Kategorie: Projekte

  • Von der Industriebrache zum Wohnquartier

    Von der Industriebrache zum Wohnquartier

    Die Bauarbeiten auf der Melser Grossbaustelle in «Uptown Mels» auf dem Stoffel Areal laufen auf Hochtouren. Das Areal befindet sich oberhalb von Mels, einem Wahlkreis im Sarganserland, Kanton St. Gallen. Das 34 000 Quadratmeter grosse Areal umfasst Fabrikbauten, ein Kraftwerk sowie eine Villa. «Mit seiner schutzwürdigen Spinnerei und Weberei bildet das Areal ein Ensemble der Textilindustrie und zählt zu den bedeutendsten wirtschaftlichen Zeitzeugen», sagt Dieter von Ziegler, Verwaltungsratspräsident Alte Textil Stoffel AG und Co-Investor.

    Viel von der historischen Bausubstanz erhalten
    Die markanten Fabrikgebäude stammen aus dem 19. Jahrhundert. Einerseits werden sie umgenutzt, andererseits durch Neubauten ergänzt. Ziel ist, möglichst viel von der historischen Bausubstanz und den stilprägenden Elementen zu erhalten. Dazu gehören die Aussenfassade, die Stahlgusssäulen im Innern und die raumhohen Fabrikfenster. In vier Etappen vollzieht sich der Wandel zum Wohnquartier mit insgesamt 220 Eigentums- und Mietwohnungen. Die Bauarbeiten haben 2017 begonnen. Die Fassaden der Weberei sowie der Spinnerei stehen unter Denkmalschutz. Ebenso die Fenster und das Dach. Die Transformierung trägt die Handschrift der Meier & Hug Architekten aus Zürich.

    Erste Etappe: Im Gebäude der ehemaligen Weberei sind Fabriklofts und Wohnungen mit markanten, fast «schwebenden» Balkonen entstanden. Einige Einheiten bieten durch ihre Grundrisse einen Blick in drei Himmelsrichtungen. Auf Wunsch der Besitzer können die Wohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen individuell ausgestaltet werden. «Im frühen Baustadium ist es je nach Käuferwunsch möglich, die Raumeinteilung zu verändern und aufzuteilen», erklärt Dieter von Ziegler. Sei dies, indem man Wände entfernt oder zusätzliche einzieht. Das sei auch in einem späteren Zeitpunkt möglich.

    Raumhöhen bis zu vier Metern
    «Aus diesem Grund bauen wir die Wohnungen auch nicht von Beginn zu Sechseinhalb-Zimmer-Wohnungen aus, da man sie in dieser Grösse ideal aufteilen kann.» Im standardmässigen Ausbaumodus kommt der Industrie- oder Loft-Charakter mit Raumhöhen bis zu fast vier Metern, den charakteristischen Säulen und den grossen Fenstern am besten zum Vorschein. Beim Innenausbau zeigen der Bauherrschaft bei der Weberei wie bei der Spinnerei die bestehenden Mauern Grenzen auf. Die alten Säulen haben keine statischen Funktionen mehr. «Wir hätten sie entfernen können. Doch wir beliessen sie als dekoratives, wichtiges Element, welches den Industriecharme und die Zeitepoche unterstreicht. Ebenso die ursprünglichen Deckenträger, die in Sachen Statik keine Rolle spielen», betont Dieter von Ziegler. Die ersten Wohnungen – von der Attikawohnung zur grosszügigen Stirnwohnung – konnten im September 2019 bezogen werden. Im Erdgeschoss stehen auch Gartenwohnungen und Atelierräume zum Verkauf. Der Verkaufspreis des Gros der Wohnungen liegt zwischen fünf- und sechstausend Franken pro Quadratmeter.

    Mittlerweile nimmt der Neubau der zweiten Etappe Gestalt an. Wo einst eine grosse Lagerhalle stand, entsteht unter der Bauherrschaft der Pensionskasse Thurgau ein L-förmiges Gebäude mit 76 Mietwohnungen und im Erdgeschoss Gemeinschaftsräume und Ateliers. Dieser Bau bildet den nordwestlichen Abschluss des Projekts. Der Spatenstich für die «Öffnerei» fand im Sommer 2018 statt. 2020 soll das Gebäude bezugsbereit sein.

    In Sachen Akustik und Wärmedämmung auf neustem Stand
    Nach dem Vorbild der Weberei wird in einer dritten Etappe die ehemalige Spinnerei zu Lofts umgebaut. Sie werden in Sachen Akustik und Wärmedämmung auf den neusten Stand gebracht. Es ist das zweite historische Gebäude mit seiner denkmalgeschützten Fassade. Das Geschoss mit den hohen Gewölbedecken wird, analog zur Weberei, zu Ateliers, Büro- und Gewerberäumen transformiert. Durch den Neubau der angrenzenden «Passarelle» an die Spinnerei entstehen bis Ende 2021 insgesamt sechzig Wohneinheiten. Die Neubauten übernehmen die äusseren architektonischen Hauptelemente von den Altbauten und ergänzen diese. Im Zentrum des Areals öffnen sich für die Bewohner Hofräume. Für die Beheizung der Bauten kommt eine Kombiheizung mit achtzig Prozent Holzschnitzel (geliefert von der Ortsgemeinde Mels) und erneuerbarer Energie sowie zwanzig Prozent Gas zum Einsatz.

    Die abschliessende Etappe von «Uptown Mels» bildet der Neubau des Wohngebäudes «Färberei», direkt auf der Hangkante. Zum Abschluss des Vorhabens soll die Fabrikantenvilla renoviert werden. Nach Abschluss des Grossprojekts werden rund 500 Personen in «Uptown Mels» leben, welches neu «Stoffel Mels» heisst. ■

  • Aus einem traditionellen Warenhaus entstehen viele Shops

    Aus einem traditionellen Warenhaus entstehen viele Shops

    Die Tage des bekannten Warenhaues Manor an der Zürcher Bahnhofstrasse sind gezählt. Die Liegenschaft der Swiss Life wird ab Frühling 2020 vollständig saniert. In einem ersten Schritt werden die technischen Anlagen komplett erneuert sowie der Brandschutz und die Erdbebensicherheit angepasst. Vom ersten Untergeschoss bis zum ersten Obergeschoss sollen verschiedene Ladenflächen entstehen. Jeder Shop wird über einen eigenen Eingang verfügen und sich über ein bis drei Stockwerke erstrecken können, sagt Renato Piffaretti, Leiter Immobilien Schweiz von Swiss Life. Damit fallen rund 5500 Quadratmeter Ausstellungsfläche weg. Nur 4000 Quadratmeter bleiben zum Einkaufen erhalten. Dabei entstehe kein Shoppingcenter, denn die Kunden können im Inneren nicht von einem Laden zum anderen wechseln. Geplant ist, dass die zu vermietenden Ladenflächen zwischen vierzig und dreihundert Quadratmeter gross sein werden. Gemäss Piffaretti sieht das Nutzungskonzept eine Vielfalt von verschiedenen Geschäften und Anbietern vor.

    Grosszügige Eingangshalle

    Wo heute Rolltreppen die verschiedenen Etagen miteinander verbinden, wird eine offene Halle entstehen. «Denn dieser Teil ist das alte Treppenhaus mit bunten Fenstern und steht unter Denkmalschutz, betont Piffaretti. Mit anderen Worten: Kunden betreten erst die Halle und können von dort weiter in die verschiedenen, an die Halle angeschlossenen Geschäfte gehen. Aber nicht nur im Inneren will die Swiss Life dem Manor-Gebäude ein neues Gesicht geben, auch von aussen wird das Haus sich verändern. «Wir orientieren uns an den ursprünglichen Fassaden und möchten den alten Glanz der 40er-Jahre hervorheben», so Piffaretti. Vom zweiten bis zum fünften Obergeschoss sind Büros geplant. Wohnungen sind im ehemaligen Manor-Gebäude nicht vorgesehen. Während der rund dreijährigen Bauzeit wird das Manor-Gebäude leer stehen.

  • Ein neues Stadtquartier für Bülach

    Ein neues Stadtquartier für Bülach

    Auf dem Areal der früheren Glashütte in Bülach Nord werden Genossenschaftswohnungen sowie Eigentumswohnungen realisiert. Bereits vermietet seien die Gebäude für ein Hotel, ein Pflegezent­rum mit Alterswohnungen sowie eine Kinderkrippe, teilt die Steiner AG mit. Ein wesentlicher Anteil an gewerblichen Räumen soll Platz für Läden, Handwerksbetriebe, Büros und Gastronomie bieten.

    Effizientes digitales Planen
    Das Projekt Glasi-Quartier stehe für innovativen Städtebau bei gleichzeitig hoher Lebensqualität und modernsten Planungsmethoden, erklären die Projektverantwortlichen. So arbeiten alle Planer nach der BIM-Methode (Building Information Modeling). Das Projekt wird nach dem Open-BIM-Standard umgesetzt, dank welchem sich das digitale Planen viel effizienter gestaltet. Bei der angewandten Open-BIM-Methode wird mit offenen Schnittstellen gearbeitet. Dies erlaubt es den im Planungs- und Bauprozess Beteiligten, eigene, fachspezifische Modelle einzusetzen. Nebst BIM kommen noch weitere zukunftsgerichtete Technologien zum Einsatz. So hat Steiner für die Vermarktung der Eigentumswohnungen im Hochhaus «Jade» einen Online-Wohnungskonfigurator entwickelt. So können Kaufinteressierte die Grundrisse und die Materialisierung der gewünschten Wohnungen individuell gestalten. ■

  • Bernapark: Von der ehemaligen Kartonfabrik  zum lebendigen Quartier

    Bernapark: Von der ehemaligen Kartonfabrik zum lebendigen Quartier

    Die historischen Mauern der 1876 gegründeten Kartonfabrik Deisswil werden etappenweise zu einem Quartier umfunktioniert. Ab Sommer 2020 sollen auf dem ehemaligen Industrieareal die ersten von 173 Mietwohnungen im Bernapark bezugsbereit sein. Anders als bei vielen Industriebrachen, werden die bestehenden Gebäude der ersten Etappe Bestandeszone nicht abgerissen, sondern mit zwei zusätzlichen Stockwerken in Holzbauweise ergänzt. Zur Auswahl steht ein vielfältiger Mix mit Lofts, Maisonette-Wohnungen, Studios und einzigartigen
    Wohnungen in verschiedenen Grössen mit dem Charme von Awlt und neu. Das Quartier soll in dieser ersten Etappe Platz für rund 260 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 800 Arbeitsplätze bieten. Schon bald soll das Leben im Bernapark stärker pulsieren. Die ehemalige Kartonfabrik ist ein Treffpunkt für Menschen, die hier wohnen, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen. Zum Stillstand kommt es nicht, denn das Areal wird laufend wachsen. Analog zu einem Ökosystem sollen im Bernapark alle täglichen Bedürfnisse abgedeckt werden. Zudem wurden die Arbeiten zur Anpassung der planungsrechtlichen Vorschriften für die Fläche, die
    sich ausserhalb der Bestandeszone befindet und heute in einer Gewerbe- und Industriezone liegt, im Sommer 2019 gestartet. ■

  • Roger Strub: «Der Erhalt schützenswerter Bauten hat mit Identität zu tun»

    Roger Strub: «Der Erhalt schützenswerter Bauten hat mit Identität zu tun»

    Herr Strub, weshalb ist es wichtig, gewisse Objekte zu erhalten?
    Viele Menschen haben das Bedürfnis nach Erinnerung. Das gilt oft auch für Bauten. Die Denkmalpflege hat den gesellschaftlichen Auftrag, wertvolle Bauten vergangener Epochen zu erhalten. Dadurch bewahren wir Erinnerung, Wissen über Techniken und Materialien sowie Kenntnisse über gestalterische Vorstellungen. In Baudenkmälern ist dies materiell festgemacht und kann weiteren Generationen als Inspirationsquelle dienen. Zudem hat der Erhalt von schützenswerten Bauten viel mit Identität zu tun.

    Während den verschiedenen Zeitepochen hat sich die Vorstellung, was ein schützenswertes Baudenkmal ist, verändert.
    Ja, und das grundlegend. Früher hat man hauptsächlich Kirchen, Burgen und Pfarrhäuser als erhaltenswert betrachtet. Doch das ist Vergangenheit. Heute ist der Begriff, was schutzwürdige Objekte sein können, viel umfassender und breiter. So sind zum Beispiel Arbeiterwohnhäuser oder Fabrikbauten neben ihrem architektonischen Wert sozialhistorische Zeugnisse der Industrialisierung.

    «Das Objekt muss Zeugnis einer anderen Epoche sein.»

    Warum ist es wichtig, Industriekultur am Leben zu erhalten?
    In den 60er-Jahren zählte die Schweiz zu den höchst industrialisierten Ländern der Welt. Die vielen Industriebauten und Wohnsiedlungen erzählen genauso davon wie die Villen der Fabrikbesitzer, und sie gehören zur Identität bestimmter Orte. Hätte man beispielsweise beim Sulzer-Areal in Winterthur alles abgerissen und Wohnblöcke erstellt, wäre viel des spezifischen Charakters dieser Stadt verloren gegangen. Auf dem Sulzer-Areal spüren und erleben die Menschen die Geschichte – also die Identität vor Ort.

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit ein Objekt auf die Inventarliste der schützenswerten Bauten aufgenommen wird?
    Das Objekt muss in einem besonderen Masse Zeugnis einer anderen Epoche sein. Zu den Kriterien gehören einerseits die architektonische Qualität, die Seltenheit und die bauliche Substanz der Gebäude, andererseits aber eben auch die historische Aussagekraft. Das Objekt muss eine politische, wirtschaftliche, soziale oder baukünstlerische Epoche besonders stark repräsentieren. Dass Gebäude viel über gesellschaftliche Bedingungen und Ziele verraten, kann man beispielsweise bei Schulhäusern sehr gut sehen: Die mächtigen Schulhäuser aus dem späten 19. Jahrhundert verkörpern eine andere Aussage als die pavillonartigen Schulbauten aus den 1950er-Jahren.

    Inwiefern?
    Die Schulhäuser des 19. Jahrhunderts betonten stolz die Wichtigkeit der öffentlichen Bildung, wirkten aber vielleicht auch ein bisschen einschüchternd. So versuchte man später, sich in der Architektur mehr den Kindern zuzuwenden und gute Lernbedingungen zu schaffen; die Bauten wurden kleinteiliger und so vielleicht menschlicher. Welches Gebäude nun ein besonders wertvolles Zeugnis einer Epoche darstellt, wird nach wissenschaftlichen Kriterien beurteilt. Der definitive Entscheid über die Aufnahme ins Inventar obliegt nicht der Denkmalpflege, sondern der Baudirektion.

    Auch Baugenossenschaften haben mit ihrer Siedlungsarchitektur Bauzeugnisse geschaffen. Einige davon stehen unter Denkmalschutz. Gelten sie als wichtige Zeitzeugen?
    Auf jeden Fall. Gleichzeitig sind sie heute nach wie vor Wohnbauten, die genutzt werden wollen und auch neue Bedürfnisse erfüllen müssen. Eine Entwicklung muss auch möglich sein, wenn gleichzeitig der historische Wert erhalten bleiben soll. Baugenossenschaften sind alleinige Eigentümer ganzer Siedlungen und denken durch ihr Selbstverständnis langfristig und in grösseren Zusammenhängen. Diese Kombination ist förderlich, gute Antworten auf die verschiedenen Zielsetzungen zu finden.

    Die Denkmalpflege kann bei Umbauten und Sanierungen Auflagen formulieren, die massiven Einfluss auf die Nutzung eines Objektes haben können.
    Da gebe ich Ihnen Recht, Zielkonflikte sind nicht zu vermeiden. Aber die Denkmalpflege zieht sich nicht zurück, nachdem sie über Auflagen ihre Zielsetzungen formuliert: sie berät und hilft mit, Lösungen zu finden, muss aber durchaus auch mal nein sagen. Die Zeiten, in denen vor allem der Fassadenerhalt im Vordergrund stand und man das Innere weitgehend aushöhlen konnte, sind vorbei. Heute versteht die Denkmalpflege ein Objekt mehr als Organismus, bei dem Inneres und Äusseres grundsätzlich eine Einheit bilden. Selbstverständlich sind immer Spielräume vorhanden, wenn eine Planung sorgfältig durchgeführt wird.

    Werden Liegenschaftsbesitzer für zwingende Arbeiten, die mit dem Denkmalschutz in Verbindung stehen, finanziell unterstützt?
    Unsere Aufgabe besteht darin, Qualität zu erkennen und diese zu erhalten. Das kostet etwas. Grundsätzlich sind alle Kosten, die für den Erhalt eines schutzwürdigen Gebäudes anfallen, subventionierbar und können im Kanton Zürich mit zwanzig bis dreissig Prozent unterstützt werden. In Zürich kommen diese Gelder aus dem Denkmalpflegefonds, dessen Mittel aus dem Lotteriefonds kommen.

    «Auch die Denkmalpflege ist eine lebendige Sache.»

    Im aktuellen Inventar sind Bauten bis etwa 1980 aufgelistet. In einem nächsten Schritt wird über die 1980er-Jahre gesprochen. Gibt es in dieser Epoche viele schützenswerte Bauten?
    Um beurteilen zu können, ob ein Objekt für eine Epoche heraussticht, benötigt man zeitlichen Abstand, eine oder zwei Generationen. Gute oder schlechte Epochen existieren nicht. Eine solche Unterscheidung würde dem Grundgedanken widersprechen, Zeugnisse aus jeder Epoche gleich zu werten. Was den Stil betrifft, sind die 1980er-Jahre heute vielleicht allgemein noch etwas weniger akzeptiert. Trotzdem bin ich überzeugt, dass es auch für diese Zeit Bauten gibt, die ein besonderes Abbild der damaligen Zeit und gesellschaftlichen Situation sind.

    Ein Blick in die Vergangenheit: 1933 entwarf der Zürcher Architekt Karl Moser im Auftrag der Stadt Zürich einen radikalen Vorschlag: Bis auf grössere Kirchen und das Rathaus sollte die Altstadt vollständig abgebrochen werden. Fände eine solche Idee heute bei irgendjemandem noch Zustimmung?
    Ich kann mir das schwer vorstellen. Aber auch wenn das aus heutiger Sicht eine Schreckvorstellung ist: es ist sehr wichtig, dass solche Visionen entstehen und man darüber diskutiert. So setzt man sich mit dem auseinander, was dafür verloren gehen würde, und wird sich dessen viel mehr bewusst. Das Niederdorf wurde nach dem Zweiten Weltkrieg schliesslich Stück für Stück auf behutsamere Weise saniert. Bei Altstädten ist es heute das Ortsbild, das als Gesamtheit geschützt ist, und nicht jedes einzelne Gebäude. Obwohl es beim Ortsbild- und Denkmalschutz um das Bewahren geht, geschehen automatisch auch Veränderungen. Auch die Denkmalpflege ist eine lebendige Sache. 

  • Aufbruchstimmung auf dem früheren Industrieareal RhyTech

    Aufbruchstimmung auf dem früheren Industrieareal RhyTech

    Auf dem RhyTech-Areal sind in einer winkelförmigen Blockrandbebauung und zwei Hochhäusern rund 270 Miet- und Eigentumswohnungen zwischen 2½- bis 5½-Zimmer geplant. Die zwei Türme mit 17 beziehungsweise 24 Stockwerken sollen die identitätsstiftenden Merkmale des neuen Quartiers werden. Ziel der Projektverantwortlichen ist mit Plätzen, Promenaden und Parks neue Begegnungszonen zu schaffen. Das Projekt trägt die Handschrift des Architekturbüros Peter Märkli in Zürich. Die historische «Halle 22» auf dem Areal bleibt erhalten und beherbergt in Zukunft unter anderem eine Migros.

    Der Platz zwischen der Halle und den Neubauten wird zum Quartierzentrum und Begegnungsort gestaltet. Vorgesehen ist, dass der neue Platz eine direkte Verbindung zwischen den umliegenden Quartieren sowie den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn für Fussgänger schafft. Die bestehenden Büro- und Gewerberäumlichkeiten werden zum grössten Teil rückgebaut. ■

  • Zukunftsweisendes Quartier direkt  am Bahnhof Pratteln

    Zukunftsweisendes Quartier direkt am Bahnhof Pratteln

    In Basel-Stadt sollen bis 2035 rund 20 000 neue Arbeitsplätze entstehen. Diese Entwicklung geht auch an Pratteln nicht spurlos vorbei. So ist die Zahl der Beschäftigten in den letzten zehn Jahren um rund 2500 Personen gestiegen, die Bevölkerung um rund 1500 Personen gewachsen. Damit verbunden ist der Bedarf nach zusätzlichem Wohnraum, nach Arbeitsplätzen und nach Infrastruktur aller Art. Das alles braucht Raum.

    In enger Zusammenarbeit mit den Behörden von Gemeinde und Kanton erarbeitet die Bredella AG, Spezialistin in Arealentwicklungen, die Bauvorschriften für das Areal. In den Quartierplänen werden Vorschriften zu Nutzungen, Gebäuden, Wegen, Plätzen und Freiräumen ebenso wie ein Plan zu deren räumlicher Verortung definiert. «Das Projekt übernimmt eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des gesamten Bahnhofgebiets», sagt Andreas Schröder, Stellvertretender Leiter Projektentwicklung bei Burckhardt+Partner AG.

    Neuer Stadtteil für Pratteln
    Das Projekt Bredella strebe nicht ein weiteres, rein funktional durchoptimiertes Wohnquartier an, sondern verstehe sich als ein neuer Stadtteil in Pratteln Mitte mit gemischter Nutzung und unterschiedlicher, vielfältiger Bebauung, betonen die Projektverantwortlichen. Der Masterplan und das Richtprojekt zur Transformation des Industriegebiets in ein Stadtquartier zeichnen sich durch das Zusammenspiel sorgfältig ausgestalteter Stadt- und vielseitiger Lebensräume aus.

    Die Anforderungen, die bei der Bereitstellung dieses Raums zu erfüllen sind, hätten sich gegenüber früher geändert: Im Vordergrund stehe nicht mehr die idyllische Lage im Grünen, sondern eine optimale Erschliessung mit allen Verkehrsmitteln. Das Areal der ehemaligen Buss AG und Rohrbogen AG auf der Nordseite des Bahnhofs Pratteln stelle einen idealen Ort dar, um neuen, zeitgemässen und attraktiven Lebensraum zu schaffen, so die Projektverantwortlichen bei der Bredella AG.

    Öffentliche Auflage des Projektes
    Im Verlaufe des weiteren Prozesses wird der definitive Antrag für die Planung «Bredella» das für solche Verfahren vorgesehene Prozedere durchlaufen. Dazu gehören neben dem erwähnten Infrastrukturvertrag die öffentliche Auflage des Projektes und schliesslich die Beschlussfassung durch die Gemeinde und den Kanton. Als erstes (4 – 8 Jahre) soll das Areal der Rohrbogen AG im Westen umgenutzt werden. In der zweiten Phase (8 – 12 Jahre) ist geplant, den Bahnhofplatz räumlich zu vollenden. In der dritten Phase (12 – 20 Jahre) sollen die drei letzten Baubereiche im heutigen Buss-Areal neuen Nutzungen zugeführt werden, ein weiterer Quartierplatz erstellt und damit die Transformation abgeschlossen werden. ■

  • Smartes Stadtquartier in der Rheinstadt

    Smartes Stadtquartier in der Rheinstadt

    Die teilweise Verlagerung der Logistik nach Basel-Nord und eine räumliche Optimierung ermöglichen die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers auf zehn Hektaren zwischen dem Schienenfeld und der St. Jakobs-Strasse, schreiben die SBB in einer Mitteilung. Das Richtprojekt geht auf die spezielle Lage ein und schlägt einen in Ost-West-Richtung ausgedehnten und lärmgeschützten Hof vor. Die historischen Bauten werden in die Hofraumfigur eingebettet und sollen die Identität des neuen Quartiers stärken, betonen die Projektverantwortlichen. Die SBB und der Kanton Basel-Stadt sind sich einig, mit dem Richtprojekt einen überzeugenden Städtebau und ein passendes Nutzungskonzept vorzulegen.

    Eine wichtige Rolle spielt die Mobilität
    Im Richtprojekt sind rund 73 000 Quadratmeter Wohnfläche, 36 000 Quadratmeter Büro- und Dienstleistungsfläche, 62 000 Quadratmeter für Gewerbe- und Logistiknutzungen sowie 11 000 Quadratmeter für öffentliche Einrichtungen, Verkauf und Gastronomie vorgesehen. Wohnen und Arbeiten werden in einen Wohn- und einen Gewerbehof räumlich getrennt. Die rund 550 Wohnungen sollen im westlichen Teil des Hofes angesiedelt werden. Im östlichen Teil sind Gewerbe- und Büronutzungen vorgesehen.

    Eine wichtige Rolle spielt bei der Entwicklung die Mobilität. Entlang der St. Jakobs-Strasse sind ein Veloweg und ein Busbahnhof vorgesehen. Für eine bessere Verbindung der bestehenden Quartiere auf beiden Seiten des Gleisfelds ist eine Passerelle für den Langsamverkehr geplant. Um das Stadtquartier nicht zu belasten, wird neu auch die Zufahrt für die Logistik neu organisiert. Zudem ist vorgesehen, für das neue Quartier und die umliegenden Gebiete eine eigene Haltestelle für die S-Bahn zu realisieren.

    Im nächsten Planungsschritt erarbeiten der Kanton Basel-Stadt und die SBB einen Bebauungsplan. Dieser wird nach der öffentlichen Planauflage dem Grossen Rat voraussichtlich 2020 zur Beschlussfassung vorgelegt. Die ersten Neubauetappen sind zurzeit ab 2024 vorgesehen. ■

  • Volta Nord:  Arealentwicklung im grossen Stil

    Volta Nord: Arealentwicklung im grossen Stil

    Volta Nord, besser bekannt als Lysbüchel-Areal, reicht von der Elsässerstrasse bis zu den Bahngleisen des Bahnhofs St. Johann und von der Schlachthofstrasse zum Vogesenplatz. In Volta Nord soll das ehemalige Güter­areal zu einem urbanen Quartier werden, und wenig genutzte Flächen werden verdichtet. Vorgesehen ist, dass auf dem Gewerbe- und Industrieareal rund 2000 bis 3000 Arbeitsplätze sowie Wohnraum für 1300 bis 1900 Einwohnerinnen und Einwohner entstehen sollen. Durch die städtebauliche Aufwertung werde das Potenzial des Lysbüchel-Areals ausgeschöpft, schreibt das Planungsamt des Kantons Basel-Stadt. Das Stimmvolk stimmte am 25. November 2018 dem Bebauungsplan mit 61 Prozent zu. Zudem erhöhe der Bebauungsplan mit Grünräumen und Park­anlagen die Aufenthaltsqualität für die heutigen und zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer des Quartiers deutlich, schreiben die SBB in einer Mitteilung. Eine neue Primarschule sowie Freiräume sollen das Profil der Arealentwicklung abrunden. Damit entsteht der neue Wirtschafts- und Wohnraum Volta Nord. ■

  • Klybeckplus: Zukunftsbild für den neuen Stadtteil wird erarbeitet

    Klybeckplus: Zukunftsbild für den neuen Stadtteil wird erarbeitet

    Die Vision sieht vor, eine für die Öffentlichkeit bisher grösstenteils nicht zugängliche Fläche von rund 300 000 Quadratmeter zum neuen Klybeck-Quartier weiterzuentwickeln. Basis dafür bildet die Planungsvereinbarung, welche die früheren Besitzerinnen im Mai 2016 mit dem Kanton Basel-Stadt abgeschlossen hatten, schreibt «klybeckplus» in einer Mitteilung. Mit dem Projekt «klybeckplus» wird das ehemalige, Industriegebiet in den nächsten Jahren zu einem neuen Basler Stadtquartier. Bis 2035 rechnet man mit rund 30 000 neuen Arbeitsplätzen und 20 000 zusätzlichen Einwohnern. Damit zählt «klybeckplus» zu den grössten Entwicklungsgebieten der Schweiz.

    Vision für Transformation des Areals
    Grundeigentümerinnen sind die Central Real Estate, Basel, sowie die Swiss Life. Central Real Estate ist eine von der Ba­loise, der Zuger Pensionskasse, der Credit Suisse Anlagestiftung, der J. Sarasin Anlagestiftung und weiteren Schweizer Pensionskassen neu gegründete Immobilien- Beteiligungsgesellschaft. Für die Arealentwicklung hat sich die Gesellschaft Unterstützung von Mettler2Invest, Nova Property Fund Management und Credit Suisse AM gesichert. Gemeinsam mit dem Kanton entwickeln die neuen Grundeigentümerinnen in den kommenden Monaten eine Vision für die Transformation des Areals. Dabei würden die neuen Grundeigentümerinnen den Dialog mit allen Interessengruppen suchen und die Bevölkerung weiterhin aktiv in den Entwicklungsprozess einbeziehen, betonen die Projektverantwortlichen. Ziel ist es, bis im Sommer 2020 eine gemeinsames Zukunftsbild für den neuen Stadtteil zu erarbeiten. Dieses dient als Basis für das anschliessend geplante städtebauliche Gesamtkonzept. ■

  • Wohn- und Gewerbeüberbauung in Emmen

    Wohn- und Gewerbeüberbauung in Emmen

    Das Projekt «Sonne» entsteht in Emmen auf dem Areal zwischen der Gerliswil- und der Gersagstrasse, in unmittelbarer Nähe zum Sonnenplatz und dem S-Bahnhof Emmenbrücke Gersag. Das Richtprojekt für die Arealentwicklung basiert auf einer Projektstudie des Architektenteams Steib Gmür Geschwentner Kyburz Partner und Koepfli Partner Landschaftsarchitekten BSLA. Sie haben den Studienauftrag gewonnen.

    Aussenräumliche Qualitäten
    Die Überbauung soll aus vier mehr­eckigen Baukörpern bestehen und rund 180 Wohnungen umfassen. Entlang der Gersagstrasse sind bis zu siebengeschossige Bauten vorgesehen. Im Erdgeschoss Nutzungen für Dienstleistungsbetriebe und Gewerbe. Das Projekt habe die Fachjury besonders mit den aussenräumlichen Qualitäten, den guten Sichtverbindungen innerhalb des Quartiers und der sorgfältigen Einbindung der Bestandsbauten an der Gerliswilstrasse mit dem historischen Gasthaus Adler überzeugt, schreibt Steiner in der Mitteilung.

    Belebung für Emmen
    Das Projekt werde – in Kombination mit einem mit Bäumen gesäumten Trottoirbereich – für eine Aufwertung und Belebung des Zentrums von Emmen sorgen, betonen die Projektverantwortlichen bei Steiner. Die Siedlung wird mit dem geplanten Ausbau des S-Bahnhofs und dem neuen Bus-Hub an den ÖV angebunden sein.

    Zurzeit wird ein Bebauungsplan ausgearbeitet. Geplant ist, dass Mitte 2020 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Die Fertigstellung des Gesamtvorhabens ist für 2024 vorgesehen. ■

  • Viscosistadt: Urbanes Leben am Fluss

    Viscosistadt: Urbanes Leben am Fluss

    Das Areal der Viscosistadt in Emmenbrücke liegt direkt an der Kleinen Emme, nördlich des Seetalplatzes. Mit einer Ausdehnung von 89 000 Quadratmetern entspricht das ehemalige Industrieareal der Grösse der Altstadt Luzern. Das Industriegelände hat eine bewegte Geschichte und durch die charakteristischen Industriebauten eine eigene Identität. Noch Anfang der 1980er Jahre gingen täglich bis zu 3000 Mitarbeitende in der Viscosuisse ein und aus. Die industriellen Bauten aus dieser Zeit sind grösstenteils erhalten.

    In der Viscosistadt soll in den nächsten Jahren ein lebendiger Stadtteil mit Industriecharme entstehen, in dem Arbeit, Bildung, Kultur und Wohnen Platz finden. Die Entwicklung geschieht durch die Viscosistadt AG in kleinen Schritten. Das neue Quartier wird ergänzt mit einem rund 16 000 Quadratmeter grossen Park, direkt am Fluss. In Zukunft sollen auch Wohnungen realisiert werden.

    Visionär und pragmatisch
    Um ein Areal wie die Viscosistadt zu transformieren, brauche es eine Mischung aus visionärem Denken, gesundem Menschenverstand und pragmatischem Umsetzen, sagt Alain Homberger, Geschäftsführer der Viscosistadt. Im Verlauf des Projektes seien sie zum Schluss gekommen, das Areal in kleinen Schritten ohne die Hilfe von Investoren zu entwickeln. Die Viscosistadt soll nicht innert weniger Jahre gebaut werden, sondern wie ein Baum langsam, Ring für Ring, wachsen, sagt Homberger. «So ist gewährleistet, dass das Projekt auch in dreissig Jahren den Bedürfnissen der Menschen entspricht.»

    Prominenter Ankermieter
    Ende November 2019 wurde als Ankermieter die Hochschule Luzern – Design & Kunst in der Viscosistadt eingeweiht. «Die Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden bringen neues Leben in die Viscosistadt. Dadurch entsteht ein Austausch zwischen Industrie, Gewerbe und Kreativwirtschaft», so Homberger. Diese Mischung mache den besonderen Charakter der Viscosistadt aus. Dieser Weg soll auch in den nächsten Jahren weiter verfolgt werden. In einem ersten Schritt hat sich die Viscosistadt gegenüber Firmen aus verschiedensten Branchen geöffnet und ist ein Standort für Kunst, Kultur und Events geworden. In Zukunft sollen am Ufer der Kleinen Emme auch neue Wohnungen entstehen. ■

  • Arealentwicklung Riverside:  Die Leitplanken sind gesetzt

    Arealentwicklung Riverside: Die Leitplanken sind gesetzt

    «Mit dem Masterplan Areal Riverside sind die Leitplanken für ein raumplanerisch und städtebaulich überzeugendes Leuchtturmprojekt von regionaler Strahlkraft gesetzt», sagt Bernard Staub, Chef Amt für Raumplanung Kanton Solothurn. Die Entwicklung des neuen Wohn- und Arbeitsquartiers sei ein sanfter und stetiger Prozess mit einem langfristigen Zeithorizont von 15 bis 20 Jahren, sagen die Projektverantwortlichen. Das Areal Riverside wird durch drei Bereiche geprägt: Wohnen, Arbeiten und Grünraum für alle. Der vorgesehene öffentliche Riversidepark soll das neue Bindeglied zwischen dem Widi-Park und dem Aareufer werden.

    Einzelne Etappen als unabhängige Einheiten
    Gestartet werden die Bauarbeiten 2020 mit dem Arealteil im Nordwesten. Dieser liegt direkt an der Aare und am nächsten bei der Stadt Solothurn. Von dort aus entwickelt sich das Quartier Riverside in weiteren Bauetappen. Das zukünftige Wohngebiet wurde in zehn Baufelder unterteilt, die dem Prinzip einer geordneten Diversität folgen. In dieser Ordnung werden in mehreren Bauetappen unterschiedliche Wohntypologien auf den Baufeldern verteilt, so dass ein abwechslungsreiches Ganzes mit einem quartiertypischen Charakter entsteht. Die einzelnen Etappen funktionieren als in sich unabhängige Einheiten, die genügend Flexibilität bieten, um mit künftigen Ansprüchen oder Änderungen nachhaltig umzugehen. Sieben Planerteams haben sich mit der ersten Riverside-Bauetappe auseinandergesetzt. Den Zuschlag erhielten die KCAP Architects & Planners GmbH, Zürich, und Graf Stampfli Jenni Architekten AG (ARGE mit agps architecture ltd.) aus Solothurn. Gearbeitet wird schon heute auf dem Areal. Mit rund 17 000 Quadratmeter Fläche ist Riverside ein begehrtes Geschäfts- und Gewerbeareal an zentraler Lage, mit guter Infrastruktur und grossem Entwicklungspotenzial. ■

  • Attisholz-Areal:  Eine der grössten Industriebrachen der Schweiz

    Attisholz-Areal: Eine der grössten Industriebrachen der Schweiz

    Die ehemalige Fabrik liegt am Aare­ufer, und die imposanten Hallen befinden sich direkt am Fluss. Heute gilt das Attisholz-Areal als eine der grössten Indust­riebrachen, respektive Entwicklungsgebiete, in der Schweiz. Mit seinen 110 Hektaren entspricht es einer Fläche von rund 150 Fussballfeldern.

    Die durch die Grösse und Wucht der Bauten beeindruckende Erscheinung der Industrieanlage soll bewahrt und in die Zukunft übertragen werden, denn sie zeuge von einer wichtigen, wenn auch vergangenen Epoche, ist auf der Projektseite der Halter AG zu lesen. Das Konzept Tabula rasa funktioniere hier nicht – die Mauern, Gassen und Plätze bergen zu viel an Geschichte und Erinnerungen, betonen die Projektinvolvierten. Deshalb werde das Areal im Laufe der kommenden Jahre langsam, aber stetig belebt.

    Und so sieht die Zukunft aus: Auf dem Areal sind bis 2045 1200 Wohnungen für 2400 Personen und 1500 Arbeitsplätze in Bereichen wie Dienstleistungen, Gewerbe und Gastronomie geplant. Dieses Areal sei einzigartig, und dank der Insellage habe man Freiheiten, die in einer Stadt unmöglich wären, wird Andreas Campi, Leiter Entwicklungen bei Halter, in der Neuen Zürcher Zeitung zitiert.

    Bevor tatsächlich mit dem Bau begonnen werden kann, muss die Nutzungsplanung bewilligt werden. Geplant ist, dass Halter im Kern des Areals bauen wird mit dem Ziel, dieses in den nächsten zwanzig bis dreissig Jahren sanft zu öffnen, aber stetig zu beleben und umzunutzen. Halter geht davon aus, dass ab 2024 die ersten Bewohner auf dem Attisholz-Areal ihre Wohnungen beziehen können.

    Die Entwicklung des Areals erfolgt in Etappen. Auf der gegenüberliegenden Flussseite, wo früher das Holzlager war, hat der Kanton diesen Sommer einen Uferpark eröffnet. Kostenpunkt: Rund sechs Millionen Franken. Der industrielle Teil wurde nicht abgerissen sondern in einen Spielplatz, einen begehbaren Teich sowie ein Partylokal im Untergrund der Halle umgewandelt, um nur einige Beispiele zu nennen. Eine Halle dient den Junioren des nahen Golfclubs als Trainingslokal, in einer anderen Halle lagern Requisiten des Theaters Biel Solothurn. Bis der Vorhang für die neue Stadt im Grünen fällt, stehen noch viele Entscheide an. ■

  • Das neue Verwaltungs- und Handelszentrum

    Das neue Verwaltungs- und Handelszentrum

    Das neue Verwaltungs- und Handelszentrum befindet sich im Herzen von Chiasso in strategischer Lage, nur einen Steinwurf vom Industriezentrum, der Autobahneinfahrt und der Grenze zu Italien entfernt. Es ist die neue Baustelle, die von Axim SA unterzeichnet und gefördert wurde.

    Der Komplex wird in dem Bereich entstehen, der von den historischen Gebäuden der ehemaligen Fernet-Branca-Fabrik frei gelassen wird, in der der gleichnamige und beliebte Verdauungsapparat hergestellt wurde.
    Eine zweifellos privilegierte Lage, definiert als „südliches Tor zum Tessin“ aufgrund der hervorragenden zollnahen Straßenverbindung und der Nähe zum Bahnhof, zum Industriegebiet und zum Stadtzentrum.

    Das Projekt umfasst den Bau von zwei Verwaltungsgebäuden. Die in jedem Detail untersuchte zeitgenössische Architektur wird die logistischen Anforderungen von Unternehmen erfüllen, die nach funktionalen und gleichzeitig modernen und repräsentativen Arbeitsumgebungen suchen.
    Das neue Zentrum besteht aus zwei Elementen mit einer Beton-, Stahl- und Glasstruktur, die zusammenhängend sind und im Erdgeschoss durch einen großen, vollständig verglasten Raum verbunden sind. Die beiden Blöcke verteilen sich auf 7 Stockwerke über dem Boden, haben eine Gesamtfläche von ca. 10’000 m2 und eine Tiefgarage mit 111 überdachten Parkplätzen.

    Das Projekt wird durch einen gemeinsamen Fitnessbereich und eine Grünfläche abgeschlossen, die maximale Entspannung in Momenten der Freizeit garantieren.
    Der modulare Aufbau der Gebäude ermöglicht eine sehr flexible Organisation von Arbeitsräumen: sowohl als geschlossene Büros unterschiedlicher Größe als auch als Freiflächen.

    Ein innovatives Projekt mit großen Ambitionen, das dazu beitragen soll, die Umgebung neu zu gestalten, indem es als Element der Kontinuität zwischen dem Eingang zur Stadt Chiasso, dem Wohngebiet und dem Industriezentrum fungiert. ■

  • Eintauchen in das Grün – Parco Casarico Residence

    Eintauchen in das Grün – Parco Casarico Residence

    «Es ist ein umgekehrt geborenes Projekt. Normalerweise werden zuerst die Gebäude entworfen und dann die Bäume darin platziert, während wir zuerst einen Park entworfen und dann die Gebäude hineingelegt haben ", beginnt Attilio Panzeri, renommierter Lugano-Architekt, der für die Gestaltung des Parks verantwortlich ist Casarico. Mit einer Bruttogeschossfläche von 13.000 m2 und einer Investition von rund CHF 100 Millionen ist es wahrscheinlich das größte vollständig private Wohnprojekt im Tessin.

    Auf der Hälfte der Grünfläche befinden sich fünf vierstöckige Gebäude mit insgesamt 143 Wohnungen, von denen 69 zum Verkauf stehen (die ersten werden in diesen Tagen geliefert) und die restlichen zur Miete. Auf dem Gelände wird auch ein sechstes Gebäude untersucht. Auf der anderen Hälfte des Landes ist jedoch geplant, in Zukunft einige Villen zu bauen.

    Kein Verkehr
    Wie der Architekt Panzeri betont, "gibt es in diesem Projekt viel Experimentieren". Beispielsweise haben alle zum Verkauf stehenden Wohnungen je nach den Wünschen und Bedürfnissen des Kunden unterschiedliche Grundrisse und Größen. Dies kann getan werden, fährt der Architekt fort, da die Gebäude keine tragenden Innenwände haben, außer natürlich die der Treppen, so dass jede Wohnung frei gewählt werden kann. Das Fehlen tragender Wände ermöglicht auch vollständig gläserne Fassaden mit dem offensichtlichen Vorteil der Helligkeit und eines Panoramablicks. Ein weiteres Merkmal betrifft die Bauweise. Tatsächlich werden die meisten Gebäude mit vorgefertigten Elementen gebaut.

    Eine weitere Besonderheit des Casarico Park betrifft die motorisierte Mobilität. Da es keine Transitstraßen gibt, die die Nachbarschaft durchqueren, sondern nur einige interne Nebenstraßen, sind auf der Straße keine Autos zu sehen. Am Rande des Gebiets befindet sich eine einzige Zufahrtsstraße, die zum Eingang einer riesigen Tiefgarage mit 180 Parkplätzen führt, sodass alle Fahrzeuge am Eingang der Nachbarschaft anhalten und unterirdisch verschwinden. Im Park hingegen bewegen Sie sich nur auf Fußgängerwegen. Die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel befindet sich in unmittelbarer Nähe, nur wenige Gehminuten entfernt.

    Ein Park im Park
    Besonderes Augenmerk wurde auf die Landschaft gelegt. Der Bogen. Panzeri beobachtet, wie "ein Park im Park" geschaffen wurde. In der Mitte des Gebiets, zwischen den Gebäuden, befindet sich tatsächlich ein öffentlicher Raum mit einem Gewässer, das sich auf natürliche Weise gebildet hat und das Wasser aus dem Grundwasser leitet und sammelt. Die extreme Aufmerksamkeit für Grün zeigt sich in den Namen der fünf Gebäude, von denen jedes einen botanischen Namen trägt: Eiche, Buche, Kiefer, Birke, Kastanie. Sogar die Dächer werden grün sein, mit einem natürlichen Flechten-Teppich bedeckt sein und als Rückhaltung von Regenwasser dienen. Und um eine maximale Integration des Wohnkomplexes in die Umgebung zu ermöglichen, wurden nicht einmal die Niveaukurven des Geländes verändert.


    Energieautarkie
    Ein weiterer grundlegender Aspekt ist der energetische. In der Praxis ist jedes Gebäude nicht nur perfekt isoliert, sondern auch aus energetischer Sicht autark. Das gesamte Heizsystem ist eine Erdwärmepumpe, und der Strom, der die gemeinsamen Teile antreibt, wird von Photovoltaik-Modulen erzeugt, die horizontal auf dem Dach angeordnet sind, so dass sie vollständig in die Struktur integriert sind. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Parco Casarico-Projekt ein Projekt ist, das die Bedürfnisse des Umweltschutzes und der hohen Lebensqualität derjenigen, die dort leben werden, am besten erfüllt. Oder um es mit den Worten des Architekten Panzeri selbst auszudrücken: «Wir haben versucht, allem einen menschlichen Charakter zu geben». ■

  • Grosspeter Tower: Seit 2018 das neue Wahrzeichen von Basel

    Grosspeter Tower: Seit 2018 das neue Wahrzeichen von Basel

    «Der markante Auftritt am südöstlichen Eingang von Basel macht den Grosspeter Tower zu einem Wahrzeichen der Stadt», ist PSP-Eigentümervertreter Thomas Kraft überzeugt. Seit Frühling 2018 gilt der Turm als Symbol für nachhaltiges Bauen. PSP Swiss Property hat den 120 Millionen Franken teuren Bau der Architekten Burckhardt + Partner auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die Fassade – sie wird als Blickfang bezeichnet – besteht zu je 50 Prozent aus transparenten und nichttransparenten Teilen. Dank der nahezu raumhohen Verglasung sorgt dies zum einen für eine helle und grosszügige Arbeitsatmosphäre, zum anderen besteht der nicht transparente Fassadenteil aus einer vollintegrierten Photovoltaikanlage, deren Struktur sich an die Architektur anpasst, welche Urbanität und Nachhaltigkeit repräsentiert.

    Mit dem Grosspeter Tower wird so das Ziel verfolgt, ein Gebäude zu realisieren, welches einen beträchtlichen Anteil seines Grundstrombedarfs selbst produziert. 4’800 Quadratmeter in die Fassade integrierte Photovoltaikelemente und 770 Quadratmeter auf dem Dach montierte Module liefern rund 260’000 Kilowattstunden pro Jahr. Das Hochhaus produziert die Wärme mit Hilfe eines Erdsondenfeldes, welches aus 52 Sonden besteht. Aus 250 Meter Tiefe wird auf diesem Weg die Wärme aus dem Boden geholt. Während im Winter damit geheizt wird, kann gleichzeitig die Kälte zurückgeführt werden, um sie im Sommer zur Kühlung des Gebäudes zu verwenden. Im 5-geschossigen Sockelbereich wurde ein Ibis Styles-Hotel mit 186 Zimmern eröffnet. ■

  • Ein neuer Stadtteil direkt am Bahnhof Pratteln

    Ein neuer Stadtteil direkt am Bahnhof Pratteln

    Die Schweiz wächst. Allein in Basel-Stadt sollen bis 2035 rund 20’000 neue Arbeitsplätze entstehen. Diese Entwicklung geht auch an Pratteln nicht spurlos vorbei. So ist die Zahl der Beschäftigten in den letzten zehn Jahren um rund 2’500 Personen gestiegen, die Bevölkerung um rund 1’500 Personen gewachsen. Damit verbunden ist der Bedarf nach zusätzlichem Wohnraum, nach Arbeitsplätzen und nach Infrastruktur aller Art. Das alles braucht Raum.

    In enger Zusammenarbeit mit den Behörden von Gemeinde und Kanton erarbeitet die Bredella AG, gemeinsam mit Spezialisten für Arealentwicklung, die Bauvorschriften für das Areal. In den Quartierplänen werden Regeln zu Nutzungen, Gebäuden, Wegen, Plätzen und Freiräumen ebenso wie ein Plan zu deren räumlicher Verortung definiert. «Das Projekt übernimmt eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des gesamten Bahnhofgebiets», sagt Andreas Schröder, Stellvertretender Leiter Projekt-
    entwicklung bei Burckhardt+Partner AG.

    Vielfältige Bebauung
    Das Projekt Bredella strebte nicht ein weiteres, rein funktional durchoptimiertes Wohnquartier an, sondern verstehe sich als ein neuer Stadtteil in Pratteln Mitte mit gemischter Nutzung und unterschiedlicher, vielfältiger Bebauung, betonen die Projektverantwortlichen. Das Wohnen soll hier ebenso Platz haben wie kommerzielle Nutzungen, das Alte ebenso wie das Neue. Entstehen soll so eine dem Zeitgeist entsprechende neue Art des Umgangs mit Raum an gut erschlossener Lage in städtischen Ballungsräumen. Der Masterplan und das Richtprojekt zur Transformation des Industriegebiets in ein Stadtquartier zeichnen sich durch das Zusammenspiel sorgfältig ausgestalteter Stadt- und vielseitiger Lebensräume aus.

    Optimale Erschliessung mit allen Verkehrsmitteln
    Die Anforderungen, die bei der Bereitstellung dieses Raums zu erfüllen sind, hätten sich gegenüber früher geändert: Im Vordergrund stehe nicht mehr die idyllische Lage im Grünen, sondern eine optimale Erschliessung mit allen Verkehrsmitteln. Nicht mehr die Aussicht, sondern die rasche Erreichbarkeit. Und die Verdichtung nach innen, um der Zersiedelung der Schweiz entgegen zu wirken. Das Areal der ehemaligen Buss AG und Rohrbogen AG auf der Nordseite des Bahnhofs Pratteln stelle einen idealen Ort dar, um neuen, zeitgemässen und attraktiven Lebensraum zu schaffen, so die Projektverantwortlichen bei der Bredella AG.

    Die nächsten Schritte
    Im Verlaufe des weiteren Prozesses wird der definitive Antrag für die Planung «Bredella» das für solche Verfahren vorgesehene Prozedere durchlaufen. Dazu gehören neben dem erwähnten Infrastrukturvertrag die öffentliche Auflage des Projektes und schliesslich die Beschlussfassung durch die Gemeinde und den Kanton. Als Erstes (4 – 8 Jahre) soll das Areal der Rohrbogen AG im Westen umgenutzt werden. In der zweiten Phase (8 – 12 Jahre) ist geplant, den Bahnhofplatz räumlich zu vollenden. In der dritten Phase (12 – 20 Jahre) sollen die drei letzten Baubereiche im heutigen Buss-Areal neuen Nutzungen zugeführt werden, ein weiterer Quartierplatz erstellt und damit die Transformation abgeschlossen werden. ■

  • Ein Kompetenzzentrum für die Industrie

    Ein Kompetenzzentrum für die Industrie

    Bis zum Jahr 2025 ist vorgesehen, dass sich das rund 70’000 Quadratmeter grosse Schorenareal in Arlesheim, wo einst die Elektrizitätsgesellschaft Alioth Lokomotiven für die SBB produzierte, zu einem Smart Manufacturing Hub entwickelt. In «uptownBasel» sollen sich dereinst rund fünfzig Technologieunternehmen mit insgesamt 2’000 Arbeitsplätzen ansiedeln. Das Kompetenzzentrum wird aus sieben Produktionshallen und 35’000 Quadratmetern Bürofläche bestehen. Dazu werden neue Hallen erstellt und bestehende Gebäude umgenutzt. Auch zum Thema Nachhaltigkeit soll «uptownBasel» Akzente setzen: Vorgesehen ist unter anderem, die Abwärme der geplanten Rechenzentren zu nutzen. Eine Holzschnitzelanlage mit Altholz wird das gesamte Areal mit Energie versorgen.

    70 Prozent der Fläche bereits vermietet
    Die ersten Mietverträge sind nach Angaben der Initianten bereits unterschrieben: Die Technologiekonzerne Axians und Bouygues werden Mieter im ersten Gebäude von «uptownBasel» mit dem Namen «The Pioneer». Das fünfstöckige Gebäude umfasst drei stützenfreie Hallen, die von Stahlträgern überspannt werden. Über den Produktionshallen werden auf 9’000 Quadratmetern Bürofläche für etwa 600 Mitarbeitende entstehen. Der Bau wird eine Gesamtnutzfläche von 25’000 Quadratmetern haben und soll Ende kommenden Jahres bezugsbereit sein. 70 Prozent der Fläche sind bereits vermietet. Die Investition für «uptownBasel» liegt bei 400 bis 500 Millionen Franken und erfolgt durch das Family Office des langjährigen Präsidenten der Handelskammer beider Basel, Thomas Staehelin. ■

  • Münchenstein: Vom Industrieareal zum lebendigen Quartier

    Münchenstein: Vom Industrieareal zum lebendigen Quartier

    In den kommenden Jahren soll sich das bestens erschlossene, bisher industriell genutzte Areal, das in Gehdistanz zum Bahnhof und historischen Dorfkern von Münchenstein liegt, zu einem attraktiven, urbanen Wohnquartier mit einem breiten Nutzungsspektrum und Zentrumsfunktionen wandeln. Zu diesem Zweck hat die Halter AG 2017 / 18 einen zweistufigen Studienauftrag mit acht eingeladenen Teams durchgeführt. Aufbauend auf dem Städtebau und der Stadtraumgestaltung von jessenvollenweider architektur und Stauffer Rösch Landschaftsarchitekten, fügen sich die Entwürfe der drei siegreichen Teams sehr gut in das bestehende Umfeld ein, so die Aussage des Beurteilungsgremiums. Die insgesamt zwölf Gebäude auf den vier Baufeldern bilden mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen, Volumen und Höhen eine spannungsgeladene Einheit. Nach Abschluss des derzeit laufenden Quartierplanverfahrens und dem daran anschliessenden Baubewilligungsverfahren soll mit der Realisierung 2023 begonnen werden. Die Fertigstellung des neuen städtischen Quartiers ist im Jahr 2027 vorgesehen. ■

  • Ein Berghaus mit «einfachem» Luxus

    Ein Berghaus mit «einfachem» Luxus

    Im Sommer 2018 hat der Franzose Michel Reybier das 4-Sterne-Haus «Schweizerhof Zermatt», am Fusse des Matterhorns, erworben, schreibt die Hotel und Touristik Revue (htr). Die 95 Zimmer und Suiten wurden vom Design- und Architekturbüro Kristian Gavoille & Valérie Garcia komplett neu gestaltet. Die Räume sind offen angeordnet. Ziel des Umbaus war laut den Besitzern, ein Berghaus mit einem «einfachen und echten Luxus» zu schaffen, betonen die Betreiber. Das Hotel möchte mit neuesten Technologien eine konsequent moderne und zeitgemässe Vision der Hotellerie verfolgen. Dazu gehören Hochgeschwindigkeits-Wi-Fi in den Zimmern, Netflix- und Spotify-Zugänge. Eine spezielle Anwendung ermögliche es zudem den Gästen, Tische zu reservieren, Rechnungen zu bezahlen, Wellnesstermine zu buchen, Zimmer aus der Ferne zu öffnen und mit dem Team zu interagieren. 

  • Neuer Wirtschaftsstandort für Basel

    Neuer Wirtschaftsstandort für Basel

    Die Grundsteinlegung für die neuen Büro- und Laborflächen im Stücki Park fand Ende August 2018 statt. Damit werden die bereits bestehenden Flächen in zwei Etappen erweitert. Parallel zum bereits bestehenden langen Bürogebäude, welches den Technologiepark Basel beherbergt, und dem Shopping-Center entstehen vier Gebäude – zwei mit Labor- und Forschungsflächen und zwei mit Büroräumlichkeiten. Diese Neubauten bieten Raum für insgesamt 1’700 Arbeitsplätze. Verbunden sind die vier Gebäude über einen gemeinsamen dreigeschossigen Sockelbau. Bis 2023 soll der Stücki Park ein neuer Wirtschaftsstandort für Basel werden. Über 4’000 Menschen werden dann auf dem Areal arbeiten. ■

  • «Uptown Mels» –Transformation der bestehenden Bausubstanz

    «Uptown Mels» –Transformation der bestehenden Bausubstanz

    Das Stoffel Areal befindet sich auf der südwestlichen Talschulter an prominenter Lage oberhalb des Ortes Mels. Das Areal umfasst Fabrikbauten, ein Kraftwerk und eine Villa. Mit seiner schutzwürdigen Spinnerei und Weberei bildet das Stoffel Areal ein hervorragendes Ensemble der Textilindustrie und gehört zu den bedeutendsten wirtschaftshistorischen Zeugen. Durch die Transformation der bestehenden Bausubstanz und der Verbindung von «Alt und Neu» wird der Ort neu definiert. Dort wo einst Webstühle standen, werde neu Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander vereint und es entstehe ein überregionaler Anziehungspunkt von hoher Qualität, betonen die Projektverantwortlichen.

    Bauarbeiten sind im Zeitplan
    Die Bauarbeiten schreiten planmässig voran: Der Rohbau der Weberei steht kurz vor dem Abschluss, der Neubau der «Öffnerei»« ist in vollem Gange und der Umbau der Spinnerei – die dritte Etappe – hat begonnen. Die Weberei wird innen und aussen auf modernsten Eigentumsstand gebracht: Es entstehen Wohnungen in allen Grössen und im Erdgeschoss zusätzlich Atelierräume. Verschiedene Anbauten werden entfernt und teilweise durch Neubauten ersetzt. Unter dem Fabrikhof zwischen der Weberei und der Spinnerei entsteht eine grosse Tiefgarage. Der Bezug ist auf Herbst 2019 geplant.

    Die «Öffnerei», ein Neubau mit Gemeinschaftsräumen und Ateliers im Erdgeschoss, bildet den nordwestlichen Abschluss des Projekts. Mit dem Bau der Standseilbahn erhält «Uptown Mels» eine direkte Verbindung zum Dorfzentrum. Von da führt eine Treppenkaskade am ehemaligen Kraftwerk vorbei zum zentralen Stoffelplatz. Fertigstellung: Frühling 2020.

    Nach dem Vorbild der Weberei erhält auch das historische Spinnereigebäude eine Frischzellenkur. Die grosszügigen Wohnlofts werden bezüglich Akustik und Wärmedämmung auf den neusten Stand gebracht und im Erdgeschoss entlang der Stoffelgasse entstehen vielseitige Gewerbe-, Atelier- und Büroräume. Bezug: Frühling 2021. Die letzte und abschliessende Etappe von «Uptown Mels» bildet der Neubau des Wohngebäudes «Steigs» direkt auf der Hangkante. Gleichzeitig soll die Fabrikantenvilla mit ihrer grosszügigen Gartenanlage renoviert werden. Der voraussichtliche Bezug soll Mitte 2022 erfolgen. 

  • Renovation einer Geschäftsliegenschaft

    Renovation einer Geschäftsliegenschaft

    Die CSA Real Estate Switzerland Commercial, eine Anlagegruppe der Credit Suisse Anlagestiftung, renoviert ihre Liegenschaft an der Aeschenvorstadt 72 in Basel. Diese bildet gemeinsam mit dem Nachbargebäude Aeschenplatz 3 das Eingangsportal zur Aeschenvorstadt beziehungsweise zur Innenstadt. Mit der Renovation sollen eine städtebauliche Qualitätssteigerung erreicht und der Aussenraum attraktiver gestaltet werden, schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt in einer Mitteilung.

    Damit die Liegenschaft eine möglichst hohe Attraktivität aufweist, wird die Liegenschaft aufgestockt sowie innen und aussen komplett saniert. Um die Aufstockung zu ermöglichen, musste der bestehende Bebauungsplan angepasst werden, der das Architekturbüro Diener & Diener umsetzte. Die Sanierungsarbeiten haben im Januar 2019 begonnen. Nach Abschluss der Arbeiten, die rund 15 Monate in Anspruch nehmen, wird die Liegenschaft neu aus drei Untergeschossen, sechs Vollgeschossen und einem Attikageschoss bestehen. 

  • Umbau und Sanierung des Hauptbaus der Kaserne Basel

    Umbau und Sanierung des Hauptbaus der Kaserne Basel

    Die notwendigen und baulichen Eingriffe sind umfangreich, ist auf der Homepage des Hochbauamtes zu lesen. Die Massnahmen umfassen unter anderem die Sanierung der Gebäudehülle, die Schaffung der grosszügigen, öffentlich nutzbaren Fussgängerverbindungen zwischen Rhein und Platzebene, eine Lösung für die Erdbebenertüchtigung des Gebäudes, die Sanierung des Innenausbaus, die Erneuerung der Gebäudetechnik, neue sanitäre Anlagen sowie insbesondere die Umgestaltung für kulturelle Nutzungen und die Integration neuer Nutzungen wie beispielsweise Gastroeinrichtungen auf Rhein- und auf Platzebene.

    Besser mit dem öffentlichen Raum vernetzt
    Durch die Sanierung und Umnutzung des länglichen Hauptbaus wird das Gelände besser mit dem öffentlichen Raum vernetzt, erklären die Projektverantwortlichen von Caretta Weidmann. Es entsteht ein lebendiger und vielfältiger Platz mit einem dreigeschossigen attraktiven Verbindungsraum (Plaza) im Hauptbau, welcher Rheinpromenade und Kasernenhof miteinander verknüpft. Die beiden Ebenen werden durch eine grosszügige Treppe verbunden, die gleichzeitig als Sitzgelegenheit dient und bei besonderen Anlässen die Funktion eines kleinen Auditoriums wahrnehmen kann. Die neuen Nutzungsräume wie Restaurants, Bars, Büros, Projekträume, der Veranstaltungsraum Turm Nord, sowie ein grosser Saal und eine Probebühne sind im Hauptbau untergebracht. Alle be­stehenden Freizeiteinrichtungen auf dem Areal bleiben erhalten und werden in das Konzept inte­griert. 

  • Das Schulhaus wird in  zwei Etappen saniert

    Das Schulhaus wird in zwei Etappen saniert

    Im Baukredit für das Projekt SSZ sind nur die Massnahmen eingerechnet, die zur Umsetzung des Raumprogramms erforderlich sind. Dazu gehören der Umbau der Räume der Schulverwaltung, der Einbau eines Lifts und der Ersatz des Blockheizkraftwerks. Geplant war, darüber hinausgehende Unterhaltsmassnahmen wie bis anhin im laufenden Betrieb umzusetzen.

    Durch das Auslagern des Schulbetriebs und den damit verbundenen Leerstand des Schulhauses Burg­halde 1 bietet sich nun die einzigartige Gelegenheit, werterhaltende Sanierungsmassnahmen, die zurückgestellt wurden, vorzuziehen und diese koordiniert mit dem Sekundarstufenzentrum kostengünstiger umzusetzen.

    Zwingend notwendige Massnahmen
    Die Sanierung des Schulhauses erfolgt in zwei Etappen. Die Sanierungsmassnahmen der ersten Etappe sollen zusammen mit dem Sekundarstufenzentrum umgesetzt werden. Es handelt sich dabei um Massnahmen, die zwingend notwendig sind und deren Umsetzung zu einem späteren Zeitpunkt unter laufendem Betrieb mit erheblichem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden wäre.

    • Saniert und ersetzt werden vor allem sämtliche Dächer.
    • Bei der Fassade wird der Putz und die Gläser der Fenster saniert sowie der Sonnenschutz erneuert.
    • Im Inneren werden sämtliche Nassräume (WCs und Duschen) inkl. Haustechnik erneuert.

    Die Sanierungsmassnahmen der zweiten Etappe sollen spätestens ab 2030 umgesetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt müssen sämtliche Unterrichtsräume saniert werden (Boden-, Wand- und Deckenbeläge, technische Installationen und Einbauten). In voraussichtlich sechs Unteretappen werden die Sanierungsmassnahmen in diesen Räumen jeweils in den Sommerferien umgesetzt. 

  • Umbau und Erweiterung Kurtheater Baden

    Umbau und Erweiterung Kurtheater Baden

    Das Kurtheater Baden ist ein Gastspielhaus, dessen Geschichte lange zurückreicht. 1675 wurde in Baden der erste Theatersaal der Schweiz erbaut. Der heutige Bau der Architektin Lisbeth Sachs entstand 1952. Das Kurtheater ist das grösste Theater im Kanton Aargau mit vollständiger Infrastruktur. Der Zuschauerraum bietet rund 600 Sitzplätze. Die Baubewilligung wurde bereits im April 2014 erteilt. Nach Abweisung der letzten Beschwerde durch das Bundesgericht wurde sie im Januar 2017 rechtskräftig. Mit dem Umbau, der Sanierung und der Erweiterung des Kurtheaters werde der Theaterbetrieb auf ho­hem Niveau für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt, betonen die Verantwortlichen der Theaterstiftung und der Stadt Baden. Die Wiedereröffnung des Kurtheaters ist auf Anfang 2020 vorgesehen. 

  • Zukunfts- und tragfähige  Spitalinfrastruktur

    Zukunfts- und tragfähige Spitalinfrastruktur

    Das Zürcher Oberland ist als Wohnregion attraktiv und verzeichnet in den letzten Jahren ein enormes Bevölkerungswachstum. Diese Veränderung ist auch für das GZO deutlich spürbar. Die Notfallstation und weitere Abteilungen werden stark frequentiert, die Nachfrage nach medizinischer Leistung ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Deshalb ist die Infrastruktur an ihre Kapazitätsgrenze gekommen.

    Umsetzung in Etappen
    Die Realisation eines Erweiterungsbaus sowie die Modernisierung bestehender Gebäude werden in den nächsten Jahren das GZO Spital Wetzikon prägen. Mit der Erweiterung und Modernisierung des Spitals werde die Basis geschaffen für eine zukunfts- und tragfähige Spitalinfrastruktur für die Region und ihre Bevölkerung, betonen die Projektverantwortlichen. Die Bauarbeiten für den Um- und Erweiterungsbau des GZO werden in Etappen umgesetzt. Südlich des Hochhauses entsteht ein Erweiterungsbau mit fünf Stockwerken. Dieser soll Platz bieten für zusätzliche Kapazitäten der medizinischen und diagnostischen Einheiten, aber auch für neue Bettenabteilungen mit Ein- und Zweibettzimmern. Das Spital wird über 172 Betten auf den Bettenstationen verfügen. Um dafür Platz zu schaffen, werden bestehende Gebäude oder Gebäude­teile rückgebaut. Den betroffenen Abteilungen stehen drei Provisorien zur Verfügung. Ist der Neubau fertiggestellt, beginnt die Renovation des denk­malgeschützten Hochhauses. Ein Personalhaus wird die Erweiterung beenden. Der Spitalbetrieb läuft während der gesamten Bauzeit in vollem Umfang weiter. 

  • Südtrakt Zürcher HB:  Der Bahnhof, der immer im Wandel ist

    Südtrakt Zürcher HB: Der Bahnhof, der immer im Wandel ist

    Die 1871 errichtete markante Haupthalle aus Sandstein gilt mit ihren überhohen Räumen und Wandelgängen als architektonisches Schmuckstück und bildet den Dreh- und Angelpunkt zwischen dem Zürcher Hauptbahnhof und der Bahnhofstrasse. Damit die Bausubstanz unter Berücksichtigung heutiger Normen und Gesetze erhalten kann, wurde nach bald 150 Jahren eine Generalsanierung nötig. Im zweiten Quartal 2018 hat die SBB mit den Instandsetzungsarbeiten des Südtrakts im Zürcher Hauptbahnhof begonnen.

    Herzstück ist die Bahnhofshalle
    Die Sanierung erfolgt in zwei Etappen. Als Herzstück gilt die 20 Meter hohe und fast 2000 Quadratmeter grosse Bahnhofshalle. Der prunkvolle Neorenaissance-Bau mit seinem Triumphbogen und einem Denkmal des Eisenbahnpioniers Alfred Escher besteht aus Sandstein. Damit der Südtrakt wieder in altem Glanz erstrahlt, werden die Gebäudehülle und sämtliche technischen Anlagen erneuert und die Innenräume nach Vorgaben der kantonalen Denkmalpflege saniert. Die historische Bausubstanz der
    Fassade wird aufgefrischt und wo nötig wiederhergestellt. Seit knapp über einem Jahr sind die Sanierungsarbeiten des Südtrakts im Zürich HB in vollem Gange. Die historische Substanzerhaltung, die nachhaltige Nutzungsflexibilität, das Kosten- und Terminmanagement sowie der Austausch des erarbeiteten Wissens unter den Projektbeteiligten im Zeitalter der Digitalisierung würden das Projektteam täglich beschäftigen, sagt Gesamtprojektleiter Martin Riesen.

    Mitte 2020 beginnt die zwei Etappe
    Die erste Etappe startete im zweiten Quartal 2018 und beinhaltet Arbeiten im Untergeschoss der Wannerhalle und des Ostportals. Für die Gastronomie wird eine neue Produktionsküche gebaut. Mitte 2020 beginnt die zweite Etappe. Dabei handelt es sich um eine wirtschaftliche und nachhaltige Sanierung, Umnutzung und Entwicklung der bestehenden historischen Bausubstanz des gesamten Südtraktes. Nach aktuellem Planungsstand wird die Generalsanierung im Sommer 2023 abgeschlossen sein. 

  • Zürich: Neumarkt Oerlikon wird revitalisiert

    Zürich: Neumarkt Oerlikon wird revitalisiert

    Der 1978 erbaute Neumarkt Oerlikon an der Hofwiesenstrasse 350 in Zürich wird seit Februar 2019 revitalisiert. Begonnen wurde im ersten Untergeschoss. Das Shopping-Center wird komplett neu gestaltet. Unter anderem werden die Rolltreppenanlage und die Ladenfronten neu positioniert sowie die Fassade erneuert. Ausgeführt und umgesetzt wird das Projekt durch Privera und das Architekturbüro Walker Architekten. Bauherrenberater ist die Firma MMK mit Hansjörg Pedrett, und als Generalunternehmer hat Halter den Lead in der Arbeitsplanung und -ausführung übernommen. Auch die Neu- und Wiedervermietung verlaufe positiv, heisst es bei Privera. Einige für den Neumarkt und den ange­strebten Mietermix wichtige Mietverträge seien bereits unterschrieben. Als neue Mieter stehen gemäss Privera bereits Lidl, die Restaurantkette Suan Long und das Café Bauer fest. 