Kategorie: Projekte

  • Genf setzt neue Massstäbe bei der energetischen Sanierung von Gebäuden

    Genf setzt neue Massstäbe bei der energetischen Sanierung von Gebäuden

    Der Grosse Rat von Genf genehmigte im März 2024 Investitionskredite in Höhe von 500 Mio. CHF, die gemeinsam vom Kanton und dem Bundesbauprogramm finanziert werden. Diese historische Vereinbarung bestätigt das Engagement Genfs für die Renovierung des baulichen Erbes, um den Energiewandel zu beschleunigen. Es umfasst Massnahmen wie die Beibehaltung des Wärmekostenindexes und spezifische Sätze für Eigentümer von Einfamilienhäusern.

    Höhere Zuschüsse für energetische Renovierungen
    Immobilieneigentümer können nun zusätzliche finanzielle Unterstützung für die Renovierung ihrer Gebäude erhalten. Die Zuschüsse in Höhe von 500 Mio. CHF werden hauptsächlich an private Eigentümer vergeben, während 30% an Gemeinden und autonome öffentliche Einrichtungen gehen. Die neuen Zuschüsse, die ab dem 1. Juni 2024 gelten, decken Massnahmen wie Wärmedämmung, Verbesserung der Energieeffizienzklasse und die Installation von Sonnenkollektoren ab.

    Neue Angebote für Energieoptimierung und Bauplanung
    Immobilieneigentümer haben nun die Möglichkeit, durch die Kombination von Einzelmassnahmen die gleichen Zuschüsse wie für anerkannte Energiestandards zu erhalten. Durch eine Zusammenarbeit mit dem kantonalen Energieamt werden zeitlich gestaffelte Pläne für die Durchführung von Energieoptimierungsprojekten erstellt. Einzelne Eigentümer profitieren von den Vorteilen, einschliesslich eines Bonus für den erreichten Energiestandard und Befreiungen von zusätzlichen Steuern.

    Ein massgeschneiderter Ansatz für Eigentümer von Einfamilienhäusern
    Eigentümer von Einfamilienhäusern haben drei zusätzliche Jahre Zeit, um die Renovierungsanforderungen zu erfüllen, wobei ihre individuelle Situation berücksichtigt wird. Faktoren wie das Alter und die finanzielle Situation des Eigentümers, das Entwicklungspotenzial der Nachbarschaft und der Status des Gebäudes als Kulturgut werden berücksichtigt. Darüber hinaus wurden Überbrückungsdarlehen in Höhe von 50 Mio. CHF zur Verfügung gestellt, um den Zugang zur Finanzierung von energetischen Sanierungsprojekten zu erleichtern.

    Antragsverfahren
    Interessierte Immobilieneigentümer können ihre Anträge online einreichen und je nach Art und Zielen des Projekts können entsprechende Zuschüsse gewährt werden. Es ist wichtig, dass die Anträge vor Beginn der Arbeiten eingereicht werden und dass die vollständigen Unterlagen den Anforderungen des kantonalen Energiedienstes entsprechen. Dieser Fortschritt bei der energetischen Gebäudesanierung zeigt das Engagement von Genf, energieeffizientes Bauen zu fördern und die Stadt auf dem Weg zur Nachhaltigkeit und Energiewende voranzubringen.

  • CERN eröffnet ein neues Besucherzentrum „Science Gateway“

    CERN eröffnet ein neues Besucherzentrum „Science Gateway“

    Das Kernforschungsinstitut CERN in Genf hat sein neues Besucherzentrum „Science Gateway“ eingeweiht. Das von dem Architekten Renzo Piano entworfene Gebäude wurde durch Spenden finanziert und bietet fünf Bereiche für Ausstellungsräume, Labore, einen flexiblen Konferenzraum, einen Shop und ein Restaurant. Mit dem Science Gateway kann das CERN nun bis zu einer halben Million Besucher pro Jahr empfangen, im Vergleich zu 125.000 zuvor. Das Besucherzentrum ist an sechs Tagen in der Woche geöffnet und der Eintritt ist kostenlos.

    Das Hauptziel des Science Gateway ist es, Neugierde zu wecken und kritisches Denken zu fördern. Die Besucher haben die Möglichkeit, die Dimensionen des Teilchenbeschleunigers zu erleben und an verschiedenen Stellen selbst Experimente durchzuführen, um die Eigenschaften von Magneten zu untersuchen. Bei der I-
    nissage betonte Bundespräsident Alain Berset die Bedeutung der Wissenschaft für eine nachhaltige Zukunft.

    Als europäisches Zentrum für Kernforschung beherbergt das CERN den grössten Teilchenbeschleuniger der Welt. Der Teilchenbeschleuniger simuliert die Zeit kurz nach dem Urknall und erforscht die Grundgesetze des Universums. CERN hat auch praktische Anwendungen entwickelt, darunter Sonnenkollektoren, Touchscreen-Technologie und Magnetresonanztomographie (MRT). Darüber hinaus wurde das World Wide Web am CERN erfunden.

    Das Science Gateway wurde durch Spenden finanziert, die insgesamt etwa 100 Millionen Schweizer Franken einbrachten. Die grösste Einzelspende in Höhe von 45 Millionen Schweizer Franken wurde von der Stellantis Foundation geleistet. Der Bau des Science Gateway Campus dauerte etwas mehr als zwei Jahre.

    Das Science Gateway richtet sich an Besucher aller Altersgruppen und fungiert als emblematisches Zentrum für wissenschaftliche Bildung und öffentliches Bewusstsein. Ziel ist es, der Gesellschaft die Bedeutung der Grundlagenforschung und ihrer Anwendungen zu vermitteln und junge Menschen für eine Karriere in den MINT-Fächern zu begeistern. Das beeindruckende Gebäude ist völlig CO2-neutral, wird mit Solarenergie betrieben und ist von einem neu geschaffenen Wald umgeben.

  • Implenia und Frutiger bekommen Bauauftrag für Sisikoner Tunnel

    Implenia und Frutiger bekommen Bauauftrag für Sisikoner Tunnel

    Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) von Implenia und Frutiger hat den Auftrag zum Bau des Sisikoner Tunnels bekommen. Die Bauherrengemeinschaft der Kantone Schwyz und Uri hat einer Medienmitteilung zufolge den Zuschlag für das Los 200 an die von Implenia geleitete ARGE erteilt. Die Auftragssumme beträgt 430 Millionen Franken, für Implenia ergibt dies ein Volumen in Höhe von 250 Millionen Franken. Der Tunnelbau ist Teil des Verkehrsinfrastrukturprojekts Neue Axenstrasse.

    Kernstück der Bauarbeiten sei der einröhrige, rund 4,4 Kilometer lange Strassentunnel im Gegenverkehr, der im Sprengvortrieb umgesetzt werde. Ferner realisiert die ARGE Bauwerke unter Tage wie Erschliessungsstollen, Ausweichstellen, Lüftungszentralen und Abluftschächte. Diesen Arbeiten schliessen sich Arbeiten aus dem Ingenieurbau an wie etwa die Erstellung einer grossen Galerie zum Schutz vor Naturgefahren. Als besondere Herausforderungen werden die bis zu sieben gleichzeitig geführten Vortriebsstellen und sehr engen Platzverhältnissen erachtet. „Wir werden unsere umfassende Expertise und Erfahrung im Tunnelbau wie auch im Ingenieurbau einbringen können“, wird Christian Späth, Head Division Civil Engineering bei Implenia, zitiert. Das Los 200 bilde durch seine Grösse und Komplexität das Herzstück des neuen Strassenabschnitts am Ostufer von Urnersee und Vierwaldstättersee.

    Die Bauarbeiten starten laut Mitteilung Mitte 2025, als Bauende wird 2034 angegeben.

  • Neubau am Hauptsitz in Weggis feierlich eröffnet

    Neubau am Hauptsitz in Weggis feierlich eröffnet

    Thermoplan hat am 22. Juni nach knapp 960 Tagen Bauzeit seinen Neubau am Hauptsitz in Weggis eingeweiht, informiert der global aktive Luzerner Hersteller von Kaffeevollautomaten in einer Mitteilung. Das rote Band vor dem weitläufigen Eingangsbereich des modernen Produktions- und Bürogebäudes wurde von Thermoplan-CEO Adrian Steiner gemeinsam mit dem Gründerehepaar Esther und Domenic Steiner durchschnitten. Über den gesamten Tag der offenen Tür hinweg fanden sich an der Festmeile entlang der Weiherstrasse fast 5000 Besuchende ein.

    Thermoplan entwickelt und produziert Kaffeevollautomaten für den professionellen Einsatz in Gastronomie und anderen Gewerben. Unter anderem stattet Thermoplan die globale Kette Starbucks mit Kaffeevollautomaten aus. Dabei bekennt sich das global aktive Unternehmen zum Produktionsstandort Schweiz: Die Kaffeevollautomaten werden alle am Hauptsitz in Weggis hergestellt, informiert Thermoplan in seiner Selbstdarstellung. Auch die dafür verwendeten Komponenten stammen zu rund 80 Prozent aus Schweizer Produktion.

  • Bundesrat gleist Begrenzung der Bauten ausserhalb von Bauzonen auf

    Bundesrat gleist Begrenzung der Bauten ausserhalb von Bauzonen auf

    Der Bundesrat schlägt vor, die Zahl neuer Gebäude ausserhalb der Bauzonen im Vergleich zum Stand 2023 um maximal 1 Prozent wachsen zu lassen. Er hat an seiner Sitzung vom 19. Juni eine entsprechende Vorlage in die Vernehmlassung geschickt, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Bei dem Vernehmlassungsentwurf handelt es sich um eine Vorlage für die Verordnung zum revidierten Raumplanungsgesetz. Es war am 29. September letzten Jahres von beiden Kammern verabschiedet worden und hat zum Ziel, das Bauen ausserhalb der Bauzonen auf einem bestimmten Niveau zu stabilisieren.

    Derzeit gibt es in der Schweiz rund 620’000 Gebäude ausserhalb der Bauzonen. Tritt die Vorlage in Kraft, könnte diese Zahl maximal um 6200 Gebäude steigen. Bei jährlich durchschnittlich 500 neuen Bauten ausserhalb der Bauzone wäre die zulässige Höchstzahl in etwas über zehn Jahren erreicht, schreibt der Bundesrat.

    Darüber hinaus schlägt der Bundesrat Änderungen im Umgang mit Spezialzonen vor. Hier sollen Neubauten ausserhalb der Bauzonen in Volumen und Fläche durch den Abriss bestehender Anlagen kompensiert werden müssen. In Landwirtschaftszonen wird der Vorrang der Landwirtschaft gegenüber anderen Nutzungen bekräftigt.

  • P.A.W. Hub stellt Innovationszentrum für Luzern Nord vor

    P.A.W. Hub stellt Innovationszentrum für Luzern Nord vor

    Die P.A.W. Hub AG hat ein neues Projekt für ein nationales und internationales Wirtschaftszentrum in Luzern Nord vorgestellt. Am Standort soll ein Zentrum entstehen, das kreative Wirtschaftslösungen mit Bildungseinrichtungen und Wohn- und Geschäftsbauten vereinigt, heisst es in einer Mitteilung. Das von der Wirtschaftsförderung Luzern unterstützte Projekt steht nach erfolgreicher Konkretisierung der Baupläne und der Erteilung der Baugenehmigung vor einer neuen Etappe der Realisierung. In einer ersten Phase stehen die Bereiche Bildung und Gesundheit im Fokus der Arbeiten. Auch Technologiezentren sollen angesiedelt werden. Für das Projekt sollen regionale, nationale und internationale Akteure interessiert werden, heisst es in der Mitteilung. P.A.W. Hub sucht für die weitere Realisierung Investoren, die am Erfolg des Projekts teilhaben wollen.

    „Die Wirtschaftsförderung Luzern unterstützt das Projekt des P.A.W. Hubs nachdrücklich, da es eine bedeutende Chance für die Wirtschaftsentwicklung in unserer Region bietet“, wird Andreas Zettel, Leiter Unternehmensentwicklung bei der Wirtschaftsförderung Luzern, in der Mitteilung zitiert. „Wir sehen grosses Potenzial darin, dass der Hub lokale Unternehmen unterstützt, Fachkräfte anzieht und die Attraktivität der Region für weitere Investitionen steigert.“

    „Wir sind überzeugt, dass der Hub die Wirtschaft in Luzern ankurbeln wird und die Region als attraktiven Standort für Investitionen und Fachkräfte positioniert“, ergänzt Sacha Willemsen, Initiant und Mitgründer der P.A.W. Hub AG.

  • Kanton kann Fachhochschulzentrum Graubünden bauen

    Kanton kann Fachhochschulzentrum Graubünden bauen

    Mit dem Bau des neuen Fachhochschulzentrums Chur kann im Frühling 2025 begonnen werden. Wie aus einer aktuellen Medienmitteilung hervorgeht, hat das kantonale Hochbauamt Anfang Juni von der Stadt Chur die Baubewilligung erhalten.

    Dass die Stadt nur drei Monate nach Einreichung des Baugesuchs grünes Licht geben konnte, lag an dessen Qualität, so die zuständige Stadträtin Sandra Maissen: „Das grösste Bauprojekt des Kantons war gut und umfassend vorbereitet. Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen Kanton und der Stadt Chur konnte das Baugesuch sehr rasch abgewickelt werden.“

    Nun könne die Realisierung nach Terminplan angegangen werden, so Kantonsbaumeister Andreas Kohne. Dieser Terminplan sieht den Spatenstich und damit den offiziellen Baubeginn im Spätherbst 2024 vor. Tatsächlicher Baustart soll dann im Frühling sein. Verläuft alles nach Plan, soll das neue Fachhochschulzentrum Graubünden 2028 seinen Betrieb aufnehmen. Mit ersten Rückbauarbeiten auf dem Churer Areal Pulvermühle und der Umlegung des Mühlbachs wurde bereits vor einigen Wochen begonnen.

  • Halter übernimmt Wohnbauprojekt bei Schaffhausen

    Halter übernimmt Wohnbauprojekt bei Schaffhausen

    Der Schlieremer Immobilienentwickler Halter AG hat laut Medienmitteilung das Wohnbaugebiet Waldstadt im Pantli zwischen Schaffhausen und Stetten SH erworben. Verkäufer ist die DOST Architektur GmbH in Schaffhausen. Beide Unternehmen werden den geplanten Bau von 200 Eigentumswohnungen gemeinsam umsetzen.

    Auf 47‘600 Quadratmetern Grundstücksfläche sollen laut der Planung über 200 Eigentumswohnungen entstehen. In einem ersten Schritt werden 100 Eigentumswohnungen realisiert. Im Anschluss folgen nahtlos die weiteren Etappen, heisst es in der Firmenmitteilung. Über 40 verschiedene Wohnungstypen stehen für unterschiedliche Wohnbedürfnisse bereit. Die Grössen reichen von 2,5- bis zu 5,5-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnungen sind mehrseitig ausgerichtet und bieten Räume mit viel Tageslicht und direkter Natur- und Waldorientierung. Der neue Wohn- und Lebensraum sei für Familien, Paare und Berufspendler aus der Region geeignet.

    Eine neue Bushaltestelle und die direkte Zufahrt zur Autobahn Richtung Schaffhausen, Winterthur und Zürich gewährleisten eine optimale Verkehrsanbindung. Ein integrierter Kindergarten und eine Kindertagesstätte runden das Angebot ab und machen die Waldstadt im Pantli auch für Familien attraktiv.

    Die Bauzeit für die erste Etappe wird auf rund zweieinhalb Jahre geschätzt. Wenn alles nach Plan verläuft, können die ersten Wohnungen im Jahr 2026 bezogen werden, so die Halter AG.

  • Paradigmenwechsel in der Energieplanung

    Paradigmenwechsel in der Energieplanung

    Zahlreiche Länder haben sich verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu sein. Dies erfordert für Gebäude- und Energiesysteme einen raschen Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien und eine stärkere Vernetzung verschiedener Sektoren. Gebäude, Mobilität, Industrie sowie Strom, Wärme und synthetische Brennstoffe müssen interagieren und integriert geplant werden. Matthias Sulzer von der Empa und Michael Wetter vom Lawrence Berkeley National Laboratory argumentieren, dass die aktuellen Planungsprozesse dieser Komplexität nicht gerecht werden und daher ein Paradigmenwechsel notwendig ist.

    Aktuelle Planungsprozess – ein Silo-Denken
    Heutige Planungsprozesse sind nach Disziplinen organisiert, was zu ineffizienten und suboptimalen Ergebnissen führt. Ingenieure und Architekten arbeiten nacheinander, anstatt interdisziplinär zusammen. Diese lineare, «Wasserfall»-artige Vorgehensweise lässt wenig Raum für Iterationen und Optimierungen im Gesamtsystem. Sulzer betont, dass dieser Ansatz nicht mehr ausreicht, um den Anforderungen zukünftiger, flexibler Energiesysteme gerecht zu werden.

    Inspiration aus der Chip-Industrie
    Sulzer und Wetter schlagen einen Planungsansatz vor, der von der Chip-Industrie inspiriert ist. Der Elektronik- und Computer-Wissenschaftler Alberto Sangiovanni-Vincentelli hat mit seinem «Platform-based Design» die Chip-Herstellung revolutioniert. Dieses Konzept nutzt verschiedene Abstraktionsebenen zur ganzheitlichen Analyse und Optimierung von Systemen und schafft allgemeingültige, modular kombinierbare Modelle. Dieses Modell könnte auch auf Gebäude- und Energiesysteme angewendet werden, um die Planung zu automatisieren und zu modularisieren.

    Vorteile eines modellbasierten Planungsprozesses
    Ein modellbasierter Planungsprozess würde bedeuten, dass Modelle nicht nur zur Analyse, sondern auch zur Spezifikation und zum Bau von Systemen genutzt werden. Diese Blaupausen könnten modular kombiniert werden, um das Design und die Funktionalität eines Systems eindeutig zu bestimmen. Dies würde die Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse revolutionieren und die notwendige Digitalisierung und Automatisierung fördern, um die ehrgeizigen Dekarbonisierungsziele zu erreichen.

    Pilotprojekt an der Empa
    Das EU-Projekt GOES, geleitet von der Empa, ist ein erster Schritt zur Anwendung des «Plattform-based Design» im Energiesektor. Auf dem Empa-Campus in Dübendorf wird eine Pilotanlage mit 144 Erdsonden als erste Anwendung dieses Konzepts entwickelt. Ziel ist es, die verschiedenen Abstraktionsebenen der Entscheidungsfindung zu definieren und die Schnittstellen zu standardisieren.

    Die Umsetzung eines automatisierten und modularen Planungsprozesses ist entscheidend für die Erreichung der Klimaneutralität bis 2050. Sulzer und Wetter sind überzeugt, dass dieser Paradigmenwechsel die Flexibilität und Effizienz der Energiesysteme erheblich steigern wird. Der Ansatz bietet eine vielversprechende Lösung, um die Herausforderungen der Dekarbonisierung zu meistern und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

  • Erfolgreicher Abschluss des Vorprojekts für den Campus Horw

    Erfolgreicher Abschluss des Vorprojekts für den Campus Horw

    Mit dem erfolgreichen Abschluss des Vorprojekts zur Erweiterung und Erneuerung des Campus Horw rückt die Vision eines modernen Bildungsstandorts einen bedeutenden Schritt näher. Die Phase des Vorprojekts diente dem Zweck, detaillierte Erkenntnisse über die Entwicklung und Kostenstruktur des Bauvorhabens zu gewinnen. Trotz der erwarteten Mehrkosten durch externe Faktoren wie Bauteuerung und nachhaltigkeitsorientierte Massnahmen sind die ursprünglichen Projektkosten von 365 Millionen Franken weitgehend bestätigt worden.

    Kostenentwicklung und Einflussfaktoren
    Die Analyse hat gezeigt, dass neben der Bauteuerung, die rund 18 Prozent der Anstiegskosten ausmacht, auch Anpassungen der Mehrwertsteuer erheblich zu Buche schlagen. Weitere Mehrkosten im Bereich Nachhaltigkeit und Projektentwicklung sowie gesetzliche Nachhaltigkeits-Zertifizierungen erhöhen den finanziellen Rahmen. Insgesamt wird nun mit Gesamtaufwendungen von 600 Millionen Franken gerechnet, inklusive Reserven von etwa 78 Millionen Franken. Diese Summe liegt weiterhin im Rahmen vergleichbarer Projekte ähnlichen Ausmasses in der Schweiz.

    Relevanz für Bildung und Wirtschaft
    Regierungsrat und Finanzdirektor Reto Wyss betonen die kontinuierliche Überwachung und Prüfung der Kostenentwicklung durch die zuständige Dienststelle Immobilien. Das Projekt bleibt kontinuierlich im geplanten Budgetrahmen, und der zusätzliche Finanzbedarf wird durch die Überprüfungsergebnisse verständlich erklärt. Die projektbezogenen Entscheidungen und Informationsweitergaben werden transparent gehalten, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu sichern.

    Der Kanton Luzern hat diese Grossbaurealisierung an eine gemeinnützige Aktiengesellschaft ausgelagert, die «Immobilien Campus Luzern-Horw AG». Dies ermöglicht eine effiziente und zielgerichtete Bauausführung unter Einhaltung des Volksentscheids und ohne Einfluss auf die bereits bewilligten Sonderkredite.

    Ausblick und Bedeutung für die Region
    Bildungsdirektor Armin Hartmann unterstreicht die überregionale Bedeutung des Projekts: «Der Campus Horw wird die Bildungslandschaft und den Wirtschaftsstandort nachhaltig prägen. Seine Auswirkungen reichen weit über die Grenzen Luzerns hinaus in die gesamte Zentralschweiz.» Die Realisierung dieses visionären Projekts wird daher ausdrücklich begrüsst und unterstützt.

    Der erfolgreiche Abschluss des Vorprojekts hat den Weg zur nächsten Phase des Bauprojekts geebnet. Die Projektsteuerung wird zeitnah die weiteren Schritte einleiten, wobei der Baustart für das Jahr 2026 avisiert ist.

  • Neubau für Gesundheits- und Biomedizinische Forschung eingeweiht

    Neubau für Gesundheits- und Biomedizinische Forschung eingeweiht

    Die ETH hat ihren jüngsten Neubau eingeweiht. In den Gloria Cube sind die Gesundheitswissenschaften und die biomedizinische Technik der Hochschule eingezogen, informiert die ETH ein einer Mitteilung. Konkret sind im neuen Labor- und Forschungsgebäude 16 Forschungsgruppen aus Bewegungswissenschaften und Sport, Rehabilitations- und biomedizinischer Technik sowie aus anwendungsorientierter, translationaler Forschung untergebracht.

    Der Neubau am Gloriarank verbindet den ETH-Campus mit den angrenzenden Wohnhäusern des Quartiers Fluntern über durchgehende Wege und einen Grünbereich. Das achtstöckige Gebäude liegt zudem nahe an der Universität Zürich und dem Universitätsspital Zürich und bilde damit «eine natürliche Adresse für die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die translationale Forschung», schreibt die ETH. Die Übertragung von Forschungsergebnissen in die medizinische Anwendung wird von einer im Gloria Cube eingerichteten Technologieplattform für medizinische Humanforschung unterstützt.

    Als Beispiele für die künftig im Gloria Cube angesiedelte Forschung werden in der Mitteilung die Entwicklung neuer Mikrowirkstoffträger sowie neuer Trainingsmethoden zur Steigerung von sportlicher Leistung und Gesundheit genannt. Ein weiteres Projekt erforscht den Zusammenhang von Pupillengrösse und Stress oder mentalem Befinden allgemein. Für die Ausbildung hält der Gloria Cube sechs Seminarräume und ein Lernzentrum bereit. Am Skills Lab @ETH können Studierende der Medizin sich gegenseitig grundlegende medizinische Fähigkeiten beibringen.

  • Eröffnungstermin für Neubau des Kantonsspitals Baden bekanntgegeben

    Eröffnungstermin für Neubau des Kantonsspitals Baden bekanntgegeben

    Das Kantonsspital Baden (KSB) hat den Eröffnungstermin für seinen Neubau bekanntgegeben. Offiziell eröffnet wird das neue KSB laut einer Medienmitteilung am Dienstag, 25. Februar 2025. Der Hauptumzug wird an dem darauffolgenden Wochenende stattfinden. In sechseinhalb Jahren Bauzeit ist der Neubau fertiggestellt worden. Er wird mit einer Nutzfläche von 76‘215 Quadratmetern rund 30 Prozent mehr Fläche bieten als das Gebäude, in dem das KSB seit 1978 untergebracht ist.

    Der Umzug wird in fünf Tagen realisiert. Insgesamt werden 4571 Kubikmeter Medizintechnik und weitere Güter bewegt, heisst es in der Mitteilung des KSB. Das entspreche der Ladung von 76 Lastwagen mit je 40 Tonnen. Das Projekt ist in drei Phasen aufgeteilt, heisst es zum Ablauf. Im Vorumzug wird Material verschoben, sodass die Ärzte und Pflegenden im Neubau ihre Arbeit umgehend aufnehmen können. Beim Hauptumzug haben die Intensivstation, die Überwachungsstation, die Neonatologie und der Notfall Priorität. Der Spitalbetrieb wird dabei normal weiterlaufen.

    Der Neubau ist eigentlich früher fertig. Aber die Leitung des KSB hat sich bewusst für Februar als Umzugstermin entschieden. «Theoretisch wäre das neue Gebäude bereits ab dem kommenden Herbst bezugsbereit», wird KSB-CEO Adrian Schmitter zitiert. Für einen Umzug vor den Herbstferien wäre es jedoch eng geworden. Denn das Gebäude muss vorgängig noch zahlreichen aufwändigen Tests unterzogen werden. Zudem müssen alle Betriebsbewilligungen vorliegen.

    Da das KSB zwischen Oktober und Januar jeweils stark ausgelastet ist und während den Grippewellen viele Patienten mit Infektionskrankheiten behandelt werden, entschied man sich, das Zeitfenster mit weniger Patienten ab Ende Februar für den Umzug zu nutzen. Details zum KSB-Neubau gibt es im KSB-Magazin 02-2024.

  • Albulatunnel feiert Eröffnung

    Albulatunnel feiert Eröffnung

    Die Rhätische Bahn (RhB) hat am 8. Juni die offizielle Eröffnung des neuen Albulatunnels begangen. Der Anlass wurde von über 300 geladenen Gästen aus Bahnbranche, Politik, Wirtschaft und Tourismus verfolgt, informiert die RhB in einer Mitteilung. Als Ehrengast trat Albert Rösti, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, auf. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden durch einen Publikumsanlass am 9. Juni an den Nord- und Südportalen in Preda und Spinas ergänzt.

    Der 5860 Meter lange neue Albulatunnel wird die bereits 1903 in Betrieb genommene alte Verbindung zwischen Preda und Spinas ersetzen. Der alte Tunnel ist heute Bestandteil des UNESCO-Welterbes und soll in Zukunft zum Sicherheitstunnel umgebaut werden. Zwischen den beiden Tunneln wurden dafür zwölf Querverbindungen geschaffen.

    Die RhB hatte sich 2010 nach eingehender Prüfung für den Bau eines neuen Tunnels anstelle der Instandsetzung des alten Tunnels entschieden. „Ausschlaggebende Argumente dafür waren der relativ geringe Kostenunterschied, kaum fahrplanrelevante Einschränkungen während der Bauphase und das wesentlich höhere Sicherheitsniveau einer Neuanlage“, heisst es diesbezüglich in einer Broschüre der RhB zum Tunnelprojekt. Als weitere Vorteile für den Neubau werden dort hohe Qualität und Nachhaltigkeit genannt. Für den in zehn Jahren Bauzeit fertiggestellten Tunnel wurden insgesamt 407 Millionen Franken investiert. Der erste fahrplanmässige Zug durch den neuen Tunnel soll am 12. Juni verkehren.

  • Andreas Bühler leitet Zürioberland

    Andreas Bühler leitet Zürioberland

    Die Standortförderung Zürioberland hat einen neuen Präsidenten: An der 2. Generalversammlung am 6. Juni wurde der Hinwiler Gemeindepräsident Andreas Bühler zum Nachfolger von Ruedi Rüfenacht gewählt, informiert Zürioberland in einer Mitteilung. Rüfenacht gibt sein Amt satzungsgemäss in Folge seines Rücktritts als Stadtpräsident von Wetzikon auf. Der Vorstand von Zürioberland ist überzeugt, „dass Andreas Bühler als erfolgreicher Brückenbauer und Vollblut-Zürioberländer die ideale Besetzung für dieses Amt sei“, heisst es in der Mitteilung.

    Im Anschluss an die Generalversammlung fand das Zürioberland Forum statt. Hier stellte Mikula Gehrig, verantwortlicher Arealentwickler und Geschäftsführer von The Valley in Kemptthal, die Umwandlung des ehemaligen Maggi-Areals in einen Forschungs- und Dienstleistungscampus vor. Dabei betonte Gehrig laut Mitteilung die Wichtigkeit einer langfristigen Vision für ein derartiges Projekt.

    Der Neurowissenschaftler und Psychologe Lutz Jäcke rief die etwa 150 Teilnehmenden am Forum in einer Inspirationsrede dazu auf, einen Perspektivenwechsel zu wagen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Dominic Käslin, Fachbeirat vom Innovationsnetzwerk Ostschweiz INOS und Professor an der Fachhochschule Graubünden, leitete einen Workshop zum Thema Verhandeln. Hier konnten Verhandlungsstile analysiert, praktische Lösungsansätze diskutiert und Strategien für erfolgreiche Verhandlungen erprobt werden.

  • Neuer Springbrunnen bereichert Erholungszone am Bahnhof Lancy-Bachet

    Neuer Springbrunnen bereichert Erholungszone am Bahnhof Lancy-Bachet

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger hat im Kanton Genf an einem der beiden Bahnhöfe der Stadt Lancy die Erholungszone durch einen besonderen Springbrunnen aufgewertet. Laut Mitteilung auf Facebook wurden im Rahmen des Infrastrukturprojektes CEVA der SBB am Bahnhof Lancy-Bachet Grünflächen sowie Begegnungs- und Freizeitanlagen geschaffen.

    Um eine Atmosphäre der Entspannung zu kreieren, habe Walo zwischen dem Bahnhof und den angrenzenden Grünflächen einen einzigartigen Springbrunnen installiert. Die Materialkombination von Chromstahl, fliessendem Wasser und dem ruhigen BituTerrazzo wirke harmonisch und biete eine perfekte Oase der Erholung für die  Mittagspause oder an einem sonnigen Nachmittag, heisst es in der Information von Walo. BituTerrazzo ist ein innovativer Oberbelag, dessen Optik individuell gestaltet werden kann. Es handelt sich um einen geschliffenen Gussasphalt-Nutz-Estrich, heisst es auf der Produktseite des Herstellers.

    Die Gemeinde Lancy mit rund 35‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern hat zwei Bahnhöfe: Lancy-Bachet und Lancy-Pont-Rouge. Sie liegen an der Bahnstrecke von Genf ins französische Annemasse, die auch als CEVA (Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse) bezeichnet wird. Sie wurde im Dezember 2019 in Betrieb genommen. Das  grenzüberschreitende Bahnnetz zwischen der Schweiz und Frankreich wird auch Léman Express genannt.

  • Siegerprojekt für ersten Neubau Werkstadt-Areal Zürich

    Siegerprojekt für ersten Neubau Werkstadt-Areal Zürich

    Gebrauchte Schienen als Tragkonstruktion
    Das Siegerprojekt «GLEIS X», das von Leuthard AG Baumanagement und Gigon/Guyer Architekten AG entwickelt wurde, besticht durch seine konsequente Wiederverwendungsstrategie. Das Konzept nutzt 12 Kilometer gebrauchte Schienen aus dem SBB ReSale als Stützen und Deckenträger der Hauptgeschosse. Auch die Gebäudehülle besteht aus wiederverwendeten Fenstern und Welleternitplatten. Diese innovative Nutzung gebrauchter Bauteile wurde von der Jury besonders gewürdigt, da sie die Geschichte des Ortes aufgreift und architektonisch weiterführt. Für die SBB, die grossen Wert auf die Erhaltung und Weiterentwicklung des baukulturellen und bahnhistorischen Erbes legt, war dieser Ansatz entscheidend.

    Sechs Gewerbegeschosse und ein Stadtgeschoss
    Der geplante Neubau umfasst sieben Geschosse, von denen sechs als Gewerbeflächen dienen sollen. Diese Flächen sind für kleine bis mittelgroße Betriebe vorgesehen und bieten einen Mix aus klassischem und innovativem Gewerbe. Das erste Obergeschoss, das sogenannte «Stadtgeschoss», wird Dienstleistungen oder kulturelle Angebote beherbergen und so den Austausch mit dem Quartier fördern. Das Erdgeschoss wird zunächst für Parkplätze und Warenumschlag genutzt, soll jedoch in einer späteren Phase ebenfalls in ein Gewerbegeschoss umgewandelt werden.

    Öffentliche Projektausstellung
    Interessierte können die Wettbewerbsbeiträge im Hochparterre des Gebäudes U, Hohlstrasse 400, 8084 Zürich, besichtigen. Die Ausstellung ist bis zum 19. Juni 2024 von Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr und am Wochenende von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

    Werkstadt Zürich –  Ein Ort für urbane Produktion
    Auf dem rund 43.000 Quadratmeter großen Areal der «Werkstadt Zürich» entsteht ein innovatives Zentrum für urbane Produktion und Gewerbe. Die SBB saniert die bestehenden Gebäude und schafft quartiernahe Arbeitsplätze für Handwerk, Service und hochspezialisierte Fachkräfte. Die Transformation des Areals erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich und der kantonalen Denkmalpflege. Aktuell bieten rund 35 Unternehmen auf dem Areal Arbeitsplätze und tragen zur lebendigen Entwicklung des Quartiers bei.

  • Klimastiftung Schweiz fördert zehn Projekte

    Klimastiftung Schweiz fördert zehn Projekte

    Die Klimastiftung Schweiz hat in ihrer ersten Förderrunde 2024 aus einer Vielzahl von Einsendungen zehn innovative klimarelevante Projekte für eine Förderung ausgesucht. Sie werden mit insgesamt über 1,3 Millionen Franken unterstützt, informiert die Stiftung in einer Mitteilung. «Wir registrieren eine gesteigerte Anzahl hochwertiger Anfragen mit reellem Potential für den Klimaschutz», wird Geschäftsführer Vincent Eckert dort zitiert.

    In der Mitteilung stellt die Klimastiftung fünf der Projekte im Kurzportrait vor. So wird das Projekt Grabowski der Borobotics GmbH aus Winterthur unterstützt. Sie hat einen Bohrroboter für geothermische Bohrungen auf engem Raum entwickelt.

    Die VentoStream AG aus Liestal wird bei der Entwicklung ihres Mini-Windrads unterstützt. «Unsere Technologie ist dreimal effektiver und wirtschaftlicher als herkömmliche Windkraftanlagen», meint VentoStream-CEO Manuel Bernsau. Durch die innovative Bauweise werden zudem Schatten-, Vogel- und Eisschlag vermieden.

    Die HILLBOT GmbH aus Risch ZG hat einen Leichtbau-Mäher entwickelt. Mit ihm könne «ein durchschnittlicher Landwirtschaftsbetrieb im Jahr 4 Tonnen CO2 einsparen», wird Projektinitiant Amadeo Knüsel in der Mitteilung zitiert.

    SolidWatts aus Pully VD wird bei der Entwicklung von Mikrowellengeneratoren unterstützt, die grossindustriell Mikrowellen erzeugen. Sie können in Materialien von Industrieprozessen effizient Wärme produzieren.

    Die Terrabloc SA entwickelt innovative Lehmblöcke für die Deckenproduktion. Das Genfer Unternehmen wurde bereits in den Jahren 2019 und 2020 von der Klimastiftung unterstützt.

  • Insolight startet erste Agri-Photovoltaikanlage in Frankreich

    Insolight startet erste Agri-Photovoltaikanlage in Frankreich

    Das auf Agri-Photovoltaiklösungen spezialisierte Unternehmen Insolight aus Lausanne hat in Frankreich seine erste Agri-Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Laut einer Medienmitteilung steht das Photovoltaikgewächshaus für die Erdbeerproduktion auf dem landwirtschaftlichen Anwesen La ferme Etchélécu in Sames im französischen Département Pyrénées-Atlantiques.

    Die Anlage mit 15‘000 Erdbeerpflanzen bedeckt 3000 Quadratmeter mit halbtransparenten Photovoltaikpaneelen und dynamischen Schattierungsschirmen. Reguliert wird so die Lichtdurchlässigkeit: Wird das Licht an den Solarzellen vorbeigeleitet, kommt es dem Wachstum der Pflanzen zugute. Bei der optischen Fokussierung der Lichtstrahlen auf die Solarzellen dagegen wird elektrischer Strom erzeugt.

    Mit einer installierten Kapazität von 190 Kilowatt können etwa 260 Megawattstunden saubere Energie erzeugt werden, was ausreicht, um etwa 50 Haushalte zu versorgen, heisst es in der Mitteilung. „Durch die Kombination von Solartechnologie und Landwirtschaft ermöglichen wir es den Produzenten, zur Energiewende und nachhaltigen Landwirtschaft beizutragen und gleichzeitig ihren Energiebedarf zu decken“, wird Mathieu Ackermann zitiert, Technischer Direktor von Insolight.

    Nach Angaben der Eigentümer des Agrarbetriebs, Jacques und Nathalie Etchélécu, ermöglicht die Insolight-Lösung, Beschattungsschirme zu haben, die zwei zusätzliche Monate pro Jahr für die Erdbeerproduktion möglich machen.

    Neben dem Bau von Produktionsanlagen für erneuerbare Energien und einem Katalog von Pflanzenschutzoptionen bietet Insolight laut der Firmenmitteilung Komplettlösungen an, von der Projektentwicklung und administrativen Unterstützung, zu Systemen zur Wasserrückgewinnung, Ad-hoc-Geschäftsmodellen und Früchteverwertung.

  • Firma gewinnt zweiten Auftrag für Rogfast-Tunnelprojekt

    Firma gewinnt zweiten Auftrag für Rogfast-Tunnelprojekt

    Das Bauunternehmen Implenia gewinnt mit seinem norwegischen Partnerunternehmen Stangeland Maskin ein zweites Teilprojekt im Rogfast-Tunnelprojekt. E02 Kvitsøy ist noch komplexer als der E03 Boknafjord-Tunnel, den Implenia bereits heute zusammen mit Stangelang Maskin als Gemeinschaftsunternehmen baut und beläuft sich auf ein Auftragsvolumen von 420 Millionen Franken für Implenia. Der Auftragswert für das Gesamtprojekt umfasst 540 Millionen Franken

    „Wir sind stolz darauf, dass wir zusammen mit unserem Joint-Venture-Partner Stangeland Maskin für dieses wichtige Projekt ausgewählt wurden“, wird Erwin Scherer, Gesamtleiter für Tunnelbau bei Implenia, in einer Mitteilung zitiert. „E02 Kvitsøy ist ein weiteres komplexes Tunnelprojekt und passt daher perfekt zu unserer Strategie.Wir werden unsere umfassende Expertise in den Bereichen Tunnelbau, Beton sowie Wasser- und Frostschutz einbringen.“ Die Vertragsunterzeichnung mit der norwegischen Strassenverwaltung ist für den 7. Juni angesetzt.

    E02 Kvitsøy ist ein 8,8 Kilometer langer Gegenverkehrstunnel mit einem Querschnitt von 10,5 Metern. Er soll südlich und nördlich von  Kvitsøy im Fylke Rogaland in Südnorwegen in etwa 230 Metern Tiefe unter der Meeresoberfläche entstehen. Im Tunnel enthalten sind zwei Lüftungsschächte, ein Knotenpunkt mit Rampen und ein Kreisverkehr sowie 1,6 Kilometer Strasse im Tagbereich, zwei Brücken und eine grosse Meeresaufschüttung. Auf dieser soll ein Gewerbegebiet entstehen. Der Start für die Arbeiten ist für Spätsommer 2024 geplant, die Fertigstellung für 2030. Implenia ist mit 77 Prozent, Stangeland Maskin mit 23 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen beteiligt. Implenia ist beim anstehenden Bauprojekt für den Tunnelvortrieb und den Innenausbau des Tunnels verantwortlich, während Stangeland Maskin für den Materialtransport einschliesslich der Aufschüttung, die Erdarbeiten sowie den Strassenbau im Tunnel- und Tagbereich zuständig ist.

  • Eröffnung eines neuen Berufsschulzentrums

    Eröffnung eines neuen Berufsschulzentrums

    Das neue Bildungszentrum von Polybau in Grenchen wird nach den beiden Hauptstandorten Uzwil und Les Paccots das dritte Berufsschulzentrum. Polybau ist 1949 als Fachschule des Schweizerischen Dachdeckermeister-Verbands gegründet worden. Sie gilt heute in der Schweiz als führende Ausbildungsstätte für Fachkräfte für Gebäudehüllen. Mit der Erweiterung soll die Solothurner Bildungslandschaft sowie die Zusammenarbeit mit ansässigen Betrieben und Industrie gestärkt werden.

    „Mit seiner zentralen Lage und der guten Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist Grenchen für die Lernenden aus der gesamten Region bestens erreichbar“, wird André Schreyer, Geschäftsführer des Bildungszentrums Polybau, in einer Mitteilung zitiert. „Der neue Berufsschulstandort bietet zudem die notwendige Infrastruktur, um den hohen Anforderungen einer modernen und zukunftsorientierten Berufsausbildung gerecht zu werden.“

    Pro Jahr werden rund 750 Eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ)- und Eidgenössische Berufsattest (EBA)-Lernende in den Bereichen Dach-, Wand-, Abdichtungs-, Sonnenschutz- und Storentechnik sowie Gerüstbau ausgebildet. Am neuen Standort in Grenchen sollen ab August ein Teil der neuen Solarberufe und bestehende deutschsprachige Dachdecker-Klassen unterrichtet werden, die momentan in Les Paccots angesiedelt sind. Die Strategie von Polybau ist es, junge Menschen in der Schweiz auszubilden und ihre berufliche Entwicklung zu fördern. Die für das Schulkonzept verantwortliche schulische Leitung bleibt am Standort Uzwil. Die zentrale Verwaltung gewährleiste Effizienz und Qualität in der Ausbildung, heisst es in der Mitteilung.

  • Bewerbungsfrist bis Ende Juni verlängert

    Bewerbungsfrist bis Ende Juni verlängert

    Mara Schlumpf, Geschäftsführerin der Real Estate Award AG: «Es gab in diesem Jahr viele Neuerungen beim Real Estate Award eine neue Kategorie, die französische Version der Homepage aus diesem Grund wollen wir potenziellen Bewerbern etwas mehr Zeit einräumen, um ihre Projekte einzureichen.» Um sich zu bewerben , muss lediglich das Formular auf der Homepage ausgefüllt und ein maximal 4 seitiges PDF angehängt werden. «Gerne nehmen wir Bewerbungen in allen Landessprachen und auch in Englisch entgegen», sagt Mara Schlumpf

    Noch bis am 30. Juni können sich Firmen aus der ganzen Schweiz mit ihren Projekten für den diesjährigen Real Estate Award bewerben. Die Verleihung findet am 24. Oktober im Trafo in Baden statt.

  • Neue Massstäbe in der Immobilienbewirtschaftung

    Neue Massstäbe in der Immobilienbewirtschaftung

    Mit dem neuen Target Operating Model setzt Wincasa einen bedeutenden Schritt zur Optimierung seiner Dienstleistungen. Die organisatorische und räumliche Trennung der Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeliegenschaften ermöglicht eine spezialisierte und professionelle Betreuung beider Bereiche. Philipp Schoch, betont, dass das TOM-Projekt auf die aktuellen Anforderungen der Immobilienbewirtschaftung ausgerichtet ist. Durch diese Neuausrichtung profitieren sowohl Mietende und Eigentümer als auch die Mitarbeitenden.

    Persönliche Anlaufstellen für Wohnungsmietende
    Im Bereich Wohnen plant das Unternehmen die Eröffnung von insgesamt 18 Walk-in-Standorten, die es Wohnungsmietenden und anderen Stakeholdern ermöglichen, ihre Anliegen persönlich und ohne Voranmeldung zu klären. Diese physischen Anlaufstellen ergänzen die bestehenden digitalen Kanäle, wie die Mieter-App und den telefonischen Kundendienst. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in Basel werden bis Ende 2025 alle 18 Standorte schrittweise in Betrieb genommen.

    Kompetente Betreuung für Gewerbemietende
    Für die Bewirtschaftung von Gewerbeimmobilien werdem acht spezialisierte Standorte eingerichtet. Gewerbemietende profitieren von einer hochprofessionellen Betreuung durch ausgewiesene Spezialisten, die alle Phasen des Bewirtschaftungsprozesses abdecken. Da Gewerbeimmobilien komplexere Anforderungen haben und langjährige Mietverträge sowie Leerstandsmanagement erfordern, wurden die Jobprofile entsprechend angepasst und die Mitarbeitenden umfassend geschult.

    Karrierechancen für Mitarbeitende
    Das innovative Bewirtschaftungsmodell bietet den Mitarbeitenden von Wincasa spannende Karrierechancen und neue Funktionen wie technische Bewirtschafter, Vermietungsspezialisten und Standortleiter. Die Teams erhalten mehr Verantwortung, was die Bindung ans Unternehmen und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden stärkt. Somit trägt das TOM auch dazu bei, Wincasa als modernen und attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

    Messbare Erfolge für Eigentümer
    An allen Standorten wird die Performance in Echtzeit gemessen und auf Dashboards angezeigt, um wichtige Kennzahlen wie Leerstände transparent zu machen. Dies ermöglicht den Teams, schnell und effizient auf Veränderungen zu reagieren und die Bewirtschaftung kontinuierlich zu optimieren. Das neue Modell soll dadurch auch messbare Erfolge für die Eigentümer der Liegenschaften liefern.

  • Bundesrat passt vier Schlüsselverordnungen im Sanierungs- und Recyclingprozesse an

    Bundesrat passt vier Schlüsselverordnungen im Sanierungs- und Recyclingprozesse an

    In der Schweiz gibt es etwa 38’000 Standorte mit umweltgefährdenden Stoffen, von denen rund 4’000 saniert werden müssen. Die neue Altlasten-Verordnung, die am 1. Juni 2024 in Kraft tritt, ermöglicht den Wiedereinbau von behandeltem Aushubmaterial am Sanierungsstandort. Dies ist ökologisch vorteilhafter als die bisherige Praxis, die grosse Materialtransporte und -behandlungen erforderte. Der Wiedereinbau muss sicherstellen, dass keine erneute Sanierung notwendig wird, und der Standort wird langfristig überwacht.

    Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung: Anpassungen für Kältemittel und Batterien
    Ab dem 1. Januar 2025 tritt eine überarbeitete Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung in Kraft, die sich an EU-Standards und den neuesten technischen Entwicklungen orientiert. Besonders klimaschädigende Kältemittel in Neuanlagen und -geräten werden dadurch beschränkt, um die Ziele des Montrealer Protokolls zu erreichen und die Ozonschicht zu schützen. Zudem regelt die Verordnung ab dem 1. Juli 2024 die Rücknahme und Entsorgung erheblich beschädigter Batterien und die Rückerstattung der vorgezogenen Entsorgungsgebühr beim Export. Diese Anpassungen bieten den Unternehmen mehr Rechtssicherheit und tragen zur nachhaltigen Entsorgung bei.

    Verlängerung der Übergangsbestimmungen in den Programmvereinbarungen
    Seit 2008 definieren Bund und Kantone gemeinsam Umweltziele und entsprechende Subventionen in Programmvereinbarungen. Für die Periode 2025-2028 werden die Übergangsregelungen der Gewässerschutz- und Waldverordnung um vier Jahre verlängert, um begonnene Projekte fortzuführen und abzuschliessen. Diese Änderungen treten am 1. Januar 2025 in Kraft und sichern die Kontinuität der wichtigen Umweltmassnahmen.

    Die vom Bundesrat beschlossenen Anpassungen stärken den Umweltschutz und optimieren die regulatorischen Rahmenbedingungen. Diese Massnahmen unterstreichen die Verpflichtung der Schweiz zu nachhaltiger Entwicklung und effizientem Ressourcenmanagement, während sie den betroffenen Branchen mehr Klarheit und Sicherheit bieten.

  • Zukunftsorientierte Wärmeversorgung in Zürichs innerstädtischen Quartieren

    Zukunftsorientierte Wärmeversorgung in Zürichs innerstädtischen Quartieren

    In einem strategischen Vorstoss zur Dekarbonisierung der Energieversorgung identifiziert die Stadt Zürich Schlüsselquartiere, in denen die herkömmliche Wärmeversorgung durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden soll. Trotz der Herausforderung, dass lokal verfügbare, erneuerbare Energiequellen wie Wärmepumpen nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken, zeigt eine umfassende Studie Lösungswege auf.

    Konzept für dicht bebaute Stadtgebiete
    Insbesondere die Quartiere Hard, Wiedikon und Sihlfeld-Werd stehen im Fokus der Energieplanung. Diese Gebiete, die etwa sieben Prozent der Siedlungsfläche der Stadt umfassen, erfordern aufgrund ihrer dichten Blockrandbebauung eine innovative Herangehensweise. Das entwickelte Versorgungskonzept sieht den Aufbau thermischer Netze vor, die bis 2040 etwa ein Viertel der städtischen Neuinstallationen ausmachen werden.

    Neue Heizkraftwerke nötig
    Für die Deckung des ermittelten Wärmebedarfs von 282 GWh/Jahr sind leistungsfähige Heizwerke erforderlich, vergleichbar mit der Kapazität der bestehenden Kehrichtverwertungsanlage Hagenholz. Zusätzliche Heizkessel werden zur Abdeckung der Spitzenlast eingesetzt, die insbesondere an extrem kalten Tagen erforderlich ist.

    Modularer Ausbau und innovative Wärmequellen
    Das Konzept beinhaltet die Nutzung diversifizierter Energiequellen wie Abwasserwärme, Flusswasser, Holzbiomasse und Abwärme von Rechenzentren, die ausserhalb des Versorgungsgebietes gewonnen und durch ein neu zu errichtendes Hauptnetz in die Quartiere geleitet werden. Die Implementierung erfolgt in modularen Schritten, wobei unabhängige Verteilzentralen zeitnah realisiert werden, um eine rasche Anbindung der Endverbraucher zu gewährleisten.

    Die Planung und Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts ist nun gefordert, um frühzeitig in den 2030er Jahren die ersten Liegenschaften ans Netz zu bringen. Der Ersatz von derzeit 1’500 fossilen Heizungen in diesen Gebieten leistet einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Zürichs.

  • Genehmigung für nachhaltigen Dienstgebäudekomplex erteilt

    Genehmigung für nachhaltigen Dienstgebäudekomplex erteilt

    Green Spin erhält die Genehmigung zum Bau eines nachhaltigen Dienstgebäudekomplexes. Laut einer Mitteilung sollen hier in drei Jahren Unternehmen einziehen, die ihren Schwerpunkt im Bereich der Nachhaltigkeit haben. Die zukünftigen Einheiten besitzen modular aufgebaute Mietflächen zwischen 35 und 1400 Quadratmetern bei einer Gesamtfläche von 31’000 Quadratmetern. Neben Räumlichkeiten für Gewerbe, Büros und Produktion sollen auch Gastronomiebetriebe und einzelne Detailhandelsgeschäfte in das zukünftige Quartier einziehen. Initiiert und entwickelt wurde Green Spin von Felix Partner Architektur Design aus Zürich.

    Das Architekturbüro verspricht eine funktionale Architektur mit Photovoltaikfassade und Windrädern für ökologischen Strom sowie einem Heizsystem, das mit Erdwärme arbeitet. Die Lage ist zentrumsnah, hat eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und das städtische Velonetz.  Besonders hervorgehoben wird eine bis zu sechs Meter breite, sanft um den Innenhof herum ansteigende mit dem Velo befahrbare Rampe. Diese bietet auf allen Ebenen den Zugang zu den Mietflächen, sodass man mit dem Velo direkt vors Büro oder Geschäft fahren kann.

    Das Gebäude wird nach dem internationalen Nachhaltigkeitsstandard für Bauten, BREEAM, zertifiziert  und erfüllt die ESG-Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie die Standards der Level Scope1- und Scope2-Emissionen des Greenhouse Gas Protocols.

  • Universität Bern macht Postgasse noch grüner

    Universität Bern macht Postgasse noch grüner

    Die Universität Bern hatte das Projekt „Die grünste Gasse der Welt“ 2023 mit einer Begrünungsaktion in der Postgasse gestartet. Am 25. Mai hat nun ein zweiter Pflanztag stattgefunden. „Unser Ziel war und ist es, die biologische Vielfalt zu erhöhen, das Stadtklima lokal zu verbessern und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohnern mit möglichst minimalen baulichen Massnahmen zu steigern“, wird Matthias Erb, Initiator des Projekts und Professor am Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern, in einer Mitteilung zitiert.

    Unterstützt wird das Projekt von der Stadt Bern und Partnern aus der Berner Wirtschaft, wodurch die Bewohnerinnen und Bewohner der Postgasse ihr Quartier grossteils kostenfrei gestalten könnten. 2023 sind acht Bäume, 23 Kleingehölze sowie über 300 Setzlinge gepflanzt worden. In diesem Jahr sind Pflanzen, Erde und Töpfe in die Postgasse geliefert worden, um die Begrünung fortzusetzen. Alle Anwohnenden waren eingeladen, sich an der Gartenarbeit zu beteiligen. Boum, ein Spin-Off-Unternehmen der Universität Bern, hat Pflanzgefässe mit Bewässerungsfunktion bereitgestellt.

    Nach der Bepflanzung im Jahr 2023 hat das Geographische Institut der Universität Bern Messungen durchgeführt, welche einen lokalen Rückgang der Oberflächentemperatur aufzeigten. Für einen spürbaren Einfluss auf die Lufttemperatur müsste die Begrünung noch wesentlich vorangetrieben werden, heisst es in der Mitteilung. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit der weiteren Begrünung dem Biodiversitätsverlust und, zumindest lokal, den Auswirkungen der extremen Hitze entgegenwirken können“, wird Adrian Métry, Leiter des Projekts, zitiert. Eine Umfrage ergab, dass 78 Prozent der Anwohnenden die Gasse nach der ersten Begrünungsaktion deutlich grüner wahrnehmen, was die Lebensqualität steigere. Ein Drittel der Befragten hätten laut Umfrage einen positiven Klimaeffekt bemerkt. 53 Prozent habe das Projekt zum Nachdenken über Themen wie Klimawandel und Gemeinschaft angeregt. 94 Prozent hätten einer weiteren Begrünung mit gemeinsamer Gartenarbeit zugestimmt.

  • Eröffnung des liug.Innovationszentrums in Chur

    Eröffnung des liug.Innovationszentrums in Chur

    Das liug.Innovationszentrum in Chur ist seiner Bestimmung übergeben worden. Planerin, Eigentümerin und Betreiberin ist die Liechtensteiner ITW Ingenieurunternehmung AG. Wie das Unternehmen mitteilt, nahmen Stadtpräsident Urs Marti und Victor Zindel, Leiter Regionalmanagement/Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Chur, an der feierlichen Eröffnungszeremonie teil.

    ITW bezeichnet das halbrunde Gebäude mit integrierter Piazza der Churer Architekten Bearth & Deplazes als neues Wahrzeichen von Chur. Es ist einem römischen Amphitheater nachempfunden. Sein rätoromanischer Name Liug bedeutet Ort oder Platz: „Ein Ort für Innovation, ein Platz für Begegnungen“, so der liug-Projektleiter und Mitglied der Geschäftsleitung, Oliver Bossi, in einer Medienmitteilung.

    Das liug.Innovationszentrum bietet laut Eigenwerbung auf 11’200 Quadratmetern Raum für Arbeit, Forschung, Werken, Bildung, Kongresse, Labortätigkeiten, Fitness, Veranstaltungen, Verpflegung und Dienstleistungen. Ausstattungen und Zuschnitte sind modular veränder- und nutzbar. Insgesamt könnten dort bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen.

    In einem Video erklärt Bossi, dass der Unterschied zwischen dem liug.Innovationszentrum und herkömmlichen Gebäuden „sicher im Mix von renommierten und jungen Unternehmen, die hier drin Platz haben werden“, liegt. Zudem werde das liug.Innovationszentrum teilweise öffentlich zugänglich sein. Das Projekt stellt seinen Worten zufolge für ITW einen weiteren Meilenstein im Kanton Graubünden dar.

  • Pilotprojekt zur Nutzung von Wasserstoff zur Netzstabilisierung gestartet

    Pilotprojekt zur Nutzung von Wasserstoff zur Netzstabilisierung gestartet

    Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) untersucht im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE) den Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellen, um an kältesten Tagen ein Entlasten des Stromnetzes zu ermöglichen. Wie es in einer Medienmitteilung dazu heisst, wurde dazu das Gemeinschaftsprojekt H2 districts initiiert, an dem ausser der Empa die Hälg Group, die Osterwalder Gruppe und die H2 Energy AG beteiligt sind. Für das Pilotprojekt wird auf dem Gelände der Empa in Dübendorf ein Simulationsmodell für den Betrieb unter Spitzenlasten errichtet.

    Die Osterwalder Gruppe bringt dazu ihre Expertise ein und liefert erneuerbaren Wasserstoff. Die H2 Energy AG trägt ihre langjährigen Erfahrungen auf dem Gebiet von Brennstoffzellen ein. Für den Bereich Gebäudetechnik zeichnet die Hälg Group verantwortlich.

    „Wir werden dazu auf dem Empa-Campus in Dübendorf im Rahmen der beiden Forschungsplattformen ‚NEST‘ und ‚move‘ eine reale Anlage aufbauen und die Parameter für einen netzschonenden Betrieb und das CO2-Einsparpotenzial validieren“, wird Philipp Heer, Leiter Energy Hub und stellvertretender Leiter der Empa-Forschungsabteilung Urban Energy Systems, in der Mitteilung zitiert. Das Projekt wird vom BFE gefördert und hat eine voraussichtliche Laufzeit bis zum September 2025.

  • Baubewilligung erteilt: Spatenstich rückt näher

    Baubewilligung erteilt: Spatenstich rückt näher

    Unter dem Titel «Volle Kraft voraus dank Baubewilligung» berichtet die neueste Ausgabe des von der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) herausgegebenen Magazins «Impulse» vom Fortgang der Planung für das neue Haus der Wirtschaft in Aarau. Am 25. März hat die Stadt Aarau die Baubewilligung erteilt, heisst es dort. Der Weg zum neuen Haus der Wirtschaft sei somit frei und der Spatenstich rücke näher. Das neue Haus der Wirtschaft werde voraussichtlich im Frühjahr 2026 fertiggestellt sein.

    Da die Baubewilligung früher als erwartet vorliegt, konnten die Beteiligten die Planungsarbeiten vorantreiben und die Ausführungsplanung vorziehen, heisst es in dem Bericht weiter. Zurzeit laufen Ausschreibungen für die verschiedenen Arbeiten. Die Vergabeverhandlungen für die wichtigsten Aufträge sollen Anfang Juli stattfinden.

    Der Rückbau des bestehenden Gebäudes startet laut Planung dann Mitte August. Anschliessend erfolgen der Aushub und die Bohrungen für die vorgesehenen sieben Erdsonden. Anfang Oktober 2024 stehen die Rohbauarbeiten an. Im Frühjahr 2026 soll das neue Haus der Wirtschaft bezugsbereit sein.

    Für die Zeit der Bauarbeiten ziehen die Mitarbeitenden der AIHK und der Ausgleichskasse der AIHK im Juli in andere Räumlichkeiten. Noch ist offen, wohin. Gespräche über mögliche Mietobjekte in Aarau laufen, laut AIHK.

    Im neuen Haus der Wirtschaft können mit den neuen Möglichkeiten professionellere Kurse und Veranstaltungen durchgeführt werden, heisst es in einem früheren Bericht in «Impulse». Zudem stehe der Neubau für die fortschreitende Digitalisierung und Modernisierung, die beim Verband seit mehreren Jahren schon stattfinde.

  • Grüner Freiraum im Papierwerd-Areal Zürich

    Grüner Freiraum im Papierwerd-Areal Zürich

    Auf dem kleinen Platz zwischen dem Globusprovisorium und dem Mühlesteg ist ein vielseitig nutzbarer Freiraum entstanden. Dieser grüne Raum lädt mit verschiedenen Sitzelementen und einem Blick auf die Limmat zum Verweilen ein. Neue Bäume sorgen an sonnigen Tagen für Schatten und angenehme Aufenthaltsorte. Für diesen neuen Freiraum wurden bestehende Parkplätze auf dem Vorplatz des Globusprovisoriums aufgehoben, der Boden entsiegelt und ein innovatives Grünkonzept etabliert. Provisorisch platzierte Bäume in sogenannten «Airpots» spenden bereits heute Schatten und Kühlung und können später auch wieder verpflanzt werden, was das neue Grün doppelt sinnvoll macht.

    Entwicklungsrichtung und weitere Massnahmen
    Dieser Meilenstein ist Teil der vom Stadtrat verabschiedeten Entwicklungsrichtung für das Papierwerd-Areal (STRB Nr. 2722/2023). Die Entwicklungsrichtung basiert auf dem Strategieprozess und Dialogverfahren «Forum Papierwerd». Der Wunsch nach einem Freiraum wurde dabei in den elf zentralen Aussagen für das Papierwerd-Areal festgehalten.

    Für 2025 sind weitere Sofortmassnahmen vorgesehen. Parallel dazu werden im Rahmen der angelaufenen Vertiefungsphase die baulichen Abklärungen zum Globusprovisorium weiter vorangetrieben, der Umgang mit der Schutzwürdigkeit und dem Gewässerschutz diskutiert sowie ein grobes Nutzungs- und Betriebskonzept erarbeitet.

    Integration in den Masterplan HB/Central
    Die Entwicklung des Papierwerd-Areals erfolgt in enger Abstimmung mit dem übergeordneten «Masterplan HB/Central» und fliesst in diesen mit ein. Übereinstimmende Erkenntnisse beider Planungen, wie die Vergrösserung des Freiraums, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, der Zugang zur Limmat und die Hitzeminderung, werden weiterverfolgt. Mit dem Masterplan entwickelt die Stadt Zürich ein Zukunftsbild für den Raum HB/Central mit einem Zeithorizont bis 2050 für verkehrliche und stadträumliche Planungen in diesem Gebiet. Interessierte sind eingeladen, das Papierwerd-Areal persönlich zu besuchen und die Qualitäten des neu entstandenen Aufenthaltsortes im Herzen der Stadt zu entdecken. Weitere Informationen zur Geschichte und Entwicklung des Areals finden Sie vor Ort oder auf der städtischen Projektwebseite.