Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Energie 360° baut klimafreundliche Energiezentrale in Dällikon

    Energie 360° baut klimafreundliche Energiezentrale in Dällikon

    Der Energieversorger Energie 360° hat von der Gemeinde Dällikon die Konzession für den Leitungsbau eines klimafreundlichen Energieverbundes erhalten. Laut einer Medienmitteilung verfüge Dällikon als dritte Gemeinde im Furttal neben Regensdorf und Buchs künftig über einen Energieverbund, der mit CO2-neutraler Energie aus dem Rechenzentrum von Green in Dielsdorf versorgt wird.

    Der geplante Energieverbund speist sich aus der Umwandlung von der Abwärme energieintensiver Grossrechner in Nutzenergie. Durch das damit einhergehende Wegfallen fossiler Heizsysteme rechnet die Gemeinde mit einem um 3000 Tonnen geringeren CO2-Ausstoss. „Mit dem Projekt bietet sich uns die Chance, die Energiewende voranzutreiben“, wird Gemeindepräsident René Bitterli in der Mitteilung zitiert.

    Die Bevölkerung in Regensdorf hatte dem erforderlichen Landkauf zugestimmt. Der Baustart dort ist für Herbst 2024 vorgesehen. Die Zentrale soll voraussichtlich ab Herbst 2027 klimafreundliche Energie an öffentliche Gebäude sowie Immobilien von Privatinteressenten in Dällikon liefern. Regensdorf und Buchs sollen bereits ab Herbst 2026 ihre Energie von dort beziehen.

    Energie 360° hat neben der Planung die Finanzierung, den Bau und Betrieb übernommen. Der Energieversorger hat angekündigt, in den nächsten Wochen auf Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sowie Verwaltungen zuzugehen und über Konditionen eines Anschlusses zu informieren.

  • Strabag schliesst modellbasierte Baustelle ab

    Strabag schliesst modellbasierte Baustelle ab

    Das Schlieremer Bauunternehmen Strabag hat laut Medienmitteilung seine erste papierlose Baustelle erfolgreich abgeschlossen. Die Spezial- und Tiefbauarbeiten für ein Mehrfamilienhaus in Zürich Oerlikon wurden modellbasiert ausgeführt, heisst es weiter. Damit sei die erste BIM-Baustelle für Strabag Spezialtiefbau abgeschlossen. BIM steht für Building Information Modeling.

    In Zürich Oerlikon haben nach Angaben von Strabag insgesamt sechs Mitarbeitende aus den Teams Klein- und Grossbohren in rund fünf Monaten 100 Tonnen Rühlwandträgerstahl eingebaut und 1600 Meter Litzenanker gespannt. Rühlwandträger werden in den Boden gerammt, einvibriert oder in Bohrlöcher versetzt. Dabei hat erstmals ein Polier vom Strabag-Spezialtiefbau seine Baustelle mit Tablet und digitalen Plänen geführt.

    In der Nähe des Bahnhofs Zürich Oerlikon hat Strabag zusammen mit Kuster Rückbau AG aus Rümlang ZH die Baugrube erstellt für 52 Mietwohnungen, die an dieser Stelle in den nächsten Monaten entstehen. Eine Herausforderung waren die unterschiedlichen Geländehöhen bei den Bohrungen für die Rühlwandträger. Die 80 Träger wurden zwischen 10 und 16 Meter tief versetzt, heisst es in dem Bericht von Strabag zu dem Projekt.

    „Dank der guten Zusammenarbeit in den Teams und der effizienten Bauweise haben der Tiefbau und Spezialtiefbau die Baustelle pünktlich übergeben, so dass der Hochbau zum gesetzten Termin mit seinen Arbeiten beginnen konnten. Der Spezialtiefbau setzt auch in Zukunft auf BIM“, heisst es in der Strabag-Mitteilung. „Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmern, der Bauleitung und den Ingenieur:innen war sehr kooperativ und gut“, wird Bauführer Heshuan Kanskane zitiert.

  • Zürcher Wohnbauprojekt von Steiner erhält Baubewilligung

    Zürcher Wohnbauprojekt von Steiner erhält Baubewilligung

    Die Seraina Investment Foundation lässt an der Limmattalstrasse 281 in Zürich Höngg ein mehrgeschossiges Gebäude mit insgesamt 15 Eigentumswohnungen realisieren. Mit der Entwicklung und Vermarktung des Projekts hat die Anlagestiftung den Zürcher Immobilienentwickler Steiner beauftragt. Nun hat das Projekt die rechtskräftige Baubewilligung erhalten, informiert die Steiner AG in einer Mitteilung.

    Das nach dem Minergie-Standard zertifizierte Gebäude wird an einem leicht nach Süden geneigten Hang mit Fernsicht über das Limmattal errichtet. Die 15 modernen Eigentumswohnungen sind über drei Vollgeschosse und ein Attikageschoss verteilt. Im Untergeschoss wird eine Parkierungsanlage entstehen.

    Der Bezug der Wohnungen ist für Ende 2026 geplant. Der Verkauf der Wohnungen wird über ein zweistufiges Bieterverfahren erfolgen. Die erste Bieterrunde wird am 12. März mit dem Versand der Verkaufsunterlagen eingeleitet. Interessierte können sich dafür bereits jetzt online registrieren.

  • MeduSoil sichert sich 5,2 Millionen Franken

    MeduSoil sichert sich 5,2 Millionen Franken

    MeduSoil hat in einer sogenannten Post Seed-Finanzierungsrunde 5,2 Millionen Franken aufgebracht. Laut einer Medienmitteilung sei diese Runde von bestehenden Investoren unterstützt worden.

    Das 2018 gegründete Jungunternehmen ist ein Pionier innovativer und nachhaltiger Bindemittel für den Baustoffsektor. Deren Basis ist die Biomineralisation. MeduSoil spricht dabei von mindestens 55 Prozent weniger CO2-Emissionen. Gleichzeitig werde die strukturelle Leistung ohne Kompromisse gewährleistet. Anwendungsfälle sind etwa Erdbau, Spezialfundamente und Schutzmassnahmen, die die Widerstandsfähigkeit der gebauten Umwelt gegen Naturgefahren erhöhen.

    Wie es in der Mitteilung weiter heisst, stelle diese Finanzierungsrunde einen wichtigen Meilenstein dar, da MeduSoil in das Portfolio des Technology Fund aufgenommen worden sei. Dies bezeichnet Dr. Dimitrios Terzis, CEO und Mitgründer von MeduSoil, als „eine starke Bestätigung unserer Vision und der innovativen Fortschritte, die wir auf dem Gebiet des nachhaltigen Bauens machen“.

    Ausserdem habe das Start-up eine Förderung durch das Programm für Innovationsprojekte von Innosuisse erhalten. Damit unterstützt die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung Jungunternehmen vor dem Markteintritt bei der Realisierung von wissenschaftsbasierten Innovationsprojekten mit bedeutendem Innovationspotenzial.

  • Primeo Energie unterzeichnet Vertrag für Wärmeverbund Aesch

    Primeo Energie unterzeichnet Vertrag für Wärmeverbund Aesch

    Der Energieversorger Primeo Energie aus Münchenstein hat laut einer Medienmitteilung am Freitag, 9. Februar, mit der Bürger- und Einwohnergemeinde Aesch die für den Bau und Betrieb des neuen Wärmeverbunds notwendigen Verträge unterzeichnet. Aesch und Primeo Energie unterstützen die Energiestrategie 2050 des Bundes und haben das gemeinsame Ziel, die Wärmeenergie zu dekarbonisieren, heisst es weiter. Eine Massnahme dazu sei der künftige Wärmeverbund in Aesch mit seiner neuen Holzheizzentrale.

    „Wir freuen uns, mit der Vertragsunterzeichnung einen weiteren wichtigen Schritt hin zur Dekarbonisierung unserer Wärmeversorgung in der Region und insbesondere der Gemeinde Aesch sichergestellt zu haben“, wird Cédric Christmann zitiert, CEO von Primeo Energie.

    Der künftige Wärmeverbund wird von der neuen Heizzentrale in Aesch gespeist. Die Holzhackschnitzel stammen aus dem gemeindeeigenen Forstrevier und der Region. Durch den kurzen Transportweg sollen wenig CO2-Emissionen entstehen.

    Der Baustart der Zentrale ist laut der Mitteilung für das Frühjahr geplant. Bis zum Herbst 2025 soll sie fertiggestellt sein. Die Arbeiten für die neuen Wärmeleitungen haben bereits begonnen. Erste Wärmelieferungen werde es voraussichtlich ab Herbst 2025 geben, heisst es von Primeo.

    Der neue Wärmeverbund soll in einem ersten Schritt Neubauten im Norden von Aesch versorgen. Danach ist geplant, das Netz in mehreren Etappen auf die restlichen Gemeindegebiete auszuweiten. Bereits bestehende Wärmeverbünde werden dann an das neue Fernwärmenetz angeschlossen.

  • Windenergie stellt Produktionsrekord auf

    Windenergie stellt Produktionsrekord auf

    Die 47 Windenergieanlagen in der Schweiz mit einer installierten Leistung von insgesamt 100,45 Megawatt haben 2023 zusammen 168,5 Gigawattstunden Strom erzeugt. Damit wurde der im Vorjahr aufgestellte Rekord von rund 153 Gigawattstunden um 12,5 Prozent übertroffen, informiert Suisse Eole in einer Mitteilung. Dabei sei insbesondere in den Wintermonaten sehr viel Strom erzeugt worden, wird der Geschäftsleiter des Branchenverbands, Lionel Perret, dort zitiert: „Im November und Dezember wurden alle Rekorde geschlagen“.

    Zur guten Windstromproduktion haben im Berichtsjahr vor allem die seit Herbst beobachteten Winterstürme beigetragen. So fiel etwa die Jahresproduktion des Windparks Peuchapatte im Kanton Jura mit 17,1 Gigawattstunden um 43 Prozent höher als erwartet aus. „Windenergieanlagen produzieren Strom bis zu einer Windgeschwindigkeit von 150 Stundenkilometern“, erläutert Perret. „Erst bei noch stärkeren und langanhaltenden Windböen drehen sich die Flügel aus dem Wind.“

    Nach Ansicht von Suisse Eole sollten die starken Winterwinde in der Schweiz besser genutzt werden. Im europäischen Vergleich belege das Land mit einem Anteil von 0,3 Prozent Windenergie am gesamten Stromverbrauch den letzten Platz, schreibt der Branchenverband. Daran sind nach Ansicht von Perret die langen Planungs- und Bewilligungsverfahren schuld. „Allein die Windparks, die dank dem Windexpress nun etwas schneller gebaut werden, können Haushaltsstrom für rund 500‘0000 Menschen liefern“, so der Geschäftsleiter von Suisse Eole.

  • Pratteln wird klimaneutral mit Wärme versorgt

    Pratteln wird klimaneutral mit Wärme versorgt

    Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) ist mit dem Energie- und Immobiliendienstleister Getec Schweiz eine weitreichende Vereinbarung zur Wärmeversorgung des Grossraums Pratteln eingegangen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, soll dafür die Abwärme aus dem nahe gelegenen Industriepark Getec Park.Swiss im Areal Schweizerhalle genutzt werden. Diese Energiequelle soll im Verbund mit den bereits bestehenden Ressourcen aus der Abwärme von ARA Rhein, Holz aus heimischen Wäldern sowie Recyclingholz Wohnhäuser, Büro-, Gewerbe- und öffentliche Gebäude mit Wärme versorgen. «Dabei stimmt der mögliche Leistungsumfang ziemlich genau mit dem Bedarf überein», wird Markus Vögele, Projektmanager bei der EBL, in der Mitteilung zitiert.

    Aus dem Getec Park.Swiss, der von Getec betrieben wird, soll Abwärme in einem Umfang von mindestens 26,5 Gigawattstunden Strom pro Jahr in die Zusammenarbeit einfliessen. Dies entspricht dem Wärmebedarf von circa 4500 Haushalten. Durch die Verarbeitung dieser Wärmemenge in der EBL-Fernwärmezentrale sollen jährlich 8300 Tonnen CO2 eingespart werden. Langfristig soll die Wärmemenge verdoppelt werden.

    «Wir freuen uns, dass wir zusammen mit EBL künftig Pratteln mit klimaneutraler Wärme aus dem Raum Schweizerhalle versorgen dürfen und so einen aktiven Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen leisten», erklärt Urs Zimmerli, CEO von Getec Schweiz.

  • Stadt Zürich will 300 Millionen in Erneuerbare investieren

    Stadt Zürich will 300 Millionen in Erneuerbare investieren

    Die Stadt Zürich soll auch in Zukunft in erneuerbare Energien investieren können. Der Stadtrat schlägt deshalb laut einer Mitteilung einen Rahmenkredit in Höhe von 300 Millionen Franken vor. Dieser soll unter anderem den Ausbau von bestehenden Wasserkraftanlagen und die Rekonzessionierung von Wasserkraftwerken, alpine Photovoltaikanlagen sowie Windparks finanzieren. Der Rahmenkredit soll es auch ermöglichen, dass sich die Stadt an Unternehmen beteiligt, die Anlagen der erneuerbaren Energien planen, bauen oder betreiben.

    Ausdrücklich sollen die Mittel auch für Beteiligungen des Stadtzürcher Energieversorgers ewz am Ausbau erneuerbarer Energien im Ausland eingesetzt werden können. Derzeit bilden Frankreich, Deutschland, Norwegen und Schweden Schwerpunktländer des ewz-Engagements im Ausland.

    Es handelt sich um den vierten Rahmenkredit für den Ausbau erneuerbarer Energien seit 2008. Er soll es dem ewz erlauben, wettbewerbsfähig zu bleiben. Nach dem Stadtparlament wird das Stimmvolk über den Rahmenkredit entscheiden.

  • Innosuisse unterstützt smartwindows

    Innosuisse unterstützt smartwindows

    Innosuisse, Schweizerische Agentur für Innovationsförderung, unterstützt smartwindows, in der St.GallenBodenseeArea ansässiges Unternehmen für Fensterbau. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, wurde dabei vor allem die Entwicklung des Kunststofffensters classico gewürdigt, das als erstes Fenster schweizweit mit dem Zertifikat eco1 ausgezeichnet wurde und im Rahmen eines Innovation Boosters entwickelt wurde.

    smartwindows will die neue Investition nutzen, um sein Programm Window 4 Zero Emission umzusetzen. Gelingt es, den Kreislaufanteil an Fensterprofilen auf 80 Prozent zu erhöhen, können CO2-Emissionen von Wohngebäuden jährlich um 10‘000 Tonnen gesenkt werden. 60‘000 Tonnen sogenannter grauer Emissionen werden verhindert und die Kreislaufwirtschaft im Fenstermarkt der Schweiz etabliert, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens.

    Die Vorteile des zertifizierten smartwindows-classico liegen unter anderem in seinem hohen Anteil von 70 Prozent an Rezyklaten. Ferner wird der Rohstoff bis zu achtmal wiederverwandt. Das Fenster erfüllt die hohen Anforderungen von ecobau und Minergie-Eco und entspricht der ersten Priorität von ecoBKP und ecoDevis.

  • Revolution in der Entkalkungstechnologie

    Revolution in der Entkalkungstechnologie

    Die Ablagerung von Kalk in Geräten, die mit heissem Wasser arbeiten, stellt sowohl in Haushalten als auch in thermischen Kraftwerken eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Die herkömmliche Entfernung von Kalkbelägen ist oft mühsam und bei grossen Anlagen wie Kraftwerken mit erheblichen Kosten und Energieverlusten verbunden. Forschende der ETH Zürich haben jetzt eine bahnbrechende Technologie vorgestellt, die das Potenzial hat, diese Problematik umfassend zu lösen.

    Die Wissenschaftler entwickelten eine innovative kalkabweisende Hydrogel-Beschichtung, die auf mikroskopische Rippenstruktur setzt, um die Adhäsion von Kalk zu verhindern. Diese Struktur, angelehnt an die Haischuppen, reduziert den direkten Kontakt von Kalkkristallen mit der Oberfläche, was ihre Ablagerung erschwert. Tests zeigten, dass bis zu 98 Prozent der Kalkablagerungen auf einer so behandelten Oberfläche vermieden werden können.

    Dieser Durchbruch in der Materialtechnologie ist nicht nur in der Lage, die Effizienz von Wärmetauschern in Kraftwerken zu steigern, sondern auch die Lebensdauer und Funktionalität von Haushaltsgeräten zu verlängern. Darüber hinaus bietet das umweltfreundliche Hydrogel einen biokompatiblen und chemikalienfreien Ansatz zur Kalkprävention.

    Die Entwickler haben sich bewusst gegen ein Patent entschieden und ihre Ergebnisse öffentlich gemacht, was die Anwendung dieser zukunftsweisenden Technologie in der Immobilienbranche und darüber hinaus fördert. Diese Offenheit könnte die Effizienz von Gebäudebetrieb und -management massgeblich verbessern, indem sie eine einfache und nachhaltige Lösung für ein weitverbreitetes Problem bietet.

  • Holcim übernimmt Dachbegrüner ZinCo

    Holcim übernimmt Dachbegrüner ZinCo

    Der Baustoffhändler Holcimhat laut Medienmitteilung ZinCo übernommen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf fortschrittliche Dachbegrünungssysteme. ZinCo hat seinen Hauptsitz im deutschen Nürtingen und weltweit Niederlassungen in Europa, Asien und Nord- und Südamerika. Mit seinen integrierten Dachbegrünungs- und Solarsystemen erweitert ZinCo den Ansatz des Spezifikationsverkaufs von Holcim, heisst es in der Mitteilung.

    „Das Fachwissen von ZinCo auf dem Gebiet der Bedachung, von der städtischen Landwirtschaft bis hin zum Regenwassermanagement und der Biodiversität, ist eine hervorragende Ergänzung zum bestehenden Dachgeschäft von Holcim und seiner allgemeinen Mission, den Übergang zum nachhaltigen Bauen anzuführen“, wird Jamie Gentoso zitiert, zuständig für weltweite Lösungen und Produkte bei Holcim.

    ZinCo, das seinen Markennamen auch nach der Übernahme beibehalten wird, habe nachhaltige Dachlösungen für eine Vielzahl von Projekten geliefert, darunter die High Line in New York City und das Stavros Niarchos Foundation Cultural Center in Athen, so Gentoso weiter.

    Mit dieser Akquisition verfolgt Holcim laut der Firmenmitteilung das Ziel, den Anteil des Geschäftsbereichs Lösungen und Produkte am Konzernumsatz bis 2025 auf 30 Prozent zu erhöhen und in die attraktivsten Segmente des Bauwesens vorzustossen, von Dachsystemen bis hin zu Dämmung und Renovierung.

    Holcim mit Sitz in Zug gehört zu den grössten Baustoffproduzenten der Welt. An 55 schweizweiten Standorten produziert das Unternehmen Beton, Kies und Zement und macht aus Abbruchmaterialien ressourcenschonende Produkte.

  • ETH testet Baumaterialien mit künstlicher Sonne

    ETH testet Baumaterialien mit künstlicher Sonne

    Die ETH verfügt neu über ein Labor, in dem Forschende Gebäudesysteme, -teile und -materialien unter verschiedenen klimatischen Bedingungen testen können. Herzstück des Zero Carbon Building Systems Lab ist eine künstliche Sonne, erläutert die ETH in einer Mitteilung. Sie besteht aus einem schwenkbaren Arm mit hunderten von starken Leuchtdioden und kann den Lauf der Sonne an unterschiedlichen Orten der Welt simulieren.

    Darüber hinaus können die Aussenwände, Decken und Böden der drei Forschungszellen des Labors durch zu testende Prototypen ersetzt werden. Aktuell wird unter anderem eine halbtransparente Fassade aus gedrucktem Polymer erprobt, die das Sonnenlicht je nach Einfallswinkel abschirmen oder durchlassen soll. Sie wurde von einer Gruppe von Forschenden um Arno Schlüter entwickelt. Der ETH-Professor für Architektur und Gebäudesysteme hat auch das Zero Carbon Building Systems Lab initiiert.

    „Wenn man die Treibhausgasemissionen von Gebäuden senken will, spielen Materialien, Gebäudetechnik und das Verhalten der Bewohner eine Rolle“, wird Schlüter in der Mitteilung zitiert. „Im Zero Carbon Building Systems Lab können wir das Zusammenspiel dieser Faktoren erforschen.“ Das neue Labor wird auch externen Forschenden und Industriepartnern offenstehen.

  • Venture Kick fördert Deckenbauer Rematter mit 150‘000 Franken

    Venture Kick fördert Deckenbauer Rematter mit 150‘000 Franken

    Rematter bietet vorfabrizierte Holz-Lehm-Deckenelemente an. Für die Weiterentwicklung erhält das Start-up mit Sitz in Zug eine Förderung von 150‘000 Franken von Venture Kick. Mit den Elementen von Rematter können laut Medienmitteilung Bauherren, Architekten und Ingenieure nachhaltige Bauvorschriften mühelos einhalten, ohne auf die Leistung und den Preis traditioneller Decken verzichten zu müssen.

    Der Bausektor, der für 50 Prozent des weltweiten Ressourcenverbrauchs und 37 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich ist, sei in hohem Masse auf nicht nachhaltigen Stahlbeton angewiesen, heisst es in der Mitteilung. Die Decken, die bis zu 65 Prozent der Baumasse ausmachen, seien ein Hauptverursacher. Rematter biete zirkuläre Alternativen in Form von Holz-Lehm-Elementen an. Sie reduzieren CO2-Ausstoss um 80 Prozent und den Energiebedarf um 60 Prozent.

    Rematter bediene mit seinem Decken-Angebot sowohl den Wohnungsmarkt als auch Büro- und Schulgebäude. Das Jungunternehmen biete Bauherren, Architekten und Ingenieuren kostenlose tragwerksplanerische Unterstützung an, heisst es in der Mitteilung von Venture Kick. Der Wohnungsmarkt in europäischen Ländern habe ein jährliches Volumen von 33 Milliarden Franken. Das Start-up will die 150‘000 Franken verwenden, um die robotergestützte Produktion der Rematter-Holz-Lehm-Deckenelemente weiter zu automatisieren.

    Zu den Gründern und Verwaltungsräten des 2022 gegründeten Unternehmens gehören CEO Götz Hilber, der technische Leiter (CTO) Tobias Bonwetsch und Nico Ros als Mitglied des Verwaltungsrats.

  • Andermatt Swiss Alps kann Resort Dieni angehen

    Andermatt Swiss Alps kann Resort Dieni angehen

    Die Gemeinde Tujetsch hat der Resort Dieni Development AG die Bewilligung für den Bau des Resorts Dieni erteilt, informiert Andermatt Swiss Alps als Muttergesellschaft der Resort Dieni Development AG in einer Mitteilung. „Mit der nun erteilten Baubewilligung für unser wegweisendes Projekt können wir erstmals ein grösseres Bauprojekt auf der Bündner Seite der Destination Andermatt-Sedrun realisieren“, wird Raphael Krucker, CEO der Andermatt Swiss Alps AG, dort zitiert. Auf dem Gelände des heutigen Parkplatzes gegenüber der Talstation Dieni sollen bis 2029 insgesamt 13 Gebäude mit 410 Hotelzimmern und 119 Wohneinheiten zur touristischen Nutzung entstehen.

    Andermatt Swiss Alps will 2026 mit den Bauarbeiten beginnen. Dabei setzt das für Planung, Bau und Betrieb der Ganzjahresdestination Andermatt zuständige Unternehmen auf Nachhaltigkeit bei Bau und Betrieb des neuen Resorts. Geplant ist, die Gebäude CO2-neutral mit Holzpellets zu heizen. Auf rund der Hälfte der Dachfläche sollen zudem 1500 Quadratmeter Solarpanele installiert werden.

  • Jungfirmen der Baubranche erhalten Innovationspreise

    Jungfirmen der Baubranche erhalten Innovationspreise

    Auf der Fachmesse Swissbau in Basel sind drei Jungunternehmen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft bei der zweiten Swissbau Startup Challenge ausgezeichnet worden. In die Bewertung flossen gemäss einer Medienmitteilung Geschäftsmodell, Business- und Finanzplan ein. Unter 17 teilnehmenden Kandidaten des Innovationswettbewerbs hatte die Jury drei Firmen ausgewählt, die im Bereich nachhaltiges Bauen an innovativen Lösungen arbeiten.

    Irmos Technologies aus Zürich, 2023 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hervorgegangen, überzeugte gemäss der Mitteilung mit der Entwicklung einer intelligenten Plattform für Gebäudeüberwachung, prädiktive Bauanalyse sowie Sicherheit von Bauwerken. Als Datenbasis dienen „Schwingungen aus täglichen Informations-Quellen wie Verkehr, Wind und Bauarbeiten“.

    Rematter mit Sitz in Zug bringt seit 2022 Deckenelemente aus Lehm und Holz auf den Markt. Das als Auftragsarbeit für die Architektenbüros Senn und Herzog & de Meuron entwickelte System schafft eine Alternative zu Beton aus lokal vorhandenen, kohlenstoffarmen Materialien. In puncto Traglast, Feuerwiderstand und Schallschutz werden höchste Anforderungen erfüllt, heisst es. Die Fertigung kombiniere natürliche Materialien und roboterunterstütztes Hightech.

    Oxara aus Zürich stellt zementfreie Zuschlagstoffe her. Das ETH-Spinoff arbeite seit 2019 an der Entwicklung einer Additivtechnologie zur Produktion eines zementfreien Betons aus lehmhaltigem Aushubmaterial. Oxara erhielt zudem den erstmals vergebenen Sonderpreis Green Award, der für besonderes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit geschaffen wurde.

    Die Preisverleihung bildete den Abschluss der Baufachmesse Swissbau. Vorausgegangen war eine neunmonatige Vorbereitung. In dieser Phase konnten die Jungunternehmer von 13 Fachjuroren, Experten und Coaches der Startup Academy lernen sowie an ihren Geschäftsideen arbeiten und diese präsentieren. Der Innovationswettbewerb ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Swissbau, Startup Academy, Fachhochschule Nordwestschweiz und Standortförderung Baselland.

  • AQUA4D bereitet seit 20 Jahren Wasser auf

    AQUA4D bereitet seit 20 Jahren Wasser auf

    Der Walliser Wasseraufbereitungsspezialist Planet Horizons Technologies stellt laut einer Medienmitteilung zum 20. Jahrestag der Einführung die siebte Produktgeneration seines Wassermanagements AQUA4D vor. AQUA4D wurde im September 2004 von dem Unternehmen mit Sitz im Ecoparc de Daval in Siders im Kanton Wallis erstmals vorgestellt. Die neueste Produktgeneration verkörpere das Ergebnis umfangreicher Forschung und Innovation, die auf die Optimierung des Wassermanagements in verschiedenen Sektoren abzielt, heisst es in der Mitteilung.

    «Vom Daval Ecopark aus entwickeln, testen und montieren wir weiterhin unsere Produkte, die sich dem Schutz von Wasserleitungen in der Schweiz und der Optimierung der Bewässerung auf der ganzen Welt widmen», heisst es in der Mitteilung weiter. «Dank der hauseigenen Fertigung an unserem Schweizer Hauptsitz können wir unsere Produktionsprozesse vollständig kontrollieren und so optimale Qualität und Effizienz gewährleisten», wird Nicolas Masserey zitiert, Produktionsleiter bei AQUA4D.

    Planet Horizons Technologies hat in der Schweiz mehr als 100 öffentliche Gebäude mit seiner nachhaltigen Wasseraufbereitung AQUA4D ausgerüstet. Mit der innovativen Technologie kann auch die Wasserqualität von Krankenhäusern und Schulen verbessert werden. Die Technologie nutzt Elektromagnetismus nach einer patentierten Methode, um Kalkablagerungen zu entfernen sowie vor Korrosion und Bakterien zu schützen. Das System kann vor allem in alten Gebäuden mit lang bestehenden Rohrleitungen und in Gebieten mit hohem Kalkanteil im Wasser eingesetzt werden. Dabei konnten nicht nur die Trinkwasserqualität verbessert, sondern auch Kosten für Unterhalt und Wartung gesenkt werden.

    Mit der Erfahrung aus mehr als 5000 installierten Anlagen in 45 Ländern findet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auch in der Schweiz zunehmende Resonanz.

  • Schweiz bekommt Koordinationsstelle für zirkuläres Bauen

    Schweiz bekommt Koordinationsstelle für zirkuläres Bauen

    Circular Hub hat unterstützt von der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung (CRB), Bauenschweiz, dem CEA-Lab der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Circular Economy Switzerland und Eberhard Unternehmungen den Verein Circular Construction Catalyst 2033 (C33) gegründet. Er steht weiteren Mitgliedern offen und soll allen Akteuren in Hoch- und Tiefbau als neutrale Koordinationsstelle für zirkuläres Bauen dienen, informiert C33 in einer Mitteilung.

    Erklärtes Ziel des Vereins ist es, einen Beitrag zu leisten, um zirkuläres Bauen bis spätestens 2033 „als neues Normal zu etablieren“, so Marloes Fischer, Mitgründerin von C33 und CEO von Circular Hub, in der Mitteilung. „Wenn alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette im Bau koordiniert kooperieren, gelingt der Wandel hin zu einem zirkulären Bauwesen“, meint Fischer. „Damit die Bereitschaft und das Engagement der Bauindustrie, die Bewegung in Richtung Zirkularität mitzugestalten, bestmöglich und branchenweit zur Wirkung gebracht werden kann, gehen wir mit C33 den Weg der Gemeinnützigkeit“, ergänzt Michel Bohren, Mitgründer von C33 und Geschäftsführer von CRB

    Im Vorfeld der Vereinsgründung hatten die Gründenden mit Vertretenden aus der gesamten Wertschöpfungskette im Bausektor Arbeitsthemen und eine Strategie erarbeitet. Bei einem Kickoff-Meeting am 3. Oktober 2023 seien dabei Marktentwicklung, Messbarkeit von Zirkularität, Gesetzgebung, Normen und Regulierung sowie Wissensaufbau und Vernetzung als Haupthebel für die Förderung zirkulären Bauens identifiziert worden, schreibt C33. In einem ersten Schritt soll nun unter anderem ein Learning Network aufgebaut werden.

  • Winterthurs Innovationslabor Grüze – Vorreiter für zirkuläres Bauen

    Winterthurs Innovationslabor Grüze – Vorreiter für zirkuläres Bauen

    Winterthur bereitet sich auf die Eröffnung des bahnbrechenden Innovationslabors im Stadtteil Neuhegi-Grüze vor. Dieses Gebäude, das im Frühjahr 2024 seine Pforten öffnen wird, ist nicht nur ein Zentrum für Informationsaustausch, Veranstaltungen und innovative Bauexperimente, sondern dient auch als gemütliches Kaffeehaus und Begegnungsort. Mit seinem Engagement für nachhaltiges Bauen und seiner vielseitigen Nutzung wird das Labor die Entwicklung des gesamten Stadtteils maßgeblich beeinflussen.

    Im Zentrum des Projekts steht ein revolutionäres Konzept, das von der Stadt Winterthur, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Holcim entwickelt wurde. Es basiert auf dem Prinzip des „Leihens statt Besitzens“ von Bauteilen, wodurch eine nachhaltige Ressourcennutzung und eine signifikante CO₂-Einsparung erreicht wird. Die verwendeten CPC-Elemente, eine Innovation der ZHAW und der CPC AG, sind sowohl belastbar als auch filigran und ermöglichen eine Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks um bis zu vierfach sowie Materialeinsparungen von bis zu 75%.

    Der Ansatz des Innovationslabors Grüze besteht darin, Bauteile als wiederverwendbare Ressourcen zu behandeln. Holcim übernimmt dabei die Verantwortung für die Demontage und Wiederaufbereitung der Bauelemente für den zukünftigen Einsatz. Dieses Konzept stellt eine Win-Win-Situation für Bauherren und die Umwelt dar, da der herkömmliche Gebäuderückbau entfällt.

    Die innovative CPC-Technologie, entwickelt von der ZHAW und unterstützt von Holcim, markiert einen Wendepunkt im Hochbau. Sie ermöglicht eine effizientere Bauweise mit reduzierten Ressourcen und bietet neue gestalterische Freiheiten, insbesondere bei der Integration von Haustechnik.

    Die erfolgreiche Umsetzung des Innovationslabors ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Partnern mit umfassender Fachexpertise. Martin Joos vom Tiefbauamt Winterthur hebt hervor, dass das Ziel von Anfang an war, Neues zu wagen und Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu stellen. Das Innovationslabor Grüze spiegelt den fortschrittlichen, aufgeschlossenen Geist des Stadtquartiers Neuhegi-Grüze wider, das als eines der wichtigsten Entwicklungsgebiete in Winterthur gilt.

  • Swiss Sustainable Finance bietet Immobilien-Anlegenden Richtschnur

    Swiss Sustainable Finance bietet Immobilien-Anlegenden Richtschnur

    Swiss Sustainable Finance hat in seiner Rubrik SSF Spotlight einen Leitfaden für Unternehmen, Banken, Fonds und Privatpersonen veröffentlicht, die in der Schweiz direkt in nachhaltige Immobilien investieren. Vor dem Hintergrund des grossen Beitrags, den der Gebäudesektor zur Erreichung des Schweizer Netto-Null-Ziels bis 2050 leisten muss, bietet er Orientierungshilfen und Handlungsempfehlungen.

    So erklärt er etwa die wichtigsten Rahmenwerke zur Nachhaltigkeitsbewertung und -berichterstattung, ESG (Environment, Social, Governance) und die UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung, SDG (Sustainable Development Goals), und nennt konkrete Beispiele für den Immobiliensektor. Die Publikation führt des Weiteren in den aktuellen und den geplanten regulatorischen Rahmen der Schweiz und der EU ein. Zudem gibt sie einen Überblick über nationale und internationale Zertifizierungen, Gütesiegel, Benchmarking- und Monitoring-Instrumente, die das Nachhaltigkeitsprofil von Immobilien im Hinblick etwa auf ESG-Faktoren messen.

    Die Vorteile einer nachhaltigen Anlagestrategie könnten die Ausgaben dafür überwiegen „und sich letztlich positiv auf die Gesellschaft, die Umwelt und die Bewertung des Immobilienportfolios auswirken“, so der Verband. Anlegenden, die eine Anleitung zur Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie suchen, wird ein vierstufiger Ansatz empfohlen.

    Dieser beginnt mit der Strategieentwicklung und einer Portfoliobewertung. In einem zweiten Schritt wird ein Massnahmenplan mit konkreten Verbesserungsmassnahmen für das Immobilienportfolio formuliert. Darauf folgt dessen kontinuierliche Bewertung auf Basis der vordefinierten Ziele. Und schliesslich sollte durch regelmässige Kommunikation von Leistungsindikatoren und Fortschritten gegenüber den Interessensgruppen Transparenz geschaffen werden.

  • Kreislaufwirtschaft im Bauwesen lohnt sich

    Kreislaufwirtschaft im Bauwesen lohnt sich

    Die Kreislaufwirtschaft in den Bau von Gebäuden und die Stadtplanung einzubeziehen könnte die Kohlenstoffemissionen erheblich reduzieren, heisst es in einem neuen Weissbuch mit dem Titel Building circular: Maximizing CO2 abatement and business opportunities (dt: Zirkuläres Bauen: Ein Höchstmass an CO2-Reduzierung und Geschäftsmöglichkeiten). Es wurde gemeinsam vom Weltwirtschaftsforum und der Beratungsgesellschaft McKinsey & Company herausgegeben und beim Jahrestreffen in Davos vorgestellt.

    Gegenwärtig trage die bebaute Umwelt mit etwa 26 Prozent zu den weltweiten Treibhausgasemissionen bei, die den Klimawandel verursachen. Das Weissbuch betont, dass im Jahr 2030 nachhaltigere zirkuläre Ansätze für Verbrauch und Produktion 13 Prozent der Kohlenstoffemissionen der bebauten Umwelt einsparen könnten. Im Jahr 2050 könnten es bereits 75 Prozent sein.

    Damit könnten bis 2030 jährliche Nettogewinne in Höhe von 46 Milliarden Dollar und bis 2050 in Höhe von 360 Milliarden Dollar erzielt werden. Grundlage für die Berechnungen stellt eine Untersuchung des CO2-Fussabdrucks von sechs Baumaterialien dar: Aluminium, Zement, Glas, Gips, Kunststoff und Stahl.

    „Neu konzipiertes Design, Technologie und innovative Geschäftsmodelle können Abfälle erheblich reduzieren, Ressourcen schonen und wirtschaftlichen Wert freisetzen“, heisst es dazu auch in einer Medienmitteilung von McKinsey. Darin wird das Weissbuch als „Aufruf zum Handeln für Führungskräfte im öffentlichen und privaten Sektor“ bezeichnet. Auch „Leuchttürme“ oder Pilotprojekte, die die Machbarkeit und Skalierbarkeit von Kreislaufwirtschaftsmodellen demonstrieren, könnten von entscheidender Bedeutung für die Verbreitung besserer ökologischer Baupraktiken seien.

  • Ecocycle-Technologie von Holcim erhält Auszeichnung

    Ecocycle-Technologie von Holcim erhält Auszeichnung

    Holcims Ecocycle-Technologie ist laut einer Medienmitteilung zum «Leuchtturm der Kreislaufwirtschaft in der gebauten Umgebung» ernannt worden. Das wurde im Rahmen einer gemeinsamen Initiative der Beratungsgesellschaft McKinsey & Company und dem Weltwirtschaftsform auf dessen Jahrestagung in Davos bekanntgegeben. Die Auszeichnung würdigt bahnbrechende Lösungen, die einen neuartigen, einzigartigen Ansatz für die Kreislaufwirtschaft, nachgewiesene und erhebliche Auswirkungen von hohem Wert sowie eine signifikante Grösse und Reife aufweisen.

    Holcim betreibt bereits über 100 seiner Ecocycle-Recyclingzentren. Nach eigenen Angaben haben sie im Jahr 2022 fast 7 Millionen Tonnen Bauschutt zu neuen Baulösungen rezykliert. Das entspreche über 1000 Lastwagenladungen pro Tag. Bis 2030 soll dieses Netz auf 150 Standorte ausgeweitet werden. Allein in Europa will der Konzern über 20 Millionen Tonnen Bauschutt wiederverwerten. Ecocycle ermögliche es, dass Beton, Zement und Zuschlagstoffe zwischen 10 und 100 Prozent rezyklierte Abbruchmaterialien enthalten, ohne Kompromisse bei der Leistung.

    «Mit unserem fortschrittlichen Recycling von Abbruchmaterialien können wir den CO2-Fussabdruck von Zement bereits um bis zu 40 Prozent reduzieren», wird Holcims Nachhaltigkeitschef Nollaig Forrest zitiert. «Das ist erst der Anfang. Mit unseren Innovationen und Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Weiterentwicklung der Baustandards wollen wir den Übergang zum Kreislaufbau in allen Ballungszentren, in denen wir tätig sind, beschleunigen.»

  • Implenia und Empa spannen für CO2-negative Baumaterialien zusammen

    Implenia und Empa spannen für CO2-negative Baumaterialien zusammen

    Implenia baut als Realisierungspartnerin der Empa die Beyond Zero Unit im NEST-Gebäude der Empa in Dübendorf, informiert die im Opfikoner Stadtquartier Glattpark ansässige Bau- und Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung. Die neue Einheit soll der Erforschung von CO2-reduzierten und CO2-neutralen Baumaterialien dienen. Die Beyond Zero Unit wird der mittleren Ebene der Forschungs- und Innovationsplattform NEST eingegliedert.

    «Wir freuen uns, dass Implenia als Partner die grossartige Forschungs- und Innovationsplattform NEST mit einer neuen Unit bereichern darf», wird Jens Vollmar, Head Division Buildings von Implenia, in der Mitteilung zitiert. «Als führender Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister ermöglichen wir so gemeinsam wichtige Erkenntnisse für ein künftiges, CO2-senkendes Bauen und Betreiben von Gebäuden und Infrastruktur.» Implenia will die aus der Beyond Zero Unit gewonnenen Erkenntnisse für eigene Entwicklungen und Planungen nutzen.

    Die neue Einheit im NEST-Gebäude ist nicht die erste Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Forschungsanstalt. «Implenia hat wegweisende nachhaltige Bauten auf dem Empa Campus in Dübendorf realisiert, jüngst ein Labor- und Bürogebäude sowie das erste Parkhaus in Holz-Hybridbauweise in der Schweiz», erläutert Empa-Direktorin Tanja Zimmermann. «Dass Empa und Implenia mit der neuen Partnerschaft auch in der Forschung zu innovativen Baumaterialien zusammenspannen und auf unserer Plattform NEST die zukunftsträchtige Anwendung über einen längeren Zeitraum untersuchen, fördert den direkten Transfer nachhaltiger Innovation in die Praxis.»

  • Neues Lehrkonzept für Biodiversität im Bauwesen lanciert

    Neues Lehrkonzept für Biodiversität im Bauwesen lanciert

    Angesichts der zunehmenden Herausforderungen des Artensterbens und des Verlusts an Biodiversität, insbesondere in urbanen Gebieten, hat das Projekt Campus4Biodiversity ein Lehrkonzept entwickelt, das darauf abzielt, zukünftige Fachleute in der Baubranche zu schulen und zu sensibilisieren. Dieses Konzept, das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Baustoffe und biobasierte Materialien (IBBM) der Berner Fachhochschule (BFH), dem Netzwerk für Nachhaltigkeitslösungen (SDSN Schweiz) und der Non-Profit-Organisation scaling4good erstellt wurde, ist nun öffentlich zugänglich.

    Das Lehrkonzept stellt eine Reaktion auf den alarmierenden Zustand der Biodiversität in der Schweiz dar, wo fast die Hälfte der Lebensräume und über ein Drittel der Arten bedroht sind. Barbora Starovicova, Leiterin des Projekts, betont die Notwendigkeit, das Bewusstsein und Verständnis der Baufachleute zu schärfen, um effektive Lösungen für diese Umweltprobleme zu finden.

    Das Konzept richtet sich an Dozierende und Leitende von Baukursen an Universitäten und Fachhochschulen. Es soll den Studierenden nicht nur das notwendige Wissen vermitteln, sondern auch praktische Ansätze bieten, um biodiversitätsfördernde Maßnahmen in und um Gebäude herum zu entwickeln und umzusetzen.

    Die Bereitstellung des Lehrkonzepts als frei zugängliche Ressource ist ein entscheidender Schritt, um eine breite Wirkung zu erzielen und die Bauindustrie in Richtung einer nachhaltigeren Praxis zu führen. Dieses Konzept könnte sich als wesentlicher Beitrag zur Bekämpfung des Artensterbens und zur Förderung der Biodiversität in städtischen Umgebungen erweisen.

  • Implenia kooperiert mit Empa und Eawag für NEST-Projekt „Beyond Zero“

    Implenia kooperiert mit Empa und Eawag für NEST-Projekt „Beyond Zero“

    Implenia, ein führender Anbieter im Schweizer Bau- und Immobilienmarkt, hat sich mit der Empa und Eawag zusammengeschlossen, um an der Planung und Errichtung einer neuen NEST-Unit namens „Beyond Zero“ mitzuwirken. Diese Einheit soll mehrheitlich aus CO2-reduzierten und CO2-negativen Baumaterialien bestehen, die während des gesamten Lebenszyklus von Gebäuden und Infrastrukturen getestet und bewertet werden. Zu den innovativen Materialien zählen unter anderem Wärmedämmstoffe und Zement, die CO2 aus der Luft binden, sowie lehmbasierte Mauersteine, die ohne Brennvorgang auskommen.

    Die Partnerschaft mit NEST unterstreicht Implenia’s Engagement in der Nachhaltigkeit. Das Unternehmen wurde bereits für seine nachhaltigen Bestrebungen von verschiedenen Organisationen wie Sustainalytics, Ecovadis und MSCI anerkannt. Jens Vollmar, Head Division Buildings bei Implenia, betont die Bedeutung dieser Kooperation für das zukünftige Bauwesen und die nachhaltige Entwicklung der Branche. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in alle Divisionen von Implenia einfließen, einschließlich in der Bewirtschaftung durch Wincasa und im nachhaltigen Immobilienportfolio von Ina Invest.

    Prof. Dr. Tanja Zimmermann, Direktorin der Empa, sieht in der Partnerschaft ein großes Potenzial für die praxisnahe Anwendung nachhaltiger Innovationen. Bereits realisierte Projekte auf dem Empa Campus in Dübendorf, wie ein Labor- und Bürogebäude sowie das erste Parkhaus in Holz-Hybridbauweise in der Schweiz, zeigen die Fortschritte in der nachhaltigen Bauweise. Diese neue Kooperation soll den Transfer innovativer Baumaterialien in die Praxis weiter vorantreiben und den Weg für zukunftsträchtige Anwendungen im Bauwesen ebnen.

  • NEST-Projekt setzt auf CO2-Speicherung in Gebäuden

    NEST-Projekt setzt auf CO2-Speicherung in Gebäuden

    In der Schweiz ist der Bausektor für rund 28% der CO2-Emissionen verantwortlich. Angesichts dieses hohen Anteils rückt die Idee, Gebäude als Kohlenstoffsenken zu nutzen, in den Fokus der Forschung. Die neue Empa-Initiative „Mining the Atmosphere“ zielt darauf ab, CO2 aus der Atmosphäre in Baustoffen zu binden und langfristig zu speichern. Das Projekt „Beyond Zero“ im NEST soll bis 2026 demonstrieren, wie solche Gebäude realisiert und betrieben werden können.

    Bestehende Technologien wie emissionsarmer Beton oder kohlenstoffnegative Isolationsmaterialien bieten bereits vielversprechende Ansätze. Reto Largo, Geschäftsführer von NEST, betont jedoch, dass das Ziel über das Erreichen einer Netto-Null-Bilanz hinausgeht. Die Vision ist es, Gebäude als effektive CO2-Senken zu nutzen. Gerade bei mineralischen Baustoffen wie Beton, einem der meistverwendeten Materialien, wird ein enormes Potenzial gesehen.

    Für die Entwicklung und den Einsatz neuer CO2-negativer Baumaterialien ist eine enge Zusammenarbeit verschiedener Experten erforderlich. Neben den Empa-Laboren unter der Leitung von Mateusz Wyrzykowski, Gruppenleiter Betontechnologie, wird das NEST-Team auch vom Architekturbüro OOS unterstützt. Andreas Derrer, Gründungspartner von OOS, hebt die Bedeutung realer Bauvorhaben hervor, die eine ganzheitliche CO2-Bilanzierung und Potentialanalyse ermöglichen. „Beyond Zero“ soll Antworten auf die Frage geben, ob und wie Gebäude zukünftig zur Senkung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre beitragen können. Dieses Projekt markiert einen signifikanten Schritt in der Entwicklung nachhaltiger Baukonzepte und könnte weitreichende Implikationen für die Immobilienbranche haben.

  • Studie von Helion zeigt Zustimmung für Erneuerbare

    Studie von Helion zeigt Zustimmung für Erneuerbare

    Helion hat beim Meinungsforschungsinstitut Sotomo eine Studie zur Energiewende in Auftrag gegeben. Laut einer Medienmitteilung des Anbieters von nachhaltigen Energielösungen erklärt die Mehrheit der Bevölkerung ihr Einverständnis für umweltfreundliche und nachhaltige Energienutzung, insbesondere für den Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind und Sonne. Zwei Drittel der Befragten sehen den Abbau administrativer Hürden als ein vordergründiges Problem bei der Energiewende. Etwa mehr als die Hälfte, 56 Prozent, schätzt ihr umweltfreundliches Verhalten jedoch höher ein als es in der Realität messbar ist, heisst es in der Studie. Dabei findet der Einsatz von Technologie als Beitrag zur Lösung der Klimakrise mehr Unterstützung als konkrete Verhaltensänderungen im Sinne eines Konsumverzichts. Mit technischen Massnahmen wie Photovoltaik, Wind und Wärmepumpen will die Mehrheit der Befragten die Energiewende unterstützen.

    Laut der „Helion Energie-Index“ genannten Studie tendiert vor allem die ländliche Bevölkerung zu Solaranlagen. Als Wertsteigerung für Immobilien werden auch Wärmepumpen angesehen. Grossen Nachholbedarf sieht die Studie beim Umbau zu erneuerbaren Energien in Grossstädten und Ballungszentren.

    Zum Thema Klimawandel geben 70 Prozent der etwa 3000 Befragten an, er sei von Menschenhand gemacht. Fast zwei Drittel erklären jedoch auch, das Thema nerve sie inzwischen.

    „Für die Umsetzung unserer Vision einer Schweiz mit 100 Prozent erneuerbarer Energie ist es wichtig zu verstehen, wie die Menschen denken und wie sie glauben, dass sich der Klimawandel am wirksamsten bekämpfen lässt“, wird Noah Heynen, CEO von Helion, in der Mitteilung zitiert. „Daraus lassen sich dann realisierbare Lösungen und Angebote für die Bevölkerung und unsere Kundschaft ableiten.“ Helion ist Teil der AMAG Gruppe.

  • Krienser Stromversorger realisieren Wärmeverbund

    Krienser Stromversorger realisieren Wärmeverbund

    Die beiden Stromversorger der Stadt Kriens, Energie Wasser Luzern (ewl) und Centralschweizerische Kraftwerke (CKW), werden auch zu Wärmeversorgern: Der Krienser Stadtrat hat sich laut seiner Medienmitteilung im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zu Bau und die Planung eines Wärmeverbunds für die ARGE Wärmeverbund Kriens mit ewl und CKW entschieden.

    Der Wärmeverbund soll mithelfen, weitere Liegenschaften in Kriens, nämlich die Gebiete Obernau, Zentrum und Kupferhammer-Kehrhof, mit Wärmeenergie zu versorgen. Dies, so der Stadtrat, entspreche den Zielen der städtischen Klimastrategie, bei Gebäuden bis 2045 das Netto-Null-Ziel für Treibhausgasemissionen zu erreichen.

    Den Angaben zufolge sichert das Siegerprojekt Kriens eine hohe Gebietsabdeckung zu und sieht Übergangslösungen vor, die der Bevölkerung eine hohe Planungssicherheit für den Umstieg bei ihrer Wärmeversorgung garantieren. CKW und ewl planen bei ihrem Projekt mit einem breiten Mix aus verschiedenen erneuerbaren Energiequellen inklusive regionalem Holz. Damit wird nach den Worten von Stadtrat Maurus Frey ein attraktives Angebot geschaffen, „sodass wir gemeinsam einen Schritt auf unsere Klimaziele hin machen können“.

    Bei der bevorstehenden Bauarbeiten in der Hergiswaldstrasse sollen die Sanierungsarbeiten möglichst zeitgleich mit dem Leitungsbau für den Wärmeverbund durchgeführt werden. Weitere Einzelheiten wollen Stadt und ARGE nach Ablauf der rechtlich vorgeschriebenen Fristen bekanntgeben.

  • Avobis sieht für 2024 positiven Trend bei Wohnrendite-Immobilien

    Avobis sieht für 2024 positiven Trend bei Wohnrendite-Immobilien

    Der Immobiliendienstleister Avobisgeht in seinem Outlook 2024 von einer günstigen Entwicklung für Wohnrendite-Immobilien aus. Die Prognose für 2024 sei durchwegs positiv, heisst es in einer Medienmitteilung. Demnach dürfte die Attraktivität von Wohnrendite-Immobilien in Erwartung niedrigerer Zinssätze und aufgrund positiver Fundamentalfaktoren erneut zunehmen und verstärkt auf Käuferinteresse treffen. Dies werde voraussichtlich zu einer Wiederbelebung der Liquidität am Transaktionsmarkt führen.

    Trotz einer belebten Marktdynamik seien generelle Preissteigerungen in der nahen Zukunft nicht absehbar. Institutionelle Investoren, die in den letzten Jahren die Käuferseite stützten, könnten zunehmend als Verkäufer agieren. Dies liege auch an den gestiegenen Anforderungen an die Nachhaltigkeit. Umweltbewusste Umgestaltungen von Portfolios führen laut Avobis dazu, dass Liegenschaften verkauft und dafür nachhaltigere Objekte erworben werden.

    Dies könnte auch mit einer gewissen Volatilität einhergehen. Solche Marktbedingungen würden Opportunitäten erzeugen, die für aufmerksame Investoren interessant sein könnten. Im aktuellen Marktumfeld bieten Wohnimmobilien den Angaben zufolge ein breites Spektrum an attraktiven Investitionsmöglichkeiten, von einfachen Buy-to-Rent-Modellen über Bau und Promotion bis hin zur Realisierung von rentablen Nutzungskonzepten.

  • Immobilienbranche in der Schweiz: Herausforderungen und Chancen im Zeitalter der 10-Millionen-Bevölkerung

    Immobilienbranche in der Schweiz: Herausforderungen und Chancen im Zeitalter der 10-Millionen-Bevölkerung

    Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz wird voraussichtlich die 9-Millionen-Grenze in der ersten Jahreshälfte 2024 überschreiten und könnte bis Mitte der 2030er-Jahre die magische 10-Millionen-Marke erreichen. Dieser rapide Anstieg ist historisch beispiellos und wird hauptsächlich durch internationale Migration angetrieben, während die Bautätigkeit nicht Schritt halten kann.

    Seit dem Aufstieg von der 5-Millionen-Schweiz im Jahr 1955 wurde mehr Wohnraum geschaffen, und die Verkehrsinfrastruktur wurde massiv ausgebaut, was dazu beitrug, dass die Mieten im Verhältnis zu den Löhnen nur moderat stiegen. Diese Ära des sinkenden Wohnkosten, grösserem Flächenkonsum pro Person und mehr Wohnkomfort scheint jedoch vorbei zu sein. Aufgrund des Bautätigkeitsrückgangs könnten bis 2034 mindestens 150.000 Wohnungen fehlen, um den Flächenkonsum stabil zu halten.

    Dies wird voraussichtlich dazu führen, dass die Mieten schneller steigen als die Einkommen. Die Angebotsmieten könnten bis Mitte der 2030er-Jahre insgesamt um 25 bis 30 Prozent real ansteigen, ähnlich wie zwischen 2002 und 2012. Insbesondere in Zentrumslagen wird die Mietpreisentwicklung aufgrund hoher Einwanderung noch stärker ausfallen als in der Peripherie.

    Auch die Wohnimmobilienpreise, sei es für Eigenheime oder Mehrfamilienhäuser, werden voraussichtlich bei moderaten Zinsen stärker steigen als die Einkommen. Toplagen werden aufgrund des Wachstums weiterhin stark nachgefragt sein, und die Agglomerationen rund um die Grosszentren werden ebenfalls an Bedeutung gewinnen, was die Zahlungsbereitschaft in diesen Gebieten erhöht. Wohnimmobilien könnten somit an vergangene Wertsteigerungen anknüpfen oder diese sogar übertreffen.

    Allerdings gibt es auch Risiken. Wenn sich die Wohnsituation für viele Haushalte verschlechtert, könnte die Politik zusätzliche Regulierungen einführen, was die Situation verschärfen würde. In einem solchen Szenario könnte die Bautätigkeit weiter zurückgehen, und die Bausubstanz sowie die Nachhaltigkeit könnten leiden, da Anreize für umfassende und energetische Sanierungen fehlen. Die Zukunft der Immobilienbranche in der Schweiz hängt daher von einer ausgewogenen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ab.

  • Neustark entfernt für ZKB CO2 aus der Luft

    Neustark entfernt für ZKB CO2 aus der Luft

    Das Climate-Tech-Unternehmen Neustark wird für die Zürcher Kantonalbank 4200 Tonnen CO2 dauerhaft aus der Luft entfernen. Dies sieht der Vertrag mit einer Laufzeit von sechs Jahren vor, die das 2019 als Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gegründete Unternehmen mit einer der grössten Banken der Schweiz geschlossen hat.

    Dabei handelt es sich laut einer Medienmitteilung um Restemissionen, die für die ZKB unvermeidbar sind und auch in Zukunft nicht reduziert werden können. Diese Vereinbarung ist laut Neustark „ein starkes Signal an den Markt“, dass „mehr und mehr internationale und nationale Unternehmen CO2-Entfernungsmassnahmen zur Erreichung von Netto Null ergreifen“.

    „Wir spannen mit neustark zusammen, um einen Grossteil unserer Restemissionen durch ihre innovative und hochwertige Mineralisierungstechnologie entfernen zu lassen“, wird Marit Kruthoff, CSR-Managerin bei der ZKB, zitiert. „Wir freuen uns, durch die Zusammenarbeit mit einem regional verankerten Jungunternehmen wie neustark auch einen Beitrag zur Skalierung einer innovativen Technologie für das Netto-Null-Ziel zu leisten.“

    Insgesamt 14 Abscheidungs- und Speicheranlagen von Neustark sind zurzeit in Betrieb. Sie entfernen rund 5000 Tonnen CO2 jährlich aus der Luft. Über 20 weitere Anlagen befinden sich in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich im Bau. Somit sieht sich Neustark auf dem Weg zu seinem Ziel, bis 2030 die dauerhafte Entfernung von 1 Million Tonnen CO2 zu erreichen. Zu den Kunden zählen unter anderem Microsoft, UBS und Verdane.