Kategorie: Bauwirtschaft

Bauwirtschaft – Immobiliennews zu Baukosten, Projekten, Materialien & Entwicklungen in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft.

  • Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Sanieren

    Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Sanieren

    Das Geschäftsgebäude in zentraler Lage in Zürich wurde 1980 erbaut und besitzt ein Gebäudevolumen von rund 86 000 m3. Swiss Prime Site Immobilien konnte das Bürohaus 2018 erwerben. Bis Anfang 2024 wird der Bau derzeit auf insgesamt 26 500 m2 und elf Geschossen innen und aussen umfassend saniert und zu einem modernen Bürogebäude umgebaut. Zur Gesamtsanierung gehören die Erneuerung der Fassade und des Dachs sowie der gesamten Gebäudetechnik. Die Transformation der Liegenschaft wird ganz im Sinne der integralen Nachhaltigkeit und «Circular Economy» durchgeführt. So werden alle abgebauten Materialien, wann immer möglich, verändert, aufbereitet und am Objekt in neuer Form wiederverwendet. Dies spart Transportwege, ist ressourcen- und CO₂-schonend und wahrt die bestehende Identität des Gebäudes innerhalb der Stadt. Das Ziel für den sanierten Bau ist seine Zertifizierung nach Minergie und SNBS. Dafür kommen unter anderem Photovoltaik sowie eine besondere Verglasung zum Einsatz. Die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erfolgt über Fernwärme und teilweise aus erneuerbarer Energie.

    Alte Fassade neu genutzt
    Ein wichtiger Aspekt im Rahmen des Projekts an der Müllerstrasse ist die Wiederverwendung der bestehenden Aluminiumfassade. Die vorhandenen Gussaluminiumplatten werden demontiert, aufbereitet und in neuer Form weitergenutzt: Aus den vorhandenen Platten werden Streifen herausgeschnitten, die rund um das Gebäude für die neue Brüstungsverkleidung eingesetzt werden. Überschüssiges Metall wird für die Gestaltung des Eingangsbereichs eingesetzt. Aus den alten Betonbalustraden der Fassade entstehen unterdessen neue Sitzgelegenheiten. Um dem neuesten technischen Standard zu entsprechen, erhält die Fassade einen neuen Aufbau, sowie grossformatige Scheiben. Dank Flüssigkristalltechnologie ist damit eine dynamische Verdunkelung auf Knopfdruck möglich. Auf diese Weise kann eine übermässige Erhitzung der Innenräume vermieden und die benötigte Kühlenergie tief gehalten werden. Sie werden vollständig in Europa hergestellt, und die Produktionsstätte nutzt nachhaltige Energie, was sich jeweils positiv auf die graue Energie zur Herstellung der Fassade auswirkt. Verantwortlich für die Entwicklung der gesamten Gebäudehülle ist die Aepli Metallbau AG, welche die total 1082 Stück Fassadenelemente vom Erdgeschoss bis zum sechsten Obergeschoss auch produziert und vor Ort selbst montiert.

    Hohes Kreislaufpotenzial: Aluminium
    Das Wiederverwerten von Materialien und Bauteilen hat nach Jahren der Skepsis an Fahrt aufgenommen. Nicht zuletzt, da die Politik europaweit die Kreislaufwirtschaft zum Erreichen der Klimaziele dringend einfordert. Der Kreislaufgedanke zielt darauf ab, alle Baumaterialien bei Um- oder Rückbauten von Gebäuden wieder verfügbar zu machen und weiter zu nutzen.

    Schliesslich verursacht alleine die Baubranche 84 Prozent des jährlichen Abfallaufkommens in der Schweiz. Gleichzeitig werden europaweit gemäss WWF 65 Prozent des Zements, 33 Prozent des Stahls, 25 Prozent des Aluminiums und 20 Prozent der Kunststoffe für den Gebäudebau verbraucht. Dabei hinterlassen Baumaterialien einen CO₂-Fussabdruck von rund 250 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr.

    Zwar setzt in der Bauwirtschaft langsam ein Umdenken ein, das sich verstärkt auf den Kreislaufgedanken stützt. Und die Weiterverwertungsquote von 90 Prozent, wie sie unter anderem in Deutschland erbracht wird, scheint hoch. Doch aktuell kommen nach Angaben von Prof. Dr. Anja Rosen im Atlas Recycling noch «viel zu viele Materialien nicht gleich- oder höherwertig wieder in Einsatz, sondern enden geschreddert als Deponie- und Füllgut – ein Downcycling also». Es handle sich «nicht um echtes Recycling, sondern um sogenanntes Downcycling, also um eine Verwertung mit geringerem Leistungsspektrum gegenüber dem Ausgangsmaterial».  

    Ein wichtiger Ansatz für die Schweiz ist, den Erhalt von Gebäuden vor ihren Neubau zu setzen. Auch bei der Sanierung sollte jedes Bauteil auf seine Wiederverwertbarkeit geprüft werden. Im Sinne des Recyclings gilt hier, dass alle vermeintlichen Abfälle wieder in Materialien oder Stoffe zerlegt werden können, die erneut nutzbar sind. 

    Im Hinblick auf die Kreislaufwirtschaft ist Aluminium, ebenso wie Stahl, als Baumaterial besonders prädestiniert, da es einen hohen Materialwert hat und gute Recycling-Eigenschaften. Recycling spielt hier auch deshalb eine grosse Rolle, weil der Bedarf an Rohstoffen durch frisch gefördertes Erz nicht mehr zu decken ist. Wiederum lässt sich Metall als nahezu einziger Baustoff ohne Qualitätsverlust praktisch unendlich wiederverwerten. Darüber hinaus wird durch die Metallrückgewinnung im Vergleich zur Primärproduktion der Energiebedarf je nach Metall bzw. metallhaltigem Produkt um 60 bis 95 Prozent gesenkt. Aluminium als Baustoff der Moderne besitzt ein breites Einsatzspektrum: Aufgrund seiner Langlebigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Leichtigkeit wird es fast überall am Bau eingesetzt.

    Fassaden-Recycling im Fokus
    Die Fassade steht beim Thema Nachhaltigkeit besonders im Blickfeld. Als Schnittstelle zwischen Innen- und Aussenraum birgt sie besonders viel Potenzial für Verbesserungen. Je nach Objekt ist eine Fassaden-Renovation einer der wirksamsten Schlüssel, um ein bestehendes Gebäude aufzuwerten. Das trifft speziell für Metallfassaden zu und gilt ebenso für ihr Erscheinungsbild wie auch für ihre Funktionalität, die langfristig ökologisch verträglich, ökonomischer und komfortabler zu gestalten ist. Mit neuartigen Fassaden, ihren Füllungen und Unterkonstruktionen können heute energiesparende oder sogar energiebringende Lösungen für zeitgemässes Wohnen und Arbeiten geboten werden. Wo zu diesem Zweck neu produzierte Elemente notwendig sind – sei es zur klimatischen oder sicherheitstechnischen Verbesserung –, ist ein möglichst hohes Mass an Langlebigkeit wie auch Recyclingfähigkeit sicherzustellen. Dafür sollte es sich um leicht reversible und homogene Materialverbindungen handeln; das vereinfacht deren Trennung und reduziert auch die Anzahl der Entsorgungswege. So sollen bei der Sanierung einerseits Elemente übernommen sowie andererseits rezyklierte Produkte eingesetzt werden. Nicht mehr Nutzbares wird wiederum in den Zyklus zurückgegeben und für anderweitige Zwecke verwertbar gemacht. Dabei hilft die noch junge Online-Plattform Madaster, die Tools zur Erfassung von abgebautem Baumaterial zur Verfügung stellt. Auch auf der Baustelle an der Müllerstrasse wird der zirkuläre Umgang mit den Materialien in Form eines Pilotprojekts auf der BIM-basierten Plattform nachverfolgt, dokumentiert und damit messbar gemacht. Sämtliche verbauten Materialien und Produkte werden in einem digitalen Materialpass mit Produktinformationen und Standort auf Madaster hinterlegt.

    Gute Ökobilanz 
    Der stetig steigende Aluminium-Recycling-Anteil, der aus rückgeführten Aluminiumfenstern und -fassaden erzielt wird, wirkt sich positiv auf die Ökobilanzdaten in der KBOB-Liste (sustainblog.ch) aus. Aluminiumfenster und -fassaden sind oft seit den 1950er-Jahren im Einsatz. Werden diese Gebäude gesamtsaniert oder weichen einem Neubau, kann das Aluminium durch Recycling wieder in den Aluminium-Werkstoffkreislauf zurückgeführt werden.

  • Siegerprojekt für «Magazin Birch» steht fest

    Siegerprojekt für «Magazin Birch» steht fest

    Grün Schaffhausen erfüllt vielfältige Aufgaben zur Gestaltung und Pflege der städtischen Grün-, Sport- und Schulanlagen, von Spielplätzen, Friedhöfen, Rebflächen, Wäldern und Naturschutzflächen. Die Magazine mit Werkstätten, Büros, Garderoben, Maschinen- und Fahrzeugunterständen sowie Werkflächen im Aussenbereich sind heute auf mehrere Standorte verteilt. Die Stimmbevölkerung hat im September 2021 dem Kredit für einen Ersatzneubau am Standort des heutigen «Magazin Birch» an der Mühlentalstrasse zugestimmt. Hier werden künftig mehrere Teams von Grün Schaffhausen ihre Ausgangsbasis haben sowie Fahrzeuge und Werkzeuge untergebracht werden.

    Zur Auswahl des am besten geeignetsten Projekts hat die Stadt einen Gesamtleistungswettbewerb durchgeführt. Es wurden sechs Projekte fristgerecht, vollständig und anonym eingereicht. Die Jury hat die eingereichten Wettbewerbsbeiträge nach den folgenden Kriterien beurteilt: Gestalterische und funktionelle Qualitäten, Gewichtung 60 %, und Preisangebot, Gewichtung 40 %. Die Jury beurteilte die Projekte anonym und kam einstimmig zum Schluss, dass das Projekt «Hof Berslingen» die gestellte Aufgabe am besten zu erfüllen vermag und schlägt es zur Ausführung vor. Das Projekt wurde von der Hürzeler Holzbau aus Magden in Zusammenarbeit mit Weberbuess GmbH Architekten und mehreren Fachplanern erarbeitet und eingereicht.

    Das Raumprogramm wird in zwei Bauten untergebracht: dem untergeordneten Fahrzeugschopf längs der Mühletalstrasse und dem Hauptbau, der in seiner Form auch den Gewässereinschnitt berücksichtigt. Dem Projekt «Hof Berslingen» gelingt es, eine überzeugende städtebauliche Lösung vorzuschlagen, welche auch im architektonischen Ausdruck überzeugend ist. Die Funktionalität im Bereich der Büros, Personalräume und Werkstätten überzeugt. Die Fahrzeugeinstellhallen erlauben dank der offenen, z.T. sogar stützenfreien Räume die problemlose Anpassung an die Bedürfnisse. In technischer Hinsicht sowie bezüglich Nachhaltigkeit ist das Projekt fundiert durchgearbeitet und entspricht den gesteckten Zielen in hohem Masse.

    Das Siegerprojekt sieht den Erhalt des Wasserturms als Landmark und Einleitung in das Werkhofgelände vor. Den Projektteams wurde der Erhalt oder der Abriss des aus dem Verzeichnis der schützenswerten Kulturdenkmäler der Stadt Schaffhausen (VKD) entlassenen Wasserturms offengelassen. Das Siegerprojekt konnte aufzeigen, dass trotz Erhalt des Wasserturms – welcher keine Funktionen des Werkhofes übernimmt – das Raumprogramm unter Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen ohne Einschränkungen umgesetzt werden kann. Als nächstes wird nun das Bauprojekt im Detail ausgearbeitet. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2024 geplant. Alle eingereichten Projekte können in einer Ausstellung in der Kammgarn West vom 16. Februar 2023 bis zum 2. März 2023 besichtigt werden:

  • «Verdichtung oder Verdrängung? Wenn Neubauten ersetzen»

    «Verdichtung oder Verdrängung? Wenn Neubauten ersetzen»

    Für die Stadt Zürich lässt sich seit den 2000er Jahren eine rasante bauliche Dynamik beobachten. Während die in den zurückliegenden Dekaden favorisierte horizontale Erweiterung der Stadt längst an ihre Grenzen gestossen ist und kaum Baulandreserven existieren, wird nunmehr aktiv eine nachhaltige Verdichtung nach Innen mittels Ersatzneubauten gefördert. Ziel ist es, mehr ressourcensparenden Wohnraum zu schaffen, um den bestehenden Bedarf zu decken und das prognostizierte Bevölkerungswachstum aufzufangen. Die Transformation ist tiefgreifend: So wird beispielsweise bis zu einem Drittel des Wohnungsbestandes des Stadtteils Schwamendingen in den nächsten Jahrzehnten durch Neubauten ersetzt. Auch was denkmalpflegerisch geschützt ist, ist Verfügungsmasse.

    Diese Veränderung von niedrig-verdichteten zu hoch-verdichteten Quartieren zieht grundlegende räumliche und soziale Veränderungen nach sich. Der Abriss von Bestandsbauten geht nicht selten mit dem Verlust besonders preisgünstigen Wohnraums und einer Verdrängung der bestehenden Wohnbevölkerung einher; mit einschneidenden Folgen insbesondere für vulnerable Gruppen wie Ältere, kinderreiche Familien und Personen mit niedrigeren Einkommen.

    Wie auch ihre Vorgängerinnen, bezieht sich die aktuelle Erneuerungswelle auf quantitative und wissenschaftliche Argumentationen: Waren es zu Beginn des 20. Jahrhunderts Versprechen von Hygiene, Tugend und Bezahlbarkeit, legitimieren heute die Schlagworte «Nachhaltigkeit», «Qualität» und «Diversität» Abriss und Neubau. Doch was als Handlung in einem Moment nur folgerichtig erscheinen mag, ist oft schon innerhalb weniger Jahrzehnte kaum mehr verständlich.

    «Verdichtung oder Verdrängung?» macht Zusammenhänge sichtbar und rückt Fragen in den Vordergrund. Die Ausstellung ist multiperspektivisch angelegt und liefert keine fertigen Antworten auf die brennenden Fragen, sondern zeigt auf, wie auch rational begründete Argumente stets historisch kontingent sind und Betroffene sowie Beteiligte die resultierende Transformation unterschiedlich begründen, deuten und erleben.

    Das ZAZ BELLERIVE Zentrum Architektur Zürich präsentiert vom 26. Januar bis 26. März 2023 die Ausstellung «Verdichtung oder Verdrängung? Wenn Neubauten ersetzen». Ein Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt in Kooperation mit den Studiengängen MAS GTA und MAS in Housing, D-ARCH, ETH Zürich. Mit Gastbeiträgen von Countdown 2030, Mieten-Marta, Newrope/ETH Professur für  Architektur und Urbane Transformation.

  • Modernisierung und Neupositionierung des Jelmoli-Hauses

    Modernisierung und Neupositionierung des Jelmoli-Hauses

    Das traditionsreiche Gebäude in der Zürcher Innenstadt wird ab Anfang 2025 voraussichtlich während zwei Jahren umgebaut. Danach werden in den unteren Geschossen neu gestaltete, hochwertige Retailflächen mit rund 10 000 m2 zur Verfügung stehen. Dafür kommen sowohl bestehende Mieter als auch neue Marken und Formate in Frage. Der Umbau stellt sicher, dass das Jelmoli-Haus auch in Zukunft eine der grössten und attraktivsten Einkaufsdestinationen an der Zürcher Bahnhofstrasse bleibt. Ein Teil der Obergeschosse wird zu erstklassigen Büroflächen transformiert und um öffentliche Nutzungen wie Fitness oder Gastronomie ergänzt. Dazu René Zahnd, CEO Swiss Prime Site: «Mit dem Umbau des Gebäudes passen wir es an die heutigen Marktbedürfnisse an. Dazu gehören neben einem attraktiven Nutzungs- und Flächenmix auch Flexibilität und Mehrparteienfähigkeit. Unser Ziel ist es, das Jelmoli-Haus zu einer einzigartigen Destination und einem offenen städtischen Begegnungsort weiterzuentwickeln.» Swiss Prime Site beabsichtigt, über CHF 100 Mio. in das Entwicklungsprojekt zu investieren. Die Wiedereröffnung der rundum erneuerten Liegenschaft ist für Anfang 2027 geplant.

    Warenhaus wird an Marktbedürfnisse angepasst und in neuer Form betrieben
    Der Entscheid, das Gebäude umzubauen und zukunftsfähig zu machen, wurde nach tiefgreifender und umfassender Analyse gefällt. Mit der ausserordentlichen Dynamik des Onlinehandels und des sich ändernden Konsumverhaltens geriet der stationäre Handel verstärkt in Bedrängnis. Dieser Strukturwandel schlug sich, trotz hoher Investitionen der Eigentümerin Swiss Prime Site und des grossen Engagements aller Mitarbeitenden, deutlich in der Wirtschaftlichkeit des Warenhauses Jelmoli nieder. Vor diesem Hintergrund führte Swiss Prime Site in den letzten Monaten eine gründliche Marktsondierung durch mit dem Ziel, den operativen Betrieb des Warenhauses in neue Hände zu geben. Die intensiven Gespräche mit zahlreichen möglichen Partnern führten bis heute nicht zum erwünschten Erfolg. Entsprechend hat Swiss Prime Site nun entschieden, das Warenhaus Jelmoli ab Ende 2024 an die neuen Marktgegebenheiten anzupassen und ab 2027 in neuer Form auf dem Markt zu positionieren sowie nicht mehr selbst weiterzubetreiben. Dazu René Zahnd, CEO Swiss Prime Site: «Wir sind uns der Tragweite unseres Entscheids bewusst, haben ihn nach sorgfältiger Prüfung gefällt und kommunizieren ihn frühzeitig. Dadurch erhalten die Mitarbeitenden Zeit für die allfällige berufliche Neuorientierung. Währenddessen werden wir sie professionell begleiten und bestmöglich unterstützen. Kunden können weiterhin mit dem gewohnt hohen Service einkaufen und mit unseren Geschäftspartnern werden wir in einen intensiven Austausch über die zukünftige Zusammenarbeit treten».

    Transformationsprozess erfolgt unter neuer Jelmoli-Führung
    Nina Müller, CEO von Jelmoli, wird auf eigenen Wunsch hin im Frühjahr oder bis spätestens Ende Juni 2023 die Führung des Warenhauses in neue Hände übergeben. Damit wird Jelmoli auch nicht mehr in der Gruppenleitung von Swiss Prime Site vertreten sein. Reto Braegger, derzeit Chief Merchandise Officer, wird die Leitung von Jelmoli nahtlos übernehmen. Als langjähriger Manager in der Retail-Branche verfügt er über umfangreiche Erfahrung mit Transformationsprozessen. Verwaltungsrat und Gruppenleitung von Swiss Prime Site danken Nina Müller für ihren engagierten Einsatz in den letzten drei Jahren, insbesondere im schwierigen Umfeld der Pandemie.

    Einmalige Sonderaufwendungen von CHF 34 Mio. in einem sonst für SPS erfolgreichen Geschäftsjahr
    Das Transformationsprojekt «Jelmoli-Haus» belastet die Erfolgsrechnung von Swiss Prime Site im Geschäftsjahr 2022 einmalig mit rund CHF 34 Mio. In diesem Betrag enthalten sind ausschliesslich nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen und Sonderabschreibungen (für Ausstattung, Mobiliar, IT, Warenlager etc.). Trotz der Sonderaufwendungen konnte Swiss Prime Site im Geschäftsjahr 2022, vor allem aufgrund positiver Vermietungsresultate und dem Wachstum im Bereich Real Estate Asset Management, die gesetzten Ziele erreichen.

  • Testplanung «Seeufer Wollishofen» abgeschlossen

    Testplanung «Seeufer Wollishofen» abgeschlossen

    Der erste Schritt im Planungsprozess für das Seeufergebiet von der Landiwiese bis zur Roten Fabrik ist gemacht: Die partizipative Testplanung unter Federführung des Amts für Städtebau ist abgeschlossen. Die Prinzipien und Schlüsse aus der Testplanung sind in einem Schlussbericht festgehalten.

    Die Stossrichtungen aus der Testplanung werden nun in einem Masterplan geschärft und im Sommer 2023 dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt. Erst dieser Masterplan wird schliesslich die verbindliche Grundlage für mittel- und langfristige Umsetzungsschritte mit Zeithorizont bis 2040 bilden.

    Vielfalt erhalten, Grün- und Freiräume stärken
    Das Begleitgremium der Testplanung empfiehlt, dass das bezeichnete Seeufergebiet in seiner Vielfalt zu erhalten und künftig besser für die Allgemeinheit zugänglich zu machen ist: als Ort diverser gewerblicher, soziokultureller und kultureller Nutzungen, die sich mit den angrenzenden Grün- und Freiräumen am See verbinden. Dabei ist laut Begleitgremium mittel- und langfristig eine grosszügige Erweiterung des Freiraums im Gebiet nötig, um der Nachfrage der Stadt- und Quartierbevölkerung wie auch der Lage am See gerecht zu werden. Die industrielle Prägung des Seeufers Wollishofen soll dabei weiterhin erkennbar bleiben, während verbesserte Fusswege das Seeufer Wollishofen und den bestehenden Seeuferweg in Zukunft besser mit dem angrenzenden Strassenraum, den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem umliegenden Quartier vernetzen sollen – ganz im Sinne einer «Stadt der kurzen Wege».

    Kein zusätzlicher Wohnraum
    Zusätzlicher Wohnraum konnte im Rahmen der Testplanung in der Nachbarschaft der Roten Fabrik, des GZ Wollishofen und der öffentlichen Frei- und Grünflächen am See nicht zweckmässig angeordnet werden. Die entsprechenden Ruhe- und Rückzugsbedürfnisse wären mit den heutigen und den angestrebten Nutzungen nicht vereinbar.

    Mitwirkung mit Wirkung
    Grundlage für die Testplanung ist eine Motion aus dem Zürcher Gemeinderat (GR Nr. 2019/44), die den Stadtrat mit einer Gebietsplanung im Perimeter beauftragt. Der Planungsprozess bezog die verschiedenen Nutzer*innengruppen vor Ort, die Quartierbevölkerung wie auch die Grundeigentümerschaften im Perimeter mit ein. An zwei Workshops wurden die städtebaulichen Entwürfe von drei externen, interdisziplinären Planungsteams intensiv diskutiert und wichtige Hinweise zur weiteren Bearbeitung gesammelt. Die Bevölkerung wurde über den aktuellen Stand im «Dialog Seeufer Wollishofen» an verschiedenen Terminen vor Ort und einer Dialogveranstaltung informiert und angehört.

  • Schulanlage Brunnenhof soll bis 2029 erweitert werden

    Schulanlage Brunnenhof soll bis 2029 erweitert werden

    Im Mai 2022 genehmigten die Stadtzürcher Stimmberechtigten an der Urne die finanziellen Mittel für den Einbau einer Sekundarschule im ehemaligen Radiostudio Brunnenhof in Zürich-Unterstrass. Seit November werden Mittel-, Ost- und Turmtrakt des rund 90-jährigen Gebäudes für den Tagesschulbetrieb mit 15 Schulklassen umgebaut. Nach Inbetriebnahme der Schule 2025 soll die Schulanlage weiterwachsen: Die Stadt plant, in einer zweiten Etappe zwischen 2027 und 2029 den Westtrakt unter anderem durch einen Neubau für weitere 6 Klassen und 2 Einfachsporthallen zu ersetzen. Im Aussenraum ist zudem ein Allwetterplatz mit sportfunktionalen Eigenschaften vorgesehen, der ausserhalb der schulischen Betriebszeiten auch dem Quartier zur Verfügung stehen soll.

    Die Schule Brunnenhof wird dereinst von Schüler*innen aus den Schulkreisen Glattal und Waidberg besucht, wo aufgrund der dynamischen Bevölkerungsentwicklung in den kommenden Jahren mit einer starken Zunahme von Schüler*innen auf Sekundarstufe gerechnet wird. Das vorliegende Bauvorhaben reiht sich denn auch in eine Vielzahl von laufenden und geplanten Massnahmen ein, mit denen die Stadt den gestiegenen Schulraumbedarf in den beiden Schulkreisen decken wird.

    Für die Durchführung eines Wettbewerbs und die Ausarbeitung des Bauprojekts bis Ende 2025 beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat neue einmalige Ausgaben von 3,87 Millionen Franken.

  • In Uri entsteht ein multifunktionales Arbeits- und Kreativerlebnis: Baurechtsvergabe für die Baufelder 9 und 13 in der Werkmatt Uri ist erfolgt

    In Uri entsteht ein multifunktionales Arbeits- und Kreativerlebnis: Baurechtsvergabe für die Baufelder 9 und 13 in der Werkmatt Uri ist erfolgt

    Regierungsrat Urban Camenzind und die Werkmatt AG unterzeichnen Baurechtsvertrag

    Ein wichtiger Meilenstein wurde an der Medienorientierung vom 25. Januar 2023 auf der Werkmatt Uri erreicht. Am Medienanlass betonte Regierungsrat Urban Camenzind die Wichtigkeit des Projekts für den gesamten Kanton Uri und bekräftigte dies mit seiner Unterschrift im Baurechtsvertrag formell. Christoph Schoop, Investor und Mitglied des Verwaltungsrates der Werkmatt AG stellte im Anschluss die Projektvision vor. Mit Christoph Schoop steht ein ausgewiesener und erfolgreicher Investor hinter dem Projekt. Neben Immobilienprojekten in der ganzen Schweiz konnte die Christoph Schoop Gruppe bereits diverse Liegenschaften im Kanton Uri entwickeln und realisieren. Dazu zählen beispielsweise die Ferien- und Eigentumswohnungen beim Gasthaus St. Anton in Spiringen. Am Anlass wurde betont, dass das Projekt auf den Baufeldern 9 und 13 ein Begegnungsort für die gesamte Werkmatt Uri werden soll und ein ganzheitlicher Entwicklungsansatz im Zentrum steht. Die Architekten Galli & Rudolf aus Zürich zeichnen sich in dieser Phase für die Übersetzung der inhaltlichen Programmierung in die konkrete architektonische Umsetzung verantwortlich.

    Das multifunktionale Erlebnis Werkmatt in neun Bausteinen

    Unaufgeregt, auf das Wesentliche reduziert und mit feinen Details überraschend: So will das vorgestellte Projekt «Werkmatt» abseits des Mainstreams auf den Baufeldern 9 und 13 ein Ort für ungezwungene Begegnungen und echte, nicht alltägliche Arbeits- und Kreativ-Erlebnisse werden. Dazu sieht das integrale Konzept eine Kombination von Begegnungszonen, Werk-Hotel mit bis zu 80 Zimmern, Co-Working, Gewerbe- und Kulturräumen, Gastronomie und Shopping-Erlebnissen vor. Diese Elemente sollen sich nahtlos in das Umfeld integrieren und zur hohen Qualität des Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraums des Kantons Uri beitragen. Wo möglich werden bestehende Strukturen, wie beispielsweise die Flachlagerhalle, renoviert und nahtlos in den Neubau integriert. Die Entwicklung der Basisinfrastruktur erfolgt dabei in enger Partnerschaft in einem Co-Kreationsprozess zwischen dem Kanton Uri und der Werkmatt AG. Die Werkmatt AG ist bereit, sich als Unternehmung in der Werkmatt Uri als Entwicklungspartnerin und Investorin aktiv zu engagieren. Strategisch begleitet wird der Prozess von der Innovations-, Entwicklungs- und Umsetzungswerkstatt QUANT aus Flims.

    Entwicklungsfahrplan der Werkmatt AG

    Nach der Unterzeichnung des Baurechtsvertrags startet nun die Phase der Detailkonzeption und Planung der Infrastrukturen. Voraussichtlich im vierten Quartal 2023 werden die Gespräche für die unterschiedlichen Infrastrukturen mit den interessierten Betreibern vertieft. In der darauffolgenden Umsetzungsphase wird gemeinsam mit dem Kanton Uri und den Betreiberinnen die konkreten Nutzungsszenarien für die einzelnen Elemente detailliert. Der Projektfortschritt kann unter https://www.werkmatt-6460.ch/ verfolgt werden.

    Attraktives Bauprojekt mit Mehrwert für das Gesamtareal Werkmatt Uri

    Auf den Baufeldern 9 und 13 sollen dereinst auf rund 9 000 m zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen. Die Bereitstellung von Basisinfrastruktur mit Gastronomie, Coworking-Spaces und mehr bedeuten einen Mehrwert für das ganze Areal Werkmatt Uri. «Dass die Projektverantwortlichen eine Investition in diesem Umfang planen, ist erfreulich. Es ist auch Ausdruck der Attraktivität des Areals und nicht zuletzt des Standorts Uri», so Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind. Und weiter: «Es handelt sich um einen wichtigen Fortschritt in der Entwicklung des Areals Werkmatt Uri.»

    Weitere verfügbare Flächen an bester Lage auf Werkmatt Uri

    Das Areal «Werkmatt Uri» südwestlich des Kantonsbahnhofs in Altdorf ist mit zwölf Hektaren die letzte grosse Landreserve im Urner Talboden. Es liegt bestens erschlossen zwischen dem Kantonsbahnhof in Altdorf und dem künftigen Autobahnhalbanschluss A2. Weiterhin stehen rund acht Hektaren Land zum Verkauf oder zur Baurechtsvergabe zur Verfügung. Landverkauf oder Baurechtsvergabe erfolgen durch den Kanton Uri. Interessierte finden weitere Infos unter: https://www.werkmatt-uri.ch

    Volkswirtschaftsdirektion Uri

    Der Medienanlass vom 25. Januar 2023 fand in einer bestehenden Werkhalle statt.
    Nach der Vertragsunterzeichnung (von links): Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind, Investor Christoph Schoop und Duilio Belci, Verwaltungsrat der Werkmatt AG 

    Visualisierung Gastrobereich
    Visualisierung Fassadenansicht
    Visualisierung Gassenansicht
    Visualisierung: Galli Rudolf Architekten AG
  • Jobsharing am Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW

    Jobsharing am Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW

    Gerade mal 9.6% aller Teilzeitbeschäftigten in der Schweiz und nur 5.1% in der Baubranche arbeiten in einem Jobsharing , das heisst sie teilen sich ihre Stelle mit einer zweiten Person. Dieser Anteil wird nochmals geringer, wenn man sich Kaderfunktionen anschaut – gerade hier geht das Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW aber mit positivem Beispiel voran und führt das bereits erfolgreich gelebte Prinzip des Topsharings fort. Ab Herbstsemester 2023 übernehmen Maya Scheibler und Sylvain Villard als Co-Professorin und Co-Professor die Lehre im Bereich Analyse, Entwurf und Konstruktion im zweiten Jahreskurs des Bachelor-Studiengangs des Instituts Architektur und wurden entsprechend durch den Fachhochschulrat der FHNW gewählt. Die Architektin und der Architekt führen bereits seit über zehn Jahren ein gemeinsames Büro in Basel, mit dem sie sich auf vielfältige Projekte, vom Wohnungsbau bis hin zu städtebaulichen Planungen, und Räume für Menschen mit verschiedensten Bedürfnissen spezialisiert haben.

    Gemeinsames Studium an der FHNW und Lehre als Hochbauzeichnerin und Hochbauzeichner
    Scheibler und Villard haben beide eine Lehre als Hochbauzeichnerin bzw.-zeichner abgeschlossen und lernten sich während des Bachelor- und Masterstudiums in Architektur an der FHNW kennen. Nur drei Jahre nach Studienabschluss gründeten sie das gemeinsame Büro in Basel. Sie setzen sich in Lehre und Arbeit gezielt mit der Frage nach nachhaltigen Baumaterialien auseinander, was für das Institut Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW ein tragender Fokus der Lehre ist: «Scheibler Villard verfügen über ein noch kleines, aber hochstehendes gebautes Werk, das seine Kraft insbesondere aus der Durcharbeitung bis in die Details der Konstruktion bezieht. Den Aspekt dieses explizit konstruktiven Entwerfens möchten wir am Institut Architektur weiter stärken, insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Bauwende. Unseren Studierenden vermitteln wir als Kernkompetenz die konkrete Auseinandersetzung mit den Eigenschaften und Potentialen von Baumaterialien – und genau hier bringen Scheibler Villard spannende neue Ansätze», begründet Tim Seidel, Co-Institutsleiter des Instituts Architektur der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW, die Wahl.

    Von der Lehre zur Berufung als Professorin und Professor
    Weiter haben Scheibler Villard aber auch durch ihren unkonventionellen und ambitionierten Werdegang überzeugt, wie Seidel anfügt: «Mit ihren aussergewöhnlichen Lebensläufen nehmen die beiden eine wichtige Vorbildfunktion für unsere Studiereden ein. Sie zeigen, welche Karrierewege nach einer Lehre in der Schweiz offenstehen und dass wir an der FHNW eine qualitativ hochstehende Architekturausbildung bieten, die dafür als Sprungbrett dient.»

    Das Institut besetzt damit bereits die dritte Führungsstelle mit einer Co-Leitung. Bereits 2019 wurde eine entsprechende Stelle in der Lehre mit zwei Professorinnen besetzt. 2022 folgte ein Topsharing in der Besetzung der rotierenden Institutsleitung. «Die Führungsarbeit in Teamkonstellationen ist ein in der Praxis der Architekturbranche etabliertes Modell. Sie stärkt die inhaltliche Auseinandersetzung mit baulichen Fragestellungen und sichert damit die Qualität. Mit der Übertragung der Jobsharing-Idee auf Lehre und Forschung haben wir als Institut in den vergangen Jahren ebenfalls ausgezeichnete Erfahrungen gemacht und freuen uns, diese Reihe fortsetzen zu können», hält Seidel abschliessend fest.

    Maya Scheibler
    Maya Scheibler (1983) ist gelernte Hochbauzeichnerin und hat an der FHNW ihr Bachelor- und Masterstudium in Architektur erfolgreich abgeschlossen. Nach einem Auslandaufenthalt in Japan war sie bei Miller & Maranta AG in Basel tätig, bevor sie 2012 und nur drei Jahre nach Studienabschluss mit Sylvain Villard das gemeinsame Architekturbüro in Basel gründete. In den letzten Jahren wirkte sie in mehreren Kommissionen und als Gastkritikerin oder Expertin in Fachjurys mit, war zudem von 2012 bis 2016 Assistentin von Prof. Andrea Deplazes der ETH Zürich und unterrichtete zuletzt als Professorin Entwurf und Konstruktion an der Berner Fachhochschule in Burgdorf. Sie ist Mitglied der Ortsbildkommission der Gemeinde Riehen Basel-Stadt und Mitglied der Arealbaukommission des Kantons Basellandschaft.

    Sylvain Villard

    Auch Sylvain Villard (1980) ist gelernter Hochbauzeichner und hat an der FHNW studiert, ebenfalls mit einem erfolgreichen Bachelor- und Masterabschluss in Architektur. Nach verschiedenen Praktika und Austauschsemestern in Tokyo und Berlin, arbeitete er als Projektarchitekt bei Burkard Meyer Architekten in Baden und gründete 2012 mit Maya Scheibler das gemeinsame Büro. Bis 2018 war er Mitglied der SIA-Fachkommission «Städtebau und Architektur» und seit 2020 ist er gemeinsam mit Maya Scheibler Mitglied der Ortsgruppe

  • Hauptpost Basel erhält Baubewilligung

    Hauptpost Basel erhält Baubewilligung

    Das rund 140-jährige Gebäude der ehemaligen Hauptpost inmitten der Basler Altstadt muss umfassend saniert werden. Jetzt hat die AXA Anlagestiftung als Eigentümerin die Baubewilligung für das eingereichte Baugesuch erhalten.

    Passage erhält Öffentlichkeitscharakter
    Mit der Sanierung der Basler Hauptpost soll der Charakter des Gebäudes hervorgehoben werden. So ist vorgesehen, das gesamte Erdgeschoss offener und heller zu gestalten. Das Herzstück bildet neu ein lichtdurchfluteter, überdachter Innenhof. Zudem soll aus dem Durchgang zwischen Gerbergasse und Freie Strasse, der bis letzten Herbst als private Anlieferungsstelle für die Post diente, eine öffentlich zugängliche Passage entstehen mit direktem Zugang zu den Läden im Erdgeschoss sowie zu den oberen Etagen. Die Passage soll jedoch nicht nur geöffnet, sondern auch belebt werden: «Der wettergeschützte Durchgang soll auch für ein Verkaufs- und Gastroangebot genutzt werden und damit eine attraktive Ergänzung an der Freien Strasse bieten», so Pascal Messmer, Asset Manager bei den AXA Investment Managers.

    Mittelalterliche Bauelemente lassen Vergangenheit aufleben
    Im Rahmen der Neukonzeption wies das beauftragte Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron im engen Dialog mit dem Denkmalschutz auf die vorhandenen Originalpläne sowie eingelagerten, mittelalterlichen Bauelemente im Archiv der Hauptpost hin. Dazu zählen unter anderem sechs antike Steinbögen, die einst Teil einer Arkade waren. Die Originale stammen aus dem 14. Jahrhundert und die Replika von einem Umbau aus dem 19. Jahrhundert. Jetzt wird der Einbau der historischen Bögen in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz behutsam vorgenommen. «Damit finden sie an ihren ursprünglichen Ort zurück. Wir lassen das geschichtsträchtige Gebäude in seiner einstigen Form wieder aufleben. Dass man auf solche Schätze der Vergangenheit stösst, ist eine Seltenheit und macht diese Sanierung für uns einmalig», so Marco Streuli, Bauprojektleiter bei den AXA Investment Managers. Die sechs wieder eingebauten Steinbögen vervollständigen die Passage zusammen mit dem noch vor Ort befindlichen gotischen Portal im Vorbereich des existierenden Durchgangs.

    Ebenfalls wieder eingesetzt werden historische Fensterlaibungen, die im Vorraum der Passage auf Seite der Gerbergasse als Teil eines Schaufensters für viel Tageslicht im Inneren sorgen sollen.

    Neues Rooftop mit Rundumsicht über die Altstadt 
    Die Geschosse fünf und sechs der Hauptpost werden zurückgebaut, wodurch die Gebäudehöhe im Vergleich zu heute leicht tiefer ausfällt. Das neue Satteldach fügt sich auch in seiner Materialität behutsam in die umliegende Dachlandschaft ein und besticht durch eine umlaufende Terrasse mit Verglasung, die eine Rundumsicht über die Altstadt ermöglicht.

    Wie der lichtdurchflutete Raum zukünftig genutzt wird, ist noch offen. «Wir können uns zahlreiche Nutzungen vorstellen. Diese sind auch abhängig vom allgemeinen Mietermix im Gebäude», so Pascal Messmer. Im Erdgeschoss der Hauptpost entstehen insgesamt 1’500m2 Verkaufsflächen mit teils 9m hohen Räumen. Die fünf Obergeschosse mit Aussichts-Rooftop bieten zusätzliche 5’000m2 für moderne Büros und weitere Dienstleistungsflächen. Es ist geplant, das Gebäude per Frühjahr 2025 an die neuen Mieter zu übergeben und die Tore der Hauptpost wieder für die Bevölkerung zu öffnen.

  • KSW-Neubau wird mit internationalem Architekturpreis ausgezeichnet

    KSW-Neubau wird mit internationalem Architekturpreis ausgezeichnet

    Der Verein AKG (Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen) hat am 17. November 2022 im Rahmen der Medica Messe in Düsseldorf den AKG-Preis sowie drei Anerkennungen verliehen. Das KSW gewann mit seinem Ersatzneubau, der von der Planergemeinschaft RA-B Architekten (Rapp Architekten AG und Butscher Architekten AG) realisiert worden ist, eine dieser begehrten Anerkennungen. Das Minergie-P-Eco-Gebäude überzeugte insbesondere durch die ästhetisch sehr gut gelöste städtebauliche Einordnung. Die hochwertigen Materialien sowie die effizienten technischen Einrichtungen unterstreichen
    das schlüssige Gesamtkonzept mit der für die Patientinnen und Patienten sehr gut gelösten Raumaufteilung nach Süden.

    Bauqualität, Funktionalität und Detailgenauigkeit
    Mit dem AKG-Preis werden europaweit die Architektur von Krankenhäusern und anderen Bauten des Gesundheitswesens prämiert. Die Gewinnerprojekte, die von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden, haben die vielfältigen Anforderungen an die Bauqualität, Funktionalität und Detailgenauigkeit vorbildlich gelöst. Der AKG-Preis wird in einem dreijährigen Turnus vergeben und geht sowohl an die Architekten als auch an den Bauherrn der prämierten Bauwerke. Neben dem KSW-Neubau erhielten zwei weitere Projekte eine Anerkennung: Die UKB Reha, der Reha-Neubau des Unfallkrankenhauses Berlin, und der Neubau des Bettenhauses der Waldkliniken Eisenberg. Der AKG-Preis 2022 ging nach Dresden für das Projekt «Nationales Centrum für Tumorerkrankungen NCT».

  • Vom Stockwerkeigentum zum Aktionär

    Vom Stockwerkeigentum zum Aktionär

    Formen des Stockwerkeigentums gibt es schon seit über 4000 Jahren. Dem Zürcher Verfassungsrechtler und FDP-Politiker Eugen Huber war dies stets ein Dorn im Auge. Als er 1892 vom Bundesrat den Auftrag erhielt, ein Zivilgesetzbuch zu formulieren, strich er kurzerhand die «lästige Erbschaft» aus dem Vorgängergesetz; das Schweizer Zivilgesetzbuch trat deshalb 1912 ohne Stockwerkeigentum in Kraft. Erst 1965 wurde diese Rechtsform als Artikel 712 wieder ins ZGB aufgenommen. Seither nimmt der Anteil an Stockwerkeigentum stetig zu: 1970 lag die Wohneigentümer-Quote gemäss der «Gebäude- und Wohnungsstatistik» des Bundes bei 28,5 Prozent, Ende 2019 war sie bereits bei 36,4 Prozent. «Der Erwerb von Stockwerkeigentum ist nach wie vor im Trend», beobachtet auch Thomas Utz, Co-Leiter des Instituts für Innovation, Design und Engineering (IDEE) an der OST – Ostschweizer Fachhochschule.

    Veralteter Gebäudepark
    Doch die beliebte Wohnform basiert auf einer lieblos formulierten juristischen Basis. «Das Problem liegt in der Eigentumsform», erklärt Thomas Utz. Während ein Hausbesitzer das alleinige Recht am Besitz habe und darüber auch entscheiden könne, müsse der Stockwerkeigentümer Besitz und die damit verbundenen Pflichten mit anderen Menschen teilen. Der Haken daran: Bei einer Haussanierung könne ein Alleineigentümer einen allenfalls nötigen Kredit bei einer Bank aufnehmen, der Stockwerkeigentümer-Gemeinschaft sei dies aber verwehrt, weil sie keine eigene Rechtsform besitze. «Die Mehrheit der Stockwerkeigentümergemeinschaften äufnen deshalb einen Erneuerungsfonds. Aber eben nicht alle. Und viele haben einen zu kleinen Fonds», sagt Utz. Die Folge: «Die Sanierung bleibt aus und die Liegenschaft verliert an Wert.» Dies sei immerhin bei jeder dritten Liegenschaft der Fall. Das Immobilienmonitoring der Raiffeisen-Bank kommt deshalb zum Schluss: «Die Sanierungsquote ist tief: Aktuell liegt sie bei nur rund 1 Prozent jährlich. Somit würde es 100 Jahre dauern, bis in der Schweiz alle Gebäude einen langfristig nachhaltigen Standard erreicht hätten.»

    Immobilien AG als Lösung
    Das Problem der Finanzierung liesse sich einfach lösen: «mit einem nachhaltig finanzierten Wohneigentumsmodell auf der Basis einer Immobilien AG», ist Utz überzeugt. Die Idee ist bestechend: Eine Investorengemeinschaft kauft die Liegenschaft. Im Unterschied zur Stockwerkeigentümer-Gemeinschaft ist sie aber als Aktiengesellschaft organisiert; sie vergibt also Anteilsscheine in Form von Aktien. Der Wohnungsnutzer wird dabei zum Investor und Aktionär. Juristisch gesehen erwirbt er zusammen mit der Aktie das Nutzungsrecht an einer Wohnung, was faktisch einem Eigentum gleichkommt. Darüber hinaus können sich ein oder mehrere Investoren an der AG ohne Nutzungsrecht beteiligen. Ihnen wird eine langfristige Rendite auf einem abgesicherten Immobilieninvestment zugesichert.

    Tiefer Zins, gesicherte Rendite
    «Das ist zum Vorteil von allen», sagt Thomas Utz. «Die Wohnungsnutzer müssen nicht selbst eine Hypothek aufnehmen. Das macht die Wohnung günstiger. Und die Wohnungsnutzer müssen weniger Eigenkapital aufbringen, denn mit der Beteiligung eines Investors verteilt sich die finanzielle Eigenkapital-Belastung für alle Beteiligten.So kann der Investor zusätzlich in andere Objekte investieren, was eine Diversifizierung seiner Anlagen in Immobilien ermöglicht.» Auch die Sanierung sei gesichert. «Beim herkömmlichen Stockwerkeigentum ist ein Erneuerungsfonds freiwillig. Beim nachhaltig finanzierbaren Wohneigentum bezahlt der Wohnungsnutzer von Anfang an mit monatlichen Beiträgen an künftige Sanierungen», so der OST-Forscher.

    Die Grundlagen für die Immobilien AG stehen. Sie wurden im Rahmen eines Innosuisse-Projekts mit Bundesfinanzierung entwickelt. Begleitet wurde das zweijährige Projekt von der VirtuellBau AG, einem auf Sanierungen spezialisierten Unternehmen aus der Stadt St.Gallen, von der VIO Treuhand AG, eine Immobilientreuhandgesellschaft, der Kanzlei «SennSommBosshart Anwälte» sowie von der Pensionskasse der Stadt St.Gallen. Einen Knackpunkt allerdings gilt es noch zu lösen, sagt IDEE-Co-Chef Thomas Utz. «Das neue Modell stellt insbesondere die Steuerbehörden vor neue Ausgangslagen, die nach neuen steuerlichen Beurteilungen verlangen. Innovation braucht sehr viel Überzeugungskraft, damit man aus eingespielten Bahnen ausbricht.» Die Projektbeteiligten wollen sich den Herausforderungen stellen. Sie haben den Verein «nachhaltig finanzierbarer Immobilienbesitz» gegründet. Zweck des Vereins ist, ein schweizerisch agierendes Netzwerk zu bilden, das Investoren, Unternehmen und Privatpersonen verbindet, die Immobilienbesitz nachhaltig finanzierbar machen wollen. Weiter verfolgt der Verein das Ziel, das Eigentumsmodell «Immobilien AG» zu verbreiten und beratende Dienstleistungen zu erbringen. Aktuelle Herausforderung bilden die Steuerfragen. Um diese zu lösen und das Modell final zur Marktreife zu bringen, ist der Verein auf der Suche nach Praxisobjekten, zusätzlichen Wirtschaftspartnern und Kapital, sagt Vereinspräsidentin Elisabeth Fontana. Der Immobilienmarkt ist eher träge und verlangt meist Ressourcen, viel Überzeugungskraft und Durchhaltewillen, um ein neues Modell zu etablieren. Der zunehmende Sanierungsstau im Stockwerkeigentum und die daraus entstehende Nachfrage nach Alternativen, könnte das Modell allerdings stark vorantreiben, ist Elisabeth Fontana überzeugt.

  • Der Bereich Schalungsbau verkauft Implenia an PERI

    Der Bereich Schalungsbau verkauft Implenia an PERI

    Das Unternehmen ist spezialisiert auf intelligente Dienst- und Komplettleistungen rund um den Schalungsbau. PERI ergänzt mit der Übernahme der Gesellschaft mit allen 46 Mitarbeitenden sein heutiges Angebot in den Bereichen Engineering und Sonderschalungsbau und erweitert die angesichts der guten Auftragslage im Segment Infrastruktur und Bereich Hochbau benötigten Kapazitäten.

    Die Übernahme erfolgte per 1. Januar 2023. Implenia veräussert den Bereich Schalungsbau an eine geeignete Eigentümerschaft, um sich weiter auf das definierte Kernportfolio zu fokussieren und seine Asset-light-Strategie voranzutreiben. Die Gruppe konzentriert sich auf integrierte Bau- und Immobiliendienstleistungen in der Schweiz und in Deutschland sowie Tunnelbau und damit verbundene Infrastrukturprojekte in weiteren Märkten.

  • Intelligente Gebäudetechnik dank Shared Innovation

    Intelligente Gebäudetechnik dank Shared Innovation

    Immobilien müssen heute einer Vielzahl von Anforderungen genügen. Als bedeutende Treiber des hiesigen CO2-Austosses spielen sie in der Schweizer Klima- und Energiepolitik eine zentrale Rolle. Entsprechend hoch sind die Vorgaben bezüglich sparsamer und effizienter Energienutzung in Gebäuden. Dem gegenüber stehen immer höhere Ansprüche an Sicherheit und Komfort seitens der Nutzenden – bei gleichzeitiger Reduktion der Komplexität in der Anwendung. Eine Komponente zur Lösung dieser bisweilen widersprüchlich anmutenden Anforderungen liegt in der digitalen Vernetzung von Sensoren und Geräten in Gebäuden.

    Wertvolle Partnerschaften als Innovationstreiber
    Als äusserst wertvolle und im Hinblick auf die Entwicklung intelligenter und nachhaltiger Gebäude fruchtbare Partnerschaft gestaltet sich dabei die Kooperation mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf. Im modularen Forschungs- und Innovationsgebäude NEST entwickelt und testet die Empa gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand Technologien, Systeme und Materialien.

    Im Rahmen der NEST-Unit HiLo («High Performance – Low Emissions») lieferte Bouygues Energies & Services vorgefertigte HLKS-Komponenten. Mittels Building Information Modeling (BIM) wurden eine Werks- und Montageplanung inkl. Herstellerangaben erstellt, die es erlaubt, Materialien direkt aus dem Modell zu bestellen. In der NEST-Unit «Sprint» hat die Empa kreislaufgerechtes Bauen sowie «Urban Mining» erfolgreich in die Tat umgesetzt. Aus wiederverwendeten Materialien und Bauteilen konnten innerhalb kürzester Zeit ressourcenschonend flexible Büroräume geschaffen werden.

    Im Bereich der vorausschauenden Steuerung («predictive control») ermöglichen lernende Algorithmen gegenüber konventionellen, regelbasierten Kontroll-Algorithmen eine erhebliche Einsparung von Energie bei gleichzeitiger Steigerung des Komforts sowie der Benutzerfreundlichkeit der Gebäudesysteme.

  • Erste definitive SNBS Zertifizierung für Alters- und Pflegeheim

    Erste definitive SNBS Zertifizierung für Alters- und Pflegeheim

    Am 5. Dezember übergab Angela Birchler, Projektleiterin der Zertifizierungsorganisation SNBS, die beiden Zertifikate und verdankte die gute Arbeit und Abwicklung der Zertifizierung durch die Bauherrschaft der BVK.

    Nebst 112 modernen Wohnungen, welche die BVK direkt vermietet, werden ein Wohn- und Pflegezentrum mit 72 Pflege-Einzelzimmern, 8 Pflege-Doppelzimmern im geschützten Wohnbereich und 18 Alterswohnungen betrieben. Die ebenfalls nach dem Standard Minergie-P zertifizierte und mit Grundwasserwärmepumpe beheizte Siedlung erfüllt hohe ökologische Ansprüche und kann sich dank des Angebots an Wohnungen für jedes Budget, einem Gemeinschaftsraum und dem Betrieb einer Kindertagesstätte als Generationen-Überbauung bezeichnen. Die Fassade der Neubauten besteht aus meist raumhohen Holz-Metallfenstern mit Staketengeländern und geschlossenen Fassadenteilen. In den Untergeschossen befinden sich die Einstellhallen mit insgesamt 136 Parkplätzen sowie Lager- und Technikflächen und es sind auch zahlreiche Fahrrad-Abstellplätze vorhanden. Die gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist ein grosser Vorteil des Gartenhofs und Teil des attraktiven Mobilitätskonzeptes. Im Bereich Städtebau und Architektur haben beide Gebäude mit 6 Punkten die volle Punktzahl bei der SNBS-Zertifizierung erhalten, und auch bei den Lebenszykluskosten konnten die Projekte mit 6 Punkten vollkommen überzeugen.

  • Nomoko lanciert die weltweit erste Miteigentümer-Community für digitale Zwillinge von Städten

    Nomoko lanciert die weltweit erste Miteigentümer-Community für digitale Zwillinge von Städten

    Mithilfe modernster Drohnentechnologie nimmt Nomoko Bilder auf und rekonstruiert grossflächige Stadtgebiete in fotorealistische digitale 3D-Zwillinge. Die einzigartigen hochauflösenden Modelle sind in 400 x 400 Meter grosse Kacheln unterteilt, die von jedermann mitbesessen werden können.

    Durch das Miteigentum an einem digitalen Zwilling eines ausgewählten Gebiets können die Miteigentümer an allen Produkt- und Dienstleistungsumsätzen partizipieren, die auf der digitalen Darstellung ihres investierten Gebiets entstehen. Während sich die bestehenden Anwendungsfälle auf die Stadt- und Immobilienentwicklung konzentrieren, werden digitale Zwillinge auch verschiedene andere Anwendungen in den Bereichen AR/VR, Tourismus, Werbung und Gaming ermöglichen.

    Als Teil der Miteigentümer-Community können die Miteigentümer zusätzlich profitieren, indem sie eine aktive Rolle als Botschafter übernehmen und entweder für 3D-Dienstleistungen werben oder die Gemeinschaft der Miteigentümer weiter ausbauen. In beiden Fällen werden sie gemäss ihrem Beitrag mit einer Umsatzbeteiligung belohnt.

    Nilson Kufus, CEO und Mitbegründer von Nomoko, kommentiert: „Wir freuen uns sehr, das Miteigentümer-Programm zukunftsorientierten Menschen auf der ganzen Welt zugänglich zu machen und die Digitalisierung der physischen Welt zusammen als Gemeinschaft voranzutreiben. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu unserer Vision, es allen zu ermöglichen, an der Schaffung einer maschinenlesbaren Welt durch digitale Zwillinge teilzunehmen.“ Er fügt hinzu: „Unser Ziel ist es, eine Gemeinschaft aufzubauen, die die digitale Welt gemeinsam besitzt und deren Nutzung fördert. Dies mit einer dezentralen Vision, bei der die Daten nicht in den Händen eines einzelnen Unternehmens liegen.“

    Nomoko hat bereits die zehn grössten Schweizer Städte in hochauflösendem 3D abgebildet. Die entsprechenden Kacheln stehen in der ganzen Schweiz zum Kauf

    bereit. Und das ist erst der Anfang, denn Vorbestellungen sind bereits jetzt auch für den Rest der Welt möglich. Werden Sie ein digitaler Zwillings-Pionier. Kommen Sie mit auf die Reise zu einer digitalisierten und maschinenlesbaren Welt: Melden Sie sich auf nomoko.world an und werden Sie Teil unserer Community.

  • Innen dämmen, wenn es aussen nicht möglich ist

    Innen dämmen, wenn es aussen nicht möglich ist

    Das zweite Feuer verursachte ein Gasbrenner beim Verlegen von Dichtungsbahnen noch während der Neubauarbeiten. Just im Gebäudeteil, in dem sich auch die Degustations- und Veranstaltungsräume der Caves du Château befinden. Das Haus steht auf einer Anhöhe zwischen Murten- und Neuenburgersee, mit wunderschönem Ausblick auf die Broye-Ebene und auf Le Vully, wie die «kleinste der grossen» Schweizer Weinregionen bezeichnet wird. Hier entstehen in sorgfältiger Handarbeit preisgekrönte Weiss-, Rot- und Schaumweine, die im «Cave», im klimatisierten Keller lagern.

    Ökologisch sinnvolle Innendämmung
    Bei diesem ins Terrain eingelassenen Gebäudeteil war keine Aussendämmung möglich. Man hat deshalb für die rund 380 m² Wandflächen die naheliegende und einfache Lösung mit Alba®therm gewählt und konnte diese wettergeschützt aufbringen. Die in der Schweiz hergestellten Verbundplatten bestehen aus einer massiven Gipsplatte aus hiesigem Naturgips. Die Alba® Vollgipsplatten sind zu 100 Prozent recyclingfähig. Überzählige Plattenabschnitte können eingesammelt und dem Rigips-eigenen RiCycling® Werk zur Wiederverwertung zugeführt werden.

    Handliches Format für rationelles Arbeiten
    Alba®therm sind bereits mit einer Dämmschicht aus EPS oder XPS (Polystyrol-Hartschaum) versehen und können somit in einem Arbeitsgang direkt auf Innenwände aus (Poren-)Beton, Mauerwerk und Naturstein geklebt werden. Dank ihres handlichen Formats von 500×1000 mm und ihres geringen Gewichts genügt dazu eine Person. Das Nut- und Kammsystem ist anwendungstechnisch sicher und hilft, Wärmebrücken zu vermeiden. Alba®therm ergibt eine absolut glatte, leicht zu bearbeitende Oberfläche, und zwar ohne Bewehrungsstreifen. Die trockene Bauweise erfordert ausserdem keine längeren Wartezeiten, weil eine nachfolgende, vollflächige Netzeinbettung entfällt. Für Nass- und Feuchträume stehen hydrophobierte Produktvarianten zur Verfügung.

    Die Kellerräume des Weinguts Caves du Château im freiburgischen Montmagny sind mit Alba®term innengedämmt.

    Übrigens: Alba®-Logistikpaletten mit den Massen von 740×1050 mm und einem Gewicht von zirka 400 kg passen durch jede Türöffnung und in die meisten Personenlifte. Die Vollgipsplatte nimmt auch Lasten bis zu 15 kg/m² ohne besondere Befestigungsmassnahmen auf. Schliesslich fühlt sie sich an wie eine massive Wand, denn beim Klopfen entstehen keine Hohlgeräusche.

    Fazit: Alba®therm erfüllt auf dem Weingut Caves du Château wichtige Dämm- und Schutzaufgaben gegen Kälte, Lärmemissionen, Tauwasser und Schimmelbildung.

  • Arealentwicklung in Basel – Dynamik pur

    Arealentwicklung in Basel – Dynamik pur

    Mit uptownBasel entsteht auf den rund 50’000 m2 Grundfläche des ehemaligen Brown Boveri Areals in Arlesheim ein Kompetenzzentrum für die Industrie 4.0. Im Rahmen eines neuartigen Konzepts werden hier junge Start-up-Unternehmen in der schweizweit ersten Vertretung der internationalen Plattform plug-and-play direkt neben Industriegrössen der Region wie etwa Straumann, Bouygues Energies & Services und den zum Bouygues-Konkurrenten Vinci gehörenden Tochterfirmen Axians (ICT) und Actemium (Industrietechnik) arbeiten.

    Auf dem 70’000 m2 grossen BaseLink-Areal in Allschwil werden derweil die letzten Baufelder entwickelt. Die Strategie, das Verbindungsstück zwischen den beiden Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt nach den Ansiedlungen von Janssen/Johnson & Johnson (ehemals Actelion) sowie dem schnell wachsenden Spin-off Idorsia im bestehenden Gewerbegebiet in einen neuen Life Sciences-Campus zu überführen, scheint aufgegangen zu sein: Am ersten April bezog das Swiss Tropical Health Institut sein neues Gebäude auf dem Areal, mittlerweile sind auch die Innovationsgarage durch die Universität Basel und der erste von zwei Teilen des Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus bezogen. Hierhin verlegt auch das Pharma-Unternehmen Basilea seinen Sitz. Auch Herzog und de Meuron setzen mit der Entwicklung ihrer eigenen Baufelder, auf denen das Alba-Haus entsteht, auf Life Sciences. Entstehen soll ein Geschäftshaus mit einem Raumprogramm für Start-ups sowie Grossunternehmen, gemeinsam genutzten Flächen und Dienstleistungen des täglichen Gebrauchs.

    Weitere 68’000 m2 werden in Basel-Stadt mit dem Campus Rosental Mitte, gleich beim Badischen Bahnhof, zu einem gemischten städtischen Quartier entwickelt. Das einstmals für die Öffentlichkeit geschlossene Syngenta-Areal wurde 2016 bis 2019 von der Stadt Basel übernommen und wird nun durch die öffentliche Hand weiterentwickelt bzw. zu einem gemischten Areal mit Wohnnutzungen und neuen Wirtschaftsflächen transformiert. Ein ähnlicher Prozess findet auch im 300’000 m2 umfassenden ehemaligen Werkareal von Novartis und BASF statt: Das 2019 von Swiss Life und der Rhystadt AG übernommene Klybeck-Areal wird schrittweise transformiert und soll zukünftig Lebensraum für bis zu 8500 Bewohner und 7500 Arbeitsplätze bieten.

  • uptownBasel wird Industriestandort der Zukunft

    uptownBasel wird Industriestandort der Zukunft

    Auf 70’000 Quadratmetern entsteht auf dem Schorenareal in Arlesheim ein internationaler Entwicklungs- und Produktionsstandort für die Industrie 4.0. Das zukunftsorientierte Projekt namens uptownBasel richtet sich an ausgewählte Technologieunternehmen, die sich mit Industrieproduktion, Gesundheitswesen, Logistik sowie mit der Digitalisierung beschäftigen. Denn mit Industrie 4.0 ist in erster Linie die Industrie der Zukunft gemeint.

    Das Schorenareal blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und darf sich gar als Wiege der Industrialisierung der Region Basel bezeichnen. 1824 wurde hier die erste Schappefabrik (Verarbeitung minderwertiger Seide) der Region gegründet. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auf dem Areal Lokomotiven gebaut. 1988 kam es zur Fusion, bei der die heutige ABB entstand. Dies bedeutete das endgültige Ende für das Werk. Danach blieb das Gelände während 20 Jahren nahezu ungenutzt. 2012 kam mit den Kaufvertragsverhandlungen des Areals zwischen uptownBasel und dem Kanton Basel-Landschaft als damaligem Eigentümer wieder Bewegung in die Sache.

    Bis 2029 ist auf dem Areal die Schaffung einer Plattform vorgesehen, die Unternehmen miteinander vernetzt, den branchen- und disziplinenübergreifenden Wissenstransfer fördert und Innovationen in den Bereichen Internet der Dinge, Robotics, künstliche Intelligenz, Mobilität der Zukunft oder agilen Arbeiten vorantreibt. Geplant ist die Ansiedlung von 50 bis 100 Firmen mit insgesamt rund 2500 Arbeitsplätzen. Um dies zu ermöglichen, sind neun Gebäude projektiert. Das Investitionsvolumen beträgt über 500 Millionen Franken und wird von der privaten Eigentümerschaft der Familie Monique und Thomas Staehelin getragen. Für die Umsetzung ist Fankhauser Arealentwicklungen zuständig.

    Das Areal punktet mit seiner guten Lage: Mit dem Auto sind es 10 Minuten in die Stadt Basel und 20 Minuten bis zum EuroAirport in Mulhouse Freiburg. Mit dem Zug ist man in 25 Minuten am Bahnhof Basel SBB.

    Die ersten Gebäude sind bereits eröffnet. Im Wissenstransferzentrum namens «the pioneer» – dem Flaggschiffgebäude von uptownBasel – werden Ingenieurkompetenz in Life Sciences und technologische Digitalisierung gebündelt.

    «The pioneer» wird von den beiden europäischen Technologiekonzernen Bouygues und Vinci (Axians und Actemium) genutzt und bietet 400 Arbeitsplätze. Ein weiteres Gebäude, das Lieferkettenkompetenzzentrum, umfasst die Logistik und das Supply Chain Management.

    2023 soll das Innovationszentrum für Medical Additive Manufacturing, 3D-Druck eröffnet werden. Spätestens 2024 folgt die Energiezentrale für Wärme. Diese wird vom Münchensteiner Energieversorger Primeo Energie gebaut. Die Schaltanlage des uptownBasel-Unterwerks arbeitet nach Fertigstellung vollständig ohne klimaschädliche oder fluorhaltige Isoliergase. Damit wird das Areal eines der wenigen im Versorgungsgebiet von Primeo Energie sein, welches den Strom direkt auf Netzebene 3 bezieht und die Energie anschliessend selbsttätig auf dem Areal weiterverteilt. Im Jahr 2026 folgen das Rechenzentrum für Data Analytics und Quantentechnologie sowie das Gebäude für Safety & Security inklusive Cyber Crime Technology. Als letztes Gebäude soll 2029 das Zentrum für Dienstleistungsspezialisten im Bereich Life Sciences seine Tore öffnen.

    Für die Mieterschaft wurde eigens die Areal-App «my uptownBasel» entwickelt, die den Austausch untereinander ermöglicht. Das gesamte Konzept ist auf kooperatives und innovatives Arbeiten ausgelegt.

    Auf diesem Areal entsteht bis 2029 ein internationales Kompetenzzentrum.
  • Stockacker-Areal:Ganzheitliche Energielösung lohnt sich auch wirtschaftlich

    Stockacker-Areal:
    Ganzheitliche Energielösung lohnt sich auch wirtschaftlich

    Das Wohnareal Stockacker in Reinach zeigt, dass sich der Einsatz von erneuerbaren Energien bei einer integralen Energie- und Mobilitätslösung auch wirtschaftlich lohnt. Es besteht aus vier Gebäuden mit insgesamt 77 Wohnungen. Das Areal ist eine Art «Smart City» im Kleinen, die zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien setzt. Das Schweizer Unternehmen Energie 360° hat für das Areal eine integrale Energielösung entwickelt.

    Alles spielt zusammen
    Die Energielösung beinhaltet Wärme, Kälte, Strom, Elektromobilität sowie Smart Solutions. Wärmepumpen, Solaranlagen, ein Batteriespeicher und Elektroladestationen werden mit einer intelligenten Steuerung verbunden und bilden so ein integrales Energiesystem. Das heisst: Alle Elemente sind optimal aufeinander abgestimmt und kommunizieren miteinander. Dadurch lassen sich der Eigenverbrauch des Solarstroms erhöhen, Stromspitzen brechen sowie Synergien zwischen Wärme, Kälte, Strom und Mobilität dynamisch nutzen.

    Wärmepumpen nutzen die Erdwärme mittels Erdsonden als Energiequelle. Betrieben werden sie mit der Photovoltaikanlage. Im Winter werden so die 77 Wohnungen der Überbauung beheizt, im Sommer durch sogenanntes «Free Cooling» gekühlt.

    Dabei wird den Wohnungen über die Bodenheizung Wärme entzogen und ins Erdreich abgegeben. Die Erdsonden können sich dadurch regenerieren, und die Bewohner profitieren gleichzeitig von einer leichten Abkühlung der Wohnräume. In der Garage gibt es Ladestationen für Elektroautos, welche über Solarstrom geladen werden.

    Batterieraum könnte Solarstrom speichern
    Auch ein Batterieraum ist bereits vorbereitet, wo später Speicher installiert werden können – beispielsweise mit ausgedienten «Second-Life»-Fahrzeug
    batterien. Diese würden tagsüber per Solarstrom geladen und stünden abends, wenn viel Strom verbraucht wird, zur Verfügung. Zum jetzigen Zeitpunkt rechnet sich dies finanziell noch nicht, das Energiesystem wäre aber einsatzfähig. Mittelfristig sollen zudem Elektrofahrzeuge bi-direktional ins System eingebunden werden: Das Auto wird zum Pufferspeicher, ist also sowohl Stromlieferant als auch Strombezüger.

    Die Energielösung im Stockacker-Areal sorgt für eine hohe Versorgungssicherheit bei tiefen Investitions- und Betriebskosten. Mieterinnen und Mieter profitieren von tieferen Energiekosten und höherem Wohnkomfort.

  • Wenn sich Beton verbiegt

    Wenn sich Beton verbiegt

    Die CPC-Betonplatten wurde an der ZHAW in der Fachgruppe Faserverbundkonstruktionen FVK, in Zusammenarbeit mit der Silidur AG, entwickelt. Sie sind sehr dünn, anstatt mit Stahl, mit Carbon bewehrt und stark vorgespannt. 

    Bei der Bogenbank ist es dem FVK-Team der ZHAW gelungen, die ebenen, 24 mm starken Betonplatten CPC 24-2-2 maximal zu biegen. Durch einen langsamen Biegeprozess der Platten entstehen an der Oberfläche geplante, kontrollierte, sehr feine Risse. Aufgrund dieser Haarrisse wird die Platte weicher und der Biegeradius kann schrittweise verkleinert werden. Dank der nichtrostenden Carbonbewehrung führt dies im Gegensatz zu stahlbewehrten Bauteilen zu keinerlei Einschränkungen bezüglich Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit.

    Raffinierte Verbindungen
    Durch die Vorspannung in der Platte möchte sich der Bogen wieder strecken. Dies wird mittels zwei CPC-Keilen verhindert. Dadurch wird das gesamte Bauwerk in Form gehalten und stabilisiert. Alle Verbindungen wurden komplett mit rein mechanischen Steckverbindungen ausgeführt. Auf Stahl, Mörtel oder Kleber wurde gänzlich verzichtet, was einen Rückbau in die ebenen Einzelteile einfach ermöglicht. Die einzelnen Bauteile können nach dem Rückbau der Bank für andere Zwecke wiederverwendet werden.

    CPC-Platten sind extrem flexibel, stecken voller zukunftsträchtiger Vorteile, schonen die Umwelt und sind wiederverwend- oder rezyklierbar.

  • Diese Generalsanierung setzt dem Fassadenbau die Krone auf.

    Diese Generalsanierung setzt dem Fassadenbau die Krone auf.

    Manchmal sind Gebäude wie Menschen – auch sie haben Ecken und Kanten und ab einem gewissen Alter täte eine Frischzellenkur mal ganz gut. Gesagt, getan. Die beiden Swiss Life-Gebäude an der Badenerstrasse 170 / 172 in Zürich sind solche Bauwerke. 1984 als zweckmässige Beton-Bürobau-Gebäude hochgezogen, verfügten sie mit ihren zahlreichen Nischen, Ecken und Kanten über eine komplexe Geometrie und waren auch «etwas» aus der Zeit gefallen. Seit der erfolgreichen Generalsanierung von 2019 bis 2021 schmückt nun eine elegante Hülle die beiden Gebäude; entworfen von GRUNER & FRIENDS Basel und realisiert von Aepli Metallbau AG.

    Sanierung – die Königsdisziplin unserer Branche
    Ob bei einem Neubau oder bei einer Sanierung – die Ansprüche an eine neue Fassade sind nahezu identisch. Allerdings gibt’s einen gravierenden Unterschied: Bei Sanierungen stehen meist unvollständige Baupläne zur Verfügung, auf die man sich wesentlich weniger verlassen kann als auf die Pläne eines Neubaus. Nicht einmal mit Sondagen lässt sich ein umfassendes, realistisches Bild der eigentlichen Bausubstanz erstellen. Da diese Faktoren gerade beim Fassadenbau berücksichtigt werden müssen und enorme Erfahrung, Flexibilität und Kompetenz verlangen, gilt die Sanierung hier als die eigentliche «Königsdisziplin». Beim KPMG-Hauptsitz mit 39‘500 m² Nettonutzfläche lag die Herausforderung sogar noch ein gutes Stück höher, da es sich um eine Kernsanierung handelte. Die alten Gebäude wurden also bis auf das Betongrundskelett demontiert; alle Mitarbeitenden wurden in andere Büroräumlichkeiten umquartiert. Klar, dass durch diese Umstände der Termindruck für Aepli Metallbau nochmals zulegte.

    Nur 24 Monate und ein Betonklotz wird zur Schönheit
    Neben Erscheinungen wie Zauberwürfel, Gameboy, Abba und Punks haben die 80er-Jahre auch architektonisch ihre Spuren hinterlassen. Was beim Swiss Life-Bauwerk deutlich sichtbar war. An diesem Doppelgebäude manifestierte sich der betont nüchterne und rationale Betonstil dieser Jahre. Tempi passati! Seit der – in lediglich 24 Monaten realisierten – Komplettsanierung wird das Bauwerk von einer eleganten Architektur geprägt. Das Basler Team von GRUNER&FRIENDS verfolgte dabei einen minimalistischen Gestaltungsansatz, der die vertikalen Doppelstützen betont und damit das wahre Erscheinungsbild des Gebäudes gekonnt zum Ausdruck bringt. Zudem präsentiert sich die beiden Gebäude auch in puncto Technologie und Energetik auf dem neuesten Stand. Über 1000 moderne Arbeitsplätze geniessen nun eine lichtdurchflutete Atmosphäre, die keine Wünsche offen lässt.

    Mehr als 1500 Fassadenelemente – das ist Masse mit Klasse
    Auf neuestem Stand zeigt sich natürlich auch die Fassadenkonstruktion von Aepli Metallbau, die in Aluminium- Elementbauweise im Werk vorgefertigt wurde. Die Verkleidung besteht aus Aluminiumblech, Glasfaserbeton und Chromstahl-Spiegelblech. Die geschosshohen Elemente sind in unterschiedlicher Ausführung konzipiert und umfassen dabei unter anderem Festfelder, Lüftungsflügel und Reinigungsflügel. Für ein homogenes Erscheinungsbild sorgen Brüstungen und Lisenen aus Glasfaserbeton. Die rückversetzte Attika zeichnet sich durch raumhohe Verglasungen mit maximaler Transparenz aus. Die enorm hohe Anzahl der benötigten Fassadenelemente war speziell für die Produktionsabteilung von Aepli Metallbau eine Herausforderung. Diese hatte keine Zeit, um Elemente auf «Vorrat» zu produzieren, sondern musste in der Lage sein, immer genügend Bauteile für die nächste Etappe bereitzustellen. Und das bei stetig steigendem Bautempo. Was nichts anderes bedeutet, als bei laufender Produktion immer wieder die Prozesse zu optimieren, um noch effizienter zu werden.

  • Horizons un nouveau quartier dans l’ouest de Lausanne

    Horizons un nouveau quartier dans l’ouest de Lausanne

    Situé aux portes de la ville de Chavannes-près-Renens et à proximité immédiate de la ville de Lausanne, le quartier Horizons est en train de voir le jour. Il s’agit d’un nouvel espace d’habitation mixte qui réunit des logements, des bureaux et des commerces en location et qui s’intègre parfaitement dans cette zone en pleine mutation. 

    30 ans de réflexion  
    Au début des années 1990, la famille Demaurex acquiert des terrains au lieu-dit „En Dorigny“, dans la commune de Chavannes-près-Renens, qui jouxte Lausanne. Dix ans plus tard, un plan directeur fixe les lignes directrices de la zone de développement. La phase de réalisation a permis de mettre à profit 30 ans de réflexion entre les différents groupes d’intérêts, les propriétaires et la commune de Chavannes-près-Renens.  

    Tout près de la ville  
    Conçu aujourd’hui pour répondre aux défis de demain et offrir un cadre de vie aussi agréable qu’accessible, ce nouveau quartier se positionne comme l’un des projets les plus ambitieux et innovants de l’Ouest lausannois. Tout proche de la ville et du très dynamique campus universitaire, à un jet de pierre du lac et bientôt doté d’une large offre de commerces et de services, le quartier Horizons est parfaitement desservi par les transports pour une mobilité facilitée. Plus qu’un quartier, une véritable ville dans la ville !  

    Concept „FOSSIL FREE“ d’Horizons  
    Horizons se compose de 8 bâtiments construits dans une optique de développement durable, jouxte une vaste promenade piétonne et bénéficie d’un immense parc avec des équipements de loisirs. Largement arborisé, l’aménagement extérieur du quartier s’intègre parfaitement dans son environnement et a été développé en collaboration avec la commune de Chavannes-près-Renens afin de refléter une identité commune. 

    En outre, le quartier s’engage à être un lieu d’habitation durable. Les bâtiments A, B et D sont certifiés par le label Greenproperty GOLD et respectent le standard MINERGIE® ainsi que les critères d’exclusion MINERGIE-ECO. Les bâtiments du secteur C suivent le concept „FOSSIL FREE“ et excluent l’origine fossile de leur consommation d’énergie.  La livraison du projet Quartier Horizons, est attendue en 2024 par le bureau d’architectes Pezzoli & Associés architectes SA et l’architecte paysagiste MAP Monnier Architecture du Paysage SA !

  • Schweizer Angebotsmieten steigen in allen Kantonen

    Schweizer Angebotsmieten steigen in allen Kantonen

    Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. So zeigt sich der Index gegenüber dem Vormonat um 0.8 Punkte erhöht bei 118.9 Punkten (plus 0.7 Prozent gegenüber Vormonat). Im Vorjahresvergleich sind
    die Angebotsmieten über die ganze Schweiz derweil um 2.8 Prozent gestiegen.

    Veränderung in den Kantonen
    Die durchschnittliche Veränderung der Angebotsmieten auf nationaler Ebene ergibt sich in der Regel aus einigen Kantonen mit einem Preisrückgang sowie anderen Kantonen mit einem Preisanstieg. Nicht so im September 2022: In allen Kantonen sind die Angebotsmieten im letzten Monat gestiegen. Konkret liegen Preiszunahmen zwischen 0.1 Prozent in Bern, Solothurn sowie Freiburg und 2.8
    Prozent in Graubünden vor. Aber auch in Zug (2.6 Prozent) und Nidwalden (2.4 Prozent) haben die Angebotsmieten deutlich über zwei Prozent zugelegt. Mit diesen Anstiegen setzen sich Nidwalden (7.3 Prozent) und Zug (4.9 Prozent) an die Spitze der höchsten Zunahmen gegenüber Vorjahr, begleitet von Obwalden (5.2 Prozent) und Schwyz (4.4 Prozent). Insgesamt haben jedoch 19 Kantone
    gegenüber Vorjahr um über zwei Prozent zugelegt, 12 davon sogar über drei Prozent.


    Veränderung in den Städten
    Bei den erhobenen Städten zeigt sich hingegen ein normales Auf und ab. So sind die Angebotsmieten im September in sechs von acht Städten gestiegen, allen voran in Lugano (2.5 Prozent). Damit konnte die Stadt ihrer ansonsten leicht rückläufigen Entwicklung des letzten Jahres wieder entgegenwirken und verzeichnet gegenüber September 2021 ein Plus von 2.4 Prozent. Am stärksten gegenüber Vorjahr sind die Angebotsmieten in der Stadt Zürich mit 6.5 Prozent gestiegen, was deutlich über dem Wert des Kantons Zürich (3.6 Prozent) für dieselbe Periode liegt. Gesunken sind die Angebotsmieten im vergangenen Monat dagegen in Bern (1.1 Prozent) und Genf (0.1 Prozent), beide Städte
    verzeichnen gegenüber Vorjahr aber nach wie vor eine leichte Preissteigerung.


    Methode der Qualitätsbereinigung
    Die Entwicklung der Angebotsmietpreise in der Schweiz wird um die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert. Der Vorteil dieser sogenannten hedonischen Methode liegt darin, dass die wirkliche Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf
    Homegate abgebildet wird. Der Homegate-Mietindex ist der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz und gilt als Referenzquelle für Immobilienprofis für die Preisbestimmung von Mietobjekten.

  • «Die Kreislaufwirtschaftgewinnt an Bedeutung»

    «Die Kreislaufwirtschaft
    gewinnt an Bedeutung»

    Zur Person
    Donald Vogt ist Dipl. Architekt FH /SIA und seit 2013 Geschäftsführer der Marti Gesamtleistungen AG. Zuvor war er als Leiter Bauten + Investments bei Die Mobiliar und danach als Stv. Direktor Akquisition + Projektentwicklung bei Losinger Marazzi SA tätig. Er ist seit 2015 Vorstandsmitglied bei Entwicklung Schweiz sowie seit 2020 Schulrat bei der Berner Fachhochschule BFH.

    Das Familienunternehmen Marti Gruppe wurde vor rund 100 Jahren als einfache Bauunternehmung gegründet. Mittlerweile gehören über 80 Konzerngesellschaften zur Gruppe. Wohin führt der Weg?
    Wir forschen, tüfteln und versuchen, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Im Bereich Nachhaltigkeit möchten wir noch stärker werden. Schon heute produzieren wir unseren eigenen Recycling-Beton und denken vermehrt in Richtung Kreislaufwirtschaft. Auch in den kommenden Jahren legen wir Wert auf die Förderung der Vielfalt: So finden sich unter unseren 80 Unternehmungen die unterschiedlichsten Spezialisierungen. Darüber hinaus legen wir Wert auf die Ausbildung des Nachwuchses sowie auf die Förderung unserer Mitarbeiter:innen.

    Sie können umfangreiche Bauprojekte aus einer Hand anbieten. Welche Rolle spielen die digitalen Möglichkeiten bei den Schnittstellen?
    Eine grosse Rolle. Wir binden die digitale Wertschöpfung schon früh in unsere Projekte ein: Bei der Kalkulation wie natürlich auch bei der Planung. Unsere Baumeister arbeiten ebenfalls grösstenteils digital – so reduzieren wir die Fehlerquote und steigern die Qualität. Alle Beteiligten arbeiten am selben Modell, und Abläufe werden automatisiert. Wir haben eine starke IT-Abteilung, die die einzelnen Firmen unserer Gruppe bei digitalen Vorhaben unterstützt.

    Wie digital sind die Schweizer Bauunternehmen im Vergleich zum restlichen Europa?
    Wir arbeiten mit unterschiedlichen Partnern, Architekten und Planern aus Ländern der EU zusammen. Hier mache ich im Bereich der Digitalisierung keine grossen Unterschiede aus, eher die Arbeits- und Planungsabläufe unterscheiden sich etwas. Ich würde sagen, wir sind in der Schweiz im Vergleich zum internationalen Umfeld gut aufgestellt.

    Was bedeutet die Energiestrategie 2050 für Ihre Gruppe?
    Wir sind bestrebt, die energiebedingte Umweltbelastung der Schweiz zu reduzieren. In unserem Fall betrifft das zum einen die Wahl der Baumaterialien. Wir beschäftigen uns damit, welche Materialien wir möglichst nachhaltig und energiesparend im Bau einsetzen können. Hier kommt wieder die Kreislaufwirtschaft zum Tragen. Zum anderen wird es immer wichtiger, wo man baut: Ist das auf einer Wiese irgendwo abseits der Stadt oder beispielsweise in Nähe eines gut erschlossenen Zentrums.

    Nachhaltigkeit und günstige Preise schliessen sich nicht aus


    Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf ihre Bauprojekte?
    Wir errichten zum Teil begrünte Fassaden. Auch das Thema Beschattung wird immer wichtiger sowie die Wahl der beim Bau eingesetzten Materialien. Ausserdem sorgen wir in der Projektgestaltung vermehrt für die Integration speicherfähiger Orte. Die Elektromobilität sowie Photovoltaikanlagen gewinnen ebenfalls an Bedeutung – genauso der Einsatz neuer Technologien.

    Wie handhaben Sie Ressourcen Engpässe während der Planung und Umsetzung?
    Wir setzen schon lange auf den Einsatz von Photovoltaikanlagen sowie Wärmepumpen. Materialengpässe versuchen wir dank geschickter Planung und frühzeitigem bestellen zu vermeiden. Personalengpässe lassen sich nicht immer vermeiden. Wir zählen aber glücklicherweise auf viele langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Wie reduzieren Sie die «graue Energie», die bereits bei der
    Gewinnung von Rohstoffen anfällt?

    Hier setzen wir auf die Wiederverwertung von Materialien sowie auf kurze Transportwege. Wie arbeiten grundsätzlich möglichst mit Dienstleistern aus der Region zusammen. Wir achten auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Unsere Baumeister betreiben ein Baustoffcenter mit Bodenwaschanlage, Materialbewirtschaftung sowie Produktion von Recycling-Beton.

    Welches sind aus Ihrer Perspektive die derzeit wichtigsten Projekte für Bern?
    Aus meiner Sicht zählen hierzu das Viererfeld, WankdorfCity 3, die Campus Biel und Bern sowie das geplante neue Polizeizentrum in Niederwangen bei Köniz oder auch das Quartier «Papillon» in Niederwangen.

    Sie sind bei Entwicklung Schweiz im Vorstand. Welche Bedeutung hat der Verband für Bern und die Marti Gruppe?
    Insbesondere der Austausch mit der Politik, Behörden und anderen Verbänden erachte ich als wichtig. Es ist essenziell, dass wir uns gegenseitig verstehen, die Bedürfnisse des anderen akzeptieren und die Zusammenarbeit fördern. Ausserdem werden übergeordnete Themen wie beispielsweise Nachhaltigkeit, Qualitätsverständnis oder auch über Baukultur diskutiert. Damit bietet Entwicklung Schweiz einen Mehrwert für alle Akteure.


    Wohin geht die Reise der Prop-Tech-Unternehmen?
    Grundsätzlich ist ein grosser Hype um die Prop-Tech-Firmen festzustellen. Ich sehe hier viele spannende und zukunftsorientierte Startups. Ich begrüsse Technologien, die Abläufe vereinfachen und die Digitalisierung fördern. Man darf dabei nur nicht das Zwischenmenschliche vergessen. Die Immobilienbranche lebt von Menschen, persönliche Kontakte bleiben wichtig und müssen auch in Zukunft gepflegt werden.

  • Nutzergerechte Immobilien-entwicklungen im Raum Bern

    Nutzergerechte Immobilien-
    entwicklungen im Raum Bern

    Nach wie vor sind städtische Wohnlagen gefragt. Die Pandemie hat zwar dank Home-Office-Möglichkeiten auch periphere Lagen wieder attraktiver gemacht. Doch in der Stadt zu wohnen, ist sowohl bei den jüngeren Zielgruppen, bei Familien als auch bei der Generation 50+ sehr gefragt. Drei jüngere Beispiele aus dem Entwicklungsportfolio von Halter zeigen die Bandbreite des jüngst entstandenen Wohnungsangebots – vom genossenschaftlichen Modell bis zu Miet- und Eigentumswohnungen im Raum Bern. Die drei Beispiele verdeutlichen die Bandbreite städtischer Wohnprojekte; sowohl in Bezug auf die Gestaltung als auch auf die Wohn- und Eigentumsformen. Sie tragen insgesamt dazu bei, dass der Standort Bern attraktiven Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bieten kann. Davon profitieren die Bewohnerinnen und Bewohner und damit der Standort Bern insgesamt.

    Huebergass

    Huebergass – bezahlbarer Wohnraum in der Stadt Bern
    In der Stadt Bern konnte im Mai 2021 die genossenschaftliche Siedlung Huebergass mit rund 103 Wohnungen bezogen werden. Startschuss für die Siedlung war ein durch die Stadt Bern ausgeschriebener Investoren- und Projektwettbewerb. Das gemeinnützig ausgerichtete Projekt bietet auf Familien ausgerichtete Wohnungen, zudem flexible Wohnateliers und Cluster-Wohnungen für eine grosse Palette unterschiedlicher Wohnformen.

    BäreTower – ein identitätsstiftender Bau für Ostermundigen
    Bestens erschlossen an einer Schlüsselstelle der aufstrebenden Berner Vorortsgemeinde, kann in diesen Wochen der rund 100 Meter hohe BäreTower bezogen werden. Die Gemeinde hat das Gebot nach qualitätvoller Innenverdichtung ernst genommen. Das schlanke Hochhaus bietet neben den Mietwohnungen Gastronomie- und Verkaufsflächen sowie Büro- und Dienstleistungsflächen. Im unteren Teil des Hochhauses wurde ein Hotel eröffnet.

    Hammerwerke

    Hammerwerke – urbanes Wohnen am Wasser
    Idyllisch an der Aare gelegen, etwas abseits vom Trubel und doch sehr stadtnah, sind derzeit 77 Eigentumswohnungen im Bau. Das Projekt Hammerwerk, das seinen Namen vom historischen Gebäudeensemble direkt nebenan mit der ältesten wasserbetriebenen Hammeranlage der Schweiz erhalten hat, richtet sich an Familien, aber auch die Generation 50+.

    Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM – der Dachverband für Standort- und Wirtschaftsförderung
    Die SVSM ist eine praxisorientierte und unabhängige Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema Standortmanagement und Wirtschaftsförderung. Als Dachverband zählt sie rund 80 Mitglieder aus den Bereichen Standortmanagement, Regionenmarketing, Wirtschaftsförderung und Immobilien. Die Vereinigung fördert den interdisziplinären Erfahrungsaustausch und das Networking und setzt sich für die Professionalität im Standortmanagement ein. Mit der Veranstaltungsreihe «SVSM Dialog» organisiert die SVSM halbjährlich eine hybride Fachtagung mit wechselndem Fokus auf dem Standortmanagement bzw. der Wirtschaftsförderung. Seit 2007 vergibt die Organisation die SVSM Awards für innovative Projekte in den Bereichen Standortentwicklung, Standortmarketing und Wirtschaftsförderung und wählt eine verdiente Persönlichkeit zum Standortmanager des Jahres.

    www.svsm-standortmanagement.ch
    info@svsm-standortmanagement.ch


  • HSLU erarbeitet Empfehlungen für nachhaltige Hochhäuser

    HSLU erarbeitet Empfehlungen für nachhaltige Hochhäuser

    Forschende verschiedener Fachbereiche der HSLU haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich ein Hochhaus sozial nachhaltig gestalten lässt, informiert die HSLU in einer Mitteilung. Dazu wurden architektonische, soziale und wirtschaftliche Aspekte untersucht. Aus ihren Erkenntnissen haben die Forschenden Planungs- und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Das interdisziplinäre Hochschulprojekt wurde von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, Innosuisse, gefördert.

    Ein nachhaltiges Hochhaus biete „sowohl eine hohe individuelle als auch kollektive Lebensqualität und hat das gemeinschaftliche Zusammenleben heute und für künftige Generationen im Blick“, wird Projektinitiator Alex Willener in der Mitteilung zitiert. Um diese Anforderungen zu erfüllen, müsse das Gebäude sowohl seinen Bewohnenden als auch den Menschen in seinem Umfeld von Nutzen sein, den sozialen Zusammenhalt fördern und dazu noch wirtschaftlich tragbar sein, schreibt die HSLU.

    In einem Hochhaus leben Menschen mit unterschiedlichen Lebensstilen und Erwartungen unter einem Dach. Die Forschenden raten dazu, das Zusammenleben dieser Unterschiede bereits bei der Planung zu berücksichtigen und im fertiggestellten Gebäude zu fördern. Damit ein Hochhaus auch in der Umgebung akzeptiert wird, solle es dem ganzen Quartier etwas bieten. Als Beispiele werden in der Mitteilung Arztpraxen, Kinderkrippen oder ein Quartiertreffpunkt genannt. Um das Hochhaus an sich verändernde Bedürfnisse anpassen zu können, empfehlen die Forschenden bereits beim Bau darauf zu achten, dass Räume mit wenig Aufwand zusammengelegt oder neu unterteilt werden können. hs

  • Turiner Geodata wird Teil der Pini Gruppe

    Turiner Geodata wird Teil der Pini Gruppe

    Die in Lugano ansässige Pini Gruppe übernimmt das Geotechnikunternehmen Geodata mit Sitz in Turin. Beide Firmen zeichne aus, dass sie als Familienunternehmen begonnen und sich zu weltweiten Akteuren im Engineering-Sektor entwickelt haben, heisst es in einer Medienmitteilung der Pini Gruppe. Ihr CEO, Andrea Galli, will mit dieser Akquise „alle Werte stärken, die es diesem Unternehmen ermöglicht haben, Ingenieurgeschichte zu schreiben”. Sie ermögliche laut Pini den Zugang zum Sektor der erneuerbaren Energien, besonders zur Wasserkraft.

    Damit zählt das Unternehmen nunmehr 700 Mitarbeitende. Die Übernahme werde die Entwicklungspläne des vor 70 Jahren gegründeten Engineering- und Consulting-Dienstleisters stark beschleunigen und seine Position „als führendes Unternehmen bei Planung, Baumanagement und Beratungsdiensten stärken”, heisst es in der Mitteilung weiter.

    Geodata ist hauptsächlich in der Planung unterirdischer und wasserbaulicher Arbeiten tätig. Das Unternehmen wurde 1984 gegründet, verfügt über 16 Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Indien und Malaysia und ist in 20 Ländern aktiv. Mit dieser strategischen Akquisition möchte die Pini Group den Angaben zufolge von der Expertise eines Unternehmens profitieren, das den Bau von mehr als 4000 Kilometern Tunnel und mehr als 3500 Projekte weltweit geplant und überwacht hat, so die Pini Group.

  • Schulhaus Feld in Azmoos gewinnt Architekturpreis

    Schulhaus Feld in Azmoos gewinnt Architekturpreis

    Das Schulhaus Feld in Azmoos hat den ersten Platz beim diesjährigen Architekturpreis Constructive Alps errungen, informiert das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) in einer Mitteilung. Es vertritt die Schweiz in dem gemeinsam mit Liechtenstein ausgerichteten Wettbewerb. Constructive Alps zeichnet nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen aus. Mit dem Wettbewerb wollen die beiden Länder die Umsetzung der Alpenkonvention für die nachhaltige Entwicklung der Bergregion fördern.

    Das Schulhaus Feld wurde an Stelle des alten Schulhauses in Azmoos errichtet. Es bietet auf derselben bebauten Fläche Platz für mehr als doppelt so viele Kinder wie das alte Schulhaus. Der sozial und ökologisch nachhaltig gestaltete Holzbau überzeugte darüber hinaus unter anderem mit der eigenen Photovoltaikanlage.

    Der zweite Preis wurde gemeinsam dem  Firmenhauptsitz des Heizungsspezialisten ÖkoFEN France in Saint-Baldoph und der Wohnüberbauung Ghiringhelli in Bellinzona verliehen. Der dritte Platz ging an die sanierte Falkenhütte in Hinterriss im österreichischen Karwendel-Gebirge.

    Die Schweiz hat in den Jahren 2021/22 den Vorsitz der Alpenkonvention inne. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen zwischen den acht Alpenstaaten und der europäischen Union hat sich zum Ziel gesetzt, die Alpen zu einer Modellregion für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Unter des Ägide der Schweiz wurde der Schwerpunkt dabei auf Klima, nachhaltige Mobilität, Alpenstädte, nachhaltiges Bauen und Verkehrsverlagerung gelegt.

  • CKW verlegt in Littau Hochspannungsleitung in den Boden

    CKW verlegt in Littau Hochspannungsleitung in den Boden

    CKW investiert in der Agglomeration Luzern in mehreren Projekten in die Versorgungssicherheit und in ein weiterhin zuverlässiges Stromnetz. So erfolgte am 19. September 2022 der Baustart zur Verlegung der Freileitung zwischen der Unterstation Ruopigen und Oberwil in Littau. Die Hochspannungsleitung führt aktuell mitten durch Quartiere und über das Schulareal Rönnimoos. CKW verlegt die Leitung auf einer Länge von 1210 Metern in den Boden. Dank der Verlegung der Hochspannungsleitung wird das Gebiet Rönnimoos entlastet. Zudem ermöglicht sie der Stadt Luzern, das Gebiet Längweiher/Udelboden mit einer neuen Überbauung zu erschliessen und das Schulhaus Rönnimoos zu erweitern. Bis Sommer 2023 soll die aufwändige Verkabelung fertig sein. Danach erfolgt der Rückbau der bestehenden Freileitung.

    Aus wirtschaftlicher Sicht wäre für CKW der Zeitpunkt für einen Ersatz der Hochspannungs-Freileitung noch nicht notwendig. Sie erreicht erst in gut 20 Jahren ihr Lebensende. CKW und die Stadt Luzern haben sich darum bereits 2019 in einer Vereinbarung auf einen Kostenteiler geeinigt. Die Stadt Luzern beteiligt sich mit 995’000 Franken an den Gesamtkosten von 3,2 Mio. Franken. Dadurch entstehen den Netzkunden von CKW keine zusätzlichen Kosten.

    Während den Bauarbeiten wird die Luzernstrasse in Littau im Bereich des Schulhauses Rönnimoos zeitweise nur einspurig befahrbar sein. Die Stromversorgung ist gewährleistet.

    Erneuerung der Unterstation Horw ist bald abgeschlossen
    Bevor die neue Leitung in Littau ans Netz gehen kann, muss die Erneuerung der Unterstation in Horw abgeschlossen sein. Sie ist ein wichtiger Knotenpunkt im CKWVerteilnetz und wird unter anderem von der Unterstation Ruopigen gespiesen. Aktuell erneuert CKW das Gebäude und einen Grossteil der Technik der Unterstation Horw.
    Zudem erfolgt an den bestehenden Transformatoren eine Spannungserhöhung von 50’000 auf 110’000 Volt. CKW investiert mit diesen Projekten rund 11,5 Mio. Franken in die Sanierungen und den Ausbau der Netzinfrastruktur. Sie stärkt damit heute und in Zukunft die Versorgungssicherheit in den Regionen Horw, Kriens, Littau und der Stadt Luzern.

  • Gebäudeprogramm hat Rekordsumme ausgezahlt

    Gebäudeprogramm hat Rekordsumme ausgezahlt

    Im Jahr 2021 sind gemäss einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Energie (BFE) über das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen rund 361 Millionen Franken an Fördergeldern für die energetische Gebäudesanierung bewilligt worden. Dabei handelt es sich um die höchste Summe, die seit Einführung des Programms in Sanierungs- und Neubauprojekte investiert worden ist. Gegenüber 2020 ist die Fördersumme um 62 Millionen Franken gestiegen.

    Den grössten Betrag erhielten Wärmedämmprojekte, die mit 126 Millionen Franken gefördert worden sind. Die höchste Zunahme um 70 Prozent gegenüber 2020 erzielten Haustechnikprojekte, die 106 Millionen Franken an Zuschüssen erhielten. Die Verpflichtungen für energetische Massnahmen, die in den nächsten fünf Jahren realisiert werden, haben mit 490 Millionen Franken einen neuen Höchstwert verzeichnet.

    Zurückzuführen ist die grosse Nachfrage nach Förderungen auf die breite Zustimmung der Eigentümer zu energieeffizienten Sanierungen ihrer Objekte oder zum Neubau. Berechnungen zufolge führen die im Berichtsjahr bewilligten Massnahmen über ihre Lebensdauer zu einer Reduzierung des schweizweiten Energieverbrauchs in Gebäuden um 6,5 Milliarden Kilowattstunden und senken den CO2-Ausstoss um rund 1,8 Millionen Tonnen.

    Das Gebäudeprogramm habe sich als wirksames Instrument der Schweizer Energie- und Klimapolitik erwiesen, heisst es in der Mitteilung. Insgesamt seien im Rahmen des Förderprogramms seit seiner Einführung 2010 rund 2,7 Milliarden Franken ausbezahlt worden. Das Gebäudeprogramm wirke sich zudem positiv auf die Wirtschaft aus. 2021 seien 2300 Vollzeitstellen sowie rund 97 Millionen Franken an zusätzlicher inländischer Wertschöpfung geschaffen worden.