Kategorie: immoNews

immoNews – Aktuelle Immobiliennews, Branchenmeldungen & Entwicklungen aus der Schweizer Immobilienwirtschaft auf einen Blick.

  • Erweiterung des Reinraums in Buchs

    Erweiterung des Reinraums in Buchs

    Die Präzisionsindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig für den Kanton St. Gallen, insbesondere im Rheintal. Unternehmen aus diesem Bereich sind auf eine hochmoderne Forschungsumgebung angewiesen, die höchsten Qualitätsstandards genügt. Reinräume sind essenziell, um mikroskopisch kleine Partikel in der Luft zu minimieren und so hochpräzise Bauteile fehlerfrei zu produzieren.

    Der bestehende Reinraum in Buchs an der OST wird bereits intensiv genutzt – insbesondere von RhySearch, das mit eigenen Anlagen dort forscht. Die Partner möchten die Infrastruktur nun erneuern, erweitern und breiter zugänglich machen, um die Innovationskraft der Region weiter zu stärken.

    22 Millionen Franken für den «Sensor Innovation Hub»
    Unter dem Namen «Sensor Innovation Hub» soll die Forschung in den Bereichen Sensorik, Halbleitertechnologie und Hochpräzisionsfertigung weiterentwickelt werden. Dafür plant die St. Galler Regierung, das Projekt mit 22 Millionen Franken zu unterstützen.

    Die vorberatende Kommission des Kantonsrats hat die Vorlage geprüft und empfiehlt, darauf einzutreten. Eine Besichtigung der bestehenden Anlage in Buchs hat die Relevanz des Projekts verdeutlicht.

    Nächste Schritte und politische Entscheidung
    Der Kantonsrat wird die Vorlage in der Frühjahrssession 2025 in erster Lesung und in der Sommersession 2025 in zweiter Lesung beraten. Sollte der Rat das Vorhaben unterstützen, könnte die Volksabstimmung im Herbst 2025 folgen.

    Mit dem Ausbau des Reinraums in Buchs würde die Region einen wichtigen Schritt in Richtung Technologieführerschaft in der Hochpräzisionsfertigung machen und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern.

  • Roboterplattform gibt Sicherheit und Effizienz auf Baustellen

    Roboterplattform gibt Sicherheit und Effizienz auf Baustellen

    Arbeiten wie Bohren, Schleifen, das Sprühen von Dämmstoffen oder das Heben schwerer Materialien bergen hohe Risiken. Laut aktuellen Zahlen kam es 2024 allein in Europa zu 30 Todesfällen auf Baustellen innerhalb von vier Monaten.

    Mit Unterstützung des EU-finanzierten Projekts CONCERT hat das IIT eine innovative, modulare Roboterplattform entwickelt. «Unser Ziel war es, eine flexible und anpassbare Lösung zu schaffen, die Bauprozesse optimiert, Menschen entlastet und die Sicherheit verbessert», erklärt Nikolaos Tsagarakis, Projektkoordinator am IIT.

    Roboter als Unterstützung – nicht als Ersatz
    Der CONCERT-Roboter kann zwar autonom arbeiten, wurde aber primär als Assistenzsystem für Bauarbeiter konzipiert. Während die Maschine wiederholende oder gefährliche Aufgaben übernimmt, können sich Fachkräfte auf komplexere Tätigkeiten konzentrieren. Das steigert nicht nur die Arbeitssicherheit, sondern auch die Effizienz auf Baustellen.

    «Anstatt für jede Aufgabe einen eigenen Roboter einzusetzen, haben wir eine vollständig rekonfigurierbare Lösung entwickelt, die sich direkt auf der Baustelle anpassen lässt», so Tsagarakis weiter.

    Nahtlose Integration in die digitale Baustelle
    Der Roboter wurde erfolgreich unter realen Baustellenbedingungen getestet. Dabei zeigte er nicht nur seine Leistungsfähigkeit, sondern auch seine Flexibilität, indem er sich spontanen Anforderungen des Bauteams anpassen konnte.

    Ein großer Vorteil ist die Verknüpfung mit digitalen Gebäudedatenmodellen (BIM). Dadurch kann der Roboter direkt über ein Tablet gesteuert werden, ohne dass Arbeiter schwere Elektrowerkzeuge bedienen müssen.

    Ein Durchbruch für die Baurobotik
    Mit der ersten rekonfigurierbaren Mehrzweck-Bauroboterplattform hat CONCERT eine neue Ära in der digitalen Baustellenautomatisierung eingeläutet.

    Die Lösung hat nicht nur das Potenzial für eine breite industrielle Anwendung, sondern übertrifft auch den üblichen Technologie-Reifegrad in Forschungsprojekten. «Die Flexibilität der Plattform macht sie für viele weitere Bauaufgaben nutzbar», so Tsagarakis. Zukünftige Entwicklungen werden die Anwendungsbereiche noch weiter ausbauen.

  • Bund passt Kostenlimiten für Wohnraumförderung an

    Bund passt Kostenlimiten für Wohnraumförderung an

    Die Revision reagiert insbesondere auf die hohen Bau- und Transportkosten in alpinen Regionen. Neu erhalten gemeinnützige Bauträger in Berggebieten gezielte Förderungen, da sich gezeigt hat, dass die Kosten für Baumaterialien in diesen Regionen deutlich höher sind als in Tal- und Mittellandgebieten.

    Anstieg der Kostenlimiten für preisgünstigen Wohnraum
    Die Kostenlimiten für die Erstellung, Erneuerung und den Erwerb von Wohnraum wurden zuletzt 2022 angepasst. Seither sind die Land- und Baupreise weiter gestiegen, sodass die neuen Werte erforderlich wurden. Diese Anpassung stellt sicher, dass preisgünstiger Wohnraum weiterhin gefördert und erhalten bleibt.

    • Mietwohnungen durchschnittlicher Anstieg um 5,3 %
    • Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser Erhöhung zwischen 4,0 % und 6,7 % je nach Objektart

    Förderung über Bürgschaften und Darlehen
    Die Wohnraumförderung des Bundes erfolgt weiterhin indirekt, hauptsächlich über Bürgschaften und den Fonds de roulement. Letzterer wird von den Dachorganisationen Wohnen Schweiz und Wohnbaugenossenschaften Schweiz verwaltet und stellt gemeinnützigen Bauträgern zinsgünstige Darlehen zur Verfügung.

    Breite Zustimmung zur Verordnungsanpassung
    Die vorgeschlagene Änderung wurde Kantonen und Dachorganisationen zur Stellungnahme vorgelegt – alle Beteiligten haben die Anpassungen befürwortet. Damit schafft die neue Verordnung die Grundlage, um auch in Zeiten steigender Baukosten weiterhin erschwinglichen Wohnraum zu ermöglichen.

  • Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Testplanung für Stadtraum des Winterthurer Bahnhofs

    Die Stadt Winterthur und die SBB haben bereits zwischen 2019 und 2021 das Ausbaukonzept «Bahnhof Winterthur 2045+» erarbeitet. Als bevorzugte Lösung wurde ein neuer Kopfbahnhof Vogelsang Nord identifiziert, der das steigende Passagieraufkommen bewältigen soll. Gleichzeitig sollen die Perrons der bestehenden sieben Durchgangsgleise verbreitert werden.

    Mit diesen Veränderungen muss auch der Stadtraum rund um den Bahnhof neu gedacht werden. Eine Testplanung soll die Potenziale und Herausforderungen untersuchen und eine Gesamtstrategie für das Bahnhofsumfeld entwickeln.

    Testplanung als Grundlage für einen neuen Masterplan
    Im Zentrum der Testplanung stehen die Bereiche Bahnhof- und St. Georgenplatz, die Rudolfstrasse und die südliche Bahnhofsunterführung. Ziel ist es, eine städtebauliche und verkehrliche Gesamtstrategie zu erarbeiten.

    • Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung im öffentlichen Raum
    • Neuorganisation der Bushaltestellen für eine bessere Verkehrsführung
    • Optimierung des Fuss- und Veloverkehrs
    • Einordnung der übrigen Verkehrsträger

    Das Areal des künftigen Kopfbahnhofs Vogelsang Nord ist von dieser Planung ausgenommen und wird separat behandelt.

    Beteiligung der Bevölkerung und Interessensgruppen
    Um eine breite Akzeptanz und Tragfähigkeit der Lösungen sicherzustellen, wird die Testplanung durch einen partizipativen Prozess begleitet. Rund 40 Quartierorganisationen, Interessenverbände, politische Vertreter:innen und Grundeigentümer werden aktiv in die Gestaltung und Diskussion der Zwischenergebnisse einbezogen.

    Für die breitere Bevölkerung sind ein elektronisches Mitwirkungsportal sowie Partizipationsveranstaltungen geplant. Bereits im Februar 2024 fand ein erster Echoraum zur Präzisierung des Planungsauftrags statt.


    Startschuss für die neue Planung 2025
    Der Stadtrat hat einen Kredit von 780’000 Franken für die Durchführung der Testplanung genehmigt. Die Planung startet 2025 und wird voraussichtlich bis 2026 dauern. Sie bildet die Grundlage für einen neuen Masterplan für den Stadtraum Bahnhof.

    Der erste Masterplan ist fast umgesetzt
    Bereits 2009 wurde ein erster Masterplan für den Winterthurer Hauptbahnhof entwickelt. Viele Maßnahmen daraus wurden realisiert, darunter die Neugestaltung des Busbahnhofs mit Pilzdach, die Personenunterführung Nord, neue Velostationen sowie das Verkehrskonzept Neuwiesen. Die letzten Arbeiten an der westlichen Bahnhofsseite sollen bis Sommer 2025 abgeschlossen sein.

    Mit der neuen Testplanung für den Stadtraum Bahnhof setzt Winterthur nun die Weichen für die nächsten Jahrzehnte. Mit dem Ziel, einen modernen, nachhaltigen und funktionalen Stadtraum zu schaffen.

  • Steigende Preise und angespannter Mietmarkt

    Steigende Preise und angespannter Mietmarkt

    Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat ihre jährliche Marktanalyse veröffentlicht und bestätigt den weiteren Anstieg der Immobilienpreise. Nach einem Wachstum von 3,7 % im Jahr 2023 legten die Preise 2024 um 3,3 % zu. Auch wenn sich das Tempo leicht verlangsamt hat, bleibt die Tendenz klar: Innerhalb von 20 Jahren haben sich die Wohnimmobilienpreise in Zürich um das 2,5-Fache erhöht.

    Interessant ist, dass trotz gesunkener Zinsen der erwartete stärkere Preisanstieg ausblieb. Die Nachfrage zeigte sich verhaltener, insbesondere bei Neubauten, deren Verkauf länger dauert. Dennoch registrierte die ZKB im zweiten Halbjahr 2024 eine Zunahme der Transaktionen, was auf eine wieder anziehende Nachfrage hindeutet.

    Zunehmende Knappheit auf dem Mietwohnungsmarkt
    Die angespannte Lage bei Mietwohnungen setzte sich 2024 fort. Erstmals stellte die ZKB fest, dass die Zahl der Verkaufsinserate leicht höher war als die für Mietangebote – ein Zeichen für die weiter schwindenden Kapazitäten auf dem Zürcher Mietmarkt.

    Zwar fiel die Verknappung nicht ganz so drastisch wie befürchtet aus, doch für 2025 rechnet die ZKB mit einem weiteren Rückgang des Leerstandes.

    Mieten steigen auch für Bestandsmieter
    Die Mieten in Zürich stiegen 2024 um durchschnittlich 4,5 % – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt von 3,3 %. Besonders bemerkenswert ist, dass nicht nur Neuvermietungen, sondern auch bestehende Mietverhältnisse von Erhöhungen betroffen waren.

    Dieser Trend ist direkt auf die Referenzzinssatz-Erhöhungen aus dem Jahr 2023 zurückzuführen, die mit Verzögerung auf die Mieten durchschlugen. Im dritten Quartal 2024 lagen die Bestandsmieten in Zürich 5,4 % höher als im Vorjahr, während sie schweizweit nur um 3,3 % anstiegen. Noch stärker fiel die Erhöhung in der Genferseeregion aus.

    Institutionelle Vermieter nutzten ihren Spielraum für Mieterhöhungen intensiver als private Eigentümer. Allerdings zeichnet sich eine Trendumkehr ab: Da der Referenzzinssatz im März 2025 sinken wird, dürften viele Mieter eine Senkung ihrer Miete einfordern.

    Der Zürcher Immobilienmarkt bleibt damit ein dynamisches Feld mit steigenden Preisen für Eigentümer und zunehmenden Herausforderungen für Mieter.

  • Frequenzkamm ebnet den Weg für kompakte Hochpräzisions-Photonik

    Frequenzkamm ebnet den Weg für kompakte Hochpräzisions-Photonik

    Frequenzkämme sind essenzielle Werkzeuge der modernen Optik. Sie ermöglichen hochpräzise Messungen und finden Anwendung in der Telekommunikation, Umweltüberwachung und sogar der Astrophysik. Doch bislang waren kompakte, energieeffiziente Lösungen schwer realisierbar.

    Das neue, von einem internationalen Forschungsteam entwickelte elektrooptische Kammgenerator-Design revolutioniert diese Technologie. Mit mehr als 2000 Kammlinien auf einer Fläche von nur 1 cm² bietet es eine bisher unerreichte Präzision und Kompaktheit.

    Lithiumtantalat als Schlüsselkomponente
    Im Zentrum der Entwicklung steht Lithiumtantalat (LTO), ein Material, das eine 17-mal geringere Doppelbrechung als Lithiumniobat aufweist. Diese Eigenschaft reduziert Interferenzen zwischen Lichtwellen, was eine gleichmäßige und stabile Kamm-Erzeugung ermöglicht.

    Durch die Kombination von Mikrowellen- und optischen Schaltkreisen auf einer einzigen Plattform konnte das Team eine integrierte Dreifachresonanz-Architektur entwickeln, in der drei Felder – zwei optische und eine Mikrowelle – harmonisch in Resonanz stehen.

    Energieeffizienz und Vielseitigkeit
    Ein entscheidender Fortschritt ist der deutlich reduzierte Energiebedarf: Das neue Design benötigt fast 20-mal weniger Mikrowellenleistung als frühere Modelle. Zudem ermöglicht die kompakte Bauweise eine praktische Integration in photonische Systeme, die zuvor auf sperrige und energieintensive Lösungen angewiesen waren.

    Potenzielle Anwendungen in Hochtechnologiebranchen

    • Robotik: Hochpräzise Laser-Messungen für autonome Systeme
    • Spektroskopie und Sensorik: Genaue Gasdetektion und Umweltanalysen
    • Telekommunikation: Effizientere optische Netzwerke mit geringerem Energieverbrauch

    Ein Meilenstein für die Photonik
    Das neue Design zeigt das Potenzial der Co-Integration von Mikrowellen- und photonischer Technik für zukünftige Anwendungen. Durch die Kombination von hoher Präzision, geringem Energieverbrauch und kompaktem Design könnte diese Entwicklung einen Wendepunkt für optische Technologien darstellen.

  • Wohnsituation älterer Menschen in der Schweiz

    Wohnsituation älterer Menschen in der Schweiz

    Geringe Wohnmobilität trotz veränderter Bedürfnisse
    Die Mehrheit der über 75-Jährigen bleibt trotz veränderter Wohnanforderungen in ihrer Wohnung. Nur 5,1 Prozent dieser Altersgruppe zogen 2022 um. Gründe dafür sind langfristige, günstige Mietverträge, zentrale Wohnlagen und emotionale Bindung an die Wohnung. Zudem wirken hohe Marktmieten und Umzugskosten abschreckend. Falls ein Umzug stattfindet, bleibt dieser meist innerhalb der Region oder führt in eine Pflegeeinrichtung.

    Barrieren in älteren Wohnbauten erschweren den Alltag
    Über 60 Prozent der über 66-Jährigen wohnen in Gebäuden, die nicht barrierefrei gebaut wurden. Treppen, schmale Türen oder fehlende Aufzüge können den Alltag erschweren und das Risiko von Stürzen und gesundheitlichen Problemen erhöhen. Notwendige Renovierungen sind oft schwer umsetzbar.

    Einsamkeit als zentrale Herausforderung
    77 Prozent der älteren Menschen leben allein oder mit gleichaltrigen Personen, was die Gefahr sozialer Isolation erhöht. Besonders betroffen sind ältere Frauen, die häufiger alleinstehend sind. Einsamkeit wirkt sich negativ auf die körperliche und geistige Gesundheit aus und verstärkt den Unterstützungsbedarf im Alltag.

    Barrierefreier Wohnraum und bessere Unterstützung
    Die Studie empfiehlt, ältere Menschen besser in den regulären Wohnungsmarkt zu integrieren und gezielt barrierefreien Wohnraum zu schaffen. Neben altersgerechten Renovationen sind neue Wohnformen mit Nähe zu Pflegeeinrichtungen nötig. Zudem sollten soziale Netzwerke und Unterstützungsdienste ausgebaut werden, um ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

    Datenbasierte Erkenntnisse für die Zukunft
    Die Studie basiert auf umfangreichen Datenanalysen zu Wohngebäuden, Haushalten, Einkommen und Mietverhältnissen. Diese ermöglichen präzise Einblicke in die Wohnsituation älterer Menschen und liefern eine wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Massnahmen.

  • Potenzial und Herausforderungen neuer Wohnkonzepte

    Potenzial und Herausforderungen neuer Wohnkonzepte

    Im Fokus stehen selbst ausgebaute Wohneinheiten, die oft in grossen Hallen entstehen und von Gruppen oder Einzelpersonen gemeinschaftlich genutzt werden. Bewohnerinnen und Bewohner legen Wert auf nachhaltiges und individuelles Wohnen, verzichten auf übermässige private Flächen und teilen stattdessen Gemeinschaftsräume.

    Die untersuchten Projekte in Zürich und Bern zeigen, dass solche Wohnformen einen deutlich geringeren Wohnflächenverbrauch pro Person aufweisen als der Schweizer Durchschnitt. Die hohe Flexibilität im Innenausbau ermöglicht individuelle Anpassungen, bringt aber auch hohe zeitliche und finanzielle Aufwände mit sich.

    Rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen
    Für die erfolgreiche Umsetzung dieser Konzepte sind klare, aber flexible Rahmenbedingungen sowie eine unterstützende Begleitung durch Bauträger und Behörden entscheidend. Besonders baurechtliche Hürden und Finanzierungsfragen erfordern angepasste Lösungen, um solche Projekte wirtschaftlich tragfähig zu machen.

    Innovative Nischenlösungen mit Potenzial
    Obwohl diese gemeinschaftlichen Wohnformen aktuell eine Nische darstellen, bieten sie spannende Ansätze für eine nachhaltigere und diversifizierte Wohnraumnutzung. Ihr langfristiges Potenzial für den erschwinglichen Wohnungsmarkt bleibt jedoch noch offen.

    Die Studie wurde von den Fachhochschulen OST und FHNW in Zusammenarbeit mit dem BWO, der Stiftung Solidaritätsfonds, dem Migros-Kulturprozent und weiteren Partnern durchgeführt. Sie ordnet sich in die Forschungsschwerpunkte «Bezahlbares Wohnen» und «Anpassungen des Wohnungsbestands an veränderte Bedürfnisse» ein.

  • Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Die renovierten Gebäude in Bière, Dommartin, Romainmôtier, Rougemont und Vufflens-le-Château stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Restaurierung erfolgte mit höchster Sorgfalt, um die historische Substanz zu bewahren. Gleichzeitig wurden Fassaden, Dächer, Fenster, Isolierungen und technische Installationen modernisiert, um die Energieeffizienz zu steigern, ohne den ursprünglichen Charakter der Bauwerke zu verändern.

    «Jeder restaurierte Stein, jedes renovierte Dach vermittelt eine Botschaft an die kommenden Generationen, die eines Kantons, der auf die Bewahrung seines Erbes achtet. Mit der Modernisierung dieser fünf Kuren verbinden wir Denkmalpflege mit nachhaltiger Entwicklung», betonte Isabelle Moret, Leiterin der Abteilung für Kulturerbe, bei ihrem Besuch vor Ort.

    Stärkung der lokalen Wirtschaft durch traditionelles Handwerk
    Die Renovationen wurden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Handwerkern durchgeführt. Damit stärkt der Kanton nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern erhält auch wertvolles handwerkliches Know-how. Das Projekt zeigt, dass Denkmalschutz und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam eine zukunftsweisende Strategie für die Baukultur bilden.

  • ETH Zürich und HSG stärken Schweizer Industrie

    ETH Zürich und HSG stärken Schweizer Industrie

    Die Allianz bringt führende Unternehmen wie Roche, Nestlé, Schindler und Endress+Hauser zusammen, die das Projekt mit 2,1 Millionen Franken über drei Jahre finanzieren. Kernstück ist der Circle of Scholars, ein Netzwerk von sechs Doktorierenden, die gemeinsam mit Industriepartnern an Themen wie künstliche Intelligenz in der Produktion, nachhaltige Fertigung und globale Produktionsnetzwerke forschen.

    «Mit der Manufacturing Alliance schaffen wir eine Plattform, die Industriepartner aktiv in die Forschung einbindet», betont Prof. Dr. Thomas Friedli (HSG). Prof. Dr. Torbjörn Netland (ETH Zürich) ergänzt: «Unsere Doktorierenden arbeiten ab Tag eins an realen Problemen – das hilft der Industrie und fördert den Nachwuchs.»

    Schweizer Produktionssektor im Fokus
    Studien der HSG zeigen, dass Schweizer Unternehmen ihre Produktionskapazitäten zunehmend ins Land zurückverlagern, um von Innovation, Stabilität und hoher Qualität zu profitieren. Die Manufacturing Alliance soll diesen Trend gezielt unterstützen.

    Einladung zur Zusammenarbeit
    Die Allianz lädt Unternehmen aller Grössen zur Beteiligung ein. Die Partner profitieren von praxisnahen Lösungen, wissenschaftlicher Expertise und einem exklusiven Branchennetzwerk. Nestlé und Johnson & Johnson zählen bereits zu den Förderern.

    «Die Schweiz spielt eine Schlüsselrolle in der pharmazeutischen Produktion», sagt Leila Schwery (J&J). «Diese Zusammenarbeit wird nicht nur die Industrie stärken, sondern auch der Gesellschaft erhebliche Vorteile bringen.»

  • Geothermiepaneele in Tiefgarage liefern Wärme für Wohnkomplex

    Geothermiepaneele in Tiefgarage liefern Wärme für Wohnkomplex

    Die Tiefgarage im Komplex Margencel in Aigle produziert künftig saubere Wärme. Wie der Geothermieanbieter Enerdrape und das Immobilienunternehmen Next Immobiliermitteilen, haben sie eine Anlage in Betrieb genommen, die künftig 85 Megawattstunden Wärme pro Jahr produzieren soll. Damit können rund 50 Wohnungen mit einer Fläche von 90 Quadratmetern mit Wärme und Warmwasser versorgt werden.

    Enerdrape hat dafür 332 seiner Geothermiepaneele installiert. Die Paneele des 2021 gegründeten Jungunternehmens mit Sitz in Renens werden im Untergrund von Gebäuden installiert. Sie nehmen dort die Energie auf, die über eine Wärmepumpe in die Gebäude geführt und dort für die Heizung und Kühlung genutzt wird.

    Der Komplex Margencel umfasst fünf Gebäude mit 5300 Quadratmetern Gewerbefläche und 103 Wohnungen. «Dieses Projekt ist Teil unserer Strategie, unseren CO2-Ausstoss zu verringern und umweltfreundliche Technologien zu verwenden», wird Next Immobilier-CEO Benjamin Favre in der Mitteilung zitiert.

    Enerdrape und Next Immobilier wollen die Lösung nun auch in anderen Liegenschaften des Immobilienunternehmens mit Sitz in Lausanne installieren. «Gemeinsam legen wird die Grundlagen, um diese Initiative auch in anderen Arealen umzusetzen und damit zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen», wird Enerdrape-CEO Margaux Peltier zitiert.

  • Basel investiert in nachhaltige Wärmeinfrastruktur

    Basel investiert in nachhaltige Wärmeinfrastruktur

    IWB und das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt gehen den Bau einer neuen Fernwärmeleitung im Bachletten-Quartier an. Am 3. Februar soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, informieren die beiden Partner in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Arbeiten sind in fünf Etappen gegliedert, die von der Paulusgasse über die Arnold-Böcklin-Strasse und die Therwilerstrasse bis zum Rütimeyerplatz führen.

    Im Zuge der Einrichtung der neuen Wärmeleitung will der Kanton auch die Strom- und Wasserleitungen der betroffenen Strassen erneuern. Zudem ist geplant, «die Strassenoberfläche teilweise zu begrünen und zu entsiegeln», heisst es in der Mitteilung. Dafür sollen Bäume in kleine Mulden gepflanzt und Parkplätze mit Rasenfugensteinen angelegt werden, damit Wasser in den Untergrund gelangen kann. Die Umgestaltung der Oberfläche ist derzeit allerdings noch vom Ausgang hängiger Einsprachen abhängig.

    Bis 2031 soll IWB auch in weiteren Strassen des Bachletten-Quartiers Fernwärmeleitungen verlegen und die Werksleitungen erneuern. Der Anfang wird dabei voraussichtlich ab dem vierten Quartal dieses Jahres im Perimeter Kluser- und Marschalkenstrasse sowie im Bernerring gemacht.

  • Wachstumskurs für solarbetriebene Gewächshäuser

    Wachstumskurs für solarbetriebene Gewächshäuser

    Voltiris hat für die Stromversorgung und Elektrifizierung von High-Tech-Gewächshäusern in einer Startkapitalrunde 4,8 Millionen Franken erhalten. Angeführt wurde die Runde von der Zürcher Risikokapitalgesellschaft Equity Pitcher und 3M Ventures, dem Risikokapitalarm der in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota ansässigen 3M Company. Beteiligt haben sich auch der ClimateTech-Wagniskapitalfonds Satgana aus Luxemburg und mehrere Family Offices.

    Wie es in einer Mitteilung von Voltiris heisst, werden die frischen Mittel «die gross angelegte Kommerzialisierung und weitere Leistungsoptimierung der firmeneigenen Spektralfiltertechnologie beschleunigen und die Rendite für Landwirte in Zeiten steigern, in denen Energieunabhängigkeit und Dekarbonisierung wertvoller sind denn je».

    Derzeit, so Voltiris-Mitgründer und -CEO Nicolas Weber, dehnt die Firma ihre Präsenz «in wichtigen europäischen Märkten wie Frankreich, Niederlande, Belgien und der Schweiz aus. Wir freuen uns auch darauf, unseren technologischen Vorsprung weiter auszubauen und solarbetriebene Gewächshäuser zu einem Eckpfeiler der nachhaltigen Landwirtschaft zu machen.» Ausserdem werde das Unternehmen sein Team in der Schweiz und den Niederlanden erweitern.

    In den vergangenen zwei Jahren ging Voltiris zwölf kommerzielle Projekte mit renommierten Erzeugern in Europa ein, schloss Partnerschaften mit Energieversorgern wie Elektra Baselland und Romande Energie und erhielt mehrere Branchenauszeichnungen. So gewann Voltiris mit Partnern Ende 2024 etwa die Greenhouse of the Future pitch Competition und war im vergangenen Jahr unter den Top 100 Swiss Startups.

  • Einfamilienhaus wird mit Bitcoin Mining geheizt

    Einfamilienhaus wird mit Bitcoin Mining geheizt

    Der erste RY3T ONE heizt ein komplettes Einfamilienhaus. Das hat die Firma RY3T aus dem Kanton St.Gallen jetzt mitgeteilt. Dabei handelt es sich um eine Serverheizung, die die Abwärme aus dem Bitcoin Mining nutzt. Sie wurde von einem Installationspartner samt Boiler und Pufferspeicher installiert.

    «Die Relevanz von Bitcoin nimmt täglich zu», so RY3T auf seiner Internetseite. «Damit Millionen von Menschen Zugang zu einem sicheren Zahlungssystem haben, braucht es Bitcoin Mining», heisst es dort weiter. «Die daraus entstehende Abwärme nutzen wir, um dein Zuhause zu heizen.»

    Solche Serverheizungen können laut RY3T ökologischer sein als Wärmepumpen. Erstens machten sie die Abwärme von Computern zu einer Ressource, statt sie einfach nur in die Luft zu entlassen. Zweitens seien Wärmepumpen zwar effizienter als Serverheizungen, doch verbrauchten sie anders als diese keinen zusätzlichen Strom, um Wärme zu erzeugen. Und drittens nutzten Serverheizungen vorhandene Technologie und bräuchten im Gegensatz zu Wärmepumpen keine zusätzlichen Komponenten und Kühlmittel.

    Einige der ersten RY3T ONEs werden zunächst als ergänzendes Heizsystem installiert. «Der Grund: Die Kunden möchten das Gerät erst einmal kennenlernen und die Wärme des Bitcoin Mining erleben.» Eine spätere Aufrüstung zur primären Heizquelle sei jedoch möglich. Die Installation selbst gestalte sich ähnlich der einer Wärmepumpe. In den auf die Erstinstallation folgenden Wochen werden den Angaben zufolge insgesamt zehn weitere Geräte in Privathäusern aufgestellt und angeschlossen.

  • Photovoltaikanlage auf dem kybunpark-Stadiondach wird vergrössert

    Photovoltaikanlage auf dem kybunpark-Stadiondach wird vergrössert

    Die St.Galler Stadtwerke (SGSW) haben ihre Photovoltaikanlage auf dem Dach des Fussballstadions kybunpark, Heimstätte des FC Gallen 1879, ausgebaut, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Ein Grossteil der lokal erzeugten Solarenergie – etwa 440’000 Kilowattstunden – wird für Veranstaltungen im Stadion genutzt. Die symbolische Einweihung der Anlage fand beim Heimspiel des FC St.Gallen 1879 gegen FC Lausanne-Sport am 26. Januar statt.

    Das Dach ist nun vollständig mit Solarmodulen belegt. Durch die zusätzliche Kapazität von 572 Kilowatt Spitzenleistung wird eine um 560’000 Kilowattstunden höhere Strommenge ermöglicht. Die Gesamtleistung der Anlage betrage neu 1’205 Kilowatt in Spitzenzeiten und erhöhe die jährliche Stromproduktion auf mehr als 1 Million Kilowattstunden. Damit könnten 288 Vier-Personen-Haushalte ihren jährlichen Strombedarf decken.

    Durch diese zwischen September 2024 und Januar 2025 von SGSW, Stadion St.Gallen AG und FC St.Gallen Event AG gemeinsam umgesetzte Kapazitätserweiterung behalte die Anlage ihren Status als «grösste Solaranlage auf einem Dach» im Stadtgebiet bei. Die bisherige Photovoltaikanlage galt bei Inbetriebnahme im Jahr 2015 mit einer Spitzenleistung von 633 Kilowatt und einer Produktion von 520’000 Kilowattstunden pro Jahr als die grösste.

  • Neue Rechenzentrum in Genf speist Abwärme ins Fernwärmenetz ein

    Neue Rechenzentrum in Genf speist Abwärme ins Fernwärmenetz ein

    INFOMANIAK, europaweit tätiger Cloud-Anbieter und Entwickler von Webtechnologien, hat im Beisein von Behördenvertretern und Projektpartnern ein neues Rechenzentrum am Unternehmensstandort Genf eingeweiht. Gemäss einer Medienmitteilung kann der von den dort 10’000 unterirdisch installierten Servern verbrauchte Strom per Fernwärmenetz als Heizenergie nochmals verwendet werden. Obgleich es sich um eine energieintensive Anlage handele, gilt das Rechenzentrum damit als «aktiver Akteur der Energierückgewinnung».

    Bereits im November 2024 wurde damit begonnen, den in diesem Rechenzentrum verbrauchten Strom zu 100 Prozent in Wärme umzuwandeln und in das kantonale Fernwärmenetz einzuspeisen. Aktuell nutze der Serverpark 25 Prozent seiner Kapazität, bis 2028 soll die Anlage mit voller Leistung laufen. Für das Fernwärmenetz wird dann eine Leistung von 1,7 Megawatt erwartet. «Mit so viel Energie können jährlich 6000 Minergie-A-Haushalte beheizt werden oder 20’000 Personen täglich fünf Minuten lang duschen», heisst es in der Mitteilung.

    Das neue Datacenter soll den bisherigen Verlust der Abwärme mit einem neuen Funktionsprinzip ändern. Es gibt die aus Strom gewonnene Wärme mit einer Temperatur von 40 bis 45 Grad an einen Luft-Wasser-Wärmetauscher ab, der einen Warmwasserkreislauf erwärmt. Wärmepumpen ermöglichen im Anschluss eine Erhöhung der Wassertemperatur, um die Abwärme in das Fernwärmenetz zu leiten.

    Zur positiven Klimawirkung trage zudem die Lage unter einem Wohngebiet bei. Dadurch seien keine Auswirkungen im Stadtbild zu befürchten. So würden mehrere bedeutende Herausforderungen der Cloud-Branche gelöst und Schritte für mehr technologische Unabhängigkeit in Europa getan, heisst es.

  • Neues Verwaltungsratsmitglied stärkt Wachstum nachhaltiger Immobilienplattform

    Neues Verwaltungsratsmitglied stärkt Wachstum nachhaltiger Immobilienplattform

    Optiml hat bekanntgegeben, dass Prof. Dr. Alexander von Erdély als Angel Investor zum Team gestossen ist. Der 55-Jährige promovierte Bauingenieur verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung im Immobiliensektor. Vor drei Monaten hat er sein Amt als Vorstandssprecher der deutschen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben angetreten, die in ihrem Portfolio rund 18’000 bundeseigene Liegenschaften zählt.

    Davor war von Erdély als Deutschland-CEO von CBRE, dem weltweit grössten Anbieter von Dienstleistungen und Investments für Gewerbeimmobilien mit Hauptsitz in Dallas und Schweizer Sitz in Zug, tätig. Als «leidenschaftlicher Interessenvertreter für ESG, Nachhaltigkeit und Innovation» ist er laut der Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich «ein Vorbild in seinem Engagement, den Fortschritt in der Immobilien- und Stadtentwicklung voranzutreiben».

    Das neue Verwaltungsratsmitglied soll Optiml bei der Skalierung seiner Plattform namens Real Estate Decision Intelligence unterstützen. Sie gibt Immobilienverwalterinnen und -verwaltern, Investoren und Beratenden Werkzeuge an die Hand, um ihre Ziele bezüglich Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu erreichen. Dafür bietet sie den Angaben zufolge wertvolle Einblicke in Portfolios und Gebäudewerte sowie optimale Dekarbonisierungs- und Investitionsstrategien und darüber hinaus detaillierte Aktionspläne für die Netto-Null-Sanierung sowie die Einhaltung etwa von ESG-Vorschriften.

    Derzeit werden laut einem Bericht von startupticker.ch zehn neue Kunden aus der DACH-Region und Grossbritannien in die Plattform integriert. Ausserdem sei das Zürcher Unternehmen damit befasst, seine Lösung an die regulatorischen Besonderheiten und Berechnungsrahmen der USA anzupassen. Die Akquise des ersten Kunden in den USA, eines sogenannten Real Estate Investment Trust, nennt CCO und Mitgründer Nico Dehnert «einen bedeutenden Meilenstein auf unserem Wachstumskurs».

  • Wiederverwendung von Jalousieaktoren

    Wiederverwendung von Jalousieaktoren

    Griesser schenkt alten JAX-Aktoren ein zweites Leben. Diese Jalousieaktoren, die Teil der verkaufsstarken Sonnenschutzsteuerung KNX von Griesser sind, werden laut einer Mitteilung des Sonnenschutzspezialisten ab sofort repariert. Danach kehren sie in den wirtschaftlichen Kreislauf zurück. Sie sind ab sofort auf der Online-Plattform MyGriesser für individuelle Konfigurationen verfügbar.

    Die KNX-Varianten mit ihren JAX-Aktoren zählt Griesser zu nationalen und internationalen Verkaufsschlagern. Mit seiner jüngsten Massnahme zur «Steigerung der Nachhaltigkeit» wollte das Unternehmen nach den Worten seines CEO Urs Neuhauser «dort ansetzen, wo wir den grössten Impact erreichen können. Deshalb fiel die Wahl auf die Griesser KNX-Steuerungslösungen.» Das Qualitätsversprechen gelte auch nach der Reparatur, weshalb alle reparierten Aktoren mit einer einjährigen Garantie ausgestattet werden. Ausserdem gelten die weiteren Service-Leistungen auch für die Reparaturobjekte.

    Vorerst wird das Projekt in Frankreich lanciert. Zu einem späteren Zeitpunkt sind auch weitere Griesser-Standorte geplant.

    Wie Griesser betont, setzt das Unternehmen schon seit Längerem auf Kreislaufwirtschaft. So enthalte etwa sein Aluminium seit mehreren Jahren einen hohen Rezyklatanteil. Mit dem 2024 lancierten Green Aluminium sollen dessen CO2-Emissionen pro Kilogramm zusätzlich um bis zu 30 Prozent sinken. Vorerst wird dieses grünere Aluminium den Angaben zufolge beim Fensterladensortiment eingesetzt.

  • Disentis/Mustér bekommt Grossanlage für Photovoltaik

    Disentis/Mustér bekommt Grossanlage für Photovoltaik

    Die Axpo Solutions AG aus Baden und die Bergbahnen Disentis AG wollen auf dem Gebiet der Bündner Gemeinde Disentis/Mustér eine Photovoltaikgrossanlage mit einer Leistung von über 10 Megawatt Peak realisieren. Für Erstellung und Betrieb der Anlage gründen die beiden Partnerunternehmen derzeit die Kraftwerksgesellschaft Ovra Solara Magriel AG mit Sitz in Disentis/Mustér. Das auf Artikel 71a des Energiegesetzes, dem sogenannten Solarexpress, basierende Projekt hat nun die Zustimmung der Regierung des Kantons Graubünden erhalten, informiert die Kantonsverwaltung in einer Mitteilung. Das Stimmvolk von Disentis/Mustér hatte dem Plan bereits 2023 grünes Licht gegeben.

    Die Anlage soll auf einem bereits touristisch genutzten Gebiet in etwa 2100 Meter Höhe über Meer errichtet werden. Geplant sind 20’750 Solarpaneele auf einer Fläche von rund 13,5 Hektaren. Die Betreiber erwarten eine jährliche Stromproduktion von rund 14,6 Gigawattstunden, von denen etwa 5,4 Gigawattstunden im Winter anfallen.

  • Innovative Messtechnik erleichtert Bauwerkskontrolle bei Stahlbeton

    Innovative Messtechnik erleichtert Bauwerkskontrolle bei Stahlbeton

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben eine Methode entwickelt, mit der Korrosion im Bewehrungsstahl von Stahlbetonbauwerken entdeckt werden kann, ohne dass dafür der Beton aufgebrochen werden muss. Die Methode von Maschinenbauingenieur Lukas Bircher und seinem Team setzt auf elektrochemische Messungen, informiert die ETH in einer Mitteilung. Konkret haben die Forschenden eine aus zwei aufblasbaren Dichtungen mit Elektroden in der Mitte bestehende Sonde erfunden. Im zugehörigen Kabel ist eine Wasserleitung eingebaut.

    Die Sonde wird in die Drainagerohre eingeführt, die Dichtungen werden aufgepumpt und anschliessend wird Wasser in den abgedichteten Bereich eingeleitet. Durch die Löcher in der Entwässerungsleitung stellt das Wasser eine Verbindung zwischen den Elektroden in der Sonde und dem Boden her. Dadurch entsteht eine elektrolytisch leitende Verbindung zum Stahl im Bauwerk, die eine lokale elektrochemische Messstelle bildet. „Mit der Messzelle zeichnen wir elektrische Signale auf, die unterschiedlich ausfallen, je nachdem, ob der Bewehrungsstahl korrodiert ist oder nicht“, wird Bircher in der Mitteilung zitiert.

    Derzeit muss die Sonde noch händisch nach und nach durch die Drainagerohre geleitet werden, um eine umfassende Zustandserfassung des Stahls zu ermöglichen. Im nächsten Schritt wolle das Team die Messung „mehr automatisieren und die Inspektionssonde robuster machen“, erläutert Bircher. Da sich das Konzept bereits bewährt hat, wird er gemeinsam mit dem Materialingenieur Federico Martinelli-Orlando und dem Bauingenieur Patrick Pfändler ein Start-up namens Talpa-Inspection gründen.

  • Der Ypsomed Innovationspreis 2025 wurde vergeben

    Der Ypsomed Innovationspreis 2025 wurde vergeben

    Die Yuon Control AG aus Oberburg und mit Sitz im Technopark Zürich hat es auf den mit 50’000 Franken dotierten ersten Platz des Ypsomed Innovationspreises 2025 geschafft, informiert Ypsomed in einer Mitteilung. Die Ausgründung der Berner Fachhochschule entwickelt Technologien für Gebäudeautomation und Energiemanagement. Mit den Systemen von Yuon Control können Daten aus verschiedenen Quellen zur Analyse und Optimierung von Energieflüssen und Gebäudefunktionen genutzt werden.

    Zwei weitere Jungunternehmen wurden mit jeweils einem mit 25’000 Franken dotierten zweiten Preis ausgezeichnet. Dabei handelt es sich zum einen um Santella. Das Start-up-Projekt an der Universität Bern will den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung senken. Im ersten Schritt entwickelt Santella dazu Impfstoffe für die Geflügelindustrie.

    Der andere zweite Preis ging an Xemperia aus Bulle FR. Die Ausgründung der Universität Freiburg will die Früherkennung und Überwachung von Krebserkrankungen verbessern. Dazu entwickelt Xemperia Technologien, bei denen Molekulardiagnostik mit Datenanalyse und auf Künstlicher Intelligenz basierender Mustererkennung kombiniert wird.

    Insgesamt hatten sich 34 Projekte um den Innovationspreis beworben. «Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr drei herausragende Projekte ins Rampenlicht rücken dürfen», wird Simon Michel, Präsident des Ypsomed Innovationsfonds, in der Mitteilung aus seinem Beitrag bei der Preisverleihung zitiert. Sie hätten «das Potenzial, unsere Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig zu prägen – vorausgesetzt, sie finden den Weg in die praktische Anwendung». Dazu will der Ypsomed Innovationspreis einen Beitrag leisten.

  • Die BAUMAG 2025 setzt neue Massstäbe

    Die BAUMAG 2025 setzt neue Massstäbe

    Schon vor Betreten der vier Hallen zogen die riesigen Bagger und Spezialfahrzeuge auf dem Aussengelände alle Blicke auf sich. Die Messe startete mit einem eindrucksvollen Auftakt, der die Vorfreude der Besucher mehr als erfüllte. Über 18’000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland strömten während der vier Messetage nach Luzern, um sich von den neuesten Innovationen der Baumaschinenbranche inspirieren zu lassen.

    Starke Akteure und nachhaltige Kontakte
    Mit 200 engagierten Ausstellern präsentierte die Messe ein breites Spektrum an innovativen Produkten und Dienstleistungen. Die Unternehmen nutzten die Plattform, um nachhaltige Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und mit Entscheidungsträgern aus dem In- und Ausland ins Gespräch zu kommen. Die hohe Kaufkraft des Fachpublikums spiegelte sich in zahlreichen Geschäftsabschlüssen wider.

    Impulse für die Zukunft der Bauwirtschaft
    Themenschwerpunkte wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, maschinelle Effizienzsteigerung und Arbeitssicherheit bestimmten die Messe und unterstrichen ihre Bedeutung als Impulsgeber für die Branche. Messeveranstalter André Biland und Messeleiter Andreas Hauenstein betonten die stetige Weiterentwicklung: «Um den Anforderungen unserer Fachbesucher gerecht zu werden, müssen wir die ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen sowie politische Rahmenbedingungen stets im Blick behalten. Seit zwei Jahrzehnten folgen wir diesem Ansatz und die Messe ist heute wichtiger denn je für die Baubranche.»

    Netzwerkplattform mit echtem Mehrwert
    Ein zentraler Erfolgsfaktor der Messe war und bleibt die Kundennähe. Trotz fortschreitender Digitalisierung ist der persönliche Austausch für die Branche essenziell. «Die Messe bietet eine wertvolle Plattform, um bestehende Kontakte zu pflegen und neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Die persönliche Betreuung vor Ort wird von Ausstellern und Besuchern gleichermassen geschätzt», so Hauenstein.

    Spannender Wettbewerb als Höhepunkt
    Ein besonderes Highlight bildete das Halbfinale der Schweizer Maurermeisterschaften 2025. Zehn talentierte Handwerker aus der Schweiz stellten ihr Können unter Beweis. Sechs von ihnen sicherten sich ihren Platz für die SwissSkills 2025 in Bern, ein mit Spannung verfolgter Wettbewerb, der die Fachkompetenz und Leidenschaft der Teilnehmer eindrucksvoll demonstrierte.

    Ausblick auf die BAUMAG 2027
    Mit ihrem bewährten Konzept und neuen Impulsen wird die nächste BAUMAG vom 21. bis 24. Januar 2027 erneut die Baubranche begeistern. Die Fachbesucher können sich auf eine vielseitige und zukunftsorientierte Messe freuen, die weiterhin den perfekten Rahmen für Innovation, Austausch und nachhaltige Geschäftsbeziehungen bieten wird.

  • Schweiz überprüft ihre Alarmsysteme

    Schweiz überprüft ihre Alarmsysteme

    Der Test beginnt um 13.30 Uhr mit dem Allgemeinen Alarm, einem auf- und absteigenden Heulton, der eine Minute dauert. Falls erforderlich, kann die Überprüfung bis 14.00 Uhr verlängert werden. In den Gefahrenzonen unterhalb von Stauanlagen wird ab 14.00 Uhr bis spätestens 16.30 Uhr zusätzlich der Wasseralarm getestet. Dieses Signal besteht aus zwölf tiefen Dauertönen von jeweils 20 Sekunden, die in Abständen von zehn Sekunden ausgelöst werden.

    Alertswiss-App ergänzt den Test
    Zeitgleich mit dem Sirenentest versenden alle Kantone und das Fürstentum Liechtenstein eine Informationsmeldung über die Alertswiss-App. Diese Massnahme dient dazu, die grossflächige Verbreitung von Warnmeldungen zu testen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Bevölkerung den Sirenentest nicht mit einem echten Alarm verwechselt. Die Alertswiss-Meldung löst auf dem Smartphone keinen Warnton aus, da akustische Warnsignale ausschliesslich echten Notfällen vorbehalten sind.

    Verhalten im Ernstfall
    Sollte der Allgemeine Alarm ausserhalb des angekündigten Testzeitraums ertönen, bedeutet dies, dass eine Gefährdung der Bevölkerung besteht. In einem solchen Fall sollten sich die betroffenen Personen über die Alertswiss-App oder die offizielle Website informieren, das Radio einschalten und den Anweisungen der Behörden folgen. Zudem wird empfohlen, Nachbarn über den Alarm zu informieren. Beim Wasseralarm besteht eine unmittelbare Gefahr in der Nähe einer Stauanlage. Die betroffene Bevölkerung muss das gefährdete Gebiet unverzüglich verlassen.

    Empfehlungen zur persönlichen Vorsorge
    Das BABS rät der Bevölkerung, den Sirenentest als Gelegenheit zu nutzen, um die eigene Notfallvorsorge zu überprüfen. Dazu gehört unter anderem die Installation der Alertswiss-App auf allen Mobilgeräten, um im Ernstfall wichtige Informationen direkt von den Behörden zu erhalten. Ebenso wird empfohlen, einen Notfallplan für sich und die Familie auszufüllen oder zu aktualisieren. Auch der persönliche Notvorrat sollte überprüft werden. Wer sich über die empfohlene Vorratshaltung informieren möchte, kann den Notvorratsrechner des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung nutzen. Personen, die in einem Umkreis von 50 Kilometern um ein Kernkraftwerk wohnen, sollten zudem sicherstellen, dass die im Herbst 2023 abgegebenen Jodtabletten weiterhin vorhanden sind. Falls diese verloren gegangen sind, können sich Betroffene an die zuständige Geschäftsstelle wenden.

    Neue Informationskampagne für den Sirenentest
    Im Vorfeld des diesjährigen Tests wird erstmals ein neuer Fernsehspot ausgestrahlt, der über die Durchführung informiert. Die SRG und private TV-Sender sind gesetzlich verpflichtet, diesen Spot mehrfach auszustrahlen. Er ersetzt den bisherigen «Sirenenschaf»-Spot und wurde bereits im Januar 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Die nächste landesweite Sirenenüberprüfung ist für den 4. Februar 2026 geplant.

  • Potenziale und Herausforderungen der Umnutzung

    Potenziale und Herausforderungen der Umnutzung

    Technische und wirtschaftliche Herausforderungen
    Die Umwandlung von Gewerbebauten in Wohnraum erfordert erhebliche bauliche Anpassungen. Gebäudetiefen, Lichtverhältnisse und Infrastruktur stellen Herausforderungen dar, die hohe Investitionen verlangen. Gleichzeitig kann eine Umnutzung wirtschaftlich attraktiv sein, wenn die Mietpotenziale für Wohnraum über denen von Büroflächen liegen. Kreative Konzepte wie modulare Bauelemente oder alternative Wohnmodelle wie Co-Living können die Umsetzung erleichtern.

    Rechtliche Hürden und politische Faktoren
    Bauvorschriften, Zonenpläne und das NIMBY-Phänomen (Not In My Back Yard) können Projekte verzögern oder verhindern. Ein frühzeitiger Dialog mit Behörden und Anwohnern kann helfen, Widerstände zu minimieren. Zudem zeigt die Politik zunehmend Bereitschaft, regulatorische Rahmenbedingungen anzupassen, um Umnutzungen zu erleichtern.

    Innovative Praxisbeispiele
    Erfolgreiche Projekte wie die Umnutzung der Rennbahnklinik in Muttenz oder das Pilotprojekt auf dem ehemaligen Industrieareal ZWHATT in Regensdorf zeigen, dass durch flexible Konzepte, reduzierte Baukosten und intelligente Raumlösungen nachhaltiger Wohnraum geschaffen werden kann.

    Zukunftsperspektiven
    Umnutzungen bieten grosses Potenzial zur Bewältigung der Wohnraumknappheit und zur ressourcenschonenden Stadtentwicklung. Voraussetzung für den Erfolg sind innovative Planung, politische Unterstützung und ein kooperativer Ansatz zwischen Investoren, Behörden und der Bevölkerung.

  • Effiziente Kühlung für Rechenzentren und mehr

    Effiziente Kühlung für Rechenzentren und mehr

    Bislang war der Einsatz von Ionenwind begrenzt, da die Luftströmung zu schwach war. Das Unternehmen entwickelte nun neuartige Nadelelektroden und optimierte die Gehäuseform nach dem Coandă-Effekt, um den Luftstrom effizient zu verstärken. Diese Kombination erlaubt eine bis zu dreifache Luftgeschwindigkeit bei gleichzeitig reduziertem Energiebedarf.

    Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
    Neben der Kühlung von Datenzentren sieht das Start-up grosses Potenzial in anderen Industrien, etwa bei Trocknungssystemen und Luftreinigungsverfahren. Die Technologie ermöglicht Luftbewegung mit minimalem Druckunterschied und könnte langfristig herkömmliche Lüfter ersetzen.

    Auf dem Weg zur Marktreife
    Das Start-up erhielt bereits mehrere Auszeichnungen und wird von Venture Kick, der Gerbert Rüf Stiftung und dem Schweizerischen Nationalfonds gefördert. Während der eigene Produktionsaufbau vorangetrieben wird, prüft das Unternehmen auch ein Lizenzmodell. Die Technologie könnte einen entscheidenden Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs in verschiedenen Sektoren leisten.

  • Onlinetool für klimaneutrale Industrieprozesse

    Onlinetool für klimaneutrale Industrieprozesse

    Die Industrie steht vor der Herausforderung, ihre Prozesse von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umzustellen. Besonders für Temperaturbereiche von 100 bis 200°C bieten Hochtemperatur-Wärmepumpen eine energieeffiziente Lösung. Sie können nicht nur Prozesswärme bereitstellen, sondern auch gleichzeitig Kälte erzeugen, was sie für viele Industriezweige besonders attraktiv macht.

    Interaktive Technologie-Landkarte für Unternehmen
    Im Forschungsprojekt «Identifikation von industriellen Wärmepumpen für die Prozesswärme» hat das Fraunhofer ISE ein Onlinetool entwickelt, das Unternehmen gezielt bei der Auswahl der richtigen Wärmepumpentechnologie unterstützt.

    Das Tool bietet:

    • Visualisierung der verfügbaren Wärmepumpentechnologien im Temperaturbereich und Leistung
    • Zuordnung von Wärmepumpen zu spezifischen Industrieprozessen (z. B. Reinigung, Trocknung, Kühlung)
    • Interaktive Abrufmöglichkeiten für Prozesstemperaturen in verschiedenen Branchen
    • Detaillierte Fact Sheets zu Kreislaufprozessen, Verdichtertechnologien und Kältemitteln

    Ein Beitrag zur klimaneutralen Industrie
    Das Onlinetool ist Teil des Fraunhofer-Forschungsleitthemas «Klimaneutrale Industrie», das Unternehmen auf dem Weg zu einer CO₂-neutralen Energieversorgung unterstützt.

    Dazu gehören:

    • Optimierung von Energieeinsparpotenzialen
    • Nutzung industrieller Abwärme
    • Integration erneuerbarer Energien (z. B. Photovoltaik zur Eigenstromversorgung)
    • Speicherlösungen für Wärme, Kälte und Strom

    Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Aufbereitung von Industrieabwässern, die nicht nur Abwärme, sondern oft wertvolle Reststoffe wie Metalle oder Säuren enthalten. Diese können mit modernen Rückgewinnungstechnologien effizient wiederverwertet werden.

    Mitwirken und Daten beitragen
    Der Datenpool des Onlinetools wird laufend erweitert. Hersteller von Wärmepumpen und Industrieunternehmen können mit dem Fraunhofer ISE in Kontakt treten, um ihre Daten in die Plattform zu integrieren und so die Entwicklung weiter voranzutreiben.

    Mit dieser neuen digitalen Lösung bietet das Fraunhofer ISE Unternehmen ein effektives Werkzeug zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse und zur Steigerung der Energieeffizienz – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion.

  • Die steigende Milliardenlast für Rückversicherer

    Die steigende Milliardenlast für Rückversicherer

    Die wirtschaftlichen Folgen von Naturkatastrophen haben 2024 alarmierende Dimensionen erreicht. Munich Re beziffert die globalen Gesamtschäden auf 320 Milliarden Dollar, wovon 140 Milliarden Dollar durch Versicherungen abgedeckt waren. Damit gehört das vergangene Jahr zu den teuersten seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders Hurrikane, Überschwemmungen und Waldbrände verursachten hohe Kosten und zeigen die wachsenden Risiken durch den Klimawandel.

    Die teuersten Katastrophen des Jahres
    Hurrikan Helene verursachte mit 56 Milliarden Dollar den grössten Schaden, wovon nur 16 Milliarden Dollar versichert waren. Hurrikan Milton richtete Schäden in Höhe von 38 Milliarden Dollar an, mit einer Versicherungsdeckung von 25 Milliarden Dollar.

    Auch das Erdbeben in Japan am Neujahrstag 2024 hinterliess mit 15 Milliarden Dollar Schaden erhebliche Verwüstungen. Überschwemmungen in Brasilien, Valencia und Dubai verstärkten die globalen Herausforderungen.

    Klimawandel als Treiber extremer Wetterereignisse
    Studien zeigen, dass der Klimawandel die Häufigkeit und Intensität extremer Wetterphänomene verstärkt. Zwar nimmt die Anzahl tropischer Stürme nicht zu, doch ihre Zerstörungskraft wächst. 93 Prozent der weltweiten Gesamtschäden und 97 Prozent der versicherten Schäden wurden durch Wetterkatastrophen verursacht.

    Die steigenden Risiken führen zu höheren Versicherungsprämien. Besonders gefährdete Regionen mit schwacher Versicherungsabdeckung stehen vor enormen Herausforderungen. Naturkatastrophen forderten 2024 rund 11’000 Menschenleben. Weniger als in früheren Jahren, aber immer noch erheblich.

    Versicherungsbranche unter Druck
    Die Kosten für Naturkatastrophen liegen weit über den Durchschnittswerten der letzten Jahrzehnte. Der 30-Jahres-Schnitt der Gesamtschäden beträgt 181 Milliarden Dollar, der 10-Jahres-Schnitt 236 Milliarden Dollar. Die Schadenssumme von 320 Milliarden Dollar im Jahr 2024 zeigt die zunehmende Bedrohung.

    Steigende Versicherungsansprüche erhöhen die Prämien und Risikobewertungen. Regionen mit hohem Katastrophenrisiko könnten künftig schwerer versicherbar werden. Gleichzeitig sind staatliche Schutzmassnahmen nötig, um Privatpersonen und Unternehmen vor den finanziellen Folgen extremer Wetterereignisse zu schützen.

    Prävention als Schlüssel

    Die steigenden Kosten extremer Wetterereignisse erfordern Investitionen in klimaresiliente Infrastruktur. Tobias Grimm, Chef-Klimatologe bei Munich Re, betont: «Den Preis für schlimmere Wetterextreme zahlen alle, besonders aber Menschen in wenig versicherten Ländern mit geringer Finanzkraft für den Wiederaufbau.» Die Versicherungsbranche und die Politik sind gefordert, nachhaltige Strategien zur Stärkung der Widerstandskraft zu entwickeln. Nur mit präventiven Massnahmen kann die Belastung durch Klimakatastrophen langfristig reduziert werden.

  • Campus Platztor Architekturwettbewerb gestartet

    Campus Platztor Architekturwettbewerb gestartet

    In der ersten Wettbewerbsrunde gingen 73 Bewerbungen ein, eine überraschend hohe Anzahl mit qualitativ starken Referenzprojekten. Entscheidend für die Auswahl der 16 Büros waren Nachhaltigkeitsaspekte, Erfahrung mit ähnlich komplexen Projekten sowie städtebauliche und architektonische Qualität. Die ausgewählten Teams kommen aus St. Gallen, Zürich, Thurgau, Basel-Stadt und Genf.

    Nächste Schritte und Zeitplan
    Nach der Wahl des Siegerprojekts im Sommer 2025 folgt die Weiterentwicklung durch den Kanton und die Universität. Der Baustart ist für 2028 geplant, die Eröffnung voraussichtlich 2031. Der neue Campus soll als Denkplatz und Begegnungsort dienen und sich harmonisch in das Stadtbild einfügen. Ziel ist eine stärkere Vernetzung der Universität mit der Stadt und ihrer Bevölkerung.

    Neuausrichtung nach Projekt-Neustart
    Der aktuelle Wettbewerb wurde nötig, weil das 2021 ausgewählte Projekt nicht zufriedenstellend weiterentwickelt werden konnte. Mit dem neuen Verfahren soll nun ein tragfähiges Konzept entstehen, das die hohen Anforderungen an Architektur, Nachhaltigkeit und Stadtintegration erfüllt.

  • Innovationswettbewerb für Bau-Startups in der dritten Runde

    Innovationswettbewerb für Bau-Startups in der dritten Runde

    Die Basler Startup Academy und die Fachmesse Swissbau haben die dritte Swissbau Startup Challenge ausgeschrieben. Die Kooperation fördert Jungunternehmen aus der Bau- und Immobilienbranche, die aktiv zu deren Transformation beitragen. Entsprechend liegt ein besonderer Fokus auf der Kreislaufwirtschaft. In einer Meldung auf LinkedIn zeigen sich die Veranstaltungspartner erfreut, «hier BaselCircular als Partner mit an Board haben».

    Teilnehmen können Start-ups, die nicht älter als zwei Jahre sind, und Scale-ups, die es noch nicht länger als vier Jahre gibt. Sie haben die Möglichkeit, an einer Pitching-Runde teilzunehmen und professionelle Rückmeldungen zu ihrer Geschäftsidee zu erhalten. Gleichzeitig werden sie an Bootcamps und Workshops der Startup Academy und durch das Branchennetzwerk der Swissbau gefördert.

    Die Top-Teams treten beim Finale an der Swissbau vor einer Fachjury und dem Messepublikum auf. Die Messe findet vom 20. bis 23. Januar 2026 statt. Optional können die Jungunternehmen dort auch eine Präsenz am Infopoint zum rabattierten Preis buchen.

    Beim Finale wird erstmals auch der Swissbau Circular Award verliehen. Mit dieser Auszeichnung möchten die Veranstaltungspartner neue, kreative Lösungen für eine nachhaltige Bauweise identifizieren und unterstützen sowie Start-ups, etablierte Unternehmen und Fachleute zusammenbringen, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Ausserdem soll die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft in der Bau- und Immobilienbranche herausgestellt werden. Die Anmeldung zur Challenge ist bis 31. März möglich.

    Die Swissbau ist eine Messe der MCH Group mit Sitz in Basel.

  • Digital Real Estate Summit: Innovation trifft Immobilien

    Digital Real Estate Summit: Innovation trifft Immobilien

    Der Digital Real Estate Summit ist die Plattform für alle Akteurinnen und Akteure der Immobilienwirtschaft, die die digitale Welt als Chance begreifen und neue Geschäftsmöglichkeiten erschliessen bzw. bestehende weiterentwickeln wollen. Eine Ausstellung von Digitalprodukten und –systemen, die die Zukunft der Immobilienwirtschaft vorwegnehmen, zeigt, was heute schon Praxis ist. Denn vieles ist machbar, wenn man die richtigen Informationen hat!

    Werden Sie Teil des Netzwerkes und seien Sie am 6. März 2025 in Baden dabei.

    Das vielseitige Programm bietet etwas für alle, die die Digitalisierung der Immobilienbranche aktiv mitgestalten wollen. Lassen Sie sich von inspirierenden Keynotes beeindrucken, in denen renommierte Persönlichkeiten ihre Visionen und Erfahrungen teilen. Gewinnen Sie neue Perspektiven durch praxisorientierte Workshops, die Ihnen Einblicke in aktuelle Themen und Best Practices geben.

    Die spannende Ausstellung wird Ihnen die neuesten Trends und Entwicklungen der Branche präsentieren. Ob Smart Buildings, digitale Plattformen oder KI-gestützte Lösungen – hier finden Sie die Innovationen, die morgen den Markt bestimmen werden.

    Natürlich kommt auch das Networking nicht zu kurz. Tauschen Sie sich am 10. Digital Real Estate Summit 2025 mit anderen Fachleuten und Visionärinnen und Visionären aus und knüpfen Sie wertvolle Kontakte. Kulinarische Highlights sorgen dafür, dass Sie den Tag in entspannter Atmosphäre geniessen können.

    Der Digital Real Estate Summit ist seit Jahren die führende Plattform, um über die Transformation der Immobilienwirtschaft zu diskutieren. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich mit anderen Pionierinnen und Pionieren zu vernetzen und Ihr Wissen zu erweitern. Jetzt anmelden und Teil des wichtigsten Branchenevents werden

    Seien Sie dabei, wenn Visionärinnen und Visionäre sowie Branchen-Leaderinnen und Leader zukunftsweisende Lösungen erarbeiten. Lassen Sie sich inspirieren, gestalten Sie die digitale Immobilienwelt aktiv mit und feiern Sie mit uns das 10-jähirge Bestehen des Digital Real Estate Summit!

    Weitere Infos: https://www.digitalrealestate.ch