Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – Immobiliennews zu ESG, Energie, Klimazielen & nachhaltigen Strategien in der Schweizer Immobilienbranche.

  • Wo steht die Schweizer PropTech-Branche?

    Wo steht die Schweizer PropTech-Branche?

    In der Schweiz sind heute rund 430 PropTech-Unternehmen aktiv, viele davon mit Wurzeln an ETH oder EPFL. Dies ist ein Hinweis auf den ausgeprägten DeepTech- und Forschungsfokus. Ein grosser Teil der Firmen befindet sich noch in frühen Entwicklungsphasen, etwa die Hälfte erwirtschaftet weniger als 0.5 Millionen Franken Jahresumsatz. Dennoch erwarten Mehrheiten der Unternehmen steigende Erlöse, was die Mischung aus jungen Startups, wachsenden Scale-ups und etablierten Technologiefirmen prägt.

    Funding, Segmente und Nachhaltigkeitsdruck
    Duch die hohe Zahl abgeschlossenere Finanzierungsrunden im 2024 und Schätzungen zufolge flossen in den letzten Jahren mehrere hundert Millionen Franken in Schweizer PropTechs. Besonders gefragt sind Lösungen für Smart Buildings, Energieeffizienz, digitale Transaktionen, Datenanalyse und KI-basierte Services. Rund ein Fünftel der Unternehmen bewegt sich im Digital Brokerage, gefolgt von Smart-Building-Lösungen und Daten- beziehungsweise KI-Produkten. Stark an Bedeutung gewinnt der Bereich Sustainability und Lifecycle Management, getrieben von ESG-Vorgaben und Netto-Null-Strategien. Ein signifikanter Anteil der PropTechs integriert ökologische Nachhaltigkeit heute als Kernfunktion ihrer Angebote.

    Internationalisierung und Sichtbarkeit im Startup-Ökosystem
    Zwischen 30 und 40 Schweizer PropTech-Unternehmen sind bereits in europäischen oder globalen Märkten aktiv, exportieren ihre Technologien oder testen sie in internationalen Pilotprojekten. Parallel tauchen PropTechs regelmässig in Rankings der vielversprechendsten Schweizer Startups auf und gehören dort zu den wachstumsstärksten Jungunternehmen. Damit verschiebt sich das Bild von der Nische hin zu einem sichtbaren Wachstumssegment im nationalen Innovationsökosystem.


    Langsame Adoption trifft steigenden Digitalisierungsdruck
    Trotz skalierbarer Produkte bleibt die Kundengewinnung anspruchsvoll. Entscheidungs- und Beschaffungsprozesse in der Immobilienwirtschaft dauern oft ein bis anderthalb Jahre, was Markteintritte verzögert und Roll-outs streckt. Gleichzeitig nimmt der Druck zu, Prozesse zu digitalisieren, Daten besser zu nutzen und Gebäude nachhaltiger zu betreiben. Von regulatorischen Anforderungen bis zu steigenden Energiepreisen. Für PropTechs entsteht daraus ein Spannungsfeld zwischen langen Zyklen auf Kundenseite und hohem Tempo bei Technologie- und Kapitalanforderungen.

    Europa als Wachstumshebel und Chance für die Schweiz
    Der europäische PropTech-Markt wächst dynamisch und soll sein Volumen bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich ausbauen, angetrieben von Investitionen in KI, Smart Buildings und nachhaltige Sanierungstechnologien. Europa hält heute einen substanziellen Anteil am globalen PropTech-Markt, wovon die Schweiz mit ihrer hohen Innovationsdichte, starken Hochschullandschaft und exportfähigen Lösungen überproportional profitieren kann. Insgesamt zeigt sich, die Szene ist klein, aber hochgradig innovationsstark. Sie ist dabei, sich zu professionalisieren, international auszurichten und die Immobilienbranche langfristig zu verändern.

    Fact & Figures PropTech Schweiz 2025

  • Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Basel-Landschaft baut an der Zukunft. Ehemalige Industrieareale werden zu innovativen Campus, flexiblen Gewerbeparks und urbanen Quartieren transformiert. Der Dreispitz verbindet Kunst, Bildung und Hightech an der Kantonsgrenze und schafft Raum für 4’000 Arbeitsplätze, Forschung und nachhaltige Architektur auf Spitzenniveau. Uptown Basel in Arlesheim positioniert sich als Hotspot für Industrie 4.0 und MedTech mit Quantencomputing-Pionieren und ökologischem Leuchtturmcharakter. Neue Quartiere in Muttenz, BusinessCity und AM SCHÄNZLI verbinden Wohn- und Arbeitsräume, grüne Freiräume und klimafreundliche Mobilität, wodurch der Standort als Wissens- und Innovationszentrum weiter profiliert wird.

    In Pratteln entstehen mit Bredella, dem Campus der Wirtschaft und Zentrale Pratteln moderne urbane Lebensräume, die auf nachhaltige Entwicklung, smarte Infrastruktur und flexible Nutzungskonzepte setzen. In Allschwil entwickelt sich der Bachgraben mit dem Switzerland Innovation Park Basel Area zu einem führenden Life-Sciences-Standort, an dem BioTech-, MedTech- und Pharmaunternehmen modernste Forschung und Hightech-Innovationen vorantreiben. Der Industriepark Laufen und die Ziegelei Ost in Allschwil schaffen Impulse für regionale Produktion, Handwerk und Gemeinschaft, mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und CO²-Reduktion. GETEC PARK ist Wachstumsmotor für Chemie und Life Sciences, getrieben von Dekarbonisierung und ESG-Standards.

    Basel-Land demonstriert so, wie Vielfalt, Nachhaltigkeit und Innovationskraft die Transformation antreiben.

    Dreispitz
    Dreispitz in Münchenstein (Basel-Landschaft) ist eines der vielfältigsten Areale der Region Basel. Hier verbinden sich Kunst, Bildung und Wirtschaft. Über 380 Unternehmen und rund 4000 Arbeitsplätze prägen das Wirtschaftspark Dreispitz, flankiert von Hochschulen wie der FHNW und kreativen Clustern. Das interkantonale Areal bietet Raum für innovative Firmen, Start-ups, Kultur und moderne Bildungsinstitutionen. Ein vitaler Zukunftsstandort für die ganze Region.

    uptownBasel
    uptownBasel baut gerade die Zukunft. Seit 2019 entsteht ein hochmoderner Innovationscampus für die Arbeitsplätze der nächsten Jahrzehnte. Der weltbekannte Zahnimplantate-Hersteller Straumann verlegt bis 2028 total 1’000 Arbeitsplätze auf das in die Zukunft weisende Entwicklungsareal. Arlesheim wird so zum bedeutendsten Hotspot für die Medizintechnologie der Schweiz. Der von der Familie Staehelin und von Fankhauser Arealentwicklungen in hohem Tempo realisierte Campus zeichnet sich durch mehrere, sich bereits im Bau befindende Gebäude mit nachhaltiger Architektur auf Spitzenniveau aus. Das Roofdeck hat mittlerweile weltweit Beachtung gefunden und dient zusammen mit den Seminar- und Eventräumen dazu, dass das Areal zum hochmodernen Herstück des Industriestandorts Baselland wird.

    Industriepark Laufen
    Der Industriepark Laufen befindet sich auf dem ehemaligen Plattenwerk der Keramik Laufen AG am südöstlichen Rand der Stadt und ist seit 2017 Eigentum der Stiftung Abendrot. Nach dem Grossbrand 2020, der rund 80% der Substanz zerstörte, wird das Gewerbeareal von 2025 bis 2027 als eingeschossige Holzsystembauten neu aufgebaut. Ziel ist ein modernes, preisgünstiges Angebot für regionale Kleinunternehmen, Handwerk und Kreative, mit flexiblen Mietflächen und individuellen Ausbauoptionen. Ein Netz von Gewerbegassen sorgt für gute Erschliessung, Belichtung und fördert die Vernetzung der Nutzer. Verdichtungen und mehrgeschossige Ausbauten sind möglich, um auf regionale Nachfrage flexibel zu reagieren. Nachhaltigkeit steht im Fokus. Re-Use von Bauteilen, Holz statt Beton und erneuerbare Energie prägen das Konzept. Ein Arealverein soll den Zusammenhalt stärken. Insgesamt entsteht ein regional relevantes, vielseitiges und zukunftsfähiges Gewerbezentrum.

    AM SCHÄNZLI
    Das neue Quartier AM SCHÄNZLI in Muttenz markiert eine urbane Neuinterpretation von Wohnen, Arbeiten und Freizeit am Eingangstor zu Basel. Auf dem 74’000 m² grossen Areal «Hagnau Ost» entstehen bis 2029 drei Hochhäuser mit 385 Wohnungen und 14’000 m² Gewerbe. Ein zentraler Platz sowie intensive Begrünung verleihen urbaner Dichte Aufenthaltsqualität direkt am Birs-Erholungsraum. Der Fokus liegt auf ressourcenschonender Bauweise, Energieeffizienz (SNBS Gold), Photovoltaik und optimierter Mobilität für Fussgänger sowie Velofahrende. AM SCHÄNZLI steht für moderne Standortentwicklung und nachhaltige Integration von Stadt und Natur.

    BaseLink-Areal
    Das Areal Bachgraben in Allschwil hat sich zum Basler Innovationsmotor entwickelt. Der Standort verbindet internationale Life-Science-Firmen, hochmoderne Forschung und nachhaltigen Städtebau. Mit Projekten wie dem BaseLink-Areal und neuen ÖV sowie Veloinitiativen entstehen attraktive Arbeitsplätze und ein urbanes Umfeld. Enge Zusammenarbeit von Kanton, Gemeinde und Wirtschaft sorgt für Dynamik und macht das Gebiet zum Vorzeigeprojekt im trinationalen Raum.

    Campus der Wirtschaft
    Der neue Campus der Wirtschaft liegt direkt beim Bahnhof in Pratteln und entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Event- und Arbeitsstandorte im Baselbiet. Bis 2028 entsteht mit dem Gebäude H² ein hochmodernes Herzstück. Sechs Geschosse bieten über 10’000 m² flexibel nutzbare Labor-, Event- und Büroflächen, ergänzt durch eine Kongresshalle für bis zu 1’900 Personen und insgesamt mehr als 6’000 m² Eventfläche. Der Campus adressiert Unternehmen aus Industrie, Forschung und Dienstleistung, mit nachhaltiger Architektur, optimaler Erreichbarkeit, Infrastruktur aus einer Hand sowie Synergien zum Stadtquartier Bredella. Die Entwicklung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region und positioniert Pratteln als internationales Zentrum für Innovation, Austausch und Grossveranstaltungen.

    GETEC PARK.MUTTENZ
    GETEC PARK.MUTTENZ ist das führende Industrie-Cluster der Nordwestschweiz für Chemie, Pharma und Life Sciences. Auf 50 Hektar bündeln sich modernste Infrastruktur, sichere Labor- und Logistikflächen sowie nachhaltige Energie- und Ressourcenkonzepte. Der Park, entstanden aus Infrapark Baselland und Schweizerhalle, beherbergt globale Konzerne und zahlreiche KMU. Innovative Lösungen wie Waste2Value und ESG-basierte Prozesse machen GETEC zum Wachstumsmotor der Branche.

    Zentrale Pratteln
    Das Projekt Zentrale Pratteln transformiert das ehemalige Coop-Areal nördlich des Bahnhofs in ein lebendiges, ökologisch und sozial ausgerichtetes Quartier. Bis 2026 entstehen rund 480 genossenschaftliche Wohnungen für 1’200 Menschen, ergänzt durch eine neue Schule, rund 15’000 m² Gewerbefläche und vielfältige Freiräume. Bau und Planung setzen konsequent auf Bestandserhalt, Wiederverwendung von Bauteilen und nachhaltige Energieversorgung. Historische Industriebauten wie das Zuckersilo bleiben erhalten. Die Kooperation von sechs Bauträgern und das innovative Nutzungskonzept machen Zentrale Pratteln zu einem Vorzeigeprojekt der gemeinnützigen und nachhaltigen Quartiersentwicklung in der Region Basel.

    Bredella in Pratteln
    Bredella in Pratteln steht für die grossmassstäbliche Transformation eines zentralen Industrieareals zum innovativen Stadtquartier. In unmittelbarer Bahnhofsnähe entstehen auf 87’000 m² vielfältige Wohn-, Arbeits- und Freizeitangebote, durchmischt mit begrünten Plätzen und sanierter Industriebaukultur. Masterplan und Quartierpläne setzen auf stufenweise Entwicklung, nachhaltige Mobilität und hohe Aufenthaltsqualität. Mit Blockrand, Hochhäusern, Gewerbe- und Atelierflächen, autofreien Bereichen und lebendigen Erdgeschossen wird ein Modell für urbanes Leben im Baselbiet geschaffen. Bredella verbindet mutig Moderne, Geschichte und nachhaltige Entwicklung.

    Ziegelei Ost
    Die Ziegelei Ost in Allschwil erfährt eine umfassende Transformation zu einem lebendigen, durchmischten Quartier. Historische Gebäude werden sorgfältig erhalten und mit neuen Nutzungen für Wohnen, Arbeiten und Erholung kombiniert. Kennzeichnend sind grosse Grünflächen, vielfältige öffentliche Räume und ein feinmaschiges Wegenetz, das drei zentrale Plätze, den Kulturplatz, Quartierplatz und die Lettenwiese verbindet. Die industrielle Tradition bleibt durch den Erhalt der Ziegeleihallen und deren Integration in moderne Strukturen spürbar. Das Projekt setzt auf Zirkularität, die Wiederverwendung von Bauteilen und flexible Neubauten, um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und eine hohe Lebensqualität zu sichern.

  • Energieabsatz entwickelt sich regional unterschiedlich

    Energieabsatz entwickelt sich regional unterschiedlich

    Die Industrielle Betriebe Interlaken AG (IBI) setzte im Jahr 2025 rund 96 Millionen Kilowattstunden Strom in ihrem Verteilnetz ab. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenproduktion lag mit 13,2 Millionen Kilowattstunden 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Grund dafür waren laut Mitteilung der Energie- und Wasserversorgerin im Raum Interlaken Garantiearbeiten am Wasserkraftwerk am Schifffahrtskanal.

    Beim Gas fiel der Rückgang deutlicher aus. Der Absatz sank auf 35,9 Millionen Kilowattstunden, was einem Minus von 19,7 Prozent entspricht. Gemäss IBI hätten insbesondere Grosskunden ihre Anlagen optimiert oder seien auf alternative Heizsysteme umgestiegen.

    Der Wasserabsatz lag 2025 hingegen mit rund 1,8 Millionen Kubikmetern 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anteil an Quellwasser betrug 97 Prozent, im Vorjahr waren es noch 99,4 Prozent. Grund für den Rückgang waren Reinigungs- und Revisionsarbeiten an den Infrastrukturanlagen im Saxettal.

    IBI senkte die Strompreise im Berichtsjahr um rund 24 Prozent. Dies, weil das Unternehmen die Energie für 2025 nach den Preissteigerungen ab Mitte 2022 wieder günstiger einkaufen konnte. Zudem senkte auch die nationale Netzgesellschaft Swissgrid die Kosten für Systemdienstleistungen und die Stromreserve.

    IBI ist auf Anfang 2026 vom Doppel- zum Einheitstarif gewechselt. Der seit den 60er Jahren geltende Doppeltarif verlagerte einen Teil des Stromverbrauchs in die Nacht der starke Ausbau der Photovoltaik hat die Logik von Stromproduktion und -verbrauch inzwischen verändert, Solarstrom wird tagsüber ins Netz eingespeist.

  • Biogasanlage wird auf Biomethanproduktion umgestellt

    Biogasanlage wird auf Biomethanproduktion umgestellt

    Die Axpo Biomasse AG betreibt in Aarberg neu eine Biogasaufbereitungsanlage anstelle des bisherigen Blockheizkraftwerks. In der Vergärungsanlage in Aarberg werden pro Jahr rund 20’000 Tonnen regionale Biomasse zu Strom und Naturdünger verarbeitet. Das dabei entstehende Biogas wird neu zu Biomethan aufbereitet und direkt in das bestehende Gasnetz eingespeist.

    Bisher wurde das Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Mit der Umstellung soll der Energieinhalt der eingesetzten Biomasse effizienter genutzt werden. „So leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Energieversorgung und zur regionalen Wertschöpfung“, sagt Daniel Gobbo, Leiter der Geschäftseinheit Biomasse der Axpo.

    Abnehmerin des produzierten Biomethans ist Energie Wasser Bern (ewb), die Energieversorgerin der Stadt Bern. Laut Mitteilung hat ewb einen Vertrag über die vollständige Abnahme der Produktion abgeschlossen. Der Transport erfolgt über das Netz der Seelandgas AG. Für mögliche Überschussmengen baut der Gasverbund Mittelland (GVM) zudem eine Druckerhöhungsstation, damit das Gas ins Hochdrucknetz des Gasverbunds Mittelland eingespeist werden kann.

    Energie Wasser Bern leistet durch die Abnahme einen Beitrag zur Förderung der Produktion von Biogas in der Schweiz. „Mit dem Bezug aus der Anlage Aarberg verfolgt ewb konsequent ihre Strategie für eine CO2-neutrale Energiezukunft und stärkt die nachhaltige Versorgungssicherheit“, so Marcel Ottenkamp, Leiter Bereich Energiewirtschaft bei ewb.

  • Wärmenetz im Aargau wird strategisch weiterentwickelt

    Wärmenetz im Aargau wird strategisch weiterentwickelt

    AEW übernimmt per 1. Mai den Wärmeverbund Hägglingen Zinsmatten von der Gemeinde Hägglingen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. „Wir freuen uns sehr, die Kundinnen und Kunden des Wärmeverbunds Hägglingen Zinsmatten auch künftig zuverlässig mit Wärme zu versorgen und die Anlage gemeinsam nachhaltig weiterzuentwickeln“, wird Daniel Wernli darin zitiert, Leiter Wärmeproduktion der AEW.

    Von dem seit 2007 aktiven Wärmeverbund werden 30 Liegenschaften mit Wärme versorgt. Dabei kommen Holzschnitzel als primärer Energieträger zum Einsatz. Der Holzkessel der Anlage weist eine Leistung von 450 Kilowatt auf, zudem steht ein Ölkessel bereit. AEW beziffert den durchschnittlichen, jährlichen Energiebezug mit rund 1100 Megawattstunden.

    AEW betreibt mit dem Wärmeverbund Hägglingen Zinsmatten dann insgesamt 78 entsprechende Anlagen im Kanton Aargau und angrenzenden Regionen. Die Produktionskapazität beträgt mehr als 240 Gigawattstunden pro Jahr, insgesamt werden 17’000 Haushalte versorgt.

  • Industrieunternehmen positioniert sich erneut unter den nachhaltigsten weltweit

    Industrieunternehmen positioniert sich erneut unter den nachhaltigsten weltweit

    KONE hat es in den von CDP soeben veröffentlichten Nachhaltigkeitsbewertungen von Unternehmen, den sogenannten CDP Scores 2025, auf die A-Liste geschafft. Diese umfasst die besten 4 Prozent der insgesamt über 22’100 bewerteten Unternehmen aus der ganzen Welt. Die Klassifizierungen reichen von D- bis A und zeigen, wie ambitioniert und effektiv Unternehmen bezüglich Klima, Wassersicherheit und Wälder handeln.

    Der Aufzugbauer legt seine Daten laut einer Mitteilung seit 2009 über CDP offen und hat nun zum 13. Mal in Folge eine CDP-Bewertung von A oder A- erreicht. Erst Ende Januar war KONE in der diesjährigen Rangliste der Global 100 Most Sustainable Corporations in the World von Corporate Knights auf Platz 54 gelandet und nahm unter den Maschinenbauern Platz 2 ein.

    „Diese Anerkennung spiegelt unsere systematischen Bemühungen wider, Nachhaltigkeit in alles, was wir tun, zu integrieren – von unseren Produkten und Dienstleistungen bis hin zu unseren Betriebsabläufen und Partnerschaften“, wird Kirsi Simola-Laaksonen zitiert. Er ist KONEs Senior Vice President und für Nachhaltigkeit und Umwelt zuständig.

    Wie er weiter ausführt, sei der Anteil regenerativer Antriebe in KONE-Aufzügen 2025 deutlich angestiegen. Das habe die Energieeffizienz der Produkte verbessert und die eigenen CO2-Emissionen wie die seiner Kunden reduziert. Da über 99 Prozent der Emissionen aus der Produkt- und Wertschöpfungskette stammen, arbeite das Unternehmen „aktiv mit Lieferanten zusammen, um Möglichkeiten zur Reduzierung der Emissionen aus den in unseren Produkten verwendeten Materialien zu identifizieren“.

    KONE hat seinen Hauptsitz seit 1910 im finnischen Espoo. In der Schweiz ist die KONE (Schweiz) AG seit 1996 tätig. Das Unternehmen beschäftigt in mehr als 70 Ländern über 60’000 Mitarbeitende.

  • Parahotellerie treibt Logiernächte in Spiez auf neuen Rekord

    Parahotellerie treibt Logiernächte in Spiez auf neuen Rekord

    Der Spiezer Tourismus hat 2025 mit 198‘000 Übernachtungen einen neuen Rekord erzielt. Dieser geht aber laut einer Mitteilung der Spiez Marketing AG (SMAG) allein auf das Wachstum in der Parahotellerie zurück. Diese hat ihre Übernachtungen um 35 Prozent auf 63‘000 gesteigert. Gleichzeitig sind die Übernachtungen in der Hotellerie um 2,5 Prozent auf 135‘000 gesunken.

    Über die Hälfte der Übernachtungen geht auf Besuchende aus der Schweiz zurück. China folgt mit einem Anteil von 9 Prozent, Deutschland von 7 Prozent und die USA mit 5 Prozent. Bei der Parahotellerie machen die Besuchenden aus der Schweiz 15 Prozent aus, gefolgt von China mit 11 Prozent, den USA mit 10 Prozent und Deutschland mit 9 Prozent.

    Mit den steigenden Übernachtungen sind Herausforderungen verbunden. Der Gemeinderat hat den lokalen Standortförderer SMAG bereits im vergangenen Frühling mit der Bildung einer Arbeitsgruppe beauftragt. Die Vertretenden aus Politik, Bevölkerung, Hotellerie und Para, aber auch Einzelhandel und anderen Touristikern, sollten diese Herausforderungen identifizieren und Lösungsansätze suchen. Der daraus resultierende Massnahmenplan 2026 soll nun umgesetzt werden.

    „Es ist überhaupt nicht unser Ziel, Logiernächterekorden nachzujagen“, wird Stefan Seger, Geschäftsführer der Spiez Marketing AG, in der Mitteilung zitiert. Die Förderung des Tourismus dürfe nicht zu Lasten der Einwohnerinnen und Einwohner gehen. „Wir stehen für möglichst nachhaltigen Tourismus ein.“

  • Neues Verfahren bringt dekoratives Hochleistungsholz in Serie

    Neues Verfahren bringt dekoratives Hochleistungsholz in Serie

    Die Schreinerei Koster AG Holzwelten, ein Familienbetrieb aus Gossau, hat gemeinsam mit der Empa sogenanntes Marmorholz entwickelt. Marmorholz zeichnet sich durch eine Zeichnung feiner schwarzer Linien aus, die von einem Schlauchpilz verursacht werden. Das einzigartige Holz, einst ein seltener Zufallsfund, wird nun in einem Nebengebäude der Schreinerei mit Hilfe von Edelstahlcontainern, Laboren und Klima- und Vakuumkammern hergestellt. Das Produkt kommt laut einer Mitteilung nun unter dem Namen Myrai auf den Markt.

    Die Schreinerei und die Empa entwickelten im Rahmen eines gemeinsam gestarteten Innosuisse-Projekts ein standardisiertes, skalierbares Verfahren zur gezielten Herstellung von Marmorholz. In einer Vakuumkammer werden Bretter aus heimischen Laubholzarten wie Ahorn, Buche oder Esche auf die korrekte Feuchtigkeit gebracht, sterilisiert und mit dem Pilz inokuliert. Anschliessend verbringen sie mehrere Wochen in einer Klimakammer, um das Pilzwachstum und die resultierenden Muster zu ermöglichen. Zuletzt wird das Holz in einem technischen Prozess getrocknet und der Pilz stirbt ab.

    „Das Besondere an diesem Pilz ist, dass er nur die stark lignifizierten Bereiche der Zellwand nicht abbaut und das Holz somit eine hohe Biegesteifigkeit beibehält“, wird der für das Labor Cellulose & Wood Materials in St.Gallen tätige Empa-Forscher und Pilzexperte Francis Schwarze in der Mitteilung zitiert.

    Das resultierende Marmorholz eigne sich besonders für dekorative Anwendungen wie Möbel, Innenausbau oder Musikinstrumente. Im Rahmen des Projekts hat die Schreinerei Know-how entwickelt, um das Erscheinungsbild des Holzes zu steuern und verfeinern. Jakob Koster, ehemaliger CEO der Koster AG Holzwelten, wird sich nun dem Verkauf und der weiteren Innovation des Marmorholzes widmen. Die Nachfrage sei laut Koster bereits gross. Die Schreinerei und die Empa haben zudem bereits neue Ideen für die weitere Zusammenarbeit.

  • Beide Basel wollen Hochlauf von Wasserstoff unterstützen

    Beide Basel wollen Hochlauf von Wasserstoff unterstützen

    Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben erstmals eine gemeinsame Wasserstoffstrategie vorgelegt. Diese sieht vor, an der Rolle der Region als Energiedrehscheibe der Schweiz anzuknüpfen und den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft zu unterstützen. Die Region bringe mit ihrer trimodalen Verkehrsinfrastruktur, den Rheinhäfen und grossen Tanklagern dafür gute Voraussetzungen mit, heisst es in einer Mitteilung zur Strategie.

    Die Region will dabei ausschliesslich auf Wasserstoff setzen, der mit erneuerbaren Energien hergestellt worden ist. Dieser wird vor allem dort gebraucht, wo hohe Energiedichten nötig sind. Die beiden Kantone haben vom Zürcher Planungsbüro EBP Schweiz in einer Studie den Bedarf ermitteln lassen. Danach könnte der Wasserstoffbedarf in der Industrie, dem Schwerverkehr und der Schifffahrt 2025 zwischen 0,4 und 3,4 Prozent des Energiebedarfs beider Kantone ausmachen.

    Die regionale Infrastruktur für grünen Wasserstoff und seine Derivate wie Methanol soll alle Wertschöpfungsstufen von der Produktion bis zur Nutzung umfassen. Die Strategie setzt dabei sowohl auf Wasserstoffcluster als auch auf Energiehubs, um die industrielle Ökosysteme entstehen sollen.

    Wirtschaftlich ist die Produktion von grünem Wasserstoff vor allem in räumlicher Nähe zur Produktion von erneuerbaren Energien sinnvoll. Derzeit planen die Stadtwerke IWB und die Fritz Meyer AG im Hafen Birsfelden den schweizweit grösste Elektrolyseur. Dieser soll eine Leistung von 15 Megawatt aufweisen und seinen Strom vom Laufwasserkraftwerk Birsfelden beziehen.  Der Wasserstoff könnte von der Industrie in der unmittelbaren Nachbarschaft verbraucht werden. Die  IWB wollen das geplante Cluster auch an Projekte in Deutschland und Frankreich anbieten. Der definitive Investitionsentscheid ist allerdings noch nicht gefallen. Ein Teil der Wasserstoffleitung ist entlang des Rheins bereits im Bau.

  • Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Wie Basel-Landschaft Räume für Innovation und Leben schafft

    Basel-Landschaft baut an der Zukunft. Ehemalige Industrieareale werden zu innovativen Campus, flexiblen Gewerbeparks und urbanen Quartieren transformiert. Der Dreispitz verbindet Kunst, Bildung und Hightech an der Kantonsgrenze und schafft Raum für 4’000 Arbeitsplätze, Forschung und nachhaltige Architektur auf Spitzenniveau. Uptown Basel in Arlesheim positioniert sich als Hotspot für Industrie 4.0 und MedTech mit Quantencomputing-Pionieren und ökologischem Leuchtturmcharakter. Neue Quartiere in Muttenz, BusinessCity und AM SCHÄNZLI verbinden Wohn- und Arbeitsräume, grüne Freiräume und klimafreundliche Mobilität, wodurch der Standort als Wissens- und Innovationszentrum weiter profiliert wird.

    In Pratteln entstehen mit Bredella, dem Campus der Wirtschaft und Zentrale Pratteln moderne urbane Lebensräume, die auf nachhaltige Entwicklung, smarte Infrastruktur und flexible Nutzungskonzepte setzen. In Allschwil entwickelt sich der Bachgraben mit dem Switzerland Innovation Park Basel Area zu einem führenden Life-Sciences-Standort, an dem BioTech-, MedTech- und Pharmaunternehmen modernste Forschung und Hightech-Innovationen vorantreiben. Der Industriepark Laufen und die Ziegelei Ost in Allschwil schaffen Impulse für regionale Produktion, Handwerk und Gemeinschaft, mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und CO²-Reduktion. GETEC PARK ist Wachstumsmotor für Chemie und Life Sciences, getrieben von Dekarbonisierung und ESG-Standards.

    Basel-Land demonstriert so, wie Vielfalt, Nachhaltigkeit und Innovationskraft die Transformation antreiben.

    Dreispitz
    Dreispitz in Münchenstein (Basel-Landschaft) ist eines der vielfältigsten Areale der Region Basel. Hier verbinden sich Kunst, Bildung und Wirtschaft. Über 380 Unternehmen und rund 4000 Arbeitsplätze prägen das Wirtschaftspark Dreispitz, flankiert von Hochschulen wie der FHNW und kreativen Clustern. Das interkantonale Areal bietet Raum für innovative Firmen, Start-ups, Kultur und moderne Bildungsinstitutionen. Ein vitaler Zukunftsstandort für die ganze Region.
    www.dreispitz.ch

    uptownBasel
    uptownBasel baut gerade die Zukunft. Seit 2019 entsteht ein hochmoderner Innovationscampus für die Arbeitsplätze der nächsten Jahrzehnte. Der weltbekannte Zahnimplantate-Hersteller Straumann verlegt bis 2028 total 1’000 Arbeitsplätze auf das in die Zukunft weisende Entwicklungsareal. Arlesheim wird so zum bedeutendsten Hotspot für die Medizintechnologie der Schweiz. Der von der Familie Staehelin und von Fankhauser Arealentwicklungen in hohem Tempo realisierte Campus zeichnet sich durch mehrere, sich bereits im Bau befindende Gebäude mit nachhaltiger Architektur auf Spitzenniveau aus. Das Roofdeck hat mittlerweile weltweit Beachtung gefunden und dient zusammen mit den Seminar- und Eventräumen dazu, dass das Areal zum hochmodernen Herstück des Industriestandorts Baselland wird.
    uptownbasel.ch

    Industriepark Laufen
    Der Industriepark Laufen befindet sich auf dem ehemaligen Plattenwerk der Keramik Laufen AG am südöstlichen Rand der Stadt und ist seit 2017 Eigentum der Stiftung Abendrot. Nach dem Grossbrand 2020, der rund 80% der Substanz zerstörte, wird das Gewerbeareal von 2025 bis 2027 als eingeschossige Holzsystembauten neu aufgebaut. Ziel ist ein modernes, preisgünstiges Angebot für regionale Kleinunternehmen, Handwerk und Kreative, mit flexiblen Mietflächen und individuellen Ausbauoptionen. Ein Netz von Gewerbegassen sorgt für gute Erschliessung, Belichtung und fördert die Vernetzung der Nutzer. Verdichtungen und mehrgeschossige Ausbauten sind möglich, um auf regionale Nachfrage flexibel zu reagieren. Nachhaltigkeit steht im Fokus. Re-Use von Bauteilen, Holz statt Beton und erneuerbare Energie prägen das Konzept. Ein Arealverein soll den Zusammenhalt stärken. Insgesamt entsteht ein regional relevantes, vielseitiges und zukunftsfähiges Gewerbezentrum.
    www.abendrot.ch

    AM SCHÄNZLI
    Das neue Quartier AM SCHÄNZLI in Muttenz markiert eine urbane Neuinterpretation von Wohnen, Arbeiten und Freizeit am Eingangstor zu Basel. Auf dem 74’000 m² grossen Areal «Hagnau Ost» entstehen bis 2029 drei Hochhäuser mit 385 Wohnungen und 14’000 m² Gewerbe. Ein zentraler Platz sowie intensive Begrünung verleihen urbaner Dichte Aufenthaltsqualität direkt am Birs-Erholungsraum. Der Fokus liegt auf ressourcenschonender Bauweise, Energieeffizienz (SNBS Gold), Photovoltaik und optimierter Mobilität für Fussgänger sowie Velofahrende. AM SCHÄNZLI steht für moderne Standortentwicklung und nachhaltige Integration von Stadt und Natur.
    am-schaenzli.ch

    BaseLink-Areal
    Das Areal Bachgraben in Allschwil hat sich zum Basler Innovationsmotor entwickelt. Der Standort verbindet internationale Life-Science-Firmen, hochmoderne Forschung und nachhaltigen Städtebau. Mit Projekten wie dem BaseLink-Areal und neuen ÖV sowie Veloinitiativen entstehen attraktive Arbeitsplätze und ein urbanes Umfeld. Enge Zusammenarbeit von Kanton, Gemeinde und Wirtschaft sorgt für Dynamik und macht das Gebiet zum Vorzeigeprojekt im trinationalen Raum.
    sip-baselarea.com/maincampus/

    Campus der Wirtschaft
    Der neue Campus der Wirtschaft liegt direkt beim Bahnhof in Pratteln und entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Event- und Arbeitsstandorte im Baselbiet. Bis 2028 entsteht mit dem Gebäude H² ein hochmodernes Herzstück. Sechs Geschosse bieten über 10’000 m² flexibel nutzbare Labor-, Event- und Büroflächen, ergänzt durch eine Kongresshalle für bis zu 1’900 Personen und insgesamt mehr als 6’000 m² Eventfläche. Der Campus adressiert Unternehmen aus Industrie, Forschung und Dienstleistung, mit nachhaltiger Architektur, optimaler Erreichbarkeit, Infrastruktur aus einer Hand sowie Synergien zum Stadtquartier Bredella. Die Entwicklung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region und positioniert Pratteln als internationales Zentrum für Innovation, Austausch und Grossveranstaltungen.
    h2-pratteln.ch

    GETEC PARK.MUTTENZ
    GETEC PARK.MUTTENZ ist das führende Industrie-Cluster der Nordwestschweiz für Chemie, Pharma und Life Sciences. Auf 50 Hektar bündeln sich modernste Infrastruktur, sichere Labor- und Logistikflächen sowie nachhaltige Energie- und Ressourcenkonzepte. Der Park, entstanden aus Infrapark Baselland und Schweizerhalle, beherbergt globale Konzerne und zahlreiche KMU. Innovative Lösungen wie Waste2Value und ESG-basierte Prozesse machen GETEC zum Wachstumsmotor der Branche.
    www.getec.swiss

    Zentrale Pratteln
    Das Projekt Zentrale Pratteln transformiert das ehemalige Coop-Areal nördlich des Bahnhofs in ein lebendiges, ökologisch und sozial ausgerichtetes Quartier. Bis 2026 entstehen rund 480 genossenschaftliche Wohnungen für 1’200 Menschen, ergänzt durch eine neue Schule, rund 15’000 m² Gewerbefläche und vielfältige Freiräume. Bau und Planung setzen konsequent auf Bestandserhalt, Wiederverwendung von Bauteilen und nachhaltige Energieversorgung. Historische Industriebauten wie das Zuckersilo bleiben erhalten. Die Kooperation von sechs Bauträgern und das innovative Nutzungskonzept machen Zentrale Pratteln zu einem Vorzeigeprojekt der gemeinnützigen und nachhaltigen Quartiersentwicklung in der Region Basel.
    zentralepratteln.ch

    Bredella in Pratteln
    Bredella in Pratteln steht für die grossmassstäbliche Transformation eines zentralen Industrieareals zum innovativen Stadtquartier. In unmittelbarer Bahnhofsnähe entstehen auf 87’000 m² vielfältige Wohn-, Arbeits- und Freizeitangebote, durchmischt mit begrünten Plätzen und sanierter Industriebaukultur. Masterplan und Quartierpläne setzen auf stufenweise Entwicklung, nachhaltige Mobilität und hohe Aufenthaltsqualität. Mit Blockrand, Hochhäusern, Gewerbe- und Atelierflächen, autofreien Bereichen und lebendigen Erdgeschossen wird ein Modell für urbanes Leben im Baselbiet geschaffen. Bredella verbindet mutig Moderne, Geschichte und nachhaltige Entwicklung.
    bredella.ch

    Ziegelei Ost
    Die Ziegelei Ost in Allschwil erfährt eine umfassende Transformation zu einem lebendigen, durchmischten Quartier. Historische Gebäude werden sorgfältig erhalten und mit neuen Nutzungen für Wohnen, Arbeiten und Erholung kombiniert. Kennzeichnend sind grosse Grünflächen, vielfältige öffentliche Räume und ein feinmaschiges Wegenetz, das drei zentrale Plätze, den Kulturplatz, Quartierplatz und die Lettenwiese verbindet. Die industrielle Tradition bleibt durch den Erhalt der Ziegeleihallen und deren Integration in moderne Strukturen spürbar. Das Projekt setzt auf Zirkularität, die Wiederverwendung von Bauteilen und flexible Neubauten, um Klimaschutz, Nachhaltigkeit und eine hohe Lebensqualität zu sichern.
    www.ziegelei-ost.ch


  • Brücken sanieren mit «smartem» Stahl

    Brücken sanieren mit «smartem» Stahl

    Viele Stahlbetonbrücken wurden für Verkehrsbelastungen und Fahrzeuggewichte ausgelegt, die aus heutiger Sicht überholt sind. Gleichzeitig machen Chloride, Wasser und Frost den Bauwerken seit Jahrzehnten zu schaffen. Klassische Sanierungen stossen dort an Grenzen, wo Bauteile bereits stark gerissen oder dauerhaft verformt sind.

    Hier setzt das neue Empa-System an. Es kombiniert eine bewährte Methode, die zusätzliche Schicht aus ultrahochfestem, faserbewehrtem Beton, mit einem aktiven Verstärkungselement, das gezielt innere Vorspannkräfte aufbaut. Ziel ist nicht nur, Tragfähigkeit zu erhöhen, sondern geschädigte Brückenplatten im wahrsten Sinn des Wortes wieder aufzurichten.

    UHPFRC trifft Formgedächtnisstahl
    Schon heute werden Brücken mit einer dünnen Schicht ultrahochfestem Faserbeton nachgerüstet, die direkt auf die Fahrbahnplatte aufgebracht wird. Der Hochleistungsbeton ist sehr dicht, widersteht Wasser und Tausalzen und lässt sich gut armieren. Ein robuster «Schutzpanzer» mit strukturellem Mehrwert.

    Das Empa-Team um Angela Sequeira Lemos und Christoph Czaderski ersetzt in dieser Schicht nun die konventionelle Stahlbewehrung durch Stäbe aus Formgedächtnisstahl auf Eisenbasis. Nach dem Einbau werden die Stäbe auf rund 200 Grad Celsius erhitzt, versuchen sich zusammenzuziehen, werden aber vom Beton daran gehindert. Die Folge ist eine innere Vorspannung, die Risse schliesst, Verformungen zurückdrängt und die Platte dauerhaft in einen günstigeren Spannungszustand versetzt.

    Risse schliessen sich sichtbar
    In einem ersten Schritt untersuchte das Team die Verbundwirkung zwischen UHPFRC und Formgedächtnisstahl. Wie gut bleibt die Verbindung auch nach dem Erhitzen? Wie zuverlässig lassen sich Kräfte übertragen? Danach folgten Grossversuche mit fünf je fünf Meter langen Betonplatten, die freitragende Brückendecks simulierten.

    Eine Platte blieb unverstärkt, die übrigen erhielten eine UHPFRC-Schicht, entweder mit klassischer Bewehrung oder mit Fe‑SMA‑Stäben. Um realistische Bedingungen abzubilden, wurden die Platten zunächst gezielt bis zur Rissbildung belastet und erst anschliessend verstärkt. Nach dem Erwärmen der Fe‑SMA‑Stäbe schlossen sich bestehende Risse sichtbar, durchhängende Bereiche hoben sich wieder an. Bereits in dieser Aktivierungsphase zeigten sich deutliche Verbesserungen der Verformungen.

    Steifer, tragfähiger, länger haltbar
    Begleitet wurden die Versuche von einem dichten Messkonzept. Digitale Kameras beobachteten die Rissbilder, im Innern der Platten erfassten faseroptische Sensoren Dehnungen entlang der Stäbe. Ähnlich wie Glasfaserkabel in der Telekommunikation, nur dass hier das zurückgestreute Licht zur Verformungsmessung dient.

    Sowohl die konventionelle Verstärkung mit UHPFRC als auch das neue System mit Formgedächtnisstahl konnten die Tragfähigkeit gegenüber der unverstärkten Platte mindestens verdoppeln. Unter Alltagsbelastungen, etwa durch den normalen Strassenverkehr, zeigte sich die Fe‑SMA‑Variante jedoch deutlich im Vorteil. Die Platte wurde steifer, bleibende Verformungen traten später auf oder verschwanden ganz, vorhandene Risse konnten geschlossen werden. Das System wirkt damit wie eine «Reaktivierung» des bestehenden Tragwerks.

    Einsatzfelder und nächste Schritte
    Noch sind sowohl der ultrahochfeste Faserbeton als auch der Formgedächtnisstahl relativ teuer. Wirtschaftlich am spannendsten ist das System deshalb dort, wo andere Verstärkungsmethoden nicht mehr ausreichen. Zum Beispiel bei stark verformten, bereits geschädigten Brücken oder insbesondere sensiblen Bauwerken mit begrenztem Eingriffsraum.

    Perspektivisch ist der Einsatz nicht auf Brücken beschränkt. Denkbar sind Anwendungen im Hochbau, etwa bei auskragenden Balkonen, Flachdächern oder sensiblen Bauteilen, bei denen kompakte Verstärkungslösungen und eine sehr dichte Oberfläche gefragt sind. Das von Innosuisse geförderte Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der OST, dem Empa-Spin-off re‑fer und cemsuisse. Nach den erfolgreichen Versuchen sucht das Team nun eine geeignete Brücke für den ersten Pilot-Einsatz. Gelingt dieser Schritt, könnte sich der «smarte» Stahlbeton zu einem wichtigen Werkzeug im Umgang mit der alternden Schweizer Brückeninfrastruktur entwickeln.

  • Vom Ortseingang zur vernetzten Wohnadresse

    Vom Ortseingang zur vernetzten Wohnadresse

    Das Areal Neugut markiert den südlichen Auftakt von Rickenbach und liegt in der Kernzone der Gemeinde. Der Projektvorschlag von Fischer Architekten und Uniola gruppiert sieben neue Wohnhäuser um zwei Höfe, ein bestehendes achtes Gebäude wird in die Siedlungsfigur integriert. Am Ort der bisherigen Gaststätte entsteht ein Neubau mit gewerblicher Erdgeschossnutzung, der den Eingang ins Quartier und ins Dorf adressiert.

    Städtebauliche Einordnung
    Die Fluchten der Neubauten orientieren sich einerseits am Bestandsbau und am Haus Wiesental, andererseits an der annähernd parallelen Ausrichtung der umliegenden Dorfbebauung. So entsteht ein Setzungsmuster, das die vorhandene Struktur aufnimmt statt einen Fremdkörper zu setzen.

    Ein schmaler Bachlauf trennt das Siedlungsgebiet vom offenen Feld und bildet zugleich eine klare Landschaftskante. Die grosse Linde und die Stellung des „Wiesental“ bleiben im neuen Konzept erhalten, was die Kontinuität im Ortsbild stärkt.

    Verzahnung von Landschaft und Siedlung
    Zwei nutzungsintensive Höfe bilden das innere Rückgrat der neuen Siedlung. Ihnen gegenüber schieben sich Grünflächen von Westen her in die Bebauungsstruktur und verknüpfen Landschafts- und Siedlungsraum.

    Durch die gezielte Anordnung der Tiefgarage bleibt der Grossteil des Grünraums ohne Unterbauung. Das verbessert Bepflanzung, Versickerung und Wasserkreislauf und entspricht den raumplanerischen Zielen, Grünräume funktional zu sichern und aufzuwerten.

    Quartier für Fussgänger und Velos
    Garagenzufahrt, Anlieferung und oberirdische Besucherparkplätze werden am Südrand des Perimeters gebündelt. Dort öffnet sich das Quartier mit einem Platz vor dem Haus Wiesental zum Strassenraum und markiert den Übergang vom Verkehr zum wohnorientierten Innenbereich.

    Das Innere des Areals bleibt dem Fussgänger- und Veloverkehr vorbehalten. Damit setzt das Projekt ein deutliches Signal zugunsten quartiersinterner Aufenthaltsqualität und verkehrsberuhigter Wohnumfelder.

    Holzbau und Ausdruck
    Mit Ausnahme der Untergeschosse und Treppenhäuser sind die Gebäude als Holzbauten konzipiert. Die Fassade besteht aus einem gedämmten Holzrahmenbau mit hinterlüfteter Holzverschalung und vereint damit energetische Effizienz mit einem reduzierten CO₂-Ausstoss.

    ​Vertikale Doppelstützen gliedern die Fassaden primär in der Höhe, differenzieren sich aber je nach Gebäudetyp. So bleibt das materielle Erscheinungsbild harmonisch, während die Gliederung subtil auf das innere Raumsystem verweist und dem Ensemble einen lebendigen Charakter verleiht.

    Vom Studienauftrag zum Gestaltungsplan
    Dem Projekt voraus ging ein Studienauftrag mit fünf eingeladenen Teams, aus dem Fischer Architekten und Uniola als Sieger hervorgingen. Die Jury würdigte insbesondere, dass sich der Vorschlag «selbstverständlich» in die bestehende Bebauungsstruktur einordnet und den Charakter des Ortseingangs stärkt.

    Als nächste Etappe folgt der private Gestaltungsplan, der voraussichtlich 2027 Rechtskraft erlangen könnte. Erst danach wird das konkrete Bauprojekt ausgearbeitet – mit dem Ziel, das Areal Neugut von einer spezialisierten Nutzung mit Reitanlage zu einem fein vernetzten Wohnquartier mit klarer Adresse am Dorfeingang zu transformieren.

  • Saubere Entsorgungssysteme als Erfolgsfaktor im Immobilienbetrieb

    Saubere Entsorgungssysteme als Erfolgsfaktor im Immobilienbetrieb

    Funktionierende Entsorgungssysteme sind ein zentraler Bestandteil moderner Liegenschaften. Unterflur- und Abfallcontainer müssen nicht nur entleert, sondern regelmässig fachgerecht gereinigt werden, um Hygiene, Betriebssicherheit und Werterhalt sicherzustellen. Gerade in dicht genutzten Wohn- und Mischarealen wachsen die Anforderungen an Geruchsmanagement, Sauberkeit und dokumentierte Serviceprozesse.

    Für Bewirtschaftungen und Eigentümer bedeutet dies, Containerreinigung zunehmend als integralen Bestandteil der Arealbewirtschaftung zu verstehen. Moderne Verfahren mit geschlossenen Wasserkreisläufen und standardisierten Abläufen ermöglichen heute eine effiziente und nachhaltige Umsetzung.

    Praxisbeispiel aus Ascona
    Wie sich professionelle Containerreinigung in der Praxis präsentiert, zeigte ein kürzlich durchgeführter CleanTech Day in Ascona. Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden und Facility Management nutzten die Gelegenheit, Live-Reinigungen zu verfolgen und sich direkt mit Fachpersonen auszutauschen. Das positive Echo bestätigt die wachsende Bedeutung strukturierter Containerpflege im Immobilienbetrieb.

  • Areale in Basel Stadt als Motor der Zukunft

    Areale in Basel Stadt als Motor der Zukunft

    Basel-Stadt steht exemplarisch für den nachhaltigen Wandel europäischer Industrieregionen. Auf einst geschlossenen Produktionsflächen wächst eine neue Stadtkultur, die Dichte, Vielfalt und Teilhabe verbindet. Areale wie VoltaNord schaffen bezahlbaren Wohnraum und fördern soziale Durchmischung. Klybeckplus und Klybeckquai öffnen den Rheinraum für Wohnen, Bildung und Freizeit. Ein Meilenstein für die städtische Vernetzung bis 2037.

    Auch an den Rändern verändert sich das Stadtbild. Das Dreispitz-Nord-Areal verknüpft Gewerbe mit urbanem Wohnen, während das Wolf-Areal und der Walkeweg neue Formen energiesparender, nachbarschaftlicher Quartiere hervorbringen. Im Norden entwickelt sich das Vordere St. Johann mit Campus, Universität und Spital zum Wissens- und Gesundheitszentrum der Region. Mit Projekten wie dem Westfeld entstehen Orte des Zusammenlebens, die Baukultur, Nachhaltigkeit und soziale Innovation verbinden.

    So wird Basel zum Labor für urbane Zukunft – geprägt von Kooperation, Bodenhaftung und Weitsicht.

    Rosental Mitte
    Rosental Mitte entwickelt sich vom geschlossenen Industrieareal zu einem durchlässigen, vielfältigen Wirtschaftsstandort. Der Kanton Basel-Stadt schafft neben Arbeitsflächen schrittweise auch neue Räume für Wohnen und Freizeit. Bestehende Strukturen werden respektvoll weitergebaut, historische Elemente bleiben als Anker der Identität erhalten. Öffentliche Wege und Grünräume vernetzen die Quartiere, fördern Begegnung und Beweglichkeit. Ein Drittel der Wohnungen entsteht im preisgünstigen Segment. Rosental Mitte steht für zukunftsweisende Stadtentwicklung und nachhaltige urbane Lebensqualität.
    rosentalmitte.ch

    VoltaNord
    Auf dem früheren Lysbüchel-Areal im Basler Norden entsteht mit VoltaNord ein lebendiger Stadtteil für rund 1’500 bis 2’000 Bewohnende und bis zu 2’500 Arbeitsplätze. Zwei Drittel der neuen Wohnungen sind preisgünstig und fördern soziale Vielfalt. Die Entwicklung verbindet verdichtetes Arbeiten und Wohnen mit einem qualitativen Mehrwert für das Quartier St. Johann. Eine neue Primarschule sowie attraktive Freiräume machen das Areal zu einem zukunftsorientierten Ort des Lebens, Lernens und Arbeitens.
    voltanord.ch

    klybeckplus
    Das ehemalige Industrieareal im Basler Norden wandelt sich zu einem durchmischten Stadtquartier zwischen Rhein und Wiese. Auf rund 300’000 Quadratmetern entsteht Raum zum Wohnen, Arbeiten und Leben für bis zu 15’000 Menschen. Eigentümerinnen Rhystadt AG und Swiss Life AG entwickeln das Areal gemeinsam mit dem Kanton Basel-Stadt. Das städtebauliche Leitbild von 2022 bildet die Grundlage. Neue Tramlinien, Strassen, Parks und Schulstandorte schaffen die Vernetzung eines zukunftsorientierten Quartiers mit urbanem Charakter.
    klybeckplus.ch

    Klybeckquai & Westquai
    Der Klybeckquai und der Westquai wandeln sich von industriell geprägten Hafenarealen zu lebendigen Stadtlandschaften am Rhein. Mit der Verlegung der Hafenbahn entsteht Raum für neue Nutzungen und eine städtebauliche Öffnung Richtung Wasser. Am Klybeckquai wächst ein durchmischtes Wohnquartier mit Schulen, Kitas und begrünten Innenhöfen. Der Westquai soll nach 2029 zu einem vielfältigen Ort für Arbeit, Kultur, Freizeit und Natur werden. Beide Gebiete entwickeln sich im Sinne von Netto Null 2037 zu nachhaltigen, zukunftsfähigen Stadtteilen.
    klybeck-kleinhüningen.ch

    Dreispitz Nord
    Das Areal Dreispitz Nord am östlichen Rand von Gundeldingen befindet sich im Wandel: Wo heute noch das Einkaufszentrum MParc, der Bau- und Gartenfachmarkt OBI sowie weitere Gewerbebetriebe prägend sind, entsteht ein neuer, vielseitiger Stadtteil. Die Christoph Merian Stiftung und die Genossenschaft Migros Basel gestalten die Zukunft des Areals gemeinsam. Das städtebauliche Konzept von Herzog & de Meuron ermöglicht die Entwicklung von Wohnraum, attraktiven Grün- und Freiflächen und fördert ein urban durchmischtes, zukunftsweisendes Quartier mit lebendigem Charakter.
    dreispitznord.ch

    Areal Walkeweg
    Das sechs Hektaren grosse Areal Walkeweg im Süden Basels entwickelt sich zum lebendigen, familienfreundlichen Wohnquartier. Bis zu 650 Menschen sollen hier bezahlbar und energiesparend wohnen. Der Kanton und die SBB realisieren mit Baugenossenschaften ein vielfältiges Angebot an preisgünstigen und kompakten Wohnungen. Eine neue Primarschule, grosszügige Naturflächen, gemeinschaftliche Höfe sowie ein begrünter Quartierplatz und Park schaffen Raum für soziale Begegnung und nachhaltige Lebensqualität. Die Bebauung folgt dem Prinzip «Low Cost – Low Energy».
    areal-walkeweg.ch

    Areal Wolf
    Das Wolf-Areal wandelt sich vom Güterbahnhof zum urbanen Stadtquartier mit vielfältigen Nutzungen. Im Westen entstehen rund 550 Wohnungen, davon ein Drittel preisgünstig, im Osten Büro-, Logistik- und Gewerbeflächen sowie öffentliche Einrichtungen. Historische Gebäude werden erhalten und in die neue Hofstruktur integriert, die besonderen Wert auf Lärm- und Raumkonzepte legt. Die SBB entwickelt und investiert hier als Eigentümerin, sozial durchmischte und zukunftsfähige Lebensräume entstehen auf rund zehn Hektaren mitten in Basel.
    wolf-basel.ch

    Vorderes St. Johann
    Das vordere St. Johann im Norden von Basel entwickelt sich zu einem bedeutenden Standort für Forschung, Bildung und Gesundheit. Rund um den Campus Schällemätteli und das Universitätsspital entstehen in den nächsten Jahren neue Bauten für Klinik, Universität, Bibliothek und private Forschungsinstitute. Der Kanton treibt zudem die Erschliessung durch neue Tramlinien und Verkehrsprojekte voran. Insgesamt werden 16 Bau- und Infrastrukturprojekte realisiert, die sowohl von privaten als auch von öffentlichen Akteuren getragen werden und die Zukunft des Quartiers als Wissens- und Gesundheitszentrum sichern.
    vorderes-stjohann.ch

    Universitätsspital Basel: Campus Gesundheit
    Das Universitätsspital Basel verfolgt mit dem Campus Gesundheit einen umfassenden Entwicklungsplan, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den steigenden Nutzungsdruck zu bewältigen. Neubauten wie das Klinikum 2 von Giuliani Hönger und das Klinikum 3 von Herzog & de Meuron bringen flexible Nutzung, moderne Prozesse und städtebauliche Qualität. Ein neuer Bebauungsplan regelt die Entwicklung des gesamten Areals inklusive Grünflächen und Denkmalschutz. Die Bauprojekte werden voraussichtlich bis 2039 umgesetzt und stärken den Gesundheitsstandort Basel langfristig.
    unispital-basel.ch

    Westfeld
    Auf dem ehemaligen Felix Platter-Spitalareal im Iselin-Quartier entsteht mit dem Westfeld ein vielfältiges Stadtquartier mit 525 neuen Wohnungen, umgenutzten Bestandsbauten und Flächen für Gewerbe und soziale Angebote. Die Genossenschaft wohnen&mehr setzt auf nachhaltiges Bauen und fördert neue Wohnmodelle sowie Gemeinschaft durch Quartiergarten, Westfeldplatz und lokale Dienstleistungen. Die zweite Bauetappe bringt weitere Wohnungen, Gewerbeflächen und einen Velopavillon. Das Westfeld schafft neue Begegnungsräume und bereichert das Quartier nachhaltig.
    wohnen-mehr.ch



  • Investor steigt bei zirkulärem Baustoffentwickler ein

    Investor steigt bei zirkulärem Baustoffentwickler ein

    Medley Ventures aus Kopenhagen beteiligt sich an einer Pre-Serie-A-Finanzierungsrunde für den Baustoffhersteller Oxara mit Sitz in Dietikon. Bei Medley Ventures handelt es sich um den Venture-Capital-Fonds der Gründer von To Good To Go, einer Initiative gegen Lebensmittelverschwendung. Der Investor zeigt sich von der Kombination aus technologischer Innovation, industrieller Skalierbarkeit und realer Anwendbarkeit überzeugt, heisst es in einer Mitteilung.

    Oxara ersetzt CO2-intensiven Zement durch zirkuläre Bindemittel, die aus wiederverwertbaren und bislang ungenutzten Bauabfällen generiert werden. Die Produkte des Unternehmens lassen sich komplikationslos in den herkömmlichen Baubetrieb einbinden, heisst es in der Mitteilung. Mit dem frischen Kapital will Oxara die Produktentwicklung, Zertifizierungspfade und industrielle Partnerschaften beschleunigen und so eine breitere Markteinführung in der Schweiz sowie in internationalen Märkten ermöglichen.

    „Was uns überzeugt hat, ist die Vision hinter Oxara: Ingenieurskunst, echte industrielle Wirkung und glaubwürdige Hoffnung für eine bessere Zukunft des Bauens. Indem Zement überflüssig wird und Abfall zu Wertstoff, zeigen sie, dass Innovation die Art und Weise verändern kann, wie wir bauen“, wird Mathias Christensen, Mitbegründer und CEO von Medley Ventures, in der Mitteilung zitiert. Gnanli Landrou, CEO und Mitgründer von Oxara, sieht in der Finanzierung eine starke Bestätigung durch ein Unternehmen, das sich wirkungsvoll für Nachhaltigkeit einsetzt.

    Im Rahmen einer Serie-A-Finanzierung will Oxara bis März 2026 frisches Kapital in Höhe von 20 Millionen Franken akquirieren.

  • Erneuerbare Energien treiben langfristige Strategie

    Erneuerbare Energien treiben langfristige Strategie

    Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben ein anspruchsvolles Geschäftsjahr 2024/25 hinter sich. Die Gesamtleistung ging zwar laut dem Geschäftsbericht nur um 4,2 Prozent auf 1176,4 Millionen Franken zurück. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sank allerdings um 64,9 Prozent auf 18,8 Millionen.

    Der Gewinn stieg dennoch um 24,9 Prozent auf 186,3 Millionen. Dies ist laut einer Mitteilung eine Folge der Beteiligungen am Stromerzeuger Axpo und am Bündner Kantonalwerk Repower. Der Kanton und die an EKZ beteiligten Gemeinden erhalten eine Ausschüttung von 46,6 Millionen Franken, rund 9 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

    Der operative Rückgang ist unter anderem eine Folge des Rückgangs der Stromproduktion in Deutschland und Frankreich. So sank die Produktion von Windstrom um 14,9 Prozent auf 517,9 Gigawattstunden, die Produktion von Solarstrom aus Photovoltaik um 11,5 Prozent auf 253,2 Gigawattstunden.

    EKZ hat weiter in den Ausbau erneuerbarer Energien im Inland investiert. So ging die Anlage Madrisa Solar in Klosters GR teilweise ans Netz. In Embrach ZH wurde mit dem Bau der Solaranlage auf den Dächern von Embraport begonnen. Zudem wurden 4886 neue private Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 100,5 Megawatt ans Netz angeschlossen. Im Vorjahr waren es 3839 Anlagen mit 77,7 Megawatt. Ausserdem wurden rund 17‘500 Parkplätze in Tiefgaragen mit dem Lademanagement der EKZ ausgestattet.

    Urs Rengel spricht von einem starken Jahresergebnis. „Nicht beeinflussbare Schwankungen durch Wetter, Preise, Nachfrage und Marktentwicklungen sind Teil des heutigen Energiesystems und dürften weiter stark zunehmen, dies sowohl zugunsten als auch zulasten von EKZ“, wird der EKZ-CEO in der Mitteilung zitiert. „Investitionen in Produktionsanlagen haben einen langen Zeithorizont und wir sind überzeugt, dass sie langfristig einen wertvollen Beitrag leisten.“

  • Modulares Möbelsystem optimiert Abfallmanagement im Büro

    Modulares Möbelsystem optimiert Abfallmanagement im Büro

    Lista Office LO erweitert seine gleichnamige Büromöbelmarke um ein modulares System für das Abfallmanagement. Das Baukastensystem LO Value bietet laut einer Mitteilung Gleit- und Auszugsbehälter in unterschiedlichen Grössen, reversible Türen und auswechselbare Magnet- oder Klebbeschriftungen.

    Fronten, die sich per Fingerdruck öffnen, und grosszügige Einwurfklappen mit Griff oder Fusspedal sollen Kontaktpunkte und Verschmutzungsrisiken mindern. Frei integrierbare PET- und Dosenpressen komprimieren das Volumen des Mülls. Das wiederum reduziert den Aufwand für Lager, Transport und Bewirtschaftung.

    Die möglichen wählbaren Varianten von LO Value sind den Angaben zufolge so konzipiert, dass sich das Möbel in jedes Gestaltungskonzept einfügt. Als farblicher Kontrapunkt zieht es die Aufmerksamkeit auf sich, monochrom kann es mit der Umgebung verschmelzen – je nachdem, „ob die Aufforderung zur Wertstofftrennung diskret oder als visuelles Ausrufezeichen umgesetzt werden soll“.

  • Solardiesel soll Baumaschinen klimafreundlicher machen

    Solardiesel soll Baumaschinen klimafreundlicher machen

    Das Bauunternehmen Eberhard Bau aus Kloten wird künftig seinen Maschinenpark mit Solardiesel des Zürcher Cleantech-Unternehmens Synhelion betreiben. Der jetzt in einer Mitteilung bekanntgegebene langfristige Abnahmevertrag sieht den Einsatz des erneuerbaren Diesels ab 2027 vor. Wie Synhelion informiert, verringere der Einsatz die Netto-CO2-Emissionen um bis zu 100 Prozent im Vergleich zu fossilen Treibstoffen. Die nachhaltigen Treibstoffe können von sämtlichen bestehenden Verbrennungsmotoren genutzt werden.

    Eberhard Bau sei für Synhelion der erste Abnahmekunde aus der Baubranche, welche über wenig Hebel zur Defossilisierung von Baumaschinen und Baustellen verfügt habe. Bisher wurde Solardiesel von Unternehmen aus Luftfahrt, Schifffahrt und Strassenverkehr eingesetzt. Baumaschinen indes seien schwer, kämen in unerschlossenem Gelände zum Einsatz und liessen sich aufgrund eines hohen Leistungsbedarfs schwer elektrifizieren. Solardiesel schaffe dort eine nachhaltige Lösung zur CO2-Reduzierung, „wo es bisher keine praktikable Alternative gab“, wird Silvan Eberhard, Leiter Logistik der Eberhard Unternehmungen, zitiert.

    Synhelion betreibt eigenen Angaben zufolge seit 2024 mit der in Deutschland produzierenden DAWN die erste industrielle Anlage zur Produktion von Solartreibstoffen der Welt. Der Bau der ersten kommerziellen Anlage sei in Planung und soll 2027 in Betrieb gehen.

    Neben der Eberhard Bau AG haben Swiss International Air Lines, Pilatus Flugzeugwerke, Flughafen Zürich, AMAG Group und die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees Abnahmeverträge für erneuerbaren Treibstoff mit Synhelion abgeschlossen.

  • Neues Verteilzentrum stärkt Frischelogistik

    Neues Verteilzentrum stärkt Frischelogistik

    Denner hat in Mägenwil am 2. Februar 2026 sein drittes Verteilzentrum für gekühlte Produkte in Betrieb genommen. Damit reagiert die Lebensmitteldetailistin auf die starke Nachfrage nach diesen Waren. Laut einer Mitteilung handelt es sich um das erste gekühlte Verteilzentrum, welches gemäss Minergie-Standard zertifiziert wurde. Denner schafft dort 70 zusätzliche Arbeitsplätze.

    Von dem zusätzlichen Standort aus sollen 250 der 872 Ladengeschäfte ihre Frischware erhalten. Gesamt mit den drei Verteilzentren für ungekühlte Waren beliefere Denner sein Filialnetz künftig von sechs Logistikstandorten aus.

    Denner arbeitet am Ausbau seines Filialnetzes und will mehr Frischprodukte in die Sortimente bringen. Die Bauzeit für den Neubau betrug zwei Jahre und steht nach Aussage von CEO Torsten Friedrich „sinnbildlich für das Wachstum“ von Denner. Ziel sei es, die Logistik für die wachsende Nachfrage nach frischen Lebensmitteln sicherzustellen. Zudem verkürzten sich Anfahrtswege. Jährlich könnten so 120‘000 Transportkilometer vermieden werden. In Mägenwil ist eine 10‘000 Quadratmeter grosse Lagerfläche entstanden. Sie erlaube die Einlagerung und Kühlung von mehr als 700 Produkten zwischen 2 und 5 Grad Celsius.

    Das Minergie-Zertifikat attestiert dem Neubau Energieeffizienz im laufenden Betrieb. Abwärme aus dem energieintensiven Betrieb der Kühlanlage werde zum Heizen genutzt. Der komplette Strombedarf werde auf Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Südfassade erzeugt. Zudem können acht Ladestationen für Lastwagen und zehn für Personenwagen gespeist werden. Ein weiterer Neubau für ungekühlte Produkte soll 2027 in Aclens VD in Betrieb gehen.

  • Ohne Materialforschung gäbe es keinen Fortschritt

    Ohne Materialforschung gäbe es keinen Fortschritt

    Materialforschung ist für Tanja Zimmermann das Rückgrat des technischen Fortschritts. Rund zwei Drittel aller Innovationen basieren direkt auf neuen oder verbesserten Materialien, von Batterien über medizinische Sensoren bis zu Baustoffen. Entsprechend breit ist der Ansatz der Empa, die als nationales Kompetenzzentrum Materialien für Bau, Energie und Gesundheit entwickelt. Dies von Grundlagenprojekten im Labor bis zu Machbarkeitsstudien mit Industriepartnern. Dazu gehören effizientere Energiespeicher, neue Photovoltaik-Technologien und zweidimensionale Nanomaterialien wie MXene, die künftig Elektronik und Sensorik kompakter und leistungsfähiger machen könnten.

    ​Anwendungen für Energie, Gesundheit und Bau
    Im Gesundheitsbereich arbeitet die Empa an textilen Sensoren, die Langzeit-EKGs ohne klassische Gel-Elektroden ermöglichen und so Hautreizungen vermeiden. Weitere Projekte zielen auf intelligente Materialien im Operationssaal, etwa Kleber, die undichte Stellen im Bauchraum verschliessen und dank integrierter Sensorik frühzeitig vor Lecks warnen.

    Beim Bauen stehen Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz im Zentrum. Neue Betone und Verbundwerkstoffe sollen mit deutlich weniger Zement und Stahl dieselbe Tragfähigkeit erreichen und so den CO₂-Fussabdruck der Bauwerke spürbar senken. Parallel dazu entwickelt die Empa hoch temperaturbeständige Materialien für Drohnen, die direkt in Brandherde fliegen können, sowie kohlefaserverstärkte Kunststoffe, die heute zunehmend Brücken und grosse Tragwerke leichter und langlebiger machen.

    CO₂ als Rohstoff
    Mit der Initiative «Mining the Atmosphere» geht die Empa noch einen Schritt weiter. Ziel ist es, CO₂ nicht nur einzusparen, sondern gezielt aus der Atmosphäre zu holen und als Rohstoff zu nutzen. Forschende untersuchen, wie Kohlenstoff aus CO₂ in keramische Werkstoffe wie Siliziumkarbid oder in Baustoffe wie Beton eingebaut werden kann, sodass Gebäude selbst zu Kohlenstoffsenken werden. Langfristig sollen solche Ansätze helfen, einen Teil der historischen Emissionen zu kompensieren und den Übergang von einer CO₂-emittierenden zu einer CO₂-bindenden Gesellschaft zu schaffen. Ein «Jahrhundertprojekt», das enorme Mengen an erneuerbarer Energie und eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie voraussetzt.

    Hightech aus der Natur
    Auch in der Holzforschung setzt Zimmermann auf Kombination aus Naturprinzipien und Hightech. Holz sieht sie als einzige grosse, heimische, nachwachsende Ressource der Schweiz, leicht, stabil und vielseitig modifizierbar. Das Spektrum reicht von feuerhemmend mineralisiertem Holz über antimikrobielle Oberflächen bis zur Nutzung fibrillierter Zellulose, deren Nanofasern transparente Gele, hochporöse Schwämme oder Barrierefilme für Lebensmittelverpackungen bilden können. Solche Zellulose-Schwämme können Öl selektiv aus Wasser aufnehmen oder CO₂ aus der Luft binden. Als Sprühbeschichtung verlängern sie die Haltbarkeit von Früchten und Gemüse, ohne Plastikfolien zu benötigen. In neueren Projekten entstehen «lebende Materialien», etwa gedruckte Strukturen aus Nanozellulose und Kieselalgen, die als biologische Sensoren Wasserqualität überwachen sollen.

    Langfristige Projekte wie «CarboQuant»
    Mit «CarboQuant» unterstützt die Werner Siemens-Stiftung ein weiteres Langfristprojekt an der Empa. Ein Labor, das Kohlenstoff-Nanostrukturen für Quantentechnologien untersucht. Ziel ist es, Graphen-Nanobänder und Nano-Graphene so präzise zu gestalten, dass sich ihre Quanteneffekte für elektronische Bauteile bei Raumtemperatur nutzen lassen. Etwa für Sensorik, Kommunikation oder künftige Quantencomputer. Solche Vorhaben zeigen, warum Stiftungen und öffentliche Förderer für die Empa zentral sind. Viele Materialinnovationen brauchen Jahre bis Jahrzehnte, bevor sie skaliert und wirtschaftlich nutzbar sind. Für Zimmermann bleibt dennoch klar, ohne diesen langen Atem und ohne Materialforschung gäbe es weder die Technologien, die die Energiewende möglich machen, noch viele der Lösungen, die unseren Alltag heute bereits selbstverständlicher erscheinen lassen, als sie es sind.

  • Neue Rolle für H₂-Wärme

    Neue Rolle für H₂-Wärme

    In einer Produktionshalle schreibt ein unscheinbares Gerät Heiztechnik-Geschichte. Der erste katalytisches Wasserstoff-Luftheizsystem wurde bei einem Kunden in Betrieb genommen. Die 10-kW-Anlage liefert Spitzenlastwärme für einen rund 1’000 Kubikmeter grossen Produktionsbereich des Pumpenherstellers Flusys und nutzt dafür Wasserstoff aus regionaler Versorgung. Für das junge Unternehmen aus Wiesbaden ist das mehr als ein Feldtest. Es ist die praktische Bewährungsprobe für eine Technik, die fossile Brennstoffe im Wärmesektor perspektivisch ersetzen soll.

    Gewerbe- und Industriegebäude
    Das Unternehmen zielt bewusst auf Gewerbe- und Industriegebäude statt auf das Einfamilienhaus. Dort treffen hoher Wärmebedarf, begrenzte elektrische Anschlussleistung und steigender Dekarbonisierungsdruck unmittelbar aufeinander. Eine rein elektrische Lösung über gross dimensionierte Wärmepumpen scheitert oft an teuren Netzanschlüssen oder schlicht an fehlender Kapazität. Die Wasserstoff-Heizung deckt die Spitzenlast ab, während eine Wärmepumpe oder eine andere Wärmequelle die Grundlast übernimmt.

    In Offenbach arbeitet die 10-kW-Einheit im Hybridverbund mit einer Wärmepumpe. Die Wärmepumpe versorgt den Produktionsbereich im Normalbetrieb, die H₂-Heizung springt an besonders kalten Tagen oder bei hoher Auslastung ein. Diese Aufgabenteilung erlaubt eine kleinere Dimensionierung der Wärmepumpe und reduziert die erforderliche elektrische Anschlussleistung, ein spürbarer Hebel für Investitions- und Leistungspreise. Für Standorte mit bestehender oder geplanter Wasserstoff-Infrastruktur wird das System so zu einem wirtschaftlichen Baustein der Energieversorgung.

    Die flammenlose Wasserstoff-Heizung
    Technologisch unterscheidet sich die Firma deutlich von klassischen Brennwertkesseln oder H₂-Brennern. Die Anlage arbeitet mit einem flammenlosen, katalytischen Prozess. Wasserstoff wird mit Umgebungsluft gemischt, bleibt dabei unterhalb der unteren Explosionsgrenze und reagiert erst im Katalysator mit dem Sauerstoff. Es entsteht Wärme, aber keine sichtbare Flamme , da das Verfahren auf kontrollierter Oxidation statt auf Verbrennung basiert.

    Durch die niedrigeren Prozesstemperaturen fallen weder CO₂, NOx noch Feinstaub an, als Nebenprodukt bleibt lediglich Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit. Gleichzeitig werden zu keinem Zeitpunkt brennbare Wasserstoffkonzentrationen im Gerät verwendet, was die Technologie inhärent sicher macht. HYTING sieht darin eine Art „Plug-and-Play-Heizen“ mit Wasserstoff, das bestehende Luftkanäle oder Lüftungssysteme nutzen und in modularem Aufbau skaliert werden kann.

    Praxistest, Dauerlauf und Zulassung
    Die Anlage ist nicht der erste Härtetest für die junge Technologie. Bereits zuvor hat ein führender Engineering-Dienstleister einen 2’500-Stunden-Dauerlauftest begleitet, der rund zehn Jahre Realbetrieb simulierte. Während des Tests traten weder Ausfälle noch messbarer Verschleiss an sicherheitskritischen Komponenten auf. Kontinuierliche Emissionsmessungen bestätigten die Abwesenheit von CO₂-, NOx- und Feinstaubemissionen.

    Die erste Kundenanlage markiert nun den Übergang vom Labor in die industrielle Realität. Weitere Systeme sollen im Verlauf des ersten Quartals 2026 folgen, ebenfalls in gewerblichen Anwendungen mit bestehender Wasserstoffkompetenz.

    Wo ist die Technologie sinnvoll
    Trotz der Aufmerksamkeit ist die katalytische Wasserstoff-Heizung kein Ersatz für Gasheizung oder Wärmepumpe im breiten Markt. Wasserstoff ist derzeit teuer, die Infrastruktur begrenzt, und ein flächendeckendes H₂-Netz für Wohnquartiere ist nicht in Sicht. Im Einfamilienhaus fehlt damit auf absehbare Zeit die Grundlage für einen wirtschaftlichen Einsatz.

    Anders sieht es in industriellen Clustern, Hafenregionen oder Chemieparks aus, wo Wasserstoff bereits anfällt oder das Wasserstoffkernnetz aufgebaut wird. Dort kann diese seine Stärken ausspielen. Als Spitzenlast-Heizung in Kombination mit Wärmepumpen, als Ergänzung zu industrieller Abwärme oder als flexible Option in Logistikimmobilien mit eigener Wasserstoffproduktion aus PV-Überschüssen. Die Rolle ist damit klar umrissen, keine Konkurrenz zur Wärmepumpe, sondern ein Baustein in hybriden Systemen für Betriebe, die H₂ ohne grossen Zusatzaufwand nutzen können.

    Ob aus der Nische mehr wird, entscheidet sich letztlich ausserhalb des Technikraums. Wasserstoffpreis, Tempo beim Netzausbau und politische Weichenstellungen werden darüber bestimmen, ob flammenlose H₂-Heizungen künftig häufiger in Gewerbehallen hängen oder ein spezialisiertes Werkzeug bleiben, das vor allem dort eingesetzt wird, wo Wasserstoff ohnehin schon Teil des Energiemixes ist.

  • Innovative Materialien im Bau

    Innovative Materialien im Bau

    Leichtbeton in einem Guss
    Fertigteile aus selbst entwickeltem Leichtbeton auf Blähglasbasis, die deutlich leichter sind als Normalbeton präsentierte ICSC Beton AG. Gleichzeitig zeigen diese gute Dämmwerte, Frostbeständigkeit und Brandschutz. Aus diesem Material entstehen vorfabrizierte Elemente die Bauabläufe beschleunigen und die Qualität auf der Baustelle erhöhen. Ein Schwerpunkt liegt auf  Leichtbeton-Elemente, die statische Funktion, integrierte Ballastierung und einfache Montage von Solarmodulen kombinieren und so Dachsanierung und Solaraufbau in einem Schritt ermöglichen. Für Fachleute im Publikum wurde deutlich, wie sich Vorfertigung, Leichtbeton und Photovoltaik zu durchdachten Systemlösungen verbinden lassen. Mit weniger Gewicht, weniger Eingriffen ins Dach und mehr Energieertrag pro Quadratmeter.

    Klimaneutraler Beton auf der Baustelle
    KLARK demonstrierte, wie CO₂-speichernder Beton bereits heute im Hochbau eingesetzt wird.  Ohne Mehraufwand für die Baustelle und mit extern geprüfter Klimawirkung. Der Beton basiert auf der Zugabe von Pflanzenkohle aus Restholz, die den Kohlenstoff dauerhaft bindet und pro Kubikmeter hunderte Kilogramm CO₂ im Gefüge des Betons speichert. Technisch verhält es sich weitgehend wie konventioneller Beton. Dieser kann gepumpt oder mit dem Kran verarbeitet werden und bleibt vollständig rezyklierbar. Das gespeicherte CO₂ wird beim Rückbau nicht wieder freigesetzt. Im Speakers Corner wurde klar, für Bauherrschaften und Planende eröffnet dies  die Möglichkeit, mit vertrauten Bauweisen messbare Beiträge zu Netto-Null-Strategien zu leisten, ohne Abläufe und Rollen auf der Baustelle neu erfinden zu müssen.

    Klima-Additive für Putz und Co.
    Ein klimapositive Baustoffe stellte KohlenKraft vor, der die CO₂ dauerhaft im Gebäude binden und gleichzeitig bauphysikalische Vorteile bieten. Herzstück ist ein Klima-Additiv auf Basis von Pflanzenkohle, das in mineralische Baustoffe wie Putze und Beschichtungen eingemischt werden kann und so Bauteile zu langfristigen Kohlenstoffspeichern macht. Neben der CO₂-Speicherung zielen die Systeme auf verbessertes Raumklima und Feuchteregulierung. Ein Argument, das insbesondere bei Sanierungen und hochwertigen Innenausbauten auf grosses Interesse stiess. Die Botschaft an Hersteller, Planer und Bauunternehmen, Klimawirkung lässt sich direkt in bestehende Produkte integrieren, ohne dass sich Verarbeitung und Detailplanung grundlegend ändern müssen. ​In Beton denken, mit Holz bauen
    Im Speakers Corner machte die Technologie TS3 anhand realer Projekte sichtbar, wie vertraute Entwurfslogik und eine neue Holzbautechnik zusammenfinden. Ein wichtiger Schritt, damit grossvolumige Holzbauten vom Pionierprojekt zur etablierten Option werden. Mit einer speziellen Stirnseitenverklebung von Brettsperrholz lassen sich heute grossflächige, zweiachsig tragende Holzdecken mit Stützenrastern bis 8 mal 8 Meter realisieren. Tragstrukturen, die lange dem Stahlbeton vorbehalten waren. Die Platten werden vor Ort über einen Fugenverguss mit Giessharz biegesteif verbunden, sodass unterzugsfreie, punktgestützte Flachdecken aus Holz entstehen, die sich im Entwurf wie Betonflachdecken behandeln lassen. Für Architekten und Ingenieuren eröffnet das grosse Freiheiten bei Grundrissen und späteren Umnutzungen, weil nichttragende Wände flexibel versetzt werden können, während Gewicht, Bauzeit und CO₂-Fussabdruck gegenüber Betondecken deutlich sinken.

  • Neubau der Fröschmatt-Schule Pratteln

    Neubau der Fröschmatt-Schule Pratteln

    Die Fröschmatt-Schule ist die zentrale Sekundarschule von Pratteln und steht am Wendepunkt. Durch die deutlich gestiegenen Schülerzahlen und überfälliger Sanierungen entsteht eine der grössten und modernsten schulischen Anlagen im Kanton Basel-Landschaft. Mit einem Investitionsvolumen von knapp 119 Millionen Franken wird auf dem bestehenden Gelände ein nachhaltiger Neubau für rund 36 Klassen und modernste pädagogische Anforderungen realisiert. Der offene Wettbewerb überzeugte durch den siegreichen Entwurf «Lungo» von Burckhardt Architekten AG, der den Schulkomplex optimal ins parkartige Umfeld integriert.

    Innovative Architektur und flexible Nutzung
    Das Gebäudeensemble gliedert sich klar. Im Zentrum der Parzelle schafft das Schulhaus Raum für Lernen, Begegnung und Entwicklung. Die im Nordosten platzierten Turnhallen, inklusive Allwetterplatz auf dem Dach, entstehen als eigenständige Pavillons. Modernste Holzhybridbauweise und flexibel gestaltbare Innenräume entsprechen den Ansprüchen an Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Umlaufende Balkone schützen vor Sonne und werden zu belebten Terrassen.

    Planung mit Blick auf die Region
    Der Zeitplan ist ambitioniert. Baustart für das Haupthaus ist 2026, der Bezug erfolgt 2029. Die Turnhallen werden bis 2031 fertiggestellt. Währenddessen bleibt der Unterricht dank eigens errichtetem, nachhaltigem Provisorium auf der Hexmattwiese und in Teilen des Altbaus lückenlos gewährleistet. Die Gesamtanlage fördert nicht nur zeitgemässen Unterricht, sondern stärkt die Standortattraktivität und Entwicklungsperspektive von Pratteln.

  • Rückkehr der wilden Wasser am Schänzli

    Rückkehr der wilden Wasser am Schänzli

    Das Schänzli-Areal markiert den Beginn einer neuen Ära der Landschaftsplanung an der Birs. Das Siegerprojekt «Aqua fera» von Berchtold.Lenzin Landschaftsarchitekten, Versaplan und Holinger befreit den Fluss aus seiner starren Form und schenkt ihm Bewegungsfreiheit. Flachwasserzonen, Niederwasserrinnen und naturnahe Ufer schaffen Lebensräume für Fische, Vögel und Amphibien, stärken den Grundwasserschutz und machen die Auenlandschaft wieder erlebbar.

    Besucherlenkung über Holzstege, Asthaufen und definierte Wege schützt sensible Bereiche, während Buvette und kleine Veranstaltungsflächen beim nördlichen Zugang Raum für Begegnung bieten. Gegen Süden wird das Gelände leiser, geht in das Schutzgebiet Vogelhölzli über und eröffnet neue Perspektiven auf eine revitalisierte Birs. Lärmschutzwälle entlang der Autobahn schirmen die Flächen ab und bilden zugleich eine neue Verbindung ins Käppeli-Quartier.

    Stadt am Fluss
    Direkt an das Naturareal grenzt das neue Quartier Am Schänzli. Drei Hochhäuser mit rund 400 Wohnungen, Büros, Gastronomie und Freizeitnutzungen formen mit grosszügigen Freiflächen und Gewerbeflächen ein lebendiges Stadtfragment am Eingangstor zu Basel. Die Überbauung erfüllt den SNBS-Gold-Standard, setzt auf Photovoltaik, Wärmerückgewinnung, begrünte Dächer und eine kompakte Bauweise mit Biodiversitätszonen zwischen den Gebäuden.

    Die Mobilitätsstrategie priorisiert den Langsamverkehr. Velo-, Fuss- und Tramverbindungen vernetzen das Quartier mit Basel-Stadt, dem Naherholungsraum Birspark und den Hagnau-Arealen. Das Prinzip «Freiraum durch Dichte» zeigt hier seine Kraft mehr Lebensqualität durch verdichtetes, klug organisiertes Bauen.

    Kooperation und Umsetzung
    Finanziert wird die Arealentwicklung über Mehrwertabgaben der Grundeigentümer in Hagnau und durch öffentlich-private Kooperation mit der Gemeinde Muttenz. Der Quartierplanprozess, nach intensiver Mitwirkung der Bevölkerung verabschiedet, bildet die Grundlage für eine abgestimmte Gesamtentwicklung von Hagnau Ost, Hagnau West und dem Schänzli-Areal.

    Der Baustart für die Hochhäuser erfolgte im Frühling 2025, die Realisierung erfolgt etappenweise bis 2029. Während Am Schänzli wächst, bleibt der südliche Flussraum unbebaut und entwickelt sich zum Rückgrat eines zusammenhängenden Grün-Netzes zwischen Stadt und Landschaft.

    Zukunftsmodell für Stadt und Natur
    Das Schänzli-Projekt steht sinnbildlich für die neue Generation schweizerischer Stadtentwicklung: ökologisch regenerativ, architektonisch präzis, sozial integriert. Es beweist, dass ökonomische Nutzungsdichte und ökologische Vielfalt sich nicht ausschliessen, sondern gegenseitig stärken können.

    Mit «Aqua fera» wird die Birs nicht nur renaturiert, sie wird in den urbanen Alltag zurückgeführt. Muttenz zeigt damit, wie durch vorausschauende Planung Freiraum, Klimaresilienz und urbane Lebensqualität in Einklang gebracht werden können. Das Schänzli wird zum lebendigen Übergang zwischen Stadt und Natur und zu einem kraftvollen Symbol für die Rückkehr der wilden Wasser.

  • Digitaler Marktplatz fördert Kreislaufwirtschaft im Bau

    Digitaler Marktplatz fördert Kreislaufwirtschaft im Bau

    Die Zirkular GmbH mit Sitz in Basel hat ihre neue Plattform rematerial lanciert. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll der neue Online-Baumarkt hochwertige, wiederverwendbare Bauelemente anbieten. Darin werden zum Beispiel LED-Leuchten angeboten, die von Fachbetrieben aufbereitet wurden und nun mit Garantie angeboten werden. Bauteile können auch für einen Monat reserviert oder für Just-in-Time Lieferungen bis zu 24 Monate zwischengelagert werden. Die aus Rückbauten gesammelten Bauelemente sind systematisiert eingelagert.

    Die Plattform rematerial kann zusammen mit dem ebenfalls von Zirkular entwickelten Planungsinstrument Planular genutzt werden. In diesem Modul können Architekten, Planer und Bauherren aus einer Datenbank die für ihr jeweiliges Projekt erforderlichen Bauteile aussuchen. Dabei ist der Weg des Baumaterials über die Schritte Quellobjekt, Bauteil, Lager und Zielobjekt nachvollziehbar abzurufen.

    Mit beiden Modulen unterstützt die Zirkular GmbH nachhaltiges Bauen mittels Kreislaufwirtschaft, wie es sich zum Beispiel in Bauprojekten wie im Basler Kleinquartier Lysbüchel Süd dargestellt hat.

  • Neuer Hauptsitz verbindet Industriegeschichte mit moderner Architektur

    Neuer Hauptsitz verbindet Industriegeschichte mit moderner Architektur

    Der Elektrifizierungs- und Automatisierungskonzern ABB plant ein neues globale Konzernzentrale in Zürich Oerlikon, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Das 80-Millionen Franken-Projekt spiegelt demnach die Geschichte des Unternehmens und der Stadt Zürich wider und schafft einen modernen Arbeitsplatz für rund 500 Mitarbeitende.

    Die Standortwahl fiel auf das historische ABB-Gebäude, das unter Einhaltung der Denkmalschutzauflagen renoviert und modernisiert wird. Das historische Gebäude wird durch einen sechsstöckigen Neubau im Innenhof ergänzt, der den nicht denkmalgeschützten Veranstaltungsort Chicago Hall ersetzt.  Der Neubau erhält eine Backsteinfassade in Anlehnung an die bestehende Architektur und wird in materialeffizienter Holzverbundbauweise errichtet. Unterstützt durch ABB-Technologien und Photovoltaikanlagen soll ein niedriger Energieverbrauch erreicht werden. Der neue Hauptsitz umfasst eine Gesamtfläche von rund 10’800 Quadratmetern. Geplant sind etwa eine 280 Quadratmeter grosse Lobby samt Ausstellungsfläche sowie ein 450 Quadratmeter grosser Medienbereich.

    Für Morten Wierod, CEO von ABB, ist Standortwahl ein Bekenntnis zur Schweiz und zur Stadt Zürich, „wo sich seit der Fusion von BBC und Asea im Jahr 1988 unser globaler Hauptsitz befindet. Auch eines unserer Vorgängerunternehmen – die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) – war hier viele Jahrzehnte lang beheimatet. Die Kombination aus historischem Gebäude und hochmodernen Einrichtungen wird ein inspirierendes Umfeld für Kooperation und Innovation schaffen.“

    Detaillierte Pläne des neuen Hauptsitzes werden 2026/2027 erwartet. Bis 2031 soll das Gebäude stehen und einzugsbereit sein. Bis dahin bleibt ABB im Cityport-Gebäude in Zürich Oerlikon.

  • Historisches Thermalbad erhält grüne Zukunft

    Historisches Thermalbad erhält grüne Zukunft

    Die Stadt Baden und der Kanton Aargau haben der Genossenschaft Bad zum Raben die Baubewilligung für den Umbau des Bads zum Raben erteilt. Der Umbau wird laut einer Mitteilung der Genossenschaft Denkmalpflege, Wasserhygiene, Brand- und Hochwasserschutz sowie einen zweckmässigen Betriebsablauf vereinen. Der Umbau soll, nach der Sicherung der Finanzierung, Ende 2026 starten und Anfang 2028 fertiggestellt werden.

    „Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Meilenstein. Die Baubewilligung gibt uns Planungssicherheit und ist die Grundlage fürs weitere Fundraising“, so Andreas Rudow, Co-Präsident der Genossenschaft Bad zum Raben, in der Mitteilung. „Mit dem bewilligten Projekt fällt die Geldsuche leichter.“

    Die Gesamtkosten für den Umbau werden etwa 4,5 Millionen Franken betragen. Während 1 Million Franken bereits durch Eigenmittel, Spenden und erste Förderzusagen abgedeckt sind, soll die restliche Finanzierung durch Beiträge der öffentlichen Hand, Stiftungsfundraising, Spenden sowie dem Verkauf von Genossenschaftsanteilen gesichert werden. Die Genossenschaft Bad zum Raben sucht ausserdem weiterhin zusätzliche Genossenschafterinnen und Genossenschafter und verkauft symbolisch Bauteile des künftigen Bades.

    Der Umbau soll die historische Bausubstanz bewahren und mit einem nachhaltigen Badebetrieb und flexibler Nutzung die Vermittlung von Geschichte und Kultur ermöglichen. Im Bad zum Raben soll es neben vier Becken mit naturbelassenem Thermalwasser ein kleines Bistro, eine Bühne für kulturelle Veranstaltungen, Räume für Kunst und Erholung sowie eine Bäder-Mediathek geben. Der Eingangsbereich soll Einblicke in die Geschichte des alten Badgasthauses und dem historischen Wassersystem bieten. Nach dem Umbau soll zudem Thermalwasser für die Warmwasserproduktion der Duschen im Bad sowie für die Wohnungen in den ehemaligen Hotelgeschossen genutzt werden.

  • Neue Technologie ebnet Weg zu nahezu CO2-freiem Zement

    Neue Technologie ebnet Weg zu nahezu CO2-freiem Zement

    Holcim hat eine strategische Beteiligung an Capsol Technologies vereinbart, einem Spezialisten für Post-Combustion-Carbon-Capture-Lösungen aus Oslo. Die geht aus einer Mitteilung des Baustoffanbieters hervor. Im Fokus steht die sogenannte HPC-Technologie (Hot Potassium Carbonate), ein energieeffizientes chemisches Absorptionsverfahren zur Abscheidung von CO2 aus Gasströmen, kombiniert mit einem integrierten Wärmerückgewinnungssystem. Mit Hilfe dieser Technologie will Holcim die Produktion von nahezu CO2-freiem Zement im grossen Massstab vorantreiben und der wachsenden Kundennachfrage nach klimafreundlichen Baustoffen begegnen.

    „Durch die Kombination von Holcims Know-how in der Zementherstellung und der CO2-Abscheidung vor Ort mit der sicheren und effizienten Technologie von Capsol verfügen wir über einen zusätzlichen Hebel, um die Dekarbonisierung voranzutreiben und profitables Wachstum zu erzielen“, wird Ram Muthu, Head of Operational Excellence bei Holcim, zitiert. „Durch diese strategische Investition sind wir der Produktion von nahezu CO2-freiem Zement im grossen Massstab einen Schritt näher gekommen.“

    Der Investition ging ein CapsolGo-Demonstrationsprojekt im Holcim-Werk Dotternhausen in Deutschland im Jahr 2025 voraus, bei dem Capsol seine Technologie erfolgreich im industriellen Umfeld erprobte. Die Beteiligung erweitert Holcims Portfolio an Dekarbonisierungstechnologien innerhalb seines offenen Innovationsökosystems. Über Holcim MAQER Ventures, die Corporate-Venture-Capital-Einheit des Konzerns, hat Holcim bislang 19 Investitionen getätigt und prüft jährlich mehr als 500 Start-ups im Bereich nachhaltiger Baulösungen.

  • Globale Rangliste bestätigt langfristige Klimastrategie

    Globale Rangliste bestätigt langfristige Klimastrategie

    KONE landet in der diesjährigen Rangliste der Global 100 Most Sustainable Corporations in the World von Corporate Knights aus Toronto in der kanadischen Provinz Ontario auf Platz 54. In der Liste der Industriegruppe Machinery (Maschinenbau) nimmt der Hersteller von Aufzügen und Rolltreppen unter 397 Unternehmen weltweit sogar Platz 2 ein. In Finnland, wo KONE in Espoo seit 1910 seinen Hauptsitz hat, ist es das bestplatzierte Maschinenbauunternehmen, ebenso in der Schweiz, wo die KONE (Schweiz) AG seit 1996 tätig ist. Das Unternehmen beschäftigt in mehr als 70 Ländern über 60’000 Mitarbeitende.

    Bereits 2024 war KONE mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis als nachhaltigstes Unternehmen in der Kategorie Hebe- und Fördertechnik ausgezeichnet worden. KONE hat als erstes Unternehmen seiner Branche ambitionierte und wissenschaftlich fundierte Klimaziele für 2030 definiert, heisst es in einer Mitteilung. „Für KONE bedeutet Führungsanspruch in der Branche immer auch Führungsanspruch in der Nachhaltigkeit“, wird Kirsi Simola-Laaksonen, Senior Vice President für Nachhaltigkeit und Umwelt, zitiert. „Diese Platzierung ist ein klarer, unabhängiger Nachweis für die Fortschritte, die wir machen.“

    Das Unternehmen hat sich verpflichtet, seine Aktivitäten am Ziel auszurichten, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. „Wir haben verstanden, dass nachhaltiges Wirtschaften gutes Wirtschaften ist, für unsere Kunden, deren Kunden und für uns“, so Simola-Laaksonen. „Wir verfolgen kontinuierlich, wie sich nachhaltige Lösungen auf unser Geschäft auswirken, und erhöhen den Anteil unseres Umsatzes mit Produkten und Services, die zum Klimaschutz beitragen. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir smarte und nachhaltige Gebäude und ermöglichen so besseres urbanes Leben.“

  • Hausbau aus Plastikmüll

    Hausbau aus Plastikmüll

    Die PET-Flasche von heute könnte morgen Teil eines Bodenbalkens sein, als tragendes Element. Am Massachusetts Institute of Technology untersucht ein Forschungsteam, wie sich recycelter Kunststoff im großformatigen 3D-Druck zu tragfähigen Bauteilen formen lässt. Im Fokus steht dabei ein Balkensystem, das speziell für den Einsatz im Wohnungsbau entwickelt und getestet wurde.

    Fachwerk aus Kunststoff statt Holz
    Die neuen Balken wirken auf den ersten Blick vertraut, denn sie orientieren sich an der Geometrie klassischer Holzfachwerke. Ein Rahmen mit diagonalen Streben nimmt Kräfte auf und verteilt sie, eine seit Jahrzehnten bewährte Bauweise. Neu sind Material und Fertigung. Gedruckt wird mit einem Verbund aus recyceltem PET und Glasfasern, der für Steifigkeit sorgt und das Druckverhalten stabilisiert. Jeder Balken misst rund 2,4 m Länge, etwa 30 cm Höhe und gut 2,5 cm Breit, bei nur etwa 6 kg Gewicht und damit deutlich weniger Masse als ein vergleichbarer Holzbalken. Die Fertigungszeit ist kurz, unter 13 Minuten pro Bauteil reichen für den Druck.

    Belastungstest unter Praxisbedingungen
    Um die Alltagstauglichkeit zu prüfen, montierte das Team vier Balken parallel und verschraubte sie mit einer Holzwerkstoffplatte zu einem Bodenrahmen von etwa 1,2 mal 2,4 m, ein in den USA gängiges Rastermass. Anschliessend wurde die Fläche mit Sandsäcken und Betongewichten schrittweise belastet, während die Durchbiegung kontinuierlich gemessen wurde. Bis rund 140 kg Last blieb die Verformung deutlich unter den in den US-Bauvorschriften zulässigen Grenzwerten. Erst bei über 1’800 kg Gesamtlast versagte die Konstruktion, die Balken knickten ein und brachen. Ein Hinweis darauf, dass die Steifigkeit grundsätzlich ausreicht, um einschlägige Anforderungen im Wohnungsbau zu erfüllen.

    Leicht, modular, schnell montiert
    Neben der Tragfähigkeit ist das geringe Gewicht ein entscheidender Vorteil des Systems. Die Kunststoffbalken lassen sich mit einem Pickup transportieren, was Logistik und Handling auf der Baustelle vereinfacht. Die Montage folgt dem Prinzip klassischer Holzrahmen. Die Elemente werden vor Ort verschraubt und zu einem tragenden Skelett gefügt. Perspektivisch zielt das Konzept auf modulare Hausrahmen, bei denen Boden, Wände und Dach aus standardisierten, gedruckten Bauteilen bestehen. Besonders interessant ist dieser Ansatz für Regionen, in denen Holz knapp oder teuer ist.

    Plastikabfall als Rohstoff für eine Milliarde Häuser
    Auslöser des Projekts ist die enorme weltweite Wohnraumnachfrage. AJ Perez von der MIT School of Engineering verweist darauf, dass bis 2050 rund eine Milliarde neue Häuser benötigt werden. Ein Bedarf, der sich mit Holz allein kaum decken lässt, ohne gigantische Waldflächen zu roden. Stattdessen sollen bestehende Abfallströme genutzt werden. Einwegkunststoffe wie Flaschen oder Lebensmittelverpackungen erhalten ein zweites Leben als Bauprodukt. Ziel sind Bauteile, die leichter, langlebiger und nachhaltiger sind als konventionelle Alternativen.

    Kosten, Normen, Langzeitverhalten
    Trotz der vielversprechenden Ergebnisse steht die Technologie noch am Anfang. Unklar sind bislang die tatsächlichen Kosten im industriellen Massstab, die Anpassung von Normen und Zulassungsprozessen sowie das Langzeitverhalten der Bauteile unter Witterung, UV-Strahlung und wechselnden Lasten. Für die Planung, Entwicklung und Bauindustrie eröffnet das Projekt dennoch spannende Perspektiven. 3D-gedruckte Tragwerke aus Recyclingkunststoff könnten den Materialmix im Hochbau verändern. Vorausgesetzt, Wirtschaftlichkeit und Dauerhaftigkeit lassen sich überzeugend nachweisen.