Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • «E-Ladestationen steigernden Wert einer Immobilie»

    «E-Ladestationen steigern
    den Wert einer Immobilie»

    Zur Person
    Marisa Timm setzt sich im Innovationsteam von Energie Zukunft Schweiz für die Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen ein. Sie berät zunehmend Immobilienbesitzende zu Fragen der Elektromobilität.

    Brauchen Immobilien Elektro-Ladestationen?
    Die Antwort ist einfach: Ja. Die Nachfrage nach Ladelösungen wird zunehmen. Nach Schätzungen des Verbands Swiss eMobility wird 2025 jeder zweite und bis 2035 fast jeder Neuwagen einen elektrischen Antrieb besitzen. Ladestationen steigern den Wert einer Immobilie. Sie sind eine langfristige Investition, die sich vollständig über die Parkplatzmiete amortisieren lässt.

    Welche Möglichkeiten gibt es zum Laden von Elektroautos?
    Es gibt zwei verschiedene Typen von Ladestationen. «Langsame» Stationen kommen zum Einsatz, wo das Auto über längere Zeit steht, etwa am Wohn- oder Arbeitsort oder der blauen Zone. «Schnelle» Stationen können eine Reichweite von 100 Kilometern in 6-30 Minuten laden.

    Welches Vorgehen empfiehlt sich für Ladestationen in Immobilien?
    Bei Immobilienportfolios oder Mehrparteiengebäuden lohnt es sich, von Anfang an ganzheitlich zu denkeniniert. Wenn Komponenten miteinander kompatibel sind und der Endausbau mitgedacht wird, spart das langfristig Kosten. Institutionellen Immobilienbesitzenden empfehlen wir, das Erarbeiten einer Strategie für den Ausbau der E-Mobilität.

    Wo liegt die Herausforderung des Ausbaus von Ladestationen mit mehreren Parteien?
    Je mehr Ladestationen es in einer Liegenschaft gibt, desto höher ist die potenzielle Belastung für die Hausanschlussleitungen. Um eine Überlastung des Hausanschlusses mit Folge eines Stromausfalls im Gebäude zu verhindern, kommt ein sogenanntes Lastmanagement zum Einsatz, das die Ladestationen in Abhängigkeit von den zu ladenden Autos und dem Stromverbrauch im Gebäude reguliert.

    Was gibt es beim Ausbau von Ladestationen für E-Autos sonst noch zu beachten?
    Es ist wichtig, die Bedürfnisse der Mieterinnen und Mieter zu kennen. Ausserdem müssen die Möglichkeiten des betroffenen Gebäudes berücksichtigt werden. Ein wichtiger Punkt, auf den wir bei der Beratung zum Ausbau von Ladestationen achten, ist das Synergiepotenzial im Gebäude: Können Elektroautos mittels Solarstrom vom Dach geladen werden?

    Welche Hilfsmittel gibt es für den Ausbau von Ladestationen?
    Wir haben eine Marktübersicht zu Energiemanagementsystemen erstellt, die die Funktionen verschiedener Anbieter vergleicht. Damit liefern wir eine Entscheidungsgrundlage bei der Suche nach einem System. Für den Ausbau liefert das anerkannte Merkblatt SIA 2060 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins klare Empfehlungen. Wir haben ein Pilotprojekt durchgeführt, um Bedürfnisse von Mietenden und Vermietenden besser zu verstehen. Darauf aufbauend erarbeiten wir mit Partnern weitere Hilfsmittel wie Merkblätter, die bald zur Verfügung stehen.

    Über Energie Zukunft Schweiz
    Die Energie Zukunft Schweiz AG (EZS) treibt nachhaltige Energieprojekte voran und begleitet professionelle Immobilienakteure dabei, ihr Netto-Null-Ziel praxisnah und rentabel zu erreichen. Die Expertinnen und Experten von EZS sind als neutrale Beratende insbesondere im Bereich Dekarbonisierung der Wärmeversorgung sowie Solarstrom Eigenverbrauch aktiv.

  • Der Binding Preis für Biodiversität2022 geht an Stadtgrün Bern

    Der Binding Preis für Biodiversität
    2022 geht an Stadtgrün Bern

    Das Projekt «Natur braucht Stadt» von Stadtgrün Bern gewinnt aus 22 eingereichten Projekten den mit 100’000 Franken dotierten Binding Preis für Biodiversität. Das als Themenjahr organisierte Projekt war erfolgreich, weil Stadtgrün Bern und seine Fachstelle Natur und Ökologie mit einem attraktiven Aktionspaket Institutionen, Organisationen und Menschen für ein gemeinsames Ziel – die Förderung der Biodiversität – gewinnen konnten.

    Alle packten mit an
    Beteiligt haben sich neben städtischen Stellen u.a. das Naturhistorische Museum, der Tierpark Bern, der Botanische Garten, verschiedenste Organisationen, aber auch viele private Balkongärtnerinnen und Gartenbesitzer. Die Massnahmen umfassten ökologische Aufwertungen im öffentlichen Raum und auf privaten Flächen sowie über 50 Veranstaltungen wie Führungen, Ausstellungen, Konzerte.

    Vom Wissen zum Handeln für Private
    Sieben Stadtspaziergänge mit 80 Infotafeln, mit einem interaktiven Stadtplan und künstlerische Interventionen zeigten auf, wie wertvolle Stadtnatur aussieht. Die Aktionen «BiodiversitätsGarten» und «BiodiversitätsBalkon» animierten Private, ihre Gärten und Balkone umzugestalten. Mit «KlimaBalkon» wurde aufgezeigt, wie Biodiversität, Verbesserung des Klimas und Lebensqualität zusammenhängen. Ein Praxishandbuch lieferte das Hintergrundwissen. «Wir freuen uns, mit ‹Natur braucht Stadt› ein Projekt auszuzeichnen, dem es gelungen ist, eine breite Bevölkerung zu erreichen», sagt Peter Lehmann, Vizepräsident der Jury des Preises.

    Naturnahe Wohnumgebung ist zunehmend ein von der Mieterschaft formuliertes Bedürfnis. Sie bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, eine Atmosphäre die zum Verweilen und Beisammen sein einlädt und ermöglicht das Naturerlebnis. Deshalb haben auch grosse Immobilienfirmen im Rahmen des Themenjahrs das Ziel gefasst, ihre Wohnareale für die Biodiversität aufzuwerten. Sie wollen damit Wohnumgebungen für die Bewohnerschaft attraktiver machen und können gleichzeitig oft Unterhaltskosten senken.

    Entsiegelung und ökologische Aufwertungen auf städtischen Flächen
    Ein wichtiges Teilprojekt waren auch die Aufwertungen im öffentlichen Raum. In Bern West wurden verschiedene Asphaltflächen aufgebrochen und mit einheimischer Flora bepflanzt, Amphibienteiche gebaut, Rasen zu Wiesen aufgewertet, Wildhecken gepflanzt, Säume stehen gelassen und Stein- und Asthaufen in Parkanlagen und auf Grünstreifen entlang von Strassen angelegt.

    Nachhaltige Wirkung
    «Natur braucht Stadt» war integraler Teil des übergeordneten Biodiversitätskonzepts der Stadt Bern und brachte Akteure in Kontakt mit Ideen und Partnern. Das Projekt wird über das Themenjahr hinauswirken. Das herausgegebene «Berner Praxishandbuch Biodiversität» gilt jetzt schon als Standardwerk mit einer Ausstrahlung weit über Bern hinaus.

    Grosse Freude bei der Stadt Bern
    Die Stadt Bern freut sich sehr über die bedeutende Auszeichnung. «Der Preis würdigt das grosse Engagement von Stadtgrün Bern für das Themenjahr, das in Bern viel für die Naturvielfalt in Gang gesetzt hat», sagt Marieke Kruit, Gemeinderätin und Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün der Stadt Bern.

  • Südschwedens innovative Stadtkonzepte zum Megatrend Urbanisierung

    Südschwedens innovative Stadtkonzepte zum Megatrend Urbanisierung

    Die Stadt Malmö und die Malmöer Bau- und Immobilienindustrie verfolgen große Ziele. Eins davon ist klimaneutrales Bauen. Bis 2030 soll die Initiative LFM30 umgesetzt und damit der Status als nachhaltige und klimafreundliche Stadt erreicht werden. Maßnahmen zur Realisierung der Vision sind schrittweise Steigerungen der Klimaeffizienz in den Bereichen Beschaffung, Planung und Bau – das bedeutet: Reduktion von Treibhausgasemissionen bei Bautätigkeiten, die eine wesentliche Auswirkung auf das Klima haben.

    Weitere intelligente, grüne Lösungen verfolgt Malmö im Rahmen des Projekts „Clever Cities“. „Clever Cities“ steht dafür, die Entwicklung und den Ausbau der stetig wachsenden Metropole am Öresund sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig zu gestalten. Das Vorgehen soll die Stadt in einen grünen, gegen den Klimawandel widerstandsfähigen und gleichberechtigten Lebensraum verwandeln. Dazu gibt es verschiedene Ansätze, beispielsweise naturbasierte Lösungen, die biologische Vielfalt begünstigen und positive Effekte auf die Gesellschaft und das Miteinander haben. Ein Initiative führt ins Viertel Lindängen: Hier basiert die Vision eines spielerischen, grünen Pfads mit essbaren Elementen unmittelbar auf den Bedürfnissen und Ideen von Bewohnern und Unternehmen. Entlang dieses Wegs sollen Biodiversität, Sicherheit und Attraktivität des Gebiets gesteigert werden – unter anderem auch durch die Einbindung des Baumpflanzungsamts der Stadt Malmö.

    Auch das ehemalige Werftgelände „Västra Hamnen“ (Westhafen) ist zu einem internationalen Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung geworden. Das gesamte Viertel ist klimaneutral. Die Energieversorgung des Stadtteils basiert zu 100 Prozent auf Wind- und Sonnenenergie sowie Biogas, das die Bewohner mit ihrem Abfall selbst erzeugen. Ebenfalls im Westhafen beheimatet und Paradebeispiel für modernes und nachhaltiges Wohnen ist das Ohboy Bicycle House, das sowohl als Hotel als auch Apartmenthaus fungiert. Die Einrichtung der Hotelzimmer wird aus Südschweden bezogen und das Transportmittel Fahrrad avanciert hier in vielfacher Hinsicht zum Symbol visionären Denkens. In einem Aufzug können Gäste ihr Bike direkt ins Zimmer befördern und anstelle von Autoabstellplätzen gibt es Parkplätze für Fahrräder. Alle Flächen des Gebäudes werden zur Begrünung genutzt und an der Vorderseite befindet sich eine üppig begrünte Wand aus Bäumen und Kletterpflanzen.

    Dass Innovation nicht unbedingt die Präsenz großer Unternehmen oder Ämter benötigt, beweisen Ellinor Lindblom und Erik Andersson in ihrem Restaurant „Spill“, das übersetzt „Abfall“ bedeutet. Ihr Konzept: nachhaltige Gerichte aus 70 Prozent Gemüse zuzubereiten und Lebensmittel zu verwenden, von denen rund 95 Prozent im Großhandel weggeworfen worden wären. Ab 2023 werden sie diesen Ansatz auch in ihrem neuen Restaurant verfolgen. Es eröffnet in einem dreifach zertifizierten Gebäudekomplex in Hyllie– dem neuen, grünen und nachhaltigen Stadtviertel im Süden von Malmö. Hier wird u. a. mit Solar- und Photovoltaik-Anlagen stark auf dezentrale Stromversorgung gesetzt.

    Helsingborg: Die Lösung liegt zum Greifen nah
    Helsingborg gilt als eine der innovativsten Städte Europas. Im Rahmen der sogenannten H22-Struktur, die für Investment in Innovation und nachhaltige Entwicklung steht, werden 15 differenzierte Herausforderungen definiert. Auf einer Trend- und Umweltanalyse basierend, umfasst der Aufgabenkatalog unter anderem die Themen Digitalisierung und Technologie, Sicherheit, Demokratie, Klima und Umwelt, Unterkünfte, Integration und Gesundheit. Eine wesentliche Rolle bei letzterer spielen zum Beispiel Fragestellungen wie: „Wie fühlen sich Menschen weniger allein?”, „Wie wird man den neuen und wachsenden Erwartungen der Älteren gerecht?“ und „Wie kann die Bedeutung von mentaler und physischer Gesundheit bei der jungen Generation platziert werden?“. Die Vorbildfunktion Helsingborgs ergibt sich auch aus der Tatsache, dass hier die Bevölkerung zur Lösung der Herausforderungen stark eingebunden wird.

    Die Tüftler von Kristianstad
    Der Krinova Incubator & Science Park ist als Zentrum für innovative Ideen im Lebensmittelsektor bekannt und einer von insgesamt 70 schwedischen Incubator & Science Parks. Vor über 20 Jahren gegründet, entscheiden hier 25 Experten, vom Sommelier über Wissenschaftler bis zum Equity Manager, über die Realisierung kreativer Kulinarik-Konzepte ambitionierter Start-Ups. Überzeugende Projekte werden von Krinova, der Region und der Universität Kristianstad finanziert. Zu den mehr als 500 Unternehmen, die hier ihre Geburtsstätte haben, zählt auch Gårdsfisk. Die Idee vom Farm-Fisch hat die „Fischzucht auf dem Land“ (in diesem Fall in einer Scheune) revolutioniert und leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, den Import von Meerestieren zu reduzieren. Eine Erfolgsgeschichte schreibt gerade das Projekt Bondens Skafferi:  Chefköche kaufen für Profis und Endverbraucher Lebensmittel ein und zahlen den Erzeugern unabhängig von Saison, Verfügbarkeit und Weltgeschehen einen gleichbleibenden Preis.

  • Schulhaus Feld in Azmoos gewinnt Architekturpreis

    Schulhaus Feld in Azmoos gewinnt Architekturpreis

    Das Schulhaus Feld in Azmoos hat den ersten Platz beim diesjährigen Architekturpreis Constructive Alps errungen, informiert das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) in einer Mitteilung. Es vertritt die Schweiz in dem gemeinsam mit Liechtenstein ausgerichteten Wettbewerb. Constructive Alps zeichnet nachhaltiges Bauen und Sanieren in den Alpen aus. Mit dem Wettbewerb wollen die beiden Länder die Umsetzung der Alpenkonvention für die nachhaltige Entwicklung der Bergregion fördern.

    Das Schulhaus Feld wurde an Stelle des alten Schulhauses in Azmoos errichtet. Es bietet auf derselben bebauten Fläche Platz für mehr als doppelt so viele Kinder wie das alte Schulhaus. Der sozial und ökologisch nachhaltig gestaltete Holzbau überzeugte darüber hinaus unter anderem mit der eigenen Photovoltaikanlage.

    Der zweite Preis wurde gemeinsam dem  Firmenhauptsitz des Heizungsspezialisten ÖkoFEN France in Saint-Baldoph und der Wohnüberbauung Ghiringhelli in Bellinzona verliehen. Der dritte Platz ging an die sanierte Falkenhütte in Hinterriss im österreichischen Karwendel-Gebirge.

    Die Schweiz hat in den Jahren 2021/22 den Vorsitz der Alpenkonvention inne. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen zwischen den acht Alpenstaaten und der europäischen Union hat sich zum Ziel gesetzt, die Alpen zu einer Modellregion für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Unter des Ägide der Schweiz wurde der Schwerpunkt dabei auf Klima, nachhaltige Mobilität, Alpenstädte, nachhaltiges Bauen und Verkehrsverlagerung gelegt.

  • Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Neuer Re-Use-Pavillon am FHNW Campus Muttenz

    Ganz im Sinne des Jahresthemas «Constructive Futures – Beyond Concrete» haben sich die Studierenden des dritten Jahreskurses des Bachelor-Studiengangs Architektur unter der Leitung der Professorinnen Ursula Hürzeler und Shadi Rahbaran mit der Wiederverwendung von Bauteilen auseinandergesetzt. Ausganslage dafür war die geschosshohe Holzrampe, welche als urbane Intervention im Zuge der Ausstellung «Access for All – Architektonische Infrastrukturbauten São Paulo» 2021 an der Frontfassade des Schweizerischen Architekturmuseums S AM angebracht war. Diese Rampe wurde nach Ende der Ausstellung wieder abgebaut, und die Bauteile sollten nun einem neuen Verwendungszweck zugeführt werden.

    Architekturwettbewerb für Studierende
    Hierfür wurde im Herbstsemester 2021 ein Architekturwettbewerb unter den Studierenden veranstaltet. Die Aufgabe bestand darin, einen vor Wind und Sonne geschützten Aufenthaltsort im Park zu entwerfen, zur Nutzung und freien Bespielung für Hochschule und Quartier. Das aus dem Wettbewerb hervorgegangene Gewinnerprojekt «Silvestris» wurde zur Weiterentwicklung und Umsetzung ausgewählt. In der Folge haben die Studierenden die Entwurfsidee gemeinsam weiterentwickelt und im Frühlingssemester 2022 die Details innerhalb eines fachübergreifenden Wahlpflichtfachkurs weiter vertieft. Parallel dazu erfolgte der strukturelle Entwurf, die statische Dimensionierung, die Entwicklung der Knotenanschlüsse sowie die Ausführungsplanung durch das Institut Bauingenieurwesen unter der Leitung von Prof. Dr. Simon Zweidler, Leiter des Baulabors. Dabei kam vom Konstruieren bis zur Fertigung aller Stahlknoten zukunftsweisend die digitale Fabrikation zum Einsatz: Nach der vollständigen 3D-Modellierung sind die für die Abkantung benötigten Flächen per Software berechnet worden und die abgewickelte Fläche wurde per Laser aus dem Vollblech geschnitten; die nachgelagerte dreidimensionale Abkantung erfolgte ebenfalls vollautomatisch.

    Statische Herausforderungen
    Im Verlauf dieser detaillierten Planung galt es verschiedene konstruktive und statische Herausforderungen zu meistern. Auch zeigten sich die Grenzen der Wiederverwendbarkeit von Bauteilen; in diesem konkreten Fall hatte das Altholz nicht die notwendige Festigkeit, welche für die neue Arena und die geplante intensive Nutzung und Dauer erforderlich war. Dies führte zum Entscheid, die statisch relevanten Bauteile mit dafür vorgesehenem Konstruktionsholz mit entsprechender Festigkeit auszuführen und das Altholz teilweise für sekundäre Bauteile zu verwenden. Daraus resultierte ein wertvoller Lernprozess in Hinblick auf die Komplexität und Herausforderungen der Wiederverwendung von Bauteilen. Die ursprüngliche Struktur der Rampe widerspiegelt sich jedoch nach wie vor in den Abmessungen der Elemente und der Gestalt der neuen Arena.
    Die so geschaffene Arena soll diverse Nutzungsmöglichkeiten bieten. Durch das Dach aus leichtem Gewebe entsteht ein schattiger Aufenthaltsort, welcher nicht nur der Lehre und dem Unterricht der Hochschule dienen kann, sondern auch Platz für Darbietungen gibt und auch die Anwohnenden im Quartier zur Nutzung und Mitgestaltung einlädt. Das Siegerprojekt sowie alle anderen durch die Studierenden entwickelten Projektvorschläge sind zudem in einer Ausstellung im Windfang des Campusgebäudes öffentlich ausgestellt.

  • Lebenswerte Gebäude der Zukunft schaffen mit vorausschauender Planung

    Lebenswerte Gebäude der Zukunft schaffen mit vorausschauender Planung

    Was ist eigentlich ein „lebenswertes Gebäude“? Früher waren Häuser einfache Gebäude, in denen Menschen vor allem geschlafen und gegessen haben. Heute muss ein Gebäude mehr können: „Wir wollen uns darin wohlfühlen, zur Ruhe kommen, ohne Barrieren fortbewegen und am besten nachhaltig leben. Es schafft nicht nur einen Raum, sondern muss zu den Nutzern und deren Bedürfnissen passen – und zwar heute und in Zukunft. Erst dann sprechen wir von einem lebenswerten Gebäude“, erläutert Sören Eilers.

    Gebäude werden in der Gegenwart für die Zukunft errichtet
    Dabei haben sich die Anforderungen allein in den vergangenen 15 Jahren stark gewandelt: Die Denkweise der Menschen hat sich verändert, zudem herrschen regionale Unterschiede, wenn es um die Frage geht, was ein zeitgemäßes Gebäude ausmacht. Werden mancherorts nur noch Passivhäuser errichtet, so liegt der Fokus andernorts beispielsweise auf freien Lernkonzepten und offenen Räumen. Für Planer und Architekten bedeutet das, dass sie weit vorausdenken müssen. „Gebäude werden in der Gegenwart für die Zukunft gebaut, für die nächsten 30 bis 50 Jahre Nutzungszeit“, erklärt Marco Sperling. „Wir müssen in unserer heutigen Planung also bereits die Nutzungsmöglichkeiten für in ein paar Jahrzehnten bedenken. Dabei ist jedoch fast immer das Budget der limitierende Faktor.“

    Damit nicht genug. Neben den vom Auftraggeber gesteckten Rahmenbedingungen gibt es diverse gesetzliche Anforderungen, Normen und Verordnungen, die einzuhalten sind. Dabei sind sich die unterschiedlichen Regelwerke längst nicht immer einig. „Es gibt in Deutschland fast nichts, das nicht geregelt ist. Die Rahmenbedingungen der Auftraggeber sind oft verhandelbar, bei gesetzlichen Vorgaben ist das weitaus schwieriger“, weiß Sperling aus Erfahrung. Damit am Ende alle Wünsche, Bedürfnisse, Anforderungen und Vorschriften unter einen Hut gebracht werden können, ist eine intensive Abstimmung mit allen Beteiligten unerlässlich: „Der Abstimmungsbedarf wächst ständig und ist sogar in Zertifizierungsprozessen verankert. Das ist auch durchaus sinnvoll, damit es am Ende ein gutes Gebäude wird. Es gilt in jedem Fall: Je besser die Abstimmung von Beginn an, desto besser das Ergebnis!“ So werden im Idealfall alle fachbeteiligten Planer für Haustechnik, Statik, Tragwerk etc., die Verarbeiter, aber auch Nutzer und Auftraggeber sowie deren Interessensvertreter eingebunden.

  • Surselva bekommt Testanlage für Wind-Sonnenenergie

    Surselva bekommt Testanlage für Wind-Sonnenenergie

    Das Bundesamt für Rüstung will neben der Mittelstation der ehemaligen militärischen Transportseilbahn oberhalb von Medel eine der ersten kleinen Wind-Sonnenanlagen der Schweiz im alpinen Raum einrichten, informiert armasuisse in einer Mitteilung. Die Testanlage solle „die Eignung einer Hybridanlage zur Gewinnung nachhaltiger Energie in alpinem Gelände“ prüfen, heisst es dort weiter. Ein entsprechendes Baugesuch hat armasuisse Immobilien nun eingereicht. Es kann vom 29. August bis zum 28. September bei der Gemeinde Medel eingesehen werden.

    Die geplante Kleinwindenergieanlage mit bifazialen Solarblättern soll im nächsten Herbst in den Testbetrieb gehen. Armasuisse rechnet mit einem Ertrag von 27 Megawattstunden pro Jahr für die Windenergieanlage, für die Windblume liegt der geschätzte Jahresertrag bei 35 Megawattstunden. Anhand der für das vierte Quartal 2024 vorgesehenen Auswertungen der tatsächlichen Resultate will armasuisse entscheiden, ob im Gebiet La Stadrea in der Surselva insgesamt neun Hybridanlagen installiert werden. Der Standort biete „sowohl bezüglich bereits vorhandener und nicht mehr genutzter Infrastruktur, wie auch bezüglich Windverhältnissen und Sonneneinstrahlung gute Bedingungen“, schreibt das Bundesamt.

  • EWA-energieUri schafft neue Solargemeinschaft

    EWA-energieUri schafft neue Solargemeinschaft

    EWA-energieUri realisiert in Schattdorf die Solargemeinschaft Uri. Wie der Urner Energieversorger mitteilt, will er auf dem Dach der Stiftung Behindertenbetriebe Uri eine Photovoltaikanlage realisieren, an der sich auch private Interessentinnen und Interessenten beteiligen können. Diese können ab sofort einzelne Quadratmeter der Anlage für einen Fixpreis von 339 Franken reservieren. Dafür erhalten sie über 20 Jahre Solarstrom.

    Die Anlage soll auf 260 Quadratmetern pro Jahr insgesamt 49‘000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Pro Quadratmeter sind das 165 Kilowattstunden, rund 4 Prozent des Verbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Frühjahr 2023 geplant. Interessierte können ihren Anteil bereits jetzt auf meinurstrom-sun.ch reservieren.

    „Die Solargemeinschaft Uri ist ein attraktives Produkt, um einfach und unkompliziert auch ohne eigenes Dach Solarstrom zu produzieren und beziehen“, wird Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung von EWA-energieUri, in der Mitteilung zitiert.

  • Der Binding Preis für Biodiversität 2022 geht an Stadtgrün Bern

    Der Binding Preis für Biodiversität 2022 geht an Stadtgrün Bern

    Das Projekt «Natur braucht Stadt» von Stadtgrün Bern gewinnt aus 22 eingereichten Projekten den mit 100’000 Franken dotierten und zum zweiten Mal ausgeschriebenen Binding Preis für Biodiversität. Das als Themenjahr organisierte Projekt war deshalb so erfolgreich, weil Stadtgrün Bern und seine Fachstelle Natur und Ökologie mit einem frischen und attraktiven Aktionspaket unterschiedlichste

    Institutionen, Organisationen und Menschen für ein gemeinsames Ziel – die Förderung der Biodiversität – gewinnen konnten.

    Alle packten mit an
    Beteiligt haben sich neben mehreren städtischen Stellen u.a. das Naturhistorische Museum, der Tierpark Bern, der Botanische Garten, verschiedenste Organisationen, aber auch viele private Balkongärtnerinnen und Gartenbesitzer. Die Massnahmen umfassten ökologische Aufwertungen im öffentlichen Raum und auf privaten Flächen sowie über 50 Veranstaltungen wie Führungen, Ausstellungen, Konzerte.

    Vom Wissen zum Handeln für Private
    Sieben Stadtspaziergänge mit 80 Infotafeln, verbunden mit einem interaktiven Stadtplan und ergänzt durch künstlerische Interventionen, zeigten auf, wie wertvolle Stadtnatur aussieht. Die Aktionen «BiodiversitätsGarten» und «BiodiversitätsBalkon» animierten Private, ihre Gärten und Balkone umzugestalten. Mit «KlimaBalkon» wurde aufgezeigt, wie Biodiversität, Verbesserung des lokalen Klimas und Lebensqualität zusammenhängen. Ein Praxishandbuch lieferte das nötige Hintergrundwissen. «Wir freuen uns, mit ‘Natur braucht Stadt’ ein Projekt auszeichnen zu können, dem mit einem systemischen und integralen Ansatz gelungen ist, eine breite Bevölkerung zu erreichen», sagt Peter Lehmann, Vizepräsident der Jury des Preises.

    Entsiegelung und ökologische Aufwertungen auf städtischen Flächen
    Ein wichtiges Teilprojekt waren auch die Aufwertungen im öffentlichen Raum. In Bern West wurden verschiedene Asphaltflächen aufgebrochen und mit einheimischer Flora bepflanzt. Weiter wurden u.a. Amphibienteiche gebaut, Rasen zu Wiesen aufgewertet, Wildhecken gepflanzt, Säume stehen gelassen und Stein- und Asthaufen in Parkanlagen und auf Grünstreifen entlang von Strassen angelegt.

    Nachhaltige Wirkung
    «Natur braucht Stadt» war integraler und inspirierender Teil des übergeordneten Biodiversitätskonzepts der Stadt Bern und brachte viele Akteure in Kontakt mit Ideen und Partnern. Das Projekt wird deshalb über das Themenjahr 2021 hinaus nachhaltig wirken. Das zum Themenjahr herausgegebene «Berner Praxishandbuch Biodiversität» gilt jetzt schon als Standardwerk mit einer Ausstrahlung weit über Bern hinaus.

    Grosse Freude bei der Stadt Bern
    Die Stadt Bern freut sich ausserordentlich über die bedeutende Auszeichnung. «Der Preis würdigt das grosse Engagement von Stadtgrün Bern für das Themenjahr, das in Bern viel für die Naturvielfalt in Gang gesetzt hat», sagt Marieke Kruit, Gemeinderätin und Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün der Stadt Bern.

  • Gold für das Nachhaltigkeitsmanagement von Energie 360°

    Gold für das Nachhaltigkeitsmanagement von Energie 360°

    Seit über zehn Jahren ist Nachhaltigkeit im Kern der Unternehmensstrategie von Energie 360° verankert. Mit einem systematischen Nachhaltigkeitsmanagement setzt sich das Unternehmen anspruchsvolle Ziele und berichtet in ihrem Nachhaltigkeitsbericht transparent und nachvollziehbar über deren Erreichung.

    Die externe Bewertung von EcoVadis beweist nun, dass das Nachhaltigkeitsmanagement von Energie 360° weit fortgeschritten ist und seine Wirkung entfaltet. Jörg Wild, CEO von Energie 360°, zum Resultat: «Wir sind stolz darauf, dass unsere Massnahmen im Bereich Nachhaltigkeit bereits im ersten Rating mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurden. Energie 360° hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 ausschliesslich erneuerbare Energie zu liefern. Dazu entwickeln wir unser Nachhaltigkeitsmanagement laufend weiter und schaffen Transparenz.»

    Energie 360° erreichte in den bewerteten Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung total 69 von 100 Punkten. Die Bewertung spiegelt die Qualität des Nachhaltigkeitsmanagements wider und zeigt auf, zu welchen Themen bereits Richtlinien, Massnahmen und eine Berichterstattung über Kennzahlen etabliert sind. Die detaillierte Scorecard von Energie 360° kann über die EcoVadis-Plattform angefragt oder hier heruntergeladen werden.

    EcoVadis ist der weltweit grösste Anbieter von Nachhaltigkeitsratings und hat bereits über 90 000 Unternehmen bewertet. Die Methodik beruht auf internationalen Nachhaltigkeitsstandards und wird von einem wissenschaftlichen Gremium von Experten überwacht.

  • Galileo kooperiert mit Solarbauer Pagra aus Polen

    Galileo kooperiert mit Solarbauer Pagra aus Polen

    Galileo und Pagra haben ein Partnerschaftsabkommen für den polnischen Markt geschlossen. Laut Medienmitteilung wollen die auf erneuerbare Energien spezialisierte Plattform Galileo mit Sitz in Zürich und Photovoltaikanbieter Pagra aus dem polnischen Rogaszyce ihre Kräfte bündeln, um die Energierechnungen der Unternehmen in Polen zu senken.

    Galileo, das bis Mitte Juli noch als Galileo Green Energy GmbH firmierte, hat laut der Mitteilung im Rahmen der Partnerschaft einen Anteil von 35 Prozent an Pagra übernommen, mit der Möglichkeit, seine Beteiligung nach 24 Monaten weiter zu erhöhen.

    „Pagra ist ein dynamisches Unternehmen, das an der Spitze der Energiewende in Polen steht. Es entwickelt sehr effektive Stromversorgungslösungen für Geschäftskunden in Polen“, wird Ingmar Wilhelm, CEO von Galileo, zitiert. Diese Kunden leiden unter den stark gestiegenen Grosshandelspreisen, da die Preisvolatilität hoch und die Versorgungssicherheit gering ist, so Wilhelm weiter. Galileo unterstütze Pagra bei der Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit auf ganz Polen und werde dessen technische und energierelevanten Kompetenzen ergänzen.

    Seit 2020 bietet Pagra Photovoltaikdachanlagen im Südwesten und in Zentralpolen an und weitet nun seine Aktivitäten auf ganz Polen aus. Angeboten wird Geschäftskunden,  Investitionskosten zu sparen, indem sie einen langfristigen Stromversorgungsvertrag auf der Grundlage einer vom Installateur finanzierten Photovoltaikanlage abschliessen. Diese Lösung wird als Energy-as-a-Service (EaaS) bezeichnet.

    „Wir sehen ein wachsendes Interesse an dieser Lösung sowohl bei privaten Unternehmen als auch bei öffentlichen Einrichtungen“, wird Kornel Dybul, Präsident von Pagra, zitiert.

  • Pflanzenkohle macht das Eidgenössische nachhaltiger

    Pflanzenkohle macht das Eidgenössische nachhaltiger

    Das alle drei Jahre veranstaltete Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) findet in diesem Jahr vom 26. bis zum 28. August in Pratteln statt. Im Anschluss wird Industrielle Werke Basel (IWB) die für die Sägemehlringe benutzten 245 Kubikmeter Sägemehl und die Holzschnitzel von weiteren Flächen des Festgeländes zu rund 8 Tonnen Pflanzenkohle verarbeiten, informiert IWB in einer Mitteilung. In dieser Pflanzenkohle werden rund 20 Tonnen CO2 langfristig gespeichert. Das Projekt gehört zur Nachhaltigkeitsstrategie des Eidgenössischen.

    Sägemehl ist an sich schon ein klimafreundliches, weil CO2-neutrales Material, erläutert IWB. Die Umwandlung in Pflanzenkohle bessert die CO2-Bilanz aber weiter auf. Denn die im Pyrolyseverfahren unter Ausschluss von Sauerstoff und bei Temperaturen von 600 Grad Celsius gewonnene Pflanzenkohle entzieht das CO2 langfristig der Atmosphäre. Als „willkommenes Nebenprodukt“ entsteht bei der Pyrolyse zudem Abwärme, die von IWB ins Fernwärmenetz eingespeist wird.

  • Implenia gewinnt komplexe Immobilienprojekte in der Westschweiz

    Implenia gewinnt komplexe Immobilienprojekte in der Westschweiz

    Alternativen, die über die Ergebnisse der letztjährigen Strategieüberprüfung hinausgehen, sollen in Betracht gezogen werden, insbesondere angesichts des veränderten Wirtschafts- und Marktumfelds. Das Ziel der Überprüfung besteht darin, eine fokussiertere, agilere Gruppe mit einer deutlich niedrigeren absoluten Kostenbasis zu schaffen, die allen Anspruchsgruppen nachhaltige Erträge liefern sowie Kundinnen und Kunden herausragende Dienstleistungen bieten kann.

    Renovation des Hauptsitzes einer internationalen Organisation in Genf
    Für eine wichtige internationale Organisation darf Implenia den historischen Hauptsitz in Genf vollständig renovieren. Das Projekt wird ca. zweieinhalb Jahre dauern. Die Arbeiten umfassen unter anderem die Anpassung der Fassaden sowie der Sicherheitsinstallationen an die aktuellen Normen, eine komplette Neugestaltung der allgemeinen Räume sowie der 1’200 Arbeitsplätze und die Modernisierung der technischen Ausstattung und Installationen.

    Implenia hat das Projekt im Rahmen eines Wettbewerbs als Generalunternehmer gewonnen, basierend auf einem vorhergehenden Mandat als Gesamtplaner sowie einem bereits erstellten Neubau für diese internationale Organisation. Beim Projekt gilt es, das historische Erbe zu erhalten bei gleichzeitig hoher architektonischer Qualität. Das sanierte Gebäude soll strenge Anforderungen bezüglich Nachhaltigkeit erfüllen und wurde mit BIM geplant. Die Ausführung erfolgt mit Lean Construction.

    PULSE – zwei neue Gebäude für Produktion und Forschung in Cheseaux-sur-Lausanne
    Für den zur Gruppe EPIC Suisse AG gehörenden Bauherrn erstellt Implenia als Totalunternehmer zwei neue viergeschossige Gebäude für Produktion und Forschung in Bio-Pharma, Life Sciences sowie weiteren Branchen in Cheseaux-sur-Lausanne. Die beiden Gebäude sind durch zwei gemeinsame Untergeschosse miteinander verbunden. Erstellt werden sie im Rohbau und die Flächen werden nach Wünschen der künftigen Mieter teilausgebaut. Die neuen Gebäude werden im Minergie-Standard gebaut und eine Zertifizierung nach BREEAM-good wird angestrebt. Das Projekt wurde mit BIM geplant und die Ausführung erfolgt mit Lean Construction. Die Arbeiten, die bereits im Sommer 2022 starten, werden rund zweieinhalb Jahre dauern. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter discover.pulse.swiss.

  • Implenia gewinnt zwei grosse und komplexe Immobilienprojekte in der Westschweiz

    Implenia gewinnt zwei grosse und komplexe Immobilienprojekte in der Westschweiz

    Neubau Bürogebäude Kyoto im Green Village in Genf

    Anlagestiftung Swiss Life hat Implenia als Totalunternehmer mit der Erstellung des Bürogebäudes Kyoto im neuen Stadtteil Green Village auf dem Gelände des Ökumenischen Rats der Kirchen (World Council of Churches) in Genf beauftragt. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von mehr als CHF 60 Mio. und wird rund
    zwei Jahre dauern. Die Division Real Estate von Implenia ist mit der Entwicklung des Stadtteils Green Village beauftragt und auch die Realisation des Wohnhauses Montreal erfolgte bereits durch Implenia Division Buildings. Das Bürogebäude Kyoto umfasst zehn Stockwerke inklusive Erdgeschoss, die nach Wunsch des künftigen Mieters teilausgebaut werden. Nachhaltigkeit spielt bei der Entwicklung des Green
    Village eine zentrale Rolle, der Neubau strebt daher eine Zertifizierung nach SNBS an. Das Projekt wurde mit BIM geplant und die Ausführung erfolgt mit Lean  Construction.

    Wohn- und Gewerbeneubau Alleestrasse in Biel

    Für den Bauherrn Meili Unternehmungen AG erstellt Implenia als Generalunternehmer zwei Ersatzneubauten mit fünf Vollgeschossen auf dem Gebiet Brühlstrasse Süd in Biel. Insgesamt sind 105 Mietwohnungen sowie im Erdgeschoss zur Strasse hin orientierte Dienstleistungsflächen in hohem architektonischem Standard geplant. Das Projekt resultiert aus einem Studienauftrag, der von der Meili Unternehmungen AG durchgeführt und von den Architekten Bart & Buchhofer AG gewonnen wurde. Der Massivbau mit hinterlüfteter Holzfassade wird mit Erdsonden, Wärmepumpe und grossflächiger Fotovoltaikanlage erstellt. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von CHF 42 Mio. und wird rund zweieinhalb Jahre dauern.

  • Zirkuläre Unternehmen verschieben Erdüberlastungstag

    Zirkuläre Unternehmen verschieben Erdüberlastungstag

    Der diesjährige Erdüberlastungstag steht am 28. Juli an, informiert das Global Footprint Network in einer Mitteilung. Es errechnet jährlich den Tag, an dem die menschliche Nachfrage die Ressourcen übersteigt, die der Planet in einem ganzen Jahr erneuern kann. In den letzten 50 Jahren ist der sogenannte Overshoot Day im Kalender immer weiter nach vorne gerückt.

    Zirkuläre Unternehmen steuern dieser Entwicklung entgegen. Als Beispiel werden in der Mitteilung zwei deutsche und ein Schweizer Unternehmen genannt. So hat das Bauunternehmen Eberhard aus Kloten ZH eine Methode entwickelt, mit der Mischabbruch in neue und kreislauffähige Sekundärrohstoffe zerlegt werden kann. Ein von Eberhard entwickelter zirkulärer Beton könnte weltweit angewandt den Erdüberlastungstag um 2,4 Tage hinauszögern, heisst es in der Mitteilung.

    Als weitere Beispiele für zirkuläre Unternehmen zählt Global Footprint Network das Wassertechnologieunternehmen Aqseptence Group aus dem südhessischen Aarbergen und die auf Abfallrecycling spezialisierte Kölner Firma Interzero auf. „Kreislauflösungen geben Unternehmen die beste Chance, in einer vorhersehbaren Zukunft erfolgreich zu sein“, wird Mathis Wackernagel vom Global Footprint Network in der Mitteilung zitiert. Ihr zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass solche Unternehmen wertvoll bleiben höher als für Unternehmen, die Klimawandel, Ressourcenknappheit und Ressourcensicherheit ignorieren.

  • EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    EPFL-Studentin macht aus Plastikabfall Steine für das Bauen

    Für ihre Masterarbeit im Bauingenieurwesen hat Selina Heiniger eine Methode zur nachhaltigeren Herstellung von Baumaterial entwickelt. Dazu benutzt sie laut Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) Plastikabfälle, schon einmal verwendeten Beton und klein gemachte Terrakotta-Ziegel.

    In ihrer Masterarbeit wollte Heiniger laut der Mitteilung der EPFL zwei miteinander verbundene Herausforderungen angehen: die Verringerung der Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle und die Entwicklung von Bauweisen, die weniger Rohstoffe verbrauchen.

    Sie entwickelte Ziegel aus wiederverwertetem Kunststoff – Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyethylen hoher Dichte (HDPE) – sowie aus zerkleinerten Terrakotta-Ziegeln und wiederverwertetem Beton. Ihre Ziegel seien so konzipiert, dass sie ineinander greifen, so dass kein Mörtel erforderlich ist, heisst es weiter. Erste Tests seien ermutigend, aber die Erfindung befinde sich noch im Prototypenstadium. Bei Erfolg könne Heinigers Arbeit einen erheblichen Beitrag zur Verringerung des CO2-Fussabdrucks der Bauindustrie leisten.

    Heiniger hat im Kanton Bern die Matura gemacht und sich anschliessend an der EPFL für das Studium des Bauingenieurwesens eingeschrieben. Sie studierte zunächst nur in Teilzeit, da sie zusätzlich in einem Lausanner Tiefbauunternehmen arbeitete.

    Die Masterarbeit von Selina Heiniger wurde gemeinsam von Corentin Fivet, dem Leiter des EPFL-Labors für Strukturexploration in der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen, und Yves Leterrier, einem leitenden Wissenschaftler des EPFL-Labors für die Verarbeitung fortgeschrittener Verbundwerkstoffe in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, betreut.

  • Implenia erreicht erneut gute Bewertung bei Nachhaltigkeit

    Implenia erreicht erneut gute Bewertung bei Nachhaltigkeit

    Beim Nachhaltigkeitsranking von Sustainalytics für 2021 ist die Bau- und Immobiliengesellschaft Implenia aus Opfikon wieder sehr gut bewertet worden. Gegenüber dem Vorjahr legte der Konzern um 1 auf 85 Punkte in der Gesamtwertung zu, heisst es in einer Medienmitteilung. Damit konnte das Bauunternehmen seine Spitzenposition bei Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) unter den insgesamt 65 analysierten Unternehmen der Branche Construction & Engineering festigen.

    Auch im ESG Risk Rating schaffte es das Bauunternehmen unter die besten 5 Prozent der bewerteten Unternehmen. In der Peer-Tabelle des ESG Risk Rating erreicht Implenia sogar Platz 1.

    „Wir freuen uns, dass Sustainalytics unser Engagement für Umwelt, Soziales und Governance und unser Management der mit diesen Bereichen verbundenen Risiken im Branchenvergleich als besonders stark einstuft. Wir arbeiten mit Herzblut jeden Tag auf die Erreichung unserer ambitionierten Nachhaltigkeitsziele 2025 hin und sind stolz, Stück für Stück nachhaltiger zu entwickeln und zu bauen“, wird Anita Eckardt, Vorsitzende des Implenia Sustainability Committee, in der Medienmitteilung zitiert.

    Sustainalytics ist ein zur Morningstar Inc. in Chicago im US-Bundesstaat Illinois gehörendes Unternehmen mit Sitz in Amsterdam und bietet Daten und Ratings zu unternehmerischer Verantwortung für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung an.

  • Energie 360° startet Bau des Energieverbunds Tiefenbrunnen

    Energie 360° startet Bau des Energieverbunds Tiefenbrunnen

    Der Zürcher Energieversorger Energie 360° startet am 25. Juli mit dem Bau des Energieverbunds Tiefenbrunnen. Bis 2030 sollen darüber 5300 Bewohner im Tiefenbrunnen erneuerbare Energie aus dem Zürichsee beziehen, heisst es in einer Medienmitteilung. 60 Millionen Franken investiert Energie 360° in den neuen Energieverbund.

    Ab Juli sollen zunächst die Arbeiten zum Bau der Seewasserfassung und der unterirdischen Energiezentrale beginnen. Die Energiezentrale entsteht unter dem Parkplatz beim Zürichhorn. Die ersten Leitungen des Wärmenetzes sollen den Angaben zufolge im kommenden Jahr verlegt werden. Ab 2024 sollen dann die ersten von insgesamt 400 Liegenschaften an die neue Wärmeversorgung angeschlossen sein.

    Der Verbund Tiefenbrunnen ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadt. Zürich will bis 2040 das Ziel Netto-Null erreichen. Wärme aus dem See stellt dabei eine „klimafreundliche, versorgungssichere Alternative“ zu Wärme aus Gasheizungen dar.

    Zürich spart nach Fertigstellung des Energieverbunds und dem daraus folgenden Ersatz fossiler Heizungen 6500 Tonnen  pro Jahr.  Das ist so viel CO2, wie 290’000 Bäume jährlich aus der Luft filtern könnten.

    Energie 360° will überall dort, wo in den nächsten Jahren klimafreundliche Heizlösungen entstehen, das Gasnetz stilllegen. Weitere Energieverbünde mit Seewassernutzung befinden sich für Zürich-Lengg, Zürich-Wollishofen und Thalwil in der Entwicklung.

    „Die Stadt Zürich treibt die Transformation gemeinsam mit ihren Energieversorgungsunternehmen konsequent und rasch voran“, wird Silvia Banfi Frost, Energiebeauftragte der Stadt Zürich, in der Medienmitteilung zitiert.

  • EU fördert zwei Cleantech-Projekte von Holcim

    EU fördert zwei Cleantech-Projekte von Holcim

    Der Baustoffproduzent Holcim mit Sitz in Zug erhält Investitionen aus dem Innovationsfonds der Europäischen Union für zwei seiner Cleantech-Projekte. Über die Höhe der Fördersumme macht das Unternehmen in seiner Medienmitteilung keine Angaben. Die Gelder sollen in zwei Massnahmen zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid (CO2) in Deutschland und Polen einfliessen.

    Demnach beteiligt sich die EU an Carbon2Business, einem Teil des Projekts Westküste 100 in in Schleswig-Holstein. Im Holcim-Werk Lägerdorf wird abgesonderter Kohlenstoff in synthetische Kraftstoffe für den Mobilitätssektor und als Ausgangsmaterial für die chemische Industrie umgewandelt.

    Zudem unterstützt die EU das Projekt Go4ECOPlanet von Holcim in Polen. Es zielt auf die Schaffung einer durchgängigen Carbon-Capture-and-Storage-Kette ab, welche von der Abscheidung von CO2 am Standort Kujawien (Kujawy) bis zu dessen Speicherung im Meeresuntergrund der Nordsee reicht. Die Vision für Go4ECOPlanet ist es, bis 2027 eine Anlage mit Netto-Null-CO2-Ausstoss zu sein.

    „Holcim hat sich verpflichtet, bei der Dekarbonisierung unseres Sektors eine führende Rolle zu spielen. Als Empfänger von zwei Zuschüssen zur Dekarbonisierung von Zement freue ich mich über dieses klare Vertrauensbekenntnis der EU“, wird Miljan Gutovic, Leiter der Region Europa, Naher Osten und Afrika, in der Medienmitteilung zitiert.

    Beide Projekte sind Teil der Netto-Null-Strategie von Holcim, welche unter anderem das Ziel verfolgt, bis 2030 mindestens ein klimaneutrales Zementwerk zu betreiben.

  • Neubau in Rotmonten: Eine grüne Oase für St. Gallen

    Neubau in Rotmonten: Eine grüne Oase für St. Gallen

    Die Bauarbeiten für den Ersatzneubau im Bereich der Ludwig- und Seeblickstrasse im Rotmontenquartier in St. Gallen laufen auf Hochtouren. Gegenüber der alten Überbauung wird der Wohnraum verdoppelt: Es entstehen insgesamt 50 Mietwohnungen – von 1,5 bis 6,5 Zimmer – verteilt auf drei Gebäude sowie drei Reiheneinfamilienhäuser. Damit bietet die Siedlung diversen Wohnraum für altersdurchmischtes Wohnen in naturnaher Umgebung. 

    Die Gartenstadt modern gedacht 
    Anfangs des 20. Jahrhunderts schuf der St. Galler Architekt Adolf Gaudy in Rotmonten mit seinem Bebauungsplan ein durchgrüntes und dennoch städtisches Gefüge. Die AXA Anlagestiftung realisiert mit der Neubebauung mit weitläufigen Grünflächen ein Projekt, das der Idee der Gartenstadt von Adolf Gaudy folgt, und entwickelt es weiter: «Die Durchmischung von zeitgemässem Wohn- und Lebensraum sowie weitläufigen Grünflächen bloss 2,3 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, sind im Konzept von Staufer & Hasler Architekten zentral und haben uns im Wettbewerb überzeugt. Ebenso wurden quartierstypische Formen und Elemente aufgenommen und zeitgemäss umgesetzt», sagt Jan Biedermann, Development Project Manager bei AXA Investment Managers. 

    Generationenübergreifende Begegnungsräume 
    Herzstück des neuen Wohnkomplexes ist eine 70 Jahre alte Linde, eingebettet in den einheimisch und naturnah bepflanzten Gartenhof. Dieser bildet, zusammen mit der angrenzenden Spielwiese für Kinder, ein Begegnungsraum für jedes Alter. Auf diesen sozialen Flächen sollen die Anwohnerinnen und Anwohner die Möglichkeit haben, sich zu begegnen und auszutauschen. Die Wohnungen sind allesamt mit Blick auf die Begegnungsplätze oder Grünflächen ausgerichtet. 

    Ökologische Bauweise 
    Das Dachgeschoss wird in einem Element-Holzbau für eine effiziente und ökologische Konstruktionsweise ausgeführt. Dieser bietet einen guten Schallschutz und sorgt für ein behagliches Raumklima. Beheizt werden die Gebäude mit Erdsonden-Wärmepumpen. Ausserdem wird die Abluft der Wohnungen gesammelt und pro Haus in eine Abluftwärmepumpe geführt, welche Energie für Warmwasser liefert. Der ganze Gebäudekomplex ist Minergie-Eco-zertifiziert. 

  • Swiss Prime Site wählt vier Start-up-Ideen aus

    Swiss Prime Site wählt vier Start-up-Ideen aus

    Swiss Prime Site, börsenkotierte Immobiliengesellschaft mit Sitz in Zug, hat in ihrem Beschleunigerprogramm vier Start-ups identifiziert und gefördert, die bestehende Geschäftsmodelle der Branche neu denken: DuraMon aus Zürich, Novalytica mit Büros in Bern und Zürich sowie Proximi aus Helsinki und Spotr aus Den Haag.

    Die Teilnehmenden hatten für die Immobiliengesellschaft und ihre Tochterfirmen laut einer Medienmitteilung des Schlieremer Start-up-Förderers Venturelab, dessen Industriepartner Swiss Prime Site ist, relevante Use Cases zu entwickeln, die zu nachhaltigen Prozessen, verbesserter Effizienz und nachhaltigem Wachstum führen. Schliesslich wählte die Jury diese vier Start-ups aus, die sich vor dem Verwaltungsrat präsentieren konnten. Ziel ist eine nachhaltige Zusammenarbeit.

    DuraMon setzt auf sicherere, erschwinglichere und nachhaltige Bau- und Reparaturlösungen, die die Unterhaltskosten für Betoninfrastrukturen und die CO2-Emissionen verringern. Novalytica unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung klar definierter Datenstrategien, um geschäftsrelevante Erkenntnisse und Werkzeuge zu generieren.

    Die Plattform von Proximi kann jede Anwendung auf einen konkreten Ort beziehen und bietet Werkzeuge für Geofencing, stellt mobile Inhalte bereit, automatisiert Geräte im Internet der Dinge und integriert Schnittstellen von Drittanbietern. Das Start-up Spotr nutzt zahlreiche Bildquellen von Menschen bis zu Satelliten, um ganze Gebäudeportfolios in Minutenschnelle zu analysieren.

    „Der Swiss Prime Site Accelerator ist sehr gut konzipiert“, wird Yurena Seguí Femenias von DuraMon zitiert. Die Fachleute hätten die richtigen Fragen gestellt sowie „aufschlussreiche und massgeschneiderte Ratschläge“ gegeben.

  • Photovoltaik beschleunigt Wachstum

    Photovoltaik beschleunigt Wachstum

    Der Anteil des Solarstroms am gesamten Stromverbrauch in der Schweiz habe knapp 6 Prozent erreicht, erläutert Swissolar in einer Mitteilung. Der Verband der Schweizer Solarenergiebranche stützt sich dabei auf die vom Bundesamt für Energie veröffentlichte Statistik Sonnenenergie. Ihr zufolge ist der Zubau der Photovoltaik 2021 im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 683 Megawatt gestiegen. Insgesamt sind damit Anlagen mit einer Leistung von zusammen rund 3,65 Gigawatt installiert. Sie produzierten 2021 insgesamt 2,84 Terawattstunden Solarstrom.

    Um die durch den vorgesehen Ausstieg aus fossilen Energien und Kernkraft entstehende Lücke zu schliessen, müsste die Solarstromproduktion jedoch auf 45 Terawattstunden jährlich gesteigert werden, meint Swissolar. Dieses Ziel sei mit der Nutzung von knapp 40 Prozent der derzeit bestehenden Dachflächen bis 2050 erreichbar. In einem 11-Punkte-Plan legt Swissolar dar, wie sich die Solarproduktion bis 2035 auf 25 Terawattstunden steigern liesse. „Damit wären die Wasserreserven in den Stauseen trotz Atomausstieg auch im Spätwinter und Frühling genügend gross“, heisst es in der Mitteilung.

    Für 2022 geht Swissolar von einem weiteren Wachstum beim Zubau um 25 bis 30 Prozent auf 850 bis 900 Megawatt auf. Ohne Engpässe bei Personal und Material könnte die Steigerung noch höher ausfallen, meint Swissolar. Dafür fordert der Verband verlässliche Rahmenbedingungen ein. „Wer jetzt seine berufliche Laufbahn auf die Solarenergie ausrichtet, möchte sicher sein, dass das politisch bedingte ‚Stop-and-Go‘ des letzten Jahrzehnts der Vergangenheit angehört“, wird Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger in der Mitteilung zitiert.

  • Ein Meilenstein in der Schweizer Immobilienbranche – SSREI wird als Portfoliobewertungstool anerkannt

    Ein Meilenstein in der Schweizer Immobilienbranche – SSREI wird als Portfoliobewertungstool anerkannt

    SSREI wird von GRESB B.V. als Portfoliobewertungstool und Bestandsgebäudezertifikat anerkannt – ein Meilenstein in der Schweizer Immobilienbranche. Das Real Estate Assessment von GRESB und SSREI sind zwei komplementäre Nachhaltigkeits-Benchmarks für Immobilienportfolios. 

    Während GRESB einen ESG-Ansatz verfolgt, d.h. sein Benchmark als Managementinstrument konzipiert ist und auch Aspekte der guten Unternehmensführung thematisiert (Arbeitsbedingungen, Lieferantenmanagement, Geschäftsgebaren, etc.), fokussiert SSREI rein auf die Immobilienqualität, dies aber ausführlicher und umfassender. So schliesst SSREI nebst dem Umweltschutz und der gesellschaftlich-sozialen Verantwortung auch die Wirtschaftlichkeit mit ein (EES-Ansatz). 

    Wo die beiden Instrumente inhaltlich kompatibel sind, anerkennt GRESB den SSREI. So akzeptiert GRESB die SSREI-Verifikation als Bestands-Zertifizierung (BC1.2), sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Zudem gilt die Anerkennung auch für die Portfolio-Analyse und weitere spezifischen Anforderungen, welche sich thematisch überschneiden. 

    Die entsprechende technische Umsetzung der Anerkennung erfolgt bereits mit dem GRESB-Abschluss 2022. Wir freuen uns über diesen wegweisenden Entscheid, von dem wir überzeugt sind, dass er die Transparenz und Vergleichbarkeit am Schweizer Markt weiter fördern wird. 

  • Schindler-Aufzüge und -Technologie im CapitaSpring in Singapur

    Schindler-Aufzüge und -Technologie im CapitaSpring in Singapur

    Schindler-Aufzüge bedienen die 51 Stockwerke des Büro- und Serviced-Apartments-Gebäudes im Singapurer Finanzviertel. Dank Gesichtserkennung und über QR Codes gesteuerte Drehkreuze bewegt man sich kontaktlos im Gebäude. Die Transitmanagementlösung Schindler PORT optimiert Besucherströme und Wartezeiten und damit auch den Energieverbrauch. Zudem sind autonome Reinigungsroboter mit den Aufzügen und Zugangssystemen des Gebäudes verbunden. 

    Das CapitaSpring-Gebäude wurde von der Bjarke Ingels Group in Zusammenarbeit mit Carlo Ratti Associati entworfen und prägt nun die Singapurer Skyline mit. Seine «grüne Oase», ein Garten in 100 Metern Höhe, setzt neue Massstäbe für Bürodesign. Das Gebäude wurde mit dem Green Mark Platinum Award der Building and Construction Authority (BCA) ausgezeichnet – einer der höchsten Auszeichnungen im Bereich Nachhaltigkeit in Singapur. 

    «Dies ist ein spannendes Projekt für uns in Singapur, wo die Nachhaltigkeit bestehender und neuer Gebäude immer wichtiger wird», sagte Robert Seakins, verantwortlich für die Region Asien-Pazifik in der Konzernleitung von Schindler. «Schindler-Technologie trägt entscheidend dazu bei, dass sich Personen nahtlos, effizient und sicher in diesem neuen Wahrzeichen bewegen können. 

  • Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Empa erforscht klimafreundlichen Beton

    Der Schweizerische Nationalfonds (SNSF) fördert ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zur Erforschung von CO2-Bindung in Zement. Im Rahmen des SNSF Advanced Grant erhalten die Wissenschaftler rund um Projektleiterin Barbara Lothenbach 2,2 Millionen Franken für ihr Forschungsprojekt, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Der Zuschuss ersetzt demnach Gelder des European Research Council der Europäischen Kommission, zu denen Schweizer Forschende derzeit keinen Zugang haben.

    Mit Hilfe des Fördergeldes sollen die Empa-Experten zusammen mit Partnern der finnischen Universität Oulu Grundlagenforschung im Bereich CO2-Bindung in Zement durchführen.

    Hintergrund des Projektes namens Low Carbon Magnesium-Based Binders ist, dass die Zementindustrie grosse Mengen Kohlenstoffdioxid freisetzt. Gleichzeitig gilt Beton als Hoffnungsträger für die Bindung von CO2 und damit als potenzieller Senker des klimaschädlichem Treibhausgases, wenn er auf Magnesium basiert und nicht wie normalerweise auf Kalk.

    Wie stabil Magnesium-Beton auf lange Sicht ist, wie er sich auf Baustellen am besten herstellen lässt und wie sich Temperatur, pH-Wert und andere Faktoren auf molekularer Ebene auswirken, sollen die Forschenden ab 2023 herausfinden.

  • Groupe E beginnt mit Bauarbeiten für Standort Neuenburg

    Groupe E beginnt mit Bauarbeiten für Standort Neuenburg

    Groupe E hat die Bauarbeiten für ein neues Betriebszentrum  im Gewerbegebiet Sécherons II von Boudevilliers in der Gemeinde Val-de-Ruz begonnen, informiert der Freiburger Energieversorger in einer Mitteilung. Hier sollen ein Verwaltungsgebäude, eine Lagerhalle, eine Waschanlage, ein Hof für Wiederverwertung sowie eine Tiefgarage entstehen. Das Investitionsvolumen hatte das Unternehmen im Oktober 2020 auf rund 22 Millionen Franken beziffert.

    Groupe E will den Neubau als „Musterbeispiel für Nachhaltigkeit und Umweltschutz“ gestalten, heisst es in der Mitteilung. Dafür sind rund 950 Quadratmeter Solarmodule an Dach und Südfassade, Ladestationen für Elektrofahrzeuge und ein Fahrradverleihsystem geplant. Die Beheizung der Räume wird eine Wärmepumpe übernehmen, für die Kühlung setzt Groupe E auf ein Freikühlsystem (Free-Cooling-System). Auch das Regenwasser soll gesammelt und in der Waschanlage genutzt werden. Zudem wird ein 10 Meter breiter begrünter Randstreifen um die Gebäude als Rückzugsort für Tiere angelegt.

    Direkt nach Fertigstellung plant Groupe E, die derzeit im Neuenburger Corcelles-Cormondrèche ansässigen, für Betrieb und Ausbau des Stromnetzes im Kanton Neuenburg zuständigen Mitarbeiter des Unternehmens nach Boudevilliers zu verlegen. Hier beliefert Groupe E laut Mitteilung rund 33’000 Kunden und Kundinnen mit jährlich insgesamt 458 Gigawattstunden Strom. Über das in Boudry NE ansässige Tochterunternehmen Vuilliomenet Électricité AG bietet Groupe E im Kanton Neuenburg zudem auch Dienstleistungen in der Gebäudetechnik oder bei elektrischen Anlagen und der Hausautomatisierung an.

  • Younergy legt grüne Anleihe für Solarenergie auf

    Younergy legt grüne Anleihe für Solarenergie auf

    Younergy Solar will laut einer Medienmitteilung die Solarenergie demokratisieren und begibt dazu eine grüne Anleihe im Umfang von 5 Millionen Franken. Unter Demokratisierung wird das Geschäftsmodell von Younergy verstanden. Das Unternehmen mit Sitz in Lausanne errichtet Photovoltaikanlagen auf den Dächern seiner Kunden und übernimmt die gesamten Kosten der Installation, Wartung und Überwachung. Somit produzieren die Kunden – von Einfamilienhäusern bis hin zu grossen Unternehmen – ihren eigenen Strom ohne jegliche Vorinvestition und bezahlen stattdessen nur für die produzierte Energie, heisst es in der Mitteilung. Ist die Amortisationsdauer abgelaufen, geht die Anlage ins Eigentum des Kunden über. Damit könne jeder unabhängig vom persönlichen Budget Solarstrom erzeugen und nutzen.

    „Schweizweit sind wir die Einzigen, die Einfamilienhäuser als auch Gebäude mit grösseren Dächern abdecken. Das war der Schlüssel für unser schnelles Wachstum“, wird Pedro Miranda, Geschäftsführer und Mitgründer von Younergy, zitiert. „Die Energiewende erfolgt hauptsächlich auf lokaler Ebene. Darum möchten wir diese Lösung weiter auszubauen“, so Miranda weiter. Der starke Anstieg der Energiepreise und die unsichere Energieversorgung im Zusammenhang mit der geopolitischen Situation erforderten eine lokale Versorgung. Die Strompreise dürften 2023 in der Schweiz um mehr als 20 Prozent steigen. Mit der Lösung von Younergy hingegen seien deutlich günstigere Preise für Privatpersonen und Unternehmen möglich. Die Nachfrage nehme daher stark zu.

    Bisher betreibt das 2015 von einer Gruppe Experten für Solarenergie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) gegründete und vom Bundesamt für Energie (BFE) geförderte Unternehmen schweizweit schon 480 solcher Photovoltaikanlagen.

  • Cleveres Tool macht Wohnträume wahr

    Cleveres Tool macht Wohnträume wahr

    Ob Erwerb, Modernisierung, Verwaltung oder Verkauf einer Immobilie – Wohneigentumsplattform Liiva ist die digitale Begleiterin für Wohnträume aller Art. In Kombination mit der persönlichen Beratung durch die Mutterhäuser bietet die digitale Plattform Liiva Ihnen als Kundin oder Kunde ein hybrides Ökosystem. 

    Modernisieren nach Mass 

    Eine zukunftsweisende Funktion von Liiva ist der innovative Modernisierungsplaner, der den aktuellen Marktwert einer Immobilie ermittelt und eine konkrete Renovationsplanung erstellt. Somit ist jederzeit klar, wie viel es Sie kostet, den Wert Ihrer Liegenschaft zu erhalten oder zu steigern. 

    Auch Nutzerinnen und Nutzer, die auf Nachhaltigkeit Wert legen, finden die gewünschten Informationen: Liiva gibt den Energieverbrauch des Objekts an, liefert allgemeine Informationen zum energetischen Sanieren und zum konkreten Potenzial der Liegenschaft für eine energetische Verbesserung. 

    Der Modernisierungsplaner zeigt auf, in welchem Umfang die Energieeffizienz des Eigenheims durch einen Heizträgertausch und den Umstieg auf erneuerbare Energieträger gesteigert und der Energieverbrauch gesenkt werden kann. Das praktische Tool gibt zudem wertvolle Tipps zur Verbesserung des Energie-Ratings. 

    In einem «digitalen Hausordner» werden schliesslich alle relevanten Informationen zur Immobilie abgespeichert und können jederzeit und von überall abgerufen werden. 

    Wollen Sie Ihr Wohneigentum für eine energieeffiziente Zukunft rüsten? 

    Erfahren Sie hier mehr über Liiva

  • Swiss Prime Site: Grösstes zertifiziertes Immobilienportfolio der Schweiz

    Swiss Prime Site: Grösstes zertifiziertes Immobilienportfolio der Schweiz

    75% der Flächen mit Nachhaltigkeitszertifikat
    Im Rahmen der umfassenden Initiativen zur nachhaltigen Geschäftsführung wird Swiss Prime Site noch im Geschäftsjahr 2022 den Grossteil des rund 180 Liegenschaften und Areale umfassenden schweizweiten Immobilienportfolios zertifizieren. Auf Basis einer eingehenden Analyse der verschiedenen Zertifizierungssysteme und einer Machbarkeitsstudie wurden in den vergangenen Monaten bereits über ein Dutzend Pilotzertifizierungen umgesetzt. Das Ziel ist es, bis Ende 2022 rund 75% der Flächen des Immobilienportfolios mit Zertifikaten zu hinterlegen. Dazu René Zahnd, CEO Swiss Prime Site: «Mit der Zertifizierung unserer Immobilien erhöhen wir die Transparenz und etablieren gleichzeitig einen Referenzrahmen. Zudem legen wir die Grundlage dafür, um langfristig einen ökologischen, ökonomischen und sozialen Mehrwert für alle Stakeholder zu schaffen. Darüber hinaus haben wir seit letztem Jahr unsere ambitionierten Klimaziele mit unserer Finanzierungsstrategie verknüpft. Jede Verbesserung der Nachhaltigkeit ermöglicht uns eine attraktivere Finanzierung.»

    Klimaneutrales Immobilienportfolio bis 2040
    Die gültige Umweltpolitik von Swiss Prime Site legt fest, dass alle Neu-/Umbau- sowie Repositionierungsprojekte mit einem national oder international anerkannten Nachhaltigkeitslabel zertifiziert werden müssen. Für Bestandsimmobilien wird auf BREEAM In-Use, ein international verbreitetes Zertifizierungssystem, gesetzt. Bei Entwicklungsprojekten liegt der Fokus auf der Zertifizierung entlang des Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS).
    «Über die Zertifizierung hinaus erstellen wir für jede zertifizierte Liegenschaft eine Potenzialanalyse, aus welcher Massnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeitsperformance resultieren. Dabei gehen unsere Ambitionen für einzelne Themen wie zum Beispiel die Vermeidung von Treibhausgasemissionen – in Erstellung und Betrieb – oder Kreislaufwirtschaft über die Erfüllung der Vorgaben hinaus», erklärt Martin Pfenninger, Head Group Sustainability die Ambitionen von Swiss Prime Site. Denn, die Ziele sind klar: Gestaltung von nachhaltigem Lebensraum und ein klimaneutrales Immobilienportfolio bis 2040.

  • Umwelt Arena zeigt neue Ausstellung zu Dämmstoffen

    Umwelt Arena zeigt neue Ausstellung zu Dämmstoffen

    Die Umwelt Arena Schweiz eröffnet eine neue Sonderausstellung. Laut Mitteilung auf Facebook geht es darin um die Verwertung alter Dämmstoffe in der Bauindustrie. Statt dass alte Dämmstoffe bei Sanierungen und Abbrüchen in der Baumulde und dann in der Deponie landen, werden sie zurückgenommen und wieder aufbereitet, heisst es auf Facebook zum Thema. Die Firma Flumroc mit Sitz in Flums zeige in der neuen Ausstellung in der sogenannten Recycling City in der Umwelt Arena, wie das geht. Flumroc sei „Pionier im Bereich Dämmstoff-Recycling“, heisst es in der Mitteilung.

    Flumroc spricht sich auf seiner Internetseite für nachhaltige Verwendung von Dämmstoffen aus. „Aus Steinwolle wird Steinwolle“. heisst es dort. Flumroc-Steinwolle sei zu 100 Prozent wiederverwertbar. Diesen „geschlossenen Kreislauf“ wolle man weitestgehend aufrecht erhalten. Deshalb appelliert das Unternehmen, bei Abriss-, Renovierungs- oder Umbauarbeiten Baustellenzuschnitte und Baustellenabfälle aus Flumroc-Steinwolle nicht einfach wegzuwerfen. „Wir nehmen sie in den dafür vorgesehenen Säcken oder Gebinden gern zurück und rezyklieren sie“, so das Unternehmen.

    Über das Vorgehen bei der Wiederaufbereitung informiert die neue Ausstellung.