Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Vertikale Windturbine erreicht Entwicklungsmeilenstein

    Agile Wind Power hat mit dem erfolgreichen Aufbau einer Testanlage in der Nähe von Zürich laut eigenen Angaben einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung seiner neuartigen vertikalen 1-Megawatt-Windturbinen erreicht. Die 23 Meter hohe Testanlage dient vor allem der Erprobung und Optimierung der Technologie unter realen Wetter- und Lastbedingungen. Seit Oktober 2024 werden Testläufe und Messungen durchgeführt. Im Februar 2025 startet der automatische Betrieb.

    «Mit ihrer Kombination aus Forschung, Demonstration und Optimierung bildet die Testanlage die Basis für eine neue Generation von Windturbinen», so das in Dübendorf bei Zürich beheimatete Unternehmen. Es will mit dieser Technologie «einen erheblichen Beitrag zur dezentralen, umweltschonenden Energieversorgung leisten – insbesondere in Regionen, in denen herkömmliche Windkraftanlagen aus Akzeptanz- oder Umweltgründen nicht realisierbar sind».

    Die Rotoren der Anlage von Agile Wind Power drehen sich um den Mast statt wie bei herkömmlichen Windanlagen um eine Nabe. Bei einer Höhe der Vertical Sky-Turbine in der Version A40 von bis zu 130 Metern und einer Rotorlänge von maximal 65 Metern beträgt der Durchmesser der Anlage dennoch nur 40 Meter. Zudem sollen die Rotoren besonders leise sein.

    Nicht zuletzt dient die Testanlage auch zu Demonstrationszwecken. Laut Agile Wind Power wird sie «als Schlüsselinstrument zur Kommunikation der Vorzüge der Technologie genutzt» und soll damit «wesentlich zur Markteinführung 1-MW-Turbinen» für Gewerbe und Industrie beitragen.

    Seine neuartigen Windturbinen stellt Agile Wind Power vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Das Unternehmen ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Erweiterung der Stromversorgung in Graubünden

    Erweiterung der Stromversorgung in Graubünden

    Die Bündner Repower AG hat eine Erweiterung ihres Verbreitungsgebiets angekündigt. Wie der Stromproduzent, Verteilnetzbetreiber und Energiehändler mit Sitz in Poschiavo per Medienmitteilung bekanntgibt, werden ab 2027 zusätzliche Gemeinden in der Region Misox und im Calancatal ihren Strom von Repower beziehen.

    Gemäss der Erweiterungspläne werden Buseno und Cama sowie die Elektrizitätsgesellschaft Media Mesolcina Energia, welche die Gemeinden Grono, Lostallo und Soazza beliefert, von der Repower-Tochter Moesano SA mit Sitz in Grono versorgt.

    Hintergrund sind die hohen Stromtarife in der Moesa. Laut Mitteilung zählen sie zu den höchsten in Graubünden. Der Zeitpunkt für die Umstellung sei an die Energielieferverträge gekoppelt, welche erst per Ende 2027 enden. Repower sieht eine Kostenminimierung in den genannten Gemeinden bereits ab 2026 über eine Unterstützung des Strombezugs in Höhe von 5 Rappen/Kilowattstunde vor.

    «Da Repower den Strom, den sie liefert, in den eigenen Kraftwerken produziert, bilden die Gestehungskosten die Grundlage für den Energietarif», heisst es. Den Strombeziehenden sichere es einen «langfristig stabilen Strompreis, der nicht den volatilen Märkten ausgesetzt ist».

  • Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Das auf Textiltechnologien und Synbiotika spezialisierte Unternehmen HeiQ mit Sitz in Schlieren wird seine wärmedämmende Beschichtung Xpectra auf der Messe BAU 2025 vom 13. bis 17. Januar in München präsentieren. Laut einer Mitteilung steigert diese transparente wärmereflektierende Beschichtung für Wände die Energieeffizienz in Gebäuden.

    Die als Sprühlösung angebotene Beschichtung verbessere den Wärmedurchgangskoeffizient um bis zu 25 Prozent, heisst es weiter. Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient und gibt den Wärmestrom durch ein Bauteil abhängig vom Temperaturgefälle zwischen warmer und kalter Seite an.

    Zu der Beschichtung heisst es vom Schlieremer Unternehmen, HeiQ Xpectra biete der Bauindustrie grosse Vorteile in der Wärmedämmtechnik. Ziel sei es, durch eine kosteneffiziente, einfache Wandbeschichtung eine hervorragende Dämmwirkung zu erzielen. Dies werde es Häusern ermöglichen, einen reduzierten Energieverbrauch zu erreichen, der die strengen Anforderungen der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden erfülle und dazu beitrage, dass Gebäude in der EU bis 2050 klimaneutral werden.

    Neben Wandbeschichtungen kann HeiQ Xpectra nach Firmenangaben auch für transparente Heizungen, Signaturmanagement, gedruckte Elektronik und mehr verwendet werden. HeiQ Xpectra könne somit zahlreiche Branchen verändern.

    HeiQ ist eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat seinen Sitz im IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum und ist Mitglied von Start Smart Schlieren.

  • KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    SmartHelio hat eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte prädiktive Diagnoselösung für Photovoltaikanlagen entwickelt und Anfang 2024 auf den Markt gebracht. Sie trägt den Namen Autopilot. Seither konnte diese Plattform für Steuerung, Betrieb und Wartung von Solarkraftwerken laut Hersteller die Effizienz von 218 solcher Anlagen mit mehr als 2 Gigawatt-Peak optimieren. Deren Leistung habe um durchschnittlich 8 Prozent angehoben werden können.

    Den Angaben zufolge liefert das Plug-in-System mit mehr als 50 proprietären Algorithmen ab dem ersten Tag eine 95-prozentige Genauigkeit bei der Erkennung von Fehlern, bevor sie sich auf die Leistung auswirken. Im Durchschnitt werden laut SmartHelio durch den One-Time-Diagnostikprozess behebbare Energieverluste von bis zu 7 Prozent identifiziert. Die Datenqualität werde um über 98 Prozent verbessert.

    Die Lebensdauer erhöhe sich um acht Jahre, die Solarenergieproduktion um 10 Prozent und die Kapitalrendite um bis zu 600 Prozent. Vor allem reduziere Autopilot die Diagnosezeiten erheblich, so CEO und Gründer Govinda Upadhyay: «Von 358 Stunden auf nur 3 Stunden – so hilft uns die Technologie, die Diagnose neu zu definieren und den Betreibern von Solaranlagen Zeit zu sparen.» Das Unternehmen plant, die Anwendungsgebiete auf Batteriespeicher und den Energiehandel auszudehnen und so die Energiewende weltweit voranzutreiben.

    SmartHelio ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne mit Sitz im Kanton Waadt und betreibt eine Aussenstelle im indischen Uttar Pradesh. Seine Technologie stellt das 2019 gegründete Unternehmen vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Es ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Pilzbatterien die Energiequelle

    Pilzbatterien die Energiequelle

    Die Komponenten der Pilzbatterie werden mittels 3D-Druck gefertigt. Hierbei werden die Pilzzellen direkt in die Drucktinte eingearbeitet. Diese besondere Tinte, auf Cellulose-Basis entwickelt, unterstützt das Wachstum der Pilze und ist gleichzeitig elektrisch leitfähig. Der Herstellungsprozess stellt hohe Anforderungen. Die Tinte muss biologisch abbaubar, leicht extrudierbar und nährstoffreich sein, ohne die empfindlichen Pilzzellen zu schädigen.

    Einsatzmöglichkeiten und Potenziale
    Die Pilzbatterie erzeugt zwar nur geringe Strommengen, doch sie reicht aus, um Sensoren in der Landwirtschaft oder Umweltforschung über mehrere Tage zu betreiben. Durch einfache Zugabe von Wasser und Nährstoffen kann die Batterie am Einsatzort aktiviert werden. Nach der Nutzung zersetzen sich die Materialien durch die Pilze selbstständig.

    Herausforderungen und Zukunftspläne
    Die Arbeit mit lebenden Materialien erfordert interdisziplinäres Wissen aus Mikrobiologie, Materialwissenschaft und Elektrotechnik. Die Forschenden planen, die Leistung und Lebensdauer der Pilzbatterie zu verbessern und weitere Pilzarten als Stromlieferanten zu erforschen. Das Ziel ist die Entwicklung einer noch effizienteren, nachhaltigen Energiequelle.

    Grüne Biotechnologie mit Holz und Pilzen
    Holz, ein nachwachsender Rohstoff, wird von Empa ebenfalls für innovative Anwendungen genutzt. Neben der Pilzbatterie entstehen hier Umweltsensoren und grüne Elektronik aus Cellulose-Fasern. Diese Projekte fördern eine nachhaltige Nutzung von Holz und Pilzen in der Materialwissenschaft und tragen zur Energiewende bei.

  • Eine Erfolgsgeschichte der Balkonkraftwerke in Deutschland

    Eine Erfolgsgeschichte der Balkonkraftwerke in Deutschland

    Im Jahr 2024 erlebte Deutschland eine beeindruckende Verdopplung der Balkonkraftwerke. Laut Bundesnetzagentur sind mittlerweile über 780’000 Anlagen registriert, mit einer kombinierten Leistung von fast 0,7 Gigawatt. Die Rekordzahlen aus dem Vorjahr von über 430’000 neue Geräte, könnten durch Nachmeldungen noch steigen. Prognosen zufolge könnte das millionste Balkonkraftwerk bereits im ersten Halbjahr 2025 installiert werden.

    Gesetzgebung und Technik fördern die Entwicklung
    Der Boom wird massgeblich durch eine verbesserte Gesetzgebung unterstützt. Seit Herbst 2023 sind Vermieter und Wohnungseigentümer verpflichtet, die Installation von Balkonkraftwerken grundsätzlich zu genehmigen. Gleichzeitig haben sinkende Preise und eine grössere Auswahl an leistungsstarken Modellen den Zugang zur eigenen Solarenergie erheblich erleichtert. Dadurch wird es für immer mehr Menschen attraktiv, ihren eigenen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

    Stabilität trotz politischer Unsicherheiten
    Selbst ein möglicher Regierungswechsel nach der Bundestagswahl dürfte den Trend nicht stoppen. Laut Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, besteht parteiübergreifender Konsens, die Rahmenbedingungen für Balkonkraftwerke weiter zu verbessern. Entbürokratisierung und Kostensenkungen bleiben zentrale Ziele, um Mietern und Wohnungseigentümern eine aktive Rolle in der Energiewende zu ermöglichen.

    Deutschland als internationales Vorbild
    Mit über 780’000 Anlagen ist Deutschland Leitmarkt für Balkonkraftwerke. Das deutsche Modell zieht internationale Aufmerksamkeit auf sich, da regulatorische und technische Standards hier die sichere Nutzung fördern. Diese Erfolgsgeschichte könnte anderen Ländern als Inspiration dienen, ihre eigenen Rahmenbedingungen für die Energiewende zu schaffen.

    Regionale Unterschiede im Ausbau
    Ein Blick auf die Bundesländer zeigt grosse Unterschiede in der Verteilung. Nordrhein-Westfalen führt mit 157’000 Anlagen, gefolgt von Bayern mit 119’000. Niedersachsen und Baden-Württemberg verzeichnen jeweils rund 103’000 Balkonkraftwerke. Am unteren Ende der Skala stehen die Stadtstaaten Bremen und Hamburg sowie das Saarland mit jeweils weniger als 10’000 Anlagen.

  • Klima Charta Zug+: Unterstützung für KMU im Kanton Zug

    Klima Charta Zug+: Unterstützung für KMU im Kanton Zug

    Rund 50% der CO2-Emissionen im Kanton Zug stammen aus der Wirtschaft, was den dringenden Handlungsbedarf in diesem Bereich verdeutlicht. Die Zuger Wirtschaftskammer, das Institut WERZ (OST), das Technologie Forum Zug und der Switzerland Innovation Park Central haben gemeinsam mit dem Kanton Zug die Klima Charta Zug+ gegründet, um insbesondere KMU in der Umsetzung klimaschonender und wirtschaftlicher Massnahmen zu unterstützen.

    Beratung, CO2-Fussabdruck und Massnahmen
    Das Beratungsangebot der Klima Charta bietet Unterstützung und Werkzeuge, um CO2-Emissionen im eigenen Unternehmen zu erkennen und zu reduzieren. Der Kanton Zug übernimmt 50% der Beratungskosten und hat dafür 1,6 Millionen Franken zugesagt, rund 60 Prozent des Budgets. Die restlichen Mittel kommen aus der Privatwirtschaft. Die Geschäftsstelle der Initiative, beim Zuger Umweltinstitut WERZ angesiedelt, bietet Fachwissen und Beratung, von Energieeinsparungen über Emissionssenkungen bis hin zu praxisorientierten Lösungen für konkrete Herausforderungen im Unternehmen.

    Klimaschutz als Standortvorteil
    Klimaschutz ist längst mehr als ein Trend – er wird zum wichtigen Unternehmens- und Standortvorteil. Die Klima Charta Zug+ unterstützt KMU dabei, Emissionen zu reduzieren und nachhaltige Standards zu setzen. Gleichzeitig entsteht eine wachsende Charta-Community, in der engagierte Zuger Unternehmen Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Die Bereitschaft, in klimafreundliche Innovationen zu investieren, stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und des Kantons.

    Konkrete Unterstützung für KMU
    Alex Beck, Co-Leiter der Initiative, betont: «Wir haben als Wirtschaft die Pflicht,
    eine intakte Umwelt für die nächsten Generationen zu schaffen.» Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen senken möchten, erhalten durch die Klima Charta individuelle und praxistaugliche Lösungen – von nachhaltigen Heizsystemen bis hin zur Bereitstellung von Solarstrom für E-Ladestationen.

    Nachhaltige Investitionen für eine klimafreundliche Zukunft
    Als Teil der Klima Charta Zug+ erfüllen Unternehmen die steigenden Anforderungen im Klimaschutz und positionieren sich als verantwortungsbewusste Akteure. Alex Beck betont, dass die Vorbildwirkung einzelner Firmen eine «Eigendynamik» schafft, die über das Unternehmen hinauswirkt. Durch die Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz wird eine Kultur des Engagements gefördert, die eine nachhaltige Entwicklung für den Kanton Zug ermöglicht.

  • Klimaneutrale Industrie – Vision 2026

    Klimaneutrale Industrie – Vision 2026

    Der 2022 gegründete Verein zur Dekarbonisierung der Industrie setzt sich zum Ziel, Emissionen durch innovative Technologie auf ein Minimum zu senken. An vorderster Front steht das Verfahren der Methan-Pyrolyse, das durch die Abspaltung von Wasserstoff aus Methan eine emissionsfreie Energienutzung ermöglicht. Der verbleibende Kohlenstoff wird als Ressource genutzt, etwa als Humus in der Landwirtschaft oder als Baustoff, wodurch der Kohlenstoff langfristig gebunden wird.

    Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik
    Ohne die Zusammenarbeit von 16 führenden Unternehmen, der Empa und der Politik des Kantons Zug wäre das Projekt kaum realisierbar. Gemeinsam leisten sie einen Beitrag zur Entwicklung und Skalierung des Pyrolyse-Verfahrens, das bis 2026 von der Labor- auf die Industriegrösse hochskaliert werden soll. Die Partner stellen finanzielle Mittel von über 8 Millionen CHF bereit und setzen damit ein starkes Zeichen für die Dekarbonisierung der Industrie.

    Methan-Pyrolyse Reduktion von CO2-Emissionen
    Der Verein konzentriert sich auf die Methan-Pyrolyse, ein Verfahren, das den CO2-Ausstoss bei der Nutzung von Erdgas minimiert. Anstelle der traditionellen Verbrennung wird Wasserstoff aus Methan gewonnen, während der Kohlenstoff in fester Form vorliegt und so keine Emissionen verursacht. Diese Technologie könnte pro erzeugter Kilowattstunde bis zu 270 g CO2 einsparen und ist damit ein potenzieller Schlüssel für die Netto-Null-Ziele bis 2050.

    Nachhaltiges Ökosystem ohne Abfall
    Der Verein arbeitet daran, ein Ökosystem zu schaffen, das alle Komponenten des Verfahrens optimal nutzt. Durch den Kreislaufgedanken sollen nicht nur Wasserstoff, sondern auch Kohlenstoff und Abwärme effizient weiterverwendet werden, um Abfälle zu vermeiden. Diese ganzheitliche Strategie schafft ein Modell, das sich ideal in eine klimafreundliche Zukunft einfügt.

    Mitgliedschaft im Verein zur Dekarbonisierung der Industrie
    Unternehmen, die sich für die klimaneutrale Zukunft der Industrie engagieren und von den Erkenntnissen des Vereins profitieren möchten, können Mitglied werden. Der Verein ist steuerbefreit und Spenden sind im Kanton Zug abzugsfähig. Mitglieder gewinnen Zugang zu fortschrittlichem Wissen und unterstützen eine Initiative, die den Grundstein für eine emissionsfreie
    Industrie legt.

  • Innovatives Projekt erforscht Kreislaufwirtschaft mit Lehm

    Innovatives Projekt erforscht Kreislaufwirtschaft mit Lehm

    Das Konsortium des Erasmus+-Projekts «Crafting Clay – Exploring Circularity with Local Earth» hat sich laut einer Mitteilung zu seiner Auftaktveranstaltung an der Universität Liechtenstein getroffen. An der Partnerschaft sind ihre Architekturschule sowie jene der Katholischen Universität Löwen in Belgien und der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens sowie die Amsterdamer Academie von Bouwkunst beteiligt. Koordiniert wird das Projekt von Dr. Carmen Rist-Stadelmann und Professor Urs Meister aus dem Fachbereich Handwerk & Struktur der Liechtenstein School of Architecture.

    Das Projekt will über drei Jahre erforschen, wie die Nutzung lokaler Erde zur Zirkularität im Bauwesen beitragen kann. Gefördert wird es mit 400’000 Euro von der Liechtensteiner Agentur für internationale Bildungsangelegenheiten. Die nationale Einrichtung betreut und koordiniert dort unter anderem das europäische Programm Erasmus+.

    Da es mittlerweile möglich ist, den weitestgehend in Vergessenheit geratenen Baustoff Lehm mit modernen mechanischen Verfahren und zusammen mit anderen Materialien herzustellen, sollen dessen neue Möglichkeiten auch hinsichtlich einer Kreislaufwirtschaft analysiert werden. Vor dem Hintergrund des Klimawandels sollen so Alternativen im Bauwesen definiert und etabliert werden.

    Durch die Kombination unterschiedlicher Ansätze mit praktischem Fachwissen aus der Bauindustrie wird das Projekt den Angaben zufolge «eine einzigartige und bereichernde Grundlage für neues Wissen im europäischen Kontext» schaffen, «sowohl in der akademischen Welt als auch für die Baupraxis». Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Symposiums, über die Internetseiten der teilnehmenden Partneruniversitäten und in einer Publikation im Zürcher Park Books Verlag vorgestellt.

  • Forschungseinrichtung für Design und Gesundheit erhält weitere Förderung

    Forschungseinrichtung für Design und Gesundheit erhält weitere Förderung

    Dem Swiss Center for Design und Health (SCDH) wird auch für die Periode von 2025 bis 2028 ein Förderbeitrag gewährt. Damit, so das SCDH in einer Meldung, spreche der Bund sein Vertrauen in die Arbeit der Forschungseinrichtung aus und zeige, «dass die Frage, wie sich mittels Design Gesundheit verbessern lässt, von nationaler Bedeutung ist».

    Das SCDH versteht sich als nationales Technologiekompetenzzentrum von internationalem Gewicht, das an der Schnittstelle von Design und Gesundheit interdisziplinäre Hochschulforschung und Privatwirtschaft mit Blick auf den Wissens- und Technologietransfer verbindet. Die Organisation wurde 2019 als öffentlich-private Partnerschaft gegründet und wird sowohl durch öffentliche wie private Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft getragen. Bund und Kanton finanzieren dem Aufbau mit. Ab 2030 soll das Zentrum selbsttragend sein.

    Wie es in der Meldung weiter heisst, wird das SCDH während dieser zweiten Förderperiode sein Portfolio erweitern. «Hierzu gehören zum Beispiel der Aufbau einer evidenzbasierten Materialkollektion, eines realitätsnahen Operationssaales und die Möglichkeit der Simulation im Rohbau vor Ort bei den Kund:innen.» Nach der Konzentration auf den Gesundheitsbereich soll das Geschäftsfeld um die Industrie, die Pflege im häuslichen Umfeld und um öffentliche Bauten erweitert werden.

  • Neues Unternehmen stärkt lokale Stromversorgung in Buttisholz und Umgebung

    Neues Unternehmen stärkt lokale Stromversorgung in Buttisholz und Umgebung

    (CONNECT) Die Dorfstrom AG mit Sitz in Buttisholz hat am 1. Januar 2025 ihre Tätigkeit aufgenommen. Der Handelsregistereintrag war laut einer Mitteilung am 3. Dezember 2024 erfolgt. Das neue Unternehmen wolle Impulse für die lokale Energieversorgung in Buttisholz und anderen Gemeinden setzen, heisst es in der Mitteilung.

    Über das Projekt und die geplante Kooperation von lokalen Energieproduzenten und einer Plattform für die Zusammenarbeit informiert eine eigene Internetseite, die mit Beginn der Geschäftstätigkeit freigeschaltet worden ist. «Die Webseite ist ein zentraler Anlaufpunkt, um die Menschen in Buttisholz und darüber hinaus über unsere Ziele und Angebote zu informieren», wird Oscar Küng zitiert, Verwaltungsratspräsident der Dorfstrom AG.

    Mit dem Eintrag ins Handelsregister sei ein wichtiger Meilenstein erreicht, um die lokale Stromversorgung neu zu denken und die Energiewende in Buttisholz aktiv voranzutreiben, heisst es von der Dorfstrom AG. Die Firma setzt einen Schwerpunkt in der Förderung von virtuellen Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (vZEV) und die Entwicklung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften (LEGs). Damit soll lokal produzierter  Strom direkt in der jeweiligen Gemeinde genutzt werden. Das stärke die lokale Wertschöpfung und verringere die Abhängigkeit von grossen Energieversorgern.

    Die Dorfstrom AG organisiert den lokalen Stromhandel, um eine effiziente Verteilung sicherzustellen und bringt Produzenten und Abnehmer zusammen. Sie will erneuerbare Energieanlagen planen, bauen und betreiben, von Solaranlagen über Biogasanlagen bis zu lokalen Windkraftprojekten. Auch soll der Strom gespeichert werden, um Schwankungen auszugleichen und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Dorfstrom AG will lokale Energieprojekte durch Investitionen und Partnerschaften unterstützen.

  • Planung für neues Energiezentrum in Dietikon schreitet voran

    Planung für neues Energiezentrum in Dietikon schreitet voran

    Das Limmattaler Regiowerk Limeco mit Sitz in Dietikon stellt sechs Entwürfe für das neue Energiezentrum vor. Laut einer Ankündigung findet dazu eine öffentliche Ausstellung am Wochenende des 18. und 19. Januar von 14 bis 17 Uhr am Limeco-Sitz in Dietikon statt. Sie ist auch am Samstag, 1. Februar, noch einmal geöffnet. Gezeigt werden die «zukunftsweisenden Entwürfe» für die neue Kehrichtverwertungsanlage (KVA) und Abwasserreinigungsanlage (ARA).

    Sechs Teams aus den Fachdisziplinen Architektur, Landschaftsarchitektur und Bauingenieurwesen hatten Entwürfe entwickelt. Diese basieren auf Erkenntnissen aus der Testplanung und rund 250 Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Ein Gremium habe das Siegerprojekt gewählt, welches den Auftrag für die Projektierung und Realisierung der neuen KVA und ARA erhält, heisst es weiter.

    Die Abwasserreinigungsanlage und die Kehrichtverwertungsanlage von Limeco in Dietikon müssen bis 2034 und in einem zweiten Schritt bis 2050 erweitert beziehungsweise erneuert werden. KVA und ARA liegen nah beisammen in Dietikon und funktionieren im Verbund. Dadurch werde gesichert, dass zum richtigen Zeitpunkt die richtige Menge der richtigen Energie in der richtigen Qualität am richtigen Ort zur Verfügung steht, heisst es von Limeco zu dem Projekt.

  • Sieben Unternehmen gründen gemeinsame Agentur für nachhaltige Wärmeversorgung in der Ostschweiz

    Sieben Unternehmen gründen gemeinsame Agentur für nachhaltige Wärmeversorgung in der Ostschweiz

    Sieben Energiedienstleister aus der Ostschweiz haben laut einer Medienmitteilung die Wärme Netz Ostschweiz AG (WNO) gegründet. Beteiligt sind die EKT Holding AG, Gemeinde Uzwil, Ortsgemeinde Wil, St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG, Schmid AG energy solutions, Technischen Betriebe Flawil und Technische Betriebe Wil.

    Ziel der neuen Gesellschaft ist es, innovative und klimafreundliche Wärme-Verbundlösungen in den Ostschweizer Kantonen Thurgau, St.Gallen, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden sowie in angrenzenden Regionen zu entwickeln und zu betreiben. Als überregionaler Energiedienstleister unterstützt die WNO laut der Mitteilung Gemeinden sowie Privat- und Geschäftskunden dabei, auf eine nachhaltige Wärmeversorgung umzusteigen. Die jeweiligen Standortgemeinden sowie regionale Unternehmen werden beim Aufbau und Betrieb der Wärmenetze eingebunden.

    «Die Gründung der WNO ist ein entscheidender Schritt hin zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung in der Ostschweiz. Gemeinsam treiben wir die Energiewende voran, stärken unsere Region und setzen innovative Technologien ein», wird Marco Huwiler zitiert, Verwaltungsrat der WNO und Geschäftsleiter der Technischen Betriebe Wil.

    Bis Mitte 2025 liegt der Fokus laut der Mitteilung auf der Konstituierung, also Personalaufbau, Erarbeitung der Geschäftsgrundlagen und Finanzierungslösungen sowie Gespräche mit Gemeinden und möglichen Aktionären. Mitte nächsten Jahres soll die erste Projektentwicklung in einer Gemeinde starten.

    Der Wärmebereich macht rund 50 Prozent des Energieverbrauchs in der Schweiz aus und verursacht über 35 Prozent der Treibhausgasemissionen, heisst es weiter. Die WNO will fossile Brennstoffe durch erneuerbare Wärmelösungen ersetzen.

  • Neue Technologien zur Geothermienutzung in der Schweiz entwickelt

    Neue Technologien zur Geothermienutzung in der Schweiz entwickelt

    Forschende der ETH vollen Energie aus dem Untergrund zur Erzeugung von Strom und Wärme nutzbar machen. Gleich mehrere Forschungsgruppen der Hochschule erkunden Möglichkeiten der Geothermie, informiert die ETH in einer Mitteilung. Ihr zufolge ist die Schweiz technisch, regulatorisch und hinsichtlich der Akzeptanz der Bevölkerung besser auf die Nutzung von Geothermie vorbereitet als noch vor einigen Jahren.

    Eine Gruppe um Stefan Wiemer, Professor am Departement Erd- und Planetenwissenschaften der ETH und Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes, forscht im BedrettoLab an der Minimierung von Erdbebenrisiken bei sogenannten Enhanced Geothermal Systems. Ein sensorgestütztes System überwacht die Erzeugung der nötigen künstlichen Risse, in denen sich Wasser erwärmt. Die im BedrettoLab gewonnenen Erkenntnisse werden bei der Planung des Geothermie-Pilotkraftwerks in Haute-Sorne JU genutzt.

    Die Gruppe von Martin Saar, Professor für Geothermische Energie und Geofluide im Departement der Erd- und Planetenwissenschaften an der ETH, erkundet die Möglichkeiten von geschlossenen Rohkreisläufen, in denen CO2 zirkuliert. Diese sogenannten deep closed-loop Advanced Geothermal Systems könnten «eine klimafreundliche Alternative zu CO₂-intensiven Reservegaskraftwerken sein», erläutert Saar in der Mitteilung. Die Gruppe hat sich zudem bereits sogenannte CO2-Plume Geothermal Systeme patentieren lassen. Hier wird die dauerhafte Speicherung von CO2 in Gestein mit dessen Nutzung zur Produktion von Wärme und Strom verbunden. Darüber wird die Speicherung von Prozess- und Sommerwärme von Gebäuden im Gestein untersucht, die im Winter zum Heizen genutzt werden kann.

  • Ständerat will Bau kleiner Windturbinen erleichtern

    Ständerat will Bau kleiner Windturbinen erleichtern

    Windturbinen mit einer Höhe von bis zu 30 Metern sollen künftig auch ausserhalb von Bauzonen gebaut werden können. Das hat der Ständerat am 18. Dezember mit einer Mehrheit von 26 gegen zwölf Stimmen ohne Enthaltungen beschlossen. Er folgt damit einer Standesinitiative Appenzell Ausserrhodens.

    Der Halbkanton hatte im Juni 2023 vorgeschlagen, den Bau von Solar- und Kleinwindanlagen zu erleichtern. Er begründete das mit seiner besonderen Bebauungsweise: «Der Kanton Appenzell Ausserrhoden ist als ländlicher Kanton mit ausgeprägter Streusiedlung speziell von der sehr restriktiven Bundesgesetzgebung betroffen», schreibt er in seiner Begründung. «Nebst den vielen Landwirtschaftsbetrieben wohnen auch sonst besonders viele Menschen in Häusern, die ausserhalb der Bauzonen stehen.» Der Kanton könne bis zu 15 Prozent seines Strombedarfs aus der Windkraft ziehen.

    Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerates hatte den Vorschlag mit dem Stichentscheid seines Präsidenten Beat Rieder (Mitte/VS) abgelehnt. Mathilde Crevoisier Crelier (SP/JU) als Sprecherin der Kommission begründete die Ablehnung mit dem geringen Ertrag kleiner Windanlagen. Dieser rechtfertigte die Eingriffe in die Landschaft nicht, anders als im Fall grosser Windanlagen, die bereits ausserhalb der Bauzonen errichtet werden können.

    Jakob Stark sprach sich im Namen der Kommissionsminderheit für die Initiative aus. «Man muss berücksichtigen, dass Kleinwindanlagen technisch grosse Fortschritte gemacht haben und in sehr unterschiedlicher Form daherkommen», sagte der Thurgauer SVP-Ständerat laut dem Wortprotokoll. «Sie können einen wertvollen Beitrag für die Stromversorgungssicherheit im Winter leisten.»

    Die Vorlage geht nun in den Nationalrat.

  • Energiegewinnung aus Tiefgaragen mit neuer Geothermie-Lösung

    Energiegewinnung aus Tiefgaragen mit neuer Geothermie-Lösung

    CIEC ist offizieller Anbieter der Enerdrape-Lösung zur Wärmegewinnung geworden. Die auf Wärmelösungen spezialisierte ENGIE-Tochter mit Sitz in Paris will die Geothermiepaneele des Waadtländer Start-ups zur Energiegewinnung in unterirdischen Infrastrukturen nutzen.

    Ein erstes Projekt soll nun im 11. Bezirk von Paris umgesetzt werden, teilt Enerdrape auf LinkedIn mit. Dort sollen 130 Paneele verlegt werden, die mit einer Leistung von 23 Kilowatt pro Jahr 40 Megawattstunden Wärmeenergie erzeugen sollen.

    Die Enerdrape-Paneele werden im Untergrund von Gebäuden installiert, etwa in Tiefgaragen. Dort nehmen sie die Energie des Untergrundes auf, die über eine Wärmepumpe in die Gebäude geführt und dort für die Heizung und Kühlung genutzt wird.

  • Neue Partnerschaft fördert Wasserstoff aus Holzabfällen

    Neue Partnerschaft fördert Wasserstoff aus Holzabfällen

    H2 Bois erhält einen neuen Minderheitsaktionär. Auf Januar 2025 steigt der Waadtländer Energieversorger Romande Energie laut einer Mitteilung mit einem Anteil von 33,7 Prozent ein. Die in der Holzwirtschaft tätige Groupe Corbat mit Sitz in Vendlincourt JU wird dann 50,3 Prozent und das Beratungsunternehmen Planair Vision SA mit Sitz in La Sagne NE 16 Prozent des 2021 von ihnen gegründeten Unternehmens halten.

    H2 Bois will 2025 eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff aus Holzabfällen bauen und 2026 in Betrieb nehmen. Bei der Herstellung entsteht auch Biokohle, welche das im Holz enthaltene CO2 zu einem Teil dauerhaft speichern kann. Im für 2030 geplanten Vollausbau sollen so aus 14‘000 Tonnen Holz und Holzabfällen insgesamt 450 Tonnen sauberer Wasserstoff hergestellt und 2500 Tonnen CO2 pro Jahr gespeichert werden können. H2 Bois nutzt eine Technologie der französischen Haffner Energy.

    Der Wasserstoff wird über eine 1,5 Kilometer lange Gasleitung in eine Industriezone im Ort transportiert. Dort wird er von Industrieunternehmen und über eine Tankstelle für die Mobilität genutzt. Die Biokohle wird in der Landwirtschaft verwendet.

    Für Romande Energie bildet die Beteiligung einen Schritt in Richtung einer dekarbonisierten Westschweiz. «Diese Beteiligung erlaubt uns, an einem kühnen Projekt mitzuarbeiten, das in der Nutzung einer innovativen Negativemissionstechnologie ein Pionier in der Schweiz ist», wird Jérémie Brillet in der Mitteilung zitiert, bei Romande Energie für den Bereich Wasserstoff zuständig.

    Benjamin Corbat, Generaldirektor der Groupe Corbat, begrüsst die Beteiligung von Romande Energie. «Wir freuen uns auf den Start der Produktion, aber auch darauf, neue Wege in der lokalen Holznutzung zu gehen.»

  • Wie Holz besser eingesetzt werden kann

    Wie Holz besser eingesetzt werden kann

    Die Schweiz strebt Netto-Null bis 2050 an. Holz spielt auf diesem Weg eine Schlüsselrolle. Es bindet CO₂ aus der Atmosphäre, ist vielseitig einsetzbar und bietet nachhaltige Alternativen zu fossilen Rohstoffen. Doch wie viel Holz steht für Bauwesen, Industrie oder Energiegewinnung überhaupt zur Verfügung? Antworten liefern Forschende der Empa und WSL, die im Rahmen des Projekts SCENE erstmals die Materialflüsse von Holz in der Schweiz detailliert untersucht haben.

    Für ihre Analyse verwendeten die Forschenden Daten aus 21 verschiedenen Quellen für das Jahr 2020, von der Holzernte bis zur Entsorgung. «Im Gegensatz zu anderen Studien, die oft nur modellierte Werte verwenden, konnten wir auf echte Daten zurückgreifen», erklärt Nadia Malinverno von der Empa. Der Aufwand zahlte sich aus, denn die Untersuchung bietet ein präzises Bild des gesamten Holzflusses in der Schweiz.

    Recyclingpotenziale und der richtige Einsatz von Holz
    Derzeit werden nur acht Prozent des Holzes recycelt, im Vergleich zu etwa 70 Prozent bei Papier. Zudem werden 40 Prozent des jährlich geernteten Holzes direkt als Brennstoff genutzt. «Das ist aus ökologischer Sicht nicht optimal», betont Claudia Som, Co-Autorin der Studie. Damit Holz seine Rolle als CO₂-Speicher erfüllen kann, sollte es so lange wie möglich als Material genutzt werden.

    Die Vision der Forschenden ist Kaskadennutzung
    Hierbei wird Holz zunächst zu langlebigen Produkten wie Balken und Brettern verarbeitet, die möglichst lange im Bauwesen verbleiben. Erst nach mehrfachem Gebrauch wird das Holz zu Holzspänen oder Faserstoffen weiterverarbeitet, bevor es schliesslich verbrannt wird. «Holz sollte nur dann als Energiequelle dienen, wenn es als Material nicht mehr verwendbar ist», erklärt Som.

    Der Weg zu nachhaltigen Holzströmen
    Im Rahmen des SCENE-Projekts wollen die Forschenden künftig genauer untersuchen, welche Holznutzungen ökologisch und wirtschaftlich am sinnvollsten sind. Dabei konzentrieren sie sich auf konkrete Materialströme. In welcher Form liegt das Holz vor? Wie wird es verarbeitet? Wo gibt es Optimierungspotenzial?

    «Die nachhaltige Holznutzung ist ein zentraler Baustein der Energiewende», so Malinverno. «Unsere Arbeit zeigt, dass die Schweiz hier noch viele ungenutzte Chancen hat, sowohl für den Klimaschutz als auch für die Ressourceneffizienz.»

  • Innovative Steuerung für Fernwärmenetze

    Innovative Steuerung für Fernwärmenetze

    Die Energiewende bringt Herausforderungen für Fernwärmenetze, da die Einspeisung erneuerbarer Energien und die Dezentralisierung eine effiziente Steuerung komplexer macht. Mit der Simulationssoftware bietet das Fraunhofer-Institut ITWM eine Lösung, die Netze in Echtzeit überwachen, stabilisieren und optimieren kann.

    Digitaler Zwilling für präzise Steuerung
    Kern der Innovation ist ein Digitaler Zwilling, der physikalische Prozesse des Netzes nachbildet. Basisdaten wie Netzstruktur, Wetter- und Verbrauchsdaten fliessen in die Simulation ein, um Wärmeströme, Lastspitzen und kritische Betriebszustände frühzeitig zu erkennen. Stadtwerke profitieren von einem stabileren Netzbetrieb und können unnötige Energieverluste durch optimierte Vorlauftemperaturen reduzieren.

    Effizienzsteigerung bei Planung und Betrieb
    Die Software ermöglicht eine vorausschauende Planung neuer Netze. Szenarien wie die Platzierung von Energiequellen oder der Verbrauch zu unterschiedlichen Zeiten werden simuliert, um Ressourcen effizient zu nutzen. Materialeinsparungen durch kleinere Rohrquerschnitte und die präzise Nutzung erneuerbarer Energien senken Kosten und fördern eine klimaneutrale Wärmeversorgung.

    Zukunftsweisende Erweiterungen
    Neben der Optimierung der Benutzeroberfläche arbeiten die Forschenden daran, den Rechenkern der Software auch für andere Energienetze wie Strom und Gas nutzbar zu machen. Damit könnte «AD Net Heat» ein Vorbild für die Digitalisierung weiterer Infrastrukturprojekte werden.

  • 61 Millionen für klimafreundliche Gebäude

    61 Millionen für klimafreundliche Gebäude

    Gebäude sind im Kanton Zürich für über 40 Prozent des Energieverbrauchs und 30 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Seit September 2022 gilt darum, Öl- und Gasheizungen in bestehenden Gebäuden müssen am Ende ihrer Lebensdauer durch klimafreundliche Alternativen ersetzt werden, wenn dies technisch und finanziell möglich ist. 2025 stehen für diesen Wandel 61 Millionen Franken an Fördergeldern bereit. Diese Mittel fliessen gezielt in Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Förderung nachhaltiger Heizsysteme.

    Stärkere Förderung für grössere Heizungsersätze
    Das Förderprogramm legt 2025 einen besonderen Schwerpunkt auf den Ersatz grösserer fossiler Heizungen. Während die Sockelbeiträge für kleinere Anlagen leicht gesenkt wurden, profitieren grössere Heizungen ab etwa 30 Kilowatt Leistung von erhöhten, leistungsabhängigen Förderungen. Dies trägt den höheren technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bei solchen Projekten Rechnung.

    Belohnung für umfassende Gebäudemodernisierungen
    Eine gut gedämmte Gebäudehülle spart Heizenergie, reduziert Heizkosten und verbessert das Wohnklima. Daher wird bei Gesamtmodernisierungen ein zusätzlicher Anreiz gesetzt. Wer mindestens 90 Prozent der Dämmfläche von Dach, Fassaden und Böden modernisiert, erhält einen Zusatzbeitrag. Förderungen für Modernisierungen nach MINERGIE-Standard sind ab 2025 an die Zusatzzertifizierung «ECO» geknüpft, um auch Aspekte wie Kreislauffähigkeit und graue Energie zu berücksichtigen.

    Unterstützung für dezentrale Heizsysteme
    Dezentral installierte Elektro- oder fossile Heizungen stellen eine besondere Herausforderung dar. Ab 2030 sind stromintensive Elektroheizungen im Kanton Zürich verboten. Hauseigentümer, die solche Systeme durch klimafreundliche Alternativen ersetzen, profitieren neu von mindestens 15 000 Franken Zuschuss für die Installation eines Wärmeverteilsystems. Dies soll die aufwändige Umrüstung erleichtern und beschleunigen.

  • Forschende analysieren Holznutzung in der Schweiz

    Forschende analysieren Holznutzung in der Schweiz

    Die Nutzung von Holz als einem der wichtigsten Rohstoffe auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft haben Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der in Birmensdorf ansässigen Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) untersucht. Die Analyse kommt laut einer Medienmitteilung zu dem Schluss, dass in der Schweiz noch erhebliches Potenzial bestehe, was die nachhaltige Holznutzung betrifft. So betrage die Recycling-Rate beim Holz gerade einmal knapp 8 Prozent, beim Papier sind es an die 70.  

    „Von den fünf bis sieben Millionen Kubikmetern Holz, die wir in der Schweiz jährlich ernten, werden rund 40 Prozent direkt energetisch genutzt – sprich verbrannt“, wird die Erstautorin der Studie, Nadia Malinverno aus dem Empa-Labor Technologie und Gesellschaft zitiert. Das sei keineswegs ideal, denn Holz werde vielseitig genutzt, als Rohholz, Schnittholz, Holzspäne, Holzfasern für die Papierindustrie und vieles mehr.

    Die Schweiz habe sich Netto-Null als Ziel bis 2050 gesetzt. Holz sei auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft einer der wichtigsten Rohstoffe. Es binde beim Wachstum CO2 aus der Atmosphäre und biete sowohl als Material als auch als Energieträger Alternativen zu fossilen Rohstoffen, heisst es in der Mitteilung, die gleichlautend von Empa und WSL veröffentlicht wurde. Viele Industriezweige wollen in Zukunft vermehrt auf Holz setzen, sei es im Bau, bei der Produktion von Textilien und sogar in Sektoren wie Elektronik oder Pharma und Chemie, heisst es weiter.

    Die Arbeiten wurden im Rahmen von SCENE(Swiss Center of Excellence on Net-Zero Emissions) durchgeführt, einer Initiative der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).

  • Appenzellerland, Winterthur und Zürich mit Awards geehrt

    Appenzellerland, Winterthur und Zürich mit Awards geehrt

    Der Verband Smart City Hub Switzerland hat zum ersten Mal seine Smart City Hub Awards für innovative Ansätze intelligenter und nachhaltiger städtischer Lösungen verliehen. Aus insgesamt 20 Einreichungen waren sieben Projekte nominiert worden, informiert der aus Vertretenden von Städten und bundesnahen Dienstleistern zusammengesetzte Verband in einer Mitteilung. Von diesen sieben Nominierten wurden nun die Projekte Smartes Appenzellerland, Generative KI-Assistenz für Winterthur und Zuri Accessible CiTy (ZuriACT) in den Kategorien Newcomer, Innovation und Smart Citizen Services ausgezeichnet.

    In der Kategorie Newcomer trug die Organisation Verein Smartes Appenzellerland (VSAL) den Sieg davon. Ihr Projekt fördert die digitale Transformation im Appenzellerland. In der Mitteilung werden dabei die Entwicklung einer Plattform für das Internet der Dinge und Bildungsinitiativen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik hervorgehoben.

    Der Preis in der Kategorie Innovation ging an die Stadt Winterthur. Sie testet im Projekt Generative KI-Assistenz den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in praxisnahen Nutzungen, die von Schulungen und ethischer Reflexion begleitet werden.

    Stadt und Universität Zürich wurden mit dem Award für Citizen Services ausgezeichnet. Ihr Projekt Zuri Accessible CiTy (ZüriACT) will die Barrierefreiheit in Zürich durch digitale Werkzeuge und bessere Daten verbessern. In Zusammenarbeit mit Betroffenen werden innovative Technologien zur Vereinfachung von Zugänglichkeitsdaten eingesetzt.

  • Fernwärmeprojekt in Bern nutzt Aare als Energiequelle

    Fernwärmeprojekt in Bern nutzt Aare als Energiequelle

    Energie Wasser Bern will den Nordosten von Bern mit klimafreundlicher Wärme versorgen. Dafür plant der Berner Energieversorger den Aufbau einer entsprechenden Wärmeproduktionsinfrastruktur, informiert ewb in einer Mitteilung. Als Wärmequelle soll dabei unter anderem das Wasser der Aare dienen.

    Konkret will ewb der Aare am westlichen Ufer auf Höhe der Engehalde Wasser entnehmen und in eine bereits bestehende Kaverne leiten. Hier soll dem Wasser Wärme entzogen werden, die im Anschluss zu einer neu zu bauenden Energiezentrale Aare Wyler auf der östlichen Seite des Flusses transportiert wird. Liegenschaften in an die Energiezentrale angrenzenden Quartieren könnten dann mit Fernwärme aus den Wärmepumpen der Energiezentrale beheizt werden. Darüber hinaus denkt ewb die Einrichtung einer zweiten, kleineren Energiezentrale Aare Engehalde auf der Westseite des Flusses an. Sie könnte das Gebiet Tiefenau mit Fernwärme versorgen.

    Das Unternehmen hat bereits ein Konzessionsgesuch für den Bau eines Fassungsbauwerks sowie die Entnahme und Rückgabe des Wassers aus der Aare beim Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern eingereicht, erläutert ewb. Das Unternehmen rechnet mit einem Entscheid im Frühjahr 2026. In der Zwischenzeit soll ein genauer Standort für die geplante Energiezentrale Aare Wyler gefunden werden.

  • Luzern fördert kreislaufgerechte Bauprojekte

    Luzern fördert kreislaufgerechte Bauprojekte

    Der Kanton Luzern spannt mit der Hochschule Luzern für kreislaufgerechtes Bauen zusammen. Die beiden Partner haben die Ausschreibung Eco-Design im Hochbau lanciert, informiert die kantonale Staatskanzlei in einer Mitteilung. Kreislaufgerechte Bauprojekte sollen im kommenden Jahr mit insgesamt 200’000 Franken gefördert werden. Besonders innovative Projekt erhalten zudem einen Materialpass und Beratungsleistungen.

    Bauherrschaften aus dem privaten und öffentlichen Bereich sowie Planende können sich ab 13. Januar und bis 16. Mai digital um eine Förderung bewerben. Dabei ist es unerheblich, ob die Projekte bereits umgesetzt sind oder sich noch in der Planung oder Umsetzung befinden. Voraussetzung für eine Förderung ist jedoch, dass es sich um ein Bauprojekt im Kanton Luzern handelt.

    Gesucht werden Projekte, die dem Gestaltungsansatz Eco-Design folgen. Ihm zufolge werden Gebäude langlebig und zirkulär gestaltet. Um eine Förderung zu erhalten, sollte das Projekt darüber hinaus auch einen Leuchtturmcharakter aufweisen, heisst es in der Mitteilung. Über diesen wollen Kanton und Hochschule Möglichkeiten für nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft sichtbarer machen und Planenden entsprechendes Wissen zur Verfügung stellen.

  • Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Neue Projekte für Dekarbonisierung der Gasbranche starten 2025

    Die EPFL und der Westschweizer Gasversorger Gaznat haben laut einer Mitteilung eine Rahmenvereinbarung über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Diese sieht drei Ausschreibungen für Projekte der Forschung und Entwicklung vor, die einen erheblichen Beitrag zu einer sauberen Gasversorgung leisten können. Die erste Ausschreibung ist für Anfang 2025 vorgesehen.

    Die Siegerprojekte werden von einem wissenschaftlichen Beirat ausgewählt, dem jeweils vier Vertreter beider Seiten angehören.  Dazu gehören der Gaznat-CEO Gilles Verdan, Wendy Lee Queen und Yasmine Calisesi vom EPFL Energy Center sowie EPFL-Vizepräsident Edouard Bugnion. Ein Programmmanager wird die Ausschreibungen koordinieren und die ausgewählten Projekte begleiten.

    Die EPFL und Gaznat haben im Rahmen von drei Ausschreibungen bereits 17 Projekte gemeinsam finanziert. Gaznat eröffnete 2023 sein Innovationslabor in Aigle.

    Gaznat mit Sitz in Lausanne beschafft und transportiert Gas für Partnerunternehmen in der Westschweiz. Das Unternehmen will sein Angebot bis 2050 klimaneutral gemacht haben. „Dank unserer Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit der EPFL kommen wir unserem Ziel der Klimaneutralität näher und können unsere Branche dekarbonisieren“, werden Gaznat-Verwaltungsratspräsident René Bautz und CEO Gilles Verdan in der Mitteilung zitiert.

  • Übernahme sichert Arbeitsplätze und Aufträge in Freiburg

    Übernahme sichert Arbeitsplätze und Aufträge in Freiburg

    Burkhalter springt bei der in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Etablissements Techniques Fragnière SA mit Sitz in Bulle in die Bresche. Der Zürcher Spezialist für Gebäudetechnik wird Geschäfte und Mitarbeitende an den Standorten von ETF in Bulle und Givisiez übernehmen, informiert Burkhalter in einer Mitteilung. Konkret werden 117 Mitarbeitende, darunter 32 Lernende, zu den für sie bei ETF geltenden Bedingungen übernommen. Mit ihnen will Burkhalter einen Grossteil der Aufträge von ETF der beiden Freiburger Standorte durchführen.

    Für die Übernahme hat Burkhalter die beiden Gesellschaften Bul Elec SA und Fri Elec SA gegründet. Sie sollen die Präsenz des Gebäudetechnikers im Kanton Freiburg verstärken. Darüber hinaus sei Burkhalter „nun in der Lage, ihren Kundinnen und Kunden im Kanton Freiburg das gesamte Portfolio an Elektrotechnikdienstleistungen anzubieten“, heisst es in der Mitteilung. Die Leitung der neuen Gesellschaften werden Laurent Murith und Frédéric Bourguet übernehmen. Beide waren zuvor an den jeweiligen Standorten von ETF als Niederlassungsleiter tätig.

  • Wertsteigerung durch globale Präsenz und technologische Innovation

    Wertsteigerung durch globale Präsenz und technologische Innovation

    Siemens Smart Infrastrukture legt die Latte höher. Der in Zug ansässige Geschäftsbereich von Siemens hat zwischen 2020 und 2024 seine Umsätze jährlich durchschnittlich um 11 Prozent gesteigert, informiert Siemens in einer Mitteilung. Beim Betriebsergebnis wurde 2024 eine Rekordmarge von 17,3 Prozent realisiert. Sie liegt deutlich über dem 2021 gesetzten Mittelfristziel von 11 bis 16 Prozent.

    In den kommenden Jahren wird ein Umsatzwachstum von 6 bis 9 Prozent sowie eine Ergebnismarge von 17 bis 18 Prozent angestrebt. „Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt und diese auch erreicht“, wird Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Smart Infrastructure, in der Mitteilung zitiert. „Jetzt legen wir die Messlatte noch höher, um die nächste Stufe der Wertsteigerung zu erreichen.“

    In den kommenden Jahren will SI seine globale Präsenz stärken und lokale Kapazitäten erweitern. Gleichzeitig ist die Förderung von Talenten in wachstumsstarken Märkten wie Indien und den USA geplant. Beides soll zu skalierbaren Ergebnissen in den etablierten Endmärkten von SI, wie Rechenzentren, Gesundheitswesen und Energieversorgungsunternehmen führen. Das Unternehmen geht mittelfristig von einem Wachstum des von ihm adressierten Marktes um jährlich 5 bis 6 Prozent aus. Hier habe SI „in allen Bereichen ein über dem Markt liegendes Wachstum“ realisiert, heisst es in der Mitteilung.

  • Neue Technologie für nachhaltige Gebäudeisolierung in der Entwicklung

    Neue Technologie für nachhaltige Gebäudeisolierung in der Entwicklung

    Aeroskin Tech sucht Investoren. Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat eine Technologie zur Dämmung von Gebäuden entwickelt, die auf Aerogelen fusst. Bisher hat Aeroskin Tech Prototypen von Sprühdämmstoffen und Dämmplatten entwickelt, informiert die ETH in einer entsprechenden Mitteilung. Nun soll die Technologie in einer Pilotanlage an die industrielle Produktion herangeführt werden.

    „Wir wollen eine nachhaltige und leistungsfähige Dämmung für Gebäude anbieten“, wird Daniel Sanz Pont, Gründer von Aeroskin Tech und wissenschaftlicher Mitarbeiter von Robert Flatt, Professor für Baustoffe im Bauwesen an der ETH, in der Mitteilung zitiert. Die auf Aerogelen basierenden Dämmstoffe zeichnen sich gegenüber herkömmlichen Isolationsmaterialien durch eine zwei- bis zweieinhalbfach bessere Wirkung aus. Dies liegt an den nanoporösen Strukturen von Aerogelen, erläutert Sanz Pont. In den winzigen Poren kollidieren die Luftmoleküle häufiger mit den Porenwänden als untereinander. „Dieser Effekt macht Aerogele zu den besten Wärmedämmstoffen überhaupt“, so Sanz Pont.

    Der Jungunternehmer hat die ETH-Ausgründung nicht mit Partnern, sondern im Alleingang gegründet. „Dank meiner vielseitigen Ausbildung vereine ich viele Kompetenzen in meiner Person“, erläutert Sanz Pont. „Ich habe auch Coaching erhalten und meine Ausbildung und Erfahrung im Bereich Unternehmensführung erweitert, zudem wurde ich in all diesen Jahren von hervorragenden Fachleuten der ETH unterstützt.“ Für kommende Herausforderungen und den nächsten Schritt stehen dem Jungunternehmer zudem erfahrende Mentorinnen und Mentoren zur Seite, „von denen ich schneller lernen kann“.

  • Hybrides Kleinkraftwerk fördert grüne Energie in Graubünden

    Hybrides Kleinkraftwerk fördert grüne Energie in Graubünden

    Die NewGreenTec AG hat eines ihrer hybriden Wind-Solar-Kleinkraftwerke auf dem Dach des Plantahofs installiert. Dort wird es künftig zur nachhaltigen Stromversorgung der landwirtschaftlichen Ausbildungsstätte des Kantons Graubünden und der Ostschweiz beitragen. Wie das Jungunternehmen weiter mitteilt, soll es ausserdem Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ermöglichen, die Technologie aus erster Hand zu erleben und ihr Wissen über erneuerbare Energien zu erweitern.

    „Wir sind begeistert, mit diesem Projekt die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft in Graubünden zu fördern“, wird Frido Stutz, Geschäftsführer der NewGreenTec AG, in einer Unternehmensmitteilung zitiert. „Das Zusammenspiel von Wind- und Solarenergie ist ein zukunftsweisender Schritt hin zu einer umweltfreundlichen und stabilen Stromversorgung über den Tages- und Jahresverlauf.“

    Zudem erkennt NewGreenTec darin auch ein Symbol für die Potenziale einer nachhaltigen Zukunft: „Mit der Kraft von Wind und Sonne soll das Rheintal ein weiteres Beispiel für gelungene Innovation in der grünen Energieversorgung werden.“ Das erste Kleinkraftwerk der Firma auf einem Industriegebäude wurde im Januar 2023 in Betrieb genommen.

    Das hybride Gerät vereint Solarpanele, eine kleine Windturbine und Speichertechnologie in einem Gerät und wurde zusammen mit Schweizer Fachhochschulen entwickelt. Die Windturbinen, die sich um eine Vertikalachse drehen, sind unabhängig von der Windrichtung und nahezu geräuschlos.

  • Schlieren legt Gasnetz ab 2030 still

    Schlieren legt Gasnetz ab 2030 still

    Die Stadt Schlieren will bis 2040 netto keine Treibhausgase mehr ausstossen. Dazu muss auch die Gebäudeheizung auf klimaneutrale Quellen umgestellt werden. Die Stadt hat deswegen die etappenweise Stilllegung des Gasnetzes beschlossen. 

    Laut einer Mitteilung sollen bereits um 2030 zwei kleinere Gebiete nördlich der Bernstrasse und im Süden der Stadt vom Netz genommen werden. Um 2035 werden weitere Gebiete an der Bernstrasse und an der Zürcher- und Badenerstrasse folgen. Um 2040 werden die restlichen Teile des Gasnetzes weitgehend stillgelegt.

    Die Eigentümerinnen und Eigentümer, die bisher Gasheizungen oder Gaskochherde verwenden, werden direkt von der Stadt informiert. Für sie stehen auch Beratungsangebote zu Alternativen bereit. Industriekunden können für Prozessgas weiterhin auf die Gasinfrastruktur zurückgreifen.

    Die Stadt plant für den 2. April eine Informationsveranstaltung zur Stilllegung des Gasnetzes.