Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Gesamtverkehrskonzept Raum Zurzibiet beschlossen

    Gesamtverkehrskonzept Raum Zurzibiet beschlossen

    Das Konzept zielen darauf ab, ein zuverlässiges Gesamtverkehrssystem sicherzustellen und die Erreichbarkeit von Siedlungen und Gewerbe zu gewährleisten. Zudem soll die verkehrliche Anbindung an Nachbarräume wie Baden und Umgebung, Brugg-Windisch und die süddeutsche Region Hochrhein sichergestellt werden. Weiterhin ist eine Verkehrslenkung auf Hauptachsen und Bereiche ausserhalb des Siedlungsgebiets vorgesehen, um Immissionen wie Lärm und Luftschadstoffe zu reduzieren und die Trennwirkung von Verkehrsinfrastrukturen zu minimieren.

    Strategische Stossrichtungen und Massnahmenansätze
    In drei Handlungsfeldern wurden strategische Stossrichtungen und Massnahmenansätze diskutiert.

    Im Bereich des Mobilitätsmanagements soll die Siedlungsentwicklung an zentralen und gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossenen Lagen konzentriert werden. Die Förderung der kombinierten Mobilität ist ein weiteres Ziel, ebenso wie die Aufwertung der Strassenräume innerorts zur Steigerung der Aufenthaltsqualität sowie des Fuss- und Veloverkehrs. Auch die Parkplatzbewirtschaftung spielt eine wichtige Rolle in diesem Handlungsfeld.

    Zur Sicherstellung zuverlässiger Reisezeiten und Erreichbarkeit wird ein umfassendes Verkehrsmanagement angestrebt. Dies beinhaltet die Stabilisierung des öV-Fahrplans sowie Massnahmen zur Verkehrsberuhigung und Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die Organisation von Güterverkehr und Logistik ist ebenfalls ein zentrales Element der Verkehrslenkung.

    Das Verkehrsangebot soll durch den Ausbau des öV-Angebots, einschließlich grenzüberschreitender Busverbindungen, deutlich verbessert werden. Zudem ist der Ausbau der Veloinfrastruktur vorgesehen, sowohl innerorts als auch zwischen den Gemeinden und grenzüberschreitend auf Korridoren mit viel Potenzial. Die Optimierung der Strasseninfrastruktur und die Ausgestaltung von Bahnhöfen als Verkehrsdrehscheiben sind weitere wichtige Massnahmen, ebenso wie der Ersatz der Rheinquerung.

    Nächste Schritte und erwartete Ergebnisse
    In der ersten Phase des GVK Raum Zurzigebiet erfolgt eine umfassende Verkehrsplanung unter Berücksichtigung aller Verkehrsträger und der prognostizierten Siedlungsentwicklung. Die Ergebnisse dieser Phase werden bis Ende 2024 erwartet. Anschliessend werden in der zweiten Phase spezifische Massnahmen für alle Verkehrsträger weiterbearbeitet.

    Das Steuerungsgremium des GVK Raum Zurzibiet umfasst Vertreterinnen und Vertreter des Kantons Aargau, des Regierungspräsidiums Freiburg, des Zolls Deutschland, des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit, des Regionalplanungsverbands Zurzibiet Regio, des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee, des Landkreises Waldshut, der Stadt Waldshut-Tiengen sowie der Gemeinden Koblenz, Full-Reuenthal und Leuggern. Die Begleitgruppe des GVK besteht aus Vertretern zahlreicher Gemeinden beiderseits der Grenze, darunter Böttstein, Döttingen, Ehrendingen, Waldshut-Tiengen und Dogern.

  • CKW aktiviert Mindestvergütung für Solarstrom

    CKW aktiviert Mindestvergütung für Solarstrom

    CKW will Betreibende von kleinen Solaranlagen vor sehr tiefen Marktpreisen insbesondere im Sommer schützen und sie bei der Amortisation der Anlage unterstützen. Dazu wendet die Axpo-Tochter bereits ab der Abrechnung für das zweite Quartal 2024 die vom Bund geplante Mindestvergütung für Solarstrom an, informiert CKW in einer Mitteilung. Hier sollen Betreibende von Solaranlagen bis 150 Kilowatt Leistung voraussichtlich ab Anfang 2025 einen Mindestpreis für ihren Solarstrom erhalten, falls der vom Bundesamt für Energie festgelegte Referenzmarktpreis besonders tief ausfällt.

    Bei der Höhe der aktuell gezahlten Mindestvergütung orientiert sich CKW am Verordnungsentwurf. Er sieht je nach Grösse der Anlage unterschiedliche Mindestvergütungen pro Kilowattstunde vor. Zusätzlich erwirbt die Luzerner Energiedienstleisterin auf freiwilliger Basis auch den Herkunftsnachweis des Solarstroms. Er beträgt für kleine Solaranlagen 2 Rappen pro Kilowattstunde und für Anlagen ab 100 Kilowatt Leistung 1 Rappen pro Kilowattstunde.

    In der Mitteilung rät CKW den Betreibenden von Photovoltaikanlagen zudem zur Optimierung des Eigenverbrauchs. Er lohne sich insbesondere in Phasen mit tiefen Rückvergütungen. Für die Optimierung des Eigenverbrauchs biete sich neben eigenen Energiemanagementlösungen und Batteriespeichern auch der Zusammenschluss mit Nachbarn an, schreibt die CKW. Mit dem am 9. Juli von der Stimmbevölkerung gutgeheissenen neuen Stromgesetz werden zudem weitere Optionen wie die Bildung lokaler Elektrizitätsgemeinschaften oder virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch möglich.

  • Tessiner Solarspezialist IngEne wird Teil von Swiss Solar Group

    Tessiner Solarspezialist IngEne wird Teil von Swiss Solar Group

    Die auf Solarlösungen spezialisierte IngEne aus dem Tessin ist der Swiss Solar Group beigetreten. Wie die Unternehmensgruppe in einer Medienmitteilung schreibt, kann sie nun in der gesamten Schweiz nachhaltige Energie zur Verfügung stellen. Der Zusammenschluss ist eine Investition in den Solarausbau mit dem Ziel eines einfacheren Zugangs zu sauberen smarten Energielösungen im Bereich Photovoltaikinstallationen und Mobilität.

    Die Swiss Solar Group ist laut der Mitteilung seit Gründung im Jahr 2013 stetig gewachsen. Wie sie mitteilt, sind seither mehr als 1300 Photovoltaikanlagen in Betrieb gegangen.

    Mit IngEne wachse die Swiss Solar Group um das technische Know-how von einem der besten Solarspezialisten des Landes. „Dank der Expertise werden wir unsere Produkte für Kundinnen und Kunden nochmals verbessern können. Saubere und smarte Energie für die ganze Schweiz ist jetzt möglich. Wir danken dem Team von IngEne und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, wird Marc Preusche, CEO der Swiss Solar Group, zitiert.

    Im Tessin seien integrierte Solarpanels auf Dächern und Fassaden weit verbreitet. IngEne bediene dort neben privaten Haushalten auch Industrieunternehmen. Auf Fabrikdächern seien Anlagen mit einer Leistung über 1 Megawatt im Einsatz. Für die 55 Mitarbeitenden der IngEne habe die Kooperation keine Auswirkungen: Sie werden weiterhin autonom arbeiten, aber zusätzlich von Synergieeffekten der Gruppe profitieren, heisst es.

    Der Beitritt von IngEne setzt das Wachstum fort. 2023 sind bereits Younergy Solar aus Ecublens VD und der Energieversorger Seetal Solar aus Hitzkirch LU der Gruppe beigetreten.

  • ZHAW validiert Ertragsberechnungen alpiner Solaranlagen

    ZHAW validiert Ertragsberechnungen alpiner Solaranlagen

    Forschende der ZHAW haben die Genauigkeit der Berechnungen der Software PVSyst zum Ertrag von alpinen Solaranlagen überprüft. Das Bundesamt für Energie empfehle diese Software im Rahmen des Ausbaus alpiner Solaranlagen, erläutert die ZHAW in einer entsprechenden Mitteilung. Die Ergebnisse der Forschungen zeigten, „dass die vom Bund vorgeschlagene Vorgehensweise sinnvoll ist und die Erträge eher unterschätzt werden“, heisst es in der Mitteilung.

    Für die Validierung haben die Forschenden der ZHAW im Winterhalbjahr 2023/24 mit einer flexiblen mehrreihigen Miniaturanlage eine Vielzahl von Messungen auf der Totalp in Davos GR vorgenommen. Die Messdaten stimmten weitgehend mit gleichzeitig erhobenen Daten aus der bestehenden Versuchsanlage am selben Standort überein. Die über die Simulation von PVSyst errechneten Erträge lagen dagegen durchgehend tendenziell tiefer.

    Die Forschenden führen dies auf die von der Software genutzten Albedo-Werte von Meteonorm zurück. Unter der Albedo wird ein Wert für den Anteil des vom Untergrund reflektierten Sonnenlichts verstanden. Gleichzeitig konnten die Forschungen zeigen, dass eine rückseitige Einstrahlung auf ein bifaziales Solarpanel den Ertrag um rund 25 bis 35 Prozent steigert.

  • Zement-Recycling – ein günstiger und effizienter Weg

    Zement-Recycling – ein günstiger und effizienter Weg

    Die kürzlich im Fachjournal PNAS veröffentlichte Studie unter Leitung des Imperial College London und in Zusammenarbeit mit der Empa und der EPFL zeigt auf, dass das Recycling von Zementstein aus Abriss-Beton eine der effektivsten und wirtschaftlichsten Methoden zur Reduktion von CO2-Emissionen ist. Der Prozess der CO2-Mineralisierung, bei dem CO2 in Baumaterialien wie Beton absorbiert wird, könnte die Emissionen der Zementproduktion um etwa 15% senken – das entspricht 0,8% der globalen Treibhausgasemissionen im Jahr 2020.

    Zementstein-Recycling ist Spitzenreiter unter den Technologien
    Von den zehn untersuchten Technologien zur CO2-Mineralisierung erweist sich recycelter Zementstein als die vielversprechendste. Zementstein, ein Bindemittel für Beton, stammt meist aus abgerissenen Bauwerken und kann kostengünstig aufbereitet werden. Rupert J. Myers vom Department of Civil and Environmental Engineering des Imperial College betont: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass CO2-mineralisierter Zement eine Schlüsseltechnologie zur Dekarbonisierung des Bausektors sein könnte.“

    Wirtschaftliche Vorteile und Nachhaltigkeit
    Die Studie unterstreicht, dass wirtschaftliche CO2-Mineralisierungstechnologien bis zu fünfmal kostengünstiger sind als herkömmliche Methoden zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung. Zusätzlich bieten sie eine langfristige Lösung, da Baumaterialien das CO2 für Jahrhunderte speichern können. Justin D. Driver vom Department of Chemical Engineering am Imperial College fügt hinzu: „Die CO2-Mineralisierung ist zwar keine Allzwecklösung, doch bietet sie großes Potenzial zur Emissionsreduktion im Bausektor.“

    Einschränkungen und weitere Forschung notwendig
    Ellina Bernard, Wissenschaftlerin am Empa-Labor für Beton und Asphalt, weist darauf hin, dass die Menge des zur Karbonisierung verfügbaren Materials begrenzt ist, was das Potenzial dieser Technologie einschränkt. Dennoch sind die möglichen CO2-Einsparungen von 15% erheblich. Weiterführende Forschung zur Optimierung und Kostensenkung der CO2-Abscheidungs- und -Verwertungstechnologien (CCU) bleibt essenziell.

    Empfehlungen für die Zukunft
    Die Studie formuliert konkrete Empfehlungen für politische Entscheidungsträger, Investoren und Forschende:

    • Entwicklung von Strategien zur Unterstützung des Recyclings von Betonabbruch: Ziel ist es, das Recycling von Betonabbruch zu fördern, um die Emissionsreduzierung zu maximieren.
    • Fokussierung auf wettbewerbsfähige CO2-Mineralisierungstechnologien: Es sollten vor allem jene Technologien weiterentwickelt und unterstützt werden, die sich als wirtschaftlich und effektiv erwiesen haben, um Ressourcen optimal zu nutzen.

    Sicherstellung von Transparenz in der Wettbewerbsfähigkeit dieser Technologien: Um Investoren fundierte Entscheidungen zu ermöglichen, müssen klare und verständliche Informationen über die Kosten, Marktchancen und Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Technologien bereitgestellt werden.

  • Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    Emissionen aus Heizöl und Gas werden weniger

    In der Schweiz sind 2023 die Emissionen aus Brennstoffen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, nämlich um 8,8 Prozent. Dabei wurden die unterschiedlich kalten Wintermonate auf eine durchschnittliche Witterung umgerechnet. Im Vergleich zu 1990 lagen diese Emissionen um 41,7 Prozent niedriger. Das zeigt die soeben veröffentlichte CO2-Statistik 2023. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) legt diese Statistik jährlich vor.

    Laut seiner diesbezüglichen Medienmitteilung ist diese Abnahme vor allem auf die bessere Energieeffizienz von Gebäuden und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen zurückzuführen. Insbesondere sei der Gasverbrauch im zweiten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen.

    Dagegen blieb der durch Treibstoffe wie Benzin und Diesel verursachte CO2-Ausstoss gegenüber dem Vorjahr gleich. Gegenüber 1990 sind die Emissionen um 5,2 Prozent zurückgegangen. Dass sie nach der Pandemie, also nach 2022, nicht wieder angestiegen sind, liegt den Angaben zufolge zum einen an der damals begonnenen Veränderung des Mobilitätsverhaltens: mehr Heimarbeit und weniger Geschäftsreisen. Zum anderen führt das BAFU als Grund dafür auch den wachsenden Anteil der Elektromobilität an. Der Anteil biogener Treibstoffe am gesamten Treibstoffverbrauch ist von 3,4 leicht auf 3,6 Prozent gestiegen.

  • Nachhaltiger Sonnenschutz im Olympischen Dorf

    Nachhaltiger Sonnenschutz im Olympischen Dorf

    Das französische Architekturbüro KOZ gehört zu den Hauptarchitekten, die mit dem Bau des Olympischen Dorfes in Paris beauftragt wurden. Bei der Beschattung im Quartier Belvédères des Dorfes setzt KOZ auf das Thurgauer Unternehmen Griesser. Der international aktive Entwickler von Sonnenschutzprodukten für Gebäude hat in Belvédères verschiedene Gebäude mit drei unterschiedlichen Sonnenschutzlösungen ausgestattet.

    Dabei kamen zum einen 265 Lamellenstore des Modells Lamisol 70 zum Einsatz, erläutert Griesser in einer Mitteilung. Vom Lamellenstoren-Modell Grinotex III wurden insgesamt sieben Einheiten verbaut. Vervollständigt wurde der Sonnenschutz durch 108 Rollläden des Modells Tradi PUR. Im Verbund schaffen die Sonnenschutzlösungen ein angenehmes Raumklima und tragen zur Einsparung von Heiz- und Kühlenergie bei.

    «Griesser hat sich mit seinen Qualitätsprodukten durchgesetzt», wird das Architekturbüro KOZ in der Mitteilung zitiert. «Zudem haben sich die Sonnenschutzprodukte bereits bei anderen Projekten von uns bewährt.» Beim Olympischen Dorf hat sich KOZ dabei für einen eigens von Griesser für das Projekt entwickelten metallischen Rosaton bei Lamellenstoren und Rollläden entschieden.

  • Holcim erwirbt belgischen Bauschutt-Recycler

    Holcim erwirbt belgischen Bauschutt-Recycler

    Holcim baut das zirkuläre Bauen als Motor für profitables Wachstum weiter aus. Nach der Cand-Landi-Gruppe in der Schweiz, Land Recovery in Grossbritannien und Mendiger Basalt in Deutschland hat der Baustoffproduzent mit dem 1989 gegründeten Familienunternehmen Mark Desmedt, dem laut Holcim führenden Recycler von Bauabbruchmaterialien in Belgien, die vierte Akquisition in diesem Jahr getätigt.

    Einer Mitteilung von Holcim zufolge verwertet Mark Desmedt mehr als 500’000 Tonnen jährlich. Ausserdem sei das Unternehmen strategisch günstig zwischen Brüssel und Antwerpen gelegen und können so die beiden grössten Ballungsräume des Landes bedienen. Damit könne Holcim seine ECOCycle-Produktpalette für kreislauforientierte Baulösungen in Belgien erweitern und sein profitables Wachstum fördern.

    Mit dieser Akquise kommt Holcim seinem Ziel näher, pro Jahr 10 Millionen Tonnen Bauschutt wiederzuverwerten. „Mit dem Team von Mark Desmedt beschleunigen wir unsere Vision, das zirkuläre Bauen in den wichtigsten Metropolregionen, in denen wir tätig sind, voranzutreiben, um Städte aus Städten zu bauen“, wird Holcim-CEO Miljan Gutovic zitiert.

  • Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Der Zürcher Regierungsrat will die planerischen Grundlagen für eine verstärkte Nutzung der Windkraft im Kanton schaffen. Dafür hat er nun laut einer Mitteilung den Eintrag von 20 sehr gut geeigneten und von 15 gut geeigneten Gebieten in die Anhörung gegeben. Die sehr gut geeigneten Gebiete befinden sich vor allem im Nordosten des Kantons zwischen Cholfirst, Stammerberg, Zünikon und Bergbuck. Weitere Gebiete im Süden des Knonauer Amts, auf dem Pfannenstiel und im Oberland gelten als gut geeignet. Insgesamt hatte der Kanton 52 Potenzialgebiete angeschaut.

    Die Anhörung dauert bis zum 31. Oktober. Anschliessend erarbeitet der Regierungsrat den entsprechenden Antrag an den Kantonsrat. Windkraftanlagen können nur in Gebieten errichtet werden, die im Richtplan als geeignet eingetragen sind.

    Der Regierungsrat schlägt auch Massnahmen vor, um die Gemeinden und die Bevölkerung an der Errichtung der Anlagen zu beteiligen. So sollen sich Gemeinden und Private freiwillig an den Investitionen beteiligen können. Umgekehrt sollen Betreiber von Anlagen freiwillig Gemeinden an den Erträgen beteiligen.

    Dagegen sieht der Regierungsrat kaum Potenzial für den Ausbau der Wasserkraft im Kanton. Einzig am Rheinfall könnten 20 Prozent des Wassers für ein unterirdisches Kraftwerk genutzt werden. Er schlägt einen entsprechenden Eintrag in den Richtplan vor.

  • Galliker nimmt Ladestation der Superlative von Designwerk in Betrieb

    Galliker nimmt Ladestation der Superlative von Designwerk in Betrieb

    Die Galliker Transport AG verfügt neu über eine Ladestation der Superlative: Im Rahmen des Innovation Day by Galliker hat der Logistiker aus Altishofen den ersten Stationary Battery Backed Mega Charger von Designwerk in Betrieb genommen, informiert die Designwerk Technologies AG in einer Mitteilung. Die Pilotanlage des batteriegepufferten Schnellladesystems verfügt über eine Gesamtkapazität von 1 Megawattstunde und wird mit von Galliker selbst produziertem Solarstrom betrieben.

    „Durch den Einsatz der batteriegepufferten Ladestation können wir den tagsüber produzierten Solarstrom nutzen, um unsere elektrischen Nutzfahrzeuge rund um die Uhr effizient zu laden“, wird Felix Felder, Leiter Flottenmanagement bei der Galliker Transport AG, in der Mitteilung zitiert. „Dabei kann der Mega Charger zur Stabilität unseres Arealnetzes beitragen, indem er Lastspitzen glättet.“

    Die Ladestation hat die Grösse eines Standardcontainers. Die Pilotanlage bei Galliker ist mit zwei Ladepunkten mit einer Leistung von je 420 Kilowatt Gleichstrom ausgestattet. In der Maximalversion des Mega Chargers kann eine Gesamtkapazität von bis zu 2 Megawattstunden untergebracht werden.

    „Die Inbetriebnahme des Mega Chargers bei Galliker ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung zukunftsfähiger Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge“, erläutert Thorben Maier, Leiter Vertrieb und Kundendienst Ladetechnik der Designwerk Technologies AG. „Unsere Technologie ermöglicht es Logistikunternehmen, eine Vielzahl von Ladeszenarien nachhaltig abzudecken, wobei die Pufferspeicher das Stromnetz entlasten.“

  • Festkörperbatterien aus Gestein

    Festkörperbatterien aus Gestein

    Forschende der DTU haben ein innovatives Material entwickelt, das Lithium in Batterien ersetzen könnte: Kaliumsilikat, ein weit verbreitetes Mineral, das aus gewöhnlichem Gestein gewonnen wird. Laut den Wissenschaftlern könnte diese Festkörperbatterie in etwa zehn Jahren eine umweltfreundliche, effiziente und sichere Alternative zu den aktuellen Lithium-Ionen-Batterien sein.

    Herausforderungen der aktuellen Lithium-Ionen-Batterien
    Lithium-Ionen-Batterien, die derzeit in Elektroautos eingesetzt werden, haben ihre Grenzen. Die Kapazität, Sicherheit und Verfügbarkeit von Lithium sind eingeschränkt. Der Abbau von Lithium ist nicht nur teuer, sondern findet oft unter fragwürdigen Bedingungen statt. Zudem ist das Metall relativ selten, was die Skalierung erschwert und den Übergang zu einer nachhaltigen Elektromobilität behindert.

    Angesichts des wachsenden Interesses an Elektroautos steigt der Bedarf an neuen, leistungsfähigen und umweltfreundlicheren Batterien. Dies erfordert die Entwicklung neuer Materialien für Anode, Kathode und Elektrolyt sowie innovative Batteriekonzepte. Forschende weltweit arbeiten daran, diese neuen «Rezepte» zu finden, um die Kohlenstoffemissionen des Verkehrssektors zu reduzieren.

    Der Durchbruch mit Kaliumsilikat als Festkörperelektrolyt
    Der Forscher Mohamad Khoshkalam von der DTU hat ein superionisches Material patentiert, das auf Kaliumsilikat basiert. Dieses Mineral gehört zu den häufigsten auf der Erde und ist in gewöhnlichen Steinen zu finden. Ein grosser Vorteil dieses neuen Materials ist seine Unempfindlichkeit gegenüber Luft und Feuchtigkeit, was es ideal für den Einsatz in Batterien macht.

    Das milchig-weisse, hauchdünne Material kann bei etwa 40 Grad Celsius Ionen leiten und bleibt dabei feuchtigkeitsbeständig. Diese Eigenschaften erleichtern die Skalierung und Produktion zukünftiger Batterien erheblich. Da das Material in einer offenen Atmosphäre und bei Raumtemperatur hergestellt werden kann, reduziert es die Produktionskosten erheblich. Zudem benötigt es keine teuren und umweltschädlichen Metalle wie Kobalt, die in aktuellen Lithium-Ionen-Batterien verwendet werden.

    Potenzial und Perspektiven
    Die Entwicklung der Kaliumsilikat-Festkörperbatterie könnte eine bedeutende Wende in der Elektroauto-Industrie darstellen. Durch die Nutzung weit verbreiteter, umweltfreundlicher Materialien könnte die Abhängigkeit von seltenen und umweltschädlichen Metallen reduziert werden. Dies würde nicht nur die Produktionskosten senken, sondern auch die Nachhaltigkeit und Effizienz der Batterien erhöhen.

    Die DTU-Forscher sind zuversichtlich, dass ihre Entdeckung in den kommenden Jahren zur Marktreife gebracht werden kann. Sollte dies gelingen, könnten Festkörperbatterien aus Gestein die Zukunft der Elektromobilität entscheidend prägen und einen grossen Beitrag zur Reduktion der Kohlenstoffemissionen leisten.

    Mit dieser bahnbrechenden Technologie zeigt sich einmal mehr, dass innovative Ansätze und Forschungsergebnisse entscheidend sind, um die Herausforderungen der modernen Welt zu meistern und nachhaltige Lösungen zu finden.

  • Nachhaltigkeit und Lebensqualität im Einklang

    Nachhaltigkeit und Lebensqualität im Einklang

    In einer neuen Studie, veröffentlicht im «Journal of Cleaner Production», zeigen Forscher der Empa, dass ein gutes Leben für mehr als zehn Milliarden Menschen innerhalb der planetaren Grenzen möglich ist. Mit einem technischen Ansatz und dem sogenannten Donut-Modell haben sie errechnet, dass die Menschheit nachhaltig leben kann, ohne dabei auf einen angemessenen Lebensstandard zu verzichten. Hauke Schlesier und Harald Desing vom Empa-Labor «Technologie und Gesellschaft» sowie Malte Schäfer von der Technischen Universität Braunschweig haben dieses Potenzial aufgezeigt.

    Der Donut als Modell für Nachhaltigkeit
    Das Donut-Modell, bestehend aus zwei konzentrischen Kreisen, dient als Grundlage der Studie. Der äussere Kreis repräsentiert die planetaren Grenzen wie Biodiversität, Klima und Landnutzung. Der innere Kreis symbolisiert die menschlichen Grundbedürfnisse. Der Raum zwischen den Kreisen, der Donut, stellt die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen dar, um einen angemessenen Lebensstandard zu erreichen. Diese theoretische Basis wurde nun empirisch bestätigt.

    Ressourcen effizient nutzen
    Die Studie zeigt, dass ein ökologisches Leben für über zehn Milliarden Menschen möglich ist, allerdings sind tiefgreifende Veränderungen notwendig. Besonders im Energiesystem und in der Landwirtschaft besteht dringender Handlungsbedarf. Der vollständige Verzicht auf fossile Brennstoffe und eine Umstellung auf pflanzenbasierte Ernährung sind entscheidend. Ein nachhaltiger Umgang mit Phosphor und Stickstoff sowie der Verzicht auf Landnutzungsänderungen sind weitere zentrale Massnahmen.

    Ein ausgewogener Lebensstandard
    Ein wesentlicher Bestandteil der Transformation ist die Angleichung des Lebensstandards. Während der globale Süden von einer erheblichen Anhebung des Lebensstandards profitieren würde, müsste der Ressourcenverbrauch im globalen Norden reduziert werden. Dies betrifft insbesondere Wohnfläche und individuelle Mobilität, ohne dabei das Wohlbefinden zu mindern. Öffentlicher Verkehr und Gesundheitsversorgung könnten ausgebaut werden, ohne die Umwelt signifikant zu belasten.

    Enger Spielraum für Nachhaltigkeit
    Die Forscher betonen, dass der Donut des nachhaltigen Lebens zwar existiert, aber sehr schmal ist. Der technische Fortschritt und der Wandel hin zur Kreislaufwirtschaft bieten jedoch Potenzial für zusätzlichen ökologischen Spielraum. «Unser Modell basiert auf dem heutigen Technologiestand. Zukünftige Innovationen könnten den Donut erweitern», erklärt Schlesier.

    Die Studie der Empa liefert einen kraftvollen Beweis dafür, dass Nachhaltigkeit und Lebensqualität miteinander vereinbar sind. Sie zeigt den Weg zu einem ökologischen und sozial gerechten Leben für alle Menschen auf unserem Planeten.

  • Neues Zuhause für Senioren Greencity 2026

    Neues Zuhause für Senioren Greencity 2026

    Im Süden Zürichs entsteht ein visionäres Wohnprojekt, das älteren Menschen ein lebendiges und sicheres Umfeld bietet. Die Überbauung auf dem Baufeld B6 in Greencity kombiniert privates und städtisches Engagement. Losinger Marazzi AG entwickelt das Projekt für die Anlagestiftungen der Pensimo Management AG, die insgesamt 179 Wohnungen für ältere Menschen bereitstellen. Davon übernimmt die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) 60 Wohnungen, während die restlichen 119 Wohnungen von Pensimo an Mieter*innen ab 55 Jahren vermietet werden. Diese Zusammenarbeit stellt eine neue Partnerschaft dar und ermöglicht allen Mietenden den Zugang zu den Dienstleistungen der SAW.

    Ein grünes Herzstück für Greencity
    Das Baufeld B6 ist das letzte Kapitel der nachhaltigen Entwicklung des Quartiers Greencity. Seit 2014 verwandelt Losinger Marazzi das Areal der ehemaligen Sihlpapier-Fabrik in das erste 2000-Watt-Areal der Schweiz. Der Innenhof des neuen Gebäudes wird mit begrünten Flächen, Bäumen und Sitzgelegenheiten ausgestattet und lädt zum Verweilen ein. Arkadengänge im Erdgeschoss schaffen geschützte Zugangsbereiche zu Gewerbeflächen, die auf 3500 Quadratmetern Einrichtungen wie ein Ärztezentrum, ein Fitnessstudio, eine Bäckerei oder ein Café bieten könnten, so René Büchi, verantwortlicher Portfoliomanager bei Pensimo.

    Umfassende Dienstleistungen der SAW
    Die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich stellt allen Mietenden ein umfassendes Dienstleistungspaket zur Verfügung. Dieses umfasst einen 24-Stunden-Notruf, erweiterte Hauswartung, Wäscheservice, Sozialdienst und verschiedene Veranstaltungen in der Siedlung. Bei Bedarf können die Mietenden auch Haushaltshilfe und ambulante Pflegeleistungen in Anspruch nehmen. Andrea Martin-Fischer, Direktorin der SAW, betont: «Unser Ziel ist es, den Mietenden bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes und sicheres Wohnen zu ermöglichen.»

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Die Nachhaltigkeitsziele von Greencity werden konsequent auf das neue Alterswohnungsprojekt übertragen. Herbert Heinen, Projektmanager bei Losinger Marazzi, erläutert: «Eine optimierte Tragstruktur, Leichtbauwände, eine Holzfassade und ein Energiekonzept mit 100 Prozent erneuerbaren Energien reduzieren die CO2-Emissionen erheblich und bringen das Gebäude dem Netto-Null-Ziel im Betrieb nahe.» Zudem streben Pensimo und Losinger Marazzi die Zertifizierung mit dem SNBS-Gold-Label an. Der Baustart wurde im März 2024 vorbereitet und das von JSWD Architekten aus Köln entworfene Gebäude soll Ende 2026 fertiggestellt werden.

    Mit diesem Pionierprojekt setzt Greencity neue Massstäbe für nachhaltiges, altersgerechtes Wohnen und zeigt, wie private und öffentliche Partnerschaften zukunftsweisende Lösungen schaffen können.

  • Gewerbliche Nutzung und Solarenergie: Entwicklung des Papieri-Areals schreitet voran

    Gewerbliche Nutzung und Solarenergie: Entwicklung des Papieri-Areals schreitet voran

    Die Immobilienentwicklerin HIAG weitet die Übergangsnutzung des Papieri-Areals in Biberist aus. So sollen bis Ende Jahr rund 6000 Quadratmeter Fläche im Westteil für die gewerbliche Nutzung ertüchtigt werden, wie HIAG-Projektentwickler Dominik Ulrich im Rahmen einer Veranstaltung des Netzwerkes Standort Schweiz erläuterte. Zu den Nutzern der zusätzlichen Flächen gehört unter anderem die Padelta AG. Das Unternehmen will dort acht moderne Spielfelder für die Sportart Padel betreiben, die mexikanische Variante des Tennisspiels. Ergänzt wird das Freizeitangebot durch den Trampolinpark der Jump Factory. Bereits im Februar ist die Speed-E GmbH mit ihrer Werkstatt und ihrem Showroom für Elektrovelos ins Areal gezogen.

    Im industriellen Ostteil des Areals hat die HIAG Solar AG, ein Gemeinschaftsunternehmen von HIAG und aventron, Mitte April eine Solaranlage mit einer Leistung von 620 Kilowattpeak auf dem Dach eines Ende 2023 fertiggestellten Neubaus aufgeschaltet. Der dort erzeugte Strom wird vor Ort vom Start-up Librec genutzt, das hier Lithium-Ionen-Batterien in industriellem Massstab wiederverwerten will. Die zweite Photovoltaikanlage auf dem Areal wird bereits geplant.

    Das rund 270‘000 Quadratmeter grosse Areal an der Aare war von 1862 bis 2011 als Papierfabrik genutzt worden. HIAG übernahm das Areal 2012. Der Masterplan von 2015 sieht im westlichen Arealteil eine Mischnutzung mit Wohnanteil und im Ostteil eine gewerblich-industrielle Nutzung vor. Derzeit arbeitet die Immobilienentwicklerin am Teilzonenplan, der den gesamten Arealperimeter umfasst. Die Zwischennutzungen belegen bereits rund 30 Prozent des Areals. Zu den grossen Nutzern gehören etwa Sieber Transport und Vigier.

  • Gewinner des Architekturwettbewerbs für die Schule in Confignon

    Gewinner des Architekturwettbewerbs für die Schule in Confignon

    Das Siegerprojekt „Cé Qu’É Lainô“ zeichnet sich durch eine innovative Strategie der Fragmentierung des umfangreichen Schulprogramms aus. Dieser Ansatz ermöglicht eine große Flexibilität in den Phasen der zukünftigen Nutzung der Klassenzimmer, der Turnhallen und des Jugendbereichs. Die geschickte Anordnung der Gebäude erleichtert den Zugang zu den verschiedenen Aktivitäten, die in dieser Schule vorgesehen sind und trägt zur Belebung des zukünftigen zentralen Platzes des Viertels bei, der als sozialer Treffpunkt dienen wird.

    Integration und Standortbedingungen
    Das Projekt integriert die verschiedenen Einschränkungen des Standorts auf optimale Weise, einschließlich der Notwendigkeit, eine markante architektonische Präsenz im Herzen des Viertels zu schaffen. Die teilnehmenden Büros mussten Aspekte wie die interne Organisation des Programms, die Wahl der Bauweise, die Integration in den zukünftigen Stadtteil Cherpines und den Dialog mit den wichtigsten öffentlichen Räumen berücksichtigen. Das Mobilitätsmanagement und die Landschaftsgestaltung waren ebenfalls von besonderer Bedeutung. Darüber hinaus galt es, eine große Anzahl von Schülern und Lehrern unterzubringen und ihnen ein Lebensumfeld zu bieten, das die Vermittlung von Wissen fördert.

    Ehrgeizige Energieziele und Nachhaltigkeit
    Das Programm der neuen Schule ist Teil eines ehrgeizigen Energiekonzepts, das auf den Anschluss an Fernwärme setzt, die aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. Natürliche Belüftung und eine großflächige photovoltaische Solaranlage auf dem Dach, kombiniert mit Begrünung, sollen den Standard einer sehr hohen Energieeffizienz (THPE) erfüllen. Diese Maßnahmen unterstützen die nachhaltige Entwicklung des gesamten Projekts.

    Ein vollständiger Wettbewerb
    Gemäß der SIA-Norm 142 wurde der Architekturwettbewerb in einem zweistufigen, offenen Verfahren durchgeführt. In der ersten Phase lag der Schwerpunkt auf dem Konzept für die Gestaltung des Perimeters, einschließlich der Definition der Außenbereiche, der Nachhaltigkeitsprinzipien und der funktionalen Organisation der Programmkomponenten. In der zweiten Phase wurde der architektonische Entwurf für das Bildungs- und Sportprogramm sowie für die Außenanlagen festgelegt. Insgesamt wurden 46 Entwürfe eingereicht.

    Zukunftsperspektiven für den Stadtteil Cherpines
    Nach der ersten Bauphase in Rolliet und der Ankunft der ersten Unternehmen im Ökopark Cherpines wird die Sekundarschule II von Confignon den Grundstein für die zweite Phase des Cherpines-Projektes legen. Die Schule wird dem Place des Cherpines Gestalt verleihen und den Platz ab seiner Eröffnung mit 1.400 Schülern und Lehrern beleben. Der Bau der Schule wird die erste bebaute Front dieses öffentlichen Platzes bilden, während die anderen Blöcke des Wohnviertels nach und nach errichtet werden.

    Kontinuierliche Entwicklung
    Der Wettbewerb fand parallel zur Entwicklung des Entwurfs für einen lokalen Stadtteilplan (PLQ) statt, der sich zwischen dem industriellen Ökopark und den Sportplätzen befindet. Der PLQ soll dem Staatsrat Anfang 2025 vorgelegt werden.

  • Stadtentwicklung für das Grossprojekt Les Communaux d’Ambilly

    Stadtentwicklung für das Grossprojekt Les Communaux d’Ambilly

    Das Grossprojekt Communaux d’Ambilly, jetzt bekannt als Belle-Terre Viertel, umfasst die Urbanisierung eines 36 Hektar grossen Gebietes in der Gemeinde Thônex. Bis 2030 sollen hier ca. 2400 neue Wohnungen gebaut werden.
    Diese Urbanisierungsmassnahme bietet eine der wenigen grossen Grundstücksmöglichkeiten im ersten Ring des linken Ufers des Genfer Ballungsraums. Dank der Nähe zu den Bahnhöfen des Léman Express in Chêne-Bourg und Annemasse wird das Gebiet perfekt mit der gesamten Agglomeration und der Region verbunden sein.

    DieEntwicklungsphasen
    Die erste Phase des Projekts, die auf einem 2011 verabschiedeten Plan localisé de quartier (PLQ) basiert, ermöglichte den Bau von ca. 670 Wohnungen sowie Geschäften, lokalen Dienstleistungen, einer Schule und weitläufigen öffentlichen Bereichen. Diese Phase beinhaltete auch die Schaffung einer zentralen Baumreihe mit 180 hochstämmigen Bäumen. Der Zugang zum Gelände erfolgt über zwei neue Strassen: Chaussée des Cornouillers und Allée Belle-Terre.
    Derzeit wird die zweite Phase vorbereitet, in der bis 2028 weitere 1.000 Wohnungen und neue Dienstleistungen entwickelt werden sollen. Die dritte Phase soll bis 2030 die Entwicklung von weiteren 1000 Wohneinheiten ermöglichen. Diese Entwicklungen werden durch den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere einer BHNS-Linie (Bus mit hohem Dienstleistungsniveau), und durch die Erweiterung der Schulinfrastruktur unterstützt.

    Partizipative Planung
    Ein zentraler Aspekt des Belle-Terre-Projekts ist der partizipative Planungsprozess. Dieser ermöglicht es den derzeitigen und zukünftigen Bewohnern und Nutzern des Viertels, ihre Erfahrungen und Ideen in die Entwicklung des Projekts einzubringen. Dieser partizipative Ansatz fördert das gute Zusammenleben und die nachhaltige Entwicklung des Viertels.

    Ein umweltfreundlicher Ansatz
    Das Belle-Terre-Viertel legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. 50% der Flächen sind der Natur gewidmet, mehr als 450 neue Bäume werden gepflanzt und ein partizipativer Wald wird eingerichtet. Geothermie und Sonnenkollektoren decken 90% des Energiebedarfs, während Gräben, Dachbegrünungen und wasserdurchlässige Oberflächen den Wasserkreislauf optimieren. Beeindruckende 95% des Aushubmaterials wurden vor Ort wiederverwendet, was die Umweltauswirkungen erheblich reduziert.
    Die Gestaltung des Viertels umfasst eine harmonische Mischung aus ländlichen Höfen und bepflanzten Promenaden, die landschaftliche Kontinuitäten schaffen und das Viertel mit dem Fluss Seymaz und dem Rand des Waldes von Belle-Idée verbinden.

  • Transformative Materialien in der Bauindustrie

    Transformative Materialien in der Bauindustrie

    Als einer der Hauptverursacher von CO2-Emissionen in der Schweiz und Liechtenstein steht der Bausektor unter wachsendem Druck, nachhaltige Praktiken einzuführen. Mikaël Genty, Berater der Klimastiftung Schweiz, betont die Notwendigkeit neuer Technologien, um die Klimaziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Zu den vielversprechenden Entwicklungen gehört das Unternehmen Terrabloc, das Aushubmaterial in umweltfreundliche Baustoffe wie Ziegel und Trennwände umwandelt. Diese Initiative trägt zur Reduzierung von Bauabfällen bei und verwandelt diese in wertvolle Baustoffe.

    Effizienzsteigerung durch moderne Isolierungstechnologien
    Ein weiteres Schlüsselelement für einen nachhaltigen Bausektor ist eine effiziente Isolierung. Das Start-up FenX, ein Spin-off der ETH Zürich, hat eine Technologie entwickelt, die Industrieabfälle in einen nachhaltigen und wiederverwertbaren Isolierschaum umwandelt. Diese Innovation verbessert nicht nur die Energieeffizienz von Gebäuden, sondern fördert auch die Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie.

    Eine Revolution in der Betonindustrie
    Das ETH-Spin-off Oxara stellt eine zukunftsweisende Alternative zu Beton vor, die keinen Zement mit hohem CO2-Gehalt benötigt. Dieser innovative Beton wird aus Aushubmaterial hergestellt und könnte die Betonindustrie grundlegend verändern. Parallel dazu arbeitet das Berner KMU neustark an einem Verfahren, das Beton als CO²-Speicher nutzt, indem es Kohlendioxid in Form von Kalkstein in recyceltem Beton bindet. Diese Technologie geht nicht nur das Problem der CO²-Emissionen an, sondern trägt auch zur Entwicklung von Technologien mit negativen Emissionen bei, die in der Klimapolitik des Bundes eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

    Durch die Unterstützung dieser innovativen Projekte und Technologien will die Klimastiftung Schweiz den Übergang zu einem nachhaltigeren Bausektor beschleunigen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen leisten. Die kontinuierliche Forschung und Entwicklung in diesen Bereichen verspricht nicht nur eine Verringerung der Umweltverschmutzung, sondern auch eine Verbesserung der Lebensqualität durch nachhaltigere Wohn- und Arbeitsumgebungen.

  • Genf auf dem Weg zur Smart City 3.0

    Genf auf dem Weg zur Smart City 3.0

    Mit der Initiative „Smart Geneva“ verfolgt der Kanton Genf das Ziel, eine Smart City 3.0 zu werden, wie es in den skandinavischen Ländern bereits praktiziert wird. Im Gegensatz zu Top-down-Ansätzen soll hier ein nachhaltiger und intelligenter Wandel durch Vernetzung und die Förderung konkreter Projekte erreicht werden. Patrick Montier, Smart City Manager des Kantons Genf, unterstreicht die Bedeutung eines partizipativen Ansatzes: „Es geht darum, ein Ökosystem zu schaffen, das Innovationen fördert, indem es innovative Projekte unterstützt und den Zugang zu Ressourcen und Finanzmitteln erleichtert“.

    Koordination und Vernetzung von Projekten
    Bisher waren die Smart City-Projekte in Genf zwar vielversprechend, aber verstreut und wenig koordiniert. Dies soll sich nun ändern. Private, staatliche und wissenschaftliche Akteure werden über eine Online-Plattform und verschiedene Veranstaltungen miteinander vernetzt, um eine lebendige Gemeinschaft zu bilden. Eine zentrale Datenbank soll Informationen über Smart City und gemachte Erfahrungen sammeln und zugänglich machen.

    Förderung durch den Kanton und Integration der Gemeinschaft
    Für den Start der Initiative hat der Kanton Genf neun Projekte ausgewählt, die insbesondere im Bereich der Kommunikation unterstützt werden. Beispiele sind ein Projekt zur urbanen Landwirtschaft, eine Crowdfunding-Plattform und ein Routenplaner für Fahrradpendler. Eine Telemedizin-Plattform des Universitätskrankenhauses HUG und Pilotprojekte mit vernetzten Bushaltestellen gehören ebenfalls dazu.

    Technologie im Dienste des Klimaschutzes
    Die Vision von Smart City 3.0 stellt die Technologie in den Dienst der Region, um den Herausforderungen der Urbanisierung und der globalen Erwärmung zu begegnen. „Unsere Vision setzt digitale Technologien sinnvoll ein, indem sie beispielsweise darauf achtet, Sensoren sparsam einzusetzen, da sie sehr energieintensiv sein können“, erklärte Montier. Sie zielt darauf ab, die Vorteile für die Umwelt, die Mobilität, die Gesundheit, die Kreislaufwirtschaft und das Wohlbefinden der Einwohner zu maximieren.

    Zukunftsperspektiven und regionale Integration
    Eines der langfristigen Ziele der Initiative ist es, auch das französische Grenzgebiet in die Smart-City-Strategie einzubeziehen. Die Verantwortlichen versprechen, dass Genf bis 2030 eine vollwertige Smart City sein wird. Die Umsetzung der Initiative „Smart Geneva“ ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen und innovativen Stadtentwicklung, die den Bedürfnissen der Einwohner gerecht wird und gleichzeitig den Herausforderungen des Klimawandels begegnet.

  • Kenntnisse über künstliche Intelligenz und Cyber-Risiken

    Kenntnisse über künstliche Intelligenz und Cyber-Risiken

    In einer sich schnell entwickelnden digitalen Welt ist es für Führungskräfte von entscheidender Bedeutung, ihr Wissen ständig zu erweitern, um den Anforderungen der modernen Geschäftswelt gerecht zu werden. Genau das bieten die neuen Online-Kurse, die vom Office cantonal de l’économie et de l’innovation de Genève angeboten werden.

    Diese Online-Kurse, die auch als MOOCs (Massive Open Online Courses) bekannt sind, ermöglichen es Führungskräften, mehr über das Potenzial, die Anwendungen und die Grenzen der künstlichen Intelligenz in Unternehmen zu lernen. Themen wie Datenanalyse, gezielte Werbung und Texterstellung werden in drei Lernmodulen behandelt, um den Teilnehmern einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten der KI zu geben.

    Darüber hinaus befasst sich ein weiterer Kurs mit den Auswirkungen von Cyber-Risiken auf Unternehmen. Die Teilnehmer lernen die Grundlagen einer effektiven Strategie für das Management von Sicherheitsrisiken kennen und können so präventive Massnahmen gegen mögliche Angriffe ergreifen. Der Kurs beleuchtet die Definitionen von Cyber-Risiken und erklärt, wie diese sich auf die Aktivitäten eines Unternehmens auswirken können.

    Diese neuen Kurse ermöglichen es ihnen, ihre Fähigkeiten zu erweitern, ihre Teams zu stärken und ihr Unternehmen optimal zu schützen. Investitionen in lebenslanges Lernen und die Beschäftigung mit den Möglichkeiten der KI und den Herausforderungen von Cyber-Risiken sind wesentliche Erfolgsfaktoren für eine innovative und wettbewerbsfähige Unternehmensführung.

    Darüber hinaus können digitale Schulungen dabei helfen, innovative Lösungen zu entwickeln und ihr Unternehmen langfristig zu sichern. Indem sie ihr Wissen ständig aktualisieren und neue Fähigkeiten erwerben, sind Führungskräfte besser in der Lage, auf Veränderungen in der Branche zu reagieren und ihr Unternehmen erfolgreich zu positionieren.

  • Alpiq verkauft sieben Photovoltailanlagen an Panneaux Solaires

    Alpiq verkauft sieben Photovoltailanlagen an Panneaux Solaires

    Alpiq hat den Verkauf von sieben Aufdach-Photovoltaikanlagen an PS Panneaux Solaires SA bekanntgegeben. Die Stromanbieterin mit Sitz in Lausanne will mehr Solarenergie ins Energienetz bringen, die Kraftwerke werden darum als Einheit veräussert, heisst es in einer Medienmitteilung. An ihren Standorten in den Kantonen Freiburg, Solothurn und Waadt erreichen die Anlagen eine Gesamtleistung von 5,5 Megawatt Peak.

    Alpiq möchte sich mehr auf ihr Kerngeschäft der hochflexiblen Kraftwerkslösungen konzentrieren, heisst es. Auf Planung, Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen, „welche nicht nahe am Kerngeschäft angesiedelt sind“, soll deshalb verzichtet werden. „Die Herausforderung ist, die wetterabhängige Stromproduktion aus Wind- und Sonnenenergie ins Energiesystem zu integrieren“, wird Amédée Murisier, Leiter des Geschäftsbereichs Schweiz und Mitglied der Alpiq-Geschäftsleitung, zitiert. PS Panneaux Solaires SA, Betreibergesellschaft des Gefiswiss Energy Transition Fund, sei die ideale „Käuferin, um die sieben Anlagen, welche noch für viele Jahre Solarstrom produzieren werden, weiter zu betreiben“, heisst es.

    Die Energiewende erfordere flexible Lösungen für mehr Versorgungssicherheit. Alpiq will mit seinem Portfolio sowohl die Nutzung von erneuerbaren Energien als auch den Ausbau von Speicherlösungen und die Erzeugung von Winterstrom vorantreiben. Mit ihrem Bestand an hochflexiblen Kraftwerksparks sieht sich das Unternehmen laut eigener Angaben in der Position einer „Wegbereiterin der Energiewende“.

    Alpiq ist vor allem an Wasserkraftwerken beteiligt – etwa an den Pumpspeicherkraftwerken Nant de Drance und FMHL. Deren effiziente Grossbatterien mit einer Leistung von 1400 Megawatt seien ein ideales Mittel, um als kurzfristige Tages- oder Wochenspeicher den wachsenden Anteil von Photovoltaikstrom in die Netze einzuspeisen.

  • Holcim weitet Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Werken aus

    Holcim weitet Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Werken aus

    Holcim weitet den Einsatz von KI-basierter Maschinenintelligenz laut einer Mitteilung in den kommenden vier Jahren auf über 100 Werke weltweit aus. Die KI soll Störfälle voraussehen und Ausfälle vermeiden, um die betriebliche Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, die Effizienz zu steigern und die Kapazitäten für die Kundschaft zu erhöhen.

    Dafür arbeitet der international agierende Baustoffhändler mit dem seinen Angaben zufolge führenden KI-Plattformanbieter für hervorragende Vorhersagetechnologie, C3 AI aus Redwood City im US-Bundestaat Kalifornien, zusammen. Zudem kündigt Holcim an zu erproben, ob sich dessen hochmoderne Lösung für die vorausschauende Insthandhaltung durch generative KI verbessern lässt.

    Im Rahmen der Einführung werden die Instandhaltungsteams von Holcim mit dieser prädiktiven Technologie für die Verwaltung und Optimierung von Anlagen in Echtzeit ausgestattet. Sie wird auch eingesetzt, wo es um Produktqualität und Prozessoptimierung geht sowie bei autonomen Fahrzeugen und Computer Vision.

    All dies ist Teil des Holcim-Programms Plants of Tomorrow zur Modernisierung eines globalen Netzes von über 140 integrierten Werken und Mahlstationen in mehr als 40 Ländern. Den Angaben zufolge umfasst diese Initiative auch den Einsatz unbemannter Drohnen zur Inspektion sowie intelligente Steuerungssysteme für einen effizienten Energieverbrauch.

  • HIAG gewinnt Cleantech-Unternehmen Grensol als Mieter

    HIAG gewinnt Cleantech-Unternehmen Grensol als Mieter

    Das Immobilienunternehmen HIAG konnte eine weitere Cleantech-Firma als Mieterin für sein Papieri-Areal in Biberist gewinnen. Wie es in einer Mitteilung heisst, rezykliert die Grensol AG wertvolle emissionsarme Ressourcen wie Wasserstoff, Industrieruss, Metalle und Glas aus Altautos. Mit der Wiederverwertung in der Kreislaufwirtschaft vermeidet das Unternehmen gleichzeitig eine Schadstoffe emittierende Verbrennung und Deponierung des Abfalls. Für sein Engagement wurde Grensol am 19. Juni mit dem W.A. de Vigier Award, einem der begehrtesten Förderpreise der Schweiz, ausgezeichnet. Grensol wird auf dem Papieri-Areal auf einer Fläche von 860 Quadratmetern seine erste Pilotanlage in der Schweiz errichten.

    „Es freut uns sehr, dass sich mit der Grensol AG bereits ein zweites Clean-Tech-Unternehmen dafür entschieden hat, ihre innovative Anlage auf unserem Papieri-Areal zu bauen“, wird Raphael Schibli, zuständiger Asset Manager bei HIAG, in der Mitteilung zitiert. „Dies verdeutlicht, dass das Papieri-Areal ideale Bedingungen für Unternehmen aus diversen Branchen bietet, um sich zu entfalten.“

    Bereits zuvor hatte sich das Start-up Librec AG auf dem Areal etabliert. Das Unternehmen hat sich auf das Rezyklieren von Elektrobatterien spezialisiert.

  • Future Perfect lanciert Projekt für zirkuläres Bauen

    Future Perfect lanciert Projekt für zirkuläres Bauen

    Der Verein Future Perfect realisiert gemeinsam mit dem Berufsverband Plavenir, dem Verband der Lehrpersonen der Zeichnerberufe Constructa und dem Lehrmittelverlag LernMedien-Architektur GmbH ein Projekt zur Integration von zirkulärem Bauen in die berufliche Grundbildung der Raum- und Bauplanung. Das Projekt Future Perfect Zirkuläres Bauen soll Kompetenzen für die Weiter- und Wiederverwendung von Materialien und Bauteilen vermitteln, erläutert Future Perfect in einer Mitteilung. Ein Testlauf ist für das Frühjahrssemester 2025 geplant. Ab Herbstsemester 2025 sollen die Angebote für Schulen regulär zur Verfügung stehen.

    Das Projekt ist sowohl an Lernende als auch an Lehrende der Raum- und Bauplanung adressiert. Lehrpersonen bekommen ganztägige Schulungen angeboten, in denen in das zirkuläre Bauen eingeführt und die Anwendung der digitalen Lehrmittel von Future Perfect erläutert werden. Lernenden werden digitale Kurse für die Grundbildung, weiterführende Seminare sowie Projektarbeiten und Projektwettbewerbe zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird durch die Minerva Stiftung und das Bundesamt für Umwelt finanziell unterstützt.

  • Tiefengeothermie hat hohes Potenzial im Baselland

    Tiefengeothermie hat hohes Potenzial im Baselland

    Tiefengeothermie könnte im Kanton Basel-Landschaft möglicherweise zwischen 200 und 1800 Gigawattstunden nutzbares Wärmepotenzial pro Jahr liefern. Das entspricht zwischen 10 und 100 Prozent des künftigen Energiebedarfs für Raumwärme und Warmwasser. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Bericht zum Potenzial der tieferen Geothermie im Kanton Basel-Landschaft. Sie wurde vom Amt für Umweltschutz und Energie in Auftrag gegeben und geht auf das Postulat 2022/346 von Rolf Blatter zurück.

    Das tatsächliche Potenzial hängt laut einer Medienmitteilung des Kantons von verschiedenen technischen und ökonomischen Rahmenbedingungen ab und lässt sich daher nur mit einer weiteren Erkundung genauer beziffern. Weil das Baselland zu den geologisch vielfältigsten Kantonen gehöre, sei die Anzahl von Situationen, die sich für eine geothermische Nutzung eignen, entsprechend gross.

    Über das Potenzial der Tiefengeothermie im Kanton hätten bis jetzt keine Schätzungen vorgelegen. Die weitverbreitete oberflächennahe Geothermie mit Erdwärmesonden trägt den Angaben zufolge etwa 100 Gigawattstunden zur genutzten Umweltwärme bei. Der Bund wird mit dem neuen CO2-Gesetz ab 1. Januar 2025 die hydrothermale Geothermie für die Wärmeversorgung fördern.

  • Generationenwohnen als Herausforderung und Chance

    Generationenwohnen als Herausforderung und Chance

    Gemeinschaftliche Wohnformen gewinnen zunehmend an Bedeutung aufgrund veränderter Lebens- und Familienstrukturen sowie einer zunehmenden Mobilität und demografischen Alterung. Der intergenerationelle Austausch wird dabei als positiv für die physische und emotionale Befindlichkeit angesehen und kann dazu beitragen, den Umzug in Alters- und Pflegezentren zu verzögern oder zu verhindern.

    Studie zu Generationenwohnprojekten
    Forschende des ETH Wohnforum – ETH Case, der Berner Fachhochschule und age-research.net haben sechs Generationenwohnprojekte hinsichtlich ihrer Chancen und Grenzen untersucht. Diese Projekte unterscheiden sich in Grösse, Trägerschaften, Organisationsformen und architektonischen Gestaltungen. Vier der Projekte richten sich an Menschen aller Altersgruppen, zwei sind speziell für Menschen ab 50 Jahren konzipiert.

    Das Forschungsprojekt «Generationenwohnen in langfristiger Perspektive – von der Intention zur gelebten Umsetzung» untersucht die konzeptuelle, organisatorische und alltägliche Entwicklung des generationenübergreifenden Wohnens. Die Ergebnisse zeigen, dass solche Wohnprojekte für gemeinschaftsorientierte Menschen eine gute Alternative zu herkömmlichen Wohnformen darstellen. Diese Projekte schaffen bezahlbaren und bedürfnisgerechten Wohnraum für verschiedene Generationen und fördern Unterstützung und Gemeinschaftlichkeit im Wohnen. Sie senken das Risiko sozialer Isolation und unterstützen soziale Teilhabe. Diese Wohnprojekte können auch als Modelle für eine umfassende, integrierte Stadtplanung dienen und zur Entwicklung lebendiger Quartiere beitragen.

    Empfehlungen für Trägerschaften und Behörden
    Der Bericht enthält konkrete Handlungsempfehlungen für Trägerschaften und die öffentliche Hand. Wichtig ist eine angepasste Partizipation während der gesamten Projektphase, um intergenerationelle Begegnungen zu ermöglichen. Gemeinschaftlich genutzte Räume sollten niederschwellig zugänglich sein, und die Wohnumgebung muss über nahe und gut erreichbare Versorgungsstrukturen und Verkehrsanbindungen verfügen.

    Für den Bund, die Kantone und die Gemeinden stehen verschiedene Massnahmen zur Unterstützung des Generationenwohnens zur Verfügung. Gemeinden könnten bei der Vergabe von Bauland generationsübergreifende Wohnprojekte bevorzugen. Förderprogramme wie zinsgünstige Darlehen, Investitionszuschüsse oder Steuererleichterungen könnten ebenfalls helfen. Eine enge Zusammenarbeit von Behörden, gemeinnützigen Bauträgern, Architektur- und Planungsbüros sowie sozialen Fachpersonen ist wesentlich. Auch Architekturwettbewerbe mit interdisziplinären Planungsteams und Jurys können wertvolle Impulse geben.

    Zukunftsfähige, aber anspruchsvolle Wohnform
    Trotz ihrer vielen Stärken ist die Umsetzung von Generationenwohnprojekten anspruchsvoll. Sie erfordert eine bedürfnisgerechte und partizipative Planung und Realisierung, die von Trägerschaften und Gemeinden ein höheres Mass an Beteiligung verlangt als konventionelle Wohnprojekte. Generationenwohnprojekte reagieren flexibel auf sich ändernde Anforderungen und Bedürfnisse in einer vielfältigen Gesellschaft.

    Das umfangreiche Projekt wurde neben dem BWO auch durch die Age Stiftung, die Beisheim Stiftung, die Walder Stiftung sowie das Max Pfister Baubüro AG gefördert.

  • So kann eine 10-Millionen-Schweiz gelingen

    So kann eine 10-Millionen-Schweiz gelingen

    Lardi betonte die Notwendigkeit besserer Rahmenbedingungen, um der Wohnungsknappheit entgegenzuwirken. Er präsentierte vier zentrale Forderungen. Energetische Sanierungen und Aufstockungen können zusätzliche Nutzfläche schaffen, ohne neue Flächen zu verbrauchen. Es gehe nicht um Wolkenkratzer, sondern um moderate Erhöhungen bestehender Gebäude. Umnutzung von Büro- in Wohnflächen, denn die strikte Trennung zwischen Wohn- und Arbeitszonen sei veraltet. Mischzonen könnten die Verkehrsbelastung verringern und Wohnraum schaffen. Fehlregulierungen im Mietwohnungsrecht und Steuerprivilegien führen zu einer ungerechten Verteilung der Wohnfläche. Eine Liberalisierung könnte älteren Wohnraum freigeben und die Preise stabilisieren. Einsprachen und langwierige Bewilligungsverfahren seien die grössten Hindernisse. Diese müssten gestrafft werden, um schneller neuen Wohnraum zu schaffen.

    Wichtige Volksabstimmung
    Der Bau neuen Wohnraums erfordert auch eine kontinuierliche Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur. Das Strategische Entwicklungsprogramm Nationalstrassen ist hier von zentraler Bedeutung. Im November 2024 wird über diese Vorlage abgestimmt, die sechs grosse Projekte zur Engpassbeseitigung umfasst. Der Schweizerische Baumeisterverband befürwortet ein Ja zur Vorlage und fordert ein leistungsfähiges Mobilitätsangebot, bei dem alle Verkehrsmittel kombiniert werden. Lardi hob auch die Bedeutung des neuen Umweltschutzgesetzes hervor, das Lärmschutzkriterien anpasst und den Bau von Wohnungen ermöglicht, die bisher aus Lärmschutzgründen blockiert waren.

    Illustre Gastauftritte
    Zu den Highlights der Veranstaltung zählte das Referat von Bertrand Piccard, der die Rolle der Bauwirtschaft im Kampf gegen den Klimawandel betonte. Ökonom Martin Neff erläuterte, wie eine wachsende Bevölkerung die Prosperität eines Landes beeinflusst und wie durch Abbau von Regulierungen mehr Wohnraum geschaffen werden kann. Bauingenieur Pirmin Muff zeigte praktische Umsetzungsansätze für die Bauwirtschaft. Regierungsrat Martin Neukom überbrachte das Grusswort des gastgebenden Kantons Zürich.

    HGC-Jubiläum und Bau-Party
    Den Abschluss des von Mascha Santschi moderierten Grossanlasses bildeten ein Networking-Apéro, das Abendessen und die legendäre Bau-Party. Für musikalische Unterhaltung sorgte die 21-jährige Sängerin Joya Marleen aus St. Gallen, eine der aufstrebenden Stars der Schweizer Musikszene.

  • Meier Tobler Group AG veräussert Lüftungshygiene AG an Hälg Group

    Meier Tobler Group AG veräussert Lüftungshygiene AG an Hälg Group

    Die Meier Tobler Lüftungshygiene AG, gegründet im Jahr 2009, hat sich als eigenständiges Unternehmen mit 25 Mitarbeitenden an zwei Standorten etabliert. Trotz ihres Erfolges blieb sie innerhalb der Meier Tobler ein Nischengeschäft. Aufgrund der zunehmenden Konzentration auf die Kernbereiche entschied sich Meier Tobler für den Verkauf des Unternehmens an die Hälg Group im Juni 2024. Roger Basler, CEO von Meier Tobler, kommentiert: «Wir freuen uns, dass wir mit der Hälg Group die ideale Käuferin gefunden haben. Ihre strategische Ausrichtung passt perfekt und wir sind überzeugt, dass unsere Mitarbeitenden im Team Hälg bestens integriert werden.»

    Führendes Unternehmen in der Lüftungsreinigung
    Die Hälg Group verfolgt eine gezielte Wachstumsstrategie und sieht einen steigenden Bedarf an Hygienelösungen und reiner Luft. Bereits heute ist sie an ihren Standorten in Bern, Zürich und St. Gallen im Bereich der Lüftungsreinigung tätig. Mit der Übernahme der Meier Tobler Lüftungshygiene AG kann das Unternehmen sein Expertenteam erheblich erweitern und zusätzliche Synergien nutzen. Ziel ist es, die Marktführerschaft in der Lüftungsreinigung zu übernehmen. Sandro Keller, CEO Gebäudetechnik bei der Hälg Group, erläutert: «Mit der Übernahme können wir unsere Kapazitäten in der Lüftungsreinigung nahezu verdreifachen und die Organisation stärken. Dadurch erweitern wir unser Know-how erheblich und sind künftig in der Lage, auch grosse Mandate zu übernehmen.»

    Hälg Group bündelt ihre Expertise
    Um das volle Potenzial auszuschöpfen und sich optimal auf dem Markt zu positionieren, fasst die Hälg Group ihre Aktivitäten in einer neuen Organisationseinheit zusammen. Unter dem Dach von Service Schweiz wird die Hälg & Co. AG Lüftungsreinigung unter der Leitung von Cyrill Rohner ihre Dienstleistungen schweizweit anbieten. Alle Mitarbeitenden der Meier Tobler Lüftungshygiene AG sollen übernommen werden.

    Cyrill Rohner, Mitglied der Geschäftsleitung Gebäudetechnik bei der Hälg Group, freut sich über die Verstärkung: «Wir wollen im Service wachsen und sehen dafür auch Möglichkeiten in der Lüftungsreinigung. Durch die Verstärkung des Teams und die Bündelung unserer Kräfte in der Organisationseinheit Hälg & Co. AG Lüftungsreinigung werden wir dieses Potenzial nutzen und unsere Stärken gezielt ausspielen.»

  • Neuenburg stattet drei historische Bauten mit 33’300 Solardachziegeln aus

    Neuenburg stattet drei historische Bauten mit 33’300 Solardachziegeln aus

    In der Stadt Neuenburg werden gemäss einer Medienmitteilung künftig Dachflächen auf drei denkmalgeschützten Gebäude für die nachhaltige Energiegewinnung genutzt. Hierfür werden das städtische Collège des Parcs sowie die kantonalen Schul- und Universitätsgebäude Beaux-Arts und A.-L. Breguet mit insgesamt 33’300 Solarziegeln von Freesuns ausgestattet. Unterstützt wird das Renovierungsvorhaben vom Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM. Für Stadt und Kanton bedeute es einen weiteren Schritt zur Energiewende.

    Das Collège kann laut der Mitteilung jährlich 150’000 Kilowattstunden Strom selbst erzeugen, was dem Verbrauch von 50 Schweizer Haushalten entspricht. Auf den Kantonsgebäuden liege die installierte Leistung bei 130 Kilowatt Peak für A.-L. Breguet und 95 Kilowatt Peak für Beaux-Arts.

    Architektonische Gegebenheiten hätten spezielle Lösungen erfordert: Beim Collège des Parcs mussten die Ziegel so montiert werden, dass sie den geschwungenen Linien des Dachs folgen, ohne es zu beschädigen.

    Die Umrüstung historischer Bausubstanz auf Solarenergie könnten ein inspirierendes Vorbild für andere Kantone und Gemeinden liefern. Die Ziegel könnten «das Gleichgewicht zwischen kulturellem Erhalt und nachhaltiger Entwicklung ermöglichen», wird Deborah Learoyd, General Manager bei Freesuns, zitiert.

    Die Renovierungsprojekte zeigen «exemplarisch, wie wir Dachziegel, Photovoltaik, Energiewende und Erhalt des architektonischen Erbes miteinander verbinden können», wird Matthieu Despeisse, Group Leader Solar Modules am CSEM, zitiert.

    Zwischen September und November 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. CSEM und Freesuns denken an eine Weiterführung ihrer Kooperation.

  • 69 Millionen Dollar für CO2-Speicherungstechnologie gesichert

    69 Millionen Dollar für CO2-Speicherungstechnologie gesichert

    Neustark konnte sich eine Finanzierung in Höhe von 69 Millionen Dollar sichern. Wie es in einer Mitteilung heisst, wurde das ClimateTech-Unternehmen aus Bern vom Finanzierungsfonds Decarbonization Partners, einer Partnerschaft zwischen BlackRock und Temasek, mit Unterstützung von Blume Equity gefördert. Die UBS initiierte eine Fremdfinanzierung. Auch die bisherigen Finanziers Siemens Financial Services, Verve Ventures, ACE Ventures und Holcim beteiligten sich an der neuen Kapitalrunde.

    Mit den erworbenen Mitteln will Neustark seine Position in Europa stärken und neue Märkte in Amerika und Asien gewinnen.

    Neustark, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat ein Verfahren entwickelt, bei dem CO2 in Kalkstein umgewandelt wird, der an den Poren und der Oberfläche des Betongranulats gebunden wird. Das derart karbonatisierte Granulat kann im Anschluss im Strassenbau oder für die Produktion von Recyclingbeton eingesetzt werden. Nach Unternehmensangaben betreibt Neustark derzeit 19 Anlagen mit dieser Technologie in Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz. Bis 2030 will das Unternehmen 1 Million Tonnen Kohlendioxid aus der Luft speichern und lagern.

  • Auszeichnung für innovative Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

    Auszeichnung für innovative Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

    Forschende der Hochschule Luzern (HSLU) gewinnen gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM) bei der Sustainability Challenge der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB). Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, erhielt das Projekt circularWOOD den ersten Platz in der Kategorie Forschung. Im Rahmen des Nachhaltigkeitstages der DGNB nahm Sonja Geier, stellvertretende Leiterin des Kompetenzzentrums Typologie & Planung in Architektur (CCTP) an der HSLU, gemeinsam mit Sandra Schuster von der TUM den Preis am 18. Juni 2024 in Stuttgart entgegen.

    Der CO2-neutrale und ökologisch hochwertige Rohstoff Holz findet einen immer grösseren Anklang in der Baubranche Mit dem Forschungsprojekt circularWOOD soll dieser wichtige Rohstoff in eine Kreislaufwirtschaft eingebracht werden. «Holz bleibt heute nicht lange genug Teil des Stoffkreislaufs», wird Sonja Geier in der Mitteilung zitiert. Durch das kreislauffähige Bauen mit dem CO2-neutralen Baustoff Holz wird ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele erreicht, heisst es in der Mitteilung.