Kategorie: Bauwirtschaft

Bauwirtschaft – Immobiliennews zu Baukosten, Projekten, Materialien & Entwicklungen in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft.

  • Gewinnerprojekt für Voie Verte d’agglomération

    Gewinnerprojekt für Voie Verte d’agglomération

    In Genf wurde mit grosser Begeisterung das Siegerprojekt eines parallelen Studienauftrags für den neuen Abschnitt der Voie Verte d’agglomération* vorgestellt. Das Projekt mit dem Namen «LIGNES DE VIES» hat das Expertengremium überzeugt, indem es eine Vision präsentiert, die den Menschen harmonisch in den Mittelpunkt einer empfindlichen und bezaubernden natürlichen Umgebung stellt.

    Die geplante Erweiterung, die den Bewohnern des PAV sowie Anwohnern, Fussgängern, Spaziergängern und Radfahrern dienen soll, bietet einen echten Park und verbessert die Verkehrsführung über die Route des Jeunes. Ein besonderes Highlight des Projekts ist die Installation eines Doppelaufzugs, der den Zugang zum Gipfel des Bois de la Bâtie erleichtert und dabei die Auswirkungen auf den umliegenden Wald und das Viadukt minimiert.

    Das Projekt besticht durch seine ganzheitliche Konzeption und schafft einen vollständigen, autonomen Raum. Es legt Wert auf eine subtile Beziehung zum Wasser und zur Natur, indem es einen massvollen Ansatz verfolgt und die vorhandene Vegetation bewahrt. Die differenzierten öffentlichen Räume des Projekts reichen von intimen und ruhigen Orten bis zu grossen Flächen, die Begegnungen fördern. Diese poetische Vision schafft einen öffentlichen und natürlichen Raum, der an die Bedürfnisse und Rhythmen seiner Nutzer anpassbar ist.

    Der 1.500 Meter lange Abschnitt wird voraussichtlich Ende 2029 der Öffentlichkeit zugänglich sein und bietet genügend Flexibilität, um sich an verwandte Projekte anzupassen, wie etwa den lokalen Nachbarschaftsplan der Pointe Nord des PAV.

    Für weitere Informationen zur Entwicklung dieses Projekts und zur Ausstellung aller eingereichten Entwürfe, einschließlich des Gewinnerprojekts, lädt die Stadt Genf bis zum 27. Januar 2023 in das Forum Faubourg, Rue des Terreaux-du-Temple 6, in Genf ein.

  • Winterthurer Innovationslabor Grüze öffnet im Mai

    Winterthurer Innovationslabor Grüze öffnet im Mai

    Im Mai 2024 wird in Winterthur an der St.Gallerstrasse das Innovationslabor Grüze eröffnet. Laut einer Medienmitteilung ist es als vielseitig nutzbarer Begegnungsort geplant, wo sich Besuchende über die Grossbaustelle Querung Grüze informieren können. Darüber hinaus soll der filigrane und zu allen Seiten hin offene Bau ein Ort für Diskussionen über Fragen der Stadtentwicklung, mögliche Zielkonflikte und die Auswirkungen des Klimawandels auf die städtische Bevölkerung werden.

    Der rund 120 Quadratmeter grosse Pavillon mit Ausstellungsraum, Bühne und Café ist modular gebaut und kann modular erweitert werden. Die Statik wurde auf ein zweistöckiges, geschlossenes Gebäude ausgerichtet. Damit ist die Möglichkeit mitgedacht, dass das Innovationslabor mittelfristig zu einem Quartierzentrum mit erhöhtem Platzbedarf heranwachsen könnte. Vorerst ist es für eine Nutzungsdauer von zehn Jahren geplant.

    Das Innovationslabor wurde vom Tiefbauamt Winterthur in Zusammenarbeit mit dem Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Holcim Schweiz entwickelt. Die extradünnen und wiederverwertbaren Betonplatten aus mit Carbonfaser verstärktem Beton (CPC) der CPC AG sparen den Angaben zufolge gegenüber herkömmlicher Betonbauweise bis zu 75 Prozent Material ein. Der CO2-Ausstoss soll um den Faktor zwei bis vier reduziert werden.

    Die CPC-Betonelemente, die aus einem langjährigen Forschungsprojekt an der ZHAW hervorgingen, können mit wenig Aufwand in ihre Bestandteile zerlegt und anderswo wieder aufgebaut oder für ein anderes Bauwerk wiederverwendet werden. Holcim produziert sie und stellt sie leihweise zur Verfügung. Die vorgefertigten Elemente werden im Frühjahr innert weniger Tage zusammengefügt.

  • Crowdlending für mehr Wohnraum in Zürich

    Crowdlending für mehr Wohnraum in Zürich

    Mit dem Ziel, die Wohnungsknappheit in Zürich zu bekämpfen, hat Foxstone kürzlich ein neues Crowdlending-Angebot vorgestellt. Das Projekt, mit einer Laufzeit von 24 Monaten, wird die Entwicklung von über 90 neuen Studios im Zentrum von Zürich unterstützen. Diese Initiative soll bis zu hundert Mietern hochwertigen Wohnraum bieten und stellt eine direkte Reaktion auf die niedrige Leerstandsquote in der Region dar.

    Das Unternehmen, das bereits eine Community von über 21.000 Mitgliedern versammelt, bietet Investitionsmöglichkeiten ab CHF 10.000 an. Die Plattform, ursprünglich in der Westschweiz etabliert, hat ihre Aktivitäten in der Deutschschweiz ausgebaut und im Jahr 2023 60% ihrer Crowdlending-Projekte in diesem Teil des Landes abgeschlossen.

    Das aktuelle Crowdlending-Angebot umfasst ein Gesamtvolumen von CHF 7,9 Millionen und verspricht eine jährliche Rendite von 6%. Die Mittel aus diesem Angebot werden für den Umbau eines Bürogebäudes in Seefeld in 29 Studios und den Neubau eines Gebäudes mit 62 Studios in Oerlikon verwendet. Beide Projekte, für die Baugenehmigungen vorliegen, sollen Anfang 2024 starten.

    Die Projekte, geführt von einem erfahrenen Immobilienentwickler mit über 30 Jahren Erfahrung, werden nicht nur dringend benötigten Wohnraum schaffen, sondern auch attraktive Mietobjekte an erstklassigen Standorten bieten.

    Dan Amar, CEO, hebt die Doppelrolle des Projekts hervor, indem es sowohl wertvollen Wohnraum schafft als auch stabile, attraktive Renditen für die Investorengemeinschaft generiert. Der Beginn der Bauarbeiten markiert einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Wohnsituation in einer der am stärksten von Wohnungsmangel betroffenen Regionen der Schweiz.

  • Bob Gysin + Partner wird Schulanlage Zelgli erweitern

    Bob Gysin + Partner wird Schulanlage Zelgli erweitern

    Die Stadt Schlieren lässt die Quartier- und Primarschulanlage Zelgli um einen Vierfachhort mit Mittagstisch, vier weitere Klassenzimmer und neue Aufenthaltsräume für das Lehrpersonal erweitern. In einem 2023 ausgeschriebenen Architekturwettbewerb hat sich das Projekt Lilia von Bob Gysin + Partner durchgesetzt, informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Insgesamt hatten sich zehn Projekte in der Ausschreibung beworben.

    Lilia sieht die Ergänzung der Schulanlage durch einen dreigeschossigen Holzbau an der Westseite des heutigen Pausenhofs vor. Im Erdgeschoss sind ein Aufenthaltsraum für das Lehrpersonal und die Mediathek untergebracht. Im ersten Obergeschoss sind Räumlichkeiten für die restliche Tagesbetreuung und die Schulleitung sowie ein Multifunktionsraum geplant. Die neuen Unterrichtsräume werden im zweiten Obergeschoss eingerichtet.

    Der Vorschlag des Zürcher Architekturbüros minimiere die nötigen Eingriffe in die bestehenden Aussenanlagen und integriere das neue Gebäude schlüssig in die bestehende Anlage, heisst es in der Mitteilung. Alle eingereichten Projekte können am 26. und 27. Januar im Stadthaus Schlieren sowie am 2. und 3. Februar in der Schule Zelgli in Augenschein genommen werden.

  • Implenia und Empa spannen für CO2-negative Baumaterialien zusammen

    Implenia und Empa spannen für CO2-negative Baumaterialien zusammen

    Implenia baut als Realisierungspartnerin der Empa die Beyond Zero Unit im NEST-Gebäude der Empa in Dübendorf, informiert die im Opfikoner Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Die neue Einheit soll der Erforschung von CO2-reduzierten und CO2-neutralen Baumaterialien dienen. Die Beyond Zero Unit wird der mittleren Ebene der Forschungs- und Innovationsplattform NEST eingegliedert.

    «Wir freuen uns, dass Implenia als Partner die grossartige Forschungs- und Innovationsplattform NEST mit einer neuen Unit bereichern darf», wird Jens Vollmar, Head Division Buildings von Implenia, in der Mitteilung zitiert. «Als führender Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister ermöglichen wir so gemeinsam wichtige Erkenntnisse für ein künftiges, CO2-senkendes Bauen und Betreiben von Gebäuden und Infrastruktur.» Implenia will die aus der Beyond Zero Unit gewonnenen Erkenntnisse für eigene Entwicklungen und Planungen nutzen.

    Die neue Einheit im NEST-Gebäude ist nicht die erste Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Forschungsanstalt. «Implenia hat wegweisende nachhaltige Bauten auf dem Empa Campus in Dübendorf realisiert, jüngst ein Labor- und Bürogebäude sowie das erste Parkhaus in Holz-Hybridbauweise in der Schweiz», erläutert Empa-Direktorin Tanja Zimmermann. «Dass Empa und Implenia mit der neuen Partnerschaft auch in der Forschung zu innovativen Baumaterialien zusammenspannen und auf unserer Plattform NEST die zukunftsträchtige Anwendung über einen längeren Zeitraum untersuchen, fördert den direkten Transfer nachhaltiger Innovation in die Praxis.»

  • EPFL erforscht neue Risserkennung bei Beton

    EPFL erforscht neue Risserkennung bei Beton

    Risse in Stahlbetonbauwerken sind normal und werden mit herkömmlichen Methoden regelmässig überprüft. Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) arbeiten laut einer Medienmitteilung derzeit jedoch an Methoden, wie diese Überprüfungen digitalisiert und mit einem Algorithmus verifiziert werden können. Hugo Nick, Masterstudent am Labor für Konstruktionsbeton (IBETON), hat dafür zwei Methoden entwickelt. In einem ersten Schritt werden in einem Labor Betonbauten nachgebaut und unter Belastung digital fotografiert, bis ein entstandener Riss zum Bruch des Bauwerks führt. Der Datensatz wird gespeichert und mittels Künstlicher Intelligenz zu einem Algorithmus verarbeitet.

    Im zweiten Schritt werden Digitalaufnahmen realer Bauten angefertigt. Diese Aufnahmen von in der Natur und unter Belastung entstandenen Rissen sollen mit dem Algorithmus abgeglichen werden. Daraus versprechen sich die Forschenden, Rückschlüsse auf das Rissverhalten ziehen und mögliche Gefahrensituationen prognostizieren zu können.

    «Ein Erkennungsalgorithmus analysiert dann das Bild mit Hilfe künstlicher Intelligenz», wird Hugo Nick in der Mitteilung zitiert, «Der Algorithmus ist eigentlich ein neuronales Netzwerk, das auf Tausenden von Bildern trainiert wurde und die Risserkennung vorhersagen kann. Die Inspektoren beginnen, diese Methode in der Praxis zu testen, und sie hat mehrere Vorteile. Durch den Einsatz automatischer Risserkennungssysteme können wir die Zahl der Fehler und Ungenauigkeiten verringern und die Inspektionen schneller und präziser gestalten.»

  • Empa forscht an Wiederverwertung von Kunststofflamellen

    Empa forscht an Wiederverwertung von Kunststofflamellen

    Carbonfaserverstärkte Kunststofflamellen (CFK-Lamellen) gehören zu den Baumaterialien, die bisher noch nicht wieder in den Stoffkreislauf eingeführt werden, erläutert die Empa in einer Mitteilung. Ihre Forschenden der Abteilung Mechanical Systems Engineering wollen hier Abhilfe schaffen. Ein entsprechendes Forschungsprojekt hat mit einer in der Mitteilung namentlich nicht genannten Stiftung schon eine Sponsorin gefunden.

    Bereits das Verfahren, Brücken, Parkgaragen, Gebäudewände und Decken aus Beton oder Mauerwerk mittels CFK-Lamellen zu verstärken, wurde an der Empa von deren ehemaligen Dübendorfer Direktor Urs Meier entwickelt, heisst es in der Mitteilung. „Indem sie die Lebensdauer von Gebäuden und Infrastrukturbauten erheblich verlängern, leisten CFK-Lamellen einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Nachhaltigkeit im Bausektor“, wird Giovanni Terrasi, Leiter der Empa-Forschungsabteilung Mechanical Systems Engineering, dort zitiert. „Es gilt nun allerdings auch, einen Weg zu finden, wie wir die CFK-Lamellen über die Lebensdauer dieser Bauten hinaus weiterverwenden können“.

    Im ersten Schritt soll dabei ein mechanisches Verfahren entwickelt werden, mit dem die Lamellen unbeschädigt vom Beton gelöst werden können. Daran anschliessend wollen die Forschenden das Abbruch-CFK zu Verstärkungen für vorgefertigte Bauteile verarbeiten. Als erstes Objekt hat die Gruppe dabei an Armierungen für Bahnschwellen aus Recyclingbeton gedacht. Damit könnte das „vermeintliche Abfallmaterial eine neue Rolle in der Schweizer Infrastruktur spielen“, schreibt die Empa.

  • Birsstadt wird mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet

    Birsstadt wird mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet

    Der Schweizer Heimatschutz verleiht den diesjährigen Wakkerpreis an den Verein Birsstadt. Er ehrt damit die Zusammenarbeit von neun Gemeinden im Kanton Basel-Landschaft und der Solothurner Gemeinde Dornach bei der Lösung der Herausforderungen in der Agglomeration. Diese Zusammenarbeit lege die Grundlage für die Reparatur des unkoordiniert gewachsenen Raumes vor den Toren der Metropole Basel.

    Der Heimatschutz lobt in seiner Medienmitteilung insbesondere die Aufwertung des Natur- und Lebensraums an der Birs, die sorgfältige Weiterentwicklung bedeutender Industrieareale und die Sicherung und Stärkung des baukulturellen Erbes. Im Rahmen der Birsstadt werden aber auch übergeordnete Strategien in den Themenbereichen Landschaft, Siedlung, Mobilität und Anpassung an den Klimawandel behandelt.

    Der Verein Birsstadt wurde 2018 gegründet. Ihm gehören ausser Dornach die Gemeinden Aesch, Arlesheim, Birsfelden, Duggingen, Grellingen, Muttenz, Münchenstein, Pfeffingen und Reinach an. Gemeinsam haben die zehn Gemeinden rund 94‘000 Einwohnende. Der Verein sieht grosse Chancen in der Auszeichnung durch den Heimatschutz. Er wolle diese Chance nutzen, um die Birsstadt schweizweit besser bekannt zu machen, schreibt er in einer eigenen Mitteilung. Ausserdem will er in diesem Jahr ein Projekt zum Umgang mit der Baukultur in der Region lancieren.

    Der Preis wird am 22. Juni im Rahmen eines Wakkerpreisfestes auf dem Domplatz in Arlesheim übergeben.

  • Möckli Beton erzielt CO2-Speicherrekord in Anlage von Neustark

    Möckli Beton erzielt CO2-Speicherrekord in Anlage von Neustark

    Die Möckli Beton AG hat einen neuen Speicherrekord von CO2 in Abbruchmaterialien erreicht. In weniger als drei Monaten hat sie die 200 Tonnen-Marke geknackt. Laut einer Medienmitteilung des Berner Unternehmens Neustark, von der Möcklis Speicheranlage stammt, hat noch keine der bisher bereits 14 Abscheidungs- und Speicheranlagen von Neustark diesen Wert so schnell erreicht.

    Auf die Frage, wie Möckli Beton diesen Rekord erreicht hat, verweist Inhaber und Geschäftsführer Chris Möckli auf den besonderen Aufbereitungsprozess in seinem Betrieb. „Alle Abbruchabfälle, die wir in unserem Werk aufbereiten, werden in die Materialbox gefüllt, wo das Granulat mit CO2 begast und der Mineralisierungs- bzw. Speicherprozess gestartet wird. Daher überrascht uns die gespeicherte CO2-Menge nicht.“

    Möckli Beton hat in den vergangenen Jahren bereits 500’000 Kubikmeter seines NovoCon-Betons aus Beton- und Mischabbruchgranulat produziert. „Mit der Integration des CO2-Speicherprozesses können wir den Novocon-Beton nun noch nachhaltiger und mit neuester Technologie herstellen.“ Zudem werde das mit CO2 mineralisierte Material fester, wodurch der Zementgehalt im Recyclingbeton gesenkt werden könne.

    Grundsätzlich, so Möckli, sei das Interesse bei der Kundschaft gross. „Wenn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt und keine Qualitätseinbussen in Kauf genommen werden müssen, sind am Ende des Tages alle glücklich.“

  • Wolkenkratzer wie in Manhattan sind für die Schweiz nicht vorstellbar

    Wolkenkratzer wie in Manhattan sind für die Schweiz nicht vorstellbar

    Die Schweiz erlebt eine bemerkenswerte Dynamik in ihrem Wohnungsmarkt. Laut einer umfassenden Analyse von Dani Steffen und seinem Team an der Hochschule Luzern weisen spezifische Regionen wie Zürich, Genf und zentrale Tourismusgebiete eine auffallende Wohnungsnot auf. Dies steht im Kontrast zu eher entspannten Märkten wie dem Jura oder Tessin, wo ein Überangebot an Mietwohnungen herrscht. Diese regionalen Disparitäten werden durch eine landesweite Leerwohnungsziffer von 1.15 Prozent veranschaulicht, die einen besorgniserregenden Rückgang seit 2020 zeigt.

    Steffen betont, dass der Mangel an Wohnraum nicht nur ein lokales, sondern ein schweizweites Phänomen ist, trotz regionaler Unterschiede. Mit der stetig wachsenden Bevölkerung und dem Trend zu Einzelhaushalten bleibt die Nachfrage nach Wohnraum konstant hoch, während die Wohnungsbauaktivitäten stagnieren. Diese Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage wird durch eine Kombination aus regulatorischen Hürden, geografischen Beschränkungen und konjunkturellen Faktoren wie Inflation und Zinssteigerungen verstärkt.

    Die Studie hebt auch die Mietbelastung hervor, die durchschnittlich etwa 20 Prozent des Haushaltsbudgets ausmacht, wobei niedrigere Einkommensgruppen deutlich stärker belastet sind. Steffen weist darauf hin, dass trotz hoher Mieten in Städten wie Zürich oder Genf die Mietkosten im Verhältnis zu den Einkommen relativ stabil bleiben. Dies deutet auf eine gewisse regionale Ausgewogenheit hin, obwohl die Zugänglichkeit für niedrigere Einkommensgruppen weiterhin eine Herausforderung darstellt.

    Zukünftig wird der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum zunehmen, um der alternden Bevölkerung gerecht zu werden. Steffen betont die Notwendigkeit, ältere Menschen zu motivieren, ihren Wohnraum zu verkleinern, um mehr Platz für Familien zu schaffen und den Wohnungsmarkt zu entlasten. Dieser Prozess erfordert jedoch sensible Ansätze, da Wohnen ein sehr emotionales Thema ist.

    Insgesamt zeigt die Studie, dass die Schweiz vor bedeutenden Herausforderungen im Bereich des Wohnungsbaus steht, welche eine sorgfältige Berücksichtigung sowohl der regionalen Besonderheiten als auch der unterschiedlichen Bedürfnisse der Bevölkerungsgruppen erfordert.

  • Immobilienbranche in der Schweiz: Herausforderungen und Chancen im Zeitalter der 10-Millionen-Bevölkerung

    Immobilienbranche in der Schweiz: Herausforderungen und Chancen im Zeitalter der 10-Millionen-Bevölkerung

    Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz wird voraussichtlich die 9-Millionen-Grenze in der ersten Jahreshälfte 2024 überschreiten und könnte bis Mitte der 2030er-Jahre die magische 10-Millionen-Marke erreichen. Dieser rapide Anstieg ist historisch beispiellos und wird hauptsächlich durch internationale Migration angetrieben, während die Bautätigkeit nicht Schritt halten kann.

    Seit dem Aufstieg von der 5-Millionen-Schweiz im Jahr 1955 wurde mehr Wohnraum geschaffen, und die Verkehrsinfrastruktur wurde massiv ausgebaut, was dazu beitrug, dass die Mieten im Verhältnis zu den Löhnen nur moderat stiegen. Diese Ära des sinkenden Wohnkosten, grösserem Flächenkonsum pro Person und mehr Wohnkomfort scheint jedoch vorbei zu sein. Aufgrund des Bautätigkeitsrückgangs könnten bis 2034 mindestens 150.000 Wohnungen fehlen, um den Flächenkonsum stabil zu halten.

    Dies wird voraussichtlich dazu führen, dass die Mieten schneller steigen als die Einkommen. Die Angebotsmieten könnten bis Mitte der 2030er-Jahre insgesamt um 25 bis 30 Prozent real ansteigen, ähnlich wie zwischen 2002 und 2012. Insbesondere in Zentrumslagen wird die Mietpreisentwicklung aufgrund hoher Einwanderung noch stärker ausfallen als in der Peripherie.

    Auch die Wohnimmobilienpreise, sei es für Eigenheime oder Mehrfamilienhäuser, werden voraussichtlich bei moderaten Zinsen stärker steigen als die Einkommen. Toplagen werden aufgrund des Wachstums weiterhin stark nachgefragt sein, und die Agglomerationen rund um die Grosszentren werden ebenfalls an Bedeutung gewinnen, was die Zahlungsbereitschaft in diesen Gebieten erhöht. Wohnimmobilien könnten somit an vergangene Wertsteigerungen anknüpfen oder diese sogar übertreffen.

    Allerdings gibt es auch Risiken. Wenn sich die Wohnsituation für viele Haushalte verschlechtert, könnte die Politik zusätzliche Regulierungen einführen, was die Situation verschärfen würde. In einem solchen Szenario könnte die Bautätigkeit weiter zurückgehen, und die Bausubstanz sowie die Nachhaltigkeit könnten leiden, da Anreize für umfassende und energetische Sanierungen fehlen. Die Zukunft der Immobilienbranche in der Schweiz hängt daher von einer ausgewogenen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ab.

  • Innovation Park Innovaare ist bezugsbereit

    Innovation Park Innovaare ist bezugsbereit

    Die Gesamtleisterin ERNE AG hat am 20. Dezember die Gebäude des Switzerland Innovation Parks Innovaare an die Investorin CPV/CAP Pensionskasse Coop und die Betreibergesellschaft innovAARE AG übergeben. Die Fertigstellung des Innovationsparks ist damit unter Einhaltung von Budget und Zeitplan erfolgt, informiert die innovAARE AG in einer Mitteilung. „Das Leuchtturmprojekt Park Innovaare ist ein Gemeinschaftsprojekt und bestätigt das Engagement aller beteiligten Partner im Kanton Aargau, in die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Firmen zu investieren“, wird Christian Brönnimann, Verwaltungsratspräsident der innovAARE AG, dort aus seiner Ansprache zur Eröffnung zitiert.

    Die Umsetzung von Reinräumen und Laboren hätte praktisch alle vorstellbaren Herausforderungen mit sich gebracht, erläuterte Daniel Erne, Präsident des Verwaltungsrats der ERNE AG, in seinem Redebeitrag. Danilo Zampieri von der CPV/CAP Pensionskasse Coop wies auf die aus Holz und Solarpanelen bestehende Fassade der Gebäude hin.

    Bereits im Januar 2024 sollen die vorübergehend beim benachbarten Paul Scherrer Institut (PSI) untergebrachten ersten Mieter sowie weitere Firmen in die Gebäude des Innovationsparks einziehen. Das PSI belegt rund zwei Drittel der Flächen. Die übrigen Flächen werden an Ansiedlungen aus den technischen Schwerpunktbereichen Photonics und Quantentechnologie, Life-Science, Advanced Manufacturing und Halbleitertechnologie sowie Energie und Umwelt vergeben. Mit einer bereits erreichten Auslastung von 85 Prozent sei der Innovationspark „auf sehr gutem Weg“, erklärt Brönnimann.

  • Strabag schliesst Hauptarbeiten am Bahnhof Enge noch 2023 ab

    Strabag schliesst Hauptarbeiten am Bahnhof Enge noch 2023 ab

    Das Schlieremer Bauunternehmen Strabag wird die Hauptarbeiten am Bahnhof im Zürcher Ortsteil Enge laut Medienmitteilung noch in diesem Jahr abschliessen. Die Liftbauer werden dann den Aufzug installieren. Der Bahnhof wird barrierefrei. Der Zugang zu den Zügen wird über eine Rampe und einen neuen Lift stufenfrei.

    Die weiteren Rest- und Fertigstellungsarbeiten werden nach Angaben von Strabag im neuen Jahr weitergeführt. Im Februar 2024 soll der Bahnhof Enge barrierefrei sein und Strabag wird die Bau-Container abgeräumt haben.

    Seit Februar 2023 arbeitet Strabag an dem Bahnhof. Die Arbeiten werden überwiegend nachts durchgeführt, denn der Bahnhof wird täglich von rund 18‘900 Personen genutzt. Die Hauptarbeiten finden deshalb in der Nacht zwischen 21 Uhr und 5 Uhr statt. Ab 1 Uhr durchqueren keine Züge den Bahnhof Enge und die Stromleitungen werden vom Netz genommen, heisst es in der Mitteilung. Nur während dieser Zeit können grosse Baumaschinen in der Personenunterführung in Betrieb sein und der Kran ist ebenfalls nur zu dieser Zeit im Einsatz.

    Tagsüber finden nur Bauarbeiten mit geringen Umweltemissionen hinter abgesperrten Bauwänden statt. Dazu gehören staubfreie Bauarbeiten mit geringer Lärmbelastung. Diese Tagesbauarbeiten finden auf dem hinteren Teil von Gleis 2 statt.

    Bauführer Joel Andrey und Polier Simon Meier sehen laut Strabag die grösste Herausforderung auf der Baustelle in der logistischen Planung und der Schichtarbeit. Auf der Baustelle arbeiten rund 16 Mitarbeitende, davon aktuell neun in der Nacht und sieben am Tag. Die beiden Schichten überlappen sich nicht, sodass eine saubere Übergabe geregelt werden muss. Transporte von Material und Maschinen werden in der Nacht organisiert.

  • Implenia gewinnt Bauaufträge für 220 Millionen Franken

    Implenia gewinnt Bauaufträge für 220 Millionen Franken

    Das Bau- und Immobilienunternehmen Implenia mit Sitz in Opfikon hat laut Medienmitteilung Hochbauaufträge in der Schweiz und Deutschland mit einem Auftragsvolumen von über 220 Millionen Franken erhalten. „Diese neuen Projekte bestätigen das Vertrauen der Kunden in Implenia. Die Gruppe ist auf Kurs, die für 2023 gesetzten Ziele zu erreichen“, wird Implenia-CEO André Wyss zitiert. Am 28. Februar 2024 soll auf einer Analysten- und Medienkonferenz das Jahresergebnis 2023 veröffentlicht werden.

    Zu den neuen Aufträgen gehören der Bau eines Logistikzentrums in Birsfelden BL, das vom Universitätsspital Basel (USB) angemietet wird. An der Passage Morillons in Genf ist der Neubau von drei Gebäuden mit Wohnungen, Gewerbe und Parking auf einer Fläche von 24‘700 Quadratmetern geplant. In Lausanne werden zwei Gebäude mit insgesamt 76 Mietwohnungen aus dem Jahr 1960 renoviert. In Oberwil BL ist Implenia Totalunternehmer bei der Sanierung des Einkaufszentrums Mühlemattcenter.

    Die Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk1 hat Implenia mit dem Bau eines Wohn- und Gewerbehauses im künftigen Koch-Quartier in Zürich beauftragt. Von der Flughafen Zürich AG wurde Implenia mit den Hochbauarbeiten für den Triebwerksprüfstand am Flughafen Zürich in Kloten beauftragt.

    Für den Bauherrn Cham Immobilien AG entstehen zwei neue Gebäude mit 10‘000 Quadratmetern Büro-, Verkaufs- und Gewerbeflächen sowie 64 Mietwohnungen. Von der Gemeinde Risch Immobilien AG wurde der Zuschlag für das neue Pflegezentrum Dreilinden sowie den Neubau „Leben im Alter“ mit 60 Alterswohnungen erteilt.

    In Deutschland erhielt Implenia von der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH den Auftrag für ein weiteres Projekt auf dem Franklin-Areal in Mannheim. Für die Analytik Jena GmbH + Co. KG realisiert Implenia den Neubau eines Fertigungs-, Labor- und Bürogebäudes in Ilmenau.

    Implenia hat auch den Auftrag für den Umbau einer denkmalgeschützten Liegenschaft gewonnen. In der Innenstadt von Leipzig wird der 1914 eingeweihte Zentral-Messepalast umgebaut.

  • Einführung von BIM in Facility Management: Ein Paradigmenwechsel

    Einführung von BIM in Facility Management: Ein Paradigmenwechsel

    In der Immobilienbranche, wo verschiedene Akteure – von den Eigentümern bis zum Facility Management – spezifische Anforderungen an eine Immobilie stellen, ist der Zugang zu aktuellen und detaillierten Informationen über die Gebäudestruktur und technische Systeme unerlässlich. Eine effektive Nutzung und Verknüpfung dieser Daten trägt wesentlich zur Effizienzsteigerung bei. Hierbei steigert der zunehmende Einsatz von Technologien in Immobilien die Komplexität der Daten, was wiederum ein ausgefeiltes Datenmanagement erfordert.

    Synchronisierung von Planung und Betrieb
    BIMtoFM, oder BIM2FM, steht für den nahtlosen Übergang von BIM-Daten aus der Planungs- und Bauphase in die Betriebsphase einer Immobilie. Dies ermöglicht einen effizienten Informationsfluss und die Automatisierung von Betriebsprozessen, was zu einer signifikanten Effizienzsteigerung und Kostenreduktion führt. Die Vorteile der Integration von BIM in FM-Prozesse sind vielfältig und umfassen eine erleichterte Zugänglichkeit von gebäuderelevanten Daten, die Unterstützung bei der präventiven Instandhaltung und die Minimierung von Betriebskosten und Ausfallzeiten. Diese Aspekte sind insbesondere für streng regulierte Bereiche wie Krankenhäuser oder kritische Infrastrukturen von grosser Bedeutung. Die Einführung von BIM2FM schafft die Basis für automatisierte Verwaltungsprozesse, eine solide Budgetplanung und ein fortschrittliches Auftragsmanagement im Facility Management. Für Immobilieneigentümer bedeutet dies den Zugriff auf aktuelle Informationen, die eine effiziente Renditeplanung und Zieldefinition unterstützen. Damit etabliert sich BIM2FM als ein unverzichtbares Instrument in der modernen Immobilienbranche.

  • Sika beteiligt sich an Concria Oy

    Sika beteiligt sich an Concria Oy

    Sika, in Baar ansässiges Unternehmen für Spezialchemie im Bausektor, hat sich für eine 30-prozentige Beteiligung am finnischen Start-up Concria Oy entschieden. Laut einer Medienmitteilung bietet das finnische Unternehmen neuartige Lösungen für Betonböden. Bauunternehmen, Architekten und Eigentümern sollen diese Bodenbeläge eine Vielzahl von Vorteilen bieten. Dabei, so heisst es in der Mitteilung, bietet Concria ein neues Konzept für das Verlegen und Polieren von Betonböden an, bei dem besondere Hartstreustoffe sowie spezielles Werkzeug zum Schleifen und Polieren integriert sind. Damit lassen sich hochwertige und besonders langlebige und dekorative Böden schnell und effizient verlegen.

    „Mit unserer Beteiligung an Concria investieren wir in eine interessante, innovative Technologie zur Herstellung von Bodenbelägen“, wird Ivo Schädler, Chef der Konstruktionsabteilung bei Sika, in der Mitteilung zitiert. „Unsere globalen Produktions- und Vertriebsteams erleichtern dabei die Herstellung und Vermarktung der Technologie weltweit. Gleichzeitig wird durch diese Markteinführung der Verkauf von Sika Produkten gefördert, die das Angebot von Concria ergänzen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Team von Concria.“

    Sika erwartet sich von der Erweiterung eine attraktive Wachstumsplattform. Das Unternehmen ist mit 33‘000 Mitarbeitenden weltweit in 103 Ländern präsent. Sika erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von 10,5 Milliarden Franken.

  • Siegerprojekt für den UZH-Campus Irchel ist gekürt

    Siegerprojekt für den UZH-Campus Irchel ist gekürt

    Der Architekturwettbewerb für das Portal UZH auf dem Campus Irchel ist entschieden. Der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft M2N Architekten und Jaeger Baumanagement aus Zürich hat die Jury gemäss einer Medienmitteilung der Universität Zürich (UZH) am meisten überzeugt. Insgesamt hatten 14 Teams ihre Entwürfe eingereicht.

    Der geplante Neubau spielt eine zentrale Rolle bei der grundlegenden Sanierung des Geländes, auf dem die UZH naturwissenschaftliche sowie human- und veterinärmedizinische Fächer mit ihren spezialisierten Infrastrukturen für die experimentelle Forschung und Lehre angesiedelt hat. Den Angaben zufolge weist der Campus nach 45 Jahren Betrieb grossen Erneuerungsbedarf auf.

    Die Jury urteilte, dass das Siegerprojekt die DNA des Campus Irchel weiterführe. Es zeichne sich „durch seine herausragenden inneren Qualitäten und die gelungene Integration in den bestehenden Irchel-Campus aus. Das Team hat die Anliegen der Universität Zürich nicht nur verstanden, sondern sie integral noch einen Schritt besser aufgenommen“, wird François Chapuis, Direktor Immobilien und Betrieb, zitiert.

    Die Arbeitsgemeinschaft plant einen sechsgeschossigen Holz-Beton-Hybridbau. Daran schliesst sich ein langer Labortrakt an, der ein Geschoss niedriger ist. Verbunden werden die beiden Gebäudeteile durch einen Eingangsbereich mit begrünter Dachterrasse. Im Untergeschoss werden Technik- und Logistikanlagen für den gesamten Campus eingebaut.

    Das Siegerprojekt wird nun weiterentwickelt. 2025 soll ein bewilligungsfähiges Bauprojekt vorliegen. Wird es genehmigt, könnten die Bauarbeiten 2029 oder 2030 beginnen. Für die Sanierung des gesamten Campus veranschlagen die Verantwortlichen eine Zeitspanne von 25 Jahren.

  • Eschbal nutzt 3D-Drucker von Sintratec

    Eschbal nutzt 3D-Drucker von Sintratec

    Die Eschbal AG hat sich bei der Herstellung von Verbindungselementen auf die von Sintratec entwickelte 3D-Drucktechnologie orientiert. Wie jetzt aus einer Medienmitteilung hervorgeht, hat der im Kanton Zürich ansässige Fensterbauer dafür einen 3D-Drucker Sintratec S2 in Betrieb genommen. Mit dem modularen SLS-System fertigt Eschbal Prototypenteile, Produktionshilfsmittel und Kleinserien aus robustem PA12 Nylon. Der Vorteil des selektiven Lasersinterns (SLS) liegt in der hohen Präzision der Bauteile bei nur geringen Toleranzen von 0,1 Millimeter. Mit dem Sintratec S2 lassen sich 100 Bauteile in 24 Stunden herstellen.

    „Konstruktiv gibt uns der 3D-Druck viel mehr Kreativität – wir können heute Dinge entwickeln, an die wir früher gar nicht erst gedacht hatten“, wird Michael Ebnöther, Leiter der Abteilung Technik bei Eschbal, in der Mitteilung zitiert. Da der Bedarf an 3D-Druckteilen kontinuierlich stiegt, hat sich das Unternehmen für den Erwerb eines eigenen Druckers entschieden. „Da wir ein Unternehmen sind, das ausschliesslich in und für die Schweiz produziert, war es für uns essentiell, auch einen Schweizer 3D-Drucker zu finden.“

  • Zürich ist Hochburg der Langzeitmietenden

    Zürich ist Hochburg der Langzeitmietenden

    Regulierungen am Mietwohnungsmarkt schützen Mietende vor Mietzinserhöhungen. Gegenüber um knapp 25 Prozent gestiegenen Angebotsmieten seien die Bestandsmieten seit 2008 relativ unverändert geblieben, erläutert die Zürcher Kantonalbank (ZKB) in einer Mitteilung. Den Erhebungen der ZHK zufolge stellt die Stadt Zürich eine Hochburg der Langzeitmietenden dar. Im Durchschnitt wohnen Mietende hier bereits seit zehn Jahren in ihrer Wohnung, bei 15 Prozent beträgt die Verweildauer sogar 20 Jahre.

    „Strikte Mietregulierungen erleichtern die Situation für Bestandsmieter, sie schaffen aber auch finanzielle Fehlanreize“, wird Ursina Kubli, Leiterin Immobilienresearch bei der ZKB, zitiert. „Mieter bleiben in ihren Wohnungen, obwohl sie zu klein sind, zu gross sind oder aus sonstigen Gründen eigentlich nicht mehr passen.“ Als Lösung schlägt Kubli bessere Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau vor: „Ein wachsendes Angebot würde den Anstieg der Angebotsmieten dämpfen und somit auch das weitere Auseinanderdriften von Angebots- und Bestandsmiete bremsen“. Für dieses Jahr rechnen die Fachleute der ZKB schweizweit mit einem Wachstum der Angebotsmieten um 3,5 Prozent.

    Bei den Preisen für Eigenheime gehen die Fachleute der ZKB von einer leichten Entspannung aus. Schweizweit sollte das Wachstum der Preise in diesem Jahr noch bei 1 Prozent, im kommenden Jahr bei 0,5 Prozent liegen. Im Kanton Zürich wird ein Wachstum von 2 Prozent in diesem und 1 Prozent im kommenden Jahr prognostiziert. „Überrissene Preise, wie wir sie zu Pandemiezeiten gesehen haben, werden aktuell nicht mehr gezahlt“, erklärt Kubli. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss Sinn ergeben – das gilt genauso für gute wie für schlechte Lagen.“

  • Neue Ära für Life Sciences Immobilien

    Neue Ära für Life Sciences Immobilien

    Der Switzerland Innovation Park Basel Area in Allschwil, ein führender Akteur im Bereich der Life Sciences in der Schweiz, steht vor einer bedeutenden Wachstumsphase. In den nächsten sechs Jahren plant der Park, seine Fläche von derzeit 50’000 Quadratmetern auf etwa 115’000 Quadratmeter zu erweitern. Diese Ausdehnung macht den Hauptcampus des Parks zum grössten Innovationszentrum seiner Art in der Schweiz.

    Diese ambitionierte Erweiterung wird von der Senn Resources AG, einem privaten Investor, finanziert. Die Investition, die auf rund 350 Millionen Franken geschätzt wird, beinhaltet den Bau von vier neuen Gebäuden, die den bestehenden Hauptcampus ergänzen. Das Ziel ist die Schaffung eines hochmodernen und nachhaltigen Immobilienportfolios.

    Drei der vier geplanten Gebäude werden vom bekannten Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfen, was das Engagement des Parks für architektonische Qualität und Nachhaltigkeit unterstreicht. Dazu gehört auch das innovative Bürogebäude HORTUS, dessen Fertigstellung für 2025 vorgesehen ist. Zusätzliche Projekte wie die Labor- und Büro-Hybridgebäude ALL und CLOUD sowie das für die Öffentlichkeit zugängliche Gebäude HOPE, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Swiss TPH, werden das Gelände weiter bereichern.

    Die Erweiterung ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Senn Resources AG und dem Switzerland Innovation Park Basel Area. Unterstützt wird das Projekt von den kantonalen Regierungen von Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura. Dieses Vorhaben stärkt nicht nur den Life Sciences-Standort Basel, sondern auch die Bedeutung des schweizweiten Netzwerks von Switzerland Innovation.

    Mit der Fertigstellung des erweiterten Geländes wird der Switzerland Innovation Park Basel Area nicht nur seine Fläche vergrössern, sondern auch seine Arbeitsplatzkapazitäten deutlich erhöhen. Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt für den Innovationsstandort Schweiz und wird neue Möglichkeiten für Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Region schaffen.

  • Beton und seine Doppelrolle in der CO2-Bilanz

    Beton und seine Doppelrolle in der CO2-Bilanz

    Beton kann im Laufe der Jahre einen Teil des bei der Zementproduktion freigesetzten CO2 chemisch binden. Der Prozess, bekannt als Karbonatisierung, bei dem aus Calciumhydroxid im Beton Kalkstein entsteht, ist jedoch langsam und von vielen Faktoren abhängig. Experten der Empa und der ETH Zürich erforschen nun im Rahmen des Projekts «DemoUpCARMA», ob und wie dieser Prozess in einem Betonwerk beschleunigt werden kann.

    Einsatz von Recycling-Granulat
    Die Forschung konzentriert sich auf die Verwendung von Recycling-Granulat aus abgebauten Betonkonstruktionen. Dieses Granulat wird mit CO2, das aus einer Kläranlage gewonnen und verflüssigt geliefert wird, in einem speziellen Verfahren behandelt. Die Behandlung führt zu einer chemischen Reaktion, bei der das Granulat CO2 aufnimmt und die Druckfestigkeit des recycelten Betons erhöht.

    Ergebnisse der Empa-Forschung
    Die Forschung ergab, dass Recycling-Granulat unter bestimmten Bedingungen effizient CO2 aufnimmt. Analysen zeigten signifikante Veränderungen in der Zusammensetzung des Materials, einschliesslich der Bildung von Calciumcarbonat und Calcium-Silicat-Hydrat, einem wichtigen Bestandteil für die Festigkeit von Beton. Zudem wurde festgestellt, dass Feuchtigkeit eine wichtige Rolle bei der CO2-Aufnahme spielt.

    Potenziale der CO2-Behandlung und zukünftige Anwendungen
    Die CO2-Behandlung des Recycling-Granulats und des sogenannten Recyclingwassers weist ein beachtliches Potenzial zur Reduzierung der CO2-Emissionen auf. Die vorläufigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die CO2-Einsparung bei diesen neuartigen Baustoffen bis zu 15 Prozent betragen könnte. Die Behandlung zeigte auch bei der Festigkeit des recycelten Betons positive Auswirkungen.

    Lebenszyklusanalysen und langfristige Perspektiven
    Lebenszyklusanalysen von Experten des Paul Scherrer Instituts und der Empa zeigen, dass karbonatisiertes Material den Treibhausgas-Effekt um rund 13 Prozent im Vergleich zu herkömmlichem Beton reduzieren kann. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial der Technologie über die gesamte Lebensdauer von Betonprodukten hinweg.

    Dieses Pilotprojekt mit seinen vielversprechenden Ergebnissen markiert einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft der Bauindustrie. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Technologien in die Praxis umzusetzen und ihre langfristigen Auswirkungen auf verschiedene Betontypen zu untersuchen.

  • Zukunftsweisender Neubau für den UZH-Campus Irchel

    Zukunftsweisender Neubau für den UZH-Campus Irchel

    Das Siegerprojekt, ausgewählt unter 14 eingereichten Entwürfen, überzeugte die Jury durch seine Fähigkeit, die charakteristische DNA des Campus Irchel weiterzuführen. Die Jury lobte insbesondere die hervorragenden inneren Qualitäten des Entwurfs und seine nahtlose Integration in die bestehende Struktur des Campus. François Chapuis, Direktor Immobilien und Betrieb, betonte die gründliche Berücksichtigung und Verbesserung der Anforderungen der Universität im Siegerentwurf.

    Ein Holz-Beton-Hybridbau
    Das Herzstück des Projekts bildet ein sechsgeschossiger Holz-Beton-Hybridbau, ergänzt durch einen ein Geschoss niedrigeren Labortrakt. Die beiden Gebäudeteile werden durch einen Eingangsbereich mit einer begrünten Dachterrasse verbunden. Im Untergeschoss sind Technik- und Logistikanlagen vorgesehen, die den gesamten Campus bedienen sollen.

    Zeitplan und Entwicklung des Projekts
    Die Weiterentwicklung des Siegerprojekts ist bereits in Planung. Bis 2025 soll ein genehmigungsfähiges Bauprojekt erarbeitet werden, mit dem Ziel, die Bauarbeiten zwischen 2029 und 2030 zu beginnen. Die Sanierung des gesamten Campus ist als langfristiges Vorhaben über einen Zeitraum von 25 Jahren angesetzt.

    Ein bedeutender Schritt für die UZH
    Dieses Projekt stellt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des UZH-Campus Irchel dar. Mit dem Fokus auf moderner Architektur und nachhaltigen Bautechniken wird der Campus nicht nur erneuert, sondern auch für zukünftige Herausforderungen gerüstet. Die Entscheidung für das Siegerprojekt markiert den Beginn eines spannenden und zukunftsorientierten Bauvorhabens an der Universität Zürich.

  • Zukunft der Immobilienbranche: Resilienz und Klimaneutralität bis 2050

    Zukunft der Immobilienbranche: Resilienz und Klimaneutralität bis 2050

    Die Schweiz hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Dies erfordert eine erhebliche Reduzierung der CO₂-Emissionen durch den Einsatz erneuerbarer Energien und verbesserte Energieeffizienz. Obwohl die Immobilienbranche bereits Fortschritte gemacht hat – mit einer Reduktion des Endenergieverbrauchs für Raumwärme um 10% und der Treibhausgasemissionen um 40% seit 2000 – bleiben noch viele Herausforderungen. Bis 2021 waren Gebäude immer noch für 26% der gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz verantwortlich.

    Ein Schlüsselelement für Nachhaltigkeit
    Der Verkehr, der etwa ein Drittel der CO₂-Emissionen verursacht, ist ein weiterer Bereich, in dem die Immobilienbranche zur Nachhaltigkeit beitragen kann. Mit einer erwarteten Zunahme des Verkehrs in der Schweiz um 17% bis 2050, müssen entsprechende Anpassungen erfolgen.

    Massnahmen zur Erreichung der Klimaziele 2050
    Zur Erreichung der Klimaziele bis 2050 sind umfangreiche Anstrengungen erforderlich, insbesondere in den Bereichen Raumwärme und Mobilität. Dazu gehören die Verdoppelung der Fernwärme, der Anstieg der Wärmepumpen auf 1,5 Millionen, 3,6 Millionen Elektroautos, verbesserte Gebäudedämmung und ein Anstieg der Stromgewinnung aus Photovoltaik.

    Umbau der Wärmeversorgung für Effizienz
    Eine zentrale Herausforderung ist die energetische Sanierung bestehender Gebäude, da viele nicht den aktuellen Standards entsprechen. Bis 2050 wird der Wärmebedarf des Schweizer Gebäudeparks durch effizientere Gebäude stark sinken. Der Einsatz von Öl- und Gasheizungen wird durch Wärmepumpen und Fernwärme ersetzt.

    Strategie für resiliente Immobilienportfolios
    Die Branche steht vor der Aufgabe, Immobilienportfolios resilient und klimafreundlich zu gestalten. Dies umfasst die Sanierung für mehr Energieeffizienz, die Integration erneuerbarer Energien und die Förderung nachhaltiger Mobilität. Diese Schritte sind nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll.

    CO₂-Absenkpfad als Instrument für strategische Entscheidungen
    Der „CO₂-Absenkpfad“ ist ein wertvolles Instrument für die strategische Planung, um ökonomische und ökologische Ziele in Einklang zu bringen. Er basiert auf einer umfassenden Analyse aller Bestandsobjekte und priorisiert Massnahmen für eine effiziente Energienutzung.

    Nachhaltige Immobilien als langfristige Investition
    Nachhaltige Immobilien stellen eine robuste und langfristige Investition dar, die sich auch in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit bewährt. Durch die strategische Planung und Umsetzung nachhaltiger Massnahmen kann die Immobilienbranche sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch profitieren.

  • Auszeichnungen im Schweizer Stahl- und Metallbau

    Auszeichnungen im Schweizer Stahl- und Metallbau

    Am 28. November wurden im Forum Fribourg sechs beeindruckende Bauwerke ausgezeichnet, die alle durch ihren überzeugenden Einsatz von Stahl bestechen. Zu den prämierten Projekten gehören der Pavillon public in Bulle, das Kreislaufwohnhaus Herbstweg in Zürich, das Sammlungszentrum Augusta Raurica in Augst und die Passerelle RC76 in Ecublens.

    Bedeutung des Prix Acier
    Der Prix Acier, der 2023 zum neunten Mal verliehen wurde, ist ein Aushängeschild für Qualität und Innovation im Stahl- und Metallbau. Der Preis, unterstützt vom SZS und seinen Partnerverbänden, hebt die architektonische Qualität und die Leistungsfähigkeit des Stahlbaus hervor.

    Kriterien und Innovation
    Die Auszeichnung würdigt den kreativen, nachhaltigen und wirtschaftlichen Einsatz von Stahl sowie technische und konstruktive Innovationen in Neubau, Umbau, Sanierung und zirkulärem Bauen.

    Würdigung der Zusammenarbeit
    Der Prix Acier betont die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Bauherren, Architekten, Ingenieuren und Stahlbauunternehmen. Die Jury, bestehend aus Fachleuten aus diesen Bereichen, wählt die Preisträger aus.

    Auswahlprozess und Anerkennungen
    Aus 30 eingereichten Projekten wählte die Jury vier Hauptpreisträger und vergab zwei weitere Anerkennungen. Die Finalisten wurden erstmalig auch in einem öffentlichen Voting präsentiert, wodurch die Öffentlichkeit Teil des Entscheidungsprozesses wurde.

    Preisträger Prix Acier 2023
    Ultraleichter Pavillon, Bulle, Kreislaufwohnhaus Herbstweg, Zürich, Passerelle RC76, Ecublens, Sammlungszentrum Augusta Raurica, Augst

    Anerkennungen Prix Acier 2023
    Ersatz dreier Stahlbrücken, Oberengadin, EWZ Werkhof Herdern, Zürich

    Publikumspreis Prix Acier 2023
    Ultraleichter Pavillon, Bulle

  • Plus de Jardins – Der Puls von Thuns neuem Gartenquartier Siegenthalergut

    Plus de Jardins – Der Puls von Thuns neuem Gartenquartier Siegenthalergut

    Im Südwesten von Thun nimmt ein bedeutsames Stadtentwicklungsprojekt Gestalt an. Das Siegenthalergut, das sich über ein fünf Hektar grosses Areal erstreckt, soll in den kommenden Jahren in ein zukunftsorientiertes Wohnquartier für 1500 Menschen transformiert werden. Die Frutiger AG entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt dringend benötigten Wohnraum für die Thuner Bevölkerung. Ziel ist, die ganze Entwicklung des Siegenthalerguts massgeblich durch den Freiraum zu prägen. Für die Gestaltung des Aussenraums führten die Stadt und die Frutiger AG einen Studienauftrag nach SIA 143 durch. Aufgabe war es, ein Freiraumkonzept für den Park, den Boulevard entlang der Hohmadstrasse und die weiteren Aussenräume zu erarbeiten.

    Siegerprojekt «Plus de Jardins»
    Das Herzstück der Freiraumgestaltung bildet das Projekt «Plus de Jardins» des Zürcher Büros für Landschaftsarchitektur «Skala Landschaft Stadt Raum», das als Sieger aus dem Studienauftrag hervorging. Es überzeugt gestalterisch als auch ökologisch und schafft optimale Voraussetzungen für einen vielseitigen, öffentlichen Park als Raum für Begegnungen.

    Öffentlicher Park als Begegnungsort
    Der Park, der sich über rund 7’100 m² erstrecken wird, soll ein Ort der Begegnung für das ganze Quartier werden. Mit einer grossen offenen Wiese für Sport- und Spielaktivitäten, umgeben von Baumgruppen und einem Natursteinband, das sich stellenweise zur Sitzmauer erhöht, schafft der Park eine einladende Atmosphäre.

    Ökologische Qualität und Multifunktionalität
    Die Wohngassen zwischen den Baufeldern und der Boulevard entlang der Hohmadstrasse dienen nicht nur der Erschliessung, sondern tragen mit ihrer vielseitigen Gestaltung und Biodiversität zu einer biodiversen Qualität bei. Multifunktionalität und unterschiedliche Atmosphären in den verschiedenen Aussenräumen zeichnen das Konzept aus und unterstützen die Idee eines Quartiers, das Begegnungen ermöglicht und neue Freiräume schafft.

    Einbezug der lokalen Bevölkerung
    Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einbezug der lokalen Bevölkerung. Ihre Bedürfnisse und Anliegen fliessen kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Projektes ein. Durch Workshops und Befragungen wurde sichergestellt, dass die Anliegen des Quartiers im Studienauftrag berücksichtigt werden. Die Befragung der Bevölkerung beschränkte sich dabei nicht auf die Thematik der Aussenräume, sondern umfasste diverse für eine Entwicklung dieser Dimension relevante Themen.

    Zukünftige Schritte zur Realisierung

    Für die Realisierung des Projekts ist die Schaffung einer neuen Zone mit Planungspflicht (ZPP) notwendig, die voraussichtlich im ersten Quartal 2024 in die öffentliche Auflage gelangen wird. Nach der Beschlussfassung der ZPP durch den Thuner Stadtrat erfolgt die Genehmigung durch den Kanton. In Anschluss an die Genehmigung wird eine Masterplanung für den gesamten Perimeter erarbeitet, welche die Grundlage für die Überbauungsordnung und die Architekturwettbewerbe bildet.

    Ausblick auf die Bauphase
    Der Start der ersten Bauphase ist im Jahr 2027 geplant. Das Siegenthalergut stellt ein exemplarisches Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung dar. Es zeichnet sich durch eine durchdachte Verbindung von Wohnraum, Freiflächen und Gemein-schaftseinrichtungen aus.

  • Wankdorfcity 3: Pionierprojekt für Nachhaltige Stadtentwicklung

    Wankdorfcity 3: Pionierprojekt für Nachhaltige Stadtentwicklung

    Wankdorfcity 3, das neueste städtebauliche Meisterwerk in der Schweiz, revolutioniert das Konzept urbanen Lebens. Auf einer Fläche von 34.000 Quadratmetern, nördlich des Wankdorf Bahnhofs, entsteht eine dynamische Umgebung, die Wohnen, Arbeit und Erholung in einem neuartigen Format integriert. Mit fast 500 Wohnungen, die über 1.100 Menschen beherbergen und etwa 3.000 Arbeitsplätze bieten, entfaltet sich ein lebendiges Gemeinschaftsgefühl.

    Das Herzstück dieses Projekts ist die innovative „gestapelte“ Bauweise. Die acht heterogenen Gebäude, die bis zu 75 Meter hoch sind, werden durch eine 30 Meter über dem Boden liegende Stadtterrasse verbunden. Diese Terrasse bietet grüne Flächen, Licht und Schatten unter Bäumen, Urban Gardening und verschiedene Begegnungsorte. Sie dient als eine Art zweites Erdgeschoss, das eine grüne Oase mitten in der Stadt bildet.

    Die Architektur von Wankdorfcity 3 bricht mit konventionellen Konzepten und setzt auf ökologische Vorbildlichkeit. Neben den traditionellen und Mikro-Wohnungen werden auch innovative Wohnformen wie Tiny-Houses und Clusterwohnungen realisiert, die Diversität und Nachhaltigkeit betonen. Die Anlage ist autofrei, fußgänger- und fahrradfreundlich gestaltet und fördert aktiv die Biodiversität.

    Das Projekt, das auf den visionären Entwürfen des Architekten Rolf Mühlethaler basiert, wird als beispielhaft für zukünftige Stadtentwicklung angesehen. Berns Stadtpräsident Alec von Graffenried lobt das Vorhaben als „architektonisch zukunftsweisend und ökologisch vorbildlich“. Darüber hinaus wird Wankdorfcity 3 als „Schwammstadt“ konzipiert und strebt eine 2000-Watt-Kompatibilität an. Die Energieversorgung basiert vollständig auf erneuerbaren Ressourcen, und innovative Wassermanagement-Systeme verbessern das Stadtklima. Mit dem Projektbeginn im Jahr 2024 und der geplanten Fertigstellung 2029 setzt Wankdorfcity 3 neue Standards in der urbanen Entwicklung, indem es die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt und einen Raum für Interaktion und Gemeinschaft schafft.

  • ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    Die Dozentur Bautechnologie und Konstruktion (BUK ETHZ) an der ETH und die Klimastiftung Schweiz arbeiten künftig hinsichtlich klimafreundlicher Baustoffe und Methoden zusammen. Laut einer gemeinsamen Medienmitteilung umfasst die Kooperation die Beurteilung der bei der Klimastiftung eingehenden Förderanträge sowie die Bekanntmachung der Fördermöglichkeiten und der geförderten Innovationen.

    Neue klimafreundliche Materialien und Baumethoden seien notwendig für die Klimaadaption des Immobiliensektors. Um sie marktfähig und bekannt zu machen, müssten innovative Lösungen an Pilotprojekten getestet und demonstriert werden. Die BUK ETHZ werde die Praktikabilität von Innovationen ergänzend zur Klimastiftung Schweiz abschätzen und damit das Restrisiko vermindern helfen. Finanzielle Schwachpunkte könne die Klimastiftung ausgleichen.

    «Erstanwendungen im Baubereich sind immer eine schwierige und risikoreiche Phase für neue Produkte und Methoden», werden die beiden Dozenten Daniel Studer und Daniel Mettler von der BUK ETHZ zitiert. «Mit dieser Kooperation können wir da einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Baubranche liefern. Das zeigen Spin-offs wie FenX oder Oxara aus dem Umfeld der ETH, die von der Klimastiftung gefördert wurden.»

    FenX verwandelt mineralische Abfälle in leistungsstarke und nachhaltige Dämmstoffe für die Bauindustrie. Oxara entwickelt zementfreie Zusatzmittel und Bindemitteltechnologie, die das Upcycling von Bauschutt und Aushubmaterialien in einer Vielzahl von Beton- und Blockanwendungen ermöglicht.

  • ABB spannt bei intelligenten Gebäuden mit Samsung zusammen

    ABB spannt bei intelligenten Gebäuden mit Samsung zusammen

    ABB und die koreanische Samsung C&T haben eine Partnerschaft zur Förderung und dem Ausbau ihrer Kompetenzen im Bereich Smart Building oder intelligente Gebäude vereinbart. Laut einer Medienmitteilung haben ABB Smart Buildings und die Samsung C&T Corporation Engineering & Construction Group (Samsung C&T) die neue globale Vereinbarung geschlossen, um gemeinsam integrierte, ganzheitliche Lösungen für Gebäudeautomation, zuverlässige Energieverteilung und Energiemanagement anzubieten.

    Das Hausverwaltungssystem von Samsung C&T werde in die Hausautomation von ABB integriert, um die intelligente Konnektivität von ganzen Liegenschaften bis hin zu einzelnen Einheiten zu erweitern, heisst es weiter. Das ermögliche es den Bewohnern von Mehrfamilienhäusern, mit einer einzigen Benutzeroberfläche alle Smart-Home-Technologien von Samsung C&T und ABB zu steuern.

    Die neue Möglichkeit, sämtliche Energienetzsysteme innerhalb von Immobilien zu verwalten und zu überwachen soll auch zu einer Kostensenkung führen, indem Stromspitzen reduziert werden und Photovoltaikanlagen besser genutzt werden. Laut Lucy Han von der Division Smart Buildings von ABB Electrification ist die neue Partnerschaft „ein weiterer wichtiger Schritt zur Erweiterung unseres Portfolios für nahtlosen, umfassende Smart Building Technologien und Services“. Die Partnerschaft „erweitert unser Portfolio für gewerbliche Gebäude und grosse Wohnobjekte auf Ebene der Hausverwaltung“.

    Die neue Partnerschaft folgt auf eine im April 2022 geschlossene separate globale Vereinbarung mit Samsung Electronics, um ganzheitliche intelligente Gebäudetechnologie für Wohngebäude durch die Integration von ABB-free@home und Samsung SmartThings voranzutreiben.

  • Dormakaba gehört zu den Lieblingen der Baubranche

    Dormakaba gehört zu den Lieblingen der Baubranche

    Dormakaba hat beim diesjährigen Architects‘ Darling Award des Heinze Verlags dreifach zugeschlagen: Die international aktive Schliesstechnikfirma aus Rümlang bekam zwei Brand-Awards in den Kategorien Sicherheitstechnik und Zutrittskontrolle sowie Automatiktüren verliehen. Hier erfolgte die Auswahl der siegreichen Produkte über eine multimediale Befragung der Heinze Marktforschung, an der knapp 2000 Architektinnen, Architekten und Planende teilnahmen, erläutert dormakaba in einer Mitteilung. Ein dritter Award wurde dormakaba von einer rund 80-köpfigen Jury aus Fachleuten für Architektur und Marketing in der Kategorie Bestes BIM-Daten-Angebot zugesprochen.

    „Wir freuen uns sehr über die drei Auszeichnungen“, wird Uwe Eisele, Leiter Marketing Deutschland bei dormakaba, in der Mitteilung zitiert. „Diese belegen eindrucksvoll, dass wir für die wichtigsten deutschen Architekten, Planer und Mediaexperten im Baubereich zu den begehrtesten Lieferanten Deutschlands in für uns sehr wichtigen Bereichen zählen.“ Eisele nahm die drei goldenen Trophäen gemeinsam mit Jens Kronenberg, Leiter Objektmanagement Deutschland bei dormakaba, entgegen. Insgesamt wurden im diesjährigen Wettbewerb 23 Brand-Awards und 14 Jury-Awards verliehen.

  • Berner Kantonalbank kooperiert mit Neustark

    Berner Kantonalbank kooperiert mit Neustark

    Die Berner Kantonalbank (BEKB) fördert CO2-Speicheranlagen in der Region Bern-Solothurn. Dazu hat sie laut ihrer Medienmitteilung eine Kooperation mit dem Berner Start-up Neustark vereinbart. Sie soll dessen innovative Technologie zur dauerhaften Speicherung von CO2 in Abbruchbeton unterstützen. Damit sollen in den nächsten zehn Jahren rund 1000 Tonnen CO2 im Wirtschaftsgebiet der BEKB aus der Atmosphäre entfernt werden.

    Neustark, eine 2019 gegründete Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, ist laut der Mitteilung das erste Unternehmen weltweit, das die Kohlenstoffentfernung durch Mineralisierung in Abbruchbeton in die kommerzielle Praxis umgesetzt und ein Netz von Speicheranlagen eingerichtet hat. Im Sommer 2023 wurde im Solothurnischen Biberist die bis anhin grösste Anlage im Wirtschaftsgebiet der BEKB in Betrieb genommen. Weitere Anlagen in der Region sind in Planung. „Durch unsere Zusammenarbeit fördern wir nicht nur innovative Technologien zur Erreichung der Klimaziele, wir tragen auch zur Kreislaufwirtschaft in der Region bei und ermöglichen es, CO2-Emissionen im eigenen Wirtschaftsraum permanent zu entfernen“, wird BEKB-CEO Armin Brun zitiert.

    Im Jahr 2022 betrugen die betrieblichen CO2-Emissionen der BEKB 1153 Tonnen. Diese sollen mittels verschiedener Massnahmen weiter reduziert werden. Durch diese Kooperation mit Neustark wird die Bank ab 2024 jährlich 100 Tonnen CO2 der Betriebsemissionen im eigenen Wirtschaftsgebiet dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um die geschätzten Restemissionen, die für die BEKB unvermeidbar sind und auch in Zukunft nicht reduziert werden können.