Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Schweizer Premiere 100% recyceltes Aluminium für Green Metro Campus

    Schweizer Premiere 100% recyceltes Aluminium für Green Metro Campus

    Dies ist das dritte Projekt in Europa und eine Premiere für die Schweiz. Green hat sich mit Implenia, Ernst Schweizer und Hydro Building Systems zusammengetan, um diese innovative Lösung einzusetzen. Die Verwendung von recyceltem End-of-Life-Aluminium führt zu einer erheblichen Reduktion des CO2-Fussabdrucks um das 40-fache und es werden mehr als 167 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

    Das 100% recycelte Aluminium wird in den Fassadenelementen verwendet und reduziert den CO2-Fussabdruck im Vergleich zu Primäraluminium um das 40-fache, ohne dabei an Qualität einzubüssen. Roger Süess, CEO von Green, erklärt: «Wir erforschen kontinuierlich innovative Wege zur Verwendung neuer Werkstoffe und freuen uns, dass dies in Zusammenarbeit mit unseren Partnern gelungen ist.»

    Aluminium gilt als ein zukunftsweisender Werkstoff für nachhaltiges Bauen aufgrund seiner Stärke, Leichtigkeit und Langlebigkeit. Es kann nahezu unbegrenzt recycelt werden, wobei nur 5% der Energie benötigt wird, die für die Herstellung von Primäraluminium erforderlich ist. Aufgrund dieser hervorragenden Recycling-Eigenschaften wird Aluminium bereits heute als wichtiger Bestandteil einer Kreislaufwirtschaft angesehen und seine Bedeutung in der Bauindustrie wird voraussichtlich weiter zunehmen.

    Die Fassadenelemente für das neue Bürogebäude werden von der Ernst Schweizer AG hergestellt, während das Aluminium von der norwegischen Hydro-Gruppe produziert wird. Diese ist derzeit der einzige Hersteller, der hochwertiges 100% End-of-Life Aluminium ohne Zugabe von Primäraluminium und mit einem nahezu null CO2-Fussabdruck herstellen kann. Obwohl recyceltes End-of-Life-Aluminium derzeit in geringen Mengen verfügbar ist und mit höheren Kosten verbunden ist, setzen die vier Partner ein Zeichen, indem sie diesen vielversprechenden Werkstoff erstmalig in der Schweiz einsetzen.

  • Holcim und IUCN gehen Partnerschaft für Biodiversität ein

    Holcim und IUCN gehen Partnerschaft für Biodiversität ein

    Der Zuger Baustoffproduzent Holcim und die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) haben eine auf drei Jahre angelegte Partnerschaft vereinbart. Wie es in einer Medienmitteilung des Unternehmens heisst, soll der Fokus dabei auf die Förderung einer nachhaltigen Naturstrategie basierend auf einer messbaren Biodiversität und ressourcenfreundlichem Wasserverbrauch gerichtet werden. Die IUCN wird dabei besonderes Augenmerk auf den Frischwasserverbrauch in allen Produktionsstufen von Holcim legen. Gemeinsam wollen beide Partner das Bewusstsein für die Natur bei allen Anliegergruppen steigern.

    „Die Natur bietet die Grundlagen für menschlichen Wohlstand und Wirtschaftlichkeit“, wird Dr. Grethel Aguilar, Generaldirektorin von IUCN, in der Mitteilung zitiert. „Das Engagement von Unternehmen bei der Wiederherstellung von Biodiversität und dem Schutz von Frischwasserressourcen kann der Schlüssel zum Wohlbefinden unserer Gesellschaften sein.“

    Nollaig Forrest, Chief Sustainability Officer bei Holcim, zeigt sich erfreut über „die neue Ära einer engen Zusammenarbeit mit der IUCN für einen starken positiven Effekt auf die Natur von Biodiversität bis hin zur Wasserwirtschaft“.

    Die jetzige Vereinbarung zwischen den beiden Partner ist die Fortsetzung der bereits 2014 begonnenen Zusammenarbeit. Diese Kooperation verhilft Holcim dazu, im kommenden Jahr ein Projekt vorzustellen, bei welchem erstmals wissenschaftlich basierte Ziele für den Naturschutz definiert werden sollen. Dieses Projekt wird im Rahmen des Science Based Targets Network (SBTN) realisiert.

  • Nachhaltiges und effizientes Wachstum im Schweizer Immobilienmarkt

    Nachhaltiges und effizientes Wachstum im Schweizer Immobilienmarkt

    Im Halbjahreszeitraum von April bis September 2023 erzielte PSREF einen Anstieg der Mietzinseinnahmen um 7,83% auf CHF 25’660’205. Parallel dazu konnte der Liegenschaftsaufwand gesenkt werden, was sich in einem Anstieg des Nettoinventarwertes (NIV) pro Anteil von CHF 147.33 auf CHF 149.04 widerspiegelt.

    Leerstandsmanagement und Mietpotenzial
    Der Fonds profitierte von einer niedrigeren Leerstandsquote und der Mietindexierung. Besonders hervorzuheben ist das Mietsteigerungspotenzial von über CHF 3 Mio., verbunden mit der Neuvermietung in Renens/VD.

    Kosteneffizienz und Gebäudemanagement
    Durch effizientes Portfoliomanagement und zielgerichtete Investitionen konnten die Ausgaben für Wartung und Instandhaltung reduziert und die allgemeinen Gebäudekosten stabil gehalten werden.

    Strategie und Portfolio-Optimierung
    Der Fonds setzt weiterhin auf einen aktiven Managementansatz, umfasst Renovierungen, Akquisitionen, Entwicklungen und Verkäufe. Ein signifikantes Beispiel hierfür ist der profitable Verkauf eines Wohngebäudes in Crissier im November 2023.

    Nachhaltigkeitsbestrebungen und -erfolge
    Im Einklang mit den nationalen Nachhaltigkeitszielen hat PSREF seine CO2-Emissionen um 26% gesenkt und arbeitet weiterhin an der Reduzierung des Heizindexes. Die Fortschritte bestätigen die Effektivität des umgesetzten Absenkungs- und Sanierungsplans.

    Portfoliostruktur und zukünftiges Wachstum
    Mit über 75% Einnahmen aus Wohnimmobilien und geografischer Diversifikation ist das Portfolio des Fonds gut aufgestellt. Entwicklungsprojekte in Renens und Baar bieten zusätzliches Wachstumspotenzial und wurden kürzlich durch lokale Abstimmungen genehmigt.

  • Beton und seine Doppelrolle in der CO2-Bilanz

    Beton und seine Doppelrolle in der CO2-Bilanz

    Beton kann im Laufe der Jahre einen Teil des bei der Zementproduktion freigesetzten CO2 chemisch binden. Der Prozess, bekannt als Karbonatisierung, bei dem aus Calciumhydroxid im Beton Kalkstein entsteht, ist jedoch langsam und von vielen Faktoren abhängig. Experten der Empa und der ETH Zürich erforschen nun im Rahmen des Projekts «DemoUpCARMA», ob und wie dieser Prozess in einem Betonwerk beschleunigt werden kann.

    Einsatz von Recycling-Granulat
    Die Forschung konzentriert sich auf die Verwendung von Recycling-Granulat aus abgebauten Betonkonstruktionen. Dieses Granulat wird mit CO2, das aus einer Kläranlage gewonnen und verflüssigt geliefert wird, in einem speziellen Verfahren behandelt. Die Behandlung führt zu einer chemischen Reaktion, bei der das Granulat CO2 aufnimmt und die Druckfestigkeit des recycelten Betons erhöht.

    Ergebnisse der Empa-Forschung
    Die Forschung ergab, dass Recycling-Granulat unter bestimmten Bedingungen effizient CO2 aufnimmt. Analysen zeigten signifikante Veränderungen in der Zusammensetzung des Materials, einschliesslich der Bildung von Calciumcarbonat und Calcium-Silicat-Hydrat, einem wichtigen Bestandteil für die Festigkeit von Beton. Zudem wurde festgestellt, dass Feuchtigkeit eine wichtige Rolle bei der CO2-Aufnahme spielt.

    Potenziale der CO2-Behandlung und zukünftige Anwendungen
    Die CO2-Behandlung des Recycling-Granulats und des sogenannten Recyclingwassers weist ein beachtliches Potenzial zur Reduzierung der CO2-Emissionen auf. Die vorläufigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die CO2-Einsparung bei diesen neuartigen Baustoffen bis zu 15 Prozent betragen könnte. Die Behandlung zeigte auch bei der Festigkeit des recycelten Betons positive Auswirkungen.

    Lebenszyklusanalysen und langfristige Perspektiven
    Lebenszyklusanalysen von Experten des Paul Scherrer Instituts und der Empa zeigen, dass karbonatisiertes Material den Treibhausgas-Effekt um rund 13 Prozent im Vergleich zu herkömmlichem Beton reduzieren kann. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial der Technologie über die gesamte Lebensdauer von Betonprodukten hinweg.

    Dieses Pilotprojekt mit seinen vielversprechenden Ergebnissen markiert einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft der Bauindustrie. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Technologien in die Praxis umzusetzen und ihre langfristigen Auswirkungen auf verschiedene Betontypen zu untersuchen.

  • Zukunft der Immobilienbranche: Resilienz und Klimaneutralität bis 2050

    Zukunft der Immobilienbranche: Resilienz und Klimaneutralität bis 2050

    Die Schweiz hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Dies erfordert eine erhebliche Reduzierung der CO₂-Emissionen durch den Einsatz erneuerbarer Energien und verbesserte Energieeffizienz. Obwohl die Immobilienbranche bereits Fortschritte gemacht hat – mit einer Reduktion des Endenergieverbrauchs für Raumwärme um 10% und der Treibhausgasemissionen um 40% seit 2000 – bleiben noch viele Herausforderungen. Bis 2021 waren Gebäude immer noch für 26% der gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz verantwortlich.

    Ein Schlüsselelement für Nachhaltigkeit
    Der Verkehr, der etwa ein Drittel der CO₂-Emissionen verursacht, ist ein weiterer Bereich, in dem die Immobilienbranche zur Nachhaltigkeit beitragen kann. Mit einer erwarteten Zunahme des Verkehrs in der Schweiz um 17% bis 2050, müssen entsprechende Anpassungen erfolgen.

    Massnahmen zur Erreichung der Klimaziele 2050
    Zur Erreichung der Klimaziele bis 2050 sind umfangreiche Anstrengungen erforderlich, insbesondere in den Bereichen Raumwärme und Mobilität. Dazu gehören die Verdoppelung der Fernwärme, der Anstieg der Wärmepumpen auf 1,5 Millionen, 3,6 Millionen Elektroautos, verbesserte Gebäudedämmung und ein Anstieg der Stromgewinnung aus Photovoltaik.

    Umbau der Wärmeversorgung für Effizienz
    Eine zentrale Herausforderung ist die energetische Sanierung bestehender Gebäude, da viele nicht den aktuellen Standards entsprechen. Bis 2050 wird der Wärmebedarf des Schweizer Gebäudeparks durch effizientere Gebäude stark sinken. Der Einsatz von Öl- und Gasheizungen wird durch Wärmepumpen und Fernwärme ersetzt.

    Strategie für resiliente Immobilienportfolios
    Die Branche steht vor der Aufgabe, Immobilienportfolios resilient und klimafreundlich zu gestalten. Dies umfasst die Sanierung für mehr Energieeffizienz, die Integration erneuerbarer Energien und die Förderung nachhaltiger Mobilität. Diese Schritte sind nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll.

    CO₂-Absenkpfad als Instrument für strategische Entscheidungen
    Der „CO₂-Absenkpfad“ ist ein wertvolles Instrument für die strategische Planung, um ökonomische und ökologische Ziele in Einklang zu bringen. Er basiert auf einer umfassenden Analyse aller Bestandsobjekte und priorisiert Massnahmen für eine effiziente Energienutzung.

    Nachhaltige Immobilien als langfristige Investition
    Nachhaltige Immobilien stellen eine robuste und langfristige Investition dar, die sich auch in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit bewährt. Durch die strategische Planung und Umsetzung nachhaltiger Massnahmen kann die Immobilienbranche sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch profitieren.

  • Die Hamilton Bonaduz AG investiert gezielt in ihre zukünftige Entwicklung

    Die Hamilton Bonaduz AG investiert gezielt in ihre zukünftige Entwicklung

    Die renommierten Domenig Architekten wurden erneut beauftragt, die Gestaltung und Umsetzung des Projekts zu übernehmen. Entlang der Autobahn A13 und in unmittelbarer Nähe zum bereits im Jahr 2018 in Betrieb genommenen Gebäude «1.0» sind die Bauaktivitäten in vollem Gange. Das neunstöckige Gebäude wird durch einen vierstöckigen Zwischentrakt mit dem bestehenden Komplex verbunden. Die herausragende Komponente dieses Neubaus ist das 40 Meter hohe Hochregallager, das Platz für insgesamt 12.000 Europaletten bietet. Das bereits bestehende vollautomatisierte, schienengeführte Transportsystem wird erweitert, und die Intralogistik wird nahtlos mit den bereits vorhandenen Systemen des Gebäudes «1.0» verknüpft.

    Das moderne Erscheinungsbild dieses High-Tech-Gebäudes zeichnet sich durch intelligentes Glas aus, das mit einer Elektrochrom-Beschichtung versehen ist. Dieses Glas, zusammen mit Metall- und Photovoltaikpaneelen, unterstreicht die Vision der Marke Hamilton. Die innovative Glasfassade verdunkelt sich eigenständig bei direkter oder indirekter Sonneneinstrahlung und lässt im vollständig abgedunkelten Zustand lediglich 1% der Lichtenergie durch. Um eigenständig Strom zu erzeugen und zu nutzen, werden insgesamt 5.400 m² Photovoltaikpaneelen auf dem Dach und an der Fassade angebracht. Zudem werden die Wärmeenergie und Feuchtigkeit aus der Lüftung durch einen Wärmetauscher zurückgewonnen. Abgerundet wird das zeitgemässe Energiekonzept durch den Bezug von Heizwärme über eine Grundwasserwärmepumpe, die von einem Wärmeverbund in Domat/Ems betrieben wird. Das Gebäude wird die begehrte Minergie A-Zertifizierung erhalten.

    Ganz im Sinne des Projekts «Hamilton 1.0» wird der Neubau von Anfang bis Ende mithilfe von Building Information Modeling (BIM) detailliert geplant. BIM ist eine ganzheitliche Arbeitsmethode für die integrierte Planung, Konstruktion und Verwaltung von Gebäuden. Dabei werden alle relevanten Daten digital modelliert, und sämtliche beteiligten Parteien arbeiten synchron mit denselben Informationen.

    Bei «Hamilton 2.0 » wird der BIM-Prozess sogar in der Umsetzungsphase konsequent fortgeführt: Zum ersten Mal wird ausschliesslich mit dem digitalen 3D-BIM-Modell gearbeitet, wodurch herkömmliche Papierpläne auf der Baustelle obsolet werden.

  • Wie wichtig ist Wasserstoff für die Energiewende?

    Wie wichtig ist Wasserstoff für die Energiewende?

    Thomas Justus Schmidt bestätigt die unverzichtbare Rolle von Wasserstoff (H2) für die Erreichung der Klimaneutralität der Schweiz bis 2050. Laut wissenschaftlichen Berechnungen und Modellen ist Wasserstoff ein essenzielles Element der Energiewende mit vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten, darunter Energiespeicherung, Stromerzeugung, Heizung, Chemikalienproduktion und Treibstoffherstellung. Besonders grüner Wasserstoff, hergestellt durch Elektrolyse mit erneuerbaren Energien, spielt eine Schlüsselrolle in der Reduktion von Kohlendioxidemissionen.

    Das Paul Scherrer Institut (PSI) leistet seit 35 Jahren Pionierarbeit in der Wasserstoff-Forschung, beginnend mit Brennstoffzellen bis hin zur Elektrolyse und der Entwicklung von Power-to-X-Technologien. Schmidt, seit 2011 in leitender Position am PSI tätig, betont die Bedeutung von Zukunftsszenarien und Modellierungen des Energiesystems, um realistische Pfade zur Erreichung des Netto-Null-Ziels aufzuzeigen.

    Wasserstoff hat in der Wissenschaft und Öffentlichkeit diverse Wahrnehmungszyklen durchlaufen. Anfangs als Wunderlösung gepriesen, folgten Phasen der Skepsis, besonders in der Automobilindustrie, wo frühere Annahmen über die Einfachheit der Brennstoffzellentechnologie revidiert wurden. Heute ist das Verständnis und die Technologie deutlich fortgeschrittener, was die gesteigerte Aufmerksamkeit rechtfertigt.

    Schmidt räumt mit gängigen Vorurteilen gegen Wasserstoff auf, darunter Sicherheitsbedenken und technische Herausforderungen wie die Diffusion aus Gasflaschen. Er betont, dass moderne Kohlefaserverbundstoffe und verbesserte Technologien diese Probleme gelöst haben. Ebenso ist die Anpassung bestehender Infrastrukturen wie Erdgasnetze und Gasturbinen für Wasserstoff möglich und wird bereits von großen Unternehmen wie Siemens und General Electric vorangetrieben.

    Trotz höherer Kosten im Vergleich zu fossilen Brennstoffen, wenn man nur lokale und untersystemische Kosten betrachtet, argumentiert Schmidt, dass Wasserstoff wirtschaftlich vorteilhaft wird, wenn man Umwelt- und Klimaschäden miteinbezieht. Die Forschung konzentriert sich auch darauf, die Abhängigkeit von Edelmetallen in Elektrolyseuren und Brennstoffzellen zu reduzieren.

    Abschließend betont Schmidt die Notwendigkeit gesellschaftlicher und politischer Entscheidungen zur Implementierung von Wasserstofftechnologien. Er ist zuversichtlich, dass die Schweiz aufgrund sinkender Produktionskosten und internationaler Wasserstoffstrategien, insbesondere Deutschlands, diesen Weg erfolgreich beschreiten wird. Unser Swiss-Times-Energy-Modell prognostiziert, dass 7 bis 10 Prozent des gesamten Energiebedarfs der Schweiz durch Wasserstoff gedeckt werden müssen, um das Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2050 zu erreichen.

  • Wankdorfcity 3: Pionierprojekt für Nachhaltige Stadtentwicklung

    Wankdorfcity 3: Pionierprojekt für Nachhaltige Stadtentwicklung

    Wankdorfcity 3, das neueste städtebauliche Meisterwerk in der Schweiz, revolutioniert das Konzept urbanen Lebens. Auf einer Fläche von 34.000 Quadratmetern, nördlich des Wankdorf Bahnhofs, entsteht eine dynamische Umgebung, die Wohnen, Arbeit und Erholung in einem neuartigen Format integriert. Mit fast 500 Wohnungen, die über 1.100 Menschen beherbergen und etwa 3.000 Arbeitsplätze bieten, entfaltet sich ein lebendiges Gemeinschaftsgefühl.

    Das Herzstück dieses Projekts ist die innovative „gestapelte“ Bauweise. Die acht heterogenen Gebäude, die bis zu 75 Meter hoch sind, werden durch eine 30 Meter über dem Boden liegende Stadtterrasse verbunden. Diese Terrasse bietet grüne Flächen, Licht und Schatten unter Bäumen, Urban Gardening und verschiedene Begegnungsorte. Sie dient als eine Art zweites Erdgeschoss, das eine grüne Oase mitten in der Stadt bildet.

    Die Architektur von Wankdorfcity 3 bricht mit konventionellen Konzepten und setzt auf ökologische Vorbildlichkeit. Neben den traditionellen und Mikro-Wohnungen werden auch innovative Wohnformen wie Tiny-Houses und Clusterwohnungen realisiert, die Diversität und Nachhaltigkeit betonen. Die Anlage ist autofrei, fußgänger- und fahrradfreundlich gestaltet und fördert aktiv die Biodiversität.

    Das Projekt, das auf den visionären Entwürfen des Architekten Rolf Mühlethaler basiert, wird als beispielhaft für zukünftige Stadtentwicklung angesehen. Berns Stadtpräsident Alec von Graffenried lobt das Vorhaben als „architektonisch zukunftsweisend und ökologisch vorbildlich“. Darüber hinaus wird Wankdorfcity 3 als „Schwammstadt“ konzipiert und strebt eine 2000-Watt-Kompatibilität an. Die Energieversorgung basiert vollständig auf erneuerbaren Ressourcen, und innovative Wassermanagement-Systeme verbessern das Stadtklima. Mit dem Projektbeginn im Jahr 2024 und der geplanten Fertigstellung 2029 setzt Wankdorfcity 3 neue Standards in der urbanen Entwicklung, indem es die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt und einen Raum für Interaktion und Gemeinschaft schafft.

  • Smartwindows erhält eco1-Zertifikat

    Smartwindows erhält eco1-Zertifikat

    Der in der St.GallenBodenseeArea ansässige Fensterbauer smartwindows hat für sein Kunststofffenster classico das Zertifikat eco1 erhalten. Laut einer Medienmitteilung ist es das erste und bislang einzige Fenster landesweit, das diese Zertifizierung erhalten hat. Wie es in der Mitteilung heisst, ist das Kunststofffenster das Ergebnis der Anstrengungen des Unternehmens, besonders nachhaltig und umweltfreundlich zu planen und zu bauen.

    Die Vorteile des smartwindows-classico liegen unter anderem in seinem hohen Anteil von 70 Prozent an Rezyklaten. Ferner wird der Rohstoff bis zu achtmal wiederverwandt. Das Fenster erfüllt die hohen Anforderungen von ecobau und Minergie-Eco und entspricht der ersten Priorität von ecoBKP und ecoDevis. Der Einbau des Kunststofffensters classico soll laut Mitteilung zu nachhaltig konzipierten, gut durchdachten Gebäuden beitragen, die qualitativ besser ausgeführt sind und über eine lange Lebensdauer verfügen. Das Resultat sind Räume mit einem gesunden Innenraumklima, weniger CO2, grauer Energie und Schadstoffemissionen. Die Fenster spielen dabei eine übergeordnete Rolle, heisst es in der Mitteilung.

  • Ständeratskommission setzt Massstäbe für eine stärkere Kreislaufwirtschaft

    Ständeratskommission setzt Massstäbe für eine stärkere Kreislaufwirtschaft

    Die Kommission folgt grösstenteils den Beschlüssen des Nationalrates, hält aber am Monopol der Kantone für die Entsorgung von Siedlungsabfällen fest. Sie stimmt zu, dass private Sammlungen durch Unternehmen nur mit Genehmigung des Bundesrates für bestimmte Abfallarten zulässig sind. Dies soll sicherstellen, dass die öffentliche Hand nicht einspringen muss, falls private Sammlungen aufgrund wirtschaftlicher Unrentabilität eingestellt werden.

    Die Kommission spricht sich zudem für eine Stärkung der Wiederverwendung von Abfällen aus und setzt sich für eine Gleichstellung der Wiederverwendung mit der stofflichen Verwertung ein. Eine Minderheit fordert sogar eine höhere Priorität für die Wiederverwendung. Hinsichtlich der stofflichen Verwertung von Abfällen wird betont, dass Verpflichtungen nur unter bestimmten Bedingungen gelten.

    Im Gegensatz zum Nationalrat lehnt die Kommission eine Entpackungspflicht für unverkaufte biogene Produkte ab, da sie den ökologischen Nutzen als gering und die wirtschaftlichen Kosten als hoch einschätzt. Des Weiteren wird eine lebenszyklus-orientierte Betrachtung der Umweltbelastung von Produkten und Gebäuden hervorgehoben.

    In Bezug auf Altlastensanierungen im Rahmen der Teilrevision des Umweltschutzgesetzes (22.085) stimmt die Kommission nicht allen Vorschlägen des Bundesrates zu, erweitert jedoch die Bundesabgeltungen für bestimmte Altlasten-Standorte.

    Zusätzlich hat die Kommission Massnahmen zur Lärmbekämpfung erörtert, darunter lärmabhängige Gebühren für Flughäfen und die Möglichkeit für Gemeinden, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h festzulegen.

    Die Sitzung unter dem Vorsitz von Ständerätin Adèle Thorens Goumaz fand am 16. November 2023 statt, wobei Bundesrat Albert Rösti teilweise anwesend war.

  • ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    Die Dozentur Bautechnologie und Konstruktion der ETH Zürich (BUK ETHZ) hat eine Kooperation mit der Klimastiftung Schweiz initiiert, um innovative, klimafreundliche Baustoffe und Baumethoden voranzutreiben. Diese Zusammenarbeit beinhaltet die Beurteilung von Förderanträgen sowie die Bekanntmachung und Markteinführung geförderter Innovationen.

    Die Notwendigkeit, den Immobiliensektor an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen, treibt diese Initiative voran. Durch die Prüfung der Praktikabilität neuer Materialien und Methoden an Pilotprojekten und deren Demonstration will die BUK ETHZ das Risiko für Erstanwendungen im Baubereich mindern. Dabei wird die Klimastiftung finanzielle Unterstützung leisten, um die Markteinführung zu erleichtern.

    Beispielhaft für die Art der geförderten Innovationen sind Spin-offs wie FenX, das mineralische Abfälle in nachhaltige Dämmstoffe umwandelt, und Oxara, das zementfreie Zusatzmittel und Bindemitteltechnologien für das Upcycling von Bauschutt entwickelt. Beide Projekte wurden bereits von der Klimastiftung unterstützt. Daniel Studer und Daniel Mettler von der BUK ETHZ betonen die Bedeutung dieser Kooperation für die Transformation der Baubranche.

  • ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    ETH und Klimastiftung kooperieren bei Innovationen am Bau

    Die Dozentur Bautechnologie und Konstruktion (BUK ETHZ) an der ETH und die Klimastiftung Schweiz arbeiten künftig hinsichtlich klimafreundlicher Baustoffe und Methoden zusammen. Laut einer gemeinsamen Medienmitteilung umfasst die Kooperation die Beurteilung der bei der Klimastiftung eingehenden Förderanträge sowie die Bekanntmachung der Fördermöglichkeiten und der geförderten Innovationen.

    Neue klimafreundliche Materialien und Baumethoden seien notwendig für die Klimaadaption des Immobiliensektors. Um sie marktfähig und bekannt zu machen, müssten innovative Lösungen an Pilotprojekten getestet und demonstriert werden. Die BUK ETHZ werde die Praktikabilität von Innovationen ergänzend zur Klimastiftung Schweiz abschätzen und damit das Restrisiko vermindern helfen. Finanzielle Schwachpunkte könne die Klimastiftung ausgleichen.

    «Erstanwendungen im Baubereich sind immer eine schwierige und risikoreiche Phase für neue Produkte und Methoden», werden die beiden Dozenten Daniel Studer und Daniel Mettler von der BUK ETHZ zitiert. «Mit dieser Kooperation können wir da einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Baubranche liefern. Das zeigen Spin-offs wie FenX oder Oxara aus dem Umfeld der ETH, die von der Klimastiftung gefördert wurden.»

    FenX verwandelt mineralische Abfälle in leistungsstarke und nachhaltige Dämmstoffe für die Bauindustrie. Oxara entwickelt zementfreie Zusatzmittel und Bindemitteltechnologie, die das Upcycling von Bauschutt und Aushubmaterialien in einer Vielzahl von Beton- und Blockanwendungen ermöglicht.

  • Berner Kantonalbank kooperiert mit Neustark

    Berner Kantonalbank kooperiert mit Neustark

    Die Berner Kantonalbank (BEKB) fördert CO2-Speicheranlagen in der Region Bern-Solothurn. Dazu hat sie laut ihrer Medienmitteilung eine Kooperation mit dem Berner Start-up Neustark vereinbart. Sie soll dessen innovative Technologie zur dauerhaften Speicherung von CO2 in Abbruchbeton unterstützen. Damit sollen in den nächsten zehn Jahren rund 1000 Tonnen CO2 im Wirtschaftsgebiet der BEKB aus der Atmosphäre entfernt werden.

    Neustark, eine 2019 gegründete Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, ist laut der Mitteilung das erste Unternehmen weltweit, das die Kohlenstoffentfernung durch Mineralisierung in Abbruchbeton in die kommerzielle Praxis umgesetzt und ein Netz von Speicheranlagen eingerichtet hat. Im Sommer 2023 wurde im Solothurnischen Biberist die bis anhin grösste Anlage im Wirtschaftsgebiet der BEKB in Betrieb genommen. Weitere Anlagen in der Region sind in Planung. „Durch unsere Zusammenarbeit fördern wir nicht nur innovative Technologien zur Erreichung der Klimaziele, wir tragen auch zur Kreislaufwirtschaft in der Region bei und ermöglichen es, CO2-Emissionen im eigenen Wirtschaftsraum permanent zu entfernen“, wird BEKB-CEO Armin Brun zitiert.

    Im Jahr 2022 betrugen die betrieblichen CO2-Emissionen der BEKB 1153 Tonnen. Diese sollen mittels verschiedener Massnahmen weiter reduziert werden. Durch diese Kooperation mit Neustark wird die Bank ab 2024 jährlich 100 Tonnen CO2 der Betriebsemissionen im eigenen Wirtschaftsgebiet dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um die geschätzten Restemissionen, die für die BEKB unvermeidbar sind und auch in Zukunft nicht reduziert werden können.

  • ETH-Projekt will ultra-grünen Beton weltweit zugänglich machen

    ETH-Projekt will ultra-grünen Beton weltweit zugänglich machen

    Die ETH will mit ihrem Projekt Ultra Green Concrete erreichen, dass CO2-armer Hochleistungsbeton allgemein zugänglich wird. Dabei nehmen die Forschenden um Franco Zunino, Senior Scientist am ETH-Institut für Baustoffe, einen Ansatz der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne auf: Dort wurde eine Zementformulierung (LC3) von 50 Prozent Klinker mit einer Kombination aus gebranntem Ton und Kalkstein gefunden, die im Vergleich zu herkömmlichem Zement etwa 40 Prozent CO2 einspart. Zunino war an dieser Entwicklung beteiligt.

    Nun setzt er im ETH-Projekt auf eine zweite Strategie, um CO2 einzusparen: auf die Reduzierung des Zementanteils im Beton. Diese Doppelstrategie biete Flexibilität, um kohlenstoffarme Betonzusammensetzungen an individuelle Märkte anzupassen, heisst es in einer Mitteilung der ETH. „Ideal wäre es, beides gleichzeitig umzusetzen“, wird Zunino zitiert. Doch sei dies in einigen Märkten schwierig, „da Produktionskapazitäten und Infrastruktur aufgebaut werden müssen. Dennoch besteht die Möglichkeit, zumindest einen davon zu realisieren und trotzdem CO2 einzusparen.“

    Laut Berechnungen von Zunino und seinem Team kann der CO2-Ausstoss von ultra-grünem Beton von 300 auf etwa 80 bis 100 Kilogramm pro Kubikmeter gesenkt werden, ohne Kompromisse bei der Leistung des Materials. Deshalb gibt es seiner Ansicht nach in industrialisierten Ländern keinerlei Ausreden dafür, nicht umgehend auf das neue, nachhaltigere Baumaterial umzusteigen.

    Zudem sei der CO2-arme Zement langlebiger und kostengünstiger als herkömmlicher. Dessen Produktion läuft den Angaben zufolge bereits in sieben Zementwerken weltweit. Zunino ist überzeugt, dass LC3 in zehn Jahren die am weitesten verbreitete Zementart weltweit sein wird.

  • Impact Acoustic und atelier oï kreieren akustische Leuchte

    Impact Acoustic und atelier oï kreieren akustische Leuchte

    Aus der Zusammenarbeit von Impact Acoustic und atelier oï ist die nachhaltige akustische Leuchte Oloïd entstanden, die „akustische Spitzenleistungen mit intuitivem Design verbindet“. Wie es in einer Medienmitteilung von Impact Acoustic weiter heisst, hätten beide ihr Fachwissen in den Bereichen Akustik, Materialwissenschaft und Designinnovationen in den Entstehungsprozess eingebracht. Das „innovative Design“ von Oloïd „gepaart mit hervorragender Akustik“ definiere „die Art und Weise, wie Licht und Klang interagieren, neu“.

    Oloïd nutzt die Fähigkeiten der ARCHISONIC Felt-Paneele, dem von Impact Acoustic entwickelten Hochleistungsschallabsorber aus rezyklierten Einweg-PET-Flaschen. „Um organische Formen zu schaffen, mussten wir die Grenzen der Beschaffenheit des Materials ausreizen“, wird Aurel Aebi, einer der atelier oï-Gründer, auf der Internetseite von Impact Acoustic zitiert. „Unser Ziel bei der Zusammenarbeit mit Impact Acoustic war es auch, ein Verständnis für die im Produktionsprozess verwendete Maschine zu erlangen und ihr Potenzial für neue, kreative Anwendungen zu erkunden.“

    Diese Zusammenarbeit sei faszinierend gewesen, so Sven Erni, Mitgründer von Impact Acoustic, „da wir die Metamorphose unseres Materials beobachten konnten. Ermöglicht wurde dies durch eine besondere Schnitttechnik in bestimmten Winkeln und die geschickte Faltung der Platten.“

    Impact Acoustic hat in diesem Jahr in der von den Schweizer Wirtschaftsmagazinen „Bilanz“ und „PME“ und dem Marktforschungsinstitut Statista erstellten Rangliste der innovativsten Unternehmen der Schweiz 2024 den ersten Platz unter allen Unternehmen des Bauwesens, den ersten Platz unter allen Unternehmen der Zentralschweiz und den 11. Platz unter allen Unternehmen der Schweiz belegt.

  • Pionierarbeit im ESG-Datenmanagement für die Immobilienbranche

    Pionierarbeit im ESG-Datenmanagement für die Immobilienbranche

    Angesichts des hohen Beitrags der Immobilienbranche zu den globalen Treibhausgasemissionen ist es dringend erforderlich, effiziente Lösungen zur Reduzierung dieser Emissionen zu finden. Wincasa hat sich dieser Aufgabe angenommen und unterstützt seine Klienten aktiv auf dem Weg zu Netto-Null Emissionen. Dabei stösst man auf die Komplexität der Datenerfassung und -verwaltung im Bereich der Nachhaltigkeit, insbesondere angesichts der diversen Datenquellen und der Anforderungen an die Datenqualität.

    Die ESG-Datenmanagement-Plattform
    Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat Wincasa in Kooperation mit Novalytica eine ESG-Datenmanagement-Plattform entwickelt. Diese Plattform ermöglicht die Integration verschiedenster Datenquellen und die Auswertung gemäss internationalen Reporting-Standards. Ein wesentliches Merkmal der Plattform ist die Kombination aus künstlicher und menschlicher Intelligenz zur automatisierten Prüfung der Datenqualität.

    Innovative Werkzeuge auf der Plattform
    Ein Schlüsselelement der Plattform ist der Zirkularitätsindex, ein Werkzeug zur Bewertung der Wiederverwendbarkeit von Materialien in Gebäuden. Dieses Tool ermöglicht es, den Umweltschutz und die Wirtschaftlichkeit von Bauprojekten Hand in Hand zu bewerten. Darüber hinaus erleichtert der Einsatz von Materialpässen in der Bauplanung die Identifizierung von nachhaltigen und kosteneffizienten Bauvarianten, indem sie eine detaillierte Übersicht über Baustoffe und ihre Eigenschaften bieten.

    Zukunftsperspektiven und Impact
    Durch die Einführung dieser Plattform leistet das Unternehmen einen bedeutenden Beitrag zur Förderung umweltbewussten und ressourcenschonenden Bauens in der Immobilienbranche. Die Plattform stellt nicht nur ein Instrument zur Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards dar, sondern ebnet auch den Weg für zukunftsorientierte, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Bauweisen.

  • Neue Ära der Umweltpolitik

    Neue Ära der Umweltpolitik

    Die UREK-N hat den Entwurf des CO2-Gesetzes für 2025-2030 mit einer Mehrheit von 18 zu 7 Stimmen angenommen. Dieser Entwurf beinhaltet die Halbierung der Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2030 im Vergleich zu 1990, wobei 75% der Reduktionen im Inland erzielt werden sollen. Die Kommission unterstützt viele Aspekte des Bundesrates, wie das Festhalten am maximalen CO2-Abgabebetrag von 120 Franken pro Tonne und lehnt eine Erhöhung ab.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung erneuerbarer Energien. Die Kommission hat vorgeschlagen, bis zu 45 Millionen Franken aus dem Ertrag der CO2-Abgabe für diesen Zweck zu verwenden, einschliesslich der Unterstützung von Anlagen zur saisonalen Energiespeicherung. Auch die Elektromobilität wird gefördert, indem die Basisinstallation von Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge unterstützt wird, mit einem Budget von maximal 20 Millionen Franken pro Jahr.

    Im Bereich des Strassenverkehrs schlägt die Kommission eine reduzierte leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für emissionsarme Lastwagen vor, die mit Elektro-, Wasserstoff- oder erneuerbaren Treibstoffen betrieben werden. Bei den Emissionsvorschriften für neue Fahrzeuge setzt die Kommission konkrete Zwischenziele für Personenwagen fest, um eine lineare jährliche Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen.

    Zur Förderung erneuerbarer Treibstoffe im Luftverkehr plant die Kommission, eine Beimischpflicht für erneuerbare Flugtreibstoffe einzuführen und eine Abgabe für Flüge von Privat- und Businessjets einzuführen.

    Die UREK-N hat auch wichtige Entscheidungen zum Beschleunigungserlass getroffen, der darauf abzielt, die Genehmigungsverfahren für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu beschleunigen. Die Kommission unterstützt den Bundesratsentwurf weitgehend, fordert aber einige Ergänzungen, um die Einbindung von Standortgemeinden in das Verfahren zu gewährleisten.

    Insgesamt setzt die UREK-N mit diesen Entscheidungen ein starkes Zeichen für den Umweltschutz und die Förderung erneuerbarer Energien in der Schweiz.

    Die Kommission hat vom 6. bis 8. November 2023 unter dem Vorsitz von Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP/FR) und teilweise in Anwesenheit von Bundesrat Albert Rösti in Bern getagt.

  • ViLICHT setzt auf Nachhaltigkeit und Gemeinschaft

    ViLICHT setzt auf Nachhaltigkeit und Gemeinschaft

    Die Kernfrage des urbanen Wandels ist oft, wie ein Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Umwelt gefunden werden kann. In diesem Sinne ist Chur West ein Labor für neue Ansätze im Stadtmanagement. Mit dem Projekt sollen nicht nur die Verkehrsnetze ausgebaut und optimiert, sondern auch Raum für Kreativität, kulturelle Veranstaltungen und nachhaltiges Wohnen geschaffen werden. Die Nähe zu wichtigen Verkehrsknotenpunkten wie dem Bahnhof macht den Stadtteil besonders für Pendler attraktiv und fördert so auch die lokale Wirtschaft.

    «ViLICHT» ist ein mehrdimensionales Mobilitätskonzept. Neben dem Ausbau des ÖPNV werden auch nachhaltige Mobilitätskonzepte wie Radwege und Elektrotankstellen in die Planungen einbezogen. Davon profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch die Lebensqualität durch weniger Lärm und Luftverschmutzung.

    Aber auch der soziale Aspekt spielt bei der Entwicklung von Chur West eine wichtige Rolle. Neue Wohnkonzepte, die sowohl bezahlbaren Wohnraum als auch hochwertige Architektur bieten, sind Teil des Konzepts. Hinzu kommen Bildungseinrichtungen und soziale Dienstleistungen, die eine lebendige und vielfältige Gemeinschaft fördern. Veranstaltungsorte, Parks und Freizeitangebote sollen Chur West zu einem Ort machen, an dem man nicht nur wohnt, sondern lebt.

    Das Projekt ist somit mehr als ein Stadtentwicklungsplan. Es ist ein ganzheitliches Konzept, das Stadtentwicklung als interdisziplinäre Herausforderung begreift und ihr mit kreativen, nachhaltigen Lösungen zu begegnen versucht. Die Partnerschaft zwischen der Stadt Chur und der RhB unterstreicht dabei die Bedeutung einer durchdachten, kooperativen Planung. Durch diese Zusammenarbeit können Synergien geschaffen werden, die sich sowohl auf den Verkehrsbereich als auch auf die gesamte Stadtentwicklung positiv auswirken.

    Der Aufstieg von Chur West zu einem zweiten urbanen Zentrum ist also kein Zufall, sondern das Ergebnis sorgfältiger Planung und innovativer Ansätze. In einer Zeit, in der Städte weltweit vor grossen Herausforderungen stehen, kann Chur West als Modell für eine nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung dienen.

  • Limehome kommt in die Schweiz

    Limehome kommt in die Schweiz

    Das Münchner HospitalityTech limehome expandiert in die Schweiz. Für den Markteintritt habe sich der Anbieter von digitalisierten Design-Apartments zusammen mit einer Schweizer Investorengruppe ein Projekt unweit der Bahnhofstrasse in Zürich gesichert, informiert limehome in einer Mitteilung. Hier sollen in einem bestehenden Gebäude auf vier Stockwerken limehome-Apartments entstehen. Die Suiten können voraussichtlich ab Mitte 2024 gebucht werden.

    Gleichzeitig mit dem Markteintritt in die Schweiz weitet limehome seine Präsenz auch auf Italien und Griechenland aus. «Wir wollen unser aussergewöhnliches Gasterlebnis langfristig in ganz Europa anbieten», wird limehome-CEO Josef Vollmayr in der Mitteilung zitiert. Neben dem Freizeittourismus ist der Wirtschaftsstandort Zürich für das Unternehmen dabei auch als attraktives Ziel für Geschäftsreisende interessant.

    Langfristig will limehome sein Angebot auf möglichst viele auch kleinere Städte ausdehnen. Dafür suche das Unternehmen derzeit europaweit an über 500 Orten nach neuen Projekten, erläutert Ricky Bichel, Head of International Expansion bei limehome. «Erste vielversprechende Gespräche mit Partnern führen wir bereits zum Beispiel in der Schweiz.»

  • SSF legt ESG-Leitfaden für Investitionen in Immobilien vor

    SSF legt ESG-Leitfaden für Investitionen in Immobilien vor

    SSF bietet mit ihrer neuen Veröffentlichung einen Leitfaden dafür, wie Nachhaltigkeitsfaktoren in direkte Immobilienanlagen integriert werden können. Die SSF Spotlight-Publikation mit dem Titel Sustainable Real Estate Investments bietet einer Medienmitteilung zufolge konkrete Anleitungen, wie Investitionsentscheidungen mit den ESG (Environmental, Social, Governance)-Kriterien für nachhaltiges Wirtschaften in Einklang gebracht werden können. Ausserdem soll sie in der vielfältigen Landschaft der Labels, Benchmarking- und Monitoring-Werkzeuge Orientierung geben. Die Publikation wurde in Zusammenarbeit mit der ZHAW School of Management and Law der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) erstellt.

    SSF verweist darauf, dass Wohn- und Geschäftsgebäude fast für ein Viertel der CO2-Emissionen der Schweiz verantwortlich sind. Und sie betont, dass die Einbeziehung von Nachhaltigkeit in Immobilien zahlreiche Vorteile mit sich bringe: höhere Mieteinnahmen, geringere Leerstandsquoten, eine verbesserte betriebliche Effizienz von Immobilienanlagen und -portfolios sowie eine attraktive wirtschaftliche Positionierung.

    „Angesichts der Tatsache, dass sich die Schweiz nun rechtlich zum Netto-Null-Ziel verpflichtet hat, ist es für Immobilieninvestoren von entscheidender Bedeutung, klare Strategien zu entwickeln, um den CO2-Fussabdruck ihres Portfolios zu reduzieren“, wird SSF-CEO Sabine Döbeli zitiert. Darüber hinaus könne die Integration von ESG-Faktoren in Risikoanalysen Risiken senken, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelt- und Marktschwankungen erhöhen und zu einem stabileren Investitionsumfeld beitragen.

  • FHNW lanciert drei neue Studiengänge zu Nachhaltigkeit

    FHNW lanciert drei neue Studiengänge zu Nachhaltigkeit

    Die Fachhochschule Nordwestschweiz bietet ab diesem Herbst drei neue Studienrichtungen im Bachelorstudiengang Energie- und Umwelttechnik an. Laut einer Medienmitteilung sollen die Studierenden darin das Rüstzeug erhalten, um Lösungen zu aktuellen Nachhaltigkeitsherausforderungen zu entwickeln. Das Studium ist in Vollzeit, Teilzeit, berufsbegleitend oder als praxisintegriertes Bachelorstudium möglich. In Projekten mit Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft soll ein Praxisbezug vermittelt werden.

    Die drei neuen Studiengänge, die am Campus Brugg-Windisch und in Muttenz BL angeboten werden, sind: Nachhaltige Gebäude und Städte, Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement sowie Erneuerbare Energien und Energiesysteme.

    Zur Studienrichtung Nachhaltige Gebäude und Städte heisst es, Gebäude seien für rund 40 Prozent des Energieverbrauchs der Schweiz verantwortlich und binden enorme Mengen an Rohstoffen, die bislang noch ungenügend in einem Kreislaufprozess wiedergewonnen und aufbereitet werden. Gleichzeitig zeigen die Hitzesommer, wie wichtig intelligent geplante und optimierte Städte sind, um hohen Temperaturen entgegenzuwirken.

    Intelligente, möglichst geschlossene Kreisläufe und ein ökologisch wie sozial nachhaltiger Umgang mit Ressourcen stehen im Fokus der Studienrichtung Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement. Eine zukunftsfähige Wirtschaft müsse sich am zirkulären Gedanken ausrichten.

    Um die Energiezukunft dreht sich die Studienrichtung Erneuerbare Energien und Energiesysteme. Studierende erhalten das nötige Werkzeug, um innovative technische Lösungen zu gestalten wie Photovoltaik, Wind und Wasser, aber auch das gesamte Energiesystem von Steuerung und Regelung bis Übertragung, Speicherung und Umwandlung wie beispielsweise Power-to-Gas.

  • Förderung von Energieeffizienz: Zwei Schweizer Plattformen intensivieren ihre Zusammenarbeit

    Förderung von Energieeffizienz: Zwei Schweizer Plattformen intensivieren ihre Zusammenarbeit

    Zahlreiche Organisationen und Verbände engagieren sich leidenschaftlich für die Energiewende. Die gemeinsamen Anstrengungen und die Kollaboration verschiedener Akteure erzeugen Synergien, die für eine wirkungsvollere Sensibilisierung sowohl von Fachpersonal als auch der allgemeinen Bevölkerung genutzt werden können. In diesem Kontext sind wir erfreut, die intensivierte Kooperation zwischen energie-cluster.ch und energieportalschweiz.ch anzukündigen!

    Der energie-cluster.ch, als landesweit anerkannte Plattform für Bildung und Wissenstransfer, trägt massgeblich zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 der Schweiz bei. Es handelt sich hierbei um ein renommiertes Netzwerk, das auf eine CO₂-neutrale Energiezukunft abzielt und kontinuierlich Schulungen, Fachveranstaltungen und Events zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien organisiert. Durch die intensive Kooperation mit diversen Akteuren aus Industrie, öffentlichem Sektor und Bildungseinrichtungen unterstützt energie-cluster.ch den Wirtschaftsstandort Schweiz und fördert innovative, CO₂-neutrale Produkte und Lösungen.

    Das energieportalschweiz.ch hingegen fokussiert sich auf Energieeffizienz und stellt eine optimal ergänzende Plattform dar, die über alle Aspekte der Gebäudetechnik informiert. Es bietet einen Überblick über verschiedene Einsatzmöglichkeiten, von Wärmeerzeugung und Photovoltaik bis hin zu Stromspeichern und Gebäudeautomation. Zudem sind aktuelle Nachrichten, Veranstaltungshinweise und eine Liste offener Stellen in der Gebäudetechnik- und Energiebranche auf der Plattform zu finden. Die Plattform hilft auch bei der Suche nach Beratern, Planern und Installationsunternehmen und bietet Informationen zu Fördermitteln, Fachkräften und Weiterbildungsmöglichkeiten der Branche. Hersteller und Verbände berichten über aktuelle Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten technischer Gebäudeausstattungen, sodass Besucher sich mit qualitativ hochwertigen Informationen weiterbilden können.

    In Zukunft werden der energie-cluster.ch und das energieportalschweiz.ch ihre Kooperation verstärken, um ein breiteres Publikum für die essenziellen Aspekte des CO2-neutralen Gebäudebestands zu sensibilisieren und gemeinsam die Energiewende erfolgreich umzusetzen.

  • Innovative Erweiterungen im Bachelor für Energie- und Umwelttechnik

    Innovative Erweiterungen im Bachelor für Energie- und Umwelttechnik

    Mit der Einführung von «Nachhaltige Gebäude und Städte», «Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement» sowie «Erneuerbare Energien und Energiesysteme» reagiert die FHNW auf die wachsende Notwendigkeit, Ingenieurinnen und Ingenieure mit einem breitgefächerten und interdisziplinären Wissensspektrum für die nachhaltige Gestaltung unserer Zukunft auszubilden.

    Zukunftsorientierte Bau- und Stadtplanung
    Die Energieeffizienz von Gebäuden und die umweltfreundliche Entwicklung urbaner Räume stehen im Zentrum dieser Studienrichtung. Der Lehrplan ist darauf ausgerichtet, Fachwissen in der effizienten Energienutzung, nachhaltigen Baumaterialien und klimagerechter Stadtentwicklung zu vermitteln, um den Herausforderungen wie Überhitzung in Städten mit intelligenten Lösungen zu begegnen.

    Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement
    Die Studierenden werden in dieser Fachrichtung mit den Grundlagen und fortgeschrittenen Konzepten der Kreislaufwirtschaft und des Ressourcenmanagements vertraut gemacht, um die Effizienz von Materialkreisläufen zu steigern und umwelt- sowie sozialverträgliche Produktionsmethoden zu fördern.

    Erneuerbare Energien und Energiesysteme
    Hier fokussiert sich das Curriculum auf die Bereiche der regenerativen Energietechnologien und der intelligenten Energiesysteme. Studierende lernen die Grundlagen der Energiewandlung und -speicherung kennen und setzen sich mit innovativen Techniken wie Power-to-Gas auseinander, um die Energieversorgung zukunftsfähig zu machen.

    Praxisorientiertes Lernen
    Alle drei Studienrichtungen legen einen starken Fokus auf die praktische Anwendung. Durch Projekte, die in Kooperation mit Unternehmen durchgeführt werden, können die Studierenden ihr theoretisches Wissen in echten Arbeitssituationen anwenden und sich so optimal auf die Berufswelt vorbereiten.

    Studienorte und -modelle
    Die FHNW bietet das Grundstudium dieser Studienrichtungen an den modernen Campusstandorten Brugg-Windisch und Muttenz an. Flexibilität wird grossgeschrieben: Das Studium kann in Vollzeit, Teilzeit, berufsbegleitend oder als praxisintegriertes Programm absolviert werden, um den Bedürfnissen aller Studierenden gerecht zu werden.

  • Die clevere Alternative zu Erdgas und Heizöl in Ilanz

    Die clevere Alternative zu Erdgas und Heizöl in Ilanz

    Die Komplexität und raschen Veränderungen stellen nicht nur Immobilieneigentümerschaften und Unternehmen vor Herausforderungen, sondern auch Gemeinden und Städte. Nah- und Fernwärmenetze werden als intelligente Alternative zu Erdgas und Heizöl immer wichtiger, da sie alle Anforderungen erfüllen und zusätzlich lokale Wertschöpfung ermöglichen.

    Vielseitige Energiequellen
    Nah- und Fernwärmenetze können mit verschiedenen Energiequellen betrieben werden und sind daher nahezu überall umsetzbar. Eine potenzielle Quelle ist die Abwärme von Abwasserreinigungsanlagen. Darüber hinaus können erneuerbare und lokal verfügbare Energiequellen wie Erdwärme, Holz, Grundwasser sowie See- und Flusswasser als Wärme- oder Kältequelle genutzt werden. Diese Energieträger müssen nicht importiert werden. Im Verbund können auch verschiedene Energiequellen kombiniert werden, was die Versorgungssicherheit erhöht.

    Verschiedene Verbundtypen
    Nah- und Fernwärmenetze können nach ihrer Grösse und Ausrichtung unterschieden werden. Nahwärmenetze versorgen äusserst effizient mehrere Gebäude, während Fernwärmenetze über grössere Entfernungen ganze Stadtteile oder Gemeinden versorgen. Technisch gesehen sind die Unterschiede zwischen Nah- und Fernwärme gering, da sie weitgehend identisch funktionieren.

    Umfassender Service
    Durch die Partnerschaft mit ewz haben Immobilieneigentümerschaften, in diesem Fall Ilanz, einen erfahrenen und zuverlässigen Energiedienstleister an ihrer Seite. Dieser übernimmt alle Aufgaben von der Planung und Finanzierung bis zur Umsetzung und dem Betrieb von Nah- oder Fernwärmenetzen. Dank langjähriger Erfahrung und einem Expertennetzwerk werden individuell passende Lösungen für Projekte in der gesamten Schweiz entwickelt.

  • Swiss Cobra reduziert Umweltbelastung von Cheminées

    Swiss Cobra reduziert Umweltbelastung von Cheminées

    Swiss Cobra will Cheminées mit einem patentierten Edelstahlständer revolutionieren. Mit seinem Produkt namens Cheminée Cobra lassen sich die Hölzer gezielt parallel zueinander positionieren. Damit kann das Luft-Gasgemisch um die Hölzer strömen. Der Ständer „erleichtert nicht nur das Anzünden und verschönert das Flammenbild, sondern leistet zusätzlich einen beeindruckenden Beitrag zum Umweltschutz”, wie Christian Schmid, Geschäftsführer von Swiss Cobra, in einer Mitteilung erklärt.

    Der Beitrag von Cheminée Cobra zum Umweltschutz wurde nun auch im Rahmen einer vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) unterstützten Studie belegt. Diese attestiert dem Produkt laut Mitteilung eine Schadstoffreduktion von bis zu 40 Prozent. Schmid erklärt die Studienergebnisse auch im Detail. Demnach kann Cheminée Cobra Methangas (OGC) um bis zu 64 Prozent, Kohlenmonoxid (CO) bis zu 38 Prozent und Russ sowie Feinstaub um 24 Prozent reduzieren.

    Die vom BAFU im Rahmen der Umwelttechnologieförderung (UTF) unterstützte Studie ist von der akkreditierten Schweizer Prüfstelle für Holzfeuerung an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Windisch AG erstellt worden. Die detaillierten Ergebnisse können online eingesehen werden.

  • Nachhaltiger Baustoff und CO2-Senke für die Zukunft

    Nachhaltiger Baustoff und CO2-Senke für die Zukunft

    Beton ist in der Schweiz der am häufigsten verwendete Baustoff. KLARK könnte ihn nun auch zu einem Vorreiter in der Nachhaltigkeit machen, da das Produkt als CO2-neutral beworben wird. Der Beton vereint diese ökologischen Vorteile ohne Kompromisse bei der Materialqualität oder Verarbeitungsfähigkeit einzugehen. Das macht ihn zu einer attraktiven Option für den Hochbau.

    Der Schlüssel zur Klimafreundlichkeit liegt in der Beimischung von Pflanzenkohle, die aus unbehandeltem Restholz hergestellt wird. Durch ein spezielles Pyrolyseverfahren wird CO2 in der Pflanzenkohle langfristig gebunden, wodurch der Beton zu einer echten CO2-Senke wird. Ein Neubau eines Einfamilienhauses könnte so etwa so viel CO2 einsparen, wie ein durchschnittliches Auto in der Schweiz in einem Zeitraum von zehn Jahren emittiert.

    «Unsere Priorität liegt in der sinnvollen Verwertung aller Materialien,» sagt Christian Wengi von Logbau. «Deshalb haben wir intensiv in Forschung und Entwicklung investiert.»

    Die Produktentwicklung wurde von Experten der Ostschweizer Fachhochschule begleitet, die die optimale Rezeptur für den Beton ermittelt haben.

    Das Prinzip der Pflanzenkohle ist nicht neu und hat eine lange Geschichte. Sie wurde bereits in der Eisenzeit produziert und hat in den letzten Jahren durch zahlreiche wissenschaftliche Studien ein Revival erlebt. Roland Christen, Gründer von Infratrace, betont die Verfügbarkeit von Holzabfällen in der Schweiz als Kohlenstoffquelle und setzt sich für den offenen Zugang zu Forschungsergebnissen ein.

    Darüber hinaus könnte das Pyrolyseverfahren, mit dem die Pflanzenkohle hergestellt wird, zukünftig in Heizkraftwerken eingesetzt werden, die neben Wärme auch Gas produzieren.
    Neben dem Klimaschutz bietet der Beton durch die leicht dunklere Färbung durch die Pflanzenkohle auch interessante Designmöglichkeiten. Insgesamt zeigt das Beispiel KLARK, wie Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können, um die Baubranche grundlegend zu verändern.

  • Ina Invest erhält Gütesiegel für Nachhaltigkeit

    Ina Invest erhält Gütesiegel für Nachhaltigkeit

    Die Immobiliengesellschaft Ina Invest ist laut einer Medienmitteilung zum Sector Leader in der Development-Portfolioklasse „Diversified“ für die gesamte europäische Region nach dem Bewertungssystem von GRESB (Global Real Estate Sustainability Benchmark) ernannt worden. Das Prädikat wird einmal pro Jahr an Immobilien- und Infrastrukturunternehmen, Fonds und Anlagen mit besonderer Nachhaltigkeitsleistung vergeben.

    Der in der Mitteilung zitierte CEO Marc Pointet sieht das Gütezeichen als Beleg für die Nachhaltigkeitsstrategie. „GRESB Sector Leaders verkörpern die Vorreiter der Branche auf dem Weg zu einem Netto-Nullenergieverbrauch.“ Der Erfolg sei zurückzuführen auf die „starken Partner“ der Ina Invest. Insbesondere Implenia habe mit ihren „integrierten Immobilien- und Baudienstleistungen“ zu neuen Massstäben in Sachen Nachhaltigkeit beigetragen. Ina Invest ist eine Ausgliederung von Implenia.

    Wie aus der Mitteilung hervorgeht, ist der GRESB ESG (Environmental, Social, Governance)-Benchmark im laufenden Geschäftsjahr auf einen Bruttowert von mehr als 8,8 Billionen Dollar angewachsen und umfasst 2084 Immobilienunternehmen, 687 Infrastrukturanlagen und 172 Infrastrukturfonds.

  • Beton als nachhaltiger Umweltschützer

    Beton als nachhaltiger Umweltschützer

    Auch die größten Umweltsünder können zur Verbesserung beitragen, und diese Hoffnung erstreckt sich auch auf den „Klimasünder Beton“. Weltweit entfallen 6 bis 8 Prozent der von Menschen verursachten CO2-Emissionen auf die Produktion von Zement, einem unverzichtbaren Bindemittel für den vielseitigen Baustoff. Gleichzeitig hat Zement die Fähigkeit, das bei seiner Herstellung freigesetzte CO2 wieder chemisch zu binden, zumindest teilweise. Dieser Prozess, bekannt als „Karbonatisierung“, verwandelt Calciumhydroxid im Beton nach der Herstellung durch Einwirkung von CO2 in Kalkstein. Es ist jedoch ein langwieriger Prozess, der von verschiedenen Faktoren abhängt.

    Experten der Empa haben in Zusammenarbeit mit Partnern unter der Leitung der ETH Zürich im Projekt „DemoUpCARMA“ erforscht, ob und wie dieser Prozess in einem realen Betonwerk genutzt und beschleunigt werden kann. Sie haben eine spezielle Anlage in der Firma Kästli Bau AG im Kanton Bern installiert, die Recyclingmaterial aus abgebauten Betonkonstruktionen verwendet. Das CO2, das dieses Material „aufnimmt“, stammt aus der nahe gelegenen Kläranlage und wird in verflüssigtem Zustand geliefert. Es wird in einem speziellen Silo im Werk gespeichert und dann kontinuierlich dem Recycling-Granulat ausgesetzt, um die Aufnahme präzise zu messen.

    Die Forscher haben die Prozesse untersucht, die bei der CO2-Aufnahme des Recycling-Granulats ablaufen, und auch untersucht, wie sich Recyclingwasser, das bei der Reinigung von Betonfahrzeugen und Mischanlagen anfällt, zur Bindung von Kohlendioxid nutzen lässt. Tests haben überraschende Ergebnisse erbracht: Das behandelte Material zeigte deutliche Veränderungen unter dem Mikroskop, darunter die Bildung von Calciumcarbonat an der Oberfläche und eine Verringerung des Calciumgehalts in C-S-H, dem Hauptprodukt der Zementhydratation. Dies führte zu einer Steigerung der Druckfestigkeit des Recyclingbetons.

    Praxisversuche mit verschiedenen in der Schweiz häufig verwendeten Betontypen bestätigten diese Erkenntnisse. Das Recycling-Granulat mit karbonatisierten Beton-Granulaten erreichte höhere Festigkeiten als Vergleichsbetone mit unbehandeltem Recyclingmaterial. Die Ergebnisse zeigen, dass das Verfahren Beton auf zweifache Weise klimafreundlicher machen kann: durch die Aufnahme von CO2 und die Erhöhung der Festigkeit, was die Verwendung von Zement in Recyclingbetonen reduzieren könnte.

    Die Untersuchungen zeigen auch, dass die Feuchtigkeit einen wichtigen Einfluss auf die CO2-Aufnahme hat. Trockenere Recycling-Mischungen nehmen CO2 schneller auf als zu feuchte Mischungen. Dies wirft die Frage auf, ob der Prozess der Aussenlagerung von Recycling-Granulaten technisch optimiert werden sollte.

    Die positiven Ergebnisse zeigen, dass das Verfahren das Potenzial hat, die CO2-Emissionen im Betonsektor erheblich zu reduzieren. Es könnte bis zu 10 Prozent der Emissionen aus der Zementherstellung einsparen und den Zementgehalt in Recyclingbetonen um 5 bis 7 Prozent reduzieren, was zu einer Gesamtersparnis von gut 15 Prozent führen könnte.

    Die Nutzung von CO2 in Recyclingwasser zeigt ebenfalls Potenzial, wobei etwa 120 Gramm CO2 pro Kilogramm getrocknetem Material gebunden werden können. Dies führte ebenfalls zu einer geringen Steigerung der Festigkeit von Betonen, denen sie beigemischt wurden.

    Die Umsetzbarkeit dieser Ergebnisse in der Praxis, insbesondere in Betonwerken, ist noch offen und erfordert weitere Untersuchungen. Lebenszyklus-Analysen zeigen jedoch, dass karbonatisiertes Material den Treibhauseffekt netto um rund 13 Prozent reduzieren kann, verglichen mit herkömmlichem Beton mit Zement und ohne Recyclingmaterial. Bei Beton mit Recyclingmaterial liegt die Reduktion immerhin bei 9 Prozent, was ein vielversprechendes Potenzial darstellt.

  • So viel CO2 kann aussenliegender Sonnenschutz einsparen

    So viel CO2 kann aussenliegender Sonnenschutz einsparen

    Angesichts steigender Temperaturen und zunehmender Hitzeperioden ist aussenliegender Sonnenschutz als passive Massnahme ein unabdingbarer Baustein, um dem Klimawandel zu begegnen. Klar ist: Die Herausforderung wird immer grösser, für angenehme Temperaturen im Gebäude zu sorgen und es für Nutzer komfortabel zu halten – vor allem, wenn keine Klimaanlagen eingesetzt werden sollen. Denn ihr Einsatz ist energieintensiv und versursacht weitere CO2-Emissionen. Zudem erhitzt die Abwärme der Anlagen das Mikroklima im Stadtraum und verschärft den Temperaturanstieg damit zusätzlich.

    Ist eine Klimatisierung im Gebäude aber erforderlich, trägt der Sonnenschutz zu geringeren Kühllasten bei, und damit zu weniger Energiebedarf und letztlich CO2-Ausstoss.

    „Vor allem die Automatisierung des Sonnenschutzes garantiert ein optimales Ergebnis“ betont Markus Schwab. Der Bauphysiker von Warema berät Architekten und Fachplaner hinsichtlich Energie- und CO2-Einsparpotenziale durch Sonnenschutz-Systeme. „Nutzer steuern den Sonnenschutz oftmals zu spät, nämlich erst, wenn sich der Raum bereits spürbar aufgewärmt hat. Zudem reagiert ein automatisierter Sonnenschutz auch dann, wenn die Nutzer gar nicht anwesend sind“, so Schwab.

    Aber auch in nicht klimatisierten Gebäuden bringen Sonnenschutz-Systeme Vorteile hinsichtlich Energiebedarf und Nutzer-Komfort: Im Sommer wird der direkte Sonnenlichteinfall in den Raum verhindert und damit der Energieeintrag deutlich reduziert. Die Raumtemperatur bleibt angenehm kühl. In kalten Winternächten sorgen beispielsweise geschlossene Rollläden ebenfalls für ein Energie- und damit ein CO2-Einsparpotenzial: Zwischen Fenster und Rollladen bildet sich ein Luftpolster. Dieses reduziert den Wärmedurchgang und hilft, die Wärme im Gebäude zu halten. Zusätzlich lässt sich der Energieeintrag der Sonneneinstrahlung tagsüber nutzen bei gleichzeitigem Schutz vor Blendung. So kann der Heizenergiebedarf durch einen automatisierten Sonnenschutz um bis zu 30% reduziert werden (Studie Hauser im Auftrag IVRSA).

    CO2-Einsparpotenzial und Ausstoss gegenübergestellt
    Sonnenschutz-Produkte können also in ihrer Nutzungsphase CO2-Emissionen einsparen. Es entstehen jedoch auch Treibhausgase: bei der Rohstoffgewinnung, bei Produktion, Logistik und der Nutzung der Produkte sowie bei der Entsorgung. Um die Bilanz zwischen potenzieller Einsparung und Ausstoss zu klären, hat Warema den CO2-Fussabdruck seiner drei gängigsten Sonnenschutz-Lösungen analysiert: den Fenster-System Raffstore, den Vorbau-Rollladen und die Vorbau-Markise. Dabei hat das Unternehmen die gesamte produktbezogene Wertschöpfungskette betrachtet, vom Rohstoff bis zur Entsorgung.

    Die Grundlage der Berechnung bildet das international anerkannte Greenhouse Gas Protocol. Analysiert wurden alle drei Scopes, das heisst, sowohl direkte und indirekte Emissionen am Produktionsstandort sowie indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette.

    Bei den drei Sonnenschutzlösungen wurde jeweils eine mittlere, handelsübliche Produktgrösse und Ausführungsvariante angesetzt. Die Berechnung der potenziellen CO2-Einsparung bezieht sich auf einen Raum in einem Nichtwohngebäude (LxBxH 8,25m x 5,4m x 2,8m) mit einem Fensterflächenanteil von 70 Prozent (16,17m2) auf der Westseite. Für die aktive Kühlung wurden 22 Grad Celsius festgelegt. Angenommene Nutzungsdauer des Sonnenschutz-Produkts: 20 Jahre bzw. 10.000 Lastwechsel. Durchgeführt wurden die Berechnungen mit einem Tool der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG).

    Ein klares Argument für den Sonnenschutz
    Das Ergebnis: Die CO2-Emissionen der Sonnenschutz-Produkte liegen zwischen 265 und 293 kg CO2-Äquivalenten (CO2e). Die Fenstermarkise zeigt dabei den geringsten, der Rollladen den höchsten Ausstoss. In allen Fällen sorgen die zugekauften Rohstoffe für den Löwenanteil bei den CO2-Emissionen. Allein diese schlagen mit 82,4 bis 90,6 Prozent der Gesamtemissionen zu Buche. Auffällig ist, dass sich der Energie- und Wartungsbedarf einer motorisierten Lösung kaum auf die Emissionen auswirkt.

    Dem gegenüber steht das Einsparpotenzial während der Nutzungsphase: Es ist bis zu 28 Mal höher als der CO2-Ausstoss. Eine Fenstermarkise kann bei den oben beschriebenen Nutzungsbedingungen bis zu 7297 kg CO2e einsparen, eine Aussenjalousie – im Fachjargon Raffstore genannt – bis zu 5834 kg CO2e und ein Rollladen immerhin noch bis zu 3931 kg CO2e. Damit liegt das Potenzial für die CO2-Einsparung selbst beim Rollladen noch 13 Mal höher als der CO2-Ausstoss im gesamten Lebensweg.

    Mit diesen klaren Zahlen unterstreicht die Analyse noch einmal die Bedeutung des aussenliegenden Sonnenschutzes für das klimaresiliente Bauen – sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden. Dabei weist jedes Gebäude individuelle Merkmale auf und muss daher stets für sich betrachtet werden. Für Architekten und Fachplaner stehen daher bei Warema speziell geschulte Berater sowie Bauphysiker bereit: https://architects.warema.com/de-de/.

  • Pilotprojekt misst Potenzial von CO2 in Recyclingbeton

    Pilotprojekt misst Potenzial von CO2 in Recyclingbeton

    Ein Pilotprojekt unter Führung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat in Zusammenarbeit mit Fachleuten der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), des Wasserforschungsinstituts des ETH-Bereichs (Eawag), des Paul Scherrer Instituts (PSI) sowie der Firmen Kästli Bau aus Rubigen BE und neustark aus Bern und 18 weiteren Partnern gezeigt, dass bei mit CO2 begastem Betonabbruchgranulat rund 15 Prozent des Treibhausgases eingespart werden können, die bei seiner Herstellung erzeugt wurden.

    Insgesamt 10 Prozent davon erreichen die neuartigen Baustoffe, die mit karbonatisierten Beton-Granulaten angereichert wurden. Weitere 5 bis 7 Prozent können erzielt werden, weil das mit CO2 angereicherte Betongranulat die Zementverbindungen im Recyclingbeton fester macht als Normalbeton. Das haben aufwändige Messungen ergeben, die unter anderem durch Andreas Leemann von der Empa-Abteilung Concrete & Asphalt ausgeführt wurden: „Eine reaktive Phase also, die neu im Granulat entsteht und im Recyclingbeton eine höhere Festigkeit erzeugt. Das hat uns schon überrascht“, wird er in einer Medienmitteilung zitiert.

    Weiteres Potenzial zeigte auch die CO2-Behandlung des sogenannten Recyclingwassers aus Wasser, Zement und Sand, das bei der Reinigung von Betonfahrzeugen und Mischanlagen anfällt. Ein Kilogramm davon konnte die beachtliche Menge von 120 Gramm CO2-Gas binden. Lebenszyklus-Analysen haben resümiert, dass das karbonatisierte Material im Vergleich zu Beton mit herkömmlichem Zement und ohne Recyclingmaterial den Treibhauseffekt netto um rund 13 Prozent reduzieren kann. Bei Beton mit Recyclingmaterial liegt der Effekt noch bei 9 Prozent.

    Die Projektverantwortlichen stellen die Forschungsergebnisse beim sogenannten Closing-Event öffentlich vor. Er findet am 6. Dezember im Audi Max der ETH statt.