Kategorie: Bauwirtschaft

Bauwirtschaft – Immobiliennews zu Baukosten, Projekten, Materialien & Entwicklungen in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft.

  • Lebenswerte Gebäude der Zukunft schaffen mit vorausschauender Planung

    Lebenswerte Gebäude der Zukunft schaffen mit vorausschauender Planung

    Was ist eigentlich ein „lebenswertes Gebäude“? Früher waren Häuser einfache Gebäude, in denen Menschen vor allem geschlafen und gegessen haben. Heute muss ein Gebäude mehr können: „Wir wollen uns darin wohlfühlen, zur Ruhe kommen, ohne Barrieren fortbewegen und am besten nachhaltig leben. Es schafft nicht nur einen Raum, sondern muss zu den Nutzern und deren Bedürfnissen passen – und zwar heute und in Zukunft. Erst dann sprechen wir von einem lebenswerten Gebäude“, erläutert Sören Eilers.

    Gebäude werden in der Gegenwart für die Zukunft errichtet
    Dabei haben sich die Anforderungen allein in den vergangenen 15 Jahren stark gewandelt: Die Denkweise der Menschen hat sich verändert, zudem herrschen regionale Unterschiede, wenn es um die Frage geht, was ein zeitgemäßes Gebäude ausmacht. Werden mancherorts nur noch Passivhäuser errichtet, so liegt der Fokus andernorts beispielsweise auf freien Lernkonzepten und offenen Räumen. Für Planer und Architekten bedeutet das, dass sie weit vorausdenken müssen. „Gebäude werden in der Gegenwart für die Zukunft gebaut, für die nächsten 30 bis 50 Jahre Nutzungszeit“, erklärt Marco Sperling. „Wir müssen in unserer heutigen Planung also bereits die Nutzungsmöglichkeiten für in ein paar Jahrzehnten bedenken. Dabei ist jedoch fast immer das Budget der limitierende Faktor.“

    Damit nicht genug. Neben den vom Auftraggeber gesteckten Rahmenbedingungen gibt es diverse gesetzliche Anforderungen, Normen und Verordnungen, die einzuhalten sind. Dabei sind sich die unterschiedlichen Regelwerke längst nicht immer einig. „Es gibt in Deutschland fast nichts, das nicht geregelt ist. Die Rahmenbedingungen der Auftraggeber sind oft verhandelbar, bei gesetzlichen Vorgaben ist das weitaus schwieriger“, weiß Sperling aus Erfahrung. Damit am Ende alle Wünsche, Bedürfnisse, Anforderungen und Vorschriften unter einen Hut gebracht werden können, ist eine intensive Abstimmung mit allen Beteiligten unerlässlich: „Der Abstimmungsbedarf wächst ständig und ist sogar in Zertifizierungsprozessen verankert. Das ist auch durchaus sinnvoll, damit es am Ende ein gutes Gebäude wird. Es gilt in jedem Fall: Je besser die Abstimmung von Beginn an, desto besser das Ergebnis!“ So werden im Idealfall alle fachbeteiligten Planer für Haustechnik, Statik, Tragwerk etc., die Verarbeiter, aber auch Nutzer und Auftraggeber sowie deren Interessensvertreter eingebunden.

  • SVSM Award 2022: Projekt sind nominiert

    SVSM Award 2022: Projekt sind nominiert

    Seit 2007 vergibt die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM jährlich die SVSM Awards. Dabei handelt es sich um Auszeichnungen für besonders innovative Projekte aus den Bereichen Standortmarketing, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung. Für die diesjährigen Awards sind 14 Bewerbungen eingegangen – von Gemeinden, Städten und Organisationen vom Bodensee bis ins Oberwallis. Eine Jury hat diese anhand festgelegter Kriterien bewertet und die folgenden sechs Projekte für die Awards 2022 nominiert:

    • City-Event „Big Air Chur“ – eingereicht von der Kontaktstelle Wirtschaft der Stadt Chur

    • Umnutzung der alten Spinnerei in Lichtensteig – eingereicht von der Genossenschaft Stadtufer

    • Projekt „valais4you“ zur Förderung der Zuwanderung von Fachkräften –

    eingereicht vom Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis

    • Gemeinschaftsprojekt „BIGNIK“ zur Identifikationsstärkung –

    eingereicht von REGIO Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee

    • „Werkstadt Zürisee“ zur Entwicklung des Arbeitsplatzgebietes Rütihof –

    eingereicht von der Stadt Wädenswil

    • Lancierung der integrierten Standortförderung für das Zürcher Oberland –

    eingereicht vom Verein Standortförderung Zürioberland

    Mit der Nomination ist den Bewerber*innen aber noch kein Award auf sicher: Ende August haben alle Nominierten die Gelegenheit, ihre Projekte der Jury zu  präsentieren. Die Jury setzt sich zusammen aus den folgenden Fachpersonen: Katharina Hopp, Jury-Präsidentin und Vorstandsmitglied SVSM; Botschafter Dr. Eric Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung SECO; Pascal Jenny, Präsident Arosa Tourismus; Karin Jung, Leiterin Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton St.Gallen; Prof. Dr. Markus Schmidiger, Leiter Kompetenzzentrum Immobilien

    Hochschule Luzern; Sonja Wollkopf-Walt, CEO Greater Zurich Area.

    Die Vergabe der Awards findet am Mittwoch, 2. November 2022, im Rahmen der hybriden Fachtagung „SVSM Dialog Wirtschaftsförderung“ im Kino Capitol in Olten statt. An diesem Anlass wird übrigens auch der oder die Standortmanager/in des Jahres ausgezeichnet.

  • Implenia nimmt Arbeiten an Tunnel in Hamburg auf

    Implenia nimmt Arbeiten an Tunnel in Hamburg auf

    Am 5. August haben die Bauarbeiten für Hamburgs Fernwärmetunnel begonnen, informiert Implenia in einer Mitteilung. Die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Opfikon realisiert das Projekt im Auftrag von Wärme Hamburg. Der 1,16 Kilometer lange Tunnel wird die Elbe rund 2 Kilometer westlich des Elbtunnels für die Autobahn unterqueren.

    Ab Winter 2024/25 soll damit Abwärme aus Industrieprozessen im Süden in den Norden der Hansestadt transportiert werden. Dies ist Voraussetzung, damit das Kohlekraftwerk in Wedel durch Energie aus dem künftigen Energiepark Hafen der Hamburger Energiewerke GmbH ersetzt werden kann. „Wir freuen uns, dass wir dieses grosse und komplexe Infrastrukturprojekt für die Hamburger Energiewerke planen und realisieren dürfen und damit zu einer nachhaltigen Energieversorgung in Hamburg beitragen können“, wird Thomas Fiest, Head Tunnelling Deutschland von Implenia, in der Mitteilung zitiert.

    Im ersten Bauabschnitt erstellt Implenia Start- und Zielschacht mit 1,5 Meter dicken Schlitzwänden und einer Tiefe von 30 Metern. Dann wird eine Tunnelvortriebsmaschine den eigentlichen Tunnel mit einem Durchmesser von 4,55 Metern bohren. Zugänge und Betriebseinrichtung für den Betrieb sollen in den Schächten untergebracht werden.

  • Studio DIA darf Schweizer Botschaft in London sanieren

    Studio DIA darf Schweizer Botschaft in London sanieren

    Das Berner Architekturbüro Studio DIA darf die Schweizer Botschaft im Zentrum von London sanieren und umstrukturieren. Das Unternehmen gewann mit seinem Projekt Wellington den einstufigen Projektwettbewerb im offenen Verfahren des Bundesamtes für Bauten und Logistik in Bern, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach war eine der wichtigsten Anforderungen, „den Ansprüchen der unterschiedlichen Nutzer mit ihren verschiedenen Aufgabengebieten gerecht“ zu werden. In dem teils denkmalgeschützten Gebäudekomplex im Stadtteil Marylebone befinden sich neben der Botschaft auch die Wohnung des Botschafters sowie weitere Apartments. Ausserdem nutzen Schweiz Tourismus und weitere Organisationen das Haus. Die Botschaft ist seit mehr als 50 Jahren in Betrieb.

    Wellington überzeugte den Angaben zufolge durch eine klare Trennung der verschiedenen Nutzungsbereiche entsprechend ihrer Funktionen. Erhalten bleiben sollen vor allem die Aussenfassaden, wodurch sich der Aufwand zur Neugestaltung in Grenzen hält und das nötige Mass an Nachhaltigkeit gegeben ist.

    Alle Beiträge des Wettbewerbes sind vom 19. bis 30. August 2022 in einer Ausstellung an der Fellerstrasse 15a in Bern jeweils von Montag bis Freitag von 16 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 15 Uhr in Bümpliz zu sehen.

  • Empa hat Anteil am Deutschen Ingenieurbaupreis 2022

    Empa hat Anteil am Deutschen Ingenieurbaupreis 2022

    Fachleute der Empa und ihrer Ausgliederung Carbo-Link AG haben eine weltweite Innovation entwickelt, die beim Bau einer neuen Netzwerkbogenbrücke im Stuttgarter Stadtteil Degerloch erstmals zum Einsatz kam. Jetzt hat sie die Jury mit dem Deutschen Ingenieurbaupreis 2022 ausgezeichnet. Sie begründete ihre Entscheidung damit, dass „die Netzwerkbogenbrücke mit kohlefaserverstärkten Kunststoffseilen mit Carbon-Hängern als Innovation weltweit ein überaus gelungenes Beispiel für die Ingenieurbaukunst ist und prägende Antworten auf aktuelle Fragestellungen im Bauwesen gibt“.

    Der mit 30’000 Euro dotierte renommierte deutsche Staatspreis prämiert „herausragende innovative Ingenieurbauwerke“, die „Baukultur, Klimaschutz und Nachhaltigkeit miteinander vereinen“. In diesem Jahr geht er an das international tätige Ingenieurbüro schlaich bergerman partner (sbp) mit Hauptsitz in Stuttgart. Es setzte die „feingliedrige Stadtbahnbrücke“ von den ersten Entwürfen bis zum fertigen Bauwerk um – „mit tatkräftiger Unterstützung von Fachleuten der Empa und der Firma Carbo-Link AG in Fehraltorf“, wie es in einer Mitteilung der Empa heisst.

    Die Idee, die ursprünglich geplanten Stahlhänger durch bis dahin nie verwendete vorgespannte kohlefaserverstärkte (CFK)-Hänger zu ersetzen, kam aus dem sbp-Team. Experimente mit diesem neuen Werkstoff für die Stuttgarter Brücke begann ein Team der Empa-Abteilung Ingenieur-Strukturen um Masoud Motavalli 2016. Empa-Gutachter Urs Meier, ein Pionier der CFK-Forschung, und Peter Richner, heute stellvertretender Direktor der Empa, überstellten 2017 ihr abschliessendes Gutachten nach Stuttgart. 2018 gab die zuständige Zulassungsbehörde grünes Licht für das Pionierprojekt.

  • Schweiz und Japan eröffnen Architekturprojekt

    Schweiz und Japan eröffnen Architekturprojekt

    Die Gramazio Kohler Forschungsgruppe der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und das Obuchi Lab – T_ADS der Universität Tokio stellen beim Architekturprojekt Collaborative Constructions eine Installation aus. Das Projekt in der städtischen Töpferei der japanischen Stadt Tokoname geht auf eine Initiative der beiden Hochschulen und der Schweizerischen Botschaft in Japan zurück.

    Es ist das erste Projekt von Vitality.Swiss, dem Schweizer Programm für öffentliche Diplomatie auf dem Weg zur Expo 2025 in Osaka. Die Ausstellung findet im Rahmen des Kunstfestivals Aichi Triennale in mehreren Städten der Präfektur Aichi statt. Feierlich eröffnet wurde sie laut einer Botschaftsmitteilung anlässlich des Bundesfeiertages am 1. August und ist bis zum 10. Oktober zu besichtigen.

    Gramazio Kohler Research unter der Leitung von Matthias Kohler und Fabio Gramazio präsentiert eine dreigeschossige Holzrahmenkonstruktion, die die lange Geschichte des fachmännischen Holzbaus in Japan durch Schweizer Design und Technologie wiederbelebt. Sie interpretiert das Zimmerhandwerk im Zeitalter der Robotik neu, ohne Metallteile, Nägel, Schrauben oder Befestigungselemente. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Centre Pompidou, auf der Biennale in Venedig und im Guggenheim-Museum Bilbao ausgestellt.

    Das Obuchi Lab – T_ADS um Yusuke Obuchi stellt eine torähnliche Struktur mit zahlreichen Töpferketten aus, durch die eigentlich Töpferwaren bedampft werden, was auch die Luft abkühlt. Sie wurden durch Interaktionen zwischen Mensch und Maschine hergestellt. Obuchi-Projekte erforschen innovative, integrative und kollaborative Baumethoden. Sie sind weltweit für ihren kreativen Umgang mit Technologie bekannt.

  • Implenia realisiert Immobilienprojekte in Genf und Lausanne

    Implenia realisiert Immobilienprojekte in Genf und Lausanne

    Die Division Buildings von Implenia habe den Zuschlag für zwei Aufträge in der Westschweiz mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen Franken bekommen, informiert die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Opfikon in einer Mitteilung. Konkret soll Implenia den historischen Hauptsitz einer internationalen Organisation in Genf renovieren sowie im Auftrag des zur EPIC Suisse AG gehörenden Unternehmens Pulse zwei neue Gebäude für Produktion und Forschung in Chesaux-sur-Lausanne errichten.

    In Genf wird Implenia Fassaden und Sicherheitsinstallationen des historischen Gebäudes an die aktuellen Normen anpassen, die Innenräume neu gestalten und die Ausstattung der dortigen rund 1200 Arbeitsplätze modernisieren. In Chesaux-sur-Lausanne werden zwei viergeschossige Gebäude realisiert, die durch zwei gemeinsame Untergeschosse verbunden sind. Beide Projekte werden nach den Prinzipien der Lean Construction umgesetzt, erläutert Implenia. Bei diesem Ansatz für Planung und Umsetzung von Bauprojekten stehen die Vermeidung von Verschwendung und die Übererfüllung der Bedürfnisse des Bauherrn im Mittelpunkt.

  • Oracle erweitert Smart Construction Platform um neue Analysefunktionen

    Oracle erweitert Smart Construction Platform um neue Analysefunktionen

    Im Bauwesen ist es schwierig, Daten anwendungsübergreifend zu nutzen, um Probleme effektiv zu diagnostizieren, Risiken vorherzusagen und künftige Maßnahmen zu planen. Um diese Herausforderung zu bewältigen, hat Oracle heute Oracle Construction Intelligence Cloud Analytics angekündigt. Die neue Lösung kombiniert Daten aus Oracle Smart Construction Platform-Anwendungen, um Bauherren und Bauunternehmen während ihrer Arbeitsvorgänge ein umfassendes Verständnis der Performance zu vermitteln. Mit diesen Erkenntnissen können Organisationen Probleme schnell erkennen und beheben sowie Wege finden, um Projektplanung, Bauphase und Anlagenbetrieb kontinuierlich zu verbessern.

    „Sie können nicht verwalten, was Sie nicht messen können“, sagt Roz Buick, Senior Vice President of Product, Strategy and Marketing bei Oracle Construction and Engineering. „Das neue Oracle Construction Intelligence Cloud Analytics-Angebot in Kombination mit der Predictive Intelligence-Engine und der gemeinsamen Datenumgebung der Smart Construction Platform vermittelt unseren Kunden ein tieferes, ganzheitliches Verständnis ihrer Performance. Jetzt können sie einzigartige Datenstrategien entwickeln, die die Wettbewerbsdifferenzierung fördern. Auf diese Weise wird die Baubranche zu einer Six-Sigma-Genauigkeit gelangen, wie sie heute schon in anderen Industrieteilen und in der Fertigung anzutreffen ist.“

    Die Smart Construction Platform vereint Funktionen von Oracle Construction and Engineering-Anwendungen sowie von Lösungen von Drittanbietern in einer gemeinsamen Datenumgebung mit verbesserter Benutzererfahrung. Mit der Plattform können Bauherren und Bauunternehmen einfacher zusammenarbeiten, um die Entscheidungsfindung organisationsübergreifend zu verbessern. Die neue Analyselösung und weitere Plattformupdates stellt Oracle heute im Oracle Industry Lab in Deerfield, Illinois, vor.

    „Wir konzentrieren uns zunehmend darauf, neue und bessere Wege für die Nutzung unserer Daten zu finden, sodass wir weitere Einblicke in die Performance und das Risiko von Projekten gewinnen können“, sagte Brian Neal, Projektmanager bei Rudolph Libbe Inc. „Das Verbinden und Kombinieren von Daten für die Analyse wird den umfassendsten Einblick in unsere Arbeitsabläufe bieten und uns dabei helfen, Trends in unserem Unternehmen zu verstehen. Außerdem können wir so Wege finden, um die Übergabe der Projekte an unsere Kunden zu optimieren.“

    Smart Construction Platform: Menschen, Prozesse und Daten im Einklang
    Die Smart Construction Platform vereint die Kernanwendungen, Prozesse und Daten, die Bauherren und Bauunternehmen benötigen, um über Projekt- und Asset-Lebenszyklen hinweg zusammenzuarbeiten. Dazu gehören Portfolioplanung, Angebots-/Ausschreibungsverfahren, Verträge, Zeitpläne, Projektdokumente sowie die Zusammenarbeit mit Building Information Model (BIM), Tätigkeiten vor Ort, Kosten und Zahlungen. Mit der neuen einheitlichen Erfahrung, der gemeinsamen Datenumgebung und der anwendungsübergreifenden Interoperabilität können Benutzer problemlos zwischen Anwendungen und Datensets wechseln, während sie an einem einzigen Projekt arbeiten. Durch die Synchronisierung von Aktivitäten, Ressourcen und Daten im Verlauf jedes Projekts und Assets trägt die Plattform dazu bei, dass Teams aus verschiedenen Fachbereichen stets mit denselben Informationen auf dasselbe Ziel hinarbeiten.

    Beispielsweise synchronisieren die Planungs- und Projektmanagementfunktionen Planungs- und Baustellenteams anhand eines Hauptplans und geben sowohl Einblick in einen einheitlichen Zeitplan als auch in die Aufgabendaten, die erforderlich sind, um die richtige Arbeit zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu erledigen. Sollte sich also der Termin einer HLK-Installation aufgrund eines Problems in der Lieferkette ändern, erhält der Projektmanager automatisch die aktualisierten Zeitplaninformationen und kann alle erforderlichen Anpassungen für die betroffenen Teams koordinieren.

    Darüber hinaus liefert die Plattform Investitionsplanern genaue, zeitnahe Daten zu Projektprognosen, damit sie sich mit Managern über Budgetanforderungen abstimmen und diese anpassen können, wenn sich strategische Prioritäten ändern. Zum Beispiel führt die Inflation zu einer Verdoppelung der Kosten, der für ein Projekt benötigten Materialien. Der Projektmanager kann diese neuen Ist-Beträge und Prognosen an den Planer weitergeben, der dann zeitnah Änderungen am Portfolio vornehmen.

    Die Plattform lernt kontinuierlich und wird mithilfe von Machine Learning intelligenter, sodass sie vergangene Maßnahmen berücksichtigt, um potenzielle Risiken aufzuzeigen und eine fundiertere Entscheidungsfindung zu unterstützen. Oracle seinen Kunden bieten eine Vielzahl an vernetzten Funktionen. Dazu gehören:

    • Bereitstellung aktueller Zeitplandaten für Projektmanager, damit Teams sich an geplanten Lieferterminen und anderen Zeitplananforderungen ausrichten können.

    • Gemeinsame Planung (CPM-Zeitplan) mit Baustellenteams (Aufgabenplan), um Zeit- und Ressourcenverschwendung zu minimieren.

    • Investitionsplanungs- und Projektausführungsteams können Kostendaten für Budget und Ist-Beträge austauschen, sodass sich beide Teams im Projektverlauf sicher an verschiedene Situationen anpassen können.

    • Automatisches Speichern abgeschlossener Angebots-/Ausschreibungspakete sowie genehmigter Rechnungen und anderer Zahlungsmaterialien in den Dokumentenregistern von Unternehmen.

    • Transparenz für alle Beteiligten, um gemeinsam Fortschritte zu verfolgen, Risiken zu identifizieren und zu mindern sowie Änderungen in der gesamten Lieferkette effizient zu verwalten.

    „Dank Oracle verbessern wir die Koordination, Transparenz und Kontrolle während der Projektentwicklung“, sagte Weronika Nowak, Document Control und IT Manager bei Mayflower Wind. „Die Möglichkeit unsere Teams, Prozesse und Daten über Anwendungen und alle Projektphasen hinweg weiter zu vernetzen, steigert die Effizienz. Zudem liefert es unseren Mitarbeitern die Informationen, die sie zum problemlosen Bewältigen von Änderungen benötigen, während wir an der Bereitstellung kritischer Energieanlagen arbeiten.“

  • EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    Für ihre Masterarbeit im Bauingenieurwesen hat Selina Heiniger eine Methode zur nachhaltigeren Herstellung von Baumaterial entwickelt. Dazu benutzt sie laut Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) Plastikabfälle, schon einmal verwendeten Beton und klein gemachte Terrakotta-Ziegel.

    In ihrer Masterarbeit wollte Heiniger laut der Mitteilung der EPFL zwei miteinander verbundene Herausforderungen angehen: die Verringerung der Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle und die Entwicklung von Bauweisen, die weniger Rohstoffe verbrauchen.

    Sie entwickelte Ziegel aus wiederverwertetem Kunststoff – Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyethylen hoher Dichte (HDPE) – sowie aus zerkleinerten Terrakotta-Ziegeln und wiederverwertetem Beton. Ihre Ziegel seien so konzipiert, dass sie ineinander greifen, so dass kein Mörtel erforderlich ist, heisst es weiter. Erste Tests seien ermutigend, aber die Erfindung befinde sich noch im Prototypenstadium. Bei Erfolg könne Heinigers Arbeit einen erheblichen Beitrag zur Verringerung des CO2-Fussabdrucks der Bauindustrie leisten.

    Heiniger hat im Kanton Bern die Matura gemacht und sich anschliessend an der EPFL für das Studium des Bauingenieurwesens eingeschrieben. Sie studierte zunächst nur in Teilzeit, da sie zusätzlich in einem Lausanner Tiefbauunternehmen arbeitete.

    Die Masterarbeit von Selina Heiniger wurde gemeinsam von Corentin Fivet, dem Leiter des EPFL-Labors für Strukturexploration in der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen, und Yves Leterrier, einem leitenden Wissenschaftler des EPFL-Labors für die Verarbeitung fortgeschrittener Verbundwerkstoffe in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, betreut.

  • Ein Meilenstein in der Schweizer Immobilienbranche – SSREI wird als Portfoliobewertungstool anerkannt

    Ein Meilenstein in der Schweizer Immobilienbranche – SSREI wird als Portfoliobewertungstool anerkannt

    SSREI wird von GRESB B.V. als Portfoliobewertungstool und Bestandsgebäudezertifikat anerkannt – ein Meilenstein in der Schweizer Immobilienbranche. Das Real Estate Assessment von GRESB und SSREI sind zwei komplementäre Nachhaltigkeits-Benchmarks für Immobilienportfolios. 

    Während GRESB einen ESG-Ansatz verfolgt, d.h. sein Benchmark als Managementinstrument konzipiert ist und auch Aspekte der guten Unternehmensführung thematisiert (Arbeitsbedingungen, Lieferantenmanagement, Geschäftsgebaren, etc.), fokussiert SSREI rein auf die Immobilienqualität, dies aber ausführlicher und umfassender. So schliesst SSREI nebst dem Umweltschutz und der gesellschaftlich-sozialen Verantwortung auch die Wirtschaftlichkeit mit ein (EES-Ansatz). 

    Wo die beiden Instrumente inhaltlich kompatibel sind, anerkennt GRESB den SSREI. So akzeptiert GRESB die SSREI-Verifikation als Bestands-Zertifizierung (BC1.2), sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Zudem gilt die Anerkennung auch für die Portfolio-Analyse und weitere spezifischen Anforderungen, welche sich thematisch überschneiden. 

    Die entsprechende technische Umsetzung der Anerkennung erfolgt bereits mit dem GRESB-Abschluss 2022. Wir freuen uns über diesen wegweisenden Entscheid, von dem wir überzeugt sind, dass er die Transparenz und Vergleichbarkeit am Schweizer Markt weiter fördern wird. 

  • Fünf Finalisten für ULI Europe Awards for Excellence 2022

    Fünf Finalisten für ULI Europe Awards for Excellence 2022

    «Mit den Auszeichnungen wird der gesamte Projektentwicklungsprozess gewürdigt, von der Planung und dem Bau bis hin zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit, dem Design, dem Management und den Auswirkungen auf die Gesellschaft.  

    Die diesjährigen Finalisten umfassen eine Vielzahl von Projekten aus verschiedenen Sektoren und mit unterschiedlichen Nutzungsarten, wobei der Schwerpunkt auf der Kombination unterschiedlicher Nutzungen, Nachhaltigkeit, Wiederverwendung und Umnutzung sowie der Gestaltung von Standorten und der Bildung von Quartieren liegt. 

     Die fünf Finalisten in alphabetischer Reihenfolge: 
      
    Hammerbrookyln Digital Pavilion, Hamburg, Deutschland (Entwickler: Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co. KG. Eigentümer: Hammerbrooklyn Immobilien GmbH. Architekt: LP Spine Architects); nachhaltiges digitales Zentrum und intelligentes Bürogebäude 

    Latitude, Courbevoie, Paris, Frankreich (Bauherr und Eigentümer: Générale Continentale Investissements. Architekt: Studios Architecture); umgestaltetes und erweitertes Bürogebäude aus den 1970er Jahren 

    MÉCA (Maison de l’Économie Creatives et de la Culture en Aquitaine) Bordeaux, Frankreich (Bauherr und Eigentümer: Region Nouvelle-Aquitaine. Architekten: BIG-Bjarke Ingels Group; FREAKS freearchitects; Lafourcade-Rouquette Architectes); Zentrum für zeitgenössische Kunst, in dem drei Institutionen zusammengeschlossen sind 

    Norblin Factory, Warschau, Polen (Entwickler und Eigentümer: Capital Park Group; Architekt: PRC Architekci); multifunktionaler Komplex für hochmoderne Büros sowie Kultur-, Freizeit- und Einzelhandelsangebote 

    Quai des Caps, Bordeaux, Frankreich (Entwickler: Fayat Immobilier & Pitch Promotion. Bauherr: Keys REIM, Caisse des dépô Architekten: Chartier Dalix, Hardel et Le Bihan, Moon Safari et Marjan Hessamfar & Joe Verons, und Jacques Ferrier); Komplex mit gemischter Nutzung im erneuerten Herzen der Hafenstadt 

    Die Jury, die sich aus Immobilienexperten aus den Bereichen Architektur, Gewerbeimmobilien, Entwicklung, Investment, Immobilienverwaltung sowie öffentlich-private Partnerschaften zusammensetzt, wird nun den Sieger für die EMEA-Region ermitteln. 

    Die Projekte werden danach bewertet, inwieweit sie: 

    • eine Akzeptanz auf dem Markt erfahren und damit für finanziellen Erfolg stehen; 
    • einen hohen Standard in den Bereichen Architektur, Design, Planung, Bau, Ausstattung, Wirtschaftlichkeit sowie Management erzielen; 
    • Relevanz für die gegenwärtigen und zukünftigen Bedürfnisse der Gesellschaft, in der sie angesiedelt sind, aufweisen; 
    • Innovation durch Techniken, Prozesse oder Partnerschaften bieten; 
    • eine positive Auswirkung auf das Gemeinwesen und/oder ihr unmittelbares Umfeld haben, z.B. durch Förderung von Gerechtigkeit und Integration; 
    • sich durch ökologische Nachhaltigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Widerstandsfähigkeit auszeichnen; und 
    • Modelle, Strategien oder Techniken bereitstellen, die repliziert oder angepasst werden können. 

    Die Jury wählt nicht nur die Gesamtsieger aus, sondern berücksichtigt auch „besondere Erwähnungen“ für Projekte, die in einem bestimmten Bereich, wie bezahlbarer Wohnraum, sozialer Wert, Klimawandel / Widerstandsfähigkeit / Nachhaltigkeit, Biowissenschaften, Umnutzung, kreative Ortsgestaltung / Kunst & Kultur / Engagement für die Gesellschaft, Gesundheit und Wohlbefinden sowie intelligente Technologie herausragend sind. 

  • Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Der Schweizerische Nationalfonds (SNSF) fördert ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zur Erforschung von CO2-Bindung in Zement. Im Rahmen des SNSF Advanced Grant erhalten die Wissenschaftler rund um Projektleiterin Barbara Lothenbach 2,2 Millionen Franken für ihr Forschungsprojekt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Zuschuss ersetzt demnach Gelder des European Research Council der Europäischen Kommission, zu denen Schweizer Forschende derzeit keinen Zugang haben.

    Mit Hilfe des Fördergeldes sollen die Empa-Experten zusammen mit Partnern der finnischen Universität Oulu Grundlagenforschung im Bereich CO2-Bindung in Zement durchführen.

    Hintergrund des Projektes namens Low Carbon Magnesium-Based Binders ist, dass die Zementindustrie grosse Mengen Kohlenstoffdioxid freisetzt. Gleichzeitig gilt Beton als Hoffnungsträger für die Bindung von CO2 und damit als potenzieller Senker des klimaschädlichem Treibhausgases, wenn er auf Magnesium basiert und nicht wie normalerweise auf Kalk.

    Wie stabil Magnesium-Beton auf lange Sicht ist, wie er sich auf Baustellen am besten herstellen lässt und wie sich Temperatur, pH-Wert und andere Faktoren auf molekularer Ebene auswirken, sollen die Forschenden ab 2023 herausfinden.

  • Zehn Jahre grenzüberschreitende Stadtentwicklung am Dreiländereck Basel

    Zehn Jahre grenzüberschreitende Stadtentwicklung am Dreiländereck Basel

    Das «3Land», das Gebiet um das Dreiländereck, welches jahrzehntelang von Industrie- und Hafenanlagen geprägt war, befindet sich im Umbruch und wird sich in den nächsten Jahren verändern. Platz für Neues entsteht. Grosse, abgeschlossene und monofunktional genutzte Areale sollen geöffnet und neu genutzt werden. Neue Linien für den öffentlichen Verkehr, zugängliche und durchgängige Rheinufer sowie vernetzte Grün- und Freiräume schaffen einen grenzüberschreitenden Stadtteil. 

    Die seit über zehn Jahren andauernde Zusammenarbeit zwischen den Nachbarstädten Basel, Weil am Rhein und Huningue weist schon heute sichtbare Ergebnisse vor: Zwischen Huningue und Basel entstand ein durchgängiger Rheinuferweg, der als Pendlerroute sowie als Promenade in der Freizeit gleichermassen beliebt ist. Mit der Erweiterung des Rheinparks in Weil am Rhein und den umgestalteten Uferbereichen in Huningue wurden beidseits der Dreiländerbrücke neue Freiräume unmittelbar am Wasser geschaffen. Sie bieten ein vielfältiges Angebot für Spiel, Sport und Erholung und werden in künftigen Bauetappen weiter vergrössert. So entsteht aus der Idee 3Land ein greifbarer Nutzen für die Bevölkerung.  

    Im Namen der insgesamt acht beteiligten Partner unterzeichneten die Basler Regierungsrätin Esther Keller, der Bürgermeister von Huningue und Präsident von Saint-Louis Agglomération, Jean-Marc Deichtmann, und der Oberbürgermeister von Weil am Rhein, Wolfgang Dietz, heute am Dreiländereck eine trinationale Planungsvereinbarung, welche die nächsten Schritte sowie ein gemeinsames Budget bis Ende 2025 festlegt. Schwerpunktthemen bilden Mobilität, Freiraum und Naturschutz, Raumplanung und Städtebau.  

    Eine neue Rheinbrücke ist zentral für das Zusammenwachsen und die Mobilität im 3Land. Ausgerichtet auf den Tram-, Fuss- und Veloverkehr verbindet sie auf der Höhe der Wiesemündung die Rheinufer zwischen Huningue und Basel. Eine kürzlich erstellte Kosten-Nutzen-Analyse bestätigt, dass die Rheinbrücke einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen für alle drei beteiligten Länder bringt. Sie ermöglicht ein trinationales Quartier, indem sie Länder verbindet, die Menschen zusammenbringt und durch nachhaltige Verkehrsverbindungen eine hohe Lebensqualität schafft. Die Projektpartner haben daher beschlossen, das ambitionierte Projekt weiterzuverfolgen und in den nächsten Schritten die planerischen, juristischen und finanziellen Grundlagen für das Vorhaben zu schaffen. In der gemeinsamen Planungsvereinbarung werden dafür die Weichen gestellt. 

    Einen interessanten Einblick bietet die neue 3Land-Tour für Velofahrerinnen und -fahrer sowie Fussgängerinnen und Fussgänger. Die 13 Kilometer lange Route führt durch das Projektgebiet und macht die Geschichten und Besonderheiten der Quartiere an zehn Stationen erlebbar. Informative Texte, Bilder und Videos sind an den einzelnen Stationen und auf der Internetseite des 3Land-Projekts abrufbar. Die GPS-Daten können über die bekannte App «Outdooractive» aufs Smartphone geladen werden. 

    Für die Fortführung der Planungen zur trinationalen Stadtentwicklung im 3Land beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat Ausgaben in Höhe von insgesamt 1’106’000 Franken. Die heute durch die Vorsteherin des Bau- und Verkehrsdepartements unterzeichnete Planungsvereinbarung 3Land steht unter dem Vorbehalt der Ausgabenbewilligung durch den Grossen Rat. 

    Die „Koordinationszelle 3Land“ wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms Interreg V Oberrhein der Europäischen Union, dem Kanton Basel-Stadt und der Schweizerischen Eidgenossenschaft, sowie der Stadt Weil am Rhein, dem Landkreis Lörrach, der Stadt Huningue, Saint-Louis Agglomération und der Collectivité européenne d‘Alsace kofinanziert. Die Stadt Saint-Louis ist assoziierter Partner.  Projektträger ist der Trinationale Eurodistrict Basel. 

  • Swisspor und Madaster fördern zirkuläre Dämmstoffe

    Swisspor und Madaster fördern zirkuläre Dämmstoffe

    Der Dämmstoffspezialist Swisspor AG und die Madaster Services Schweiz AG arbeiten laut Medienmitteilung künftig zusammen. Ziel ist die Förderung der Verwendung von zirkulären Dämmstoffen beim Bauen. Swisspor mit Sitz in Steinhausen werde mit ihrer Produkt- und Recycling-Expertise im Bereich Dämmen und Dichten den Übergang zu einem ressourcenschonenden Bauwesen öffnen, heisst es in der Mitteilung.

    Madaster arbeitet an sogenannten Materialpässen für neue und bestehende Gebäude. Damit erhalten Bauabfälle eine Identität und können als Ressourcen katalogisiert und wiederverwendet werden, um Abfall zu vermeiden. Die Dienstleistung von Madaster wird in der Schweiz von der Madaster Services Switzerland AG in Zürich angeboten.

    Mit Swisspor werde das Madaster-Netzwerk um langjährige Expertise in der Entwicklung, Herstellung und Recycling von Bauprodukten im Bereich Dämmen und Dichten ergänzt, wird Marloes Fischer, Geschäftsführerin Madaster Services Schweiz AG, zitiert. „Gemeinsam können wir das mittel- bis langfristig steigende Volumen an Dämmmaterialien aus Rückbau und Sanierungen transparent machen. Ziel muss es sein, so viel Rezyklat für neue Produkte wie möglich zu nutzen.“

    „Die Swisspor setzt alles daran, die Verwertungsquote von Dämm- und Dichtmaterialien zu erhöhen“, wird Marco Dalla Bona zitiert, der Geschäftsführer von Swisspor AG. Mit dem Madaster-Material-Kataster „lassen sich verbaute Materialien rückverfolgen und später einem neuen Nutzungskreis zuführen. Wenn es dem Sektor gelingt, 100 Prozent wiederverwertbare Produkte im Kreislauf zu führen, reduzieren wir den Primärressourceneinsatz auf ein Minimum“, so Dalla Bona weiter.

  • Swiss Prime Site: Grösstes zertifiziertes Immobilienportfolio der Schweiz

    Swiss Prime Site: Grösstes zertifiziertes Immobilienportfolio der Schweiz

    75% der Flächen mit Nachhaltigkeitszertifikat
    Im Rahmen der umfassenden Initiativen zur nachhaltigen Geschäftsführung wird Swiss Prime Site noch im Geschäftsjahr 2022 den Grossteil des rund 180 Liegenschaften und Areale umfassenden schweizweiten Immobilienportfolios zertifizieren. Auf Basis einer eingehenden Analyse der verschiedenen Zertifizierungssysteme und einer Machbarkeitsstudie wurden in den vergangenen Monaten bereits über ein Dutzend Pilotzertifizierungen umgesetzt. Das Ziel ist es, bis Ende 2022 rund 75% der Flächen des Immobilienportfolios mit Zertifikaten zu hinterlegen. Dazu René Zahnd, CEO Swiss Prime Site: «Mit der Zertifizierung unserer Immobilien erhöhen wir die Transparenz und etablieren gleichzeitig einen Referenzrahmen. Zudem legen wir die Grundlage dafür, um langfristig einen ökologischen, ökonomischen und sozialen Mehrwert für alle Stakeholder zu schaffen. Darüber hinaus haben wir seit letztem Jahr unsere ambitionierten Klimaziele mit unserer Finanzierungsstrategie verknüpft. Jede Verbesserung der Nachhaltigkeit ermöglicht uns eine attraktivere Finanzierung.»

    Klimaneutrales Immobilienportfolio bis 2040
    Die gültige Umweltpolitik von Swiss Prime Site legt fest, dass alle Neu-/Umbau- sowie Repositionierungsprojekte mit einem national oder international anerkannten Nachhaltigkeitslabel zertifiziert werden müssen. Für Bestandsimmobilien wird auf BREEAM In-Use, ein international verbreitetes Zertifizierungssystem, gesetzt. Bei Entwicklungsprojekten liegt der Fokus auf der Zertifizierung entlang des Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS).
    «Über die Zertifizierung hinaus erstellen wir für jede zertifizierte Liegenschaft eine Potenzialanalyse, aus welcher Massnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeitsperformance resultieren. Dabei gehen unsere Ambitionen für einzelne Themen wie zum Beispiel die Vermeidung von Treibhausgasemissionen – in Erstellung und Betrieb – oder Kreislaufwirtschaft über die Erfüllung der Vorgaben hinaus», erklärt Martin Pfenninger, Head Group Sustainability die Ambitionen von Swiss Prime Site. Denn, die Ziele sind klar: Gestaltung von nachhaltigem Lebensraum und ein klimaneutrales Immobilienportfolio bis 2040.

  • Holcim kauft belgischen Baustoffspezialisten Cantillana

    Holcim kauft belgischen Baustoffspezialisten Cantillana

    Baustoffproduzent Holcim hat die Übernahme des belgischen Baustoffhändlers Cantillana bekanntgegeben. Mit der Präsenz und dem Portfolio von Cantillana könne Holcim den Ausbau der Sparte Lösungen und Produkte voranbringen, die bis ins Jahr 2025 insgesamt 30 Prozent des Konzernnettoumsatzes ausmachen soll, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Die Entscheidung für den Anbieter von Speziallösungen bedeute für Holcim eine weitere Optimierung seiner Marktposition bei Fassadenbausystemen und Wärmedämmverbundsystemen. „Diese Erweiterung stärkt unsere Präsenz in Europa weiter, insbesondere im Bereich der Gebäudesanierung und Energieeffizienz“, wird Miljan Gutovic, Leiter der Region Europa, Naher Osten und Afrika von Holcim zitiert.

    Die Investition knüpfe an die eingeschlagene Strategie des „grünen Wachstums“ an. Beide Unternehmen kündigen an, „eine grössere Rolle bei der Bereitstellung innovativer und nachhaltiger Lösungen für energieeffiziente Gebäude“ anzustreben.

    Holcim nimmt nach dem Erwerb der französischen PRB Group, dem belgischen PTB-Compaktuna und Izolbet in Polen mit Cantillana ein privat geführtes Unternehmen in die „Holcim-Familie“ auf, heisst es. Hervogegangen als Zweigstelle eines Bauunternehmens, hat sich Cantillana seit Gründung im Jahr 1875 auf den Vertrieb von und Handel mit Baustoffen und Baustoffzubehör des Bau- und Baunebengewerbes spezialisiert. Heute gehört Cantillana zur Stadsbader-Gruppe und beschäftigt mehr als 200 Mitarbeitende an neun Produktionsstätten in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

    Die Holcim AG hat sich auf innovative und nachhaltige Baulösungen in Hochbau, Tiefbau und Infrastruktur fokussiert. An 55 schweizweiten Standorten produziert das Unternehmen passend für alle Bauprojekte Beton, Kies und Zement und recycelt Abbruchmaterialien zu ressourcenschonenden Produkten.

  • Umwelt Arena zeigt neue Ausstellung zu Dämmstoffen

    Umwelt Arena zeigt neue Ausstellung zu Dämmstoffen

    Die Umwelt Arena Schweiz eröffnet eine neue Sonderausstellung. Laut Mitteilung auf Facebook geht es darin um die Verwertung alter Dämmstoffe in der Bauindustrie. Statt dass alte Dämmstoffe bei Sanierungen und Abbrüchen in der Baumulde und dann in der Deponie landen, werden sie zurückgenommen und wieder aufbereitet, heisst es auf Facebook zum Thema. Die Firma Flumroc mit Sitz in Flums zeige in der neuen Ausstellung in der sogenannten Recycling City in der Umwelt Arena, wie das geht. Flumroc sei „Pionier im Bereich Dämmstoff-Recycling“, heisst es in der Mitteilung.

    Flumroc spricht sich auf seiner Internetseite für nachhaltige Verwendung von Dämmstoffen aus. „Aus Steinwolle wird Steinwolle“. heisst es dort. Flumroc-Steinwolle sei zu 100 Prozent wiederverwertbar. Diesen „geschlossenen Kreislauf“ wolle man weitestgehend aufrecht erhalten. Deshalb appelliert das Unternehmen, bei Abriss-, Renovierungs- oder Umbauarbeiten Baustellenzuschnitte und Baustellenabfälle aus Flumroc-Steinwolle nicht einfach wegzuwerfen. „Wir nehmen sie in den dafür vorgesehenen Säcken oder Gebinden gern zurück und rezyklieren sie“, so das Unternehmen.

    Über das Vorgehen bei der Wiederaufbereitung informiert die neue Ausstellung.

  • Klare Signaletik im neuen Stadthaus Bülach

    Klare Signaletik im neuen Stadthaus Bülach

    Im Frühling 2021 konnte das neue imposante Stadthaus in Bülach bezogen werden. Für die Bevölkerung und Kunden, wurde mit der Aussen- und Innen-Signaletik die Orientierung erleichtert. Die rund 150 Mitarbeiter aus allen Bereichen der Verwaltung arbeiten nun an zentraler Lage und die verwaltungsinternen Abläufe konnten optimiert werden.

    Funktion einer guten Signaletik
    Ob Neubau oder bestehender Bau, ob für Mitarbeitende, Besucher oder Lieferanten, die Signaletik dient stets der Orientierung, so dass jeder sein Ziel einfach findet. Auch unterstreicht eine durchdachte Signaletik die Identität der Unternehmung und transportiert das Image. Damit dieses Ziel erreicht werden kann muss mit den Verantwortlichen und betroffenen eine Bedarfsanalyse formuliert werden. Hilfreich ist dabei eine gemeinsame Begehung des betreffenden Objektes.

    Mit einer einheitlichen klaren Beschriftung im innen und aussen Bereich werden verschiedene Funktionen angestrebt. So geben diese einerseits eine Orientierung, der Besucher willkommen geheissen, mit wichtigen Informationen versorgt und direkt zum Bestimmungsort geführt.

    Die Kunst der Signaletik liegt in der Reduktion, Klarheit und Zeitlosigkeit. Die Piktogramme müssen auch in einigen Jahren verstanden werden und für Menschen mit einer Behinderung ist es wichtig, dass diese sichtbar und verständlich sind.

    In Zukunft wird die Signaletik immer digitaler. Die Wichtigkeit etwas in Kürze zu finden, sich zu orientieren wird zunehmen. Frau Brigitte Grüter von Frontwork meint: «Die Signaletik, wie wir Sie heute wahrnehmen, wird es in dieser Form immer geben. Jedoch wird die Signaletik je nach Standort immer häufiger digital umgesetzt und muss schnell und unkompliziert durch das Personal vor Ort aktualisiert werden können.»

  • Swiss Prime Site Immobilien meldet Erfolg im ersten Halbjahr

    Swiss Prime Site Immobilien meldet Erfolg im ersten Halbjahr

    Swiss Prime Site Immobilien hat im ersten Halbjahr 2022 die Vermietungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verdoppelt. Laut einer Medienmitteilung des Unternehmens mit Sitz in Zürich wurden über das gesamte Portfolio und über alle Regionen hinweg 90‘000 Quadratmeter neu oder wieder vermietet. Im ersten Halbjahr 2021 waren es 47‘000 Quadratmeter.

    Die Swiss Prime Site Immobilien AG, die zur Swiss Prime Site Gruppe mit Sitz in Zug gehört, führt diesen Erfolg auf die guten Marktbedingungen und die damit zusammenhängende Nachfrage nach kommerziellen Flächen zurück. Trotz der globalen wirtschaftlichen Verlangsamung bleiben die Signale für die Entwicklung in der Schweiz mehrheitlich positiv, heisst es in der Mitteilung. So seien im Dienstleistungssektor in den vergangenen zwölf Monaten 105‘000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden, ein Plus von 2,6 Prozent. Weiter zeugten auch die 114‘000 offenen Stellen von einem robusten Schweizer Arbeitsmarkt.

    Eine besonders positive Entwicklung stellte das Immobilienunternehmen in Basel, Zürich und Genf fest. Aber auch die beiden im Bau befindenden Entwicklungsprojekte JED in Schlieren und Stücki Park in Basel erfreuen sich laut Swiss Prime Site reger Nachfrage. Dort werden bis Ende Jahr Vorvermietungsquoten von rund 90 Prozent  erwartet.

    „Mit der starken Performance der Wieder- und Neuvermietungen innerhalb unseres Portfolios und den nach wie vor intakten wirtschaftlichen Aussichten sind wir auch für Ende Jahr bezüglich tiefem Leerstand und positiver Mietertragsentwicklung optimistisch“, wird Martin Kaleja zitiert, CEO von Swiss Prime Site Immobilien.

    Swiss Prime Site kündigt an, am Donnerstag, 25. August, die ausführlichen Halbjahresresultate 2022 zu publizieren.

  • Bund, Genossenschaften und SBB geben bei gemeinnützigem Wohnen Schub

    Bund, Genossenschaften und SBB geben bei gemeinnützigem Wohnen Schub

    In den grösseren Schweizer Städten sind Wohnungen knapp. Das gilt insbesondere für preisgünstige Wohnungen. Um gerade an zentralen urbanen Lagen mehr gemeinnützigen Wohnungsbau zu ermöglichen, haben das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO), Wohnbaugenossenschaften Schweiz und die SBB gemeinsam Rahmenbedingungen für einen Muster-Baurechtsvertrag ausgearbeitet. Das BWO hat dabei auch den Verband Wohnen Schweiz vertreten. Damit sind die Interessen beider Dachorganisationen des gemeinnützigen Wohnungsbaus wahrgenommen. Der Muster-Baurechtsvertrag wird künftig zum Tragen kommen, wenn die SBB Land im Baurecht an gemeinnützige Wohnbauträger abgibt.

    «Wir begrüssen, dass die SBB Areale im Baurecht für den gemeinnützigen Wohnungsbau zur Verfügung stellt. Dieser Vertrag gewährleistet, dass die Rahmenbedingungen mit den Förderkriterien für den gemeinnützigen Wohnungsbau kompatibel sind», sagt Martin Tschirren, Direktor BWO.

    «Die SBB strebt an, rund die Hälfte ihrer Wohnungen preisgünstig anzubieten – entweder über eigene Wohnungen oder die Abgabe im Baurecht.» Laut Alexander Muhm, Leiter SBB Immobilien, ist der neue Vertrag ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

    «Wir freuen uns, dass wir eine Einigung gefunden haben, auch wenn die Baurechtszinse für gemeinnützigen Wohnungsbau preislich an der oberen Grenze sein werden», betont Eva Herzog, Präsidentin von Wohnbaugenossenschaften Schweiz. «Nun werden wir die SBB beim Wort nehmen, Areale vermehrt im Baurecht an Genossenschaften abzugeben.»

    Kompromisslegt einheitliche Basis für künftige Projekte
    Die gemeinsame Regelung bringt für alle Partner den Vorteil, dass künftig Baurechtsverträge mit gemeinnützigen Wohnbauträgern nicht mehr bei jedem Projekt von Grund auf neu verhandelt werden müssen, sondern auf Basis der nun vereinbarten Rahmenbedingungen einfacher und schneller um-gesetzt werden können. Die SBB schreibt jede Abgabe von SBB Land im Baurecht in einem Wettbewerb aus. Damit stellt sie in enger Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden sicher, dass für den jeweiligen Standort die beste Nutzung gefunden wird.

    Die neue Vereinbarung regelt insbesondere die Bemessung und die Entwicklung des Baurechtszinses und stellt sicher, dass die gemeinnützigen Wohnungen im Sinne des Wohnraumförderungsgesetzes (WFG) auch langfristig preisgünstig sind. Dies, weil sich der Baurechtszins nach der sogenannten Kostenmiete richtet und den Kostenlimiten des BWO entspricht.

    Der neue Mustervertrag trägt auch dem Umstand Rechnung, dass die SBB als Eigentümerin des Landes moderat an der Wertsteigerung der Areale partizipiert, wie es die strategischen Ziele des Bundes verlangen. Die SBB ist als bundesnaher Betrieb an klar formulierte Aufgaben und Ziele gebunden. Der Eigner erwartet von der SBB, dass sie Bahnareale gezielt entwickelt und damit langfristig einen Beitrag an ein finanziell gesundes Bahnsystem leistet.

    Die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus ist als Verfassungsauftrag ein Ziel der Schweizer Wohnungspolitik. Die gemeinnützigen Bauträger –Wohnbaugenossenschaften, Stiftungen oder Vereine –orientieren sich an der Kostenmiete und wirtschaften ohne Gewinnabsichten. Ihre Wohnungen sind langfristig preisgünstig. Viele gemeinnützige Bauträger bieten ihrer Mieterschaft neben Wohnraum verschiedene soziale Dienstleistungen an und entlasten dadurch die öffentliche Hand. Zudem fördert diese Wohnform die soziale Durchmischung und die Generationendiversität.
    Die SBB blickt bei der Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Wohnbauträgern auf eine rund 100-jährige Tradition zurück. Diese gründet auf der Unterstützung der Eisenbahner-Baugenossenschaften, die zu den Pionieren des genossenschaftlichen Wohnungsbaus gehörten.

  • SVIT Swiss Real Estate Forum 2022 – Digitalisierung, Disruption und Datenflut im Fokus 

    SVIT Swiss Real Estate Forum 2022 – Digitalisierung, Disruption und Datenflut im Fokus 

    Nach der offiziellen SVIT Delegiertenversammlung am Donnerstagvormittag referierte im Konferenzsaal des Verkehrshaus Luzern zunächst der Strategie- und Innovationsberater Maks Giordano. Er zeigte auf, was passiert und wie man reagieren kann «wenn Zukunft in exponentiellen Schritten kommt». Giordano ist überzeugt, dass nach Mobilfunk und World Wide Web unsere Industrien jetzt durch die dritte Welle der digitalen Disruption und mit deren exponentiellen Entwicklungen der Technologie, nochmals grundlegend verändert werden. «In diesen Zeiten der Hyper-Innovation und des Hyper-Wachstums ist es zwingend erforderlich, dass wir alle die notwendigen Fähigkeiten erlernen, um diesen Wandel zu bewältigen», so seine Botschaft. 

    Comedy und Politgeflüster 
    Im Anschluss bot Comedian Kaya Yanar ein «Best Of» seines bisherigen Schaffens in der Fernseh- und Komikerszene, ehe dann am Nachmittag eine erste Podiumsdiskussion anstand. SVIT Forum-Moderator Urs Gredig begrüsste die Politiker Hans Egloff (SVP, Präsident HEV Schweiz) und Michael Töngi (Grüne, Vize-Präsident des Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbands) sowie Martin Tschirren, Direktor des BWO Bundesamts für Wohnungswesen, auf der Bühne. Sie analysierten gemeinsam die derzeitige politische und gesellschaftliche Stimmungslage hinsichtlich einer möglichen Totalrevision des Schweizer Mietrechts, das aus dem Jahr 1990 stammt. Generell halten sie angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Nationalrat nur kleinere Änderungen für möglich, auch wenn Egloff und Töngi grundlegende Modifikationen und Teilrevisionen verlangten. Bundesamtleiter Tschirren gab zu bedenken, dass in der vor uns liegenden Zeit eine Verschärfung der Wohnungsknappheit droht. Dies sei vorrangig in den Grossstädten und -zentren festzustellen. 

    Bundesrat sieht Handlungsbedarf bei Mieten 
    Am Ende des ersten Tages des SVIT Forum 2022 richtete Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung und Bundespräsident im 2021, eine Grussbotschaft an die SVIT-Delegierten und -Gäste. Er betonte, die neue Bedeutung für das Wohnen als eine Folge der Corona-Pandemie. Vor allem Arbeitende in Büros hätten sich nun angesichts von Homeoffice und Videokonferenzen vom Zuhause aus vermehrt Gedanken über ihre Wohnsituation gemacht. Es gelte heute zu reagieren auf stark steigende Wohnungs- und Energiepreise. Zudem sei die Wohneigentumsquote in der Schweiz wieder im Rückwärtsgang: Während diese noch im 2015 bei 38,4 Prozent lag, habe sie im 2019 bereits nur noch 36,4 Prozent betragen, zitierte Parmelin aus den Zahlen des BFS und des Bundesamts für Wohnungswesen. Bei der Mietzinsgestaltung sieht er einen «gewissen Handlungsbedarf». Konkret wurde er bei einer allfälligen Überprüfung der Orts- und Quartiersüblichkeit. Hier werde es schon bald eine Expertengruppe geben, die sich dieses Themas annehme. Zu den jüngsten Entwicklungen auf der Zinsseite sagte Parmelin: «Die Schweizerische Nationalbank kommt zurück auf den normalen Weg.» 

    Schifffahrt und Achterbahn 
    Der erste Event-Tag wurde mit einer Schiffrundfahrt auf dem Vierwaldstättersee auf der MS Diamant abgerundet. Der zweite Tag des SVIT Forum 2022 am Freitag begann mit einem eindrücklichen Impulsreferat des früheren AMD-Chefs und heutigen Start-up-Investors Carsten Maschmeyer, der die Hohen und Tiefen seiner Wirtschaftskarriere schilderte und dem Publikum seine «Erfolgsformel durch Chancen und Krisen hindurch für ein erfülltes Leben» verriet. 

    Datenrechte digitalisierter Dienstleister 
    Die zweite Podiumsdiskussionsrunde, moderiert von «Immobilia»-Herausgeber Ivo Cathomen, beschäftigte sich mit der Zukunft der Immobiliendienstleister. Er hatte hierzu Oliver Hofmann, CEO der Wincasa AG, Béatrice Schaeppi, Chefin des gleichnamigen Familienunternehmens, sowie Severin Krebs, Geschäftsführer der Pfannenstiel Immobilien AG, auf das Podium eingeladen. Die drei Unternehmensleader schilderten, wie die Digitalisierung die Arbeit des Bewirtschafters heute in vielerlei Hinsicht beeinflusst und bestimmt. Als die wichtigsten Baustellen für Dienstleistungen in der Immobilienbranche identifizierten sie die Datenhoheit bzw. den Datenschutz sowie die Befriedigung der unterschiedlichen Kundenbedürfnisse und die Rekrutierung von Fachpersonal. 

    Das SVIT Swiss Real Estate Forum 2022 endete am Freitagmittag im Verkehrshaus Luzern mit einer Verabschiedung durch SVIT-Präsident Andreas Ingold und schliesslich mit einem Thai-Stehlunch im Foyer, während draussen ein erster grosser Gewitterschauer des Tages niederging.

  • Von der «teuersten Wiese Europas» zum neuen Stadtteil

    Von der «teuersten Wiese Europas» zum neuen Stadtteil

    Gut Ding will Weile haben – passender könnte man die Arealentwicklung des Oberhauserriets in Opfikon wohl nicht beschreiben. Bereits 1952 schied die Stadt das 67,4 Hektaren umfassende Oberhauserriet als Industriezone aus. Fünf Jahre später wurde ein Quartierplanverfahren eingeleitet – genehmigt wurde dieses aber erst 1979. Der erste Quartierplan sah 30’000 Arbeitsplätze vor. Doch das Vorhaben zog sich aufgrund zahlreicher Rekurse und Revisionsbegehren hin. 1986 stoppte der Stadtrat von Opfikon das Vollzugsbegehren. Denn: Die geplanten Arbeitsplätze hätten auch 30’000 Parkplätze bedeutet. Verkehrsprobleme und Umweltbelastungen drohten.

    Dabei war das Interesse an dem geplanten Industriegebiet mit dem Bau des Nordrings in den 1980er-Jahren stark gestiegen. So wurde im Jahr 1987 der Firma Planpartner AG der Auftrag zur Überprüfung der Planung erteilt. Das Planungsbüro schlug eine erneute Revision der Bau- und Zonenordnung mit einer deutlich reduzierten Nutzung vor. Neu waren nur noch 9700 Arbeitsplätze angedacht. Zudem wurde erstmals Wohnraum für 3000 Personen in Betracht gezogen sowie ein Park, der rund einen Drittel des Landes Richtung Glatt umfassen sollte. Die Erschliessung mittels dem Öffentlichen Verkehr rundete das Projekt in Sachen Umweltverträglichkeit ab.

    Diese Anpassungen fanden 1990 beim Stimmvolk Anklang. Der Stadtrat von Opfikon, die Stadt Zürich sowie die in der Zwischenzeit geschaffene Interessensgemeinschaft der Grundeigentümer befürworteten die neue Gesamtplanung ebenso. Die damals 25 Grundeigentümer wurden vom Stadtrat eng in die Planung einbezogen. Diesem Umstand dürfte es zu verdanken sein, dass diese bereit waren, sich auch finanziell massgeblich einzubringen: punkto Grünfläche oder auch beim vorgesehen «Monorail» – eine Art Hochbahn, die den neuen Stadtteil hätte erschliessen sollen.

    Bis ein erster Entwurf für den neuen Quartierplan vorlag, wurde es Frühling 1996. Aufgrund zahlreicher Begehren wurde dieser noch zweimal überarbeitet, bis der Stadtrat den Quartierplan 1999 schliesslich festsetzen konnte. Der Regierungsrat des Kantons Zürich verabschiedete ihn am 11. Oktober 2000 und gab damit den Weg zur Umsetzung frei – und dies nach fast 50 Jahren Planung.

    Erste Gebietsmarketing-Organisation der Schweizer Immobiliengeschichte
    Geeinigt hatte man sich auf Wohnraum für 6600 Personen sowie 7300 Arbeitsplätze. Für den Park wurde eine 12,4 Hektar grosse Grünfläche mit einem künstlich angelegten See projektiert. Für die Gestaltung des Parks wurde 2001 ein Projektwettbewerb ausgeschrieben, den das Büro Kiefer Landschaftsarchitektur aus Berlin für sich entscheiden konnte. Zentral war der langgezogene rechteckige See, der später den Namen «Glattpark-See» erhielt.

    Im Jahr 2000 schrieben die Stadt Opfikon, die Stadt Zürich und die Firma Allreal einen Auftrag für die Entwicklung einer übergreifenden Plattform für das Entwicklungsgebiet aus. Halter Immobilien + Treuhand mit dem damaligen Geschäftsführer Bernhard «Beny» Ruhstaller erhielt den Zuschlag. Ruhstallers Kommunikationsstrategie sah vor, aus dem Oberhauserriet eine Marke zu machen, um die Suche nach Investoren, Schlüsselmietern sowie die Kommunikation mit der Bevölkerung und die Imagepflege zu vereinfachen. Ruhstaller schlug ein von allen Grundeigentümern bevollmächtigtes Gebietsmarketing vor.

    Die Mission war klar: Aus der Masse der geplanten Einzelprojekte sollte eine Vision eines komplett neuen Stadtteils den Weg in die Köpfe der Menschen finden. Ruhstaller brachte bereits Erfahrungen aus den Entwicklungsgebieten Limmatwest, Zürich-West und Zürich-Nord mit. «Genau diese Erfahrungen und Erkenntnisse haben mir beim Entwicklungsgebiet Oberhauserriet geholfen. Der Glattpark war natürlich noch eine Nummer grösser. Dafür war es fast leichter, hier eine neue Identität zu schaffen, da kein bewohntes Gebiet vorhanden war», resümiert Ruhstaller. Auch an die Gründung des neuen Gebietsmarketings erinnert er sich noch gut: «Die erste Schwierigkeit bestand darin, die damals vielen privaten Grundeigentümer zu überzeugen, Geld in einen Marketing-Topf zu bezahlen, obwohl ein möglicher Baustart noch nicht einmal abgeschätzt werden konnte.»

    Der Immobilienprofi war gemeinsam mit der Stadt Opfikon erfolgreich: Den Mehrwert eines gemeinsamen Marketings wurde im Dezember 2001 von 63,64 Prozent aller Grundeigentümer erkannt. So wurde am 13. Mai 2002 vermutlich erstmals in der Schweizer Immobiliengeschichte von 14 der 21 Grundeigentümer eine Gebietsmarketing-Organisation gegründet. Dieser Zusammenschluss trug schnell Früchte: Dank Marketing- und Kommunikationsmassnahmen wie Showroom, Webseite, Messeauftritte und intensivem Networking wurde die Organisation innert kurzer Zeit zur zentralen Informations- und Anlaufstelle für den neuen Stadtteil, dem die Stadt Opfikon 2001 den Namen «Glattpark» verliehen hatte. Mit zunehmenden Erfolg der Marketing-Bemühungen konnten weitere Grundeigentümer ins Boot geholt werden: 2017 zählte die Gebietsmarketingorganisation den Höchststand von 35 Mitgliedern.

    ↑ Das Luftbild – damals noch vom Helikopter aus aufgenommen – zeigt das Oberhauserriet im Jahr 2001. Die Stadt Opfikon hat zur Dokumentation des Baufortschritts die auf Luftbilder spezialisierte Firma Comet Photoshopping GmbH beauftragt.
    Und so sieht der Glattpark 20 Jahre später aus der Luft aufgenommen auf. ↓

    Dank dem Glattpark ist Opfikon heute eine der 50 grössten Städte der Schweiz
    Immer wieder kam es aber auch zu Unstimmigkeiten zwischen Gebietsmarketing und der Stadt Opfikon: «Die Planungsbehörden rund um den Quartierplan Oberhauserriet waren es nicht gewohnt, dass plötzlich auch Markt- und Vermarktungsfragen eine Rolle spielten», erklärt Ruhstaller und ergänzt: «Die private Organisation der Grundeigentümer wurde am Anfang vielleicht auch als Gefahr wahrgenommen.» Heute habe sich die Zusammenarbeit zwischen den Stadtbehörden und dem Gebietsmarketing normalisiert und könne als gegenseitig befruchtend bezeichnet werden.

    Der Übergang von der Entwicklungs- zur Betriebsphase brachte im Jahr 2016 veränderte Aufgaben für das Gebietsmarketing mit sich. So wurden eine Vereinfachung der Grundeigentümerbeiträge sowie die Umbenennung in IGG Glattpark beschlossen. Heute kümmert sich die Organisation um übergeordnete Sachthemen. «Dabei geht es um Vorgänge, die die Parzellengrenze eines einzelnen Grundeigentümers überschreiten – wie etwa der Boulevard, die Parkierung oder auch die Medienarbeit», sagt Ruhstaller, der seit rund 20 Jahren als Geschäftsführer für die Gebietsmarketing-Organisation tätig ist und dabei mittlerweile von seiner Tochter Janina unterstützt wird. Die IGG Glattpark soll die Identität des noch immer jungen Stadtteils schützen und weiterentwickeln. «Aktuell führen wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Opfikon eine Bedürfnisumfrage bei den über 70 Gewerbebetrieben im Glattpark durch», nennt Ruhstaller ein Beispiel.

    Die einstige Vision Glattpark ist Realität geworden: Bereits 2006 zogen die ersten Bewohner ein. Aus der ursprünglich angedachten Hochbahn «Monorail» wurde die Glattalbahn, deren letzte Etappe 2010 eingeweiht wurde. 2019 konnte die zweite Bauetappe mehrheitlich abgeschlossen werden. Bis Ende 2019 wurden 3100 Arbeitsplätze geschaffen und 5781 Bewohner gezählt. Und damit ist die Entwicklung des jungen Stadtteils noch nicht abgeschlossen: 2023/24 soll das lange Zeit hart umkämpfte Schulhaus bezugsbereit sein. Auch in die vielfach unbeachtete 3. Etappe des Glattparks könnte in naher Zukunft Bewegung kommen: «Die Stadt Zürich als grösste Grundeigentümerin steht gemeinsam mit der Stadt Opfikon und weiteren privaten Grundeigentümern vor einer baldigen Lösung», weiss Ruhstaller.

    Die Entwicklung des Oberhauserriets – welches in den Medien früher oftmals als «die teuerste Wiese Europas» bezeichnet wurde – zum Stadtteil Glattpark ist definitiv geglückt: In den vergangenen 16 Jahren ist Opfikon dank des Glattparks von 13’000 auf 21’000 Einwohner gewachsen. Damit gehört Opfikon nun zu den 50 grössten Städten der Schweiz.

  • Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Zürich bleibt Spitze im Schweizer Städteranking

    Das Magazin „Bilanz“ hat das diesjährige Ranking der Lebensqualität Schweizer Städten publiziert. Dabei hat Zürich wieder den Platz eins bekommen und steht damit laut dem Bericht seit elf Jahren praktisch unangefochten an der Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei stehen die Städte Zug und Bern, gefolgt von Winterthur, Basel und Genf.

    Das Städteranking ist von den Immobilienexperten von Wüest Partner für das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ anhand mehrerer Indikatoren für die Lebensqualität der Städte erstellt worden, etwa in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Freizeiterholung und Einkaufen. Insgesamt sind 162 Städte so bewertet worden.

    Es erscheint für andere Städte kaum möglich, in die absolute Spitzengruppe vorzudringen, heisst es in dem Artikel von „Bilanz“. In den Top 10 hat einzig die Kantonshauptstadt Aarau zwei Ränge verloren und steigt ab von Platz 6 auf Platz 8. Auf die Frage, ob andere Städte überhaupt eine Chance hätten, in die Spitzengruppe hineinzukommen, wird Patrick Schnorf von Wüest Partner zitiert: „Unmöglich ist es nicht.“ So habe etwa St.Gallen, das derzeit Platz 11 hält, eine Chance, wenn die Stadt im Bildungs- und Kulturangebot zulegen könnte ebenso wie beim Bevölkerungswachstum.

    Gegenbeispiel ist laut Schnorf Bassersdorf ZH, das elf Plätze nach hinten gerutscht sei. „Im Vergleich zu anderen Städten hat sich Bassersdorf nicht so schnell entwickelt, etwa was Bildung und Kultur betrifft“, wird Schnorf zitiert. Am lebenswertesten seien laut dem Ranking die beiden Wirtschaftsregionen Zürich und Genfersee.

    Da es unter den Top 30 nur vier Städte aus der Westschweiz und mit Lugano eine im Tessin gebe, müsse man feststelle, dass die Lebensqualität in der Deutschschweiz insgesamt höher sei.

  • Umwelt Arena stellt „Bauen 2050 Urdorf“ vor

    Umwelt Arena stellt „Bauen 2050 Urdorf“ vor

    Die Umwelt Arena Schweiz hat ihr neustes energiepolitisches Zukunftsprojekt „Bauen 2050“ vorgestellt. Das Pionierprojekt in Urdorf zeigt laut Medienmitteilung auf, wie dank Einsatz von modernster Gebäudetechnik bereits heute Wohnüberbauungen zu einem CO2-neutralen Kraftwerk werden können, in dem Mieter im Rahmen ihres eigenen Energiebudgets ohne Strom- und Heizkosten wohnen können.

    Die Umwelt Arena stellt alle diese Innovationen in der neuen Ausstellung „Bauen 2050“ in Spreitenbach ab Mitte Juli 2022 mit einem Baudokumentarfilm und interaktiven Elementen rund ums moderne Bauen vor.

    Das Pilotprojekt in Urdorf wird als „Powerhaus“ bezeichnet. Das Gebäude von René Schmid Architekten AG Zürich, zeige auf, dass mit Überschusssolarenergie vom Sommer durch Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Fassade erneuerbares, nicht fossiles Gas für den Winter hergestellt werden kann, heisst es in der Mitteilung. Es gibt auch ein Wind-Solar-Kleinkraftwerk. Die Fassaden- und Dachdämmung schützt das Haus gegen Kälte und Wärme. Im Hochsommer kann überschüssige Wärme den Wohnungen entzogen und für die Warmwasseraufbereitung genutzt werden. Der Rest wird über die Erdsonden ins Erdreich eingelagert.

    Der Überschussstrom vom Sommer wird zur Produktion von Wasserstoff in einer Power-to-Gas Anlage verwendet. Der wird im bestehenden Gasnetz für den Winter zwischengelagert.

    Das Haus in Urdorf zeigt den Wohnenden ihren täglich aktuellen Verbrauchsstand, um das persönliche Energiebudget zu kontrollieren. Es gibt wetterbedingt steuerbare Sonnenstoren, energieeffiziente, vernetzte Haushaltsgeräte der höchsten Effizienzklasse und Dusche mit Wärmerückgewinnung sowie eine CO2-gesteuerte Komfortlüftung. Sogar beim Liftfahren wird durch die Bremsenergie Strom produziert.

  • Eberhard eröffnet interaktiven Parcours für die Kreislaufwirtschaft

    Eberhard eröffnet interaktiven Parcours für die Kreislaufwirtschaft

    Die Eberhard Bau AG hat gemäss einer Medienmitteilung im Park der Zirkularität in Oberglatt den ersten interaktiven Kreislauflehrpfad für die Kreislaufwirtschaft eröffnet. Der Park wurde in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt, die im Rahmen des Projekts zukunftsweisende Baumethoden erforscht. Der Recycling-Parcours soll einen verantwortungsvollen Umgang mit den begrenzten Ressourcen „physisch mit echten Materialien zum Anfassen“ vermitteln.

    Die unkompliziert mit dem Smartphone abrufbaren Informationen richten sich an die Bevölkerung, Schulen, Familien mit Kindern, Jugendliche sowie in vertiefter Fassung an das Fachpublikum. Als Sensation gilt ein Roboter, mit dem Parkgäste Bauabfälle sortieren können. Ein autonom arbeitender Roboter sei bereits für den Bau einer 65 Meter langen und 6 Meter hohen Trockenmauer sowie der Parkterrassen im Einsatz gewesen, heisst es.

    Ein Rundgang vor Ort ist barrierefrei an 365 Tagen im Jahr möglich und mache erlebbar, „was Kreislaufwirtschaft allgemein bedeutet, welche Herausforderungen und Lösungen existieren und dass die Bauwirtschaft einen zentrale Rolle hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft einnimmt“. Eberhard Bau setzt eigenen Angaben zufolge das Prinzip der Kreislaufwirtschaft seit mehr als 30 Jahren um. Eine zirkuläre Wirtschafts- und Bauweise helfe bei der Minimierung des ökologischen Fussabdrucks, die bei der Parkeröffnung von Fünftklässlern aus Oberglatt durch die Verewigung ihrer Fussabdrücke im Beton symbolisch thematisiert wurde.

    Zusammen mit dem Kreislauflehrpfad hatte der von der ETH Zürich entwickelte Park der Zirkularität Premiere, in dem sich neueste Forschungen zu zukunftsträchtigen Bauweisen, autonomem Bauen, Robotik und Architektur vereinen.

  • Dynamisches Wachstum ungebrochen

    Dynamisches Wachstum ungebrochen

    Ende 2021 zählten die 14 Städte und Gemeinden 189’000 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 8454 oder 4,7 Prozent mehr als Ende 2018. Dabei handelt es sich um das Kerngebiet der Flughafenregion. Die entsprechenden 14 Städte und Gemeinden sind Teil der FRZ Flughafenregion Zürich, Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung. Auch die Zahl der Beschäftigten hat sich erhöht: Sie wuchs seit 2018 um 5258 oder 3,6 Prozent, verglichen mit der letzten Erhebung Ende 2020. In der gleichen Zeitspanne stieg die Zahl der Wohneinheiten um 3,2 Prozent auf 88’541. Das bedeutet, dass die Flughafenregion auch als Wohnstandort attraktiv ist. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner stärker gestiegen als die Zahl der Arbeitsplätze.

    Derzeit werden in der näheren Flughafenregion Zürich viele Bauprojekte von überregionaler Bedeutung realisiert, andere sind in Planung. In Dübendorf wurde Mitte 2019 das höchste Hochhaus für Mietwohnungen in der Schweiz bezogen (JaBee Tower). In den Jahren 2020 und 2021 entstand beim Flughafen Zürich eine moderne Destination mit über 6000 Arbeitsplätzen (The Circle). Zu den Mietern gehören unter anderem: Abraxas, Dufry, Edelweiss, Flughafen Zürich, Horváth, Hyatt, Inventx, Isolutions, Jelmoli, Kieser Training, Microsoft, MSD, Neuroth, Novo Nordisk, NTT Data, Omega, Raiffeisen Schweiz, Oracle, Raiffeisen, Sablier, SAP, Singapore Airlines, Totemo, Universitätsspital Zürich und Vebego.

    Der Bau von Rechenzentren beschleunigt sich. Zwischen 2019 und 2022 werden in der Flughafenregion Zürich Rechenzentren im Wert von über einer Milliarde Franken gebaut. Zu den Investoren gehören Green Datacenter AG, Interxion, NTT Data und Equinix. Ihre grössten Kunden sind Google, Microsoft und Amazon Web Services. Der Grossraum Zürich gehört mittlerweile europaweit zu den wichtigsten Datacenter-Hubs nach London, Frankfurt, Paris, Amsterdam, Dublin und Berlin. Die Forschung und Entwicklung soll mit dem geplanten Innovationsparks Zürich am Standort Dübendorf – Teil des Schweizerischen Innovationspark – vorangetrieben werden. Die Themenschwerpunkte für den Innovationspark Zürich sind wie folgt definiert: Life Science und Lebensqualität, Engineering und Umwelt, Digitale Technologien und Kommunikation. Der Park soll die Zusammenführung des Wissens der Zürcher Hoch- und Fachhochschulen mit der Praxis- und Markterfahrung führender Unternehmen fördern.

    USP
    Die Flughafenregion Zürich gehört zu den schnellstwachsenden Regionen der Schweiz. Die hervorragende verkehrstechnische Lage ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Hier haben viele internationale Konzerne ihren Sitz. Die Hochschulen und ihre Forschungseinrichtungen sind in unmittelbarer Nähe. Das gilt ebenso für Naherholungsgebiete und Shopping Centers. Seit einigen Jahren entwickelt sich erfolgreich ein ICT-Cluster – von Datacenter-Anbietern bis Kreativwirtschaft.

    Testimonials

    Remo Weibel
    Global Sana

    Der Richtsatz für 10-jährige Festhypotheken ist seit Anfang Jahr stark gestiegen. Grund dafür ist die Zinserhöhung der US-Notenbank. Wir gehen davon aus, dass die SARON-Hypothek nach wie vor attraktiv bleibt, da noch einige Zinsschritte der SNB nötig sind, bis die Zinssätze für SARON-Hypotheken steigen.

    Gregor Meili
    Kenny’s Auto-Center AG

    Die Flughafenregion zeichnet sich durch eine hohe Dynamik aus. Das ist der Verkehrsknotenpunkt der Schweiz und in der Mobilität spielt Kenny’s Auto-Center eine wichtige Rolle. Deshalb investieren wir hier und an weiteren Standorten. Wir bauen aus, um für die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet zu sein.

    Patrick Angioy
    Seitzmeir Immobilien AG

    «Die Flughafenregion erweist sich als leistungsfähiger Wirtschaftsstandort mit maximaler Verkehrsinfrastruktur und bietet Unternehmen jeglicher Grösse hervorragende Voraussetzungen für ein erfolgreiches Business – regional, national wie auch international. Dank eines attraktiven Steuerfusses, einer unkomplizierten Ansiedlungspraxis und innovativen Neubauprojekten wie z. B. dem WestGate (www.westgate-zurich.ch), gehört Kloten meines Erachtens bei jedem erfolgsorientierten Unternehmen auf die Watchlist bei der Suche nach einem neuen Standort.»

  • Zürich testet farbige Strassenbeläge auf Kühlwirkung

    Zürich testet farbige Strassenbeläge auf Kühlwirkung

    Seit Sommer 2020 hat das Tiefbauamt in Zürich ein Pilotprojekt zur Hitzeminderung durchgeführt. Laut Medienmitteilung der Stadt Zürich sind dabei unterschiedlich gefärbte Strassenbeläge in der Roggenstrasse in Zürich-West aufgebracht worden, um die Auswirkung auf die Temperatur zu messen. Die Resultate zeigen, dass die hell gefärbten Beläge – im Gegensatz zu Beschattungen durch Bäume und Häuser – einen nur geringen Einfluss auf die Temperatur ausüben.

    Für diese Messungen wurden in der Roggenstrasse neue Beläge eingebaut und die Strasse in drei Flächen unterteilt: in eine Referenzfläche aus herkömmlichem, strassengrauem Asphalt und in zwei Flächen mit einem beigen und einem rötlichen Belag, heisst es in der Mitteilung der Stadt. Kameras und eingelassene Sonden zeichneten die Oberflächentemperatur und Wärmespeicherung der Beläge auf.

    Die jetzt vorliegenden Resultate zeigen eine geringe Wirkung der hellen Beläge auf die Oberflächentemperatur. Die Referenzfläche in herkömmlichem Grau war sogar durchschnittlich um etwa 2 Grad kühler als die beiden hellen Belagsflächen. Dieses Resultat lasse sich durch den Schatten erklären, den Bäume und ein hohes Gebäude zeitweise auf die Referenzfläche warfen, heisst es weiter. Diese erhitzte sich deshalb weniger stark.

    Zwischen den beiden hellen Belägen seien die Unterschiede gering gewesen. Der Belag in Beige blieb etwas kühler als der rötliche. Anhand von Berechnungen konnte aufgezeigt werden, dass bei gleich starker Besonnung aller Beläge die hellen Beläge um 2 Grad kühler gewesen wären als die Referenzfläche.

    Die Ergebnisse des Pilotprojekts zeigten deutlich, wie wichtig Schatten und Bäume für die Hitzeminderung in Städten sind, heisst es vom Tiefbauamt.

  • Katalog empfiehlt Materialien gegen urbane Wärmeinseln

    Katalog empfiehlt Materialien gegen urbane Wärmeinseln

    Der Bund hat für Neubauten und zu sanierende Gebäude ein Nachschlagewerk vorgelegt, das den Effekt von Baumaterialien auf die Hitze in städtischen und dicht besiedelten Gebieten aufzeigt. Es wurde im Auftrag des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) von der Fachhochschule Nordwestschweiz erstellt.

    Der Katalog vergleicht laut einer Medienmitteilung des BWO Materialien für den Aussenbereich wie Bodenbeläge und Fassaden und legt ihre Auswirkung auf die Aussentemperatur dar. Er berücksichtigt auch andere Eigenschaften der Materialien, etwa wie sie Sonnenlicht reflektieren oder wieviel Wasser Bodenbeläge versickern lassen.

    Das BWO ruft Planende, Bauträger und Hausbesitzende dazu auf, diesen Materialkatalog bei der Wahl geeigneter Materialien zu Rate zu ziehen. Ausserdem lädt das Amt die Wissenschaftsgemeinschaft ein, die Thematik weiterzuentwickeln und zu erforschen. Denn laut neuester Klimaszenarien werden die durchschnittlichen Temperaturen in der Schweiz bis 2060 um 2,5 bis 4,5 Grad höher liegen als im Zeitraum von 1981 bis 2010. Dies bedeute, dass die Gebäude, die heute gebaut oder saniert werden, das Mikroklima von morgen prägen.

  • FHNW stärkt Institut für Digitales Bauen

    FHNW stärkt Institut für Digitales Bauen

    Das Institut für Digitales Bauen der FHNW hat Eder Martinez als Professor gewonnen. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Lehre werden einer Mitteilung zufolge die Bereiche digitale Zwillinge und Information Lifecycle sein. „Wer künftig digital unterstützt und bedürfnisorientiert bauen will, muss Informationen zielgerichtet erheben, automatisieren, abbilden und verarbeiten können“, erklärt Manfred Huber, Leiter des Instituts, den Hintergrund des Schwerpunkts.

    Martinez hat seinen Master- und Doktortitel in Bau- und Umweltingenieurwesen an der University of California, Berkeley (UCB) erlangt. Er war unter anderem als Bauingenieur und Spezialist für Zusammenarbeitsprozesse an Baustellen in Chile und Ecuador tätig. Ausserdem hat er auch Firmen wie Hilti und Implenia bei digitalen Bauprojekten unterstützt.

    Die FHNW hat das Institut für Digitales Bauen erst 2018 gegründet. Seither ist es den Angaben der Hochschule zufolge stark gewachsen. Mit Martinez werde in diesem Jahr bereits die zweite Professorenstelle im Bereich Informationsmanagement besetzt.

  • Flughafenregion Zürich – Digitalisierung und Entwicklung

    Flughafenregion Zürich – Digitalisierung und Entwicklung

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    Das Event wurde von Monika Schärer moderiert, welche die Gäste souverän durch den Nachmittag führte. Nach einer kurzen Begrüssung wurden Arun Banovi, Inhaber immo!nvest/immoTable und Christoph Lang, Geschäftsführer der FRZ Flughafenregion Zürich kurz über die Wirstchaftsregion und den Zusammenhang mit dem immo!nvest ausgefragt.

    Ergänzend dazu hielt Fabian Streiff von der Standortförderung Zürich das erste Referat und stellte die Region genauer vor. Draus ging hervor, dass der Kanton Zürich ein global bedeutender Hub für künstliche Intelligenz (KI) ist. Er stellte uns auch die Innovationhubs der Flughafenregion Zürich vor, dazu gehören das Digital Health Center (Bülach), The Circle (Kloten) und der Innovationspark Zürich (Dübenorf).

    Als zweiter Referent brachte uns Hans Egloff, Präsident der HEV Schweiz das Thema Digitalisierung in der Immobilienbranche näher. Mit verschiedenen Beispielen erklärte er die Chancen und die Risiken der Digitalisierung. Wie zum Beispiel, dass im elektronischen Grundbuch die AHV-Nummer als Personenidentifikator dient und dies ein grosser Kreis der Zugriffsberechtigten und somit auch ein grosses Missbrauchpotential mit sich bringt.

    Vor der Pause stellte und Tindaro Milone, Leiter Grossanlagen die EKZ vor und erzählte was im Energiebereich aktuell ist. So zum Beispiel die Ressourcenknappheit, der Klimawandel, die Politik und Kundenbedürfnisse. Anschliessend stellte er die Zukunft der Energie vor, es geht hauptsächlich darum zu Dekarbonisierung, zu Digitalisierung und zu Dezentralisierung. Natürlich ist die Nachhaltigkeit auch ein Thema das sehr aktuell ist und sie in Zukunft auch noch stark beschäftigen wird. Abgeschlossen hat er sein Referat mit dem Thema Stromspeicherung.

    Nach dem ersten Programmteil gab es eine Pause die bereits für die ersten Gespräche genutzt wurde. Dazu gab es kühle Getränke, erfrischende Früchte und feine Kuchen.

    Es folgte Dadvan Yousuf der uns seine Plattform „Dohrnii“ vorstellte, wo sich jedes spielerisch leicht Wisse über Kryptowährungen aneignen kann. Teil des Referats waren such der Dohrnii Markplace, der DHN Token und die Dohrnii DAO. Zum Schluss stellte er noch die Verbindung und Möglichkeiten zwischen Kryptowährungen und der Immobilienbranche her.

    Anschliessend kam Christoph Axmann, Chartered Surveyor MRICS bei Wüest Partner auf die Bühne. Mit Übersichten der Bevölkerungs- und Beschäftigungsentwicklung zeigte er die Nachfrage in der Region Glattal-Furttal auf. Dann zeigte er mit welchem Angebot Nachfragen gedeckt werden können. Daruter fallen die Investitionen, Mengen, das Angebot im Verhältnis zum Bestand und die Preise. Zum Schluss zeigte er das Entwicklungspotezial in der Flughafenregion auf.

    Als letzter Referent trat René Götz aus der Wirtschaftsförderung der Stadt Bülach hervor. Er stellte den Wirtschaftsstandort Bülach vor, zeigte die Positionierung, sprach über die Ziele und verfügbaren Entwicklungsflächen. Auch die Schlüsselbranchen der Region, die Flächenbedürnisse der Unternehmen sowie das Digital Health Center Bülach durften in der Präsentation nicht fehlen.

    Als krönender Abschluss kam die spannende Podiumsdiskussion mit Doris Meier (Gemeindepräsidentin Bassersdorf), Christoph Lang (Geschäftsführer der FRZ Flughafenregion Zürich), Fabian Streiff (Standortförderung Kanton Zürich) und Heinz Eberhard (Eberhard Unternehmungen).

    Beim Apéro mit köstlichen Häppchen und Glacé wurde fleissig Networking betrieben. Die Atmosphäre war sehr gut und gelassen. Vorallem als die Auslosung des Wettbewerbs anstand. Zu gewinnen gab es eine Reise zum Top of Europe – Jungfrau Joch mit Übernachtung und Dinner für 2 Personen. Gesponsort wurde dieser tolle Preis von eSMart, welche letztes Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feierten. Monika Schärer machte es spannend und übergab den Preis dem erfreuten Gewinner Markus Nussbaum.

    Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen Gästen und Referenten für den spannenden Nachmittag bedanken. Ein grosses Dankschön geht auch an die Eventalm für die tolle und flexible Organisation, die freundliche Bedienung und die guten Leckereien. Unsere Partner wollen wir aber auch nicht vergessen, ohne euch wäre so ein Anlass nicht möglich gewesen! Danke an EKZ, eternit, eSMART, Seitzmeir, Sunrise, SVIT Zürich, Rigips, PropTechMarket, Woonig und FRZ.

    Wir hoffen einige von Ihnen am 6. Oktober in Lausanne und am 24. November in Basel begrüssen zu dürfen. Bis dahin wünschen wir Ihnen einen schönen Sommer!