Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Neuer Investor für Fenster- und Türenhersteller

    Neuer Investor für Fenster- und Türenhersteller

    Die Nuavo Holdings AG hat zusammen mit Schweizer Unternehmerinnen und Unternehmern ihre erste Investition getätigt und die in Courgenay ansässige Domofen AG übernommen. Das von Claude Beynon 1999 gegründete Unternehmen stellt Fenster und Türen aus PVC her und wird seit 2018 von seinem Sohn Fabrice geleitet. Unter dessen Ägide hat Domofen laut einer Mitteilung von Nuavo in den vergangenen fünf Jahren erheblich expandiert und in neue Produktionsanlagen und modernste Ausrüstung investiert.

    Fabrice Beynon will mit dieser Partnerschaft das Familienerbe weiter ausbauen: «Die Wahl von Nuavo als Partner war eine natürliche Entscheidung», wird er zitiert. «Neben ihrem finanziellen Engagement machen sie ihr unternehmerisches Denken und ihren praktischen Ansatz zum idealen Partner für Domofen. Sie respektieren unser Erbe, unser Team und unsere Zukunftsvision und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihnen.» Als Mitaktionär und wichtiges Mitglied des Führungsteams wird Fabrice Beynon weiterhin aktiv in das Tagesgeschäft der Firma eingebunden sein.

    «Domofen ist genau die Art von Unternehmen, für die wir Nuavo gegründet haben», so Mitgründer Philipp Ries. «Wir sehen in Domofen ein solides Unternehmen mit unglaublichem Potenzial und unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Team neue Möglichkeiten zu schaffen und gleichzeitig die einzigartige Identität des Unternehmens zu bewahren.»

    Zum dreiköpfigen Gründerteam von Nuavo zählt auch Raphael Gindrat, Gründer und Ex-CEO von Bestmile. Die Plattform des Start-ups zur Orchestrierung autonomer Fahrzeugflotten wurde vom Technologiekonzern ZF 2021 übernommen. Wie Gindrat nun in einer eigenen Meldung betont, wird Domofen seinen Betrieb «mit demselben Team, denselben Werten und derselben Exzellenz» weiterführen. Und er betont: «Bei Nuavo machen wir die Dinge anders. Wir sind nicht nur Investoren – wir sind Unternehmer, die in Unternehmer investieren.»

  • Übernahme von amerikanischen Anbieter für Building Finishing

    Übernahme von amerikanischen Anbieter für Building Finishing

    Sika setzt seine Expansionspläne in den USA fort und hat HPS North America, Inc. aus Florence im US-Bundesstaat Alabama übernommen. Laut einer Medienmitteilung hat sich der Anbieter von Produkten, zu denen Selbstnivellierungs- und Abdichtungslösungen gehören, erfolgreich auf dem amerikanischen Markt weiterentwickelt.

    Die Produkte werden den Angaben zufolge über ein etabliertes Vertriebsnetz verkauft und sind auf den Einsatz bei Fussböden ausgerichtet. Dazu zählen Produkte der Marke Schönox, welche Sika Deutschland herstellt. Sika hatte auch bisher bereits eine Minderheitsbeteiligung an HPS North America gehalten.

    Das auf Spezialitätenchemie spezialisierte Unternehmen mit Hauptsitz in Baar verfügt durch die Übernahme über eine «starke Plattform für die weitere Expansion im wachsenden Segment Building Finishing» und erwartet erhebliche Effizienzsteigerungen.

    «Mit der Integration des HPS-Geschäfts in unsere US-Organisation können wir den Ausbau unserer Geschäftsbeziehungen und Vertriebsnetze auf dem Building-Finishing-Markt mit voller Kraft vorantreiben», wird Mike Campion in der Mitteilung zitiert, Regionalleiter Americas bei Sika.

  • Erneuerung der Grütstrasse in Gossau für mehr Sicherheit und Lärmschutz

    Erneuerung der Grütstrasse in Gossau für mehr Sicherheit und Lärmschutz

    Das Schlieremer Bauunternehmen STRABAG saniert laut einer Mitteilung die Grütstrasse in Gossau. Die als wichtige Verkehrsverbindung bezeichnete Strasse weise Fahrbahnschäden auf. Um die Infrastruktur zu modernisieren und die Verkehrssicherheit zu verbessern, werde die Strasse nun erneuert. «Ein zentraler Bestandteil der Massnahmen ist die bauliche Umgestaltung zur Erhöhung der Sicherheit für Velofahrer:innen sowie Fussgänger:innen», heisst es weiter. Zudem soll mit neuenTempo-30-Zonen der Verkehrslärm reduziert werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.

    Neben der Sanierung des Strassenbelags umfasst das Projekt weitere umfangreiche Arbeiten. Der unter der Grütrasse verlaufende Gossauerbach wird auf hochwassersichere Art ausgebaut, heisst es weiter. Darüber hinaus erneuert STRABAG Mischwasserleitungen und Trinkwasserleitungen. Energie- und Schachtanlagen werden modernisiert und die für die Telekommunikation notwendige Infrastruktur erweitert.

    «Die Erneuerung bringt der Gossauer Bevölkerung sowie allen Verkehrsteilnehmenden eine höhere Verkehrssicherheit, eine moderne Infrastruktur und verbesserten Hochwasserschutz», wird Remo Hürlimann zitiert, Leiter der Bauabteilung der Gemeinde Gossau.

  • Berner Kantonalbank setzt auf klimafreundliche Hypotheken

    Berner Kantonalbank setzt auf klimafreundliche Hypotheken

    Die Berner Kantonalbank will die Treibhausgasemissionen aus ihrem Hypothekarportfolio bis 2030 deutlich senken. Dafür unterstützt die BEKB energetische Sanierungen mit der Einführung von myky-Hypotheken, informiert die BEKB in einer Mitteilung. Sie beruhen auf dem Sanierungsrechner der Online-Plattform myky.

    «Unsere Kundinnen und Kunden profitieren beim ökologischen Sanieren ihrer Eigenheime von Vorzugskonditionen», wird BEKB-CEO Armin Brun in der Mitteilung zitiert. «Gleichzeitig fördern wir als Bank die Reduktion der CO2-Emissionen in unserem Marktgebiet.» Bis 2030 sollen die Emissionen aus finanzierten Wohnliegenschaften um 45 und die aus anderen Liegenschaften um 35 Prozent gesenkt werden.

    Die Plattform myky wurde Ende 2021 von der BEKB gemeinsam mit Energie Wasser Bern und Gebäudeversicherung Bern lanciert. Das Jungunternehmen ist auf praktische Tipps und Werkzeuge zur Unterstützung von Eigenheimbesitzenden spezialisiert. Aktuell sind neben der BEKB 16 weitere Kantonalbanken beteiligt, die von der NNH Holding AG vertreten werden.

  • Gemeinde Thalwil setzt auf Fernwärme mit neuer Wärmeversorgung

    Gemeinde Thalwil setzt auf Fernwärme mit neuer Wärmeversorgung

    Um eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung der Bevölkerung zu ermöglichen, ist im Februar 2025 die Wärme Thalwil AG gegründet worden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist das Unternehmen Ergebnis der Zusammenarbeit der Gemeinde Thalwil mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ). An der gegründeten Gesellschaft sind Thalwil mit 49 Prozent und die EKZ mit 51 Prozent beteiligt. Der Gründung ist ein Bürgerentscheid vom September 2024 vorangegangen, an dem 79,8 Prozent der Stimmberechtigten für das neue Unternehmen gestimmt hatten.

    «Mit der Gründung der Wärme Thalwil AG setzen wir ein klares Zeichen für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Wärmeversorgung auf unserem Gemeindegebiet», wird Andy Fellmann, Gemeindeingenieur von Thalwil, in der Mitteilung zitiert. «Zudem können durch die Zusammenarbeit von Gemeinde und EKZ Synergien genutzt und die bereits bestehende Infrastruktur effizient weiterentwickelt werden.»

    Martin Nicklas, Verwaltungsratspräsident der Wärme Thalwil AG und Leiter Energielösungen und Energiecontracting bei EKZ, nennt als Ziel der Neugründung, 3000 Bürgerinnen und Bürger mit nachhaltiger Wärme zu versorgen. In einem nächsten Schritt soll ein zusätzlicher Wärmeverbund geschaffen werden, ein Entscheid darüber soll 2026 getroffen werden.

  • Was wirklich zählt bei Enthärtungsanlagen

    Was wirklich zählt bei Enthärtungsanlagen

    Kalk im Leitungswasser führt zu zahlreichen Problemen. Er verschlechtert die Energieeffizienz von Geräten, verkürzt die Lebensdauer von Sanitärinstallationen und erhöht den Verbrauch von Seifen und Waschmitteln. In vielen Regionen der Schweiz, insbesondere im Mittelland und im Jurabogen, ist das Wasser stark kalkhaltig, weshalb Hunderttausende Gebäude bereits mit Enthärtungsanlagen ausgestattet sind.

    Wie funktioniert die Wasserenthärtung?
    Bei der Wasserenthärtung werden Kalzium- und Magnesium-Ionen aus dem Wasser entfernt. Nur so lassen sich Kalkrückstände effektiv verhindern und der Verbrauch von Waschsubstanzen reduzieren. Es gibt verschiedene Verfahren, darunter physikalische Methoden, die den Kalk lediglich umwandeln, ohne ihn zu entfernen. Diese Methoden sind oft unwirksam und können die Erwartungen der Verbraucher nicht erfüllen.

    Ionen-Austausch-Verfahren
    Das Ionen-Austausch-Verfahren hat sich in der Gebäudetechnik bewährt. Es entfernt Kalk effizient aus dem Trinkwasser, indem das Wasser durch Behälter mit Ionen-Austauscher-Harz fliesst. Die Kalzium- und Magnesium-Ionen bleiben am Harz hängen und werden durch Natrium-Ionen ersetzt. Dieses Verfahren ist sicher und sparsam im Salzverbrauch, da moderne Anlagen den Salzbedarf minimieren.

    Physikalische Verfahren oft wirkungslos
    Physikalische Entkalkungsmethoden versuchen, den Kalk in eine Form umzuwandeln, die keine Ablagerungen bildet. Diese Verfahren enthärten das Wasser jedoch nicht wirklich. Untersuchungen haben gezeigt, dass solche Methoden oft nicht den gewünschten Effekt erzielen. Seriöse Anbieter können ihre Wirksamkeit mit einem Prüfzertifikat nach W512 des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches nachweisen.

    Auf etablierte Verfahren setzen
    Wer eine Enthärtungsanlage installieren möchte, sollte auf bewährte Verfahren wie den Ionen-Austausch setzen. Diese Technologie ist gut erforscht und bietet nachweisliche Ergebnisse. Physikalische Verfahren hingegen sind oft unwirksam und können die Erwartungen der Verbraucher enttäuschen. Es ist wichtig, die Wasserhärte vor und nach der Installation einer Anlage zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Enthärtung tatsächlich stattfindet.

  • Nationalrat will Unterstützung für Asbest-Opfer ausbauen

    Nationalrat will Unterstützung für Asbest-Opfer ausbauen

    Der Nationalrat hat am Donnerstag mit 130 Ja- zu 64 Nein-Stimmen eine Änderung des Unfallversicherungsgesetzes beschlossen. Damit soll die finanzielle Unterstützung für Asbestopfer durch die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt sichergestellt werden. Der Entscheid erfolgte gegen den Willen einer SVP-Minderheit.

    Lücke bei der Unterstützung schliessen
    Die Änderung zielt darauf ab, die Zukunft der Stiftung Entschädigungsfonds für Asbestopfer zu sichern. Die Suva soll künftig Beiträge leisten können, um die Stiftung finanziell zu unterstützen. Diese Mittel dürfen jedoch nur aus Mehreinnahmen der Versicherung gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten stammen, um die Prämien nicht zu beeinflussen.

    Entschädigung für Asbest-Opfer
    Asbest, einst beliebt für seine praktischen und feuerfesten Eigenschaften, wurde jahrzehntelang verwendet. Seit 1989 ist der Baustoff in der Schweiz verboten, doch die durch Asbest verursachten Erkrankungen werden oft erst Jahrzehnte später sichtbar. Jährlich erkranken rund 120 Personen an Mesotheliomen, einer Krebsform des Brust- und Bauchfells, verursacht durch Asbestfasern.

    Finanzielle Sicherheit für Betroffene
    Die Stiftung EFA soll jene Asbest-Opfer entschädigen, die nicht von der obligatorischen Unfallversicherung gedeckt sind. Diese Personen erhalten zwar Leistungen von der Krankenkasse und Invalidenversicherung, doch diese decken die Kosten oft nicht vollständig ab. Die Stiftung basiert auf freiwilligen Beiträgen der Industrie, die jedoch in den letzten Jahren abgenommen haben.

    Kritik der Gegner
    Eine SVP-Minderheit kritisierte die Vorlage als «nicht verursachergerecht». Sie befürchtet, dass die Änderung zu höheren Versicherungsbeiträgen führen könnte und fordert mehr Beiträge der verantwortlichen Unternehmungen. Die Minderheit unterlag jedoch im Rat, da alle anderen Parteien die Vorlage unterstützten.

    Ausblick
    Der Suva-Rat wird entscheiden, ob und wie viel Geld an die Stiftung EFA überwiesen wird. Bis 2030 benötigt die Stiftung zusätzliche Mittel von 25 bis 50 Millionen Franken. Als Nächstes muss der Ständerat über die Vorlage entscheiden.

  • Hypothekarischer Referenzzinssatz sinkt auf 1,5 Prozent

    Hypothekarischer Referenzzinssatz sinkt auf 1,5 Prozent

    Der hypothekarische Referenzzinssatz wurde auf 1,5 Prozent festgelegt, was einer Senkung um 0,25 Prozentpunkte gegenüber dem letzten publizierten Satz entspricht. Diese Änderung basiert auf dem volumengewichteten Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen, der zum Stichtag 31. Dezember 2024 von 1,63 Prozent auf 1,53 Prozent gesunken ist. Der neue Referenzzinssatz gilt ab dem 4. März 2025 und bleibt bestehen, bis der Durchschnittszinssatz unter 1,38 Prozent fällt oder über 1,62 Prozent steigt.

    Auswirkungen auf Mietverhältnisse
    Die Senkung des Referenzzinssatzes um 0,25 Prozentpunkte kann für Mietende einen Senkungsanspruch von bis zu 2,91 Prozent bedeuten, sofern der bisherige Mietzins auf einem Referenzzinssatz von 1,75 Prozent basiert. Bei einem höheren Referenzzinssatz als 1,75 Prozent fällt die Mietzinsreduktion entsprechend grösser aus.

    Falls der bisherige Mietzins bereits auf einem Referenzzinssatz von 1,5 Prozent basiert, besteht kein Anpassungsanspruch. Bei einem Referenzzinssatz von 1,25 Prozent reduziert sich der Erhöhungsanspruch der Vermietenden auf grundsätzlich 3 Prozent.

    Ausnahmen und zusätzliche Faktoren
    Mietverträge mit indexierten oder gestaffelten Mietzinsen sowie Umsatzmieten bei Geschäftsräumen sind von diesen Regelungen ausgenommen. Auch bei geförderten Wohnungen können spezielle Regelungen gelten.

    Neben dem Referenzzinssatz können weitere Faktoren wie die Veränderung des Landesindexes der Konsumentenpreise (Teuerung) und Änderungen der Unterhalts- und Betriebskosten die Mietzinsgestaltung beeinflussen. Diese Faktoren müssen gegebenenfalls in die Berechnung einbezogen werden.

    Vierteljährliche Anpassung
    Der hypothekarische Referenzzinssatz wird vierteljährlich durch das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) bekannt gegeben und auf der Website www.referenzzinssatz.admin.ch veröffentlicht. Die nächste Bekanntgabe ist für den 2. Juni 2025 vorgesehen.

    Dieser Artikel bietet einen umfassenden und zukunftsorientierten Überblick über die Auswirkungen der Senkung des hypothekarischen Referenzzinssatzes auf Mietverhältnisse in der Schweiz.

  • Immer mehr Haushalte speichern Strom

    Immer mehr Haushalte speichern Strom

    Die Nachfrage nach Stromspeichern in Deutschland und der Schweiz wächst rapide. Immer mehr Haushalte mit Photovoltaikanlagen entscheiden sich für Batteriespeicher, um überschüssige Energie zu speichern. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft wurden 2024 rund 580’000 neue Heimspeicher installiert, was die Gesamtzahl auf etwa 1,8 Millionen erhöht.

    Ein Hauptgrund für diese Entwicklung ist die Möglichkeit, selbst erzeugten Solarstrom effizienter zu nutzen. Ohne Speicher wird nur etwa 20 % des erzeugten Stroms direkt verbraucht. Mit einem Batteriespeicher steigt der Eigenverbrauch auf bis zu 80 %, was die Stromkosten langfristig senkt.

    Wirtschaftliche und technische Aspekte
    Die Kosten für Batteriespeicher sind in den letzten zehn Jahren um 75 % gesunken. Eine typische Anlage mit 10 kWh Kapazität kostet zwischen 7’000 und 12’000 Euro. Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Grösse der Solaranlage, der Eigenverbrauchsquote und den Strompreisen ab. Förderprogramme können die Investition zusätzlich attraktiver machen.

    Ein Speicher amortisiert sich in der Regel nach 10 bis 15 Jahren. Moderne Lithium-Ionen-Akkus halten etwa 15 bis 20 Jahre, was die Investition langfristig rechtfertigt.

    Vorteile für Elektromobilität und Energiesystem
    Batteriespeicher unterstützen auch die Elektromobilität. E-Auto-Besitzer können ihre Fahrzeuge mit eigenem Solarstrom laden, was besonders nachts von Vorteil ist. Diese Flexibilität trägt zur Stabilisierung des Stromnetzes bei und fördert die Integration erneuerbarer Energien.

    Grosse Energieversorger erkennen das Potenzial von Heimspeichern zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und Stabilisierung der Energiepreise. Langfristig könnten sie auch netzdienlich eingesetzt werden, um Netzkosten zu senken.

    Kontinuierlicher Anstieg der Stromspeicher
    In der Schweiz steigt die Zahl der Haushalte mit Stromspeichern kontinuierlich. Ende 2023 lag die installierte Speicherkapazität bei 607’000 kWh, was ausreicht, um 65’000 Haushalte einen Tag lang mit Strom zu versorgen. Der Wunsch nach erhöhter Autarkie treibt diese Entwicklung an.

    Eine Investition in die Zukunft
    Batteriespeicher bieten zahlreiche Vorteile für Haushalte und das gesamte Energiesystem. Sie erhöhen den Eigenverbrauch von Solarstrom, senken die Stromkosten und unterstützen die Elektromobilität. Mit sinkenden Preisen und zunehmender Förderung wird die Investition in einen Batteriespeicher immer attraktiver.

  • Fusion mit starken Zahlen Ina Invest und Cham Group

    Fusion mit starken Zahlen Ina Invest und Cham Group

    Die Cham Group hat im letzten Geschäftsjahr eine bemerkenswerte Wertsteigerung ihres Immobilienportfolios um 184,7 Millionen Franken auf insgesamt 703,2 Millionen Franken verzeichnet. Diese positive Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Fortschritte in der planerischen und baulichen Entwicklung des Quartiers, eine hohe Nachfrage nach den entstehenden Flächen und ein vorteilhaftes Zinsumfeld. Diese Faktoren haben das Ertragspotenzial der Cham Group markant gesteigert.

    Der Reingewinn der Cham Group belief sich auf 168,2 Millionen Franken, verglichen mit 15,6 Millionen Franken im Vorjahr. Zudem konnte der Mietertrag um 9,8 Prozent auf 8,1 Millionen Franken gesteigert werden. Das Betriebsergebnis vor Neubewertung lag bei 6,7 Millionen Franken. Mit einer Eigenkapitalquote von 73,5 Prozent und einer unveränderten Dividende von 12 Franken je Aktie zeigt die Cham Group eine solide finanzielle Basis.

    Operative Stärke trotz Sonderfaktoren
    Ina Invest hat im vergangenen Geschäftsjahr operativ schwarze Zahlen geschrieben, musste jedoch einen Reinverlust von 17,4 Millionen Franken hinnehmen. Dieser Verlust ist hauptsächlich auf eine Zahlung von 34,7 Millionen Franken an Implenia zurückzuführen, die im Zuge der geplanten Fusion mit der Cham Group erfolgte. Ohne diesen Einmaleffekt und unter Berücksichtigung von Marktwertveränderungen lag der EBIT bei 20,4 Millionen Franken.

    Das Immobilienportfolio von Ina Invest wird per Ende 2024 auf 862 Millionen Franken geschätzt, mit Neubewertungen von 15,4 Millionen Franken. Der Mietertrag blieb mit 15,4 Millionen Franken konstant. Trotz der Herausforderungen plant Ina Invest, eine Dividende von 20 Rappen je Aktie auszuschütten.

    Fusion zur Cham Swiss Properties AG
    Die geplante Fusion von Ina Invest und Cham Group wird eine neue Immobiliengesellschaft mit einem kombinierten Portfolio von rund 1,6 Milliarden Franken schaffen. Das fusionierte Unternehmen wird einen Wohnanteil von etwa 60 Prozent haben und eine Eigenkapitalquote von rund 57 Prozent aufweisen. Diese Zusammenlegung verspricht, die Stärken beider Unternehmen zu vereinen und ein diversifiziertes, nachhaltiges Immobilienportfolio zu bieten.

    Die Aktionäre beider Unternehmen werden an den Generalversammlungen am 31. März über die Fusion abstimmen. Die Zustimmung der Aktionäre wird entscheidend sein, um die strategischen Ziele der neuen Cham Swiss Properties AG zu verwirklichen.

    Eine starke Zukunft
    Die Fusion von Ina Invest und Cham Group bietet die Chance, eine führende Immobiliengesellschaft in der Schweiz zu schaffen. Mit einem hochwertigen und nachhaltigen Portfolio sowie einer soliden finanziellen Basis sind die beiden Unternehmen gut aufgestellt, um gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Die Synergien aus dieser Zusammenlegung könnten zu weiteren Wertsteigerungen und einer verbesserten Marktposition führen.

    Die Immobilienbranche wird die Entwicklungen rund um die Cham Swiss Properties AG genau beobachten, da die Fusion ein Zeichen für den Trend zur Konsolidierung und strategischen Neuausrichtung in einem wettbewerbsintensiven Markt setzt.

    Dieser umfangreichere Artikel bietet einen detaillierten und zukunftsorientierten Überblick über die bevorstehende Fusion von Ina Invest und Cham Group sowie deren finanzielle Leistungen und strategische Ausrichtung.

  • KI, Cybersicherheit und Open Source

    KI, Cybersicherheit und Open Source

    Die aktualisierte Strategie «Digitale Schweiz»   des Bundesrates setzt klare Ziele für die digitale Transformation des Landes. Sie ist verbindlich für die Bundesverwaltung und dient Kantonen, Gemeinden, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft als Orientierung. Ziel ist es, dass die gesamte Bevölkerung von einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Digitalisierung profitiert.

    Fokusthemen der Strategie
    Der Bundesrat will die Regulierung von KI-Systemen vorantreiben und deren Einsatz in der Bundesverwaltung fördern. Dabei sollen Grundrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geschützt sowie Innovation und Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden.

    Die Stärkung der Cybersicherheit ist ein zentrales Anliegen. Massnahmen zur Sensibilisierung und Umsetzung von Schutzmassnahmen sollen die Handlungsfähigkeit in Krisensituationen sicherstellen. Neue Strukturen sollen auch Kantone und Gemeinden unterstützen.

    Die Förderung von Open-Source-Software in der Bundesverwaltung soll Transparenz, Innovation und Unabhängigkeit gewährleisten. Die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Open-Source-Communities wird intensiviert, um den Wissensaustausch zu fördern.

    Vision und Ziele
    Die Strategie zielt darauf ab, digitale Angebote zum Nutzen aller Menschen in der Schweiz zu priorisieren. Sie soll die Chancen der digitalen Transformation gezielt nutzen, sodass langfristig alle davon profitieren. Die Schweiz strebt an, eines der digital wettbewerbsfähigsten und innovativsten Länder Europas zu sein.

    Umsetzung und Dialog
    Der Bundesrat plant Beiratssitzungen mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Behörden und Zivilgesellschaft, um den Dialog und die Weiterentwicklung der Strategie zu fördern. Diese Zusammenarbeit soll sicherstellen, dass die digitale Transformation im gemeinsamen Interesse gestaltet wird.

    Internationale Relevanz
    Die in der Schweizer Digitalstrategie genannten Fokusthemen sind auch international relevant. Länder wie Deutschland müssen sich ebenfalls mit KI, Cybersicherheit und Open Source auseinandersetzen, um langfristig handlungsfähig zu bleiben.

  • Zukunft der Wasserstoffwirtschaft Schweiz

    Zukunft der Wasserstoffwirtschaft Schweiz

    Die Wasserstoffwirtschaft steht vor einem entscheidenden Wendepunkt. Um den Markthochlauf effizient zu gestalten, bedarf es einer starken Vernetzung zwischen Produzenten, Abnehmern und Transportdienstleistern. Hier setzt MatcH2 an, eine innovative digitale Plattform, die von Axpo initiiert und gefördert wird. Diese Plattform soll die verschiedenen Akteure im Wasserstoffmarkt zusammenbringen und somit einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten.

    Axpo als treibende Kraft
    Axpo hat sich zum Ziel gesetzt, die Wasserstoffwirtschaft in der Schweiz und Europa aktiv voranzutreiben. Mit dem Sponsoring von MatcH2 schafft Axpo ein Netzwerk, das Abnehmer, Produzentinnen und Transportdienstleister verbindet. Michael Limacher betont: «Wir zeigen das verfügbare Angebot an grünen Molekülen auf und stärken somit das Vertrauen potenzieller Abnehmer in eine verlässliche Versorgung.»

    Innovation durch Zusammenarbeit
    Die Idee entstand aus der Zusammenarbeit zwischen Axpo und dem Startup Hub Bluelion. Simon Weiher, hebt die Bedeutung von Open Innovation hervor: «Die Partnerschaft mit Bluelion hilft uns, die richtigen Startups für ausgewählte Herausforderungen zu finden. Es freut mich, dass dieser Ansatz auch bei diesem Vorhaben erfolgreich war.»

    Planungssicherheit für alle Beteiligten
    Damit der Markthochlauf gelingt, sind sowohl Produzentinnen als auch Abnehmer auf Planungssicherheit angewiesen. Die Plattform informiert Verbraucher über die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff in der Schweiz und bietet Produzenten eine Übersicht über den selbstdeklarierten Wasserstoffbedarf der Abnehmer. Dies schafft Planungssicherheit für Produktionsprojekte und ermöglicht eine koordinierte Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft.

    Vernetzung und gemeinsamer Markt
    Die Plattform fördert den Austausch im Wasserstoffmarkt und schliesst auch Dienstleister ein, die den Transport zwischen Produzenten und Verbrauchern sicherstellen. Luka Cuderman, betont: «MatcH2 ist keine Handels-, sondern eine Vernetzungsplattform.» Guy Bühler ergänzt: «Durch das Engagement verschiedener H2-Player unterstützt die Plattform aktiv die Entwicklung des Wasserstoffmarkts in der Schweiz.»

    Ein Schritt in Richtung Energiewende
    Mit MatcH2 schafft das Unternehmen eine solide Grundlage für Fortschritte rund um die Dekarbonisierung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Die Plattform zeigt eindrucksvoll, wie durch innovative Vernetzung und Zusammenarbeit die Zukunft der Wasserstoffwirtschaft gestaltet werden kann.

  • Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neustark und das Gemeinschaftsunternehmen RECULAR der Oettinger-Gruppe und von peterbeton spannen für die dauerhafte Speicherung von CO2 in Recyclingbeton zusammen. RECULAR mit Sitz in Baden-Baden hat die Technologie von Neustark zur Bindung von CO2 in Granulat aus Abbruchbeton in den vergangenen Monaten in einer Pilotanlage in der Region Karlsruhe getestet, informiert Neustark in einer Mitteilung. Am 26. Februar haben die Partner die Technologie und die ersten Ergebnisse aus der Pilotanlage auf einer Veranstaltung präsentiert.

    Das Pilotprojekt bildet die Basis für eine weitere Zusammenarbeit von Neustark, Oettinger-Gruppe und peterbeton. «Wir können durchschnittlich 10 Kilogramm CO2 pro Tonne Abbruchmaterial speichern und machen es damit zu einer CO2-Senke», wird Thomas Karcher, Geschäftsführer von peterbeton, in der Mitteilung zitiert. Sein Unternehmen ist im Projekt für die Verarbeitung und Verbreitung des CO2-angereicherten Recyclingbetons zuständig. Die Oettinger-Gruppe übernimmt Beschaffung und Aufbereitung des Abbruchbetons.

    «Wir schätzen es sehr, mit unseren Partnern Oettinger und peterbeton zusammenzuarbeiten, um die erste CO2-Speicheranlage dieser Art in Karlsruhe und die dritte in Deutschland zu eröffnen», erklärt Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von Neustark. «Dieses Projekt zeigt auf, wie innovative Technologien und lokale Zusammenarbeit die Zukunft gestalten können.» Derzeit sind in Europa 29 Anlagen mit der Technologie von Neustark in Betrieb. Darüber hinaus ist Neustark an der Planung oder dem Bau weiterer 30 Anlagen beteiligt.

  • Goldfarbene Fassadenmodule in Schlieren setzen neue Solarstandards

    Goldfarbene Fassadenmodule in Schlieren setzen neue Solarstandards

    Die Megasol Energie AG mit Sitz in Deitingen hat ein neues farbiges Solarmodul auf den Markt gebracht. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, erbringen die Module mit ihrer neuen Farbgestaltung etwa 94 Prozent des Wirkungsgrades herkömmlicher schwarzer Photovoltaikmodule.

    Die Paneele unter dem Namen SOLARCOLOR Morpho sind für die Montage als Fassadenelemente hergestellt. So sind sie unter anderem an zwei Neubauten im Gebiet Lacheren in Schlieren montiert. Je nach Lichteinfall erzeugen die goldfarbenen Module ein lebendiges Farbenspiel, heisst es in der Mitteilung.

    Die beiden Gebäude in Lacheren umfassen 36 Wohnungen. Das Dach ist ebenfalls mit Photovoltaikmodulen gedeckt und erzeugen Spitzenwerte von 68 Kilowatt bei einem Jahresertrag von 59‘900 Kilowattstunden. Die Fassadenelemente erbringen Peaks von 17 Kilowatt und einen jährlichen Ertrag von etwa 16‘200 Kilowattstunden.

    Die Megasol Energie AG zählt zu den fünf nominierten Finalisten des vom Swiss Venture Club (SVC) gestifteten Prix SVC Espace Mittelland 2025, der am 12. März 2025 in Bern vergeben wird.

  • Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Seit dem 26. Februar werden die ersten 80 Liegenschaften im Zürcher Quartier Riesbach mit Wärme aus dem Energieverbund Tiefenbrunnen geheizt, informiert Energie 360° in einer Mitteilung. Bei der für 2032 angepeilten Fertigstellung des Energieverbunds soll die Zahl der mit Wärme aus dem Wasser des Zürichsees geheizten Liegenschaften auf etwa 400 angestiegen sein. In das Projekt hat Energie 360° rund 60 Millionen Franken investiert.

    «Wir haben mit der Inbetriebnahme der Hauptzentrale einen wichtigen Meilenstein erreicht und sind stolz auf den Beitrag zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung im Gebiet Tiefenbrunnen», wird Gesamtprojektleiter Andreas Abdon von Energie 360° in der Mitteilung zitiert. Für Dženan Draganović von Liegenschaften Stadt Zürich wiederum sind Energieverbünde wie der nun in Betrieb genommene entscheidend für das eigene Netto-Null-Ziel: «Wir haben uns vorgenommen, bis 2035 alle Liegenschaften ohne fossile Brennstoffe zu beheizen.»

    Im Endausbau kann der Energieverbund Tiefenbrunnen rund 5300 Einwohnende von Tiefenbrunnen mit erneuerbarer Wärme aus dem Zürichsee versorgen. Durch den Ersatz fossiler Heizungen können dabei 6500 Tonnen CO2 jährlich vermieden werden, schreibt Energie 360°.

  • Denkmalgeschütztes Gebäude feiert am 8. März die Eröffnung  

    Denkmalgeschütztes Gebäude feiert am 8. März die Eröffnung  

    Die Stadt Dietikon lädt zur Einweihung des Hauses der Bevölkerung am Samstag, 8. März, ein. Das Haus der Bevölkerung ist in der geschichtsträchtigen Zehntenscheune eingerichtet worden. Das denkmalgeschützte Gebäude mit Ursprüngen um 1600 erstrahle nach einer umfassenden Sanierung in neuem Glanz und werde künftig als vielseitiger Veranstaltungsort zur Verfügung stehen, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Dietikon. Mit einem neuen digitalen Buchungssystem ist die Reservation für Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und private Anlässe ab dem 1. Juni möglich.

    Am Tag der offenen Tür können Besucherinnen und Besucher ab 11 Uhr die neuen Räumlichkeiten besichtigen und sich von den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes überzeugen, heisst es in der Mitteilung. Sibylle Baumann werde in Mundart verschiedene Geschichten vortragen. Um 15 Uhr spricht sie zu «Der goldene Vogel – witzige Tiergeschichten» und um 16 Uhr bringt sie: «Vom Fressen und Gefressenwerden – Abenteuerliche Geschichten».

    Die Zehntenscheune ist eines der ältesten Gebäude Dietikons. Mit einer Kapazität von rund 120 Sitzplätzen, einer neuen Tribüne und einer modernen Ausstattung ist der grosse Saal für Veranstaltungen geeignet. Ein Personenaufzug ermöglicht zudem für Barrierefreiheit.

    Das Foyer im Erdgeschoss wurde neu gestaltet. Erhalten blieb die massive Bohlenwand, ein Relikt aus der ursprünglichen Nutzung als Stall oder Lagerraum. Eine lange Bar soll das Foyer zu einem attraktiven Treffpunkt machen. Weiter wurde ein alter Torbogen freigelegt, der in den Gartenbereich des Hauses führt.

  • Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Die FRZ Flughafenregion Zürich verstärkt ihr Engagement für Nachhaltigkeit. Sie habe am 6. Februar einen Nachhaltigkeits-Fachbeirat gegründet, informiert das Wirtschaftsnetzwerk in einer entsprechenden Mitteilung. «Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen und die Gesellschaft», heisst es dort zu den Hintergründen der Entscheidung.

    Der neue Fachbeirat soll als «führendes Kompetenzzentrum» für nachhaltige Innovationen in der Region fungieren. Konkret hat er das Ziel, Unternehmen, Städten und Gemeinden bei der Einführung nachhaltiger Geschäftsmodelle zur Seite zu stehen. Dazu sollen Best Practices gefördert und Agierende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik miteinander in Verbindung gebracht werden.

    Zu den Aufgaben des neuen Fachbeirats wird auch die Vergabe des FRZ Excellence Awards gehören. Mit ihm werden jährlich herausragende Leistungen in Ökologie, sozialer Verantwortung und Innovation von Mitgliedsunternehmen der FRZ Flughafenregion Zürich gewürdigt.

    Dem Nachhaltigkeits-Fachbeirat gehören unter anderem Mario Angst von der Universität Zürich, Willi Gärtner von Planzer, Thomas Meier vom Swiss Safety Center und die ehemalige Geschäftsführerin der Greater Zurich Area, Sonja Wollkopf, an. Insgesamt sind im Fachbeirat vier Frauen und neun Männer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vertreten. Die vollständige Liste der Mitglieder inklusive Verlinkung auf ihre LinkedIn-Profile hält die FRZ Flughafenregion Zürich in der Mitteilung bereit.

  • Quartier Westspitz in Dietikon geht in die Planungsphase

    Quartier Westspitz in Dietikon geht in die Planungsphase

    Der Basler Versicherer Baloise hat laut einer Mitteilung der Stadt Dietikon den Studienauftrag zur städtebaulichen Entwicklung des Dreispitz-Areals in Dietikon abgeschlossen. Dort soll das Quartier Westspitz entstehen. Der Gestaltungsplanprozess beginnt ab Sommer 2025 und läuft bis Ende 2027. Die weitere Zeitplanung sieht für 2028/2029 Baubewilligungsverfahren und Projektierung vor. Die Bauphase soll von 2030 bis 2032 andauern, bevor für 2032/2033 Fertigstellung und Bezug anstehen.

    Für die Realisierung wurde laut der Mitteilung die ARGE (Arbeitsgemeinschaft) Penzel Valier in Zürich und ROBERTNEUN mit Sitz in Berlin von einer unabhängigen Jury einstimmig als Siegerprojekt zur Weiterbearbeitung empfohlen. Die Jury war von Baloise als Eigentümerin und Baurechtsnehmerin des Areals berufen worden. Das Westspitz Dietikon genannte Projekt entspreche den städtebaulichen Vorgaben der Stadt Dietikon, unterstütze deren Entwicklungsstrategie und setze neue Impulse für ein urbanes, nachhaltiges Quartier, heisst es weiter.

    Westspitz Dietikon liegt an der Schnittstelle von Badenerstrasse und Überlandstrasse. In den kommenden Jahren soll Westspitz zu einem lebendigen, durchmischten und gut vernetzten Ort heranwachsen. Das Quartier besteht zu 80 bis 90 Prozent aus Wohnflächen. Geplant sind kompakte Wohneinheiten für kleinere Haushalte und grössere Wohnungen für Familien sowie gemeinschaftlich genutzte Flächen und lärmgeschützte Aussenräume. Die Erdgeschosszonen entlang der Badenerstrasse sollen durch kleinteilige Gewerbeflächen belebt werden, die den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der umliegenden Quartiere entsprechen, heisst es weiter.

  • Nachhaltige Energieversorgung für Frick

    Nachhaltige Energieversorgung für Frick

    Der in Basel ansässige Energieversorger IWB hat die Inbetriebnahme des Wärmeverbunds Frick bekannt gegeben. Nebst der neuen Heizzentrale mit zwei Holzkesseln und zwei Wärmespeichern ist ein Wärmenetz in Länge von 2,1 Kilometern in Betrieb genommen worden, heisst es in einer Mitteilung. Ab dem 4. März soll der Ausbau der letzten Abschnitte in der ersten Baustufe in Angriff genommen werden.

    Damit werden in einigen Quartieren von Frick Privathaushalte und Betriebe mit erneuerbarer Fernwärme versorgt. Die Befeuerung der Holzkessel wird mit regionalen Holzhackschnitzeln vorgenommen, die aus dem Forstbetrieb Thiersteinberg stammen.

    Aufgrund der grossen Nachfrage prüft die IWB bereits die Erweiterung des Versorgungsgebiets in den Ortsteilen Ob em Dorf und Chilmet. Sowohl die jetzigen als auch die künftigen Bauten sind mit einer Reihe von Verkehrseinschränkungen verbunden, welche von Gemeinde und Kanton je nach Bedarf angepasst werden. Die IWB lädt für den 5. April 2025 zu einem Tag der offenen Tür auf dem Areal der Heizzentrale ein.

  • Forschung an Erhalt von Brücken mittels Künstlicher Intelligenz

    Forschung an Erhalt von Brücken mittels Künstlicher Intelligenz

    Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) forschen an Möglichkeiten, wie mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) Wartung, Reparatur oder auch die Konstruktion von Eisenbahnbrücken optimiert werden können. In Zusammenarbeit mit der SBB erstellen die Forschenden des Instituts für Baustatik und Konstruktion KI-Modelle von Stahlbetonbrücken, heisst es in einer Mitteilung. Mithilfe grosser Datensätze sollen die Programme im maschinellen Lernen Aussagen über die Haltbarkeit und Lebensdauer der Brücken bieten und einschätzen, welches Bauwerk statisch in kritischem Zustand wäre.

    «Auch in der Schweiz nähert sich ein beträchtlicher Anteil der Infrastrukturbauten dem Ende der geplanten Nutzungsdauer und muss überprüft und gegebenenfalls verstärkt werden», wird Sophia Kuhn, Doktorandin und Mitglied der Forschungsgruppe, in der Mitteilung zitiert. «Wir entwickeln ein Werkzeug, das dazu beiträgt, Brücken möglichst lange in Betrieb zu halten und damit Ressourcen zu schonen, ohne dabei unverhältnismässige Risiken von Unfällen einzugehen.»

    Die Modelle geben nicht nur Auskunft zur strukturellen Sicherheit, sondern liefern auch genauere Angaben als herkömmliche Datenerfassung zur Stabilitätsanalyse. Dies soll den Ingenieuren sowohl Zeit als auch Ressourcen in der Wartung der Brücken einsparen.

    In einem weiteren Schritt sollen die vom Forschungsteam entwickelten KI-Assistenten auch bei den Entwürfen neuer Brücken helfen.

  • Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Der in Aadorf ansässige Sonnenschutzhersteller Griesser ist an der Rekonstruktion und am Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Klosters San Agustín im südwestspanischen Badajoz beteiligt. Dieses wird zu einer Kunstgewerbeschule umgestaltet. Wie es in einer Mitteilung heisst, bietet das geradlinig geschnittene Gebäude gute Voraussetzungen für eine Bildungseinrichtung. Bereits in seiner Vergangenheit wurde das frühere Kloster als Kaserne, Gerichtsgebäude oder Schule genutzt.

    In den jetzigen Umbau sollen auch die Kreuzgänge in den Schulbetrieb eingegliedert werden. Deren Arkaden werden grossflächig verglast und benötigen Sonnenschutz. Griesser liefert hierzu sein System Solomatic 80. Die massgeschneiderten Lamellenstores bieten einerseits eine gute Beschattung und ermöglichen andererseits eine gute Versorgung mit natürlichem Licht. Sowohl das klassische Design der Lamellen als auch ihre Farbgestaltung in RAL 7022, ein nahezu anthrazitfarbener Grauton, passen in das historische Bild des Gebäudes.

    Zudem wird der Einfall von Tageslicht automatisiert gesteuert. Durch die somit entstehende «harmonische Atmosphäre» soll «die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden der Studierenden» gesteigert werden.

  • Tiefbauarbeiten für Stromnetz am Bahnhof Stadelhofen gestartet

    Tiefbauarbeiten für Stromnetz am Bahnhof Stadelhofen gestartet

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger startet laut einer Mitteilung mit Tiefbauarbeiten an den Kabelanlagen des Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) direkt am Bahnhof Zürich-Stadelhofen. Walo hat einen von 2024 bis 2028 gehenden Jahresauftrag von ewz erhalten. Damit wirke Walo als eines von vier Unternehmen an wichtigen Infrastrukturprojekten mit, heisst es weiter. Noch im Februar starte Walo Bertschinger mit Tiefbauarbeiten an den Kabelanlagen von ewz direkt am Bahnhof Stadelhofen, heisst es weiter.

    ewz ist verantwortlich für den sicheren und effizienten Betrieb des Verteilnetzes in der Stadt Zürich und in Teilen des Kantons Graubünden, heisst von ewz. Eine moderne und intelligente Mess- und Netzinfrastruktur gewährleiste die Versorgungssicherheit in der Stadt Zürich. Langfristig unterstütze diese Infrastruktur das Zürcher Netto-Null-Ziel 2040 und die Erhaltung der Lebensqualität in der Stadt. Zugleich sei sie Voraussetzung für die weitere Vernetzung und Digitalisierung.

  • Unternehmen in Kuwait wechselt den Besitzer

    Unternehmen in Kuwait wechselt den Besitzer

    Dormakaba stösst dormakaba Kuwait for Ready Made Windows LLC ab. Wie die Firma, die sich als eines der drei weltweit führenden Unternehmen auf dem Markt für Zutrittslösungen bezeichnet, mitteilt, wurde die Transaktion am 19. Februar 2025 abgeschlossen.

    Käufer ist das lokale Management. Über die finanziellen Konditionen haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, bleibt das kuwaitische Unternehmen auf dem Markt und wird in dem Land als Dienstleistungspartner agieren. Unter dem neuen Eigentümer wird es als Dormatic Kuwait firmieren.

    Die Transaktion steht den Angaben zufolge im Einklang mit der strategischen Ausrichtung von dormakaba auf Kernmärkte und Reduktion der Komplexität. So hatte das Unternehmen etwa Anfang Januar 2025 darüber informiert, dass es mit der südafrikanischen Gesellschaft dormakaba South Africa (Pty) Ltd. sein Subsahara-Afrika-Geschäft ebenfalls an das lokale Management übergeben hat. Auch sie wird in der Region als exklusiver dormakaba-Partner dienen. Aus weiteren Mitteilungen der jüngeren Vergangenheit geht hervor, dass gleichzeitig die Standorte in Kanada und Indien gestärkt wurden.

    Dormakaba hat am 4. Februar 2025 eine «signifikante Steigerung» des ausgewiesenen Betriebsergebnisses gegenüber dem Vorjahr angekündigt. Das Halbjahresergebnis wird am 25. Februar 2025 veröffentlicht.

  • Dynamische Solarfassade optimiert Alpen-Chalet

    Dynamische Solarfassade optimiert Alpen-Chalet

    Zurich Soft Robotics (ZSR) hat ein Alpen-Chalet mit seiner dynamischen, intelligenten Solarfassade Solskin ausgerüstet. Dieser Auftrag in der St.Galler Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann ist die erste Anwendung für einen privaten Kunden. Laut einer Mitteilung der 2022 gegründeten Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) mit Sitz im Technopark Zürich sollte das dynamische Solarsystem an dem ehemaligen Skilifthäuschen die Energieausbeute und Ästhetik verbessern, den alpinen Charme der bestehenden Architektur erhalten und das natürliche Tageslicht optimieren.

    Solskin besteht aus zahlreichen kleinen und dünnen Photovoltaikpaneelen, die auf Aktoren montiert sind. Diese wiederum sitzen auf einem Metallträgernetz und werden einzeln durch Druckluft bewegt. Dadurch können die Paneele der Sonne folgen und den Ertrag an Solarstrom gemäss den Angaben gegenüber statischen Paneelen um bis zu 40 Prozent steigern.

    Gleichzeitig funktionieren diese Paneele auch als dynamisches Beschattungssystem. Die Software stellt die adaptive Solarfassade mithilfe von Künstlicher Intelligenz und selbstlernenden Algorithmen automatisch so ein, dass der Solarertrag, die Wärmereduzierung und das Tageslicht maximiert werden. «Neben anderen Vorteilen kann es je nach Projektdetails, Ausrichtung, Solskin-Oberfläche usw. den Bedarf an Kühlung und Heizung des dahinter liegenden Raums um bis zu 80 Prozent senken und so helfen, Betriebskosten zu sparen», wird Vesna Kosorić, Head of Sales and Architecture bei ZSR, in einem Bericht der ETH zitiert.

    «Zuerst war es ein Traum, dann ein Wagnis», zitiert ZSR in seiner Mitteilung Thomas Greber, den Besitzer des Chalets. «Gemeinsam haben wir mit dieser Fassade mehr erreicht als wir uns vorstellen konnten: eine sehr befriedigende Bauzeit und ein in allen Bereichen überzeugendes Ergebnis. Damit sind wir glücklich.»

  • Immobiliengesellschaft steigert Gewinn und senkt Leerstand

    Immobiliengesellschaft steigert Gewinn und senkt Leerstand

    Die Zug Estates Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024 einen Konzerngewinn ohne Neubewertungen und Sondereffekte in Höhe von 36,9 Millionen Franken realisiert, informiert die auf den Wirtschafts- und Lebensraum Zug konzentrierte Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum von 9,0 Prozent. Die Anteilseignerschaft soll mit einer um 6,8 Prozent erhöhten ordentlichen Dividende am Gewinn beteiligt werden.

    Als Wachstumstreiber wird in der Mitteilung der Liegenschaftsertrag der Gruppe genannt. Er legte im Jahresvergleich um 5,5 Prozent auf 69,3 Millionen Franken zu. Das Segment Hotel & Gastronomie trug 15,5 Millionen Franken zum Gesamtertrag bei. Der Betriebsertrag insgesamt legte um 4,7 Prozent auf 88,8 Millionen Franken zu.

    Das Konzernergebnis inklusive Neubewertungen und Sondereffekten fiel 2024 mit 58,7 Millionen Franken um 142,7 Prozent höher als im Vorjahr aus. Hier ist die Steigerung vor allem auf einen Neubewertungserfolg in Höhe von 24,8 Millionen Franken zurückzuführen. Zudem hat Zug Estates im Berichtsjahr insgesamt 8,1 Millionen Franken in Neubauprojekte und Sanierungen investiert. Der Marktwert des gesamten Portfolios der Gruppe lag zum Ende 2024 mit 1,86 Milliarden Franken um 1,7 Prozent über dem Vorjahreswert.

    Darüber hinaus weist Zug Etates per Ende Geschäftsjahr ein praktisch voll vermietetes Immobilienportfolio auf: Die Leerstandquote wurde im Vergleich zum von Umbauten geprägten Vorjahr von 3,9 auf 0,7 Prozent gesenkt. Im Berichtjahr hat die Gruppe Gewerbemietverträge im Umfang von mehr als 5,4 Millionen Franken jährlich verlängern oder neu abschliessen können.

  • Luzern setzt auf Energie aus dem See

    Luzern setzt auf Energie aus dem See

    Die Stadt Luzern und der örtliche Versorger energie wasser luzern (ewl) wollen gemeinsam Möglichkeiten schaffen, mit Energie aus dem Vierwaldstättersee einen Teil des Wärmebedarfs der Stadt zu decken. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen mit der Umstellung auf See-Energie die Treibhausgasemissionen aus Gas, Öl, Benzin, Diesel und Kerosin bis 2040 auf Null gesenkt werden.

    Um das Ziel zu erreichen, sind von den Partnern mögliche Standorte für grösstenteils unterirdische Energiezentralen in Betracht gezogen worden. Aus einer Auswahl von 100 möglichen Standorten haben sich im vorläufigen Verfahren fünf herauskristallisiert: Drei Standorte liegen am linken Seeufer, je einer am rechten Seeufer und im Versorgungsgebiet Würzenbach.

    Die Standorte haben sich nach einer umfangreichen Analyse als die geeignetsten gezeigt. Berücksichtigt wurden neben der Energieausbeute auch Eigentumsverhältnisse sowie Kriterien wie Naturschutz und gesellschaftliche Belastungen. Städtebauliche und Machbarkeitsstudien sollen bis Mitte 2025 vorliegen. Bei zu starken Interessenkonflikten werden Ausweichstandorte avisiert.

    «Es war deshalb zentral, städtische und kantonale Fachstellen sowie verschiedene Naturschutz- und Planerverbände bei der Suche nach geeigneten Standorten einzubeziehen», wird Martin Arnold, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Realisierung von ewl, in der Mitteilung zitiert. «So konnten wir die verschiedenen Interessen abholen und aufeinander abstimmen.»

  • Kanton Aargau genehmigt Projekt Vinea in Spreitenbach

    Kanton Aargau genehmigt Projekt Vinea in Spreitenbach

    Die Gemeinde Spreitenbach kann den Gestaltungsplan Vinea für den Bau von Wohnungen am Ortseingang realisieren. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau hat laut Medienmitteilung den Gestaltungsplan genehmigt. Er bildet die planerische Grundlage, um auf dem bisher gewerblich genutzten Areal südlich der Verzweigung Landstrasse und Wigartestrasse eine Überbauung mit rund 37 Wohnungen zu realisieren.

    Die geplante Überbauung umfasst laut Mitteilung der Gemeinde drei Gebäude. Entstehen soll ein viergeschossiges Gebäude entlang der Landstrasse, ein dreigeschossiges Gebäude an der Wigartestrasse und ein zweigeschossiges Gebäude mit direkter Ausrichtung zum Dorfbach.

    Zwischen den Gebäuden soll ein verkehrsfreier Innenhof entstehen, der den Bewohnenden zur Verfügung steht. Die unterirdische Parkierung soll die Wohnqualität erhöhen und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, heisst es weiter.

    Vinea basiert auf dem Richtprojekt der Hunziker Architekten AG in Baden-Dättwil und der SKK Landschaftsarchitekten AG in Wettingen AG. Die Metron AG in Brugg AG hat den Gestaltungsplan gemeinsam mit der Bauherrschaft und der Gemeinde Spreitenbach erarbeitet. Das Areal Vinea ist derzeit mit einer Gewerbeüberbauung bebaut. Bereits 2018 wurde eine Überbauungsstudie durch die Hunziker Architekten erarbeitet. Die Gemeinde entschied sich nach Abwägung unterschiedlicher Varianten für eine längsorientierte Bebauung entlang der Strasse, um «optimale städtebauliche Rahmenbedingungen zu schaffen».

  • Kompetenzzentrum für gesunde Räume entsteht in Felben-Wellhusen

    Kompetenzzentrum für gesunde Räume entsteht in Felben-Wellhusen

    Die raumwerke manufaktur AG hat laut einer Mitteilung ihren Sitz und ihre Produktion von Frauenfeld ins benachbarte Felben-Wellhusen verlegt. Das aus einer Schreinerei hervorgegangene Unternehmen entwickelt Raumelemente, die Natur in die Wohn- und Arbeitsumgebung von Menschen bringen.

    Die Idee dahinter: Natürliche Materialien beeinflussen die Luftfeuchtigkeit, die Akustik und die Raumqualität insgesamt. Raumwerke verbaut dabei etwa Kork, Moos und Steinfurnier. Dabei geht es immer auch darum, möglichst keinen Abfall zu erzeugen. Der neue Standort erlaubt es, die Grundidee in Erlebnisräumen sichtbar zu machen.

    Patrick Hangartner setzt dabei auf Zusammenarbeit mit anderen Anbietern. Raumwerke hat deshalb das Netzwerk Natur im Raum geschaffen. Der neue Standort in Felben wird dabei schrittweise zu einem Kompetenzzentrum für gesunde Räume ausgebaut. «Wir sind offen für weitere Partnerfirmen», sagt der Geschäftsführer und Präsident des Verwaltungsrates der raumwerke manufaktur AG.

    Wie eine solche Zusammenarbeit verschiedener Anbieter aussehen kann, zeigt das Coworking, das die Rent.Group im Klybeck-Areal in Kleinbasel möbliert. Dort haben raumwerke und FARMii, eine Marke der FrugalTec in Diepoldsau SG, gemeinsam temporäre Moos- und Salatwände installiert.

  • Treiber des Kulturwandels im Beschaffungswesen

    Treiber des Kulturwandels im Beschaffungswesen

    Seit dem 1. Juli 2024 werden öffentliche Ausschreibungen über die modernisierte Plattform von simap.ch veröffentlicht. Da das neue System nicht mit der vorherigen Version kompatibel ist, wurde auch der Vergabemonitor der Schweizer Bauwirtschaft überarbeitet. Durch die Harmonisierung der Datensätze vor und nach der Umstellung bleibt die Vergleichbarkeit der Ergebnisse erhalten, während zusätzliche Anpassungen am Datenmodell für eine präzisere Analyse der Trends sorgen.

    Entwicklung der öffentlichen Beschaffungen
    Die Totalrevision des öffentlichen Beschaffungswesens ist mittlerweile in 22 von 26 Kantonen in Kraft. Im vierten Quartal 2024 wurden insgesamt 5256 Ausschreibungen erfasst, wovon 46% auf das Baugewerbe, 5% auf das Ingenieurwesen und 1,8% auf die Architektur entfielen. Insgesamt wurden für die Untersuchung 74% aller veröffentlichten Ausschreibungen berücksichtigt.

    Qualitätskriterien mit differenzierter Entwicklung
    Der Anteil qualitativer Vergabekriterien im gleitenden Mittel ging im vierten Quartal 2024 um 5,8% auf 51,9% zurück. Die Bauwirtschaft konnte sich diesem Trend jedoch teilweise entziehen: Während Architekturaufträge einen Rückgang von 2,1% auf 69,2% verzeichneten, stieg der Anteil von Qualitätskriterien im Ingenieurwesen um 0,7% auf 66,3% und im Baugewerbe um 0,5% auf 45%. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Kanton Basel-Stadt, wo der Anteil von Qualitätskriterien bei Bauaufträgen seit dem 1. Februar 2024 von 26,2% auf 42,5% gestiegen ist.

    Nachhaltigkeit als stärkste Triebkraft
    Der entscheidende Faktor für den Kulturwandel im Beschaffungswesen ist jedoch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien. In 35% aller Ausschreibungen mit qualitativen Vergabekriterien wurden im vierten Quartal 2024 nachhaltige Aspekte berücksichtig, ein Anstieg von 23% gegenüber dem Vorquartal. Besonders stark fiel die Zunahme bei Bundesvergaben aus, wo der Anteil um 34,7% auf 35,1% anstieg.

    Während sich der Anteil an Nachhaltigkeitskriterien zwischen Januar 2021 und Dezember 2023 bereits fast verdoppelt hatte, setzte sich dieser Wachstumstrend 2024 noch einmal verstärkt fort. Ein möglicher Einflussfaktor ist der Systemwechsel auf die neue simap.ch-Plattform. Der generelle Trend deutet jedoch darauf hin, dass Nachhaltigkeit zunehmend als zentrales Kriterium in der öffentlichen Beschaffung etabliert wird.

    Innovationsförderung und Angebotsplausibilität gewinnen an Bedeutung
    Auch die explizite Erwähnung von Innovationskriterien nimmt zu. Während Innovation weiterhin nur in 1% der Ausschreibungen genannt wurde, stieg dieser Wert im Vergleich zum Vorquartal um 28,8% und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 95,1%. Besonders stark wuchs die Berücksichtigung der Angebotsplausibilität, die sich auf 2,3% aller Ausschreibungen mit Vergabekriterien ausweitete. Dieser Wert liegt 54% über dem Vorquartal und ganze 277,9% über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

    Rückgang von Dialogverfahren und Varianten
    Im Gegensatz zu den steigenden Nachhaltigkeits- und Innovationskriterien wurden Dialogverfahren und Varianten seltener genutzt. Im vierten Quartal 2024 wurden Dialoge in nur noch 1,7% der Ausschreibungen vorgesehen, ein Rückgang um 10,8% gegenüber dem Vorquartal und 20,8% gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zulassung von Varianten nahm ab und erreichte noch 18% der Ausschreibungen, mit negativen Wachstumsraten von -10,2% im Quartalsvergleich und -21,7% im Jahresvergleich.

    Nachhaltigkeit prägt die Zukunft der öffentlichen Beschaffung
    Die zunehmende Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien zeigt, dass das Beschaffungswesen in der Schweiz einen tiefgreifenden Kulturwandel durchläuft. Während klassische Qualitätskriterien in einigen Bereichen rückläufig sind, gewinnen Aspekte wie Nachhaltigkeit, Innovationsförderung und Angebotsplausibilität stark an Bedeutung. Die Einführung der neuen simap.ch-Plattform könnte dabei als Katalysator gewirkt haben, wobei zukünftige Analysen zeigen müssen, inwieweit die Systemumstellung langfristige Auswirkungen auf die Vergabepraxis hat. Klar ist jedoch: Die öffentliche Beschaffung entwickelt sich zunehmend in Richtung ökologischer und nachhaltiger Standards.

  • Strategien Raumentwicklung Schweiz 2050

    Strategien Raumentwicklung Schweiz 2050

    Seit 12 Jahren dient das Raumkonzept als Leitfaden für politische Entscheide und Fachplanungen. Die nun erstmals aktualisierte Version berücksichtigt neue Herausforderungen wie das starke Bevölkerungswachstum, den Klimawandel, die steigende Nachfrage nach Wohnraum und die Transformation der Energieproduktion. Das Ziel ist eine nachhaltige Raumentwicklung, die sowohl wirtschaftliche Dynamik als auch Umwelt- und Lebensqualität fördert.

    Eine Vision für die Schweiz 2050
    Das aktualisierte Raumkonzept verfolgt das Ziel, die Schweiz polyzentral zu organisieren und die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern. Dabei soll die Entwicklung von urbanen und ländlichen Räumen ausgewogen erfolgen. Gleichzeitig müssen natürliche Lebensgrundlagen gesichert und die Biodiversität, Gewässer und der Boden nachhaltig geschützt werden. Die Energieversorgung soll umweltfreundlich gestaltet werden, sodass die Schweiz bis 2050 eine nachhaltige Energieproduktion sicherstellt. Angesichts der Wohnungsknappheit sind innovative Strategien erforderlich, um ausreichend Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Der Wirtschaftsstandort Schweiz soll gestärkt werden, indem die Standortqualität erhalten und weiterentwickelt wird. Eine effiziente und umweltfreundliche Mobilität soll durch den Ausbau klimafreundlicher Verkehrsnetze gefördert werden.

    Strategien zur Umsetzung
    Um diese langfristigen Ziele zu verwirklichen, setzen Bund, Kantone und Gemeinden auf eine polyzentral organisierte Entwicklung, die durch Kooperationen zwischen den Regionen eine ausgeglichene Raumentwicklung sicherstellt. Die natürlichen Ressourcen sollen durch eine hohe bauliche Qualität und den Schutz der Landschaft bewahrt werden. Zudem wird eine nachhaltige Infrastruktur geschaffen, die dem Wachstum der Bevölkerung und der Wirtschaft gerecht wird.

    Breite Beteiligung und Konsultation
    Das Raumkonzept Schweiz 2050 wurde durch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Bundesrat, den Kantonen und den kommunalen Verbänden entwickelt. Beteiligt sind das Bundesamt für Raumentwicklung, die Konferenz der Kantonsregierungen, die Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz, der Schweizerische Städteverband und der Schweizerische Gemeindeverband. Wissenschaftliche Institutionen, Wirtschaftsverbände und Jugendorganisationen wurden ebenfalls in den Prozess eingebunden, um verschiedene Perspektiven in die Planung einfliessen zu lassen.

    Öffentliche Konsultation bis April 2025
    Um eine breite Diskussion zu ermöglichen, wurde das aktualisierte Raumkonzept zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Bis zum 16. April 2025 haben Organisationen und Einzelpersonen die Möglichkeit, das Dokument einzusehen und Anregungen einzubringen. Interessierte können sich auf der Website des Raumkonzepts Schweiz an der Konsultation beteiligen.

    Das Raumkonzept Schweiz 2050 bietet eine zukunftsweisende Strategie, um die Raumentwicklung des Landes nachhaltig zu gestalten. Es schafft den Rahmen für eine Balance zwischen Wachstum, Umwelt- und Lebensqualität und gibt klare Leitlinien für die kommenden Jahrzehnte vor. Mit der öffentlichen Konsultation wird nun der Grundstein für eine breit abgestützte Umsetzung gelegt.