Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Landwirtschaftliche Reststoffe effizient verwerten

    Landwirtschaftliche Reststoffe effizient verwerten

    Die Renergon International AG will neue Massstäbe für die dezentrale Energiegewinnung setzen. Dazu hat die auf Technologien zur Erzeugung von sauberer Energie, organischem Dünger und Kompost aus organischen Abfällen und Reststoffen spezialisierte Firma aus Lengwil eine Mini-Biogasanlage mit Brennstoffzelle entwickelt. Die RSD XS „wurde speziell für landwirtschaftliche Betriebe in der Schweiz entwickelt und bietet maximale Effizienz auf minimaler Fläche“, schreibt Renergon in einer Mitteilung zur Produktlancierung.

    Das Herzstück der Anlage bildet ein 2-Fermenter-System. Hier können jährlich 2800 bis 3500 Tonnen Festmist vergärt werden. Das dabei erzeugte Biogas wird in der Brennstoffzelle mit einem Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent verwertet. Dabei wird neben grünem Strom auch Prozesswärme für den Betrieb erzeugt.

    Jede der beiden Fermenterboxen ist 15 Meter lang, 5,5 Meter breit und 4,5 Meter hoch. Sie beherbergen ein Gasspeicherdach sowie einen Technik- und einen Perkolatkeller. Insgesamt benötigt die Anlage eine Fläche zwischen 750 und 1000 Quadratmeter.

  • Baukonzern setzt auf Wachstum durch nachhaltige Lösungen

    Baukonzern setzt auf Wachstum durch nachhaltige Lösungen

    Holcim versteht Nachhaltigkeit als Treiber für profitables Wachstum. Laut einer Ad-hoc-Mitteilung über seine neue Strategie NextGen Growth 2030 will der Baustoffkonzern den Umsatzanteil des Unternehmensbereiches für nachhaltige Baulösungen auf 50 Prozent steigern. Durchschnittlich soll der Umsatz jährlich um 3 bis 5 Prozent und das Betriebsergebnis zwischen 6 und 10 Prozent wachsen. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen ohne das Nordamerikageschäft einen Umsatz von 16,3 Milliarden Franken und eine Ebit-Marge von 17,4 Prozent.

    Holcim sieht sich nach den Worten seines CEO Miljan Gutovic „optimal aufgestellt, um von den bedeutenden Megatrends zu profitieren, die die Zukunft des Bauens prägen – von Urbanisierung bis hin zu energieeffizienter Sanierung. Der Ausbau des wertschöpfungsstarken Bereichs Building Solutions ist ein zentraler Bestandteil der Transformation von Holcim. Mit der neuen Strategie erschliessen wir signifikante Wachstumspotenziale, um den Mehrwert für Aktionäre zu steigern.»

    In Europa, Australien und Nordafrika will der Baukonzern von der steigenden Nachfrage nach seinen nachhaltigen Produkten und Lösungen profitieren. In Europa soll der Schwerpunkt eher auf der Wiederverwertung von Bau- und Abbruchmaterialien liegen. Bis 2030 will Holcim dabei auf 20 Millionen Tonnen kommen. In Lateinamerika will das Unternehmen von Industrialisierungstrends und der Nachfrage nach Megabauprojekten profitieren und in der Region Asien, Naher Osten und Afrika vom generell starken Wachstum in seinen Märkten.

    Das Amrize genannte Nordamerikageschäft, das im vergangenen Jahr 11,7 Milliarden Dollar erwirtschaftet hat, soll bis zur Jahresmitte in den USA und der Schweiz an die Börse kommen. Nach der Abspaltung will Holcim aus einer geschätzten Gesamtkapazität für Kapitalallokationen in Höhe von 18 bis 22 Milliarden Franken bis 2030 einige kleinere Zukäufe realisieren. Überschüssiges Kapital soll für grosse strategische Akquisitionen und Aktienrückkäufe verwendet werden.

  • Neue Schulbauten schaffen Raum für wachsende Schülerzahlen

    Neue Schulbauten schaffen Raum für wachsende Schülerzahlen

    Die Kantonsschule Limmattal in Urdorf bietet mehr Platz für den Unterricht. Am Dienstag, 1. April, sind laut Medienmitteilung der Baudirektion des Kantons Zürich zwei Erweiterungsbauten offiziell eingeweiht worden. Sie bieten moderne Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, zwei Doppelsporthallen, eine Aula sowie eine Aussenanlage, heisst es in der Mitteilung. Laut Bevölkerungsprognosen soll die Zahl der Schülerinnen und Schüler an der Kantonsschule in den kommenden Jahren stark zunehmen. Die Neubauten schaffen den benötigten Raum für die steigende Zahl von Schülerinnen und Schülern.

    Die neuen Räumlichkeiten wurden im Beisein des Baudirektors Martin Neukom, der Bildungsdirektorin Silvia Steiner und des Rektors der Kantonsschule Limmattal, Andreas Messmer, eingeweiht. Die Einweihung wurde von den musikalischen Darbietungen von rund 90 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule untermalt, heisst es weiter.

    Eines der neuen Gebäude beinhaltet zwei Doppelsporthallen, Unterrichtsräume für Musik und eine Aula mit 500 Sitzplätzen. Im zweiten Gebäude sind auf vier Etagen Räume für Physik, Chemie, Informatik und Biologie sowie einige Klassenzimmer untergebracht. Die Neubauten stammen von PenzisBettini Architekten aus Zürich.

    Wärmeenergie wird für die Neubauten über Erdsonden generiert. Auf den Dächern der beiden Erweiterungstrakte sind Photovoltaikanlagen installiert, die die Gebäude der Kantonsschule mit Strom versorgen.

    Am Samstag, 5. April, gibt es einen Tag der Offenen Tür für die Schulbesichtigung.

  • Unternehmensgebäude wird zum Kraftwerk der Zukunft

    Unternehmensgebäude wird zum Kraftwerk der Zukunft

    Energie 360° hat seinen Hauptsitz in Zürich zu einem grünen Kraftwerk umgebaut, informieren der schweizweit aktive Energieversorger und die Stadt Zürich in einer gemeinsamen Mitteilung. Bei den nun abgeschlossenen Umbau- und Instandsetzungsarbeiten wurde dafür eine grossflächige Photovoltaik-Fassade realisiert. Ihre insgesamt 1600 Module sollen jährlich etwa 325 Megawattstunden Strom erzeugen.

    „Künftig produziert Energie 360° rund die Hälfte des jährlichen Energiebedarfs ihres Gebäudes selbst“, wird Michael Baumer, Vorsteher der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich und Verwaltungsratspräsident von Energie 360°, in der Mitteilung zitiert. Der erzeugte Solarstrom soll unter anderem auch die eigene E-Autoflotte betreiben. Für die Zulassung der Anlage hatte Energie 360 nachweisen müssen, dass sich ein Brand der Module nicht über mehr als zwei Stockwerke ausbreiten kann.

    Bis 2040 will Energie 360° seinen Direktabsatz ausschliesslich auf Erneuerbare umstellen. Das Unternehmen sei auf gutem Kurs das für Ende 2025 gesteckte Zwischenziel von 30 Prozent zu erreichen, informiert Energie 360° in einer weiteren Mitteilung. Im am 30. September 2024 abgeschlossenen Geschäftsjahr wurde ein Anteil von 27 Prozent erreicht. Konkret stammten 1238 von insgesamt 4590 abgesetzten Gigawattstunden Energie aus erneuerbaren Quellen. „Wir spüren die breite Unterstützung und Anerkennung für unsere Transformation – bei Mitarbeitenden, Partnerunternehmen und Kund*innen“, wird Energie 360°-CEO Jörg Wild in der Mitteilung zitiert.

  • Zukunft sichern durch Bewirtschaftung mit Verantwortung

    Zukunft sichern durch Bewirtschaftung mit Verantwortung

    Immobilien sind weit mehr als gebaute Substanz. Sie sind Investition, Lebensraum, Energieverbraucher und langfristige Verpflichtung zugleich. Um ihren Wert über Jahrzehnte hinweg zu sichern oder gar zu steigern, braucht es ein professionelles, ganzheitliches Lebenszyklus-Management. Die fünf Fachkammern des SVIT, die SVIT five, demonstrierten am Real Estate Symposium 2025 in Zürich, wie ihre gebündelte Expertise Eigentümer, Investoren, Projektentwickler und Betreiber entlang des gesamten Immobilienlebenszyklus begleitet.

    Mit fundiertem Fachwissen, Marktkenntnis und operativer Kompetenz entwickeln sie zukunftsorientierte Strategien, die ökonomisch tragfähig sind und gleichzeitig ökologische Verantwortung mitdenken. Dabei reichen die Herausforderungen von regulatorischen Veränderungen über technische Entwicklungen bis hin zu wandelnden Nutzerbedürfnissen – Themen, auf die eine strategische Immobilienbewirtschaftung gezielt Antworten liefern muss.

    Von Verantwortung zu Wertschöpfung
    Marie Seiler, Vorsitzende der Geschäftsleitung der Pensimo Management AG, unterstrich in ihrer Keynote die Komplexität des Immobilienbesitzes. Es gehe dabei nicht nur um Verwaltung, sondern um strategisches Denken und kreatives Handeln. Der Mehrwert einer Immobilie entstehe nicht von selbst, er werde durch aktives und verantwortungsvolles Management geschaffen und gesichert. Werthaltigkeit sei keine Konstante, sondern das Resultat bewusster Entscheidungen.

    Diese These fand Unterstützung bei Dominik Stamm, Vice President bei Jones Lang LaSalle AG, der eindringlich vor den Risiken ungenutzter Potenziale warnte. Immobilien könnten bei fehlender Anpassung an Markt, Technologie oder Regulierung rasch zu «Stranded Assets» werden. Umgekehrt erzeugen Investitionen in Effizienz, Digitalisierung und Flexibilität langfristige Werteffekte und sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Objekte.

    Verantwortung in der Praxis
    Besonderes Augenmerk galt auch dem Thema Stockwerkeigentum, wo Verantwortung oft dezentral verteilt ist. Michel de Roche, Advokat und ehemaliger Präsident der Fachkammer Stockwerkeigentum SVIT, hob die Rolle der Verwaltung hervor. Sie müsse das Bewusstsein für den Zustand und die Lebensdauer der Bauteile schärfen, Wissen vermitteln und Investitionen in die Zukunft ermöglichen. Dabei gehe es nicht nur um den Werterhalt, sondern ausdrücklich auch um Wertsteigerung.

  • Baustoffe ohne CO₂ – Der Wandel der Branche hat begonnen

    Baustoffe ohne CO₂ – Der Wandel der Branche hat begonnen

    Die Baubranche zählt zu den grössten CO₂-Emittenten weltweit. Rund 37 Prozent der energiebedingten Emissionen gehen auf ihr Konto. Ein gewichtiger Anteil mit enormem Verbesserungspotenzial. Besonders problematisch ist die Produktion konventioneller Materialien wie Zement, Stahl oder Glas, deren Herstellung einen hohen Energieverbrauch und CO₂-Ausstoss mit sich bringt. Zement allein verursacht acht Prozent der globalen CO₂-Emissionen – mehr als der gesamte internationale Flugverkehr.

    Doch die Branche beginnt umzudenken. Neue Technologien ermöglichen Materialien, die ressourcenschonender, langlebiger und klimaschonend sind. Rezyklierter Beton, alternative Bindemittel oder CO₂-negative Ziegel machen heute bereits vor, was morgen zum Standard werden könnte. Dabei zeigt sich, Nachhaltigkeit muss nicht im Widerspruch zu Stabilität, Qualität oder Wirtschaftlichkeit stehen.

    Innovation aus der Schweiz
    Einen besonders visionären Ansatz verfolgt das ETH-Spin-off Oxara. Das Zürcher Unternehmen hat ein patentiertes Verfahren entwickelt, mit dem mineralische Abfälle aus der Bauwirtschaft in zementfreie, CO₂-arme Baustoffe umgewandelt werden. Der sogenannte Earth Concrete von Oxara reduziert den Energiebedarf um bis zu 80 Prozent und die CO₂-Emissionen um rund 90 Prozent. Das neue Produkt «Oulesse» ersetzt klassischen Zement durch eine innovative Mischung aus mineralischen Salzen und recyceltem Material wie Ziegel und Beton. Damit gelingt nicht nur ein erheblicher Emissionsrückgang, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft im Bauwesen.

    Die Innovationen von Oxara beweisen, dass zukunftsfähiges Bauen skalierbar und wirtschaftlich realisierbar ist. Gleichzeitig fördern sie ein neues Verständnis von Materialeinsatz, bei dem nicht nur der Baustoff zählt, sondern auch dessen Herkunft, Lebenszyklus und Rückbaufähigkeit.

    Der Wert natürlicher Baustoffe
    Auch klassische Materialien wie Holz erleben eine Renaissance. Allerdings in neuer technologischer Form. Brettsperrholz, Verbundsysteme und Hybridkonstruktionen machen Holz zu einem leistungsstarken Baustoff mit exzellenten klimatischen Eigenschaften. Jeder verbaute Kubikmeter bindet rund eine Tonne CO₂, was die Klimabilanz massiv verbessert. Gleichzeitig sorgen neue Fertigungstechniken für höchste Tragfähigkeit, auch im mehrgeschossigen Hochbau.

    Weitere vielversprechende Ansätze liefern Kalksandstein oder CO₂-negative Ziegel, die aktiv Kohlenstoff binden. Damit zeigt sich, auch steinbasierte Baustoffe können ihren Platz in einer nachhaltigen Zukunft haben, wenn sie entsprechend weiterentwickelt werden.

    Vom Trend zur Verpflichtung
    Nachhaltiges Bauen ist längst mehr als ein Imagefaktor. Es wird zunehmend zur regulatorischen und wirtschaftlichen Notwendigkeit. Bauherrschaften, Planer und Investoren stehen unter wachsendem Druck, ökologische Verantwortung zu übernehmen und innovative Lösungen zu fördern. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach emissionsarmen Bauprojekten, sowohl bei institutionellen Investoren als auch bei Endkundinnen und -kunden.

    Die Branche hat die Chance, vom Klimaproblem zur Klimalösung zu werden. Die Technologien sind vorhanden, das Know-how wächst, und der Handlungsdruck ist real. Es liegt an den Akteuren der Bau- und Immobilienwirtschaft, diese Chance zu ergreifen, für den Markt, die Gesellschaft und die kommenden Generationen.

  • Investition in Tiefe spart Kosten und verbessert Klimabilanz

    Investition in Tiefe spart Kosten und verbessert Klimabilanz

    Pistor zieht eine erste positive Bilanz des ersten Winters mit seinem neuen Erdwärmespeicher: „Das klappt derart reibungslos, dass wir bislang keinen Tropfen Heizöl verheizen mussten“, wird Michael Waser, Pistors Verantwortlicher für Infrastruktur, in einer Unternehmensmitteilung zitiert.

    Pro Jahr spare Pistor dadurch an seinem Hauptsitz in Rothenburg über 100’000 Liter Heizöl und verhindere die Freisetzung von 330 Tonnen CO2. Dieses Menge werde etwa bei mehr als 200 Direktflügen von Zürich nach Tokio freigesetzt. Waser erwartet, „dass uns der Erdspeicher mittelfristig Geld sparen wird“.

    Für die Bauarbeiten hat Pistor 1 Million Franken investiert. Dabei wurden in einer Tiefe von 250 Metern 75 Bohrungen vorgenommen. Entstanden ist einer der grössten Erdwärmespeicher der Zentralschweiz, so das Handels- und Dienstleistungsunternehmen für die Bäckerei- und Confiseriebranche sowie für Gastronomie und Pflegeeinrichtungen.

    Die Pistor-Genossenschaft reagiert nach den Worten von Waser damit auf die Wünsche der Kundschaft, die vermehrt Ansprüche an möglichst sozial- und umweltverträgliche Lieferketten stelle: „Wir erfüllen sie.“ Dazu trügen auch die zwölf elektrischen Lastwagen der Flotte und Renovierungen mit nachhaltigen Materialien bei.

    Ausserdem transportiere Pistor seine über 27’000 Produkte per Zug von einer Verteilzentrale zur anderen. Dank dieses Bahntransports würden jährlich zusätzlich 785 Tonnen CO2 eingespart.

  • Küchenherstellung setzt auf umweltfreundlichen Werkstoff

    Küchenherstellung setzt auf umweltfreundlichen Werkstoff

    Die beiden Unternehmen Hans Kohler AG aus Zürich und Suter Inox AG aus Brugg beschreiten laut einem Blog-Beitrag einen gemeinsamen Weg und nutzen grünen Edelstahl für eine umweltfreundlichere Produktion von Küchen. Dieser wird mit Wasserstoff statt Kohlenstoff hergestellt. Im Vergleich zum weltweiten Industrieschnitt weist er einen bis zu 92 Prozent geringeren CO2-Ausstoss aus, so die Hans Kohler AG. Produzent der Edelstahlbleche ist das finnische Unternehmen Outokumpu mit Sitz in Helsinki.

    „Die Nachfrage nach umweltfreundlichen und sozial verantwortlichen Produkten hat in den letzten Jahren in diversen Industriezweigen erheblich zugenommen“, wird der CEO der Kohler AG, Marco Borter, im Rahmen des Blog-Beitrags zitiert. „Auch die Edelstahlindustrie legt einen verstärkten Fokus auf die Reduktion des CO2-Ausstosses im gesamten Wertschöpfungsprozess. Outokumpu als Produzent unserer ,Green Steel‘-Edelstahlbleche ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Herstellung von rostfreiem Edelstahl.“ Es wolle bis 2050 klimaneutral produzieren.

    „Durch diese Zusammenarbeit mit Kohler können wir hochwertige, zukunftsweisende Küchenlösungen anbieten, die in der Schweiz gefertigt werden und höchste ökologische Standards erfüllen“, so Suter Inox-CEO Attila Castiglioni. „Unsere Edelstahl-Arbeitsplatten, Spülen und Becken überzeugen damit nicht nur durch Ästhetik und Funktionalität, sondern tragen auch aktiv zur Reduktion von CO2-Emissionen bei. Diese Partnerschaft schafft echten Mehrwert – für uns, unsere Kunden und die Umwelt.

  • Digitale Karte für Speicherlösungen aus erneuerbarer Energie

    Digitale Karte für Speicherlösungen aus erneuerbarer Energie

    Das Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN) möchte Informationen über laufende und geplante Power-to-X (PtX)-Projekte leichter zugänglich machen. Deshalb arbeitet das Netzwerk nun mit der Koalition für grüne Energie und Speicherung (CGES) zusammen. Die CGES wurde 2023 von den Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL) zusammen mit dem Paul Scherrer Institut (PSI) und der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ins Leben gerufen, um mit der Industrie skalierbare Lösungen für ein klimaneutrales und unabhängiges Energiesystem zu entwickeln.

    Das SPIN führt seit eineinhalb Jahren eine umfassende Liste von PtX-Projekten in der Schweiz. Sie zeigt, wo und von wem an der Umwandlung von erneuerbaren Energien in speicherbare Energieträger wie Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe oder Methan gearbeitet wird. Diese Datenbank soll einen Überblick schaffen und dabei helfen, Akteure aus Forschung, Industrie, Politik und Verwaltung miteinander zu vernetzen.

    Im Rahmen der nun vereinbarten Kooperation von SPIN und CGES soll ein interaktiver PtX-Tracker entwickelt werden. Dafür wird SPIN die Daten zur Verfügung stellen und CGES die Projekte auf einer digitalen Karte visualisieren. Beide versprechen sich davon neben einer erhöhten Sichtbarkeit auch eine Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Initiativen und Interessengruppen. Zudem soll sie Entscheidungsträgerinnen und -träger bei der Anpassung von Rechtsrahmen unterstützen. Investierenden soll sie ermöglichen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen.

    Diese Plattform werde auch die Öffentlichkeit für die Bedeutung vpn PtX sensibilisieren, so das SPIN. Die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit werden voraussichtlich im Sommer 2025 vorgestellt.

  • Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Kompakter Wärmespeicher gewinnt Innovationspreis für Energielösungen

    Die internationale Jury des SET Award 2025 hat Cowa Thermal Solutions zum Gewinner in der Kategorie Clean Energy & Storage gekürt. Der SET Award fördert innovative Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft und beschleunigt so die Energiewende.

    Der Wettbewerb wird von der Deutschen Energie-Agentur in Kooperation mit dem World Energy Council weltweit ausgeschrieben und veranstaltet. Unterstützt wird er vom deutschen Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Der Award zeichnet Innovationen aus, die die globale Energiewende vorantreiben. Die Verleihung fand im Rahmen des SET Tech Festivals 2025 in Berlin statt.

    Wie die Veranstalter in einer Mitteilung herausstellen, entwickelt Cowa „kompakte Wärmespeicher mit Phasenwechselmaterialien, die fünfmal kleiner sind als wasserbasierte Systeme. Mit dem Ziel, den wachsenden europäischen Wärmepumpenmarkt zu bedienen, verbessert Cowa die Integration erneuerbarer Energien und die städtische Energieeffizienz.“

    Cowa-CEO Simon Maranda bezeichnet diese Auszeichnung in einem Communiqué seines 2019 gegründeten und im Technopark Luzern ansässigen Unternehmens als „eine grosse Anerkennung für unsere Arbeit und unser Engagement für innovative Energiespeicherlösungen. Unsere kompakten thermischen Wärmespeicher sind eine ideale Lösung zur Integration erneuerbarer Heizsysteme, insbesondere Wärmepumpen, in urbanen Gebäuden mit geringen Platzverhältnissen. Wir sind stolz darauf, diese Technologie weiter voranzutreiben und die Energiewende aktiv mitzugestalten.“

    Auch in diesem Jahr wurden wegweisende Start-ups in fünf Kategorien ausgezeichnet: Saubere Energie und Speicherung, Mobilität & Transport, Industrie, Gebäude & Bauwesen sowie Zugang zu hochwertiger Energie & SDG-7. Die Sieger aller fünf Kategorien stellten ihre Lösungen im Anschluss auch beim Berlin Energy Transition Dialogue vor.

  • Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Online-Tool soll Fernwärme-Ausbau vereinfachen

    Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) will laut einer Medienmitteilung mit einem neuen Service den Ausbau von Fernwärme beschleunigen. Mit wärmecheck.ch liege ein Angebot vor, welches Haus­be­sit­ze­rin­nen, Haus­be­sit­zern und Un­ter­neh­men rasch die Frage beantwortet, ob ihre Immobilie an ein Fernwärmenetz der EBL angeschlossen werden kann.

    wär­me­check.ch sei über den Brow­ser in­tui­tiv be­dien­bar und voll­stän­dig in­ter­ak­tiv. Nutzende können den Angaben zufolge am Desktop oder per Smartphone auf ei­ner di­gi­ta­len Kar­te sämtliche Adres­sen, die in Wär­me­ver­sor­gungs­ge­bie­ten der EBL liegen, an­­steu­ern. Damit seien zu je­dem Ob­jekt die pas­sen­den In­for­ma­tio­nen aus öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Da­ten verfügbar. Eine Registrierung sei nicht nötig.

    Besteht eine Anschlussmöglichkeit, erstellt wärmecheck.ch schnell und un­kom­pli­ziert eine un­ver­bind­li­che Mo­dell­rech­nung oder bietet Kontakt zu einer An­sprech­per­son der EBL für eine persönliche Ab­klä­rung. Ist zum Zeit­punkt der An­fra­ge ein Anschluss nicht mög­lich, bekommen Interessierte Al­ter­na­ti­ven aufgezeigt und eine Übersicht über relevante In­for­ma­ti­ons­platt­for­men.

    Hintergrund der Massnahme ist das Ziel von EBL, mehr Fern­wär­me­ver­bün­de zu schaffen. Wie EBL schreibt, müs­sten dafür In­for­ma­tio­nen zum An­schluss an die Fern­wär­me oder zu al­ter­na­ti­ven Heiz­mög­lich­kei­ten für Interessierte auf ein­fa­chem Wege zugänglich sein.

    Die Resonanz auf wärmecheck.ch soll es dem Energieversorger ermöglichen, gezielt auf die Nach­fra­ge der Be­völ­ke­rung und dem Ge­wer­be ein­zu­ge­hen, be­ste­hen­de Wär­me­ver­bün­de zu ver­dich­ten und die Er­schlies­sung wei­te­rer Ge­bie­te zu prü­fen.

  • Stadtbäume und ihr Einfluss auf unsere Sterblichkeit

    Stadtbäume und ihr Einfluss auf unsere Sterblichkeit

    Bäume sind mehr als nur dekoratives Stadtmobiliar, sie sind gesundheitsrelevante Infrastruktur. Eine umfangreiche Studie der ETH Zürich und der National University of Singapore hat den Zusammenhang zwischen der Verteilung von Bäumen in der Umgebung von Wohnhäusern und der Sterblichkeit von über sechs Millionen Menschen in der Schweiz über zehn Jahre hinweg untersucht. Das Ergebnis, je besser Bäume miteinander verbunden sind, desto geringer ist das Risiko, an natürlichen Ursachen zu sterben, insbesondere in stark verdichteten Stadtteilen.

    Nicht die Anzahl, sondern die Vernetzung zählt
    Die Forschenden nutzten hochauflösende Daten zu Baumkronen, die Informationen über Form, Grösse und räumliche Anordnung der Baumflächen enthielten. Diese wurden mit den Sterblichkeitsraten abgeglichen, unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und sozioökonomischem Status. Die Auswertung zeigt. grosse, zusammenhängende Grünflächen wirken sich deutlich positiver auf die Gesundheit aus als zersplitterte, unregelmässige Baumgruppen. In Quartieren mit Hitzeinseln oder schlechter Luftqualität fällt der Effekt besonders stark aus.

    Neue Impulse für die Stadtentwicklung
    Die Studie liefert damit einen konkreten Handlungsauftrag für Städte. Statt isolierte Bäume zu pflanzen, sollten Planer grüne Netzwerke schaffen, etwa durch Baumalleen oder grüne Korridore. Diese wirken nicht nur mikroklimatisch stabilisierend, sondern laden auch zur aktiven Nutzung durch die Bevölkerung ein. Geometrisch klar strukturierte Flächen könnten dabei effektiver sein als unregelmässige Begrünungen.

    Noch am Anfang mit Potenzial
    Trotz der robusten Datenbasis sind noch viele Fragen offen. So fehlen derzeit verlässliche Schwellenwerte, die sich direkt in Planungsvorgaben übersetzen lassen. Auch individuelle Faktoren wie Vorerkrankungen oder das Verhalten der Menschen wurden bislang nicht vollständig berücksichtigt. Dennoch ist klar, Stadtgrün wirkt und klug gestaltet kann es einen messbaren Beitrag zur öffentlichen Gesundheit leisten.

  • Unterschiede bei Ökobilanzen für Bauprodukte im Vergleich

    Unterschiede bei Ökobilanzen für Bauprodukte im Vergleich

    Die Firma conspark hat ein Faktenblatt veröffentlicht, das die Unterschiede zwischen den Bilanzierungsregeln der EU und der Schweiz für Bauprodukte aufzeigt. Es steht ab sofort in deutscher und englischer Sprache zum Download zur Verfügung und soll eine kompakte Orientierungshilfe für Fachleute der Baubranche bieten, die mit Planung, Herstellung und Nachhaltigkeit betraut sind. Immerhin bilden die Ökobilanzergebnisse von Bauprodukten die Grundlage für die künftige Bilanzierung von Gebäuden.

    In der Schweiz gibt die Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren (KBOB) Bilanzierungsregeln für die Ökobbilanz von Bauprodukten vor und veröffentlicht diese Ergebnisse in der Liste Ökobilanzdaten im Baubereich. In der EU werden die Ökobilanzen nach EN 15804+A2 erstellt und deren Ergebnisse als Umweltproduktdeklarationen (EPDs) dargestellt.

    Zum Vergleich wurde beispielhaft die Ökobilanz verschiedener Sorten Recyclingbetons nach den beiden Standards erstellt. Dabei zeigte sich, dass die Treibhausgasemissionen und der Energiebedarf desselben Betons je nach Regelwerk sehr unterschiedlich ausfallen, wobei die KBOB-Ökobilanz jeweils höhere Werte ausweist. Das, so conspark, resultiert aus den verwendeten Hintergrunddatensätzen: Die EPD-Ökobilanz basiert auf aktuelleren Daten, die bereits technologische Fortschritte wie geringeren Klinkergehalt und den verstärkten Einsatz alternativer Brennstoffe berücksichtigen.

    «Die Vergleichbarkeit von Ökobilanzdaten spielt eine entscheidende Rolle für kommende Regulierungen und CO2-Grenzwerte», so der Geschäftsführer und Co-Autor dieses Faktenblatts, Florian Robineck, in einer Mitteilung. Dementsprechend lautet die Empfehlung der Autoren des Faktenblatts: «Eine regelmässige Aktualisierung der KBOB-Hintergrunddatensätze und eine stärkere Harmonisierung der beiden Ansätze würden dazu beitragen, bestehende Unterschiede zu verringern und vergleichbare Nachhaltigkeitsbewertungen zu ermöglichen.»

  • Digitalisierung und KI als Antwort auf Fachkräftemangel und Klimaziele

    Digitalisierung und KI als Antwort auf Fachkräftemangel und Klimaziele

    Das Baugewerbe braucht als Reaktion auf die zunehmende Komplexität und Datendichte sowohl Digitalisierung als auch KI. Wie es in einer Mitteilung der HSLU zum Seminar ihres Instituts für Gebäudetechnik und Energie (IGE) weiter heisst, benötige man beides jedoch auch zugunsten einer Steigerung der Effizienz in Zeiten des Fachkräftemangels, abnehmender Produktivität und einer dringend nötigen Senkung der Treibhausgase bei Gebäuden.

    Diese alljährliche IGE-Veranstaltung richtet sich an Fachleute für Energie, Gebäude- und Bautechnik sowie Architektur. In diesem Jahr zählte sie 110 Teilnehmende.

    Mehrere Referierende beleuchteten die neuesten Entwicklungen der KI für die Baubranche. So sprach Bruno Michel von IBM Research über «Künstliche Dummheit», wenn generative KI mit schlechten Trainingsdaten aus dem Internet falsche Informationen generiere. Dass fehlende Trainingsdaten für die Baubranche ein grosses Problem darstellen, hielt auch Jörn Plönnings von der Universität Rostock fest. Doch sei KI weder Fluch noch Segen, sondern angesichts der zunehmenden Komplexität und Datenflut schlicht eine Notwendigkeit.

    Über Intelligente Mobilität, die etwa verdichtetes Bauen oder weniger Parkplätze im Quartier ermöglicht, referierten Marcel Imfeld von Schindler Aufzüge und Roman Steffen von Trafiko. Auch das automatisierte Monitoring von Gebäuden wurde in diversen Referaten behandelt.

    Die HSLU stellte ihr Projekt Lightscore vor, das eine evidenzbasierte integrative Lichtbewertung auf den Weg bringen will. Ausserdem arbeitet sie an einer neuen SIA-Norm für die Energieeffizienz von Rechenzentren. Und schliesslich berichtete Roger Buser von der HSLU mit Bildern über seine Reise mit dem emissionsfreien Solarfahrzeug Solar Butterfly aus Ozean-PET durch Indien, wo er zahlreichen innovativen Lösungen gegen den Klimawandel begegnete.

  • Intelligentes Energiemanagement optimiert Stromverbrauch in Gebäuden

    Intelligentes Energiemanagement optimiert Stromverbrauch in Gebäuden

    Ein vorausschauender Kontrollalgorithmus der Empa optimiert das Energiemanagement in Gebäuden so, dass die Versorgungssicherheit im gesamten Energiesystem gewährleistet wird. Dabei kommunizieren automatisierte Gebäudesysteme direkt mit Energieanbietern und dem Stromnetz.

    Laut einem Bericht der Empa können automatisierte Systeme den Stromverbrauch dahingehend optimieren, dass sowohl Netzstabilität als auch Flexibilität der Verbrauchenden stets garantiert werden. Gleichzeitig werden Energieüberschüsse nicht zwangsläufig lokal gespeichert, sondern nach Möglichkeit ins Stromnetz eingespeist, so dass die Nachfrage jederzeit gedeckt werden kann.

    Beim Praxistest des Urban Energy Systems Lab der Empa in ihrem Dübendorfer Versuchsgebäude NEST standen die Reduktion der CO2-Emissionen, die Flexibilität der Energienachfrage und der Komfort der Bewohnenden im Fokus. Mittels des prädiktiven Kontrollalgorithmus gelang es dem Team, das Energiemanagement innerhalb des Gebäudes mit folgendem Setup zu optimieren: einer Photovoltaikanlage zur Stromproduktion, einem Batteriespeicher, einer Wärmepumpe sowie einer bidirektionalen Ladestation für E-Fahrzeuge.

    Das System senkte den CO2-Ausstoss des Gebäudes den Angaben zufolge um mehr als 10 Prozent. Das Gebäude war in der Lage, Verbrauch und Einspeisung von Strom vorausschauend zu kommunizieren. „Das Experiment hat also gezeigt, dass die flexible Verfügbarkeit erneuerbarer Energien nicht a priori ein Problem darstellt“, so die Empa.

    Doch für die grossangelegte Umsetzung dieser Ergebnisse müssten Gebäude künftig konsequent digitalisiert werden. Die Technologie der Wissenschaftlerin Federica Bellizio soll durch das Start-up Kuafu auf den Markt kommen. Dafür wurde sie erst kürzlich mit dem Stipendium Empa Entrepreneur Fellowship ausgezeichnet.

  • Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Wärmeverbund Bern-Wabern fördert Energiewende und CO2-Reduktion

    Das Energieunternehmen Energie Wasser Bern (ewb) und die Gemeinde Köniz wollen mit dem Energieverbund Bern-Wabern einen Beitrag zur CO2-Reduktion und zur Erreichung der klimapolitischen Ziele von Köniz und Bern leisten, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Verwaltungsrat von ewb hat den Bau des Wärmeverbunds Bern-Wabern am 7. März 2025 und getragen von einem per Umfrage ermittelten „grossen Interesse“ der Bevölkerung beschlossen. Der Bau der Produktionsanlagen soll 2027 starten. Ab 2028 sei mit der ersten Wärmelieferung zu rechnen.

    Das Wärmeproduktionskonzept sieht konkret vor, die Energie aus Überschusswasser der Pumpstation Schönau zur thermischen Nutzung zu verwenden. Die Produktionsanlagen werden in die bestehende Heizzentrale der Wohnüberbauung Morillon an der Bondelistrasse eingebaut, heisst es.

    Mit dem jetzt unterzeichneten Zusammenarbeitsvertrag geht die Wärme- und Kälteversorgung in Wabern in die Zuständigkeit der ewb, die auch verantwortlich ist für die operative und finanzielle Verantwortung beim Bau.

    Der Wärmeverbund könne helfen, die Energiewende und den Klimaschutz zu fördern. Durch das nachhaltige Energieprojekt werde ein Ersatz geschaffen für viele Öl- und Gasheizungen in Wabern und in den angrenzenden Quartieren von Bern. „Ein Wärmeverbund ist in dicht bebauten Gebieten oft die einzige Lösung, um die Gebäude CO2-frei und wirtschaftlich mit erneuerbarer Energie zu heizen“, wird der Könizer Gemeinderat Hansueli Pestalozzi zitiert.

  • Rheinwasser und Abwärme als Energiequelle für Wärmeverbund

    Rheinwasser und Abwärme als Energiequelle für Wärmeverbund

    Der Stromversorger AEW Energie AG mit Sitz in Aarau investiert laut Medienmitteilung über 8 Millionen Franken in den neuen Wärmeverbund Augst BL. Dieser soll die bestehende AEW Contracting-Anlage in Pratteln BL ersetzen, die auf Basis von Holzpellets und Öl betrieben wird.  Das Baugesuch für den Wärmeverbund, der mit 100 Prozent erneuerbarer Energie betrieben wird, wurde eingereicht. Die erste Wärmelieferung soll während der Heizperiode 2025/26 erfolgen.

    Die Wärmezentrale wird in der Maschinenhalle des Kraftwerks Augst errichtet und nutzt die Abwärme der Kraftwerksgeneratoren sowie Rheinwasser als Wärmequellen.  Die Abwärme der Generatoren wird heute ungenutzt in den Rhein abgeführt. Mit dieser Kombination könne eine zuverlässige und nachhaltige Wärmeversorgung gewährleistet werden, heisst es von AEW. Drei Wärmespeicher mit je 16‘000 Litern dienen dem Ausgleich von Schwankungen und der Sicherung einer konstanten Versorgung.

    Die Wärme wird über ein rund 1,3 Kilometer langes Fernwärmenetz an die angeschlossenen Gebäude verteilt. Insgesamt wird laut der Mitteilung eine thermische Leistung von 2 Megawatt bereitgestellt, mit einem geplanten jährlichen Wärmeabsatz im Endausbau von 4400 Megawattstunden. Verglichen mit fossilen Heizsystemen entspreche das einer Reduktion von rund 1200 Tonnen CO2 jährlich.

    AEW begann laut der Mitteilung Anfang der 1990er-Jahre mit dem Aufbau von Anlagen für die Wärmeversorgung. Der erste Wärmeverbund wurde vor 30 Jahren in der Gemeinde Möhlin in Betrieb genommen. Heute betreibt die AEW 75 Wärmeverbunde und Contracting-Anlagen für Wärme und Kühlung im Kanton Aargau sowie den angrenzenden Kantonen. Die aktuelle Produktionskapazität beträgt über 230 Gigawattstunden im Jahr und vermeidet den Ausstoss von rund 55‘000 Tonnen CO2 pro Jahr.

  • Haus der Zukunft sichert sich weitere Mieter in Winterthur

    Haus der Zukunft sichert sich weitere Mieter in Winterthur

    Das Projekt Green Spin will die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Dafür wird in Winterthur das Haus der Zukunft mit 100 Prozent Nachhaltigkeit und 100 Prozent Arbeitsqualität gebaut, heisst es auf dem Internetauftritt von Green Spin. Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich hat das Projekt nun seine bereits zweite Ankermieterin gefunden, informiert Green Spin in einer Mitteilung.

    «Green Spin bietet den perfekten Rahmen für innovative Bildungsansätze», wird Peter Felix von Felix Partner Architektur Design, die das Projekt initiiert und entwickelt hat, dort zitiert. «Mit der Stiftung Sprachheilschulen im Kanton Zürich gewinnen wir einen weiteren Mieter, der unser Konzept von Offenheit, Vernetzung und zukunftsweisender Entwicklung ideal ergänzt.» Derzeit ist die Stiftung an vier Standorten in Zürich, Winterthur, Fahrweid im Limmattal und Stäfa aktiv.

    Green Spin hat im vergangenen Jahr seine Baugenehmigung erhalten, der Baustart soll noch in diesem Jahr erfolgen. Der Bezug kann voraussichtlich 2027 erfolgen. Neben der Stiftung hat sich bereits der Freizeitsportanbieter Padelta Räumlichkeiten im Green Spin reserviert.

    Green Spin soll jungen und etablierten Unternehmen ein ideales Umfeld bieten. Das Gebäude ist im modularen Holzbau angelegt und wird über eine Photovoltaikfassade und Windkraft für die eigene Energieversorgung verfügen. Das Projekt sieht neben hellen Arbeitswelten Orte der Begegnung wie einen Dachgarten, einen Hofwald und Marktgassen vor.

  • Gebäude tragen zur Netzstabilität bei

    Gebäude tragen zur Netzstabilität bei

    Die Transformation des Energiesektors bringt Herausforderungen mit sich. Erneuerbare Energien wie Photovoltaik liefern nicht konstant Strom, sondern unterliegen Wetterbedingungen und Tageszeiten. Die Stromversorgung muss daher flexibler werden, um Produktionsspitzen zu nutzen und Engpässe auszugleichen. Genau hier setzen automatisierte Gebäudesysteme an. Sie steuern Verbrauch und Einspeisung intelligent und entlasten das Netz.

    Vorausschauende Steuerung für maximale Effizienz
    Ein innovativer Algorithmus der Empa analysiert die Energieverfügbarkeit und das Nutzerverhalten, um den Energieverbrauch optimal zu steuern. So wird etwa überschüssige Solarenergie bevorzugt genutzt oder gespeichert, anstatt das Netz zu überlasten. Gleichzeitig bleibt der Komfort erhalten. Warmwasser oder Heizung stehen genau dann zur Verfügung, wenn sie benötigt werden.

    Erfolgreicher Praxistest im NEST-Gebäude
    In einem Pilotprojekt im NEST-Gebäude der Empa wurde der Algorithmus unter realen Bedingungen getestet. Dabei kamen eine Photovoltaik-Anlage, Batteriespeicher, eine Wärmepumpe und eine Ladestation für Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Die Ergebnisse zeigen, die CO2-Emissionen konnten um mehr als 10 Prozent gesenkt werden, ohne den Nutzerkomfort zu beeinträchtigen. Zudem konnte das Gebäude eigenständig mit dem Netz kommunizieren, um Lastspitzen abzufangen.

    Digitalisierung als Voraussetzung für skalierbare Lösungen
    Die Studie belegt, dass intelligente Energiesteuerung ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Energiezukunft ist. Damit solche Lösungen flächendeckend eingesetzt werden können, ist eine konsequente Digitalisierung erforderlich. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die IT-Infrastruktur nachhaltig bleibt. Empa-Forscher untersuchen daher bereits Möglichkeiten, alte Smartphones als Steuerungseinheiten für die Gebäudeautomation einzusetzen.

    Die Zukunft der Energieversorgung liegt in der Vernetzung intelligenter Systeme. Durch vorausschauendes Management können Gebäude nicht nur ihren eigenen Energiebedarf decken, sondern aktiv zur Netzstabilität beitragen.

  • Forschung zur Mobilität von morgen an der UZH

    Forschung zur Mobilität von morgen an der UZH

    Mobilität ist ein grundlegendes gesellschaftliches Bedürfnis und unterliegt einem stetigen Wandel. Neue Technologien, alternative Verkehrsmittel und politische Regulierungen verändern die Art, wie sich Menschen fortbewegen. Während der öffentliche Verkehr intensiv untersucht wird, fehlt es bislang an umfassender Forschung zur individuellen Mobilität. Diese Lücke soll nun durch das neu gegründete Forschungszentrum an der UZH geschlossen werden.

    Forschung mit interdisziplinärem Ansatz
    Das «UZH Center for the Future of Personal Mobility» untersucht ökonomische, ökologische und soziale Aspekte der Mobilität. Im Fokus stehen Themen wie Klimapolitik, neue Antriebstechnologien, digitale Vernetzung sowie die Zukunft der Lade- und Betankungsinfrastruktur. Ebenso analysiert das Zentrum den Wandel im Fahrzeugbesitz und die Rolle autonomer Fahrzeuge, Sharing-Modelle und App-basierter Mobilitätsdienste.

    Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg
    Das Zentrum wird am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt und eng mit anderen Disziplinen kooperieren. Neben der Wirtschaftswissenschaft sind Geographie, Psychologie, Ethik und digitale Technologien in die Forschung eingebunden. Ziel ist eine ganzheitliche Analyse der Mobilität, die wissenschaftliche Erkenntnisse in praxisnahe Lösungen überführt.

    Struktur und Entwicklung des Forschungszentrums
    Kernstück des Zentrums ist ein Lehrstuhl mit dem Schwerpunkt «Personal Mobility Management and Innovation», dessen Besetzung für das zweite Quartal 2025 geplant ist. Ergänzt wird die Professur durch vier Doktorandenstellen sowie eine Postdoc-Stelle. Das Zentrum wird schrittweise aufgebaut und in die bestehenden Forschungsstrukturen der UZH integriert.

    Wissenschaftliche Grundlagen für die Mobilität der Zukunft
    Mit der Gründung des Forschungszentrums leistet die UZH einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung der Mobilität von morgen. Durch interdisziplinäre Forschung und enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis sollen innovative Lösungen entwickelt werden, die nachhaltige und effiziente Mobilitätsformen fördern.

  • Empa eröffnet Quantenlabor

    Empa eröffnet Quantenlabor

    Das neue Empa-Labor «CarboQuant» hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Quantentechnologien auf Basis von Kohlenstoff zu entwickeln. Mit der Eröffnung des High-Tech-Labors am 30. Januar 2025 wurde ein erster Meilenstein erreicht. Die Forschung konzentriert sich auf Nano-Graphene und Kohlenstoff-Nanobänder, die erst vor wenigen Jahren synthetisiert wurden. Diese besonderen Moleküle könnten den Schlüssel zu neuartigen Sensoren, Kommunikationstechnologien oder Komponenten für Quantencomputer liefern.

    Modernste Technologie im Einsatz
    Das Herzstück des Labors bilden zwei hochmoderne Rastertunnelmikroskope. Diese Geräte ermöglichen es den Forschenden, nicht nur einzelne Atome sichtbar zu machen, sondern auch deren Quantenzustände zu steuern. Durch die Nutzung hochfrequenter Mikrowellenstrahlung können die Spins von Elektronen manipuliert werden. Eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung von Quantencomputern.

    Der Schlüssel zur Quantenwelt
    Der Spin, eine quantenmechanische Eigenschaft von Elektronen, kann zwei Grundzustände annehmen, «up» und «down». Im Gegensatz zu klassischen Bits, die entweder 1 oder 0 sind, können Quantenbits durch Überlagerung beide Zustände gleichzeitig einnehmen. Diese Vieldeutigkeit macht Quantencomputer so leistungsfähig und vielseitig.

    Expertise und Zukunftsvision
    Das «CarboQuant»-Team, unter der Leitung von Roman Fasel und Yujeong Bae, bewegt sich an der Spitze der wissenschaftlichen Forschung. Bae, eine der wenigen Expertinnen weltweit auf diesem Gebiet, wird die neue Forschungsgruppe für Quantenmagnetismus leiten. Ziel ist es, die Quantenkontrolle erstmals an Nano-Graphenen zu demonstrieren und langfristig quantenbasierte Geräte zu entwickeln, die bei Raumtemperatur funktionieren.

    Ausblick und Ziele
    Das Projekt läuft bis 2032 und wird von der Werner Siemens-Stiftung unterstützt. Die Forschenden arbeiten daran, eine Materialplattform für kohlenstoffbasierte Quantenmaterialien zu schaffen. Mit der Eröffnung des neuen Labors sind sie diesem Ziel ein gutes Stück nähergekommen. Die Vision, sichere, leistungsfähige und nachhaltige Quantentechnologien, die unseren Alltag revolutionieren könnten.

  • Wiederverwendung von Bauteilen

    Wiederverwendung von Bauteilen

    Die Wiederverwendung von Bauteilen hat in den letzten Jahren sowohl medial als auch in der Praxis an Bedeutung gewonnen. Diese Methode trägt dazu bei, die graue Energie in der Immobilienbranche erheblich zu reduzieren. Dr. Andreas Oefner von der Zirkular GmbH zeigt auf, wie durch gezielte Massnahmen und innovative Projekte die Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie gefördert wird.

    Grundlagen und Prozesse
    Zusammen mit der ZHAW hat Zirkular die grundlegenden Abläufe und Arbeitspakete in den SIA-Phasen definiert. Dabei wurden wichtige Dokumente wie Fachplanungsverträge, Übergabevereinbarungen und Wiedereinbauklauseln erarbeitet und online zugänglich gemacht. Diese Massnahmen haben den Einsatz von wiederverwendeten Bauteilen in Bauprojekten deutlich erweitert.

    Erfolgreiche Umsetzung in Projekten
    Architekturwettbewerbe integrieren zunehmend Anforderungen zur Kreislaufwirtschaft. Bauteilkataloge und Gebäudescreenings helfen dabei, potenzielle Bauteile aus Rückbauten zu identifizieren und in neue Projekte zu integrieren. Diese Bauteile werden definiert, erworben, rückgebaut, eingelagert und schliesslich wieder eingebaut. Die Bandbreite der wiederverwendeten Bauteile reicht von komplexen Tragstrukturen bis hin zu einfachen Heizkörpern und Fassadenmaterialien.

    Erhebliche Emissionseinsparungen
    Die Einsparungen durch die Wiederverwendung von Bauteilen sind beeindruckend. Auf Bauteilebene betragen die Emissionseinsparungen gegenüber neu produzierten Bauteilen etwa 90%. Auf Projektebene konnten in bereits umgesetzten Projekten zwischen 10-50% der Erstellungsemissionen eingespart werden.

    Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
    Trotz der erzielten Fortschritte bleiben Herausforderungen. Die Prozesse der Wiederverwendung müssen stärker in den Projekten verankert werden. Zudem bedarf es weiterer Abklärungen bei der Einschätzung von Bauteilkategorien, um die Wiederverwendbarkeit zu gewährleisten. Auch die Rahmenbedingungen der Bauwirtschaft müssen neu sortiert werden, um die Wiederverwendung von Bauteilen als Teil einer umfassenden Strategie zur Emissionsreduktion zu etablieren.

    Verantwortung und Innovation
    Gute Planer zeichnen sich dadurch aus, dass sie die richtigen Strategien für ihr Projekt auswählen und dabei ihre Verantwortung gegenüber dem Projekt und der Gesellschaft wahrnehmen. Die Wiederverwendung von Bauteilen ist ein wichtiger Baustein, um die exorbitanten Emissionen der Bauwirtschaft zu reduzieren und gleichzeitig den Bestand weiter zu nutzen und umzubauen.

  • Kooperation bei Optimierung von Rechenzentren

    Kooperation bei Optimierung von Rechenzentren

    Die BKW und das Jungunternehmen K51 aus Eschenz spannen in einem innovativen Projekt für Rechenzentren zusammen. K51 platziert Server und Rechenzentren an Orten wie Gewächshäusern, damit die Abwärme aus der Rechenleistung zum Heizen eingesetzt werden kann. «Wir liefern fossilfreie Wärme frei Haus und nutzen Rechenleistung als innovativen Brennstoff», wird Benoît Stroelin, Co-Gründer und CEO von K51, in einer Mitteilung der BKW zitiert. «Unser Ziel ist es, die Energieverschwendung im High Performance Computing (HPC) massgeblich zu reduzieren und so einen relevanten Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten.»

    In Zusammenarbeit mit der BKW hat das erste reguläre Rechenzentrum von K51 einen massgeschneiderten Bezugsvertrag für Strom bekommen. Dabei wird der Betrieb der Anlage über eine tägliche Spotpreisprognose von BKW Energy gesteuert, so dass die Rechenleistungen in den jeweils günstigsten Stunden durchgeführt werden.

    Darüber hinaus bindet die BKW die Rechenzentren von K51 an den Regelenergiemarkt an. Auf diese Weise kann die Berner Energieversorgerin die einzelnen Rechenzentren zum Erhalt der Netzstabilität bei Bedarf an- oder abschalten. «K51 erfüllt punkto Systemsteuerung und Flexibilität genau die Anforderungen, welche es für ein solches Modell braucht», wird Thomas Egli, Leiter Business Enabling bei BKW Energy, in der Mitteilung zitiert. «Wir arbeiten eng zusammen, um zusätzliches Potential beispielsweise bei der Ausgleichsenergie realisieren zu können.»

  • Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Thurgauer Bank setzt auf Solarenergie in Arbon

    Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat auf dem Dach ihrer Filiale in Arbon eine neue Photovoltaikanlage installiert. Wie es in einer Mitteilung heisst, ist die neue Anlage mit 500 Quadratmetern die grösste, die die Bank in Betrieb genommen hat. Sie soll jährlich etwa 105‘000 Kilowattstunden Strom liefern. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 21 Haushalten.

    Der auf dem Dach produzierte Strom soll in erster Linie für den Betrieb der Geschäftsstelle genutzt werden. Je nach Bedarf deckt er zwischen 25 und 40 Prozent des Energiebedarfs der Bankfiliale ab, heisst es in der Mitteilung. Des Weiteren versorgt die Solaranlage drei Ladestationen für E-Autos in der benachbarten Tiefgarage des Einkaufszentrums Novaseta. Überproduzierter Strom soll darüber hinaus in das öffentliche Netz eingespeist werden.

    Mit der neuen Anlage will die TKB ihr Engagement für nachhaltige und erneuerbare Energie unterstreichen und den CO2-Ausstoss vor Ort senken.

  • Berner Kantonalbank setzt auf klimafreundliche Hypotheken

    Berner Kantonalbank setzt auf klimafreundliche Hypotheken

    Die Berner Kantonalbank will die Treibhausgasemissionen aus ihrem Hypothekarportfolio bis 2030 deutlich senken. Dafür unterstützt die BEKB energetische Sanierungen mit der Einführung von myky-Hypotheken, informiert die BEKB in einer Mitteilung. Sie beruhen auf dem Sanierungsrechner der Online-Plattform myky.

    «Unsere Kundinnen und Kunden profitieren beim ökologischen Sanieren ihrer Eigenheime von Vorzugskonditionen», wird BEKB-CEO Armin Brun in der Mitteilung zitiert. «Gleichzeitig fördern wir als Bank die Reduktion der CO2-Emissionen in unserem Marktgebiet.» Bis 2030 sollen die Emissionen aus finanzierten Wohnliegenschaften um 45 und die aus anderen Liegenschaften um 35 Prozent gesenkt werden.

    Die Plattform myky wurde Ende 2021 von der BEKB gemeinsam mit Energie Wasser Bern und Gebäudeversicherung Bern lanciert. Das Jungunternehmen ist auf praktische Tipps und Werkzeuge zur Unterstützung von Eigenheimbesitzenden spezialisiert. Aktuell sind neben der BEKB 16 weitere Kantonalbanken beteiligt, die von der NNH Holding AG vertreten werden.

  • Gemeinde Thalwil setzt auf Fernwärme mit neuer Wärmeversorgung

    Gemeinde Thalwil setzt auf Fernwärme mit neuer Wärmeversorgung

    Um eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung der Bevölkerung zu ermöglichen, ist im Februar 2025 die Wärme Thalwil AG gegründet worden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist das Unternehmen Ergebnis der Zusammenarbeit der Gemeinde Thalwil mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ). An der gegründeten Gesellschaft sind Thalwil mit 49 Prozent und die EKZ mit 51 Prozent beteiligt. Der Gründung ist ein Bürgerentscheid vom September 2024 vorangegangen, an dem 79,8 Prozent der Stimmberechtigten für das neue Unternehmen gestimmt hatten.

    «Mit der Gründung der Wärme Thalwil AG setzen wir ein klares Zeichen für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Wärmeversorgung auf unserem Gemeindegebiet», wird Andy Fellmann, Gemeindeingenieur von Thalwil, in der Mitteilung zitiert. «Zudem können durch die Zusammenarbeit von Gemeinde und EKZ Synergien genutzt und die bereits bestehende Infrastruktur effizient weiterentwickelt werden.»

    Martin Nicklas, Verwaltungsratspräsident der Wärme Thalwil AG und Leiter Energielösungen und Energiecontracting bei EKZ, nennt als Ziel der Neugründung, 3000 Bürgerinnen und Bürger mit nachhaltiger Wärme zu versorgen. In einem nächsten Schritt soll ein zusätzlicher Wärmeverbund geschaffen werden, ein Entscheid darüber soll 2026 getroffen werden.

  • Was wirklich zählt bei Enthärtungsanlagen

    Was wirklich zählt bei Enthärtungsanlagen

    Kalk im Leitungswasser führt zu zahlreichen Problemen. Er verschlechtert die Energieeffizienz von Geräten, verkürzt die Lebensdauer von Sanitärinstallationen und erhöht den Verbrauch von Seifen und Waschmitteln. In vielen Regionen der Schweiz, insbesondere im Mittelland und im Jurabogen, ist das Wasser stark kalkhaltig, weshalb Hunderttausende Gebäude bereits mit Enthärtungsanlagen ausgestattet sind.

    Wie funktioniert die Wasserenthärtung?
    Bei der Wasserenthärtung werden Kalzium- und Magnesium-Ionen aus dem Wasser entfernt. Nur so lassen sich Kalkrückstände effektiv verhindern und der Verbrauch von Waschsubstanzen reduzieren. Es gibt verschiedene Verfahren, darunter physikalische Methoden, die den Kalk lediglich umwandeln, ohne ihn zu entfernen. Diese Methoden sind oft unwirksam und können die Erwartungen der Verbraucher nicht erfüllen.

    Ionen-Austausch-Verfahren
    Das Ionen-Austausch-Verfahren hat sich in der Gebäudetechnik bewährt. Es entfernt Kalk effizient aus dem Trinkwasser, indem das Wasser durch Behälter mit Ionen-Austauscher-Harz fliesst. Die Kalzium- und Magnesium-Ionen bleiben am Harz hängen und werden durch Natrium-Ionen ersetzt. Dieses Verfahren ist sicher und sparsam im Salzverbrauch, da moderne Anlagen den Salzbedarf minimieren.

    Physikalische Verfahren oft wirkungslos
    Physikalische Entkalkungsmethoden versuchen, den Kalk in eine Form umzuwandeln, die keine Ablagerungen bildet. Diese Verfahren enthärten das Wasser jedoch nicht wirklich. Untersuchungen haben gezeigt, dass solche Methoden oft nicht den gewünschten Effekt erzielen. Seriöse Anbieter können ihre Wirksamkeit mit einem Prüfzertifikat nach W512 des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches nachweisen.

    Auf etablierte Verfahren setzen
    Wer eine Enthärtungsanlage installieren möchte, sollte auf bewährte Verfahren wie den Ionen-Austausch setzen. Diese Technologie ist gut erforscht und bietet nachweisliche Ergebnisse. Physikalische Verfahren hingegen sind oft unwirksam und können die Erwartungen der Verbraucher enttäuschen. Es ist wichtig, die Wasserhärte vor und nach der Installation einer Anlage zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Enthärtung tatsächlich stattfindet.

  • Immer mehr Haushalte speichern Strom

    Immer mehr Haushalte speichern Strom

    Die Nachfrage nach Stromspeichern in Deutschland und der Schweiz wächst rapide. Immer mehr Haushalte mit Photovoltaikanlagen entscheiden sich für Batteriespeicher, um überschüssige Energie zu speichern. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft wurden 2024 rund 580’000 neue Heimspeicher installiert, was die Gesamtzahl auf etwa 1,8 Millionen erhöht.

    Ein Hauptgrund für diese Entwicklung ist die Möglichkeit, selbst erzeugten Solarstrom effizienter zu nutzen. Ohne Speicher wird nur etwa 20 % des erzeugten Stroms direkt verbraucht. Mit einem Batteriespeicher steigt der Eigenverbrauch auf bis zu 80 %, was die Stromkosten langfristig senkt.

    Wirtschaftliche und technische Aspekte
    Die Kosten für Batteriespeicher sind in den letzten zehn Jahren um 75 % gesunken. Eine typische Anlage mit 10 kWh Kapazität kostet zwischen 7’000 und 12’000 Euro. Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Grösse der Solaranlage, der Eigenverbrauchsquote und den Strompreisen ab. Förderprogramme können die Investition zusätzlich attraktiver machen.

    Ein Speicher amortisiert sich in der Regel nach 10 bis 15 Jahren. Moderne Lithium-Ionen-Akkus halten etwa 15 bis 20 Jahre, was die Investition langfristig rechtfertigt.

    Vorteile für Elektromobilität und Energiesystem
    Batteriespeicher unterstützen auch die Elektromobilität. E-Auto-Besitzer können ihre Fahrzeuge mit eigenem Solarstrom laden, was besonders nachts von Vorteil ist. Diese Flexibilität trägt zur Stabilisierung des Stromnetzes bei und fördert die Integration erneuerbarer Energien.

    Grosse Energieversorger erkennen das Potenzial von Heimspeichern zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und Stabilisierung der Energiepreise. Langfristig könnten sie auch netzdienlich eingesetzt werden, um Netzkosten zu senken.

    Kontinuierlicher Anstieg der Stromspeicher
    In der Schweiz steigt die Zahl der Haushalte mit Stromspeichern kontinuierlich. Ende 2023 lag die installierte Speicherkapazität bei 607’000 kWh, was ausreicht, um 65’000 Haushalte einen Tag lang mit Strom zu versorgen. Der Wunsch nach erhöhter Autarkie treibt diese Entwicklung an.

    Eine Investition in die Zukunft
    Batteriespeicher bieten zahlreiche Vorteile für Haushalte und das gesamte Energiesystem. Sie erhöhen den Eigenverbrauch von Solarstrom, senken die Stromkosten und unterstützen die Elektromobilität. Mit sinkenden Preisen und zunehmender Förderung wird die Investition in einen Batteriespeicher immer attraktiver.

  • Zukunft der Wasserstoffwirtschaft Schweiz

    Zukunft der Wasserstoffwirtschaft Schweiz

    Die Wasserstoffwirtschaft steht vor einem entscheidenden Wendepunkt. Um den Markthochlauf effizient zu gestalten, bedarf es einer starken Vernetzung zwischen Produzenten, Abnehmern und Transportdienstleistern. Hier setzt MatcH2 an, eine innovative digitale Plattform, die von Axpo initiiert und gefördert wird. Diese Plattform soll die verschiedenen Akteure im Wasserstoffmarkt zusammenbringen und somit einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten.

    Axpo als treibende Kraft
    Axpo hat sich zum Ziel gesetzt, die Wasserstoffwirtschaft in der Schweiz und Europa aktiv voranzutreiben. Mit dem Sponsoring von MatcH2 schafft Axpo ein Netzwerk, das Abnehmer, Produzentinnen und Transportdienstleister verbindet. Michael Limacher betont: «Wir zeigen das verfügbare Angebot an grünen Molekülen auf und stärken somit das Vertrauen potenzieller Abnehmer in eine verlässliche Versorgung.»

    Innovation durch Zusammenarbeit
    Die Idee entstand aus der Zusammenarbeit zwischen Axpo und dem Startup Hub Bluelion. Simon Weiher, hebt die Bedeutung von Open Innovation hervor: «Die Partnerschaft mit Bluelion hilft uns, die richtigen Startups für ausgewählte Herausforderungen zu finden. Es freut mich, dass dieser Ansatz auch bei diesem Vorhaben erfolgreich war.»

    Planungssicherheit für alle Beteiligten
    Damit der Markthochlauf gelingt, sind sowohl Produzentinnen als auch Abnehmer auf Planungssicherheit angewiesen. Die Plattform informiert Verbraucher über die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff in der Schweiz und bietet Produzenten eine Übersicht über den selbstdeklarierten Wasserstoffbedarf der Abnehmer. Dies schafft Planungssicherheit für Produktionsprojekte und ermöglicht eine koordinierte Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft.

    Vernetzung und gemeinsamer Markt
    Die Plattform fördert den Austausch im Wasserstoffmarkt und schliesst auch Dienstleister ein, die den Transport zwischen Produzenten und Verbrauchern sicherstellen. Luka Cuderman, betont: «MatcH2 ist keine Handels-, sondern eine Vernetzungsplattform.» Guy Bühler ergänzt: «Durch das Engagement verschiedener H2-Player unterstützt die Plattform aktiv die Entwicklung des Wasserstoffmarkts in der Schweiz.»

    Ein Schritt in Richtung Energiewende
    Mit MatcH2 schafft das Unternehmen eine solide Grundlage für Fortschritte rund um die Dekarbonisierung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Die Plattform zeigt eindrucksvoll, wie durch innovative Vernetzung und Zusammenarbeit die Zukunft der Wasserstoffwirtschaft gestaltet werden kann.

  • Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neue Technologie speichert CO₂ dauerhaft in Recyclingbeton

    Neustark und das Gemeinschaftsunternehmen RECULAR der Oettinger-Gruppe und von peterbeton spannen für die dauerhafte Speicherung von CO2 in Recyclingbeton zusammen. RECULAR mit Sitz in Baden-Baden hat die Technologie von Neustark zur Bindung von CO2 in Granulat aus Abbruchbeton in den vergangenen Monaten in einer Pilotanlage in der Region Karlsruhe getestet, informiert Neustark in einer Mitteilung. Am 26. Februar haben die Partner die Technologie und die ersten Ergebnisse aus der Pilotanlage auf einer Veranstaltung präsentiert.

    Das Pilotprojekt bildet die Basis für eine weitere Zusammenarbeit von Neustark, Oettinger-Gruppe und peterbeton. «Wir können durchschnittlich 10 Kilogramm CO2 pro Tonne Abbruchmaterial speichern und machen es damit zu einer CO2-Senke», wird Thomas Karcher, Geschäftsführer von peterbeton, in der Mitteilung zitiert. Sein Unternehmen ist im Projekt für die Verarbeitung und Verbreitung des CO2-angereicherten Recyclingbetons zuständig. Die Oettinger-Gruppe übernimmt Beschaffung und Aufbereitung des Abbruchbetons.

    «Wir schätzen es sehr, mit unseren Partnern Oettinger und peterbeton zusammenzuarbeiten, um die erste CO2-Speicheranlage dieser Art in Karlsruhe und die dritte in Deutschland zu eröffnen», erklärt Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von Neustark. «Dieses Projekt zeigt auf, wie innovative Technologien und lokale Zusammenarbeit die Zukunft gestalten können.» Derzeit sind in Europa 29 Anlagen mit der Technologie von Neustark in Betrieb. Darüber hinaus ist Neustark an der Planung oder dem Bau weiterer 30 Anlagen beteiligt.