung der Papierfabrik Utzenstorf 2017 habe das Gas aus technischen Gründen nicht mehr eingespeist werden können und wurde daher in einem Blockheizkraftwerk verstromt, erläutert Regio Energie Solothurn. Für die Einspeisung des Biogases in das Netz des Regionalversorgers hat die Kompogas Utzenstorf AG eine neue Aufbereitungsanlage gebaut. Das Unternehmen wird von der Axpo Biomasse AG, Regio Energie Solothurn, der Gast AG Utzenstorf und der Kikom GmbH Burgdorf gehalten.

  • Interessengemeinschaft Schlieren Nord Ost zur Arealentwicklung gegründet

    Interessengemeinschaft Schlieren Nord Ost zur Arealentwicklung gegründet

    Die Interessengemeinschaft (IG) Schlieren Nord Ost hat sich gegründet. Laut Medienmitteilung der Stadt Schlieren ist Ziel des Vereins, die Entwicklung des Gebiets aktiv mitzugestalten. Das Wohn-, Industrie-, Gewerbe- und Innovationsareal an der Rüti-/Ifangstrasse in Schlieren gilt als eines der grössten Entwicklungsareale der Stadt neben dem Wagiareal und dem Rietpark. Die neue Interessengemeinschaft beabsichtige, die Interessen der Eigentümer zu bündeln und die Zonenplanung mit der Stadt Schlieren sowie die zukünftige partnerschaftliche Verlängerung der Baurechtsverträge mit der Stadt Zürich frühzeitig zu klären, heisst es weiter.

    «Seit einem Vierteljahrhundert habe ich sehr gute Kontakte zur Stadt Zürich gepflegt, die jedoch – wie vieles andere – während und nach Corona eingeschlafen sind. Da die Stadt Zürich aber über 200‘000 Quadratmeter Bauland auf dem Stadtgebiet von Schlieren besitzt, möchte ich in den nächsten 14 Monaten diese Kontakte wiederaufleben lassen», wird Albert Schweizer zitiert, der Standortförderer der Stadt Schlieren. Ziel sei es, die Baurechtsverträge, die bis etwa 2040 laufen, um 30 Jahre zu verlängern, um auch für die nächsten Generationen Planungssicherheit zu schaffen. Es gebe die Möglichkeit, weitere Firmen anzusiedeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

    Durch die geplante Mitgliedschaft bei der regionalen Standortförderung Limmatstadt AG soll laut der Stadt-Mitteilung die regionale Vernetzung weiter ausgebaut werden. Geplant sind auch gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Arealen in Schlieren und dem Limmattal, wie etwa Silbern, Niderfeld in Dietikon sowie Kreuzäcker in Spreitenbach.

    Baurechtsnehmer und Immobilieneigentümer hatten sich laut der Mitteilung am Mittwoch, 5. März, im Innovations- und Jungunternehmerzentrum (IJZ) in Schlieren getroffen, um die Interessengemeinschaft zu gründen. Im Rahmen der Gründung haben Vertretende des Tiefbauamtes des Kantons Zürich und des Energieunternehmens ewz Pläne zur Velobahn und der Fernwärmeunterstation im östlichen Teil des Areals vorgestellt.

  • 10 Jahre Digital Real Estate Summit

    10 Jahre Digital Real Estate Summit

    Den Auftakt des Summits gestaltete Prof. Dr. Donato Scognamiglio von der IAZI AG mit einem provokanten Vortrag über die Profiteure der Digitalisierung. Er beleuchtete, wie digitale Technologien nicht nur Prozesse optimieren, sondern auch völlig neue Geschäftsmodelle hervorbringen. Seine Analyse regte dazu an, traditionelle Denkmuster zu hinterfragen und die Chancen der digitalen Transformation aktiv zu nutzen.​

    Visionen für eine vernetzte Immobilienwelt
    Im weiteren Verlauf des Summits teilten führende Branchenvertreter ihre Perspektiven zur digitalen Zukunft. Jens Vollmar von Implenia betonte die Bedeutung digitaler Lösungen zur Effizienzsteigerung in der Bauindustrie. Beatrice Bichsel von der SBB erläuterte, wie die Digitalisierung von Immobilienportfolios zur Zukunftsfähigkeit der Infrastruktur beiträgt. Helmut Ruhl von AMAG präsentierte innovative Ansätze zur Datennutzung in der Immobilienentwicklung, während Tanja Vainio von Schneider Electric die Rolle digitaler Technologien bei der Schaffung energieeffizienter Gebäude hervorhob.​

    Vertiefung aktueller Branchenthemen
    Die Workshops und Parallel Sessions des Summits boten tiefe Einblicke in aktuelle Trends und Herausforderungen. Themen wie Smart Buildings, Big Data & KI, internationale Entwicklungen, digitale Plattformen & Ökosysteme, Digital Twins und datengetriebene Nachhaltigkeit standen im Fokus. Diese Sessions ermöglichten es den Teilnehmenden, sich intensiv mit den neuesten Entwicklungen auseinanderzusetzen und deren Relevanz für das eigene Unternehmen zu evaluieren.​

    Innovationen hautnah erleben
    Eine Ausstellung mit rund 30 Ausstellenden bot den Gästen die Möglichkeit, die neuesten Technologien und Lösungen der Branche direkt zu erleben. Dieser Austausch förderte nicht nur das Verständnis für aktuelle Markttrends, sondern auch die Vernetzung unter Branchenexpert:innen. Die Kombination aus Fachvorträgen, praxisnahen Workshops und einer lebendigen Ausstellung machte den DRES zu einem umfassenden und inspirierenden Erlebnis.​

    Ein Ausblick auf die Zukunft
    Der 10. Digital Real Estate Summit zeigte eindrucksvoll, wie die Digitalisierung die Immobilienbranche transformiert und welche Potenziale noch ausgeschöpft werden können. Mit dem Blick auf zukünftige Entwicklungen und der Bereitschaft, innovative Wege zu gehen, bleibt der DRES eine zentrale Plattform für den Austausch und die Gestaltung der digitalen Zukunft der Immobilienwirtschaft.​

    Save the Date
    Der nächste Digital Real Estate Summit findet am 5. März 2026 erneut im Trafo Baden statt. Fachleute und Führungskräfte der Branche sind herzlich eingeladen, sich dieses Datum vorzumerken, um auch im nächsten Jahr die neuesten Innovationen und Trends der Immobilienbranche zu erleben.​

  • Chancen und Herausforderungen Bilaterale III

    Chancen und Herausforderungen Bilaterale III

    Mit dem Abschluss der Verhandlungen zu den Bilateralen III, hat die Schweiz einen neuen Meilenstein in ihren Beziehungen zur EU erreicht. Das umfassende Vertragspaket umfasst neue Abkommen in den Bereichen Strom, Lebensmittelsicherheit und Gesundheit sowie die Aktualisierung bestehender Verträge. Besonders hervorzuheben ist die Wiederaufnahme der Schweiz in die EU-Forschungsprogramme, ein bedeutender Schritt für den Forschungsstandort Schweiz.

    An einer Podiumsdiskussion an der Universität Zürich, organisiert von der Zürcher Handelskammer, debattierten führende Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die Chancen und Risiken des neuen Abkommens.

    Bedeutung für den Forschungsstandort Schweiz
    UZH-Rektor Michael Schaepman betonte in seiner Eröffnungsrede die zentrale Rolle der EU für die Schweizer Wissenschaft. Die Integration in den Europäischen Forschungsraum stärke nicht nur die exzellenten Schweizer Hochschulen, sondern ermögliche auch den internationalen Austausch und Zugang zu wichtigen Technologien. «Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten ist eine stabile Partnerschaft mit der EU von entscheidender Bedeutung», erklärte Schaepman.

    Zwischen Freihandel und EU-Mitgliedschaft
    Staatssekretär Alexandre Fasel bezeichnete die Bilateralen III als goldenen Mittelweg zwischen einer Vollmitgliedschaft in der EU und einem reinen Freihandelsabkommen. Durch die Einbindung der institutionellen Fragen in die einzelnen Abkommen sei es gelungen, eine schweizerische Lösung zu finden. Die Übernahme von EU-Recht erfolge nur in den vertraglich geregelten Bereichen, wobei die Schweiz über rechtliche Schutzmechanismen wie ein Schiedsgericht verfüge.

    Wirtschaftliche Vorteile vs. Souveränitätsbedenken
    Die Diskussion zeigte unterschiedliche Perspektiven auf das Abkommen. Für die Wirtschaft ist die Anbindung an den europäischen Binnenmarkt essenziell. Balz Hösly von der Zürcher Handelskammer betonte, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen darauf angewiesen seien, den EU-Markt ohne Handelsbarrieren zu nutzen.

    Kritiker wie Magdalena Martullo-Blocher warnten hingegen vor einer zunehmenden Regulierung und einem Verlust der schweizerischen Souveränität. Sie sprach von einem «Unterwerfungsvertrag» und forderte eine stärkere Fokussierung auf weltweite Freihandelsabkommen.

    Professorin Stefanie Walter hob hervor, dass die Schweizer Bevölkerung zwar gegenüber der EU skeptisch sei, die bilateralen Verträge aber als pragmatische Lösung breite Unterstützung fänden.

    Ein gesellschaftlicher und politischer Balanceakt
    Neben wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten wurden auch gesellschaftliche Werte diskutiert. Silvan Wildhaber, CEO von Filtex AG, sprach sich aus humanistischen Gründen für die Bilateralen aus: «Wir sollten in Europa freundnachbarschaftlich zusammenarbeiten.» Demgegenüber lehnte Balz Halter das Abkommen aus staatsbürgerlichen Gründen ab, da es einen Souveränitätsverlust für die Schweiz bedeute.

     

    Die Podiumsdiskussion machte deutlich, dass die Bilateralen III eine der zentralen politischen Weichenstellungen für die kommenden Jahre sind. Während die einen in ihnen wirtschaftliche Stabilität und politischen Pragmatismus sehen, warnen andere vor einer zu engen Abhängigkeit von der EU. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei der Schweizer Bevölkerung.

  • Empa eröffnet Quantenlabor

    Empa eröffnet Quantenlabor

    Das neue Empa-Labor «CarboQuant» hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Quantentechnologien auf Basis von Kohlenstoff zu entwickeln. Mit der Eröffnung des High-Tech-Labors am 30. Januar 2025 wurde ein erster Meilenstein erreicht. Die Forschung konzentriert sich auf Nano-Graphene und Kohlenstoff-Nanobänder, die erst vor wenigen Jahren synthetisiert wurden. Diese besonderen Moleküle könnten den Schlüssel zu neuartigen Sensoren, Kommunikationstechnologien oder Komponenten für Quantencomputer liefern.

    Modernste Technologie im Einsatz
    Das Herzstück des Labors bilden zwei hochmoderne Rastertunnelmikroskope. Diese Geräte ermöglichen es den Forschenden, nicht nur einzelne Atome sichtbar zu machen, sondern auch deren Quantenzustände zu steuern. Durch die Nutzung hochfrequenter Mikrowellenstrahlung können die Spins von Elektronen manipuliert werden. Eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung von Quantencomputern.

    Der Schlüssel zur Quantenwelt
    Der Spin, eine quantenmechanische Eigenschaft von Elektronen, kann zwei Grundzustände annehmen, «up» und «down». Im Gegensatz zu klassischen Bits, die entweder 1 oder 0 sind, können Quantenbits durch Überlagerung beide Zustände gleichzeitig einnehmen. Diese Vieldeutigkeit macht Quantencomputer so leistungsfähig und vielseitig.

    Expertise und Zukunftsvision
    Das «CarboQuant»-Team, unter der Leitung von Roman Fasel und Yujeong Bae, bewegt sich an der Spitze der wissenschaftlichen Forschung. Bae, eine der wenigen Expertinnen weltweit auf diesem Gebiet, wird die neue Forschungsgruppe für Quantenmagnetismus leiten. Ziel ist es, die Quantenkontrolle erstmals an Nano-Graphenen zu demonstrieren und langfristig quantenbasierte Geräte zu entwickeln, die bei Raumtemperatur funktionieren.

    Ausblick und Ziele
    Das Projekt läuft bis 2032 und wird von der Werner Siemens-Stiftung unterstützt. Die Forschenden arbeiten daran, eine Materialplattform für kohlenstoffbasierte Quantenmaterialien zu schaffen. Mit der Eröffnung des neuen Labors sind sie diesem Ziel ein gutes Stück nähergekommen. Die Vision, sichere, leistungsfähige und nachhaltige Quantentechnologien, die unseren Alltag revolutionieren könnten.

  • Ihre Meinung zählt! – Gemeinsam Wohnraum Schaffen

    Ihre Meinung zählt! – Gemeinsam Wohnraum Schaffen

    Eine der Massnahmen «B 2.1» zielt darauf ab, den Wissensstand über die Verbreitung und Art von Einsprachen sowie deren Wirkung auf den Bewilligungsprozess von Bauvorhaben zu erhöhen. Um eine empirische Grundlage zu schaffen, wie offensichtlich missbräuchliche Einsprachen reduziert und Verfahren beschleunigt werden können, beauftragte das Bundesamt für Raumentwicklung und das Bundesamt für Wohnungswesen Dr. Joëlle Zimmerli (Zimraum GmbH) und Dr. Christian Brütsch (Stratcraft GmbH) mit der Befragung.

    Zielgruppen der Befragung

    • JuristInnen, die Bauherrschaften beraten oder an einem Gericht bzw. in einer Bewilligungsbehörde tätig sind.
    • Bauherrschaften, EntwicklerInnen, ArchitektInnen und PlanerInnen mit Erfahrung in informellen Forderungen, Einsprachen und Beschwerden.
    • Bauherrschaften, EntwicklerInnen, ArchitektInnen und PlanerInnen, die bereit sind, Fallbeispiele beizutragen.

    Links zur Teilnahme

    Die Links zur Befragung und den Fallbeispielen finden Sie hier:

    Befragung: https://zimraum.limequery.com/267822?lang=de
    Fallbeispiele: https://zimraum.limequery.com/681486?lang=de

    Für das Ausfüllen der Befragung rechnen Sie bitte mit ca. 20 Minuten, pro Fallbeispiel rechnen Sie mit ca. 15 Minuten. Die Befragung und die Fallbeispiele können anonym ausgefüllt werden und sind bis am 31. März 2025 geöffnet.

    Ihre Unterstützung ist gefragt
    Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und danken Ihnen im Voraus für Ihre wertvolle Zeit und Ihr Engagement. Mit Ihrer Hilfe schaffen wir eine empirische Grundlage für Massnahmen zur Beschleunigung von Bewilligungsprozessen und zum Umgang mit missbräuchlichen Einsprachen.

    Gemeinsam können wir den Weg für mehr Wohnraum ebnen! Vielen Dank.

  • Ingenieurlösungen für den Schutz von Lebensräumen in den Alpen

    Ingenieurlösungen für den Schutz von Lebensräumen in den Alpen

    Die Alpen sind eine dynamische Landschaft, die seit jeher von Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag und Murgängen geprägt ist. Mit dem Klimawandel und steigenden Durchschnittstemperaturen verändern sich jedoch wichtige Parameter wie die Schneefallgrenze und die Stabilität von Berghängen. Diese Veränderungen bedrohen die Sicherheit und Stabilität von Siedlungsräumen und erfordern innovative Lösungen, um die Lebensräume in den Alpen zu schützen.

    Bauingenieure als Schlüsselfiguren
    Das Institut für Bauen im alpinen Raum spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Schutzmassnahmen gegen Naturgefahren. Die Ausbildung zukünftiger Bauingenieure legt einen besonderen Fokus auf die zunehmenden Bedrohungen durch den Klimawandel. Dabei wird auf die Expertise von Fachkräften aus der Praxis zurückgegriffen, um praxisnahe und effektive Lösungen zu entwickeln.

    Forschung und Innovation
    In der Forschung konzentriert sich das Institut auf ausgewählte Teilbereiche, um gezielt innovative Lösungen zu entwickeln. Ein vielversprechendes Projekt ist die Nutzung von Holzwolle zur Hang- und Ufersicherung. Diese Matten verhindern Erosion, fördern den Pflanzenwuchs und zersetzen sich nach erfolgreichem Bewuchs zu Humus. Dies bietet sowohl technische als auch ökologische Vorteile und wurde bereits in erfolgreichen Pilotversuchen getestet.

    Holzwolle-Faschinen
    Ein weiterer Forschungsbereich sind Holzwolle-Faschinen, die zur Stabilisierung von Böschungen eingesetzt werden. Diese Bündel aus Naturmaterialien bieten technische und ökologische Vorteile gegenüber herkömmlichen Holzfaschinen. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Südschweiz wird an der Quantifizierung dieser Vorteile gearbeitet, um eine solide Anwendungsgrundlage zu schaffen.

    Zukunftssicherung durch Zusammenarbeit
    Die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis ist entscheidend, um den Herausforderungen in den Alpen zu begegnen. Das Institut für Bauen im alpinen Raum leistet mit seinen innovativen Lösungen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Lebensräume und zur nachhaltigen Entwicklung der alpinen Regionen.

  • Verschärfte Regeln gegen Hausbesetzungen

    Verschärfte Regeln gegen Hausbesetzungen

    Der Nationalrat hat am Montag mit 123 zu 64 Stimmen bei zwei Enthaltungen eine Änderung des Zivilgesetzbuches beschlossen, die Eigentümern mehr Möglichkeiten im Umgang mit Hausbesetzungen einräumt. Kernpunkt der Neuregelung ist die Ausweitung des Rechts auf Selbsthilfe. Hausbesitzer dürfen Besetzer künftig nicht nur unmittelbar nach Beginn einer Besetzung, sondern auch innerhalb einer «angemessenen Frist» nach Kenntnisnahme der Besetzung entfernen. Vorausgesetzt, staatliche Hilfe ist nicht rechtzeitig verfügbar. Diese Änderung soll Eigentümern mehr Flexibilität geben, um ihr Eigentum zu schützen.

    Der Bundesrat hatte ursprünglich einen restriktiveren Ansatz vorgeschlagen. Selbsthilfe sollte nur dann zulässig sein, wenn der Eigentümer die Besetzung nicht früher hätte erkennen können. Doch der Nationalrat setzte sich über diesen Vorschlag hinweg und stärkte stattdessen die Rechte der Eigentümer. Justizminister Beat Jans warnte vergeblich vor einer Aushöhlung des staatlichen Gewaltmonopols. Seine Appelle, Ausnahmen von diesem Monopol restriktiv zu handhaben, verhallten ungehört.

    Kritik von Links: «Überflüssige Verschärfung»
    Die Linke und die Grünliberalen lehnten die Vorlage ab und bezeichneten sie als unnötig. Christian Dandrès warnte in der Debatte vor den langfristigen Folgen der Neuregelung: «Hier wird das staatliche Gewaltmonopol ausgehöhlt und das ist ein gefährlicher Präzedenzfall.» Die Gegner argumentierten, dass die bestehenden Gesetze ausreichend seien und es sich ohnehin nur um wenige Fälle handele. Jacqueline Badran kritisierte, dass eine jahrzehntelange, bewährte Praxis in den Städten übersteuert werde.

    Doch die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat sah dies anders. Sie betonte, dass die Eigentumsrechte von Hausbesitzern derzeit unzureichend geschützt seien. Insbesondere die SVP übte scharfe Kritik an links-grünen Stadtregierungen, denen sie einen zu laschen Umgang mit Hausbesetzern vorwarf. Die Neuregelung soll nicht nur die Rechte der Eigentümer stärken, sondern auch die Behörden in die Pflicht nehmen. Sie müssen künftig rechtzeitig Hilfe leisten und gerichtliche Verfügungen gegen Besetzungen sollen vereinfacht werden. Insbesondere in Fällen, in denen die Identität der Besetzer unbekannt ist.

    Zukunftsorientiert oder überflüssig?
    Die Gesetzesänderung ist ein weiterer Schritt in einer langjährigen Debatte über den Umgang mit Hausbesetzungen. Während die Befürworter die Neuregelung als zukunftsorientiert und notwendig erachten, um Eigentumsrechte zu schützen, sehen die Gegner darin eine überflüssige Verschärfung, die mehr Probleme schafft als löst. Die Vorlage geht nun an den Ständerat, wo die Diskussionen voraussichtlich ebenso hitzig geführt werden.

    Eines ist klar, die Frage, wieviel Eigenverantwortung Eigentümern im Kampf gegen Hausbesetzungen zugestanden werden soll, bleibt ein polarisierendes Thema. Die Entscheidung des Ständerats wird zeigen, ob die Schweiz künftig einen restriktiveren Kurs einschlägt – oder ob die Kritiker Recht behalten und die bestehenden Regelungen ausreichen.

  • Wiederverwendung von Bauteilen

    Wiederverwendung von Bauteilen

    Die Wiederverwendung von Bauteilen hat in den letzten Jahren sowohl medial als auch in der Praxis an Bedeutung gewonnen. Diese Methode trägt dazu bei, die graue Energie in der Immobilienbranche erheblich zu reduzieren. Dr. Andreas Oefner von der Zirkular GmbH zeigt auf, wie durch gezielte Massnahmen und innovative Projekte die Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie gefördert wird.

    Grundlagen und Prozesse
    Zusammen mit der ZHAW hat Zirkular die grundlegenden Abläufe und Arbeitspakete in den SIA-Phasen definiert. Dabei wurden wichtige Dokumente wie Fachplanungsverträge, Übergabevereinbarungen und Wiedereinbauklauseln erarbeitet und online zugänglich gemacht. Diese Massnahmen haben den Einsatz von wiederverwendeten Bauteilen in Bauprojekten deutlich erweitert.

    Erfolgreiche Umsetzung in Projekten
    Architekturwettbewerbe integrieren zunehmend Anforderungen zur Kreislaufwirtschaft. Bauteilkataloge und Gebäudescreenings helfen dabei, potenzielle Bauteile aus Rückbauten zu identifizieren und in neue Projekte zu integrieren. Diese Bauteile werden definiert, erworben, rückgebaut, eingelagert und schliesslich wieder eingebaut. Die Bandbreite der wiederverwendeten Bauteile reicht von komplexen Tragstrukturen bis hin zu einfachen Heizkörpern und Fassadenmaterialien.

    Erhebliche Emissionseinsparungen
    Die Einsparungen durch die Wiederverwendung von Bauteilen sind beeindruckend. Auf Bauteilebene betragen die Emissionseinsparungen gegenüber neu produzierten Bauteilen etwa 90%. Auf Projektebene konnten in bereits umgesetzten Projekten zwischen 10-50% der Erstellungsemissionen eingespart werden.

    Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
    Trotz der erzielten Fortschritte bleiben Herausforderungen. Die Prozesse der Wiederverwendung müssen stärker in den Projekten verankert werden. Zudem bedarf es weiterer Abklärungen bei der Einschätzung von Bauteilkategorien, um die Wiederverwendbarkeit zu gewährleisten. Auch die Rahmenbedingungen der Bauwirtschaft müssen neu sortiert werden, um die Wiederverwendung von Bauteilen als Teil einer umfassenden Strategie zur Emissionsreduktion zu etablieren.

    Verantwortung und Innovation
    Gute Planer zeichnen sich dadurch aus, dass sie die richtigen Strategien für ihr Projekt auswählen und dabei ihre Verantwortung gegenüber dem Projekt und der Gesellschaft wahrnehmen. Die Wiederverwendung von Bauteilen ist ein wichtiger Baustein, um die exorbitanten Emissionen der Bauwirtschaft zu reduzieren und gleichzeitig den Bestand weiter zu nutzen und umzubauen.

  • Wohnkosten-Schere öffnet sich weiter

    Wohnkosten-Schere öffnet sich weiter

    Der aktualisierte Monitor Wohnungsmarkt des Bundesamts für Wohnungswesen zeigt für 2024 eine differenzierte Entwicklung. Während die Nachfrage nach hochpreisigen Wohnungen leicht zurückgeht, bleibt die Suche für Haushalte ab dem oberen Mittelstand zunehmend schwierig. Besonders betroffen sind Regionen mit begrenztem Wohnraumangebot wie die Zentralschweiz und Berggebiete.

    Die grösste Herausforderung besteht jedoch für den unteren Mittelstand und einkommensschwächere Haushalte. Der Knappheitsindikator bestätigt, dass insbesondere Familienwohnungen schwer verfügbar sind. Aufgrund steigender Mietpreise entscheiden sich viele Haushalte für kleinere Wohnungen und kompakte Grundrisse, was den Druck in diesem Segment zusätzlich verstärkt.

    Wohnkosten-Schere zwischen Umziehenden und Sesshaften wächst
    Ein bedeutender Trend, den der Wohnmonitor für 2025 aufzeigt, ist die wachsende Kluft zwischen Bestands- und Angebotsmieten. Während sesshafte Mieter und Eigentümer von stabilen oder sogar sinkenden Wohnkosten profitieren könnten, etwa durch eine mögliche Mietzinsreduktion infolge des fallenden Referenzzinssatzes, sind Neumieter und Käufer weiterhin mit steigenden Wohnkosten konfrontiert.

    Besonders stark trifft dies Haushalte, die auf einen Umzug angewiesen sind. Neue Mietverträge werden oft zu deutlich höheren Preisen abgeschlossen als bestehende Mietverhältnisse. Diese Entwicklung verschärft die soziale Ungleichheit auf dem Wohnungsmarkt weiter.

    Baugesuche als Hoffnungsschimmer
    Eine leichte Entspannung könnte sich durch steigende Baugesuche und Baubewilligungen ergeben, die seit 2024 wieder zunehmen. Allerdings werden diese zusätzlichen Wohnungen frühestens ab 2026 auf den Markt kommen. Gleichzeitig bleibt das Wachstum des Wohnungsbestands mit unter 1 % pro Jahr weiterhin unzureichend, um die steigende Nachfrage auszugleichen.

    Langfristige Herausforderungen für den Wohnungsmarkt
    Der Wohnmonitor zeigt, dass die Zuwanderung weiterhin ein wesentlicher Treiber der Wohnraumnachfrage bleibt. Während sich die Unterschiede zwischen inländischen und ausländischen Haushalten in Bezug auf den Wohnbedarf weitgehend aufgelöst haben, bleibt die Gesamtversorgungslage herausfordernd.

  • Kooperation bei Optimierung von Rechenzentren

    Kooperation bei Optimierung von Rechenzentren

    Die BKW und das Jungunternehmen K51 aus Eschenz spannen in einem innovativen Projekt für Rechenzentren zusammen. K51 platziert Server und Rechenzentren an Orten wie Gewächshäusern, damit die Abwärme aus der Rechenleistung zum Heizen eingesetzt werden kann. «Wir liefern fossilfreie Wärme frei Haus und nutzen Rechenleistung als innovativen Brennstoff», wird Benoît Stroelin, Co-Gründer und CEO von K51, in einer Mitteilung der BKW zitiert. «Unser Ziel ist es, die Energieverschwendung im High Performance Computing (HPC) massgeblich zu reduzieren und so einen relevanten Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten.»

    In Zusammenarbeit mit der BKW hat das erste reguläre Rechenzentrum von K51 einen massgeschneiderten Bezugsvertrag für Strom bekommen. Dabei wird der Betrieb der Anlage über eine tägliche Spotpreisprognose von BKW Energy gesteuert, so dass die Rechenleistungen in den jeweils günstigsten Stunden durchgeführt werden.

    Darüber hinaus bindet die BKW die Rechenzentren von K51 an den Regelenergiemarkt an. Auf diese Weise kann die Berner Energieversorgerin die einzelnen Rechenzentren zum Erhalt der Netzstabilität bei Bedarf an- oder abschalten. «K51 erfüllt punkto Systemsteuerung und Flexibilität genau die Anforderungen, welche es für ein solches Modell braucht», wird Thomas Egli, Leiter Business Enabling bei BKW Energy, in der Mitteilung zitiert. «Wir arbeiten eng zusammen, um zusätzliches Potential beispielsweise bei der Ausgleichsenergie realisieren zu können.»

  • Erfolgreiche Finanzierungsrunde ermöglicht Expansion der Betonsensorik

    Erfolgreiche Finanzierungsrunde ermöglicht Expansion der Betonsensorik

    Die DuraMon AG aus Dietikon hat laut Medienmitteilung im Februar erfolgreich eine Finanzierungsrunde in Höhe von 1,6 Millionen Franken für die Seed Extension abgeschlossen. Die Runde wurde von Wagniskapital- und Private-Equity-Geber QBIT Capital in Zürich geleitet, die bereits die Seed-Finanzierungsrunde von DuraMon im Juni 2023 angeführt hatte. Sika in Baar, ein Schlüsselinvestor seit Juni 2023, hat sein Engagement durch den erneuten Einstieg als strategischer Partner neben Helbling Equities und anderen verlängert, heisst es weiter. Das frische Kapital schaffe die Voraussetzungen für die Skalierung und Expansion über die DACH-Region hinaus.

    DuraMon ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), die sich auf eine neuartige Sensortechnologie spezialisiert hat, die langfristig stabile Korrosionsüberwachung von Betoninfrastrukturen wie Brücken, Tunneln und Parkhäusern, und Parkgaragen gewährleistet. Dies ermöglicht die frühzeitige Erkennung und das Verständnis von Verschlechterungsprozessen in Betonstrukturen, heisst es in der Mitteilung. So kann die richtige Art der Instandsetzung zum richtigen Zeitpunkt und an der richtigen Stelle im Bauwerk bestimmt werden, wodurch Bauherren ihre Instandhaltungsstrategien optimieren und die Reparaturkosten senken können.

    Die neu gesicherte Finanzierung wird es DuraMon ermöglichen, wichtige interne Prozesse zu automatisieren und zu optimieren, nämlich die automatisierte Datenanalyse und Sensorinstallation, heisst es in der Mitteilung. Ein starker Fokus werde auch auf der Kundenentwicklung und Ausweitung der Marktreichweite von DuraMon über die DACH-Region in andere europäische Länder liegen.

  • Höhere Margen durch Optimierung im Bauzuliefersektor

    Höhere Margen durch Optimierung im Bauzuliefersektor

    Der Gebäudezulieferer Arbonia mit Sitz in Arbon hat laut Medienmitteilung im Geschäftsjahr 2024 trotz einer vor allem auf dem deutschen Markt schwierigen Lage seinen Umsatz um 10,2 Prozent auf 556,3 Millionen Franken gesteigert. Darin enthalten sind die Akquisitionen der spanischen Dimoldura und Rozière in Frankreich sowie der tschechischen Gesellschaft Lignis. Ohne Währungs- und Akquisitionseffekte musste jedoch ein Rückgang von minus 5,4 Prozent verzeichnet werden, heisst es weiter. Damit sei dennoch eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (minus 8,2 Prozent) erzielt worden.

    Der Rückgang sei vor allem auf weiterhin gesunkene Volumen als Folge des andauernden Rückganges der Neubautätigkeit im Wohnungsbau in Kombination mit steigenden Durchschnittslohnkosten und negativen Wechselkurseffekten zurückzuführen.

    In den grössten Arbonia-Märkten Europas konnte sich die Baukonjunktur im Jahr 2024 noch nicht spürbar erholen, heisst es in der Mitteilung zum Geschäftsbericht. Stattdessen verlief das 2. Halbjahr im für Arbonia wichtigen Markt Deutschland schwächer als erwartet: Rückläufige Baugenehmigungen und hohe Finanzierungskosten werden hier als Probleme genannt.

    Das EBITDA inklusive Sondereffekte konnte im Geschäftsjahr um 107,8 Prozent auf 66,3 Millionen Franken gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung der EBITDA-Marge von 6,3 auf 11,9 Prozent, heisst es in der Mitteilung. Enthalten sei ein Gewinn aus dem Verkauf des Areals an der Zelgstrasse in Arbon von rund 29 Millionen Franken. Das EBITDA ohne Sondereffekte konnte um 22,1 Prozent auf 41,7 Millionen Franken gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung der EBITDA-Marge von 6,8 Prozent auf 7,5 Prozent.

  • Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat auf dem Dach ihrer Filiale in Arbon eine neue Photovoltaikanlage installiert. Wie es in einer Mitteilung heisst, ist die neue Anlage mit 500 Quadratmetern die grösste, die die Bank in Betrieb genommen hat. Sie soll jährlich etwa 105‘000 Kilowattstunden Strom liefern. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 21 Haushalten.

    Der auf dem Dach produzierte Strom soll in erster Linie für den Betrieb der Geschäftsstelle genutzt werden. Je nach Bedarf deckt er zwischen 25 und 40 Prozent des Energiebedarfs der Bankfiliale ab, heisst es in der Mitteilung. Des Weiteren versorgt die Solaranlage drei Ladestationen für E-Autos in der benachbarten Tiefgarage des Einkaufszentrums Novaseta. Überproduzierter Strom soll darüber hinaus in das öffentliche Netz eingespeist werden.

    Mit der neuen Anlage will die TKB ihr Engagement für nachhaltige und erneuerbare Energie unterstreichen und den CO2-Ausstoss vor Ort senken.