Kategorie: Projekte

  • Intershop beginnt mit Bau einer Montagehalle für Stadler

    Intershop beginnt mit Bau einer Montagehalle für Stadler

    Intershop erstellt für Stadler Winterthur eine neue Montagehalle. Laut einer Medienmitteilung liegt nun die Baubewilligung vor. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 16 Millionen Franken. Der Baubeginn sei noch für die laufende Woche, die Bauvollendung für Ende 2021 vorgesehen. Wie Stadler nach Abschluss der Vereinbarung mit der Intershop Holding mitgeteilt hatte, wird der Zugbauer das Werk von der Intershop-Tochter SGI City Immobilien AG langfristig anmieten. Der Mietvertrag verfüge über eine Mindestlaufzeit von 15 Jahren, so Intershop.

    Mit dem Neubau erweitert Stadler Winterthur sein Kompetenzzentrum für Drehgestelle. Auf rund 13’250 Quadratmetern Landfläche entstehen weitere Lager- und Montageflächen zum Bau von Drehgestellen für Normal- und Breitspurzüge sowie für Strassenbahnen. Die Inbetriebnahme der neuen Halle ist für 2022 geplant. Stadler hatte im Februar die Absicht angekündigt, mit der Erweiterung der Produktionsstätte am Standort Winterthur voraussichtlich bis zu 50 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

  • Eine Lifestyle-Marke mischt  die Hotellerie in Zürich auf

    Eine Lifestyle-Marke mischt die Hotellerie in Zürich auf

    Das deutsche Hotelunternehmen Althoff Hotels wird gegen Ende des Jahres das traditionsreiche Hotel «Bellerive au Lac» in Zürich übernehmen. Seit Januar dieses Jahres wird das geschichtsträchtige Haus am Utoquai 47 vollständig umgebaut und danach als drittes AMERON Hotel in der Schweiz – zwei Hotels befinden sich in Davos und Luzern – und als erstes AMERON Boutique Hotel in der Schweiz eröffnet. «Grösse und Raumprogramm passen perfekt für den Umbau in ein AMERON Boutique Hotel», wird Thomas H. Althoff, Gründer und Inhaber der Althoff Hotels, in verschiedenen Medien zitiert.

    Hochstehendes Hoteldesign
    Als Interior Konzept hat Monoplan – ein auf Hotellerie spezialisiertes Architekturbüro mit Sitz in Zürich – eine modern interpretierte Weiterführung des bestehenden Hoteldesigns entwickelt, ist auf ihrer Homepage zu lesen. Dazu zählen hauptsächlich das Interior Design, die Ausführungsplanung sowie die gestalterische Leitung. «A World of Many Worlds» – so lautet das Credo der Hotelgruppe. Alle Hotels zeichnet ein kosmopolitisches Interior-Design aus, das gleichzeitig in jedem Haus einen individuellen Charakter hat. Das Haus wird über 61 Zimmer und Suiten, eine Erlebnisgastronomie sowie über unterschiedliche Tagungsräumlichkeiten verfügen. Läuft alles nach Plan, soll das Viersterne-Haus im Winter dieses Jahres eröffnet werden. ■

  • Vom Geschäftshaus zum Design-Hotel

    Vom Geschäftshaus zum Design-Hotel

    Am Beatenplatz, unweit des Zürcher Hauptbahnhofs, entsteht im denkmalgeschützten ehemaligen Geschäftshaus «Haus Du Pont» ein Budget-Design-Hotel der Münchner Hotelgruppe Ruby mit 208 Zimmern sowie ein Restaurant, welches von Candrian Catering betrieben wird. Über 100 Jahre lang beherbergte das Gebäude das Kino ABC aus dem Jahr 1913. In der Historie wird das «Haus Du Pont» der Zürcher Architekten Jakob Haller und Karl Schindler als palastartiges Gebäude bezeichnet. In der Tat: Der Vergleich ist passend.

    Schlichte und repräsentative Erscheinung
    Nun ein Blick in die Zukunft: Im Zuge der Umnutzung wird das grösstenteils denkmalgeschützte Gebäude grundsaniert. Dazu zählen dessen Tragstruktur, Treppenhäuser, Fassade und Dachaufbauten. Um eine elegante, schlichte und zugleich repräsentative Erscheinung zu verwirklichen, werden klassische Mittel eingesetzt, betonen die Projektverantwortlichen. Dazu zählen beispielsweise eine umlaufende Wandfriese. Das heisst ein lineares, waagrechtes Stilelement. Dieser schmale Streifen, umgrenzt, gliedert und dekoriert Teile des Bauwerks. Hinzu kommen strukturierte Wandoberflächen, ein Terrazzoboden sowie Sitz-Nischen in der Lobby. Die Philosophie der Hotelgruppe heisst «Lean Luxury – Luxus auf kleiner Fläche».

    Für die Architektur, das Interior Design, die Gesamtplanung sowie für die Bauleitung zeichnet das Zürcher Architekturbüro Monoplan verantwortlich. Besitzerin und Bauherrin des historischen Bauwerks ist die PSP Swiss Property, die 45 Millionen Franken in den Totalumbau investiert. Läuft alles nach Plan, werden die rund zweijährigen Bauarbeiten Ende 2021 beendet sein. ■

  • Das Jugendstil-Wahrzeichen von Nancy

    Das Jugendstil-Wahrzeichen von Nancy

    Führung florierte das Unternehmen und eröffnete unter anderem Filialen in Paris, London und Berlin.

    So konnte der 1859 geborene Franzose mit nur 39 Jahren den Bau einer prachtvollen Villa in Auftrag geben. Er vertraute dabei auf den damals erst 26 Jahre alten Architekten Henri Sauvage (1873–1932). Die beiden Herren lernten sich im Haus des gemeinsamen Freundes kennen – dem Bildhauer Alexandra Charpentier. Sauvage hatte noch nie zuvor an einem solchen Projekt mitgearbeitet. Die einzige Erfahrung, die Sauvage vorweisen konnte, war einige Monate Arbeit beim Brüsseler Architekten Paul Saintenoy. Majorelle gefielen die Jugendlichkeit und Kühnheit des Architekten wie auch dessen gute Vernetzung in die Kunstwelt. So zog er Sauvage dem erfahrenen, in Nancy ansässigen Architekten Lucien Weissenburger vor. Weissenburger durfte das Projekt aber immerhin vor Ort ausführen.

    Das Fotoalbum der Familie Majorelle lieferte wichtige Hinweise
    In den Jahren 1901–1902 wurde die Villa nach den Plänen von Sauvage gebaut. Sie war das erste komplett im Jugendstil errichtete Haus in Nancy und gilt als Paradebeispiel. Sauvage errichtete die Villa aber nicht im Alleingang: Er rief andere renommierte Künstler hinzu. Zum Beispiel seine Pariser Freunde, den Keramikkünstler Alexandre Bigot und den Maler Francis Jourdain. Bigot führte die Keramiken aus, Jourdain entwarf die dekorativen Gemälde im Speisesaal. Die Möbel stammen aus Majorelles eigener Produktion. Der Hausherr übernahm auch die Schmiedearbeiten und die Geländer. Die Buntglasfenster in den Haupträumen (Treppenhaus, Esszimmer, Wohn- und Schlafzimmer) wurden vom Meisterglaser Jacques Gruber gestaltet. Der Grossteil dieser Künstler gehörte der im Jahr 1901 von Emile Gallé mitgegründeten Ecole de Nancy an.

    Vier Jahre lang wurde die Villa Majorelle in aufwändiger Restaurationsarbeit innerlich wie äusserlich wieder instand gesetzt. Das komplett im Jugendstil gehaltene Gebäude wurde im Jahr 1898 von Louis Majorelle, selbst Möbelschreiner, Designer und Kunstschmied, in Auftrag gegeben. Majorelle wollte eigentlich Maler werden und studierte in jungen Jahren an der School of Fine Arts in Paris. Nach dem Tod seines Vaters musste er frühzeitig in seine Heimatstadt Nancy (F) zurückkehren, um das Familienunternehmen zu übernehmen. Er liess moderne Möbel herstellen und liess sich dabei von der Natur und von Emile Gallé inspirieren. Gallé spezialisierte sich auf das Material Glas und leistete auf diesem Gebiet Pionierarbeit. Er zählt zu den Begründern des Jugendstils. Unter Louis Majorelles Florale Elemente ziehen sich von der Fassade bis ins Innere des Hauses: Sie finden sich in Ornamenten, Schnitzereien, Mosaiken und Emailarbeiten. Architekt Sauvage ordnete die Fenster und Aussentüren so an, dass sie der Logik der Innenraumaufteilung entsprachen, und brach mit der Tradition des horizontalen symmetrischen Gebäudes. Fliessende Formen und dekorative Motive ziehen sich durch die gesamte Architektur. Sauvage spielte mit den Gegensätzen: Der nackte Euville-Stein steht im Kontrast zu der Polychromie von Ziegeln, Steinzeug, Holz und Eisenarbeiten. Der ständige Präsenz von Holz zieht sich wie ein roter Faden durch die Inneneinrichtung und schafft eine Verbindung zum Äusseren der Villa.

    Die Villa Majorelle gilt als einzigartige experimentelle Arbeit. Henri Sauvage sagte später: «Ich habe dort zwei Jahre lang gearbeitet und bin meinem ersten Kunden von Herzen dankbar für die unerhörte Freiheit, die er mir geschenkt hat. Trotz meines jungen Alters hat er mir nie eine Budgetbeschränkung oder seine persönlichen Vorstellungen auferlegt.» Nach der Fertigstellung lebte Louis Majorelle gemeinsam mit seiner Frau Jane Kratz und dem gemeinsamen Sohn Jacques dort. Das Bauwerk ist auch unter dem Namen «Villa Jika» – nach den Initialen von Jane Kratz – bekannt.

    Louis Majorelle verstarb 1926, die Villa erbte sein Sohn, welcher das Haus dem Staat verkaufte. Dieser liess darin zunächst Büros errichten. Die allmähliche Wiederentdeckung des Jugendstils führte dazu, dass die Villa 1975 als historisches Denkmal eingestuft und schliesslich 1996 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Seit 2003 ist die Villa im Besitz der Stadt Nancy. In den letzten Jahren erfolgten immer wieder kleinere Renovationen an der Villa. Bei der jüngsten und umfassendsten Renovierung wurde die Villa in den Zustand von 1926 zurückversetzt. Die Renovationsarbeiten betreute das Atelier Grégoire André. Wichtige Informationen zum ursprünglichen Aussehen des Hauses lieferten Artikel und Publikationen aus der Entstehungszeit der Villa. Auch das Fotoalbum der Familie Majorelle diente als wertvolle Informationsquelle.

    Einige nachträglich gemachten Änderungen wurden dieses Mal zurückgebaut: So entfernte man ein Erkerfernster an der Nordfassade und brachte auf dem Dach die vor einigen Jahren aus Sicherheitsgründen entfernten Kaminhauben wieder an. Die Fassade wurde gereinigt und beschädigtes Mauerwerk ersetzt. Zwei Jahre lang dauerten nur schon die Arbeiten an der Aussenfassade und am Dach.

    Original Gruber-Fenster bei Bombardierung zerstört
    Aber auch das Innere des Gebäudes erfuhr eine komplette Restauration in enger Zusammenarbeit mit dem Musée de l’Ecole de Nancy und eines Komitees aus Jugendstil-Spezialisten und Kunsthistorikern. Um angemessene Empfangsbereiche für Besucher zu schaffen, sind im Bereich der Küche und Speisekammer die Kasse, Garderobe und der Souvenirshop untergebracht. Neu wurde ein Lift eingebaut, ansonsten wurden die Holz- und Mosaikböden sowie die Glasarbeiten vollständig überarbeitet.

    Das Wohnzimmer enthält ein aufwändiges Stuckdekor mit Tannenzapfenmotiv, welches sich auch auf den Möbeln und dem Kamin wiederfindet. Dasselbe Motiv wurde ebenfalls auf dem Buntglasfenster von Jacques Gruber eingesetzt. Das Gruber-Fenster wurde allerdings bei der Bombardierung Nancys im Jahr 1916 zerstört und durch ein anderes im orientalischen Stil gehaltenes Fenster ersetzt, das auch heute noch zu sehen ist.

    Fast 100 Möbel, Gemälde und Kunstobjekte fanden anschliessend aus dem Musée de l’Ecole den Weg in die Villa. Die Möbel sind grösstenteils original. Es wurden Werke ausgewählt, die von Louis Majorelle entworfen wurden und / oder von Firmen, mit denen er zusammengearbeitet hatte (Manufacture Daum, Manufacture Keller et Guérin, den keramischen Werkstätten de Rambervillers und Frères Mougin). Die Auswahl hing vor allem von der Ähnlichkeit mit den auf den alten Fotos sichtbaren Gegenständen ab. In der gleichen Weise hat das Museum aus seiner Sammlung auch Gemälde ausgewählt, die von Louis Majorelle oder seinem Sohn Jacques hergestellt wurden.

    Zwischen 2021 und 2022 erfolgen noch kleinere Renovationen im Innern der Villa, welche aber keine Schliessung des Hauses erfordern. Die Arbeiten umfassen die Nachbildung der Badezimmer, Schaffung von Lehr- und Bildungsbereichen im ersten Stock sowie die Renovierung des Ateliers von Louis Majorelle im 2. Stock. Die Kosten belaufen sich bislang auf 2,5 Millionen Euro. ■

  • «Ambassador House»: Mit Abwärme umweltfreundlich heizen

    «Ambassador House»: Mit Abwärme umweltfreundlich heizen

    Wirtschaftlichkeit und Ökologie im Einklang
    Einen zentralen Aspekt der Sanierung des imposanten Gebäudes stellte die Energieversorgung dar. In der Ausschreibung war ursprünglich eine Versorgung mit Fernwärme über einen Drittkontraktor vorgesehen, mit einem Deckungsgrad an fossilfreier Energie von 80 Prozent. Zur Ausführung kam aber eine Unternehmervariante mit dem Energiedienstleister ewz, die eine Versorgung mit 100 Prozent fossilfreier Energie ermöglicht. Seit über zehn Jahren nutzt ewz die Abwärme des SBB-Frequenzumformerwerks mit einer Temperatur von etwa 50 Grad Celsius für ein benachbartes Gebäude. «Der Generalunternehmer Halter AG ist mit ihrem Konzept der Energielösung für das «Ambassador House» auf uns zugekommen. Vom SBB-Umformerwerk hatten wir noch genügend Abwärme verfügbar, da hier das Potenzial noch nicht ausgeschöpft war. Deshalb konnten wir ihnen diese ökologischere Lösung zu wesentlich tieferen Betriebskosten anbieten», erklärt ewz-Projektleiter Pascal Leumann.

    Garantierte Energieversorgung
    Die Wärme wird vom Umformerwerk mit eigens dafür verlegten Fernwärmeleitungen in die Energiezentrale des Ambassador House transportiert. Die Energiezentrale ist mit zwei grossen Wärmepumpen / Kältemaschinen ausgerüstet, die mit dem natürlichen Kältemittel Ammoniak (NH3) arbeiten. Falls keine Abwärme vom SBB-Umformerwerk geliefert wird, werden die beiden Ammoniak-Kältemaschinen als Luft-Wasser-Wärmepumpen betrieben und stellen die Wärmeversorgung zu 100 % CO2-frei sicher. Gleichzeitig liefern die zwei Ammoniakkältemaschinen die benötigte Kälte zum Kühlen der Büroräumlichkeiten und Serverräume. Dank dem innovativen Energiekonzept lassen sich 680 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. ewz plante, finanzierte und baute die Energiezentrale und wird die Anlagen auch die nächsten 30 Jahre betreiben. ■

  • Vom denkmalgeschützten Schulhaus zum Privathotel

    Vom denkmalgeschützten Schulhaus zum Privathotel

    Die Vision: Aus einem ehemaligen Schulhaus soll ein Hotel realisiert werden, bei dem der ursprüngliche Nutzungscharakter ebenso wie die Originalsubstanz erhalten bleiben soll. Der Berliner Hotelier Kurt Hermandung und sein Partner Marc Konopatzki haben ihren Traum eines eigenen kleinen Privathotels verwirklicht. Dieses liegt nahe bei Düsseldorf, Köln und den Ruhrmetropolen. «Wir wollten ein kleines, feines Haus mit Charakter, aus dem wir etwas ganz Besonderes machen», sagen die Besitzer. «Nach langem Suchen sind wir auf diese ehemalige Grundschule gestossen – und auf einen Investor, der sich vorstellen konnte, mit uns daraus ein Hotel und aus der ehemaligen Turnhalle ein Restaurant zu machen.» Gestalterisch und konzeptionell griff man beim ehemaligen Schulhaus aus dem Jahre 1915 und die 1980 angebaute Turnhalle auf die ursprüngliche Gebäudenutzung auf.

    Aus Klassenzimmern wurden elegante Hotelzimmer
    Vom Entwurf über die Ausführungsplanung bis hin zur Bauleitung realisierten das ortsansässige Architekturbüro Wilde und Wehnau dieses anspruchsvolle Umnutzungskonzept. Ihre Leistungen umfassten ebenso das Konzept des Denkmalschutzkonzeptes, die Planung der Inneneinrichtung sowie die Lichtplanung. So wurden die Aussenfassade mit ihren typischen Schieferschindeln, dem repräsentativen Erker und den grünen Regenrinnen unter den Augen des Denkmalschutzes restauriert und erhalten. Aus den ehemaligen Klassenzimmern der Grundschule wurden elegant ausgestattete Einzel- und Doppelzimmer mit Eichenparkett und grosszügigen Bädern. Im Dachgeschoss wurde eine Junior-Suite eingebaut. Die früher in den Zimmern üblichen Minibars gehören der Vergangenheit an. Die Alternative ist viel origineller und ökologisch sinnvoller: Ein zentraler «Schulhauskiosk» im Erdgeschoss führt ein Angebot an verschiedenen Getränken.

    Eine Besonderheit im Haus sei der wiederhergestellte, sich über zwei Etagen erstreckende historische Brunnen mit frischem Trinkwasser, betonen die Hotelbesitzer. An die frühere Schulzeit erinnern alte Zeugnisse und Fotos. Sie finden sich in dem ganzen Gebäude wieder. Turnkästen dienen in den Zimmern als Kofferablage. Auch die alte Sprossenkletterwand der Turnhalle erhielt eine neue Funktion. Sie dient im Restaurant als Abtrennung zur Treppe.

    Ehemalige Turnhalle als Restaurant
    Die eher schmucklose Turnhalle wurde im Zuge der Umbauarbeiten vollständig zurückgebaut. Entstanden ist ein modernes Gebäude, welches nun das Restaurant «Die Turnhalle», die Lounge sowie die Bar beherbergen. Im historischen Schulgebäude erschliesst ein Lift barrierefrei alle Etagen und stellt die Verbindung der Hotelzimmer mit dem Restaurant her. Letzteres ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine neu eingezogene Decke unterteilt die ehemalige Turnhalle in zwei Stockwerke. Dadurch konnte die Fläche auf 800 Quadratmeter verdoppelt werden. So konnte Platz für vier Konferenzräume und eine kleine Bar zur Verpflegung des Tagungsbereichs geschaffen werden. Der Erweiterungsbau mit seinen grossen Glasflächen steht im gelungenen Kontrast zum alten und liebevoll restaurierten Schulhaus und ergänzt diesen auf ideale Weise. ■

  • Vom ehemaligen Pfarrhaus zur sanft renovierten Ferienwohnung

    Vom ehemaligen Pfarrhaus zur sanft renovierten Ferienwohnung

    Baukultur erlebbar zu machen, heisst die Maxime der Stiftung für Ferien im Baudenkmal. Ab 2021 sollen beispielsweise die Renovationsarbeiten eines ehemaligen Pfarrhauses im Wallis beginnen, das zu einer Ferienwohnung umgebaut wird. Das ehemalige Pfarrhaus – «Kaplanei» genannt – steht im Walliser 400-Seelen-Dorf Ernen. Es wurde 1776 gebaut und bis 1952 als Pfarrhaus genutzt. Seither steht das Anwesen grösstenteils leer und verfällt zusehends. Das wird sich nun ändern, da die Stiftung Ferien im Baudenkmal das Gebäude Ende 2018 im Baurecht übernehmen konnte.

    Durch den langen Leerstand habe die «Kaplanei» gelitten, sagt Nancy Wolf, Verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei der Stiftung. Obwohl die Eigentümerschaft, in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege, die Aussenfassade samt Fenster und dem Dach restauriert hat, sind weder moderne Kücheneinrichtungen noch zeitgemässe Sanitär- und Heizungsinstallationen vorhanden.

    Gebäude mit eigener Hauskapelle
    Vorgesehen ist, sich bei den umfangreichen Sanierungsarbeiten – dazu gehört hauptsächlich die Instandsetzung der Innenräume – auf den Erhalt der bestehenden Substanz zu konzentrieren. Einzig die Einbauten in Küche und Bad sollen in einer zeitgenössischen Formensprache zurückhaltend umgesetzt werden. Das wohlproportionierte Vorschutz-Haus besteche besonders durch den Wechsel von Holz und Stein an seinen Traufseiten und durch die mit rotem Tuffstein gerahmten Türen und Fenster. Sie würden Reichtum und Würde ausstrahlen, betonen die Projektverantwortlichen. Charakteristisch für diesen Bautyp wurde der hintere Hausteil mit Küche aus Stein erstellt. Im Innern befindet sich zudem eine eigene Hauskapelle. Beim Betreten des Empfangszimmers, der Pfründstube, fällt das sauber bearbeitete, stark geschweifte Täfer mit den tief gebuchten Fasen auf, von denen es heute nicht mehr viele gibt, ist im Projektbeschrieb zu lesen. Der würfelförmige Ofen zeigt den Heiligen Georg auf dem Ross, den Patron der Kirche und der Pfarrei, sowie die Heilige Katharina mit dem Rad.

    Haus mit herrschaftlichem Charakter
    Im ersten und im zweiten Stock findet man religiöse Inschriften auf Lateinisch, mit denen man Bewohnern wohl praktische Lebensanweisungen geben wollte, vermuten die Denkmalschützer. Ein Raum im oberen Stock ist mit einer gewölbten Gipsdecke versehen. In der Mitte trohnen ein Gemälde. Gemalte, tulpenförmige Blumen an den Konsolen und die rundbogenartigen Portale zum Keller verleihen dem Haus seinen herrschaftlichen Charakter. Künftige Ferienwohnungsbesitzer können diese Schätze bald bestaunen. ■

  • Renovation und Erweiterungsbau: Hospiz Zentralschweiz Luzern

    Renovation und Erweiterungsbau: Hospiz Zentralschweiz Luzern

    Schützenswertes Gebäude: Arztpraxis mit Wohnhaus in Littau
    Das ursprüngliche Gebäude – ein Wohnhaus mit integrierter Arztpraxis – hat der damalige Luzerner Architekt Josef Gasser 1959 erbaut. Dabei liess er sich vom bekannten US-amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright inspirieren: Insbesondere durch den von Wright geprägten Prärie-Stil, der Bezug zur breiten, flachen Landschaft im mittleren Westen der USA nimmt. Entsprechend zeichnet sich die Architektur durch eine offene Raumgestaltung, eine horizontale, flächige Ausrichtung und den Einsatz natürlicher Materialien aus. In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Kantons Luzern wurde ein umsichtiger Weg für den Umgang mit dem schützenswerten Gebäude gefunden.

    Von Frank Lloyd Wright inspirierter Klinkerbau wird sanft renoviert
    Am äusseren Erscheinungsbild des bestehenden Klinkerbaus wurde bei der Sanierung wenig geändert. Eingriffe am äusseren Erscheinungsbild des Hauses wurden nur Richtung Garten realisiert, in dem die Stiftung den Anbau erstellen liess. Die Raumaufteilung und -nutzung wurde für die notwendigen Gemeinschafts-, Administrations-, Praxis- und Pflegeräume angepasst. Im bestehenden Obergeschoss entstanden Arbeitsräume, Gästezimmer und ein «Raum der Stille». Erschlossen ist das ganze Haus neu mit einem Lift.

    Pavillonartiger Holzbau für stationäres Hospiz
    Im Innenhof wurde ein einstöckiger Pavillon in Holzbauweise mit 12 Zimmern erstellt. Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Nasszelle und Blick in den Garten. Die zwei Gebäude sind durch einen Gang, welcher den neuen Innenhof umschliesst, verbunden. Der Pavillon ist unterkellert und an das bestehende Gebäude unterirdisch angebunden. Für ein harmonisches Erscheinungsbild wurde der Neubau mit einer Klinkerstein- und Holzfassade sowie einem Dachrand aus vorpatiniertem Kupfer realisiert.

    Die Renggli AG begleitete die Stiftung Hospiz Zentralschweiz als Generalplanerin. Als Teil des Planungsteams hat sie die Architektur mitentworfen und die anspruchsvollen Fachgebiete und beteiligten Partner koordiniert. Im Projekt wirkte die Renggli AG zudem als Totalunternehmerin. ■

  • Beginn einer neuen Shopping-Ära

    Beginn einer neuen Shopping-Ära

    Das Projekt umfasste dabei nicht nur Anpassungen bei den Verkaufs- und Dienstleistungsflächen sowie beim Gastronomieangebot, sondern auch den Neubau eines modernen Hotels mit 80 Zimmern. Heute steht das Perry Center für ein neues urbanes Einkaufserlebnis.

    Pures Einkaufsvergnügen
    Nicht nur die hellen und grosszügigen Flächen, das erweiterte Produkte- und Serviceangebot der über 40 Geschäfte sowie ein Kinderparadies sorgen dafür, dass sich Besucherinnen und Besucher des modernisierten Perry Centers rundum wohl fühlen. Um eine möglichst stressfreie Anfahrt zu gewährleisten, wurde auch ein neues Parksystem für die rund 800 Parkplätze eingeführt. Von Aussen erscheint das Perry Center nach Abschluss der Arbeiten natürlich ebenfalls in einem neuen Kleid: eine einzigartige, 15 Meter hohe beleuchtete Lamellenfassade lässt das Einkaufszentrum nun gleich hoch erscheinen wie das neueröffnete Holiday Inn Express Hotel. Nachts fallen die schlanken Paneelen des Perry Centers besonders auf, wenn sie in unterschiedlichen Farben erstrahlen. Insgesamt sind 2600 Laufmeter LED-Bänder in diese Lamellen integriert. Gäste des neuen Hotels gelangen übrigens direkt über eine Passerelle ins Shoppingcenter, wo sie Einkäufe tätigen und sich verpflegen können.

    Logistische Meisterleistung
    Als ausführendes Totalunternehmen hat die Bauherrschaft die Steiner AG beauftragt. Diese hat als führende Immobilienentwicklerin sowie Total- und Generalunternehmerin bereits zahlreiche visionäre Projekte in der ganzen Schweiz realisiert. Da die gesamte Revitalisierung des Perry Centers bei laufendem Betrieb durchgeführt wurde, waren Steiner sowie alle beteiligten Subunternehmen von Beginn weg vor hohe Anforderungen bezüglich Planung, Realisierung und Logistik gestellt. So mussten während der Bauphase nicht nur die Besucherströme optimal gesteuert werden, sondern auch bestehende Mieter innerhalb des Zentrums umziehen. ■

  • Ein neues Kleid für das Grand Hôtel & Centre Thermal Yverdon-les-Bains

    Ein neues Kleid für das Grand Hôtel & Centre Thermal Yverdon-les-Bains

    Seit Herbst 2019 wird das historische Hotel mit 116 Zimmern und Suiten während drei Jahren umgebaut. Das Gesamtbudget von rund 32 Millionen Franken enthält die Kosten für die vollständige Renovierung der Innenräume und des Aussenbereiches sowie des Thermalbades und des Grand Hôtels. Im Grand Hôtel werden die Zimmer und Bäder, die Küche und der Aussenbereich inklusive Schwimmbad renoviert. Der Eingang zu den Thermalbädern wird neu ausgestaltet und mit Geschäftsflächen und Restaurants erweitert. Die Umkleidekabinen werden renoviert.

    Ein neues Café wird nur von den Bädern aus zugänglich sein. Die Zone um die Aussenschwimmbecken wird mit einem 350 m2 grossen Wellnessbereich mit Hamam und Sauna ergänzt. Der Fitnessbereich umfasst neu 700 m2. Während der gesamten Bauzeit wird das Thermalbad den normalen Betrieb aufrechterhalten. BCO SA, eine Tochter der BOAS-Gruppe, leitet die Bauarbeiten; das Architekturbüro Richter Dahl Rocha mit Sitz in Lausanne hat das Projekt ausgearbeitet.

    Das Thermalbad von Yverdon-les-Bains besteht aktuell aus verschiedenen, zum Teil dreistöckigen Gebäuden, die untereinander verbunden sind. Im Aussenbereich stehen zwei grosse Schwimmbecken zur Verfügung. Das 4-Sterne-Superior-Hotel liegt inmitten eines prächtigen Parks mit altem Baumbestand. Aufgrund seiner langjährigen Geschichte strahlen die verschiedenen Räumlichkeiten des Grand Hôtels jeweils ihren eigenen, ganz besonderen Charme aus. So zum Beispiel die sogenannte Rotunde (kreisförmiger Bauteil), in der sich das Restaurant und die Lounge-Bar befinden oder der vor kurzem renovierte «Belle Epoque»-Saal und insbesondere auch das zum Hotel gehörende Schloss. Über einen Glastunnel ist das Hotel mit den Thermalbädern verbunden.

    Neues Seedorf und neue Einrichtungen
    Der erste Schritt des gross angelegten Renovationsprojektes ist der Bau des Seedorfes im Park vor dem Hotel – am Ufer eines neu angelegten Weihers. Drei Holzbrücken führen die Besucher übers Wasser zu den Häusern, die verschiedene Wellnessbereiche wie Hamam, Sauna und Ruheräume beherbergen. Ein Barfussweg wird ebenfalls entstehen. Die bereits heute für die Physiotherapie und Arztpraxen genutzten Räumlichkeiten werden durch zwei Einheiten ergänzt: Entstehen soll ein Zentrum für Sportmedizin mit einem separaten Eingang. Weiter ist vorgesehen, die medizinischen Infrastrukturen räumlich zu konzentrieren, sodass die Patienten über eine grössere Privatsphäre verfügen.
    Durch die Verlegung des Thermalbadeingangs entsteht ein attraktiver, lebendiger Raum, durch den der Gast vom Hotel direkt zur Bäderzone gelangt.

    Dieser Bereich umfasst 900 m2 und umfasst eine Empfangshalle, eine Boutique, ein Restaurant und ein Café. Der bislang für den Übergang genutzte, wenig ansprechende Glastunnel wird abgebaut. Renoviert werden zudem Küche und Restaurationsbereich. Die Fassaden und Dächer der Thermalbad-Gebäude werden abgerissen. Stattdessen wird einer äusseren Einfassung Platz gemacht, die den ganzen Komplex umfasst und vereinheitlicht. Die gesamte Fläche wird um eine Etage aufgestockt. Damit entsteht Raum für moderne, besser durchdachte, architektonisch homogen und stilvoll integrierte Inf-
    rastrukturen. Auch die Infrastruktur des Thermalzentrums wird optimiert: Das Hallenbad wird komplett renoviert und um ein neues Schwimmbad mit Spielbereich erweitert.

    Infrastruktur des Neubaus in der Übersicht:
    Erdgeschoss
    Neuer Eingang, 600 m2
    Boutiquen, Café / Restaurant, 360 m2
    Bäder-Restaurant
    Bereich Physiotherapie (960 m2) mit unabhängigem Rehabilitationsbecken
    Neue Umkleideräume und Duschen
    Neues Innen-Schwimmbecken
    (Unterricht und Erholung)
    Inneres Becken vollständig renoviert
    Zwei Aussen-Schwimmbecken

    Erste Etage
    Fitness-Raum, 700 m2
    Schönheitspflege, 340 m2
    Sportmedizinisches Zentrum (1160 m2) mit Anbindung an den Physiotherapiebereich und neuem separatem Eingang

    Über BOAS Swiss Hotels
    Boas Swiss Hotels ist eine private Hotelgruppe mit Sitz in Crissier / Lausanne. Zur Gruppe gehören zehn Beherbergungsbetriebe in den Kantonen Wallis, Waadt und Genf. Die Hotels gehören mehrheitlich zur Kategorie der 3- und 4-Sterne-Superior-Betriebe. ■

  • Jean Nouvel renoviert  das Grand Hotel Geneva

    Jean Nouvel renoviert das Grand Hotel Geneva

    Anfang Jahr wechselte das Grand-Hotel Geneva die Betreiber: Fairmont Hotels & Resorts, eine der Luxusmarken aus der Accor-Gruppe, übernimmt von der Kempinski-Gruppe. Gleichzeitig wurde von der Eigentümerschaft, der Le Palace Genève SA, die umfassende Renovierung des Hotels angekündigt.

    Das Genfer 5-Sterne-Haus direkt am See mit Aussicht auf den Mont Blanc wird vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel umgebaut. Er sicherte sich mit seinem Architekturbüro den Auftrag im Rahmen eines international ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs. Das Genfer Partner-Büro von Brigitte Jucker-Diserens koordiniert das Projekt. Aus Nouvels Hand stammen unter anderen das KKL Luzern, die Oper von Lyon, die Galerie Lafayette in Berlin oder das nationale Museum in Doha. Er wurde 2008 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet und hat bislang über 200 Bauwerke geschaffen.

    Höchste Energieeffizienz-Standards angepeilt
    Die Umbauarbeiten sollen Ende 2020 / Anfang 2021 beginnen, wenn alle Bewilligungen vorliegen. Ein Schwerpunkt der Renovierung liegt auf der Fassade. Sie soll perfekt in die Umgebung integriert werden und sich in Design und Materialien an die anderen in der Seebucht gelegenen Häuser anlehnen. Auch der Innenhof, die öffentlichen Bereiche sowie die Gastronomiebetriebe erfahren eine Erneuerung. Ausserdem soll das Hotel nach dem Umbau höchste Energieeffizienzstandards erfüllen. Abgeklärt wird zurzeit, ob sich eine thermische Heizlösung umsetzen lässt. Dann würde das Hotel mit Wasser aus dem Genfersee beheizt und gekühlt. Dieser Fokus auf Nachhaltigkeit steht im Einklang mit der Philosophie der Marke Fairmont.

    Das Hotel verfügt über 412 Zimmer, darunter 33 Suiten und 14 Apartments; drei Restaurants, eine Lounge und Bar mit Blick auf den See, ein beheizter Innenpool sowie ein Spa- und Fitnesscenter. Die Anzahl der Zimmer wird nach dem Umbau unverändert sein, wie der Presseverantwortliche der Fairmont Hotels & Resort, Philippe Eberhard, mitteilt. Das zentral gelegene Hotel bleibe während der Renovierung geöffnet. Die Kosten dürften sich laut Eberhard auf mehrere zehn Millionen Franken belaufen.

    Zurzeit umfasst das Portfolio von Fairmont 77 Hotels in 29 Ländern, darunter das GrandHotel Geneva. Ebenfalls am Genfersee liegt das Fairmont Le Montreux Palace. ■

  • Das La Margna wird zum Grace Hotel St. Moritz

    Das La Margna wird zum Grace Hotel St. Moritz

    Seit September 2016 sind die Umbauarbeiten im Gange: In St. Moritz wird aus dem ehemaligen Hotel La Margna an der Via Serlas das Grace Hotel. Eigentümerin ist die international tätige Grace-Hotel-Gruppe. Sie lässt das Gebäude sorgfältig renovieren und durch einen Annexbau erweitern. Ursprünglich war die Eröffnung auf 2017 geplant, wurde dann auf Herbst 2019 verschoben und soll nun im Jahr 2022 stattfinden. Der Grund für die Verzögerung: Das Projekt wurde nach Baubeginn nochmals abgeändert und erweitert. So erhöhte man die Anzahl der Hotelzimmer um einen Drittel auf 56, da eine dementsprechend grosse Nachfrage erwartet wird.

    Das Hotel wird nach Fertigstellung den historischen «La Margna Wing» und den modernen neu gebauten «Grace Wing» umfassen. Im «Grace Wing» entstehen eine Tiefgarage, ein Spa-Bereich sowie Hotelzimmer und Suiten. Im «La Margna Wing» werden die Zimmer in den oberen Stockwerken totalsaniert. Die Räume in den unteren Geschossen werden restauriert, sodass die historische Bausubstanz erhalten bleibt. Die Gäste werden hier Gewölbe, Bögen und weitere architektonische Merkmale des Jugendstils entdecken.

    Jugendstil trifft Moderne
    Das ehemalige Hotel Margna wurde in den Jahren 1906 und 1907 nach Plänen des Architekten Nicolaus Hartmann im Engadiner Heimatstil erbaut. 1911 stockte man den Ostflügel um drei Geschosse auf. Danach fanden immer wieder Umbauten und Sanierungen statt, doch das äussere Erscheinungsbild wurde nie wesentlich verändert. Die markante Fassade soll auch nach dem aktuellen Umbau erhalten bleiben.

    Die Entwürfe für das Projekt stammen aus der Feder des Architekten Nikolas Travasaros von Divercity Architects. Für ihn bestand die Herausforderung vor allem darin, die ursprüngliche Architektur aufzufrischen und gleichzeitig einen modernen Anbau für zusätzliche Zimmer und ein Spa zu schaffen. Neben der Berücksichtigung der strengen Bauvorschriften und den gegebenen Einschränkungen durch das abschüssige Gelände musste Travasaros Hotelzimmer planen, die auch zu Langzeitwohnungen umgestaltet werden können.

    Seine Pläne verbinden Alt und Neu, indem die Basis des bestehenden Gebäudes erweitert wird. Der Anbau folgt dem natürlichen Gefälle und fügt sich nahtlos in die Landschaft ein. Der neue Flügel ist bewusst diskret gehalten und stellt die traditionelle Architektur und die atemberaubende alpine Umgebung nicht in den Schatten. Panoramafenster und anpassungsfähige, offene Innenräume schaffen ein Gefühl von Licht und Raum.

    Für die Planung und Umsetzung vor Ort sind Blarer & Reber Architekten in Samedan verantwortlich. Die Denkmalpflege Graubünden wurde in die Projektentwicklung einbezogen, damit der grösstmögliche Erhalt der historisch wertvollen Bausubstanz garantiert ist. Die STW AG für Raumplanung mit Sitz in Chur wurde ebenfalls in das Projektteam aufgenommen.

    Alle Zimmer und Suiten des Boutique-Hotels Grace St. Moritz werden See- oder Panoramasicht bieten. Geplant sind drei Restaurants und eine grosszügige Spa-Anlage mit Swimmingpool sowie ein Fitnesscenter auf über 800 Quadratmetern. Das Hotel verfügt über einen privaten Parkplatz und ist gerade mal 2 Gehminuten vom Bahnhof und von der Bushaltestelle entfernt. Ein Skigeschäft und ein Skiraum sind ebenfalls geplant. In beiden Flügeln sollen auch Serviced Apartments zum Verkauf angeboten werden. ■

  • «Wegen der Corona-Krise werden wohl alle Investitionsvorhaben aufs Eis gelegt»

    «Wegen der Corona-Krise werden wohl alle Investitionsvorhaben aufs Eis gelegt»

    Herr Allemann, seit langem ist in der Schweizer Hotellerie ein Strukturwandel im Gang mit Trend zu grösseren Hotelbetrieben. Dennoch verfügen knapp 90 Prozent der Hotelbetriebe über weniger als 55 Betten. Wie begegnen diese Betriebe diesem Wandel?

    Das grösste Problem sind Betriebe mit zehn bis zwanzig Zimmern, die über 15 bis 30 Betten verfügen. Diese Häuser haben Mühe, rentabel zu sein. Viele Kleinbetriebe weisen jedoch einen sehr starken Gastronomieanteil auf, der zum Teil über achtzig Prozent des Umsatzes generiert. Dort zählt die Hotellerie nicht zum Hauptgeschäft.

    Hotelgäste werden immer anspruchsvoller. Wie können die in die Jahre gekommenen Hotels diesem Trend gerecht werden?

    Das ist tatsächlich ein Problem. Wir haben in der Schweiz viele Betriebe, welche Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut worden sind. Diese verfügen oft über weniger als dreissig Zimmer und sind sehr unterhaltsintensiv. Falls sie sich in Destinationen befinden, die heute nicht mehr so attraktiv sind, wie zum Beispiel Transitrouten, ist das ein erschwerender Umstand. Fehlende Frequenzen führen dann automatisch zu Rentabilitätsproblemen und aufgestautem Unterhalt.

    Benötigt der Betrieb eines Hotels hohe Investitionen?

    Ja, denn die Hotellerie ist sehr anlageintensiv. Ein Hotel sollte nach dreissig bis vierzig Jahren vollständig erneuert werden. Je nachdem wie trendorientiert oder traditionell zeitlos sich ein Hotel architektonisch mit seiner Ausstattung im Markt positioniert sind vor allem bei den Zimmern kürzere Erneuerungszyklen notwendig.

    Verfügen die Hotels generell über die nötigen finanziellen Mittel, um die anfallenden Renovationen und Sanierungen vorzunehmen?

    Grundsätzlich sollten die Investitionen aus dem Cash Flow finanziert werden. In den letzten Jahrzehnten wurde dies für viele Betriebe auch wegen der verschiedenen Krisen zunehmend schwierig. Momentan natürlich besonders wegen der Corona-Krise. Im Luxus-Bereich finden sich oft Mäzene, die sich entweder in das Haus oder in die Region verliebt haben und bereit sind, in Hotelimmobilien zu investieren. Die Motivation ihrer Investitionen sehen sie nicht allein betriebswirtschaftlich an, sondern als «A-fonds-perdu-Beitrag. Damit erreichen deren Hotelbetriebe ihre ausserordentliche Positionierung im Markt. Das kritische Segment sehe ich in den Mittelklasse-Hotels, die wegen mangelnder Auslastung oder ungenügender Positionierung die notwendigen Investitionen nicht tätigen oder nur über eine Fremdverschuldung generieren können.

    Unterstützt ihr Verband finanziell die Renovationen von Hotels?

    Nein, dies ist nicht die Aufgabe des Verbandes; wir hätten auch nicht die notwendigen Mittel dazu. Der Verband verfügt über die Angebotskompetenz und unterstützt seine Mitglieder, wettbewerbsfähig zu sein. Wir haben ein Netzwerk von spezialisierten Beratungsunternehmen aufgebaut, das unsere Mitglieder in verschiedensten Themenbereichen unterstützen kann. Ebenso arbeiten wir sehr eng mit der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) zusammen, welche über die spezifische Finanzierungskompetenz verfügt.

    Das heisst?

    Die SGH ist ein Instrument des Bundes zur Förderung der Beherbergungswirtschaft. Sie kann nachrangig zu den Banken und subsidiär zu privaten Geldgebern den Hotels im Fremdenverkehrsgebieten und Kurorten Darlehen für Investitionsvorhaben gewähren.

    Welche weiteren Herausforderungen gilt es anzupacken?

    Nachfolgeregelungen sind bei Betrieben mit Investitionsstau und / oder Überschuldung besonders schwierig. Innerhalb der Familie ist dies praktisch nicht möglich oder den Kindern auch nicht zumutbar. Umnutzungen von Hotelliegenschaften sind seit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative praktisch nicht mehr möglich. Gerade bei denkmalgeschützten Liegenschaften stellt auch ein Abriss keine Option dar. Gesamtsanierungen oder Teilumnutzung sind zudem aufgrund der Auflagen des Denkmalschutzes sehr kostspielig. Bleibt also noch die Hoffnung, einen Mäzen zu finden. Nur stehen diese leider auch nicht gerade vor der Türe. Sofern die Substanz des Hauses aber noch intakt ist und in der Destination ein Potenzial für eine Nachfrage besteht, sehe ich als Alternative aber den Zusammenschluss von mehreren Betrieben zu einer überbetrieblichen Kooperation als Chance aus diesem Dilemma. So können beispielsweise über die Bündelung des Einkaufs Kosten gespart und mit gemeinsamen Marketingaktivitäten mehr Umsatz erzielt werden.

    Was raten Sie einem Hotelier: Renovieren, abreissen oder versuchen, einen Kredit zu erhalten?

    Schauen Sie, ein Kriterium ist die vorhandene Bausubstanz, gerade bei Hotels aus der Jahrhundertwende. Ist jedoch nur noch die Hülle historisch, bietet dieses Hotel für den Gast kaum Anreize, hier abzusteigen. Um ein geschichtsträchtiges Haus am Leben zu erhalten, braucht es viel persönliches Engagement. Zuerst ist es wichtig, sich mit der Zeitepoche des Hotelbaus auseinanderzusetzen. Hierfür ist eine gewisse Affinität zu der Geschichte des Hotels nötig. Diese muss auch erzählt werden. So braucht es jemanden der bereit ist, die Einrichtung des Betriebes sanft und mit viel Fingerspitzengefühl zu renovieren und auf den Stand der heutigen Gästebedürfnisse zu bringen. ■

  • Coop verwandelt den Basler Märthof in ein Boutique-Hotel

    Coop verwandelt den Basler Märthof in ein Boutique-Hotel

    Im ersten Halbjahr 2021 soll im historischen Gebäude des Märthofs in Basel das Boutique-Hotel Märthof eröffnen. Die Eigentümerin, die Coop Immobilien AG, hat das Architekturbüro Burckhardt + Partner mit der umfassenden Renovation beauftragt. Geführt wird das Hotel nach der Eröffnung von der zu Coop gehörenden Bâle Hotelgruppe. Sie betreibt bereits die Hotels Pullman Basel Europa an der Clarastrasse sowie das Victoria am Centralbahnplatz und das Hotel Baslertor in Basel-Muttenz.

    Das Gebäude des Märthofs entstammt dem 19. Jahrhundert und bestand ursprünglich aus fünf einzelnen Häusern, die 1981 zu einem Gebäudekomplex zusammengeführt wurden. Die freiwillige Denkmalpflege Basel wehrte sich Anfang der 70er-Jahre gegen den geplanten Warenhaus-Neubau, der anstelle des alten Gebäudes vorgesehen war. Der Abbruch wurde 1976 in einer Volksabstimmung abgelehnt. Nun soll ein Hotel der oberen 4-Sterne-Kategorie entstehen, wobei die Fassade mit einem neuen Anstrich in ihrer jetzigen Form erhalten bleibt. Das Mauerwerk selber bleibt unverändert – auch die Natursteinpartien werden nur gereinigt.

    Laut Coop-Mediensprecherin Rebecca Veiga sollen im neuen Boutique-Hotel die Stilepochen der ehemals fünf bestehenden Gebäude unverkrampft und spielerisch vermischt werden. «Verspielte Motive des Neubarocks und die funktionale Gestaltung der Geschäftsfassade aus dem Jahre 1927 treffen im Inneren des Gebäudes auf die lineare 80er-Jahre-Struktur», sagt Veiga.

    Offene Übergänge und eine freundliche Atmosphäre
    Auf die insgesamt 68 geplanten Zimmer, davon acht Suiten und acht Juniorsuiten, werden Stehleuchten, Wandleuchten, Sessel und weiteres Mobiliar individuell verteilt – kein Zimmer wird exakt wie das andere aussehen. Die Zimmer erhalten unterschiedliche Farbschemen und widerspiegeln die Geschichte vom jeweiligen Gebäudeteil, in dem sie sich befinden. Die Farben sind abwechslungsreich und sollen nicht polarisieren – sodass sie das ganze Jahr hindurch auf die Gäste angenehm wirken.

    Des Weiteren sind ein Fitnessraum, eine Bibliothek, ein Res-
    taurant sowie eine Bar auf der Dachterrasse im 6. Stock mit 55 Sitzplätzen vorgesehen – und eine weitere im Erdgeschoss. Alle funktionalen Räumlichkeiten sind analog einer starken Wirbelsäule um den Erschliessungskern des Hauses angeordnet und stossen von innen nach allen drei Aussenseiten. Die Übergänge der unterschiedlichen Nutzungsflächen im Erdgeschoss sind offen gestaltet, sodass es als Fläche ohne Unterbrüche wahrgenommen wird.

    Eine helle und freundliche Atmosphäre empfängt den Gast im Standardzimmer. Der Raum wird mit Ausnahme der abgeschlossenen Dusche und einem separaten WC grosszügig offen gestaltet. Nebst der eingebauten Schrankzeile im Eingang sind alle Möbelstücke freistehend. Sanfte Rundungen gemäss dem Gesamtkonzept des Hauses werden auch im Zimmer durchdekliniert.
    Die Aussenbestuhlung und die grossen Fenster verbinden das Gebäude mit dem Marktplatz. «Die einmalige Lage und das lebendige Geschehen am Marktplatz soll nach innen spielen und umgekehrt», sagt Veiga. Das Boutique-Hotel will internationale wie auch lokale Gäste ansprechen und durch Restaurant und Bar entlang der Eisengasse als Treffpunkt für die lokale Bevölkerung und die Hotelgäste dienen. ■

  • Umbau verdrängt Neubau

    Umbau verdrängt Neubau

    Die Bauwirtschaft ist 2019 insgesamt kaum vom Fleck gekommen. Laut den provisorischen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) glich ein Anstieg der Bauinvestitionen in den Tiefbau in Höhe von 3,9 Prozent einen Rückgang im Hochbau in Höhe von 0,9 Prozent aus.

    Dabei fand ein Wechsel weg von Neubauten hin zu Umbauten und Erweiterungen statt. So gingen die Investitionen in Neubauten im Tiefbau um 6,9 Prozent zurück, während die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 13,2 Prozent stiegen. Auch im Hochbau stiegen die Investitionen in Umbauten und Erweiterungen um 1,6 Prozent, während die Investitionen in Neubauten um 2,0 Prozent sanken.

    Dieser Wechsel hin zu Umbauten war bei öffentlichen Auftraggebern besonders ausgeprägt: Sie investierten im vergangenen Jahr 8,8 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen und 7,2 Prozent weniger in Neubauten. Private Auftraggeber investierten 2,2 Prozent mehr in Umbauten und Erweiterungen als 2018, aber dafür 1,4 Prozent weniger in Neubauten.

  • Porta Samedan entsteht mit rezykliertem Baumaterial

    Porta Samedan entsteht mit rezykliertem Baumaterial

    Das neue Einkaufszentrum Porta Samedan wird von der Migros Ostschweiz und der Pfister Immobilien AG realisiert. In diesen Tagen findet die Betonierung der Etagen des Neubaus statt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Bei den Baumaterialien setzen die Partner auf die Kreislaufwirtschaft. Sowohl beim Beton als auch beim Zement kommen wiederverwertete Produkte zum Einsatz.

    Der eine Hauptbestandteil im Beton ist der Zement. Dieser kommt per Bahn aus dem Holcim-Werk in Untervaz GR ins Oberengadin, wo Montebello vor Ort den Recyclingbeton produziert. Eingesetzt wird das Holcim-Produkt Susteno. Dieses ist den Angaben zufolge europaweit der einzige ressourcenschonende Zement, bei dem als Zumahlstoff der feine Anteil von Mischgranulat aus rückgebauten Gebäuden eingesetzt wird, der in der Betonproduktion nicht verwertet werden kann. Holcim kann den Baustoffkreislauf mit Susteno vollständig schliessen, da dieses Material sonst deponiert werden müsste.

    Der andere Hauptbestandteil im Beton sind die Gesteinskörnungen. „Hier setzen wir auf Recycling: Statt natürlichem Kies verwenden wir Abbruchmaterial aus der Region“, erklärt Flurin Wieser vom Engadiner Bauunternehmen Montebello.

    „Die Überbauung Porta Samedan zeigt, dass die Baustoffbranche mit innovativen Produkten und Lösungen eine immer wichtigere Rolle beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft spielt und massgeblich zu einer nachhaltig gebauten Zukunft beiträgt“, so Philippe Rey, Leiter Zementverkauf Deutschschweiz bei Holcim Schweiz.

    Porta Samedan soll 2021 fertiggestellt werden. Es wird unter anderem den ersten Migros-Supermarkt im Engadin beherbergen. 

  • Implenia nimmt am Neubau des Spitals Dreiklang des Kantonsspitals Aarau teil

    Implenia nimmt am Neubau des Spitals Dreiklang des Kantonsspitals Aarau teil

    „Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) für den Spitalneubau Dreiklang des Kantonsspitals Aarau (KSA) auf Ebene Totalunternehmer setzt sich neu aus BAM Swiss AG / BAM Deutschland AG und Implenia zusammen“, informiert Implenia in einer entsprechenden Mitteilung. Die beiden Partner wollen das Projekt technisch und kaufmännisch gleichteilig realisieren. Mit den Baumeisterarbeiten hat die ARGE das Bauunternehmen Marti AG beauftragt.

    Ursprünglich hatte die Schweizer Tochtergesellschaft BAM Swiss AG der niederländischen Royal BAM-Gruppe zusammen mit Marti als ARGE für den Neubau Dreiklang des KSA fungiert. Das KSA habe der neuen Zusammensetzung der ARGE seine Zustimmung erteilt, erläutert Implenia in der Mitteilung. Ihr zufolge befindet sich das Projekt „zeitlich und finanziell weiterhin auf Kurs“. Das Baugesuch soll in einigen Wochen eingereicht werden.

    Die Bausumme des Projekts verbleibe unverändert bei rund 560 Millionen Franken inklusive Mehrwertsteuer, heisst es in der Mitteilung weiter. In diesem Betrag sind die Kosten für die Medizintechnik nicht enthalten. Ein entsprechender Werkvertrag war mit der ARGE im Januar abgeschlossen worden und behält auch unter deren neuer Zusammensetzung seine Gültigkeit.

  • HKG trägt zu Neubau bei

    HKG trägt zu Neubau bei

    Bei Prime 2 handelt es sich um einen siebengeschossigen Neubau, der nach dem Standard für ökologisches Bauen Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) mit Gold zertifiziert wurde, wie es in einer Mitteilung von HKG heisst. Das Gebäude neben dem Prime Tower verfügt über eine Fläche von 21’000 Quadratmetern, die für Büros, Handel und Gastronomie vorgesehen sind.

    Die Ingenieurs- und Beratungsfirma HKG hat bei dem Projekt mehrere Aufgaben übernommen. So hat sie einerseits das Elektroengineering verantwortet. Zusätzlich hat sie sich in den Bereichen Brandschutz und Sicherheit eingebracht. Und schliesslich hat HGK den Integralen Test (IGT) durchgeführt. Bei diesem werden sowohl behördliche Auflagen als auch nutzerspezifische Anforderungen und Auflagen der Eigentümer geprüft. 

  • Die Schweiz ist im Renovationsfieber

    Die Schweiz ist im Renovationsfieber

    Gegenüber 2019 verzeichnete Ofri, das Onlineportal für die Vermittlung von Handwerkern, sowohl im April als auch im Mai 2020 einen Anstieg von 31 Prozent. Für Geschäftsführer Benny Hertach hängt diese Renovationsfreude direkt mit dem Lockdown zusammen: „Wer plötzlich mehr Zeit zu Hause verbringt, dem fallen liegengebliebene Renovierungs- und Reparaturarbeiten erstens viel mehr auf“, erklärt er in einer Medienmitteilung. „Zweitens hat man endlich die nötige Zeit, um sich mit den Handwerkern zu koordinieren.“

    Zu Beginn der Corona-Krise im Februar war die Auftragslage im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Plus von 19 Prozent zunächst stark geblieben. Im März verharrte sie jedoch auf dem Vorjahresniveau. „Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden sich im März an den Hausarrest gewöhnen mussten, um sich dann im April mit umso mehr Schwung an die Pflege der eigenen vier Wände zu machen“, so Hertach.

    Etwa 85 Prozent aller Auftragskategorien verbuchten einen Zuwachs. Auffallend gut gelaufen seien Gartenbau, Schreinerarbeiten, Innenausbau und Sanitärarbeiten. Auch Rolladenbau, Arbeiten am Mauerwerk, Pflasterarbeiten, Heizungsbau und die Verlegung von Fliesen seien stark nachgefragt worden.

    Der Ofri-Geschäftsführer vermutet, dass Corona den Trend zur Online-Auftragsvermittlung verstärkt hat. „Die Grundidee von Ofri war immer, das Schweizer Handwerk zu unterstützen. Wenn unser Portal selbst in einer Krise dazu beitragen kann, das zu leisten, dann freut uns das umso mehr.“

  • W. Schmid AG startet Neubauprojekt

    W. Schmid AG startet Neubauprojekt

    Die W. Schmid AG errichtet an der Buckhauser-/Flurstrasse in Zürich ein siebengeschossiges Mehrfamilienhaus mit 101 Wohnungen. Laut einer Medienmitteilung ist nach Ende der Abbrucharbeiten mit dem Aushub der Baustart erfolgt. Nachdem die W. Schmid AG 2019 bereits die Wohnüberbauung Burbel in Oberglatt ZH für die Swiss Life AG realisiert hat, handelt es sich bei dem neuen Projekt um einen Folgeauftrag.

    Diesen setzt die W. Schmid AG als Generalunternehmerin um. Neben den 101 Mietwohnungen entstehen in dem Neubau auch zwei Gewerbeflächen. Das Mehrfamilienhaus wird in U-Form gebaut, so dass ein Innenhof entsteht, „welcher zukünftige Bewohner vom Strassenlärm schützt und einen Platz für Begegnungen schafft“. Zudem werden Fassade und weitere Elemente begrünt, „wodurch das Wohnumfeld noch mehr aufgewertet wird“. 

  • Diese Projekte sind bei Livit, Privera und der Steiner Gruppe in der Pipeline

    Diese Projekte sind bei Livit, Privera und der Steiner Gruppe in der Pipeline

    Heute beantworten Andreas Ingold, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Livit AG, Karsten Hell, CEO Steiner Gruppe sowie Dieter Sommer, CEO Privera, die Frage:

    Welches grössere Projekt haben Sie in nächster Zeit geplant?

    Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist livit_andreas_ingold-2.jpg

    Andreas Ingold, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Livit AG: Die Livit richtet sich weiter digital aus. Dabei steht elementar der Kundennutzen im Fokus. Mit dieser Zielsetzung stehen Projekte wie die Einführung eines Customer Services, die Entwicklung eines Mieter- und Eigentümerportals sowie der digitale Arbeitsplatz im Vordergrund.

    Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist hell_karsten_2019_rug2716-1024x683.jpg

    Karsten Hell, CEO Steiner Gruppe: Das Glasi-Quartier, unser derzeit grösstes Projekt, befindet sich in Bülach direkt beim Bahnhof. Hier entsteht auf einem rund 42‘000 m² grossen Areal ein neues Stadtquartier mit mehr als 500 Wohnungen, einem Wohn- und Pflegezentrum, einem Hotel und über 20 000 m² Gewerbe- und Dienstleistungsflächen. Bereits im kommenden September werden wir die Aufrichte des Glasi-Quartiers feiern. Darüber hinaus verfolgen wir ähnliche Entwicklungsprojekte in anderen Regionen – so beispielsweise das Bell Areal in Kriens und das Feldmühle Areal in Rorschach, wo wir alte Industriebrachen in neue städtische Quartiere transformieren wollen.

    Dieter Sommer, CEO Privera: Wir verfolgen auf Unternehmensebene stets mehrere Projekte, um uns stetig weiterzuentwickeln. Aktuell planen wir die Einführung einer neuer Bewirtschaftungssoftware. Zudem beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir uns als Unternehmen und unsere Dienstleistungen noch nachhaltiger gestalten können.

  • Bergdietikon erhält eine neue Turnhalle

    Bergdietikon erhält eine neue Turnhalle

    Die Arbeiten an der neuen Turnhalle für Bergdietikon schreiten gut voran. Vor dem Spatenstich werden noch die Bauabschrankungen um das Gebäude sowie eine Passerelle als Verbindung zwischen den beiden Schulhäusern aufgebaut. Laut Mitteilung der Gemeinde Bergdietikon findet der Spatenstich am 25. Mai statt.

    Die Gemeindeversammlung hatte im November 2019 einem Verpflichtungskredit von über 9,91 Millionen Franken zugestimmt. Die Zustimmung für den Neubau der Turnhalle im Minergie-Standard wurde im Januar 2020 rechtskräftig. Gegen diesen Zusatzkredit in Höhe von 355’000 Franken hatte es nur elf Gegenstimmen gegeben. Dagegen war der Bau einer Photovoltaik umstritten. Dem Kredit in Höhe von 185‘000 Franken stimmten 110 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu, immerhin 59 lehnten ihn ab.

  • Sanierung der Limmatbrücke Wettingen

    Sanierung der Limmatbrücke Wettingen

    Laut einer Mitteilung der Regierung des Kantons Aargau wurde beschlossen, die Limmatbrücke zwischen Wettingen und Neuenhof zu sanieren. Die Brücke wurde 1970 gebaut. Nun werden 4.86 Millionen Franken zur Sanierung bereitgestellt.

    Die Arbeiten beginnen im Sommer 2020 und werden voraussichtlich Ende Jahr abgeschlossen sein. Während dieser Zeit wird für den Verkehr aus Wettingen auf der Brücke ein Einbahnregime in Richtung Neuenhof eingerichtet. Fahrzeuge, die in die entgegengesetzte Richtung unterwegs sind, werden auf die Autobahn via Furttalanschluss und via Baden umgeleitet.

  • Kraftwerk Pradella wird für 12,5 Millionen Franken saniert

    Kraftwerk Pradella wird für 12,5 Millionen Franken saniert

    1970 ging das Kraftwerk Pradella in Betrieb. Heute ist Pradella mit einer Gesamtleistung von 288 Megawatt und einer Stromproduktion von 1 Million Megawattstunden pro Jahr das wichtigste Kraftwerk der Engadiner Kraftwerke AG (EKW). Dafür werden jährlich rund 600 Millionen Kubikmeter Wasser des Inns und zweier Seitenflüsse turbiniert.

    Laut einer Mitteilung hat nun die Bünder Regierung grünes Licht für die Sanierung und Erneuerung des Kraftwerks und der drei Wasserfassungen auf dem Gebiet der Gemeinde S-chanf gegeben. Das Stauwehr Vallember soll zudem so umgebaut werden, dass Fische hindernisfrei auf- und absteigen können. 

    Die EKW investieren rund 12,5 Millionen Franken in das Projekt. Noch in diesem Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen und im Laufe des Jahres 2021 beendet sein.

  • Baubewilligung für HIAG

    Baubewilligung für HIAG

    Der Bau des neuen Möbelfachmarkts XXXLutz beginnt im Herbst 2020. Dafür hat HIAG die rechtskräftige Genehmigung erhalten. Mit dem Bau von rund 18’000 Quadratmetern Nutz- und Verkaufsfläche wird das Einkaufsgebiet Silbern nachhaltig und sichtbar aufgewertet. Der Einkaufsstandort bietet bereits jetzt durch die grosse Anzahl von Branchenübergreifenden Fachmärkten und Outlets über 5000 Arbeitsplätze.

  • Ein identitätsstiftender Baustein in Etappen

    Ein identitätsstiftender Baustein in Etappen

    Auf einer Fläche von rund 40 000 Quadratmetern – das entspricht etwa der Grösse der Luzerner Altstadt – wird ein neues Stadtquartier unter den Zielvorgaben der 2000-Watt-Areale realisiert, schreiben die SBB in einer Mitteilung. Entwicklerin des neuen Quartiers «Rösslimatt» – dieses liegt zentral direkt neben dem Bahnhof Luzern – ist die SBB. Die Projektverantwortlichen nennen das entstehende Quartier einen neuen und identitätsstiftenden Stadtbaustein.

    Neben dem neuen Standort der Hochschule Luzern entstehen in den nächsten rund zwanzig Jahren auf fünf weiteren Baufeldern Gebäude mit Wohn-, Büro-, Dienstleistungs- und Gastronomieflächen. Ausserdem sollen neue Aussenräume und Grünflächen geschaffen und bestehende aufgewertet werden. Diese grosse Zeitspanne für die Entwicklung des Areals liegt daran, weil die späteren Etappen erst nach dem Bau des Durchgangsbahnhofs und der Freistellung der weiteren Arealflächen umgesetzt werden können, wenn das gesamte Areal umgezont wird und die Nutzungsbestimmungen angepasst werden.

    Vielseitige Geschäftszone
    «perron» ist das erste Gebäude, welches auf dem Areal «Rösslimatt» realisiert wird. Die erste Bauetappe sieht neben der Hochschule eine Geschäftszone für Dienstleistungsbetriebe sowie Gastronomie und Retail vor. Als Witterungsschutz dienen beim Geschäftshaus «perron» umlaufende Veranden. Gemeinsam mit den die Höhe betonenden vertikalen Elementen verleihen sie der Fassade Struktur. Im Erdgeschoss mit zweigeschossiger Arkade sollen Verkaufs-, Gastronomie und Schulnutzungen das Quartier beleben. Mit diesem Bürokomplex und den folgenden Bauetappen B und C komme die SBB der aktuellen und künftigen Nachfrage nach zusammenhängenden Dienstleistungsflächen in Luzern nach.

    Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen
    Zudem würden die Anforderungen der 2000-Watt-Gesellschaft erfüllt. Das Zertifikat für «2000-Watt-Areale» zeichnet Siedlungsgebiete aus, die einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen für die Erstellung der Gebäude, deren Betrieb und Erneuerung sowie die durch den Betrieb verursachte Mobilität nachweisen können. Die Auszeichnung wird durch das Bundesamt für Energie (BFE) übergeben. ■

  • Wenn sich Architektur mit der Natur verbindet

    Wenn sich Architektur mit der Natur verbindet

    Die Gemeinde Vitznau wird nicht umsonst «Luzerner Riviera» genannt: Liegt sie doch direkt am Ufer des Vierwaldstättersees und am Südfuss der Rigi. Sie ist gut geschützt, so dass hier problemlos Palmen und Wein gedeihen. Neu besitzt Vitznau mit der vier Villen umfassenden Siedlung «Dryade» auch ein besonderes architektonisches Werk, welches die Schweizer Architektin Ivana Calovic-Putincanin, Inhaberin von LakeSideDevelopment AG, erschaffen hat.

    In der griechischen Mythologie sind Dryaden die Baumnymphen. Und so stehen die vier Bauten wie die griechischen Naturwesen im direkten Dialog mit ihrer Umwelt und dazu noch an unverbaubarer Südlage mit Seeblick am Ende einer privaten Strasse. Ohne erkennbare Grenzen, einem Dach oder einem Sockel verbinden sich die Häuser mit dem Hang und setzen sich mit ihrer weissen Farbe dennoch von der Natur ab. Die 56-jährige Architektin ist bekannt für extravagante Bauten, die sich wie selbstverständlich ins Gelände einfügen.

    Eine Garage wie ein Ballsaal
    Die schönste und grösste der vier Villen ist die Villa Orea mit 7½ Zimmern und einer Wohnfläche von 404 Quadratmetern: Hier spielt die Architektur mit dem Licht, das sich im See spiegelt, und dem Grün der umliegenden Natur. Dank klaren Linien und akribischer Perfektion verschmilzt die Naturkulisse mit der Architektur. Die Villa Orea strahlt auf einer Grundstückfläche von 630 Quadratmetern Ruhe und Eleganz aus.

    Bereits die Garageneinfahrt ist aussergewöhnlich: Die Kronleuchter, die von der hohen Betondecke hängen, und die goldene Rückwand geben einem das Gefühl, als würde man direkt in einen Ballsaal fahren. Zur Villa Orea gehört eine Garage mit drei Abstellplätzen. Betritt man das Haus von aussen, führt der Weg über eine Steinbrücke. Die Eingangshalle ist knapp 5 Meter hoch und mit einem 8,5 Meter langem beleuchteten Aquarium ausgestattet. Heller Kalkstein und Einbauten aus dunklem Wenge-Holz ziehen sich durch alle drei Stockwerke.
    Im 1. Stock erwarten einem auf 150 Quadratmeter Ganzglasfenster, seitliche Terrassen sowie eine moderne Küche mit einer grosszügig ausgestatteten Hausbar. Von der Küche aus hat man den gesamten Raum im Blick. Bei Nichtgebrauch verschliessen sich Hausbar, Küchengeräte und Arbeitsflächen hinter raumhohen Wenge-Türen. Schaut man in die Ferne, sieht man weit über den Vierwaldstättersee auf den Bürgenstock und den Pilatus.

    Rahmenlose Fenster, Dampfbad und Teppanyaki
    Zwei Treppen führen in das nächste Geschoss: Hier befinden sich die privaten Räumlichkeiten. Drei Zimmer sind gegen die Abendsonne ausgerichtet. Die Master-Suite befindet sich an der prominentesten Lage ganz vorne Richtung See. Zur Suite gehört ein Ankleidezimmer, eine Wellness-Dusche mit Lichttherapie sowie ein Bad mit Armaturen aus Edelstahl und mit einer in die Fensterbank eingelassenen Corian-Badewanne mit Weitsicht. Eine Treppe führt von hier aus direkt zum Dampfbad und auf die Dachterrasse.

    Die Dachterrasse ist dann auch das Herzstück der Villa Orea: Steinwege führen durch den 230 Quadratmeter grossen, begrünten Garten. Vorne überblickt man die Siedlung, das Park-Hotel, den See und die Berge. In der Mitte findet man die Aussenküche samt Gasgrill und Teppanyaki sowie einen erhöhten Wellnessbereich mit Swimmingpool inklusive Gegenstromanlage, Whirlpool und Aussendusche mit Blick auf den Rigi-Südfuss und den Parkwald.

    Die Villa ist barrierefrei und verfügt über einen internen Lift, eine Alarmanlage, Bodenheizung und Kühlung. Eine kontrollierte Lüftung, die zentrale Staubsaugeranlage sowie ein Wäscheabwurf und viele weitere Extras sorgen für maximalen Wohnkomfort. Der öffentliche Verkehr ist 450 Meter entfernt. Geschäfte, Kindergarten und Grundschule befinden sich im Umkreis von 1100 Metern. ■

  • In der Siedlung ein zukunftsweisendes Mobilitätsverhalten fördern

    In der Siedlung ein zukunftsweisendes Mobilitätsverhalten fördern

    Mit der Sagenmatt-Überbauung plant die moyreal immobilien ag ein neue Quartierergänzung zwischen der Schachenweid- und der Luzernerstrasse. In Ebikon entstehen so in den nächsten Jahren rund 260 Wohnungen, davon etwa ein Drittel Eigentumswohnungen, Mietwohnungen sowie Raum für Gewerbe.

    Mix aus unterschiedlichen Mobilitätsangeboten
    Die Investorin legt generell Wert darauf, Gebäude nicht losgelöst von ihrem Kontext zu planen, sondern – im Gegenteil – den Kontext mit aufzuwerten. Aus diesem Grund ist auf dem ehemaligen AMAG-Areal auch kein «Wohnklotz» geplant, sondern ein durchlässiger Gebäudekomplex mit unterschiedlichen Höhen, die unter jener der Nachbarbebauung liegen.

    Dank der durchdachten Anordnung der Bauten würden Innenhöfe, parkähnliche Räume und Begegnungszonen entstehen, welche den Quartierbewohnern eine hohe Wohn- und Lebensqualität böten, betonen die Projektverantwortlichen. Um in der Siedlung ein zukunftsweisendes Mobilitätsverhalten zu fördern, soll ein Mix von verschiedenen entsprechenden Angeboten direkt in die Wohnungsmiete integriert werden. Vorgesehen ist, dass zukünftige Bewohner von ÖV-Gutscheinen und von Car- und Bikesharing-Angeboten profitieren können.

    So könne das Quartier vom motorisierten Individualverkehr entlastet werden, während gleichzeitig der Langsamverkehr begünstigt werde, was dazu führe, dass trotz mehr Wohnraum keine Verkehrszunahme gegenüber der vorherigen Nutzung entsteht. Vorgesehen ist, dass der Aussenraum mit hochwachsenden Bäumen bepflanzt und der Mühlebach renaturiert wird. Über den Bebauungsplan und die Teilzonenplanrevision werden die Ebikoner Stimmberechtigten 2020 abstimmen können. Anschliessend erfolgen Projektierung und Baueingabe. Nach der Baugenehmigung durch die Gemeinde Ebikon kann mit dem Abbruch der heutigen Bauten und dem Neubau des Quartiers begonnen werden. ■

  • «Dreiklang» Sursee: Zeitgemässes Wohnen  und Arbeiten

    «Dreiklang» Sursee: Zeitgemässes Wohnen und Arbeiten

    Die Überbauung «Dreiklang» besteht aus zwei Hochhäusern (48 und 38 Meter Höhe) und einem Riegelbau, der die zwei Türme verbindet. Diese drei Volumen würden ein Ensemble bilden, welches sich
    als markanter Stadtbaustein ins Quartier einfüge und mit den zwei Hochhäusern klare Akzente setze, betonen die Architekten. Das Projekt «Dreiklang» war 2015 aus einem Projektwettbewerb hervorgegangen, welchen Mischa Badertscher Architekten AG für sich gewinnen konnten.

    Klare Gliederung der Baukörper
    Realisiert werden in der Überbauung 91 Eigentums- und Mietwohnungen, Büro- und Retailflächen. Ende 2022 bezieht die Luzerner Kantonalbank als Bauherrin im «Dreiklang» ihren neuen Regionalsitz. Dadurch führt sie ihre zwei bisherigen Standorte in Sursee zusammen. Die Verkaufsflächen im Erdgeschoss, die Dienstleistungen im Sockel sowie die Wohnnutzungen darüber unterscheiden sich im Fassadenraster. Die Baukörper weisen eine klare Gliederung der hell verkleideten Fassade auf – sie soll zusammen mit den bronzefarbenen Fenster- und Türeinfassungen einen ruhigen Charakter vermitteln –, welche die unterschiedlichen Nutzungen klar differenziert. Die Verkaufsflächen im Erdgeschoss, die Dienstleistungsebenen im Sockel sowie die Wohnnutzungen darüber unterscheiden sich in Raster- und Öffnungsgrössen. ■

  • Neubebauung schafft urbane Flussfront

    Neubebauung schafft urbane Flussfront

    In den nächsten Jahren entstehen in
    Reussbühl rund 500 neue Wohnungen, aber auch Platz für Büros und Dienstleistungen. Den Anfang macht das genossenschaftliche Wohnbauprojekt «Reusszopf». An diesem Standort sollen in den nächsten drei bis vier Jahren achtzig Mietwohnungen gebaut sowie 1300 Quadratmeter Gewerbeflächen realisiert werden. Die geplante Neubebauung schaffe eine urbane Flussfront, die das Siedlungsgebiet abschliesse und dieses vom Lärm der Umfahrungsstrasse schützen soll, betonen die Projektverantwortlichen.

    Wohnformen zu fairen Mietpreisen
    Das Projekt wird durch die Baugenossenschaft Reussbühl, zwei private Grundeigentümern und einer Gesellschaft umgesetzt. Ihr Ziel ist es, gemeinsam als Gruppe Wohnformen zu fairen Mietpreisen anzubieten. Dieses Konsortium gibt damit den Anstoss zur Entwicklung des neuen Stadtquartiers Reussbühl Ost.

    Realisiert wird die Überbauung Reusszopf vom Luzerner Architekturbüro Lütolf und Scheuner, das in einem Wettbewerbsverfahren die Jury zu überzeugen vermochte. Der Kern des Projekts ist ein fünfstöckiger Längsbau, bestehend aus fünf Hausteilen entlang der Reusszopfstrasse. In den einzelnen Häusern sind Wohnungen in verschiedenen Grössen und für unterschiedliche Familienformen und Lebenssituationen angeordnet. Jedes Haus verfügt zudem über eine Dachterrasse. Diese Flächen dienen der Hausgemeinschaft als Aufenthaltsort und Sonnenterrasse. Auch können diese für Nutzgärten eingerichtet werden und ergänzen die gemeinschaftlichen Räume der Siedlung.

    Hofartige Atmosphäre
    Jede Wohnung hat mindesten ein Schlafzimmer, das auf die ruhige Hofseite ausgerichtet ist. Zusätzlich ist ein vierstöckiges Einzelhaus in Richtung Hauptstrasse vorgesehen. Im Erdgeschoss sind Atelier- und Dienstleistungsflächen vorgesehen, die nach Bedürfnissen der zukünftigen Mieter ausgebaut werden können. Durch die neuen Gebäude entsteht eine hofartige Atmosphäre, die sich zum bestehenden Wohnquartier hin öffnet. An der Gebäudeecke im Nordosten des Längsbaus, zum Seetalplatz und zum Fluss orientiert, soll zudem eine Kaffeebar entstehen. Mehrwert für das Quartier soll ein attraktiver und grüner Aussenraum an der verkehrsberuhigten Rückseite schaffen. Zu diesem Aussenraum zählen beispielsweise ein Spielplatz, ein Brunnen sowie ein Platz mit unterschiedlichen Spielmöglichkeiten. ■