Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Sika übernimmt Kwik Bond Polymers

    Sika übernimmt Kwik Bond Polymers

    Der Spezialchemiker Sika hat laut einer Mitteilung Kwik Bond Polymers (KBP) mit Sitz im kalifornischen Benicia übernommen. KBP ist seit über 30 Jahren auf die Sanierung von Brückenfahrbahnen spezialisiert. Seine Polymertechnologien bieten einen dauerhaften Schutz für Brückenfahrbahnen und andere Betoninfrastrukturen.

    „Der anerkannte Sachverstand des Unternehmens in den USA und die beeindruckende Erfolgsbilanz bei langfristigen Sanierungsprojekten passen optimal zur Kultur von Sika“, wird Mike Champion, Regionalleiter bei Sika America, in der Mitteilung zitiert. „Durch die Erhaltung und Verlängerung der Lebensdauer unserer Betoninfrastrukturen bieten wir der Bauindustrie einen hervorragenden Kundennutzen und erhebliche Nachhaltigkeitsvorteile.“

    Neben dem Hauptsitz in der Nähe von San Francisco unterhält KBP zusätzliche Produktions- und Lagerflächen bei Pittsburgh in Pennsylvania. Sika erweitert mit der Übernahme seine Präsenz und Expertise und stärkt damit seine Lieferketten und seinen Service.

  • Lara Albanesi ist neue VR-Präsidentin der Limmatstadt AG

    Lara Albanesi ist neue VR-Präsidentin der Limmatstadt AG

    Der nach der Generalversammlung am 12. März neu zusammengesetzte Verwaltungsrat der Limmatstadt AG hat sich im Rahmen seiner ersten Sitzung konstituiert. Er hat laut Medienmitteilung Lara Albanesi, Verwaltungsdirektorin des Kurtheaters Baden, zur Präsidentin gewählt. Zusätzlich wurden die Geschäftsführerin Jasmina Ritz als Vize-Präsidentin und Mario Okle, Gemeindepräsident Weiningen und CTO Weytec, als Delegierter des Verwaltungsrats gewählt.

    „Das Limmattal bildet einen attraktiven Lebensraum für Arbeit, Wohnen und Freizeit. Die Bevölkerung schätzt dies und betrachtet die gesamte Region jenseits von kommunalen und kantonalen Grenzen. Diese ganzheitliche Perspektive fördert die Wertschöpfung und stärkt die Vernetzung. Deshalb engagiere ich mich für die Standortförderung Limmatstadt“, wird Albanesi zitiert.

    Der Verwaltungsrat werde in den kommenden Monaten Wege und Möglichkeiten ausloten, um die Grundlagen für den Fortbestand der regionalen Standortförderung über das Jahr 2024 hinaus zu schaffen, heisst es in  der Mitteilung. Dazu werde ein Dialog mit den Gemeinden und der Wirtschaft geführt.

    Der Planungsverband Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) und vier Wirtschaftsverbände aus der Region – Industrie, Dienstleistung, Handel (IDH) Spreitenbach, Industrie- und Handelsverein Dietikon (IHV), KMU- und Gewerbeverband Limmattal und Wirtschaftskammer Schlieren – haben laut der Mitteilung bereits ihr Interesse an einer Fortführung und gemeinsamen Ausgestaltung bekundet.

  • Wood City — ein Meilenstein für die Städte der Zukunft mit Holz

    Wood City — ein Meilenstein für die Städte der Zukunft mit Holz

    Die Renaissance des Holzbaus als Symbol für ökologisches Bauen
    Im Zentrum von Stockholm Wood City steht die Entscheidung, Holz als primäres Baumaterial zu nutzen. Dieser Schritt reflektiert das wachsende Bewusstsein für umweltfreundliche Bauweisen und unterstreicht die vielen Vorteile, die Holzkonstruktionen mit sich bringen. Neben der ästhetischen Aufwertung des urbanen Raumes tragen Holzbauten zur Verbesserung der Luftqualität bei, fördern das Wohlbefinden, steigern die Arbeitsproduktivität und wirken als natürliche Kohlenstoffspeicher.

    «Stockholm Wood City ist ein Manifest unserer Vision für die Zukunft», erklärt Annica Ånäs, CEO von Atrium Ljungberg. «Das Projekt markiert nicht nur einen bedeutenden Fortschritt für unser Unternehmen, sondern setzt auch einen historischen Meilenstein für die Innovationskraft Schwedens.»

    Innovation und Nachhaltigkeit als Leitprinzipien
    Stockholm Wood City geht über die blosse Verwendung von Holz als Baumaterial hinaus und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in puncto Nachhaltigkeit. Das Projekt integriert fortschrittliche Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und fördert den schonenden Umgang mit Ressourcen durch die Eigenproduktion und gemeinschaftliche Nutzung von Energie sowie den Einsatz ressourceneffizienter Bautechniken.

    Als Leuchtturmprojekt für zukunftsorientierte Stadtentwicklung wird Stockholm Wood City nicht nur das Stadtbild von Stockholm bereichern, sondern auch massgebliche Impulse für die Bauindustrie weltweit setzen. Mit seiner Fusion aus Innovation, Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsgeist bietet es eine inspirierende Blaupause für die Gestaltung zukünftiger urbaner Lebensräume.

  • Lokales Holz als Schlüssel zur CO2-Reduktion

    Lokales Holz als Schlüssel zur CO2-Reduktion

    Die Schweiz, mit rund 30 Prozent bewaldeter Landfläche, verfügt über einen wertvollen natürlichen Ressourcenpool, den Wald. Neben seiner ökologischen Bedeutung für Flora und Fauna ist der Wald auch ein wichtiger Kohlenstoffspeicher. Während seines Wachstums nimmt ein Baum CO2 auf und bindet den Kohlenstoff im Holz. Durch die Verwendung von Holz in Gebäuden oder anderen Bauteilen kann der Kohlenstoff über lange Zeiträume gebunden werden, was zur Reduktion von Treibhausgasen beiträgt und die Erderwärmung mindert.

    Martin Ziegler, Leiter des Amtes für Wald und Wild im Kanton Zug, betont die Notwendigkeit einer Nachfrage nach regionalem Holz, um die verschiedenen Aufgaben des Waldes zu erfüllen. Die Pflege des Waldes ist aufwändig und kostspielig, daher ist es entscheidend, dass das produzierte Holz lokale Abnehmer findet.

    Eine Website, initiiert von den kantonalen Waldfachstellen der Zentralschweiz, Lignum Zentralschweiz und WaldSchweiz, soll die Zusammenhänge zwischen der Waldpflege und der Nutzung von Holz veranschaulichen. Die Website waldnutzen.ch präsentiert sechs Projekte aus der Region und zeigt, wie der lokale Holzkreislauf funktioniert.

    Ein Beispiel für die nachhaltige Nutzung von lokalem Holz ist das «Haus des Holzes» in Sursee, bei dem Bauherr Pirmin Jung bewusst auf heimisches Holz setzte. Auch der «Holzturm» in der Nähe des Tier- und Naturparks Goldau im Kanton Schwyz zeigt, wie Holz aus der Region für nachhaltige Bauprojekte genutzt wird.

    Der Kanton Uri hat das Potenzial seines Waldes früh erkannt und im Rahmen seines Regierungsprogramms Massnahmen zur Förderung der Wald- und Holzwirtschaft umgesetzt. Das Projekt «Holzkreislauf Uri» bringt alle Akteure der Wertschöpfungskette zusammen, um die nachhaltige Nutzung von Holz im Kanton zu fördern.

    Die enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Interessengruppen, wie der Hochschule Luzern, den kantonalen Waldfachstellen und der Holzindustrie, ist entscheidend für den Erfolg solcher Projekte. Durch die gemeinsamen Bemühungen wird die nachhaltige Nutzung von Holz gefördert und die CO2-Reduktion in der Atmosphäre unterstützt.

  • WWZ beginnt mit Bau von Wärmeleitung nach Cham

    WWZ beginnt mit Bau von Wärmeleitung nach Cham

    Der Wärmeverbund Ennetsee soll Rotkreuz, Bösch, Hünenberg See, Cham, Städtler Allmend, Äussere Lorzenallmend, Zug und Steinhausen mit CO2-neutraler Wärmeenergie aus der Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen LU versorgen. Dafür verlängert die WWZ AG laut einer Mitteilung die Fernwärmeleitung nun von Rotkreuz nach Cham.

    Im Frühjahr 2024 werden für den Abschnitt Rotkreuz nach Cham zunächst die Installationsflächen für die Leitungen erstellt. Der Bau erfolgt in Etappen. Die Leitungen müssen vorgespannt werden, um einer unkontrollierten Ausdehnung vorzubeugen. „Voraussichtlich im Herbst 2026 werden wir die Etappe Rotkreuz-Cham abschliessen und möglichst viele Liegenschaften mit nachhaltiger Fernwärme versorgen“, wird Marcel Fähndrich, Leiter Energie bei WWZ, in der Mitteilung zitiert.

    Bereits im Sommer 2023 hat die WWZ die Transportleitung von Perlen nach Rotkreuz in Betrieb genommen. Einige Leitungen sind in Rotkreuz schon in Betrieb. So können ab Frühjahr 2024 das Schwimmbad sowie einige private Gebäude und Gemeindeliegenschaften mit der Wärme aus der Kehrichtverbrennung beheizt werden.

    Mit dem Projekt Wärmeverbund Ennetsee sollen künftig 12‘000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

  • Partino und ecocoach vereinbaren Partnerschaft im Energiebereich

    Partino und ecocoach vereinbaren Partnerschaft im Energiebereich

    Die Partino Mobile Energie AG, ein in Oberentfelden angesiedeltes Unternehmen für Elektroladestationen, und das Schwyzer Technologieunternehmen ecocoach, haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Laut einer Medienmitteilung wollen beide Unternehmen ihrer Kundschaft ein komplexes System zum Energiemanagement anbieten. Die Partnerschaft markiere einen bedeutenden Schritt in eine nachhaltige Energiezukunft, zeigen sich beide Unternehmen überzeugt.

    Dabei werden die Elemente von Photovoltaik-Ladestationen und dem Lastmanagement von Partino mit den Energiespeicherlösungen und -managementsystemen für Wohn- und Industriegebäuden von ecocoach miteinander verbunden. Kundinnen und Kunden können mit den innovativen Lösungen der Kooperation ihre Energieeffizienz weiter steigern, den Eigenverbrauch optimieren und somit Kosten senken, heisst es in der Mitteilung.

  • Energie 360° liefert Fernwärme nach Effretikon

    Energie 360° liefert Fernwärme nach Effretikon

    Die Stadt Illnau-Effretikon hat mit Energie 360° einen Konzessionsvertrag über den Bau und den Betrieb eines Fernwärmenetzes in Effretikon abgeschlossen. Der über 50 Jahre laufende Vertrag sieht laut einer Mitteilung vor, in den Stadtgebieten Vogelbuck und Watt, dem Industriegebiet in Bietenholz und den Gebieten östlich und westlich des Bahnhofs Effretikon rund 3000 Haushalte mit Fernwärme zu versorgen.

    Energie 360° liefert die Fernwärme über eine vier Kilometer lange Transportleitung von seiner Energiezentrale in Volketswil. Der Bau der Leitung hat bereits begonnen. Erste Lieferungen sind für die Heizperiode 2027/28 vorgesehen. Die Erschliessung des gesamten Gebiets ist bis 2030 geplant. Energie 360° investiert einen dreistelligen Millionenbetrag.

    Der Wärmeverbund ist aus Sicht von Stadtpräsident Marco Nuzzo ein wichtiger Schritt in eine fossilfreie Energieversorgung. „Wir unterstützen eine nachhaltige Energieversorgung, weil sie eine Grundlage für die Entwicklungsstrategie unserer Stadt ist“, wird er in der Mitteilung zitiert. Stadträtin Rosmarie Quadranti fügt hinzu: „Der Energieverbund bietet der Bevölkerung von Illnau-Effretikon Wärme aus lokaler, erneuerbarer Quelle.“

  • Pistor baut Verteilzentrale Ostschweiz

    Pistor baut Verteilzentrale Ostschweiz

    Die Pistor AG hat in Sennwald den Spatenstich für ihre neue Verteilzentrale in der Ostschweiz gesetzt. Von dort wird Pistor Gastronomieunternehmen, Bäckereien und Spitäler in den Kantonen Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, Graubünden, Glarus und das Fürstentum Liechtenstein laut einer Medienmitteilung vorwiegend ab Sennwald und nicht mehr vom Hauptsitz in Rothenburg aus beliefern.

    Das neue Logistikgebäude wird 9000 Quadratmeter umfassen und Raum für 16 Lastwagenrampen, Logistikflächen, Büros und eine mit Regenwasser versorgte Waschstrasse für Lastwagen bieten. Auf dem Dach werden Solaranlagen installiert. Ein Teil der Lastwagenflotte wird elektrisch fahren. Dafür investiert die Grosshändlerin 18,5 Millionen Franken.

    Bis zu 24 Mitarbeitende sind vor Ort eingeplant. Die Inbetriebnahme soll 2025 erfolgen. „Für uns ist der Baustart ein Moment, auf den wir intensiv hingearbeitet haben“, wird CEO Patrick Lobsiger zitiert. „Die Verteilzentrale Ostschweiz steht für die Zukunftsausrichtung und Innovationskraft unseres Unternehmens.“ Die neue Zentrale ermögliche mehr Liefertage, kürzere Wege und vor allem eine nachhaltige Belieferung. Die Anlieferung erfolgt nachts per Bahn, bevor die Waren ab Sennwald mit Lastwagen verteilt werden.

    „Wir bekommen in Sennwald mit dieser Ansiedlung einen weiteren national aktiven und innovativen Betrieb“, so Sennwalds Gemeindepräsident Bertrand Hug. „Besonders erfreulich ist, dass Arbeitsplätze entstehen sollen.“

  • Mehr Anreize für verdichtetes und ökologisches Bauen

    Mehr Anreize für verdichtetes und ökologisches Bauen

    In einer Zeit, in der der Kampf gegen die Klimaerwärmung und die Wohnungsnot immer dringlicher wird, sind alle, die im Baubereich tätig sind, mehr denn je gefordert. Der Gebäudepark ist für einen erheblichen Anteil des CO2-Ausstosses verantwortlich und der Bedarf an neuen Wohnungen wächst schneller als jemals zuvor. Es ist daher unerlässlich, schnell zu handeln.

    Trotz zahlreicher Initiativen und politischer Vorstösse scheint der Fortschritt in der Lösung dieser Probleme immer noch zu langsam zu sein, und die Fronten verhärten sich zunehmend. Bernhard Lanzendörfer plädiert für eine gemeinsame Suche nach schnellen, innovativen, erschwinglichen und sozialen Lösungen, anstatt sich in ideologischen Standpunkten zu verlieren.

    Ein Beispiel für einen ideologischen Standpunkt ist die Petition des Vereins Countdown 2030, die sich vehement gegen den Abriss von Gebäuden ausspricht. Bernhard Lanzendörfer argumentiert, dass rigide Ideen wie diese die Probleme nicht lösen werden und fordert eine differenzierte Betrachtung unter baulichen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten.

    Angesichts der Wohnungsnot ist eine substanzielle Verdichtung des Wohnraums oft nur durch einen Ersatzneubau möglich. Der Bauen-im-Bestand-Ansatz stösst hier schnell an Grenzen, insbesondere wenn es um die Modernisierung und Aufstockung von bestehenden Gebäuden geht.

    Um ökologisches und soziales Bauen zu fördern, schlägt Lanzendörfer vor, dass die Politik konkrete Anreize schaffen sollte. Dies könnte beispielsweise durch Belohnungen für die ökologische Ertüchtigung von Gebäuden oder eine höhere Ausnützungsziffer für ökologische Vorzeigeprojekte geschehen.

    Angesichts der steigenden Bevölkerungszahlen und der zunehmenden Zersiedelung ist es unumgänglich, auch in die Höhe zu bauen. Obwohl dies auf Widerstand stossen mag, ist es laut Lanzendörfer die einfachste Lösung, um jeden Quadratmeter besser zu nutzen.

    Es ist wichtig, innovative Konzepte nicht durch ideologische Barrieren zu behindern. Die Bauindustrie hat bereits grosse Fortschritte bei der Entwicklung klimafreundlicher Produkte gemacht, und auch die Politik unterstützt den Einsatz von umweltfreundlichen Baustoffen durch neue Regulatorien im Umweltschutzgesetz.

  • Rolltreppenfirma erhält Spitzenbewertung im globalen Umwelt-Rating

    Rolltreppenfirma erhält Spitzenbewertung im globalen Umwelt-Rating

    Von der renommierten Non-Profit-Umweltorganisation Carbon Disclosure Project wurde das Unternehmen mit der Bestnote «A» für sein Engagement im Bereich des Lieferantenmanagements ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erfolgte im Rahmen des Supplier-Management-Rating-Leaderboards für das Jahr 2023. Dabei belegt KONE den 55. Platz unter insgesamt 21.000 geprüften Unternehmen im Clean200-Ranking der Corporate Knights, einem kanadischen Unternehmen, das sich auf die Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft spezialisiert hat.

    Als einziger Vertreter seiner Branche in der Clean200-Liste unterstreicht es das ambitioniertes Nachhaltigkeits- und Umweltengagement. Mikko Korte, betont die Bedeutung dieser Anerkennung und hebt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Lieferanten hervor, die zur Reduzierung der CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus der Produkte beiträgt.

    Das Rating, das als Höchststandard für Umwelttransparenz gilt, basiert auf freiwillig bereitgestellten Unternehmensdaten zu CO2-Emissionen, Klimarisiken und Reduktionsstrategien. Die vergebene Note «A» spiegelt das umfassende Umwelt-Leadership und das Verständnis für Umweltrisiken wider.

    Neben der Anerkennung durch das CPD hat das Unternehmen auch eine führende Rolle bei der Umsetzung eigener Umweltziele gezeigt, wie sie von der Science Based Targets Initiative validiert wurden. Durch eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie strebt  sie bis 2030 an, ein CO2-neutrales Unternehmen zu werden und die betrieblichen Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2018 um 50 % zu reduzieren.

    Diese ehrgeizigen Ziele umfassen nicht nur die direkten Treibhausgas-Emissionen, sondern auch die indirekten Emissionen im Zusammenhang mit dem Energieverbrauch und der Beschaffung von Ressourcen. Die Firma beabsichtigt ausserdem, die Emissionen im Zusammenhang mit seinen Produkten und deren Lebenszyklus um 40 % zu senken, indem es auf nachhaltige Materialien und Energiequellen setzt.

  • ETH forscht an natürlichen Wärmedämmern

    ETH forscht an natürlichen Wärmedämmern

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben in einem Projekt natürliche Dämmstoffe getestet. Wie aus einem Beitrag hervorgeht, hat die Gruppe um Guillaume Habert, Professor für Nachhaltiges Bauen, und Bruno Sudret, Professor für Risiko, Sicherheit und Quantifizierung der Ungewissheiten, dazu neue Ansätze gefunden. Untersucht wurden sechs renovierungsbedürftige Gebäude, die zwischen 1911 und 1988 errichtet wurden. Nebst dem Kernpunkt des Ersatzes von Heizungen, die mit fossiler Energie betrieben wurden, durch nachhaltige wie Wärmepumpen oder solarbetriebene, stand vor allem die Wärmedämmung im Vordergrund der Untersuchungen. Betrachtet wurden unterschiedliche traditionelle Dämmstoffe wie EPS, Glaswolle, Steinwolle oder Zellulosefasern im Vergleich zu natürlichen wie Stroh und Hanf.

    «Die CO2-​Emissionen bei der Herstellung herkömmlicher Dämmstoffe sind teilweise sehr hoch, und durch ihren Einsatz bei Gebäudesanierungen wird der positive Effekt, der durch die Senkung des Energieverbrauchs erzielt wird, teilweise wieder zunichte gemacht», wird Guillaume Habert in dem Beitrag zitiert. «Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verursachen deutlich weniger Treibhausgase. Sie haben überdies den Vorteil, dass sie während ihres Wachstums CO2 aus der Atmosphäre binden und dieses dann langfristig im Gebäude gespeichert wird.»

    Sowohl Heizungsumbau als auch entsprechende Wärmedämmung mit natürlichen Stoffen kann den Ausstoss von Treibhausgasen um 87 Prozent senken, führt die Studie aus.

    Die Untersuchung entstand in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) in Yverdon-les-Bains VD und der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg.

  • Diese Wandfarbe reinigt sich selbst und baut Schadstoffe ab

    Diese Wandfarbe reinigt sich selbst und baut Schadstoffe ab

    Forscher der Technischen Universität Wien haben eine Wandfarbe entwickelt, die sich durch Sonneneinstrahlung selbst reinigt und Schadstoffe aus der Luft chemisch abbauen kann. Es ist allgemein bekannt, dass Wandfarben schnell schmutzig werden und regelmässig erneuert werden müssen. Zudem kämpfen wir immer noch mit Luftschadstoffen in unseren Innenräumen. Die Notwendigkeit, Farbe regelmässig zu erneuern, steht im Widerspruch zu nachhaltigen Wohn- und Umweltprinzipien. Das Forschungsteam der Technischen Universität Wien und der Università Politecnica delle Marche in Italien hat eine Lösung für dieses Problem entwickelt: Eine Wandfarbe, die sich unter dem Einfluss von Sonnenlicht selbst reinigt und zudem Luftschadstoffe abbauen kann.

    Nano-Titanoxid-Partikel ermöglichen neue Durchbrüche
    Viele Menschen träumen von einer Wandfarbe, die sich von selbst reinigt. Dieser Traum könnte nun endlich Realität werden. Der Schlüssel zu dieser bahnbrechenden Innovation liegt in der Integration von speziell modifizierten Titanoxid-Nanopartikeln in die Farbe. Diese winzigen Partikel nutzen die katalytische Kraft des Lichts, um nicht nur Schadstoffe aus der Luft anzuziehen, sondern sie auch effektiv abzubauen. Dadurch bleibt nicht nur die Luft sauberer, sondern die Wandfarbe behält auch über einen längeren Zeitraum ihre Schönheit und Reinheit. «Seit Jahren versucht man, spezielle Wandfarben zur Luftreinigung einzusetzen», erklärt Prof. Günther Rupprechter vom Institut für Materialchemie an der TU Wien. «Titanoxid-Nanopartikel sind hier besonders vielversprechend, da sie eine Vielzahl von Schadstoffen binden und abbauen können.» Zu den Schadstoffen, die entfernt werden können, gehören beispielsweise Haushaltschemikalien oder Emissionen aus Baumaterialien und Möbeln. Herkömmliche Titanoxidpartikel mussten bisher mit UV-Licht aktiviert werden, um ihre reinigende Wirkung zu entfalten – eine Anforderung, die in Innenräumen schwer umsetzbar ist. Das Forschungsteam hat es geschafft, die Partikel so zu modifizieren, dass sie bereits durch das breitere Spektrum des sichtbaren Sonnenlichts aktiviert werden können. Dies wurde erreicht durch die Zugabe von Phosphor, Stickstoff und Kohlenstoff zu den Titanoxidpartikeln, wodurch sie in der Lage sind, Schadstoffe auch ohne direkte UV-Bestrahlung abzubauen.

  • Bevölkerung fordert beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien

    Bevölkerung fordert beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien

    Die Schweiz steht vor einer entscheidenden Weiche in ihrer Energiepolitik. Mit dem sogenannten «Mantelerlass» haben Regierung und Parlament die Weichen für eine verstärkte Nutzung von Solar-, Wind- und Wasserkraft gestellt. Ein entscheidender Schritt hierfür ist das «Stromgesetz», über das die Bevölkerung am 9. Juni 2024 abstimmen wird. Eine repräsentative Umfrage, durchgeführt von einem Marktforschungsinstitut, offenbart, dass eine überwältigende Mehrheit von 78 % der Bevölkerung den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen möchte.

    Patrick Drack, Geschäftsführer von STIEBEL ELTRON Schweiz, unterstreicht die Bedeutung dieses Gesetzes für die Energiezukunft des Landes: «Das Stromgesetz ist ein fundamentaler Baustein für die Reduktion der Treibhausgasemissionen auf netto null bis 2050 und zielt darauf ab, unsere Energieversorgung nachhaltiger und sicherer zu gestalten.» Besonders die Vermeidung einer Energieknappheit im Winter steht im Fokus der politischen Bemühungen.

    Die Umfrageergebnisse verdeutlichen zudem, dass die Schweizer Bevölkerung eine ausgewogene Berücksichtigung von Natur- und Landschaftsschutz neben der Stromproduktion fordert. Während 42 % gegen einen Vorrang der Stromproduktion vor dem Umweltschutz sind, befürworten 58 % eine solche Priorisierung, sofern sie sorgfältig abgewogen wird.

    Parallel zur Energiewende wird ein Anstieg des Strombedarfs erwartet, insbesondere für das Heizen und Kühlen von Gebäuden. Hier bietet die Wärmepumpentechnologie eine effiziente Lösung, indem sie überwiegend Umweltenergie nutzt. Obwohl bereits ein hoher Anteil neuer Bauten auf Wärmepumpen setzt, basiert die Heizversorgung von über der Hälfte aller Wohngebäude immer noch auf fossilen Brennstoffen. Umweltfreundliche Alternativen werden durch umfangreiche Förderprogramme unterstützt, um den finanziellen Übergang zu erleichtern.

    Die Ergebnisse des «Energie-Trendmonitor 2024» zeigen weiterhin eine starke Zustimmung von 84% der Bevölkerung für finanzielle Unterstützung bedürftiger Haushalte bei der Umrüstung auf umweltfreundliche Heizsysteme. Ebenso befürworten 79 % gezielte Massnahmen zur Senkung der Strompreise für klimafreundliche Heizungen, wie den Wärmepumpentarif.

  • Aarau als zukünftiger Cleantech-Vorreiter

    Aarau als zukünftiger Cleantech-Vorreiter

    Am 18. März 2024 führte die AEW Energie AG in Partnerschaft mit der Stadt Aarau und weiteren wichtigen Akteuren einen Co-Creation-Workshop durch, der als Plattform für die Entwicklung nachhaltiger Technologien diente. Diese Initiative, die in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Aarau und dem Hightech Zentrum Aargau sowie Unternehmen wie der Jura Management AG und Swisscleantech durchgeführt wurde, unterstreicht das gemeinsame Ziel, Aarau in einen innovativen Cleantech-Standort umzuwandeln. Der Workshop konzentrierte sich auf die Förderung von Technologien zur CO2-Reduktion und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen.

    Der Aarauer Stadtpräsident Dr. Hanspeter Hilfiker und Marc Ritter, betonten die Bedeutung nachhaltiger Innovationen und die Rolle Aaraus als Vorreiter in diesem Bereich. Der Fokus lag dabei auf der Entwicklung von Cleantech-Lösungen, insbesondere im Hinblick auf Carbon Capture and Storage und die Förderung erneuerbarer Energiequellen. Dieser Ansatz spiegelt das Engagement der AEW wider, CO2-Neutralität zu erreichen und nachhaltige Praktiken zu fördern, die sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile bieten.

    Die Zusammenarbeit im Rahmen des Workshops demonstriert das Potenzial kollektiver Anstrengungen zur Lösung komplexer Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit. Die dabei entstandenen Ideen sollen als Grundlage für zukünftige Pilotprojekte dienen, die Aarau nicht nur als innovativen, sondern auch als attraktiven Wirtschaftsstandort für Unternehmen und Start-ups weiter stärken. Dieser Ansatz unterstreicht das Bestreben, branchenübergreifende Kooperationen zu fördern und innovative Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln.

  • Conspark und madaster schulen in zirkulärer Bauwirtschaft

    Conspark und madaster schulen in zirkulärer Bauwirtschaft

    Conspark, Beratungsunternehmen für nachhaltiges Bauen, und madaster switzerland, Plattform für Kreislaufwirtschaft von Immobilien, spannen für die Transformation der Bauwirtschaft in eine zirkuläre zusammen. Dazu bieten die beiden Partnerfirmen zielgruppenspezifische Weiterbildungskurse für Herstellende von Bauprodukten, Architektur- und Planungsbüros sowie Bauherren und öffentliche Hand an. Der erste Kurs richtet sich an Herstellende von Bauprodukten und wird erstmals am 16. April angeboten. Die ersten Kurse für Architektur- und Planungsbüros beziehungsweise Bauherren und öffentliche Hand sind für den 16. Mai und den 6. Juni terminiert. Nach dem Start sollen die drei Kurse fortlaufend weiter angeboten werden.

    „Die Kooperation zwischen conspark und madaster ist eine perfekte Ergänzung“, wird Florian Robineck, Geschäftsführer und Gründer von conspark, in einer entsprechenden Mitteilung seines Unternehmens zitiert. „Während conspark die Expertise in der Kreislaufwirtschaft einbringt, bietet madaster das technologische Tool zur Umsetzung.“ Dieses Zusammenspiel soll den Teilnehmenden praktische Fähigkeiten an die Hand geben, Zirkularität im eigenen Zusammenhang in die Praxis zu integrieren.

    Herstellenden von Bauprodukten wird im Kurs die Frage beantwortet, wie sie sich in der Kreislaufwirtschaft positionieren und diese als Marktvorteil nutzen können. Architektur- und Planungsbüros bekommen Hilfestellung bei der Integration von Zirkularität in die eigenen Entwürfe. Bauherren und öffentliche Hand wiederum erlernen die Erstellung einer zirkulären Objektstrategie, mit der sie die Attraktivität ihres Portfolios steigern können.

  • UZH nimmt Energiezentrale am Campus Irchel in Angriff

    UZH nimmt Energiezentrale am Campus Irchel in Angriff

    Die UZH hat die Planung der ersten Energiezentrale des Anergienetzes auf dem Campus Irchel aufgenommen. Die erste Phase konzentriert sich laut einer Medienmitteilung auf die Planung der Energiezentrale für den dortigen Cluster 4. Dafür arbeitet die UZH mit dem in Rheinfelden AG ansässigen und international tätigen Ingenieurunternehmen J. Willers Engineering zusammen, das auf Hightech-Gebäude und Infrastruktur spezialisiert ist. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.

    Noch zählt die UZH zu den Top 20 unter den Energieverbrauchern Zürichs. Doch strebt sie eine Vorreiterrolle beim nachhaltigen Betrieb an. Dazu will die Universität ihren Energieverbrauch ressourcenschonend gestalten und einen deutlichen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen leisten.

    Dazu sollen bis 2050 die Heiz- und Kühlbedürfnisse des Campus durch vier Energiezentralen und entsprechende Erdsondenfelder gedeckt werden. Letztendlich sei das Ziel, dass die UZH ihren Wärmebedarf durch Abwärme aus der Kälteproduktion decken kann. Diese Abwärme soll vollständig genutzt und saisonal gespeichert werden.

    Als Hauptziele dieses Projekts benennt die UZH niedrige Lebenszykluskosten, eine hohe Betriebs- und Versorgungssicherheit sowie Wartungsfreundlichkeit. Und schliesslich sollen in dieser ersten Phase die konzeptionellen Grundlagen für die weiteren geplanten Energiezentralen erarbeitet werden.

  • Die CO2-neutrale Zukunft als gemeinsames Ziel

    Die CO2-neutrale Zukunft als gemeinsames Ziel

    Die Zusammenarbeit zwischen Zimmermann und Ackermann zielt darauf ab, innovative Wege zur Nutzung der Atmosphäre als Ressource zu erforschen. Die Empa und die Eawag arbeiten gemeinsam daran, Technologien zu entwickeln, die CO2 effektiv binden und somit zur Dekarbonisierung beitragen. Trotz der hohen Erwartungen und des Drucks, Lösungen zu liefern, sehen beide eine dringende Notwendigkeit zum Handeln und sind optimistisch, einen bedeutenden Beitrag leisten zu können.

    Forschung und Kooperation als Schlüssel zum Erfolg
    Die Forschungseinrichtungen setzen nicht nur auf ihre interne Expertise, sondern auch auf die Kooperation innerhalb des gesamten ETH-Bereichs und mit internationalen Partnern. Ziel ist es, durch die Bündelung von Wissen und Ressourcen praktikable Lösungen für die Klimakrise zu entwickeln. Die Eawag, spezialisiert auf Wasserforschung, und die Empa, fokussiert auf Materialwissenschaften, ergänzen sich perfekt in ihrem Bestreben, sowohl die Klimaanpassung als auch den Klimaschutz voranzutreiben.

    Zukunftsorientierte Projekte und Technologien
    Von der Entwicklung negativer Emissions-Technologien bis hin zur Erschliessung neuer Energieträger aus CO2 arbeiten die Forschenden an Projekten, die einen langfristigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft ermöglichen sollen. Die Initiativen umfassen sowohl die Verbesserung bestehender Technologien als auch die Erforschung innovativer Ansätze zur CO2-Reduktion aus der Atmosphäre.

    Zurzeit werden die verschiedenen «Säulen» des Konzepts erarbeitet, wie das Gewinnen des CO2, dessen chemische Umwandlung und schliesslich Technologien, um daraus wertschöpfende Materialien herstellen zu können, in denen der Kohlenstoff langfristig gebunden wird. Es sind bereits erste Projekte für Negativemissionstechnologien an der Empa in Entwicklung, etwa Isolationsmaterialien aus Biokohle und Zementarten, die CO2 im Abbindeprozess aufnehmen statt freizusetzen. Nächstes Jahr sollen weitere Initiativen starten.  Frau Zimmermann selbst möchte, aufgrund ihres Forschungsbackgrounds, ein Holzthema lancieren. Erste Gespräche zwischen verschiedenen Akteuren sind gestartet.

    Finanzierung und Unterstützung der Forschungsinitiativen
    Die Finanzierung der ambitionierten Projekte wird durch verschiedene Quellen sichergestellt, darunter Fördermittel und Beiträge der beteiligten Institutionen. Ziel ist es, durch die Forschungsarbeit nicht nur die Schweiz, sondern auch die globale Gemeinschaft im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen.

    Die Schweiz als Vorreiter im Klimaschutz
    Auf Grund der guten Rahmenbedingungen ist die Schweiz international nach wie vor. Die Positionierung ist optimal, um Technologien und Konzepte zu entwickeln und diese international anzuwenden und zu vermarkten. Dadurch steigert die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Industrie und leistet einen wertvollen Beitrag zum globalen Klimaschutz.

    Unter diesem Link finden Sie das ganze Interview. https://www.empa.ch/web/s604/mining-the-atmosphere-interview-tanja-zimmermann-martin-ackermann

  • Berner Fachhochschule organisiert Departement Architektur neu

    Berner Fachhochschule organisiert Departement Architektur neu

    Die Berner Fachhochschule (BFH) will laut einer Medienmitteilung erreichen, dass nachhaltiges Bauen zur Selbstverständlichkeit wird. Zu diesem Zweck gibt sie ihrem Departement Architektur, Holz und Bau eine andere Struktur. Fünf neue Institute fokussieren sich auf eine ganzheitliche Betrachtung der Planungs- und Bauwirtschaft.

    Auf Stufe der Region wird das Institut für Infrastruktur und Umwelt agieren. Das Institut für Siedlung, Architektur und Konstruktion und das Institut für Holzbau werden sich um Quartiere und Bauten kümmern. Und schliesslich wird ein Institut für Baustoffe und biobasierte Materialien ebenso eingerichtet wie das Institut für digitale Bau- und Holzwirtschaft.

    Diese neu gegründeten Institute werden in Bildung, Weiterbildung und angewandter Forschung tätig sein. „Der Bildungs- und Forschungslandschaft wird für die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele eine zentrale Rolle zuteil“, wird Professor Peter Staub, Direktor des Departements Architektur, Holz und Bau der BFH, zitiert. „Wir übernehmen Verantwortung und richten uns mit Blick auf künftige Generationen konsequent darauf aus.“

    Derzeit forscht die BFH unter anderem an Holzwerkstoffen mit mineralischen Bindemitteln, die wiederverwendet werden können und einem umweltfreundlicheren Beton für geotechnische Anwendungen im Untergrund. Ausserdem widmet sich ein Team derzeit der Frage, wie Industriebrachen kreislauffähig so genutzt werden können, dass diese Nutzung Leben in die leerstehenden Räume bringt.

  • Wegweiser für eine nachhaltige Raumplanung in der Schweiz

    Wegweiser für eine nachhaltige Raumplanung in der Schweiz

    Die traditionelle Auffassung von Peripherien als entlegene ländliche oder bergige Gebiete wird in der neuesten Analyse des Rats für Raumordnung herausgefordert. Mit einem erweiterten Verständnis der Peripherien, einschliesslich urbaner und suburbaner Räume, empfiehlt der Rat einen angepassten Umgang mit diesen vielfältigen Regionen, um deren Entwicklungspotenziale nachhaltig zu nutzen.

    Dieser Bericht, der alle vier Jahre erscheint, leuchtet die territorialen Entwicklungen Neuenburgs aus und bietet eine Bewertung der Implementierung des Bundesgesetzes über Raumplanung sowie des kantonalen Masterplans von 2019. Dabei stehen Innenentwicklung, Mobilitätskoordination und die qualitative Entwicklung von Lebensräumen im Fokus. Zusätzlich werden Klimaschutz, Biodiversität, Erhalt landwirtschaftlicher Flächen und Energieeffizienz berücksichtigt.

    Kernpunkte und Handlungsempfehlungen

    1. Definition und Verständnis von Peripherien – Der Bericht ermutigt, Peripherien als dynamische Räume zu begreifen, die sowohl städtische als auch ländliche Charakteristiken aufweisen können. Diese Gebiete sind nicht nur durch ihre geographische Lage, sondern auch durch sozioökonomische Faktoren definiert.
    2. Dialog und Erkenntnisse – Durch den direkten Austausch mit Vertretern der verschiedenen Peripherien sammelte der Rat wertvolle Einsichten. Diese Interaktionen offenbarten, dass die herkömmliche Sichtweise auf periphere Gebiete als benachteiligt und abgehängt nicht der Wirklichkeit entspricht.
    3. Lebendige Peripherien – Der Bericht präsentiert die Idee der «Lebendigen Peripherien» als Orte des Engagements und der Innovation, wo Menschen Lösungen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen entwickeln.
    4. Herausforderungen und Chancen – Trotz spezifischer Herausforderungen wie dem Fehlen einer kritischen Masse an Akteuren oder Anpassungsdruck bieten Peripherien einzigartige Möglichkeiten für nachhaltige Entwicklung und Innovation.
    5. Empfehlungen für die Zukunft – Um die Peripherien als lebendige und resiliente Räume zu fördern, sollten Bund, Kantone und Gemeinden innovative Ansätze in Wohnen, Mobilität, Wirtschaft, Tourismus und Energie vorantreiben. Der Fokus liegt auf einer starken nachhaltigen Entwicklung, die eine gesunde Biosphäre und eine schadstofffreie Umwelt priorisiert.

    Der ROR-Bericht regt zum Umdenken in der Raumplanung an und betont die Bedeutung von Querschnittsdenken und Mehrwertstrategien. Er fordert Bund, Kantone und Gemeinden auf, gemeinsam für lebendige Peripherien zu sorgen, die als Impulsgeber für eine nachhaltige und inklusive Gesellschaft dienen.
    Die Dokumentation finden Sie unter: https://regiosuisse.ch/sites/default/files/2024-02/Lebendige_Peripherien.pdf

  • Neue Wohnformen im Fokus einer aktuellen Studie

    Neue Wohnformen im Fokus einer aktuellen Studie

    In einer Zeit, in der das soziale Miteinander zunehmend in den Vordergrund rückt, liefert eine neue Studie von Dr. Joëlle Zimmerli von Zimraum und Stratcraft wertvolle Einblicke in die Gestaltung begegnungsfördernder Wohnformen. Unterstützt durch die Age-Stiftung, den SVIT Zürich und das Swiss Real Estate Institute, geht die Untersuchung der Frage nach, wie Liegenschaften geplant und verwaltet werden müssen, um verschiedene Arten von Begegnungen zu ermöglichen und zu fördern.

    Die Studie identifiziert und analysiert drei Hauptkategorien von Begegnungsformen: niederschwellige Begegnungen, die spontan und zufällig erfolgen; nachbarschaftliche Begegnungen, die durch bewusste architektonische Entscheidungen wie Laubengänge oder attraktive Freiraumangebote begünstigt werden; und gemeinschaftliche Begegnungen, die durch speziell geplante und verwaltete Infrastrukturen wie Gemeinschaftsräume entstehen.

    Entscheidend für den Erfolg dieser Begegnungsformen ist die Anpassung an die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe. Die Studienautoren betonen, dass es keine universell beste Lösung gibt, sondern dass die Auswahl der Begegnungsform von den spezifischen Erwartungen und Bedürfnissen der Bewohner abhängt. Bauherren und Entwickler sind daher gefordert, bereits in der strategischen Planungsphase klar zu definieren, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und welche Anforderungen an die Bewirtschaftung und das soziale Miteinander in den Wohnprojekten gestellt werden.

    Mit dieser fundierten Analyse leistet die Studie einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über die Zukunft des Wohnens und zeigt auf, wie durchdachte Planung und Bewirtschaftung das Zusammenleben in der modernen Gesellschaft positiv beeinflussen können. Sie bietet eine wertvolle Orientierungshilfe für alle, die in der Immobilienbranche tätig sind und die Bedeutung von sozialen Interaktionen und Gemeinschaft innerhalb von Wohnprojekten verstärken möchten.

  • Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Die Accelleron Industries AG hat laut einer Medienmitteilung an ihrem Hauptsitz in Baden im Beisein von Stadtammann Markus Schneider die grösste Photovoltaikanlage der Stadt eingeweiht. Die Anlage wurde im Dezember in Betrieb genommen. Sie verteilt sich auf vier Dächer von Betriebsgebäuden mit 2533 Modulen und einer Kapazität von 1 Megawatt Spitzenleistung und soll etwa 1 Gigawattstunde pro Jahr produzieren. Das entspricht nach Angaben des Unternehmens dem jährlichen Energiebedarf von 400 Haushalten oder 150 Fahrten um die Welt mit einem Elektroauto. Accelleron decke nun 10 Prozent seines jährlichen Strombedarfs in Baden mit grüner Energie, heisst es weiter.

    „Als führendes Unternehmen in der Turboladerindustrie setzt sich Accelleron für die Dekarbonisierung ein und leistet einen positiven Beitrag zur  Nachhaltigkeit“, wird Herbert Müller zitiert, Präsident der High Speed Division von Accelleron und Co-Geschäftsführer der Tochterfirma Turbo Systems Switzerland. Accelleron Schweiz leiste mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien, so Müller weiter. Markus Schneider war Ehrengast an der Einweihungsfeier. „Ich danke Accelleron als wichtigem Badener Unternehmen für dieses Engagement für die erneuerbaren Energien. Genau solche Projekte brauchen wir auf den Dächern der Badener Unternehmen“, wird Schneider zitiert.

    Von der internen Projektfreigabe bis zur Inbetriebnahme der Anlage im Dezember 2023 vergingen laut der Firmenmitteilung weniger als acht Monate. Obwohl sich das Projekt noch in einer frühen Betriebsphase befinde, seien bereits wichtige Erkenntnisse gewonnen worden, Das gelte etwa für die Auswirkungen der Schneelage auf die Stromproduktion mit Solaranlagen, so Accelleron.

  • Green Building nimmt die graue Energie ins Visier: Eine branchenweite Analyse

    Green Building nimmt die graue Energie ins Visier: Eine branchenweite Analyse

    Die Diskussion um den Energieaufwand und die Umweltkosten bei der Erstellung und Entsorgung von Gebäuden nimmt an Intensität zu. Vor diesem Hintergrund sind Unternehmen gezwungen, ihre Ansätze zu hinterfragen und nachhaltige Alternativen zu erkunden. Um die verschiedenen Ansätze und Reaktionen der Akteure in der Bau- und Immobilienbranche auf diese wachsenden Herausforderungen zu verstehen, startet der Verein Green Building eine umfassende Befragung. Ziel ist es, eine fundierte Diskussionsgrundlage zu schaffen und den Austausch von Wissen und Strategien innerhalb der Branche zu fördern.

    Die Online-Umfrage, die etwa 7 Minuten in Anspruch nimmt, zielt darauf ab, Einblicke in die Bereitschaft der Unternehmen zu gewinnen, sich den neuen Anforderungen im Zusammenhang mit der Reduzierung der grauen Energie anzupassen. Mit den Ergebnissen erhofft sich Green Building, Licht auf die vielfältigen Strategien zu werfen, die Unternehmen anwenden, um den ökologischen Fussabdruck ihrer Bauprojekte zu minimieren und gleichzeitig im Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

    Die Teilnahme an der Umfrage bietet den Unternehmen nicht nur die Möglichkeit, ihre Perspektiven und Massnahmen zu teilen, sondern auch von den Erkenntnissen und Best Practices anderer zu lernen. Der Verein Green Building lädt daher alle Branchenteilnehmer herzlich ein, an der Befragung teilzunehmen und die Umfrage an weitere interessierte Kolleginnen und Kollegen weiterzuleiten. Die Ergebnisse werden eine wertvolle Ressource für die Branche darstellen, um gemeinsam den Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft zu ebnen.

    Die Umfrage dauert ca. 7 Minuten und findet unter folgendem Link statt: https://www.soscisurvey.de/Ersatzneubau/

  • Insgesamt 5 Millionen Dächer sind für die Stromerzeugung geeignet

    Insgesamt 5 Millionen Dächer sind für die Stromerzeugung geeignet

    Mehr als die Hälfte der gesamtschweizerischen Dachfläche – insgesamt 5 Millionen Dächer – ist für die Installation von Solar-/Photovoltaikanlagen geeignet. Das ist laut einer Medienmitteilung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) das Ergebnis einer Doktorarbeit zum Thema Ausbau der Solaranlagen in der Schweiz. Dadurch könnten mehr als zwei Drittel der Schweizer Städte und Gemeinden energieautark werden.

    Im Rahmen ihrer Doktorarbeit untersuchte Alina Walch das Potenzial erneuerbarer Energiesysteme. In Zusammenarbeit mit Martin Rüdisüli, Experte für Energiesystemmodellierung an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf ZH, entwickelte und verglich sie zwei Szenarien für den Ausbau der Photovoltaik in der Schweiz, um die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

    „Wir haben die Forschung gemeinsam durchgeführt, wobei ich meine Kenntnisse in der Modellierung der Photovoltaik und Martin Rüdisüli seine Erfahrung in der Bewertung verschiedener Szenarien für den Ausbau dieser Energieform im Rahmen der Energiewende eingebracht hat“, wird Walch zitiert.

    Die beiden untersuchten Strategien waren die Bevorzugung von grossen flache Dächern etwa auf Industriegebäuden und eine ausgewogene Stromerzeugung durch Anbringen von Solarzellen auf den Dächern aller Wohngebäude. Walchs Fazit: „Die beste Option ist ein Kompromiss zwischen den beiden Strategien – eine, die das Potenzial sowohl von Industrie- als auch von Hausdächern nutzbar macht.“

    Im Rahmen seiner Energiestrategie 2050 strebt der Bund einen raschen Ausbau der Solar-/Photovoltaikanlagen an. 2035 sollen 35 Terawattstunden (TWh) Strom aus erneuerbaren Energien (ohne Wasserkraft) erzeugt werden, 2050 sollen es 45 TWh sein.

  • Kanton Luzern will Ausbau von Erneuerbaren beschleunigen

    Kanton Luzern will Ausbau von Erneuerbaren beschleunigen

    Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat seinen Gesetzesentwurf zum Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Die Änderung des Kantonalen Energiegesetzes sieht eine bessere Ausnutzung der Dachflächen zur Erzeugung von Solarstrom vor.

    Wie es in einer Medienmitteilung heisst, sollen Neubauten künftig nicht mehr nur einen Teil der selbst benötigten Elektrizität erzeugen, sondern das Stromerzeugungspotenzial der Dachfläche „angemessen ausnutzen“. Auch für bestehende Bauten werden Vorgaben zur Stromerzeugung vorgeschlagen, weil vor allem sie über ein „immenses Potenzial für die Stromerzeugung“ verfügten.

    Dies sei im Interesse eines raschen Ausbaus lokal produzierter erneuerbarer Energie, so Regierungspräsident Fabian Peter: Damit „erreichen wir nicht nur unsere Klimaziele, sondern erhöhen auch unsere Energieversorgungssicherheit“. Immerhin könnten Photovoltaikanlagen auf Dächern im Kanton insgesamt 2,4 Terawattstunden Solarstrom erzeugen. Das ist den Angaben zufolge mehr als das Doppelte des aktuellen Stromverbrauchs aller Privathaushalte.

    Neu sollen Photovoltaikanlagen auch auf einem anderen Dach innerhalb einer bestimmten Häusergruppe errichtet werden dürfen, etwa auf Ställen, Heuböden, Gewerbebauten oder bei Schularealen. Damit reagiert der Regierungsrat auf ein oft geäussertes Anliegen aus der öffentlichen Vernehmlassung. Diese hatte vom 15. Dezember bis 6. April 2023 stattgefunden.

    Die Mehrheit habe der generellen Stossrichtung, den Zielen und den Grundsätzen der neuen Regelungen zugestimmt. Die vorliegende Änderung des Kantonalen Energiegesetzes wird voraussichtlich für die kommende Mai-Session des Kantonsrats traktandiert.

  • Erfolgreiche Raumentwicklung im Kanton Neuenburg

    Erfolgreiche Raumentwicklung im Kanton Neuenburg

    Die jüngsten Daten zeigen, dass der Kanton Neuenburg eine positive Entwicklung in verschiedenen Bereichen der Raumplanung erlebt hat. Das Bevölkerungswachstum hat sich stabilisiert und die Zahl der Arbeitsplätze ist stetig gestiegen, was auf eine robuste Wirtschaftskraft hinweist. Besonders hervorzuheben ist die aktive Beteiligung der Gemeinden an der Überarbeitung ihrer Entwicklungspläne, um den Anforderungen des Bundesgesetzes über die Raumplanung und des kantonalen Masterplans gerecht zu werden. Bis Ende 2023 haben bereits 16 von 27 Gemeinden ihre Revisionsakten eingereicht, ein Schritt, der die konsequente Anpassung an die vorgeschriebenen Dichtevorgaben und die Reduktion schlecht genutzter Bauzonen unterstreicht.

    Ein bemerkenswerter Aspekt des Berichts ist die fortschreitende Verdichtung der Wirtschaftszonen, die zu einer effizienteren Nutzung der verfügbaren Flächen führt, ohne dabei die Lebensqualität zu beeinträchtigen. Beispielhafte Quartiere verdeutlichen das Potenzial, Verdichtung mit hoher Lebensqualität zu vereinen. Zudem hat sich die Verfügbarkeit und Qualität des öffentlichen Verkehrs verbessert, was die Mobilitätsstrategie 2030 des Kantons unterstützt. Die Einführung einer neuen Parkordnung und die Förderung der sanften Mobilität sind weitere Schritte zur Reduzierung des Individualverkehrs und zur Förderung umweltfreundlicherer Fortbewegungsmethoden.

    Für Immobilienfachleute sind diese Entwicklungen von besonderer Bedeutung, da sie die Rahmenbedingungen für Investitionen und die Entwicklung neuer Projekte beeinflussen. Die strategische Verdichtung und die Förderung nachhaltiger Mobilitätskonzepte bieten neue Chancen für die Entwicklung zukunftsorientierter Immobilienprojekte. Zudem tragen die Massnahmen zum Schutz der landwirtschaftlichen Flächen und zur Reduktion des Energieverbrauchs zu einer nachhaltigeren Entwicklung bei, die langfristig den Wert von Immobilien steigern kann.

    Abschliessend stellt der Bericht fest, dass trotz der ermutigenden Entwicklungen Herausforderungen bestehen bleiben, insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Alterung der Bevölkerung und die Notwendigkeit, angepasste Wohnformen zu entwickeln. Die fortlaufende Überarbeitung der lokalen Entwicklungspläne und die Fokussierung auf nachhaltige Quartiere und hochwertige öffentliche Räume werden zentrale Themen in der zukünftigen Raumplanung sein. Für Fachleute im Immobilienmanagement bietet dieser Bericht eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen und unterstreicht die Bedeutung einer vorausschauenden Planung in der dynamischen Landschaft des Immobilienmarktes.

  • Einführung des Schweizer Zirkularitäts-Indikators für nachhaltige Bauprojekte

    Einführung des Schweizer Zirkularitäts-Indikators für nachhaltige Bauprojekte

    Um den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gerecht zu werden, welche die Minimierung von Ressourcenverbrauch, Abfall und Emissionen durch den zirkulären Einsatz von Materialien vorsieht, ist die messbare Zirkularität von Bauprojekten von entscheidender Bedeutung. Der neu eingeführte Leitfaden schafft eine Grundlage für die objektive Bewertung und Steigerung der Zirkularität in der Bau- und Immobilienbranche der Schweiz. Er zielt darauf ab, die Effektivität von Massnahmen zur Erreichung von Ressourceneffizienz vergleichbar zu machen und lädt alle Branchenteilnehmer ein, sich aktiv mit Feedback einzubringen und die Richtlinien in ihren Projekten umzusetzen.

    Der Leitfaden, der sowohl für Neubauten als auch Sanierungen anwendbar ist, bietet Planern und Architekten eine praxisorientierte Methodik zur Abschätzung der Materialzirkularität ihrer Bauprojekte. Er orientiert sich an europäischen Standards sowie an den spezifischen Anforderungen des Schweizer Marktes und unterstützt die Branche bei der Implementierung kreislaufgerechter Bauweisen.

    Die Anwendung des Leitfadens in ersten Pilotprojekten hat bereits gezeigt, wie Materialflüsse optimiert und Entsorgungswege bereits in der Planungsphase effizienter gestaltet werden können. Aufgrund dieser Erfahrungen können Bauherren nun quantifizierbare Anforderungen an die Zirkularität in Ausschreibungen einbeziehen, was Architekten und Planern ermöglicht, verschiedene Baualternativen im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit zu bewerten. Zudem erleichtert der Leitfaden Behörden und Gesetzgebern die Quantifizierung und systematische Forderung nach Kreislaufwirtschaftsprinzipien im Bausektor.

    Entwickelt wurde der Leitfaden durch die Initiative des Vereins Madaster Schweiz in Zusammenarbeit mit einer breiten Palette von Stakeholdern, einschliesslich dem Bundesamt für Umwelt (BAFU), Eigentümerschaften, Normierungs-, Standardisierungs- und Zertifizierungsorganisationen sowie Experten aus Wissenschaft und Praxis. Die Plattform Madaster dient dabei als zentrales Werkzeug zur Berechnung und Auswertung der Zirkularitätsdaten.

    Die offene Einladung zur Rückmeldung aus der Branche stellt einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess sicher und fördert die Weiterentwicklung des Leitfadens. Dieser Ansatz unterstreicht das gemeinsame Bestreben, die Bau- und Immobilienbranche in der Schweiz nachhaltiger zu gestalten und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft effektiv umzusetzen.

  • Griesser schützt Passivhaus in Barcelona vor Sonne

    Griesser schützt Passivhaus in Barcelona vor Sonne

    Der in der St.GallenBodenseeArea ansässige Sonnenschutzhersteller Griesser hat laut einer Medienmitteilung für ein in Barcelona zum  CO2-neutralen Passivhaus umgestaltetes älteres Reihenhaus die Sonnenschutzlösung geliefert und installiert. Das auf die Sanierung energieeffizienter Gebäude spezialisierte Planungs- und Beratungsbüro Energiehaus Arquitectos in Barcelona  renovierte das Gebäude und erschuf damit ein komplett CO2-neutrales Objekt. Das Gebäude wird «ShowPass»“ genannt, wobei «Pass» für Passivhaus steht. Es ist laut der Mitteilung von Griesser das erste in Barcelona renovierte CO2-neutrale Gebäude, welches die Zertifizierung von Ecómetro in Madrid und die EnerPHit-Zertifizierung des Passivhaus-Instituts in Darmstadt erhielt, ein Standard für die Altbaumodernisierung mit Passivhaus-Komponenten.

    Beim aussenliegenden Sonnenschutz hat sich das spanische Architekturbüro für Metalunic Sinus-Lamellenstoren von Griesser entschieden. Damit leiste der Schweizer Sonnenschutzspezialist einen zentralen Beitrag zur CO2-Neutralität des Objekts, heisst es in der Mitteilung.

    Micheel Wassouf, CEO von Energiehaus Arquitectos, wird zitiert, dass Sonnenschutz nebst funktionellem Nutzen auch ein kreatives Gestaltungsmittel sei. Das Design der Griesser-Lamellenstoren leiste einen wesentlichen Beitrag zur Ästhetik des Gebäudes. Sie harmonieren perfekt mit der Lärchenholzfassade. «Der Sonnenschutz sollte als kreatives Gestaltungsmittel aufgefasst werden, und nicht als trockene Pflichterfüllung», so Wassouf weiter.

    Die Griesser AG mit Hauptsitz in Aadorf produziert in eigenen Werken in der Schweiz, in Österreich und Frankreich und vertreibt ihre Produkte in über 20 Ländern.

  • Sika wächst profitabel

    Sika wächst profitabel

    Sika hat das Geschäftsjahr 2023 mit Rekordwerten für Umsatz, operativen freien Geldfluss und bereinigtes Betriebsergebnis abgeschlossen, informiert die weltweit aktive Gruppe der Spezialitätenchemie für Bau und Industrie in einer Mitteilung. Konkret konnte der Umsatz im Jahresvergleich um 7,1 Prozent auf 11,24 Milliarden Franken gesteigert werden. Das um einmalige Akquisitionseffekte bereinigte Betriebsergebnis auf Stufe EBIT legte um 12,7 Prozent auf 1,68 Milliarden Franken zu. Der operative freie Geldfluss wurde um 58,7 Prozent auf 1,37 Milliarden Franken verbessert.

    „Wir sind stolz darauf, dass wir im vergangenen Geschäftsjahr neben dem Abschluss der MBCC-Akquisition auch die Herausforderungen anspruchsvoller gesamtwirtschaftlicher und geopolitischer Rahmenbedingungen gut gemeistert haben“, wird Thomas Hasler in der Mitteilung zitiert. Der Sika-CEO geht auch für das laufende Jahr von anspruchsvollen Marktbedingungen aus. „Wir sehen aber in allen Regionen eine gute Dynamik bei grossen Bau- und Infrastrukturprojekten, die sich entweder in der Planungs- oder kurz vor der Umsetzungsphase befinden.“ Hasler rechnet damit, dass Sika hier profitieren wird.

    Im Berichtsjahr hat die Gruppe auch ihre neue Strategie 2028 mit dem Titel Beyond the Expected verabschiedet. Ihr zufolge sollen Innovationskraft und Marktstellung von Sika genutzt werden, um ein profitables jährliches Umsatzwachstum von 6 bis 9 Prozent in Lokalwährungen zu generieren. Die auf den Säulen Marktdurchdringung, Innovation & Nachhaltigkeit, Akquisitionen und People & Culture basierende Strategie stelle „eine ausgewogene Kombination von finanziellen und nicht finanziellen Zielvorgaben dar“, schreibt Sika.

  • Neustark liefert Lösung zur CO2-Entfernung an Microsoft

    Neustark liefert Lösung zur CO2-Entfernung an Microsoft

    Das Berner ClimateTech-Unternehmen Neustark hat eine mehrjährige Abnahmevereinbarung mit Microsoft geschlossen. Laut Medienmitteilung wird das amerikanische Technologieunternehmen über eine Laufzeit von sechs Jahren 27’600 Tonnen an Carbon Removal Credits beziehen, um eine Vorreiterrolle bei der CO2-Entfernung einzunehmen.

    Im Fokus steht das von Neustark entwickelte Verfahren zur dauerhaften CO2-Entfernung. Es basiert laut der Mitteilung auf dem Prozess der Mineralisierung, der CO2 bindet. Mineralische Abfallstoffe und Recyclingmaterialien wie Abbruchbeton dienen als dauerhafter Speicher für das aus der Atmosphäre entzogene CO2 heisst es. „Biogenes CO2 wird aus den Biogasanlagen von Partnern abgeschieden, verflüssigt und zu den naheliegenden Speicheranlagen transportiert. Dort wird CO2 als Zusatz zum bestehenden Recyclingprozess in das Abbruchbetongranulat injiziert.“

    Damit will Microsoft am Ziel einer negativen CO2-Bilanz bis 2030 weiterarbeiten. „Neustark hat eine Lösung für die Bereitstellung von qualitativ hochwertiger, dauerhafter CO2-Entfernung entwickelt. Diese ist sowohl skalierbar als auch messbar – und unterstützt so Unternehmen auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft“, wird Brian Marrs, Senior Director of Energy & Carbon Removal bei Microsoft, zitiert.

    Neustark hat aktuell 14 Abscheidungs- und Speicheranlagen in der Schweiz und in Deutschland in Betrieb mit einem Resultat von einer jährlichen kumulativen Speicherkapazität von über 5000 Tonnen CO2. „Die Zusammenarbeit mit Pionieren der CO2-Entfernung wie Microsoft trägt wesentlich dazu bei, unsere Wirkung und die der Carbon-Removal-Branche zu vervielfachen“, heisst es von Lisa Braune, Leiterin Carbon Removal bei Neustark.

  • Spreitenbach präsentiert Sieger im Wettbewerb für den Boostocksteg

    Spreitenbach präsentiert Sieger im Wettbewerb für den Boostocksteg

    Der Boostocksteg in Spreitenbach ist Teil eines umfassenden Projekts zur städtebaulichen und freiräumlichen Entwicklung der Gemeinde. Für den Neubau wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, dessen Ergebnis die Gemeinde jetzt präsentiert. Als Sieger wurde das Projektteam mit der Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG, dem Atelier Soto Freiraum & Landschaft sowie Winfried Schneider Produktdesign prämiert.

    Die Räumliche Entwicklungsstrategie Spreitenbach (RES 2030) betont die Bedeutung des Boostockstegs als Verbindungselement zwischen dem historischen Dorfkern und dem überregionalen Shoppi Tivoli, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde. Die umliegenden Hochhäuser prägen das Ortsbild, während der geplante Zentralpark als grünes Bindeglied zwischen Wohnquartieren, Dorfkern und Einkaufszentrum fungieren soll.

    Der neue Hängeseilsteg mit Pylon soll die Bahnhofstrasse überqueren und als Auftakt und Tor zum künftigen Park wirken. Der geplante Park soll der Bevölkerung als Treffpunkt und Erholungsraum dienen und zur ökologischen Vernetzung, Biodiversität und dem nachhaltigen Wasserhaushalt beitragen, heisst es weiter. Das innovative Konzept des Steges ziele darauf ab, für die Fussgänger und Radfahrer eine direkte und attraktive Verbindung durch das Zentrum von Spreitenbach anzubieten.

    Die Konstruktion des Boostockstegs setzt auf Holz als Hauptbaustoff, was nicht nur zu einer Reduzierung des CO2-Fussabdrucks führt, sondern auch aufgrund der schnellen Montage zu geringeren Beeinträchtigungen der Umgebung während der Bauphase beiträgt.

    Der Gemeinderat werde nun die Grundlagen für eine Kreditgenehmigung anlässlich der nächsten Gemeindeversammlung zusammenstellen, heisst es in der Mitteilung.