Kategorie: Bauwirtschaft

Bauwirtschaft – Immobiliennews zu Baukosten, Projekten, Materialien & Entwicklungen in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft.

  • Pistor baut Verteilzentrale Ostschweiz

    Pistor baut Verteilzentrale Ostschweiz

    Die Pistor AG hat in Sennwald den Spatenstich für ihre neue Verteilzentrale in der Ostschweiz gesetzt. Von dort wird Pistor Gastronomieunternehmen, Bäckereien und Spitäler in den Kantonen Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, Graubünden, Glarus und das Fürstentum Liechtenstein laut einer Medienmitteilung vorwiegend ab Sennwald und nicht mehr vom Hauptsitz in Rothenburg aus beliefern.

    Das neue Logistikgebäude wird 9000 Quadratmeter umfassen und Raum für 16 Lastwagenrampen, Logistikflächen, Büros und eine mit Regenwasser versorgte Waschstrasse für Lastwagen bieten. Auf dem Dach werden Solaranlagen installiert. Ein Teil der Lastwagenflotte wird elektrisch fahren. Dafür investiert die Grosshändlerin 18,5 Millionen Franken.

    Bis zu 24 Mitarbeitende sind vor Ort eingeplant. Die Inbetriebnahme soll 2025 erfolgen. „Für uns ist der Baustart ein Moment, auf den wir intensiv hingearbeitet haben“, wird CEO Patrick Lobsiger zitiert. „Die Verteilzentrale Ostschweiz steht für die Zukunftsausrichtung und Innovationskraft unseres Unternehmens.“ Die neue Zentrale ermögliche mehr Liefertage, kürzere Wege und vor allem eine nachhaltige Belieferung. Die Anlieferung erfolgt nachts per Bahn, bevor die Waren ab Sennwald mit Lastwagen verteilt werden.

    „Wir bekommen in Sennwald mit dieser Ansiedlung einen weiteren national aktiven und innovativen Betrieb“, so Sennwalds Gemeindepräsident Bertrand Hug. „Besonders erfreulich ist, dass Arbeitsplätze entstehen sollen.“

  • Wirtschaftsraum Zürich verbucht 89 Ansiedlungen

    Wirtschaftsraum Zürich verbucht 89 Ansiedlungen

    Die Greater Zurich Area AG und ihre Partner haben im vergangenen Jahr insgesamt 89 Unternehmen in den Wirtschaftsraum Zürich geholt. Im Jahresvergleich fiel die Zahl der Ansiedlungen damit um 20 Firmen tiefer aus, informiert die Greater Zurich Area AG in einer Mitteilung. „Das vergangene Jahr stand im Zeichen geopolitischer Unsicherheiten, Inflation und einer allgemeinen Krisenstimmung, welche die Investitionstätigkeiten direkt beeinflussten“, wird die Geschäftsführerin der Organisation für Standortmarketing, Sonja Wollkopf Walt, darin zitiert. „Trotz eines Rückgangs in den Unternehmensansiedlungen blicken wir verhalten optimistisch in die Zukunft.“

    Auch die von den neuen Firmen im ersten Jahr geschaffenen Arbeitsplätze blieben aufgrund der geringeren Zahl von Neuansiedlungen hinter dem Wert des Vorjahres zurück. In den kommenden fünf Jahren sollen aber 1463 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber den Plänen der 2022 angesiedelten Firmen. Zudem sind 62 Prozent der 2023 angesiedelten Unternehmen in den von der Greater Zurich Area AG definierten Fokusbranchen aktiv. Fast drei von zehn der Neuansiedlungen planen einen Hauptsitz im Wirtschaftsraum Zürich.

    Als einen der Höhepunkte 2023 streicht die Organisation für Standortmarketing die Niederlassung des Boston Dynamics AI Institutes in Zürich heraus. Dieses Leuchtturmprojekt gehe vor allem auf die Aktivitäten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich in der Künstlichen Intelligenz zurück, heisst es in der Mitteilung. Dort wird das Berichtsjahr als „Jahr des Durchbruchs im Bereich der Technologie der Künstlichen Intelligenz“ bezeichnet.

  • Bau von sieben Neubauten beginnt noch dieses Jahr

    Bau von sieben Neubauten beginnt noch dieses Jahr

    Der Innovationspark Zürich nimmt konkrete Formen an, wie der Betreiber in einer aktuellen Mitteilung bekannt gibt. Die erste Phase der Entwicklung, die den Bau von sieben Neubauten auf dem Vorfeld des Areals umfasst, wird noch in diesem Jahr eingeleitet. Diese Projekte wurden sorgfältig ausgewählt, nachdem sie im Rahmen eines globalen Architekturwettbewerbs aus insgesamt 28 eingereichten Vorschlägen hervorgingen.

    Die ausgewählten Projekte stammen von renommierten Architekturbüros wie E2A, Roger Boltshauser, Mulder Zonderland, TEN aus Zürich sowie Muoto aus Paris und 3XN aus Kopenhagen. Die geplante Nutzung der Gesamtgeschossfläche sieht eine Aufteilung von rund 24 Prozent auf Büro-, 8 Prozent auf Labor- und 12 Prozent auf Produktionsflächen vor, einschliesslich Bereichen für die Fertigung von Prototypen. Flexibilität steht im Mittelpunkt, mit weiteren 36 Prozent für vielfältige Nutzungen und Bereiche für Versorgung, Dienstleistungen und forschungsnahes Wohnen. Zudem sind Angebote für Gastronomie, Freizeit und Einkauf geplant.

    Der Innovationspark Zürich verfolgt dabei ein ambitioniertes Nachhaltigkeitskonzept, das wegweisend für urbane Entwicklungen sein soll. Geplante Massnahmen umfassen die Einrichtung eines Anergienetzes sowie die Installation grosser Solaranlagen auf Dächern und Fassaden, um einen reduzierten ökologischen Fussabdruck zu gewährleisten. Durch die Schaffung flexibler und modularer Gebäudetypologien strebt der Innovationspark Zürich langfristige Nutzbarkeit und Nachhaltigkeit an, unter Einbeziehung neuester Technologien.

  • Bundesrat unterstützt Einschränkung des Verbandsbeschwerderechts

    Bundesrat unterstützt Einschränkung des Verbandsbeschwerderechts

    Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrats hat eine Vorlage erarbeitet, die vorsieht, das Verbandsbeschwerderecht für Umweltorganisationen bei kleineren Wohnbauten innerhalb der Bauzone einzuschränken. Diese Initiative zielt darauf ab, den bürokratischen Prozess der Baugenehmigung zu vereinfachen, insbesondere für Bauvorhaben von geringer Grösse.

    Der Bundesrat hat am 27. März 2024 Stellung zu dieser Vorlage genommen und unterstützt die Vorschläge der UREK-N. Er befürwortet die Einschränkung des Verbandsbeschwerderechts bei Wohnbauten bis zu einer Grösse von 400 m2 Geschossfläche innerhalb von Bauzonen. Dieser Schritt soll dazu beitragen, den Bauprozess für private Bauherren effizienter zu gestalten und gleichzeitig den Schutz bedeutender Umwelt- und Kulturerbbestätten zu gewährleisten.

    Darüber hinaus stimmt der Bundesrat den von der UREK-N vorgeschlagenen Ausnahmen zu. Insbesondere sollen das Verbandsbeschwerderecht bestehen bleiben bei Bauvorhaben, die bedeutende Ortsbilder, geschichtliche Stätten und Kulturdenkmäler beeinflussen, sowie bei Bauten in sensiblen Gebieten wie Biotopen oder Gewässerräumen.

    Die Vorlage wird voraussichtlich in der Sondersession im April vom Nationalrat behandelt. Diese Entwicklung verdeutlicht die fortlaufenden Bemühungen, einen ausgewogenen Ansatz zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Umweltschutz in der Baubranche sicherzustellen.

  • Schweizer Gemeinden halten Zweitwohnungsanteil stabil

    Schweizer Gemeinden halten Zweitwohnungsanteil stabil

    Die aktuelle Erhebung des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) belegt, dass der Anteil von Gemeinden, die keine neuen Zweitwohnungen mehr zulassen, weiterhin signifikant ist. Etwa jede sechste Schweizer Gemeinde ist von diesem Beschluss betroffen, und diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegen.

    Interessanterweise verzeichnet die Schweiz nun insgesamt 340 Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über zwanzig Prozent. In diesen Gemeinden sind neue Zweitwohnungen nur unter strengen Auflagen erlaubt, wie es das Zweitwohnungsgesetz vorschreibt. Besonders betroffen sind Gebiete im Alpenbogen, den Voralpen, vereinzelt im Jura und an Seen.

    Die Gemeinden führen jährlich ihre Wohnungsinventare durch, um den Bestand an Zweitwohnungen zu ermitteln. Die Ergebnisse werden vom ARE jedes Jahr Ende März veröffentlicht. Gemeinden, deren Zweitwohnungsanteil neu über zwanzig Prozent liegt, haben dann 30 Tage Zeit, um Stellung zu nehmen und ihr Inventar zu präzisieren. Bleibt der Anteil über zwanzig Prozent, greift das Zweitwohnungsgesetz, welches den Bau neuer Zweitwohnungen regelt und auf der im März 2012 angenommenen Zweitwohnungsinitiative basiert.

    Diese Entwicklung unterstreicht die Bestrebungen der Schweizer Gemeinden, die Zweitwohnungsproblematik im Einklang mit gesetzlichen Vorgaben zu regulieren und das Gleichgewicht zwischen Erholungs- und Wohnraumnutzung in ihren Regionen zu wahren.

  • Wettbewerb für Bauprojekt in Riedholz ist abgeschlossen

    Wettbewerb für Bauprojekt in Riedholz ist abgeschlossen

    Die Halter AG entwickelt in der Gemeinde Riedholz das Attisholz-Areal. Mit der seit Januar 2022 rechtskräftigen Nutzungsplanung wurde die planungsrechtliche Grundlage geschaffen, um das Areal in den nächsten 25 Jahren zu einem lebendigen und nachhaltigen Lebensraum zu entwickeln, heisst es in einer Medienmitteilung des Immobilienentwicklers aus Schlieren. Für das Gebäude Lagerhaus wurde ein Wettbewerbsverfahren ausgeschrieben. Dieser Wettbewerb sei nun abgeschlossen.

    Aufgabenstellung war, das bestehende Gebäude mit neuen Aufstockungen für attraktive Eigentumswohnungen zu versehen. Das Lagerhaus wurde in der Vergangenheit zur Lagerung von Stoffen für die Cellulose-Produktion auf dem Attisholz-Areal genutzt. Während der Entwicklung des Areals wurde es in den letzten Jahren intensiv als Veranstaltungsort für vielfältige Anlässe genutzt, heisst es weiter.

    Fünf Teams, sogenannte Werkgruppen, wurden nach Angaben der Grundeigentümerin Halter eingeladen, in Zusammenarbeit mit Architekturbüros einen Vorschlag für die Aufstockungen auszuarbeiten. Begleitet wurde das Verfahren durch ein Beurteilungsgremium aus Experten in den Bereichen Architektur und Städtebau, Vertretern der Gemeinde Riedholz und des Amtes für Raumplanung des Kantons Solothurn sowie der Halter AG.

    Das Gremium entschied einstimmig, die Gestaltung und Konstruktion der Gebäudehülle von Blumer Lehmann Holzbau in Gossau SG, zusammen mit Stücheli Architekten in Zürich, und das Tragwerk von Anliker AG in Emmenbrücke LU für die Weiterbearbeitung zu empfehlen.

    Die Projekte für das Attisholz-Areal können ab Donnerstag, 21. März, in einer öffentlichen Ausstellung auf dem Areal in der sogenannten Eindampfanlage besichtigt werden.

  • Forschende erarbeiten Szenarien für Spitalareal Biel

    Forschende erarbeiten Szenarien für Spitalareal Biel

    Eine neue Studie des Instituts für Siedlung, Architektur und Konstruktion der Berner Fachhochschule liefert erste Anstösse und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Valorisierung des freiwerdenden Spitalareals im Bieler Beaumont-Quartier. Mit dem geplanten Umzug des Spitalzentrums Biel nach Brügg entsteht dort einer der zentralen Entwicklungsschwerpunkte für die kommenden Jahre.

    Ziel war es laut einer Medienmitteilung, eine solide Wissensgrundlage zu schaffen, auf der architektonisch betrachtet fundierte und nachhaltige Entscheidungen getroffen werden können. Ein partizipativer Ansatz erlaubte die Berücksichtigung von Bedürfnissen und Erwartungen der Bevölkerung und relevanter Interessensgruppen. Durch Workshops, Umfragen und Diskussionsrunden wurden ihre Meinungen, Ansprüche und Visionen gesammelt.

    Wie die Studie zeigt, besteht die Möglichkeit, dass aus dem Areal ein Ort mit vielfältigen Nutzungen entstehen kann, der das Quartier bereichert und für die ganze Stadtbevölkerung zugänglich und attraktiv wird: «Eine Vielfalt an Gebäudetypen zum Beispiel könnte ein breites Spektrum an Nutzungsarten, Wohnformen und Lebensräumen ermöglichen», heisst es in der Mitteilung. «Wie die Arbeiten der Studierenden zeigen, sind die Möglichkeiten für Valorisierung und Entwicklungen des Areals aber nahezu grenzenlos.» 

    Diese unabhängigen Forschungsarbeiten der Berner Fachhochschule werden nun der Stadt Biel als Planungsbehörde und der Spitalzentrum Biel AG als Grundeigentümerin für die weiteren Arbeiten zur Verfügung gestellt. Im nächsten Schritt werden beide eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben.

  • Alternativer Standort für Energiezentrale in Zürich

    Alternativer Standort für Energiezentrale in Zürich

    Die Machbarkeitsstudie vom Swiss Center of Applied Underground Technologies in Zusammenarbeit mit der Amberg Engineering AG, der Rapp AG, sowie Experten der ETH Zürich und der Hochschule Luzern hat bestätigt, dass es in Zürich unterirdische Standorte gibt, die sich für eine Energiezentrale eignen. Besonders im Fokus steht der Bau einer Kaverne unterhalb des ETH-Maschinenlaboratoriums. Der stillgelegte Lettentunnel könnte als Zugangsschacht genutzt werden, um eine Erschliessung ohne gravierende Emissionen zu gewährleisten.

    Darüber hinaus wäre es möglich, den Lettentunnel als Standort für einen Wärmespeicher zu nutzen. Laut den Experten der HSLU könnten auf diese Weise sämtliche CO2-Emissionen von CoolCity vermieden werden. Dies würde es der Stadt ermöglichen, ihre Klimaziele besser zu erreichen als mit dem Standort Selnau, wo die Verbrennung von Gas zur Kompensation von Spitzenlasten vorgesehen ist und überschüssige Wärme in die Limmat abgeführt werden müsste.

    Ein Untergrundstandort hat auch Vorteile bezüglich schneller Realisierbarkeit und Kosten. Der Standort unter der ETH erfordert im Gegensatz zum Standort Selnau keine Genehmigungen vom Denkmalschutz und reduziert die Belastung des Grundwassers auf ein Minimum. Die zusätzlichen Kosten für den Bau einer Energiezentrale schätzen die Ingenieure des SCAUT im Vergleich zum Unterwerk Selnau auf 15 bis 30 Millionen Franken, zuzüglich etwa 20 Millionen Franken für einen Wärmespeicher. Dem gegenüber stehen jedoch die Vorteile eines grossen oberirdischen Gebäudes, das über Jahrzehnte hinweg genutzt werden kann, sowie die klima- und umwelttechnischen Pluspunkte eines unterirdischen Baus.

  • Wirtschaftsförderung Freiburg erfolgreich trotz Herausforderungen

    Wirtschaftsförderung Freiburg erfolgreich trotz Herausforderungen

    Die Wirtschaftsförderung des Kantons Freiburg, kurz WIF, unterstützt Unternehmen, die ihre Tätigkeiten im Kanton erweitern oder sich hier neu ansiedeln möchten. Zudem ist sie für die Umsetzung der Neuen Regionalpolitik (NRP) im Kanton zuständig. Im vergangenen Jahr hat die WIF insgesamt 40 Unternehmensprojekte und 23 NRP-Projekte begleitet. Von den Unternehmensprojekten waren 24 Erweiterungen und 16 Neuansiedlungen. Die Mehrheit der 16 Neuansiedlungen (10 Projekte) stammt aus der Schweiz. Ein Beispiel für eine schweizerische Neuansiedlung ist das Projekt der Algaltek GmbH, die sich auf dem AgriCo-Campus in St-Aubin niedergelassen hat. Algaltek ist ein Biotech-Spin-off der EPFL und hat sich auf die Produktion von Algen spezialisiert.

    Stärkung von 1000 Arbeitsplätzen in Freiburger Unternehmen
    Neben den Erweiterungen und Neuansiedlungen tragen auch Projekte dazu bei, die bestehenden Arbeitsplätze langfristig zu stärken. Im letzten Jahr konnten dank der Massnahmen der WIF rund 1000 Arbeitsplätze im Kanton gesichert werden. Ein Beispiel hierfür ist die SMG Swiss Marketplace Group AG in Flamatt. Die WIF unterstützte SMG bei der Suche nach einem neuen Standort, um die 160 Arbeitsplätze im Kanton Freiburg zu erhalten. Die Wahl fiel auf das bluefactory-Areal im Zentrum der Stadt Freiburg, ein attraktiver Standort, der für die Mitarbeiter aus der ganzen Schweiz und besonders aus der Westschweiz gut erreichbar ist. Der Umzug ist für die zweite Hälfte des Jahres 2024 geplant. «Die Arbeit der Wirtschaftsförderung ist langfristig ausgerichtet», sagte Staatsrat Olivier Curty, Direktor für Volkswirtschaft und Berufsbildung. «Jedes Jahr hat ihre Arbeit eine tiefgreifende Wirkung auf unsere Wirtschaft, sowohl quantitativ als auch qualitativ, das erfreut mich.» WIF-Direktor Jerry Krattiger betonte ebenfalls, dass die WIF zunehmend Forschungs- und Entwicklungsprojekte unterstützt. «Die Bedeutung von F&E-Projekten in den Freiburger Unternehmen nimmt zu. 2023 haben wir 13 solcher Projekte unterstützt, von denen 6 auf Bundesebene von Innosuisse mitfinanziert wurden.»

  • Bebauungsplan für das ZVB-Areal wurde eindeutig angenommen

    Bebauungsplan für das ZVB-Areal wurde eindeutig angenommen

    Die ZVB agiert als Mobilitätsdienstleisterin im Dienste der Bevölkerung. Um ihren Auftrag auch zukünftig erfüllen zu können, ist eine dringend benötigte neue Infrastruktur erforderlich, die im Bebauungsplan Areal An der Aa festgelegt ist. Der heutige Abstimmungssonntag markiert einen historischen Moment für die ZVB: Das Stimmvolk hat mit 81,3 % Ja-Stimmen klar für die Zukunft der ZVB gestimmt und sich hinter dem Unternehmen positioniert.

    Cyrill Weber, Geschäftsführer der ZVB, ist über das klare Ergebnis sehr erfreut und betont in seiner Rede: «Wir haben immer daran gearbeitet, alle Anliegen unseres Projekts zu berücksichtigen und das bestmögliche Ergebnis für alle zu erzielen. Das heutige Abstimmungsergebnis zeigt mir, dass unsere Bemühungen von der Bevölkerung anerkannt und geschätzt werden.»

    Dank dem positiven Entscheid kann das Bauprojekt voranschreiten. Mit dem neuen Hauptstützpunkt wird die ZVB das Wachstum der Mobilität fördern und die Elektrifizierung der Flotte vorantreiben können. Die Mitarbeitenden der ZVB, die derzeit in veralteten Infrastrukturen arbeiten, erhalten moderne Arbeitsplätze, um ihr Bestes zu geben.

    Durch die Annahme des Bebauungsplans werden auf dem Betriebsareal zusätzliche Nutzungen ermöglicht und das Gebiet wird durchlässiger und grüner. Die ZVB ist sehr dankbar für die grosse Unterstützung, die sie in den vergangenen Wochen und Monaten erhalten hat.

  • Macht dieser umweltfreundliche Verbundwerkstoff Stahlbeton überflüssig?

    Macht dieser umweltfreundliche Verbundwerkstoff Stahlbeton überflüssig?

    Die Produktion von Zement gilt als besonders schädlich für das Klima, weshalb die Bauindustrie nach Alternativen sucht, um den CO2-Ausstoss zu verringern. Forscher des Deutschen Instituts für Textil- und Faserforschung (DITF) in Denkendorf haben eine solche Alternative entwickelt. Der neue Verbundwerkstoff aus Naturstein, Carbonfasern und Biokohle könnte eine umweltfreundliche Alternative zu Stahlbeton darstellen und besticht durch eine ausgezeichnete CO2-Bilanz.

    Gemeinschaftsprojekt DACCUSS-Pre
    Die Verwendung von Pflanzenmaterialien wie Holz, Stroh oder anderen Pflanzenfasern als Baumaterial ermöglicht eine effiziente Bindung von Kohlenstoff. Doch für das Team im Projekt DACCUSS-Pre reicht eine kurzfristige Speicherung nicht aus. Sie arbeiten an einem neuen Baustoff namens CFS (CarbonFaserStein), der aus pflanzlichen Carbonfasern, Biokohle und Hartgestein besteht. Dieser Baustoff soll nicht nur alle technischen Anforderungen erfüllen, sondern langfristig auch mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen, als bei seiner Herstellung freigesetzt wird.

    CFS erzielt diese Bindung von Kohlenstoff auf drei verschiedene Arten
    Die Umwandlung von kohlenstoffreicher Biomasse wie Algen in Carbonfasern ermöglicht es, Kohlenstoff langfristig im Baustoff zu speichern. Der Hartgestein im CFS trägt zusätzlich zur Bindung von CO₂ bei. Während des Herstellungsprozesses entsteht Steinstaub, der die Verwitterung des Gesteins beschleunigt und dadurch Kohlendioxid aus der Luft durch chemische Reaktionen im Stein bindet. Als Isolationsschicht zwischen den Steinplatten wird Biokohle verwendet, ein weiteres dauerhaftes und kohlenstoffreiches Material, das aus Pflanzenteilen gewonnen wird.

    Gebäudefassade umgesetzt
    In enger Kooperation mit der Firma TechnoCarbon Technologies hat das Projekt bereits erhebliche Fortschritte gemacht – ein erster Prototyp in Form eines Bauelements für Hauswände wurde erfolgreich umgesetzt. Dieses besteht aus den zuvor genannten Komponenten Carbonfasern, Hartgestein und Biokohle. Zwei Natursteinplatten dienen als Aussenwände des Bauelements. Die Carbonfasern verstärken die Seitenwände mithilfe von technischen Geweben und übernehmen die Zugbelastung, ähnlich wie Bewehrungsstahl bei Stahlbeton. Die Biokohle wiederum dient als Füllmaterial und wirkt als effektive Dämmung.

    BIO-Carbonfasern aus Rohstoffen
    Die am DITF Denkendorf entwickelten Carbonfasern bestehen aus Lignin, das aus Biomasse gewonnen wird. Diese Fasern zeichnen sich durch ihre Wirtschaftlichkeit aufgrund niedriger Rohstoffkosten und ihre Effizienz bei der Kohlenstoffbindung aus. Im Vergleich zu herkömmlichem Betonstahl rosten sie nicht, was ihre Lebensdauer verlängert. Obwohl die Herstellung mehr Energie erfordert als die von Stahl, ist die Menge im Bauwesen so gering, dass die Gesamtbilanz von Energie und CO2-Emissionen positiver ausfällt als bei Stahlbeton. Die Nutzung von Solarenergie und Biomasse bei der Herstellung sowie die natürliche Verwitterung des Steinmehls führen dazu, dass die CO2-Bilanz des neuen Baustoffs sogar negativ ist. Somit können Gebäude errichtet werden, die aktiv zur CO2-Reduktion beitragen.

    Umweltauswirkungen der Hausfassade
    Die Forscher aus Denkendorf berichten begeistert über den neuen Demonstrator für ein Wandelement im Hochbau. Dieses besteht aus Gabbro, einem Naturstein aus Indien, der nicht nur optisch ansprechend ist, sondern auch eine hohe Belastbarkeit aufweist, wie Belastungstests bestätigen. Die Deckschicht der Steinplatten wird aus biobasierten Carbonfasern hergestellt, wobei die Biokohle von der renommierten Convoris GmbH stammt, die für ihre exzellenten Wärmedämmwerte bekannt ist.

  • Siedlungsentwicklung nach innen trotz Lärmbelastung ermöglichen

    Siedlungsentwicklung nach innen trotz Lärmbelastung ermöglichen

    Die UREK-S hält am Beschluss des Ständerats fest, in lärmbelasteten Gebieten zu bauen, unter der Bedingung einer kontrollierten Wohnraumlüftung und Fenstern primär für Beleuchtungszwecke. In diesen Fällen müssen keine Lärmgrenzwerte mit geöffneten Fenstern eingehalten werden. Die Kommission ist überzeugt, dass diese Regelungen die Schaffung von Wohnraum an zentralen Standorten begünstigen und somit die Siedlungsentwicklung nach innen fördern werden.

    Hinsichtlich des Baus in der Nähe von Flughäfen lehnt die Kommission einen neuen spezifischen Fluglärmgrenzwert ab, wie es der Nationalrat vorgeschlagen hat. Sie bevorzugt die bundesrätliche Regelung, die Ausnahmen von den Anforderungen bei Fluglärm ermöglicht. Diese Regelung erlaubt es ihrer Meinung nach, trotz Fluglärm verdichtet zu bauen.

    Die Kommission schlägt vor, die Bestimmung zur Höchstgeschwindigkeit auf verkehrsorientierten Strassen aus dem Gesetz zu streichen. Temporeduktionen sollten nicht grundsätzlich verboten sein, sondern durch bereits beschlossene Massnahmen umgesetzt werden.

    In Bezug auf die Altlastensanierung von Spielplätzen bestätigt die Kommission mit Stichentscheid des Präsidenten den ständerätlichen Beschluss bezüglich privater Kinderspielplätze und Hausgärten mit Schadstoffbelastung. Sie lehnt es ab, dass der Bund Abgeltungen aus dem VASA Altlasten-Fonds für freiwillige Sanierungen bereitstellen kann. Die Kommission befürwortet die Sanierung belasteter privater Spielplätze und Gärten, jedoch ohne Bundesmittel einzusetzen. Kantone können Sanierungen finanziell unterstützen, wenn sie dies wünschen. Einige Mitglieder beantragen, dem Nationalrat zu folgen, ausser in Bezug auf die Regelung, dass die Eigentümer grundsätzlich für die Sanierungskosten aufkommen müssen.

  • HWZ lehrt zu Künstlicher Intelligenz in Immobilienbranche

    HWZ lehrt zu Künstlicher Intelligenz in Immobilienbranche

    Der neue Studiengang MAS Digital Real Estate Management HWZ der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) soll bezüglich der Chancen weiterbilden, die Prozessoptimierungen dem Immobiliensektor bieten. Das berufsbegleitende Weiterbildungsangebot richtet sich an Führungs- und Fachverantwortliche im Immobilienmanagement.

    Studienleiter Dr. Peter Staub weist in einer Medienmitteilung darauf hin, dass die Immobilienbranche bis heute bezüglich der Digitalisierung fast allen Branchen «teilweise deutlich» hinterherhinke. Der ganze Sektor sei «gut beraten, jetzt neue Technologien zu adaptieren und den Rückstand bei der Digitalisierung und KI rasch aufzuholen». Anders seien relevante Kosten- und Ergebnisoptimierungen und eine deutliche Strategie gegen den Fachkräftemangel «kaum mehr zu bewältigen».

    Künstliche Intelligenz sei der Schlüssel zur Modernisierung der Branche, wird Markus Streckeisen zitiert. Er ist Gesamtverantwortlicher der Immobilienprodukte an der HWZ und Studiengangsleiter des bestehenden MAS in Real Estate Management HWZ. «Datenmanagement, Plattformlösungen und Automatisierungsschritte reduzieren die laufenden Kosten und treiben Innovationen voran», auch hinsichtlich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.

    Der in drei Modulen buchbare Studiengang konzentriert sich auf die Schwerpunkte smarte Geschäftsmodelle, datengestützte Wertschöpfung und nachhaltiges Lifecycle Management. Vorgesehen sind Kooperationen mit Dozierenden von Hochschulen wie der Universität St.Gallen und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Beginn ist im September 2024.

  • Verstärkung für die Jury des Real Estate Awards

    Verstärkung für die Jury des Real Estate Awards

    Im Herbst 2023 entschieden sich die Jury-Mitglieder Stephan Lüthi und Peter Staub, ihr Mandat abzugeben. Nun ist das Gremium wieder komplett: Anita Horner und Gaétan Kameni stossen zu den langjährigen Real Estate Award-Jury-Mitgliedern André R. Spathelf, Karin Aeberhard und Daniel Löhr dazu.

    Anita Horner war unter anderem bei Immoveris und Swiss Prime Site Solutions tätig, ehe sie zu Cardis Sotheby’s International Realty wechselte. Im Jahr 2021 machte sie sich selbständig und gründete das auf Immobilienvermarktung spezialisierte Unternehmen Immo Solutions Atelier. Ausserdem war Anita Horner während vier Jahren Präsidentin von Wipswiss und amtet aktuell als Präsidentin der Immobilieninformationsplattform Immoday.

    Gaétan Kameni ist Leiter Finanzen & Services im Asset Management Real Estate bei der Zürcher Kantonalbank. Er kann über 20 Jahre Berufserfahrung im Immobilien Investentmanagement vorweisen. Vor seiner Zeit bei der ZKB war Gaétan Kameni unter anderem bei Losinger Marazzi, Mobimo sowie als Leiter Immobilien bei der PKE Vorsorgestiftung tätig. Er verfügt über abgeschlossene Studien in den Bereichen Architektur und Betriebsökonomie sowie über einen Master of Science in Real Estate (CUREM).

    Mara Schlumpf, Geschäftsführerin der Real Estate Award AG, freut sich über den namhaften Zuwachs: «Mit Anita Horner und Gaétan Kameni konnten wir zwei ausserordentlich qualifizierte und fachkundige Juroren für den Real Estate Award gewinnen, was mich sehr stolz macht. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der neu zusammengesetzten Jury und bedanke mich für das wertvolle Engagement der ehemaligen Juroren Stephan Lüthi und Peter Staub.»

    Noch bis Ende Mai können sich Unternehmen mit ihren Projekten für die diesjährige Ausgabe des Real Estate Awards bewerben. Anschliessend werden die Projekte der Jury vorgelegt, welche pro Kategorie drei Firmen nominiert.

    Kontakt: Mara Schlumpf / mara.schlumpf@realestateaward.ch

  • Agenda für den Kanton Solothurn März-Session 2024

    Agenda für den Kanton Solothurn März-Session 2024

    Neuordnung im Bau- und Planungswesen
    Eines der Kernanliegen, Traktandum 5 (RG 147/2023), betrifft die Revision des Planungs- und Baugesetzes sowie der Kantonalen Bauverordnung. Die Notwendigkeit für Anpassungen ergab sich aus verschiedenen Änderungsanträgen und aufgeworfenen Fragen, welche eine erneute Prüfung durch die Umwelt-, Bau- und Wirtschaftskommission (UMBAWIKO) erforderlich machten. Nach intensiver Diskussion legt die UMBAWIKO neue Vorschläge vor, die allerdings nur teilweise die Zustimmung des Regierungsrats finden.

    Reform im Gebäudeversicherungswesen
    Ein weiteres wichtiges Vorhaben, Traktandum 45 (RG 225/2023), umfasst die erste Änderung der kantonalen Verfassung, eine umfassende Überarbeitung des Gesetzes über die Gebäudeversicherung sowie eine Anpassung des Gebührentarifs. Nachdem das Gebäudeversicherungsgesetz seit seiner Einführung 1972 im Grunde gut funktioniert hat, machen aktuelle Entwicklungen eine Totalrevision notwendig. Die Justiz-, Umwelt- und Kulturkommission (JUKO) hat die Vorlage sorgfältig geprüft und Änderungsvorschläge unterbreitet, die sowohl vom Regierungsrat als auch von der Finanzkommission (FIKO) unterstützt werden. Da eine Verfassungsänderung im Raum steht, sind zwei Lesungen im Kantonsrat vorgesehen.

    Diese Agenda verdeutlicht das Engagement des Kantons Solothurn, durch gezielte Gesetzesanpassungen den Herausforderungen der Zeit zu begegnen und gleichzeitig die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung zu stellen.

  • Basel Area ein Magnet für Life Sciences und Startups

    Basel Area ein Magnet für Life Sciences und Startups

    Unter der Ägide von Basel Area Business & Innovation, der Tri-Kantonalen Agentur für Standortpromotion und Innovationsförderung, hat die Region sowohl bei der Ansiedlung als auch bei der Gründung von Unternehmen beeindruckende Ergebnisse erzielt, die zwar leicht unter dem Vorjahresniveau, aber weit über dem mehrjährigen Durchschnitt liegen. Besonders die Life Sciences-Branche zeigt starkes Engagement in der Region, was deren Stellung als führenden Schweizer Standort in diesem Sektor unterstreicht.

    Die Basel Area überzeugt durch ein hochvernetztes Ökosystem, das die Grundlage für die Entwicklung innovativer Lösungen bietet. Die neu angesiedelten und gegründeten Unternehmen planen, in den nächsten Jahren rund 700 neue Arbeitsplätze zu schaffen, was die wirtschaftliche Dynamik der Region weiter stärkt. Unternehmen aus 17 verschiedenen Ländern, darunter bedeutende Biotech-Neugründungen aus den USA, haben sich für Basel entschieden, angezogen von der hochwertigen Lebensqualität und der internationalen Ausrichtung der Region.

    Die Basel Area setzt sich damit fort als attraktive Destination für zukunftsorientierte Branchen, wobei insbesondere die Sektoren Consulting, Life Sciences und Bauwesen hervorstechen. Das Engagement von Basel Area Business & Innovation trägt massgeblich dazu bei, die Region als innovativen und zukunftsweisenden Standort sowohl national als auch international zu positionieren.

  • Digitaler Stillstand in der Immobilienwirtschaft

    Digitaler Stillstand in der Immobilienwirtschaft

    Die sechste Ausgabe des «Digital Real Estate Index» weist erstmals seit 2020 einen leichten Rückgang in der digitalen Reife der Branche auf, mit einer Bewertung von 4,6 auf einer Skala von 1 bis 10. Trotz Fortschritten durch Building Information Modeling (BIM) bei Planern und Bauunternehmen bleibt die Entwicklung bei Eigentümern und Investoren hinter den Erwartungen zurück.

    Obwohl zwei Drittel der befragten Unternehmen mehr als ein Prozent ihres Umsatzes in Digitalisierung investieren, zeigt sich ein rückläufiger Trend bei grösseren Firmen. Externe Faktoren wie Zinswenden und Lieferkettenprobleme scheinen die digitale Transformation zu hemmen, während regulatorische Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit als Katalysator für Digitalisierungsbestrebungen dienen.

    Während KI und maschinelles Lernen hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Integration in die Branche noch hinter den Erwartungen zurückbleiben, festigt sich BIM als wichtige Technologie für den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden. Die Nutzung von Smart Building-Technologien nimmt zu, wobei der Fokus auf Ressourcenschonung liegt und andere Vorteile wie Nutzererlebnis und Komfort zunächst in den Hintergrund treten.

    Die Studie zeigt, dass die Immobilienbranche an einem kritischen Punkt in ihrer digitalen Evolution steht. Trotz des offensichtlichen Potenzials digitaler Technologien und der Notwendigkeit einer stärkeren Integration zur Steigerung der Effizienz und Nachhaltigkeit, bedarf es konkreter Massnahmen und Investitionen, um die digitale Transformation voranzutreiben. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse und dient als Richtschnur für zukünftige Entwicklungen in der digitalen Landschaft der Immobilienwirtschaft.

  • Geberit Gruppe navigiert durchschwieriges Geschäftsjahr 2023

    Geberit Gruppe navigiert durchschwieriges Geschäftsjahr 2023

    Das Jahr 2023 präsentierte sich für die Geberit Gruppe als ein Jahr voller Herausforderungen, geprägt von einer Dämpfung der Bauindustrie in Europa und einer veränderten Nachfrage, die sich vermehrt auf Heizungssysteme konzentrierte. Trotz eines signifikanten Rückgangs in den Volumina und dem Druck auf die Sanitärbranche gelang es dem Unternehmen, operative Margen zu verbessern – ein Zeugnis ihrer agilen Produktions- und Logistikprozesse, gesunkener Energiekosten und effizientem Preismanagement. Die erhöhten Stärke des Schweizer Frankens stellte zwar eine Herausforderung dar, aber die Auswirkungen konnten durch die robuste Unternehmensstruktur weitgehend kompensiert werden.

    Mit dieser Resilienz festigte die Gruppe ihre Marktführerschaft im Sanitärbereich und erweiterte ihre Marktanteile. Der Nettoumsatz verzeichnete zwar einen Rückgang um 9,1 % auf CHF 3’084 Mio., doch der operative Cashflow (EBITDA) konnte um 1,4 % auf CHF 921 Mio. gesteigert werden, was einer bemerkenswerten EBITDA-Marge von 29,9 % entspricht. Trotz eines Nettoergebnisrückgangs um 12,6 % auf CHF 617 Mio., bedingt durch einen einmaligen steuerlichen Vorteil im Vorjahr, bleibt die Nettoumsatzrendite mit 20,0 % stark. Der Gewinn je Aktie sank um 10,2 % auf CHF 18.39, spiegelt jedoch weiterhin die finanzielle Robustheit des Konzerns wider.

  • Horw optimiert Liegenschaften energietechnisch

    Horw optimiert Liegenschaften energietechnisch

    Die Gemeinde Horw will ihre gemeindeeigenen Liegenschaften schrittweise energietechnisch optimieren. Der Auftakt wird bis 2028 mit den Schulhäusern Kastanienbaum und Hofmatt, dem Feuerwehrgebäude, dem Werkshof, einem gemeindeeigenen Mehrfamilienhaus am Roseneggweg und dem Garderobengebäude der Sportanlage Seefeld gemacht, informiert die Gemeindeverwaltung in einer Mitteilung. Bis 2036 sollen weitere Gebäude, darunter die übrigen Schulhäuser der Gemeinde und das Gemeindehaus folgen. Insgesamt sind bereits Optimierungsmassnahmen für 17 Gebäude geplant.

    Der Gemeinderat will dem Auftrag des Einwohnerrats nachkommen, nach dem die CO2-Emissionen des gemeindeeigenen Gebäudeparks bereits vor dem Jahr 2040 so weit wie möglich reduziert werden sollen. Die Pläne für die nun ausgewählten 17 Liegenschaften sind im Zusatzbericht Klimafreundlicher Gebäudepark der Gemeinde Horw konkretisiert. Laut Bericht können die CO2-Emissionen der 17 Liegenschaften um rund 75 Prozent gesenkt werden. Die Kosten für die entsprechenden Massnahmen werden dort auf insgesamt 17 Millionen Franken beziffert.

    Bei den energetischen Sanierungen sollen Liegenschaften und Massnahmen in ein angemessenes Verhältnis gesetzt werden. «Wesentlich für die Priorisierung der Liegenschaften ist das Potential für die Reduktion von Treibhausgasen, aber auch der bauliche Zustand der Liegenschaften und der Lebenszyklus der einzelnen Gebäudeteile», heisst es in der Mitteilung. Als in Frage kommende Massnahmen werden dort Wärmeisolation, ein Wechsel auf klimafreundliche Energieträger oder die Installation von Solaranlagen genannt. Die Kosten sollen «in einem verträglichen Mass bleiben und sich über den geplanten Zeitraum verteilen».

  • Walo bringt Bodenbelag bei suissetec grischun auf

    Walo bringt Bodenbelag bei suissetec grischun auf

    Das Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger bringt auf der Baustelle von suissetec grischun, dem Bündner Gewerbeverband, in Chur einen neuen Bodenbelag auf. Dort entsteht laut einer Walo-Mitteilung auf Facebook eine Werkstatt für Lernende in den Berufen Heizungs- und Sanitärinstallateure.

    Verbaut werden laut diesen Angaben 450 Quadratmeter des FAMA-Hartsteinholzbelags. Walos Hartsteinholzbelag zeichne sich durch herausragende Eigenschaften aus, von Wärmeschutz über Schweissfestigkeit bis hin zur hohen mechanischen Beständigkeit und einfacher Pflege.

    Der Bodenbelag eigne sich perfekt für Werkstätten, Produktionsflächen, Lager und Labor- sowie Technikräume, heisst es weiter. Der FAMA-Hartsteinholzbelag sei mit rein natürlichen Rohstoffen und ohne Kunststoffanteil oder künstliche Farbpigmente nicht nur ökologisch, sondern auch äusserst praktisch, heisst es in der Walo-Mitteilung. Der Belag für den Fussboden in der Lehrwerkstatt sei fusswarm, umweltfreundlich und rutschsicher.

    Auf der Internetseite von suissetec grischun heisst es, suissetec sei der führende Unternehmer- und Branchenverband für die Bereiche Spenglerei, Gebäudehülle, Sanitär, Heizung, Lüftung, Klima und Kälte. Er vereine unter seinem Dach ausführende Betriebe, Planungsunternehmungen und Hersteller sowie Lieferanten. Eine der Hauptaufgaben des suissetec grischun sei die Interessenwahrung seiner Mitglieder auf regionaler Ebene, etwa mittels Stellungnahmen zu Vernehmlassungen oder in direktem Kontakt mit den Verantwortlichen. Zudem nimmt suissetec grischun laut dem Selbstbeschrieb wichtige Fragen in der Lehrlingsausbildung wahr und betreibt ein Ausbildungszentrum für die angehenden Berufsleute der Gebäudetechnikbranche in Chur.

  • Verdichtung trotz Lärmbelastung in den Flughafengemeinden

    Verdichtung trotz Lärmbelastung in den Flughafengemeinden

    Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag beschlossen, dass die Flughafengemeinden Oberglatt, Niederglatt und Niederhasli trotz bereits bestehender Lärmbelastung zusätzliche Wohnungen bauen dürfen. Diese Umklassierung im Richtplan erlaubt eine Verdichtung in Gemeinden, die bereits zusammengewachsen sind. Lokale Behörden unterstützten die Entscheidung für zusätzlichen Wohnraum, der Platz für etwa 5000 Menschen bieten könnte.

    Gegen diesen Beschluss waren die Grünen, die AL und Teile der SP, die Bedenken hinsichtlich der steigenden Zahl von Lärmbetroffenen äusserten. Die geplante Verdichtung stelle einen klaren Widerspruch zur Lärmproblematik dar, so die Kritiker.

    Barbara Franzen von der FDP erkannte einen Interessenskonflikt mit der Flughafenpolitik, betonte jedoch, dass der Siedlungsraum bereits den Charakter einer «urbanen Wohnlandschaft» habe. Stefan Schmid von der SVP unterstützte die Verdichtung und argumentierte, dass das Bevölkerungswachstum diese Massnahme erforderlich mache.

    Baudirektor Martin Neukom von den Grünen befürwortete ebenfalls die Umklassierung und betonte, dass die betroffenen Gemeinden diese Entwicklung wünschten. Er erkannte zwar einen Interessenskonflikt, verwies jedoch darauf, dass das Potenzial für innere Verdichtung vorhanden sei und die Gebiete gut erschlossen seien.

  • Neue Bauvorschriften zur Lärmbelastung: Chancen für Immobilienentwicklung

    Neue Bauvorschriften zur Lärmbelastung: Chancen für Immobilienentwicklung

    In der Schweiz stehen wir vor der Herausforderung, den Wohnungsmarkt zu erweitern und gleichzeitig die Lebensqualität der Bewohner zu gewährleisten. Insbesondere in städtischen Gebieten mit hoher Lärmbelastung ist es wichtig, einen Kompromiss zwischen innerer Verdichtung und dem Schutz vor Lärm zu finden. Der Nationalrat hat nun eine Lösung vorgeschlagen, die diese beiden Ziele in Einklang bringt.

    Die neuen Bauvorschriften ermöglichen es, in lärmbelasteten Gebieten neue Wohnungen zu errichten, ohne die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner zu gefährden. Ein zentraler Punkt ist die Anforderung, dass in jeder Wohneinheit mindestens ein lärmempfindlicher Raum über ein Fenster verfügen muss, bei dem die Immissionsgrenzwerte eingehalten werden. Dies stellt sicher, dass Bewohner trotz der Nähe zu Verkehrswegen oder anderen Lärmquellen einen ruhigen Rückzugsort haben.

    Darüber hinaus müssen die übrigen Räume entweder über eine kontrollierte Wohnraumlüftung verfügen oder es muss ein ruhiger, privat nutzbarer Aussenraum vorhanden sein. Diese Massnahmen tragen dazu bei, den Lärmschutz zu gewährleisten und gleichzeitig die Möglichkeiten für Immobilienentwickler zu erweitern.

    Der Ständerat hatte im Dezember für noch grosszügigere Erleichterungen plädiert, während die Ratslinke eine vorsichtigere Herangehensweise bevorzugte. Letztendlich wurde ein ausgewogener Ansatz gewählt, der den Bedürfnissen sowohl der Bewohner als auch der Immobilienbranche gerecht wird.

    Für Kadermitarbeiter im Fachbereich Immobilien und Standortförderung eröffnen sich durch diese neuen Regelungen interessante Perspektiven. Die Möglichkeit, in lärmbelasteten Gebieten zu bauen, erweitert den Handlungsspielraum und erfordert gleichzeitig eine sorgfältige Planung und Umsetzung. Es ist wichtig, die Bedürfnisse der Bewohner und die gesetzlichen Anforderungen gleichermassen zu berücksichtigen, um nachhaltige und attraktive Wohnprojekte zu realisieren.

    Die Immobilienbranche sollte sich auf diese Veränderungen vorbereiten und die Chancen nutzen, die sich aus der ausgewogenen Balance zwischen innerer Verdichtung und Lärmschutz ergeben. Die Zukunft des Wohnungsbaus in lärmbelasteten Gebieten liegt in der intelligenten Integration von Architektur, Technologie und Nachhaltigkeit – eine Herausforderung, der sich Kadermitarbeiter mit Weitblick stellen können.

  • Annullierung der Baubewilligung für die Brunaupark-Siedlung

    Annullierung der Baubewilligung für die Brunaupark-Siedlung

    Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts zur Aufhebung der Baubewilligung für die Brunaupark-Siedlung erfolgte aufgrund von Beschwerden von Anwohnern, insbesondere im Hinblick auf den Schutz der angrenzenden «Siedlung Im Laubegg». Diese ist als Baugruppe von nationaler Bedeutung im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz eingestuft. Die geplante Brunaupark-Siedlung, die eine gewässerschutzrechtliche Ausnahmebewilligung benötigte, hätte die Vorgaben des Natur- und Heimatschutzgesetzes berücksichtigen müssen, was jedoch nicht ausreichend geschah. Dies führte zu einem schwerwiegenden Verfahrensmangel und zur Gutheissung der Beschwerde.

    Zusätzlich zur rechtlichen Grundlage der Beschwerde wurde die Baubewilligung im Zusammenhang mit den kantonalen Voraussetzungen für Arealüberbauungen untersucht. Obwohl die Baubewilligungsbehörde einige Änderungen der Umgebungsgestaltung verlangte, um den Schutz der «Siedlung Im Laubegg» zu gewährleisten, fehlte es an einer klaren Vorstellung über die genaue Umgebungs- und Vorgartengestaltung. Dies deutet auf Unzulänglichkeiten bei der Stammbaubewilligung hin, was die Rechtmässigkeit des Bauprojekts infrage stellt.

    Das Verwaltungsgericht hat daher die Beschwerde VB.2023.00209 angenommen. Es steht den Parteien frei, gegen dieses Urteil beim Bundesgericht Einspruch zu erheben, wodurch sich weitere rechtliche Entwicklungen ergeben könnten.

  • Nüssli feiert Richtfest für Achtfachsporthalle

    Nüssli feiert Richtfest für Achtfachsporthalle

    Die in der St.GallenBodenseeArea ansässige Nüssli Schweiz AG hat in der deutschen Stadt Monheim am Rhein Richtfest bei der ersten in Europa erbauten Achtfachsporthalle gefeiert. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, wurde die Richtkrone am 26. Februar 2024 aufgerichtet. Nüssli hat im November 2022 den Generalauftrag für den Bau des Sportzentrums erhalten. 2023 wurde mit dem Bau begonnen und nach den Sommerferien 2024 soll das auf zwei Ebenen mit je vier Turnhallen funktionierende Gebäude dem Sportbetrieb übergeben werden.

    „Das Tempo ist beeindruckend. Wir liegen mit den Arbeiten an diesem Grossbauprojekt tatsächlich immer noch so dicht im von Beginn an ambitionierten Zeitplan, dass wir die Halle wohl bereits im Oktober in Betrieb nehmen können“, wird Daniel Zimmermann, Bürgermeister von Monheim, in der Mitteilung zitiert. „Dass hier die grösste Sporthalle Europas entsteht, wird man ihr am Ende von aussen gar nicht ansehen, weil wir für den Bau auch in das Gelände reingehen.“

    Nach Unternehmensangaben wird die neue Monheimer Sportanlage über 4400 Quadratmeter reine Sportfläche in den acht Hallen des Unter- und Erdgeschosses verfügen. In oberen Etagen werden weitere Gymnastikräume erbaut. Umkleiden, Technik und Wirtschaftsräume werden auf weiteren 3000 Quadratmetern errichtet. Die einzelnen Hallen auf jeder Etage können bei Bedarf auch zu Grosshallen zusammengelegt werden. Ausfahrbare Tribünen können 500 Zuschauern im Untergeschoss sowie 100 Zuschauern im Erdgeschoss Platz bieten.

    Eine innovative Stahlkonstruktion sowie das Verwenden vorgefertigter Bauteile ermöglichten eine kurze Bauzeit. Zudem führen die verwendeten hochwertigen Baustoffe – darunter Holzbauteile für 600 Wand-, Decken-, Dach- und Fassadenteile – zu dauerhaftem Bestand, heisst es in der Mitteilung.

  • Holcim verbucht Rekordergebnis

    Holcim verbucht Rekordergebnis

    Holcim hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 27,01 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert der weltweit aktive Zuger Baustoffkonzern in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 7,5 Prozent. Auf organischer Basis wurde jedoch ein Wachstum von 6,1 Prozent realisiert.

    Als wiederkehrendes Betriebsergebnis auf Stufe EBIT weist Holcim im Berichtsjahr den Rekordwert von 4,76 Milliarden Franken aus. Die entsprechende Marge zog von 16,3 Prozent auf „branchenführende“ 17,6 Prozent an, schreibt Holcim. Der Konzerngewinn vor Wertminderungen und Veräusserungen fiel mit 3,09 Milliarden Franken um 39,3 Prozent höher als 2022 aus. „Mit den Rekordergebnissen des Jahres 2023 ist Holcim heute stärker als je zuvor“, wird Jan Jenisch, Verwaltungsratspräsident und CEO von Holcim, in der Mitteilung zitiert. „Wir konnten unsere Strategie 2025 bereits zwei Jahre früher als geplant umsetzen.“

    Auch in Sachen Nachhaltigkeit kann Holcim Erfolge ausweisen. So lagen die CO2-Emissionen im Verhältnis zum Umsatz im Berichtsjahr um 20 Prozent unter dem Vorjahreswert. Mit 8,4 Millionen Tonnen wurden im Jahresvergleich 24 Prozent mehr Bau- und Abbruchmaterial wiederverwertet. Sechs Projekte von Holcim zur Kohlenstoffabscheidung, -nutzung und -speicherung sind mittlerweile für eine Förderung aus dem Innovationsfonds der Europäischen Union registriert. Zudem trug der emissionsarme Zement ECOPlanet von Holcim 2023 bereits 19 Prozent zum konzernweiten Zementumsatz bei. Im Vorjahr hatte der Anteil noch 7 Prozent betragen. Beim emissionsarmen Beton ECOPact stieg der Anteil am Umsatz mit Transportbeton gleichzeitig von 13 auf 19 Prozent.

  • Berner Fachhochschule organisiert Departement Architektur neu

    Berner Fachhochschule organisiert Departement Architektur neu

    Die Berner Fachhochschule (BFH) will laut einer Medienmitteilung erreichen, dass nachhaltiges Bauen zur Selbstverständlichkeit wird. Zu diesem Zweck gibt sie ihrem Departement Architektur, Holz und Bau eine andere Struktur. Fünf neue Institute fokussieren sich auf eine ganzheitliche Betrachtung der Planungs- und Bauwirtschaft.

    Auf Stufe der Region wird das Institut für Infrastruktur und Umwelt agieren. Das Institut für Siedlung, Architektur und Konstruktion und das Institut für Holzbau werden sich um Quartiere und Bauten kümmern. Und schliesslich wird ein Institut für Baustoffe und biobasierte Materialien ebenso eingerichtet wie das Institut für digitale Bau- und Holzwirtschaft.

    Diese neu gegründeten Institute werden in Bildung, Weiterbildung und angewandter Forschung tätig sein. „Der Bildungs- und Forschungslandschaft wird für die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele eine zentrale Rolle zuteil“, wird Professor Peter Staub, Direktor des Departements Architektur, Holz und Bau der BFH, zitiert. „Wir übernehmen Verantwortung und richten uns mit Blick auf künftige Generationen konsequent darauf aus.“

    Derzeit forscht die BFH unter anderem an Holzwerkstoffen mit mineralischen Bindemitteln, die wiederverwendet werden können und einem umweltfreundlicheren Beton für geotechnische Anwendungen im Untergrund. Ausserdem widmet sich ein Team derzeit der Frage, wie Industriebrachen kreislauffähig so genutzt werden können, dass diese Nutzung Leben in die leerstehenden Räume bringt.

  • Beschleunigung der Baubewilligungsprozesse dringend erforderlich

    Beschleunigung der Baubewilligungsprozesse dringend erforderlich

    Angesichts dieser Entwicklungen werden in verschiedenen Kantonen Massnahmen diskutiert, um die Baubewilligungsverfahren zu straffen. So plant der Kanton Luzern, das bestehende Bewilligungsverfahren durch ein einfacheres Meldeverfahren zu ersetzen, während im Kanton Freiburg Baugesuche automatisch als genehmigt gelten sollen, falls die Bearbeitungsfrist überschritten wird.

    Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) setzt sich auf allen Regierungsebenen für eine Beschleunigung der Baubewilligungsprozesse ein. Als Lösungsansatz gilt unter anderem die Digitalisierung der gesamten Prozesskette, von der Planung bis zur Realisierung. Ebenso wichtig ist die Bekämpfung grundloser Einsprachen, die lediglich dem Ziel dienen, Bauvorhaben zu verzögern. Der SBV befürwortet eine Begrenzung der Einsprache Möglichkeiten auf relevante Aspekte und eine Einführung von Kostenbeteiligungen bei Einsprachen, um den Missbrauch des Systems einzudämmen.

    Die Initiativen zur Vereinfachung der Baubewilligungsprozesse und zur Verhinderung missbräuchlicher Einsprachen sind entscheidend, um die dringend benötigte Schaffung von Wohnraum zu fördern und die Wohnungsknappheit effektiv zu bekämpfen. Mit diesen Massnahmen soll sichergestellt werden, dass Bauprojekte zügig und effizient realisiert werden können, ohne dass der rechtliche Schutz der Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigt wird.

  • Effizienzsteigerung in der Immobilienbewirtschaftung

    Effizienzsteigerung in der Immobilienbewirtschaftung

    Obwohl generationenübergreifende Wohnkonzepte das Potenzial haben, das Miteinander in Nachbarschaften zu stärken, zögern viele Eigentümer grosser Immobilienbestände bei deren Umsetzung. Der Grund dafür liegt in der mangelnden Erfahrung mit dem Verwaltungsaufwand dieser speziellen Wohnformen, die sich deutlich von den herkömmlichen Angeboten unterscheiden.

    Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurden ein Orientierungsrahmen und ein Werkzeugkasten entwickelt, die Einblicke in die notwendigen Verwaltungsaufgaben und zu klärende Fragen bieten. Ziel ist es, Eigentümern, Portfoliomanagern und Immobilienverwaltern eine klare Richtschnur an die Hand zu geben, um die Realisierung solcher innovativen Wohnformen zu vereinfachen. Diese nützlichen Instrumente entstanden aus einem intensiven Erfahrungsaustausch, organisiert von Zimraum und Stratcraft, an dem sich verschiedene Stakeholder beteiligten. In insgesamt vier Brown Bag-Meetings wurden essenzielle Themen wie Vermarktung, Vermietung, Betriebsführung und Beratung bei der Projektentwicklung erörtert und Lösungsansätze erarbeitet.

    Mit dem neuen Orientierungsrahmen und dem Werkzeugkasten setzt der SVIT Zürich wichtige Impulse für die Immobilienbranche, indem er nicht nur den Weg für die Implementierung gemeinschaftsfördernder Wohnformen ebnet, sondern auch dazu beiträgt, das Wohnen im Alter neu zu denken und zu gestalten.

  • Arbon als Vorreiter in der Standortförderung

    Arbon als Vorreiter in der Standortförderung

    Die «Initiative Zukunft Arbon» hat kürzlich ihr erstes grosses Netzwerktreffen veranstaltet, ein Zusammentreffen von Innovatoren und Entscheidungsträgern, das den Reichtum und das Potenzial der Region in den Fokus rückte. Gastgeber Daniel Camen von der Insel auf Rädern GmbH schuf eine inspirierende Atmosphäre für den Austausch von Ideen und Visionen. Stadtpräsident René Walther und SECO-Botschafter Dr. Eric Jakob unterstrichen die Bedeutung der regionalen Vernetzung und des einzigartigen Wirtschaftspotenzials Arbons.

    Samuel Struhs, Projektleiter der Initiative, hob die Bedeutung des kollektiven Engagements hervor. Die Initiative, so Struhs, lebt durch die aktive Beteiligung und das Engagement ihrer Mitglieder, die das Netzwerk der Zukunft gestalten. Ein gemütlicher Abend mit Marroni und Glühwein bot den perfekten Rahmen für regen Austausch und das Knüpfen neuer Kontakte.

    Andy Suter von der A.Vogel AG stellte den Phyto Valley vor, ein Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit in der Naturmedizin, das die Bodenseeregion und den Thurgau international sichtbar macht. Dieser Cluster veranschaulicht die Stärke gemeinsamer Anstrengungen und die globale Bedeutung lokaler Innovationen.

    Die «Initiative Zukunft Arbon» steht für eine dynamische Gemeinschaft, die durch Diversität und den gemeinsamen Willen zur Gestaltung einer prosperierenden Zukunft geprägt ist. Die Veranstaltung bestätigte den eingeschlagenen Weg und motivierte die Beteiligten, die regionalen Entwicklungsprozesse aktiv weiterzuführen und zu unterstützen.

  • Leitfaden soll Zirkularität von Bauprojekten stärken

    Leitfaden soll Zirkularität von Bauprojekten stärken

    Der Verein Madaster Schweiz und Partner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben einen Leitfaden entwickelt, mit dem die Zirkularität von Bauprojekten hinsichtlich ihrer Materialmasse gemessen werden kann, informiert Circular Hub in einer Mitteilung. Die Wissens- und Netzwerkplattform für zirkuläres Bauwesen in der Schweiz fungiert als Koordinationsstelle des Projekts Zirkularität messbar machen. Der Leitfaden «Zirkularität messbar machen: ein Schweizer Zirkularitäts-Indikator» richtet sich dabei vor allem an Planende von Bauprojekten.

    «Dieser Leitfaden markiert einen historischen Moment für die Bau- und Immobilienbranche in der Schweiz», wird Patrick Eberhard, Präsident des Vereins Madaster Schweiz, in der Mitteilung zitiert. «Er bietet erstmalig die Möglichkeit, die Kreislauffähigkeit von Gebäuden messbar zu machen und unterstützt somit die Vision, den Gebäudepark Schweiz in ein zirkuläres Materiallager zu verwandeln.» Der Leitfaden kann sowohl für die Planung von Neubauten als auch bei Gebäudesanierungen angewendet werden. Neben europäischen Standards sind auch die spezifischen Bedingungen der Schweizer Baubranche berücksichtigt.

    Bauherrschaften, Architektur- und Planungsbüros gibt der Leitfaden Hilfestellung zur Integration von quantifizierten Spezifikationen in die Ausschreibung. Auf politischer Ebene soll der Leitfaden es möglich machen, Vorgaben zur Kreislaufwirtschaft im Bausektor zu quantifizieren.

    Eine komplette Liste der am Projekt beteiligten Unternehmen und Organisationen kann der Mitteilung entnommen werden. Erste Praxistest hat der Leitfaden bereits in Pilotprojekten absolviert. Für die Berechnung der Zirkularität und die Auswertung konkreter Objektdaten wird die Plattform Madaster eingesetzt.