Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Zürichsee heizt Liegenschaften im Riesbach-Quartier

    Seit dem 26. Februar werden die ersten 80 Liegenschaften im Zürcher Quartier Riesbach mit Wärme aus dem Energieverbund Tiefenbrunnen geheizt, informiert Energie 360° in einer Mitteilung. Bei der für 2032 angepeilten Fertigstellung des Energieverbunds soll die Zahl der mit Wärme aus dem Wasser des Zürichsees geheizten Liegenschaften auf etwa 400 angestiegen sein. In das Projekt hat Energie 360° rund 60 Millionen Franken investiert.

    «Wir haben mit der Inbetriebnahme der Hauptzentrale einen wichtigen Meilenstein erreicht und sind stolz auf den Beitrag zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung im Gebiet Tiefenbrunnen», wird Gesamtprojektleiter Andreas Abdon von Energie 360° in der Mitteilung zitiert. Für Dženan Draganović von Liegenschaften Stadt Zürich wiederum sind Energieverbünde wie der nun in Betrieb genommene entscheidend für das eigene Netto-Null-Ziel: «Wir haben uns vorgenommen, bis 2035 alle Liegenschaften ohne fossile Brennstoffe zu beheizen.»

    Im Endausbau kann der Energieverbund Tiefenbrunnen rund 5300 Einwohnende von Tiefenbrunnen mit erneuerbarer Wärme aus dem Zürichsee versorgen. Durch den Ersatz fossiler Heizungen können dabei 6500 Tonnen CO2 jährlich vermieden werden, schreibt Energie 360°.

  • Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Flughafenregion Zürich gibt sich Fachbeirat für Nachhaltigkeit

    Die FRZ Flughafenregion Zürich verstärkt ihr Engagement für Nachhaltigkeit. Sie habe am 6. Februar einen Nachhaltigkeits-Fachbeirat gegründet, informiert das Wirtschaftsnetzwerk in einer entsprechenden Mitteilung. «Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen und die Gesellschaft», heisst es dort zu den Hintergründen der Entscheidung.

    Der neue Fachbeirat soll als «führendes Kompetenzzentrum» für nachhaltige Innovationen in der Region fungieren. Konkret hat er das Ziel, Unternehmen, Städten und Gemeinden bei der Einführung nachhaltiger Geschäftsmodelle zur Seite zu stehen. Dazu sollen Best Practices gefördert und Agierende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik miteinander in Verbindung gebracht werden.

    Zu den Aufgaben des neuen Fachbeirats wird auch die Vergabe des FRZ Excellence Awards gehören. Mit ihm werden jährlich herausragende Leistungen in Ökologie, sozialer Verantwortung und Innovation von Mitgliedsunternehmen der FRZ Flughafenregion Zürich gewürdigt.

    Dem Nachhaltigkeits-Fachbeirat gehören unter anderem Mario Angst von der Universität Zürich, Willi Gärtner von Planzer, Thomas Meier vom Swiss Safety Center und die ehemalige Geschäftsführerin der Greater Zurich Area, Sonja Wollkopf, an. Insgesamt sind im Fachbeirat vier Frauen und neun Männer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vertreten. Die vollständige Liste der Mitglieder inklusive Verlinkung auf ihre LinkedIn-Profile hält die FRZ Flughafenregion Zürich in der Mitteilung bereit.

  • Nachhaltige Energieversorgung für Frick

    Nachhaltige Energieversorgung für Frick

    Der in Basel ansässige Energieversorger IWB hat die Inbetriebnahme des Wärmeverbunds Frick bekannt gegeben. Nebst der neuen Heizzentrale mit zwei Holzkesseln und zwei Wärmespeichern ist ein Wärmenetz in Länge von 2,1 Kilometern in Betrieb genommen worden, heisst es in einer Mitteilung. Ab dem 4. März soll der Ausbau der letzten Abschnitte in der ersten Baustufe in Angriff genommen werden.

    Damit werden in einigen Quartieren von Frick Privathaushalte und Betriebe mit erneuerbarer Fernwärme versorgt. Die Befeuerung der Holzkessel wird mit regionalen Holzhackschnitzeln vorgenommen, die aus dem Forstbetrieb Thiersteinberg stammen.

    Aufgrund der grossen Nachfrage prüft die IWB bereits die Erweiterung des Versorgungsgebiets in den Ortsteilen Ob em Dorf und Chilmet. Sowohl die jetzigen als auch die künftigen Bauten sind mit einer Reihe von Verkehrseinschränkungen verbunden, welche von Gemeinde und Kanton je nach Bedarf angepasst werden. Die IWB lädt für den 5. April 2025 zu einem Tag der offenen Tür auf dem Areal der Heizzentrale ein.

  • Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Sonnenschutz für historische Architektur in Spanien

    Der in Aadorf ansässige Sonnenschutzhersteller Griesser ist an der Rekonstruktion und am Umbau des denkmalgeschützten ehemaligen Klosters San Agustín im südwestspanischen Badajoz beteiligt. Dieses wird zu einer Kunstgewerbeschule umgestaltet. Wie es in einer Mitteilung heisst, bietet das geradlinig geschnittene Gebäude gute Voraussetzungen für eine Bildungseinrichtung. Bereits in seiner Vergangenheit wurde das frühere Kloster als Kaserne, Gerichtsgebäude oder Schule genutzt.

    In den jetzigen Umbau sollen auch die Kreuzgänge in den Schulbetrieb eingegliedert werden. Deren Arkaden werden grossflächig verglast und benötigen Sonnenschutz. Griesser liefert hierzu sein System Solomatic 80. Die massgeschneiderten Lamellenstores bieten einerseits eine gute Beschattung und ermöglichen andererseits eine gute Versorgung mit natürlichem Licht. Sowohl das klassische Design der Lamellen als auch ihre Farbgestaltung in RAL 7022, ein nahezu anthrazitfarbener Grauton, passen in das historische Bild des Gebäudes.

    Zudem wird der Einfall von Tageslicht automatisiert gesteuert. Durch die somit entstehende «harmonische Atmosphäre» soll «die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden der Studierenden» gesteigert werden.

  • Luzern setzt auf Energie aus dem See

    Luzern setzt auf Energie aus dem See

    Die Stadt Luzern und der örtliche Versorger energie wasser luzern (ewl) wollen gemeinsam Möglichkeiten schaffen, mit Energie aus dem Vierwaldstättersee einen Teil des Wärmebedarfs der Stadt zu decken. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen mit der Umstellung auf See-Energie die Treibhausgasemissionen aus Gas, Öl, Benzin, Diesel und Kerosin bis 2040 auf Null gesenkt werden.

    Um das Ziel zu erreichen, sind von den Partnern mögliche Standorte für grösstenteils unterirdische Energiezentralen in Betracht gezogen worden. Aus einer Auswahl von 100 möglichen Standorten haben sich im vorläufigen Verfahren fünf herauskristallisiert: Drei Standorte liegen am linken Seeufer, je einer am rechten Seeufer und im Versorgungsgebiet Würzenbach.

    Die Standorte haben sich nach einer umfangreichen Analyse als die geeignetsten gezeigt. Berücksichtigt wurden neben der Energieausbeute auch Eigentumsverhältnisse sowie Kriterien wie Naturschutz und gesellschaftliche Belastungen. Städtebauliche und Machbarkeitsstudien sollen bis Mitte 2025 vorliegen. Bei zu starken Interessenkonflikten werden Ausweichstandorte avisiert.

    «Es war deshalb zentral, städtische und kantonale Fachstellen sowie verschiedene Naturschutz- und Planerverbände bei der Suche nach geeigneten Standorten einzubeziehen», wird Martin Arnold, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Realisierung von ewl, in der Mitteilung zitiert. «So konnten wir die verschiedenen Interessen abholen und aufeinander abstimmen.»

  • Kompetenzzentrum für gesunde Räume entsteht in Felben-Wellhusen

    Kompetenzzentrum für gesunde Räume entsteht in Felben-Wellhusen

    Die raumwerke manufaktur AG hat laut einer Mitteilung ihren Sitz und ihre Produktion von Frauenfeld ins benachbarte Felben-Wellhusen verlegt. Das aus einer Schreinerei hervorgegangene Unternehmen entwickelt Raumelemente, die Natur in die Wohn- und Arbeitsumgebung von Menschen bringen.

    Die Idee dahinter: Natürliche Materialien beeinflussen die Luftfeuchtigkeit, die Akustik und die Raumqualität insgesamt. Raumwerke verbaut dabei etwa Kork, Moos und Steinfurnier. Dabei geht es immer auch darum, möglichst keinen Abfall zu erzeugen. Der neue Standort erlaubt es, die Grundidee in Erlebnisräumen sichtbar zu machen.

    Patrick Hangartner setzt dabei auf Zusammenarbeit mit anderen Anbietern. Raumwerke hat deshalb das Netzwerk Natur im Raum geschaffen. Der neue Standort in Felben wird dabei schrittweise zu einem Kompetenzzentrum für gesunde Räume ausgebaut. «Wir sind offen für weitere Partnerfirmen», sagt der Geschäftsführer und Präsident des Verwaltungsrates der raumwerke manufaktur AG.

    Wie eine solche Zusammenarbeit verschiedener Anbieter aussehen kann, zeigt das Coworking, das die Rent.Group im Klybeck-Areal in Kleinbasel möbliert. Dort haben raumwerke und FARMii, eine Marke der FrugalTec in Diepoldsau SG, gemeinsam temporäre Moos- und Salatwände installiert.

  • Kristalle als Datenspeicher der Zukunft

    Kristalle als Datenspeicher der Zukunft

    Seit der Erfindung der Lochkarten hat sich die Datenspeicherung rasant weiterentwickelt. Von magnetischen Festplatten über USB-Sticks bis hin zu Cloud-Speichern. Doch die physikalischen Grenzen klassischer Speichermedien setzen der Kapazität enge Schranken. Ein Forscherteam der University of Chicago hat nun eine innovative Methode entwickelt, die das Speichern von Daten auf atomarer Ebene ermöglicht.

    Wie Kristalldefekte als Speichermedium genutzt werden
    Das Team um Tian Zhong, Assistenzprofessor an der Pritzker School of Molecular Engineering, nutzt gezielt Defekte in der Kristallstruktur, um digitale Daten zu speichern. Dabei ersetzen einzelne fehlende Atome die klassischen Speicherzellen. „Jede Speicherzelle besteht aus einem einzigen Defekt – einem fehlenden Atom“, erklärt Zhong. Diese Technik ermöglicht es, Terabytes an Daten in einem winzigen Kristall von nur einem Millimeter Größe zu speichern.

    Optische Kontrolle durch Seltene Erden
    Der Prozess basiert auf den einzigartigen optischen Eigenschaften von Praseodym-Ionen, eingebettet in einen Yttriumoxid-Kristall. Durch den gezielten Einsatz von UV-Licht lassen sich Elektronen freisetzen und in den Defekten speichern. Je nachdem, ob sich ein Elektron in einer Lücke befindet oder nicht, entsteht eine binäre Information – ähnlich der klassischen Einsen und Nullen in digitalen Speichern.

    Dank dieser Methode können Milliarden von Speicherzellen auf minimalem Raum untergebracht werden. Das bedeutet eine Speicherdichte, die herkömmliche Technologien weit übertrifft und völlig neue Möglichkeiten für die Mikroelektronik und optische Datenspeicherung eröffnet.

    Energieeffizient und platzsparend: Die Zukunft der Datenspeicherung
    Neben der enormen Speicherkapazität bietet diese neue Technologie weitere entscheidende Vorteile.

    • Platzsparend: Die winzigen Kristalle benötigen nur einen Bruchteil des Raums herkömmlicher Speichermedien.
    • Energieeffizient: Da keine mechanischen Komponenten erforderlich sind, wird weniger Energie verbraucht.
    • Langlebig: Kristalle sind widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse und könnten Daten über lange Zeiträume sicher speichern.

    Zhong sieht in der Methode einen Paradigmenwechsel: „Wir entwickeln eine neue Generation mikroelektronischer Speichergeräte, eine quantuminspirierte Technologie, die das Speichern und Abrufen von Daten auf eine völlig neue Stufe hebt.“

    Mit diesem Durchbruch könnte eine neue Ära der hochdichten, effizienten und skalierbaren Datenspeicherung beginnen und Kristalle könnten künftig als eines der wichtigsten Speichermedien in der digitalen Welt dienen.

  • Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Logistikzentrum in Bedano wird vollständig fossilfrei betrieben

    Das Fleischverarbeitungsunternehmen Ernst Sutter AG aus Gossau betreibt sein Tessiner Logistikzentrum am Standort Bedano ohne Nutzung fossiler Energie. Die Stromversorgung aller notwendigen Anlagen wird zu 45 Prozent aus Solarenergie und zum Rest aus Wasserkraft gedeckt, heisst es in einer Mitteilung. Der Solarstrom entsteht durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Zentrums, auf dem die 271 Quadratmeter grosse Anlage jährlich 55‘000 Kilowattstunden Strom erzeugt.

    Das Heizungssystem wurde von Ölheizung auf Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage umgestellt. Die von den Kühlsystemen abgezogene Wärme wird zur Aufbereitung von Warmwasser verwendet.

    Mit den Firmenstandorten in Gossau und in Bazenheid SG ist Bedano jetzt der dritte Standort des Unternehmens, der fossilfrei mit Energie versorgt wird. «Wir setzen uns ambitionierte Ziele, um unseren ökologischen Fussabdruck kontinuierlich zu verringern und so zu einer nachhaltigeren Zukunft beizutragen», wird Reto Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung, in der Mitteilung zitiert. «Der Ausbau erneuerbarer Energien an unseren Standorten spielt dabei eine zentrale Rolle.»

  • Monitoring zu Naturgewalten soll Immobilienbranche helfen

    Monitoring zu Naturgewalten soll Immobilienbranche helfen

    Die Immobiliendienstleisterin SMG Swiss Marketplace Group AG (SMG) hat zusammen mit der Tochtergesellschaft IAZI eine datenbasierte Monitoring-Lösung zum Erkennen von potenziellen Naturgefahren entwickelt. Die Lösung sei imstande, für jeden Standort in der Schweiz Angaben zu den regional unterschiedlichen relevanten Naturrisiken zu machen. Dazu zählen Hochwasser, Oberflächenabfluss, Hagel, Sturm, Steinschlag und Felssturz, Erdbeben, Lawinen und Rutschungen. Zugleich nimmt das Monitoring eine Einstufung in die standardisierten Gefahrenklassen «erheblich» und «mittel» vor. Dadurch werden potenzielle Naturgefahren für alle Akteure im Immobilienbereich transparent dargestellt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Wie SMG schreibt, werden Gefahren durch Naturkatastrophen oftmals nicht ausreichend wichtig genommen. So hätten bei einer Entscheidung für die Wohnlage die Aussicht, die Versorgung mit Geschäften, Arztpraxen und Kinderbetreuung oder die Anbindung an den öffentlichen Verkehr den Vorrang. Potenzielle Naturgefahren hingegen blieben bei einer Bewertung der Immobilie aussen vor.

    SMG nimmt Bezug auf Daten des Bundesamtes für Umwelt. Dieses schätzt, dass 7 Prozent der Schweizer Bevölkerung an Orten leben, die von Lawinen, Rutschungen, Felsstürzen oder Steinschlag betroffen sein können. Eine Gefährdung durch Überschwemmungen drohe sogar 20 Prozent der Bevölkerung. «Zur langfristigen Festlegung der Liegenschaftsstrategie gehört es dazu, neben Renovations- und Finanzierungsthemen auch die naturbezogenen Klimarisiken zu berücksichtigen und vorausschauend abzusichern», wird Roman Ballmer zitiert, stellvertretender CEO bei IAZI.

    In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.

  • Unternehmen für digitale Gebäudelösungen erhält Bestnote für Klimaschutz

    Unternehmen für digitale Gebäudelösungen erhält Bestnote für Klimaschutz

    KONE hat vom Carbon Disclosure Project (CDP) die Note A für herausragende Umwelttransparenz und Klimaschutzmassnahmen erhalten. Der weltweit aktive Produzent von Aufzügen, Fahrtreppen und Automatiktüren mit Sitz im finnischen Espoo und Schweizer Zentrale in Brüttisellen gehört damit zu den wenigen unter insgesamt 25’000 bewerteten Unternehmen mit einer Bestnote, informiert KONE in einer Mitteilung. Zudem hat CDP das Unternehmen bereits zum zwölften Mal in Folge mit der Note A oder A- bedacht. KONE sieht dies als Bestätigung für sein konsequentes Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement.

    «Es ist für uns eine Ehre, einen Platz auf der angesehenen A-Liste des CDP für Klimaschutz zu erhalten», wird Kirsi Simola-Laaksonen, Senior Vice President Nachhaltigkeit und Umwelt bei KONE, in der Mitteilung zitiert. «Wir beschleunigen unsere Bemühungen, unsere Kohlenstoffemissionen zu reduzieren und unsere Kunden bei der Dekarbonisierung zu unterstützen.» So tragen die Technologien von KONE beispielsweise zur Reduktion des Energieverbrauchs von Aufzügen bei, erläutert die KONE-Managerin.

    Im eigenen Betrieb hat sich KONE verpflichtet, bis 2030 die betrieblichen Emissionen (Scope 1 und 2) im Vergleich zu 2018 zu halbieren. Die indirekten Emissionen der Wertschöpfungskette (Scope 3) sollen im selben Zeitraum um 40 Prozent gesenkt werden. Im vergangenen Jahr fielen die betrieblichen Emissionen bei KONE bereits um 29 Prozent geringer als im Basisjahr 2018 aus. Die Scope-3-Emissionen wurden gleichzeitig um 12,8 Prozent reduziert. Zudem habe KONE «als erstes Unternehmen der Branche» bereits im Sommer 2023 «weltweit kohlenstoffneutrale Produktionseinheiten» erreicht, heisst es in der Mitteilung.

  • Leitfaden für nachhaltiges Bauen veröffentlicht

    Leitfaden für nachhaltiges Bauen veröffentlicht

    Die Charta Kreislauforientiertes Bauen mit Sitz in Rotkreuz hat einen Leitfaden für nachhaltiges und an Kreislaufwirtschaft orientiertes Bauen herausgegeben. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll der Leitfaden eine praxisorientierte Grundlage für die Reduktion nicht erneuerbarer Primärrohstoffe, die Senkung grauer Treibhausgasemissionen und zur Verbesserung der Kreislauffähigkeit von Bauprojekten geben. Die Richtlinie wendet sich an alle Partnerorganisationen der Charta und darüber hinaus an interessierte Bauherren und Investoren. Im Leitfaden werden neben konkreten Materialhinweisen auch nationale und internationale Umweltziele berücksichtigt.

    Um Transparenz und nachvollziehbare Erfolgsmessungen zu gewährleisten, werden klare Schlüsselindikatoren wie der Zirkulationsindex Bau (Circularity Index Construction, CIC) verwandt. Diese ermöglichen ein Erfassen der Materialherkunft und das Messen der grauen Treibhausgasemissionen.

    «Der Leitfaden ist mehr als eine blosse Orientierungshilfe – er ist ein praxisnahes Werkzeug, das die Charta Partnerorganisationen befähigt, Kreislaufstrategien gezielt und messbar in Bauprojekten umzusetzen», wird Philipp Cescato, Charta-Manager der Charta Kreislauforientiertes Bauen, in der Mitteilung zitiert. «Mit klar definierten Indikatoren schaffen wir Transparenz und Vergleichbarkeit.»

    Die Charta Kreislauforientiertes Bauen wird vom Switzerland Innovation Park Central betrieben.

  • Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Fernwärmenetz im unteren Wiggertal rückt näher

    Die Energieunternehmen Primeo Energie aus Münchenstein und die StWZ Energie AG sind in den Planungen zum Fernwärmenetzwerk Fernwärme Unteres Wiggertal (FUWI). Gemäss einer Medienmitteilung sieht ihr Lösungsansatz vor, bereits bestehende Verbünde einzubringen.

    «Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. StWZ und Primeo sind überzeugt, dass sich das Fernwärmenetz im unteren Wiggertal am effektivsten umsetzen lässt, wenn wir unsere Kräfte in einer gemeinsamen Gesellschaft bündeln», wird Michael Schneider, Geschäftsführer der Primeo Wärme AG, zitiert. Als erstes soll das Fernwärmenetz in Oftringen und Zofingen ausgebaut werden und in dem Zuge die bestehenden Fernwärmenetze beider Gemeinden eingebunden werden. Als klimaneutraler Wärmeenergieersatz sollen die Holzverbrennung in den StWZ-Energiezentralen und Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) der Erzo (Entsorgung Region Zofingen) genutzt werden.

    Zu Beginn waren an dem Projekt neben der StWZ Energie AG Zofingen auch die EW Oftringen AG und EW Rothrist AG beteiligt. Entgegen der Planungen haben die beiden regionalen Energieversorger aus verschiedenen Gründen ihre Zusage zum Beitritt in die Gesellschaft vorerst zurückgezogen. Beide Unternehmen stehen laut Mitteilung aber hinter dem Vorhaben für CO2-neutrale Fernwärme. Eine Beteiligung zu einem späteren Zeitpunkt sei nicht ausgeschlossen.

    Offen ist zudem die Frage nach einer künftigen Aufstockung der Wärmeabnahme ab Sommer 2027. Für den Bau einer neuen KVA und das dafür benötigte zusätzliche Landstück soll das Oftringer Stimmvolk im November 2025 abstimmen.

  • Ausbau des Fernwärmenetzes in Ober- und Unterentfelden

    Ausbau des Fernwärmenetzes in Ober- und Unterentfelden

    Mit dem Wärmeverbund in Ober- und Unterentfelden wird die Eniwa AG den nächsten Verbund an ihr Netz anschliessen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Nun bekam der Energieversorger mit Sitz in Buchs die Bewilligung zum Bau einer Energiezentrale und den ersten Teil des Netzes. Ab 2026 soll Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs (KVA Buchs) CO2-neutrale Wärmeenergie an die ersten Kunden liefern.

    Die erste Etappe soll 2026 in Betrieb gehen. Sie ermöglicht laut Mitteilung das Einspeisen von Wärmeenergie für einen Bedarf in Höhe von 20’000 Megawattstunden. Für den Transport der Abwärme aus der Abfallverwertung nach Entfelden erweitert laut Mitteilung die Fewag das Leitungsnetz von Suhr bis zur Energiezentrale in Unterentfelden.

    Die Abwärme werde in Form von Heisswasser zur Energiezentrale gebracht und über das Verteilnetz mit 65 Grad Celsous in die Gebäude verteilt. Den damit eingeleiteten Kreislauf vergleicht Aleksandar Dunjic, Projektleiter Wärme/Kälte, am Beispiel einer Zentralheizung. Nach der Umwandlung in Wärmeenergie für Heizung und Warmwasseraufbereitung werde demnach das wieder abgekühlte Wasser zurück zur Wärmequelle befördert.

    Nach der ersten Realisierungsphase bis 2028 peilt Eniwa der Mitteilung zufolge eine Erhöhung der Energiemenge per Fernwärme auf 60’000 Megawattstunden durch eine Erweiterung des Netzes in Ober- und Unterentfelden an. «Die Wärmeverbundprojekte bieten den Kundinnen und Kunden langfristig eine hohe Versorgungssicherheit zu stabilen Preisen», wird CEO Hans-Kaspar Scherrer zitiert. Als Ausbauziele seien 12 Trassenkilometer in den nächsten 15 bis 20 Jahren vorgesehen.

  • Winterthur investiert in sechs Smart City Projekte für 2025

    Winterthur investiert in sechs Smart City Projekte für 2025

    Seit 2018 setzt Winterthur auf Smart City Projekte, die die Stadt effizienter, nachhaltiger und lebenswerter gestalten. Bereits 27 Projekte wurden erfolgreich umgesetzt. Auch 2025 setzt die Stadt den Fokus auf innovative Lösungen für Mobilität, Digitalisierung und ökologische Stadtentwicklung.

    Die geförderten Projekte für 2025 sind breit gefächert. Von nachhaltiger Wiederverwendung von Baumaterialien über digitale Anmeldesysteme für den Schulsport bis hin zu einem KI-gestützten Kulturkalender. Alle Projekte haben das Ziel, bestehende Herausforderungen mit kreativen Technologien und neuen Ansätzen zu lösen.

    Sechs geförderte Smart City Projekte für 2025

    • Schwammstadt in Aktion: Extremwetterereignisse wie Hitze und Starkregen werden häufiger. Dieses Projekt testet, wie grüne Dächer und durchlässige Böden helfen können, die Stadt zu kühlen und Regenwasser besser zu absorbieren. Im Innovationslabor Grüze wird die Wirkung der Schwammstadtelemente sichtbar gemacht.

    • Winti Re-Use: In Bauprojekten fallen oft grosse Mengen an verwertbarem Material an, die bislang entsorgt werden. Eine neue Plattform sorgt dafür, dass Bauabfälle sinnvoll weiterverwendet werden, um Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.

    • Mobilität Spitex: Spitex-Mitarbeitende sind täglich in der Stadt unterwegs – häufig mit dem eigenen Auto. Dieses Projekt testet nachhaltige Alternativen wie E-Bikes und E-Scooter, um emissionsärmere Mobilität zu fördern und flexiblere Transportlösungen für Pflegepersonal zu schaffen.

    • Smarte Anmeldung Schulsport: Die Anmeldung für den Schulsport soll durch eine digitale Plattform einfacher, schneller und fehlerfreier werden. Eltern und Verwaltung profitieren von einem optimierten Prozess, der bürokratischen Aufwand reduziert.

    • CulturAI: Winterthur ist eine lebendige Kulturstadt, doch oft bleiben kleinere Veranstaltungen im Schatten grösserer Events. Eine künstliche Intelligenz (KI) analysiert Vorlieben und schlägt individuell passende Kulturveranstaltungen vor – auch für Nutzer:innen mit wenig Zeit für Recherche.

    • Winbib+: Bibliotheken werden durch unbediente Öffnungszeiten flexibler nutzbar, sodass Bücher und Medien auch abends oder am Wochenende ausgeliehen werden können.

    Smart City Winterthur 2030
    Die Stadt Winterthur treibt ihre Smart City Entwicklung gezielt voran. Zum 1. Januar 2025 hat der Stadtrat die Strategie «Smart City Winterthur 2030» verabschiedet. Ziel ist es, Innovationen aktiv zu fördern, neue Netzwerke für Zusammenarbeit zu schaffen und die digitale Transformation der Stadt weiterzuentwickeln.

    Mit der Förderung dieser sechs Projekte zeigt Winterthur, wie eine moderne, nachhaltige Stadtentwicklung durch kreative Ansätze und den gezielten Einsatz von Technologie gelingt.

  • Mehr Innovation, mehr Handwerk, mehr Möglichkeiten Swissbau 2026

    Mehr Innovation, mehr Handwerk, mehr Möglichkeiten Swissbau 2026

    Die Swissbau zählt seit über 50 Jahren zu den wichtigsten Plattformen der Bau- und Immobilienbranche. 2026 präsentiert sie sich mit neuen inhaltlichen Schwerpunkten und strategischen Partnerschaften. Erstmals offiziell in das Programm aufgenommen wurden die Fachbereiche Putz, Farbe, Trockenbau, Solartechnik und Energiespeicherung. Besonders hervorzuheben ist die Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV), die für eine zusätzliche Erweiterung des Aussteller- und Besuchersegments sorgt.

    Die Zusammenarbeit mit dem SMGV spiegelt sich in verschiedenen Messebereichen wider. Neben neuen Live-Demos und Fachveranstaltungen wird in diesem Rahmen auch der renommierte «Schweizer Preis für Putz und Farbe» auf der Messe verliehen. Diese zusätzlichen Formate sorgen für eine stärkere Branchenvernetzung und ermöglichen es Ausstellern, gezielt mit Fachkräften in Kontakt zu treten.

    Treffpunkt Handwerk: Mehr Interaktion und Swissness
    Unter dem Motto «Swissness» entsteht in Halle 1.0 ein neuer, interaktiver Bereich für das Bauhandwerk. Der Messeveranstalter will hier das Handwerk als zentralen Bestandteil der Bauwirtschaft stärker in den Fokus rücken und dabei insbesondere junge Talente für die Branche begeistern.

    Ein besonderes Highlight ist die interaktive Hausbau-Fläche, auf der verschiedene Gewerke parallel arbeiten und ihr Können demonstrieren. Begleitend dazu präsentieren führende Handwerksbetriebe ihre Materialien, Werkzeuge und Technologien. In der angrenzenden BauBeiz entsteht ein lebendiger Treffpunkt für den Austausch zwischen Fachkräften, Herstellern und Interessierten. Die Kombination aus Fachwissen, praxisnaher Demonstration und Networking macht diesen Bereich zu einem wichtigen Bestandteil der Swissbau 2026.

    Kreative Inszenierung für mehr Erlebnis
    Die Trendwelt für Innenausbau wird erstmals in Halle 1.2 inszeniert und bietet ein modernes, hochwertiges Ambiente für Aussteller aus den Bereichen Bad, Küche, Boden/Wand/Decke, Licht und Objekteinrichtung. Die Neugestaltung ermöglicht eine stärkere inhaltliche Vernetzung zwischen den Ausstellern und sorgt für ein ganzheitliches Messeerlebnis.

    Zusätzlich kehrt mit dieser Neuausrichtung der Samstag als Messetag zurück – allerdings ausschliesslich für Halle 1.2 und das Swissbau Focus. Durch die verlängerten Öffnungszeiten erhalten sowohl beruflich stark eingebundene Fachbesucher als auch private Bauherren eine weitere Möglichkeit, die Messe zu besuchen.

    Wissenstransfer und praxisnahe Lösungen
    Mit den etablierten Swissbau Focus und Swissbau Lab setzt die Messe weiterhin auf interdisziplinären Austausch und praxisnahe Lösungen. Während Swissbau Focus als Plattform für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Diskussionen dient, bietet das Swissbau Lab einen Ort, an dem Besucher innovative Produkte und nachhaltige Technologien entdecken und selbst ausprobieren können.

    Aussteller profitieren zudem vom neuen Werkstatt-Angebot, das ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Anwendungen in einem praxisnahen Umfeld live zu demonstrieren. Damit wird der Mehrwert für Besucher weiter erhöht, da sie nicht nur Informationen erhalten, sondern die Lösungen direkt erleben können.

  • Herausforderungen und Chancen bei Europas Batterieindustrie

    Herausforderungen und Chancen bei Europas Batterieindustrie

    Die weltweite Nachfrage nach Batterien wird sich bis 2030 voraussichtlich verdreifachen und zwischen 4,0 und 4,6 Terawattstunden erreichen. Bis 2040 könnte sie sich erneut verdoppeln. Der Markt wird derzeit von technologisch führenden Unternehmen aus Asien, insbesondere China, dominiert. Dort führen erhebliche Überkapazitäten zu global sinkenden Preisen, was europäischen Herstellern mit höheren Produktionskosten und Unsicherheiten im Hochlauf der Elektromobilität zusätzlichen Druck bereitet.

    Europäische Stärken
    Trotz dieser Herausforderungen besitzt Europa das Potenzial, eine bedeutende Rolle in der Batteriefertigung einzunehmen. Wettbewerbsvorteile liegen in innovativen Ansätzen, hochwertigen Produktionstechnologien und einem Fokus auf die ökologische Bilanz von Batterien. Um zu den asiatischen Marktführern aufzuschliessen, müssen westliche Hersteller kosteneffiziente Massenproduktionen aufbauen, intensive Forschung betreiben und enge Kooperationen eingehen, auch mit asiatischen Partnern.

    Marktvolatilität und Zukunftsszenarien
    Im Jahr 2024 hat die Volatilität im Batteriezellmarkt deutlich zugenommen. Hauptgründe sind die hinter den Erwartungen zurückbleibenden Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen sowie regulatorische Unsicherheiten in den USA und der Europäischen Union. Experten haben daher drei Szenarien für die zukünftige Nachfrage entwickelt.

    Positives Szenario: Schneller Fortschritt bei der Elektrifizierung führt bis 2030 zu einer Nachfrage von 4,6 TWh und bis 2040 zu 8,8 TWh.

    Basisszenario: Trotz temporärer Rückgänge bei den Elektroauto-Verkäufen werden Emissionsziele erreicht, was zu einer Nachfrage von 4,3 TWh im Jahr 2030 und 8,6 TWh im Jahr 2040 führt.

    Negatives Szenario: Signifikante Verzögerungen, etwa durch eine Verschiebung des Verbrenner-Verbots in der EU, resultieren in einer Nachfrage von 4,0 TWh im Jahr 2030 und 8,1 TWh im Jahr 2040.

    Diese Prognosen unterstreichen die Unsicherheiten und die Notwendigkeit flexibler Planungen für europäische Hersteller.

    Strategien für europäische Hersteller
    Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, sollten europäische Unternehmen folgende Ansätze verfolgen.

    Fokus auf Nachhaltigkeit: Reduktion der CO₂-Emissionen bei der Batteriezellproduktion auf 30 bis 40 Kilogramm pro Kilowattstunde durch Optimierung der Rohstoffbeschaffung und innovative Produktionsverfahren wie Trockenbeschichtung oder Lasertrocknung.

    Frühe Integration von Innovationen: Ausrichtung der Produktionspläne auf neue, kosteneffiziente Batterietypen für Klein- und Mittelklasse-Elektrofahrzeuge, um schneller in die Massenproduktion einzusteigen und von steigenden Volumen zu profitieren.

    Kooperationen stärken: Enge Zusammenarbeit mit anderen europäischen Herstellern sowie Partnerschaften mit führenden asiatischen Unternehmen, die in Forschung, Entwicklung und Industrialisierung voraus sind, um von deren Expertise zu profitieren.

    Durch die Umsetzung dieser Strategien können europäische Batteriehersteller ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und eine bedeutende Rolle im wachsenden globalen Batteriemarkt einnehmen.

  • Baselbieter Förderung bis 2030 soll weitergehen

    Baselbieter Förderung bis 2030 soll weitergehen

    Das Baselbieter Energiepaket hat sich als wirksames Instrument zur Unterstützung energetischer Sanierungen und zum Ausbau erneuerbarer Energien bewährt. Die bisherige Ausgabenbewilligung läuft Ende 2025 aus. Der Regierungsrat beantragt deshalb beim Landrat eine Verlängerung des Programms für die Jahre 2026 bis 2030 mit einem Fördervolumen von 51,25 Millionen Franken.

    Die künftige Ausgestaltung der Fördermassnahmen orientiert sich am Energieplanungsbericht 2022 und beinhaltet neben der Fortführung bewährter Programme auch neue Anreize. Dazu gehören die energetische Betriebsoptimierung bei Wohngebäuden, Förderbeiträge für den 1:1-Ersatz alter Heizsysteme, die Regeneration von Erdwärmesonden, Boni für kombinierte Dach- und Fassadensanierungen mit Photovoltaik sowie die Förderung von Ladeinfrastruktur in Mehrparteiengebäuden. Auch Gemeinden sollen bei der Zertifizierung als Energiestadt unterstützt werden.

    Positive Impulse für Wirtschaft und Klimaschutz
    Das Energiepaket verzeichnete in den vergangenen Jahren eine hohe Nachfrage, insbesondere nach dem Rekordjahr 2022. Die Fördermassnahmen setzen wirtschaftliche Impulse, von denen vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren.

    Ein interkantonaler Vergleich zeigt, dass das Baselbieter Energiepaket eine überdurchschnittliche Wirkung erzielt und einen wesentlichen Beitrag zur kantonalen Energie- und Klimapolitik leistet. Der Regierungsrat wird dem Landrat nach der Hälfte der Laufzeit Bericht über die Ausschöpfung der Mittel und die CO₂-Wirkung des Programms erstatten.

    Mit der geplanten Verlängerung bleibt das Baselbieter Energiepaket ein Schlüsselinstrument für den Klimaschutz und die nachhaltige Entwicklung im Kanton Basel-Landschaft.

  • Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Saane-Wasser soll Freiburg heizen

    Spätestens 2027 werde das Wasser der Saane 10 Prozent des Wärmebedarfs im Grossraum Freiburg decken, kündigt Groupe E in einer Mitteilung an. Die Energieversorgerin aus Granges-Paccot plant den Aufbau einer dreiteiligen Infrastruktur, um jährlich rund 60 Gigawattstunden erneuerbare Wärmeenergie zu erzeugen. Diese Menge reicht aus, um den Bedarf von rund 7500 Haushalten zu decken.

    Das Projekt PLACAD sieht die Erweiterung der bestehenden Heizzentrale auf dem ehemaligen Ritter-Areal vor. Künftig sollen hier drei Wasser-Wasser-Wärmepumpen arbeiten. Sie werden im Winter oder im Notfall von zwei Gasheizkesseln unterstützt.

    Die dazugehörige Pumpstation ist im Gebäude der Staumauer Magere Au geplant. Die Verbindung zwischen Heizzentrale und Pumpstation erfolgt über zwei jeweils 1,2 Kilometer lange, parallele Leitungen. Sie verlaufen durch den Perolles-Wald, unter den Tennisplätzen des Kollegiums Heilig Kreuz und über die Saane hinweg.

    Der Leitungsverlauf werde teilweise bestehenden Wegen folgen, dennoch anfallende Umweltauswirkungen sollen kompensiert werden, erläutert Groupe E. Dabei ist unter anderem die Erweiterung des Naturschutzgebiets Perolles-See um eine Altholzinsel geplant. Über allfällige Beeinträchtigungen der Freizeitaktivitäten des Perolles-Waldes wird Groupe E online informieren. Die entsprechende Internetseite gibt zudem Einblick in die Entwicklung des Projekts.

  • Neuer Energieverbund soll Netto-Null-Ziel der Stadt Wädenswil unterstützen

    Neuer Energieverbund soll Netto-Null-Ziel der Stadt Wädenswil unterstützen

    Energie 360° und die Stadt Wädenswil wollen mit einem Energieverbund zum Netto-Null-Ziel der Stadt beitragen. Konkret ist geplant, das Wasser des Zürichsees zur Erzeugung erneuerbarer Wärme zu nutzen, informiert der Zürcher Energieversorger in einer Mitteilung. Dazu wollen die beiden Partner den Energieverbund Wädenswil AG einrichten, an dem sich die Stadt Wädenswil mit 51 und Energie 360° mit 49 Prozent beteiligt.

    Am 9. Februar hat das Stimmvolk von Wädenswil den Plänen zur Gründung des Energieverbunds mit 66,04 Prozent grünes Licht gegeben, heisst es in der Mitteilung. «Die Stadt Wädenswil investiert in die Zukunft», wird Stadtpräsident Philipp Kutter dort zitiert. «Eine saubere Energieversorgung kommt allen zugute und reduziert unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.»

    Die Planungen umfassen zwei unterirdische Energiezentralen im neuen Gessner-Areal und beim Parkplatz Rietlau. In der zweiten Energiezentrale kommt auch überschüssige Abwärme aus der Abwasserreinigungsanlage Rietlau zum Einsatz. Zudem will Energie 360° seinen seit 2011 in Wädenswil betriebenen Wärmeverbund Untermosen in den neuen Verbund integrieren.

    «Die lokal verfügbare Energie aus dem Zürichsee für die Energieversorgung zu nutzen, ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll», meint Energie 360°-CEO Jörg Wild. Geht alles nach Plan, können erste Kundinnen und Kunden bereits 2026 erneuerbare Wärme aus dem Verbund beziehen. Im Endausbau soll der Verbund jährlich Emissionen im Umfang von rund 15’000 Tonnen CO2 vermeiden.

  • Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 im Elsass

    Neue Anlage zur Mineralisierung von CO2 im Elsass

    Neustark und Fehr spannen für die dauerhafte Speicherung von CO2 in Recyclingbeton zusammen. Die beiden Partner haben die erste kommerzielle CO2-Speicheranlage im Elsass eröffnet, schreibt Neustark in einer entsprechenden Mitteilung. Das Berner ClimateTech hat eine Technologie entwickelt, mit der aus Biogasanlagen abgeschiedenes CO2 in Abbruchbeton gespeichert werden kann. Bei Fehr in Bischwiller sollen damit jährlich 1200 Tonnen CO2 gebunden werden.

    Das Familienunternehmen Fehr betreibt zehn Betonwerke und vier Produktionsstätten für Betonfertigelemente. «Fehr ist einer der Pioniere bei nachhaltigen Baustoffen in Frankreich», wird Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von Neustark, in der Mitteilung zitiert. «Durch unsere strategische Partnerschaft können wir unsere innovative und sofort einsatzbereite Technologie implementieren und bieten damit eine lokale Alternative zur Speicherung von CO2 unter der Erde oder im Meer.»

    Fehr bekommt das CO2 von einer nahegelegenen Anlage zur Erzeugung von Biomethan. In der Produktionsstätte in Bischwiller wird es zum einen dem Abbruchbeton zugefügt, wo es durch die Technologie von Neustark innerhalb von Stunden mineralisiert. Ein weiterer Teil des CO2 wird in das bei der Betonherstellung anfallende Mischwasser eingeleitet, wo es dank der Technologie von Neustark mit den mineralischen Stoffen des Mischwassers reagiert und stabile Salze (Karbonate) bildet. Neben der dauerhaften Speicherung von CO2 reduziere dies auch die Kosten für die Entsorgung des Mischwassers, schreibt Neustark.

  • Nachhaltige Wärmeversorgung in Bülach geplant

    Nachhaltige Wärmeversorgung in Bülach geplant

    Energie 360° und die Stadt Bülach beginnen mit dem Aufbau eines Energieverbunds, für den ab 2026 die Energiezentrale gebaut wird. Gemäss einer Medienmitteilung des Energieunternehmens ist vorgesehen, die Abwärme aus der Abwasserreinigungsanlage Furt für Heizung und Warmwasser zu nutzen.

    Die Anlage biete Potenzial für bis zu 300 Liegenschaften. Damit könnten rund 2600 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Wie die Energiedienstleisterin mitteilt, sollen ab Herbst 2028 die Bülacher Stadtteile Hinterbirch und Grampen sowie das Stadtzentrum mit regional erzeugter und CO2-neutraler Wärme beliefert werden. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sowie Liegenschaftsverwaltungen könnten schon jetzt auf einer Online-Plattform Anschlussmöglichkeiten an den Energieverbund prüfen und Richtpreise berechnen.

    In Bülachs Grundwasserschutzzonen seien Erdsonden nicht zugelassen, der Energieverbund sei „ein zentraler Puzzlestein“ der städtischen Energie- und Klimastrategie, heisst es zur Begründung. „Der Energieverbund passt zu unseren Bestrebungen, der Stadt Bülach eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur zu sichern“, wird Stadträtin Andrea Spycher zitiert.

    Die Investitionssumme für den Energieverbund wird von Energie 360° getragen. Nach Angaben des Energieunternehmens könnte das Projekt auch der Start für ein künftiges Fernwärmenetz sein. Energie 360° prüfe derzeit Chancen, weitere nachhaltige Energiequellen zu nutzen mit dem Ziel einer grossflächigen Versorgung mit lokaler Fernwärme.

  • Kreislaufwirtschaft für Elektroautobatterien

    Kreislaufwirtschaft für Elektroautobatterien

    Der Kanton Solothurn und der Swiss Innovation Park Biel/Bienne (SIPBB) spannen im Bereich Kreislaufwirtschaft für die Elektromobilität zusammen. Wie es in einer Mitteilung heisst, lässt sich der SIPBB in diesem Rahmen mit der Tochterfirma Swiss Battery Technology Center Solothurn GmbH am Standort Biberist nieder, die ihre Tätigkeit 2026 aufnehmen wird.

    In dem Unternehmen sollen Rohstoffe aus Batterien mittels einer Kombination aus Automatisierung, Robotik, Künstlicher Intelligenz, Sicherheitstechnologien sowie chemischer und materialtechnologischer Verfahren zurückgewonnen werden. Eingesetzt werden dabei Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus der Tätigkeit des SIPBB, unterstützt vom Kanton Solothurn, der seit 2015 Mitaktionär des Innovationsparks ist.

    Die Swiss Battery Technology Center Solothurn GmbH soll künftig als Innovationsakteur mit am Standort Biberist bereits agierenden Firmen der Kreislaufwirtschaft wie Librec AG, Grensol sowie Libattion tätig sein.

    «Mit der Swiss Battery Technology Center Solothurn GmbH haben wir für den Standort Biberist einen weiteren wichtigen Partner gewinnen können, um in der Elektromobilität zu einem Werkplatz von europäischem Format zu werden», wird Monika Beck, Leiterin der kantonalen Standortförderung Solothurn, in der Mitteilung zitiert.

  • Expansion im Bereich urbane Begrünung

    Expansion im Bereich urbane Begrünung

    Sika übernimmt Elmich Pte Ltd. Der Anbieter von begrünten Dächern sowie anderen Flächen an und auf urbanen Gebäuden hat seinen Sitz in Singapur. Laut einer Mitteilung von Sika sind Elmichs hochwertige Produkte von Bauplanerinnen und -planern anerkannt und werden bereits in vielen renommierten Bauprojekten in Singapur und Australien eingesetzt.

    Das Unternehmen für Spezialitätenchemie mit Hauptsitz in Baar gewinnt damit den Angaben zufolge „eine neue Wachstumsplattform in der Region Asien/Pazifik“. Dem Segment werde bis 2032 ein jährliches Wachstum von 5,5 Prozent prognostiziert. Zurückzuführen sei das auf den kühlenden Effekt solcher Grünflächen, die damit urbanen Hitzeinseln entgegenwirken. Zudem senken sie dank ihrer wärmeisolierenden Eigenschaften auch den Energieverbrauch und somit CO2-Emissionen. Gleichzeitig nehmen sie Kohlenstoff aus der Atmosphäre auf und speichern ihn. Zudem unterstützen sie Biodiversität.

    Sika verweist darauf, dass sich dank dieses bedeutenden Beitrags zu einer umweltfreundlicheren Gestaltung von Städten hohe Bewertungen bei der Zertifizierung von Gebäuden nach Umweltstandards erzielen liessen. Angetrieben werde diese Entwicklung durch eine steigende Nachfrage sowie durch strengere Standards und Vorschriften.

    „Mit der Übernahme von Elmich stärken wir unsere Position in Grossstädten, in denen begrünte Dächer immer beliebter werden“, wird Sikas Regionalleiter Asien/Pazifik, Philippe Jost, zitiert. „Gemeinsam werden wir unser Spezifikationsgeschäft im Bereich von Gewerbe- und Wohnimmobilien weiterentwickeln, indem wir die Expertise und die Produktportfolios beider Unternehmen sowie Sikas grössere geografische Präsenz voll ausschöpfen.“

  • Skalierung für die Industrie mit Natrium-Ionen-Batterien

    Skalierung für die Industrie mit Natrium-Ionen-Batterien

    Die weltweite Nachfrage nach leistungsfähigen Batterien wächst stetig. Natrium-Ionen-Batterien bieten im Vergleich zu Lithium-Ionen-Technologien einige Vorteile. Sie sind günstiger, sicherer und basieren auf leichter zugänglichen Rohstoffen. Vor allem für stationäre Energiespeicher und kostensensitive Anwendungen könnte diese Technologie eine Schlüsselrolle spielen.

    Allerdings gibt es noch Herausforderungen. Natrium ist chemisch anders als Lithium, was zu einer geringeren Energiedichte und Lebensdauer führt. Zudem müssen skalierbare Produktionsprozesse entwickelt werden, um die Batterie konkurrenzfähig zu machen.

    Industrietransfer durch das Projekt SIB:DE FORSCHUNG
    Um diese Hürden zu überwinden, wurde das Projekt SIB:DE FORSCHUNG (Sodium-Ion-Battery Deutschland-Forschung) ins Leben gerufen. Das Karlsruher Institut für Technologie arbeitet gemeinsam mit 20 Partnern aus Wissenschaft und Industrie an der Weiterentwicklung dieser Batterietechnologie mit dem Ziel, sie für die Massenproduktion tauglich zu machen.

    Im Zentrum der Forschung stehen

    • Optimierung der Aktivmaterialien für höhere Leistungsfähigkeit
    • Entwicklung langlebiger Elektroden für eine stabile Batterieleistung
    • Industrielle Skalierung der Produktion auf grössere Mengen

    Material- und Elektrodenforschung am KIT
    Ein zentrales Anliegen der Forschung ist die Herstellung von Aktivmaterialien in skalierbaren Mengen. Professor Helmut Ehrenberg vom Institut für Angewandte Materialien des KIT erklärt: «Am KIT arbeiten wir an Herstellungsprozessen für besonders leistungsfähige Aktivmaterialien und demonstrieren deren Produktion im Kilogramm-Massstab. Dies ist ein entscheidender Schritt für das industrielle Roll-out der Natrium-Ionen-Technologie.»

    Zusätzlich entwickelt das Helmholtz-Institut Ulm Elektroden, die eine höhere Zyklenfestigkeit ermöglichen. Die Ergebnisse werden im BELLA-Forschungslabor, das gemeinsam von KIT und BASF betrieben wird, analysiert und validiert.

    Auf dem Weg zur Massenproduktion
    Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein, um Natrium-Ionen-Batterien industriell nutzbar zu machen. Die Kombination aus Materialforschung, Elektrodenentwicklung und Skalierungsstrategien soll es ermöglichen, die Technologie in den kommenden Jahren in die Produktion zu überführen.

    Mit einem erfolgreichen Durchbruch könnten Natrium-Ionen-Batterien eine kosteneffiziente Alternative zu Lithium-Technologien werden, mit grossem Potenzial für die Energiespeicherung der Zukunft.

  • Wohnsituation älterer Menschen in der Schweiz

    Wohnsituation älterer Menschen in der Schweiz

    Geringe Wohnmobilität trotz veränderter Bedürfnisse
    Die Mehrheit der über 75-Jährigen bleibt trotz veränderter Wohnanforderungen in ihrer Wohnung. Nur 5,1 Prozent dieser Altersgruppe zogen 2022 um. Gründe dafür sind langfristige, günstige Mietverträge, zentrale Wohnlagen und emotionale Bindung an die Wohnung. Zudem wirken hohe Marktmieten und Umzugskosten abschreckend. Falls ein Umzug stattfindet, bleibt dieser meist innerhalb der Region oder führt in eine Pflegeeinrichtung.

    Barrieren in älteren Wohnbauten erschweren den Alltag
    Über 60 Prozent der über 66-Jährigen wohnen in Gebäuden, die nicht barrierefrei gebaut wurden. Treppen, schmale Türen oder fehlende Aufzüge können den Alltag erschweren und das Risiko von Stürzen und gesundheitlichen Problemen erhöhen. Notwendige Renovierungen sind oft schwer umsetzbar.

    Einsamkeit als zentrale Herausforderung
    77 Prozent der älteren Menschen leben allein oder mit gleichaltrigen Personen, was die Gefahr sozialer Isolation erhöht. Besonders betroffen sind ältere Frauen, die häufiger alleinstehend sind. Einsamkeit wirkt sich negativ auf die körperliche und geistige Gesundheit aus und verstärkt den Unterstützungsbedarf im Alltag.

    Barrierefreier Wohnraum und bessere Unterstützung
    Die Studie empfiehlt, ältere Menschen besser in den regulären Wohnungsmarkt zu integrieren und gezielt barrierefreien Wohnraum zu schaffen. Neben altersgerechten Renovationen sind neue Wohnformen mit Nähe zu Pflegeeinrichtungen nötig. Zudem sollten soziale Netzwerke und Unterstützungsdienste ausgebaut werden, um ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

    Datenbasierte Erkenntnisse für die Zukunft
    Die Studie basiert auf umfangreichen Datenanalysen zu Wohngebäuden, Haushalten, Einkommen und Mietverhältnissen. Diese ermöglichen präzise Einblicke in die Wohnsituation älterer Menschen und liefern eine wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Massnahmen.

  • Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Historische Kurhäuser im Kanton Waadt nachhaltig renoviert

    Die renovierten Gebäude in Bière, Dommartin, Romainmôtier, Rougemont und Vufflens-le-Château stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Restaurierung erfolgte mit höchster Sorgfalt, um die historische Substanz zu bewahren. Gleichzeitig wurden Fassaden, Dächer, Fenster, Isolierungen und technische Installationen modernisiert, um die Energieeffizienz zu steigern, ohne den ursprünglichen Charakter der Bauwerke zu verändern.

    «Jeder restaurierte Stein, jedes renovierte Dach vermittelt eine Botschaft an die kommenden Generationen, die eines Kantons, der auf die Bewahrung seines Erbes achtet. Mit der Modernisierung dieser fünf Kuren verbinden wir Denkmalpflege mit nachhaltiger Entwicklung», betonte Isabelle Moret, Leiterin der Abteilung für Kulturerbe, bei ihrem Besuch vor Ort.

    Stärkung der lokalen Wirtschaft durch traditionelles Handwerk
    Die Renovationen wurden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Handwerkern durchgeführt. Damit stärkt der Kanton nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern erhält auch wertvolles handwerkliches Know-how. Das Projekt zeigt, dass Denkmalschutz und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam eine zukunftsweisende Strategie für die Baukultur bilden.

  • ETH Zürich und HSG stärken Schweizer Industrie

    ETH Zürich und HSG stärken Schweizer Industrie

    Die Allianz bringt führende Unternehmen wie Roche, Nestlé, Schindler und Endress+Hauser zusammen, die das Projekt mit 2,1 Millionen Franken über drei Jahre finanzieren. Kernstück ist der Circle of Scholars, ein Netzwerk von sechs Doktorierenden, die gemeinsam mit Industriepartnern an Themen wie künstliche Intelligenz in der Produktion, nachhaltige Fertigung und globale Produktionsnetzwerke forschen.

    «Mit der Manufacturing Alliance schaffen wir eine Plattform, die Industriepartner aktiv in die Forschung einbindet», betont Prof. Dr. Thomas Friedli (HSG). Prof. Dr. Torbjörn Netland (ETH Zürich) ergänzt: «Unsere Doktorierenden arbeiten ab Tag eins an realen Problemen – das hilft der Industrie und fördert den Nachwuchs.»

    Schweizer Produktionssektor im Fokus
    Studien der HSG zeigen, dass Schweizer Unternehmen ihre Produktionskapazitäten zunehmend ins Land zurückverlagern, um von Innovation, Stabilität und hoher Qualität zu profitieren. Die Manufacturing Alliance soll diesen Trend gezielt unterstützen.

    Einladung zur Zusammenarbeit
    Die Allianz lädt Unternehmen aller Grössen zur Beteiligung ein. Die Partner profitieren von praxisnahen Lösungen, wissenschaftlicher Expertise und einem exklusiven Branchennetzwerk. Nestlé und Johnson & Johnson zählen bereits zu den Förderern.

    «Die Schweiz spielt eine Schlüsselrolle in der pharmazeutischen Produktion», sagt Leila Schwery (J&J). «Diese Zusammenarbeit wird nicht nur die Industrie stärken, sondern auch der Gesellschaft erhebliche Vorteile bringen.»

  • Geothermiepaneele in Tiefgarage liefern Wärme für Wohnkomplex

    Geothermiepaneele in Tiefgarage liefern Wärme für Wohnkomplex

    Die Tiefgarage im Komplex Margencel in Aigle produziert künftig saubere Wärme. Wie der Geothermieanbieter Enerdrape und das Immobilienunternehmen Next Immobiliermitteilen, haben sie eine Anlage in Betrieb genommen, die künftig 85 Megawattstunden Wärme pro Jahr produzieren soll. Damit können rund 50 Wohnungen mit einer Fläche von 90 Quadratmetern mit Wärme und Warmwasser versorgt werden.

    Enerdrape hat dafür 332 seiner Geothermiepaneele installiert. Die Paneele des 2021 gegründeten Jungunternehmens mit Sitz in Renens werden im Untergrund von Gebäuden installiert. Sie nehmen dort die Energie auf, die über eine Wärmepumpe in die Gebäude geführt und dort für die Heizung und Kühlung genutzt wird.

    Der Komplex Margencel umfasst fünf Gebäude mit 5300 Quadratmetern Gewerbefläche und 103 Wohnungen. «Dieses Projekt ist Teil unserer Strategie, unseren CO2-Ausstoss zu verringern und umweltfreundliche Technologien zu verwenden», wird Next Immobilier-CEO Benjamin Favre in der Mitteilung zitiert.

    Enerdrape und Next Immobilier wollen die Lösung nun auch in anderen Liegenschaften des Immobilienunternehmens mit Sitz in Lausanne installieren. «Gemeinsam legen wird die Grundlagen, um diese Initiative auch in anderen Arealen umzusetzen und damit zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen», wird Enerdrape-CEO Margaux Peltier zitiert.

  • Basel investiert in nachhaltige Wärmeinfrastruktur

    Basel investiert in nachhaltige Wärmeinfrastruktur

    IWB und das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt gehen den Bau einer neuen Fernwärmeleitung im Bachletten-Quartier an. Am 3. Februar soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, informieren die beiden Partner in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Arbeiten sind in fünf Etappen gegliedert, die von der Paulusgasse über die Arnold-Böcklin-Strasse und die Therwilerstrasse bis zum Rütimeyerplatz führen.

    Im Zuge der Einrichtung der neuen Wärmeleitung will der Kanton auch die Strom- und Wasserleitungen der betroffenen Strassen erneuern. Zudem ist geplant, «die Strassenoberfläche teilweise zu begrünen und zu entsiegeln», heisst es in der Mitteilung. Dafür sollen Bäume in kleine Mulden gepflanzt und Parkplätze mit Rasenfugensteinen angelegt werden, damit Wasser in den Untergrund gelangen kann. Die Umgestaltung der Oberfläche ist derzeit allerdings noch vom Ausgang hängiger Einsprachen abhängig.

    Bis 2031 soll IWB auch in weiteren Strassen des Bachletten-Quartiers Fernwärmeleitungen verlegen und die Werksleitungen erneuern. Der Anfang wird dabei voraussichtlich ab dem vierten Quartal dieses Jahres im Perimeter Kluser- und Marschalkenstrasse sowie im Bernerring gemacht.

  • Wachstumskurs für solarbetriebene Gewächshäuser

    Wachstumskurs für solarbetriebene Gewächshäuser

    Voltiris hat für die Stromversorgung und Elektrifizierung von High-Tech-Gewächshäusern in einer Startkapitalrunde 4,8 Millionen Franken erhalten. Angeführt wurde die Runde von der Zürcher Risikokapitalgesellschaft Equity Pitcher und 3M Ventures, dem Risikokapitalarm der in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota ansässigen 3M Company. Beteiligt haben sich auch der ClimateTech-Wagniskapitalfonds Satgana aus Luxemburg und mehrere Family Offices.

    Wie es in einer Mitteilung von Voltiris heisst, werden die frischen Mittel «die gross angelegte Kommerzialisierung und weitere Leistungsoptimierung der firmeneigenen Spektralfiltertechnologie beschleunigen und die Rendite für Landwirte in Zeiten steigern, in denen Energieunabhängigkeit und Dekarbonisierung wertvoller sind denn je».

    Derzeit, so Voltiris-Mitgründer und -CEO Nicolas Weber, dehnt die Firma ihre Präsenz «in wichtigen europäischen Märkten wie Frankreich, Niederlande, Belgien und der Schweiz aus. Wir freuen uns auch darauf, unseren technologischen Vorsprung weiter auszubauen und solarbetriebene Gewächshäuser zu einem Eckpfeiler der nachhaltigen Landwirtschaft zu machen.» Ausserdem werde das Unternehmen sein Team in der Schweiz und den Niederlanden erweitern.

    In den vergangenen zwei Jahren ging Voltiris zwölf kommerzielle Projekte mit renommierten Erzeugern in Europa ein, schloss Partnerschaften mit Energieversorgern wie Elektra Baselland und Romande Energie und erhielt mehrere Branchenauszeichnungen. So gewann Voltiris mit Partnern Ende 2024 etwa die Greenhouse of the Future pitch Competition und war im vergangenen Jahr unter den Top 100 Swiss Startups.