Kategorie: propTech

propTech – Immobiliennews zu digitalen Lösungen, Innovationen & Technologien für die Schweizer Immobilienbranche.

  • Innovative Schweizer Plattform für Raum- und Immobilienentwicklung

    Innovative Schweizer Plattform für Raum- und Immobilienentwicklung

    Die Luucy AG mit Sitz in Luzern wurde 2019 vom Architekten und Unternehmer Mark Imhof gegründet. Er selber bezeichnet sich als Visionär, der sich schon länger mit der komplexen Thematik der Innenentwicklung von Dörfern und Städten beschäftigt. Dabei fiel ihm auf, dass er mit den gängigen Methoden und Vorgehensweisen immer wieder an Grenzen stiess. So beschloss Imhof, eine Lösung zu entwickeln, welche die Kommunikation und die Kooperation zwischen allen Beteiligten stärkt und vereinfacht: «Luucy vereint als Basis relevante Daten für die Raum- und Immobilienentwicklung aller Gemeinden der Schweiz an einem zentralen Ort. Die Planungs-Plattform stellt zudem intelligente Werkzeuge für die Entwicklung bereit und unterstützt durch die verständliche 3D-Visualisierung den Austausch mit allen Stakeholdern», erklärt Mark Imhof, CEO der Luucy AG.

    Daten und Informationen aller Akteure liessen sich über die umfassende Plattform einfach finden, weiterentwickeln und zur Verfügung stellen. Um dies zu ermöglichen, wurde Luucy als digitaler Zwilling der gebauten Schweiz konstruiert. Imhof: «Die Topografie der Schweizer Landschaft mit allen bestehenden Gebäuden steht in 3D als Basis bereit. Dank der Web-Lösung muss für die Nutzung keine Software installiert werden. Erste Gebäudevolumen und Variantenstudien können direkt in Luucy modelliert und miteinander verglichen werden. Zusätzliche Apps von Drittanbietern, beispielsweise für die Berechnung der Investitionskosten, liefern wertvolle ergänzende Entscheidungsgrundlagen.»

    Die Daten der amtlichen Vermessung, Karten und der Zugang zu den Baugesetzen seien ebenfalls direkt über die Plattform abrufbar. «Luucy ermöglicht allen interessierten Drittanbietern die Anbindung zusätzlicher Lösungen und bietet so Raum für neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten», sagt Imhof. Die Lösung stosse in der Immobilienbranche auf grosses Interesse: «Alle relevanten Daten und Werkzeuge für die Raum- und Immobilienentwicklung an einem Ort online zur Verfügung zu haben, steigert die Effizienz erheblich», führt Imhof aus.

    Machbarkeitsstudien erheblich erleichtert
    Luucy ist nicht die einzige Plattform, die Daten in einem digitalen Zwilling zugänglich macht. «Die Spezialität unserer Lösung ist der Plattformgedanke. Wir erarbeiten nicht alles selbst – wir integrieren und arbeiten mit den Besten zusammen. Dadurch wächst die Plattform stetig», erläutert Imhof die Vorteile. Die interaktive Plattform unterscheide sich auch darüber hinaus von anderen Lösungen, denn sie fungiere als vermittelnder Brückenbauer zwischen den Behörden, die oft die Bedürfnisse der Privatwirtschaft zu wenig kennen, und der Privatwirtschaft, welche die übergeordneten Ziele der Raumentwicklung im Sinne eines nachhaltig und gesamtheitlich funktionierenden Organismus «Lebensraum» zu wenig berücksichtige.

    «Für das Erstellen einer Machbarkeitsstudie sind heute zum Beispiel viele Schritte in unterschiedlichen Systemen nötig. Die Analyse der gesetzlichen Grundlagen in den Baugesetzen der 2172 Gemeinden der Schweiz und deren Interpretation ist oft eine Herausforderung. Hier geht viel Zeit verloren», weiss Imhof. Luucy halte all diese Grundlagen in einem einzigen System bereit. Die Plattform würde vor allem Fachpersonen aus der Architektur oder Arealentwicklung nutzen. So können diese in wenigen Stunden aussagekräftige Bebauungsszenarien prüfen. «Auch Behörden und Raumplanungsbüros stellen mit unserer Lösung Ortsplanungsrevisionen und potenzielle räumliche Entwicklungen grossflächig dar. Investoren können unkompliziert erste Potenzialeinschätzungen von Grundstücken und Arealen selbständig vornehmen», erklärt Imhof.

    Derzeit am meisten nachgefragt seien das Modellieren eigener Gebäudevolumen sowie die schnelle Berechnung der entsprechenden Grobkosten. «Hierbei wird der gesamte Siedlungskontext berücksichtigt, und der Einfluss auf Nachbarsgebäude betreffend Schattenwurf und Aussicht kann schnell überprüft werden. Ausserdem wird Luucy gerne für digitale Wettbewerbe eingesetzt, bei denen die unterschiedlichen Projektideen einfach ausgewertet und miteinander verglichen werden», so Imhof.

    In 10 Jahren zur meistgenutzten Planungs- und Koordinationsplattform für die Raum- und Immobilienwirtschaft
    Der Hauptfokus der Luucy AG liege vorerst auf der Schweiz. «Aber es ist durchaus denkbar, dass die Lösung in den nächsten Jahren auch im DACH-Raum und Europa angeboten wird», sagt Imhof. Die Grundkosten für die Plattform betragen 3000 Franken pro Jahr. Damit können drei Administratoren beliebig viele Projekte anlegen, und unlimitierte Nutzer können in diesen Projekten arbeiten.

    In den kommenden Monaten will das Start-Up die Angebote laufend ausbauen: «In fünf Jahren wird Luucy so umfangreich sein, dass sämtliche raumrelevanten Daten und Funktionen über die Plattform abrufbar sein werden. Simulationen, beispielsweise zu Lärm, Mobilität und Klima, lassen sich darstellen»,
    sagt Imhof. Und er ist überzeugt: «In zehn Jahren wird unsere Lösung die Planungs- und Koordinationsplattform für die Raum- und Immobilienwirtschaft sein. Und auch für die Behörden wird mit Luucy die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft stark vereinfacht sein. Baugesuche können dann als 3D-Format publiziert werden.»

    In Ergänzung eines weiterentwickelten Geometerwesens soll Luucy dereinst dafür sorgen, dass allen Planern täglich ein aktueller digitaler Zwilling zur Verfügung steht. Die räumlichen Strategien und die damit verbundene Entwicklung der Infrastruktur der Städte und Gemeinden sollen abrufbar sein. Dabei sei die Lösung disruptiv und dürfte massgeblich daran beteiligt sein, komplizierte und weniger dynamische Prozesse der Bauwirtschaft abzulösen, wie Imhof ausführt.

    Mark Imhof, CEO Luucy.
  • PropTech Map wächst wieder stark

    PropTech Map wächst wieder stark

    Verschiedene PropTechs, akenza.io, PriceHubble, architrave und realcube, verpassten sich einen neuen Auftritt, inkl. neues Logo.

    Der neue Report Swiss Venture Insights zeigt, wohin im 3. Quartal 2021 das viele Geld geflossen ist. PropTechs haben auch Brosamen erhalten.

    Hier die Neuzugänge

    • Construction: medusoil.com und raumpioniereai.com
    • Finance: Der Hypothekenvermittler Moneypark war bisher nicht auf der PropTech Map Switerland zu finden. Mit den neuen Aktivitäten rund um die Immobilienvermittlung gehören sie nun dazu. tilbago.ch hat sich auf die eine Lösung für Betreibungen und Verlustscheine spezialisiert. Hinter dem Hypothekenvermittler cactous.ch soll die Migros Bank stehen.
    • Floorplan AR/VR 3D: uzufly.com, mytourlive.com, visualreality3d.ch und backbone. Wie kürzlich vermeldet, konnte das Westschweizer Startup backbone eine Finanzierungsrunde erfolgreich abschliessen.
    • Marketplaces: Die Avobis-Gruppe hatte mit propertycaptain.ch einen neuen Immobilienmarktplatz lanciert. Durch die Integration der Neuen Aaargauer Bank in die Credit Suisse ist der regionale Marktplatz nabhome.ch verschwunden. Gemäss gut informierte Quelle, plant die CS neue Aktivitäten im Bereich Wohnen. In der Westschweiz ist der Marktplatz lookmove aktiv. Dieses PropTech sagt von sich, dass sie das grösste Angebot an Immobilien aufweisen. lookmove könnte eine interessante Alternative sein für alle Finanzdienstleister in der Schweiz, die (jetzt noch) auf den Zug der Ökosysteme „Wohnen“ aufspringen wollen. lookmove plant gerade eine Finanzierungsrunde, um die internationale Expansion zu finanzieren.
    • Services: Swiss AI, mybeppo.ch, immowise und iNCH
    • Smart Building: Ein weiteres Westschweizer PropTech heisst local-energy.ch, während zevvy.ch aus der Zentralschweiz kommt.
    • Software: ziffu.io und prozessfux.com

    PropTech Map wächst wieder stark. Die Schweiz hat im Vergleich mit Deutschland eine äusserst attraktive, vielfältige und vor allem viel grössere PropTech Szene.

  • ConReal will Innenausbau digitalisieren

    ConReal will Innenausbau digitalisieren

    ConReal Swiss hat sich zum Ziel gesetzt „die alten Strukturen der Bau- und Immobilienbranche“ aufzubrechen, erläutert das Proptech-Start-up aus Winterthur in einer Mitteilung. „Wir möchten die Baubranche fairer, transparenter und effizienter gestalten“, wird Mitgründer und Verwaltungsrat Christoph Meili dort zitiert. „Ausserdem möchten wir auch kleinen und mittelgrossen Firmen den Zugang zu Daten und digitalen Tools ermöglichen.“

    Um dies zu verwirklichen setzt ConReal auf die Vernetzung der Akteure in der Bau- und Immobilienbranche. Das Jungunternehmen selbst bietet digitale und analoge Leistungen im Immobilienbereich an. Im Innenausbau will ConReal einen umfassenden Marktplatz aufbauen. In einem ersten Schritt werde dafür der derzeitige Marktplatz des Unternehmens fürs Bad neu positioniert, schreibt das Unternehmen. Neu soll Habitects unter der Marke ConReal auftreten.

    Mit der Überführung werde ein digitaler Marktplatz für den Badumbau geschaffen, erläutert ConReal. Wohneigentümer können dort ihren Stil wählen und ein individuelles Konzept mit Richtpreis erstellen lassen. In Folge werde ein 3D-Modell des Projekts erstellt und ein Handwerker mit einer Machbarkeitsstudie und einer finalen Offerte betraut. Über den Marktplatz können zudem die gewünschten Artikel bestellt werden.

    Von der Kombination klassischen Handwerks und physischer Produkte mit neuen digitalen Werkzeugen könnten alle Beteiligten profitieren, meint ConReal. Das Jungunternehmen plant, die Plattform auf weitere Kategorien auszubauen. In der Mitteilung werden Küche und Bodenbeläge genannt.

  • Immobilienverwaltung wird digital

    Immobilienverwaltung wird digital

    Die Digitalisierung verändert immer mehr Branchen, denken Sie nur an den Bankensektor, der das Konzept des E-Bankings und die Möglichkeit, Zahlungen unabhängig direkt vom PC oder Smartphone aus zu verwalten, längst eingeführt hat. Wenn es um die digitale Transformation geht, halten sich Immobilien bei der Implementierung neuer Technologien zurück. Schaut man sich das Schweizer PropTech-Szenario an, findet man jedoch über 100 innovative Unternehmen und Start-ups im Bereich Property Management, Construction und Smart Building. Dies ist ein Beweis dafür, dass es an Immobilieninnovationen nicht mangelt. Was hingegen zu fehlen scheint, ist die Neigung der Unternehmer, sie zu begrüßen, zu oft kurzsichtig und an Routineprozesse gebunden. Diese Mechanismen müssen sich daher in den kommenden Jahren anpassen, um zunehmend auf die Bedürfnisse eines digitalen Marktes zu reagieren. Die Mieter von morgen sind die Teenager von heute, "mit dem Smartphone in der Hand geboren", und sie werden wahrscheinlich nicht die gleiche Art der Kommunikation haben wie die derzeitigen Mieter. Aus diesem Grund ist es wichtig, von Anfang an proaktiv mit neuen Technologien umzugehen und diese sukzessive zu implementieren, damit sich einerseits bestehende Mieter und Mitarbeiter anpassen können und andererseits rechtzeitig für die Bedürfnisse der Mieter von morgen.

    Wir von FlatMan begleiten Unternehmen bei diesem digitalen Transformationsprozess und ermöglichen ihnen, sich dem Wandel schrittweise zu stellen. In einer ersten Phase schlagen wir vor, unsere digitalen Anzeigetafeln am Eingang der Gebäude zu installieren, über die es möglich ist, jede Art von Anzeige an die Mieter direkt von Ihrem Büro aus zu veröffentlichen. So sparen Sie Papier- und Reisezeiten und generieren durch optionale Inserate zusätzliche finanzielle Einnahmen. In einer zweiten Phase ermöglicht Ihnen die von FlatMan entwickelte Plattform die Kommunikation zwischen Mietern, Immobilienagenturen und Handwerkern via App (www.flatman.ch). Dies ermöglicht es, die meisten Prozesse im Zusammenhang mit der Immobilienverwaltung zu optimieren und ihre Effizienz und Rückverfolgbarkeit zu erhöhen.

    Roberto Fantoni, Mitbegründer FlatMan Sagl.
    Rocco Vicenzi, Mitbegründer FlatMan Sagl.

  • Blockchain-Anwendungen für die Immobilienbranche

    Blockchain-Anwendungen für die Immobilienbranche

    Der Begriff Blockchain dürfte mittlerweile bekannt sein. Die meisten Leute verbinden es mit Kryptowährungen wie Bitcoin und es ist teilweise richtig, obwohl Blockchain die Technologie ist, während Bitcoin eine Anwendung davon ist. Die Technologie mag kompliziert erscheinen, sagt der Schweizer Blockchain-Experte Michael Trübestein, aber er ist überzeugt, dass „die Blockchain-Technologie mit dem Debüt des Internets vergleichbar ist und nicht aufhören wird. Vorerst ist nur ungewiss, wie es sich entwickeln wird».

    Zunächst einmal müssen Sie verstehen, wie es funktioniert: Eine Blockchain besteht aus einzelnen Blöcken, auf denen jeweils Datensequenzen, beispielsweise Transaktionen, gespeichert sind. Eine Blockchain ist ein dezentrales Netzwerk. Das bedeutet, dass jeder, überall auf der Welt, natürlich mit einem Computer an einer Blockchain teilnehmen kann. Jeder an einer Blockchain teilnehmende Computer speichert dieselben einzelnen Blöcke in der exakten Reihenfolge, die die Kette bildet. Jeder Block hat seine eigene "DNA". Ein neuer Computer ist nur erlaubt, wenn er von allen anderen geprüft und verifiziert wurde. Was auf einer Blockchain programmiert wurde, kann von einem Computer nicht nachträglich verändert werden. Um eine Änderung vorzunehmen, müssten alle anderen Computer im Netzwerk eingebunden werden, und genau deshalb ist die Blockchain so sicher. Wenn ein einzelner Computer versucht, die Blockchain zu ändern, wird die Kette sofort unterbrochen und der Täter wird rausgeschmissen.

    In Baar ist «Hello World» die erste Immobilie der Welt, die tokenisiert wird
    Die Möglichkeiten, die die Blockchain-Technologie in der Immobilienbranche bietet, sind enorm, sagt Michael Trübestein, Professor für Immobilienverwaltung an der Universität Luzern mit den Schwerpunkten Real Estate Investment und Real Estate Asset Management. Zahlreiche Unternehmen forschen derzeit nach möglichen Anwendungsgebieten. „Aktuell gibt es nur vereinzelte Anwendungen, etwa im Grundbuch oder im Anlage-/Finanzierungsbereich. Ein konkretes Beispiel ist die weltweit erste Tokenisierung einer Immobilie, Baars ‚Hello World‘-Eigenschaft“, sagt Trübestein. 20 Prozent (3 Millionen Franken) des Wertes von "Hello World" wurden von der Zuger Firma "Blockimmo" tokenisiert und an vier Investoren verkauft.

    Auch Crowdlitoken ist auf Immobilien spezialisiert: Das 2018 gegründete Start-up versteht sich als digitales Immobilienunternehmen. „Anleger können ab einem Betrag von 100 Franken / Euro Beteiligungen an ausgewählten Schweizer Immobilien erwerben. Sie dürfen dann ihr Immobilienportfolio aufbauen, indem sie die gekauften Anleihen (Crowdlitokens ‹CRTs›) individuell auf die verschiedenen Crowdlitoken-Objekte verteilen“, erklärt Domenic Kurt, CEO von Crowdlitoken. Durch die Beteiligung an den Immobilien können Anleger eine jährliche Rendite von 7 Prozent erzielen und sich entscheiden, ob sie monatlich auf ihr Bankkonto oder digital als CRT-Token ausbezahlt werden soll.

    Der Zugang zum Finanzmarkt ist liberalisiert
    Für eine digitale Anleihe wird keine Zwischenbank benötigt und ist daher für den Anleger bequemer. Crowdlitoken hat über 630 Investoren mit einem Volumen von 18 Millionen CRTs und sein Immobilienportfolio wächst stetig. Zu ihren prominenten Nutzern zählen der Schweizer Profifußballer Diego Bena-
    Sohn. Kurt definiert den Unterschied zwischen Crowdlitoken und anderen auf Blockchain-Technologie basierenden Unternehmen so: «Es gibt keine Konkurrenten, die eine so geringe Investition für eine Beteiligung an verschiedenen Immobilien akzeptieren würden. Um Investitionen zu verwalten, können Benutzer mit ihrem Smartphone auf das Portal zugreifen ».

    Dass Blockchain disruptives Potenzial hat, ist sowohl Trübestein als auch Kurt klar. Crowdlitoken-CEO fügt hinzu: „Banken werden für Anlageprodukte wie unseres obsolet. Neue Vertriebswege entstehen und der Zugang zum Finanzmarkt wird liberalisiert ». Einerseits ist die Digitalisierung des Kapitalmarktes völlig disruptiv, da sie zu einer Öffnung des Finanzmarktes führt. "Es gibt keine Barrieren und die Mindestmengen, um darauf zuzugreifen, sind gesunken." Destabilisierend sei dagegen die Digitalisierung von Titeln: „Das bedeutet, dass sie nicht mehr übertragen werden“
    Werte durch Dritte übertragen und – da sie auf der Blockchain-Technologie basieren – können ohne vorherige Duplizierung versendet werden“, erklärt Kurt.

    Trübestein ergänzt: «Kryptowährungen haben bereits die Welt und das Denken der verschiedenen Marktteilnehmer beeinflusst. Niemand weiß, wie sie sich in Zukunft entwickeln werden, aber die Vorteile sind jetzt schon klar ». Auch in der Schweiz gibt es Voraussetzungen: «Wir haben zielorientierte Rahmenbedingungen und innovative Unternehmen», sagt Trübestein. Bei der Umsetzung von Innovationen ist es wichtig, dass Unternehmen zusammenarbeiten. So ist es zum Beispiel bei «Hello World» passiert: Der Betrieb ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Block-immo, Elea Labs und Swiss Crypto Tokens.

    WAS IST EIN TOKEN?
    Domenic Kurt, Crowdlitoken: ist ein digitales Asset (Token) basierend auf der Blockchain. Es ist die digitale Darstellung eines Titels. Sie enthält die Eigentumsrechte der Anleihe sowie das Rückgaberecht und stellt eine Rückzahlungspflicht dar.

    WAS IST BLOCKKETTE?
    Michael Trübestein, Experte: eine Kette (=Kette) von Informationen (=Block). Sie werden mit einem Zeitstempel versehen und auf verschiedenen Computern gespeichert. Dies gewährleistet eine hohe Fälschungssicherheit. Blockchain-Systeme unterscheiden auch zwischen öffentlichen Netzwerken und privaten Netzwerken. Sie können rund um die Uhr genutzt werden.

    WAS KANN BLOCKCHAIN-TECHNOLOGIE BESSER MACHEN ALS EINE BANK?
    Domenic Kurt, Crowdlitoken: Mit Wertpapieren auf Basis der Blockchain-Technologie ist es möglich, Werte zu senden, ohne sie zu duplizieren. Es ersetzt das Kreditorenbuch und sorgt dafür, dass Transaktionen schlanker, bequemer und effizienter ablaufen.

    Michael Trübestein

    Domenic Kurt
  • Was sagt newhome zur Fusion?

    Was sagt newhome zur Fusion?

    Wie läuft die Akquisition von neuen Aktionären?

    Wie allgemein bekannt ist, sind NNH Holding AG und die Next Property AG (NPAG) die Eigentümer. NPAG vereint die Interessen von über 500 Akteuren der Immobilienbranche und entscheidet selbst über den Ausbau ihrer Aktionärsbasis. Entsprechend ist die Akquisition (Aktionärsgewinnung) die Aufgabe der Next Property AG mit Geschäftsführer Mario Facchinetti. Bei newhome.ch werden die NPAG-Aktionäre als Geschäftskunden behandelt, die gewissen Vorzugskonditionen geniessen.

    Weshalb beteiligte sich newhome.ch nicht direkt an eMonitor? 

    Eine direkte Beteiligung ergibt keinen Sinn, da keine Fusionsabsicht besteht. newhome versteht sich als Knotenpunkt eines werdenden Ökosystems und nicht als Orchestrator oder Investor. Die an emonitor AG beteiligten Kantonalbanken haben die Absicht, eine enge Kooperation zwischen newhome und emonitor sicherzustellen und dadurch schrittweise das Ökosystem rund um Immobilien und Wohnen zu erweitern. Mit Blick auf diese Erweiterung wollen die drei Kantonalbanken (SGKB, GKB, LUKB) noch weitere Kantonalbanken für eine Beteiligung gewinnen und so dieses Engagement breiter abstützen.

    Der langjährige CEO verlässt das Portal, es entsteht der Eindruck, dass er nicht freiwillig gegangen ist (so fehlt auf der Homepage eine Mitteilung mit dem Dank des Verwaltungsrates)

    Jean-Pierre Valenghi verlässt newhome per Ende 2021. Der Verwaltungsrat hat seinem Wunsch entsprochen, sich ab August im Rahmen eines mehrmonatigen Sabbaticals seiner Familie widmen zu können. Offizielle bzw. zu seiner Nachfolge weiterführende Informationen werden zu gegebener Zeit durch newhome erfolgen. newhome wird weiterhin vom zweiten Co-CEO geführt.

    Wie will der neue Verwaltungsrat das Portal positionieren? 

    Die strategische Positionierung ist in Erarbeitung und noch nicht abgeschlossen. newhome wird hier zu gegebener Zeit informieren.

    Wie soll das Ökosystem rund um newhome.ch aussehen?

    newhome versteht sich als Knotenpunkt eines Ökosystems im Bereich Immobilien und Wohnen. Zukünftige strategische Allianzen und Kooperationen werden situativ in Absprache mit den newhome-Aktionären evaluiert.

    Was sagt newhome.ch zur Fusion? Soweit das Interview von Mitte August. In der Zwischenzeit veränderte sich die Situation fundamental. Ich wollte von Jan Werkmann wissen, ob er ein Statement zum Zusammenschluss der Marktplätze von Ringier und TX Group abgeben wolle. Auch interessierte mich, ob die Ankündigung sich auf die Strategie von newhome.ch hätte und ob sich allenfalls die Geschwindigkeit bei der Umsetzung von Massnahmen veränderte? Jan antwortete darauf: Wir geben kein Statement ab über das Joint Venture. Unsere strategische Ausrichtung wird überarbeitet, um der aktuellen Marktsituation noch besser gerecht zu werden.

    In alten Unterlagen habe ich die früher definierte Vision gefunden, dass mit newhome.ch innerhalb von 18 bis 24 Monaten der schweizweit dominierende Immobilienmarktplatz geschaffen werden solle. Die Datenhoheit solle bei den Eigentümern, Dienstleistern liegen. Mit dem Westschweizer Marktplatz immobilier.ch sollte kooperiert werden.

    Was wurde erreicht? newhome.ch ist weit entfernt vom Anspruch des dominierenden Marktplatzes. Die Kooperation mit immobilier.ch kam nicht zustande. Nach Marktaussagen sollen die Westschweizer Kantonalbanken sich aus dem Aktionariat von newhome.ch verabschiedet haben. Diese Information kann nicht verifiziert werden, da die Logos der Aktionäre auf newhome.ch nicht mehr gezeigt werden. Der bisherige Co-CEO wurde (noch) nicht als alleiniger Geschäftsleiter bestätigt. Was sagt newhome zur Fusion?

    „Finden statt suchen“

    In der Handelszeitung wird erwähnt, dass sich newhome.ch eine neue Strategie gegeben habe. Mindestens diese Aussage steht im Widerspruch mit der Informationen, die der Verwaltungsratspräsident in meinem Interview gegeben hat. Vor allem wolle newhome.ch laut Handelszeitung mit dem Satz punkten: Finden statt suchen. Damit wird suggeriert, dass auf newhome.ch die grösste Auswahl an Objekten herrscht. Dies ist definitiv nicht der Fall. Der Autor des Artikels in der Handelszeitung sieht den grössten Vorteil der Zusammenarbeit zwischen Immobilienmakler und Kantonalbanken darin, dass die Banken „wissen“, ob das Geld für einen Kauf (und weniger für eine Miete) vorhanden ist. So könnten die potenziellen Käufer „qualifiziert“ werden. Auch hier wird vorgegaukelt, dass nur die Kantonalbanken Hypotheken vergeben. Dem ist aber nicht so. Der Wettbewerb zwischen Banken und Versicherungen tobt und Vermittler wie Moneypark spielen eine immer grössere Rolle. Wir Eigentümer wollen alle das Gleiche: Einen möglichst tiefen Hypothekarzins.

    homegate.ch sorgt wieder für rote Köpfe

    homegate.ch hat eine neue Auszeichnung mit „homegate.ch Quality Partner“ geschaffen. Nach Aussagen von homegate.ch will das Portal die Qualität einer Immobilie (und damit eines Anbieters) nach einheitlichen Kriterien bewerten. Das Resultat soll transparent an die Kundinnen und Kunden von homegate.ch vermittelt werden. homegate.ch legt Wert darauf, dass das Siegel nicht gekauft werden kann. Vielmehr müssen im voraus bekannte Kriterien erfüllt werden.

    Auf Linkedin sorgt die Ankündigung für helle Aufregung. Gepaart mit dem Aufruf, sich nun geschlossen hinter newhome.ch zu scharen. Nun, in der allgemeinen Empörung über den Zusammenschluss der Marktplätze handelt homegate.ch sicher nicht klug. Vor allem scheinen sie vergessen zu haben, dass das Projekt „homeday“ damals Auslöser für Next Property war. Warum also ohne Not noch mehr Geschirr zerschlagen? Sind dies schon erste Anzeichen des kommenden Monopols?

    Was sagt newhome zur Fusion? Aktuell sind die Aussagen sehr vage. Warten wir halt auf die seit langem versprochenen Taten.

  • Das war der Digital Day 2021 by SVIT

    Das war der Digital Day 2021 by SVIT

    Wie bei der ersten Durchführung im Jahr 2020, strömten viele interessierte Mitglieder des Schweizer Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) sowie weitere Besucher zur beliebten Eventlocation an der «Europaallee Zürich». Anbieter, User und Interessierte konnten sich an dieser Fachtagung austauschen und den direkten Kontakt zu diversen Softwareentwicklern suchen. Dabei wurden die neusten Softwareapplikationen für die Immobilienbranche seitens der rund 40 Aussteller präsentiert. Ein zusätzliches Highlight am «SVIT Digital Day» sind die praxisorientierten Fachreferate. Mario Facchinetti präsentierte am Mittag den Global Real Estate Run der Personen inner- und ausserhalb der Immobilienwirtschaft auf die Bedeutung der Branche für das Erreichen der Klimaziele aufmerksam gemacht werden. Die Laufveranstaltung steht als Symbol, die notwendigen Veränderungen voranzutreiben, für unsere Gesundheit und Tatkraft. Daniel Bruckhoff von ImmoScout24 präsentierte die neuen und vielfältigen Möglichkeiten auf der neuen Plattform für den Vermarktungserfolg. Wie schafft man es von der klassischen Bewirtschaftung zum vernetzten Immobilienmanagement? Peter Schindlmeier CEO von casavi, zeigte auf, wo die Unternehmen ansetzten, müssen, um ihre Systemlandschaft nachhaltig aufsetzen zu können. Der Geschäftsführer Rolf Truninger von QualiCasa AG, stellte die App «Visits» vor, die es erlaubt, bei Besichtigungen von Liegenschaften deren wichtigste Eigenschaften wie Zustand, Standard und Materialien über ein intuitives und schnelles Interface systematisch zu erfassen und auszuwerten.    Der Zugang zur Fachtagung und zu den Referaten waren für alle kostenlos. Wir freuen uns schon heute auf den kommenden Event im Jahr 2022, der in dieser bewegten digitalen Transformation, bestimmt wiederum interessante Wege aufzeigen wird.
  • Eigentum verpflichtet – Nachhaltige Arealentwicklung

    Eigentum verpflichtet – Nachhaltige Arealentwicklung

    Orte zum Leben und Lernen schaffen, Infrastrukturen erhalten, Werte sichern: Die öffentliche Hand als grösste Immobilieneigentümerin trägt eine besondere Verantwortung. Der gesellschaftliche und technologische Wandel stellt die Verantwortlichen vor neue Herausforderungen, hinzu kommen die Auswirkungen von Corona. Wie geht man heute und morgen damit um?

    Unter dem Motto «Eigentum verpflichtet» bietet das Swiss Public Real Estate Forum 2021 Denkanstösse und Handwerkszeug. Verschaffen Sie sich einen Überblick: Über innovative Konzepte in der Planung, nützliche Kooperationen in der Entwicklung, das neue Beschaffungsrecht und digitale Realitäten im Lebenszyklus einer Immobilie. Vernetzen Sie sich und tauschen Sie sich aus.

    Wir freuen uns auf Sie am 28. Oktober 2021 in Aarau!

    Albert Schweizer
    Vereinigung staatlicher und kommunaler Leiter Immobilien

    Prof. Dr. Boris Szélpal
    Berner Fachhochschule, Architektur, Holz und Bau

    Vanity: bfh.ch/spref

  • 2. Global Real Estate Run

    2. Global Real Estate Run

    Der Herbst nähert sich mit grossen Schritten und mit ihm leider auch wieder die Zeit von steigenden Corona-Fallzahlen. Ein dezentrales Team-Event im Freien gibt Planungssicherheit und erfordert keine Zertifikatspflicht bzw. den damit verbundenen organisatorischen Aufwand. Firmen können sich als gesamtes Unternehmen anmelden oder auch nur mit einzelnen Teams teilnehmen. Eine ideale Möglichkeit für einen Strategy-Walk abseits des hektischen Alltagsgeschehens – oder einfach nur für einen netten Plausch unter Arbeitskollegen.

    Dazu nutzten einige Unternehmen die Veranstaltung im letzten Frühling für zusätzliche Teambuilding-Massnahmen und organisierten etwa spontan einen Apéro-Empfang, starteten einen eigenen Slack-Channel um den (internationalen) Team-Spirit zu stärken oder entschieden sich auf der gesamten Strecke Abfall zu sammeln und diese gute Tat über Social Media zu kommunizieren. Mehr Impressionen der vergangenen Veranstaltung finden Interessierte hier.

    Für die Teilnahme gibt es keine speziellen Voraussetzungen, nur den Willen 6 Kilometer innerhalb 24 Stunden zu absolvieren. Ob Joggen oder ambitioniertes Gehen ist jeder teilnehmenden Person freigestellt. Nach Anmeldung erhält der Teilnehmer Zugang zu einer geogetaggten App. Die Strecke kann von den Privatpersonen/Teams frei und ortsunabhängig gewählt werden.

    Die Organisatoren möchten mit dieser Initiative wieder auf Innovation und Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft aufmerksam machen. Jeder kann hierzu etwas beitragen. Denn Nachhaltigkeit ist kein lokales, sondern ein globales Thema. Genauso wie der Global Real Estate Run. Als «grünes» Zeichen wird dank der Hauptpartner UnispaceImmo!nvest und PropTechMarket für jeden absolvierten Kilometer ein Baum gepflanzt.

  • SUPSI startet Vortragsreihe über Klima- und Umweltkrise

    SUPSI startet Vortragsreihe über Klima- und Umweltkrise

    Das Departement für Umwelt, Bau und Design der SUPSI startet am 22. September seine hochkarätig besetzte öffentliche Vortragsreihe zur Klima- und Umweltkrise. Darin werden laut einer Medienmitteilung „die Herausforderungen für unser gesamtes Wissen“ reflektiert. Sie trägt den Titel „Earth Emergency ­– Leben, bauen, eine nachhaltige Zukunft denken“. Insgesamt sind in diesem Rahmen auf dem SUPSI-Campus in Mendrisio vier Veranstaltungen geplant. Sie richten sich nicht nur and Studiernende,  sondern für alle Bürgerinnen und Bürger- Die Teilnahme ist jeweils kostenlos, Anmeldungen sind jedoch erforderlich.

    Den ersten Abend wird Thomas Stocker von der Universität Bern bestreiten. Die SUPSI führt ihn in ihrer Ankündigung als „einen der wichtigsten Protagonisten der internationalen Klimaforschung“ ein. Der Professor für Klima- und Umweltphysik befasst sich seit 30 Jahren mit dem Klima und war massgeblich an der Ausarbeitung der UNO-Berichte zum Klimawandel beteiligt. Am 22. September hält er um 18.30 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Klimakrise – Gibt es einen Impfstoff?“.

    Am 27. Oktober referiert der Geophysiker und ehemalige Präsident des römischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie, Domenico Giardini, zum Thema „Auf dem Weg zum Mars“. Am 9. Dezember heisst der Vortrag von Telmo Pievani, Professor am ersten Lehrstuhl Italiens für Philosophie der biologischen Wissenschaften an der Fakultät für Biologie der Universität Padua, „Wir verändern die Welt und die Welt verändert uns: Ein evolutionärer Blick auf die Umweltkrise“.

    Zum Abschluss spricht Francesca Bria, Präsidentin des Nationalen Innovationsfonds Italiens und Honorarprofessorin am Institut für Innovation und öffentliche Belange an London’s Global University, am 23. Februar 2022 über „Die Revolution der Stadt: Datendemokratie, Partizipation und ökologischer Wandel“.

  • Holcim will Wasserressourcen und Biodiversität stärken

    Holcim will Wasserressourcen und Biodiversität stärken

    Holcim ist eigenen Angaben zufolge das erste Unternehmen der Baubranche, das sich zu messbaren positiven Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und ein ökologischeres Wassermanagement verpflichtet hat. Gleichzeitig will der Konzern mehr Natur in die Städte bringen.

    Laut einer Medienmitteilung will Holcim bis 2030 etwa die Wasserintensität in allen Produktlinien. So soll bei der Herstellung von Zement eine Reduktion von 33 Prozent erreicht werden. Bei Zuschlagstoffen sollen es 20 Prozent und bei Transportbeton 15 Prozent sein. Bis 2030 verspricht der Baustoffkonzern die Wiederauffüllung des Süsswassers in wassergefährdeten Gebieten: 75 Prozent der Standorte sollen bis dahin „wasserpositiv“ sein. Zudem will Holcim im selben Zeitraum 100 Prozent aller Standorte mit Systemen zur Wiederaufbereitung von Wasser ausstatten.

    Messbare positive Auswirkungen möchte Holcim auch auf die Biodiversität erzielen. Dabei wolle sich der Konzern an dem Berichtssystem für Biodiversitätsindikatoren (Biodiversity Indicator and Reporting System, BIRS) der Weltnaturschutzunion IUCN orientieren. So sollen etwa bis 2022 für alle Steinbrüche Sanierungspläne vorliegen. Die BIRS-Grundlagen für alle bewirtschafteten Flächen sollen bis 2024 erfüllt sein. Zudem soll der Einsatz von Lösungen wie der wasserdurchlässige Holcim-Beton Hydromedia und Gründachsysteme für lebenswertere Städte beschleunigt werden.

    Eva Zabey, Executive Director bei Business for Nature, lobt Holcim zu diesen ehrgeizigen Zielen. Sie könnten „sowohl im Baustoffsektor als auch in der Industrie insgesamt zu skalierbaren Veränderungen führen.“ Alle Ökosysteme und Gesellschaften seien auf solche Massnahmen und Verpflichtungen von Unternehmen angewiesen.

  • Helbing modelliert Raumluft

    Helbing modelliert Raumluft

    Das Engineering- und Consulting-Unternehmen Helbling konzipiert mittels innovativer Technologien Belüftungssysteme für Innenräume, unter anderem um die Luftqualität an Arbeitsplätzen zu steigern. Nicht zuletzt die COVID19-Pandemie hat die verlässliche Qualität der Raumluft ganz oben auf die Agenda von Unternehmen und Institutionen gehoben. Laut einem Fachartikel von Helbling werden Belüftungssysteme auch deshalb bedeutender, da immer mehr Bauten etwa nach dem energiesparenden Minergie-Standard erstellt werden. Verbesserte thermische Isolation und geringere Frischluftzufuhr helfen, Energie zu sparen. Somit beeinflussen aber auch Fremdstoffquellen wie Baumaterialien im Innenraum die Luftqualität.

    Ziel gut konzipierter Belüftungssysteme ist es, sowohl gasförmige Stoffe wie Gerüche als auch irritierende Substanzen und Partikel wie Staub oder Viren aus der Umgebungsluft zu eliminieren. Dabei geht es auch um Kohlendioxid aus der menschlichen Atmung und kleinste Flüssigkeitströpfchen, sogenannte Aerosole. Im Fachartikel betonen die Autoren Reto Wäger und Christian Seiler, für eine effiziente Analyse mache man sich die Transporteigenschaften von Aerosolen zunutze. Da sich Aerosole mit der ausgestossenen Atemluft mitbewegen, können Konzentration und Verteilung des Kohlendioxids im Raum mittels Sensoren gemessen und analysiert werden. Flössen reale Messwerte bereits in die Planungsphase etwa für Arbeitsplätze oder Werkhallen ein, könne „gleich zu Beginn mit gezielten Massnahmen eine bestimmte Luftqualität am Arbeitsplatz erreicht werden“, heisst es im Artikel.

    Dafür setzt das Unternehmen etwa Strömungssimulationen ein. Sie werden mittels geeigneter Software-Tools wie Ansys oder COMSOL erstellt. Auch typische Bewegungsszenarien werden bereits bei der Planung berücksichtigt. Darüber hinaus können dabei laut Helbling weitere innovative Systeme zur Optimierung der Raumluft wie UV-Photokatalyse oder Plasma-Reinigung zum Einsatz kommen.

  • Sto AG ersetzt Erdöl durch Kiefernöl

    Sto AG ersetzt Erdöl durch Kiefernöl

    Die Sto AG ersetzt in den Beschichtungen ihres Fassadendämmsystems StoTherm AimS ein Drittel des Bindemittels durch einen nachwachsenden Rohstoff auf der Grundlage von Kiefernöl. Dadurch lassen sich bei einem Einfamilienhaus mit 200 Quadratmetern Fassadenfläche rund 43 Liter Erdöl einsparen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Ein kompletter Ersatz von Erdöl durch Kiefernöl sei jedoch nicht möglich gewesen. Dies hätte sich nachteilig auf Qualität und Haltbarkeit ausgewirkt.

    StoTherm AimS ist laut Medienmitteilung das einzige Fassadendämmsystem mit Unter- und Oberputzen sowie einer Fassadenfarbe, die zum Teil auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Es ist mit dem deutschen Umweltzeichen Blauer Engel zertifiziert ist. Ausserdem ist es riss- und schlagsicher und kann nicht brennen. Daher eignet es sich auch für Hochhäuser.

  • TTS Inova gewinnt Schaffhauser Innovationspreis

    TTS Inova gewinnt Schaffhauser Innovationspreis

    Alle zwei Jahre richten die Industrie- und Wirtschaftsvereinigung Schaffhausen (IVS) und das ITS Industrie- und Technozentrum Schaffhausen den IVS Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken aus. Mit ihm werden Unternehmen aus dem Wirtschaftsraum Schaffhausen für die Entwicklung und erfolgreiche Marktplatzierung eines innovativen Produkts ausgezeichnet. Kriterium für die Verleihung des Preises sind unter anderem die Wirtschaftlichkeit und das volkswirtschaftliche Potenzial der Innovation.

    In diesem Jahr hatten sich 23 Unternehmen um den Preis beworben. Von ihnen trug TTS Inova aus Thayngen SH den Sieg und ein Preisgeld von 10’000 Franken davon, informiert die IVS in einer Mitteilung. Das auf Posamente und technische Textilien spezialisierte Familienunternehmen wurde für eine elastische Erdwärmesonde ausgezeichnet. „Unser Produkt ist lebensmittelkonform, damit ist es auch in Gebieten einsetzbar, in denen man sonst keine Erdwärmepumpe installieren dürfte“, wird Inhaber Simon Bernath in der Mitteilung zitiert.

    Das Jungunternehmen Imnoo aus Buchberg SH kam mit seiner auf Künstlicher Intelligenz basierenden Anwendung für Fräs- und Drehteile auf den zweiten Platz. „Technische Teile zu kalkulieren ist zeitaufwändig und braucht ein grosses Fachwissen, über das meist nur wenige Personen im KMU – und nicht selten nur der Geschäftsführer selbst – verfügen“, erläutert Inmo-Co-Gründer Jonas Albergatti.

    Die Savvy Telematic Systems AG belegte mit ihrem Sensor für Eisenbahntransportwaggons den dritten Platz. Im letzten Wettbewerb 2019 hatte das Unternehmen aus der Kantonshauptstadt für einen Sensor zur automatischen Flachstellenerkennung im Schienenverkehr den ersten Preis erhalten. Das Restaurant Tanne Schaffhausen wurde für sein auf ethische und ökologische Werte ausgerichtetes Geschäftsmodell mit einem Sonderpreis bedacht.

  • Die digitale, aussagekräftige und fälschungssichere Alternative zum Betreibungsauszug

    Die digitale, aussagekräftige und fälschungssichere Alternative zum Betreibungsauszug

    Im Immobilienmarkt steckt enorm viel Dynamik. Entsprechend schnell dreht sich auch das Wohnungskarussell. Über digitale Plattformen finden Angebot und Nachfrage einfach und direkt zueinander. Denn das Web zeigt unverkennbar, was das Mietobjekt zu bieten hat. Im weiteren Prozess jedoch intransparent blieb noch bis vor gut einem Jahr die Bonität des potenziellen Mieters. Trotz des Betreibungsregisterauszugs, den der am Mietobjekt Interessierte einreichen musste. Denn auch dieses, damals noch alternativlose und deshalb unverzichtbare Dokument mit umständlichem Namen und ebensolchem Beschaffungsweg brachte dem Vermieter keine Klarheit. Zum einen bildet der herkömmliche Auszug lediglich die Betreibungssituation am aktuellen Wohnort ab. Allfällige Betreibungen an früheren Wohnorten bleiben unsichtbar – die über 400 Betreibungsämter in der Schweiz sind nicht vernetzt. Zum anderen kann das Dokument, das noch immer in Papierform ausgegeben wird, ziemlich einfach ‚korrigiert‘ werden. Entsprechend häufig wird hier bei unliebsamen Einträgen getrickst. 

    Mit CreditTrust mehr Vertrauen, weniger Ungewissheit …
    Somit erstaunt nicht, dass sich das neu entwickelte und 2020 lancierte CreditTrust-Zertifikat als innovativer und äusserst zuverlässiger Bonitätsausweis innert weniger Monate bei den Immobilienbewirtschaftern etabliert hat. Das digitale, Blockchain-gesicherte Zertifikat kann nicht gefälscht werden, greift für die Ermittlung der Zahlungsfähigkeit die beiden grössten Bonitätsdatenbanken in der Schweiz ab und bringt allseits nur Vorteile: Der Vermieter minimiert sein Risiko von Mietausfällen um ein Vielfaches und der Mietinteressent kann sich mit diesem binnen drei Minuten ausgestellten Zertifikat als wirklich zahlungsfähig und vertrauenswürdig ausweisen.

    … und ein Vielfaches an Sicherheit und Aussagekraft gewinnen
    Fast so schnell hat es das CreditTrust-Zertifikat in den Kreis der für den diesjährigen Real Estate Award Nominierten der Kategorie Bewirtschaftung geschafft. Der Award zeichnet Schlüsselprojekte und Innovationen aus, die den Markt verändern und der Schweizer Immobilienwelt Impulse geben. Die Freude aller drei an der Entwicklung des CreditTrust-Zertifikats beteiligten Firmen – Intrum AG, CRIF AG und Certifaction AG – über die Nomination war entsprechend gross: Manuel Zollikofer, CRIF AG, Benoit Henry, Certifaction AG sowie Martin Honegger, Intrum AG, sind sich einig: «Die Nomination ist eine wertvolle Anerkennung. Sie bestätigt uns, dass wir mit CreditTrust eine radikale Innovation geschaffen haben, auf die der Markt gewartet hat.» Die Schwierigkeiten der Real Estate Branche mit dem Betreibungsauszug sind den Gründern und Innovatoren gut bekannt: «Wir sind stolz darauf, gemeinsam einen neuen digitalen Standard gesetzt zu haben. CreditTrust hat den Betreibungsregisterauszug nicht einfach nur ersetzt. Das digitale Zertifikat ist um ein Vielfaches sicherer, aussagekräftiger und digitaler als ein herkömmlicher Betreibungsregisterauszug.»

    Dem zuverlässigen, digitalen Zertifikat steht ein grosser Markt offen
    Der Markteintritt ist dem CreditTrust-Zertifikat überaus erfolgreich gelungen. Es ist zu erwarten, dass das digitale Zertifikat aufgrund seiner Qualitäten und Vorteile den herkömmlichen Betreibungsregisterauszug bald komplett ablösen wird. In Anbetracht der 3,2 Millionen jährlich in der Schweiz für vielerlei Zwecke bestellten Betreibungsregisterauszüge trifft das Prädikat ‚radikale Innovation‘ für CreditTrust nicht nur auf seine Wirkung in der Immobilienbranche zu.

  • SVIT Digital Day 2021

    SVIT Digital Day 2021

    Bereits bei der ersten Durchführung im Jahr 2020 strömten viele interessierte Mitglieder des Schweizer Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) sowie weitere Besucher zur beliebten Eventlocation an der «Europaallee Zürich». «Die Digitalisierung ist seit vielen Jahren ein grosses Thema in der Immobilienbranche», sagt Pascal Stutz, CEO von SVIT Zürich. «Aber viele kleinere Unternehmen tun sich recht schwer mit dem Thema. Wir geben schon seit längerem unseren Mitgliedern auf den Weg, dass die Digitalisierung einfach kommt – ganz egal, ob sie nun mitmachen oder nicht.» Einerseits gibt es den Digital-Kompass, um die digitale Fitness einer Firma zu prüfen. Das Ausprobieren, Anschauen, aber auch der persönliche Kontakt steht beim SVIT Digital Day im Vordergrund.

    Meet & Greet
    Auch in diesem Jahr können sich Anbieter, User und Interessierte an der Fachtagung austauschen und den direkten Kontakt zu diversen Softwareentwicklern der digitalen Angebote suchen. Dabei werden die neusten Softwareapplikationen für die Immobilienbranche seitens der rund 40 Aussteller präsentiert. Zudem lanciert die Kommission «SVIT Digital» an diesem Tag ein «Meet and Greet» für alle Besuchenden. Spezifische digitale Anliegen und Fragen können direkt mit ausgewiesenen Profis vor Ort und anderen Usern intensiv diskutiert werden, um so effiziente Lösungsansätze zu erarbeiten. Ein zusätzliches Highlight am «SVIT Digital Day» sind die praxisorientierten Fachreferate. Und das Allerschönste: Der Zugang zur Fachtagung und zu den Referaten ist für alle kostenlos.

    Datum: Freitag, 17. September 2021
    Zeit: 11.00 bis 17.00 Uhr
    Ausschreibung Flyer Location: KOSMOS, Lagerstrasse 104, 8004 Zürich Anreiseplan KOSMOS

    Der Eintritt ist für die Besucher kostenlos.

    Fachreferate 2021
    12.00 Uhr
    Global Real Estate Run
    Mario Facchinetti, Initiator

    12.00 Uhr
    Global Real Estate Run
    Mario Facchinetti, Initiator

    13.00 Uhr
    Elektronische Unterschrift in der Immobilien-Praxis
    Dr. Boris Grell, LL.M., Rechtsanwalt; ANWALTSKANZLEI GRELL

    Hallenplan

    Aussteller-Liste 2021

    StandplatzAussteller
    Nr. 1
    Nr. 2Conreal Swiss AG
    Nr. 3Schwyter Digital AG
    Nr. 4FLOWFACT Schweiz AG
    Nr. 5casavi GmbH
    Nr. 6casavi GmbH
    Nr. 7
    Nr. 8onOffice Swiss AG
    Nr. 9Flatfox AG
    Nr. 10GARAIO REM AG
    Nr. 11Huperty AG
    Nr. 12SVIT Digital
    Nr. 13
    Nr. 14QualiCasa AG
    Nr. 15
    Nr. 16
    Nr. 17immo!nvest
    Nr. 18CreditTrust
    Nr. 19
    Nr. 20Ormera AG
    Nr. 21W&W Immo Informatik AG
    Nr. 22WOONIG
    Nr. 23WOONIG
    Nr. 24goCaution AG
    Nr. 25READY DATA
    Nr. 26CreditTrust
    Nr. 27NeoVac ATA AG
    Nr. 28NeoVac ATA AG
    Nr. 29Prozessfux AG
    Nr. 30
    Nr. 31DesignRaum GmbH
    Nr. 32
    Nr. 33Aandarta AG
    Nr. 34Aandarta AG
    Nr. 35ImmoScout24
    Nr. 36eMonitor AG
    Nr. 37eMonitor AG
    Nr. 38ImmoScout24
    Nr. 39immotrailer.ch – immotraffic.ch
  • Haushoch überlegen mit Drohnen

    Haushoch überlegen mit Drohnen

    Mittels Drohnenaufnahmen lassen sich Neubauprojekte digital modellieren. Das geplante Objekt wird mit Hilfe einer Software in die von der Drohne erhaltenen Grundstücks- und Umgebungsaufnahmen sozusagen «hineingesetzt». Mit diesem Building Information Modeling (BIM) entstehen so realitätsgetreue Visualisierungen eines Neubauprojekts in zwei- oder dreidimensionaler Ansicht. Objektstrategische Aussagen können so zuverlässig, schnell und günstig getroffen werden.

    Drohnen werden aber auch für baubezogene Arbeiten selbst eingesetzt. Zu den jüngsten Anwendungen zählt der computergesteuerte Einsatz von Drohnen für Fassadenanstriche. Die fliegenden Robotik-Helfer lassen sich sehr präzise steuern und können ganz nahe an eine Wand fliegen. So ist es möglich, Fassaden ohne Arbeitsvorbereitung und Aufstellung von Gerüsten zu streichen. Neben der Zeitersparnis ist dies auch ein Fortschritt in puncto Sicherheit auf dem Bau.

    Ein weiterer Anwendungsbereich ist jener für Inspektionen und Schadensprüfungen von Gebäuden und Bauwerken – beispielsweise der Einsatz von Drohnen für die Dachinspektion. Aufgrund der hohen Flughöhen und guten Stabilisierung im Flug können Drohnen auch bei historischen Gebäuden – beispielsweise Kirchen – eingesetzt werden. Aber auch zur Prüfung von Gebäuderissen, Glasschäden oder schwer zugänglichen Stellen lassen sich Drohnen komfortabel und sicher einsetzen. Dank der hohen Auflösung der Bilder können auch feinste Schäden erkannt werden und diese Aufnahmen für spätere Dokumentationszwecke gespeichert werden.

    Impulse rund um Innovationen in der Immobilien- und Bauwirtschaft finden Sie hier: https://hubs.li/H0RQl480

  • SUPSI untersucht Luft in Schulen

    SUPSI untersucht Luft in Schulen

    Das Forschungsprojekt namens Quality of Air in School Buildings (QAES) hat zum Ziel, konkrete technologische Lösungen zur Verbesserung der Luftqualität an Schulen finden. Das Institut für angewandte Nachhaltigkeit in der bebauten Umwelt der SUPSI ist daran ebenso beteiligt wie die Sektion Logistik des Tessiner Finanz- und Volkswirtschaftsdepartements, der Verein Minergie sowie die Gemeinden Bellinzona und Mendrisio. Im Rahmen eines Interreg-Projekts des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung arbeiten Tessiner Forschung, Industrie und öffentliche Einrichtungen mit Südtiroler Partnern zusammen.

    Laut einer Medienmitteilung ist das Ziel dieser Studie, die Luftqualität in Klassenzimmern zu messen und Instrumente zu deren Verbesserung zur Verfügung zu stellen, die die Schadstoffbelastung verringern. Ausgangspunkt war eine Studie des Bundesamts für Gesundheit. Dabei hatten Stichproben in 200 Klassenzimmern ergeben, dass der Grenzwert von 2000 ppm (parts per million) CO2 in der Raumluft bei zwei Dritteln überschritten wurde.

    Diese Studie zeigte, dass die Konzentration in minergiezertifizierten Gebäuden mit systematischem Luftaustausch geringer ist. Bei den Messungen seien auch Fälle gefunden worden, in denen flüchtige organische und mikrobielle Verbindungen die Sicherheitsgrenze überschritten oder sehr nahe daran lagen. Die Empfehlungen der Studienautoren reichen von Luftüberwachunssystemen in Klassenzimmern über den Einsatz von Luftreinigern bis zum Austausch von Fenstern und Türen.

    Am 15. und 16. September führt die SUPSI für Fachleute aus dem Bausektor einen Weiterbildungskurs zum Thema durch. Dafür ist eine Anmeldung erforderlich. Zudem findet am 16. September eine öffentliche Konferenz zum Thema statt.

  • Avobis lanciert Immobilienplattform

    Avobis lanciert Immobilienplattform

    Avobis bringt eine neue Immobilienplattform an den Markt. Property Captain soll das gesamte Spektrum von der Suche über die Finanzierung, Versicherung und Pflege bis hin zu Bewertung, Kauf oder Verkauf von Liegenschaften abdecken, informiert der Zürcher Immobilien- und Hypothekendienstleister in einer Mitteilung. Dazu setzt die Plattform Künstliche Intelligenz ein. „Property Captain verfolgt die Vision, die über vier Millionen Wohnobjekte mit den individuellen Wohnträumen der Schweizer Bevölkerung zu matchen und so die Zufriedenheit mit der Wohnsituation zu verbessern“, wird Avobis-Co-CEO Patrick Schmid in der Mitteilung zitiert.

    Die neue Tochter von Avobis ist als offene Plattform mit einem unabhängigen Netzwerk von Partnern konzipiert. Bereits zur Lancierung hätten sich rund 120 Finanzierungspartner und 150 Maklerunternehmen einbinden lassen, informiert Avobis. Als Innovationspartnerin konnte die Gruppe die Bank CIC (Schweiz) AG gewinnen.

    Avobis werde sämtliche eigenen Angebote für Privatkunden, insbesondere die entsprechenden  Hypothekardienstleistungen,  in der neuen Property Captain Tech AG bündeln, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die Leitung des Proptech soll Myriam Reinle übernehmen. In der Mitteilung weist Avobis auf die langjährige Erfahrung von Reinle in der Leitung von Online-Marktplätzen und Tech-Start-ups hin. In der Immobilienbranche war die designierte Leiterin von Property Captain für ImmoStreet und das zur TX Group gehörende Unternehmen Homegate aktiv.

  • Ökosysteme im Fokus

    Ökosysteme im Fokus

    Unter Ökosystem versteht man grundsätzlich das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Stakeholdern in einem definierten Bereich eines menschlichen Bedürfnisses – beispielsweise Mobilität, Gesundheit oder Wohnen. Der zunehmende Trend zu Ökosystemen zeichnet sich in unterschiedlichen Lebensbereichen ab. In Abhängigkeit ihrer Beziehung zum Endkonsumenten können die verschiedenen Player in einem Ökosystem drei unterschiedliche Rollen einnehmen: die des «Orchestrators», die des «Realisierers» oder jene des «Enablers».

    Der Orchestrator hat den direkten Kontakt zum Endkunden und übernimmt das Management des Customer Interface über eine digitale B2C-Plattform. Bekannte Beispiele sind hier etwa Amazon oder Airbnb. Diese Unternehmen sind vereinfacht gesagt dafür verantwortlich, die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und diese mit den richtigen Produkten und Services von Firmen zusammenzubringen. Letztere sind in diesem Kontext die Realisierer – im Ökosystem «Wohnen» etwa Anbieter für PropTech-Lösungen oder Versicherer und Banken selbst mit ihren jeweiligen Produkten und Services. Jene Unternehmen, die als Unterstützer für die beiden anderen Gruppen agieren, sind Enabler. Diese treten nicht direkt mit dem Endkonsumenten in Kontakt. Tatsächlich sind die meisten Unternehmen in einem Ökosystem Enabler – etwa Lieferanten von Produktkomponenten oder Software. Sie bilden sozusagen das Backbone des Ökosystems.

    Dieses Zusammenspiel ist essentiell im zunehmenden Kampf um Marktanteile. Deshalb beteiligen sich immer mehr Versicherungen und Banken auch direkt an PropTech-Unternehmen – unter anderem um mittels Digitalisierung ihrer eigenen Wertschöpfungskette ihr Angebot benutzerfreundlicher und kosteneffizienter anbieten zu können. Inwieweit Versicherer und Banken die Rolle der Orchestratoren in Zukunft ausfüllen wird sich zeigen. Sicher ist, dass sie sich über ein funktionierendes Ökosystem Kundenschnittstellen sichern können – denn viele Experten sind sich einig: In Zukunft wird der Fokus auf digitalen Ökosystemen liegen.

    Mehr Impulse zum Thema finden Sie hier: https://proptechmarket.net/impulse

  • Stadtansicht von Bern ist in 3D zugänglich

    Stadtansicht von Bern ist in 3D zugänglich

    Bern stellt die dreidimensionale Ansicht der gesamten Stadt öffentlich zur Verfügung. Bisher war sie ausschliesslich städtischen Dienststellen und weiteren Interessierten zugänglich. Für den Zugriff genügt ein Internet-Browser oder ein neueres Smartphone.

    Wie die Stadt Bern mitteilt, umfasst das Stadtmodell alle bestehenden und projektierten Gebäude der Stadt. Ausserdem stellt es die wichtigsten Brücken in detaillierter Ausgestaltung dar. Ebenso kann die Vegetation als 3D-Objekt oder als Punktwolke dazugeschaltet werden. Über frei verfügbare Daten des Bundesamts für Landestopografie wurden auch die Aussengemeinden ergänzt.

    Wie ein Video zeigt, lässt sich mit Zoomen, Schieben und Drehen etwa herausfinden, wie hoch das Berner Münster ist. Zudem wird sichtbar, welchen Schattenverlauf ein Gebäude an einem wolkenlosen Tag zeigt. Mit dem Bedienelement Messwerkzeuge lassen sich Distanzen und Gebäudehöhen aus dem Modell abgreifen. So ist etwa auch die Länge der Luftlinie zwischen zwei Ortsmarken bestimmbar. Über einen Link zum Stadtplan sind ausserdem viele weitere Informationen abrufbar.

    Fachleute aus Stadtplanung, Architektur und Landschaftsgestaltung können zudem Daten der amtlichen Vermessung für ihre Projekte zuschalten. Gegen eine Bearbeitungsgebühr bietet die Stadt Bern darüber hinaus an, die Daten nach Kundenwunsch aufzubereiten und abzugeben.

  • Drohne erstellt digitalen Zwilling von Zürich

    Drohne erstellt digitalen Zwilling von Zürich

    Wingtra, eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), stellt spezielle Drohnen für Luftbildaufnahmen und die Fernerkundung her. Dabei kombiniert sie die positiven Eigenschaften von Multirotoren und Starrflüglern. Die Wingtra-Drohne startet und landet senkrecht wie ein Helikopter. Gleichzeitig fliegt sie aber effizient vorwärts wie ein Flugzeug. Dank ihrer hohen Traglast kann die Drohne zudem eine grosse Auswahl an Kameras tragen.

    Erst vor Kurzem hat Wingtra die WingtraOne GEN II auf den Markt gebracht. Diese Drohne ermöglicht eine neue, schräge Kamerakonfiguration für hochwertige 3D-Drohnenkartierungen. Um die Entwicklung gleich einzusetzen, hat Wingtra damit einen digitalen Zwilling der Stadt Zürich erstellt.

    Für die 3D-Kartierung der Stadt Zürich hat die Drohne einer Medienmitteilung zufolge lediglich sechs Flugstunden gebraucht. Ein Pixel im 3D-Modell entspricht dabei 3 Zentimeter an Informationen aus der realen Welt. Damit stelle es „einen völlig neuen Detailgrad“ dar.

    Laut Maximilian Boosfeld, Mitgründer und CEO von Wingtra, ist die neue Drohne „die perfekte Wahl für die Erfassung von Infrastruktur – von einer einzelnen Industrieanlage bis hin zu ganzen Städten“. Detaillierte 3D-Daten könnten etwa Stadtverwaltungen, Stadtplanern, Ingenieuren und Architekten helfen, die Lebensqualität in städtischen Räumen zu erhöhen, kritische Infrastrukturen zu planen und Veränderungen der Umwelt zu simulieren, hält das Unternehmen weiter fest.

  • Jaisli-Xamax baut in Bern unterirdisch

    Jaisli-Xamax baut in Bern unterirdisch

    Das Dietiker Elektrounternehmen Jaisli-Xamax AG hat in der neugestalteten Radio-Onkologie am Inselspital in Bern die Elektroarbeiten zum Anschliessen innovativer Röntgengeräte ausgeführt. Das Besondere an den Bauarbeiten war laut Medienmitteilung, dass der Neubau innerhalb der Berner Universitätsklinik, die zur Insel-Gruppe gehört, unterirdisch gelegen ist. Dort ist ein dreigeschossiges, unterirdisches Gebäude entstanden. Im sogenannten Zwischenbau, der von aussen nicht sichtbar ist, befinden sich Behandlungs- und Untersuchungsräume mit Wartezimmern sowie Technikräume des Tumorzentrums.

    Laut Medienmitteilung des Inselspitals ist in zwei Jahren Bauzeit auf drei Etagen, 20 Meter unter der Erde, ein hochmodernes Zentrum für die radioonkologische Behandlung von Krebspatienten in Betrieb genommen genommen worden. Drei Geräte der neuesten Generation stehen bereit, um Patientinnen und Patienten mit präziser Strahlentherapie zu behandeln.

    Die anspruchsvolle Aufgabe, diese Ethos-Geräte anzuschliessen, lag in den Händen von Jaisli-Xamax. Zu Spitzenzeiten waren dort 20 Mitarbeitende im Einsatz , davon drei Lernende. Bauleiter Eduard Harder wird zitiert, bei Jaisli-Xamax sei man stolz, „dass wir bei einem solch wichtigen und zukunftsweisenden Projekt unseren Beitrag leisten konnten“.

  • Holcim lanciert CO2-reduzierten Zement

    Holcim lanciert CO2-reduzierten Zement

    Holcim bringt mit ECOPlanet einen grünen Zement auf den Markt. Einer Medienmitteilung des Unternehmens zufolge verursacht dieser um 30 Prozent weniger CO2-Ausstoss als herkömmliche Produkte. Laut CEO Jan Jenisch wird damit der weltweit erste Zement angeboten, der zu 20 Prozent aus wiederverwerteten Bau- und Abbruchabfällen besteht. Neben der Verwendung von emissionsarmen Rohstoffen werde die CO2-Reduktion unter anderem durch die Dekarbonisierung des Produktionsprozesses erreicht.

    ECOPlanet ist bereits in der Schweiz sowie in Deutschland, Rumänien, Kanada, Spanien, Frankreich und Italien erhältlich. Im laufenden Jahr soll das Produkt in insgesamt 15 europäischen Ländern lanciert werden. Bis Ende 2022 will Holcim seine Marktpräsenz mit ECOPlanet verdoppeln.

    „Angesichts der steigenden Weltbevölkerung und der raschen Urbanisierung sind Lösungen wie ECOPlanet von entscheidender Bedeutung, um umweltfreundlichere Städte und eine intelligentere Infrastruktur zu schaffen und mit weniger Aufwand mehr zu bauen“, wird Jenisch in der Mitteilung zitiert.

  • 5 gute Gründe für einen Tech-Check

    5 gute Gründe für einen Tech-Check

    Es gibt einige Gründe, warum es sich für ein Unternehmen in der Immobilienwirtschaft lohnt, sich mit neuen Technologien zu beschäftigen.

    Attraktivität für Mitarbeiter: High Potentials und gut ausgebildete Mitarbeiter wollen in Unternehmen arbeiten, welche agil und digital sind. Um beim künftigen «War for Talents» mithalten zu können ist eine digitale Unternehmens-DNA fast schon ein «Hygienefaktor».

    Schaffung von Effizienz und Transparenz: Mit neuen Lösungen – etwa im Bereich Artificial Intelligence und Data Analytics – können Ressourcen richtig gebündelt, Anlageentscheidungen fundiert getroffen oder Vermietungs- und Verkaufsprozesse schneller und kosteneffizienter abgewickelt werden.

    Minimierung von Risiken: Durch den gezielten Einsatz von Technologien können Daten generiert, strukturiert und analysiert werden, um so Entscheidungsgrundlagen zu verbessern und damit Risiken zu minimieren.

    Neue Optionen der Monetarisierung: Disruptive neue Technologien wie etwa die Blockchain-Technologie sind «Business Enablers» und fördern die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Ökosysteme und Kooperationen.

    Verbesserung der User Experience: Neue Technologien wie Virtual oder Augmented Reality ermöglichen ein ganz neues Nutzererlebnis. Diese Art von «Convenience» wird künftig Standard werden und der Kunde vermutlich nicht mehr darauf verzichten wollen.

    Einen Überblick über neue Technologien und PropTech-Lösungen finden Sie hier: https://hubs.li/H0RQjYL0

  • Diese Visualisierungstrends wirbeln die Immobilienbranche auf

    Diese Visualisierungstrends wirbeln die Immobilienbranche auf

    Anwendungen und Tools wie 360°-Rundgänge, interaktives Design oder Virtual Reality (VR) sind nicht neu. Aber das, was zwei Schweizer und ein deutsches Start-up daraus gemacht haben, schon. So zum Beispiel das Zürcher Start-up Coding Mind AG mit ihrem Produkt «Remotely360°»: Die Gründer, Alexandros Tyropolis und Danijel Veljkovic, haben die 360°-Rundgänge revolutioniert: «Diese virtuellen Rundgänge gibt es seit rund 10 Jahren. Aber uns gingen die bestehenden Lösungen auf dem Markt nicht weit genug: Die Touren werden vor allem als Marketingtool wahrgenommen. Einmal ins Internet eingepflegt, überlässt man Mietinteressenten danach sich selbst. Aufkommende Fragen bleiben unbeantwortet – allfällige Missverständnisse können nicht geklärt werden», analysiert der CEO, Alexandros Tyropolis.

    Deshalb können sich bei der Lösung von Remotely360° die Vermarkter und die Interessenten digital im Objekt treffen: «Der Immobilienbewirtschafter erhält alle Informationen zum Objekt eingeblendet. Dank der Integration von Google Streetview und Google Maps kann zudem die Umgebung gezeigt werden», erklärt der CEO. Im Chat könnten weiterführende Unterlagen umgehend versendet werden. Der integrierte Grundriss zeige an, wo im Objekt man sich gerade aufhalte. Mit diesem Angebot gehört das Unternehmen zu den sogenannten First Movern: «Uns sind weltweit nur eine Handvoll Start-ups bekannt, die ähnliche Ideen verfolgen», sagt der Jungunternehmer. Insbesondere grosse Player im Bereich von 360°-Touren hätten es verschlafen, den Gedanken weiter zu spinnen und sich zu fragen, wie 360°-Touren im Prozess der Vermarktung tiefer greifen könnten. Zu den Kunden von Remotely360° zählen unter anderem Firmen wie die CBRE Group, Crédit Suisse und Swiss Finance & Property Funds AG.

    Um das Tool zu nutzen, ist in einem ersten Schritt die Digitalisierung der Immobilie notwendig. «Wir pflegen ein Netzwerk an Fotografen, die das Objekt bei Bedarf mit einer 360°-Kamera ablichten», erklärt Tyropolis. Der Kunde könne dies aber auch problemlos selber erledigen: «Unsere Lösung ist mit sämtlichem 360°-Kameras kompatibel.» Danach sei nur noch ein Internetbrowser erforderlich. Das Hosting der Touren ist kostenlos. Wer von weiterführenden Tools profitieren möchte, bezahlt Fr. 24.90 pro Objekt und Monat.
    Das Start-up wurde während der Coronapandemie gegründet. Ob diese dem Tool einen Schub verliehen hat, können die Macher deshalb nicht abschliessend beantworten. «Corona sensibilisiert definitiv und hat die Akzeptanz auch bei konservativeren Markteilnehmern erhöht», sagt Tyropolis. In Zukunft soll die innovative Lösung auch für weitere Anwendungen im Lebenszyklus einer Immobilien wie etwa Übergabeprotokolle genutzt werden können. «Die gleichzeitige Implementierung eines Handwerkerofferten-Tools ist in Planung. Ein Meilenstein wäre darüber hinaus die Verbindung von Visualisierung und Foto. Wir arbeiten daran, um Böden, Farben oder Ausstattung in die 360°-Tour zu integrieren», verrät Tyropolis die Zukunftspläne.

    Der Bau von Musterwohnungen erübrigt sich
    Auch das im 2017 gegründete Start-up «Hegias» mit Sitz in Zürich und Lugano will Bauplanern, Architekten, Vermarktern und Behörden das Leben erleichtern. Und zwar mit täuschend echten Rundgängen durch Immobilien, die sich oft noch in der Planungsphase befinden. Nicht selten lautet das erste Wort, dass die drei Gründer Patrik Marty, Tuan Nguyen und Andreas Schmeil, von ihren Kunden hören: «Wow!». Die drei Jungunternehmer setzen bei ihrer Lösung auf Virtual Reality (VR). «Uns fiel auf, dass die VR-Anwendungen von Agenturen statisch, teuer und schwierig mit anderen Interessengruppen zu teilen sind. Wir möchten VR demokratisieren und die Anwendung auch für kleinere Projekte wie zum Beispiel Einfamilienhäuser möglich machen», erklärt Marty, der die Funktion des CEO innehat. So entstand die Idee, eine Software zu entwickeln, mit der jeder ohne Erfahrung und Programmierungskenntnissen Inhalte in die VR bringen, in Echtzeit verändern und gemeinsam mit allen involvierten Personen begehen sowie besprechen kann.

    Hegias VR funktioniere einfach und intuitiv: «Unsere Lösung ist weltweit als erste komplett browser- und cloudbasiert; man zieht lediglich einen 3D-Plan in seinen Internetbrowser und wenige Minuten später kann man diesen begehen – mit oder ohne VR-Brille», erklärt der Jungunternehmer. Mithilfe sogenannter Bibliotheken können die Pläne anschliessend materialisiert und möbliert werden. Die Innovation soll Missverständnisse und Planungsfehler verhindern und den Bau von Musterwohnungen erübrigen. Für Bestandsbauten sind Zusatz-Services wie den Laserscan einer Immobilie und der anschliessenden Erstellung eines 3D-Modells erhältlich.

    Die Akzeptanz in der Immobilienbranche sei sehr gross: «Wir wagen sogar zu sagen, dass alle, die Hegias VR live erlebt haben, nie wieder bauen, ohne das Projekt vorher in der VR zu begehen», ist Marty überzeugt. Heute sei VR noch ein Wettbewerbsvorteil, in wenigen Jahren werde sie jedoch zum Standard werden. Die Lösung sei für die breite Masse und für die Kollaboration entwickelt worden. «Die Anwendung ist komplett automatisiert. Unsere Innovation ist damit deutlich günstiger als die VR-Angebote der Agenturen», sagt der CEO. Eine virtuelle Begehung eines Projekts koste je nach Abonnement und dessen Auslastung weniger als 200 Franken.

    Die Lösung ist bereits in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch) verfügbar. «Der Fokus wird in den kommenden zwei Jahren nebst der Schweiz auf Ländern liegen, die vermehrt Building Information Modeling (BIM) einsetzen. Sprich: Skandinavien, Grossbritannien, die Niederlande und die USA», verrät Marty. Die Pandemie habe den Digitalisierungsschub in der Branche beschleunigt: «Wir spüren, dass vermehrt Lösungen für dezentrale Besprechungen und Begehungen von Immobilienprojekten gesucht werden.» Marty fasst weitere Vorteile des Tools zusammen: «Wettbewerbe lassen sich rein digital durchführen. Auch können Einsprachen abgekürzt und am Ende des Tages kann schneller, effizienter, nachhaltiger und günstiger gebaut werden.»

    Das Potenzial der Anwendung sei noch lange nicht ausgeschöpft. Marty eröffnet: «In fünf Jahren ist auf unserer Plattform die Bestellung von Materialien und Möbeln per Mausklick möglich – selbstverständlich nachdem man sie sich in der virtuellen Realität in Ruhe in seinen eigenen vier Wänden angesehen hat.» Spätestens in zehn Jahren werde die VR fester Bestandteil unseres Lebens sein – davon ist der findige Unternehmer überzeugt.

    Immobilien- und Möbelanbieter sind erstmals direkt vernetzt
    «Täuschend echt» sind Attribute, die auf die Einrichtungslösung für Immobilienmakler vom deutschen Start-up MockUp Studio zutreffen. Monica Riad, Gründerin und CEO, hat ein Tool entwickelt, mit dem Wohnungen virtuell mit echten Möbeln eingerichtet, Böden verändert, Wandfarben ausprobiert werden können und Deko beliebig austauschbar ist. Das alles in naturgetreuer Qualität, die nicht von echten Fotos zu unterscheiden sei: «Vor allem für Neubauprojekte oder sanierungsbedürftige Wohnungen ist unsere Lösung interessant», erklärt die Geschäftsführerin. Das Tool ermöglicht das Hochladen von Grundrissen und Wohnungsbildern. Daraufhin wird die Wohnung automatisch digitalisiert und kann virtuell eingerichtet werden. «Von der digitalisierten Wohnung lassen sich unkompliziert 2D-Bilder oder auch 360°-Touren erstellen», sagt Riad, die MockUp Studio 2017 gegründet hat.

    Die Nutzer können verschiedene Einrichtungsstile ausprobieren und dank der Zusammenarbeit mit Möbelhändlern die Lieblingsstücke direkt in der Anwendung bestellen – ein absolutes Novum, wie Riad sagt: «Wir sind die Ersten, die Immobilien- und Möbelanbieter direkt verbinden – und das Ganze zu 70 Prozent automatisiert.» Um das Tool zu verwenden, werden lediglich Fotos der Wohnung benötigt – Smartphone-Qualität reicht aus. Die Lösung kostet ab 100 Euro pro Raum. Werden gleich mehrere Objekte digitalisiert, reduziere sich dieser Betrag bis auf 25 Euro. Der nächste Entwicklungsschritt steht kurz bevor: «Ende 2021 bieten wir das Tool auch für Endkunden an», gibt Riad bekannt.

    Die Digitalisierung ist aus der Immobilienbranche schon heute nicht mehr wegzudenken. Die vorgestellten Start-ups dürften mit ihren Ideen und Lösungen den Nerv der Zeit treffen – und die Branche in den kommenden Jahren vielleicht sogar international aufwirbeln.

    Zur Person
    Mario Facchinetti, Gründer von PropTechMarket, hat
    den Überblick im Innovations-
    Dschungel. Als Experte weiss er, worauf es bei der Evaluation und Implementierung von qualitätsgeprüften PropTech-Lösungen ankommt:
    www.proptechmarket.ch

    Marios Tipp
    Visualisierungslösungen machen Immobilien mobil. Das Angebot ist gross und schwer überschaubar. Dieses Frageraster hilft bei der Entscheidungsfindung.

    1. Handelt es sich um einen Neu- oder einen Bestandesbau?
    2. Welcher Qualitätsstufe wird das Objekt zugeteilt: High-End- oder Standardbau?
    3. Wer ist die Zielgruppe: Mieter oder Käufer? Wie steht es um die digitale Affinität?

    Für Neubauten eignen sich Lösungen im Bereich der virtuellen Realität, um Visionen erlebbar zu machen. Diese Technologie hat sich über die letzten Jahre stark entwickelt und wird massentauglich. Für Bestandsobjekte gehören 3D-Visualisierungen immer öfter zum Standard – die Realisierung ist unkompliziert und an die Qualitätsansprüche der Kundschaft anpassbar. Wer solche Touren einfach auf der Objektseite einbindet, hat noch lange nicht den maximalen Mehrwert aus den Modellen herausgeholt. Nebst digitalen Terminvereinbarungen und Besichtigungen über einen integriertem Live-Stream können mit dieser Lösung auch virtuelle Möblierungen unordentlicher oder leerstehender Objekte in 2- oder 3D gezeigt werden.

    Natürlich darf der Kunde bei der Vielzahl von Möglichkeiten nicht ausser Acht gelassen werden. Die Art der Objektvisualisierung sowie deren Einbindung in den Besichtigungsprozess ist an die Zielgruppe das entsprechende Medium (Online-Portale, Printinserate, Social Media, Webseite, Plakate, usw.) anzupassen.

  • Greater Zurich Area als Innovationsort des Jahres nominiert

    Greater Zurich Area als Innovationsort des Jahres nominiert

    Das Portal Die Deutsche Wirtschaft will den Innovationsort das Jahres im Raum Schweiz, Deutschland und Österreich auszeichnen. Dafür wurden sechs Standorte nominiert. Es handelt es sich nicht um Städte, sondern beispielsweise um Universitäten, Wirtschaftsförderungen oder Regionen. Das Ziel sei es, „mustergültige Beispiele für neues Denken auf verschiedenen Feldern“ zu finden, heisst es auf der Internetseite des Portals.

    Auch die Greater Zurich Area ist unter den Nominierten. Sie tritt gegen KölnBusiness, Munich Urban Colab, Reutlingen INNOPORT, MCCI Innsbruck Die unternehmerische Hochschule sowie d.velelop Campus Münsterland an.

    Alle Interessierten können auf der Internetseite von Die Deutsche Wirtschaft für einen Standort abstimmen. Das Ergebnis der Abstimmung wird Ende Juli kommuniziert. Personen, die abstimmen, können Preise gewinnen.

  • Visualisierungslösungen: ein emotionaler Stimulus

    Visualisierungslösungen: ein emotionaler Stimulus

    Ob Vermietung oder Verkauf – die Nachfrage nach Visualisierungslösungen in der Immobilien- und Bauwirtschaft nimmt spürbar zu. Je nachdem ob es sich um ein Bestandsobjekt oder ein Neubauprojekt handelt, kommen unterschiedliche Lösungen zum Einsatz. Bei ersterem finden oftmals 360°-Touren Anwendung – zunehmend interaktiv, bei zweiterem vielfach Virtual Reality-Lösungen – angepasst an das Objekt und die Zielgruppe.

    Nicht jeder Käufer oder Mieter kann sich einen leeren Raum möbliert vorstellen. Hier helfen virtuelle Homestaging-Lösungen, um den Funken zum Überspringen zu bringen. Mit diesem Tool können auch preiswerte Eigentumswohnungen oder Mietobjekte optisch ansprechend gestaltet und so schneller vermittelt werden. Weiterführende Lösungen ermöglichen die virtuelle Begehung von Räumlichkeiten, welche erst entstehen sollen. Mittels Stand-Alone Virtual Reality-Brillen können etwa Planungsfehler virtuell gesehen und somit später vermieden werden. Zudem können geplante Gewerke gemeinsam – beispielsweise mit dem Bauherrn oder Architekten – begangen werden. Das «Eintauchen» und tatsächliche Erleben der Räumlichkeiten gibt Sicherheit und ein gutes Gefühl.

    Darüber hinaus gibt es auch virtuelle Gesamtlösungen am Markt, die verschiedene Phasen des Immobilienzyklus digital abbilden: von der skizzierten Projektvision und dem Prototyping bis hin zu Visualisierungskonzepten für Vermarktung und Bewirtschaftung.

    Einen Überblick über qualitätsgeprüfte Visualisierungslösungen finden Sie hier:
    https://proptechmarket.net/tools

  • Strabag agiert in Küsnacht vollständig digital

    Strabag agiert in Küsnacht vollständig digital

    Das Bauunternehmen Strabag Schweiz hat den Zuschlag für die Sanierungen eines Strassenabschnitts in schwierigem  Gelände der Gemeinde Küsnacht sowie die Erneuerung der Gas-, Wasser- und Elektroleitungen des örtlichen Stromversorgers Werke am Zürichsee AG erhalten. Laut Medienmitteilung wird das Projekt von der Planung über den Bau bis zur späteren Instandhaltung digital gesteuert. Dafür werde mit dem sogenannten Building Information Modelling (BIM) gearbeitet. Die Strabag AG hat den Zuschlag als Totalunternehmer erhalten. Der Baustart sei für Ende August vorgesehen und die Fertigstellung etwa im Oktober 2022, heisst es in der Mitteilung.

    Das Sanierungsvorhaben der Gemeinde Küsnacht am oberen Teil des Schiedhaldensteigs gilt als schwierig. Dort sind in sehr engem und steilem Verkehrsraum zum einen die Sanierungsarbeiten zu erledigen und zum anderen die Kanalisationsleitungen zu ersetzen.

    Zum Einsatz des BIM bei Projektierung und Realisierung der beiden Bauvorhaben wird BIM-Manager Stijepan Ljubicic von Strabag mit der Erläuterung zitiert, dass zum einen „die Baustelle komplett digital abgewickelt“ werde. Neben der Planung und Ausführung würden sämtliche Arbeiten digital dokumentiert und letztlich in einem sogenannten As-built Modell an die Bauherrschaft übergeben. Diese Daten böten viele Vorteile mit Blick auf Qualitätsmanagement, Betrieb und Unterhalt sowie als Planungsgrundlage für Folgeprojekte.

    Der Technische Bereichsleiter Verkehrswegebau Ost bei Strabag, Michael Graber, wird zitiert, dass ein Hauptkriterium der Vergabe die digitale Leistungsfähigkeit des Unternehmens gewesen sei. Durch den Zuschlag sehe man bei der Strabag die eigene Kompetenz und das Fachwissen im Bereich BIM bestätigt.

    Die Medienmitteilung nennt auch Fakten zum Bau. So werde der Aushub 1500 Kubikmeter ausmachen, es sollen 240 Meter Rohe verlegt werden. Der Strassenbau erfolge auf 750 Metern, wobei 500 Tonnen Walzasphalt verwendet würden.