Kategorie: Personen

Personen – Immobiliennews zu führenden Persönlichkeiten, Karrierewegen & Akteuren der Schweizer Immobilienbranche.

  • «Eine Grossstadt mit kleinstädtischem Charme»

    «Eine Grossstadt mit kleinstädtischem Charme»

    Wo sehen Sie aktuell die grössten Herausforderungen für die Stadt?
    Winterthur verzeichnet ein starkes Wachstum. Dieses birgt Chancen, aber auch Herausforderungen. Immer mehr Menschen möchten nach Winterthur ziehen. Das erfordert eine grössere Anzahl verfügbarer Arbeitsplätze, denn kurze Arbeitswege bedeuten Lebensqualität. Zudem müssen wir mehr Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur zur Verfügung stellen. Das ist mit Kosten verbunden – auch wenn wir durch die wachsende Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner mehr Steuereinahmen generieren. Dennoch sind grössere Investitionen nötig, um das Wachstum aufzufangen. Mit «Winterthur 2040» haben wir definiert, wo verdichtet werden soll. Bis 2040 rechnen wir mit rund 135’000 Einwohnenden.

    Sie haben es bereits erwähnt: Die Stadt Winterthur zählt aktuell über 120’000 Einwohner. Sie verzeichneten vergangenes Jahr das stärkste Bevölkerungswachstum seit Jahrzehnten. Woran liegt das?
    Winterthur ist einfach eine super Stadt! Wir liegen hervorragend erschlossen. Wir bieten sehr viele Grünflächen, eine hohe Lebensqualität sowie ein vielseitiges Kulturangebot. Unsere Bildungsinstitutionen ziehen darüber hinaus vor allem junge Leute an. Dies bringt dem regionalen Arbeitsmarkt gut ausgebildete Fachkräfte. Natürlich profitieren wir auch von unserer Zugehörigkeit zum Wirtschaftsraum Zürich. Und wir sind eine moderne Technologiestadt, was für Unternehmen inte-
    ressant ist. Kurz gesagt: Winterthur ist eine Grossstadt, die alles bietet, aber dennoch den kleinstädtischen Charme behalten hat.

    Wie steht es hinsichtlich der stark angestiegenen Einwohnerzahlen um den Wohnungsmarkt der Stadt?
    Wir kämpfen wie alle Städte mit einer sehr tiefen Leerstandsquote. Aber wir können immer noch auf ein paar wenige städtische und einige private Baureserven zurückgreifen. Die aktuelle Bau- und Zonenordnung lässt noch einiges zu. Es wird rege gebaut, das sehen wir an der Anzahl Baubewilligungen. Grundsätzlich streben wir eine gut durchmischte Stadt an. Deshalb sind wir bemüht, sowohl günstigen Wohnraum wie auch solchen für höhere Einkommen anzubieten. Meiner Meinung nach soll der Wohnungsmarkt aber nicht von der Stadt reguliert werden, er muss möglichst eigenständig funktionieren.


    Sie haben die Fachstelle Smart City aufgebaut. Womit beschäftigt sich diese und wie funktioniert sie?

    Wir waren die erste Stadt mit einer stadträtlichen Smart-City-Strategie in der Schweiz. Die Smart City setzt soziale und technologische Innovationen gezielt ein, um die Lebensqualität zu sichern, Ressourcen zu schonen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Es geht also darum, unter Anwendung moderner Technologien den Alltag für die Bevölkerung zu vereinfachen und die Stadt gut zu vernetzen. Dafür haben wir die Fachstelle Smart City Winterthur gegründet. Darüber hinaus positioniert sich die Stadt Winterthur als Living Lab (WinLab), Reallabor respektive Teststadt, in welcher soziale und technologische Innovationen zugunsten einer nachhaltigen Stadtentwicklung erprobt, systematisch getestet und im Erfolgsfall skaliert werden können. Partner aus Forschung und Entwicklung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sind zur aktiven Teilnahme eingeladen.


    Nachhaltigkeit ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Stichwort.
    Stimmt. Die Stadt der Zukunft, da sind sich Forscherinnen und Forscher verschiedenster Richtungen einig, muss eine nachhaltige Stadt sein. Das bedeutet, die Stadt muss so gestaltet sein, dass sie sich wandelnden Rahmenbedingungen anpassen kann. Dies betrifft nicht nur die «Hardware» wie Infrastruktur, Bauten und Freiflächen, sondern auch die «Software», also die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen. Eine nachhaltige Stadt ist demnach ökonomisch erfolgreich, ökologisch verträglich, sozial stabil und damit: Resilient. Das nachhaltige Winterthur soll darum auch eine ökologische Stadt sein, im Sinne der Lebensqualität für ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Dazu gehören möglichst wenig Emissionen, genügend Grünflächen, Freiraum und flexible und vielfältige Fortbewegung. Im Hinblick auf soziale Resilienz ist es uns wichtig, Netzwerke zu stärken und bestehende Benachteiligungen anzugehen.


    Was wurde im Bereich der digitalen Transformation der Stadtverwaltung konkret unternommen und was ist noch geplant?
    Um die digitale Transformation gezielt und ganzheitlich angehen zu können, erarbeitet die Stadt aktuell eine Digitalisierungsstrategie. Diese richtet sich nach den Bedürfnissen der verschiedenen Anspruchsgruppen und orientiert sich an den zur Verfügung stehenden Mitteln und Ressourcen. Unser Ziel ist es, einen schnelleren und möglichst niederschwelligen Kontakt zur Bevölkerung zu schaffen. Aktuell bietet die Stadt über 90 E-Services, die über ein zentrales Portal erreichbar sind. Auch intern wollen wir unsere Arbeitsprozesse noch effizienter gestalten. Höchste Priorität hat dabei aber nicht nur eine einfache Handhabung, sondern insbesondere der Datenschutz und die Datensicherheit. Die grösste Herausforderung ist und bleibt aber die Geschwindigkeit, mit welcher die Digitalisierung voranschreitet. Hier gilt es, Schritt zu halten. Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir sind gut unterwegs.


    Sie haben 2017 die Vereinigung der Vereine Winterthur Tourismus und Standortförderung Region Winterthur initiiert. Entstanden ist die neue Organisation House of Winterthur. Welches Fazit ziehen Sie rund sechs Jahre später?
    Wir haben mit House of Winterthur einen Verein gegründet, der uns erlaubt, integriertes Standortmarketing zu betreiben. Wir waren damals die erste Stadt, die das probiert hat. Wir wollen Marketing für die Stadt und die Region Winterthur quasi aus einer Hand betreiben und eine höhere Wertschöpfung generieren. Wir sind mit einer sehr breiten Trägerschaft gut gestartet. Die Trägerschaft ist mit dem Kanton, Gemeinden, Unternehmen, Hotelbetrieben, Restaurants, Kulturinstitutionen und der Stadt sehr breit; die unterschiedlichen Ansprüche zu erfüllen, war eine sehr grosse Herausforderung. Wir haben hier bestimmt nicht alles optimal gemacht. Seit eineinhalb Jahren haben wir einen neuen Direktor und sind daran, den Vorstand neu zusammenzustellen. Von der Idee bin ich nach wie vor überzeugt, wir müssen sie aber noch optimieren und justieren.

  • Datenschutz und Immobilien – aktuell wie selten zuvor

    Datenschutz und Immobilien – aktuell wie selten zuvor

    Was ist Datenschutz und was nicht?
    Es ist keine Regelung zum Umgang mit Sachdaten, wie etwa zur Verwendung von definierten Datenformaten oder Vorgaben zur Datendurchgängigkeit in Bauprojekten. An einer solchen Regelung fehlt es heute leider weitestgehend, letztlich zum Nachteil der Immobilieneigentümer. Das Datenschutzgesetz (DSG) regelt die Bearbeitung von Personendaten unter anderem durch Privatpersonen und Unternehmen. Jede Person soll grundsätzlich über die Verwendung ihrer Daten selbst bestimmen können. Das Schweizer Datenschutzrecht ist so konzipiert, dass die Bearbeitung von Personendaten durch Private grundsätzlich erlaubt ist, sofern die im DSG bestimmten Grundsätze (z.B. Zweckbindung, Datenminimierung) eingehalten werden. Das revidierte DSG tritt am 1. September 2023 in Kraft. In einem Immobilienzyklus finden sich zahlreiche Ansatzpunkte für den Umgang mit Personendaten. Nachfolgend werden einige Bereiche beleuchtet:

    Vermarktung durch Makler
    Durch ihre Aktivität gelangen Makler in Kontakt mit Interessenten, deren Kunden- und Personendaten sie bearbeiten. Makler sind deshalb neu gesetzlich verpflichtet, eine Datenschutzerklärung aufzusetzen. Darin müssen sie die betroffene Person unter anderem darüber informieren, welche Daten zu welchem Zweck erhoben resp. verarbeitet werden, wie die Verarbeitungsmodalitäten aussehen und welche Rechte ihr zustehen. Die Erklärung kann auf der Website oder in den AGB publiziert werden. Werden für den Verkaufsprozess Mieterspiegel verwendet, so ist Vorsicht geboten. Entweder sind Personendaten zu schwärzen oder die Mieterschaft hat der Weitergabe an Kaufinteressenten explizit zuzustimmen bzw. die Mietverträge enthalten Klauseln, die die Weitergabe im Verkaufsprozess zulassen.

    Bewirtschaftungsdaten
    Im Rahmen der Bewirtschaftung werden häufig Daten bearbeitet: Mieterchecks vor Vertragsabschluss, Nutzerdaten über den Betrieb einer Liegenschaft, Daten aus Zutrittskontrollen (ausserhalb der Liegenschaft oder zur Mietereinheit), Netzwerkdaten, elektronischer Concierge oder smarte Lösungen, welche seitens Vermieterschaft angeboten werden (wie Tablets in Mieträumen, Smart Homes etc.). Das DSG schafft für jeden Leistungserbringer eine Verpflichtung, über die von ihm bearbeiteten Daten Rechenschaft abzulegen und eine gesetzeskonforme Handhabung sicherzustellen. Es ist daher zu empfehlen, eine individualisierte datenschutzrechtliche Analyse durchzuführen. Bei einer solchen sind unter anderem die konkreten Umstände und Datenflüsse, Art der Daten und Leistungserbringung sowie die Speicherorte zu beachten. Die Mieterschaft ist jeweils über sämtliche Bearbeitungen ihrer Personendaten zu informieren, sofern nicht entsprechende Grundlagen im Mietvertrag vorhanden sind.

    Angebot ins Ausland
    Richten sich Verkaufsangebote auch an Personen im EU-Raum, so sind die Vorgaben der europäischen Datenschutzverordnung (DSGVO) zu beachten. Diese sind in einigen Punkten wesentlich strenger als die Regelungen des DSG. Allenfalls ist der Einsatz von Geoblockern zu prüfen.

    Seidel & Partner Rechtsanwälte AG ist spezialisiert auf Rechtsfragen für Bau, Planung und Immobilien. Unser Fokus liegt auf wertschöpfungs- und lösungsorientiertem Support für KMU’s, Investoren, Genossenschaften und Behörden. Wir streben wirtschaftlich sinnvolle Lösungen an; anwaltstypische Prozessführungen sind für uns nur das letzte Mittel.

    Kontakt
    Dr. Wolf S. Seidel &
    Lic. iur. Simon Kohler
    Seidel & Partner Rechtsanwälte AG
    Balz-Zimmermann-Strasse 7
    8302 Kloten
    Telefon 044 590 20 12
    info@seidelpartner.ch
    www.seidelpartner.ch

  • «Die zentrale Lage ist ein grosses Plus»

    «Die zentrale Lage ist ein grosses Plus»

    Herr Zettel, welche Ziele verfolgt die Wirtschaftsförderung Luzern?

    Wir verfolgen drei Hauptziele. Das erste sind spannende und gute Arbeitsplätze für unsere Bevölkerung. Das zweite ist, Steuererträge für die Leistungen von Kanton und Gemeinden zu generieren. Und das dritte ist die positive Wahrnehmung des Wirtschaftsstandorts Luzern nach innen und aussen.

    Wofür sind Sie als Leiter Unternehmensentwicklung zuständig?

    Als Leiter Unternehmensentwicklung liegt mein Hauptfokus auf den bestehenden Unternehmen des Kantons Luzern. Wir haben etwas mehr als 30’000 Unternehmen und unterstützen diese dabei, sich positiv zu entwickeln. Meist drehen sich unsere Projekte mit Unternehmen um deren Standort. Wenn ein Unternehmen beispielsweise wächst, ändern sich seine Bedürfnisse. In diesem Zusammenhang können sich Fragen nach Erweiterungen oder einem Standortwechsel stellen. Welches sind aktuell die grössten Herausforderungen der Unternehmen? Themen rund um begrenzte Ressourcen wie Bauland und Gewerbeflächen stellen Unternehmen häufig vor Herausforderungen. Ein anderes grosses Thema ist aktuell der Fach- und Arbeitskräftemangel. Aktuell sind grössere Unsicherheiten vorhanden, wie etwa der Ukraine-Krieg oder die Inflation. Dazu gehören auch Themen wie Energiepreise und Lieferengpässe. Diese Herausforderungen zeigen uns einmal mehr auf, wie abhängig wir letztlich davon sind, was ausserhalb der Schweiz passiert.

    Welches sind aktuell die bedeutendsten Bauprojekte im Kanton Luzern?

    Der ganze Kanton Luzern hat eine hohe Baudynamik. Sehr viel läuft aktuell in den beiden Entwicklungsschwerpunkten Luzern Nord und Luzern Süd. In der Smart City Luzern Nord entsteht die neue zentrale kantonale Verwaltung. In Luzern Süd gibt es bereits viele Projekte in Realisierung wie das Nidfeld-Areal oder die Pilatus-Arena mit dem Pilatus Tower, dem höchsten Hochhaus Luzerns. Der Campus Horw der Hochschule Luzern wird bis Ende dieses Jahrzehnts erweitert und erneuert.

    Was macht den Kanton Luzern als Wohnort attraktiv?

    Im Kanton Luzern ist für alle etwas dabei. Wir haben tolle Wohnlagen und ganz unterschiedliche Regionen und Landschaften. Wir haben eine grossartige Stadt mit einem wunderbaren kulturellen Angebot. Wir haben Seen, Berge und ein touristisches Angebot, das auch der Bevölkerung zur Verfügung steht. Das alles macht Luzern zu einem attraktiven Gesamtpaket. Ausserdem ist Luzern von der Grösse her ein überschaubarer Ort. Man kann sich hier gut integrieren, wir haben viele Vereine und tolle Veranstaltungen. Insgesamt ist die Lebensqualität in Luzern herausragend.

    Wie sieht es aus mit freiem und günstigem Wohnraum aus im
    Kanton Luzern?

    Wohnraum ist auch in Luzern ein Thema. Wir haben eine Leerwohnungsziffer von etwas unter einem Prozent. Das ist ein Durchschnittswert: Manche Gemeinden haben praktisch keine freien Wohnungen, in anderen gibt es durchaus Angebote. Auch bei den Preisen ist es so: Während etwa der Wohnraum in der Stadt Luzern relativ teuer ist, gibt es auch Gemeinden, in denen es günstigere Angebote gibt. Gleichzeitig wird viel gebaut. Das ist auch das Wichtigste im Moment: Dass Bauprojekte realisiert werden und neue Wohnungen zügig auf den Markt kommen.

    Welche Gemeinden sind neben der Stadt Luzern bei Unternehmen besonders beliebt?

    Wir haben 80 tolle Gemeinden im Kanton Luzern, und jede Gemeinde hat ihre eigenen Stärken. Bezogen auf die Anzahl Unternehmen sind neben der Stadt Luzern die grossen Gemeinden in der Agglomeration wie Emmen, Kriens, Horw und Ebikon bedeutende Standorte. Sursee als zweites Zentrum des Kantons ist aufgrund seiner Lage ebenfalls attraktiv für Unternehmen. Aber auch in Regionen wie Willisau oder Hochdorf gibt es viele tolle Unternehmen, besonders in der Industrie. Diese breite und vielfältige Wirtschaftsstruktur ist eine der Stärken von Luzern.

    Warum sollte ein Unternehmen nach Luzern kommen anstatt nach Zürich, Bern oder Basel?

    Die zentrale Lage mitten in der Schweiz ist ein grosses Plus. Man ist schnell in Basel oder Zürich, aber auch in Italien oder Deutschland. Zusätzlich haben wir sehr attraktive Unternehmenssteuern, eine breite Bildungslandschaft und gute Fach- und Arbeitskräfte.

    Wo steht der Kanton Luzern in Sachen Digitalisierung?

    Ich betrachte das Thema vor allem aus der Perspektive der Wirtschaftsstruktur. Wir haben beispielsweise viele IT-Dienstleister, die sich auf Digitalisierung spezialisiert haben. Bei den meisten Unternehmen ist das Thema schon lange angekommen. Aber Digitalisierung hört ja nicht auf. Der Wandel ins digitale Geschäftsmodell ist fortlaufend, und es kommen ständig neue Themen dazu. Auch wir greifen diese Themen auf. Vergangenes Jahr haben wir beispielsweise einen Hub für künstliche Intelligenz mitgegründet. Dieser macht das Thema KI sichtbar und hilft den Unternehmen in der Anwendung. Wir unterstützen Unternehmen auch dabei, sich für Digitalisierungsprojekte mit passenden Partnern zu vernetzen.

    Als Wirtschaftsförderer haben Sie einen relativ jungen Beruf. Was zeichnet diesen Beruf für Sie aus?

    Ich komme mit unglaublich vielen interessanten Leuten in Kontakt – sei es aus Unternehmen, aus der Politik oder aus der Verwaltung. Ausserdem sind wir an der Quelle neuer Ideen und Projekte. Auch fachlich hat dieser Beruf viele Facetten: Von Betriebswirtschaft über Raumplanung und Immobilien bis hin zu Politik und Kommunikation. Für mich ist es ein Privileg, diese Arbeit machen zu dürfen.

  • «Mit der Steuergesetzrevision bleiben wir ein attraktiver  Wirtschaftsstandort.»

    «Mit der Steuergesetzrevision bleiben wir ein attraktiver  Wirtschaftsstandort.»

    Sie sind seit 2011 als Regierungsrat tätig und kandidieren im April für eine vierte Amtszeit. Was gefällt Ihnen an Ihrem aktuellen Amt als Finanzdirektor des Kantons Luzern?

    Auch nach 12 Jahren empfinde ich es als Privileg, Regierungsrat im Kanton Luzern sein zu dürfen. Für mich ist das eine spannende, vielseitige und herausfordernde Aufgabe. Als Finanzdirektor kümmere ich mich neben den Finanzen um die Informatik, Immobilien und das Personal. Diese Querschnittsfunktionen und die daraus resultierenden Verantwortlichkeiten bereiten mir Freude. Unser Departement darf die Ressourcen zur Verfügung stellen, die die anderen Departemente benötigen, um die entsprechenden Dienstleistungen an der Bevölkerung zu erbringen.

    Wo sehen Sie derzeit die grössten Herausforderungen?

    Bei übergeordneter Betrachtung gehören nebst der Gesundheitsversorgung die Mobilität und Nachhaltigkeit dazu. Innerhalb des Finanzdepartements haben wir mehrere interessante Immobilienprojekte, die wir vorantreiben dürfen – beispielsweise den Ausbau des Campus Horw. Mit einem Budget von 365 Millionen Franken ist dies das bislang grösste Projekt des Kantons Luzern. Zudem haben wir gerade das Baugesuch für die kantonale Verwaltung am Seetalplatz in Emmen aufgelegt. In diesem Neubau für rund 175 Millionen Franken wollen wir die Verwaltung bündeln. Zu den anspruchsvollen Aufgaben gehört die laufende Suche nach einem Standort in der Stadt Luzern für das Luzerner Museum sowie für das Kantonsgericht. Da wir für beide einige Tausend Quadratmeter Platz benötigen, gestaltet sich das Vorhaben nicht ganz einfach.


    Sie arbeiten momentan an der Steuergesetzrevision 2025. Finden dabei die weltweiten Unsicherheiten wie die Klimaproblematik oder der Krieg in der Ukraine Beachtung?

    Im Kanton Luzern registrieren wir eine sehr positive Entwicklung. Die Steuergesetzreform soll die Voraussetzungen schaffen, damit der Kanton Luzern auch weiterhin ein attraktiver Standort für natürliche und juristische Personen bleibt und sich optimal weiterentwickeln kann. Im Jahr 2000 hatten wir noch 2,5 Milliarden Franken Schulden – heute verfügen wir über ein Nettovermögen von mehr als 300 Millionen Franken. Dies ist uns dank einer ambitionierten und anspruchsvollen Steuer- und Finanzpolitik gelungen. Im Parlament haben wir einen Klima- und Energiebericht besprochen und setzen die entsprechenden Massnahmen um. Die Situation in der Ukraine wirkt sich natürlich auf viele Bereiche aus. Wir haben unter Berücksichtigung der aktuellen Lage ein stabiles Fundament für die Steuergesetzreform geschaffen und blicken dieser positiv entgegen. 

    Sie sehen sich als Brückenbauer zwischen Stadt und Land. Wo liegen die Diskrepanzen?

    Neben der Stadt und der Agglomeration als urbanes Zentrum gibt es viele landwirtschaftlich geprägte Regionen, insbesondere im Luzerner Hinterland. Gerade diese Vielseitigkeit macht den Kanton interessant. Wir liegen zentral, sind gut erreichbar und können attraktive Naherholungsgebiete bieten. Insofern möchte ich nicht von Diskrepanzen sprechen, sondern von unterschiedlichen Ausgangslagen. Unsere Aufgabe ist es, bei allen Entscheidungen diese unterschiedliche Betroffenheit im Auge zu behalten. Eine Agglomerationsstadt hat andere Bedürfnisse als eine ländlich geprägte Gemeinde im Entlebuch. Dank dem kantonalen Finanzausgleich können wir in allen Gemeinden vergleichbare Dienstleistungen für die Bevölkerung anbieten.  

    Sie haben eine Lehre als Bauzeichner und danach ein Studium zum Bauingenieur absolviert. Inwiefern fliessen Ihre damals erworbenen Kenntnisse in Ihre jetzige Tätigkeit ein?

    Ich bin ein grosser Freund des dualen Bildungssystems: Eine Berufsausbildung ist nicht besser oder schlechter als der akademische Weg. Sie ist einfach anders. Während meiner Lehre habe ich gelernt, Verantwortung für die von mir ausgeführte Arbeit zu übernehmen und diese sehr exakt zu erledigen. Das kommt mir in meiner heutigen Aufgabe als Finanzdirektor zugute. Gerade im Immobilienbereich weiss ich, wie Bauprojekte aufgegleist werden und kenne die Abläufe. Grundsätzlich ist eine Ausbildung wie ich sie geniessen durfte eine gute Basis für eine breite Bandbreite an Aufgaben.

    Welche Strategie verfolgen Sie in Ihrem Departement in Sachen Digitalisierung?

    Ich bin überzeugt, dass der digitale Wandel eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft und Wirtschaft darstellt. Insofern haben wir eine Digitalstrategie erarbeitet, die auf den gesamten Kanton ausgerichtet ist und dessen zukunftsgerechte Entwicklung sicherstellen soll. Verwaltungsintern wollen wir unsere Dienstleistungen zeitgemäss – sprich digital – erbringen. Das Service-Portal haben wir gemeinsam mit den Luzerner Gemeinden aufgegleist. Dieses soll kommunale und kantonale Dienstleistungen online anbieten. Geplant ist ein digitales Zugangstor für sämtliche Angebote der öffentlichen Hand des Kantons Luzern. Uns geht es nicht nur darum, eine optimale Lösung für die Verwaltung zu finden, sondern auch eine, die den Bewohnerinnen und Bewohnern das Leben erleichtert.

    Was macht den Kanton Luzern für Unternehmen attraktiv?

    Wir bieten gute Rahmenbedingungen, etwa bei der Gewinnbesteuerung, die wir im Jahr 2012 halbiert haben. Damit waren wir einige Jahre der Kanton mit der tiefsten Gewinnbesteuerung juristischer Personen – das hat sich positiv ausgewirkt. Mit der geplanten Steuergesetzrevision stellen wir sicher, dass wir auch in Zukunft ein attraktiver Wirtschaftsstandort sind. Aber auch unsere Bildungsinstitutionen sind ein wichtiger Faktor. Wir haben bewusst in die Bildung investiert und gehören zu den eher jüngeren Bildungskantonen. Ausserdem profitieren wir von unserer zentralen Lage und den ausreichend zur Verfügung stehenden Flächen für Unternehmen. Uns ist bewusst, dass wir uns mit den angrenzenden Kantonen in einem kompetitiven Umfeld bewegen. Wir müssen uns stetig bewegen, um attraktiv zu bleiben.

    Der Kanton Luzern setzt bei der Wirtschaftsförderung auf ein Sondermodell.

    Richtig. Wir sind der einzige Kanton der Schweiz, der die Wirtschaftsförderung nicht kantonal regelt, sondern in eine Stiftung ausgelagert hat. Dort sind die Unternehmen als Partner der Kantone und Gemeinden vertreten. Wir sind überzeugt, dass es wichtig ist, dass die Wirtschaft mitentscheiden kann und sich wertgeschätzt fühlt. Wir legen deshalb grossen Wert auf die Bestandespflege und möchten für gute Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft sorgen. Wir streben ein qualitatives Wachstum an und erhalten für unser Modell gute Feedbacks. 

    Wie steht es um die Zersiedelung im Kanton Luzern und was wird dagegen unternommen?

    Wir unterstützen den haushälterischen Umgang mit dem Boden und versuchen, dies mit gesetzlichen Grundlagen zu fördern. Verdichtetes Bauen ist in unserem Richtplan und in den kommunalen Zonenplänen das Gebot der Stunde. Aufgrund des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes zählen wir heute 21 Gemeinden, die ihre Bauzonen um bis zu 70 Hektaren reduzieren müssen – sogenannte Rückzonungs-Gemeinden. Dies ist kein einfacher Prozess, aber wir bleiben dran. Mit unserem Richtplan möchten wir die Entwicklung ermöglichen und gleichzeitig unserer Kulturlandschaft Sorge tragen.

    Vor allem in den Zentren herrscht Wohnungsnot. Welche Massnahmen müssen getroffen werden, um die Situation zu entschärfen?

    Dieses Problem kann die öffentliche Hand alleine nicht lösen. Hier ist ein Zusammenspiel zwischen der Privatwirtschaft, Investoren und der öffentlichen Hand gefragt. Wir schaffen Anreize zu verdichtetem Bauen, indem wir höhere Ausnutzungen ermöglichen. Zudem stellen wir geeignete Flächen für Wohnungsbauten zur Verfügung wie beispielsweise beim Seetalplatz  oder in Ebikon. So können rund 200 Wohnungen realisiert werden.

  • Patrick Berger übernimmt Leitung von DBU Facility Services

    Patrick Berger übernimmt Leitung von DBU Facility Services

    Patrick Berger ist seit dem 1. Januar neuer Geschäftsleiter der DBU Facility Services AG in Schlieren. Der 30-Jährige ist nicht nur neuer Chef des Familienunternehmens, sondern auch Teilhaber der DBU, heisst es in einer Medienmitteilung des auf Gebäudemanagement spezialisierten Unternehmens. Patrick Berger übernimmt die Firmenleitung von seinem Vater Daniel Berger.

    Er kam 2020 zur DBU, um bei der Einführung der ERP-Software Abacus zu unterstützen. Enterprise-Ressource-Planning (ERP) umfasst die Bereiche Personal, Ressourcen, Kapital, Betriebsmittel, Material sowie Informations- und Kommunikationstechnik. Seit mehr als zwei Jahren ist Patrick Berger daran, die Digitalisierung innerhalb der DBU weiter voranzutreiben.

    „Es ist ein riesiges Privileg und überhaupt nicht selbstverständlich, dass ich in meinem jungen Alter eine so grosse Verantwortung übernehmen darf“, wird Patrick Berger zitiert, der über einen Master in BWL verfügt. „Dank dieser Nachfolgelösung liegt die Verantwortung für die DBU weiterhin in den Händen der Eigentümer“, wird Daniel Berger zitiert.

    Neben dem neuen Geschäftsleiter hat DBU auch weitere junge Führungskräfte ins Team geholt. 2021 hat Joanna Schneider die Leitung Administration und Personal übernommen. Sie ist als KV-Lernende bei der DBU eingestiegen und hat sich bis zum Mitglied der Geschäftsleitung hochgearbeitet.

    Mit Sandro De Nardo, Leiter Finanzen und zuständig für Informations- und Kommunikationstechnik (ICT), sei 2021 ein neues, junges Gesicht zur DBU gestossen. Im Frühling 2022 sei mit Reto Langenegger ein im Facility Management erfahrener Mitarbeiter für die operative Leitung Facility Services in die Firma eingetreten. Mit dem starken Führungsteam wolle sich der neue Geschäftsleiter auf übergreifende Themen konzentrieren und die Position der DBU am Markt stärken.

  • Peter Dransfeld trat im Dezember als SIA-Präsident zurück

    Peter Dransfeld trat im Dezember als SIA-Präsident zurück

    Aufgrund von unterschiedlichen Führungsauffassungen tritt SIA-Präsident Peter Dransfeld per letzte Woche Mittwoch von seinen Aufgaben zurück. Er hat diesen Entscheid in Übereinkunft mit den beiden Vizepräsidenten Alain Oulevey und Urs Rieder sowie der Geschäftsleitung gefällt. Der Rücktritt erfolgt in Anerkennung einer wertvollen Zusammenarbeit mit zahlreichen im SIA engagierten Personen: Gemeinsam ist vieles für den SIA, seine Werte und Ziele erreicht worden.

    Erfolgreicher Brückenbauer
    Der Architekt Peter Dransfeld wurde an der Delegiertenversammlung im April 2021 einstimmig zum Nachfolger von Stefan Cadosch gewählt und übte das Amt mit grossem Engagement aus, wofür ihm der Verein aufrichtig dankt. In die Amtszeit von Peter Dransfeld fielen unter anderem die Erarbeitung einer neuen Vereinsstrategie, die personelle Erneuerung des Vorstands sowie weiterer Organe, die Schaffung einer neuen Zentralkommission und eine Schärfung der politischen Stimme des Verbands. Peter Dransfeld pflegte einen intensiven Austausch mit den Sektionen, Berufsgruppen und Kommissionen, ebenso mit anderen Verbänden sowie Politik und Hochschulen. Zudem vertrat er den SIA in zahlreichen Gremien, bei öffentlichen Auftritten und in Publikationen. Aufgrund seiner zweisprachigen Kindheit engagierte er sich in besonderem Mass für den Austausch zwischen den Landesteilen.

    Peter Dransfeld führte während der Zeit als Präsident des SIA sein Architekturbüro in Ermatingen TG weiter und setzte seine politische Arbeit im Grossen Rat des Kantons Thurgau fort. Diese Aktivitäten wird er nach seinem Rücktritt wieder ausbauen.

    Interimistische Co-Leitung für Erneuerungsphase
    Die beiden Vizepräsidenten Alain Oulevey und Urs Rieder werden den Verein während den kommenden 15 Monaten in einer interimistischen Co-Leitung und mit der Unterstützung des gesamten Vorstands führen. Somit bleibt die Führung des SIA strategisch und operativ vollumfänglich gewahrt. Der Vorstand wird die Nachfolgeregelung gemeinsam mit weiteren Gremien des Verbands zeitnah angehen, mit dem Ziel, den Delegierten an ihrer Versammlung im April 2024 eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten zur Wahl vorzuschlagen.

  • Franz Grüter tritt auf GV 2023 der LUKB aus

    Franz Grüter tritt auf GV 2023 der LUKB aus

    Der Luzerner IT-Unternehmer Franz Grüter ist seit 2018 Mitglied im Verwaltungsrat der LUKB. Er begründet seinen Entscheid, nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten, wie folgt: «Seit der Wahl in den LUKB-Verwaltungsrat hat sich mein berufliches und politisches Aufgabenspektrum wesentlich verändert. Nicht zuletzt das Präsidium der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates, das ich Anfang 2022 angetreten habe, beansprucht mich zeitlich sehr stark. Mit dem Rücktritt aus dem LUKB-VR möchte ich für mich wieder vermehrt zeitliche Freiräume schaffen. Ich danke dem VR und allen LUKB-Mitarbeitenden für die grossartige und erfolgreiche Zusammenarbeit in den letzten fünf Jahren.» 

    Der Verwaltungsrat der LUKB beantragt der Generalversammlung vom 17. April 2023, zwei neue Mitglieder in das oberste Aufsichtsgremium der Bank zu wählen. Dazu Verwaltungsratspräsident Markus Hongler: «Mit der Kandidatur von Erica Dubach Spiegler decken wir das Anforderungsprofil ‚IT-Expertise‘ ausgezeichnet ab. Marc Gläser als zweiter Kandidat wird als Luzerner Unter-nehmerpersönlichkeit unter anderem die Perspektive der regionalen Wirtschaft einbringen.»

    Erica Dubach Spiegler: Promovierte Informatikerin mit breitem Erfahrungsspektrum
    Die in Luzern aufgewachsene und heute in Zürich wohnhafte Erica Dubach Spiegler (Jahrgang 1969) hat in der Schweiz und in den USA Informatik studiert. Ihre Studien hat sie 2011 an der ETH Zürich als Dr. sc. abgeschlossen. Die Schwerpunkte ihres beruflichen Werdegangs sind operatives Management, Beratung, Forschung sowie Verwaltungsratsmandate rund um die Themen Digitale Transformation und Innovation von Geschäftsmodellen. Sie arbeitet aktuell als Leiterin der Abteilung Transformation und Interoperabilität bei der Bundeskanzlei in Bern.

    Marc Gläser: Innovativer Luzerner Unternehmer mit langjähriger Führungserfahrung
    Marc Gläser (Jahrgang 1968) hat an der Universität St. Gallen Betriebswirtschaft mit der Vertiefung «Finance and Accounting» studiert (lic.oec. HSG). Nach verschiedenen Führungsfunktionen in der Konsumgüter- und Uhrenindustrie ist er seit 2014 CEO und Mitinhaber des Skiproduzenten Stöckli Swiss Sports AG in Malters. Unter seiner Leitung hat Stöckli unter anderem die Ski-Manufaktur in Malters modernisiert und ausgebaut, den Export-Absatz in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt, den Markenauftritt neu gestaltet und in der Schweiz eine innovative Omni-Channel-Strategie umgesetzt. Marc Gläser ist seit 2021 im Vorstand der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ).

    LUKB-VR neu mit neun Mitgliedern
    Alle anderen Mitglieder des LUKB-Verwaltungsrates inklusive VR-Präsident Markus Hongler stellen sich an der Generalversammlung vom 17. April 2023 wiederum zur Wahl für die statutarische Amtsdauer von einem Jahr. Mit den beantragten personellen Mutationen wird der Verwaltungsrat der LUKB neu aus neun Personen bestehen – die Statuten sehen eine Bandbreite von sieben bis neun Mitglieder vor. Der Frauenanteil im LUKB-VR wird nach der GV 2023 bei 33.3 % liegen.

  • Veränderungen im Verwaltungsrat von Swiss Prime Site

    Veränderungen im Verwaltungsrat von Swiss Prime Site

    Er war seit 2001 Mitglied der Führungsgremien von Bachem Holding AG, Emmi Holding AG und der Coop Gruppe. Dadurch konnte er sich auf nationaler und internationaler Ebene fundiertes Know-how und wichtige Managementerfahrung aneignen. Zuletzt leitete er bei der Coop Gruppe die Direktion Informatik, Produktion und Services (2016 – 2022) und war davor der CFO (2012 – 2016) des Unternehmens. Während dieser gesamten Zeit war er zudem Mitglied des Anlageausschusses der Pensionskasse. Seine vielseitige unternehmerische Erfahrung, die weitreichenden Finanz-, Informatik-, Nachhaltigkeits- und Infrastrukturkenntnisse sowie sein Immobilien-Know-how machen ihn zu einem hervorragend geeigneten Kandidaten für den Verwaltungsrat von Swiss Prime Site

    Reto Conrad schloss 1990 sein Studium an der Universität Sankt Gallen als Ökonom ab und wurde 1997 diplomierter Wirtschaftsprüfer.

    Mario F. Seris tritt im März 2023 nicht mehr zur Wiederwahl an
    Mario F. Seris hat entschieden, sich an der kommenden Generalversammlung nicht mehr zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat der Swiss Prime Site zu stellen. Er scheidet damit im März 2023 aus dem Gremium aus.

    Mario F. Seris ist seit 2005 Mitglied im Verwaltungsrat der Swiss Prime Site und brachte vielseitige Kompetenzen und grosses Engagement ins Gremium. Dazu Ton Büchner, Verwaltungsratspräsident von Swiss Prime Site: «Ich danke Mario F. Seris im Namen des gesamten Verwaltungsrats für sein ausserordentliches Engagement unserem Unternehmen gegenüber und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.»

  • Jens Paul Berndt neuer Verwaltungsratspräsidenten von Property Captain

    Jens Paul Berndt neuer Verwaltungsratspräsidenten von Property Captain

    Sie alle bringen langjährige Erfahrung in den Bereichen digitale Plattformen, Digital Marketing, AI sowie Machine Learning mit und sind dadurch eine wertvolle Ergänzung für die strategische Weiterentwicklung.

    Die 2021 von Avobis gegründete Immobilien-Matching-Plattform Property Captain hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich: Insgesamt drei «Best of Swiss Web Awards» hat Property Captain gewonnen, darunter Gold in der Kategorie Innovation. Mittlerweile nutzen jede Woche über 15’000 Nutzer die Plattform. Um die ambitionierten Ziele auch in Zukunft zu erreichen, wird der Verwaltungsrat mit weiteren Personen gestärkt, welche umfassende Fachexpertise und Marktkenntnisse im Gremium vereinen und die strategische Weiterentwicklung vorantreiben. Jens Paul Berndt wird neuer Verwaltungsratspräsident, Prof. Dr. Damian Borth und Karin Taheny, die Avobis bereits seit längerem bei Projekten im Innovationsbereich begleiten, treten dem Gremium ebenfalls als Verwaltungsräte bei.

    Fachexpertise für strategische Weiterentwicklung

    Mit Jens Paul Berndt gewinnt die Plattform einen erfahrenen Fachexperten. Als ehemaliger CEO von Homegate und CTO von SMG Swiss Marketplace Group kennt er die Chancen und Herausforderungen am Markt. Berndt wird mit seiner wertvollen Fachexpertise und langjährigen Erfahrung wesentlich dazu beitragen, die Wachstumsstrategie zu schärfen und weiter voranzutreiben. «Mit der umfassenden Datenbasis und den bereits jetzt verfügbaren Innovationen wie beispielsweise dem DreamScore oder BlindBid haben wir eine tolle und superspannende Basis, welche den Menschen beim Kaufen, Verkaufen, Mieten und Vermieten wirklich hilft. Der Prozesse wird für alle Marktteilnehmer vereinfacht und deutlich effizienter gestaltet. Ich bin überzeugt, dass wir das erfolgsversprechende Geschäftsmodell weiter ausbauen, und freue mich sehr, dass ich meine Erfahrung und Leidenschaft einbringen und so den zukünftigen Erfolg aktiv mitgestalten kann», sagt Jens Paul Berndt.

    Durch die Wahl von Prof. Dr. Damian Borth in den Verwaltungsrat konnte ein weiteres hochkarätiges Mitglied gewonnen werden. Borth ist Professor für Artificial Intelligence & Machine Learning an der Universität St. Gallen und Gewinner des diesjährigen Google Research Scholar Award. Seine Expertise wird vor allem in der Weiterentwicklung des DreamScores zugutekommen. Mit Karin Taheny tritt zudem die Chief Digital + Technology Officer von Switzerland Global Enterprise dem Verwaltungsrat bei. Taheny kann durch ihre Erfahrung einen wertvollen Beitrag in der technischen Weiterentwicklung und Vermarktung der Plattform leisten.

    Konsequenter Wachstumspfad

    «Wir freuen uns sehr, mit Property Captain den nächsten Schritt auf dieser spannenden Reise zu gehen. Durch die Neuzugänge im Verwaltungsrat konsolidieren wir wertvolles Fach- und Marktwissen und gewinnen dadurch mehr Dynamik. So sind wir hervorragend aufgestellt, um an die bereits erreichten Meilensteine anzuknüpfen und konsequent und erfolgreich bis zur Erreichung unserer ambitionierten Ziele weiterzuentwickeln», sagt Patrick Schmid, Verwaltungsrat von Property Captain und Co-CEO der Avobis Group AG. Die Weiterentwicklung des DreamScores ist dabei eines der Kernelemente. Über den DreamScore matcht die Plattform alle zur Verfügung stehenden Immobilien optimal mit allen Wohnenden und unterstützt seine Kunden als unabhängiger Partner beim Erwerben, Bewohnen und Verkaufen von Immobilien.

  • Lukas Baumann als Gastprofessor am Institut Architektur FHNW

    Lukas Baumann als Gastprofessor am Institut Architektur FHNW

    Das Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW setzt auf neue Impulse aus der Praxis: Jedes Jahr wird eine erfahrene Fachperson aus der Praxis dazu eingeladen, ein Studienjahr als Gastprofessorin oder Gastprofessor mitzugestalten. Die angefragten Gäste leiten dann jeweils einen der drei Schwerpunkte Haus, Siedlung, Landschaft des Masterstudiengangs Architektur.

    Für das Studienjahr 2022/2023 konnte das Institut Architektur mit Lukas Baumann einen ehemaligen Studenten gewinnen. 1980 in Andermatt geboren und seit 2011 selbstständig als Architekt mit dem Büro Baumann Lukas Architektur im Raum Basel und Andermatt tätig, verbindet er spielerisch Stadt und Land, interessiert sich für traditionelles Handwerk und dessen zeitgenössische Neuinterpretationen. Er baut am Bestand, legt dabei Wert auf den gesellschaftlichen Kontext der Bauten und setzt dabei ebenso auf denkmalpflegerische Instandstellungen wie auf verdichteten Wohnraum mit Mehrfachnutzungen. Im November 2022 hat er den Wettbewerb für das Baufeld 2 im Gebiet Volta Nord in Basel gewonnen und hat auf dem Bauland der SBB und im Auftrag mehrerer Genossenschaften einen achtgeschossigen Bau mit insgesamt 80 preiswerten Genossenschaftswohnungen konzipiert. 

    «Mit Lukas Baumann setzen wir unsere 2020 gestartete Gästereihe erfolgreich fort. Er erweitert mit seiner eigenständigen Prägung die Kompetenzen im Masterkurs auf eine spannende Art und Weise. Seine vielseitige Praxis zeigt sein umfassendes baukulturelles Engagement. Es freut mich zudem besonders, dass wir mit Lukas Baumann erneut einen ehemaligen Studenten unseres Instituts als Gastdozent einbinden können.» sagt Prof. Dominique Salathé, Leiter des Masterstudiengangs Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW.

  • Die Komplexität der Branche steht der Digitalisierung im Weg

    Die Komplexität der Branche steht der Digitalisierung im Weg

    Zur Person:
    Markus Weber ist ein ausgewiesener Experte für das digitalbasierte Planen, Bauen und Betreiben von Bauobjekten. Als Mitinitiator und Präsident von «Bauen digital Schweiz» hat er die digitale Transformation der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft nachhaltig geprägt. «Bauen digital Schweiz» ist zugleich «home of buildingSMART Switzerland» und damit Teil der weltumspannenden internationalen BIM Community. Als Mitinitiator und Vorstandsmitglied vom «netzwerk_digital» engagiert er sich national für einen geordneten und effi-
    zienten Weg der Schweiz in die Digitalisierung. Er ist zudem Co-Studiengangleiter für die Bachelorstudiengänge BA/BSc Digital-Construction und das Weiterbildungsprogramm CAS/DAS/MAS Digital Construction an der Hochschule Luzern (HSLU).

    Herr Weber, was fasziniert Sie am Thema Digitalisierung?
    Sie bietet riesige Chancen und stellt neue Technologien beziehungsweise Werkzeuge zur Verfügung. Digitalisierung bedeutet Vernetzung: Damit können wir Prozesse effizienter und mit höherer Qualität sowie Auswirkung auf die Nachhaltigkeit umsetzen. Emissionen werden reduziert, und die Kreislaufwirtschaft wird gefördert. Zudem schaffen digitale Technologien beziehungsweise diese neuen Werkzeuge attraktivere Arbeitsplätze, was dem Fachkräftemangel entgegenwirken dürfte.

    Welche Ziele verfolgt «Bauen digital Schweiz»?
    Wir möchten ein digitales Ökosystem schaffen, in dem Daten, Technologien, Prozesse und Methoden vernetzt werden und miteinander interagieren. Wir vernetzen die verschiedenen Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette, koordinieren und schaffen Synergien. Wir machen «Practice» sichtbar und moderieren den Weg von der «Practice» Schritt für Schritt hin zur «Best Practice».

    Womit beschäftigt sich «netzwerk_digital»?
    Der Vorstand arbeitet seit einem guten Jahr daran, eine Vision oder besser gesagt ein gemeinsames Ziel für die Schweizer Bauwirtschaft zu skizzieren. Ein erster Entwurf steht Anfang 2023 zur Verfügung. Damit möchten wir mit den weiteren Stakeholdern in Dialog treten und an der Swissbau im Januar 2024 eine konsolidierte Version der Öffentlichkeit vorstellen.

    Die Baubranche gilt als einer der am wenigsten digitalisierten Wirtschaftszweige. Woran liegt das?
    Unter anderem liegt das an der Fragmentierung – wir finden hier eine sequenzielle Wertschöpfungskette vor, die durch viele unterschiedliche Akteure geprägt ist. Diese vielen Schnittstellen, die Rahmenbedingungen und die zunehmenden Gesetze und Vorschriften stellen eine grosse Komplexität dar. Deshalb braucht die Digitalisierung in dieser Branche länger als anderswo.

    PropTech ist zurzeit in aller Munde. Übertreibt die Immobilien- und Baubranche bei diesem Thema?
    Im Kontext der Digitalisierung entstehen viele kleine Unternehmen, die sich auf neue Produkte fokussieren, Prozesse vereinfachen und die Nachhaltigkeit fördern. Das ist einerseits ein Segen, weil diese Unternehmen mit neuem Wissen und viel Leidenschaft die Digitalisierung vorantreiben. Andererseits ist die Bauwirtschaft mit den daraus resultierenden heterogenen Möglichkeiten und Werkzeugen überfordert.

    Wie wirken Sie dem entgegen?
    Unsere Aufgabe ist es, den Umgang mit diesen neuen Werkzeugen und deren Möglichkeiten zu erlernen. Ich bin unter anderem Co-Studiengangleiter für die neuen Bachelorstudiengänge BA/BSc Digital Construction an der Hochschule Luzern – die Vermittlung dieses Wissens und der Umgang mit den digital basierten Prozessen, Methoden und Technologien sind ein wichtiger Teil des Studiengangs.

    Die Schweiz bestimmt das Thema open BIM auf internationaler Ebene mit. Darf man sagen, dass BIM in der Schweiz heute zum Standard gehört?
    Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Ich schätze, dass BIM bei etwa 30 Prozent der Neubau- und Umbauprojekte zum Standard gehört. Das heisst umgekehrt: Bei 70 Prozent tut es das nicht. Zu den Anwendern von BIM gehören mehrheitlich professionelle Bauherren und vor allem solche, die den gesamten Lifecycle im Fokus haben – also die entwickeln, planen, bauen und am Ende auch betreiben. Ein gutes Beispiel sind Spitäler – praktisch alle Schweizer Spitalneubauten werden mit BIM geplant. Allerdings ist BIM nicht gleich BIM: Hier gibt es grosse Unterschiede in der Implementierungstiefe und Nutzung. Und vor allem viel Luft nach oben.

    Sie haben einmal gesagt, dass Schweizer BIM-Projekte ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Hat sich das inzwischen geändert oder – was ist nötig, um eine Veränderung zu bewirken?
    Wir stehen noch immer am Anfang der Digitalisierung in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Insofern sehe ich sehr viel Potenzial nach oben. Wir müssen die erwähnte komplexe Wertschöpfungskette näher zusammenbringen und vernetzen. Am Ende geht es um durchgängige und datenbasierte Prozesse. Hier befinden wir uns in einem Kulturwandel: Die Kultur heute ist geprägt von Abgrenzung und Absicherung: Jeder Akteur bearbeitet seinen Teil der Wertschöpfungskette. Digitalisierung bedeutet, dass jeder Akteur zum Teil dieses durchgängigen Prozesses wird. Um diesen Kulturwandel weg von der Abgrenzung hin zum Miteinander nachhaltig voranzutreiben, benötigen wir einfach noch etwas Zeit.

    Wo stufen Sie die Schweiz im Bereich «smart home» ein, und wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial?
    Der Begriff «smart home» ist nicht klar definiert. Für mich ist ein «smart home» ein Gebäude, das die vielfältigen Anforderungen der Zukunft bestmöglich erfüllt: Dazu gehört primär, dass ein Gebäude als System verstanden wird. Die einzelnen Disziplinen wie beispielsweise Wärmedämmung, Heizung und Lüftung sind optimal aufeinander abgestimmt, und das Gebäude reagiert automatisch auf innere und äussere Einflüsse. Das Gebäude wiederum ist Bestandteil von übergeordneten Systemen: So sind zum Beispiel heute viele Gebäude imstande, selber Energie zu produzieren und damit Teil des Energieversorgungssystems Schweiz.

    Sie engagieren sich für das «Gebäude als System» mit Fokus auf die Energiestrategie 2050. Wie kann man sich das in der konkreten Umsetzung vorstellen?
    Kurz zusammengefasst: Das Gebäude ist ein System und ist gleichzeitig in verschiedene Systeme integriert. Es muss die verschiedensten Anforderungen erfüllen: Die einzelnen Disziplinen müssen optimiert zusammenarbeiten – gleichzeitig ist das Gebäude in Systeme int -egriert. Auch die Kreislaufwirtschaft ist als geschlossenes System zu betrachten, wobei die einzelnen Gebäude zum Teil dieses Systems werden.

    Können Sie das ausführen?
    Die in einem Gebäude verbauten Materialien können mit Hilfe von digitalen Technologien inventarisiert werden und so wird der Gebäudepark Schweiz zum strukturierten und maschinenlesbaren Materialdepot. Wenn ein Gebäude oder ein Teil davon zurückgebaut wird, können so die verbauten Materialien geordnet in den Kreislauf zurückgeführt, allenfalls aufbereitet und wieder verbaut werden.

    Wie sensibel ist die Schweizer Baubranche heute beim Vermeiden von grauer Energie, und wie lässt sie sich bei Bauprojekten weiter reduzieren?
    In diesem Bereich gibt es grosses Potenzial, wie das vorherige Beispiel zur Kreislaufwirtschaft zeigt. Beim Bauen wird viel Abfall produziert, der nicht in den Kreislauf zurückgeführt wird. Die digitale Planung beziehungsweise digitale Gebäudemodelle helfen dabei, einerseits das benötigte Material präziser zu bestimmen und andererseits so vorzufertigen, dass beim Verbauen praktisch kein Abfall entsteht. Ein Beispiel hierzu ist die modellbasierte Planung, Vorfertigung und Verlegung der Bewehrung von Betonkonstruktionen, womit der Abfall von Bewehrungs-Eisen wesentlich reduziert wird.

    Wie sieht für Sie das ideale Gebäude der Zukunft aus?
    Mein Gebäude der Zukunft muss nachhaltig mit dem Siedlungsraum umgehen, darf keine Emissionen emittieren und muss aus Materialien bestehen, die beim Rückbau einfach getrennt und gegen 100 Prozent in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Das Raumkonzept sollte in einem gewissen Masse wandelbar sein und sich an verändernde Bedürfnisse der Bewohner anpassen können. Es muss mit den Bewohnern kommunizieren: Sind beispielsweile alle für die nächsten acht Stunden bei der Arbeit oder in der Schule, muss der Energieverbrauch automatisch auf ein Minimum reduziert werden. Auf eine kurzfristige Stromunter- oder Überproduktion soll es intelligent reagieren können.

  • Rahel Kindermann Leuthard wird Geschäftsführerin der FRZ

    Rahel Kindermann Leuthard wird Geschäftsführerin der FRZ

    Rahel Kindermann Leuthard arbeitet aktuell für die Stadt Zürich, Soziale Einrichtungen und Betriebe, wo sie in der Abteilung Coaching und Bildung 70 Mitarbeitende führt.

    Von 2005 bis 2021 war Rahel Kindermann Leuthard für die Flughafen Zürich AG tätig: Als Head Visitor Services & Events war sie zuständig für alle Grossveranstaltungen am Flughafen Zürich wie zum Beispiel die Erlebniswochenenden und «70 Jahre Flughafen» mit rund 70’000 Besuchern. Sie war seit 2005 massgeblich verantwortlich für den Aufbau des Besucherservices und unter anderem Projektleiterin und Konzeptionerin der Zuschauerterrasse B am Flughafen Zürich, die heute als Visitenkarte des Flughafens gilt. Rahel Kindermann Leuthard war ebenfalls Co-Founderin des neuen «Zauberparks», ein Musik- und Lichtfestival im Park des The Circle am Flughafen Zürich.

    Zusätzlich war sie von 2009 bis 2019 als Teamleiterin im Care Team der Swiss International Air Lines für die Betreuung von Passagieren und Angehörigen in Krisensituationen tätig. Seit 2017 führt sie nebenbei ihre Beratungsfirma, die das Wissen aus dem Cockpit für das Berufs- und Privatleben übersetzt.

    Rahel Kindermann Leuthard ist Dipl. Betriebswirtin (Schwerpunkt: Betriebswirtschaft /Marketing, Hochschule für Wirtschaft, Berlin), MAS Leadership & Management (IAP/ ZHAW) und Expertin im Change-Management. Sie ist erfahrene Führungskraft, Unternehmerin (www.clearedtoland.ch) und Privatpilotin (PPLA). Rahel Kindermann Leuthard ist ausserdem Mutter von zwei Teenagern und lebt seit 2005 in der Flughafenregion.

    Statement von André Ingold, Präsident der FRZ Flughafenregion Zürich und Stadtpräsident von Dübendorf: «Wir freuen uns, dass wir mit Rahel Kindermann Leuthard eine erfahrene und umsetzungsstarke Führungskraft als CEO für die FRZ Flughafenregion Zürich gewinnen konnten. Sie hat als Head Visitor Services & Events zahlreiche Besichtigungen und die Zuschauerterrasse verantwortet. Der Flughafen Zürich gehört zu den wichtigsten Tourismus-Attraktionen im Kanton. Als Co-Founderin des Zauberparks und aufgrund vieler weiteren Aktivitäten hat Rahel Kindermann Leuthard einen eindrücklichen innovativen und unternehmerischen Leistungsnachweis.»

    Statement von Rahel Kindermann Leuthard: «Es ehrt mich, die erfolgreiche FRZ Flughafenregion Zürich in die Zukunft zu führen. Als Aviatik-Expertin und Privatpilotin mit mehr als 15 Jahren Erfahrung bei der Flughafen Zürich AG bin ich eng mit der Flughafenregion verbunden. FRZ als noch junge Organisation für Networking und Standortförderung weiterzuentwickeln, ist für mich eine unternehmerische Aufgabe, auf die ich mich sehr freue!»

  • Andreas Ingold neu Verwaltungsrat der Blaser Gränicher AG

    Andreas Ingold neu Verwaltungsrat der Blaser Gränicher AG

    Bis vor kurzem war er noch CEO der Livit AG und seit dem 1.10.2022 Verwaltungsratsmitglied der Livit AG sowie amtierender Präsident des Branchenverbandes SVIT, hat per 1.12.2022 das Amt eines Verwaltungsrates der Blaser Gränicher AG in Küsnacht angetreten. Der ausgewiesene Immobilienfachmann unterstützt die seit Anfang 2018 aktive Firma strategisch in deren weiteren Entwicklung.

    Die Blaser Gränicher AG ist seit 1.2.2018 operativ mit Sitz in Küsnacht ZH tätig und hat sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens bereits erfolgreich im Markt etablieren können. Mit den drei Dienstleistungsbereichen „Beratung“, „Vermarktung“ und „Bewertung“ bietet die kleine Struktur qualifizierte Dienstleistungen im Bereich von Wohnimmobilien an. Die Gründer Michael Blaser und David Gränicher sind beide seit mehreren Jahrzehnten im Markt aktiv und waren bis Ende 2017 gemeinsam für die Intercity Group tätig. Mit der Wahl von Andreas Ingold in den Verwaltungsrat verfolgen sie das Ziel, die Marktstellung der Blaser Gränicher AG weiter zu festigen und auszubauen.

  • Neuer Direktor der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW

    Neuer Direktor der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW

    Dr. Gerhard Schrotter (45) hat sein Studium in Geomatik 2002 an der Technischen Universität Graz (Österreich) mit einem Master of Science abgeschlossen und erlangte 2009 seine Promotion in Videogrammetrie (Erstellung von 3D-Modellen mit Videostreams) am Institut für Geodäsie und Photogrammetrie der ETH Zürich. Von 2006 bis 2011 war er in verschiedenen Führungsfunktionen im Bereich der geografischen Informationssysteme (GIS) tätig. Seit 2011 ist Dr. Gerhard Schrotter Direktor von Geomatik und Vermessung (GeoZ) der Stadt Zürich und Mitglied der Geschäftsleitung des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements. 2017 hat er sich am Singapore ETH-Centre weitergebildet und Projekte wie Digitaler Untergrund etabliert. Seit 2018 ist er an der ETH Zürich Dozent zu den Themen Smart City, Digitaler Zwilling sowie Digitaler Untergrund und seit 2019 Präsident der Schweizerischen Organisation für Geoinformation (SOGI).

    Per 1. August 2023 wird Dr. Gerhard Schrotter die strategische und operative Führung sowie die zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW mit über 173 Mitarbeitenden und rund 460 Studierenden übernehmen. In seiner Funktion als neuer Direktor wird Dr. Gerhard Schrotter das regionale und nationale Netzwerk sowie die Positionierung der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW strategisch ausbauen und verstärken, die Weiterentwicklung eines zeitgemässen, praxisorientierten und wissenschaftsbasierten Ausbildungsangebots fördern und als Mitglied der Direktion der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW die Entwicklung der FHNW mitverantworten. Prof. Ruedi Hofer, bisheriger Direktor der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW, wird von seinen Aufgaben als Direktor Ende Juli 2023 zurücktreten.

    Prof. Dr. Ursula Renold, Präsidentin des Fachhochschulrats der FHNW, freut sich über die Wahl des neuen Direktors. «Der neue Direktor der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW muss einem anspruchsvollen Profil entsprechen und die Kompetenz haben, zukünftige Herausforderungen zielorientiert und nachhaltig zu meistern. Wir sind überzeugt, mit Gerhard Schrotter die hierfür geeignete Person gefunden zu haben. Seine ausgewiesene langjährige Führungserfahrung hat mich sehr beeindruckt», so Prof. Dr. Ursula Renold.

    Prof. Dr. Crispino Bergamaschi, Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW und Leiter des Berufungsverfahrens zieht zur Wahl des neuen Direktors das Fazit: «Ich freue mich ausserordentlich über die Wahl von Gerhard Schrotter. Der neue Direktor hat die Erfahrung, das Netzwerk und die Persönlichkeit, welche für die Funktion als Direktor der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW zentral sind».

  • Martin Neff wird Mitglied des Verwaltungsrats der Halter AG

    Martin Neff wird Mitglied des Verwaltungsrats der Halter AG

    „Martin Neff ist eine grosse Bereicherung für unseren Verwaltungsrat. Er ist nicht nur ein ausgewiesener Kenner der Schweizer Immobilienmärkte, er konnte sich in seiner bisherigen Laufbahn auch kontinuierlich als eine öffentliche Stimme mit Gewicht und grosser Glaubwürdigkeit positionieren“, so Balz Halter, Verwaltungsratspräsident und Mehrheitseigner der Halter AG zur Wahl des neuen Verwaltungsratsmitglieds. Martin Neffs Karriere führte den gebürtigen Deutschen 1988 zunächst zum Baumeisterverband (SBV) als Bereichsleiter Konjunkturbeobachtung. 1992 wechselte er zur Credit Suisse, wo er die Abteilung Research Schweiz aufbaute und 2008 zum Leiter des gesamten Economic Research und Chefökonom avancierte. Seit 2013 amtet er als Chefökonom der Raiffeisen-Gruppe.


    Daneben ist er als Fachrat und Dozent am Institut für Finanzdienstleistungen (IFZ) in Zug tätig und lehrte an der Donau-Universität in Krems in Österreich Immobilienökonomie. Mit der Wahl von Martin Neff umfasst der Verwaltungsrat der Halter AG neu fünf Mitglieder: Neben Balz Halter als Verwaltungsratspräsident sind dies Dr. Urs Ernst, Roger Dettwiler und Dr. Nicolas Iynedjian.

  • Neubesetzung der Geschäftsleitung der Feller AG

    Neubesetzung der Geschäftsleitung der Feller AG

    Martin Eberle kann bereits auf eine langjährige Karriere bei der Feller AG zurückblicken. Schon 2006 ist er als Leiter des Bereichs Industry Engineering dem Unternehmen beigetreten. Sechs Jahre darauf übernahm er dann die Leitung der Industrie, welche er als Mitglied der Geschäftsleitung erfolgreich vorangetrieben hat. Vor seinem Antritt als neuer Geschäftsleiter war er zuletzt als COO der Feller AG tätig.

    Mit der neuen Position soll das Kerngeschäft weiter ausgebaut und neue Innovationen gefördert werden, wie zum Beispiel im Connected Home Bereich mit Wiser by Feller. «Es freut mich, die führende Marktposition der Feller AG weiter vorantreiben zu können, um so die Kundenbedürfnisse durch ein marktgerechtes Leistungsangebot an Produkten, Lösungen und Serviceleistungen optimal abzudecken. Dabei sollen auch weiterhin Synergien mit Schneider Electric genutzt werden», betont Martin Eberle.

  • «DAS Betoningenieur*in» neue Leitung

    «DAS Betoningenieur*in» neue Leitung

    Beton leistet einen wichtigen Beitrag zu den Themen Nachhaltigkeit, ökologischer Fussabdruck und Kreislaufwirtschaft. Daher kommen gut ausgebildeten Fachkräften im Bereich Beton eine grosse Bedeutung zu. Das weiss auch Cathleen Hoffmann, die seit mehr als zehn Jahren Produktingenieurin bei der Holcim (Schweiz) AG tätig ist. Sie selbst kam bereits nach ihrem Studium im Bauingenieurswesen mit dem Baustoff Beton in Kontakt und arbeitete seitdem nicht nur praktisch damit, sondern forschte auch mehrere Jahre im Bereich Betontechnologie.

    «Die Teilnehmenden der Weiterbildung «DAS Betoningenieur*in» können sich auf professionelle und motivierte Dozierende freuen. Wir vermitteln nicht nur betontechnologisches und betontechnisches Grundlagenwissen, sondern auch wichtige Spezialkenntnisse», beschreibt Frau Hoffmann die Weiterbildung. «Ich freue mich jedes Jahr auf eine neue und motivierte Gruppe von Teilnehmenden, die so unterschiedliche Gründe für ihren Weiterbildungswunsch haben, und doch vereint sind in ihrer Leidenschaft, aktuelles Wissen rund um das vielfältig einsetzbare Material Beton zu erlangen», erklärt sie weiter über ihre Motivation auch in der Lehre tätig zu sein.

    In Zusammenarbeit mit BETONSUISSE bietet die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW seit Jahren die Weiterbildung «DAS Betoningenieur*in» (DAS, Diploma of Advanced Studies) an. Das Diplom besteht aus den einzelnen Zertifikatslehrgängen (CAS, Certificate of Advanced Studies) «CAS Betontechnologie», «CAS Betontechnik» sowie «CAS Schutz und Instandsetzung von Betonbauten». Zusammen berechtigt der Abschluss dieser Zertifikatslehrgänge die Führung des Titels «Diploma of Advanced Studies FHNW Betoningenieur*in».

  • «Einem guten Bewirtschafter stehen alle Türen offen»

    «Einem guten Bewirtschafter stehen alle Türen offen»

    Eidgenössisch diplomierte Immobilientreuhänder:innen sind Experten, wenn es um das Immobilienmanagement geht. Die Jobmöglichkeiten sind breit gefächert: Strategische Aufgaben, Beratung, entwickeln von Konzepten für die Unternehmungsführung, analysieren und bewerten verschiedener Immobilienportfolios oder auch das Gestalten von Führungsprozessen gehören zum Berufsalltag. Diese Fachleute verantworten Immobilien im strategischen und im operativen Bereich und sind in der Lage, optimale Vermarktungsstrategien auszuarbeiten und ihre Kunden auch in rechtlichen und finanziellen Fragen zu unterstützen. Die Ausbildung eignet sich ebenfalls für eine spätere selbständige Tätigkeit oder für eine Führungsposition.

    Zur Person
    Moritz Rolf ist seit 2010 in der Immobilienbranche tätig. Nach Abschluss des berufsbegleitenden Studiums im Jahr 2013 hat Rolf zunächst bei einem Facility Management-Dienstleister in der Projektentwicklung und Beratung in Berlin gearbeitet. 2017 ist er in die Schweiz ausgewandert und arbeitet seitdem bei SBB Immobilien – erst als Key Account Manager und seit 2021 als Projektleiter im Bereich Nutzung und Akquisition. Er macht derzeit berufsbegleitend die Weiterbildung zum Immobilientreuhänder.

    Moritz Rolf, Projektleiter im Bereich Nutzung und Akquisition SBB Immobilien und in Ausbildung zum Immobilientreuhänder:

    Welche Grundausbildung bringen Sie mit?
    Nach dem Gymnasium habe ich in meinem Geburtsland Deutschland ein duales Bachelor-Studium im Bereich Betriebswirtschaftslehre mit Fachrichtung Facility Management absolviert. Dank wechselnden Theorie- und Praxisphasen konnte ich mir währenddessen fundierte Grundkenntnisse der Immobilienbranche aneignen.

    Sie sind in der Ausbildung zum eidgenössisch Dipl. Immobilientreuhänder. Weshalb haben Sie sich für diese Weiterbildung entschieden?
    Mir war es wichtig, dass die Weiterbildung zum einen sehr praxisorientiert ist und zum anderen den Fokus klar auf den Schweizer Markt legt. Da mein Studium auf die deutsche Branche ausgerichtet war, kann ich mit dieser Weiterbildung mein Profil zielgerichtet abrunden.

    Es gibt verschiedene Anbieter dieser Ausbildung. Welchen haben Sie gewählt und was waren die Gründe?
    Ich habe mich für die WISS Schulen für Wirtschaft-Informatik-Immobilien entsch-ieden. Dies vor allem dank positiven Erfahrungen aus meinem Umfeld. Da ich mich recht kurzfristig für die Weiterbildung entschieden habe, war ich sehr froh, dass die WISS auch einen Online-Studiengang anbietet. Dadurch kann ich mich problemlos von überall zu den Lehrveranstaltungen dazuschalten und erhalte mir somit eine gewisse Flexibilität.

    Wie erleben Sie die Weiterbildung?
    Natürlich sprechen einem nicht alle Themen gleich an. Aber im Grossen und Ganzen macht die Weiterbildung sehr viel Spass, und ich lerne ungemein viel Neues sowie spannende Menschen und andere Perspektiven kennen.

    Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?
    Im zeitlichen Aufwand und bei der Selbstdisziplin. Zweimal die Woche zusätzlich zum «normalen» Berufsalltag jeweils weitere vier Stunden an einer Online-Vorlesung teilzunehmen, ist für mich schon eine gewisse Herausforderung.

    Was reizt Sie an diesem Bereich besonders?
    Berufsbilder, in denen es viele Schnittstellen zu anderen Bereichen gibt, fand ich schon immer reizvoll. Ich denke, dass man als Immobilientreuhänder eine Scharnierfunktion wahrnimmt und als Bindeglied zwischen verschiedenen Interessengruppen fungiert.
    Welche Talente und Eigenschaften sind für diese Weiterbildung wichtig?
    Eine gewisse Affinität zu Immobilien muss auf jeden Fall vorhanden sein. Als Immobilientreuhänder bist du Generalist und musst imstande sein, über den Tellerrand hinaus zu blicken. Es ist zentral, unternehmerisch und vernetzt zu denken.

    Eignet sich die Weiterbildung für junge Berufseinsteiger?
    Da als Zulassungsvoraussetzung einige Jahre hauptberufliche Praxiserfahrung notwendig sind, eignet sie sich eher weniger. Allerdings braucht man nicht zwangsläufig einen klassischen Immobilienhintergrund, sondern kann auch als Quereinsteiger beginnen. Entscheidend ist, dass Immobilien den beruflichen Alltag definieren.

    Zur Person
    Adrian Müller Er ist gelernter Metallbauer und technischer Kaufmann mit eidg. Fachausweis und startete seine Immobilien-Karriere 1999 als Bewirtschafter bei der Gribi Theurillat AG. 2001 schloss Müller den Immobilienbewirtschafter mit eidg. Fachausweis und 2004 die Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten Immobilientreuhänder ab. Danach war er während vier Jahren als Geschäftsführer der Trimag AG tätig. Seit 2009 ist er mit seinem eigenen Unternehmen selbständig. Müller ist zudem Vorstandsmitglied im SVIT beider Basel und Präsident des Hauseigentümerverbands Therwil-Ettingen-Biel-Benken. Zudem agiert er als Vermietervertreter bei der Schlichtungsstelle Basel-Land.

    Adrian Müller, eidg. Dipl. Immobilientreuhänder und Geschäftsführer von ADRIAN MUELLER IMMO-TREUHAND:

    Wie sieht Ihr Berufsalltag in maximal fünf Sätzen beschrieben aus?
    Als Inhaber eines Immobilienunternehmens mit zehn Mitarbeitenden und einer Auszubildenden ist mein Alltag sehr vielseitig und abwechslungsreich. Ich pflege einen engen Kontakt zu meinen Kunden und meinem Netzwerk und bin Ansprechpartner für jegliche Probleme in sämtlichen Immobilienfragen. Nebst der Personalführung verantworte ich den Immobilienhandel und stelle sicher, dass die Qualität unserer Dienstleistungen stimmt.

    Welche Grundausbildung eignet sich für die Weiterbildung zum Immobilientreuhänder?
    Ich bin der Meinung, dass das Immobiliengeschäft von der Pike auf gelernt werden muss. Der Einstieg erfolgt idealerweise über eine Stelle als Assistent in der Immobilienbewirtschaftung. Nachdem man genügend Erfahrung in der Funktion als Assistent gesammelt hat, ist man bereit für die Weiterbildung. Als langjähriges SVIT- und Vorstandsmitglied empfehle ich als ersten Schritt den Lehrgang zum Immobilienbewirtschafter mit eidgenössischem Fachausweis an der SVIT Real Estate School. Einem guten Bewirtschafter stehen in unserer Branche alle Türen offen.

    Welche Talente und Eigenschaften sind wichtig?
    Man muss gerne organisieren, vernetzt denken, belastbar sein sowie ein umfangreiches kaufmännisches und sachspezifisches Wissen mitbringen. Für mich ist ein Immobilienfachmann einer, der alle Stufen des Immobilienbewirtschaftens durchlebt hat.

    Was schätzen Sie an Ihrem Beruf besonders?
    Die Vielseitigkeit und den Kontakt mit Menschen. Die Immobilienwirtschaft hat sich als sehr krisenresistent erwiesen. Spannend finde ich auch Beratungen im Rechtsbereich sowie Hilfestellung bei Kauf- oder Sanierungsentscheiden.

    Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen?
    Die Immobilienbranche boomt zwar, aber gerade in der Bewirtschaftung, die zum Grundgeschäft gehört, mangelt es an guten Fachkräften. Viele Berufseinsteiger sind sich nicht bewusst, wie anspruchsvoll dieser Job ist. Die Arbeit ist sehr komplex, und durch die vielerorts voranschreitende Digitalisierung läuft derzeit vieles doppelspurig.

    Wie wird sich das Berufsbild des Immobilientreuhänders Ihrer Meinung nach entwickeln?
    Vor zwanzig Jahren war der eidg. Dipl. Immobilientreuhänder die höchste Ausbildung, die man absolvieren konnte. Nach der breitgefächerten Ausbildung war man als sogenannter Generalist befähigt, ein KMU zu führen. Heute ist die höchste Ausbildung der Master in Real Estate, und die Absolventen arbeiten nach der Ausbildung oft in grösseren Firmen. Die fortschreitende Digitalisierung wird unsere Tätigkeit hinsichtlich Prozesse und Abläufe sicher verändern. Die Immobilienbranche bleibt aber ein People-Business – die persönliche und individuelle Beratung wird nicht an Bedeutung verlieren. Künftig dürften Immobilientreuhänder eher als Spezialisten und weniger als Generalisten tätig sein.

    Was raten Sie Berufseinsteigern, um erfolgreich im Beruf Fuss fassen zu können?
    Eine gute Grundausbildung ist die Voraussetzung – dazu gehören ein grosses Engagement und etwas Glück.

    Welche Meilensteine und Highlights haben Sie in Ihrem Berufsleben bis-lang erreicht und erlebt?
    Es gibt viele Meilensteine in meiner beruflichen Karriere. Nebst meiner selbständigen Tätigkeit war ein Highlight im 2020: Damals durften wir für die Helvetia 30 Wohnungen einer Bestandesliegenschaft in Stockwerkeigentum umwandeln und konnten diese Eigenheime erfolgreich innert kurzer Frist verkaufen.

  • «Weitermachen wie bisher ist keine Option»

    «Weitermachen wie bisher ist keine Option»

    Zur Person

    Beat Aeberhard ist Kantonsbaumeister von Basel-Stadt. In dieser Funktion leitet er seit 2015 die Dienststelle Städtebau & Architektur im Bau- und Verkehrsdepartement. Zuvor war er während sieben Jahren Stadtarchitekt von Zug. Er studierte Architektur an der ETH Lausanne und Zürich sowie Urban Design an der Columbia University in New York. Überdies war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Urban Design Program der Columbia University. Beat Aeberhard wurde 1969 geboren und wuchs in Zürich und New Orleans auf.

    In Basel wird seit Jahren aktiv gebaut. Was prägt die Entwicklung der Stadt im Moment besonders?
    Basel ist attraktiv. Die Bevölkerung wächst, und die Anzahl Arbeitsplätze nimmt zu. Wir haben die Chance, mehrere nicht mehr benötigte Industrie- und Logistikareale sowie unternutzte Gewerbegebiete in neue Stadtquartiere zu transformieren. In enger Abstimmung mit den jeweiligen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern entwickeln wir in den nächsten Jahren aus diesen bislang teilweise geschlossenen Arealen lebendige, grüne und durchmischte neue Quartiere.

    Welches sind die wichtigsten Projekte?
    Jedes Areal hat seine eigene Geschichte und Prägung. Auf dem Dreispitz Nord wird vereinfacht gesagt aus einem Parkplatz ein lebendiges Stadtquartier. Auf dem Areal Walkeweg erproben wir ein neues Modell einer zeitgemässen Gartenstadt. Auf Rosental Mitte kann neben einer dringend benötigten Vernetzung der umliegenden Quartiere neuer Wirtschaftsraum geschaffen werden. Und in Basels Norden wachsen die bestehenden Stadtteile in den Gebieten Volta Nord, Klybeck- und Westquai sowie auf dem Klybeck-Werkareal weiter. Es entstehen neue Nachbarschaften mit eigenem Charakter, die sich mit der restlichen Stadt verweben. Wichtig ist, dass von diesen Entwicklungen insbesondere auch die bestehenden Quartiere profitieren. Die städtebaulichen Entwicklungen werden begleitet von grösseren Infrastrukturvorhaben, wie etwa dem Ausbau der tri-nationalen S-Bahn oder dem Rheintunnel zur Entlastung der Osttangente.

    Gibt es Leuchtturm-Projekte?
    Ich finde es schwierig, von Leuchttürmen zu sprechen. Richtig ist, dass wir die Entwicklung der einzelnen Vorhaben ambitioniert angehen. Die unterschiedlichen Transformationsareale betrachten wir dabei als Experimentierflächen. Wir untersuchen jeweils genau, wofür sich welches Areal am besten eignet. In dem Sinn betreiben wir eine Art angewandte Forschung des Städtebaus. So wird etwa das heute praktisch vollflächig versiegelte Areal Dreispitz Nord inskünftig über rund 50 Prozent Grünfläche verfügen. Auf dem Dach des bestehenden Shopping Centers entsteht eine Sekundarschule, und ein vielfältiges Wohnangebot soll das heute ausschliesslich dem Einkauf vorbehaltene Areal ergänzen. Auch vermeintlich kleinere Entwicklungen weisen eine Vorbildfunktion bezüglich Transformationsprozess auf: Auf dem Westfeld zum Beispiel entstehen über 500 Genossenschaftswohnungen, und im Kleinbasel entwickelt sich mit Rosental Mitte ein Forschungsstandort zu einem vollwertigen Stadtteil. Wichtig ist uns, dass wir diese umfassenden Veränderungen sorgfältig und mit Einbezug der Bevölkerung planen und umsetzen.

    Der Kanton nimmt beim Bauen verschiedene Rollen ein – etwa als Grundbesitzer, Bauherr, Baubewilligungsgeber. Welches sind dabei die grössten Herausforderungen?
    Übergeordnetes Ziel sind eine hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität für alle. Dazu gehört über das Ganze gesehen ein durchmischtes und ausgewogenes Angebot für Wirtschaft, Gewerbe, Wohnen, Bildung, Freizeit und Erholung. Die Interessenabwägung ist dabei eine der wichtigsten Aufgaben. Wir arbeiten an der Stadt für alle.

    Wie sieht es mit günstigem Wohnraum in der Stadt Basel aus?
    Die Frage nach erschwinglichem Wohnraum hat in Basel in den vergangenen Jahren eine Brisanz erreicht, der sich niemand entziehen kann. Mehrfach wurde über Fragen des preisgünstigen Wohnangebots oder des Wohnschutzes abgestimmt. Dabei wurden die Vorschriften laufend verschärft. Auf den grossen Transformationsarealen muss gemäss kantonalem Richtplan ein Drittel der Wohnungen preisgünstig angeboten werden. Gegenwärtig steht mit der Initiative «Basel baut Zukunft» eine Forderung im Raum, welche 50 Prozent gemeinnützigen Wohnungsbau auf den Transformationsarealen fordert. Die Regierung erarbeitet hierzu einen Gegenvorschlag.

    Heute sind die Forderungen in der Bauwirtschaft zur Energie-, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit nicht zu überhören. Ist dies für Sie eine Last oder eine Chance?
    Wir nehmen diese Herausforderungen als Chance wahr. Wir sind in der Pflicht, nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Weitermachen wie bisher ist schlicht keine Option. Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung lauten die Ziele. Das verlangt von allen Beteiligten, sich aktiv für nachhaltige und energieeffiziente Lösungen einzusetzen. Wir als Behörde haben eine Schlüsselrolle bei der Erreichung dieser Ziele. Wir müssen Bauteile wiederverwenden, aber auch Normen und Raumstandards hinterfragen.

    Wird das Thema Nachhaltigkeit auch in den Projektwettbewerben berücksichtigt?
    Aktuell laufen in Basel zwei grössere Projektwettbewerbe. Beide nehmen das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus: Auf dem Areal Walkeweg Nord sollen die Wohnungen ressourcenschonend und bauökologisch vorbildlich erstellt und energieeffizient betrieben werden. Im offenen Wettbewerb für ein Wohnbauprojekt am Schliengerweg wollen wir in Zusammenarbeit mit der Grundeigentümerin Immobilien Basel-Stadt ein Projekt mit günstigen Wohnungen umsetzen, welches das Ziel «Netto-Null bis 2040» mit ReUse-Bauteilen erreicht. Der Kanton hat hierzu eine eigene Bauteilbörse ins Leben gerufen. Wir nehmen unsere Vorbildfunktion im Sinne der Kreislaufwirtschaft ganz konkret wahr.

    Kürzlich wurde das städtebauliche Leitbild für das Klybeck-Areal präsentiert. Was beinhaltet dieses und wie wurde es aufgenommen?
    Das städtebauliche Leitbild beschreibt unter anderem die Eckpunkte der Entwicklung bezüglich Frei-und Grünräumen, Wohnen und Arbeiten, Mobilität, Städtebau sowie Nachhaltigkeit und Umwelt. Es zeigt auf, wie ein lebenswerter Stadtteil aussehen könnte und wie dieser entsteht. Das Leitbild weist überdies nach, inwiefern die Anliegen aus dem bisherigen Beteiligungsprozess der Bevölkerung in die Planung eingeflossen sind. Unter anderem deshalb ist das städtebauliche Leitbild von der Öffentlichkeit grundsätzlich gut aufgenommen worden. Es ist uns gelungen, den aktuellen Stand der Planung nachvollziehbar zu vermitteln.

    Das heute praktisch voll versiegelte Areal Dreispitz Nord soll zukünftig über 50 Prozent begrünt werden.
  • Suisse Romande ist wieder in der Geschäftsleitung vertreten

    Suisse Romande ist wieder in der Geschäftsleitung vertreten

    Mit Christophe Chatelet wird die Bereichsleitung im Construction Management von einem ausgewiesenen Experten übernommen. Er verantwortete seit Anfang dieses Jahres das Bauherrentreuhand und Baumanagement in der Suisse Romande als Regionalleiter. Seit April 2018 war er in diversen Funktionen für Wincasa tätig – unter anderem als Projekt- und Teamleiter BHT Ost Mitte sowie als KAM Bau. Davor arbeitete er unter anderem als Projekt-manager in der Immobilienabteilung der SRG und zwischen 2000 und 2002 als Planungsarchitekt des Kongresshauses Biel für die Expo02. Christophe Chatelet ist diplomierter Architekt ETH und verfügt über ein Diplom of Advanced Studies in Baumanagement der Hoch- schule für Technik + Architektur in Luzern.

    «Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Dass ich das Team bereits gut kenne und aktiv mit den Mitarbeiter:innen zusammengearbeitet habe, ist ein grosser Vorteil. Ich bin überzeugt, dass wir im Baumanagement noch sehr viel Potential haben», sagt Chatelet zu seiner neuen Aufgabe.

    Bereich wird neu strukturiert
    Gleichzeitig wird mit dieser Personalentscheidung der Bereich CFM neu strukturiert. Die Abteilungen Strategie & Nachhaltigkeit, CAFM und strategisches Facility Management werden künftig in der Bewirtschaftung bei der Abteilung Solutions & Innovation von Jörg Engeler angesiedelt. Grund dafür sind die unterschiedlichen Ausrichtungen der beiden Spezialgebiete. Construction Management fokussiert mit dem Bauherrentreuhand und dem Baumanagement stark auf den eigentlichen Bau einer Liegenschaft – während das Facility Management sowie Strategie und Nachhaltigkeit näher am Betrieb sind. Daher wird der neue Be- reich zu einer reinen Bauabteilung und heisst neu Construction Management. Mit dieser Anpassung wird eine noch stärkere Customer Centricity angestrebt. «Dass wir mit Christophe Chatelet einen Romand und erfahrenen Experten für die Bereichsleitung des Construction Management gewinnen konnten, freut mich sehr. Da er sowohl die Kunden als auch das Unternehmen bereits kennt, ist eine nahtlose Übernahme der Abteilung gewährleistet», so CEO Oliver Hofmann.

  • Martin Sturzenegger neuer Geschäftsführer des Innovationsparks Zürich

    Martin Sturzenegger neuer Geschäftsführer des Innovationsparks Zürich

    Martin Sturzenegger, zurzeit Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG und vormals Direktor von Zürich Tourismus, übernimmt per 1.4.2023 die Geschäftsführung der Stif- tung Innovationspark Zürich. Der neue Geschäftsführer ist seit Anbeginn – damals noch in seiner Rolle als Direktor von Zürich Tourismus – mit dem Projekt vertraut und freut sich auf diese neue Herausforderung: «Die Übernahme der nächsten Entwicklungsschritte bei diesem Generationenprojekt ist für mich eine Herzensangelegenheit.»

    Dank Planungsrecht am Anfang einer neuen Entwicklungsphase
    Das Schlüsselprojekt im Wirtschaftsraum Zürich auf dem Flugplatz Dübendorf verfügt seit dem positiven Entscheid des Bundesgerichts über Planungsrecht. In der Zwischenzeit wurde mit allen Partnern rund um den Flugplatz ein gemeinsames Zielbild verabschiedet und in einem Synthesebericht festgehalten. In der nächsten Phase werden Renovationsarbeiten und Mieterausbauten an den Bestandesbauten vorgenommen und die Planung neuer Gebäude für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft vorangetrieben. Dies bedingt eine inhaltliche und operative Weiterentwicklung der heutigen Stiftungsaufgaben. Stiftungsratspräsident Peter E. Bodmer freut sich denn auf die Inputs des neuen Geschäftsführers: «Martin Sturzenegger bringt Fähigkeiten mit, welche das Projekt in der nächsten Stufe benötigt. Mit seiner Resilienz, der Kenntnisse über den Standort Zürich und seiner Erfahrung im Destinationsmanagement kann er aus dem Innovationspark Zürich eine erste Adresse der Innovationsförderung in der Schweiz machen.»

    Bis Martin Sturzenegger seine neue Herausforderung beginnt, führt Corinna Müller ad interim die Geschäftsstelle. Sie kommt von der Angst+Pfister Group und leitete dort gruppenweite Marketingprojekte und internationale Kampagnen. «Ich glaube an die Vision des Innovationsparks Zürich und die grosse Bedeutung, die damit verbunden ist. Hier entsteht etwas ganz Besonderes. Ich freue mich sehr, einen Beitrag zu diesem spannenden Projekt leisten zu dürfen.»

    Einsatz und Verdienst für den Innovationspark während einer Dekade
    Während 10 Jahren führte René Kalt die Aufbauarbeiten rund um den Innovationspark und legte damit mit seiner umsichtigen Führung und Passion für das Projekt die solide und nachhaltige Basis für die weiteren Entwicklungsschritte. Während dieser Zeit ist es ihm gelungen aus einer Idee und Vision den funktionierenden Nukleus Innovationspark Zürich und damit eine für die Region richtungsweisende Entwicklung zu schaffen. «Für mich war es eine unheimlich bereichernde und inspirierende Zusammenarbeit und ich danke René im Namen des Stiftungsrates ganz herzlich für sein Engagement und seine Verdienste um dieses Generationenprojekt.» sagt Peter E. Bodmer, Präsident des Stiftungsrates.

  • Rückblick 94. immoTable Suisse Romandie

    Rückblick 94. immoTable Suisse Romandie

    Anne Chessaux, stellte uns die höchst interessanten Aktivitäten der Romandie mit «Facts and Figures» vor, Thierry Müller von HRS präsentierte uns den Werdegang und die Hintergründe des Projekts «Coté Gare» in Bussigny, auch Stefan Zanetti, Allthings Technologies AG, erläuterte die Komplexität von digitalen Dienstleistungen an den Projekten Bussigny und Coté Gare. Die beiden Referenten David Faehndrich und Dominique Perritaz, von Energie 360° zeigten die Herausforderungen und neuen Wege die beim Projekt «Pont.rouge-Lancy» im Energiebereich zu lösen waren.  

    Wir hoffen Sie am 24. November in Basel begrüssen zu dürfen. Bis dahin wünschen wir Ihnen schöne, erholsame Herbsttag.

  • Gemächlichkeit als Erfolgsfaktor

    Gemächlichkeit als Erfolgsfaktor

    Misstrauisch blicken viele Menschen auf die Gemächlichkeit – insbesondere, wenn es um die Wirtschaft geht. Der Wirtschaftsleistung wird Tempo zugeschrieben. Behäbigkeit ist verantwortlich für Stagnation – wenn nicht sogar Rückschritt.

    Nun wird den Bernerinnen und Bernern genau diese Gemächlichkeit nachgesagt. Die Wissenschaft hat tatsächlich belegt, dass in Bern langsamer gesprochen und gelaufen wird. Na und? Offenbar begünstigt die Gemächlichkeit in Bern Wachstum. Punkto Wirtschaftsleistung pro Kopf liegt der Wirtschaftsraum Bern nämlich mit rund 120’000 Franken hinter dem Raum Zürich und Basel an dritter Stelle. Vor dem Raum Genf, Lausanne und über dem Schweizer Durchschnitt – trotz aller Berner Gemächlichkeit. Oder gerade deswegen?

    Natürlich wird in Bern viel für die Wirtschaft getan: Ortskerne werden belebt, um den Detailhandel zu stützen; es gibt unzählige Netzwerk-Veranstaltungen; Startup-Förderung wird grossgeschrieben; im Medtech-Bereich gehört der Kanton Bern zur internationalen Spitze; Bern verfügt über sehr gut qualifizierte Arbeitskräfte. Die gute Stimmung wirkt sich in der jährlich steigenden Anzahl Firmen aus. Im Jahr 2021 resultierte ein Plus von knapp 100 Firmen.

    Was, bitte, ist das Erfolgsrezept der Wirtschaftsregion Bern? Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» titelte im Juli: «Langsam ist besser.» Die Hirnforschung hat die hohe Bedeutung von Bremserzellen im menschlichen Gehirn nachgewiesen. Die Hemmung spiele bei Hirnprozessen eine sehr wichtige Rolle. Ob die Region Bern diese Hemmung bewirkt? Sie fördert? Es gibt keinen Grund, misstrauisch auf die Gemächlichkeit zu blicken. Die Gemächlichkeit ist in Bern gar Erfolgsrezept. Und das Beste kommt zum Schluss: Sie wirkt ansteckend. Wer in Bern seine Geschäfte betreibt, wird unweigerlich mit dem Erfolgsrezept infiziert.

    Testimonials

    Pascal Bärtschi
    CEO Losinger
    Marazzi AG

    Wenn die Kund:innen und Mitarbeitenden einer Unternehmung aus verschiedenen Kulturen stammen und geographisch verstreut sind, dann hat der Standort ihres Hauptsitzes eine symbolische Wirkung. Sie brauchen u.a. einen Standort, welcher es bereits aufgrund seiner DNA gewohnt ist, kulturübergreifende Akzeptanz und Einigung zu ermöglichen. Welche Stadt kann das besser als die Hauptstadt unseres Landes?

    Prof. Dr. Kim Oliver Tokarski
    Leiter Weiterbildung
    Berner Fachhochschule Wirtschaft

    Durch die Zusammenarbeit mit dem WIRTSCHAFTSRAUM BERN können wir unsere Arbeit besser auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausrichten und unseren Kund:innen marktgerechte Lösungen anbieten.

    Kontaktstelle

    Der WIRTSCHAFTSRAUM BERN
    Nägeligasse 2
    3011 Bern
    wirtschaftsraum@bern.ch
    Tel: +41 31 321 77 00

  • «Wir wollen ein aktives sozialesZusammenleben fördern»

    «Wir wollen ein aktives soziales
    Zusammenleben fördern»

    Zur Person
    Alec von Graffenried (1962) ist seit 2017 Stadtpräsident von Bern. Von 2000 bis 2007 amtete er als Regierungsstatthalter des Amtsbezirks Bern. Von 2007 bis 2015 vertrat er die Grünen im Nationalrat. Zwischen 2007 und 2016 war von Graffenried bei Losinger Marazzi in Bern verantwortlich für nachhaltige Entwicklung (2007–2011) und Direktor «Immobilienentwicklung Mitte» (2012–2016). Der Vater von vier Kindern lebt mit seiner Familie im Berner Quartier Murifeld.

    Die Stadt Bern betreibt eine aktive Baupolitik. Welches sind die Leuchttürme der nächsten Jahre?
    Für die Stadt Bern ist es wichtig, im Immobilienmarkt aktiv zu sein. Traditionell war vor allem von der Wohnbaupolitik die Rede, und hier bleiben wir selbstverständlich sehr aktiv. Für den Werkplatz brauchen wir aber auch Gewerbezonen, in denen bestehende Gewerbe weiterexistieren und neue Gewerbe dazukommen können.

    Eine Herausforderung ist es, Industrieflächen zu erneuern und zu verdichten. Dafür braucht es neue Konzepte und Ideen. Wenn der private Sektor hier etwas weniger aktiv ist, kann ich mir auch vorstellen, dass die Stadt hier mit einer aktiven Bodenpolitik eingreift. Das ist für uns eine Zukunftsaufgabe.

    Mit dem Projekt Zukunft Bahnhof Bern wird einiges ändern. Was heisst das für die Stadt Bern?
    Die Stadt Bern hat nur 143’000 Einwohnerinnen und Einwohner, aber fast 193’000 Arbeitsplätze – also einen extrem hohen Anteil an Pendlerinnen und Pendlern. Viele von ihnen pendeln über den Bahnhof Bern, der täglich von über 200’000 Personen genutzt wird. Aktuell wird er für rund CHF 1,3 Mia. mit einem neuen Tiefbahnhof ergänzt. Das ist eine herausfordernde Baustelle. Der Bahnhof ist eng gebaut zwischen der Schanze und der Altstadt. Bauen im Betrieb ist immer anspruchsvoll, aber in diesen sehr beengten Verhältnissen ist es noch eine Stufe anspruchsvoller als an anderen Orten.

    Ist Bern auf dem Weg zur digitalen Smart City?
    Die Digitalisierung schreitet unaufhaltbar voran. Smart heisst für mich, durch digitale Lösungen nachhaltiger zu werden, weniger Ressourcen zu brauchen und natürlich einen Mehrwert zu bieten. Damit die Leute mitmachen bei der Digitalisierung, müssen digitale Lösungen auch «gäbig» sein. In meinen Augen bietet Digitalisierung schon heute vieles, was «gäbig» ist. In diesem Sinn wird es natürlich in Zukunft weitergehen.

    In Zukunft wollen wir Lösungen von Anfang an digital entwickeln und nur digital entwickeln. Wichtig ist uns, die ganze Gesellschaft mitzunehmen auf unseren digitalen Weg. Jene Menschen, die noch nicht digital unterwegs sind, möchten wir unterstützen.

    Die Stadt Bern steht durch den Bau von neuem Wohnraum vor einem grossen Innovationsschub. Wie gehen Sie diese Herausforderung an?
    Wie in allen Städten haben wir einen angespannten Wohnungsmarkt. Wir schaffen es nicht, genügend Wohnungen zu bauen. Leider nimmt der Wohnflächenkonsum auch immer etwas zu. Was mir persönlich wichtig, aber in der Immobilienentwicklung nicht immer mitgedacht ist: Dass wir nicht nur Wohnraum zur Verfügung stellen, sondern zum sozialen Miteinander animieren. Wir wollen keine anonyme Schlafstadt sein, sondern ein aktives soziales Zusammenleben fördern. Das geht am besten, wenn die Bevölkerung Verantwortung übernehmen kann für ihr eigenes Wohnumfeld. Je mehr Gestaltungsspielraum Menschen haben, desto mehr übernehmen sie auch Verantwortung für ihre Umgebung und in der Gesellschaft – das stärkt unser soziales System.

    Wie sieht es mit dem Fusionsprojekt «Kooperation Bern» der anliegenden Gemeinden aus?
    Wir sind im Austausch mit Ostermundigen, unserer zweitgrössten Nachbarsgemeinde, und haben einen Vorschlag für eine Fusion erarbeitet. Ziel dabei ist, dass Ostermundigen als neuer Stadtteil ein gutes Stadtteilleben hat und gleichzeitig mitprofitieren kann von den Vorteilen, die eine Stadt als grössere Einheit bietet. In einem Jahr stimmt Ostermundigen darüber ab, ob unser Angebot für sie stimmt. Ich hoffe sehr auf ein Ja und dass wir danach gemeinsam einen ersten Schritt machen können in Richtung Zukunft der Stadtregion Bern.

    Gibt es genügend Wohnraum in und um Bern?
    Eigentlich haben wir sehr viel Wohnraum, wenn man den Kreis um Bern etwas grösser zieht und bereit ist, 20 oder 30 Minuten zu fahren. In der Kernstadt herrscht jedoch Wohnungsnot. Wir haben hier nur etwa 0.5 Prozent Leerwohnungsbestand. Offensichtlich ist es den Leuten wichtig, in der Kernstadt zu wohnen. Dieser Nachfrage wollen wir gerecht werden, namentlich im Bereich des preisgünstigen Wohnraums, der natürlich besonders fehlt.

    Wie sieht es denn genau aus mit günstigen Wohnungen in der Stadt Bern?
    Durch die allgemeine Wohnungsnot ist der günstige Wohnraum natürlich auch knapp. Der günstige Wohnraum ist nicht der, der neu gebaut wird. Wir profitieren heute von den Leistungen der Vergangenheit und haben sehr günstige Wohnungen aus den 50er- und 60er-Jahren, die laufend erneuert werden. Aber wie gesagt zu wenige – auch deshalb wollen wir heute neue Wohnungen bauen, die unseren Kindern und Kindeskindern in ein paar Jahrzehnten als günstiger Wohnraum zur Verfügung stehen.

    Konnten mit der BO-Revision des Zwischennutzungsartikels der Stadt Bern die Zwischennutzungen weiter vereinfacht werden?
    Zwischennutzungen in der Stadt Bern sind wichtig, weil die Verfahren viel zu lange dauern. Der Zwischennutzungsartikel ist erst dieses Jahr in Kraft getreten. Um zu sehen, welche Wirkung er entfaltet, ist es jetzt noch zu früh – dafür braucht es noch ein paar Monate oder Jahre Zeit.

    Wichtig finde ich, dass man nicht nur an die definitive Endnutzung denkt, sondern experimentiert und ausprobiert, Provisorien zulässt und flexibel reagiert, wenn sich eine neue Nutzung entwickelt. Das versuchen wir an möglichst vielen Orten zu ermöglichen, sei es im öffentlichen Raum oder im Immobilienbereich.

  • «Die Kreislaufwirtschaftgewinnt an Bedeutung»

    «Die Kreislaufwirtschaft
    gewinnt an Bedeutung»

    Zur Person
    Donald Vogt ist Dipl. Architekt FH /SIA und seit 2013 Geschäftsführer der Marti Gesamtleistungen AG. Zuvor war er als Leiter Bauten + Investments bei Die Mobiliar und danach als Stv. Direktor Akquisition + Projektentwicklung bei Losinger Marazzi SA tätig. Er ist seit 2015 Vorstandsmitglied bei Entwicklung Schweiz sowie seit 2020 Schulrat bei der Berner Fachhochschule BFH.

    Das Familienunternehmen Marti Gruppe wurde vor rund 100 Jahren als einfache Bauunternehmung gegründet. Mittlerweile gehören über 80 Konzerngesellschaften zur Gruppe. Wohin führt der Weg?
    Wir forschen, tüfteln und versuchen, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Im Bereich Nachhaltigkeit möchten wir noch stärker werden. Schon heute produzieren wir unseren eigenen Recycling-Beton und denken vermehrt in Richtung Kreislaufwirtschaft. Auch in den kommenden Jahren legen wir Wert auf die Förderung der Vielfalt: So finden sich unter unseren 80 Unternehmungen die unterschiedlichsten Spezialisierungen. Darüber hinaus legen wir Wert auf die Ausbildung des Nachwuchses sowie auf die Förderung unserer Mitarbeiter:innen.

    Sie können umfangreiche Bauprojekte aus einer Hand anbieten. Welche Rolle spielen die digitalen Möglichkeiten bei den Schnittstellen?
    Eine grosse Rolle. Wir binden die digitale Wertschöpfung schon früh in unsere Projekte ein: Bei der Kalkulation wie natürlich auch bei der Planung. Unsere Baumeister arbeiten ebenfalls grösstenteils digital – so reduzieren wir die Fehlerquote und steigern die Qualität. Alle Beteiligten arbeiten am selben Modell, und Abläufe werden automatisiert. Wir haben eine starke IT-Abteilung, die die einzelnen Firmen unserer Gruppe bei digitalen Vorhaben unterstützt.

    Wie digital sind die Schweizer Bauunternehmen im Vergleich zum restlichen Europa?
    Wir arbeiten mit unterschiedlichen Partnern, Architekten und Planern aus Ländern der EU zusammen. Hier mache ich im Bereich der Digitalisierung keine grossen Unterschiede aus, eher die Arbeits- und Planungsabläufe unterscheiden sich etwas. Ich würde sagen, wir sind in der Schweiz im Vergleich zum internationalen Umfeld gut aufgestellt.

    Was bedeutet die Energiestrategie 2050 für Ihre Gruppe?
    Wir sind bestrebt, die energiebedingte Umweltbelastung der Schweiz zu reduzieren. In unserem Fall betrifft das zum einen die Wahl der Baumaterialien. Wir beschäftigen uns damit, welche Materialien wir möglichst nachhaltig und energiesparend im Bau einsetzen können. Hier kommt wieder die Kreislaufwirtschaft zum Tragen. Zum anderen wird es immer wichtiger, wo man baut: Ist das auf einer Wiese irgendwo abseits der Stadt oder beispielsweise in Nähe eines gut erschlossenen Zentrums.

    Nachhaltigkeit und günstige Preise schliessen sich nicht aus


    Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf ihre Bauprojekte?
    Wir errichten zum Teil begrünte Fassaden. Auch das Thema Beschattung wird immer wichtiger sowie die Wahl der beim Bau eingesetzten Materialien. Ausserdem sorgen wir in der Projektgestaltung vermehrt für die Integration speicherfähiger Orte. Die Elektromobilität sowie Photovoltaikanlagen gewinnen ebenfalls an Bedeutung – genauso der Einsatz neuer Technologien.

    Wie handhaben Sie Ressourcen Engpässe während der Planung und Umsetzung?
    Wir setzen schon lange auf den Einsatz von Photovoltaikanlagen sowie Wärmepumpen. Materialengpässe versuchen wir dank geschickter Planung und frühzeitigem bestellen zu vermeiden. Personalengpässe lassen sich nicht immer vermeiden. Wir zählen aber glücklicherweise auf viele langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Wie reduzieren Sie die «graue Energie», die bereits bei der
    Gewinnung von Rohstoffen anfällt?

    Hier setzen wir auf die Wiederverwertung von Materialien sowie auf kurze Transportwege. Wie arbeiten grundsätzlich möglichst mit Dienstleistern aus der Region zusammen. Wir achten auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Unsere Baumeister betreiben ein Baustoffcenter mit Bodenwaschanlage, Materialbewirtschaftung sowie Produktion von Recycling-Beton.

    Welches sind aus Ihrer Perspektive die derzeit wichtigsten Projekte für Bern?
    Aus meiner Sicht zählen hierzu das Viererfeld, WankdorfCity 3, die Campus Biel und Bern sowie das geplante neue Polizeizentrum in Niederwangen bei Köniz oder auch das Quartier «Papillon» in Niederwangen.

    Sie sind bei Entwicklung Schweiz im Vorstand. Welche Bedeutung hat der Verband für Bern und die Marti Gruppe?
    Insbesondere der Austausch mit der Politik, Behörden und anderen Verbänden erachte ich als wichtig. Es ist essenziell, dass wir uns gegenseitig verstehen, die Bedürfnisse des anderen akzeptieren und die Zusammenarbeit fördern. Ausserdem werden übergeordnete Themen wie beispielsweise Nachhaltigkeit, Qualitätsverständnis oder auch über Baukultur diskutiert. Damit bietet Entwicklung Schweiz einen Mehrwert für alle Akteure.


    Wohin geht die Reise der Prop-Tech-Unternehmen?
    Grundsätzlich ist ein grosser Hype um die Prop-Tech-Firmen festzustellen. Ich sehe hier viele spannende und zukunftsorientierte Startups. Ich begrüsse Technologien, die Abläufe vereinfachen und die Digitalisierung fördern. Man darf dabei nur nicht das Zwischenmenschliche vergessen. Die Immobilienbranche lebt von Menschen, persönliche Kontakte bleiben wichtig und müssen auch in Zukunft gepflegt werden.

  • Velux Gruppe ernennt Lars Petersson zum neuen CEO als Nachfolger von David Briggs, der in den Ruhestand geht

    Velux Gruppe ernennt Lars Petersson zum neuen CEO als Nachfolger von David Briggs, der in den Ruhestand geht

    Lars Petersson kommt aus einer Position als Präsident und CEO bei Hempel, einem globalen Unternehmen der Beschichtungsbranche mit Sitz in Dänemark. Vor Hempel war Lars Petersson in leitenden Positionen bei Inwido, einem schwedischen Fenster- und Türen-Hersteller, und dem französischen Hersteller von Bodenbelägen Tarkett tätig. Seit 2019 ist Lars Petersson Mitglied des Verwaltungsrats bei Dovista, welches wie auch Velux im Besitz der VKR Holding A/S ist.

    «Lars Petersson bringt umfassende Erfahrung und eine starke Erfolgsbilanz aus globalen Produktionsunternehmen in verwandten Branchen mit. Unter seiner Führung hat Hempel erfolgreich eine ehrgeizige Wachstumsstrategie mit einem klaren Fokus auf Kunden und einem ebenso starken Engagement für die Übernahme einer Führungsrolle im Bereich der Nachhaltigkeit gestartet. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Lars Petersson die richtige Person gefunden haben, um die weitere Entwicklung von Velux zu leiten», sagt Jørgen Jensen, Vorstandsvorsitzender der Velux Gruppe.

    «Ich fühle mich geehrt und freue mich, dass ich die Möglichkeit habe, die Velux Gruppe weiterzuführen. Ich bin seit zwei Jahrzehnten in der Baustoffbranche tätig und habe Velux immer für seine starke Marke und Qualität bewundert. Das Unternehmen hat eine ganze Branche geprägt und gleichzeitig ein starkes soziales Verantwortungsbewusstsein bewahrt. Ich freue mich sehr darauf, Teil von Velux zu werden und dabei zu helfen, die in der kürzlich gestarteten Strategie zum Wachstum des Unternehmens dargelegten Ambitionen zu verwirklichen und gleichzeitig die Messlatte für die Führung eines nachhaltigen Unternehmens höher zu legen», sagt Lars Petersson. Der künftige CEO ist 53 Jahre alt und Schwede. Er lebt mit seiner Frau Annica, mit der er zwei erwachsene Kinder hat, in der Nähe von Kopenhagen.

    David Briggs verabschiedet sich von Velux und geht in den Ruhestand
    Nach fünf Jahren an der Spitze der Velux Gruppe wird David Briggs im September als CEO zurücktreten. «David kann auf eine fast 30-jährige erfolgreiche Karriere bei Velux zurückblicken. Unter seiner fünfjährigen Führung als CEO hat sich die Erfolgsgeschichte von Velux fortgesetzt und beschleunigt. Ich bedaure, dass er uns verlässt, aber ich respektiere seinen Wunsch, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen», sagt der Vorsitzende des Verwaltungsrats von Velux, Jørgen Jensen. «Gemeinsam mit dem Vorstand und einem starken Managementteam hat David eine spannende Strategie entwickelt, die darauf abzielt, bis zum Jahr 2030 ein signifikantes Wachstum zu erzielen und im Bausektor eine echte Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit zu übernehmen. Wir halten an den Grundsätzen dieser Strategie fest», fährt Jørgen Jensen fort.

    «Es war die grösste Ehre und das grösste Privileg meines Lebens, Velux zu leiten und dieses grossartige Unternehmen und alle meine hervorragenden Kollegen zu vertreten. Seit 2018 haben wir Ergebnisse erzielt, auf die wir alle stolz sein können – Ergebnisse, die weit über das hinausgehen, was viele für möglich hielten. Und das ist dem Engagement meiner Kollegen zu verdanken, aber auch unseren Partnern, unseren Lieferanten und natürlich unseren Kunden», sagt CEO David Briggs. «Ich glaube fest daran, dass das Beste für Velux noch vor uns liegt, so wie es in der Unternehmensstrategie festgelegt ist, die wir 2021 auf den Weg gebracht haben und die bereits jetzt starke Ergebnisse zeigt. Es ist schwer, sich von etwas zu trennen, das ich liebe und an das ich so sehr glaube. Aber ich habe das Gefühl, dass die Zeit für mich und meine Familie reif ist. Mit einem starken Vorstand, der von den unglaublich unterstützenden, langfristigen Aktionären von Velux unterstützt wird, habe ich keinen Zweifel daran, dass Velux weiter wachsen und noch viele Jahre lang das wahrscheinlich beste Baustoffunternehmen der Welt sein wird», so David Briggs weiter.

  • CBRE baut Hotels & Operational Real Estate Team in der Schweiz weiter aus

    CBRE baut Hotels & Operational Real Estate Team in der Schweiz weiter aus

    In ihrer neuen Position verantwortet Wyss zusammen mit Alessia Breda die Weiterentwicklung vom Hotels & Operational Real Estate Business in der Schweiz und begleitet Investoren, Entwickler und Betreiber bei ihren Hotel und anderen operationellen Immobilieninvestitionen. Unterstützt wird das Team durch Mona Walder, welche bereits im März als Neuzugang vermeldet wurde.

    «Letztes Jahr hat CBRE unsere Kunden mit Verkaufs- und Beratungsmandaten von Hotelimmobilien im Wert von rund CHF 1.5 Milliarden unterstützt. Unser Ziel ist es, im Bereich Hotel & Operational Real Estate weiter zu wachsen und mit Julia Wyss und Alessia Breda sind wir hervorragend aufgestellt, um unsere Kunden entsprechend zu beraten und unser Wachstum voranzutreiben.», sagt Florian Kuprecht, Managing Director bei CBRE in der Schweiz.

    «Hotels und andere operationelle Immobilien rücken vermehrt in den Fokus unserer Kunden. Ich freue mich darauf sie bei Entscheidungen in diesen Bereichen zu unterstützen und unsere Plattform gemeinsam mit Alessia und Mona weiter auszubauen. Dieser interne Wechsel mit CBRE bedeutet für mich zudem eine Rückkehr in die Heimat – I fröie mi.», sagt Wyss.

  • EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    Für ihre Masterarbeit im Bauingenieurwesen hat Selina Heiniger eine Methode zur nachhaltigeren Herstellung von Baumaterial entwickelt. Dazu benutzt sie laut Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) Plastikabfälle, schon einmal verwendeten Beton und klein gemachte Terrakotta-Ziegel.

    In ihrer Masterarbeit wollte Heiniger laut der Mitteilung der EPFL zwei miteinander verbundene Herausforderungen angehen: die Verringerung der Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle und die Entwicklung von Bauweisen, die weniger Rohstoffe verbrauchen.

    Sie entwickelte Ziegel aus wiederverwertetem Kunststoff – Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyethylen hoher Dichte (HDPE) – sowie aus zerkleinerten Terrakotta-Ziegeln und wiederverwertetem Beton. Ihre Ziegel seien so konzipiert, dass sie ineinander greifen, so dass kein Mörtel erforderlich ist, heisst es weiter. Erste Tests seien ermutigend, aber die Erfindung befinde sich noch im Prototypenstadium. Bei Erfolg könne Heinigers Arbeit einen erheblichen Beitrag zur Verringerung des CO2-Fussabdrucks der Bauindustrie leisten.

    Heiniger hat im Kanton Bern die Matura gemacht und sich anschliessend an der EPFL für das Studium des Bauingenieurwesens eingeschrieben. Sie studierte zunächst nur in Teilzeit, da sie zusätzlich in einem Lausanner Tiefbauunternehmen arbeitete.

    Die Masterarbeit von Selina Heiniger wurde gemeinsam von Corentin Fivet, dem Leiter des EPFL-Labors für Strukturexploration in der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen, und Yves Leterrier, einem leitenden Wissenschaftler des EPFL-Labors für die Verarbeitung fortgeschrittener Verbundwerkstoffe in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, betreut.

  • Führungswechsel bei Allreal

    Führungswechsel bei Allreal

    Roger Herzog hat Allreal in den vergangenen Jahren massgeblich geprägt, vorerst als CFO und seit dem Jahr 2015 als CEO. Unter seiner Leitung wurde das Geschäftsmodell mit den beiden Geschäftsfeldern Immobilien und Generalunternehmung konsequent weiterentwickelt und das Immobilienportfolio strategiekonform ausgebaut. 

    Bis zu seinem Austritt im Frühjahr 2023 wird Roger Herzog seine Aufgaben als CEO unverändert wahrnehmen und eine geordnete Übergabe an seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger sicherstellen. 

    Der Verwaltungsrat der Allreal Holding AG bedauert den Entscheid von Roger Herzog, dankt ihm bereits jetzt herzlich für sein engagiertes und wertvolles Wirken und wünscht ihm für die Zukunft weiterhin viel Erfolg. Die Suche für seine Nachfolge wurde eingeleitet. 

  • Immobilien Stadt Zürich mit neuer Direktorin

    Immobilien Stadt Zürich mit neuer Direktorin

    Dr. Jennifer Dreyer (48) ist im hessischen Giessen aufgewachsen und hat ihre Studien in Darmstadt, Stuttgart und Zürich absolviert. Sie ist Bauingenieurin mit Zweitabschluss in Betriebswirtschaft und ETH-Doktoratsstudium zur Public Private Partnership. Dr. Jennifer Dreyer arbeitet seit 2016 für die IMMO: zunächst als Leiterin Stab, seit 2019 als Leiterin des neu gegründeten Bereichs Schulbauten und als stellvertretende Direktorin. Zuvor war sie Geschäftsleitungsmitglied eines Zürcher Beratungsbüros für Erhaltungsmanagement im Hoch- und Tiefbau. 

    Dr. Jennifer Dreyer tritt per 1. November 2022 die Nachfolge von Cornelia Mächler an, die sich künftig auf die Leitung von strategischen Grossprojekten konzentrieren wird. Cornelia Mächler wird dazu ebenfalls per 1. November die Position der stellvertretenden Direktorin einnehmen. Seit deren Gründung 2001 arbeitet Cornelia Mächler für die IMMO und stand dieser während der letzten 17 Jahre vor.  

    Stadtrat André Odermatt, Vorsteher Hochbaudepartement, dankt Cornelia Mächler für ihr grosses Engagement beim Aufbau und bei der permanenten Weiterentwicklung ihrer Dienstabteilung: «Die IMMO zählt heute schweizweit zu den führenden öffentlichen Eigentümervertretungen. Das ist massgeblich das Verdienst von Cornelia Mächler.» Gleichzeitig freut er sich über die Neubesetzung der IMMO-Direktionsstelle: «Dr. Jennifer Dreyer kennt die Herausforderungen einer wachsenden Stadt. Sie hat ihre Kompetenz unter anderem mit dem Aufgleisen der Schulraumoffensive bewiesen.»