Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Solarfassade verbindet Energiegewinnung mit Architektur

    Solarfassade verbindet Energiegewinnung mit Architektur

    Megasol Energie hat gemäss einer Mitteilung die Photovoltaiklösung für das Projekt Bern 131 entwickelt. Die 1605 massgeschneiderten Module schimmern blau dank des eingefärbten Rückglases, das auf die Sonne ausgerichtet ist. Das Frontglas ist transparent. Megasol hat die Module in Zusammenarbeit mit dem Berner Architekturbüro Atelier 5 entwickelt, das das Gebäude entworfen hat.

    Megasol hat ausserdem 468 standardisierte M450-Module für die Dachfläche geliefert. Die gesamte Anlage hat eine Leistung von 504 Kilowattpeak. Jährlich sollen damit rund 341‘238 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Das entspricht einer Eigenversorgung des Gebäudes von 88 Prozent.

    Bern 131 an der Stauffacherstrasse 131 wurde von Atelier 5 als ein Hybrid aus Stahl und Holz gebaut. Das Holz stammt zu 98 Prozent aus dem Kanton Bern. Das Gebäude ist SNBS Gold-zertifiziert.

    Florian Lünstedt, Architekt und Partner bei Atelier 5, lobt die Zusammenarbeit mit Megasol. «Die Fassade ist nicht nur ein wichtiges, das Gebäude prägendes architektonisches Element, sondern auch ein funktionaler Bestandteil für die Energiegewinnung», wird er in der Mitteilung zitiert. «Die gemeinsame Entwicklung der PV-Module mit Megasol hat es ermöglicht, beide Aspekte auf hohem Niveau zu vereinen.»

  • Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Bahnhof Schlieren erstrahlt in neuem Glanz

    Der Bahnhofsplatz in Schlieren wurde in eine moderne Begegnungszone umgewandelt, die Raum für Erholung, Begegnung und sichtbare Mobilität schafft. Im Zentrum steht ein grosszügiger Platz mit einem markanten Baum als grünes Wahrzeichen. Vor der Stadtbibliothek lädt ein Brunnen mit Sitzbänken zum Verweilen ein und auch bei der SBB-Unterführung West sowie vor den Restaurants sind neue Aufenthaltsflächen entstanden.

    Ein zentrales Element ist der klare Vortritt für Fussgänger, durch die Begegnungszone. Trottoirs wurden überflüssig, der gesamte Raum gehört dem öffentlichen Leben. Fast 70 neue Veloabstellplätze fördern zudem den Umstieg vom Fahrrad auf den öffentlichen Verkehr.

    Grünflächen für das Stadtklima
    Mit der Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips wurde ein innovativer Ansatz zur Klimaanpassung gewählt. 1’200 m² wurden entsiegelt, um Regenwasser besser versickern zu lassen. Neu gepflanzte Bäume und rund 500 m² zusätzliche Grünflächen sorgen durch Schatten und Verdunstung für Abkühlung, besonders an heissen Sommertagen.

    Die Bepflanzung ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ästhetisch. Das Stadtbild wirkt lebendiger und einladender.

    Feierliche Eröffnung für die Bevölkerung
    Am Freitag und Samstag, 20. und 21. Juni 2025, wird die neue Begegnungszone mit einem zweitägigen Fest eingeweiht. Den Auftakt bildet eine offizielle Rede von Stadtrat Stefano Kunz am Freitag um 17.00 Uhr, begleitet von der Harmonie Schlieren. Anschliessend startet das Strassenfest mit kulinarischen Angeboten und Live-Musik, unter anderem vom Country-Künstler Tobey Lucas.

    Am Samstag geht es ab 11.00 Uhr weiter. Auf der Bühne beim Bahnhofsplatz treten lokale Musikerinnen und Musiker auf, darunter die Lehrerband der Musikschule Schlieren, Patrick Harbor, der Chor der Musikschule und Valerù mit ihrer Band.

    Während der Feierlichkeiten bleibt die Bahnhofstrasse für den Verkehr gesperrt. Die Stadt gehört an diesem Wochenende den Menschen.

    Ein Projekt mit Signalwirkung
    Die Begegnungszone ist ein Beispiel für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die Aufenthaltsqualität, Klimaresilienz und Mobilität vereint. Was 2021 durch eine Volksabstimmung auf den Weg gebracht wurde, steht nun für ein neues Kapitel der Stadtgestaltung in Schlieren.

  • Digitales Werkzeug für die Arealentwicklung

    Digitales Werkzeug für die Arealentwicklung

    Arealentwicklungen gehören zu den anspruchsvollsten Aufgaben kommunaler Planung. Gerade kleinere Gemeinden stehen vor strukturellen Hürden. Es fehlen Ressourcen, der Zugang zu IT-Werkzeugen ist begrenzter und mangelnde Standards erschweren fundierte Entscheidungen. Mit dem digitalen Leitfaden entsteht nun ein Werkzeug das modular aufgebaut, anwenderfreundlich und technisch präzise, diese Lücke schliesst. 

    Zusammenspiel von Wissen und Technik 
    Das Projekt vereint interdisziplinäres Know-how der Institute für Raumentwicklung (IRAP) und Institut für Informations- und Prozessmanagement (IPM). Herzstück ist ein digital unterstützter Leitfaden, der Planungsprozesse systematisch strukturiert und automatisierte Analysen ermöglicht. Recherche, Bewertung und Variantenentwicklung lassen sich damit effizienter gestalten. Gemeinden erhalten ein Instrument, das Planungsqualität verbessert, unabhängig von ihrer Grösse. 

    Arbeitsplatzgebiete im Fokus 
    Während sich die Innenentwicklung bisher vor allem auf Wohn- und Mischzonen konzentrierte, rückt dieses Projekt gezielt Arbeitsplatzgebiete ins Zentrum. Gerade in Zeiten knapper Flächen entscheidet die strategische Entwicklung solcher Gebiete über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Standorten. Der digitale Leitfaden liefert hierfür eine bislang einzigartige Lösung in der Schweiz. 

    Partizipation durch Echoraum sichert Qualität 
    Um eine praxisgerechte Anwendung zu garantieren, wurde ein Echoraum eingerichtet. Dieses Gremium aus Fachleuten kommunaler Verwaltungen und Planungsbüros bringt wertvolle Expertise ein. Beim ersten Treffen am 24. Januar 2025 in St. Gallen diskutierten die Beteiligten grundlegende Anforderungen und legten das weitere Vorgehen fest. Der Dialog zwischen Forschung und Praxis ist damit früh verankert. 

    Effizient und nachhaltig in die Zukunft planen und entscheiden 
    Die finale Softwarelösung soll einfach zu bedienen sein. Sie ermöglicht eine objektive und systematische Bewertung nach relevanten Nachhaltigkeitskriterien von Entwicklungsszenarien und fördert dadurch fundierte Entscheidungen in Politik und Verwaltung. Der kreative Entwurfsprozess bleibt dabei erhalten, ergänzt durch digitale Effizienz und belastbare Vergleichswerte. 

    Zeithorizont und Perspektive 
    Das Projekt startete im Juni 2024 und läuft bis Mai 2026. Es versteht sich als Beitrag zu einer zeitgemässen, digital gestützten Raumplanung. Die Vision ist eine nationale Kompetenzplattform, die Arealentwicklung greifbar, skalierbar und qualitativ hochwertig macht.   

  • Eigentümerpartizipation «Ziegelbrückstrasse» in Glarus Nord 

    Eigentümerpartizipation «Ziegelbrückstrasse» in Glarus Nord 

    Die Gemeinde Glarus Nord möchte Bauherren dazu motivieren, bei komplexeren Bauprojekten partizipative Verfahren durchzuführen. Ihr «Leitfaden Mitwirkung und Kommunikation für Planungsprozesse» skizziert für unterschiedliche Planungssituationen, wie Bedürfnisse der Bevölkerung und künftiger Nutzer frühzeitig antizipiert werden können. Um als gutes Beispiel voranzugehen, initiierte die Gemeinde für das bauliche Verdichtungsgebiet «Ziegelbrückstrasse» zwischen dem Bahnhof Ziegelbrücke, dem Jennyareal und dem Dorfkern Niederurnen einen partizipativen Prozess: Sie involvierte die betroffenen Eigentümer zwischen Oktober 2024 und Februar 2025 in die Erarbeitung eines Leitbildes, das als Grundlage für die Ausarbeitung eines Rahmenplans für das Gebiet diente.  

    Rahmenbedingungen für die Entwicklung gestalten 
    Mit dem Leitbild sollte das bauliche Mass und die Nutzungsmischung definiert werden. Weil das Gebiet zu den dorftbildprägenden Verdichtungs- und Aufwertungsgebieten gehört, standen auch qualitative Eckpunkte einer Entwicklung, die dem Charakter und der Geschichte des Gebiets gerecht werden, zur Diskussion. Die Gemeinde sah auch die öffentliche Hand in der Pflicht, und hielt deshalb die Erwartungen an die Gestaltung und Aufwertung der Kantonsstrasse fest, die durch das Gebiet führt. Damit stellt sie sich mit einer breit abgestützten Grundlage für den Austausch mit dem Kanton auf, der für die Sanierung der Strasse verantwortlich ist. 

    Das gemeinsam erarbeitete Leitbild diente der Gemeinde als Grundlage für einen behördenverbindlichen Rahmenplan. Der Rahmenplan wiederum definiert die Leitlinien, wie in Zukunft mit der neuen eigentümerverbindlichen Nutzungsplanung entlang der Ziegelbrückstrasse gebaut werden darf. Die involvierten Eigentümer gestalteten mit ihrer Mitwirkung beim Leitbild mit, wie und was sie künftig auf ihren Grundstücken bauen können. 

    Ein schlanker Mitwirkungsprozess 
    Die Eigentümer im Gebiet wurden eingeladen, an zwei Abendveranstaltungen mit der Gemeinde teilzunehmen. Der erste Abend diente der Information und Mitwirkung, der zweite der Präsentation der Ergebnisse. Über 56 Eigentümer von 127 Parzellen nahmen die Gelegenheit wahr und beteiligten sich selbst oder mit einer Stellvertretung an den Veranstaltungen. 

    Im ersten Workshop erhielten sie Einblick in das vorgesehene Planungsinstrument und wurden zu verschiedenen Varianten zu den künftigen Entwicklungsmöglichkeiten konsultiert. Mit der Priorisierung der Varianten konnten sie die Entscheidung zum erwünschten Leitbild beeinflussen. Im zweiten Workshop präsentierte die Gemeinde den auf Basis der erwünschten Variante erarbeiteten Rahmenplan.  

    Ein lohnender Aufwand für die Gemeinde 
    Partizipative Prozesse sind aufwändig, sie kosten Zeit, Geld und politisches Kapital. Für die Gemeinde lohnte sich der aufwändige Weg, weil sich damit die Chancen erhöhen, dass Eigentümer aktiv werden: Mit der frühzeitigen Information über mehr bauliche Möglichkeiten können sie ihre Investitionsplanung anpassen und allfällige bereits vorhandene Absichten auf die Entwicklungsabsichten der Gemeinde abstimmen.  

    Die Diskussion um das Leitbild trägt dazu bei, Eigentümer auf ein gemeinsames Zukunftsbild des Verdichtungs- und Entwicklungsgebiets auszurichten und ihnen zu vermitteln, dass Themen wie die Adressierung von Gebäuden auf die Strasse, die Körnigkeit der Bebauung, die Ausbildung des Sockelgeschosses oder die Materialisierung nicht nur Privatsache sind, sondern auch eine Wirkung auf das Quartierbild haben, und damit die Attraktivität und den Wert des Standorts für alle beeinflussen.  

    Der partizipative Prozess bot der Gemeinde die Gelegenheit, auf ihre Bauberatung aufmerksam zu machen und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Grundeigentümer mit Investitionsabsichten ihre Planungen zu einem frühen Zeitpunkt mit der Gemeinde besprechen und abstimmen, bevor sie ein kaum mehr anpassbares Vor- oder Bauprojekt ausgearbeitet haben. Im besten Fall regt der Prozess einige Eigentümer an, grösser zu denken und Kooperationen mit anderen Grundeigentümern einzugehen oder Themen wie die Bereitstellung von Parkplätzen bei Bauprojekten gemeinsam anzugehen. 

    Die Gemeinde konnte die Veranstaltungen auch dazu nutzen, Aufwertungen auf öffentlichem Grund mit den Bedürfnissen und Vorstellungen der Eigentümer abzustimmen und zu testen, welche Akzeptanz Massnahmen wie begrünte Mittelstücke auf der Strasse oder eine Temporeduktion auf gewissen Strassenabschnitten haben. 

    Mehr Planungssicherheit für Grundeigentümer 
    Partizipative Prozesse kosten auch die Teilnehmenden Zeit. Im Fall Ziegelbrückstrasse lohnte sich der Aufwand für die Eigentümer allein deshalb, weil sie über die Mitwirkung am behördenverbindlichen Rahmenplan Entscheidungen zu grundeigentümerverbindlichen Themen beeinflussen konnten: die Grundsatzfrage zur Ausgestaltung der mit der neuen Nutzungsplanung möglichen Dichte und Nutzungsmischung. Der Rahmenplan bietet den Eigentümern zudem mehr Planungssicherheit, da er die Gleichbehandlung im Bewilligungsprozess stärkt.  

    Im Rahmen des Prozesses erhielten die Eigentümer ein besseres Verständnis davon, was die Erwartungen der Gemeinde an bauliche Entwicklungen sind, und konnten sich inspirieren, welche Beiträge sie neben baulichen Entwicklungen an die Quartiersaufwertung leisten können – beispielsweise mit der Gestaltung der Gärten und Strassenvorzonen oder kleineren Erneuerungsprojekten. Mit der Gelegenheit, sich an der Veranstaltung über die Pläne der Nachbarinnen und Nachbarn zu informieren, erhalten Eigentümer schliesslich mehr Sicherheit darüber, dass sie mit ihren Investitionen nicht allein handeln.

  • Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Smart City Aarau vernetzt, nutzerzentriert und umweltschonend

    Aarau steht vor komplexen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen. Um darauf zukunftsgerichtet zu reagieren, verfolgt die Stadt mit ihrer Smart City Strategie einen vernetzten, kreativen und effizienten Ansatz. Der Fokus liegt auf konkretem Nutzen für die Zielgruppen und umweltschonenden Verfahren. Digitale Technologien kommen nur dort zum Einsatz, wo sie echten Mehrwert schaffen.

    Fünf Grundprinzipien für smarte Wirkung
    Basierend auf Erfahrungswerten aus der ersten Strategieperiode von 2021 bis 2025 und bewährten Modellen anderer Städte, hat Aarau fünf wirkungsstarke Ansätze definiert.

    Vernetzen: Projekte greifen bereichsübergreifend ineinander und werden kollaborativ umgesetzt.

    Bedürfnisse abholen: Im Dialog mit der Bevölkerung entstehen Lösungen, die tatsächlich gebraucht werden.

    Testen: Innovation heißt auch ausprobieren. Pilotversuche helfen, Risiken zu minimieren und Ideen praxistauglich zu machen.

    Umweltschutz: Nachhaltigkeit ist Pflicht. Alle Projekte berücksichtigen Umweltaspekte und setzen auf erneuerbare Ressourcen.

    Technologie als Mittel zum Zweck: Der Einsatz von Technik erfolgt gezielt und nur, wenn sie zur Lösung beiträgt.

    Smart City Team als Ermöglicherin
    Das städtische Smart City Team unterstützt Mitarbeitende in der Ideen- und Projektphase. Es hilft, Zielgruppen zu identifizieren, Projektideen zu schärfen und testbare Lösungsansätze zu entwickeln. Formate wie Start-Gespräche, Workshops oder Begleitung komplexer Projekte bis zur Umsetzung stehen bereit. Die Devise, Projekte mit echtem Nutzen für Aarau umsetzen oder bewusst verwerfen.

    Zielgerichtete Unterstützung und smarte Gefässe
    Das Smart City Team wirkt auch im Hintergrund. Es beobachtet Trends, vernetzt Akteure und fördert Wissenstransfer über Formate wie den „Smart City Newsroom“. Zudem unterstützt es Projekte finanziell über den Smart City Investitionskredit und hilft, Mitwirkungsgefässe zu schaffen.

    Wirkung messen und lernen
    Die Strategie orientiert sich am IOOI-Wirkungsmodell und misst neben Outputs auch Outcomes und langfristige Impacts. Ziel ist es, dass alle städtischen Fachpersonen bis 2034 nutzerzentrierte Methoden anwenden, ihre Projekte vernetzt planen, ressourcenschonend umsetzen und digitale Technologien sinnvoll integrieren.

    Smart City Aarau denkt weiter
    Die Stadt Aarau interpretiert Smart City neu als Methode zur Entwicklung nachhaltiger, lebenswerter Urbanität. Der Mensch steht im Zentrum, nicht die Technik. So wird aus Komplexität Innovation und aus Ideen konkrete Zukunftslösungen für Aarau.

  • Weltrekord-Solarzaun in Basel realisiert

    Weltrekord-Solarzaun in Basel realisiert

    Im Zuge der Trassenerneuerung der BLT-Tramlinie wurde ein neuer Sicherheitszaun notwendig. Statt einer konventionellen Lösung setzt das Projekt auf einen funktionalen Mehrwert. Einen vertikal installierten Solarzaun. Die Kombination von Sicherheitsinfrastruktur mit bifazialen Photovoltaikmodulen nutzt vorhandene Flächen doppelt und ohne zusätzlichen Landverbrauch, ein entscheidender Vorteil im urbanen Raum.

    Hochleistung entlang der Schiene
    Insgesamt werden über 400 bifaziale Hochleistungs-Module installiert, die auf beiden Seiten Sonnenstrahlung aufnehmen und in Strom umwandeln können. Die prognostizierte Maximalleistung beträgt 194 kWp. Die Integration erfolgt auf einem speziell entwickelten Gestellsystem in Basaltgrau, das sich optisch harmonisch in das Stadtbild einfügt. Entwickelt wurde dieses System in Kooperation mit dem Unternehmen Next2Sun, das auf vertikale Photovoltaiklösungen spezialisiert ist.

    Nachhaltige Energie aus dem Zaun
    Die Umsetzung erfolgt etappenweise. Während die erste Bauphase des Zauns bereits abgeschlossen ist, beginnt nun die Montage der Photovoltaikmodule. Das Projekt wird im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der Solarzaun GmbH, der BLT sowie Alpsteinzaun + Tor AG realisiert. Die Integration in die bestehende Baustelle der Tram-Sanierung ermöglichte eine reibungslose Umsetzung.

    Forschung und Perspektive
    Auch die Wissenschaft begleitet das Projekt. Professor Hartmut Nussbaumer von der ZHAW sieht im Solarzaun ein zukunftsweisendes Modell für urbane Energielösungen. Besonders hervorzuheben sei die Energieproduktion zu Tageszeiten, in denen klassische PV-Anlagen, etwa auf Dächern, weniger effizient arbeiten. Damit ergänzt das System konventionelle Photovoltaikstrategien und verbessert die saisonale Versorgungssicherheit.

    Modell mit Signalwirkung für Städte weltweit
    Mit dem weltweit längsten Solarzaun setzt Basel ein starkes Zeichen für die intelligente Kombination von Mobilitäts- und Energieinfrastruktur. Das Projekt verbindet technische Innovation mit städtebaulicher Integration und wird voraussichtlich als Vorbild für ähnliche Ansätze in anderen Regionen dienen. Für Fach- und Führungskräfte in Stadtentwicklung, Energieplanung und Infrastrukturmanagement bietet dieses Modell konkrete Anregungen für eine nachhaltige Zukunft im urbanen Raum.

  • Bund verzichtet auf neue finanzielle Anreize für Gebäudesanierung

    Bund verzichtet auf neue finanzielle Anreize für Gebäudesanierung

    Energetische Gebäudesanierungen müssen nicht durch weitere finanzielle Anreize zusätzlich zu den bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten und Förderprogrammen gefördert werden. Zu diesem Schluss kommt der vom Bundesrat am 6. Juni verabschiedete Bericht zum Postulat «Finanzierungsmöglichkeiten für energetische Gebäudesanierungen». Er zeige auf, dass energetische Gebäudesanierungen nicht vorrangig an fehlenden finanziellen Möglichkeiten scheiterten, erläutert der Bundesrat in einer Mitteilung.

    Zur Förderung von Gebäudesanierungen empfiehlt der Bericht stattdessen grösseren Wert auf Information und Beratung, die Datenqualität zum Zustand der Gebäude, eine nachhaltige Ausgestaltung der Hypotheken und Massnahmen gegen den Fachkräftemangel zu legen. Hinsichtlich Information und Beratung werden Bund und Kantonen ein gutes Angebot attestiert. Die Transparenz zum energetischen Zustand der Gebäude sollte durch das seit 2025 geltende CO2-Gesetz verbessert werden. Darüber hinaus könnte das Sanierungsverhalten zukünftig durch das Klima- und Innovationsgesetz, das revidierte CO2-Gesetz, Weiterentwicklungen der kantonalen Gesetzgebungen und mehr Transparenz bei der Hypothekarvergabe beeinflusst werden.

  • Pionierprojekt: Gewächshaus-Solaranlage nutzt Licht doppelt

    Pionierprojekt: Gewächshaus-Solaranlage nutzt Licht doppelt

    Das Start-up Voltiris aus Epalinges hat laut einer Mitteilung des Kanton Aargau seine bisher grösste Solaranlage auf einem Gewächshaus der Meier Gemüse AG in Rütihof installiert. Die Solaranlage basiert auf einer Filtertechnologie, bei der für die Stromerzeugung genutzte Lichtwellen herausgefiltert und auf ein Solarpanel umgeleitet werden, während das für die Photosynthese benötigte Licht ungehindert ins Gewächshaus gelangen kann. Auf diese Weise können Pflanzen ohne Ertragseinbussen angebaut und gleichzeitig erneuerbare Energie erzeugt werden. Der Kanton Aargau unterstützte die Solaranlage mit 50’000 Franken.

    Die Solaranlage in Rütihof erstreckt sich über eine Fläche von rund einem Hektar und liefert mit etwa 1730 Solarpaneele rund 234 Kilowatt Strom. «Als Schweizer Startup sind wir stolz, dass die erste und weltweit grösste Anlage mit unserer Spektral-AGRI-PV Anlage hier im Kanton Aargau ihren Betrieb aufgenommen hat», wird Dominik Blaser, Chefproduktingenieur und Mitgründer von Voltiris, in der Mitteilung zitiert.

    Durch die Filtertechnologie können die Photovoltaik-Module von Voltiris, anders als herkömmliche Solaranlagen, innerhalb von Gewächshäusern eingesetzt werden, ohne Schatten zu werfen. Durch eine konkave Anordnung des Filters wird das Licht ausserdem gebündelt und kann so mit einer vierfachen Intensität auf das Photovoltaik-Modul treffen. Auf diese Weise kann ein höherer Energieertrag erzielt werden als bei herkömmlicher Sonneneinstrahlung.

    Die Solaranlage steht zudem vor dem Hintergrund der kantonalen Energiestrategie, welche vorsieht das Netto-Null-Ziel 2050 zu erreichen und die Versorgungssicherheit zu stärken.

    «Die vorliegende Anlage zeigt beispielhaft, wie Landwirtschaft und Energieproduktion sinnvoll kombiniert werden können», wird Markus Dieth, Regierungsrat und Landwirtschaftsdirektor, in der Mitteilung zitiert.

  • Bau einer Solaranlage auf 2000 Metern

    Bau einer Solaranlage auf 2000 Metern

    Der Bau des Projekts Madrisa Solar von Repower, den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) und der Gemeinde Klosters hat entsprechend einer gleichlautenden Mitteilung der Partner begonnen. Auf rund 2000 Meter Höhe entsteht oberhalb von Klosters eine Solaranlage mit 12 Megawatt Produktionsleistung. Sie soll pro Jahr rund 17 Gigawattstunden Strom liefern. Über 40 Prozent davon sollen im Winter anfallen. Der produzierte Strom wird von EKZ für die Kundschaft im eigenen Versorgungsgebiet und die Klosters-Madrisa Bergbahnen abgenommen.

    Nachdem sich die Bevölkerung der RGemeinde Klosters im Oktober 2023 für Madrisa Solar ausgesprochen hatte, starteten im Herbst 2024 die ersten Vorarbeiten. Mit der Planung und Umsetzung von Madrisa Solar konnten vorwiegend regional ansässige Unternehmen beauftragt werden. Bis Ende 2025 sollen rund 15 Prozent der Anlage in Betrieb genommen werden. Die vollständige Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant.

    «Nach einer intensiven Planungsphase und nach einem anspruchsvollen Genehmigungsverfahren mit vielen involvierten Parteien erfüllt uns der Start mit grosser Befriedigung», wird Michael Roth, Leiter Produktion & Netz bei Repower und Mitglied der Geschäftsleitung, zitiert. Paul Sidler, der Leiter Erneuerbare Energien bei EKZ, bezeichnet Madrisa Solar als «ein weiteres Engagement für eine sichere und nachhaltige Stromversorgung in der Schweiz. Zudem leistet dieses komplexe Pionierprojekt einen wichtigen Beitrag für den dringend benötigten Winterstrom.»

  • Baukultur im Fokus, NFP 81 beginnt

    Baukultur im Fokus, NFP 81 beginnt

    Am 13. und 14. Mai 2025 traf sich die NFP-81-Community erstmals persönlich in Thun. Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus 13 Forschungsteams präsentierten ihre Projekte in kurzen Vorträgen und gewährten dabei Einblick in die beeindruckende thematische Breite des Programms. Ergänzt wird diese akademische Vielfalt durch die 45 Praxispartnerinnen und -partner, die mit ihrem Praxiswissen die Forschungsarbeiten bereichern. Insgesamt sind über 130 Personen direkt am Programm beteiligt. Ein klares Zeichen für die starke Verankerung des NFP 81 in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

    Impulse aus der Praxis: Stadt Thun als Gastgeberin
    Der erste Veranstaltungstag endete mit zwei aufschlussreichen Vorträgen von Dr. Raphael Lanz, Stadtpräsident von Thun und Florian Kühne, Stadtarchitekt von Thun. Beide betonten die entscheidende Rolle eines offenen Dialogs in der Baukultur und die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit. Diese Perspektiven lieferten wichtige Impulse für die Arbeit in den Forschungsprojekten, die das Ziel haben, ökologische und soziale Fragen in der Baukultur stärker zu verknüpfen.

    Austausch über gemeinsame Herausforderungen
    Der zweite Veranstaltungstag diente dazu, die gemeinsamen Herausforderungen und Schnittmengen der vielfältigen Forschungsvorhaben zu identifizieren. Dr. Oliver Martin vom Bundesamt für Kultur und Prof. Ivana Katurić, Co-Autorin eines Handbuchs für das New European Bauhaus, gaben den Auftakt für einen intensiven Austausch. In gemischten Breakout-Sessions diskutierten die Teilnehmenden engagiert darüber, wie sich unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen bündeln lassen, um innovative und nachhaltige Lösungen für den gebauten Raum zu entwickeln.

    Gemeinsame Vision und positives Fazit
    Zum Abschluss des Treffens zeigte sich Prof. Dr. Paola Viganò, Präsidentin der Leitungsgruppe, erfreut über den intensiven Austausch und die Aufbruchstimmung: «Ich freue mich zu sehen, dass hier eine Gruppe entsteht, die ein gemeinsames Ziel teilt. Wir alle möchten mit diesem Programm den Diskurs über den ökologischen und sozialen Wandel des gebauten Raums voranbringen.» Dieser Satz bringt das gemeinsame Selbstverständnis der Teilnehmenden auf den Punkt: Das NFP 81 ist keine Aneinanderreihung isolierter Projekte, sondern eine Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Mission.

    Transparenz und Partizipation
    In den kommenden Tagen werden auf der Webseite des NFP 81 die Porträts der einzelnen Projekte aufgeschaltet. Neben prägnanten Beschreibungen der Forschungsvorhaben werden dort auch die Praxispartner vorgestellt, die im Programm eine tragende Rolle einnehmen. Dieser transparente Einblick soll nicht nur den Austausch innerhalb der Community fördern, sondern auch eine breitere Öffentlichkeit ansprechen und zum Mitdenken und Mitwirken einladen.

  • Neue Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen

    Neue Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen

    Das Whitepaper «Retrofitting the Future, The Costs, Timelines, and Strategies Shaping Swiss Real Estate», das in Zusammenarbeit mit E4S entstanden ist, verbindet umfassende Datenanalysen mit praxisnahen Handlungsempfehlungen. Ziel ist es, ein realistisches Bild des Renovationsgeschehens in der Schweiz zu zeichnen. Die Forschenden haben systematisch die Dynamik von Sanierungen untersucht, sowohl in Bezug auf Geschwindigkeit und Kosten als auch auf die Art der Projekte.

    Erkenntnisse aus 45’000 Baubewilligungen
    Mit der Analyse von mehr als 45’000 erteilten Baubewilligungen liefert der Bericht erstmals eine detaillierte Übersicht über das tatsächliche Sanierungstempo in der Schweiz. Die Ergebnisse zeigen, dass sich durchaus positive Trends abzeichnen. Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass nur ein kleiner Teil der Renovationen direkt auf eine Verbesserung der Energieeffizienz abzielt. Damit bleibt der Wandel hin zu klimafreundlicheren Gebäuden bislang unvollständig.

    Strategische Bedeutung von Immobilienfonds
    Ein zentraler Aspekt des Berichts ist die Rolle von Immobilien-Investmentvehikeln (REIVs) bei der Erreichung der Klimaziele bis 2050. Um diese Ziele zu realisieren, müssen REIVs im Durchschnitt 13 Prozent ihres Nettovermögens, das entspricht 28,3 Milliarden Franken, für energetische Verbesserungen mobilisieren. Die Studie weist jedoch auf grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Marktakteuren hin, was die Umsetzung dieser Investitionen angeht. Einige werden weit über dem Durchschnittsbedarf liegen müssen.

    Neue Instrumente für fundierte Entscheidungen
    Das Whitepaper ist Teil einer Reihe von Initiativen des CRML, die Entscheidungsträgern eine solide Datengrundlage bieten sollen.

    PRESS Scores: Ein umfassendes ESG-Bewertungssystem für über 126 Schweizer Immobilienfonds, das ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt.

    PRESS Index: Der erste nachhaltige Börsenindex, der auf ESG-Leistungskennzahlen basiert und Transparenz im Immobiliensektor schafft.

    ES-Score-Whitepaper: Eine eingehende Analyse von 20’000 Gebäuden, die von REIVs verwaltet werden, um regionale Unterschiede zu identifizieren und Prioritäten für Investitionen zu setzen.

    Diese Instrumente haben ein gemeinsames Ziel, sie machen den Wandel im Immobiliensektor messbar und zeigen Handlungsfelder auf, die bislang oft verborgen bleiben. So wird eine Grundlage geschaffen, auf der Entscheidungsträger nicht nur reagieren, sondern proaktiv steuern können.

    Fokus auf zukunftsorientierte Strategien
    «Durch die Kombination von aktuellen Daten und Projekttypologien können wir von einer theoretischen und retrospektiven Sicht zu einer konkreten und prospektiven Lesart der laufenden Veränderungen übergehen», erklärt Dr. Nathan Delacrétaz, einer der Autoren des Berichts. Gemeinsam mit seinen Kollegen, den Professoren Eric Jondeau und Fabio Alessandrini, macht er deutlich, dass es nicht ausreicht, bei Bestandsgebäuden nur den Status quo zu verwalten.

    Die Forscher betonen, dass REIVs in Zukunft verstärkt auf drei strategische Ansätze setzen müssen, die Anpassung ihrer Portfolios durch gezielte Zu- und Verkäufe, die Renovation bestehender Gebäude sowie die Entwicklung neuer, energieeffizienter Immobilien. Auch die gezielte Aufwertung leistungsschwacher Liegenschaften wird eine Schlüsselrolle spielen, um die Energiebilanz des Sektors langfristig zu verbessern.

    Quantitative Grundlage für die Immobilienwende
    Das Whitepaper liefert einen seltenen Einblick in die tatsächliche Dynamik der Sanierungs- und Bauaktivitäten in der Schweiz. Es macht deutlich, dass die Baubewilligungen ein zentraler Indikator für Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität sind, gleichzeitig aber auch eine Mahnung. Denn nur wenn diese Renovationen gezielt auf Energieeffizienz und Klimaneutralität ausgerichtet werden, können die gesteckten Ziele erreicht werden.

  • Denkmal wird Wohnhaus mit Geschichte

    Denkmal wird Wohnhaus mit Geschichte

    Neun Monate hat es nur gedauert, bis aus dem denkmalgeschützten Bauernhaus Gütsch in Lauerz SZ ein modernes Einfamilienhaus geworden ist. Darüber informiert nun Strüby in einer Medienmitteilung. Das Unternehmen hatte die Bauherrschaft zur Umsetzung der umfangreichen Umbau- und Sanierungsmassnahmen. Strüby habe seine Stärke und Erfahrung im Umgang mit denkmalgeschützten Bauten bei Projektentwicklung, Architektur, Engineering und Umsetzung einbringen können, heisst es.

    Dabei habe sich die frühe und enge sowie konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege und deren Vorsteherin Monika Twerenbold bewährt, „sodass das Resultat für alle Beteiligten äusserst zufriedenstellend herausgekommen ist“, wird Kilian Boog, Geschäftsfeldleiter Umbau bei den Strüby Unternehmungen, zitiert.

    Aussen und innen hat sich viel getan, wobei der spätmittelalterliche Blockbau aus dem Jahr 1492/93 den ursprünglichen Charakter „weitgehend zurück erhalten“ habe. In Kombination mit modernen Elementen sei ein architektonisches „Bijou“ entstanden, das „voller Geschichte und Geschichten steckt und durch seine Symbiose aus Alt und Neu fasziniert“. 

    Holzverschalung, Dach und Fenster wurden erneuert. Die Aussenhülle erhielt eine energetische Sanierung, innen wurde die Heiztechnik auf energetische Wärmepumpe und Photovoltaik umgestellt. Bei der Raumplanung wurde Wert darauf gelegt, vorhandene „kunsthandwerkliche Details, interessante Gebrauchsspuren, religiöse Symbole zum Schutz vor bösen Geistern und Dekorelemente“ hervorzuheben. Unverändert geblieben seien Grundriss und die Raumhöhen.

  • Druckleitungen schützen Polizeizentrum vor Grundwasser

    Druckleitungen schützen Polizeizentrum vor Grundwasser

    Das neue Polizeizentrum in Niederwangen ist im Bau und soll die gesamte kantonale Führungsinfrastruktur der Polizei beherbergen. Im Boden unter dem Neubau wurden laut Medienmitteilung vier wasserführende Druckleitungen verlegt. Für diese sogenannten Düker hat die Debrunner Acifer AG aus St.Gallen hochdruckfähige PE-Rohre geliefert.

    Düker dienen als Umleitungen und dienen üblicherweise dazu, Strassen, Kanäle oder Flüsse zu unterqueren, heisst es in der Medienmitteilung. Beim neuen Polizeizentrum seien sie wegen des hohen Grundwasserspiegels nötig. Sie halten das Gewässer in Schach, sodass es nicht von unten an das Gebäude drückt. Auch wird das Regenwasser, welches das Grundstück quert, mithilfe der Düker um- und zusammen mit dem Grundwasser abgeleitet.

    Im Gegensatz zu konventionellen Leitungen sind Düker stets mit Wasser gefüllt, womit sie zu Druckleitungen werden. Debrunner Acifer hat für diese Leitungen hochdruckfähige PE-Rohre geliefert. «Für normale Abwasserleitungen sind keine hochdruckfähigen PE-Rohre notwendig. Das Wasser fliesst dank des Gefälles stets ab und bleibt nicht dauerhaft in der Leitung. Düker sind jedoch immer mit Wasser gefüllt – und das müssen die Rohre aushalten können», wird Gerhard Peter zitiert, bauleitender Monteur Sanitär bei der Ramseyer und Dilger AG in Bern, die die Rohre von Debrunner Acifer verlegt hat.

    Seit Dezember 2024 sind alle vier Düker fertiggestellt. Bis die Kantonspolizei ihr neues Polizeizentrum in Empfang nehmen kann, dauert es allerdings noch. 2028 ist das Projekt voraussichtlich abgeschlossen und das Gebäude bezugsbereit.

  • Saubere Energie aus dem Sommer für den Winter

    Saubere Energie aus dem Sommer für den Winter

    Die wachsende Menge an Solarstrom im Sommer birgt ein enormes Potenzial, das bislang in den Wintermonaten ungenutzt blieb. Beim Pilotprojekt in Bassersdorf wird überschüssiger Solarstrom mittels Power-to-X in Methanol umgewandelt und in der kompakten Hybridbox® gespeichert. Diese innovative Energiezentrale stellt im Winter zuverlässig Strom und Wärme bereit, auch dann, wenn konventionelle Heizsysteme an ihre Grenzen stossen.

    Methanol als Schlüssel zur sicheren Energieversorgung
    «Grünes Methanol erlaubt uns, Stromüberschüsse lokal zu speichern und im Winter emissionsarm zu nutzen, ein entscheidender Baustein für eine sichere Energieversorgung», erklärt Boris Meier von der OST. Methanol ist flüssig, leicht lagerbar und klimafreundlich und macht die Hybridbox® zu einem flexiblen Energiesystem, das sich intelligent an die jeweiligen Bedürfnisse anpasst. Durch die Kombination mit Photovoltaik, Batteriespeicher und Wärmepumpe wird eine maximale Effizienz erreicht.

    Notstromversorgung und Kostenkontrolle
    Die Anlage überzeugt auch bei Stromausfall. Das lokal gespeicherte Methanol garantiert eine unterbrechungsfreie Versorgung des Gebäudes. Zudem sorgt die hohe Eigenversorgung für langfristig stabile Betriebskosten, ein deutlicher Vorteil gegenüber steigenden Energiepreisen. Besonders in Gebieten ohne Gas- oder Fernwärmeanschluss bietet das System eine echte Alternative für alte Öl- oder Gasheizungen.

    Erfolgreiche Partnerschaft für nachhaltiges Bauen
    Das Gemeinschaftsprojekt zeigt, wie praxisnahe Kooperation funktioniert. «Die Kombination aus Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und CO2-Reduktion macht die Methanol-Hybridbox® zu einer zukunftsfähigen Lösung», sagt Roger Balmer.

    Nachhaltigkeit erlebbar machen
    Gebäude sind für rund ein Drittel der CO2-Emissionen in der Schweiz verantwortlich. Grund genug, neue Wege zu gehen. Das Bassersdorfer Projekt liefert nicht nur eine überzeugende technische Lösung, sondern macht den Energiekreislauf auch für Besucher der neuen Ausstellung «Nachhaltiges Bauen» in der Umwelt Arena greifbar. Bauherrschaften, Investoren und Interessierte können hier erleben, wie klimaneutrales Wohnen von morgen schon heute realisiert wird. Ein Modell, das weit über Bassersdorf hinaus Strahlkraft entfalten kann.

  • Einblick in Baubewilligungen und Sanierungsdynamik

    Einblick in Baubewilligungen und Sanierungsdynamik

    Mit dem Whitepaper «Retrofitting the Future» legt das CRML an der HEC Lausanne gemeinsam mit E4S eine fundierte Grundlage für die Beurteilung der Fortschritte im Gebäudesektor vor. Die Analyse von über 45’000 erteilten Baubewilligungen im Jahr 2024 eröffnet ein präzises Bild davon, wie die Schweizer Immobilienbranche auf dem Weg zur Klimaneutralität vorankommt und wo sie noch auf Hindernisse trifft.

    Viel Potenzial, wenig Energieeffizienz
    Die Untersuchung zeigt, dass sich bedeutende Trends bei der Gebäudesanierung abzeichnen. Doch nur ein kleiner Teil der Renovationen zielt direkt auf die Verbesserung der Energieeffizienz ab. Der Wandel zu emissionsarmen Gebäuden hat zwar begonnen, doch er reicht bislang nicht aus, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen.

    Finanzielle Herausforderung für Immobilienfonds
    Der Bericht hebt auch die Rolle von Immobilien-Investmentvehikeln (REIVs) hervor. Um die Klimaziele bis 2050 umzusetzen, müssten diese durchschnittlich 13 Prozent ihres Nettovermögens, insgesamt 28,3 Milliarden Franken, für energetische Sanierungen mobilisieren. Einige Marktakteure werden dabei weit über diesen Durchschnitt hinaus investieren müssen, wie die Autoren betonen.

    Datenbasierte Perspektive für die Zukunft
    «Durch die Kombination aktueller Daten und detaillierter Projekttypologien schaffen wir eine Brücke von der theoretischen Analyse zur konkreten Handlungsgrundlage», erklärt Dr. Nathan Delacrétaz, Mitautor des Whitepapers. Gemeinsam mit den Professoren Eric Jondeau und Fabio Alessandrini liefert er damit einen entscheidenden Impuls für die dringend benötigte Immobilienwende in der Schweiz.

  • ProKilowatt-Ausschreibungen 2025 setzen neue Massstäbe

    ProKilowatt-Ausschreibungen 2025 setzen neue Massstäbe

    Seit November 2024 läuft die Einreichungsphase für Projekte und Programme zur Steigerung der Stromeffizienz im Industrie- und Dienstleistungsbereich sowie in Haushalten. Mit 49 Anträgen allein bis Mitte April 2025 liegt das Interesse rund 30 Prozent über dem Vorjahr. Ein Rekord, der das Potenzial zur nachhaltigen Energieeinsparung unterstreicht.

    Flexibilität für Unternehmen – papierlos und planbar
    Die unkomplizierte, digitale Antragstellung sowie die zeitnahe Bearbeitung innerhalb von nur vier Wochen erleichtern es Unternehmen, Effizienzprojekte passgenau in ihre Betriebsplanung zu integrieren. Auch grössere Projekte mit einem Förderbeitrag von bis zu sechs Millionen Franken können seit diesem Jahr jederzeit eingereicht werden – ein Meilenstein für ambitionierte Vorhaben wie den Austausch grosser Produktionsanlagen oder die Bündelung kleinerer Massnahmen.

    Konkrete Einsparungen
    Ein Projekt im Detailhandel erhielt bereits eine Zusage für bis zu sechs Millionen Franken. Durch den Ersatz bestehender Kühlmöbel werden jährlich Strommengen eingespart, die dem Verbrauch von 4’500 Haushalten entsprechen. Auch in der Industrie reichen die Projekte vom Ersatz von Pressen über die Optimierung von Druckereimaschinen bis hin zu effizienteren Gebläsen in Abwasserreinigungsanlagen.

    Wettbewerbliche Ausschreibungen als Zukunftsinstrument
    Das Programm ProKilowatt wird vom Bundesamt für Energie finanziert und von CimArk SA in Sion umgesetzt. Durch den Förderbeitrag, finanziert über einen Zuschlag auf die Hochspannungsnetze, entstehen Impulse für eine stromsparende und wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die nächste Frist für Projektanträge endet am 2. November 2025. Ein wichtiges Datum für alle Unternehmen, die mit innovativen Massnahmen ihre Energiekosten senken und gleichzeitig zur Energiewende beitragen möchten.

  • Cham Swiss Properties optimiert «Rocket & Tigerli»

    Cham Swiss Properties optimiert «Rocket & Tigerli»

    Das Hochhaus „Rocket“ mit 100 Metern Höhe und die drei angrenzenden Wohngebäude „Tigerli“ sollen in der Lokstadt nicht nur Wohnen und Arbeiten ermöglichen, sondern auch städtebauliche Akzente setzen. Die Stadt Winterthur hat Anfang April 2025 die Baubewilligung erteilt. Allerdings mit strengen Auflagen, die vor allem die öffentliche Nutzung von Erd- und Dachgeschoss betreffen. Cham Swiss Properties AG, hervorgegangen aus der Fusion von Ina Invest und Cham Group, nimmt diese Auflagen ernst und will in enger Abstimmung mit den Behörden Optimierungen vornehmen.

    Formaler Rekurs als Zwischenschritt
    Obwohl es von externen Seiten keine Einsprachen gab, hat die Eigentümerin selbst einen Rekurs gegen die Baubewilligung eingelegt. Hintergrund ist die Notwendigkeit, die Detailvorgaben der Stadt zu präzisieren und in einem konstruktiven Dialog mit dem Amt für Städtebau und dem Amt für Baubewilligungen abzustimmen. CEO Thomas Aebischer erklärt: „Das ist eine Formalie. Entscheidend ist für uns der inhaltliche Austausch, damit Rocket & Tigerli der städtebaulichen Bedeutung vollauf gerecht werden.“

    Zentrale Punkte der Nachbesserung sind eine attraktive, öffentlich zugängliche Dachterrasse und publikumsorientierte Nutzungen im Erdgeschoss, wie Cafés und Gastronomieangebote am Dialogplatz. Diese Anpassungen sollen die Aufenthaltsqualität und die Einbindung in die Lokstadt fördern.Ein Ziel, das auch der Stadt Winterthur wichtig ist. Der Rekurs schafft die rechtliche Grundlage, um diese Punkte sorgfältig zu prüfen, ohne den laufenden Projektplan zu gefährden.

    Keine Verzögerung trotz Rekurs
    Cham Swiss Properties zeigt sich zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten wird. Bereits jetzt ist klar; Rocket & Tigerli bleiben Meilensteine für den urbanen Holzbau in der Schweiz. Das Ensemble nutzt das Potenzial des zukunftsweisenden Holzhybridbaus und steht für nachhaltige Stadtentwicklung mit hoher architektonischer Qualität. Bis Ende 2028 soll das Projekt abgeschlossen sein, mit Wohnungen im Hochhaus und Hotelnutzungen in den unteren Geschossen.

    Bedeutung für Winterthur
    Für die Stadt Winterthur bedeutet das Projekt nicht nur ein neues Wahrzeichen, sondern auch zusätzliche Impulse für das Quartier Lokstadt. Als Teil einer umfassenden Transformation stärkt Rocket & Tigerli die Position der Stadt als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort und unterstreicht die Bedeutung nachhaltiger, innovativer Bauvorhaben.

  • Geothermie in unterirdischen Bauwerken

    Geothermie in unterirdischen Bauwerken

    Ingenieurinnen und Ingenieure des Labors für Bodenmechanik (LMS) an der EPFL haben laut ihrer Mitteilung die Nutzung von Geothermie in zwei sehr unterschiedlichen Anwendungsfällen untersucht: in einer U-Bahn-Station und in einem unterirdischen Rechenzentrum. Dabei ging es den Forschenden in diesem Innosuisse-Projekt gemeinsam mit dem international tätigen Ingenieursbüro Amberg Engineering aus dem Kanton Zürich um die Optimierung der Klimatisierung durch eine verbesserte Nutzung von energetischen Geostrukturen.

    Dies sind Bauteile von Gebäuden, die sich im Boden befinden und für die Wärmeleitung verwendet werden können. Dazu zählen Energiepfähle, Bodenplatten und Wände von Untergeschossen. Die zwei Studien wurden in der Fachzeitschrift „Tunnelling and Underground Space Technology” veröffentlicht.

    Für die von dem Team entwickelten übertragbaren Modelle wurden entweder die meisten physikalischen Faktoren der unterirdischen Eisenbahninfrastruktur berücksichtigt oder aber neben der Geometrie des Gebäudes und der mechanischen Belüftung auch die Kapazität zur Ableitung überschüssiger Wärme durch geothermische Aktivierung.

    Die Forschenden fanden unter anderem heraus, dass sich ein geothermisches System in einem unterirdischen Rechenzentrum in drei bis sieben Jahren amortisiert. Ersetzt die geothermische Energie die von Gasheizkesseln erzeugte Wärme, könnten die jährlichen CO2-Emissionen am typischen Standort dieser Fallstudie um 45 Prozent gesenkt werden.

    Sofie ten Bosch, Bauingenieurin im LMS und Studienhauptautorin, konnte in diesen beiden Untersuchungen ihre Doktorarbeit in zwei konkreten Anwendungen umsetzen. Sie sagt: „Die Technologie zur Bewertung des Potenzials von Geothermie in einem bestimmten Gebiet ist mittlerweile ausgereift, und wir sehen, dass die Branche bereit ist, neue Möglichkeiten für die optimale Nutzung dieser nachhaltigen Wärmequelle zu erkunden.”

  • Neues Zertifikat überprüft Energieeffizienz im Betrieb

    Neues Zertifikat überprüft Energieeffizienz im Betrieb

    Der in Basel ansässige Verein Minergie hat am 22. Mai in Bern sein neues Zertifikat Minergie-Betrieb vorgestellt. Es wird an Eigentümerschaften vergeben, die mit einem geringen Energieverbrauch und geringen Betriebskosten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, erläutert Minergie in einer Mitteilung zur Lancierung. Während der bereits bekannte Minergie-Baustandard bauliche Energieeffizienz attestiert, sollen mit Minergie-Betrieb fehlerhafte oder ineffiziente Einstellungen der Gebäudetechnik vermieden werden.

    „Das neue Zertifikat Minergie-Betrieb schlägt nun die Brücke zwischen Planung, Bau und Betrieb, in dem es die Einstellungen der Gebäudetechnik und den damit verbundenen Energieverbrauch anhand von automatisch erfassten Energiedaten und Auswertungen prüft und zertifiziert“, wird Sabine von Stockar, Leiterin Bildung und Entwicklung bei Minergie, in der Mitteilung zitiert. „So wird sichergestellt, dass das Potenzial der Energieeffizienz im laufenden Betrieb gewährleistet ist.“

    Erstmals kann Minergie-Betrieb nach mindestens einem Jahr Betrieb der Gebäudetechnik vergeben werden. Das Zertifikat richtet sich insbesondere an „Immobilienbesitzende mit grossen Portfolios und nachhaltigen Ambitionen“, erläutert Minergie. In Ergänzung zum Minergie-Baustandard könne der Zertifizierungsprozess für Minergie-Betrieb über das gesamte Portfolio hinweg Energie-Einsparungen von 15 Prozent bringen. Der Verein empfiehlt eine Rezertifizierung nach drei Jahren.

  • Empa gewinnt Brückenbauer

    Empa gewinnt Brückenbauer

    Matthias Sulzer ist kein typischer Forscher. Sein Weg führte ihn vom Handwerk über ein Ingenieurstudium bis zur Unternehmensgründung und schliesslich zurück in die Forschung. Heute steht er an der Spitze des Empa-Departements Ingenieurwissenschaften, wo er die gebaute Umwelt von morgen mitgestaltet. Sein Büro ist ebenso strukturiert wie seine Denkweise. Auf einem selbst gezeichneten Poster zeigt eine Bergstrasse die Etappen einer strategischen Entwicklung. Für Sulzer sind Visualisierungen nicht nur Arbeitsmittel, sondern Ausdruck eines pragmatischen, zielgerichteten Denkens.

    Früh erkannte er, dass nachhaltige Veränderungen nur gelingen, wenn Forschung und Praxis eng zusammenarbeiten. Bereits bei der Gründung seines Unternehmens setzte er auf wissenschaftliche Kooperationen. Diese Haltung führte ihn später als Senior Researcher an die Empa, wo er nationale Innovationsprojekte leitete und wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen übersetzte.

    Innovation als Verbindung von Systemdenken und Verantwortung
    Heute beschäftigt sich Sulzer mit einer breiten Palette an Themen, von nachhaltiger Robotik über neue Werkstoffe bis zur Dekarbonisierung ganzer Energiesysteme. Besonders eindrücklich ist seine Arbeit im Kontext des Klimawandels. Denn die gebaute Umwelt ist für einen Grossteil des Ressourcenverbrauchs verantwortlich. Sulzer sieht darin nicht nur eine technologische, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe. Seine Vision reicht vom geschlossenen Materialkreislauf bis zur Rückgewinnung atmosphärischen Kohlenstoffs. Der Klimaschutz beginnt für ihn im Labor, aber er endet in der Anwendung.

    Dabei deckt sein Departement die gesamte Skala der Forschung ab, von molekularen Materialentwicklungen bis hin zur Bewertung nationaler Energiestrategien. Ob Drohnen für Infrastrukturreparaturen oder biokompatible Implantate, die Arbeit der Empa-Teams ist so vielfältig wie relevant. Entscheidend sei, so Sulzer, dass die verschiedenen Disziplinen zusammenarbeiten. Wo früher einzelne Experten nebeneinander arbeiteten, wird heute auf echte Teamarbeit gesetzt.

    Forschung, die Menschen stärkt
    Für Sulzer steht jedoch nicht die Technologie im Zentrum, sondern der Mensch. Forschung dürfe sich nicht nur an Exzellenz messen, sondern müsse die nächste Generation befähigen, Verantwortung zu übernehmen. Er versteht sich als Ermöglicher, der Räume für wissenschaftliche Exzellenz schafft. Und er glaubt an den Mehrwert von Teams, in denen sich individuelle Stärken zu kollektiver Intelligenz verbinden. Dort, wo disziplinäre Grenzen überschritten werden, entstehen neue Lösungen, nicht selten mit Wirkung über die Forschung hinaus.

    Mit Matthias Sulzer gewinnt die Empa nicht nur einen fachlich versierten Departementsleiter, sondern eine Führungspersönlichkeit, die Wissenschaft, Unternehmertum und gesellschaftliche Verantwortung zusammenführt. In einer Zeit, in der technologische Entwicklungen allein nicht mehr genügen, setzt Sulzer auf Haltung, Kooperation und eine klare Vision. Forschung, die wirkt durch Menschen, für Menschen.

  • Erstes Zürcher Kantonsgebäude mit Platin ausgezeichnet

    Erstes Zürcher Kantonsgebäude mit Platin ausgezeichnet

    Der Kanton Zürich schreibt Geschichte. Das 2023 fertiggestellte Asylzentrum in Adliswil ist das erste kantonale Gebäude, das mit der höchsten SNBS-Auszeichnung Platin zertifiziert wurde. Damit zählt es zu einer Handvoll Bauprojekte schweizweit, die diese Stufe überhaupt erreicht haben.

    Anders als viele herkömmliche Nachhaltigkeitszertifikate berücksichtigt der SNBS Hochbau nicht nur ökologische Kriterien, sondern bewertet den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes und dessen Wirkung auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft.

    Kontextstarke Architektur und modulare Effizienz
    Der Neubau überzeugt mit einem differenzierten architektonischen Ansatz, der sowohl funktionale als auch soziale Aspekte einbezieht. Entstanden ist ein Ort, der nicht nur Unterkunft bietet, sondern auch Integration ermöglicht. Halboffene Begegnungszonen, Pflanzgärten und ein Sportfeld fördern Austausch und freiwilliges Engagement.

    Die modulare Holzbauweise garantiert nicht nur hohe Qualität und Kosteneffizienz, sondern zahlt gleichzeitig auf ökologische Ziele ein. Der kurze Bauprozess, die gute Rückbaubarkeit und der hohe Vorfertigungsgrad machen das Projekt auch wirtschaftlich attraktiv.

    Ein Schritt über den eigenen Standard hinaus
    Mit der erreichten Gesamtnote von 5.5 übertrifft das Projekt sogar die kantonalen Zielvorgaben. Zürich fordert bei Neubauten mindestens eine Gold-Zertifizierung, das Asylzentrum erreicht jedoch Platin. Eine Bestätigung für das Engagement des Hochbauamts und der projektbeteiligten Teams.

    Signalwirkung für den öffentlichen Hochbau
    Für Investoren, Planende und Entscheidungsträger ist das Projekt ein eindrücklicher Beweis dafür, dass anspruchsvolle Nachhaltigkeit auch bei öffentlichen Bauten realisierbar ist und sich langfristig rechnet. Das Asylzentrum Adliswil steht damit nicht nur als funktionaler Bau, sondern als zukunftsweisender Standortfaktor.

  • Solarfaltdach-Technologie nimmt Kurs auf den deutschen Markt

    Solarfaltdach-Technologie nimmt Kurs auf den deutschen Markt

    Die dhp Technology AG hat laut Medienmitteilung ein Tochterunternehmen im deutschen Stuttgart gegründet. Die Anbieterin des «weltweit einzigartigen Solarfaltdachs» unterstreiche damit ihre Ambitionen, die Energiewende mit innovativen Photovoltaiklösungen auch in Deutschland voranzutreiben, heisst es weiter. Mit der Gründung der dhp Technology Deutschland GmbH lege das Unternehmen den Grundstein für eine langfristige Präsenz im deutschen Markt.

    «Die Expansion nach Deutschland ist eine logische Konsequenz der stark gestiegenen Nachfrage nach unserer innovativen Photovoltaik-Lösung», wird Mitgründer und CEO Gian Andri Diem zitiert. In Deutschland sei das Marktpotential für Solarfaltdächer riesig, insbesondere mit Blick auf Kläranlagen, Parkplätze und Logistikflächen.

    Die Niederlassung in Stuttgart wird von Gian Andri Diem, CEO der dhp Technology, und Torsten Brandstetter als Geschäftsführer geleitet. Brandstetter ist Wirtschaftsingenieur und bringt Erfahrung in der Energiewirtschaft und technologischen Innovation mit.

    dhp Technology ist Entwickler und Anbieter von Solarfaltdächern. Diese sind speziell für die Installation über versiegelten Flächen und bestehenden Infrastrukturen konzipiert. Je nach Wetter falten sie sich automatisch auf oder zusammen. Dies ermöglicht es Gemeinden und Unternehmen, lokal und nachhaltig Strom zu produzieren ohne zusätzliche Bodenfläche zu beanspruchen.

    Schon jetzt sind in drei deutschen Klärwerken Solarfaltdächer von dhp Technology in Betrieb. Weitere zehn Anlagen sind in der Ausführungsphase und sollen noch in diesem Jahr ans Netz gehen, heisst es in der Firmenmitteilung.

  • ETH deckt Schwachstelle in Intel-Architektur auf

    ETH deckt Schwachstelle in Intel-Architektur auf

    Moderne Standortentwicklung basiert auf digitalen Infrastrukturen, deren Sicherheit als selbstverständlich gilt. Doch mit der Entdeckung der Sicherheitslücke «Branch Privilege Injection» durch ETH-Forschende wird klar, die Risiken in spekulativen CPU-Technologien sind gravierender als bisher angenommen. Die Schwachstelle erlaubt es Angreifern, privilegierte Speicherbereiche auf gemeinsam genutzten Prozessoren auszulesen. Byte für Byte und das mit hoher Geschwindigkeit. Davon betroffen sind weltweit Millionen Systeme in privaten und öffentlichen Rechenzentren.

    Segen für die Performance, Risiko für die Sicherheit
    Ursprung der Schwachstelle ist ein Konzept, das ursprünglich zur Effizienzsteigerung eingeführt wurde. Spekulative Ausführung. Der Prozessor berechnet vorausschauend Rechenschritte, ein Mechanismus, der im Nanosekunden-Takt zu Berechtigungsfehlern führen kann. Angreifer nutzen dabei eine sogenannte Race Condition im Branch Predictor und überwinden so Schutzmechanismen zwischen verschiedenen Nutzern.

    Cloud-Umgebungen besonders exponiert
    Die Gefährdung ist nicht auf Einzelgeräte beschränkt. Besonders kritisch ist die Schwachstelle im Cloud-Computing, wo verschiedene Kunden dieselben Hardware-Ressourcen teilen. Das Angriffsszenario erlaubt es, auf die Speicherbereiche anderer Nutzer zuzugreifen. Ein Albtraum für alle, die auf sichere Datenhaltung angewiesen sind. Damit wird die Standortwahl für digitale Unternehmen auch zur Frage der IT-Sicherheitsarchitektur.

    Architekturschwäche mit System
    Bereits seit der Entdeckung von Spectre und Meltdown 2017 ist klar, dass spekulative Ausführungen ein sicherheitstechnisches Minenfeld darstellen. Die aktuelle Lücke reiht sich in eine Serie systematischer Designprobleme ein. ETH-Professor Kaveh Razavi spricht von einem grundlegenden Architekturfehler. Neue Angriffswege werden regelmässig entdeckt und müssen über aufwendige Microcode-Updates behoben werden.

  • Standortchancen für die Schweiz im globalen Wandel

    Standortchancen für die Schweiz im globalen Wandel

    Die Weltwirtschaft steht am Beginn eines tiefgreifenden Wandels. Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, bis 2035 einen Wachstumsimpuls von historischer Dimension zu setzen. Global könnten bis zu 15 Prozent zusätzliche BIP-Wachstumsleistung erzielt werden, in Westeuropa bis zu 13,8 %. Doch damit dieser Schub Realität wird, braucht es transparente, ethisch abgestützte Rahmenbedingungen, die Vertrauen in die Technologie schaffen. Unternehmen und Staaten sind gefordert, den gesellschaftlichen und regulatorischen Rahmen aktiv mitzugestalten.

    Der Transformationsdruck steigt
    Die Schweiz ist gut positioniert, um international eine Schlüsselrolle einzunehmen. 84 % der hiesigen CEO’s haben im letzten Jahr KI-Technologien in ihren Unternehmen eingeführt, ein sprunghafter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass allein 2025 weltweit 7,1 Billionen US-Dollar an Wertschöpfung neu verteilt werden. Für Unternehmen in der Schweiz ist jetzt der Zeitpunkt, um Geschäftsmodelle zu überdenken, Potenziale zu nutzen und innovationsfreundliche Standorte strategisch weiterzuentwickeln.

    Wachstumsfelder entlang menschlicher Grundbedürfnisse
    Wachstum der Zukunft wird nicht mehr entlang traditioneller Branchengrenzen verlaufen. Vielmehr entstehen neue Ökosysteme, etwa in den Bereichen Mobilität, Wohnen, Ernährung, Energie und Kommunikation. In diesen Netzen arbeiten Technologieanbieter, Versorger und Industrieunternehmen gemeinsam an integrierten Lösungen. Wer frühzeitig in diese sektorübergreifende Kooperation investiert, kann neue Wertschöpfungsketten erschliessen und Standortvorteile sichern.

    Klimawandel als Gegenkraft
    Dem positiven Potenzial von KI steht die Belastung durch den Klimawandel gegenüber. Bis 2035 droht ein globaler Rückgang des BIP um bis zu 7 %. Gleichzeitig steigt der Energiebedarf durch datenintensive KI-Anwendungen. Durch gezielte Effizienzsteigerungen, etwa in Gebäuden oder Produktionsprozessen, lassen sich CO₂-Emissionen reduzieren und Ressourcen schonen. Die Herausforderung liegt darin, Klimaschutz und Digitalisierung systemisch zu denken.

    Die Verknüpfung von technologischer Innovation und nachhaltiger Entwicklung entscheidet über die Standortattraktivität von morgen. Wer in vertrauenswürdige KI-Anwendungen investiert, sektorübergreifende Allianzen bildet und zugleich ökologische Verantwortung übernimmt, positioniert sich im Wettbewerb um Zukunftsmärkte. Die Schweiz hat das Potenzial, zu einem global relevanten Innovationsstandort zu werden, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den Wandel aktiv und gemeinsam gestalten.

  • Raumkonzept Schweiz ohne Substanz

    Raumkonzept Schweiz ohne Substanz

    Mit der Überarbeitung des Raumkonzepts Schweiz sollte ein strategischer Kompass für die räumliche Entwicklung bis 2050 entstehen. Doch das im Dezember 2024 vorgelegte Dokument behandelt entscheidende Themen wie Verdichtung, Infrastruktur und Nutzungskonflikte unzureichend. Dabei ist die Nachfrage nach intelligent genutztem Raum, belastbare Infrastruktur und zukunftsfähigen Lösungen für wachsende Städte und Regionen dringend wie nie zuvor.

    Verdichtung bleibt ungelöst
    Die Darstellung einer fortgeschrittenen Innenentwicklung steht im Widerspruch zur Realität. Ersatzneubauten, ein zentrales Mittel für verdichtetes Bauen, sind weiterhin mit Unsicherheiten und Hürden behaftet. Es mangelt an einem pragmatischen Umsetzungskonzept, das klare Spielregeln schafft, Investitionen erleichtert und Standortentwicklung beschleunigt . Ein Versäumnis mit Folgen für den Wohnungsbau und die Wettbewerbsfähigkeit urbaner Räume.

    Verkehr wird blockiert statt ermöglicht
    Ein weiteres Defizit zeigt sich bei der Verkehrsinfrastruktur. Das Raumkonzept vernachlässigt den Bedarf an leistungsfähigen Verkehrswegen und fördert ein Gegeneinander von Strasse und Schiene. Für eine nachhaltige Standortentwicklung braucht es jedoch vernetzte Mobilitätsstrategien, die den wirtschaftlichen Anforderungen ebenso gerecht werden wie den gesellschaftlichen.

    Ohne politische Rückendeckung bleibt alles Theorie
    Neben inhaltlichen Schwächen fehlt dem Konzept eine klare politische Legitimation. Ohne breit abgestützte Governance-Strukturen bleibt das Papier wirkungslos. Der Schweizerische Baumeisterverband hat daher Änderungsanträge eingereicht und lehnt den Entwurf in seiner jetzigen Form ab.

    Fazit für die Immobilienwirtschaft
    Wer Standorte entwickeln und die Schweiz als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum mitgestalten will, braucht solide Rahmenbedingungen und eine realitätsnahe Planungspolitik. Das aktuelle Raumkonzept bietet beides nicht. Es ist Zeit für ein praxisorientiertes Leitbild, das Planungssicherheit schafft, Investitionen ermöglicht und die Standortattraktivität langfristig stärkt.

  • Neuer Verteilstandort mit Zuganbindung

    Neuer Verteilstandort mit Zuganbindung

    Die Grosshändlerin Pistor AG hat in Sennwald eine Verteilzentrale für Kunden in der Ostschweiz eröffnet. Pistor beliefert laut Medienmitteilung seit Montag, 12. Mai, von dort aus Bäckereien, Gastrounternehmen und Spitäler mit Lebensmitteln und Waren. Nach einer Bauzeit von rund einem Jahr werden die Ostschweizer Kunden der Grosshändlerin direkt ab Sennwald versorgt. «Der Start hat reibungslos geklappt», wird Pistors Logistikleiter Richard Betschart zitiert.

    «Wir rechnen ab Sennwald mit täglichen Auslieferungen von bis zu 85 Tonnen», so Betschart weiter. 21 Mitarbeitende sind vor Ort tätig, darunter grösstenteils Lastwagenfahrerinnen und fahrer. Drei der 14 Lastwagen werden elektrisch angetrieben. Diese Zahl soll in den nächsten Jahren auf acht steigen.

    Bei dem Projekt hat das Unternehmen laut der Mitteilung auf Nachhaltigkeit gesetzt. So  ermögliche die Verteilzentrale Ostschweiz kürzere Wege und eine nachhaltige Belieferung. Pistor transportiert die Waren über Nacht per Zug vom Hauptsitz in Rothenburg nach Sennwald, bevor sie mit Lastwagen weiterverteilt werden. Dies spare jährlich über 400‘000 Strassenkilometer ein, heisst es weiter. Auch sei das Gebäude aus Holz gebaut, was 670 Tonnen CO2 verhindert habe. Es gebe eine Solaranlage, ein Erdspeicher sowie eine Regenwasser-Waschstrasse für die Last- und Bahnwagen.

    Pistor ist ein Handels- und Dienstleistungsunternehmen für die Bäckerei- und Confiseriebranche, die Gastronomie und den Gesundheitsmarkt. Gegründet im Jahr 1916 zählt die Firma heute mehr als 700 Mitarbeitende. Das Pistor-Sortiment umfasst nach eigenen Angaben über 20‘000 Produkte, Dienstleistungen und ein grosses Spezialistennetzwerk. Im Jahr 2024 erwirtschaftete Pistor einen Umsatz von 827 Millionen Franken.

  • Photovoltaik-System gewinnt Nachhaltigkeitspreis

    Photovoltaik-System gewinnt Nachhaltigkeitspreis

    Die Solnow AG hat in diesem Jahr einen der drei jährlich von Naturpark Beverin, Viamala Tourismus und Region Viamala an der MUMA verliehenen Nachhaltigkeitspreise erhalten, informiert Viamala Tourismus in einer Mitteilung. Konkret wurde das Jungunternehmen aus Zillis-Reischen an der Schau der Gewerbetreibenden aus den Bündner Kreisen Avers, Rheinwald und Schams für sein Photovoltaik-InDach-System mit dem Preis in der Kategorie Innovation ausgezeichnet. Der Preis für Tourismus und der Publikumspreis gingen an das Projekt Bachhuus aus Hinterrhein GR beziehungsweise das Projekt Pumptrack Val Schons in Andeer.

    «Ziegel weg, Solnow drauf», beschreibt die Solnow AG ihr Geschäftsmodell. Das vollständig wiederverwertbare Photovoltaik-InDach-System wird anstelle von Ziegeln oder einer anderen Dachhaut montiert und kann auch unter alpinen Bedingungen betrieben werden. Damit leiste es einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und regionale Energieversorgung, schreibt Viamala Tourismus in der Mitteilung.

  • Neue Bautechnologie speichert CO2 in Gebäuden

    Neue Bautechnologie speichert CO2 in Gebäuden

    Holcim und ELEMENTAL präsentieren laut einer Mitteilung auf der Architektur-Biennale in Venedig eine neue Methode zur Bindung von Kohlenstoff in Gebäuden. Diese neue Biokohletechnologie wird dort vom 10. Mai bis 23. November 2025 im Rahmen der Ausstellung Time Space Existence vorgestellt. Sie wird vom European Cultural Centre organisiert.

    Gezeigt werden in Originalgrösse minimalistische Fertigteile eines Prototyps für den sogenannten inkrementellen, also schrittweisen, Wohnungsbau. Die ausgestellten Strukturen wurden von ELEMENTAL entworfen und basieren auf zwei Jahrzehnten der Forschung. Sie bestehen aus vorgefertigten Betonrahmen mit Sanitärinfrastruktur, aus denen einkommensschwache Menschen in wirtschaftlich benachteiligten Gebieten ein Zuhause bauen können.

    Diese Fertigteile wurden von Holcim gebaut. Sie bestehen zu 100 Prozent aus rezyklierten Zuschlagstoffen und Biokohle. Biokohle bindet CO2 dauerhaft, das andernfalls von organischen Stoffen am Ende ihres Lebenszyklus wieder freigegeben würde. Wie Holcim vorrechnet, verhindert ein Kilogramm Biokohle die Freisetzung von bis zu drei Kilogramm CO2. Diese Biokohle wird den CO2-armen Zement-, Mörtel- oder Betonmischungen von Holcim zugegeben. Dadurch reduziert sich deren CO2-Fussabdruck weiter, ohne dass deren Leistungsfähigkeit beeinträchtigt wird, wie Holcim betont.

    «Die neue Dekarbonisierungstechnologie von Holcim ermöglicht es uns, den Umfang und die Geschwindigkeit der durch die Wohnungskrise befeuerten Nachfrage zu bewältigen, ohne die Umwelt zu belasten», wird ELEMENTAL-Gründer Alejandro Aravena zitiert. Holcim-CEO Miljan Gutovic fügt hinzu: «Durch unsere Partnerschaft mit Alejandro Aravena und dem ELEMENTAL-Team haben wir gezeigt, wie die neuen CO2-Senken-Technologie von Holcim die Zukunft des Bauens gestalten kann.»

  • Grossflächige Dekarbonisierung durch Fernwärmeausbau in Zürich

    Grossflächige Dekarbonisierung durch Fernwärmeausbau in Zürich

    Die Stadt Zürich will bis 2040 den CO2-Ausstoss auf Netto-Null reduzieren. Um dieses Zeil zu erreichen, sollen thermische Netze und ein Fernwärmeverbund deutlich ausgebaut werden. Wie es in einer Mitteilung heisst, beantragt der Stadtrat den Stimmberechtigten einen neuen Rahmenkredit in Höhe von 2,26 Milliarden Franken. In diesen Kredit fliessen die Mittel der bereits 2021 und 2022 beschlossenen Kredite in Höhe von 330 Millionen Franken und 573 Millionen Franken ein.

    Mit den neuen kreditierten Mitteln soll sowohl der gestiegene finanzielle Bedarf beim Ausbau thermischer Netze als auch deren Ökologisierungsgrad berücksichtigt werden. Derzeit werden 70 Prozent der Energie der bestehenden Verbunde fossilfrei erzeugt, angestrebt werden 100 Prozent.

    «Wir wollen den mit Fernwärme versorgten Teil der Stadt bis 2040 verdoppeln auf rund 60 Prozent des Siedlungsgebiets. Das ist ein Generationenprojekt und setzt einen starken Ausbau der Infrastruktur voraus. Dafür braucht es grosse Investitionen», wird Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, in der Mitteilung zitiert.

    Das gesamte Projekt der Neuorganisation der städtischen Wärmeversorgung einschliesslich der Zusammenführung sämtlicher thermischer Netze im Stadtgebiet soll unter dem Dach des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) erfolgen.

  • Bau von neuer Bodenaufbereitungsanlage für nachhaltigeren Beton

    Bau von neuer Bodenaufbereitungsanlage für nachhaltigeren Beton

    STRABAG hat laut einer Mitteilung den Spatenstich zum Bau einer nassmechanischen Bodenaufbereitungsanlage in Bürglen vollzogen. Die neue Anlage ermögliche die Gewinnung von Recyclingbeton aus Bodenmaterial und Bauschutt. Am Standort investiert STRABAG zudem in einen Neubau für das Tochterunternehmen Beton AG.

    Wie das Unternehmen schreibt, funktioniert die Anlage wie eine «Waschmaschine für Steine». Das Rohmaterial aus Böden und Bauschutt wird mit einem Brecher zerkleinert und anschliessend gewaschen. Im nächsten Schritt erfolgen die Trennung des sauberen Gesteins von Metall, Plastik, Glas oder Holz und die Aussiebung.

    Aus den so aufbereiteten Steinen wird mit Zement und Wasser neuer Beton zum Bau von Häusern und Brücken sowie für den Strassenbau produziert. Er soll zu einem geringeren Rohstoffverbrauch führen und die nachhaltige Kreislaufwirtschaft fördern. «Das schont die Umwelt, weil wir weniger neuen Primärkies aus der Erde holen müssen. Zudem entsteht weniger Abfall», heisst es.

    Der Montagebeginn der Anlagentechnik ist für November 2025 angekündigt, die Inbetriebnahme soll im Herbst 2026 erfolgen. Ab 2027 soll mit der Produktion begonnen werden.