Kategorie: Bauwirtschaft

Bauwirtschaft – Immobiliennews zu Baukosten, Projekten, Materialien & Entwicklungen in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft.

  • „Plus de Jardins“ – Das Herzstück des neuen Quartierteils im Siegenthalergut in Thun

    „Plus de Jardins“ – Das Herzstück des neuen Quartierteils im Siegenthalergut in Thun

    Das ambitionierte Stadtentwicklungsprojekt im Siegenthalergut nimmt Form an. Durch eine Kooperation zwischen der Stadt Thun und der Frutiger AG wird hier ein neuer Quartierteil realisiert. Die Gestaltung des Aussenraums war Gegenstand eines Studienauftrags, dessen Sieger nun feststeht: Das Projekt „Plus de jardins“ aus der Feder des Zürcher Büros für Landschaftsarchitektur „Skala Landschaft Stadt Raum“.

    Im Mittelpunkt des Siegerprojekts steht die Entwicklung eines großzügigen öffentlichen Parks, der nicht nur durch seine grüne Ästhetik, sondern auch durch seine intelligente Raumgestaltung und vielfältige Nutzbarkeit besticht. Der Park soll sich als Begegnungsort etablieren, der das Quartierleben belebt und Raum für diverse Aktivitäten bietet. Erkennbar ist das Bestreben, eine harmonische Balance zwischen Naturnähe und urbanem Leben zu schaffen, was sich in der Multifunktionalität und der ökologischen Ausrichtung des Freiraumkonzeptes widerspiegelt.

    Die über 1’500 Bewohner, die in diesem nachhaltig konzipierten Wohnquartier ein Zuhause finden sollen, profitieren von einem bewussten Städtebau, der sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Durch durchdachte Verbindungen und Wege wird das Siegenthalergut optimal in das bestehende Quartier eingebettet. Diverse Außenräume mit unterschiedlichen Atmosphären laden zum Verweilen ein und fördern die Biodiversität.

    Die Gestaltung des Quartiers geht Hand in Hand mit der aktiven Einbeziehung der Thuner Bevölkerung. Ihre Anforderungen und Wünsche werden in den fortlaufenden Planungsprozess integriert, um so ein lebenswertes Quartierzentrum zu schaffen. Hierbei liegt ein Fokus auf der gemeinsamen Entwicklung eines Quartierzentrums, das als Herz des Siegenthalerguts dienen soll.

    Mit dem voraussichtlichen Start der ersten Bauphase im Jahr 2027 rückt die Realisierung des Stadtentwicklungsprojekts in greifbare Nähe. Bis dahin sind weitere planerische Schritte vorgesehen, wie die Erarbeitung eines Betriebs- und Gestaltungskonzepts für die angrenzenden Straßen und die Definition der Überbauungsordnung, welche die Grundlage für die kommenden Architekturwettbewerbe bildet. Die öffentliche Präsentation der Zone mit Planungspflicht (ZPP) gegen Ende des Jahres markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Verwirklichung des Projekts „Plus de jardins“ und dem neuen Quartierteil im Siegenthalergut.

  • Räte streiten weiter um Nutzungen ausserhalb von Bauzonen

    Räte streiten weiter um Nutzungen ausserhalb von Bauzonen

    Der Ständerat hielt am Montag unerschütterlich an seiner Position fest, während der Nationalrat die Regelung auf Gebirgsregionen begrenzen möchte. Die große Kammer muss sich nun erneut mit dem Thema auseinandersetzen. Dabei wird sie auch wieder über die genauen Vorschriften für die Installation von Mobilfunkantennen außerhalb der Bauzone entscheiden müssen. Auch bei dieser Frage gibt es noch eine Differenz.

    In vielen weiteren Punkten hatten sich die Räte in der Vorwoche geeinigt. Insbesondere stimmte der Nationalrat zu, unter bestimmten Bedingungen die Umwandlung nicht mehr benötigter landwirtschaftlicher Gebäude in Wohnhäuser zu erlauben.

    Die Vorlage betrifft Bauvorhaben außerhalb der Bauzone und stellt den indirekten Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative dar. Im Zentrum der Gesetzesrevision steht ein Stabilisierungsziel. Die Kantone müssen im Richtplan festlegen, wie sie außerhalb der Bauzone die Anzahl der Gebäude und das Ausmaß der Versiegelung stabil halten wollen. Sie müssen dem Bund regelmäßig Bericht erstatten und bei Bedarf Anpassungen vornehmen. Um zu erreichen, dass nicht mehr genutzte Gebäude aus der Landschaft entfernt werden, möchten die Räte Anreize setzen. Neu sollen die Kantone unter bestimmten Bedingungen Abbruchprämien für solche Gebäude auszahlen können.

  • Frischknecht Holzbau-Team AG siegt beim Innovationspreis Zürcher Unterland 2023

    Frischknecht Holzbau-Team AG siegt beim Innovationspreis Zürcher Unterland 2023

    Der diesjährige Innovationspreis Zürcher Unterland ist an die Frischknecht Holzbau-Team AG gegangen. Das Unternehmen aus Kloten habe „mit der Einführung einer Viertagewoche zur Bekämpfung des Fachkräftemangels viel Mut bewiesen und für die Baubranche neue und wertvolle Erfahrungen gesammelt“, schreibt der Verein Standort Zürcher Unterland in einer Mitteilung. Er richtet den Wettbewerb zur Würdigung von Innovationen aus dem Unterland jährlich seit 2021 aus. 

    Die Comtag AG aus Wil ZH schaffte es mit ihrem neuartigen Reinigungsverfahren für Kaffeemühlen auf den zweiten Platz. Den dritten Platz belegte die Green Datacenter AG aus Lupfig AG. Sie wurde für ihren Metro-Campus Dielsdorf  ausgezeichnet. Die Abwärme des Unterländer Datenzentrums kann von Haushalten und Unternehmen in der Umgebung genutzt werden. 

    Die Preisgelder in Höhe von 5000 Franken für das erst- und jeweils 2500 Franken für das zweit- und drittplatzierte Unternehmen wurden von den Sponsoren Zürcher Kantonalbank und Vetropack gestiftet. Die Preisverleihung fand am 14. September  im Rahmen des Innovationsanlasses bei Vivi Kola in den Räumlichkeiten der ehemaligen Mineralquellen in Eglisau statt. Hier wurde den rund 50 Teilnehmenden zudem ein Programm aus Referaten und Seminaren sowie eine Besichtigung der Werksanlagen von Vivi Kola geboten.

    Der diesjährige Innovationspreis Zürcher Unterland ist an die Frischknecht Holzbau-Team AG gegangen. Das Unternehmen aus Kloten habe „mit der Einführung einer Viertagewoche zur Bekämpfung des Fachkräftemangels viel Mut bewiesen und für die Baubranche neue und wertvolle Erfahrungen gesammelt“, schreibt der Verein Standort Zürcher Unterland in einer Mitteilung. Er richtet den Wettbewerb zur Würdigung von Innovationen aus dem Unterland jährlich seit 2021 aus. 

    Die Comtag AG aus Wil ZH schaffte es mit ihrem neuartigen Reinigungsverfahren für Kaffeemühlen auf den zweiten Platz. Den dritten Platz belegte die Green Datacenter AG aus Lupfig AG. Sie wurde für ihren Metro-Campus Dielsdorf  ausgezeichnet. Die Abwärme des Unterländer Datenzentrums kann von Haushalten und Unternehmen in der Umgebung genutzt werden. 

    Die Preisgelder in Höhe von 5000 Franken für das erst- und jeweils 2500 Franken für das zweit- und drittplatzierte Unternehmen wurden von den Sponsoren Zürcher Kantonalbank und Vetropack gestiftet. Die Preisverleihung fand am 14. September  im Rahmen des Innovationsanlasses bei Vivi Kola in den Räumlichkeiten der ehemaligen Mineralquellen in Eglisau statt. Hier wurde den rund 50 Teilnehmenden zudem ein Programm aus Referaten und Seminaren sowie eine Besichtigung der Werksanlagen von Vivi Kola geboten. 

  • Neues ewz-Zentrallager: hohe Effizienz bei halber Fläche

    Neues ewz-Zentrallager: hohe Effizienz bei halber Fläche

    Nach knapp zweijähriger Bauzeit konnte das neue ewz-Zentrallager im Mai 2023 den Nutzern des Geschäftsbereiches Netze übergeben werden. Bis August wurde ein minutiös geplanter Umzug des gesamten Lagerbestandes von der einen Seite des Areals ins neue Gebäude vollzogen und dies bei vollem Betrieb. Sämtliche Artikel, ob Schraubenzieher, Leuchten, Kabel, Verteilkästen oder Mittelspannungstransformator, mussten für die die ewz-Mitarbeitenden von Bau und Betrieb jederzeit verfügbar sein. Zudem musste jeder Artikel im neuen Lager auch seinen neuen «digitalen Platz» in den ewz-IT-Systemen finden, damit der gesamte Bestell-, Rüst- und Auslieferungsvorgang in der gewohnten Qualität und Zeitspanne abgewickelt werden kann.

    Heute stellte Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich, das neue Zentrallager zusammen mit den ewz-Verantwortlichen den Medien vor. Anhand der Legislaturschwerpunkte im Bereich Energie zeigte er auf, wie wichtig das neue Logistikzentrum für die Versorgungssicherheit und das Erreichen der Energie- und Klimaziele der Stadt Zürich ist. Baumer: «Nur mit einer leistungsfähigen und bedarfsgerechten Infrastruktur können wir die Transformation der Energieversorgung vorantreiben und die Versorgungssicherheit stärken.»

    Höhere Effizienz trotz 50 Prozent kleinerer Fläche
    Die Lagerflächen in der alten Bobinenhalle und dem Betriebsgebäude aus dem Jahr 1974 boten etwa doppelt so viel Platz wie das neue Lager. Diese logistische Herausforderung wurde dank eines neu entwickelten Logistikkonzeptes mit einer optimalen Ausnutzung der Höhe und Verdichtung mit drei automatischen Lagereinrichtungen gelöst: Dies sind vier Lagerlifte mit rund 5’400 Plätzen, ca. 1’200 Palettenplätze in einem Verschieberegallager sowie ein Paternoster für Bobinen (grosse Kabelspulen) mit 282 Lagerplätzen. Dazu braucht es ein höchst leistungsfähiges Tragwerk und Decken, die den Anforderungen einer Brücke entsprechen müssen, da sie sehr hohen Belastungen standhalten müssen. Zudem muss das Lager auch nach einem Erdbeben funktionsfähig bleiben, damit ewz selbst im Katastrophenfall die systemrelevanten Stromnetze rasch wieder instand setzen kann. Mit der Integration der Eichstelle in das neue Zentrallager können die grösstmöglichen Synergien in den Prozessen sowie den Lagereinrichtungen genutzt werden.

    Neuer Blickfang im Industriequartier
    Besonders anspruchsvoll war das Einbringen der 55 Tonnen schweren und 32 Meter langen vorgefertigten Stahlbetonträgern auf das Grundstück, das eingebettet ist zwischen zwei Eisenbahnviadukten, der Duttweiler-Brücke, Zubringergeleisen zum Migros-Areal sowie der Pfingstweidstrasse. Die Wuchtigkeit des Innenausbaus widerspiegelt sich jedoch kaum in der Aussengestaltung. Mit seiner Fassade aus unbehandeltem Douglasienholz, das zu 80% aus der Forstregion Zürich Nord stammt, ist es ein Blickfang mitten im von Backsteinen, Glas, Stahl und Beton geprägten Zürcher Industriequartier. Mit der Zeit wird die Ostfassade sowie das Dach intensiv begrünt sein und so einen Beitrag an die Biodiversität leisten.

    Baustart Erneuerung Betriebsgebäude Herdern
    Im September 2023 wurde mit dem Überdachen des Unterwerks Herdern die zweite Bauetappe eingeläutet. Das Hauptgebäude wird auf den Rohbau zurückgebaut, saniert und um zwei Geschosse aufgestockt, wobei die beiden neuen Stockwerke über der alten Lagerhalle und dem Unterwerk auffällig herausragen werden. Mit einer neuartigen Rezirkulationsanlage, die Grundwasser als Energiequelle nutzt, und einer grossen Solaranlage ist dieses Bauvorhaben auch in Bezug auf die Energieversorgung zukunftsweisend. Für die Instandsetzung und Optimierung des gesamten ewz-Areals Herdern haben die Stimmberechtigten der Stadt Zürich im September 2020 mit einem Ja-Anteil von 88,2% den Objektkredit von 167,44 Mio. Franken bewilligt.

  • Die angepassten Schweizer Gebäudelabels sind lanciert

    Die angepassten Schweizer Gebäudelabels sind lanciert

    Der GEAK: Die Basis
    Die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK) definiert im Rahmen der GEAK-Normierung die Methodik für die Bilanzierung von Energie, CO2 und Treibhausgasen für den Betrieb von Gebäuden. Diese wird anschliessend von Minergie und SNBS in allen Produkten übernommen. Neben den Skalen zur Gesamtenergie und Gebäudehüllenqualität wurde bereits 2022 eine Skalierung der CO2-Emissionen ergänzt, die im Einklang mit dem Schweizer Treibhausgasinventar steht. Im März 2023 wurde zusätzlich eine Methode für die Bilanzierung der vorgelagerten Emissionen (Elektrizitätsproduktion, Fernwärme) ergänzt, so dass nun die gesamten in der Betriebsphase verursachten Treibhausgasgasemissionen ausgewiesen werden können.

    Die Minergie-Standards: Komfort, Effizienz und Klimaschutz
    Die Gebäudestandards von Minergie fokussieren auf Komfort, Effizienz und Klimaschutz. Bei der Anpassung der Minergie-Standards stechen drei Massnahmen heraus:

    1.            Treibhausgasemissionen (THGE) in der Erstellung: Neu gelten für alle Neubauten im Minergie-Standard Grenzwerte für die durch die Erstellung verursachten THGE. Die Grenzwerte sind so definiert, dass zu deren Einhaltung in jedem Fall Optimierungen vorgenommen werden müssen, aber weiterhin an allen Standorten und Lagen gebaut werden kann. Zudem wird die Installation von Photovoltaik und Erdsonden-Wärmepumpen dank flexiblen Grenzwerten nicht behindert. In den nächsten Jahren werden die Grenzwerte sukzessive verschärft. Mit dem gleichzeitig optimierten vereinfachten Nachweis wird das Verständnis für die relevantesten Massnahmen zur Reduktion der THGE geschärft. Die Bilanzierung kann auch von (noch) nicht spezialisierten Architektur- und Planungsbüros mit sehr wenig Aufwand vorgenommen werden.

    2.            Hitzeschutz: Auch in der Schweiz überhitzen die Gebäude mit den wärmer werdenden Sommermonaten öfter und stärker. Bisher wurde anhand von Erfahrungswerten vergangener Jahrzehnte modelliert, wie oft das Innenraumklima den minimalen Gesundheits- und Komfortanforderungen nicht mehr genügen kann. Neu muss der Nachweis für den Sommerlichen Wärmeschutz bei Minergie anhand von Klimadaten erbracht werden, welche MeteoSchweiz für die nächsten Jahrzehnte errechnet hat. Wie bisher darf ein Minergie-Wohnbau dabei bei Standardnutzung nicht mehr als 100 Stunden pro Jahr Temperaturen von über 26.5°C aufweisen. Dies bedingt ein adäquates architektonisches Konzept kombiniert mit entsprechend optimierter Gebäudetechnik. Vermehrt wird im Sommer ein Teil der Eigenstromproduktion für die Temperierung (Freecooling) oder sogar Kühlung der Gebäude aufgewendet werden müssen.

    3.            Photovoltaik (PV): Neu wird durch eine objektspezifische Verschärfung der Minergie-Kennzahl sichergestellt, dass die belegbare Dachfläche bei allen Minergie-Gebäuden voll für die Eigenstromproduktion genutzt wird. Darunter wird verstanden, dass Dachaufbauten für Gebäudetechnik, Fenster, Lifte oder Terrassen weiterhin möglich sind, aber die verbleibende Fläche voll mit Modulen belegt wird. Bei Sanierungen sind die Möglichkeiten einer vollständigen Nutzung der Dachfläche eingeschränkter als im Neubau, was im Grenzwert berücksichtigt ist. Bei Gebäuden mit bis zu 4 Stockwerken wird mit dieser Anpassung eine Leistung von 20-40Wp/m2 EBF installiert, im Vergleich zu 10Wp/m2 gem. Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) 2014. Auf die Einführung einer minimalen Leistung der PV-Anlagen von 20Wp/m2 EBF und damit de facto einer Pflicht zu Fassadenanlagen bei hohen Gebäuden wird aufgrund der aktuellen Unsicherheiten beim Brandschutznachweis von Fassadenanlagen vorerst verzichtet. Nach Vorliegen einer von der Branche breit getragenen Lösung wird diese Anforderung eingeführt werden.

    Ausserdem wird die Anforderung an die Gebäudehülle (bei Minergie- und Minergie-A-Bauten) erhöht. Ebenso müssen zur Erfüllung der Minergie-Kennzahl bspw. effizientere Geräte und Beleuchtung (in Zweckbauten) eingesetzt werden – für einen möglichst effizienten und fossilfreien Betrieb. Zur Sicherstellung eines optimalen Betriebs wird die Monitoring-Pflicht auf Gebäude ab 1’000 m2 EBF ausgeweitet. Zudem sind Minergie-Gebäude für die Elektromobilität bereit (und überwiegend mit Strom ausgerüstet). 

    Für alle Anpassungen gilt eine Übergangsfrist von 12 Monaten. Mehr Informationen zu den Anpassungen an den Minergie-Gebäudestandards stehen im entsprechenden Faktenblatt Minergie-Standards oder im Detail im Produktreglement Minergie-Gebäudestandards 2023.1.

    Der Zusatz ECO: Das Plus für Ökologie und Gesundheit
    Die Minergie Baustandards werden mit dem Zusatz ECO um eine besonders gesunde, kreislauffähige und klimafreundliche Bauweise ergänzt. Der erneuerte ECO-Zusatz besticht mit klarer Struktur, vereinfachtem Bewertungssystem und bringt die aktuellen Themen in das Label.

    Neu wurde das Thema «Klimaschutz und Ressourcen» mit 8 Vorgaben gestärkt, davon 2 neue zu «Restwert rückzubauender Bestandsbauten» und zum «Einsatz lokaler Ressourcen». Die Grenzwerte für Graue Energie und Treibhausgase wurden angepasst. Im Thema «Gebäudekonzept und Kreislaufwirtschaft» steht weiterhin die Nutzungsflexibilität und Wiederverwendung bzw. Wiederaufbereitung im Zentrum. Der Bereich «Gesundheit» wurde gekürzt, vereinfacht und im Bereich Baumaterialien verständlicher formuliert. Neu sind die Innovationsvorgaben in den Bereichen Gesundheit und Ökologie.

    Dank des neuen Bewertungssystems und der gemeinsamen Abwicklung mit dem Minergie-Nachweis auf der Label-Plattform vereinfacht sich die Nachweisführung und Zertifizierung. Die Kombination der strengeren Minergie-Baustandards mit dem neuen ECO-Zusatz bietet Bauherrschaften ein Label, das sie auf dem Weg in das zukunftsfähige Bauen unterstützt und die Qualität sicherstellt.

    Für die Anpassung gilt eine Übergangsfrist von 12 Monaten. Mehr Informationen zu den Anpassungen am Zusatz ECO stehen im entsprechenden Faktenblatt Zusatz ECO oder im Detail im Produktreglement, Zusatz ECO 2023.1.

    Der SNBS-Hochbau: Umfassend nachhaltig
    Mit dem SNBS-Hochbau werden Gebäude in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit (Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt) geprüft und zertifiziert. Mit der aktuellen Anpassung wird die Anzahl Kriterien und Messgrössen um rund ein Viertel auf 35 Kriterien resp. 98 Messgrössen reduziert. Dies vor allem durch Weglassen, was in Normen und rechtlichen Grundlagen bereits ausreichend geregelt ist.

    Verschärft und ergänzt werden hingegen die Anforderungen für klimaangepasstes und CO2-armes Bauen. So wird bspw. das Denken in Kreisläufen geschärft, die Wiederverwendung von Bauteilen geregelt oder der Einbezug rückzubauender Gebäudeteile in die Bewertung der Treibhausgasemissionen von Neubauten integriert.

    Ein weiteres neues Thema ist das Mikroklima, also die Begrünung von Aussenräumen, Beschattung von Aufenthaltsbereichen oder Gestaltung von Eigenschaften von Oberflächen im Aussenraum.

    Für die Anpassung gilt eine Übergangsfrist von 12 Monaten. Mehr Informationen zu den Anpassungen am SNBS-Hochbau stehen im entsprechenden Faktenblatt SNBS-Hochbau oder im Detail im Kriterienbeschrieb SNBS-Hochbau 2023.1.

    Das SNBS-Areal: Für Nachhaltigkeit auf Arealebene
    Neu können die bekannten Qualitäten des SNBS-Hochbau auch auf Ebene Areal zertifiziert werden. Es wurden 22 Schlüsselkriterien vom SNBS-Hochbau auf das Areal übertragen und 8 neue Kriterien entwickelt. Es handelt sich dabei um Aspekte, deren Thematisierung sich bei Einzelgebäuden oft nicht lohnen, aber in Arealen entscheidend zu deren Nachhaltigkeit beitragen. Dazu gehören beispielsweise die Governance des Areals, Anforderungen an die Entwicklungsphase oder die Einbindung des Areals ins Umfeld. Im Areal sind Kompensationen bei Treibhausgasen, Energie, Mobilität und Bodennutzung möglich. Die Themen ESG und EU-Taxonomie werden im Kriterienbeschrieb ebenfalls adressiert. Zertifizierbar sind sämtliche Nutzungen auf einem Areal.

    Mehr Informationen zum neuen SNBS-Areal stehen im entsprechenden Faktenblatt SNBS-Areal oder im Detail im Kriterienbeschrieb SNBS-Areal 2023.1. Projekte können ab sofort geplant und ab November 2023 eingereicht werden.

    Das Minergie-Areal: Klimaschutz im Areal
    Minergie-Areale orientieren sich an denselben Zielen wie die Minergie-Baustandards, umfassen aber auch arealspezifische Anforderungen. Die einzelnen Gebäude sind mehrheitlich nach Minergie zu zertifizieren und erfüllen so neben höchsten Anforderungen an Energie- und Treibhausgasemissionen überdurchschnittliche Anforderungen an den Hitzeschutz und die Raumluftqualität. Neu bei Minergie sind die Vorgaben ans Arealmanagement, die klimaangepasste Gestaltung des Aussenraums und Anreize zu einer klimafreundlichen Mobilität. Damit soll auf Minergie-Arealen eine besonders hohe Lebensqualität sichergestellt werden.

    Mehr Informationen zum neuen Minergie-Areal stehen im entsprechenden Faktenblatt Minergie-Areal oder im Detail im Produktreglement Minergie-Areal 2023.1. Projekte können ab sofort geplant und ab November 2023 eingereicht werden.

    Ablösung der 2000-Watt-Areale
    Mit der Einführung des SNBS-Areal und des Minergie-Areal wird das bisher durch das Bundesamt für Energie geführte 2000-Watt-Areal abgelöst. Bestehende Areale «in Entwicklung» oder «in Transformation» finden in einem der neuen Areal-Labels eine gleichwertige Anschlusslösung. Für den Übergang ist gegenüber der Neuzertifizierung ein erleichtertes Verfahren vorgesehen.

  • National- und Ständerat einigen sich bei Umnutzungen

    National- und Ständerat einigen sich bei Umnutzungen

    Mit 110 zu 72 Stimmen bei drei Enthaltungen räumte der Nationalrat die entsprechende Differenz zur kleinen Kammer aus. Insbesondere die Ratslinke und die GLP argumentierten ohne Erfolg, wenn die Kantone Zonen bestimmen könnten, in denen solche Umnutzungen erlaubt seien, laufe dies dem Ziel der Revision zuwider.

    Einig sind sich die Räte auch darin, den Abriss und Wiederaufbau von in der Zeit vor 1980 gebauten Restaurants ausserhalb der Bauzone sowie deren Erweiterung zu erlauben. Der Nationalrat wollte eine solche Bestimmung zunächst nur für Hotels. Die Vorlage betrifft das Bauen ausserhalb der Bauzone und fungiert zugleich als indirekter Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative. Das Geschäft geht zurück an den Ständerat.

  • Baukultur trifft Musikkultur

    Baukultur trifft Musikkultur

    75 Studierende des Joint Master of Architecutre haben einen Konzertpavillon aus selbst entworfenen Holzmodulen entworfen und am Bielersee zwischen Nidau und Biel aufgebaut. Der Pavillon wurde Ende Juni mit einem Konzert des Laboratoire Zwingli des Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS) eingeweiht.

    Die Studierenden entwickelten ein modulares System, bestehend aus drei einfachen Rahmen, die in den Ecken mit Holzplatten verbunden sind, um die Module und die gesamte Struktur zu stabilisieren. Beim Aufbau als Bühne werden die Module nicht zusammengeschraubt, sondern mit Spanngurten verbunden. So kann die Struktur leicht montiert, demontiert und neu arrangiert werden. Zudem lassen sich die Module gut ineinanderstecken, was für eine unkomplizierte Lagerung sorgt.

    Die zerlegbare Bühne ist mobil und wird dem Orchester Theater Biel Solothurn (TOBS) in Zukunft an verschiedenen Orten als Konzertbühne für Freiluftaufführungen dienen.

  • Koordinierte Entwicklung bringt viele Vorteile

    Koordinierte Entwicklung bringt viele Vorteile

    Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) gehört zu den führenden Hochschulen der Schweiz. Mit dem Bevölkerungswachstum im Kanton Zürich sind auch die Studierendenzahlen stark angestiegen. Bis 2035 werden diese weiter jährlich um 0,8 bis 2 Prozent zunehmen. Die ZHAW benötigt deshalb in Winterthur zusätzliche und zeitgemässe Flächen, um ihren Studierenden und Lehrenden auch in Zukunft attraktive Bildungs- und Forschungsinfrastrukturen zur Verfügung stellen zu können. Zudem gibt es erhöhten Koordinationsbedarf mit städtischen lanungen und Infrastrukturbedürfnissen, weil die Stadt Winterthur ein Stadtentwicklungskonzept («Winterthur 2040») erarbeitet hat.

    Weiterentwicklung in Zentrumsnähe

    Die Weiterentwicklung der Hochschule soll abgestimmt auf die Planungen der Stadt erfolgen. Die ZHAW strebt an, Quartier und städtische Interessen in ihre Entwicklung einzubeziehen und – sofern mit den Schulinteressen vereinbar – der Öffentlichkeit sowie Forschungs- und Wirtschaftspartnern im Sinne von Open Science gemeinsam nutzbare Räume zugänglich zu machen. Der Kanton Zürich, die Stadt Winterthur und die ZHAW unterzeichneten zu diesem Zweck eine gemeinsame Absichtserklärung, die eine verbindliche Grundlage für die künftigen Entwicklungsschritte der ZHAW bildet. Wie bisher soll die Entwicklung im näheren Umfeld des Winterthurer Hauptbahnhofs an den drei ZHAW-Standorten Sulzer-Areal, Technikum und St. Georgen stattfinden. Die Hochschule soll gut in das Stadtgefüge integriert und mit städtischen Freiräumen sowie den angrenzenden Quartieren

    verbunden sein.

    Während die Nutzungen auf dem Sulzer-Areal auf der bestehenden Fläche weiterentwickelt werden, wird im Gebiet zwischen dem Technikum und den Zeughäusern eine schrittweise Erweiterung angestrebt. In einer ersten Etappe sollen ein Ausbau des Areals an der Technikumstrasse («Campus T») sowie eine Erweiterung der ZHAW auf dem Teuchelweiherplatz erfolgen. Dieser Standort wird gemeinsam mit der Stadt Winterthur schrittweise zum «Wissensquartier» entwickelt. Die heutigen Nutzungen auf dem Teuchelweiherplatz durch Dritte werden auf das Areal der armasuisse und Teile der Zeughauswiesen verlagert. Am Standort St. Georgen wird eine Erweiterung über die Gleise auf das SBB-eigene Lindareal geprüft. Dort reduziert sich der bahnbetriebliche Platzbedarf der SBB, womit an zentraler Lage eine Fläche von rund 18’000 Quadratmetern städtebaulich entwickelt werden kann. Die SBB plant auf dem Lindareal ein breites Angebot an Wohn- und Arbeitsräumen, öffentliche Erdgeschosse mit diversen Nutzungen, für alle zugängliche Grün- und Freiräume und eine Umnutzung der denkmalgeschützten Bestandsbauten. Diese Vielfalt leistet einen wichtigen Beitrag an ein attraktives zukünftiges Quartier. Aufgrund seiner Nähe zum Standort St. Georgen eignet sich das Lindareal als möglicher neuer Standort für die ZHAW. Die Stadt Winterthur plant, mit einer neuen Fussgängerbrücke das Lindareal und das Kantonsspital Winterthur mit dem Bahnfussweg zum Hauptbahnhof und mit dem SISKA-Areal («Banane») zu verbinden.

    Gebietsmanagement gewährleistet Gesamtsicht

    Um in den kommenden Jahren die planungs- und baurechtlichen Grundlagen zu schaffen und die geplante Weiterentwicklung zu realisieren, setzen die Baudirektion, die Bildungsdirektion, die ZHAW und die Stadt Winterthur gemeinsam ein so genanntes «Gebietsmanagement» ein. Dadurch wird gewährleistet, dass die komplexen Arbeiten langfristig aus einer Gesamtsicht und koordiniert erfolgen.

    Die aufeinander abgestimmte Entwicklung bringt diverse Vorteile mit sich. Die Investitionen

    stärken den Kanton Zürich als Bildungs- und Wirtschaftsstandort – dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels von Bedeutung. Den Studierenden und Lehrenden der ZHAW stehen mittel- und langfristig neue Gebäude mit moderner Infrastruktur zur Verfügung. Durch die räumliche Konzentration kann die Hochschule zudem Synergien besser nutzen, dies vereinfacht den Studien- sowie den Forschungsbetrieb. Die Winterthurer Bevölkerung wiederum profitiert von Quartieren, die über attraktive Aussenanlagen und Freiräume sowie verkehrsberuhigte Zonen verfügen und gut in die Stadt eingebettet sind. Vielfältige Nutzungen beleben die Gebiete auch ausserhalb der Unterrichts- und Lernzeiten. Zudem schafft die ZHAW Arbeitsplätze, bildet wertvolle Fachkräfte aus, unterstützt die Gründung von Start-ups und kooperiert mit lokalen Unternehmen.

  • SBB präsentiert Siegerprojekt für Bahnhofgebiet Dietikon

    SBB präsentiert Siegerprojekt für Bahnhofgebiet Dietikon

    Die SBB und die Stadt Dietikon haben das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung des Bahnhofsareals ausgewählt. Die Jury hat sich für den Entwurf von Hosoya Schaefer Architekten aus Zürich und BRYUM Landschaftsarchitekten aus Basel entschieden. Die drei besten Wettbewerbsprojekte sind ab sofort im Foyer des Stadthauses ausgestellt.

    Das Bahnhofsareal von Dietikon soll laut einer Medienmitteilung zu einer zeitgemässen Verkehrsdrehscheibe und einem lebendigen Stadtquartier werden. Dazu werden in den nächsten Jahren der Bahnhofplatz und Bushof neugestaltet, das Bahnhofgebäude aus dem Jahr 1977 saniert und erweitert sowie auf dem Bahnhofareal neuer Wohn- und Gewerberaum geschaffen.

    Das Siegerprojekt der Ausschreibung sieht ein in der Dichte variierendes Baumdach vom Zentrum Dietikon bis zum Bahnhof vor und bindet das Bahnhofsgebäude fussläufig an Marktplatz und Stadtzentrum an. Die Endhaltestellen des Bushofs werden auf die durch das Baumdach getrennten Businseln Nord und Süd aufgeteilt. Unter dem Baumdach liegt ein chaussierter Bereich, der sowohl als Bewegungs- wie auch als Aufenthaltsraum gedacht ist. Dort soll Platz für Veranstaltungsflächen, Brunnen und Sitzmöglichkeiten sein.

    Der Stadtrat ist der Empfehlung des Preisgerichts gefolgt und hat die Weiterbearbeitung des Siegerprojekts mit dem entsprechenden Planungsteam beschlossen. Die Fertigstellung der Neugestaltung des Bahnhofplatzes und Bushofs soll zwischen 2027 und 2030 erfolgen.

    Neben den drei besten Architekturprojekten liegt auch der Gestaltungsplan der SBB für 60 Tage zur Einsichtnahme der Bevölkerung auf. Nach der öffentlichen Auflage werden die Unterlagen bereinigt, vom Stadtrat verabschiedet und dem Gemeinderat zur Festsetzung vorgelegt. Die Rechtskraft des Gestaltungsplans wird für das Jahr 2025 erwartet.

  • Zukunftsorientiertes Quartiersmanagement: Kultivierung eines aktiven Lebensraums

    Zukunftsorientiertes Quartiersmanagement: Kultivierung eines aktiven Lebensraums

    Es ist essentiell, alle relevanten Akteure im Prozess der Quartiersgestaltung einzubinden, um die soziale Nachhaltigkeit zu fördern. Dies schließt sowohl Wohn- als auch Gewerbemieter ein. Durch die Schaffung von Aktivitäts- und Begegnungszonen wird nicht nur der soziale Zusammenhalt gestärkt, sondern auch eine Plattform für geschäftliche Synergien geboten.

    Mehrwert durch Aktivierung des Quartiers
    Das aktive Management einer Community erhöht die Attraktivität und den Wert des Quartiers, was sich positiv auf die Vermarktung freier Flächen auswirkt. Gleichzeitig entstehen nachhaltige soziale Knotenpunkte, die das Gemeinschaftsgefühl stärken.

    Vorreiter in der schweizweiten Umsetzung
    Erste Projekte in verschiedenen Quartieren in der Schweiz zeigen den Erfolg dieses Ansatzes. Beispielsweise wurde ein Pop-up-Event in Winterthur lanciert, das Gastronomie und Kultur für sechs Wochen vereinte. Aufgrund des großen Zuspruchs wird dieses Konzept weiter ausgebaut und für den kommenden Winter auch in Zürich umgesetzt.

    Eine junge, jedoch vielversprechende Disziplin
    Obwohl Community Management als Fachgebiet noch recht neu ist, wird es von Fachleuten als vielversprechender und noch unerschlossener Bereich angesehen. „Wir sehen großes Potenzial in diesem Ansatz und wollen ihn weiterentwickeln und fördern“, so Experten der Branche. Ich hoffe, diese Umschreibung entspricht Ihren Anforderungen und bietet einen neuen Blickwinkel auf das Thema.

  • Veriset erneuert Küchenausstellung

    Veriset erneuert Küchenausstellung

    Die Veriset AG hat an ihrem Hauptsitz in Root in ihre Küchenausstellung investiert. Nach sechs Monaten Bauzeit zeigt sie sich nun in repräsentativen Räumlichkeiten runderneuert. Die Infrastruktur sei seit dem letzten grossen Umbau 2010 an ihre Grenzen gestossen, heisst es in einer Medienmitteilung. Neben deren Modernisierung sei das Ziel auch gewesen, die Ausstellungsküchen frischer zu präsentieren. Nun wirke die Ausstellung luftiger und grösser.

    Gleichzeitig würden viele neue Funktionen vorgestellt. Dazu gehört für Veriset etwa eine neuartige Gerätewand, wo sich neue Einbaugeräte schnell und einfach austauschen lassen oder ein Reduit mit Hauswirtschaftsraum, das „geschickt und wie heute üblich hinter einer Schranktüre verborgen ist“.

    Auch die beiden Partner Cozza Plättli und Textilwerke sind mit ihren Produkten vertreten. Für die Mitarbeitenden hat Veriset den Angaben zufolge mit neuen, modernen Büros attraktive Arbeitsplätze geschaffen.

    Den drei Küchenprofis stehen zwei Beratungsplätze mit zahlreichen Materialmustern und einem grossen Computerbildschirm für die Visualisierung und Planung zur Verfügung. Bei den Ausstellungsküchen ist laut Veriset sowohl die einfache Mietwohnungsküche als auch die luxuriöse schwarze Inselküche berücksichtigt worden. Ein virtueller Rundgang und Bilder sollen einen ersten Eindruck verschaffen.

  • Zum umweltfreundlichen Spital mit «Best Practices»

    Zum umweltfreundlichen Spital mit «Best Practices»

    Im Gesundheitssektor wurde der Umweltaspekt bisher oft vernachlässigt. Das Forschungsprojekt „Green Hospital – Ressourceneffizienz bei Schweizer Spitälern“ hat dazu beigetragen, das Bewusstsein für umweltrelevante Prozesse in Schweizer Spitälern zu schärfen. Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms „Nachhaltige Wirtschaft: ressourcenschonend, zukunftsfähig, innovativ“ (NFP 73) wurde eine Liste von praxisorientierten Maßnahmen veröffentlicht, um Spitäler in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie zu unterstützen.

    Die Studie, geleitet von Matthias Stucki am ZHAW-Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen, hat ergeben, dass insbesondere die Bereiche Wärme, Catering, Gebäudeinfrastruktur und Medikamente für den Großteil der Umweltbelastung durch Spitäler verantwortlich sind. Aber auch andere Faktoren wie Stromverbrauch, Abfallmanagement und die Verwendung von medizinischen Produkten spielen eine Rolle.

    Die aus der Studie abgeleiteten „Best Practices“ wurden aus einer Vielzahl von Literaturquellen und Praxisbeispielen zusammengestellt. Diese Massnahmen zielen darauf ab, die Umweltauswirkungen bei gleichbleibender Qualität der Gesundheitsdienstleistungen zu minimieren. Dabei wurde besonderer Wert auf die Auswahl von Maßnahmen mit hoher Klimarelevanz und großer Umsetzbarkeit gelegt.

    Insgesamt zeigt die Studie, dass die größten Chancen für eine Verbesserung der Umweltbilanz in der Konstruktion von langlebigen und ressourceneffizienten Gebäuden, der Nutzung erneuerbarer Energien und der Einführung von pflanzenbasierten Gerichten im Verpflegungsangebot liegen.

    Dieses Forschungsprojekt stellt einen wichtigen Schritt dar, um die schweizerische Krankenhauslandschaft nachhaltiger zu gestalten und setzt einen Meilenstein für zukünftige Initiativen in diesem Bereich.

  • Ständerat befürwortet Immobilienbotschaft 2023

    Ständerat befürwortet Immobilienbotschaft 2023

    29,5 Millionen Franken will der Bundesrat in die Erweiterung und Sanierung des Agroscope-Forschungszentrums Zürich-Reckenholz stecken. Mit 21,1 Millionen Franken soll die unterirdische Verbindungsebene der Verwaltungs- und Laborgebäude des Bundes in Liebefeld (Gemeinde Köniz BE) erweitert werden.

    Für 27,5 Millionen Franken will der Bundesrat einen Neubau und eine neue Kanzlei für die Schweizer Vertretung in Kameruns Hauptstadt bauen lassen. Die beiden Gebäude sollen auf dem Gelände der Schweizer Botschaft entstehen und gemietete Gebäude ersetzen.

    Die Immobilienbotschaft enthält auch Ausgaben von 140 Millionen Franken für nicht einzeln spezifizierte Vorhaben unter einem Betrag von zehn Millionen Franken. Der Ständerat nahm den Bundesbeschluss zur Immobilienbotschaft am Montag einstimmig an. Er geht noch in den Nationalrat.

  • Freiburg im Zeichen des Bausektors und der Energieeffizienz

    Freiburg im Zeichen des Bausektors und der Energieeffizienz

    Die Freiburger Baubranche ist Teil der Bioökonomie, einer der beiden Achsen der Wirtschaftsstrategie des Kantons. Sie erweist sich als sehr robust und ist auf die grossen Umwälzungen vorbereitet, die sich aus den Herausforderungen des Klimawandels, der Ressourcenknappheit und des digitalen Fortschritts ergeben werden.

    «Ob in den Bereichen Holzbau, Metallbau, Beton, Kunststoff, Bauingenieurwesen oder Energieeffizienz, die Freiburger Unternehmen geniessen dank ihres Know-hows im ganzen Land und darüber hinaus einen ausgezeichneten Ruf», freut sich Olivier Curty, Volkswirtschafts- und Berufsbildungsdirektor des Kantons Freiburg.

    Die Akteurinnen und Akteure der Branche werden bei ihren Projekten und Aktivitäten insbesondere vom Building Innovation Cluster, der eine wichtige Rolle bei der Dynamisierung der Branche spielt, und vom Smart Living Lab, dem führenden Kompetenzzentrum für die Zukunft der gebauten Umwelt, unterstützt. Jerry Krattiger, Direktor der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg (WIF): «Das Umfeld ist günstig für die Entwicklung von Partnerschaften und innovativen Projekten. Die Rahmenbedingungen sind ausgezeichnet, die Kompetenzen und der Wille sind vorhanden… wir müssen sie nur nutzen, um unsere Zukunft zu gestalten!

    Präsentation des Magazins
    Die Ausgabe 2023 von Fribourg Network Freiburg wurde anlässlich einer von der WIF organisierten Podiumsdiskussion im Innovationsquartier bluefactory vorgestellt. In Anwesenheit von Jacques Boschung, Präsident der Bluefactory Fribourg-Fribourg SA, und Remo Daguati, Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement (SVSM), tauschten Vertreter des Forschungs- und Entwicklungszentrums Smart Living Lab, der Unternehmen JPF Holding SA und Lutz Architectes sowie die Gründerin von Mobbot ihre Erfahrungen aus und diskutierten über Trends, Innovationsmöglichkeiten und Herausforderungen im Bausektor.

    Link auf das Magazin Fribourg Network Freiburg www.fribourgnetwork.ch

  • Steiner leitet Bau von Holzgebäude in Ostermundingen ein

    Steiner leitet Bau von Holzgebäude in Ostermundingen ein

    Die Steiner AG hat mit dem Bau von 17 Eigentumswohnungen im nahe Bern gelegenen Ostermundigen begonnen. Die Vermarktung der Studios und der 2,5- und 4,5-Zimmer-Wohnungen laufe bereits „auf Hochtouren“, schreibt die Zürcher Immobilienentwicklerin in einem Beitrag auf LinkedIn. Das Projekt NIDO sieht ein Gebäude im Holzbau vor, dessen Wohnungen mit einem Laubengang erschlossen werden.

    „Ausgestattet mit moderner Haustechnik wie einer Erdsonde mit Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage wird aus diesem fortschrittlichen Holzgebäude ein zukunftsweisendes Zuhause für Menschen, denen nachhaltiges Wohnen ein Anliegen ist“, so Steiner. Laut Projektbeschreibung verfügen die Wohnungen über Balkone und Terrassen in Westlage. Zu den Wohnungen im Erdgeschoss gehört jeweils eine Gartenfläche. Im Aussenraum sollen zudem „Begegnungszonen für alle Bewohnenden“ entstehen.

  • Spreitenbach legt Ergebnis zum Umbau des Gemeindehauses vor

    Spreitenbach legt Ergebnis zum Umbau des Gemeindehauses vor

    Die Gemeinde Spreitenbach hat den Wettbewerb zur Umgestaltung des alten Gemeindehauses in eine Schule abgeschlossen und die Siegerfirma präsentiert. Unter den Bewerbern überzeugte laut der jüngsten Ausgabe der Gemeindenachrichten die Fachjury das Projekt von Birchmeier Baumanagement AG aus Döttingen AG. Die Qualitäten liegen sowohl in der ortsbaulichen Setzung wie auch im architektonischen Ausdruck, heisst es dort. Die Zuordnung des geforderten Raumprogramms, mit kleineren Anpassungen, versprechen einen hohen Nutzwert und Flexibilität für die Schule.

    Bevor der Gemeinderat den Baukredit im Umfang von rund 22 Millionen Franken der Gemeindeversammlung zur Genehmigung unterbreitet, werden sämtliche Projekte der Bevölkerung im Rahmen einer Ausstellung vorgestellt. Dabei gebe es die Möglichkeit, den anwesenden Planern, Architekten und Gemeindevertretern Fragen zum Projekt und zum durchgeführten Submissionsverfahren zu stellen, heisst es in den Gemeindenachrichten.

    Die Ausstellung hat am Freitag, 20. Oktober, von 16 bis 19 Uhr und am Samstag, 21. Oktober, von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Die Projektausstellungen finden im alten Gemeindehaus an der Poststrasse statt. Das Siegerprojekt soll zudem anlässlich des Politapéros vom 27. Oktober detailliert vorgestellt werden.

    Nach dem Umzug in das neue Gemeindehaus ist die Gemeindeverwaltung ab Dienstag, 5. September, am neuen Standort an der Bahnhofstrasse 2 zu erreichen.

  • KI-basiertes Tool schafft Durchblick im Baurecht

    KI-basiertes Tool schafft Durchblick im Baurecht

    Das Baurecht in der Schweiz ist ein komplexes Gebilde aus Bundes-, Kantons- und Gemeindegesetzen. Dies führt nicht selten zu erheblichen Unsicherheiten und Verzögerungen in der Projektplanung. Die durchschnittliche Bewilligungsdauer für Bauvorhaben ist seit 2016 um 34 Tage oder 32 Prozent gestiegen. „Das ist ein klarer Indikator für die wachsende Unsicherheit in der Planung von Bauprojekten“, sagt Daniel Steffen, Ökonom an der Hochschule Luzern.

    Lösung durch KI: Effizienzsteigerung in der Baubranche
    Ein Forschungsteam der HSLU an einem wegweisenden KI-Tool. Dieses soll Baugesetze aus unterschiedlichen Gemeinden rasch analysieren und in einer strukturierten Form zur Verfügung stellen. „Wir wollen Planungsprozesse vereinfachen und Unsicherheiten minimieren“, betont Peter Staub, Verwaltungsratspräsident von pom+.

    Methodik und Funktionsweise
    Das KI-System basiert auf Natural Language Processing Technologien und wird fortlaufend mit den aktuellen Baugesetzen gefüttert. Es soll sowohl klare als auch vage formulierte Regelungen erkennen und entsprechende Handlungsempfehlungen generieren. Durch die Integration dieser Daten in existierende Planungstools können Risiken minimiert und Chancen besser erkannt werden.

    Zeitplan und Unterstützung
    Das Projekt „Regulatory Information System for Real Estate“ hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren und wird bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Es erhält zudem finanzielle Unterstützung von Innosuisse, der schweizerischen Agentur für Innovationsförderung.

    Mit dieser technologischen Innovation setzt das Kollaborationsprojekt einen neuen Standard für effiziente und transparente Bauprojektplanung in der Schweiz.

  • Neufassung von ‹Erdbebengerechte Holzbauten›

    Neufassung von ‹Erdbebengerechte Holzbauten›

    2010 hat die Lignum die Dokumentation ‹Erdbebengerechte mehrgeschossige Holzbauten› veröffentlicht. Diese wird nun aktualisiert und unter dem Titel ‹Erdbebengerechte Holzbauten› im Oktober neu herausgegeben. Die Überarbeitung war durch Änderungen der Norm SIA 261 im Jahr 2020 und neueste Forschungsergebnisse im Bereich Erdbeben und Holzbau erforderlich geworden.

    Während einige Kapitel der ursprünglichen Ausgabe aktualisiert wurden, gibt es auch neue Abschnitte, die wertvolle Informationen und Werkzeuge für die erdbebensichere Planung von Holzgebäuden bereitstellen. Dazu gehören Kapitel wie ‹Tragwerksverhalten von Holzbauten im Erdbebenfall› und ‹Bemessung›. Zusätzliche Erläuterungen zu bestehenden Normen sind ebenfalls enthalten, ebenso wie spezifische Empfehlungen, die vorwiegend auf der Forschungsarbeit der Berner Fachhochschule basieren.

    Für die populäre Brettsperrholzbauweise enthält die Dokumentation Angaben zur Bemessung und zum Verhalten in Abhängigkeit von der Konstruktionsart. Anhand von sechs neuen Bemessungsbeispielen werden Lösungsansätze für unterschiedliche praxisrelevante Aufgabenstellungen präsentiert, darunter auch Anleitungen für die Sanierung von Bestandsbauten.

    Die Neufassung wurde durch eine breite wissenschaftliche Trägerschaft unterstützt, darunter Autoren der ETH Lausanne, der Berner Fachhochschule und der Pirmin Jung AG. Finanzielle Förderung kam unter anderem vom Bundesamt für Umwelt BAFU, der Schweizerischen Gesellschaft für Erdbebeningenieurwesen und Baudynamik SGEB und dem Berner Holzförderungsfonds (BHFF).

    Weitere Informationen unter www.lignum.ch

  • Universitätsklinik Balgrist eröffnet neues Forschungszentrum

    Universitätsklinik Balgrist eröffnet neues Forschungszentrum

    Die Universitätsklinik Balgrist hat ihren zehnten Operationssaal (Operation Room X, OR-X) feierlich eröffnet. Der OR-X ist eine nationale Forschungseinrichtung und ein chirurgisches Lehr- und Forschungszentrum. Patientenbetrieb wird es dort laut einer Medienmitteilung nicht geben. Herzstück ist den Angaben zufolge der voll ausgestattete Operationssaal sowie ein sogenanntes Skills Lab für die medizinische Forschung. Für Schulungen und grössere Forschungsexperimente mit mehreren Teilnehmenden biete das Skills Lab mit seinen sechs chirurgischen Arbeitsplätzen perfekte Bedingungen, so das Klinikum.

    Gelehrt wird an 3D-gedruckten Modellen, Simulatoren und menschlichen Präparaten. Für die chirurgische Aus- und Weiterbildung stehen eine realistische Infrastruktur mit technischen Einrichtungen wie intraoperative Künstliche Intelligenz, Navigationssysteme, Operationsroboter und durch Erweiterte Realität unterstützte Anwendungen zur Verfügung.

    Zur Eröffnung am 24. und 25. August waren 250 Gäste aus Politik, Gesundheitswesen und Wirtschaft geladen. Nebst einer Besichtigung des OR-X waren Ansprachen der Präsidentin des Vereins Balgrist, Rita Fuhrer, der Spitaldirektoren Mazda Farshad und Thomas Huggler, des Swissmem-Präsidenten Martin Hirzel sowie des OR-X-Mitgründers Philipp Fürnstahl zu hören.

  • Swiss Prime Site plant 2400 neue Wohnungen

    Swiss Prime Site plant 2400 neue Wohnungen

    Die Asset Management-Einheit von Swiss Prime Site Solutions plant einer Medienmitteilung zufolge bis 2027 über 2400 zusätzliche Wohnungen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 habe die Immobiliengesellschaft bereits über 1000 neue Mietwohnungen gebaut. Das verwaltete Anlagevermögen sei auch unter den aktuell anspruchsvollen Marktbedingungen seit Anfang Jahr um 0,5 auf 8,2 Milliarden Franken gewachsen.

    Trotz höherer Zinsen und gerade in Zeiten erhöhter Inflation zeigt sich laut CEO Anastasius Tschopp klar: „Professionell gemanagte Immobilien bleiben ausgezeichnete Investitionen, insbesondere für institutionelle Anleger wie Pensionskassen und Stiftungen. Dabei setzen wir einen klaren Fokus auf nachhaltige Immobilien.“

    Mit ihren Fonds und Immobilienprodukten verfolge die Gesellschaft „konsequent einen CO2-Absenkungspfad mit dem Ziel der Klimaneutralität des gesamten Immobilienportfolios bis 2050“, heisst es in der Mitteilung weiter. Alle Neubauprojekte zielten neben dem ökologischen auch auf sozial und unternehmerisch langfristigen Mehrwert. „Unsere Investitionen“, so Tschopp, „schaffen Arbeitsplätze, neuen Wohn- und Lebensraum, sie tragen zur Wertschöpfung des Landes sowie zur Sicherung der Renten der Schweizer Bevölkerung bei“.

  • BFH setzt verstärkt auf computergestützte Strömungsmechanik

    BFH setzt verstärkt auf computergestützte Strömungsmechanik

    Die BFH erweitert ihre Kompetenzen für computergestützte Strömungsmechanik (Computational Fluid Dynamics, CFD). Mit dieser Methode werden numerische Simulationen von Strömungen oder Strömungsverläufen erstellt. Die BFH wird sich unter den vielen Anwendungsbereichen von CFD auf Einflüsse im Baubereich konzentrieren, informiert die Fachhochschule in einer Mitteilung. Ihr Ziel ist es, neue Forschungsbereiche zu finden und Wirtschaftspartner in der Bauphysik effizienter zu beraten.

    Mit Hilfe computergestützter Strömungsmechanik kann die Anzahl der benötigten Experimente eingeschränkt werden. Zudem lassen sich die auftretenden physikalischen Phänomene mit CFD detailliert analysieren. Dies führt zu einer Reduktion von Zeit und Kosten in der Design- und Entwicklungsphase von Produkten.

    An der BFH ist computergestützte Strömungsmechanik bereits in verschiedenen Forschungsprojekten eingesetzt worden. In der Mitteilung werden als Beispiele ein Wandaufbau in Holzbauweise sowie ein Heizungs-, Lüftungs-, und Klimatisierungssystem in einem Fensterrahmen genannt. Der Forschungsbereich unterstützt die Arbeit der Hochschule zudem mit Kursen für Studierende, Seminaren und Hilfestellung bei Semester- und Abschlussarbeiten.

  • LLB beginnt Bau ihres Campus Giessen in Vaduz

    LLB beginnt Bau ihres Campus Giessen in Vaduz

    Die LLB hat den Bau ihres neuen Bürogebäudes im Vaduzer Äuliviertel in Angriff genommen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, will das Finanzinstitut dort auch Arbeitsplätze zentralisieren. Unter dem Namen Campus Giessen soll der Neubau Platz für 250 Mitarbeitende bieten. Fertigstellung und Bezug sind für das dritte Quartal 2025 geplant.

    Seine Leichtbauweise aus Holz und Beton soll im Äuliviertel „massgeblich zu einem attraktiveren Aussenraum“ beitragen, so die LLB. „Als traditionsreichste Bank in Liechtenstein ist es uns ein Anliegen, mit dem Neubau auch der Bevölkerung etwas zurückzugeben“, habe Patrick J. Fürer, Group Chief Digital & Operating Officer, am 24. August in seiner Rede zum Spatenstich betont.

    Arkaden werden das fünfstöckige Gebäude im Erdgeschoss umschliessen, was einen informellen, halböffentlichen Raum bieten soll. Mit einem Innenhof im Obergeschoss und einer Richtung Rhein offenen Westseite verspricht die LBB ein „Spiel von räumlicher Transparenz und Plastizität“. Als sogenanntes Green Building erhält der Campus Giessen eine LEED-Gold-Zertifizierung sowie den Minergie P Eco Standard.

  • Auftragsrückgang setzt sich fort

    Auftragsrückgang setzt sich fort

    Im ersten Halbjahr 2023 erwirtschaftete das Bauhauptgewerbe 11 Milliarden Franken Umsatz, dies entspricht praktisch einer Stagnation gegenüber dem Vorjahressemester. Hochbau und Tiefbau entwickelten sich ähnlich. Dementsprechend ist die Auslastung der Kapazitäten noch hoch, die Beschäftigungslage gut.

    Geringere Bautätigkeit auf mittlere Sicht

    Mittelfristig trüben sich die Aussichten jedoch ein. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres sind die Aufträge im Hochbau um 0.6 Milliarden Franken geringer ausgefallen als noch in der Vorjahresperiode, im Tiefbau um 0.5 Milliarden Franken. Gesamthaft entspricht dies einem Rückgang von 8.3 Prozent. Mehrere Unternehmen meldeten gar insgesamt einen negativen Auftragseingang. Dies bedeutet, dass schon geplante Bauprojekte vorübergehend pausiert, redimensioniert oder gänzlich auf Eis gelegt wurden.

    Dementsprechend hat sich der Arbeitsvorrat in den vergangenen Quartalen ebenfalls reduziert, er lag Ende Juni 2023 bei 15.9 Milliarden Franken, also 2.6 Prozent tiefer als vor einem Jahr.

    Von Wohnungsüberschuss zum Wohnungsmangel

    Der Vorrat an Aufträgen im Wohnungsbau ist ebenfalls zurückgegangen. Der Trend ist eindeutig, dieses und nächstes Jahr werden zu wenige Wohnungen gebaut. In den letzten 12 Monaten ist das Franken-​Volumen der bewilligten Wohnbaugesuche um 9 Prozent gegenüber den vorangehenden 12 Monaten gesunken. Der Wohnungsmangel könnte mit weniger Regulierung schneller behoben werden. Zudem werden Einsprachen häufig genutzt, um Partikularinteressen durchzusetzen zu Lasten der Erschaffung neuen Wohnraums. Der SBV wird sich am nächsten Runden Tisch des Bundesrats zum Wohnungsmangel entsprechend dafür einsetzen, dass die Bautätigkeit wieder beschleunigt werden kann.

    SBV dankt Credit Suisse für sehr gute Zusammenarbeit – Bauindex wird weitergeführt

    Der Bauindex sagt für das nächste Quartal ein Umsatzplus von 2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode voraus. Mit dieser Ausgabe endet die 14-​jährige Partnerschaft des SBV mit der Credit Suisse im Rahmen des Bauindex. Der SBV bedankt sich bei der Credit Suisse für die stets sehr gute Zusammenarbeit, sie wurde sehr geschätzt. Der SBV führt das etablierte Prognoseninstrument weiter, ab dem 4. Quartal 2023 in angepasster Form und mit neuem Erscheinungsbild.

  • Fortimo realisiert Immobilienprojekt in Dubai

    Fortimo realisiert Immobilienprojekt in Dubai

    Die Fortimo Group stellt ein neues Immobilienprojekt in Dubai vor. Laut einer Medienmitteilung auf zawya.com realisiert das St.Galler Unternehmen eine neue Anlage im Wohngebiet Dubai Hills. Dabei arbeitet es mit den lokalen Partnern Eaglewing Projects und OCTA Develop zusammen.

    Der neue Wohnkomplex mit dem Namen The Golf Residence soll den Angaben zufolge 200 Wohneinheiten mit Ausblick auf den nah gelegenen Golfplatz sowie grüne Parkanlagen umfassen. Sie sollen mit hochwertigen Kücheneinrichtungen aus Europa ausgestattet werden. Ausserdem sind mehrere Pools, Gemeinschaftszonen und Sportanlagen geplant. Mit einem Co-Working für Bewohnerinnen und Bewohner will Fortimo auch dem Trend zu mehr Fernarbeit gerecht werden.

    „Wir freuen uns, mit The Golf Residence, unserem ersten Build-to-Buy-Projekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, den nächsten Schritt im Zuge unserer Expansion nach Dubai zu machen“, wird Remo Bienz, Miteigentümer von Fortimo, zitiert. Fortimo sei beeindruckt von der Entwicklung von Dubai zu einer „international anerkannten, pulsierenden Destination“. Das Unternehmen wolle Teil dieser Entwicklung werden, so Bienz.

  • Frühe Planungsphase ist entscheidend für Netto Null bei Immobilien

    Frühe Planungsphase ist entscheidend für Netto Null bei Immobilien

    Eine breit angelegte Portfoliostudie von Implenia zeigt, wie klimaneutrale Gebäude realisiert werden können. Für diese Studie hat die Division Real Estate des Bauunternehmens 36 eigene Entwicklungsprojekte in der Schweiz untersucht. Wie es dazu in einer Medienmitteilung heisst, lassen sich aus dieser Studie die wichtigsten Hebel zur Dekarbonisierung von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus ableiten, sowohl hinsichtlich der Emissionen während ihrer Erstellung als auch im Betrieb.

    Diese Einflussfaktoren hat Implenia in einem White Paper aufbereitet. Es richtet sich an Investorinnen und Investoren, Entwickelnde und Auftraggebende, die ihr Projekt auf einen Netto-Null-Zielpfad bringen wollen.

    Laut dieser Analyse sind die wirksamsten Hebel zur Dekarbonisierung in der frühen Planungsphase zu finden, beginnend mit der Standortwahl. Denn wenn die Standortbedingungen hinsichtlich erneuerbarer Energien ungünstig sind, sei es viel schwieriger, eine Netto-Null-Nutzung zu erreichen.

    Daneben hätten auch früh festgelegte Gebäudeparameter „einen erheblichen Einfluss auf die Emissionsziele“. Dazu zählen Form, Kompaktheit, Ausrichtung, Unterkellerung und Tragstruktur. „Mit der richtigen Kombination aus Standort, Design, dem Einsatz erneuerbarer Energien, intelligenten Systemen und ökologischen Materialien entwickeln wir Gebäude, in denen künftige Generationen nachhaltig wohnen und arbeiten können“, so Marc Lyon, Head Real Estate Development Schweiz bei Implenia.

  • Bundesrat schlägt massvolle Lockerung des Zweitwohnungsgesetzes vor

    Seit dem 1. Januar 2016 ist das Zweitwohnungsgesetz (ZWG) in Kraft. In Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent dürfen seither keine zusätzlichen Ferienwohnungen mehr gebaut werden. Zudem gelten für sogenannte altrechtliche Wohnungen spezifische Regeln. Altrechtliche Wohnungen sind Objekte, die vor der Volksabstimmung über die Zweitwohnungsinitiative im Jahr 2012 erstellt wurden. Solche Wohnungen sind in der Nutzung frei und dürfen heute bei einem Umbau um maximal 30 Prozent vergrössert werden. Bei einem vollständigen Abriss und Wiederaufbau hingegen ist eine solche Erweiterung nicht zulässig.

    Diese Ungleichbehandlung will der Bundesrat beseitigen. Er schlägt dem Parlament vor, die Vergrösserung der Fläche um maximal 30 Prozent auch im Falle eines Abrisses und Wiederaufbaus zu erlauben. Denn oft ist die Grenze zwischen Umbau einerseits und Abriss und Wiederaufbau andererseits schwer zu ziehen.

    Der Bundesrat empfiehlt diese Änderung in seiner am 16. August verabschiedeten Stellungnahme zur Umsetzung der Parlamentarischen Initiative 20.456 von Nationalrat Martin Candinas (Mitte, GR). Der Vorstoss verlangt eine Lockerung des Zweitwohnungsgesetzes, die weiter geht als die Empfehlung des Bundesrats. So soll es künftig möglich sein, bei einem Abriss und Wiederaufbau nicht nur die Fläche um maximal 30 Prozent zu vergrössern. Neu soll bei allen Vergrösserungen auch der Bau von zusätzlichen Wohnungen und Gebäuden erlaubt sein. Die zuständigen Kommissionen von National- und Ständerat haben der Parlamentarischen Initiative im Jahr 2021 zugestimmt. Der Gesetzesentwurf liegt nun vor.

    Dem Bundesrat geht dieser Entwurf zu weit. In seiner Stellungnahme hält er fest, dass in den betreffenden Gemeinden der Bau von zusätzlichen Zweitwohnungen und Gebäuden in einen gewissen Konflikt mit der Bundesverfassung trete. Der Bundesrat schlägt deshalb vor, dass zusätzliche Wohnungen, die im Rahmen einer Vergrösserung entstehen, ausschliesslich als Erstwohnungen zu nutzen sind.

    Mit seinem Vorschlag berücksichtigt er, dass in einigen touristischen Gemeinden die Wohnungssituation für die lokale Bevölkerung sehr angespannt ist. Dies zeigt der aktuelle Monitoring-Bericht zum ZWG vom Mai 2023. Die Nachfrage nach Zweitwohnungen in touristischen Hot-Spots ist sehr hoch. Deshalb ist es für Eigentümerinnen und Eigentümer finanziell äusserst interessant, altrechtliche Wohnungen als Zweitwohnungen zu verkaufen oder zu vermieten. Werden die Bestimmungen für die Schaffung neuer Wohnungen gelockert, werden die Sanierung oder der Neubau solcher altrechtlichen Wohnungen und deren Umnutzung zu einer Zweitwohnung noch attraktiver. Dies will der Bundesrat im Interesse der lokalen Bevölkerung verhindern. Für diese sind die Wohnungspreise häufig unerschwinglich geworden.

  • Strabag setzt bei Mehrfamilienhäusern auf Nachhaltigkeit

    Strabag setzt bei Mehrfamilienhäusern auf Nachhaltigkeit

    Strabag hat laut einer Medienmitteilung mit den Arbeiten für den Bau von sechs Mehrfamilienhäusern begonnen, in welchen insgesamt 29 Eigentumswohnungen Platz finden werden. Strabag hat sich zum Ziel gesetzt, die schlüsselfertige Baugrube innert zwölf Monaten zu übergeben. Teil dieser Arbeiten sind 18 Geothermiebohrungen, da die Wärmeversorgung der Häuser per Geothermie realisiert wird. Die Häuser werden zudem über eine unterirdische Einstellhalle miteinander verbunden, die verschiedene Ebenen aufweisen wird.

    „In Summe haben wir rund 4-5 Monate Zeit, um die Hauptkubaturen der Baugrube abzuführen“, wird Roger Reich zitiert, Technischer Gruppenleiter Tiefbau bei der Strabag AG. „Das ist relativ sportlich. Die Baustelle befindet sich zudem mitten in einem Wohnquartier, was bedeutet, dass wir besonders genau nach Zeitplan arbeiten müssen.“

    Bei den Bohrpfählen setzt das Unternehmen aus Schlieren auf nachhaltige Basaltfasern. Die konventionelle Stahlbewehrung der Pfähle kann damit weitestgehend ersetzt werden. So wird einerseits die Bauzeit reduziert und durch den Abbau der benötigten Stahl-Ressourcen werden auch die CO2-Emissionen niedriger gehalten werden.

  • Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Limmattal soll seine Stadtwerdung aktiv gestalten

    Der Urbanist Thomas Sevcik geht davon aus, dass die Region zwischen Schlieren und Turgi zunehmend zu einer Stadt wird. In seiner Publikation „Limmattalstadt – Impulse für die Region entlang der Limmat“ schlägt er vor, diese Urbanisierung „aktiv und strategisch“ zu gestalten. „Kommen wird die Limmattalstadt sowieso. Aber wir sollten sie so gut machen, wie wir nur können“, schreibt er.

    Sevcik schlägt unter anderem sogenannte Neogebiete vor. Diese sollten Lücken zwischen den Siedlungsgebieten schliessen. So könnte ein Campus etwa auf einem Teil des Rangierbahnhofs Platz für eine Hochschule Limmat, ein Rechenzentrum, aber auch ein Kongress- und Unterhaltungszentrum bieten. Zwischen Neuenhof und Killwangen könnte ein neues Wohnquartier entstehen, im Tägerhard östlich von Wettingen ein zukunftsgerichtetes Quartier für neue Wohn- und Arbeitsformen. Auch in der Hard in Siggenthal könnte ein neues Quartier Arbeiten, Wohnen und Freizeit verbinden.

    Sevcik weist darauf hin, dass die Limmat bisher in der Region wenig präsent ist. Er schlägt die Aufwertung der Flusslandschaft in Dietikon zu einer Riviera vor.

    Wirtschaftlich sollte die künftige Limmattalstadt auf ihre Stärken in der angewandten Technologie und im Design, auf Logistik und Handel sowie Medtech und Biotech setzen. Die Mobilität in der Region sollte durch die Verlängerung der Limmattalbahn, die Nutzung der Bahnstrecke zwischen Dättwil und Wettingen, durch Seilbahnen und das Velonetz erleichtert werden. Sevcik schlägt auch einen Startplatz für vertikal startende elektrische Helikopter bei der Autobahnraststätte Würenlos vor.

    Sevcik hat die Strategieideen auf Initiative der Standortförderung Limmatstadt erarbeitet und am 15. August an der Generalversammlung der Limmatstadt AG vorgestellt. 20 Unternehmen, vor allem aus der Region, haben das Projekt unterstützt. Die Publikation kann digital bestellt werden.

  • Urbane Dörfer lädt zur Eröffnung nach Melchenbühl ein  

    Urbane Dörfer lädt zur Eröffnung nach Melchenbühl ein  

    Die Genossenschaft Urbane Dörfer mit Sitz in Bern lädt am Samstag, 26. August, ab 17 Uhr zur Eröffnungsfeier des Projekts Melchenbühl nach Muri-Gümligen ein. Dort, direkt bei der Tramhaltestelle Melchenbühl in Gümligen, eröffnet die Genossenschaft einen vielfältigen Begegnungsort. Es ist das zweite Pilotprojekt von Urbane Dörfer neben dem Urbanen Dorf Webergut in Zollikofen BE. Laut einem zu diesem Anlass herausgegebenen Flyer mit Einladung wird am 26. August zunächst ein Kreativort mit Kaffee und Bar, Coworking und Atelier eröffnet. Langfristig sollen 60 Wohneinheiten entstehen.

    Am 1. März 2023 hat Urbane Dörfer das Areal übernommen. Die ungenutzte Wiesenfläche, ein zweistöckiges Werkstatt- und Bürogebäude mit Innenhof und ein Zeithorizont von zwei bis drei Jahren schaffen Raum für Ideen aus der Bevölkerung, das Testen von zukünftigen Nutzungen des Urbanen Dorfes und für einen Begegnungsort, heisst es auf der Internetseite zum Projekt.

    Am neuen Kreativort wird es Benela’s Kaffee und Bar im Erdgeschoss geben. Im Obergeschoss sollen Atelier und Coworking Space einen schöpferischen Nährboden für Kreativschaffende und Selbstständige schaffen. Die Kreativwerkstatt diene als Workshop-Raum für kreative Projekte.

    Zur Zukunft des Pilotprojekts heisst es, langfristig entstehe auf dem Areal ein vielfältiger Wohn-, Arbeits- und Kreativort und eine Basis für gelebte Nachbarschaft. Geplant sind 60 Wohneinheiten, gemeinschaftlich genutzte Flächen und öffentliche Gewerbeflächen. Das partizipative Wohnprojekt sei „eine Keimzelle für ein nachhaltiges urbanes Leben“.

    Dann folgt noch der Hinweis, dass der Anlass bei jedem Wetter stattfinde und eine Anmeldung nicht erforderlich sei.

  • Umwelt Arena zeigt Leuchtturmprojekt Bauen 2050 Urdorf

    Umwelt Arena zeigt Leuchtturmprojekt Bauen 2050 Urdorf

    Das neueste Leuchtturmprojekt des Konzepts Bauen 2050 der Stiftung Umwelt Arena Schweizist eine CO2-neutrale Wohnüberbauung in Urdorf. Sie wird Interessierten nun im Rahmen von Führungen zugänglich gemacht. Laut eines LinkedIn-Posts der Stiftung eignet sich das Programm auch als Firmenausflug. Im Rahmen eines ersten Moduls bekommen die Teilnehmenden eine Führung in der Wohnüberbauung selbst. Dabei wird ihnen auch eine Musterwohnung gezeigt. Das zweite Modul findet in der Umwelt Arena in Spreitenbach statt, wo weitere Hintergrundinformationen zum Konzept Bauen 2050 vorgestellt werden. Auch die Umwelt Area selbst steht dabei im Fokus. Zwischen den zwei Standorten könnten die Teilnehmenden unter anderem mit der Limmattalbahn verkehren.

    Die CO2-neutrale Wohnüberbauung in Urdorf weist mehrere nachhaltige Baukonzepte auf. So wurden etwa Recyclingbeton und Backstein verbaut, welche eine möglichst verlustfreie Speicherung solarer Wärmeenergie ermöglichen. Ausserdem tragen beispielsweise Duschen mit Wärmerückgewinnung, Erdsonden oder dreifach verglaste Fenster zu einer hohen Energieeffizienz bei. Dank solcher Massnahmen sind Strom und Wärme für Mieterinnen und Mieter innerhalb eines definierten Budgets kostenlos. Die Überbauung wurde von W. Schmid + Co. Glattbrugg sowie Ausstellungs- und Fachpartnern der Umwelt Arena gebaut.