Kategorie: Projekte

  • Potenziale der Wohnbautätigkeit und Innenentwicklung

    Potenziale der Wohnbautätigkeit und Innenentwicklung

    Die Wohnbautätigkeit ist ein zentraler Faktor in der nachhaltigen Stadt- und Raumentwicklung. Die Schweiz steht vor der Aufgabe, neuen Wohnraum zu schaffen, ohne dabei wertvolle Flächen ausserhalb bestehender Siedlungsgebiete unnötig zu beanspruchen. Die Erkenntnisse des Bundesamts für Raumentwicklung zeigen, dass insbesondere der Wohnungsbau im Bestand eine zentrale Rolle für die künftige Entwicklung einnimmt. Dieser ist jedoch mit komplexeren Herausforderungen verbunden als ein Neubau auf bisher unbebauten Flächen.

    Wo entstehen neue Wohnungen?
    Eine Analyse der Wohnbautätigkeit zwischen 2018 und 2022 zeigt klare Muster. Ländliche und periurbane Gemeinden weisen im Verhältnis zu ihrem Erstwohnungsbestand eine höhere Neubautätigkeit auf als städtische Gebiete. Dennoch hat der Anteil an Neubauten auf bisher unbebauten Bauparzellen insgesamt abgenommen, während der Anteil des Bauens im Bestand mittlerweile 59 Prozent der Baubewilligungen ausmacht. In urbanen Gebieten konzentriert sich der Wohnungsbau zunehmend auf bereits bestehende Siedlungsgebiete, während am Siedlungsrand weiterhin Wachstum verzeichnet wird.

    Herausforderung Bauen im Bestand
    Der Wohnungsbau auf bereits bebauten Flächen ist vielschichtiger als die Erschliessung neuer Baugebiete. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass Gemeinden mit grossen unbebauten Baulandreserven eine geringere Bautätigkeit im Bestand aufweisen. Der Druck zur Nachverdichtung ist dort niedriger, wo noch ausreichend Flächen für Neubauten vorhanden sind. Gleichzeitig können gezielte Massnahmen der Gemeinden sowie hochwertige Bauprojekte einen positiven Beitrag zur Innenentwicklung leisten und Anreize für die Nutzung bestehender Strukturen schaffen.

    Treiber und Hemmnisse der Bautätigkeit
    Die Bautätigkeit auf unbebauten Flächen ist einfacher zu analysieren, da sie stark von messbaren Faktoren wie Immobilienpreisentwicklung und Mietniveaus beeinflusst wird. Fallstudien zeigen , dass Gemeinden mit einer aktiven Wohnbaupolitik eine höhere Innenentwicklung aufweisen. Kommunale Massnahmen wie gezielte Beratungen, Bodenpolitik oder attraktive öffentliche Räume können entscheidende Anreize für die Nachverdichtung setzen.

    Qualität als Schlüssel zur Akzeptanz
    Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Qualität der Bauprojekte. Die gesellschaftliche Akzeptanz ist höher, wenn Bauprojekte nicht nur zusätzlichen Wohnraum schaffen, sondern auch zur Siedlungsqualität beitragen. Dies umfasst unter anderem öffentlich zugängliche Freiflächen, Biodiversitätsförderung oder sozialverträglichen Wohnraum. In der Innenentwicklung sind solche Qualitätskriterien besonders wichtig, da bauliche Veränderungen oft im direkten Wohnumfeld der Anwohner erfolgen.

    Siedlungsentwicklung ein langfristiger Wandel
    Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes zeigen erste Daten, dass die Transformation in Richtung Innenentwicklung begonnen hat. Besonders in städtischen Gebieten wie Zürich, Basel und Lausanne entstehen immer mehr Wohnungen durch Umnutzungen oder Aufstockungen bestehender Gebäude. Doch auch in periurbanen und ländlichen Gemeinden zeigt sich eine zunehmende Tendenz zur Nutzung bereits bebauter Flächen.

    Strategien für Wohnbautätigkeit
    Die Analyse der Wohnbautätigkeit zeigt, dass eine gezielte Steuerung durch die Raumplanung möglich ist. Gemeinden, die aktiv die Innenentwicklung fördern, können die Herausforderungen des Wohnungsbaus besser bewältigen. Erfolgreiche Strategien umfassen eine vorausschauende Bodenpolitik, hochwertige Bauprojekte und eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteuren. Die Innenentwicklung bleibt eine der zentralen Aufgaben für eine zukunftsorientierte Raumentwicklung, um wachsenden Wohnraumbedarf ressourcenschonend zu decken.

  • Mobiles Büro bringt Coworking aufs Land und ans Wasser

    Mobiles Büro bringt Coworking aufs Land und ans Wasser

    Der Coworking-Anbieter Westhive aus Zürich und AMAG setzen laut einer Medienmitteilung gemeinsam eine Idee für mobiles Arbeiten in modern ausgestatteten Oldtimer-Doppeldeckerbussen um. Diese wurden zu Expressbussen umgebaut und mittels Kaffeebar, WLAN und Stromanschlüssen in rollende Arbeitsplätze umfunktioniert.

    Interessierte können das fahrbare Büro über die Plattform Airbnb buchen. Das neuartige Angebot soll zunächst für die Schweiz gelten, später auch international ausgeweitet werden, als Teil des «globalen Live & Work Anywhere-Programms» von Airbnb.

    «Westhive Express bringt das Büro auf Rädern – mobil, flexibel und überall dort, wo bisher kein Coworking-Angebot existierte», heisst es. Nach den Worten von Andreas Widmer, Mitgründer von Westhive, steht die Arbeitsform für «Freiheit und Bewegung».

    Der Westhive Express schlage eine Brücke zwischen klassischer Mobilität und moderner Arbeitskultur mit einem Konzept, das an Cafés im Freien denken lässt. «Vor dem Bus laden kleine Tische mit Sonnenschirmen zur kreativen Pause im Grünen ein – sei es am Seeufer, bei einem Festival oder in einer ländlichen Gemeinde», heisst es.

    Für den in der Mitteilung zitierten Philipp Wetzel, Managing Director AMAG Corporate Development, Innovation & Venture LAB, verbinden sich Mobilität, Gastfreundschaft und produktives Arbeiten als «logische Weiterentwicklung des digitalen Lifestyles».

    Der erste Westhive-Expressbus wird laut Mitteilung in Kürze zu seiner Jungfernfahrt aufbrechen. Weitere mobile Einheiten seien in Planung.

  • Neues Leben auf dem Landolt-Areal

    Neues Leben auf dem Landolt-Areal

    Eingebettet zwischen Mühlebach und Kleinlinthli, besticht das Landolt-Areal durch seine zentrale Lage. Erschlossen durch Bahn und Autobahn A3, bietet das Areal eine ideale Ausgangslage für eine zukunftsorientierte Quartiersentwicklung. Die Nachbarschaft zu historischen Ensembles und Freiräumen verleiht dem Projekt einen besonderen Charme. Die erste Planungsstudie zeigt ein Zielbild, das bauliche Verdichtung vorsieht und Freiraumsequenzen aus der Landschaft heraus entwickelt. Von Westen und Osten entsteht ein Innenraum, geprägt von Wasserlandschaften, grünen Strassenräumen und vielfältig nutzbaren Flächen. 

    Partizipation und Planung als Auftakt zur Transformation 

    Das partizipative Verfahren der Planungsstudie wurde Ende 2024 abgeschlossen und bis Mitte 2025 soll ein Schlussbericht erstellt werden. Bereits gegen Ende 2025 ist ein Richtprojekt geplant, das ab 2026 in einen Gestaltungsplan überführt wird. Dieser Prozess wird in Zusammenarbeit mit dem Raumplanungsbüro und der Gestaltungskommission des Kantons Glarus begleiten. Die Planung erfolgt parallel zur Sanierung des Bestandes, wodurch Leerstände vermieden und bestehende «Schätze» erhalten werden können. 

    Etappierte Entwicklung mit klarer Strategie 

    Das Projekt wird in aufeinander abgestimmten Etappen umgesetzt. Zunächst liegt der Fokus auf den mittelfristig freiwerdenden Flächen durch den Wegzug der Firma Landolt. Bestehende Bauten erhalten in dieser Phase eine wertvolle Zwischennutzung, zum Beispiel als Mobility-Hub oder als Ausweichfläche für die bestehende Mieterschaft. Die Etappierung erfolgt unter Einbezug der bestehenden Gewerbemieter. 

    In einer weiteren Phase entstehen innerhalb der so genannten Talentzonen erste neue Nutzungen sowie solide, dauerhafte Freiräume. Rückgebautes und zum weiteren Gebrauch definiertes Material wird vor Ort zwischengelagert und in den folgenden Bauetappen wiederverwendet. 

    Die letzte Etappe bringt eine gezielte Verdichtung entlang der Kantonsstrasse. Diese erhöht nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern schafft durch die neu geplante Fabrikgasse auch eine bessere Vernetzung innerhalb des Areals. Den Abschluss bildet der Innovationscampus und das Multitalent am Chli Linthli, welcher bedarfsorientiert und unabhängig voneinander entwickelt wird. 

    Raum für Innovation, Identität und Zukunft 

    Das Landolt-Areal wird nicht nur verdichtet, sondern neu gedacht. Historische Substanz trifft auf flexible Raumstrukturen. Plätze und kompakte Rückzugsorte schaffen ein lebendiges, vielfältiges Quartier. Die Vision, ein durchmischtes, nachhaltig erschlossenes und identitätsstiftendes Areal für das regionale Gewerbe und neu auch einen kleinen Anteil an durchmischtem Wohnen.

  • Neue Schulbauten schaffen Raum für wachsende Schülerzahlen

    Neue Schulbauten schaffen Raum für wachsende Schülerzahlen

    Die Kantonsschule Limmattal in Urdorf bietet mehr Platz für den Unterricht. Am Dienstag, 1. April, sind laut Medienmitteilung der Baudirektion des Kantons Zürich zwei Erweiterungsbauten offiziell eingeweiht worden. Sie bieten moderne Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, zwei Doppelsporthallen, eine Aula sowie eine Aussenanlage, heisst es in der Mitteilung. Laut Bevölkerungsprognosen soll die Zahl der Schülerinnen und Schüler an der Kantonsschule in den kommenden Jahren stark zunehmen. Die Neubauten schaffen den benötigten Raum für die steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern.

    Die neuen Räumlichkeiten wurden im Beisein des Baudirektors Martin Neukom, der Bildungsdirektorin Silvia Steiner und des Rektors der Kantonsschule Limmattal, Andreas Messmer, eingeweiht. Die Einweihung wurde von den musikalischen Darbietungen von rund 90 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule untermalt, heisst es weiter.

    Eines der neuen Gebäude beinhaltet zwei Doppelsporthallen, Unterrichtsräume für Musik und eine Aula mit 500 Sitzplätzen. Im zweiten Gebäude sind auf vier Etagen Räume für Physik, Chemie, Informatik und Biologie sowie einige Klassenzimmer untergebracht. Die Neubauten stammen von PenzisBettini Architekten aus Zürich.

    Wärmeenergie wird für die Neubauten über Erdsonden generiert. Auf den Dächern der beiden Erweiterungstrakte sind Photovoltaikanlagen installiert, die die Gebäude der Kantonsschule mit Strom versorgen.

    Am Samstag, 5. April, gibt es einen Tag der Offenen Tür für die Schulbesichtigung.

  • SBB entwickelt Basel weiter

    SBB entwickelt Basel weiter

    Mit dem Projekt «Wolf Basel» verwandelt die SBB ein 160’000 Quadratmeter grosses Areal im Osten der Stadt in ein lebendiges, zukunftsfähiges Stadtquartier. Die Transformation steht exemplarisch für die intelligente Verdichtung urbaner Räume. Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Logistik sollen hier in neuer Form koexistieren  und dies ressourcenschonend, nachhaltig und integriert in die bestehende Stadtstruktur.

    Ab 2027 starten die Bauarbeiten im westlichen Teil des Areals. In zwei Wettbewerbsverfahren hat die SBB architektonische und funktionale Spitzenlösungen gesucht und gefunden. Die Jury, bestehend aus unabhängigen Fachpersonen sowie Vertreterinnen der Bauherrschaft und des Kantons Basel-Stadt, hat nun die Projekte «Janus» von ARGE Experience aus Paris mit M-AP Architekten aus Lausanne sowie «Binaria» von ARGE Parabase GmbH und Confirm AG aus Basel zur Umsetzung empfohlen. Die beiden zehngeschossigen Neubauten sollen rund 300 Wohnungen bieten und setzen Massstäbe in Sachen Nachhaltigkeit, Wohnqualität und architektonischer Einbettung.

    Nachhaltigkeit trifft urbane Innovation
    Die geplanten Wohnbauten spiegeln den Wandel im Städtebau. Die Wohnungen sind für unterschiedliche Lebensformen konzipiert, Gemeinschaftsräume in den Erdgeschosszonen fördern das soziale Miteinander. Die Dächer dienen nicht nur als Energiequelle durch Photovoltaik, sondern auch als Wasserspeicher und teilweise als begehbare Aufenthaltsflächen. Photovoltaikelemente an den Fassaden, Begrünungen, erneuerbare Heizsysteme und ausgeklügelte Systeme zur Kühlung im Sommer sind Teil eines umfassenden Energiekonzepts.

    Auch in der Bauweise setzt das Projekt neue Standards. Schraubverbindungen ersetzen Klebeverbindungen, modulare Strukturen ermöglichen eine spätere Umnutzung oder Demontage, so wird Design for Disassembly zur Realität. Damit zeigt sich Wolf Basel nicht nur als städtebauliches, sondern auch als technisches Zukunftsmodell.

    Identität entsteht im Dialog
    Noch vor Baubeginn wird das Areal für Zwischennutzungen, Experimente und Beteiligung geöffnet. Eine historische Bahnhalle dient seit Kurzem als temporäre Pickleball-Fläche und bringt Bewegung ins Zentrum des Entwicklungsgebiets. Darüber hinaus stehen diverse Räume für längerfristige Nutzungen in den Bereichen Kultur, Freizeit und Gastronomie zur Verfügung. Die SBB ruft dazu auf, kreative Ideen einzureichen und das künftige Quartier aktiv mitzugestalten.

    Die Öffnung ist mehr als eine Geste, sie ist Teil einer Strategie, bei der Stadtentwicklung als partizipativer Prozess verstanden wird. So entsteht früh eine emotionale Bindung an das Quartier und seine künftige Identität.

    Etappierter Aufbau mit Weitblick
    Der Baustart für Wolf Basel ist für 2027 geplant. In der ersten Phase entstehen die Wohngebäude im westlichen Teil des Areals, darunter ein Drittel im preisgünstigen Segment durch gemeinnützige Bauträger. Parallel dazu wird im mittleren Abschnitt der Urban Hub entwickelt, ein öffentlicher Raum mit Angeboten aus Gastronomie, Sport, Kultur und Dienstleistungen. In einer zweiten Phase, voraussichtlich ab 2031, folgen im östlichen Bereich Gewerbe- und Dienstleistungsbauten mit rund 1’000 Arbeitsplätzen.

    Das gesamte Projekt basiert auf dem rechtskräftigen Bebauungsplan vom 2. Mai 2023 und steht beispielhaft für die qualitätsvolle Entwicklung innerstädtischer Potenzialflächen in der Schweiz.

  • Kanton Zürich fordert Bundesrat zum Handeln

    Kanton Zürich fordert Bundesrat zum Handeln

    Der Druck auf den Wohnungsmarkt ist enorm. Die Nachfrage steigt stetig, das Angebot hinkt hinterher. Besonders betroffen ist der Kanton Zürich, wo Bauprojekte immer häufiger durch Rekurse verzögert oder verhindert werden. Die Konsequenzen sind steigende Mietpreise, soziale Spannungen und wachsender politischer Handlungsdruck. Fünf kantonale Volksinitiativen zeigen, wie sehr das Thema Wohnraum die Bevölkerung beschäftigt.

    Verbesserungen verzögern sich unnötig
    Obwohl neue Vorschriften im Bereich Lärmschutz bereits beschlossen wurden, lässt deren Umsetzung auf sich warten. Der Zürcher Regierungsrat fordert vom Bundesrat, die Gesetzesänderungen rasch in Kraft zu setzen. Denn, Schutzinteressen dürfen den Ausbau dringend benötigten Wohnraums nicht blockieren. Klare gesetzliche Grundlagen sind essenziell für Planungssicherheit und beschleunigte Verfahren.

    Schutzinstrument oder strategisches Einspruchswerkzeug?
    Besonders kritisch sieht der Regierungsrat die zunehmende Direktanwendung des Bundesinventars ISOS, das eigentlich dem Schutz bedeutender Ortsbilder dient. Immer öfter wird das Inventar jedoch für Einsprachen gegen Neubauprojekte genutzt. Mit gravierenden Folgen für die innere Verdichtung. In Zürich wird diese Problematik bereits massiv spürbar, sie greift aber zunehmend auch auf andere Kantone über.

    Der Regierungsrat unterstützt zwar den angekündigten Runden Tisch zur ISOS-Thematik, fordert jedoch konkrete und zeitnahe Lösungen, die gemeinsam mit Bund, Kantonen und Gemeinden entwickelt werden müssen.

    Forderung nach politischer Priorisierung
    Die Wohnraumversorgung sei ein zentrales Anliegen von Bevölkerung und Wirtschaft, so der Regierungsrat. Der Bund müsse Schutzinteressen und bauliche Entwicklung in ein neues Gleichgewicht bringen, damit der dringend benötigte Wohnungsbau nicht weiter blockiert wird. Die Verantwortung dafür liegt nun bei den zuständigen Bundesstellen.

  • Flughafen plant Ausbau zur Verbesserung des Servicequalität

    Flughafen plant Ausbau zur Verbesserung des Servicequalität

    Der EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg hat das Gewinnerprojekt und die Bauleitung für den An- und Ausbau seines Terminals ausgewählt. Laut einer Mitteilung hat er für das Projekt ein französisch-schweizerisches Team beauftragt, bestehend aus den Basler Unternehmen Vischer Architekten AG und Gruner AG sowie den französischen Unternehmen DRLW Architectes, Egis Bâtiment NordEst und LAP’S.

    Das Projekt Evolution Modulaire du Terminal beinhaltet die Renovierung sowie Erweiterung der öffentlich zugänglichen Infrastruktur des EuroAirports. Hauptziel des Projekts ist die Verbesserung der Servicequalität für die Passagiere. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Sicherheitskontrollen und die Wegführung der Passagiere. Das erste Modul Landside mit geplantem Baubeginn im Jahr 2027 wird einen Anbau an der Ostfassade des Terminals mit einer Fläche von rund 14‘000 Quadratmetern sowie die Renovierung des bestehenden Terminals mit einer Fläche von 15‘000 Quadratmetern umfassen.

    Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2030/31 angesetzt. Bis dahin will der Flughafen weitere Massnahmen umsetzen, die bis 2026 die Servicequalität verbessern sollen. Dazu gehören beispielsweise die bereits abgeschlossene Renovierung des Ankunftsbereichs oder die geplante Renovierung der Sanitäranlagen.

  • Modulare Schulhauspavillons als Übergangslösung sichern den Schulbetrieb in Dietikon

    Modulare Schulhauspavillons als Übergangslösung sichern den Schulbetrieb in Dietikon

    Die Stadt Dietikon saniert die Schulanlage Wolfsmatt. Um den Schulunterricht weiterführen zu können, wurden auf dem stadteigenen Grundstück am Vogelauweg drei neue Schulhauspavillons errichtet. Dadurch stehen zusätzliche 27 Schulzimmer zur Verfügung. Mit der Planung und Ausführung der kompletten Elektroinstallationen wurde die Aare Limmat Elektro AG beauftragt. Die gesamte Elektroinstallation wurde neu erstellt und entspreche dem heutigen Stand der Technik, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens mit Sitzen in Baden und in Olten SO.

    Die drei Schulhäuser wurden komplett in Modulbauweise gebaut und vorgefertigt. Die temporären Bauten dienen während dem Umbau der Schulanlage Wolfsmatt als vollwertig nutzbare Übergangslösung, heisst es weiter.

    Rund 500 Kinder besuchen in der Schuleinheit Wolfsmatt Kindergarten und Primarschule, heisst es von der Schule Dietikon. Die Schuleinheit umfasst 21 Regelklassen. In den Wohnquartieren um das Schulhaus herum sind acht Kindergärten verteilt. Auf dem Schulareal werden Tagesstrukturen mit Mittagstisch angeboten.

    In Dietikon besuchen rund 3000 Schülerinnen und Schüler die öffentliche Schule vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe. Es gibt insgesamt sechs Schuleinheiten in der Stadt.

  • Haus der Zukunft sichert sich weitere Mieter in Winterthur

    Haus der Zukunft sichert sich weitere Mieter in Winterthur

    Das Projekt Green Spin will die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Dafür wird in Winterthur das Haus der Zukunft mit 100 Prozent Nachhaltigkeit und 100 Prozent Arbeitsqualität gebaut, heisst es auf dem Internetauftritt von Green Spin. Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich hat das Projekt nun seine bereits zweite Ankermieterin gefunden, informiert Green Spin in einer Mitteilung.

    «Green Spin bietet den perfekten Rahmen für innovative Bildungsansätze», wird Peter Felix von Felix Partner Architektur Design, die das Projekt initiiert und entwickelt hat, dort zitiert. «Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich gewinnen wir einen weiteren Mieter, der unser Konzept von Offenheit, Vernetzung und zukunftsweisender Entwicklung ideal ergänzt.» Derzeit ist die Stiftung an vier Standorten in Zürich, Winterthur, Fahrweid im Limmattal und Stäfa aktiv.

    Green Spin hat im vergangenen Jahr seine Baugenehmigung erhalten, der Baustart soll noch in diesem Jahr erfolgen. Der Bezug kann voraussichtlich 2027 erfolgen. Neben der Stiftung hat sich bereits der Freizeitsportanbieter Padelta Räumlichkeiten im Green Spin reserviert.

    Green Spin soll jungen und etablierten Unternehmen ein ideales Umfeld bieten. Das Gebäude ist im modularen Holzbau angelegt und wird über eine Photovoltaikfassade und Windkraft für die eigene Energieversorgung verfügen. Das Projekt sieht neben hellen Arbeitswelten Orte der Begegnung wie einen Dachgarten, einen Hofwald und Marktgassen vor.

  • Gesamtsanierung der Kantonsschule Zug

    Gesamtsanierung der Kantonsschule Zug

    Die Kantonsschule Zug, ein Meisterwerk der Nachkriegsmoderne, wurde zwischen 1971 und 1975 vom renommierten Architekturbüro Leo Hafner und Alfons Wiederkehr entworfen. Die Aussenraumgestaltung von Fred Eicher ist ebenfalls ein integraler Bestandteil dieses architektonischen Erbes. Angesichts der fortschreitenden baulichen Alterung besteht ein dringender Bedarf an umfassenden Sanierungsmassnahmen. Diese umfassen die Ertüchtigung der Tragstruktur, den Austausch der Gebäudehülle sowie der Haustechnik und des Innenausbaus. Besonders der Fokus auf die Anpassung der Raumstruktur ist entscheidend, um Lernbedingungen zu gewährleisten.

    Sanierungskonzept und gezielte Erweiterung
    Das Sanierungskonzept, das in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung entwickelt wurde, bietet eine ausgewogene Lösung zwischen den Bedürfnissen flexibler Unterrichtsformen und den bestehenden räumlichen Gegebenheiten. Durch geschickte Raumrochaden und Anpassungen wird das Raumangebot gezielt erweitert. Geplante Massnahmen beinhalten einen neuen Verbindungstrakt und eine Aufstockung des Trakts 7, um den Herausforderungen moderner Bildungsansprüche gerecht zu werden.

    Prinzipien der Nachhaltigkeit
    Die Entscheidung für eine Gesamtinstandsetzung basiert auf den finanziellen, ökologischen und terminlichen Vorteilen. Die Baudirektion des Kantons Zug verfolgt damit ihre klare Immobilienstrategie. Neubauprojekte sollen nur dann in Betracht gezogen werden, wenn eine Optimierung der bestehenden Bauten nicht mehr möglich ist.

    Projektwettbewerb und nächste Schritte
    Der nächste Meilenstein im Sanierungsprozess ist der Projektwettbewerb im selektiven Verfahren, der Mitte 2024 ausgeschrieben wurde und sich an Generalplaner-Teams richtet. Ziel ist es, die besten Lösungen für eine Instandsetzung zu finden, die den Erhalt der ursprünglichen Architektur respektiert und gleichzeitig die Anforderungen eines modernen Bildungsbetriebs erfüllt. Die Baudirektion des Kantons Zug betont, dass der Wettbewerb eine entscheidende Phase in der Umsetzung des Projekts darstellt und eine qualitätsvolle Sanierung sicherstellen soll.

  • Goldfarbene Fassadenmodule in Schlieren setzen neue Solarstandards

    Goldfarbene Fassadenmodule in Schlieren setzen neue Solarstandards

    Die Megasol Energie AG mit Sitz in Deitingen hat ein neues farbiges Solarmodul auf den Markt gebracht. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, erbringen die Module mit ihrer neuen Farbgestaltung etwa 94 Prozent des Wirkungsgrades herkömmlicher schwarzer Photovoltaikmodule.

    Die Paneele unter dem Namen SOLARCOLOR Morpho sind für die Montage als Fassadenelemente hergestellt. So sind sie unter anderem an zwei Neubauten im Gebiet Lacheren in Schlieren montiert. Je nach Lichteinfall erzeugen die goldfarbenen Module ein lebendiges Farbenspiel, heisst es in der Mitteilung.

    Die beiden Gebäude in Lacheren umfassen 36 Wohnungen. Das Dach ist ebenfalls mit Photovoltaikmodulen gedeckt und erzeugen Spitzenwerte von 68 Kilowatt bei einem Jahresertrag von 59‘900 Kilowattstunden. Die Fassadenelemente erbringen Peaks von 17 Kilowatt und einen jährlichen Ertrag von etwa 16‘200 Kilowattstunden.

    Die Megasol Energie AG zählt zu den fünf nominierten Finalisten des vom Swiss Venture Club (SVC) gestifteten Prix SVC Espace Mittelland 2025, der am 12. März 2025 in Bern vergeben wird.

  • Denkmalgeschütztes Gebäude feiert am 8. März die Eröffnung  

    Denkmalgeschütztes Gebäude feiert am 8. März die Eröffnung  

    Die Stadt Dietikon lädt zur Einweihung des Hauses der Bevölkerung am Samstag, 8. März, ein. Das Haus der Bevölkerung ist in der geschichtsträchtigen Zehntenscheune eingerichtet worden. Das denkmalgeschützte Gebäude mit Ursprüngen um 1600 erstrahle nach einer umfassenden Sanierung in neuem Glanz und werde künftig als vielseitiger Veranstaltungsort zur Verfügung stehen, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Dietikon. Mit einem neuen digitalen Buchungssystem ist die Reservation für Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und private Anlässe ab dem 1. Juni möglich.

    Am Tag der offenen Tür können Besucherinnen und Besucher ab 11 Uhr die neuen Räumlichkeiten besichtigen und sich von den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes überzeugen, heisst es in der Mitteilung. Sibylle Baumann werde in Mundart verschiedene Geschichten vortragen. Um 15 Uhr spricht sie zu «Der goldene Vogel – witzige Tiergeschichten» und um 16 Uhr bringt sie: «Vom Fressen und Gefressenwerden – Abenteuerliche Geschichten».

    Die Zehntenscheune ist eines der ältesten Gebäude Dietikons. Mit einer Kapazität von rund 120 Sitzplätzen, einer neuen Tribüne und einer modernen Ausstattung ist der grosse Saal für Veranstaltungen geeignet. Ein Personenaufzug ermöglicht zudem für Barrierefreiheit.

    Das Foyer im Erdgeschoss wurde neu gestaltet. Erhalten blieb die massive Bohlenwand, ein Relikt aus der ursprünglichen Nutzung als Stall oder Lagerraum. Eine lange Bar soll das Foyer zu einem attraktiven Treffpunkt machen. Weiter wurde ein alter Torbogen freigelegt, der in den Gartenbereich des Hauses führt.

  • Quartier Westspitz in Dietikon geht in die Planungsphase

    Quartier Westspitz in Dietikon geht in die Planungsphase

    Der Basler Versicherer Baloise hat laut einer Mitteilung der Stadt Dietikon den Studienauftrag zur städtebaulichen Entwicklung des Dreispitz-Areals in Dietikon abgeschlossen. Dort soll das Quartier Westspitz entstehen. Der Gestaltungsplanprozess beginnt ab Sommer 2025 und läuft bis Ende 2027. Die weitere Zeitplanung sieht für 2028/2029 Baubewilligungsverfahren und Projektierung vor. Die Bauphase soll von 2030 bis 2032 andauern, bevor für 2032/2033 Fertigstellung und Bezug anstehen.

    Für die Realisierung wurde laut der Mitteilung die ARGE (Arbeitsgemeinschaft) Penzel Valier in Zürich und ROBERTNEUN mit Sitz in Berlin von einer unabhängigen Jury einstimmig als Siegerprojekt zur Weiterbearbeitung empfohlen. Die Jury war von Baloise als Eigentümerin und Baurechtsnehmerin des Areals berufen worden. Das Westspitz Dietikon genannte Projekt entspreche den städtebaulichen Vorgaben der Stadt Dietikon, unterstütze deren Entwicklungsstrategie und setze neue Impulse für ein urbanes, nachhaltiges Quartier, heisst es weiter.

    Westspitz Dietikon liegt an der Schnittstelle von Badenerstrasse und Überlandstrasse. In den kommenden Jahren soll Westspitz zu einem lebendigen, durchmischten und gut vernetzten Ort heranwachsen. Das Quartier besteht zu 80 bis 90 Prozent aus Wohnflächen. Geplant sind kompakte Wohneinheiten für kleinere Haushalte und grössere Wohnungen für Familien sowie gemeinschaftlich genutzte Flächen und lärmgeschützte Aussenräume. Die Erdgeschosszonen entlang der Badenerstrasse sollen durch kleinteilige Gewerbeflächen belebt werden, die den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der umliegenden Quartiere entsprechen, heisst es weiter.

  • Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Der in Aadorf ansässige Sonnenschutzhersteller Griesser ist an der Rekonstruktion und am Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Klosters San Agustín im südwestspanischen Badajoz beteiligt. Dieses wird zu einer Kunstgewerbeschule umgestaltet. Wie es in einer Mitteilung heisst, bietet das geradlinig geschnittene Gebäude gute Voraussetzungen für eine Bildungseinrichtung. Bereits in seiner Vergangenheit wurde das frühere Kloster als Kaserne, Gerichtsgebäude oder Schule genutzt.

    In den jetzigen Umbau sollen auch die Kreuzgänge in den Schulbetrieb eingegliedert werden. Deren Arkaden werden grossflächig verglast und benötigen Sonnenschutz. Griesser liefert hierzu sein System Solomatic 80. Die massgeschneiderten Lamellenstores bieten einerseits eine gute Beschattung und ermöglichen andererseits eine gute Versorgung mit natürlichem Licht. Sowohl das klassische Design der Lamellen als auch ihre Farbgestaltung in RAL 7022, ein nahezu anthrazitfarbener Grauton, passen in das historische Bild des Gebäudes.

    Zudem wird der Einfall von Tageslicht automatisiert gesteuert. Durch die somit entstehende «harmonische Atmosphäre» soll «die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden der Studierenden» gesteigert werden.

  • Kanton Aargau genehmigt Projekt Vinea in Spreitenbach

    Kanton Aargau genehmigt Projekt Vinea in Spreitenbach

    Die Gemeinde Spreitenbach kann den Gestaltungsplan Vinea für den Bau von Wohnungen am Ortseingang realisieren. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau hat laut Medienmitteilung den Gestaltungsplan genehmigt. Er bildet die planerische Grundlage, um auf dem bisher gewerblich genutzten Areal südlich der Verzweigung Landstrasse und Wigartestrasse eine Überbauung mit rund 37 Wohnungen zu realisieren.

    Die geplante Überbauung umfasst laut Mitteilung der Gemeinde drei Gebäude. Entstehen soll ein viergeschossiges Gebäude entlang der Landstrasse, ein dreigeschossiges Gebäude an der Wigartestrasse und ein zweigeschossiges Gebäude mit direkter Ausrichtung zum Dorfbach.

    Zwischen den Gebäuden soll ein verkehrsfreier Innenhof entstehen, der den Bewohnenden zur Verfügung steht. Die unterirdische Parkierung soll die Wohnqualität erhöhen und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen, heisst es weiter.

    Vinea basiert auf dem Richtprojekt der Hunziker Architekten AG in Baden-Dättwil und der SKK Landschaftsarchitekten AG in Wettingen AG. Die Metron AG in Brugg AG hat den Gestaltungsplan gemeinsam mit der Bauherrschaft und der Gemeinde Spreitenbach erarbeitet. Das Areal Vinea ist derzeit mit einer Gewerbeüberbauung bebaut. Bereits 2018 wurde eine Überbauungsstudie durch die Hunziker Architekten erarbeitet. Die Gemeinde entschied sich nach Abwägung unterschiedlicher Varianten für eine längsorientierte Bebauung entlang der Strasse, um «optimale städtebauliche Rahmenbedingungen zu schaffen».

  • Treiber des Kulturwandels im Beschaffungswesen

    Treiber des Kulturwandels im Beschaffungswesen

    Seit dem 1. Juli 2024 werden öffentliche Ausschreibungen über die modernisierte Plattform von simap.ch veröffentlicht. Da das neue System nicht mit der vorherigen Version kompatibel ist, wurde auch der Vergabemonitor der Schweizer Bauwirtschaft überarbeitet. Durch die Harmonisierung der Datensätze vor und nach der Umstellung bleibt die Vergleichbarkeit der Ergebnisse erhalten, während zusätzliche Anpassungen am Datenmodell für eine präzisere Analyse der Trends sorgen.

    Entwicklung der öffentlichen Beschaffungen
    Die Totalrevision des öffentlichen Beschaffungswesens ist mittlerweile in 22 von 26 Kantonen in Kraft. Im vierten Quartal 2024 wurden insgesamt 5256 Ausschreibungen erfasst, wovon 46% auf das Baugewerbe, 5% auf das Ingenieurwesen und 1,8% auf die Architektur entfielen. Insgesamt wurden für die Untersuchung 74% aller veröffentlichten Ausschreibungen berücksichtigt.

    Qualitätskriterien mit differenzierter Entwicklung
    Der Anteil qualitativer Vergabekriterien im gleitenden Mittel ging im vierten Quartal 2024 um 5,8% auf 51,9% zurück. Die Bauwirtschaft konnte sich diesem Trend jedoch teilweise entziehen: Während Architekturaufträge einen Rückgang von 2,1% auf 69,2% verzeichneten, stieg der Anteil von Qualitätskriterien im Ingenieurwesen um 0,7% auf 66,3% und im Baugewerbe um 0,5% auf 45%. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im Kanton Basel-Stadt, wo der Anteil von Qualitätskriterien bei Bauaufträgen seit dem 1. Februar 2024 von 26,2% auf 42,5% gestiegen ist.

    Nachhaltigkeit als stärkste Triebkraft
    Der entscheidende Faktor für den Kulturwandel im Beschaffungswesen ist jedoch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien. In 35% aller Ausschreibungen mit qualitativen Vergabekriterien wurden im vierten Quartal 2024 nachhaltige Aspekte berücksichtig, ein Anstieg von 23% gegenüber dem Vorquartal. Besonders stark fiel die Zunahme bei Bundesvergaben aus, wo der Anteil um 34,7% auf 35,1% anstieg.

    Während sich der Anteil an Nachhaltigkeitskriterien zwischen Januar 2021 und Dezember 2023 bereits fast verdoppelt hatte, setzte sich dieser Wachstumstrend 2024 noch einmal verstärkt fort. Ein möglicher Einflussfaktor ist der Systemwechsel auf die neue simap.ch-Plattform. Der generelle Trend deutet jedoch darauf hin, dass Nachhaltigkeit zunehmend als zentrales Kriterium in der öffentlichen Beschaffung etabliert wird.

    Innovationsförderung und Angebotsplausibilität gewinnen an Bedeutung
    Auch die explizite Erwähnung von Innovationskriterien nimmt zu. Während Innovation weiterhin nur in 1% der Ausschreibungen genannt wurde, stieg dieser Wert im Vergleich zum Vorquartal um 28,8% und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 95,1%. Besonders stark wuchs die Berücksichtigung der Angebotsplausibilität, die sich auf 2,3% aller Ausschreibungen mit Vergabekriterien ausweitete. Dieser Wert liegt 54% über dem Vorquartal und ganze 277,9% über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

    Rückgang von Dialogverfahren und Varianten
    Im Gegensatz zu den steigenden Nachhaltigkeits- und Innovationskriterien wurden Dialogverfahren und Varianten seltener genutzt. Im vierten Quartal 2024 wurden Dialoge in nur noch 1,7% der Ausschreibungen vorgesehen, ein Rückgang um 10,8% gegenüber dem Vorquartal und 20,8% gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zulassung von Varianten nahm ab und erreichte noch 18% der Ausschreibungen, mit negativen Wachstumsraten von -10,2% im Quartalsvergleich und -21,7% im Jahresvergleich.

    Nachhaltigkeit prägt die Zukunft der öffentlichen Beschaffung
    Die zunehmende Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien zeigt, dass das Beschaffungswesen in der Schweiz einen tiefgreifenden Kulturwandel durchläuft. Während klassische Qualitätskriterien in einigen Bereichen rückläufig sind, gewinnen Aspekte wie Nachhaltigkeit, Innovationsförderung und Angebotsplausibilität stark an Bedeutung. Die Einführung der neuen simap.ch-Plattform könnte dabei als Katalysator gewirkt haben, wobei zukünftige Analysen zeigen müssen, inwieweit die Systemumstellung langfristige Auswirkungen auf die Vergabepraxis hat. Klar ist jedoch: Die öffentliche Beschaffung entwickelt sich zunehmend in Richtung ökologischer und nachhaltiger Standards.

  • Grundsteinlegung für neues Betriebsgebäude in Grabs erfolgt

    Grundsteinlegung für neues Betriebsgebäude in Grabs erfolgt

    Die in Frauenfeld ansässige HRS wird als Totalunternehmerin das neue Betriebsgebäude des Körber Geschäftsbereichs Pharma in Grabs errichten. Wie es in einer Mitteilung heisst, fand die Grundsteinlegung am 13. Februar statt.

    Neben dem bereits bestehenden Gebäude am Standort werden auf einer freien Fläche ein Untergeschoss, zwei Produktions- und zwei Büroetagen errichtet. Insgesamt entstehen dann 7500 Quadratmeter Produktionsfläche und 5000 Quadratmeter Bürofläche in dem Neubau. Der Bau selbst wird aktuellen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz genügen. Nebst einer eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach werden auch umfassende Lademöglichkeiten für Elektroautos erstellt, heisst es in der Mitteilung.

    Mit dem Neubau, der 2027 fertiggestellt werden soll, werden künftig alle Ressourcen des Geschäftsbereichs Pharma von Körber gebündelt.

    «Der Neubau spielt eine zentrale Rolle für unser geplantes Wachstum, in dessen Zentrum zum einen die Kunden und zum anderen natürlich unsere Mitarbeiter stehen», wird Christoph Hammer, CEO Packaging des Körber-Geschäftsfelds Pharma in Grabs, in der Mitteilung zitiert. «Neben unserer räumlichen Kapazitäten wachsen wir auch im Team. Schon heute arbeiten am Standort mehr als 360 Kolleginnen und Kollegen an der Entwicklung und Produktion unserer Technologien. Ende dieses Jahres sollen es mehr als 390 sein. Für sie schaffen wir ein hochmodernes Arbeitsumfeld.»

  • Arbeiten am Erweiterungsbau der Kantonsschule Baden beginnen

    Arbeiten am Erweiterungsbau der Kantonsschule Baden beginnen

    Die Vorbereitungen für den Erweiterungsbau der Kantonsschule Baden haben mit Bereinigungsarbeiten auf dem Bauareal begonnen. Laut Medienmitteilung des Kantons Aargau werden in den Sportferien vom 3. bis 14. Februar diese Vorbereitungsarbeiten ausgeführt. Dazu werden im Bereich der Schönaustrasse in Baden Strauchflächen entfernt und Bäume gefällt. Diese Arbeiten müssen vor dem Beginn der Bauarbeiten des Erweiterungsbaus im Juli 2025 getätigt werden.

    Der frühe Beginn ist notwendig, denn die Baumfällungen sind ausserhalb der Brutzeit der Vögel von Anfang März bis Ende September vorzunehmen. Auf dem gesamten Areal werden nach der Fertigstellung des Erweiterungsbaus neue Bäume gepflanzt. Dadurch werde der Biodiversität auf dem Areal der Kantonsschule Baden wieder vermehrt Rechnung getragen, heisst es in der Mitteilung.

    Für den Erweiterungsbau der Kantonsschule liegt seit Ende Oktober 2024 die gültige Baubewilligung vor. Im Erweiterungsbau wird es einen zusätzlichen Trakt für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer) und einen Trakt für Sport inklusive einer Doppelsporthalle geben.

    Ausserdem wird die Aussenanlage samt Sportplätzen neugestaltet. Der geplante Erweiterungsbau stellt auf Basis der heutigen Schulplanung den Endausbau des Areals dar, heisst es in der Mitteilung des Kantons.

  • Potenzial und Herausforderungen neuer Wohnkonzepte

    Potenzial und Herausforderungen neuer Wohnkonzepte

    Im Fokus stehen selbst ausgebaute Wohneinheiten, die oft in grossen Hallen entstehen und von Gruppen oder Einzelpersonen gemeinschaftlich genutzt werden. Bewohnerinnen und Bewohner legen Wert auf nachhaltiges und individuelles Wohnen, verzichten auf übermässige private Flächen und teilen stattdessen Gemeinschaftsräume.

    Die untersuchten Projekte in Zürich und Bern zeigen, dass solche Wohnformen einen deutlich geringeren Wohnflächenverbrauch pro Person aufweisen als der Schweizer Durchschnitt. Die hohe Flexibilität im Innenausbau ermöglicht individuelle Anpassungen, bringt aber auch hohe zeitliche und finanzielle Aufwände mit sich.

    Rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen
    Für die erfolgreiche Umsetzung dieser Konzepte sind klare, aber flexible Rahmenbedingungen sowie eine unterstützende Begleitung durch Bauträger und Behörden entscheidend. Besonders baurechtliche Hürden und Finanzierungsfragen erfordern angepasste Lösungen, um solche Projekte wirtschaftlich tragfähig zu machen.

    Innovative Nischenlösungen mit Potenzial
    Obwohl diese gemeinschaftlichen Wohnformen aktuell eine Nische darstellen, bieten sie spannende Ansätze für eine nachhaltigere und diversifizierte Wohnraumnutzung. Ihr langfristiges Potenzial für den erschwinglichen Wohnungsmarkt bleibt jedoch noch offen.

    Die Studie wurde von den Fachhochschulen OST und FHNW in Zusammenarbeit mit dem BWO, der Stiftung Solidaritätsfonds, dem Migros-Kulturprozent und weiteren Partnern durchgeführt. Sie ordnet sich in die Forschungsschwerpunkte «Bezahlbares Wohnen» und «Anpassungen des Wohnungsbestands an veränderte Bedürfnisse» ein.

  • Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Die renovierten Gebäude in Bière, Dommartin, Romainmôtier, Rougemont und Vufflens-le-Château stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Restaurierung erfolgte mit höchster Sorgfalt, um die historische Substanz zu bewahren. Gleichzeitig wurden Fassaden, Dächer, Fenster, Isolierungen und technische Installationen modernisiert, um die Energieeffizienz zu steigern, ohne den ursprünglichen Charakter der Bauwerke zu verändern.

    «Jeder restaurierte Stein, jedes renovierte Dach vermittelt eine Botschaft an die kommenden Generationen, die eines Kantons, der auf die Bewahrung seines Erbes achtet. Mit der Modernisierung dieser fünf Kuren verbinden wir Denkmalpflege mit nachhaltiger Entwicklung», betonte Isabelle Moret, Leiterin der Abteilung für Kulturerbe, bei ihrem Besuch vor Ort.

    Stärkung der lokalen Wirtschaft durch traditionelles Handwerk
    Die Renovationen wurden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Handwerkern durchgeführt. Damit stärkt der Kanton nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern erhält auch wertvolles handwerkliches Know-how. Das Projekt zeigt, dass Denkmalschutz und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam eine zukunftsweisende Strategie für die Baukultur bilden.

  • Campus Platztor Architekturwettbewerb gestartet

    Campus Platztor Architekturwettbewerb gestartet

    In der ersten Wettbewerbsrunde gingen 73 Bewerbungen ein, eine überraschend hohe Anzahl mit qualitativ starken Referenzprojekten. Entscheidend für die Auswahl der 16 Büros waren Nachhaltigkeitsaspekte, Erfahrung mit ähnlich komplexen Projekten sowie städtebauliche und architektonische Qualität. Die ausgewählten Teams kommen aus St. Gallen, Zürich, Thurgau, Basel-Stadt und Genf.

    Nächste Schritte und Zeitplan
    Nach der Wahl des Siegerprojekts im Sommer 2025 folgt die Weiterentwicklung durch den Kanton und die Universität. Der Baustart ist für 2028 geplant, die Eröffnung voraussichtlich 2031. Der neue Campus soll als Denkplatz und Begegnungsort dienen und sich harmonisch in das Stadtbild einfügen. Ziel ist eine stärkere Vernetzung der Universität mit der Stadt und ihrer Bevölkerung.

    Neuausrichtung nach Projekt-Neustart
    Der aktuelle Wettbewerb wurde nötig, weil das 2021 ausgewählte Projekt nicht zufriedenstellend weiterentwickelt werden konnte. Mit dem neuen Verfahren soll nun ein tragfähiges Konzept entstehen, das die hohen Anforderungen an Architektur, Nachhaltigkeit und Stadtintegration erfüllt.

  • Kantonsspital Baden feiert Schlüsselübergabe für Neubau des Spitals

    Kantonsspital Baden feiert Schlüsselübergabe für Neubau des Spitals

    Das KSB ist mit der Schlüsselübergabe am 22. Januar nun auch offiziell verantwortlich für den Spitalsneubau. Die Schlüssel wurden dabei von Schauspielerin Salomé Jantz in der Rolle der Königin Agnes von Ungarn übergeben, informiert das KSB in einer Mitteilung. Die Habsburgerin hatte der Stadt Baden 1349 ein Spital gestiftet und ist Namensträgerin des aktuellen Bauprojekts.

    Realisiert wurde der Neubau durch ein Team der Ghisleni Partner AG unter der Leitung der Inhaber Stefano und Maurizio Ghisleni. «Durch den Einsatz eines Generalplaners konnten wir das Projekt laufend optimieren und aktuelle Erkenntnisse einfliessen lassen», wird KSB-CEO Adrian Schmitter in der Mitteilung zitiert. «So wird unser Spital bei der Inbetriebnahme nicht bereits zehn Jahre alt sein, sondern auf dem neusten Stand der medizinischen und technischen Entwicklung.»

    In das achstöckige Gebäude hat das KSB insgesamt 600 Millionen Franken investiert. Der mit modernster medizinischer und Gebäudetechnik ausgestattete Neubau soll am 25. Februar eröffnet werden. Anschliessend wird das KSB vom alten in das neue Gebäude umziehen.

  • Ehemalige Sporthalle wird zum Feuerwehrdepot

    Ehemalige Sporthalle wird zum Feuerwehrdepot

    Eine nicht mehr benutzte Beachvolleyball-Stahlhalle aus Bern hat eine neue Heimat im Tessin gefunden, erläutert öbu in einem Beitrag auf LinkedIn. Der Verband für nachhaltiges Wirtschaften hat die Entwicklung des Kreislaufwirtschaftsprojekts in seiner LinkedIn-Gruppe zum Thema Kreislaufwirtschaft thematisiert. Beachcenter Bern hatte die nicht mehr benötigte Halle im Juni vergangenen Jahres interessierten Abholern kostenlos zur Verfügung gestellt.

    Nun stehe fest, dass die Halle im Dorf Peccia in der Gemeinde Lavizzara wieder aufgebaut wird, informiert öbu. Dort soll sie das bei den Unwettern im letzten Sommer beschädigte Feuerwehrdepot ersetzen und als Lager- und Mehrzweckhalle dienen. Die zwischen 6 und 8 Meter hohe Halle soll dafür neu zwei Zwischengeschosse bekommen. Sie werden mit wiederverwerteten oder lokal verfügbaren Materialien realisiert.

    Zudem muss die Konstruktion für die Gegebenheiten am neuen Standort umgebaut werden, erläutert öbu. Dabei wird die ehemals quadratische Halle mit einem Grundriss von etwa 30 mal 30 Metern geteilt und als Rechteck mit Seitenlängen von 15,2 mal 38,8 Metern aufgebaut. Alle vorhandenen Materialien wie die Stahlkonstruktion, die Fassadenelemente, die Sandwichplatten für Fassade und Dach, die Schiebetore sowie die Oberlichter und Lampen finden erneut Verwendung. Die Um- und Neubauten werden von den Architekturbüros urbane landschaften aus Basel und Zanini Gozzi aus Paradiso TI realisiert. Im Sommer dieses Jahres soll die Halle ihrer neuen Bestimmung zugeführt werden können.

  • Erste Bauetappe im Unterfeld Süd in Baar startet 2025

    Erste Bauetappe im Unterfeld Süd in Baar startet 2025

    Die Eigentümerinnen Ina Invest und Estella Invest sowie die Entwicklerin Implenia entschieden sich für einen digitalen Projektwettbewerb, bei dem statt physischer Modelle ein digitales 3D-Modell eingereicht wurde. Dies erleichterte den Juryprozess erheblich, da verschiedene Ebenen und Elemente flexibel kombiniert und analysiert werden konnten. Der Siegerentwurf der ersten Bauetappe, eine Kombination aus den Vorschlägen von Enzmann Fischer Partner AG und ORT AG, überzeugte durch innovative Grundrisse und eine durchdachte Gestaltung des Freiraums, die das Wohnen und Arbeiten harmonisch miteinander verbindet.

    Freiraumgestaltung als Schlüssel zur Attraktivität des Quartiers
    Das Quartier Unterfeld Süd wird durch grosszügige Freiräume aufgewertet, die
    sich entlang des Stampfibachs erstrecken. Hier entsteht ein ökologisch wertvoller Grünraum, die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten bietet. Der zentrale Ankunftsplatz bei der S-Bahn-Station wird durch hohe Bäume und begrünte Inseln zu einem einladenden Ort für Begegnungen und Verweilen.

    Hochhaus mit Blick in die Zukunft
    Das 60 Meter hohe Wohnhochhaus der ersten Etappe besticht nicht nur durch seine Höhe, sondern vor allem durch seine gut durchdachten Grundrisse und flexiblen Raumanordnungen. Die grosszügigen Fenster bieten von jeder Wohnung aus, eine eindrucksvolle Aussicht, während die Erker der Fassade den Bewohnern die Möglichkeit bieten, sowohl den Aussenbereich als auch das Innenleben der eigenen Wohnung zu geniessen.

    Gewerbegebäude als Zentrum für dynamische Unternehmen
    Das angrenzende Gewerbegebäude setzt ebenfalls auf Flexibilität. Zwei verglaste Innenhöfe schaffen Lichtinseln, die als Pausenflächen genutzt werden können. Mit seiner flexiblen Raumstruktur bietet das Gebäude Raum für verschiedenste Nutzungen – von kleinen Büros bis hin zu grösseren Mietflächen für Ankermieter.

    Zweite Etappe bringt preisgünstigen Wohnraum und flexible Gewerbeflächen
    In der zweiten Bauetappe, deren Planungen bereits weit fortgeschritten sind, stehen preisgünstige Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen im Mittelpunkt. Der Innenhof der geplanten Blockrand-Bebauung der zweiten Etappe schafft Rückzugsmöglichkeiten und öffentliche Begegnungsräume gleichermassen. Die Gebäude entlang der Nordstrasse sind bewusst so gestaltet, dass Lärmbelastungen minimiert werden. Über die zweite Etappe findet 2025 ebenfalls eine Urnenabstimmung in Baar statt.

    Nachhaltige Architektur und flexible Nutzungskonzepte
    Die Architektur der Gebäude spiegelt die Vision eines zukunftsorientierten Quartiers wider. Die Kombination aus flexiblem Wohnen, vielseitig nutzbaren Gewerbeflächen und durchdachten Freiräumen sorgt für ein lebendiges und attraktives Stadtbild. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von Wohnen und Arbeiten, die durch durchdachte Raumkonzepte und attraktive Aussenbereiche unterstützt wird.

  • Leuchtturm Papieri Cham

    Leuchtturm Papieri Cham

    Menschen suchen heute das «Sowohl-als-auch» – im Fall der Papieri ist es das Zusammenspiel eines urbanen Lebensgefühls in nächster Nähe zur Natur. Einerseits bietet der neue Ortsteil alle Extras eines lebendigen Quartiers mit praktischen Dienstleistungen für den Alltag wie ein vielfältiges Einkaufs- und
    Gastronomieangebot, Kinderbetreuung oder Freizeitangebote in Kultur und Sport. Andrerseits kann man Ruhe an der Lorze oder in einem der unmittelbar angrenzenden Naherholungsgebiete finden.

    Next Level Spaces
    In der dritten Bauetappe werden mit den «Next Level Spaces» insgesamt 10’000 m² Office-, Gewerbe- und Verkaufsflächen erstellt. Wo und wie gearbeitet wird, hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Um Mitarbeitende zu begeistern, braucht es attraktive, aber auch anpassungsfähige Arbeitskonzepte. Dies führt zu neuen Anforderungen an die Gebäude, wie eine hohe Flexibilität, um vom Bürolayout bis zur Haustechnik unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht zu werden.

    So sind die Flächen der «Next Level Spaces» flexibel gestaltbare und über 6 Meter hohe Räume mit einer Nutzlast von bis zu einer Tonne pro m², und es lassen sich nach Bedarf Zwischenböden einziehen. Der Nutzer entscheidet, wo es Zwischenböden braucht, und kann so auch nachträglich Zusatzflächen schaffen. Die «Next Level Spaces» bieten zukunftsorientierten Unternehmen einen Wow-Standort für Büros, Gewerbe und Industrie 4.0.

    Wahrzeichen Kesselhaus
    Ebenfalls in der dritten Bauetappe wird das Wahrzeichen im Herzen des Areals umgenutzt – das denkmalgeschützte Kesselhaus. Wo früher Dampfkessel eingeheizt wurden, erwartet künftig Gaumenschmaus die Gäste. Im Frühling 2026 erweitert die Segmüller Collection ihr Portfolio einzigartiger Gastronomie-Konzepte wie z.B. Carlton, Loft Five, Roof Garden oder Sablier in Zürich nach Cham an den Papieri-Platz und eröffnet im Erdgeschoss des Kesselhauses ein neues Grillrestaurant mit Bar und Lounge. Industrieller Charme trifft auf modernen Lifestyle, archaische Feuerküche auf raffinierte Eleganz – ein Ort, der Genuss für jeden Geschmack verspricht. Im darüberliegenden Westteil warten einzigartige Büroräumlichkeiten im einstigen Denkmal auf neue Nutzer und im Ostteil bietet ein Fitnesscenter Raum für körperlichen Ausgleich.

    Nachhaltigkeit
    Ausgezeichnet mit dem «Watt d’Or» des Bundesamts für Energie ermöglicht das Energiesystem des Papieri-Areals einen komplett CO2-freien Betrieb und erzeugt letztendlich rund 75% der Energie vor Ort. Zusätzlich wird das Gewerbehaus der «Next Level Spaces» mit dem international rennommierten Nachhaltigkeits-Label «Leed Platinum» zertifiziert. Auch ressourcenschonendes Bauen ist in der Papieri bereits gelebte Praxis. Beispielsweise mit der Umnutzung der denkmalgeschützten Gebäude wie dem Kesselhaus oder mittels einem innovativen Holz-Hybrid-Wohnhochhaus. Der wichtigste Beitrag zur Nachhaltigkeit ist jedoch eine lange Lebensdauer. Diesem Faktor wird in der Entwicklung grosse Beachtung geschenkt. Gebäude müssen flexibel sein, um in der Zukunft heute noch unbekannten Bedürfnissen der sich verändernden Gesellschaft gerecht zu werden. Ein Bürogebäude, das sich beispielsweise zu Wohnungen umnutzen lässt, verhindert einen frühzeitigen Abriss und leistet damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Deshalb werden in der Papieri qualitativ hochstehende, anpassungsfähige Gebäude gebaut, die auch in Jahrzehnten noch Gefallen für verschiedene Nutzungen finden.

  • Neue Schulinfrastruktur in Zofingen nimmt Gestalt an

    Neue Schulinfrastruktur in Zofingen nimmt Gestalt an

    In Zofingen entsteht seit Juni 2024 der Hochbau für das neue Oberstufenzentrum. Wie das verantwortliche Bauunternehmen STRABAG jetzt mitteilt, stehen das Untergeschoss und das erste Geschoss mit Schulzimmern bereits. In der Baugrube neben der Turnhalle hat der Spezialtiefbau mit dem Einbringen der Bohrpfähle und der Erstellung der Rühlwände dafür die Grundarbeiten geleistet.

    Parallel dazu verlegten Mitarbeitende des Verkehrswegebaus Obergösgen die Werkleitungen. Bis Ende Juni 2025 sollen die Hochbauarbeiten abgeschlossen sein. Danach beginnen den Angaben zufolge die Ausbauarbeiten. Zu Beginn des Schuljahres 2027/2028 wird das Gebäude in Betrieb genommen.

    Als «spektakuläres Highlight» bezeichnet STRABAG die zehn Betonträger für die Turnhallendecke, die Mitte November eingehoben wurden. Jeder von ihnen war 29 Meter lang und 60 Tonnen schwer. Ausserdem wurden noch weitere Fertigelemente eingebaut. Sie sind den Angaben zufolge unmittelbar nach Auftragsvergabe geplant worden, um rechtzeitig einsatzbereit zu sein.

    Nach dem Versetzen der Träger für die neue Dreifachturnhalle sind die Mitarbeitenden des Hochbaus unter der Leitung von Bauführerin Daniela Huonder und Polier Vincenzo Tafaro derzeit mit dem Schalen, Armieren und den Mauerarbeiten an den weiteren Stockwerken beschäftigt.

  • Neue Messtechnik erkennt Korrosion in Stahlbeton ohne Eingriffe

    Neue Messtechnik erkennt Korrosion in Stahlbeton ohne Eingriffe

    Stützmauern, Tunnel und Brücken aus Stahlbeton prägen das Schweizer Stadtbild und die Infrastruktur. Doch viele dieser Bauwerke haben bereits mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel – und chemische Veränderungen im Beton setzen dem verbauten Stahl zu. Beginnt der Bewehrungsstahl zu rosten, verliert das Bauwerk an Stabilität. Besonders problematisch sind die Schäden an unzugänglichen Stellen, wo herkömmliche Prüfmethoden versagen.

    Elektrochemische Messungen als neue Lösung
    Bislang mussten Ingenieure Teile des Betons aufbrechen, um Korrosionsschäden zu überprüfen. Ein aufwendiges und oft unzureichendes Verfahren. Talpa hat eine neue Methode entwickelt, die über Drainagerohre funktioniert. Eine spezielle Sonde wird in das Rohr eingeführt und misst mithilfe von elektrochemischen Signalen die Korrosionswahrscheinlichkeit im umgebenden Stahlbeton.

    «Das gab es bisher nicht», erklärt Lukas Bircher, einer der Entwickler. «Bisher musste man ganze Betonflächen abtragen, um Schäden zu finden und konnte trotzdem leicht einen kritischen Bereich übersehen.» Mit der neuen Technik können nun ganze Mauerabschnitte systematisch geprüft werden, ohne Zerstörung oder aufwendige Bauarbeiten.

    Messungen im laufenden Betrieb – ohne Baustelle
    Das Verfahren wurde bereits erfolgreich getestet, unter anderem an einer 200 Meter langen Stützmauer in Zürich-Höngg. Das Prinzip ist eine Sonde die in das Drainagerohr eingeführt und mit aufblasbaren Dichtungen fixiert wird. Anschliessend leitet das System Wasser in den Messbereich, wodurch eine leitfähige Verbindung zwischen den Elektroden der Sonde und dem Stahl im Beton entsteht. Anhand der aufgezeichneten elektrischen Signale kann das Team erkennen, ob und in welchem Ausmass Korrosion vorliegt.

    Alle 25 Zentimeter wird eine neue Messung vorgenommen, um den Zustand des gesamten Mauerabschnitts zu erfassen. «So können wir gezielt diejenigen Bereiche identifizieren, die tatsächlich eine Gefahr darstellen», sagt Bircher. «Das spart nicht nur Zeit, sondern auch hohe Kosten für unnötige Eingriffe.»

    50 Jahre nach dem Bauboom – Sanierungsbedarf wächst
    Viele der heute betroffenen Stahlbetonbauten stammen aus der Boomphase zwischen 1960 und 1980. Besonders Stützmauern aus den 1970er-Jahren enthalten häufig Hohlräume, die Korrosion begünstigen. Bislang mussten Schäden aufwendig durch Stichproben ermittelt werden, mit hohem Risiko, kritische Stellen zu übersehen. Die neue Methode bietet erstmals eine flächendeckende und zuverlässige Analyse.

    Von der Forschung zum Start-up Talpa-Inspection
    Die Technologie hat so grosses Potenzial, dass Bircher gemeinsam mit zwei Kollegen das Start-up Talpa-Inspection gründet. Der Name «Talpa», lateinisch für «Maulwurf», steht sinnbildlich für die innovative Art, tief verborgene Schäden sichtbar zu machen. Unterstützt durch ein ETH Pioneer Fellowship entwickelt das Team die Technologie weiter und bereitet den Markteintritt vor.

    Zukunftsperspektiven, Automatisierung und Skalierung
    Aktuell erfolgt die Messung noch teilweise manuell, doch das Team arbeitet bereits an einer automatisierten Version. Ziel ist es, die Sonde robuster zu machen und den Messvorgang weiter zu beschleunigen. Die Nachfrage ist gross. Allein in der Schweiz gibt es über 1’000 Kilometer potenziell betroffener Stahlbetonbauwerke.

    «Unsere Methode bietet eine echte Chance, die Lebensdauer bestehender Bauwerke zu verlängern», sagt Bircher. «Wir hoffen, dass sie sich bald als Standardverfahren für die Bauwerksdiagnostik etabliert.»

  • Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Start des Baues der Waldstadt Im Pantli

    Die Halter AG hat mit dem Bau der Waldstadt im Pantli begonnen. Am 10. Januar ist der Spatenstich für das Wohnprojekt auf der Waldlichtung Im Pantli in Schaffhausen begangen worden, informiert die Schlieremer Immobilienentwicklerin in einer Mitteilung. Die in der Waldstadt geplanten 214 Eigentumswohnungen werden von Halter in Zusammenarbeit mit der DOST Architektur GmbH aus Schaffhausen realisiert.

    «Das Projekt Waldstadt im Pantli leistet einen wertvollen Beitrag zur Stadtentwicklung», wird Stadtpräsident Peter Neukomm in der Mitteilung aus seiner Ansprache am Spatenstich zitiert. «Die Siedlung soll als Vorbild für zukünftige Bauprojekte dienen und Schaffhausen als Standort für nachhaltiges und innovatives Wohnen stärken.» Die Waldstadt ist als Wohnraum für verschiedene Lebensmodelle angelegt.

    Konkret will das Wohnprojekt sowohl Familien und Paare als auch Singles und Pendler ansprechen. Dazu sind unter anderem ein Kindergarten und eine Kindertagesstätte geplant. Freiräume und gemeinschaftlich nutzbare Einrichtungen sollen «ideale Bedingungen für ein harmonisches Zusammenleben» schaffen, heisst es in der Mitteilung.

    Planung und Umsetzung richten sich an den Vorgaben des Schweizer Nachhaltigkeitsstandards aus. Als Bauzeit für die erste Etappe wurden rund zweieinhalb Jahre veranschlagt. Bereits im kommenden Jahr sollen die ersten der 2,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen bezugsbereit sein.

  • Ökobilanz-Rechner unterstützt nachhaltiges Bauen

    Ökobilanz-Rechner unterstützt nachhaltiges Bauen

    Die Umweltproduktedeklarationen (EPD) nach SN EN 15804 ermöglichen es, die ökologischen Auswirkungen eines Baustoffs über seinen gesamten Lebenszyklus transparent darzustellen. Bauherren erhalten so eine fundierte Entscheidungsgrundlage für nachhaltiges Bauen, die über einzelne Umweltparameter hinausgeht und eine umfassende Bewertung erlaubt.

    Baustoff Kreislauf Schweiz stellt seinen Mitgliedern unabhängig verifizierte Durchschnitts-EPD für verschiedene Betonsorten und Gesteinskörnungen zur Verfügung. Diese Daten bilden eine verlässliche Basis für nachhaltige Bauprojekte.

    Ökobilanz-Rechner als digitales Hilfsmittel
    Zur Berechnung von CO₂-Emissionen, Energieverbrauch und weiteren Umweltindikatoren wurde ein branchenspezifischer Ökobilanz-Rechner entwickelt. Dieses verifizierte Berechnungstool bietet der Bauindustrie eine praxisnahe Möglichkeit, Umweltproduktedeklarationen zu ermitteln und zu optimieren.

    Das Onlinetool unter oekobilanz-rechner.ch ermöglicht eine orientierende Analyse, ersetzt jedoch keine vollständige EPD-Erstellung. Auf Wunsch können die eingegebenen Daten zur Erstellung einer offiziell verifizierten Umweltproduktedeklaration weiterverarbeitet werden.

    Transparenz und Optimierung für die Baubranche
    Mit dem Ökobilanz-Rechner steht der Bauwirtschaft ein wertvolles Instrument zur Verfügung, um nachhaltige Materialentscheidungen datenbasiert zu treffen. Durch die optimierte Erfassung und Bewertung von Umweltauswirkungen trägt das Tool zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks im Bauwesen bei und unterstützt eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.

  • Baustart für die Leistungssteigerung Bern West

    Baustart für die Leistungssteigerung Bern West

    Die SBB, in Kooperation mit der Stadt Bern und der BLS, startet eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Region, die «Leistungssteigerung Bern West». Ziel ist es, den Bahnknoten Bern flexibler, stabiler und leistungsfähiger zu machen. Das Grossprojekt umfasst fünf Teilprojekte, darunter den neuen Holligentunnel, den Bahnhof Europaplatz Nord und die Passerelle Steigerhubel.

    Ein Meilenstein für den Bahnknoten Bern
    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung des Regionalverkehrs. Durch den neuen Holligentunnel können Regionalzüge kreuzungsfrei verkehren, wodurch stabile und häufigere Verbindungen ermöglicht werden, wie der Viertelstundentakt zwischen Münsingen und Flamatt. Auch das urbane Quartier Europaplatz erhält durch den neuen Bahnhof und eine grössere Unterführung direkten Anschluss an den öffentlichen Verkehr.

    Herausforderungen für Reisende und Anwohnende
    Während der Bauzeit, die bis mindestens 2036 dauern wird, bleibt der Bahnbetrieb aufrechterhalten. Dennoch müssen sich Reisende auf Fahrplanänderungen und Ersatzbusse einstellen. Der Bahnhof Stöckacker wird im Dezember 2025 geschlossen und bis zur Eröffnung des Europaplatz Nord im Jahr 2027 durch die Tramlinie 8 kompensiert.

    Für Anwohnende bringen die Arbeiten Einschränkungen durch Baulärm, Staub und Logistikverkehr mit sich. Die Bauherren versichern jedoch, Emissionen so gering wie möglich zu halten und Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume durchzuführen.

    Nachhaltige Zukunft und Finanzierung
    Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 900 Millionen Franken und werden durch den Ausbauschritt 2025 des Bundes finanziert. Die neue Personenunterführung am Europaplatz Nord, ein Beitrag der Stadt Bern, wird durch einen Rahmenkredit von 60 Millionen Franken gedeckt.

    Mit der Fertigstellung der «Leistungssteigerung Bern West» wird Berns Bahninfrastruktur den Anforderungen einer modernen, nachhaltigen Mobilität gerecht – ein Gewinn für die gesamte Region.