Kategorie: Projekte

  • Nationalrat genehmigt 280 Millionen für Bauprojekte

    Nationalrat genehmigt 280 Millionen für Bauprojekte

    Der Nationalrat hat am Mittwoch eine Vorlage einstimmig gutgeheissen, die 277,8 Millionen Franken für verschiedene Sanierungs- und Umbauprojekte an zivilen Bundesbauten vorsieht. Besonders priorisiert werden Projekte, die vertragliche Verpflichtungen erfüllen, bauliche Schäden verhindern oder langfristig wirtschaftliche Entlastungen bringen.

    Sammlungszentrum und Jubiläumshalle
    Der grösste Anteil der Mittel – 92,4 Millionen Franken – ist für die Erweiterung des Sammlungszentrums in Affoltern am Albis vorgesehen. Zudem sollen 15,4 Millionen Franken in die Sanierung der Jubiläumshalle im Sportzentrum Magglingen fliessen, die sich auf das Kunstturnen spezialisiert hat.

    Weitere Bauprojekte im Fokus
    170 Millionen Franken sind für kleinere Bauprojekte unter 10 Millionen Franken reserviert. Diese Mittel können flexibel für dringende Immobilienvorhaben oder unvorhergesehene Liegenschaftskäufe genutzt werden.

    Die Immobilienbotschaft 2024 priorisiert gezielt zivile Bauprojekte, die sowohl wirtschaftliche Vorteile als auch langfristige bauliche Stabilität bringen sollen. Der nächste Schritt ist die Entscheidung des Ständerats über die Bewilligung der Kredite.

  • Bauarbeiten zur Erweiterung der ZHAW haben begonnen

    Bauarbeiten zur Erweiterung der ZHAW haben begonnen

    An der ZHAW haben Baudirektor Martin Neukom, Bildungsdirektorin Silvia Steiner und ZHAW-Rektor Jean-Marc Piveteau am 13. September den Startschuss für die Bauarbeiten zur Erweiterung und Modernisierung der School of Engineering gegeben. Die ZHAW sei eine der führenden Hochschulen der Schweiz mit über 14’000 Studierenden, heisst es in einer Medienmitteilung. Doch genügten einige der bestehenden Gebäude auf dem Areal des ehemaligen Technikums in Winterthur den heutigen Anforderungen nicht mehr. Ausserdem nehme die Anzahl Studierender weiter zu. Deshalb werde der Campus T über die nächsten Jahre in mehreren Etappen modernisiert und erweitert.

    In der ersten Bauetappe werden zwei neue fünfgeschossige Laborgebäude hinter dem historischen Technikum gebaut. Sie stellen dringend benötigten Raum für Lehre, Forschung und Entwicklung bereit. Dort entstehen verschiedene Versuchsräume sowie eine öffentlich zugängliche Mensa und Cafeteria. Die Neubauten werden an das Fernwärmenetz der Stadt Winterthur angeschlossen und mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet.

    Ebenfalls im Rahmen der ersten Bauetappe wird laut der Mitteilung die Eulach mit einem öffentlichen, naturnahen Park ökologisch aufgewertet und der Hochwasserschutz ausgebaut. Zwei neue Brücken werden die Altstadt und den Campus T mit der Kantonsschule Büelrain und dem umliegenden Wohnquartier verbinden.

    Bis November erfolgt der Rückbau des bestehenden Gebäudes TB, heisst es weiter. Parallel dazu laufe der Aushub der Baugrube für das kleinere Laborgebäude TT. Danach beginnen die Rohbauarbeiten des ersten Neubaus, dessen Fertigstellung im Jahr 2027 vorgesehen ist. Der zweite Neubau soll 2029 bezugsfertig sein.

  • Zürcher Hochschule der Künste würdigt zehn Jahre Toni-Areal

    Zürcher Hochschule der Künste würdigt zehn Jahre Toni-Areal

    Die Zürcher Hochschule der Künste habe zum Beginn des Wintersemester gleich zwei Gründe zum feiern, schreibt die ZHdK in einer Mitteilung. Zum einen nehmen 711 Menschen ein Bachelor- oder Masterstudium in Musik, Design, Fine Arts, Kulturanalysen und Vermittlung oder den Darstellenden Künsten und Film auf. Zum anderen blickt die Hochschule auf das zehnjährige Bestehen ihres Campus Toni-Areal zurück.

    Für diesen Rückblick hat die ZHdK eine eigene Internetseite eingerichtet. Interessierte können sich hier Einblick in den Hochschulalltag verschaffen oder sich in Bildern durch den Umbau des Toni-Areals von einer Molkerei zum Campus führen lassen. Die beiden Architekten von damals stellen auf der Internetseite ihre Überlegungen zum Toni-Areal vor. Auch die Öffnung des Campus für die Bevölkerung und die Beteiligung der Studierenden an dessen Neugestaltung werden thematisiert. Seit der Fertigstellung des Toni-Areals hat sich die Zahl der Standorte der ZHdK von ehemals 37 auf zwei vermindert. Neben dem Toni-Areal wird nur noch der Standort an der Gessnerallee betrieben.

  • Herausragende Projekte beim Real Estate Award 2024

    Herausragende Projekte beim Real Estate Award 2024

    Der Anlass beginnt mit einem Networking-Apéro um 17 Uhr, der die Gelegenheit bietet, sich mit führenden Persönlichkeiten aus der Branche auszutauschen. Im Rahmen eines Gala-Dinners werden im Anschluss die Sieger in den Kategorien Nachhaltigkeit, Projektentwicklung/Innovation, Digital und Vermarktung bekanntgegeben. Zudem wird die Immobilien-Persönlichkeit des Jahres ausgezeichnet.

    Als Gastrednerin wird Patrizia Laeri, Einblicke in die Themen Finanzen und Diversität geben. Ständerat und FDP-Präsident Thierry Burkart diskutiert im Gespräch mit Annina Campell die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Immobilienbranche.

    Die Auftritte von Comedian Joël von Mutzenbecher und der Rockabilly-Band «the B-Shakers» runden den Abend ab. Der Real Estate Award 2024 bietet ein abwechslungsreiches Programm, das fachlichen Austausch mit Unterhaltung kombiniert.

  • Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    FlexBase will gemäss bereits vorgestellter Pläne sein neues Technologiezentrum zeitgetreu realisieren. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte das Technologieunternehmen dafür die ebenfalls in Laufenburg ansässige ERNE Gruppe als Generalauftragnehmer gewinnen. Der Bau soll den Plänen nach 2025 beginnen. Ein entsprechendes aktualisiertes Baugesuch ist bei den zuständigen Behörden eingereicht worden.

    Das Technologiezentrum soll auf den ehemaligen Swissgrid-Gelände errichtet werden. Kernstück soll ein Neubau gegenüber dem existierenden Gebäude sein. Nebst vielen Forschungseinrichtungen soll dort ein Rechenzentrum mit Kapazitäten für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz entstehen. Des Weiteren will FlexBase auf dem Gelände einen 20‘000 Quadratmeter grossen Batteriespeicher mit einer Leistung von mehr als 500 Megawatt errichten. Bei dem laut der Mitteilung nicht brennbaren und nicht explosiven Speicher handelt es sich um den «weltweit grössten und modernsten Batteriespeicher seiner Art». Mit dem Bau des neuen Technologiezentrums sollen mehrere hundert Arbeitsplätze für Fachkräfte sowie Ausbildungsplätze entstehen.

    Wie es in der Mitteilung heisst, rechnet Marcel Aumer, CEO der FlexBase Group, trotz der Neuauflage des Projekts nicht mit einer Bauverzögerung. Er begründet die Auffassung mit der engen Zusammenarbeit mit ERNE: «In diesem Projekt habe ich von Anfang an nicht nur die Kompetenz von ERNE, sondern auch die volle Aufmerksamkeit des Top-Managements erfahren.» Auch der CEO von ERNE, Giuseppe Santagada, zeigt sich optimistisch: «Mein persönliches Commitment geht weit über die Realisierung dieses Projektes hinaus; es umfasst auch die Förderung neuer technologischer Kompetenzen und die Steigerung der Standortattraktivität von Laufenburg für die Vision einer prosperierenden Region».

  • Mobimo erweitert Aeschbachquartier in Aarau

    Mobimo erweitert Aeschbachquartier in Aarau

    Mobimo hat mit Vertreterinnen und Vertretern von Behörden und seinen Projektpartnern laut einer Mitteilung den Grundstein für die beiden Gebäude Hof- und Hallenhaus im Aarauer Aeschbachquartier gelegt. Als Teil des Gesamtentwicklungsgebiets Torfeld Süd wird damit die nächste Ausbauetappe des 2019 neu belebten Stadtviertels realisiert.

    Nach den Plänen von Baumberger Stegmeier Architekten aus Zürich entstehen dort 126 Mietwohnungen mit 1,5 bis 5,5 Zimmern. Das Hofhaus wird als Holzbau mit Gartenhof in zukunftsorientierter, ökologischer Bauweise umgesetzt. Das Hallenhaus steche in Sachen Nachhaltigkeit und grauer Energie positiv hervor, weil so viel Fassadenbestand der früheren Halle 5 wie möglich übernommen werde, so Mobimo. Sie dient als Erdgeschoss für die Aufstockung des historischen Gebäudes.

    Die Fertigstellung ist für den Herbst 2026 vorgesehen, der Bezug für das 2. Quartal 2026. Die Vermarktung beginnt im dritten Quartal 2025. Insgesamt wird das Aeschbachquartier dann über rund 260 Miet- und Eigentumswohnungen verfügen. Zudem bietet es auf rund 4600 Quadratmetern Geschäftsfläche Raum für 1400 dort arbeitende Personen.

  • Schlieren startet Gesamtrevision der Bau- und Zonenordnung

    Schlieren startet Gesamtrevision der Bau- und Zonenordnung

    Der Stadtrat von Schlieren wird laut den Stadtratsnachrichten für die anstehende Gesamtrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) beim Gemeindeparlament die Bewilligung eines Kredits von 1‘063‘000 Franken beantragen.

    Ziel der Gesamtrevision sei es, durch massgeschneiderte rechtliche Grundlagen eine hohe Lebens- und Arbeitsqualität in Schlieren zu gewährleisten, heisst es in der Mitteilung. Zudem soll sie die Standortattraktivität für Unternehmen weiter fördern, um neue Investitionen anzuziehen. Die letzte umfassende Revision der BZO der Stadt Schlieren wurde 1996 durchgeführt.

    Schlieren habe in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine rasante städtebauliche Transformation erlebt, die nicht nur das Stadtbild geprägt, sondern auch die Dynamik und Prioritäten der Stadtentwicklung massgeblich beeinflusst habe, heisst es in dem Stadtratsbeschluss. Mit einem kontinuierlichen Bevölkerungswachstum würden auch die Ansprüche an die Nutzung des begrenzten Raums steigen. Eine weitere Ausdehnung der Siedlungsfläche sei nahezu ausgeschlossen. Daher erfordere die zunehmende Knappheit von Flächen eine verdichtete Bebauung in der gesamten Stadt.

    Der Stadtrat betont, dass Schlieren nicht nur ein attraktiver Wohnort, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsstandort sei. Insbesondere habe sich in den letzten Jahren ein innovativer Biotechnologie- und Healthtech-Cluster etabliert. Die Gesamtrevision der Bau- und Zonenordnung biete die Möglichkeit, dieses Potenzial weiter zu stärken.

  • Weltneuheit: Intelligente Pflanzenpflege für drinnen und draußen

    Weltneuheit: Intelligente Pflanzenpflege für drinnen und draußen

    „Dieses Jahr hat Boum bei über 1000 Kunden für blühende Balkone und Terrassen gesorgt“, informiert Boum in einem Beitrag auf LinkedIn. Das 2021 als Ausgründung der Universität Bern entstandene Unternehmen hat ein aus Solarpanel, Wassertank, Sensoren und einer App bestehendes intelligentes System entwickelt, mit dem begrünte Balkone und Terrassen autonom gepflegt werden. Aufgrund der positiven Rückmeldungen zu seinem Produkt habe Boum beschlossen, „das System für den Indoor-Betrieb weiterzuentwickeln“, heisst es im Beitrag.

    Nach über einem Jahr Entwicklungszeit hat Boum das Pflanzenpflegesystem für die Begrünung von Wohnzimmern und Büros nun auf den Markt gebracht. Dafür wurde das Substrat für die Pflanzen auf die Bereitstellung der optimalen Bodenfeuchte für Zimmerpflanzen angepasst. Die Genauigkeit der Wasserzufuhr wurde über ein zusätzliches Sicherheitsventil verbessert. Tank und Töpfe sind durch zusätzlichen Schlauch und dezente Kabelkanäle „einfach und unauffällig“ verbunden.

    Die App kann erkennen, ob sich das System im Freien oder in einem Innenraum befindet und entsprechend angepasste Pflegehinweise liefern. Sie gibt auch Bescheid, wenn der Wassertank aufgefüllt werden muss. „Von heute an ist Boum das smarte Pflanzenpflegesystem für drinnen und draussen“, schreibt Boum auf LinkedIn. „Überall dort, wo Menschen ihr Leben aufblühen lassen möchten.“ Laut Unternehmensgründer Matthias Erb handelt es sich bei dem intelligenten Pflanzenpflegesystem um „eine Weltneuheit, die ab heute die Begrünung von Innenräumen einfach und elegant ermöglicht“.

  • Baustart für die Erweiterung ZHAW School of Engineering

    Baustart für die Erweiterung ZHAW School of Engineering

    Die erste Bauetappe umfasst den Bau von zwei fünfstöckigen Laborgebäuden, die dringend benötigten Raum für Lehre, Forschung und Entwicklung bieten. Diese modernen Gebäude ergänzen die historischen Bauten des ehemaligen Technikums und sind flexibel gestaltet, um den sich wandelnden Anforderungen der Hochschule langfristig gerecht zu werden. Die Gebäude werden zudem an das Fernwärmenetz der Stadt Winterthur angeschlossen und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, was einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung leistet.

    Mehr als nur Hochschulgebäude – ein öffentlicher Raum für alle
    Parallel zur Errichtung der Laborgebäude wird die Eulach in einen naturnahen Park integriert. Dieser Park bietet nicht nur den Studierenden, sondern auch der Öffentlichkeit eine grüne Oase der Erholung mitten in der Stadt. Der Fluss wird ökologisch aufgewertet und zwei neue Brücken verbinden die Altstadt mit dem «Campus T» und den umliegenden Quartieren. Der Park dient als lebendiger Treffpunkt, der Bildung und Natur harmonisch miteinander verbindet.

    Zeitplan und Ausblick
    Noch in diesem Jahr wird das bestehende Gebäude TB rückgebaut, und der Aushub für das neue Laborgebäude TT beginnt. Der Rohbau des ersten Neubaus soll bis 2027 fertiggestellt sein, während das zweite Gebäude voraussichtlich 2029 bezugsbereit sein wird. Diese Erweiterung der ZHAW ist ein bedeutender Schritt für den Bildungs- und Forschungsstandort Winterthur, der dadurch seine Attraktivität und Innovationskraft weiter ausbauen kann.

    Mit dem Start der Bauarbeiten wird die Modernisierung des «Campus T» in Winterthur Realität. Die neuen Laborgebäude und der naturnahe Park stärken nicht nur die ZHAW, sondern auch die gesamte Region. Für Studierende, Lehrende und die Bevölkerung entsteht ein moderner Raum, der Forschung, Bildung und Erholung vereint.

  • Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Roche eröffnet neues Zentrum für Pharmaforschung

    Am Hauptsitz von Roche in Basel wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. Die Einweihung des neuen Pharma Research and Early Development Centers (pRED). Das Zentrum, das 1.800 hochmoderne Arbeitsplätze für Labor- und Büroarbeiten bietet, bringt Expertinnen und Experten aus verschiedenen Forschungsfeldern zusammen. Ziel ist es, durch enge Zusammenarbeit die Effizienz der Forschung und Entwicklung zu steigern. An der feierlichen Eröffnung nahm auch Bundesrat Guy Parmelin teil, was die nationale Bedeutung dieses Projekts unterstreicht.

    Roche verfolgt mit dem neuen pRED Center eine klare Vision, die Bündelung von Expertise aus Bereichen wie Chemie, Biologie und Datenwissenschaft, um wegweisende Innovationen voranzutreiben. Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe, betonte die zentrale Rolle des Zentrums im globalen Innovationsnetzwerk des Unternehmens. «Dieses Zentrum wird nicht nur die Effizienz unserer Forschung verbessern, sondern auch dazu beitragen, den grösstmöglichen Nutzen für Patientinnen und Patienten weltweit zu erzielen.»

    Milliarden-Investitionen in die Zukunft
    Die Investition in das pRED Center ist Teil eines langfristigen Engagements von Roche am Standort Basel. Seit 2009 hat das Unternehmen 4,6 Milliarden Franken in den Ausbau des Standorts investiert. Mit den neuen vier Gebäuden – darunter zwei Laborhochhäuser, ein Bürokomplex und ein Kongresszentrum – setzt Roche ein weiteres starkes Zeichen für die Zukunft.

    Und das ist erst der Anfang: Weitere 1,2 Milliarden Franken fliessen in die Modernisierung und Erweiterung des Standorts, was die Rolle von Basel als globales Zentrum für pharmazeutische Forschung und Entwicklung nachhaltig stärkt.

    Mit der Eröffnung des neuen pRED Centers investiert Roche nicht nur in die eigene Innovationskraft, sondern auch in die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Basel. Diese Milliarden-Investitionen sind ein klares Signal dafür, dass der Pharmakonzern seine führende Rolle in der globalen Forschung und Entwicklung weiter ausbauen will – ein bedeutender Schritt sowohl für die Branche als auch für die Region.

  • Fortschritt für CO2-reduziertes Bauen mit Lehm

    Fortschritt für CO2-reduziertes Bauen mit Lehm

    ERNE und Oxara können erste Erfolge bei ihrem Machbarkeitsnachweis für CO2-reduziertes Bauen vermelden. Die Arbeiten am Pavillon MANAL auf dem Campus der Hochschule Luzern in Horw schreiten voran, informiert das Aargauer Bauunternehmen in einem Beitrag auf LinkedIn. Beim Bau des Pavillons ist ERNE für das Mauerwerk verantwortlich. Dabei werden Produkte der Technologie Oxabrick von Oxara aus Dietikon verwendet. Die beiden Unternehmen sind im Mai eine Partnerschaft für die Entwicklung nachhaltiger Baustoffe auf Lehmbasis eingegangen.

    Im Projekt MANAL kommt der von ERNE verbaute Erdmörtel erstmals ausserhalb des Labors zur Anwendung. «Das Material verhält sich beim Mauern komplett anders als herkömmlicher Mörtel», wird ERNE-Maurer Mattia im Beitrag zitiert. «Wir mussten uns dafür zuerst eine angepasste Verarbeitungstechnik aneignen.» Als Vorteile des auf der Oxara-Technologie basiereden nachhaltigen Baustoffes nennt Mattia seine permanente Wasserlöslichkeit und lange Bearbeitbarkeit. Für Bögen und Gewölbe des Pavillons werden zementfreie Lehmsteine verbaut.

  • Bildungseinrichtung bezieht neuen Standort in Rotkreuz

    Bildungseinrichtung bezieht neuen Standort in Rotkreuz

    XUND eröffnet einen Standort auf dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz. Damit reagiert das Bildungszentrum Gesundheit Zentralschweiz auf das limitierte Raumangebot für seine Gesundheitsausbildungen in Alpnach. Wie es in einer Mitteilung heisst, könne der dortige XUND-Standort wegen des zu erwartenden Wachstums und der sich verändernden Ausbildungsmodelle den Ansprüchen langfristig nicht mehr genügen. Deshalb werde ihn das neue Gebäude Suurstoffi 45 ablösen. Dessen Bezug ist für 2028 vorgesehen. Der Standort Luzern bleibt davon unberührt.

    Die Zug Estates AG wird laut einer eigenen Bekanntmachung den Neubau ab Ende 2024 errichten und bis Mitte 2027 fertigstellen. Für dessen über 6000 Quadratmeter habe das Immobilienunternehmen mit XUND einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren unterzeichnet. Mit XUND habe man einen «idealen Partner gefunden, der sehr gut zu den bestehenden Mietern auf dem Suurstoffi-Areal passt», wird der Leiter Portfoliomanagement von Zug Estates, Alain Baumgartner, zitiert.

    XUND-Präsident Josef Widmer äussert sich überzeugt, dass der Standort Rotkreuz die regionale Verankerung von XUND in der Zentralschweiz stärke und die Erreichbarkeit für viele Studierende und Lernende deutlich verbessere: «Es werden Synergien mit weiteren Bildungspartnern wie der Hochschule Luzern vor Ort ermöglicht und Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit der Praxis oder der Forschung eröffnet. Dank dem modernen Standort sowie dem innovativen Umfeld auf dem Suurstoffi-Areal gewinnt die Ausbildung im Gesundheitswesen an Attraktivität und unterstützt die Zentralschweizer Ausbildungsbetriebe bei der Nachwuchssicherung.»

  • Urdorf präsentiert der Bevölkerung Immobilienstrategie 2030+

    Urdorf präsentiert der Bevölkerung Immobilienstrategie 2030+

    Der Urdorfer Gemeinderat hat die Eckpunkte der Immobilienstrategie Urdorf 2030+ an einer öffentlichen Veranstaltung am 29. August in der Zentrumshalle skizziert. Gemeinderat und Verwaltung präsentierten im Rahmen ihrer Immobilienstrategie zehn über das Gemeindegebiet verteilte Areale der öffentlichen Hand, heisst es in einer ausführlichen Mitteilung. Die darin festgehaltenen baulichen Renovationen, Neu- oder Erweiterungsbauten könnten über die nächsten Jahre und Jahrzehnte bis zu 110 Millionen Franken kosten.

    Bei der Strategie gehe es um eine mittel- bis langfristige Planungssicherheit für die Gemeinde, wird Liegenschaftenvorstand Urs Rüegg zitiert. Konkret ausgearbeitete Projekte enthält die Immobilienstrategie noch nicht. Diese sollen der Bevölkerung später einzeln vorgelegt werden.

    In der Mitteilung werden die Planungsbereiche einzeln aufgeführt, von den Schulen und Kindergärten bis zur Feuerwehr oder der Gemeindeverwaltung. Deren Zusammenfassung in einem einzigen grossen Gemeindegebäude im Zentrum wurde eine Absage erteilt. Für die konkrete Planung und Realisierung legten Gemeinderat und Planer zwei Zeithorizonte fest: von 2025 bis 2029 und von 2030 bis 2033.

    Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner sagte, man nehme die Inputs aus der Bevölkerung wie bisher auf und werde sie angemessen in den Abschluss der Immobilienstrategie einfliessen lassen. Um die Bedürfnisse rund um die kommunalen Immobilien erfassen zu können, hatte die Gemeinde vom 15. Dezember 2023 bis 15. Januar 2024 eine Online-Mitwirkung durchgeführt. Daran nahmen 444 Personen teil.

  • Geistlich lädt zum Spatenstich am Lymhof ein  

    Geistlich lädt zum Spatenstich am Lymhof ein  

    Geistlich Immobilia AG lädt am 20. September zum ersten Spatenstich für das Bauprojekt Lymhof in Schlieren ein. Der Anlass beginnt um 16 Uhr mit Infostationen und Festbetrieb auf der Baustelle. Um 17 Uhr erfolgt der offizielle Spatenstich und dann gibt es von 18.30 Uhr bis 20 Uhr einen Ausklang bei der Buvette.

    Der Lymhof wird Teil des Schlieremer Quartiers Am Rietpark. Der Lymhof schafft laut Projektbeschrieb nicht nur ein attraktives Wohnangebot für eine Bewohnerschaft mit verschiedenen Generationen und Lebensmodellen. Er soll auch ein Treffpunkt für das Quartier werden, mit Bistro und Hotel, einer multifunktionalen Halle, zwei grünen Innenhöfen sowie Räumen für kleine Geschäfte und Quartierangebote.

    Die Aushubarbeiten beginnen jetzt, nachdem der Rückbau des Vitis Sport Centers mit Tennishalle abgeschlossen wurde. Im Februar 2024 hatte der Stadtrat von Schlieren die Baubewilligung für den Lymhof erteilt. Die rund 350 Mietwohnungen werden zwar erst 2027 bezugsbereit sein, doch kann ein Mietinteresse schon jetzt angemeldet werden.

  • Primarschule Degersheim setzt auf Lista Office LO

    Primarschule Degersheim setzt auf Lista Office LO

    Lista Office LO hat rechtzeitig zum Schulbeginn Mitte August vier Klassenräume der Primarschule in Degersheim neu möbliert, informiert der im selben Ort ansässige international aktive Büroausstatter in einer Mitteilung. Die agile Möblierung im Schulhaus Steinegg soll neue Wege für kreatives Lehren und motiviertes Lernen ermöglichen, so Lista Office LO in der Projektbeschreibung. „Der zeitgemässe Unterricht basiert auf einer Methodenvielfalt in der Didaktik“, wird Schulleiter Stefan Gübeli dort zitiert. „Mit der neuen Möblierung kann diese Vielfalt einfach gelebt werden.“

    Für Klassenlehrerin Madlene Keller ist es wichtig, verschiedene Lernformen ohne grosse Umbauten umsetzen zu können. „Dabei ist es wichtig, die anderen Kinder während der Einrichtung von Lernsettings nicht zu stören“, wird Keller in der Mitteilung zitiert. „Das ideale Mobiliar muss deshalb rasch, leise und unkompliziert sowohl von Unterrichtenden als auch von Schülerinnen und Schülern verschoben und umgestaltet werden können.“

    Bei der Neuausstattung in Degersheim konnte die Primarschule verschiedene Möbel vor der Beschaffung ausführlich testen. „Dies gab uns die Sicherheit, dass unsere Schüler und Schülerinnen mit den neuen Möbeln gut arbeiten können und gerne arbeiten wollen“, erläutert Keller. „Meine Wahrnehmung im Zusammenhang mit der Neumöblierung ist, dass die Schulzimmer atmosphärisch fühlbar verändert wirken.“ Konkret macht die Klassenlehrerin eine luftigere und leichtere Gesamtgestaltung mit vielen Freiräumen aus. Dies hat ihrer Ansicht nach „spürbare positive Auswirkungen auf das Denken und auf die Motivation der Lernenden“.

  • Städte weisen ein Vielfaches der Baumarten von Wäldern auf

    Städte weisen ein Vielfaches der Baumarten von Wäldern auf

    Eine Gruppe von Forschenden der WSL unter der Leitung von Benno Augustinus haben die Baumvorkommen in 26 Schweizer Städten und ihren umliegenden Wäldern untersucht. Dabei habe sich in den Städten mit über 1300 Baumarten ein enorm hoher Artenreichtum gezeigt, erläutert die WSL in einer entsprechenden Mitteilung. In den umliegenden Wäldern wurden dagegen nur 76 Baumarten ausgemacht. Während Städte als artenarm wahrgenommen würden und Wälder als artenreich, sei es in Wahrheit genau umgekehrt, so Augustinus in der Mitteilung.

    Nach Ansicht der Forschenden könnte die hohe Artenvielfalt in den Städten ein Einfallstor für invasive Waldschädlinge bilden. Potenziell gefährliche eingeschleppte Waldschädlinge – sogenannte Quarantäneschädlinge – finden unter den vielen Baumarten in den Städten prozentual mehr potenzielle Wirte als in den Wäldern. Um den Wald zu schützen, müsse daher vor allem in den Städten nach Schädlingen gesucht werden, heisst es in der Mitteilung.

    „Dabei hilft es sehr, wenn auch die Bevölkerung die Augen nach kranken Bäumen offen hält“, wird Augustinus zitiert. Er empfiehlt, bei der Begrünung von Städten auf die Fachkenntnisse der Forstbetriebe zurückzugreifen. In diesem Sinne könne die WSL-Studie „auch als Aufruf zu mehr Zusammenarbeit zwischen Förstern und Managern von städtischem Grün“ interpretiert werden.

  • Berner Holzbau und Schreiner planen gemeinsames Bildungszentrum

    Berner Holzbau und Schreiner planen gemeinsames Bildungszentrum

    Die ausserordentliche Generalversammlung von Holzbau Schweiz Sektion Bern (hssb) hat sich laut einer Medienmitteilung nach dem Berner Schreinermeisterverband nun ebenfalls für die Einrichtung eines gemeinsamen Bildungszentrums ausgesprochen. Bereits Ende Mai hatten die Berner Schreiner einen Projektierungskredit von 250‘000 Franken dafür genehmigt. Nun stimmten auch die hssb-Mitglieder einstimmig für einen Kredit in gleicher Höhe.

    «Dieses Projekt wird nicht nur unsere Auszubildenden unterstützen, sondern die gesamte Holzbranche in der Region stärken», wird hssb-Präsident Peter Haudenschild zitiert. «Nach langen Diskussionen innerhalb unseres Verbands freue ich mich, dass wir nun zusammen mit den Zimmerleuten ein zukunftsweisendes Bildungszentrum auf die Beine stellen», so Jürg Rothenbühler, der Präsident des Berner Schreinermeisterverbandes.

    Standort des Berner Bildungszentrums Holz soll Lützelflüh BE werden. «Das Grundstück dort wird uns gehören – das schafft Sicherheit», betont Haudenschild. Die Entscheidung ist den Angaben zufolge auch aufgrund der baulichen und logistischen Möglichkeiten vor Ort gefallen. Das geplante Zentrum soll aus vier Stockwerken bestehen, die Platz für spezialisierte Werkstätten, Schulungsräume und eine gemeinsame Infrastruktur bieten. Das neue Bildungszentrum soll beiden Verbänden möglichst grosse Flexibilität bieten. Ziel sei es, möglichst rasch auf Veränderungen in der Anzahl der Lernenden und den Wandel in der Berufsbildung reagieren zu können.

    Das Bildungszentrum Holz in Lützelflüh soll bis Frühjahr 2028 fertiggestellt sein. Im August 2028 ist der Start der ersten überbetrieblichen Kurse am neuen Standort vorgesehen.

  • Wohnungsbau bleibt weiter unter Druck

    Wohnungsbau bleibt weiter unter Druck

    Das Bauhauptgewerbe in der Schweiz hat im ersten Halbjahr 2024 einen stabilen Umsatz von 11 Milliarden Franken erzielt, was dem Niveau des Vorjahres entspricht. Trotz dieses stabilen Ergebnisses zeigen sich im Detail einige besorgniserregende Trends. Der Auftragseingang ist leicht zurückgegangen, was insbesondere den Wohnungsbau hart trifft. Mit 3,6 Milliarden Franken lag der Umsatz im Wohnungsbau 100 Millionen Franken oder 3 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Wirtschaftsbau konnte sich ebenfalls nicht von der schwachen Konjunktur abkoppeln und verzeichnete einen Rückgang von 6 Prozent.

    Öffentlicher Bau gewinnt an Dynamik
    Ein positiver Trend zeigt sich hingegen im öffentlichen Bau. Getrieben durch das Bevölkerungswachstum konnte der öffentliche Tiefbau um 3 Prozent zulegen, während der öffentliche Hochbau einen Anstieg von 1 Prozent verzeichnete. Auch der private Tiefbau erlebte mit einem Plus von 5 Prozent eine erfreuliche Entwicklung. Diese Zuwächse spiegeln den zunehmenden Bedarf an Infrastrukturen wie Schienen, Strassen, Krankenhäusern und Schulen wider, der durch die wachsende Bevölkerung gedeckt werden muss. Allerdings bleibt ein erheblicher Aufholbedarf, insbesondere im Bereich der Nationalstrassen, bestehen. Dies verdeutlichen die vielen Staustunden auf Autobahnen und Autostrassen. Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) unterstützt daher die STEP-Vorlage zur Optimierung des Nationalstrassennetzes, die im November 2024 zur Abstimmung kommt.

    Schwere Zeiten für den Wohnungsbau
    Der Wohnungsbau steht weiterhin vor grossen Herausforderungen. Im zweiten Quartal 2024 ging die Bautätigkeit um 10 Prozent zurück, während die neuen Aufträge um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal sanken. Trotz eines leichten Anstiegs der Wohnbaugesuche im ersten Halbjahr 2024 ist frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2025 mit einer Erholung zu rechnen. Der SBV rechnet für das gesamte Jahr 2024 nur mit etwa 40.000 neuen Wohnungen, obwohl mindestens 50.000 notwendig wären, um den Bedarf zu decken. Der Leerstand ist weiter zurückgegangen, was den Druck auf den Wohnungsmarkt weiter erhöht.

    Ausblick: Unsicherheiten bleiben bestehen
    Die Prognosen für das Baujahr 2024 bleiben verhalten. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes wird voraussichtlich bei 23 Milliarden Franken liegen, was einem Rückgang von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Bauindex prognostiziert, dass die Bautätigkeit im ersten Halbjahr 2025 ebenfalls stagnieren wird, ähnlich wie in den Jahren 2023 und 2024, mit einem Umsatz von erneut 11 Milliarden Franken.

    Die Schweizer Bauwirtschaft steht vor der Herausforderung, die komplexen Bedürfnisse des Marktes zu erfüllen und gleichzeitig den wirtschaftlichen Druck zu bewältigen. Es bleibt abzuwarten, ob die Massnahmen zur Belebung des Wohnungsbaus und der Infrastrukturausbau langfristig Früchte tragen werden.

  • Wie unsinnige Vorschriften den Wohnungsbau bremsen

    Wie unsinnige Vorschriften den Wohnungsbau bremsen

    In den Schweizer Städten sind Mietwohnungen knapp und teuer, und die Gründe dafür sind vielfältig. Ein entscheidender Faktor ist die zunehmend längere Wartezeit zwischen Baugesuch und Baubewilligung. Die Anzahl der Wartetage hat sich in den letzten zehn Jahren im gesamtschweizerischen Durchschnitt um rund 12 Prozent erhöht. Während Baugesuche vor einem Jahrzehnt noch durchschnittlich 118 Tage bis zur Genehmigung benötigten, sind es heute bereits 133 Tage.

    Besonders betroffen sind die Kantone Genf, Freiburg und Basel-Stadt, wo die Prüfung eines Baugesuchs bis zu 188 Tage dauert. Auch im Kanton Zürich ist die Wartezeit mit 152 Tagen beträchtlich. Diese Verzögerungen sind ein Symptom für tiefgreifendere Probleme im Schweizer Bauwesen.

    Unsinnige Vorschriften als Bremsklotz
    Architekten und Fachleute sehen in unsinnigen Bauvorschriften ein zentrales Hindernis für den raschen Neubau von Mietwohnungen in urbanen Zentren. Peter Sturzenegger, Eigentümer des Architekturbüros Isler Architekten AG in Winterthur, nennt den Mehrlängenzuschlag (MLZ) als Beispiel. Diese Vorschrift schreibt vor, dass bei Gebäuden ab 14 Metern Länge der Grenzabstand vergrössert werden muss, was viele Bauprojekte verunmöglicht hat. In Winterthur ist die Aufhebung dieser Vorschrift bis Ende 2025 geplant, doch in anderen Städten wie Zürich bleibt die Zukunft dieser Regel ungewiss.

    Überholte Gesetze und ihre Folgen
    Ein weiteres Beispiel für veraltete Bauvorschriften ist die Ausrichtung von Wohnräumen im Kanton Zürich. Das Planungs- und Baugesetz verlangt, dass Wohnräume nicht mehrheitlich nach Nordosten oder Nordwesten ausgerichtet sein dürfen, um Tageslicht zu maximieren und Schimmelbildung zu vermeiden. Pascal Müller von der Müller Sigrist Architekten AG argumentiert jedoch, dass diese Vorschrift im Kontext heutiger urbaner Gegebenheiten, wie Lärmbelastung und Klimawandel, nicht mehr zeitgemäss ist.

    Neben den gesetzlichen Hürden kritisiert Müller auch die Rolle der Gerichte. Die Vielzahl an Rechtsprechungen und Gerichtsentscheiden schafft Unsicherheiten für Bauherren, da sie die Vorschriften ständig verändern und den Spielraum für Planer erheblich einschränken.

    Denkmalschutz und energetische Sanierung
    Der Aargauer Architekt Daniel Huber hebt die restriktiven Vorgaben im Denkmalschutz und die komplexen Anforderungen bei energetischen Sanierungen als weitere Hemmschuhe hervor. Besonders problematisch ist für ihn die uneinheitliche Umsetzung von Bauvorschriften, die stark von der Interpretation der zuständigen Behörden abhängt.

    Die Masse an Vorschriften als zentrales Problem
    Der Schweizer Baumeisterverband sieht die wachsende Zahl und Komplexität der Bauvorschriften als grösste Herausforderung. Jacqueline Theiler, Leiterin Kommunikation des Verbands, erklärt, dass die zunehmende Regulierungsdichte und die damit verbundenen Rechtsmittelverfahren die Baubewilligungsverfahren erheblich verlängern. Besonders problematisch sei die Überinterpretation bestehender Lärmvorschriften durch das Bundesgericht.

    Der Verband setzt nun Hoffnungen auf rasche Gesetzesänderungen durch das Parlament, um den stockenden Wohnungsbau wieder in Schwung zu bringen und die dringend benötigten Wohnungen in der Schweiz zu realisieren.

  • Eröffnung der NEST-Unit «STEP2»

    Eröffnung der NEST-Unit «STEP2»

    Am 29. August 2024 wurde das neueste Gebäudemodul «STEP2» im Forschungs- und Innovationsgebäude NEST der Empa offiziell eröffnet. Dieses zweistöckige Modul im Südosten von NEST vereint eine Vielzahl von Innovationen, die alle darauf abzielen, den Material- und Energieverbrauch in der Bauindustrie signifikant zu senken und ressourcenschonende Bauweisen zu fördern.

    In der Schweiz ist der Bausektor für den Grossteil des Rohstoffverbrauchs, des Abfallaufkommens und ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Mit dem NEST-Gebäude verfolgt die Empa gemeinsam mit über 150 Partnern das Ziel, neue Technologien und Materialien so weit zu entwickeln, dass sie marktreif werden. Die Unit «STEP2» ist das jüngste Beispiel dafür, wie diese Vision in die Realität umgesetzt wird.

    Von der digitalen Treppe bis zur adaptiven Fassade
    Beim Betreten der «STEP2»-Unit fällt sofort die innovative Rippen-Filigrandecke ins Auge. Diese wurde von einem interdisziplinären Team entwickelt und ermöglicht Spannweiten von bis zu 14 Metern, ideal für den Büro- und Hochhausbau. Dank digitaler Planungsmethoden und 3D-gedruckter Schalungen konnte der Materialaufwand um 40 % reduziert werden, ohne Kompromisse bei der Stabilität einzugehen. Die Decke erfüllt zudem wichtige Funktionen in der Raumakustik und als thermische Speichermasse.

    Eine weitere technologische Meisterleistung ist die geschwungene Betontreppe «Cadenza», die das Herzstück des Gebäudes bildet. Sie wurde mithilfe computergestützter Designs und 3D-Drucktechnologien realisiert, was eine extrem materialeffiziente Bauweise ermöglichte. Diese Treppe zeigt eindrucksvoll, wie digitale Fertigungstechnologien zu innovativen und nachhaltigen Designlösungen im Bauwesen beitragen können.

    Ganzheitliches Energiekonzept und innovative Materialien
    Die «STEP2»-Unit setzt auf ein integriertes Energie- und Behaglichkeitskonzept, das in Zusammenarbeit mit führenden Ingenieuren entwickelt wurde. Die neuartige Doppelhautfassade, die mit moderner Beschattungstechnik und kontrollierter natürlicher Lüftung ausgestattet ist, spielt eine zentrale Rolle in der Energieeffizienz des Gebäudes. Diese Fassade dient gleichzeitig als Testplattform, um in Zukunft neue Technologien einfach integrieren zu können.

    Auch bei den verwendeten Materialien setzt «STEP2» auf Innovation und Nachhaltigkeit. So wurden Wand- und Bodenpaneele aus rezyklierten Abfallstoffen wie Denim-Fasern, Pappbechern und Kaffeesatz hergestellt. Diese Materialien senken nicht nur den Bedarf an neuen Rohstoffen, sondern tragen auch zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei.

    Co-Creation und Marktreife
    Die Entwicklung der «STEP2»-Unit erfolgte im Rahmen eines Co-Creation-Ansatzes, bei dem alle beteiligten Partner von Anfang an eng zusammenarbeiteten. Dieser Ansatz ermöglichte es, marktfähige Lösungen zu entwickeln, die in der Bauindustrie eine echte Zukunft haben. Für die BASF, Hauptpartner des Projekts, bietet «STEP2» die ideale Umgebung, um ihr chemisches Know-how in konkrete, nachhaltige Baulösungen umzusetzen.

    «STEP2» ist mehr als nur ein Gebäudemodul – es ist eine reale Innovationsumgebung, die zeigt, wie Forschung und Wirtschaft erfolgreich zusammenarbeiten können, um nachhaltige Technologien zur Marktreife zu bringen. Die Unit wird künftig als Arbeitsplatz und Innovationswerkstatt dienen, um weitere Fortschritte in der nachhaltigen Bauweise zu erzielen.

  • Zürich bevorzugt Umbau vor Neubau

    Zürich bevorzugt Umbau vor Neubau

    Immobilien Stadt Zürich (IMMO) hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, nimmt im Portfoliomanagement der IMMO Nachhaltigkeit einen vorderen Rang ein. Entsprechend einer im Frühjahr vorgestellten Nachhaltigkeitsstrategie setzt das Unternehmen alles daran, das städtische Netto-Null-Ziel bis zum Jahr 2035 zu erreichen. Im Fokus stehen dabei neben Betriebsoptimierungen vor allem der Ersatz fossiler Heizungen. Wie der Bericht ausweist, verursacht das IMMO-Portfolio gegenwärtig nur noch ein Drittel der Emissionen im Vergleich zum Jahr 2007. Begünstigt wird das Senken der Emissionen auch durch den Ausbau von Solaranlagen sowie dem Bau von Ladestationen zum Fördern der E-Mobilität.

    Darüber hinaus ist IMMO bestrebt, sogenannte graue Emissionen zu senken. Dies soll umgesetzt werden, in dem der Erhalt von Bausubstanz und deren nachhaltiger Umbau vor Neubau priorisiert wird. Des Weiteren sieht die Planung im Einklang mit städtebaulichen Veränderungen eine Entsiegelung von Flächen, das Anlegen von Grünanlagen und den Erhalt von Biodiversität vor. So sollen entsprechende Anlagen mit Pflanzen von Bäumen auf dem Schulgelände Gabler bis zum Herbst 2024 abgeschlossen sein.

    Der Nachhaltigkeitsbericht soll künftig alle zwei Jahre vorgelegt werden, heisst es in der Mitteilung.

  • Bauarbeiten für Forum UZH haben begonnen

    Bauarbeiten für Forum UZH haben begonnen

    Das Hochschulgebiet der UZH in Zürich wird erweitert: Auf dem Wässerwies-Areal sind die Bauarbeiten für das Bildungs- und Forschungszentrum Forum UZH gestartet. Es soll den Ansprüchen an moderne Lehr- und Lernformen gerecht werden. Wie es in einer Mitteilung der Hochschule heisst, schaffe das Forum UZH „dringend benötigten Raum für Lehre und Forschung in der Stadt Zürich“. Er werde dazu beitragen, ihre Stellung im wissenschaftlichen Wettbewerb zu behaupten.

    „Das Forum UZH ist mehr als ein Gebäude“, wird François Chapuis, Direktor Immobilien und Betrieb der UZH, zitiert. „Es verbindet Mensch und Raum, Wissenschaft und Gesellschaft, inspiriert das einzigartige Hochschulgebiet im Herzen von Zürich und steht für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Universität im Hinblick auf künftige Generationen.“

    Seit dem 20. August 2024 wird die Baustelle eingezäunt und eingerichtet. Nach diversen Rückbauten starten noch im November 2024 die Aushubarbeiten und im November 2025 die Arbeiten am Rohbau. Mit dem Fassadenbau soll im Frühjahr 2028 begonnen werden. Der Bezug des Neubaus ist für Mitte 2030 vorgesehen.

    Die Umgebung des Forum UZH mit öffentlich zugänglicher Cafeteria und Mensa, Bibliotheks- und Sportflächen sowie Gewerbeflächen für Drittmieter soll in das städtebauliche Ensemble des Hochschulgebiets eingebettet werden. Ein grosszügiger und mit Bäumen begrünter Stadtplatz werde dazu beitragen, den Hitzeinseleffekt im Sommer zu minimieren. Am 18. September informiert eine Online-Infoveranstaltung Anwohnerinnen und Anwohner über das Bauvorhaben. Den Link dazu veröffentlicht die UZH auf der ihren Baumassnahmen gewidmeten Internetseite.

  • Sechs Projekte sind für Preise des Netzwerks Standort Schweiz nominiert

    Sechs Projekte sind für Preise des Netzwerks Standort Schweiz nominiert

    Sechs Projekte aus Baden AG, Neuenburg, St.Gallen, Thusis GR, Greater Geneva Bern area und der Zentralschweiz sind für die Awards 2024 von Netzwerk Standort Schweiz nominiert, informiert der Dachverband der Schweizer Standort- und Wirtschaftsförderungen in einer Mitteilung. Insgesamt zwölf Projekte hatten sich um den jährlich vergebenen Preis für zielgerichtete, effektive und innovative Projekte aus den Bereichen Standortmarketing, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung beworben. Die Nominierten bekommen Mitte September Gelegenheit, ihre Projekte einer Jury zu präsentieren.

    Bei den Nominierten handelt es sich um das Innenstadtprojekt BAUZONE 5400 – eingereicht vom Konsortium BAUZONE 5400 und der Stadt Baden, die Vermarktungskampagne Jimmy Jackson – eingereicht von der Greater Geneva Bern area, die Plattform Industrial Smart Map – eingereicht vom Kanton Neuenburg, das Planungsinstrument DynREK 2.0 – eingereicht von der OSRI AG, die Standortvermarktungskampagne Sankt – eingereicht von der Standortförderung Stadt St.Gallen und die Location STORY Thusis – eingereicht von der Viamalastorys.ch AG. Sie wurden nach den Kriterien strategischer Ansatz, Organisationsform, Relevanz für Stakeholder, Innovation, Praxisrelevanz und langfristige Wirkung evaluiert.

    Unter den nun nominierten wählt die Jury im September die siegreichen Projekte aus. Die Preisverleihung wird im Rahmen der Fachtagung Dialog am 21. November im Wankdorf Stadion in Bern stattfinden. Am selben Anlass zeichnet Netzwerk Standort Schweiz auch den Standortmanager oder die Standortmanagerin des Jahres aus.

  • Geplanter Wolkenkratzer soll 190 Meter hoch werden

    Geplanter Wolkenkratzer soll 190 Meter hoch werden

    Noch vor wenigen Jahrzehnten war es undenkbar, dass Holzgebäude mehr als ein paar Stockwerke hoch sein könnten. Doch in den letzten Jahren haben Fortschritte in der Holzbauweise neue Möglichkeiten eröffnet. In Milwaukee steht ein bahnbrechendes Projekt bevor. Ein 190 Meter hoher Wolkenkratzer aus Holz soll entstehen und damit einen neuen Weltrekord im Holzbau aufstellen. Das renommierte Architekturbüro Michael Green Architects (MGA) aus Vancouver hat die Pläne für dieses visionäre Bauwerk entwickelt, das nicht nur durch seine Höhe, sondern auch durch seine nachhaltige Bauweise beeindrucken soll.

    Hochtechnologisiertes Massivholz
    Das für den Bau des Wolkenkratzers verwendete Holz ist weit mehr als herkömmliches Bauholz. Brettschichtholz und Brettsperrholz, zwei Hauptkomponenten des Projekts, bestehen aus mehreren verleimten Holzschichten, die eine aussergewöhnliche Festigkeit und Widerstandsfähigkeit bieten. Diese Materialien können Feuchtigkeit und extremen Wetterbedingungen standhalten und sind zudem brandsicher. Im Brandfall bildet Massivholz eine schützende Kohleschicht, die das Tragwerk stabilisiert und einen Einsturz verhindert.

    Ein weiterer Vorteil von Massivholz liegt in seiner Umweltfreundlichkeit. Während des Wachstums absorbiert Holz CO₂ und speichert es. Diese Eigenschaft macht Holz zu einem klimafreundlichen Baustoff, der dazu beiträgt, den CO₂-Fussabdruck eines Bauprojekts deutlich zu reduzieren. Zudem beschleunigt die Verwendung vorgefertigter Holzmodule den Bauprozess, was Zeit und Kosten spart.

    Ein Bauwerk, das Massstäbe setzt
    Der geplante Holz-Wolkenkratzer in Milwaukee wird nicht nur ein Rekordbau, sondern auch ein Symbol für die Zukunft des Bauens. Neben der innovativen Holzbauweise wird das Gebäude ein multifunktionales Zentrum schaffen, das 750 Wohneinheiten, 190.000 Quadratmeter Bürofläche, 40.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche und 300 Hotelzimmer umfasst. Es entsteht im Herzen der Stadt, direkt neben dem Marcus Performing Arts Center, und ist Teil einer umfassenden Stadtentwicklungsinitiative.

    Das Projekt ist auch wirtschaftlich eines der grössten und ambitioniertesten Vorhaben, die Milwaukee je gesehen hat. Mit einer Investitionssumme von über 700 Millionen Dollar wird es die Skyline der Stadt nachhaltig prägen und neue Arbeitsplätze schaffen.

    Herausforderungen und Potenzial
    Trotz der vielen Vorteile wird das Projekt nicht ohne Herausforderungen realisiert. Holz alleine reicht bei einem Gebäude dieser Höhe nicht aus, um alle statischen Anforderungen zu erfüllen. Vermutlich werden Stahl und Beton zur Verstärkung benötigt, ähnlich wie bei anderen Projekten dieser Grössenordnung. Dennoch zeigt das Vorhaben, dass Holz in Kombination mit anderen Materialien eine ernstzunehmende Alternative im Hochbau darstellt.

    Ein Blick auf andere Projekte verdeutlicht das Potenzial. In der Schweiz wird derzeit der 100 Meter hohe „Rocket“ in Winterthur geplant, der das höchste reine Holzhochhaus der Welt werden soll. Im Gegensatz zum geplanten Wolkenkratzer in Milwaukee wird beim Rocket ausschliesslich Holz verwendet, ohne zusätzliche Verstärkung durch Stahl oder Beton. Dies zeigt, dass der Einsatz von Holz als tragendes Material im Hochbau weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnt.

    Zukunftsperspektiven für den Hochhausbau
    Der Bau des Holz-Wolkenkratzers in Milwaukee erfolgt in mehreren Phasen, um die Struktur optimal zu entwickeln und den hohen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Die Architekten setzen auf modernste Techniken und Materialien, um den Bau effizient und nachhaltig zu gestalten. Das Bauwerk soll nicht nur neue Massstäbe für den Holzbau setzen, sondern auch ein Vorbild für die zukünftige Entwicklung von Hochhäusern weltweit sein.

    Die Kombination von Nachhaltigkeit und technologischem Fortschritt macht den geplanten Holz-Wolkenkratzer zu einem Meilenstein im Bauwesen und einem Symbol für die architektonischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts.

  • Modulares Holzsystem belebt leerstehende Gebäude

    Modulares Holzsystem belebt leerstehende Gebäude

    In der Schweiz stehen viele Gebäude und Industriebrachen leer, die ein grosses Potenzial für temporäre Nutzungen bieten. Solche Zwischennutzungen tragen dazu bei, ungenutzte Flächen wieder attraktiv zu machen und gleichzeitig Bauland und Ressourcen zu schonen. Oft sind diese leerstehenden Gebäude jedoch nicht sofort nutzbar, da sie lediglich aus Stahl- oder Betonhüllen bestehen und weder klimatische noch akustische Bedingungen für die Nutzung bieten.

    Um diese Herausforderung zu meistern, entwickelten Forschende der Berner Fachhochschule  gemeinsam mit Partnern ein modulares Baukastensystem aus Holz. Ziel ist es, diese Brachflächen schnell und unkompliziert für verschiedene Nutzungen wie Ateliers, Läden, Co-Working-Spaces oder Wohnungen nutzbar zu machen.

    Modularer Baukasten für flexible Nutzung
    Das Baukastensystem basiert auf vorgefertigten Modulen, die sich je nach Bedarf zu Räumen zusammenfügen lassen. Ein digitaler Generator visualisiert dabei die Zusammensetzung der Module in 3D. In einer digitalen Produktionskette werden alle Komponenten gefertigt und anschliessend zu verschiedenen Modullösungen zusammengebaut.

    Das erste Ergebnis dieses Projekts ist ein Prototyp eines Raummoduls mit einer Fläche von 3,6 mal 3,6 Metern. Es besteht aus einer tragenden Struktur sowie vorgefertigten Elementen für Boden, Wände und Dach. Dieser Prototyp wird bereits in der ehemaligen Fabrikhalle „Dispo“ in Nidau genutzt, wo ein Physiotherapeut seine Praxis eingerichtet hat.

    Herausforderungen und Lösungen
    Die grösste Herausforderung bei der Entwicklung des Baukastensystems war es, ein Modul zu schaffen, das einfach und schnell aufzubauen ist. Zwei Personen ohne technische Vorkenntnisse sollen in der Lage sein, das Modul innerhalb eines Tages zu montieren und ebenso schnell wieder zu demontieren. Vor allem die Verbindung der Wandelemente stellte das Team vor technische Herausforderungen, die sie jedoch durch den Einsatz kurzer Schraubgewinde lösen konnten. So gelang es, eine stabile und dennoch leicht zu lösende Befestigung zu entwickeln.

    Zukunftsperspektiven für das Baukastensystem
    Das Projekt steht nun vor der nächsten Phase. Basierend auf den Erfahrungen mit dem Prototyp werden die Module weiter optimiert. Geplant sind Tests und Messungen, um das System zur Serienreife zu bringen. In Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft soll der modulare Baukasten bald in grösserem Umfang verfügbar sein und Raum für neue Nutzungen in der ganzen Schweiz bieten.

  • Rolex investiert eine Milliarde Franken in neue Riesenfabrik in Bulle

    Rolex investiert eine Milliarde Franken in neue Riesenfabrik in Bulle

    Der weltbekannte Luxusuhrenhersteller Rolex plant eine massive Expansion in der Westschweiz. In Bulle, im Kanton Freiburg, soll bis 2029 eine gigantische Produktionsstätte entstehen. Auf einer Fläche von 104.000 Quadratmetern – das entspricht fast 15 Fussballfeldern – will Rolex ab 2029 Luxusuhren produzieren und damit die steigende Nachfrage nach seinen Produkten befriedigen. Die neue Fabrik wird voraussichtlich 2000 Arbeitsplätze schaffen und somit einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Wirtschaft leisten.

    Landverkauf genehmigt
    Der Generalrat von Bulle hat den Verkauf des Baugeländes an die Rolex-Gruppe mit grosser Mehrheit genehmigt. Rolex investiert insgesamt eine Milliarde Franken in das Projekt und zahlte 31,4 Millionen Franken für das rund 100.000 Quadratmeter grosse Grundstück. Das Baugesuch wurde nun eingereicht, und die ersten Visualisierungen der geplanten Gebäude wurden veröffentlicht.

    Innovatives Baukonzept und Nachhaltigkeit
    Die neue Anlage wird aus vier Produktionsgebäuden bestehen, die durch ein zentrales Gebäude verbunden sind. In diesem zentralen Bereich befinden sich neben der Verwaltung auch gastronomische Einrichtungen sowie Begegnungs- und Ruhezonen. Ein markanter Kopfbau am Südende des Areals beherbergt den Haupteingang.

    Rolex legt besonderen Wert auf Umweltfreundlichkeit und eine nachhaltige Gestaltung. Die Fabrik soll das höchste Anforderungsniveau des britischen Gütesiegels Breeam erreichen – eine Premiere für ein Industriegebäude in der Schweiz. Die Gebäude werden so angeordnet, dass sie in einen Park integriert sind, der als Schutz vor den Emissionen der nahegelegenen Autobahn dient.

    Fünfter Produktionsstandort von Rolex
    Mit dem neuen Standort in Bulle erweitert Rolex seine bereits stark integrierte Produktionskette. Der Luxusuhrenhersteller betreibt bereits Produktionsstätten in Genf, Chêne-Bourg, Plan-les-Ouates und Biel. In diesen Standorten werden die meisten Komponenten der Uhren, von Uhrwerken über Gehäuse bis hin zu Zifferblättern und Armbändern, intern produziert.

    Übergangslösung in Romont
    Um die Produktionskapazitäten bereits vor 2029 zu erweitern, wird Rolex vorübergehend eine Fabrik in Romont errichten. Dort sollen ab Anfang 2025 etwa 250 bis 300 Mitarbeitende beschäftigt werden, die grösstenteils neu eingestellt und ausgebildet werden. Diese Mitarbeitenden werden nach der Fertigstellung des Werks in Bulle dorthin wechseln.

    Mit der neuen Fabrik in Bulle stärkt Rolex seine Position als einer der weltweit führenden Luxusuhrenhersteller und investiert in die Zukunft des Schweizer Produktionsstandorts.

  • Gestaltung der Umgebung des Kronenareals steht fest

    Gestaltung der Umgebung des Kronenareals steht fest

    Back to the roots hat sich unter acht eingereichten Projekten im anonymen Wettbewerb für die Umgebungsgestaltung des Kronenareals in Dietikon durchgesetzt. Das Projekt der beiden Zürcher Büros für Landwirtschaftsarchitektur, Skala Landschaft Stadt Raum GmbH, und für Architektur, S2 Architekten GmbH, hat das Votum der interdisziplinären Jury des Wettbewerbs bekommen, informiert die Verwaltung der Stadt Dietikon in einer Mitteilung. Zum Beurteilungsprozess war auch die direkt von der Umgestaltung betroffene unmittelbare Nachbarschaft des Areals als Gasthörerschaft eingeladen worden.

    Back to the roots habe «durch eine sensible und poetische Gesamtvision des historischen Areals» überzeugt, heisst es in der Mitteilung. Das Kronenareal wird dabei als Teil eines Freiraumnetzes interpretiert und mit den Fussgängerzonen der Innenstadt im Osten sowie stellenweise mit der Reppisch im Westen verbunden. Auf dem Zehntenplatz ist ein Brunnen als besonderes Element geplant. Der Hedingerplatz wird für multifunktionale Nutzungen konzipiert. Die auf dem Areal befindlichen Föhren werden in die künftige Gestaltung eingebunden.

    Landschaftsarchitekt Lars Ruge wird back to the roots im Rahmen der Vernissage der Wettbewerbsausstellung vorstellen. Die Vernissage findet am 23. August ab 17 Uhr im Forum für Stadtentwicklung, Innovation und Kultur an der Zentralstrasse 12 in Dietikon statt. Die Veranstaltung ist öffentlich. Alle Projekte werden im Forum bis zum 8. September ausgestellt.

  • Startschuss für das «FORUM UZH»

    Startschuss für das «FORUM UZH»

    Die Bauarbeiten für das «FORUM UZH», ein wegweisendes Projekt der Universität Zürich, haben begonnen. Der Neubau wird zukunftsweisende Lehr- und Forschungsräume schaffen, um den steigenden Anforderungen moderner Hochschulbildung gerecht zu werden. Das Projekt ist ein zentraler Bestandteil der städtebaulichen Erweiterung des Hochschulgebiets Zürich. Neben Lern- und Arbeitsbereichen entstehen auch öffentlich zugängliche Cafeterien, Bibliotheken und Gewerbeflächen.

    Das Konzept des Neubaus steht im Zeichen der Nachhaltigkeit. Die Holz-Beton-Hybridbauweise reduziert CO2-Emissionen erheblich und sorgt für eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Begrünung der Dachfläche in Kombination mit einer Photovoltaikanlage leistet einen positiven Beitrag zum Stadtklima. Durch die Schaffung eines Stadtplatzes mit Bepflanzung wird der Stadtraum zusätzlich aufgewertet.

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Das «FORUM UZH» orientiert sich an höchsten Nachhaltigkeitsstandards. Mit der Auszeichnung durch das Minergie-P-Zertifikat und der SGNI-Zertifizierung in Gold ist das Gebäude ein Vorreiter in ökologischer Bauweise. Die Kombination von umweltfreundlichen Baumaterialien und energieeffizienter Technik macht es zu einem Modellprojekt, das in der urbanen Landschaft Zürichs eine wichtige Rolle spielen wird. Der Bau schreitet planmässig voran, mit einem Bezug des Gebäudes ab Mitte 2030.

  • Zusatzkredit für Verwaltungsgebäude am Seetalplatz Luzern

    Zusatzkredit für Verwaltungsgebäude am Seetalplatz Luzern

    Im Jahr 2021 stimmte die Luzerner Bevölkerung dem Bau eines Verwaltungsgebäudes am Seetalplatz zu und bewilligte einen Sonderkredit von 177,4 Millionen Franken. Aufgrund von Personalwachstum und unerwarteten baulichen Anforderungen beantragt der Regierungsrat nun einen Zusatzkredit von 14,25 Millionen Franken. Besonders die gestiegene Zahl der Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung, insbesondere in der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen, erfordert eine Erweiterung der Büroflächen.

    Zusätzlich zur Flächenerweiterung werden bauliche Anpassungen vorgenommen, um den ökologischen Anforderungen der Luzerner Klimapolitik gerecht zu werden. Diese beinhalten eine Erweiterung der Photovoltaik-Anlage von der Dachfläche auf die Gebäudefassade sowie eine mögliche Aufstockung des Gebäudes im Innenhof, was zu einer verbesserten Nutzung des Grundstücks führt. Zudem entstehen durch Auflagen der Baubewilligung weitere Kostensteigerungen.

    Zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung
    Das Verwaltungsgebäude wird nach Fertigstellung 2026 mehr als 2.000 Kantonsangestellte beherbergen und zentrale Dienstleistungen für die Bevölkerung an einem gut erschlossenen Standort in Luzern Nord bieten. Der Spatenstich erfolgte im September 2023, und die Bauarbeiten schreiten planmässig voran.

    Der Kantonsrat wird in der Oktober-Session über den Zusatzkredit entscheiden.

  • Markanter Bau für Bern

    Markanter Bau für Bern

    Das Büro Schmidlin Architekten überzeugte die Jury unter dem Vorsitz von Thomas Hasler mit einer selbstbewussten, modernen Architektursprache. Der freistehende Neubau setzt klare Akzente und bringt Mehrwert für die Stadt Bern, indem er den öffentlichen Raum bereichert. Der Ersatz für den sanierungsbedürftigen Erweiterungsbau von 1984 ermöglicht es dem Kunstmuseum Bern, seine Rolle als kultureller Knotenpunkt zu stärken. Durch die Kombination von architektonischer Qualität und öffentlicher Zugänglichkeit wird das Museum zu einem zentralen Ort des Austauschs.

    Umfangreicher Architekturwettbewerb und transparente Auswahl
    Der internationale Wettbewerb startete im Juli 2022 mit 148 Bewerbungen und wurde in zwei Stufen durchgeführt. 39 Teams wurden zur Teilnahme ausgewählt, 11 davon arbeiteten ihre Vorschläge weiter aus. Am Ende entschied sich die Jury für das Projekt von Schmidlin Architekten, das sich durch seinen innovativen Ansatz und die starke Integration in das städtebauliche Umfeld hervorgetan hat.

    Ausstellung der Wettbewerbsprojekte
    Das Kunstmuseum Bern zeigt vom 23. August bis 24. November 2024 die Entwürfe des Architekturwettbewerbs. Die Ausstellung bietet einen Überblick über das Siegerprojekt und alle weiteren eingereichten Beiträge. Der Eintritt ist frei.