Kategorie: Projekte

  • Vom Randgebiet zum urbanen Quartier mit Vision

    Vom Randgebiet zum urbanen Quartier mit Vision

    Buchholz steht für einen urbanen Neuanfang. Auf einer Fläche von rund 36’300 m² formt sich ein eigenständiges Stadtquartier, das Wohnen, Arbeiten, Bewegung und Begegnung kombiniert. Die bisher heterogene Struktur weicht einem klar gegliederten Nutzungsmix, der räumliche Qualität mit ökologischer Verantwortung verbindet. Kernstück der Entwicklung ist die «Grüne Mitte». Ein Zentrum mit Schule, Sportanlagen und Freiraum, umrahmt von Wohnhochhäusern und Gewerbebauten.

    Vom Industriegelände zum lebendigen Quartier
    Die Entwicklung geht auf einen erfolgreichen Studienauftrag des Zürcher Architektur- und Planungsbüros helsinkizurich zurück. Auf dieser Grundlage entstand ein fein austariertes Richtprojekt mit einer Überbauungsstrategie, die eine etappierte Vertiefung der Planung vorsieht. Die Realisierung erfolgt in drei Abschnitten – abgestimmt auf die unterschiedlichen Interessen der Eigentümerschaft. Besonderes Augenmerk gilt dem baulichen Erbe: Elemente wie der denkmalgeschützte Pulverturm werden behutsam eingebunden und respektvoll in den städtebaulichen Kontext integriert.

    Quartierleben unten, Lebensqualität oben
    Gewerbliche Nutzungen und Gemeinschafts-flächen in den Sockelzonen entlang der Buchholzstrasse prägen das öffentliche Gesicht des Quartiers. Darüber eröffnen lichtdurchflutete Wohnungen weite Ausblicke in die Landschaft. Begegnungsräume, Höfe und Erschliessungsachsen fördern die soziale Interaktion. Die abgestufte Öffentlichkeit erlaubt zugleich Rückzug und Teilhabe, ein Prinzip, das dem urbanen Leben gerecht wird.

    Blau-grüne Infrastruktur als Rückgrat
    Im Quartier Buchholz ist Nachhaltigkeit kein Versprechen, sondern Realität. Ein durchdachtes Wassermanagement mit Regenrückhalt und Verdunstungsflächen entlastet die Infrastruktur und verbessert das Mikroklima. Begrünte Dächer, durchlässige Beläge und klimaaktive Freiräume schaffen Lebensqualität, sind ökologisch wirksam und gestalterisch überzeugend.

    Starke Identität, klare Adresse
    Mit der neuen Promenade entlang der Buchholzstrasse entsteht nicht nur eine funktionale Erschliessung, sondern auch eine identitätsstiftende Adresse für den neuen Stadtteil. Das Quartier positioniert sich damit zwischen dem landschaftlichen Raum der Linth und dem städtischen Zentrum – offen, durchlässig, zukunftsgewandt.

    Stadtentwicklung mit Wirkung
    Buchholz steht exemplarisch für eine Stadtentwicklung, die langfristig denkt und differenziert handelt. Das Projekt schafft neuen Wohnraum und eine moderne Form von urbaner Qualität am Rand von Glarus – vernetzt, nachhaltig und mit Blick auf das Ganze.

  • Chur West das Tor zur Zukunft

    Chur West das Tor zur Zukunft

    Das erklärte Ziel war es, ein urbanes, lebendiges und attraktives Quartier zu schaffen, das über 400 Menschen neuen Wohn- und Arbeitsraum bietet. Angesichts des knappen Wohnungsangebots in Chur ist dies eine wegweisende Entwicklung für Familien, Paare und Einzelpersonen.

    Das einstimmig gewählte Siegerprojekt des Teams um Duplex Architekten, Gersbach Landschaftsarchitektur und IBV Hüsler Verkehrsplanung besticht durch eine kühne städtebauliche Vision. Fünf unterschiedlich hohe Bauten, darunter zwei markante Hochpunkte, definieren das neue Quartier. Diese «Dichte in die Höhe» ist nicht nur ein architektonisches Statement, sondern ermöglicht auch grosszügige öffentliche Freiräume, die die Identität des neuen Quartiers massgeblich prägen werden. Vielfältig gestaltete Strassenzüge, Gassen und Platzabfolgen durchziehen das Areal und schaffen eine harmonische Balance zwischen öffentlicher Begegnung und privater Rückzugsmöglichkeit.

    Ein Meilenstein für Chur
    Eine hochkarätige Jury aus Planungsexperten und Vertretern der Eigentümerschaft hat die fünf eingereichten Entwürfe intensiv geprüft und sich einstimmig für den Entwurf von Duplex Architekten entschieden, eine Wahl, die auch vom Churer Stadtrat bekräftigt wurde. Das Siegerprojekt überzeugte nicht nur durch seine klare städtebauliche Haltung, sondern auch durch die innovative Transformation des ehemaligen Industrieareals in ein lebendiges, urbanes Zentrum.

    Besonders hervorzuheben sind die markante architektonische Formensprache, deren Design nicht nur ästhetisch überzeugt, sondern auch höchste Wohnqualität verspricht. Des Weiteren schaffen die vielfältigen Frei- und Grünräume ein einzigartiges Nebeneinander von Öffentlichkeit und Privatheit, was dem Ort eine zukunftsweisende Identität verleiht. Schliesslich sorgt die hervorragende Vernetzung dafür, dass das Quartier optimal an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist und eine nahtlose Verbindung zu den umliegenden Stadtteilen bildet.

    Von der Vision zur Realität
    Das Siegerprojekt ist derzeit öffentlich im Eingangsbereich des Stadthauses Chur ausgestellt und wird dem neu konstituierten Gestaltungsbeirat zur Beurteilung vorgelegt. Anschliessend wird das Siegerteam den Entwurf weiter konkretisieren. In den kommenden Jahren werden nach Fertigstellung des Quartierplans die konkreten Bauprojekte eingereicht und realisiert. Chur West wird dann nicht nur ein neues Quartier sein, sondern ein pulsierendes, einladendes Eingangstor, das die Stadt neu definiert und ihre Zukunft aktiv gestaltet.

  • Grünes Licht für Cargo sous terrain

    Grünes Licht für Cargo sous terrain

    Mit dem Sachplan-Beschluss des Bundesrats wird das innovative Gütertransportsystem Cargo sous terrain erstmals offiziell raumplanerisch verankert. Das privat initiierte Projekt soll künftig Waren durch ein unterirdisches Tunnelsystem vom Mittelland bis in die Städte transportieren. Dies rund um die Uhr, emissionsarm und unabhängig vom Strassenverkehr.

    Die Grundlage bildet das Bundesgesetz über den unterirdischen Gütertransport (UGüTG), das bereits 2022 in Kraft trat. Es ermöglicht Unternehmen wie CST, solche Systeme unter klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen zu planen und umzusetzen.

    Erste Etappe zwischen Härkingen und Zürich definiert
    Im neu eingefügten Teil des Sachplans Verkehr legt der Bund nun den raumplanerischen Korridor für die erste Teilstrecke von Härkingen nach Zürich fest. Auch die geplanten Standorte für die Logistik-Hubs sind darin räumlich verortet. Der Plan schafft damit Planungs- und Rechtssicherheit für alle beteiligten Ebenen, vom Bund über die Kantone bis zu den Gemeinden.

    Kritische Punkte fliessen in Weiterentwicklung ein
    Im Rahmen einer Anhörung im ersten Halbjahr 2024 konnten betroffene Kantone und Gemeinden Stellung beziehen. Thematisiert wurden unter anderem die Auswirkungen auf das Grundwasser, das Verkehrsaufkommen an den Hubs und der Umgang mit dem Ausbruchmaterial aus dem Tunnelbau. Die Rückmeldungen werden in die Weiterentwicklung des Sachplans integriert. Widersprüche zu bestehenden Richtplänen bestehen laut Bund nicht.

    Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Baubewilligung
    Mit dem Eintrag in den Sachplan ist eine zentrale Voraussetzung für die spätere Baubewilligung erfüllt. Weitere Bewilligungs- und Genehmigungsverfahren stehen noch bevor, doch der aktuelle Entscheid stärkt die Umsetzungsfähigkeit des Gesamtprojekts erheblich.

    Weg frei für ein neues Logistikzeitalter
    Mit dem Sachplanbeschluss setzt der Bundesrat ein klares Zeichen für nachhaltige und innovative Infrastrukturentwicklung. Cargo sous terrain könnte langfristig den Güterverkehr in der Schweiz revolutionieren, unterirdisch, leise und flächenschonend. Der raumplanerische Rahmen steht, jetzt beginnt die nächste Etappe der Umsetzung.

  • Trèfle-Blanc das 400-Millionen-Projekt rollt an

    Trèfle-Blanc das 400-Millionen-Projekt rollt an

    Die Frage nach den tatsächlichen Kosten des Trèfle-Blanc-Projekts sorgte im Vorfeld für Spekulationen. Von 275 bis 400 Millionen Franken reichten die Schätzungen. Nun schafft die Genfer Regierung mit der Einreichung eines umfassenden Investitionsgesetzes Klarheit. Die anfängliche Diskrepanz resultiert nicht aus einer Planänderung oder dem «Salamitaktik», sondern aus der detaillierten Aufschlüsselung der verschiedenen Finanzierungsquellen und Projektphasen.

    Zunächst wird dem Grossen Rat ein Kredit von 275,5 Millionen Franken zur Genehmigung vorgelegt. Diese Summe deckt primär den Bau von zwei Eisbahnen (232 Millionen), ergänzt durch Kosten für Aussenanlagen (7,9 Millionen), den Tramanschluss (über 9 Millionen), Unvorhergesehenes (9,3 Millionen) und Teuerung (8,3 Millionen). Sollte dieser Kredit vom Parlament bewilligt werden, könnte er bei Bedarf noch einem Referendum unterliegen.

    Diese Summe repräsentiert jedoch nicht die Gesamtkosten für den Kanton, da bereits 17 Millionen Franken für Vorstudien aufgewendet wurden. Somit belaufen sich die bisherigen Gesamtkosten zu Lasten des Staates bereits auf 293 Millionen Franken.

    Warum es 400 Millionen sind
    Die Verwirrung um die 400 Millionen Franken löst sich auf, wenn der Park-and-Ride Parkplatz miteinbezogen wird. Dieser, dessen Bau noch vor der restlichen Infrastruktur beginnt, wird 928 Parkplätze für Autos und 244 für Motorräder bieten. Seine Kosten belaufen sich auf geschätzte 99 Millionen Franken, eine Summe, die nicht direkt vom Parlament beantragt wird. Die Finanzierung erfolgt über die Stiftung der Parkhäuser, eine autonome öffentlich-rechtliche Anstalt, die mit Zustimmung des Staates 75 Millionen Franken aufnehmen wird, während der Rest aus Eigenmitteln bestritten wird. Die Rückzahlung dieses Darlehens ist langfristig durch die Einnahmen aus dem P+R gesichert.

    Die Finanzierungsarchitektur
    Es ist unerlässlich, diese 99 Millionen Franken zu den Gesamtkosten des Trèfle-Blanc-Projekts hinzuzurechnen. Unabhängig von der genutzten Finanzierungsquelle handelt es sich um öffentliche Gelder, da die Stiftung der Parkhäuser Teil des öffentlichen Sektors ist, ähnlich wie die Genfer Versorgungsbetriebe oder die Universitätsspitäler Genf. Dies wird auch in den konsolidierten Jahresabschlüssen des Kantons Genf ersichtlich. Wie die Präsidialabteilung des Staatsrats bestätigt, ist alles miteinander verbunden. Ein erfolgreiches Referendum gegen den 275-Millionen-Kredit würde das gesamte Projekt, einschliesslich des P+R, zum Scheitern bringen.

    Die Transparenz in der Kostenaufschlüsselung des Projekts Trèfle-Blanc schafft nun die Grundlage für eine informierte Debatte und ebnet den Weg für die Realisierung dieses wichtigen Infrastrukturvorhabens, das Genf massgeblich prägen wird.

  • Neues Recyclingzentrum soll Pionierprojekt der Kreislaufwirtschaft werden

    Neues Recyclingzentrum soll Pionierprojekt der Kreislaufwirtschaft werden

    Die Stadt Zürich will auf dem Juch-Areal in Zürich-Altstetten ein neues Recyclingzentrum errichten lassen. Als Investitionen für das Projekt werden 29,95 Millionen Franken veranschlagt. Dazu kommen 3,15 Millionen Franken, um das Juch-Areal aus dem Finanzvermögen in das Verwaltungsvermögen der Stadt zu übertragen. Aufgrund der hohen Summe wird es eine Volksabstimmung über die Realisierung des Projekts geben, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung.

    Der Ersatz für den 2024 geschlossenen Recyclinghof Hagenholz ist als Pionierprojekt der Kreislaufwirtschaft angelegt. Der zugrundeliegende Entwurf der Graber Pulver Architekten AG sieht vor, Stahlträger, Betonplatten und Trapezbleche aus Rückbauten unter anderem der Recylinghalle Hagenholz zu nutzen. Konstruktionssysteme und verwendete Materialien sollen nach Möglichkeit rückbaufähig und trennbar sein.

    Auch beim Betriebskonzept wird Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. So stehen die Weitergabe, Reparatur und Wiederaufbereitung der Einlieferungen im Vordergrund. An zweiter Stelle kommt die Wiederaufbereitung von Material. Nur was sich nicht dafür eignet, wird der Verbrennung in der Kehrichtverwertungsanlage zugeführt. Die Anlieferung soll zu Fuss, mit dem Velo, dem Auto und grösseren Transportfahrzeugen möglich sein.

    Der Baubeginn ist vorbehaltlich der Zustimmung des Stimmvolks für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Ab dem vierten Quartal könnte das Zentrum die Arbeit aufnehmen. Bis dahin bleibt der provisorische Recyclinghof Looächer in Zürich-Affoltern in Betrieb.

  • Führungswechsel bei Immobilienfirma aus Schlieren

    Führungswechsel bei Immobilienfirma aus Schlieren

    Die Geistlich Immobilia AG gibt einen Wechsel an der Spitze bekannt: Per Anfang Juli hat Ladina Esslinger die Leitung der Immobilienentwicklerin aus der Geistlich Gruppe übernommen, informiert Geistlich Immobilia in einer Mitteilung. Die bisherige Leiterin Projektentwicklung übernimmt die operative Leitung von Martin Geistlich. Der bisherige Geschäftsführer bleibt im Unternehmen aber als Verwaltungsratspräsident aktiv.

    Die Geistlich Immobilia AG nimmt innerhalb der Geistlich Gruppe die Neuausrichtung des ehemaligen Firmenareals in Schlieren war. Hier entsteht auf über 125’000 Quadratmetern der Stadtteil amRietpark. Um einen 600 Meter langen Park sind dabei rund 650 Wohnungen sowie Geschäfts- und Büroflächen angelegt. Aktuell geht Geistlich Immobilia die Realisierung des Projekts Lymhof an.

    «Unser Ziel ist es, Projekte zu realisieren, die Schlieren als Wohn- und Wirtschaftsstandort langfristig stärken, mit echtem Mehrwert für die Menschen, die hier leben, ebenso wie für ansässige und neue Unternehmen», wird Esslinger in der Mitteilung zitiert. Die neue Leiterin der Geistlich Immobilia AG hat Architektur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich studiert und einen Executive Master of Business Administration an der Universität St.Gallen erworben.

  • Zürcher Militärkaserne wird zum Bildungszentrum

    Zürcher Militärkaserne wird zum Bildungszentrum

    Nach dem Auszug der Kantonspolizei im Jahr 2022 startet nun der nächste Abschnitt in der Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes. Die 120 Meter lange Militärkaserne wird zum neuen Zuhause des Bildungszentrums für Erwachsene. Mitten in der Stadt Zürich entsteht bis 2029 ein Ort für lebenslanges Lernen, getragen von der kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene und der Berufsfachschule EB Zürich. Ziel ist es, Erwachsenen neue Bildungswege und berufliche Perspektiven zu eröffnen, vom Nachholen der Maturität bis zum digitalen Kompetenzaufbau.

    Architektur mit Respekt und Zukunft
    Das Umbauprojekt basiert auf dem Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs von 2019. Der Entwurf der ARGE «spillmann echsle / Takt» verbindet den Respekt vor der historischen Bausubstanz mit einer zukunftsgerichteten Bildungsarchitektur. Das zentrale Atrium, ein lichtdurchfluteter Innenhof mit Glasdach, wird zum Herzstück des neuen Lernraums. Gleichzeitig entsteht im Erdgeschoss ein öffentliches Restaurant in den ehemaligen Kasernen-Kantinen, inklusive weiterer Räume für publikumsorientierte Nutzungen.

    Nachhaltige Sanierung eines nationalen Kulturguts
    Die technische, energetische und bauliche Erneuerung des Gebäudes ist umfassend. Die stark beschädigte Natursteinfassade aus Berner Sandstein wird restauriert, Fenster ersetzt, moderne Gebäudetechnik eingebaut und eine Photovoltaikanlage auf dem Hauptdach installiert. Beheizt wird künftig mit Fernwärme. Damit erfüllt die ehemalige Kaserne höchste Standards in Sachen Energieeffizienz und Denkmalpflege.

    Investition in Bildung und Gesellschaft
    Mit Gesamtkosten von rund 180 Millionen Franken ist das Projekt ein bedeutender Beitrag zur Bildungs- und Stadtentwicklung. 122 Millionen sind für die Instandsetzung gebunden, weitere 58 Millionen fliessen in die Umnutzung zum Bildungsgebäude. Der Regierungsrat und der Kantonsrat haben die Mittel bereits bewilligt. Im Frühjahr 2029 soll der Schulbetrieb aufgenommen werden. Ein starker Impuls für den Bildungsstandort Zürich und ein Symbol für die Transformation öffentlicher Räume.

  • Barrierefreie Modernisierung des Bildungszentrums im Limmattal gestartet

    Barrierefreie Modernisierung des Bildungszentrums im Limmattal gestartet

    Der Kanton Zürich hat in einer Medienmitteilung den Baustart der Instandsetzung des Bildungszentrum Limmattal (BZLT) in Dietikon angekündigt. Das denkmalgeschützte Gebäude soll ab Beginn der Sommerferien über zwei Jahre erneuert werden und künftig ein modernes und auf die Bedürfnisse der Lernenden angepasstes Lernumfeld bieten.

    Das 1969 errichtete Berufsschulhaus befindet sich weitgehend im Originalzustand und wird vom BZLT als Kompetenzzentrum für Logistik-, Strassentransport- und Recyclingberufe genutzt. Mit einer Investition von 42 Millionen Franken wird das Gebäude nun erneuert, um nach Abschluss der Arbeiten 2027 ein verbessertes und barrierefreies Lernumfeld zu bieten. Die Architekturführung übernimmt dabei die Zürcher Ernst Niklaus Fausch Partner AG.

    Im obersten Geschoss soll eine offene, interdisziplinär nutzbare Lernlandschaft entstehen, die diverse Möglichkeiten zum selbstgesteuerten und gemeinsamen Lernen bieten soll. Die Untergeschossflächen sollen derweil zu modernen Sporträumen umgebaut werden.

    Mit dem Umbau wird das Bildungszentrum gemäss den Standards von Minergie-ECO und dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) zertifiziert. So soll das Gebäude an das regionale Fernwärmenetz angeschlossen werden und auf dem Dach eine Technikzentrale mit einer Photovoltaikanlage entstehen. Begrünte Dach- und Terrassenflächen sollen zusätzlich zur Kühlung beitragen und die Biodiversität fördern. Nach der Instandsetzung wird das Gebäude ausserdem barrierefrei zugänglich sein.

    Das Gebäude des Architekten Georges Künzler steht unter Denkmalschutz. Die Massnahmen zur Modernisierung und Sanierung wurden deshalb in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege erarbeitet. Dabei soll unter anderem das äussere Erscheinungsbild der Fassade erhalten bleiben. Die Arbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden. Bis dahin wird der Schulbetrieb provisorisch im Schulhaus an der Lagerstrasse 55 in Zürich stattfinden.

  • Zuger Stadtparlament unterstützt Bebauungsplan Metalli

    Zuger Stadtparlament unterstützt Bebauungsplan Metalli

    Der Bebauungsplan Metalli ist in den politischen Bewilligungsprozess gegangen, informiert die Zug Estates Gruppe in einer Mitteilung. Die auf den Wirtschafts- und Lebensraum Zug konzentrierte Immobiliengesellschaft plant, die bestehende Einkaufsallee in einen lebendigen Stadtteil weiterzuentwickeln. Dabei sollen zusätzlicher Wohnraum und neue öffentliche grüne Aussenräume entstehen.

    Der Stadtrat der Stadt Zug hatte dem Bebauungsplan Metalli bereits am 8. April zugestimmt. Am 17. Juni fand der Bebauungsplan in erster Linie auch die Zustimmung des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug. Nun gehen die Pläne in die öffentliche Auflage, bevor sie voraussichtlich im Frühjahr 2026 zur zweiten Lesung in den Grossen Gemeinderat zurückkehren. Danach kann Zug Estates den eigentlichen Planungsprozess mit einem Architekturwettbewerb einleiten.

    Der Bebauungsplan Metalli sieht die Schaffung von 160 neuen Wohnungen vor, von denen 130 zusätzlich zum bestehenden Wohnangebot entstehen. Dafür sind Aufstockungen bestehender Gebäude und ein neues Hochhaus geplant. Als Eingangstor der Metalli soll ein neuer Platz mit Verbindung zum Bahnhofsareal fungieren. Zudem will Zug Estates eine öffentliche und parkähnliche Dachterrasse anlegen.

    «Mit dem Vorhaben Lebensraum Metalli greifen wir bewährte Qualitäten auf und erhalten die charakteristische Architektur der Metalli mit ihren Glasdächern, Arkaden und der typischen Materialisierung», wird Peter Wicki, Leiter Projektentwicklung Zug Estates, in der Mitteilung zitiert. «Durch die gezielte Aufwertung und Modernisierung der Infrastruktur sowie durch die Attraktivitätssteigerung der Einkaufsallee ist der Lebensraum Metalli zudem eine Chance für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Detailhandels sowie der Gastronomie.»

  • Erlenpark Näfelsschafft neuen Wohnraum

    Erlenpark Näfelsschafft neuen Wohnraum

    Auf dem über 16’000 m² grossen Areal «Feld» in Näfels realisiert die Gemeinde Glarus Nord zusammen mit der FT3 Architekten AG eine zukunftsweisende Wohnüberbauung. In drei zeilenförmig angeordneten Gebäudegruppen entstehen insgesamt zehn Mehrfamilienhäuser mit rund 98 Wohnungen. Die Wohnungen sind zwischen 1½- und 5½-Zimmer gross und richten sich an Menschen in allen Lebensphasen – von Singles über Familien bis zu Seniorinnen und Senioren. Das vielfältige Wohnangebot soll eine soziale Durchmischung fördern und das Quartier beleben.

    Ruhiger Innenhof als Herzstück der Siedlung
    Die spezielle Geometrie der Parzelle führt zu einer rautenförmigen Anordnung der Gebäude, die einen rund 6’800 m² grossen, begrünten Innenhof umschliessen. Er fungiert als Zentrum der autofreien Siedlung und bietet Raum für Begegnung und Erholung – geschützt vor dem Lärm der umgebenden Verkehrsachsen. Die versetzt angeordneten Wohnbauten sorgen zudem für eine rhythmische Gliederung und schaffen architektonische Qualität sowie eine optimale Besonnung der Wohnungen.

    Autofrei und zentral erschlossen
    Ein zentrales Merkmal des Projekts ist seine konsequent verkehrsfreie Gestaltung. Die Erschliessung und sämtliche Parkierungsanlagen sind an einem zentralen Punkt gebündelt, wodurch das gesamte Wohnumfeld frei von motorisiertem Verkehr bleibt. Das erhöht die Sicherheit, schafft attraktive, lebenswerte Freiräume und entspricht den aktuellen Anforderungen an Wohn- und Städtebau.

    Signal für Standortentwicklung und Baukultur
    Gemeindepräsident Fritz Staub sieht im Erlenpark ein starkes Signal für die Gemeindeentwicklung. Kurz nach Inkrafttreten der Gesamtrevision der Nutzungsplanung NUP II zeige das Projekt exemplarisch, wie hochwertige, flächeneffiziente Wohnbauprojekte im Kanton Glarus umgesetzt werden können. Der Spatenstich erfolgte im April 2025. Die erste Bauetappe wird bis Sommer 2027 abgeschlossen, die zweite und dritte Etappe folgen bis Herbst 2028.

    Modernes Bauen mit Anspruch
    Die Planung und Umsetzung durch die FT3 Architekten AG folgt einer klaren architektonischen Haltung. Zur Strasse hin präsentieren sich die Gebäude geschlossen und kompakt, während sie sich zum Innenhof mit grosszügigen Balkonen öffnen. Die Staffelung der Geschosse unterstützt die natürliche Belichtung und verleiht den Gebäuden eine klare Struktur. Der Erlenpark ist damit ein gelungenes Beispiel für modernes, hochwertiges Bauen im Glarnerland. Ein Projekt mit Signalwirkung für die Standortentwicklung in ländlich geprägten Zentren.

  • Biäsche neu denken

    Biäsche neu denken

    Das Arbeitsgebiet Biäsche vereint Standortqualitäten, die in dieser Form selten sind. Direkt vor der Tür der Autobahnanschluss, ein Güterbahnhof und naturnahe Erholungsräume. Zwischen Gemeindegrenzen, Verkehrsachsen und Naturraum liegt ein Gebiet, das wirtschaftlich gedacht, intelligent geplant und nachhaltig genutzt werden soll. Die Parzellen befinden sich in öffentlicher, privater und kantonaler Hand. Eine Konstellation, die eine integrative Entwicklung erfordert.

    Von der Fläche zur Funktion
    Aktuell fehlt es an planungs- und baurechtlicher Reife. Ohne Erschliessung und Überbauungsplanung bleibt das Potenzial ungenutzt. Deshalb hat ein Testplanungsverfahren unterschiedliche Nutzungsszenarien und Erschliessungsstrategien geprüft. Ziel war es, einen klar positionierten, marktfähigen Wirtschaftsraum zu schaffen, der bereit ist für immissionsarme, wertschöpfungsintensive Betriebe. Die Etappierung dieser Entwicklung ist zentral. Nur mit flexiblen, anschlussfähigen Konzepten kann das Areal langfristig tragfähig erschlossen werden.

    Ein Standort, viele Interessen
    Im Teilgebiet Unterflechsen hält die Gemeinde Glarus Nord 3.8 ha unbebaute Arbeitszonenfläche. Der Kanton Glarus besitzt im angrenzenden Mittelflechsen weitere 2.7 ha. Für dieses Gebiet bestehen konkrete Interessen. Eine Lachszucht und eine neue Strafanstalt stehen zur Diskussion. Ergänzt wird die Fläche durch private Grundstücke sowie bestehende Nutzungen. Diese Vielfalt macht die räumliche Koordination zur planerischen Schlüsselaufgabe.

    Infrastruktur als Entwicklungstreiber
    Verkehrstechnisch ist Biäsche ideal positioniert. Das Gebiet ist durch nationale Verkehrsachsen von SBB und ASTRA erschlossen. Eine zukunftstaugliche Entwicklung setzt jedoch voraus, dass MIV, ÖV, Fuss- und Veloverkehr sowie Ver- und Entsorgungsinfrastrukturen aufeinander abgestimmt und vorausschauend geplant werden. Nur so kann ein Standort entstehen, der ökonomisch attraktiv und ökologisch verantwortungsvoll ist.

    Richtprojekt als Schlüssel zum Fortschritt
    Nachdem die Testplanung Arealentwicklung Biäsche im Juni 2023 abgeschlossen wurde, werden im Rahmen einer Synthese-Phase bis August 2025 die Konzepte von Ernst Niklaus Fausch Partner AG und Studio Vulkan Landschaftsarchitektur AG als Resultat der Testplanung zu einem Richtprojekt weiterentwickelt. Das Richtprojekt fasst im Sinne einer Synthese die von den Unterzeichnenden als richtig erachteten Parameter der Arealentwicklung zusammen und zeigt in den Grundzügen auf, wie sich das Areal kurz-, mittel- bis langfristig entwickeln soll. Dieses dient als Grundlage für das anschliessende Überbauungsplan- und Perimeterverfahren.

  • Auszeichnung für nachhaltigen Spitalneubau

    Auszeichnung für nachhaltigen Spitalneubau

    Das Kantonsspital Baden hat bei den European Healthcare Design Awards 2025 den Preis für Einrichtungen über 25’000 Quadratmeter gewonnen. Er wurde im Rahmen des 11. European Healthcare Design Congress in London verliehen. Diese jährlich vergebene Auszeichnung würdigt herausragende Bauten des Gesundheitswesens.

    Wie das KSB mitteilt, habe die Jury «nach einem hochkompetitiven Auswahlverfahren» insbesondere den integrativen Ansatz des Entwurfs gelobt: «ein Spital, das funktionale Effizienz, Aufenthaltsqualität, architektonische Identität sowie das Wohl von Patienten und Mitarbeitenden gleichermassen in den Fokus rückt». Die von Salus Naturarzneimittel und Architects for Health organisierte Jury setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Australien, Grossbritannien und den USA zusammen. In ihrer Bekanntmachung der Gewinner betonen die Veranstalter, dass das Schweizer Projekt «Nachhaltigkeit und heilende Architektur auf ein neues Niveau hebt».

    Der auch Agnes-Spital genannte Neubau war vom Kantonsspital Baden in Auftrag gegeben und von Nickl & Partner Architekten, Ghisleni Partner sowie Amstein + Walthert Zürich geplant worden. Sein Name geht auf Königin Agnes von Ungarn aus dem Haus Habsburg zurück, die der Stadt Baden 1349 ein Spital stiftete, das seither immer an die medizinischen Entwicklungen angepasst wurde.

    «Wir sind stolz, auf unserem Gesundheitscampus eine Infrastruktur geschaffen zu haben, die auch international begeistert», so das KSB. «Ein Grund zur Freude für das gesamte KSB – und für den Kanton Aargau!»

  • HORTUS setzt neuen Massstab für nachhaltiges Bauen

    HORTUS setzt neuen Massstab für nachhaltiges Bauen

    Mit HORTUS ist auf dem Main Campus des Switzerland Innovation Park Basel Area ein Gebäude entstanden, das neue Standards im nachhaltigen Bauen setzen soll. Entwickelt wurde das Projekt von SENN, Herzog & de Meuron sowie ZPF Ingenieure. HORTUS ist nicht nur konzeptionell auf Klimaverträglichkeit ausgelegt, es wird nach Angaben der Beteiligten seine graue Energie innerhalb einer Generation kompensieren und danach als energiepositives Gebäude betrieben. 

    Kern des Konzeptes ist eine konsequente Reduktion des Energieeinsatzes in Bau und Betrieb. Materialien wie Lehm, Holz und Altpapier wurden mit minimalem Ressourceneinsatz verarbeitet. Auf eine Unterkellerung wurde bewusst verzichtet. Parallel dazu sorgt eine Photovoltaikfläche von rund 5’000 m² an Fassade und Dach für eine maximale Eigenenergiegewinnung. 

    Kreislaufwirtschaft auf Bauteilebene 
    Besonderes Augenmerk liegt auf der Wiederverwendbarkeit. Jedes verbaute Element wurde mit einer vorgesehenen Zweitnutzung geplant. Damit folgt HORTUS den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft bis ins Detail. Vorgefertigte Lehm-Holz-Elemente, direkt vor Ort in einer Feldfabrik hergestellt, ermöglichen einen effizienten Rückbau oder Weiterverwendung. 

    Naturmaterialien sorgen für ein ausgeglichenes Raumklima, unterstützt durch einen begrünten Innenhof, der vom renommierten Landschaftsarchitekten Piet Oudolf gestaltet wurde. 

    Infrastruktur für Innovation 
    Das Gebäude bietet rund 10’000 m² Nutzfläche, vorwiegend für Unternehmen aus den Bereichen ICT und Life Sciences. Die Büroflächen sind bereits bei Eröffnung vollständig vermietet. Verfügbar ist einzig noch Platz im Coworking-Bereich. Dieser richtet sich an Start-ups, Projektteams oder Einzelnutzende, die von der Nähe zu einem der grössten Life-Sciences-Ökosysteme Europas profitieren möchten. 

    Der Coworking-Space sowie die Büroflächen verfügen über gemeinschaftlich nutzbare Küchen, einen Garten sowie IT-Infrastruktur. Im Erdgeschoss ergänzen Gastronomieangebote und ein Fitnessbereich die Infrastruktur. Das Ziel ist, Innovation und Alltag an einem Ort zu vereinen. 

    Teil eines grösseren Entwicklungsareals 
    Es ist nicht das erste Gebäude auf dem Campus. Bereits in Betrieb ist das Main Campus HQ. Weitere Gebäude , ALL, HOPE und SCALE, befinden sich im Bau oder in Planung. Bis 2029 soll in Allschwil das grösste Areal eines Schweizer Innovationsparks entstehen, mit Fokus auf Life Sciences, digitale Gesundheit und industrielle Transformation. 

    Mit derzeit rund 1’200 Mitarbeitenden in 92 Unternehmen und 12 Forschungsgruppen ist der Standort bereits heute ein bedeutendes Zentrum für angewandte Forschung und Entwicklung in der Schweiz. 

  • Der Wohnpark Glarus Südsetzt neue Massstäb

    Der Wohnpark Glarus Südsetzt neue Massstäb

    Mitten im Glarnerland, eingebettet in die alpine Landschaft und mit direkter S-Bahn-Anbindung nach Zürich, nimmt ein wegweisendes Projekt Gestalt an. Der Wohnpark Glarus Süd ist bereit für die Realisierung. Die Baubewilligung liegt vor, das Konzept steht und das Umfeld ist ideal erschlossen. Auf dem Areal befinden sich bereits heute ein etabliertes Gesundheits- und Präventionszentrum, ein Café, ein Coiffeur- und Kosmetiksalon sowie vielseitig nutzbare Eventflächen. Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Spitexdienste und die Bahn nach Braunwald liegen in Gehdistanz. Die Lage kombiniert naturnahes Wohnen mit urbaner Anbindung.

    Ein Pionierprojekt für neue Lebensformen
    Im Fokus des Projekts steht das Mehrgenerationen-Wohnen, ergänzt durch Co-Living und Co-Working-Angebote. Die 51 Wohnungen sind Teil eines ganzheitlichen Konzepts, das auf soziale Durchmischung, Begegnung und gemeinsame Nutzung ausgerichtet ist. Der Wohnpark wird CO2-neutral betrieben. Die Energie stammt aus eigener Produktion. Das Konzept greift zentrale Herausforderungen wie den demografischen Wandel, den Klimaschutz und den zunehmenden Bedarf an flexiblen Lebens- und Arbeitsformen auf und bietet gleichzeitig attraktive Perspektiven für Investoren, die auf werthaltige, gesellschaftlich relevante Projekte setzen.

    Erfahrung trifft Vision
    Hinter dem Projekt steht die Hacontex AG aus Zollikon. Das Unternehmen mit Wurzeln in der Textilindustrie hat sich in den letzten Jahrzehnten konsequent transformiert. Heute ist Hacontex in der nachhaltigen Energieproduktion und Immobilienentwicklung tätig. Geschäftsführer Hans-Peter Keller und sein Team setzen auf unternehmerischen Mut, regionale Verankerung und wirtschaftliche Weitsicht. Mit Projekten in der Zürcher Agglomeration, im Kanton Schwyz und im Glarnerland adressiert das Unternehmen zukunftsgerichtete Themen, stets im Spannungsfeld von Natur, Technik und Gesellschaft.

    Ein Projekt mit Signalwirkung
    Der Wohnpark Glarus Süd ist mehr als ein Immobilienvorhaben. Er ist ein Impuls für die Region und ein Modell für die nachhaltige Transformation des ländlichen Raums. Mitten in den Bergen entsteht ein Ort für alle Generationen, für Arbeit, Gesundheit, Gemeinschaft und Innovation. Die Kombination aus moderner Infrastruktur, lokaler Verankerung und ökologischer Verantwortung macht das Projekt zu einem Investitionsziel mit langfristigem Mehrwert.

    Mit der Baureife steht der Startschuss unmittelbar bevor. Jetzt wird ein Investor gesucht, der die Vision teilt und den Mut hat, auf ein Projekt zu setzen, das Zukunft nicht nur verspricht, sondern baut.

  • Vom Industriegelände zum Gartenquartier

    Vom Industriegelände zum Gartenquartier

    Das Kartoni-Quartier zeigt, wie visionäre Stadtentwicklung gelingen kann. Auf einem ehemaligen Industrieareal entsteht ein begrüntes Wohnquartier mit rund 150 Wohnungen, ergänzt durch Dienstleistungs- und Kulturangebote. Was heute noch als Planungsskizze vorliegt, soll sich in mehreren Etappen zu einem vielfältigen Lebensraum entfalten, der offen ist für alle Generationen und Lebensentwürfe. Die historische Kulisse von Glarus bildet dabei nicht nur den Rahmen, sondern wird durch moderne Architektur und nachhaltige Bauweise weitergedacht.

    Stadt und Land neu verbunden
    Glarus ist mehr als nur der Hauptort des Kantons, es ist ein Lebensgefühl. Nur eine Stunde von Zürich oder St. Gallen entfernt, bietet Glarus urbane Dichte und gleichzeitig naturnahe Erholung. Das Kartoni-Quartier verstärkt diese Qualität. Es schlägt eine Brücke zwischen dem Ortsteil Ennenda und dem Stadtzentrum, schafft räumlich wie sozial neue Wege und Begegnungsorte. Die 2011 erfolgte Gemeindefusion erhält damit eine architektonisch greifbare Dimension.

    Wasser als verbindendes Element
    Die Linth wird künftig zur Lebensader des Quartiers. Wo früher versiegelte Flächen dominierten, entsteht ein öffentlicher Uferraum mit direktem Zugang zum Wasser. Der renaturierte Kanal verwebt sich mit der Flusslandschaft und schafft ein spielerisches Pendant zur strukturierten Gestaltung des nahegelegenen Volksgartens. Der Ort wird zum Treffpunkt für Spaziergänge, Erholung und gemeinsames Erleben.

    Autofreies Gartenquartier
    Das Kartoni-Quartier setzt auf eine unterirdische Lösung bei der Mobilität. Direkt nach der Linthbrücke führt eine Zufahrt in eine grosszügige Tiefgarage, wodurch das gesamte Quartier oberirdisch autofrei bleibt. Was entsteht, ist ein Gartenquartier, das offen, begrünt und von Wegen durchzogen ist. Die autofreie Gestaltung fördert nicht nur Ruhe und Sicherheit, sondern setzt ein starkes Zeichen für eine neue Art des Zusammenlebens in verdichteten Räumen.

    Mut zur Etappe und ein Plan mit Vision
    Die Entwicklung des Quartiers folgt keinem starren Zeitplan, sondern reagiert flexibel auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Derzeit laufen mehrere Planungsstränge parallel: vom Hänggiturm über Wohnflächen bis hin zur Integration einer Musikschule. Der bereits genehmigte Überbauungsplan wird dabei an neue Anforderungen angepasst, insbesondere in Bezug auf das angrenzende Dorfbachprojekt in Ennenda.

  • Basel SBB West setzt neue Massstäbe

    Basel SBB West setzt neue Massstäbe

    Das gemeinsame Projekt von SBB, Bund und Kanton Basel-Stadt zielt auf einen Ausbau des Bahnhofs Basel SBB mit höherer Kapazität und verbesserten Verbindungen in Richtung Westen. Kernstücke sind zwei Grossprojekte, die neue Margarethenbrücke und der Perronzugang Margarethen. Ein interdisziplinäres Gremium hat Ende Mai 2025 das überzeugendste Konzept im Rahmen eines Studienauftrags gekürt.

    Das Siegerprojekt des Zürcher Teams Penzel Valier bringt eine innovative architektonische Lösung. Ein leichtes, ausgedehntes Dach überspannt künftig Tramhaltestelle und Perrons. Es schafft nicht nur eine neue Bahnhofshalle mit hoher Aufenthaltsqualität, sondern bietet auch Platz für Begrünung und Photovoltaik.

    Verbindung von Funktion und Gestaltung
    Die neue Brücke und der Perronzugang fügen sich harmonisch in das städtische Umfeld ein. Dank schlanker Tragwerke können die Anschlüsse zu den umliegenden Quartieren tief gehalten werden. Die Halle SNCF, ein denkmalgeschütztes Element, bleibt erhalten und wird sorgfältig in das neue Gefüge integriert.

    Ein differenziertes Wärmemanagement und die geplante Flexibilität bei späteren Erweiterungen zeigen, das Projekt denkt in Etappen und bietet langfristige Perspektiven für die Mobilität der Region.

    Umsetzung in Etappen, mit Fokus auf Qualität
    Die neue Infrastruktur wird frühestens ab 2034 realisiert. Grund dafür ist die komplexe Ausgangslage. Neben dem laufenden Bahn- und Stadtverkehr sind auch denkmalpflegerische Auflagen und ein möglicher zukünftiger Tiefbahnhof zu berücksichtigen.

    Beide Teilprojekte, die Brücke und der Zugang, können unabhängig gebaut werden, doch Bund, Kanton und SBB streben eine gemeinsame Umsetzung an. Die voraussichtlichen Kosten liegen je Projekt im dreistelligen Millionenbereich. Während der Zugang Margarethen bereits finanziert ist, steht die Finanzierung der Brücke noch aus.

    Neue Mobilitätsdrehscheibe mit Symbolkraft
    Mit Basel SBB West entsteht nicht nur zusätzliche Bahninfrastruktur, das Projekt schafft neue Räume für Stadtentwicklung, nachhaltige Mobilität und Aufenthaltsqualität. Es ist ein Musterbeispiel für die Integration von Verkehr, Architektur und Städtebau in einem historischen Kontext. Die öffentliche Ausstellung des Siegerprojekts findet vom 19. bis 28. Juni 2025 statt, ein öffentlicher Infoanlass folgt am 25. Juni.

  • Neuer Filterbrunnen sichert Wasserversorgung in Trubschachen

    Neuer Filterbrunnen sichert Wasserversorgung in Trubschachen

    Strabag hat mit seiner Abteilung Spezialtiefbau zum Aufbau einer neuen Trinkwasserleitung in Trubschachen einen Filterbrunnen aus Edelstahl gebaut. Mit einem mehr als 60 Tonnen schweren und 21 Meter hohen Hydro-Seilbagger gruben Mitarbeitende das Bohrloch. Anschliessend wurde der Brunnen laut einer Mitteilung in eine Tiefe von 25 Metern gebracht. Die Installation stelle die Trinkwasserversorgung für die Gemeinden Trub, Trubschachen und Langnau für die nächsten 70 bis 80 Jahre sicher, schreibt das in Schlieren ansässige Bauunternehmen.

    Der neue Brunnenstandort war mit Rücksicht auf neue kantonale Gesetzesvorgaben nötig geworden. Die darin geforderten Schutzzonen insbesondere für Bereiche in Strassennähe könnten jetzt eingehalten werden. Aus technischer Sicht hätte die bestehende Trinkwasserleitung noch einige Jahre funktioniert.

    Die Kantonsstrasse Langnau-Luzern liege nur wenige Meter vom bisherigen Brunnen. «Bei einem Unfall könnte Öl ins Erdreich gelangen. Was ein No-Go in einer Grundwasserschutzzone bedeutet», heisst es.

    Die Vorbereitungen für das besondere Bauvorhaben starteten parallel zur Erneuerung der Trinkwasserleitung in Richtung Langnau, so dass sich der neue Brunnen nahtlos einfügen lasse.

  • Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Parlament bewilligt Neubau IOM-Hauptsitzes in Genf

    Mit 166 zu 2 Stimmen hat der Nationalrat am 14. Juni 2025 ein zinsloses Bundesdarlehen für die Erneuerung des Hauptsitzes der Internationalen Organisation für Migration bewilligt. Der Entscheid folgte auf ein bereits im März gefälltes Ja des Ständerats. Die IOM, als Teil des UNO-Systems, spielt eine führende Rolle in der globalen Migrationspolitik. Der aktuelle Standort im Genfer Morillons-Quartier stammt aus den frühen 1980er-Jahren und entspricht weder energetischen, funktionalen noch sicherheitsrelevanten Standards.

    Ivestition mit strategischer Bedeutung
    Die Zustimmung des Parlaments erfolgte, obwohl die IOM kürzlich angekündigt hatte, rund 20 Prozent der rund 1000 Stellen in Genf abzubauen. Hintergrund ist ein Hilfsstopp der USA, einer der Hauptgeldgeber der Organisation. Aussenminister Ignazio Cassis betonte jedoch im Rat, dass das Bauprojekt auch mit reduziertem Personalstand, künftig rund 600 Mitarbeitende, sinnvoll dimensioniert sei. Die Schweiz verfolge mit dem Engagement eine klare gaststaatpolitische Strategie zur langfristigen Stärkung des internationalen Genf.

    Finanzierungsstruktur und Zeitplan
    Das vom Bund gewährte Darlehen über 44,7 Millionen Franken ist zinslos und soll innerhalb von 50 Jahren zurückgezahlt werden. Die Gelder fliessen an die FIPOI (Immobilienstiftung für internationale Organisationen), welche das Projekt verantwortet. Der Kanton Genf beteiligt sich zusätzlich mit 21,6 Millionen Franken. Damit tragen Bund und Kanton etwa zwei Drittel der Gesamtkosten. Bereits 2022 hatte das Parlament ein Vorprojekt mit 5,7 Millionen Franken für Planungsarbeiten unterstützt. Der Baustart ist für Januar 2026 vorgesehen, der Bezug für 2029.

    Genf als strategischer Standort internationaler Organisationen
    Die Unterstützung des Bundes ist als Teil der übergeordneten Gaststaatenpolitik zu verstehen. Genf beherbergt heute mehr als 40 internationale Organisationen und gilt weltweit als einer der bedeutendsten multilateralen Standorte. Die Schweiz verfolgt das Ziel, diese Rolle weiter zu festigen. Nicht zuletzt in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld um internationale Sitze. Die Modernisierung der Infrastruktur ist ein zentrales Mittel, um Organisationen wie die IOM dauerhaft an Genf zu binden.

    Signal für Kontinuität trotz Unsicherheiten
    Mit der klaren Zustimmung zum Neubau der IOM-Zentrale bekennt sich die Schweiz einmal mehr zu ihrer Rolle als Gaststaat internationaler Organisationen. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und interner Kürzungen bei der IOM wird mit dem Projekt ein starkes Signal für die Standortattraktivität und die Verlässlichkeit der Schweiz gesetzt. Ein Aspekt, der für Fach- und Führungskräfte in Diplomatie, internationalen Organisationen und Bauwesen gleichermassen von Bedeutung ist.

  • Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur in Frankfurt

    Die DB InfraGO AG hat Implenia mit dem Bau des innerstädtischen Abschnitts der Nordmainischen S-Bahn in Frankfurt beauftragt. Konkret soll das Bau- und Immobilienunternehmen aus Opfikon für das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn den unterirdischen Abschnitt der S-Bahn von der Konstablerwache über die neue S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief) bis nach Fechenheim realisieren. Das Auftragsvolumen beziffert sich auf über 200 Millionen Euro, informiert Implenia in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der Auftrag umfasst die Startbaugrube Trog und die Baugrube für die unterirdische S-Bahnstation Frankfurt (Main) Ost (tief), eine Reihe von Nebenbaugruben und Ingenieurbauwerke, sowie zwei etwa 1,2 Kilometer lange Tunnelröhren. Sie werden im maschinellen Vortrieb erstellt. Zudem wird Implenia umfangreiche Wasserhaltungsmassnahmen durchführen und eine Reihe Spezialtiefbauleistungen erbringen. Die Arbeiten sollen Anfang 2026 aufgenommen und bis 2031 abgeschlossen werden.

    «Der weitere Ausbau einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur ist zentral für die nachhaltige Entwicklung unserer Städte», wird Erwin Scherer, Head Division Civil Engineering von Implenia, in der Mitteilung zitiert. «Ich freue mich, dass Implenia mit seiner langjährigen Erfahrung und umfassenden Expertise zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in der dicht besiedelten Region Rhein-Main beitragen darf.»

  • Aufzugsanierung mit Fokus auf Komfort und Sicherheit

    Aufzugsanierung mit Fokus auf Komfort und Sicherheit

    KONE hat im Stadtzürcher Quartier Im Tiergarten für 466 Mietwohnungen in bewohntem Zustand die veralteten Aufzüge eines Mitbewerbers ersetzt. Innerhalb von 18 Monaten baute der Aufzugshersteller aus Brüttisellen in einer der grössten Wohnanlagen von Zürich insgesamt 46 seiner MonoSpace 500DX-Lifte ein.

    Dieses Modell passt sich einer Unternehmensmitteilung zufolge flexibel und millimetergenau an den bestehenden Schacht an. Die Nutzlast der meisten Personenlifte wurde von 320 auf 480 Kilogramm erhöht. Zudem sind die neuen Kabinen deutlich grösser. Laut KONE werden sie über die digitale Anlagenverwaltung des Unternehmens rund um die Uhr überwacht und vorausschauend gewartet. Das soll zu rund 30 Prozent weniger Störungseinsätzen führen.

    Die Eigentümerschaft hatte entschieden, auf Leerkündigungen zu verzichten und auch weitere Sanierungsmassnahmen im bewohnten Zustand durchzuführen. KONE konnte den eng getakteten Fahrplan seinen Angaben zufolge durch ein spezielles Logistikkonzept mit sogenannter In-Night-Delivery sowie einer engen Abstimmung mit der Eigentümerschaft und den Bewohnenden einhalten.

    Der erfolgreiche Komplettaustausch in der Überbauung Im Tiergarten ist eines der bisher grössten Projekte zur Lift-Modernisierung von KONE in Europa. Es zeigt laut Christian Herbst, KONES Direktor Modernisierung für Deutschland, Österreich und die Schweiz, «dass wir gut aufgestellt sind für eine immer wichtigere Nachfrage im Markt: die effiziente Modernisierung auch einer grossen Anzahl von Anlagen, in enger Abstimmung mit den Partnern und unter erschwerten Bedingungen wie dem Renovieren im bewohnten Zustand».

  • Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Neues Innovationszentrum für thermische Beschichtungslösungen

    Die OC Oerlikon Corporation AG, ein Unternehmen im Bereich thermischer Spritzverfahren und Beschichtungslösungen mit Hauptsitz in Pfäffikon, hat 40 Millionen Franken in sein neues Innovations- und Produktionszentrum auf dem Campus Reichhold im Kanton Aargau investiert. Nun feiert das Unternehmen die Grundsteinlegung für den neuen Standort, dessen Bau laut Medienmitteilung in Kürze beginnen soll. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 angesetzt. Mit zukünftig 250 Mitarbeitenden soll die Anlage Forschung und Entwicklung, Engineering, Produktion und Vertrieb in einem Gebäudekomplex zusammenführen.

    Oerlikon plant auf dem Campus Reichhold die Entwicklung moderner thermischer Spritztechnologien und laserbasierter Technologien sowie die Bereitstellung von verschiedenen Dienstleistungen. «Der neue Campus Reichhold wird eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung unserer Geschäftsbereiche in der Luft- und Raumfahrt sowie in der allgemeinen Industrie spielen, indem er die gesamte Wertschöpfungskette in einem kollaborativen Umfeld vereint», wird Prof. Dr. Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon, in der Mitteilung zitiert.

    Die im Campus Reichhold entwickelte Technologie soll die Hitzebeständigkeit, Langlebigkeit und den Korrosionsschutz in industriellen Hochleistungskomponenten verbessern. Diese soll zukünftig vor allem bei Kunden aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobil und allgemeine Industrie eingesetzt werden. Ein Prüfstand für Turbinenkomponenten der Luft- und Raumfahrt soll zudem die Validierung von thermischen Spritzbeschichtungen unter realen Bedingungen ermöglichen.

    Darüber hinaus plant Oerlikon die Implementierung umfassender Massnahmen, um die Umweltbelastungen in den Bereichen Energieverbrauch, Mobilität und Ressourcenmanagement am neuen Standort zu reduzieren.

  • Wie Glarus zu einem architektonischen Juwel wurde

    Wie Glarus zu einem architektonischen Juwel wurde

    Als der Kunsthistoriker und Diplomat Gustav Schneeli im Jahr 1942 auf der Suche nach einem Ort für ein eigenes Museum war, fand er in Glarus den passenden Boden. Der Kunstverein Glarus, der sich seit Jahrzehnten mit der Idee eines eigenen Hauses befasste, erkannte die Gelegenheit zur Zusammenarbeit. Schneeli stellte seine vom Symbolismus und Impressionismus beeinflussten Werke zur Verfügung und versprach 250’000 Franken für eine Stiftung. Der Grundstein für das heutige Kunsthaus.

    Architektonische Klarheit mit Weitblick
    Nach Schneelis Tod im Jahr 1944 entwickelte der Architekt Hans Leuzinger ein Projekt von bemerkenswerter Konsequenz. Der Weg führte von klassischen Ansätzen über zahlreiche Varianten bis hin zu einer fein abgestimmten Lichtführung. Skandinavische Einflüsse, sorgfältige Ortsbesichtigungen und gestalterischer Weitblick formten ein Bauwerk, das sich bewusst von monumentalem Repräsentationswillen distanzierte und sich sensibel in den Glarner Talkessel einfügte.

    Politische Hürden, geduldige Verhandlungen
    Die Umsetzung verlief alles andere als geradlinig. Standortstreitigkeiten, kriegsbedingte Verzögerungen, kritische Stimmen aus der Verwaltung und der Erbengemeinschaft sowie ein drohender Rückzug der Stiftung stellten das Projekt mehrfach infrage. Erst durch diplomatisches Geschick, architektonische Überzeugungskraft und unermüdliches Engagement konnte am letztmöglichen Tag, dem 15. Juli 1950, mit dem Bau begonnen werden.

    Kunst und Architektur als Zeichen der Zeit
    Mit der Eröffnung im Jahr 1952 gelang nicht nur ein architektonischer Wurf, sondern auch ein starkes Signal für den Kulturstandort Glarus. In einem schlichten, aber ausdrucksstarken Gebäude manifestiert sich eine kulturelle Haltung, die bis heute nachwirkt. Die Recherchen von Architekt Reto Fuchs zeigen dieses Meisterwerk und seine bewegte Baugeschichte. Das Kunsthaus Glarus steht für eine meisterliche Architektur, für den Mut zur Haltung und die Idee, Kultur im ländlichen Raum gross zu denken.

  • Flugplatz Mollis im Aufwind

    Flugplatz Mollis im Aufwind

    Die Parzelle Nr. 2487 beim Flugplatz Mollis ist ein unbebautes Grundstück mit über 18’000 m² Fläche. Im Rahmen der neuen Nutzungsplanung wurde es als Arbeitszone A ausgewiesen. Der Gemeinderat Glarus Nord hat für dieses Gebiet einen Masterplan in Auftrag gegeben, der von KCAP Architects and Planners in Zürich erarbeitet wird. Dabei stehen insbesondere aviatiknahe Betriebe im Fokus, die das bestehende Ökosystem sinnvoll ergänzen sollen.

    Ein Standort mit vielseitiger Identität
    Der Flugplatz Mollis ist weit mehr als ein Flugfeld. Er ist auch Wirtschaftsstandort, Heimat innovativer Aviatikunternehmen, Treffpunkt engagierter Flugsportvereine und ein bedeutendes Naherholungsgebiet im Glarnerland. Die heute dort ansässigen sechs Unternehmen, darunter die Rega, Heli Linth und die Kopter Group AG bieten über 150 Arbeitsplätze und stehen für technologische Kompetenz im Bereich Luftfahrt und Rettung. Ergänzt wird dieses wirtschaftliche Profil durch die aktive Nutzung seitens der Motorfluggruppe Mollis, der Segelfluggruppe Glarnerland sowie der Modellfluggruppe.

    Vergangenheit als Fundament für die Zukunft
    Der Flugplatz Mollis blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Seit der ersten Landung im Jahr 1916 ist das Areal immer wieder Schauplatz bedeutender Entwicklungen – von den Pionierflügen Walter Mittelholzers bis zur Nutzung durch die Schweizer Luftwaffe. Heute steht das Gelände unter ziviler Nutzung und setzt sich für einen sicheren, ausgewogenen und wirtschaftlich tragfähigen Betrieb ein. Die Geschichte des Flugplatzes stiftet emotionale Verbundenheit und ist wesentlicher Teil seiner Identität.

    Nachhaltige Entwicklung durch klare Strategie
    Gemeinsames Ziel der Gemeinde Glarus Nord und der Mollis Airport AG: die Entwicklung des Areals unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, ökologischer, landwirtschaftlicher und öffentlicher Interessen voranzutreiben. Der Masterplan berücksichtigt dabei sowohl infrastrukturelle Bedürfnisse als auch Potenziale für Veranstaltungen, Freizeitnutzung und Versorgungssicherheit. Die verkehrstechnisch gut erschlossene Lage und die besondere Kombination aus Aviatik, Gewerbe und Erholungsraum machen den Standort Mollis zu einem zukunftsträchtigen Entwicklungsstandort im Kanton Glarus.

    Ein Standort mit Signalwirkung für die Region
    Mit dem Masterplan Flugplatz Mollis entsteht eine strategische Grundlage, um neue Unternehmen anzusiedeln, bestehende Strukturen zu stärken und die Nutzungsinteressen langfristig aufeinander abzustimmen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Eigentümerschaft und MAAG ist ein Vorzeigebeispiel für kooperative Regionalentwicklung. Der Flugplatz Mollis ist nicht nur ein Ort für die Luftfahrt, sondern ein zukunftsorientierter Standort mit Strahlkraft, Vielfalt und Verantwortung – weit über den Kanton hinaus.

  • Denkmal wird Wohnhaus mit Geschichte

    Denkmal wird Wohnhaus mit Geschichte

    Neun Monate hat es nur gedauert, bis aus dem denkmalgeschützten Bauernhaus Gütsch in Lauerz SZ ein modernes Einfamilienhaus geworden ist. Darüber informiert nun Strüby in einer Medienmitteilung. Das Unternehmen hatte die Bauherrschaft zur Umsetzung der umfangreichen Umbau- und Sanierungsmassnahmen. Strüby habe seine Stärke und Erfahrung im Umgang mit denkmalgeschützten Bauten bei Projektentwicklung, Architektur, Engineering und Umsetzung einbringen können, heisst es.

    Dabei habe sich die frühe und enge sowie konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege und deren Vorsteherin Monika Twerenbold bewährt, „sodass das Resultat für alle Beteiligten äusserst zufriedenstellend herausgekommen ist“, wird Kilian Boog, Geschäftsfeldleiter Umbau bei den Strüby Unternehmungen, zitiert.

    Aussen und innen hat sich viel getan, wobei der spätmittelalterliche Blockbau aus dem Jahr 1492/93 den ursprünglichen Charakter „weitgehend zurück erhalten“ habe. In Kombination mit modernen Elementen sei ein architektonisches „Bijou“ entstanden, das „voller Geschichte und Geschichten steckt und durch seine Symbiose aus Alt und Neu fasziniert“. 

    Holzverschalung, Dach und Fenster wurden erneuert. Die Aussenhülle erhielt eine energetische Sanierung, innen wurde die Heiztechnik auf energetische Wärmepumpe und Photovoltaik umgestellt. Bei der Raumplanung wurde Wert darauf gelegt, vorhandene „kunsthandwerkliche Details, interessante Gebrauchsspuren, religiöse Symbole zum Schutz vor bösen Geistern und Dekorelemente“ hervorzuheben. Unverändert geblieben seien Grundriss und die Raumhöhen.

  • Neue Studie betont Bedeutung von Ersatzneubau für Wohnraumentlastung

    Neue Studie betont Bedeutung von Ersatzneubau für Wohnraumentlastung

    «Ungeliebter, aber notwendiger Ersatzneubau» überschreibt Raiffeisen Schweiz ihre Studie «Immobilien Schweiz – 2Q 2025»“. Ihr zufolge schaffen Ersatzneubauten im Schnitt für jede abgerissene Wohnung vier neue Wohnungen. «Trotz Kritik ist der Ersatzneubau oft alternativlos, um den Wohnraummangel ohne weitere Zersiedelung zu bekämpfen, da sanftere Verdichtungsformen, wie Umbauten und Aufstockungen, nicht ausreichen, um die Ausnützung der knappen Baulandflächen zu maximieren», wird Raiffeisen Schweiz-Chefökonom Fredy Hasenmaile in einer Mitteilung der Bankengruppe zur Studie zitiert. Er empfiehlt zur Erhaltung der gesellschaftliche Akzeptanz des Ersatzneubaus, «vermehrt auf dessen soziale und ökologische Verträglichkeit» zu achten.

    Den Verfassenden der Studie zufolge bleibt die Lage auf dem Mietwohnungsmarkt von einem Nachfrageüberhang gekennzeichnet. Fallende Zinsen könnten die Bautätigkeit zwar verstärken, heisst es in der Mitteilung. «Ob allerdings selbst unter Negativzinsen die hohen Bauniveaus der Vergangenheit wieder erreicht werden können, ist fraglich, dämpfen doch regulatorische Hürden und nur sehr begrenzt verfügbares Bauland unverändert das Potenzial», meint Hasenmaile.

    Am Eigenheimmarkt macht die Studie in Folge der fallenden Zinsen einen Anstieg der Nachfrage aus. Zudem haben die Fachleute der Bankengruppe einen steigenden Flächenbedarf an Büroflächen beobachtet. Hintergrund sind Beschäftigungswachstum und erhöhte Büropräsenz. «Nach mehreren Jahren mit eher durchzogenen Aussichten haben sich die Perspektiven für Büroliegenschaften damit jüngst wieder merklich aufgehellt», so Hasenmaile.

  • Gestaltungsleitlinien für historisches Wohnquartier

    Gestaltungsleitlinien für historisches Wohnquartier

    In der Winterthurer Reihen-Einfamilienhaussiedlung Eigenheimquartier laufen Verhandlungen zur Gestaltung und Weiterentwicklung für 120 Eigentümerschaften. Am Prozess beteiligt sind Städteplaner OSRI aus Luzern, der Verein Eigenheimquartier Winterthur und die kantonale Denkmalpflege. Die Ergebnisse sollen zu mehr Rechtssicherheit und schnelleren Baubewilligungen für die historischen Liegenschaften führen, heisst es in einer Mitteilung von OSRI.

    Die im Sprachgebrauch als „Kolonie Selbsthilfe“ bezeichnete Siedlung stammt aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Sie wurde als Gegenreaktion auf die grosse Wohnungsnot errichtet und zählt mit einem historisch bedeutsamen Wohnbaucharakter zu den wichtigsten Kleinhaussiedlungen im Kanton Zürich, so OSRI.

    Das Erscheinungsbild wird geprägt von einer „allgemein schlichten Formensprache“. Um die Einheitlichkeit zu erhalten, gilt für die laufenden Verhandlungen eine Gestaltungsfibel, welche im Auftrag der kantonalen Denkmalpflege und unter Mitwirkung der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer erarbeitet wurde. Darin sollen Kriterien festgelegt werden, die bei Umgestaltung der bestehenden 90 Ein- und 28 Zweifamilienhäuser gelten müssen. Konkret geht es um folgende Fragen: Sollen die Häuserzeilen dereinst wieder in einer einheitlichen Farbgebung daherkommen? Welche Form dürfen Lukarnen haben? Um wie viel kann sich die Firsthöhe nach einer Dämmung des Daches erhöhen?

    OSRI ist in dem Prozess zuständig für Termine, Dokumentation und Kommunikation. Im Herbst ist geplant, die Bewohnerinnen und Bewohner zu Wort kommen zu lassen. Deren Resultate sollen bei einer Informations- und Dialogveranstaltung präsentiert und zur Debatte gestellt werden.

  • Druckleitungen schützen Polizeizentrum vor Grundwasser

    Druckleitungen schützen Polizeizentrum vor Grundwasser

    Das neue Polizeizentrum in Niederwangen ist im Bau und soll die gesamte kantonale Führungsinfrastruktur der Polizei beherbergen. Im Boden unter dem Neubau wurden laut Medienmitteilung vier wasserführende Druckleitungen verlegt. Für diese sogenannten Düker hat die Debrunner Acifer AG aus St.Gallen hochdruckfähige PE-Rohre geliefert.

    Düker dienen als Umleitungen und dienen üblicherweise dazu, Strassen, Kanäle oder Flüsse zu unterqueren, heisst es in der Medienmitteilung. Beim neuen Polizeizentrum seien sie wegen des hohen Grundwasserspiegels nötig. Sie halten das Gewässer in Schach, sodass es nicht von unten an das Gebäude drückt. Auch wird das Regenwasser, welches das Grundstück quert, mithilfe der Düker um- und zusammen mit dem Grundwasser abgeleitet.

    Im Gegensatz zu konventionellen Leitungen sind Düker stets mit Wasser gefüllt, womit sie zu Druckleitungen werden. Debrunner Acifer hat für diese Leitungen hochdruckfähige PE-Rohre geliefert. «Für normale Abwasserleitungen sind keine hochdruckfähigen PE-Rohre notwendig. Das Wasser fliesst dank des Gefälles stets ab und bleibt nicht dauerhaft in der Leitung. Düker sind jedoch immer mit Wasser gefüllt – und das müssen die Rohre aushalten können», wird Gerhard Peter zitiert, bauleitender Monteur Sanitär bei der Ramseyer und Dilger AG in Bern, die die Rohre von Debrunner Acifer verlegt hat.

    Seit Dezember 2024 sind alle vier Düker fertiggestellt. Bis die Kantonspolizei ihr neues Polizeizentrum in Empfang nehmen kann, dauert es allerdings noch. 2028 ist das Projekt voraussichtlich abgeschlossen und das Gebäude bezugsbereit.

  • Denkmalschutz und Technik im Einklang

    Denkmalschutz und Technik im Einklang

    Das in Schlieren ansässige Bauunternehmen STRABAG AG übernimmt mit seiner Abteilung Hochbau laut einer Mitteilung „zentrale Aufgaben bei der umfassenden Sanierung des Landhauses Solothurn“. Neben Massnahmen zur Modernisierung der haustechnischen Infrastruktur aus Sanitär, Lüftung, Beleuchtung und Bühnentechnik stehe die Modernisierung des Heizsystems im Fokus.

    Dieses wird mittels einer Wärmepumpe auf eine ressourcenschonende Energiegewinnung umgestellt. Wasser der Aare soll als Wärmequelle sowohl das Landhaus als auch angrenzende öffentliche Gebäude wie Jugendherberge, Schulhaus Kollegium und Stadttheater versorgen.

    Die Lage zwischen Altstadt und dem Fluss Aare erfordere logistische Aufmerksamkeit. So müssten Materialanlieferungen und Entsorgungen vormittags erfolgen, damit die Uferpromenade ab dem Mittag als Flaniermeile genutzt werden kann.

    Zudem gelte es, hohe Anforderungen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Das denkmalgeschützte Landhaus gleiche einem „verwinkelten Baukunstwerk mit sechs Ebenen, jede mit eigenem Sanierungsbedarf“. Die Vorgehensweise verlange „Fingerspitzengefühl“, um den historischen Charakter und die Bausubstanz zu erhalten. Insbesondere die originalen Solothurner Kalksteintreppen sollen in ihrer Einzigartigkeit erhalten bleiben, heisst es. Dafür seien spezielle Schutzvorrichtungen geschaffen worden.

    Das Solothurner Stimmvolk hatte im Oktober 2023 der Instandsetzung zugestimmt. Seit Januar 2025 laufen die Baustellenarbeiten. Bauende ist für Oktober 2026 geplant. Im Januar soll aus Rücksicht auf die Solothurner Filmtage 2026 der Baustellenbetrieb ruhen.

  • Höchster 3D-gedruckter Bau der Welt steht in Graubünden

    Höchster 3D-gedruckter Bau der Welt steht in Graubünden

    Die Bündner Kulturstiftung Nova Fundaziun Origen hat als Bauherrin gemeinsam mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) den höchsten 3D-gedruckten Bau der Welt realisiert. Das neue Wahrzeichen des Bergdorfs Mulegns am Fusse des Julierpasses heisst Tor Alva, weisser Turm. Eigeweiht wurde er laut einem Bericht der ETH im Beisein von Bundesrat Guy Parmelin und ETH-Präsident Joël Mesot. Parmelin zeigte sich überzeugt, dass das Bauwerk «zu einem Ort der kulturellen und touristischen Begegnung werden wird» und das Aussterben des Ortes stoppen kann.

    Tor Alva wurde in fünf Monaten auf dem ETH-Campus Hönggerberg gedruckt. Anschliessend wurden die Teile in Savognin GR zusammengefügt und per Schwertransport über die Julierstrasse nach Mulegns gebracht. Dieser Pionierbau, der an die Tradition der Bündner Zuckerbäcker erinnert, demonstriert, wie digitales Bauen tragende Strukturen ohne Schalung ermöglicht. Über vier Stockwerke wachsen 32 skulpturale Säulen aus weissem Beton in die Höhe, werden dabei immer schlanker und verbinden sich ganz oben schliesslich zu einer Art offener Kuppel.

    Ein Industrieroboter trug den Beton Schicht für Schicht auf. Dafür wurde an der ETH eine neue Mischung entwickelt, ebenso wie gemeinsam mit der ETH-Ausgliederung Mesh und Zindel United die Innovation einer mitwachsenden Bewehrung. Dabei platziert ein zweiter Roboter alle 20 Zentimeter ringförmige Armierungseisen in die frische Struktur. Zusätzlich wurden nach dem Druck vertikale Längsbewehrungsstäbe eingebracht. Ergänzend dazu entwickelten die Forschenden ein neues Testverfahren, mit dem sich die Tragfähigkeit von 3D-gedrucktem Beton erstmals verlässlich berechnen lässt.

    Ab dem 23. Mai werden im Weissen Turm täglich Führungen angeboten. Ab Juli dient er zudem als Veranstaltungsort für szenische Aufführungen. Rund fünf Jahre soll der Turm in Mulegns stehen. Danach kann er demontiert und woanders wieder aufgebaut werden.

  • Saubere Energie aus dem Sommer für den Winter

    Saubere Energie aus dem Sommer für den Winter

    Die wachsende Menge an Solarstrom im Sommer birgt ein enormes Potenzial, das bislang in den Wintermonaten ungenutzt blieb. Beim Pilotprojekt in Bassersdorf wird überschüssiger Solarstrom mittels Power-to-X in Methanol umgewandelt und in der kompakten Hybridbox® gespeichert. Diese innovative Energiezentrale stellt im Winter zuverlässig Strom und Wärme bereit, auch dann, wenn konventionelle Heizsysteme an ihre Grenzen stossen.

    Methanol als Schlüssel zur sicheren Energieversorgung
    «Grünes Methanol erlaubt uns, Stromüberschüsse lokal zu speichern und im Winter emissionsarm zu nutzen, ein entscheidender Baustein für eine sichere Energieversorgung», erklärt Boris Meier von der OST. Methanol ist flüssig, leicht lagerbar und klimafreundlich und macht die Hybridbox® zu einem flexiblen Energiesystem, das sich intelligent an die jeweiligen Bedürfnisse anpasst. Durch die Kombination mit Photovoltaik, Batteriespeicher und Wärmepumpe wird eine maximale Effizienz erreicht.

    Notstromversorgung und Kostenkontrolle
    Die Anlage überzeugt auch bei Stromausfall. Das lokal gespeicherte Methanol garantiert eine unterbrechungsfreie Versorgung des Gebäudes. Zudem sorgt die hohe Eigenversorgung für langfristig stabile Betriebskosten, ein deutlicher Vorteil gegenüber steigenden Energiepreisen. Besonders in Gebieten ohne Gas- oder Fernwärmeanschluss bietet das System eine echte Alternative für alte Öl- oder Gasheizungen.

    Erfolgreiche Partnerschaft für nachhaltiges Bauen
    Das Gemeinschaftsprojekt zeigt, wie praxisnahe Kooperation funktioniert. «Die Kombination aus Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und CO2-Reduktion macht die Methanol-Hybridbox® zu einer zukunftsfähigen Lösung», sagt Roger Balmer.

    Nachhaltigkeit erlebbar machen
    Gebäude sind für rund ein Drittel der CO2-Emissionen in der Schweiz verantwortlich. Grund genug, neue Wege zu gehen. Das Bassersdorfer Projekt liefert nicht nur eine überzeugende technische Lösung, sondern macht den Energiekreislauf auch für Besucher der neuen Ausstellung «Nachhaltiges Bauen» in der Umwelt Arena greifbar. Bauherrschaften, Investoren und Interessierte können hier erleben, wie klimaneutrales Wohnen von morgen schon heute realisiert wird. Ein Modell, das weit über Bassersdorf hinaus Strahlkraft entfalten kann.