Kategorie: Projekte

  • Fortsetzung des Baselbieter Energiepakets bis 2025 geplant

    Fortsetzung des Baselbieter Energiepakets bis 2025 geplant

    Um die Kontinuität des Baselbieter Energiepakets zu gewährleisten, hat der Regierungsrat dem Landrat eine Erhöhung der Ausgabenbewilligung sowie einen Nachtragskredit für das Jahr 2024 vorgeschlagen. Dieses Vorgehen soll sicherstellen, dass das Programm zur Förderung energetischer Gebäudesanierungen und der Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich nahtlos fortgesetzt werden kann. Für 2024 wurde ein Nachtragskredit von 2,28 Millionen Franken beantragt, und die Gesamtausgabenbewilligung bis Ende 2025 soll auf 42,16 Millionen Franken angehoben werden.

    Das Energiepaket hat sich durch eine hohe Investitionsbereitschaft der Gebäudeeigentümer als besonders wirksam erwiesen. Trotz einer Stabilisierung der Nachfrage auf hohem Niveau nach einem Rekordjahr 2022, bleibt das Förderprogramm im interkantonalen Vergleich sehr effektiv. Diese Ergebnisse wurden im jüngsten Zwischenbericht des Regierungsrats an den Landrat detailliert dargelegt.

    Aufgrund der aktuellen finanziellen Engpässe plant der Regierungsrat eine moderate Senkung der Beitragssätze ab dem 1. Januar 2025. Diese Anpassung reflektiert die überdurchschnittlich hohen Sätze im Vergleich zu anderen Schweizer Kantonen und wird durch die kürzlich eingeführte Energieprämie abgefedert, welche einkommens- und vermögensabhängige Unterstützungen bietet. Gleichzeitig wird mit dem neuen nationalen Impulsprogramm, das Anfang 2025 startet, eine weitere finanzielle Förderung für die Umrüstung von Heizsystemen und umfassende Sanierungen von Gebäudehüllen angeboten.

    Für die nächsten Planungsperioden von 2026 bis 2030 bereitet der Regierungsrat eine separate Vorlage vor, die auf den Erkenntnissen aus dem Energieplanungsbericht 2022 und weiteren parlamentarischen Aufträgen basiert. Diese Initiative soll die Ausrichtung und Effektivität des Förderprogramms weiter stärken und an die dynamischen Bedürfnisse des Energiemarktes anpassen.

    Abschliessend unterstreicht der Zwischenbericht, basierend auf dem kantonalen Energiegesetz, die Bedeutung einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung der Fördermassnahmen, um die CO2-Reduktion effektiv zu unterstützen und den legislativen Anforderungen gerecht zu werden. Der Regierungsrat bleibt in seinem Engagement für eine nachhaltige und energieeffiziente Zukunft für Basel-Landschaft verpflichtet.

  • «Fischermätteli» erstes Areal mit Minergie-Zertifikat

    «Fischermätteli» erstes Areal mit Minergie-Zertifikat

    Das innovative und langfristig ausgerichtete Wohnbauprojekt Fischermätteli wurde von den Strüby Unternehmungen im Herbst 2023 nach einer etappierten Bauzeit von rund dreieinhalb Jahren erfolgreich fertiggestellt. Die zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 168 Eigentumswohnungen entstanden auf einem früheren Gewerbeareal in Burgdorf BE. Bei der Konstruktion wurde über 6600 m3 Schweizer Holz verwendet, das als natürlicher CO2-Speicher dient und aufgrund kurzer Transportwege eine ausgezeichnete Ökobilanz aufweist.

    Der Energiebedarf für das gesamte Areal wird zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Der Strom stammt von den PV-Anlagen auf den Gebäudedächern, während die Wärme für Heizung und Warmwasser aus einer Heizzentrale kommt, die mit Schweizer Pellets betrieben wird. Das durchdachte Mobilitätskonzept setzt auf Elektromobilität, Car-Sharing, Velos und öffentlichen Verkehr. Ein Co-Working Space unterstützt das Arbeiten von Zuhause aus und entlastet somit indirekt die Verkehrswege. Zudem sorgt die Umgebungsgestaltung nach dem Schwammstadt-Prinzip im Sommer für eine natürliche und effiziente Kühlung und macht das Projekt dank der vielfältigen einheimischen Pflanzen zu einem wahren Hotspot der Biodiversität.

    Label mit hohen Anforderungen
    Im April 2024 erhielt das bisher grösste Immo-Projekt vom Verein Minergie das begehrte Zertifikat: das Label Minergie-Areal, nachdem es bereits mit dem Label Minergie-A-ECO ausgezeichnet wurde. Der neue Standard, der seit September 2023 besteht, wird von verschiedenen Organisationen wie dem Verein Minergie, den Kantonen, der Wirtschaft und dem Bundesamt für Energie unterstützt. Das Minergie-Areal zeichnet sich durch einen minimalen Energieverbrauch, minimierte Treibhausgasemissionen während Erstellung und Betrieb sowie eine maximale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien aus. Die Gebäude verfügen über einen besonders effizienten Hitzeschutz sowie einen kontrollierten Luftaustausch. Zudem wird der Aussenraum des Minergie-Areals so gestaltet, dass die Klimaresilienz und die Aufenthaltsqualität erhöht werden, beispielsweise durch grüne Bepflanzung und Beschattungsmöglichkeiten. Ein weiterer Pluspunkt des Minergie-Areals ist die Förderung einer klimafreundlichen Mobilität.

    Die Überbauung in Burgdorf BE setzt neue Massstäbe im Holzbau für Wohnungen. Mit 168 Eigentumswohnungen in zehn Mehrfamilienhäusern ist es das grösste Bauprojekt seiner Art, das Schweizer Holz und den Minergie-A-ECO-Standard vereint. Von Anfang an standen Nachhaltigkeitsaspekte im Mittelpunkt, was dem Projekt das erste Minergie-Areal-Zertifikat für ein realisiertes Projekt einbrachte.

    Dank der eleganten Holzfassaden fügt sich das Ensemble architektonisch optimal in die natürliche Umgebung ein. Die klar definierten Begegnungs- und Spielzonen mit dörflichem Charme fördern die Beziehungen zwischen den Bewohnern. Gleichzeitig gewährleistet die Architektur die Privatsphäre und schafft Wohnräume mit idealen Luft-, Licht- und Schalleigenschaften. Gemeinschaftsfördernde Elemente wie ein grosszügiger Gemeinschaftspavillon und die professionelle Homeoffice-Zone «fm produktiv» runden das Angebot ab.

    Die Wohnungen bieten 2.5 bis 5.5 Zimmer und sind für Singles, Paare und Familien jeden Alters konzipiert. Die Grundrisse sind flexibel gestaltet, sodass sie zukünftigen Bedürfnissen angepasst werden können. Der Bau erfolgte ab dem Erdgeschoss in Holzelementbauweise.

    Die Energieversorgung basiert konsequent auf erneuerbaren Quellen. Der Strom für die rund 400 Bewohnerinnen und Bewohner stammt von den PV-Anlagen auf den Dächern der Mehrfamilienhäuser (700 MWh/Jahr). Die Wärme wird in einer Heizzentrale mit Schweizer Holzpellets erzeugt.

    Das Mobilitätskonzept setzt auf Veloverkehr, öffentlichen Verkehr, E-Fahrzeuge und Car-Sharing. Es stehen Velounterstände, Ladestationen, Reparatur- und Reinigungsbereiche zur Verfügung. Zusätzlich können Bewohner via App eines der beiden Elektroautos des quartiereigenen Car-Sharing nutzen oder bequem den Bus nutzen, der halbstündlich vom Quartier nach Burgdorf verkehrt. Die Nachfrage nach den Eigentumswohnungen sowie nach den Mietwohnungen war von Anfang an sehr gross. Bereits Monate vor Fertigstellung, waren alle 168 Wohnungen verkauft respektive vermietet. Die fairen Verkaufs- und Mietpreise haben sicher zum grossen Erfolg beigetragen, z.B. war eine Wohnung mit 4.5 Zimmern bereits ab CHF 610’000 erhältlich (abzüglich Minergie-Fördergelder des Kantons Bern).

  • Klimaneutrales Vorzeigequartier

    Klimaneutrales Vorzeigequartier

    Die Stadt Zürich setzt neue Massstäbe in puncto Klimaschutz. Mit dem Beschluss, ein «Pilotquartier Netto-Null» im Raum Binz/Alt-Wiedikon zu etablieren, unterstreicht der Stadtrat sein Engagement für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Dieser Bereich, der industrielle sowie Wohnzonen umfasst, wurde gezielt ausgewählt, um eine breite Palette von Klimaschutzmassnahmen unter realen Bedingungen zu testen. Das Quartier soll zu einem Modell für umweltbewusstes Zusammenleben werden, wobei die Förderung des Gemeinschaftsgefühls eine zentrale Rolle spielt. Der Ansatz, dass Klimaschutz eine gemeinschaftliche Verantwortung ist, soll durch die Einbindung aller BewohnerInnen, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem beruflichen Hintergrund, in die Projektentwicklung verstärkt werden.

    Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der direkten Partizipation der Quartiersbewohner. Sie werden ermutigt, eigene Vorschläge für Klimaschutzmassnahmen einzubringen und aktiv an deren Umsetzung mitzuwirken. Ergänzend dazu werden zum Start 15 Initiativen aus vorgeschlagen, die unmittelbar angegangen werden. Diese beinhalten unter anderem Massnahmen zur Abfallreduktion und zur Förderung nachhaltiger Ernährung in Gastronomiebetrieben.

    Das «Pilotquartier Netto-Null» dient nicht nur als Testfeld für nachhaltige Stadtentwicklung, sondern auch als Lernumgebung, in der auch das Scheitern von Projekten als wertvolle Erfahrung angesehen wird. Die erfolgreichen Ansätze haben das Potential, auf andere Quartiere übertragen zu werden und somit einen Beitrag zur Erreichung der städtischen Klimaziele zu leisten.

    Für die Realisierung dieses ambitionierten Projekts stellt der Stadtrat einen Kredit in Höhe von 7,7 Millionen Franken bereit, wovon 3 Millionen für Projekte aus lokalen Initiativen und weitere 2,5 Millionen für Partizipationsprojekte vorgesehen sind. Obwohl der Vorschlag breite Unterstützung findet, gibt es auch kritische Stimmen, die ein detaillierteres Konzept für die Umsetzung fordern. Das Parlament der Stadt Zürich, der Gemeinderat, stimmte den Plänen des Stadtrats jedoch mit grosser Mehrheit zu. Mit diesem Vorhaben unterstreicht Zürich seine Führungsrolle im Bereich der klimafreundlichen Stadtentwicklung und setzt ein Zeichen für die Bedeutung lokaler Klimaschutzinitiativen.

  • Notstrom für Automatiktüren: Neue Batterie-Backup-Lösung

    Notstrom für Automatiktüren: Neue Batterie-Backup-Lösung

    Dormakaba lanciert laut einer Medienmitteilung ein brandgeprüftes Batteriebackup für die unterbrechungsfreie Stromversorgung in der Türautomation. Der Einbausatz für wiederaufladbare Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFEPO4) sei speziell für das Eigenprodukt ED 100/250 entwickelt worden. Bei Stromausfall schalte sich das Batteriebackup ein und sichere eine kontinuierliche Funktionalität des automatischen Drehtürsystems.

    In umfangreichen wissenschaftlichen Tests durch das staatliche schwedische Forschungsinstitut Research Institutes of Sweden konnten Sicherheitsbedenken ausgeschlossen werden, heisst es. «Unter sehr anspruchsvollen Testbedingungen» habe die Lösung ihren Mehrwert in Bezug auf Sicherheit und Zuverlässigkeit gezeigt. Dabei wurde ein automatisches Türsystem an einer voll ausgestatteten Brandschutztür integriert und ein Worst-Case-Szenario geschaffen.

    «Mit der Einführung haben wir ein wettbewerbsfähiges Produkt entwickelt, das den Kunden einen deutlichen Mehrwert in Bezug auf Sicherheit und Nachhaltigkeit bietet», wird Magin Guardiola, Chief Innovation Officer von dormakaba, zitiert. Als weitere Vorteile werden geringere Installationskosten und weniger Bedarf an teuren Kabelverbindungen zu externen Einheiten genannt.

    Mit der Lösung für das Gebäudemanagement will die Schliesstechnikfirma aus dem Glattal in Skandinavien wachsen. Produkteinführung ist im April und Mai in Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden.

  • Dietikons Fassaden sollen zur Phänomena begrünt werden

    Dietikons Fassaden sollen zur Phänomena begrünt werden

    Mehrere Organisationen, Firmen und die Stadt Dietikon rufen laut einer Medienmitteilung zur Beteiligung an der Phänomena Open Innovation Challenge „Vertikalbegrünung von Fassaden“ auf. Der Innovation Booster Applied Circular Sustainability (IB ACS) und der Cleantech Hub Dietikon Limmattal (CTHD) laden zu der Open Innovation Challenge ein. Neben dem IB ACS, einem breit aufgestellten Konsortium, dessen Fokus auf der Realisierung kreislauffähiger Lösungen liegt, und dem CTHD, einem  Innovationsnetzwerk aus Firmen, Bildungs- und Forschungsinstituten, sind laut der Mitteilung Unternehmen wie die zur Pestalozzi Gruppe gehörende Gabs AG und das Bauunternehmen Josef Wiederkehr AG an der Durchführung der Challenge beteiligt.

    Interdisziplinäre Teams entwickeln laut Medienmitteilung neue Ideen und Konzepte, damit mehr Projekte zur Vertikalbegrünung von Fassaden realisiert werden. Unterstützt werden die Teams von Coaches und von Experten aus den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Cleantech und Digitalisierung. Die besten Vorschläge sollen weiterverfolgt und im Rahmen der Phänomena, welche 2025/2026 in Dietikon stattfindet, dem breiten Publikum präsentiert werden. Eine Jury vergibt der Idee mit dem grössten Potenzial einen Förderbeitrag von 24‘000 Franken, damit ein Pilotprojekt umgesetzt werden kann.

    Die Challenge beginnt mit zwei Workshops. Der erste findet am Montag, 3. Juni, von 10 bis 17.30 Uhr im Stadthaus Dietikon statt. Dabei wird die Problemstellung erörtert, ein gemeinsames Verständnis des Problems entwickelt, erste Lösungsansätze erarbeitet und Teams gebildet. Am Montag, 17. Juni, arbeiten die Teams daran, konkrete Ideen zu generieren, Lösungen zu entwickeln und mögliche Projekte zu konzipieren,

    Die Bewerbungs- und Anmeldefrist läuft bis Freitag, 3. Mai 2024. Zu den Details gibt es einen Flyer.

  • Circle am Flughafen Zürich hat vier neue Mieter

    Circle am Flughafen Zürich hat vier neue Mieter

    Vier neue Mieter ergänzen das Angebot auf den Erdgeschossflächen des Business- und Dienstleistungszentrums Circle am Flughafen Zürich. Ab Mitte 2025 setzt die neu gegründete Novu Campus AG auf einer Fläche von fast 4000 Quadratmetern auf ein Coworking-Angebot für aufstrebende nationale und internationale Unternehmen. Es beinhaltet laut einer Medienmitteilung der Flughafen Zürich AG auch topmoderne Infrastruktur für Meeting- und Workshop-Formate.

    Der Flughafen selbst ist kürzlich mit seiner im Herbst vergangenen Jahres neu eingerichteten Abteilung ZRH Innovation Hub im Circle eingezogen. Er wird zum Zwecke der Innovationen für Passagiere und Flughafenpartner auch mit Universitäten und Industriepartnern zusammenarbeiten. Geleitet wird er von Coralie Klaus Boecker, die im Unternehmen zuvor als Head of Marketing & Digital tätig war.

    SAP ist bereits seit 2021 im Circle ansässig. Europas grösster Anbieter von Geschäftssoftware beabsichtigt, dort das schweizweit erste SAP Experience Center zu etablieren. Damit will das Unternehmen seine Innovationskraft für Kundschaft und Partner erlebbar machen.

    Am Circle-Hauptplatz entsteht ab Sommer 2025 ein Fachgeschäft der Luzerner Confiserie Bachmann mit integrierter Backstube und Chocolaterie. In den Sommermonaten gibt es zusätzlich eine Gelateria und Sitzplätze auf der Terrasse.

    „Wir freuen uns sehr über die vier neuen Mieter auf der Gassenebene, die hervorragend zum Circle passen“, wird Circle-Chef Stefan Feldmann zitiert. Insgesamt sind inzwischen 50 Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitenden im Circle ansässig. 90 Prozent der Flächen sind vermietet.

  • Neugestaltung des Schlössli Collab Luzern

    Neugestaltung des Schlössli Collab Luzern

    Die Axon Active Holding AG hat am 17. April den Beginn des Aus- und Umbaus ihres Hauptsitzes im Schlössli Schönegg hoch über Luzern begonnen. Nach dem Umbau soll das Schlössli unter dem Namen Schlössli Collab Luzern firmieren, heisst es in einem entsprechenden Beitrag der „Luzerner Zeitung“ zum Spatenstich. Von hier aus wolle die Axon-Gruppe die digitale Transformation vorantreiben, wird Axon-Mitgründer und -Inhaber Stefan Muff dort zitiert. Dafür will Schlössli Collab Luzern Innovatoren ein Zuhause bieten.

    Bei der Veranstaltung zum Spatenstich lobte der Luzerner Bau- und Wirtschaftsdirektor Fabian Peter (FDP) das Bekenntnis der international aktiven Gruppe von Softwareunternehmen zum Standort Luzern. Dem Bericht zufolge wird Axon Active rund 15 Millionen Franken in den Aus- und Umbau des Hauptsitzes investieren. Die Arbeiten sollen bis Herbst 2026 abgeschlossen sein. Die etwa 40 Angestellten der Gruppe im Schlössli sind solange in einem Gebäude des Energieversorgers EWL an der Sternmattstrasse in Luzern untergebracht.

  • Switzerland Innovation Park Biel führt fortschrittliches CO₂-Emissionsmanagement ein

    Switzerland Innovation Park Biel führt fortschrittliches CO₂-Emissionsmanagement ein

    In einer Zeit, in der die Reduktion von CO₂-Emissionen oberste Priorität hat, bringt der Switzerland Innovation Park Biel/Bienne (SIPBB) eine zukunftsweisende Lösung auf den Markt. Mit der Einführung der Technologie, setzt SIPBB neue Massstäbe im Emissionsmanagement. Diese Software nutzt Realdaten statt industrieller Durchschnittswerte zur Berechnung des CO₂-Fussabdrucks von Produkten, wodurch Unternehmen ihre Emissionen gezielt reduzieren können.

    Die Implementierung im SIPBB bietet Industrieunternehmen die Möglichkeit, die CO₂-Werte jedes Produkts genau zu quantifizieren und zu verifizieren. Dies ist ein entscheidender Schritt, um den Herausforderungen der digitalen Transformation und den strengen Klimazielen gerecht zu werden. Es wurden zwei spezifische Anwendungsfälle realisiert, die zeigen, wie das Tool die Emissionen von Firmen effektiv mit denen aus ihrer Lieferkette verknüpft, um eine genaue Ermittlung des wahren CO₂-Fussabdrucks zu ermöglichen.

    Die Swiss Smart Factory des SIPBB in Biel bietet Interessierten die Möglichkeit, die Anwendung und Effektivität der Siemens-Lösung unter realen Bedingungen zu testen. Dr. Dominic Gorecky, Leiter, erläutert: «Kunden können hier direkt erleben, wie die Technologie nicht nur nachprüfbare CO₂-Zertifikate generiert, sondern auch die Basis für nachhaltige Produktionsprozesse schafft.» Ein praktisches Beispiel hierfür ist die Drohnenproduktion, die demonstriert, wie das Tool eine nachhaltige Fertigung von der Konzeption bis zur Lieferkette ermöglicht.

    Zusätzlich können interessierte Industrieunternehmen Marktplace Dienstleistungen für verschiedene Anwendungsfälle buchen und den Zertifizierungsprozess sowie das Datenmanagement verfolgen. Stefan Schnider, Country Head von Siemens Digital Industries in der Schweiz, betont: «Die ‚Sustainability Journey‘ ist ein integraler Bestandteil unseres Angebots in der Swiss Smart Factory und wird als Halbtagesworkshop angeboten.»

    Die Anbindung der Betriebstechnologie in der Fertigung und die IT-Systeme an SiGREEN ist essenziell, um einen effizienten Datenfluss und eine automatisierte Erhebung von CO₂-Emissionen auf Produktebene zu gewährleisten. Die erforderliche Expertise in der Datenintegration liefern die Firmen NTT Com und NTT DATA, die als langjährige Partner im Bereich der IT/OT-Konvergenz fungieren.

    Diese Initiative des SIPBB, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Siemens Schweiz und weiteren Partnern, markiert einen wichtigen Fortschritt in der Bemühung, Industrieemissionen zu senken und trägt dazu bei, die Schweiz in ihren ambitionierten Klimazielen weiter voranzubringen. Eine detaillierte Präsentation des Projekts ist für die zweite Hälfte des Jahres 2024 geplant.

  • Projekt «Wachstum 2050» des Kantons Zürich

    Projekt «Wachstum 2050» des Kantons Zürich

    Mit Blick auf die Prognosen, die ein Wachstum um 450’000 Personen bis 2050 im Kanton Zürich vorhersagen, ist die hohe Attraktivität und Standortqualität des Kantons offensichtlich. Die folgenden Jahre werden geprägt sein von der Herausforderung, das Wachstum zu gestalten und sinnvoll zu managen, weshalb dies ein Schwerpunkt der Regierungspolitik 2023-2027 ist. Das Projekt «Wachstum 2050» wird von der Baudirektion koordiniert und zielt darauf ab, die strategischen Herausforderungen zu identifizieren und eine konsolidierte gesamtkantonale Zielsetzung zu erarbeiten. Alle Politikbereiche sind betroffen, weshalb eine interdisziplinäre Zusammenarbeit auf direktionübergreifender Ebene sowie mit Gemeinden, Regionen und anderen Stakeholdern vorgesehen ist. Der Projektbericht und die Umsetzungsagenda sollen bis zum Frühjahr 2027 vorliegen, um eine nachhaltige Planung und Umsetzung sicherzustellen.

  • Eröffnung des Innovationsparks Innovaare

    Eröffnung des Innovationsparks Innovaare

    Am 25. April 2024 wurde der Innovaare Park, der grösste Innovationshub seiner Art, feierlich eröffnet. Bundesrat Guy Parmelin und weitere bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Forschung, darunter der Vizepräsident des Aargauer Regierungsrates Dieter Egli und PSI-Direktor Prof. Dr. Christian Rüegg, nahmen an der Zeremonie teil. Der Park, der bereits zu 80 Prozent vermietet ist, dient als strategischer Knotenpunkt und grösster Mieter des angrenzenden Paul Scherrer Instituts.

    Dr. Christian Brönnimann, der Vorstandsvorsitzende von Park Innovaare, betonte die Bedeutung dieser Einrichtung: «Die offizielle Eröffnung des Park Innovaare ist das Ergebnis einer gemeinschaftlichen Anstrengung vieler Beteiligter, einschliesslich Aktionäre, des Kantons, der Bundesregierung, Investoren und des PSI. Diese Zusammenarbeit hat einen zukunftsweisenden Treffpunkt für Industrie und Spitzenforschung geschaffen.»

    Der Park Innovaare bietet dank seiner direkten Nachbarschaft zum PSI und der Nutzung dessen Forschungsinfrastruktur ideale Voraussetzungen für den Technologietransfer von der Wissenschaft in die Industrie. Er konzentriert sich auf Schlüsseltechnologien in den Bereichen Photonik und Quantentechnologien, Life Sciences, fortgeschrittene Fertigungstechnologien sowie Energie und Nachhaltigkeit.

    Andreas Rickenbacher, Präsident der Schweiz Innovation, erklärt die übergeordnete Vision: «Die Schweiz ist weltweit für ihre Innovationskraft bekannt. Park Innovaare spielt eine zentrale Rolle dabei, unsere akademischen Einrichtungen optimal mit der Wirtschaft zu vernetzen und so die Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu überführen.»

    Park Innovaare hat bereits eine hohe Akzeptanz gefunden: «Wir haben bis jetzt 21 Unternehmen angezogen, darunter 15 Spin-offs von PSI, ETH oder FHNW, zwei Technologietransferzentren und mehrere grosse internationale Firmen», so Robert Rudolph, CEO von Park Innovaare. Mit einer aktuellen Auslastung von etwa 80 Prozent zeigt sich der Park bereits kurz nach der Eröffnung von seiner besten Seite und blickt optimistisch in die Zukunft.

  • Neues Gastronomieprojekt in Badens Zentrum auf 1000 Quadratmetern

    Neues Gastronomieprojekt in Badens Zentrum auf 1000 Quadratmetern

    Das Gastronomie- und Hotellerieunternehmen SV Group richtet im Konnex Baden ein Restaurant mit 300 Plätzen und einer Terrasse auf 1000 Quadratmetern ein. Laut Medienmitteilung wird SV mit Hauptsitz in Dübendorf auch für das leibliche Wohl der Gäste des Conferencing-Bereichs verantwortlich sein. Die SV Group beschäftigt in der Schweiz rund 4800 Mitarbeitende und wird im Konnex für die Konferenz- und Meetingbereiche einen Cateringservice und zusätzlich Event-Catering anbieten.

    Damit nehme das sogenannte Stadt-in-Stadt-Konzept des Konnex Baden immer mehr Form an, heisst es in der Mitteilung der Vermieterin. Die SPGI Zurich AG ist mit der Vermarktung und Vermietung des Konnex Baden beauftragt. Rund 35‘000 Quadratmeter Gewerbeflächen stehen nach der Totalsanierung insgesamt zur Verfügung.

    Das Stadt-in-Stadt-Konzept umfasst eine Reihe von Dienstleistungen und Annehmlichkeiten, darunter Gastronomie, Läden des täglichen Bedarfs, Fitness, Kinderbetreuung und Co-Working. Das Konnex-Gebäude befindet sich im Stadtzentrum, nur fünf Gehminuten vom Badener Bahnhof und 20 Minuten von Zürich entfernt.

    Die SPGI Zurich AG mit Sitz in Zollikon ist ein Tochterunternehmen der Intercity Group, einem unabhängigen Immobiliendienstleister mit Gruppengesellschaften in Zürich, Luzern, Bern, Basel, St.Gallen, Olten SO und Zug. Das Unternehmen ist seit 1993 Allianzpartner von Cushman & Wakefield, einem weltweit führenden Anbieter von Immobiliendienstleistungen mit Hauptsitz in Chicago und 53’000 Mitarbeitenden in 60 Ländern.

  • Wiener und deutsche Städte nutzen neue Bausoftware

    Wiener und deutsche Städte nutzen neue Bausoftware

    Zwei zur Wien Holding zählende Unternehmen arbeiten laut einer Medienmitteilung auf der Plattform von smino. Wie der in Rapperswil-Jona ansässige Entwickler von Bausoftware mitteilt, hätten Wiener Infrastruktur Projekt GmbH und die Wiener Standort Entwicklung GmbH die App bei zwei Wohnbauvorhaben und dem Bau einer sozialen Einrichtung eingesetzt. Grund dafür seien steigender Kostendruck und der hohe Wohnraumbedarf.

    Auch mehrere deutsche Städte wollen mit der App Ressourcen, Zeit und Geld im Städtebau sparen. So zählen laut Mitteilung Essen und Darmstadt zu den Nutzern. Essen setzt sie beim Neubau einer Gesamtschule ein, in Darmstadt ist die App bei mehreren Projekte im Einsatz, unter anderem beim Bau der Feuerwache Nord.

    Das digitale Werkzeug stelle eine Lösung angesichts gestiegener Kosten und dem wachsenden Bedarf nach Wohnraum dar, heisst es. Mit smino könnten Städte und Gemeinden «den Herausforderungen des modernen Städtebaus erfolgreich begegnen» und damit zudem nachhaltig zum Wohl ihrer Einwohnerinnen und Einwohner beitragen.

    Unternehmensangaben zufolge vernetzt die smino-App Bauherren, Behörden, Planer und  Unternehmer zu einer effizienten Einheit. Durch die zentrale Verfügbarkeit könnten Arbeitsabläufe optimiert und Projekte zeit- und kosteneffizient realisiert werden. Zudem werde die Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten transparenter.

    Der in der Mitteilung zitierte Managingpartner von smino, Sandor Balogh, freut sich über die Internationalisierung. «Die Zusammenarbeit mit Kommunen unterstreicht unser Bestreben, die Effizienz und Transparenz von Bauprojekten zu steigern und dabei nachhaltige, lebenswerte Städte zu fördern.»

  • Maaglive ein grünes Herz für Zürich West

    Maaglive ein grünes Herz für Zürich West

    Im Herzen von Maaglive, auf dem ehemaligen Maag Areal, entsteht voraussichtlich bis Ende 2028 ein vielfältiges Zentrum. Bestehend aus dem historischen Gebäude K, einem modernen Wohnturm, einem Kulturpavillon und lebendigen geöffneten grünen Aussenraum, wird hier ein neues Quartiersleben geschaffen.

    Maaglive setzt mit seinem Fokus auf die Quartierbelebung und neue Standards in der Stadtentwicklung. Das bestehende Gebäude K ist und bleibt einen Treffpunkt mit Gastronomie- und Kulturangebot, Co-Working-Bereichen, während der Kulturpavillon Raum für Kunst und Begegnungen bietet. Der Wohnturm ergänzt das Angebot um Wohn-, Arbeits- und Gastronomieflächen.

    Die Infrastruktur auf dem Quartierplatz ist auf die Bedürfnisse der Bewohner, Besucher und Kinder abgestimmt und sorgt für fröhliches Treiben. Hier sollen auch Veranstaltungen stattfinden, die Bewohner und Besucher gleichermassen anziehen. Der Quartierplatz ist somit ein lebendiger Treffpunkt für die Gemeinschaft. Dieser grüne und verkehrsfreie öffentliche Bereich lädt dazu ein, sich niederzulassen, sich zu treffen und zu spielen, umgeben von heimischen Bäumen. Er verbindet das Quartier mit dem umliegenden Netz aus Fuss- und Radwegen und dient als natürliche Erweiterung des städtischen Lebensraums und leistet einen Beitrag zur Hitzeminderung in der Umgebung.

    Maaglive verbindet Nachhaltigkeit mit städtischem Leben. Durch flexible Bauweise und den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen erfüllen die neuen Gebäude höchste Energiestandards. Die Verwendung von Holzhybridbauweisen im Wohngebäude betont das Engagement für eine umweltfreundliche Gestaltung und positioniert Maaglive als Vorreiter in der nachhaltigen Stadtentwicklung.

  • Strategische Entwicklung des Papierwerd-Areals

    Strategische Entwicklung des Papierwerd-Areals

    Das direkt an der Limmat gelegene Papierwerd-Areal ist ein architektonisches Erbe von Karl Egender und steht an einem Wendepunkt seiner Nutzungsdauer. Der Sanierungsbedarf des Areals und seiner Infrastrukturelemente erfordert eine strategische Neupositionierung. Diese beinhaltet eine Aufwertung des zentralen Raumes und eine Erweiterung der Freiflächen. Im Dialogverfahren «Forum Papierwerd» entwickelten Fachleute, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung Szenarien für die zukünftige Gestaltung des Papierwerds.
    Ziel der Umgestaltung ist es, das Papierwerd-Areal zu einem öffentlich zugänglichen Ort zu machen, der zum Verweilen und zur Interaktion einlädt. Dazu sind bauliche und nutzungsbezogene Anpassungen notwendig, um den Ort für die Allgemeinheit attraktiv zu gestalten. Die Wandelbarkeit und flexible Nutzbarkeit des Raumes ist dabei von zentraler Bedeutung.

    In einer Vertiefungsphase werden bis 2025 die bautechnischen Aspekte und die Schutzwürdigkeit des Bestandes weiter untersucht. Ebenso wird ein Nutzungskonzept erarbeitet, das im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens verschiedene Transformationsaspekte berücksichtigt. In einer anschliessenden Projektphase (bis 2026) sollen konkrete Vorschläge für das Areal erarbeitet werden.
    Der Dialogprozess, der eine breite Beteiligung ermöglichte und in elf Kernaussagen mündete, bildet die Grundlage für den künftigen Entwicklungsprozess. Bereits Ende Frühling 2024 sind erste Sofortmassnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität des Stadtraums geplant.

  • Ein neues Kapitel des Jelmoli-Warenhauses beginnt

    Ein neues Kapitel des Jelmoli-Warenhauses beginnt

    Das bekannte Warenhaus Jelmoli steht vor einem umfassenden Wandel. Bis Ende 2024 wird der Betrieb weitergeführt. Der Umbau startet Anfang 2025 und wird 2027 voraussichtlich beendet sein. Das Gebäude wird in eine moderne, multifunktionale Immobilie verwandelt. Swiss Prime Site investiert über 100 Millionen CHF, um das Jelmoli-Haus zu einer lebendigen, urbanen Begegnungsstätte zu machen.
    Dabei reduziert sich die Verkaufsfläche auf das Erd- und Untergeschoss sowie allenfalls Teile des ersten Obergeschosses. Die Umgestaltung bringt Vielfalt in Form von Verkaufsflächen, Gastronomie, Büros und Freizeiteinrichtungen. Diese Transformation macht das Gebäude belebter für die Stadt, bewahrt die historische Bedeutung und setzt dabei auf Nachhaltigkeit.
    Durch die Umgestaltung des bisher brachliegenden Dachs zu einem öffentlich zugänglichen Raum mit Grünflächen, wird das Jelmoli-Haus zu einer urbanen Oase mitten in der Zürcher Innenstadt. Die neu geschaffene Vielfalt an Verkaufsflächen, Gastronomie, Büros und Freizeiteinrichtungen zieht nicht nur Kunden an, sondern macht das Gebäude auch zu einem beliebten Treffpunkt. Die Investition in die Umwandlung des Jelmoli-Hauses zeigt das Engagement von Swiss Prime Site für eine nachhaltige und lebendige Stadtentwicklung.

  • Erfolge, Perspektiven und Highlights des 100. immoTable in Zürich

    Erfolge, Perspektiven und Highlights des 100. immoTable in Zürich

    Im Rahmen des 100. immoTable im Ambassador House, einer der Top-Veranstaltungen für die Immobilienbranche, wurden nicht nur Fortschritte gefeiert, sondern auch Themen wie nachhaltige Stadtentwicklung und Fachkräftemangel angesprochen. Sabine Billeter fasste die Entwicklungen der letzten fünf Jahre kurz zusammen. Danach stellte Arun Banovi die neue branchenspezifische Jobplattform vor, die eine wichtige Ressource für Fachkräfte darstellt. Die immoMedia verantwortet mehrere Mediengefässe, wie den immoNewsletter auf immo-invest.ch, immobilienJobs.ch, immoTermine.ch, das Magazin immo!nvest eine Plattform für Standorte und Immobilien.

    Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Diskussion über die Entwicklungsstrategien von Zürich, die Fabian Streiff, Leiter der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, vorstellte. Er betonte die starke Position Zürichs im Vergleich zu anderen europäischen Städten und skizzierte innovative Projekte wie die Forschung der Hochschulen, Unis und ETH zu Themen wie Drohneninfrastruktur, Regulierung der letzten Meile und Verbindung mit Co-Working und Begegnungszonen für Fussgänger und Radfahrer sowie dem ÖV-Netz. Auch der zunehmende Fachkräftemangel und die demografischen Herausforderungen standen im Fokus der Diskussion.

    Martin Schneider, stellvertretender Direktor des Amtes für Städtebau der Stadt Zürich, beleuchtete die Notwendigkeit, Wohnraum für das prognostizierte Wachstum der Stadt zu schaffen. Er verwies auf die Bedeutung flexibler Wohnkonzepte und die Notwendigkeit, Flächenumnutzungen dem Lärmschutz und Klimazielen anzupassen. Er sprach auch über Stadterweiterung und Verdichtung im Rahmen des ISOS, was die Komplexität der Stadtentwicklung verdeutlicht.

    Auch das nachhaltige Bauen wurde diskutiert, vertreten durch die Jura Cement-Fabriken AG, die sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2030 nachhaltig mit Beton zu bauen. Die Reduktion des CO2-Ausstosses durch veränderte Materialzusammensetzungen wurde als wichtiger Faktor in der zukünftigen Baupraxis hervorgehoben. Auch die EWZ hat sich zum Ziel gesetzt, 100% klimaneutral zu heizen und zu kühlen. Die Vorgehensweise wurde den Teilnehmern anhand der Projekte Guggach und Greencity veranschaulicht.

    Abschliessend betonte Stefan Fahrländer, Inhaber von Fahrländer Partner Raumentwicklung, die Notwendigkeit politischer Massnahmen, um den Bauprozess zu beschleunigen und damit die Reaktionsfähigkeit auf die Marktbedürfnisse zu verbessern. Seine Ausführungen unterstrichen die Notwendigkeit einer schnelleren und effizienteren Umsetzung von Bauprojekten in der Schweiz.

    Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Auftritt des Rappers und Beatboxers Knackeboul, der die Inhalte der Veranstaltung in einem dynamischen Rap zusammenfasste. Auf diese Weise wurde die Verbindung von Fachwissen und kultureller Integration auf unterhaltsame Weise veranschaulicht.

  • Genossenschaft Stadion St.Jakob-Park macht Kassensturz

    Genossenschaft Stadion St.Jakob-Park macht Kassensturz

    Die Genossenschaft Stadion St.Jakob (GSS) hat auf einer Mitgliederversammlung über die finanzielle Situation informiert. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sind für Unterhalt und dringende Renovierungskosten jährlich 3 Millionen Franken aufzubringen. Das seit 2001 im Betrieb befindliche Stadion, Hauptsitz des FC Basel, ist in seiner derzeitigen Infrastruktur nicht mehr zeitgemäss. Ein notwendiger Umbau soll daher langfristig Kosten senken und zu einem wirtschaftlichen und nachhaltigen Betrieb des Stadions zum Nutzen des FC Basel beitragen, heisst es in der Mitteilung. Um das nötige Kapital zu akquirieren, sollen Eigen- und Fremdmittel aufgebracht werden. Die GSS prüfe derzeit, wie durch Sponsoring, Spenden, Schwarmfinanzierungen und Vermarktung des Namens Fremdmittel aufgebracht werden können. Appelliert wird auch an die Unterstützung der zuständigen Kantonsbehörden.

    „Das Joggeli ist ein Wahrzeichen der Region. Es ist eine Institution von öffentlichem Interesse, die unterhalten und gepflegt werden muss“, wird Mathieu Jaus, Geschäftsführer der GSS, in der Mitteilung zitiert. „Eine zeitgemässe Infrastruktur ist ein wichtiges Puzzleteil für den sportlichen Erfolg, das Vergnügen der Fans, aber auch für die Strahlkraft des Stadions. Daran glauben wir, das wollen wir gemeinsam mit all unseren Partnern und der Region gewährleisten.“

  • WSL bezieht Sozialfaktoren bei Standortwahl für Erneuerbare ein

    WSL bezieht Sozialfaktoren bei Standortwahl für Erneuerbare ein

    Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der TU Wien haben einen innovativen Ansatz für die Auswahl von Standorten für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien entwickelt. Laut Medienmitteilung der WSL lösen sie sich von traditionellen Methoden, die vor allem technische und wirtschaftliche Faktoren berücksichtigen. Der neue Ansatz wurde von Erstautor Boris Salak (WSL/TU Wien) und seinen Kollegen Felix Kienast und Marcel Hunziker (WSL) sowie Adrienne Grêt-Regamey, Ulrike Wissen Hayek und Reto Spielhofer (ETH) erarbeitet, heisst es weiter.

    Mit der Studie werde aufgezeigt, dass unterschiedliche Planungsprioritäten verschiedene räumliche, ökologische und soziale Kosten mit sich bringen, wird Erstautor Boris Salak zitiert. „Wir haben herausgefunden, dass es nicht die eine ‚richtige‘ Planungspriorität gibt, sondern, dass dies ein Abwägungsprozess zwischen den Prioritäten ist. Wir sehen, dass eine Optimierung nach sozialen Aspekten ein guter Kompromiss zwischen den anderen beiden Prioritäten ist.“ Diese Optimierung bringe die höchste Akzeptanz und sei räumlich gesehen vergleichbar effektiv wie eine Optimierung nach Energieeffizienz.

    Bei einer repräsentativen Umfrage in der ganzen Schweiz sahen die Teilnehmenden jeweils zwei Szenarien. Auf den Bildern waren Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen auf Dächern oder auf Freiflächen sowie Hochspannungsleitungen zu sehen. Die Befragten sollten entscheiden, welches Bild für sie am stimmigsten ist oder ob ihnen keines der gezeigten Energieszenarien zusagt.

    Das landwirtschaftlich geprägte Mittelland werde von der Bevölkerung für die Entwicklung von Energielandschaften gegenüber naturnahen Landschaften deutlich bevorzugt, heisst es zum Ergebnis von der WSL.

  • Spatenstich für Berns erstes Plusenergie-Quartier

    Spatenstich für Berns erstes Plusenergie-Quartier

    Mit dem heutigen Spatenstich wurde symbolisch der Start für das Plusenergie-Quartier Aarerain in Worblaufen gefeiert. Nach umfangreicher Entwicklungsphase haben im September 2023 die Vorbereitungen für die Baustelle begonnen.

    Die neue Überbauung bietet 189 Wohnungen für bis zu 400 Bewohnerinnen und Bewohner. In den Erdgeschossen sind nebst den Wohnungen auch eine Kita und Atelierflächen geplant, welche den Quartierplatz beleben werden. Der Hangweg des Projekts ermöglicht einen barrierefreien Zugang in den Aareraum und zum neuen Freizeit- und Wassersportzentrum der Gemeinde Ittigen. «Was lange währt, wird endlich gut, lautet ja ein bekanntes Sprichwort», freut sich Gemeindepräsident Marco Rupp. «Das Projekt Aarerain komplettiert die Umgestaltung des Aareraums Worblaufen und fügt sich perfekt in unsere nachhaltigen Grundgedanken der Siedlungsentwicklung ein.»

    Plusenergie-Quartier produziert Energieüberschuss
    Im Jahresverlauf wird die neue Wohnsiedlung entsprechend dem Energie-Standard Plusenergie-Quartier nach gewichteten Kriterien mehr Energie produzieren als sie verbraucht. Dies wird durch den konsequenten Einsatz von Photovoltaik auf den Dächern und an den Fassaden der sechs- bis achtgeschossigen Gebäude erreicht. Die PV-Paneele an den Fassaden werden in einem grün-blauen Farbton realisiert und geben das Farbenspiel der Aare und der Umgebung wieder. Die Wärmeerzeugung erfolgt mittels Erdwärmesonden; mit der Entwärmung der Wohnungen über die Fussbodenheizung werden im Sommer die Erdsonden regeneriert.

    Der von der Hauptstadtregion Schweiz ins Leben gerufene Energie-Standard «Plusenergie-Quartier» bringt mit einer einfachen und klaren Definition die nachhaltige Entwicklung im Gebäudebereich voran und leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes. Dabei arbeiten Kantone und Gemeinden mit namhaften Infrastrukturunternehmen und Investoren zusammen. Regierungsrat Christoph Ammann ergänzt: «Plusenergie-Quartiere ermöglichen eine nachhaltige Entwicklung – und dies ohne Einbussen im Wohnkomfort. Ich freue mich, wenn solche Leuchtturmprojekte über die Hauptstadtregion hinaus strahlen.»

    Naturnah und nachhaltig
    Die Überbauung wird aber nicht nur hinsichtlich der positiven Energiebilanz punkten. Ansprechende Wohnungsgrundrisse, ein naturnahes Wohnumfeld mit Blick in den Aareraum und die grösstmögliche Freihaltung der Grünflächen am Aarehang zeichnen das nachhaltige Projekt aus. Das Freihalten der Grünflächen wird durch die verdichtete Bauweise des Areals im östlichen Bereich der Parzelle ermöglicht. Dank dieser geschickten, städtebaulichen Setzung im Sinne des haushälterischen Umgangs mit dem Boden bleibt gut die Hälfte der Parzelle unbebaut und naturbelassen. Der autofreie Quartierplatz zwischen den Gebäuden bietet eine hohe Aufenthaltsqualität und wirkt mit seinen differenzierten Platzbelägen und Begrünungen der sommerlichen Überhitzung entgegen.

    Mit dem symbolischen Spatenstich am 9. April 2024 hat die Entwicklung des Plusenergie-Quartiers Aarerain in Worblaufen, einem Projekt von Losinger Marazzi in Zusammenarbeit mit der CPV/CAP Pensionskasse Coop und der Gemeinde Ittigen, offiziell begonnen. Die Architektur stammt von Fischer Architekten AG. Diese hochmoderne Wohnsiedlung soll Ende 2026 fertiggestellt sein und bietet nicht nur 189 Wohnungen, sondern auch Gemeinschaftseinrichtungen wie eine Kita und Ateliers, die das Quartier beleben.

  • Modernisierung des Gesundheitszentrums Herzogenmühle

    Modernisierung des Gesundheitszentrums Herzogenmühle

    Nach mehr als drei Jahrzehnten Betrieb wird das Gesundheitszentrum Herzogenmühle einer grundlegenden Modernisierung unterzogen. Diese Massnahme trägt dem Wandel in den betrieblichen Anforderungen sowie den veränderten Ansprüchen der Bewohnerinnen Rechnung. Im Zentrum des Projekts stehen diverse bauliche Optimierungen, die von Juli 2024 bis Juli 2025 umgesetzt werden sollen. Dabei geht es insbesondere darum, durch die Zusammenlegung verschiedener Räumlichkeiten grössere Gemeinschaftsflächen zu schaffen. Ziel ist es, die Mobilität innerhalb des Zentrums zu verbessern und die Aufenthaltsqualität für die Bewohnerinnen zu erhöhen. Spezielle Nischen für Rollatoren und Rollstühle sollen die Begehbarkeit erleichtern.

    Ein wesentlicher Teil des Umbaus betrifft die Umwandlung ungenutzter Badeanlagen im Untergeschoss in einen modernen Gesundheits- und Fitnessraum, einschliesslich einer Physiotherapie-Einrichtung. Zudem wird ein bisher nicht genutztes Pflegebad reaktiviert und die Podologie in einen neuen Bereich innerhalb des Coiffeursalons verlegt. Die Aussenanlagen des Gesundheitszentrums werden durch zahlreiche neu gepflanzte Bäume bereichert, die das lokale Klima verbessern und zur Steigerung der Biodiversität beitragen sollen.

    Neben diesen Optimierungen sind auch notwendige Instandsetzungen vorgesehen. So müssen aufgrund von Undichtigkeiten die Fenster saniert und das Flachdach vollständig erneuert werden. Auf dem neu gestalteten Dach sind die Installation von Photovoltaikanlagen geplant, um die Energieeffizienz des Gebäudes zu steigern. Des Weiteren werden Anpassungen im Aussenbereich vorgenommen, um die Barrierefreiheit zu erhöhen und die Unfallprävention zu verbessern. Auch die Energie- und Gebäudetechnik wird umfassend erneuert, einschliesslich der Installation einer automatisierten Beschattung für Cafeteria, Speisesaal und Mehrzwecksaal, um einen besseren Hitzeschutz im Sommer zu gewährleisten. Für diese umfassenden Massnahmen wurden vom Stadtrat neue Ausgaben in Höhe von 1,664 Millionen Franken für den Umbau sowie 4,218 Millionen Franken für die Teilinstandsetzung, einschliesslich der üblichen Reserven, genehmigt.

  • Neustart auf dem Gelände des «Müllerbräu-Areals»

    Neustart auf dem Gelände des «Müllerbräu-Areals»

    Durch den heutigen Spatenstich beginnt die Neugestaltung des «Müllerbräu-Areals» im Herzen von Baden. Bis 2027 entsteht dort ein moderner Stadtteil, der unter dem Motto «brauen – wohnen – geniessen» steht. Neben Verkaufs- und Büroflächen werden auch 136 Wohnungen gebaut. Die traditionelle Brauerei H. Müller AG braut weiterhin Bier an diesem historischen Ort, an dem die Brautätigkeit der Badener 1897 begann.

    Mit der Erteilung der Baubewilligung im Oktober 2023 wird heute mit dem Spatenstich der sichtbare Startschuss für die Umgestaltung des 8000 Quadratmeter grossen Areals gegeben. Der neue Stadtteil neben dem Bahnhof Baden wird das gesamte Quartier aufwerten und die Stadtentwicklung positiv beeinflussen.

    Die Braukunst bleibt ein wichtiger Bestandteil der Badener Identität. Der Areal-Gestaltungsplan sieht weiterhin den beliebten Müllerbräu Biergarten vor. Ab 2027 können dort die klassischen Müllerbräu Biere sowie Spezialitäten aus der Linie «Müller Bräu Handcrafted» genossen werden, die bereits heute vom Braumeister Simon Neuhold produziert werden.

    Die vierte Generation des Familienunternehmens investiert einen beträchtlichen zweistelligen Millionenbetrag in das Neubauprojekt. Es ist möglich, dass ein Teil der Überbauung an einen Partner übergeben wird. Die Bauphase dauert etwa drei Jahre, in denen die Nachbarn regelmässig über den Fortschritt informiert werden. Die Mietwohnungen sollen voraussichtlich ab Sommer/Herbst 2026 zur Vermietung ausgeschrieben und ab Sommer 2027 bezugsbereit sein.

  • ETH forscht an natürlichen Wärmedämmern

    ETH forscht an natürlichen Wärmedämmern

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben in einem Projekt natürliche Dämmstoffe getestet. Wie aus einem Beitrag hervorgeht, hat die Gruppe um Guillaume Habert, Professor für Nachhaltiges Bauen, und Bruno Sudret, Professor für Risiko, Sicherheit und Quantifizierung der Ungewissheiten, dazu neue Ansätze gefunden. Untersucht wurden sechs renovierungsbedürftige Gebäude, die zwischen 1911 und 1988 errichtet wurden. Nebst dem Kernpunkt des Ersatzes von Heizungen, die mit fossiler Energie betrieben wurden, durch nachhaltige wie Wärmepumpen oder solarbetriebene, stand vor allem die Wärmedämmung im Vordergrund der Untersuchungen. Betrachtet wurden unterschiedliche traditionelle Dämmstoffe wie EPS, Glaswolle, Steinwolle oder Zellulosefasern im Vergleich zu natürlichen wie Stroh und Hanf.

    «Die CO2-​Emissionen bei der Herstellung herkömmlicher Dämmstoffe sind teilweise sehr hoch, und durch ihren Einsatz bei Gebäudesanierungen wird der positive Effekt, der durch die Senkung des Energieverbrauchs erzielt wird, teilweise wieder zunichte gemacht», wird Guillaume Habert in dem Beitrag zitiert. «Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verursachen deutlich weniger Treibhausgase. Sie haben überdies den Vorteil, dass sie während ihres Wachstums CO2 aus der Atmosphäre binden und dieses dann langfristig im Gebäude gespeichert wird.»

    Sowohl Heizungsumbau als auch entsprechende Wärmedämmung mit natürlichen Stoffen kann den Ausstoss von Treibhausgasen um 87 Prozent senken, führt die Studie aus.

    Die Untersuchung entstand in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) in Yverdon-les-Bains VD und der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg.

  • Rückbau für den Lymhof ist abgeschlossen

    Rückbau für den Lymhof ist abgeschlossen

    Im Schlieremer Quartier am am Rietpark ist laut eines Beitrags im Newsletter des Lymhofs der Rückbau des Vitis Sport Centers mit Tennishalle abgeschlossen. Der Bau des Lymhofs kann nach Baubewilligung und Vorarbeiten beginnen. Die vom Start-up Yasai im Hallengebäude geplante Vertikale Farm wird nicht realisiert. Yasai hat sich vor Kurzem aus dem Projekt zurückgezogen, weil es sich als Firma neu ausrichtet. Die Grundeigentümerin Geistlich Immobilia plant nun, die Halle in sechs Abschnitte zu unterteilen. Die bis zu 9 Meter hohen Räume könnten Platz bieten für kreative Nutzungen wie ein Künstlerkollektiv, eine gemischte Ateliergemeinschaft, kulturelle Nutzungen oder Quartierangebote.

    Im Februar 2024 hat der Stadtrat von Schlieren die Baubewilligung für den Lymhof erteilt. Inzwischen ist auch die Rekursfrist abgelaufen, die Umsetzung des neuen Quartierteils beim Bahnhof Schlieren kann also starten, heisst es in der Mitteilung. In einem nächsten Schritt werden alle behördlichen und kantonalen Auflagen ausgearbeitet. Die Baufreigabe für den Aushub wird auf den Sommer 2024 erwartet. Der eigentliche Bau der Gebäude beginnt etwa im Herbst 2024 und wird rund drei Jahre dauern.

    Der Lymhof soll dann 2027 bezugsbereit sein. Dort sollen nebst einem bunten Wohnungsmix für eine bunt gemischte Bewohnerschaft mit verschiedenen Generationen und Lebensmodellen auch Erdgeschossnutzungen entlang der Wiesenstrasse entstehen und ein Gasthaus mit Gastroangebot und Hotelzimmern. Die rund 350 Mietwohnungen werden zwar erst 2027 bezugsbereit sein, doch kann ein Mietinteresse schon jetzt online angemeldet werden.

  • Grain Technology Center von Bühler steht vor Fertigstellung

    Grain Technology Center von Bühler steht vor Fertigstellung

    Das neue Grain Innovation Center (GIC) der Bühler Group am Hauptsitz in Uzwil ist fast fertig. Wie das in der St.GallenBodenseeArea ansässige Technologieunternehmen mitteilt, hat das Bauprojekt die letzte Bauphase erreicht. Etwas mehr als 18 Monate nach dem Start der Bauarbeiten habe die Installation aller Maschinen und Systeme begonnen. Für die Bühler AG bedeute die Modernisierung einen «Meilenstein auf dem Weg für Innovationen in der Getreideverarbeitung», heisst es.

    Das neue GIC löst gemäss Mitteilung nach fast 75 Jahren die Vorgängeranlage ab, weil diese der sich wandelnden Marktdynamik in der getreideverarbeitenden Industrie und in der Entwicklung künftiger Lebensmittel nicht mehr entsprochen habe. Entstehen wird jetzt ein fünfstöckiges Mehrzweckzentrum auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern, das für Tests und Forschung an neuen Produkten genutzt werden kann. Hier könnten wichtige Fragen geklärt werden, «etwa wie lokale Rohstoffe verwendet, wie die Produktivität gesteigert, die Sicherheit erhöht und die Anforderungen an gesündere und neue Produkte erfüllt werden können», heisst es.

    Im neuen Grain Technology Center verbinden sich Bühlers Vergangenheit und Erfahrung in der Müllerei mit modernster Technologie. «Durch die Integration des GIC in das Netzwerk der Anwendungs- und Trainingszentren von Bühler profitieren die Kundinnen und Kunden in Uzwil von einer idealen Einrichtung, die es ihnen ermöglicht, aus Herausforderungen Chancen zu entwickeln», wird Christian Geser, Projektleiter Grains & Food bei Bühler, zitiert. Das bauliche Konzept beziehe auch die Milling Academy von Bühler und die Schule für Futtermitteltechnik direkt neben dem GIC mit ein.

  • Innovatives Schulprojekt auf dem ehemaligen Kasernengelände von Les Vernets

    Innovatives Schulprojekt auf dem ehemaligen Kasernengelände von Les Vernets

    Die Bauarbeiten für den Schulkomplex haben begonnen und sollen eine zentrale Rolle im sozialen Gefüge des entstehenden Wohnviertels einnehmen. Das Projekt „Emile“ des renommierten Architekturbüros Liechti Graf Zumsteg (Aargau) wurde als Gewinner des Architekturwettbewerbs von 2019 ausgewählt. Die innovative Gestaltung des Schulgebäudes, das sich als offener und einladender Raum präsentiert, wird darauf abzielen, eine Atmosphäre des Teilens und der Gemeinschaft zu schaffen.

    Das Gebäude wird nicht nur als Schule fungieren, sondern auch als öffentliche Einrichtung, die der gesamten Gemeinschaft zugänglich ist. Es wird Räume für verschiedene Aktivitäten wie Mensa, Spiel- und Sportstätten bieten, die über Galerien und Passagen auf dem transparent gestalteten Erdgeschoss zugänglich sein werden.

    Das Herzstück des Schulgebäudes wird im ersten Stock liegen, wo Klassenzimmer um einen grosszügigen zentralen Raum angeordnet werden, der Platz für zusätzliche Lernaktivitäten bietet. Die Architektur des Gebäudes wird durch Giebeldächer gekennzeichnet sein, die mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sind, um den Energiebedarf der Schule zu decken und den Klimakomfort zu verbessern.

    Die Bedeutung dieses Projekts für die Entwicklung des Stadtteils betonen Frédérique Perler, Leiterin des Departements für Raumplanung, Bauwesen und Mobilität, sowie Christina Kitsos, Vizepräsidentin des Verwaltungsrats, die den sozialen Zusammenhalt und die Entwicklung der Gemeinschaft hervorheben.

    Die Aussenbereiche der Schule werden sorgfältig gestaltet, um den Schülern und der Gemeinschaft angenehme und funktionale Räume zu bieten. Der Schulhof wird durch bestehende Bäume organisiert und durch neue Bepflanzungen ergänzt, während breite Alleen und grüne Flächen eine einladende Umgebung schaffen.

  • Bündner Hochbauamt reicht Baugesuch für Fachhochschule ein

    Bündner Hochbauamt reicht Baugesuch für Fachhochschule ein

    Die Fachhochschule Graubünden soll am Standort Pulvermühle in Chur ein neues Fachhochschulzentrum erhalten. Das kantonale Hochbauamt hat dafür am 12. März bei der Stadt Chur das digitale Baugesuch eingereicht, genau ein Jahr nach der Annahme des Projekts durch das Bündner Stimmvolk. „Mit der Einreichung des Baugesuchs für das Fachhochschulzentrum haben wir einen weiteren wichtigen Schritt erreicht“, wird Kantonsbaumeister Andreas Kohne in einer Mitteilung der Regierung zitiert.

    Das Hochbauamt rechnet mit einem Entscheid der Stadt im Verlauf des Sommers. Bereits im Frühjahr wird mit den Abbrucharbeiten auf dem Gelände begonnen. Im Spätherbst 2024 soll der offizielle Spatenstich erfolgen. Läuft alles wie geplant, wird das Fachhochschulzentrum 2028 den Betrieb aufnehmen.

    Das Fachhochschulzentrum soll Platz für 2000 Studierende und 300 Mitarbeitende bieten. Heute unterrichtet die Fachhochschule Graubünden in neun Gebäuden an fünf Standorten. Insgesamt werden 178 Millionen Franken in das Projekt investiert.

    Der Neubau wird vom Generalplanerteam Partenaris unter Leitung des Zürcher Büros Giuliani Hönger Architekten errichtet, das 2021 den Projektwettbewerb gewonnen hat. Für den Bau soll auch einheimisches Bauholz verwendet werden. Das Holz wurde bereits in insgesamt 34 Bündner Gemeinden geschlagen und wird nun in acht Sägereien im Kanton verarbeitet.

  • Hilti Schweiz entwickelt Halterungssystem für KSB-Neubau

    Hilti Schweiz entwickelt Halterungssystem für KSB-Neubau

    Hilti Schweiz hat hat einer Medienmitteilung zufolge «in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Baden (KSB) sowie den beteiligten Planern, Ingenieuren und ausführenden Unternehmen speziell für das neue Spital eine koordinierte, gewerkeübergreifende Befestigungstechnik entwickelt, mit der alle Firmen von Beginn an arbeiten konnten».

    Es steht für einen Fortschritt in der Baubranche und könnte künftig bei weiteren hochkomplexen Bauprojekten zum Einsatz kommen, die ebenfalls hohe technische Anforderungen im Hinblick auf Erdbebensicherheit und Brandschutz erfüllen müssen. «Wir erzielen nicht nur eine technisch und wirtschaftlich ausgeklügelte Lösung, sondern auch die sicherste und somit nachhaltigste», wird Marco Lüthi zitiert, Projektingenieur Spitalbau bei der in Adliswil ansässigen Schweizer Vertretung der Hilti AG aus Schaan.

    Das neue Konzept ist für den Geschossbau vorgesehen. Die Pionierleistung besteht aus einem ganzheitlichen Ansatz, heisst es. Die gemeinsame Lösung beende eine gängige Praxis, wonach jedes Unternehmen seine eigenen Befestigungen und Unterkonstruktionen gezeichnet und montiert hat. Die isolierte Vorgehensweise habe die Prozesse ineffizient gemacht.

    Durch die von Hilti entwickelte Mehrfachkonsole konnten die Gewerke Heizung, Sanitär, Lüftung, Klima und Elektro von Anfang an gemeinsam arbeiten. Das ergab 60 Prozent weniger Befestigungspunkte (Bohrlöcher) und 50 Prozent weniger Schnitte und Artikel. Durch die Vorfabrikation und den Verzicht auf separate Konsolen hätten die Gebäudetechnikbetriebe knapp 50 Prozent weniger Zeit für die Installation benötigt. Gesunken seien zudem die Einsatzzeiten von Hebebühnen, Leitern oder Gerüsten und somit das Verletzungsrisiko für die Bauarbeiter. Auch die Nachhaltigkeit konnte profitieren: Im Vergleich mit konventionellen Befestigungssystemen seien 50 Prozent CO2 eingespart worden.

    Der KSB-Neubau wird voraussichtlich 580 Millionen kosten und soll im Herbst 2024 in Betrieb gehen.

  • HKG baut Aarauer Traditionsgarage um

    HKG baut Aarauer Traditionsgarage um

    Die Ingenieurs- und Beratungsfirma Herzog Kull Group Holding AG (HKG) baut die Aarhof Garage in Aarau laut einer Medienmitteilung zu einem modernen Bürogebäude um und wird dieses auch selber nutzen. Die Garage wurde 1950 erbaut und soll nach der Sanierung heutigen Baustandards gerecht werden, heisst es in der HKG-Mitteilung. Im Erdgeschoss sollen 45 Büroarbeitsplätze entstehen. Das Projekt wird von HKG gemeinsam mit dem Aarauer Architekturbüro Schneider & Schneider realisiert. Zu den Büroräumen kommen Sitzungszimmer, ein Pausenraum und eine Küche hinzu.

    HKG verweist in seiner Medienmitteilung auf einen Bericht der «Aargauer Zeitung», laut dem sich die Kosten auf 3,2 Millionen Franken belaufen werden. Mit dem Umbau soll noch 2024, voraussichtlich im Spätsommer, begonnen werden. Die Sanierung und Um- sowie Neubauten im Obergeschoss sollen bis Mitte September 2025 fertiggestellt sein.

    Im Obergeschoss werden nach Angaben von HKG drei Zweieinhalb-Zimmer-Loft-Wohnungen mit hohen Decken errichtet. Da das Gebiet um die Traditionsgarage traditionell ein Grüner Fleck in Aarau war, solle in Erinnerung an die historischen Gärten wieder ein begrünter Raum entstehen, heisst es in der Mitteilung.

    Das 1978 in Aarau gegründete Unternehmen HKG ist auf innovative Gebäudetechnik von der Elektrizitätsplanung bis zur Gebäudeautomation spezialisiert. HKG widmet sich auch den erneuerbaren Energien wie der Photovoltaik.

    HKG hat neben dem Hauptsitz in Aarau Vertretungen in Schlieren ZH sowie in Baden, Bern, Chur GR, Crissier VD, Luzern, Olten SO, Pratteln BL, Rotkreuz ZG, St.Gallen und Vilters SG. Die HKG beschäftigt rund 200 festangestellte Mitarbeitende, darunter 89 mit einer höheren technischen Ausbildung, 65 mit technischer Ausbildung sowie 23 kaufmännisch administrative Mitarbeitende und 23 Lernende.

  • Winterthur geht mit Entwicklung des Areals Obertor voran

    Winterthur geht mit Entwicklung des Areals Obertor voran

    Die Stadt Winterthur geht eines der vier Einzelprojekte bei der Entwicklung des Areals Obertor an. Die vormals von der Stadtpolizei genutzten Gebäude am Obertor 11, 13 und 17 sollen umfassend saniert und neuen Nutzungen als Büroraum, Gewerbefläche und Wohnraum zugeführt werden. Dabei verbleiben die Liegenschaften in städtischem Eigentum und werden der Kostenmiete unterliegen, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Die Kosten für die bauliche Umgestaltung werden dort auf insgesamt 16,2 Millionen Franken beziffert.

    Die beiden vor 1850 gebauten vierstöckigen Gebäude am Obertor 11 und 13 werden ihrer ursprünglichen Nutzung zugeführt. Im Erdgeschoss werden dafür Gewerbeflächen eingerichtet und in den Obergeschossen insgesamt sieben Wohnungen realisiert. Neben einer energetischen Sanierung und der Erneuerung aller haustechnischer Installationen ist ein neuer Treppen- und Liftkern in den Gebäuden geplant. Zudem werden «die Fassaden wo notwendig an die neue Nutzung angepasst», schreibt die Stadtverwaltung.

    Bei der Liegenschaft am Obertor 17 handelt es sich um eine Rokokovilla aus dem Jahre 1764. Das Haus zum Adler diente seit einer Renovierung 1947 als Polizeiamtsgebäude. Nun soll die ursprüngliche Raumaufteilung wiederhergestellt und die Gebäudehülle instand gesetzt werden. Im Inneren entstehen «neue Büroflächen, welche die historischen Innenräume wieder zur Geltung kommen lassen». Auch beim Haus zum Adler sind eine energetische Sanierung und die Erneuerung der haustechnischen Installationen geplant. Zudem sollen Brandschutz und Erdbebensicherheit verbessert werden.

  • Nüssli feiert Richtfest für Achtfachsporthalle

    Nüssli feiert Richtfest für Achtfachsporthalle

    Die in der St.GallenBodenseeArea ansässige Nüssli Schweiz AG hat in der deutschen Stadt Monheim am Rhein Richtfest bei der ersten in Europa erbauten Achtfachsporthalle gefeiert. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, wurde die Richtkrone am 26. Februar 2024 aufgerichtet. Nüssli hat im November 2022 den Generalauftrag für den Bau des Sportzentrums erhalten. 2023 wurde mit dem Bau begonnen und nach den Sommerferien 2024 soll das auf zwei Ebenen mit je vier Turnhallen funktionierende Gebäude dem Sportbetrieb übergeben werden.

    „Das Tempo ist beeindruckend. Wir liegen mit den Arbeiten an diesem Grossbauprojekt tatsächlich immer noch so dicht im von Beginn an ambitionierten Zeitplan, dass wir die Halle wohl bereits im Oktober in Betrieb nehmen können“, wird Daniel Zimmermann, Bürgermeister von Monheim, in der Mitteilung zitiert. „Dass hier die grösste Sporthalle Europas entsteht, wird man ihr am Ende von aussen gar nicht ansehen, weil wir für den Bau auch in das Gelände reingehen.“

    Nach Unternehmensangaben wird die neue Monheimer Sportanlage über 4400 Quadratmeter reine Sportfläche in den acht Hallen des Unter- und Erdgeschosses verfügen. In oberen Etagen werden weitere Gymnastikräume erbaut. Umkleiden, Technik und Wirtschaftsräume werden auf weiteren 3000 Quadratmetern errichtet. Die einzelnen Hallen auf jeder Etage können bei Bedarf auch zu Grosshallen zusammengelegt werden. Ausfahrbare Tribünen können 500 Zuschauern im Untergeschoss sowie 100 Zuschauern im Erdgeschoss Platz bieten.

    Eine innovative Stahlkonstruktion sowie das Verwenden vorgefertigter Bauteile ermöglichten eine kurze Bauzeit. Zudem führen die verwendeten hochwertigen Baustoffe – darunter Holzbauteile für 600 Wand-, Decken-, Dach- und Fassadenteile – zu dauerhaftem Bestand, heisst es in der Mitteilung.