Kategorie: Bauwirtschaft

Bauwirtschaft – Immobiliennews zu Baukosten, Projekten, Materialien & Entwicklungen in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft.

  • ETH-Projekt will ultra-grünen Beton weltweit zugänglich machen

    ETH-Projekt will ultra-grünen Beton weltweit zugänglich machen

    Die ETH will mit ihrem Projekt Ultra Green Concrete erreichen, dass CO2-armer Hochleistungsbeton allgemein zugänglich wird. Dabei nehmen die Forschenden um Franco Zunino, Senior Scientist am ETH-Institut für Baustoffe, einen Ansatz der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne auf: Dort wurde eine Zementformulierung (LC3) von 50 Prozent Klinker mit einer Kombination aus gebranntem Ton und Kalkstein gefunden, die im Vergleich zu herkömmlichem Zement etwa 40 Prozent CO2 einspart. Zunino war an dieser Entwicklung beteiligt.

    Nun setzt er im ETH-Projekt auf eine zweite Strategie, um CO2 einzusparen: auf die Reduzierung des Zementanteils im Beton. Diese Doppelstrategie biete Flexibilität, um kohlenstoffarme Betonzusammensetzungen an individuelle Märkte anzupassen, heisst es in einer Mitteilung der ETH. „Ideal wäre es, beides gleichzeitig umzusetzen“, wird Zunino zitiert. Doch sei dies in einigen Märkten schwierig, „da Produktionskapazitäten und Infrastruktur aufgebaut werden müssen. Dennoch besteht die Möglichkeit, zumindest einen davon zu realisieren und trotzdem CO2 einzusparen.“

    Laut Berechnungen von Zunino und seinem Team kann der CO2-Ausstoss von ultra-grünem Beton von 300 auf etwa 80 bis 100 Kilogramm pro Kubikmeter gesenkt werden, ohne Kompromisse bei der Leistung des Materials. Deshalb gibt es seiner Ansicht nach in industrialisierten Ländern keinerlei Ausreden dafür, nicht umgehend auf das neue, nachhaltigere Baumaterial umzusteigen.

    Zudem sei der CO2-arme Zement langlebiger und kostengünstiger als herkömmlicher. Dessen Produktion läuft den Angaben zufolge bereits in sieben Zementwerken weltweit. Zunino ist überzeugt, dass LC3 in zehn Jahren die am weitesten verbreitete Zementart weltweit sein wird.

  • OPENLY baut erstes Haus mit eigenem Netto-Null-Bausystem

    OPENLY baut erstes Haus mit eigenem Netto-Null-Bausystem

    OPENLY stellt mit seinem ersten Bauprojekt eigenen Angaben zufolge mehrere Rekorde auf. Das Unternehmen, das zur Dade Design Holding gehört, vollendet derzeit mit seinem OPENLY-Bausystem in Widnau ein Gebäude mit 19 Wohnungen. Es wird laut einer Medienmitteilung Netto Null errichtet. Im Betrieb soll es dank einer selbstentwickelten Gebäudesoftware sogar klimapositiv sein, also mehr Energie produzieren als verbrauchen, und damit 300 Tonnen CO2 einsparen.

    Viele Baumaterialien und -teile, die es am Markt noch nicht gibt, seien selbst entwickelt entwickelt worden, wie etwa die automatisch öffnenden Lüftungsklappen in den Fenstern. 400 Kubikmeter Hanfbeton und 2600 Quadratmeter Hanfziegel wurden ebenso verbaut wie 1000 Kubikmeter eines selbst entwickelten Pflanzenkohlebetons. 12 Tonnen Stahlträger stammten aus einem Gebäudeabbruch. Auch der Armierungsstahl ist zu 100 Prozent rezykliert.

    Die 400 Tonnen Lehmschüttung in den Decken bilden natürliche Wärmespeicher. Auch die eigens entwickelten Küchen wurden CO2-neutral realisiert. Dank einer proprietären Gebäudesoftware wird der Energieeinsatz im Gebäude intelligent automatisiert.

    Wie der Gründer und CEO von OPENLY, Andy Keel, erklärt, werde mit OPENLY „ein bionisches, an der Intelligenz der Natur orientiertes Bausystem“ entwickelt, „das von Bauträgern und Architekten genutzt werden soll. Gleichzeitig beraten und begleiten wir Unternehmen und Investmentfonds auf dem Weg zu ESG-konformen Bauprojekten, die nicht nur Schlechtes besser machen, sondern wirklich positiv auf das Klima wirken.“

    Am 30. November und am 19. Dezember finden öffentliche Führungen statt. Die Anmeldung ist per Mail möglich.

  • Erdrutsche werden sichtbar gemacht

    Erdrutsche werden sichtbar gemacht

    In der Schweiz, wo oberflächliche Erdrutsche regelmässig auftreten und erhebliche Schäden verursachen, hat die Berner Fachhochschule BFH ein innovatives Projekt gestartet. Ziel ist es, durch die Schaffung einer umfassenden Datenbank, die geotechnischen Kenntnisse über diese Naturgefahren zu vertiefen.

    Das Projekt, bekannt als Data-Rutsch, ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen den Forschungsteams der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaft HAFL und der Forschungsgruppe Geotechnik und Naturgefahren des Departements Architektur, Holz und Bau AHB. Die Datenbank wird Laborversuchsdaten zu Erdrutschen sammeln und analysieren, um Muster und Korrelationen zwischen verschiedenen Bodentypen und ihren geomechanischen Eigenschaften zu identifizieren.

    Wichtigkeit der Datenbank
    Die Bedeutung dieser Datenbank liegt in ihrer Fähigkeit, genauere Vorhersagen über Erdrutschrisiken zu ermöglichen. Dies wird Architekten, Bauingenieuren und Planern helfen, effizientere und sicherere Bauprojekte zu realisieren.

    Veranstaltung zur Präsentation der Ergebnisse
    Die Ergebnisse dieses wichtigen Projekts werden am Burgdorfer Geotechniktag 2024 vorgestellt. Diese Veranstaltung, die am 26. Januar 2024 stattfindet, wird sich auf den Umgang mit dem Untergrund bei Bauprojekten konzentrieren. Teilnehmer werden dort Einblicke in die Reduzierung geotechnischer Risiken und Baukosten erhalten.

    Durch die Zusammenführung von Expertenwissen und fortschrittlichen Forschungsmethoden strebt Data-Rutsch danach, das Verständnis und die Behandlung von Oberflächenrutschungen wesentlich zu verbessern, was letztlich zur Sicherheit und Nachhaltigkeit im Bauwesen beitragen wird.

  • Dietikon legt Pläne für das neue Quartier Niderfeld öffentlich auf

    Dietikon legt Pläne für das neue Quartier Niderfeld öffentlich auf

    Die Stadt Dietikon startet die öffentliche Auflage der Planungsinstrumente für die Gebietsentwicklung Niderfeld. Die Unterlagen des öffentlichen Gestaltungsplans inklusive Umweltverträglichkeitsbericht und der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung werden laut Medienmitteilung vom 9. November 2023 bis 19. Januar 2024 zusammen mit dem Gestaltungsleitbild aufgelegt. Am 8. November wurden sie an einem öffentlichen Informationsanlass im Gemeinderatssaal des Stadthauses präsentiert.

    Dazu heisst es in der Mitteilung der Stadt Dietikon, im Zentrum des Quartiers liege der grosse Park. Im Norden und Westen entstehe ein Wohngebiet. Südlich des Parks ist das Mischgebiet mit Gewerbe und Dienstleistungsanbietern. Östlich des Parks entstehen eine neue Schule, Sportanlagen und eine Dreifachturnhalle. Am westlichen Rand des Niderfelds liegt das Arbeitsplatzgebiet. Die Limmattalbahn erschliesse das Gebiet mit zwei Haltestellen. Das Arbeitsgebiet werde durch ein eigenständiges Strassennetz erschlossen, damit das Wohngebiet vom Schwerverkehr befreit bleibt und kein Durchgangsverkehr entsteht.

    Das Niderfeld ist mit rund 40 Hektaren Dietikons letzte grosse Siedlungsreserve, heisst es von der Stadt Dietikon. Es werde dereinst etwa 3700 Menschen Wohnraum bieten und Platz für etwa 2700 Arbeitsplätze haben.

  • Neue Lärmvorschriften im Interesse der Siedlungsentwicklung nach innen

    Neue Lärmvorschriften im Interesse der Siedlungsentwicklung nach innen

    Die Umweltkommission des Ständerates (UREK-S) hat einstimmig ihre Unterstützung für die Revision des Umweltschutzgesetzes ausgesprochen, nachdem sie umfangreiche Anhörungen von Kantonen und Interessenvertretungen durchgeführt hat. Die Revision betrifft verschiedene Umweltthemen, darunter Lärmschutz, Altlasten und strafrechtliche Aspekte. Die UREK-S hat sich bereits auf Entscheidungen bezüglich des Bauens in lärmexponierten Gebieten festgelegt und unterstützt die Schaffung klarer lärmrechtlicher Kriterien für Baubewilligungen. Dies soll die Rechtssicherheit für Bauprojekte in lärmbelasteten Gebieten erhöhen und das Ziel der Siedlungsentwicklung nach innen voranbringen.

    Die Kommission schlägt vor, Baugenehmigungen unter bestimmten Bedingungen zu erteilen, selbst wenn die Immissionsgrenzwerte überschritten werden. Eine Möglichkeit ist, den Grenzwert in mindestens der Hälfte der lärmempfindlichen Räume an einem Fenster einzuhalten. Alternativ kann dies auf einen lärmempfindlichen Raum pro Wohnung beschränkt werden, wenn ein ruhiger Außenraum vorhanden ist. Die Kommission hat auch beschlossen, dass die Grenzwerte am offenen Fenster nicht eingehalten werden müssen, wenn eine kontrollierte Wohnraumlüftung vorhanden ist.

    Eine Minderheit in der Kommission hält diese Lockerungen des Lärmschutzes für zu weitreichend und plädiert für einen strengeren Schutz vor Lärm. Sie schlägt vor, dass der Grenzwert grundsätzlich in jedem lärmempfindlichen Raum an einem Fenster eingehalten werden muss. Ist dies nicht möglich, könnte dies auf die Hälfte der lärmempfindlichen Räume beschränkt werden, sofern ein ruhiger Außenraum zur Verfügung steht.

    In Bezug auf die Ausweisung von Bauzonen und Änderungen von Nutzungsplänen unterstützt die Kommission den Bundesrat darin, Ausnahmen von der Einhaltung der Belastungsgrenzwerte zuzulassen, unter der Voraussetzung, dass bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Eine Minderheit in der Kommission fordert, den Städten und Gemeinden mehr Kompetenzen bei der Anordnung von Maßnahmen zu geben, während eine andere Minderheit Lärmobergrenzen auf Gesetzesstufe für Ausnahmen bei der Ausweisung neuer Bauzonen oder Änderungen von Nutzungsplänen festlegen möchte.

    Schließlich wird von einer Minderheit verlangt, den Lärmschutz während der Nachtzeiten sicherzustellen. In Bezug auf die Biodiversitätsinitiative bleibt die Kommission bei ihrer Entscheidung, nicht auf den indirekten Gegenentwurf zur Initiative einzutreten. Die Mehrheit der Kommission ist der Ansicht, dass das bestehende Recht ausreichend Schutz für Flächen mit hoher Biodiversität bietet. Eine Minderheit plädiert jedoch für den indirekten Gegenentwurf. Die Kommission empfiehlt schließlich die Ablehnung der Biodiversitätsinitiative.

    Die Kommission hat auch die Detailberatung zur parlamentarischen Initiative „Stärkung der Schweizer Kreislaufwirtschaft“ aufgenommen und wird die Beratung fortsetzen. Darüber hinaus hat sie ein Postulat eingereicht, das die Anwendung des Verursacherprinzips bei Rücksendungen im Online-Versandhandel prüfen soll. Die Kommission tagte unter dem Vorsitz von Ständerätin Adèle Thorens Goumaz und teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti in Bern.

  • Erfolgreiche Bilanz trotz herausforderndem Markt

    Erfolgreiche Bilanz trotz herausforderndem Markt

    In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 verzeichnete die Unternehmensgruppe einen Umsatzrückgang von 12,3% auf CHF 2’390 Mio. Der Rückgang ist teilweise auf negative Währungseffekte in Höhe von CHF 119 Mio. zurückzuführen, die durch den erstarkten Schweizer Franken verursacht wurden. In lokalen Währungen betrug der Rückgang 7,9%. Trotz dieser Herausforderungen gelang es, die EBITDA-Marge um 320 Basispunkte auf 31,3% zu steigern und das Gewinnwachstum pro Aktie in lokalen Währungen um 5,2% zu erhöhen.

    Der Nettoumsatz im dritten Quartal belief sich auf CHF 728 Mio., was einem Rückgang von 7,9% im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Währungsbereinigt ergab sich eine Abnahme von 4,8%, getrieben durch Volumenrückgänge und einen positiven Preiseffekt von etwa 6%.

    Die europäischen Märkte waren besonders von den schwierigen Bedingungen betroffen, mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang von 9,2% nach neun Monaten. Insbesondere Österreich, Deutschland und Osteuropa verzeichneten zweistellige Rückgänge, während die Region Nahost/Afrika ein Wachstum von 11,5% erzielte.

    Der währungsbereinigte Nettoumsatz sank bei Rohrleitungssystemen um 5,4%, bei Badezimmersystemen um 7,9% und bei Installations- und Spülsystemen um 10,1%.

    Trotz des herausfordernden Marktumfelds gibt es positive Aspekte wie den Bedarf an Renovierungen, den Trend zu höherwertigen Sanitärstandards und das günstige Marktumfeld in Ländern wie Indien und der Golfregion. Die Unternehmensgruppe hat sich für 2023 auf strategische Stabilität und operative Flexibilität fokussiert, um die Herausforderungen zu meistern und das mittelfristige Potenzial nicht zu beeinträchtigen.

    Für das Gesamtjahr 2023 erwartet die Unternehmensleitung einen Rückgang des Nettoumsatzwachstums in lokalen Währungen im mittleren einstelligen Bereich und eine EBITDA-Marge von 29 bis 30%. Die Unternehmensleitung ist überzeugt, dass das Unternehmen aus der aktuellen Marktsituation gestärkt hervorgehen wird. Diese Überzeugung stützt sich auf die stabile Strategie, starke Kundenbeziehungen und die finanzielle Stabilität des Unternehmens.

  • Strabag schliesst Arbeiten an Brunaubrücke ab

    Strabag schliesst Arbeiten an Brunaubrücke ab

    Das Schlieremer Bauunternehmen Strabag arbeitet seit Februar 2023 an der Instandsetzung der Brunaubrücke. Die Brücke führt den Autoverkehr der A3 über die Sihl. Laut Medienmitteilung sollen die Arbeiten bis Ende November abgeschlossen werden. Die letzte Bauphase umfasst Abdichtungsarbeiten sowie die Belagsfinalisierung. Um das Projekt abzuschliessen, baut Strabag eine Strassenabwasser-Behandlungsanlage (SABA), die es ermöglicht, das Strassenwasser der Brücke zu reinigen, heisst es in der Mitteilung.

    Der Stadtrat von Zürich hatte im September 2021 für Instandsetzungsarbeiten an der Brunaubrücke gebundene Ausgaben in der Höhe von 3,76 Millionen Franken bewilligt. Die Brunaubrücke, die die Allmendstrasse über die Sihl führt, ist ein wichtiger Autobahnzubringer auf die A3 und ebenfalls von Bedeutung für die Verkehrsachse Sihltal-Zürich, hiess es in der Mitteilung dazu. Über die 58 Meter lange und 24 Meter breite Brücke führen je zwei Fahrspuren stadtein- und stadtauswärts. Ebenso hat es beidseitig Gehwege auf denen auch Velos im Mischverkehr zugelassen sind. An der Brunaubrücke waren verschiedene Schäden insbesondere am Belag und an den Abdichtungen festgestellt worden.

    Die Brunaubrücke ist für Zürich und das Sihltal ein geschichtsträchtiges Bauwerk, heisst es in der Strabag-Mitteilung: In den 1950er-Jahren entwickelte das Tiefbauamt der Stadt Zürich ein Projekt, welches die Allmendstrasse über die Sihl führte. Damals stand an der Sihl eine grosse Papierfabrik. Der Zubringerverkehr musste auf einer geeigneten Verkehrsachse zur Fabrik gelangen. Im August 1957 war Baustart. Die Firma Ed. Züblin & Cie. (heute Strabag) wurde mit den gesamten Tiefbau- und Betonarbeiten beauftragt. 1958 ging die Brücke in Betrieb.

  • Green Datacenter geht den Bau zweier weiterer Datenzentren an

    Green Datacenter geht den Bau zweier weiterer Datenzentren an

    Die Green Datacenter AG geht auf dem Metro-Campus Zürich die nächste Bauphase an. Nach dem bereits 2022 fertiggestellten ersten Datacenter werde der Bau der Datacenter N und O früher als geplant umgesetzt, informiert die Anbieterin von Rechenzentren und damit verbundenen Dienstleistungen mit Hauptsitz in Lupfig in einer Mitteilung. Als Grund für den vorgezogenen Baustart gibt das Unternehmen eine stark steigende Nachfrage nach sicheren und leistungsfähigen Datenzentren an.

    „Unser Wachstum widerspiegelt den rasanten Technologie- und Digitalisierungsschub“, wird Unternehmenschef Roger Süess in der Mitteilung zitiert. „Moderne Datacenter sind Voraussetzung, damit diese Transformation in hohem Tempo, sicher und nachhaltig in der Schweiz realisiert werden kann.“ Die beiden neuen Datenzentren sollen Platz für bis zu 160’000 IT-Systeme bieten.

    Haushalte und Betriebe der umliegenden Gemeinden können von der Abwärme der Datenzentren profitieren. Dazu investiere Green Datacenter „mehrere Millionen in die Abwärmeauskopplung und kooperiert mit Energie 360°“, schreibt das Unternehmen. Der Zürcher Energieversorger setzt in der Region mehrere Fernwärmeprojekte um. „Mit der Abwärmenutzung und vielen weiteren Massnahmen tragen wir zur Kreislaufwirtschaft bei und unterstützen die Energiewende“, meint Süess. „Für uns ist klar, dass nur mit nachhaltigen Datacentern eine zukunftsorientierte Digitalisierung erreicht werden kann.“

  • Architekturbuch über Schlieren wird in Frankfurt ausgezeichnet

    Architekturbuch über Schlieren wird in Frankfurt ausgezeichnet

    Das Buch «Stadtwerdung im Zeitraffer» ist laut einer Medienmitteilung einer der zehn Preisträger des DAM Architectural Book Award 2023, der von der Frankfurter Buchmesse und dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) verliehen wird. Die fotografische Langzeitbeobachtung von Schlieren in den Jahren 2005 bis 2020 zeige, wie sich das Schweizer Mittelland entwickelt, heisst es weiter. «Stadtwerdung im Zeitraffer» wird herausgegeben von Meret Wandeler, Ulrich Görlich und Caspar Schärer und ist der Abschluss der Studie Fotografische Langzeitbeobachtung Schlieren.

    Das laut der Mitteilung vielbeachtete Projekt hat 15 Jahre lang fotografisch untersucht, wie Bautätigkeit und urbane Entwicklung den Charakter einer typischen Schweizer Vorortsgemeinde im Agglomerationsgürtel verändern. Gestaltet wurde das Buch vom Grafikstudio Elektrosmog in Zürich. Es wird vom Zürcher Verlag Scheidegger & Spiess herausgegeben.

    In der Begründung des Auszeichnung erklärt die Jury: «Das Buch erklärt sich in seiner Struktur, ergründet das gestellte Thema facettenreich und geht zugleich sorgsam mit der Zeit seines Publikums. All diese Kriterien an ein gutes Architekturbuch erfüllt der immerhin 630-Seiten-starke Doppelband ‚Stadtwerdung im Zeitraffer‘». Das Buch verdeutliche das Wachstum in Schlieren, «wo in 15 Jahren 7000 Menschen hinzugekommen sind, wo an manchen Ecken dicht gebaut wurde und sich an anderen kaum etwas verändert hat».

    Lob gebühre der Wahl eines geeigneten Ortes, um das Phänomen der Stadtwerdung zu ergründen, heisst es weiter von der Jury. Die beiden Teile des Doppelbandes erzählen mit den jeweils passenden Mitteln von ihrem Prozess. Essays und Texte liefern die Hintergründe der Entwicklung und ordnen ein.

  • Zusammenarbeit für den Bau der Zukunft

    Zusammenarbeit für den Bau der Zukunft

    In einer Zeit, in der die Welt mit einem Arbeits- und Fachkräftemangel sowie der Notwendigkeit nachhaltigerer Wohnlösungen konfrontiert ist, setzen ABB Robotics und Porsche Consulting auf Innovation. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Automatisierung in der Bauindustrie zu intensivieren und so nicht nur den Wohnungsbau effizienter und erschwinglicher zu gestalten, sondern auch die Umweltbelastungen zu reduzieren.

    Eberhard Weiblen, Vorsitzender der Geschäftsführung von Porsche Consulting, betont die Bedeutung des Wandels: «Die Bauindustrie begegnet zahlreichen Problemen. Mit den Roboterlösungen von ABB und unserer Expertise möchten wir eine hochautomatisierte Zukunft gestalten.»

    Marc Segura, Leiter der Robotics-Division von ABB, sieht ebenfalls grosses Potenzial. «Indem wir den Fertigungsprozess automatisieren, können wir den Wohnungsbau nachhaltig verändern und dabei die Herausforderungen des Arbeitskräftemangels adressieren.»

    Der globale Arbeitskräftemangel hat die Bauindustrie besonders hart getroffen, was die bereits bestehende Wohnungskrise verschärft. Neue Ansätze sind notwendig, um den wachsenden Wohnbedarf zu decken und dabei ökologische und soziale Standards nicht zu vernachlässigen.

    Während die traditionelle Bauweise den Anforderungen nicht gerecht wird, bietet der modulare Bau eine effizientere und umweltfreundlichere Alternative. Abfall wird reduziert, Arbeitsunfälle verringert, und Bauprojekte können schneller umgesetzt werden.

    Dennoch hinkt die Bauindustrie in puncto Automatisierung anderen Sektoren hinterher. Eine Umfrage von ABB zeigt, dass nur 55% der Bauunternehmen Roboter nutzen – im Vergleich zu 84% in der Automobilindustrie.

    „Der Bausektor steht vor einer Revolution. Wir glauben, dass Technologie und Know-how einen Wandel herbeiführen können, wie wir ihn in anderen Industrien erlebt haben“, schliesst Weiblen.

    Marc Segura von ABB fügt abschliessend hinzu: «Wir sind bereit, den modularen Wohnungsbau zu prägen und damit einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.»

  • Studienergebnisse zur zukünftigen Wohn- und Arbeitsgestaltung

    Studienergebnisse zur zukünftigen Wohn- und Arbeitsgestaltung

    Nach zwei Jahren der Pandemie zeigt sich: Unsere Vorstellungen von Lebens- und Arbeitsräumen haben sich gewandelt. Dies geht aus einer Studie der HIG Immobilien Anlage Stiftung hervor, die sich mit der Balance zwischen Individualität und Gemeinschaft sowie Arbeit und Privatleben in multifunktionalen Räumen befasst. Hierbei wurden sowohl ideale Vorstellungen als auch mögliche Kompromisse abgefragt. Insbesondere Preis und Mobilität sind zentrale Faktoren in der Wohnraumauswahl.

    Drei konkrete Szenarien, die unterschiedliche Wohnformen skizzieren, wurden auf Basis der Erhebung entwickelt. Bei einer Online-Umfrage unter 331 Teilnehmern wurden diese zur Auswahl gestellt, wobei individuelle Anpassungsoptionen den Wohnungsendpreis beeinflussten.

    Die drei Szenarien sind:
    Gemeinsam allein wohnen: Ideal für Alleinstehende, wie Senioren oder Studierende, die sich mehrere Stockwerke eines Hauses teilen, aber dennoch über private Räume verfügen und von gemeinsamen Services profitieren.

    Quartierleben mit Services: Ein Mix aus Wohnformen für Singles, Paare und Familien in einem Quartier, mit zusätzlichen Gemeinschaftsräumen und Serviceangeboten.

    Micro-Living-Pool: Perfekt für Personen mit hohem Mobilitätsbedarf, bietet möblierte Kleinwohnungen an zentralen Standorten in der Schweiz, die es erlauben, wochenweise zu wechseln und von einem breiten Dienstleistungsangebot zu profitieren.

    Aus der Umfrage geht hervor, dass das zweite Szenario mit 65% die höchste Beliebtheit genoss und auch am besten bewertet wurde. Der Hauptentscheidungsfaktor für viele war der Preis, gefolgt von Individualisierungs- und Serviceangeboten. Interessanterweise bevorzugen viele das Landleben gegenüber dem Stadtleben, wobei Mobilitätsangebote höher gewichtet werden als andere Aspekte wie Freizeitmöglichkeiten.

    Als Fazit betont die HIG Immobilien Anlage Stiftung ihre Rolle als Immobilienentwicklerin und hebt ihre Bemühungen um Nachhaltigkeit und ein bedarfsorientiertes Raumangebot hervor. Die Ergebnisse weisen auf eine wachsende Bereitschaft hin, auf ein eigenes Auto zu verzichten, wenn gute öffentliche Verkehrsverbindungen und Sharing-Angebote vorhanden sind. Um zukünftige Entwicklungen besser zu antizipieren, setzt die HIG weiterhin auf den Dialog mit der Bevölkerung.

  • Isola Areal in Breitenbach wird Wohn- und Arbeitsquartier

    Isola Areal in Breitenbach wird Wohn- und Arbeitsquartier

    Das einstige Industriegebiet Isola Areal in Breitenbach soll bis 2040 in einen vielfältigen Ort für Wohnen, Arbeiten und Freizeit umgebaut werden. Die Stimmbevölkerung von Breitenbach hat den Plänen am 22. Oktober mit einer Mehrheit von 61 Prozent grünes Licht gegeben, informiert die Steiner AG in einem Beitrag auf LinkedIn. Die Zürcher Bau- und Immobiliengesellschaft wird die Umbauten als Projektentwicklerin im Zusammenspiel mit Grundeigentümerin Seraina Investment Foundation und der Gemeinde Breitenbach realisieren.

    Die Entwicklung des Areals soll in Etappen erfolgen, wobei der effektive Baubeginn der ersten Etappe frühestens 2029 ansteht. „Die Entwicklung eines Areals dieser Grösse erfordert Zeit und eine sorgfältige Planung“, heisst es im Internetauftritt des Projekts. Bereits im kommenden Jahr werde die Gemeinde aber von der Öffnung des Areals profitieren. Dann sollen auch drei historische Gebäude des Areals renoviert und für neue Nutzungen zur Verfügung gestellt werden.

  • Ariv eröffnet zweiten Standort in Cham

    Ariv eröffnet zweiten Standort in Cham

    Ariv hat mit der HIAG Immobilien AG einen Vertrag für die Anmietung von rund 3550 Quadratmetern im neuen Quartier CHAMA in Cham unterzeichnet. Hier will der zur Aquilas Company Builder AG gehörende Coliving-Anbieter ab nächstem Frühjahr 71 moderne Apartments betreiben. Nach einjährigem erfolgreichen Bestehen in Basel habe Ariv damit seinen zweiten Standort eröffnet, schreibt das Unternehmen in einer entsprechenden Mitteilung. Über den Mietpreis werden dort keine Angaben gemacht.

    „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Ariv und heissen sie herzlich willkommen im Quartier CHAMA“, wird David Bendler, Leiter Asset Management bei HIAG, in der Mitteilung zitiert. „Die Wahl von Ariv unterstreicht die Attraktivität unseres Areals und bestätigt unsere Vision, ein modernes und vielseitiges Quartier in Cham zu etablieren.”

    Das Konzept von Ariv sieht vollständig eingerichtete Wohneinheiten vor, die von einem Gemeinschaftsbereich mit einem Angebot an Aktivitäten ergänzt werden. Die Zielgruppe sind vor allem Firmen und Privatpersonen, die eine Unterkunft für einen begrenzten Zeitraum suchen. „Der Markt in der Region Zug ist sehr dynamisch und entwickelt sich rasant weiter“, erläutert Ariv-CEO Eva White. „Die zahlreichen internationalen Unternehmen, die in der Region angesiedelt sind und unter anderem auch international rekrutieren, stellen eine interessante Zielkundschaft dar.” Nach dem erfolgreichen Auftakt in Basel und dem neuen Standort in Cham streckt das Unternehmen derzeit seine Fühler in weitere Richtungen aus. Gesucht werden insbesondere geeignete Immobilien in Städten wie Zürich, Lausanne und Genf.

  • Nachhaltiger Baustoff und CO2-Senke für die Zukunft

    Nachhaltiger Baustoff und CO2-Senke für die Zukunft

    Beton ist in der Schweiz der am häufigsten verwendete Baustoff. KLARK könnte ihn nun auch zu einem Vorreiter in der Nachhaltigkeit machen, da das Produkt als CO2-neutral beworben wird. Der Beton vereint diese ökologischen Vorteile ohne Kompromisse bei der Materialqualität oder Verarbeitungsfähigkeit einzugehen. Das macht ihn zu einer attraktiven Option für den Hochbau.

    Der Schlüssel zur Klimafreundlichkeit liegt in der Beimischung von Pflanzenkohle, die aus unbehandeltem Restholz hergestellt wird. Durch ein spezielles Pyrolyseverfahren wird CO2 in der Pflanzenkohle langfristig gebunden, wodurch der Beton zu einer echten CO2-Senke wird. Ein Neubau eines Einfamilienhauses könnte so etwa so viel CO2 einsparen, wie ein durchschnittliches Auto in der Schweiz in einem Zeitraum von zehn Jahren emittiert.

    «Unsere Priorität liegt in der sinnvollen Verwertung aller Materialien,» sagt Christian Wengi von Logbau. «Deshalb haben wir intensiv in Forschung und Entwicklung investiert.»

    Die Produktentwicklung wurde von Experten der Ostschweizer Fachhochschule begleitet, die die optimale Rezeptur für den Beton ermittelt haben.

    Das Prinzip der Pflanzenkohle ist nicht neu und hat eine lange Geschichte. Sie wurde bereits in der Eisenzeit produziert und hat in den letzten Jahren durch zahlreiche wissenschaftliche Studien ein Revival erlebt. Roland Christen, Gründer von Infratrace, betont die Verfügbarkeit von Holzabfällen in der Schweiz als Kohlenstoffquelle und setzt sich für den offenen Zugang zu Forschungsergebnissen ein.

    Darüber hinaus könnte das Pyrolyseverfahren, mit dem die Pflanzenkohle hergestellt wird, zukünftig in Heizkraftwerken eingesetzt werden, die neben Wärme auch Gas produzieren.
    Neben dem Klimaschutz bietet der Beton durch die leicht dunklere Färbung durch die Pflanzenkohle auch interessante Designmöglichkeiten. Insgesamt zeigt das Beispiel KLARK, wie Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können, um die Baubranche grundlegend zu verändern.

  • Bundesbauvorhaben in Höhe von CHF 218,1 Millionen bewilligt

    Bundesbauvorhaben in Höhe von CHF 218,1 Millionen bewilligt

    Ein bedeutender Diskussionspunkt war der Verpflichtungskredit von 27,5 Millionen Franken für den Bau einer Botschaft in Kamerun. Ein Antrag zur Kürzung dieses Kredits um 7,5 Millionen wurde abgelehnt. Die Befürworter des vollständigen Betrages argumentieren, dass die Investition wirtschaftlich sinnvoll ist, besonders im Vergleich zu anderen Botschaftsprojekten in Afrika.

    Zusätzliche Bundesmittel im Voranschlag 2023
    Den von der Bundesregierung am 15. September 2023 vorgeschlagenen Nachtrag II zum Voranschlag 2023 wird geprüft. Der Bundesrat beantragt zusätzliche Kredite in Höhe von insgesamt 471,1 Millionen Franken. Subkommissionen werden diese Anträge im Detail bis Anfang November prüfen.

    Bundeshaushalt 2024 und mittelfristige Finanzplanung
    Anfang September wurde mit der Prüfung des Bundeshaushaltes für 2024. Änderungen, die später vom Bundesrat vorgenommen wurden, betrafen insbesondere wegfallende Einnahmen und Ausgaben im Zusammenhang mit der UBS-Verlustgarantie. Trotz eines strukturellen Defizits von 22 Millionen Franken wird erwartet, dass die Schuldenbremse im kommenden Jahr eingehalten wird.

    Fokus auf Kapazitätsplanung im Asylbereich
    Nach Ablehnung der Kredite für eine Container-Siedlung für Asylsuchende sieht die Mehrheit der Kommission es als unangemessen an, dem Bundesrat Vorgaben zur Kapazitätsplanung im Asylbereich zu machen.

    Finanzierung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB)
    Im Zuge der Umsetzung einer Motion zur nachhaltigen Finanzierung der SBB unterstützt die Kommission einen Kapitalzuschuss von 1,15 Milliarden Franken für die SBB. Sie empfiehlt jedoch, einige vom Bundesrat vorgeschlagene Gesetzesänderungen nicht vorzunehmen, um sicherzustellen, dass künftige Darlehen nicht die Schuldenbremse beeinträchtigen.

  • Baustart für neue NEST-Unit

    Baustart für neue NEST-Unit

    Das Forschungs- und Innovationsgebäude NEST von Empa und Eawag hat das Ziel, Innovationen im Bauwesen voranzutreiben. Hierbei werden kontinuierlich neue Gebäudeeinheiten, die als Units bezeichnet werden, errichtet und in Betrieb genommen. In solchen Projekten können Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft neue Ansätze testen und ihre Ideen in einem realen Kontext weiterentwickeln. Das Besondere: Diese Units sind nicht nur echte Bauprojekte, sondern werden nach ihrer Fertigstellung tatsächlich genutzt, beispielsweise als Büro- oder Wohnräume. Aktuell hat der Bau der neuesten NEST-Einheit, STEP2, begonnen, die voraussichtlich im kommenden Frühjahr vollendet wird.

    Zusammenarbeit auf Augenhöhe
    „Von Beginn an war das primäre Ziel für STEP2 klar definiert: Wir würden nur das bauen, was nachhaltig ist und in der Baubranche eine echte Zukunftsperspektive hat“, betont Enrico Marchesi, Innovation Manager bei NEST und Projektleiter von Empa. „Deshalb haben wir jede Neuerung gründlich auf ihre Marktrelevanz geprüft“, fügt Andreas Hafner von BASF hinzu, einer der Mitbegründer des Projekts. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde ein strikter „Co-Creation“-Ansatz gewählt. „Wir glauben fest daran, dass echte und marktfähige Innovationen nur entstehen, wenn alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette gleichberechtigt zusammenarbeiten. Als integraler Teil der schweizerischen Forschungs- und Innovationslandschaft wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern zukunftsorientierte Lösungen identifizieren, die wirtschaftlichen Wert haben. Mit unserem Wissen wollen wir dazu beitragen, dass diese Innovationen Wirklichkeit werden“, so Olivier Enger, Senior Innovation Manager bei BASF.

    Als Hauptpartner der Unit bringt das Unternehmen entscheidendes Fachwissen, Netzwerk und nachhaltige Materialien ein, was wesentlich zum Projekterfolg beiträgt. Dieser gemeinschaftliche Ansatz hat sich bewährt: Während der dreijährigen Planung konnten die Partner aus verschiedenen Bereichen innovative Durchbrüche erzielen. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir die zusammen entwickelten Lösungen nun in ein tatsächliches Gebäude integrieren können“, äussert sich der Chefarchitekt Silvan Oesterle vom Architekturbüro ROK.

    Ressourcenschonendes Deckensystem
    Im ersten Geschoss der doppelstöckigen Unit wurde eine innovative Rippen-Filigrandecke installiert, die in Zusammenarbeit zwischen dem Architekturbüro ROK, dem Ingenieurbüro WaltGalmarini AG und der Stahlton Bauteile AG entworfen wurde. Diese Deckenkonstruktion ermöglicht Spannweiten von acht bis 14 Metern, was sie besonders für Bürogebäude und Hochhäuser prädestiniert. Die Einzelelemente wurden in den Werksräumen von Stahlton unter Verwendung von 3D-gedruckten, vollständig mineralischen und kreislauffähigen Schalungen hergestellt. Anschliessend fanden sie ihren Weg zum NEST, wo sie in der Unit eingebaut wurden.

    Dank der digitalen Planung und des 3D-Drucks konnte der Materialverbrauch und in der Folge die CO2-Emissionen im Vergleich zu traditionellen Beton-Flachdecken um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Die Verwendung des zirkulären Betons von zirkulit AG erhöhte die Umweltfreundlichkeit weiter, da er weniger Zement enthält und gleichzeitig CO2 bindet. Ein weiteres Highlight: In die Decke wurde ein akustisches System integriert. Dieses besteht aus 3D-gedruckten Boxen, die mit dem Absorberschaum Cavipor® von BASF gefüllt sind und trotz der schallreflektierenden Oberfläche für eine angenehme Akustik im Raum sorgen.

    Eine digital gefertigte Betontreppe
    Ins zweite Stockwerk der STEP2-Unit wird man künftig über eine Betontreppe mit dem Namen «Cadenza» gelangen. Das Projektteam setzt sich zusammen aus Expertinnen und Experten von ROK, dem Lehrstuhl «Digital Building Technologies» der ETH Zürich, der BASF-Tochtergesellschaft BASF Forward AM, dem 3D-Druckunternehmen New Digital Craft, dem Betonfertigteile-Hersteller SW Umwelttechnik, der WaltGalmarini AG und dem Empa-Spin-off «re-fer».

    Auch bei diesem Innovationsobjekt schöpfte das Team das volle Potenzial von computergestütztem Design und 3D-Druck aus. Durch den Einsatz von 3D-gedruckten Schalungen konnte man komplexere Formen kreieren als dies mit herkömmlichen Sonderschalungen möglich gewesen wäre. Gleichzeitig konnten diese mehrfach verwendet werden, wodurch der Materialaufwand sowohl bei der Treppe wie auch bei den Schalungen erheblich reduziert werden konnte. Die vorproduzierten Treppenstufen wurden an der Empa in Dübendorf zusammengesetzt, mittels der Vorspanntechnik von «re-fer» fixiert und als ein Bauteil in der Unit verbaut. Der Vorteil: Da die einzelnen Stufen aufeinander gefädelt wurden, können diese beim Rückbau relativ einfach demontiert und schliesslich wiederverwendet werden. Die Treppe demonstriert eindrücklich, wie sich mit dem entwickelten Ansatz massgeschneiderte, ressourcensparende Betonelemente realisieren lassen.

    Die Gebäudefassade als Entwicklungsumgebung
    Gebäudehüllen bieten grosses Potenzial zur Energieoptimierung und zur Steigerung des Nutzerkomforts. STEP2 befasst sich deshalb damit, die Entwicklung von Innovationen im Bereich der Gebäudehülle zu beschleunigen. Mithilfe der Expertise der Aepli Metallbau AG wurde die Fassade so konzipiert, dass mit minimalem Aufwand ganz unterschiedliche Einbauten getestet werden können. Dadurch bietet sich für NEST-Partner die Möglichkeit, neue Technologien und Materialien einfach zu implementieren und zu validieren. Gleichzeitig soll eine neue Lösung des Unternehmens für «Closed-Cavity»-Fassaden zur Anwendung kommen, durch die auf eine mechanische Konditionierung des Elementzwischenraums vollständig verzichtet werden kann.

    Optimale Energieeffizienz und Behaglichkeit
    Damit die Unit so energieeffizient wie möglich betrieben werden kann und sich Nutzerinnen und Nutzer gleichzeitig möglichst wohl fühlen, hat die WaltGalmarini AG ein umfassendes Energie- und Behaglichkeitskonzept entwickelt. Dadurch soll das optimale Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten erreicht werden. Dazu gehören etwa automatisierte Fassadenklappen, thermisch aktivierte Masse oder auch hochwärmedämmende Verglasungen. Für zusätzliche Behaglichkeit soll zudem das für STEP2 erarbeitete Lichtkonzept von Bartenbach sorgen.

  • Steiner AG will in Wollerau 13 Wohngebäude bauen

    Steiner AG will in Wollerau 13 Wohngebäude bauen

    Die Steiner AG hat das Richtprojekt und den Gestaltungsplan für die Wohnüberbauung Unter Erlen eingereicht. Laut einer Mitteilung des Immobilienentwicklers auf LinkedIn umfasst das Projekt 13 gestaffelte Gebäude in Hanglage. Sämtliche in den Terrassenhäusern vorgesehenen 62 Wohnungen im Minergie-Standard mit 2,5 bis 5,5 Zimmern werden über freie Sicht auf den Zürichsee verfügen.

    Seraina Investment Foundation, die Anlagestiftung der Steiner Investment Foundation, hat das Grundstück 2021 erworben. Sie wurde 2016 als unabhängige und selbstverwaltete Anlagestiftung gegründet und Ende 2022 in Seraina Invest umbenannt. Sie hat ein Portfolio von über 45 Projekten und ein Anlagevolumen von über 1,4 Milliarden Schweizer Franken.

    Gemeinsam mit Seraina Invest und der Familie Meister als Nachbarin im Entwicklungsperimeter schrieb die Steiner AG einen Studienauftrag aus. Schliesslich wurden sieben Teams eingeladen, ihre Entwürfe für dieses anspruchsvolle Gebiet auszuarbeiten. Das Beurteilungsgremium entschied sich für die Vision von NUSUS Architekten und der Studio Vulkan Landschaftsarchitektur.

    Für den Gestaltungsplan Unter Erlen läuft seit 6. Oktober 2023 die öffentliche Planauflage der Gemeinde Wollerau. Grundeigentümer, Entwicklerinnen und Planer hoffen, mit dem Bau der Gebäude und Wohnungen 2028 beginnen zu können. Die Baukosten werden auf rund 50 Millionen Franken veranschlagt.

  • Partner testen Innovationen für Bausektor in neuer NEST-Unit

    Partner testen Innovationen für Bausektor in neuer NEST-Unit

    Nach dreijähriger Planungszeit wird am NEST wieder gebaut. Der neue modulare Gebäudeteil (Unit) heisst STEP2. Wie in allen anderen Modulen des Forschungs- und Innovationsgebäudes der beiden Forschungsinstitute Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs (Eawag) testen die Projektpartner auch dort Innovationen mit hohem Marktpotenzial. STEP2 soll im Frühling 2024 fertig sein.

    Als Hauptpartner von STEP2 trägt BASF laut einer Medienmitteilung mit seiner Expertise, seinem Netzwerk und nachhaltigen Materialien massgeblich zum Erfolg des Projekts bei. Alle Units werden nach ihrer Fertigstellung auch als Büros oder Wohnungen genutzt.

    Im ersten Stock der zweigeschossigen Unit wurde eine geräuschdämmende Rippen-Filigrandecke für Büro- und Hochhäuser verbaut. Die 3D-gedruckten Schalungen sind zu 100 Prozent kreislauffähig. Der zirkuläre Beton steigerte die Nachhaltigkeit zusätzlich. Ins zweite Stockwerk führt die Betontreppe Cadenza, auch sie mit computergestütztem Design und 3D-Druck gefertigt.

    STEP2 befasst sich auch mit der Gebäudehülle und ihrem Potenzial zur Energieoptimierung. Die Gebäudefassade ist so konzipiert, dass mit minimalem Aufwand verschiedene Einbauten getestet werden können. Ausserdem wurde ein umfassendes Energie- und Behaglichkeitskonzept samt innovativer Lichtplanung entwickelt.

  • Empa gleist Forschungsinitiative zu CO2-Verwertung auf

    Empa gleist Forschungsinitiative zu CO2-Verwertung auf

    Für die Empa ist eine Netto Null beim Ausstoss von CO2 nur ein Zwischenziel. Ihre Forschenden suchen nach einem gesamtheitlichen Lösungsansatz, bei dem das CO2 nicht nur abgefangen und im Boden gespeichert wird. „Ziel ist es, ein gänzlich neues globales Wirtschaftsmodell und den dazugehörigen Industriesektor zu entwickeln, der CO2 als Rohstoff der Zukunft in wertbringende Materialien umwandelt, um herkömmliche Baustoffe und Petrochemikalien zu ersetzen“, schreibt die Empa in einer entsprechenden Mitteilung.

    Dazu hat die Empa die Forschungsinitiative Mining the Atmosphere aufgegleist. Statt den Fokus auf den Abbau von Rohstoffen in unterirdischen Minen zu legen, sollen zukünftig verstärkt atmosphärische Minen ausgebeutet werden. Dabei gelte es, „schätzungsweise 400 Milliarden Tonnen Kohlenstoff (also rund 1500 Milliarden Tonnen CO2) aus der Atmosphäre zu entfernen“, erläutert die Empa. Für die Bewältigung dieser „Jahrhundertaufgabe“ müssten „unzählige Akteure aus Forschung und Wirtschaft zusammenspannen“, schätzt die Forschungsanstalt.

    Der Auftakt der Forschungsinitiative Mining the Atmosophere wird mit zwei Veranstaltungen im Oktober und November gemacht. In der Ausgabe von wissen2go am 25. Oktober können Interessierte sich über Negativemissiontechnologien informieren. Anmeldungen für die Veranstaltung nimmt die Empa online entgegen.

    Am 7. November lädt die Empa „Interessenvertreter, Praktikerinnen und Forschende aus den Sektoren Bau, Gebäude und Infrastruktur, Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“ zum Seminar RFA Built Environment Mining the Atmosphere ein. Hier wird die Forschungsanstalt entsprechende eigene Arbeiten vorstellen. Anmeldungen sind bis zum 30. Oktober online möglich.

  • Steiner baut Basler Ex-UBS-Gebäude um und aus

    Steiner baut Basler Ex-UBS-Gebäude um und aus

    Das ehemalige UBS-Gebäude am Aeschenplatz 6 in Basel wird zu einem „vielseitigen Stadtbaustein“ weiterentwickelt. Das kündigt die Steiner AG in einer Mitteilung auf LinkedIn an. Durch Um- und Anbauten soll es künftig attraktiven Raum zum Wohnen, Arbeiten und Entspannen für Menschen aller Alters- und Bevölkerungsgruppen bieten.

    „Mitten im pulsierenden Herzen Basels, am Eingang zur Innenstadt, in Gehdistanz zum Bahnhof und in der Nähe des St.Alban- und Gellert-Quartiers gelegen stellt dieses Areal eine spannende Herausforderung für uns dar“, so der Zürcher Immobiliendienstleister, der auch unter eben dieser Basler Adresse einen Standort hat.

    Das Projekt setzt den Angaben zufolge auf einen effizienten und schonenden Umgang mit Ressourcen. Der geplante Bestandserhalt schaffe einen wesentlichen Betrag zur Optimierung des ökologischen Fussabdrucks. Die ergänzten Neubauanteile sollen bisher ungenutzte Potentiale ausschöpfen und attraktiven, neuen Wohnraum bereitstellen.

    Während des Entwicklungsprozesses wird Steiner fortlaufend online über Neuigkeiten zu diesem Projekt informieren. Baubeginn soll 2028 sein, die Fertigstellung ist für 2030 geplant.

  • Eine Hommage an schweizerische Baukultur und Innovation

    Eine Hommage an schweizerische Baukultur und Innovation

    Der renommierte Prix SIA ist mehr als eine Auszeichnung; er repräsentiert den Anspruch des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins, die Baukultur in der Schweiz zu fördern und zu prägen. Vom 24. Juli bis zum 31. Oktober 2023 können Projekte eingereicht werden, die durch ihre Innovation, interdisziplinäre Zusammenarbeit und baukulturelle Signifikanz beeindrucken.

    Die Bewertung der Projekte wird mithilfe des „Davos Qualitätssystem für Baukultur“ durchgeführt, welches auf acht Kriterien basiert. Hierbei spielt die Integration von Aspekten wie Umwelt, Wirtschaftlichkeit und Schönheit eine zentrale Rolle. Die Jurymitglieder, Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen, bringen dabei ihr breitgefächertes Know-how in den Bewertungsprozess ein.

    Einen besonderen Stellenwert erhält die Webplattform prixsia.ch. Hier werden nicht nur Projekte hochgeladen, sondern auch die Jury stellt sich vor und definiert ihre Sichtweise zur Baukultur. Weiterhin erhalten die öffentlich zugänglichen „Prix SIA Talks“ eine Plattform, in denen die besten Projekte detailliert vorgestellt und besprochen werden. Die Beteiligung des Publikums wird grossgeschrieben: Mittels Online-Voting können alle Interessierten für ihr Lieblingsprojekt stimmen.

    Den Höhepunkt bildet die feierliche Auszeichnungszeremonie am 23. Mai 2024 in Winterthur. Hier werden nicht nur die Preise der Jury, sondern auch der Publikumspreis verliehen. Der SIA lädt hierzu ein breites Spektrum an Fachleuten und Interessierten aus unterschiedlichsten Bereichen ein, um gemeinsam die Baukultur in der Schweiz zu feiern und zukünftige Visionen zu diskutieren.

  • Effizienterer Erdbebenschutz im Holzbau

    Effizienterer Erdbebenschutz im Holzbau

    Grosse, offene Räume und grosszügige Fenster stellen im zeitgenössischen Architekturdesign eine Herausforderung für den Holzbau dar. Dies liegt daran, dass nach aktuellen Normen Holzrahmenwände mit grossen Öffnungen, insbesondere im Hinblick auf die Belastung durch horizontale Kräfte durch Wind und Erdbeben, als nicht tragend betrachtet werden. Aufgrund der strengen Anforderungen an die Erdbebensicherheit erfordert dies den Einsatz zahlreicher und robuster Verankerungen, was wiederum die Kosten erhöht. Es wurde jedoch in einem Forschungsprojekt am Institut für Holzbau, Tragwerke und Architektur (IHTA) der Berner Fachhochschule (BFH) gezeigt, dass Bereiche rund um die Öffnungen durchaus zur Stabilisierung des Gebäudes beitragen können.

    Im Rahmen eines Projekts, das durch den Aktionsplan Holz finanziert wird, soll nun eine experimentell abgesicherte Methode entwickelt werden, um versteifende Holzrahmenbauwände mit Öffnungen zu modellieren, dimensionieren und konstruieren.

    Dieses Projekt ist eine Kooperation zwischen der Berner Fachhochschule, der Abteilung für Ingenieur-Strukturen der Empa, dem Institut für Baustatik und Konstruktion der ETH Zürich sowie den Verbänden Holzbau Schweiz und Swiss Timber Engineers. Durch die enge Zusammenarbeit von Forschung und Lehre im Rahmen des Projekts haben Studierende die Möglichkeit, an den neuesten Entwicklungen im Holzbau teilzunehmen. Eine Doktorandin der Empa und ETH beschäftigt sich mit dem Projekt, und an der BFH wurden bereits vier Bachelorarbeiten und eine Masterarbeit verfasst, mit weiteren geplanten Arbeiten in der Zukunft.

    Im Rahmen eines Projekts, das durch den Aktionsplan Holz finanziert wird, soll nun eine experimentell abgesicherte Methode entwickelt werden, um versteifende Holzrahmenbauwände mit Öffnungen zu modellieren, dimensionieren und konstruieren.

    Dieses Projekt ist eine Kooperation zwischen der Berner Fachhochschule, der Abteilung für Ingenieur-Strukturen der Empa, dem Institut für Baustatik und Konstruktion der ETH Zürich sowie den Verbänden Holzbau Schweiz und Swiss Timber Engineers. Durch die enge Zusammenarbeit von Forschung und Lehre im Rahmen des Projekts haben Studierende die Möglichkeit, an den neuesten Entwicklungen im Holzbau teilzunehmen. Eine Doktorandin der Empa und ETH beschäftigt sich mit dem Projekt, und an der BFH wurden bereits vier Bachelorarbeiten und eine Masterarbeit verfasst, mit weiteren geplanten Arbeiten in der Zukunft.

  • Empa forscht zu Lehm als nachhaltigem Baustoff

    Empa forscht zu Lehm als nachhaltigem Baustoff

    Lehm setzt im Vergleich zu Beton deutlich weniger CO2 frei, erläutert die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in einer Mitteilung. Ellina Bernard vom Beton & Asphalt-Labor der Empa in Dübendorf und der Professur für Nachhaltiges Bauen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich arbeitet daran, Lehm als nachhaltige Alternative zu Beton zu etablieren. Ihr Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mit einem Ambizione-Grant unterstützt.

    Lehm kommt in unterschiedlicher geologischer Zusammensetzung überall auf der Welt vor. Der nachhaltige Baustoff könnte Beton sowohl in nichttragenden Konstruktionen als auch in tragenden Wänden von Wohnbauten ersetzen. Für einen Einsatz in grossem Massstab will Bernard mit ihrem Team daher zum einen Standards für die Zusammensetzung und mechanische Belastbarkeit definieren. Zum anderen müssen Zusatzstoffe gefunden werden, die die Belastbarkeit des Materials erhöhen. Hier wird derzeit noch herkömmlicher Zement benutzt, der den ökologischen Fussabdruck von Lehm aber wieder „in den roten Bereich“ drückt, schreibt die Empa.

    Einen vielversprechenden Ansatz hat Bernard in Zusammenarbeit mit dem Geologen Raphael Kuhn in Magnesiumoxid gefunden. In ersten Laborexperimenten mit Lehmrezepturen wurde eine Druckfestigkeit von bis zu 15 Megapascal erreicht, informiert die Empa. Lehm mit Zementzusatz bringt es auf bis zu 20 Megapascal.

  • AIHK reicht Baueingabe für ihr Neubauprojekt ein

    AIHK reicht Baueingabe für ihr Neubauprojekt ein

    Mit der Baueingabe an die Stadt Aarau Ende September hat das Neubauprojekt der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) laut eines Artikels in dem von der AIHK herausgegebenen Magazin „Impulse“ ein wichtiges Etappenziel erreicht. Abhängig von der Baufreigabe starten die Bauarbeiten voraussichtlich Anfang 2025, heisst es weiter. Die Baueingabe für das neue Haus der Wirtschaft wurde vor dem Aarauer Rathaus von AIHK-Präsident Beat Bechtold an Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker und Stadtschreiber Fabian Humbel übergeben, so der Bericht.

    Das Projektteam der AIHK habe schon vorher mit verschiedenen Ansprechpersonen der Stadt in Kontakt gestanden, heisst es weiter. So konsultierte man den Stadtbaumeister und die Stadtbildkommission, als es darum ging, ein möglichst breit abgestütztes Bauvorhaben zu realisieren.

    Mit der Baueingabe startet das Bewilligungsverfahren. Der Rückbau ist für Ende 2024 geplant. Mit dem Bezug des Neubaus ist dann im dritten Quartal 2026 zu rechnen.

    Im neuen Haus der Wirtschaft können zum einen mit den neuen Möglichkeiten professionellere Kurse und Veranstaltungen durchgeführt werden, heisst es in dem Bericht in „Impulse“ weiter. Zum anderen stehe der Neubau für die fortschreitende Digitalisierung und Modernisierung, die beim Verband seit mehreren Jahren schon stattfindet.

  • Zukunft für 500 gemeinnützige Wohnungen im Josef-Areal

    Zukunft für 500 gemeinnützige Wohnungen im Josef-Areal

    Die neu gegründete IG Zentrum Hardbrücke (IGZH) setzt sich leidenschaftlich für ein vielfältiges, urbanes und ökologisches Zürich-West ein. Die IGZH sieht die Notwendigkeit, das Quartier mit mehr Leben zu erfüllen, insbesondere durch die Steigerung des derzeit niedrigen Wohnanteils von nur 12 Prozent. Aus diesem Grund hat die IG Zentrum Hardbrücke eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um herauszufinden, ob und wie auf dem Josef-Areal, das im Besitz der Stadt Zürich ist, Wohnungen realisiert werden können.

    Dringender Bedarf an Wohnraum in Zürich-West
    Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass, abhängig von der Ausnutzung des Areals, bis zu 500 gemeinnützige Wohnungen auf dem Josef-Areal gebaut werden könnten. Die Förderung von gemeinnützigem Wohnraum soll dazu beitragen, die Vielfalt im Quartier zu erhöhen. Angesichts des Scheiterns der Pläne für Wohnungen auf dem benachbarten Neugass-Areal und der Ankündigung der SBB, vorerst keine Wohnungen an der Neugasse zu bauen, ist dieser zusätzliche Wohnraum umso dringlicher.

    Wohnungen sind nun wichtiger denn je
    Die IG Zentrum Hardbrücke ist sich bewusst, dass die Stadt bereits weit fortgeschrittene Pläne für die Entwicklung des Josef-Areals hat, die jedoch keine Wohnungen vorsehen. Die IGZH ist jedoch der Ansicht, dass sich die Situation nach dem Scheitern des Neugass-Projekts grundlegend geändert hat und dass das Quartier dringend Wohnraum benötigt. Die IGZH sieht die Gelegenheit auf dem Josef-Areal als eine Chance, die nicht vertan werden sollte.

    Wohnungen als sinnvolle Ergänzung
    Eine Arbeitsgruppe der IG Zentrum Hardbrücke hat verschiedene Szenarien für Wohnungen auf dem Josef-Areal erarbeitet, die im Hochparterre-Sonderheft „Josef will wohnen“ veröffentlicht wurden. Es wird deutlich, dass die Idee, Wohnungen auf dem Josef-Areal zu errichten, nicht im Widerspruch zu den Plänen der Stadt steht. Das Konzept der Arbeitsgruppe ermöglicht auch die Umsetzung des Hallenbads für Schulkinder, der Alterswohnungen, der Quartierräume und der Grünflächen. Lediglich der Werkhof für das Tiefbauamt könnte am Stadtrand besser untergebracht werden als in zentraler Lage mitten im Quartier.

    Die politische Entscheidung ist gefragt
    Um Wohnungen auf dem Josef-Areal überhaupt in Betracht zu ziehen, ist ein aktives politisches Handeln erforderlich. Das Josef-Areal ist derzeit als Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (ZöBA) ausgewiesen, in der Wohnungen nicht erlaubt sind. Eine Umnutzung ist jedoch möglich und hängt von politischem Willen ab. Die IG Zentrum Hardbrücke hofft, dass die Veröffentlichung von „Josef will wohnen“ die notwendigen Diskussionen in Gang setzt.

  • Lignum lanciert Investorenplattform Bauenmitholz

    Lignum lanciert Investorenplattform Bauenmitholz

    Das Immobilienberatungsunternehmen Wüest Partner hat im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt und der Lignum ab 2020 ökonomische und ökologische Kennzahlen für große neue Wohn- und Bürobauten mit Holz erhoben. Jetzt ist die neue Plattform www.bauenmitholz.info online. Sie verknüpft erstmals alle bisher vorliegenden Ergebnisse und ermöglicht Investoren gezielte Abfragen und Vergleiche. Der Online-Kennwerte-Fundus soll weiter wachsen.

    Wie steht der Holzbau im Vergleich mit der Massivbauweise wirtschaftlich da? Das Beratungsunternehmen hat 2020 im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt acht neuere Wohnüberbauungen im Holz-Hybridbau ausgewertet, deren Erstellungskosten CHF 10 Mio. übertreffen, um erste Antworten auf diese für Investoren zentrale Frage zu finden. Die Kostenkennwerte wurden mit dem Baukostendatensatz verglichen, der gleich parametrisiert ist wie die Fallbeispiele.

    Das Ergebnis: Die Holzbauweise liegt bei den untersuchten Objekten ökonomisch mit dem energetisch hochwertigen Massivbau gleichauf. Mittlerweile hat das Unternehmen im Auftrag der Lignum und des BAFU mit einer zweiten Untersuchung zu zehn großen Bürobauten der letzten Jahre im Holz-Hybridbau nachgelegt. Diese sind, so der Befund, sogar günstiger als der konventionelle Massivbau.

    Holz kann aber nicht nur ökonomisch mit dem Massivbau mithalten, sondern positioniert sich auch als ökologische Alternative. In Holz steckt zum einen nur sehr wenig Grauenergie aus Ernte und Verarbeitung. Zum anderen bindet jeder Kubikmeter Holz dauerhaft ungefähr eine Tonne CO2. Der Einsatz von Holz anstelle anderer Materialien vermeidet zugleich deren CO2-Emissionen. Insgesamt stellt sich die Holzbauweise im Baumarkt damit ökologisch an die Spitze.

    Die ökonomischen Kennwerte der 18 untersuchten Fallbeispiele werden in anonymisierter Form auf der jetzt online gegangenen Investorenplattform www.bauenmitholz.info übersichtlich dargestellt. Das Abfragetool erlaubt es, bis zu vier Kennwerte für einen Vergleich auszuwählen. Für zehn Projekte sind auch bereits die ökologischen Kennwerte hinterlegt.

    Die Plattform plant, eine automatische grafische Darstellung der Abfrageergebnisse zu implementieren. Sie wird kontinuierlich erweitert, um einen umfassenden Überblick über die Leistungsfähigkeit von Holz als Baustoff zu bieten. Neben den Kennzahlen finden Investoren auf der Plattform auch kompaktes Hintergrundwissen zu verschiedenen Aspekten des Holzbaus sowie Best-Practice-Beispiele und Gelegenheiten zur Vernetzung in der Holzbaugemeinschaft.

  • Neues, vielfältiges Stadtquartiers in Wetzikon

    Neues, vielfältiges Stadtquartiers in Wetzikon

    SISKA Immobilien plant, die bestehende Liegenschaft durch ein Gebäude mit publikumsorientierten Nutzungen in den Erdgeschossen und darüber liegenden Wohnungen zu ersetzen. Als nächster Schritt wird in diesem Herbst das städtebauliche Leitbild verabschiedet. Aufbauend darauf wird ein privater Teilgestaltungsplan als Grundlage für die Projektierung der Zentrumsüberbauung über zwei Parzellen erarbeitet. Die Fertigstellung des Wohn- und Gewerbebaus am westlichen Eingangstor der Innenstadt ist für ca. 2029 vorgesehen.

    Der Wetziker Stadtteil Unterwetzikon befindet sich in einer dynamischen Transformations- und Wachstumsphase und entwickelt sich zu einem attraktiven Standort für Wohnen, Versorgung, Gewerbe und Dienstleistungen.

    Als Wohnort überzeugt Wetzikon durch die gute S-Bahn-Anbindung Richtung Zürich und Rapperswil sowie das umliegende einzigartige Naherholungsgebiet des Zürcher Oberlands. Die geplante Überbauung wird durch die Aufwertung des Quartiers rund um den Bahnhof Wetzikon weiter an Attraktivität gewinnen und Teil eines neuen, vielfältigen Stadtquartiers mit hoher Lebensqualität werden.

  • Sorgfältige Transformation des Papierwerd-Areals beschlossen

    Sorgfältige Transformation des Papierwerd-Areals beschlossen

    Das Papierwerd-Areal soll ein öffentlicher Ort werden, der gut an den angrenzenden Stadtraum angebunden ist und zu Aufenthalt und Begegnung sowie zum Austausch einlädt. Der Stadtrat hat in diesem Sinne einer sorgfältigen Transformation zugestimmt, bei der insbesondere auch das Freiraumangebot vergrössert werden soll. Die Entwicklungsrichtung stützt sich auf die Ergebnisse des Dialogverfahrens «Forum Papierwerd» und berücksichtigt wichtige Rahmenbedingungen wie beispielsweise die Schutzwürdigkeit des Globusprovisoriums und den Gewässerschutz. Wie weit die Umgestaltung des Papierwerd-Areals geht und was diese im Detail beinhaltet, ist noch offen.

    Strategieprozess Papierwerd-Areal
    Mit dem Strategieprozess Papierwerd-Areal wurden Grundlagen erarbeitet, um einen breit abgestützten Entscheid über die Zukunft des Areals zu ermöglichen. Kern dieses Prozesses bildet das im Jahr 2022 durchgeführte Dialogverfahren «Forum Papierwerd», an dem sich Fachleute aus verschiedenen Disziplinen, Vertretungen aus Politik, Vereinen und anderen Organisationen sowie der Bevölkerung beteiligten. Aus dem Verfahren ging hervor, dass für die gewünschte Öffnung und Wandelbarkeit des Areals sowohl bauliche wie auch nutzungsbezogene Veränderungen notwendig sind. Festgehalten sind die Ergebnisse in elf zentralen Aussagen, die wichtige Aspekte für die Zukunft des Orts beinhalten.

    Sofortmassnahmen
    Mit der Transformation des Papierwerd-Areals wird so bald als möglich begonnen. Wo Veränderungen im Sinne der Ergebnisse des Dialogverfahrens niederschwellig durchführbar sind, werden ab 2024 (temporäre) Sofortmassnahmen umgesetzt. Geplant sind beispielsweise eine Aufwertung des Freiraums südlich des Globusprovisoriums oder eine offenere, transparentere Gestaltung der Erdgeschossfassade im Eingangsbereich der Bahnhofbrücke.

    Nächste Schritte
    In einer Vertiefungsphase werden bis Anfang 2025 verschiedene bautechnische Fragen geklärt und der Umgang mit der Schutzwürdigkeit des Globusprovisoriums sowie mit dem Gewässerschutz weiter diskutiert. In der anschliessenden Projektphase bis schätzungsweise 2026 wird ein Wettbewerb durchgeführt. Daraufhin folgen die Projektierung und das Bewilligungsverfahren. Sämtliche Arbeiten zum Papierwerd-Areal sollen dabei weiterhin transparent und im Dialog mit den verschiedenen Beteiligten erfolgen.

  • Digitales Bauen fängt in den Köpfen an

    Digitales Bauen fängt in den Köpfen an

    Digitales Bauen – meist mit Hilfe von Building Information Modelling (deutsch Bauwerkinformationsmodellierung, kurz: BIM) – stellt in der Baubranche gerade viele altbewährte Prozesse in Frage. Denn digitales Bauen geschieht zuerst im Kopf und am Computer, wo ein virtuelles Modell des Projektes erstellt wird.

    Anhand dieser sehr detaillierten 3D-Abbildung des späteren Bauwerks können bereits viele Entscheide getroffen und potenzielle Probleme aus dem Weg geräumt werden. Die Vertreter*innen dieser neuen, digital gestützten Art des Bauens versprechen sich Effizienz- und Qualitätsgewinne, eine Reduktion von Baufehlern und stark vereinfachte Logistik am Bau.

    Digitales Bauen: 6-Punkte-Plan vereinfacht das Umdenken
    Der Wandel vom analogen zum digitalen Bauen ist aber alles andere als geradlinig. Das weiss BFH-Dozent Adrian Wildenauer aus eigener Erfahrung. Er kennt die Baubranche als Bauingenieur mit all ihren Facetten, vom Armierungseisen bis zur BIM-Modellierung.

    Für die SBB hat er einen branchenweiten 6-Punkte-Plan entwickelt, der als Grundlage für das Umdenken vom analogen auf den digitalen Baubetrieb dienen soll. Entscheidend ist aus seiner Sicht, dass alle beim Bau involvierten Akteur*innen beteiligt werden und die Branche gemeinsam voranbringen.

    Ziel und Roadmap klären
    Beim Digitalen Bauen stehen die Grundlagen, Roadmaps, Modelle und das Zielbild von Anfang an allen Beteiligten zur Verfügung. Dies erlaubt es Baufirmen, Lieferanten, Architekt*innen und Bauherr*innen, sich schon lange vor dem Spatenstich abzustimmen und mögliche Konflikte und Fehlerquellen frühzeitig auszumerzen. «Wir müssen alle Beteiligten der Wertschöpfungskette möglichst früh einbinden», betont Adrian Wildenauer.

    Mit Sprache kommunizieren
    Digitale Bauprojekte sind darauf angewiesen, dass alle eine einheitliche Sprache sprechen. Dies erreicht die Branche, indem noch stärker mit validen Standards gearbeitet wird. Angefangen bei einschlägigen Begriffen des digitalen Bauens und des Building Information Modelling, über die Normen des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (sia) oder des Kompetenzzentrums für Standards in der Bau- und Immobilienwirtschaft (crb), bis hin zum Austausch mit den branchenrelevanten Verbänden und Vereinen: Gerade am Anfang ist es wichtig, dass sich alle Beteiligten verstehen. Hier hilft auch das gemeinsam erarbeitete Nationale Glossar, in dem die Begriffe gemeinsam definiert wurden.

    Mit Datenmodell kommunizieren
    Nicht nur die beteiligten Menschen sind auf funktionierende Kommunikation angewiesen, sondern auch die involvierten Systeme. Weil im digitalen Bauen ein virtuelles Modell des Bauprojekts zentral ist, kommt man nicht umhin, gemeinsam ein konsolidiertes Datenmodell für Bauten zu erarbeiten. Dieses erlaubt es, vom Planer bis zum Polier Informationen einfach auszutauschen. «Der Umgang mit Daten ist unsere gemeinsame neue Sprache», erklärt Adrian Wildenauer, «wir müssen sie lernen.»

    Bauteile wiederverwenden
    Ein Vorteil des digitalen Bauens liegt darin, dass man das Rad – oder eben das Bauvorhaben – nicht unbedingt mit jedem Projekt neu erfinden muss. Schliesslich kommen viele Elemente eines Baus mit jedem Projekt wieder zum Einsatz. Statt dass man diese wie bisher mit jedem Projekt von Grund auf konzipiert, dimensioniert und prüft, verwendet man einfach standardisierte Bauobjekte. Bevor man also zum Beispiel eine Tür plant, baut man ein standardisiertes digitales Abbild derselben. Dieses beinhaltet alle notwendigen Attribute von der Materialwahl über die Zylindergrösse, Breiten und Höhen der Türflügel bis hin zu den Dichtbändern. Dank standardisierter Bauobjekte sparen sich die Firmen also die Zeit für die Konzeption solcher Objekte und vermeiden Fehler. Damit das klappt, müssen Firmen einfach auf eine Sammlung solcher digitalen Bauteile zugreifen können.

    Erfahrung sammeln
    Wissen in der Baubranche wird oft noch sehr traditionell weitergegeben, von der erfahrenen Meister*in direkt an die Lernenden auf der Baustelle. Im digitalen Bauen kann dieses heute nicht greifbare oder nicht dokumentierte Wissen auf der Baustelle systematisch gesammelt und für die Ausbildung genutzt werden. Aber auch die Erfahrungen mit dem digitalen Bauen selbst können erfasst und die digitalen Tools und Prozesse auf ihre Tauglichkeit geprüft werden. Wenn digitales Baumanagement zu besserer Wissensvermittlung führt, ist die Branche auf dem richtigen Kurs, ist Adrian Wildenauer überzeugt: «Nur wenn wir Wissen teilen, können wir gemeinsam Erfolg haben.»

    Bestellgrundlagen vermitteln
    Viele Prozesse im digitalen Bauen münden in einer Bestellung, sei es mit der Buchung einer Dienstleistung oder dem Kauf von Materialien. Ein grosser Vorteil des digitalen Bauens liegt darin, dass erforderliche Daten für Bestellungen frühestmöglich im virtuellen Modell des Projekts erfasst sind. Damit auf der Baustelle aber etwas geschieht, müssen alle am Projekt Beteiligten wissen, wie sie Bestelldaten aus dem System beziehen und anwenden können. Entsprechende Schulungen und Dokumentation für Mitarbeitende sind also Pflicht.

    In der Praxis zeigt sich, dass digitales Bauen ein gemeinsames digitales Miteinander voraussetzt. Systeme und IT-Infrastruktur sind wichtig, aber erst wenn Architekt*innen, Bauingenieur*innen und Partnerfirmen bereit sind, über die Kompetenzbereiche hinweg zusammenzuarbeiten. Das digitale Bauen beginnt nämlich nicht auf dem Bildschirm, sondern in den Köpfen der Fachleute.

  • Digitaler Wandel erreicht städtische Baulinienpläne

    Digitaler Wandel erreicht städtische Baulinienpläne

    Die Stadt Schaffhausen unternimmt entscheidende Schritte in Richtung Digitalisierung, indem sie ihre städtischen Baulinienpläne digitalisiert und in das Geoportal überträgt. Dieser Umzug markiert nicht nur den Übergang zu einer modernen, digitalen Plattform, sondern bietet auch die Möglichkeit, die Baulinien zu bereinigen, wo es nötig erscheint. Der Stadtrat hat grünes Licht für die aktualisierten Pläne gegeben, die nun auf der E-Mitwirkungsplattform öffentlich zugänglich gemacht werden.

    Baulinien sind integraler Bestandteil der Nutzungsplanung und definieren den Mindestabstand von Gebäuden und Einrichtungen zu öffentlichen Verkehrs- und Versorgungsanlagen sowie Waldgebieten. Sie dienen nicht nur der Sicherheit, sondern auch ästhetischen Zwecken, wie im Artikel 12 des Baugesetzes (BauG) festgelegt.

    Im Zuge der Erstellung des Katasters der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) wurde die Gemeinde vom Kanton Schaffhausen beauftragt, die kommunale Nutzungsplanung als Geo-Basisdaten bereitzustellen. Dazu müssen die über 60 rechtsgültigen Baulinienpläne der Stadt digitalisiert und im Anschluss in den ÖREB-Kataster integriert werden. Im Geoportal wird dieser Abschnitt der Nutzungsplanung als „linienbezogene Festlegungen“ sichtbar sein.

    Die Digitalisierung bietet die perfekte Gelegenheit zur Aktualisierung der kommunalen Baulinien. Veraltete oder nicht mehr benötigte Linien bzw. Teilstücke werden entfernt, während keine Veränderungen im Verlauf der Baulinien vorgenommen oder neue Linien hinzugefügt werden. Auf der Grundlage der digitalen Erfassung wurde ein neuer, übersichtlicher Baulinienplan für das gesamte Stadtgebiet erstellt, der sich aus fünf Teilplänen zusammensetzt.

    Nach der kantonalen Vorprüfung hat der Stadtrat die Baulinienpläne genehmigt, und nun werden sie im Geoportal für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Pläne sind auch auf der E-Mitwirkungsplattform einsehbar und liegen bei der Stadtplanung auf. Betroffene Grundeigentümer werden direkt über Änderungen oder die Digitalisierung informiert. Nach der öffentlichen Auflage werden etwaige Einsprüche behandelt, und die Planungsunterlagen werden dem Kanton zur endgültigen Genehmigung vorgelegt.